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Anbauplan Gemüse PDF

Fertiges Gemüse-Anbauplan-PDF (auch für Hochbeete)

Mischkultur, Pflanzenfamilien, Aussaattage, Vor-, Haupt- und Nachkultur – na, schwirrt dir schon der Kopf? ;)

Einen ausgeklügelten Pflanzplan für deine Gemüse- oder Hochbeete zu erstellen, kann zu einer ganz schönen Knobelaufgabe werden. Es gibt schließlich einiges zu beachten, wenn deine Erntekörbe das ganze Jahr über abwechslungsreich gefüllt sein sollen!  

Und damit du dir darüber nicht mehr selber den Kopf zerbrechen musst, habe ich das bereits für dich erledigt und einen Anbauplan entworfen, mit dem du perfekt ausgestattet direkt in dein Gemüseanbau-Abenteuer starten kannst!

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Hole dir dein fertiges Gemüse-Anbauplan-PDF

Hier kannst du dir den Anbauplan gerne als PDF herunterladen:

Du kannst meinen Pflanzplan übrigens auch super als Basis benutzen und noch deine eigenen Ideen und Vorstellungen miteinbringen, damit der Plan am Ende perfekt an die Bedürfnisse von deinem Gemüsegarten angepasst ist. :)

Psst: Auch wenn du auf der Suche nach einem Hochbeet-Pflanzplan bist, kannst du ohne Probleme mit meinem Anbauplan arbeiten. ;)

Warum ein Gemüse-Anbauplan so wichtig ist

Alles was mit Planung zu tun hat, kann schnell ein bisschen spießig klingen, oder? Für einen guten Anbauplan, der dir genau sagt, wann du welches Gemüse anbauen sollst, gibt es aber viele gute Gründe!

Maximal viel Gemüse

Zum Beispiel kann ein Pflanzplan dir dabei helfen, das Beste aus deiner Beetfläche rauszuholen! Meine Liste an Gemüsen, die ich anbauen will, ist jedes Jahr super, super lang. Um die Kandidaten alle in meinen Beeten unterzukriegen, brauche ich einen guten Plan. ;)

Auf diese Weise bleibt keine Ecke in meinen Beeten ungenutzt und sobald ich einen Satz abgeerntet habe, kommen die nächsten Samen oder Pflanzen in die Erde.

Mit eine guten Anbauplan muss ich auch nicht mehr ständig darüber nachdenken, was ich wann und vor allem wo pflanze, sondern kann einfach direkt rausgehen und zur Tat schreiten – das ist in einem guten gefüllten Alltag richtig praktisch!

Krankheiten und Schädlinge adieuuu!

Die richtigen Beetnachbarn und eine strategische Anbauabfolge halten deinem Gemüse Krankheiten und Schädlinge vom Hals und sorgen dafür, dass du die Nährstoffe in deinem Boden optimal ausnutzt. Damit das gut funktioniert, musst du Pflanzenfamilien, verschiedene Vorlieben und Anbaupausen optimal miteinander kombinieren.

Und Gemüsepflanzen können tatsächlich ganz schön anspruchsvoll sein. Nicht nur der Beetnachbar hat Auswirkung auf ihr Gemüt, sondern auch wer im Jahr davor in dem Beet gewachsen ist, kann die Gesundheit deiner Gemüsepflanzen beeinflussen.

Wer das alles im Kopf ausfuchst, muss übernatürliche Fähigkeiten haben. ;) Ich überlege mir deshalb lieber im Vorfeld einen Anbauplan, der alle wichtigen Faktoren zusammenbringt. So bleiben meine Pflanzen und mein Garten ohne Chemie, sondern nur mit ein bisschen Hirnschmalz, gesund und möglichst frei von fiesen Krankheiten und Schädlingen.

Anbauplan Gemüse PDF

Die perfekte Gemüsemenge

Ein Anbauplan ist außerdem super, damit du den Überblick nicht verlierst. Auf diese Weise kannst du genau nachvollziehen, wie viel du von welchem Gemüse aussäen und pflanzen musst, damit du am Ende die richtige Menge für dich und deine Familie ernten kannst! 

So lernst du schnell, plötzliche Ernteschwämmen zu verhindern und musst dich mit deiner Familie im Winter nicht um die letzten eingemachten Zimtpflaumen streiten. ;)

Das Wetter hat da natürlich auch immer noch ein Wörtchen mitzureden, aber so hast du zumindest von deiner Seite aus so gut wie möglich vorgeplant.

Du möchtest doch lieber deinen eigenen Gemüse-Anbauplan ausknobeln? Dann hilft dir dieser Artikel bestimmt gut weiter:

Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

Hast du schon Erfahrungen mit Anbauplänen? Dann verrate uns deine Tipps und Tricks für den perfekten Pflanzplan gerne in den Kommentaren!

grüne Kartoffeln in gelbe verwandeln

Grüne Kartoffeln nicht wegschmeißen: Mach das stattdessen!

Hast du in deinen Beeten grüne Kartoffeln gesichtest? Dann kommt dieser Trick gerade richtig für dich! Mit ihm kannst du grüne Kartoffeln ganz einfach in gelbe verwandeln! Abrakadabra Simsalabim! Ich verrate dir meinen Zauberspruch und zeige dir wie es geht! :) 

Inhaltsverzeichnis
Wie entstehen grüne Kartoffeln?
Darf ich grüne Kartoffeln essen?
Checkliste: Grüne Kartoffeln – Was gibt‘s zu beachten?
Der Zaubertrick: Aus grün wird gelb!
Pflanzkartoffeln sicher bis zum Frühjahr lagern

Wie entstehen grüne Kartoffeln?

Bestimmt ist es dir auch schon mal passiert, dass du deine Kartoffeln nicht rechtzeitig genug angehäufelt hast. Und was passiert dann? Genau, aus den gelben werden grüne Kartoffeln. Und das ist super ärgerlich, denn die solltest du nicht mehr essen. Denn überall dort, wo die Kartoffeln grün sind, sind sie giftig!

Statt sie jetzt aber frustriert einfach wegzuwerfen, kannst du sie clever recyceln: Grüne Kartoffeln eignen sich noch prima als Pflanzkartoffeln – mit dem Vorkeimen haben sie ja quasi schon begonnen. ;) Ich mache das schon seit Jahren so. Seitdem ärgere ich mich nicht mehr (so doll), wenn ich welche in meinem Beet entdecke. Denk also an sie, wenn du deine Jungpflanzenanzucht beginnst.

Apropos Pflanzkartoffeln: Bist du gerade dabei, deine Beetbelegung zu planen? Dann hol dir hier gerne meinen Pflanzplan zur Inspiration:

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    Aber kommen wir zurück: Warum eigentlich werden Kartoffeln grün?

    Unter der Erde sollten Kartoffeln möglichst unbehelligt wachsen – im wahrsten Sinne des Wortes. Also nicht im Hellen, sondern im Dunklen! ;) Deshalb häufeln wir Kartoffeln auch an – so stellen wir sicher, dass auch bloß kein Lichtstrahl zu ihnen durchdringt.

    Wenn die Kartoffeln nun aber schon recht groß geworden sind und du das Anhäufeln mal verschwitzt hast, schauen die Knollen bald aus dem Boden heraus – als grüne Kartoffeln. Dort sind die Kellerkinder dann dem strahlenden Sonnenlicht ausgesetzt und wissen gar nicht, wie ihnen geschieht.

    Fraßfeinde können sie so jetzt ganz leicht entdecken und sich an ihnen laben. Um sich vor der hungrigen Meute zu schützen, versuchen die Knollen, sich zu schützen. Dafür bilden sie den für uns giftigen Stoff Solanin aus: Der macht aus ihnen erst grüne Kartoffeln. Solanin schmeckt ziemlich bitter und schützt sie davor, vertilgt zu werden.

    grüne Kartoffeln in einem Korb

    Darf ich grüne Kartoffeln essen?

    NEIN, denn Solanin ist eine für den Menschen schwach giftige chemische Verbindung. Der Stoff verursacht Kopfschmerzen und Magen-Darm Beschwerden wie Durchfall oder Übelkeit – das brauchen wir nun nicht unbedingt, oder? Also: Ganz grüne Kartoffeln unbedingt vor dem Kochen aussortieren!

    Wenn deine Kartoffel allerdings nur eine ganz kleine grüne Stelle hat (ungefähr münzgroß) kannst du diese großzügig wegschneiden und die restliche Kartoffel noch verkochen. Das Entfernen ist wichtig, denn Solanin lässt sich von den heißen Temperaturen im Kochtopf nicht beeindrucken.

    Ein Teil des Solanins löst sich jedoch im Kochwasser. Nur leicht grüne Kartoffeln kannst du nach dem großzügigem Wegschneiden der Verfärbungen also noch kochen. Du solltest das Kochwasser danach aber am besten komplett wegschütten.

    Das meiste Solanin enthält die Kartoffel übrigens in den Keimen, in der Schale und in den Augen der Knolle. Keimende Kartoffeln solltest du also auch nicht essen. Aber die recyceln wir einfach und starten mit ihnen die nächste Kartoffelgeneration! ;)

    Grüne Kartoffeln verwandeln
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    Du solltest also folgendes beachten, wenn du grüne Kartoffeln entdeckst:

    • Komplett grüne Kartoffeln nicht essen
    • Kleine grüne Stellen und Augen (Keimstellen) großzügig wegschneiden
    • Schale nicht mitessen
    • Kochwasser wegschütten
    • Grüne Kartoffeln nicht für kleine Kinder zubereiten
    • Stark keimende Kartoffeln nicht essen
    • Kartoffelgerichte mit bitterem Geschmack nicht essen

    Grüne Kartoffeln sind übrigens nicht die einzigen Pfanzen, die Solanin enthalten. Es ist auch in anderen Nachtschattengewächsen, wie grünen Tomaten oder grünen Auberginen, enthalten und wird mit zunehmender Reife abgebaut. Deswegen solltest du von Tomaten- und Auberginenpflanzen auch nur reife Früchte essen!

    Der Zaubertrick: Aus grün wird gelb!

    Mein ultimativer Zaubertrick verwandelt grüne Kartoffeln in gelbe – garantiert ohne komplizierten Zauberspruch!

    Grüne Kartoffeln bewahrst du dafür einfach lichtdicht bis zum richtigen Zeitpunkt zum Kartoffeln vorkeimen auf und verwendest sie im folgenden Jahr als Pflanzkartoffeln! Aus ihnen wachsen nämlich wunderbare gelbe Kartoffeln – die du dann selbstverständlich rechtzeitig und regelmäßig anhäufelst – klare Sache, oder? ;)

    Deine gut angehäufelten Kartoffelbeete darfst du anschließend richtig dick mulchen. Neben dem Effekt, dass deine Kartoffelknollen nicht so schnell ergrünen, hat das Mulchen viele weitere Vorteile. Hier erfährst du mehr zur Wundermethode Mulch im Gemüsebeet.

    Die Pflanzkartoffeln bringst du im April oder Mai in die Erde. So hast du grüne Kartoffeln schwuppdiwupp in leckere gelbe Kartoffeln verwandelt! Eine Schritt-für-Schritt Anleitung wie du deine grünen Pflanzkartoffeln pflanzt, gibt’s hier!

