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Tomatensauce einkochen

Einmachen für Anfänger mit Anti-Schimmel-Checkliste

Einmachen von Obst und Gemüse ist eine großartige Methode, um deine Ernteüberschüsse haltbar zu machen und im Winter immer noch eine ganze Bandbreite von Leckereien aus deinem eigenen Garten zu essen.

Die Ernteschwemmen aus dem Sommer werden zu leckeren Marmeladen, Suppen, Eintöpfen, Antipasti oder Saucen eingemacht, die wir im Winter nur noch aufgewärmt werden müssen und damit ein super „Fast Food“ sind. ;)

Ich liebe die Vielfalt, die beim Einmachen möglich ist! Mit den Lieblingszutaten kann ich so viele leckere Gerichte zaubern, die später meine Vorratskammer füllen und nur noch darauf warten, von uns vernascht zu werden.

Im Winter nach einem langen Spaziergang ist es schon ein kleines Fest, einfach ein Glas erwärmen zu können und das Sommergemüse aus dem Garten zu schmecken.

Ich baue das Obst und Gemüse für meine Familie fast komplett selbst an. Und damit wir im Winter immer noch super lecker aus unserem Garten essen können, ist das Einmachen super wichtig.

Mittlerweile habe ich schon hunderten Kursteilnehmern gezeigt, wie sie ihre Ernte in einen leckeren, schimmelfreien, sicher haltbaren Wintervorrat verwandeln. Und jetzt bist du dran. Hier kommt meine komplette Einmach-Anleitung!

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest, damit du ihn später wiederfindest!

Welche Lebensmittel kann ich einmachen?

Du kannst alle Obstarten und fast jedes Gemüse einmachen. Dabei können die Lebensmittel so eingemacht werden wie sie sind, oder sie werden geschmacklich kombiniert und mit Kräutern verfeinert. Daraus entstehen zum Beispiel leckere Suppen oder Eintöpfe, ganz nach dem eigenen Geschmack.

Du kannst auch eiweißhaltige Lebensmittel, wie Fleisch oder Bohnen einmachen, allerdings brauchst du dann, genauso wie bei säurearmem Gemüse, einen Druck-Einmachtopf, damit das Ganze sicher haltbar ist. Keine Sorge, darauf gehe ich gleich nochmal näher ein.

Lebensmittel, die sich nicht zum Einmachen eignen

Es gibt einige Lebensmittel, die sich nicht so gut zum Einmachen eignen. Für mache mag es verlockend sein, die Eintöpfe und Suppen mit Mehl anzudicken. Das ist aber gar keine gute Idee, denn Mehl wird auch eingemacht relativ schnell sauer. Es enthält nämlich Enzyme, die erst bei höheren Temperaturen inaktiviert werden. Deswegen ist es besser, beispielsweise Saucen erst vor dem Verzehr anzudicken.

Leider ist es auch nicht möglich Kartoffelbrei oder cremige Kürbissuppe einzumachen- also besser Finger weg, das wird nichts!

Zwiebeln solltest du vor dem Einmachen gut durchbrutzeln, damit sie sicher haltbar sind. Und auch Nudeln sollten nicht eingemacht werden. Nach der Einmachzeit sind die nämlich einfach nur noch matschig!

Ich denke, es versteht sich von selbst, dass genauso zartes Blattgemüse wie Mangoldblätter oder Salat durch das Einmachen nicht unbedingt knackiger werden.

Wie funktioniert Einmachen?

Um Lebensmittel einzumachen, füllst du rohes oder auch schon gekochtes Obst und Gemüse in Einmachgläser und erhitzt sie danach auf eine bestimmte Temperatur für einen definierten Zeitraum. Bei diesem Prozess werden die Mikroorganismen von der Hitze getötet und können keine Fäulnisprozesse mehr im Einmachglas auslösen.

Außerdem sind die Einmachgläser so konzipiert, dass sie Luft von innen nach außen lassen können. Andersherum kann aber keine Luft von außen in das Glas eindringen. Die Luft im Einmachglas dehnt sich bei der Erhitzung aus und strömt nach draußen. Dadurch kann sich im Glas selber ein Vakuum bilden und der Deckel sitzt auch ohne Klammern fest auf dem Glas auf. Mikroorganismen in der Luft werden also ausgesperrt und können unser Eingemachtes nicht mehr kontaminieren.

Auf diese Weise kann Obst und Gemüse durch das Einmachen mehrere Jahre lang haltbar gemacht werden!

Einmachen, Einkochen, Einwecken oder Einrexen beschreibt übrigens alles das Gleiche. ;)

Ist Einmachen und heiß Einfüllen das Gleiche?

Es gibt einige Menschen, die heißes Einfüllen dem Einmachen gleichsetzten. Das Prinzip ist auch ganz ähnlich, denn beim heißen Einfüllen werden die Lebensmittel kochend heiß in die Gläser abgefüllt. Die Gläser werden nach dem heißen Einfüllen direkt geschlossen und durch den Temperaturunterschied bilden sich auch hier in den Gläsern Vakuum aus.

Nun können aber nicht alle Lebensmittel durch das heiße Einfüllen haltbar gemacht werden. Das funktioniert nämlich nur, wenn das Eingemachte einen hohen Säure- und Zuckergehalt hat. Beeren können mit der Methode zu Marmeladen verarbeitet werden, oder auch Ketchup und Sirup können durch heißes Einfüllen haltbar gemacht werden.

In einigen Einmachbüchern wird immer wieder dazu geraten, dass die Gläser zusätzlich noch eine kurze Zeit in einem Einmachtopf erhitzt werden sollten. Das kann man machen, wenn man sich damit sicherer fühlt, es ist aber nicht zwingend nötig, solange du sauber arbeitest.

Wenn du Lebensmittel mit niedrigerem Säure- und Zuckergehalt einmachen möchtest, dann reicht das heiße Einfüllen aber nicht mehr aus und du solltest deine Gläser einmachen.

Kann ich alle Gläser zum Einmachen benutzen?

Viele Gläser, die du (wahrscheinlich mit Inhalt ;)) im Supermarkt erworben hast, kannst du für das Einmachen wiederverwenden. Dabei ist es aber sehr wichtig darauf zu achten, nur Deckel zu verwenden, die „ploppen“. Das bedeutet, dass die Deckel eine kreisförmige Erhöhung in der Deckelmitte aufweisen, die anzeigt, ob nach dem Einmachen oder dem heißen Einfüllen ein Vakuum entstanden ist. Später kann mit einer Druckprobe auf den Knopf in der Mitte des Deckels nämlich leicht überprüft werden, ob sich ein Vakuum im Glas gebildet hat.

Richtige Einmachgläser haben den Vorteil, dass die Wände dicker und damit stabiler sind, als bei den Schraubgläsern. Es kann schon mal passieren, dass die dünnwandigen Gläser beim Einmachen kaputt gehen. Das kommt nicht oft vor, aber es kann ja nicht schaden, dich schon mal vorzuwarnen. ;)

Aus diesem Grund benutze ich die Schraubgläser am liebsten, wenn ich nur heiß einfülle. Beim Einmachen kommen dann die richtigen Einmach-Gläser zum Einsatz!

Hier nochmal eine kurze Übersicht über die wichtigsten Gläser zum Einmachen:

  • Schraubgläser mit “Plopp”-Deckel
  • Twist-Off-Gläser mit „Plopp“-Deckel
  • Alte Einkochgläser
  • Neue Weck-Einkochgläser*

Schraubgläser und Twist-Off-Gläser unterscheiden sich im Deckel-System.  Die Twist-Off-Gläser haben kein Gewinde, sondern einen sogenannten „Nokken-Verschluss“. Diese Nokken klammern sich an den Verschluss am Glas, dafür werden die Deckel nicht fest zugedreht, sondern quasi nur aufgedreht. Dieser Schließmechanismus funktioniert ähnlich wie bei den Weck-Einmachgläsern und die Nokken ersetzen dabei die Klammern. Wenn die Lebensmittel in einem Twist-Off-Glas eingemacht werden, wird der Deckel durch das Vakuum, das im Glasinneren entsteht, fest angesaugt.

Wenn du dir nicht unbedingt neue Gläser kaufen möchtest, dann gibt es verschiedene Wege, um an alte Einmachgläser ranzukommen. Du findest sie häufig für sehr wenig Geld auf dem Flohmarkt oder in Gebrauchtwarenläden.

Auch bei Haushaltsauflösungen bin ich schon fündig geworden. Viele ältere Menschen haben nämlich noch den ganzen Keller voll von ungenutzten Einmachgläsern und sind dankbar, wenn sie einen Abnehmer dafür finden. So kannst du richtig viele Gläser bekommen und zahlst nur einen Bruchteil dessen, was neue Weck-Gläser kosten.

Allerdings haben die meisten alten Einmachgläser ein Volumen von einem Liter. In einem kleinen Haushalt sind aber die kleineren Gläser häufig praktischer, sodass ich mir auch einige neue Weck-Gläser gekauft habe.

Und welche Gläser sind zum Einmachen ungeeignet?

Ich habe ja gerade schon über die „Plopp“-Deckel gesprochen und dass sie ein guter Indikator dafür sind, ob sich ein Vakuum im Glasinneren gebildet hat oder nicht. Das ist auch der Grund, warum ich eben keine Gläser ohne “Plopp”-Deckel für das Einmachen verwenden würde. Denn falls sich der Deckel nach außen gewölbt hat, ist das Vakuum nicht mehr vorhanden und dein Eingemachtes ist womöglich verdorben. Bei Deckeln, die nicht “ploppen”, kannst du nicht so leicht erkennen, ob der Glasinhalt verdorben ist oder nicht.

Genau deswegen benutze ich auch keine Bügelgläser zum Einmachen. Diese besitzen nämlich einen Bügel, der den Deckel fest auf das Glas drückt. Und schon gibt es keinen Indikator mehr für das Vakuum im Glasinneren und du kannst nicht erkennen, ob dein Eingemachtes verdorben ist oder nicht.

Jetzt schreibe ich so oft über verdorbenes Eingemachtes. Natürlich kann es passieren das dein Eingemachtes schimmelt, aber wenn du dich an ein paar Grundregeln hältst, dann kommt das so gut wie nie vor.

Es ist mir wichtig, dass ich dich mit diesen Informationen nicht abschrecke. Ganz im Gegenteil, das Ziel ist ja, dass du gut vorbereitet bist für das Einmachen und der Schimmel aus den Gläsern verbannt wird. ;)

Einmachen ist ganz leicht und ziemlich gelingsicher! Aber wenn doch mal was schiefgeht, dann bist du mit den richtigen Gläsern eben auf der sicheren Seite.

Wie verschließe ich Einmachgläser?

Für Einmachgläser brauchst du immer ein passendes Gummi*, das du je nach Modell entweder auf den Glasrand oder den Deckel legst, bevor du das Glas verschließt.

Die neuen Weck-Einmachgläser werden nach dem Einfüllen mit zwei kleinen Federklammern* verschlossen. Bei den älteren Gläsern werden die Deckel mit einem Bügel bespannt*, den man auch Universalklammer nennt. Die hält auch wunderbar auf alten Einmach-Gläsern von anderen Marken, die man zum Beispiel auf dem Flohmarkt erstanden hat.

