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Kartoffeln lagern

7 ultimative Tipps zum Kartoffeln lagern

Kartoffeln lassen sich nach der Ernte super lagern! Wenn du also gerade glückselig und stolz auf deinen geernteten Kartoffelberg schaust und diese Menge unmöglich auf einmal verputzen kannst, habe ich ein paar coole Tipps für dich zum Kartoffeln einlagern parat – dann kannst du auch im Frühjahr noch deine tollen Knollen aus eigenem Anbau schlemmen.

Kann ich alle Sorten von Kartoffeln lagern?

Frühkartoffeln, also Kartoffeln, die eine Kulturdauer von 90 bis 120 Tagen haben und bereits ab Juni erntebereit sind, eignen sich nicht zum Lagern. Sie haben eine zu dünne Schale und sollten innerhalb von zwei Wochen verspeist sein.

Die gemütlicheren Lagerkartoffeln brauchen dagegen 120 bis 170 Tage bis zur Ernte. Sie bilden eine robuste feste Schale aus und haben auch nichts gegen einen längeren Aufenthalt in einem Vier-Sterne-Kartoffellager einzuwenden.

Wusstest du, dass die vielen Kartoffelsorten nicht nur unterschiedlich aussehen, sondern auch ganz unterschiedlich schmecken?

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Tipp #1: Raus mit den Kartoffeln: Den richtigen Erntezeitpunkt zum Kartoffeln lagern abpassen

Bis zum Herbst kannst du deine Kartoffel-Schätzchen einfach im Beet „lagern“, nach Bedarf aus der Erde buddeln und sofort in den Kochtopf werfen. 

Sobald aber erste Fröste angesagt sind, musst du deine Kartoffeln vollständig ernten. Sie sind nämlich ziemliche Frostbeulen und mögen Minusgrade überhaupt nicht gerne, im schlimmsten Fall, fangen sie an zu faulen. Außerdem verändert sich die Konsistenz und der Geschmack der Kartoffeln nach einer Frosteinwirkung – und das wollen wir vermeiden!

Damit deine Kartoffeln gut lagerfähig sind, darfst du sie aber auch nicht zu früh ernten: Das Laub sollte komplett abgestorben sein und die Schale so fest, dass du sie mit dem Daumen nicht mehr abreiben kannst. Erst dann sind deine Kartoffeln vollständig ausgereift. Am besten gräbst du erstmal eine Probekartoffel aus und machst den „Schalenreibetest“, um ganz sicher zu gehen.

In meinem Artikel zur Kartoffelernte findest du noch mehr Tipps dazu, wie du bei der Ernte alles richtig machst!

Tipp #2: Noch nicht ganz trocken hinter den Ohren: Kartoffeln (zwischen)lagern,um sie abtrocknen zu lassen

Ein trockener Tag ist ideal, um deine Kartoffeln aus der Erde ans Tageslicht zu holen. Unmittelbar nach der Ernte solltest du sie aber nicht gleich einlagern, weil sie noch zu feucht dafür sind und schnell schimmeln würden.

Am besten legst du sie deshalb an einem regengeschützten und luftigen Ort ohne direktes Sonnenlicht nebeneinander und gönnst ihnen zwei Wochen Wellness, damit sie gut abtrocknen können. Erde, die noch an ihnen klebt, lässt du einfach dran, denn sie schützt vor Fäulnis. Die Schale wird in dieser Zeit trocken und noch fester – so kannst du für einen langen Zeitraum deine Kartoffeln aufbewahren.

Wenn dir beim Kartoffelauslegen beschädigte Exemplare unterkommen, sortierst du sie aus und verputzt sie möglichst bald. Diese Kandidaten sind nämlich die ersten Kartoffeln, die schlecht werden. 

Immer nur Kartoffeln essen ist dir zu langweilig? Dann bau doch auch mal Süßkartoffeln in deinem Garten an!

Lagern von erdigen Kartoffeln

Tipp #3: Im Dunkeln ist gut munkeln: Kartoffeln lagern so dunkel wie möglich

Deine Kartoffeln sind jetzt perfekt abgetrocknet und tragen ein schickes Erdhemd? Dann nichts wie ab ins Kartoffellager mit ihnen! Sie halten sich am besten an einem möglichst dunklen Ort, der trocken und gut belüftet ist.

Wenn deine Kartoffeln nämlich zu viel Licht abkriegen, bilden sie grüne Stellen aus, die das für den Menschen giftige Solanin enthalten. Grüne Stellen an deinen Kartoffeln musst du deshalb großzügig wegschneiden. Oder du verwendest die grünen Kartoffeln als Saatkartoffeln für das nächste Jahr!

Licht sorgt außerdem dafür, dass die Kartoffeln ihren Winterschlaf für beendet halten und zu keimen beginnen. Deshalb musst du ihnen unbedingt eine Schlafmaske verpassen. ;)

Für die Kartoffel-Aufbewahrungs-Schlafmaske eignen sich eine Kartoffelkiste aus Holz, ein Kartoffeltopf aus Stahlblech oder Keramik, ein Jutesack, ein Weidenkorb oder eine Papiertüte. Wenn du keinen richtig dunklen Ort hast, kannst du dir mit einer Abdeckung aus Jute, Pappe oder Papier helfen. Wichtig ist nur, dass deine Kartoffeln nicht abgeschlossen von der Luft lagern

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Mischkultur, Fruchtfolge, Vor-, Haupt- und Nachkultur… puuh, da schwirrt einem der Kopf! Einen Gemüsegarten-Anbauplan zu erstellen kann ganz schön herausfordernd sein. Um dir die Arbeit zu erleichtern, habe ich für dich einen von vorne bis hinten ausgeklügelten Pflanzplan erstellt, in dem alle wichtigen Dinge schon berücksichtigt sind. Er hilft dir, deine Beete das ganze Jahr über optimal zu nutzen. Lade dir den Anbauplan gerne hier herunter:

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    Tipp #4: IceIce Baby: Lagertemperatur beachten beim Kartoffeln lagern

    Kartoffeln haben eine natürliche Keimhemmung, die sich aber ungefähr neun Wochen nach der Ernte abgebaut hat. Das heißt für dich, dass du deinen Kartoffeln spätestens ab diesem Zeitpunkt vorgaukeln musst, dass es zu kalt und zu dunkel ist, um keck Keime herauszuschieben!

    Neben möglichst vollständiger Dunkelheit brauchst du deshalb auch eine Lagertemperatur zwischen vier und acht Grad Celsius. Kälter sollte es nicht sein, weil die Kartoffeln dann ihre Stärke in Zucker umwandeln und die Knollen einen unangenehmen fad-süßlichen Geschmack bekommen. Ein kalter aber unbedingt frostfreier und trockener Keller wäre ideal. Wenn du keinen solchen Kartoffelkeller hast, kannst du deine Kartoffeln auch auf der Terrasse oder dem Balkon in einer mit Stroh gefüllten und abgedeckten Holzkiste lagern.

    Kartoffeln im Kühlschrank aufzubewahren ist leider keine gute Idee! Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgt nämlich dafür, dass die Kartoffeln schnell zu faulen und zu schimmeln beginnen.

    Tipp #5: Kartoffeln nicht zusammen mit Äpfeln lagern

    Äpfel, aber auch Pflaumen, Birnen und Zwiebeln verströmen das Reifegas Ethylen. Es sorgt dafür, dass andere Früchte schneller reifen oder zu keimen beginnen. Deshalb solltest du Kartoffeln möglichst immer in einem eigenen Raum lagern. So sind sie dem Ethylen nicht ausgesetzt und halten sich länger.

    Aus deinen eingelagerten Äpfeln kannst du übrigens ganz einfach super leckeren Apfelsaft machen, denn kannst du dann auch neben deinen Kartoffeln lagern. ;)

    Gekeimte Kartoffel

    Tipp #6: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Kartoffellager regelmäßig checken

    Wenn du alle Tipps beachtet hast und nun stolz auf dein wundervolles Kartoffellager blickst, gibt es noch eine wichtige Sache, die du beherzigen solltest: Schau deine Schätzchen einmal pro Woche sorgfältig durch, damit du faulige oder schimmelige Exemplare möglichst schnell entdeckst und wegnehmen kannst. Die stecken nämlich die anderen ruckzuck an und lassen dann die ganze Ernte verderben.

    Solltest du dabei auch gekeimte Kartoffeln entdecken, nimmst du sie ebenfalls heraus und isst sie möglichst schnell auf. Solange die Keime unter fünf Zentimeter lang sind, kannst du sie einfach abdrehen und die gekeimten Kartoffeln unbesorgt essen.

    Sind die Keime schon länger, haben die Kartoffeln zu viel Solanin eingelagert und schmecken bitter. Kartoffelkeime selber sind generell nicht zum Essen geeignet, die packst du besser auf den Kompost.

    Wenn deine Kartoffeln im Frühjahr runzelig geworden sind, kannst du sie ebenfalls noch essen, solange sie sich nicht sehr weich anfühlen.

    Tipp #7: Blick über den Tellerrand: Wie kann ich sonst noch Kartoffeln aufbewahren?

    Wenn du keinerlei Möglichkeiten hast, deine Kartoffeln im Haus oder auf dem Balkon aufzubewahren, kannst du sie auch in einer Erdmiete lagern. Dazu gräbst du ein Loch, legst es zum Schutz vor Wühlmäusen mit einem feinen Maschendraht aus und isolierst es dick mit Stroh. Darin überwintern deine Kartoffeln problemlos bis zum Frühjahr, wenn du alles gut abdeckst. Auch hier musst du regelmäßig überprüfen, ob einzelne Kartoffeln schlecht geworden sind.

    Du kannst die Kartoffeln auch gründlich mit einer Gemüsebürste abschrubben und sie ganz oder in Würfel geschnitten kochen und einfrieren. Rohe Kartoffeln einfrieren solltest du nicht: Sie werden matschig, weil ihre Zellstruktur durch die Kälte kaputt geht.

    Eine weitere Möglichkeit ist es, die Kartoffeln in Scheiben zu schneiden und zu trocknen. Bevor du sie verwendest, lässt du sie dann im Wasser wieder aufquellen.

    Deine Vorratskammer ist schon prall gefüllt mit deiner Ernte? So bewahrst du den Überblick über deine Ernteschätze!

    Kartoffeln lassen sich wunderbar für mehrere Monate lagern, wenn du ihnen die passende Umgebung schaffst. Du hast also jede Menge Zeit, sie nach und nach zu genießen oder für deine Lieben die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen. ;)

    Jetzt, wo du weißt wie einfach es ist, Kartoffeln zu lagern, möchtest du zum Kartoffel-Selbstversorger werden und ganz viele davon selber anbauen?

    Dann schau gerne auch bei diesen Artikeln vorbei:

    Kartoffeln pflanzen und anbauen – die ultimative Anleitung!

    Kartoffeln pflanzen ohne Umgraben: So funktioniert’s!

    Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

    Welche Erfahrungen hast du mit dem Kartoffeln lagern? Ich freue mich, von dir zu hören!

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    Tomaten trocknen – den Geschmack des Sommers einfangen

    Was schmeckt noch tomatiger als frische Tomaten? Genau, getrocknete Tomaten. Wenn du gerade mehr Tomaten erntest als du essen kannst, ist es höchste Zeit, dir einen kleinen Wintervorrat anzulegen. Denn wenn du einen Teil deiner Tomatenernte trocknest, kannst du auch in der kalten Jahreszeit noch von der Süße des Sommers zehren.

    Um Tomaten zu trocknen, brauchst du nichts weiter als ein paar voll ausgereifte aromatische Tomaten. Die hängen gerade sowieso an deinen Tomatenpflanzen? Super, dann nichts wie ran an die Früchte! Los geht’s!

    Drei richtig gute Gründe, deine eigenen Tomaten zu trocknen

    Kennst du das? Du sehnst dich monatelang nach dem süßen Geschmack richtig leckerer reifer Tomaten und ziehst geduldig deine Tomatenpflänzchen groß. Und dann ist der Sommer auf einmal da und mit ihm die Tomatenschwemme. Endlich gibt es die aromatischen Früchte in Hülle und Fülle – viiiiel mehr, als du auf einmal essen kannst!

    Erster guter Grund fürs Tomaten Trocknen: Deine Ernte clever verwerten

    Früher sind manchmal Teile meiner Tomatenernte auf dem Kompost gelandet, weil ich mit verwerten und aufessen einfach nicht schnell genug hinterher gekommen bin.

    Das ist zwar kein großes Drama, denn die Kompostwürmer freuen sich über die Leckerbissen und verwandeln faule Tomaten in fruchtbaren Kompost. Und der erfreut dann die nächste Tomatengeneration. So schließt sich der Kreis wieder und eigentlich geht nichts verloren.

    Aber super schade ist es schon, denn es fließen ja viel Zeit, Liebe und Vorfreude in die Aufzucht der Tomaten. Viel besser ist es deshalb, die Tomatenschwemme schlau zu verwerten. Tomaten zu trocknen ist da eine super Möglichkeit, um deine Ernte schnell und unkompliziert haltbar zu machen.

    Getrocknete Tomaten im Glas

    Hier habe ich dir aufgeschrieben, wie du Tomaten erfolgreich anbaust, sodass du dich kaum vor ihnen retten kannst!

    Zweiter guter Grund fürs Tomaten Trocknen: Die Tomatensaison verlängern

    Die Tomatensaison ist trotz Schwemme leider kurz und das Ende schnell in Sicht. Auch deshalb lohnt es sich, einen Teil deiner Tomaten für den Rest des Jahres haltbar zu machen. Im Winter freust du dich dann garantiert über die Abwechslung, die deine Tomaten auf den Teller zaubern!

    Psst: Neben Tomaten trocknen gehören bei mir Tomatensauce und Einkochen von Tomaten genauso selbstverständlich zum Sommer wie lange Abende am Lagerfeuer, Schwimmen im See und Faulenzen in der Hängematte!

    Dritter guter Grund fürs Tomaten Trocknen: Den Geschmack des Sommers im Glas einfangen

    Getrocknete Tomaten haben im Vergleich zur Sauce den unschlagbaren Vorteil, dass in ihnen alle Aromen und all ihre Süße konzentriert sind. So werden sie zu richtigen Highlights auf dem Teller! Sie kitzeln nicht nur deinen Gaumen, sondern sorgen für eine regelrechte Geschmacksexplosion im Mund. Yams! :)

    Schon gewusst? Getrocknete Tomaten sind umami: Sie haben neben süß, sauer, salzig und bitter diese vierte herzhafte Geschmacksrichtung, die beim Essen für Glücksgefühle sorgt. Es gibt nicht viele Nahrungsmittel, die umami schmecken und sich super simpel haltbar machen lassen. Ein weiterer Grund, auf selbst getrocknete Tomaten nicht zu verzichten. Denn damit erweiterst du deinen Vorratsschrank um eine richtige Delikatesse, die auch im tiefsten Winter Urlaubserinnerungen weckt und mediterrane Stimmung verbreitet.

    In deinen Regalen reihen sich schon die Gläser mit eingekochten Schätzen? Dann würden ihnen doch sicher die schicken Etiketten gut stehen, die ich für dich entworfen habe! Die sind nicht nur schön, sondern du behältst auch ganz einfach die Übersicht darüber, was du wann eingekocht hast.

    Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!

