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Permakultur

So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

Naa, bist du auch schon mal über den Begriff „Permakultur“ gestolpert? Oder hast du dich schon mal gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen einem Biogarten und einem Permakultur–Garten liegt?

In den letzten Jahren ist die Permakultur ein ziemlicher Trendbegriff geworden und ich bekomme mit, dass sich viele GärtnerInnen darüber austauschen. Das finde ich super cool! Wir nutzen in unserem Garten auch einige Elemente, die von der Permakultur inspiriert sind. :)

Damit du die Permakultur besser verstehst und erkennst, was wirklich dahintersteckt, gibt es hier heute einen kurzen Einstieg in die Permakultur. Also los geht’s! 

Permakultur
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Permakultur: Wie alles begann

Am besten fangen wir von vorne an.

Geboren wurde die Idee der Permakultur in Australien. Dort stellten Bill Mollison und David Holmgren in den 70ern fest, dass die industrielle Landwirtschaft mit Hilfe von Pestiziden und hohen Düngergaben zwar eine enorme Ertragssteigerung bewirken konnte, die Böden und das Grundwasser dadurch aber zunehmend verschmutzt wurden. Die Belastungen der Natur hatten zur Folge, dass die Artenvielfalt immer weiter zurück ging.

Diese und weitere Probleme der industriellen Landwirtschaft inspirierten sie dazu, sich ein alternatives Konzept auszudenken. Es brauchte einen Gegenentwurf zur gängigen, landwirtschaftlichen Praxis.

In einem Interview sagte Mollison:

„[…]everything was turning into desert. So I wondered, can we build systems that obey ecological principles?  

(Alles wurde zu Wüste. Ich habe mich also gefragt, ob wir ein System entwerfen können, welches ökologischen Prinzipien folgt?)

Somit war die Idee zur Permakultur geboren.

Ihre Konzepte entwickelten sie, indem sie intensiv die Natur beobachteten und sahen, wie diese sich organisiert, Leben entwickelt und aufrechterhält, ohne großes Einwirken von außen.

Permakultur: kleine Paradiese hier auf der Erde

Der Vater der Permakultur, Bill Mollison, beschrieb das System einmal mit folgenden Worten: „Permakultur ist das Schaffen von kleinen Paradiesen hier auf der Erde.“

Das klingt ziemlich gut, oder? Diese kleinen Paradiese bestehen aber nicht aus Schokobrunnen und Hängematten. Vielmehr geht darum, ein System zu schaffen, das die Bedürfnisse von Menschen, Tier und Pflanzen respektiert und miteinander verbindet. Eingreifen möchte man so wenig wie möglich und wenn nur behutsam.

Permakultur

Die 3 ethischen Grundwerte der Permakultur

Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es mehrere Gestaltungsprinzipien und drei wichtige ethische Grundwerte, auf denen die Permakultur aufbaut:

  • Earth care“: Sorge für die Erde

Die Erde ist Grundlage allen Lebens. Damit wir uns um die Erde richtig kümmern können, ist es wichtig, dass wir uns nicht separat von der Erde betrachten, sondern als Teil von ihr.

  • “People care“: Sorge für den Menschen

Wir sind nur so stark wie das schwächste Glied in der Gruppe, oder auch: wir sitzen alle in einem Boot. Nur wenn wir uns umeinander kümmern und nicht nur auf uns selber schauen, können wir eine gesunde Gemeinschaft bilden.

  • “Fair share“: Konsum begrenzen und Überschuss verteilen

Ressourcen sind begrenzt. Damit die Bedürfnisse von allen befriedigt werden, ist es wichtig, Vorhandenes aufzuteilen. Jeder nimmt nur so viel, wie er braucht. So werden Ungerechtigkeiten abgebaut und die Erde und andere Lebewesen nicht ausgebeutet.

Permakultur

Permakultur – ein komplexes Gesamtsystem

Bei der Permakultur geht es also um das große Ganze. Um ein Gesamtsystem, das von der Natur lernt und sich ihrer Muster und Elemente bedient, um ein stabiles System zu bilden. Jedes Element hat mehrere Aufgaben und jede Aufgabe wiederrum, wird von mehreren Elementen erfüllt.

So entsteht ein System das widerstandsfähig ist und sich selbst regulieren kann.

Wenn du jetzt sagst „Puuh, das sind aber alles ziemlich schwammige Begriffe!“, dann lass uns doch einfach mal ein Beispiel anschauen. Ein Vorbild aus der Natur, welches in der Permakultur immer wieder gerne verwendet wird, ist der Wald!

Hier stehen Bäume, Tiere, Pflanzen, Bakterien und Pilze allesamt in Wechselbeziehung. Jeden Tag werden im Wald riesige Mengen an Pflanzenmaterial produziert. Kleine Tiere und Insekten freuen sich über Nahrung und ein Versteck, Kleinstorganismen wandeln das organische Material wieder in fruchtbaren Boden um. Aus dem fruchtbaren Boden sprießen Bäume und Sträucher, die zum Beispiel Sauerstoff für Wildschwein, Specht, Eichhörnchen und auch uns Menschen produziert.

Permakultur

Permakultur ganz konkret

Das Wort Permakultur ist übrigens die deutsche Übersetzung des englischen Begriffs “permaculture“, der sich wiederrum von “permanent agriculture“, also dauerhafter Landwirtschaft ableitet.

Permakultur kann zwar auf eigentlich jeden Lebensbereich angewendet werden, ursprünglich ging es aber vor allem darum, nachhaltige, dauerhafte Landwirtschaft zu betreiben. Große Maschinen, die Unmengen fossiler Brennstoffe schlucken, Kunstdünger und Monokulturen fallen da schon mal raus. Aber was heißt denn dann Permakultur konkret, wenn es um den Anbau unserer Nahrungsmittel geht?

  • Vielfalt: Vielfalt wird in der Permakultur großgeschrieben, denn Vielfalt ist natürlich. In einem Permakultur-System gibt es also viele verschiedene Pflanzen, Tiere und andere Design Elemente, die das Gesamtsystem stabil machen. So bringen auch externe Veränderungen wie Trockenheit, ein Anflug von Schädlingen oder Kälte, nicht sofort das ganze System aus dem Gleichgewicht.
  • Kreisläufe schaffen: Kreisläufe spielen eine wichtige Rolle in der Permakultur. Das können zum Beispiel Kompostsysteme für den nachhaltigen Bodenaufbau sein. Auch Pflanzen einfach aussamen zu lassen, ist eine tolle Möglichkeit, ganz ohne großes Zutun den Kreislauf von Aussaat – Wachstum – Blüte zu schließen.
  • Nutzen, was da ist: Klar, du kannst alles, was du brauchst, im nächsten Gartencenter kaufen. Aber mit ein bisschen Kreativität lassen sich oft auch tolle Lösungen mit regionalen Materialen und wenig Energieaufwand finden. Regenwasser ist zum Beispiel kostenlos und kann an der höchsten Stelle des Grundstücks gesammelt werden, um dann auf seinem Weg nach unten alle Pflanzen mit Wasser versorgen. Effizient, regional und ganz ohne Abfall. ;)
  • Abfall vermeiden: Die Natur kennt keinen Abfall und wenn die Natur unser Vorbild ist, dann sollte auch ein Permakultur-System quasi keinen Abfall verursachen. Gemüsereste landen also am besten auf dem Kompost oder bei unseren Tieren, die dann wieder guten Dünger für unsere Beete herstellen.
  • Zonen anlegen: In der Permakultur arbeitet man gerne mit Zonen, die unterschiedlich intensiv bewirtschaftet werden. Am intensivsten werden die Zonen bewirtschaftet, die direkt an deinem Haus liegen. Kurze Wege zu Kräutern, Salat und Co. sind super, super praktisch!

Noch mehr konkrete Ideen und Projekte für deinen Garten findest du hier: Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

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Biogarten und Permakultur – Garten: Wo sind die Unterschiede?

Ein Biogarten und ein Permakultur–Garten haben erstmal ziemlich viel gemeinsam. Beide verzichten auf Kunstdünger, Herbizide und Insektizide und versuchen stattdessen Nützlinge, das Bodenleben, Insekten und die Bodenfruchtbarkeit zu fördern.

Das sind schon mal richtig gute Ansätze, und je mehr Leute rausgehen und nach diesen Prinzipien ihr eigenes Gemüse anbauen, desto besser. :)

Biogärten und Permakultur–Gärten zu vergleichen ist gar nicht so einfach, es gibt nämlich nicht „dieses eine Permakultur-System“. Schließlich geht es ja gerade darum, vorhandene Denkmuster aufzulösen und auf kreative Weise mal zu überlegen, wie man das, was lokal vorhanden ist, bestmöglich nutzen kann!

So ein paar Unterschiede können dann aber doch ausgemacht werden. Zum Beispiel wird in der Permakultur nicht umgegraben, der Boden wird mit viel Kompost und natürlichen Mulch-Materialien aufgebaut und der Fokus liegt auf mehrjährigen Pflanzen.

Wenn du deine nächsten Beete nach Permakultur-Prinzipien anlegen möchtest, dann melde dich hier gerne für meinen Gemüsebeet-anlegen-Crashkurs an! In dem Mini-Kurs zeige ich dir ganz genau, wie du Permakultur-Beete ohne Umgraben anlegen kannst:

Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Der Biogarten besteht meist aus einjährigen Kulturen, außerdem wird im Biogarten oft mit Mulchfolien, Drainagerohren und anderen Materialien gearbeitet, die nicht immer nachhaltig sind. Auch Bewässerungssysteme, die im Biogarten gerne eingesetzt werden, ersetzt man in der Permakultur durch Mulchen oder macht sich das Mikroklima zunutze.

    Permakultur–Gärten sind außerdem oft wilder, hier wird querbeet gepflanzt und nicht, wie ich es so gerne mache, in Reihen. ;)

    Am Ende lässt sich festhalten: Ein richtig oder falsch gibt es hier natürlich nicht, es sind einfach zwei verschiedene Systeme, die sich aber in der Praxis wunderbar verbinden lassen.

    Unser Garten ist zum Beispiel ein Permakultur–Garten mit Elementen aus dem Biogarten, wie dem Aussäen in Reihen oder unserer heißgeliebten Anbauplanung.

    Wie viel Permakultur steckt in deinem Garten auf einer Skala von 1 bis 10? ;) Schreib mir gerne mal deine Erfahrung mit Permakultur in die Kommentare.

    Kartoffeln im Winter pflanzen

    Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

    Hast du schon mal Kartoffeln im Winter gepflanzt? Nein? Dann wird es höchste Zeit, das mal auszuprobieren!

    In meinen Kartoffelbeeten beobachte ich immer wieder, dass es einzelne Kartoffeln gibt, die sich der Ernte hartnäckig widersetzen und sich klammheimlich im Beet verstecken.

    Diese Revoluzzer-Kartoffeln treiben dann im Jahr darauf aus und bringen wieder neue, wunderbare Kartoffeln hervor. Die Kartoffeln können wir immer schon ganz früh ernten und essen – ein absolutes Fest so früh im Jahr, wenn viele andere Gemüse noch auf sich warten lassen!

    Das klappt so gut, dass ich einige Kartoffeln dieses Jahr ganz gezielt über den Winter anbaue – und natürlich möchte ich euch diese coole Methode nicht vorenthalten. :)

    Kartoffeln im Winter anbauen
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    Kartoffeln im Beet überwintern lassen

    Ich habe mal nachgeforscht und herausgefunden, dass viele irische GärterInnen ganz gezielt ihre Kartoffeln im Winter pflanzen. Hört sich erstmal seltsam an? Ist aber eine super coole Methode!

    Vermutlich ist es mal wieder der Zufall gewesen, der die Menschen auf diese Idee gebracht hat. ;)

    Denn Frühkartoffeln erntet man  – ja, richtig! – früh. Und deshalb ist es super schwierig, die Pflanzkartoffeln die lange Zeit über Sommer und Winter bis zur nächsten Pflanzung so einzulagern, dass sie dann noch immer gut keimfähig sind.

    Aus diesem Grund haben die Bauern in Irland ihre Frühkartoffeln tief im Boden vergraben. Man sagt dazu auch „eingemietet“. Sie dachten sich, was mit Möhren klappt, funktioniert auch bei den leckeren braunen Knollen.

    Die Kartoffel-Lagerung in Irland hat aber so nur bedingt funktioniert. Die im Boden gelagerten Kartoffeln hatten nämlich nichts Besseres zu tun, als wieder auszutreiben! Und damit kam die Erkenntnis, dass die „Lagerung“ von frühen und mittelfrühen Pflanzkartoffeln viel mehr einer gezielten Pflanzung entspricht!