Einmachtöpfe und Einmachautomaten

Auf dem Markt befinden sich verschiedene Töpfe und Automaten zum Einmachen. Das praktische bei den Einmachautomaten ist, dass man sie überall benutzen kann, da sie sich selber heizen. Außerdem arbeitet der Automat, wie schon der Name sagt, ziemlich selbständig und du kannst ihn auch mal alleine lassen. ;)

Die Einmachtöpfe werden auf den Herd gestellt und über ein Thermometer wird abgelesen, wie hoch oder niedrig die Temperatur im Inneren des Topfes ist. Die muss man dann über die Stufen vom Herd regulieren. Das ist wichtig, denn verschiedenes Obst- und Gemüse wird auch unterschiedlich heiß eingemacht, je nach Zucker- oder Säuregehalt. Darauf komme ich gleich zu sprechen.

Wenn du keinen Einmachtopf oder Einmachautomaten zur Hand hast, dann ist das gar kein Problem! Hier zeige ich Dir, wie du mit haushaltsüblichem Zubehör improvisieren kannst. :)

Druck-Einmachtopf

Wenn du eiweißhaltige oder säurearme Lebensmittel, wie Fleisch oder Bohnen einmachen willst, musst du dafür einen Druck-Einkochkessel verwenden. In diesen Lebensmitteln können sich nämlich Botulismus-Bakterien vermehren, die eine der schlimmsten Lebensmittelvergiftungen der Welt auslösen können.

Die Botulismus-Bakterien werden erst bei 120 °C abgetötet, und diese Temperaturen können mit einem normalen Einmachtopf rein physikalisch nicht erreicht werden. Dafür muss schon ein Druckkessel her, der Temperaturen von 120 °C konstant halten kann.

Wenn du mehr über Botulismus erfahren willst, dann kannst du gerne meinen Botulismus-Artikel lesen:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Das Einmachen im Druck-Einmachtopf ist zwar etwas kniffeliger als im normalen Einmachtopf oder Einmachautomaten, aber mit ein bisschen Übung kriegst du das hin – versprochen! Darüber werde ich am besten nochmal einen eigenen Artikel schreiben.

Sonstiges Zubehör

Wenn du keine Lust hast, dir beim Herausheben der Gläser aus dem Wasserbad die Finger zu verbrennen, solltest du dir einen Glasheber zulegen. Klar, ich bin auch lange ohne einen Glasheber ausgekommen, aber seitdem ich ihn habe, möchte ich ihn auch nicht mehr missen. ;)

Ziemlich praktisch für das Einmachen sind auch noch eine Schöpfkelle und ein Trichter. So ist es wirklich leicht, Marmeladen und Co in die Gläser zu füllen. Und wenn du (wie ich) trotzdem mal daneben kleckst, dann ist es auch noch schlau, ein sauberes Tuch parat zu haben.

Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?

Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen. 

Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Einkochen betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:

Zur Challenge!

Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! 

Vor dem Einmachen…

Es ist ganz wichtig, beim Einmachen so sauber wie möglich zu arbeiten. Das heißt, dass du deine Töpfe, Schöpfkelle, Trichter und Gläser gut ausspülst, bevor sie zum Einsatz kommen. Im nächsten Schritt sollten die Gläser, Deckel und Gummis, sowie Schöpfkelle und Trichter zusätzlich mit kochendem Wasser sterilisiert werden.

Die Deckel und Ringe kochst du mindestens fünf Minuten lang in sprudelndem Essigwasser aus.

Schritt für Schritt sicher einmachen

Manches Obst und Gemüse wird roh in die Einmachgläser gefüllt, anderes muss vorgekocht werden. Aber keine Sorge, das ist im Rezept immer mit angegeben.

Bei den alten Weck-Gläsern oder bei den Schraubgläsern ist es nötig, dass man beim Einfüllen etwa 2 cm Abstand bis zum Glasrand lässt. Die neuen Weck-Gläser* haben einen anderen Rand, sodass du dein Einmachglas bis zum Rand befüllen kannst.

Wenn die Gläser alle geschlossen sind, wandern sie in den Einmachtopf. Hier ist zu beachten, dass du kalt eingefüllte Gläser auch in ein kaltes Wasserbad stellst. Wenn du die Lebensmittel heiß eingefüllt hast, kommen sie in ein bereits erwärmtes Wasserbad.

Im Einmachtopf müssen die Gläser zu mindestens zu 2/3 mit Wasser bedeckt sein. In punkto Einmachtemperatur und Einmachzeit solltest du dich immer an das jeweilige Rezept halten.

Leider wird auf das Thema Botulismus und sicheres Einmachen im Druck-Einmachtopf auf vielen Internetseiten und in vielen Büchern noch nicht eingegangen, sodass du wirklich sicher gehen solltest, nur Rezepte aus vertrauenswürdigen Quellen zu verwenden.

Wenn die Einmachzeit abgelaufen ist, werden die Gläser zum Abkühlen auf ein Geschirrtuch gestellt. Erst wenn die Gläser richtig abgekühlt sind, werden die Klammern* am Glas abgenommen. Jetzt kann geprüft werden, ob in den Gläsern ein Vakuum herrscht.

Falls es bei einem Glas mal nicht geklappt hat, solltest du es entweder in den Kühlschrank stellen und bald verbrauchen oder das Glas nochmal neu einmachen. Vorher aber am besten nochmal überprüfen, ob der Deckel möglicherweise der Übeltäter war.

Wenn du dein Obst und Gemüse auf diese Weise einmachst, hält es sich mindestens ein Jahr – und eigentlich sogar noch viel länger. Es ist so schön, während einem Sturm im Winter ein eingemachtes Glas zu öffnen und den Sommer zu schmecken :)

Typische Anfängerfehler beim Einmachen

Ich liebe es, einzumachen – es gibt nur ein paar Regeln zu beachten, dann ist Einmachen super einfach! Beim Einmachen kann man allerdings auch einiges falsch machen.

Deswegen habe ich einen Blogartikel zu den neun hartnäckigsten Einkoch-Mythen geschrieben, auf die du besser nicht reinfällst. Falls es dich interessiert, bitte einmal hier lang: ;)

9 Einkoch-Mythen, die du kennen solltest

Hol dir die Einmach-Checkliste!

Damit deinem Einmach-Erfolg nichts mehr im Weg steht, habe ich eine Checkliste erstellt, in der alle Schritte noch einmal übersichtlich aufgelistet sind. Ich weiß, dass all die Informationen einen erstmal ganz schön erschlagen können, aber so schwer ist das alles gar nicht. :)

Einfach die Checkliste durchgehen, da habe ich alles Wichtige für dich zusammengefasst:

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Suppe einkochen

Suppe sicher einkochen mit Anti-Schimmel-Checkliste

Suppe einkochen ist aus vielen Gründen super praktisch. Manchmal ist auch einfach die Zeit zu knapp, um lange in der Küche zu stehen und etwas Leckeres zu kochen. Wenn es mal wieder besonders schnell gehen muss, und du trotzdem nicht auf gesunde Lebensmittel verzichten willst, dann ist die selbst eingekochte Gemüsesuppe genau das richtige!

Im Sommer, wenn der Gemüsegarten all seine Leckereien abwirft, mache ich meine Ernteüberschüsse total gerne haltbar, indem ich Gemüsesuppe einkoche. Am liebsten mache ich dann gleich eine große Menge Suppe und freue mich danach über ganz viele Gläser selbst gemachtes Fast Food.  ;)

An Tagen mit wenig Zeit kannst du die Suppe einfach schnell erwärmen und deiner Familie eine gesunde Mahlzeit aus dem eigenen Garten auf den Tisch bringen!

Und das Beste:

Du weißt genau, welche Zutaten in der Suppe enthalten sind. So kannst du sicher sein, dass nur richtig gute Lebensmittel (und keine Konservierungsmittel!) in der Suppe landen, die du nach eigenen Wünschen und Vorlieben kreieren kann.

Bevor du deine Suppe einkochst…

… schau dir doch nochmal den Grundlagenartikel zum Einkochen an, dafür bitte einmal hier entlang ;)

Welches Zubehör brauchst du, um Suppe einzukochen?

Kann ich Suppe im Einkochtopf einkochen?

Wenn du säurearme Lebensmittel einkochen willst (zum Beispiel Suppe), solltest du dafür einen Druckkessel verwenden. In säurearmen Lebensmitteln können sich nämlich Botulismus-Bakterien vermehren, die eine der schlimmsten Lebensmittelvergiftungen der Welt auslösen können.

Hier erfährst du mehr zum Thema Botulismus.

Ein normaler Einkochkessel taugt zum Einkochen von Suppe also nicht, da muss schon ein Druckkessel her, der Temperaturen von 120 °C konstant halten kann. Erst bei 120 °C sterben die Sporen der Botulismus-Bakterien ab und die Suppe ist sicher eingekocht.

Ich verwende diesen Druck-Einkochkessel und bin damit absolut zufrieden.

Ein leckeres Rezept zum Suppe-Einkochen :)

Zutaten:

  • 3 Möhren, geschält
  • 400 g passierte Tomaten
  • 500 ml Wasser
  • 120 g gekochter Zuckermais
  • 120 g gekochte Bohnen oder Kichererbsen
  • 750 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
  • 1 mittelgroße Zwiebel, gehackt
  • 50 g Sellerie, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • nicht jodiertes, unbehandeltes Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 1 TL getrocknete italienische Gewürze

Suppe einkochen im Druckkessel

1. Den Druckkessel nach Anweisungen des Herstellers vorbereiten.

2. In einem großen Topf bei starker Hitze die Tomaten, Wasser, Mais, Kichererbsen, Karotten, Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerie und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Mischung zum Kochen bringen und gelegentlich umrühren. Die italienischen Kräuter unterrühren und die Suppe 10 Minuten köcheln lassen.

3. Die heiße Suppe vorsichtig in die heißen Gläser füllen und 2-3 cm Abstand bis zum oberen Glasrand lassen.

4. Glasränder sauber wischen und mit den Deckeln und Klammern verschließen.

5. Die gefüllten Gläser bei 10 Pounds mit einem „Weighted Gauge“-Druckkessel und bei 11 Pounds mit einem „Dial Gauge“-Druckkessel für 60 Minuten einkochen.

Dieses Rezept bezieht sich auf Einkochgläser* mit einem Fassungsvermögen von 250-500 ml. Wenn du andere Glasgrößen verwendest, kann die Einkochzeit variieren.

Der angegebene Druck in dem Rezept gilt bei den „Dial Gauge“-Druckkesseln für Höhen bis 600 m und bei den „Weighted Gauge“-Druckkesseln für Höhen bis 300 m über dem Meerespiegel. In höheren Lagen muss der Druck entsprechend angepasst werden.

Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?

Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen. 

Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Einkochen betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:

Zur Challenge!

Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! 

Du willst ein anderes Suppen-Rezept einkochen?

Das ist überhaupt kein Problem! Du kannst die Gemüsesuppe ganz nach deinem Geschmack kochen, wichtig ist aber, dass du die Einkochzeit auf das Lebensmittel in deiner Suppe beziehst, das die längste Einkochzeit hat.

Du willst deine Suppe im Backofen einkochen?

