Neueste Artikel

Was kann man im April pflanzen und säen?

Aussaat & Pflanzen im April + Aussaatkalender 2026

Der April ist einer der Monate, wo gleich richtig viele Aussaaten anstehen – drinnen in Anzuchtschalen und draußen im Beet! Aber nicht mehr lange! Und jetzt dürfen auch schon erste Gemüse aus deiner Jungpflanzenanzucht nach draußen umziehen. Es steht jede Menge an im Garten – los geht’s!

Inhaltsverzeichnis
Aussaatkalender
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Im April draußen pflanzen oder stecken
Gartenarbeiten im April

Hier kommt eine Übersicht über alles, was im Gemüsegarten so früh im Jahr schon zu tun ist – von Aussaaten über anstehende Gartenarbeiten bis hin zu Vorbereitungen für die kommenden Monate. Und als kleines Motivations-Geschenk zum Start in die Saison kannst du dir gerne auch den aktuellen Aussaatkalender herunterladen, der dir die Planung deiner Aussaaten erleichtert. Hier kommt er auch schon!

Der Aussaatkalender 2026 – jetzt für 0 € herunterladen!

Im Frühling juckt es dir als Garten-Guru schon gewaltig in den Fingern, oder? Überall sprießt es, und am liebsten würdest du sofort loslegen und dein Lieblingsgemüse aussäen. Doch dann kommt schnell die Frage: Ist es für Salat, Bohnen oder Zucchini schon warm genug, oder sollte ich lieber noch ein wenig warten?

Genau hier hilft dir unser Aussaatkalender weiter. Er begleitet dich durchs ganze Gartenjahr und zeigt dir auf einen Blick, welches Gemüse du im jeweiligen Monat säen, vorziehen oder schon ins Beet pflanzen kannst. So verpasst du keinen guten Zeitpunkt und kannst sicher sein, dass dein Gemüse die besten Startbedingungen bekommt.

Trag einfach deine Email-Adresse ein und hol dir deinen Aussaatkalender direkt ins Postfach:

Vorziehen im Haus

Im April geht’s richtig rund in der Anzuchtstation im Haus. Es ist zum Beispiel Zeit für die Aussaat von Zucchinis, Kürbissen und Gurken. Sie wachsen recht schnell zu kräftigen Jungpflanzen heran und können dann in 4-6 Wochen nach draußen umziehen – sobald es warm genug für die frostbeulen ist. All diese Pflanzen kannst du im April im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Im April draußen aussäen

Das Schöne am Aptil ist, dass auch draußen schon langsam der Frühlijng in Gang kommt. Mit den Aussaaten im Beet solltest du warten, bis es schnee- und tagsüber frostfrei ist (im April weiß man schließlich nie!). Eine dicke, dunkle Kompostschicht auf den Beeten hilft dabei, dass die Sonne den Boden zügig erwärmt – und darüber freuen sich die Saaten ganz ungemein.

Hier kommt eine Übersicht über alle Gemüsearten, die du im April direkt im Garten aussäen kannst:

Möhrenpflänzchen ausdünnen im April

Im April draußen pflanzen, stecken oder legen

Jetzt dürfen nicht nur erste, im Haus vorgezogene Pflanzen nach draußen umziehen, sondern du kannst im April auch Zwiebeln und Knoblauch stecken – und Kartoffeln legen. Hier ist die Liste mit allem Gemüse, das du im April im Garten auspflanzen kannst:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Diese Gartenarbeiten stehen im April an

Im April erwacht der Garten so richtig zum Leben! Überall sprießt und summt es. Die perfekte Zeit, um mit neuer Energie loszulegen. Neben der Aussaat gibt es im April einiges zu tun! Und falls du noch ganz am Anfang stehst, lohnt sich ein Blick in unseren Onlinekurs »Gemüsegarten starten«. Dort findest du alles, um Schritt für Schritt dein eigenes Gartenabenteuer zu starten.

Kartoffeln in Eierkartons? Vorkeimen ohne abgebrochene Triebe!

Wusstest du, dass von März bis April die beste Zeit ist, um deine Kartoffeln für die Pflanzung vorkeimen zu lassen? Setze sie einfach in Eierkartons und stelle sie hell und kühl auf, damit sie kräftige Keime bilden.

Ab Mitte April dürfen sie dann ins Beet umziehen – sobald sie kräftige, kurze Keime ausgebildet haben. Dort häufelst du sie regelmäßig an und kannst im Sommer oder Herbst (je nach Sorte) eine richtig dicke Kartoffelernte einfahren.

Hier findest du zur Pflanzkartoffelsaison übrigens meine liebsten Kartoffelsorten für den Garten.

Und was darf in keinem Garten fehlen? Natürlich Erdbeeren! Wenn du im Sommer viele süße Früchte ernten möchtest, plane jetzt schon ein Beet oder eine kleine Ecke dafür ein und besorge dir junge Erdbeerpflanzen. Besonders gut gedeihen Erdbeeren übrigens in Gesellschaft von Knoblauch, den du im April ebenfalls noch stecken kannst.

 Jungpflanzen ans Freie gewöhnen im April

Im April zieht ein ganzer Schwung Jungpflanzen nach draußen um

Wenn du in den vergangen Monaten bereits fleißig vorgezogen hast, kannst du deine Jungpflanzen jetzt an die Welt da draußen gewöhnen. Stell sie dafür tagsüber an die frische Luft, damit sie Sonne und Wind kennenlernen und kräftig genug werden, um schließlich ganz nach draußen umzuziehen.

Da es nachts aber noch kalt werden kann, lohnt sich ein Vlies oder ein Platz im Frühbeetkasten als Schutz. Achte nur darauf, regelmäßig zu lüften, damit sich keine Feuchtigkeit staut.

Damit deine jungen Pflänzchen draußen nicht direkt von hungrigen Insekten aufgefuttert werden, ist ein engmaschiges Kulturschutznetz Gold wert! Schütze deine Jungpflanzen – allen voran die verschiedenen Kohlsorten, Zwiebeln und Möhren – unbedingt direkt ab ihrem Umzug nach draußen.

In der Wachstumsphase freuen sich deine Pflanzen über eine milde Düngung, zum Beispiel mit Brennnesseljauche oder Vinasse. Eine Brennnesseljauche kannst du ganz leicht selbst ansetzen. Wie du das machst, kannst du hier nachlesen. :)

Rette deine Pflanzen im April: Schneckenalarm und andere unliebsame Zeitgenossen :)

Im April ist eines gewiss: Regen! Und sobald es regnet, sind die ersten Schnecken schon unterwegs und auf der Jagd nach leckeren Gemüsepflanzen. Schneckenkragen sind super Helfer, um deine zarten Pflänzchen vor den gefräßigen Tierchen zu schützen.

Sobald die Temperaturen steigen, zeigen sich auch die ersten Beikräuter. Mit einer Mulchschicht kannst du viele von ihnen am Keimen hindern, aber hartnäckiges Unkraut zupfst du am besten gleich aus, bevor es sich weiter ausbreitet.

 Aussaat im April
Merke dir diesen Artikel auf Pinterest!

Du hast ein Gewächshaus? Du Glückspilz!

Im Gewächshaus dürfen im April die ersten Tomatenpflanzen einziehen. Ein noch recht unbekannter Geheimtipp sind Tomatenhaken! Sie sind unkompliziert, wiederverwendbar, geben den Tomaten Halt und leiten sie ganz einfach nach oben. So wachsen die Pflanzen schön stabil und du kannst auf kleiner Fläche mehr Tomaten anbauen. Und von den roten Früchten kann man ja nie genug haben, oder?

Noch keine Tomaten ausgesät? Wenn du den spätesten Termin für die Aussaat im April verschlafen hast, dann findest du hier mit ein bisschen Glück noch fertig vorgezogene Jungpflanzen, die per Post rechtzeitig zum Pflanztermin zu dir kommen.

Alle Aussaaten im April erledigt? Wunderbar! Wie wär’s dann damit, die ersten wohltuenden Sonnenstrahlen nach dem Winter einzufangen und die Zeit im Garten zu genießen? :) Also raus mit dir – mach die Welt ein bisschen grüner!

Wenn du noch ein bisschen weiterstöbern möchtest, schau doch mal hier vorbei:

Gemüse im Haus vorziehen: So gelingt die Jungpflanzenanzucht!

Gute Nachbarn im Gemüsebeet: 7 tolle Pflanzgemeinschaften + Mischkulturtabelle

Knoblauch pflanzen – So gehts! + Fermentieren-Checkliste

Welche Aussaaten stehen im April bei dir an? Wenn du einen Sortentipp hast, dann gerne ab damit in die Kommentare! ;)

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Balkongemüse: verschiedene Gemüse auf dem Balkon

Balkongemüse – leckere Ernte auf luftiger Höhe!

Du träumst davon, Balkongemüse anzubauen und dich auch ohne Garten ein Stück weit selbstzuversorgen? Dann bist du hier genau richtig! Lass uns herausfinden, welche Möglichkeiten du auf deinem Balkon hast!

Inhaltsverzeichnis
Kein Garten? Keine Ausrede! Gute Gründe für Gemüse auf dem Balkon
Du willst deinen Balkongarten nicht dem Zufall überlassen?
Auf dem Balkon Gemüse anbauen: Was muss ich beachten?
Welche Pflanzen eignen sich als Balkongemüse?
Balkongemüse: Pflanzen oder Säen?
Töpfe, Kästen, Wannen: Worin sich Balkongemüse wohlfühlt
Mit Balkongemüse hoch hinaus: Vertikaler Gemüse Balkon
Projekt Gemüsegarten auf dem Balkon: Das ganze Drumherum

Kein Garten? Keine Ausrede! Gute Gründe für Gemüse auf dem Balkon

Du hast einen Balkon und keinen Garten? Dann bau doch einfach dein Gemüse in Blumenkästen und Kübeln an! Natürlich kannst du dich vom Balkon Obst und Gemüse nicht komplett selbstversorgen. Aber es gibt trotzdem nichts Köstlicheres, als den eigenen zart-knackigen Kohlrabi direkt aus der Erde zu vernaschen oder eine riesige Salatschüssel voll mit frisch geerntetem Salat zu verputzen!

Außerdem sieht Balkongemüse auch richtig attraktiv aus! Gurken und Tomaten bilden wunderschöne gelbe Blüten aus, und die Blätter von rotem und grünem Salat sind ein wunderbarer Kontrast zu den duftenden Nadeln vom Rosmarin. Wenn dann noch die Minze ihren unvergleichlichen Duft verströmt, ist mein Balkonglück einfach perfekt.

Du willst deinen Balkongarten nicht dem Zufall überlassen?

Dann schau dir unseren Onlinekurs »Balkongarten starten« an. Dort lernst du Schritt für Schritt, wie du deinen Balkon in eine grüne Oase voller Gemüse, Kräuter und Obst verwandelst. Im Kurs geht es nicht nur um die Auswahl passender Pflanzen, sondern auch um die clevere Balkonplanung, die richtigen Pflanzgefäße, das gesamte Gemüse-ABC von der Aussaat bis zur Ernte und um schnel le Hilfe bei Krankheiten und Schädlingen.

Du möchtest auch Kräuter, Obst und Gemüse auf dem Balkon anbauen und erstmal erfahren welche Pflanzen auch im Topf klarkommen? Das verrät dir der Balkonkompass. Nur beim Sonnenlicht sind viele Pflanzen leider nicht so kompromissbereit… Deshalb zeigt dir der Kompass auch, was nur auf einem Südbalkon gedeiht – und welche Kandidaten mit Halbschatten zurechtkommen. Finde jetzt heraus, was du von deinem Balkon ernten kannst! Los geht’s!

Aber jetzt mal weg von der reinen Schwärmerei hin zu den harten Fakten. ;) Diese fünf handfesten Vorteile hast du nämlich, wenn du dein eigenes Balkongemüse anbaust:

  • Fakt Nummer 1 – Fun Fun Fun: Balkongemüse anbauen macht einfach Spaß! :) Es ist wunderbar, die Pflanzen wachsen zu sehen und später im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte deiner Arbeit zu ernten.
  • Fakt Nummer 2 innere Werte: Du weißt, was du isst. In deinen Gemüse Pflanzen vom Balkon gibt es keine Rückstände von Spritzmitteln oder anderer Chemie. 
  • Fakt Nummer 4 Schleimer müssen draußen bleiben: Auf dem Balkon sind deine grünen Freunde sicher vor den gefräßigen Schnecken. Bis auf den Balkon schaffen die es nämlich nicht und deine Pflanzen können unbelästigt munter und vergnügt wachsen.
  • Fakt Nummer 5 Wärmespeicher inklusive: Die Temperaturen fallen zwischendurch plötzlich? Dein Balkongemüse merkt das meistens gar nicht, weil sie von der Wärme profitieren, die die Hauswand gespeichert hat. Während Gemüse im Beet jämmerlich friert, kuschelt sich dein Balkongemüse einfach an die warme Wand.

Du siehst: Gemüse anbauen auf dem Balkon ist mindestens so genial wie im Garten und teilweise sogar einfacher! Und während du jetzt planst und überlegst, pack doch schon mal als kleine Vorübung ein paar Keimsprossen in ein altes Marmeladenglas. :) Innerhalb von wenigen Tagen wird es wunderbar sprießen und du hast deine allererste eigene Ernte. Der perfekte Startschuss für deinen Balkon Gemüsegarten! 

Balkongemüse: Cocktailtomaten

Auf dem Balkon Gemüse anbauen: Was muss ich beachten?

Wenn du jetzt schon ganz hibbelig bist und sofort anfangen möchtest, Gemüse auf dem Balkon anzubauen, nimm dir bitte erst noch ein wenig Zeit dafür, deine Balkonsituation genau einzuschätzen. Eine gute Planung ist nämlich die halbe Miete, vor allem, wenn es um so ein cooles Projekt wie den Gemüseanbau auf dem Balkon geht.

Dazu stellst du dir am besten die drei W-Fragen:

  • Was ist auf meinem Balkon erlaubt?
    Darfst du in die Wände bohren?
    Darfst du Blumenkästen nach außen hängen?
  • Wieviel hält die Balkonstatik aus?
    Erde und Gießwasser ergeben sehr schnell ein enormes Gewicht. Wenn du ganz viele Töpfe und Kästen aufstellst und dann noch eine Balkonparty schmeißt: Hält dein Balkon das aus?
  • Wie möchte ich meinen Balkon nutzen?
    Wieviel Platz habe ich für mein Balkongemüse, wenn es auch eine gemütliche Sitzecke geben soll?
    Wo stelle ich die Pflanzen auf?
    Brauche ich außerdem Abstellmöglichkeiten oder Stauraum?

Wenn du Antworten auf alle diese Fragen gefunden hast, kannst du loslegen und Gemüse auf dem Balkon pflanzen! Yippie!

Welche Sorten eignen sich als Balkongemüse?