    Heute mache ich es den Iren nach: Ich möchte ein Beet anlegen, in dem ich Kartoffeln schon jetzt im Herbst pflanze.

    Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Version, in der du mich Kartoffeln pflanzen siehst:

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    Mehr Informationen

    Welche Kartoffeln sich für die Pflanzung im Winter eignen

    Für die Pflanzung im Winter verwende ich möglichst Frühkartoffeln oder zumindest eine Sorte, die nicht zu den ganz späten Kartoffeln gehört.

    Auch die Größe der Kartoffeln ist wichtig:

    Deine Pflanzkartoffeln sollten schon zwischen sechs und acht Zentimeter lang sein. Aus der Knolle kommt ja die die Energie, die die Pflanze braucht, um nach oben auszutreiben. Da wir die Kartoffeln tiefer als normal setzen, muss sie bis zum Licht eine viel weitere Strecke als die “Frühlingskartoffeln” überwinden.

    Kartoffeln im Winter pflanzen

    Wenn du noch Tipps für leckere Kartoffelsorten suchst, dann schau dir meinen Artikel an, für den ich super viele Kartoffelsorten geschmacklich getestet habe. ;)

    So funktioniert die Winter-Pflanzung von Kartoffeln

    Im ersten Schritt ziehst du in deinem Beet etwa 20 cm tiefe Rillen. Diese tiefe Pflanzung garantiert, dass deine Kartoffeln im Boden gut isoliert und vor Frost geschützt sind.

    Nun legst du deine Kartoffeln mit einem Abstand von circa 30 cm in die eben gezogene Rille und bedeckst sie danach wieder gut mit Erde. 

    Oben drauf kommt eine dicke Mulchschicht aus Holzhackschnitzeln, damit die Kartoffeln über den Winter so richtig warm und gemütlich eingemummelt sind. :)

    Grundsätzlich funktioniert diese super spannende Variante wie das ganz normale Kartoffel pflanzen im Frühjahr – nur dass du deine Kartoffeln tiefer und schon im Winter pflanzt.

    Wenn du zum ersten Mal Kartoffeln pflanzen möchtest, dann schaue dir davor gerne meine komplette Anleitung über den Anbau von Kartoffeln an. 

    Es ist doch einfach genial, noch früher im Jahr dieses leckere Gemüse ernten und schlemmen zu können, oder? Ich finde, die ersten Kartoffeln im Jahr sind ein echtes Highlight!

    Kartoffeln im Winter pflanzen

    Die Pflege deiner Winterkartoffel-Beete

    Im Januar oder Februar wird es Zeit, im gesamten Gemüsegarten den Mulch beiseite zu ziehen. So können die ersten Sonnenstrahlen nämlich direkt auf den dunklen Boden fallen. Auf diese Weise erwärmt sich der Boden viel schneller und die Kartoffel-Pflanzen wachsen besser und vor allem früher los!

    Eine dicke Mulchschicht wirkt nämlich immer isolierend. Im Sommer und Herbst ist das super, weil so die Wärme und Feuchtigkeit im Boden gehalten wird. Genauso gut speichert der Mulch im Frühjahr aber auch die Kälte, weswegen ich ihn am Anfang des Jahres grundsätzlich zur Seite schiebe.

    Kartoffeln im Winter pflanzen

    Hast du Lust, deine wilden Träume in die Tat umzusetzen?

    Grundsätzlich wird es jetzt ruhiger im Garten und das ist die beste Gelegenheit, um große, wilde Gemüsegarten-Träume für das nächste Jahr zu hegen. Ich liebe diese Zeit!

    Ein ausgeklügelter Pflanzplan ist eine tolle Sache und hilft mir super arg dabei, meine Träume im Garten auch wirklich umzusetzen. Wenn du noch Unterstützung für die Planung deiner Beete brauchst, dann hilft dir mein Artikel über die Anbauplanung bestimmt sehr gut weiter.

    Und falls du noch nach Inspirationen suchst wie so ein fertiger Anbauplan aussehen kann oder dir die Anbauplanung zu viel „Geknobel“ ist, dann lade dir gerne meinen fix und fertigen Pflanzplan runter:

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      Hast du schon mal probiert, Kartoffeln im Herbst zu pflanzen? Mit welchen Sorten hast du gute Erfahrungen gemacht? Ich freue mich über deinen Kommentar!

      Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

      Wenn du gerade erst anfängst, deine Jungpflanzen selber vorzuziehen, dann steht dir bei dem Wort „Pikieren“ wahrscheinlich ein großes Fragezeichen in den Augen. Keine Sorge, dass ging mir mal ganz genauso! 

      Dabei bedeutet “Pikieren” nur, dass dicht stehende Sämlinge aus einer gemeinsamen Anzuchtschale, in ihre eigenen kleinen Töpfchen verpflanzt werden.

      Das Pikieren deiner Pflanzen ist super wichtig, damit sie sich zu kräftigen, gesunden Jungpflanzen entwickeln können, ohne ständig mit dicht gedrängten Nachbarn um Licht, Nährstoffe und Platz konkurrieren zu müssen.

      Pikieren ist nicht schwer, es braucht nur ein bisschen Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand. Wie du deine Pflanzen am besten pikierst, welche überhaupt pikiert werden wollen und welche du lieber in Ruhe lassen solltest, das erzähle ich dir in diesem Artikel.

      Merke dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

      Welche Pflanzen pikieren und welche nicht?

      Bevor ich dir gleich eine detaillierte Anleitung zum Pikieren gebe, schauen wir uns am besten erst einmal an, welche Gemüsepflanzen überhaupt pikiert werden.

      Als erstes fallen die Gemüse weg, die du besser direkt in dein Gemüsebeet säst. Ich versuche so viele Gemüse wie möglich direkt auszusäen, weil das viel weniger Arbeit macht und die Pflanzen schon früher ein tiefes Wurzelwerk ausbilden können, was in trockenen Zeiten ein großer Vorteil ist

       Diese Kandidaten säe ich direkt ins Beet: 

      Kleiner Tipp: Bei Spinat oder Feldsalat mache ich manchmal eine Ausnahme und ziehe sie im Gewächshaus vor, wenn im Spätsommer noch alle Beete im Freiland belegt sind.

      Dann gibt es Gemüse, die du am besten direkt in einzelne Töpfchen aussäst, weil sie eine empfindliche Wurzel haben und überhaupt nicht gerne umgepflanzt werden. Dazu gehören:

      Hol dir deinen Aussaatkalender

      Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den Aussaatkalender 2022 herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkt für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

      Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur Aussattermine für die Voranzucht, er sagt dir auch, wann du welche Samen ins Freie aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

      Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

      Trag dich ein für den Aussaatkalender:

      Nun kommen wir aber endlich zu den Gemüsepflanzen, die richtig gerne umgepflanzt werden und dadurch sogar noch im Wachstum zulegen. Dazu zählen zum Beispiel:

      • Tomaten,
      • Aubergine,
      • Paprika,
      • Chili,
      • Physalis,
      • die meisten Kohlsorten,
      • Kopfsalat

      Pflanzen Pikieren – der richtige Zeitpunkt

      Da wachsen sie nun, Tomate, Aubergine, Blumenkohl und Kohlrabi. Alle haben es sich in ihren Anzuchtschälchen auf der Fensterbank bequem gemacht und wachsen in schnellem Tempo dem Licht entgegen.

      Doch langsam wird es etwas eng in der Kinderstube. Die Keimblätter sind bereits schön ausgebildet, was für dich das Startsignal ist, dass es bald mit dem Pikieren losgehen kann.

      Generell gilt, je früher du pikierst desto besser. So verhinderst du, dass deine Sämlinge dünn und lang werden und sich in das Gegenteil von kräftigen Jungpflanzen entwickeln.

      Zu früh solltest du aber auch nicht mit dem Pikierstab um die Ecke kommen, schließlich ist das Umpflanzen ein großer Eingriff in das Leben der Pflanze.
       
       Bestenfalls hat die junge Pflanze ihre Keimblätter sowie die ersten Laubblätter ausgebildet. Das kann je nach Kultur unterschiedlich lange dauern, also hab am besten immer ein wachsames Auge auf deine Sämlinge.

      Du bist Gemüsegarten-Anfänger und hast Lust richtig viel dazuzulernen? Dann komm doch in mein Gemüsegarten-Bootcamp, dort findest du jede Menge Tipps, um ohne viel Aufwand eine richtig dicke Gemüseernte einzufahren. Obendrauf gibt es noch eine tolle Gemeinschaft von Gärtnern, die sich alle ganz toll miteinander austauschen.

      Zum Bootcamp bitte einmal hier entlang. :)

      Pflanzen pikierenSchritt für Schritt am Beispiel der Tomate

      Um dir jeden Schritt beim Pikieren genau zeigen zu können, habe ich mir als Beispiel die Tomate ausgesucht. Tomaten werden bei uns nämlich immer pikiert, weil sie dann viiiel kräftiger wachsen. :)

      Tomaten-Pflanzen pikieren – Schritt 1: Die Vorbereitungen

      Bevor es mit dem Pikieren deiner Pflanzen richtig losgehen kann, solltest du dir zunächst alle wichtigen Utensilien zusammensuchen. Dazu gehören:

      • Pflanztöpfe
      • Reifer, fein gesiebter Kompost oder (torffreie) Gemüseerde
      • Pikierstab (Bleistift, Stöckchen oder Zahnstocher funktionieren auch)
      • Flaschenbrause, Ballbrause* oder Zerstäuber
      • Wasser

      Die Töpfe, in die deine Pflanzen umziehen sollen, befüllst du am besten schon mit Erde, damit der Umzug gleich easy peasy von statten geht.

      Wenn du nun alles vor dir liegen hast, kann das Pikieren deiner Pflanzen losgehen. Das heißt, ab jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. ;)

      Tomaten-Pflanzen pikieren – Schritt 2: Der Umzug

      Fasse deinen Sämling vorsichtig an seinen Blättern an und steche mit dem Pikierstab seitlich der Pflanze in die Erde.

      Versuche tief in die Erde zu stechen, ohne dabei die Hauptwurzel zu beschädigen. Danach drückst du den Stab mit einer leichten Hebelbewegung nach oben, um die Pflanze samt Wurzel, vorsichtig aus der Anzuchtschale ziehen zu können. 

      Wenn die Hauptwurzel sehr lang ist, kannst du sie mit dem Fingernagel oder einer Schere* um circa ein Drittel einkürzen. So wird das Wurzelwachstum noch ein bisschen stärker angeregt.

      Dein Pflänzchen darf jetzt in seine neue Wohnung umziehen. Dafür drückst du mit deinem Pikierstab (oder einem Stöckchen) ein Loch in die Mitte deiner vorbereiteten Töpfe. In dieses Loch setzt du den Sämling hinein.

      Je nach Kultur ist es ganz unterschiedlich, wie tief deine Gemüsepflanzen eingepflanzt werden. Tomaten, Paprika und Auberginen zum Beispiel kannst du ruhig bis zu den Keimblättern in die Erde pflanzen. Fenchel, Salat oder Kohlrabi mögen es hingegen nicht so gerne, wenn ihnen die Erde bis zum Hals steht. ;)

      Tomaten-Pflanzen pikieren – Schritt 2: Die Eingewöhnung

      Hat jedes Pflänzchen sein eigenes kleines Erdreich bekommen, kannst du jetzt noch vorsichtig die Erde um den Sämling andrücken und die Pflanze angießen*. Dafür benutzt du am besten keine Gießkanne, denn der Wasserschwall würde deine zarten Pflänzchen sofort umhauen. Stattdessen kannst du eine Flaschenbrause oder einen Zerstäuber verwenden.

      Tipp: Manchmal ist es gar nicht so leicht alle jungen Pflanzen auseinanderzuhalten, deswegen würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, kleine Markierungen oder Pflanzschilder an deinen Töpfchen anzubringen.

      Der Stärkere gewinnt…

      Auch wenn es hart ist, wahrscheinlich hast du viel mehr Gemüse ausgesät als du eigentlich Platz hast. Deswegen gilt es beim Pikieren, nur die stärksten Sämlinge rauszusuchen und umzupflanzen, schließlich möchtest du ja besonders gesunde und vitale Jungpflanzen heranziehen.

      Wenn es dir wir mir geht und dein Herz für Pflanzen riesig ist, dann kannst du schauen, ob deine noch passablen Jungpflanzen bei Nachbarn oder Freunden unterkommen können.

