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Trauermücken bekämpfen: Trauermücke

Trauermücken bekämpfen – 11 ultimativ wirksame Hausmittel!

Was du beim Trauermücken bekämpfen beachten solltest und wie du deine zarten Zöglinge vor ihnen beschützt, zeige ich dir in diesem Artikel. Trauermücken können nämlich eine echte Plage sein und deinen Jungpflanzen ziemlich zusetzen!

Inhaltsverzeichnis
Steckbrief Trauermücke: Wie sehen Trauermücken eigentlich aus? 
Trauermücken bekämpfen: 11 ultimativ wirksame Hausmittel!
Schadensgutachten: Wie beeinträchtigen Trauermücken meine Pflanzen? 
Leitgedanke: Trauermücken vorbeugen statt Trauermücken bekämpfen

Steckbrief Trauermücke: Wie sehen Trauermücken eigentlich aus?

Ob eine Trauermücke nun vor allem traurig oder lustig ist, hat die Forschung bisher noch nicht geklärt. ;) Ihren Namen hat sie, weil sie einen schwarzen schmalen Körper hat und damit scheinbar „Trauer trägt“.

Bei den Insekten handelt es sich um Fliegen von bis zu sieben Millimetern Größe, die lange Fühler, lange Beine und große Flügel haben. Feuchte Erde zieht sie magisch an – Obst und Essensreste interessieren sie dagegen nicht die Bohne. ;)

Psst: Dadurch unterscheiden sich Trauermücken übrigens von den Fruchtfliegen. Das solltest du beim Trauermücken bekämpfen immer im Hinterkopf behalten, damit du am Ende nicht Hausmittel gegen Fruchtfliegen für Trauermücken verwendest und umgekehrt. :)

Trauermücken leben nur wenige Tage, die Weibchen legen in dieser kurzen Zeit aber bis zu 200 Eier in die Erde. Die Larven der Trauermücke haben einen schwarzen Kopf und einen weißen Körper, der ungefähr fünf Millimeter lang ist. In der Regel siehst du nichts von ihnen, weil sie unter der Erde leben.

Die schwarzen Fliegen haben in der Natur eine wichtige Aufgabe: Sie zersetzen nämlich organisches Material und tragen zur Humusbildung bei.

Wenn du aber deine zarten Jungpflanzen gießt und dabei viele kleine schwarze Punkte aufsteigen, die um dich und deine Zöglinge herumschwirren, hält sich die Begeisterung für Trauermücken schwer in Grenzen, oder? In diesem Fall ist Trauermücken bekämpfen angesagt! ;)

Übrigens: Sollten die aufsteigenden kleinen Punkte weiß und nicht schwarz sein, handelt es sich um die Weiße Fliege, die sich in deinen Gemüsepflänzchen eingenistet hat.

Trauermücken bekämpfen: Larven Trauermücke

Trauermücken bekämpfen: 11 ultimativ wirksame Hausmittel!

Trauermücken bekämpfen kannst du mit verschiedenen Methoden – wähl dir diejenigen aus, die für dich am besten passen. Damit du auf einen Blick sehen kannst, was du wie mit welcher Wirkung tun kannst, habe ich eine Tabelle für dich gemacht. :)

HausmittelSo geht´sWirkung
Kompost oder Erde sterilisierenfeuchte Erde 30 Minuten auf 150° Celsius erhitzen oder bei 600 Watt für zehn MinutenEier und Larven in der Erde sterben ab
vorübergehend nicht mehr gießenErdballen abtrocknen lassen Achtung: Die Pflanze soll nicht verdursten!Eier und Larven vertrocknen
BackpulverBackpulver auf die Erde streuen und mit Wasser ansprühenDie Larven nehmen das Backpulver auf und sterben ab
KaffeesatzKaffeesatz auf der Erde verteilen und nur von unten gießenDen Kaffeesatz vertragen die Larven nicht und sterben ab. Die Fliegen mögen den Geruch nicht und legen keine Eier ab
SandSand einen Zentimeter dick auf der Erde verteilen und nur von unten gießenDie Fliegen können keine Eier mehr in die Erde legen
PetersiliePetersilie kleinschneiden und auf der Erde verteilenDen Geruch von Petersilie mögen die Fliegen nicht und legen keine Eier mehr ab
NeemölNeemöl nach Packungsanweisung mit dem Gießwasser verdünnen und damit gießenLarven sterben ab
SF-NematodenDas Pulver in lauwarmem Wasser auflösen und damit gießenLarven sterben ab
RaubmilbenGranulat mit Hypoaspis aculeifer– / Hypoaspis milesRaubmilben auf die Erde streuenLarven sterben ab
Bakterium Bacillus thuringiensis Bakterium nach Anweisung mit dem Gießwasser vermischen und damit gießenLarven sterben ab
fleischfressende PflanzenFettkraut (Pinguicula vulgaris) zu den betroffenen Pflanzen stellenAuf den klebrigen Blättern bleiben die Fliegen haften

Du siehst – es gibt einige Möglichkeiten zum Trauermücken bekämpfen! Am besten kombinierst du ein paar davon, damit du gegen alle drei Fliegen-Stadien gleichzeitig vorgehst. Dann kannst du schnell die Trauermücken loswerden.

Bei der Jungpflanzenanzucht stressen dich neben Trauermücken auch die vielen verschiedenen Termine, die du im Blick behalten musst, um eine kontinuierliche Ernte einzufahren? Dann hab ich die super Lösung für dieses Problem: Meinen Aussaatkalender!

Darin habe ich dir alle Termine zum Säen und Pflanzen und zur gestaffelten Aussaat fix und fertig ausgeknobelt – du musst nur noch in den Garten gehen und loslegen! :)

Lad ihn dir hier gerne herunter:

Schadensgutachten: Wie beeinträchtigen Trauermücken meine Pflanzen?

Die ausgewachsenen Fliegen und auch die Eier sind für deine Pflanzen völlig unschädlich. Die eigentlichen Übeltäter sind die Larven der Trauermücke! Sie ernähren sich von organischem Material und sind nicht wählerisch, ob es sich dabei um abgestorbene Pflanzenreste oder die zarten Wurzeln deiner Jungpflanzen handelt. 

Auch ältere Pflanzen können sie durch den Wurzelfraß schwächen und ihnen ganz schön zusetzen. Die verletzten Wurzeln bieten Viren und Pilzen zudem eine gute Angriffsfläche, sodass es für deine grünen Freunde immer schwieriger wird, sich dagegen zu behaupten. Am besten wartest du nicht lange mit dem Trauermücken bekämpfen, sondern unternimmst so bald wie möglich etwas gegen die kleinen Plagegeister.

Kennst du den Spruch „Flöhe und Läuse gleichzeitig haben“?

Wenn sich Trauermücken über deine Pflänzchen hermachen, sind die weißen hüpfenden Springschwänze nämlich oft nicht weit entfernt. Diese Tierchen ernähren sich zwar wirklich ausschließlich von abgestorbenen Pflanzenresten und sind daher völlig harmlos. Trotzdem ist es unangenehm, wenn es rund um die Töpfe nur so hüpft und fliegt.

In meinem Kurs „Gemüsegarten starten“ zeige ich dir noch viele weitere Techniken und Tricks, wie du Gemüse ganz mühelos anbaust, gegen Schädlinge und Krankheiten verteidigst und eine richtig dicke Ernte einfährst. Vielleicht hast du ja auch Lust, ein Mitglied unserer wunderbaren Gartencrew zu werden! :)

Springschwänze kannst du ganz einfach loswerden, indem du deine Pflanze bis zur Erdoberfläche ins Wasser stellst. Dann kannst du die kleinen Hopser problemlos abschöpfen. Lass anschließend aber alles einige Tage gut abtrocknen, sonst bietest du nach dieser Kur den Trauermücken ideale Lebensbedingungen. ;)

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Leitgedanke: Trauermücken vorbeugen statt Trauermücken bekämpfen

Damit sich die Trauermücken gar nicht erst in deinen Töpfen breit machen, kannst du verschiedene Dinge tun, um einem Befall vorzubeugen:

  • Hochwertige Erde kaufen oder Erde sterilisieren
    Günstige Erde enthält häufig schon Trauermücken-Larven. Wenn du Erde oder Kompost kaufst, sterilisierst du deshalb am besten die Menge, die du für deine Jungpflanzen-Anzucht brauchst. So kannst du sicher sein, dass darin nichts mehr lebt, was unerwünscht ist. ;)
Trauermücken bekämpfen: Tomatenjungpflanzen
  • Die richtige Gießtechnik
    Auch wenn die zarten Jungpflanzen dein Augapfel sind: Übertreib es nicht mit dem Gießen! Ständig feuchte Erde oder ein langanhaltendes Pflanzen-Fußbad sind quasi eine goldgeprägte Einladungskarte für die Trauermücken.

    Außerdem lernen deine grünen Freunde auf diese Weise nicht, ihre Wurzeln tief nach unten zu strecken, um sich Wasser und Nahrung von dort zu holen. Sie wurzeln nur oberflächlich und sind auf häufiges Gießen angewiesen – die ständig feuchte Erdoberfläche lockt dann wieder die Trauermücken an.
    Du tust ihnen (und dir) also keinen Gefallen mit übermäßigem Gießen!

    Besser ist es, du gießt ausschließlich von unten und lässt die Erdoberfläche möglichst trocken. Überschüssiges Wasser, das nach einer halben Stunde noch immer im Untersetzer steht, gießt du weg. So hast du gute Chancen, keine Trauermücken bekämpfen zu müssen!
  • Frisch gekauften Jungpflanzen verpasst du einen kleinen Quarantäne-Aufenthalt, bevor sie in den Anzucht-Kindergarten kommen dürfen. So sorgst du dafür, dass eventuell eingeschleppte Trauermücken sich nicht über deinen gesamten Bestand hermachen.
  • Gebrauchte Töpfe schrubbst du gründlich ab, bevor du sie wieder verwendest. Die Larven setzen sich nämlich gerne daran fest und warten nur darauf, sich auf den neuen Bewohner zu stürzen! 

Zum Trauermücken bekämpfen hast du verschiedenen Möglichkeiten, die besonders wirkungsvoll sind, wenn du sie miteinander kombinierst. Auch wenn die Tierchen im Gemüseanbau wirklich lästig sind, solltest du aber auf keinen Fall die chemische Keule herausholen, sondern dir mit Hausmitteln helfen. 

Und vergiss nicht, dir meinen Aussaatkalender herunterzuladen, bevor du mit der Jungpflanzen-Anzucht beginnst, damit du alle Termine im Blick hast!

Neben dem Trauermücken bekämpfen hast du auch noch andere Schädlinge zu vertreiben? Dann lies gerne hier weiter:

Die 4 wirksamsten Tipps gegen Blattläuse – ohne Chemiekeule!

Erdflöhe natürlich bekämpfen: 5 wirksame Methoden

Schildläuse bekämpfen – so wirst du sie mit einfachen Hausmitteln los!

Welche Tipps hast du zum Trauermücken bekämpfen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Kapuzinerkresse mit Blüte

Kapuzinerkresse: Anbau, Ernte und Verwendung – so geht’s!

Kapuzinerkresse ist DIE essbare Blume schlechthin! Aber die rankende Pflanze kann noch viiiiel mehr, als schmackhafte Blüten zu liefern! Na, ist sie auch bei dir bereits ein absolutes Muss in der alljährlichen Beetplanung?

Inhaltsverzeichnis
Darf ich vorstellen? Die Kapuzinerkresse!
Kapuzinerkresse säen und pflanzen
Kapuzinerkresse pflegen und verwöhnen
Kapuzinerkresse auf dem Balkon anbauen
5 Gründe, warum wir Kapuzinerkresse einfach lieben
#1: Zu schön, um wahr zu sein
#2: Essbare Blüten und Blätter
#3: Kapuzinerkresse als Pfeffer- und Kapernersatz
#4: Clever: Kapuzinerkresse als Ablenkungsmanöver
#5: Kapuzinerkresse als Heilpflanze

Darf ich vorstellen? Die Kapuzinerkresse!

Wenn wir von Kapuzinerkresse reden, meinen wir normalerweise Tropaeolum Majus, die Große Kapuzinerkresse. Es gibt tatsächlich noch ein paar andere Kapuzinerkressen, die in Europa aber kaum angebaut werden und daher bei uns auch nicht wirklich bekannt sind.

So richtig heimisch ist die Große Kapuzinerkresse in unseren Gärten aber auch nicht. Sie kommt nämlich ursprünglich aus Südamerika und kam erst vor ein paar hundert Jahren über den großen Teich zu uns herüber geschwappt.

In ihrer warmen Heimat ist die Kapuzinerkresse mehrjährig und kennt kein kühles Wetter. Sie hat sich jedoch nie an die kalten Winter bei uns gewöhnt, sondern ist immer noch eine echte Frostbeule. Deshalb können wir sie in unseren Breiten nur einjährig anbauen.
 
Das ist aber gar nicht schlimm, denn die Kapuzinerkresse wächst rasch und produziert auch innerhalb eines Sommers jede Menge Blätter, Blüten und Samen.

Bevor wir jetzt aber so richtig in Anbau, Pflege und Nutzung der Pflanze einsteigen, müssen wir unbedingt eines klären: Woher zum Kuckuck hat die Kapuzinerkresse ihren verrückten Namen???

Wer auch immer der Pflanze ihren deutschen Namen gegeben hat, war von ihrer Blüte inspiriert. Die ähnelt (mit viiiiel Fantasie) den Kapuzen von Kutten der Kapuzinermönche.
 
Fun Fact: Auch Cappuccino hat seinen Namen von den Kapuzinerkapuzen. Das italienische Wort steht für ‚Kapüzchen‘ – heißt also so viel wie ‚kleine Kapuze‘. Namensgebend war hier die Milchschaumhaube auf dem Kaffee. Ob die wiederum den bunten Blüten der Kapuzinerkresse so ähnlich sieht? Ich weiß ja nicht… ;)

Kapuzinerkresse säen und pflanzen

Wenn du dir fest vorgenommen hast, in der nächsten Gartensaison Kapuzinerkresse anzupflanzen, dann solltest du dir unbedingt frühzeitig die perfekten Aussaatzeitpunkte notieren, damit du dann pünktlich dran bist und deine Pflanzen die gesamte Vegetationsperiode ausnutzen können.

Das geht ganz wunderbar in meinem Aussaatkalender, den du dir hier als PDF herunterladen kannst. Im Kalender findest du auch ganz viele Aussaattermine für alle meine Lieblingsgemüse, falls du da noch ein bisschen Inspiration brauchst! :)

Bereits im März kannst du damit anfangen, Kapuzinerkresse im Haus vorzuziehen. Dabei solltest du beachten, dass Kapuzinerkresse ein sogenannter Dunkelkeimer ist. Das heißt, dass sie erst keimt, wenn sie kein Licht mehr abbekommt.

Dafür müssen die Samen ordentlich mit Erde bedeckt sein. Drück sie am besten ein bis zwei Zentimeter tief in dein Anzuchttöpfchen. Zum Keimen schön warm und feucht halten. Sobald die Pflänzchen ihren Kopf aus der Erde strecken, etwas kühler stellen. So sollte das auf jeden Fall funktionieren! :)

Deine Schätzchen müssen es dann bis Mitte Mai im Haus aushalten. Denn Frost mögen sie ja nicht, und auch Anfang Mai kann es nachts draußen noch Minustemperaturen geben.
Da fühle ich mit den kleinen Frostbeulen. Wer verbringt die Nacht schon gerne im Freien, wenn es eisig kalt ist? Brrrr!

Mitte Mai kannst du sie dann in die weite Welt entlassen und auspflanzen. Sie sollten jetzt schon den Kinderschuhen entwachsen sein: Kräftig und gewappnet für ein Leben da draußen!

