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Tomaten Blüten fallen ab

Deine Tomatenblüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

Schwimmst du schon in Tomaten oder könnten es ruhig noch ein paar mehr sein? Seien wir mal ehrlich: Von Tomaten kann man nie genug haben, oder? ;) Gerade wenn bei dir immer wieder Tomatenblüten abfallen, die sich eigentlich zu Früchten weiterentwickelt hätten, bist du hier genau richtig.

Deswegen kommt hier ein einfacher, super genialer Trick, mit dem du deine Tomatenernte verdoppeln oder sogar verdreifachen kannst, ohne die Anzahl deiner Tomatenpflanzen zu erhöhen.

Kein Witz! Und alles was du dafür brauchst, ist eine elektrische Zahnbürste. Aber eigentlich nicht mal das, denn das Ganze funktioniert auch ziemlich gut von Hand. 

Eine Elektrische Zahnbürste? Ich gebe zu, dass sich das ziemlich verrückt anhört, aber der Trick funktioniert so gut, dass du das trotzdem unbedingt in deinem Garten ausprobieren musst!

Den Tipp mit der Zahnbürste habe ich wirklich noch nirgendwo geteilt, denn diesen Trick habe ich erst letztes Jahr selber neu gelernt. Bei uns hat das Ganze so gut funktioniert, dass ich den Tipp gerne an dich weitergeben möchte.

Merk dir diesen Trick auf deiner Garten-Pinnwand!

Ein bisschen Tomaten-Bestäubungs-Lehre ;)

Während viele andere Gemüse, zum Beispiel die Zucchini, männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze ausbilden , sieht es bei den Tomaten ein bisschen anders aus. Denn Tomaten besitzen beide Geschlechtsorgane in einer Blüte, das sind sogenannte „Zwitterblüten“ und die können sich sehr gut selber befruchten.

Aber damit es dazu auch kommt, muss die Tomatenblüte bewegt werden. Im besten Fall übernehmen das die Insekten, was aber leider nicht immer gegeben ist. In unser Gewächshaus zum Beispiel verirrt sich kaum eine Biene oder Hummel, obwohl wir sogar drei Bienenstöcke gleich um die Ecke stehen haben. 

Im professionellen Anbau, wo ich ja auch viel gearbeitet habe, haben wir immer kleine Hummelkisten gekauft und die ins Gewächshaus gestellt. Die Hummeln schwirren dann durch das Gewächshaus und wenn die kleinen Brummer an die Blüte stoßen, wird der Pollenausstoß angeregt. Das ist natürlich eine super Option, aber ich möchte in unser kleines Gewächshaus keine Hummeln stellen, da kann ich die Aufgabe auch selber übernehmen. ;)

Tatsächlich kann die Bestäubung auch im Freiland zum Problem werden. Denn an verregneten und trüben Sommertagen fliegen die Insekten nicht richtig. Außerdem gibt es in einem für Insekten attraktiven Biogarten häufig auch viel attraktivere Blüten. Tomaten sind nicht unbedingt der Favorit der Insekten. Da kann es schnell mal passieren, dass die Hummeln und Bienen einfach vorbeifliegen und deine Tomaten links liegen lassen.

Wenn du dir die Fruchtansätze deiner Tomaten genau anschaust, dann siehst du, dass ganz oft abgebrochene Zweige an den Fruchtansätzen sind, wo eigentlich Früchte sein sollten. Das sind die Blüten, die nicht bestäubt wurden und deswegen abgefallen sind. 

An diesen Stilansätzen kannst du erkennen, was dir entgangen ist, da hätte nämlich eine Frucht dranhängen können. Tut es aber nicht, weil es mit der Bestäubung aus irgendeinem Grund nicht geklappt hat. 

Du siehst, es kann daher super sinnvoll sein, bei der Bestäubung etwas nachzuhelfen – insbesondere, wenn du deine Tomaten im Gewächshaus anbaust!

Übrigens: Wenn du lieber Videos anschaust, dann ist hier die Video-Version der Anleitung:

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Mehr Informationen

Der verrückte Bestäubungstrick mit der Zahnbürste

Wir wollen mit der Zahnbürste die Vibration der Insekten nachahmen, damit der Pollen vom männlichen Teil zum weiblichen Teil der Blüte transportiert wird. Deswegen machen wir jetzt unsere Zahnbürste an, von der wir vorher den Bürsten-Aufsatz entfernt haben. 

Tomaten Blüten fallen ab

Die Spitze der Zahnbürste vibriert ziemlich arg und simuliert die Bewegung der Insekten. Diese Zahnbürsten-Spitze wird jetzt ganz einfach an den Ansatz der Tomatenblüte gehalten. Wenn du genau hinschaust, kannst du sogar erkennen, wie der Pollen ausgestoßen wird – und schwupps ist die Blüte befruchtet und entwickelt eine Tomate. ;)

Tomaten mit der Hand bestäuben

Falls du keine elektrische Zahnbürste besitzt, dann ist das überhaupt kein Problem, denn du kannst bei der Bestäubung auch einfach mit deiner Hand nachhelfen. Dafür führst du am Blütenansatz einfach mit deinem Finger leichte Klopf- oder Vibrationsbewegungen aus. 

Tomaten Blüten fallen ab

Es geht aber noch viel schneller, wenn du die ganze Pflanze nimmst und sie einfach ein bisschen schüttelst. Natürlich vorsichtig, wir wollen die Pflanzen nicht verletzen und natürlich auch keine Blüten abbrechen. Aber das funktioniert auch super gut und ich bin mit der Befruchtungsrate wirklich sehr zufrieden!

Zu Beginn habe ich nämlich jeden Blütenstand einzeln mit der Zahnbürste bearbeitet, aber in den letzten Wochen bin ich dazu übergegangen, nur noch die ganze Pflanze leicht zu schütteln. Denn bei über 40 Tomatenpflanzen, die wir anbauen, kannst du dir denken, wie zeitaufwendig es ist, jede einzelne Blüte zu betüdeln. ;)

Das Tolle an diesem Trick ist, dass du deine Ernte dadurch wirklich enorm steigern kannst. Wenn du nur einen kleinen Garten hast, dann bekommst du den gleichen Ertrag von weniger Tomatenpflanzen und hast mehr Platz für andere leckere Gemüse. 

Du kannst deine Tomatenernte verdreifachen!

Ich habe die Beobachtung gemacht, dass bei meinen Tomaten im Gewächshaus nur ungefähr 30% der Blüten bestäubt werden und die restlichen einfach abfallen. Aber seit ich angefangen habe, ein bisschen beim Bestäuben nachzuhelfen, haben wir jetzt richtig, richtig viele Fruchtansätze. An jeder Blüte, die sich an meinen Pflanzen bildet, entwickelt sich später auch eine Frucht. Jetzt kannst du dir ausrechnen, wenn vorher 30% der Blüten in Früchte verwandelt wurden und jetzt 100%, dann kannst du deine Ernte easy peasy verdreifachen. 

Das hört sich richtig reißerisch an, oder? ;) Aber es funktioniert bei mir tatsächlich so gut, dass ich selber überrascht war. Also probiert diesen Tipp unbedingt mal aus. Auf was du bei der Bestäubung mit der Zahnbürste oder mit der Hand achten solltest, erkläre ich dir jetzt ganz genau. 

Woran erkenne ich, welche Blüte schon befruchtet wurde?

Es ist sehr leicht zu erkennen, ob einer Blüte schon befruchtet wurde oder noch auf den Pollentransport wartet. Eine geöffnete Blüte ist bereit für den Geschlechtsakt und das ist der beste Zeitpunkt, um bei der Befruchtung etwas nachzuhelfen. Schnappe dir deine Zahnbürste und halte sie für etwa zehn bis zwanzig Sekunden an den Fruchtansatz – oder schüttle deine Tomaten vorsichtig durch. 

Wenn die Blüte schon geschlossen ist, wurde sie erfolgreich befruchtet und es wird sich eine Tomate daran bilden. Nicht befruchtete Blüten fallen mit der Zeit einfach ab.

Du willst ohne Ende Tomaten ernten? Dann hol dir den Tomaten-Masterplan!

Im Masterplan findest du – kompakt zusammengeschrieben – alle Infos, die du brauchst, um eine richtig dicke Ernte einzufahren. Von der Aussaat übers Pikieren bis zu den besten Sorten und meiner geheimen Düngermixtur. Hier ist alles drin, was du für tolle Tomaten wissen solltest. ;)

Alles was du danach noch machen musst, ist loslegen! Trage dich hier ein, um den Tomaten-Masterplan herunterzuladen:

Der richtige Zeitpunkt für die Bestäubung

Die Bestäubung funktioniert vormittags, zwischen neun und elf Uhr, am besten. Dann sind die Pollen nämlich am bestäubungsfreudigsten. Früh am Morgen sind die Pollen meist noch zu feucht und verklebt und später am Tag ist die Blüte ein bisschen zu trocken.

Kleiner Tipp: Ich mache das meistens an einem Vormittag am Wochenende, wenn ich meine Tomaten sowieso ausgeize und entblättere.

Wenn du gleich hier noch ein bisschen weiter schmökern und dabei mehr über den Anbau von super leckeren und ertragreichen Tomaten lernen möchtest, dann verlinke ich dir hier zwei hochaktuelle Artikel. ;)

Tomaten richtig düngen

Tomaten ausgeizen

Du steckst schon mitten in der Tomatenschwemme? Dann findest du hier mein absolut liebstes Fermentier-Rezept für Tomaten. Ein super leckerer Sommersnack, das solltet ihr unbedingt auch mal ausprobieren!

Gartensnack oder Selbstversorgung? Naaa, wie viele Tomaten baust du in deinem Garten an? Das würde mich wirklich interessieren, weil das ja immer ganz unterschiedlich ist. Ich freue mich über deinen Kommentar!

Trittsteine DIY

Wie du Mosaik–Trittsteine für deinen Garten selber machst

Heute geht es mal nicht um Obst oder Gemüse. Stattdessen will ich euch zeigen, wie ihr mit ein paar Handgriffen wunderschöne Trittsteine selber machen könnt. Mit den Steinen könnt ihr super euren Garten dekorieren und gleichzeitig Begrenzungen oder Wege durch den Gemüsegarten legen. 

Hier schreibt übrigens auch eine Marie, aber nicht die Wurzelwerk-Marie. Ich studiere ökologische Landwirtschaft und mache im Rahmen meines Studiums dieses Jahr mein Betriebspraktikum bei Wurzelwerk. 

Während des Praktikums konnte ich mir ein Thema aussuchen, über das ich einen Gastartikel für den Blog schreiben möchte. Und was ist cooler als ein richtig schönes und einfaches DIY-Projekt? Ich hatte super viel Spaß am Trittsteine-Bauen und daran, die Anleitung für euch zu erstellen. Und das wünsche ich euch beim Nachmachen auch: Viel Spaß! 

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Zutaten und Zubehör: Das brauchst du für deine Trittsteine

Für die Trittsteine gilt es, vorab ein paar Materialien zu besorgen. Einiges haben die meisten von euch sicher schon zur Hand, anderes muss man vielleicht im Baumarkt besorgen. 

Für die Grundmasse brauchst du:

  • Beton-Estrich 
  • Zementmörtel
  • Eimer zum Anrühren
  • Maurerkelle oder kleine Schaufel

Anstelle von Beton-Estrich und Zementmörtel kann auch Trasszement und Sand als Grundmasse verwendet werden. Ich habe von Trasszement auch schon viel Gutes gehört, bei uns im Baumarkt war dieser aber nicht zu bekommen.

Für das Mosaik braucht es: 

  • Kieselsteine
  • Alte Keramikscherben
  • Murmeln etc. 
Trittsteine DIY

Womit ihr euer Mosaik legen wollt, ist vollkommen euch überlassen. Ich habe meine Trittsteine mit alten Keramikscherben und Kieselsteinen aus unserem Bach belegt. Falls ihr einen Bach in eurer Nähe habt, ist das ein toller Ort, um nach geeignetem Material zu suchen. Die Steine im Bach sind durch den Wasserfluss schon hübsch abgerundet und oft findet man auch dort alte Keramikscherben. Ich habe zumindest mehrere Handvoll bei uns im Bach entdeckt.