Davon würde ich besser die Finger lassen. Einkochen im Backofen ist leider nicht sicher, auch wenn es zurzeit in so ziemlich jedem Frauenmagazin angepriesen wird. Wenn du mehr zum Einkochen im Backofen wissen möchtest, ist hier der passende Artikel:

Warum du nicht im Backofen einkochen solltest!

Hol dir die Sicher einkochen-Checkliste!

Du bist dir unsicher, wann du welche Einkochtechnik verwendest, oder brauchst eine Checkliste zum Einkochen im Druckkessel? Dann hol dir gerne meine „Sicher einkochen“-Checkliste!

Welche Suppe möchtest du einkochen? Hast du ein Lieblingsrezept? Bist du schon ein alter Einkochhase oder fängst du gerade erst mit dem Einkochen an? Lass mir gerne einen Kommentar da!

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*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Selbstversorgung Garten Huhn

Selbstversorgung starten: Wenn ich von 0 anfangen müsste, was würde ich tun?

Letztens hat mich jemand gefragt, was ich machen würde, wenn ich mit unserer Selbstversorgung nochmal ganz von vorne anfangen müsste. Die Frage fand ich so spannend, dass ich ihr diese Woche einen ganzen Artikel widmen möchte.

Falls du mich noch nicht kennst: Hi! :) Ich bin Marie, ich studiere ökologische Landwirtschaft und versuche, möglichst viel von dem, was wir essen, selbst anzubauen.

Obst und Gemüse kaufen wir fast gar nicht mehr zu, die Eier kommen von unseren Hühnern, wir backen unser Brot komplett selbst und ich habe eine kleine Ziegenherde für Fleisch und Milch.

Das Wissen, das ich mir angeeignet habe, gebe ich in Onlinekursen weiter und habe so schon richtig vielen Kursteilnehmern gezeigt, wie sie sich aus ihrem Garten selbstversorgen. Mittlerweile habe ich meine Selbstversorger-Fähigkeiten sogar in einem Buch festgehalten. Viele vergessen aber, dass wir am Anfang ja auch ohne jeden Plan losgelegt haben und uns das nicht alles zugeflogen kam.

Ich weiß genau, wie sich das anfühlt, wenn du suuuper große Pläne hast, die du am liebsten sofort umsetzen möchtest, aber absolut keine Ahnung, wie und womit du anfangen sollst.

Deswegen kommt hier ein Fahrplan, an dem du dich orientieren kannst. So würde ich vorgehen, wenn ich unsere Selbstversorgung von Grund auf neu starten würde:

1. Selbstversorger-Fähigkeiten aufbauen

Du hast ein großes Ziel: Du möchtest dich und deine Familie möglichst selbstversorgen. Das fordert Fähigkeiten, die heute kaum noch jemand beherrscht. Deswegen mein Appell an dich:

Fang so bald wie möglich an, dir diese Fähigkeiten anzueignen.

Mach dir eine Liste mit allen Projekten, die du umsetzen möchtest, und überleg dir, was du lernen musst, bevor es losgeht.

Du möchtest Puten halten? Such nach Leuten, die dir zeigen können, was du dabei beachten musst.

Du willst dein eigenes Obst anbauen? Lerne, wie man Obstbäume schneidet!

Du träumst von einem großen Selbstversorger-Gemüsegarten? Dann saug so viele Infos auf, wie du kannst, und lerne diese Fähigkeiten von Leuten, die genau das, was du planst, schon machen.

Jipp, das bedeutet oft, dass du ein gewisses Lehrgeld zahlen musst, aber glaub mir: Ich habe schon sehr viel in Kurse investiert, und es hat sich immer gelohnt. Deine Fähigkeiten-Palette ist etwas, das für dich immer an erster Stelle stehen sollte. :)

2. Du hast nicht genug Platz für deine Selbstversorgung?

Wenn du kein eigenes Grundstück hast bzw. dein eigener Garten zu klein ist, lass dich davon nicht abhalten:

Ich schaue immer nach verwilderten Grundstücken in unserer Gegend, mache die Besitzer ausfindig und frage einfach mal nett nach, ob ich das Grundstück beweiden kann.

Viele Leute sind ganz happy, wenn das Grundstück gepflegt wird, und überlassen es mir kostenlos. So haben wir auch schon Grundstücke gefunden, auf denen wir Gärten anlegen konnten.

Wenn du nicht genug Platz hast, ist das also absolut kein Problem. Ich bin mir sicher, dass du ein Grundstück für deine Selbstversorgung findest, wenn du die Augen offenhältst. :)

Wir haben keinen einzigen Quadratmeter eigenes Land und bisher trotzdem immer Grundstücke gefunden, die wir nutzen können.

3. Dein Selbstversorger-Anbauplan

Wenn du noch nie gegärtnert hast, würde ich dir unter keinen Umständen empfehlen, gleich im ersten Jahr eine komplette Gemüse-Selbstversorgung anzustreben. Fang erstmal kleiner an, sonst bist du nachher überfordert, verlierst den Spaß an der Selbstversorgung und schmeißt das Handtuch.

Wie groß dein Garten im ersten Jahr aber auch sein wird:

Du brauchst einen guten Anbauplan! Wusstest du, dass du bis zu dreimal mehr auf derselben Fläche ernten kannst, wenn du einen guten Anbauplan austüftelst? Also einmal bitte hier entlang:

Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

4. Die richtige Garten-Methode

Es gibt unterschiedliche Garten-Methoden, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Ich würde dir raten, dich vorher gut zu informieren, dir eine Methode auszusuchen und sie 1:1 umzusetzen. Versuch nicht, unterschiedliche Methoden miteinander zu kombinieren.

Übertrieben ausgedrückt: Ein „Gärtnern im Quadrat“-„Back to Eden“-„Aquaponic“-Garten mit Hochbeeten würde vermutlich nicht wirklich funktionieren. ;)

Wenn du nach meinem Gartensystem gärtnerst, musst du das Ganze wirklich als System verstehen. Die Beet-anlege-Technik, die ich dir in meinem Gemüsegarten starten-Onlinekurs zeige, ist zum Beispiel die Basis für alles, was ich dir im Rest des Kurses beibringe.

Wenn du später aber plötzlich anfängst, nach anderen Methoden zu gärtnern, und zum Beispiel auf die Mulchschicht, die ich empfehe, verzichtest, wirst du nie die Erfolge erzielen, die du in deinem Garten feiern könntest, weil das ganze System so aufeinander abgestimmt ist, dass alles ineinander greift.

Also such dir eine Methode aus und zieh das Ganze durch. ;)

5. Geld sparen beim Zubehör

Klar geht es beim Thema Selbstversorgung darum, möglichst viel selber zu machen und dadurch Geld zu sparen. Ironischerweise haben wir durch unsere Selbstversorgung aber auch hohe Ausgaben:

Für Werkzeug zum Beispiel, Einkochzubehör, Zäune, die Tierarztkosten, eine Getreidemühle, Gärtöpfe, Saatgut, evtl. Futter und Baumaterial, ein Spinnrad usw.

Ich bin kein Fan von billigem Werkzeug oder Zubehör. Es lohnt sich immer, in gute Qualität zu investieren und Dinge zu kaufen, die dann auch für Jahrzehnte halten. Aber die kosten eine Menge Geld..

Deswegen hier mein Tipp: Schreib dir eine Liste mit dem gesamten Zubehör, das du für deine Selbstversorgung brauchst, klappere mehrmals pro Woche eBay Kleinanzeigen und ähnliche Portale ab und gib jeden einzelnen Artikel in die Suchmaske ein.

Du wirst erstaunt sein, wie schnell du dein Zubehör zusammen hast – für einen Bruchteil dessen, was du neu für die Werkzeuge bezahlt hättest.

Hier findest du noch mehr Tipps, wie du deine Selbstversorgung mit möglichst wenig Geld aufbaust.

6. Hühner und Kleintiere halten

Sobald du das Zubehör für die Kleintiere, die du halten möchtest, zusammen hast, und gelernt hast, wie du diese Tiere artgerecht hältst, kannst du dich auf die Suche nach passenden (Klein)Tieren begeben.

Mit größeren Tieren wie Ziegen, Schafen oder Schweinen würde ich mir an deiner Stelle mehr Zeit lassen und mich erstmal mit kleineren, pflegeleichten Tieren an das ganze Tierhaltungsding herantasten.

Wenn du Tiere hältst, übernimmst du nämlich immer eine große Verantwortung.

Pssst: Kennst du die Initiative „Rettet das Huhn“? Die vermitteln „ausgediente“ Legehennen an Privatleute. Diese armen Geschöpfe werden in der Massenproduktion nämlich schon mit ca. einem Jahr geschlachtet, weil es wirtschaftlicher ist, sie durch jüngere Hennen zu ersetzen.

Einjährige Hybridhennen legen immer noch besser als die allermeisten jungen Rassehühner, du musst dir also keine Sorgen machen, dass du keine Eier bekommst, wenn du solche Hühner aufnimmst.

Ich fände es super toll, wenn du ein paar Hennen von „Rettet das Huhn“ aufnehmen würdest. ♥

7. Du willst dich mit Fleisch selbstversorgen?

Dann solltest du vorher jemanden suchen, der dir zeigen kann, wie man Tiere schlachtet. Tiere zu töten, ist überhaupt nicht schön.

Nicht falsch verstehen: Das Fleisch von Tieren, die du selbst aufgezogen hast, und denen du ein glückliches, freies Leben ermöglicht hast, ist ethisch gesehen viel korrekter als das abgepackte, anonyme Fleisch aus dem Supermarkt.

Aber wenn du ein Tier schlachtest, solltest du wissen, was du tust, damit der Tod so human wie möglich ist. Und du solltest wissen, ob du das überhaupt übers Herz bringst. Also lern das Schlachten von jemandem, der es dir genau zeigen kann, und schau, ob du das überhaupt „packst“, bevor du selbst loslegst.

8. Die größeren Tiere können einziehen

Wenn mit den Kleintieren alles klappt, kannst du dir überlegen, ob du größere Tiere wie Ziegen, Schafe, Schweine oder sogar Kühe anschaffst. Dann kannst du zum Beispiel auch deinen eigenen Joghurt, Käse usw. herstellen. :)

Kleiner Tipp für alle, die sich eine Milchziege oder ein Milchschaf kaufen wollen:

Wenn du ein Tier kaufst, das es gewohnt ist, gemolken zu werden, ersparst du dir sooo viel Arbeit. Die beste Milchziege, die wir hatten, stammte von einem Milchziegenbetrieb und war wegen zu schlechter Milchleistung ausgemustert worden.

Für uns hat die Milch allemal gereicht – und es war super praktisch, dass wir die Ziege nicht ans Melken gewöhnen mussten.

Wo bist du auf deinem Weg in die Selbstversorgung? Hast du schon einen Garten? Was sind deine Pläne? :) Ich freue mich wie immer über Kommentare!

Tour durch den Wurzelwerk-Küchengarten :)

Heute möchte ich euch gerne auf eine kleine Tour durch unseren Küchengarten mitnehmen. :) Die letzte Gartentour ist schon über zwei Jahre her, es ist also dringend Zeit für ein Update!