Kapuzinerkresse Jungpflanzen Anzucht

Kapuzinerkresse wächst am liebsten in mäßig fruchtbaren bis nährstoffreichen Böden. Dazu mag sie viiiiiel Sonnenschein, aber auch im Halbschatten gedeiht sie, wenn es sein muss.

Ab Mai kannst du Kapuzinerkresse auch direkt im Beet aussäen. Auch hier wieder daran denken: Ordentlich mit Erde zudecken und schön anfeuchten, damit die Samen zum Leben erwachen.

Im Haus vorgezogene Pflanzen werden zu dem Zeitpunkt natürlich schon einen ordentlichen Wachstumsvorsprung haben. Da kannst du dann schon früher mit den herrlichen Blüten rechnen. Du siehst, Vorziehen lohnt sich!

Kapuzinerkresse pflegen und verwöhnen

Einmal an den richtigen Standort gepflanzt, kann gar nicht mehr viel schief gehen und dir ist eine dicke Ernte fast schon sicher.

Kapuzinerkresse ist sehr eifrig in ihrer Blattproduktion. Manchmal sogar ein bisschen übereifrig, was dann auf Kosten der Blüten geht. Denn wenn die Pflanze so darauf konzentriert ist, immer neue Ranken und Blätter zu bilden, vergisst sie darüber schnell, auch Blüten zu formen. Dafür ist dann einfach keine Energie mehr da.

Um das zu vermeiden, solltest du die Kapuzinerkresse nur spärlich bis gar nicht düngen. Ein zu üppiges Nährstoffangebot regt die Pflanze nämlich an, immer neue Blätter auszubilden, größer und größer zu werden, und dir über den Kopf zu wachsen.

Die vielen Blätter können eines übrigens richtig gut: Wasser ausatmen! Ja, genau: Über die Blattoberflächen verdunstet jede Menge Wasser, besonders an heißen Tagen. So kann es schnell dazu kommen, dass deine Kapuzinerkresse schlapp macht und die Blätter hängen lässt. Da heißt es dann Gießkanne holen und Wasser marsch!

Kleiner Tipp: Wenn du besonders viele Blüten ernten möchtest, und nicht so scharf auf die Samen bist, dann solltest du deiner Kapuzinerkresse regelmäßig einen Pflegeschnitt gönnen.

Dabei müssen vor allem die verblühten Blüten zeitig entfernt werden. Bildet deine Pflanze erst einmal erfolgreich Samen aus, dann wird sie viel weniger Blüten produzieren. Wozu auch? Für die nächste Generation ist ja bereits gesorgt!

Kapuzinerkresse auf dem Balkon anbauen

Für Kapuzinerkresse brauchst du eigentlich gar keinen Garten. Sie wächst nämlich auch ganz prima in Kästen und Töpfen auf dem Balkon – oder im Hochbeet. Ich würde ihr einen Topf von mindestens 5 Litern Volumen gönnen.

Rankende Kapuzinerkresse auf dem Balkon

Hier kommt ihre Farbpracht so richtig zur Geltung. Sie kann aber auch einfach alles auf einmal: Toll aussehen und eine fette Ernte liefern! So ein gesunder Alleskönner ist natürlich gerade dann super praktisch, wenn du nicht so viel Platz für deine Pflanzen zur Verfügung hast.

Aufgepasst! An heißen Sommertagen können Pflanzkästen und Töpfe sehr schnell austrocknen. Vergiss nicht, regelmäßig zu gießen. Wenn dein Balkon viel Sonne abkriegt, musst du bis zu zweimal am Tag für Wassernachschub sorgen, damit deine Pflanzen nicht ständig durstig sind.

5 Gründe, warum wir Kapuzinerkresse einfach lieben

Kapuzinerkresse ist gleich aus mehreren Gründen ein absolutes Muss in meiner Gartenplanung! Fangen wir mit dem offensichtlichsten an…

#1: Zu schön, um wahr zu sein

Kapuzinerkresse sieht einfach unfassbar toll aus! Die krautige Pflanze blüht in den wunderschönsten Farben: Von hellem Gelb über kräftiges Orange bis hin zu leuchtendem Rot sind alle Farbvariationen vertreten.

Gelbe und Orange Blüten der Kapuzinerkresse

An einen Zaun gepflanzt wird deine Kapuzinerkresse freudig in die Höhe klettern. Das kannst du dir zunutze machen und mithilfe der rankenden Pflanze einen grünen Sichtschutz schaffen, der selbst so richtig zum Hingucker wird.

Wenn du ihr keine Kletterhilfen bietest, kriecht Kapuzinerkresse in alle Richtungen und wird eine dicke Schicht Blätter und Ranken auf deinem Boden ausbilden. Ein wahrer Bodenbedecker ist sie!

Die Blätter der Kapuzinerkresse haben übrigens ihren ganz eigenen Wow-Effekt. Sie werden nicht nass, sondern lassen Wasser ganz einfach abperlen. Gerade im Morgentau sieht das wunderschön aus. Da sitzen die Wassertropfen wie kleine, silbrige Perlen auf den Blättern!

#2: Essbare Blüten und Blätter

Die schmackhaften Blüten sind das, wofür die Kapuzinerkresse so bekannt ist. Man findet die bunten Blüten immer öfter in Salaten, oder auch als essbare Dekoration auf Kuchen und Torten. Sie sehen aber auch wirklich zauberhaft aus!

Salat mit essbaren Blüten

Dass auch die Blätter essbar sind, ist da schon weniger bekannt. Aber Obacht: Sie können nämlich ziemlich scharf sein. Der Geschmack ähnelt dem von Meerrrettich: feurig stark!

Der scharfe Geschmack entsteht durch sogenannte Senfölglykoside. Die finden sich auch in Radieschen, Gartenkresse oder Senf wieder. All diese Pflanzen sind übrigens auch mit der Kapuzinerkresse verwandt. Die jüngeren, zarteren Blätter enthalten weniger dieser Senfölglykoside. Sie sind daher etwas milder. Ich mag sie besonders gerne in Salaten. Yams!

Wenn du mal etwas ausgefalleneres mit deiner Kapuzinerkresse anstellen willst, dann ist Kräuterbutter eine tolle Idee. Hierfür kannst du sowohl die Blätter als auch die Blüten nutzen. Das Ergebnis kann sich sowas von sehen lassen! Denn wer sonst hat bitte schon bunte Kräuterbutter?

#3: Kapuzinerkresse als Pfeffer- und Kapernersatz

Nach der Blüte bildet die Kapuzinerkresse ihre Samen aus. Und auch die sind essbar! Wenn die Samen noch grün und jung sind, kannst du sie als Kapernersatz verwenden.

Dafür kochst du sie in gesalzenem Essigwasser, und füllst sie anschließend zusammen mit der Flüssigkeit in Schraubgläser. Probier doch mal aus, ob jemand den Unterschied bemerkt, wenn du statt dem Original die heimischen ‚Kapern‘ in einer Pastasauce verwendest! Pssst, ich verrate nichts!

Wenn du mit der Ernte noch länger wartest, kannst du irgendwann die reifen Samen ernten. Die eignen sich entweder als Saatgut für die nächste Kapuzinerkresse-Generation, oder du füllst sie in deine Pfeffermühle.

Ja, richtig gehört! Auch die Samen haben einen leicht scharfen, pfeffrigen Geschmack und eignen sich hervorragend zum Würzen.

Wenn du also das nächste Mal „Geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“ hörst, dann nichts wie ab in deinen Garten! ;)

#4: Clever: Kapuzinerkresse als Ablenkungsmanöver

Wenn du bereits Kapuzinerkresse im Garten hast, wirst du vielleicht festgestellt haben, dass sie oft von Blattläusen geplagt wird. Denn leider schmeckt die krautige Pflanze nicht nur uns, sondern auch jeder Menge Krabbeltierchen.

Blatt der Kapuzinerkresse mit Blattlausbefall

Das ist natürlich super lästig, denn die Tierchen können eine regelrechte Plage sein und im Salat wollen wir auch keine extra Proteine!

Auch Kohlweißlingen munden die Blätter der Kapuzinerkresse ganz hervorragend. Sie legen hier mit Vorliebe ihre Eier ab, sodass sich die Schmetterlingsraupen, die aus den Eiern schlüpfen, an der Kapuzinerkresse satt fressen können.

Und so einen Kohlweißlings-Kindergarten wollen wir lieber nicht im Gemüsegarten haben – die Falter stürzen sich sonst als nächstes auf unsere Kohlpflanzen! Check also ab und zu, ob sich in deiner Kapuzinerkresse Raupen befinden und sammel sie ab, wenn du welche findest.

Jetzt kommt aber die gute Nachricht: Die Schädlinge können mit der Kapuzinerkresse so beschäftigt sein, dass sie dein Gemüse links liegen lassen. So kannst du die farbenfrohe Pflanze auch als Ablenkungsmanöver einsetzen, und Schädlinge ganz bewusst von deinem Gemüse weglocken. Clever, oder?

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

#5: Kapuzinerkresse als Heilpflanze

Die Kapuzinerkresse ist auch als Heilpflanze bekannt. Schon die Inka in Südamerika nutzten sie als Schmerzmittel und zur Wundheilung. Ihr altes Wissen um die Kraft der Pflanzen hat sich seitdem oft bewährt.

Der hübschen Pflanze werden zahlreiche heilende Wirkungen nachgesagt. Unter anderem soll sie bei Atemwegserkrankungen helfen, Harnwegsinfekte lindern und Muskelschmerzen abklingen lassen. Also angeblich ein wahres Multitalent!

Wenn du schonmal eines der schärferen Blätter der Kapuzinerkresse gegessen hast, dann wirst du wahrscheinlich festgestellt haben, dass zumindest die Nase danach auf jeden Fall so richtig frei ist!

Aber Spaß beiseite: Die Kapuzinerkresse hat tatsächlich antibakterielle, pilzhemmende und antivirale Eigenschaften – und hilft somit gegen so ziemlich jede Art von Krankheitserreger. Na wenn das nicht ein weiterer Grund ist, um ihre bunte Blüten anzubauen und zu genießen!   

Da kribbelt es einem nicht nur in der Nase, sondern es juckt auch in den Fingern! Hast du auch schon deinen Bleistift gespitzt und schreibst dir gerade im Kalender auf, wann du deine Kapuzinerkresse säen möchtest? 

Wenn du noch ein bisschen Inspiration zum Träumen brauchst, dann schau doch mal hier:

Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet mit Pflanztabelle!

Gemüse anbauen: Schritt-für-Schritt für Anfänger

So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

Was für kulinarische Köstlichkeiten stellst du aus der Kapuzinerkresse her? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Laufenten in der Wiese

Laufenten: Die Schneckenjäger halten, pflegen und lieben

Laufenten sind Eierproduzenten, Herzensbrecher und gewiefte Schneckenjäger in Einem! Sie bereichern deinen Gemüsegarten als echtes Highlight und sind die perfekte Alternative für all jene, denen Hühnerhaltung zu mainstream ist. ;) Wetten, dass die pfiffigen Laufenten dein Herz im Sturm erobern werden?

Ja, ich will! Die Entscheidung für Laufenten
Artgerecht Laufenten halten 
#1: Platz da! Das Laufenten Gehege
#2: Ab ins kühle Nass: Der Laufenten Teich
#3: Klappe zu und gute Nacht: Der Laufenten Stall
Wie viele Laufenten soll ich halten?
Laufenten Küken: Männlein oder Weiblein?
Laufenten Futter: Was schmeckt der Laufente?
Laufenten Haltung: Die tägliche Routine

Ja, ich will! Die Entscheidung für Laufenten

Wenn ich bloß mehr Platz hätte, würde ich schon längst wieder ein paar Laufenten halten! Ich war nämlich früher auf dem Hof, auf dem ich gearbeitet habe, die Enten-Verantwortliche und habe mich sofort in die kleinen Racker verliebt. ;)

Laufenten, die auch indische Laufenten heißen, gehören zur Art der Stockenten und sind mit ihren langen Hälsen ein wirklich netter Anblick. Sie sind aber nicht nur unglaublich süß, sondern genau wie Hühner eine perfekte Ergänzung im Selbstversorger-Leben. Laufenten legen nämlich wunderschöne, große, blaue Eier und haben eine Leibspeise, die ich ihnen von Herzen vergönne: Schnecken!

Ja, richtig gehört: Wenn du Laufenten hast, lautet der Deal „Gib deinen gefiederten Lieblingen Schnecken – im Gegenzug bekommst du von ihnen Eier!“  Ist das nicht ein absolut genialer Tausch? :)

Du kannst deine kostbaren Jungpflanzen natürlich auch mit Schneckenkragen schützen, aber wenn du Laufenten hast, sorgen deine persönlichen Schneckenjäger dafür, dass dein Gemüse ungestört bleibt!

Überlegst du dir jetzt, deine Gartentore für ein paar Laufenten zu öffnen? Dann lass uns checken, ob die drolligen Tiere auch ein schönes entenerfülltes Leben bei dir führen können!

Wenn du noch unschlüssig bist, ob nicht doch eher Hühner dein Ding sind, erfährst du hier, wie gut Hühner zu dir und deinem Alltag passen – eine Checkliste zur Hühnerhaltung gibt’s obendrauf. Trag einfach deine Emailadresse hier ein, und dann flattert die Checkliste ruckzuck in deinen Posteingang!

Alles parat, bevor deine Lieblinge einziehen? Hier ist deine Hühner halten-Checkliste!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Hühnertipps per Email. Und die Hühner halten-Checkliste gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Artgerecht Laufenten halten

    Laufenten sind genügsame Tiere und sie haben in vielerlei Hinsicht ganz ähnliche Bedürfnisse wie Hühner. Sie brauchen nämlich so wie sie ausreichend Platz, einen kleinen Laufenten Stall zum Übernachten und einen ordentlichen Zaun, der sie vor Mardern, Füchsen und Co schützt. Aber alles der Reihe nach…

    #1: Platz da! Das Gehege

    Der Name ist Programm: Lauf, Ente! Laufenten lieben ganz viel Platz für Spaziergänge und Erkundungstouren. Dabei durchforsten sie gerne feuchte Wiesen nach Schnecken und anderen Leckereien und halten im Sommer gern an einem schattigen Lieblingsplätzchen ihren Mittagsschlaf.

    Wenn du pro Laufente ca. 250 m2 Erkundungsfläche einplanst, haben die Tiere auf jeden Fall ausreichend Platz, um sich zu beschäftigen. Bei Streitereien können sie dann auch mal das Weite suchen und sich für eine Weile aus dem Weg gehen.

    Ihren Heißhunger auf Schnecken kannst du natürlich clever nutzen. Wenn du sie rund um deine Gemüsebeete ihr Entenwerk verrichten lässt, werden sie sich dort als prima Schneckenpolizei erweisen und fleißig die Beete entlang patrouillieren.

    Du musst dir aber gut überlegen, wie du die Beete sicher einzäunst! Beeten, auf denen Gründüngung steht, dürfen sie gerne einen Besuch abstatten. Nicht so gern gesehene Gäste sind sie da, wo dein Gemüse gerade wächst. Denn das könnte die Laufenten schon dazu verleiten, hier und dort ihren neugierigen Entenschnabel hineinzustecken und von dem einen oder anderen Blättchen zu naschen. So ein Salatherz ist aber auch zu köstlich!

    Meine Hühner sind übrigens auch geniale Schädlingsvertilger! Ich zäune sie in einer Art Korridor rings um meine Beete herum ein – das klappt prima und meine Gemüsepflanzen lassen sie auf diese Weise (notgedrungen) in Ruhe.

    Laufenten heißen übrigens nicht ohne Grund „Lauf“enten. Sie können nämlich weder klettern noch fliegen, so flink die Tiere sonst auf ihren zwei Paddelfüßen auch unterwegs sind (von wegen lahme Ente!) Das solltest du bei der Gestaltung ihres Auslaufes unbedingt bedenken.