Wenn du keine alte Keramik zu Hause hast, ist ein Flohmarkt oder Second Hand Laden eine gute Adresse, um für ein paar Cent Keramik zu kaufen. 

Zum Einfüllen brauchst du:

  • Gefäße (Ich habe circa 30 cm breite Plastik – Blumentopfuntersetzer verwendet)
  • Pflanzenöl, damit sich der Beton später gut aus der Form löst

Gartentrittsteine selber machen – Schritt für Schritt-Anleitung

Wenn du all deine Utensilien beisammen hast, kann es auch schon losgehen. Zuerst wird der Beton in einem Eimer angerührt. Achte darauf, dass du nur so viel anrührst wie du brauchst, der Beton muss nämlich in kurzer Zeit komplett verarbeitet werden. 

Trittsteine DIY

Der Beton-Estrich ist ziemlich grob, er bringt jedoch die nötige Stabilität. Für die Ästhetik kommt dann über den Beton noch eine Schicht Mörtel. 

Wenn der Beton angerührt ist, werden die Gefäße mit Pflanzenzöl eingestrichen. Ihr könnt dafür ganz normales Öl aus der Küche verwenden. 

Trittsteine DIY

Wenn alles schön eingepinselt ist, kann der Beton mit Hilfe einer Maurerkelle oder Schaufel zu 2/3 eingefüllt werden. Ich habe mir dafür die Mauerkelle aus dem Sandkasten der Kinder geklaut. :P

Falls ihr lieber mit Trasszement und Sand arbeiten wollt, werden dafür 2 Teile Sand mit einem Teil Trasszement vermischt. Die Gefäße werden dann komplett gefüllt und es kann sofort mit dem Mosaik-Legen begonnen werden.

Trittsteine DIY

Verwendet ihr Beton-Estrich, heißt es jetzt erst einmal warten. Der Mörtel wird nämlich erst auf den Beton gegeben, wenn dieser abgebunden hat. Zum Trocknen habe ich die gefüllten Pflanzunterteller in den Keller gestellt. Dort ist es nicht zu warm und sonnig und der Beton kann gleichmäßiger trocknen. 

Ist dieser Schritt erledigt, kommt der spannendste Teil – das Mosaik legen. Dafür legt man sich, bevor man den Mörtel anrührt, am besten schon alle Utensilien bereit, damit man nach dem Anmischen direkt loslegen kann. 

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Wenn ihr eure Keramikscherben selber herstellt, dann empfehle ich euch zum Zerschlagen eine Plastiktüte und einen Hammer zu verwenden, es sei denn, ihr habt extra Werkzeug dafür, beispielsweise einen Keramikschneider. Ohne Keramikschneider kann man das Keramikstück in die Plastiktüte stecken und dann mit dem Hammer bearbeiten, so fliegen euch nicht kleine Stücke um die Ohren oder ins Auge. ;)

    Den Mörtel nach Anleitung anrühren und dann bis kurz unter den Rand eures Plastikgefäßes füllen. Hierzu eignet sich auch wieder die Mauerkelle am allerbesten. 

    Trittsteine DIY

    Danach kann es mit dem Legen losgehen. Dabei sind euch keine Grenzen gesetzt. Man kann Muster, Tiere, Blumen legen oder einfach kreuz und quer alles wild verteilen. 

    Falls eure Scherben scharfe Kanten haben, achtet darauf, diese tief genug in den Mörtel zu drücken. Sonst kann es bei nackten Füßen schnell mal zu kleinen Verletzungen kommen.

    Trittsteine DIY

    Das Mosaik-Legen kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Macht es euch also dabei gemütlich oder ladet euch ein paar Freunde ein, die Lust haben, euch zu helfen.

    Trittsteine DIY

    Wenn alle Trittsteine fertig verziert sind, gilt auch jetzt wieder: Abwarten. Der Mörtel muss trocknen und dafür werden die Steine am besten wieder an einem geschützten Ort, wie dem trockenen Keller deponiert. 

    Nach ein paar Tagen sollten die Steine dann problemlos aus der Schale zu lösen sein. Am besten die Trittsteine noch einmal umdrehen, damit auch die Unterseite komplett durchtrocknen kann. 

    Danach könnt ihr einen Platz für eure Steine aussuchen. Bei der favorisierten Stelle wird dann im Umfang der Steine eine kleine Mulde ausgehoben, die der Höhe der Steine entspricht. Achtet darauf, dass der Untergrund, auf dem ihr eure Trittsteine platziert, eben ist. 

    Trittsteine DIY

    Dann habt ihr es auch schon fast geschafft. Die Trittsteine platzieren und die Mulde mit Erde auffüllen. Alles schön andrücken und bei Bedarf die Steine mit einem Besen von letzten Erd – und Mörtelreste befreien.  

    Sooo, jetzt seid ihr dran! Was wollt ihr für eure Trittsteine verwenden? Mosaik, Flusskiesel oder vielleicht etwas ganz anderes? Habt ihr schon mal Trittsteine gemacht?

    Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Kraeuter Auswahlfutter

    Wie Du Kräuter in der Hühnerhaltung verwendest

    Wenn du Hühner zur Selbstversorgung für Eier und Fleisch hältst, ist dir klar: Was ins Huhn kommt, landet auch irgendwann bei dir auf dem Teller. Auf Antibiotika willst du also möglichst verzichten!

    Zum Glück gibt dir dein Garten die beste Vorsorge-Apotheke, die deine Hühner brauchen:

    Kräuter.

    Welche Kräuter du für deine Hühner immer parat haben solltest und wie du sie am besten erntest, haltbar machst und verabreichst, erfährst du in diesem Artikel.

    Dies ist ein Gastartikel von Denise. Sie ist leidenschaftliche Hobbyhühnerhalterin, die Hühnerfans und Selbstversorger bei ihrem tollen Hobby unterstützen möchte. Sie betreibt mit huehner-kraeuter.de, einen in Deutschland einzigartigen Blog, auf dem sie Informationen zur naturnahen Hühnerhaltung aus aller Welt sammelt, ausprobiert und weitergibt. Denise interessiert sich besonders für Kräuter und ihre sanfte Heilwirkung auf Mensch und Huhn. Sie kreiert und vertreibt Kräutermischungen für Hühner und hat ein E-Book für Hobby-Hühnerhalter geschrieben, mit Tipps & Projekten für entspannte Hühnerhaltung, die Freude macht.

    Vielen Dank für deinen tollen Artikel, Denise!

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    Warum Kräuter für Hühner?

    Das Wichtigste, das du für gesunde Hühner tun kannst, ist vorbeugen. Hühner kaschieren Schwäche automatisch: bloß nicht auffallen, bloß nicht angreifbar sein, ist die Devise. 

    Was für dich beim schnellen Hinsehen noch wie ein gesundes Huhn aussieht, ist vielleicht schon ein kränkliches Huhn. Wenn du Dein Huhn also tatsächlich als krank wahrnimmst, geht es ihm vermutlich schon länger schlecht. Und Antibiotika sind dann oft Deine letzte Option.

    Dein Ziel ist es also, die Grundgesundheit deiner Hühner zu stärken, damit sie mit einem natürlichen Maß an Bakterien, Wurmbefall oder Parasiten problemlos klarkommen.

    Gartenkraeuter_mit_Eiern

    Freilaufende Hühner haben mal Würmer, Ektoparasiten und kommen zwangsläufig mit schädlichen Keimen in Berührung. In der Natur ist schließlich nichts klinisch rein, oder?

    Ein starkes Immunsystem und ein gesunder Darm schützen und unterstützen deine Hühner in den verschiedenen Lebensphasen: beim Aufwachsen, beim Eierlegen, in der Mauser und im Alter. Mit Kräutern kannst du deine Hühner über das Futter, ihr Trinkwasser und im Legenest gesundheitlich begleiten.

    Mein Tipp: Nimm dir wirklich Zeit jeden Tag ein paar Minuten mit deinen Hühnern „abzuhängen“. Beobachte sie und schau dir jedes genau an. Wie läuft es, wie frisst es, sieht es wach und agil aus? Wie ist die Körperhaltung und das Gefieder?

    So erkennst du schnell, wenn ein Huhn mal rumhängt wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Dann kannst du Kräuter gezielt einsetzen. Sie bieten dir eine breite Palette an Wirkstoffen, um deine Hühner sanft zu stärken, ohne gleich den Chemiehammer zu schwingen – „Kuscheln statt Keule“ sozusagen.

    Was sind eigentlich „Kräuter“?!

    Äh, doofe Frage, oder?

    Kräuter, da denkst du an die italienische Würzmischung oder „Kräuter der Provence“ im Küchenschrank. Wenn du von Küchenkräutern sprichst, meinst du eigentlich immer ein grünes Gewächs, dass du abschneidest und dessen Stängel oder Blätter du frisch oder trocken zum Kochen verwendest.

    Lavendel

    Tatsächlich ist der Begriff „Kräuter“ (oder einfach „Kraut“) eher schwammig – „Kräuter“ ist was du draus machst! :) 

    Deine Spaghetti Bolognese würzt du mit „Küchenkräutern“ oder „Gewürzen“ – deine Hühner dagegen profitieren von „Heilkräutern“.

    Im Zusammenhang der Kräuterheilkunde umfassen „Kräuter“ also viel mehr als aromatisch duftendes Kraut: Heilkräuter sind Blätter & Stängel, Früchte & Beeren, Wurzeln, Rinden, Blüten und Samen. Dazu gehört das „Küchenkraut“ Oregano genauso wie die Ringelblume, der Knoblauch, Fenchelsamen oder die Zimtrinde.

    Welche Kräuter gehören in deinen Hühnergarten?

    Vor einiger Zeit hat Marie eine Liste von Kräutern gepostet, die gut im Schatten oder Halbschatten gedeihen. Und fast alle kannst du für deine Hühner nutzen – perfekt!

    Um Kräuter anzubauen, brauchst du wenig Platz im Garten. Heimische Kräuter sind winterhart und bieten alles, was du für deine Hühner-Kräuterapotheke brauchst.

    Hier sind ein paar Kräuter, die in keinem Hühnergarten fehlen sollten.

    Kräuter für’s Gemüsebeet: Knoblauch, Schnittlauch & Petersilie

    Knoblauch

    Diese Knolle bringt Vitalität in den Verdauungsprozess und wird traditionell gegen Darmparasiten wie Würmer verwendet. Er ist antiviral und antibakteriell und von daher wirksam gegen Viren, Bakterien, Würmer, Hefen und Pilze.

    Knoblauch unterstützt bei der Bekämpfung von Atemwegsinfektionen und verschleimten Atemwegen.

    Schnittlauch ist sowas wie die milde Form des Knoblauchs: perfekt zur Fütterung von Küken, deren Darmflora noch im Aufbau ist.

    Petersilie

    Dieses Kraut enthält die Vitamine A, B, C, sowie Kalzium und Eisen. Es unterstützt die Federbildung und die Entwicklung von Blutgefäßen: perfekt bei der Kükenaufzucht. Petersiliensamen im Futter fördern die Legetätigkeit und Eiqualität.

    Kräuter für die Küche: Oregano, Thymian, Salbei

    Salbei

    Was kann Oregano?

    Oregano ist reich an Vitaminen wie C, E und K, sowie an Kalzium und Antioxidantien. Es wirkt immunverstärkend und antibakteriell. Die bioaktiven Komponenten Carvacrol, Thymol, Beta-Terpinen und p-Cymol im Oregano hemmen das Wachstum pathogener Bakterien wie E.coli und Salmonellen.

    Oregano ist wirksam in der Prävention von Kokzidiose und daher perfekt für die Kükenaufzucht geeignet. Das Kraut wirkt stimulierend auf das Verdauungssystem, verbessert die Futteraufnahme und fördert das Wachstum.

