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Giftige Zucchini aus dem Garten: Gefahr oder Gerücht?

Ich liiiiebe Zucchini: Ob gegrillt, im Salat, in einer cremigen Suppe oder im Ratatouille, Zucchini schmecken einfach nach Sommer! Wäre da nicht der bittere Beigeschmack: Die Sorge, sich an einer giftigen Zucchini aus dem eigenen Garten zu vergiften, ist groß. Sie führt dazu, dass die grünen oder gelben Früchte oft nur mit großer Vorsicht genossen oder gar ganz aus dem Garten verbannt werden.

Das muss aber nicht sein! Denn wenn du weißt, wie du giftige Zucchini erkennst und vermeidest, kannst du die leckeren Früchte aus deinem Garten völlig unbeschwert genießen. :)

Was macht die Zucchini giftig?

Zucchini gehören – wie Gurken und Melonen auch, zur Familie der Kürbisgewächse. Eine schlaue Pflanzenfamilie, denn sie konnte sich Jahrtausende lang ziemlich effektiv selbst vor Fressfeinden schützen. Dazu haben die Pflanzen einen Bitterstoff produziert, der hungrige Mäuler abschrecken und ihnen den Appetit ordentlich verderben sollte.

Die Rede ist von „Cucurbitacin“, das nicht nur bitter schmeckt, sondern für den Menschen leider auch ziemlich giftig ist. Keine Panik – hier kommt schon die Entwarnung: In den Zucchini, Melonen und Gurken, die wir heute kennen, kommt in der Regel kein Cucurbitacin mehr vor.

Das haben wir unseren Ur-Ur-Ur-Urgroßeltern (okay, vielleicht noch ein paar „Ur“s mehr) zu verdanken. Sie haben die giftigen Zucchini-Vorfahren der Kürbisfamilie nämlich domestiziert und an ihre Bedürfnisse angepasst. Das Cucurbitacin haben sie aus den Pflanzen herausgezüchtet, und Zucchini und Gurken waren nicht mehr giftig, sondern wurden dadurch zu einer leckeren Nahrungsquelle.

Lediglich die Zierkürbisse, die nicht zum Verzehr, sondern nur für ihr tolles Aussehen gezüchtet wurden, enthalten auch heute noch den Bitterstoff Cucurbitacin. Deshalb sind sie auch wirklich nur fürs Auge genießbar. Da sie aber auch keine Veranlagung für einen leckeren Geschmack haben, dürfte sich die Versuchung, sie zu essen, in Grenzen halten. ;)

Zierkürbisse

Ist die Sorge vor giftigen Zucchini also völlig unbegründet? Ganz so einfach ist es leider nicht. Es gibt zwei Ausnahmesituationen, in denen es trotz allem dazu kommen kann, dass in Zucchini Cucurbitacin vorkommt.

Ausnahme #1: Die Pflanzen leiden unter extremem Stress

Es kann theoretisch passieren, ist aber eher unwahrscheinlich: Wenn die Pflanzen unter starkem Stress leiden, kann die Bildung von Cucurbitacin wieder angekurbelt werden. Für Pflanzen entsteht Stress durch starke Hitze, knallende Sonne oder auch Wassermangel – im schlimmsten Fall sind die Pflanzen allem auf einmal ausgesetzt.

Du brauchst deine Zucchinipflanzen deshalb aber nicht in Watte zu packen. Sie kommen normalerweise mit heißem Sommerwetter sehr gut klar und lieben viel Sonnenlicht. Für eine Stressreaktion, bei der Cucurbitacin gebildet wird, müssen die Bedingungen wirklich extrem sein.

Das kannst du tun: Bei längeren Trockenperioden im Sommer solltest du deine Pflanzen regelmäßig gießen. Bei Zucchini reicht es aber normalerweise, einmal wöchentlich, dafür aber gründlich zu gießen. So werden auch die unteren Bodenschichten feucht, und die Pflanzen haben einen kleinen Wasservorrat, der einige Tage reicht. Gießt du eher spärlich, so werden nur die oberen Bodenschichten nass und das Wasser verdunstet schnell.

Zucchini gießen

Viel weniger stressresistent ist ein anderes Mitglied der Kürbisfamilie: Die Gurke. Die ist eine kleine Diva und möchte gerne ein stetiges, ausgeglichenes Umfeld haben, sonst neigt sie schnell zur Bildung von Cucurbitacin. Das erkennst du an dem bitteren Geschmack, das ist ein Indikator für Cucurbitacin und die Frucht ist dann giftig. Gurken solltest du daher sehr regelmäßig gießen, immer mit derselben Menge Wasser. Über zu viel Sonne beschweren sich Gurken auch. An heißen Sommertagen möchten sie lieber an einem schattigen Plätzchen stehen.

Übrigens: Gurken und Zucchini, die es zu kaufen gibt, werden in der Regel so angebaut, dass sie nicht in diese Extremsituationen kommen. Da hast du also nichts zu befürchten.

Hol dir deinen Aussaatkalender!

Wenn du stets ein volles Erntekörbchen haben möchtest, musst du regelmäßig aussäen und pflanzen. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren und damit du stets das perfekte Zeitfenster abpasst, habe ich dir einen Aussaatkalender erstellt!

Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland säen kannst. Natürlich habe ich auch notiert, wann es an der Zeit ist, dass deine Jungpflanzen in die Beete umziehen. ;)

Trag dich also hier ein, um den Aussaatkalender herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

Ausnahme #2: Du verwendest das falsche Saatgut

Bei gutem Saatgut kannst du darauf vertrauen, dass die genetische Veranlagung, Cucurbitacin zu bilden, einfach nicht besteht. Da haben die Züchter*innen ganze Arbeit geleistet! Sie wissen aber auch genau, worauf sie achten müssen, um einwandfreies Saatgut zu gewinnen und dieselben Eigenschaften von Generation zu Generation weiterzugeben.

Bei gekauftem Saatgut von einem vertrauensvollen, seriösen Saatguthandel brauchst du dir also überhaupt keine Sorgen machen, dass du Zucchinisamen erwischen könntest, aus denen später giftige Zucchini wachsen.

Zucchini Saatgut

Anders sieht die Sache aus, wenn du kein gekauftes Saatgut verwendest, sondern aus den Zucchini in deinem Garten eigenes Saatgut für das folgende Jahr gewinnst. Denn keimfähiges Saatgut entsteht nur, wenn an der Pflanze eine Befruchtung stattgefunden hat. Und die erfolgt bei der Zucchini wiederum nur, wenn die Zucchiniblüte mit dem Blütenstaub einer anderen Pflanze in Kontakt gekommen ist.

Und dabei stellt sich eine große Frage: Wer ist diese andere Pflanze??? Das wissen wohl nur die Insekten, die den Blütenstaub für die Bestäubung aus einer Blüte dieser mysteriösen Pflanze mitgebracht haben.

Die Frage wäre auch gar nicht so wichtig, wenn Zucchiniblüten nur mit dem Blütenstaub anderer Zucchinipflanzen befruchtet werden könnten. Dann wären die Nachkommen einfach immer Zucchini. Das ist aber leider nicht der Fall.

Da Zucchini und Zierkürbisse so nah miteinander verwandt sind, ist es durchaus möglich, dass es zwischen ihnen zu Kreuzungen kommt. Zieht man dann Pflanzen aus solchem Saatgut, bekommt man eine Mischung aus beiden Pflanzen. Also quasi „Kürchinis“ oder „Zucchirbisse“. ;)

Das Problem dabei ist, dass diese von außen manchmal genau wie Zucchini aussehen, aber ein paar Merkmale der Zierkürbisse geerbt haben – zum Beispiel die Eigenschaft, Cucurbitacin zu bilden. Und in so einem Fall kann es eben dazu kommen, dass du unwissentlich einen Undercover-Zierkürbis heranziehst. An dieser vermeintlichen Zucchinipflanze können dann giftige „Zucchini“ wachsen.

Das kannst du tun: Zucchini- und Gurkensaatgut lieber nicht selbst gewinnen, sondern kaufen. Es ist auch super ärgerlich, die Pflanzen liebevoll groß zu ziehen und dann zu merken, dass das ganze leider völlig umsonst war. Alternativ kannst du dich natürlich auch stärker mit Züchtungstechniken auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass die weiblichen Zucchiniblüten auch wirklich mit Pollen von einer anderen Zucchinipflanze bestäubt werden.

Wie erkenne ich giftige Zucchini?

Keine Sorge, du wirst keine giftige Zucchini essen, ohne es zu bemerken. Denn Cucurbitacin hat immer zwei Eigenschaften: Es ist giftig und es ist extrem bitter. Wenn du eine giftige Zucchini erwischen solltest, wirst du das also auf jeden Fall sofort am Geschmack merken. Dieser bleibt auch bestehen, wenn du die Zucchini kochst oder grillst. Besonders wenn ich eine größere Menge Zucchini und Gurken verarbeite, probiere ich von den Früchten jeweils ein kleines Stück, um sicher zu gehen, dass sie nicht bitter schmecken.

Also: Finger weg von bitteren Zucchini, dann bist du auf der sicheren Seite.

Hilfe – meine Zucchini schmeckt bitter! Was soll ich tun? Einfach nicht essen. Die betroffenen Früchte und Pflanzen kannst du einfach auf deinem Kompost entsorgen, dort schadet das Cucurbitacin nicht.

Wenn jemand unwissentlich von den bitteren Zucchini gegessen hat, solltet ihr zur Sicherheit eine Arztpraxis aufsuchen. Das ist aber wirklich unwahrscheinlich, denn es braucht schon einen starken Willen, um die bittere Frucht hinunterzukriegen.

Mit Zucchini das gute Nachbarschaftsverhältnis vergiften?

Kommt dir diese Situation bekannt vor? Du stehst mit einer Zucchini in der Hand am Gartenzaun, winkst deinen Nachbarn fröhlich zu, und diese suchen fluchtartig das Weite.

Das liegt wohl weniger daran, dass sie befürchten, dass du sie vergiften willst. Wahrscheinlich wachsen die Zucchini in ihrem Garten auch wie blöd, und sie wissen schon gar nicht mehr, wohin damit.

Wie wäre es, wenn du statt der Zucchini lieber ein paar Tipps mit ihnen teilst, wie sie sich Abwechslung ins Zucchinibeet und auf den Teller bringen? Ein paar Ideen…

Zucchini-Tipp #1: Abwechslung anbauen. Zucchini müssen nicht lang und grün sein. Es gibt auch gelbe, runde und gestreifte Zucchini.

Zucchini-Tipp #2: Wenn es einfach zu viele Zucchini werden, dann ernte doch ein paar Blüten. Die kannst du in Teig tunken und ausbacken. Mhhh…

Zucchini-Tipp #3: Klein aber oho! Setze auf Qualität statt Quantität. Wenn du die Zucchini jung erntest, schmecken sie viel zarter.

Zucchini-Tipp #4: Zucchini geht auch süß! Die Früchte lassen sich, genau wie Möhren und Kürbisse, prima verbacken. Sie machen besonders Schokokuchen super saftig und sind außerdem ein gutes Alibi, um noch ein Stückchen Kuchen mehr zu essen. Ist schließlich nur Gemüse, oder? ;)

Zucchini-Tipp #5: Der nächste Winter kommt bestimmt. Wie wäre es damit, ein paar deiner Schätze haltbar zu machen? Hier findest du eine Rezeptidee zum Einkochen von Zucchini – oder wie wäre es mal mit einel Zucchini-Chutney?

Zucchini Rezepte: Zucchini Chutney

So, ich hoffe, dass du nun bestens für die Zucchinizeit gerüstet bist und all die Infos über Cucurbitacin hoffentlich gut verdaut hast. Zur Belohnung solltest du dir erstmal ein paar gefüllte Zucchini gönnen und ganz sorglos genießen, findest du nicht auch? Hmmm… lecker!

Falls deine Zucchini noch nicht erntereif sind, kannst du hier lesen, was du zum Anbau unbedingt wissen solltest und wie du die Pflanzen so richtig verwöhnst.

Der komplette Zucchini-Guide – Zucchini pflanzen, anbauen & ernten

Hast du schon mal eine giftige Zucchini geerntet oder ist dieses Phänomen bei dir noch nie vorgekommen? Schreib mir das gerne mal in die Kommentare!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Wanderratte

Ratten im Garten? 7 wirksame Tipps, um Ratten zu vertreiben!

Auch wenn du grundsätzlich für eine große Artenvielfalt bist – Ratten im Garten möchtest du bestimmt trotzdem nicht haben! Falls du aber doch eine oder mehrere davon bei dir entdeckst, brauchst du nicht gleich in Panik zu verfallen. Ich verrate dir in diesem Artikel sieben Tipps, mit denen du Ratten vertreiben kannst. Dann bist du sie ruckzuck wieder los!

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Wie leben Ratten im Garten?

Ratten sind bei uns Menschen nicht gerade Sympathieträger. Sie übertragen Krankheiten, vermehren sich unkontrolliert in Windeseile, nagen alles an und fressen, was ihnen vor die Schnauze kommt.

Andererseits gelten Ratten aber auch als schlau. So meiden sie vergiftetes Futter, sobald ein Artgenosse daran gestorben ist. Fallen, in die eine von ihnen gegangen ist, lassen sie ab diesem Zeitpunkt einfach links liegen. Sie können sich Düfte und Tonfolgen merken und sogar lernen, mit einer einfachen Fernsteuerung umzugehen.

Und Ratten sind sehr soziale Tiere. Sie leben in Rudeln, achten aufeinander und helfen sich gegenseitig. Sie spielen gern und sind empathisch.

Welche Ratten leben bei mir im Garten? Drei verschiedene Rattenarten

#1 Die Hausratte

Die Hausratte hat ein braun-schwarzes Fell, eine spitze Schnauze und große Ohren und Augen. Ihr Schwanz ist länger als ihr Rumpf und schwebt beim Laufen immer über dem Erdboden, so dass sie keine Schleifspuren hinterlässt. Die Hausratte lebt am liebsten hoch oben – in Bäumen oder Dachspeichern. Sie frisst vor allem Pflanzen und nur in der Not auch Fleisch. Ihr Kot ist schwarz und bananenförmig.

Die Hausratte stammt aus den Tropen und kam im Mittelalter mit dem Schiff nach Europa. Sie ist nachtaktiv und lebt in Rudeln, die aus 20 bis 60 Tieren bestehen.

Hausratten können sich das ganze Jahr über fortpflanzen und bekommen durchschnittlich fünf Jungen pro Wurf. Nach fünf Monaten sind sie geschlechtsreif.

In einigen Bundesländern steht die Hausratte auf der Roten Liste – weltweit ist sie aber nicht vom Aussterben bedroht.

