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Drahtwurm bekämpfen ganz ohne Chemie – der komplette Guide!

In deinem Gemüsebeet ist an einem Tag noch alles in bester Ordnung und am nächsten hängt dein Salat plötzlich schlapp und traurig da? Und dass, obwohl dein grüner Freund keinen Wassermangel leidet?

Dann steckt da höchstwahrscheinlich der Wurm drin – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes! Der Drahtwurm hat dein Gemüse nämlich zum Fressen gern und vollbringt sein schändliches Werk verborgen unter der Erde.

Aber: Dagegen lässt sich einiges tun! Wie du den Drahtwurm mit biologischen Mitteln bekämpfen kannst, zeige ich dir in diesem Artikel. Los geht´s!

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Ist das der Drahtwurm in meinen Beeten?

Es ist gar nicht so einfach, den Missetäter Drahtwurm auf frischer Tat zu ertappen! Er lebt nämlich ausschließlich unterirdisch und arbeitet sozusagen permanent undercover. Drahtwürmer machen sich liebend gern an den Wurzeln von deinem Gemüse wie Mais oder Salat zu schaffen oder bohren sich frech in deine Kartoffeln hinein.

Und so erkennst du sie: Drahtwürmer sind zwei bis drei Zentimeter lange Gesellen und haben einen sehr harten gelblich-roten Chitinpanzer – dieser Panzer hat ihnen auch ihren Namen eingebracht! Der Drahtwurmkopf ist bräunlich und im vorderen Drittel hat er drei Beinpaare.

Nach der Verpuppung schlüpft ein schmaler, hellbrauner Käfer. Der Schnellkäfer interessiert sich zum Glück nicht die Bohne für dein Gemüse – allerdings legt er Eier für neue Drahtwurmbabys und dann geht der ganze Schlamassel von vorne los.

Der Lebenszyklus des Drahtwurms ist – wie üblich in der Natur – vor allem auf Vermehrung ausgelegt. Bis aus einem Ei ein Schnellkäfer geworden ist, dauert es zwischen drei und fünf Jahren. Das bedeutet: In deinen Beeten leben mehrere Generationen von diesem Schädling. 

Jedes Jahr legen die Käfer ihre Eier in den Boden und jedes Jahr schlüpfen daraus Drahtwürmer, die sich dann so lange über dein Gemüse hermachen, bis sie sich verpuppen. Deshalb ist es so wichtig, den Drahtwurm sofort zu bekämpfen und nicht darauf zu warten, bis er deine Beete komplett erobert.

Die Schnellkäfer-Weibchen legen ihre Eier von Mitte April bis Mitte Juni in die Erde. Ein möglichst feuchter und dichter Boden gefällt ihnen dafür besonders gut.

Die geschlüpften Drahtwürmer sind vor allem von Anfang April bis Mitte Mai, von Ende Juni bis Mitte Juli und von Mitte August bis Anfang Oktober aktiv und fressen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. 

Drahtwürmer-an-der-Kartoffel

Übrigens: Wenn du in deinen Gemüsebeeten auch mit anderen Schädlingen zu kämpfen hast, dann schau dir gern auch meine Artikel zur Weißen Fliege oder zu Blattläusen an. :)

Wie schadet der Drahtwurm deinem Gemüse?

Wenn dein Gemüse von einem Tag auf den anderen plötzlich den Kopf hängen lässt, ist das keine Gemüsedepression, sondern ein echtes Alarmzeichen dafür, dass der Drahtwurm in deinem Beet sein Unwesen treibt. Er frisst sich nämlich an allen unterirdischen Pflanzenteilen – ohne Rücksicht auf Verluste – dick und rund, verputzt in Windeseile leckere Pflanzenwurzeln oder auch gern mal die Knollen von deinem Gemüse.

Vor allem dann, wenn wenig Regen fällt und die Erde trocken ist, bohrt sich der Drahtwurm in die Pflanzenteile unter der Erde, um Schutz und Nahrung zu suchen. Ein cleveres Kerlchen! ;)

So ein armes Drahtwurm-Gemüseopfer kannst du ganz leicht aus der Erde ziehen. Es gibt nämlich keine Wurzeln mehr, die dein Gemüse im Boden festhalten würden! Ohne Wurzeln können deine grünen Lieblinge aber keine Nährstoffe und kein Wasser mehr aufnehmen und vertrocknen.

Wenn du genau hinschaust, kannst du jetzt an den verbliebenen unterirdischen Pflanzenteilen die Bohrlöcher und Fraßgänge des Missetäters sehen oder vielleicht sogar ein lebendiges Exemplar entdecken. In den Wunden deiner Pflanzen siedeln sich dann in der Folge gerne noch Fäulniserreger an. Das schwächt deine Pflanzen weiter und spätestens dann wird es ihr zu viel, sodass sie abstirbt.

Und der Drahtwurm? Der zieht einfach völlig ungerührt weiter zum nächsten Kandidaten!

Drahtwurm auf einem Stück Holz

Den Drahtwurm gar nicht erst willkommen heißen: Vorbeugen ist besser als heilen

Damit der Drahtwurm sich gar nicht erst in deinen Beeten breit macht, habe ich hier für dich ein paar Tricks, mit denen du ihm deutlich machst, dass er in deinen Beeten nicht willkommen ist:

Der Drahtwurm ist für Hühner, Igel, Kröte, Maulwürfe und Vögel DAS Leibgericht, – du musst diese hungrigen Helfer nur in deinen Garten locken:

Igel und Kröten bietest du dafür einfach den Gratis-Aufenthalt in einem Fünf-Sterne-Hotel wie einem Igelhaus, aufgetürmten Steinen oder einem Laubhaufen an. Das sind übrigens auch sehr schöne Gestaltungselemente für den Garten! Nistkästen und ein ganzjähriges Futterangebot finden Vögel sehr verlockend. Sie bleiben dann gern in deinem Garten und helfen dir, den Drahtwurm zu bekämpfen.

Ran an die Gabeln!

Verdichtete Böden sind für Drahtwürmer der Lieblingsaufenthaltsort schlechthin. Darum versuchst du am besten konsequent, ihnen ihre idealen Bedingungen zu vermiesen und lockerst deinen Boden mit einer (Doppel-)Grabegabel (externer Link), ohne ihn zu wenden. Diese Ruhestörung hilft, den lästigen Mitbewohner aus deinen Beeten zu vertreiben, und sorgt dafür, dass er sich in dem lockeren Boden nicht mehr wohlfühlt. Außerdem trocknen sowohl die Eier als auch die frisch geschlüpften Drahtwurmbabys sehr leicht aus, wenn sie weiter an die Oberfläche geraten. 

Kein Lieblingsessen mehr…

Der Drahtwurm liebt Gemüse wie Kartoffeln, Möhren, Mais, Salat oder Rote Bete ganz besonders. Deshalb solltest du sein Lieblingsessen besser nicht nacheinander am selben Ort anbauen. Er hätte dann ständig einen reich gedeckten Tisch und könnte sich munter weiter vermehren.

Wenn du also schon Drahtwürmer an deinen Kartoffeln hattest, ist es keine gute Idee, in diesem Beet als nächstes Möhren oder Salat anzubauen.

Leguminosen wie Ackerbohnen und Buschbohnen sind eine super Vorkultur, um den Boden unattraktiv für den Drahtwurm zu machen. Auch der Anbau von Kreuzblütlern wie Weißkohl ist für den Drahtwurm ein rotes Tuch. Die Senföle im Kohl sorgen dafür, dass sich die Schnellkäfer-Weibchen einen anderen Platz für ihre Kinderstube suchen.

Schnellkäfer auf Blatt

Eine gute Fruchtfolge hilft also ungemein. In meinem Artikel „Fruchtfolge erstellen“ zeige ich dir, wie du ganz einfach eine optimale Fruchtfolge planst, sodass einer fetten Gemüseernte nichts mehr im Wege steht!

Du suchst noch nach einem Anbauplan, in dem schon alles zu Mischkultur, Fruchtfolge und Anbaupausen ausgeknobelt ist? Dann lade dir gerne meinen Gemüsegarten Beispielplan herunter! Du kannst ihn einfach 1:1 Auf deine Beete übertragen und sofort losgärtnern!

Den Drahtwurm mit biologischen Mitteln bekämpfen

Wenn die Drahtwürmer schon in deine Beete eingezogen sind und du sie wieder loswerden möchtest, kannst du eine Drahtwurmfalle bauen:

Dafür schneidest du mehrere Kartoffeln in breite Scheiben und steckst sie auf Schaschlikspieße. Dann versenkst du diese Köder fünf bis zehn Zentimeter tief in der Erde zwischen deinen Pflanzen und wartest ab. Der Drahtwurm steht total auf Kartoffeln und bohrt sich in sie hinein, um sie möglichst schnell aufzufressen. Das ist der Moment, wo er verloren hat! ;)

Denn nach ein paar Tagen ziehst du die Spieße samt den hungrigen Vielfraßen aus der Erde und entsorgst sie in der Biotonne. So hast du den Bestand schon mal gemindert. Dann steckst du neue Kartoffelstücke auf die Spieße und gräbst sie wieder ein. Die anderen Drahtwürmer fallen jetzt wieder über das angebotene leckere Essen her, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, wo eigentlich ihre Kumpel geblieben sind. Und zack – hast du wieder welche gefangen und aus deinem Beet entfernt.

Wenn du dranbleibst und mehr Ausdauer hast als deine ungebetenen Gäste, kannst du die Population auf diese Weise ziemlich gut nach unten drücken.

Tagetes und Ringelblumen sind giftig für Drahtwürmer, aber zum Glück hat sich das bei denen noch nicht herumgesprochen. Wenn sie sich also in ihrer Unersättlichkeit auf die Pflanzen stürzen, bekommen sie eine Vergiftung und sterben daran. Deshalb ist es ein guter Trick, diese Blumen zwischen dein Gemüse zu setzen. Du freust dich an dem schönen Anblick und machst nebenbei noch den Drahtwürmern den Garaus. Cool, oder?

In meinem Artikel 28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner zeige ich dir noch viel mehr super coole Pflanzengemeinschaften!

Du siehst also: Du brauchst keine Panik zu haben, wenn der Wurm in deinem Gemüse steckt. Dann bist du nämlich einfach auf Draht und der frühe Vogel, der ihn fängt. ;) So kannst du Schäden in Grenzen halten und trotzdem eine dicke Gemüseernte einfahren!

Easy peasy also! Apropos: Wenn du Lust hast, deinen Gemüsegarten möglichst pflegeleicht zu gestalten, habe ich hier ein paar Artikel verlinkt, in denen du weiterschmökern kannst:

Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

So startest du deinen 3h/ Woche-Selbstversorger-Garten

Unkrautfei gärtnern – Jaa, das geht!

Hast du noch mehr Tipps zum Drahtwurm-Bekämpfen? Ich freue mich, von dir zu hören!

Rucola im Kompostbeet anbauen

Rucola anbauen – die komplette Anleitung!

Du möchtest Rucola in deinem Garten anbauen? Super! Rucola anzubauen, ist zum Glück ganz unkompliziert – es gibt also keinen Grund, ihm nicht ein Plätzchen in deinem Gemüsebeet einzuräumen.

Zumal du Rucola sogar als mehrjährige Pflanze über mehrere Jahre am selben Fleck anbauen kannst! So ist dein Rucola-Nachschub über das ganze Jahr ohne Zutun gesichert. Perfekt, oder? Alles, was dir dann noch zu tun bleibt, ist, ihn in rauen Mengen zu genießen. ;)

Da haben wir dann den Salat – und wenn besonders viel Rucola drin ist, schmeckt er umso besser. ;) Rucola ist aber nicht nur ein tolles würziges Kraut im Salat, sondern macht sich auch super als Topping von Nudeln, Pizza oder Kartoffelsalat. Sein nussig-scharfes Aroma gibt jedem Essen eine ganz besondere Würze und ich möchte ihn aus unserer Küche nicht mehr wegdenken.

Rucola anbauen: die besten Sorten

Du kannst Rucola sowohl einjährig als auch mehrjährig anbauen. Der mehrjährige Wilde Rucola „Rucola selvatica“ hat einen intensiv-würzigen Geschmack. Die einjährige Salatrauke „Rucola coltivata“ hat rundere weichere Blätter und ein etwas milderes Aroma als ihre wilde Verwandte.

Wie viel Rucola soll ich anbauen?

Wir bauen drei bis sechs Reihenmeter pro Person an. So hast du immer genügend Rucola im Garten, um ihn jederzeit schlemmen zu können.

Gute Mischkulturpartner für Rucola

Rucola ist ein toller Beetpartner für Salat, Sellerie, Zwiebeln und Ringelblumen.

Auch deine anderen Gemüse suchen noch die passenden Beetnachbarn? In meinem Artikel  „Die 7 wirkungsvollsten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften + Mischkultur-Beispielplan“ zeige ich dir, welche Gemüse besonders gern nebeneinander wachsen.