    Etiketten zum Selber-Beschriften

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      Welche Tomaten eignen sich zum Trocknen?

      Grundsätzlich kannst du die allermeisten Tomaten trocknen. Sie sollten ganz ausgereift und top in Schuss sein. Also ohne Macken und Druckstellen. Die könnten nämlich dafür sorgen, dass die Tomaten schneller faulen als trocknen. Kleinere Macken kannst du aber auch einfach großzügig herausschneiden, wenn du deine Tomaten fürs Trocknen vorbereitest.

      Wenn deine getrockneten Tomaten auch noch fürs Auge so richtig was hermachen sollen, halte dich beim Trocknen an die roten Tomatensorten. Grüne und gelbe Sorten werden beim Trocknen nämlich schnell bräunlich und sehen dann nicht mehr so schön aus. Geschmacklich macht das aber keinen Unterschied. ;)

      Kleine Tomatensorten eignen sich leider nicht so gut, wenn du sie im Ganzen trocknen möchtest. Du kannst dann nämlich nicht feststellen, wie trocken die Tomaten im Inneren schon sind. Darum solltest du sie wenigstens einmal durchschneiden. Am besten nimmst du eine richtig leckere, mittelgroße, rote Tomatensorte – damit liegst du auf jeden Fall goldrichtig.

      Geerntete Tomaten zum Trocknen

      An die Tomaten, fertig, los!

      Du hast drei verschiedene Möglichkeiten, deine Tomaten zu trocknen: Im Backofen, im Dörrgerät oder in der Sonne. Alle drei haben Vor- und Nachteile, deshalb wählst du am besten die Trocknung aus, die für dich gut passt.

      Egal wie du es machst, es passiert im Grunde immer dasselbe: Wärme entzieht den Tomaten das Wasser. Der Trick dabei ist, die Tomaten möglichst zügig zu trocknen.

      Dauert das Ganze zu lange, können sich Schimmelpilze auf deinen Tomaten breit machen. Die fühlen sich auf den warmen und feuchten Früchten nämlich pudelwohl! Um das zu verhindern ist es wichtig, dass die feuchte Luft immer schnell abziehen kann. 

      Sind die Tomaten einmal trocken, bieten sie für Schimmelpilze keinen attraktiven Lebensraum mehr. Dadurch sind deine Tomaten dann haltbar.

      Tomaten an der Sonne trocknen – die nachhaltige Variante

      Sonnengetrocknete Tomaten sind die wohl nachhaltigste und günstigste Methode. Denn alles was du brauchst, ist Sonnenschein. Das ist in unseren Breitengraden aber auch genau das Problem: Du brauchst Sonnenschein! ;) Und zwar richtig verlässlichen, starken Hochsommersonnenschein für drei aufeinanderfolgende Tage.

      Solltest du in einem warmen, trockenen Klima wohnen, ist das natürlich keine große Herausforderung. Dann ist es eine tolle und energiesparende Methode, deine Tomaten an der Sonne zu trocknen. Sonnengeküsste Tomaten sind großartig!

      Auch Basilikum lässt sich gut trocknen und für den Winter haltbar machen!

      Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Sonne in den nächsten Tagen verlässlich auftaucht, halte dich lieber an eine andere Methode. Sonst riskierst du, dass deine Tomaten nicht schnell genug trocknen und schlecht werden.

      So geht’s:

      • Tomaten waschen, abtrocknen und in schmale Schnitze schneiden.
      • Tomatenschnitze nebeneinander auf ein Gitter oder einen Rost legen und an einem sonnigen Platz aufstellen.
      • Die Tomaten tagsüber alle 2-3 Stunden auf dem Gitter wenden.
      • Nachts reinholen und morgens wieder rausstellen.
      • 3-4 Tage wiederholen, bis die Tomaten sich gummiartig anfühlen und biegsam sind.

      Lass dir deine Tomaten nicht stibitzen! Vögel entdecken die Leckerbissen nämlich schnell und bedienen sich dann gerne. Um das zu verhindern kannst du ein Netz über den Tomaten aufspannen. Achte dabei aber darauf, dass genug Platz bleibt, sodass deine Tomaten es luftig haben.

      Auch Schnecken machen dir das Leben schwer? Gegen die Schleimer habe ich viele Tipps für dich parat!

      Die Tomaten dürfen auf keinen Fall nass werden! Droht ein Regenschauer, hol deine Schätze rechtzeitig rein. Und lass sie abends nicht einsam und allein draußen zurück, sonst bekommen sie nachts Taunässe ab und das Trocknen geht wieder von vorne los.

      Kleiner Tipp: Damit deine Tomaten nicht am Gitter festkleben, kannst du es mit Olivenöl bepinseln, bevor du die Tomaten darauf ausbreitest. Wenn du den Rost auf eine dunkle Oberfläche – zum Beispiel ein schwarzes Backblech – stellst, trocknen die Tomaten noch schneller, weil die dunkle Farbe mehr Energie aufnehmen und in eine höhere Temperatur umwandeln kann. 

      Tomaten im Backofen trocknen – die schnelle Variante

      Das ist die Methode für alle – denn kaum jemand hat keinen Backofen zuhause! Allerdings muss dein Backofen aber Temperaturen bis 60° Celsius zuverlässig regeln und einhalten können, damit du ihn dafür nutzen kannst.

      Die Luftzirkulation erreichst du bei dieser Methode nur, wenn du den Backofen einen Spalt breit offenstehen lässt, damit die feuchtwarme Luft abziehen kann. Und genau da zeigt sich der große Nachteil dieser Methode: Sie ist leider ein unglaublicher Stromfresser.

      Deshalb rate ich dir nur dann dazu, deine Tomaten im Backofen zu trocknen, wenn du große Portionen verarbeitest und deinen Backofen ordentlich füllen kannst.

      So geht’s:

      • Tomaten waschen, abtrocknen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
      • Tomaten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten.
      • In den Ofen stellen und diesen auf 60 °C und Umluft stellen.
      • Wichtig! Einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen, damit diese leicht geöffnet bleibt.
      • Die Tomaten bleiben nun 7-10 Stunden im Ofen.
      • Regelmäßig checken, ob alles okay ist. Wenn sich Wasser auf dem Backblech sammelt, gießt du es ab. Bei mehreren Blechen sollten die Backbleche regelmäßig die Plätze tauschen, damit alle Tomaten gleichmäßig trocknen.
      • Gegen Ende der Trocknungszeit solltest du fertige Tomaten einzeln aus dem Ofen nehmen, da sie sonst irgendwann zu trocken werden und bitter schmecken können.
      Tomaten auf dem Bleck trocknen

      Tomaten im Dörrgerät trocknen – die Variante für gut Ausgestattete

      Du hast ein Dörrgerät zuhause? Jackpot! Dann hast du die allerbesten Voraussetzungen, um deine Tomaten erfolgreich zu trocknen.

      So geht’s:

      • Tomaten waschen, gut abtrocknen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
      • Dicht nebeneinander auf den mit Backpapier bedeckten Dörrgittern ausbreiten.
      • Bei 60°–70° Celsius im Dörrgerät dörren.
      • Nach ca. 3 Stunden die Tomaten einmal wenden.
      • Insgesamt 7–10 Stunden dörren, bis die Tomaten die gewünschte Konsistenz haben.

      Mit einem Dörrgerät öffnen sich dir neue Möglichkeiten des Haltbarmachens. Von A wie Apfelringe bis Z wie Zitronenverbenentee – es gibt soooo viele tolle Dinge, die du mit einem Dörrgerät im Handumdrehen selber machen kannst – und getrocknete Tomaten sind da ganz klar ein Favorit!

      Schau dich doch auch nach anderen Rezepten für den Dörrautomaten um. Es wäre schließlich schade, dein Dörrgerät nur zur Tomatenzeit aus dem Keller zu holen.

      Psst: Nach der Tomatenschwemme dauert es gar nicht mehr lange bis zur Apfelernte. ;)

      Getrocknete Tomaten richtig aufbewahren

      Am besten halten sich die getrockneten Tomaten in luftdichten Gläsern. Prima eignen sich Weckgläser* oder Bügelgläser dafür. Am besten stellst du sie in eine dunkle Vorratskammer oder einen Schrank. So bleibt das Aroma am besten erhalten.

      Aber mal ganz ehrlich… die getrockneten Tomaten sind sooo lecker, dass sie nie lange im Vorratsschrank bleiben.  Bei uns wandern sie gerne zusammen mit Oliven in einen Nudelsalat oder neben Ziegenkäse und gegrillter Zucchini auf eine Antipastiplatte.

      Na, läuft dir das Wasser schon im Mund zusammen? Dann nichts wie raus, Tomaten ernten und loslegen mit dem Trocknen! 

      Du brauchst noch ein bisschen Inspiration? Hier kommen noch ein paar Ideen zum Thema Haltbar machen:

      Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

      Suppe sicher einkochen mit Anti-Schimmel-Checkliste

      Botulismus: Tödliche Vergiftung durch Einkochen

      Hast du noch Tricks auf Lager zum Tomaten trocknen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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      Erste Hilfe für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

      Die Kraut- und Braunfäule ist eine der fiesesten Tomaten-Krankheiten überhaupt, und kaum ein Garten bleibt von ihr verschont. Aber keine Sorge: Es gibt Möglichkeiten, der Krautfäule die Stirn zu bieten! ;)

      Wie du der gefürchteten Krankheit bei deinen Tomatenpflanzen vorbeugst und was du tun kannst, wenn die Kraut- und Braunfäule bereits zugeschlagen hat, erfährst du in diesem Artikel.

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      Kraut- und Braunfäule – was ist das?

      Die Kraut- und Braunfäule ist eine ziemlich fiese Tomaten-Krankheit, die durch einen Pilz ausgelöst wird. Nicht nur Tomaten, auch andere Nachtschattengewächse wie Kartoffeln sind davon betroffen. Bei Tomaten ist es aber eine der fatalsten und am häufigsten vorkommenden Krankheiten.

      Tomaten Kraut- und Braunfäule

      Die Sporen von Phytophthora infestans werden vom Wind und Regen übertragen. Egal, wie sorgfältig du deine Tomaten anbaust – es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die Kraut- und Braunfäule auslösenden Sporen früher oder später auf deinen Pflanzen landen. Der Trick ist, ihnen von da an das Leben schwer zu machen.

      Wie die meisten Pilze liebt Phytophthora infestans feuchtwarme Bedingungen. Nur in einer solchen Umgebung können die Sporen sich auf den Pflanzen breit machen, vermehren und die Kraut- und Braunfäule auslösen.

      Du schaust lieber Videos? Dann ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

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      Symptome der Kraut- und Braunfäule

      In einem verregneten Sommer ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Kraut- und Braunfäule auftaucht. In so einem Jahr ist das Motto: Hab keine Tomaten auf den Augen, sondern schau ganz genau hin, damit du erste Anzeichen sofort entdeckst und handeln kannst!

      Braunfäule Tomaten

      Du weißt, dass es so weit ist, wenn auf den Blättern und Stängeln deiner Tomaten bräunliche Flecken auftauchen. Auf den Blattunterseiten bildet sich manchmal zusätzlich dazu ein zarter weißer Belag.

      In weiter fortgeschrittenen Stadien der Krankheit werden die Blätter schwarz und welken und auch der Stängel wird befallen. Leider können auch die heiß ersehnten Früchte dann betroffen sein: Sie werden braun und hart, die treulosen Tomaten!

      Tomate Frucht Braunfäule

      Vorsicht ist besser als Nachsicht – wie du der Kraut- und Braunfäule vorbeugst

      Du kannst zwar nichts dagegen tun, dass der Wind die Sporen in deinen Gemüsegarten trägt, aber du kannst deinen Tomaten helfen, für den Angriff aus der Luft gewappnet zu sein. Mit den richtigen vorbeugenden Maßnahmen kannst du dem Pilz so ein Schnippchen schlagen und seine Pläne vereiteln.

      Maßnahme #1 Sicherheitsabstand

      Schon bei der Planung deiner Beetbelegung kannst du eine erste Sicherheitsvorkehrung treffen. Denn die Sporen von Phytophthora infestans überwintern oft in Pflanzkartoffeln und machen sich dann vom Kartoffelbeet aus auf den Weg zu deinen Tomatenpflanzen.

      Ein großer Abstand zwischen deinem Kartoffelbeet und deinen Tomaten ist also ein erster Schritt, um die Kraut- und Braunfäule zu verhindern.

      Auch das Wissen, dass die Sporen vor allem über die Luft übertragen werden, kannst du bei deiner Beetplanung nutzen. Wenn du weißt, aus welcher Richtung der Wind meistens kommt, dann achte darauf, dass er eher von den Tomaten zu den Kartoffeln weht als andersherum.

      Aber Achtung: Denk daran, dass vielleicht auch im Nachbargarten Kartoffeln wachsen. Die Sporen lassen sich vom Gartenzaun nicht abschrecken. ;)

      Auch zwischen deinen Tomatenpflanzen solltest du genug Platz lassen. So stecken sich die Pflanzen nicht so schnell gegenseitig an, haben es vor allem aber luftig und trocknen zügig. Auf trockenen Blättern fühlt sich der Pilz nicht wohl – und macht es sich gar nicht erst gemütlich.

      Maßnahme #2 Kraut- und braunfäuletolerante Sorten

      Du hast bestimmt deine Lieblings-Tomatensorten, die du jedes Jahr anbaust. Wenn du öfter mit Kraut- und Braunfäule zu kämpfen hast, könnte es sich aber lohnen, auch mal braunfäuletolerante Sorten wie „Matina“, „De Berao“ oder „Primabella“ auszuprobieren. Die lassen die Pilzkrankheit ganz schön alt aussehen.

      Tomate Jungpflanzen

      Besonders, wenn du deine Tomaten im Freiland anbaust, solltest du darauf achten, nur geeignete Sorten zu verwenden. Manche Sorten sind so wasserscheu und empfindlich, dass sie sich wirklich nur im Gewächshaus wohlfühlen.

      Eine wichtige Voraussetzung für gesunde und kräftige Tomatenpflanzen ist übrigens auch eine Aussaat zum richtigen Zeitpunkt. Um den nicht zu verpassen, kannst du dir einfach meinen Aussaatkalender zur Hilfe holen.

      Trag dich einfach mit deiner Emailadresse ein, lade dir den Kalender runter und los geht’s mit den Aussaaten!

      Maßnahme #3 Sauberkeit

      Wenn du im Garten arbeitest, kann es immer mal passieren, dass du Krankheitserreger von einer Pflanze zur nächsten trägst. Das kann über Gartenwerkzeuge, Erde, oder aber auch einfach über deine bloßen Hände geschehen. Und das wollen wir natürlich nicht.

      Um zu verhindern, dass du Sporen der Kraut- und Braunfäule von deinen Kartoffeln zu den Tomaten schleppst, kannst du ein paar einfache Regeln befolgen. Eine Grundregel ist, dass du niemals direkt hintereinander im Kartoffelbeet und an deinen Tomatenpflanzen arbeiten solltest.

      Gartenwerkzeuge, mit denen du die Pflanzen direkt berührst, solltest du regelmäßig waschen. Besonders nach der Kartoffelernte können Grabegabel, Gartenschuhe und Schubkarre mit den Sporen belastet sein. Bevor du dich jetzt deinen Tomaten zuwendest, solltest du für Sauberkeit sorgen.