#2 Die Wanderratte

Die Wanderratte stammt aus dem Nordosten Asiens und hat sich seit dem 18. Jahrhundert weitflächig auf der ganzen Erde ausgebreitet. Sie besitzt ein grau-braunes bis dunkelbraun-rötliches Fell, eine stumpfe Schnauze, kleine Augen und Ohren und einen dicken Schwanz, der nicht länger ist als ihr Rumpf. Beim Laufen schleift er über den Boden – deshalb siehst du neben Pfotenabdrücken auch Schleifspuren. Wanderratten sind Allesfresser, sie mögen sowohl Pflanzen als auch Fleisch. Ihr Kot ist braun oder grau, sieht von der Form her aus wie überdimensionale Reiskörner und ist ein bis zwei Zentimeter lang.

Lebensräume der Wanderratte sind die Kanalisation oder auch Erdhöhlen. Wenn sich die Bedingungen in ihrer Umgebung verschlechtern, macht sie sich auf die Suche nach einem neuen Ort, wo sie für sich und ihr Rudel ausreichend Nahrung findet.

Wanderratten können sich das ganze Jahr über fortpflanzen mit durchschnittlich acht Jungen pro Wurf. Nach drei Monaten sind sie geschlechtsreif. 

Hol dir deinen Aussaatkalender!

Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den Aussaatkalender herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

Trag dich ein für den Aussaatkalender:

Gefahren durch Ratten im Garten

Ratten können durch Bisse, Kot und Urin oder Parasiten, die in ihrem Fell leben, verschiedene gefährliche Krankheiten übertragen. Dazu gehören Salmonellen, Tollwut, Tuberkulose, Hepatitis, Leptospirose, SARS, Hantaviren und die Pest. 

Wenn du ihre Hinterlassenschaften entsorgen möchtest, solltest du deshalb unbedingt Handschuhe und am besten auch eine Maske tragen.

Weil sie alles in ihrer Umgebung benagen, was sich ihnen bietet, verursachen sie nicht nur Fraßschäden an deinem Obst und Gemüse, sondern beschädigen auch Elektrokabel und Abwasserleitungen, Holz, Karton und Kunststoff.

Alles, was mit ihrem Urin oder Kot in Berührung kommt, ist nicht nur möglicherweise infektiös, sondern riecht auch sehr unangenehm.

Fraßspuren Ratte

Wie erkenne ich, dass Ratten im Garten leben?

Ratten sind vor allem nachtaktive und scheue Tiere, die sich kaum blicken lassen und im Zweifelsfall flüchten. Du bekommst sie daher selten zu Gesicht.

Daran erkennst du, dass die Nager es sich in deinem Garten gemütlich gemacht haben:

  • Du findest zwei parallele Fraßrillen an Abfällen, Obst, Gemüse, jungen Trieben, Holz oder Kunststoff
  • Es gibt plötzlich kleine Trampelpfade in deinem Garten, auf denen Kot und Reste von Obst, Gemüse oder sonstiger Nahrung liegen
  • Pfotenspuren, die du siehst, haben vier und fünf Zehenabdrücke. Außerdem erkennst du eine Schleifspur, die vom Schwanz stammt. Wanderratten ziehen ihn hinterher und heben ihn beim Laufen nicht an. 
  • Kot liegt verstreut herum.
  • Es gibt Löcher im Rasen oder im Boden ohne Haufen, die einen Durchmesser von ungefähr acht Zentimetern haben und senkrecht nach unten führen. 
  • Es riecht streng nach Ammoniak – das können entweder Ratten-Hinterlassenschaften sein oder auch eine tote Ratte.
Rattenloch

Gibt es eine Meldepflicht, wenn ich Ratten im Garten habe?

Jetzt wird es etwas amtlich: Ratten gelten nach §2 des Infektionsschutzgesetzes als gefährliche Gesundheitsschädlinge, die meldepflichtig sind.

Wenn du Ratten im Garten hast, musst du das als Eigentümer dem örtlichen Ordnungsamt melden. Wenn du Mieter bist, meldest du es deinem Vermieter. Die Behörde entscheidet dann, was zu tun ist. Kosten, die entstehen beim Ratten bekämpfen, übernimmt der Eigentümer.

Wie vermeide ich, dass Ratten in meinen Garten kommen?

Wenn die Nager sich bei dir häuslich niedergelassen haben, kann das einen ganzen Rattenschwanz an Ärger nach sich ziehen. ;) Deshalb lässt du es am besten gar nicht erst soweit kommen und vermeidest alles, was diese Tiere anlockt.

So bietest du Ratten kein verlockendes Umfeld:

  • Mülltonnen und Müllsäcke nicht überquellen lassen und immer geschlossen halten.
  • Essensreste nicht über die Toilette oder den Ausguss entsorgen.
  • Kein gekochtes Essen, Knochen oder Fleisch auf den Kompost geben.
  • Den Kompost häufig umsetzen. 
  • Igelfutter, Vogelfutter und Katzenfutter nicht offen herumstehen lassen.
  • Im Winter Kellerfenster, Schuppen- und Garagentüren geschlossen halten.
  • Gartenhäuschen und Garagen regelmäßig aufräumen.
  • Gerümpelecken vermeiden.
  • Lichtschächte mit einem engmaschigen Abdeckgitter schützen.

Dein Kompost ist bisher eher ein wilder Haufen? Dann lies gern hier alle meine Tipps dazu, wie du richtig guten Kompost ganz einfach selber machen kannst!

Ratten vertreiben: 7 wirksame Tipps!

Alles Vorbeugen hat nicht geholfen und du hast Ratten in deinem Garten entdeckt? Jetzt kommt es darauf an, ob es sich um vereinzelte Tiere handelt, die auf der Suche nach einem gemütlichen Plätzchen sind, oder ob sich bereits ein ganzes Rudel häuslich bei dir niedergelassen hat.

Falls es sich nur um „Erkundungsratten“ handelt, kannst du mit ein paar Hausmitteln versuchen, deinen Garten zur rattenunfreundlichen Zone zu machen.

Tipp #1: Katzenstreu

Benutzte Katzenstreu verströmt einen Geruch, der Ratten abschreckt. Schließlich sind die Stubentiger natürliche Feinde der Ratten! Wenn du keine eigene Katze hast, bitte doch in der Nachbarschaft um ein Eimerchen davon – das bekommst du ganz sicher gern überreicht. ;) Dann verteilst du die Katzenstreu an den Orten, wo du Ratten gesehen hast.

Tipp #2: Terpentin oder Essigessenz

Auch beim nächsten Tipp dreht sich alles um strenge Gerüche. Du tränkst Lappen mit Terpentin oder Essigessenz und legst sie wie die Katzenstreu an den entsprechenden Stellen aus. Ratten haben super empfindliche Nasen und fühlen sich von strengen Gerüchen abgestoßen.

Tipp #3: Chilipulver

Chilipulver finden Ratten alles andere als rattenscharf! Ausgestreutes Chilipulver, dass die Tiere über die Fellpflege in ihre Schnauze bekommen, brennt stark. Sie meiden dann den Ort, an dem sie dieses unangenehme Erlebnis hatten.

Nach einem kräftigen Regenschauer musst du die Prozedur aber wiederholen.

Falls du die Chilipflanzen (nicht nur zum Ratten-Bekämpfen) selber anbauen möchtest, lies gerne meine Anleitung dazu:

Some like it hot – Chili säen, pflanzen, ernten!

Tipp #4: Ultraschallgeräte

Ultraschallgeräte erzeugen für Menschen unhörbare hohe Töne, die für Ratten unangenehm sind. Sie helfen übrigens auch gegen Wühlmäuse!

Ratte in Falle im Garten

Tipp #5: Fallen

All das hilft aber nichts, wenn du bereits ein Rattennest in deinem Garten hast. In diesem Fall haben sich die Tiere häuslich niedergelassen und wollen ihr Zuhause nur ungern aufgeben. Darum musst du jetzt stärkere Geschütze auffahren.

Um die Zahl der Ratten zu dezimieren, kannst du Fallen aufstellen, in die du ihr Lieblingsessen legst. Das können zum Beispiel Käse, Erdnussbutter, Haselnusscreme oder Wurst sein.

Lebendfallen: Falls du eine Lebendfalle verwendest, musst du mindestens alle sechs Stunden kontrollieren, ob du schon einen Gefangenen hast. Ratten verdursten nämlich schnell und das ist ein unnötig grausamer und qualvoller Tod. Wenn du die Ratte dann an einer entfernten Stelle freilässt, denk daran, dabei unbedingt Handschuhe zu tragen! Rattenbisse sind äußerst schmerzhaft und können Krankheiten übertragen.

Schlagfallen: Auch Schlagfallen solltest du regelmäßig kontrollieren und die tote Ratte nur mit Handschuhen entsorgen.

Weil Ratten ziemlich schlau sind, warnen sie sich untereinander, wenn ein Rudelmitglied in die Falle gegangen ist. Deshalb solltest du nach jedem Fangerfolg die Falle woanders aufstellen und einen anderen Köder verwenden.

Tipp #6: Giftköder

Im Handel kannst du Festköder mit Gift kaufen, die du auslegst. Das ist aber nicht ganz ungefährlich, weil auch andere Tiere diese Köder fressen und sterben könnten – einschließlich deiner Haustiere!

Vergiftete Getreidekörner schüttet man in den unterirdischen Rattenbau.

Tipp #7: professionelle Schädlingsbekämpfung

Wenn du mit der Rattenplage nicht alleine fertig wirst, ist es eine gute Idee, sich professionelle Hilfe zu holen – auch wenn das Geld kostet. Der Kammerjäger macht dem Spuk schnell ein Ende! Und dann gestaltest du deinen Garten so um, dass er für Ratten keine begehrte Wohnlage mehr ist.

Ratten sind zwar Schädlinge, die wir nicht im Garten oder im Haus haben wollen, aber auch sie fallen unter das Tierschutzgesetz. Du darfst ihnen keine unnötigen Schmerzen oder Qualen zufügen – das solltest du immer im Hinterkopf behalten beim Ratten-Bekämpfen.

Du hast auch noch andere ungebetene Gäste in deinem Garten? Hier kannst du nachlesen, was du gegen sie unternehmen kannst:

DIY-Schneckenring: Die Geheimwaffe gegen Schnecken!

3 Wege, den Kohlweißling schmetterlingsfreundlich zu bekämpfen

Weiße Fliege natürlich bekämpfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Hast du auch schon mal Ratten im Garten gehabt? Wie bist du sie losgeworden? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

Schnecke auf Blatt

DIY-Schneckenring: Die Geheimwaffe gegen Schnecken!

Argh, dieses Jahr ist ein furchtbares Schneckenjahr! Es war lange so feucht und kühl, dass sich die Schleimer pudelwohl fühlen und wie verrückt an allen zarten Gemüsepflanzen rumknabbern.

Aber: Ich habe einen richtig guten Trick für dich, damit du die Schneckenparty in deinen Gemüsebeeten ruckzuck beenden kannst. Und alles, was du dazu brauchst, ist ein leerer Joghurteimer.

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Schnecken im Garten: Engagiere deine leergefutterten Joghurteimer!

Die effektivste Möglichkeit, Gemüsepflanzen vor Schnecken zu schützen, sind physische Barrieren. So kommen die schleimigen Ganoven gar nicht erst an deine Pflänzchen dran. Logisch, oder?

Klar, du könntest auch Schneckenkorn streuen, aber davon bin ich gar kein Fan, schon gar nicht, wenn es schonendere Methoden gibt, die auch super gut funktionieren. Schneckenkorn verursacht Leid, wo es keins braucht. Wenn du das in deinem Garten verstreust, können auch Igel und sogar kleine Kinder vergiftet werden. Ich lasse auf jeden Fall lieber die Finger davon. 

Kleiner Tipp: Es gibt zwei Arten von Schneckenkorn. Wenn du in der letzten Not doch mal zum Schneckenkorn greifst, dann nutze das mit Eisen-III-Phosphat als Wirkstoff, der ist im Gegensatz zu dem Wirkstoff Metaldehyd nämlich ungefährlich für Menschen und andere Tiere.

Schnecke auf Gemüse

Aber wieso komme ich jetzt mit einem Joghurteimer daher?! Schauen wir uns den mal genauer an! Am Joghurteimerist ein Rand, der über die Wand des Eimers übersteht. Stell dir mal vor, du wärst eine Schnecke und würdest so einen Eimer hochkriechen wollen. Spätestens an der überstehenden Kante wäre dann Schluss, zumindest wenn du keine mega durchtrainierte Riesenschnecke mit Überhangerfahrung bist. ;)

Du hast bestimmt schon mal Schneckenringe gesehen, die über junge Pflanzen gestülpt werden, um ihnen die Schnecken vom Leib zu halten. Joghurteimer kannst du nach genau demselben Prinzip verwenden wie diese Schneckenringe, die es extra für diesen Zweck zu kaufen gibt.

Joghurtkragen, Schneckeneimer, Schneckenjoghurt, Krageneimer?

Du fragst dich bestimmt, wie du einen stinknormalen Joghurteimer in einen peppigen Schneckenkragen verwandelst. Nichts leichter als das!

Schnapp dir dazu deine ausgewaschenen Joghurteimer und einen Cutter und schneide den Boden heraus und den Griff ab, damit die Schnecken nicht einfach da dran hochkriechen können. Und fertig ist der selbstgebastelte Schneckenring!

Den stülpst du dann über die Pflanzen, die du schützen willst, und drückst sie ungefähr 5 cm in den Boden, weil Schnecken ansonsten auch unterirdisch ins Innere kriechen könnten.

Achte darauf, dass es keine Pflanzenbrücken gibt, also andere Pflanzen, die von außen gegen den Joghurteimer wachsen, sodass über die Schnecken den Rand doch überwinden können.

Wenn dein Joghurteimer noch einen durchsichtigen Deckel hat, kannst du ihn einfach auf dem Eimer lassen. So erschaffst du ein Mini-Gewächshaus, das die kleinen Pflänzchen auch in kälteren Nächten schön warmhält. Vergiss aber nicht, dein Joghurtbecher-Gewächshaus tagsüber immer mal wieder zu lüften, damit es deinen Pflanzen nicht zu heiß wird.

Gemüsepflanzen, die besonders schützenswert sind, weil Schnecken sie super lecker finden, sind Kohlpflänzchen, Salate, Gurken, Kürbis, Zucchini und Melonen. Sobald die Pflänzchen groß genug sind, um eine gelegentliche Schneckenattacke wegzustecken, kannst du die selbstgebastelten Schneckenkragen abnehmen und für neu gepflanzte Gemüse verwenden.