Ideale Bedingungen für Rucola: der perfekte Standort

Rucola ist ein recht anspruchsloser Zeitgenosse. Er freut sich über einen sonnigen Standort, kommt aber auch mit sehr gut Halbschatten klar. Easy-peasy! ;)

Rucola anbauen_Jungpflanzen

Rucola anbauen: aussäen oder vorziehen?

Du kannst Rucola direkt ins Beet säen oder im Haus vorziehen. Ich säe ihn lieber direkt ins Beet, weil das super funktioniert und weniger Arbeit macht.

Wann säst du Rucola?

Du kannst das würzige Kraut von März bis September direkt ins Freiland säen. Im Gewächshaus ist sogar ein ganzjähriger Anbau des Wilden Rucola möglich.

Für die Winterernte säe ich Wilden Rucola bis spätestens Anfang August direkt ins Beet. Die einjährige Rauke wird für eine laufende Ernte in mehreren Sätzen ins Freiland, Frühbeet oder Gewächshaus gesät – je nach Jahreszeit. 

Der Abstand von Rucola sollte bei der Direktsaat 25 x 2-3 cm betragen. Wenn die Samen aufgegangen sind, vereinzelst du die Pflänzchen der Rauke auf 15 cm.

Hol dir deinen Aussaatkalender!

Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den Aussaatkalender herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

Trag dich ein für den Aussaatkalender:

Rucola-Beete vorbereiten

Vor der Aussaat entfernst du Mulch und andere Pflanzenreste sorgfältig aus deinem Beet. Das Saatbett sollte schön feinkrümelig sein, damit deine grünen Freunde richtig gute Startbedingungen haben.

Rucola anbauen_Ernte

Rucola anbauen: Die Pflege

Frühe Freilandsätze im März und April deckst du am besten mit einem Vlies ab, damit sich der Boden besser erwärmen kann. Während der Keimung ist es wichtig, dass der Boden schön feucht bleibt.

Wenn du deine Rucola-Pflänzchen ausblühen lässt, bilden sie Samen und vermehren sich selber. Deshalb ist Rucola auch super für ein mehrjähriges Beet geeignet!

Welche Gartengröße passt zu dir?

Du fängst gerade erst an, dein eigenes Gemüse im Garten anzubauen? Wie cool! Zu Beginn ist es aber gar nicht so einfach, die passende Größe der eigenen Beete zu bestimmen: Du willst dich nicht überfordern und auch mal im Garten faulenzen, aber gleichzeitig richtig dicke Ernten einfahren?

Um dir die Entscheidung zu erleichtern, habe ich für dich ein Quiz erstellt, damit du ganz einfach deine perfekte Gartengröße herausfinden kannst! So hast du von Anfang an das perfectmatch mit deinem Gemüsegarten – und das ist der Beginn einer wundervollen Beziehung.

Wann erntest du Rucola?

Rucola ist ziemlich flott unterwegs. Nach nur vier bis sechs Wochen kannst du schon die ersten Blätter ernten. 

Du kannst deinen Rucola mehrmals beernten, wenn du das Herz der Pflanze stehen lässt. Wir zupfen den ganzen Winter und im Frühjahr immer wieder die Blätter ab, ohne dass uns der Rucola ausgeht.

Krankheiten und Schädlinge von Rucola

In den Sommermonaten sind die frechen Erdflöhe sehr aktiv und durchlöchern den Rucola. Dagegen hilft es, den Boden regelmäßig zu lockern und feucht zu halten. Auch das Einstauben der Blätter mit Gesteinsmehl hilft, die Plagegeister von deinen Pflanzen fernzuhalten.

Wenn sich die Erdflöhe in deinem Garten davon nicht abschrecken lassen, kannst du deinen Rucola auch mit einem Kulturschutznetz abdecken. So werden die Erdflöhe einfach ausgesperrt.

Der Herbst- und Winteranbau ist übrigens nochmal unkomplizierter, weil die gefräßigen Erdflöhe dann nicht mehr aktiv sind. Aber keine Sorge: Die durchlöcherten Blätter schmecken auch wunderbar. ;)

Rucola anbauen_pin
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Lust auf mehr Gemüse-Anleitungen? Hier findest du direkt die nächsten Steckbriefe:

Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zum Ernten!

Frühlingszwiebeln pflanzen, anbauen und ernten – die ultimative Anleitung!

Der komplette Kohlrabi-Guide: Pflanzen, Anbauen & Ernten

Welche Erfahrungen hast du beim Rucola-Anbauen gemacht? Ich freue mich, von deinen Tipps und Tricks zu hören!

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Basilikum pflanzen

Basilikum pflanzen – Schritt für Schritt!

Du willst dein eigenes Basilikum pflanzen, ohne dass es nach ein paar Wochen schon die Blätter hängen lässt? Wer kennt das nicht? Gerade gekauft, dauert es oft, keine zwei Wochen, bis die Pflanzen vor sich hin kränkeln, und kurze Zeit später sind sie tot.

Aaaber: Wenn du genau weißt, wie du deinen grünen Freund verwöhnen kannst, bedankt er sich mit einem üppigen Schopf, den du immer wieder beernten kannst. Wie das geht? Zeig ich dir in diesem Artikel! :)

Die besten BasilikumSorten

Wenn du bei dem Wort Basilikum direkt an große, sattgrüne Blätter denkst, hast du sicher den Klassiker “Genovese“ unter den Basilikum-Sorten im Kopf. Diese Sorte ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien der Renner und verfeinert Pastasaucen, verschiedene Tomatengerichte und Pestos.

Aber man muss Basilikum ja nicht immer im Topf kaufen. Du kannst es auch ganz leicht selbst säen und dann ganz viele unterschiedliche Basilikum-Sorten ausprobieren. Neben dem Genoveser gibt es nämlich auch noch richtig viele andere spannende Sorten.

Kennst du zum Beispiel Zimtbasilikum? Der Name verrät es schon: Diese Basilikum-Sorte schmeckt ein bisschen wie Weihnachten und duftet wirklich atemberaubend.

Dann gibt es auch rötliche Sorten, wie den robusten Strauchbasilikum “African Blue“, die richtig groß werden. Und falls du Liebhaber der asiatischen Küche bist, solltest du unbedingt einmal Thai-Basilikum ausprobieren.

Wie viel Basilikum soll ich pflanzen?

Seid ihr echte Fans von Pasta mit selbstgemachtem Pesto, Pizza und Tomate-Mozzarella Salat? Dann kannst du ruhig mit fünf Basilikumpflanzen pro Person rechnen, um stets gut versorgt zu sein. Kommt Basilikum in eurer Küche eher in Maßen zum Einsatz, reichen auch zwei bis drei Pflanzen für die ganze Familie.

Damit meine ich die einzelnen Basilikumpflanzen, nicht einen ganzen Topf, der ja von super vielen Einzelpflanzen bevölkert ist.

So verwendest du Basilikum in der Küche

Egal ob zu Pizza, Tomate-Mozzarella oder im Pesto – Basilikum schmeckt immer nach Sommer und bringt mit seinem kräftigen Aroma ordentlich frischen Wind in die Küche! Neben Salat, Pasta und Pizza schmeckt Basilikum in Kombination mit Knoblauch einfach herrlich und passt auch wunderbar zu verschiedenen Fleischgerichten.

Am allerbesten schmeckt das mediterrane Kraut, wenn du es frisch verwendest, du kannst es aber auch trocknen (und dann zum Beispiel als Pfefferersatz verwenden!) oder einfrieren.

Bei heißen Gerichten wie der Pizza oder Pasta ist es wichtig, dass du die Basilikumblätter erst ganz zum Schluss hinzugibst. So bleibt möglichst viel von ihrem süß – scharfen Aroma erhalten.

Gute Mischkulturpartner für Basilikum

Basilikum und Tomate sind nicht nur in der Küche ein wahres Traumpaar, auch im Beet werden die beiden liebend gerne miteinander verkuppelt! Gurken, Zucchini, Salat und Fenchel sind ebenfalls tolle Mischkultur-Beetpartner für die Gewürzpflanze und das aus gutem Grund: 

Basilikum schützt seine Beetpartner nämlich vor Mehltau und vertreibt mit seinem sehr aromatischen Duft lästige weiße Fliegen.

Basilikum on Mischkultur mit Fenchel pflanzen

Ideale Bedingungen für Basilikum-Pflanzen

Basilikum weiß genau, was es will, und ist schnell beleidigt, wenn seine Ansprüche an den Standort nicht erfüllt werden. Kalte, schwere Böden, die schlimmstenfalls auch noch zu Staunässe neigen, sind nichts für das mediterrane Kraut.

Viel lieber ist ihm ein durchlässiger, nährstoffreicher Boden, der trotzdem schön feucht ist.

Basilikum ist außerdem ein richtiger Sonnenanbeter und liebt die Wärme – nur in der prallen Mittagshitze möchte es nicht platziert werden. Auch Regen und starken Wind können die meisten Basilikum-Sorten nicht so gut leiden, deswegen sind sie dankbar für ein geschütztes Plätzchen. Wenn die Temperaturen unter 10°C fallen fängt die Frostbeule bereits an zu frieren. 

Du merkst schon, Basilikum fühlt sich nur unter ganz bestimmten Bedingungen pudelwohl. Wenn dein Garten diesen Ansprüchen nicht gerecht werden kann, ist das aber auch kein Problem. In dem Fall kannst du Basilikum ganz einfach im Topf oder Kübel anbauen und es genau dort platzieren, wo es sich wohlfühlt.

Basilikum pflanzen oder säen?

Natürlich kannst du dir einfach einen Topf Basilikum im Supermarkt kaufen, aber genauso gut kannst du dir deine eigenen Basilikumpflänzchen ziehen. Dabei gibt es nur ein paar Dinge zu beachten:

Basilikum ist Südländer durch und durch. Wenn die Temperaturen unter 12°C liegen, fängt es gar nicht erst an zu keimen. Deswegen empfehle ich dir, das Kraut bei gemütlicher Zimmertemperatur im Haus vorzuziehen. Wenn sich dein Gartenboden aufgewärmt hat, kannst du es aber auch direkt ins Beet säen.

Basilikum vorzuziehen, ist kinderleicht. Am besten suchst du dir dazu eine Anzuchtschale oder Anzuchtplatten*, füllst sie mit Erde und säst deine Samen obendrauf. Da Basilikum ein Lichtkeimer ist, reicht es aus, wenn du die Samen nur leicht andrückst, anstatt sie mit Erde zu bedecken. Danach heißt es abwarten und gut feucht halten – das geht ganz einfach mit einer Ballbrause*. Nach spätestens zwei Wochen solltest du die kleinen Pflänzchen entdecken können.  

Bevor die Pflanzen nach draußen umsiedeln, kannst du sie ruhig noch einmal pikieren. Wie das funktioniert, kannst du im Artikel: Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen? nachlesen. :)

Basilikum Jungpflanzen im Topf pflanzen

Wann Basilikum säen und pflanzen?

Wenn du deine eigenen Pflänzchen vorziehen möchtest, kannst du schon Ende Januar damit loslegen. Die Direktsaat im Beet steht erst ein paar Monate später an. Im Mai und Juni, wenn der Boden schön kuschelig warm ist, kannst du die Samen ins Feie säen. Damit die Samen nicht direkt von gefräßigen Vögeln wegstibitzt werden, decke sie am besten mit einem Netz oder einem lichtdurchlässigen Vlies ab.

Vorgezogene oder gekaufte Jungpflanzen dürfen ab Mitte Mai, wenn die letzte Frostgefahr vorüber ist, ins gemachte Beet einziehen. Dafür pflanzt du sie am besten einzeln oder büschelweise in einem Abstand von 25 x 25 cm.

Gekauftes Topf-Basilikum pflanzen

Wenn du einen Basilikum-Topf im Supermarkt gekauft hast, kannst du diese Pflänzchen auch wunderbar in deinen Garten oder einen größeren Topf pflanzen. In dem engen Topf, in dem sie daher kommen, ist es auf Dauer nämlich vieeel zu eng. Normalerweise beträgt der Pflanzabstand von Basilikum ca. 25 x 25 cm und hier stehen alle dicht an dicht. Kein Wunder, dass die Pflänzchen so schnell eingehen.

Wenn du aber jedem Pflänzchen genug Platz im Beet oder einem eigenen Topf verschaffst, hast du viel länger etwas von deinem Basilikum. Dafür stellst du den Wurzelballen einfach für eine halbe Stunde in einen Eimer mit Wasser. Anschließend ist die Erde so aufgeweicht, dass du die Pflänzchen leicht vereinzeln und einpflanzen kannst, ohne die Wurzeln zu verletzen.

Basilikum-Beete vorbereiten

Damit deine Basilikumpflanzen einen leichten Start ins Pflanzleben haben, lockerst du dein Beet am besten einige Wochen vor der Pflanzung mit einer Doppelgrabegabel auf. Das hilft der Pflanze nicht nur dabei, Wurzeln auszubilden, durch das Lockern wird auch noch der Boden erwärmt, was das Basilikum bekanntlich sehr zu schätzen weiß. ;)

Hast du dich für die Direktsaat entschieden, empfehle ich dir außerdem, für die kleinen, zarten Basilikumsamen ein feines Saatbett ohne Erdklumpen vorzubereiten. Das funktioniert zum Beispiel mit Hilfe eines Rechens ganz wunderbar.