Nach all diesen Vorüberlegungen wird es jetzt konkret: Welches Gemüse wächst auch als Balkongemüse im Topf gut? Pflanzen möchten nämlich eigentlich gar nicht eingesperrt sein, sondern ihre Wurzeln bequem in alle Richtungen ausstrecken können. Das ist in einem Topf natürlich schwierig. Nicht alle Kandidaten, die wir gerne auf dem Balkon hätten, sind da kompromissbereit.

Kopfkohl, Zucchini, Kürbis und Süßkartoffeln zum Beispiel haben ein solches Wurzelwachstum, dass sie im Topf kläglich vor sich hin kümmern würden. Sie eignen sich einfach nicht als Balkonpflanzen Gemüse – das führt nur zu Frust auf beiden Seiten. ;)

Aber keine Sorge, es gibt genügend Gemüse, das sich auch in Kästen oder Töpfen wohlfühlt! Mini Gemüse Pflanzen zum Beispiel sind besondere Züchtungen von Gemüsesorten, die lange nicht so viel Platz beanspruchen wie ihre großen Brüder und Schwestern. Und auch viele herkömmliche Sorten sind von Haus aus genügsam und mit einem Topf zufrieden.

Unter den Balkonpflanzen gibt es übrigens auch die ganz harten Kerle, die den gesamten Winter über auf dem Balkon bleiben können und dir im nächsten Jahr wieder eine tolle Ernte* liefern. Sie bleiben dir über viele Jahre erhalten und du musst sie nicht immer wieder neu kaufen. Vielleicht planst du auch davon ein paar ein?

Balkongemüse: Pflanzen oder Säen?

Was ist besser: Saatgut oder Jungpflanzen kaufen?

Auf diese Frage gibt es leider keine allgemeingültige Antwort, denn das hängt immer von deiner ganz persönlichen Situation ab.

Damit du nicht lange überlegen musst, habe ich dir hier mal eine kleine Pro und Contra Liste gemacht. So siehst du ganz fix, was für dich am besten passt.

SaatgutJungpflanzen
GärtnererfahrungMit ein bisschen Erfahrung gut machbar: Um kräftige und gesunde Jungpflanzen aus Saatgut heranzuziehen, brauchst du schon ein kleines bisschen Vorwissen oder Erfahrung – und natürlich Equipment wie Töpfe, Erde und Pflanzenlampen*. Aber keine Angst – es ist nicht super kompliziert und du findest hier auf dem Blog jede Menge Infos und Hilfen. Trau dir das ruhig zu! :)Auch ganz ohne Erfahrung machbar: Jungpflanzen aus dem Gartenmarkt sind kräftig und robust. Du musst sie nur noch einpflanzen und brauchst kein weiteres Equipment. 
SortenvielfaltSo unglaublich viele tolle und alte Gemüsesorten warten darauf, dass du sie entdeckst! Du hilfst mit deinem Saatgutkauf dabei, die Sortenvielfalt zu erhalten.Im Gartenmarkt gibt es die bewährten Standardsorten. Sie eignen sich perfekt zum Gemüse anpflanzen auf dem Balkon.
AufwandEs bedeutet schon etwas Aufwand, Jungpflanzen aufzuziehen. Aber es macht auch unglaublich viel Spaß, den Pflanzen von Anfang an beim Wachsen zusehen zu können!Jungpflanzen zu kaufen ist nicht aufwändig – du musst es nur in den Gartenmarkt schaffen. ;)
PreisDu bezahlst für ein Saatguttütchen und kannst aus dem Inhalt ganz viele Pflanzen ziehen.Jungpflanzen zu kaufen ist deutlich teurer.

Na, wie sieht es aus? Bist du im Balkongemüse Team Saatgut oder im Team Jungpflanzen? Du kannst natürlich auch in beiden Teams gleichzeitig spielen oder jederzeit das Team wechseln. ;)

Balkongemüse: Jungpflanzen in Anzuchtplatte

Töpfe, Kästen, Wannen: Worin sich Balkongemüse wohlfühlt

Ohne eine passende Wohnung geht gar nichts. Das gilt auch für dein Balkongemüse! :) Aber statt die Wohnungsanzeigen zu studieren, kannst du in diesem Fall deiner Fantasie freien Lauf lassen: Beinahe jedes Gefäß eignet sich für deine grünen Freunde. Du kannst natürlich ganz klassisch im Gartenmarkt passende Töpfe kaufen, aber so richtig einzigartig und nachhaltig wird es, wenn du Dinge verwendest, die du schon hast.

Eine alte Zinkschüssel steht schon ewig herum? Dein Einkaufskorb hat keinen Henkel mehr? Das Sauerkrautfass von Tante Hilde ist schon ein wenig in die Jahre gekommen? Nichts wie her damit!

Im Handumdrehen bastelst du daraus eine super schicke Wohnung für dein Obst und Gemüse. Undichte Gefäße – wie alte Weidenkörbe – kleidest du einfach mit Folie aus und fertig ist das Luxusloft für deine Cocktailtomate!

Du musst nur darauf achten, dass das Wasser, was du oben reingießt, unten auch wieder rauslaufen kann. Sonst bildet sich am Ende ein kleiner Teich – und ständig nasse Füße zu haben, finden die meisten Gemüsepflanzen doof. Sie wachsen dann nicht richtig oder die Wurzeln beginnen zu faulen.

Okay – das überschüssige Wasser läuft also unten wieder raus. Und wohin? Einfach auf den Boden? Ein Wasserfall auf dem Balkon ist unschön und deine Nachbarn von unten verzichten sicher auch dankend auf eine unfreiwillige Dusche! ;) Du brauchst deshalb für deine Pflanzgefäße unbedingt auch passende Untersetzer. Wenn du dann noch mit Augenmaß gießt, hast du alles in trockenen Tüchern, ääh, behältst einen trockenen Balkonboden.

Balkongemüse
Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Mit Balkongemüse hoch hinaus: Vertikaler Gemüse Balkon

Was im Garten gilt, gilt für den Balkon sowieso: Es gibt einfach immer viiiel zu wenig Platz! Und hier sind die Balkongärtner definitiv im Vorteil: Dein Balkongemüse kannst du nämlich auch in der Senkrechten anbauen und so den Platz nutzen, der sonst immer frei bleibt. Deshalb geht auf dem Balkon mehr, als du denkst!

Pflanzregale aus alten Weinkisten, die du an die Wand schraubst oder Topftürme aus Töpfen, die nach oben hin immer kleiner werden, sind günstige Möglichkeiten, wenn du mit deinem Obst und Gemüse auf dem Balkon hoch hinauswillst. Oder du befestigst eine kleine Palette an der Wand und nutzt sie als Aufhängemöglichkeit für Kästen oder runde Gefäße.

Manche Balkongemüse wie Cocktailtomaten und Minigurken sind schon von sich aus Klettermaxe und freuen sich über Rankhilfen wie Stangen oder Schnüre*. Als Nebeneffekt ergibt das auch einen wunderschönen grünen Sichtschutz auf deinem Balkon.

So bist du vor unerwünschten Einblicken geschützt und hast gleichzeitig dieses wunderbare Dschungelfeeling. Du musst deine Pflanzen nur geschickt platzieren – und schon ist es auf deinem Balkon wie im Urlaub. Willkommen in Balkonien! Herrlich, oder?

Schau dir auch gerne in diesem Video an, wie du ganz einfach wunderbar kräftige Topftomaten für einen tollen Sichtschutz anbaust:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Projekt Gemüsegarten auf dem Balkon: Das ganze Drumherum

Für dein Balkongemüse brauchst du nicht nur Töpfe, sondern auch Erde, Dünger, Mulchmaterial und Werkzeug:

  • Als Erde genügt reifer Kompost oder eine gute torffreie Pflanzerde für Obst und Gemüse.
  • Ein Bioflüssigdünger stillt den Hunger deiner grünen Freunde. Wenn du Starkzehrern wie Tomaten oder Gurken bei der Pflanzung noch einen Langzeitdünger* mit in den Topf packst, machst du sie überglücklich.
  • Holzhackschnitzel oder Matten aus Hanf oder Schafwolle, die du entsprechend zuschneidest, sind ein gutes Mulchmaterial. Wenn die Erde in deinen Töpfen und Kästen immer bedeckt ist, trocknet sie nicht so schnell aus und du musst weniger gießen. 

Mit der richtigen Ausrüstung und dem nötigen Wissen macht es gleich doppelt so viel Spaß, Gemüse auf dem Balkon anzupflanzen. Apropos: Hast du dir schon den Balkongemüse-Kompass heruntergeladen? ;)

Du siehst: Es muss nicht immer ein Garten sein! Auch auf dem Balkon kannst du ganz viel leckeres Balkongemüse anbauen! Du solltest dich aber vorher erkundigen, was du statisch und rechtlich dabei beachten musst. So bleibt der Hausfrieden erhalten und du verärgerst deinen Vermieter nicht. Wenn du dann noch balkontaugliche Gemüsesorten auswählst, deine Pflanzen geschickt anordnest und das richtige Werkzeug hast, kannst du mit Volldampf ins Balkongarten-Glück starten!

Balkongemüse ist ganz dein Ding? Dann schau dir doch gleich ein paar passende Gemüseporträts dazu an!

Salat pflanzen, pflegen und ernten – die komplette Anleitung!

Paprika pflanzen – In 5 Schritten zu einer fantastischen Ernte!

Radieschen säen und ernten – so funktioniert es garantiert!

Hast du schon mal Balkongemüse angebaut? Welche Sorten funktionieren bei dir gut? Lass mir gerne einen Kommentar da! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Keimende Kartoffeln

Kartoffeln vorkeimen: Das Geheimnis einer üppigen Ernte!

DAS Geheimnis einer guten Kartoffelernte ist, die Kartoffeln vorkeimen zu lassen. Allerdings solltest du dazu nicht einfach keimende Knollen aus dem Keller nehmen, sondern schön kurze, kräftige Triebe an deine Pflanzkartoffeln zaubern. Wie du das ganz einfach hinbekommst und mit diesem Trick eine super Kartoffelernte einfährst, erfährst du im Artikel.

Inhaltsverzeichnis
Warum du Kartoffeln vorkeimen solltest
Kartoffeln vorkeimen – aber richtig
Wie viele Kartoffeln vorkeimen?
Kartoffeln vorkeimen: Schritt für Schritt
Pflanzkartoffeln kaufen oder selber ziehen?

Warum du Kartoffeln vorkeimen solltest

Kartoffeln sind ziemliche Frostbeulen, denen es schnell mal zu kalt wird. Sie wollen deshalb erst relativ spät im Frühjahr ins Beet. Und leider kommt dann oft schon bald die Kraut- und Braunfäule um die Ecke, die deinen Kartoffelpflanzen auf die Pelle rückt. Um das zu verhindern, lohnen sich zwei Tricks:

  1. Gib deinen Kartoffeln durch zeitiges Vorkeimen einen Wachstumsvorsprung.
  2. Halte sie im Beet von deinen Tomaten fern! Tomaten und Kartoffeln stecken sich nämlich gern gegenseitig mit der lästigen Pilzkrankheit an.

Hol dir deinen Gemüsegarten-Anbauplan!

Damit alle Gemüse im Beet am richtigen Platz landen und genau die Nachbarschaft bekommen, die sie sich wünschen, ist ein guter Anbauplan das A und O.

Wenn du keine Zeit oder Lust hast dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen oder einfach ein bisschen Inspiration brauchst, wie so ein Anbauplan aussehen kann, dann sicher dir hier einfach den fix und fertigen Wurzelwerk-Anbauplan:

Beetplan gesichert? Dann zurück zum Vorkeimen:

Beim Vorkeimen von Kartoffeln bilden die Knollen kleine Triebe, die ruckzuck zu wachsen anfangen, sobald sie ins Beet kommen – am besten natürlich in Kompostbeeten. Mit diesem Blitzstart kann die Pflanze so richtig loslegen, bevor die fiesen Krankheiten und Schädlinge unsere schöne Ernte bedrohen. Mulchst du die Kartoffeln zusätzlich, geht es deinen Pflanzen so richtig gut.

Ein weiterer Vorteil vom Kartoffeln vorkeimen ist, dass deine Kartoffeln schneller loswachsen, und so einen satten Vorsprung vor Unkräutern haben. Die müssen dann sehen, wo sie bleiben. ;)

Also: Kompostbeete + Kartoffeln vorkeimen + Mulch ist deine perfekte Strategie für eine pralle Kartoffelernte.

Wenn du noch nicht weißt, welche Kartoffelsorten du als nächstes anbauen möchtest, dann schau doch mal in unserem Shop vorbei. Dort haben wir eine tolle Auswahl an leckeren Sorten zusammengestellt:

  • Die Sorte „Linda“ ist ein echter Klassiker und eignet sich besonders gut für Kartoffelsalate und Gratin. Sie ist robust und keimt zuverlässig vor – perfekt für deine ersten Anbauversuche :).
  • Wenn du Bratkartoffeln liebst, ist die Sorte „Heidemarie“ für dich perfekt. Sie ist sehr gut lagerfähig und begleitet dich so vom Sommer bis in den Winter hinein.
  • Mit Mayo, oder mit Öl und Essig? So wird Kartoffelsalat klassisch zubereitet und die Kartoffelsorte „Belana“ ist die optimale Kandidatin dafür. Sie ist eine frühe, festkochende Salatkartoffel, die dir schon im Sommer eine erste Ernte beschert.

Kleiner Tipp: Übrigens ist die Knolle, wenn sie im Boden eingegraben ist, vor leichten Minusgeraden geschützt. Nur wenn die Pflänzchen aus der Erde schauen und es nochmal Nachtfröste gibt, ist das kritisch. Falls also Minusgrade angesagt sind, solltest du deine Kleinen mit Stroh oder einem dicken Vlies abdecken – dann war das Kartoffeln vorkeimen nicht umsonst. Weitere wichtige Tipps rund um das Kartoffeln pflanzen findest du hier.

Vorgekeimte Kartoffeln

Kartoffeln vorkeimen – aber richtig

Wir kennen es alle: Aus den Kartoffeln im Vorratsschrank kommen helle Keimtriebe. Wenn die Kartoffeln es zu warm haben, passiert es schnell, dass sie austreiben. Diese langen, dünnen Triebe sind aber eher zart und brechen sehr schnell, weswegen du sie nur bedingt zum Auspflanzen nehmen kannst. Aus ihnen wachsen zwar auch Kartoffeln – nur halt nicht so gut.

Um zu vermeiden, dass deine Kartoffeln wahllos vor sich hin keimen, gibt es aber auch den ein oder anderen Trick, mit dem du das vermeiden kannst. 

Mit Plan Kartoffeln vorkeimen hat das Ziel, kleine, kräftige Triebe mit einer grünvioletten Farbe an den Knollen wachsen zu lassen. Diese kleinen Triebe von ca. 1-2 cm brechen nicht so schnell ab und haben die ganze Power der Knolle in sich vereint, um kräftig los zu wachsen.