Toll, oder? Gegen Schnecken außer Rand und Band helfen Joghurteimer mit Rand und ohne Band. ;)

Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

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Von geplatzten Kragen und Hagelattacken

Bei den Joghurteimern ist der Rand natürlich längst nicht so groß und unüberwindbar wie bei gekauften Schneckenkragen. Wenn du also Schnecken in deinem Garten hast, die eher dem Typ durchtrainierte Riesen-Wegschnecke entsprechen, würde ich dazu tendieren, stattdessen richtige Schneckenkragen zu besorgen.

Damit dir nicht auch noch der Kragen platzt, wenn dein Schneckenkragen schon nach einer Saison kaputt geht, achte darauf, dass die gekauften Kragen eine gute Qualität haben. Die Schneckenkragen werden, wenn die Sonne den ganzen Tag darauf knallt, sonst schnell spröde und brechen auseinander. So sind deine Gemüse nicht mehr geschützt und die Schnecken feiern ein richtiges Festmahl.

Es gibt da einfach sehr viel Schrott im Internet. Und das ist super nervig, weil die Dinger ja lange halten sollen, wenn wir schon Plastik im Garten verwenden.

Generell kannst du Schneckenkragen aus Plastik und Schneckenkragen aus Metall kaufen. Der Vorteil an den Kragen aus Metall ist, dass sie nahezu unkaputtbar sind. Der Nachteil: Ein Schneckenkragen aus Metall wird ziemlich heiß und kann zarte Blätter schnell mal schmoren, wenn du nicht darauf achtest, dass das Pflänzchen in der Mitte es Schneckenrings steht und die Blätter das Metall nicht berühren.

Du musst da für dich abwägen, gibst du lieber mehr Geld für die Kragen aus Metall aus, die haltbarer sind, oder reichen dir auch die günstigeren Kragen aus Plastik, die so eine richtig extreme Hagelattacke möglicherweise nicht immer ganz überstehen?

Was bei beiden Varianten allerdings superpraktisch ist: Es gibt dafür einen passenden Deckel, so dass du die Krägen in kalten Nächten als eine Art Mini-Gewächshaus verwenden kannst. So haben deine Jungpflanzen es muckelig warm, wenn die Temperaturen doch noch einmal fallen sollten.

Die Aufräumpolizei

Die wenigsten von euch haben sich wahrscheinlich Gedanken darüber gemacht, welche Aufgabe die Schnecken im Garten denn überhaupt haben. Eigentlich sind Schnecken nämlich kleine Aufräumpolizisten. Sie stürzen sich auf abgestorbene Pflanzenteile, um sie zu verwerten und in den Nährstoffkreislauf zurückzuführen.

Wenn der Garten zu arg aufgeräumt ist, finden die schleimigen Tiere natürlich kaum abgestorbene Pflanzenteile, die sie auffuttern können. Sie weichen dann auf die frischen kleinen Pflanzen aus – es bleibt ihnen ja auch nicht so viel Anderes übrig.

Außerdem haben ForscherInnen herausgefunden, dass Schnecken größere Pflanzen stressen und dadurch kleinere und schwächere Pflanzen so überhaupt erst eine Chance bekommen, zu ihrer vollen Größe heranzuwachsen. Schnecken erhöhen demnach auch die Artenvielfalt. Das ist auf der wilden Naturwiese natürlich super cool, aber in den Beeten brauchen wir ihre regulierenden Maßnahmen trotzdem nicht.

Gemüsegarten-Beispielplan

Wenn du Lust hast, noch mehr über den Anbau von Gemüse, Mischkultur und Co zu erfahren, dann hole dir doch meinen Gemüsegarten-Pflanzplan! Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

Hier kannst du dich für die Gartentipps und den Pflanzplan eintragen:

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Ablenkungsmanöver: Schneckensnacks im Garten verteilen

    Dieses Wissen über die Schnecken können wir uns zunutze machen! Du kannst die Schnecken in deinem Garten gezielt „füttern“, sodass sie – satt und rund – deine Gemüsepflanzen in Ruhe lassen. Zum einen können dir da Zwischenkulturen helfen, wie zum Beispiel Tagetes, die du zwischen deine Gemüse oder um die Beete herum pflanzen kannst. Tagetes sind nämlich richtige Schneckenmagneten und obendrein auch noch ein Festmahl für Bienen und andere Insekten.

    Tagetes

    Du kannst deinen Schnecken aber auch abgestorbene Pflanzenteile anbieten. Wenn du Blätter, Stiele und Früchte in die Nähe der Gemüse legst, die du schützen möchtest, können sie diese verwerten und machen sich nicht über deine Gemüse her. Richtig gut funktionieren zum Beispiel Kohlblätter, auf die haben die Schnecken so richtigen Kohldampf! ;)

    Ich weiß, es ist keine besonders ordentliche Lösung, aber ich sage dir, die funktioniert!

    Es gibt aber auch Gemüse, auf das Schnecken gar nicht so sehr stehen. Hier findest du eine Liste mit Gemüsen, die Schnecken lieber links liegen lassen:

    24 Gemüse, die Schnecken meiden – Erober dir deinen Garten zurück!

    Tigerschnegel ahoi: Die Perlensucher im Garten

    Du hast bestimmt schon gemerkt, dass ich mit der Natur arbeite und nicht einfach nur gegen die Schnecken. Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass sich ein Gleichgewicht zwischen „Schädlingen“ und „Nützlingen“ im Garten einpendelt. Es gibt viele Nützlinge, die Schnecken oder Schneckeneier futtern: Igel, Tigerschnegel, Weinbergschnecken und Hühner zum Beispiel fressen diese kleinen weißen Perlen im Boden sehr gerne.

    Vom Tigerschnegel hast du bis jetzt noch nichts gehört? Keine Sorge, es geht ganz sicher nicht nur dir so. Tigerschnegel erfreuen sich nicht gerade der allergrößten Bekanntheit und werden oft einfach für Nacktschnecken gehalten. Wenn du aber einen dieser Schnegel mit dem auffälligen Leo-Print in deinem Garten entdeckst, kannst du dich glücklich schätzen! Er tut sich nicht an deinen Gemüsepflanzen gütlich, sondern schnabuliert munter die Schneckeneier im Boden. Die Raubkatze unter den Schnecken sozusagen. Genial, oder? Halte gut die Augen offen, vielleicht kriecht dir schon bald ein Tigerschnegel über den Weg!

    Tigerschnegel auf Holz

    Wenn du also viele Schnecken im Garten hast, ärgere dich nicht! Es gibt so einige sanfte Möglichkeiten, deine Gemüsepflänzchen vor den hungrigen Mäulern zu schützen. Eine super wirksame Methode, deine Pflanzen zu schützen, sind die Schneckenkragen, egal ob selbstgebastelt oder gekauft.

    Also, schnapp dir Joghurteimer, löffel sie aus und bastele deine eigenen Schneckenkragen! 

    Denn Schneckenkragen gut – alles gut! ;)

    Dein Wissensdurst ist noch nicht gestillt? Dann stöbere doch noch ein bisschen weiter auf dem Blog!

    Hier findest du noch mehr Methoden gegen Schnecken und Nacktschnecken!

    Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger

    Dünger selber machen: Brennnesseljauche herstellen!

    Ich bin ein großer Fan von Schneckenkragen. Was ist deine liebste Methode, um Schnecken von deinem Gemüse fernzuhalten?

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    Kaffeesatz ausbringen

    Kaffeesatz im Garten verwenden: Kaffee macht müde Pflanzen munter! ;)

    Heute geht es um Kaffeesatz, der landet nämlich viel zu häufig in der Tonne, obwohl du ihn im Garten super sinnvoll und ganz vielseitig verwenden kannst. Ob als sanften Dünger, Katzenschreck oder als Regenwurmmagnet: Kaffeesatz kann so einiges! Also mach es dir gemütlich – schnapp dir eine Tasse Kaffee – und ich zeige dir, was du alles mit deinem Kaffeesatz anstellen kannst! ;)

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    #1 Kaffeesatz als Dünger

    Was ist denn jetzt eigentlich im Kaffeesatz, das ihn zu so einem guten Dünger macht? Pass auf, das ist schnell erklärt! Kaffeesatz enthält neben Stickstoff auch Phosphor, Kalium und jede Menge anderer Spurenelemente. Die Hauptnährstoffe sind zwar nicht in so großen Mengen vertreten wie in anderen organischen Düngern – Kaffeesatz ist also ein relativ milder Dünger – dafür ist er aber umsonst und riecht in der Anwendung sooo viel besser als zum Beispiel Brennnesseljauche oder Hornspäne. ;)

    Die Pflanzen naschen den im Kaffeesatz enthaltenen Stickstoff, um starke und gesunde Blätter auszubilden. Phosphor regt die Blütenbildung und die Fruchtreife an und Kalium spielt eine wichtige Rolle für den Zellaufbau und die Stabilität der Pflanzen.

    Werden die Kaffeebohnen nun geröstet, wird das pflanzliche Eiweiß, in dem die Nährstoffe gebündelt sind, zwar vollständig zersetzt, aber die Nährstoffe bleiben glücklicherweise zum größten Teil erhalten. Auch beim Brühen geht nur ein kleiner Teil der Nährstoffe verloren. Deswegen ist es viel zu schade, den Kaffeesatz einfach in den Abfall zu geben.

    Kaffeesatz auf Holzlöffel

    Welche Pflanzen kannst du mit Kaffeesatz düngen und welche nicht?

    Auch wenn Kaffeesatz ein prima Dünger ist: nicht alle Gemüsepflanzen stehen auf das braune Pulver. Denn Kaffeebohnen können – je nach Sorte und Röstgrad – eine ganze Menge Säure enthalten. Die Säure ist jedoch wasserlöslich, sodass im Kaffeesatz meist gar nicht mehr so viel davon übrigbleibt. Daher weist der Kaffeesatz selber häufig einen fast neutralen pH-Wert um 6.5 bis 6.8 auf. Doch kommt es hier ganz stark darauf an, welche Kaffeebohnen du verwendest und wie du deinen Kaffee zubereitest.

    Kleiner Tipp: Umso länger dein Kaffeepulver mit dem heißen Wasser in Berührung kommt und umso feiner gemahlen es ist, desto weniger Säure hat dein Kaffeesatz.  Mein eher gröberer Kaffeesatz aus dem Espressokocher hat einen vergleichsweise niedrigen pH-Wert von 5.5.

    Es gibt also Unterschiede, wie viel Säure sich im Kaffeewasser auflöst – und dann von uns getrunken wird – und wie viel Säure im Kaffeesatz bleibt. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du mit Kaffeesatz deswegen vor allem die Gemüse und Sträucher düngen, die sich auch in Böden mit einem etwas niedrigeren pH-Wert wohl fühlen. Dazu gehören Heidelbeeren, Kiwibeeren, Brombeeren, Himbeeren, Preiselbeeren, Tomaten, Paprika, KürbisseGurken, Zucchini, Rhabarber, Kartoffeln, Steckrüben, Sauerampfer und Radieschen.

    Pflanzen, die lieber auf kalkigen, basischen Böden wachsen, sind kein besonders großen Fans von säuerlichem Kaffeesatzdünger. Das sind zum Beispiel Kohl, Sellerie, Spargel, Salate, Karotten und Zwiebelgemüse. Die werden richtig sauer, wenn du sie mit Kaffeesatz düngst. Wobei es eigentlich gar nicht so dumm wäre, wenn in deinem Beet Sauerkraut wachsen würde, oder? ;)

    Du bist kein Kaffeetrinker oder Kaffeetrinkerin und möchtest trotzdem deinen eigenen Dünger herstellen? Dann schau doch mal in den Artikel rein, in dem ich dir zeige, wie du Brennnesseljauche selber herstellen kannst. Brennnesseljauche ist auch für die Pflanzen geeignet, denen der Kaffeesatz zu sauer ist.

    Kaffeesatz Kaffeetasse

    Kaffeesatz im Garten ausbringen

    Es ist nicht schwer, den Kaffeesatz so vorzubereiten, dass du ihn als Dünger verwenden kannst. Alles beginnt damit, morgens eine Tasse Kaffee im Garten oder auf dem Balkon oder an einem anderen schönen Ort zu schlürfen.

    Im nächsten Schritt ist es wichtig, dass du den Kaffeesatz, den du im Garten verwenden möchtest, richtig gut durchtrocknen lässt. Ansonsten verschimmelt er meistens ziemlich schnell. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede. Du kannst zwar wunderbar Pilze in Kaffeesatz anbauen (dazu später mehr), aber bei Schimmelpilzen läuft einem nicht gerade das Wasser im Mund zusammen.

    Zerreibe den Kaffeesatz, wenn er fest und klumpig ist, zwischen deinen Fingern zu einem feinen Pulver. Das kannst du dann auf einen großen Teller oder in ein flaches Gefäß geben und an einen luftigen und trockenen Ort stellen. Fahre immer mal wieder mit den Fingern oder einer Gabel durch das Pulver, damit es nicht schimmelt. Du kannst den getrockneten Kaffeesatz auch in einem Eimer sammeln, sodass du auf einmal größere Mengen ausbringen kannst und nicht nach jedem Kaffe in den Garten laufen musst. 

    Kaffeesatz ausbringen

    Wenn dein Kaffeesatz gut getrocknet und schön feinkrümelig ist, kannst du ihn ganz einfach unter den Pflanzen im Wurzelbereich verteilen. Arbeite ihn noch ein wenig oberflächlich ein, ohne dass du das Bodenleben großartig störst. Das ist wichtig, damit die Mikroorganismen, die die Nährstoffe für die Pflanzen umsetzen, schalten und walten können.

    Wenn der Kaffeesatz nur auf der Oberfläche des Bodens liegt, wird er viel langsamer zersetzt und der Düngereffekt ist kaum noch vorhanden. Ich dünge meine Pflanzen ungefähr alle drei Monate mit Kaffeesatz.

    Kaffeesatz im Gießwasser

    Wenn du auf einem sehr basischen Boden gärtnerst oder dein Wasser sehr kalkhaltig ist, dann kannst du Kaffeesatz auch wunderbar im Gießwasser verwenden. Denn besonders wenn dein Kaffeesatz leicht sauer ist, neutralisiert er den pH-Wert im Gießwasser und düngt gleichzeitig den Boden.

    Doch damit nicht genug! Auch Phosphor- und Kaliummangel kannst du entgegenwirken, wenn du etwas Kaffeesatz mit ins Gießwasser mischst und die Pflanzen damit gießt. Phosphormangel erkennst du ziemlich sicher daran, dass sich die Blätter der Pflanzen rötlich bis purpurfarben verfärben. Bei Kaliummangel werden Rand und Spitze der Blätter erst gelb, dann braun. Außerdem hängen die Blätter schlaff und trocknen ein.