    Eine andere Möglichkeit wäre, grüne Kartoffeln noch vor dem Winter einzupflanzen, denn auch das geht! Wenn du wissen möchtest, wie das genau funktioniert, bitte einmal hier entlang: Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

    Vorkeimende Kartoffeln

    Pflanzkartoffeln sicher bis zum Frühjahr lagern

    Wenn du deine Beete erst in Ruhe planen willst, lagerst du deine grünen Kartoffeln einfach bis zum Frühjahr ein. Dazu suchst du dir einen möglichst kühlen, frostfreien Ort im Haus. Das kann ein Kellerraum sein, ein unbeheiztes Treppenhaus, ein unbenutztes Gästeklo – je nachdem, wo du ein bisschen Platz entbehren kannst. 

    Dort lagerst du deine Pflanzkartoffeln in Papiertüten, von denen du mehrere übereinander legst. Auf diese Weise sperrst du das Licht zuverlässig aus und verhinderst, dass die Kartoffeln zu früh mit dem Keimen beginnen. Im Artikel 7 ultimative Tipps zum Kartoffeln lagern erzähle ich dir, wie du deine Kartoffeln gut über den Winter bringst.

    Pflanzkartoffeln dürfen übrigens ruhig etwas schrumpelig werden. Sie keimen auch dann immer noch zuverlässig, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. ;)

    Jetzt kannst du in aller Ruhe dein Beet planen, während deine grünen Kartoffeln im kühlen Keller auf ihre Verwandlung warten. Wenn du noch ein bisschen Unterstützung für die Planung brauchst, dann vergiss deinen Gemüsegarten-Beispielplan nicht. :)

    Fassen wir das Wichtigste nochmal zusammen. Grüne Kartoffeln entstehen, wenn die Knollen zu viel Licht abbekommen. Sie sind dann leider giftig und nicht mehr essbar. Kleine grüne Stellen kannst du großzügig wegschneiden. Aber du solltest diese Kartoffeln nicht für Kleinkinder zubereiten.

    Zum Glück kannst du grüne Kartoffeln als Pflanzkartoffeln verwenden. Dazu lagerst du sie einfach an einem dunklen und kühlen Ort und holst sie im Frühjahr wieder zum Vorschein. Jetzt darfst du sie dem Licht aussetzen und ergrünen lassen!

    Du kannst übrigens noch viel mehr von deinen Küchenabfällen wiederverwenden. In diesen drei Artikeln teile ich geniale Tricks und Garten-Hacks mit dir:

    Regrowing: Welche Gemüse-Nachwachsen-Hacks wirklich funktionieren

    Kaffeesatz im Garten verwenden: Kaffeesatz macht müde Pflanzen munter!

    7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

    Hast du grüne Kartoffeln schon mal als Pflanzkartoffeln verwendet? Schreib gern in den Kommentaren, wie gut der Zaubertrick bei dir funktioniert hat!

    Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

    Gräbst du noch um oder liegst du schon in der Hängematte? Beet umgraben war gestern! Wenn du aufhörst, deine Beete umzugraben, hast du nämlich viel mehr Zeit, um deinen Garten vom Liegestuhl aus zu genießen! ;)

    Ohne Umgraben zu gärtnern, klappt auf allen Bodenarten. Wir haben schon auf ganz unterschiedlichen Böden gegärtnert: Von sandig-leicht bis lehmig-schwer. Und obwohl ich meine Beete nicht umgrabe, habe ich immer tolle Ernteerfolge erzielt.

    Heute zeige ich dir also, wie du deinen Rücken schonst, für einen fruchtbaren Boden sorgst und trotzdem (oder gerade deswegen) eine super dicke Ernte einfährst!

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    Mehr als einfach Dreck: Dein Gartenboden

    Wir laufen auf dem Boden jeden Tag ganz selbstverständlich herum und schenken ihm dabei meist nicht besonders viel Aufmerksamkeit. Dabei hätte er das absolut verdient! Der Boden ist nämlich ein komplexes und ganz wunderbares Gebilde mit vielfältigen Funktionen.

    Der Boden ist die Grundlage unseres Lebens: Wir bauen unsere Häuser auf ihm, seltene Erden für unsere Computer und Smartphones stammen aus dem Boden, er filtert unser Trinkwasser – und natürlich wachsen die meisten unserer Nahrungsmittel im und auf dem Boden.

    Ein fruchtbarer Boden ist nicht nur ein bisschen Dreck. Er ist ein Lebensraum und wird von zahlreichen Bodentieren und kleinen Mikroorganismen bevölkert. Und natürlich von Pflanzenwurzeln, die auf der Suche nach Wasser und Nährstoffen den Boden erkunden.

    Beete-ohne-umgraben-anlegen

    Die natürlich gewachsene Schichtung des Bodens und die Fähigkeit von Bodentierchen, zahlreiche Bodenpartikel miteinander zu verkitten, sorgen für Stabilität und schaffen einen beständigen Lebensraum. Ein fruchtbarer, humusreicher Boden speichert viel mehr Wasser und ist besser vor Wind und Regentropfen geschützt, sodass weniger Boden weggeweht oder -gespült wird, was in Zeiten mit Trockenperioden und Starkregenereignissen super wichtig ist!

    Wenn du deine Beete aber regelmäßig umgräbst, geraten der Boden und seine Bewohner ziemlich durcheinander. Die unteren Schichten gelangen nach oben und die oberen Schichten nach unten. Auf diese Weise wird das natürliche Bodengefüge immer wieder zerstört. Der Boden verliert seine ursprüngliche Stabilität und die Bodentierchen geraten in Not, weil sie sich plötzlich in der verkehrten Bodenschicht wiederfinden.

    Deshalb ist es richtig super, wenn du deine Beete nicht umgräbst , sodass du seine natürlichen Funktionen aufrechterhältst.

    Pssst: Videos magst du lieber als Texte? Dann ist hier das YouTube-Video, das ich für diesen Artikel gedreht habe:

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    Mehr Informationen

    Ein Hoch auf die Bodentierchen!

    Bodenlebewesen wie Springschwänze, Pilze und Würmer sind fleißige Gartenhelferlein! Sie schließen Kreisläufe, indem sie organisches Material zersetzen, in den Boden einarbeiten und dafür sorgen, dass Nährstoffe im Boden mineralisiert werden, sodass sie den Pflanzen wieder zur Verfügung stehen. Und Nährstoffe brauchen deine Gemüse unbedingt, damit aus kleinen zarten Pflänzchen große, dicke Kohlköpfe oder fette Kürbisse werden können.

    Kleiner Exkurs: Die sogenannten Knöllchenbakterien (Rhizobien) können in Symbiose mit Hülsenfrüchten (z.B. Erbsen oder Klee) sogar den Stickstoff aus der Luft fixieren und ihn in pflanzenverfügbare Stickstoffverbindungen umwandeln. Das ist eine tolle Möglichkeit, um Beete ohne den Einsatz von tierischen Materialien zu düngen.

    Aber die Bodentierchen können noch viel mehr:

    Der Regenwurm ist zum Beispiel auch ein super nützlicher Gartenhelfer. Der große Tauwurm (Lumbricusterrestris) gräbt bis zu drei Meter tiefe, vertikale Gänge in den Boden, über die das Wasser in tiefere Bodenschichten gelangt. Das sind praktische Regenwasser-Schnellstraßen, die deine Beete bei kräftigen Regengüssen vor Überflutungen schützen.

    In trockenen Zeiten wird der Boden durch die Gänge belüftet und super gerne von Pflanzenwurzeln durchwachsen, was deinen Gemüsepflanzen besonders in lehmig-schweren Böden einige Vorteile verschafft.

    Wusstest du, dass die Regenwürmer in einem Jahr mehr als zehn Kilo Boden pro Quadratmeter umgraben können? Dabei vermischt er in seinem Darm Bodenpartikel mit Pflanzenmaterialien und hinterlässt eine sehr fruchtbare Erde. Unser kleiner Helfer gräbt den Boden auf ganz natürliche, sanfte Art und Weise um, ohne dass du dafür einen Finger krumm machen musst! ;)

    Beete-ohne-umgraben-anlegen

    Die tiefgrabenen Regenwürmer finden ihre Nahrung normalerweise auf der Bodenoberfläche. Sie futtern am liebsten abgestorbenes, angewelktes Pflanzenmaterial und ziehen es in ihre Gänge hinein, wo sie es genüsslich verspeisen. Wenn du deine Beete umgräbst, dann gelangen die Blätter und Erntereste in die tieferen Bodenschichten und der Regenwurm findet an der Oberfläche keine Nahrung mehr.

    Versteh mich nicht falsch – ich verurteile niemanden, der sein Beet umgraben möchte. Ich will nur zeigen, dass es auch ohne geht, und wie sehr das dem Boden und damit auch uns Menschen nützt. Ich möchte dich da draußen dazu inspirieren, schonend und sorgsam mit deinem Boden umzugehen – davon profitieren wir alle. :)

    So einfach geht Gärtnern, ohne die Beete umzugraben

    Wir legen unsere Beete einfach direkt auf der Wiese an, ohne sie vorher umzugraben. Außen herum kommt eine Umrandung aus Baumstämmen und wir graben immer noch eine Rasenkante an den Beeträndern mit ein. Auf diese Weise kann das Gras nicht wieder in die Beete hineinwachsen. ;)

    Mit Hilfe von Pappe* und einer etwa zehn Zentimer dicken Kompostschicht verwandelst du deine Wiese dann ruckizucki in wunderschöne und fruchtbare Gemüsebeete.

    Beete-ohne-umgraben-anlegen

    In meinem Gemüsegarten-Bootcamp zeige ich dir ganz genau, wie wir unsere Beete anlegen. Ich würde mich riesig freuen, wenn du ein Teil dieser bunten Gemeinschaft wirst, die sich untereinander über das naturnahe Gärtnern austauscht. :)

    Wenn du nicht genügend eigenen Kompost herstellst, dann kannst du einfach Grünschnitt-Kompost zukaufen. Viele Kompostwerke kontrollieren ihren Kompost sehr genau und vergeben ein RAL-Gütesiegel. Das ausgestellte Kompostzeugnis informiert dich darüber, ob der Kompost allen Qualitäts-Anforderungen entspricht und für den Gemüsegarten geeignet ist.

    Kleiner Tipp: Schau dir das Kompostzeugnis am besten genau an, darin findest du Informationen über die Ausgangsmaterialien und den Rottegrad, wie fein der Kompost gesiebt ist und ob er viele Plastikteilchen und keimfähige Unkrautsamen enthält.

    Der Kompost für deine Beet muss unbedingt gut ausgreift sein. Ein gut ausgereifter Kompost ist schwarz, feinkrümelig und riecht angenehm nach Waldboden.

    Du hast Lust hast, mehr eigenen, richtig guten Kompost herzustellen? Dann hilft dir mein Artikel über die Kompostierung bestimmt weiter. ;)

    In deine frisch angelegten Kompostbeete kannst du direkt alles einsäen und pflanzen – auch Schwachzehrer. Der Stickstoff im Kompost ist nämlich ziemlich fest gebunden und wird erst nach und nach für die Pflanzen freigesetzt. Du musst dich also nicht vor einer Überdüngung deiner Schwachzehrer fürchten. Mittelzehrer und Starkzehrer dünge ich im Kompostbeet sogar noch extra zu.