Wir haben einen kleineren Gemüsegarten direkt am Haus (mit ca. 80 Quadratmetern Beetfläche), wo unser „Feingemüse“ wächst. Alle Gemüse, die weniger Pflege und mehr Fläche brauchen (z.B. Kartoffeln, Kürbis, Zwiebeln usw.) bauen wir auf unserem „Acker“ an, der weiter entfernt ist und ungefähr 220 Quadratmeter Beetfläche umfasst.

Wenn ihr Lust habt, poste ich auch mal eine Tour über den Acker, aber heute zeige ich euch erstmal den Küchengarten.

Wir haben dieses Jahr eine richtige Paprika-Schwemme. Nachdem wir in den letzten Jahren viele Freilandsorten ausprobiert haben, haben wir jetzt die perfekten Kandidaten für unsere Region gefunden und sie hören gar nicht auf, Früchte zu produzieren.

Unsere Paprikapflanzen wachsen (fast alle) vor einer Sandsteinmauer, die für ein tolles warmes Klima sorgt, in dem sich die Paprikas richtig wohl fühlen. Ich kann mir vorstellen, dass das an der Südwand deines Hauses auch gut klappen könnte.

Unsere absolute Lieblingssorte sind übrigens die „Roten Augsburger“. Wenn du wissen möchtest, wie du richtig gute Paprika anbaust, schau mal hier vorbei.

Die Auberginen fühlen sich vor der Mauer auch sichtlich wohl. Wir stehen dieses Jahr zum ersten Mal vor der Frage, was zum Teufel wir aus all den Auberginen kochen sollen. Hast du ein Lieblingsrezept? Ich freue mich über Ideen in den Kommentaren!

Naaa, was ist das da unten für eine Pflanze?

Jipp, eine Süßkartoffel. :) Nachdem im Frühling fast alle Pflänzchen von Kaninchen abgefressen wurden, haben wir nochmal nachgepflanzt, und es hat sich gelohnt. Süßkartoffeln sind einfach wunderschön, oder? Die würde ich auch glatt als Zierpflanze anbauen.

Einige von euch werden sich wahrscheinlich fragen, warum die Beete nicht gemulcht sind, obwohl ich doch jede Gelegenheit beim Schopf packe, zu predigen, wie wichtig Mulch im Garten ist.

Ich habe in unserem Küchengarten zurzeit ein Experiment am Laufen. Ich will nämlich wissen, was für einen Unterschied Mulch wirklich macht, und habe ihn deshalb dieses Jahr einfach mal weggelassen.

Ich sag dir: Wenn ich den Garten nicht einmal pro Woche gründlich gießen* würde, würde im Küchengarten überhaupt nichts wachsen. Auf dem Acker dagegen, wo alles dick gemulcht ist, gießen wir überhaupt nicht und alles wächst ohne Zutun.

Ich bin kurz davor, mein Nicht-Mulchen-Experiment abzubrechen, weil die Unterschiede so gravierend sind.

In unseren Hochbeeten wachsen ganz unterschiedliche Pflanzen: Zucchini, Basilikum, Mangold, Kassler Strünkchen, Ruccola und und und. :)

Dahinter siehst du drei meiner Kohlbeete, die ich zum Schutz vor Schädlingen immer mit Insektenschutznetz abdecke. Ein Rosenkohl ist schon so groß, dass er das ganze Netz hochdrückt. :D

Auf diesem Foto siehst du auch mein neues Gewächshaus. Es steht erst seit ein paar Wochen, und die Tomaten, die wir jetzt im August noch gepflanzt haben, werden wahrscheinlich keine allzu hohen Erträge mehr abwerfen, aber ist das Gewächshaus nicht unglaublich schön?

Das Gewächshaus habe ich bei Gewächshaus-Plaza gekauft – die haben so eine große Auswahl hochwertiger, super hübscher Gewächshäuser, dass ich mich erstmal gar nicht entscheiden konnte. (Werbung)

Bei Gewächshäusern würde ich immer in gute Qualität investieren. Es muss ja nicht gleich ein viktorianisches Gewächshaus sein, aber ich habe schon genug Baumarkt-Gewächshäuser gesehen, bei denen schon nach zwei, drei Jahren die Platten kaputt gegangen sind, oder die schon bei einem leichten Sturm kaputt gegangen sind.

Hier kannst du einen Blick unter die Kohl-Schutznetze werfen.

Ich pflanze immer, immer, immer Kohl, Lauch und Knollensellerie zusammen in ein Beet – das ist einfach die beste Pflanzenpartnerschaft überhaupt!

Wenn du mehr Tipps zu konkreten Mischkultur-Pflanzengemeinschaften suchst, einmal bitte hier entlang!

Das ist der Riesen-Rosenkohl, der unsere Netze sprengt. Der fängt sogar schon an, Röschen zu bilden.

Und ein fescher Wirsing:

Wir säen das ganze Jahr über immer wieder neue Gemüse nach. Wenn ein Beet abgeerntet ist, rückt sofort das nächste Gemüse nach. So können wir bei vielen Gemüsen zwei, drei oder noch mehr Ernten in einem Jahr auf ein und demselben Beet einfahren.

Vielleicht liegt es daran, dass ich älter und spießiger werde, aber Blumen sind mir mittlerweile fast genauso wichtig wie das Gemüse. Ich liebe es, frische Blumensträuße im Haus zu haben! Außerdem wollen wir den Bienen ja auch etwas bieten. :)

In meinen ersten Garten-Jahren war ich immer zu „geizig“, um Beetfläche für Blumen zu „opfern“, aber was ist ein Garten ohne ein paar bunte Farbtupfer?

Unten siehst du das Beet, das ich im Frühling für den Gemüsegarten-Minikurs angelegt habe (wenn du in meinem Newsletter eingetragen bist, erinnerst du dich bestimmt).

Hier wächst eine neue Charge Weißkohl, super hübsche lilafarbene Buschbohnen (die Sorte heißt „Purple Teepee“) und die mit Abstand größte Zucchinipflanze, die ich je gesehen habe.

Die Beetumrandungen im gesamten Küchengarten haben wir übrigens aus Baumstämmen gebaut.

Wir hatten im Küchengarten dieses Jahr immer wieder Rückschläge. Zum Beispiel haben ein paar ausbruchfreudige Kaninchen aus der Nachbarschaft komplette Kohlbeete und bisher alle Möhren abgefressen, die ich gesät habe, sodass wir Möhren dieses Jahr komplett zukaufen müssen.

Außerdem ist es wirklich verdammt schwer, unter einem Walnussbaum Gemüse anzubauen, weil Walnüsse Stoffe verbreiten, die andere Pflanzen unterdrücken. Der ganze Küchengarten grenzt an einen Walnussbaum an. In den meisten Beeten ist das zum Glück gar kein Problem, in den vier Beeten, die direkt unter dem Baum liegen, wächst allerdings so gut wie gar nichts.

Jipp, Walnüsse sind super lecker, aber normalerweise hält man mit Gemüsebeeten einen möglichst großen Abstand zu Walnussbäumen ein, weil sie echt die Fieslinge der Pflanzenwelt sind.

Das war bei uns nicht möglich, und ich bin mir noch nicht sicher, was ich mit den Beeten, die direkt unter der Walnuss liegen, machen soll. Im Zweifel noch mehr Hochbeete bauen, mal gucken…

Alles in allem bin ich aber super zufrieden damit, wie viel unser neuer Garten im ersten Jahr schon abwirft. Hier ist ein Foto von meiner heutigen Ernte:

Meine fleißigen Gartenhelfer wollten sich leider kein bisschen fotografieren lassen. Wenn sie sich so im Internet verewigt sehen wollen: Das können sie haben. :D

*Werbung

Salzgurken einlegen

Salzgurken einlegen in 3 Schritten – Das beste Saure-Gurken-Rezept!

Du schwimmst in Gurken und kommst mit dem Essen gar nicht mehr hinterher? Dann kommt hier mein allerleckerstes Rezept zum Salzgurken einlegen für dich. So kannst du ohne Kochen überschüssige Gurken sechs Monate und länger haltbar machen.

Die Kombination aus eingelegten Salzgurken, Dill und Senfkörnern ist einfach super gut, also schnapp dir deine Gurken und mach mit, mmmhhh. :-)

Merk dir dieses Rezept auf Pinterest, damit du es später wiederfindest!

Salzgurken einlegen hat eine lange Tradition

Na, ihr habt wohl schon mitbekommen, dass ich ein großer Fan vom Fermentieren bin. Auch beim Salzgurken einlegen findet eine Milchsäuregärung statt, durch die sich das salzig-säuerliche Aroma der Salzgurken entwickelt.

Diese Methode wird schon seit Jahrhunderten geschätzt, aber seit Aufkommen der Konservenindustrie leider in den Schatten gedrängt.

Also los, lassen wir diese geniale Art, Gemüse haltbar zu machen, nicht in Vergessenheit geraten!

Salzgurken = selbstgemachtes Superfood!

Fermentieren ist so leicht und fermentierte Lebensmittel sowas von gesund! Denn im Gegensatz zu allen anderen Konservierungsmethoden gehen die Inhaltsstoffe beim Fermentieren nicht verloren. Die Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe bleiben beim Fermentieren nicht nur erhalten, das Gemüse enthält danach sogar noch mehr Vitamine.

Und die entstandenen Milchsäurebakterien helfen dir deinen Darm und das Immunsystem auf Trab zu bringen. Voilà, hier kommt die selbstgemachte Super-Gurke! (:

Salatgurken einlegen

Wenn in deinem Garten dieses Jahr nur Salatgurken wachsen, dann kannst du auch die zum Salzgurken einlegen verwenden. Ich habe aber bei alles Salzgurken Rezepten die Erfahrung gemacht, dass die eingelegten Salatgurken recht schnell weich werden und deswegen essen wir sie in den ersten zwei bis drei Monaten auf.

Besser geeignet sind die kleineren Einlegegurken, weil die deutlich länger haltbar sind und auch noch lange knackig bleiben.

Salzgurken einlegen Einlegegurken

Mein Tipp: Ich habe gute Erfahrungen mit der Gurkensorte „Vorgebirgstrauben“ gemacht.

Salzgurken einlegen im Steintopf oder Glas

Es gibt schöne Gärtöpfe aus Steingut und Keramik, aber Einmachgläser* und Schraubgläser sind auch wunderbar zum Salzgurken einlegen geeignet. Gläser haben durch die kleineren Portionsgrößen den Vorteil, dass du in einem Schwung gleich verschiedene Geschmackskreationen ausprobeiren kannst.

Ganz wichtig ist aber, dass dein Zubehör möglichst sauber und im besten Fall sogar steril ist. Ich sterilisiere mein gesamtes Zubehör mit kochend heißem Wasser, bevor es losgeht.

Bevor du anfängst mit Salzgurken einlegen…

…lies dir am besten nochmal den „Fermentier-Grundlagen-Artikel“ durch, dann kann nichts mehr schiefgehen und du kannst gleich loslegen! :) Fermentier-Anfänger also bitte einmal hier entlang:

Die ultimative Fermentier-Anleitung!

Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte- eBook in dein Postfach:  

Zutaten für das Salzgurken Rezept

  • 1 kg möglichst kleine Einlegegurken
  • 1 Bund frischen Dill
  • 8 Schalotten, grob gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • 100 g Senfkörner
  • 1 Wein- oder Eichenblatt pro Glas
  • 3 Wein- oder Eichenblätter pro Gärtopf
  • 3%ige Salzlake (2 nicht gehäufte EL nicht jodiertes Salz/l kochendes Wasser, abkühlen lassen, bevor man es verwendet)
  • 1 bis 2 Weißkohlblätter pro Glas oder Gärtopf

Salzgurken einlegen

1. Gurken und alle Würzzutaten auf die sterilen Gefäße verteilen. Die Gewürze, Schalotten, den Knoblauch und die Wein- oder Eichenblätter dabei zuerst einfüllen, dann die Gurken dicht einfüllen, sodass möglichst wenige Hohlräume entstehen. Wein- und Eichenblätter sorgen dafür, dass die Gurken knackig bleiben.

Salzgurken einlegen mit Dill

2. Mit der abgekühlten Salzlake auffüllen, sodass alle Zutaten mit Lake bedeckt sind. Die Salzgurken und Würzzutaten mit einem Kohlblatt bedecken und beschweren (mit Fermentier-Gewichten oder improvisiert mit einer kleinen Tasse), sodass sie unter die Lake gedrückt werden. Das Gefäß verschließen.

3. Ein bis zwei Wochen bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann kühl und dunkel lagern, zum Beispiel in einem kühlen Keller, im Kühlschrank oder (so machen wir’s) in einem kühlen Treppenhaus.

Die Salzgurken sind mindestens ein halbes Jahr lang haltbar. Es ist aber wichtig, dass du regelmäßig kontrollierst, dass alles mit Flüssigkeit bedeckt ist. Die Gurken und Gewürze dürfen nicht an Oberfläche auftreiben, weil sie sonst schimmeln.

Kleiner Tipp: Nur kurz fermentierte, gekühlte Salzgurken sind ein spritziger Sommersnack!

Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?

Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen. 

Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Fermentieren betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:

Zur Challenge!

Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Einkochen im Topf – Schritt für Schritt-Anleitung mit Checkliste

Du möchtest gerne einkochen, hast aber kein Einkoch-Equipment im Haus? Kein Problem! In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit einem normalen Kochtopf und haushaltsüblichem Zubehör ganz einfach selbst einkochst.

Um im Wasserbad einzukochen, brauchst du nämlich gar kein spezielles Zubehör. Wenn du gerade erst mit dem Einkochen anfängst, kannst du durchaus improvisieren und trotzdem super Ergebnisse erzielen. :)

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Schraubgläser oder Einkochgläser?

Das ist im Prinzip egal – beide Glas-Sorten eignen sich gut, um im Wasserbad einzukochen. Wenn du in Schraubgläsern einkochst, solltest du aber nur Deckel verwenden, die du „ploppen“ kannst.

Der kleine „Plopp-Kreis“ in der Deckelmitte – Gibt es dafür eigentlich einen Fachbegriff? – zeigt dir nämlich an, ob im Glasinhalt ein Vakuum herrscht – oder ob vielleicht etwas schlecht geworden ist.

Wenn du in Einkochgläsern* einkochst, brauchst du neben dem Deckel außerdem passende Gummiringe* und Klammern*, mit denen du das Glas verschließt.

Einkochgläser zum Einkochen im Topf

Hygiene ist beim Einkochen super wichtig, das gesamte Zubehör also erstmal gründlich spülen.

Wenn die Einkochzeit, die in deinem Rezept angegeben ist, 10 Minuten oder weniger beträgt, musst du die Gläser außerdem mit heißem Wasser sterilisieren.

Die Deckel und Ringe solltest du (unabhängig von der Einkochzeit) immer fünf Minuten lang in Essigwasser auskochen.

Einkochen im Topf

Such dir einfach einen Kochtopf, in den alle Gläser passen, die du einmachen möchtest. Du kannst die Gläser auch stapeln – solange der Topf so hoch ist, dass die obersten Gläser zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt sind, ist das gar kein Problem.

Auf den Boden des Topfes legst du ein Geschirrtuch, damit die Gläser beim Einkochen nicht umfallen oder zerspringen.

Topf mit Geschirrtuch beim Einkochen

Egal, welches Rezept du befolgst:

Das Wasser im Topf sollte immer die gleiche Temperatur haben wie der Inhalt deiner Gläser. Wenn du zum Beispiel rohe Kirschen einkochen möchtest, stellst du die vollen Gläser in kühles Wasser und erhitzt das Wasser erst, wenn die Gläser schon im Topf stehen.

Falls du einen warmen Kompott in die Gläser gefüllt hast, sollte das Wasser im Topf schon vorgewärmt sein, bevor du die Gläser hineinstellst.

Dann stellst du die Gläser auf das Geschirrtuch, das du auf den Topfboden gelegt hast und stellst ein Fleisch- oder Küchenthermometer am Rand in den Topf. Darauf kannst du ablesen, wie hoch die Temperatur im Topfinnern ist.

Einkochen im Topf

Je nach Rezept musst du beim Einmachen nämlich eine bestimmte Einkochzeit und -temperatur einhalten. Die Einkochzeit zählt ab dem Moment, an dem die Einkochtemperatur, die im Rezept angegeben ist, erreicht ist.

Am besten stellst du dir dann einen Timer, damit die Gläser nicht länger als nötig im Wasserbad bleiben – sonst gehen unnötig viele Nährstoffe verloren und das Ganze ist womöglich zerkocht.

Sobald die Einkochzeit vorbei ist, nimmst du den Topf von der Herdplatte und lässt ihn abkühlen. Wenn du einen Glasheber hast, kannst du die Gläser auch schon vorher aus dem heißen Wasser heben – das ist ziemlich praktisch – aber du kannst genauso gut warten, bis das Wasser so weit abgekühlt ist, dass du dir beim Herausholen nicht mehr die Finger verbrennst.

Die Gläser stellst du auf ein Geschirrtuch, bis sie komplett abgekühlt sind. Wenn du Einkochgläser* verwendest, solltest du die Klammern* abnehmen, bevor du die Gläser im Schrank verstaust.

Hol dir die Sicher-Einkochen-Checkliste!

Ich habe eine Checkliste erstellt, in der alle Schritte nochmal ordentlich gegliedert aufgeführt sind – nicht nur für’s Einkochen im Topf, sondern auch für alle anderen Einkoch-Methoden.

Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Checkliste per Mail zu:

Die richtige Einkoch-Methode für die jeweiligen Lebensmittel!

Aber denk dran: Das Einkochen im Wasserbad (also im Einkochtopf oder einem normalen Kochtopf) ist nur für säurehaltige Lebensmittel geeignet – also vor allem für Obst.

Wenn du Fleisch oder Gemüse einkochen möchtest, musst du die Druck-Einkochmethode verwenden, um wirklich alle Bakterien und Sporen abzutöten. Mehr Infos findest du hier:

Botulismus vermeiden : So geht sicher einkochen!

Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?

Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen. 

Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Einkochen betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:

Zur Challenge!

Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Die 24 häufigsten Tomaten-Krankheiten: Schadbilder + Rettungsmaßnahmen!

Oh nein, deine Tomaten sind krank! Tomaten sind zwar eines der leckersten Gemüse, aber leider gibt es einige Krankheiten, Schädlinge und Mangelerscheinungen, die Tomaten ganz schön zusetzen können.

Und damit du genau weißt, welche Krankheit oder welcher Schädling deinen Tomaten zu schaffen macht oder was deinen Pflanzen fehlt, kommt hier eine Auflistung der häufigsten Tomaten-Probleme – natürlich mit Anleitungen, was du tun kannst, um deine Schützlinge zu retten. :)

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Tomatenkrankheiten, -schädlinge und Mangelerscheinungen

Meine Tomaten haben braune Flecken und faulen, die Blätter sind braun und sterben ab!

Ursachen:

  • Das ist die gefürchtete Kraut- und Braunfäule
  • Schlechte Luftzirkulation zwischen den Pflanzen
  • Tomaten sind im Regen, beim Gießen oder durch zu hohe Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus nass geworden

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Dafür sorgen, dass die Blätter niemals nass werden
  • Tomaten überdacht anbauen
  • Tomaten nicht zu eng pflanzen und regelmäßig ausgeizen und entblättern
  • Befallene Blätter entfernen und entsorgen
  • Das Gewächshaus regelmäßig gut lüften
  • Die Tomaten düngen
  • Resistente Sorten anbauen
  • Tomaten mit Kupferpräparaten behandeln

Meine Tomaten sind matschig und haben auf den Unterseiten braune Flecken!

Das klingt ganz nach der Blütenendfäule. Grund dafür ist ein Kalziummangel, oft durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme.

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Den Boden gleichmäßig feucht halten
  • Kalzium zudüngen
  • Luftfeuchtigkeit senken
  • Temperatur senken
  • Das Gewächshaus besser lüften
  • Nächstes Mal weniger anfällige Sorten anbauen

Du willst ohne Ende Tomaten ernten? Dann hol dir den Tomaten-Masterplan!

Im Masterplan findest du – kompakt zusammengeschrieben – alle Infos, die du brauchst, um eine richtig dicke Ernte einzufahren. Von der Aussaat übers Pikieren bis zu den besten Sorten und meiner geheimen Düngermixtur. Hier ist alles drin, was du für tolle Tomaten wissen solltest. ;)

Alles was du danach noch machen musst, ist loslegen! Trage dich hier ein, um den Tomaten-Masterplan herunterzuladen:

Der Stielansatz der Früchte ist grün: Grünkragen!

Ursachen:

  • Deine Tomaten leiden unter einem Kaliummangel
  • Einige Sorten sind besonders anfällig
  • Deine Tomaten sind zu hoher Sonneneinstrahlung
    ausgesetzt

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Kalium nachdüngen
  • Das Gewächshaus schattieren
  • Nächstes Mal weniger anfällige Sorten anbauen

Meine Tomaten schimmeln, die Früchte haben kreisrunde Flecken auf dem Zentrum!

Ursachen:

  • Pflanzen konnten nicht gut abtrocknen
  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Weniger gießen
  • Entgeizen und Entblättern für eine bessere Luftzirkulation
  • Tomaten weniger dicht pflanzen
  • Pflanzenreste vollständig entfernen
  • Pflegearbeiten möglichst an sonnigen Tagen durchführen

Meine Tomaten werfen ihre Blüten ab!

Ursachen:

  • Die Blüten wurden nicht bestäubt
  • Ungünstige Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Bestäuberinsekten im Gewächshaus einsetzen
  • Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit durch Lüften
    besser regulieren

Die unteren Blätter vergilben von der Blattspitze ausgehend!

Ursachen:

  • Deine Tomaten leiden an einer fiesen Wurzelkrankheit
    namens Verticillium-Welke

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Leider kannst du hier wenig tun, außer kranke
    Pflanzen zu entfernen
  • Bei einem starken Befall möglichst lange keine
    Tomaten mehr auf derselben Fläche anbauen
  • Wenn das nicht geht, tausch die Erde 5 bis 10 cm
    tief aus

Meine Tomaten sind klein und ungleichmäßig!

Ursachen:

  • Die Tomaten wurden nicht zuverlässig bestäubt

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Bestäuberinsekten kaufen und im Gewächshaus ansiedeln

Hilfe, meine Tomaten platzen!

