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Kartoffeln anbauen: Mit diesen Tricks klappt‘s überall!

Kartoffeln anbauen klingt erst mal vielleicht langweilig und altmodisch. Aber weit gefehlt – die Knolle hat viel mehr drauf, als du denkst! Für mich gehören Kartoffeln im Gemüsegarten einfach dazu. Aber auch ohne viel Platz in den Beeten kannst du die leckere Knolle bei dir zuhause anbauen – mit ein paar Tipps und Kniffen gelingt das garantiert!

Inhaltverzeichnis
Kartoffeln anbauen – viele Wege führen zur Kartoffelernte
#1 Kartoffeln anbauen im Gemüsebeet
#2 Kartoffeln im Topf anbauen oder Kübel
#3 Kartoffeln im Sack anbauen
#4 Kartoffeln anbauen im Strohbeet
Kartoffel anbauen ohne Beet: So klappt‘s!

Kartoffeln anbauen – viele Wege führen zur Kartoffelernte

Bei meiner Oma gab es ständig Kartoffeln – sowohl im Garten als auch auf dem Herd. Wenn wir uns in ihre Zeit zurückversetzen, ist das auch kein Wunder. Denn Kartoffeln anbauen ist leicht und bringt eine große Menge Essen auf den Teller. Außerdem musst du die Knolle nicht kompliziert verarbeiten, sondern kannst sie direkt nach der Ernte zubereiten. Noch dazu ist sie ein super Energielieferant und macht satt – das macht sie zu DER Selbstversorger-Pflanze schlechthin!

Ich finde, die Kartoffel hat ein Revival absolut verdient! In meinen Beeten und Töpfen ist sie definitiv bereits ein Stammgast. :)

Bei der Sorte hast du die Qual der Wahl: Neben der klassisch gelben Kartoffel hast du eine breite Auswahl verschiedener bunter und leckerer Kartoffeln anbauen und kannst die Vielfalt auf deinen Teller zaubern. Allerdings tauchen die meisten Sorten nicht im Supermarktregal auf, dort findest du vor allem die altbekannte, gelbe Kartoffel. Das ist doch ein Grund mehr, besondere Sorten im eigenen Garten anzubauen, findest du nicht auch?

Und dazu hast du wahrscheinlich viel mehr Möglichkeiten, als dir bewusst ist. Neben dem klassischen Kartoffelreihen kannst du in einem Mulch- oder Strohbeet Kartoffeln anbauen oder dir ausgefuchste Behältnisse auf dem Balkon oder der Terrasse aufstellen. Hast du schon mal vom Kartoffel-Topf oder Kartoffel-Pflanzsack gehört? Eben!

Die verschiedenen Methoden haben allerdings ganz unterschiedliche Vor- und Nachteile. Schauen wir uns das mal genauer an…

#1 Kartoffeln anbauen im Gemüsebeet

Wenn du dich mit Kartoffeln größtenteils selbst versorgen möchtest, brauchst du einen regelrechten kleinen Kartoffelacker, denn übers Jahr futtert eine Person sich schon durch einen kleinen Kartoffelberg durch. ;)

Wenn du also als Kartoffelselbstversorger*in durchstarten willst, dann plane ausreichend Platz zum Kartoffeln anbauen in deinen Beeten ein. Mit Kompostbeeten und einer dicken Mulchschicht ist dein Acker für die große Kartoffelernte perfekt vorbereitet. Wie du klassische Kartoffelbeete anlegst, erkläre ich dir Schritt für Schritt in meinem Artikel „Kartoffeln pflanzen und anbauen – die ultimative Anleitung!“

Und wie das sogar ganz ohne Umgraben funktioniert, erfährst du in diesem Artikel.

Im Beet kannst du die Kartoffel auch neben ihren allerliebsten Beetpartnern anbauen. Da fühlt sie sich gleich doppelt so wohl! Welche das sind, verrät dir meine Mischkulturtabelle. Du kannst sie dir hier direkt herunterladen:

Hol dir die Mischkultur-Tabelle!

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    #2 Kartoffeln im Topf anbauen oder Kübel

    Hast du nicht so viel Platz in deinen Beeten, oder sogar vielleicht nur einen Balkon zur Verfügung, dann musst du auf die Kartoffelernte deshalb nicht verzichten. Du kannst auch dort deine Kartoffeln anbauen – es gibt nämlich kreative Wege, den Kartoffelanbau selbst an kleinste Flächen anzupassen.

    Ein Klassiker, um platzsparend Kartoffeln anzubauen, ist die Variante in Pflanzkübeln. Größere Gefäße, wie beispielsweise Maurerkübel oder Holzkisten, eignen sich dafür super. Aber auch Kartoffeln im Topf anbauen ist möglich. Wichtig ist, dass dein Gefäß unten Löcher hat, durch die das Wasser abfließen kann.

    Kartoffelanbau im Topf

    Damit das Kartoffel anbauen im Topf gelingt, solltest du die Anzahl der Pflanzkartoffeln an das Volumen deines Gefäßes anpassen. Du willst deinen Kartoffepflanzen ja bestimmt ausreichend Platz bieten, sodass sie sich rundum wohlfühlen. Deshalb gibt‘s hier einen kleinen Spickzettel, wie viele Pflanzkartoffeln du in welcher Gefäßgröße unterbringst:

    Volumen PflanzgefäßAnzahl Pflanzkartoffeln
    15-20 Liter1 Kartoffel
    25-30 Liter2 Kartoffeln
    35-40 Liter3 Kartoffeln
    45-50 Liter4 Kartoffeln

    Kleiner DIY-Tipp: Hast du zwei Blumentöpfe, die ineinanderpassen, kannst du dir ein cleveres Topfsystem mit Erntefenstern bauen. Dazu schneidest du einfach in den inneren Topf  in die untere Hälfte des Topfes drei Fenster, durch die eine Kartoffel hindurchpasst. Zum Ernten nimmst du einfach den inneren Topf heraus und pflückst dir die Kartoffeln aus dem Topf!

    Beim Kartoffeln anbauen im Topf bieten sich dir auch ganz neue Möglichkeiten, deine Kartoffeln zu lagern: Dafür stellst du den Topf zur Erntezeit in einen kühlen Raum und hörst auf, zu gießen. In der Erde halten sich die Knollen nämlich besonders gut. Das Substrat sollte aber schon recht gut abgetrocknet sein, damit die Kartoffeln nicht anfangen, zu faulen. Die Knollen erntest du dann einfach nach Bedarf aus dem Topf. Paktisch, was?

    #3 Kartoffeln im Sack anbauen

    Mit dieser Anleitung hast du nicht die Katze im Sack, sondern hoffentlich richtig viele Kartoffeln!

    Beim Kartoffel anbauen im Sack tricksen wir die Kartoffelpflanze ein wenig aus und bringen sie dazu, mehrere Knollen übereinander auszubilden. Da du den Anbau so in die Höhe bringst, hast du auf der kleinen Fläche sogar mehr Ertrag, als wenn du im Beet dieselbe Anzahl Kartoffeln anbaust.

    Als Pflanzsack kannst du alte Pflanzerdesäcke verwenden (Achtung – unten gut Durchlöchern) oder Säcke aus Bändchengewebe wie bei einer Ikeatasche. Da der Sack eher schmal ist, pflanzt du beim Kartoffeln im Sack anbauen weniger Knollen als im Topf. Für einen 60-Liter-Sack nimmst du maximal 3 Knollen.

    Zu Beginn rollst oder faltest du die Seiten des Pflanzsacks nach unten, sodass du ein niedriges Pflanzgefäß erhältst. Mit dem Wuchs der Kartoffelpflanze faltest du den Rand dann nach und nach immer höher auf und häufelst oben mit Erde an. So bildet die Kartoffel immer neue Knollen entlang ihres Stängels. Das Kartoffeln anbauen im Sack funktioniert so quasi auf mehreren Stockwerken.

    Anhäufeln ist übrigens ganz einfach: Wenn deine Kartoffelpflanze ca. 20 cm groß ist, füllst du einfach Erde nach, bis die Kartoffelpflanze nur noch ca. 10 cm aus der Erde schaut.

    Einen Nachteil hat das Kartoffeln anbauen in der Vertikale jedoch: Die Kartoffel braucht nämlich viel mehr Wasser von oben, denn der Pflanze fehlt der Anschluss zum Boden. Dadurch kann sie keine tiefen Wurzeln ausbilden und Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen. Stell dir also die Gießkanne bereit!*

    Kartoffelanbau im Sack

    #4 Kartoffeln anbauen im Strohbeet

    Möchtest du mehr Beete anlegen, hast aber gerade nicht genug Kompost für neue Kompost-Beete? Dann ist das Kartoffeln anbauen im Strohbeet das Richtige für dich! Hier funktioniert das Kartoffeln anbauen mithilfe einer dicken Mulchschicht. Die unterdrückt die Beikräuter – nur die Kartoffeln wachsen durch das Stroh durch und bilden fleißig Knollen.

    Im Herbst kannst du dann die Kartoffeln ernten und hast danach eine freie Fläche für ein neues Gemüsebeet. Perfekt, oder?

    Kartoffeln anbauen im Strohbeet ist schnell gemacht! Du brauchst nur drei Schritte zu beachten:

    Schritt 1: Wiese oder Rasen abmähen
    Schritt 2: Stroh mindestens 40 cm dick auf der Fläche verteilen
    Schritt 3: Kartoffeln unter das Stroh verteilen (Abstand 40 cm in jede Richtung) und einen Eimer Kompost auf jede Kartoffel schütten

    Kartoffel im Mulchbeet

    Psssst: Der Trick mit dem Eimer Kompost pro Kartoffel ist wirklich Gold – oder eben viele Kartoffeln – wert. Durch den Kompost bekommt die Kartoffelpflanze einen richtigen Booster um kräftig loszuwachsen.

    Gerade auf sehr kompakten Böden fällt es der Kartoffel auch oft schwer, ihre Wurzeln in den Boden zu stecken. Da hilft der Eimer Kompost deiner Kartoffelpflanze beim Wurzeln schlagen. Und da du den Kompost gezielt ausbringst, brauchst du auch gar nicht so viel davon.

    Mulchen hat übrigens noch viele weitere Vorteile für deinen Boden, das Bodenleben und die Wasserversorgung deiner Kartoffeln. Schau doch mal, wie viele Regenwurmhaufen du in einem gemulchten Beet findest – denn auch Regenwürmer fühlen sich dort pudelwohl!

    Kartoffel anbauen ohne Beet: so klappt‘s!

    Wenn du dich dafür entscheidest, deine Kartoffeln in einem Pflanzgefäß anzubauen, solltest du ein paar Dinge ganz besonders beachten. Entscheidend über den Erfolg sind das Substrat, die Wasserversorgung und die Kartoffelsorte.

    1. Das richtige Substrat zum Kartoffeln anbauen

    Als Substrat für die Töpfe kannst du Kompost oder Pflanzerde verwenden. Wenn dein Kompost sehr wasserabweisend ist, mischst du zwei Drittel Kompost mit einem Drittel Erde.

    Als Düngung mischst du eine Handvoll Hornspäne darunter. Haben deine Pflanzen während der Saison noch Kohldampf, fütterst du sie später mit Flüssigdünger oder Brennesseljauche. Kartoffeln sind nämlich Starkzehrer und können einiges an Nährstoffen wegfuttern.

    2. Nicht zu wenig, nicht zu viel: Die korrekte Wassermenge

    Ohne Wasser läuft nichts! Vor allem, wenn deine Kartoffeln auf einem Südbalkon stehen, solltest du aufpassen, dass sie dir nicht vertrocknen. Da hilft Mulchen übrigens sehr dabei! Die Kartoffeln im Topf mulchst du genauso wie auf deinem Beet, damit das Gießwasser im Topf bleibt und nicht so schnell verdunstet.

    Wenn die Sonne sehr stark scheint, kannst du deine Pflanzen in den Schatten stellen oder sie zusätzlich mit einem Sonnensegel etwas schützen.

    Zu nass mögen es die Kartoffeln jedoch auch nicht. Damit überschüssiges Wasser ablaufen kann, braucht dein Behältnis unten Löcher oder Schlitze. Du kannst auch eine Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Zweigen in dein Behältnis einbauen. 

    3. Für jede Methode die passende Kartoffelsorte

    Um richtig viele Kartoffeln zu ernten, ist wichtig, dass du dir die passende Sorte für deine Anbaumethode aussuchst. Obacht! Topf und Sack unterscheiden sich hierbei: Im Topf oder Kübel wachsen die Kartoffeln im Prinzip genauso wie im Beet. Im Gegensatz dazu wirst du die Kartoffeln im Sack immer wieder anhäufeln und die Pflanze so richtig weit nach oben ziehen – darauf ist jedoch nicht jede Kartoffelsorte ausgelegt.

    Je nach Anbauart eignen sich deshalb verschiedene Sorten besonders gut. Da will also die richtige ausgewählt sein! Für das Kartoffeln anbauen im Topf, wählst du eine Sorte, die ihre Knollen kugelig um die Mutterknolle bildet. Zum Kartoffeln anbauen im Sack brauchst du jedoch eine Sorte, die ihre Knollen auch entlang des Stängels ausbildet.

    Gute Sackkartoffeln sind Sorten, die den ganzen Stängel über immer neue Knollen ansetzen – wie die Rote Emmalie, die Vitelotte Noir, La Ratte, Granola, Dänische Spargelkartoffel oder die Sorte Eersteling.