    #2: Ab ins kühle Nass: Der Teich

    Aber Laufenten sind auch Wasservögel. Und damit sie so richtig happy sind, brauchen sie natürlich eins: Wasser! Die niedlichen Federtiere lieben es, morgens ein ausgiebiges Bad zu nehmen, zu planschen und im Wasser nach Leckerbissen zu fischen.

    Ente steht am Teich

    Eine Bademöglichkeit ist also Grundvoraussetzung, wenn du Laufenten halten möchtest. Es muss nicht unbedingt gleich ein Teich sein, eine alte Badewanne tut’s auch, solange sie da bequem rein- und rausmarschieren können.

    Gegebenenfalls musst du also eine Ein- und Ausstiegshilfe bauen. Das kann einfach ein großer Stein auf Höhe der Wasseroberfläche sein, oder auch eine kleine Rampe. Deine Laufenten werden es dir danken!

    Wenn du bereits einen Teich in deinem Garten hast mit Pflanzen, Fröschen, sauberem Wasser und vielleicht auch Fischen, solltest du dir allerdings gut überlegen, ob du deine Laufenten da reinlässt!

    Denn was sie vorne reinfressen, kommt erfahrungsgemäß hinten wieder raus und diese Hinterlassenschaften würden deinen kleinen Teich sehr schnell aus dem ökologischen Gleichgewicht bringen – Entenkot trägt viel zu viele Nährstoffe in den Teich ein.

    Da ist der alte Waschzuber vielleicht doch die bessere Badestelle für das Federvieh.

    Wichtig ist auch, dass du eine Möglichkeit hast, das Wasser regelmäßig zu wechseln, sonst wird’s bald unhygienisch. 

    #3: Klappe zu und gute Nacht: Der Stall

    Deine Laufenten sollten einen kuscheligen und raubtiersicheren Stall haben. So ein Entenstall muss gar nicht groß sein! Sie kuscheln sich nämlich gern aneinander und brauchen auch keine Sitzstangen oder eine andere Einrichtung.

    Ein Bett aus Stroh reicht ihnen vollkommen zum Glücklichsein! Die Tiere nutzen ihren Stall vor allem zum Übernachten. Und wenn du etwas Glück hast – und die Enten nicht im Morgengrauen aus dem Stall scheuchst – findest du vormittags dort auch das eine oder andere Ei.

    Enteneier im Stroh

    Es kann sein, dass deine Enten abends gar nicht daran denken, von alleine in den Stall zu marschieren. Geht es nach ihnen, ist eine Nacht unter dem Sternenhimmel perfekt! Wenn du aber jeden Abend kommst und sie in den Stall bringst, verinnerlichen sie diese Abendroutine und begeben sich von selber ins Häuschen, wenn du zum Zusperren kommst.

    Das Üben lohnt sich, denn wer im Stall übernachtet, schläft sicherer. Die freiheitsliebenden Enten haben ihre Rechnung nämlich leider ohne Fuchs und Marder gemacht. Denen sind die Enten draußen schutzlos ausgeliefert – sie können ja nicht wegfliegen.

    Wie viele Laufenten soll ich halten?

    Laufenten sind gesellig. Die Tiere brachen unbedingt ein paar Artgenossen zum Schnattern an ihrer Seite! Zu zweit sollten sie daher mindestens sein, aber so richtig glücklich machst du deine Enten, wenn du sie als Gruppe hältst. Mehr als ein Erpel ist bei kleinen Gruppengrößen aber keine gute Idee, sonst haben die Entendamen keine ruhige Minute mehr. 

    Mehrere weibliche Laufenten in einer kleinen Herde sind in der Regel kein Problem. Da halten die Mädels zusammen und machen sich eine gute Zeit. ;)

    Eine Laufenten-Bande solltest du niemals unüberlegt trennen oder Neuzugänge ohne eine Eingewöhnungszeit direkt dazulassen. Dann ist der Ärger nämlich vorprogrammiert!

    Laufenten Küken: Männlein oder Weiblein?

    Tja, die Sache mit dem Entengeschlecht kann ganz schön kniffelig sein…

    Normalerweise ziehen Laufenten als Küken in ihr neues Zuhause ein. Das ist toll, weil sie richtig zutraulich werden, wenn sie den Kontakt mit Menschen von klein auf gewohnt sind. Sie sollten dann aber mindestens acht Wochen alt sein, denn davor brauchen sie unbedingt noch ihre Entenmama!

    Die Sache mit den Laufenten Küken hat aber einen Haken: Es ist quasi unmöglich festzustellen, wer mal eine Entendame und wer ein Erpel wird.

    Ganz erfahrene Entenhalter behaupten aber trotzdem oft, das Geschlecht schon sehr früh erkennen zu können. Vielleicht hast du ja das Glück, deine jungen Quakis von so jemandem zu bekommen (und er hat diese Fähigkeit auch wirklich!). 

    Oder du legst dir erstmal schon etwas ältere Laufenten zu, sodass die Frauenquote in deiner kleinen Rasselbande sicher hoch ist. Denn Laufenten können zwar Schnecken in Eier verwandeln, aber diese magischen Kräfte besitzen eben nur die Damen…! ;)

    Wenn die Tiere sich im Alter von ungefähr sechs Monaten zum ersten Mal mausern, kannst du aber auch ohne Profiauge erkennen, mit wem du es zu tun hast und ob du dir Hoffnung auf Eier machen darfst.

    Erpel entwickeln dann eine kleine Schwanzlocke – daran erkennst du sie in jedem Fall. Allerdings können diese Federn natürlich auch ausfallen. Dann kann es vorkommen, dass du ein Männchen für ein Weibchen hältst. Hupsi!
     
    Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist übrigens die Stimme. Weibliche Laufenten schnattern gerne und laut, die Erpel klingen leiser und ein bisschen krächzig. Du musst also nur genau zuhören, dann verraten die Enten dir ihr Geschlecht schon. ;)

    Zwei Laufenten im Stall

    Laufenten Futter: Was schmeckt dem kleinen Schnabeltier?

    Laufenten verbringen ganz viel Zeit damit, im Gras zu schnäbeln und nach Körnern, Insekten, Schnecken, Würmer, Käfer und Schneckeneiern zu suchen. So decken sie, besonders in den warmen Monaten, bereits einen Großteil ihres Nahrungsbedarfes.

    Trotzdem solltest du ihnen auch Körnerfutter bereitstellen. Dazu eignet sich handelsübliches Hühner- oder Geflügelfutter. Ganz wichtig ist es, den Tieren immer frisches Wasser direkt neben dem Futter anzubieten. Sie sind nämlich große Gierhälse und verschlucken sich schnell mal an dem leckeren Futter. Und das kann ziemlich gefährlich werden. 

    Also ihr Enten, beim Essen immer genug Wasser trinken, habt ihr das verstanden?
    Genau wie Hühner lieben deine Laufenten Salat- und Gemüsereste und auch gekochte Kartoffeln und Reis. Damit darfst du sie gerne ab und zu verwöhnen. :)

    Laufenten kauen ihre Nahrung nicht, sondern schlingen sie herunter und zerkleinern sie mechanisch im Magen. Damit das klappt, fressen sie kleine Steinchen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Laufenten genug Steine finden, kannst du ihnen eine Schale mit Grit bereitstellen. Dann bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

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    Laufenten Haltung: Die tägliche Routine

    Beim Laufenten halten hast du diese tägliche To-Do-Liste:

    ✓ Jeden Morgen aus dem Stall lassen, füttern, Wasser austauschen und Eier sammeln

    ✓ Jeden Abend eine Geschichte vorlesen und zusperren ;)

    ✓ Einmal wöchentlich den Stall ausmisten

    ✓ Ab und zu das Badewasser austauschen

    Das musst du die nächsten 12-14 Jahre durchhalten, so lange ist nämlich die Laufenten Lebenserwartung.

    Dafür erwartet dich ein nahezu schneckenfreier Garten! Und natürlich ganz viele wunderbare Momente mit den putzigen Tieren. Es ist schon ein lustiger Anblick, wenn sie im Gänsemarsch anwatscheln und ihre Hälse neugierig zu dir rüber beugen in der Hoffnung auf ein paar Nacktschnecken, die du von deinem Gemüse abgesammelt hast.

    Und die gönnen wir ihnen wirklich von Herzen, oder?

    Laufenten ergänzen deinen Selbstversorger-Garten ganz wunderbar. Wenn du ihnen die richtige Infrastruktur bieten kannst und bereit bist, dich viele Jahre um diese niedlichen Tiere zu kümmern, kann steht deinem Entenabenteuer nichts mehr im Wege!

    Hühner interessieren dich genauso wie Laufenten? Dann vergiss nicht, dir deine Checkliste zur Hühnerhaltung noch schnell zu sichern!

    Wenn du noch ein bisschen stöbern magst, dann geht’s hier entlang:

    24 Gemüse, die Schnecken meiden – Erober dir deinen Garten zurück!

    Hühnerhaltung im Garten: Rassen, Stall, Auslauf & Co.

    Die 6 besten Hühnerrassen für einen bunten Eierkorb

    Hast du bereits Laufenten bei dir im Garten? Ich freue mich, wenn du mir in den Kommentaren von deinen schönsten Enten-Momenten erzählst!

    Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Hochbeet im Garten

    Hochbeet befüllen – die ultimative Schritt-für-Schritt Anleitung!

    Du fragst dich, wie du dein Hochbeet befüllen sollst, nachdem es nun in seiner ganzen Pracht aber leer in deinem Garten steht?

    Dein Hochbeet nur mit Erde zu befüllen, ist keine gute Idee – deswegen zeige ich dir, wie du dein neues Hochbeet ratzfatz mit verschiedenen Schichten füllst und damit den Grundstein für eine dicke fette Gemüseernte legst. Los geht´s! 

    Inhaltsverzeichnis
    Aufgemerkt: Was muss ich beim Hochbeet befüllen beachten?
    Schicht im Schacht: Diese vier Hochbeet-Schichten brauchst du
    Nachgefragt: Warum soll ich das Hochbeet in Schichten anlegen?
    Gestrichen voll: Hochbeet (nach-)füllen
    Liebe zum Detail: Was du vor der Hochbeet-Befüllung tun solltest
    Alle Hände voll zu tun: Hochbeet-Bepflanzung

    Aufgemerkt: Was muss ich beim Hochbeet befüllen beachten?

    Ein Hochbeet ist neben vielem anderen – hoch. ;) Das heißt, du hast jede Menge Raum zu füllen! Wenn du in dein Hochbeet Erde und sonst nichts anderes füllen würdest, hättest du nicht nur ein großes Loch im Geldbeutel, du würdest deinen Pflanzen auch keinen besonderen Gefallen tun. Die fühlen sich nämlich in einer Hochbeet Füllung, die aus verschiedenen Schichten besteht, viel wohler!

    Das liegt daran, dass du quasi einen kleinen Kompost in deinem Hochbeet aufbaust. Unten sind die ganz groben Bestandteile. Je weiter du nach oben kommst, desto feiner und erdeähnlicher wird die Hochbeet Grundfüllung, um schließlich in einer Schicht reifem Kompost zu enden.

    Mit der Zeit verrotten diese Lagen nach und nach und deine Gemüsepflanzen finden dadurch nicht nur jede Menge leckeres Futter vor, sondern sie haben es besonders in der ersten Zeit auch muckelig warm, weil bei der Zersetzung von deiner Hochbeet-Füllung Wärme entsteht. Deshalb kannst du in deinem Hochbeet früher säen und pflanzen – und natürlich auch früher ernten. ;)

    Schicht im Schacht: Diese vier Hochbeet-Schichten brauchst du

    Die Hochbeet-Füllung ist ganz einfach: Wie beim Kuchenbacken packst du verschiedene Schichten aufeinander.

    Die einzelnen Lagen passt du dabei an die Gesamthöhe deines Hochbeets an – meine Angaben dazu sollen nur grobe Anhaltspunkte für dich sein.

    Grafik mit Hochbeet Schichten

    Gemüsepflanzen lieben diesen Veggie-Schichtkuchen, wir selber halten uns aber lieber an eine leckere Schwarzwälder Kirschtorte, oder? ;)

    Hochbeet-Schicht 1: Der Boden

    Ganz unten füllst du Äste oder Strauchschnitt in dein Hochbeet. Dazwischen sollen aber nicht zu große Zwischenräume sein, deshalb kletterst du am besten in dein Hochbeet hinein und trampelst alles kräftig nach unten. Dann legst du wieder Äste und Gehölzschnitt nach und trittst das nochmal fest. Insgesamt sollte diese – möglichst feste – Schicht ungefähr 30 Zentimeter hoch sein.

    Psst, cooler Nebeneffekt: Das gibt Muskeln in den Beinen! ;)

    Hochbeet-Schicht 2: Die Kirschen

    Jetzt kannst du umgedrehte Grassoden, Holzhackschnitzel, Laub, Rasenschnitt oder angerotteten Mist auf die Äste geben. Am besten mischst du die verschiedenen Materialien schon miteinander, bevor du sie auf die Äste gibst. Diese Schicht sollte 30 bis 50 Zentimeter hoch sein.

    Hochbeet-Schicht 3: Die Sahnecreme

    Die dritte Schicht deines Hochbeet-Kuchens besteht aus grobem Kompost, der noch nicht ganz ausgereift ist. Diese Schicht machst du ungefähr 20 Zentimeter hoch.

    Hochbeet-Schicht 4: Die Schokospäne

    Ganz oben packst du jetzt noch ungefähr 15 Zentimeter hoch feinen, ausgereiften Kompost, der wie Erde aussieht und nach Waldboden duftet. ;)

    Voilá, schon bist du mit Hochbeet befüllen fertig und kannst sofort mit Pflanzen und Säen loslegen! Falls du dein Hochbeet im Herbst anlegst und bis zum Frühjahr damit warten möchtest, säst du am besten eine Gründüngung ein oder packst erstmal eine dicke Mulchschicht auf dein Beet.

    Du willst keine Zeit mehr verlieren und sofort dein Hochbeet anlegen?
    Dann schau dir dazu doch meinen Beispiel-Pflanzplan an! Da habe ich schon alles ausgeklügelt, was Anbaupausen, Fruchtfolgen und Mischkultur betrifft. Du kannst ihn dir herunterladen und als Inspiration für dein Gemüse-Hochbeet verwenden – cool, oder? :)

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      Nachgefragt: Warum soll ich das Hochbeet in Schichten anlegen?

      Du fändest es einfacher, dein Hochbeet nur mit Erde zu befüllen und fertig ist die Laube?

      Das kann ich gut verstehen, aber der Aufwand, die unterschiedlichen Materialien zusammenzusammeln und dann das Hochbeet damit richtig zu befüllen lohnt sich in mehrfacher Hinsicht!

      Mikroorganismen und Bodentierchen sorgen für eine langsame Verrottung und bilden dabei viele wertvolle Nährstoffe. Vorteil für dich: Du musst weniger düngen.

      Außerdem entsteht während der Kompostierung der unteren Schichten auch Wärme. Du hast also eine biologische Fußbodenheizung in deinem Beet, die dich keinen Cent kostet, deinen grünen Freunden aber ungeheuer guttut und dafür sorgt, dass sie niemals unter kalten Füßen, ääh Wurzeln leiden müssen! ;)

      Dadurch haben deine Pflanzen mehr Zeit zu wachsen und zu reifen und dir eine dicke Ernte zu liefern. Minusgrade werden ihnen nicht so schnell gefährlich.

      Hochbeet befüllen mit Strauchwerk

      Gestrichen voll: Hochbeet (nach-)füllen

      Auch wenn du beim Hochbeet befüllen alles möglichst fest geschichtet hast, wird sich der Aufbau deines Hochbeets mit der Zeit verdichten und absenken.