    Mit einer ausgeklügelten Fruchtfolge kannst du die Nährstoffe in deinem Kompostbeet optimal ausnutzen. Schau dir dazu auch gerne meinen Artikel über die Anbauplanung an: Fruchtfolge erstellen: Schritt für Schritt zum perfekten Gemüsegarten-Fruchtwechsel.

    Das war doch jetzt ganz einfach, oder? Du schonst deinen Rücken, musst nur noch ganz, ganz wenig gießen und kaum jäten – vor allem, wenn du auch noch eine dicke Mulchschicht auf deine Beete packst. ;)

    Welche Werkzeuge brauche ich zum Gärtnern, ohne mein Beet umzugraben?

    Den Spaten brauchst du definitiv nicht. ;)

    Du brauchst eigentlich nur einen Rechen und die Doppelgrabegabel! Eine einfache Grabegabel tut es übrigens auch, damit dauert es nur etwas länger. 

    Beete-ohne-umgraben-anlegen

    Mit der Grabegabel lockerst du den Boden, ohne ihn zu wenden. Deine Gemüse können einen lockeren Boden prima durchwurzeln und Möhren werden nicht beinig, sondern super gerade und schön.

    Mit dem Rechen verteilst du Kompost und Mulch auf deinen Beeten.  Ich nutze ihn auch, um Saatrillen zu ziehen und sie nach der Aussaat wieder mit Erde zu schließen.

    Eine dicke Mulchschicht auf deinen Beeten schützt den Boden zusätzlich gegen Umwelteinflüsse und füttert das Bodenleben. Außerdem wird das Keimen von Unkräutern verhindert, die sich über den Wind verbreiten. 

    Wenn du auf das Umgraben deiner Beete verzichtest und sie mit einer dicken Mulchschicht verwöhnst, pflegst und erhältst du eines der kostbarsten Dinge auf dieser Welt: Die Erde, auf der wir leben und von der wir uns ernähren.

    Willst du einen wirklich natürlichen, nachhaltigen Gemüsegarten? Dann kannst du gerne noch eine Runde durch diese Artikel schmökern:

    So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

    Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

    Kompost anlegen und pflegen: 1×1 des Kompostierens

    Gräbst du deine Beete um oder verzichtest du auf das Umgraben? Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen in den Kommentaren teilst! :)

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    Permakultur

    So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

    Naa, bist du auch schon mal über den Begriff „Permakultur“ gestolpert? Oder hast du dich schon mal gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen einem Biogarten und einem Permakultur–Garten liegt?

    In den letzten Jahren ist die Permakultur ein ziemlicher Trendbegriff geworden und ich bekomme mit, dass sich viele GärtnerInnen darüber austauschen. Das finde ich super cool! Wir nutzen in unserem Garten auch einige Elemente, die von der Permakultur inspiriert sind. :)

    Damit du die Permakultur besser verstehst und erkennst, was wirklich dahintersteckt, gibt es hier heute einen kurzen Einstieg in die Permakultur. Also los geht’s! 

    Permakultur
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    Permakultur: Wie alles begann

    Am besten fangen wir von vorne an.

    Geboren wurde die Idee der Permakultur in Australien. Dort stellten Bill Mollison und David Holmgren in den 70ern fest, dass die industrielle Landwirtschaft mit Hilfe von Pestiziden und hohen Düngergaben zwar eine enorme Ertragssteigerung bewirken konnte, die Böden und das Grundwasser dadurch aber zunehmend verschmutzt wurden. Die Belastungen der Natur hatten zur Folge, dass die Artenvielfalt immer weiter zurück ging.

    Diese und weitere Probleme der industriellen Landwirtschaft inspirierten sie dazu, sich ein alternatives Konzept auszudenken. Es brauchte einen Gegenentwurf zur gängigen, landwirtschaftlichen Praxis.

    In einem Interview sagte Mollison:

    „[…]everything was turning into desert. So I wondered, can we build systems that obey ecological principles?  

    (Alles wurde zu Wüste. Ich habe mich also gefragt, ob wir ein System entwerfen können, welches ökologischen Prinzipien folgt?)

    Somit war die Idee zur Permakultur geboren.

    Ihre Konzepte entwickelten sie, indem sie intensiv die Natur beobachteten und sahen, wie diese sich organisiert, Leben entwickelt und aufrechterhält, ohne großes Einwirken von außen.

    Permakultur: kleine Paradiese hier auf der Erde

    Der Vater der Permakultur, Bill Mollison, beschrieb das System einmal mit folgenden Worten: „Permakultur ist das Schaffen von kleinen Paradiesen hier auf der Erde.“

    Das klingt ziemlich gut, oder? Diese kleinen Paradiese bestehen aber nicht aus Schokobrunnen und Hängematten. Vielmehr geht darum, ein System zu schaffen, das die Bedürfnisse von Menschen, Tier und Pflanzen respektiert und miteinander verbindet. Eingreifen möchte man so wenig wie möglich und wenn nur behutsam.

    Permakultur

    Die 3 ethischen Grundwerte der Permakultur

    Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es mehrere Gestaltungsprinzipien und drei wichtige ethische Grundwerte, auf denen die Permakultur aufbaut:

    • Earth care“: Sorge für die Erde

    Die Erde ist Grundlage allen Lebens. Damit wir uns um die Erde richtig kümmern können, ist es wichtig, dass wir uns nicht separat von der Erde betrachten, sondern als Teil von ihr.

    • “People care“: Sorge für den Menschen

    Wir sind nur so stark wie das schwächste Glied in der Gruppe, oder auch: wir sitzen alle in einem Boot. Nur wenn wir uns umeinander kümmern und nicht nur auf uns selber schauen, können wir eine gesunde Gemeinschaft bilden.

    • “Fair share“: Konsum begrenzen und Überschuss verteilen

    Ressourcen sind begrenzt. Damit die Bedürfnisse von allen befriedigt werden, ist es wichtig, Vorhandenes aufzuteilen. Jeder nimmt nur so viel, wie er braucht. So werden Ungerechtigkeiten abgebaut und die Erde und andere Lebewesen nicht ausgebeutet.

    Permakultur

    Permakultur – ein komplexes Gesamtsystem

    Bei der Permakultur geht es also um das große Ganze. Um ein Gesamtsystem, das von der Natur lernt und sich ihrer Muster und Elemente bedient, um ein stabiles System zu bilden. Jedes Element hat mehrere Aufgaben und jede Aufgabe wiederrum, wird von mehreren Elementen erfüllt.

    So entsteht ein System das widerstandsfähig ist und sich selbst regulieren kann.

    Wenn du jetzt sagst „Puuh, das sind aber alles ziemlich schwammige Begriffe!“, dann lass uns doch einfach mal ein Beispiel anschauen. Ein Vorbild aus der Natur, welches in der Permakultur immer wieder gerne verwendet wird, ist der Wald!

    Hier stehen Bäume, Tiere, Pflanzen, Bakterien und Pilze allesamt in Wechselbeziehung. Jeden Tag werden im Wald riesige Mengen an Pflanzenmaterial produziert. Kleine Tiere und Insekten freuen sich über Nahrung und ein Versteck, Kleinstorganismen wandeln das organische Material wieder in fruchtbaren Boden um. Aus dem fruchtbaren Boden sprießen Bäume und Sträucher, die zum Beispiel Sauerstoff für Wildschwein, Specht, Eichhörnchen und auch uns Menschen produziert.

    Permakultur

    Permakultur ganz konkret

    Das Wort Permakultur ist übrigens die deutsche Übersetzung des englischen Begriffs “permaculture“, der sich wiederrum von “permanent agriculture“, also dauerhafter Landwirtschaft ableitet.

    Permakultur kann zwar auf eigentlich jeden Lebensbereich angewendet werden, ursprünglich ging es aber vor allem darum, nachhaltige, dauerhafte Landwirtschaft zu betreiben. Große Maschinen, die Unmengen fossiler Brennstoffe schlucken, Kunstdünger und Monokulturen fallen da schon mal raus. Aber was heißt denn dann Permakultur konkret, wenn es um den Anbau unserer Nahrungsmittel geht?

    • Vielfalt: Vielfalt wird in der Permakultur großgeschrieben, denn Vielfalt ist natürlich. In einem Permakultur-System gibt es also viele verschiedene Pflanzen, Tiere und andere Design Elemente, die das Gesamtsystem stabil machen. So bringen auch externe Veränderungen wie Trockenheit, ein Anflug von Schädlingen oder Kälte, nicht sofort das ganze System aus dem Gleichgewicht.
    • Kreisläufe schaffen: Kreisläufe spielen eine wichtige Rolle in der Permakultur. Das können zum Beispiel Kompostsysteme für den nachhaltigen Bodenaufbau sein. Auch Pflanzen einfach aussamen zu lassen, ist eine tolle Möglichkeit, ganz ohne großes Zutun den Kreislauf von Aussaat – Wachstum – Blüte zu schließen.
    • Nutzen, was da ist: Klar, du kannst alles, was du brauchst, im nächsten Gartencenter kaufen. Aber mit ein bisschen Kreativität lassen sich oft auch tolle Lösungen mit regionalen Materialen und wenig Energieaufwand finden. Regenwasser ist zum Beispiel kostenlos und kann an der höchsten Stelle des Grundstücks gesammelt werden, um dann auf seinem Weg nach unten alle Pflanzen mit Wasser versorgen. Effizient, regional und ganz ohne Abfall. ;)
    • Abfall vermeiden: Die Natur kennt keinen Abfall und wenn die Natur unser Vorbild ist, dann sollte auch ein Permakultur-System quasi keinen Abfall verursachen. Gemüsereste landen also am besten auf dem Kompost oder bei unseren Tieren, die dann wieder guten Dünger für unsere Beete herstellen.
    • Zonen anlegen: In der Permakultur arbeitet man gerne mit Zonen, die unterschiedlich intensiv bewirtschaftet werden. Am intensivsten werden die Zonen bewirtschaftet, die direkt an deinem Haus liegen. Kurze Wege zu Kräutern, Salat und Co. sind super, super praktisch!

    Noch mehr konkrete Ideen und Projekte für deinen Garten findest du hier: Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

    Permakultur

    Biogarten und Permakultur – Garten: Wo sind die Unterschiede?

    Ein Biogarten und ein Permakultur–Garten haben erstmal ziemlich viel gemeinsam. Beide verzichten auf Kunstdünger, Herbizide und Insektizide und versuchen stattdessen Nützlinge, das Bodenleben, Insekten und die Bodenfruchtbarkeit zu fördern.

    Das sind schon mal richtig gute Ansätze, und je mehr Leute rausgehen und nach diesen Prinzipien ihr eigenes Gemüse anbauen, desto besser. :)

    Biogärten und Permakultur–Gärten zu vergleichen ist gar nicht so einfach, es gibt nämlich nicht „dieses eine Permakultur-System“. Schließlich geht es ja gerade darum, vorhandene Denkmuster aufzulösen und auf kreative Weise mal zu überlegen, wie man das, was lokal vorhanden ist, bestmöglich nutzen kann!