Ursachen:

  • Unregelmäßiges Gießen
  • Zu viele Blätter oder Geiztriebe auf einmal entfernt
  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit nach einer längeren Trockenphase

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Regelmäßig gießen
  • Regelmäßig ausgeizen und entblättern (maximal drei Blätter auf einmal)
  • Das Gewächshaus bei einem Wetterumschwung von warm auf kalt gut lüften

Meine Tomaten haben Fruchtrisse!

Ursachen:

  • Wetterschwankungen
  • Feuchte Früchte

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Bei feuchtem Wetter weniger gießen
  • Das Gewächshaus gut lüften

Die Blattoberseiten und Stängel sind mit weißem Belag bedeckt: Echter Mehltau!

Ursachen:

  • Zu niedrige Luftfeuchtigkeit
  • Einige Sorten sind besonders anfällig

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Kranke Blätter entfernen und entsorgen
  • Gut gießen
  • Nicht überdüngen
  • Die Tomaten weniger dicht pflanzen
  • Resistente Sorten anbauen

Die Blätter sind eingerollt und die Triebspitzen verdreht!

Ursachen:

  • Zu viel Stickstoff

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Weniger düngen
  • Weniger gießen

Die Blätter sind eingerollt und hell!

Ursachen:

  • Der Boden ist verdichtet

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Den Boden vor der Nachkultur tief mit der
    Grabegabel lockern
  • Die Tomaten mit einem Flüssigdünger über das
    Gießwasser düngen

Die Blätter sind hellgelb gefärbt mit grüner Spitze und rötlichen Blattadern!

Ursachen:

  • Deine Tomaten haben Hunger auf Stickstoff
  • Der im Boden vorhandene Stickstoff mineralisiert
    zu langsam

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Mit schnell verfügbarem Stickstoff düngen
  • Den Boden vorsichtig mit der Grabegabel lockern,
    ohne die Wurzeln zu verletzen
  • Regelmäßig gießen

Die Blattzwischenräume sind gelb gefärbt, besonders in mittlerer Pflanzenhöhe!

Ursachen:

  • Deine Pflanzen haben einen Magnesiummangel
  • Einige Sorten sind besonders anfällig
  • Wenn deine Pflanzen besonders reich tragen, leiden
    sie umso schneller an Magnesiummangel

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Magnesium düngen, möglichst ohne Kalium- oder
    Nitratüberschuss
  • Zu kalte Nachttemperaturen vermeiden
  • Die Blätter mit einer 0,15igen
    Magnesiumsulfatlösung behandeln

Meine reifen Tomaten haben grüne, unscharf abgegrenzte Flecken im Fruchtinnern!

Ursachen:

  • Zu hohe Wassergaben
  • Zu viel bei bedecktem Himmel entblättert

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Weniger gießen
  • Besser morgens gießen als abends
  • Nicht zu viel entblättern (maximal drei Blätter
    auf einmal)

Meine Tomaten haben rote Blattzwischenräume auf der Unterseite und eine dunkelgrüne Blattoberseite!

Ursachen:

  • Deine Tomaten brauchen mehr Phosphor
  • Vermutlich war der Boden zu kalt

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Bodenerwärmung fördern, Tomaten in der ersten
    Jahreshälfte nicht mit Stroh mulchen, das Sonnenstrahlen reflektiert
  • Schnell verfügbaren Phosphor düngen

Meine Tomaten sind welk und haben verdickte, braune, rissige Wurzeln!

Ursachen:

  • Oh nein, deine Tomaten leiden unter der
    Korkwurzelkrankheit

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Kranke Pflanzen entfernen
  • Weite Fruchtfolge zu anderen
    Nachtschattengewächsen einhalten
  • Regelmäßig und oft gießen
  • Nächstes Mal veredelte Tomatenpflanzen anbauen

Meine Tomatenpflanzen sind welk und das Stängelinnere ist braun verfärbt!

Ursachen:

  • Deine Pflanzen sind an der Fusarium-Welke
    erkrankt

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Kranke Pflanzen entfernen
  • Den Boden gleichmäßig feucht halten
  • Nächstes Mal resistente Sorten anbauen
  • Eine weite Fruchtfolge einhalten

Die Blätter haben oben gelbe und unten gelbe bis braune Flecken!

Ursachen:

  • Das ist die Samtfleckenkrankheit
  • Deine Tomaten haben Wasser abbekommen oder
    konnten nach zu hoher Luftfeuchtigkeit nicht gut abtrocknen

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Blätter dürfen nicht nass werden, Tomaten überdacht
    anbauen
  • Pflanzenreste aus dem Gewächshaus entfernen
  • Resistente Sorten anbauen und gesundes Saatgut
    verwenden
  • Ansonsten wie Krautfäule behandeln

Meine Tomaten haben Blattläuse!

Vorbeugen:

  • Pflanzen regelmäßig kontrollieren
  • Nützlinge wie Marienkäfer fördern
  • Die Pflanzen eventuell mit Kaliseife
    vorbehandeln

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Die Blattlausart bestimmen und gezielt Nützlinge
    im Gewächshaus ansiedeln (z.B. Schlupfwespen oder Gallmücken)

Meine Tomaten tragen schlecht und haben Verdickungen an den Wurzeln!

Ursachen:

  • Schuld ist die Wurzelgallennematode

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Während der Kultur ist keine Behandlung möglich
  • Weite Fruchtfolge einhalten
  • Resistente Sorten oder veredelte Pflanzen
    anbauen
  • Den Boden möglichst 5-10 cm tief austauschen

Hilfe, die Blattränder rollen sich nach oben, die Blattadern sind braun verfärbt und die Tomaten haben braune Flecken am Stängel!

Ursachen:

  • Deine Tomaten sind mit Rostmilben befallen

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Befallene Pflanzen zuletzt pflegen und abernten,
    damit sich die Milben nicht ausbreiten
  • Die Pflanzen mit Netzschwefel behandeln
  • Bei Vorjahresbefall vorsichtshalber
    Amblyseius-Raubmilben im Gewächshaus ausbringen
  • Das Gewächshaus nach der Tomatenkultur gut
    reinigen und desinfizieren

Auf den Blättern zeigen sich helle Gänge, die Tomaten sind mit Fliegen befallen, die einen gelben Punkt auf Kopf und Rücken haben!

Ursachen:

  • Das ist die Minierfliege

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Gelbe Klebefallen aufhängen
  • Die Blätter regelmäßig kontrollieren und
    befallene Blätter entfernen
  • Schlupfwespen ausbringen
  • Die Pflanzen mit Neem Azal T/S behandeln

Auf den Blattunterseiten sitzen weiße Fliegen!

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Schlupfwespen und Raubwanzen im Gewächshaus
    ansiedeln
  • Befallene Pflanzenteile entfernen und entsorgen
  • Gelbe Klebefallen aufhängen
  • Die Triebspitzen schütteln

Tomaten-Krankheiten vorbeugen

Tomaten haben es nicht leicht und müssen sich oft mit einer ganzen Menge Krankheiten herumschlagen. Vielen Problemen kannst du aber vorbeugen, indem du deine Tomaten überdacht anbaust, optimalerweise im Gewächshaus, aber ein schützender Dachvorsprung an der Südseite des Hauses oder ein Tomatenhäuschen tun auch gute Dienste.

Tomaten mögen nun mal absolut nicht nass werden, und um erfolgreich Tomaten im Freiland anzubauen, gehört immer auch eine Portion Glück dazu, was das Wetter angeht.

Aber auch im Gewächshaus solltest du auf eine gute Belüftung achten und die Pflanzen nicht zu dicht pflanzen, damit sie bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell abtrocknen. Ganz wichtig sind auch das Entgeizen und Entblättern – hier ist die Anleitung zum Ausgeizen und den anderen Pflegemaßnahmen.

Ich wünsche deinen Tomaten eine gute Besserung! :)

Lust auf mehr Tomaten – Lektüre? Dann ist sicher hier etwas für dich dabei:

Die 8 wirksamsten Mischkultur – Partner für Tomaten!

Die beste Art, Tomaten zu pflanzen – im Freiland & Gewächshaus!

Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte!

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Tomaten ausgeizen

Tomaten ausgeizen und pflegen – mit Bildern!

Du möchtest deine Tomaten ausgeizen und pflegen? In diesem Artikel zeige ich dir drei Pflegearbeiten, mit denen du deinen Tomaten zur Höchstform verhilfst: das Ausgeizen, das Entblättern und das Hochbinden. Alle drei Aufgaben kosten dich weniger als eine Minute pro Woche und Tomatenpflanze, sorgen aber dafür, dass du mehr und größere Früchte erntest und der gefürchteten Tomatenkrankheit Braunfäule vorbeugst.

Es lohnt sich also, deine Tomatenpflanzen ein bisschen zu verwöhnen. :) Hier erfährst du Schritt für Schritt, was wann ansteht und wie das mit dem Ausgeizen und Co. genau funktioniert. Viel Spaß!

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Tomaten pflegen: Wann und warum ist das Ausgeizen sinnvoll?

Eine Tomatenpflanze ist eine solarbetriebene Zuckerfabrik – aber nicht aller Zucker, den die Pflanze bildet, wandert in die Früchte: Tomatenpflanzen haben auch ein starkes Blattwachstum – oft sogar ein zu starkes Blattwachstum. Deswegen ist das Ausgeizen gerade bei Stabtomaten so wichtig, um sie richtig zu pflegen:

Beim Ausgeizen entfernst du alle Seitentriebe, die sich in den Blattachseln bilden, und sorgst so dafür, dass die Tomate nur einen Haupttrieb ausbildet. So konzentriert die Pflanze ihre gesamte Kraft auf diesen Haupttrieb und bildet größere Früchte aus, die dann auch wirklich reif und aromatisch werden.

Qualität statt Quantität ist hier also das Motto. ;)

Es gibt aber noch ein zweites Argument dafür, Tomaten auszugeizen, das ich persönlich noch wichtiger finde als die Sache mit den Früchten:

Tomatenpflanzen sind unglaublich anfällig für Braunfäule, eine der furchtbarsten Krankheiten im Gemüsegarten, die einem die gesamte Ernte vermasseln kann. Und um Tomatenpflanzen vor der Braunfäule zu schützen, ist eine gute Luftzirkulation zwischen den Blättern super wichtig. Wenn du deine Tomaten pflegst und ausgeizt, wirst du viel weniger Probleme mit diesem fiesen Pilz bekommen.

Sehr buschige Pflanzen mit mehreren Trieben trocknen langsamer ab und sind somit anfälliger für Braunfäule. Indem du deine Tomaten eintriebig anbaust und die Seitentriebe ausgeizt, wirkst du also auch der Braunfäule entgegen.

Oh je, Braunfäule!

Tomaten pflegen: Wann und wie mache ich das mit dem Ausgeizen?

Aber wie zum Teufel erkennt man diese Geiztriebe? Woher sollst du wissen, welche Triebe du entfernst und welche bleiben?