Basilikum fühlt sich im Kompostbeet pudelwohl. Wenn du noch keine Kompostbeete im Garten hast, dann kannst du deinen grünen (oder lila ;)) Freunden bei der Pflanzung eine Portion Kompost mit ins Pflanzloch geben. Wenn du dann auch noch ein paar Hornspäne oder einen anderen organischen Dünger mit dazu gibst, ist der erste Hunger direkt gestillt und dein Basilikum kann kräftig anwachsen.

Hol dir den 3-Zonen-Kräuter Plan

Willst du Schluss machen mit Supermarktkräutern, denen schon nach wenigen Wochen die Puste ausgeht und stattdessen dein eigenes Kräuterbeet anlegen? Dann hole dir gerne meinen Plan für das 3-Zonen-Kräuter-Beet. Wenn du dein Kräuterbeet in Zonen einteilst, kannst du es easy peasy allen gerecht machen, sodass die Sonnenanbeter wie auch die Schattenliebhaber voll auf ihre Kosten kommen und jedes Kraut den perfekten Platz im Beet findet.

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    Basilikum pflanzen: Pflege & Schnitt

    Basilikum ist zwar nicht so gefräßig wie zum Beispiel der Blumenkohl, das Küchenkraut freut sich aber, wenn es einen Platz im Kompostbeet abbekommt, wo es genug Nährstoffe abgreifen kann. In der Wachstumszeigt kannst du deine Pflanzen alle paar Wochen mit einer sanften Flüssigdünger-Gabe verwöhnen.

    Für einen schön üppigen und buschigen Wuchs solltest du außerdem regelmäßig die Triebspitzen auskneifen.

    Kleiner Tipp: Die Triebspitzen sind nicht nur superlecker, du kannst sie auch zum Vermehren verwenden! Dafür stellst du den Trieb einfach in ein Glas Wasser und wartest. Nach ein paar Tagen bildet der Trieb neue Wurzeln und du kannst entweder selber neue Basiliken heranziehen oder deine Liebsten mit Basilikum-Stecklingen überraschen. ;)

    Eine weitere wichtige Aufgabe als Basilikum-Pflegebeauftragte ist es, zu überprüfen, dass die Pflanze immer schön in der feuchten Erde steht. Da ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Am besten steckst du regelmäßig deinen Finger in die Erde und sobald sie sich trocken anfühlt, gießt du dein Basilikum – aber nur in Maßen, damit es keine nassen Füße bekommt.

    Wann und wie Basilikum ernten?

    Das Tolle an Basilikum? Du musst nicht viele, viele Wochen warten, bis du mit der Ernte loslegen kannst. Basilikum kannst du nämlich direkt, sobald er aus dem Jungpflanzenstadium herausgewachsen ist, beernten.

    Die Erntesaison erstreckt sich im Freiland dann bis in den Herbst hinein, bis zu dem Zeitpunkt, an dem es der Frostbeule zu kalt wird.

    Beim Ernten des Basilikums gilt: Ernte mit bedacht. Sieht deine Pflanze nach der Ernte wie ein gerupftes Huhn aus, kann sich dein Basilikum nur schwer regenerieren. Stattdessen erntest du am besten die Spitzen über einer noch nicht verholzten Blattachse. Du kannst sie einfach mit deinen Fingern abknipsen oder nimmst eine Schere zur Hilfe*.

    Kleiner Tipp: Sei schneller als die ersten kühlen Nächte! Sagt der Wetterbericht voraus, dass die 10°C Marke unterschritten wird, kannst du deine Pflanze komplett abernten und noch eine letzte dicke Ernte einfahren.

    Basilikum pflanzen und ernten

    Basilikum vermehren

    Basilikum kannst du über Stecklinge oder Samen vermehren. Beides funktioniert ziemlich gut – die Samen sind allerdings leichter über den Winter zu bringen als eine ganze Pflanze. ;)

    Die Basilikumsamen entwickeln sich zwischen August und September, nachdem das Kraut geblüht hat. Für eine richtige gute Samenernte habe ich einen kleinen Tipp für dich:

    Such dir eine Pflanze aus, die du nur für die Samenernte heranziehst. Diese lässt du bis zur Ernte in Ruhe und beerntet stattdessen deine anderen Basilikumpflanzen. Basilikumpflanzen, die nicht ihre Triebspitzen abgeknipst bekommen, bilden nämlich viel mehr Samen aus und das bedeutet für dich mehr Saatgut fürs nächste Jahr! :)

    Alternativ kannst du eine besonders schöne Basilikum-Pflanze auch ausgraben und in einen Topf umpflanzen. Der überwintert dann bei kuscheligen Temperaturen und mit etwas zusätzlichem Licht im Haus. Im Frühjahr kannst du dann einfach ganz viele Stecklinge von deiner Mutterpflanze abschneiden und sie zu eigenen Pflanzen heranziehen

    Basilikum pflanzen
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    Krankheiten und Schädlinge von Basilikum

    Schnecken lieben deine Basilikumpflanzen mindestens genauso sehr wie du, deswegen rate ich dir, sie vor den hungrigen Schleimern zu schützen. Im Jungpflanzenstadium kannst du einen Schneckenkragen verwenden, danach hilft wohl nur noch absammeln oder schneller sein. :P

    Auch Pilze machen sich bei feucht-warmer Witterung gerne mal auf deinem Basilikum breit. Dagegen hilft vor allem genügend Platz, damit immer ein frisches Lüftchen durch deine Pflanzen wehen kann, der Pflanzen und Bodenoberfläche schnell genug wieder abtrocknet.

    Wenn du Lust hast, noch ein bisschen weiterzulesen: diese Artikel werden dir bestimmt gefallen. :)

    Welche Kräuter zusammen pflanzen? 18 tolle Kräuterpaare!

    Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

    Wie du Kräuter in der Hühnerhaltung verwendest

    Naaa, hast du noch mehr Tricks zum Thema “Basilikum pflanzen (und glücklich machen)” parat? Dann immer her damit! Welche Basilikum-Sorten möchtest du pflanzen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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    Frühlingszwiebel_pflanzen

    Frühlingszwiebeln pflanzen, anbauen und ernten – die ultimative Anleitung!

    Du willst rund ums Jahr ein würziges Gemüse in deinen Beeten anbauen, mit dem du deine Salate richtig gut aufpeppen kannst? Dann solltest du unbedingt Frühlingszwiebeln pflanzen!

    Du kannst sie aus normalen Zwiebelsamen ziehen oder eine „richtige“ Frühlingszwiebel-Sorte anbauen. Frühlingszwiebeln sind perfekt für den Winteranbau geeignet, weil sie sich auch von besonders frostigen Nächten nicht beeindrucken lassen.

    Darum nichts wie los und ran an die Samentütchen, damit du schon ganz bald deine selbst gepflanzten Frühlingszwiebeln schlemmen kannst. :)

    Die besten Frühlingszwiebel-Sorten

    Die Frühlingszwiebel „Ischikrona“ steht auch in der kühlen Jahreszeit im Beet, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Sorte „Red Toga“ hat eine hübsche rote Farbe und stiehlt den anderen Gemüsen im Salat gerne mal die Show. ;)

    Wie viele Frühlingszwiebeln soll ich säen oder pflanzen?

    Wenn du gerne Salat isst und es genauso liebst wie ich, da jedes Mal noch ein paar Frühlingszwiebeln reinzuschnibbeln, dann empfehle ich dir, fünf bis zehn Reihenmeter pro Person anzubauen.

    Du möchtest zusätzlich zu Frühlingszwiebeln auch Speisezwiebeln selber pflanzen? Ein super Plan! In meinem Artikel Zwiebeln stecken, anbauen und ernten zeige ich dir, wie das geht!

    Gute Mischkultur-Partner für Frühlingszwiebelpflanzen

    Die perfekten Beetpartner für Frühlingszwiebeln sind Radieschen, Salat, Möhren, Pastinake, Gurken, Ringelblumen oder Erdbeeren.

    Eine mit cleveren Mischkulturen gespickte Anbauplanung lohnt sich sooo sehr beim Management von Schädlingen wie dem Kohlweißling. Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und welche eher nicht, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen – da siehst du auf einem Blick, welche Gemüse sich gerne miteinander verkuppeln lassen. ;)

    Hol dir die Mischkulturtabelle!

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      Ideale Bedingungen für Frühlingszwiebeln: der perfekte Standort

      Wie ihre große runde Schwester ist die Frühlingszwiebel besonders von humusreichen Böden angetan, die mit einem guten Wasserhaltevermögen punkten können. Auf Staunässe steht sie dahingegen überhaupt nicht.

      Frühlingszwiebeln aussäen oder pflanzen?

      Beides ist möglich: Du kannst deine Frühlingszwiebeln vorziehen und dann pflanzen oder sie einfach direkt ins Beet säen. Wenn meine Beete noch von anderen Gemüsen “belegt” sind, ziehe ich sie ganz gerne im Haus vor und pflanze sie dann aus, sobald draußen mehr Platz im Beet ist. Ansonsten ist es oft einfacher, Gemüse direkt ins Beet zu säen.

      Wann Frühlingszwiebeln pflanzen?

      Je nach Sorte kannst du Frühlingszwiebeln fast das ganze Jahr über aussäen. Wenn du sie in regelmäßigen Sätzen säst, hast du immer frische Frühlingszwiebeln zur Verfügung.

      Frühlingszwiebeln können kleine Schnarchnasen sein, wenn es um die Keimung geht. Bring also am besten ein bisschen Geduld mit, wenn du sie in deinen Garten pflanzen möchtest. Viele Sorten können von März bis Juni gesät werden. Die winterharten Sorten können auch schon Ende Februar oder zwischen Ende Juni und August gesät werden. Das steht aber in der Regel auf dem Samentütchen.

      Die Frühlingszwiebeln der im Spätsommer gesäten Sätze überwintern im Beet und liefern dir im März des nächsten Jahres die erste frische Ernte. Wenn du deine Frühlingszwiebeln lieber vorziehst, kannst du etwa 5-7 Samen in ein Töpfchen säen und sie dann vier Wochen später zusammen als Bundzwiebel pflanzen. 

      In Reihen gesät brauchen Frühlingszwiebeln einen Abstand von 3 x 25cm. Bundzwiebeln benötigen 8 x 25cm.

      Welche Gartengröße passt zu dir?

      Du startest gerade dein Gartenabenteuer und willst anfangen, richtig leckeres Gemüse anzubauen? Yippieeeh! Es ist zu Beginn aber gar nicht so einfach, die passende Größe für die eigenen Beete zu finden. Auf der einen Seite willst du Spaß  im Garten haben und keinen Stress, gleichzeitig aber auch richtig dicke Ernten einfahren.

      Um dich darin zu unterstützen, herauszufinden, welche Gartengröße zu dir passt, habe ich ein Quiz erstellt! Damit kannst du ganz einfach deine perfekte Gartengröße ermitteln. So hast du von Anfang an das perfect match mit deinem Gemüsegarten – und das ist hoffentlich der Beginn einer wundervollen Beziehung. ;)

      Hier kannst du deine perfekte Gartengröße herausfinden.

      Beete für Frühlingszwiebeln vorbereiten

      Vor der Aussaat entfernst du Mulch und andere Pflanzenreste aus dem Beet. Das Saatbett sollte eben und feinkrümelig sein, dann steht einer dicken Ernte nichts mehr im Wege!

      Frühlingszwiebeln pflanzen: Die Pflege

      Frühlingszwiebeln mögen keine verunkrauteten Beete, deswegen sollten Beikräuter regelmäßig gejätet werden. Wenn die Pflanzen etwa 10-15 cm groß sind, gieße ich sie mit verdünnter Brennnesseljauche und mulche sie danach mit einer fünf Zentimeter dicken Schicht aus Hackschnitzeln und Rasenschnitt.

      Wenn es im Herbst regnerisch wird, dann kannst du einen Minitunnel über deinen grünen Freunde aufbauen und ihn mit Folie bespannen. So kannst du deine Frühlingszwiebeln vor zu viel Feuchtigkeit zu schützen.

      Wann erntest du Frühlingszwiebeln?

      Frühlingszwiebeln sind ein tolles Frischgemüse im Winter, das du in der Küche vielseitig einsetzen kannst. Wenn du deinen Wintersatz im Juli gesät hast, kannst du ab November laufend frische Frühlingszwiebeln ernten*.

      Du kannst deinen Frühlingszwiebeln auch eine Kurzhaarfrisur verpassen, indem du das Zwiebelgrün ca. drei Zentimeter über dem Boden abschneidest. Die wackeren Pflanzen treiben wieder und wieder neu aus, wodurch du sie mehrmals beernten kannst.

      Krankheiten und Schädlinge von Frühlingszwiebeln

      In feuchten Wintern und ohne Schutz kann der falsche Mehltau deinen Frühlingszwiebeln zusetzen. Dagegen kannst du vorbeugend einen Mini-Tunnel aufstellen, der deine Schützlinge vor zu viel Feuchtigkeit bewahrt. 