      Tomaten-Pflanzen pikieren Schritt 3: Die Pflege

      Die Erde von frisch pikierten Pflanzen darf nicht komplett austrocknen, das kann nämlich schnell den Todesstoß für deine jungen Pflänzchen bedeuten. Auch in die pralle Sonne solltest du deine frisch pikierten Pflanzen nicht stellen. Ideal ist ein heller Standort, der vor Wind, Regen und der prallen Sonne geschützt ist.

      In den ersten Tagen besprühe ich meine frisch pikierten Pflanzen gerne vorsichtig mit einem Zerstäuber, weil eine hohe Luftfeuchtigkeit ideal ist, bis die Wurzeln im neuen Topf angewachsen sind und die Pflanzen wieder auf festen Füßen stehen.

      Es ist übrigens ganz normal, dass die Pflanzen ein paar Tage benötigen, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Sobald sie ihre Wurzeln schön ausgestreckt haben, werden sie weiterwachsen und viele neue Blätter ausbilden. :)

      Falls du Lust hast, noch mehr über die Anzucht von Gemüsepflanzen zu lesen, dann sind diese Artikel bestimmt auch was für dich:

      Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

      Die 7 häufigsten Fehler beim Gemüse-Anziehen – und wie du sie vermeidest!

      Jungpflanzenanzucht: Drei Gemüsearten, die du nicht im Haus vorziehen solltest

      Hast du noch weitere Tipps, wie man Pflanzen besonders erfolgreich pikieren kann? Dann schreib sie gerne in die Kommentare. :)

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      Hochbeet mit Gemüse bepflanzen

      Hochbeet bepflanzen – So geht´s ganz einfach!

      Du willst dein Hochbeet bepflanzen und zwar so, dass du rund ums Jahr eine fette Ernte einfährst? Dann bist du hier genau richtig! Ich zeige dir, wie du schnell und einfach eine super Hochbeet Bepflanzung hinbekommst. Auf geht´s!

      Inhaltsverzeichnis:
      Eine Tabelle für deine Hochbeet Bepflanzung
      Fruchtfolge im Hochbeet
      Ganz einfach: Hochbeet bepflanzen mit Jahresplan
      Fortgeschritten: Pflanzen für Hochbeet selber planen
      Gemüse Hochbeet und Mischkultur
      Großes und kleines Hochbeet optimal nutzen
      Welche Hochbeet Pflanzen wähle ich aus?  
      Gemüse wann und wie düngen?
      Hochbeet Gemüse pflegen: Gießen und mulchen
      Alles haben! Blumenhochbeet und Gemüse Hochbeet in Einem

      Eine Tabelle für deine Hochbeet Bepflanzung

      Weil dein Hochbeet durch seine Befüllung eine kuschelige Fußbodenheizung integriert hat, erwärmt es sich nach dem Winter schneller. Deswegen kannst du deine Hochbeete gut und gerne ca. zwei Wochen früher bepflanzen als es bei “normalen” Beeten der Fall ist.

      Und falls du dir einen Aufsatz für dein Hochbeet baust, kannst du es wie ein Frühbeet nutzen und darunter schon im Februar Salat anbauen. Das erste eigene Grünzeug im Jahr ist soo köstlich, yummie!

      In meiner Tabelle siehst du auf einen Blick, welche Gemüse du zum Beispiel im Hochbeet wann anbauen kannst.

      MonatGemüse
      FebruarErbsen, Dicke Bohne, frühe Möhre
      MärzPastinake, Möhre, Erbse, Rettich
      AprilRote Bete, Steckrübe, Zuckererbse, Lauch, Zwiebeln, Karotten, Mangold, Kohlrabi, Brokkoli, Salat
      MaiRote Bete, Karotten, Petersilie, Dill, Tomaten, Gurken, Paprika, Chili, Auberginen, Zucchini, Basilikum, Salat
      Junispäte Karotten, Blumenkohl, Kohlrabi, Rosenkohl
      JuliMangold, Rettich, Buschbohne, Grünkohl
      AugustFeldsalat, Spinat, Radicchio
      SeptemberAsiasalat, Feldsalat, Rucola, Dicke Bohne
      OktoberWintererbse, Knoblauch, Wintersteckzwiebel
      Hochbeet Pflanzen Tomaten

      Fruchtfolge im Hochbeet

      Bei der Hochbeet Bepflanzung bist du grundsätzlich frei, aber es ist schlau, wenn du eine Fruchtfolge einhältst und im ersten Jahr vor allem Starkzehrer anbaust.

      Starkzehrer sind ewig hungrige Gemüsepflanzen, die viele Nährstoffe brauchen. Bei den Verrottungsprozessen in einer guten Hochbeet Befüllung entstehen sie praktischerweise von selbst. Und auf die stürzen sich dann unsere kleinen Gemüse-Vielfraße und wachsen zu prächtigen Exemplaren heran!
      Im zweiten Jahr kannst du Mittelzehrer und im dritten Jahr Schwachzehrer anbauen.

      Ich habe dir zur besseren Übersicht eine Tabelle gemacht, damit du auf einen Blick sehen kannst, welches Gemüse zu welcher Zehrerfamilie gehört.

      StarkzehrerMittelzehrerSchwachzehrer
      GurkenChicoréeErbsen
      KartoffelnKnollenfenchelBuschbohnen
      KohlMangoldDicke Bohnen
      KürbisMöhrenStangenbohnen
      LauchSalatPostelein
      SellerieZwiebelnFeldsalat
      Tomaten
      Zucchini

      Ganz einfach: Hochbeet bepflanzen mit Jahresplan

      Um bei der Hochbeet Bepflanzung den knappen Platz optimal zu nutzen und eine dicke Ernte einzufahren, brauchst du unbedingt einen guten Anbauplan! Der ist nämlich die halbe Miete beim Gärtnern und hilft dir zu vermeiden, dass Lücken im Beet entstehen oder sich Krankheiten und Schädlinge unkontrolliert ausbreiten. Mit einem guten Anbauplan weißt du jederzeit, wann du wo du welche Hochbeet-Pflanzen anbaust.

      Du fühlst dich jetzt aber irgendwie überfordert von all den Dingen, die du in einem Anbauplan beim Hochbeet bepflanzen beachten musst? Kein Problem! Du kannst dir einfach meinen Gemüsegarten Beispiel-Plan herunterladen und ihn für dein Hochbeet verwenden. Ich habe darin schon alle Sachen wie Anbaupausen, Mischkultur und Fruchtfolge berücksichtigt und ihn fix und fertig ausgeklügelt. Du musst dich um nichts mehr kümmern – außer, in deinem Hochbeet lauter leckeres Gemüse anzupflanzen. ;)

      Hier kannst du dich eintragen:

      Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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        Fortgeschritten: Pflanzen für Hochbeet selber planen

        Falls du gerne alles selber planen möchtest, aber noch nicht ganz durch den Gemüsedschungel blickst, keine Sorge: Das kriegen wir gemeinsam hin! :)

        Und wie geht das nun?

        Du nimmst dir einen Zettel und einen Stift und notierst, welches Gemüse du gerne isst – genau das darf dann in dein Gemüse-Hochbeet. Dir läuft schon das Wasser im Mund zusammen? Dann hast du die richtigen Kandidaten ausgesucht! ;)

        Jetzt sortierst du deine Lieblingsgemüse nach Pflanzenfamilien und teilst dein Hochbeet in mehrere Abschnitte ein. Jede Pflanzenfamilie bekommt ihren eigenen Abschnitt. Dabei kannst du die Pflanzenfamilien auch gleich in Stark- Mittel- und Schwachzehrer einteilen und entsprechend auf deinem Hochbeet anordnen.

        Wusstest du, dass einige Gemüsesorten besonders gute nachbarschaftliche Verhältnisse pflegen und sich gegenseitig vor Schädlingen und Krankheiten schützen? Deshalb solltest du zu deinen Pflanzen die passenden Mischkultur Partner setzen.
        So sind die Vibes mega gut in deinem Hochbeet und du brauchst zwischen den einzelnen Abschnitten keine Zäune zu ziehen. ;)

        Als nächstes nimmst du dir die Planung deiner gestaffelten Aussaat vor. Das bedeutet, dass du nicht nur einmal, sondern mehrmals im Jahr säst und pflanzt – dann kannst du nämlich auch mehrfach ernten!

        Auf den Gemüse-Saatguttütchen findest du Informationen, wann du dein Gemüse aussäen oder pflanzen kannst und wie lange es bis zur Ernte auf dem Beet steht. Sobald du ein Gemüse geerntet hast, pflanzt du an der Stelle gleich wieder neues Gemüse an. Gerade die schnellwachsenden Gemüse sind tolle Lückenfüller!

        Mit einer cleveren Hochbeet Bepflanzung schaffst du dir ohne großen Aufwand einen eigenen Freiluftsupermarkt in deinem Garten mit unbeschränkten Öffnungszeiten!

        Hochbeet bepflanzen mit Mischkultur

        Großes und kleines Hochbeet optimal nutzen

        Wenn der Platz im Beet verplant ist, ist immer noch so viel Saatgut übrig, kennst du das auch? ;)

        Deshalb will ich dir ein paar Kniffe verraten, wie du deine Hochbeet Bepflanzung optimal gestaltest. So kannst du auch wenn du ein kleines Hochbeet hast, viel Gemüse darauf unterbringen!

        • Hängende Pflanzen wie Kapuzinerkresse oder Kürbis pflanzt du am Rand, damit sie an den Seiten herunterranken können. Das sieht hübsch aus und spart kostbaren Platz.
        • Lücken zwischen langsam wachsenden Pflanzen wie Sellerie füllst du mit schnell wachsenden Pflanzen wie Kohlrabi oder Radieschen.
        • Mit einer gestaffelten Aussaat sorgst du dafür, dass es auf deinem Hochbeet nie leere Abschnitte gibt.
        • Hohe Pflanzen wie Tomaten setzt du auf die Nordseite. So bekommen auch kleinere Gemüsesorten genügend Sonne ab und keiner deiner grünen Freunde muss im Schatten des anderen stehen.

        Gemüse Hochbeet und Mischkultur

        Ja, richtig gelesen: Auch dein Hochbeet Gemüse kannst du in Mischkulturen anpflanzen! Es ist sogar super sinnvoll, deine grünen Freunde so nebeneinander anzubauen, dass sie sich gegenseitig vor Krankheiten und Schädlingen in Schutz nehmen. Auf diese Weise sorgst du dafür, dass du dein Gemüse auffuttern kannst, bevor es die Konkurrenz tut! ;)

        Ein paar Mischkultur-Klassiker kennst du bestimmt schon, wie Karotte und Zwiebel, die sich gegenseitig die Zwiebel- und die Möhrenfliege vom Hals halten. Aber auch Rote Bete und Zwiebel oder Tomaten und Kohl stehen gern nebeneinander und bewahren sich vor unliebsamen Gästen.
        Wenn du also auf der Suche nach passenden Partnern für dein Gemüse bist, dann schau dir gerne meine Mischkulturen-Tabelle an!

        Kleiner Tipp: Manche Schädlinge lassen sich leider nicht so leicht abwimmeln. Deswegen kannst du deine Hochbeet Pflanzen super mit Kulturschutznetzen schützen, wenn du zum Beispiel Kohl anbauen möchtest.

        Welche Hochbeet Pflanzen wähle ich aus?

        Es gibt kein spezielles „Hochbeet Gemüse“, aber ein paar Dinge solltest du beachten:

        • Im Hochbeet sind wärmeliebende Frostbeulen-Pflanzen wie Auberginen, Paprika, Chili, Gurken und Tomaten besonders gut aufgehoben
        • sehr hohe Gemüse sind für die Hochbeet Bepflanzung ungeeignet, weil sie dem Wind viel Angriffsfläche bieten und sich nur schwierig beernten lassen
        • Pflanzen, die sehr viel Platz brauchen, setzt du lieber in ein Bodenbeet, damit du mehrere Gemüsesorten in deinem Hochbeet unterbringen kannst
        • Gemüse, das nachwächst (wie Lauch, Pflücksalat, Mangold) kannst du mehrmals beernten, ohne wieder neuen Platz zum Säen oder Pflanzen einplanen zu müssen
        Pflanzen für Hochbeet Erdbeeren

        Gemüse wann und wie düngen?

        Die oberste Schicht deines Hochbeets besteht aus ausgereiftem Kompost  – deshalb sind deine Pflanzen schon sehr gut mit Nährstoffen versorgt.

        Falls auf dem Beet aber Starkzehrer wachsen sollen, gibst du ihnen für eine optimale Stickstoff-Versorgung zusätzlich noch eine Handvoll Hornspäne oder Schafwollpellets ins Pflanzloch. Das ist ein Langzeitdünger und die hungrigen Kandidaten sind erst einmal zufrieden gestellt.