Wie viele Kartoffeln vorkeimen?

Bevor es mit dem Kartoffeln vorkeimen losgeht, solltest du dir überlegen, wie viele Kartoffeln du in deinen Beeten setzen willst, damit du dann die passende Menge vorgekeimte Kartoffeln parat hast.

Fürs kleine Kartoffelbeet:

Auf kleineren Flächen ist das ganz einfach: Überlege dir, wie viele Reihen Kartoffeln du in deinem Beet anpflanzen möchtest. Kartoffeln werden in der Regel mit einem Reihenabstand von 60 cm und einem Pflanzabstand von 30 cm angebaut. Das kannst du aber natürlich auch anders machen.

Nun schaust du zuerst, wie viele Kartoffelreihen bei einem Reihenabstand von 60 cm in dein Beet passen. Die erste Reihe fängst du am besten immer mit einem halben Reihenabstand Platz zum Beetrand an.

Dann misst du noch, wie lang deine Kartoffelreihen werden. Deine Beetlänge teilst du dann durch 30 cm und schaust mal, wie viele Kartoffelpflanzen du in einer Reihe unterkriegst.

Und? Wie viele sind’s? Die Zahl musst du jetzt nur noch mit der Anzahl deiner Reihen multiplizieren, und schon weißt du genau, wie viele Pflanzkartoffeln du brauchst. Keim aber ruhig ein paar mehr vor, denn vielleicht bildet die ein oder andere Kartoffel keine schönen Keimspitzen.

Kartoffeln pflanzen

Fürs große Kartoffelbeet:

Du willst eine größere Fläche Kartoffeln anbauen und möchtest deine Pflanzkartoffeln nur ungern zählen, weil es so viele sind? Dafür gibt’s auch einen Trick. Um ein bisschen Mathematik kommst du dann aber nicht drum herum… Aber keine Sorge, so kompliziert ist es nicht! Lediglich drei Faktoren solltest du dir vorher überlegen: das Gewicht deiner Knollen und den Pflanz- sowie Reihenabstand.

Wenn du diese Zahlen hast, kannst du sie einfach in die folgende Formel einsetzen, um die Anzahl zum Kartoffeln vorkeimen für 1 m2 auszurechnen:

(Knollen/Reihe) x (Reihe/m2) x (kg/Knolle)

Die Knollen/Reihe berechnest du einfach mit 1 m pro Reihe geteilt durch Pflanzabstand pro Knolle in m.

Die Reihen/m2 ergibt sich aus 1 m2 geteilt durch Reihenabstand in m.

Wenn du also deine Kartoffeln mit einem Pflanzabstand von 30 cm und einem Reihenabstand von 60 cm anbauen möchtest und deine Knollen 100 g wiegen, brauchst du folgende Menge Knollen pro Quadratmeter:

(1/0,3) x (1/0,6) x 0,1 kg = 0,55 kg

Wiegen deine Knollen 50 g und du möchtest sie mit einem Abstand von 25 cm pflanzen, bekommst du ein ganz anderes Ergebnis:

(1/0,25) x (1/0,6) x 0,05 kg = 0,33 kg

Also wieg mal schnell deine Knollen und trag die Zahlen einfach in die Formel ein. Dann weißt du, ob du genug Kartoffeln für deine neue Gartensaison eingeplant hast. :)

Gut zu wissen: Wenn deine Kartoffeln alle unterschiedlich groß sind, rechnest du einfach mit 5-6 Knollen pro m2

Kartoffeln vorkeimen: Schritt für Schritt

Sobald im Februar die ersten Frühlingsgefühle hochkommen, kannst du deine Kartoffel-Vorzucht planen. Denn 4-8 Wochen vor dem eigentlichen Pflanztermin solltest du deine Knollen dem Licht aussetzen und treiben lassen. Am wohlsten fühlen sich die Kartoffeln in einem hellen Raum bei einer Temperatur von 12-15 Grad.

Du weißt nicht, wann du deine Kartoffeln pflanzen sollst? Dann lade dir doch deb Aussaatkalender herunter. Darin sind ganz viele Saat- und Pflanztermine verschiedener Gemüsesorten notiert – und da darf die Kartoffel natürlich nicht fehlen. Um zu wissen, wann du mit dem Vorkeimen beginnst, rechnest du einfach 4-8 Wochen vom Pflanztermin zurück. Das ist ja auch ein ziemlich großes Zeitfenster – da kann also eigentlich nichts schief gehen. ;)

Die richtigen Profis kitzeln mit einem kurzen Wärmestoß von 17-20 Grad zu Beginn des Kartoffeln Vorkeimens einmal alles aus der Knolle heraus. Zusätzlich härten sie die keimenden Knollen kurz vor dem Auspflanzen bei 5-10 Grad nochmal ab. Diesen Aufwand musst du aber nicht unbedingt betreiben – die Kartoffeln wachsen auch so wunderbar.

Aber wie funktioniert denn nun das eigentliche Kartoffeln vorkeimen?
 
Die Knollen legst du dazu in eine kleine Kiste. Alternativ dazu organisierst du dir Eierkartons und ersetzt die Eier durch deine Pflanzkartoffeln. Wichtig ist, dass du die Kartoffeln nicht stapelst, sodass sie schön viel Licht abbekommen. Dann stellst du die Kiste oder die Eierkartons an einen hellen Ort mit 12-15 Grad Celsius. Wenn du Eierkartons verwendest, sollten die natürlich offenbleiben.

Und jetzt heißt es: Warten. Das ist oft die schwierigste Disziplin als Gärtner*in, findest du nicht? Wachsen in den nächsten Wochen viele kleine grüne Triebe aus deinen Knollen, hast du beim Kartoffeln vorkeimen alles richtig gemacht. :)

Junge Kartoffelpflanze wächst

Die Paprika, eine Schwester der Kartoffel aus der Familie der Nachtschattengewächse, mag es übrigens auch sehr gerne, wenn sie im Februar vorgezogen wird. Hier findest du meinen kompletten Guide zum Paprika anbauen. 

Pflanzkartoffeln kaufen oder selber ziehen?

Du hast schon von Saatkartoffeln und Pflanzkartoffeln gehört, und findest den Unterschied nicht? Lass dich nicht verwirren – den Unterschied gibt es nämlich gar nicht. Beide Begriffe meinen die Knollen, die wir in die Erde legen.

Der Begriff „Saatkartoffeln“ kann aber sehr irreführend sein, denn Kartoffeln werden ja nicht gesät, sondern gepflanzt. Wir bringen ja keine Samen, sondern Teile der Wurzel der Kartoffelpflanze aus. 

Jede der Knollen, die du erntest, ist somit genetisch identisch mit der Mutterknolle. Ja genau, deine Pflanzknolle ist eine Mutterknolle, die ganz viele Tochterknollen bildet. Kein Scherz, der Kartoffelanbau ist sehr matriarchalisch organisiert.

Fun Fact: Wenn du die Samen einer Kartoffelpflanze aussäst, wächst daraus auch etwas – und zwar sehr wahrscheinlich eine neue Kartoffelsorte. Hier kommt ein unbekannter Vater mit ins Spiel. Im Kartoffelsamen haben sich nämlich zwei Pflanzen gekreuzt (Mutter- und Vaterpflanze). Im ersten Jahr sind die Knollen an den gesäten, jungen Pflanzen allerdings winzig klein. 

Kartoffeln aus Samen zu ziehen wäre also nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern es würde auch wahnsinnig lange dauern, bis du die ersten Knollen ernten kannst. Da bleiben wir lieber beim Kartoffel-vorkeimen und haben dann schon bald einen vollen Erntekorb. ;)

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Fassen wir nochmal zusammen: Kartoffeln vorkeimen ist nicht schwer, kann dir aber eine üppige Kartoffelernte bescheren. Klingt doch gut, oder?

Damit du nicht zu viele Kartoffeln vorkeimst, rechnest du dir die Menge aus, die du brauchst. Deine Pflanzkartoffeln legst du dann ab Ende Februar/Anfang März an einen hellen, kühlen Ort in deinem Haus – am besten einlagig in einer Kiste oder einem Eierkarton. Jetzt heißt es warten und die Kartoffeln vorkeimen lassen.

Sind deine Kartoffeltriebe klein, kräftig und von einer dunkelgrünen bis violetten Farbe, hast du beim Kartoffeln vorkeimen alles richtig gemacht – ab in die Erde damit! Und schauen deine Kartoffeln richtig gesund aus, kannst du im nächsten Jahr dein eigenes Pflanzgut verwenden – vorausgesetzt natürlich, du lagerst sie gut während des Winters.

Fängst du gerade mit dem Gärtnern an? Dann vergiss deinen Pflanzplan nicht – und schau doch mal in diese Artikel, die könnten dich dann besonders interessieren:

Kartoffeln ernten: Wann kann die tolle Knolle aus der Erde?

Aussaat & Pflanzen im März + Mischkulturtabelle

Gemüsegarten-Pflanzplan erstellen in 6 Schritten + Beispielplan

Hast du schon mal Kartoffeln vorkeimen lassen? Welche Kartoffelsorte ist deine Lieblingssorte?

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte.

Anbauplan erstellen: So wächst dein Gemüsegarten mit System

Mischkultur, Fruchtfolge, Vor-, Haupt- und Nachkultur … Das klingt das erstmal nach vielen Knoten im Hirn und Chaos im Beet? Wer zum ersten Mal einen Anbauplan erstellen will, hat schnell das Gefühl, es gäbe tausend Regeln und genauso viele Möglichkeiten, etwas “falsch” zu machen. Dabei ist ein Anbauplan vor allem eine Orientierung. Er hilft, den Gemüsegarten so zu strukturieren, dass der Boden gesund bleibt, die Pflanzen kräftig wachsen und du über viele Monate hinweg ernten kannst – win-win also!

Damit das gelingt, braucht es keinen komplizierten Masterplan. Es reicht, die Gartensaison in sinnvolle Schritte zu zerlegen und diese nacheinander zu planen. So erstellst du einen Anbauplan, der zu dir und deinem Garten passt. Los geht’s!

Inhaltsverzeichnis
Warum ein Anbauplan so viel verändert
Hol dir deinen Gemüsegarten-Anbauplan!
Schritt 1: Mach deinen Garten auf dem Papier sichtbar
Schritt 2: Leg den Standort so fest, dass er zu deinem Alltag passt
Schritt 3: Wähl Gemüse, das du wirklich essen willst
Schritt 4: Plan die Fruchtfolge ein, damit dein Boden gesund bleibt
Schritt 5: Nutze Mischkultur, damit deine Pflanzen sich unterstützen
Schritt 6: Hol mehr aus deinen Beeten raus – mit Vor- und Nachkultur
Schritt 7: Sorg dafür, dass du nicht alles auf einmal erntest

Warum du einen Anbauplan erstellen solltest

Ein Anbauplan bringt dir neben gesunden Pflanzen vor allem eins: Ruhe. Du triffst Entscheidungen nicht in der Hektik des Frühjahrs, sondern mit Weitblick. Dadurch planst du gezielter, verschwendest weniger Platz, und du bekommst viel schneller ein Gefühl dafür, wie dein Garten “tickt”.

Außerdem schützt du mit einem guten Anbauplan deinen Boden. Wenn du jedes Jahr dieselben Pflanzen am selben Ort anbaust, laugst du den Boden einseitig aus und machst es Krankheiten und Schädlingen leicht. Mit Fruchtfolge und sinnvoller Beetnutzung baust du dir stattdessen ein System auf, das von Jahr zu Jahr stabiler wird. Genau das wollen wir ja: weniger Stress, mehr Ernte und einen Garten, der trägt, statt viel Arbeit zu machen.

Hol dir deinen Gemüsegarten-Anbauplan!

Wenn du bei der Anbauplanung wirklich alles beachten möchtest, dann kann das am Anfang durchaus mal zu rauchenden Köpfen führen.

Wenn du keine Zeit oder Lust hast dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen oder einfach ein bisschen Inspiration brauchst, wie so ein Anbauplan aussehen kann, dann sicher dir hier einfach den fix und fertigen Wurzelwerk-Anbauplan:

Schritt 1: Mach deinen Garten auf dem Papier sichtbar

Los geht’s mit dem Anbauplan erstellen! Aber bevor du Gemüse gedanklich hin- und herschiebst, brauchst du erstmal einen Überblick über deinen Arbeitsbereich. Zeichne dir deinen Garten als einfachen Grundriss auf. Trag vorhandene Beete ein und markiere, wo Wege sind oder sein sollen. Du musst dafür nichts schön zeichnen, es geht nur darum, dass du es vor dir siehst.

Wenn du Beete neu planst, ist eine Breite von ungefähr 1,20 m super praktisch. Du kommst dann von beiden Seiten an alles ran, ohne ins Beet zu treten. Wenn du mehr Fläche hast, teile sie lieber in mehrere schmale Beete auf, mit kleinen Wegen dazwischen. Das fühlt sich im Alltag viel entspannter an als ein riesiges Beet, bei dem du ständig denkst: “Wie soll ich da hinten bitte noch hinkommen?”

Marie gärtnert mit Anbauplan

Schritt 2: Leg den Standort so fest, dass er zu deinem Alltag passt

Klar, Gemüse mag Sonne, guten Boden und Windschutz. Aber dein Garten muss nicht perfekt sein, damit du erfolgreich bist. Schau dir einfach an, was realistisch ist. Wo kommst du gut hin? Wo bist du schnell mal eben draußen? Je näher du am Haus bist, desto häufiger machst du kleine Handgriffe nebenbei und kannst außerdem schnell mal was ernten. :)

Wenn du keinen idealen Standort hast, ist das kein Drama, dann planst du das einfach mit ein: In einem halbschattigen Garten wachsen bestimmte Kulturen genauso gut wie im Vollsonnenbeet. Dein Anbauplan hilft dir dabei, genau diese Stärken zu nutzen, statt gegen die Bedingungen zu kämpfen.

Schritt 3: Wähle Gemüse, das du wirklich essen willst!

Dein Anbauplan wird nur dann langfristig funktionieren, wenn du Gemüse anbaust, das du gern isst. Deshalb: Schreib dir zuerst eine Liste mit allem, worauf du wirklich Lust hast. Und wenn du Anfänger bist, dann mach dir den Einstieg leicht. Du musst nicht gleich mit den „Diven“ im Gemüsebeet starten.

Diese Gemüseliste wirst du dann gleich im nächsten Schritt auf deine Beete und das Jahr verteilen. Denn ein guter Anbauplan berücksichtigt nicht nur die Beetaufteilung, sondern auch das Timing.