    Gute Topfkartoffeln gibt es viele. Im Topf musst du bei der Sortenwahl nämlich nicht ganz so streng sein. Besonders geeignet ist die kugelig wachsende Belana. Aber auch die länglich wachsenden Sorten, die ich dir für die Kartoffeln im Sack empfehle, werden im Topf gedeihen. Nur solltest du kugelig wachsende Sorten nicht im Sack anbauen, das funktioniert nämlich nicht gut.

    Zusätzlich zur Wuchsform und Farbe entscheidet deine Sortenauswahl über drei weitere, wichtige Eigenschaften deiner Kartoffeln: die sogenannte Kocheigenschaft, die Lagerfähigkeit und die Reifezeit. Das ist geradezu eine Wissenschaft für sich! ;) Mehr zu den verschiedenen Kartoffelsorten und ihren Eigenschaften kannst du hier lesen.

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    Also: Finde deine Traumkartoffel, such dir die passende Anbaumethode aus und los geht‘s mit dem Kartoffel anbauen! Wichtig dabei ist, dass du dich mit deiner Methode ein bisschen genauer beschäftigst und dir eine Kartoffelsorte für deine Bedürfnisse, deinen Geschmack und deine Anbaumethode aussuchst. Und dann steht der üppigen Kartoffelernte auch schon nichts mehr im Weg! :)

    Noch mehr Kartoffelcontent gibt‘s hier:

    Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

    Grüne Kartoffeln nicht wegschmeißen: Mach das stattdessen!

    Süßkartoffeln pflanzen, anbauen & ernten: Der komplette Guide!

    Konnte ich dich zum Kartoffeln anbauen inspirieren? Schreib doch mal, wie du deine Kartoffeln im Garten oder auf dem Balkon anbaust!

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    Hühnerhaltung Marie

    Hühner halten im Garten: Rassen, Stall, Auslauf & Co.

    Wenn du mit dem Gedanken spielst, eigene Hühner zu halten, bist du hier genau richtig. Hier dreht sich nämlich alles um das Thema „Hühner halten“!

    Ich zeige dir, wie Hühner halten funktioniert: vom Hühnerstall über die unterschiedlichen Hühnerrassen, den Auslauf, die Fütterung bis zur Frage, wann es sinnvoll ist, einen Hahn zu halten – und wann besser nicht.

    Viel Spaß!

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    Weil Huhn nicht gleich Huhn ist ;)

    Grundlegend kann man zwischen zwei Typen unterscheiden:

    Es gibt zum einem die “Turbo-Hühner“, die auch in der Landwirtschaft gehalten werden. Diese Hybrid-Hühner legen fast jeden Tag ein Ei – allerdings nur eine kurze Zeit lang. Danach sind die total ausgepowert und werden in der Landwirtschaft nach einem Jahr oder spätestens 16 Monaten durch jüngere Hennen ersetzt.

    Demgegenüber stehen die alten, robusten Hühnerrassen, die vielleicht nicht ganz so reinhauen, was die Eierproduktion angeht, dafür über einen längeren Zeitraum Eier legen.

    Alte Hühnerrassen werden in der Landwirtschaft aufgrund des hohen Profitdrucks so gut wie gar nicht mehr eingesetzt, weshalb es super ist, diese alten Rassen im Selbstversorgergarten zu halten. Denn so kannst du einen Beitrag dazu leisten, vom Aussterben bedrohte Rassen zu erhalten.

    Außerdem legen einige alte Rassen ganz besondere Eier, aber dazu später mehr. ;)

    Hühnerhaltung

    Psst: Willst du meine Hühner mal durch unseren Garten flitzen sehen? Dann kannst du hier die Youtube-Variante zum Beitrag schauen:

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    Mehr Informationen

    Neben der Unterscheidung nach Hybridhühnern und alten Rassen können Hühner auch nach ihrem Nutzen eingeteilt werden: 

    Da gibt es zum einen die reinen Legehennen-Typen, also die Rassen, die vor allem auf Legeleistung gezüchtet wurden.

    Außerdem gibt es Masthähnchen, bei denen die Legeleistung eigentlich überhaupt keine Rolle spielt, sondern die Tiere nur möglichst viel Fleisch ansetzen sollen.

    Und dann ist da noch…

    Das Zweinutzungshuhn

    Das Zweinutzungshuhn ist der Zwischentyp zwischen Lege- und Mastrassen. Zwiehühner eignen sich super für Selbstversorger, die vielleicht auch mal ein Huhn schlachten wollen und gleichzeitig genügend eigene Eier bekommen möchten. 

    Wir halten verschiedene Zweinutzungsrassen, die stelle ich euch auch gleich noch mal vor. Der Vorteil von Zwiehühnern ist, dass man ohne Probleme eine Henne brüten lassen und Hühner selber vermehren kann. Denn bei der Aufzucht liegt die Chance, eine Henne oder Hahn zu bekommen, ja immer bei 50 Prozent.

    Für die Eierproduktion braucht man eigentlich keine Hähne. Außerdem sollte man pro zehn Hennen nur einen Hahn halten, damit die Ladies nicht allzu sehr von den Hähnen bedrängt werden.

    Demzufolge versucht man, die Hähne meist loswerden oder zu schlachten. Und bei Zweinutzungsrassen setzen die Hähne dann auch ordentlich Fleisch an und schmecken besser als die Hähne von reinen Legerassen.

    Viele von euch wissen wahrscheinlich, dass die männlichen Küken bei Legehennenzüchtern oft direkt nach dem Schlupf getötet werden. Die kleinen Hähne werden entweder vergast, geschreddert oder irgendwie anders umgebracht. Ist das nicht super brutal?!

    Bei Zweinutzungsrassen kann den Hähnen stattdessen immerhin noch ein längeres Leben bescheret werden und es wird am Ende auch verwertet.

    Hühnerrassen für Selbstversorger

    Rassetipp #1: Das Vorwerk-Huhn

    Hühnerhaltung Vorwerkhuhn

    Ihr wollt sicher ein paar konkrete Rassetipps. Deswegen habe ich euch vier Hühnerrassen ausgesucht, die ich absolut super finde. Zwei davon sind auch Zweinutzungsrassen:

    Das ist einmal das Vorwerk-Huhn, eine vom Aussterben bedrohte Hühnerrasse und ein tolles Zweinutzungshuhn. Vorwerk-Hühner sind eher ein bisschen kleiner, aber legen sehr viele Eier – die sind also eher eine eierbetonte Zweinutzungsrasse. 

    Rassetipp #2: Marans

    Hühnerhaltung Marans

    Dann gibt es Marans, die deutlich größer sind. Marans legen supertolle dunkelrote Eier, die unglaublich schön sind. Marans sind eine sehr schwere und ruhige Rasse. Die hauen auch nicht so oft ab. Je schwerer die Hühner sind, desto schwerfälliger und entspannter sind sie auch und dann kommen die nicht mehr so leicht über die Zäune drüber. ;)

    Rassetipp #3: Das schwedische Blumenhuhn

    Das schwedische Blumenhuhn ist eine besonders schöne Hühnerrasse. Von dieser Rasse haben wir leider nur ein Huhn, aber das ist super zutraulich und soo hübsch. Das heißt Petunia und legt super viele Eier. Petunia ist eine unserer besten Legehennen.

    Hühnerhaltung schwedisches Blumenhuhn

    Übrigens: Wenn du Angst hast, nicht all deine Eier verwerten zu können, dann habe ich dir hier einen Artikel geschrieben, indem du alles darüber erfährst, wie du Eier ohne Kühlung 8+ Monate mit einer alten Methode haltbar machen kannst! 

    Rassetipp #4: Schwedische Isbar

    Die vierte Rasse, die ich euch vorstellen möchte, ist auch eine schwedische Rasse. Die heißen Schwedische Isbar und sind mit iihren grauen Sprenkeln sehr schön anzusehen. Diese Rasse sind Grünleger, diese Hühner legen also grüne oder grünblaue Eier.

    Von dieser Rasse haben wir gerade zwei Junghennen. Mal schauen, wann die zu legen beginnen. Da freue ich mich auf jeden Fall schon sehr drauf! Die sollen auch sehr, sehr fleißige Legerinnen sein. 

    Ihr könnt mir ja mal verraten, was eure Lieblingsrassen sind. Falls also da draußen jemand mitliest, der schon Hühner hat, dann schreibt mir gerne eure Lieblingsrasse unten in die Kommentare. So könnt ihr euch untereinander ein paar Rassetipps geben. :)

    Brauchen Hühner einen Hahn?

    Eine Frage, die ich immer wieder gestellt bekomme ist: Braucht man einen Hahn, wenn man Hühner halten möchte?

    Nein, braucht man erst mal nicht. Es ist ganz nett, einen Hahn zu haben. Die können ja sehr hübsch anzusehen sein und sind auch nicht immer aggressiv, wie viele Leute denken. Ich kenne viel mehr friedliche Hähne als aggressive.

    Und sie haben einige Vorzüge:

    Hähne verteidigen beispielsweise ihre Ladies vor Raubtieren. Und wenn sie etwas besonders Leckeres finden, dann rufen manche Charmeure ihre Hühner und legen ihnen das Futter sogar direkt vor die Füße.

    Wenn man Küken von den eigenen Hühnern aufziehen möchte, dann braucht man natürlich einen Hahn, der die Eier befruchtet. Aber an sich legen die Hühner auch, wenn kein Hahn dabei ist.

    Das Problem mit Hähnen ist oft, dass sie laut sind und das nicht in jeder Nachbarschaft akzeptiert wird. Das gilt es also abzuklären, bevor der Hahn einzieht. ;)

    Der perfekte Hühnerstall

    Kommen wir zu einem wichtigen Thema: dem Hühnerstall. Der muss eigentlich gar nicht mal so groß sein, denn bei genügend Auslauf brauchen deine Hühner den Stall nur zum Übernachten.

    Auf einem Quadratmeter kannst du (je nach Größe deiner Hühnerrassen) ca. drei Hühner halten.

    Zum Übernachten sitzen Hühner auf einer Sitzstange und die sollte genügend Platz für jedes Huhn bieten. Pro Tier sollte man circa zwanzig bis dreißig Zentimeter Stange einplanen. Die Sitzstange sollte außerdem etwas höher aufgehängt sein, damit sich die Hühner sicher fühlen.

    Das ist noch tief in den Tieren angelegt, denn früher haben die Hühner oben in den Bäumen geschlafen, um sich vor Raubtieren zu schützen. 

    Neben dem Schlafplatz brauch es außerdem Nestboxen. Da denken immer viele Leute: Ich muss unbedingt jedem Huhn eine eigene Nestbox zur Verfügung stellen, aber das stimmt gar nicht. Oft legen sowieso alle Hühner nur in eine oder zwei Boxen. Man kann also ungefähr eine Nestbox pro vier oder fünf Hennen einplanen. 

    Der Stall muss außerdem sicher vor Raubtieren geschützt sein. Es gibt nämlich viele Tiere, die eure Hühner aufessen wollen, zum Beispiel Füchse, Marder oder auch Raubvögel (die sind aber eher im Gehege ein Problem). 

    Als Faustregel gilt, dass im Hühnerstall an keiner Stelle ein Ei durchpassen sollte, denn wo ein Ei durchpasst, da passt auch ein Marder durch.

    Auch abends zumachen nicht vergessen, damit sich nachts kein Tier mehr in den Stall reinschleichen kann. 

    Welche Einstreu macht sich im Hühnerstall am besten?

    Als Einstreu für den Hühnerstall eignet sich am allerbesten Sand, weil der Gerüche sehr zuverlässig bindet. Man kann dann einfach mit einer Schippe den Kot raussortieren und den Sand einmal im Jahr austauschen.

    Wir machen das im Moment nicht mehr, weil wir einen sehr sandigen Gartenboden haben und unseren Gemüsegarten mit dem ausgebrachten Hühnermist nicht noch sandiger machen wollen. Deswegen streuen wir mit Hobelspänen ein.

    Stroh eignet sich nicht so gut zum Einstreuen, weil in den Strohhalmen häufig Milben leben. Die können sich in den Halmen super gut verstecken, deswegen verwende ich sowohl im Stall als auch in den Nestboxen Sägespäne.

    Die Nestboxen sollte man übrigens, wie den Stall auch, gut sauber halten, damit die Eier sauber bleiben und die Hühner Lust haben, ihre Eier dort hinzulegen. ;)

    Kleiner Tipp: Wenn eure Hühner einfach nicht in die Nestboxen legen wollen, dann gibt es künstliche Eier, die man in der Nestbox platzieren kann.

    Die Hühner haben nämlich ein arges Bedürfnis, ihre Eier zu anderen Eiern dazuzulegen. So kannst du ihnen abgewöhnen, die Eier im ganzen Garten verteilt zu legen – und jeden Tag suchend durch den Garten zu laufen, um die Eier einzusammeln. ;)

    Bereit für’s Abenteuer Huhn? :)

    Wenn du dir Hühner zulegen möchtet, dann kannst du dir gerne meine Hühnerhaltungs-Checkliste herunterladen. Da habe ich alle Dinge aufgelistet, die du vorbereiten und anschaffen solltest, bevor deine gefiederten Lieblinge einziehen:

    Alles parat, bevor deine Lieblinge einziehen? Hier ist deine Hühner halten-Checkliste!

    Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Hühnertipps per Email. Und die Hühner halten-Checkliste gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

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      Der Hühnerauslauf: drei Optionen

      Bei Auslauf hast du verschiedene Optionen. Am schönsten ist es natürlich, wenn die Hühner frei rumlaufen können. Das ist aber nicht immer möglich – bei uns würden die Hühner sonst beispielsweise die Gemüsebeete plündern.