    So ein paar Unterschiede können dann aber doch ausgemacht werden. Zum Beispiel wird in der Permakultur nicht umgegraben, der Boden wird mit viel Kompost und natürlichen Mulch-Materialien aufgebaut und der Fokus liegt auf mehrjährigen Pflanzen.

    Wenn du deine nächsten Beete nach Permakultur-Prinzipien anlegen möchtest, dann melde dich hier gerne für meinen Gemüsebeet-anlegen-Crashkurs an! In dem Mini-Kurs zeige ich dir ganz genau, wie du Permakultur-Beete ohne Umgraben anlegen kannst:

    Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

    Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

      Der Biogarten besteht meist aus einjährigen Kulturen, außerdem wird im Biogarten oft mit Mulchfolien, Drainagerohren und anderen Materialien gearbeitet, die nicht immer nachhaltig sind. Auch Bewässerungssysteme, die im Biogarten gerne eingesetzt werden, ersetzt man in der Permakultur durch Mulchen oder macht sich das Mikroklima zunutze.

      Permakultur–Gärten sind außerdem oft wilder, hier wird querbeet gepflanzt und nicht, wie ich es so gerne mache, in Reihen. ;)

      Am Ende lässt sich festhalten: Ein richtig oder falsch gibt es hier natürlich nicht, es sind einfach zwei verschiedene Systeme, die sich aber in der Praxis wunderbar verbinden lassen.

      Unser Garten ist zum Beispiel ein Permakultur–Garten mit Elementen aus dem Biogarten, wie dem Aussäen in Reihen oder unserer heißgeliebten Anbauplanung.

      Wie viel Permakultur steckt in deinem Garten auf einer Skala von 1 bis 10? ;) Schreib mir gerne mal deine Erfahrung mit Permakultur in die Kommentare.

      Kartoffeln im Winter pflanzen

      Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

      Hast du schon mal Kartoffeln im Winter gepflanzt? Nein? Dann wird es höchste Zeit, das mal auszuprobieren!

      In meinen Kartoffelbeeten beobachte ich immer wieder, dass es einzelne Kartoffeln gibt, die sich der Ernte hartnäckig widersetzen und sich klammheimlich im Beet verstecken.

      Diese Revoluzzer-Kartoffeln treiben dann im Jahr darauf aus und bringen wieder neue, wunderbare Kartoffeln hervor. Die Kartoffeln können wir immer schon ganz früh ernten und essen – ein absolutes Fest so früh im Jahr, wenn viele andere Gemüse noch auf sich warten lassen!

      Das klappt so gut, dass ich einige Kartoffeln dieses Jahr ganz gezielt über den Winter anbaue – und natürlich möchte ich euch diese coole Methode nicht vorenthalten. :)

      Kartoffeln im Winter anbauen
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      Kartoffeln im Beet überwintern lassen

      Ich habe mal nachgeforscht und herausgefunden, dass viele irische GärterInnen ganz gezielt ihre Kartoffeln im Winter pflanzen. Hört sich erstmal seltsam an? Ist aber eine super coole Methode!

      Vermutlich ist es mal wieder der Zufall gewesen, der die Menschen auf diese Idee gebracht hat. ;)

      Denn Frühkartoffeln erntet man  – ja, richtig! – früh. Und deshalb ist es super schwierig, die Pflanzkartoffeln die lange Zeit über Sommer und Winter bis zur nächsten Pflanzung so einzulagern, dass sie dann noch immer gut keimfähig sind.

      Aus diesem Grund haben die Bauern in Irland ihre Frühkartoffeln tief im Boden vergraben. Man sagt dazu auch „eingemietet“. Sie dachten sich, was mit Möhren klappt, funktioniert auch bei den leckeren braunen Knollen.

      Die Kartoffel-Lagerung in Irland hat aber so nur bedingt funktioniert. Die im Boden gelagerten Kartoffeln hatten nämlich nichts Besseres zu tun, als wieder auszutreiben! Und damit kam die Erkenntnis, dass die „Lagerung“ von frühen und mittelfrühen Pflanzkartoffeln viel mehr einer gezielten Pflanzung entspricht!

      Heute mache ich es den Iren nach: Ich möchte ein Beet anlegen, in dem ich Kartoffeln schon jetzt im Herbst pflanze.

      Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Version, in der du mich Kartoffeln pflanzen siehst:

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      Welche Kartoffeln sich für die Pflanzung im Winter eignen

      Für die Pflanzung im Winter verwende ich möglichst Frühkartoffeln oder zumindest eine Sorte, die nicht zu den ganz späten Kartoffeln gehört.

      Auch die Größe der Kartoffeln ist wichtig:

      Deine Pflanzkartoffeln sollten schon zwischen sechs und acht Zentimeter lang sein. Aus der Knolle kommt ja die die Energie, die die Pflanze braucht, um nach oben auszutreiben. Da wir die Kartoffeln tiefer als normal setzen, muss sie bis zum Licht eine viel weitere Strecke als die “Frühlingskartoffeln” überwinden.

      Kartoffeln im Winter pflanzen

      Wenn du noch Tipps für leckere Kartoffelsorten suchst, dann schau dir meinen Artikel an, für den ich super viele Kartoffelsorten geschmacklich getestet habe. ;)

      So funktioniert die Winter-Pflanzung von Kartoffeln

      Im ersten Schritt ziehst du in deinem Beet etwa 20 cm tiefe Rillen. Diese tiefe Pflanzung garantiert, dass deine Kartoffeln im Boden gut isoliert und vor Frost geschützt sind.

      Nun legst du deine Kartoffeln mit einem Abstand von circa 30 cm in die eben gezogene Rille und bedeckst sie danach wieder gut mit Erde. 

      Oben drauf kommt eine dicke Mulchschicht aus Holzhackschnitzeln, damit die Kartoffeln über den Winter so richtig warm und gemütlich eingemummelt sind. :)

      Grundsätzlich funktioniert diese super spannende Variante wie das ganz normale Kartoffel pflanzen im Frühjahr – nur dass du deine Kartoffeln tiefer und schon im Winter pflanzt.

      Wenn du zum ersten Mal Kartoffeln pflanzen möchtest, dann schaue dir davor gerne meine komplette Anleitung über den Anbau von Kartoffeln an. 

      Es ist doch einfach genial, noch früher im Jahr dieses leckere Gemüse ernten und schlemmen zu können, oder? Ich finde, die ersten Kartoffeln im Jahr sind ein echtes Highlight!

      Kartoffeln im Winter pflanzen

      Die Pflege deiner Winterkartoffel-Beete

      Im Januar oder Februar wird es Zeit, im gesamten Gemüsegarten den Mulch beiseite zu ziehen. So können die ersten Sonnenstrahlen nämlich direkt auf den dunklen Boden fallen. Auf diese Weise erwärmt sich der Boden viel schneller und die Kartoffel-Pflanzen wachsen besser und vor allem früher los!

      Eine dicke Mulchschicht wirkt nämlich immer isolierend. Im Sommer und Herbst ist das super, weil so die Wärme und Feuchtigkeit im Boden gehalten wird. Genauso gut speichert der Mulch im Frühjahr aber auch die Kälte, weswegen ich ihn am Anfang des Jahres grundsätzlich zur Seite schiebe.

      Kartoffeln im Winter pflanzen

      Hast du Lust, deine wilden Träume in die Tat umzusetzen?

      Grundsätzlich wird es jetzt ruhiger im Garten und das ist die beste Gelegenheit, um große, wilde Gemüsegarten-Träume für das nächste Jahr zu hegen. Ich liebe diese Zeit!

      Ein ausgeklügelter Pflanzplan ist eine tolle Sache und hilft mir super arg dabei, meine Träume im Garten auch wirklich umzusetzen. Wenn du noch Unterstützung für die Planung deiner Beete brauchst, dann hilft dir mein Artikel über die Anbauplanung bestimmt sehr gut weiter.

      Und falls du noch nach Inspirationen suchst wie so ein fertiger Anbauplan aussehen kann oder dir die Anbauplanung zu viel „Geknobel“ ist, dann lade dir gerne meinen fix und fertigen Pflanzplan runter:

      Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

      Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        Hast du schon mal probiert, Kartoffeln im Herbst zu pflanzen? Mit welchen Sorten hast du gute Erfahrungen gemacht? Ich freue mich über deinen Kommentar!

        Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

        Wenn du gerade erst anfängst, deine Jungpflanzen selber vorzuziehen, dann steht dir bei dem Wort „Pikieren“ wahrscheinlich ein großes Fragezeichen in den Augen. Keine Sorge, dass ging mir mal ganz genauso! 

        Dabei bedeutet “Pikieren” nur, dass dicht stehende Sämlinge aus einer gemeinsamen Anzuchtschale, in ihre eigenen kleinen Töpfchen verpflanzt werden.

        Das Pikieren deiner Pflanzen ist super wichtig, damit sie sich zu kräftigen, gesunden Jungpflanzen entwickeln können, ohne ständig mit dicht gedrängten Nachbarn um Licht, Nährstoffe und Platz konkurrieren zu müssen.

        Pikieren ist nicht schwer, es braucht nur ein bisschen Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand. Wie du deine Pflanzen am besten pikierst, welche überhaupt pikiert werden wollen und welche du lieber in Ruhe lassen solltest, das erzähle ich dir in diesem Artikel.

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        Welche Pflanzen pikieren und welche nicht?

        Bevor ich dir gleich eine detaillierte Anleitung zum Pikieren gebe, schauen wir uns am besten erst einmal an, welche Gemüsepflanzen überhaupt pikiert werden.

        Als erstes fallen die Gemüse weg, die du besser direkt in dein Gemüsebeet säst. Ich versuche so viele Gemüse wie möglich direkt auszusäen, weil das viel weniger Arbeit macht und die Pflanzen schon früher ein tiefes Wurzelwerk ausbilden können, was in trockenen Zeiten ein großer Vorteil ist

         Diese Kandidaten säe ich direkt ins Beet: 

        Kleiner Tipp: Bei Spinat oder Feldsalat mache ich manchmal eine Ausnahme und ziehe sie im Gewächshaus vor, wenn im Spätsommer noch alle Beete im Freiland belegt sind.

        Dann gibt es Gemüse, die du am besten direkt in einzelne Töpfchen aussäst, weil sie eine empfindliche Wurzel haben und überhaupt nicht gerne umgepflanzt werden. Dazu gehören:

        Hol dir deinen Aussaatkalender

        Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den Aussaatkalender 2022 herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkt für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

        Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur Aussattermine für die Voranzucht, er sagt dir auch, wann du welche Samen ins Freie aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

        Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

        Trag dich ein für den Aussaatkalender:

        Nun kommen wir aber endlich zu den Gemüsepflanzen, die richtig gerne umgepflanzt werden und dadurch sogar noch im Wachstum zulegen. Dazu zählen zum Beispiel:

        • Tomaten,
        • Aubergine,
        • Paprika,
        • Chili,
        • Physalis,
        • die meisten Kohlsorten,
        • Kopfsalat

        Pflanzen Pikieren – der richtige Zeitpunkt

        Da wachsen sie nun, Tomate, Aubergine, Blumenkohl und Kohlrabi. Alle haben es sich in ihren Anzuchtschälchen auf der Fensterbank bequem gemacht und wachsen in schnellem Tempo dem Licht entgegen.