      Hat sich der Rostpilz auf dem Zwiebelgrün breit gemacht, dann schneide befallene Blätter schnell ab und entsorge sie über die Biotonne, sodass sich der Pilz nicht weiter ausbreiten kann.

      Um einen Befall mit der Zwiebelfliege zu vermeiden, werden Frühlingszwiebeln gerne neben Möhren angebaut. Außerdem ist es natürlich wichtig, die fünfjährige Anbaupause bei Zwiebelgewächsen weitestgehend einzuhalten.

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      Du möchtest nicht nur Frühlingszwiebeln pflanzen, sondern es sollen auch noch andere Gemüse in deine Beeten einziehen? Dann stöber gerne mal in meinen anderen Gemüse-Steckbriefen:

      Hier geht’s um Kürbis!

      Hier geht’s um Brokkoli!

      Hier geht’s um Kartoffeln!

      Welche Frühlingszwiebel Sorten baust du am liebsten an? Hast du noch mehr Tipps zum Thema „Frühlingszwiebeln pflanzen? “ Dann teil sie gerne in den Kommentaren!

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      Regrowing_chinakohl

      Regrowing: Welche Gemüse-Nachwachsen-Hacks wirklich funktionieren

      Naaa, hast du schon mal versucht, deinen Gemüseresten neues Leben einzuhauchen? Regrowing liegt derzeit super im Trend und es ja auch ziemlich cool, aus Abfall einfach neues Gemüse nachwachsen zu lassen, statt die Reste auf den Kompost zu geben.

      Aber funktioniert das auch alles, was wir da draußen so gezeigt bekommen oder ist es doch nur vertane Liebesmüh?

      Bei meiner Regrowing Top oder Flop Challenge habe ich für dich einige Regrowing-Hacks nachgemacht – und du wirst überrascht sein, welche Ergebnisse dabei herausgekommen sind!

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      #1: Die gefüllte Paprika

      Der Regrowing Hack:

      Du schneidest eine Paprika in der Mitte durch, reibst die Samen ab, sodass sie in die Paprika hineinfallen und füllst diese Hälfte mit Erde auf. Dann setzt du deine Paprikahälfte in einen Topf und bedeckst sie mit Erde. Daraus wachsen ganz bald kleine neue Paprikapflänzchen.

      Meine Bewertung:

      Bei diesem Hack bringst du sehr viel organisches unverrottetes Material in die Erde ein. Die Frucht vergammelt nach einer Weile und deine Pflänzchen sollen in den fauligen Überresten gedeihen? Da haben die kleinen Pflänzchen aber einen ganz schön harten Start ins Leben!

      Trotzdem: Ich glaube, das es funktioniert. Probieren wir es mal aus!

      Regrowing_Paprika_Erde

      3 Wochen später:

      Ich habe diesen Hack nachgestellt und drei Wochen später sind tatsächlich kleine Paprikapflänzchen gewachsen! Juhu! Die Paprika selber schimmelt allerdings ziemlich eklig und ich frage mich, ob es den Pflänzchen schadet, wenn sie mit ihren zarten Wurzeln in diesen Bereich kommen. Aber sie entwickeln ja bald ihre Laubblätter und dann würde ich sie sowieso in einen anderen Topf pikieren.

      Regrowing_Paprikapflänzchen

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Top, weil´s funktioniert.

      Flop, weil´s im Wohnzimmer etwas eklig ist.

      Ich würde mal sagen, Daumen waagrecht ;)

      Falls du übrigens meinen Regrowing-Test lieber als Video anschauen möchtest, bitte einmal hier entlang:

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      Mehr Informationen

      #2: Der gepfählte Zuckermais

      Der Regrowing Hack:

      Die Maiskörner easy peasy mit einem Holzspieß von dem Kolben lösen und die Körner in die Erde stecken. 

      Regrowing_Maiskolben

      Meine Bewertung:

      In dem Internet-Hack, den ich hier ausprobiere, war der Maiskolben gekocht. Wenn die Körner gekocht sind, kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass sie noch keimfähig sein sollen. Und spätestens mit der „Pfählung“ mithilfe des Holzspießes zerstörst du das Samenkorn! Ich bezweifle stark, dass das funktioniert!

      Wenn du Saatgut von Mais gewinnen möchtest, musst du die Maiskörner am Kolben ausreifen und hart werden lassen. Für mich sieht dieser Hack daher aus wie ein Fake. ;)

      3 Wochen später:

      Nach drei Wochen rührt sich in meinem Topf noch immer nichts. Es ist keine Spur von neuen Maispflänzchen zu sehen! Wäre auch zu schön gewesen! :D

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Flop.

      Das kann nicht funktionieren! Am besten säst du deinen Mais wie bisher auch: Du ziehst deine Jungpflanzen aus gereiften Körnern vor.

      Eindeutig Daumen nach unten!

      Meine Tipps für eine erfolgreiche Jungpflanzenaufzucht findest du übrigens in meinem Artikel Jungpflanzen im Haus vorziehen.

      #3: Der Knoblauch-Plastikflaschen-Hack

      Der Regrowing Hack:

      Dafür füllst du eine Flasche mit Wasser und setzt eine Knoblauchknolle obendrauf. Der Knoblauch bildet lange Wurzeln aus, die ins Wasser ragen und es wachsen neue Triebe aus den Zehen. 

      Regrowing_Knoblauch_Flasche

      Meine Bewertung:

      Das funktioniert bestimmt, ist aber unnötige Mühe. Du kannst deine Zehen genauso gut gleich in die Erde stecken und dir die Arbeit sparen.

      3 Wochen später:

      Drei Wochen später hat der Knoblauch neue Wurzeln ausgebildet, aber er hat immer noch keinen einzigen neuen Trieb.

      Regrowing_Knoblauch_Wurzeln

      Regrowing ChallengeTop oder Flop:

      Top, weil sich etwas getan hat.

      Flop, weil Teile der Wurzeln vergammelt sind und mittlerweile richtig arg stinken. Es ist wirklich viel einfacher, die Zehen in die Erde zu stecken!

      Daumen allerhöchstens waagrecht mit Tendenz nach unten. ;)

      #4: Die geköpfte Walnuss

      Der Regrowing Hack:

      Von einer Walnuss entfernst du das obere Drittel der Schale. Dann wickelst du die Nuss in ein feuchtes Küchentuch. Nach einiger Zeit soll sich ein Keim bilden, sodass du die Nuss einpflanzen kannnst.

      Meine Bewertung:

      Es dauert super, super lange, bis aus einer Walnuss ein Baum gewachsen ist, von dem du Nüsse ernten kannst. Es ist daher sinnvoller, einen veredelten Walnussbaum in der Baumschule zu kaufen.

      Als ich versucht habe, die Schale wie im Hack-Video aufzuknacken, sind mir mindestens 20 Nüsse zerbrochen. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, die Nuss nur vorsichtig zu spalten, sodass der Keim die Schale besser durchdringen kann.

      3 Wochen später:

      Ich habe die Walnuss immer schön feucht gehalten und sie hatte es auch kuschelig warm. Leider hat sich nichts getan. Die Nuss ist nur dunkel und sieht gammelig aus. Von einem Spross ist weit und breit nichts zu sehen.

      Regrowing_Walnuss

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Flop. Hier passiert zumindest in absehbarer Zeit nichts und selbst wenn, kann erst die nächste Generation Nüsse von so einem Baum ernten.

      Daumen runter ;)

      #5: Lauch nachwachsen lassen

      Der Regrowing Hack:

      Von einer Lauchstange schneidest du den Wurzelbereich ab und stellst ihn in ein Glas mit Wasser. Der Lauch treibt erneut aus.

      Regrowing_Lauch_Wasserglas

      Meine Bewertung:

      Das funktioniert bestimmt! Ich mach das im Garten bei der Ernte auch immer so. Wenn du deinen Lauch ungefähr vier Zentimeter über dem Boden abschneidest, wächst er nach und du kannst wieder und wieder frisches Lauchgrün ernten.

      3 Wochen später:

      Es hat geklappt! Tadaa! Nach drei Wochen ist schon ein ordentliches Stück Lauch nachgewachsen. Wenn du dein Gemüse putzt, schneidest du das untere Stück ja sowieso von der Lauchstange ab. Dieser Teil lässt sich super dazu verwenden, um einen neuen Lauch zu ziehen.

      Allerdings musst du das Wasser wirklich konsequent alle zwei Tage austauschen , sonst beginnt es furchtbar zu stinken. Insgesamt finde ich es immer noch einfacher, die Wurzel vom Lauch gleich im Beet nachwachsen zu lassen.

      Regrowing_Lauch_Wurzeln

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Top! Es funktioniert.

      Daumen hoch!

      #6: Kamillentee aussäen

      Der Regrowing Hack:

      Du streuselst Kamillentee aus dem Beutel in einen Topf und bedeckst ihn mit Erde.

      Daraus wachsen dann ruckizucki neue Kamillepflanzen.

      Kamillesamen in der Hand

      Meine Bewertung:

      Da bin ich echt gespannt, ob das klappt! Eigentlich sind meistens keine keimfähigen Samen im Tee, weil die Blüten für den Tee sehr früh geerntet werden. Zu dem Zeitpunkt sind die Samen eigentlich noch gar nicht ausgereift.

      3 Wochen später:

      Es hat sich nichts getan. Absolut nichts, obwohl die Bedingungen perfekt waren. Vielleicht lag es daran, dass mein Tee ganz anders aussah als der im Hack und keine ganzen Blütenköpfe enthalten hat.

      Hast du schon mal versucht, aus Kamillenblüten neue Pflanzen zu ziehen? Und hat das funktioniert? Das würde mich sehr interessieren!

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Flop. Die Mühe kannst du dir sparen!

      Daumen nach unten!

      #7: Die Supermarkt-Melone

      Der Regrowing Hack:

      Die Kerne aus einer Wassermelone keimst du in feuchtem Küchenkrepp vor und säst sie dann in die Erde. Daraus wachsen neue Melonenpflänzchen.

      Regrowing_Melonenschnitze

      Meine Bewertung:

      Dieser Hack zeigt eigentlich nur wie Samen ausgesät werden, oder? ;) Pflanzen aus Samen zu ziehen ist ja nichts Neues! Wenn du dafür allerdings Melonenkerne von Supermarktmelonen verwendest, wird es sich höchst wahrscheinlich um Hybridsorten handeln.

      Das heißt, das Saatgut ist nicht samenfest und deine Melonenpflanzen entwickeln sich eventuell nur recht schwächlich. Für Hybridsaatgut werden nämlich zwei schwächliche Pflanzen miteinander gekreuzt, um eine super-tolle-kräftige Pflanze zu erhalten. 

      Falls du das verwirrend findest: In der Mathematik ergibt minus mal minus ja auch plus – vielleicht erinnerst du dich? ;)

      Das Merkmal „super-tolle-kräftige Pflanze“ wird von Hybridsorten nicht an ihre Samen weitergegeben – die haben viel wahrscheinlicher wieder die schwächlichen Eigenschaften ihrer Großeltern. Du kannst also Glück oder Pech haben, wenn du Melonensamen aus gekauften Melonen anziehen möchtest – deshalb ist es viel sinnvoller, samenfestes Saatgut zu verwenden und keine Supermarkt-Melone.

      In meinem Artikel „Das solltest du beim Saatgutkauf unbedingt beachten“ zeige ich dir, wie du dein Gemüseabenteuer mit richtig gutem Saatgut startest!

      3 Wochen später:

      Nach drei Wochen sah mein Topf genauso aus wie vorher, obwohl er immer ausreichend gegossen wurde und schön warm stand. Vielleicht lag das daran, dass das Küchenpapier, in dem ich die Samen vorgekeimt habe, schon nach 24 Stunden fast ausgetrocknet war.

      Regrowing_Melonenpflanztopf

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Flop. Es wächst nichts und du weißt nicht, ob du Hybridsaatgut verwendest.

      Daumen nach unten!

      #8: Der Erdbeer-Hack

      Der Regrowing Hack:

      Du schneidest die Außenseiten von Erdbeeren ab und setzt sie in die Erde. Daraus wachsen neue Erdbeerpflanzen.

      Regrowing_Erdbeeren_im_topf

      Meine Bewertung:

      Erdbeeren vermehrst du am besten über die Ableger, die sie während der Saison bilden. Das klappt wunderbar und ist eine bewährte und simple Methode.

      Nur bei Monatserdbeeren kenne ich die Vermehrung über Samen und da ist gar nicht so einfach, diese Diven unter den Samen zum Keimen zu überreden! Mal schauen, was passiert!

      3 Wochen später:

      Bei meinem Test sind die Erdbeerscheiben einfach nur verschimmelt und das war´s dann.

      Erdbeere verschimmelt auf Erde

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Flop. Das war nichts und die Vermehrung über Ableger ist sowieso viel einfacher.

      Daumen runter!

      #9: Karotte nachwachsen lassen

      Der Regrowing Hack:

      Vom oberen Teil einer Karotte schneidest du ca. drei Zentimeter ab und legst das Stück Karotte auf einen Teller mit Wasser. Daraus wächst neues Möhrengrün und es bilden sich neue Wurzeln aus.

      Regrowing_Möhre_auf_Teller

      Meine Bewertung:

      Das könnte klappen! Wenn du Möhrengrün magst, ist das eine tolle Methode, um mehr davon zu bekommen. Ehrlich gesagt haben wir aber immer schon sooo viel Möhrengrün von unseren Karotten, dass wir sowieso nicht wissen, was wir damit alles machen sollen. :)

      3 Wochen später:

      Drei Wochen später sieht mein Test ein wenig armselig aus. Ein kleines süßes Möhrenblatt hat sich zwar gebildet, aber dafür lohnt sich die Mühe nicht. Und Wurzeln kann ich überhaupt keine entdecken.

      Möhre_und_Lauch-im-Wasserglas

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Top, weil sich etwas getan hat.

      Flop, weil das wirklich armselig war und die Mühe nicht wert ist. Es haben sich keine Wurzeln gebildet. Vielleicht hätte ich noch mehr Geduld haben müssen, aber wenn Hacks so lange dauern, bis ein Ergebnis zu sehen ist, sind es keine coolen Hacks!

      Daumen waagrecht mit Tendenz nach unten. ;)

      #10: Tomatenscheiben in die Erde pflanzen

      Der Regrowing Hack:

      Du setzt eine Tomatenscheibe in die Erde. Daraus wachsen dann neue Tomatenpflanzen.

      Regrowing_Tomaten_im_Topf

      Meine Bewertung:

      Das kann funktionieren! Ich habe nur wie schon bei der Paprika Bedenken, dass zu viel organisches Material in der Erde schimmelt und den Pflänzchen schaden könnte.

      3 Wochen später:

      Gaanz viel neue Tomatenpflänzchen sind gewachsen! Jippie!

      Du solltest aber – wie auch bei der Melone – beachten, dass viele Tomaten aus Hybridsaatgut gezogen werden. Wenn du also neue Pflänzchen aus gekauften Tomaten ziehen möchtest, frag auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen nach, ob die Tomaten von samenfestem Saatgut sind. 

      Regrowing_Tomatenpflänzchen

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Top! So kannst du viele Jungpflanzen heranziehen.

      Daumen nach oben! Ich bin positiv überrascht! :)

      #11: Neue Blütenpracht

      Der Regrowing Hack:

      Eine verwelkte Schnittblume in die Erde stecken und die Blüte abschneiden. Aus dem Stängel treibt eine neue Blüte aus.

      Regrowing_Rosenstängel_in_Pflanztopf

      Meine Bewertung:

      Ich bin nicht so der Blumenexperte und hab keine Ahnung, ob das klappt. Ich probiere es mal mit einer Rose aus.

      Meine Erfahrung:

      Nach drei Wochen ist der Stängel einfach vertrocknet und es ist nichts weiter passiert. Ob das mit anderen Blumensorten funktioniert? Hast du das schon mal ausprobiert? Das würde mich sehr interessieren!

      vertrocknete_Rose

      Regrowing Challenge Top oder Flop:

      Flop. Das hat überhaupt nicht geklappt und es ist schade um die schöne Rose!

      Daumen nach unten!

      Du siehst: Angeblich mega tolle Hacks, haben nicht immer was mit der Realität zu tun. Am besten hinterfragst du immer, ob das, was du da siehst, nicht doch geschummelt ist. Aber es war super spannend und lehrreich, diese Hacks auszuprobieren! :)

      Die ganzen Hacks habe ich übrigens aus diesem Video:

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      Mehr Informationen

      Wenn du die vorgestellten Gemüse doch lieber in dein Beet pflanzen möchtest, dann schau dir gerne die dazugehörigen Gemüse-Steckbriefe an, die ich für dich erstellt habe:

      Karotte

      Tomate

      Paprika

      Knoblauch

      Welche Regrowing-Gartenhacks hast du schon ausprobiert? Ich freue mich, von dir zu hören!

      Joghurt selber machen

      Joghurt selber machen in vier einfachen Schritten

      Meckert, muht oder blökt dein Joghurt? ;)

      Ob nun aus Ziegenmilch, Kuhmilch oder Schafsmilch – Joghurt ist super, super lecker! Bei vielen Anleitungen zum Joghurt selber machen brauchst du einen Joghurtbereiter und Joghurtferment. Aber das geht auch viel einfacher!

      Ich zeige dir in diesem Artikel, wie du in vier Schritten richtig leckeren Joghurt easy peasy selber machen kannst – ganz ohne zusätzliches Equipment.

      Hier schreibt übrigens nicht Marie, sondern Charlotte. Ich studiere ökologische Landwirtschaft und mache mein Praxissemester bei Wurzelwerk. Und weil ich super gerne koche und backe, habe ich mir für meinen Gastartikel das Thema „Joghurt selber machen“ ausgesucht.

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      Selbst gemachter Joghurt schmeckt viel besser als gekaufter Joghurt und ist auch noch gesünder, weil du auf Zucker, Aromastoffe und andere Zusätze verzichten kannst.

      Außerdem sparst du eine Menge Verpackungsmüll! Du füllst deinen Joghurt in Gläser ab, die du immer wieder verwendest, und hast keine Plastikbecher, Aludeckel und Pappumhüllungen zu entsorgen.

      Warum Ziegenmilch?

      In meiner Anleitung habe ich Milch von Maries Ziegen verwendet, du kannst aber auch jede andere Milch nehmen. Viele Menschen vertragen Ziegenmilch besser als Kuhmilch. Das liegt daran, dass sie weniger Casein und dafür mehr Albumine enthält, die leichter verdaulich sind.

      Das Vorurteil, dass Ziegenmilch streng schmeckt, stimmt übrigens nur bedingt. Frische Ziegenmilch hat keinerlei Ziegengeschmack, wenn man beim Melken sauber arbeitet und die Milch danach gut kühlt. Also wenn du jemanden kennst, der oder die Milchziegen hält, frag doch mal nach, ob du ein bisschen Milch stibitzen darfst. ;)

      Du träumst davon, selber Ziegen zu halten? Dann schau gern bei diesem Artikel vorbei „Die fünf besten Ziegenrassen für Selbstversorger

      Joghurt selber machen_Ziege

      Joghurt selber machen Schritt 1: Zutaten und Equipment bereitstellen

      Für deinen eigenen Joghurt brauchst du folgende Zutaten:

      • 1l Milch (je höher der Fettgehalt, desto cremiger wird dein Joghurt)
      • 100 g Naturjoghurt
      • 1 Topf
      • 1 Schneebesen
      • 1 Schüssel oder sterilisierte Gläser zum Abfüllen für deinen fertigen Joghurt
      • Thermometer
      • Decke oder Küchenhandtücher zum Warmhalten
      Joghurt selber machen_Abkochen

      Joghurt selber machen Schritt 2: (Ziegen-) Rohmilch abkochen

      Durch das Abkochen der Rohmilch sorgst du dafür, dass du keine krankmachenden Keime in deinem Joghurt hast. Wenn deine Rohmilch einwandfrei ist, kannst du diesen Schritt aber auch überspringen.  

      Für das Abkochen füllst du deine Rohmilch in einen Topf und erhitzt sie unter Rühren für zehn Minuten auf 90° C. Dann nimmst du die Milch vom Herd und lässt sie auf 45° C abkühlen. Bei dieser Temperatur haben die Milchsäurebakterien nämlich optimale Arbeitsbedingungen und verwandeln deine Milch fleißig in super leckeren Joghurt. Und das ist ja der Sinn der Sache! ;)

      Wenn die Milch heißer ist, werden die Milchsäurebakterien abgetötet und können keinen Joghurt machen. Wenn sie viel kühler ist, dauert es länger, bis du deinen Joghurt endlich löffeln kannst!

      Damit das Abkühlen schneller geht, kannst du die Milch auch in ein sauberes hitzebeständiges Gefäß umfüllen.

      Pssst: Wenn du pasteurisierte Milch aus dem Supermarkt verwendest, brauchst du sie nicht abzukochen. Du erwärmst sie einfach auf 45° C und machst mit Schritt 3 weiter!

      Joghurt selber machen_Starterkultur

      Joghurt selber machen Schritt 3: Milch und Joghurt vermischen

      Wenn die Milch auf 45° C abgekühlt ist, gibst du den Joghurt unter Rühren dazu, bis alles gut vermischt ist. Dafür nimmst du für den ersten Ansatz gekaufen Naturjoghurt ohne Zusätze. Die Fettstufe kannst du frei wählen.

      Anders als häufig zu lesen ist, brauchst Du keinen Ziegenmilchjoghurt als Starterkultur, wenn du Ziegenmilch verwendest. Solange du keine Unverträglichkeiten gegen Kuhmilch hast, kannst du auch Kuhmilchjoghurt nehmen.

      Im Reformhaus oder online gibt es auch spezielle Joghurtkulturen als Starter zu kaufen. Es geht aber genauso gut mit frischem Joghurt. ;)

      Joghurt selber machen Schritt 4: Joghurt abfüllen und reifen lassen

      Das Milch-Joghurtgemisch füllst du nun in kleine Joghurtgläschen oder in eine Schüssel und verschließt sie mit einem Deckel. Damit sich weniger Wasser auf deinem Joghurt absetzt, kannst du ein Küchentuch zwischen Schüssel und Deckel einklemmen.

      Dein Joghurt muss jetzt 8-12 Stunden oder über Nacht bei ungefähr 20° C reifen bzw. fermentieren. Joghurt aus Ziegenmilch braucht dafür 10-15 Stunden, bei Joghurt aus Kuhmilch reichen auch 8-10 Stunden aus.

      Während dieser Brutzeit vermehren sich die Milchsäurebakterien und wandeln Zucker in Milchsäure um. So entsteht der typische säuerliche Geschmack und der Joghurt wird schön dickflüssig. 

      Wenn du deinem Joghurt keine 20° C bieten kannst oder den Reifungsprozess beschleunigen willst, wickelst du die Gläser in ein Geschirrhandtuch und stellst sie in den auf maximal 50 Grad vorgeheizten Backofen. Dann lässt du sie entweder bei ausgeschaltetem Ofen über Nacht reifen oder du machst es tagsüber und regelst die Ofentemperatur ab und zu durch an- und ausschalten.

      Es geht aber auch noch einfacher und sogar ganz ohne Ofen: Dafür wickelst du die Gläser in warme Decken oder Küchenhandtücher und stellst sie neben die Heizung oder auf eine Wärmflasche, sodass dein Joghurt richtig schön eingekuschelt ist.

      Nach der Reifung musst du deinen Joghurt ungefähr vier Stunden kühl stellen, denn dadurch bekommt er seine feste Konsistenz. Während der Abkühlphase solltest du Erschütterungen vermeiden. Wenn du den Joghurt nämlich während der Reifungsphase viel bewegst, trennt sich die Molke ab und der Joghurt wird nicht richtig fest.

      Joghurt selber machen_Topping

      Wenn du deinen Ziegenmilchjoghurt fester magst

      Ziegenmilchjoghurt ist generell flüssiger als Kuhmilchjoghurt. Es gibt aber zwei Möglichkeiten, deinen Joghurt fester zu machen:

      Zum einen kannst du die Milch im Vorhinein etwas einkochen lassen, sodass Wasser verdampft und sich die Trockenmasse erhöht. Oder du gibst zur Milch zwei Esslöffel Milchpulver pro Liter. Das kann sowohl Kuhmilch- als auch Ziegenmilchpulver sein. Der macht den Geschmack allerdings deutlich intensiver.

      Kuhmilch hat übrigens von vorneherein mehr Trockenmasse als Ziegenmilch. Deshalb wird Joghurt aus Kuhmilch automatisch fester.

      So, das war`s schon – jetzt hast du nur noch die Qual der Wahl, mit welchem Topping du deinen Joghurt genießen möchtest. Frische Beeren, Nüsse oder soll es doch lieber Honig sein? 

      Egal, wofür du dich entscheidest, es wird bestimmt lecker sein! Guten Appetit! :)

      Feuer gefangen? Auf Wurzelwerk. findest du noch viele weitere Selbstversorger- Rezepte, hier schon mal ein kleiner Appetizer:

      Richtig gutes Sauerteigbrot backen

      Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

      Sauerkraut selber machen im Glas oder Steintopf

      Aus welcher Milch möchtest du deinen Joghurt selber machen? Ich freue mich über Kommentare!

      Brokkoli pflanzen

      Brokkoli pflanzen und ernten – Die ultimative Anleitung!

      Du möchtest zum ersten Mal Brokkoli pflanzen in deinem Garten? Dabei solltest du einiges beachten, damit du ganz bald dicke, fette Brokkolis ernten kannst. Brokkoli anzubauen, ist zwar nicht suuuper kompliziert, aber gewisse Ansprüche hat er schon.

      Deswegen kommt hier meine komplette Anbau-Anleitung. Dann musst du deinen Brokkoli bald nicht mehr einkaufen, sondern du gehst einfach in deinen eigenen kleinen Freiluft-Supermarkt hinterm Haus, wenn du gerade Appetit auf Brokkoli hast und erntest ihn direkt frisch vom Beet.

      Also: Legen wir gleich los! ;)

      Brokkoli pflanzen
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      Die besten Brokkoli-Sorten

      Brokkoli „Calinaro“ hat eine schnelle Entwicklungszeit und ist besonders für den Herbstanbau geeignet. Er schmeckt mild-fein und hat dunkelgrüne Knospen.

      Die Sorte „Ramoso Calabrese“ stammt aus Kalabrien und entwickelt einen starken Haupttrieb mit einem mittelgroßen dunkelgrünen Kopf. Nach der Ernte bildet er immer wieder viele Seitentriebe aus, die du bis zum Herbst ernten kannst.

      Wie viel Brokkoli pflanzen?

      Wenn du fünf bis sieben Brokkoli-Pflanzen pro Person anbaust, hast du ausreichend Brokkoli, um dich damit selbstzuversorgen.

      Gute Mischkulturpartner für Brokkolipflanzen

      Rote Bete, Sellerie und Aubergine sind tolle Beetpartner. Wenn du einen späten Satz Brokkoli im August pflanzt, kannst du vorher in dem Beet noch Erbsen oder Kartoffeln anbauen.

      Eine mit cleveren Mischkulturen gespickte Anbauplanung lohnt sich sooo sehr beim Management von Schädlingen und um die Beete effektiv zu nutzen. Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und welche eher nicht, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen – da siehst du auf einem Blick, welche Gemüse sich gerne miteinander verkuppeln lassen. ;)

      Ideale Bedingungen zum Brokkoli pflanzen

      Brokkoli wächst am liebsten auf tiefgründigen Böden mit einer guten Bodenstruktur und hohem Humusgehalt. Wir haben super gute Erfahrungen gemacht, ihn auf unseren Kompostbeeten anzubauen, die obendrein super schnell angelegt und sehr pflegeleicht sind.

      Brokkoli vorziehen oder direkt ins Beet säen?

      Brokkoli sollte unbedingt im Haus vorgezogen werden. So hat er einen Wachstumsvorsprung und du kannst den Pflanzabstand besser bestimmen.

      Fünf bis sieben Wochen vor der Auspflanzung säst du deinen Brokkoli im Haus aus. Wie du kräftige und vitale Jungpflanzen vorziehst, kannst du in meinem Artikel „Tipps und Tricks für die Jungpflanzenanzucht“ nachlesen.

      Brokkoli pflanzen

      Wann Brokkoli pflanzen?

      Sobald der Boden warm genug ist, ungefähr ab März, kannst du deine Zöglinge ins Leben entlassen und sie nach draußen ins Beet pflanzen.

      Dabei sollten deine Pflanzen einen Abstand von 50 x 50 cm wahren, damit sie sich vom Nachbarn nicht bedrängt fühlen.

      Wenn du die zeitigen Frühjahrssätze, die Mitte März gepflanzt werden, im Gewächshaus oder in einem Mini-Tunnel anbaust, sind sie richtig früh im Jahr erntebereit.

      Und hier kommt noch ein super cooler Trick: Wenn du deine Anzucht “staffelst”, also zum Beispiel alle vier bis sechs Wochen neue Brokkoli-Pflanzen aussäst (und dann entsprechend auspflanzt), kannst du die ganze Saison über große und dicke Brokkoli-Blüten schlemmen – mhhh!

      Beete zum Brokkoli pflanzen vorbereiten

      Am besten lockerst du den Boden vor der Pflanzung mit einer Grabegabel oder Grelinette, ohne den Boden zu wenden. Ich gebe gerne Hornspäne oder Schafwollpellets als Langzeitdünger mit ins Pflanzloch, dann ist der immer hungrige Brokkoli erstmal versorgt.

      Brokkoli anbauen: Die Pflege

      Sobald die Pflanzen zehn Zentimeter hoch sind, kannst du sie zum ersten Mal mulchen. Später im Jahr mulche ich dann ein zweites Mal, so dass die Mulchdecke insgesamt 15 bis 20 cm dick ist.

      Nach vier bis sieben Wochen wird es Zeit, deinen kleinen Nimmersatt-Brokkoli noch einmal zu düngen. Dazu nimmst du Brennnesseljauche oder einen biologischen Flüssigdünger.

      Wie alle Kohlarten hat auch der Brokkoli eine Menge fieser Schädlinge. Deswegen ist es wichtig, dass du deine Pflanzen mit einem engmaschigen Insektenschutznetz abdeckst, das diese Übeltäter aus deinen Beeten aussperrt. Im biologischen Anbau hast du ohne Netz leider kaum eine Chance, deinen Kohl unbeschadet bis zur Ernte zu bringen.

      Brokkoli pflanzen

      Wann Brokkoli ernten?

      Wenn der Kopf gut ausgebildet ist und sich die Blüten noch nicht geöffnet haben, ist Erntezeit! Sollten deine Pflanzen schießen, bevor du zur Ernte kommst, ist das halb so wild. Die geschossenen Blüten eignen sich nämlich perfekt für einen Salat. Yummy!

      Du willst mit super wenig Aufwand ganz viel Brokkoli ernten? Dann lass die Brokkoli-Pflanzen nach der Ernte der Hauptblüte einfach im Beet stehen. Auf diese Weise kannst du ohne viel Zutun noch gaanz viele weitere Sprösschen von deiner Pflanze ernten und –pssst die kleinen Sprossen schmecken genauso gut wie die Großen. ;)

      Krankheiten und Schädlinge von Brokkoli

      Die mehlige Kohlblattlaus, die Kohldrehherzmücke und die kleine Kohlfliege versuchen gern, sich deinen leckeren Brokkoli einzuverleiben, bevor du es tun kannst. Mit einem engmaschigen Insektenschutznetz machst ihnen aber einen gründlichen Strich durch die Rechnung!

      Bei den Krankheiten ist vor allem die Kohlhernie ein Problem. Das ist ein Pilz, der die Kohlwurzeln befällt und sie knotig und dick werden lässt. Die Pflanze kann keine Nährstoffe mehr aufnehmen und beginnt zu welken. Wenn du eine Fruchtfolge von sechs Jahren einhältst, kannst du dieser Krankheit bequem aus dem Weg gehen.

      Pflanzt du auch Brokkoli in deinem Garten an? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Lass mir gern einen Kommentar da! :)

      Na, möchtest du noch ein bisschen auf dem Blog stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

      Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

      Gurken richtig ausgeizen: Alles, was du wissen musst!

      Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      mischkultur-partner-tomaten

      Die 8 wirksamsten Mischkultur-Partner für Tomaten!

      Du baust Tomaten in deinem Garten an, aber die werden schon früh im Jahr von Krankheiten oder Schädlingen befallen? Dann probiere es unbedingt aus, deine Tomaten in Mischkultur zu pflanzen!

      Die richtigen Beet-Partner schützen deine Tomaten nämlich nicht nur vor lästigen Schädlingen und Krankheiten, sondern gemeinsam nutzen sie auch die Nährstoffe im Boden optimal aus und so beugst du Bodenmüdigkeit vor.

      Und dann heißt es: Bye-bye, Weiße Fliegen und Blattläuse! Die Ernte gehört jetzt wieder mir und meinen Liebsten!” ;)


       Mit welchen Beetnachbarn die Tomate am liebsten verkuppelt wird und welchen Einfluss die Mischkultur-Partner aufeinander haben, habe ich hier für dich zusammengefasst.

      Mischkultur-Partner-Tomaten
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      Mischkultur mit Tomaten – Wer geht mit wem ins Beet? ;)

      Kuppelpartner #1 Bohnen 

      Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an: Tomaten sind richtige Vielfraße, wohingegen Bohnen zu den genügsamen Schwachzehrern gehören. In Kombination ergänzen sich die beiden super.

      Bohnen können nämlich in Symbiose mit Bakterien, Stickstoff aus der Luft in eine pflanzenverfügbare Form bringen. Und über eine gute Stickstoffversorgung freuen sich deine hungrigen Tomaten sehr. 

      Ein weiterer Grund, weshalb die beiden Kandidaten super gut nebeneinander ins Beet passen, ist, dass sie den gleichen Standort bevorzugen. Bohnen und Tomaten sind echte Sonnenanbeter und können beide Staunässe absolut nicht ausstehen.

      Nicht nur die Tomaten haben Vorteile von dieser Beziehung. Auch die Bohne ist von der Tomate als Mischkulturpartner angetan, weil sie mit ihrem intensiven Duft die Blattläuse von der Bohne fernhält.

      Kleiner Tipp: Es gibt sowohl Tomaten- als auch Bohnen-Sorten, die ordentlich in die Höhe schießen können. Platziere sie also mit ausreichend Abstand zueinander, damit sie sich nicht gegenseitig das Sonnenlicht klauen. Praktisch ist, an der Südseite deiner Tomaten eine Reihe Buschbohnen zu pflanzen, die bleiben niedrig und klauen deinen Tomaten kein Licht. ;)

      Kuppelpartner #2 Salat

      Eine ausgewachsene Tomate, voll beladen mit vielen leckeren Früchten, kann ganz schön viel Platz im Beet beanspruchen. Die anspruchslosen Salate brauchen jedoch weder viel Platz noch große Nährstoffmengen. Und weil sie zudem auch noch gut im Halbschatten wachsen, sind sie richtig, richtig gut als Mischkultur Partner für Tomaten geeignet.

      mischkultur-partner-tomaten

      Vor allem Feldsalat, Rucola und Pflücksalate kannst du wunderbar unter deinen Tomatenpflanzen aussäen.

      Wenn du den etwas ausladenderen Kopfsalat zwischen deinen Tomaten anbauen willst, mach das, solange deine Tomatenpflanzen noch klein sind. Bevor sie den Platz selbst brauchen, kannst du den Salat auch schon ernten.

      Die Salate zwischen den Tomaten sorgen durch ihre Wurzeln für lockere Erde und bedecken mit ihrer Blattmasse immer schön den Boden, sodass im Sommer viel weniger Wasser verdunstet. Dieser Form des Nachbarschaftsanbaus wird auch als „Lebendmulch-System“ bezeichnet. Die Tomate ist in diesem Fall die Hauptfrucht und die Salate sind die Untersaat. :)

      Übrigens: Wenn du auch für andere Gemüse in deinem Garten passenden Beetpartner zum Verkuppeln suchst, dann schau gerne mal bei diesem Artikel vorbei: 28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner.

      Kuppelpartner #3 Sellerie

      Tomaten und Sellerie ergeben nicht nur eine leckere Suppe, sie passen auch im Beet wunderbar zusammen. Sellerie ist zwar ebenfalls ein Starkzehrer, macht sich aber trotzdem super als Mischkultur-Partner, denn die Beiden halten dir gemeinsam die Blattläuse vom Beet!

      Kuppelpartner #4 Kohlgewächse

      Hast du dich auch schon mal geärgert, weil die gefräßigen Raupen des Kohlweißlings deine halbe Kohlernte verspeist haben? In kürzester Zeit können diese Raupen wirklich alles kahlfressen. Damit es erst gar nicht dazu kommt, pflanzt du am besten ausreichend Tomaten neben deine Kohlpflanzen.

      Der starke Duft der Tomate hält die Falter nämlich davon ab, ihre Eier an die Blattunterseite deiner Kohlpflanzen zu legen! Ziemlich cool, oder? :)

      Kuppelpartner #5 Zwiebeln und #6 Knoblauch

      Diese beiden Zwiebelgewächse lieben genau wie die Tomate ein sonniges und warmes Plätzchen. Neben den Tomaten gepflanzt, vertreibt ihr starkes Aroma zahlreiche Schädlinge, wie zum Beispiel die weiße Fliege. Auch Lauch wirkt auf diese Weise und passt deshalb ebenfalls hervorragend neben deine Tomaten.

      Wenn du deinen Tomaten zu neuen Höchstformen verhelfen möchtest, lad dir gerne meinen Tomaten-Guide herunter, in dem ich alle meine Tipps für dich zusammengefasst habe. Da ist eine dicke Ernte sicher. ;)

      Hol dir den Tomaten-Masterplan!

      Bist du auch so Tomaten verliebt und bekommst eigentlich nie genug von den leckeren roten Früchten? Dann lade dir meinen Tomaten-Masterplan herunter, mit dem du die Königin der Gemüsegärten bestens anbauen und pflegen kannst.

      Im Masterplan findest du eine komplette Schritt für Schritt Anleitung für eine dicke Tomatenernte und meine liebsten Tipps, Tricks und Sorten gibt´s obendrauf.