      Deswegen haben wir einen mobilen Auslauf. Man kann natürlich auch einen festen Auslauf bauen, in dem die die Hühner permanent gehalten werden.

      Ich finde es aber schöner, wenn die Hühner regelmäßig auf frisches Gras kommen. Deswegen haben wir einen mobilen Elektrozaun, den wir zusammen mit dem Stall alle paar Wochen umziehen. Für einen mobilen Hühnerauslauf sollte man also auch einen fahr- oder tragbaren Stall haben.

      Durch das Umziehen wird außerdem der Rasen geschont und die Hühner haben immer mal wieder ein bisschen Abwechslung. :)

      Wer mag, kann auch ein Netz über dem Hühnergehege aufspannen, um die Tiere vor Raubvögeln zu schützen. Wir achten bei unserem mobilen Gehege stattdessen darauf, dass genügend Bäume und Sträucher zum Verstecken vorhanden sind. Das klappt gut, da die Hühner ziemlich gut aufpassen und sich darunter in Sicherheit bringen, sobald ein Raubvogel am Himmel erscheint.

      Das passende Hühnerfutter und Wasserversorgung

      Wir füttern ein Bio-Legehennenfutter, das in Deutschland angebaut wird. Die Hühner bekommen aber auch alles, was bei uns an Küchenabfällen anfällt. Solange es nicht zu fettig, zu salzig oder zu süß ist, können die fast alles fressen und freuen sich da auch immer viel mehr drüber als über das Körnerfutter.

      In unserer Küche habe ich einen Topf, in den über den Tag alles reinkommt, was an Abfällen anfällt. Beispielsweise sauer gewordene Milch oder das angetrocknete Brot, das mein Sohn hinter dem Sessel vergessen hat. ;)

      Wenn deine Hühner freilaufen können, suchen sie sich natürlich auch viel ihrer Nahrung selber. Gras kann beispielsweise bis zu zwanzig Prozent der Hühnerernährung ausmachen. Wenn man den Hühnern einen abwechslungsreichen Auslauf zur Verfügung stellt, kann man sehr viele Futterkosten sparen.

      Außerdem kompostieren wir mit den Hühnern zusammen. Wir lassen unsere Hühner regelmäßig auf den Komposter. Da können sie sich superviele Leckerbissen herauspicken und gleichzeitig setzt sich der Kompost viel schneller um, weil die Hühner soviel darin scharren und alles in Bewegung bringen. 

      Neben gutem Futter sollten die Hühner auch immer sauberes Wasser haben. Das ist wirklich, wirklich wichtig damit sie gesund bleiben. Es gibt viele Probleme, die entstehen können, wenn man darauf nicht achtet. Ich habe dafür eine automatische Wassertränke, in der das Wasser sehr frisch bleibt. 

      Tipp: Die Wassertränke am besten auf einen Stein oder eine andere Erhöhung stellen, damit die Hühner nicht so viel Erde in die Tränke scharren. So bleibst das Wasser länger sauber und frisch. 

      Mein Hühner-Equipment

      Hier verlinke ich dir das Equipment, das ich für meine Hühner verwende und dir weiterempfehlen kann:

      • Der Geflügel-Elektrozaun (nehmt die Variante mit Doppelspitze, die ist viel standfester!)
      • Das Weidezaun-Gerät
      • Die automatische Hühnertränke
      • Unsere Hühner wohnen in einem fertig gekauften Hühnerstall, der schon mehrmals kaputt gegangen ist. Dazu gibt’s von mir keinen Link, den kann ich nämlich absolut nicht empfehlen. Unser Fazit: Selber bauen ist immer besser! ;)

      Wenn du wissen möchtest, wie viel Arbeit Hühner machen und ob sie zu deinem Alltag passen, schau mal hier vorbei. :)

      Wann soll es denn losgehen mit der Hühnerhaltung? Hast du dir schon ein paar tolle Hühnerrassen ausgesucht? Ich freue mich, in den Kommentaren von dir zu hören!

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      Selbstversorgergarten-Tour: Bau dein eigenes Gemüse an!

      Hallooo und herzlich willkommen zu einer Tour durch unseren Selbstversorgergarten! Es ist April, also zeige ich euch mal, was gerade in unserem frühlingshaften Selbstversorgergarten wächst, wie ihr euer eigenes Gemüse anbauen könnt – und auch in der kühlen Jahreszeit eine große Ernte einfahrt!

      Falls du mich noch nicht kennst: Willkommen auf meinem Blog! Ich bin Marie und ich baue das Obst und Gemüse für meine Familie fast komplett selber an. Auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal teile ich unsere Erfahrungen rund um die Selbstversorgung aus dem Garten. Außerdem habe ich ein Buch zum Abenteuer Selbstversorgung geschrieben.

      Also lass mich dich auf einen Gartenrundgang einladen! Los geht’s! 

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      Winterharte Gemüse im Selbstversorgergarten

      Fangen wir mit meinem Weißkohl-und-Feldsalat-Beet an. Den Weißkohl habe ich erst im September letzten Jahres gepflanzt, weil ich noch ziemlich spät im Jahr Pflänzchen vom Jungpflanzenmarkt bekommen habe. Das ist eigentlich viel zu spät, aber ich dachte mir:

       „Ach komm, eine kleine Ernte wird das schon geben und das Beet hätte sonst den Winter über leer gestanden.“ 

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      Und der Plan ist aufgegangen.  Die Weißkohl-Köpfe sind zwar nicht soo groß geworden, aber die Pflanzen haben im Beet überwintert und jetzt sind die Köpfe zwar nicht riesig, aber wir haben auf die Weise eine super frühe Weißkohlernte aus unserem Gemüsegarten. 

      Es ist auch sinnvoll, die Köpfe jetzt nach und nach zu ernten, weil der Weißkohl im zweiten Jahr seine Samenstände ausbildet zu blühen anfängt – und dann schmeckt er nicht mehr so lecker. 

      Pssst: Wenn ihr meine Gartentour mit eigenen Augen mitverfolgen und noch mehr Beete sehen wollt, die es nicht in den Artikel geschafft haben, dann findet ihr hier die Youtube-Variante dieses Artikels: 

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      Mehr Informationen

      Mein Unkraut-Beet :D

      Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich meine Beete normalerweise mit Pappe* und Kompost anlege, weil man damit super das Unkraut unterdrücken kann. 

      Wie das genau funktioniert, zeige ich euch in meinem Video- Minikurs Gemüsegarten-Bootcamp. Im ersten Bootcamp-Video findet ihr die komplette Anleitung, wie man die Kompostbeete anlegt. 

      An einer Stelle ist uns beim Beete-Anlegen die Pappe ausgegangen und wir haben dieses Beet ohne Pappe angelegt. Und man merkt einen enormen Unterschied, was das Jäten angeht. In diesem einen Beet jäte ich ungefähr genauso oft, wie in meinem ganzen, restlichen Garten. So viel Gras und Unkraut kommt in diesem Beet immer noch durch. 

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      Übrigens: Fall ihr noch mehr Zum Thema unkrautfrei gärtnern wissen wollt, könnt ihr in diesem Artikel noch mehr erfahren.

      Mischkulturen, Rettich und Dicke Bohnen

      selbstversorgergarten gemüse anbauen

      Im nächsten Beet stehen unsere Winterzwiebeln. Die haben wir im Herbst gesteckt, da diese Sorte auf dem Beet überwintert und jetzt im Frühling bereits einen Wachstumsvorsprung hat. Wir können also jetzt schon Frühlingszwiebeln ernten – oder noch bis ungefähr Juli warten und dicke Lagerzwiebeln ernten. 

      Jetzt im Frühling ist auch die Zeit, in der man zwischen den Winterzwiebeln die Möhren aussähen, kann. Möhren und Zwiebeln bilden eine super Mischkultur

      Im Moment ist es aber noch sehr, sehr kalt. Es ist für mehrere Tage Frost angekündigt, weswegen ich mit den Aussaaten noch warte. Es ist immer gut den Wetterbericht im Blick zu haben, sodass man die Samen nicht dann in die Erde gibt, wenn es gerade richtig kalt draußen ist.

      selbstversorgergarten küche rettich

      Unser Rettichbeet hat eine suuper Ernte abgeliefert. Das wird jetzt auch abgeerntet, weil ich Sorge habe, dass der Rettich bald zu blühen anfängt. Daraus werde ich ein schönes Sauerkraut machen, ein Rettichsauerkraut. Man kann ja alle möglichen Gemüse fermentieren und ich denke, dass das sehr lecker sein wird. Im Kimchi habe ich Rettich schon oft verwendet und finde ihn da super lecker.

      selbstversorgergarten gemüse anbauen

      Im nächsten Beet wachsen meine dicken Bohnen. Frost macht denen auch gar nichts aus, so wie allen Gemüsen, die ich euch in dieser Gartentour zeige. 

      Dicke Bohnen haben einen Feind, nämlich die schwarze Bohnenlaus. Ich habe aber die Beobachtung gemacht, dass Dicke Bohnen, die im August ausgesät werden und im Beet überwintern, nicht so stark von der Bohnenlaus heimgesucht werden. 

      Die Pflanzen scheinen dann widerstandsfähiger gegen die Bohnenläuse zu sein, weswegen ich sie immer überwintern lasse. Man könnte sie auch im Frühling säen, aber so haben sie schon einen Wachstumsvorsprung und können hoffentlich bald ganz viele, dicke Bohnen produzieren. 

      Da sind auf jeden Fall schon ganz viele Blüten dran und ich freue mich schon, denn dicke Bohnen sind mit eine der ersten Ernten von den neuen Gemüsen im Frühjahr!

      Hochbeete im Selbstversorgergarten

      Unser Gemüsegarten kommt mit einem großen Manko daher: 

      Er liegt direkt zu Füßen eines wunderschönen Walnussbaums. Und Walnüsse sondern Stoffe ab, die andere Pflanzen in ihrem Wachstum unterdrücken. Das merken wir sehr stark an den Beeten, die direkt an der Walnuss liegen. 

      Deswegen haben wir direkt neben dem Baum zwei Hochbeete aufgebaut, aber auch bei den anderen beiden Beeten, die daran angrenzen merkt man den Einfluss der Walnuss richtig stark. 

      Eigentlich finde ich es schöner, ebenerdig zu gärtnern, weil man dann weniger gießen muss und nicht extra neue Hochbeete bauen muss. Aber vielleicht kommen wir um zwei weitere Hochbeete nicht herum… 

      Ihr könnt mir gerne mal schreiben, wenn ihr irgendwelche Vorschläge habt, denn das bereitet mir schon ein bisschen Kummer. ;)

      In den Hochbeeten selber wächst alles gut. Die Hochbeete sorgen dafür, dass die Pflanzen gar nicht mit dem „Walnuss-verpesteten“ Mutterboden in Kontakt kommen. 

      Bei Hochbeeten muss ich aber richtig mit dem Gießen hinterher sein*, denn in Hochbeeten verdunstet ganz viel Wasser. 

      Der Asia-Salat, den wir hier in den Hochbeeten haben, der wächst übrigens super gut. Absoluter Anbautipp, wenn ihr auf Asia-Salat steht, dann ist eine tolle Möglichkeit, um auch im Winter noch ganz viel Grünzeug aus dem eigenen Garten zu essen. Den kann man auch regelmäßig stark abernten, denn der Salat wächst auch bei kalten Temperaturen immer wieder nach. Die Hochbeete haben wir mit neuem Kompost aufgefüllt und können, wenn der Frost vorbei ist, die ersten, neuen Gemüse einsähen.

      Wintergemüse abernten und Platz für Sommergemüse schaffen

      Daneben ist das zweite Beet, das auch so von der Walnuss beeinträchtigt ist. Hier wächst unser Wintersalat der Sorte Baquieu. Das ist eine ganz tolle Salatsorte, die man den ganzen Winter über beernten kann. Einige von euch haben sie auch schon angebaut, nachdem ich sie so oft angepriesen habe. 

      selbstversorgergarten gemüse anbauen

      Leider wächst unser Wintersalat dieses Jahr aufgrund der Walnuss nicht so super, aber immerhin können wir noch genug eigenen Salat ernten. Wenn es jetzt wirklich kalt wird, – es soll jetzt nochmal richtig starke Minusgrade geben – dann werde ich den Salat mit einem Fließ abdecken und schön einmummeln. So hat Baquieu bei uns noch jeden Frost überstanden.  

      selbstversorgergarten gemüse anbauen beet

      Dann kommen die drei Beete, auf denen wir unseren Winterkohl angebaut haben, vor allem Rosenkohl und Wirsing mit Lauch und Sellerie dazwischen. Die haben wir jetzt allesamt abgeerntet, denn Rosenkohl und Wirsing wollen jetzt kleine Rosenkohlbabys und Wirsingbabys machen und dann ist es gut, wenn man den vorher aufisst. Nach dem Blühen schmecken die nämlich nicht mehr so lecker. 

      Die Beete sind jetzt frei für die nächsten Aussaaten. Ich werde hier ein paar Zwiebeln stecken und dann später Paprika und Auberginen anbauen. Bis dahin ist noch ein bisschen Zeit, denn alle wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Paprika und Auberginen müssen bis Mitte Mai warten, bis man sie in den Garten auspflanzen kann. 

      Deswegen pflanze ich vorher schon mal ein paar schnell wachsende, kleinere Gemüse, zwischen die dann im Mai die Paprika gepflanzt wird. Bis die Paprika den ganzen Platz braucht, werden wir beispielsweise die Zwiebeln schon abgeerntet haben. So können wir das Beet noch stärker bepflanzen, denn es wäre einfach schade, den ganzen Platz bis Mitte Mai nicht nutzen zu können. 