    Wie gut, dass es dank Kaffeesatz eine schnelle Hilfe gibt!

    Dein Gemüse-Aussaatkalender

    Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den Aussaatkalender herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

    Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur die Aussaattermine für die Voranzucht, er zeigt dir auch, wann du welche Samen direkt ins Freiland aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

    Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

    Hier kannst du dich für den Aussaatkalender eintragen:

    #2 Kaffeesatz und Kompost

    Kaffeesatz ist nicht nur ein toller Direktdünger, er macht sich auf dem Komposthaufen richtig gut. Dort beschleunigt er nämlich die Verrottung, weil Regenwürmer sich gerne im Kaffeesatz tummeln, und er reichert den Kompost mit Nährstoffen an.

    Verteile dazu einfach den noch feuchten Kaffeesatz oberflächlich auf dem Kompost, damit sich kein Schimmel bildet. Vermische ihn gerne noch mit “braunen” organischem Material wie Laub oder Stroh. Es ist wichtig, dass du nicht zu viel Kaffeesatz auf einmal kompostierst, höher als 20% sollte der Anteil nicht sein, aber dann müsstest du eh schon seehr viel Kaffee trinken. ;)

    Kompost Gartenabfälle Kaffeesatz

    Wenn du auf einem Balkon oder in Kübeln gärtnerst, kannst du mit dem Kaffeesatz auch wunderbar ausgelaugte Topferde aufpäppeln. Dazu mischst du einfach die alte Erde zu gleichen Teilen mit Kompost und setzt dem Ganzen etwas Kaffeesatz zu. Dosiere ihn am besten vorsichtig, weil sich bei zu viel Kaffeesatz leicht Schimmel bildet. Das kann wirklich verhext sein.

    #3 Kaffeesatz gegen Schädlinge im Garten

    Kaffeesatz gegen Ameisen

    Ameisen sind zwar keine direkten Schädlinge, aber es kann schon sehr nervig für deine grünen Freunde sein, wenn sie ihr Nest im Beet bauen und damit die Wurzeln deiner Pflanzen freilegen. Außerdem sind Ameisen sehr fleißig darin, Blattläuse auf den Pflanzen anzusiedeln, damit sie ihren süßen Honigtau naschen können. In Maßen ist das nicht weiter schlimm, aber wenn es zu sehr überhandnimmt, solltest du den Ameisen besser Einhalt gebieten.

    Die gute Nachricht: auch hier hilft Kaffeesatz. Du musst also nicht zur chemischen Keule greifen, auf die wir in unserem Biogarten ja sowieso verzichten wollen. Den Kaffeesatz kannst du direkt auf den Ameisenbau oder die Ameisenstraße geben, um sie dazu zu bewegen, sich einen anderen Ort für eine dauerhafte Bleibe zu suchen.

    Wenn deine Ameisen sehr hartnäckig sind und den Kaffeesatz einfach zur Seite räumen, musst du solange Kaffeesatz auf den Bau und die Wege geben, bis die Ameisen aufgeben und wirklich umziehen. Da heißt es dranbleiben!

    Kaffeesatz gegen Schnecken

    Du kannst den Kaffeesatz auch um die Pflanzen streuseln, die du vor gefräßigen Schleimern beschützen möchtest, denn Koffein ist giftig für die Schnecken und gerade kleinere Schnecken können davon einen Herzstillstand bekommen. Allerdings muss dafür die Koffeinkonzentration relativ hoch sein – besonders für die größeren Schleimer – und dafür reicht der Kaffeesatz nicht immer aus.  

    Es ist aber trotzdem einen Versuch wert! Wenn du dann noch mit Hackschnitzeln mulchst, fleißig die Schnecken absammelst und junge Pflänzchen mit Schneckenkragen schützt, solltest schon bald keine Probleme mehr mit den Plagegeistern haben.

    Du kannst Kaffeesatz also als zusätzlichen Schneckenschutz verwenden. Verlass dich aber nicht darauf, dass du mit einer Handvoll ausgestreuseltem Kaffeesatz ein für alle Mal gegen Schnecken ausgesorgt hast. 

    #4 Kaffeesatz gegen Unkraut

    Kaffeebäume sind ziemlich schlau, sie benutzen das Nervengift Koffein in ihren Blättern als Abwehrmittel gegen Fraßfeinde. Und auch das Koffein in den Samen führt mit seiner keimhemmenden Wirkung dazu, dass der Konkurrenzdruck in der unmittelbaren Umgebung der Samen und jungen Pflanzen ausbleibt. Ziemlich ausgeklügelt diese Kaffeepflanzen!

    Auf diese keimhemmende Wirkung des Koffeins solltest du unbedingt achten, wenn du Kaffeesatz in deinem Garten oder in Töpfchen verwendest. Denn wenn du dein Gemüse aussäst, bist du schließlich auf eine gute Keimrate aus und möchtest die Keimung nicht unterdrücken. 

    Das soll dich aber nicht davon abhalten, Kaffeesatz in deinem Garten zu verwenden. Achte einfach darauf, den Kaffeesatz nicht in frisch eingesäten Beeten zu verwenden. Dann macht er müde Pflanzen munter und kann nebenbei sogar dafür sorgen, dass andere Beikrautsamen am Keimen gehindert werden.

    Du hast keine Lust mehr, ständig auf den Knien durch deine Beete zu robben, um Unkraut zu zupfen? Dann schau mal in diesem Artikel vorbei, dort zeige ich dir, wie ich meine Beete unkrautfrei halte

    #5 Pilzzucht in Kaffeesatz

    Kaffeesatz ist grandios! Du kannst ihn nicht nur als Dünger und als Schädlingsschutzmittel verwenden, sondern auch als Substrat für Pilze. Austern-, Rosen- und Limonenseitlinge und Pioppinos kannst du auf Kaffeesatz aus Filterkaffee anbauen.

    Seitlinge im Kaffeesatz

    Du hattest schon immer Lust, deine eigene kleine Pilzfarm zu starten und regelmäßig frische Pilze zu ernten? Dann trink ein paar Tassen Kaffee und besorg dir eine spezielle Pilzbrut. Die bekommst du zum Beispiel online. Die Pilzbrut kannst du dir als eine Art Saatgut für Pilze vorstellen. Du benötigst außerdem noch einen Topf, der ungefähr zwei bis drei Liter Volumen umfasst, und einen Untersetzer, den du als Deckel verwendest. Eine Holzbox funktioniert auch prima.

    Es ist wichtig, dass du ziemlich frischen Kaffeesatz verwendest. Er sollte nicht älter als drei Tage sein. Sammle ihn am besten im Kühlschrank.

    Wenn der große Tag gekommen ist, mischst du einen halben Liter Kaffeesatz und 125 ml Pilzbrut und füllst die Mischung in den Topf. Leg den Untersetzer als Deckel lose auf die Oberseite, damit das Kaffeesatzsubstrat nicht austrocknet. Im Gegensatz zum Kaffeesatz als Dünger möchtest du hier Kaffeesatz, der frisch und feucht ist. Das haben Pilze nämlich so richtig gern.

    Dann stellst du dein Minipilzbeet bei 20 bis 25°C auf und füllst das Ganze nach drei Tagen mit frischem, abgekühltem Kaffeesatz auf. Jetzt heißt es erstmal, sich in Geduld zu üben, denn das Myzel, also das Geflecht aus Pilzfäden, braucht ungefähr zwei bis drei Wochen, um das Substrat zu durchwachsen. Es ist ganz, ganz wichtig, dass du immer auf eine gute Feuchtigkeit achtest. Besprühe bzw. gieße das Substrat bei Bedarf mit Leitungswasser.

    Du willst ja, dass sich prächtige Fruchtkörper ausbilden. Das sind die oberirdischen Teile des Pilzes, die du sehen und später auch essen kannst. Stelle also den Topf nun etwas kühler (10-15°C), weil das den Pilz richtig anregt. Dann heißt es noch einmal warten, und nach zwei bis drei Wochen haben sich die ersten Fruchtkörper gebildet!

    Wenn du fleißig geerntet hast, kannst du den Kaffeesatz samt Pilzmyzel in ein Pilzbeet nach draußen pflanzen. Vielleicht hast du ja einen schattigen und bisher noch nicht genutzten Spot in deinem Garten, an dem sich Pilze rundum wohl fühlen. Dort wächst der Pilz dann einfach weiter vor sich hin.

    Kaffeesatz in Schüssel

    Ich bin immer wieder verblüfft, wie gut sich manche „Abfallprodukte“, die in meinem Alltag entstehen, wiederverwenden lassen! Ein Hoch auf den Kaffeesatz! Er ist ein toller milder Dünger, unterstützt dich bei der Bekämpfung von Plagegeistern in deinem Garten und ist ein prima Pilzsubstrat! Er ist einfach viel zu schade, um achtlos weggeworfen zu werfen!

    Na, hast du deine Tasse Kaffee schon ausgetrunken? Dann weißt du jetzt, was du damit alles anstellen kannst! Aber zieh dir jetzt auch nicht literweise Kaffee rein. ;)

    Du hast Lust, noch weiter auf dem Blog zu stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

    Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst

    Dünger selber machen: Brennnesseljauche herstellen

    Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

    Hast du noch mehr Tipps, wie man Kaffeesatz im Garten verwenden kann? Dann immer her damit! Ich freue mich über deinen Kommentar!

    Kartoffeln pflanzen ohne Umgraben: So funktioniert’s!

    Sie ist sowas von vielseitig und aus keinem Selbstversorgergarten wegzudenken: Die Kartoffel. Es ist definitiv kein Geheimnis, ich bin ein Riesenfan von ihr! Gleichzeitig bin ich aber auch absolut überzeugt davon, meine Beete nicht umzugraben.

    Wie passt das zusammen, wenn man eine Pflanze anbauen möchte, deren Knollen unter der Erde wachsen?

    Um das herauszufinden, habe ich lange an einer Methode getüftelt, Kartoffeln ganz ohne Umgraben anzupflanzen. Denn den Kartoffelanbau und meine No-Dig-Beete habe ich lange nicht so recht unter einen Hut bekommen.

    Hier erfährst du, welche Methode mich überzeugen konnte! Wenn du deine Kartoffeln nach dieser Anleitung pflanzt, kannst du richtig dicke Knollen ernten und gleichzeitig deinem Boden etwas Gutes tun. Jippieh! :)

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    Eine Ode an die Kartoffel

    An dieser Stelle muss ich es einfach nochmal loswerden: Die Kartoffel wird immer wieder unterschätzt, dabei ist sie so eine tolle Knolle! Ob Kartoffelgratin, Ofenkartoffeln, Pommes, Kartoffelstampf, Gnocchi, Pellkartoffeln, Schupfnudeln, Kartoffelsuppe, Brat-, oder Salzkartoffeln – es gibt unzählige Gerichte, die ohne Kartoffeln undenkbar wären!

    Kartoffeln aus dem eigenen Garten sind für uns ein absolutes Basic und Must-have. Denn sie sind nicht nur super gesund, sondern machen auch richtig satt. Reis oder andere Getreide erfüllen diese Aufgabe zwar auch, sind zum Großteil aber leider nicht so gut geeignet, um sie im eigenen Garten anzubauen. Da bleibt die Kartoffel der unangefochtene Champion. Go Kartoffel, go!

    Warum es für eine funktionierende Selbstversorgung so wichtig sind, Kartoffeln zu pflanzen, habe ich in diesem Artikel auch nochmal ausführlich beschrieben:

    Warum Kartoffeln in der Selbstversorgung so wichtig sind

    Da wir versuchen, so viel wie möglich von dem, was wir essen, selber anzubauen, pflanzen und essen wir super viele Kartoffeln. Da man sie so vielfältig zubereiten kann, fühle ich mich dadurch beim Kochen auch gar nicht eingeschränkt. Sogar die Chips für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa kann ich ganz einfach selber machen. ;)

    Gerade weil ich sooo viel Beetfläche mit meinen Kartoffelpflanzen belege, ist es mir aber auch super wichtig, herauszufinden, wie das ohne Umgraben gelingen kann.

    Übrigens: Wusstest du, dass ich auch auf YouTube unterwegs bin? Hier ist die Video-Version dieses Artikels:

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    Unruhestifter: Kartoffeln bringen dich dazu, umzugraben

    Gärtnern ohne Umgraben hat so viele Vorteile. Zum Beispiel wächst in deinen Beeten dann auf natürliche Weise kaum noch Unkraut, du musst viel weniger gießen und dein Boden wird super fruchtbar*.

    Wenn du wissen willst, wie wir unsere „Nicht umgrabe-Beete“ anlegen, komm gerne in meinen Video-Minikurs, das Gemüsegarten-Bootcamp! Im zweiten Video zeige ich dir, wie du Beete ohne Umgraben anlegst.

    Warum ist es bei Kartoffeln überhaupt so eine große Herausforderung, sie ohne Umgraben anzupflanzen? Gute Frage! Bei anderem Gemüse geht das schließlich wunderbar. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, schauen wir uns am besten mal den klassischen Kartoffelanbau an.

    Dabei pflanzt man die Kartoffeln in Furchen, die man vorher ins Beet zieht. Diese harkt man dann zu und wartet, dass die Kartoffelpflänzchen an der Oberfläche erscheinen. Von da an häufelt man regelmäßig die Erde von links und rechts auf die Kartoffelreihen, bis eine regelrechte Hügellandschaft entsteht.

    Das hört sich nach ziemlich viel zusätzlicher Arbeit an. Wozu ist das ganze also gut? Noch eine gute Frage! Dafür muss ich ein bisschen weiter ausholen: Hier kommt ein kleiner Exkurs in die Geschichte und Botanik der Kartoffel.

    Das kannst du dir nicht träumen lassen…

    Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen. Der Name hört sich nicht nur schön an, sondern ist auch ganz schön verwirrend. Denn er kommt nicht etwa daher, dass die Pflanzen nachts blühen oder gerne im Schatten wachsen, nein. Das Wort „Nachtschatten“ kommt von „Nachtschaden“, was ein altdeutsches Wort für Albträume ist.

    Zu der Zeit, als das Wort noch genutzt wurde, hielten die Menschen Albträume für böse Ohmen. Um sie wieder loszuwerden, braute man Mixturen aus allerlei Pflanzen. Diese verabreichte man den geplagten Menschen, damit die wieder ruhig schlafen konnten.

    Für diese Mixturen mussten nicht nur heimische Kräuter und Beeren herhalten, auch Nachtschattengewächse landeten im Kessel. Sie bilden nämlich in ihren grünen Pflanzenteilen Solanin aus. Das sollte angeblich gegen die schlechten Träume helfen.