    Thymian & Salbei sind gute Kräuter für die Atemwege

    Beide Kräuter wirken antibakteriell (teilweise antiviral), entzündungshemmend und schleimlösend. Thymian ist wirksam bei jeder Art von Ungleichgewicht der Atemwege oder verschleimten, verstopften Nebenhölen. Es ist zudem appetitanregend und stimuliert die Versorgung des Verdauungstraktes mit Blut und Sauerstoff.

    Salbei hat, wie Thymian, eine trocknende Energie, die Schleim löst, verflüssigt und trocknet. Der hohe Tanningehalt strafft das Gewebe und macht es unempfindlicher gegen Krankheitserreger und Infektionen.

    Kräuter im Staudenbeet: Pfefferminze & Zitronenmelisse

    Krauter_Staudenbeet

    Pfefferminze

    Sie fördert die Gesundheit der Atemwege, regt die Federbildung und die Legetätigeit an. Gleichzeitig verbessert Pfefferminze die Eiqualität und die ätherischen Öle in Pfefferminze sind antimikrobiell und wirken gegen eine Reihe von bakteriellen, viralen und Pilzinfektionen.

    Zitronenmelisse

    Dieses Kraut lindert Angstzustände und Nervosität. In Kombination mit Baldrian wurde festgestellt, dass Zitronenmelissen-Präparate das Sozialverhalten und die Symptome bei Kindern mit Hyperaktivität, Konzentrationsproblemen und Impulsivität signifikant verbesserte. 

    Von Kindern auf Hühner zu schließen, bzw. auf Tiere allgemein ist nicht so abwegig. In der Tier-Kräuterheilkunde werden Tiere als Gruppe gerne sensibleren Menschen gleichgestellt, wie eben Kindern.

    Außerdem wirkt Zitronenmelisse karminativ: lindert also Verdauungsstörungen (besser: „Blähungen“) die z.B. durch Stressituationen entstehen.

    Für mich ist Zitronenmelisse eines der Kräuter, das z.B. einer Glucke im Trinkwasser guttut und auch einer etwas gestressten Hühnerschar wieder ins Gleichgewicht helfen kann.

    Kräuter im Blumenbeet: Lavendel, Kamille, Ringelblume & Schafgarbe

    Duftende Blüten wie Lavendel und Kamille kommen bei mir ins Legenest und ins Gluckennest. Die ätherischen Öle werden beim Bewegen freigesetzt und wirken beruhigen und entspannend auf die Hennen.

    Ringelblume und Scharfgarbe

    Ringelblume

    Diese hübsche Blumeist ein Allrounder in der Kräuterheilkunde. Sie wirkt antibiotisch, entzündungshemmend und schmerzlindernd, deswegen ist sie perfekt geeignet zur Salbenherstellung oder für Tinkturen für die Wundheilung.

    Über das Futter verabreicht, hilft sie dem Körper, Krankheitserregern zu widerstehen. Ringelblume wirkt antimykotisch gegen Hefewachstum im Darm.

    Schafgarbe

    Schafgarbe stärkt die Leberfunktion und unterstützt die Entgiftung. Sie wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd und beugt Durchfallerkrankungen vor. Ihre keimtötende, blutstillende Wirkung kannst du äußerlich bei der Wundbehandlung nutzen.

    Kräuter, die von selber kommen: Brennnessel, Löwenzahn & Spitzwegerich

    Brennnessel

    Sie hat einen hohen Gehalt an Mineralstoffen (vor allem Eisen und Kalzium) und wirkt energetisierend auf den ganzen Körper – besonders auf die Blutbildung.

    Die Brennnessel unterstützt vor allem Legehennen in ihrer Immunkraft, verbessert die Eiqualität & macht eine kräftige Dotterfarbe. Das Verfüttern von Brennnesselsamen kann die Legetätigkeit anregen.

    Löwenzahn

    Er ist reich an Vitamin (A, B, C und D) und Mineralien wie Eisen, Kalium und Zink. Es gilt als allgemeines Gesundheitstonikum & Entgiftungsmittel. Die Bitterstoffe unterstützen besonders die Leber und regen die Verdauung an.

    Löwenzahn sorgt für sattgelbe Eidotter und unterstützt deine Hühner bei der Abwehr von Endoparasiten.

    Spitzwegerich

    Dieses Gewächs wirkt entzündungshemmend und adstringierend. Ich verwende ihn vor allem äußerlich kleineren Wunden oder Hautirritationen, z.B. nach starkem Befall von Federlingen.

    Spitzwegerich

    Kräuter für Frühling & Sommer

    Wenn Würmer, Käfer und Co. als selbst gesuchte Leckerli locken, tun Kräuter gut, welche die Darmgesundheit unterstützen und Endoparasiten vorbeugen wie Knoblauch/Schnittlauch, Oregano, Thymian, Ringelblume, Thymian. Löwenzahn, Brennnessel & Schafgarbe regen die Verdauung an und unterstützen die Leber bei der Entgiftung.

    Deine Legehennen profitieren besonders von Brennnessel und Petersilie für eine gute Eiqualität, verbesserte Legeleistung und eine schöne Eidotterfarbe.

    Kräuter ernten – was gibt’s zu beachten?

    Die beste Zeit für die Ernte der meisten Kräuter ist morgens. Wenn du die Kräuter direkt verfütterst ist es egal, wenn sie noch ein bisschen feucht sind – für die Vorratstrocknung wartest du auf den späten Vormittag: Der Tau ist dann bereits getrocknet, aber die Sonne hat noch keine Gelegenheit gehabt, die frisch produzierten ätherische Öle zu verbrennen.

    Eier in Kraeuternest

    Wenn du Blüten wie z.B. Ringelblumen erntest, nimm Blüten, die sich kürzlich geöffnet haben. Ernte bevorzugt junge Blätter, die frei von braunen Rändern und Insektenfraß sind.

    Für’s Verfüttern, für Tinkturen, Tees oder Salben eignen sich getrocknete oder frische Kräuter gleich gut.

    Mein Tipp: leg dir auf alle Fälle einen Vorrat deiner liebsten getrockneten Kräuter an. Damit kannst du spezielle Mischungen für Futter oder Tee im Voraus zubereiten und hast sie das ganze Jahr über griffbereit. Gerade im Winter ist mein Kräuterverbrauch recht hoch – ich gleiche damit das fehlende Grün aus, dass meine Hühner im Sommer selber sammeln.

    Frisch gepflückte Kräuter gebe ich eher den Küken. Sie schlüpfen im Frühsommer, wenn es Schnittlauch, Löwenzahn und junge Brennnessel gibt. Ganz klein geschnippelt sind sie die perfekte Ergänzung zu Deinem Kükenfutter – egal ob selber gemischt oder Kükenstarter.

    Kräuter trocknen

    Das Wichtigste beim Trocknen deiner Kräuter: schön luftig müssen sie liegen. Ein Trockengestell ist nichts anderes als ein Rahmen, der mit einem luftdurchlässigen Gewebe bespannt ist. z.B. ein Bilderrahmen, auf den du von einer Seite feinen Draht oder Käseleinen (auch Seihtuch genannt) drauftackerst. Fertig ist dein Trockengestell.

    Holunderbluete

    Wenn du gleich mehrere davon bastelst, kannst du sie sogar stapeln: achte darauf, zwischen die einzelnen Lagen Klötzchen zu stellen, damit die Rahmen schön luftig übereinander stehen. Die Luft muss gut zirkulieren, damit alle Pflanzenteile gleichmäßig getrocknet werden und sich kein Schimmel bilden kann!

    Verteile deine geernteten Kräuter großflächig, ohne sie zu stapeln. Jeder Stängel, jedes Blatt soll Platz haben. Das Trocknen an der Luft dauert mehrere Tage (je nach Wetter/Temperatur) und braucht etwas mehr Aufmerksamkeit deinerseits: jeden 2. Tag solltest du deine Kräuter wenden um sicherzugehen, dass nichts schimmelt und alle Pflanzenteile gleichmäßig getrocknet werden.

    Tipp: Du kannst viele Kräuter auch im Dörrautomat trocknen – damit hast du in wenigen Stunden Deine Kräuter lagerfähig gemacht.

    Das Trocknen in Büscheln, die du kopfüber an einem sonnigen, luftigen Ort aufhängst, klappt auch. Hier musst du wirklich jeden Tag prüfen, dass sich kein Schimmel zwischen den Blättern und Stängeln bildet.

    Wie kannst du die Kräuter verfüttern?

    Option 1: Du gibst die Kräuter direkt ins Futter

    Einfach frisch oder getrocknet kleinschnippeln und untermischen. Am besten klappt das mit leicht angebatztem Weichfutter. Nicht alle Kräuter werden freiwillig gefressen – um zu verhindern, dass Deine Hühner „aussortieren“ (und darin sind sie ja Meister), gibst du deiner Futtermischung einfach einen Schluck Wasser, Kräutertee oder Fermentationslake bei. Die fruchtkrümelige Konsistenz eignet sich perfekt um Kräuter und Blüten zu verfüttern.

    Huehnerfutter mit Kraeutern

    Getrocknete Kräuter kannst du auf Vorrat zu eigenen Mischungen verarbeiten, die genau auf die Bedürfnisse deiner Hühner abgestimmt sind. So mache ich das mit meinen Kräuterkuren, die ich regelmäßig gebe. Also z.B. immer im Frühjahr. Dann gibt’s für meine Legehennen eine Mischung zur Anregung und Unterstützung der Legetätigkeit, die auch noch sattgelbe Dotter macht.

    Im Sommer habe ich eine fertige Mischung, die gezielt die Darmgesundheit fördert und erfrischt. Für den Winter mische ich Kräuter und Blüten, die wärmen und die Atemwege gesund halten.

    Wie lange dauert eine Kräuterkur?

    Vorbeugende Kräuterkuren gebe ich über 3 Wochen, ca. 4 Mal im Jahr. Ich mische pro Kilo Futter ca. 8g Kräutermischung.

    Option 2: Tässchen Tee für deine Hühner

    Kräutertee im Trinkwasser ist eine super Möglichkeit um deine Hühner sanft gesundheitlich zu unterstützen. Du kannst entweder das Trinkwasser kurweise komplett durch Kräutertee ersetzen (nicht länger als 1 Woche) oder regelmäßig etwas Kräutertee beigeben (ca. 1 Teil Tee auf 3 Teile Wasser).

    Kräutertee gebe ich gerne im Winter mit ins Wasser, weil ich da das Trinkwasser sowieso wärmer einfülle. z.B. Oregano + Thymian + Salbei: Alle drei sind von ihrer Energie her warm und trocken und unterstützen deine Hühner bei der Abwehr von Bakterien und Entzündungen. 

    Im Hochsommer gebe ich gerne Kräuter, die eine kühlendere Energie haben, wie Kamille, oder Zironenmelisse. Wenn es unerträglich heiß ist und deine Hühner gestresst, aggressiv und mit Verdauungsbeschwerden reagieren, wirkt ein kühler Tee aus diesen Pflanzen ausgleichend. Übrigens: Kamillentee immer gut zugedeckt ziehen lassen.

    Viel mehr = wirkt mehr?

    Obwohl Kräuter ihre Heilkraft auf eine sanfte, unterschwellige Art entfalten, sind sie nicht automatisch ungefährlich! Auch (oder: gerade?) in der Pflanzenheilkunde kommt es auf die Dosierung an. Kinder beispielsweise reagieren auf bestimmte Pflanzen zu sensibel und wenn du vorhast deine Hühner mit Kräutern zu behandeln oder zu stärken, darfst du sie schon in die gleiche Gewichtsklasse wie sehr junge Kinder einordnen.

    Die Kräuter, die ich in diesem Artikel vorgestellt habe, kannst du zwar bedenkenlos verfüttern, aber es ist umstritten, ob sich bei regelmäßigem Verzehr nicht eine Art „Gewöhnungseffekt“ einstellt und die Kräuter damit ihre heilende Wirkkraft auf den Organismus einbüßen.