      Maßnahme #4 Abwehrkräfte stärken

      Du kannst es der Braunfäule nicht nur ungemütlich machen, sondern deine Tomaten auch aktiv stärken. Dazu machst du eine Ackerschachtelhalm-Jauche. Wie das geht, erfährst du in diesem Artikel. Statt Brennesseln verwendest du einfach Schachtelhalm. ;)

      Ackerschachtelhalmjauche

      Mit der verdünnten Jauche kannst du deine Tomatenpflanzen dann regelmäßig gießen und einsprühen. Beides hilft ihnen, sich gegen den Pilz zu wappnen. Aber: Achte darauf, dass die Pflanzen nach dem Einsprühen richtig gut abtrocknen können. Das ist super wichtig!

      Zum Gießen von Tomaten gibt es noch einen Tipp: Achte darauf, sie möglichst vorsichtig zu bewässern, sodass die Blätter nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. Denn so beugst du nicht nur feuchten Blättern vor, sondern verhinderst auch, dass mögliche Erreger aus dem Wasser auf die Pflanze gelangen.

      Mulch sorgt (neben all seinen anderen tollen Eigenschaften) dafür, dass das Wasser beim Gießen nicht spritzt.

      Jätest du noch oder mulchst du schon? ;) Falls du die geniale Technik noch nicht kennst, solltest du unbedingt diesen Artikel lesen:

      So funktioniert Mulchen! Schritt für Schritt zum Mulchbeet

      Maßnahme #5 Für Trockenheit sorgen

      Je trockener deine Tomatenpflanzen stehen, desto geringer ist das Risiko, Kraut- und Braunfäule zu erwischen. Das ist auch ein wichtiger Grund, weshalb wir sie so gern in Gewächshäusern und unter Tomatendächern anbauen.

      Ein Dach über dem Kopf ist eine super sinnvolle Maßnahme gegen die Pilzkrankheit. Wenn du die Möglichkeit hast, deine Pflanzen geschützt anzubauen, dann mach das unbedingt. Die Pflanzen werden es dir danken und dich dafür belohnen!

      Aber wähne dich nicht in falscher Sicherheit: Auch im Gewächshaus können deine Tomatenstöcke feucht werden! Sie transpirieren ständig und „atmen“ über ihre Blätter jede Menge Wasser aus. Damit die Pflanzen trocknen können, sollte dein Gewächshaus also immer gut belüftet sein.

      Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, um für trockene Blättern an deinen Pflanzen zu sorgen – im Gewächshaus wie im Freiland. Lass immer ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen und geiz deine Tomaten aus, damit sie nicht zu buschig werden. Wie das geht, kannst du in diesem Artikel nachlesen:

      Tomatenpflanzen ausgeizen und Tipps zur Tomaten-Pflege

      Sobald deine Tomaten etwas größer sind, kannst du auch anfangen, die unteren Blätter zu entfernen. Mit weniger Blättern stehen deine Tomaten luftiger und bieten den Pilzsporen weniger Angriffsfläche.

      Du solltest allerdings nur dann Pflanzenteile entfernen, wenn die Tomaten gerade trocken sind. Beim Entblättern feuchter Tomatenpflanzen entsteht nämlich die Gefahr, dass vorhandene Erreger über die Wunden, die beim Entfernen der Blätter entstehen, eindringen. Genau das gleiche gilt fürs Ausgeizen. Aber das macht an einem sonnigen Tag sowieso mehr Spaß. ;)

      Hast du all diese Vorsichtsmaßnahmen befolgt, solltest du kaum noch Probleme mit der Kraut- und Braunfäule haben. Sie lässt sich mit der richtigen Handhabung erfahrungsgemäß ziemlich gut in Schach halten.

      Ganz auf der sicheren Seite können wir natürlich nie sein: In einem so verregneten Sommer wie in diesem Jahr rechne ich nicht mit einer besonders üppigen Tomatenernte. Aber so ist das nun mal mit dem Gärtnern: Mal fällt die Ernte super großzügig aus, und manchmal eben eher kleiner.

      Hilfe, meine Tomaten haben Kraut- und Braunfäule – was muss ich tun?

      Erst mal tief durchatmen und Ruhe bewahren – du kannst immer noch ganz viel machen, um deine Tomatenernte zu retten. Zunächst solltest du checken, ob du an den vorbeugenden Maßnahmen noch etwas verbessern kannst – die können nämlich auch die akute Situation verbessern.

      Versuche, es deinen Pflanzen so einfach wie möglich zu machen, immer schnell zu trocknen. Dazu kontrollierst du, ob dein Gewächshaus gut belüftet ist, entblätterst die Tomaten und entfernst Geiztriebe. Wenn sie sehr engen stehen, nimm ein oder zwei Tomaten raus.

      Braunfäule: Tomaten entblättern

      Die Pflanzenteile, auf denen du Symptome erkennst, solltest du unbedingt entfernen. Wenn eine Pflanze sehr stark betroffen ist, entfernst du sie am besten komplett.

      Die betroffenen Tomaten kannst du außerdem mit Ackerschachtelhalmjauche besprühen. Die gefällt dem Pilz nämlich gar nicht, stärkt aber die Pflanzen. Wenn du gerade keine fertige Jauche zur Hand hast, greifst du am besten auf eine andere Lösung zurück, um mit der Behandlung sofort beginnen zu können. Denn Jauche braucht ja Zeit, um zu reifen.

      Einfaches Hausmittel gegen Kraut- und Braunfäule

      Eine gute und schnell zubereitete Alternative zu Schachtelhalmjauche ist Salbeitee mit Backpulver. Dazu brühst du einen Liter Tee auf, rührst zwei Teelöffel Backpulver hinein, lässt das Ganze abkühlen und besprühst dann die Pflanzen damit. Achte auch hier wieder darauf, dass die Tomaten zwischen den Behandlungen immer gut abtrocknen.

      Der Salbei und das Backpulver wirken gegen einen neuen Befall mit dem fiesen Braunfäule-Pilz, das verbessert die weiteren Chancen für deine Tomaten ungemein!

      Jetzt heißt es: Daumen drücken, dass du die Krautfäule noch einmal vertreiben konntest! Ich hoffe ja, dass die Wolken sich endlich verziehen und die Tomaten ein laaanges Sonnenbad nehmen können, statt traurig im Regen herumzustehen.

      Du bekommst gar nicht genug von Tomaten und willst mehr wissen? Dann schau doch mal hier rein:

      Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte!

      Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

      Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

      Wie sieht es bei deinen Tomatenpflanzen aus? Hast du schon mit der Kraut- und Braunfäule zu kämpfen?

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Giftige Zucchini aus dem Garten: Gefahr oder Gerücht?

      Ich liiiiebe Zucchini: Ob gegrillt, im Salat, in einer cremigen Suppe oder im Ratatouille, Zucchini schmecken einfach nach Sommer! Wäre da nicht der bittere Beigeschmack: Die Sorge, sich an einer giftigen Zucchini aus dem eigenen Garten zu vergiften, ist groß. Sie führt dazu, dass die grünen oder gelben Früchte oft nur mit großer Vorsicht genossen oder gar ganz aus dem Garten verbannt werden.

      Das muss aber nicht sein! Denn wenn du weißt, wie du giftige Zucchini erkennst und vermeidest, kannst du die leckeren Früchte aus deinem Garten völlig unbeschwert genießen. :)

      Was macht die Zucchini giftig?

      Zucchini gehören – wie Gurken und Melonen auch, zur Familie der Kürbisgewächse. Eine schlaue Pflanzenfamilie, denn sie konnte sich Jahrtausende lang ziemlich effektiv selbst vor Fressfeinden schützen. Dazu haben die Pflanzen einen Bitterstoff produziert, der hungrige Mäuler abschrecken und ihnen den Appetit ordentlich verderben sollte.

      Die Rede ist von „Cucurbitacin“, das nicht nur bitter schmeckt, sondern für den Menschen leider auch ziemlich giftig ist. Keine Panik – hier kommt schon die Entwarnung: In den Zucchini, Melonen und Gurken, die wir heute kennen, kommt in der Regel kein Cucurbitacin mehr vor.

      Das haben wir unseren Ur-Ur-Ur-Urgroßeltern (okay, vielleicht noch ein paar „Ur“s mehr) zu verdanken. Sie haben die giftigen Zucchini-Vorfahren der Kürbisfamilie nämlich domestiziert und an ihre Bedürfnisse angepasst. Das Cucurbitacin haben sie aus den Pflanzen herausgezüchtet, und Zucchini und Gurken waren nicht mehr giftig, sondern wurden dadurch zu einer leckeren Nahrungsquelle.

      Lediglich die Zierkürbisse, die nicht zum Verzehr, sondern nur für ihr tolles Aussehen gezüchtet wurden, enthalten auch heute noch den Bitterstoff Cucurbitacin. Deshalb sind sie auch wirklich nur fürs Auge genießbar. Da sie aber auch keine Veranlagung für einen leckeren Geschmack haben, dürfte sich die Versuchung, sie zu essen, in Grenzen halten. ;)

      Zierkürbisse

      Ist die Sorge vor giftigen Zucchini also völlig unbegründet? Ganz so einfach ist es leider nicht. Es gibt zwei Ausnahmesituationen, in denen es trotz allem dazu kommen kann, dass in Zucchini Cucurbitacin vorkommt.

      Ausnahme #1: Die Pflanzen leiden unter extremem Stress

      Es kann theoretisch passieren, ist aber eher unwahrscheinlich: Wenn die Pflanzen unter starkem Stress leiden, kann die Bildung von Cucurbitacin wieder angekurbelt werden. Für Pflanzen entsteht Stress durch starke Hitze, knallende Sonne oder auch Wassermangel – im schlimmsten Fall sind die Pflanzen allem auf einmal ausgesetzt.

      Du brauchst deine Zucchinipflanzen deshalb aber nicht in Watte zu packen. Sie kommen normalerweise mit heißem Sommerwetter sehr gut klar und lieben viel Sonnenlicht. Für eine Stressreaktion, bei der Cucurbitacin gebildet wird, müssen die Bedingungen wirklich extrem sein.

      Das kannst du tun: Bei längeren Trockenperioden im Sommer solltest du deine Pflanzen regelmäßig gießen. Bei Zucchini reicht es aber normalerweise, einmal wöchentlich, dafür aber gründlich zu gießen. So werden auch die unteren Bodenschichten feucht, und die Pflanzen haben einen kleinen Wasservorrat, der einige Tage reicht. Gießt du eher spärlich, so werden nur die oberen Bodenschichten nass und das Wasser verdunstet schnell.

      Zucchini gießen

      Viel weniger stressresistent ist ein anderes Mitglied der Kürbisfamilie: Die Gurke. Die ist eine kleine Diva und möchte gerne ein stetiges, ausgeglichenes Umfeld haben, sonst neigt sie schnell zur Bildung von Cucurbitacin. Das erkennst du an dem bitteren Geschmack, das ist ein Indikator für Cucurbitacin und die Frucht ist dann giftig. Gurken solltest du daher sehr regelmäßig gießen, immer mit derselben Menge Wasser. Über zu viel Sonne beschweren sich Gurken auch. An heißen Sommertagen möchten sie lieber an einem schattigen Plätzchen stehen.

      Übrigens: Gurken und Zucchini, die es zu kaufen gibt, werden in der Regel so angebaut, dass sie nicht in diese Extremsituationen kommen. Da hast du also nichts zu befürchten.

      Hol dir deinen Aussaatkalender!

      Wenn du stets ein volles Erntekörbchen haben möchtest, musst du regelmäßig aussäen und pflanzen. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren und damit du stets das perfekte Zeitfenster abpasst, habe ich dir einen Aussaatkalender erstellt!

      Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland säen kannst. Natürlich habe ich auch notiert, wann es an der Zeit ist, dass deine Jungpflanzen in die Beete umziehen. ;)

      Trag dich also hier ein, um den Aussaatkalender herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

      Ausnahme #2: Du verwendest das falsche Saatgut

      Bei gutem Saatgut kannst du darauf vertrauen, dass die genetische Veranlagung, Cucurbitacin zu bilden, einfach nicht besteht. Da haben die Züchter*innen ganze Arbeit geleistet! Sie wissen aber auch genau, worauf sie achten müssen, um einwandfreies Saatgut zu gewinnen und dieselben Eigenschaften von Generation zu Generation weiterzugeben.

      Bei gekauftem Saatgut von einem vertrauensvollen, seriösen Saatguthandel brauchst du dir also überhaupt keine Sorgen machen, dass du Zucchinisamen erwischen könntest, aus denen später giftige Zucchini wachsen.

      Zucchini Saatgut

      Anders sieht die Sache aus, wenn du kein gekauftes Saatgut verwendest, sondern aus den Zucchini in deinem Garten eigenes Saatgut für das folgende Jahr gewinnst. Denn keimfähiges Saatgut entsteht nur, wenn an der Pflanze eine Befruchtung stattgefunden hat. Und die erfolgt bei der Zucchini wiederum nur, wenn die Zucchiniblüte mit dem Blütenstaub einer anderen Pflanze in Kontakt gekommen ist.

      Und dabei stellt sich eine große Frage: Wer ist diese andere Pflanze??? Das wissen wohl nur die Insekten, die den Blütenstaub für die Bestäubung aus einer Blüte dieser mysteriösen Pflanze mitgebracht haben.

      Die Frage wäre auch gar nicht so wichtig, wenn Zucchiniblüten nur mit dem Blütenstaub anderer Zucchinipflanzen befruchtet werden könnten. Dann wären die Nachkommen einfach immer Zucchini. Das ist aber leider nicht der Fall.

      Da Zucchini und Zierkürbisse so nah miteinander verwandt sind, ist es durchaus möglich, dass es zwischen ihnen zu Kreuzungen kommt. Zieht man dann Pflanzen aus solchem Saatgut, bekommt man eine Mischung aus beiden Pflanzen. Also quasi „Kürchinis“ oder „Zucchirbisse“. ;)

      Das Problem dabei ist, dass diese von außen manchmal genau wie Zucchini aussehen, aber ein paar Merkmale der Zierkürbisse geerbt haben – zum Beispiel die Eigenschaft, Cucurbitacin zu bilden. Und in so einem Fall kann es eben dazu kommen, dass du unwissentlich einen Undercover-Zierkürbis heranziehst. An dieser vermeintlichen Zucchinipflanze können dann giftige „Zucchini“ wachsen.

      Das kannst du tun: Zucchini- und Gurkensaatgut lieber nicht selbst gewinnen, sondern kaufen. Es ist auch super ärgerlich, die Pflanzen liebevoll groß zu ziehen und dann zu merken, dass das ganze leider völlig umsonst war. Alternativ kannst du dich natürlich auch stärker mit Züchtungstechniken auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass die weiblichen Zucchiniblüten auch wirklich mit Pollen von einer anderen Zucchinipflanze bestäubt werden.

      Wie erkenne ich giftige Zucchini?

      Keine Sorge, du wirst keine giftige Zucchini essen, ohne es zu bemerken. Denn Cucurbitacin hat immer zwei Eigenschaften: Es ist giftig und es ist extrem bitter. Wenn du eine giftige Zucchini erwischen solltest, wirst du das also auf jeden Fall sofort am Geschmack merken. Dieser bleibt auch bestehen, wenn du die Zucchini kochst oder grillst. Besonders wenn ich eine größere Menge Zucchini und Gurken verarbeite, probiere ich von den Früchten jeweils ein kleines Stück, um sicher zu gehen, dass sie nicht bitter schmecken.