    Ob das funktioniert hat? Sehr fraglich. Was wir aber mit Sicherheit wissen ist, dass Solanin ziemlich giftig ist und Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen hervorruft. Also esst bitte keine grünen Kartoffeln! Weder roh noch gekocht. Auch nicht, wenn ihr Albträume habt! ;)

    Lieber einen grünen Daumen als grüne Kartoffeln

    Aber wieder zurück zum Kartoffelanbau, bevor ich weiter um den heißen (Kartoffel)Brei herumrede. Die Sache ist nämlich die: Kartoffeln werden erst dann grün und bilden das giftige Solanin, wenn sie Licht abbekommen. Das kann entweder in deiner Vorratskammer passieren oder eben auch, wenn die Kartoffeln nicht tief genug in der Erde wachsen.

    Übrigens: Wenn du in deinem Vorratsschrank öfter mal grüne Kartoffeln findest, dann wirf sie nicht weg, sondern lies hier, was du am besten mit ihnen anstellst:

    Grüne Kartoffeln nicht wegschmeißen: Mach das stattdessen!

    Du kannst allerdings auch vermeiden, dass es überhaupt so weit kommt. Dafür solltest du deine Kartoffeln vom Licht fernhalten. Im Beet passiert das klassischerweise durch ein regelmäßiges Häufeln. Aber das führt eben auch dazu, dass du deinen Boden total durchmischst. Und das finden die Bodenlebewesen gar nicht gut, und ziehen lieber anderswohin.

    Ich habe viele Versuche gestartet, Kartoffeln an der Bodenoberfläche anzubauen, ohne den Boden dabei auf den Kopf zu stellen. Das Experimentieren hat meistens aber nur in viele grünen Kartoffeln und Frust geendet. Eine Methode hat aber tatsächlich funktioniert, und ich bin ganz begeistert von ihr!

    # Schritt 1: Kartoffeln Pflanzen

    Zum Pflanzen ziehst du eine schmale Furche. Dafür kannst du eine Seite deines Rechens nutzen. Die Furche sollte 8-10 cm tief sein. Dort legst du dann deine vorgekeimten Kartoffeln hinein. Die Furchen verschließt du anschließend vorsichtig und gießt kräftig an.

    Mit dieser Methode kannst du deine Kartoffeln etwas enger pflanzen, als das normalerweise der Fall ist. Ich empfehle dir einen Reihenabstand von 60 cm. Innerhalb einer Furche lässt du ca. 30 cm Platz zwischen zwei Kartoffeln.

    # Schritt 2: Häufeln – die Sparversion

    Wenn deine Kartoffelpflanzen ca. 15 cm hoch sind, kannst du sie in den folgenden Wochen ein bis zweimal mit etwas zusätzlichem Kompost anhäufeln. Das ist wichtig, damit die Kartoffeln von genug organischem Substrat umgeben sind, aus dem sie ihre Nährstoffe beziehen. Sonst bleiben die Knollen klein.

    #3: Mulchen, mulchen, mulchen

    Nun trägst du regelmäßig eine dicke Schicht Mulch auf die Kartoffelreihen auf, links und rechts von den Pflanzen. Dabei ist es gar nicht schlimm, wenn du die unteren Blätter bedeckst. Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn nur mit ausreichen Mulch sperrst du das Sonnenlicht erfolgreich aus deinem Kartoffelbeet aus.

    Zum Mulchen kannst du Hackschnitzel, Rasenschnitt, Laub, oder Stroh verwenden. Oder eine Mischung aus mehreren dieser Materialien. Heu eignet sich nicht so gut, da es in der Regel viele Samen enthält. Und du willst ja kein Unkraut aussäen! ;)

    Wenn Schnecken oft zum Snacken in deinen Beeten vorbeischauen, dann nimm lieber nur Holzhackschnitzel. Die mögen sie nämlich nicht so gerne. In den anderen Materialien legen Schnecken auch schon mal gerne ihre Eier ab. Und einen Schnecken-Kindergarten brauchen wir nun wirklich nicht im Kartoffelbeet!

    #4: Die Kartoffelernte

    Normalerweise ist besonders die Kartoffelernte*der Moment, in dem ich mein Beet verwüste. Aber mit dieser Methode hat es tatsächlich ganz ohne Chaos geklappt!

    Du schiebst dazu zunächst den Mulch zur Seite, denn Mulch und Kompost solltest du möglichst nicht vermischen. Dann lockerst du dein Beet leicht mit einer Grabegabel auf. Sei aber vorsichtig, damit du die Kartoffeln nicht anpiekst!

    Nun solltest du die Kartoffelpflanzen vorsichtig aus dem Boden ziehen können, mitsamt den neuen Knollen. Vergiss nicht, die Mutterknolle auszusortieren. Die ist nicht mehr genießbar und kann deine gesamte Ernte faulen lassen, wenn du sie zusammen mit den neuen Kartoffeln einlagerst.

    Jetzt musst du dich nur noch entscheiden, wie du deine Kartoffeln zubereiten willst. Ich bekomme immer schon richtige Glücksgefühle, wenn es die ersten selbstgeernteten Kartoffeln – einfach nur mit Butter und etwas Salz bestreut – gibt. Mmmhhhhh…

    Kleiner Tipp: Behalte dir genügend schöne Kartoffeln als Pflanzkartoffeln fürs nächste Jahr zurück – besonders von deiner Lieblingssorte!

    Und bis dahin? Wie wäre es mal wieder mit einer Runde Sackhüpfen? Auch so mancher Couchpotato soll dafür die Pantoffeln schon gegen Gummistiefel eingetauscht haben. Also, worauf wartest du noch? Ab in den Garten! :)

    Und während die Kartoffeln draußen fröhlich vor sich hin wachsen, kannst du hier weiterschmökern:

    Die besten Kartoffelsorten für deinen Garten!

    Süßkartoffeln pflanzen, anbauen & ernten: Der komplette Guide!

    Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

    Wie hast du bisher deine Kartoffeln angebaut? Probierst du dieses Jahr auch die No-Dig-Methode? Erzähl mir davon in den Kommentaren! :)

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    Erdflöhe auf Blatt

    Erdflöhe natürlich bekämpfen: 5 wirksame Methoden

    Hast du dich auch schon mal gefragt, wer in deinen Beeten rumwütet und unzählige winzige „Einschusslöcher“ in den Blättern von Rucola und Co hinterlässt? Die Übeltäter sind Erdflöhe, die dein unschuldiges Gemüse mit ihren Kauwerkzeugen durchlöchern!

    In diesem Artikel verrate ich dir fünf wirksame Methoden, mit denen du Erdflöhe bekämpfen und dein Gemüse erfolgreich in Schutz nehmen kannst.

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    Was sind Erdflöhe und wie sehen die eigentlich aus?

    Floh oder Käfer – das ist hier die Frage! Erdflöhe sind nämlich gar keine Flöhe, sondern winzige Käfer, die nur zwei bis vier Millimeter groß werden. Mit ihren kräftigen Hinterbeinen springen sie wie Flöhe vom Boden auf und von einem leckeren Blatt zum nächsten leckeren Blatt – daher haben sie ihren Namen. Ihr ovales Rückenschild ist meistens blaumetallisch, es kann aber auch rötlich oder bräunlich gefärbt sein.

    Auch wenn sie kleine Schönheiten sind, im Beet wollen wir sie nicht unbedingt haben! Da sollen deine Gemüse die Topmodels sein und nicht die Schädlinge, die sich darüber hermachen!

    Du hast auch den Kohlweißling in deinen Beeten entdeckt? In meinem Artikel „3 Wege, den Kohlweißling schmetterlingsfreundlich zu bekämpfen“ zeige ich dir, was du dann tun musst! 

    Die schonungslose Homestory: Wie Erdflöhe leben und welches Schadbild sie verursachen

    Im Frühjahr legen die Erdfloh-Weibchen ihre Eier entweder im Boden, an den Wurzeln deiner Gemüse oder an den Blättern ab. Daraus schlüpfen weiße Larven, die sich ungefähr drei Wochen lang an den Wurzeln deiner Pflanzen gütlich tun, dort aber keinen größeren Schaden anrichten.

    Erdflohlarve

    Dann verpuppen sich die Larven. Von Juni bis August schlüpfen Käferbabys mit mächtigem Hunger und fallen unverzüglich über deine Kreuzblütler, Nachtschattengewächse und Korbblütler her. Sie fressen besonders gerne an zarten neuen Blättern und hinterlassen dort unzählige kleine Löcher oder den typischen Fensterfraß, bei dem sie die Blattoberfläche abschaben und nur ein dünnes Häutchen stehen bleibt.

    Ältere Pflanzen überstehen das problemlos, sie verlieren nur die Chance auf den Titel „Schönstes Gemüse im Beet“. Deinen zarten Jungpflanzen kann diese rücksichtslose Fressorgie aber so zusetzen, dass sie kläglich verkümmern.

    Wenn es dann im Herbst kalt und karg wird im Beete-Schlaraffenland, überwintern die Erdflöhe gemütlich im Boden oder unter Pflanzenresten. Im neuen Jahr geht das Spiel dann von vorne los. 

    Schluss mit dem (Erd-)Flohzirkus! Fünf Mittel, um Erdflöhe zu bekämpfen

    Du möchtest nicht ohnmächtig zusehen, wie die Erdflöhe über deine Gemüse herfallen?

    Das musst du auch nicht! Ich zeige dir, wie du die kleinen Plagegeister schnell aus deinen Beeten vertreiben kannst.

    #1 Nicht mit Reizen geizen – Nützlinge in den Garten locken

    Für Igel sind Erdflöhe ein gefundenes Fressen! Wenn du ihnen attraktive Unterkünfte wie aufgetürmte Laubhaufen, Totholzstapel oder Igelhäuser anbietest, wird sich das bald in der Igel-Community herumsprechen. Dein Garten gilt dann als begehrte Wohnlage! Die stacheligen Genossen fackeln nicht lang und machen kurzen Prozess mit den delikaten Erdflöhen.

    Schlupfwespen sind ebenfalls sehr an einer leckeren Erdfloh-Mahlzeit interessiert. Du kannst ihnen mit einem Insektenhotel eine Luxusunterbringung anbieten oder in deinem Garten eine Ecke mit Grasbüscheln, Moos oder Baumstümpfen ausstatten.

    Laufkäfer sind nachtaktive Räuber und haben den Erdfloh und andere Insekten bevorzugt auf ihrem Speiseplan. Tagsüber erholen sie sich von ihrem Beutezug unter Holz, Steinen und Moos, das du in deinem Garten für sie bereithältst. Oder du füllst einen Tontopf mit Stroh und stellst ihn kopfüber auf. Dahin ziehen sich die Laufkäfer auch gerne zurück, um für die kommende Jagd neue Kräfte zu sammeln.

    Laufkäfer

    #2 Komm unter meine Decke – Gemüse mit einem Kulturschutznetz abdecken

    Damit die Erdflohweibchen an deinen Gemüsen für ihre Eier erst gar keinen idealen Ablageort vorfinden, deckst du deine Pflanzen mit einem Kulturschutznetz ab. Die Maschenweite darf dabei nicht größer sein als 0,8 x 0,8 mm und du solltest sorgfältig kontrollieren, ob das Netz auch wirklich überall auf dem Boden aufliegt und keinen Eingang für die winzigen Käfer lässt. 

    Trotzdem kontrollierst du am besten wöchentlich, ob es nicht doch ein paar besonders vorwitzige Erdflöhe unter dein Netz geschafft haben und sich dort in aller Seelenruhe eine schöne Kinderstube für die Erdflohnachkommen einrichten. Dann solltest du die Erdflöhe noch mit einer anderen Methode bekämpfen.

    Auch für Kohlpflanzen wie Rotkohl, Blumenkohl und Kohlrabi ist ein Kulturschutznetz übrigens super wichtig!

    Mini-Tunnel_Schutznetz gegen Erdflöhe

    #3 Immer mit der (Un-)Ruhe – Regelmäßig gießen und lockern

    Erdflöhe sind Zeitgenossen, die es gern ruhig und trocken haben. Wenn du deine Beete regelmäßig lockerst und deine Gemüse schön feucht hältst, bringt das immer wieder Unruhe und Aufregung in das beschauliche Erdfloh-Dasein. Deine ungeliebten Beetgäste werden sich dann schnell einen anderen komfortableren und ungestörten Aufenthaltsort suchen.

    Auch mit Mischkultur hältst du Schädlinge auf natürliche Weise von deinem Gemüse fern!

    Hol dir deinen Aussaatkalender!

    Hast du keine Lust mehr, für jedes Gemüse das Samentütchen rauszukramen, um auch ja nicht den richtigen Aussaatzeitpunkt zu verpassen? Dann hol dir den Aussaatkalender!

    Hier findest du die besten Aussaat- und Pflanzzeitpunkte für deine Gemüse, damit du dich lückenlos das ganze Jahr über mit frischem und super leckerem Gemüse aus deinem Garten versorgen kannst. Ich habe dir für jeden Monat das perfekte Aussaatfenster für die Anzucht im Haus und die Direktsaat im Freiland notiert. Natürlich findest du im Kalender auch die passenden Pflanzzeitpunkte für deine Zöglinge.

    Einfach ausdrucken und loslegen, also trag dich gerne ein:

    #4 Gruß aus der Küche – Mehlieren erwünscht

    Nicht nur dein Schnitzel, auch dein Gemüse profitiert vom Mehlieren! Bei einem akuten Erdfloh-Überfall bestäubst du die Gemüseblätter mit Gesteinsmehl, Roggenmehl oder Algenkalk. Das hält die frechen Erdflöhe davon ab, sich genüsslich über die Blätter herzumachen. 

    Regen arbeitet allerdings gegen dich und spült alles wieder ab, deshalb musst du die „Bestäubungsaktion“ nach einem Regenschauer wiederholen.

    #5 Das stinkt ihnen – Erdflöhe durch Gerüche vertreiben

    Wenn du Zwiebeln oder Knoblauch als Soforthilfemaßnahme aufschneidest und zwischen deine Gemüse legst, fühlt sich die feine Erdfloh-Nase von dem strengen Geruch belästigt. Die kleinen Käfer suchen dann schnell das Weite und verlassen deine Beete.

    Du kannst Erdflöhe auch mit einem Tee aus Wermut oder Rainfarn bekämpfen, den du abgekühlt auf deine Beete gießt. Verdünnte Pflanzenjauchen haben denselben Effekt. Um das Prinzip Abschreckung aufrechtzuerhalten, musst du das nach jedem kräftigen Regenguss wiederholen.