        Doch langsam wird es etwas eng in der Kinderstube. Die Keimblätter sind bereits schön ausgebildet, was für dich das Startsignal ist, dass es bald mit dem Pikieren losgehen kann.

        Generell gilt, je früher du pikierst desto besser. So verhinderst du, dass deine Sämlinge dünn und lang werden und sich in das Gegenteil von kräftigen Jungpflanzen entwickeln.

        Zu früh solltest du aber auch nicht mit dem Pikierstab um die Ecke kommen, schließlich ist das Umpflanzen ein großer Eingriff in das Leben der Pflanze.
         
         Bestenfalls hat die junge Pflanze ihre Keimblätter sowie die ersten Laubblätter ausgebildet. Das kann je nach Kultur unterschiedlich lange dauern, also hab am besten immer ein wachsames Auge auf deine Sämlinge.

        Du bist Gemüsegarten-Anfänger und hast Lust richtig viel dazuzulernen? Dann komm doch in mein Gemüsegarten-Bootcamp, dort findest du jede Menge Tipps, um ohne viel Aufwand eine richtig dicke Gemüseernte einzufahren. Obendrauf gibt es noch eine tolle Gemeinschaft von Gärtnern, die sich alle ganz toll miteinander austauschen.

        Zum Bootcamp bitte einmal hier entlang. :)

        Pflanzen pikierenSchritt für Schritt am Beispiel der Tomate

        Um dir jeden Schritt beim Pikieren genau zeigen zu können, habe ich mir als Beispiel die Tomate ausgesucht. Tomaten werden bei uns nämlich immer pikiert, weil sie dann viiiel kräftiger wachsen. :)

        Tomaten-Pflanzen pikieren – Schritt 1: Die Vorbereitungen

        Bevor es mit dem Pikieren deiner Pflanzen richtig losgehen kann, solltest du dir zunächst alle wichtigen Utensilien zusammensuchen. Dazu gehören:

        • Pflanztöpfe
        • Reifer, fein gesiebter Kompost oder (torffreie) Gemüseerde
        • Pikierstab (Bleistift, Stöckchen oder Zahnstocher funktionieren auch)
        • Flaschenbrause, Ballbrause* oder Zerstäuber
        • Wasser

        Die Töpfe, in die deine Pflanzen umziehen sollen, befüllst du am besten schon mit Erde, damit der Umzug gleich easy peasy von statten geht.

        Wenn du nun alles vor dir liegen hast, kann das Pikieren deiner Pflanzen losgehen. Das heißt, ab jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. ;)

        Tomaten-Pflanzen pikieren – Schritt 2: Der Umzug

        Fasse deinen Sämling vorsichtig an seinen Blättern an und steche mit dem Pikierstab seitlich der Pflanze in die Erde.

        Versuche tief in die Erde zu stechen, ohne dabei die Hauptwurzel zu beschädigen. Danach drückst du den Stab mit einer leichten Hebelbewegung nach oben, um die Pflanze samt Wurzel, vorsichtig aus der Anzuchtschale ziehen zu können. 

        Wenn die Hauptwurzel sehr lang ist, kannst du sie mit dem Fingernagel oder einer Schere* um circa ein Drittel einkürzen. So wird das Wurzelwachstum noch ein bisschen stärker angeregt.

        Dein Pflänzchen darf jetzt in seine neue Wohnung umziehen. Dafür drückst du mit deinem Pikierstab (oder einem Stöckchen) ein Loch in die Mitte deiner vorbereiteten Töpfe. In dieses Loch setzt du den Sämling hinein.

        Je nach Kultur ist es ganz unterschiedlich, wie tief deine Gemüsepflanzen eingepflanzt werden. Tomaten, Paprika und Auberginen zum Beispiel kannst du ruhig bis zu den Keimblättern in die Erde pflanzen. Fenchel, Salat oder Kohlrabi mögen es hingegen nicht so gerne, wenn ihnen die Erde bis zum Hals steht. ;)

        Tomaten-Pflanzen pikieren – Schritt 2: Die Eingewöhnung

        Hat jedes Pflänzchen sein eigenes kleines Erdreich bekommen, kannst du jetzt noch vorsichtig die Erde um den Sämling andrücken und die Pflanze angießen*. Dafür benutzt du am besten keine Gießkanne, denn der Wasserschwall würde deine zarten Pflänzchen sofort umhauen. Stattdessen kannst du eine Flaschenbrause oder einen Zerstäuber verwenden.

        Tipp: Manchmal ist es gar nicht so leicht alle jungen Pflanzen auseinanderzuhalten, deswegen würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, kleine Markierungen oder Pflanzschilder an deinen Töpfchen anzubringen.

        Der Stärkere gewinnt…

        Auch wenn es hart ist, wahrscheinlich hast du viel mehr Gemüse ausgesät als du eigentlich Platz hast. Deswegen gilt es beim Pikieren, nur die stärksten Sämlinge rauszusuchen und umzupflanzen, schließlich möchtest du ja besonders gesunde und vitale Jungpflanzen heranziehen.

        Wenn es dir wir mir geht und dein Herz für Pflanzen riesig ist, dann kannst du schauen, ob deine noch passablen Jungpflanzen bei Nachbarn oder Freunden unterkommen können.

        Tomaten-Pflanzen pikieren Schritt 3: Die Pflege

        Die Erde von frisch pikierten Pflanzen darf nicht komplett austrocknen, das kann nämlich schnell den Todesstoß für deine jungen Pflänzchen bedeuten. Auch in die pralle Sonne solltest du deine frisch pikierten Pflanzen nicht stellen. Ideal ist ein heller Standort, der vor Wind, Regen und der prallen Sonne geschützt ist.

        In den ersten Tagen besprühe ich meine frisch pikierten Pflanzen gerne vorsichtig mit einem Zerstäuber, weil eine hohe Luftfeuchtigkeit ideal ist, bis die Wurzeln im neuen Topf angewachsen sind und die Pflanzen wieder auf festen Füßen stehen.

        Es ist übrigens ganz normal, dass die Pflanzen ein paar Tage benötigen, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Sobald sie ihre Wurzeln schön ausgestreckt haben, werden sie weiterwachsen und viele neue Blätter ausbilden. :)

        Falls du Lust hast, noch mehr über die Anzucht von Gemüsepflanzen zu lesen, dann sind diese Artikel bestimmt auch was für dich:

        Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

        Die 7 häufigsten Fehler beim Gemüse-Anziehen – und wie du sie vermeidest!

        Jungpflanzenanzucht: Drei Gemüsearten, die du nicht im Haus vorziehen solltest

        Hast du noch weitere Tipps, wie man Pflanzen besonders erfolgreich pikieren kann? Dann schreib sie gerne in die Kommentare. :)

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        Selbstversorger

        Wir müssen ausziehen. Selbstversorger ohne Hof?

        Unverhofft kommt oft – aber diese Frau Unverhofft ist wirklich eine Überraschung der besonderen Art! Wir haben nämlich erfahren, dass wir so bald wie möglich ausziehen müssen.

        Unser Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet, weil er für seine vier Kinder mehr Platz braucht.

        Das verstehe ich vollkommen und ich bin ihm auch gar nicht böse. Aber ein Umzug mit sechs Ziegen, acht Hühnern und den ganzen Gartensachen (samt Gewächshaus!) – das ist schon eine richtig, richtig große Nummer.

        Und das, wo wir uns hier gerade mit viel Arbeit so einen tollen Garten aufgebaut haben. Ganz zu schweigen davon, dass wir auch gar nicht wissen, wohin wir gehen sollen.

        Wir sind nämlich eigentlich schon seit Jahren auf der Suche nach einem Haus oder besser nach einem Hof mit viiiel Platz – und das bisher absolut erfolglos. ;)

        Vielleicht haben wir diesen Tritt in den Hintern aber auch gebraucht, um endlich mit Vollgas nach einem Haus oder Hof zu suchen. Wir haben es hier nämlich so unglaublich schön, dass wir zwar an den Wochenenden die Immobilienportale durchforstet und uns auch mal Häuser und Grundstücke angesehen haben. Aber nie so richtig intensiv.

        Jetzt sind wir dazu gezwungen und müssen in dieser unglaublich kurzen Zeit etwas finden, um unsere großen, wilden Selbstversorger-Träume anzugehen.

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        I have a dream

        Und Träume gibt es viele: Ich hätte so gerne einen Garten, den wir lagfristig bewirtschaften können, mit Platz für so viele Beete, Ziegen, Hühner und Obstbäume, wie das Herz begehrt. Dafür bräuchten wir mindestens 4000qm, besser wären 2 bis 3 Hektar.

        Und es wäre so schön, an einem Ort anzukommen, an dem wir langfristig unser Zuhause haben. Wo wir unsere Beete anlegen und Bäume pflanzen können. Wo es feste Zäune für unsere Ziegen gibt, sodass sie sich nicht mehr im Elektrozaun strangulieren können.

        Ein Ort, wo ich mich mit dem Boden verbinde, meine Wurzeln und Wurzelwerk einen guten und sicheren Grund vorfinden, um dort fest zu ankern und gut gedeihen und wachsen zu können.

        Wo wir unser Gewächshaus noch ein einziges Mal aufbauen und es dann an Ort und Stelle bleiben darf.

        Und Kühe! Ich träume schon seit Jahren von Kühen! Eine Draußenküche bauen und einen Lehmofen und einen Erdkeller! Haach das wäre sooo schön!

        Neben all den Träumen und Wünschen gibt es aber auch ganz alltägliche Erfordernisse. Zum Beispiel muss der Hof gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden sein. Er darf nicht völlig isoliert irgendwo außerhalb liegen, weil meine Jungs jeden Tag in die Stadt pendeln.

        Am Ende wird alles gut – und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende

        Ich hoffe so sehr, dass aus dieser Situation Wunderbares entsteht. Auch wenn sie sich im Moment einfach nur schrecklich anfühlt.

        Ich hoffe, dass wir im Nachhinein sagen werden: „Weißt du noch, erst war es die absolute Katastrophe – aber nur so haben wir das hier gefunden, wo wir glücklich und zufrieden sind!“

        Die Sache ist nämlich die (und jetzt wird es wirklich super persönlich!):

        Mein Freund ist nicht so der Selbstversorgertyp, wie ich es bin. Er hilft mir zwar wo er kann und dafür bin ich auch unendlich froh und dankbar.

        Aber die Selbstversorgung ist meine Leidenschaft und nicht seine. Er hat Lust auf Stadtleben und ich möchte auf dem Land mit ganz vielen Tieren und Gemüsebeeten leben!

        In diesem Spannungsfeld ist es natürlich besonders schwierig, einen Ort zu finden, an dem wir beide glücklich und zufrieden sind. Wir brauchen quasi einen quadratischen Kreis: Viel Platz und eine super Anbindung an die Stadt.

        Jede große Reise beginnt mit einem ersten Schritt

        Ein neues Kapitel beginnt – das ist aufregend und manchmal auch beunruhigend.

        Ich nehme euch in jedem Fall mit auf diese Reise und zeige euch, wo wir landen und wie wir die ganzen wilden Selbstversorgerträume umzusetzen versuchen. 

        Das wird nicht nur für uns, sondern auch für euch sicher super spannend! :)

        Welche wilden Selbstversorgerträume schlummern in dir? Was hält dich davon ab, sie zu verwirklichen? Ich freue mich über deinen Kommentar!
        Gemüse anbauen_Planung

        Gemüsebeet planen: Schritt für Schritt mit Beispielplan

        Gut geplant ist halb geerntet! ;) Auch wenn du es kaum abwarten kannst, rauszugehen und die Hände in die Erde zu stecken:

        Nimm dir vorher kurz die Zeit, deine Gemüse-Abenteuer zu planen. Dadurch steigerst du nämlich nicht nur deine Erträge. Du sorgst auch dafür, dass du über das ganze Jahr hinweg leckeres Gemüse aus deinem Garten ernten und essen kannst.

        Yams! :)

        Jetzt stehst du vielleicht da und denkst: „Wie plane ich meine Gemüsebeete denn so richtig effizient?! Marie, ich glaube, das überforderst mich jetzt!“

        Da kann ich dir gleich mal eins sagen: Das kriegst du locker hin! Es ist nämlich gar nicht so schwer, ausgeklügelte Gemüsebeete zu planen, wenn du auf ein paar Dinge achtest.

        Außerdem bekommst du weiter unten im Artikel auch einen fertig ausgeklügelten Beetplan, den du entweder 1:1 ganz ohne Kopfzerbrechen übernehmen oder an deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst.

        So oder so wird am Ende also der fertige Pflanzplan stehen. Also, legen wir gleich los!

        Gemüsebeet planen

        Gemüsebeet planen Schritt 1: Wer die Wahl hat, hat die Qual – Gemüse auswählen

        Damit beginnt die Planung deiner Gemüsebeete – und der erste Schritt ist super einfach:

        Du pflanzt an, was du gerne isst. Als Anfänger wählst du dabei am besten Gemüsearten, die unkompliziert und robust sind.

        Mangold oder Zucchini machen kaum Probleme und eine dicke Ernte ist dir so gut wie sicher. Wenn du auf der Suche nach weiteren Gemüsen für Anfänger bist, dann bitte einmal hier entlang.

        Stell dir deine “Muss ich anbauen”-Liste zusammen und weiter geht’s.

        Gemüsebeet planen Schritt 2: Mengenlehre – Wieviel von welchem Gemüse baue ich an?

        Zuerst malst du dir den Grundriss deiner Beete maßstabsgetreu auf ein Blatt Papier.

        Dann nimmst du dir die Liste mit den Pflanzen, die du dieses Jahr anbauen möchtest, und schreibst dazu, wie viel Fläche du für die Gemüsearten jeweils einplanst. Dafür überlegst du dir einfach, was du und deine Familie am liebsten esst. Von den Lieblingsgemüsen natürlich viel mehr einplanen als vom Rest – versteht sich, oder?

        Gemüsebeet planen

        Gemüsebeet planen Schritt 3: Vom Nimmersatt zum Genügsamen: Die Fruchtfolge

        Es gibt super viele Gemüsearten, und alle stellen verschiedene Ansprüche an Boden und Düngung. Zum einen hätten wir da die Starkzehrer wie Kürbis oder Tomaten, die richtig großen Hunger haben und viele Nährstoffe brauchen, um prächtig zu gedeihen. Dann gibt es noch die Mittelzehrer wie Karotten oder Rote Bete und Schwachzehrer wie Erbsen oder Bohnen. Diese Gemüse sind nicht so große Vielfraße und haben einen viel geringeren Nährstoffbedarf.

        Wenn du in einem Gemüsebeet Starkzehrer einplanst, dann ist es wichtig, den Boden gut vorzubereiten. Am besten arbeitest du eine Portion Kompost in die Beete mit ein und düngst die Pflanzen mit einem Langzeitdünger.

        Im zweiten Jahr folgen auf die Starkzehrer im selben Beet die Mittelzehrer. Sie brauchen weniger Nährstoffe und profitieren von den Düngergaben aus dem ersten Jahr.

        Im dritten Jahr folgen dann die Schwachzehrer, die keinen zusätzlichen Dünger brauchen.

        Deswegen teilst du jetzt den Platz auf deinen Gemüsebeeten in drei Bereiche auf: Du planst einen Bereich für die Stark-, einen für die Mittel- und einen für die Schwachzehrer.

        Die drei Gemüsegruppen rücken dann jedes Jahr einfach einen Bereich weiter, sodass die Nährstoffe im Boden von den Pflanzen richtig gut ausgenutzt werden können.

        Auf diese Weise verhinderst du auch, dass sich Pflanzenkrankheiten in deinem Garten ausbreiten. Wenn du jedes Jahr Kohl in ein- und demselben Beet anbaust, dann wird der Boden nur einseitig beansprucht. Krankheiten und Schädlinge, die es auf die Kohlpflanzen abgesehen haben, befinden sich im Schlaraffenland und können ordentlich schlemmen.

        Aus diesen Gründen gruppierst du jetzt die Pflanzen, die du anbauen möchtest in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Hier findest du eine Liste, die dir zeigt, zu welcher Gruppe die einzelnen Gemüsearten jeweils gehören.

        Nun legst du noch fest, welche Gruppe wo in deinen Gemüsebeeten wachsen soll.

        Gemüsebeet planen

        Gemüsebeet planen Schritt 4: Die Mischung machts!

        Der nächste Schritt in der Gemüsebeet Planung ist das Verkuppeln von passenden Beetpartnern. Einige Pflanzengemeinschaften tun sich nämlich richtig gut, während andere sich hingegen gegenseitig im Wachstum hemmen.

        Als clevere GärtnerInnen machen wir uns diese synergetischen Kräfte zum Vorteil und überlegen uns schon bei der Planung, welche Gemüse gerne nebeneinander wachsen. 

        Das Ganze nennt sich Mischkultur und ist eine tolle Möglichkeit, um Schädlinge und Krankheiten auf natürliche Weise fernzuhalten. Das bekannteste Beispiel sind Karotten und Zwiebeln: Die Karotte sendet Duftstoffe aus, die die Zwiebelfliege abwehren und der Duft der Zwiebel hält die Karottenfliege auf Abstand. Genial, oder?

        Darum stellst du jetzt in jeder deiner drei Gruppen gute Beetnachbarn zusammen und trägst sie in deinen Beet-Grundriss ein. Hier findest du übrigens eine Liste mit meinen liebsten Mischkulturpartnern im Gemüsebeet. :)

        Gemüsebeet planen Schritt 5: Tetris im Gemüsebeet

        Viele Gemüse stehen nicht die ganze Saison über auf dem Beet. Auberginen sind ein typisches Sommergemüse und werden erst Mitte Mai nach den Eisheiligen gepflanzt. Den Platz im Beet kannst du optimal ausnutzen, wenn du vorher noch ein schnellwachsendes Raketen-Gemüse wie Salat oder Radieschen anbaust. ;)

        Super viele Hauptkulturen lassen nämlich noch Platz für eine Vor- oder Nachkultur. Hauptkulturen sind Gemüse, die für einen langen Zeitraum im Beet stehen: zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten, Kürbisse oder Mais.

        Wenn du die Gemüse klug kombinierst und vor oder nach der Hauptkultur schnellwachsende Gemüsearten anbaust, kannst du in einem Beet easy peasy dreimal ernten!

        Hier findest du eine Liste mit Gemüsen, die besonders schnell wachsen. Das sind die perfekten Lückenfüller für dein Beet-Tetris.

        Schreibe in deinen Beete-Grundriss, wie lange die einzelnen Gemüsearten von der Aussaat oder Pflanzung bis zur Ernte brauchen. Dann siehst du, wo noch Platz für andere Kulturen ist. Das ist ein bisschen kniffelig – aber dieser Schritt lohnt sich! ;)

        Gemüsebeet planen

        Gemüsebeet planen Schritt 6: Das schmeckt nach mehr: gestaffelte Aussaat

        Um kontinuierlich frisches Gemüse zu ernten, musst du regelmäßig säen. Alle Gemüsearten, die schnell wachsen (wie Salat oder Möhren), säst du alle vier Wochen neu aus. So hast du nicht einmal eine große Schwemme und den Rest des Jahres nichts mehr zu ernten.

        Ich bin großer Fan von dem Aussaatkalender von Maria Thun, der mir richtig gut als Orientierungshilfe in der Gemüsebeet Planung dient.

        Durch den Kalender habe ich feste Termine, an denen gesät und gepflanzt wird und das hilft mir dabei, regelmäßige Aussaaten einzuhalten. Wenn du mehr wissen willst: Den passenden Artikel über den Maria Thun Kalender findest du hier.

        Kleiner Tipp: Auf den Saatguttütchen steht, wann du dein Gemüse aussäen kannst und wie lange es bis zur Ernte auf dem Beet steht. Wenn du diese Angaben als Richtwert nimmst, kannst du dir einen Aussaatplan für das ganze Jahr erstellen und deine Ernte staffeln.

        Tadaa – Geschafft! Deine Gemüsebeete tiptop zu planen war doch gar nicht so schwer, oder?

        Gemüsebeete-Beispielplan

        Falls du jetzt sagst: „Ok, Marie, das ist ja alles schön und gut. Ich habe aber einfach nicht die Zeit, so einen Plan auszuknobeln!“ – kein Problem!

        Dann kannst du dir einfach meinen schon fertig ausgeklügelten Beetplan herunterladen und für deinen Garten verwenden. Dort habe ich schon die gesamte Planung erledigt – und zwar so, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest. Ohne Kopfzerbrechen über Fruchtfolge, Mischkultur, Vor- und Nachkulturen.

        Na, was steht auf deiner “Muss ich anbauen”-Liste? Hast du noch mehr Tipps zum Thema “Gemüsebeet planen”? Ich freue mich über deinen Kommentar!

        Ich habe dir den Maria Thun Kalender in diesem Artikel bei meinem Partner buch7 verlinkt. Buch7 spendet einen Teil des Kaufpreises an soziale, kulturelle und ökologische Projekte. Das ist endlich mal eine gute Alternative zu Online-Giganten wie Amazon. :)

        Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

        Garten natürlich unkrautfrei Mulch

        10 Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten

        Ganz ehrlich: Manchmal bleibt zum Gärtnern einfach nicht viel Zeit.

        Wenn du nach einem langen Arbeitstag nach hause kommst und es draußen schon dunkel ist. Dann kommt Besuch und am Wochenende, wenn endlich Zeit für den Garten wäre, bist du hochauf mit den Vorbereitungen für den Kindergeburtstag deiner Kleinen beschäftigt, sodass du wieder nicht dazu kommst, all die Dinge zu erledigen, die im Garten gerade anstehen…

        In solchen Momenten ist es toll, wenn dein Garten möglichst pflegeleicht ist. Wäre es nicht super, wenn du dir deinen Garten so einrichtest, dass zwischen Aussaat und Ernte kaum Arbeit anfällt, sodass du Zeit im Garten verbringen kannst, wenn du Lust hast, aber nicht musst, wenn die Zeit mal knapp ist? Genau darum soll es heute gehen. :-)

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        #1 Führe ein Gartentagebuch

        Ich möchte dir ans Herz legen, ein Gartentagebuch zu führen, in das du alles reinschreibst, was in deinem Garten so passiert. Wann du zum Beispiel was wohin gepflanzt hast, welche Sorte du ausgesucht hast, wie diese dir gefallen hat etc. Ich schreibe auch noch andere Erfahrungen rein, zum Beispiel, ob es Probleme mit Schädlingen oder Krankheiten gab. 

        Mein Gartentagebuch ist mittlerweile ganz schön zerfleddert, was ein gutes Zeichen ist, denn ein oft genutztes Gartentagebuch führt zu einer viel steileren Lernkurve! Auch wenn man meistens denkt: „Ach, das kann ich mir doch alles locker merken und nächstes Jahr weiß ich, dass mir das nicht nochmal passiert.“, vergisst man im Lauf der Zeit doch mehr als man denkt, vor allem die kleinen, aber wichtigen Details.

        Wenn du im Gartentagebuch alles schwarz auf weiß festhältst, wirst du viel schneller eine weise Gärtnerin oder ein weiser Gärtner mit einem ganz großen Erfahrungsschatz, der dir dann auch wirklich was bringt.

        Gemüsegarten Tagebuch

        #2 Gärtnern ohne Umgraben

        Mein zweiter Tipp ist das Gärtnern ohne Umgraben. Nicht umzugraben spart uns wirklich immens viel Arbeit! Umgraben ist nicht nur sehr anstrengend und ein großer Arbeitsaufwand, sondern wir haben auch viel weniger Probleme mit Unkraut, seitdem wir den Boden in Ruhe lassen. 

        In meinem Videokurs, dem Gemüsegarten-Bootcamp, zeige ich dir übrigens ganz genau, wie Beete ohne Umgraben angelegt werden. Da kannst du dich gerne für anmelden. Wenn du bereits im Bootcamp mit dabei bist, schreibe mir doch gerne mal in die Kommentare, wie es dir gefällt. :) 

        Wir brauchen im Monat nur circa drei Minuten, um alle Unkräuter in den Beeten zu jäten. Wenn ihr Interesse an dem Thema unkrautfreier Gemüsegarten habt, dann schaut gerne auch in diesem Artikel vorbei. 

        #3 Lass deinen Garten nicht aus den Augen ;)

        Beim Gärtnern ist es sehr sinnvoll, wenn man seine Beete gut im Blick hat oder zumindest regelmäßig an ihnen vorbeikommt. So kannst du genau sehen, was gerade reif ist oder was gemacht werden muss.

        Liegen die Beete in einer entlegenen Gartenecke, verliert man viel schneller den Überblick. Die Beete, an denen ich auf dem Weg zur Arbeit ständig vorbei komme, sind vieeeel produktiver als die auf unserem Acker, den wir immer mit dem Auto besuche müssen.

        Gerade beim Ernten kann das fatal sein, wenn man das Erntefenster verpasst und statt einem schönen Brokkoli-Kopf einen Brokkoli-Blumenstrauß bekommt, bei dem die Blüten schon aufgegangen sind.

        Deswegen ist es ein großer Vorteil, Flächen zu nutzen, die nah am Haus sind oder da gelegen sind, wo man auch regelmäßig vorbeikommt.

        Kleiner Tipp: Überlege dir, welche Gemüse du nah am Haus anbauen möchtest und welche pflegeleichten Gemüse auch etwas weiter entfernt gut gedeihen!

        #4 Gebündelte Aussaattage

        Ich habe bestimmt schon mal erzählt, dass ich gerne nach den Aussaattagen von Maria Thun gärtnere. Das ist ein Aussaatkalender, in dem alle Gemüse in folgende vier Kategorien eingeteilt werden:

        • Blütengemüse z.B. Artischocke oder Brokkoli
        • Wurzelgemüse z.B. Möhre
        • Blattgemüse z.B. Weißkohl
        • Fruchtgemüse z.B. Gurken oder Tomaten

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wirklich einen Unterschied macht, an welchen Tagen man das Gemüse sät. Der Aussaat-Kalender hilft mir aber nicht nur dabei, schöne Gemüse zu ziehen, sondern der hilft mir auch dabei, meine Aussaaten zu bündeln.

        In drei Wochen säe ich beispielsweise alle meine Blattgemüse, sowohl draußen als auch in der Anzucht und so habe ich die Aufgabe einmal konzentriert erledigt. Dann muss ich nicht mehr ständig daran denken:

        „Ach, heute wollte ich doch noch Rote Bete säen und dann morgen noch die Möhren und dann noch Kartoffeln pflanzen.

        Stattdessen plane ich gerne ein bisschen im Voraus. Für die Aussaaten oder Pflanzungen von Möhren, Rote Beete und Kartoffeln suche ich mir einen Wurzeltag aus und erledige die Arbeiten dann gebündelt.

        Das ist wirklich ein riesen Zeitspartipp, gerade wenn dein Garten nicht direkt am Haus liegt und du da immer erst hinkommen musst – ein echter Lebensretter bei uns! ;)

        Hol dir deinen Aussaatkalender!

        Wenn du nicht selber alle Aussattermine permanent im Hinterkopf behalten willst, kannst du dir auch einfach den Aussaatkalender herunterladen! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen.

        Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur Aussattermine für die Voranzucht, er sagt dir auch, wann du welche Samen ins Freie aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

        Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

        Trag dich ein für den Aussaatkalender:

        Übrigens: Wenn du mehr Lust auf Video gucken hast kommst du hier zur YouTube – Variante dieses Artikels:

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        #5 Fruchtwechsel und passende Beetpartner

        Der nächste Tipp hat auch was mit Planung zu tun und zwar geht es um die Planung von Fruchtfolgen und Mischkultur in deinem Garten. Diese zwei Methoden helfen dir dabei, auf ganz natürliche und einfache Art und Weise, viele Schädlinge und Krankheiten aus deinen Gemüsebeeten fernzuhalten.  

        Eine Fruchtfolge ist der Fruchtwechsel auf deinem Gemüsebeet von Jahr zu Jahr.

        Nehmen wir mal an, du baust im ersten Jahr Kohl auf deinen Beeten an, der auf dem Speiseplan von ziemlich vielen Schädlinge steht. Einige dieser Schädlinge oder Krankheiten können sich auch nach der Kohlernte noch im Boden befinden und die warten quasi nur darauf, dass du im nächsten Jahr wieder Kohlpflanzen auf dieses Beet pflanzt.

        Baust du nun aber über die nächsten Jahre Gemüse aus einer anderen Pflanzenfamilie an und erst im sechsten Jahr wieder Kohl, dann sind deine Beete bis dahin clean, weil du die Schädlinge ausgehungert hast.  Nun kannst du auf dem Beet wieder Kohl anbauen, ohne dass der sofort wieder von Krankheiten oder Schädlingen befallen wird. 

        Und eine Mischkultur bedeutet, dass du Pflanzen zusammenpflanzt, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. Mein liebstes Beispiel ist die Mischkultur von Möhre und Zwiebel. Die tun sich gut, weil sie sich gegenseitig die Schädlinge vom Leib halten.

        Die Möhre wirkt gegen die Zwiebelfliege und die Zwiebel gegen die Möhrenfliege und alles was du machen musst, ist die beiden nebeneinander anzubauen. Total simple, total einfach. Das einzige was es erfordert, ist ein bisschen Planung im Voraus. 

        Gemüsegarten

        Wenn du dafür Inspiration brauchst, kommt du hier zu meinem fertigen Anbauplan, der schon nach Mischkultur- und Fruchtfolgeprinzipien ausgeklügelt ist.

        Möchtest du lieber selber kreativ werden? Dann geht es hier zum Artikel, der dir dabei hilft, deinen eigenen Anbauplan zu erstellen.

        #6 Dein Aussaat-Staffellauf

        Wenn wir gerade schon über die Anbauplanung sprechen, dann kann ich dir die staffelte Aussaat auch wärmstens ans Herz legen. Das bedeutet, dass du dein Gemüse nicht nur einmal im Frühling aussäst, sondern über das Jahr verteilt immer wieder.

        Das ist wirklich ein super Tipp, um das ganze Jahr über aus deinem Garten ernten zu können. Es ist nämlich super frustrierend, wenn du in deinem Garten einmal alles vollpflanzt und dann zu einem Zeitpunkt eine riesengroße Ernte hast, mit der du schon gar nicht mehr weißt wohin damit. Deine Nachbarn wollen irgendwann auch nichts mehr von dir wissen, weil du sie immer mit deinen Zucchini belästigst.

        Ein paar Wochen später ist die Ernteschwemme dann vorbei und du musst wieder in den Laden gehen, um Gemüse zu kaufen, weil im Garten alles abgeerntet ist.

        Deswegen ist es viel schlauer, die Aussaaten mit Hilfe der Anbauplanung zu tackten und beispielsweise alle vier Wochen neuen Salat auszusäen. So kannst du regelmäßig ernten und hast viel mehr von deinem Gemüsegarten. :)

        #7 In Reih und Glied

        Jetzt haben wir aber genug von der Planung geredet, sprechen wir nochmal über eine Technik, die man direkt im Garten anwenden kann – das Aussäen in geraden Reihen.

        Das klingt jetzt vielleicht etwas spießig, aber du kannst dadurch viel einfacher mulchen und wenn sich Unkraut breit macht, kannst du es viel schneller entfernen, indem du beispielsweise einfach einmal mit der Hacke durch die Reihe gehst.

        Das ist wirklich ein kleiner Zeitretter im Garten. Also immer schön gerade Reihen säen, auch wenn es vielleicht lustiger und spaßiger ist, wenn man mal hier oder da irgendwas anbaut.

        Kompostbeete sind ja darauf ausgelegt, dass du möglichst unkrautfrei gärtnern kannst, aber wenn doch mal Unkräuter aufgehen, dann hast du die zwischen den Reihen schwuppdiwupp weggejätet.

        Gemüsegarten Unkraut

        Kleiner Tipp: Wenn sich Unkräuter in deinem Beet zeigen, versuche sie so schnell wie möglich zu jäten. Zum einen sind die kleinen Pflanzen viel einfacher zu jäten als große Pflanzen, bei denen man oft auch die Wurzel mit ausgraben muss.

        Zum Anderen können sich die Unkräuter in deinem Garten sonst ruckzuck aussäen. Dann hast du nicht nur ein Unkraut dastehen, sondern gleich mal 100, denn viele Unkräuter bilden Unmengen an Samen. 

        #8 Mulchen

        Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, dann hast du es dir bestimmt schon gedacht: Ein weiterer ganz wichtiger Tipp, um einen pflegeleichten Gemüsegarten zu haben, ist das Mulchen. Meiner Meinung nach braucht es eine dicke Mulchschicht, wenn man einen pflegeleichten Gemüsegarten haben möchte. 

        Denn der Mulch unterdrückt Unkraut, hält den Boden feucht und verrottet nach und nach zu Humus. Du fütterst du mit dem Mulch das Bodenleben und dein Boden wird nach und nach immer fruchtbarer. Regenwürmer und andere Bodentierchen fühlen sich mit einer Mulchschicht super wohl in deinem Garten und helfen dir fleißig bei der Gartenarbeit. ;)

        Je größer die Pflanzen, desto dicker kannst du den Mulch auf deine Beete packen. Wir haben teilweise bis zu 30 cm Mulch auf unseren Beeten und das hat für uns eine enorme Zeitersparnis zur Folge. 

        Auch zum Thema Mulch gibt es einige Infos und Anleitungen im Gemüsegarten-Bootcamp, also meldet euch da gerne für an, wenn ihr mehr dazu wissen wollt. :)

        #9 Wilde Ecken im Garten

        Ich finde in einem Biogarten ist es super wichtig, den Garten nicht nur als reinen Nutzgarten zu betrachten, sondern auch als Lebensraum für ganz viele Tiere. Häufig sind das sogar Nützlinge, die euch weiterhelfen, indem sie zum Beispiel Schädlinge von euren Pflanzen abhalten. 

        Das funktioniert ganz toll in einem Garten, in dem es auch mal eine wilde Ecke gibt. Wie wäre es mit einer Trockenmauern oder einem Laubhaufen, der liegen bleiben darf? Auch ein Teich oder eine Ecke mit Totholz eignet sich super gut, um Tieren in deinem Garten einen Rückzugsraum zu ermöglichen.

        Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

        Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

          Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

          #10 Nicht nur für dich gärtnern, sondern für‘s gesamte Ökosystem

          Nützlinge können dir beim Gärtnern ungemein weiterhelfen! Wenn du zum Beispiel viele Blattläuse in deinem Garten hast, gibt es eine ganze Reihe von Nützlingen, die sich den Blattläusen annehmen und sich in deinem Garten engagieren. Dafür musst du ihnen nur einen Raum geben, sodass sich die Nützlinge in deinem Garten niederlassen und wohlfühlen.

          Also Tipp Nummer 10, ganz wichtig, nicht nur für dich selber gärtnern, sondern auch für das Ökosystem Biogarten und für die Nützlinge, die dir in deinem Garten so ungemein weiterhelfen. :)

          Hast du noch Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten? Ich freue mich auf einen Kommentar von dir! :)

          Unkraut im Garten

          8 Schritte zum unkrautfreien Gemüsegarten – ganz natürlich!

          Du hast keine Zeit und Lust mehr, ständig auf Knien durch deinen Garten zu robben, um dem Unkraut nachzujagen? Dann passt jetzt gut auf, denn ich zeige dir heute wie du in 8 Schritten, auf ganz natürliche Art und Weise, einen quasi unkrautfreien Gemüsegarten anlegen kannst.

          Wir verbringen im Monat tatsächlich nur circa drei Minuten mit jäten, denn auf unseren fast 300 Quadratmetern Beetfläche wächst so gut wie gar kein Unkraut. 

          Ich weiß, dass das total utopisch klingt. Aber mit ein bisschen Planung und System kannst du deinen Garten auch so gut wie unkrautfrei halten. Wie das klappt, zeige ich dir in diesem Artikel!

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          Schritt #1: Kompostbeete gegen Unkraut anlegen

          Ich habe mein eigenes Gartensystem entwickelt, bei dem sich alles darum dreht, wie man auf ganz natürliche Weise möglichst wenig Arbeit beim Gärtnern hat und trotzdem dicke Ernten einfahren kann. Dieses Gartensystem gebe ich auch in meinen Kursen weiter.

          Die Basis für mein „3-Phasen-Gartensystem“ sind die Kompostbeete. Die legen wir ganz ohne Umgraben und mit viel Kompost an. So sind die Beete super schön fruchtbar und – das Beste! – in der Komposterde sind keine Unkrautsamen enthalten. 

          Unkraut im Garten

          Das macht einen riesengroßen Unterschied, denn in natürlichem Mutterboden schlummert ein quasi unerschöpfliches Potenzial an Unkrautsamen. Und wenn man den Boden dann auch noch umgräbt, werden immer wieder Unkräuter in deinen Beeten aufgehen. Das ist quasi unvermeidbar, egal wie gründlich du jätest. 

          Wenn du auch Kompostbeete in deinem Gemüsegarten anlegen möchtest, kannst du dich gerne für das Gemüsegarten-Bootcamp anmelden. Das ist ein Minikurs, bei dem ich dir im ersten Video zeige, wie du Kompostbeete Schritt für Schritt anlegst. 

          Schritt #2: Unkrautfrei kompostieren

          Damit der Plan mit dem unkrautfreien Kompost auch aufgeht, ist es ganz wichtig, dass keine Wurzelunkräuter oder samentragende Unkräuter auf deinem Kompost landen. 

          Ich weiß, dass es Leute gibt, die sagen: „Ach, ich kompostiere den einfach heiß, dann werden die Unkräuter abgetötet.“ Aber um im gesamten Kompost solche hohen Temperaturen zu erreichen, muss man schon ein ganz schöner Kompost-Profi sein.

          Deswegen packe ich alle Unkräuter, die bei uns anfallen, auf einen Kompost, der in einer abgelegenen Ecke im Garten steht. Da kommen beispielsweise auch kranke Pflanzenteile drauf, also einfach alles, was man nicht im Hauptkompost, der dann wieder für die Beete verwendet wird, haben möchte.

          Diesen Kompost verwende ich dann beispielsweise für unsere Obstbäume oder Beerensträucher, wo es nicht so schlimm ist, wenn hier und da ein bisschen Unkraut hochkommt. Und der Hauptkompost bleibt unkrautfrei. 

          Unkraut im Garten

          Sonst steckt man all die Arbeit und Energie ins Jäten, nur um dann später seine Unkräuter mit dem ausgebrachten Kompost wieder ins Beet zu pflanzen. Das wäre doppelte Arbeit und total ärgerlich.

          Wenn du Lust hast, mehr darüber zu erfahren, wie man richtig kompostiert, dann schau dir gerne diesen Artikel an.

          Schritt #3: Unkrautsperren errichten

          Bleiben wir noch mal bei dem Anlegen von den Beeten, denn da habe ich noch einen super Tipp gegen Unkräuter für dich: Unkrautsperren*!

          Nach dem Anlegen deiner Beete werden nämlich Gräser und andere Unkräuter versuchen, sich die Beete zurückzuerobern. Um das zu verhindern, kann man entweder die Kanten vom Beet immer wieder abstechen oder man baut eine Unkrautsperre ein.

          So eine Unkrautsperre wird am Rand der Beete eingegraben und sollte am Ende noch circa 5 Zentimeter über den Beeten herausgucken. Über diesen Link kommst du zu den Unkrautsperren, die ich im Garten verwende. 

          Ich benutze übrigens viel lieber Sperren aus Metall als Unkrautsperren aus Plastik. Die sind zwar ein bisschen teurer, aber sie halten auch viel länger und zerbröseln nicht, wenn du sie irgendwann wieder entfernen möchtest. Das passiert nämlich bei den Plastiksperren ganz häufig, und dann hast du den ganzen Garten voll mit kleinen Plastikstückchen. 

          Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, dann kommst du hier zur YouTube-Variante dieses Artikels:

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          Schritt #4: Beete mulchen gegen Unkraut

          Die einzigen Unkräuter, die dir in den Kompostbeeten dann noch zu schaffen machen können, sind fliegende Unkräuter wie zum Beispiel der Löwenzahn. 

          Der schwebt mit seinem Schirmchen durch die Luft und wenn er auf einem Beet landet, auf dem es schöne, nackte Erde gibt, dann beginnt er, dort zu wurzeln.

          Deswegen empfehle ich dir, deine Beete zu Mulchen. Dadurch sind die Beete bedeckt und die fliegenden Unkräuter haben erst gar keine Möglichkeit, Wurzeln zu schlagen, weil sie kein Substrat zum Wurzeln vorfinden. 

          Unkraut im Garten

          Das ist übrigens nur einer von vielen guten Gründen, deine Beete zu Mulchen. Wer meinen Blog schon länger kennt, der weiß, dass ich ein riesiger Fan vom Mulchen bin! Denn es gibt noch viele weitere Vorteile, zum Beispiel die langanhaltende Feuchtigkeit im Boden oder das aktivere Bodenleben. Um es kurz zu fassen: Geh raus und mulch deine Beete, dein Gemüsegarten wird es dir danken. :P 

          Schritt #5: Kartoffeln anbauen gegen Unkraut

          Im nächsten Schritt kommt die Kartoffel ins Spiel. Die Kartoffelpflanze kann nämlich super Unkräuter unterdrücken, weshalb es sich richtig lohnt, diese im ersten Jahr auf den Beeten anzubauen. Vor allem dann, wenn du nicht darauf geachtet hast, dass dein Kompost unkrautfrei bleibt. 

          Ich habe beobachtet, dass Beete, die im ersten Jahr mit Kartoffeln bepflanzt wurden, im zweiten Jahr viel, viel unkrautfreier sind. Deswegen pflanze ich gerne im nächsten Jahr auf dem Beet, auf dem vorher die Kartoffeln standen, Zwiebeln und Möhren. Diese zwei Kulturen werden nämlich überhaupt nicht gerne mit Unkräutern konfrontiert. 

          Schritt #6: Unkräuter schnell jäten

          Bei Unkräutern gilt: der frühe Vogel fängt den Wurm. Ich empfehle dir, wirklich regelmäßig einen Blick auf deine Beete zu haben, falls doch mal Unkräuter aufgehe. 

          Denn: Wenn die Unkräuter erst mal groß sind und eventuell sogar schon ausgesamt haben, passiert es schnell, dass du statt einem plötzlich 100 davon in deinem Beet hast. ;)

          Schritt #7: Halte die Wiese um deine Beete kurz!

          Wilde Ecken im Garten sind wunderschön und auch für Nützlinge super wichtig. Direkt um die Beete herum würde ich dir aber empfehlen, die Wiese kurz zu halten. So samen hochgewachsene Gräser nicht über deinen Beeten aus. Und als kleiner Bonus kommen auch die Schnecken nicht so einfach in die Beete gekrochen.

          Schritt #8: Die hartnäckigen Unkräuter- Giersch, Quecke und Co. loswerden

          Es gibt ein paar Unkräuter im Garten, die man gar nicht so leicht loswird. Dazu zählen zum Beispiel die Quecke, Giersch und auch die Ackerwinde – die sind besonders hartnäckig. 

          Wenn du einen oder mehrere von diesen Kandidaten bei dir im Garten hast, dann musst du richtig ranklotzen, denn auch die Kompostbeete können diese Unkräuter nicht vollständig unterdrücken. Da hilft dann nur ausgraben, und zwar mit der gesamten Wurzel!

          In meinem ersten Garten hatte ich ein Beet, das komplett mit Giersch voll war. Das habe ich dann ungefähr drei Tage lang bearbeitet und mit der Grabelgabel so tief gelockert, bis ich alle Pflanzen mit der Wurzel ausgegraben hatte. 

          Danach habe ich dann mit Pappe* und Kompost meine Beete angelegt, so wie ich dir das auch im Bootcamp zeige, und sobald irgendwo ein Giersch-Pflänzchen hochgekommen ist, habe ich das direkt wieder samt Wurzel ausgegraben. 

          Das ist harte Arbeit, aber wenn du dranbleibst, bekommst du das ganz sicher in den Griff. Ab dem zweiten Jahr hatten wir jedenfalls unserer Ruhe. 

          Welche Unkräuter halten sich bei dir besonders hartnäckig? Hast du noch mehr Tipps gegen Unkraut? Ich freue mich über einen Kommentar von dir!

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