      Also: Finger weg von bitteren Zucchini, dann bist du auf der sicheren Seite.

      Hilfe – meine Zucchini schmeckt bitter! Was soll ich tun? Einfach nicht essen. Die betroffenen Früchte und Pflanzen kannst du einfach auf deinem Kompost entsorgen, dort schadet das Cucurbitacin nicht.

      Wenn jemand unwissentlich von den bitteren Zucchini gegessen hat, solltet ihr zur Sicherheit eine Arztpraxis aufsuchen. Das ist aber wirklich unwahrscheinlich, denn es braucht schon einen starken Willen, um die bittere Frucht hinunterzukriegen.

      Mit Zucchini das gute Nachbarschaftsverhältnis vergiften?

      Kommt dir diese Situation bekannt vor? Du stehst mit einer Zucchini in der Hand am Gartenzaun, winkst deinen Nachbarn fröhlich zu, und diese suchen fluchtartig das Weite.

      Das liegt wohl weniger daran, dass sie befürchten, dass du sie vergiften willst. Wahrscheinlich wachsen die Zucchini in ihrem Garten auch wie blöd, und sie wissen schon gar nicht mehr, wohin damit.

      Wie wäre es, wenn du statt der Zucchini lieber ein paar Tipps mit ihnen teilst, wie sie sich Abwechslung ins Zucchinibeet und auf den Teller bringen? Ein paar Ideen…

      Zucchini-Tipp #1: Abwechslung anbauen. Zucchini müssen nicht lang und grün sein. Es gibt auch gelbe, runde und gestreifte Zucchini.

      Zucchini-Tipp #2: Wenn es einfach zu viele Zucchini werden, dann ernte doch ein paar Blüten. Die kannst du in Teig tunken und ausbacken. Mhhh…

      Zucchini-Tipp #3: Klein aber oho! Setze auf Qualität statt Quantität. Wenn du die Zucchini jung erntest, schmecken sie viel zarter.

      Zucchini-Tipp #4: Zucchini geht auch süß! Die Früchte lassen sich, genau wie Möhren und Kürbisse, prima verbacken. Sie machen besonders Schokokuchen super saftig und sind außerdem ein gutes Alibi, um noch ein Stückchen Kuchen mehr zu essen. Ist schließlich nur Gemüse, oder? ;)

      Zucchini-Tipp #5: Der nächste Winter kommt bestimmt. Wie wäre es damit, ein paar deiner Schätze haltbar zu machen? Hier findest du eine Rezeptidee zum Einkochen von Zucchini – oder wie wäre es mal mit einel Zucchini-Chutney?

      Zucchini Rezepte: Zucchini Chutney

      So, ich hoffe, dass du nun bestens für die Zucchinizeit gerüstet bist und all die Infos über Cucurbitacin hoffentlich gut verdaut hast. Zur Belohnung solltest du dir erstmal ein paar gefüllte Zucchini gönnen und ganz sorglos genießen, findest du nicht auch? Hmmm… lecker!

      Falls deine Zucchini noch nicht erntereif sind, kannst du hier lesen, was du zum Anbau unbedingt wissen solltest und wie du die Pflanzen so richtig verwöhnst.

      Der komplette Zucchini-Guide – Zucchini pflanzen, anbauen & ernten

      Hast du schon mal eine giftige Zucchini geerntet oder ist dieses Phänomen bei dir noch nie vorgekommen? Schreib mir das gerne mal in die Kommentare!

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      Wanderratte

      Ratten im Garten? 7 wirksame Tipps, um Ratten zu vertreiben!

      Auch wenn du grundsätzlich für eine große Artenvielfalt bist – Ratten im Garten möchtest du bestimmt trotzdem nicht haben! Falls du aber doch eine oder mehrere davon bei dir entdeckst, brauchst du nicht gleich in Panik zu verfallen. Ich verrate dir in diesem Artikel sieben Tipps, mit denen du Ratten vertreiben kannst. Dann bist du sie ruckzuck wieder los!

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      Wie leben Ratten im Garten?

      Ratten sind bei uns Menschen nicht gerade Sympathieträger. Sie übertragen Krankheiten, vermehren sich unkontrolliert in Windeseile, nagen alles an und fressen, was ihnen vor die Schnauze kommt.

      Andererseits gelten Ratten aber auch als schlau. So meiden sie vergiftetes Futter, sobald ein Artgenosse daran gestorben ist. Fallen, in die eine von ihnen gegangen ist, lassen sie ab diesem Zeitpunkt einfach links liegen. Sie können sich Düfte und Tonfolgen merken und sogar lernen, mit einer einfachen Fernsteuerung umzugehen.

      Und Ratten sind sehr soziale Tiere. Sie leben in Rudeln, achten aufeinander und helfen sich gegenseitig. Sie spielen gern und sind empathisch.

      Welche Ratten leben bei mir im Garten? Drei verschiedene Rattenarten

      #1 Die Hausratte

      Die Hausratte hat ein braun-schwarzes Fell, eine spitze Schnauze und große Ohren und Augen. Ihr Schwanz ist länger als ihr Rumpf und schwebt beim Laufen immer über dem Erdboden, so dass sie keine Schleifspuren hinterlässt. Die Hausratte lebt am liebsten hoch oben – in Bäumen oder Dachspeichern. Sie frisst vor allem Pflanzen und nur in der Not auch Fleisch. Ihr Kot ist schwarz und bananenförmig.

      Die Hausratte stammt aus den Tropen und kam im Mittelalter mit dem Schiff nach Europa. Sie ist nachtaktiv und lebt in Rudeln, die aus 20 bis 60 Tieren bestehen.

      Hausratten können sich das ganze Jahr über fortpflanzen und bekommen durchschnittlich fünf Jungen pro Wurf. Nach fünf Monaten sind sie geschlechtsreif.

      In einigen Bundesländern steht die Hausratte auf der Roten Liste – weltweit ist sie aber nicht vom Aussterben bedroht.

      #2 Die Wanderratte

      Die Wanderratte stammt aus dem Nordosten Asiens und hat sich seit dem 18. Jahrhundert weitflächig auf der ganzen Erde ausgebreitet. Sie besitzt ein grau-braunes bis dunkelbraun-rötliches Fell, eine stumpfe Schnauze, kleine Augen und Ohren und einen dicken Schwanz, der nicht länger ist als ihr Rumpf. Beim Laufen schleift er über den Boden – deshalb siehst du neben Pfotenabdrücken auch Schleifspuren. Wanderratten sind Allesfresser, sie mögen sowohl Pflanzen als auch Fleisch. Ihr Kot ist braun oder grau, sieht von der Form her aus wie überdimensionale Reiskörner und ist ein bis zwei Zentimeter lang.

      Lebensräume der Wanderratte sind die Kanalisation oder auch Erdhöhlen. Wenn sich die Bedingungen in ihrer Umgebung verschlechtern, macht sie sich auf die Suche nach einem neuen Ort, wo sie für sich und ihr Rudel ausreichend Nahrung findet.

      Wanderratten können sich das ganze Jahr über fortpflanzen mit durchschnittlich acht Jungen pro Wurf. Nach drei Monaten sind sie geschlechtsreif. 

      Hol dir deinen Aussaatkalender!

      Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den Aussaatkalender herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

      Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

      Trag dich ein für den Aussaatkalender:

      Gefahren durch Ratten im Garten

      Ratten können durch Bisse, Kot und Urin oder Parasiten, die in ihrem Fell leben, verschiedene gefährliche Krankheiten übertragen. Dazu gehören Salmonellen, Tollwut, Tuberkulose, Hepatitis, Leptospirose, SARS, Hantaviren und die Pest. 

      Wenn du ihre Hinterlassenschaften entsorgen möchtest, solltest du deshalb unbedingt Handschuhe und am besten auch eine Maske tragen.

      Weil sie alles in ihrer Umgebung benagen, was sich ihnen bietet, verursachen sie nicht nur Fraßschäden an deinem Obst und Gemüse, sondern beschädigen auch Elektrokabel und Abwasserleitungen, Holz, Karton und Kunststoff.

      Alles, was mit ihrem Urin oder Kot in Berührung kommt, ist nicht nur möglicherweise infektiös, sondern riecht auch sehr unangenehm.

      Fraßspuren Ratte

      Wie erkenne ich, dass Ratten im Garten leben?

      Ratten sind vor allem nachtaktive und scheue Tiere, die sich kaum blicken lassen und im Zweifelsfall flüchten. Du bekommst sie daher selten zu Gesicht.

      Daran erkennst du, dass die Nager es sich in deinem Garten gemütlich gemacht haben:

      • Du findest zwei parallele Fraßrillen an Abfällen, Obst, Gemüse, jungen Trieben, Holz oder Kunststoff
      • Es gibt plötzlich kleine Trampelpfade in deinem Garten, auf denen Kot und Reste von Obst, Gemüse oder sonstiger Nahrung liegen
      • Pfotenspuren, die du siehst, haben vier und fünf Zehenabdrücke. Außerdem erkennst du eine Schleifspur, die vom Schwanz stammt. Wanderratten ziehen ihn hinterher und heben ihn beim Laufen nicht an. 
      • Kot liegt verstreut herum.
      • Es gibt Löcher im Rasen oder im Boden ohne Haufen, die einen Durchmesser von ungefähr acht Zentimetern haben und senkrecht nach unten führen. 
      • Es riecht streng nach Ammoniak – das können entweder Ratten-Hinterlassenschaften sein oder auch eine tote Ratte.
      Rattenloch

      Gibt es eine Meldepflicht, wenn ich Ratten im Garten habe?

      Jetzt wird es etwas amtlich: Ratten gelten nach §2 des Infektionsschutzgesetzes als gefährliche Gesundheitsschädlinge, die meldepflichtig sind.

      Wenn du Ratten im Garten hast, musst du das als Eigentümer dem örtlichen Ordnungsamt melden. Wenn du Mieter bist, meldest du es deinem Vermieter. Die Behörde entscheidet dann, was zu tun ist. Kosten, die entstehen beim Ratten bekämpfen, übernimmt der Eigentümer.

      Wie vermeide ich, dass Ratten in meinen Garten kommen?

      Wenn die Nager sich bei dir häuslich niedergelassen haben, kann das einen ganzen Rattenschwanz an Ärger nach sich ziehen. ;) Deshalb lässt du es am besten gar nicht erst soweit kommen und vermeidest alles, was diese Tiere anlockt.

      So bietest du Ratten kein verlockendes Umfeld:

      • Mülltonnen und Müllsäcke nicht überquellen lassen und immer geschlossen halten.
      • Essensreste nicht über die Toilette oder den Ausguss entsorgen.
      • Kein gekochtes Essen, Knochen oder Fleisch auf den Kompost geben.
      • Den Kompost häufig umsetzen. 
      • Igelfutter, Vogelfutter und Katzenfutter nicht offen herumstehen lassen.
      • Im Winter Kellerfenster, Schuppen- und Garagentüren geschlossen halten.
      • Gartenhäuschen und Garagen regelmäßig aufräumen.
      • Gerümpelecken vermeiden.
      • Lichtschächte mit einem engmaschigen Abdeckgitter schützen.

      Dein Kompost ist bisher eher ein wilder Haufen? Dann lies gern hier alle meine Tipps dazu, wie du richtig guten Kompost ganz einfach selber machen kannst!

      Ratten vertreiben: 7 wirksame Tipps!

      Alles Vorbeugen hat nicht geholfen und du hast Ratten in deinem Garten entdeckt? Jetzt kommt es darauf an, ob es sich um vereinzelte Tiere handelt, die auf der Suche nach einem gemütlichen Plätzchen sind, oder ob sich bereits ein ganzes Rudel häuslich bei dir niedergelassen hat.

      Falls es sich nur um „Erkundungsratten“ handelt, kannst du mit ein paar Hausmitteln versuchen, deinen Garten zur rattenunfreundlichen Zone zu machen.

      Tipp #1: Katzenstreu

      Benutzte Katzenstreu verströmt einen Geruch, der Ratten abschreckt. Schließlich sind die Stubentiger natürliche Feinde der Ratten! Wenn du keine eigene Katze hast, bitte doch in der Nachbarschaft um ein Eimerchen davon – das bekommst du ganz sicher gern überreicht. ;) Dann verteilst du die Katzenstreu an den Orten, wo du Ratten gesehen hast.

      Tipp #2: Terpentin oder Essigessenz

      Auch beim nächsten Tipp dreht sich alles um strenge Gerüche. Du tränkst Lappen mit Terpentin oder Essigessenz und legst sie wie die Katzenstreu an den entsprechenden Stellen aus. Ratten haben super empfindliche Nasen und fühlen sich von strengen Gerüchen abgestoßen.

      Tipp #3: Chilipulver

      Chilipulver finden Ratten alles andere als rattenscharf! Ausgestreutes Chilipulver, dass die Tiere über die Fellpflege in ihre Schnauze bekommen, brennt stark. Sie meiden dann den Ort, an dem sie dieses unangenehme Erlebnis hatten.

      Nach einem kräftigen Regenschauer musst du die Prozedur aber wiederholen.

      Falls du die Chilipflanzen (nicht nur zum Ratten-Bekämpfen) selber anbauen möchtest, lies gerne meine Anleitung dazu:

      Some like it hot – Chili säen, pflanzen, ernten!

      Tipp #4: Ultraschallgeräte

      Ultraschallgeräte erzeugen für Menschen unhörbare hohe Töne, die für Ratten unangenehm sind. Sie helfen übrigens auch gegen Wühlmäuse!

      Ratte in Falle im Garten

      Tipp #5: Fallen

      All das hilft aber nichts, wenn du bereits ein Rattennest in deinem Garten hast. In diesem Fall haben sich die Tiere häuslich niedergelassen und wollen ihr Zuhause nur ungern aufgeben. Darum musst du jetzt stärkere Geschütze auffahren.

      Um die Zahl der Ratten zu dezimieren, kannst du Fallen aufstellen, in die du ihr Lieblingsessen legst. Das können zum Beispiel Käse, Erdnussbutter, Haselnusscreme oder Wurst sein.

      Lebendfallen: Falls du eine Lebendfalle verwendest, musst du mindestens alle sechs Stunden kontrollieren, ob du schon einen Gefangenen hast. Ratten verdursten nämlich schnell und das ist ein unnötig grausamer und qualvoller Tod. Wenn du die Ratte dann an einer entfernten Stelle freilässt, denk daran, dabei unbedingt Handschuhe zu tragen! Rattenbisse sind äußerst schmerzhaft und können Krankheiten übertragen.

      Schlagfallen: Auch Schlagfallen solltest du regelmäßig kontrollieren und die tote Ratte nur mit Handschuhen entsorgen.

      Weil Ratten ziemlich schlau sind, warnen sie sich untereinander, wenn ein Rudelmitglied in die Falle gegangen ist. Deshalb solltest du nach jedem Fangerfolg die Falle woanders aufstellen und einen anderen Köder verwenden.

      Tipp #6: Giftköder

      Im Handel kannst du Festköder mit Gift kaufen, die du auslegst. Das ist aber nicht ganz ungefährlich, weil auch andere Tiere diese Köder fressen und sterben könnten – einschließlich deiner Haustiere!