    Du siehst: Mit ganz wenigen einfachen Maßnahmen kannst du deine Gemüse gut vor den gefräßigen Erdflöhen beschützen und noch ein kleiner Tipp: Im Herbst und Winter sind die Erdflöhe nicht aktiv, sodass der Winter-Rucola auf jeden Fall eine Chance hat auf den Titel „das schönste (Winter-)Gemüse im Garten“. ;)

    Andere Schädlinge wollen deinem Gemüse auch an den Kragen? Hier kommt Hilfe:

    Drahtwurm bekämpfen ganz ohne Chemie – der komplette Guide! 

    Die 4 wirksamsten Tipps gegen Blattläuse – ohne Chemiekeule!

    Weiße Fliege natürlich bekämpfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Welche Tipps und Tricks hast du auf Lager, um Erdflöhe zu bekämpfen? Lass mir gerne einen Kommentar da!

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    Hochbeet bauen leicht gemacht: Bauanleitung in 5 Schritten

    Planst du noch oder baust du schon? Ein eigenes Hochbeet zu bauen ist viel einfacher, als du vielleicht denkst: Alles, was du brauchst, ist eine gute Anleitung, Material, Werkzeug und eine Portion Motivation – und schwupps, schon steht im Handumdrehen ein echter Blickfang in deinem Garten, in dem du super leckere Gemüse anbauen kannst.

    Und wer braucht schon Rasen, wenn man stattdessen (noch mehr) Tomaten oder Erdbeeren haben kann. ;) Also zück deinen Zollstock und lass uns ein Hochbeet bauen. Los geht’s!

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    Hochbeet bauen: Die Materialliste

    Das Beet, das wir heute gemeinsam bauen, wird am Ende 1,20m x 3m groß sein – da passt also ordentlich Gemüse rein. Es ist außerdem eher niedriger, sodass es schneller gebaut ist und nicht so viel kostet.

    Ich habe mich dafür entschieden, unser Hochbeet aus Holz zu bauen. Das sieht nicht nur sehr hübsch aus, sondern ist auch günstig und einfach zu bekommen. Wenn du die Wahl hast, dann empfehle ich dir zum Hochbeet-Bauen Lärchen- oder Douglasienholz. Wir haben aber Corona-bedingt nur Fichtenholz bekommen – das ist auch in Ordnung, hält aber nicht so lange wie die anderen beiden Nadelbäume.

    Kleiner Tipp: Um das Beet trotzdem ein bisschen langlebiger zu machen, kannst du die Bretter am Ende einfach mit einem natürlichen Holzschutzöl, zum Beispiel Leinöl, einpinseln. :)

    An Holz brauchst du für das Beet:

    • 3 breite Baubohlen (3m lang, 28cm breit, 5cm stark)
    • 3 schmale Baubohlen (3m lang, 13cm breit, 2cm stark)
    • 1 Kantholz (3m lang, 6cm breit, 6cm tief)

    Und damit aus den Brettern am Ende auch ein schönes Kasten-Hochbeet wird, müssen natürlich auch noch ein paar Werkzeuge und Schrauben her. Hier eine kurze Übersicht:

    • Schrauben (80mm und 50mm)
    • Akkuschrauber und Bohrer
    • Bei Bedarf: Draht als Wühlmausschutz (1,20 mal 3 m = 3,6m2) & ein Tacker
    • Stichsäge, Kreissäge o.ä., wenn du die Bretter selber zusägen möchtest
    • Zollstock oder Maßband, Stift
    • (natürliches Holzschutzöl z.B. Leinöl)

    Übrigens: Wenn du lieber ein höheres Hochbeet bauen möchtest, schau mal hier vorbei, dazu habe ich nämlich auch schon eine Anleitung geschrieben.

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    Hol dir deinen Aussaatkalender!

    Hast du keine Lust mehr, für jedes Gemüse das Samentütchen rauszukramen, um auch ja nicht den richtigen Aussaatzeitpunkt zu verpassen? Dann hol dir den Aussaatkalender!

    Hier findest du die besten Aussaat- und Pflanzzeitpunkte für deine Gemüse, damit du dich lückenlos das ganze Jahr über mit frischem und super leckerem Gemüse aus deinem Garten versorgen kannst. Ich habe dir für jeden Monat das perfekte Aussaatfenster für die Anzucht im Haus und die Direktsaat im Freiland notiert. Natürlich findest du im Kalender auch die passenden Pflanzzeitpunkte für deine Zöglinge.

    Einfach ausdrucken und loslegen, also trag dich gerne ein:

    Schritt 1 beim Hochbeet-Bauen: Bretter zusägen

    Hast du alle Materialien zum Hochbeet-Bauen beisammen? Dann kannst du auch schon mit dem ersten Schritt loslegen: nämlich die Bretter zuzusägen. Diese Vorarbeit ist wahrscheinlich die arbeitsintensivste Aufgabe, also wenn du dir etwas Arbeit sparen willst, frag unbedingt im Baumarkt nach, ob sie diesen Arbeitsschritt für dich erledigen.

    Die Bretter und das Kantholz sollen zu folgenden Maßen zurechtgeschnitten werden:

    2 x Bretter für die Wand (lange Seite): 3m lang, 28 cm breit, 5 cm stark

    zugeschnittenes Holz
    zugeschnittenes Holz2

    2 x Bretter für die Wand (kurze Seite): 1,20 m lang, 28 cm breit, 5 cm stark

    zugeschnittenes holz 3

    2 x Bretter für die Ablage (lange Seite): 3 m lang, 13 cm breit, ca. 2 cm stark

    holzzuschnitt 4
    zugeschnittenes Holz 5

    2 x Bretter für die Ablage (kurze Seite): 1,04 m lang, 13 cm breit, ca. 2 cm stark

    zugeschnittenes Holz

    4 x Kanthölzer für die Ecken: 28 cm lang, 6 cm breit, 6 cm tief

    10 x Kanthölzer als Stütze der Ablage: 18 cm lang, 6 cm breit, 6 cm tief

    Zugeschnittenes Kantholz

    Hast du alle Holzstücke für dein Hochbeet in den richtigen Maßen bereitliegen? Super, dann geht es auch schon ans Zusammenschrauben!

    Schritt 2 beim Hochbeet-Bauen: Das Grundgerüst

    Wir beginnen direkt mit dem Grundgerüst deines Hochbeets. Das sollte schön solide sein, damit es nicht nach kurzer Zeit wackelt oder zusammenkracht, sobald man sich mal auf die Beetkante setzt. ;)

    Dafür nimmst du dir jetzt deine vier 28 cm breiten Holzstücke. Die 3m Stücke sind für die lange Seite und die 1,20m Stücke bilden die Stirnseiten deines Beets. Und damit du alle vier Bretter zusammenbringen kannst, brauchst du noch deine vier 28 cm langen Kanthölzer.

    Die Kanthölzer sind die Eckpfeiler deines Kasten-Hochbeets und werden jeweils an den Enden der 1,20m langen Bretter angeschraubt. Ich habe für jedes Kantholz zwei 80 mm Schrauben verwendet.

    Kleiner Tipp: Ich würde dir empfehlen, die Löcher vorzubohren. Dieser kleine Extra-Schritt dauert gar nicht lange und verhindert böse Überraschungen beim Schrauben. Eingerissenes Holz ist nämlich nicht nur optisch kein Hingucker mehr, sondern macht das Brett auch instabiler. Also schnapp dir am besten kurz einen Bleistift, markiere damit deine Löcher und bohre kurz vor.

    Falls du übrigens lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, kannst du dir hier die YouTube-Version des Artikels anschauen:

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    Hast du die Kanthölzer festgeschraubt? Dann kannst du jetzt die langen Seiten von außen an die Kanthölzer schrauben. Dazu habe ich jeweils drei Schrauben verwendet. Wenn du alles richtig gemacht hast, sollte die Kanthölzer jetzt als Eckpfeiler immer zwischen einem kurzen und einem langen Brett sitzen und für die nötige Stabilität sorgen.

    Schritt 3 beim Hochbeet-Bauen: Die Hochbeet-Luxusvariente

    Jetzt kommen die 13 cm breiten Latten ins Spiel. Die werden jetzt von oben auf die Bohlen draufgeschraubt. Das sorgt nicht nur für zusätzliche Stabilität, sondern dient gleich auch als zusätzliche Ablagefläche. So kannst du beim Säen auch mal dein Saatguttütchen ablegen oder andere kleine Gartengeräte deponieren.

    Von den vier Latten kommen die kurzen Bretter auf die Stirnseiten und die langen Bretter auf die Längsseiten. Jetzt kannst du dir deine 50 mm-Schrauben holen und die Latten alle 40 – 50 cm mit einer Schraube befestigen. (Auch hier wieder das Vorbohren nicht vergessen ;))

    Schritt 4 beim Hochbeet-Bauen: Der Endspurt

    Dein Beet macht jetzt schon eine richtig gute Figur und ist auch schon fast fertig – es fehlen nur noch die kurzen 10 cm-Kanthölzer. Die kannst du unter den Latten festschrauben, um deinem Bett noch ein bisschen mehr Stabilität zu geben. Dann kannst du auch mit guten Gewissen eine volle Gießkanne auf deinem Beetrand abstellen, ohne dass dein Gemüsebeet unter der Last knarrt und ächzt.

    Von den Kanthölzern kommen jeweils drei Stück an die langen Seiten und jeweils zwei Stück an die kurzen Seiten. Zum Festschrauben nimmst du für die dicken Kanthölzer wieder die 80 mm-Schrauben. Ich habe für jedes Kantholz zwei Schrauben verwendet, die ich wieder in die vorgebohrten Löcher geschraubt habe.

    Hochbeet_bauen_kantholz_festschrauben

    Schritt 5 beim Hochbeet-Bauen: Wühlmäuse ade!

    Hast du ein Problem mit Wühlmäusen? Die kleinen Nager sehen zwar richtig putzig aus, sie sind aber längst nicht so unschuldig, wie sie es vorgeben. Wühlmäuse können ein ordentliches Chaos in deinem Gemüsebeet hinterlassen, deswegen kannst du Kaninchendraht an der Unterseite des Hochbeets befestigen.

    Dafür drehst du deinen Beetkasten einfach einmal um und tackerst in kleinen Abständen den Draht an den Holzbohlen fest. Das ist zwar kein Rundumschutz gegen die frechen Räuber, die können nämlich auch richtig gut klettern und bekommen erst ab 40 cm Beethöhe Schwierigkeiten. Trotzdem machst du ihnen das Leben dadurch auf jeden Fall ein bisschen schwerer. Falls du stark von Wühlmäusen geplagt bist, kannst du dir auch in diesem Artikel weitere Tipps holen: Das hilft wirklich gegen Wühlmäuse

    Hochbeet bauen: Auf die richtige Füllung kommt´s an

    Et volià: Du hast es geschafft, das Beet steht und wartet jetzt nur noch darauf von dir befüllt und bepflanzt zu werden!

    Ich werde mein Beet jetzt gleich zuerst mit Gartenabfällen wie Ästen und Laub befüllen und es dann mit Kompost auffüllen.

    Für den Kompost kann ich dir empfehlen, mal bei einem Kompostwerk bei dir in der Nähe vorbeizuschauen. Das ist nicht nur viel günstiger als der abgepackte Kompost aus dem Baumarkt, sondern spart auch eine Menge an Plastikverpackung.

    Jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Bauen! Und wenn du dich fragst wie es jetzt nach dem Bauen und Befüllen weitergeht, kannst du direkt hier ein bisschen weiterschmökern:

    Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

    Hochbeet clever bepflanzen – mit Beispiel-Jahresplan!

    Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

    Wenn du noch ein paar Bau-Tipps auf Lager hast oder sogar schon ein Hochbeet gebaut hast, dann berichte und deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren!

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    Rhabarber-vortreiben

    Die 13 wichtigsten Gartenarbeiten im März

    Es ist März – das heißt, die Tage werden endlich wieder länger, die Sonne verwöhnt uns wieder öfter und es kribbelt einem schon ordentlich in den Fingern. Bereits jetzt im März kannst du draußen schon richtige viele wichtige Gartenarbeiten erledigen und so eine tolle neue Gartensaison einläuten.

    Also raus aus dem Winterschlaf, rein in die Gummistiefel und ab geht´s in den Garten!

    Gartenarbeit_im_maerz_Pin

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    #1: Auf die Zehen, fertig, los: Knoblauch stecken!

    Wenn du im Herbst noch keinen Knoblauch gesteckt hast, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, das nachzuholen. Die Knollen werden jetzt zwar nicht mehr so dick wie die im Herbst gepflanzten, dafür kannst du sie schon in ein paar Monaten ernten und musst dich nicht allzu lange gedulden!

    Unser Knoblauch ist schon seit Oktober in der Erde, wir haben aber anscheinend letztes Jahr bei der Ernte ein paar Knollen vergessen. An diesen Stellen treiben jetzt munter die kleinen Knoblauch-Pflänzchen aus. Falls dir das auch passiert ist, kannst du diese jetzt super vereinzeln und neu einpflanzen. Such dir zum Pflanzen die dicksten Zehen raus und die kleineren Jungknoblauche kannst du dir als ersten kleinen Frühlingssnack aus dem Garten gönnen. :)

    Falls du dich mit Knoblauch stecken noch nicht so gut auskennst, findest du hier eine komplette Anbau-Anleitung: Knoblauch pflanzen, anbauen, ernten und lagern.

    Knoblauch_stecken

    #2: Bitte die volle Sonnendröhnung!

    Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von nackter Gartenerde, aber jetzt, wo die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf die Erde fallen, ist es am besten, wenn dein Gemüsebeet blankzieht. So erwärmt sich dein Beet am schnellsten und deine neu gesäten und gepflanzten Gemüse fühlen sich gleich pudelwohl.

    Reche also am besten den Mulch, der im Winter für eine tolle Wärmeisolation gesorgt hat, zur Seite: Ich ziehe ihn dafür einfach auf die Wege, bis er wieder zum Einsatz kommt.

    Gemüse, welches vom letzten Jahr noch deine Beete bewohnt und mit Mulch bedeckt ist, kannst du in Frieden lassen. Die Pflanzen freuen sich jetzt noch über etwas zusätzlichen Schutz – im März sind die Temperaturen in der Nacht meist ja noch sehr niedrig.

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    #3: Gartenarbeit im März: Hochbeete in Höchstform bringen

    Nach der letzten Gartensaison müssen deine Hochbeete wahrscheinlich erst mal wieder auf Vordermann gebracht werden. Es ist ziemlich erstaunlich, wie viel ein Hochbeet an Volumen über ein Jahr hinweg verliert. Nach dem Winter sind die Hochbeete schnell mal um 20 cm abgesackt.