      Es ist super sinnvoll, sich zu überlegen, welche Gemüse den Platz im Beet wie lange beanspruchen, sodass man die Zwischenpflanzungen so takten kann, dass die Beete das ganze Jahr über genutzt sind. Wenn ihr keine Lust habt euch den Kopf zu zerbrechen oder ein bisschen Inspiration bei mir holen wollt, dann ladet euch gerne meinen Gartenplan herunter. Der Plan ist so konzipiert, dass ihr einfach rausgehen und anfangen könnt euer Gemüse selber anzubauen. 

      Das Gewächshaus

      Zum Schluss gibt es natürlich noch das Gewächshaus, das wir natürlich auch im Winter und Frühling nutzen. In das Gewächshaus kommen Ende April, je nach Wetterbedingung, einige Tomaten- und Paprikapflänzchen. Wir wollen auch Wassermelonen und Erdnüsse im Gewächshaus anbauen. Da freue ich mich schon drauf! Die Erdnuss-Jungpflänzchen entwickeln sich im Haus bereits prächtig. Ein paar will ich auch ins Freiland pflanzen, damit wir besser vergleichen können, wo sie sich wohler fühlen. 

      Bisher haben wir Zwiebeln, Spinat und Mangold ins Gewächshaus gepflanzt. Das sind alles Kulturen, die relativ schnell wachsen. Die Zwiebeln wollen wir nur für Frühlingszwiebeln anbauen, sodass der Platz dann, wenn die Paprika und die Tomaten einziehen, größtenteils von den Neuankömmlingen genutzt werden kann und die Zwiebeln schon teilweise abgeerntet sind. 

      Damit diese „Doppelnutzung“ auch funktioniert, habe ich alle Kulturen, die jetzt im Gewächshaus wachsen, an den Rand gesät und gepflanzt, sodass ich die Tomaten schon ins Gewächshaus pflanzen kann, während das andere Gemüse noch drinsteht und möglichst wenig Platz einnimmt. 

      selbstversorgergarten gemüse anbauen mangold

      Sobald die Tomaten und Paprika dann größer sind und den Platz ganz für sich beanspruchen, sind der Spinat, der Mangold und die Zwiebeln hoffentlich schon alle aufgegessen. 

      Übrigens: 

      In dem Garten, den ich euch heute gezeigt habe, bauen wir vor allem unser Feingemüse an, also die Kulturen, die mehr Aufmerksamkeit brauchen und regelmäßig beerntet werden. Das ganze Ackergemüse wie Kartoffeln, Kürbis, Mais und noch mehr Zwiebeln und Möhren wachsen in einem anderen Garten. Dort kann ich euch auch einmal eine Tour geben, wenn ihr darauf Lust habt. 

      Willst du mir zum Thema Selbstversorgung erfahren? Dann ist sicher bei diesen Artikeln etwas für dich dabei:

      So startest du deinen 3h/Woche-Selbstversorger-Garten!

      Wie viel Arbeit macht Selbstversorgung? Unsere Erfahrungen als Selbstversorger!

      3m2? 300m2? Was ist deine perfekte Gartengröße?

      Welche Gemüse wollt ihr dieses Jahr anbauen? Was wächst jetzt noch in euren Beeten? Ich freue mich, von euch zu hören!

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      Selbstversorgung aus dem Garten

      Selbstversorgung aus dem Garten: Ist 100%ige Selbstversorgung möglich?

      Wir bauen das Obst und Gemüse für unsere Familie fast komplett im eigenen Garten an. In dem Bereich können wir uns also sehr gut selbstversorgen. Aber kalorienmäßig kommt bei Obst und Gemüse nicht wirklich viel rum. Viele der Kalorien, die wir zu uns nehmen, kaufen wir immer noch ganz normal im Laden ein, zum Beispiel in Form von Getreide oder Öl. 

      In diesem Artikel möchte ich euch auf ein Gedankenexperiment einladen. Ich bekomme nämlich immer wieder die Frage gestellt, ob es möglich ist, sich aus dem eigenen Garten komplett mit Essen selber zu versorgen – zu wirklich hundert Prozent. 

      Für uns ist die Selbstversorgung ein reines Hobby, weil wir es lieben, richtig gutes Essen zu essen, weil Gemüse aus dem eigenen Garten einfach viel, viel, vieeel besser schmeckt als das gekaufte, weil wir alte Sorten anbauen können, die man im Laden überhaupt nicht mehr bekommt… Kurz gesagt: aus tausend Gründen – aber nicht, weil wir das Ziel haben, überhaupt nichts mehr zukaufen zu müssen.

      Aber ich finde es total spannend, das einmal durchzuspielen und zu überlegen, was ich anders machen würde, wenn ich meine Familie komplett selbst versorgen würde. 

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      Hühnerhaltung zur Selbstversorgung

      Wir haben neben unserem Gemüsegarten auch die Hühner und müssen daher keine Eier mehr im Supermarkt kaufen. Was wir aber kaufen müssen, ist Hühnerfutter. Hundertprozentige Selbstversorgung betreiben wir, was unsere Hühnerhaltung angeht, also nicht. 

      Selbstversorgung aus dem Garten Hühner

      Wenn ich uns zu hundert Prozent selbst versorgen würde, würde ich die Hühnerhaltung ein bisschen anders aufziehen. Erstens bekommen unsere Hühner das teuerste Futter, das es überhaupt gibt: Das ist regional angebautes Bio-Futter. Das machen wir, weil wir es ethisch korrekt finden. Aber wirtschaftlich ist das Ganze nicht. Wenn wir ausrechnen, was uns die Hühnerhaltung pro Ei kostet, kommen wir in etwa auf denselben Preis wie ein Bio-Ei im Supermarkt. 

      Das liegt auch daran, dass wir sehr viele alte Hennen haben, und ich es nicht übers Herz bringe, sie zu schlachten. Auch Bio-Legehennen werden ja in der Massenproduktion nach spätestens 16 Monaten geschlachtet, weil es dann  wirtschaftlicher ist, sie durch jüngere Hennen zu ersetzen. 

      Ungefähr die Hälfte unserer Hennen ist über sechs Jahre alt – die legen kaum noch Eier. Wir haben acht Hennen und kriegen, wenn es hoch kommt, drei bis vier Eier am Tag. Wenn wir uns zu hundert Prozent selbst versorgen würden, dann müssten wir unser Futter selber anbauen. Und dann würden wir wahrscheinlich auch diese ganzen alten Hennen, die überhaupt keine Eier mehr legen, nicht mehr behalten und durchfüttern, einfach nur, weil sie süß sind und weil wir sie so lieb haben. 

      Dann würden wir vermutlich „härter“ sein und die alten Hennen schlachten – einfach, weil es so viel mehr Arbeit wäre, Futter für Tiere anzubauen, die keine Lebensmittel mehr „abwerfen“. 

      Psst: Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

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      Selbstversorgung aus dem Garten

      Wenn wir uns zu hundert Prozent selbst versorgen würden, dann würden wir auch unsere Gartenfläche noch um einiges vergrößern müssen. Im Moment haben wir ungefähr dreihundert Quadratmeter reine Beetfläche für Gemüse für drei Personen, also zwei Erwachsene und ein Kind. 

      Das würde nicht ausreichen, wenn wir neben dem Gemüse auch Kulturen anbauen würden, die mehr Kalorien enthalten als Kohl, Salat und Co. 

      Im Moment liegt mein Fokus sehr stark darauf, meine Familie das ganze Jahr über mit einer großen Vielfalt an Gemüse zu versorgen. Diesen Gemüse-Selbstversorgergarten würde ich als hundertprozentiger Selbstversorger natürlich auch haben wollen, aber daneben würde ich einen großen Fokus auf Körnermais legen, auf Körnerleguminosen, noch mehr Kartoffeln anbauen, mehr Kürbis anbauen, also die Pflanzen, die wirklich satt machen. 

      Der erste Schritt in jedem Selstversorgergarten

      Aber man darf dabei auch nicht die mehrjährigen Pflanzen vergessen. Was nämlich auch super viele Kalorien enthält und richtig satt macht, sind Nüsse. Ich würde also als allererstes Nussbäume pflanzen und auch Esskastanien, je nachdem, ob die sich in deinem Klima wohlfühlen. 

      Es dauert nämlich einige Jahre, bis Nussbäume anfangen, zu tragen, und deswegen kannst du gar nicht früh genug damit anfangen, Nuss- und auch Obstbäume in deinem Selbstversorgergarten zu pflanzen. 

      Wenn die Bäume erst einmal so weit sind, produzieren sie ohne viel Aufwand super viele Kalorien. Nüsse kann man wunderbar mahlen und mit ins Brot mischen. Es gibt es auch Möglichkeiten, wie man viele Nüsse auf einmal von Hand knacken kann. 

      Wenn ich hundertprozentiger Selbstversorger sein wollte, dann würde ich so früh wie möglich anfangen, Obstbäume und Nussbäume zu pflanzen, damit man möglichst bald die ersten Ernten einfahren kann. 

      Getreide anbauen als Selbstversorger

      Außer Mais würde ich kein anderes Getreide anbauen, wenn ich mich zu hundert Prozent selber versorgen wollte. Klar wäre es möglich, Dinkel, Roggen, Weizen oder irgendein anderes Getreide im Garten selber anzubauen, aber das dann auch noch zu dreschen und zu verarbeiten ist super aufwändig. 

      Bei Mais ist das unkomplizierter. Um die Körner vom Kolben zu lösen, gibt es einfache alte Handmaschinen, die man manchmal auf dem Flohmarkt bekommt. Ich habe mir letztens eine gekauft, weil ich dieses Jahr ausprobieren möchte, Hartmais anzubauen. Ich bin super gespannt, wie das laufen wird. :)

      Wir backen jetzt schon sehr viel Brot mit gekauftem Körnermais. Das ist irgendeine Hybridsorte, die man hier im Laden bekommt. Ich habe ein ganz spannendes Buch von der Maiszüchterin Carol Deppe gelesen. Sie baut ganz unterschiedliche Maissorten an und sie sagt: Der hochgezüchtete Hybridmais, den man im Laden bekommt, schmeckt nicht ansatzweise so gut wie Sorten, die nicht nur auf Ertrag, sondern auch auf Geschmack gezüchtet wurden. 

      Deswegen habe ich mir ein paar Sorten rausgepickt und will dieses Jahr einmal ausprobieren, wie es ist, unseren eigenen Mais anzubauen – und ob der Mais wirklich so viel besser schmeckt. Der Bericht folgt natürlich. ;)

      Das Milpa-Beet zur Selbstversorgung

      Der Maisanbau lässt sich auch sehr gut mit der Milpa-Mischkultur verbinden. Vielleicht habt ihr davon ja schonmal gehört – manchmal wird diese Mischkultur auch als „Indianerbeet“ oder „die drei Schwestern“ bezeichnet. Gemeint ist das gemeinsame Anbauen von Mais, Stangenbohnen und Kürbis auf einem Beet. 

      Das hat mehrere Vorteile: 

      Der Kürbis bedeckt den Boden und hält ihn schön beschattet und feucht und wächst zwischen den Maisstangen, die ja nach oben wachsen, ganz gut. Die teilen sich den Platz also gut auf – und die Stangenbohnen werden so um den Mais herum gepflanzt, dass die den Mais als Rankhilfe verwenden können. Nebenbei reichern sie den Boden mit Stickstoff an, den sowohl Kürbis als auch Mais als Starkzehrer gut gebrauchen können. 

      Auf die Weise hat man drei sehr nahrhafte Kulturen auf einem Beet. Die Milpa-Mischkultur ist also sehr gut für alle geeignet, die sich aus ihrem Garten möglichst selbstversorgen möchten. 

      Wenn du mehr über die Milpa-Mischkultur lernen möchtest, schau mal hier vorbei!

      Ziegenhaltung zur Selbstversorgung

      Was bei uns richtig Kalorien ranschafft, sind unsere Ziegen. Wir halten Ziegen für Milch und Fleisch, und das ist wirklich eine feine Sache, wenn man nach den Kalorien geht. Wir füttern unseren Ziegen kaum Kraftfutter zu, wir geben nur den Milchziegen eine kleine Menge gekauftes Futter. 

      So erreichen wir zwar keine super bombastische Milchleistung, aber die erwarten wir von unseren Ziegen auch überhaupt nicht. Der Großteil ihrer Nahrung besteht aus Gras und Blättern, die sie in Milch, Käse, Joghurt und Fleisch verwandeln. 

      Ich bin die einzige in unserer Familie, die Fleisch isst. Ich habe letztes Jahr zwei Ziegen geschlachtet, eine große und ein halbjähriges Zicklein. Das hat für mich komplett gereicht für die Selbstversorgung mit Fleisch. 

      Wenn wir alle drei Fleisch essen würden, müssten wir natürlich noch einige Ziegen mehr halten und schlachten. 

      Tiere töten zur Selbstversorgung – So fühlt es sich an

      Ihr könnt es euch vermutlich vorstellen: Die eigenen Tiere zu töten und zu essen, ist alles andere als leicht. Ich liebe meine Tiere, ich liebe wirklich jedes einzelne. Ich war selber lange Zeit vegan und sehr radikale Tierrechtlerin, also eigentlich genau das Gegenteil von dem, was ich jetzt mache. 