      Alles, was du wissen musst: Von der Aussaat übers Pikieren, Pflanzen, Pflegen und Ernten, habe ich für dich kompakt zusammengefasst. Also trag dich gerne hier ein, um den Tomatenplan runterzuladen:

      Tomaten – Mischkultur mit Kräutern

      Nicht nur zu verschiedenen Gemüsen gesellt sich das Nachschattengewächs gern, auch ein paar Kräuter hat die Tomate ins Herz geschlossen:

      Kuppelpartner #7 Basilikum

      Tomate – Mozzarella mit frischen Basilikumblättern ist nur ein guter Grund das Nachtschattengewächs neben dem aromatischen Kraut anzubauen. Basilikum peppt nämlich nicht nur deine Sommerküche auf, er hält deinen Tomaten auch Mehltau und die Weiße Fliege vom Hals und kann deswegen schon als echter Tomaten-Schutzpatron bezeichnet werden! 

      Und es heißt auch, dass die Nachbarschaft zu Basilikum Tomaten aromatischer machen soll. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen – selbst angebaute Tomaten sind ja ohnehin unvergleichlich viel besser als die aus dem Supermarkt. ;)

      Kuppelpartner #8 Petersilie

      mischkultur-partner-tomate

      Während ich beim Duft von Petersilie von Risotto oder Taboulé zu träumen beginne, denken sich die Läuse, die gerade auf dem Weg zur Tomate waren: Nichts wie weg hier. Keine Frage also, dieses aromatische Kraut ist als Mischkultur-Partner für die Tomate bestens geeignet.

      Pssst: Wenn du zum echten Tomaten-Experte werden willst, dann schmöker doch mal eine Runde in der nachfolgenden Liste. Dort habe ich meine liebsten Tomaten-Artikel für dich zusammengetragen, mit denen du in Nullkommanix zum echten Anbauprofi wirst. ;)

      Die 5 besten Tomatensorten: alte, robuste, leckere Tomaten pflanzen!

      Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

      Die beste Art, Tomaten zu pflanzen – im Freiland & Gewächshaus!

      Tomaten im Topf pflanzen: die 11 wichtigsten Schritte!

      Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Dünger?

      Tomatenpflanzen ausgeizen + Tipps zur Tomaten-Pflege!

      Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

      Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte!

      Kennst du noch andere tolle Mischkultur – Partner für die Tomate? Oder hast du vielleicht mit den oben genannten bereits Erfahrungen gesammelt? Erzähl mir gerne davon in den Kommentaren. :)

      Weiße Fliege

      Weiße Fliege bekämpfen: So wirst du sie los!

      Bist du hier, weil du wissen willst, wie du die Weiße Fliege bekämpfen und loswerden kannst – ganz ohne Chemie? Dann bist du genau richtig! Ich verrate dir nämlich all meine Tipps und Tricks rund um den kleinen Plagegeist im Gemüsebeet!

      Inhaltsverzeichnis:
      Weiße Fliege bekämpfen: So erkennst du sie!
      Auf welchen Pflanzen solltest du die Weiße Fliege bekämpfen?
      Wie schadet die Weiße Fliege deinem Gemüse?
      Weiße Fliege Vorbeugen statt Bekämpfen!
      Mit Hausmitteln die Weiße Fliege bekämpfen

      Bestimmt kennst du auch eine Gespenstergeschichte, in der eine weiße Frau ruhelos umherspukt und Unglück verbreitet. Eine ganz reale weiße Erscheinung, die im Gemüsegarten eine Menge Murks veranstaltet, ist die Weiße Fliege.

      Obwohl es eine sehr kleine Weiße Fliege ist, kann sie deinem Gemüse ganz schön zusetzen und deine Ernte gefährden, wenn du nichts gegen sie unternimmst. Hast du sie in deinem Beet entdeckt? Dann steht ‚Weiße Fliege bekämpfen‘ jetzt ganz oben auf deiner To-Do-Liste!

      Aber keine Sorge: Es gibt ganz einfache Methoden und Hausmittel, mit denen du dein Gemüse vor diesem hartnäckigen Schädling retten und so dem Unwesen schnell ein Ende bereiten kannst – und zwar BEVOR ein Unglück geschieht. ;)

      Pssst: Schon gewusst? Ganz viele Schädlingen kannst du durch eine clevere Anbauplanung aus deinem Garten fern halten. In meinem Artikel 28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner zeige ich dir, wie du mit den passenden Beetpartnern Schädlingen das Leben schwer machst und eine fette Ernte einfährst!

      Welche Gemüse dabei im Beet richtig gut zusammen funktionieren, siehst du in dieser Mischkulturtabelle auf einen Blick!

      Weiße Fliege bekämpfen: So erkennst du sie!

      Schauen wir uns den Spuk doch mal bei Tageslicht an: Die Weiße Fliege ist zwei bis drei Millimeter groß und hat weiße, mit Wachsstaub bedeckte Flügel. Die Spannweite ihrer Flügel beträgt ungefähr fünf Millimeter.

      An der Unterseite der Blätter entdeckst du bei einem Weiße-Fliege-Befall ovale Eier. Die sind ungefähr 0,2 Millimeter groß und erst gelb-grün und später dunkel gefärbt.

      Sobald ihr Gefahr droht, stößt sie sich mit ihren kräftigen Hinterbeinen ab und flüchtet. Wenn du also auffliegende weiße Punkte in deinem Gemüsebeet bemerkst, kannst du sicher sein, dass du viele ungebetene Gäste auf deinen Pflanzen hast.

      Weiße Fliege bekämpfen: so sieht sie aus!

      Auf welchen Pflanzen solltest du die Weiße Fliege bekämpfen?

      Die Weiße Fliege ist nicht besonders wählerisch – auf ihrem Speiseplan stehen eigentlich alle Pflanzen, bevorzugt aber Kohl, Gurken, Tomaten und Bohnen. Dort wirst du sie also besonders oft finden.

      Die kleinen Plagegeister gehören übrigens zu den Mottenschildläusen und damit zu den Pflanzenläusen. Wenn du in deinem Garten auch mit anderen Blattläusen zu kämpfen hast, schau gerne mal hier vorbei: Die 4 wirksamsten Tipps gegen Blattläuse – ohne Chemiekeule!

      Falls du Schildläuse auf deinen Pflanzen entdeckt hast, erfährst du in diesem Artikel, wie du sie wieder loswirst.

      Wie schadet die Weiße Fliege deinem Gemüse?

      Die Larven der Weißen Fliege saugen Pflanzensaft aus den Blättern, wobei sie auch richtig fiese Viren übertragen können.

      Auf der Blattoberseite entstehen dadurch weiß-gelbe Sprenkel. Auf der Blattunterseite findest du eine Wachsschicht und mittendrin die kleine Übeltäterin – mit vielen, vielen Eiern um sich herum.

      Blätter und Stiele der befallenen Pflanze sind außerdem mit einer süßen, pappigen Schicht, dem Honigtau, verklebt. Die Larven der Weißen Fliege können nämlich den im Pflanzensaft enthaltenen Zucker nicht verwerten und scheiden ihn wieder aus. Dadurch entsteht dieser klebrige Belag auf den Blättern, den die sogenannten Rußtaupilze richtig lecker finden.  

      Bei so einem reichhaltigen Buffet siedeln sich die Rußtaupilze dann liebend gerne an– und schon hat dein Gemüse mit dem nächsten Widersacher zu kämpfen.

      Die Blätter vergilben und fallen ab, die Pflanze leidet unter Wachstumsstörungen und Früchte haben Missbildungen – da blutet einem das Gärtnerherz, oder?

      Weiße Fliegen auf Blattunterseite

      Weiße Fliege Vorbeugen statt Bekämpfen!

      Damit du erst gar nicht durch Weiße-Fliege-Wolken in deinen Beeten laufen musst, habe ich ein paar Tipps für dich, wie du diesen Schädling von deinem leckeren Gemüse fernhalten kannst:

      • Engmaschige Gemüseschutznetze sorgen dafür, dass die Weiße Fliege keine Eier an den Blättern ablegen kann. Du solltest aber trotzdem regelmäßig kontrollieren, ob sich nicht doch ein paar hartnäckige Exemplare unter das Netz geschummelt haben und sich dort in aller Ruhe vermehren!
      • Hecken, Trockenmauern und Insektenhotels sind außerdem nicht nur super schöne Gestaltungselemente im Garten, sondern bieten den natürlichen Feinden der Weißen Fliege auch ein tolles Zuhause. Da ziehen die gerne ein und lassen sich in deinem Garten nieder. Marienkäfer, Schlupfwespen und Spinnen haben die Weiße Fliege zum Fressen gern und du bietest ihnen ein reichliches Nahrungsangebot – eine Win-Win-Situation! ;)
      • Die Weiße Fliege liebt hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 23 Grad Celsius, sowie windstille und geschützte Orte. Diese Beschreibung kommt dir bekannt vor? Richtig, das sind genau die Bedingungen, die in deinem Gewächshaus herrschen.
        Wenn du die Weiße Fliege nicht in dein Gewächshaus einladen, sondern sie loswerden möchtest, solltest du deshalb regelmäßig für Durchzug sorgen und sehr heiße Temperaturen durch Beschattung und Lüften vermeiden.
      • Außerdem ist die Weiße Fliege ein Sensibelchen, was Gerüche betrifft: Den Duft einiger Pflanzen kann sie nicht ausstehen und bleibt weg. Deshalb kannst du die Weiße Fliege durch die richtigen Beetpartner elegant davon abhalten, sich über dein leckeres Gemüse herzumachen. Hast du deine Mischkulturtabelle schon heruntergeladen, um deine Gemüsepflanzen miteinander zu verkuppeln?
      • Einfach, aber genial! Die Weiße Fliege bekämpfen kannst du auch mit den ausgegeizten Trieben deiner Tomatenpflanzen! Leg sie dafür einfach zwischen deine Gemüsepflanzen. Damit verjagst du nicht nur die Weiße Fliege, sondern mulchst auch gleich noch dein Beet. Clever, oder? ;)

      Mit Hausmitteln die Weiße Fliege bekämpfen

      Wenn du jetzt aber schon eine Schädlingsarmada in deinen Beeten hast, mach dir keine Sorgen: Es gibt einige Hausmittel gegen die Weiße Fliege, die dafür sorgen, dass du sie ganz schnell wieder loswirst:

      • Pflanzen mit festen Blättern kannst du mit einem harten Wasserstrahl abspritzen, weiche Blätter wischst du mit einem feuchten Tuch ab. Die Weiße Fliege und ihre Larven sitzen vor allem an der Blattunterseite – darum musst du sorgfältig arbeiten.
      • Du kannst aber auch Pflanzenteile, an denen sich Eier, Larven und Fliegen befinden, einfach abschneiden und in der Biotonne entsorgen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass es auch unbefallene Teile an deiner Pflanze gibt. ;)
      • Oder du verwendest selbstgemachte Spritzbrühen, damit kannst du auch die hartnäckigsten Weißen Fliegen bekämpfen. Dafür hackst du zum Beispiel zwei Zehen Knoblauch klein und übergießt diesen mit heißem Wasser. Wenn alles gut abgekühlt ist, seihst du die Brühe ab und füllst sie in eine Sprühflasche.
      • Auch eine Schmierseifenlösung aus einem Liter Wasser und 25 g Schmierseife hilft gegen die Weiße Fliege. Wenn du das Wasser erhitzt, löst sich die Seife besser auf. Dann musst du aber alles gut abkühlen lassen, bevor du dich ins Getümmel stürzt ;)
      • Du kannst dein Gemüse auch mit verdünntem Neemöl spritzen. Neemöl wird aus den Samen des Neembaums gewonnen. Es tötet Larven und Puppen und die ausgewachsenen Tiere hören auf, deine Pflanzen auszusaugen. Wenn es geregnet hat, musst du die Behandlung wiederholen, denn das Wasser wäscht das Neemöl von den Pflanzen ab. Die richtige Verdünnung ist jeweils auf der Packung angegeben.

      Bei allen Spritzungen solltest du nicht nur die Blattoberseiten, sondern unbedingt auch die Blattunterseiten gründlich ansprühen. Dort sitzen die Weiße Fliege und ihre Nachkommen nämlich am liebsten! 

      Ein bedeckter Tag oder die Abendstunden sind übrigens die besten Gelegenheiten fürs Spritzen mit Hausmitteln. Die Sonne würde dir sonst die nassen Blätter verbrennen.

      Kleiner Tipp fürs Gewächhaus: Dort kannst du die Weiße Fliege bekämpfen, indem du Schlupfwespen kaufst und dort frei lässt. Die wissen dann schon, was zu tun ist! Das ist super effizient, funktioniert im Freiland aber nicht – dort würden die Schlupfwespen sich gleich wieder auf Wanderschaft machen. ;)

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      Du hast den Übeltäter in deinen Beeten entdeckt? Mit meinen Tipps ist das Weiße Fliege Bekämpfen hoffentlich schon ganz bald erfolgreich. Und wenn du ab sofort zusätzlich einfach ein paar Vorsorgemaßnahmen einhältst, bleibt dein Garten in Zukunft bestimmt verschont. Ich drück dir die Daumen!

      Ein kleiner Trost zum Schluss: Auch wenn du die Weiße Fliege in deinem Gemüse hast, kannst du es noch immer essen. Eier und Larven wäschst du einfach gründlich ab. Sollte sich aber der Rußtaupilz schon breit gemacht haben, musst du dein Gemüse leider in der Biotonne entsorgen.