Viele Gemüsearten sind übrigens ziemlich robust und geben dir auch am Anfang schnelle Erfolgserlebnisse. Außerdem hilft es dir, wenn du grob überlegst, wie viel Platz du dem einzelnen Gemüse geben willst. Vielleicht merkst du dabei, dass du für Salat gar nicht riesig Fläche brauchst, aber Bohnen oder Zucchini sollen bei dir wirklich regelmäßig auf den Teller. Genau so wird dein Anbauplan alltagstauglich.

Kohlpflanze

Schritt 4: Plan beim Anbauplan erstellen die Fruchtfolge ein, damit dein Boden gesund bleibt

Sicher hast du schon das ein oder andere Mal von der Fruchtfolge gehört? Die Profis nutzen für die Planung ihrer Fruchtfolge die Anbaupausen der einzelnen Gemüsefamilien, aber wir fangen heute erstmal mit dem Nährstoffbedarf an. Das ist ein super sinnvoller und nicht ganz so komplizierter Einstieg in die Gartenplanung.

Du teilst dein Gemüse dafür nach Nährstoffbedarf ein: Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer. Das ist wichtig, weil nicht jede Pflanze gleich viele Nährstoffe aus dem Boden zieht.

Starkzehrer wie Kohl oder Tomaten brauchen einen besonders gut versorgten Boden. Mittelzehrer kommen mit weniger aus, und Schwachzehrer sind die genügsamen Kandidaten. Wenn du diese Reihenfolge im Anbauplan abbildest, nutzt du die Nährstoffe im Boden sinnvoll, statt jedes Jahr an derselben Stelle “alles rauszuziehen”.

Praktisch heißt das für dich, dass du teilst deinen Garten in drei Bereiche einteilst: einen für Starkzehrer, einen für Mittelzehrer und einen für Schwachzehrer. Und im nächsten Jahr wandern die Gruppen weiter. Das klingt erstmal wie ein kleines Spiel, ist aber einer der größten Hebel für langfristig gute Ernten und ein richtig sinnvolles Gartensystem

Im Onlinekurs ‚Gemüsegarten starten‘ bekommst du für die Fruchtfolge eine noch genauere Methode an die Hand: Die Anbaupausen der einzelnen Gemüsefamilien, mit denen du Krankheiten super vorbeugen kannst. Aber fang ruhig erst mal mit dem Nährstoffbedarf an und taste dich langsam an deinen Anbauplan heran.

Gemüsegarten Anbauplan erstellen

Schritt 5: Nutze Mischkultur, damit deine Pflanzen sich unterstützen

Wenn du weißt, wo Stark-, Mittel- und Schwachzehrer stehen, geht’s ans Feintuning, oder auch an die gute Nachbarschaft: Wer steht neben wem? Denn Pflanzen können sich gegenseitig richtig gut unterstützen, oder sich eben im Weg stehen.

Mischkultur ist in deinem Anbauplan wie ein kleines Schutzsystem. Manche Kombinationen helfen, Schädlinge fernzuhalten, weil Duftstoffe verwirren oder Nützlinge angelockt werden. Der Klassiker ist die Kombination aus Möhren und Zwiebeln, um die Möhrenfliege abzuhalten.

Andere Kombinationen machen dir das Leben schwer, weil beide Pflanzen genau denselben Platzbedarf haben oder sich gegenseitig ausbremsen. Wenn du dir hier ein paar gute Partnerkombis merkst und in deinen Plan einbaust, merkst du schnell: Der Garten läuft ruhiger, ohne dass du mehr machen musst.

Schritt 6: Hol mehr aus deinen Beeten raus – mit Vor- und Nachkultur

Viele Beete stehen lden Großteil des Jahres leer. Und genau da kannst du mit deinem Anbauplan richtig viel rausholen. Tomaten ziehen zum Beispiel erst nach den Eisheiligen ins Beet. Bis dahin kannst du dort schon längst Salat oder Radieschen ernten. Und wenn du deine Frühkartoffeln im Sommer erntest, ist das Beet nicht “fertig”, sondern es wird erst richtig spannend, weil du noch eine Nachkultur setzen kannst.

Dein Anbauplan wird viel effektiver, wenn du diese Zeitfenster mitdenkst. Du brauchst dafür kein perfektes System, sondern nur die Idee: Wann ist das Beet wirklich belegt – und wann könnte da noch etwas Schnelles rein? So kommst du oft auf zwei oder sogar drei Ernten pro Beet, ohne mehr Fläche zu brauchen.

Reiche Ernte dank gutem Anbauplan

Schritt 7: Sorg dafür, dass du nicht alles auf einmal erntest

Vielleicht kennst du das: Erst wächst ewig nichts, und dann ist plötzlich alles gleichzeitig reif. Genau hier hilft dir deine Anbauplanung auch: Wenn du schon jetzt weißt, welches Gemüse du wann erten willst, kannst du bestimmte Kulturen in z.B. monatlichen Abständen aussäen und staffelst so deine Ernte automatisch.

Beim Erstellen deines Anbauplans solltest du also auch den Kalender im Blick haben. Recherchiere am besten, wie lange deine Wunschgemüse das Beet belegen und wann und wie oft du sie gerne ernten würdest. So kannst du die perfekten Aussaatzeitpunkte planen, um immer wieder zu ernten.

Gerade bei Gemüse, das du regelmäßig isst, lohnt sich das. Statt einer einzigen großen Salatwelle planst du mehrere kleine Sätze über die Saison verteilt. Die Angaben auf dem Saatguttütchen reichen als Orientierung völlig aus um zu wissen, wann du was säen kannst. Trag dir einfach grob in deinen Anbauplan ein, wann du nachsäst. Damit machst du dir deinen Gartenalltag deutlich entspannter und erntest rund ums Jahr.

Merk dir diesen Artikel!

Hast du nach dem Anbauplan erstellen noch Lust, weiter zu schmökern? Dann findest du hier mehr Lektüre für deinen Gemüsegarten:

Eisheilige: Wann sie sind und was es danach im Garten zu tun gibt

Fruchtfolge – dein Guide zum perfekten Gartenplan!

Gemüsegarten anlegen in 11 Schritten

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem Garten! Welches Gemüse willst du dieses Jahr anbauen? Und wie weit bist du dem Erstellen deines Anbauplans schon? Lass gern einen Kommentar da!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Selbstversorger-garten-größe

3 m²? 300 m²? Bestimme deine perfekte Gartengröße!

Warum es sich lohnt, die richtige Gartengröße zu bestimmen? Ganz einfach: Dein Gemüsegarten soll dir Freude, eine Auszeit und eine leckere Ernte bringen. Ist er zu klein, wirst du wenig ernten und viele Ideen nicht umsetzen können. Ist er zu groß, werden dir Unkraut und Arbeit über den Kopf wachsen. Und dann macht Gärtnern plötzlich nicht mehr glücklich, sondern stresst. Und das wollen wir auf keinen Fall. :)

Damit du von Anfang an gut startest, findest du hier eine einfache Entscheidungshilfe – und ein Quiz, mit dem du deine passende Gartengröße ganz leicht bestimmen kannst. Los geht’s!

Inhaltsverzeichnis
Gemüse anbauen für Einsteiger
Dein Gemüsegarten Pflanzplan
Selbstversorgung aus dem Garten – wie groß muss die Beetfläche sein?
Die richtige Garten-Größe für DEINE Selbstversorgung
Deine Entscheidungshilfe: Das Gartengröße-Quiz!

Um die passende Gartengröße für dich und deinen Gemüsegarten zu finden, musst du erst einmal herausfinden was du mitbringst – und wo du hinwillst. Und genau das machen wir jetzt!

Gartengröße bestimmen: Gemüse anbauen für Einsteiger

Bevor du Quadratmeter zählst, kannst du dich zuerst fragen was du mit deinem Garten erreichen willst? Willst du einen kleinen Naschgarten, in dem du dein Lieblingsgemüse anbaust und dir ab und zu etwas Leckeres auf den Teller holst? Oder willst du mehr, und dich vielleicht sogar (teilweise) selbst versorgen?

Wenn du gerade startest, fährt oft ein kleiner Garten die bessere Ernte pro Fläche ein. Warum? Du siehst alles und hast einen viiiiel besseren Überblick. So entdeckst du freie Lücken im Beet schneller, kümmerst dich intensiver um deine Pflanzen und erwischst Schädlinge oder Krankheiten, bevor sie dir das Beet zerlegen. Genau deshalb lohnt es sich, beim Gartengröße bestimmen nicht automatisch gleich ganz groß zu denken, sondern passend für dich und deine Bedürfnisse.

Gartengröße bestimmen - Hochbeete anlegen

Dein fertiger Gemüsegarten-Pflanzplan

Apropos Lücken im Beet – damit jedes Gemüse im Beet auch an der optimalen Stelle landet, gibt’s eine kleine Gartenhilfe für dich: Unseren 0 € Gemüsegarten-Beispielplan, den du dir ganz einfach downloaden kannst.

Darin erfährst du, was in welchem Monat welches Gemüse wo im Beet wächst – und wie du die Gemüsepflanzen im Beet kombinierst. Das ist super praktisch, wenn du ohne viel Planung direkt loslegen magst und trotzdem mit System gärtnern willst.

Den Gemüsegarten-Pflanzplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkulturpartner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss.

Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich erntest und jeden Monat sofort losgärtnern kannst.

Trag deine Mailadresse hier ein und schon flattert der Pflanzplan in dein E-Mail Postfach:

Selbstversorgung aus dem Garten – Wie groß muss die Beetfläche sein?

Wenn du über den Sommer (oder sogar das ganze Jahr) viel Gemüse aus dem Garten holen willst, brauchst du entsprechend viel Beetfläche. Aber: Du musst die Fläche auch gut gewuppt bekommen, sonst nimmt sie dir die Freude. Und das wollen wir auf keinen Fall!

Viele starten zum Beispiel mit 8 m² Beetfläche und ernten davon schon richtig viel. Wenn du zusätzlich mit gestaffelter Aussaat arbeitest, holst du noch mehr raus: Du säst nach, sobald eine Kultur abgeerntet ist, und nutzt deine Fläche die ganze Saison über.

Wenn du nach den ersten 8 m² mehr willst, fühlen sich für viele 30-40 m² nach einem richtig guten nächsten Schritt an: Du hast Platz zum Ausprobieren, ohne dass du dich ständig gehetzt fühlst. Und wenn du irgendwann richtig in die Selbstversorgung einsteigen willst, kannst du die Fläche weiter erweitern – Schritt für Schritt, so wie es zu deinem Leben passt.

Als grober Richtwert: Für eine weitgehende Gemüse-Selbstversorgung kannst du etwa 60 m² Beetfläche pro Person einplanen. Wenn du sehr viel Gemüse isst, viel einlagerst und haltbar machst, oder zusätzlich Kulturen für Verarbeitung und Vorrat anbaust, brauchst du eher noch mehr. Beim Gartengröße bestimmen zählen also nicht nur Quadratmeter, sondern auch dein Appetit und deine Ziele. :)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Die richtige Gartengröße bestimmen für DEINE Selbstversorgung

Wenn du deine Gartengröße bestimmen willst, geh einmal diese Fragen durch:

  • Wie viel Zeit kannst und willst du wirklich pro Woche investieren?
  • Willst du es pflegeleicht oder liebst du es, viel zu experimentieren?
  • Geht’s bei dir um Naschen, oder Teil-Selbstversorgung?
  • Für wie viele Menschen soll dein Garten mit ernten?
  • Willst du viel haltbar machen (einkochen, fermentieren, lagern)?

Und bitte merk dir: Du musst nicht alles auf einmal schaffen. Wenn du einen Teil deiner Versorgung aus dem Garten holst, ist das schon richtig stark.

Selbstversorgung und Gartengröße bestimmen

Deine Entscheidungshilfe: Das Gartengröße-Quiz!

Du willst nicht lange rechnen, sondern endlich wissen, welche Fläche zu dir passt? Dann nutz das Gartengröße-Quiz:

Du beantwortest ein paar kurze Fragen – und am Ende bekommst du eine klare Empfehlung, wie groß deine Beetfläche sein sollte. So kannst du deine Gartengröße bestimmen, ohne dich zu verzetteln. Und danach startest du viel entspannter, weil du weißt, was du dir vornimmst.

Ja, ich will sofort wissen, welche Gartengröße für mich ideal ist! :)

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!
Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Wie viel Arbeit ein Garten macht, hängt auch sehr stark davon ab, wie pflegeleicht du ihn gestaltest. Also schau auf jeden Fall bei diesen Artikeln vorbei:

Fruchtfolge – dein Guide zum perfekten Gartenplan!

Gemüsegarten planen – Schritt für Schritt zum Gartenparadies

Aussaat & Pflanzen im Januar

Naa, was ist deine perfekte Gartengröße? Und hast du vor die Größe in den nächsten Jahren zu verändern? Erzähl gerne mal von deinen Plänen! :)

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Marie im Garten

Unkrautfrei gärtnern – kein Unkraut, kein Problem!

Unkrautfrei gärtnern klingt erstmal wie eine dieser Garten-Fantasien, die nur in perfekt gestylten Hochglanz-Gärten funktionieren: kein Halm am Rand, keine Distel in Sicht, und kein Giersch weit und breit. Aber am Ende steckt doch irgendwo eine Mulchfolie drunter oder jemand hat heimlich das halbe Wochenende mit Jäten verbracht. ;)

Dabei geht es auch anders. Unkrautfrei gärtnern ist wirklich möglich. Und zwar so, dass im Alltag kaum noch gejätet werden muss. Und genau darum geht es doch: nicht um Perfektion, sondern um einen Garten, der Arbeit abnimmt statt ständig neue zu machen. Gärtnern soll schließlich Spaß machen, oder?

Wer versteht, warum Unkraut überhaupt so stark wird, kann die entscheidenden Stellschrauben drehen und alles wird leichter, bodenfreundlicher und rückenschonender!

Inhaltsverzeichnis
Warum unkrautfrei gärtnern tatsächlich sinnvoll ist
Es beginnt nicht erst beim Jäten
Unkrautfreie Beete anlegen
Warum Umgraben das Unkrautproblem oft verstärkt
Der unterschätzte Schlüssel: unkrautfreier Kompost
Welche Unkräuter sind überhaupt da?
Mulchen: der einfachste Weg, um unkrautfrei zu gärtnern
Wenn es eskaliert: Unkraut vernichten – ohne Chemie
Kleine Gewohnheiten, die den Unterschied machen

Warum unkrautfrei gärtnern tatsächlich sinnvoll ist

Unkraut ist nicht automatisch Unkraut. Viele Wildkräuter sind wichtige Bodenanzeiger und Lebensraum für Insekten – und sie dürfen gern wachsen: Am Wiesenrand, unter den Büschen und im Vorgarten. Nur im Gemüsebeet soll nicht jedes Kraut wild wachsen. Denn was dort wächst, konkurriert mit deinen Gemüsepflanzen. Und die sollen schließlich groß und stark werden!