    Mein Tipp: Verfüttere Kräuter kurweise und variiere die Zusammensetzung für deine Kräutermischungen. Bei der Fülle an heimischen Heilkräutern sind die Möglichkeiten (fast) endlos. Viel Erfolg beim Pflanzen, Ernten und Anwenden!

    Wenn du dich für die naturnahe Hühnerhaltung interessierst, dann schau auf meinem Blog vorbei und hol dir gerne meinen Kräuterplan mit den TOP 12 Kräutern für Hühner.

    haltbar machen einkochen

    6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

    So langsam rollt die Erntewelle im Garten heran und die Küche ist am Überquellen mit leckerem Obst und Gemüse.  Damit ist die Haltbarmach-Saison offiziell eröffnet und du kannst loslegen, die Ernteüberschüsse, die jetzt im Sommer anfallen, haltbar zu machen. 

    So kannst du auch im Winter noch Tomaten, Zucchini, Auberginen und Co. und auch Obst aus deinem Garten schlemmen! :)

    Wir versuchen, uns als Familie das ganze Jahr über aus unserem Garten zu versorgen. Deswegen läuft den Sommer über der Einkochkessel eigentlich non-stop! 

    Welche anderen Haltbarmachen-Techniken es neben dem Einkochen sonst noch gibt und welche Vor- und Nachteile sie jeweils mit sich bringen, zeige ich dir in diesem Artikel. Los geht’s:

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    1. Fermentieren

    Legen wir los mit dem Fermentieren, das ist meiner Meinung nach einer der besten Techniken um Gemüse haltbar zu machen, wenn nicht die beste Technik überhaupt. :)

    Bei fermentiertem Gemüse denken alle wahrscheinlich sofort an Sauerkraut, dabei kann man so gut wie jedes Gemüse fermentieren! Und fermentiertes Gemüse ist nicht nur super lecker, sondern auch sehr gesund.

    Denn:

    Beim Fermentieren gehen die Vitamine und Spurenelemente nicht verloren, sondern bleiben erhalten. Die Milchsäurebakterien, die deine Ernte konservieren, produzieren sogar noch mehr Vitamine, je länger du dein Gemüse lagerst.

    Abgefahren, oder?!

    Ein weiteres Plus ist, dass du fermentiertes Gemüse ganz ohne Kühlung lagern kannst. Wir haben unsere Fermente einfach in einem ungeheizten Treppenhaus stehen und das funktioniert super. So könnt ihr auch ganz ohne kühlen Keller eine große Vielfalt ein Gemüse haltbar machen.

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    Mehr Informationen

    Das Fermentieren ist in den letzten Jahren wieder richtig in Trend gekommen und man findet mittlerweile zahlreiche Rezepte da draußen. Passt aber ein bisschen auf: Nicht alle Rezepte sind darauf ausgelegt, die Fermente über einen längeren Zeitraum zu lagern.  

    Übrigens: Ich habe eine Checkliste erstellt, in der du Schritt-für-Schritt -Anleitungen zum Haltbarmachen deiner Ernte findest und in der ich für jedes Obst und Gemüse die geeigneten Techniken aufliste:

    2. Einkochen

    Wer bei meiner Vorratskammer-Tour dabei war, wird wahrscheinlich wissen, dass ich süchtig nach einkochen bin. Einkochen ist eine richtig tolle Haltbarmachen-Technik, weil du deine haltbar gemachten Schätze später super einfach in der Küche verwenden kannst.

    Gerade wenn du mal einen stressigen Tag hast und dir dann nur die selbstgemachte Tomatensoße aus dem Regal schnappen musst, um in Windeseile eine Lasagne zaubern zu können, ist das echt super toll. 

    haltbar machen einkochen

    Ich bin auch immer wahnsinnig stolz auf unser Einkochregal freue mich wie ein Kind, wenn sich im Herbst die Einkoch-Regale füllen.

    Einkochen ist auch unglaublich universell! Du kannst zum Beispiel auch wunderbar ganze Gerichte wie Gemüseeintöpfe einkochen. Das ist dann quasi selbstgemachtes Fast Food. ;)

    Aaaber ganz wichtig:

    Gemüse und Fleisch müssen in einem Druckeinkochkessel haltbar gemacht werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Botulismus-Bakterien im Glas bilden – und die sind potenziell tödlich. Wenn du selber einkochst, solltest du dich unbedingt mit dem Thema Botulismus befassen, sodass du weißt, wie du sicher einkochst.

    Damit du den Überblick in deinem Vorratsregal behältst, habe ich richtig schicke Etiketten zum Ausdrucken für deine Gläser mit Marmelade und Co entworfen. Hier kannst du sie dir ganz schnell herunterladen:

    Etiketten zum Selber-Beschriften

      ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

      3. Naturbelassen Lagern

      Einige Gemüse wie Kürbisse, Trockenerbsen, Trockenbohnen, Knoblauch, Zwiebel oder auch Nüsse muss man überhaupt nicht verarbeiten, um sie haltbar zu machen. Du kannst sie einfach an einem trockenen Ort lagern. 

      haltbar machen zwiebeln

      Wir fassen Zwiebeln und Knoblauch nach der Ernte immer zu Bündeln zusammen, die ich dann im Gewächshaus aufhänge, sodass sie vor dem Trocknen nochmal richtig schön durchtrocken können. Das Trocknen klappt dort wunderbar und der Knoblauch ist so fast bis zur nächsten Ernte haltbar. 

      Kleiner Tipp: Wenn euer Knoblauch jetzt noch in der Erde ist, wird es höchste Zeit, ihn zu ernten. ;)

      Ganz ähnlich funktioniert das Einmieten. Dabei kannst du beispielsweise Wurzelgemüse in Sand einschlagen und in einer Erdmiete lagern. Wir haben dafür eine Wäschetrommel eingegraben, in der wir unter anderem Rote Bete und Möhren lagern.

      Wer einen kühlen Keller zur Verfügung hat, kann dort Kohl (ganz wichtig ist, dass du den mit der Wurzel ausreißt) verkehrt herum aufhängen und so super lagern. Da Kohlköpfe aber sowieso ziemlich winterhart sind, könnt ihr die auch mit etwas Schutz draußen im Beet stehen lassen und nach und nach ernten. 

      4. Einfrieren

      Das Einfrieren ist eine Technik zum Haltbarmachen der Ernte, die wir nur in sehr kleinen Umfang nutzen. Wir frieren vor allem unser Fleisch ein und auch ein bisschen Obst und Gemüse. Das ist aber so wenig, dass es kaum ins Gewicht fällt. 

      haltbar machen

      Mein großes Problem beim Einfrieren ist, dass man doch sehr abhängig von der dauerhaften Stromversorgung ist und einfrieren weder umweltfreundlich noch besonders natürlich ist. Letztes Jahr hatten wir einen Stromausfall über 24 Stunden und mussten bangen, dass unser Ziegenfleisch das ganze übersteht. Unser Gefrierschrank konnte die Temperatur zum Glück lange genug halten, aber das hat mir nochmal vor Augen geführt, dass ich andere Haltbarmach-Techniken bevorzuge.

      5. Dörren und Trocknen

      Dörren und Trocknen sind auch tolle Techniken zum Haltbarmachen, besonders wenn man die Energie der Sonne nutzen kann.

      Ich benutze diese Technik vor allem für unsere Kräuter. Die hänge ich dann in Bündeln überall in der Wohnung auf, zum Beispiel an unserem Kronleuchter in der Küche, dann sieht der gleich noch ein bisschen hübscher aus. ;)

      haltbar machen kräuter

      Auch unsere Frühlingszwiebeln trockne ich gerne, indem ich sie kleinschneide und sie einfach in der Sonne auf einem Tuch ausbreite, wenn es mal für ein paar Tage sehr sonnig und heiß ist. Zwischendurch ab und zu wenden, damit die Frühlingszwiebeln von allen Seiten gut trocknen. Im Winter kannst du sie dann wunderbar mit heißem Wasser aufgießen und sie schmecken fast wie frisch geerntet.

      Wenn du einen Dörrautomaten hast, eröffnet sich für dich eine ganz neue Welt des Haltbarmachens: Ob Apfelringe, Fruchtleder, Pilze, Trockenfleisch oder Blüten für selbstgemachten Tee – mit einem Dörrautomaten ist alles im Handumdrehen gemacht.

      6. In Essig, Alkohol, Salz oder Öl einlegen

      Die letzte Methode steht bei unserer Familie auch nicht besonders hoch im Kurs. Der Essig- und Alkoholgeschmack ist sehr speziell und man muss ihn einfach mögen. Mein Geschmack ist es nicht, aber wenn ihr da draußen gerne in Essig oder Alkohol einlegt dann macht das auf jeden Fall.

      Beim Einlegen in Öl gibt es wieder die Problematik mit Botulismus-Bakterien, denn die ganze Technik basiert ja auf dem Prinzip, Bakterien durch den Luftabschluss zu unterdrücken – und das funktioniert bei Botulismus-Bakterien nicht.

      Deswegen würde ich euch wirklich empfehlen, vom Einlegen in Öl die Finger zu lassen. Denn auch dabei können die fiesen kleinen Botulismus-Bakterien genau wie beim Einkochen ihre Gifte produzieren.

      Aber das ist ja kein Problem, wenn es so viele andere tolle Techniken gibt, mit denen du deine Ernte sicher haltbar machen kannst. :)

      Wenn ihr jetzt motiviert seid, euch euren eigenen Wintervorrat anzulegen, dann ladet euch gerne meine Wintervorrat-Checkliste herunter. Da habe ich euch ganz viele Tipps zusammengefasst und auch nochmal aufgelistet, welches Gemüse ihr mit welcher Methode haltbar machen könnt. 

      Mach mit bei der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge!

      Es ist endlich wieder soweit und meine  “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge hat begonnen! Jeden Sommer veranstalte ich diese Challenge, damit wir uns gegenseitig austauschen und motivieren können, um unsere Vorratsschränke mit allerlei Leckereien zu füllen. Es macht immer super viel Spaß, Fotos zu tauschen und über die eingemachten Schätze im Vorratsschrank zu staunen!

      Wenn du deine Ernteüberschüsse haltbar machen möchtest und Lust auf Austausch hast, dann mach gerne bei der Challenge mit – gemeinsam füllen wir unsere Vorratsschränke im Nu!

      Zur Challenge!

      Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! :)

      Was ist deine allerliebste Methode, um Obst und Gemüse haltbar zu machen? Was willst du dieses Jahr zum ersten Mal ausprobieren? Ich freu mich auf deinen Kommentar! :)
      Schnecken Artischocke

      24 Gemüse, die Schnecken meiden – Erober dir deinen Garten zurück!

      Wenn du einen Gemüsegarten hast, kennst du das vermutlich: Da steckt man so viel Liebe, Zeit und Energie in den Garten und – zack! – eine Nacht reicht aus und die Schnecken haben gefühlt den halben Garten leer gefressen. 

      Das kann ganz schön frustrierend sein!

      Aber wusstest du, dass es eine ganze Reihe Gemüse gibt, die Schnecken meiden? Das ist die einfachste Methode, um trotz Schneckenplage noch jede Menge eigenes Gemüse zu ernten.

      Welche Gemüse das sind? Hier kommt die ultimative Liste! ;)

      schnecken
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      24 Gemüse, die Schnecken nicht mögen

      Diese Gemüse stehen NICHT auf dem Speisezettel deiner schleimigen Mitgärtner:

      • Artischocken
      • Knoblauch
      • Tomaten
      • Zwiebeln
      • Chicoree
      • Spargel
      • Mangold
      • Lauch
      • Erbsen (sind nur jung anfällig)
      • Feldsalat
      • Fenchel
      • Gurken, Zucchini, Melonen und Kürbis (Jungpflanzen mit Schneckenkragen schützen)
      • Kartoffeln
      • Radicchio
      • Rhabarber
      • Rotblättriger gekrauster Salat (Lollo Rosso)
      • Rote Bete (in 90% der Fälle)
      • Endivie
      • Sellerie (Jungpflanzen schützen)
      • Spinat
      • Zuckerhut

      Ich habe in meinem Garten beobachtet, dass die Möhren in Mischkultur mit Zwiebel viel weniger von Schnecken heimgesucht werden als die ohne Mischkultur. 