        Psst: Falls du keine Hornspäne verwenden möchtest, kannst du auch Kleepellets nutzen!

        Nach ungefähr drei Wochen düngst du deine Starkzehrer dann mit einem Bioflüssigdünger für Gemüse oder mit selbst gemachter Brennnesseljauche und wiederholst das alle drei bis vier Wochen.

        Mittelzehrer begnügen sich in der Wachstumsperiode mit einer Gabe Flüssigdünger und Schwachzehrer sind wie der Suppenkaspar: Sie möchten überhaupt keine zusätzliche Düngung.

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        Hochbeet Gemüse pflegen: Gießen und mulchen

        Frisch ins Beet ausgesetzt gießt du deine Gemüsepflanzen gründlich, damit sie zügig anwachsen können. Bei Aussaaten musst du die Erde unbedingt immer feucht halten, bis sich die ersten Keime zeigen. Gerade im Hochbeet ist das aber manchmal gar nicht so einfach! Hochbeete trocknen nämlich schneller aus als ebenerdige Beete.

        Deswegen habe ich einen super Gartenhack für dich:

        Wenn du fertig ausgesät und alles mit Erde bedeckt hast, gießt du das Ganze gründlich an und deckst die Saatreihen anschließend mit einem Brett ab. So bleibt die Erde an dieser Stelle viel länger feucht, sogar an heißen Sommertagen!

        Leider funktioniert das nicht bei Lichtkeimern wie Salat – bei denen musst du wirklich die Gießkannen-Security sein, damit die Erde nicht austrocknet. ;)

        Am besten checkst du täglich, wie es unter den Brettern aussieht und gießt je nach Bedarf. Wenn sich die ersten grünen Spitzen zeigen, müssen die Bretter weg, damit die kleinen Hochbeet Pflanzen frische Luft schnuppern und sich ins Licht strecken können!

        Wenn deine Gemüsezöglinge ca. 10 cm hoch sind, mulchst du sie mit Grasschnitt, Laub, Stroh oder anderen organischen Materialien. Mit einer Mulchschicht auf dem Hochbeet musst du nämlich viel weniger gießen, weil sie die Erde schützt und die Feuchtigkeit festhält.

        Alles haben! Blumenhochbeet und Gemüse Hochbeet in Einem

        Wenn du dich nicht entscheiden kannst, ob du ein Gemüse Hochbeet oder ein Blumenhochbeet anlegen sollst, habe ich eine gute Nachricht für dich: Die Bepflanzung im Hochbeet kann aus Gemüse und Blumen bestehen!

        Manche Blumen sind nämlich tolle Nachbarn für Gemüse: Tagetes helfen gegen Nematoden und vertreiben Schädlinge, beim Geruch von Lavendel suchen Läuse das Weite und Kapuzinerkresse hat essbare, sehr leckere Blüten und lockt mit ihrem Geruch Schädlinge von deinem Gemüse weg. Ringelblumen ziehen Nützlinge wie Bienen an und machen mit ihren wunderschönen Blüten so richtig was her im Hochbeet.

        Eine Mischkultur aus Blumen, Gemüse und Kräutern im Hochbeet ist deshalb nicht nur eine Augenweide, sondern eine tolle Pflanzengemeinschaft, die sich gegenseitig nützt.

        Probier´s einfach mal aus!

        Falls du jetzt gleich mit der Hochbeet Bepflanzung anfangen möchtest, lad dir vorher noch schnell meinen Gemüsegarten-Beispielplan herunter. Er hilft dir, Anbaupausen, Mischkultur und Fruchtfolge richtig auszuklügeln!

        Beim Hochbeet bepflanzen kannst du dir die Vorteile eines Hochbeets zunutze machen und die ganze Saison über leckeres knackiges Gemüse ernten. Das Gärtnern in der Höhe macht Spaß und schont deinen Rücken – also worauf wartest du noch? ;)

        Hochbeete findest du super interessant? Dann lies gerne hier weiter:

        Hochbeet bauen leicht gemacht: Bauanleitung in 5 Schritten

        Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet mit Pflanztabelle!

        10 Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten

        Welche Tricks und Kniffe hast du beim Hochbeet bepflanzen? Ich freue mich darauf, von dir zu hören!

        Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

        Selbstversorger

        Wir müssen ausziehen. Selbstversorger ohne Hof?

        Unverhofft kommt oft – aber diese Frau Unverhofft ist wirklich eine Überraschung der besonderen Art! Wir haben nämlich erfahren, dass wir so bald wie möglich ausziehen müssen.

        Unser Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet, weil er für seine vier Kinder mehr Platz braucht.

        Das verstehe ich vollkommen und ich bin ihm auch gar nicht böse. Aber ein Umzug mit sechs Ziegen, acht Hühnern und den ganzen Gartensachen (samt Gewächshaus!) – das ist schon eine richtig, richtig große Nummer.

        Und das, wo wir uns hier gerade mit viel Arbeit so einen tollen Garten aufgebaut haben. Ganz zu schweigen davon, dass wir auch gar nicht wissen, wohin wir gehen sollen.

        Wir sind nämlich eigentlich schon seit Jahren auf der Suche nach einem Haus oder besser nach einem Hof mit viiiel Platz – und das bisher absolut erfolglos. ;)

        Vielleicht haben wir diesen Tritt in den Hintern aber auch gebraucht, um endlich mit Vollgas nach einem Haus oder Hof zu suchen. Wir haben es hier nämlich so unglaublich schön, dass wir zwar an den Wochenenden die Immobilienportale durchforstet und uns auch mal Häuser und Grundstücke angesehen haben. Aber nie so richtig intensiv.

        Jetzt sind wir dazu gezwungen und müssen in dieser unglaublich kurzen Zeit etwas finden, um unsere großen, wilden Selbstversorger-Träume anzugehen.

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        I have a dream

        Und Träume gibt es viele: Ich hätte so gerne einen Garten, den wir lagfristig bewirtschaften können, mit Platz für so viele Beete, Ziegen, Hühner und Obstbäume, wie das Herz begehrt. Dafür bräuchten wir mindestens 4000qm, besser wären 2 bis 3 Hektar.

        Und es wäre so schön, an einem Ort anzukommen, an dem wir langfristig unser Zuhause haben. Wo wir unsere Beete anlegen und Bäume pflanzen können. Wo es feste Zäune für unsere Ziegen gibt, sodass sie sich nicht mehr im Elektrozaun strangulieren können.

        Ein Ort, wo ich mich mit dem Boden verbinde, meine Wurzeln und Wurzelwerk einen guten und sicheren Grund vorfinden, um dort fest zu ankern und gut gedeihen und wachsen zu können.

        Wo wir unser Gewächshaus noch ein einziges Mal aufbauen und es dann an Ort und Stelle bleiben darf.

        Und Kühe! Ich träume schon seit Jahren von Kühen! Eine Draußenküche bauen und einen Lehmofen und einen Erdkeller! Haach das wäre sooo schön!

        Neben all den Träumen und Wünschen gibt es aber auch ganz alltägliche Erfordernisse. Zum Beispiel muss der Hof gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden sein. Er darf nicht völlig isoliert irgendwo außerhalb liegen, weil meine Jungs jeden Tag in die Stadt pendeln.

        Am Ende wird alles gut – und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende

        Ich hoffe so sehr, dass aus dieser Situation Wunderbares entsteht. Auch wenn sie sich im Moment einfach nur schrecklich anfühlt.

        Ich hoffe, dass wir im Nachhinein sagen werden: „Weißt du noch, erst war es die absolute Katastrophe – aber nur so haben wir das hier gefunden, wo wir glücklich und zufrieden sind!“

        Die Sache ist nämlich die (und jetzt wird es wirklich super persönlich!):

        Mein Freund ist nicht so der Selbstversorgertyp, wie ich es bin. Er hilft mir zwar wo er kann und dafür bin ich auch unendlich froh und dankbar.

        Aber die Selbstversorgung ist meine Leidenschaft und nicht seine. Er hat Lust auf Stadtleben und ich möchte auf dem Land mit ganz vielen Tieren und Gemüsebeeten leben!

        In diesem Spannungsfeld ist es natürlich besonders schwierig, einen Ort zu finden, an dem wir beide glücklich und zufrieden sind. Wir brauchen quasi einen quadratischen Kreis: Viel Platz und eine super Anbindung an die Stadt.

        Jede große Reise beginnt mit einem ersten Schritt

        Ein neues Kapitel beginnt – das ist aufregend und manchmal auch beunruhigend.

        Ich nehme euch in jedem Fall mit auf diese Reise und zeige euch, wo wir landen und wie wir die ganzen wilden Selbstversorgerträume umzusetzen versuchen. 

        Das wird nicht nur für uns, sondern auch für euch sicher super spannend! :)

        Welche wilden Selbstversorgerträume schlummern in dir? Was hält dich davon ab, sie zu verwirklichen? Ich freue mich über deinen Kommentar!
        Gemüse anbauen_Planung

        Gemüsebeet planen: Schritt für Schritt mit Beispielplan

        Gut geplant ist halb geerntet! ;) Auch wenn du es kaum abwarten kannst, rauszugehen und die Hände in die Erde zu stecken:

        Nimm dir vorher kurz die Zeit, deine Gemüse-Abenteuer zu planen. Dadurch steigerst du nämlich nicht nur deine Erträge. Du sorgst auch dafür, dass du über das ganze Jahr hinweg leckeres Gemüse aus deinem Garten ernten und essen kannst.

        Yams! :)

        Jetzt stehst du vielleicht da und denkst: „Wie plane ich meine Gemüsebeete denn so richtig effizient?! Marie, ich glaube, das überforderst mich jetzt!“

        Da kann ich dir gleich mal eins sagen: Das kriegst du locker hin! Es ist nämlich gar nicht so schwer, ausgeklügelte Gemüsebeete zu planen, wenn du auf ein paar Dinge achtest.

        Außerdem bekommst du weiter unten im Artikel auch einen fertig ausgeklügelten Beetplan, den du entweder 1:1 ganz ohne Kopfzerbrechen übernehmen oder an deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst.

        So oder so wird am Ende also der fertige Pflanzplan stehen. Also, legen wir gleich los!

        Gemüsebeet planen

        Gemüsebeet planen Schritt 1: Wer die Wahl hat, hat die Qual – Gemüse auswählen

        Damit beginnt die Planung deiner Gemüsebeete – und der erste Schritt ist super einfach:

        Du pflanzt an, was du gerne isst. Als Anfänger wählst du dabei am besten Gemüsearten, die unkompliziert und robust sind.

        Mangold oder Zucchini machen kaum Probleme und eine dicke Ernte ist dir so gut wie sicher. Wenn du auf der Suche nach weiteren Gemüsen für Anfänger bist, dann bitte einmal hier entlang.

        Stell dir deine “Muss ich anbauen”-Liste zusammen und weiter geht’s.

        Gemüsebeet planen Schritt 2: Mengenlehre – Wieviel von welchem Gemüse baue ich an?

        Zuerst malst du dir den Grundriss deiner Beete maßstabsgetreu auf ein Blatt Papier.

        Dann nimmst du dir die Liste mit den Pflanzen, die du dieses Jahr anbauen möchtest, und schreibst dazu, wie viel Fläche du für die Gemüsearten jeweils einplanst. Dafür überlegst du dir einfach, was du und deine Familie am liebsten esst. Von den Lieblingsgemüsen natürlich viel mehr einplanen als vom Rest – versteht sich, oder?

        Gemüsebeet planen

        Gemüsebeet planen Schritt 3: Vom Nimmersatt zum Genügsamen: Die Fruchtfolge

        Es gibt super viele Gemüsearten, und alle stellen verschiedene Ansprüche an Boden und Düngung. Zum einen hätten wir da die Starkzehrer wie Kürbis oder Tomaten, die richtig großen Hunger haben und viele Nährstoffe brauchen, um prächtig zu gedeihen. Dann gibt es noch die Mittelzehrer wie Karotten oder Rote Bete und Schwachzehrer wie Erbsen oder Bohnen. Diese Gemüse sind nicht so große Vielfraße und haben einen viel geringeren Nährstoffbedarf.

        Wenn du in einem Gemüsebeet Starkzehrer einplanst, dann ist es wichtig, den Boden gut vorzubereiten. Am besten arbeitest du eine Portion Kompost in die Beete mit ein und düngst die Pflanzen mit einem Langzeitdünger.

        Im zweiten Jahr folgen auf die Starkzehrer im selben Beet die Mittelzehrer. Sie brauchen weniger Nährstoffe und profitieren von den Düngergaben aus dem ersten Jahr.