      Das ist aber gar nicht schlimm, denn du füllst dann mit Hochbeet Erde oder mit ausgereiftem Kompost nach, bis alles wieder auf der Höhe ist, die du dir vorstellst. So bringst du auch neue Nährstoffe in den Boden ein und deine zukünftigen Gemüsepflanzen finden ausreichend leckeres Futter vor.

      Starkzehrer solltest du allerdings trotzdem regelmäßig düngen – sie sind die ewig Hungrigen unter den Gemüsen. Ein kostenloser Dünger, den du ganz einfach herstellen kannst, ist Brennnesseljauche.

      Hochbeet befüllen
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      Liebe zum Detail: Was du vor der Hochbeet-Befüllung tun solltest

      Bevor du mit dem Hochbeet befüllen beginnst, solltest du dein Hochbeet noch ein wenig „pimpen“, damit du es optimal nutzen kannst:

      • Am Boden des Hochbeets befestigst du ein Drahtgitter zum Schutz vor Wühlmäusen. Die Quadrate dürfen aber nicht größer als 12 bis 13 Millimeter sein, sonst quetschen sich die frechen Tierchen problemlos durch diese Sperre!
      • Um das Holz vor Nässe zu schützen, kleidest du die Hochbeetwände mit einer Teichfolie aus, die du ganz easy mit einer Schere* passend zuschneidest und dann an den Innenwänden festtackerst.
      • Falls du eine Bau-Noppenfolie verwendest, zeigen die Noppen zum Holz. So schaffst du eine Belüftung zwischen Folie und Rahmen. 
      • Wenn du dir mit einem Stift auf der Folie die Füllhöhe der einzelnen Schichten markierst, erleichterst du dir das Hochbeet befüllen.
      Hochbeet Bepflanzung mit Gemüse

      Alle Hände voll zu tun: Hochbeet-Bepflanzung

      Du hast alles erledigt und dein Hochbeet im Garten braucht jetzt nur noch eine Bepflanzung?

      Grundsätzlich hast du mit einem Hochbeet den großen Vorteil, dass sich die Erde im Frühjahr besonders schnell erwärmt. Wärmeliebende Gemüse-Kandidaten sind deshalb besonders gut auf deinem Hochbeet untergebracht und danken dir den Premiumplatz mit einer dicken Ernte.

      Am besten schreibst du dir für die Planung deiner Hochbeet-Bepflanzung auf, welches Gemüse du am liebsten isst, ob du gerne jeden Tag Salat auf dem Tisch hättest und was du gerne einkochen möchtest.

      Wenn du deine Liste fertig hast, musst du sie mit der Größe deines Hochbeets abgleichen und vermutlich um mindestens die Hälfte kürzen – zumindest geht mir das immer so. Die Wünsche sind irgendwie immer größer als mein Hochbeet! ;)

      Dann teilst du dein Hochbeet in mehrere Abschnitte auf und platzierst darauf deine Wunschgemüse. Kleine Erinnerung: Mein Gemüsegarten-Beispielplan ist dir dabei eine super gute Hilfe!

      Ein Hochbeet befüllen ist nicht schwer und schnell gemacht. Von den verschiedenen Schichten profitieren deine Gemüsezöglinge jahrelang und danken es dir mit einer reichen Ernte.

      Du hast jetzt so richtig Lust bekommen, in Hochbeeten zu gärtnern? Dann schau dir doch auch diese Artikel an:

      Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

      Hochbeet clever bepflanzen – mit Beispiel-Jahresplan!

      7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

      Welche Erfahrungen hast du mit dem Hochbeet befüllen? Ich freue mich darauf, wenn du deine Tipps und Tricks in den Kommentaren teilst!

      *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Schildläuse bekämpfen – so wirst du sie mit einfachen Hausmitteln los!

      Wenn sich Schildläuse auf deiner Pflanze angesiedelt haben, solltest du sie bekämpfen. Denn sie sind ziemlich lästige Besucher, die gerne länger bleiben als einem lieb ist. Die kleinen Schurken treiben ihre Schandtaten nämlich nicht nur im Garten, sondern tummeln sich auch häufig auf dem Balkon und in Zimmerpflanzen. Dort schlägt die Schildlaus auch gerne ihr Winterquartier auf, breitet sich aus und macht es sich so richtig bequem.

      Schildläuse sind einer der wenigen Schädlinge, vor denen wir unsere grünen Freunde deshalb auch in der kalten Jahreszeit beschützen müssen. Also los: auf geht’s, lasst uns die blöden Schildläuse bekämpfen und loswerden!

      Aus dem Leben der Schildläuse

      Eine einzelne Schildlaus ist winzig und ehrlich gesagt ziemlich unscheinbar. Sie wird maximal sechs Millimeter groß – dann ist sie aber schon ein richtiges Prachtexemplar. Die allermeisten Schildläuse sind viel kleiner.

      Die Tierchen bleiben daher oft unerkannt und fallen uns erst auf, wenn sie bereits ganze Kolonien gebildet haben. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, denn sie sind undercover unterwegs – im wahrsten Sinne des Wortes.

      Schildläuse leben unter einem Panzer, dem sie auch ihren Namen verdanken. Viel mehr als ihre Behausung bekommen wir von den Tierchen nicht zu sehen.

      Braune Schildläuse auf der Unterseite eines Blattes.

      Du wirst auf deinen geplagten Pflanzen daher nur kleine Knubbel erkennen, dass es sich dabei um eine kleine Laus handelt, ist auf den ersten Blick nicht so leicht auszumachen, weil sie sich unter ihrem Schild verstecken. Oft finden sich die Schildläuse entlang der Blattadern, an den Unterseiten der Blätter oder am Stiel deiner Pflanze.

      Unter diesem Panzer bohrt die Schildlaus mit ihrem Saugrüssel die Pflanze an und saugt ihr den Saft aus. Das schwächt die Pflanzen und macht sie anfälliger für Viren, Bakterien und Pilzerkrankungen.

      In ihrem kleinen Unterschlupf legen die Schildläuse auch munter Eier – bis zu 250 auf einmal! Aus denen schlüpfen dann Larven, die unter dem Panzer hervorkrabbeln, sich auf der Pflanze ausbreiten und sobald sie erwachsen sind, selbst unter einem Schild sesshaft werden. So wird aus wenigen Schildläusen schnell eine Kolonie…

      Das tarnende Schild haben sie aber alle gemeinsam. Naja… um ehrlich zu sein nicht alle, sondern nur die Schildlausweibchen. Die Männchen haben keinen Panzer. Aber da die Herren der Schöpfung unsere Pflanzen in Ruhe lassen und auch nur wenige Tage leben, interessieren sie uns herzlich wenig. Sorry, Männer!

      Wolläuse auf der Rückseite eines Blattes.

      Das Schildlausschild kann ganz unterschiedlich aussehen. Je nach Art ist es braun, rötlich, gelb, weiß oder schwarz und kann glatt oder wollig sein. Eine bestimmte Farbe ist also leider kein klarer Hinweis dafür, dass du es mit Schildläusen zu tun hast. Den Hinweis auf die Schildlaus findest du an anderer Stelle…

      Schildläuse auf den Pflanzen erkennen

      Um die richtige Abwehrstrategie anzuwenden, musst du die Undercover-Agenten zunächst entlarven, also die Schildläuse erkennen. Das ausschlaggebende Indiz dafür ist oftmals eine Spur, welche die Schildläuse hinterlassen: der sogenannte Honigtau.

      Dabei handelt es sich um eine klebrige Flüssigkeit, welche die Schildläuse aussondern. Der Honigtau lässt nicht nur die Blätter glänzend und klebrig aussehen, oft findest du ihn auch um die Pflanzen herum auf dem Boden. Besonders bei Zimmerpflanzen ist das auffällig und auch ziemlich lästig, gerade wenn Möbel betroffen sind.

      Der Honigtau ist so klebrig, weil er jede Menge Zucker enthält. Und der Zucker lockt Ameisen an. Mir fällt oft zunächst auf, dass sich unglaublich viele Ameisen an den Pflanzen tummeln, bevor ich die Schildläuse entdecke.

      Auch Rußpilze fühlen sich auf dem feuchten Honigtau wohl und siedeln sich auf den befallenen Pflanzen an. Genau wie die Ameisen fallen Rußpilze durch ihre gräulich-schwarze Verfärbung meistens vor den winzigen Schildläusen auf.

      Für die Pflanzen sind die Rußpilze keine direkte Bedrohung, aber sie führen durch den zusätzlichen Belag dazu, dass weniger Sonnenlicht an die Blätter kommt. Die Pflanze kann dadurch weniger Photosynthese betreiben. Dadurch ist ihr gesamter Stoffwechsel gehemmt, und sie wird langfristig geschwächt.

      Manchmal hat das dann zur Folge, dass die Blätter welken oder komisch verformt sind.

      Eine besonders häufige Schildlausart ist die Wolllaus. Bei ihr ist der Name Programm! Sie ist weiß und pelzig. Befallene Pflanzen sehen auf den ersten Blick aus, als würden sie schimmeln. Auch das kann ein Anzeichen für Schildlausbefall sein.

      Starker Wolllausbefall auf einer Pflanze.

      Also: Wenn deine Pflanzen und ihre Umgebung seltsam klebrig aussehen und schimmern, wenn du viele Ameisen entdeckst oder sich grauer Belag auf Teilen deiner Schützlinge befindet, dann schnapp dir eine Lupe und schau unbedingt genauer hin, denn jetzt heißt es: Schildlausalarm!

      Der Ernstfall: Schildläuse bekämpfen

      Bist du der Honigtauspur und den Ameisen gefolgt und auf Schildläuse gestoßen? Das ist zwar ärgerlich, aber immerhin weißt du nun, was los ist, und kannst die richtigen Maßnahmen ergreifen, um die Schildläuse zu bekämpfen.

      Wie du die Schildläuse am besten bekämpfst, hängt vor allem davon ab, ob sie sich auf Büschen und Bäumen draußen oder an Zimmerpflanzen befinden.

      Sehr stark befallene Blätter solltest du besser ganz entfernen, wenn es sich dabei nur um einen kleinen Teil der Pflanze handelt. Die entfernten Pflanzenteile landen am besten in der Biotonne, damit die Larven nicht auf die nächstbesten Büsche umziehen.

      Schildläuse bekämpfen #1: Abschütteln und hinter dir lassen

      Bei kleineren Topfpflanzen kannst du die Schildläuse einfach bekämpfen, indem du sie abbürstest. Dabei musst du aber wirklich gründlich sein, denn auch wenn nur wenige Schildläuse übrigbleiben, kommt das Problem bald wieder.

      Abbürsten kannst du die Läuse gut mit einer alten Zahnbürste. Alternativ kannst du die Blätter auch vorsichtig mit einem Lappen abreiben, um die Schildläuse zu entfernen. Dabei musst du aber nicht nur die Schildläuse selbst, sondern auch die Larven erwischen. Das ist eine echte Sisyphusarbeit… aber es lohnt sich!

      Schildläuse mechanisch von der Pflanze entfernen.

      Robustere Pflanzen im Garten kannst du mit einem Wasserschlauch abspritzen. Wenn deine Pflanzen nicht super filigran und zart sind, dann nimm ruhig einen harten Wasserstrahl, um die Schilde der Tierchen von den Blättern zu lösen und wegzuwaschen.

      Kleiner Tipp: Wenn deine befallene Pflanze noch nicht riesig ist, dann lege sie auf die Seite, wenn du die Blätter und den Stiel mit der Zahnbürste oder einem harten Wasserstrahl bearbeitest. Auf diese Weise spülst du sie nicht in die Topferde, aus der die Blattläuse den Weg auf die Blätter deiner Pflanze gewiss schnell wiederfinden.

      Schildläuse bekämpfen #2: Ordentlich einölen und die Sache flutscht

      Eine weitere Geheimwaffe gegen Schildläuse ist Öl. Wenn du die Tierchen mit Öl betupfst, versiegelt das ihr Schild und sie ersticken darunter. Sei aber vorsichtig, so manches Öl – wie Teebaumöl – ist zwar sehr wirksam, irritiert deine Pflanze aber auch.

      Stattdessen eignen sich Rapsöl oder Olivenöl sehr gut und die hast du wahrscheinlich sowieso schon zuhause. Wenn du noch etwas schwereres Geschütz auffahren möchtest, dann tupfe die Schildläuse mit Neemöl ein.

      Bei der Behandlung mit Öl ist es wichtig, nur die betroffenen Stellen zu bestreichen, dort aber gründlich zu sein. Und von heute auf morgen geht es leider nicht. Hier ist Ausdauer gefragt. Zwei Wochen solltest du den Vorgang täglich wiederholen, um Erfolg zu haben.

      Vergiss dabei die Blattunterseiten nicht!

      Bei größeren Pflanzen ist das aber aussichtslos. Im Garten solltest du auch besser kein reines Öl verwenden, da es in die Umwelt gerät, andere Tiere irritieren oder gar schädigen kann, und auch schnell vom Regen davongewaschen wird. Es ist dann auch viel weniger wirksam.

      Schildläuse bekämpfen #3: Schildläuse mit Brühen und Jauchen bekämpfen

      Stattdessen kannst du draußen prima Brennesseljauche verwenden. Die vergrault die Schildläuse und stärkt gleichzeitig deine Pflanzen. Auch hier musst du aber beharrlich sein und die Jauche wirklich regelmäßig verwenden.

      Auch eine Brühe aus Wermut, Rainfarn und Knoblauch hilft. Ich verwende aber viel lieber die Brennesseljauche, weil ich sowieso meistens welche dahabe.

      Brennnesseljauche gegen Läuse einsetzen.

      Jauche oder Brühe füllst du mit Wasser verdünnt (Verhältnis 1:10) in eine Sprühflasche und sprühst die befallenen Pflanzen damit großzügig ein. Am besten ist es natürlich, wenn die Pflanzen danach nicht direkt nassregnen, denn der Regen wäscht den Pflanzensud sonst ganz schnell wieder ab.

      Vergiss auch hier die Blattunterseiten nicht und wiederhole das Ganze täglich, bis die Schildläuse verschwinden.

      Schildlausbefall vorbeugen statt bekämpfen

      Damit deine Pflanzen vorbeugend vor der Schildlaus geschützt sind, sollten sie möglichst gesund, kräftig und widerstandsfähig sein. Das macht sie generell viel weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

      Dafür musst du auf die individuellen Wünsche deiner Pflanzen eingehen. Wollen sie an einem sonnigen oder schattigen Ort wachsen? Wie viel Platz benötigen sie? Wie oft solltest du sie gießen? Wollen sie gedüngt werden, und womit? All das ist bei jeder Pflanze etwas anders.

      Grundsätzlich gilt: Glückliche Pflanzen, die das bekommen, was sie brauchen, werden viel weniger krank. Aber das ist bei uns ja schließlich genauso…

      Dabei sind Mischkulturen ein echtes Ass im Ärmel. Wenn du deine Pflanzen schlau kombinierst und nur Traumpaare nebeneinander anbaust, beeinflussen sich die Pflanzen positiv und können sogar Schädlinge abwehren – ohne, dass du ausrücken musst, um die Schildläuse zu bekämpfen.

      Einen Beispiel-Pflanzplan mit ausgeklügelten Mischkulturen kannst du dir hier ganz einfach herunterladen:

      Besonders Pflanzen wie Zitronenbäume, die wir im Winter ins Haus holen, leiden oft darunter, dass sie keine idealen Bedingungen haben. Denn ihnen ist es in beheizten Räumen viel zu warm, und oft auch zu dunkel. Im Idealfall überwintern sie in einem (frostfreien) kühlen und hellen Raum.

      Wenn du im Herbst dabei bist, deine Frostbeulen für ihren Umzug ins Haus vorzubereiten, solltest du sie unbedingt auf Schildlausbefall untersuchen. Dabei darfst du ganz genau hinschauen, denn die kleinen Biester sind wie gesagt ziemlich winzig und verstecken sich gerne.