Unkräuter nehmen Wasser weg, „klauen“ Nährstoffe, beschatten junge Pflanzen und machen es dem Gemüse schwer, groß und kräftig zu werden. Und der größte Haken ist meist nicht die Natur, sondern die Zeit: Wenn die Nachmittage im Frühjahr und Sommer von Jäten geprägt sind, wird der Gemüseanbau schnell ziemlich anstrengend und zeitintensiv.

Unkrautfrei gärtnern bedeutet deshalb vor allem: weniger Arbeit, stärkere Pflanzen, bessere Ernten – und wieder mehr Freude im Beet.

Wenn du gerade am Anfang deiner Garten-Reise stehst, dann ist vielleicht der Onlinekurs »Gemüsegarten starten« genau das Richtige für dich? Der Kurs nimmt dich bei allen Schritten an die Hand, so dass du dir ohne Kopfzerbrechen dein eigenes kleines Gemüseparadies erschaffen kannst.

Einen kleinen Vorgeschmack gibt’s hier mit dem 0 €-Aussaatkalender. Trag deine Emailadresse einfach direkt ein und der Kalender landet gleich in deinem Postfach:

Die wichtigste Wahrheit zuerst: Unkrautfrei gärtnern beginnt nicht beim Jäten

Viele versuchen das Problem Unkraut zu „lösen“, indem häufiger gehackt, gejätet und gerupft wird. Kurzfristig hilft das, langfristig ist es jedoch oft wie Wasser schöpfen mit einem Sieb, denn das Unkraut kommt einfach immer wieder.

Der größte Hebel liegt nicht im Werkzeug, sondern in den Fragen:

Wie ist das Beet aufgebaut?
Welche Startbedingungen bekommt der Boden?
Und wo kommt das Unkraut überhaupt her?

Wer schon beim Beete anlegen klug arbeitet, reduziert das Unkrautproblem später ganz automatisch. Dann wird unkrautfrei gärtnern nicht anstrengend, sondern logisch.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Unkrautfrei gärtnern durch die richtige Beet-Anlage

Gerade beim Anlegen neuer Beete entscheidet sich sehr viel in den ersten Tagen und Wochen. Dabei tauchen zwei Fehler besonders häufig auf:

  1. Umgraben, weil es „schon immer so gemacht wurde“ und
  2. Unkrautsamen und Wurzelstücke ins Beet holen, ohne es zu merken

Die Basis für unkrautfreies Gärtnern ist eine Beet-Anlage, die:

  • vorhandenen Bewuchs zuverlässig unterdrückt,
  • das Bodenleben möglichst schont,
  • und keine neuen Unkrautsamen einarbeitet.

Besonders gut funktioniert das mit Methoden, die ohne Umgraben auskommen und stattdessen mit Schichten, Abdecken und Bodenaufbau arbeiten. So entstehen Beete, die sofort bepflanzbar sind. Denn in diesen hat Unkraut deutlich schlechtere Startbedingungen.

Psssst: Hier kannst du dich zu meinem 0 € Minikurs anmelden, in dem ich dir das mit dem Beete anlegen nochmal ganz genau zeige.

Warum Umgraben das Unkrautproblem oft verstärkt

Umgraben wirkt auf den ersten Blick „ordentlich“: einmal wenden, einmal durchlüften, einmal alles glattziehen. In der Praxis passiert jedoch häufig das Gegenteil. Warum ist das so?

In jeder Gartenfläche schlummern Unkrautsamen in verschiedenen Bodenschichten. Viele davon bleiben ruhig, solange sie tief liegen. Beim Umgraben gelangen sie an die Oberfläche und bekommen dort Licht, Wärme und Feuchtigkeit. Das ist das perfekte Keimsignal.

Zusätzlich wird beim Umgraben die Bodenstruktur zerstört und das Bodenleben gestört. Regenwürmer, Mikroorganismen und Pilze sind jedoch genau die Helfer, die langfristig lockeren, fruchtbaren Boden schaffen. Ein lebendiger Boden ist optimal für unser Gemüse – und macht es Unkraut schwerer, sich breit zu machen.

Unkrautfreier Garten dank Kompost

Der unterschätzte Schlüssel: unkrautfreier Kompost

Wer unkrautfrei gärtnern möchte, sollte besonders darauf achten, was überhaupt ins Beet gelangt. Kompost ist großartig, aber nur dann, wenn er nicht voller Samen oder Wurzelreste steckt. Denn dann lädst du die ungebetenen Gäste mit Handkuss ein ;).

Kompost aus Kompostwerken ist häufig recht zuverlässig unkrautfrei, weil dort hohe Temperaturen entstehen, die Unkrautsamen abtöten. Bei selbstgemachtem Kompost werden diese Temperaturen nicht immer erreicht. Deshalb gilt:

  • keine samenreifen Unkräuter auf den Gemüsekompost
  • Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke oder Ackerwind lieber separat sammeln und getrennt kompostieren

Praktisch ist auch ein zweiter „Problem-Kompost“ für Unkraut und kranke Pflanzen. Der fertige Kompost kann später unter Sträuchern oder Bäumen landen. So bleibt der Gemüsekompost sauber, und unkrautfrei gärtnern wird Jahr für Jahr leichter.

Und wenn jetzt Lust bekommen hast deinen eigenen Kompost anzulegen, lies gerne hier weiter :).

Unkrautfrei gärtnern: die Brennessel

Vor dem Start: Welche Unkräuter sind überhaupt da?

Bevor du dein Beet anlegst, solltest du dir gut anschauen, was bei dir im Garten überhaupt wächst:

Wurzelunkräuter vermehren sich über Wurzelstücke und können ziemlich invasiv sein. Die hartnäckigsten Kandidaten sind Giersch, Quecke, Brennnesseln und die gute alte Ackerwinde. Auch Ampfer und Löwenzahn können ziemlich zähe Wurzeln haben.

Falls du diese Unkräuter sichtest, solltest du sie vor dem Beete-Anlegen möglichst mitsamt der Wurzeln jäten. Nimm dafür am besten eine Grabegabel oder einen Wurzelstecher und versuche die Wurzel in einem großen Stück aus dem Boden zu ziehen. Denn wenn kleine Wurzelstücke wieder in deinem Beet landen, werden daraus sehr schnell wieder ganze Pflanzen.

Samenunkräuter kommen von außen eingeflogen. Zu den bekanntesten gehören Löwenzahn, Disteln, Franzosenkraut und Ehrenpreis. Um diese Unkräuter in Schach zu halten, mähst du am besten regelmäßig die Wiese um die Beete herum. Wichtig ist, dass gemäht wird, bevor die Pflanzen ihre Samen ausgebildet haben. ;)

Wenn du deine Beete mulchst, kannst du damit auch wunderbar verhindern, dass die Samenunkräuter aufgehen. Denn die Samen finden auf den Beeten keine Erde vor, in der sie keimen können.

Mulchen: der einfachste Weg, um unkrautfrei zu gärtnern

Mulch ist ein echter Gamechanger für unkrautfreies Gärtnern, weil er gleich mehrere Probleme auf einmal löst:

  1. Er nimmt Unkrautsamen das Licht zum Keimen.
  2. Er schützt den Boden vor Austrocknung und Verschlämmung.
  3. Er füttert das Bodenleben – und sorgt langfristig für bessere Bodenstruktur.

Mulch macht den Boden „waldbodenähnlich“: geschützt, lebendig, bedeckt. Und genau diese Bedingungen sind es, die Unkraut deutlich weniger Chancen geben.

Wichtig ist nur, passend zu mulchen: Material, Menge und Zeitpunkt müssen stimmen – sonst wird Mulch schnell zu feucht oder zu dicht. Richtig eingesetzt sorgt er jedoch dafür, dass unkrautfrei gärtnern plötzlich sehr realistisch wird.

Unkrautfrei gärtnern mit Mulch

Wenn es eskaliert: Unkraut vernichten – ohne Chemie

Manchmal ist ein Beet oder eine Fläche so stark zugewachsen, sodass „hier und da jäten“ nicht mehr reicht. Dann braucht es erstmal einen klaren Schnitt, bevor wieder Gemüse einziehen kann. Das Gute: Dafür sind keine Unkrautvernichter nötig. Im Gegenteil: Chemie löst das Problem meist nur scheinbar, schadet aber langfristig dem Bodenleben – und genau das ist die Basis für gesunde, stabile Beete :).

Eine sehr wirksame, chemiefreie Methode ist das zeitlich begrenzte Arbeiten mit Folie. Zuerst werden die groben Unkräuter entfernt, also alles, was schon hoch steht und im Weg ist. Es muss dabei nicht jedes Fitzelchen weg sein. Es geht vor allem darum, dass die Pflanzenmasse reduziert wird, damit die Folie später sauber aufliegt und gut wirken kann.

Anschließend wird für ungefähr zwei Wochen eine durchsichtige Folie aufgelegt und am Rand beschwert, damit sie eng anliegt. Unter dieser Folie entsteht ein warmes, feuchtes Mikroklima. Die Unkräuter „denken“: juhu, beste Wachstumsbedingungen, und legen nochmal richtig los. Genau das ist gewollt, denn so werden möglichst viele Pflanzen aus den Wurzeln heraus zum Austreiben gebracht.

Nach den ersten zwei Wochen folgt der entscheidende Schritt: Die transparente Folie wird abgenommen und durch eine schwarze, lichtundurchlässige Folie ersetzt. Diese bleibt etwa vier bis fünf Wochen liegen. Ohne Licht können die Pflanzen keine Photosynthese betreiben, sie zehren ihre Reserven auf – und sterben nach und nach ab. Nach dieser Zeit ist die Fläche deutlich beruhigter und bereit, neu aufgebaut oder bepflanzt zu werden.

Hausmittel wie Essig oder Salz wirken zwar oberflächlich schnell, sind für Gemüsebeete aber keine gute Idee. Sie verändern den Boden, schädigen Mikroorganismen und können das Bodenleben langfristig aus dem Gleichgewicht bringen. Wer unkrautfrei gärtnern möchte, sollte den Boden stärken – nicht „verätzen“.

Kleine Gewohnheiten, die den Unterschied machen

Unkrautfrei gärtnern entsteht nicht nur durch eine große Grundstrategie wie ein gut angelegtes Beet oder Mulch. Im Alltag sind es oft die kleinen Gewohnheiten, die darüber entscheiden, ob es im Beet entspannt und unkrautfrei bleibt.

Der wichtigste Punkt ist: früh handeln. Unkraut in der Keimlingsphase oder als kleines Pflänzchen ist mit zwei Fingern erledigt. Wartet man dagegen, bis es groß ist, tief wurzelt oder sogar Samen bildet, wird aus einer Minute schnell eine halbe Stunde. Genau deshalb lohnt es sich, Beete regelmäßig kurz „abzuscannen“, statt selten und dafür lange zu kämpfen.

Ebenso entscheidend ist der Zustand der Werkzeuge. Scharfe Hacken, Messer oder Unkrautstecher schneiden sauber und effizient. Stumpfe Geräte reißen eher, rutschen ab, brauchen mehr Kraft. Außerdem bleiben bei stumpfen Werkzeugen oft Wurzelteile im Boden, die wieder austreiben können. Wer unkrautfrei gärtnern will, sollte sich die paar Minuten zum Nachschärfen wirklich gönnen.

Auch das Timing beim Hacken spielt eine große Rolle. Bei nassem Boden ist Hacken häufig kontraproduktiv: Die herausgezogenen Pflänzchen können wieder anwachsen, die Erde schmiert, und das Beet wird eher „umgerührt“ als sauber gelockert. Viel besser funktioniert Hacken, wenn der Boden oberflächlich abgetrocknet ist. Dann trocknen die gelösten Unkräuter an und sind wirklich weg.

Und zuletzt lohnt sich ein Blick auf die Ränder. Viele Unkräuter kommen nicht „aus dem Beet“, sondern wandern über Beetkanten, Wege oder angrenzende Wiesenflächen hinein. Wer hier regelmäßig schneidet, mäht oder mulcht, nimmt dem Unkraut eine der wichtigsten Einfallschneisen. Auch eine Rasenkante am Beetrand wirkt wahre Wunder.

Unkrautfrei gärtnern - einfach das Unkraut essen: die Melde

Bonus: Unkraut einfach aufessen ;)

Ein Teil dessen, was im Garten als Unkraut bezeichnet wird, ist übrigens essbar und sogar richtig lecker :). Gerade die jungen Blätter vieler Wildkräuter sind zart, aromatisch und bringen eine schöne Vielfalt in die Küche. Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch, Spitzwegerich oder Melde können Salate, Kräuterquark oder grüne Smoothies bereichern. Die rote Melde kannst du sogar extra dafür anbauen!

Wichtig ist dabei, langsam einzusteigen. Wildkräuter sind für viele Verdauungssysteme erstmal ungewohnt, besonders wegen der Bitterstoffe und Ballaststoffe. Am besten werden sie zunächst in kleinen Mengen mit milden Blattsalaten gemischt. So kann sich der Körper in Ruhe daran gewöhnen. Die Mischung schmeckt auch einfach richtig gut!

Unkrautfrei gärtnern ist möglich – wenn die Bedingungen stimmen

Unkrautfrei gärtnern ist keine Frage von mehr Disziplin oder Zeiteinsatz, sondern vor allem eine Frage von klugen Voraussetzungen. Entscheidend ist, dass die Beete so angelegt werden, dass Unkraut es schwer hat: ohne unnötiges Umgraben, mit sauberem, möglichst unkrautfreiem Kompost, mit konsequent bedecktem Boden statt offener Erde und mit dem richtigen Timing, wenn doch einmal etwas aufläuft.

Wenn diese Grundlagen stimmen, verändert sich der Garten spürbar. Er wird ruhiger, pflegeleichter und ertragreicher. Und plötzlich bleibt wieder Zeit für das, worum es eigentlich geht: säen, wachsen sehen, ernten und vor allem dein kleines Paradies genießen :).

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Dein Garten ist frei von Unkraut und du willst richtig loslegen? Dann lies diese Artikel um bestens auf die Gartensaison vorbereitet zu sein:

Aussaat & Pflanzen im März + Mischkulturtabelle

Gemüse im Haus vorziehen: So gelingt die Jungpflanzenanzucht!

Gemüsegarten anlegen in 11 Schritten

Was sind deine besten Tipps gegen Unkraut? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Aussaat & Pflanzen im März + Mischkulturtabelle

Jippieh – jetzt geht’s im Garten so richtig los! Im März startet die Aussaat-Hochsaison, und du kannst schon viele verschiedene Sorten aussäen, pflanzen oder im Haus vorziehen. Spätestens jetzt kribbelt es unter den Fingernägeln, endlich wieder in der Erde zu wühlen und die ersten Jungpflanzen wachsen zu sehen.

Hier findest du eine Übersicht über alle Gemüsepflanzen, die im März ausgesät werden können. Und natürlich erfährst du alles über die wichtigsten Gartenarbeiten, die jetzt anstehen.