      Aber irgendwann habe ich wieder angefangen, Fleisch zu essen. Ich habe von einem auf den anderen Tag so einen Hunger auf Fleisch bekommen, dass ich dachte, irgendwie will mir mein Körper zeigen, dass ich das brauche. Jedes Mal, wenn ich im Supermarkt an der Fleischtheke vorbeigegangen bin, hatte ich auf einmal Spucke im Mund, obwohl ich vorher nur tote Leichenteile gesehen habe. Deswegen habe ich angefangen, wieder Wild zu essen. 

      Und irgendwann habe ich mir gedacht: Eigene Tiere zu halten ist – nach Wild, das frei gelebt hat – eine der ethischsten Möglichkeiten, wenn man Fleisch essen will. So muss ich mir keine Gedanken machen, wie die Tiere gehalten wurden, die ich esse, oder wie sie geschlachtet wurden. Ich weiß von Anfang bis Ende genau, dass alles so abgelaufen ist, wie ich mir das vorstelle. 

      Aus dem Fleisch machen wir Wurst, ich habe außerdem Fleisch eingekocht und eingefroren. Wir essen alle Organe und verwerten von Kopf bis Fuß das ganze Tier. Ich finde, man ist es den Tieren schuldig, dass man mit ihrem Fleisch anständig umgeht und nichts verkommen lässt. Und auch, dass man das leckerst mögliche Gericht aus dem Fleisch zubereitet, sodass sie, wenn sie schon sterben müssen, trotzdem tief wertgeschätzt werden.

      Neben Fleisch fällt auch jede Menge Fett an, wenn man Tiere schlachtet. Das heben wir natürlich auch auf, das kann man nämlich super zum Braten verwenden. 

      Ich würde, wenn ich darauf aus wäre, uns zu hundert Prozent selbst zu versorgen, keine Ölfrüchte anbauen, sondern stattdessen das Schmalz der geschlachteten Tiere verwenden. Unser Ziegenfett schmeckt übrigens überhaupt nicht zickig. Ich liebe es, im Ziegenfett Bratkartoffeln oder Rührei zu machen. 

      Ziegen melken als Selbstversorger

      Zurzeit ist leider Melkpause, deswegen müssen wir alle Milchprodukte ganz normal im Supermarkt einkaufen. Als wir noch gemolken haben, hatten wir mit dem minimalen Kraftfuttereinsatz ungefähr vier Liter Milch am Tag von zwei Milchziegen. 

      Das ist richtig viel für drei Personen, daraus konnten wir ganz viel Frischkäse, Feta, Mozzarella, Eis, Joghurt und so weiter herstellen, und uns damit komplett selber versorgen. 

      Mit Schafen würde das auch funktionieren. Ich finde Ziegen irgendwie ein bisschen charmanter als Schafe, deswegen sind es bei uns die Ziegen. Wenn du Schafe lieber hast, nur zu. ;) 

      Ist 100%ige Selbstversorgung aus dem eigenen Garten möglich?

      Ich halte es für durchaus möglich, sich zu hundert Prozent mit Essen selbst zu versorgen – aber nicht so, wie wir das aus dem Supermarkt gewohnt sind. Man würde seine Ernährung schon um einiges umstellen müssen und sehr viel auf Körnerleguminosen setzen, auf Hartmais, Kartoffeln, Nüsse und Kürbis – also die Pflanzen, die wirklich satt machen. 

      Selbstversorgung aus dem Garten kochen

      Ziegen würde ich als 100%iger Selbstversorger in jedem Fall auch halten. Schneller und einfacher kann man keine eigenen Kalorien herstellen. :)

      Fertiggerichte wachsen natürlich nicht im Garten – das ist klar! Die Selbstversorger-Küche würde also vermutlich ganz anders aussehen, als es viele von uns gewohnt sind. Aber wenn man bereit ist, sich diesen Einschränkungen zu unterwerfen, kann man es meiner Einschätzung nach auf jeden Fall schaffen, sich zu hundert Prozent mit Essen selbst zu versorgen. 

      Natürlich nur, so lange keine Naturkatastrophe dazwischen kommt und die Ernte komplett ausfällt. Es gibt viele Dinge, die man nicht selbst in der Hand hat. Ein verregneter Sommer kann beispielsweise die gesamte Kartoffelernte bedrohen. Ich finde es deswegen immer wichtig, dass man sich möglichst breit aufstellt, wenn man aus dem eigenen Garten essen möchte. 

      Wenn ich beispielsweise meine Familie nur mit Mais ernähren will, wäre das erst einmal wahrscheinlich nicht so eine besonders tolle, ausgewogene Ernährung – und wir würden damit alles auf eine Karte setzen. Wenn es dann im Spätsommer anfängt, wochenlang nur zu regnen, und die Maiskörner an der Pflanze nicht richtig abtrocknen können und schimmeln, hat man gar keine eigene Ernte mehr. 

      Deswegen ist es immer gut, sich breit aufzustellen und möglichst viele unterschiedliche Kalorienquellen zu haben, aus denen man sich ernähren kann. So kann man einzelne Ernteausfälle viel besser wegstecken. ;)

      Inwiefern könnt ihr euch aus eurem Garten selbstversorgen? Habt ihr Tipps rund um die Selbstversorgung? Wie würdet ihr das Projekt „100%iger Selbstversorger“ angehen?

      Tomaten vorziehen

      Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

      In diesem Artikel zeige ich dir, wie du selber zuhause kräftige, gesunde, vitale Tomaten vorziehen kannst. Wenn du schonmal Tomaten vorgezogen hast, kennst du das vielleicht:

      Tomatenpflanzen werden, wenn sie unter schlechten Bedingungen vorgezogen werden, ganz schnell dünn, langgezogen, gelb und schwächlich.

      Und um das zu verhindern, gilt es, einige Sachen zu beachten. Heute möchte ich dir deswegen Schritt für Schritt zeigen, worauf es bei der Tomaten-Anzucht ankommt, so dass du richtig kräftige und vitale Tomaten in deinem Garten pflanzen kannst.

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      Wann ist der perfekte Zeitpunkt zum Tomaten-Vorziehen?

      Das kommt immer ein bisschen darauf an, wo du die Tomaten später pflanzen möchte. Tomaten, die ins Gewächshaus kommen, können schon ein bisschen früher vorgezogen werden als die Tomaten, die du ins Freiland pflanzen möchtest.

      Im Freiland solltest du erst ab Mitte Mai Tomaten pflanzen, weil dann keine Fröste mehr drohen. Im Gewächshaus ist es oft schon ein paar Wochen früher warm genug, deswegen fange ich mit der Voranzucht für die Gewächshaustomaten Ende Februar an, und mit der Voranzucht für die Freilandtomaten erst Mitte März.

      Ich sehe immer wieder, dass viele Leute schon im Januar anfangen, ihre Tomaten vorzuziehen. Auf Facebook sieht man dann immer die ganzen Tomatenpflänzchen-Bilder, die viele Leute posten. Mir schießt dann immer durch den Kopf:

      „Aaah! Wartet doch noch ein bisschen!“

      Ich kann super gut nachvollziehen, dass man so viel Gartenvorfreude in sich hat, dass man so früh wie möglich mit den ersten Aussaaten anfangen möchte. :)

      Aber die zu früh gesäten Tomatenpflanzen müssen lange drinnen ausharren, bis sie endlich nach draußen gepflanzt werden können. Den Tomatenpflanzen wird es auf Dauer viel zu eng in den Töpfchen, bevor sie endlich in die Beete wandern können.

      Also haltet euch besser an die vorgegebenen Aussaatzeiten – so pflanzt ihr am Ende gesündere Tomaten in euren Garten. :)

      Hol dir den Tomaten-Masterplan!

      Bist du auch so Tomaten verliebt und bekommst eigentlich nie genug von den leckeren roten Früchten? Dann lade dir meinen Tomaten-Masterplan herunter, mit dem du die Königin der Gemüsegärten bestens anbauen und pflegen kannst.

      Im Masterplan findest du eine komplette Schritt für Schritt Anleitung für eine dicke Tomatenernte und meine liebsten Tipps, Tricks und Sorten gibt´s obendrauf.

      Alles, was du wissen musst: Von der Aussaat übers Pikieren, Pflanzen, Pflegen und Ernten, habe ich für dich kompakt zusammengefasst. Also trag dich gerne hier ein, um den Tomatenplan runterzuladen:

      Tomaten vorziehen: Die besten Sorten

      Bevor ans Tomaten-Säen überhaupt zu denken ist, gilt es natürlich, sich für die passenden Tomatensorten zu entscheiden. Es gibt die unterschiedlichsten Sorten, von riesig und gelb über klein und violett, grün gestreift oder orange und birnenförmig.

      Und auch was den Geschmack angeht, haben die unterschiedlichen Tomatensorten einiges zu bieten. Die langweiligen Einheitstomaten aus dem Supermarkt sind gar kein Vergleich zu einem bunten Erntekorb aus dem eigenen Garten.

      Meine fünf allerliebsten Tomaten-Sorten habe ich hier für dich aufgeistet.

      Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Variante des Artikels:

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      Mehr Informationen

      Welche Anzuchterde eignet sich zur Tomaten-Anzucht?

      Ich verwende entweder torffreie Bio-Anzuchterde oder gut gereiften Kompost zum Vorziehen von Tomaten. Gerade für Starkzehrer, die Tomaten ja sind, eignet sich gut gereifter, feinkrümeliger Kompost wunderbar.

      Einige von euch denken jetzt wahrscheinlich:

      „Ah! In Kompost kann man doch nichts aussäen!“

      Aber, doch, das kann man. ;) Ich mache das seit Jahren und ich habe viel bessere Erfahrungen damit gemacht, die Tomaten direkt in Kompost auszusäen, als wenn ich Anzuchterde nehme, die ja sehr nährstoffarm ist. Solange ich genug reifen Kompost zur Hand habe, ist das immer mein erste Wahl.

      Schritt 1 beim Tomaten-Vorziehen: Tomaten säen

      Es ist an der Zeit, Tomaten auszusäen? Dann nichts wie los! Ich mache das am Anfang immer in einem größeren Topf, den ich mit reifem Kompost oder Anzuchterde fülle.

      Darein säe ich alle ein Zentimeter einen Samenkorn einen Zentimeter tief, gieße alles gut an und stelle die Töpfchen wieder in die Nähe der Heizung, sodass weiterhin eine Temperatur von ungefähr 20 bis 24 Grad herrscht.

      Sorten beschriften nicht vergessen! Sonst weißt du bei der Ernte gar nicht, wie diese tolle Sorte noch gleich heißt, um die sich die ganze Familie reißt, weil sie so lecker ist. ;)

      Schritt 2 beim Tomaten-Vorziehen: Der Umzug ins Kühle

      Sobald die ersten Pflanzen aufgegangen sind, sollten die Töpfchen an einen Ort umziehen, an dem es ungefähr 16 bis 18 Grad warm ist. Von diesem Zeitpunkt an mögen die Tomatenpflanzen es nämlich eher ein bisschen kühler.

      Das ist wichtig, damit die Pflanzen schön kräftig und gedrungen wachsen.

      Es ist natürlich ganz wichtig, dass du die Erde immer schön feucht hält, das versteht sich wahrscheinlich von selber, sonst können auch keine Samen mehr aufgehen und die Pflänzchen trocknen aus.

      Schritt 3 beim Tomaten-Vorziehen: Genug Licht zur Anzucht

      Aber noch wichtiger als die Temperatur ist das Licht. Das ist wirklich das allerallerallerwichtigste, wenn du Tomaten vorziehen möchte. Tomatenpflanzen brauchen super viel Licht, und zwar 16 Stunden am Tag – das schafft eine normale Fensterbank einfach nicht.

      Wenn du schon einmal schwächliche Tomatenpflanzen vorgezogen hast, die langgezogen waren und schwächlich und leicht umgeknickt sind, lag das vermutlich daran, dass sie zu wenig Licht bekommen haben.

      Deswegen verwende ich für die Tomaten-Anzucht LED-Pflanzenlichter, die ich direkt über den Pflanzen aufhänge. Die Anzuchtlampen leuchten in verschiedenen Farben und decken die Farbspektren ab, die deine Jungpflanzen brauchen.

      Unterschiedliche Lichtfarben beeinflussen zum Beispiel, wie sich die Blätter oder die Wurzeln entwickeln. Und die LED-Panele sind so ausgelegt, dass die Lichtfarben optimal darauf abgestimmt sind, um Jungpflanzen vorzuziehen.

      Pflanzenlampe, um Tomaten vorzuziehen

      Die Pflanzenlichter habe ich mit einer Zeitschaltuhr so eingestellt, dass sie von 6 bis 22 Uhr leuchten, also 16 Stunden am Tag.

      Zu wenig Licht ist der häufigste Fehler bei der Tomaten-Anzucht. Wobei, Pustekuchen! Nicht nur Tomaten, alle Gemüsepflanzen, die man Zuhause vorziehen möchte – brauchen ausreichend Licht, um sich gut zu entwickeln.

      Ich kann euch gerne die Pflanzenlampen, die ich für meine Tomaten-Anzucht verwende, gerne hier verlinken*.

      Schritt 4 beim Tomaten-Vorziehen: Tomaten pikieren

      Wenn die Tomatenpflänzchen aufgegangen sind, haben sie erstmal zwei Blätter, die ein bisschen anders aussehen als die echten Tomatenblätter. Das sind die Keimblätter. Und nach diesem ersten Blattpaar, entwickeln sich die ersten richtigen Blätter (die Laubblätter).