      Es kann auch leicht passieren, dass Schildläuse gemeinsam mit neu erworbenen Pflanzen ins Haus einziehen. Wenn du dir neue Pflanzen anschaffst, dann inspizier sie zu Beginn unbedingt gründlich.

      Na? Hast du Schildläuse entdeckt? Dann musst du jetzt hartnäckig sein und schnell anfangen, die Schildläuse zu bekämpfen.

      Wenn du nicht nur mit Schildläusen zu kämpfen hast, sondern auch mit Kohlweißlingen, Erdflöhen oder der Weißen Fliege, dann solltest du dir unbedingt Gedanken machen, wie du mehr Nützlinge in deinen Garten einladen kannst. Die helfen dir nämlich dabei, Schädlinge ganz natürlich in Schach zu halten. :)

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      Welche Pflanzen sind von Schildläusen betroffen?

      Schildläuse treiben ihr Unwesen nicht nur, aber besonders gern an hölzernen Pflanzen. Die Schildlaus ist also kein typischer Gemüseschädling. Sie befällt stattdessen Obstbäume, vor allem Apfel-, Kirsch-, Zwetschgen- und Birnbäume, aber auch Beerensträucher wie Johannisbeeren und Stachelbeeren.

      Auf den Nutzgarten beschränken sich die Schildläuse aber nicht. Sie machen sich im Garten auch an deine Ziergewächse heran. Besonders oft findest du sie dort auf Oleander- und Lorbeerbüschen.

      Auch Zitruspflanzen leiden häufig unter Schildläusen. Das liegt auch daran, dass wir in Gefilden leben, in denen wir Zitrone, Mandarine und Co in Kübeln pflanzen und die Frostbeulen im Winter ins Warme holen. Das gefällt den Schildläusen ausgezeichnet, denn die mögen es gerne trocken und kuschelig warm.

      Sie ziehen dann einfach mit in die Wohnung um und verbringen dort vergnüglich den Winter. Haben sie es einmal ins Haus geschafft, breiten sich die Schildläuse auch mit Vergnügen auf deinen Grünpflanzen aus und du hast bald eine Horde Schildläuse zu bekämpfen.

      Zierpalmen, Sukkulenten und Orchideen mögen sie dabei besonders gerne. Richtig fies ist es, wenn sie in Kakteen einziehen, da kriegst du sie zwischen den Stacheln kaum wieder raus…

      Aber wir verbreiten die Schildläuse dadurch leider nicht nur im Haus. Bringen wir unseren Zitronenbaum im Folgejahr wieder in den Garten, können sich die Schildläuse dort nämlich in aller Seelenruhe an unsere Büsche und Bäume ranmachen. Gar nicht cool!

      Schidläuse auf Zitruspflanzen bekämpfen

      Auch gut zu wissen: Schildläuse haben es besonders auf geschwächte Pflanzen abgesehen. Wenn deine Pflanzen nicht genügend Wasser oder Nährstoffe bekommen, sind sie deshalb eine einfache Beute für die kleinen Übeltäter.

      Aber Achtung, auch überdüngte Pflanzen bieten viel Angriffsfläche. Sie wachsen oft zu schnell und sind dann instabil und nicht besonders widerstandsfähig.

      Zum Glück lassen sich die Schildläuse mit so einfachen Hausmitteln bekämpfen. So, ich hoffe, du bist für die Schildlausjagd jetzt ausreichend gewappnet. Beharrlichkeit zählt sich hier wirklich aus. Dein Zitronenbaum wird es dir danken – und all die anderen Pflanzen auch! :)

      Du möchtest noch ein bisschen auf dem Blog weiterschmökern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

      DIY-Schneckenring: Die Geheimwaffe gegen Schnecken!

      Das hilft wirklich gegen Wühlmäuse

      Erste Hilfe für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

      Musstest du in deinem Garten schon mal Schildläuse bekämpfen? Welches Hausmittel hat sie bei dir am besten in die Flucht gejagt? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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      Erntekorb mit Mangold

      Mangold zubereiten: Vom Grünzeug zum Gaumenschmaus

      Dein Mangold wächst prächtig und nun suchst du nach Rezepten, wie du deinen Mangold zubereiten kannst? Was im Garten so viel Freude bringt, sorgt in der Küche nämlich oft für ratlose Gesichter. In Supermärkten sucht man Mangold meistens vergeblich – genauso wie die Mangold-Rezepte in vielen Kochbüchern.

      Damit sich das schleunigst ändert, verrate ich dir hier alles, was du für die Zubereitung von Mangold wissen solltest. Außerdem gibt es meine allerliebsten Mangold-Rezepte obendrein!

      Wenn dir Mangold im Garten noch fehlt, dann erfährst du in meinem Beispiel-Gartenplan, wie du ihn am besten in deine Fruchtfolge integrieren kannst. Den Gartenplan kannst du dir hier ganz schnell und einfach herunterladen:

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        Mangold zubereiten: 5 Techniken

        #1 Fermentierte Mangoldstiele

        Die bunten Mangold-Stiele gewinnen durch die Fermentation ganz neue Aromen dazu. Dabei werden sie säuerlich – das solltest du schon mögen. Leider verlieren die hübschen Stiele nach ein paar Tagen ihre bunte Farbe – aber da drücken wir einfach mal ein Auge zu. ;)

        Mangold zu fermentieren ist super simpel. Außer sterilen alten Passataflaschen, Mangoldstielen und nicht jodiertem Salz brauchst du keine weiteren Zutaten.

        Du schneidest die geputzten Stiele in ca. 1,5 cm große Stücke und füllst sie dicht in deine Flaschen. Das Ganze füllst du dann mit Wasser auf.

        Die Flaschen lässt du nun bei Zimmertemperatur für drei Tage stehen. Am zweiten und dritten Tag wechselst du das Wasser. Dabei wird am dritten Tag, bevor neues Wasser ein- gefüllt wird, pro Flasche ein Teelöffel Salz auf den Mangold gegeben.

        Danach verschließt du die Flaschen fest und drehst sie einmal schnell um sich selbst, um Luftbläschen aus der Flüssigkeit heraus zu bekommen. Anschließend lagerst du sie an einem kühlen und dunklen Ort. Nach einer Woche kannst du den fermentierten Mangold in der Küche zubereiten.

        Mir schmeckt der fermentierte Mangold roh im Salat oder in einer bunten Gemüsepfanne total gut. :)

        Psst: Auch Gurken kannst du auf diese Weise super lecker einlegen! :)

        #2 Gedünsteten Mangold zubereiten

        Mangold, aus dem das meiste Wasser verdunstet ist, bietet eine tolle Grundlage, um allerlei schmackhafte Füllungen daraus zu zaubern – für Quiches, Teigtaschen und Co.

        Dafür dünstest du die kleingeschnittenen Blätter und Stiele bei schwacher Hitze, bis der Mangold so in sich zusammengefallen ist, dass kaum noch Wasser austritt.

        Meine allerliebsten Blätterteigtaschen haben so eine Mangoldfüllung. Mit Feta und Schwarzkümmel, mmmhhhhh…

        Zubereitung von Teigtaschen mit Mangold

        Gedünsteter und gewürzter Mangold ist übrigens auch eine himmlische Beilage. Hast du schon mal Mangoldgemüse zu Fisch und Zitrone probiert? Köstlich!

        Ich gebe beim Dünsten gerne auch schon Zwiebeln und Knoblauch dazu. Wenn ich noch Lauch, Grünkohl oder Spinat im Kühlschrank habe, die dringend gegessen werden wollen, dann finden auch die ihren Platz beim Mangold in der Pfanne.

        #3 Roher Mangold

        Ja, Mangold lässt sich roh essen. Roher Mangold schmeckt aber herber und intensiver als gekochter Mangold. Deshalb setze ich rohen Mangold nur in kleinen Mengen ein. Mein Tipp: Ganz junge, zarte, fein gehackte Mangoldblätter geben deinem Salat ein tolles Geschmackshighlight.

        Oder du mixt aus Mangold, Banane, Zitronensaft und deinen Lieblingszutaten einfach einen grünen Smoothie!

        Roher Mangold enthält allerdings relativ viel Oxalsäure. Die kennt man sonst vor allem von Rhabarber. Oxalsäure ist in größeren Mengen gesundheitsschädigend, daher solltest du keine allzu großen Portionen davon zu dir nehmen.

        Ich will die Pferde aber nicht scheu machen: Du müsstest schon sehr große Mengen rohen Mangold essen, um deine Gesundheit zu strapazieren.

        Es geht dabei auch wirklich nur um rohen Mangold. Durch den Kochprozess wird der Säuregehalt nämlich vermindert. Gekochter Mangold ist daher ganz unbedenklich, davon kannst du also so viel essen, wie du lustig bist.

        Mangold zubereiten
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        #4 Gekochter Mangold

        Natürlich kannst du Mangold ganz klassisch zubereiten, indem du ihn kochst oder blanchierst. Dabei blüht das Stielgemüse so richtig auf. Es lohnt sich allerdings, vor dem Kochen die Stiele aus den Blättern heraus zu schneiden und mit etwas Vorsprung ins Kochwasser zu geben, denn sie brauchen ein bisschen länger, bis sie gar sind.

        Gekocht findet sich Mangold in ganz unterschiedlichen Gerichten wieder: In Gemüselasagne, Kokoscurry oder Risotto – Mangold ist da ein echter Verwandlungskünstler und fügt sich in die unterschiedlichsten Geschmackswelten ein.

        Kurz in kochendem Wasser blanchiert, kannst du übrigens ein tolles Pesto aus deinem Mangold zaubern! Auch für Rouladen eignen sich blanchierte Mangoldblätter ganz hervorragend.

        Gericht mit Mangold zubereitet

        #5 Gegrillte Mangoldstiele

        Wie wär’s mal mit etwas ganz anderem vom Grill? Dann probier doch mal, wie dir die bunten Blätter gegrillt schmecken.

        Mangold bekommt beim Grillen eine leicht rauchige Note. Auf dem Teller rundet das eine „Chimichurri“ Sauce perfekt ab! Das ist eine fruchtig-frische Sauce aus gehackter Petersilie, Knoblauch und Zitronensaft.

        Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen und ich bekomme Lust, Berge von Mangold zu ernten und in der Küche zuzubereiten!

        Mangold zubereiten – der verkannte Alleskönner

        Du siehst, Mangold lässt sich vielfältig in der Küche zubereiten! Aber das ist nicht die einzige Stärke von diesem Kandidaten, denn wenn es eine richtig zuverlässige Gemüsepflanze gibt, dann ist es Mangold. Er muss nicht mühsam vorgezogen werden, sondern kann von Anfang an ins Freiland. Dort wächst er dann genügsam vor sich hin und bietet dir über mehrere Wochen oder sogar Monate treu seine Blätter zur Ernte und ihrer leckeren Zubereitung an.

        Schlechter Boden? Verregneter Sommer? Kühle Nächte? Der robuste Mangold stellt keine Ansprüche an dich und verzeiht dir (fast) alles. Auch Schnecken lassen deine Mangoldpflanzen links liegen, was ziemlich praktisch ist.

        Eigentlich verwunderlich, denn Mangold sieht sooo verlockend aus. Die Blätter und Stiele können je nach Sorte nicht nur weiß, sondern auch gelb, orange, aprikosenfarben, rot oder rosa sein.

        Pssst: Falls dein Mangold bisher immer nur weiß und grün war, dann probier doch bei der nächsten Aussaat mal die Sortenmischung „Rainbow“ aus. Da wird es im Beet dann kunterbunt zugehen, versprochen! Auch die Sorte „Feurio“ bringt richtig viel Farbe ins Beet – tiefrot und feurig!

        Mangoldsorte Rainbow

        Auch im Hochbeet fühlt sich Mangold pudelwohl. Wer dort die besten Beetpartner für ihn sind, erfährst du in diesem Artikel:
         
        Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

        Mangold kannst du das gesamte Gartenjahr hindurch ernten und zubereiten. Da er auch eisigen Temperaturen trotzt, bleibt er bis weit in die kalte Jahreszeit hinein stehen und liefert dir seine vitamin- und eisenreichen Blätter auch dann, wenn viele Gemüsepflanzen schon im tiefsten Winterschlaf sind.

        Kein Wunder also, dass die Pflanze in fast jedem Gemüsegarten aus dem ein oder anderen Beet hervorschaut. ;)

        Traumpartner für das Gemüse mit Sti(e)l

        Du baust bereits Berge von Mangold im Garten an und kannst noch ein wenig Inspiration gebrauchen, wie du deinen Mangold clever kombinieren kannst? Dann bitte Bühne frei für die Mangold-Traumpaare!

        • Mangoldlasagne mit Ricottakäse
        • Mangoldrouladen mit Hackfleisch- oder Sojafüllung
        • Fisch im Mangoldmantel
        • Mangoldcurry mit Kokosmilch
        • Mangoldquiche mit Kirschtomaten und Parmesan

        Dir fällt bestimmt noch viiiel mehr ein. Bei der Vielfalt ist deine Lust auf Mangold jetzt hoffentlich geweckt! Und wenn nicht, dann solltest du den Mangold in deiner Beetplanung vielleicht doch lieber durch ein anderes Gemüse ersetzen. ;)

        Du hast Lust, noch ein bisschen weiter zu schmökern? Dann wirst du hier bestimmt fündig:

        Apfelessig selber machen: Einfaches und gelingsicheres Rezept

        Basilikum ernten und trocknen: Dein Sommerfeeling im Glas

        Das leckerste Kimchi-Rezept – Kimchi schnell & einfach selber machen!

        Wie bereitest du deinen Mangold gerne zu? Ich freue mich, wenn du deine liebsten Mangold-Rezepte mit uns teilst!

        Plastikflasche auf einem Stock

        7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

        Im Netz gibt es unheimlich viele Videos, die scheinbar geniale Garten-Hacks zeigen, in der Praxis aber überhaupt nicht funktionieren. Ich finde es super ärgerlich, wenn diese Videos Millionen von Menschen erreichen und Millionen Menschen dann feststellen müssen, dass das, was im Video toll aussieht, einfach nicht klappt.

        Aber: Ein paar sehr coole Lifehacks für den Garten gibt es zum Glück doch, die dir das Gärtnerleben wirklich versüßen können. Also, lets go!

        Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

        Garten-Hack #1: Leere Gläser zum Minitreibhaus machen

        Gemüsepflänzchen, die noch in den Kinderschuhen stecken, sind frostempfindlich und noch dazu ein gefundenes Fressen für Schnecken! Damit deine grünen Freunde ihre empfindliche Anfangszeit im Frühjahr und im Herbst unbeschadet überstehen, kannst du mit einem leer gefutterten und sauber gespülten Glas Abhilfe schaffen:

        Für diesen Garten-Hack stülpst du das Glas einfach über die zarten Pflänzchen, um sie vor Wind, Wetter und den fiesen Schleimern zu schützen. Dreh es ruhig ein wenig in den Boden hinein, damit sich keine ungebetenen Gäste hineinschmuggeln können! 

        Mit der Glashaube haben es deine Jungpflanzen kuschelig warm und gemütlich und können frostigen Tagen und Nächten trotzen. Und als Nebeneffekt bleiben Fressfeinde wie die nervigen Schnecken einfach ausgesperrt – die können dann nur noch mit tropfenden Lefzen durch das Glas auf ihr Lieblingsessen schauen. ;)

        Jungpflanze unter Schraubglas

        In deinem Keller schlummert ein ganzer Karton mit gesammelten Gläsern? Alte Schraubgläser kannst du auch prima nutzen, um gedörrte Kräutern einzulagern!