Inhaltsverzeichnis
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Gartenarbeiten im März
Mischkulturtabelle
Und was gibt es abseits der Gemüsebeete zu tun?

Aussaat im März: Vorziehen im Haus

Mit der Anzucht im Haus sicherst du dir kräftige Jungpflanzen für den Frühling. Im März ist die Liste der Aussaaten besonders lang – brsonders aufregend: Jetzt startet auch das Tomatenjahr! Denk daran, dass deine Pflänzchen sich bereits früh über eine Düngergabe freuen :).

Damit die frisch gesäten Pflanzen kräftig wachsen, ist eine gut ausgestattete Jungpflanzen-Anzuchtstation essenziell! Beim Keimen hat jedes Gemüse noch eigene Vorlieben bei Licht und Temperatur, aber danach sind sie sich recht einig:

Sie alle wollen einen kühlen (aber nicht kalten) Standort, möglichst viel Licht und eine sanfte Bewässerung. Richtig praktisch sind für die Anzucht übrigens wiederverwertbare Anzuchtschalen mit passenden Untersetzern – sie sind kompakt, übersichtlich und bieten den Pflänzchen genug Platz. Hast du das richtige Zubehör parat, kann es im März mit diesen Kandidaten losgehen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Aussaat im März: Das darf draußen ausgesät werden

Im Beet darf es ab März jetzt richtig losgehen. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, kannst du die ersten robusten Kulturen aussäen. Ein schützendes Vlies ist jedoch für viele Kulturen noch eine willkommene Unterstützung, falls die Temperaturen nachts nochmal nach unten gehen sollten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Gartenarbeiten im März

Der März ist der Auftakt in eine bunte Gartensaison. Die Tage werden länger, die Sonne gewinnt an Kraft und die ersten Arbeiten im Garten warten darauf, erledigt zu werden. Jetzt ist ein super Zeitpunkt deine Beete und Pflanzen auf die kommenden Monate vorzubereiten.

Unser Onlinekurs »Gemüsegarten starten« ist übrigens eine riesige Hilfe und Inspiration, wenn du ganz frisch in das Abenteuer Gemüsegarten startest, aber auch alte Hasen finden hier eine Menge Tipps, Tricks und Überraschungen ;)

Im Hochbeet sorgt eine frische Schicht reifen Komposts für den perfekten Start. Auch im Frühbeet gibt es einiges zu tun. Deine Pflänzchen brauchen regelmäßig Wasser, Schutz vor gefräßigen Tierchen und kalten Nächten spendet ein Vlies. Das gibt ihnen die besten Startbedingungen um groß und kräftig zu werden.

Der März ist übrigens der perfekte Monat, um noch schnell ein paar neue Gemüsebeete anzulegen. Mit Pappe, Rasenkante und Kompost kannst du auf jeder Wiese oder alten Beeten loslegen und brauchst dazu noch nicht mal umgraben – und du kannst die neuen Beete direkt bepflanzen! Wenn du Lust auf neue Kompostbeete hast, dann lies gern hier weiter.

Unkraut lässt sich im März besonders leicht entfernen, bevor es sich festsetzt. Auch wenn du durch die Methode deine Beete mit Pappe und Kompost anzulegen schon viiiiel Arbeit sparst, ist es sinnvoll Giersch und co. an den Kragen zu gehen ;). Gleichzeitig ist es an der Zeit, Winterschutzmaterial wie Vliese oder Abdeckungen von Stauden und Sträuchern zu entfernen, damit die Pflanzen wieder frei austreiben können.

Auch deine Erdbeeren freuen sich jetzt über Pflege. Schneide alte Blätter ab und, falls du Lust auf richtig viele Erdbeeren hast, kannst du auch gleich ein neues Beet anlegen. Junge Pflanzen solltest du noch mit einem Schneckenkragen schützen.

Deine Jungpflanzen aus der Anzucht dürfen jetzt abgehärtet werden. Tagsüber stellst du sie ins Freie, und nachts holst du sie wieder ins Haus. So gewöhnen sie sich schon mal an die weite Welt da draußen :). Den letzten Winterkohl solltest du jetzt ernten, bevor er in die Blüte geht.

Deine Mischkulturtabelle für die Aussaat im März

Bevor du anfängst, deine Gemüsesamen irgendwo auszusäen, gibt’s hier noch einen Tipp:

Im Gemüsegarten ist es ein bisschen wie in der Nachbarschaft: Manche Pflanzen verstehen sich prächtig und unterstützen sich gegenseitig, andere kommen sich ständig in die Quere. Damit du nicht lange rätseln musst, wer ein Traumduo bildet (Möhre + Zwiebel) und wer lieber Abstand hält (Tomate + Kartoffel), gibt es unsere praktische Mischkulturtabelle.

Darin siehst du auf einen Blick, welche Pflanzen sich gut vertragen, wie du deine Beete clever kombinierst und welche Nachbarn du besser trennst. So sparst du dir Grübelei und hast mehr Zeit fürs eigentliche Gärtnern. Deine Aussaat war noch nie einfacher ;).

Trag deine Emailadresse einfach ins Formular ein und die Tabelle landet direkt in deinem Postfach:

Und was gibt es abseits der Gemüsebeete zu tun?

Auch die Kräuter freuen sich im März über ein kleines Wellnessprogramm. Schneidest du sie um etwa ein Drittel zurück, wachsen sie kräftiger nach und verzweigen sich schön buschig.

Auch auf dem Balkon kündigt sich der Frühling an: Überwinterte Topfpflanzen können nach und nach an die frische Luft gewöhnt werden, und mit einer neuen Bepflanzung steigt die Vorfreude auf die wärmeren Monate.

Ein Spaziergang durch den Wald macht gleich doppelt Freude, wenn zwischen den noch kahlen Bäumen die ersten grünen Bärlauchblätter sprießen. Und in der Küche wartet schon das passende Rezept: frische Nudeln mit Bärlauchpesto und einer Portion Parmesan. Einfach gemacht und soooo lecker.

Merke dir diesen Artikel auf Pinterest!

Und jetzt raus mit dir in den Garten! :) Es gibt einiges zu tun! Für die Verschnaufpausen zwischendurch kommt hier noch etwas Lesematerial:

Bärlauch einfrieren: Frühlingsgefühle fürs ganze Jahr!

Cocktailtomaten anbauen: 5 Schritte bis zum Tomatenhimmel!

Dein zauberhafter Kräuter Balkon

Wie viele Tomatensorten säst du dieses Jahr aus? Verrate es mir in den Kommentaren!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Gemüse im Haus vorziehen: So gelingt die Jungpflanzenanzucht!

Zum Jahresanfang ist der Frühling zwar noch in weiter Ferne, aber der Startschuss für die neue Gartensaison ist bereits gefallen! Die ersten Gemüse warten ungeduldig darauf, dass Du mit ihrer Anzucht loslegst – denn sie brauchen den Vorsprung, um die warme Jahreszeit draußen aufs Vollste auszukosten. Aber auch später im Jahr ist die Jungpflanzenanzucht im Haus eine super Sache – damit sie dir gelingt, schauen wir uns jetzt genau an, worauf es ankommt.

Inhaltsverzeichnis
Jungpflanzen im Haus vorziehen – warum eigentlich?
Diese Gemüse solltest du vorziehen
Aussaat: Das richtige Timing
Die Jungpflanzenanzucht-Station
Erde, Töpfe & Zubehör für deine Jungpflanzenanzucht
Schritt für Schritt: Von der Aussaat bis zum Auszug

Jungpflanzen im Haus vorziehen – warum eigentlich?

Junges Gemüse in Töpfen vorziehen, bevor es ins Beet umzieht – ist das nicht total umständlich und überflüssig? Nö! Denn die Jungpflanzenanzucht bietet Dir gleich 3 riesige Vorteile:

1. Du gibst deinen Pflanzen mehr Zeit

Paprikas, Chilis, Auberginen, Tomaten: Wir lieeeben sie alle! Aber eigentlich sind unsere Sommer viel zu kurz, damit diese Gemüse uns eine dicke Ernte liefern können. Und damit sind sie nicht allein – richtig viele Gemüse brauchen vom ersten Keim bis zum reifen Gemüse mehr Zeit, als sie bei uns natürlicherweise bekommen. Wenn wir sie also erst aussäen, sobald es draußen warm genug ist, landen im Spätsommer nur grüne, unreife Früchte im Erntekorb.

Mit der Vorzucht trickst du die Natur also ein bisschen aus. Denn du täuschst der Pflanze vor, dass es schon wärmer und heller wäre als es draußen in Wirklichkeit ist. Sie beginnt zu keimen – und wenn sie dann ungefähr im Mai nach draußen umzieht, ist sie schon zu einer stattlichen Pflanze herangewachsen.

2. Du schaffst deinen Pflanzen ein sicheres Plätzchen

In der Jungpflanzenanzuchtstation ist sie aber auch sicher vor Mitessern: Wühlmäuse, Kohlweißlinge, Schnecken und all die anderen gemüsehungrigen Tiere verirren sich wahrscheinlich eher selten in deine Wohnung. Und auch Wind, starke Sonne und Hagel können den zarten Pflänzchen hier nichts anhaben – sie können also wohlbehütet aus den Kinderschuhen herauswachsen.

3. Du nutzt deine Beete effektiv

Nicht zuletzt kannst du den Platz in den Beeten viel besser managen und nutzen, wenn du dein Gemüse vorziehst. Denn so kannst du mehr Pflänzchen vorziehen als du brauchst – und nur die kräftigsten landen später auch im Beet.

Während deine Beete im Frühsommer dann bis auf den letzten Platz besetzt sind, kannst du in deiner Jungpflanzenanzucht in Töpfen schonmal die Wintergemüse vorziehen. Sie dürfen dann später die Plätze einnehmen, die das geerntete Gemüse freimacht. Du siehst: Jungpflanzen vorzuziehen lohnt sich!

Jungpflanzenanzucht: Frisch gekeimte Pflanzen

Diese Gemüse solltest du in der Jungpflanzenanzucht vorziehen

Anzucht im Haus oder Direktsaat – die Frage stellt sich jetzt bei jedem Gemüse. Meistens findest du auf der Rückseite deiner Saatguttütchen bereits Empfehlungen, wie du mit welchem Gemüse am besten vorgehst.

Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen Gemüse in 3 Kategorien einsortieren: Diejenigen, bei denen du nur mit Anzucht eine Chance auf eine Ernte hast; diejenigen, die du vorziehen kannst, aber nicht vorziehen musst; und diejenigen, die immer direkt ins Beet gesät werden wollen.

Zur ersten Gruppe gehören die Schnarchnasen im Gemüsebeet. Also alle Gemüse, die langsam anwachsen und lange brauchen, um Früchte auszubilden. Dazu gehören Paprika, Chili und Aubergine, dicht gefolgt von Physalis und Tomaten. Sie alle wollen schon recht früh im Jahr – zwischen Januar und März – ausgesät werden. Später ist bei diesen Kandidaten zu spät, und daher sind sie im Töpfchen immer gut aufgehoben.

Auch die Sensibelchen gehören zu dieser Gruppe: Salat und so ziemlich alle Kohlarten ziehe ich immer im Haus vor, denn sie sind wahre Schneckenmagneten – und wenn du sie im Beet aussäst, haben sie kaum Überlebenschancen.

Dann gibt es die Gemüse, bei denen alles kann, aber nichts muss. Dazu gehören Rote Bete, Mangold, Bohne, Erbse, Kürbis, Gurke und viele andere. Sie alle keimen im Beet, aber wenn du schon früh im Jahr ernten möchtest, ist es super sinnvoll, den ersten Satz im Haus vorzuziehen.

Ein paar Kandidaten kommen mit der Umzieherei allerdings gar nicht klar – daher sollten sie immer direkt ins Beet gesät werden. Möhren zum Beispiel, oder Pastinaken. Sie sind aber eher die Ausnahme – mit der Anzucht im Haus machst du also bei dem allermeisten Gemüse nichts verkehrt.

Jungpflanzenanzucht: Junge Tomatenpflanzen

Aussaat: Das richtige Timing

Jedes Gemüse hat unterschiedliche Wünsche, was den liebsten Aussaatzeitpunkt angeht. Und die solltest du unbedingt berücksichtigen – sie sind nämlich ein entscheidender Faktor dafür, ob deine Pflanzen gedeihen.

Ich weiiiiiiß, es ist total verlockend, der Sommersehnsucht nachzugehen und schon im Januar Tomaten auszusäen. Aber das ist letztendlich nicht sinnvoll, weil die Pflanzen – wenn sie im Mai endlich nach draußen dürfen – viel zu groß und längst nicht so kräftig sind, wie im März gesäte Pflänzchen.

Mit ein paar Gemüsearten solltest du aber tatsächlich früh im Jahr loslegen, bei anderen hast du über einen langen Zeitraum deine Chance. Wenn du stets ein volles Erntekörbchen haben möchtest, ist es mit einer Aussaat pro Gemüse oft nicht getan: Salat, Möhren, Spinat, Rote Bete, Radieschen und Co. solltest du regelmäßig aussäen und pflanzen. Halte dich dabei am besten an die Angaben, die auf den Saatguttütchen stehen.

Damit du dabei nicht den Überblick verlierst und für jedes Gemüse immer den richtigen Aussaatzeitpunkt abpasst, habe ich einen super praktischen Aussaatkalender zum Download erstellt: Einfach ausdrucken, an den Kühlschrank pinnen und lossäen! Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland säen kannst. Natürlich habe ich auch notiert, wann es an der Zeit ist, dass deine Jungpflanzen in die Beete umziehen. ;)

Trag hier einfach deine Emailadresse ein, um den Aussaatkalender herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

Die Jungpflanzenanzucht-Station

Deine Jungpflanzenanzucht wird für eine ganze Weile ihren Platz beanspruchen – aber wohin damit? Am allerwichtigsten bei der Auswahl des Standortes ist die Temperatur. Denn zu warm sollte es auf keinen Fall sein – ein kühles Treppenhaus oder ein unbeheiztes Gästebad sind ideal. Aber auch der Keller tut es – denn um das benötigte Licht kümmern wir uns gleich noch.

Es ist ein absoluter Irrglaube, dass Jungpflanzen warme Räume mögen. Für die Keimung mag das bei so manchem Gemüse noch stimmen – aber danach sind wohnliche Temperaturen für eigentlich alle jungen Pflänzchen viel zu warm. Vor allem in der Kombination mit dem wenigen Licht, dass bei uns zwischen Januar und April durchs Fenster kommt.

Pflanzenlichter sind daher für eine Jungpflanzenanzucht im Winter ein absolutes Muss – denn sowohl die Lichtintensität als auch die Lichtstunden reichen für das Pflanzenwachstum noch nicht aus – auch nicht auf der Fensterbank! ;)

Clever ist es, ein Regal auf mehreren Ebenen mit Pflanzenlichtern auszustatten. So hast du deine Jungpflanzenanzucht kompakt an einem Ort. Weil Pflanzen nur die roten und blauen Frequenzen benötigen, waren professionelle Pflanzenlampen früher oft unangenehm lila. Es gibt mittlerweile allerdings auch Lampen, die für Wohnräume prima geeignet sind*, weil sie ein angenehm weißgelbes Lichtspektrum haben.