      Vergiftete Getreidekörner schüttet man in den unterirdischen Rattenbau.

      Tipp #7: professionelle Schädlingsbekämpfung

      Wenn du mit der Rattenplage nicht alleine fertig wirst, ist es eine gute Idee, sich professionelle Hilfe zu holen – auch wenn das Geld kostet. Der Kammerjäger macht dem Spuk schnell ein Ende! Und dann gestaltest du deinen Garten so um, dass er für Ratten keine begehrte Wohnlage mehr ist.

      Ratten sind zwar Schädlinge, die wir nicht im Garten oder im Haus haben wollen, aber auch sie fallen unter das Tierschutzgesetz. Du darfst ihnen keine unnötigen Schmerzen oder Qualen zufügen – das solltest du immer im Hinterkopf behalten beim Ratten-Bekämpfen.

      Du hast auch noch andere ungebetene Gäste in deinem Garten? Hier kannst du nachlesen, was du gegen sie unternehmen kannst:

      DIY-Schneckenring: Die Geheimwaffe gegen Schnecken!

      3 Wege, den Kohlweißling schmetterlingsfreundlich zu bekämpfen

      Weiße Fliege natürlich bekämpfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

      Hast du auch schon mal Ratten im Garten gehabt? Wie bist du sie losgeworden? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

      Schnecke auf Blatt

      DIY-Schneckenring: Die Geheimwaffe gegen Schnecken!

      Argh, dieses Jahr ist ein furchtbares Schneckenjahr! Es war lange so feucht und kühl, dass sich die Schleimer pudelwohl fühlen und wie verrückt an allen zarten Gemüsepflanzen rumknabbern.

      Aber: Ich habe einen richtig guten Trick für dich, damit du die Schneckenparty in deinen Gemüsebeeten ruckzuck beenden kannst. Und alles, was du dazu brauchst, ist ein leerer Joghurteimer.

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      Schnecken im Garten: Engagiere deine leergefutterten Joghurteimer!

      Die effektivste Möglichkeit, Gemüsepflanzen vor Schnecken zu schützen, sind physische Barrieren. So kommen die schleimigen Ganoven gar nicht erst an deine Pflänzchen dran. Logisch, oder?

      Klar, du könntest auch Schneckenkorn streuen, aber davon bin ich gar kein Fan, schon gar nicht, wenn es schonendere Methoden gibt, die auch super gut funktionieren. Schneckenkorn verursacht Leid, wo es keins braucht. Wenn du das in deinem Garten verstreust, können auch Igel und sogar kleine Kinder vergiftet werden. Ich lasse auf jeden Fall lieber die Finger davon. 

      Kleiner Tipp: Es gibt zwei Arten von Schneckenkorn. Wenn du in der letzten Not doch mal zum Schneckenkorn greifst, dann nutze das mit Eisen-III-Phosphat als Wirkstoff, der ist im Gegensatz zu dem Wirkstoff Metaldehyd nämlich ungefährlich für Menschen und andere Tiere.

      Schnecke auf Gemüse

      Aber wieso komme ich jetzt mit einem Joghurteimer daher?! Schauen wir uns den mal genauer an! Am Joghurteimerist ein Rand, der über die Wand des Eimers übersteht. Stell dir mal vor, du wärst eine Schnecke und würdest so einen Eimer hochkriechen wollen. Spätestens an der überstehenden Kante wäre dann Schluss, zumindest wenn du keine mega durchtrainierte Riesenschnecke mit Überhangerfahrung bist. ;)

      Du hast bestimmt schon mal Schneckenringe gesehen, die über junge Pflanzen gestülpt werden, um ihnen die Schnecken vom Leib zu halten. Joghurteimer kannst du nach genau demselben Prinzip verwenden wie diese Schneckenringe, die es extra für diesen Zweck zu kaufen gibt.

      Joghurtkragen, Schneckeneimer, Schneckenjoghurt, Krageneimer?

      Du fragst dich bestimmt, wie du einen stinknormalen Joghurteimer in einen peppigen Schneckenkragen verwandelst. Nichts leichter als das!

      Schnapp dir dazu deine ausgewaschenen Joghurteimer und einen Cutter und schneide den Boden heraus und den Griff ab, damit die Schnecken nicht einfach da dran hochkriechen können. Und fertig ist der selbstgebastelte Schneckenring!

      Den stülpst du dann über die Pflanzen, die du schützen willst, und drückst sie ungefähr 5 cm in den Boden, weil Schnecken ansonsten auch unterirdisch ins Innere kriechen könnten.

      Achte darauf, dass es keine Pflanzenbrücken gibt, also andere Pflanzen, die von außen gegen den Joghurteimer wachsen, sodass über die Schnecken den Rand doch überwinden können.

      Wenn dein Joghurteimer noch einen durchsichtigen Deckel hat, kannst du ihn einfach auf dem Eimer lassen. So erschaffst du ein Mini-Gewächshaus, das die kleinen Pflänzchen auch in kälteren Nächten schön warmhält. Vergiss aber nicht, dein Joghurtbecher-Gewächshaus tagsüber immer mal wieder zu lüften, damit es deinen Pflanzen nicht zu heiß wird.

      Gemüsepflanzen, die besonders schützenswert sind, weil Schnecken sie super lecker finden, sind Kohlpflänzchen, Salate, Gurken, Kürbis, Zucchini und Melonen. Sobald die Pflänzchen groß genug sind, um eine gelegentliche Schneckenattacke wegzustecken, kannst du die selbstgebastelten Schneckenkragen abnehmen und für neu gepflanzte Gemüse verwenden.

      Toll, oder? Gegen Schnecken außer Rand und Band helfen Joghurteimer mit Rand und ohne Band. ;)

      Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

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      Mehr Informationen

      Von geplatzten Kragen und Hagelattacken

      Bei den Joghurteimern ist der Rand natürlich längst nicht so groß und unüberwindbar wie bei gekauften Schneckenkragen. Wenn du also Schnecken in deinem Garten hast, die eher dem Typ durchtrainierte Riesen-Wegschnecke entsprechen, würde ich dazu tendieren, stattdessen richtige Schneckenkragen zu besorgen.

      Damit dir nicht auch noch der Kragen platzt, wenn dein Schneckenkragen schon nach einer Saison kaputt geht, achte darauf, dass die gekauften Kragen eine gute Qualität haben. Die Schneckenkragen werden, wenn die Sonne den ganzen Tag darauf knallt, sonst schnell spröde und brechen auseinander. So sind deine Gemüse nicht mehr geschützt und die Schnecken feiern ein richtiges Festmahl.

      Es gibt da einfach sehr viel Schrott im Internet. Und das ist super nervig, weil die Dinger ja lange halten sollen, wenn wir schon Plastik im Garten verwenden.

      Generell kannst du Schneckenkragen aus Plastik und Schneckenkragen aus Metall kaufen. Der Vorteil an den Kragen aus Metall ist, dass sie nahezu unkaputtbar sind. Der Nachteil: Ein Schneckenkragen aus Metall wird ziemlich heiß und kann zarte Blätter schnell mal schmoren, wenn du nicht darauf achtest, dass das Pflänzchen in der Mitte es Schneckenrings steht und die Blätter das Metall nicht berühren.

      Du musst da für dich abwägen, gibst du lieber mehr Geld für die Kragen aus Metall aus, die haltbarer sind, oder reichen dir auch die günstigeren Kragen aus Plastik, die so eine richtig extreme Hagelattacke möglicherweise nicht immer ganz überstehen?

      Was bei beiden Varianten allerdings superpraktisch ist: Es gibt dafür einen passenden Deckel, so dass du die Krägen in kalten Nächten als eine Art Mini-Gewächshaus verwenden kannst. So haben deine Jungpflanzen es muckelig warm, wenn die Temperaturen doch noch einmal fallen sollten.

      Die Aufräumpolizei

      Die wenigsten von euch haben sich wahrscheinlich Gedanken darüber gemacht, welche Aufgabe die Schnecken im Garten denn überhaupt haben. Eigentlich sind Schnecken nämlich kleine Aufräumpolizisten. Sie stürzen sich auf abgestorbene Pflanzenteile, um sie zu verwerten und in den Nährstoffkreislauf zurückzuführen.

      Wenn der Garten zu arg aufgeräumt ist, finden die schleimigen Tiere natürlich kaum abgestorbene Pflanzenteile, die sie auffuttern können. Sie weichen dann auf die frischen kleinen Pflanzen aus – es bleibt ihnen ja auch nicht so viel Anderes übrig.

      Außerdem haben ForscherInnen herausgefunden, dass Schnecken größere Pflanzen stressen und dadurch kleinere und schwächere Pflanzen so überhaupt erst eine Chance bekommen, zu ihrer vollen Größe heranzuwachsen. Schnecken erhöhen demnach auch die Artenvielfalt. Das ist auf der wilden Naturwiese natürlich super cool, aber in den Beeten brauchen wir ihre regulierenden Maßnahmen trotzdem nicht.

      Gemüsegarten-Beispielplan

      Wenn du Lust hast, noch mehr über den Anbau von Gemüse, Mischkultur und Co zu erfahren, dann hole dir doch meinen Gemüsegarten-Pflanzplan! Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

      Hier kannst du dich für die Gartentipps und den Pflanzplan eintragen:

      Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

      Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        Ablenkungsmanöver: Schneckensnacks im Garten verteilen

        Dieses Wissen über die Schnecken können wir uns zunutze machen! Du kannst die Schnecken in deinem Garten gezielt „füttern“, sodass sie – satt und rund – deine Gemüsepflanzen in Ruhe lassen. Zum einen können dir da Zwischenkulturen helfen, wie zum Beispiel Tagetes, die du zwischen deine Gemüse oder um die Beete herum pflanzen kannst. Tagetes sind nämlich richtige Schneckenmagneten und obendrein auch noch ein Festmahl für Bienen und andere Insekten.

        Tagetes

        Du kannst deinen Schnecken aber auch abgestorbene Pflanzenteile anbieten. Wenn du Blätter, Stiele und Früchte in die Nähe der Gemüse legst, die du schützen möchtest, können sie diese verwerten und machen sich nicht über deine Gemüse her. Richtig gut funktionieren zum Beispiel Kohlblätter, auf die haben die Schnecken so richtigen Kohldampf! ;)

        Ich weiß, es ist keine besonders ordentliche Lösung, aber ich sage dir, die funktioniert!

        Es gibt aber auch Gemüse, auf das Schnecken gar nicht so sehr stehen. Hier findest du eine Liste mit Gemüsen, die Schnecken lieber links liegen lassen:

        24 Gemüse, die Schnecken meiden – Erober dir deinen Garten zurück!

        Tigerschnegel ahoi: Die Perlensucher im Garten

        Du hast bestimmt schon gemerkt, dass ich mit der Natur arbeite und nicht einfach nur gegen die Schnecken. Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass sich ein Gleichgewicht zwischen „Schädlingen“ und „Nützlingen“ im Garten einpendelt. Es gibt viele Nützlinge, die Schnecken oder Schneckeneier futtern: Igel, Tigerschnegel, Weinbergschnecken und Hühner zum Beispiel fressen diese kleinen weißen Perlen im Boden sehr gerne.

        Vom Tigerschnegel hast du bis jetzt noch nichts gehört? Keine Sorge, es geht ganz sicher nicht nur dir so. Tigerschnegel erfreuen sich nicht gerade der allergrößten Bekanntheit und werden oft einfach für Nacktschnecken gehalten. Wenn du aber einen dieser Schnegel mit dem auffälligen Leo-Print in deinem Garten entdeckst, kannst du dich glücklich schätzen! Er tut sich nicht an deinen Gemüsepflanzen gütlich, sondern schnabuliert munter die Schneckeneier im Boden. Die Raubkatze unter den Schnecken sozusagen. Genial, oder? Halte gut die Augen offen, vielleicht kriecht dir schon bald ein Tigerschnegel über den Weg!

        Tigerschnegel auf Holz

        Wenn du also viele Schnecken im Garten hast, ärgere dich nicht! Es gibt so einige sanfte Möglichkeiten, deine Gemüsepflänzchen vor den hungrigen Mäulern zu schützen. Eine super wirksame Methode, deine Pflanzen zu schützen, sind die Schneckenkragen, egal ob selbstgebastelt oder gekauft.

        Also, schnapp dir Joghurteimer, löffel sie aus und bastele deine eigenen Schneckenkragen! 

        Denn Schneckenkragen gut – alles gut! ;)

        Dein Wissensdurst ist noch nicht gestillt? Dann stöbere doch noch ein bisschen weiter auf dem Blog!

        Hier findest du noch mehr Methoden gegen Schnecken und Nacktschnecken!

        Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger

        Dünger selber machen: Brennnesseljauche herstellen!

        Ich bin ein großer Fan von Schneckenkragen. Was ist deine liebste Methode, um Schnecken von deinem Gemüse fernzuhalten?

        Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

        Kaffeesatz ausbringen

        Kaffeesatz im Garten verwenden: Kaffee macht müde Pflanzen munter! ;)

        Heute geht es um Kaffeesatz, der landet nämlich viel zu häufig in der Tonne, obwohl du ihn im Garten super sinnvoll und ganz vielseitig verwenden kannst. Ob als sanften Dünger, Katzenschreck oder als Regenwurmmagnet: Kaffeesatz kann so einiges! Also mach es dir gemütlich – schnapp dir eine Tasse Kaffee – und ich zeige dir, was du alles mit deinem Kaffeesatz anstellen kannst! ;)

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        #1 Kaffeesatz als Dünger

        Was ist denn jetzt eigentlich im Kaffeesatz, das ihn zu so einem guten Dünger macht? Pass auf, das ist schnell erklärt! Kaffeesatz enthält neben Stickstoff auch Phosphor, Kalium und jede Menge anderer Spurenelemente. Die Hauptnährstoffe sind zwar nicht in so großen Mengen vertreten wie in anderen organischen Düngern – Kaffeesatz ist also ein relativ milder Dünger – dafür ist er aber umsonst und riecht in der Anwendung sooo viel besser als zum Beispiel Brennnesseljauche oder Hornspäne. ;)

        Die Pflanzen naschen den im Kaffeesatz enthaltenen Stickstoff, um starke und gesunde Blätter auszubilden. Phosphor regt die Blütenbildung und die Fruchtreife an und Kalium spielt eine wichtige Rolle für den Zellaufbau und die Stabilität der Pflanzen.

        Werden die Kaffeebohnen nun geröstet, wird das pflanzliche Eiweiß, in dem die Nährstoffe gebündelt sind, zwar vollständig zersetzt, aber die Nährstoffe bleiben glücklicherweise zum größten Teil erhalten. Auch beim Brühen geht nur ein kleiner Teil der Nährstoffe verloren. Deswegen ist es viel zu schade, den Kaffeesatz einfach in den Abfall zu geben.

        Kaffeesatz auf Holzlöffel

        Welche Pflanzen kannst du mit Kaffeesatz düngen und welche nicht?

        Auch wenn Kaffeesatz ein prima Dünger ist: nicht alle Gemüsepflanzen stehen auf das braune Pulver. Denn Kaffeebohnen können – je nach Sorte und Röstgrad – eine ganze Menge Säure enthalten. Die Säure ist jedoch wasserlöslich, sodass im Kaffeesatz meist gar nicht mehr so viel davon übrigbleibt. Daher weist der Kaffeesatz selber häufig einen fast neutralen pH-Wert um 6.5 bis 6.8 auf. Doch kommt es hier ganz stark darauf an, welche Kaffeebohnen du verwendest und wie du deinen Kaffee zubereitest.

        Kleiner Tipp: Umso länger dein Kaffeepulver mit dem heißen Wasser in Berührung kommt und umso feiner gemahlen es ist, desto weniger Säure hat dein Kaffeesatz.  Mein eher gröberer Kaffeesatz aus dem Espressokocher hat einen vergleichsweise niedrigen pH-Wert von 5.5.

        Es gibt also Unterschiede, wie viel Säure sich im Kaffeewasser auflöst – und dann von uns getrunken wird – und wie viel Säure im Kaffeesatz bleibt. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du mit Kaffeesatz deswegen vor allem die Gemüse und Sträucher düngen, die sich auch in Böden mit einem etwas niedrigeren pH-Wert wohl fühlen. Dazu gehören Heidelbeeren, Kiwibeeren, Brombeeren, Himbeeren, Preiselbeeren, Tomaten, Paprika, KürbisseGurken, Zucchini, Rhabarber, Kartoffeln, Steckrüben, Sauerampfer und Radieschen.

        Pflanzen, die lieber auf kalkigen, basischen Böden wachsen, sind kein besonders großen Fans von säuerlichem Kaffeesatzdünger. Das sind zum Beispiel Kohl, Sellerie, Spargel, Salate, Karotten und Zwiebelgemüse. Die werden richtig sauer, wenn du sie mit Kaffeesatz düngst. Wobei es eigentlich gar nicht so dumm wäre, wenn in deinem Beet Sauerkraut wachsen würde, oder? ;)

        Du bist kein Kaffeetrinker oder Kaffeetrinkerin und möchtest trotzdem deinen eigenen Dünger herstellen? Dann schau doch mal in den Artikel rein, in dem ich dir zeige, wie du Brennnesseljauche selber herstellen kannst. Brennnesseljauche ist auch für die Pflanzen geeignet, denen der Kaffeesatz zu sauer ist.

        Kaffeesatz Kaffeetasse

        Kaffeesatz im Garten ausbringen

        Es ist nicht schwer, den Kaffeesatz so vorzubereiten, dass du ihn als Dünger verwenden kannst. Alles beginnt damit, morgens eine Tasse Kaffee im Garten oder auf dem Balkon oder an einem anderen schönen Ort zu schlürfen.

        Im nächsten Schritt ist es wichtig, dass du den Kaffeesatz, den du im Garten verwenden möchtest, richtig gut durchtrocknen lässt. Ansonsten verschimmelt er meistens ziemlich schnell. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede. Du kannst zwar wunderbar Pilze in Kaffeesatz anbauen (dazu später mehr), aber bei Schimmelpilzen läuft einem nicht gerade das Wasser im Mund zusammen.

        Zerreibe den Kaffeesatz, wenn er fest und klumpig ist, zwischen deinen Fingern zu einem feinen Pulver. Das kannst du dann auf einen großen Teller oder in ein flaches Gefäß geben und an einen luftigen und trockenen Ort stellen. Fahre immer mal wieder mit den Fingern oder einer Gabel durch das Pulver, damit es nicht schimmelt. Du kannst den getrockneten Kaffeesatz auch in einem Eimer sammeln, sodass du auf einmal größere Mengen ausbringen kannst und nicht nach jedem Kaffe in den Garten laufen musst. 

        Kaffeesatz ausbringen

        Wenn dein Kaffeesatz gut getrocknet und schön feinkrümelig ist, kannst du ihn ganz einfach unter den Pflanzen im Wurzelbereich verteilen. Arbeite ihn noch ein wenig oberflächlich ein, ohne dass du das Bodenleben großartig störst. Das ist wichtig, damit die Mikroorganismen, die die Nährstoffe für die Pflanzen umsetzen, schalten und walten können.

        Wenn der Kaffeesatz nur auf der Oberfläche des Bodens liegt, wird er viel langsamer zersetzt und der Düngereffekt ist kaum noch vorhanden. Ich dünge meine Pflanzen ungefähr alle drei Monate mit Kaffeesatz.

        Kaffeesatz im Gießwasser

        Wenn du auf einem sehr basischen Boden gärtnerst oder dein Wasser sehr kalkhaltig ist, dann kannst du Kaffeesatz auch wunderbar im Gießwasser verwenden. Denn besonders wenn dein Kaffeesatz leicht sauer ist, neutralisiert er den pH-Wert im Gießwasser und düngt gleichzeitig den Boden.

        Doch damit nicht genug! Auch Phosphor- und Kaliummangel kannst du entgegenwirken, wenn du etwas Kaffeesatz mit ins Gießwasser mischst und die Pflanzen damit gießt. Phosphormangel erkennst du ziemlich sicher daran, dass sich die Blätter der Pflanzen rötlich bis purpurfarben verfärben. Bei Kaliummangel werden Rand und Spitze der Blätter erst gelb, dann braun. Außerdem hängen die Blätter schlaff und trocknen ein.

        Wie gut, dass es dank Kaffeesatz eine schnelle Hilfe gibt!

        Dein Gemüse-Aussaatkalender

        Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den Aussaatkalender herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

        Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur die Aussaattermine für die Voranzucht, er zeigt dir auch, wann du welche Samen direkt ins Freiland aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

        Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

        Hier kannst du dich für den Aussaatkalender eintragen:

        #2 Kaffeesatz und Kompost

        Kaffeesatz ist nicht nur ein toller Direktdünger, er macht sich auf dem Komposthaufen richtig gut. Dort beschleunigt er nämlich die Verrottung, weil Regenwürmer sich gerne im Kaffeesatz tummeln, und er reichert den Kompost mit Nährstoffen an.

        Verteile dazu einfach den noch feuchten Kaffeesatz oberflächlich auf dem Kompost, damit sich kein Schimmel bildet. Vermische ihn gerne noch mit “braunen” organischem Material wie Laub oder Stroh. Es ist wichtig, dass du nicht zu viel Kaffeesatz auf einmal kompostierst, höher als 20% sollte der Anteil nicht sein, aber dann müsstest du eh schon seehr viel Kaffee trinken. ;)

        Kompost Gartenabfälle Kaffeesatz

        Wenn du auf einem Balkon oder in Kübeln gärtnerst, kannst du mit dem Kaffeesatz auch wunderbar ausgelaugte Topferde aufpäppeln. Dazu mischst du einfach die alte Erde zu gleichen Teilen mit Kompost und setzt dem Ganzen etwas Kaffeesatz zu. Dosiere ihn am besten vorsichtig, weil sich bei zu viel Kaffeesatz leicht Schimmel bildet. Das kann wirklich verhext sein.

        #3 Kaffeesatz gegen Schädlinge im Garten

        Kaffeesatz gegen Ameisen

        Ameisen sind zwar keine direkten Schädlinge, aber es kann schon sehr nervig für deine grünen Freunde sein, wenn sie ihr Nest im Beet bauen und damit die Wurzeln deiner Pflanzen freilegen. Außerdem sind Ameisen sehr fleißig darin, Blattläuse auf den Pflanzen anzusiedeln, damit sie ihren süßen Honigtau naschen können. In Maßen ist das nicht weiter schlimm, aber wenn es zu sehr überhandnimmt, solltest du den Ameisen besser Einhalt gebieten.

        Die gute Nachricht: auch hier hilft Kaffeesatz. Du musst also nicht zur chemischen Keule greifen, auf die wir in unserem Biogarten ja sowieso verzichten wollen. Den Kaffeesatz kannst du direkt auf den Ameisenbau oder die Ameisenstraße geben, um sie dazu zu bewegen, sich einen anderen Ort für eine dauerhafte Bleibe zu suchen.

        Wenn deine Ameisen sehr hartnäckig sind und den Kaffeesatz einfach zur Seite räumen, musst du solange Kaffeesatz auf den Bau und die Wege geben, bis die Ameisen aufgeben und wirklich umziehen. Da heißt es dranbleiben!

        Kaffeesatz gegen Schnecken

        Du kannst den Kaffeesatz auch um die Pflanzen streuseln, die du vor gefräßigen Schleimern beschützen möchtest, denn Koffein ist giftig für die Schnecken und gerade kleinere Schnecken können davon einen Herzstillstand bekommen. Allerdings muss dafür die Koffeinkonzentration relativ hoch sein – besonders für die größeren Schleimer – und dafür reicht der Kaffeesatz nicht immer aus.  

        Es ist aber trotzdem einen Versuch wert! Wenn du dann noch mit Hackschnitzeln mulchst, fleißig die Schnecken absammelst und junge Pflänzchen mit Schneckenkragen schützt, solltest schon bald keine Probleme mehr mit den Plagegeistern haben.

        Du kannst Kaffeesatz also als zusätzlichen Schneckenschutz verwenden. Verlass dich aber nicht darauf, dass du mit einer Handvoll ausgestreuseltem Kaffeesatz ein für alle Mal gegen Schnecken ausgesorgt hast. 

        #4 Kaffeesatz gegen Unkraut

        Kaffeebäume sind ziemlich schlau, sie benutzen das Nervengift Koffein in ihren Blättern als Abwehrmittel gegen Fraßfeinde. Und auch das Koffein in den Samen führt mit seiner keimhemmenden Wirkung dazu, dass der Konkurrenzdruck in der unmittelbaren Umgebung der Samen und jungen Pflanzen ausbleibt. Ziemlich ausgeklügelt diese Kaffeepflanzen!

        Auf diese keimhemmende Wirkung des Koffeins solltest du unbedingt achten, wenn du Kaffeesatz in deinem Garten oder in Töpfchen verwendest. Denn wenn du dein Gemüse aussäst, bist du schließlich auf eine gute Keimrate aus und möchtest die Keimung nicht unterdrücken. 

        Das soll dich aber nicht davon abhalten, Kaffeesatz in deinem Garten zu verwenden. Achte einfach darauf, den Kaffeesatz nicht in frisch eingesäten Beeten zu verwenden. Dann macht er müde Pflanzen munter und kann nebenbei sogar dafür sorgen, dass andere Beikrautsamen am Keimen gehindert werden.

        Du hast keine Lust mehr, ständig auf den Knien durch deine Beete zu robben, um Unkraut zu zupfen? Dann schau mal in diesem Artikel vorbei, dort zeige ich dir, wie ich meine Beete unkrautfrei halte

        #5 Pilzzucht in Kaffeesatz

        Kaffeesatz ist grandios! Du kannst ihn nicht nur als Dünger und als Schädlingsschutzmittel verwenden, sondern auch als Substrat für Pilze. Austern-, Rosen- und Limonenseitlinge und Pioppinos kannst du auf Kaffeesatz aus Filterkaffee anbauen.

        Seitlinge im Kaffeesatz

        Du hattest schon immer Lust, deine eigene kleine Pilzfarm zu starten und regelmäßig frische Pilze zu ernten? Dann trink ein paar Tassen Kaffee und besorg dir eine spezielle Pilzbrut. Die bekommst du zum Beispiel online. Die Pilzbrut kannst du dir als eine Art Saatgut für Pilze vorstellen. Du benötigst außerdem noch einen Topf, der ungefähr zwei bis drei Liter Volumen umfasst, und einen Untersetzer, den du als Deckel verwendest. Eine Holzbox funktioniert auch prima.

        Es ist wichtig, dass du ziemlich frischen Kaffeesatz verwendest. Er sollte nicht älter als drei Tage sein. Sammle ihn am besten im Kühlschrank.

        Wenn der große Tag gekommen ist, mischst du einen halben Liter Kaffeesatz und 125 ml Pilzbrut und füllst die Mischung in den Topf. Leg den Untersetzer als Deckel lose auf die Oberseite, damit das Kaffeesatzsubstrat nicht austrocknet. Im Gegensatz zum Kaffeesatz als Dünger möchtest du hier Kaffeesatz, der frisch und feucht ist. Das haben Pilze nämlich so richtig gern.

        Dann stellst du dein Minipilzbeet bei 20 bis 25°C auf und füllst das Ganze nach drei Tagen mit frischem, abgekühltem Kaffeesatz auf. Jetzt heißt es erstmal, sich in Geduld zu üben, denn das Myzel, also das Geflecht aus Pilzfäden, braucht ungefähr zwei bis drei Wochen, um das Substrat zu durchwachsen. Es ist ganz, ganz wichtig, dass du immer auf eine gute Feuchtigkeit achtest. Besprühe bzw. gieße das Substrat bei Bedarf mit Leitungswasser.

        Du willst ja, dass sich prächtige Fruchtkörper ausbilden. Das sind die oberirdischen Teile des Pilzes, die du sehen und später auch essen kannst. Stelle also den Topf nun etwas kühler (10-15°C), weil das den Pilz richtig anregt. Dann heißt es noch einmal warten, und nach zwei bis drei Wochen haben sich die ersten Fruchtkörper gebildet!

        Wenn du fleißig geerntet hast, kannst du den Kaffeesatz samt Pilzmyzel in ein Pilzbeet nach draußen pflanzen. Vielleicht hast du ja einen schattigen und bisher noch nicht genutzten Spot in deinem Garten, an dem sich Pilze rundum wohl fühlen. Dort wächst der Pilz dann einfach weiter vor sich hin.

        Kaffeesatz in Schüssel

        Ich bin immer wieder verblüfft, wie gut sich manche „Abfallprodukte“, die in meinem Alltag entstehen, wiederverwenden lassen! Ein Hoch auf den Kaffeesatz! Er ist ein toller milder Dünger, unterstützt dich bei der Bekämpfung von Plagegeistern in deinem Garten und ist ein prima Pilzsubstrat! Er ist einfach viel zu schade, um achtlos weggeworfen zu werfen!

        Na, hast du deine Tasse Kaffee schon ausgetrunken? Dann weißt du jetzt, was du damit alles anstellen kannst! Aber zieh dir jetzt auch nicht literweise Kaffee rein. ;)

        Du hast Lust, noch weiter auf dem Blog zu stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

        Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst

        Dünger selber machen: Brennnesseljauche herstellen

        Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

        Hast du noch mehr Tipps, wie man Kaffeesatz im Garten verwenden kann? Dann immer her damit! Ich freue mich über deinen Kommentar!

        Kartoffeln pflanzen ohne Umgraben: So funktioniert’s!

        Sie ist sowas von vielseitig und aus keinem Selbstversorgergarten wegzudenken: Die Kartoffel. Es ist definitiv kein Geheimnis, ich bin ein Riesenfan von ihr! Gleichzeitig bin ich aber auch absolut überzeugt davon, meine Beete nicht umzugraben.

        Wie passt das zusammen, wenn man eine Pflanze anbauen möchte, deren Knollen unter der Erde wachsen?

        Um das herauszufinden, habe ich lange an einer Methode getüftelt, Kartoffeln ganz ohne Umgraben anzupflanzen. Denn den Kartoffelanbau und meine No-Dig-Beete habe ich lange nicht so recht unter einen Hut bekommen.

        Hier erfährst du, welche Methode mich überzeugen konnte! Wenn du deine Kartoffeln nach dieser Anleitung pflanzt, kannst du richtig dicke Knollen ernten und gleichzeitig deinem Boden etwas Gutes tun. Jippieh! :)

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        Eine Ode an die Kartoffel

        An dieser Stelle muss ich es einfach nochmal loswerden: Die Kartoffel wird immer wieder unterschätzt, dabei ist sie so eine tolle Knolle! Ob Kartoffelgratin, Ofenkartoffeln, Pommes, Kartoffelstampf, Gnocchi, Pellkartoffeln, Schupfnudeln, Kartoffelsuppe, Brat-, oder Salzkartoffeln – es gibt unzählige Gerichte, die ohne Kartoffeln undenkbar wären!

        Kartoffeln aus dem eigenen Garten sind für uns ein absolutes Basic und Must-have. Denn sie sind nicht nur super gesund, sondern machen auch richtig satt. Reis oder andere Getreide erfüllen diese Aufgabe zwar auch, sind zum Großteil aber leider nicht so gut geeignet, um sie im eigenen Garten anzubauen. Da bleibt die Kartoffel der unangefochtene Champion. Go Kartoffel, go!

        Warum es für eine funktionierende Selbstversorgung so wichtig sind, Kartoffeln zu pflanzen, habe ich in diesem Artikel auch nochmal ausführlich beschrieben:

        Warum Kartoffeln in der Selbstversorgung so wichtig sind

        Da wir versuchen, so viel wie möglich von dem, was wir essen, selber anzubauen, pflanzen und essen wir super viele Kartoffeln. Da man sie so vielfältig zubereiten kann, fühle ich mich dadurch beim Kochen auch gar nicht eingeschränkt. Sogar die Chips für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa kann ich ganz einfach selber machen. ;)

        Gerade weil ich sooo viel Beetfläche mit meinen Kartoffelpflanzen belege, ist es mir aber auch super wichtig, herauszufinden, wie das ohne Umgraben gelingen kann.

        Übrigens: Wusstest du, dass ich auch auf YouTube unterwegs bin? Hier ist die Video-Version dieses Artikels:

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        Mehr Informationen

        Unruhestifter: Kartoffeln bringen dich dazu, umzugraben

        Gärtnern ohne Umgraben hat so viele Vorteile. Zum Beispiel wächst in deinen Beeten dann auf natürliche Weise kaum noch Unkraut, du musst viel weniger gießen und dein Boden wird super fruchtbar*.

        Wenn du wissen willst, wie wir unsere „Nicht umgrabe-Beete“ anlegen, komm gerne in meinen Video-Minikurs, das Gemüsegarten-Bootcamp! Im zweiten Video zeige ich dir, wie du Beete ohne Umgraben anlegst.

        Warum ist es bei Kartoffeln überhaupt so eine große Herausforderung, sie ohne Umgraben anzupflanzen? Gute Frage! Bei anderem Gemüse geht das schließlich wunderbar. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, schauen wir uns am besten mal den klassischen Kartoffelanbau an.

        Dabei pflanzt man die Kartoffeln in Furchen, die man vorher ins Beet zieht. Diese harkt man dann zu und wartet, dass die Kartoffelpflänzchen an der Oberfläche erscheinen. Von da an häufelt man regelmäßig die Erde von links und rechts auf die Kartoffelreihen, bis eine regelrechte Hügellandschaft entsteht.

        Das hört sich nach ziemlich viel zusätzlicher Arbeit an. Wozu ist das ganze also gut? Noch eine gute Frage! Dafür muss ich ein bisschen weiter ausholen: Hier kommt ein kleiner Exkurs in die Geschichte und Botanik der Kartoffel.

        Das kannst du dir nicht träumen lassen…

        Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen. Der Name hört sich nicht nur schön an, sondern ist auch ganz schön verwirrend. Denn er kommt nicht etwa daher, dass die Pflanzen nachts blühen oder gerne im Schatten wachsen, nein. Das Wort „Nachtschatten“ kommt von „Nachtschaden“, was ein altdeutsches Wort für Albträume ist.

        Zu der Zeit, als das Wort noch genutzt wurde, hielten die Menschen Albträume für böse Ohmen. Um sie wieder loszuwerden, braute man Mixturen aus allerlei Pflanzen. Diese verabreichte man den geplagten Menschen, damit die wieder ruhig schlafen konnten.

        Für diese Mixturen mussten nicht nur heimische Kräuter und Beeren herhalten, auch Nachtschattengewächse landeten im Kessel. Sie bilden nämlich in ihren grünen Pflanzenteilen Solanin aus. Das sollte angeblich gegen die schlechten Träume helfen.

        Ob das funktioniert hat? Sehr fraglich. Was wir aber mit Sicherheit wissen ist, dass Solanin ziemlich giftig ist und Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen hervorruft. Also esst bitte keine grünen Kartoffeln! Weder roh noch gekocht. Auch nicht, wenn ihr Albträume habt! ;)

        Lieber einen grünen Daumen als grüne Kartoffeln

        Aber wieder zurück zum Kartoffelanbau, bevor ich weiter um den heißen (Kartoffel)Brei herumrede. Die Sache ist nämlich die: Kartoffeln werden erst dann grün und bilden das giftige Solanin, wenn sie Licht abbekommen. Das kann entweder in deiner Vorratskammer passieren oder eben auch, wenn die Kartoffeln nicht tief genug in der Erde wachsen.

        Übrigens: Wenn du in deinem Vorratsschrank öfter mal grüne Kartoffeln findest, dann wirf sie nicht weg, sondern lies hier, was du am besten mit ihnen anstellst:

        Grüne Kartoffeln nicht wegschmeißen: Mach das stattdessen!

        Du kannst allerdings auch vermeiden, dass es überhaupt so weit kommt. Dafür solltest du deine Kartoffeln vom Licht fernhalten. Im Beet passiert das klassischerweise durch ein regelmäßiges Häufeln. Aber das führt eben auch dazu, dass du deinen Boden total durchmischst. Und das finden die Bodenlebewesen gar nicht gut, und ziehen lieber anderswohin.

        Ich habe viele Versuche gestartet, Kartoffeln an der Bodenoberfläche anzubauen, ohne den Boden dabei auf den Kopf zu stellen. Das Experimentieren hat meistens aber nur in viele grünen Kartoffeln und Frust geendet. Eine Methode hat aber tatsächlich funktioniert, und ich bin ganz begeistert von ihr!

        # Schritt 1: Kartoffeln Pflanzen

        Zum Pflanzen ziehst du eine schmale Furche. Dafür kannst du eine Seite deines Rechens nutzen. Die Furche sollte 8-10 cm tief sein. Dort legst du dann deine vorgekeimten Kartoffeln hinein. Die Furchen verschließt du anschließend vorsichtig und gießt kräftig an.

        Mit dieser Methode kannst du deine Kartoffeln etwas enger pflanzen, als das normalerweise der Fall ist. Ich empfehle dir einen Reihenabstand von 60 cm. Innerhalb einer Furche lässt du ca. 30 cm Platz zwischen zwei Kartoffeln.

        # Schritt 2: Häufeln – die Sparversion

        Wenn deine Kartoffelpflanzen ca. 15 cm hoch sind, kannst du sie in den folgenden Wochen ein bis zweimal mit etwas zusätzlichem Kompost anhäufeln. Das ist wichtig, damit die Kartoffeln von genug organischem Substrat umgeben sind, aus dem sie ihre Nährstoffe beziehen. Sonst bleiben die Knollen klein.

        #3: Mulchen, mulchen, mulchen

        Nun trägst du regelmäßig eine dicke Schicht Mulch auf die Kartoffelreihen auf, links und rechts von den Pflanzen. Dabei ist es gar nicht schlimm, wenn du die unteren Blätter bedeckst. Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn nur mit ausreichen Mulch sperrst du das Sonnenlicht erfolgreich aus deinem Kartoffelbeet aus.

        Zum Mulchen kannst du Hackschnitzel, Rasenschnitt, Laub, oder Stroh verwenden. Oder eine Mischung aus mehreren dieser Materialien. Heu eignet sich nicht so gut, da es in der Regel viele Samen enthält. Und du willst ja kein Unkraut aussäen! ;)

        Wenn Schnecken oft zum Snacken in deinen Beeten vorbeischauen, dann nimm lieber nur Holzhackschnitzel. Die mögen sie nämlich nicht so gerne. In den anderen Materialien legen Schnecken auch schon mal gerne ihre Eier ab. Und einen Schnecken-Kindergarten brauchen wir nun wirklich nicht im Kartoffelbeet!

        #4: Die Kartoffelernte

        Normalerweise ist besonders die Kartoffelernte*der Moment, in dem ich mein Beet verwüste. Aber mit dieser Methode hat es tatsächlich ganz ohne Chaos geklappt!

        Du schiebst dazu zunächst den Mulch zur Seite, denn Mulch und Kompost solltest du möglichst nicht vermischen. Dann lockerst du dein Beet leicht mit einer Grabegabel auf. Sei aber vorsichtig, damit du die Kartoffeln nicht anpiekst!

        Nun solltest du die Kartoffelpflanzen vorsichtig aus dem Boden ziehen können, mitsamt den neuen Knollen. Vergiss nicht, die Mutterknolle auszusortieren. Die ist nicht mehr genießbar und kann deine gesamte Ernte faulen lassen, wenn du sie zusammen mit den neuen Kartoffeln einlagerst.

        Jetzt musst du dich nur noch entscheiden, wie du deine Kartoffeln zubereiten willst. Ich bekomme immer schon richtige Glücksgefühle, wenn es die ersten selbstgeernteten Kartoffeln – einfach nur mit Butter und etwas Salz bestreut – gibt. Mmmhhhhh…

        Kleiner Tipp: Behalte dir genügend schöne Kartoffeln als Pflanzkartoffeln fürs nächste Jahr zurück – besonders von deiner Lieblingssorte!

        Und bis dahin? Wie wäre es mal wieder mit einer Runde Sackhüpfen? Auch so mancher Couchpotato soll dafür die Pantoffeln schon gegen Gummistiefel eingetauscht haben. Also, worauf wartest du noch? Ab in den Garten! :)

        Und während die Kartoffeln draußen fröhlich vor sich hin wachsen, kannst du hier weiterschmökern:

        Die besten Kartoffelsorten für deinen Garten!

        Süßkartoffeln pflanzen, anbauen & ernten: Der komplette Guide!

        Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

        Wie hast du bisher deine Kartoffeln angebaut? Probierst du dieses Jahr auch die No-Dig-Methode? Erzähl mir davon in den Kommentaren! :)

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        Erdflöhe auf Blatt

        Erdflöhe natürlich bekämpfen: 5 wirksame Methoden

        Hast du dich auch schon mal gefragt, wer in deinen Beeten rumwütet und unzählige winzige „Einschusslöcher“ in den Blättern von Rucola und Co hinterlässt? Die Übeltäter sind Erdflöhe, die dein unschuldiges Gemüse mit ihren Kauwerkzeugen durchlöchern!

        In diesem Artikel verrate ich dir fünf wirksame Methoden, mit denen du Erdflöhe bekämpfen und dein Gemüse erfolgreich in Schutz nehmen kannst.

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        Was sind Erdflöhe und wie sehen die eigentlich aus?

        Floh oder Käfer – das ist hier die Frage! Erdflöhe sind nämlich gar keine Flöhe, sondern winzige Käfer, die nur zwei bis vier Millimeter groß werden. Mit ihren kräftigen Hinterbeinen springen sie wie Flöhe vom Boden auf und von einem leckeren Blatt zum nächsten leckeren Blatt – daher haben sie ihren Namen. Ihr ovales Rückenschild ist meistens blaumetallisch, es kann aber auch rötlich oder bräunlich gefärbt sein.

        Auch wenn sie kleine Schönheiten sind, im Beet wollen wir sie nicht unbedingt haben! Da sollen deine Gemüse die Topmodels sein und nicht die Schädlinge, die sich darüber hermachen!

        Du hast auch den Kohlweißling in deinen Beeten entdeckt? In meinem Artikel „3 Wege, den Kohlweißling schmetterlingsfreundlich zu bekämpfen“ zeige ich dir, was du dann tun musst! 

        Die schonungslose Homestory: Wie Erdflöhe leben und welches Schadbild sie verursachen

        Im Frühjahr legen die Erdfloh-Weibchen ihre Eier entweder im Boden, an den Wurzeln deiner Gemüse oder an den Blättern ab. Daraus schlüpfen weiße Larven, die sich ungefähr drei Wochen lang an den Wurzeln deiner Pflanzen gütlich tun, dort aber keinen größeren Schaden anrichten.

        Erdflohlarve

        Dann verpuppen sich die Larven. Von Juni bis August schlüpfen Käferbabys mit mächtigem Hunger und fallen unverzüglich über deine Kreuzblütler, Nachtschattengewächse und Korbblütler her. Sie fressen besonders gerne an zarten neuen Blättern und hinterlassen dort unzählige kleine Löcher oder den typischen Fensterfraß, bei dem sie die Blattoberfläche abschaben und nur ein dünnes Häutchen stehen bleibt.

        Ältere Pflanzen überstehen das problemlos, sie verlieren nur die Chance auf den Titel „Schönstes Gemüse im Beet“. Deinen zarten Jungpflanzen kann diese rücksichtslose Fressorgie aber so zusetzen, dass sie kläglich verkümmern.

        Wenn es dann im Herbst kalt und karg wird im Beete-Schlaraffenland, überwintern die Erdflöhe gemütlich im Boden oder unter Pflanzenresten. Im neuen Jahr geht das Spiel dann von vorne los. 

        Schluss mit dem (Erd-)Flohzirkus! Fünf Mittel, um Erdflöhe zu bekämpfen

        Du möchtest nicht ohnmächtig zusehen, wie die Erdflöhe über deine Gemüse herfallen?

        Das musst du auch nicht! Ich zeige dir, wie du die kleinen Plagegeister schnell aus deinen Beeten vertreiben kannst.

        #1 Nicht mit Reizen geizen – Nützlinge in den Garten locken

        Für Igel sind Erdflöhe ein gefundenes Fressen! Wenn du ihnen attraktive Unterkünfte wie aufgetürmte Laubhaufen, Totholzstapel oder Igelhäuser anbietest, wird sich das bald in der Igel-Community herumsprechen. Dein Garten gilt dann als begehrte Wohnlage! Die stacheligen Genossen fackeln nicht lang und machen kurzen Prozess mit den delikaten Erdflöhen.

        Schlupfwespen sind ebenfalls sehr an einer leckeren Erdfloh-Mahlzeit interessiert. Du kannst ihnen mit einem Insektenhotel eine Luxusunterbringung anbieten oder in deinem Garten eine Ecke mit Grasbüscheln, Moos oder Baumstümpfen ausstatten.

        Laufkäfer sind nachtaktive Räuber und haben den Erdfloh und andere Insekten bevorzugt auf ihrem Speiseplan. Tagsüber erholen sie sich von ihrem Beutezug unter Holz, Steinen und Moos, das du in deinem Garten für sie bereithältst. Oder du füllst einen Tontopf mit Stroh und stellst ihn kopfüber auf. Dahin ziehen sich die Laufkäfer auch gerne zurück, um für die kommende Jagd neue Kräfte zu sammeln.