        Du musst bei diesem Garten-Hack aber aufpassen, dass es in dem Glashaus nicht zu heiß wird! Wenn die Sonne da nämlich unablässig draufscheint, können sich im Inneren des Glases schnell mal Temperaturen von über 40 Grad bilden – und dann kochst du dein Gemüse, bevor du es geerntet hast. ;) Deshalb nimmst du in den warmen Stunden des Tages die schützende Hülle ab und setzt sie nachmittags, wenn es kühl wird, wieder auf.

        Hol dir deinen Gemüsegarten-Pflanzplan!

        Hast du schon überlegt, wie du deine Beete bepflanzen möchtest? Mischkultur, Fruchtfolge, Vor-, Haupt- und Nachkultur… da gibt es viel zu beachten! Um dir die Planung zu erleichtern, habe ich einen von vorne bis hinten ausgeklügelten Pflanzplan für dich erstellt. Er hilft dir, deine Beete das ganze Jahr über optimal zu nutzen. Lad ihn dir gerne herunter!

        Garten-Hack #2: Der Plastikflaschen-Trick

        Hast du auch Wühlmäuse im Garten, die dir frech deine Ernte wegfressen und deine Pflanzen ausbuddeln? Gerade im Herbst stürzen sich die Mäuse auf meine Möhren und Süßkartoffeln, sodass für mich nichts mehr übrig bleibt, wenn ich keine Maßnahmen ergreife.

        Daher kommt hier ein einfacher aber genialer Garten-Hack gegen Wühlmäuse:

        Du nimmst einen langen Bambusstab oder einen anderen langen Stock und bohrst ihn da im Beet in die Erde, wo du den letzten Wühlmaus-Angriff hinnehmen musstest. Auf diesen Stab steckst du dann kopfüber eine möglichst große leere Plastikflasche. Der Wind rüttelt die dann hin und her und die Schallwellen und Vibrationen übertragen sich in den Erdboden.

        Das geht den Nagern ordentlich auf die Nerven und sie flüchten vor dieser ständigen Unruhe.

        Garten-Hack Plastikflasche mit Stock

        Wühlmäuse sind allerdings ziemlich hartnäckige Zeitgenossen, deshalb solltest du immer mehrere Abwehrmethoden gleichzeitig anwenden, um ihnen deine Beete so richtig madig zu machen. Du würdest dich ja auch nicht durch ein einzelnes Absperrband auf dem Weg zur deiner Lieblingsschokolade aufhalten lassen, oder? ;)

        Wusstest du, dass ich auch auf YouTube unterwegs bin? Hier ist die Video-Version zum Thema Garten-Hacks:

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        Mehr Informationen

        Garten-Hack #3: Upcycling: DIY-Anzuchttöpfchen aus Klopapierrollen

        Leeren Klopapierrollen kannst du, statt sie ins Altpapier zu tun, super ein neues Leben einhauchen: als Anzuchttöpfchen für deine Gemüsesamen!

        Dazu schneidest du sie an einem Ende in gleichmäßigen Abständen viermal ungefähr zwei Zentimeter weit ein und faltest dann die erste Lasche zur Mitte. Jetzt knickst du die zweite Lasche über die erste, die dritte Lasche über die zweite und die vierte Lasche sowohl über die dritte als auch unter die erste Lasche. Das hört sich vielleicht ein wenig verwirrend an, ist aber ganz simpel, wenn du es tust! :)

        Nach dem ganzen Knicken und Stecken hält dein Boden ohne Kleber zusammen. Jetzt drückst du ihn noch flach, damit dein zukünftiges Pflanztöpfchen auch gut stehen kann. Falls die Rollen trotzdem ständig umfallen wollen, nimmst du einfach fünf oder sieben Stück zusammen und stabilisierst sie mit einem Gummiring außen herum.

        Nun füllst du Kompost oder Anzuchterde hinein, holst deine Samentütchen hervor und säst, was das Zeug hält! In einem Untersetzer oder einer niedrigen Wanne bringst du viele solcher Gemüse-Kinderstuben unter und hast so eine kostenlose Jungpflanzenanzucht-Station – ich liebe diesen Garten-Hack!

        Psst, kleiner Tipp: Wenn du pro Rolle nur einen Samen aussäst, oder so pikierst, dass nur eine Pflanze übrig bleibt, kannst du deine Töpfchen später einfach komplett mit der Pflanze darin ins Beet setzen und verletzt so keine zarten Wurzeln!

        Außer Klopapierrollen habe ich noch zwei andere Ideen für dich, wie du plastikfrei Pflanztöpfchen herstellen kannst.

        Garten-Hack #4: Upcycling: Pflanzenschilder aus Plastikabfällen

        Du hast jetzt gaanz viele Aussaaten gemacht und möchtest wissen, wo in deinen Töpfchen was wächst? Dann habe ich hier noch einen tollen Garten-Hack für dich, wie du ganz einfach den Überblick behältst: 

        In unserem Haushalt fallen immer mal wieder Plastikbecher oder Plastikdeckel an und denen gebe ich gerne noch einen zweiten Nutzen, bevor sie in die (gelbe) Tonne wandern. Dafür spüle ich die Deckel gut und schneide sie mit einer Schere* in spitze Dreiecke. Auf diese Dreiecke schreibst du dann mit einem Edding den passenden Gemüsenamen. Dann steckst du deine neuen Pflanzenschilder mit der spitzen Seite in die Erde und schon bist du fertig!

        Weil der Stift wasserfest ist, brauchst du auch keine Angst zu haben, dass sich die Beschriftung mit der Zeit in Wohlgefallen auflöst. So musst du später nicht raten, ob du jetzt auf der linken oder auf der rechten Seite des Untersetzers die neue Salatsorte ausgesät hast oder ob das die vom letzten Jahr war. ;)

        Du kannst übrigens auch aus zerbrochenem Geschirr tolle Pflanzenschilder machen! Das Prinzip ist das gleiche. ;)

        Garten-Hack Klopapierrolle mit Pflanzschild

        Garten-Hack #5: Elektroinstallationsrohre für Kulturschutznetze nutzen

        Kennst du den Spruch “Viel Feind´ viel Ehr?” Auch wenn das keine besonders tolle Aussage ist: Wenn du danach gehst, müssten Kohl und Lauch mit die ehrenhaftesten Gemüsesorten überhaupt sein! ;) Sie haben nämlich so viele Fressfeinde, die es auf sie abgesehen haben, dass ich diese beiden Kandidaten nur unter Kulturschutznetzen anbaue. Und in diesem Garten-Hack geht es darum, wie du das Kulturschutznetz ganz einfach über deine Gemüsezöglinge spannen kannst.

        Damit die Kulturschutznetze einen guten Halt haben und eine sichere runde Schutzhülle um das Gemüse bilden, schneide ich mir aus Elektroinstallationsrohren mit Aluminiumkern lange Stücke ab und biege daraus Bögen.

        In den Boden drücke ich zwei Metallstäbe als Halt und stecke die beiden Enden des Bogens  da jeweils  drauf. Über mehrere dieser Bögen spanne ich dann mein Kulturschutznetz und befestige es mit Holzlatten oder Steinen am Boden. So müssen die fiesen Schädlinge draußen bleiben und können nicht an ihr Lieblingsessen ran. Tja, Pech gehabt, ihr Lieben!

        Psst, kleiner Tipp:  Im Winter machst du das Kulturschutznetz runter und ersetzt es durch ein Wintervlies. So haben es deine Gemüse kuschelig warm und müssen nicht frieren, wenn es draußen ungemütlich wird!

        Garten-Hack #6: Geteilte Freude ist doppelte Freude: Aus einer Pflanzkartoffel zwei machen

        Falls du feststellst, dass du zu wenig Pflanzkartoffeln hast, um deinen geplanten Kartoffelacker zu bestücken, habe ich einen ganz simplen Tipp für dich: Schneide doch deine Pflanzkartoffeln mit einem scharfen Messer so durch, dass an jeder Hälfte Augen sind. Nein, nicht damit ihr euch ständig verliebte Blicke zuwerfen könnt. Deine Kartoffeln kommen ja sowieso in die Erde. ;)

        Im Ernst: Augen nennt man die kleinen Knubbel an den Kartoffeln, aus denen später die Kartoffelkeime wachsen. Und wenn an einer Hälfte keine Augen sind, wächst da auch nichts raus – deshalb musst du bei deinem Schnitt aufpassen, dass du danach auch wirklich zwei neue Pflanzkartoffeln hast und nicht nur eine, von der ein Stück fehlt. Solltest du ein Exemplar mit ganz vielen Augen haben, kannst du deine Kartoffel sogar auch zweimal durchschneiden.

        Kartoffel durchgeschnitten

        Die frischen Schnittflächen bieten Keimen und Krankheitserregern allerdings eine weit offene Eintrittspforte. Deshalb lässt du sie erst mal gut abtrocknen, bevor du deine Kartoffeln in die Erde bringst.

        Wenn dir das zu lange dauert, kannst du sie auch in Pflanzenkohle tunken, mit der du sonst deinem Boden etwas Gutes tust. Die verschließt die Schnittwunden nämlich zuverlässig und schnell. 

        Schon gewusst: Kartoffeln kannst du übrigens nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Herbst pflanzen!

        Du dachtest, das war es jetzt? Ha, falsch gedacht, einen hab ich noch! :)

        Garten-Hack #7: Bau dir einen DIY-Schneckenkragen

        Falls du deine Gemüsezöglinge nämlich gegen eine Schneckenarmada verteidigen musst, kannst du ihnen aus leeren Joghurtbechern ganz einfach einen Schneckenkragen basteln. Dann haben die Schleimer das Nachsehen und du fröhliche Jungpflanzen, die sich prächtig entwickeln!

        Mit allen diesen DIY Lifehacks für den Garten habe ich die besten Erfahrungen gemacht und kann dir versichern, dass sie wirklich funktionieren. Und macht es nicht total Spaß, aus Dingen, die eigentlich schon Abfall waren, neue und praktische Sachen zu herzustellen?

        Falls du durch die Garten-Hacks noch mehr Lust bekommen hast, ganz mühelos zu gärtnern, stöbere gerne hier weiter:

        So startest du deinen 3h/Woche-Selbstversorger-Garten!

        Gemüsegarten anlegen in 7 einfachen Schritten

        Kompost bauen: Einfach, schnell und stabil!

        Kennst du auch coole DIY Garten Hacks, die wirklich funktionieren? Ich bin gespannt darauf, was du an genialen Tricks auf Lager hast!

        *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

        Kartoffeln lagern

        7 ultimative Tipps zum Kartoffeln lagern

        Kartoffeln lassen sich nach der Ernte super lagern! Wenn du also gerade glückselig und stolz auf deinen geernteten Kartoffelberg schaust und diese Menge unmöglich auf einmal verputzen kannst, habe ich ein paar coole Tipps für dich zum Kartoffeln einlagern parat – dann kannst du auch im Frühjahr noch deine tollen Knollen aus eigenem Anbau schlemmen.

        Kann ich alle Sorten von Kartoffeln lagern?

        Frühkartoffeln, also Kartoffeln, die eine Kulturdauer von 90 bis 120 Tagen haben und bereits ab Juni erntebereit sind, eignen sich nicht zum Lagern. Sie haben eine zu dünne Schale und sollten innerhalb von zwei Wochen verspeist sein.

        Die gemütlicheren Lagerkartoffeln brauchen dagegen 120 bis 170 Tage bis zur Ernte. Sie bilden eine robuste feste Schale aus und haben auch nichts gegen einen längeren Aufenthalt in einem Vier-Sterne-Kartoffellager einzuwenden.

        Wusstest du, dass die vielen Kartoffelsorten nicht nur unterschiedlich aussehen, sondern auch ganz unterschiedlich schmecken?

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        Tipp #1: Raus mit den Kartoffeln: Den richtigen Erntezeitpunkt zum Kartoffeln lagern abpassen

        Bis zum Herbst kannst du deine Kartoffel-Schätzchen einfach im Beet „lagern“, nach Bedarf aus der Erde buddeln und sofort in den Kochtopf werfen. 

        Sobald aber erste Fröste angesagt sind, musst du deine Kartoffeln vollständig ernten. Sie sind nämlich ziemliche Frostbeulen und mögen Minusgrade überhaupt nicht gerne, im schlimmsten Fall, fangen sie an zu faulen. Außerdem verändert sich die Konsistenz und der Geschmack der Kartoffeln nach einer Frosteinwirkung – und das wollen wir vermeiden!

        Damit deine Kartoffeln gut lagerfähig sind, darfst du sie aber auch nicht zu früh ernten: Das Laub sollte komplett abgestorben sein und die Schale so fest, dass du sie mit dem Daumen nicht mehr abreiben kannst. Erst dann sind deine Kartoffeln vollständig ausgereift. Am besten gräbst du erstmal eine Probekartoffel aus und machst den „Schalenreibetest“, um ganz sicher zu gehen.

        In meinem Artikel zur Kartoffelernte findest du noch mehr Tipps dazu, wie du bei der Ernte alles richtig machst!

        Tipp #2: Noch nicht ganz trocken hinter den Ohren: Kartoffeln (zwischen)lagern,um sie abtrocknen zu lassen

        Ein trockener Tag ist ideal, um deine Kartoffeln aus der Erde ans Tageslicht zu holen. Unmittelbar nach der Ernte solltest du sie aber nicht gleich einlagern, weil sie noch zu feucht dafür sind und schnell schimmeln würden.

        Am besten legst du sie deshalb an einem regengeschützten und luftigen Ort ohne direktes Sonnenlicht nebeneinander und gönnst ihnen zwei Wochen Wellness, damit sie gut abtrocknen können. Erde, die noch an ihnen klebt, lässt du einfach dran, denn sie schützt vor Fäulnis. Die Schale wird in dieser Zeit trocken und noch fester – so kannst du für einen langen Zeitraum deine Kartoffeln aufbewahren.

        Wenn dir beim Kartoffelauslegen beschädigte Exemplare unterkommen, sortierst du sie aus und verputzt sie möglichst bald. Diese Kandidaten sind nämlich die ersten Kartoffeln, die schlecht werden. 

        Immer nur Kartoffeln essen ist dir zu langweilig? Dann bau doch auch mal Süßkartoffeln in deinem Garten an!

        Lagern von erdigen Kartoffeln

        Tipp #3: Im Dunkeln ist gut munkeln: Kartoffeln lagern so dunkel wie möglich

        Deine Kartoffeln sind jetzt perfekt abgetrocknet und tragen ein schickes Erdhemd? Dann nichts wie ab ins Kartoffellager mit ihnen! Sie halten sich am besten an einem möglichst dunklen Ort, der trocken und gut belüftet ist.

        Wenn deine Kartoffeln nämlich zu viel Licht abkriegen, bilden sie grüne Stellen aus, die das für den Menschen giftige Solanin enthalten. Grüne Stellen an deinen Kartoffeln musst du deshalb großzügig wegschneiden. Oder du verwendest die grünen Kartoffeln als Saatkartoffeln für das nächste Jahr!

        Licht sorgt außerdem dafür, dass die Kartoffeln ihren Winterschlaf für beendet halten und zu keimen beginnen. Deshalb musst du ihnen unbedingt eine Schlafmaske verpassen. ;)

        Für die Kartoffel-Aufbewahrungs-Schlafmaske eignen sich eine Kartoffelkiste aus Holz, ein Kartoffeltopf aus Stahlblech oder Keramik, ein Jutesack, ein Weidenkorb oder eine Papiertüte. Wenn du keinen richtig dunklen Ort hast, kannst du dir mit einer Abdeckung aus Jute, Pappe oder Papier helfen. Wichtig ist nur, dass deine Kartoffeln nicht abgeschlossen von der Luft lagern

        Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

        Mischkultur, Fruchtfolge, Vor-, Haupt- und Nachkultur… puuh, da schwirrt einem der Kopf! Einen Gemüsegarten-Anbauplan zu erstellen kann ganz schön herausfordernd sein. Um dir die Arbeit zu erleichtern, habe ich für dich einen von vorne bis hinten ausgeklügelten Pflanzplan erstellt, in dem alle wichtigen Dinge schon berücksichtigt sind. Er hilft dir, deine Beete das ganze Jahr über optimal zu nutzen. Lade dir den Anbauplan gerne hier herunter:

        Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

        Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

          Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

          Tipp #4: IceIce Baby: Lagertemperatur beachten beim Kartoffeln lagern

          Kartoffeln haben eine natürliche Keimhemmung, die sich aber ungefähr neun Wochen nach der Ernte abgebaut hat. Das heißt für dich, dass du deinen Kartoffeln spätestens ab diesem Zeitpunkt vorgaukeln musst, dass es zu kalt und zu dunkel ist, um keck Keime herauszuschieben!