      Sobald deine Tomatenpflänzchen ihre ersten Laubblätter zeigen, ist es an der Zeit, dass sie von ihrem gemeinsamen Töpfchen in eigene Töpfe umziehen. Die brauchen jetzt nämlich mehr Platz, um ein kräftiges Wurzelwerk auszubilden. Deswegen geht es jetzt daran, die Tomaten zu pikieren.

      Das Pikieren ist bei Tomatenpflanzen ganz wichtig. Die Tomaten können in ihrem überfüllten Töpfchen überhaupt nicht groß werden. Also braucht jetzt jedes Pflänzchen einen eigenen Topf, der einen Durchmesser von 10 bis 13 Zentimetern haben sollte*. Größer ist natürlich immer besser.

      Du hast noch nie davon gehört, Tomaten zu pikieren? Dann schau doch gerne mal in dem „Grundlagen“ Artikel „Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?“ vorbei. :)

      Pikiert werden die Tomaten bei uns in gut gereiften und gesiebten Kompost. Beim Pikieren pflanzt du die Tomaten bis zu den unteren Blättern – also den Keimblätterm – in den neuen Topf ein. Das ist deswegen sinnvoll, weil sich dann noch mehr Wurzeln bilden und weil tiefer gepflanzte Tomaten stabiler stehen.

      Tomatenpflanzen Ernte

      Und noch ein Tipp: Wenn du deine Tomaten pikierst, halte sie immer an den Blättern fest, die mögen es nämlich überhaupt nicht, wenn man sie am Stängel quetscht. Also immer, egal, ob es Tomaten sind oder andere Gemüse, immer an den Blättern halten, wenn du die umtopfst. ;)

      Und wenn wir schon einmal dabei sind, ist hier noch ein Hinweis, der sich bei uns als richtiger Geheimtipp herausgestellt hat:

      Wenn sich bei einzelnen Tomatenpflänzchen die Keimblätter nicht richtig entwickeln, dann reiß diese Pflänzchen raus. Ich weiß, es tut weh, kleine Pflänzchen rauszureißen, ich mache das auch nicht gerne. Aber das sind die Tomatenpflanzen, die später einen sehr schlechten Ertrag abwerfen würden.

      Deswegen kann man da schon mal ein bisschen selektieren und die Pflanzen von vornherein rausnehmen, denn bei diesen Pflanzen lohnt es sich nicht, die ganze Arbeit reinzustecken, die man beim Vorziehen, Pflanzen und Anbauen von Tomaten aufbringen muss.

      Schritt 5 beim Tomaten-Vorziehen: Tomatenpflanzen düngen

      Wenn deine Pflänzchen zwei, drei Wochen alt sind, wird es Zeit für die erste Düngergabe. Ich dünge meine Tomaten-Jungpflanzen immer über das Gießwasser. Dafür verwende ich biologischen Flüssigdünger* (auf das Bio-Siegel achten; viele Dünger machen auf Bio, enthalten aber ist die reinste Chemie-Pampe).

      Für die Jungpflanzenanzucht verdünne ich den Flüssigdünger sehr stark, ungefähr doppelt so stark wie auf der Packung angegeben ist. So viel Dünger brauchen die Pflanzen nämlich am Anfang gar nicht. Es ist wichtig, dass sie jetzt einen kleinen Stickstoffschub bekommen. Im Kompost ist nämlich sehr viel weniger Stickstoff enthalten, als die meisten Leute denken.

      Jungpflanzen solltest du generell nicht oben in den Topf rein gießen*, sondern in die Unterlage, in der deine ganzen Töpfchen stehen, so dass das Wasser sich hoch in den Topf saugen kann. Das ist die beste Art, Jungpflanzen zu gießen, und so kannst du deine Tomatenpflanzen ganz einfach über das Gießwasser düngen. :)

      Viel Spaß beim Tomaten vorziehen! Wenn du weiterlesen möchtest, habe ich dir hier drei Artikel verlinkt, die dir auch gefallen werden:

      Die 8 wirksamsten Mischkulturpartner für Tomaten!

      Tomatenpflanzen ausgeizen + Tipps zur Tomatenpflege

      Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchem Dünger?

      Und vergiss nicht, dir deinen Tomaten-Guide runterzuladen. :)

      Was sind deine besten Tipps zum Tomaten-Vorziehen? Lass gerne unten einen Kommentar da, dann können wir alle voneinander lernen. :)

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      Wie mein Garten fast von selbst unkrautfrei bleibt

      „Traue keinem Garten in dem kein Unkraut wächst.“ Kennst du den Spruch? Den hatte ich am Anfang meiner Gartenkarriere noch eins zu eins so unterschrieben. Aber mittlerweile mache ich das nicht mehr.

      Unser Garten ist nämlich fast komplett unkrautfrei, und wie das funktioniert, auf ganz natürliche Art und Weise, ohne Unkrautvernichtungsmittel oder irgendwelche Plastikfolien, das zeige ich euch heute in diesem Artikel.

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      Was ist an Unkraut denn eigentlich so „schlecht“?

      An Unkraut ist erst mal überhaupt nichts schlecht. In meinen Gemüsebeeten möchte ich aber möglichst wenig Unkraut haben, weil die Unkräuter oder auch Beikräuter, Wildkräuter, wie auch immer man sie nennen mag, immer in Konkurrenz mit den Gemüsepflanzen treten.

      Die Gemüse sollen ja möglichst viel Platz haben in den Beeten, damit sie möglichst groß und kräftig werden, und die Unkräuter konkurrieren mit deinem Gemüse um Licht, um Nährstoffe und Wasser.

      Deswegen bin ich der Überzeugung, dass es gut ist, möglichst wenig Unkräuter im Beet zu haben. Die können gerne überall im restlichen Garten wachsen. ;) Ich freue mich auch sehr über seltene Wildkräuter, Heilkräuter und so weiter, aber meine Beete sollen möglichst unkrautfrei bleiben.

      Das erspart mir nämlich super viel Arbeit!

      Ich kann mir Schöneres vorstellen, als auf den Knien durch die Beete zu robben und Unkraut zu jäten. Ich glaube, da sind wir uns einig. ;) Und dadurch, dass unser Garten unkrautfrei ist, spart mir das immens viel Zeit. Ich arbeite Vollzeit im Büro, habe einen kleinen Sohn, studiere ökologische Landwirtschaft und habe auch noch viele andere Hobbies, und deswegen ist es mir wichtig, dass mein Garten möglichst pflegeleicht ist.

      Und wenn man nicht mehr jäten muss, dann erspart einem das so, so viel Arbeit. :)

      Bevor ich die Techniken, die ich euch heute zeige, angewendet habe, waren meine Beete ständig zugewuchert und ich kam überhaupt nicht mehr hinterher mit dem Unkraut-Entfernen.

      Das war einfach kein schönes Gefühl. Ich hatte zeitweise gar keine Lust mehr auf meinen Garten, weil ich das Gefühl hatte, ständig hinterher zu sein. Mittlerweile muss ich in meinem Garten kaum noch Unkraut jäten. Mit drei Minuten Jäten im Monat kommen wir dicke hin – und wie das funktioniert, das zeige ich euch jetzt.

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      Tipp 1: Unkraut im Beet vorbeugen

      Der Hauptgrund, warum mein Garten unkrautfrei ist, ist, dass ich meine Beete nicht umgrabe. Das hat ganz unterschiedliche Gründe:

      Zum einen kann ein natürlich gewachsener Gartenboden Wasser sehr viel besser speichern als wenn man die Bodenschichtung stört. Zweitens fördert es das Bodenleben, wenn man die Bodenschichten unberührt lässt. Oder anders herum gesagt:

      Umgraben tötet Bodenlebewesen. Diese kleinen Helfer sind in einem Biogarten aber super wichtig.

      Es spart drittens super viel Arbeit, wenn man nicht umgraben muss. Ich hasse umgraben, es ist super anstrengend. ;) Es ist einfach toll, wenn man sich das sparen kann.

      Um aber auf das Unkraut zurückzukommen:

      Im natürlichen Gartenboden ist ein quasi unerschöpfliches Potenzial an Unkrautsamen enthalten. Und wenn du umgräbst, bedeckst du zwar deine Unkräuter, die jetzt auf deinen Beeten wachsen, mit Erde, aber du holst gleichzeitig ganz viele neue Unkrautsamen und Wurzelunkräuter an die Oberfläche, die wiederum aufgehen.

      Und ruckzuck sind deine Beete wieder total verunkrautet.

      Um das zu unterbrechen, und um den Boden natürlich aufzubauen, zu schonen und zu schützen, gärtnere ich komplett ohne Umgraben.

      Garten natürlich unkrautfrei Beet

      Tipp 2: Beet ohne Unkraut neu anlegen

      Ich lege meine Beete mit Pappe* und Kompost an. Also erst mal eine Schicht Pappe auf den Beeten ausbringen, die nicht bedruckt ist und keine Kleberreste enthält, und dann bringe ich darauf Kompost aus.

      So kann man ganz schnell super fruchtbare und vor allem unkrautfreie Beete anlegen.

      Wie du unkrautfreie Kompostbeete anlegst, zeige ich dir übrigens per Video in meinem Gemüsegarten-Bootcamp. Das ist ein Mini-Videokurs, den ich für euch erstellt habe.

      >> Hier kannst du dich für das Gemüsegarten-Bootcamp anmelden.

      Da zeige ich dir nämlich Schritt für Schritt wie man die unkrautfreien Kompostbeete anlegt.

      Tipp 3: Unkraut im Kompost? Das hilft!

      Oft hat man, wenn man Kompost im Gemüsegarten ausbringt, das Problem, dass man damit ganz viele Unkrautsamen und Wurzelunkräuter auf den Beeten verteilt, die man vorher gejätet und auf dem Kompost entsorgt hat.

      Deswegen entsorge ich Unkräuter jeglicher Art – wenn sie bei uns denn mal anfallen – auf einem separaten Haufen. Den Unkraut-Kompost bringe ich nur unter den Beerensträuchern und Obstbäumen aus, und mein Hauptkompost bleibt komplett unkrautfrei.

      Garten natürlich unkrautfrei Kompst

      Wenn du doch Unkräuter über deinen Hauptkompost entsorgen möchtest, dann solltest du dem Kompost ordentlich einheizen, damit er höhere Temperaturen erreicht. Das schaffst du, in dem du den Stickstoffanteil im Komposthaufen erhöhst und den Kompost richtig oft umsetzt.

      Dann entstehen im Haufen richtig heiße Temperaturen, die Unkräuter abtöten. Aber es ist natürlich einfacher, die Unkräuter separat zu entsorgen und dadurch den Kompost garantiert unkrautfrei zu halten.

      Ein unkrautfreier Kompost ist in jedem Fall sehr wichtig. Wenn man die Unkräuter jätet, kompostiert, und dann einfach wieder auf den Beeten ausbringt, kann man sich das Jäten nämlich gleich sparen. ;)

      Wenn man kein Unkraut mehr hacken muss, ist ein Gemüsegarten gleich viel, viel pflegeleichter. Wenn ihr noch mehr Tipps wollt, wie man einen Gemüsegarten pflegeleicht gestalten kann, dann schaut mal in diesem Artikel vorbei:

      So startest du deinen 3h/Woche-Selbstversorgergarten!

      Tipp 4: Mit Mulch gegen Unkraut!

      Der nächste große Tipp, wie du möglichst unkrautfrei gärtnern kannst, ist Mulch. Also eine organische Abdeckung, die du auf deinem Boden um die Pflanzen herum ausbringst und die den Boden bedeckt hält.

      Der Mulch sorgt dafür, dass auf deinen Beeten kein Unkraut mehr aufgehen kann. Auch so kleine, fiese Unkräuter wie Löwenzahn, die von außen eingeflogen kommen, haben dann keine Chance mehr.

      Ich weiß, einige werden jetzt diskutieren, dass man Löwenzahn ja auch wunderbar essen kann, aber wie gesagt: In meinen Beeten mag ich ihn nicht haben. ;)

      Also deck deine meine Beete immer, immer, immer mit ganz viel Mulch ab. Zum Mulchen verwende ich am liebsten Holzhackschnitzel, aber Rasenschnitt, Stroh oder Laub kann man nehmen.

      Garten natürlich unkrautfrei Mulch

      Ich bringe immer eine richtig dicke Mulchschicht aus. Die verhindert nämlich auch, dass Wasser aus dem Boden verdunstet, sodass wir nebenbei auch kaum noch gießen müssen*. Mulch ist auch für das Bodenleben super. Der Mulch verrottet nach und nach, und ergibt noch mehr Kompost, füttert das Bodenleben, ergibt Dünger…

      Es gibt tausend Gründe, warum man seine Beete mulchen sollte, und das müsst ihr auf jeden Fall ausprobieren, wenn ihr unkrautfrei gärtnern wollt. :)

      Tipp 5: Unkraut schnell entfernen

       Falls doch mal Unkräuter in deinem Garten aufgehen sollten, dann bleibe hinterher mit dem Jäten. Solange das Unkraut noch klein ist, ist es nämlich überhaupt kein Problem, mit der Hacke durch die Reihen zu gehen – dann ist das Hacken in wenigen Minuten geschafft.

      Aber wenn das Unkraut erst mal größer wird und Samen bildet, können aus einer Pflanze schnell mal ein paar hundert werden, oder sogar tausend, je nachdem was für ein Unkraut du in deinem Garten hast.

      Dann hast du kein Problem mehr damit, dass du so viel Unkraut in deinem Garten hast, sodass du nicht mehr mit dem Jäten hinterherkommst und du in dem ganzen Unkrautdschungel deine Gemüsepflanzen nicht mehr wiederfindest. ;)

      So war das bei mir am Anfang. Ich bin sehr froh, dass wir jetzt einen so pflegeleichten Gemüsegarten haben. Wenn du Lust hast, noch mehr zu lernen, dann trage dich gerne für mein Gemüsegarten-Bootcamp ein. Da erzähle ich auch noch viel mehr über das Mulchen, also mit welchen Materialien wann wie dick und so weiter.