Das ist im Prinzip ganz einfach, die Geiztriebe wachsen nämlich in den Blattachseln. Hier ist ein Foto, dann siehst du, was ich meine:

Tomaten ausgeizen_Geiztrieb
Geiztrieb in Blattachsel

Diese Geiztriebe brichst du vorsichtig mit der Hand heraus, ohne den Rest der Pflanze zu beschädigen. Wenn du ein Messer nehmen würdest, um die Triebe abzuschneiden, könntest du Krankheiten zwischen deinen Pflanzen übertragen, es ist also besser, das einfach von (sauberer) Hand zu erledigen. ;)

Kleiner Tipp, damit dir keine Geiztriebe entgehen: Fang unten an und geh dann systematisch alle Blätter bis zur Spitze durch. Das habe ich auf einem Gemüsebetrieb gelernt, auf dem ich gearbeitet habe. Probier es mal aus, du entdeckst so wirklich viel mehr Geiztriebe als wenn du einfach durch die Reihen gehst und die Triebe ausbrichst, die dir sofort ins Auge stechen.

Je jünger die Geiztriebe sind, desto schneller verheilt die Verletzung. Es lohnt sich also, regelmäßig zu entgeizen – ich mache das ungefähr einmal pro Woche. Am besten entgeizt du deine Tomaten gleich morgens, dann brechen die Triebe leichter und die Wunden können gut abtrocknen.

Wenn du Busch-, Strauch- oder Wildtomaten anbaust, hast du Glück – die kommen nämlich auch ohne Ausgeizen aus. :)

Tomaten entblättern – Was ist das nun schon wieder?!

Außerdem solltest du deine Tomatenpflanzen ab und zu entblättern, damit die Luft besser zirkulieren kann. Mit dem Entblättern beginnst du, wenn sich die ersten Früchte bilden. Dabei entfernst du die Blätter, die den Boden berühren oder erste Anzeichen von Braunfäule zeigen. Bei einem zu buschigen Wuchs solltest du auch im oberen Bereich der Pflanze Blätter entfernen.

Aber, wichtig:

Pro Arbeitsgang und Pflanze solltest du höchstens drei Blätter ausbrechen, sonst produzieren deine Pflanzen nicht mehr so viele und nicht mehr so süße Früchte und deine Tomaten können leichter Grünkragen bekommen.

Hol dir den Tomaten-Masterplan!

Bist du auch so Tomaten verliebt und bekommst eigentlich nie genug von den leckeren roten Früchten? Dann lade dir meinen Tomaten-Masterplan herunter, mit dem du die Königin der Gemüsegärten bestens anbauen und pflegen kannst.

Im Masterplan findest du eine komplette Schritt für Schritt Anleitung für eine dicke Tomatenernte und meine liebsten Tipps, Tricks und Sorten gibt´s obendrauf.

Alles, was du wissen musst: Von der Aussaat übers Pikieren, Pflanzen, Pflegen und Ernten, habe ich für dich kompakt zusammengefasst. Also trag dich gerne hier ein, um den Tomatenplan runterzuladen:

Tomaten pflegen: Hochbinden

Die allermeisten Tomatenpflanzen sollten ja an Schnüren oder Stäben emporwachsen, die ihnen Halt geben und verhindern, dass die Pflanzen auf dem Boden liegen. Nur Busch-, Strauch- und Wildtomaten kommen ohne Stütze aus.

Und weil Tomaten sehr schnell sehr viel Wachstum an den Tag legen, solltest du den oberen Teil der Pflanze einmal in der Woche am Stab hochbinden oder die Pflanze weiter um die Halteschnur wickeln. Wenn du das nicht machst, kann die Spitze deiner Pflanze abbrechen und der Haupttrieb wächst nicht weiter.

In dem Fall kannst du dann immer noch einen Seitentrieb stehen lassen und als neuen Haupttrieb an der Stange oder am Seil nach oben leiten, aber das muss ja nicht sein, wenn es sich so leicht verhindern lässt. ;)

Tomaten pflegen_hochbinden
Halteschnur im Gewächshaus

Tomatenpflanzen stutzen

Erreicht der Trieb das obere Ende der Schnur oder Stange, solltest du ihn stutzen, damit die Früchte gleichmäßig ausreifen und sich im Verlauf keine weiteren Geiztriebe bilden.

Dazu kappst du den Trieb ein bis zwei Blatt über dem obersten Fruchtansatz. Im ungeheizten oder schwach geheizten Anbau fällt das Stutzen ungefähr auf den Zeitraum zwischen Anfang und Mitte August. In den ersten Tagen nach dem Stutzen muss die Bewässerungsmenge reduziert werden, sonst platzen die Früchte – Peng, Peng! ;)

Bis zu 15 kg pro m2 ernten!

Tomaten, die länger als 5-6 Monate im Gewächshaus stehen, erreichen eine Höhe, die weit über die Schnurlänge von 2,20 m hinausgeht. Hier kannst du, statt die Pflanzen zu kürzen, auch das sogenannte Layersystem anwenden, bei dem die Pflanzen nach Erreichen des Spanndrahtes heruntergelassen und reihum durch das Gewächshaus geführt werden.

Dafür muss die Halteschnur auf eine Spule gewickelt werden, die dann in den Spanndraht eingehakt wird und es einem ermöglicht, die Schnur entsprechend dem Wachstum der Pflanzen zu verlängern.

Sobald die Pflanze über die Halteschnur hinauswächst, wird sie abgelassen und die Schnur seitlich versetzt wieder aufgehängt, sodass der entblätterte Stiel seitlich auf dem Boden liegt.

Um eine Infektion mit Krautfäule oder anderen Pilzkrankheiten zu verhindern, sollte der Stängel keinen direkten Bodenkontakt haben, sondern auf Haltebögen aus stabilem Draht aufliegen. Im Layersystem sind Erträge von bis zu 15 kg/m² möglich.

Mehr Infos für glückliche Tomaten!

Hier habe ich dir meine anderen Artikel in der Tomaten-Serie verlinkt:

Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren

Tomaten richtig pflanzen und abhärten

Hast du noch mehr Tipps zum Ausgeizen und Pflegen von Tomaten? Dann ab damit in die Kommentare, so können wir alle voneinander lernen. :)

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

3 wunderschöne Beeteinfassungen, die du selber bauen kannst – Holz | Stein | Baumstämme

Wenn du neue Beete anlegen willst, stehst du immer auch vor der Frage, welche Beeteinfassung du bauen sollst. Beete ohne Einfassung verunkrauten ziemlich schnell, weil Gräser und Wildkräuter unablässig versuchen, die Beete über die Außenkanten zurückzuerobern.

Eine Beeteinfassung sieht also nicht nur hübsch aus, sie ist auch eine wirksame „Schutzmauer“ gegen unerwünschte Eindringlinge. ;)

Und damit du dich auf der Suche nach der richtigen Beetumrandung inspirieren lassen kannst, kommen hier drei Ideen für Beeteinfassungen, die du super einfach selber bauen kannst

Beeteinfassung Beetumrandung selber bauen

Beeteinfassung aus Stein

Steine als Beeteinfassung zu verwenden, hat einen entscheidenden Vorteil: Sie können nicht verrotten. ;)

Wir haben den Großteil unserer Beete im alten Garten mit Steinen eingesäumt, die wir auf dem Grundstück gefunden haben. Das ist zwar etwas aufwändiger als die Stämme zu verlegen, dafür mussten wir aber keine Materialien zukaufen. Ich bin immer ein Freund davon, erstmal das zu verwenden, was man vor Ort dahat.

Beeteinfassung aus Stein selber bauen

Wir haben die Steine zusammen mit einer Rasenkante ca. zehn Zentimeter tief in den Boden eingegraben, sodass man problemlos mit einer voll beladenen Schubkarre über die Beetkante fahren kann ohne gleich wieder alles kaputt zu machen. Auf die Rasenkante komme ich gleich nochmal zu sprechen.

Holzkasten-Beeteinfassung

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit diesen Mini-Hochbeeten aus Baubohlen gemacht. Die Kästen sind super schnell zusammengeschraubt und aufgefüllt.

Wenn du willst, dass deine Beete besonders lange halten, solltest du die Beete aus Douglasienholz bauen, die einfachen Fichten-Baubohlen aus dem Baumarkt halten aber auch mindestens sechs Jahre und sind deutlich günstiger.

Beeteinfassung aus Holz

Die Holzkasten-Beete sehen richtig ordentlich aus und geben deinem Garten Struktur. Egal, wie wild ich meine Kastenbeete bepflanze – der Garten sieht durch die klaren Linien immer aufgeräumt aus. :)

Holzstämme als Beeteinfassung

In unserem neuen Garten haben wir Beetumrandungen aus Holzstämmen gebaut – das sind bisher meine mit Abstand liebsten Beete weil sie so schön natürlich aussehen.

Die Bäume durften wir im Wald selber fällen – der Förster war ganz froh, das Käferholz loszuwerden, sodass ich gerade mal 20 Euro für 100 Meter Fichtenstämme gezahlt habe. Es lohnt sich also, einfach mal beim Förster nachzufragen.

Natürlich halten die Fichtenstämme nicht für immer, aber da wir nach dem Studium ohnehin wieder umziehen werden, war das für uns nicht so wichtig. Aber du bekommst bestimmt auch andere Holzarten, wenn du nachfragst. :)

Die Stämme solltest du wie im Bild zu sehen mit Holzpflöcken fixieren, damit sie nicht verrutschen.

Beeteinfassung aus Holz selber bauen

Ganz wichtig: Rasenkante eingraben!

Gerade, wenn du deine Beetkante aus Steinen baust, solltest du außerdem eine Rasenkante eingraben, sodass kein Gras zwischen den Steinen durch und in dein Beet wachsen kann.

Klar ist das ein Extra-Schritt, aber der lohnt sich, glaub mir. Wenn du deine Beetkante unkrautsicher machst, hast du später vieeel weniger Arbeit mit dem Jäten. :)

Beeteinfassung aus Metall selber bauen

Ich habe auch entlang der Fichtenstämme eine Rasenkante eingegraben, weil sich sonst immer wieder Gräser unter den Stämmen durch ins Beet schummeln. Bei den Kastenbeeten, die ja relativ hoch aufgefüllt werden, brauchst du keine Rasenkante.

Die Rasenkante gräbst du an der Innenseite deiner Beeteinfassung entlang ca. zehn Zentimeter tief in den Boden ein, sodass sie noch ca. 5 cm hoch aus dem Boden herausschaut.

Ich verwende am allerliebsten eine Metall-Rasenkante. Die Plastikdinger werden nämlich super schnell spröde, zersplittern und verteilen sich im ganzen Garten. Die Eisen-Rasenkanten lassen sich super gut verlegen, halten ewig und sind auch kaum teurer als die Rasenkanten aus Plastik.

Wenn du eine Anleitung suchst, um neue Beete anzulegen, schau mal hier vorbei:

Unkrautfreie Beete anlegen

Hol dir den Gemüsegarten-Pflanzplan!