        Laufkäfer

        #2 Komm unter meine Decke – Gemüse mit einem Kulturschutznetz abdecken

        Damit die Erdflohweibchen an deinen Gemüsen für ihre Eier erst gar keinen idealen Ablageort vorfinden, deckst du deine Pflanzen mit einem Kulturschutznetz ab. Die Maschenweite darf dabei nicht größer sein als 0,8 x 0,8 mm und du solltest sorgfältig kontrollieren, ob das Netz auch wirklich überall auf dem Boden aufliegt und keinen Eingang für die winzigen Käfer lässt. 

        Trotzdem kontrollierst du am besten wöchentlich, ob es nicht doch ein paar besonders vorwitzige Erdflöhe unter dein Netz geschafft haben und sich dort in aller Seelenruhe eine schöne Kinderstube für die Erdflohnachkommen einrichten. Dann solltest du die Erdflöhe noch mit einer anderen Methode bekämpfen.

        Auch für Kohlpflanzen wie Rotkohl, Blumenkohl und Kohlrabi ist ein Kulturschutznetz übrigens super wichtig!

        Mini-Tunnel_Schutznetz gegen Erdflöhe

        #3 Immer mit der (Un-)Ruhe – Regelmäßig gießen und lockern

        Erdflöhe sind Zeitgenossen, die es gern ruhig und trocken haben. Wenn du deine Beete regelmäßig lockerst und deine Gemüse schön feucht hältst, bringt das immer wieder Unruhe und Aufregung in das beschauliche Erdfloh-Dasein. Deine ungeliebten Beetgäste werden sich dann schnell einen anderen komfortableren und ungestörten Aufenthaltsort suchen.

        Auch mit Mischkultur hältst du Schädlinge auf natürliche Weise von deinem Gemüse fern!

        Hol dir deinen Aussaatkalender!

        Hast du keine Lust mehr, für jedes Gemüse das Samentütchen rauszukramen, um auch ja nicht den richtigen Aussaatzeitpunkt zu verpassen? Dann hol dir den Aussaatkalender!

        Hier findest du die besten Aussaat- und Pflanzzeitpunkte für deine Gemüse, damit du dich lückenlos das ganze Jahr über mit frischem und super leckerem Gemüse aus deinem Garten versorgen kannst. Ich habe dir für jeden Monat das perfekte Aussaatfenster für die Anzucht im Haus und die Direktsaat im Freiland notiert. Natürlich findest du im Kalender auch die passenden Pflanzzeitpunkte für deine Zöglinge.

        Einfach ausdrucken und loslegen, also trag dich gerne ein:

        #4 Gruß aus der Küche – Mehlieren erwünscht

        Nicht nur dein Schnitzel, auch dein Gemüse profitiert vom Mehlieren! Bei einem akuten Erdfloh-Überfall bestäubst du die Gemüseblätter mit Gesteinsmehl, Roggenmehl oder Algenkalk. Das hält die frechen Erdflöhe davon ab, sich genüsslich über die Blätter herzumachen. 

        Regen arbeitet allerdings gegen dich und spült alles wieder ab, deshalb musst du die „Bestäubungsaktion“ nach einem Regenschauer wiederholen.

        #5 Das stinkt ihnen – Erdflöhe durch Gerüche vertreiben

        Wenn du Zwiebeln oder Knoblauch als Soforthilfemaßnahme aufschneidest und zwischen deine Gemüse legst, fühlt sich die feine Erdfloh-Nase von dem strengen Geruch belästigt. Die kleinen Käfer suchen dann schnell das Weite und verlassen deine Beete.

        Du kannst Erdflöhe auch mit einem Tee aus Wermut oder Rainfarn bekämpfen, den du abgekühlt auf deine Beete gießt. Verdünnte Pflanzenjauchen haben denselben Effekt. Um das Prinzip Abschreckung aufrechtzuerhalten, musst du das nach jedem kräftigen Regenguss wiederholen.

        Du siehst: Mit ganz wenigen einfachen Maßnahmen kannst du deine Gemüse gut vor den gefräßigen Erdflöhen beschützen und noch ein kleiner Tipp: Im Herbst und Winter sind die Erdflöhe nicht aktiv, sodass der Winter-Rucola auf jeden Fall eine Chance hat auf den Titel „das schönste (Winter-)Gemüse im Garten“. ;)

        Andere Schädlinge wollen deinem Gemüse auch an den Kragen? Hier kommt Hilfe:

        Drahtwurm bekämpfen ganz ohne Chemie – der komplette Guide! 

        Die 4 wirksamsten Tipps gegen Blattläuse – ohne Chemiekeule!

        Weiße Fliege natürlich bekämpfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

        Welche Tipps und Tricks hast du auf Lager, um Erdflöhe zu bekämpfen? Lass mir gerne einen Kommentar da!

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        Hochbeet bauen leicht gemacht: Bauanleitung in 5 Schritten

        Planst du noch oder baust du schon? Ein eigenes Hochbeet zu bauen ist viel einfacher, als du vielleicht denkst: Alles, was du brauchst, ist eine gute Anleitung, Material, Werkzeug und eine Portion Motivation – und schwupps, schon steht im Handumdrehen ein echter Blickfang in deinem Garten, in dem du super leckere Gemüse anbauen kannst.

        Und wer braucht schon Rasen, wenn man stattdessen (noch mehr) Tomaten oder Erdbeeren haben kann. ;) Also zück deinen Zollstock und lass uns ein Hochbeet bauen. Los geht’s!

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        Hochbeet bauen: Die Materialliste

        Das Beet, das wir heute gemeinsam bauen, wird am Ende 1,20m x 3m groß sein – da passt also ordentlich Gemüse rein. Es ist außerdem eher niedriger, sodass es schneller gebaut ist und nicht so viel kostet.

        Ich habe mich dafür entschieden, unser Hochbeet aus Holz zu bauen. Das sieht nicht nur sehr hübsch aus, sondern ist auch günstig und einfach zu bekommen. Wenn du die Wahl hast, dann empfehle ich dir zum Hochbeet-Bauen Lärchen- oder Douglasienholz. Wir haben aber Corona-bedingt nur Fichtenholz bekommen – das ist auch in Ordnung, hält aber nicht so lange wie die anderen beiden Nadelbäume.

        Kleiner Tipp: Um das Beet trotzdem ein bisschen langlebiger zu machen, kannst du die Bretter am Ende einfach mit einem natürlichen Holzschutzöl, zum Beispiel Leinöl, einpinseln. :)

        An Holz brauchst du für das Beet:

        • 3 breite Baubohlen (3m lang, 28cm breit, 5cm stark)
        • 3 schmale Baubohlen (3m lang, 13cm breit, 2cm stark)
        • 1 Kantholz (3m lang, 6cm breit, 6cm tief)

        Und damit aus den Brettern am Ende auch ein schönes Kasten-Hochbeet wird, müssen natürlich auch noch ein paar Werkzeuge und Schrauben her. Hier eine kurze Übersicht:

        • Schrauben (80mm und 50mm)
        • Akkuschrauber und Bohrer
        • Bei Bedarf: Draht als Wühlmausschutz (1,20 mal 3 m = 3,6m2) & ein Tacker
        • Stichsäge, Kreissäge o.ä., wenn du die Bretter selber zusägen möchtest
        • Zollstock oder Maßband, Stift
        • (natürliches Holzschutzöl z.B. Leinöl)

        Übrigens: Wenn du lieber ein höheres Hochbeet bauen möchtest, schau mal hier vorbei, dazu habe ich nämlich auch schon eine Anleitung geschrieben.

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        Hol dir deinen Aussaatkalender!

        Hast du keine Lust mehr, für jedes Gemüse das Samentütchen rauszukramen, um auch ja nicht den richtigen Aussaatzeitpunkt zu verpassen? Dann hol dir den Aussaatkalender!

        Hier findest du die besten Aussaat- und Pflanzzeitpunkte für deine Gemüse, damit du dich lückenlos das ganze Jahr über mit frischem und super leckerem Gemüse aus deinem Garten versorgen kannst. Ich habe dir für jeden Monat das perfekte Aussaatfenster für die Anzucht im Haus und die Direktsaat im Freiland notiert. Natürlich findest du im Kalender auch die passenden Pflanzzeitpunkte für deine Zöglinge.

        Einfach ausdrucken und loslegen, also trag dich gerne ein:

        Schritt 1 beim Hochbeet-Bauen: Bretter zusägen

        Hast du alle Materialien zum Hochbeet-Bauen beisammen? Dann kannst du auch schon mit dem ersten Schritt loslegen: nämlich die Bretter zuzusägen. Diese Vorarbeit ist wahrscheinlich die arbeitsintensivste Aufgabe, also wenn du dir etwas Arbeit sparen willst, frag unbedingt im Baumarkt nach, ob sie diesen Arbeitsschritt für dich erledigen.

        Die Bretter und das Kantholz sollen zu folgenden Maßen zurechtgeschnitten werden:

        2 x Bretter für die Wand (lange Seite): 3m lang, 28 cm breit, 5 cm stark

        zugeschnittenes Holz
        zugeschnittenes Holz2

        2 x Bretter für die Wand (kurze Seite): 1,20 m lang, 28 cm breit, 5 cm stark

        zugeschnittenes holz 3

        2 x Bretter für die Ablage (lange Seite): 3 m lang, 13 cm breit, ca. 2 cm stark

        holzzuschnitt 4
        zugeschnittenes Holz 5

        2 x Bretter für die Ablage (kurze Seite): 1,04 m lang, 13 cm breit, ca. 2 cm stark

        zugeschnittenes Holz

        4 x Kanthölzer für die Ecken: 28 cm lang, 6 cm breit, 6 cm tief

        10 x Kanthölzer als Stütze der Ablage: 18 cm lang, 6 cm breit, 6 cm tief

        Zugeschnittenes Kantholz

        Hast du alle Holzstücke für dein Hochbeet in den richtigen Maßen bereitliegen? Super, dann geht es auch schon ans Zusammenschrauben!

        Schritt 2 beim Hochbeet-Bauen: Das Grundgerüst

        Wir beginnen direkt mit dem Grundgerüst deines Hochbeets. Das sollte schön solide sein, damit es nicht nach kurzer Zeit wackelt oder zusammenkracht, sobald man sich mal auf die Beetkante setzt. ;)

        Dafür nimmst du dir jetzt deine vier 28 cm breiten Holzstücke. Die 3m Stücke sind für die lange Seite und die 1,20m Stücke bilden die Stirnseiten deines Beets. Und damit du alle vier Bretter zusammenbringen kannst, brauchst du noch deine vier 28 cm langen Kanthölzer.

        Die Kanthölzer sind die Eckpfeiler deines Kasten-Hochbeets und werden jeweils an den Enden der 1,20m langen Bretter angeschraubt. Ich habe für jedes Kantholz zwei 80 mm Schrauben verwendet.

        Kleiner Tipp: Ich würde dir empfehlen, die Löcher vorzubohren. Dieser kleine Extra-Schritt dauert gar nicht lange und verhindert böse Überraschungen beim Schrauben. Eingerissenes Holz ist nämlich nicht nur optisch kein Hingucker mehr, sondern macht das Brett auch instabiler. Also schnapp dir am besten kurz einen Bleistift, markiere damit deine Löcher und bohre kurz vor.

        Falls du übrigens lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, kannst du dir hier die YouTube-Version des Artikels anschauen:

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        Mehr Informationen

        Hast du die Kanthölzer festgeschraubt? Dann kannst du jetzt die langen Seiten von außen an die Kanthölzer schrauben. Dazu habe ich jeweils drei Schrauben verwendet. Wenn du alles richtig gemacht hast, sollte die Kanthölzer jetzt als Eckpfeiler immer zwischen einem kurzen und einem langen Brett sitzen und für die nötige Stabilität sorgen.

        Schritt 3 beim Hochbeet-Bauen: Die Hochbeet-Luxusvariente

        Jetzt kommen die 13 cm breiten Latten ins Spiel. Die werden jetzt von oben auf die Bohlen draufgeschraubt. Das sorgt nicht nur für zusätzliche Stabilität, sondern dient gleich auch als zusätzliche Ablagefläche. So kannst du beim Säen auch mal dein Saatguttütchen ablegen oder andere kleine Gartengeräte deponieren.

        Von den vier Latten kommen die kurzen Bretter auf die Stirnseiten und die langen Bretter auf die Längsseiten. Jetzt kannst du dir deine 50 mm-Schrauben holen und die Latten alle 40 – 50 cm mit einer Schraube befestigen. (Auch hier wieder das Vorbohren nicht vergessen ;))

        Schritt 4 beim Hochbeet-Bauen: Der Endspurt

        Dein Beet macht jetzt schon eine richtig gute Figur und ist auch schon fast fertig – es fehlen nur noch die kurzen 10 cm-Kanthölzer. Die kannst du unter den Latten festschrauben, um deinem Bett noch ein bisschen mehr Stabilität zu geben. Dann kannst du auch mit guten Gewissen eine volle Gießkanne auf deinem Beetrand abstellen, ohne dass dein Gemüsebeet unter der Last knarrt und ächzt.

        Von den Kanthölzern kommen jeweils drei Stück an die langen Seiten und jeweils zwei Stück an die kurzen Seiten. Zum Festschrauben nimmst du für die dicken Kanthölzer wieder die 80 mm-Schrauben. Ich habe für jedes Kantholz zwei Schrauben verwendet, die ich wieder in die vorgebohrten Löcher geschraubt habe.

        Hochbeet_bauen_kantholz_festschrauben

        Schritt 5 beim Hochbeet-Bauen: Wühlmäuse ade!

        Hast du ein Problem mit Wühlmäusen? Die kleinen Nager sehen zwar richtig putzig aus, sie sind aber längst nicht so unschuldig, wie sie es vorgeben. Wühlmäuse können ein ordentliches Chaos in deinem Gemüsebeet hinterlassen, deswegen kannst du Kaninchendraht an der Unterseite des Hochbeets befestigen.

        Dafür drehst du deinen Beetkasten einfach einmal um und tackerst in kleinen Abständen den Draht an den Holzbohlen fest. Das ist zwar kein Rundumschutz gegen die frechen Räuber, die können nämlich auch richtig gut klettern und bekommen erst ab 40 cm Beethöhe Schwierigkeiten. Trotzdem machst du ihnen das Leben dadurch auf jeden Fall ein bisschen schwerer. Falls du stark von Wühlmäusen geplagt bist, kannst du dir auch in diesem Artikel weitere Tipps holen: Das hilft wirklich gegen Wühlmäuse

        Hochbeet bauen: Auf die richtige Füllung kommt´s an

        Et volià: Du hast es geschafft, das Beet steht und wartet jetzt nur noch darauf von dir befüllt und bepflanzt zu werden!

        Ich werde mein Beet jetzt gleich zuerst mit Gartenabfällen wie Ästen und Laub befüllen und es dann mit Kompost auffüllen.

        Für den Kompost kann ich dir empfehlen, mal bei einem Kompostwerk bei dir in der Nähe vorbeizuschauen. Das ist nicht nur viel günstiger als der abgepackte Kompost aus dem Baumarkt, sondern spart auch eine Menge an Plastikverpackung.

        Jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Bauen! Und wenn du dich fragst wie es jetzt nach dem Bauen und Befüllen weitergeht, kannst du direkt hier ein bisschen weiterschmökern:

        Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

        Hochbeet clever bepflanzen – mit Beispiel-Jahresplan!

        Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

        Wenn du noch ein paar Bau-Tipps auf Lager hast oder sogar schon ein Hochbeet gebaut hast, dann berichte und deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren!

        Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.