      Erbsen und Sellerie sind auch nicht großartig schneckengefährdet, außer wenn sie noch sehr klein sind. Als Jungpflanzen sind sie definitiv nicht uninteressant für die Schnecken, aber sobald sie etwa 20 cm Höhe erreicht haben, könnt ihr erst einmal aufatmen. 

      Schnecken Erbsen

      Dasselbe gilt für Gurken, Zucchini, Kürbis und Melone. Bei diesen Kandidaten nutze ich für den Anfang immer einen Schneckenkragen, den ihr dann, wenn die Pflanzen aus dem Jungpflanzenstadium herausgewachsen sind, einfach entfernen könnt. Es gibt Schneckenkragen aus Plastik und Schneckenkragen aus Metall – und die sind wirklich eine Investition wert. 

      Schneckenkragen Schnecken

      Übrigens kannst du mit dem passenden Deckel dazu auch aus deinen Krägen kleine Mini-Gewächshäuser machen! So haben sind deine Jungpflanzen geschützt, wenn es nachts doch nochmal richtig kalt werden sollte.

      Bei der Erstellung meiner Liste ist mir außerdem aufgefallen, dass Schnecken offenbar kein bitteres Gemüse mögen. Zuckerhut, Chicorée, Endivien, Radicchio – allesamt kein Hit für Schnecken. Wenn du die bittere Note magst, dann bau also auf jeden Fall ein paar mehr von diesen Kandidaten an. :)

      Und auch für die unter euch, die immer ganz traurig sind, dass all ihre Salate abgefressen werden, gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer, denn Lollo Rosso, der rote, gekräuselte Salat, ist für Schnecken uninteressant. Ich hab auch gerade welchen in meinem Garten gepflanzt.

      Was du sonst noch gegen Schnecken unternehmen kannst, erfährst du hier:

      Das hilft wirklich gegen Schnecken und Nacktschnecken!

      Habt ihr noch tolle Schneckentipps für das restliche Gemüse im Garten, dass für die Schnecken äußerst attraktiv ist? Dann schreibt sie gerne in die Kommentare damit wir den Schnecken zuvorkommen können. ;)

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Tomatenpflanzen ausgeizen Trieb

      Tomatenpflanzen ausgeizen + Tipps zur Tomaten-Pflege!

      Jetzt ist die Zeit, in der die Tomaten unsere volle Aufmerksamkeit im Garten wollen. Denn: Bei fast allen Tomatenpflanzen solltest du regelmäßig die Geiztriebe entfernen.

      Wie und wann du das am besten machst, welche Tomatenpflanzen du nicht ausgeizen musst und wieso das alles so wichtig ist, all das erzähle ich euch im heutigen Artikel.

      Darum solltest du deine Tomatenpflanzen ausgeizen

      Beim Ausgeizen geht es in erster Linie um die Gesundheit und Vitalität deiner Tomatenpflanzen. Ihr wisst, ich spreche immer wieder von der Krautfäule, die kann einem nämlich so richtig einen Strich durch die Ernte machen.

      Und dieser Krankheit könnt ihr unter anderem durchs Ausgeizen super vorbeugen. :-)

      Durch das Entfernen der Geiztriebe wird es nämlich zwischen den Pflanzen viel luftiger und die Pflanzen können besser abtrocken. Es gilt also: Je dichter eure Pflanzen nebeneinanderstehen, desto wichtiger ist das regelmäßige Ausgeizen. 

      Tomaten ausgeizen Gewächshaus

      Übrigens: Ausgegeizt werden alle Tomaten – egal ob sie im Freiland, im Gewächshaus oder auf dem Balkon stehen. 

      Durch das Ausgeizen kann die Pflanze außerdem all ihre Energie und Süße in die Früchte am Haupttrieb stecken und dann bekommt ihr ganz tolle, aromatische Tomaten. 

      Das Ausgeizen hilft auch gegen Ende der Saison dabei, dass die Pflanze ihre Energie nur noch in die Früchte steckt, die sie sowieso schon gebildet hat, damit die hoffentlich noch reif werden. Wenn ihr am Ende doch noch grüne Tomaten an der Pflanze hängen habt, dann ist das aber auch kein Problem und ihr könnt hier nachlesen, wie ihr die Tomaten zu Hause nachreifen lassen könnt.

      Psst: Wenn ihr nicht in Lesestimmung seid, könnt ihr euch hier die Youtube-Variante dieses Artikels anschauen:

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      Tomatenpflanzen richtig ausgeizen – so findest du die Geiztriebe:

      Zum Ausgeizen orientiert ihr euch am besten am Stängel eurer Tomatenpflanze. In der Blattachse, also da, wo Haupttrieb und Fruchttrieb sich gabeln, da findet ihr den Geiztrieb. 

      Tomatenpflanzen ausgeizen Trieb

      Und den könnt ihr dann einfach rausbrechen. Am besten bricht man den Geiztrieb so früh wie möglich raus, damit die Pflanze erst gar nicht ihre Energie in den Trieb hineinlenkt. 

      Manchmal übersieht man aber auch mal einen Trieb und dann wird der schnell riesengroß. Da erreichen mich oft Nachrichten, die sagen:

      „Marie, ich kann doch jetzt nicht diesen riesigen Trieb herausbrechen, der blüht doch sogar schon und bald hängen da Tomaten dran.“

      Ich würde euch aber trotzdem empfehlen auch diese Triebe auszugeizen. Ich weiiiß, das tut einem im Herzen weh, aber für die Pflanze ist es letztendlich besser, sich auch von den großen Geiztrieben zu trennen.

      Wenn es euch ganz besonders schwerfällt, diese großen Triebe rauszubrechen, dann habe ich hier noch einen Tipp für euch:

      Ihr könnt den abgebrochenen Geiztrieb einfach ins Wasser stellen. Der Trieb wird dann bald anfangen, Wurzeln zu bilden. Dann kannst du den Trieb (wenn du noch Platz im Garten hast ;)) rauspflanzen und hast eine neue Tomatenpflanze. Die wird natürlich nicht mehr so groß wie die anderen Pflanzen, aber eine kleine Ernte wirft die Pflanze sicher noch ab. 

      Tomaten ausgeizen Pin
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      Damit ihr sichergehen könnt, dass ihr auch wirklich keinen Geiztrieb vergessen habt, empfehle ich euch, von oben nach unten jede Blattachse am Haupttrieb entlang abzufahren und zu checken, ob sich da noch ein Trieb versteckt hat oder nicht. 

      So geht euch wahrscheinlich kein Geiztrieb mehr durch die Lappen. ;) 

      Wichtig für diejenigen von euch, die Freilandtomaten anbauen:

      Wenn es nass ist, solltest du deine Tomaten nicht ausgeizen, denn offene Wunden, die beim Abbrechen der Triebe entstehen, sind bei Nässe Einttrittspforten für Krankheiten. Also wartet am besten mit all euren Pflegemaßnahmen, bis die Pflanze richtig abgetrocknet ist. 

      Tomaten ausgeizen

      Tomatenpflanzen ausgeizen – diese Ausnahmen gibt es:

      Zu jeder Regel gibt’s Ausnahmen, auch bei den Tomaten. Buschtomaten und Zwergtomaten bleibt das Ausgeizen erspart. Das liegt daran, dass bei diesen Sorten genetisch von vorneherein festgelegt ist, wie viele Blüten und Früchte sie bilden können. Wenn ihr Geiztriebe von Buschtomaten oder Zwergtomaten, dann habt ihr auch gleich eine kleinere Ernte. 

      Alle anderen Tomatenpflanzen kannst (und solltest) du aber ausgeizen.

      Ein anderer Sonderfall ist, wenn ihr eure Tomaten nicht eintriebig, sprich mit nur einen Hauptrieb, sondern zweitriebig erzieht. Solche mehrtriebigen Tomatenpflanzen findet man aber eher im Profianbau und meist nur mit veredelten Tomaten. 

      Für den Tomaten Anbau zu Hause würde ich schon jedem empfehlen seine Tomaten eintriebig zu erziehen, sprich jeden Geiztrieb zu entfernen, der euch unter die Finger kommt. ;)

      Hol dir den Tomaten-Masterplan!

      Du kannst von den leckeren roten Früchten gar nicht genug bekommen? Wenn du die Bedürfnisse deiner – durchaus anspruchsvollen – Tomatenpflanzen kennst, steht einer dicken Ernte der schmackhaften Früchte nichts mehr im Wege.

      Um dir besser unter die Arme greifen zu können, habe ich für dich den Tomaten-Masterplan zusammengeschrieben. Der Masterplan steht dir bei jedem Schritt zur Seite, von der Aussaat übers Pflanzen und Pflegen bis hin zur Ernte, immer mit den wichtigsten Infos, – kurz und knackig zusammengefasst.

      Trag dich hier ein, um den Tomatenplan herunterzuladen und dann heißt es: Ran an die Samentütchen und los geht´s!

      Hilfe ich habe ausversehen meinen Haupttrieb ausgegeizt – was tun?

      Es passiert manchmal schneller als man denkt und schwupps hat man statt dem Geiztrieb den Haupttrieb der Pflanze abgebrochen. Falls euch das passiert: Erstmal keine Panik, ihr könnt jetzt ganz einfach einen der oberen Geiztriebe nehmen und diesen an eurer Rankhilfe emporleiten. 

      Dieser wird dann der neue Haupttrieb und auch wenn das die Pflanze natürlich ein bisschen in ihrer Entwicklung zurückwirft, sollte sie auch so noch wunderbar leckere Tomaten produzieren können. 

      Noch mehr Tipps zum Tomaten-Pflegen

      Aber nicht nur das Ausgeizen ist wichtig, wenn du Tomaten anbaust. Hier sind weitere Anleitungen, die dir zu einer dicken Ernte verhelfen:

      Tomaten richtig düngen: Nutzt du diese 3 Methoden?

      Die 24 häuftigsten Tomaten-Probleme: Schadbilder und Rettungsmaßnahmen!

      Tolle Mischkultur-Partner für dein Tomatenbeet!

      Wie verwöhnt ihr eure Tomatenpflanzen? Habt ihr noch mehr Tipps zum Ausgeizen? Ich freue mich, unten in den Kommentaren von euch zu hören!

      Zierkohl Gemüse anbauen Winter

      30 Gemüse, die du im Winter ernten kannst (und jetzt säen musst!)

      Die Tomaten sind gerade erst in die Erde gekommen und der Sommer steht eigentlich noch vor der Tür und da komme ich und erzähle euch es ist Zeit für Wintergemüse?

      Ja tatsächlich ist genau JETZT die Zeit, in der es mit den ersten Aussaaten für das Gemüse im Winter losgeht, wenn ihr auch dann noch eine bunte Palette an leckeren Gemüsen aus eurem Garten ernten wollt. 

      Was viele nicht wissen:

      Auch im Winter gibt es noch eine riesengroße große Fülle an Gemüse, das man frisch aus dem Garten ernten kann. Ich stelle euch heute meine Gemüse-Lieblinge vor, die ihr super im Winter anbauen könnt und von denen ihre fast alle jetzt bereits aussäen solltet. Also los geh’s!

      Übrigens: Auch dein Boden und seine Bodenlebewesen freuen sich über Bepflanzung in den Wintermonaten. So gibt es reichlich Futter und der Boden wird vor beispielsweise Erosion geschützt. Also Win-win-Situation für dich und deinen Garten. :-)

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      Gemüse anbauen im Winter!

      Kohlrabi – winterhärter als man meinen mag

      Fangen wir gleich mal mit unserem ersten Kandidaten an: dem Kohlrabi. Das wundert sicher einige von euch, aber Kohlrabi ist tatsächlich viel winterhärter als es ihm z.B. in Gartenbüchern zugeschrieben wird. Wir bauen Kohlrabi im Winter sogar im Freiland an, aber auch im Gewächshaus oder Frühbeet wächst er über den Winter natürlich wunderbar. 