Pflanzenlampe von Wurzelwerk

Erde, Töpfe & Zubehör für deine Jungpflanzenanzucht

Was brauchst du nun alles für deinen Pflanzen-Kindergarten? Den richtigen Ort, ein Regal und Pflanzenlampen* haben wir schon – jetzt fehlt es vor allem noch an Töpfen und dem Pflanzsubstrat.

Quickpots, Pflanzschalen und Töpfe

Bei mir wandern die allermeisten Gemüsesamen einer Sorte erstmal gesammelt in eine Schale. Wenn sie dort gekeimt sind und die ersten echten Blätter ausgebildet haben, pikiere ich sie – und das am allerliebsten in Quickpots*. Ob Tomaten, Salat oder Kräuter: In den Quickpots hast du sie alle effizient und platzsparend untergebracht. Sie lassen sich mehrere Jahre lang immer wieder verwenden – und sind schnell von A nach B transportiert. Und die passenden Untersetzer gibt es auch!

Lediglich die Kürbisgewächse säe ich direkt in große Töpfchen. Auch hier gibt es spezielle Quickpots, die genügend Platz bieten. Kürbisgewächse mögen es nämlich überhaupt nicht, pikiert zu werden. Da sind sie ein bisschen zickig …

Du kannst aber natürlich auch recycelte Plastiktöpfchen oder allerlei andere Gefäße verwenden. Wichtig ist, dass sie unten einen Abfluss haben – und im besten Fall hast du passende Untersetzer parat.

Gebrauchte Töpfe solltest du am besten gründlich reinigen, um auszuschließen, dass die Jungpflanzen Krankheitserregern aussetzt sind, die du über die Töpfe eingeschleppt hast.

Quickpot Anzuchtplatte

Aussaaterde, Kompost und Co.

Für die Aussaat verwend ich entweder gut gereiften und gesiebten Kompost oder fertige Anzuchterde. Ich weiß, dass es eine Menge komplizierter Rezepte zum Herstellen von eigener Anzuchterde gibt, aber bei mir funktioniert das mit reinem Kompost wunderbar und bereitet mir keinerlei Probleme. Es ist nur wichtig, dass er wirklich fein und gut ausgereift ist.

Weiteres praktisches Zubehör für die Jungpflanzenanzucht

Gerade rund um die Keimung wollen Gemüsesamen nur ganz zart begossen werden. Richtig praktisch dafür ist eine Ballbrause*, die kann ich dir wirklich sehr ans Herz legen. Fürs Pikieren ist ein Pikierstab praktisch, aber nicht unbedingt nötig. Und denk dran, dass viele Pflanzen sich schon nach ein paar Wochen die erste schonende Düngergabe* wünschen.

Und nicht vergessen: Pflanzschilder! Denn wenn du den Überblick nicht behältst, weißt du in ein paar Tagen schon nicht mehr, was eigentlich in welchem Topf wächst.

für die Jungpflanzenanzucht im Haus

Jungpflanzenanzucht – Schritt für Schritt: Von der Aussaat bis zum Auszug

Du hast alles beisammen, was du für die Jungpflanzenanzucht deiner Lieblingsgemüse brauchst? Perfekt, dann kann es endlich losgehen!

  1. Die Aussaat: Pflanztöpfchen mit Erde befüllen, die Samen mit der richtigen Aussaattiefe (steht auf deinen Saatguttütchen) in die Erde stecken und leicht andrücken. Mit einer Ballbrause vorsichtig befeuchten – und beschriften nicht vergessen. ;)
  2. Die richtige Keimtemperatur: Da solltest du einmal recherchieren, was dein Gemüse will. Denn es gibt sowohl Kalt- als auch Warmkeimer – und sie keimen wirklich nur bei bestimmten Temperaturen. Platzier die Töpfchen also da, wo sie diese Temperaturen abbekommen. Das Licht ist hierbei erstmal zweitrangig. Jetzt heißt es immer leicht feucht halten und abwarten.
  3. Es keimt: Sobald du die ersten grünen Spitzen hervorschauen siehst, ist ein Meilenstein geschafft – hurra! Jetzt dürfen die Schalen in die vorbereitete Jungpflanzenanzuchtstation umziehen, unters Pflanzenlicht.
  4. Hegen und pflegen: Während deine Pflanzen ihren ersten Wachstumsschub machen, hast du nicht viel zu tun: Schau danach, dass sie immer leicht feucht sind, aber nicht in komplett nasser Erde stehen.
  5. Pikieren: Sobald die Pflanzen das erste echte Blattpaar (die Keimblätter zählen nicht) ausgebildet hat, ist es Zeit für ein eigenes Zuhause. Jetzt kannst du sie vorsichtig pikieren. Wie das geht, habe ich dir hier im Artikel ganz ausführlich beschrieben. Ohne das Pikieren konkurrieren die Pflänzchen mit ihren Geschwistern um Licht, Nährstoffe und Platz und entwickeln sich nur schwächlich.
  6. Zu stattlichen Jungpflanzen heranwachsen: In neue Töpfe umgezogen geht es wieder in die Jungpflanzenanzucht-Station. Hier dürfen die Pflanzen noch einige Wochen weiter wachsen. Denk ans Gießen – und an eine vorsichtige erste Düngergabe.
  7. Abhärten: Der Zeitpunkt des Auszuges rückt immer näher, wenn die Pflanzen 6-8 Wochen alt sind und das Frühjahr fortgeschritten ist. Nach den Eisheiligen, Mitte Mai, dürfen viele kälteempfindliche Gemüse endlich nach draußen umziehen. Vorher solltest du sie aber abhärten: Dafür stellst du die Töpfchen ein paar Tage lang für einige Stunden nach draußen und holst sie danach wieder rein. So können sie sich an Wind, Wetter und echtes Sonnenlicht gewöhnen.
  8. Auspflanzen: Sobald die Jungpflanzen abgehärtet sind, kannst du sie endlich ins Beet setzen. Gut angießen nicht vergessen – und empfindliche Kandidaten mit Schneckenkragen* und Kulturschutznetz* vor gierigen Tierchen schützen.

So – jetzt bist du mit den allerwichtigsten Infos ausgerüstet und kannst loslegen! Ganz ausführliche Infos rund um die Jungpflanzenanzucht (und vieles mehr) gibt’s übrigens in meinen Onlinekursen ‚Balkongarten starten‚* und ‚Gemüsegarten starten‚* – schau da gern mal vorbei!

Und wenn du Lust hast, erstmal einfach noch ein paar Artikel zum Thema zu lesen, dann stöber doch einfach hier weiter:

Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren.

Jungpflanzenanzucht: Drei Gemüsearten, die du nicht im Haus vorziehen solltest

Was sind eure Tipps zur Jungpflanzenanzucht? Was habt ihr bereits gesät?

*Werbung

Tomaten pflanzen: Schritt für Schritt zu Traum-Tomaten!

Wenn du deine eigenen Tomaten pflanzen und eine dicke Ernte einfahren möchtest, ist es wichtig, deine grünen Freunde gut zu pflegen und ihnen ideale Lebensbedingungen zu bieten. Ich zeige dir alles, was du über das Tomaten pflanzen wissen musst – egal, ob du deine Schätzchen im Gewächshaus, im Tomatenhäuschen, im Freiland oder im Topf großziehst. Los geht´s! :)

Inhaltsverzeichnis
Tomaten pflanzen: Alle Arbeitsschritte im Überblick
Kinderstube: Tomaten säen und pikieren
Teenager-Tomaten: Tomaten abhärten und Tomaten auspflanzen
Erwachsenenbildung: Tomaten-Pflanzen pflegen
Problemlöser: Was fehlt meinen Tomatenpflanzen?
Tomaten-Ratgeber: Tipps und Tricks für das Tomaten pflanzen
Tomatenschwemme: Tomaten köstlich haltbar machen!

Tomaten pflanzen: Alle Arbeitsschritte im Überblick

Wenn du Tomaten pflanzen möchtest, gibt es mehrere Arbeitsschritte, von denen jeder einzelne wichtig ist für eine üppige Ernte:

Schritt #1: Tomatensorten wählenauf samenfeste, passende Sorten achten
Schritt #2: Tomaten säenim März, bei optimale Keimtemperatur: 20°-24° C
Schritt #3: Tomatenpflanzen pikierenwenn sie zwei echte Blätter haben: pikieren & tiefer setzen
Schritt #4: Jungpflanzen abhärtenschrittweises Gewöhnen an Sonne und Wind, damit sie keinen Tomaten Sonnenbrand bekommen
Schritt #5: Tomaten ins Beet pflanzenbei Tomaten pflanzen Abstand beachten, tiefer setzen, geheime Dünger-Startmischung
Schritt #6: Tomaten ausgeizenGeiztriebe möglichst früh entfernen
Schritt #7: Tomaten düngenregelmäßig, aber nicht übermäßig
Schritt #8: Tomatenpflanzen bestäubenZahnbürstentrick oder schütteln

Du siehst, es gibt einiges zu tun! :) Alles zum Thema Tomaten pflanzen kannst du übrigens auch in meinem Tomaten-Masterplan nachlesen. Lad ihn dir gerne hier herunter:

Kinderstube: Tomaten säen und pikieren

Tomatenpflanzen und Menschen haben eines gemeinsam: Beide sind erst winzig klein und werden dann im Laufe der Zeit zu großen erwachsenen Exemplaren. ;) Darum richten wir jetzt den Blick auf die Entwicklung deiner grünen Freunde und beginnen mit der Kinderstube.

Bevor du mit dem Säen loslegen kannst, brauchst du zunächst – ganz genau: Tomatensamen! ;)

Es gibt unzählige verschiedene Sorten. Bunte, große und kleine Tomaten für alle möglichen Zwecke da draußen: Cocktailtomaten zum Sofortvernaschen, Tomaten für Salate, Tomaten für leckere Tomatensoße, neue Sorten, historische Sorten, kurz: Tomaten für jeden Geschmack. Ganz verschiedene Tomaten pflanzen bringt Spaß!

Tomaten Saatgut: Tomatenvielfalt

Am besten notierst du dir jeweils, wie sie dir geschmeckt haben. So hast du bestimmt ganz schnell ein paar Lieblingssorten gefunden, von denen du jedes Jahr wieder Tomaten ins Beet pflanzen möchtest! Achte aber in jedem Fall darauf, dass es sich um samenfestes Saatgut handelt und nicht um F1 Hybride, sonst kannst du von deinen Tomaten nämlich kein Saatgut nehmen.

Meine liebsten Tomatensorten habe ich für dich gesammelt und aufgeschrieben. Aber nachdem die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, probierst du am besten selbst aus, welche Sorten es beim Tomaten pflanzen in deine Top 5 schaffen.

Das samenfeste Saatgut hast du im Haus? Prima, dann kann’s ja losgehen – zumindest, wenn es gerade März ist. Im Februar kannst du zwar auch schon Tomaten säen, aber nur, wenn du sie später ins Gewächshaus pflanzt. Tomaten fürs Freiland müssen ja noch bis Mai im Haus ausharren – damit sie das gut überstehen, solltest du nicht zu früh loslegen.

Für die Aussaat säst du deine Tomatensamen in Anzuchterde, stellst sie an einen warmen Ort, hältst sie immer leicht feucht und wartest auf die ersten Blätter. Sobald die aus der Erde gucken, stellst du die Pflänzchen unter einer Pflanzenlampe* auf.

Wenn deine Pflänzchen zwei echte Blätter nach den Keimblättern entwickelt haben, wird es Zeit, sie zu pikieren. Das heißt, du kannst deine Tomaten pflanzen und dabei in ihre eigenen Töpfchen umziehen lassen. Dort wachsen sie dann zu kräftigen Teenager-Tomaten heran. Beim Pikieren setzt du deine Tomatenpflanzen bis zu den Keimblättern in die Erde, damit sie am Stängel weitere Wurzeln entwickeln können.

Tomaten Jungpflanzen

Teenager-Tomaten: Tomaten abhärten und Tomaten pflanzen

Mittlerweile haben deine Tomatenpflanzen schon eine gute Größe erreicht und die Eisheiligen sind demnächst vorüber? Dann wird es Zeit, sie auf das große wilde Leben da draußen vorzubereiten, damit du deine Tomaten ins Beet pflanzen kannst!

Wind, unterschiedliche Temperaturen und vor allem die Sonne kennen deine kleinen Pflänzchen nämlich noch gar nicht. Tomaten auspflanzen, indem du sie einfach ins Beet setzt, würde nämlich einen Schock und einen schweren Tomaten Sonnenbrand bei deinen Pflänzchen verursachen. Sie würden dann das Wachstum erstmal beleidigt einstellen! Deshalb musst du sie unbedingt abhärten und sanft an das Outdoor-Leben gewöhnen.

Und das geht so:
Eine Woche, bevor du die Tomaten ins Beet pflanzen möchtest, stellst du deine grünen Freunde für ein paar Stunden in den Schatten. Dann nimmst du sie wieder mit ins Haus. Am zweiten Tag lässt du sie schon den ganzen Tag im Schatten stehen und holst sie erst abends ins Haus. Und am dritten Tag können sie schon mal ein paar Stunden in der Sonne stehen, danach kommen sie aber wieder in den Schatten.

Die Sonnenzeit erhöhst du dann schrittweise, bis sie am letzten Tag die gesamte Zeit über in der vollen Sonne stehen. Danach sind sie Wind und Wetter gewachsen ohne Tomaten Sonnenbrand zu bekommen und du kannst unbesorgt deine Tomaten auspflanzen.

Auch Tomatenpflanzen, die du im Topf ziehen willst, musst du auf diese Weise abhärten.

Tomaten pflanzen – alle Infos auf einen Blick

Du fragst dich, ab wann Tomaten ins Freiland dürfen? Das ist Mitte Mai der Fall, wenn du von lauter harten Tomaten-Kerlen umgeben bist! ;)

Ins Pflanzloch gibst du zwei Esslöffel Tomaten-Dünger-Mischung, die zu gleichen Teilen aus Hornspänen und Urgesteinsmehl* besteht und vermischst sie mit der Erde. Jetzt gießt du einen guten Schwupps Wasser drauf und dann geht´s los mit dem Tomaten auspflanzen:

Du setzt deine Tomatenpflanze so tief in das Pflanzloch, dass sie bis zu den unteren Blättern in der Erde steht. Blätter, die den Boden berühren, knipst du einfach ab.

Und was ist jetzt der ideale Tomaten pflanzen Abstand? Zur nächsten Nachbar-Tomate möchte deine Jungpflanze 45 Zentimeter Platz haben und zur nächsten Tomatenreihe ebenfalls mindestens 45 Zentimeter.