      Für alle, die tiefer einsteigen wollen, gibt es außerdem ja auch meinen Gemüsegarten starten-Onlinekurs mit über 50 Videoanleitungen, die dich durch das ganze Gartenjahr führen.

      Wenn ihr noch mehr Tipps gegen Unkraut im Garten habt, dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar! Ich freue mich auch immer, neue Sachen zu lernen. :)

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      Erdnuss-Pflanzen selber ziehen

      Erdnüsse anbauen in Deutschland – so ziehst du deine Erdnüsse selber

      Wusstet ihr, dass man in Deutschland Erdnüsse anbauen kann? Das behauptet zumindest das Internet – und ich möchte dieses Jahr ausprobieren, ob das wirklich funktioniert. Also habe ich habe meine ersten Erdnüsse gesät und werde euch heute berichten, wie das Ganze funktioniert. :-)

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      Erdnüsse sind übrigens super faszinierende Pflanzen. Die Nüsse wachsen nämlich gar nicht von Anfang an unten in der Erde: Die Pflanze bildet ganz normal überirdisch Blüten aus, dann bilden sich daran die kleinen Nüsse und je größer die Nüsse in diesen Hülsen werden, desto mehr senken sie sich dem Erdboden entgegen. Dann bohrt die Pflanze die Erdnüsse in den Boden, und so gelangen sie erst dahin.

      Das ist sozusagen so, als würde sie ihre eigenen Kinder selber pflanzen. Total cool und faszinierend!

      Erdnuss-Pflanzen selber ziehen

      Ich bin super gespannt, wie das dann in echt aussehen wird in unserem Garten, und ob wir das da wirklich beobachten werden. Ich bin da auf jeden Fall jetzt schon Feuer und Flamme für dieses Experiment! :)

      Erdnüsse anbauen

      Ich habe mir bereits diese Erdnuss-Samen bestellt und bin bereit, loszulegen!

      Ich gärtnere übrigens nach den Aussaattagen von Maria Thun. Das ist der Demeter-Aussaatkalender. Das sind alle Tage aufgeteilt in Frucht-, Wurzel-, Blüte- oder Blatttage. Die Erdnüsse ordne ich dabei den Fruchtgemüsen zu.

      Maria Thun hat ganz viele Experimente gemacht mit den Aussaattagen, und festgestellt, dass es wirklich einen großen Unterschied macht, ob man das Gemüse an dem richtigen Tag sät, oder nicht. Ob man jetzt daran glaubt, oder nicht, ist wahrscheinlich ein bisschen Typsache. Ich glaube fest dran und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

      Falls du Lust hast, das mal auszuprobieren, verlinke ich dir hier meinen Artikel zum Aussaatkalender.

      Ich packe jetzt jeweils zwei Samenkörner in jedes Töpfchen. So kann ich sichergehen, dass dann auch in jedem Töpfchen ein Same aufgeht, und wir am Ende genug kräftige Pflanzen haben.

      Falls in einem Töpfchen zwei Pflanzen aufgehen, entscheide ich mich einfach für die kräftigere Pflanze und reiß die andere raus. Auch wenn es fies ist, aber so haben wir dann am Ende (in meinem Fall) vier kräftige Pflanzen, die wir in den Garten pflanzen können.

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      Erdnüsse brauchen eine Keimtemperatur von mindestens 25 Grad. Die mögen es sehr warm zum Keimen. Deswegen stelle ich meine auf die Heizung. Das ist allerdings keine Heizung, die den ganzen Tag volle Pulle aufgedreht ist. Ich drehe die meistens maximal auf drei, eher noch ein bisschen drunter, so dass die Erdnüsse es schon schön warm haben, aber nicht gebraten werden. ;)

      Unsere Erdnusspflänzchen sind mittlerweile aufgegangen. Was mich sehr erstaunt hat: Die legen ein ganz schön schnelles Wachstum an den Tag! Schon nach drei Tagen war klar: Die kleinen Töpfchen sind viel zu eng.

      Also sind die Erdnüsse in größere Töpfchen umgezogen. Sie sehen wunderschön aus, und natürlich habe ich es nicht übers Herz gebracht, die einzelnen schwächeren Erdnusspflänzchen auszureißen. Deswegen haben wir jetzt doch ein paar mehr Pflänzchen.

      Geht es euch auch immer so? Ich bin immer so voller Zärtlichkeit für so kleine Pflanzen. Ich kann die dann einfach nicht rausreißen. ;)

      Erdnuss-Pflanzen selber ziehen

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      Wie Erdnusspflanzen schlafen :-)

      Vor ein paar Tagen bin nachts aufgewacht und ins Bad gegangen, wo meine Jungpflänzchen stehen, und da habe ich etwas ganz Süßes beobachtet: Die Erdnüsse klappen nämlich wenn es dunkel ist die Blätter zusammen, als ob sie die Augen zumachen würden.

      Erdnuss-Pflanzen selber ziehen

      Irgendwie schon ganz schön niedlich, oder?

      Von meinem Gefühl her würde ich die Erdnüsse erst Mitte Mai rauspflanzen, wenn keine Fröste mehr drohen.

      Ich werde euch auf jeden Fall berichten, wie es mit den Erdnüssen weitergeht. :)

      Habt ihr schon mal Erdnüsse angebaut? Irgendwelche Tipps zum Anbau von Erdnüssen in Deutschland? Dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar!
      Pflanztöpfe selber machen

      3 Ideen, um Anzuchttöpfe selber zu machen – Pflanzenanzucht ohne Plastikmüll!

      Der Startschuss für die Pflanzenanzucht ist gefallen und wir brauchen wieder jede Menge Pflanztöpfe. Und obwohl das Gärtnern eigentlich ein sehr ökologisches Hobby ist, bin ich doch immer wieder erschrocken, wie viel Plastik bei der Pflanzenanzucht zusammen kommt.

      Wenn du auch Plastik in deinem Garten sparen möchtest, zeige ich dir in diesem Artikel deswegen drei tolIe Möglichkeiten, wie du aus Abfall wie Zeitungspapier oder Eierkartons Pflanztöpfchen für deine Gemüsepflanzen selber basteln kannst. :)

      Dieses Garten-DIY ist super einfach, schnell nachgemacht und das Beste ist, dass es dich genau 0 Euro kostet! ;)

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht
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      Idee #1: Pflanztöpfe aus Klopapierrollen selber machen

      Ein Material, das in jedem Haushalt zur Verfügung steht, sind leere Klopapierrollen. Wie praktisch, dass die sich super dafür eignen, um selber Pflanztöpfe herzustellen. :)

      Dafür nimmst du dir einfach eine Rolle und schneidest sie an vier sich gegenüberliegenden Stellen jeweils zwei Zentimeter tief ein.

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Dann knickst du die erste Lasche, die so entstanden ist, in die Mitte. Danach knickst du die zweite Lasche über die erste und die dritte über die zweite.  Die vierte Lasche wird über die dritte und gleichzeitig auch unter die erste gesteckt, so dass alles zusammenhält. ;)

      Zuletzt drückst du den Boden noch etwas flach, damit das Pflanztöpfchen stehen kann und – schwupps – ist es auch schon fertig. :)

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Falls deine selbst gemachten Pflanztöpfchen aus Klopapierrollen ständig umfallen, kannst du sie mit einem Gummi aneinander fixieren, dann hast du gar keine Probleme mehr mit der Standfestigkeit deiner Töpfchen.

      Für die Pflanzenanzucht fülle ich die Klopapierrollen einfach mit Anzuchterde oder mit Kompost auf.

      Ich säe super gerne in reifem Kompost aus, vor allem die starkzehrenden Gemüse. Vielen Leute denken, dass eine Pflanzenanzucht in Kompost nicht funktioniert, aber ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht, solange der Kompost wirklich reif ist.  

      Deine selbst gebastelten Pflanztöpfe sind jetzt bereit für die Aussaat. :)

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Für die Demonstration habe ich hier Erbsen gesät. Die ziehe ich normalerweise nicht im Haus vor, aber sie gehen so schön schnell auf und das war an dieser Stelle einfach super praktisch. ;)

      Abschließend werden die Samen angegossen und dann heißt es nur noch warten…

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      Idee #2: Pflanztöpfe aus Zeitungspapier selber machen

      Für die nächste DIY-Idee brauchst du Zeitungspapier. Am besten nimmst du eine ganze Seite, die du einmal in der Mitte faltest.

      Als nächstes hältst du die Zeitung an dein Glas und überprüfst, wie lang die Zeitungsseite sein sollte. Das Glas nehme ich hier nur als Hilfsmittel, um das Pflanztöpfchen zu basteln.

      Die Zeitung sollte ungefähr vier Zentimeter länger sein, als dein Glas hoch ist, sodass du gleich alle Enden in die Mitte falten kannst, damit sie einen schönen Boden für dein Pflanzgefäß ergeben.

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Am besten schneidest du die Zeitung an der Seite ab, wo die Seiten auseinander fleddern. Also nicht an der Seite, wo der Knick ist. ;)

      Als nächstes kommt wieder das Glas ins Spiel und ich wickele die Zeitung in zwei Lagen um das Glas herum.

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Auf diese Weise erhältst du ein sehr stabiles Töpfchen, was schon erstaunlich ist, da wir ja einfach nur Zeitungspapier verwenden. :)

      Wenn du dein Zeitungspapier zweimal um das Glas gewickelt hast, dann kannst du den Rest der Zeitung abschneiden und das Ganze Konstrukt einmal auf den Kopf stellen.

      Nun knickst du die Zeitung unten um, so dass ein Boden entsteht.

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Bevor du die Zeitung vom Glas abziehen kannst, knickst du die äußere Kante des unteren Randes der Zeitung zusammen, damit sie einen stabilen Boden ergibt. Das machst du einmal rund herum um das ganze Glas.

      Nun ist da Töpfchen stabilisiert und du kannst es vom Glas abziehen. Jetzt musst du es nur noch mit Erde befüllen, aussäen und angießen. :)

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Idee #3: Pflanzentöpfe aus Eierkartons selber machen

      Für die dritte Möglichkeit brauchst du einen Eierkarton. Das ist wirklich die einfachste Methode, wie man Pflanztöpfchen selber basteln kann, denn du musst nur den Deckel des Eierkartons abschneiden und schon sind deine Töpfchen einsatzbereit. ;)

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Einmal mit Kompost oder Anzuchterde füllen und dann kannst du direkt in deine selbst gemachten Pflanztöpfchen aussäen.

      Die Pflanztöpfchen aus Eierkartons sind relativ klein, einigen größeren Gemüsen wird es darin also schnell zu eng. ;)

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Du bist gerade dabei, deine Jungpflanzen vorzuziehen? Dann ist für dich bestimmt auch mein Artikel über die häufigsten Fehler bei der Jungpflanzenanzucht interessant. Dafür bitte einmal hier entlang.

      Jungpflanzen abhärten und pflanzen

      Ungefähr eine Woche bevor ich meine Pflänzchen nach draußen pflanze, fange ich an, die Pflänzchen draußen abzuhärten, damit sie sich langsam an Wind und Wetter gewöhnen können. ;)

      Hier findest du mehr Infos dazu, wie man Jungpflanzen abhärtet.

      Bei den Planztöpfen aus Klopapierrollen schälst die Klopapierrolle voor dem Auspflanzen einmal außen um die Pflanze herum ab, sodass die Pflanze dann ohne Klopapierrolle in den Boden gepflanzt wird.

      Oder du reißt nur den Boden ab, dann kannst du die Pflanze auch mit dem Rest der Klopapierrolle pflanzen, die Pappe verrottet dann nach und nach.

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Genauso funktioniert das mit den Töpfchen, die man aus Zeitungspapier selber basteln kann.

      Ich wickle die Zeitung lieber ab, weil ich die nicht unbedingt in meinen Beeten haben möchte. Aber die Zeitung würde auch ohne Probleme in deinem Beet verrotten.

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Die Pflänzchen, die in den Eierkartons gewachsen sind, kann du auch sehr gut rausholen und ohne Eierkarton pflanzen. Dafür kneifst du einfach einmal unten in den Boden und dann kommt das Pflänzchen gut von selber raus.

      Pflanztöpfe selber machen für die Jungpflanzenanzucht

      Ansonsten kannst du die auch ohne Probleme mit dem Eierkarton pflanzen. Der verrottet so schnell, dass die Pflanzen sehr gut ihre Wurzeln ausbreiten können und die Pappe nicht im Weg ist.

      Hol dir meinen Gemüsegarten-Pflanzplan!

      Wenn du noch keinen Pflanzplan erstellst hast, dann schaut dir gerne meinen Artikel über die Erstellung eines Pflanzplans an, da nehme ich dich an die Hand, damit du Schritt für Schritt deinen eigenen Pflanzplan erstellen kannst..

      Du kannst dir aber auch gerne meinen Pflanzplan runterladen, den habe ich schon erstellt, der ist fix und fertig ausgeklügelt, dann brauchst du nur noch rausgehen und losgärtnern und musst dir nicht den Kopf darüber zerbrechen.

      Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        Du hast Lust, noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

        Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

        Jungpflanzenanzucht: Drei Gemüsearten, die du nicht im Haus vorziehen solltest

        Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

        Hast du schon mal Pflanztöpfchen selber gemacht? Wenn du weitere Tipps hast, um Plastik im Garten-Alltag zu vermeiden, teile sie gerne in den Kommentaren! :)

        Saatgut aufbewahren und sortieren

        Saatgut aufbewahren und sortieren – Gemüse-Samen richtig lagern

        Na, wie oft wühlst du in deiner Saatgut-Box? Irgendwo müssen die Samen von den Möhren doch sein, die dir letztes Jahr so gut geschmeckt haben!? ;)

        Damit du nicht ständig am Suchen (und Fluchen) bist, soll es heute um das Thema Saatgut-Aufbewahrung und Saatgut-Organisation gehen.

        Ich zeige dir, wie ich mein Saatgut aufbewahre und es so organisiere, dass ich die Samen, wenn ich sie brauche, schnell und einfach wiederfinde.

        Mein Saatgut-Ordnungssystem benutze ich so schon seit vielen Jahren und es hilft mir sehr gut dabei, nicht den Überblick über meine gesammelten Saatgut-Schätze zu verlieren! :)

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        Saatgut sortieren

        Ich sortiere mein gesamtes Gemüse-Saatgut nach Pflanzenfamilien. Wir bauen nämlich sehr, sehr viel verschiedenes Gemüse an, sodass es ziemlich lange dauern würde, wenn ich zum Beispiel die Möhre unter all den anderen Gemüsen raussuchen müsste.

        Deswegen haben in meiner Saatgut-Kiste alle Kohlgewächse eine eigene Kategorie, dann gibt es eine Kategorie für Leguminosen, eine für Nachtschattengewächse, eine für Doldenblütler … ich denke du hast das System verstanden. :)

        Und, jap, ich weiß, dass nicht jeder so verrückt ist und alle Pflanzenfamilien auswendig kennt. ;)

        Wenn dir die Pflanzenfamilien nichts sagen, kannst du dein Saatgut stattdessen natürlich auch anders ordnen. Du könntest eine Kategorie mit all deine Salaten oder mit all deinen Tomaten Samen anlegen! Oder du teilst deine Saatgut-Aufbewahrungsbox in „Fruchtgemüse“, „Blattgemüse“, „Wurzelgemüse“, „Blumen“ usw. ein.

        Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen: Hier ist die YouTube-Version dieses Artikels!

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        Das ist meine Saatgut-Aufbewahrungsbox

        Um meine Saatgut-Kiste in die Pflanzenfamilien zu unterteilen, bastele ich ich aus Pappe, die ich so ausschneide, dass sie in den Karton passen, mehrere Reiter.

        In der oberen Ecke notiere ich dann die Pflanzenfamilie, zum Beispiel „Leguminosen“.

        Wer mag, kann die Kartons noch mit bunter, gemusterter Pappe verschönern! :)

        Saatgut aufbewahren und sortieren

        Neben den typischen Pflanzenfamilien habe ich in meiner Saatgut-Kiste auch noch eine Kategorie mit dem Namen „Sonstige“. Denn ich baue in meinem Garten auch gerne Pflanzen wie Feldsalat oder Süßkartoffeln an. Und weil das die einzigen Vertreter aus ihren Familien sind, lohnt es sich kaum, für sie eine eigene Kategorie zu schaffen.

        Deswegen kommt der Feldsalat als Baldriangewächs und die Süßkartoffel als Windengewächs in die Kategorie „Sonstige“. ;)

        Dein Gemüse-Aussaatkalender

        Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den Aussaatkalender herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Pflanz- und Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

        Wenn dann all mein Gemüse-Saatgut ordentlich in der Kiste einsortiert ist, kann ich gut organisiert in die neue Gartensaison starten und bin nicht ständig auf Saatgut-Suche! :)

        Saatgut aufbewahren und sortieren

        Saatgut richtig lagern

        Es ist ganz wichtig, dass du dein Saatgut immer dunkel, trocken und eher kühl lagerst.

        Kennst du diese kleinen Säckchen mit Silizium-Kugeln? Die liegen häufig mit in Schuhkartons bei und haben die Eigenschaft, Feuchtigkeit aus ihrer Umgebung aufnehmen. Diese Silizium Kugeln schmeiße ich nicht weg, sondern packe sie immer mit zu meinem Saatgut.

        Der Deckel von meiner Saatgut-Kiste passt zum Glück gerade noch so obendrauf, sodass ich mein Saatgut wirklich dunkel lagern kann. Vielleicht sollte ich mir erstmal kein Saatgut mehr kaufen…. oder ich schau mich einfach nach einer zweiten Kiste um! ;)

        Wenn dein grüner Daumen schon kribbelt und du es kaum abwarten kannst, bald richtig lozulegen, dann schau dir gerne auch meinen Artikel über die 7 häufigsten Fehler beim Gemüse-Anziehen an – und wie du sie vermeidest!

        Saatgut aufbewahren und sortieren
        Wie lagerst du dein Saatgut am liebsten? Hast du ein spezielles System? Ich freue mich über deinen Kommentar! (:

        Tomatensorten

        Die 5 besten Tomatensorten: alte, robuste, leckere Tomaten pflanzen!

        Es gibt sooo viele Tomatensorten da draußen und es ist immer gar nicht so leicht, sich bei dieser riesigen Auswahl zu entscheiden!

        Um es dir bei deiner Entscheidung leichter zu machen, möchte ich dir heute fünf Tomatensorten vorstellen, die wir immer, immer und immer wieder anbauen! ;)

        Diese fünf Tomatensorten sind allesamt sehr lecker (was meiner Meinung nach das wichtigste Auswahlkriterium ist), ertragreich und robust.

        Samenfeste Tomatensorten selber züchten

        Alle Tomatensorten, die ich dir hier vorstelle, sind samenfest!

        Das bedeutet, dass du deine eigenen Tomaten ganz einfach selber vermehren kannst! Die meisten Tomaten befruchten sich nämlich ausschließlich selber und daher kannst du sehr leicht Saatgut von deinen liebsten Tomatensorten nehmen, um sie jedes Jahr wieder anzubauen.

        Auf diese Weise bist du nicht mehr davon abhängig, jedes Jahr neues Saatgut kaufen zu müssen. :)

        Um herauszufinden, ob deine Tomatensorten samenfest sind, kannst du dir die Saatgut Tütchen nochmal genauer anschauen. Wenn hinter dem Namen der Tomatensorte ein „F1“ steht, dann ist das Hybrid-Saatgut, das du nicht ohne Weiteres im eigenen Garten vermehren kannst.

        Wenn du noch mehr darüber wissen möchtest, was es bei dem Kauf von Tomaten-Saatgut alles zu beachten gibt, bitte einmal hier entlang. ;)

        Du willst ohne Ende Tomaten ernten? Dann hol dir den Tomaten-Masterplan!

        Im Masterplan findest du – kompakt zusammengeschrieben – alle Infos, die du brauchst, um eine richtig dicke Ernte einzufahren. Von der Aussaat übers Pikieren bis zu den besten Sorten und meiner geheimen Düngermixtur. Hier ist alles drin, was du für tolle Tomaten wissen solltest. ;)

        Alles was du danach noch machen musst, ist loslegen! Trage dich hier ein, um den Tomaten-Masterplan herunterzuladen:

        Nun geht es aber wirklich los! Also „Vorhang auf“ für meine fünf liebsten Tomatensorten!

        Tomatensorte #5: Celsior

        Auf Platz 5 im Tomaten-Ranking ist die Sorte „Celsior“ gelandet!

        Diese Tomatensorte baue ich aus einem ganz bestimmten Grund jedes Jahr sehr gerne an: Sie wirft nämlich besonders in der zweiten Hälfte der Saison, also von August bis Oktober, richtig viel Ertrag ab und gibt nochmal richtig Gas, während die anderen Tomatensorten schon anfangen zu schwächeln!

        Viele Tomatensorten werden im Freiland früher oder später von Braunfäule befallen und sind deswegen oft schon im Spätsommer am Ende ihrer Lebenszeit angekommen…

        …aber gerade dann legt die sehr freilandgeeignete, rote Cocktailtomate „Celsior“ erst richtig los! Und genau deswegen baue ich sie auch so gerne an! :)

        Leider habe ich letztes Jahr nicht von allen Sorten, die ich euch hier vorstelle, Bilder gemacht, deswegen beschreibe ich euch die Tomatensorten so gut, wie ich kann!

        Die roten Früchte sind etwa 12 g schwer und damit eher klein. Sie ist nicht die aller, allerleckerste Sorte im Gemüsegarten, aber definitiv saftig und geschmackvoll! Die Pflanzen sind mittelgroß und sehr wuchsfreudig!

        Dadurch, dass sie dich in der zweiten Saisonhälfte noch lange mit Tomaten versorgt, ist „Celsior“ eine super Ergänzung zu den anderen, früheren Tomatensorten in deinem Sortiment! ;)

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        Tomatensorte #4: Ananastomate

        Den 4. Platz belegt tatsächlich eine gelbe Tomatensorte!

        Ich weiß nicht, ob dir das auch so geht, aber ich finde gelbe Tomatensorten oft eher langweilig im Geschmack.  Die haben nämlich meistens einen geringen Säuregehalt und kommen deswegen geschmacklich einfach nicht an die roten Tomatensorten ran!  Aus diesem Grund bin ich immer etwas zögerlich mit gelben Tomaten.

        Aber die gelbe „Ananastomate“ hat absolut was auf dem Kasten! ;) Das ist eine wunderschöne, gelbe, riesige Fleischtomatensorte, mit rötlichen Marmorierungen.

        Sie schmeckt super lecker und ist dazu auch noch sehr ertragreich! Genau deswegen ist sie meine absolute Empfehlung für dich, wenn du nach einer richtig guten gelben Tomatensorte suchst.

        Die „Ananastomate“ ist allerdings sehr wärmebedürftig und sollte am besten geschützt im Gewächshaus angebaut werden.

        Generell sind alle Tomaten dankbar für ein Dach über dem Kopf, doch während sich andere Tomatensorten auch im Freiland ziemlich gut behaupten können, steht die „Ananastomate“ viel lieber an einem geschützten, warmen Plätzchen.

        Tomatensorrten
        Tomatensorte „Ananastomate“

        Tomatensorte #3: Sibirisches Birnchen

        Und Platz Nummer 3 belegt eine Sorte, die durch das Haus-Tomaten-Projekt von Dreschflegel bekannt wurde.

        Dreschflegel ist eine Gemeinschaft von Züchtern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, samenfeste und alte Gemüsesorten zu erhalten und zu züchten.

        Für das Haus-Tomaten Projekt haben sie ihre Kunden dazu aufgerufen, selber vermehrte Tomatensorten bei Dreschflegel einzuschicken! Und dabei ist die Tomatensorte „sibirisches Birnchen“ zutage gekommen. Diese ertragreiche Sorte produziert ganz viele kleine und sehr süße Tomaten, die tatsächlich aussehen wie kleine rote Birnchen. ;)

        Das „sibirische Birnchen“ ist super robust und daher auch gut fürs Freiland geeignet!

        Insbesondere wenn du kein Gewächshaus für deine Tomaten besitzt, kann ich dir diese Sorte sehr ans Herz legen. Sie ist eine besonders leckere Freiland-Tomate und du solltest die unbedingt mal in deinem Garten auszuprobieren!

        Tomatensorten
        Tomatensorte „Sibirisches Birnchen“

        Tomatensorte #2: Black Cherry

        Den 2. Platz belegt eine Tomatensorte, die du wahrscheinlich schon kennst! Es ist die beliebte Sorte „Black Cherry“!

        Das ist eine Cocktailtomate mit super leckeren kugelrunden kleinen Früchten. Sie hat einen lilafarbenen Überzug und erinnert damit an eine dunkle Kirsche. ;)

        Die „Black Cherry“ ist eine sehr, sehr leckere Tomate und mit Abstand die ertragreichste Sorte in unserem Garten!

        Wir haben diese tolle Tomatensorte schon sehr erfolgreich im Freiland angebaut, auch wenn sie häufig nicht als Freilandsorte gelistet wird. In unserem Garten hat sie sich jedoch als sehr robust erwiesen und wirklich wahnsinnig viele, super leckere Früchte produziert!

        Die Cocktailtomate „Black Cherry“ ist daher auch eine absolute Empfehlung von uns und unterliegt der Nummer 1 wirklich nur minimal im Geschmack.

        Das war wirklich ein ganz knappes Rennen! ;)

        Tomatensorten
        Tomatensorte „Zuckertraube“

        Tomatensorte #1: Zuckertraube

        Applaus für Platz Nr. 1! Die Tomatensorte „Zuckertraube“ ist wirklich die leckerste Sorte, die wir je in unserem Garten angebaut haben!

        Die „Zuckertraube“ ist eine super ertragreiche Cocktailtomate, die genauso schmeckt, wie ihr Name es vermuten lässt.  Sie produziert massenhaft kleine, rote Früchte, die einfach sagenhaft lecker sind!

        Die Frücht von dieser Pflanze – wie auch von vielen anderen Tomatensorte – wächst am liebsten in einem Gewächshaus, aber auch im Freiland hat sie sich bei uns wacker geschlagen!

        Meine ganze Familie ist so begeistert von dieser Tomatensorte, dass sie mittlerweile von jedem aus meiner Familie angebaut wird, der einen Garten hat.

        Die „Zuckertraube“ ist definitiv meine liebste Tomatensorte und daher eine absolute Empfehlung! :)

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        Was sind deine liebsten Tomatensorten? Vielleicht hast du ja Tipps, welche gelben Tomatensorten noch besonders lecker sind? :)