      Kohlrabi Gemüse anbauen Winter

      Wenn es einmal richtig kalt werden sollte, oder mehrere Nächte Minustemperaturen herrschen, kann man den Kohlrabi einfach mit einem Gärtnervlies abdecken. So ein Vlies kann einen Temperaturunterschied von bis zu 5 Grad ausmachen – also ein richtig effektiver Schutz vor kalten Nächten!

      Karotten auch im Winter anbauen!

      Karotten baue ich auch super gerne im Winter an. Wir lassen die Karotten einfach nach dem Sommer auf dem Beet stehen und decken sie mit Stroh ab. Über den Winter können die Karotten dann nach Bedarf geerntet werden und vor allem nach dem ersten Frost schmecken sie dann richtig süß. Fast wie Süßigkeiten! ;)

      Ich baue am liebsten die Sorten “Milan“ und “Gonsenheimer Treib“ an. Beide können super auf dem Beet überwintern und sind richtig lecker. 

      Der beste Salat für die kalten Monate

      Weiter geht es mit dem französischen Wintersalat “Baqieu“, den auch mittlerweile schon richtig viele von euch anbauen. Der ist frosthart und eignet sich super für den Winteranbau auch ohne Gewächshaus oder Frühbeet. 

      Baquieu Gemüse anbauen Winter

      Chicorée treiben im Winter

      Für die Aussaat von Chicorée ist es jetzt auch schon höchste Eisenbahn. Die Pflanze bildet bis zum Herbst richtig schöne Wurzeln aus, die man dann ausgräbt und im Keller einschlägt, damit man sie im Winter treiben kann.

      Eine richtig spannende Angelegenheit! Ich werde euch dieses Jahr bei der Chicorée Treiberei auf jeden Fall mitnehmen.

      Natürlich fehlt einem als Selbstversorger im Winter das typische Sommergemüse wie Tomaten oder Paprika, weil wir Gemüse so gut wie nie im Supermarkt kaufen. Aber mit einer großen Vielfalt an Wintergemüsen (und einem voll gefüllten Vorratsschrank mit eingekochten oder fermentieren Köstlichkeiten) ist das wirklich kein Problem.

      Im Gegenteil:

      Wir entwickeln immer ein enorme Vorfreude und Wertschätzung für jedes Gemüse, das zum ersten Mal im Jahr reif wird. So, wie sich viele Leute jedes Jahr auf den ersten Spargel freuen – außer dass das bei uns für so ziemlich jedes andere Gemüse auch gilt. ;)

      Übrigens: Heute nicht in Leselaune? Dann kommt ihr hier zur Youtube-Variante von diesem Artikel:

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      Flower Sprouts: eine neue Winter-Züchtung

      Ein Gemüse, das ich dieses Jahr zum ersten Mal ausprobiere und das auch winterhart ist, sind Flowersprouts. Flowersprouts sind eine Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl und bilden an den Stängeln Rösschen aus. Die sind nicht dicht gepackt wie die von Rosenkohl, sondern ähneln eher den Blättern von Grünkohl. Ich bin schon sehr gespannt, wie gut das klappt. 

      Was ihr bei Flowersprouts noch wissen müsst ist, dass es sich hierbei um eine Hybridzüchtung handelt. Es gibt also keine samenfesten Sorten und wenn es euch ganz wichtig ist, kein F1 Saatgut in eurem Garten zu verwenden, dann könnt ihr keine Flowersprouts in eurem Garten anbauen. 

      Wirsing: ein Winter-Klassiker!

      Der Wirsing ist ein klassisches Wintergemüse, das sicher viele von euch bereits anbauen. Der gesunde Kohl ist super frosthart und kann den ganzen Winter über beerntet werden. 

      Wirsing Gemüse anbauen Winter

      Lauch den ganzen Winter über frisch ernten!

      Ein weiterer Klassiker unter den Wintergemüsen ist der Lauch. Der kann auch super im Beet überwintern, aber vergesst nicht, dafür eine Wintersorte auszuwählen. Ich habe auch schon Sommersorten überwintert, aber man merkt da definitiv einen Unterschied.

      Mein Sortenfavorit für den Winter ist “Blaugrüner Winter“.

      Tipp: Wenn du den Lauch zum Ernten nicht samt Wurzel ausgräbst, sondern ihn direkt über der Erde abschneidest, treibt er wieder aus und du kannst ihn nochmal beernten. 

      Topinambur im Winter anbauen

      Hast du schon mal Topinambur angebaut? Das Knollengemüse, das vielleicht einige von euch aus dem Biomarkt kennen, wächst im Garten wie Unkraut und kann das ganze Jahr geerntet werden.

      Topinambur Gemüse anbauen Winter

      Aber vorsicht: Einmal in den Garten gepflanzt, wird man ihn nicht mehr los. Deswegen am besten eine tiefe Unkrautsperre eingraben oder den Topinabmur gleich im Kübel anbauen. ;)

      Weißkohl ist winterhart?!

      Ja, tatsächlich ist Weißkohl um einiges unempfindlicher als man denken mag. Zur Not kann auch hier bei großer Kälte wieder ein Vlies benutzt werden, ansonsten kann man Weißkohl auch sehr gut im winterlichen Gewächshaus anbauen. 

      Und Rotkohl auch?!

      Jipp, auch Rotkohl kannst du im Winter anbauen, er ist aber eine größere Frostbeule als der Weißkohl. Ich habe meinen Rotkohl im Dezember geerntet, als er angefangen hat, Frostschäden zu bekommen und ich keine Lust hatte, einen weiteren Vliestunnel aufzubauen. Aber etwas besser geschützt, zum Beispiel im Gewächshaus, hätte er noch um einiges länger durchgehalten.

      Rotkohl Gemüse im Winter

      Frühlingszwiebeln, ähm Winterzwiebeln ;)

      Frühlingszwiebeln kann man auch den ganzen Winter über ernten und das sogar mehrmals. Ich schneide die Frühlingszwiebel zum Ernten immer ein paar Zentimeter über dem Boden ab. Dann wächst das Zwiebelgrün einfach wieder nach. Da kann man sicher 3-mal ernten, also richtig super für frisches Grün in der Winterküche. 

      Dafür stecke ich im September und Oktober Wintersteckzwiebeln, die frosthart sind und vor dem Winter austreiben.

      Butterkohl im Winter anbauen

      Und ein weiteres Kohlgemüse reiht sich mit ein. Ihr merkt schon, Kohl ist in vielen Fällen wirklich frosthart und super geeignet für den Winteranbau. Ihr müsst nur mit eurer Fruchtfolge aufpassen, dass ihr nicht zu viel Kohl auf einmal anbaut. Butterkohl ist noch ziemlich unbekannt, aber sehr spannend, also probiert den ruhig mal aus. 

      Falls ihr mehr Informationen zur Fruchtfolge braucht, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen, wie ihr den perfekten Gemüsegarten-Fruchtwechsel hinbekommt.

      Grünkohl im Winter ernten

      Auch Grünkohl muss beim Wintergemüse natürlich dabei sein. Früher hieß es sogar, Grünkohl muss Frost abbekommen, bevor man ihn essen kann. Das ist bei den neuen Sorten heutzutage nicht mehr so, obwohl ich mir einbilde, dass sie trotzdem besser schmecken, nachdem sie ein bisschen Frost abbekommen haben. ;)

      Sortentipp: “Westland Winter“

      Tipp: Jetzt im Juni sind sicher bei den meisten von euch die Beete ziemlich belegt, deswegen ziehe ich alle meine Kohlpflanzen erst einmal im Gewächshaus vor. Die Pflanzen müssen so erst dann ins Beet umziehen, wenn da wieder ein bisschen mehr Platz frei geworden ist. 

      Absolut winterhartes Salatgemüse: Postelein

      Auch Postelein ist ein super Kandidat, was das Platzproblem im Beet angeht, denn das Salatgemüse muss erst im Herbst ausgesät werden, wenn es ein bisschen kühler wird. Zum Keimen brauchen Postelein nämlich Temperaturen von unter 15 Grad. 

      Postelein Gemüse im Winter

      Eines der besten Wintergemüse: Feldsalat

      Feldsalat kommt ebenfalls erst im Herbst ins Beet. Es reicht völlig aus, wenn ihr ihn erst im September oder Oktober aussät. Dann habt ihr sicher schon einiges auf euren Beeten abgeerntet und der Feldsalat kann sich breit machen.

      Übrigens: Feldsalat gehört zur Familie der Baldriangewächse, eine Pflanzenfamilie, der kein anderes Gartengemüse angehört. Was super ist, denn so könnt ihr, ohne auf die Fruchtfolge zu achten, überall wo Platz ist Feldsalat aussäen. 

      Asia-Salate: frostharte Exoten

      Ein toller Salat, der auch noch ein bisschen Zeit hat, ist der Asia-Salat. Ich mag vor allem die Sorte “Green in Snow“. Das ist eine sehr würzige Sorte, es gibt aber auch mildere Sorten. 

      Generell kann man mit Asia-Salat wunderbar die winterlichen Salate aufpeppen und die Pflanzen wachsen auch wie verrückt, ohne dass man groß was machen muss. 

      Asia-Salat ist aber auch wieder ein Kreuzblütler, also passt da auf mit eurer Fruchtfolge. ;)

      Auch Radieschen kannst du im Winter anbauen!

      Das nächste Gemüse im Bunde sind die Radieschen. Die kleinen Raketen sind so schnell erntereif, dass ihr sie auch erst im September oder Oktober aussäen müsst, um sie im Winter ernten zu können.

      Frühlingsknoblauch

      Ihr könnt nicht nur Frühlingszwiebeln in eurem Wintergarten anbauen, sondern auch Frühlingsknoblauch. Den Frühlingsknoblauch könnt ihr bis in die Spitzen, genau wie bei Frühlingszwiebeln, klein schneiden und zum Kochen verwenden. Das ist eine super Sache, denn gegen April wird der Lagerknoblauch langsam ranzig und dann kann man ihn einfach mit frischen Frühlingsknoblauch ersetzen.

      Schwarzwurzeln

      Auch Schwarzwurzeln lassen sich gut im Winter anbauen. Sie sind ein super gesundes Wurzelgemüse, das bei vielen in Vergessenheit geraten ist. Es ist allerdings nicht immer ganz einfach, die langen dünnen Stangen aus der Erde zu ziehen, ohne sie dabei abzubrechen.

      Nicht ohne Grund wird das unscheinbare Gemüse auch „Spargel des armen Mannes“ genannt. Sie schmecken nämlich köstlich!

      Pastinake nach Bedarf im Winter ernten

      Was ich aber super finde, sind Pastinaken. Das Wurzelgemüse schmeckt ein bisschen wie Karotte, ist aber aromatischer und auch ein bisschen sättigender, eher wie bei einer Kartoffel. Pastinaken können auch ohne Probleme im Beet überwintern und nach Bedarf geerntet werden. 

      Bei Wurzelgemüse ist es im Winter besonders wichtig, immer mal auf den Wetterbericht zu schauen. Wenn es nämlich für längere Zeit Frost geben soll, dann lieber vorher nochmal den Freiluftsupermarkt hinter dem Haus besuchen, damit ihr die Zeit, in der euer Boden gefroren ist, gut mit dem geernteten Gemüse überbrücken könnt. 

      Erbsentriebe: ein super leckerer Winter-Snack!

      Ein Gemüse, das richtig schnell wächst und das ihr auch erst später im Jahr säen könnt, sind Erbsentriebe. Tatsächlich keimen Erbsen auch bei sehr niedrigen Temperaturen und sind deswegen super für den Winteranbau geeignet. 

      Die Erbsentriebe sind sehr süß und schmecken im Salat richtig lecker.

      Tipp: Für die Erbsentriebe könnt ihr ruhig großzügig planen und viel mehr aussäen als ihr es bei normalen Erbsen machen würdet, da ihr ja immer nur den kleinen Trieb abschneidet. 

      Hol dir deinen Aussaatkalender!

      Wenn du stets ein volles Erntekörbchen haben möchtest, musst du regelmäßig aussäen und pflanzen. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren und damit du stets das perfekte Zeitfenster abpasst, habe ich dir einen Aussaatkalender erstellt!

      Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland säen kannst. Natürlich habe ich auch notiert, wann es an der Zeit ist, dass deine Jungpflanzen in die Beete umziehen. ;)

      Trag dich also hier ein, um den Aussaatkalender herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

      Winterrettich

      Jetzt wird’s scharf! Winterrettich ist super frosthart und kann ungeschützt und ohne großen Aufwand im Garten angebaut werden. Besonders viel Rettich bauen wir nicht an, denn für mich zählt er nicht zu den leckersten Wintergemüsen. Da er aber super zum Winteranbau passt und auch bei Husten hilft, darf er auf der Liste auf jeden Fall nicht fehlen.

      Bau deine eigene winterliche Spinatlasagne an! ;)

      Spinat ist ein tolles Wintergemüse und ich kann mir einen Winter ohne Spinatlasagne schon gar nicht mehr vorstellen. Spinat kann sehr vielfältig eingesetzt werden, wir machen zum Beispiel auch Spinatkuchen oder Frittata draus und das ist immer richtig lecker. 

      Bei Spinat gibt es auch wieder Sommer- und Wintersorten. Wenn ihr jetzt noch Spinat anbauen wollt kann ich euch zum Beispiel die Sorte “Gammason“ empfehlen. Für den Winter verwende ich gerne die Sorte “Winterriesen“, die ich erst im September säe.

      Mangold: bunte Tupfer im Winterbeet!

      Mangold könnt ihr genauso anbauen wie Spinat, denn Mangold ist auch sehr frosthart. Ich baue am liebsten Mangold der Sorte “Rainbow“ an. Der kommt in den Farben orange, pink, weiß, gelb und rot daher und sieht einfach super schön aus. 

      Mangold Gemüse anbauen Winter

      Rucola ganzjährig ernten

      Rucola eignet sich auch für den Winteranbau. Vor allem der wilde Rucola ist sehr frosthart. 

      Übrigens: Rucola sät sich, wenn man ihn blühen lässt, immer wieder selber aus. Man kann also ohne Probleme in einer Ecke im Garten immer frischen Rucola haben. Den dann auf die Pizza gepackt oder zusammen mit Parmesan und Balsamico verspeist, das ist ein richtiger Gaumenschmaus. :)

      Das Topmodel im Wintergarten: Zierkohl

      Ein richtig spannendes Gemüse, das auch ordentlich was her macht im Winter-Gemüsegarten, ist der Zierkohl. Der ist extra darauf gezüchtet, hübsch auszusehen, ist aber trotzdem auch essbar. Da gibt es ganz viele verschiedene Sorten, jedoch wird er nicht als Gemüse verkauft, sondern als Blume, als kleiner Tipp, falls ihr euch nach Saatgut umschaut. 

      Zierkohl Gemüse anbauen Winter

      Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die bunten Farbtupfer im Wintergarten und ich kenne bis jetzt auch noch niemanden außer Jacky, der Zierkohl anbaut.

      Ein richtiger Geheimtipp! ;)

      Sooo, jetzt heißt es ran an die Saatguttütchen! Die Liste in diesem Artikel ist keinesfalls komplett, es gibt noch vieel mehr winterharte Gemüse wie z.B. den Pak Choi, den Chinakohl oder Winterheckenzwiebeln.

      Und damit dir im Winter auch auf keinen Fall langweilig wird, lies direkt hier weiter, um zu erfahren, was du noch in den kalten Monaten im Garten anstellen kannst:

      Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

      So erntest du den ganzen Winter über frischen Salat!

      11 Tipps für die Selbstversorgung im Winter

      Welche Gemüse möchtest du in diesem Winter anbauen? Fehlen deine Lieblings-Wintergemüse auf meiner Liste? Ich freue mich, von dir zu hören?

      tomaten düngen

      Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

      Tomaten sind eines der hungrigsten Gemüse im ganzen Gemüsegarten. Deswegen geht es heute um die Frage: Wie zum Teufel stille ich diesen Hunger und wie kann ich meine Tomaten so düngen, dass sie rundumglücklich und versorgt sind?

      Inhaltsverzeichnis
      Diese Nährstoffe brauchen Tomaten unbedingt!
      Hol dir den Tomaten-Masterplan!
      3 Arten, Tomaten zu düngen
      Überdüngung oder Mangel – wie dünge ich Tomaten richtig?

      Auf diese 3 Nährstoffe sind Tomaten besonders heiß

      Jedes Gemüse hat ja, was den Dünger angeht, einen eigenen Geschmack. Tomaten, die übrigens zu den Starkzehren gehören, stehen vor allem auf diese 3 Nährstoffe:

      • Stickstoff: der wichtigste Pflanzennährstoff für alle Starkzehrer. Stickstoff ist sozusagen der Kraftstoff, der für ordentlich Massenwachstum sorgt und eure Tomaten in die Höhe schießen lässt. Für eine dicke Tomatenernte solltest du deine Tomaten ausreichend mit Stickstoff düngen.
      • Phosphor: Phosphor ist vor allem wichtig, damit eure Pflanzen schön viele Wurzeln und Blüten bilden können, aus denen ja dann später die Früchte wachsen. 
      • Kalium: Kalium sorgt dafür, dass sich die Früchte gut bilden und ausreifen können und ist sozusagen der letzte Nährstoff im wichtigen Dreiergespann NPK. Stickstoff, Phosphor und Kalium bilden die Grundlage, die letzten beiden Elemente sollten aber auch nicht fehlen.

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      Du willst ohne Ende Tomaten ernten? Dann hol dir den Tomaten-Masterplan!

      Im Masterplan findest du – kompakt zusammengeschrieben – alle Infos, die du brauchst, um eine richtig dicke Ernte einzufahren. Von der Aussaat übers Pikieren bis zu den besten Sorten und meiner geheimen Düngermixtur. Hier ist alles drin, was du für tolle Tomaten wissen solltest. ;)

      Alles was du danach noch machen musst, ist loslegen! Trage dich hier ein, um den Tomaten-Masterplan herunterzuladen:

      Tomaten düngen: 3 unterschiedliche Arten der Düngung

      Dass Tomaten Dünger brauchen, steht außer Frage. Aber wann und wie düngt man Tomaten richtig? Grundsätzlich kannst du zwischen drei unterschiedlichen Arten der Düngung unterscheiden:

      Da gibt es zum einen die Grunddüngung. Die Grunddüngung erfolgt entweder vor der Pflanzung oder direkt bei der Pflanzung und gibt den Tomaten eine kleine Starthilfe. Ich benutze für die Grunddüngung immer meine Düngermixtur, die zu gleichen Teilen aus Hornspänen und Gesteinsmehl besteht.

      Die Grunddüngung habt ihr ja wahrscheinlich schon durchgeführt, denn die Tomaten sind ja in der Regel jetzt schon alle in der Erde. Also geht es weiter mit der regelmäßigen Düngung.

      Die regelmäßige Düngung übers Gießwasser ist eine super Methode, um den Tomaten schnell verfügbare Nährstoffe zu verabreichen. Denn auch wenn die Hornspäne aus der Grunddüngung ein super Tomatendünger sind, so setzt sich dieser nur langsam um und kann nicht sofort von den Pflanzen verwertet werden.

      Deswegen soltest du deine Tomaten ab der Pflanzung etwa alle zwei bis drei Wochen über das Gießwasser düngen.

      Dafür kannst du beispielsweise einen flüssigen Bio-Tomatendünger verwenden. Ein anderer toller Dünger, den man sogar selber machen kann, ist Brennnesseljauche.

      Ich würde aber nicht jedes Mal mit Brennnesseljauche düngen, benutzt zwischendurch auch ruhig mal wieder den Bio-Tomatendünger oder Vinasse.

      Vinasse ist auch ein toller Tomatendünger, der aus Zuckerrüben hergestellt wird, und einen ordentlichen Stickstoffschub gibt. Das grenzt schon an die Wirkung von mineralischem Dünger, also echt ein super Zeug, aber passt auf, das klebt ordentlich. ;)

      Die letzte Art der Düngung ist die Notfalldüngung. Die braucht ihr, falls eure Tomaten irgendwelche Flecken oder verfärbte Blätter aufweisen oder ihr generell das Gefühl habt, dass irgendwas stimmt mit ihnen nicht stimmt. 

      tomaten düngen

      Hier siehst du eine Tomate mit Blütenendfäule. Das ist keine Krankheit, sondern das Symptom von Calziummangel. Mit einer in Wasser aufgelösten Calziumtablette kannst du das Problem lösen und die Pflanze glücklich machen.

      Überdüngung oder Mangel – wie dünge ich Tomaten richtig?

      Eine genaue Mengenangabe für euren Tomatendünger kann ich euch nicht an die Hand geben, denn jeder Dünger ist anders dosiert. Deswegen immer auf die Packung schauen, da sollte genau erklärt sein, wie viel von eurem Dünger verwendet werden soll. 

      Trotzdem gibt es ein paar generelle Anzeichen, an denen du erkennen kannst, ob deine Tomaten über- oder unterversorgt sind.

      Sind die Blätter deiner Tomaten tief dunkelgrün oder fast schon schwarz, dann hast du es wahrscheinlich etwas zu gut gemeint und deine Pflanzen sind bereits überdüngt. ;)

      Ein typisches Mangelsymptom bei Tomaten (meistens mangelt es an Stickstoff) sind gelbe Blätter. Ihr erkennt den Stickstoffmangel auch daran, dass sich erst einmal die unteren Blätter verfärben. Denen entzieht die Pflanze den Stickstoff zuerst, um ihn in die neuen, oberen Blätter reinzupumpen. 

      Generell muss euch so ein Mangel aber keine Angst machen. Das kommt schnell einmal vor und kann mit den richtigen Nährstoffen ohne Probleme wieder behoben werden. 

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      Hast du Lust auf noch mehr Tomaten – Lektüre? Dann kannst du gerne mal durch diese Artikel schmökern:

      Tomaten im Topf pflanzen: die 11 wichtigsten Schritte!

      Die 8 wirksamsten Mischkultur-Partner für Tomaten!

      Tomaten ausgeizen und pflegen – Schritt für Schritt mit Bildern

      Womit düngt ihr denn eure Tomaten am allerliebsten? Schreibt es gerne in die Kommentare, ich freue mich immer über neue Anregungen. 

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      Kräuter pflanzen

      Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

      Egal ob zum Kochen, für Salate oder als Heilkräuter – es gibt tausend gute Gründe, im eigenen Garten oder auf dem Balkon Kräuter zu pflanzen!

      Die verschiedenen Kräuter haben zum Teil aber ganz unterschiedliche Vorlieben, zum sind einige nur in der prallen Sonne glücklich, während andere es gerne schattig und feucht mögen. Wenn du Kräuter pflanzen möchtest, musst du also auf den perfekten Standort achten, damit deine grünen Freunde richtig loslegen und du hoffentlich bald jede Menge Kräuter ernten kannst.

      Deswegen zeige ich dir heute, wie du für jedes Kraut, das du in deinem Garten pflanzen willst, den perfekten Standort festlegst und deine Kräuterbeete oder die Kräuterschnecke perfekt vorbereitest. Let’s go! :)

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      Kräuter einteilen – die drei Kategorien

      Ich habe es eben schon erwähnt: Kraut ist nicht gleich Kraut! Jede Pflanze hat ihre ganz eigenen Ansprüche und deine Aufgabe als GärtnerIn ist es, deine Pflanzen glücklich zu machen.

      Die folgenden drei Persönlichkeitszüge sollte man bei Kräutern unterscheiden:

      1. Sonnenanbeterin oder Schatten-Chiller?

      Komplett schattig sollte es in keinem Fall sein, es gibt aber einige Kräuter, die du ohne Probleme in den Halbschatten pflanzen kannst. Andere dagegen brauchen die volle Sonnendröhnung, um gut zu gedeihen.

      Übrigens: Gibt es in deinem Gemüsegarten viel Schatten? Dann findest du hier einen Artikel mit 43 Kräutern, Obst- und Gemüsepflanzen, die auch im Schatten wachsen.