          Neben möglichst vollständiger Dunkelheit brauchst du deshalb auch eine Lagertemperatur zwischen vier und acht Grad Celsius. Kälter sollte es nicht sein, weil die Kartoffeln dann ihre Stärke in Zucker umwandeln und die Knollen einen unangenehmen fad-süßlichen Geschmack bekommen. Ein kalter aber unbedingt frostfreier und trockener Keller wäre ideal. Wenn du keinen solchen Kartoffelkeller hast, kannst du deine Kartoffeln auch auf der Terrasse oder dem Balkon in einer mit Stroh gefüllten und abgedeckten Holzkiste lagern.

          Kartoffeln im Kühlschrank aufzubewahren ist leider keine gute Idee! Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgt nämlich dafür, dass die Kartoffeln schnell zu faulen und zu schimmeln beginnen.

          Tipp #5: Kartoffeln nicht zusammen mit Äpfeln lagern

          Äpfel, aber auch Pflaumen, Birnen und Zwiebeln verströmen das Reifegas Ethylen. Es sorgt dafür, dass andere Früchte schneller reifen oder zu keimen beginnen. Deshalb solltest du Kartoffeln möglichst immer in einem eigenen Raum lagern. So sind sie dem Ethylen nicht ausgesetzt und halten sich länger.

          Aus deinen eingelagerten Äpfeln kannst du übrigens ganz einfach super leckeren Apfelsaft machen, denn kannst du dann auch neben deinen Kartoffeln lagern. ;)

          Gekeimte Kartoffel

          Tipp #6: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Kartoffellager regelmäßig checken

          Wenn du alle Tipps beachtet hast und nun stolz auf dein wundervolles Kartoffellager blickst, gibt es noch eine wichtige Sache, die du beherzigen solltest: Schau deine Schätzchen einmal pro Woche sorgfältig durch, damit du faulige oder schimmelige Exemplare möglichst schnell entdeckst und wegnehmen kannst. Die stecken nämlich die anderen ruckzuck an und lassen dann die ganze Ernte verderben.

          Solltest du dabei auch gekeimte Kartoffeln entdecken, nimmst du sie ebenfalls heraus und isst sie möglichst schnell auf. Solange die Keime unter fünf Zentimeter lang sind, kannst du sie einfach abdrehen und die gekeimten Kartoffeln unbesorgt essen.

          Sind die Keime schon länger, haben die Kartoffeln zu viel Solanin eingelagert und schmecken bitter. Kartoffelkeime selber sind generell nicht zum Essen geeignet, die packst du besser auf den Kompost.

          Wenn deine Kartoffeln im Frühjahr runzelig geworden sind, kannst du sie ebenfalls noch essen, solange sie sich nicht sehr weich anfühlen.

          Tipp #7: Blick über den Tellerrand: Wie kann ich sonst noch Kartoffeln aufbewahren?

          Wenn du keinerlei Möglichkeiten hast, deine Kartoffeln im Haus oder auf dem Balkon aufzubewahren, kannst du sie auch in einer Erdmiete lagern. Dazu gräbst du ein Loch, legst es zum Schutz vor Wühlmäusen mit einem feinen Maschendraht aus und isolierst es dick mit Stroh. Darin überwintern deine Kartoffeln problemlos bis zum Frühjahr, wenn du alles gut abdeckst. Auch hier musst du regelmäßig überprüfen, ob einzelne Kartoffeln schlecht geworden sind.

          Du kannst die Kartoffeln auch gründlich mit einer Gemüsebürste abschrubben und sie ganz oder in Würfel geschnitten kochen und einfrieren. Rohe Kartoffeln einfrieren solltest du nicht: Sie werden matschig, weil ihre Zellstruktur durch die Kälte kaputt geht.

          Eine weitere Möglichkeit ist es, die Kartoffeln in Scheiben zu schneiden und zu trocknen. Bevor du sie verwendest, lässt du sie dann im Wasser wieder aufquellen.

          Deine Vorratskammer ist schon prall gefüllt mit deiner Ernte? So bewahrst du den Überblick über deine Ernteschätze!

          Kartoffeln lassen sich wunderbar für mehrere Monate lagern, wenn du ihnen die passende Umgebung schaffst. Du hast also jede Menge Zeit, sie nach und nach zu genießen oder für deine Lieben die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen. ;)

          Jetzt, wo du weißt wie einfach es ist, Kartoffeln zu lagern, möchtest du zum Kartoffel-Selbstversorger werden und ganz viele davon selber anbauen?

          Dann schau gerne auch bei diesen Artikeln vorbei:

          Kartoffeln pflanzen und anbauen – die ultimative Anleitung!

          Kartoffeln pflanzen ohne Umgraben: So funktioniert’s!

          Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

          Welche Erfahrungen hast du mit dem Kartoffeln lagern? Ich freue mich, von dir zu hören!

          Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

          Tomaten trocknen – den Geschmack des Sommers einfangen

          Was schmeckt noch tomatiger als frische Tomaten? Genau, getrocknete Tomaten. Wenn du gerade mehr Tomaten erntest als du essen kannst, ist es höchste Zeit, dir einen kleinen Wintervorrat anzulegen. Denn wenn du einen Teil deiner Tomatenernte trocknest, kannst du auch in der kalten Jahreszeit noch von der Süße des Sommers zehren.

          Um Tomaten zu trocknen, brauchst du nichts weiter als ein paar voll ausgereifte aromatische Tomaten. Die hängen gerade sowieso an deinen Tomatenpflanzen? Super, dann nichts wie ran an die Früchte! Los geht’s!

          Drei richtig gute Gründe, deine eigenen Tomaten zu trocknen

          Kennst du das? Du sehnst dich monatelang nach dem süßen Geschmack richtig leckerer reifer Tomaten und ziehst geduldig deine Tomatenpflänzchen groß. Und dann ist der Sommer auf einmal da und mit ihm die Tomatenschwemme. Endlich gibt es die aromatischen Früchte in Hülle und Fülle – viiiiel mehr, als du auf einmal essen kannst!

          Erster guter Grund fürs Tomaten Trocknen: Deine Ernte clever verwerten

          Früher sind manchmal Teile meiner Tomatenernte auf dem Kompost gelandet, weil ich mit verwerten und aufessen einfach nicht schnell genug hinterher gekommen bin.

          Das ist zwar kein großes Drama, denn die Kompostwürmer freuen sich über die Leckerbissen und verwandeln faule Tomaten in fruchtbaren Kompost. Und der erfreut dann die nächste Tomatengeneration. So schließt sich der Kreis wieder und eigentlich geht nichts verloren.

          Aber super schade ist es schon, denn es fließen ja viel Zeit, Liebe und Vorfreude in die Aufzucht der Tomaten. Viel besser ist es deshalb, die Tomatenschwemme schlau zu verwerten. Tomaten zu trocknen ist da eine super Möglichkeit, um deine Ernte schnell und unkompliziert haltbar zu machen.

          Getrocknete Tomaten im Glas

          Hier habe ich dir aufgeschrieben, wie du Tomaten erfolgreich anbaust, sodass du dich kaum vor ihnen retten kannst!

          Zweiter guter Grund fürs Tomaten Trocknen: Die Tomatensaison verlängern

          Die Tomatensaison ist trotz Schwemme leider kurz und das Ende schnell in Sicht. Auch deshalb lohnt es sich, einen Teil deiner Tomaten für den Rest des Jahres haltbar zu machen. Im Winter freust du dich dann garantiert über die Abwechslung, die deine Tomaten auf den Teller zaubern!

          Psst: Neben Tomaten trocknen gehören bei mir Tomatensauce und Einkochen von Tomaten genauso selbstverständlich zum Sommer wie lange Abende am Lagerfeuer, Schwimmen im See und Faulenzen in der Hängematte!

          Dritter guter Grund fürs Tomaten Trocknen: Den Geschmack des Sommers im Glas einfangen

          Getrocknete Tomaten haben im Vergleich zur Sauce den unschlagbaren Vorteil, dass in ihnen alle Aromen und all ihre Süße konzentriert sind. So werden sie zu richtigen Highlights auf dem Teller! Sie kitzeln nicht nur deinen Gaumen, sondern sorgen für eine regelrechte Geschmacksexplosion im Mund. Yams! :)

          Schon gewusst? Getrocknete Tomaten sind umami: Sie haben neben süß, sauer, salzig und bitter diese vierte herzhafte Geschmacksrichtung, die beim Essen für Glücksgefühle sorgt. Es gibt nicht viele Nahrungsmittel, die umami schmecken und sich super simpel haltbar machen lassen. Ein weiterer Grund, auf selbst getrocknete Tomaten nicht zu verzichten. Denn damit erweiterst du deinen Vorratsschrank um eine richtige Delikatesse, die auch im tiefsten Winter Urlaubserinnerungen weckt und mediterrane Stimmung verbreitet.

          In deinen Regalen reihen sich schon die Gläser mit eingekochten Schätzen? Dann würden ihnen doch sicher die schicken Etiketten gut stehen, die ich für dich entworfen habe! Die sind nicht nur schön, sondern du behältst auch ganz einfach die Übersicht darüber, was du wann eingekocht hast.

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          Etiketten zum Selber-Beschriften

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            Welche Tomaten eignen sich zum Trocknen?

            Grundsätzlich kannst du die allermeisten Tomaten trocknen. Sie sollten ganz ausgereift und top in Schuss sein. Also ohne Macken und Druckstellen. Die könnten nämlich dafür sorgen, dass die Tomaten schneller faulen als trocknen. Kleinere Macken kannst du aber auch einfach großzügig herausschneiden, wenn du deine Tomaten fürs Trocknen vorbereitest.

            Wenn deine getrockneten Tomaten auch noch fürs Auge so richtig was hermachen sollen, halte dich beim Trocknen an die roten Tomatensorten. Grüne und gelbe Sorten werden beim Trocknen nämlich schnell bräunlich und sehen dann nicht mehr so schön aus. Geschmacklich macht das aber keinen Unterschied. ;)

            Kleine Tomatensorten eignen sich leider nicht so gut, wenn du sie im Ganzen trocknen möchtest. Du kannst dann nämlich nicht feststellen, wie trocken die Tomaten im Inneren schon sind. Darum solltest du sie wenigstens einmal durchschneiden. Am besten nimmst du eine richtig leckere, mittelgroße, rote Tomatensorte – damit liegst du auf jeden Fall goldrichtig.

            Geerntete Tomaten zum Trocknen

            An die Tomaten, fertig, los!

            Du hast drei verschiedene Möglichkeiten, deine Tomaten zu trocknen: Im Backofen, im Dörrgerät oder in der Sonne. Alle drei haben Vor- und Nachteile, deshalb wählst du am besten die Trocknung aus, die für dich gut passt.

            Egal wie du es machst, es passiert im Grunde immer dasselbe: Wärme entzieht den Tomaten das Wasser. Der Trick dabei ist, die Tomaten möglichst zügig zu trocknen.

            Dauert das Ganze zu lange, können sich Schimmelpilze auf deinen Tomaten breit machen. Die fühlen sich auf den warmen und feuchten Früchten nämlich pudelwohl! Um das zu verhindern ist es wichtig, dass die feuchte Luft immer schnell abziehen kann. 

            Sind die Tomaten einmal trocken, bieten sie für Schimmelpilze keinen attraktiven Lebensraum mehr. Dadurch sind deine Tomaten dann haltbar.

            Tomaten an der Sonne trocknen – die nachhaltige Variante

            Sonnengetrocknete Tomaten sind die wohl nachhaltigste und günstigste Methode. Denn alles was du brauchst, ist Sonnenschein. Das ist in unseren Breitengraden aber auch genau das Problem: Du brauchst Sonnenschein! ;) Und zwar richtig verlässlichen, starken Hochsommersonnenschein für drei aufeinanderfolgende Tage.

            Solltest du in einem warmen, trockenen Klima wohnen, ist das natürlich keine große Herausforderung. Dann ist es eine tolle und energiesparende Methode, deine Tomaten an der Sonne zu trocknen. Sonnengeküsste Tomaten sind großartig!

            Auch Basilikum lässt sich gut trocknen und für den Winter haltbar machen!

            Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Sonne in den nächsten Tagen verlässlich auftaucht, halte dich lieber an eine andere Methode. Sonst riskierst du, dass deine Tomaten nicht schnell genug trocknen und schlecht werden.

            So geht’s:

            • Tomaten waschen, abtrocknen und in schmale Schnitze schneiden.
            • Tomatenschnitze nebeneinander auf ein Gitter oder einen Rost legen und an einem sonnigen Platz aufstellen.
            • Die Tomaten tagsüber alle 2-3 Stunden auf dem Gitter wenden.
            • Nachts reinholen und morgens wieder rausstellen.
            • 3-4 Tage wiederholen, bis die Tomaten sich gummiartig anfühlen und biegsam sind.

            Lass dir deine Tomaten nicht stibitzen! Vögel entdecken die Leckerbissen nämlich schnell und bedienen sich dann gerne. Um das zu verhindern kannst du ein Netz über den Tomaten aufspannen. Achte dabei aber darauf, dass genug Platz bleibt, sodass deine Tomaten es luftig haben.

            Auch Schnecken machen dir das Leben schwer? Gegen die Schleimer habe ich viele Tipps für dich parat!

            Die Tomaten dürfen auf keinen Fall nass werden! Droht ein Regenschauer, hol deine Schätze rechtzeitig rein. Und lass sie abends nicht einsam und allein draußen zurück, sonst bekommen sie nachts Taunässe ab und das Trocknen geht wieder von vorne los.

            Kleiner Tipp: Damit deine Tomaten nicht am Gitter festkleben, kannst du es mit Olivenöl bepinseln, bevor du die Tomaten darauf ausbreitest. Wenn du den Rost auf eine dunkle Oberfläche – zum Beispiel ein schwarzes Backblech – stellst, trocknen die Tomaten noch schneller, weil die dunkle Farbe mehr Energie aufnehmen und in eine höhere Temperatur umwandeln kann. 

            Tomaten im Backofen trocknen – die schnelle Variante

            Das ist die Methode für alle – denn kaum jemand hat keinen Backofen zuhause! Allerdings muss dein Backofen aber Temperaturen bis 60° Celsius zuverlässig regeln und einhalten können, damit du ihn dafür nutzen kannst.

            Die Luftzirkulation erreichst du bei dieser Methode nur, wenn du den Backofen einen Spalt breit offenstehen lässt, damit die feuchtwarme Luft abziehen kann. Und genau da zeigt sich der große Nachteil dieser Methode: Sie ist leider ein unglaublicher Stromfresser.

            Deshalb rate ich dir nur dann dazu, deine Tomaten im Backofen zu trocknen, wenn du große Portionen verarbeitest und deinen Backofen ordentlich füllen kannst.

            So geht’s:

            • Tomaten waschen, abtrocknen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
            • Tomaten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten.
            • In den Ofen stellen und diesen auf 60 °C und Umluft stellen.
            • Wichtig! Einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen, damit diese leicht geöffnet bleibt.
            • Die Tomaten bleiben nun 7-10 Stunden im Ofen.
            • Regelmäßig checken, ob alles okay ist. Wenn sich Wasser auf dem Backblech sammelt, gießt du es ab. Bei mehreren Blechen sollten die Backbleche regelmäßig die Plätze tauschen, damit alle Tomaten gleichmäßig trocknen.
            • Gegen Ende der Trocknungszeit solltest du fertige Tomaten einzeln aus dem Ofen nehmen, da sie sonst irgendwann zu trocken werden und bitter schmecken können.
            Tomaten auf dem Bleck trocknen

            Tomaten im Dörrgerät trocknen – die Variante für gut Ausgestattete

            Du hast ein Dörrgerät zuhause? Jackpot! Dann hast du die allerbesten Voraussetzungen, um deine Tomaten erfolgreich zu trocknen.

            So geht’s:

            • Tomaten waschen, gut abtrocknen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
            • Dicht nebeneinander auf den mit Backpapier bedeckten Dörrgittern ausbreiten.
            • Bei 60°–70° Celsius im Dörrgerät dörren.
            • Nach ca. 3 Stunden die Tomaten einmal wenden.
            • Insgesamt 7–10 Stunden dörren, bis die Tomaten die gewünschte Konsistenz haben.

            Mit einem Dörrgerät öffnen sich dir neue Möglichkeiten des Haltbarmachens. Von A wie Apfelringe bis Z wie Zitronenverbenentee – es gibt soooo viele tolle Dinge, die du mit einem Dörrgerät im Handumdrehen selber machen kannst – und getrocknete Tomaten sind da ganz klar ein Favorit!

            Schau dich doch auch nach anderen Rezepten für den Dörrautomaten um. Es wäre schließlich schade, dein Dörrgerät nur zur Tomatenzeit aus dem Keller zu holen.

            Psst: Nach der Tomatenschwemme dauert es gar nicht mehr lange bis zur Apfelernte. ;)

            Getrocknete Tomaten richtig aufbewahren

            Am besten halten sich die getrockneten Tomaten in luftdichten Gläsern. Prima eignen sich Weckgläser* oder Bügelgläser dafür. Am besten stellst du sie in eine dunkle Vorratskammer oder einen Schrank. So bleibt das Aroma am besten erhalten.

            Aber mal ganz ehrlich… die getrockneten Tomaten sind sooo lecker, dass sie nie lange im Vorratsschrank bleiben.  Bei uns wandern sie gerne zusammen mit Oliven in einen Nudelsalat oder neben Ziegenkäse und gegrillter Zucchini auf eine Antipastiplatte.

            Na, läuft dir das Wasser schon im Mund zusammen? Dann nichts wie raus, Tomaten ernten und loslegen mit dem Trocknen! 

            Du brauchst noch ein bisschen Inspiration? Hier kommen noch ein paar Ideen zum Thema Haltbar machen:

            Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

            Suppe sicher einkochen mit Anti-Schimmel-Checkliste

            Botulismus: Tödliche Vergiftung durch Einkochen

            Hast du noch Tricks auf Lager zum Tomaten trocknen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

            *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

            Erste Hilfe für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

            Die Kraut- und Braunfäule ist eine der fiesesten Tomaten-Krankheiten überhaupt, und kaum ein Garten bleibt von ihr verschont. Aber keine Sorge: Es gibt Möglichkeiten, der Krautfäule die Stirn zu bieten! ;)

            Wie du der gefürchteten Krankheit bei deinen Tomatenpflanzen vorbeugst und was du tun kannst, wenn die Kraut- und Braunfäule bereits zugeschlagen hat, erfährst du in diesem Artikel.

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            Kraut- und Braunfäule – was ist das?

            Die Kraut- und Braunfäule ist eine ziemlich fiese Tomaten-Krankheit, die durch einen Pilz ausgelöst wird. Nicht nur Tomaten, auch andere Nachtschattengewächse wie Kartoffeln sind davon betroffen. Bei Tomaten ist es aber eine der fatalsten und am häufigsten vorkommenden Krankheiten.

            Tomaten Kraut- und Braunfäule

            Die Sporen von Phytophthora infestans werden vom Wind und Regen übertragen. Egal, wie sorgfältig du deine Tomaten anbaust – es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die Kraut- und Braunfäule auslösenden Sporen früher oder später auf deinen Pflanzen landen. Der Trick ist, ihnen von da an das Leben schwer zu machen.

            Wie die meisten Pilze liebt Phytophthora infestans feuchtwarme Bedingungen. Nur in einer solchen Umgebung können die Sporen sich auf den Pflanzen breit machen, vermehren und die Kraut- und Braunfäule auslösen.

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            Symptome der Kraut- und Braunfäule

            In einem verregneten Sommer ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Kraut- und Braunfäule auftaucht. In so einem Jahr ist das Motto: Hab keine Tomaten auf den Augen, sondern schau ganz genau hin, damit du erste Anzeichen sofort entdeckst und handeln kannst!

            Braunfäule Tomaten

            Du weißt, dass es so weit ist, wenn auf den Blättern und Stängeln deiner Tomaten bräunliche Flecken auftauchen. Auf den Blattunterseiten bildet sich manchmal zusätzlich dazu ein zarter weißer Belag.

            In weiter fortgeschrittenen Stadien der Krankheit werden die Blätter schwarz und welken und auch der Stängel wird befallen. Leider können auch die heiß ersehnten Früchte dann betroffen sein: Sie werden braun und hart, die treulosen Tomaten!

            Tomate Frucht Braunfäule

            Vorsicht ist besser als Nachsicht – wie du der Kraut- und Braunfäule vorbeugst

            Du kannst zwar nichts dagegen tun, dass der Wind die Sporen in deinen Gemüsegarten trägt, aber du kannst deinen Tomaten helfen, für den Angriff aus der Luft gewappnet zu sein. Mit den richtigen vorbeugenden Maßnahmen kannst du dem Pilz so ein Schnippchen schlagen und seine Pläne vereiteln.

            Maßnahme #1 Sicherheitsabstand

            Schon bei der Planung deiner Beetbelegung kannst du eine erste Sicherheitsvorkehrung treffen. Denn die Sporen von Phytophthora infestans überwintern oft in Pflanzkartoffeln und machen sich dann vom Kartoffelbeet aus auf den Weg zu deinen Tomatenpflanzen.

            Ein großer Abstand zwischen deinem Kartoffelbeet und deinen Tomaten ist also ein erster Schritt, um die Kraut- und Braunfäule zu verhindern.

            Auch das Wissen, dass die Sporen vor allem über die Luft übertragen werden, kannst du bei deiner Beetplanung nutzen. Wenn du weißt, aus welcher Richtung der Wind meistens kommt, dann achte darauf, dass er eher von den Tomaten zu den Kartoffeln weht als andersherum.

            Aber Achtung: Denk daran, dass vielleicht auch im Nachbargarten Kartoffeln wachsen. Die Sporen lassen sich vom Gartenzaun nicht abschrecken. ;)

            Auch zwischen deinen Tomatenpflanzen solltest du genug Platz lassen. So stecken sich die Pflanzen nicht so schnell gegenseitig an, haben es vor allem aber luftig und trocknen zügig. Auf trockenen Blättern fühlt sich der Pilz nicht wohl – und macht es sich gar nicht erst gemütlich.

            Maßnahme #2 Kraut- und braunfäuletolerante Sorten

            Du hast bestimmt deine Lieblings-Tomatensorten, die du jedes Jahr anbaust. Wenn du öfter mit Kraut- und Braunfäule zu kämpfen hast, könnte es sich aber lohnen, auch mal braunfäuletolerante Sorten wie „Matina“, „De Berao“ oder „Primabella“ auszuprobieren. Die lassen die Pilzkrankheit ganz schön alt aussehen.

            Tomate Jungpflanzen

            Besonders, wenn du deine Tomaten im Freiland anbaust, solltest du darauf achten, nur geeignete Sorten zu verwenden. Manche Sorten sind so wasserscheu und empfindlich, dass sie sich wirklich nur im Gewächshaus wohlfühlen.

            Eine wichtige Voraussetzung für gesunde und kräftige Tomatenpflanzen ist übrigens auch eine Aussaat zum richtigen Zeitpunkt. Um den nicht zu verpassen, kannst du dir einfach meinen Aussaatkalender zur Hilfe holen.

            Trag dich einfach mit deiner Emailadresse ein, lade dir den Kalender runter und los geht’s mit den Aussaaten!

            Maßnahme #3 Sauberkeit

            Wenn du im Garten arbeitest, kann es immer mal passieren, dass du Krankheitserreger von einer Pflanze zur nächsten trägst. Das kann über Gartenwerkzeuge, Erde, oder aber auch einfach über deine bloßen Hände geschehen. Und das wollen wir natürlich nicht.

            Um zu verhindern, dass du Sporen der Kraut- und Braunfäule von deinen Kartoffeln zu den Tomaten schleppst, kannst du ein paar einfache Regeln befolgen. Eine Grundregel ist, dass du niemals direkt hintereinander im Kartoffelbeet und an deinen Tomatenpflanzen arbeiten solltest.

            Gartenwerkzeuge, mit denen du die Pflanzen direkt berührst, solltest du regelmäßig waschen. Besonders nach der Kartoffelernte können Grabegabel, Gartenschuhe und Schubkarre mit den Sporen belastet sein. Bevor du dich jetzt deinen Tomaten zuwendest, solltest du für Sauberkeit sorgen.

            Maßnahme #4 Abwehrkräfte stärken

            Du kannst es der Braunfäule nicht nur ungemütlich machen, sondern deine Tomaten auch aktiv stärken. Dazu machst du eine Ackerschachtelhalm-Jauche. Wie das geht, erfährst du in diesem Artikel. Statt Brennesseln verwendest du einfach Schachtelhalm. ;)

            Ackerschachtelhalmjauche

            Mit der verdünnten Jauche kannst du deine Tomatenpflanzen dann regelmäßig gießen und einsprühen. Beides hilft ihnen, sich gegen den Pilz zu wappnen. Aber: Achte darauf, dass die Pflanzen nach dem Einsprühen richtig gut abtrocknen können. Das ist super wichtig!

            Zum Gießen von Tomaten gibt es noch einen Tipp: Achte darauf, sie möglichst vorsichtig zu bewässern, sodass die Blätter nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. Denn so beugst du nicht nur feuchten Blättern vor, sondern verhinderst auch, dass mögliche Erreger aus dem Wasser auf die Pflanze gelangen.

            Mulch sorgt (neben all seinen anderen tollen Eigenschaften) dafür, dass das Wasser beim Gießen nicht spritzt.

            Jätest du noch oder mulchst du schon? ;) Falls du die geniale Technik noch nicht kennst, solltest du unbedingt diesen Artikel lesen:

            So funktioniert Mulchen! Schritt für Schritt zum Mulchbeet

            Maßnahme #5 Für Trockenheit sorgen

            Je trockener deine Tomatenpflanzen stehen, desto geringer ist das Risiko, Kraut- und Braunfäule zu erwischen. Das ist auch ein wichtiger Grund, weshalb wir sie so gern in Gewächshäusern und unter Tomatendächern anbauen.

            Ein Dach über dem Kopf ist eine super sinnvolle Maßnahme gegen die Pilzkrankheit. Wenn du die Möglichkeit hast, deine Pflanzen geschützt anzubauen, dann mach das unbedingt. Die Pflanzen werden es dir danken und dich dafür belohnen!

            Aber wähne dich nicht in falscher Sicherheit: Auch im Gewächshaus können deine Tomatenstöcke feucht werden! Sie transpirieren ständig und „atmen“ über ihre Blätter jede Menge Wasser aus. Damit die Pflanzen trocknen können, sollte dein Gewächshaus also immer gut belüftet sein.

            Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, um für trockene Blättern an deinen Pflanzen zu sorgen – im Gewächshaus wie im Freiland. Lass immer ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen und geiz deine Tomaten aus, damit sie nicht zu buschig werden. Wie das geht, kannst du in diesem Artikel nachlesen:

            Tomatenpflanzen ausgeizen und Tipps zur Tomaten-Pflege

            Sobald deine Tomaten etwas größer sind, kannst du auch anfangen, die unteren Blätter zu entfernen. Mit weniger Blättern stehen deine Tomaten luftiger und bieten den Pilzsporen weniger Angriffsfläche.

            Du solltest allerdings nur dann Pflanzenteile entfernen, wenn die Tomaten gerade trocken sind. Beim Entblättern feuchter Tomatenpflanzen entsteht nämlich die Gefahr, dass vorhandene Erreger über die Wunden, die beim Entfernen der Blätter entstehen, eindringen. Genau das gleiche gilt fürs Ausgeizen. Aber das macht an einem sonnigen Tag sowieso mehr Spaß. ;)

            Hast du all diese Vorsichtsmaßnahmen befolgt, solltest du kaum noch Probleme mit der Kraut- und Braunfäule haben. Sie lässt sich mit der richtigen Handhabung erfahrungsgemäß ziemlich gut in Schach halten.

            Ganz auf der sicheren Seite können wir natürlich nie sein: In einem so verregneten Sommer wie in diesem Jahr rechne ich nicht mit einer besonders üppigen Tomatenernte. Aber so ist das nun mal mit dem Gärtnern: Mal fällt die Ernte super großzügig aus, und manchmal eben eher kleiner.

            Hilfe, meine Tomaten haben Kraut- und Braunfäule – was muss ich tun?

            Erst mal tief durchatmen und Ruhe bewahren – du kannst immer noch ganz viel machen, um deine Tomatenernte zu retten. Zunächst solltest du checken, ob du an den vorbeugenden Maßnahmen noch etwas verbessern kannst – die können nämlich auch die akute Situation verbessern.

            Versuche, es deinen Pflanzen so einfach wie möglich zu machen, immer schnell zu trocknen. Dazu kontrollierst du, ob dein Gewächshaus gut belüftet ist, entblätterst die Tomaten und entfernst Geiztriebe. Wenn sie sehr engen stehen, nimm ein oder zwei Tomaten raus.

            Braunfäule: Tomaten entblättern

            Die Pflanzenteile, auf denen du Symptome erkennst, solltest du unbedingt entfernen. Wenn eine Pflanze sehr stark betroffen ist, entfernst du sie am besten komplett.

            Die betroffenen Tomaten kannst du außerdem mit Ackerschachtelhalmjauche besprühen. Die gefällt dem Pilz nämlich gar nicht, stärkt aber die Pflanzen. Wenn du gerade keine fertige Jauche zur Hand hast, greifst du am besten auf eine andere Lösung zurück, um mit der Behandlung sofort beginnen zu können. Denn Jauche braucht ja Zeit, um zu reifen.

            Einfaches Hausmittel gegen Kraut- und Braunfäule

            Eine gute und schnell zubereitete Alternative zu Schachtelhalmjauche ist Salbeitee mit Backpulver. Dazu brühst du einen Liter Tee auf, rührst zwei Teelöffel Backpulver hinein, lässt das Ganze abkühlen und besprühst dann die Pflanzen damit. Achte auch hier wieder darauf, dass die Tomaten zwischen den Behandlungen immer gut abtrocknen.

            Der Salbei und das Backpulver wirken gegen einen neuen Befall mit dem fiesen Braunfäule-Pilz, das verbessert die weiteren Chancen für deine Tomaten ungemein!

            Jetzt heißt es: Daumen drücken, dass du die Krautfäule noch einmal vertreiben konntest! Ich hoffe ja, dass die Wolken sich endlich verziehen und die Tomaten ein laaanges Sonnenbad nehmen können, statt traurig im Regen herumzustehen.

            Du bekommst gar nicht genug von Tomaten und willst mehr wissen? Dann schau doch mal hier rein:

            Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte!

            Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

            Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

            Wie sieht es bei deinen Tomatenpflanzen aus? Hast du schon mit der Kraut- und Braunfäule zu kämpfen?

            Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.