      Übrigens: Es gibt auch suuuuuper nützliche Tierchen im Garten! Wer ‚Freund‘ und wer ‚Feind‘ ist, erfährst du in diesen Artikeln:

      Den Kohlweißling bekämpfen – ganz ohne Chemie

      Maulwurf vertreiben: 9 ultimativ wirksame Methoden!

      Der Regenwurm: Dein Freund und Helfer

      Mit welcher Methode hattest du schon Erfolg beim Weiße Fliege bekämpfen? Ich freu mich auf deine Tipps!

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      Was sind deine großen, wilden Selbstversorger-Träume?

      Wir müssen ja Ende Januar ausziehen. Nach dem letzten Artikel haben uns super viele liebe Nachrichten und Tipps zu Höfen erreicht – Danke, Danke, Danke – Ich bin ganz überwältigt und gerührt von eurer Anteilnahme! :)

      Viele von euch haben auch geschrieben, dass sie daran interessiert sind, wie es mit unserer Reise zum eigenen Selbstversorger-Hof weitergeht. Deswegen kommt heute ein kleines Update dazu, was sich bisher alles ergeben hat.

      Außerdem möchte ich dich gerne einladen, mit mir zusammen deine wildesten Selbstversorger-Ideen zu erträumen. Wenn wir unseren Träumen Raum geben und wissen, was wir wollen, haben all die Ideen nämlich eine viel bessere Chance, auch unsere Wirklichkeit zu werden! :)

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      Wie läuft’s mit der Hofsuche?

      Wir haben uns schon einige der von euch empfohlenen Höfe angeschaut, aber es ist leider richtig schwierig, etwas Passendes zu finden.

      Mein Freund und ich haben nämlich ziemlich unterschiedliche Vorstellungen: Ich möchte am liebsten als SelbstversorgerIn auf dem Land leben. Mit jeder Menge Platz und ganz, ganz vielen Tieren. ;)

      Er möchte gerne in der Stadt wohnen, weil ein Selbstversorger-Hof auf dem Dorf nicht soo sehr sein Ding ist.

      Trotzdem haben wir zwei ganz unterschiedliche Orte gefunden, wo wir hinziehen könnten. Jeder hat seine Vor- und seine Nachteile – wie das eben immer so ist. Ich bin schon soo gespannt, wie es weitergeht damit! Dazu erzähle ich euch gleich noch mehr.

      Komm mit ins Abenteuerland!

      Aber jetzt machen wir uns erstmal auf ins Abenteuerland! Heute ist kein Ziel zu hoch und kein Traum zu groß. Rumspinnen erlaubt! ;)

      Ich lege vor und erzähle euch von meinen Träumen – und ihr müsst mir dann unbedingt in den Kommentaren berichten, wo ihr mit eurer Selbstversorgung hin wollt!

      Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, statt zu lesen, ist hier die YouTube-Variante des Artikels:

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      Mehr Informationen

      Was sind deine Garten -Träume?

      Ich sehne mich schon eeeewig lange nach einem großen Gemüsegarten, der direkt am Haus liegt. Im Moment haben wir nämlich zwei Gärten. Einen Küchengarten direkt am Haus und einen Acker in etwas weiterer Entfernung.

      Der Acker ist so weit weg, dass wir da immer mit dem Auto hinfahren müssen und eigentlich nur ein paar mal im Jahr dort vorbeischauen. Total schade – deswegen freue ich mich schon darauf, irgendwann genug Platz zu haben, um alle Gemüse am Haus anzubauen.

      Und ich möchte unbedingt Bäume pflanzen! Das wäre sogar das allererste, was ich tun würde. Bäume brauchen nämlich ziemlich lange, bis man von ihnen ernten kann.

      Obstbäume, Nussbäume, ein ganzer Nussbaumwald – wäre das nicht genial?

      Ein Naschwald zum Spazierengehen, das Picknick ist dann gleich inklusive! :)

      Da würde ich auch eine Indianerbanane reinsetzen – das ist ein Baum, der bis zu acht Meter hoch wird und mangoartige Früchte trägt. Die schmecken nach einem Mix aus Banane, Ananas, Mango und Vanille. Solche Spinnereien würde ich super gerne ausprobieren, wenn ich mehr Platz hätte! ;)

      Nicht zu vergessen die ganzen Beerensträucher: Himbeere, Stachelbeere, Johannisbeere, Maulbeere oder Kiwibeere.

      Wenn du auch gerade am Träumen bist, schau übrigens gerne auch mal hier vorbei: Selbstversorger-Garten planen: So erstellst du deinen 4-Jahres-Plan.

      Permakultur, Agroforst-Systeme, Keyline Design, regenerative Landwirtschaft – all das finde ich super spannend und möchte super gerne mehr davon ausprobieren in unserem neuen Zuhause.

      Ich hau dir hier die Fachbegriffe um die Ohren, sorry. Aber es geht einfach mit mir durch, wenn ich an all diese Möglichkeiten denke, die wir hätten, falls wir einen Hof mit ganz viel Platz finden.

      Über Wurzelwerk könnte ich dann meine Erfahrungen teilen und so noch viel mehr Leute dazu inspirieren, richtig gutes Essen selber anzubauen und dabei Boden und Natur zu schützen und nachhaltige Anbaumethoden salonfähig machen. :)

      Dürfen es noch ein paar Tiere mehr sein? ;)

      Ein Leben ohne Ziegen kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Unsere Ziegen sind von ganz unterschiedlichen Rassen. Erst hatte ich nur Burenziegen – eine klassische Fleischziegen-Rasse – bin dann aber auf Milchziegen umgestiegen. Wir essen nur sehr wenig Fleisch und können die Milch von den Ziegen viel besser nutzen. Zum Beispiel, um super leckeren Käse oder Joghurt zu machen.

      Burenziege

      Ich habe fast zehn Jahre lang vegan gelebt, weil mir das Tierleid so nahe gegangen ist. Ein guter Kompromiss ist für mich, die Tierhaltung selbst in die Hand zu nehmen. So weiß ich genau, dass wir alles getan haben, um unseren Tieren ein möglichst schönes Leben zu bescheren. Die Zicklein dürfen bei ihren Müttern bleiben und deren Milch trinken. Wir nehmen nur die Milch von unseren Ziegen, die übrig bleibt.

      In Zukunft wollen wir vor allem „Anglo-Nubier“-Ziegen halten. Das sind super freundliche, entspannte Milchziegen mit Schlappohren. Ich habe dieses Jahr endlich zwei Mädels von dieser Rasse und kaufe nächstes Jahr noch einen Bock dazu, um bald eine kleine Herde davon zu haben. :)

      Anglo Nubier-Ziegen

      Wenn du auch Lust auf Ziegenhaltung hast, schau mal hier vorbei: Ziegen halten für Anfänger.

      Mehr Hühner, bitte!

      Unsere Hühnerherde besteht gerade aus fünf Mädels, was ein bisschen wenig ist. Normalerweise haben wir ca. 8 Legehennen. Im Frühling möchte ich also noch ein paar Hennen dazu nehmen.

      Vermutlich übernehmen wir welche von „Rettet das Huhn“. Das ist eine Initiative, die Hennen aus Legebatterien nach ihrer Ausmusterung ein schönes Zuhause gibt. Nach einer kleinen Erholungspause legen die Hennen auch meistens wieder ganz gut Eier, sodass man nebenbei noch ab und zu ein Frühstücksei bekommt.

      Sonst finden wir unsere Hühner auch über Ebay Kleinanzeigen oder übernehmen sie von Leuten, die sie nicht mehr halten können.

      Es gibt soo viele tolle Hühnerrassen. Am liebsten hätte ich von jeder Rasse ein Huhn- oder zwei? ;) Schau mal, das sind die sechs besten Hühnerrassen für einen bunten Eierkorb.

      Kühe?!

      Jipp, richtig gelesen, ich hätte super gerne Kühe. Wer Ziegen melkt, kennt das wahrscheinlich: Ziegenkäse und Ziegenjoghurt sind super lecker, aber Butter und Sahne aus der Ziegenmilch herzustellen, ist ziemlich kompliziert. Deswegen träume ich insgeheim schon länger davon, irgendwann Kühe zu halten, auch wenn ich gleichzeitig ganz schön Respekt davor habe, wie viel Milch man dann ständig verarbeiten muss.

      Kühe finde ich einfach klasse, sie strahlen im Gegensatz zu den quirligen Ziegen so viel Ruhe aus! Mal schauen, ob wir das irgendwann umsetzen können.

      Selbstversorgerträume-kühe

      Außerdem möchte ich auch Gänse, Enten und Kaninchen haben. Aber eins nach dem anderen. Ruhig Blut, Marie. :D

      Da war doch noch mehr…

      Außerdem wäre es super, Solarstrom, ein Windrad zur Erzeugung von eigenem Strom, einem eigenen Brunnen zur Wasserversorgung und einem großen Erdkeller für alle meine geernteten oder haltbar gemachten Gemüse zu haben – kurz:

      Eine autarke, selbstbestimmte und harmonische Lebensgemeinschaft von Mensch, Tier und Natur – das ist mein großer, wilder Selbstversorger-Traum. :)

      Wo ziehen wir hin?

      Tjaaa, bisher haben sich zwei Optionen für uns ergeben, aber fest steht noch nichts.

      Zum einen gibt es einen Bauernhof bei uns in der Nähe mitten auf dem Land.

      Der hat 25 ha Grund, acht Kühe und Kälbchen, acht Schafe und viele Hühner, Gänse und Kaninchen.

      Auf dem Gelände befindet sich auch schon ein Foliengewächshaus und ein Erdkeller. Das Wohnhaus ist auch super gemütlich, es ist ein schnuckeliges, uriges Fachwerkhaus.

      Ich habe da jetzt mal einen Tag mitgearbeitet und das hat mir so viel Spaß gemacht! Ich habe sogar einem Kälbchen auf die Welt geholfen – ein wundervoller Augenblick.

      Jetzt sagst du, das ist eigentlich genau das, wovon ich weiter oben so geschwärmt habe?

      Ja, stimmt. Aber es ist ein paar Nummern größer, als ich dachte, und das macht mir ernsthaft Angst. Wir müssten den Hof unbedingt verkleinern, damit er für uns zu bewältigen ist.

      Aber es kommt meinem großen Traum wirklich sehr nahe. Und dafür, dass es so weit ab vom Schuss ist, ist mein Freund auch ziemlich begeistert von dem Hof.

      Die andere Möglichkeit wäre, auf einem Grundstück am Rande der Stadt neu zu bauen. Weitere Flächen könnten wir dazu pachten oder auch kaufen. Wir würden alles genau nach unseren Vorstellungen aufbauen und hätten weiterhin eine super Anbindung an die Stadt.

      Aber das würde sehr lange dauern – und eigentlich gibt es doch schon genügend Häuser und versiegelte Flächen!

      Es ist nicht leicht, in drei Monaten eine so schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Deshalb werden wir übergangsweise – auch wenn es ein längerer Übergang werden sollte – erstmal in eine Stadtwohnung ziehen.

      Unser Vermieter hat uns erlaubt, den Garten und die Hühner dazulassen, so dass wir hier weiter gärtnern und die Tiere versorgen können.

      Jetzt suchen wir also schon zwei Dinge: Einen Hof UND eine Wohnung in der Nähe von unserem jetzigen Wohnort. Da müssen wir ganz schön am Ball bleiben!

      Die Kündigung war ein großer Schock, aber wir sind mittlerweile nicht mehr ganz so entsetzt. Alles wird gut, wir kriegen das hin! :)

      Und wovon träumst DU nachts? ;)

      Jetzt weißt du, was mir alles so im Kopf herumspukt. Es macht soviel Spaß, Visionen nicht nur vage im Hinterkopf zu behalten, sondern auf Papier zu bringen. Sich ganz konkrete Schritte zu überlegen, um sie zu verwirklichen. Man muss seinen Träumen Raum geben!

      Du solltest dir auch erlauben, wild zu träumen – Wie sieht deine Vision aus und wie kommst du da hin?

      Ich möchte dich dazu inspirieren, es zu wagen. Träume groß! Versuch es, deine Träume zu realisieren! Das muss ja nicht gleich ein komplettes Umkrempeln deines Lebens sein! ;)

      Egal, wie groß oder klein deine Träume sind: Geh raus und fang an! Deine zwei ersten Beete anzulegen, ist zum Beispiel ein wundervoller Traum, und wenn du den umsetzt, kannst du super, super stolz auf dich sein!

      Und ich versuche, dich, wo ich kann, zu unterstützen. Stöber ruhig mal auf dem Blog, ich habe schon zu den unterschiedlichsten Themen Artikel geschrieben. Und wenn du neue Beete anlegen willst, schau dir zum Beispiel meinen Beete anlegen-Minikurs an:

      Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

      Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        Egal wie groß oder wie klein deine Träume sind – ich freu mich, von deinen Plänen zu hören! Lass mir gerne einen Kommentar da!