    Deswegen ist jetzt im März ein toller Zeitpunkt, um ihnen ein bisschen neues Leben einzuhauchen. Fülle sie dafür einfach mit reifem Kompost wieder auf. Jetzt ist dein Hochbeet nicht nur wieder richtig flott, auch die neuen Hochbeetbewohner werden sich sehr über diese Gartenarbeit freuen, vor allem wenn du vor hast, hungrige Gemüse wie Paprika oder Auberginen anzupflanzen.

    Welche Gemüse ansonsten für einen Platz im Hochbeet Schlange stehen würden, kannst du hier nachlesen: Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

    #4: Frühbeetkasten: Wasser marsch!

    Im Frühbeetkasten strecken im März schon die ersten Pflänzchen die Köpfe aus der Erde. Die warme Erde unter dem schützenden Glas sorgt nämlich für einen echten Wachstums-Schnellstart! Bei mir sind zum Beispiel schon die ersten kleinen Spinat-Pflänzchen, Frühlingszwiebeln, Erbsentriebe und Mangold aufgegangen.

    Damit deine Sprösslinge ab jetzt richtig gut gedeihen, gehört zu deinen Gartenarbeiten, die Pflänzchen regelmäßig zu gießen*. So toll ihr wärmender Brutkasten auch ist, unter der Haube kommt kein Tropfen Regenwasser bei ihnen an. Vergiss also nicht, nach deinen Schützlingen zu schauen.

    #5: Gartenarbeit im März: Eine wärmende Decke auslegen

    Auch wenn die Sonne schon echte Frühlingsgefühle auslöst, ist es im März nachts zum Teil immer noch richtig klirrend kalt. Große Pflanzen aus dem Vorjahr, wie die dicken Bohnen oder der Wirsing, können das ohne Probleme ab, aber deine neuen Pflänzchen freuen sich bei diesen Temperaturen noch über ein wenig Nestwärme.

    Meine frisch geschlüpften Spinatpflänzchen mummele ich zum Beispiel in ein schönes warmes Vlies ein. Aber Vorsicht: Mehr als zwei Lagen Vlies solltest du nicht über deine Pflanzen legen, sonst sitzen die Jungpflanzen ruck, zuck in der Dunkelkammer.

    Tatsächlich ist im Winter nämlich oft nicht die Kälte das größte Problem, sondern das fehlende Sonnenlicht. Durch zwei Lagen Vlies kommen jedoch noch genügend helle Strahlen hindurch und deine Schützlinge haben es trotzdem gemütlich warm und wachsen so in Windeseile zu erntereifen Pflanzen heran. :)

    Ich falte mein Vlies einfach einmal in der Mitte und befestige es mit ein paar Steinen am Rand. So fliegt es beim nächsten Windstoß nicht davon.

    #6: Verpass deinen Kartoffeln einen Wachstumsvorsprung

    Die Kartoffeln pflanzen wir erst im April und Mai, jetzt ist aber die perfekte Zeit, um deine Pflanzkartoffeln vorzukeimen. Dafür legst du deine Kartoffeln einfach an einem eher kühlen, hellen Ort aus, sodass sie kräftige dicke Keime bilden. So verpasst du deinen Pflanzen einen ordentlichen Wachstumsvorsprung, wenn sie später dann in die Erde wandern.

    Das bedeutet, dass deine Kartoffelpflanzen im Beet dann mehr Zeit haben, um schön dicke Knollen zu bilden.

    Kartoffeln vorkeimen in Schale

    #7: Obacht: Beikräuter auf dem Vormarsch

    Über die wärmende Sonne und die längeren Tage freuen sich nicht nur deine Gemüse-Pflanzen, auch die wilden Beikräuter haben den Pfiff gehört und werden nun versuchen, es sich in deinen Beeten gemütlich zu machen. Deswegen solltest du ihnen so schnell wie möglich dazwischenfunken!

    Auch wenn Jäten nicht die tollste Gartenarbeit ist, so hast du jetzt, wo die Beikräuter noch klein sind, ein leichtes Spiel.

    Wir haben in unserem Garten durch die Kompostbeete zwar so gut wie kein Unkraut, aber wenn sich bei dir gerne ungebetene Gäste zeigen, empfehle ich dir, jetzt schon mit dem Jäten loszulegen.

    #8: Gartenarbeit im März: Neue Beete anlegen

    Wenn du während deiner Gemüseplanung und Knobelei festgestellt hast, dass du eindeutig zu wenig Gemüsebeete hast (was irgendwie immer der Fall ist, oder? ;)), dann ist jetzt im März auch ein toller Zeitpunkt, um neue Beete anzulegen.

    Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan von Kompostbeeten bin! Die lassen sich auch jetzt im Frühjahr noch fix anlegen und sind direkt einsatzbereit. Und nicht nur das, mit Kompostbeeten kannst du auch schon im ersten Jahr eine richtig dicke Ernte einfahren.

    Wenn du auch Kompostbeete anlegen willst, dann kannst du dich gerne für das Bootcamp anmelden. Das ist ein Minikurs, indem ich euch ganz genau zeige, wie ihr die Kompostbeete in wenigen Schritten anlegen könnt.

    Hier kannst du dich für das Gemüsegarten-Bootcamp anmelden.

    #9: Neuer Schnitt gefällig?

    Beerensträucher und Obstbäume möchten gerne besonders schick in die neue Gartensaison starten und deshalb noch eine neue Frisur verpasst bekommen.

    Das sorgt nicht nur für gesündere Pflanzen, sondern auch für eine üppigere Ernte – Win-win-Situation würde ich sagen. :)

    Hier kannst du nachlesen, wie du rote, weiße oder schwarze Johannisbeeren selber schneiden kannst.

    #10: Rhabarber vortreiben

    Dein Rhabarber treibt viel früher im Jahr aus, wenn du ihn, sobald die ersten Blättchen aus der Erde schauen, mit einem Mörtelkübel oder mit einer Cloche zum Vortreiben abdeckst. Manchmal können wir so schon vier Wochen später den ersten Rhabarber ernten.

    Rhabarber-vortreiben

    Wenn du ihn zusätzlich mit Kompost und Holzhackschnitzeln mulchst, entsteht unter der Haube außerdem mehr Wärme und das Ganze geht noch schneller.

    #11: Neues Naschbeet gefällig? :)

    Wenn du genauso auf Erdbeeren stehst wie wir, kannst du jetzt wunderbar ein neues Erdbeerbeet anlegen. Dafür kannst du entweder Ausläufer deiner alte Erdbeerpflanzen nehmen oder dir Erdbeerjungpflanzen in der Gärtnerei oder auf dem Wochenmarkt besorgen.

    Meine Lieblingssorte ist übrigens die “Korona”. Ich hoffe, sie kommt ohne Imageschaden aus der Pandemie. Aber die kleinen Monatserdbeeren sind auch super lecker und liefern außerdem den ganzen Sommer über frische Früchte.

    Erdbeeren-Schale

    #12: Jungpflanzen vorziehen

    Auch wenn es streng genommen keine Gartenarbeit ist, darf diese Aufgabe natürlich im März nicht fehlen: Jungpflanzen vorziehen!

    Es gibt nichts Schöneres, als drinnen im Warmen, während es draußen diesig und regnerisch ist, Jungpflanzen vorzuziehen. Da kann man schon mal richtig vom Sommer träumen, oder? ;)

    Rotkohl, Brokkoli, Lauch, Tomate und viele andere Gemüse können jetzt fröhlich im warmen Zuhause keimen und erst einmal die Kinderstube genießen.

    Eine Übersicht mit allen Gemüsen, die du im März aussäen und pflanzen kannst, findest du übrigens in diesem Artikel: Aussaat & Pflanzen im März + Beispiel-Pflanzplan.

    Und wenn du gleiche eine komplette Jahresübersicht willst, dann lade dir gerne den Aussaatkalender herunter.

    Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du drinnen oder draußen säen kannst und wann es Zeit ist, deine Jungpflanzen nach draußen zu pflanzen.

    Trag dich also hier ein, um den Aussaatkalender herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

    #13: Nur die Harten kommen in den Garten

    Jetzt im März kommen aber nicht nur Samen unter die Erde, auch die ersten Jungpflanzen sind schon so groß, dass sie nach draußen umziehen dürfen. Deswegen gilt es jetzt, die Pflanzen auf den Ernst des Lebens vorzubereiten. ;)

    Das heißt, die jungen Pflänzchen dürfen ab jetzt regelmäßig frische Luft schnuppern. Dafür stelle ich sie für ein paar Stunden nach draußen in den Schatten. Jetzt können sie zum ersten Mal den kalten Wind auf ihren Blättern spüren, bevor es wieder ins warme Haus geht. Zwei, drei Tage später dürfen sie dann auch mal ein paar Stunden Sonne tanken.

    Du kannst dir das Abhärten ein bisschen wie eine Expedition auf einen großen Berg vorstellen. Bevor es ganz nach oben auf die Spitze geht, heißt es akklimatisieren. Ein Stück nach oben, dann wieder runter ins Basecamp. Beim nächsten Mal dann wieder ein Stück weiter, bevor es wieder zurück zur Basis geht.

    So hat der Körper genügend Zeit, sich an die eisige Kälte und dünne Luft dort oben zu gewöhnen. Bei den Pflänzchen ist das ganz ähnlich. Die Sprösslinge haben schließlich noch nie Sonne, Regen oder Wind auf ihren Blättern gespürt. Bereite sie also sachte darauf vor, dann sollten sie problemlos für das raue Leben im Gemüsebeet gewappnet sein. :)

    Kleiner Tipp: Ich härte meine Pflänzchen meistens eine Woche lang ab, danach dürfen sie in den Garten umziehen.

    Jungpflanzen_abhärten

    Wenn du bis hier hin durchgehalten hast, dann entlasse ich dich jetzt sofort in deinen Garten.Wenn du jedoch noch in Lesestimmung bist, findest du hier noch weitere Artikel, die dich super auf deine neue Gartensaison vorbereiten:

    Gemüsegarten planen – Schritt für Schritt mit Beispielplan

    Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

    Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

    Auf welche Gartenarbeit freust du dich im März am meisten? Schreib es mir gerne in die Kommentare! :)

    Dieser Artikel enthält einen Affiliate-Link. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diesne Link einkaufst. Du zahlst deswegen keinen Cent extra, es ist aber eine tolle Art, meinen Blog zu unterstützen. Danke an alle, die das machen!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

     

    Gurken richtig ausgeizen: Alles, was du wissen musst!

    Bei Tomaten ist der Fall klar – geizt du regelmäßig aus, dann fährst du am Ende eine üppigere Ernte ein. Aber solltest du auch deine Gurken ausgeizen? Wann und wie du Gurken am besten ausgeizt und wann du dir die Arbeit sparen kannst, erfährst du in dieser Anleitung!

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    Gurken ausgeizen oder wild wachsen lassen?

    Bescheren dir ausgegeizte Gurken auch ein volleres Erntekörbchen und gesündere Pflanzen?

    Tatsächlich scheiden sich die Geister, wenn darum geht, Gurken auszugeizen. Dass du dadurch eine bessere Gurkenernte herausholen kannst, wurde jedenfalls noch nicht belegt, es gibt aber noch viele andere gute Gründe, deine Gurken auszugeizen:

    1. Gurken in Schach halten

    Gerade, wenn dein Platzangebot begrenzt ist, kannst du durchs Ausgeizen verhindern, dass deine Gurken außer Rand und Band geraten und ihre Triebe überall hin wuchern. Deine ausgegeizten Gurken kannst du dann ganz leicht an Schnüren nach oben leiten und so pro Fläche mehr Gurken anbauen. Das ist gerade im Gewächshaus, wo es eigentlich nie genug Platz gibt, ein Grund für einen kleinen Freudentanz, oder? ;)

    2. Energiekonzentration

    Deine Gurkenpflanze soll so viel Energie wie möglich in die Früchte pumpen, damit du am Ende auch eine tolle Gurkenernte hast. Durch gezieltes Ausgeizen kannst du lenken, in welche Triebe die Pflanze Zucker, Kohlenhydrate und anderes Superfood aus der Fotosynthese leitet. Knipst du die Geiztriebe ab, kann die Pflanze ihre geballte Kraft in den Haupttrieb und die Fruchtansätze stecken!

    3. Keine Macht den Krankheitserregern!

    Pilze können sich wunderbar dort ausbreiten, wo es schön feucht ist. In Kombinationen mit warmen Gewächshaustemperaturen finden die Pilze ein wahres Paradies vor. Mach ihnen also einen Strich durch die Rechnung, indem du ausgeizt und so für mehr Platz zwischen dem Laub sorgst. So kann die Luft viel besser zirkulieren und die Blätter trocknen schneller ab. Unter diesen Bedingungen haben es die Pilze und andere Krankheitserreger viel schwerer, deine Gurken anzugreifen.

    Übrigens: Wusstest du, dass ich auch einen YouTube-Kanal habe? Hier ist die Video-Version zum Thema Gurken ausgeizen für diejenigen, die lieber Videos schauen:

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    Freilandgurken vs. Gewächshausgurken

    Anders als bei Tomaten werden unter den Gurken nur die Gewächshauskandidaten ausgegeizt. Baust du also Freilandgurken wie beispielsweise die typischen Essiggurken an, kannst du dich entspannt zurücklehnen und sie einfach wild wachsen lassen. Haben deine Freilandgurken ein gewisses Alter erreicht, lassen sich Haupttrieb und Seitentriebe bei den am Boden rankenden Pflanzen sowieso kaum noch unterscheiden. ;)

    Bei Gewächshausgurken, wie den klassischen Salatgurken, lohnt sich es dafür umso mehr, störende Seitentriebe zu entfernen.

    Sonderfall: Gurken an Rankhilfen ausgeizen

    Einen kleinen Spezialfall bilden Freilandgurken, die nicht am Boden entlang wachsen, sondern nach oben ranken, zum Beispiel an einem Spalier. In diesem Fall ist es ebenfalls eine super Sache, wenn du die Gurken gezielt ausgeizt. Indem du die Seitentriebe einkürzt, verhinderst du zum Beispiel, dass durch schwere Früchte schwächere Seitentriebe einfach abbrechen. Die ersten 50 cm deiner Gurkenpflanze darfst du dabei auch ruhig ein bisschen großzügiger ausgeizen. So verhinderst du, dass später Blätter oder Früchte mit der feuchten Erde in Kontakt sind.

    Was ist der Geiztrieb?