        Im dritten Jahr folgen dann die Schwachzehrer, die keinen zusätzlichen Dünger brauchen.

        Deswegen teilst du jetzt den Platz auf deinen Gemüsebeeten in drei Bereiche auf: Du planst einen Bereich für die Stark-, einen für die Mittel- und einen für die Schwachzehrer.

        Die drei Gemüsegruppen rücken dann jedes Jahr einfach einen Bereich weiter, sodass die Nährstoffe im Boden von den Pflanzen richtig gut ausgenutzt werden können.

        Auf diese Weise verhinderst du auch, dass sich Pflanzenkrankheiten in deinem Garten ausbreiten. Wenn du jedes Jahr Kohl in ein- und demselben Beet anbaust, dann wird der Boden nur einseitig beansprucht. Krankheiten und Schädlinge, die es auf die Kohlpflanzen abgesehen haben, befinden sich im Schlaraffenland und können ordentlich schlemmen.

        Aus diesen Gründen gruppierst du jetzt die Pflanzen, die du anbauen möchtest in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Hier findest du eine Liste, die dir zeigt, zu welcher Gruppe die einzelnen Gemüsearten jeweils gehören.

        Nun legst du noch fest, welche Gruppe wo in deinen Gemüsebeeten wachsen soll.

        Gemüsebeet planen

        Gemüsebeet planen Schritt 4: Die Mischung machts!

        Der nächste Schritt in der Gemüsebeet Planung ist das Verkuppeln von passenden Beetpartnern. Einige Pflanzengemeinschaften tun sich nämlich richtig gut, während andere sich hingegen gegenseitig im Wachstum hemmen.

        Als clevere GärtnerInnen machen wir uns diese synergetischen Kräfte zum Vorteil und überlegen uns schon bei der Planung, welche Gemüse gerne nebeneinander wachsen. 

        Das Ganze nennt sich Mischkultur und ist eine tolle Möglichkeit, um Schädlinge und Krankheiten auf natürliche Weise fernzuhalten. Das bekannteste Beispiel sind Karotten und Zwiebeln: Die Karotte sendet Duftstoffe aus, die die Zwiebelfliege abwehren und der Duft der Zwiebel hält die Karottenfliege auf Abstand. Genial, oder?

        Darum stellst du jetzt in jeder deiner drei Gruppen gute Beetnachbarn zusammen und trägst sie in deinen Beet-Grundriss ein. Hier findest du übrigens eine Liste mit meinen liebsten Mischkulturpartnern im Gemüsebeet. :)

        Gemüsebeet planen Schritt 5: Tetris im Gemüsebeet

        Viele Gemüse stehen nicht die ganze Saison über auf dem Beet. Auberginen sind ein typisches Sommergemüse und werden erst Mitte Mai nach den Eisheiligen gepflanzt. Den Platz im Beet kannst du optimal ausnutzen, wenn du vorher noch ein schnellwachsendes Raketen-Gemüse wie Salat oder Radieschen anbaust. ;)

        Super viele Hauptkulturen lassen nämlich noch Platz für eine Vor- oder Nachkultur. Hauptkulturen sind Gemüse, die für einen langen Zeitraum im Beet stehen: zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten, Kürbisse oder Mais.

        Wenn du die Gemüse klug kombinierst und vor oder nach der Hauptkultur schnellwachsende Gemüsearten anbaust, kannst du in einem Beet easy peasy dreimal ernten!

        Hier findest du eine Liste mit Gemüsen, die besonders schnell wachsen. Das sind die perfekten Lückenfüller für dein Beet-Tetris.

        Schreibe in deinen Beete-Grundriss, wie lange die einzelnen Gemüsearten von der Aussaat oder Pflanzung bis zur Ernte brauchen. Dann siehst du, wo noch Platz für andere Kulturen ist. Das ist ein bisschen kniffelig – aber dieser Schritt lohnt sich! ;)

        Gemüsebeet planen

        Gemüsebeet planen Schritt 6: Das schmeckt nach mehr: gestaffelte Aussaat

        Um kontinuierlich frisches Gemüse zu ernten, musst du regelmäßig säen. Alle Gemüsearten, die schnell wachsen (wie Salat oder Möhren), säst du alle vier Wochen neu aus. So hast du nicht einmal eine große Schwemme und den Rest des Jahres nichts mehr zu ernten.

        Ich bin großer Fan von dem Aussaatkalender von Maria Thun, der mir richtig gut als Orientierungshilfe in der Gemüsebeet Planung dient.

        Durch den Kalender habe ich feste Termine, an denen gesät und gepflanzt wird und das hilft mir dabei, regelmäßige Aussaaten einzuhalten. Wenn du mehr wissen willst: Den passenden Artikel über den Maria Thun Kalender findest du hier.

        Kleiner Tipp: Auf den Saatguttütchen steht, wann du dein Gemüse aussäen kannst und wie lange es bis zur Ernte auf dem Beet steht. Wenn du diese Angaben als Richtwert nimmst, kannst du dir einen Aussaatplan für das ganze Jahr erstellen und deine Ernte staffeln.

        Tadaa – Geschafft! Deine Gemüsebeete tiptop zu planen war doch gar nicht so schwer, oder?

        Gemüsebeete-Beispielplan

        Falls du jetzt sagst: „Ok, Marie, das ist ja alles schön und gut. Ich habe aber einfach nicht die Zeit, so einen Plan auszuknobeln!“ – kein Problem!

        Dann kannst du dir einfach meinen schon fertig ausgeklügelten Beetplan herunterladen und für deinen Garten verwenden. Dort habe ich schon die gesamte Planung erledigt – und zwar so, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest. Ohne Kopfzerbrechen über Fruchtfolge, Mischkultur, Vor- und Nachkulturen.

        Na, was steht auf deiner “Muss ich anbauen”-Liste? Hast du noch mehr Tipps zum Thema “Gemüsebeet planen”? Ich freue mich über deinen Kommentar!

        Ich habe dir den Maria Thun Kalender in diesem Artikel bei meinem Partner buch7 verlinkt. Buch7 spendet einen Teil des Kaufpreises an soziale, kulturelle und ökologische Projekte. Das ist endlich mal eine gute Alternative zu Online-Giganten wie Amazon. :)

        Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

        Garten natürlich unkrautfrei Mulch

        10 Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten

        Ganz ehrlich: Manchmal bleibt zum Gärtnern einfach nicht viel Zeit.

        Wenn du nach einem langen Arbeitstag nach hause kommst und es draußen schon dunkel ist. Dann kommt Besuch und am Wochenende, wenn endlich Zeit für den Garten wäre, bist du hochauf mit den Vorbereitungen für den Kindergeburtstag deiner Kleinen beschäftigt, sodass du wieder nicht dazu kommst, all die Dinge zu erledigen, die im Garten gerade anstehen…

        In solchen Momenten ist es toll, wenn dein Garten möglichst pflegeleicht ist. Wäre es nicht super, wenn du dir deinen Garten so einrichtest, dass zwischen Aussaat und Ernte kaum Arbeit anfällt, sodass du Zeit im Garten verbringen kannst, wenn du Lust hast, aber nicht musst, wenn die Zeit mal knapp ist? Genau darum soll es heute gehen. :-)

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        #1 Führe ein Gartentagebuch

        Ich möchte dir ans Herz legen, ein Gartentagebuch zu führen, in das du alles reinschreibst, was in deinem Garten so passiert. Wann du zum Beispiel was wohin gepflanzt hast, welche Sorte du ausgesucht hast, wie diese dir gefallen hat etc. Ich schreibe auch noch andere Erfahrungen rein, zum Beispiel, ob es Probleme mit Schädlingen oder Krankheiten gab. 

        Mein Gartentagebuch ist mittlerweile ganz schön zerfleddert, was ein gutes Zeichen ist, denn ein oft genutztes Gartentagebuch führt zu einer viel steileren Lernkurve! Auch wenn man meistens denkt: „Ach, das kann ich mir doch alles locker merken und nächstes Jahr weiß ich, dass mir das nicht nochmal passiert.“, vergisst man im Lauf der Zeit doch mehr als man denkt, vor allem die kleinen, aber wichtigen Details.

        Wenn du im Gartentagebuch alles schwarz auf weiß festhältst, wirst du viel schneller eine weise Gärtnerin oder ein weiser Gärtner mit einem ganz großen Erfahrungsschatz, der dir dann auch wirklich was bringt.

        Gemüsegarten Tagebuch

        #2 Gärtnern ohne Umgraben

        Mein zweiter Tipp ist das Gärtnern ohne Umgraben. Nicht umzugraben spart uns wirklich immens viel Arbeit! Umgraben ist nicht nur sehr anstrengend und ein großer Arbeitsaufwand, sondern wir haben auch viel weniger Probleme mit Unkraut, seitdem wir den Boden in Ruhe lassen. 

        In meinem Videokurs, dem Gemüsegarten-Bootcamp, zeige ich dir übrigens ganz genau, wie Beete ohne Umgraben angelegt werden. Da kannst du dich gerne für anmelden. Wenn du bereits im Bootcamp mit dabei bist, schreibe mir doch gerne mal in die Kommentare, wie es dir gefällt. :) 

        Wir brauchen im Monat nur circa drei Minuten, um alle Unkräuter in den Beeten zu jäten. Wenn ihr Interesse an dem Thema unkrautfreier Gemüsegarten habt, dann schaut gerne auch in diesem Artikel vorbei. 

        #3 Lass deinen Garten nicht aus den Augen ;)

        Beim Gärtnern ist es sehr sinnvoll, wenn man seine Beete gut im Blick hat oder zumindest regelmäßig an ihnen vorbeikommt. So kannst du genau sehen, was gerade reif ist oder was gemacht werden muss.

        Liegen die Beete in einer entlegenen Gartenecke, verliert man viel schneller den Überblick. Die Beete, an denen ich auf dem Weg zur Arbeit ständig vorbei komme, sind vieeeel produktiver als die auf unserem Acker, den wir immer mit dem Auto besuche müssen.

        Gerade beim Ernten kann das fatal sein, wenn man das Erntefenster verpasst und statt einem schönen Brokkoli-Kopf einen Brokkoli-Blumenstrauß bekommt, bei dem die Blüten schon aufgegangen sind.

        Deswegen ist es ein großer Vorteil, Flächen zu nutzen, die nah am Haus sind oder da gelegen sind, wo man auch regelmäßig vorbeikommt.

        Kleiner Tipp: Überlege dir, welche Gemüse du nah am Haus anbauen möchtest und welche pflegeleichten Gemüse auch etwas weiter entfernt gut gedeihen!

        #4 Gebündelte Aussaattage

        Ich habe bestimmt schon mal erzählt, dass ich gerne nach den Aussaattagen von Maria Thun gärtnere. Das ist ein Aussaatkalender, in dem alle Gemüse in folgende vier Kategorien eingeteilt werden:

        • Blütengemüse z.B. Artischocke oder Brokkoli
        • Wurzelgemüse z.B. Möhre
        • Blattgemüse z.B. Weißkohl
        • Fruchtgemüse z.B. Gurken oder Tomaten

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wirklich einen Unterschied macht, an welchen Tagen man das Gemüse sät. Der Aussaat-Kalender hilft mir aber nicht nur dabei, schöne Gemüse zu ziehen, sondern der hilft mir auch dabei, meine Aussaaten zu bündeln.

        In drei Wochen säe ich beispielsweise alle meine Blattgemüse, sowohl draußen als auch in der Anzucht und so habe ich die Aufgabe einmal konzentriert erledigt. Dann muss ich nicht mehr ständig daran denken:

        „Ach, heute wollte ich doch noch Rote Bete säen und dann morgen noch die Möhren und dann noch Kartoffeln pflanzen.

        Stattdessen plane ich gerne ein bisschen im Voraus. Für die Aussaaten oder Pflanzungen von Möhren, Rote Beete und Kartoffeln suche ich mir einen Wurzeltag aus und erledige die Arbeiten dann gebündelt.

        Das ist wirklich ein riesen Zeitspartipp, gerade wenn dein Garten nicht direkt am Haus liegt und du da immer erst hinkommen musst – ein echter Lebensretter bei uns! ;)

        Hol dir deinen Aussaatkalender!

        Wenn du nicht selber alle Aussattermine permanent im Hinterkopf behalten willst, kannst du dir auch einfach den Aussaatkalender herunterladen! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen.

        Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur Aussattermine für die Voranzucht, er sagt dir auch, wann du welche Samen ins Freie aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

        Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

        Trag dich ein für den Aussaatkalender:

        Übrigens: Wenn du mehr Lust auf Video gucken hast kommst du hier zur YouTube – Variante dieses Artikels:

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        #5 Fruchtwechsel und passende Beetpartner

        Der nächste Tipp hat auch was mit Planung zu tun und zwar geht es um die Planung von Fruchtfolgen und Mischkultur in deinem Garten. Diese zwei Methoden helfen dir dabei, auf ganz natürliche und einfache Art und Weise, viele Schädlinge und Krankheiten aus deinen Gemüsebeeten fernzuhalten.  

        Eine Fruchtfolge ist der Fruchtwechsel auf deinem Gemüsebeet von Jahr zu Jahr.

        Nehmen wir mal an, du baust im ersten Jahr Kohl auf deinen Beeten an, der auf dem Speiseplan von ziemlich vielen Schädlinge steht. Einige dieser Schädlinge oder Krankheiten können sich auch nach der Kohlernte noch im Boden befinden und die warten quasi nur darauf, dass du im nächsten Jahr wieder Kohlpflanzen auf dieses Beet pflanzt.

        Baust du nun aber über die nächsten Jahre Gemüse aus einer anderen Pflanzenfamilie an und erst im sechsten Jahr wieder Kohl, dann sind deine Beete bis dahin clean, weil du die Schädlinge ausgehungert hast.  Nun kannst du auf dem Beet wieder Kohl anbauen, ohne dass der sofort wieder von Krankheiten oder Schädlingen befallen wird. 

        Und eine Mischkultur bedeutet, dass du Pflanzen zusammenpflanzt, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. Mein liebstes Beispiel ist die Mischkultur von Möhre und Zwiebel. Die tun sich gut, weil sie sich gegenseitig die Schädlinge vom Leib halten.

        Die Möhre wirkt gegen die Zwiebelfliege und die Zwiebel gegen die Möhrenfliege und alles was du machen musst, ist die beiden nebeneinander anzubauen. Total simple, total einfach. Das einzige was es erfordert, ist ein bisschen Planung im Voraus. 

        Gemüsegarten

        Wenn du dafür Inspiration brauchst, kommt du hier zu meinem fertigen Anbauplan, der schon nach Mischkultur- und Fruchtfolgeprinzipien ausgeklügelt ist.

        Möchtest du lieber selber kreativ werden? Dann geht es hier zum Artikel, der dir dabei hilft, deinen eigenen Anbauplan zu erstellen.

        #6 Dein Aussaat-Staffellauf

        Wenn wir gerade schon über die Anbauplanung sprechen, dann kann ich dir die staffelte Aussaat auch wärmstens ans Herz legen. Das bedeutet, dass du dein Gemüse nicht nur einmal im Frühling aussäst, sondern über das Jahr verteilt immer wieder.

        Das ist wirklich ein super Tipp, um das ganze Jahr über aus deinem Garten ernten zu können. Es ist nämlich super frustrierend, wenn du in deinem Garten einmal alles vollpflanzt und dann zu einem Zeitpunkt eine riesengroße Ernte hast, mit der du schon gar nicht mehr weißt wohin damit. Deine Nachbarn wollen irgendwann auch nichts mehr von dir wissen, weil du sie immer mit deinen Zucchini belästigst.

        Ein paar Wochen später ist die Ernteschwemme dann vorbei und du musst wieder in den Laden gehen, um Gemüse zu kaufen, weil im Garten alles abgeerntet ist.

        Deswegen ist es viel schlauer, die Aussaaten mit Hilfe der Anbauplanung zu tackten und beispielsweise alle vier Wochen neuen Salat auszusäen. So kannst du regelmäßig ernten und hast viel mehr von deinem Gemüsegarten. :)

        #7 In Reih und Glied

        Jetzt haben wir aber genug von der Planung geredet, sprechen wir nochmal über eine Technik, die man direkt im Garten anwenden kann – das Aussäen in geraden Reihen.

        Das klingt jetzt vielleicht etwas spießig, aber du kannst dadurch viel einfacher mulchen und wenn sich Unkraut breit macht, kannst du es viel schneller entfernen, indem du beispielsweise einfach einmal mit der Hacke durch die Reihe gehst.

        Das ist wirklich ein kleiner Zeitretter im Garten. Also immer schön gerade Reihen säen, auch wenn es vielleicht lustiger und spaßiger ist, wenn man mal hier oder da irgendwas anbaut.

        Kompostbeete sind ja darauf ausgelegt, dass du möglichst unkrautfrei gärtnern kannst, aber wenn doch mal Unkräuter aufgehen, dann hast du die zwischen den Reihen schwuppdiwupp weggejätet.

        Gemüsegarten Unkraut

        Kleiner Tipp: Wenn sich Unkräuter in deinem Beet zeigen, versuche sie so schnell wie möglich zu jäten. Zum einen sind die kleinen Pflanzen viel einfacher zu jäten als große Pflanzen, bei denen man oft auch die Wurzel mit ausgraben muss.

        Zum Anderen können sich die Unkräuter in deinem Garten sonst ruckzuck aussäen. Dann hast du nicht nur ein Unkraut dastehen, sondern gleich mal 100, denn viele Unkräuter bilden Unmengen an Samen. 

        #8 Mulchen

        Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, dann hast du es dir bestimmt schon gedacht: Ein weiterer ganz wichtiger Tipp, um einen pflegeleichten Gemüsegarten zu haben, ist das Mulchen. Meiner Meinung nach braucht es eine dicke Mulchschicht, wenn man einen pflegeleichten Gemüsegarten haben möchte. 

        Denn der Mulch unterdrückt Unkraut, hält den Boden feucht und verrottet nach und nach zu Humus. Du fütterst du mit dem Mulch das Bodenleben und dein Boden wird nach und nach immer fruchtbarer. Regenwürmer und andere Bodentierchen fühlen sich mit einer Mulchschicht super wohl in deinem Garten und helfen dir fleißig bei der Gartenarbeit. ;)

        Je größer die Pflanzen, desto dicker kannst du den Mulch auf deine Beete packen. Wir haben teilweise bis zu 30 cm Mulch auf unseren Beeten und das hat für uns eine enorme Zeitersparnis zur Folge. 

        Auch zum Thema Mulch gibt es einige Infos und Anleitungen im Gemüsegarten-Bootcamp, also meldet euch da gerne für an, wenn ihr mehr dazu wissen wollt. :)

        #9 Wilde Ecken im Garten

        Ich finde in einem Biogarten ist es super wichtig, den Garten nicht nur als reinen Nutzgarten zu betrachten, sondern auch als Lebensraum für ganz viele Tiere. Häufig sind das sogar Nützlinge, die euch weiterhelfen, indem sie zum Beispiel Schädlinge von euren Pflanzen abhalten. 

        Das funktioniert ganz toll in einem Garten, in dem es auch mal eine wilde Ecke gibt. Wie wäre es mit einer Trockenmauern oder einem Laubhaufen, der liegen bleiben darf? Auch ein Teich oder eine Ecke mit Totholz eignet sich super gut, um Tieren in deinem Garten einen Rückzugsraum zu ermöglichen.

        Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

        Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

          Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

          #10 Nicht nur für dich gärtnern, sondern für‘s gesamte Ökosystem

          Nützlinge können dir beim Gärtnern ungemein weiterhelfen! Wenn du zum Beispiel viele Blattläuse in deinem Garten hast, gibt es eine ganze Reihe von Nützlingen, die sich den Blattläusen annehmen und sich in deinem Garten engagieren. Dafür musst du ihnen nur einen Raum geben, sodass sich die Nützlinge in deinem Garten niederlassen und wohlfühlen.

          Also Tipp Nummer 10, ganz wichtig, nicht nur für dich selber gärtnern, sondern auch für das Ökosystem Biogarten und für die Nützlinge, die dir in deinem Garten so ungemein weiterhelfen. :)

          Hast du noch Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten? Ich freue mich auf einen Kommentar von dir! :)

          Unkraut im Garten

          8 Schritte zum unkrautfreien Gemüsegarten – ganz natürlich!

          Du hast keine Zeit und Lust mehr, ständig auf Knien durch deinen Garten zu robben, um dem Unkraut nachzujagen? Dann passt jetzt gut auf, denn ich zeige dir heute wie du in 8 Schritten, auf ganz natürliche Art und Weise, einen quasi unkrautfreien Gemüsegarten anlegen kannst.

          Wir verbringen im Monat tatsächlich nur circa drei Minuten mit jäten, denn auf unseren fast 300 Quadratmetern Beetfläche wächst so gut wie gar kein Unkraut. 

          Ich weiß, dass das total utopisch klingt. Aber mit ein bisschen Planung und System kannst du deinen Garten auch so gut wie unkrautfrei halten. Wie das klappt, zeige ich dir in diesem Artikel!

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          Schritt #1: Kompostbeete gegen Unkraut anlegen

          Ich habe mein eigenes Gartensystem entwickelt, bei dem sich alles darum dreht, wie man auf ganz natürliche Weise möglichst wenig Arbeit beim Gärtnern hat und trotzdem dicke Ernten einfahren kann. Dieses Gartensystem gebe ich auch in meinen Kursen weiter.

          Die Basis für mein „3-Phasen-Gartensystem“ sind die Kompostbeete. Die legen wir ganz ohne Umgraben und mit viel Kompost an. So sind die Beete super schön fruchtbar und – das Beste! – in der Komposterde sind keine Unkrautsamen enthalten. 

          Unkraut im Garten

          Das macht einen riesengroßen Unterschied, denn in natürlichem Mutterboden schlummert ein quasi unerschöpfliches Potenzial an Unkrautsamen. Und wenn man den Boden dann auch noch umgräbt, werden immer wieder Unkräuter in deinen Beeten aufgehen. Das ist quasi unvermeidbar, egal wie gründlich du jätest. 

          Wenn du auch Kompostbeete in deinem Gemüsegarten anlegen möchtest, kannst du dich gerne für das Gemüsegarten-Bootcamp anmelden. Das ist ein Minikurs, bei dem ich dir im ersten Video zeige, wie du Kompostbeete Schritt für Schritt anlegst. 

          Schritt #2: Unkrautfrei kompostieren

          Damit der Plan mit dem unkrautfreien Kompost auch aufgeht, ist es ganz wichtig, dass keine Wurzelunkräuter oder samentragende Unkräuter auf deinem Kompost landen. 

          Ich weiß, dass es Leute gibt, die sagen: „Ach, ich kompostiere den einfach heiß, dann werden die Unkräuter abgetötet.“ Aber um im gesamten Kompost solche hohen Temperaturen zu erreichen, muss man schon ein ganz schöner Kompost-Profi sein.

          Deswegen packe ich alle Unkräuter, die bei uns anfallen, auf einen Kompost, der in einer abgelegenen Ecke im Garten steht. Da kommen beispielsweise auch kranke Pflanzenteile drauf, also einfach alles, was man nicht im Hauptkompost, der dann wieder für die Beete verwendet wird, haben möchte.

          Diesen Kompost verwende ich dann beispielsweise für unsere Obstbäume oder Beerensträucher, wo es nicht so schlimm ist, wenn hier und da ein bisschen Unkraut hochkommt. Und der Hauptkompost bleibt unkrautfrei. 

          Unkraut im Garten

          Sonst steckt man all die Arbeit und Energie ins Jäten, nur um dann später seine Unkräuter mit dem ausgebrachten Kompost wieder ins Beet zu pflanzen. Das wäre doppelte Arbeit und total ärgerlich.

          Wenn du Lust hast, mehr darüber zu erfahren, wie man richtig kompostiert, dann schau dir gerne diesen Artikel an.

          Schritt #3: Unkrautsperren errichten

          Bleiben wir noch mal bei dem Anlegen von den Beeten, denn da habe ich noch einen super Tipp gegen Unkräuter für dich: Unkrautsperren*!

          Nach dem Anlegen deiner Beete werden nämlich Gräser und andere Unkräuter versuchen, sich die Beete zurückzuerobern. Um das zu verhindern, kann man entweder die Kanten vom Beet immer wieder abstechen oder man baut eine Unkrautsperre ein.

          So eine Unkrautsperre wird am Rand der Beete eingegraben und sollte am Ende noch circa 5 Zentimeter über den Beeten herausgucken. Über diesen Link kommst du zu den Unkrautsperren, die ich im Garten verwende. 

          Ich benutze übrigens viel lieber Sperren aus Metall als Unkrautsperren aus Plastik. Die sind zwar ein bisschen teurer, aber sie halten auch viel länger und zerbröseln nicht, wenn du sie irgendwann wieder entfernen möchtest. Das passiert nämlich bei den Plastiksperren ganz häufig, und dann hast du den ganzen Garten voll mit kleinen Plastikstückchen. 

          Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, dann kommst du hier zur YouTube-Variante dieses Artikels:

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          Schritt #4: Beete mulchen gegen Unkraut

          Die einzigen Unkräuter, die dir in den Kompostbeeten dann noch zu schaffen machen können, sind fliegende Unkräuter wie zum Beispiel der Löwenzahn. 

          Der schwebt mit seinem Schirmchen durch die Luft und wenn er auf einem Beet landet, auf dem es schöne, nackte Erde gibt, dann beginnt er, dort zu wurzeln.

          Deswegen empfehle ich dir, deine Beete zu Mulchen. Dadurch sind die Beete bedeckt und die fliegenden Unkräuter haben erst gar keine Möglichkeit, Wurzeln zu schlagen, weil sie kein Substrat zum Wurzeln vorfinden. 

          Unkraut im Garten

          Das ist übrigens nur einer von vielen guten Gründen, deine Beete zu Mulchen. Wer meinen Blog schon länger kennt, der weiß, dass ich ein riesiger Fan vom Mulchen bin! Denn es gibt noch viele weitere Vorteile, zum Beispiel die langanhaltende Feuchtigkeit im Boden oder das aktivere Bodenleben. Um es kurz zu fassen: Geh raus und mulch deine Beete, dein Gemüsegarten wird es dir danken. :P 

          Schritt #5: Kartoffeln anbauen gegen Unkraut

          Im nächsten Schritt kommt die Kartoffel ins Spiel. Die Kartoffelpflanze kann nämlich super Unkräuter unterdrücken, weshalb es sich richtig lohnt, diese im ersten Jahr auf den Beeten anzubauen. Vor allem dann, wenn du nicht darauf geachtet hast, dass dein Kompost unkrautfrei bleibt. 

          Ich habe beobachtet, dass Beete, die im ersten Jahr mit Kartoffeln bepflanzt wurden, im zweiten Jahr viel, viel unkrautfreier sind. Deswegen pflanze ich gerne im nächsten Jahr auf dem Beet, auf dem vorher die Kartoffeln standen, Zwiebeln und Möhren. Diese zwei Kulturen werden nämlich überhaupt nicht gerne mit Unkräutern konfrontiert. 

          Schritt #6: Unkräuter schnell jäten

          Bei Unkräutern gilt: der frühe Vogel fängt den Wurm. Ich empfehle dir, wirklich regelmäßig einen Blick auf deine Beete zu haben, falls doch mal Unkräuter aufgehe. 

          Denn: Wenn die Unkräuter erst mal groß sind und eventuell sogar schon ausgesamt haben, passiert es schnell, dass du statt einem plötzlich 100 davon in deinem Beet hast. ;)

          Schritt #7: Halte die Wiese um deine Beete kurz!

          Wilde Ecken im Garten sind wunderschön und auch für Nützlinge super wichtig. Direkt um die Beete herum würde ich dir aber empfehlen, die Wiese kurz zu halten. So samen hochgewachsene Gräser nicht über deinen Beeten aus. Und als kleiner Bonus kommen auch die Schnecken nicht so einfach in die Beete gekrochen.

          Schritt #8: Die hartnäckigen Unkräuter- Giersch, Quecke und Co. loswerden

          Es gibt ein paar Unkräuter im Garten, die man gar nicht so leicht loswird. Dazu zählen zum Beispiel die Quecke, Giersch und auch die Ackerwinde – die sind besonders hartnäckig. 

          Wenn du einen oder mehrere von diesen Kandidaten bei dir im Garten hast, dann musst du richtig ranklotzen, denn auch die Kompostbeete können diese Unkräuter nicht vollständig unterdrücken. Da hilft dann nur ausgraben, und zwar mit der gesamten Wurzel!

          In meinem ersten Garten hatte ich ein Beet, das komplett mit Giersch voll war. Das habe ich dann ungefähr drei Tage lang bearbeitet und mit der Grabelgabel so tief gelockert, bis ich alle Pflanzen mit der Wurzel ausgegraben hatte. 

          Danach habe ich dann mit Pappe* und Kompost meine Beete angelegt, so wie ich dir das auch im Bootcamp zeige, und sobald irgendwo ein Giersch-Pflänzchen hochgekommen ist, habe ich das direkt wieder samt Wurzel ausgegraben. 

          Das ist harte Arbeit, aber wenn du dranbleibst, bekommst du das ganz sicher in den Griff. Ab dem zweiten Jahr hatten wir jedenfalls unserer Ruhe. 

          Welche Unkräuter halten sich bei dir besonders hartnäckig? Hast du noch mehr Tipps gegen Unkraut? Ich freue mich über einen Kommentar von dir!

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          Wintersalat: So erntest du auch in der kühlen Jahreszeit deinen eigenen Salat

          Wusstest du, dass du Salat das ganze Jahr über anbauen kannst? Viele Leute pflanzen Salat nur im Frühjahr und im Sommer an, dabei funktioniert der Salatanbau auch im Winter ganz wunderbar, und das mit ein paar Tricks sogar im Freiland! 

          Deswegen zeige ich dir heute alles, was es zu beachten gibt, damit auch wenn es draußen bitterkalt ist noch frischen Wintersalat aus dem Beet ernten kannst. :)

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          Pflücksalat oder Kopfsalat als Wintersalat?

          Im Gewächshaus und Frühbeetkasten bauen wir im Winter auch Kopfsalat an, also Salat, bei dem man den ganzen Kopf erntet. 

          Auf unseren Beeten, die komplett im Freien sind, bauen wir im Winter nämlich ausschließlich Pflücksalat an, bei dem wir einzelne Blätter ernten, die Pflanze aber im Beet stehen bleibt und immer wieder frisch austreibt.

          Wintersalat: die Sorte macht’s!

          Die Sortenwahl spielt eine große Rolle für den Wintersalat. Hier empfehle ich dir, auf frostharte Salatsorten zurückzugreifen. Na, kannst du dir schon denken, welche Sorte ich dir jetzt ans Herz legen werde? ;)

          Na klar, den Salat Baquieu! Ich habe ihn hier schon super oft erwähnt, aber der eignet sich einfach hervorragend für den Winteranbau, da er sehr, sehr frosthart ist. Leider ist es zurzeit nicht so leicht, Baquieu-Saatgut zu bekommen, deswegen habe ich mich noch nach anderen tollen Wintersalat-Sorten umgeschaut. 

          Viele von euch haben mir berichtet, dass die Sorte Wintermarie auch super für den Salatanbau im Winter geeignet ist. Aus diesem Grund habe ich sie dieses Jahr gleich in meinen Anbauplan mitaufgenommen und bin schon super arg auf die Ergebnisse gespannt.

          Übrigens: Ihr braucht kein extra Pflücksalat – Saatgut zu kaufen, man kann Pflücksalat nämlich ganz einfach aus allen normalen Salatsorten ziehen. 

          Wie viel Fläche brauche ich für den Anbau von Wintersalat?

          Damit du den ganzen Winter über gut mit Salat versorgt bist, würde ich pro Person etwa 1 bis 2 m2 Beetfläche einplanen. Wir planen mit 1,5 m2 pro Person, damit immer genügend Salat im Beet steht, der dann auch Zeit zum Nachwachsen hat. Du kannst deine Pflanzen nämlich locker 4-5 Mal beernten, bevor sie das Beet räumen.

          Ein Beet mit einer Fläche von 1,20 m x 5 m würde demnach für 3 bis 6 Personen gut ausreichen. :)

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          Wintersalat aussäen, so geht’s:

          Den Wintersalat säe ich am liebsten ab Ende August bis in den Oktober hinein aus. Theoretisch kannst du den Salat auch im Haus vorziehen, da die Pflanzen für den Winter aber sehr dicht angepflanzt werden, müsstest du sehr, sehr viele Pflanzen vorziehen. Deswegen finde ich es viel praktischer, den Wintersalat direkt ins Beet zu säen. 

          Bei der Aussaat empfehle ich dir, die Samen großzügig überall auf dem Beet zu verteilen, sodass später ein dichter Pflanzenteppich entsteht. Die einzelnen Salatpflanzen bleiben als Pflücksalat eher klein und können deswegen nah beieinander wachsen.

          Wichtig: Salat ist ein Lichtkeimer, deshalb brauchst du die Samen nach der Aussaat nur anzudrücken und nicht mit Erde zu bedecken. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass die Samen unbedingt vorm Austrocknen beschützt werden müssen. Wenn es nochmal richtig warm wird, solltest du regelmäßig mit der Gießkanne anrücken, sodass die Erde schön feucht bleibt.

          Nach ein paar Tagen wirst du die ersten grünen Farbtupfer in deinem Beet entdecken. Mach dir keine Sorgen, wenn du in deinem Beet ein paar Lücken hast. Nach und nach wird dein Beet zu einem dichten Salatteppich heranwachsen, den du den ganzen Winter über nach Bedarf beernten kannst.

          Wintersalat ernten

          Da wir im Winter in unseren Freiland-Beeten nur Pflücksalat anbauen, werden dort auch keine ganzen Salatköpfe geerntet. Stattdessen ernte ich nur die einzelnen Salatblätter, indem ich die ganze Pflanze etwa 4 cm über dem Boden abschneide. Daraus kann man dann einen richtig feinen Salat zaubern, denn die jungen Blätter sind sehr zart und schmecken ganz mild. 

          Kleiner Tipp: Wenn du deinen Wintersalat so erntest, dass das Herz unbeschädigt bleibt, wird dein Salat immer wieder neu austreiben. Das machen die Pflanzen auch im Winter, das Nachwachsen dauert nur etwas länger wie in den warmen Monaten. 

          Auf diese Art und Weise kannst du bis in den Mai oder Juni hinein deinen Salat nur von diesem einem Winterbeet ernten! Erst im Juni gehen die Wintersalate dann in die Blüte und es wird Zeit, die neuen Sommersätze anzubauen, dann aus schossfesteren Sorten wie der Salatsorte Pirat.

          Bei der Ernte von Wintersalat ist es ganz wichtig, dass der Salat im gefrorenen Zustand nicht geerntet und am aller besten gar nicht berührt wird. Lass den gefrorenen Salat erst in Ruhe wieder auftauen, bevor du ihn erntest. Sonst taut der Salat bei dir in der Küche wieder auf und ist dann super matschig. 

          Generell sollten übrigens alle eingefrorenen Pflanzen auf den Beeten ganz in Ruhe gelassen werden. ;)

          Wintersalat richtig pflegen

          Während man im Sommer bangt, dass der Salat zu schießen beginnt, ist im Winter eher das Erfrieren ein Problem. Aus diesem Grund decke ich meinen Wintersalat vor frostigen Nächten mit einem Gärtnervlies ab. Es gibt ganz unterschiedliche Stärken Gärtnervlies zur Auswahl, ich empfehle euch eine Vliesstärke zwischen 30 bis 85 g pro m2. 

          Generell bin ich ein Fan von etwas dickerem Gärtnervlies, weil es deutlich langlebiger ist. Allerdings gelangt so auch weniger Licht an die Pflanzen, was gerade im Winter zum Problem werden kann. Ich habe euch mal ein Vlies verlinkt, das ich gerne benutze, denn es hat eine gute Stärke und reißt nicht so schnell, sodass man es mehrere Jahre verwenden kann.

          Tipp: Wenn es sehr kalt ist, kann der Salat auch schnell mal am Vlies festfrieren. Um das Festfrieren zu vermeiden, kannst du einen kleinen Minitunnel aufbauen, anstatt das Vlies direkt über die Pflanzen zu legen. Dafür verwenden wir einfach zugeschnittene Elektroinstallationsrohe aus dem Baumarkt, die wir auf kleine Eisenstangen setzen, die wir vorher in die Erde geschlagen haben. 

          Du kannst jetzt übrigens nicht nur Wintersalat anbauen, sondern auch noch andere Gemüse, wie zum Beispiel Karotten, wenn du auf die richtige Sorte setzt. Falls du also Lust hast, noch mehr Wintergemüse anzubauen, kommst du hier zum passenden Artikel. :)

          Kennst du noch andere Salat-Sorten, die sich super im Winter anbauen lassen? Lasst uns doch zusammen ein paar tolle Sorten in den Kommentaren sammeln!

          Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diesen Link einkaufst. Nicht viel, aber hey, Kleinvieh macht auch Mist! ;) Danke an alle, die das machen! Das ist eine tolle Möglichkeit, meinen Blog zu unterstützen.