      2. Wer steckt denn da gleich die Wurzeln in den Sand?

      Manche Kräuter mögen einen sandigen, trockenen Boden – andere wiederum stehen total auf Kompost, den wir in unserem Garten ja super gerne verwenden. Wir legen unsere Beete am liebsten mit Kompost an und diese Kompostbeete eignen sich auch wunderbar für Kräuter.

      Manche Kräuter sind aber sehr dankbar, wenn du vor dem Pflanzen etwas Sand in das Kräuterbeet oder die Kräuterschnecke einarbeitest.

      3. Auch Kräuter haben feuchte Träume! ;)

      Was die Feuchtigkeit angeht, spalten sich die Kräuter ebenfalls in zwei gegensätzliche Lager. Manche Kräuter müssen so gut wie nie gegossen werden, während andere von einem eher feuchten Boden träumen.

      Anhand dieser drei Unterscheidungsmerkmale kann man die Kräuter in drei große Gruppen unterteilen:

      1. Die ganz Heißen
        Das sind die Kräuter, die gerne in der prallen Sonne wachsen, die sandigen Boden bevorzugen und eigentlich nie gegossen werden wollen, da sie es am liebsten ganz trocken mögen. In diese Gruppe fallen vor allem die mediterranen Kräuter wie Rosmarin oder Thymian. 
        Wenn du diese Kräuter pflanzen willst, such ein möglichst sonniges Plätzchen aus und arbeite ein bisschen Sand in das Beet ein. Gießen musst du Kräuter in der Zone 1, nachdem sie angewachsen sind, überhaupt nicht.
      2. Heiß und hungrig
        In diese Kategorie gehören alle Kräuter, die ebenfalls gerne in der Sonne stehen, aber sehr gut auf Kompostbeeten zurechtkommen und keinen Sand ins Beet eingearbeitet bekommen, zum Beispiel der Oregano.
        Diese Kräuter pflanzt du am besten in ein sonniges Kompostbeet.
      3. Die Coolen
        Und last but not least die Coooolen. Also alle Kräuter, die es gerne feucht und halbschattig mögen, wie der Schnittlauch.
        Auch die coolen Kräuter wachsen wunderbar in Kompostbeeten oder in der Kräuterschnecke, ohne dass du vor dem Pflanzen Sand einarbeiten musst. Die Kräuter in der 3. Zone freuen sich über einen gelegentlichen Schwupp Gießwasser.
      Die Einteilung in die 3 Zonen zum Kräuter-Pflanzen

      In diese drei Gruppen habe ich alle Kräuter eingeteilt, sodass du eine übersichtliche Liste hast, um auf einen Blick sehen zu können, welche Kräuter du wo in deinem Garten pflanzen kannst und wie du die Kräuterbeete am besten vorbereitest.

      Den richtigen Pflanzabstand findest du auch in der Liste, sodass wirklich nichts mehr schiefgehen kann. :)

      Hier kannst du dir die Liste herunterladen und ausdrucken:

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        Kräuter pflanzen – gehen auch alle in ein Beet?

        Je nach Lage deines Beetes oder deiner Kräuterspirale ist es auf jeden Fall möglich, alle Kräuter in ein- und dasselbe Beet zu pflanzen.

        Ich habe beispielsweise ein Beet, dessen eine Hälfte bis nachmittags im Schatten liegt. Das lässt sich wunderbar in die drei Zonen aufteilen.

        Im sonnigsten Bereich fühlen sich die Kräuter aus Gruppe 1 am wohlsten, das wird also unsere Zone 1. In der immer noch sonnigen Beetmitte errichte ich meine Zone 2 für die heißen und hungrigen Kräuter. Und Zone 3 liegt im halbschattigen Teil des Beetes.

        Tadaaa – 3 Fliegen mit einer Klappe!

        Übrigens: Wenn du zuschauen willst, wie ich meine Kräuter einpflanze, dann kannst du dir hier die Youtube-Variante dieses Artikels anschauen:

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        Tipps zum Kräuter-Pflanzen

        Wenn du deine Kräuter pflanzt, ist es wichtig, sie zunächst ordentlich anzugießen. Auch in den nächsten Wochen regelmäßiges Gießen nicht vergessen, damit die Kräuter richtig gut anwachsen. 

        Dafür errichte ich um alle meine frisch gepflanzten Kräuter eine Art “Gießkragen“. Dafür mit Erde einfach eine Art Wall um die Pflanze aufschichten, der sicherstellt, dass das Gießwasser auch da bleibt, wo es soll, nämlich bei der Pflanze. 

        Wenn sich dein Beet nicht in verschiedene Zonen einteilen lässt, kannst du das System auch auf eine Kräuterspirale übertragen. Denn auch in einer Kräuterschnecke gibt es sonnige und eher schattige Stellen.

        Aber die drei Zonen müssen natürlich nicht zusammen hängen. Vielleicht findest du ja auch für jede der drei Gruppen einen eigenen Platz in deinem Garten.

        Wenn du rausfinden willst, wie du easy peasy eine Vielzahl deine Kräuter vermehren kannst, dann schau doch mal auf diesem Artikel vorbei: Rosmarin vermehren – Kräuter-Stecklinge selber machen

        Und eine knackige Anleitung zum Kräuterstar Basilikum findest du hier.

        Naaa, welche Kräuter dürfen es denn bei dir sein? Hast du noch mehr Tipps zum Kräuter-Pflanzen? Ich freue mich wie immer, in den Kommentaren von dir zu hören! :)

        *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

        Rosmarin vermehren Stecklinge

        Rosmarin vermehren – Kräuter-Stecklinge selber machen

        Du hast Lust auf ganz viel frischen Rosmarin aus dem eigenen Garten und willst Rosmarin durch Stecklinge vermehren? Dann bist du hier genau richtig! In diesem Artikel zeige ich dir nämlich die einfachste Methode, um Rosmarin durch Stecklinge zu vermehren – ganz ohne Topfverwurzelung und andere unnötige Schritte. Man muss sich ja nicht mehr Arbeit machen als nötig. ;)

        Ich selber mache das super gerne, wenn ich zum Beispiel bei Freunden zu Besuch bin und sehe, dass die tolle Kräuter haben. Dann frage ich mal nach, ob ich mir davon Stecklinge für meinen eigenen Garten machen darf.

        Rosmarin vermehren

        Rosmarin über Stecklinge zu vermehren, ist super einfach und geht vieeel schneller, als wenn man seine Kräuter aus Samen zieht. Rosmarin dient für diese Art von Vermehrung übrigens nur als Beispiel. Als tolles Beispiel, weil Rosmarin super lecker ist, es gibt aber auch noch viel mehr Kräuter, mit denen das auch funktioniert.

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        Diese Kräuter eigenen sich ebenfalls zur Stecklingsvermehrung: 

        • Basilikum
        • Bohnenkraut
        • Brunnenkresse
        • Currykraut
        • Estragon
        • Lavendel
        • Mönchspfeffer
        • Oregano
        • Pfefferminze
        • Rosmarin
        • Salbei
        • Thymian

        Übrigens: Falls du lieber Videos schaust als Texte zu lesen, hier ist meine Youtube-Anleitung zum Thema Rosmarin vermehren.

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        Schritt 1: Her mit dem Zweig!

        Um den Rosmarin durch Stecklinge zu vermehren, brichst du einfach einen mindestens fünfzehn Zentimeter langen Zweig von der alten Pflanze ab. Der Zweig darf auch länger sein. Wir haben Rosmarin auch schon sehr erfolgreich mit langen Zweigen vermehrt, die unten schon sehr verholzt waren.

        Schritt 2: Einmal untenrum nackig machen!

        Die Blätter des unteren Drittels deines Zweigs entfernst du am besten sorgsältig, damit sie während Schritt 3 nicht faulen.

        Schritt 3: Wachst, Wurzeln, wachst!

        Als nächstes wandert der Rosmarinsteckling in ein Glas mit Wasser. Wichtig: Falls jetzt Blätter an deinem Zeig im Wasser hängen, entfern die am besten auch noch. Wir wollen ja nicht riskieren, dass dein Rosmarin vergammelt. ;)

        Ich verwurzele meine Kräuter-Stecklinge gerne in der Küche, da habe ich die Zweige gut im Blick. Man muss nämlich regelmäßig nachschauen, ob das Glas noch mit ausreichend Wasser aufgefüllt. Trocknet der Zweig aus, sterben die neuen Wurzeln ab und das war es dann mit den Stecklingen. 

        Rosmarin vermehren

        Rosmarin – Stecklinge ins Beet pflanzen

        Es dauert nicht lange, bis sich am Stamm deines Rosmarin-Zweigs kleine weiße Wurzeln bilden. Sobald die 3-5 cm lang sind, darf der Zweig umziehen – und zwar direkt ins Beet. Du musst deine Kräuterstecklinge nicht zuerst im Topf ziehen, den Schritt kannst du dir sparen.

        Zum Pflanzen hebe ich einfach ein Loch aus, das so tief wie der Wurzelballen ist. Nachdem du deinen Rosmarin gepflanzt hast, schön andrücken und gut angießen. Sehr lange Zweige freuen sich über ein Stützholz, damit sie nicht umkippen.

        Den Boden um die Pflanze herum gut feucht halten, bis dein Rosmarin richtig angewachsen ist.

        Tipp: Ich lege nach dem Pflanzen immer einen Gießrand an, der verhindert, dass das Wasser beim Gießen* davon läuft. Das mache ich mit allen Jungpflanzen so, die ich neu einpflanze, so geht das Gießen schneller und das Wasser bliebt da, wo es hinsoll. ;)

        Hol dir den 3-Zonen-Kräuter Plan

        Willst du Schluss machen mit Supermarktkräutern, denen schon nach wenigen Wochen die Puste ausgeht und stattdessen dein eigenes Kräuterbeet anlegen?

        Dann hole dir gerne meinen Plan für das 3-Zonen-Kräuter-Beet. Wenn du dein Kräuterbeet in Zonen einteilst, kannst du es easy peasy allen gerecht machen, sodass die Sonnenanbeter wie auch die Schattenliebhaber voll auf ihre Kosten kommen und jedes Kraut den perfekten Platz im Beet findet.

        Trag dich gerne hier ein:

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          Der passende Standort für Rosmarin

          Aber wo in deinem Garten fühlen sich die Rosmarin-Stecklinge denn am wohlsten? Rosmarin ist ein mediterranes Kraut und mag es deshalb sehr sonnig. Am besten platziert man ihn also in einem vollsonnigen Beet. 

          Andere Kräuter wachsen aber lieber im Schatten oder im Halbschatten. Da solltest du also vorher einmal nachschauen, was die Kräuter, die du pflanzen möchtest, für Ansprüche haben. 

          Rosmarin steht also voll auf Sonne und mag einen trockenen Boden, während es Schnittlauch zum Beispiel schon wieder ein bisschen feuchter mag und auch im Halbschatten wächst. Kräuter haben zum Teil ganz unterschiedliche Vorlieben und denen entsprechend positioniere ich sie im Garten. 

          Außerdem bepflanze ich am allerliebsten meine Beetränder mit Kräutern. Viele Kräuter haben ja einen starken Geruch, der Schädlinge fernhalten kann. Dadurch hat man gleich noch einen schönen Mischkultureffekt.

          Man kann aber natürlich auch ein ganz eigenes Kräuterbeet oder eine Kräuterschnecke anlegen. Das ist auch eine super Idee. :)

          Hast du Lust auf noch mehr Kräuter – Stoff? ;) In dem Artikel Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet! zeige ich dir, wie du es easy peasy schaffst, für jedes Kraut das perfekte Plätzchen zu finden.

          Und hier findest du eine knackige Anleitung für das Königskraut Basilikum.

          Habt ihr noch mehr Tipps zum Thema Rosmarin vermehren? Habt ihr einen extra Platz nur für eure Kräuter oder pflanzt ihr sie auch wild verstreut im Garten? Ich freue mich, von euch zu hören!

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