Wenn die Beete dann fertig sind, geht es natürlich ans Säen und Bepflanzen. Und damit du deine Beete das ganze Jahr optimal nutzt, habe ich einen Pflanzplan erstellt, den du dir gerne herunterladen kannst. Fruchtfolge, Mischkultur, Vor-, Haupt- und Nachkultur – das habe ich alles schon für dich erledigt. Du musst nur noch rausgehen und losgärtnern. :)

Im Moment bekommen alle neuen Newsletterabonnenten den Plan als Willkommensgeschenk zugeschickt. Hier kannst du dich für meine Email-Gartentipps und den Pflanzplan eintragen:

Hast du noch mehr Tipps und Ideen zu Beeteinfassungen, die man selber bauen kann? Ich finde geflochtene Beetumrandungen aus Weide auch immer sehr hübsch! Wenn jemand Tipps dazu hat, immer her damit! Ich freue mich über Kommentare!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Selbstversorger-Garten mit Ziegen

Unsere Erfahrungen als Selbstversorger

Wir versuchen, uns möglichst mit Obst, Gemüse, Eiern, Milch und Fleisch selbstzuversorgen. Nicht weil wir als Eremiten leben und uns vom Rest der Welt unabhängig machen wollen, sondern weil es so viel Spaß macht, an der frischen Luft einer wirklich sinnstiftenden Arbeiten nachzugehen – und zu wissen, dass das, was auf dem Tisch landet, wirklich, wirklich gut ist.

Wir kennen die Geschichte hinter jedem Lebensmittel. Wir haben das, was wir essen, mit eigenen Händen erzeugt, und das fühlt sich einfach gut an.

Selbstversorger-Erfahrungen

Die Jahreszeiten bestimmen den Alltag

Ich liebe den Rhythmus der Jahreszeiten. Die Vorfreude im Frühling, wenn es endlich wieder warm genug ist, um mit der ganzen Familie an der frischen Luft zu arbeiten und den Garten zu bestellen.

Dann die ersten eigenen Tomaten im Frühsommer, auf die wir so lange hin gefiebert haben und die so unvergleichlich viel besser schmecken als gekaufte. Das Klappern des Einkochkessels, der im Sommer und Herbst gefühlt ohne Unterbrechung auf dem Herd steht, um all den Überfluss, den der Garten abwirft, für den Winter haltbar zu machen.

Und dann die Ruhepause im Winter, wenn im Garten kaum noch Arbeit anfällt, die Ziegen ihre Melkpause einlegen und endlich Zeit ist, am Spinnrad Wolle zu spinnen, sich zurückzulehnen und an den ganzen Leckereien zu erfreuen, die sich mittlerweile in der Vorratskammer türmen.

Die schönste Zeit des Tages

Es ist toll, bei den Tieren zu sein, gerade früh am Morgen oder abends kurz vor dem Sonnenuntergang. Bei den Ziegen herrscht dann eine so friedliche Stimmung! Wenn du eine Ziege melkst, ist das eine super intime Angelegenheit. Jeden Tag so eng mit einem Tier zusammenzuarbeiten, knüpft ein ganz besonderes Band.

Die Ziege, die ich die letzten zwei Jahre lang gemolken habe, heißt Curry und ist ein absolutes Goldstück. Ich musste sie beim Melken weder anbinden noch füttern. Sie ist freiwillig zu mir gekommen und hat stillgehalten bis ich fertig war. Im Frühling hat sie mich beim Melken abgeschleckt als wäre ich ihr Lämmchen.

Selbstversorger mit Zicklein

Leider hatte Curry einen Tumor an der Gebärmutter und ist zurzeit sehr krank. Zum Glück sind ihre drei Lämmchen allesamt fit, allerdings ist Curry zu schwach, um sich um die Kleinen zu kümmern, sodass wir sie mit der Flasche füttern müssen. An Melken ist nicht mehr zu denken, Curry braucht jetzt alle Kräfte, um wieder auf die Beine zu kommen.

Das Melken geht nicht mit jeder Ziege so reibungslos vonstatten wie mit Curry. Diesen Frühling habe ich mir eine neue Milchziege zugelegt, Amalthea, die vorher noch nie gemolken wurde.Wir üben jeden Tag, aber wir sind immer noch nicht an dem Punkt, an dem ich sie entspannt melken kann.

Es dauert, bis eine Ziege so viel Vertrauen zu einem Menschen aufgebaut hat, dass sie beim Melken entspannt stehen bleibt, gerade wenn sie eher scheu ist wie unsere Amalthea.

Unsere größten Selbstversorger-Schwierigkeiten

Das mit Abstand größte Problem haben wir, weil wir noch nicht in unserem „endgültigen“ Zuhause angekommen sind. Zurzeit studieren wir noch – und wie es aussieht, brauche ich auch noch ein paar Jahre, bis ich mit meinem Studium fertig bin, weil ich zurzeit sehr viel arbeite.

Nach dem Studium wollen wir uns dann nach einem geeigneten Hof umsehen, und ich kann es kaum erwarten, bis es endlich so weit ist. Ich will Bäume pflanzen, verdammt! ;) Ich will feste Zäune für meine Tiere. Bisher lohnt es sich kaum, einen richtigen Stall zu bauen, weil wir wissen, dass wir in absehbarer Zeit wieder weiterziehen.

Ich will uns ein kleines Paradies aufbauen und richtig Arbeit in der Ort stecken, der dann unser Zuhause ist. Bisher ist alles so provisorisch und langfristige Investitionen einfach nicht sinnvoll. Ich weiß, ich weiß, ich bin gerade mal 24, aber ich kann es kaum abwarten, endlich an einem Ort anzukommen. :-)

Die Sache mit dem Urlaub

Den Garten kann man getrost zwei Wochen sich selbst überlassen, die Tiere allerdings weniger. Ein Hühnersitter findet sich eigentlich immer, aber wer kann und will schon täglich deine Ziegen melken, wenn du nicht da bist?

Eine Milchziege kann man nicht von einen auf den anderen Tag absetzen. Die meisten Ziegen werden sogar schon unruhig, wenn du nur eine Stunde zu spät zum Melken kommst.

Wenn du Schafe, Ziegen oder sogar Kühe zum Melken halten möchtest und auf den Urlaub nicht verzichten möchtest, solltest du dir also im Vorfeld eine zuverlässige Melkvertretung organisieren.

Tiere töten und essen?

Wenn du deine Tiere dann auch noch essen möchtest, bist du bald mit den großen Fragen des Lebens konfrontiert. Ein anonymes Stück Fleisch aus dem Laden zu essen, ist eine ganz andere Nummer als ein Tier selbst zu töten, das du aufgezogen und liebgewonnen hast.

Als ich vierzehn Jahre alt war, haben meine Ziegen zum ersten Mal Lämmer bekommen. Mir war klar, dass ich die Böckchen im Herbst schlachten und essen würde – in meinen Augen gab es kein besseres Fleisch als das von Tieren, von denen ich zu 100 Prozent sicher sein konnte, dass sie so frei und glücklich waren, wie es Nutztieren nur möglich ist.

Dann sind die drei Böcke zum Schlachter gegangen und ich habe tagelang Rotz und Wasser geheult. Ich konnte nicht mehr in den Spiegel schauen und das Fleisch wollte ich bestimmt nicht essen.

Ich bin damals von einen auf den anderen Tag vegan geworden, weil mir klar war, dass ich, wenn ich dieses Fleisch nicht essen kann, auch kein anonymes Fleisch mehr essen sollte. Ich war von diesem Tag an acht Jahre lang konsequent vegan und ziemlich radikale Tierrechtsaktivistin. Ich bin nackt und mit Kunstblut besprüht auf Demos mitgelaufen und war bei einer Aktion stundenlang in eine riesengroße Nachbildung einer Supermarkt-Fleischschale eingeschweißt.

Als ich dann immer naturverbundener gelebt habe, habe ich wieder angefangen, Lust auf Fleisch zu bekommen. In der Natur wurde mir mehr und mehr bewusst, dass alles ein großer Kreislauf ist, und nach einem langen Prozess bin ich jetzt wieder an dem Punkt, an dem ich es okay finde, Tiere zu essen. Massentierhaltung finde ich nach wie vor pervers, aber meine eigenen Tiere kann und möchte ich wieder essen.

Wobei es eine durchaus krasse Erfahrung war, mein erstes Huhn zu schlachten… Vielleicht hast du ja auch ein dickeres Fell als ich. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du dich mit sehr elementaren Fragen konfrontiert sehen wirst, wenn du anfängst, deine eigenen Tiere zu essen.

Und trotzdem…

So hart es manchmal ist, ich kann mir keinen anderen Lebensstil mehr vorstellen. Es ist absolut normal, dass wir nach dem Aufstehen als allererstes den Hühnerstall aufmachen, dass wir unser eigenes Brot backen, jeden Tag frisch kochen, das essen, was gerade Saison hat, und unsere Nachmittage damit verbringen, Weiden umzukoppeln, Gemüse zu säen oder entflohene Hühner zu jagen.

Es gibt so viele gute Gründe dafür, sich zumindest ein Stück weit selbst zu versorgen:

  • Du hast weder Verpackungsmüll noch Transportwege und musst auch nicht nach einem Siegel suchen, das deinen ökologischen Vorstellungen entspricht.
  • Du hast einen ganz anderen Bezug zu Lebensmitteln und lernst wieder den Wert kennen, den Lebensmittel eigentlich haben.
  • Deine Kinder lernen wahnsinnig viel. Die meisten Kinder sind so entfremdet, dass sie nicht einmal mehr wissen, dass Kartoffeln unter der Erde wachsen. Wie soll man von dieser Generation erwarten, dass sie sich auch nur im Geringsten um den Erhalt dieses wundervollen Planeten kümmert? Zeig deinen Kindern, was es bedeutet, mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie.
  • Der einzige Lebensmittelskandal, vor dem du dich fürchten musst, ist, wenn deine Hühner marodierend durch die Erdbeerbeete ziehen.
  • Selbst auf Biohöfen herrscht immer ein Konflikt zwischen Tierwohl und artgerechter Haltung auf der einen und wirtschaftlichen Zwängen auf der anderen Seite. Dass man Tieren wirklich gerecht wird und gleichzeitig Geld mit ihnen verdient, ist sehr selten. Wenn du deine Tiere selbst hältst, ohne finanzielle Interessen, kannst du viel besser auf ihre Bedürfnisse eingehen als es den meisten Landwirten möglich ist.
  • Selbst angebaute Lebensmittel schmecken einfach ungemein viel besser als gekaufte. Allein aus kulinarischen Gründen würde ich die ganze Arbeit auf mich nehmen. :-)
Selbstversorger-Ernte

Magst du weiterlesen?

Wenn du auch auf dem Weg in die Selbstversorgung bist, habe ich eine ganze Reihe Artikel zu den unterschiedlichsten Themen, die dich vielleicht interessieren. Hier ist ein kleines Best-Of:

Tiere halten

Warum du auf keinen Fall Ziegen halten solltest

Passen Hühner zu deinem Alltag?

Gemüse anbauen

Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

Die sieben häufigsten Fehler im Gemüsegarten

Selbstversorger-Vorratskammer

Die genialste Art, Gemüse haltbar zu machen

9 Einkochmythen, die du kennen solltest

Selbstversorgung

Wie du ein kostenloses Grundstück für deine Selbstversorgung findest

Selbstversorger-Leben: Meine tägliche Routine

Magst du weiterlernen?

Ich habe außerdem zwei sehr detaillierte Videokurse erstellt, in denen ich dir Schritt für Schritt zeige, wie du dein eigenes Gemüse anbaust und deine Ernte haltbar machst:

Gemüsegarten starten

Vorratskammer starten

Hol dir meinen Gemüsegarten-Beispielplan!

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