          *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

          Nie wieder Johannisbeeren kaufen – so vermehrst du deine Beerensträucher selber!

          Du möchtest deine Johannisbeeren vermehren? Die roten, weißen oder schwarzen Beeren gehören für mich einfach zum Sommer dazu! Direkt frisch vom Strauch genascht oder eine Handvoll Beeren in den Joghurt: Herrlich! Als fruchtige Marmelade kannst du die Beeren sogar das ganze Jahr über genießen. :)

          Wir haben vor einigen Jahren mit ein paar Johannisbeer-Pflanzen begonnen und mittlerweile sind es richtig viele geworden – denn Johannisbeeren lassen sich sehr unkompliziert anbauen und vermehren. Und genau darum soll es in diesem Artikel gehen- ich zeige dir in acht Schritten, wie du deine Johannisbeeren vermehren kannst.

          Hier schreibt übrigens nicht Marie, sondern Sven. Ich studiere ökologische Landwirtschaft und mache mein Praxissemester bei Wurzelwerk. Da darf ich einen Gastartikel für den Blog schreiben und hab mir die Johannisbeeren-Vermehrung ausgesucht, mit der ich mich im Studium schon viel beschäftigt habe.

          Es lohnt sich in jedem Fall, einige dieser Vitamin-C-Bomben im Garten zu haben. Rote und weiße Johannisbeeren enthalten knapp dreimal so viel Vitamin C wie Äpfel – bei schwarzen Johannisbeeren ist es sogar fast das Zwanzigfache! Und ganz nebenbei sind sie auch noch super lecker. ;)

          Also auf geht’s! Machen wir aus einem Strauch zehn und vermehren die Beeren selber weiter!

          Der perfekte Standort für deine Johannisbeeren

          Die Johannisbeere ist eine sehr dankbare Pflanze! Solange der Boden nicht zu hart oder trocken und der Platz schön sonnig ist, wird sie vollauf zufrieden sein. Für eine große Ernte zahlt es sich aus, den Boden immer etwas feucht zu halten. 

          Um Wasser im Boden zu halten, kannst du einfach etwas Mulch um die Sträucher verteilen. Das wirkt in heißen und trockenen Sommern wahre Wunder! Wenn du mehr über das Mulchen erfahren möchtest, dann bitte einmal hier entlang. ;)

          Trotzdem solltest du in den Sommermonaten ab und zu die Feuchtigkeit checken. Ist die Erde doch mal trocken, hilfst du mit der Gießkanne eben ein bisschen nach*. 

          Um deine Johannisbeeren mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, kannst du jedes Frühjahr etwas reifen Kompost an die Sträucher geben.

          Ansonsten ist uns ein Johannisbeerstrauch gar nicht mal so unähnlich: Er freut sich, wenn es sonnig und warm ist, mag aber auch keine Bullenhitze. Halbschatten wird zwar toleriert, die Früchte werden dann allerdings kleiner, weniger zahlreich und – was vielleicht am schlimmsten ist – weniger süß! 

          Mit mehr UV-Licht ist der Strauch einfach viel motivierter und produktiver. ;)  Deswegen suche dir am besten einen schön sonnigen Platz für deine Johannisbeer-Sträucher!

          Johannisbeeren vermehren

          Johannisbeeren vermehren über Stecklinge – Schritt für Schritt

          Die beste und einfachste Art zum Johannisbeeren vermehren, ist über Steckhölzer! Das ist eine Form der vegetativen Vermehrung und super schnell gemacht.

          Vegetative Vermehrung bedeutet immer, dass von einer Mutterpflanze ein Stück abgeschnitten wird. Dieses Pflanzenstück bildet dann unter günstigen Bedingungen neue eigene Wurzeln aus und entwickelt sich zu einer vollständigen neuen Pflanze. 

          Das Besondere ist, dass die entstehenden Neupflanzen im Prinzip Klone der Mutterpflanze sind. Das heißt, dass die neu entstehenden Pflanzen die Eigenschaften der Mutterpflanze besitzen werden. Darum ist es so entscheidend, dass du dir für die Vermehrung nur gesunde, ertragreiche Sträucher aussuchst, deren Früchte dir richtig gut schmecken! :)

          Johannisbeeren kann man besonders gut vegetativ vermehren, da an abgetrennten Trieb- oder Zweigstücken leicht und schnell neue Wurzeln entstehen. Wie das genau geht, erkläre ich dir jetzt Schritt für Schritt.

          Schritt #1 Bereite ein Steck-Beet für das Johannisbeeren vermehren vor

          Am besten suchst du dir ein freies Beet aus und wandelst es kurzerhand in ein Steckbeet um: Hier sollen die Hölzer so lange verbleiben, bis sie im Herbst des Folgejahres als fertige Neupflanzen an ihren endgültigen Standort versetzt werden.

          Vor dem Stecken ist es wichtig, dass die Erde etwa 30 cm tief gelockert wird.

          Das Lockern hat zwei Gründe: Erstens kannst du die Hölzer dann leichter tief genug stecken und zweitens kommt so mehr Sauerstoff in den Boden. Dieser ist nämlich wichtig für die Wurzelbildung. 

          Damit deine Steckhölzer schnell viele Wurzeln bilden können, musst du sie in feuchte (nicht tropfnasse!) Erde stecken. Achte darauf, dass du sie richtig herum steckst, also mit dem oberen Ende nach oben. ;) 

          Johannisbeeren vermehren

          Schritt #2 Suche dir Johannisbeeren zum Vermehren aus

          Der nächste und meiner Meinung nach wichtigste Schritt ist die Auswahl eines kräftigen und gesunden Strauches. Magst du die Beeren gerne etwas sauer? Oder lieber möglichst süß? Dann solltest du einen Strauch mit entsprechenden Fruchteigenschaften aussuchen! 

          Johannisbeeren vermehren

          Schritt #3 Steckhölzer von der Johannisbeere schneiden

          Im Spätsommer oder Herbst schneidest du 20 bis 25 cm lange Triebe von deinem Johannisbeerstrauch ab: so erhältst du deine sogenannten Steckhölzer. Am besten verwendest du Triebe, die etwa bleistiftdick sind. Die auserkorenen Triebe sollten schon ausgereift sein. Das bedeutet, dass sie zwar noch nicht vollständig verholzt sind, aber bereits eine hellbeige bis hellbraune Haut haben. 

          Prinzipiell kannst du die Hölzer zwar auch von älteren Zweigen schneiden, es klappt jedoch besser, wenn die Triebe erst im jeweiligen Jahr gewachsen sind. Die reichen von den Triebspitzen herab bis zu einer meist „knautschigen“, ringförmigen Zone. In der Regel sieht man zusätzlich einen Farbwechsel zwischen den verschieden alten Triebabschnitten. 

          Johannisbeeren vermehren

          Achtung! Es ist super wichtig, dass du dir merkst, wo an den Steckhölzern „Oben und Unten“ ist, um sie später auch richtig herum ins Steckbeet stecken zu können ;)

          Kleiner Tipp: Ich mache gerne am oberen Ende einen geraden Schnitt, direkt oberhalb einer Knospe. Am unteren Ende setze ich zu einem schrägen Schnitt an. So kann ich „Oben und Unten“ nicht mehr verwechseln.

          Johannisbeeren vermehren

          Bis du die Johannisbeer-Hölzer gesteckt hast, dürfen diese keinesfalls austrocknen! Wenn du sie nicht sofort nach dem Schneiden steckst, solltest du sie feucht halten. Du kannst sie zum Beispiel in ein feuchtes Geschirrtuch eingeschlagen.

          Schritt #4 So steckst du deine Johannisbeer-Hölzer

          Es ist so weit! Endlich kannst du die Hölzer stecken, und zwar in einem Abstand von 20×20 cm. Optimal ist, wenn sie etwa 5-7 cm ober aus der Erde herausschauen. Achte darauf, dass an diesem oberirdischen Teil jeweils 2-3 Knospen/Augen sitzen. Im nächsten Frühjahr wachsen daraus die ersten Triebe!

          Schon fertig mit stecken? Super! 

          Dann solltest du jetzt noch die Erde um die gesteckten Hölzer herum etwas andrücken, damit die Rinde der Steckhölzer Bodenkontakt hat. Jetzt alles noch schön angießen* und schwupps ist dein erstes Johannisbeer-Holz gesteckt. :)

          Johannisbeeren vermehren

          Schritt #5 Warte, bis deine Johannisbeere Wurzeln schlägt

          Jetzt heißt es warten – und vor allem die Erde feucht halten – das ist das A und O!

          Nach vier bis acht Wochen haben sich bereits einige Wurzeln und Würzelchen gebildet, auch wenn man es von außen nicht sehen kann. 

          Neugier gewinnt: 

          Nach ein paar Wochen kannst du vorsichtig mal eines der Steckhölzer ausgraben, um dich vom „Wunder der Bewurzelung“ mit eigenen Augen zu überzeugen. Anschließend musst du das bewurzelte Holz natürlich genauso vorsichtig wieder eingraben. ;)

          Vor Wintereinbruch ist es ratsam, die bewurzelten Hölzer mit einer dicken Laubschicht abzudecken. So kannst du deine zukünftige Johannisbeer-Plantage vor Frostschäden bewahren.

          Johannisbeeren vermehren

          Schritt #6 Die Johannisbeeren haben den Winter überstanden: Der Frühjahrsaustrieb

          Sobald deine gut bewurzelten Hölzer den Winter überstanden haben, werden sie im Frühjahr austreiben. Je nachdem wie viele Augen/Knospen am oberirdischen Teil sind, so viele Triebe wird dein Steckholz entsprechend hervorbringen.

          Jetzt können sich deine neuen Johannisbeeren erst mal in Ruhe bis zum Herbst entwickeln.

          Johannisbeeren vermehren

          Schritt #7 Die Johannisbeeren ziehen an ihren endgültigen Standort

          Im Herbst ist es an der Zeit, die Jungpflanzen an ihren endgültigen Standort umzupflanzen. Im Steckbeet wird es ihnen nämlich bald zu eng! Am endgültigen Standort solltest du einen Pflanzabstand von etwa 80 Zentimeter einplanen, damit sich deine Sträucher voll entfalten können. 

          Am besten suchst du dir eine Stelle im Garten, wo du gleich eine ganze Reihe pflanzen kannst. Den Boden kannst du an der Pflanzstelle mit einer Grabgabel lockern, damit die Wurzeln deiner Johannisbeeren guten Bodenkontakt bekommen.

          Ist der Boden am Zielstandort gut und tief gelockert, kannst du die Steckholzpflanzen ausgraben. Profi-Obstbauern nennen das „Roden“. Du musst unbedingt darauf achten, dass du die Wurzeln so gut wie möglich schonst! Dazu verwendest du im Idealfall eine Grabgabel. Der Einstich kann ruhig schön tief sein, und in etwa 15 cm Abstand zum Steckholz. So wird der durchwurzelte Boden nahezu „als Ganzes“ mit ausgegraben.

          Johannisbeeren vermehren

          Jetzt nur noch am finalen Standort je Pflanze ein passendes Loch ausheben, sodass die Jungpflanzen genauso tief im Boden stehen wie im Steckbeet. Wenn du sie einen Tick tiefer setzt, ist das auch in Ordnung. 

          Gib am besten eine Schaufel voll Kompost mit ins Pflanzloch. Falls du noch ein paar Tipps brauchst, um richtig guten Kompost selber herzustellen, schaue dir gerne auch meinen Artikel über die Kompostierung an.

          Und zu guter Letzt nicht vergessen: Erde andrücken und kräftig angießen!

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            Schritt #8 Und jetzt bitte einen „Kappschnitt“ für deine Johannisbeeren

            Obstbauern und Baumschulen schneiden die Johannisbeeren nach dem Verpflanzen radikal zurück, auf etwa dreifingerbreit über dem Boden!

            Hilfeeee! Die gerade neu gewachsenen Ersttriebe werden also schon wieder abgeschnitten?! Ja! Aber nicht ganz: Ein paar Zentimeter müssen verbleiben, da aus den hier sitzenden Knospen/Augen im Folgefrühjahr wiederum Neutriebe sprießen werden. Dadurch verzweigt sich die Johannisbeere noch stärker und bekommt die typische Strauchform.

            Johannisbeeren vermehren

            Vereinzelt habe ich schon gehört, dass die Verzweigung auch ohne Kappschnitt prima funktioniert, aber da muss wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen. ;)

            Johannisbeeren vermehren
            Du möchtest auch Johannisbeeren vermehren? Ein guter Plan! Du hast noch Fragen oder mehr Tipps zum Vermehren von Beerensträuchern? Dann immer her damit! :)

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