Und wenn alle deine Schätzchen gemütlich in ihrem Pflanzloch sitzen und ihre Wurzeln endlich in alle Richtungen ausstrecken können, gießt du sie durchdringend an. Achte darauf, dass die Blätter dabei trocken bleiben!

Psst: Ins Gewächshaus kannst du schon ab Mitte April deine Tomaten auspflanzen!

Natürlich musst du auch dabei den richtigen Tomaten pflanzen Abstand beachten. Zu Scheibe oder Folie lässt du so viel Platz, dass die Blätter sie auch später, wenn deine Tomatenpflanzen größer sind, nicht berühren können. Da würde sich sonst nämlich Kondenswasser sammeln und einen perfekten Angriffspunkt für die Kraut- und Braunfäule bieten. Auch Gewächshaustomaten musst du abhärten, damit sie keinen Tomaten Sonnenbrand bekommen.

Wenn du mit eigenen Augen sehen willst, wie ich meine Tomatenpflanzen in die Erde bringe, dann kannst du dir gerne die YouTube-Version dieses Artikels anschauen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Erwachsenenbildung: Tomaten-Pflanzen pflegen

Deine Tomaten-Babys sind mittlerweile zu jungen Erwachsenen geworden, die sich in ihrem neuen Zuhause prima eingelebt haben und jetzt so richtig loslegen mit Wachsen! :)

Für dich heißt das, deine Tomatenpflanzen dabei zu unterstützen und ihnen die nötige Pflege zukommen zu lassen, damit du gaanz viele Tomaten ernten kannst! Dazu gehören das Ausgeizen und das regelmäßige Düngen.

Was ist denn „ausgeizen“?

In den Blattachseln des Hauptriebes deiner Tomatenpflanzen bilden sich immer wieder neue Triebe. Die musst du in einem möglichst jungen Stadium herausbrechen! Dieser Vorgang heißt ausgeizen. Deine eifrige Tomatenpflanze würde sich sonst nämlich übernehmen und ihre Kraft auf zu viele Triebe verteilen. Dadurch bleiben die Früchte klein und reifen zum Teil gar nicht mehr richtig aus.

Tomatenpflanzen können sehr hoch hinaus wachsen und brauchen deshalb eine Rankhilfe. Es gibt dafür extra Tomaten-Spiralen, aber eine Eisenstange tut es genauso!

Für Tomaten im Gewächshaus spanne ich oben unter dem Dach Drähte, an denen ich Schnüre festbinde* und herunterführe. Die knote ich einmal unten am Wurzelhals mit einer lockeren Schlaufe fest. Während die Pflanze wächst, wickle ich die Schnüre regelmäßig um die Pflanze herum.

Psst: Buschtomaten brauchen keine Rankhilfe und du musst sie auch nicht ausgeizen! ;)

Tomaten pflanzen: Rankhilfe

Damit du viele leckere Tomaten von deinen Pflanzen ernten kannst, ist es auch super wichtig, deine Tomatenpflanzen ungefähr alle vier Wochen regelmäßig mit einer ordentlichen Portion Dünger zu versorgen. So verschaffst du ihnen alle Nährstoffe, die sie brauchen, um ein glückliches Tomatenleben zu führen und dich mit einer üppigen Ernte zu belohnen!

Wenn du nicht nur Tomaten pflanzen, sondern auch anderes Gemüse anbauen und dich ein Stück weit selbstversorgen möchtest, komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“- Onlinekurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine dicke Gemüse-Ernte einfahren kannst und so deinen eigenen Freiluft-Supermarkt hinter dem Haus hast. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist und wir die Welt zusammen ein bisschen grüner machen! :)

Problemlöser: Was fehlt meinen Tomatenpflanzen?

Nicht immer läuft alles rund beim Tomaten pflanzen! Deine grünen Freunde können von Pilzen oder Viren heimgesucht werden oder einen Schädlingsbefall erleiden. Dann sehen sie plötzlich gar nicht mehr grün und gesund, sondern krank und kläglich aus. Höchste Zeit für einen Erste-Hilfe-Einsatz!

Hier kannst du nachlesen, wie du Tomaten-Krankheiten und Tomaten-Schädlinge erkennst und was du dagegen unternehmen kannst. Besonders die gefürchtete Kraut- und Braunfäule kann deine Ernte beträchtlich schmälern. Früchte, die davon befallen sind, solltest du nämlich auf keinen Fall mehr essen, auch dann nicht, wenn du die betroffenen Stellen entfernt hast.

Manchmal ist das Problem beim Tomaten pflanzen aber weder eine Krankheit noch ein böser Schädling, sondern schlicht und ergreifend eine falsche Tomaten-Pflege. Aber da kannst du ja einfach gegensteuern, so dass es deinen Tomatenpflanzen ganz bald wieder prächtig geht! :)

Bei Tomaten im Gewächshaus, aber in verregneten Sommern auch bei den Tomaten im Freiland hapert es manchmal an der ausreichenden Bestäubung. Die Tomaten-Blüten fallen dann einfach ab, statt zu leckeren Tomaten zu werden und deine Ernte verringert sich. Das ist ziemlich ärgerlich! Mit meinem coolen Zahnbürsten-Trick sorgst du aber dafür, dass die Bestäubung super gut funktioniert und du eine dicke Ernte einfahren kannst! Yummie! ;)

Tomaten Blüten fallen ab

Tomaten-Ratgeber: Tipps und Tricks für das Tomaten pflanzen

Tomatenpflanzen sind gesellige Genossen und lieben es, mit anderen Gemüsefreunden das Beet zu teilen. Wie bei uns Menschen gibt es dabei welche, mit denen sie ganz besonders auf einer Wellenlänge sind und eine gute und nützliche Nachbarschaft bilden. Deshalb solltest du deine Tomaten vor allem mit diesen Mischkultur-Partnern anbauen.

Und wenn du dann beim Tomaten auspflanzen noch meine sieben Tipps für eine dicke Tomaten-Ernte beherzigst, wirst du dich vor Tomaten kaum retten können! :)

Im Herbst, wenn die Temperaturen unter 10 Grad Celsius fallen, reifen grüne Tomaten nicht mehr aus. Dann pflückst du alle verbliebenen Früchte ab und nimmst deine Tomatenpflanzen vom Beet. Die grünen Tomaten brauchst du aber nicht wegzuwerfen! Ich zeige dir, wie du Tomaten nachreifen lässt und so bis Weihnachten noch von deiner eigenen Tomatenernte schlemmen kannst!

Und vergiss nicht, dir meinen Tomaten-Masterplan herunterzuladen, da habe ich alles Wichtige zum Thema Tomaten pflanzen kompakt zusammengefasst.

Tomatenschwemme: Tomaten köstlich haltbar machen!

Du hast alles richtig gemacht beim Tomaten pflanzen und jetzt einen riesigen Berg bunter, großer und kleiner wunderbar riechender Tomaten vor dir? Wuhuuu, das ist ja wunderbar! :)

Natürlich kannst du beim besten Willen nicht alle frisch vernaschen. Ich habe daher einige super leckere Vorschläge für dich, wie du deine Tomaten haltbar machen und so den gesamten Winter über genießen kannst!

An absolut erster Stelle steht da die köstliche Tomatensauce.

Ob zu Nudeln, auf der Pizza, in der Lasagne – die macht sich wirklich überall gut! Yams!

Wenn du dich aber noch nicht so festlegen möchtest, solltest du deine Tomaten trocknen. Dann kannst du dir in Ruhe überlegen, ob du daraus leckere Antipasti, Salat oder eine Soße zaubern möchtest.

Etwas ungewöhnlich aber ganz besonders lecker sind fermentierte Tomaten! Auf diesen spritzigen Sommersnack möchte ich keinesfalls mehr verzichten – er gehört mittlerweile fest zu jeder Grillparty bei uns. ;)

Tomaten pflanzen ist nicht schwer und eigene Tomaten schmecken einfach soo viel besser als die aus dem Supermarkt. Was ist köstlicher, als eine eigene sonnenwarme Tomate direkt vom Busch zu vernaschen? Hmmm…

Tomaten pflanzen reicht dir nicht, es sollen auch Kräuter und Gemüse sein? Dann lies gerne hier weiter:

Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

Selbstversorger werden: So baust du deinen Jahresbedarf Gemüse an!

Was sind deine besten Tipps zum Thema Tomaten pflanzen? Wie viele Sorten möchtest du dieses Jahr anbauen? Ich freue mich, von dir zu hören! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Aussaat & Pflanzen im Februar + Aussaatkalender

Aussaat im Februar? Na klar! Der Februar ist ein wichtiger Monat für den Gemüsegarten. Obwohl es draußen noch kalt ist, kannst du jetzt schon die ersten Pflanzen im Haus vorziehen und – je nach Wetter – sogar draußen aussäen. So manche Schnarchnasen-Gemüse musst du sogar jetzt vorziehen, damit es für sie nicht zu spät wird. Außerdem ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um deine Beete vorzubereiten und den Boden kennenzulernen.

Inhaltsverzeichnis
Alles bereit?
Vorziehen im Haus
Aussaaten draußen im Februar
Dein Aussaatkalender
Gartenarbeiten im Februar
Gemüsegarten-Beispielplan

Wenn es dir jetzt in den Fingern kitzelt, kommt hier eine Übersicht über alle Gemüsepflanzen, die du jetzt schon säen und pflanzen kannst und die Gartenarbeiten, die im Februar anstehen. Los geht’s!

Alles bereit für deine Februar Aussaat?

Einen Moment noch ;). Wenn du deine Samen im Haus vorziehst, lohnt es sich, zuerst deine kleine Anzuchtstation startklar zu machen. Hast du Quickpots, eine Pflanzenlampe und dein Saatgut vorbereitet?

Mit ein paar einfachen Handgriffen verwandelst du deine Fensterbank, deinen Kellerraum, oder das Gästebad in eine richtige Kinderstube für Jungpflanzen. So bekommen deine Sprösslinge den perfekten Start ins Gartenjahr.

Wenn du ganz genau wissen möchtest, wie du deine Anzuchtstation optimal einrichtest und worauf es dabei ankommt, dann lies hier weiter. Auch wenn die Anzucht von Jungpflanzen keine Raketenwissenschaft ist, findest du im Artikel ein paar Tipps und Tricks, die deinen kleinen Zöglingen dabei helfen, groß und stark zu werden. :)

Marie sät Möhre im Februar aus.

Diese Gemüse kannst du im Februar im Haus vorziehen

Im Februar kannst du mit der Aussaat vieler Gemüsepflanzen starten. Damit legst du den Grundstein für eine frühe und ertragreiche Ernte. Dafür brauchst du nur dein Saatgut, Anzuchtschalen und eine Ballbrause :)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Draußen aussäen im Februar

Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, kannst du draußen die ersten robusten Kulturen aussäen. Schütze die Aussaat mit Vlies, damit die jungen Pflanzen auch frostige Nächte überstehen. Diese Kandidaten dürfen jetzt schon im Freiland ausgesät werden:

Dein Aussaatkalender

Vielleicht kribbelt es dir schon in den Fingern und du willst am liebsten gleich dein Lieblingsgemüse aussäen. Doch dann taucht die Frage auf: Ist jetzt schon der richtige Zeitpunkt für Salat oder sollte ich lieber noch ein wenig warten? Genau hier hilft dir unser Aussaatkalender weiter.

Er begleitet dich durchs ganze Gartenjahr und zeigt dir auf einen Blick, wann welches Gemüse gesät, vorgezogen oder ins Beet gepflanzt werden kann. So verpasst du keinen Termin mehr und kannst dich darauf verlassen, dass dein Gemüse die besten Startbedingungen bekommt. Trag dich einfach hier ein und schon landet der Aussaatkalender in deinem Posteingang:

Gartenarbeiten im Februar

Obwohl es noch richtig winterlich ist, gibt es – außer der Aussaat im Februar – schon ein paar Gartenaufgaben zu tun. Wenn du also an einem schönen Tag etwas frische Luft schnappen und ein paar Sonnenstrahlen einfangen willst, dann lohnt sich der Gang in den Garten. Das kannst du dort jetzt schon erledigen:

  • Gründüngung einarbeiten: Sanft in den Boden einarbeiten und so wertvolle Nährstoffe zurückgeben.
  • Neue Beete anlegen: Am besten ohne Umgraben, stattdessen mit Pappe, Kompost und Mulch.
  • Bestehende Beete vorbereiten: Leicht lockern, zum Beispiel mit einer Doppelgrabegabel, Kompost, Urgesteinsmehl und Aktivkohle einarbeiten.
  • Boden kennenlernen: Mach die Fingerprobe – so weißt du, ob dein Boden sandig oder lehmig ist – und wie du ihn verbessern kannst.
  • Trauermücken bekämpfen: Gelbtafeln, Nematoden im Gießwasser, Sand und etwas Backpulver helfen.
  • Vergeilte Pflanzen vermeiden: Sorge bei der Jungpflanzenanzucht im Haus für ein gutes Verhältnis von Licht und Temperatur. Sehr hilfreich ist hierfür eine Pflanzenlampe!
  • Gemüsegarten aufhübschen: Rankgerüste aufstellen, Sitzecke einplanen, Pflanzschilder basteln, Gewächshaus putzen und ggf. Erde erneuern.
  • Mulch beiseite ziehen: Damit sich der Boden schneller erwärmt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan und starte deine Aussaat im Februar!

Dich zieht es gerade noch so gar nicht nach draußen, aber du hast trotzdem Lust, dich schon mit der kommenden Gemüsesaison zu beschäftigen? Dann nichts wie los!

Der Februar ist der ideale Monat, um mit der Gartenplanung so richtig loszulegen. So bist du bestens gerüstet, um im Frühjahr direkt durchzustarten und bald die ersten frischen Ernten einzufahren. Los gehts, liebe Gartengurus! :)

Planung ist nicht deine Stärke? Auch da haben wir was für dich: Unseren 0 € Gemüsegarten Pflanzplan! Der kommt fix und fertig daher – du musst nur noch schauen, welche Gemüse du auch wirklich anbauen magst.

Den Plan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss. Und innerhalb einer Pflanzenfamilie kannst du die Gemüse auch einfach bunt hin- und her tauschen.

Trag einfach deine Emailadresse ein und du bekommst unseren fix und fertigen Pflanzplan für einen Gemüsegarten:

Du hast jetzt richtig Feuer gefangen? Dann stöber doch gern in den folgenden Artikeln weiter:

Salat pflanzen, pflegen und ernten – die komplette Anleitung!

Die 7 häufigsten Fehler im Tomatenanbau & wie du sie vermeidest!

Rote Bete anbauen: Kompletter Guide für die tolle Knolle

Welche Aussaaten hast du für den Februar geplant? Schreib mir gern in den Kommentaren, wie dein Garten dieses Jahr aussehen soll!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.