    Bevor wir gleich Schritt für Schritt durchgehen, wie du deine Gurken ausgeizen kannst, wiederholen wir am besten nochmal kurz, was überhaupt ein Geiztrieb ist. Das ist ganz wichtig, damit du nicht aus Versehen die winzigen Fruchtansätze oder sogar den Hauptrieb abkappst. ;)

    Geiztriebe bilden sich in den Blattachseln, also zwischen dem Stamm und dem Blattstiel. Den Haupttrieb, den du unbedingt behalten willst, erkennst du daran, dass er direkt aus dem Stiel oder Stamm der Gurke herauswächst.

    Gurken Geiztrieb

    Gurken ausgeizen – Schritt-für-Schritt

    Gurken auszugeizen, ist gar nicht schwer, alles was du dazu brauchst sind deine Finger und für bereits sehr dicke Geiztriebe ein scharfes Messer.

    Hast du deine Utensilien bereit, kann es auch schon losgehen: Als erstes nimmst du deine Gurkenpflanzen in Augenschein und schaust, wo sich der Haupttrieb in deinem Gurkendschungel befindet. Der Haupttrieb muss auf jeden Fall stehen bleiben, sonst war´s das mit deiner Gurkenernte. Wenn du veredelte Gurken anbaust, kannst du deine Gurken auch zweitriebig ziehen, dann hast du also nicht einen, sondern zwei gleichwertige Haupttriebe. 

    In den Blattachseln des Haupttriebes wachsen die Seitentriebe, die wir im nächsten Schritt abknipsen wollen. Aber warte noch kurz, – bevor du gleich euphorisch loslegst, sollten wir noch eine kleine Unterteilung vornehmen! Zum Ausgeizen unterteilst du deine Gurkenpflanze am besten in drei Abschnitte: Unten, Mitte und die Spitze.

    Den unteren Teil der Gurken ausgeizen

    Nichts ist ärgerlicher als von nervigen Pilzkrankheiten die Gurkenernte vermiest zu bekommen, deswegen gilt genau wie bei den Tomaten: Am besten keinen Bodenkontakt. Schenke deinen Gurken Beinfreiheit, indem du alle Seitentriebe bis auf 50 cm ausgeizt. Auch wenn es weh tut, eventuell vorhandene Blütenansätze abzuknipsen, so verhinderst du, dass deine Gurken am Ende die nasse Erde berühren und so für Pilze und andere Krankheitserreger leichte Beute sind.

    Kleiner Tipp: Am besten hast du generell ein Auge darauf, ob deine Gurkenpflanzen irgendwo mit der nassen Erde Kontakt haben. Das kannst du zum Beispiel während du gießt oder beim Ernten kurz überprüfen und falls du matschige Blätter oder Blüten entdeckst, kannst du sie direkt entfernen.

    Hol dir deinen Aussaatkalender!

    Übrigens: Hast du Lust auf einen Aussaatkalender? Wenn du nicht jedes Mal das Saatguttütchen hervorkramen willst oder alle Termine im Hinterkopf behalten willst, ist das super praktisch!

    Hier findest du neben den Gurken auch für alle anderen Gemüsepflanzen den passenden Saatzeitpunkt. Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur Aussattermine für die Voranzucht, er sagt dir auch, wann du welche Samen ins Freie aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

    Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen.

    Hier kannst du dir den Kalender herunterladen:

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      Die Gurken-Mitte ausgeizen

      Oberhalb der ersten 50 cm deiner Gurkenpflanze kannst du ein bisschen zurückhaltender ausgeizen. Wenn du einen Geiztrieb entdeckt hast, kannst du ein bis zwei Früchte am Geiztrieb stehen lassen und den Trieb erst dahinter abkappen. Dafür nimmst du den Geiztrieb zwischen Daumen und Zeigefinger und knipst ihn ab oder brichst ihn zur Seite weg. Ist der Geiztrieb schon dicker, dann greif lieber zu einem Messer, bevor du deine Gurkenpflanze verletzt.

      Als Faustregel kannst du dir merken: Je kleiner der Geiztrieb, desto einfacher kannst du ihn rausknipsen. Deswegen am besten schnell sein, dann geht das Ausgeizen kinderleicht und die Pflanze hat noch keine Unmengen an Energie in den Trieb reingesteckt.

      Die Spitze der Gurkenpflanze kappen?

      Bevor deine Gurkenpflanzen an deinem Gewächshausdach kleben, kappe besser die Spitze und leite die Pflanze an zwei Seitentrieben an deiner Rankhilfe horizontal weiter. Du kannst aber auch, wie bei Tomaten, den Hauptrieb wieder nach unten leiten. Hat deine Gurkenpflanze sehr viele Blüten, solltest du in diesem Zug gleich ein paar von ihnen entfernen. Damit erreichst du, dass die Pflanze nur so viele Gurken ausbildet, wie auch rechtzeitig reif werden können.

      Übrigens: Anders als bei Tomaten, die man gefühlt nur einen Tag aus den Augen lässt und schon haben sich zehn neue Geiztriebe gebildet, musst du bei den Gurken nur einmal ran! Einmal ausgegeizt, wachsen die Seitentriebe nicht mehr nach. Du kannst dich also nach getaner Arbeit in deiner Hängematte ausruhen. ;)

      Wann soll ich meine Gurken ausgeizen?

      Einen festen Termin zum Ausgeizen lässt sich im Kalender nicht festmachen. Klar ist aber, wenn deine Pflanze gut im Saft steht, wird sie fröhlich überall Seitentriebe produzieren. Am besten legst du also schon während der Jungpflanzenphase los. Sobald du störende Seitentriebe entdeckst, kannst du sie direkt abknipsen und so deine Pflanze bereits gut in Form bringen. :)

      Kräfte sammeln

      Nicht nur durchs Ausgeizen kannst du die Kräfte deiner Pflanze konzentrieren, sei auch bei der Ernte am besten immer auf zack. Sobald die Gurke groß genug ist, kannst du sie ernten, damit deine Gurkenpflanze ihre Energie direkt wieder in die nächste Gurke stecken kann.

      Gurken ausgeizen – Alles kann, nichts muss!

      Am Ende kannst du ganz frei entscheiden, ob du deine Gurken ausgeizt oder nicht. Auch wenn du dich dagegen entscheidest, werden deine Gurken bei liebevoller Pflege gut gedeihen und Früchte produzieren! Wenn du deine Gurken von ein paar Seitentrieben befreist, werden sie es dir jedoch auf keinen Fall verübeln. Vor allem deine Gewächshausgurken und die Gurken, die sich im Freiland an Rankhilfen empor schlängeln, werden sich eher darüber freuen. Und da sich der Aufwand in Grenzen hält, ist es sicher einen Versuch wert. ;)

      Wenn du jetzt direkt noch mehr übers Anbauen von Gurken erfahren willst, kann ich dir den Anbau-Guide für Gurken ans Herz legen: Gurken pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung! 

      Und wenn du noch Inspiration für eine Rankhilfe brauchst, wirst du hier sicher fündig: 7 wunderschöne Rankhilfen, die du selber bauen kannst

      Hast du schon mal Gurken ausgegeizt? Was hast du damit für Erfahrungen gemacht? Ich freue mich von dir in den Kommentaren zu hören!

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Rotkohl Pflanzen

      Rotkohl pflanzen – Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Ernte

      Rotkohl gehört zu den leckersten, aber auch anspruchsvolleren Kandidaten im Gemüsegarten. Zum einen braucht der Starkzehrer ordentlich Nährstoffe, um seine dicken Köpfe auszubilden, zum anderen gibt es einige Krankheiten und jede Menge Schädlinge, die es darauf anlegen, deinen Rotkohl-Pflanzen das Leben schwer zu machen. 

      Trotzdem gibt es kaum etwas Besseres als Rotkraut aus dem eigenen Garten zu schlemmen und deswegen kommt hier eine Anleitung, mit der du erfolgreich Rotkohl pflanzen wirst. 

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      Die leckerste Rotkohl-Sorte

      Bei Rotkohl pflanze ich gerne die Sorte „Granat“ an. Das ist eine tolle, gesunde und lagerfähige Sorte. Die Köpfe kannst du locker bis Weihnachten an einem passenden Ort deponieren. Wie wäre also ein Weihnachtsessen mit Rotkohl aus dem eigenen Garten? ;)

      Wie viele ExemplareRotkohl pflanzen?

      Wir bauen je fünf Köpfe Rotkohl pro Person für die Ernte im Sommer und fünf Köpfe zum Einlagern oder Fermentieren an.

      Gute Mischkulturpartner für Rotkohlpflanzen

      Kopfkohl, also auch Rotkohl, teilt sich das Beet besonders gerne mit Möhren, Erbsen, Rhabarber, Tomate, Sellerie, Spinat, Kresse, Gurken, Aubergine, Mangold, Rote Bete und Pfefferminze.

      Eine mit cleveren Mischkulturen gespickte Anbauplanung lohnt sich sooo sehr beim Management von Schädlingen und um die Beete effektiv zu nutzen. Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und welche eher nicht, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen – da siehst du auf einem Blick, welche Gemüse sich gerne miteinander verkuppeln lassen. ;)

      Rotkohl pflanzen: Ideale Bedingungen

      Da dieser Kreuzblütler ein starkzehrendes Glied der Fruchtfolge ist, braucht er eine gute Nährstoffversorgung. Rotkohl pflanzt du deswegen am besten auf Böden mit einem hohen Humusanteil an. So kannst du sicherstellen, dass der hungrige Kohl auch genügend Nährstoffe abbekommt.

      Rotkohl aussäen oder pflanzen?

      Du kannst Rotkohl entweder direkt ins Beet säen, oder du ziehst ihn vorab vor und pflanzt ihn dann an sein Plätzchen im Beet. Beides funktioniert, ich ziehe die Pflanzen allerdings gerne vor. So kann ich besser die Pflanzabstände bestimmen und meine Beete länger für andere Kulturen nutzen.

      Wann Rotkohl pflanzen?

      Schnellwachsenden Rotkohl wie die Sorte „Granat“ kannst du in zwei Sätzen gestaffelt pflanzen, sodass du über den Sommer verteilt immer wieder frischen Rotkohl schlemmen kannst. Ich pflanze Rotkohl einmal Ende März und dann wieder Mitte Mai, um rundherum versorgt zu sein. 

      Der optimale Pflanzabstand in den Beeten liegt bei 60 x 60 cm. Wenn du die Jungpflanzen ins Beet pflanzt, erscheint einem dieser Abstand zunächst riesig. Aber Kopfkohl legt unglaublich an Größe zu und braucht dann eine ganze Menge Platz. Darum solltest du die Pflanzabstände wirklich einhalten! Kleinere Abstände führen zu kleineren Kohlköpfen und einem insgesamt niedrigeren Ertrag.

      Wenn du deine Rotkohl-Pflanzen selbst vorziehen möchtest, überlege dir, wann du sie pflanzen möchtest. Fünf bis acht Wochen vor diesem Termin kannst du sie dann im Haus aussäen

      Beete vorbereiten

      Kohl hat ein stark ausgeprägtes Wurzelwerk und kann seine Wurzeln bis zu einem Meter tief in die krümelige Erde stecken. Damit dein Rotkohl seine Wurzeln dabei ohne Hindernisse ausbreiten kann, empfehle ich dir, den Boden mit einer Grabegabel oder Grelinette schön tief zu lockern. 

      Wenn du deine Pflanzen verwöhnen möchtest, harkst du auch noch etwas Gesteinsmehl und aktivierte Kohle oberflächlich in die Beete ein. Ich gebe außerdem gerne eine Portion Hornspäne oder Schafwollpellets als Langzeitdünger mit ins Pflanzloch. So wachsen deine Kohlpflanzen zu richtig schönen – und dicken – Kugeln heran.

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      Rotkohl pflanzen: Pflege und Düngung

      Sobald die Pflanzen zehn cm hoch sind, kannst du sie zum ersten Mal mulchen. Später im Jahr mulche ich sie dann noch einmal, sodass die Mulchdecke insgesamt 15 bis 20 cm dick ist.

      Nach vier bis sieben Wochen ist es Zeit, deine kleinen Vielfräße zu düngen, zum Beispiel mit Brennnesseljauche. Wenn du deine Pflanzen dick mulchst, kannst du stattdessen auch etwas Hühnermist auf dem Mulch verteilen. Der Regen verdünnt die Nährstoffe und spült sie direkt an die Wurzeln.

      Wann und wie Rotkohl ernten?

      Frühe Kohlsorten kannst du schon im Sommer ernten, viele Sorten sind aber erst im Herbst reif. Vor der Ernte solltest du fühlen, ob die auserwählte Pflanze wirklich einen festen Kopf gebildet hat. Falls nicht, feuer sie ordentlich an und gib ihr noch ein wenig Zeit.

      Bei milden Temperaturen kann der Rotkohl ruhig auf dem Beet bleiben und wenn du ihn in der Küche brauchst, holst du ihn dir einfach direkt vom Beet – aus deinem eigenen Freiluftsupermarkt hinterm Haus. Vor Kahlfrösten oder anhaltenden Niederschlägen holst du den Rotkohl jedoch besser vom Beet.

      Rotkohl kannst du mit einem scharfen Messer ernten, indem du den Kohl direkt unter dem Kopf abschneidest. Alternativ kannst du auch den ganzen Kohl, samt Wurzeln ernten und so einlagern.

      Rotkohl auf dem Feld

      Häufige Probleme und Lösungen

      Um Kohlfliege, Thripse, Kohlmottenschildläuse und gefräßige Raupen wie den Kohlweißling von deinen Kohlpflanzen fernzuhalten, helfen Kulturschutznetze. Allerdings musst du besonders bei den Raupen aufpassen, denn sie legen ihre Eier schon im Herbst in den Boden. Wenn sie unter dem Netz schlüpfen, können sie ungestört schlemmen.

      Es lohnt sich also, alle paar Tage zu kontrollieren, wie es unter dem Netz aussieht. Wenn der Befall sehr stark ist, kannst du auch ein bt-Präparat einsetzen, das nach Bio-Standards zugelassen ist. Insektenschutznetze halten auch Vögel davon ab, an deinen Pflanzen herumzupicken. Die enge Maschenweite verhindert, dass sie sich darin mit ihren Füßchen verheddern.

      Gegen Pilzbefall an Wurzeln und Strunk und auch gegen Kohlhernie hilft es, die Anbaupause von sechs Jahren strikt einzuhalten.

      Mehr Tipps wie du deinen Boden und Gemüsegarten gesund hältst, findest du übrigens hier:

      So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

      28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner + Beispielplan

      Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

      Kennst du noch mehr Tricks zum Rotkohl pflanzen? Schreib deine Erfahrungen gerne in die Kommentare. :)

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop