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Möhren säen, pflegen und ernten: Der komplette Möhren-Guide

Du möchtest zum ersten Mal deine eigenen Möhren säen? Oder du hast schon Erfahrungen im Karotten anbauen, aber sie wachsen immer so schlecht? Dann bist du hier genau richtig! Hier erfährst du nämlich alles, was du wissen musst, damit du schon bald eine dicke, fette Möhrenernte einfährst. Los geht´s! :)

Inhaltsverzeichnis
Die besten Möhren-Sorten
Wie viele Möhren säen?
Gute Mischkulturpartner für Möhren
Der ideale Standort zum Möhren säen
Möhren säen oder Möhren pflanzen?
Wann Karotten säen?
Beete vorbereiten
Geheimtricks beim Möhren säen
Möhren selber anbauen: Die Pflege
Krankheiten und Schädlinge der Möhre
Wann Möhren ernten?

Möhren sind einfach ein wunderbares Gemüse! Egal ob knackig frisch, karamellisiert aus dem Ofen oder geraspelt im Salat. Möhren gehen einfach immer, oder?

Und richtig gesund sind sie obendrein! Möhren sind das Gemüse mit dem höchsten Gehalt an Carotin, der Vorstufe von Vitamin A. :)

Aus dem eigenen Garten schmeckt dieses Wurzelgemüse übrigens nochmal besser! Möhren gehören zu meinen absoluten Lieblingsgemüsen im Garten. Aber das war nicht immer so:

In meinem ersten Gartenjahr habe ich nur mickrige, beinige Karotten geerntet – und mir daraufhin fest vorgenommen, herauszufinden, was es braucht, um wirklich erfolgreich Möhren anzubauen.

Jippieh! Heute kann ich dir alles erzählen, was Superstar-Gartenmöhren brauchen!

Aufgepasst! Jetzt geht´s los:

Die besten Möhren-Sorten

Wusstest du, dass du quasi rund ums Jahr Möhren säen beziehungsweise Möhren ernten kannst? Damit dir dieses knackig-orange Vergnügen gelingt, ist die Wahl der Karottensamen entscheidend. Ich liiiebe die Sorte „Gonsenheimer Treib“. Denn mit der kann ich schon ganz früh im Jahr loslegen und spät im Jahr meine Winterernte sichern! :) Für die wärmeren Monate greife ich immer wieder auf die Sorten „Milan“ und „Treenetaler“ zurück. Das sind Möhren Pflanzen wie aus dem Bilderbuch!

Frische, knackige Möhren!

Wie viele Möhren säen?

Woah! Wenn´s nach mir geht: Möhren säen kann ich nie genug! :D Aber die Erfahrung zeigt, dass ca. 15 Reihenmeter pro Person ein guter Richtwert sind.

Pssst: Ich setzte immer auf gestaffelte Aussaat und verteile die Karottensamen für das ganze Jahr auf sieben Aussaattermine. So kann ich kontinuierlich Möhren ernten.

Gute Mischkulturpartner für Möhren

Wenn du Möhren anbauen möchtest, lohnt es sich, auf die Mischkultur zu achten. Denn Gemüsepflanzen haben manche versteckten Superkräfte und beschützen sich gerne gegenseitig im Beet. Du kannst deine Karotten Pflanzen beispielweise neben Zwiebeln platzieren, so hast du gleich weniger mit fiesen Schädlingen zu tun.

Weitere gute Kuppelpartner beim Möhren säen sind Lauch, Erbsen, Radieschen, Rettich und Dill. Praktischerweise sind das viele Gemüse, die zusammen in der Pfanne auch super schmecken. ;)

Beim großen Mischkultur-Quartett ist es gar nicht so leicht den Überblick zu behalten. Zum Glück gibt es die phänomenal praktische Wurzelwerk-Mischkulturtabelle, in der du alles auf einen Blick erfassen kannst!

Der ideale Standort zum Möhren säen

Möhren selber anbauen gelingt am allerbesten auf richtig schön lockerem Boden. An einem solch fluffigen Boden werden übrigens nicht nur die Möhren Pflanzen Spaß haben. Die Ernte funktioniert nachher viel leichter und falls sich mal ein Unkraut einschleicht, hast du es mir nichts, dir nichts rausgezupft*! :)

Also lockere deine Beete vor dem Möhren säen schön auf. Auch gegen einen leicht sandigen, aber lockeren Lehmboden haben Karotten gar nicht einzuwenden. ;)

Sehr schwere und steinige Böden machen es den zarten Wurzelfüßchen deiner Möhren Pflanzen nicht gerade einfach. Und „nicht gerade“ ist hier das Stichwort: Die Karotten weichen den Steinen aus und werden krumm und schief.

Aber pssst: Schmecken tun sie genauso gut!

Wenn du mit deinen Karottensamen hoch hinaus willst, kannst du auch prima im Hochbeet Möhren säen. Das Ernten ist dann richtig schön rückenschonend und der Weg bis zum Mund ist auch nicht mehr so weit! ;)

Und apropos hoch hinaus: Auch auf dem Balkon kannst du dir knackige Karotten pflanzen. Dafür benötigst du ein mindestens 30 cm tiefes Gefäß mit mindestens 10 Litern Fassungsvermögen.

In der Sonne, aber auch im Halbschatten werden deine Möhren Pflanzen zum knackigen Gaumenschmaus.

Hier bekommst du übrigens das geballte Wissen, wie du richtig tolle (und fluffige) Beete anlegst und wahnsinnig viel aus deinem Garten rausholen kannst*! ;)

Möhren säen, pflegen...und ernten!

Möhren säen oder Möhren pflanzen?

Karottensamen sind sooo winzig und fein. Hier lautet glücklicherweise das Credo: Möhren immer direkt ins Beet säen! Sonst wäre ja auch kaum mehr Platz für die anderen Gemüse beim Jungpflanzen vorziehen. Zumindest, wenn du auch so einen Möhrenhunger hast wie ich! ;)

Die zarten Würzelchen deiner Möhren können es nämlich üüüberhaupt nicht leiden, in ihrem Wachstum gestört und umgetopft zu werden. Also, direkt ab ins Beet mit diesen winzigen Kraftprotzen. :)

Wann Karotten säen?

Frühe Sorten wie „Gonsenheimer Treib“ kannst du bereits an Mitte Februar aussäen, so früh im Jahr solltest du sie aber mit einem Gärtnervlies vor Kälte schützen.

Wenn du kontinuierlich frische Möhren ernten möchtest, solltest du von Februar bis in den September hinein alle vier Wochen neue Möhren säen. Für Aussaaten von März bis Juli greife ich dann – je nach Aussaatmonat – meist auf die Sorten „Milan“ und Treenetaler“ zurück.

Beete vorbereiten

Vor der Aussaat solltest du Mulch und alte Pflanzenreste entfernen und grobe Erdklumpen mit dem Rechen zerkleinern, sodass ein feines Saatbett entsteht. Du kannst mit der Grabegabel oder Grelinette den Boden richtig tief lockern, ohne ihn zu wenden. Das werden deine Möhren-to-be lieben!

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Geheimtricks beim Möhren säen

Karottensamen in das Beet zu streuseln klingt erstmal leicht. Ein paar Dinge solltest du aber schon beachten. Mit diesen Kniffen wirst du ab sofort keine Probleme mehr beim Möhren säen haben:

  • Trick 1: Es ist richtig schwer, die Karottensamen in der Saatrinne zu dosieren. Weil sie so winzig sind, nehme zumindest ich meist viiiel zu viele Samen. Geht es dir auch so? Dann können sich die Möhren Pflanzen nicht so gut entwickeln und ich habe Saatgut „verschwendet“. Daher ist es ein unfassbar guter Trick, die Samen vor dem Möhren säen mit Sand zu mischen. Das Gemisch kannst du dann in deine ca. 3 cm tiefe Saatrinne rieseln lassen. :)
  • Trick 2: Du hast deine Karottensamen ins Beet gerieselt? Supi! :) Jetzt bedecke sie noch mit Erde und gieße sie schön an. Bis sich das erste zarte Möhrengrün zeigt, wollen sie wirklich nicht austrocknen. Das ist also eine Phase, wo du deine kleinen Sprösslinge ein bisschen im Blick behalten solltest. Wenn du das geschafft hast, kannst du dich getrost zurücklehnen und ihnen beim Wachsen zuschauen.
  • Trick 3: Der gefällt mir besonders gut, weil er so lecker ist! :) Trotz des Sandes wirst du beim Möhren säen wahrscheinlich nicht den optimalen Pflanzabstand eingehalten haben – meistens stehen sie nacher zu eng. Ich warte dann geduldig ab, bis sich schon leckere Mini-Möhrchen gebildet haben und zupfe dann einzelne Möhren aus der Reihe raus. So haben die anderen genug Platz und du deine erste Ernte! Win win! Deine Möhren Pflanzen brauchen etwa 3-4 cm Platz in der Reihe, um groß und stark zu werden. Der Abstand zwischen zwei Reihen sollte übrigens 20-30 cm betragen.

Möhren selber anbauen: Die Pflege

Und nun? Was brauchen Superstar-Gartenkarotten sonst noch zu ihrem und unserem Glück? Gar nicht so viel! :) Sie haben (nach der Anfangsphase, wenn sie am Keimen sind) keinen sehr hohen Wasserbedarf. Ich gieße nur sehr selten, wenn es richtig trocken ist. Um noch seltener gießen zu müssen, verwende ich stattdessen eine dicke Schicht Mulch.

Ich stehe einfach total auf Mulch! Das ist ein richtiges Zaubermittel. Du kannst deine Möhren richtig schön einmummeln, sobald sie etwa eine Hand hoch sind. Das hält nicht nur die Erde feucht, sondern hilft auch prima gegen Unkraut.

Falls du verunkrautete Beete hast, solltest du regelmäßig jäten, da Möhren die Konkurrenz von Unkräutern gar nicht abkönnen. Oooder aber du liest hier mal nach, wie du Verunkrautung erst gar keine Chance gibst. Das spart so viel Zeit und Mühe!

Möhren zählen zu den sogenannten Mittelzehrern. Das heißt, sie haben quasi mittel viel Hunger. In Kompost Möhren säen stillt den Hunger der Karotten Pflanzen schon sehr gut. Du kannst ihnen im Wachstum einmal unter die Würzelchen ääähm Ärmchen greifen, indem du sie zum Beispiel mit einer gut verdünnten Brennesseljauche verwöhnst.

Junge Möhren Pflanzen im Beet

Krankheiten und Schädlinge der Möhre

Okee! Bis hierher ist glaube ich klar geworden, dass Möhren anbauen ziemlich toll ist! Leider finden das auch manche gemeinen Schädlinge toll, wenn du ihnen so leckeres Futter präsentierst. :(

Aber: Gegen diese „Fressfeinde“ können wir etwas tun!

Mischkultur ist da auf jeden Fall ein Zauberwort! Unterschiedliche Gemüsepflanzen unterstützen sich gegenseitig im Beet und können so auf ganz natürliche Weise Schädlinge und Krankheiten auf Abstand halten! Hast du dir deine Mischkulturtabelle schon heruntergeladen?

Solltest du große Probleme mit der Karottenfliege, Karottenminierfliege und Karottenblattflöhen haben, deckst du deine Karotten mit Kulturschutznetzen ab. Dann können diese Fieslinge nämlich gar nicht erst an deine Möhren ran!

Du hast Wühlmäuse? Oh nein! Damit deine Möhren nicht vor Angst in den Beeten schlottern müssen, lies dir hier meine besten Tipps gegen Wühlmäuse durch!

Das Thema Fruchtfolge wirst du auf meinem Blog immer wieder finden. Denn es ist super wichtig, um deinen Bio-Garten richtig schön gesund zu halten. Möhren Pflanzen gehören zur Familie der Doldenblütler. Bei denen solltest du im Idealfall eine Anbaupause von 4 Jahren einhalten. Wie genau du das realisieren kannst und trotzdem nicht auf deine geliebten Karotten Pflanzen verzichten musst, erkläre ich dir hier ganz ausführlich:

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Mehr Informationen

Wann Möhren ernten?

Mmmmh! Jetzt kommen wir zum köstlichen Part! :) Die Möhrenernte ist gar nicht schwer*! Du kannst deine Möhren einfach jederzeit nach Bedarf ernten. Ist das nicht praktisch? Wenn du immer die größten Exemplare raus nimmst, haben die anderen Möhren mehr Platz und können schön weiter wachsen. Das Erntefenster ist praktischerweise auch sehr weit. Also von klein und zart bis mächtig groß kannst du alles ernten, wann und wie du magst.

Wenn du wissen magst, mit was für einer Möhrenernte du in deinem Beet rechnen kannst, dann schau doch gern mal hier beim Ertragsrechner vorbei.

Um Möhren zu lagern, solltest du sie gut ausreifen lassen, bevor du sie erntest. Im August und September gesäte Möhren kannst du in wärmeren Gegenden einfach im Beet stehen lassen und den ganzen Winter über frisch ernten. Cool, oder? :) Bei Minusgraden kannst du deine Möhren mit einer dicken Schicht Stroh und gegebenenfalls mit einem Vlies einkuscheln. So können sie der Kälte prima trotzen!

Mit diesem geballten Wissen solltest du demnächst mit richtig tollen Karotten angeben können. Ich wünsche dir gaaanz viel Spaß beim Möhren säen. Mach die Welt ein bisschen orange-grüner! ;)

Falls du dir die Zeit bis zum Möhren ernten ein bisschen verkürzen möchtest: Lad dir doch die Mischkulturtabelle runter oder stöbere hier gleich weiter:

Zwiebeln stecken, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Rote Bete anbauen: Kompletter Guide für die tolle Knolle

Wie klappt das Möhren Säen bei dir so? Was sind deine besten Tipps für eine dicke Möhrenernte? :)

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Nachreifende Tomaten

Tomaten nachreifen: Bis Weihnachten eigene Tomaten essen!

Tomaten nachreifen lassen – das ist super einfach und eine tolle Methode, um grüne Tomaten im Herbst nicht wegwerfen zu müssen. Wenn du also bis Weihnachten eigene frische Tomaten essen möchtest, bist du hier genau richtig. Los geht´s!  

Inhaltsverzeichnis
Übersicht: Wie und wo lasse ich meine Tomaten nachreifen?
Wann sollte ich meine Tomaten draußen spätestens ernten?
Tomaten nachreifen ohne Tomatenschwemme
Tomaten nachreifen mit dem Reifebooster
Müssen grüne Tomaten nachreifen?
Mythen zum Thema Tomaten nachreifen

Übersicht: Wie und wo lasse ich meine Tomaten nachreifen?

Die Wärme lässt grüne Tomaten nachreifen und rot und köstlich im Geschmack werden.

Das funktioniert super! :) Es gibt ein paar Kniffe, mit denen du dafür sorgen kannst, dass du sogar bis Weihnachten eigene Tomaten schlemmst.

Hier kannst du auf einen Blick sehen, wie das geht:

Was ist zu tun?Tipps und Tricks
Tomaten komplett abernten bei einer Temperatur unter 10 GradTomaten abschneiden, um Verletzungen zu vermeiden
Tomaten auslesenKranke und faule Exemplare in die Biotonne geben, Blätter entfernen
mit Abstand nebeneinander auslegenluftig lagern: vermeidet Schimmel- und Fäulnisbildung
schnelle Nachreifung: warmer Ortz.B. in der Küche bei 16 – 20 Grad
langsame Nachreifung: kühler Ortz.B. im Keller bei 12 – 15 Grad
Reifebooster einsetzenzusammen mit Äpfeln lagern

Wie du für eine dicke fette Tomatenernte sorgst, zeige ich dir Schritt für Schritt in meinem Tomaten-Masterplan. Lad ihn dir gerne herunter!

Wann sollte ich meine Tomaten draußen spätestens ernten?

Sobald das Thermometer mehrere Tage unter 10 Grad zeigt, ist es soweit: Du solltest alle deine Tomaten ernten. Bei diesen Temperaturen werden sie nämlich nicht mehr rot. Deshalb holst du sie jetzt ins Haus, bevor sie der Krautfäule zum Opfer fallen oder verrotten.

Wenn deine Tomatenpflanzen in einem Gewächshaus stehen, kannst du sie natürlich etwas länger beernten als im Freiland. Aber vor allem in einem unbeheizten Gewächshaus ist es auch dort schnell zu kalt.

Am besten zupfst du sie nicht von der Pflanze, sondern schneidest sie mit einer scharfen Gartenschere ab. So entstehen beim Tomaten-nachreifen keine Mikro-Risse, in die später Keime oder Fruchtfliegen eindringen könnten.

Du hast deine grünen Schätze heimgeholt und ein toller Tomatenberg liegt auf deinem Tisch? Super! :)

Jetzt liest du zuerst alle faulen, kranken oder verletzten Tomaten sowie Rispen oder Blätter aus und gibst sie in die Biotonne.

Falls du übrigens lieber Videos schaust als Texte liest, schau dir gern mein YouTube-Video dazu an:

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Mehr Informationen

Dann breitest du die Tomaten auf einer flachen Unterlage aus. Sie sollten sich dabei nicht gegenseitig berühren. So können deine Tomaten nachreifen, während die Luft zwischen ihnen ungehindert zirkuliert.

Falls du nicht nur Tomaten, sondern auch anderes Gemüse anbauen möchtest, um dem Traum von der Selbstversorgung ein wenig näher zu kommen, kann ich dir meinen Kurs Gemüsegarten starten sehr ans Herz legen! Hier zeige ich dir in vielen Videos Schritt für Schritt, wie du ohne viel Mühe leckeres Gemüse anbauen und eine dicke Ernte einfahren kannst. Wäre toll, wenn du mit dabei bist! :)

Tomaten nachreifen ohne Tomatenschwemme

Wenn es ein super tolles Tomatenjahr war, hast du im Herbst in der Regel noch ziemlich viele grüne Tomaten, die du nachgereift unmöglich alle auf einmal verputzen kannst.

Deshalb verrate ich dir einen Trick: Du kannst selber bestimmen, wie schnell deine Tomaten nachreifen! Die Menge, die du möglichst bald genießen möchtest, legst du an einem warmen Ort aus. In deiner Küche zum Beispiel ist es in der Regel schön kuschelig, so dass die Tomaten schnell rot werden.

Alle anderen bringst du an einen kühlen Ort. Der Keller ist dafür sehr gut geeignet. Hier verlangsamt sich die Reifung, so dass du immer nur die Menge ins Warme holst, die du auf einmal verbrauchen möchtest. Auf diese Weise kannst du bis Weihnachten nach und nach Tomaten aus eigener Ernte genießen!

Wie du jedes Jahr ohne viel Arbeit super eine Menge köstlicher Tomaten erntest, zeige ich dir in meinem Artikel Tomaten pflanzen. Da findest du alle Informationen von der Aussaat bis zur Ernte. Schau am besten gleich mal rein! :)

Tomaten nachreifen: grüne Tomaten in Schale

Tomaten nachreifen mit dem Reifebooster

Solltest du deine Tomaten ganz besonders schnell zum Erröten bringen wollen, musst du ihnen keine anzüglichen Witze erzählen! ;) Es reicht, sie in der Küche zusammen mit Äpfeln auf die Obstschale zu legen. Äpfel sind nämlich richtige Reifebooster: Sie verströmen das Reifegas Ethylen. Das sorgt dafür, dass deine grünen Tomaten im Raketen-Geschwindigkeits-Modus rot werden. ;)

Psst: Das funktioniert auch mit Bananen, Birnen und Pflaumen!

Müssen grüne Tomaten nachreifen?

Grüne Tomaten würde niemand roh essen mögen – sie schmecken einfach nicht und sind außerdem giftig, weil sie viel Solanin enthalten. Das baut sich erst mit der Reife ab.

Es gibt aber viele Rezepte, um grüne Tomaten zu Chutneys, Soßen oder einem Relish zu verarbeiten. Müssen deine Tomaten dann eigentlich gar nicht nachreifen?

Solanin baut sich durch Kochen leider nicht ab und kann zu Übelkeit und Bauchschmerzen führen. Wenn du vor dem Kochen die grüne Schale entfernst, minderst du den Solanin-Gehalt. Oder du schneidest die Tomaten in Scheiben, bestreust sie mit Salz und lässt sie 24 Stunden stehen. Den entstandenen Sud gießt du danach weg. So kannst du den Solanin-Gehalt in einen Bereich drücken, wo er dir in der Regel nicht gefährlich wird.

Ich finde aber, Tomaten nachreifen lassen ist immer noch am besten und einfachsten! Das machen sie nämlich ganz alleine, bauen dabei ihren Solanin-Gehalt ab und du kannst sie bis in den Winter hinein genießen.

Kleiner Tipp: Alle Tomatensorten reifen nach!

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Mythen zum Thema Tomaten nachreifen

Tomaten nachreifen lassen ist eigentlich super simpel. Trotzdem halten sich hartnäckig ein paar Mythen, die nur unnötig Arbeit machen oder sogar schlecht sind.

Mythos 1: Tomaten nachreifen in Zeitungspapier oder Plastiktüten

Jede Tomate einzeln in Zeitungspapier oder Zellophantüten einzuwickeln, erhöht zwar die Luftfeuchtigkeit, aber es funktioniert auch perfekt ohne diesen Aufwand und spart im Fall von Plastiktüten auch Plastikmüll. ;)

Mythos 2: Tomaten nachreifen funktioniert nicht im Hellen

Dunkelheit ist nicht erforderlich, um Tomaten nachreifen zu lassen. Wir lagern unsere Tomaten immer im Hellen und hatten damit noch keine Probleme. Ich lege manchmal noch ein Geschirrtuch unter, falls doch mal eine dabei ist, die fault und matscht.

Mythos 3: Tomaten übereinander lagern

Damit deine Tomaten nachreifen können – möglichst ohne zu schimmeln oder zu faulen – sollten sie nebeneinander und nicht übereinander liegen. Wenn du sie in einem Karton mit Zwischenlagen von Zeitungspapier oder in einem großen Glas stapelst, werden sie immer Druckstellen bekommen und schneller zu faulen oder zu schimmeln beginnen.

Psst: Kennst du auch die neun gängigsten Einkoch-Mythen?

Tomaten nachreifen macht (fast) keine Arbeit und ist eine tolle Methode, um grüne Tomaten zu einer leckeren Bereicherung des Speiseplans zu machen, wenn es im Supermarkt gerade nur die faden Tomaten aus dem Gewächshausanbau gibt. Bevor du jetzt zur Tat schreitest und deine grünen Tomaten aberntest, lad dir noch schnell den Tomaten-Masterplan herunter, dann bist du für die nächste Tomaten-Saison perfekt gerüstet!

Noch mehr Tomaten-Lektüre gefällig? Hier kannst du weiterstöbern zum Thema:

Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

Die 8 wirksamsten Mischkultur-Partner für Tomaten!

Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

Hast du noch andere Ideen, um Tomaten nachreifen zu lassen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

Apfelsaft selber machen

Leckeren Apfelsaft selber machen – auch ohne Entsafter!

Wenn du vor lauter Äpfeln kaum noch weißt, wohin mit den knackigen Früchten, kannst du ganz einfach – auch ohne Entsafter – super leckeren Apfelsaft selber machen! So hast du auch im Winter noch frische Trinkvitamine aus dem eigenen Garten – inklusive gratis Summer-Feeling. Hört sich gut an? Dann nichts wie los, Äpfel verwerten! :)

Inhaltsverzeichnis
Welche Methode wähle ich zum Apfelsaft selber machen?
Apfelsaft selber machen ohne Entsafter
Apfelsaft selber machen mit Entsafter
#Apfelsaft selber machen mit dem Schnellkochtopf
#Apfelsaft selber machen mit dem Dampfentsafter
#Apfelsaft selber machen mit dem Kaltentsafter
#Apfelsaft selber machen mit der Obstpresse
Welche Apfelsorten eignen sich zum Apfelsaft herstellen?
Leaf to Root: Was tun mit dem Trester?
Abwarten und Apfelsaft trinken?

Welche Methode wähle ich zum Apfelsaft selber machen?

Du kannst auf mehrere Arten Apfelsaft selber machen! Damit dir die Entscheidung für eine davon leichter fällt, habe ich dir eine Tabelle mit Vor- und Nachteilen gemacht.

Wie Apfelsaft selber machen? VorteileNachteile
Ohne Entsafterkeine besondere Ausrüstung erforderlichSaftausbeute geringer
Schnellkochtopfeffizientes Entsaften kleiner MengenAnschaffungskosten
nur kleine Mengen
Dampfentsaftereffizient große Mengen entsaftenAnschaffungskosten
energieaufwändig
Kaltentsaftereffizientes Entsaften, alle Inhaltstoffe bleiben erhaltenAnschaffungskosten
Obstpressesuper effizientes Entsaften sehr großer MengenAnschaffungskosten
braucht viel Platz

Apfelsaft selber machen ohne Entsafter

Die gute Nachricht vorweg: Du brauchst keine speziellen Geräte, um leckeren Apfelsaft selber zu machen. Zwei große Töpfe, ein Sieb, ein Baumwolltuch, sterilisierte Flaschen und eventuell ein Glasheber genügen völlig!

Vier einfache Schritte für das Apfelsaft einkochen ohne Entsafter:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und würfelst sie. Dann schneidest du unschöne oder faulige Stellen heraus. Wenn du aus dem Trester noch Apfelmus machen möchtest, solltest du auch Stiele und Kerngehäuse entfernen.

Schritt #2: Äpfel kochen

Jetzt gibst du die Apfelstücke in einen Topf, bedeckst sie mit Wasser und kochst sie fünf Minuten auf.

Das Sieb hängst du in den anderen Topf und legst darin das Baumwolltuch aus.

Schritt #3: Apfelmasse auspressen

Wenn die Kochzeit vorüber ist, schüttest du die Apfelmasse in das Sieb. Dann nimmst du das Baumwolltuch an allen vier Ecken, drehst es fest zusammen und presst soviel Saft wie möglich heraus.

Schritt #4: Apfelsaft haltbar machen

Voilá, dein Rohsaft ist fertig! Du kannst ihn jetzt noch mit Zucker oder Zitronensaft süßer oder säuerlicher machen oder mit Zimt und weiteren Gewürzen verfeinern – das hängt ganz von deinem Geschmack ab. Dann erhitzt du  den Saft in einem Topf auf 78 Grad Celsius und hältst diese Temperatur für fünf Minuten. Jetzt schöpfst du den Schaum ab und füllst ihn in sterilisierte Flaschen. An einem kühlen Ort hält sich dieser Saft ungefähr ein Jahr.

Jetzt fehlen deinen Apfelsaftflaschen nur noch schicke Etiketten! Wenn alles beschriftet ist, behältst du nämlich in deiner Vorratskammer ganz einfach den Überblick darüber, was du wann eingekocht hast und obendrein sieht das auch noch richtig gut aus!

Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!

Apfelsaft selber machen mit Entsafter

Ein Entsafter hat viele Vorteile: Es ist weniger Arbeit, die Äpfel zu entsaften, es geht schneller und die Saftausbeute ist höher. Deshalb stelle ich dir hier vier verschiedenen Möglichkeiten vor, wie du Apfelsaft mit einem Entsafter herstellen kannst.

Apfelsaft selber machen mit dem Schnellkochtopf

Wenn du keine großen Mengen Apfelsaft herstellen möchtest, kannst du deinen Schnellkochtopf zum Entsaften verwenden. Er sollte allerdings ein Volumen von mindestens sechs Litern haben. Du brauchst außerdem den gelochten Einsatz und den Einsatz ohne Löcher.

Vier einfache Schritte für das Apfelsaft selbst machen mit dem Schnellkochtopf:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und viertelst sie. Dann schneidest du unschöne oder faulige Stellen heraus. Wenn du aus dem Trester noch Apfelmus machen möchtest, solltest du auch Stiele und Kerngehäuse entfernen.

Schritt #2: Schnellkochtopf vorbereiten

Zuerst stellst du das Dreibein (den Abstandhalter) auf den Topfboden und gießt 300 ml Wasser in den Topf.

Kleiner Kindheits-Flashback: Du baust jetzt ein Türmchen! :) Erst setzt du den ungelochten Einsatz auf das Dreibein und darauf den gelochten Einsatz. In den gelochten Einsatz kommen die vorbereiteten Äpfel hinein. Schon ist dein Entsaftungsturm fertig!

Schritt #3: Äpfel entsaften

Nach Anweisung in der Bedienungsanleitung deines Schnellkochtopfes entsaftest du jetzt deine Äpfel. Wenn der nötige Druck erreicht ist, beginnt die Entsaftungszeit. Sie beträgt für Äpfel 20 Minuten.

Schritt #4: Apfelsaft abfüllen

Nachdem du laut der Bedienungsanleitung den Druck aus deinem Schnellkochtopf abgelassen hast, öffnest du den Deckel und nimmst den gelochten Einsatz mit der entsafteten Apfelmasse heraus. Dann füllst du den Apfelsaft aus dem ungelochten Einsatz in sterilisierte Flaschen ab. Dabei solltest du zügig arbeiten, damit die Temperatur des Saftes nicht unter 78° Celsius fällt und er keimfrei bleibt.

Außer Entsaften gibt es übrigens auch noch einige andere Möglichkeiten, Obst und Gemüse haltbar zu machen!

Apfelsaft selber machen: Apfelsaftflaschen

Apfelsaft selber machen mit dem Dampfentsafter

Solltest du einen Dampfentsafter besitzen, bist du fein heraus: Das ist die müheloseste Methode, Berge von Äpfeln in leckeren Apfelsaft zu verwandeln! :)

Vier einfache Schritte für das Apfelsaft machen mit dem Dampfentsafter:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und viertelst sie. Dann schneidest du unschöne oder faulige Stellen heraus. Wenn du aus dem Trester noch Apfelmus machen möchtest, solltest du auch Stiele und Kerngehäuse entfernen.

Schritt #2: Dampfentsafter vorbereiten

Du füllst in den unteren Teil des Dampfentsafters soviel Wasser, wie in der Bedienungsanleitung vorgegeben ist und bringst es zum Kochen.

Psst, kleiner Hack: Wenn du das Wasser mit dem Wasserkocher erhitzt, geht es deutlich schneller und spart Energie! :)

Jetzt setzt du den Auffangbehälter und den Siebeinsatz auf. Befestige den Abfüllschlauch und klemme ihn mit der dazugehörigen Klammer ab. Nicht vergessen, sonst ist die Schweinerei in deiner Küche perfekt! ;)

Schritt #3: Äpfel entsaften

Jetzt füllst du deine vorbereiteten Äpfel in den Siebeinsatz und setzt den Deckel auf. Sobald du Flüssigkeit im Abfüllschlauch siehst, beginnt die Entsaftungszeit. Sie beträgt bei Äpfeln 90 Minuten. Du kannst zwischendrin die Apfelmasse umrühren und auch mit einem Löffel leicht pressen, um eine maximale Saftausbeute zu bekommen.

Schritt #4: Apfelsaft abfüllen

Beim Dampfentsafter ist das Abfüllen ein Kinderspiel: Du hältst einfach den Abfüllschlauch in deine sterilisierten Flaschen und füllst bis oben hin den Saft ein. Am besten benutzt du beim Abfüllen Topfhandschuhe, die Flaschen werden nämlich ziemlich heiß! :)

Du steckst gerade mitten in einer Obstschwemme? Für Kirschen , Pflaumen und Erdbeeren habe ich auch tolle Rezepte für dich!

Apfelsaft selber machen mit dem Kaltentsafter

Für ganz frischen Apfelsaft mit allen wertvollen Inhaltsstoffen und Vitaminen – morgens zum Frühstück – ist ein Kaltentsafter das perfekte Gerät. Natürlich ist dieser Saft nur ein paar Tage im Kühlschrank haltbar, aber du stellst davon ja auch nur sehr geringe Mengen auf einmal her.

Drei einfache Schritte für das Apfelsaft machen mit dem Kaltentsafter:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und schneidest unschöne oder faulige Stellen heraus. Dann schneidest du die Äpfel in die passende Größe.

Schritt #2: Äpfel entsaften

Du stellst eine Kanne unter deinen Kaltentsafter und schaltest ihn an. Dann packst du deine vorbereiteten Äpfel in den Einfüllstutzen und siehst zu, wie sich die Kanne mit leckeren Saft füllt.

Psst: Karotten und Ingwer sind tolle Saftpartner für deine Äpfel und außerdem super gesund!

Schritt #3: Apfelsaft genießen!

Frischer und schneller geht es nicht – dein Frühstückssaft ist ruckzuck fertig und du startest mit einem leckeren Vitaminboost in den Tag!

Apfelsaft selber machen: Obstpresse

Apfelsaft selber machen mit der Obstpresse

Die Obstpresse ist wie ein riesiger Kaltentsafter: Du presst den Saft aus den Äpfeln ohne Temperatureinwirkung heraus. Das ist eine prima Möglichkeit, große Mengen an Äpfeln zu verwerten. Um den Saft auch im Winter noch genießen zu können, musst du den Apfelsaft nach dem Pressen aber noch haltbar machen.

Drei einfache Schritte für das Apfelsaft machen mit der Obstpresse:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und schneidest unschöne oder faulige Stellen heraus. Dann mahlst du die Äpfel in einer Obstmühle zu Maische oder du schneidest die Äpfel in kleine Stücke.

Schritt #2: Äpfel pressen

Die gewonnene Maische füllst du in einen Press-Sack und gibst ihn in die Obstpresse. Auffangbehälter nicht vergessen! ;)

Jetzt presst du solange, bis die Maische sich trocken anfühlt und kein Saft mehr austritt.

Schritt #3: Apfelsaft pasteurisieren

Dein Rohsaft würde sich nicht lange halten und schnell zu gären oder zu schimmeln beginnen, wenn du ihn nach dem Pressen einfach nur abfüllst und lagerst.

Deshalb erhitzt du ihn für fünf Minuten auf 78° Celsius und füllst ihn dann in sterilisierte Flaschen ab.

Du möchtest nicht nur Äpfel, sondern auch anderes Obst und Gemüse aus deiner Ernte sicher haltbar machen? Dann komm doch in meinen „Obst und Gemüse haltbar machen“ Onlinekurs! Da zeige ich dir, wie du im Handumdrehen leckere Vorräte herstellst und welche Methoden es gibt, um deine Ernte haltbar zu machen. Ich freue mich, wenn du mit dabei sein möchtest!

Apfelsaft selber machen: Äpfel stampfen

Welche Apfelsorten eignen sich zum Apfelsaft herstellen?

Ganz egal, welche Sorte du verwendest: Deine Äpfel sollten aus biologisch-kontrolliertem Anbau stammen. Äpfel gehören zu den Obstsorten, die im konventionellen Anbau bis zu 20x im Jahr gespritzt werden – und das möchten wir ja nicht unbedingt im Glas haben.

Grundsätzlich kannst du aber aus jeder Apfelsorte Apfelsaft herstellen. Eine ausgewogene Mischung aus voll reifen, süßen und säuerlichen Äpfeln sorgt für einen besonders leckeren harmonischen Geschmack.

Säuerliche Apfelsorten sind zum Beispiel Boskop, Berlepsch, Topaz, Granny Smith, Idared und Ontario.

Zu den süßen Apfelsorten zählen Fuji, Gala, Pink Lady, Red Delicious und Rubinette. Und dann gibt es noch die süß-sauren Sorten wie zum Beispiel Cox Orange, Elstar, Pilot und Pinova.

Ein Saft gemischt aus Äpfeln und Birnen ist übrigens eine super leckere Kombination!

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Pssst, Nerd-Alarm on: Säuerliche Äpfel enthalten mehr „Quercetin” als süße Äpfel. Quercetin ist ein gelber Farbstoff, der freie Radikale fängt, antioxidativ wirkt und darum super gesund ist. In den sauren Apfel zu beißen ist also nicht unbedingt die schlechteste Idee! Nerd-Alarm off ;)

Leaf to Root: Was tun mit dem Trester?

Beim Apfelsaft machen bleibt eine ziemlich große Menge an ausgekochten Äpfeln übrig. Die wären zum Wegwerfen viel zu schade, weil du daraus noch ein super leckeres Apfelmus machen kannst!

Dazu solltest du aber Kerngehäuse und Stiele vor dem Entsaften entfernt haben, weil die sich hinterher nur super mühselig aus dem Apfelbrei heraussammeln lassen.

Dann ist der Rest aber nicht mehr viel Arbeit: Du gibst die Apfelmasse in eine Schüssel und pürierst alles möglichst fein. Anschließend schmeckst du das Mus mit Zimt, Zitronensaft und Zucker ab und füllst es in Gläser. Wenn du ein Luxus-Apfelmus haben möchtest, kannst du noch Rosinen dazugeben und gut unterrühren. ;)

Deine Gläser kochst du bei 90° Celsius 30 Minuten lang ein und hast so wirklich alles von deinen Äpfeln verwertet. Cool, oder?

Und aus den Apfelgehäusen kannst du übrigens richtig leckeren Apfelessig selber machen – probier das unbedingt mal aus!

Abwarten und Apfelsaft trinken?

Im Regal hast du jetzt einige Flaschen leckeren Apfelsaft mit wunderschönen Etiketten stehen? Die musst du nicht alle einfach nur pur trinken! Du kannst den Saft auch zu leckerem Apfelgelee, heißem Apfelpunsch oder Apfelschorle machen – sogar in einem Apfelkuchen oder in der Kürbissuppe macht sich der fruchtige Saft gut als Alternative zur Milch.

Pssst: Wie wär’s als nächstes mal mit selbstgemachtem Holundersaft?

Also: Apfelsaft selber machen ist kinderleicht und du brauchst nicht unbedingt ein extra Equipment dazu. Die nächste üppige Apfelernte muss also nicht zum Zankapfel werden – nur zu köstlichem Apfelsaft. Yummie! :)

Wenn du jetzt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Einkoch-Geschmack gekommen bist, schau dir doch auch diese Artikel an:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

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Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

Welche Tricks hast du auf Lager beim Apfelsaft selber machen? Ich freue mich, von dir zu hören! :)
Winterkresse: Pflanze

Winterkresse: Der leckere Supersalat!

Winterkresse, auch Barbarakraut genannt, bist du bestimmt schon oft begegnet, ohne es zu merken: Sie wächst nämlich wild an Wegrändern, Böschungen und Wiesen. Es lohnt sich aber unbedingt, ihre Bekanntschaft zu machen, denn dieser Wildsalat hat Superkräfte: super gesund, super würzig und super unkompliziert im Anbau. Darum nichts wie ab in den Garten, Winterkresse anbauen! :)

Inhaltsverzeichnis
Winterkresse oder Barbarakraut: Was ist das eigentlich?
Die Aussaat: Wann-Wo-Wie?
So pflegst du deine Winterkresse
Krasse Kresse: Der Supersalat
Winterkresse in der Küche verwenden

Winterkresse oder Barbarakraut: Was ist das eigentlich?

Winterkresse gehört zur Familie der Kreuzblütler und hat einen scharfen, kresseartigen, würzigen Geschmack, der viele Gerichte aufpeppt. Die zweijährige Pflanze ist völlig anspruchslos und absolut frosthart. Du kannst sie im Beet oder in einem Gefäß ab 5 Liter anbauen, beides ist völlig ok für sie!

Im ersten Jahr bildet die Winterkresse dunkelgrüne Blattrosetten. Im zweiten Jahr will sie dann hoch hinaus: Es wächst ein bis zu 30 Zentimetern hoher Blütenstiel mit gelben Blüten. Das sieht wunderschön aus und ist ein toller Farbtupfer im Beet oder auf dem Balkon.

Übrigens: Weil du Winterkresse in der Regel das ganze Jahr über ernten kannst, heißt sie vermutlich auch Barbarakraut – zu Ehren der Heiligen Barbara, die ihren Namenstag am 4. Dezember feiert.

Winterkresse: Blüte

Die Aussaat: Wann Wo Wie?

Winterkresse kannst du von Anfang März bis Ende September direkt in die Erde säen. Ein Reihenabstand von 20 Zentimetern und ein Pflanzabstand von 0,5 Zentimetern sind dabei ideal.

Mit dem Standort ist sie ganz flexibel: Von sonnig bis halbschattig ist alles möglich. Spinat, Mangold und Feldsalat sind ihre bevorzugten Nachbarn.

Mischkultur im Beet oder im Topf ist übrigens eine richtig coole Sache! Deine Pflanzen danken es dir mit prächtigem Wachstum, wenn sie mit ihren Homies zusammenstehen dürfen. Damit du gar nicht lange grübeln musst, wer gern mit wem ins Beet geht, habe ich eine Mischkulturtabelle für dich erstellt. Da siehst du auf einen Blick, welche Pflanzengemeinschaften ideal sind! Lad sie dir gerne hier herunter:

Die Blätter vom Barbarakraut kannst du das ganze Jahr über ernten.* Mit der Blüte im zweiten Jahr beginnen sie allerdings ziemlich bitter zu schmecken – und das ist nicht jedermanns Sache. Nach der Blüte erntest du die Samen und   verwendest sie als frisches Saatgut einfach wieder.

Übrigens lässt sich nicht nur Winterkresse, sondern auch ganz viel anderer Salat in der kalten Jahreszeit ernten! Wie das geht, zeige ich dir in diesem Video, schau gerne mal rein!

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So pflegst du deine Winterkresse

Damit sich die Winterkresse bei dir rundum wohlfühlt, braucht es nicht viel. Sie legt aber Wert auf eine gute Wasserversorgung* und als Mittelzehrer freut sie sich im zweiten Jahr, wenn du ihr einmal etwas Flüssigdünger gönnst. 

Falls du nicht nur Winterkresse, sondern auch anderes Gemüse ohne viel Mühe anbauen möchtest und dafür jede Menge Tipps und Tricks brauchen kannst, komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs*! Da zeige ich dir, wie du im Handumdrehen eine dicke Ernte einfährst – auch wenn du mit Job und Familie schon ziemlich beschäftigt bist. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Um die Blätter im Geschmack etwas milder zu machen, suchst du der Winterkresse einen halbschattigen Standort aus und sorgst dafür, dass sie nicht austrocknet. Wenn sie nämlich überwiegend sonnig-trocken steht, verstärkt das die bittere Note.

Mit Krankheiten und Schädlingen hat die Winterkresse kaum zu kämpfen. Du solltest aber wie bei allen Kreuzblütlern eine Anbaupause von sechs Jahren einhalten.

Winterkresse: Tasse Tee

Krasse Kresse: Der gesunde Supersalat

Winterkresse schmeckt aber nicht nur im Salat super lecker, sie ist auch noch richtig gesund:

  • Als Tee aufgebrüht kann die Vitamin C-reiche Pflanze dein Immunsystem stärken. Für den Tee übergießt du 25 g Blätter mit einem Liter kochenden Wasser und lässt ihn 12 Minuten ziehen.
  • Die gemörserten Samen helfen als Tinktur gegen Blasenentzündungen.
  • Die Bitterstoffe wirken verdauungsfördernd.
  • Ein Aufguss der Blätter unterstützt die Wundheilung.

Du siehst: Eigentlich führt an der Winterkresse kein Weg vorbei! ;) Und die Kombination aus köstlich und gesund findest du auch nicht an jeder Ecke!

Winterkresse
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Winterkresse in der Küche verwenden

Ok, deine Winterkresse ist wunderbar gewachsen und du möchtest sie jetzt beernten* und in der Küche verwenden? Perfekt, denn es gibt da viele Möglichkeiten!

  • Blätter: Du kannst mit den Blättern Salate aufpeppen, Kräuterquark anrühren, sie kurz blanchiert wie Spinat zubereiten oder als Füllung für Fleisch und Gemüse verwenden. Auch ein Pesto aus Winterkresseblättern schmeckt richtig toll!
  • Blüten: Junge Blütentriebe sind köstlich als gedünstete Gemüsebeilage und die Blüten machen sich prächtig als Deko im Salat oder auf dem Brot. Oder du trocknest sie und machst einen leicht süß schmeckenden Tee draus.
  • Samen: Die Samen kannst du zerstoßen und als Gewürz verwenden.

Tja, jetzt hast du die Qual der Wahl! ;) Am besten einfach alles mal ausprobieren und dann einen Favoriten küren!

Winterkresse ist ein absolut unkomplizierter Gemüsekumpel und auch für Garten-Newbies prima geeignet. Mit den richtigen Pflanzennachbarn im Beet wächst sie umso besser. Apropos: Hast du dir schon meine Mischkulturtabelle heruntergeladen? ;)

Da Winterkresse nicht nur lecker schmeckt, sondern auch richtig gesund ist, solltest du ihr unbedingt ein Plätzchen in deinem Beet oder auf deinem Balkon einräumen. Dann hast du in der Küche zahlreiche Möglichkeiten, sie zu einem leckeren Essen zu machen!

Nur Winterkresse im Beet ist dir zu langweilig? Dann schau doch, was da noch so alles geht:

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – Der komplette Zucchini-Guide

Buschbohnen anbauen: Das unkomplizierte Gemüse in deinem Garten!

Hast du Winterkresse schon mal angebaut? Ich freue mich, von deinen Erfahrungen zu hören! :)

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Asia Salat: verschiedene Sorten

Asia Salat: Der Rockstar im Beet!

Asia Salat ist definitiv der Rockstar unter den Wintersalaten, denn er ist wild, bunt und kommt mit ordentlich Pfeffer um die Ecke. Ich zeige dir, wie du dir diesen bunten Salat in den Garten holst und das ganze Jahr über erntest!

Inhaltsverzeichnis
Jeder braucht ein bisschen Asia Salat
Hol dir Asia Salat in den Garten
Geschmacksfrage: Darfs ein bisschen scharf sein?
Asia Salat aussäen und pflanzen
Asia Salat ernten
Krankheiten und Probleme

Jeder braucht ein bisschen Asia Salat

Und nach dieser Ansage ist uns allen klar: Am Asia Salat geht kein Weg vorbei. Weil er mit seinen vielen Sorten nämlich einfach jeden vom Hocker haut!

Asia Salate sehen dabei aber nicht nur hip aus, sie sind auch super robust! Sie überstehen problemlos den ganzen Winter und du kannst zu Weihnachten deinen eigenen Salat servieren.

Alle Varianten haben eine andere verrückte Blattform, knallige Farben sind Programm und es gibt für jeden Schärfegrad den richtigen Kandidaten: Einige Sorten haben es in sich und andere sind ganz mild.

Asia Salat ist dabei immer das i-Tüpfelchen und nicht die Grundlage. Die bunten, fransigen Blätter bringen den Pep in deinen Salat. Eine Schüssel mit nur Asia Salat würde aber eher in die Death Metal Ecke gehören. ;)

Deshalb probierst du dich am besten einfach durch die verschiedenen Sorten und findest dein Salat-Genre. Bist du Team Hardrock oder mehr Team Kuschel-Rock? ;)  

Asia Salat: bunte Blätter

Hol dir Asia Salat in den Garten

Asia Salat ist ein Kreuzblütler, den du nur alle 6 Jahre am selben Fleck anbauen kannst. Sonst setzen sich leicht Krankheiten und Schädlinge im Boden fest, die deinen Kohlgewächsen dann zu schaffen machen.

Wenn du diese Anbaupause in deiner Beetplanung  berücksichtigst, kann aber schon nicht mehr viel schief gehen ­– Asia Salat ist nämlich super gut für Gemüsegarten-Anfänger geeignet!

Huch, Beetplanung ist noch nicht so dein Ding? Kein Problem! Mit meinem fix und fertig ausgeklügelten Pflanzplan, in dem Anbaupausen, Fruchtfolge, gestaffelter Aussaat und Mischkultur schon berücksichtigt sind, kannst du sofort losgärtnern! Trag dich einfach hier ein und schwupps landet er in deinem Postfach!

Geschmacksfrage: Darfs ein bisschen scharf sein?

Asia Salat kann ziemlich scharf sein! Das ganz typische Aroma ist eine Mischung aus Senf, Meerrettich und einer Kohlnote.

Falls du da eher empfindlich bist, kannst du auf die milderen Sorten setzen. Die Auswahl ist zum Glück riesig!

Mizuna zum Beispiel ist eine der mildesten Varianten, aber auch der schöne rote „Red Giant“ kommt für zartbesaitete Gartenfreaks in Frage. Einfach erstmal einige Blätter in den Salat mischen und vorsichtig herantasten. Die verschiedenen Aromen machen die Mischung erst richtig interessant und bald traust du dich vielleicht schon an etwas würzigere Sorten.

Wenn es ein bisschen rockiger sein darf, probier doch mal den mild-scharfen Mibuna. Oder den mittelscharfen Moutarde Rouge Metis. Mit seinen roten, gezackten Blättern ist der einfach nur schick im Garten und auf dem Teller!

Asia Salat: Gemüsegarten Beete Wurzelwerk

Wasabino hat, wie der Name sagt, einen interessanten Meerrettichgeschmack und bringt schon einiges an Schärfe mit. Auch Green in Snow ist eher für scharfe Typen.

Entscheidungen sind jetzt nicht so deine Stärke? Dann ist eine Asia Salat Mischung genau das Richtige für dich. So kannst du dich in Ruhe durchprobieren und deine eigenen Lieblinge finden.

Asia Salat aussäen und pflanzen

Der Asia Salat schlägt sich schon durch – typisch Rockstar eben! Ob Freiland, Gewächshaus, Kübel oder Kasten: Alles ist möglich. Die Herbstaussaat im Gewächshaus hat den Vorteil, dass dein Salat trocken über den Winter kommt.

Das ist nämlich das, was den meisten Salaten im Winter zu schaffen macht! Minusgrade schaden deinem Asia Salat überhaupt nicht, aber ständige Feuchtigkeit ist so gar nicht sein Ding. Da macht er schnell schlapp!

Du kannst Asia Salat von März bis Oktober aussäen . Die Frühjahrs- und Sommeraussaat säst du aber lieber im Freiland, damit es nicht zu warm wird.

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Leider machen zu dieser Jahreszeit die zahlreichen Kohlschädlinge deinen Pflänzchen oft Probleme. Wenn du erst im Herbst aussäst, schauen Kohlfliege und Co. allerdings in die Röhre. :) Eine Mischkultur mit Tagetes, Möhre, Erbse, Sellerie, Spinat, Mangold, Rote Bete und anderen Salaten hilft dir dabei, deinen Asia Salat möglichst unbeschadet durch den Sommer zu bringen.

Er hat die besten Startbedingungen, wenn der Boden feinkrümelig und unkrautfrei ist. Du säst ihn 1 cm tief direkt ins Beet mit einem Reihenabstand von 25 cm und einem Pflanzabstand von etwa 2 cm. Möchtest du Baby Leaf Salat ernten, kannst du auch auf einen Reihenabstand von 10 cm gehen.

Asia Salat: Mischung

Naaa, kribbelts dir in den Fingern, wenn du vom Aussäen liest? Wenn du so richtig durchstarten möchtest in deinem Garten, komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Dort erfährst du alle Geheimtipps, die dich zu einem glücklichen Gartenmenschen machen – ganz ohne langes Bücherwälzen, Schuften und Abrackern. Ich würde mich freuen, dich dabei zu haben!

Asia Salat ernten

Was möchtest du ernten: zarte Blättchen oder Gemüse für deine Pfanne*? Das kannst du über Aussaatabstände und den Erntezeitpunkt bestimmen:

  • Dichte Aussaat und ein früher Erntezeitpunkt bringen dir eine Ernte mit zarten, frischen Babyleafs.

  • Größere Abstände und eine spätere Ernte bedeuten bis zu 30 cm lange Blätter. Die sind meistens ordentlich scharf, aber in Stücken gedünstet oder in einer Gemüsepfanne werden sie zahmer und richtig lecker!

  • Achte unbedingt darauf, deinen Asia Salat nicht knapp über dem Boden, sondern einige Zentimeter über dem Herz abzuschneiden. Auf diese Weise wächst er nämlich fleißig weiter und du kannst ihn mehrmals beernten.

  • Kleinere Pflanzen kannst du auch im Ganzen ernten und dünsten.

Du willst du noch viel mehr im Winter ernten können ? Das ist so viel einfacher, als du jetzt vielleicht denkst! Und es ist soo schön, im Winter sein eigenes Gemüse zu essen. Schau doch mal, hier im Video habe ich gleich 30 solche Wundergemüse für dich gesammelt. Damit fährst auch du bald eine dicke Weihnachtsernte ein!

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Krankheiten und Probleme

Grundsätzlich hat Asia Salat die Robustheit, die wir uns von einem Rockstar erwarten dürfen. Klirrende Kälte, kurze Tage und ähnliches können diesem bunten Kollegen nichts anhaben.

Es gibt aber schon ein paar Probleme, vor denen du ihn bewahren solltest:

  • Eine dicke Schnecke kann deinem jungen Asia Salat schnell den Garaus machen. Ein Schneckenkragen schützt ihn vor ungebetenen Gästen und hier gibt es auch noch mehr Tipps und Tricks gegen eine Schneckeninvasion.
  • Sobald der Sommer richtig in Fahrt kommt, tun das auch die Kohlweißlinge . Als Kreuzblütler lebt dein Asia Salat dann gefährlich. Damit die grünen Raupen nicht alles wegmampfen, schützt du ihn am besten mit einem Kulturschutznetz.
  • Die kleinen weißen Kohlfliegen finden deinen Asia Salat einfach unwiderstehlich. Gute Nachricht: Die sind mit einem Kulturschutznetz schnell aus dem Konzertsaal geworfen. Oder du schmückst deinen Asia Salat mit einem Kohlkragen.
  • Besonders gefürchtet unter den Gärtnern ist die Kohlhernie. Sie kann alle Kohlgewächse erwischen und bedeutet einen Totalausfall.  Zum Glück kommt sie eher selten vor. Rötlich bis gelbliche Blätter und Verdickungen an der Wurzel wären hier die Alarmzeichen. Wenn du so etwas an deinem Asia Salat entdeckst, kannst du ihn nur noch im Restmüll entsorgen. Auf dem Kompost kannst du diese Krankheitserreger nämlich gar nicht gebrauchen! Wenn du aber die Anbaupausen einhältst, nisten sich solche Fieslinge gar nicht erst bei dir ein.

Du siehst: Asia Salat ist ein einfach anzubauender, super leckerer Salat mit unterschiedlichen Schärfegraden, den du auch im Winter ernten und genießen kannst. Hast du jetzt auch richtig Appetit auf einen frischen, würzigen Salat mit bunten Asia Salat Blättchen bekommen? Dann lad dir noch schnell meinen Pflanzplan herunter und nichts wie raus in den Garten und Samen in die Erde bringen. Damit wir gemeinsam die Welt nicht nur grüner, sondern auch ein ganzes Stück bunter machen. ;)

Du willst noch mehr im Winter ernten? Hier kommst du direkt ins Winter-Wunder-Ernte-Land, mit allen Tricks und Tipps:

Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

Zuckerhut Salat: aromatischer Wintergenuss aus dem Garten!

Schwarzwurzel: Unterschätztes Wintergemüse aus dem Garten!

Na, wie siehts aus? Hat der Asia Salat schon seinen Stammplatz bei dir im Garten?

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Dicke Bohne im Garten

Dicke Bohnen? Dicke Ernte!

Dicke Bohnen kommen mit einem etwas angestaubten Image daher. Es lohnt sich aber unbedingt, den Staubwedel auszupacken und Dicke Bohnen wieder ins Rampenlicht zu rücken! Los geht´s!

Inhaltsverzeichnis
3 Gründe für Dicke Bohnen in deinem Garten
Dicke Bohnen: Meine Lieblingssorte
Mischkultur: Dicke Freundschaften unter Beetnachbarn
Dicke Bohnen = Dicke Ansprüche an dein Gemüsebeet?
Zack die Bohne! Schneller ausgesät, als du gucken kannst!
Wann aussäen?
Dicke Bohnen – Was es zu beachten gilt
Dicke Bohnen ernten
Dicke Bohnen zubereiten und verputzen

3 Gründe für Dicke Bohnen in deinem Garten

Dicke Bohnen sind wahre Tausendsassas, was den Namen angeht: Sie heißen auch Puffbohne, Ackerbohne, Saubohne, Feldbohne oder Pferdebohne.

Das interessiert dich jetzt eher nicht die Bohne? ;) Dann kommen hier 3 Gründe, warum du sie aber unbedingt anbauen solltest:

  • Der Hauptgrund versteht sich von selbst: Dicke Bohnen sind super lecker! Sie schmecken ein bisschen nussig und sind innen cremig. Yaaaaams!
  • Hülsenfrüchte sind tolle Proteinlieferanten
  • Dicke Bohnen verbessern deinen Boden, denn sie reichern wertvollen Stickstoff in der Erde an

Außerdem sind Dicke Bohnen herrlich unkompliziert im Anbau! Vor allem seit ich sie über den Winter anbaue, habe ich fast gar keine Arbeit mehr mit ihnen.

Dicke Bohnen an der Pflanze

Dicke Bohnen: Meine Lieblingssorte

Die Sorte Hangdown Grünkernig mag ich besonders gern. Sie begleitet mich schon seit vielen Jahren und wirft immer tolle Erträge ab.

Ich baue 2 bis 3 Reihenmeter pro Leckermaul im Haushalt an. ;) Mit der Menge kommen wir prima zurecht.

Pssst: Meine Gemüse-Lieblingssorten kannst du dir ganz einfach an deine Haustür liefern lassen! Mit der Abobox erreicht dich das Saatgut immer rechtzeitig zum Aussaattermin.

Mischkultur: Dicke Freundschaften unter Beetnachbarn

In meinem Gemüsegarten soll Harmonie herrschen! Deswegen versuche ich immer die Gemüsesorten als Beetnachbarn zu kombinieren, die sich richtig gut leiden können. Bei Dicke Bohnen sind das zum Beispiel Kohl, Sellerie, Kürbis, Salat, Rüben und Dill.

Dicke Bohnen = Dicke Ansprüche an dein Gemüsebeet?

Ha! Von wegen! Dicke Bohnen gehören zu den wenig anspruchsvollen und flexiblen Gemüsekulturen:

  • Sie mögen Sonne, kommen aber auch mit einem nicht so sonnigen Plätzchen zurecht.
  • Sie mögen nährstoffreichen und lockeren Boden, sind aber auch mit schlechteren Böden zufrieden.
  • Als Schwachzehrer brauchen sie keinen Dünger.
  • Sie bevorzugen etwas feuchtere Erde – mit einer dicken Mulchschicht, brauchst du sie aber trotzdem kaum zu gießen. 

Dicke Bohnen sind also der Typ unkomplizierter Gemüsekumpel und daher auch für Gartenanfänger richtig gut geeignet!

Bei Hülsenfrüchten halte ich übrigens eine Anbaupause von 5 Jahren im Rahmen der Fruchtfolge ein, um Schädlingen ein Schnippchen zu schlagen.

Wie genau ich das plane, zeige ich euch in diesem Video:

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Mehr Informationen

Zack die Bohne! Schneller ausgesät, als du gucken kannst!

Das Dicke Bohnen Saatgut macht richtig was her – es sind nämlich nicht so winzige Samen wie die von Karotten oder Salat, sondern richtig dicke Brummer! Ich säe Dicke Bohnen direkt und ohne Umschweife ins Beet. Für die Aussaat steckst du die Bohnen mit einem Abstand von 10 cm in die Erde. Die Saattiefe beträgt ca. 6 cm und der Abstand zwischen den Reihen sollte bei ungefähr 60 cm liegen. Wenn die Saubohne anfängt, in die Höhe zu wachsen, kippt sie schnell um. Deswegen findet sie ein kleines Rankgerüst saugut! ;)

Du kannst sie natürlich auch vorziehen, das gibt den Bohnen dann schon mal einen Wachstumsvorsprung.

Wann aussäen?

Dicke Bohnen säe ich gerne bereits Mitte Februar aus. Dann einen zweiten Satz Ende Juni, der wird im Herbst noch reif. Den dritten Satz säe ich Anfang September. Diese tapferen Böhnchen harren den Winter über im Beet aus und schenken mir dann bereits im Frühjahr eine erste tolle Ernte!

Erster Satz, zweiter Satz und dann noch auf Mischkultur und Fruchtfolge zu achten scheint dir recht kompliziert? Falls du bei der Beetplanung ein bisschen Unterstützung gebrauchen könntest, habe ich hier etwas für dich: nämlich einen fix und fertig ausgeklügelten Pflanzplan! Da kannst du gleich im Garten loslegen, ohne erst lange planen zu müssen! 

Lad ihn dir hier einfach herunter, dann flattert der fertige Pflanzplan in dein Postfach:

Dicke Bohnen – Was es zu beachten gilt

Vor der Aussaat lockerst du deinen Boden, ohne ihn zu wenden. Nicht nur die Ackerbohnen, sondern auch dein Boden werden sich riesig über diese kleine Zuwendung freuen! Wenn die Bohnenpflänzchen dann eine Handbreit in die Höhe gewachsen sind, kannst du sie mulchen. Mulch ist ein absolutes Zaubermittel im Gemüsegarten! Düngen brauchst du Dicke Bohnen nicht.

Dicke Bohnen ernten

Jippieh! Es geht an die Ernte! Dicke Bohnen sind erntefertig, sobald die Schoten sich zu wölben beginnen und die Bohnenkerne eine schöne Größe annehmen. :)

Wenn die Pflanzen abgeerntet sind, schneidest du sie oberirdisch ab und lässt die Wurzeln in der Erde. Daran sitzen nämlich Stickstoffknöllchen, die den Boden düngen und die Bodenlebewesen freuen. Es wäre doch schade, wenn du diese kostenlosen Nährstoffe nicht mitnehmen würdest!

Leckere Dicke Bohnen

Dicke Bohnen zubereiten und verputzen

Gibt es eine meditativere Beschäftigung, als Bohnen oder Erbsen aus der Schote zu pulen? Ich finde das herrlich entspannend. Außerdem steigt dabei meine Vorfreude auf ein leckeres Essen ganz ungeheuer! ;) Die Konsistenz mit dem großartigen Schmelz hat es mir einfach angetan. Zusammen mit Zwiebeln zu Kartoffeln oder auch mal in einer Rahm- oder Tomatensauce schmecken Dicke Bohnen einfach herrlich!

Aber was ist mit dem Sprichwort „Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen“? Und nein, damit sind keine Freudenjuchzer gemeint! ;)

Nicht jeder verträgt Hülsenfrüchte nämlich problemlos. Zwei Tipps helfen gegen unangenehme Blähungen:

  • Erstens: Je öfters und regelmäßiger du Hülsenfrüchte zu dir nimmst, desto mehr gewöhnt sich dein Magen-Darm-Trakt daran! Starte mit kleinen Portionen und mach sie nach und nach immer größer. Deine Blähungen sind so nach einer Zeit wie vom Winde verweht. ;)
  • Zweitens: Ein wenig Bohnenkraut zu den Hülsenfrüchten in den Topf gepackt hilft prima dabei, Verdauungsproblemen vorzubeugen.
Dicke Bohne
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Naa, sind Dicke Bohnen und du schon dicke Freunde? Denk daran, in meinem Pflanzplan kannst du Dicke Bohnen als Mitglieder der Familie der Hülsenfrüchte in Beet Nummer 6 unterbringen. ;)

Hier habe ich noch mehr Artikel zu Bohnen im Gemüsegarten für dich:

Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung!

Buschbohnen anbauen: Das unkomplizierte Gemüse in deinem Garten!

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Hast du schon Dicke Bohnen im Beet gehabt? Erzähl mir gerne in den Kommentaren von deinen Erfahrungen!

Rote Melde Mischkultur

Rote Melde: Bunte Salatkräuter aus dem Garten

Die Rote Melde ist ein echter Blickfang für deinen Garten und dazu auch noch völlig unkompliziert, superlecker und gesund! Willst du haben? Dann habe ich hier alle Geheimtipps, die dich zu diesem wunderhübschen Kraut führen, los geht’s!

Inhaltsverzeichnis
Rote Melde kann so einiges
Kraut oder Unkraut?
So holst du dir die Rote Melde in den Garten
Gute Nachbarn für die Rote Melde
Rote Melde säen und pflanzen
Rote Melde richtig ernten
Deine wilde Garten-Salatbar

Rote Melde kann so einiges!

Du willst leckeren, frischen Salat, der auch noch ganz besonders aussieht? Das ist überhaupt kein Problem, denn dein Feinkost-Freiluftsupermarkt hat da so einiges zu bieten. Klar: Spinat, Rucola und Asiasalat kennen wir! Aber wie wäre es denn mit einem roten Farbklecks in deinem Salat?

Salate mit verschiedenen Farben und Blattstrukturen sind ein echter Augenschmaus! Und genau da kommt die Rote Melde ins Spiel. Sie hat wunderschöne rötliche Blätter mit einem matten Schimmer und schmeckt dabei zart und mild.

Gesund ist das feine Kraut auch noch, es kommt mit ordentlich Vitamin C, Kalzium, Kalium und Magnesium um die Ecke. Noch ein paar essbare Blüten darüber gestreut – fertig ist eine Schüssel voll Gartenglück!

Und nicht nur in der Salatschale ist die rote Gartenmelde wunderschön, sie wertet auch deinen Garten auf. Du brauchst nicht unbedingt große Mengen von ihr, denn meistens reichen ja ein paar Blätter. Eine zwei Meter lange Reihe oder ein paar einzelne Pflanzen reichen völlig.

Deswegen kannst du sie im Blumenbeet oder in Lücken im Gemüsbeet ganz einfach frech reinsetzen. Wo auch immer dir ein Farbtupfer im Garten fehlt, die Rote Melde ist dein Freund und Helfer! ;)

Brauchst du Hilfe dabei, die richtigen Partner für eine gute Mischkultur zu finden? Dann habe ich da ein kleines Geschenk für dich: Eine Mischkulturtabelle mit den Beetpartnern. Die deine Gemüsepflanzen wollen. Trag gern deine Mailadresse ein und schon flattert sie in dein Postfach und du kannst anfangen dein Gemüse erfolgreich zu verkuppeln!

Kraut oder Unkraut?

„Aaaaaaaaber Melde habe ich schon genug im Garten, das ist doch ein Unkraut?“ hätte ich vor einiger Zeit noch gesagt. Aber als Gartenmensch weißt du: die klare Linie zwischen Kraut und Unkraut, die gibt’s nur im Kopf!

Giersch, Vogelmiere, Brennnessel, Gundermann und eben auch die schöne Melde machen es vor. Klar, sie können sich ganz schön breit machen, aber sie sind auch megalecker.

Vielleicht einigen wir uns auf Rumkraut? Kräuter die wild rumkrauten? ;)

Naja, zumindest im Falle der Roten Melde habe ich gute Nachrichten: die vermehrt sich über Samen. Der Trick besteht also darin, dass du als Rumkraut-Dompteur dafür sorgst, dass sie sich nicht unkontrolliert aussamt. Sobald du die Samenrispe erkennst, die sich nach oben schiebt, kappst du sie! Oder du legst direkt die ganze Pflanze um und hast die Lage komplett im Griff.

Ein weiterer Vorteil an den wilden Rumkräutern ist ihre Robustheit. Die Rote Melde ist null anfällig für Krankheiten. Sie macht einfach ihr Ding! Höchstens Läuse können ihr manchmal zu schaffen machen. Dagegen kannst du vorsorgen, indem du dich strikt an die Pflanzabstände hältst, das hilft meistens schon wunderbar!

Rote Melde auf Küchenbrett

Aufgepasst! Falls du Saatgut von anderem Gemüse in deinem Garten gewinnen möchtest*, gibt’s etwas zu bedenken: Die Rote Melde ist nämlich mit Mangold, Rote Bete und Spinat verwandt. Mit denen könnte sie sich auch verkreuzen, wenn die Pflanzen in der Nähe stehen. Brichst du bei der Roten Melde rechtzeitig die Blüten aus, schlägt dir die Windbestäubung kein Schnippchen und nichts kommt durcheinander.

So holst du dir die Rote Melde in den Garten

Die Rote Melde wächst, wie gesagt, ohne viel Tamtam. Sie ist super gesund, schmeckt lecker und ist auch noch schön. Sie kann halt einfach alles. Deswegen war sie im Mittelalter noch in sämtlichen Gärten zu finden. Dann aber gewann der Spinat die Überhand …

Das ändern wir jetzt und holen uns die Melde wieder zurück! Es gibt auch die schlichte grüne Variante, aber wir setzen am liebsten auf die Rote Melde. Ich baue in der Regel die „Gartenmelde Rubinrot“ oder die klassische „Rote Gartenmelde“ an.

Eine Reihe von etwa zwei Metern reicht für vier Personen, die Abwechslung im Salat wollen. Noch schöner wird’s, wenn du die Pflanzen bunt im Garten verteilst. :)

Gute Nachbarn für die Rote Melde

Um die Rote Melde geschickt im Garten zu verkuppeln, ist es wichtig, dass du weißt, wer ihre Lieblinge sind. Sie ist zum Beispiel der perfekte Partner für deine Kartoffeln. Aber auch Kohl, Erbsen und Bohnen freuen sich über die Bunte Nachbarin.

Du kannst die Rote Melde auch als Schmuck zwischen Blumen und Stauden setzen. Sie verträgt sich mit fast allen – nur nicht mit anderen Fuchsschwanzgewächsen.

Beim Mixen ist es superwichtig daran zu denken, dass die Melde ein ganz schöner Busch werden kann. Ein Abstand von 25 cm ist auf jeden Fall nötig, wenn der Nachbar nicht sogar noch mehr braucht.

Rote Melde im Garten

Psssst: willst du noch viel mehr Tipps und Tricks, wie du deinen eigenen Selbstversorgergarten ganz einfach startest und eine dicke Ernte einfährst? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs*. Dort erfährst du alles, was du für einen gelungenen Gartenstart wissen musst, und es warten jede Menge andere Gartensuchtis auf dich. Gemeinsam wird beraten, Erfolge gefeiert und gemeinsam auf das große Gartenglück hingearbeitet. Ich würde mich freuen, dich dabei zu haben!

Rote Melde säen und pflanzen

Mit der Roten Melde haben wir eine Kandidatin, die du auch gut in den Halbschatten setzen kannst. Pralle Sonne ist wirklich nicht nötig. Der Boden sollte leicht feucht sein, ansonsten ist die Rote Melde genügsam.

Außerdem kannst du sie einfach ins Freiland säen, auf Voranzucht legt sie keinen Wert. Die Rote Melde stellt absolut keine hohen Ansprüche. Lockere Erde und ein unkrautfreies Beet sind alles, was sie sich wünscht.

Wenn du zarte Babyleafs ernten möchtest, dann säst du im Herbst, bis zum November, im geringen Abstand von 3×5 cm. So bekommst du einen dichten roten Teppich, von dem du deinen Babyleaf-Salat ernten kannst.

Du willst große Blätter als Spinatgemüse und einen hübschen Rote Melde Busch? Dann wählst du einen Abstand von 25×10 cm. Der richtige Zeitpunkt zum Aussäen ist dann ab März, damit die Gartenmelde genug Zeit zum Wachsen hat. 

Die Samen kommen in jedem Fall ca. 1 cm tief in die Erde hinein. Sobald die Pflanzen sprießen, kannst du sie dann auf deinen gewählten Abstand vereinzeln. Willst du richtig hohe Büsche wachsen lassen, dann ist sogar ein Abstand von 40 cm nötig.

Rote Melde im Beet

Da die Rote Melde nach einiger Zeit zu blühen beginnt, lohnt es sich, eine gestaffelte Aussaat zu planen. Wenn du eine Flatrate an buntem Salatglück möchtest, dann säst du am besten alle drei Wochen ein bisschen nach! ;)

Die Pflege ist wirklich basic. Achte einfach darauf, dass der Boden nicht austrocknet, das mag die Rote Melde gar nicht. Mit einer schönen Mulchschicht schützt du sie davor ganz unkompliziert.

Rote Melde richtig ernten

Es geht endlich ans Ernten*!! Du kannst nach und nach einfach immer die größten Blätter abzupfen und wie Spinat kochen oder roh für Salate verwenden. Die Babyleaf-Ernte verwende ich nur roh, die zarten Blätter sind einfach soooo zart und lecker!

Sobald die Rote Melde zu blühen beginnt, ist Erntestopp. Dann werden die Blätter langsam bitter und sind auch nicht mehr so gesund.

Die Rote Melde treibt immer wieder neu aus, wenn du sie geschnitten hast. Lass dafür einfach die unterste Blattachse stehen, so hast du lange etwas von ihr!

Rote Melde
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Aufgepasst, die rote Schönheit ist nicht frosthart. Im Herbst kannst du die Saison mit einem Vlies verlängern. Natürlich kannst du auch einige Pflänzchen ins Gewächshaus setzen und so das Erntefenster deutlich verlängern.

Deine wilde Garten-Salatbar

Du siehst schon, mit der Gartenmelde hast du es mit einem Kraut zu tun, das dir total unkompliziert zu einer außergewöhnlich schönen Ernte verhilft. So lieben wir das doch! Eine schöne Idee ist es auch, gleich ein kleines Beet für die wilden Salat-Rumtreiber zu reservieren.

Mit ein paar essbaren Blumen hast du so ruckzuck eine kleine Salatbar im Garten, die nicht nur gesund ist, sondern auch wunderschön aussieht!

Also los: Schnapp dir deine Mischkulturtabelle, damit du dir keinen Nachbarschaftsstreit im Beet einhandelst, und dann ab in dein Freiluft-Gourmet-Geschäft.

Du möchtest noch mehr Kräuter in deinen Garten holen oder insgesamt deinen Garten verschönern? Dann schau doch mal hier vorbei, da findest du viele tolle Ideen und Tipps:

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Welche Kräuter zusammen pflanzen? 18 tolle Kräuterpaare!

Den Garten gestalten: 9 geniale Ideen für deinen Traumgarten

Hast du Rote Melde schon im Garten oder womit peppst du deinen Salat gern auf? Erzähl es uns gern in den Kommentaren!

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Acht clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer

Eine gut gefüllte Vorratskammer ist eine wahre Schatztruhe und kann dir in so mancher Situation aus der Patsche helfen. Wie du das Allerbeste – und Leckerste – aus deiner Vorratskammer rausholst, verrate ich dir in acht cleveren Tricks!

Inhaltsverzeichnis
1. Der ideale Ort für deine Vorräte
2. Platz in der Vorratskammer clever nutzen
3. Durchblick dank Etiketten
4. Was kommt rein in die Vorratskammer?
5. Vorratshaltung von Grundnahrungsmitteln
6. Überblick behalten
7. Was mache ich wie haltbar?
8. Vorräte kontrollieren

Huch – es klingelt an der Tür und du bekommst völlig unerwarteten Überraschungsbesuch? Kein Problem: Für einen schnellen Obst-Crumble hast du alles vorrätig. Du musst wegen einer Krankheit das Haus hüten? Zum Glück brauchst du dir keine Gedanken über die Versorgung machen, sondern kannst ganz entspannt genesen.

Oder du bist im Januar tagelang eingeschneit und kommst nicht aus dem Haus… Dann ist eine volle Vorratskammer sowas von Gold wert, oder? Okay, ich gebe zu, dieser Fall ist eher unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie. ;)

Um deine Vorratskammer optimal nutzen zu können und einen Überblick über deine Vorräte zu behalten, solltest du im wahrsten Sinne des Wortes ein paar Tricks auf Lager haben. Denn wenn du nicht aufpasst, kommt es schonmal vor, dass die Lieblingsmarmelade hinter einer uralten Konserve verschwindet, oder dass die liebevoll gepulten Erbsen anfangen zu schimmeln.

Deshalb kommen hier acht Tricks, die dir dabei helfen, so viel wie möglich aus deiner Vorratskammer herauszuholen und Profi in Sachen Vorratshaltung zu werden. Los geht’s!

Trick #1: Der ideale Ort für deine Vorräte

Deine Vorratskammer sollte ein wunderschöner Wohlfühlort für deine Vorräte sein. Keine Sorge: Das heißt nicht, dass du die Wände streichen und Deko shoppen sollst! ;) Deine Schätze in den Vorratskammer Regalen haben einfach nur bestimmte Ansprüche an ihre Umgebung, um haltbar zu bleiben.

Aus sehr leidvoller Erfahrung kann ich dir erzählen, dass es fast physisch wehtut, wenn man die liebevoll eingelagerten Lebensmittel vergammeln sieht. Ich habe in über 10 Jahren mit selbst haltbar gemachter Ernte so einige Fehler gemacht, auf die du getrost verzichten kannst.

Einer der wichtigsten Punkte dabei ist, dass du die Lebensmittel am geeigneten Ort lagerst. Die ultimative Formel für die Vorratshaltung lautet: dunkel, kühl und trocken. Je kühler, desto besser.

Ist es etwas zu hell, treiben Kartoffeln schnell aus. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit fangen deine eingelagerten Kürbisse an zu schimmeln. Und Wärme führt bei so ziemlich allen Lebensmitteln dazu, dass sie schneller verderben.

Selbstgemachte Vorräte

Die ideale Temperatur in der Vorratskammer

Sind wir mal ehrlich: Kühlschranktemperaturen von 5 bis 7°C sind in isolierten Wohnungen oder Häusern einfach nicht zu erreichen. Aber wenn die Vorratskammer so ungefähr 15°C hat, fühlen sich unsere Vorräte schon ganz schön wohl.

Was kannst du also tun, um diese Wohlfühltemperatur zu ermöglichen? Vermeide Räume, durch die Heizungsrohre laufen. Und wusstest du, dass dein Tiefkühler von innen zwar super cool ist, nach außen hin aber Abwärme produziert? Dann heißt es „It´s getting hot in here“. Stelle also, wenn möglich, deinen Tiefkühler nicht in die Vorratskammer.

Bei perfekt gedämmten Neubauten kann es sehr schwer werden, einen kühlen Ort zu finden. Es lohnt sich, ein paar Tage lang mit einem Thermometer durch die Wohnung oder das Haus zu laufen. Vielleicht ist es im Flur oder unter der Treppe doch ein paar Grad kühler? So findest du schnell den bestmöglichen Ort bei dir.

Licht aus in der Vorratskammer!

Deine Vorräte wollen dunkel lagern. Na, das ist viel einfacher als eine niedrige Temperatur. Deine Vorratskammer hat ein Fenster und ist daher nicht dunkel? Dann packst du die lichtempfindlichen Lebensmittel einfach dunkel ein. Fertig! :)

Die Kartoffeln kommen beispielsweise in eine luftige Holzkiste unter das unterste Regalbrett – so sollten sie kaum noch Licht abbekommen. Gegebenenfalls kannst du noch eine Decke oder einen Jutesack darüberstülpen.

Getrocknete Tees und Kräuter verlieren bei Lichteinstrahlung an Aroma, deshalb sollten sie in Metalldosen, dunklen Gläsern oder Papiertüten untergebracht werden. 

Du kannst auch eine Gardine vor deinen Vorratskammer Regalen anbringen, um gleich alle deine Schätze vor Helligkeit zu beschützen.

Kartoffeln in einer Kiste in der Vorratskammer einlagern

Die ideale Luftfeuchtigkeit in der Vorratskammer

Die ideale Luftfeuchtigkeit einer Vorratskammer liegt zwischen 50 und 70%. Das sollte in neueren Gebäuden gar kein Problem darstellen. Hast du ein uriges, altes Haus mit einem recht feuchten Keller, kannst du mit Luftentfeuchtern arbeiten.

Aber es gibt hier auch Ausnahmen: Wurzelgemüse (Möhren, Rote Bete, Topinambur, Meerrettich und Co) möge eine höhere Luftfeuchtigkeit bei gleichzeitig kühlen Temperaturen ganz gerne. Es ist also immer ein Balanceakt… Teile doch im Zweifel deine Vorräte auf zwei verschiedene Orte auf!

Trick #2: Platz in der Vorratskammer clever nutzen

Du hast einen geeigneten Raum zur Verfügung? Yeah! Herzlichen Glückwunsch! :) Damit du alles aus deiner Vorratskammer rausholen kannst, verrate ich dir ein paar Einrichtungstricks:

Überlege dir vorab am besten genau, wie du deine Vorratskammer Regale organisierst. Geize nicht mit der Tiefe deiner Regale. 35 cm sind zwar besser als nichts, aber richtig viel bekommst du da nicht rein. Passe die Höhe der Regalböden deinen Vorratsbehältnissen an. So hast du weniger „Totraum“ und musst nicht irgendwelche gefährlichen Stapelkünste anwenden. ;)

Verwende unbedingt stabile Regale in deiner Vorratskammer mit einer ausreichenden Traglast! Nichts wäre schlimmer, als deine liebevoll eingekochten Gläser* alle zerbrochen am Boden zu finden, weil das Regal das Gewicht nicht halten konnte. Je nach Schweregrad der Einkochsucht kommt da einiges an Gewicht zusammen! ;) Auch die Wandbefestigung sollte unbedingt sicher sein! Also: Safety first! 

Nutze die gesamte Höhe des Raumes! Oooh und plane am besten direkt einen Ort für eine Trittleiter mit ein. ;)

Ich bringe richig gern auch viele Haken auf Schrankseiten und and der Wand an. Das ist super praktisch, um Kräutersträuße, Zwiebelzöpfe und Chilis aufzuhängen.

Aber auch Schubladen oder Kisten sind so praktisch! Sei hier einfach kreativ und überleg dir, was du brauchst. Vorratskammer organisieren kann richtig viel Spaß machen! :D

Kräutersträuße in der Vorratskammer

Trick #3: Durchblick dank Etiketten

Das soll ein Trick sein? Und ob! Denn man lässt es aus Bequemlichkeit schnell bleiben. Und dann? Wie oft hast du schon ein Glas selbst Eingekochtes aus dem Schrank genommen und hattest absolut keinen Schimmer mehr, was es sein könnte? Kürbissuppe oder Aprikosenkompott? Erdbeermarmelade oder Tomatensauce? Eben.

Ich brauche gerne die älteren Vorräte zuerst auf. Nur sehen sich das Apfelmus vom letzten und das von diesem Jahr leider zum Verwechseln ähnlich. Ohne Jahreszahl auf dem Etikett bin ich da ziemlich aufgeschmissen. ;)

Aber mit Etiketten die Schätze in der Vorratskammer zu organisieren ist nicht der einzige Vorteil: Sie machen aus einem Glas eingemachtem Obst oder Gemüse auch im Handumdrehen ein richtig schickes Geschenk! So praktisch :)

Schau mal, hier sind meine liebsten Etiketten-Designs zum Ausdrucken!

Trick #4: Was kommt rein in die Vorratskammer?

Der allerwichtigste Punkt ist vielleicht auch der banalste: Lagere nur Lebensmittel in deiner Vorratskammer ein, die du auch wirklich gerne isst und verträgst! Wenn die Ernteschwemme dich überrollt und du neue Rezepte ausprobieren möchtest, mach erstmal eine kleine Probierportion, bevor du deine komplette Ernte verarbeitest. So kannst du sichergehen, dass du deine Schätze in der Vorratskammer lieben wirst!

Tatsächlich mache ich jeden Winter eine Bestandsaufnahme: Was haben wir besonders gerne gegessen? Was ist nicht so gut angekommen? Dann kann ich diese Erkenntnisse im nächsten Frühjahr in meinen Aussaaten direkt berücksichtigen. :)

Der Herbst ist für mich die Jahreszeit schlechthin, wenn es um die Vorratskammer geht. Schau mal in diesem Video vorbei. Hier zeige ich dir, wie ein „Haltbarmach-Herbst“ bei mir aussieht. ;)

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Mehr Informationen

Trick #5: Vorratshaltung von Grundnahrungsmitteln

Haltbare Basics wie Haferflocken, Linsen, Reis und Mehl oder Getreide habe ich gerne auch in großen Mengen vorrätig. Das ist super praktisch: Ich muss fast nie daran denken, sie nachzukaufen, und habe immer eine Grundversorgung zu Hause. Wenn du dir dabei noch den Verpackungsmüll sparen willst, dann mach mit deinen größten Lieblingsdosen doch mal einen Ausflug zum nächsten Unverpacktladen.

Wenn du keinen solchen Laden bei dir in der Nähe hast, lohnt es sich, Großpackungen online zu bestellen und in der Vorratskammer einzulagern.

Trick #6 Den Überblick in deiner Vorratskammer behalten

Du wirst deine eingekochten Schätze nur aufbrauchen, wenn du auch weißt, was in deiner Vorratskammer auf dich wartet. Versuch daher immer, den Überblick zu behalten. Das funktioniert mit einem Vorratskammer-Plan am besten. Der ist ganz simpel: Du schreibst alles hinein, was in die Vorratskammer reinkommt, und markierst das, was du aufbrauchst.

Du bekommst so übrigens auch eine richtig gute Idee davon, was du wirklich viel nutzt und immer vorrätig haben solltest. Du hast quasi eine dynamische Wunschliste für die nächste Gartensaison. ;)

Und es gibt noch einen Vorteil: Du siehst immer, wenn sich etwas dem Ende nähert. So kannst du rechtzeitig für Nachschub sorgen und erlebst keine bösen Überraschungen, wenn plötzlich keine Kartoffeln mehr im Haus sind.

Dieses System lässt sich übrigens auch prima auf Tiefkühler anwenden. Da ist es besonders praktisch, denn zumindest ich habe irgendwann keine Ahnung mehr, was in den unteren Lagen verborgen ist. Aus den Augen, aus dem Sinn und so…

Wer das Ganze noch perfektionieren will, kann sich auch den Grundriss des Tiefkühlers aufmalen. Dann notierst du alle Inhalte auf den jeweiligen Platz in der Skizze – mitsamt Mengenangabe. So kannst du immer ganz gezielt nach dem greifen, was du brauchst.

Trick #7: Die Methode macht’s: Welche Lebensmittel mache ich wie haltbar?

Damit deine Konserven nicht schlecht werden, ist es ungemein wichtig, die passende Methoden zum Haltbar machen zu wählen. Wie das geht? Das sieht bei jedem Obst, Gemüse und Rezept etwas anders aus.

Ob naturbelassen einlagern, einkochen, heiß einfüllen, fermentieren, einfrieren, trocknen oder dörren – in der Vorratshaltung ist so viel möglich! Wenn ich deine Einkochlust jetzt geweckt habe und es dir schon in den Fingern kribbelt, du aber noch tausend Fragezeichen im Kopf hast, dann mach doch mit bei meinem Onlinekurs „Vorratskammer starten“. Schau mal, hier findest du ganz viele Informationen zum Kurs.

Was gibt es schließlich schöneres, als im tiefsten Winter Nudeln mit selbstgekochter Tomatensauce aus den eigenen Tomaten zu genießen und in Erinnerung an die üppige Erntezeit zu schwelgen?

Rotes Sauerkraut selber haltbar machen

Trick #8: Lebensmittel kontrollieren und Verderb vorbeugen

Verderbende oder von Lebensmittelmotten bewohnte Lebensmittel sind einfach nur total ärgerlich und müssen überhaupt nicht sein. Damit dir das hoffentlich nie (wieder) passiert, habe ich hier ein paar Tipps, die du dafür beachten kannst:

  • Getreideprodukte lagere ich in luftdichten Dosen oder Gläsern. Wenn du dir also einmal aus dem Laden heimliche Mitesser (Lebensmittelmotten) ins Haus holst, können sie nur in dem einen Gefäß wüten. Auch das ist schon ärgerlich, aber du musst bei einem Befall von den gemeinen Motten nicht alle deine Produkte aus der Vorratskammer wegwerfen. Pssst: Falls du Hühner hast, freuen die sich im Zweifel noch über einen solchen Proteinsnack. ;)
  • Wenn du in einem alten Haus wohnst, dann denk auch daran, deine Vorratshaltung mäusesicher zu gestalten.
  • Bei meinem Einkochgut kontrolliere ich regelmäßig die Deckel. Wenn das Vakuum intakt ist, kannst du die Gläser am Deckel anheben. Wenn der Deckel lose obenauf liegt, hat sich irgendein Bakterium leider wohlgefühlt. Das solltest du schnell aussortieren und entsorgen. Bei Twist-off Gläsern benutze ich gerne welche mit einem sogenannten Button im Deckel. Dieses „plöppiplöpp“-Teil ist ein prima Anzeiger, ob das Vakuum beim heißen Einfüllen funktioniert hat und intakt bleibt.
  • Sortiere deine Vorräte so, dass immer die ältesten Lebensmittel vorne stehen. Das Prinzip heißt „lebender Vorrat“. Lebend spielt hier natürlich nicht auf irgendwelche Motten an, sondern darauf, dass alle deine Lebensmittel in einer Art Kreislauf verbraucht werden sollten. Benutze immer zuerst die ältesten Vorräte und integriere diese in deinen Alltag. Die neuesten stehen hinten in der Reihe und rücken nach und nach vor. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich nicht nur du, sondern auch deine Liebsten in der Vorratskammer bedienen – so greifen alle automatisch zum ältesten Glas oder zur ältesten Packung.
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Also: Eine gut bestückte Vorratskammer ist einfach ein Segen und eine ganz simple Form von Unabhängigkeit. Das Vorratskammer Organisieren macht mir mittlerweile super viel Spaß. Ich liebe es meine haltbar gemachten Schätze über das ganze Jahr in die voller werdenden Vorratskammer Regale zu stellen. Und im hektischen Alltag ist nichts praktischer als das eigene – stilvoll etikettierte – Fastfood aus dem Regal. ;) 

Du hast Lust auf mehr Artikel zum Haltbarmachen und willst noch weiter stöbern? Dann schau doch mal hier vorbei:

6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst 

Selbstversorgung für Anfänger 10 Tipps um loszulegen

Einkochen im Topf – Schritt für Schritt-Anleitung mit Checkliste 

Welche Schätze lagerst du am liebsten in deiner Vorratskammer ein? Lass gerne einen Kommentar da! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Frau arbeitet am Balkon Hochbeet

Ein Hoch auf’s Balkon Hochbeet: Einfach selbst gemacht!

Hochbeet, Balkon… das passt für dich jetzt erstmal gar nicht zusammen? Aber wie wäre es denn mit richtig viel Anbaufläche, einem mobilen Beet und jeder Menge knackfrischem Gemüse in deinem Balkondschungel? Genau das bekommst du mit einem selbstgemachten Hochbeet auf dem Balkon! Los geht’s, wir schauen uns jetzt an, wie du das hinbekommst!

Inhaltsverzeichnis
Hochbeet Balkon: Wieso, weshalb, warum?
Sorgen auf Balkonien?!
Tipps und Tricks für dein Balkonhochbeet!
Balkonhochbeet selbst gemacht
1 Hochbeet Balkon– 1000 Möglichkeiten

Hochbeet Balkon: Wieso, weshalb, warum?

Du träumst von einem grünen Balkon-Paradies, in dem du frisches Gemüse ernten kannst? Da sind wir ganz auf deiner Seite! Du kannst aus deinem Balkon eine echte kleine Oase zaubern: deinen Ort zum Genießen, Durchatmen und Seele baumeln lassen. Und damit du auch noch eigenes, leckeres Gemüse mampfen kannst, haben wir hier einige heiße Tipps für dich!

Du weißt noch gar nicht so recht, was du auf deinem Balkon pflanzen und säen kannst? Psssst, schau mal: hier haben wir ein kleines Geschenk für den Start. Der Balkon-Kompass verrät dir, welche Gemüse und Kräuter sich in deinem Hochbeet auf dem Balkon wohlfühlen! Denn je nachdem, in welche Himmelsrichtung dein Balkon ausgerichtet ist, sind das ganz unterschiedliche. Trage einfach deine Emailadresse ein und wir schicken ihn dir flugs per Mail zu!

Ach, so ein Hochbeet auf dem Balkon ist einfach der Clou für deinen Hochluftgarten. Besonders mit kleinen Hochbeeten bist du superflexibel. Du kannst ganz fix mal umräumen! Wenn Gäste kommen, wandern die Beete eben an den Rand, et voilà – Platz für all deine Liebsten! Es ziehen Sonnenanbeter in deinen Hochbeet Balkon? Dann schiebst du ein Hochbeet für ein Sonnenbad an die Südseite, nichts leichter als das.

Aber nicht nur das kann dein neues Hochbeet. Balkon hin oder her, auch ein noch so kleines Gärtchen kann anstrengend werden. Da kommt es wie gerufen, wenn du dich nicht die ganze Zeit bücken musst. Das Beet kommt quasi zu dir nach oben und du kannst ganz einfach im Stehen gärtnern. Das schont deinen Rücken ungemein und deine Pflänzchen werden es auch lieben, über die Balkonbrüstung schauen zu können. Wer will schon unten im Schatten herumdümpeln?

Apropos! Da gibt’s ja schon auch ein paar Kandidaten, die ein bisschen mehr Schatten vertragen können. Die fühlen sich in der unteren Etage auf deinem Hochbeet Balkon pudelwohl. Alle Pflanzen bekommen genau das, was sie wollen UND du kannst gleich zwei Ebenen auf dem Balkon nutzen. Das heißt, du gewinnst richtig viel Anbaufläche und kannst noch mehr leckeres Gemüse anbauen. Yay!

Und mal ganz ehrlich, so ein Hochbeet kann ziemlich schick aussehen, besonders, wenn es selbst gemacht ist. Also bau dir doch einfach dein eigenes Unikat, wir helfen dir!

Balkon Gemüse

Sorgen auf Balkonien?!

Vor dem Balkongartenglück kommt der Sicherheitscheck. Da gibt’s nämlich ein paar Dinge zu beachten.

Deswegen ist es superwichtig, dass du dich zuerst kurz über deine rechtlichen und statischen Voraussetzungen informierst. Ja, das klingt jetzt wirklich öde, geht aber ganz fix und dann bist du auf der sicheren Seite! Hier kommt eine Mini-Checkliste, mit der du diesen Punkt ganz schnell meistert!

  1. Belastungsgrenze deines Balkons (am besten beim Vermieter erfragen)
  2. Bauart deines Balkons (am besten beim Vermieter erfragen)

Damit dein Hochbeet Dich, den Balkon und auch die Vermieter glücklich macht, stellst du also am besten zwei kurze Fragen an deine Vermieter. So hast du auch gleich das Einverständnis in der Tasche und kannst ganz entspannt losgärtnern.

Je nachdem, wieviel Gewicht dein Balkon pro Quadratmeter trägt, kannst du letztendlich das Gewicht deiner Hochbeete anpassen. Normalerweise trägt ein Quadratmeter bis zu knapp 400 kg. Ob Balkon, Dachterrasse oder Loggia: Das zugelassene Gewicht gilt allerdings nicht für andauernde Belastungen. Mhhmpf – doof bei einem Hochbeet.

Jetzt kommt Trick 17: Denn seien wir mal ehrlich: ein bisschen Abwechslung ist ja sowieso klasse! Mal kommen Gäste, mal bepflanzt du neu und mal brauchst du Platz für eine kleine Balkon-Yoga-Session. Solche schönen Anlässe kannst du gleich zum Umverteilen des Gewichts nutzen.

Wie das funktionieren soll? Das erfährst du gleich! ;)

Tipps und Tricks für dein Balkonhochbeet!

Bei deinem Hochbeet geht’s also absolut um die schlanke Linie. Möglichst wenig Gewicht ist auf dem Balkon einfach unglaublich wichtig!

Deswegen ist es schlau, für deinen Hochbeet Balkon auf Hochbeete mit Beinen zu setzen. So sparst du einige Kilos an Baumaterial – und Euros natürlich auch. ;) Mit 30 cm Tiefe bist du für das meiste Gemüse gut ausgerüstet. Kartoffeln fühlen sich im Sack oder einem großen Kübel sowieso viel wohler, aber das ist nochmal eine andere Geschichte …

Bei so einem langbeinigen Model brauchst du auch viel weniger Füllmaterial für dein Hochbeet. Balkon und Gärtnerrücken sagen Danke, denn du musst weniger Erd- und Kompostsäcke die Treppen hochtragen!

Nächster heißer Tipp: das Hochbeet braucht Rollen! So kannst du es ganz fix mal durch die Botanik schieben, ohne starke helfende Hände zu organisieren. Gerade, wenn du regelmäßig das Gewicht umverteilen möchtest, ist das ein echter Gamechanger.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Drainage in deinem Hochbeet. Denn unter ständig nassen Füßen leiden deine Pflanze. Und viel Wasser bedeutet auch immer viel Gewicht. Die perfekte Lösung zu finden, ist hier aber leider gar nicht so einfach.

Blähton ist zwar ein echtes Leichtgewicht, leider ist die Herstellung aber ziemlich energieaufwendig und das Material dadurch nicht gerade nachhaltig. Bimsstein ist immer noch sehr leicht und punktet bei der Nachhaltigkeit. Damit ist er eine gute Lösung für dein Fliegengewicht-Hochbeet.

Vertikaler Anbau

Balkonhochbeet selbst gemacht

So, wie baust du denn nun so ein Hochbeet für deinen Balkon?

Am besten fängst du mit einem Zollstock an und vermisst deine kleine Oase! Wie groß dürfen die Hochbeete sein, damit du noch gut Platz hast? Passen gleich zwei hin, oder reicht erstmal ein einzelnes Hochbeet? Auf den meisten Balkonen ist der Platz sehr begrenzt, deswegen sind schmale Hochbeete der Hit!

Damit du gleich loslegen kannst, kommt hier eine Bauanleitung für dich. So baust du dein schmales Hochbeet auf Beinen, mit Rollen. Alle Balkonkriterien perfekt erfüllt!

Klar, Kunststoff ist zwar ultraleicht, wir setzen aber doch lieber auf Holz als Baumaterial. So kannst du das Material besser selbst bearbeiten, es ist nachhaltiger und einfach auch viel schöner. Das schmale Modell kommt auch noch auf Stelzen daher, für viel Stauraum unter dem Beet und natürlich für den Fliegengewichtfaktor.

Du kommst mit dieser Bauanleitung etwa auf 90 cm Höhe, kannst es aber ganz flexibel an deinen Balkon und deine Bedürfnisse anpassen. Das ist ja das Gute am Hochbeet Selbermachen! Auch die Tiefe des eigentlichen Beetes kannst du für dich perfektionieren. Du willst Wurzelgemüse anbauen? Dann gehe lieber auf 40 bis 50 cm Tiefe. Doch eher der Salat– und Kräutertyp? In dem Fall reichen 30 cm locker flockig!

Bei dir darfs massiver sein? Dann ist das Paletten Balkon Hochbeet genau das richtige für dich. Schau mal, hier kommst du schnurstracks zur Videoanleitung:

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Mehr Informationen

Das brauchst du für dein mobiles Balkonhochbeet auf Beinen:

  • Terrassendielen oder Douglasien-Leisten
  • Holzplatte
  • Kanthölzer
  • Schrauben
  • Noppenfolie
  • Akkuschrauber
  • Säge
  • Tacker
  • (Holz-)Bohrer
  • 4 Rollen

So wird’s gemacht:

Der Hochbeetkasten

  • Zuerst sägst du die Terrassendielen zurecht. Die richtigen Maße ergeben sich aus deiner Balkongröße und deinen Vorlieben! Ein gutes Maß sind 60 cm Länge und 30 cm Breite.
  • Je nach geplanter Höhe kommen die Dielen übereinander. Die Kastentiefe sollte aber mindestens 30 cm betragen, damit Wurzeln es sich gemütlich machen können und nicht unten anstoßen.
  • Lege dir deine Dielen übereinander bereit, für die lange und die kurze Seite und verschraube sie miteinander. Wenn du ein Fuchs bist, lässt du zwischen den Dielen zwei bis vier Millimeter Luft. So ist das Holz später gut belüftet und hält viel länger.
  • Die fertigen Seitenwände verschraubst du miteinander, sodass du deinen ersten Hochbeet Balkon Kasten erhältst.

Jetzt machen wir deinem Hochbeet Beine!

  • Dafür sägst du die Kanthölzer zu. Eine Länge um die 60 cm hat sich bewährt.
  • Die Beine befestigst du innen an den vier Ecken deines Kastens. Sie liegen dann auf der Innenseite je etwa 8 cm im Kasten, damit es richtig schön stabil wird. Einfach von beiden Seiten von außen ordentlich verschrauben und fertig!

Die Hochbeet Bodenplatte zieht ein

  • Dafür sägst du die Platte passend zu. Messe da am besten den Kasten nochmal genau aus! Die zugesägte Platte legst du unten in dein Balkon Hochbeet und schraubst sie von oben auf den Beinen fest.
  • In die Bodenplatte bohrst du noch einige Löcher, damit überflüssiges Gießwasser ablaufen kann.

Mach dich abfahrtbereit!

  • Wenn du ein fahrbares Hochbeet haben möchtest, schraubst du nun auf der Unterseite der Hochbeetbeine deinen Rollen fest.

Hochbeet mit Folie auskleiden

  • Nun schneidest du deine Folie passend zu und kleidest damit dein Hochbeet aus. Hier ist es wichtig, nicht einfach irgendeine Folie zu nehmen, sondern spezielle Noppenfolie.
  • Die Noppen richtest du nach außen zum Holz hin aus. So bilden sie einen kleinen Abstand und lassen Luft an das Holz.
  • Mit deinem Tacker befestigst du die Folie. Auf einen Wühlmausschutz kannst du getrost verzichten. Die gemeinen Nager sind auf dem Balkon zum Glück eine echte Rarität. ;)

Puhh, geschafft. Da steht es in all seiner Pracht. Juchuuu, der erste Schritt zu deinem eigenen Hochbeet Balkon ist gemacht! Und schon kann es ans Befüllen und Bepflanzen gehen! Wie das geht, erfährst du in diesem Artikel.

Frühbeet

1 Hochbeet Balkon – 1000 Möglichkeiten

Nun kannst du dein Hochbeet natürlich noch wetterfest machen, mit pflanzenverträglichem Öl pflegen oder auch bunt bemalen. Und wenn du schon einmal beim Basteln bist, wie wäre es dann vielleicht noch mit einer Anzuchthaube?

Damit verwandelst du dein Hochbeet im Frühling zum Frühbeet und startest schon früher ins Balkongartenjahr. Du kannst darin auch eigene Jungpflanzen vorziehen und so jede Menge Geld sparen.

Oder du probierst mal, im Winter Salat darunter anzubauen? Ganz viele Sorten sind richtig robust und vertragen einiges an Kälte. Dann kannst du plötzlich im Winter frischen, grünen Salat ernten.

Auch bei starken Unwettern kann so eine Haube hilfreich sein. Sie schützt deine grünen Freunde vor Hagel und Starkregen. Außerdem verhindert so eine Frühbeethaube, dass dein Hochbeet Balkon absäuft, wenn es mal stark in deine Beete regnet.

So einen schlauen Deckel kannst du dir aus einem alten Fenster selber bauen. Es gibt aber auch fertige Aufsätze im Baumarkt zu kaufen mit denen du ruckzuck ein kleines Balkongewächshaus zaubern kannst.

Und noch ein Tipp für Ordnung und Schönheit: bring doch an der Seite deines Balkon Hochbeetes eine Hakenleiste an! Dann kannst du deine Lieblingsgeräte hier gleich aufhängen und hast sie immer griffbereit.

Eine kleine Handschaufel und eine kleine Handkralle machen sich da super. Du hast noch gar keine Ausrüstung? Dann schau doch mal im Wurzelwerk Shop vorbei. Dort findest du lauter tolle Gartensachen, die wir auf Herz und Nieren geprüft haben und dir absolut ans Balkonherz legen können!

Du siehst schon, mit so einem Hochbeet Balkon geht echt einiges. Du wirst immer wieder neue Ideen entwickeln, wie du dein grünes Reich noch schöner, grüner und gemütlicher gestalten kannst. Los geht’s mit deiner ganz persönlichen Reise zum Balkonglück!

Balkon Hochbeet
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Jetzt hast du das Rüstzeug für dein Hochbeet Balkon Abenteuer! Du kannst dein eigenes Hochbeet bauen, es bepflanzen und knackfrisches Gemüse ernten, süße Erdbeerchen schlemmen oder einfach den Duft von Melisse und Minze genießen. Schnapp dir deinen Balkon-Kompass und dann auf ins Balkonabenteuer!

Noch mehr Balkontipps und weiteres Hochbeet-Knowhow gibt’s hier:

Balkonpflanzen: So wird dein Balkon zum Paradies!

Hochbeet anlegen – Der ultimative Hochbeet-Guide!

Hochbeet bauen fleicht gemacht: Bauanleitung in 5 Schritten

Ist so ein Hochbeet Balkon etwas für dich? Was sind deine Balkon-Lieblinge? Verrat es uns in den Kommentaren!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Radieschen pflanzen, anbauen & ernten – der komplette Guide!

Radieschen pflanzen bringt richtig Schwung in das Gärtnern! In nullkommanix sind die knackigen Knöllchen bereit zum Verzehr. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du super schnell deine ersten Radieschen ernten kannst. :)

Inhaltsverzeichnis
Warum du unbedingt Radieschen pflanzen solltest
Die besten Radieschensorten
Wie viele Radieschen anbauen?
Vorsicht mit der Fruchtfolge
Radieschen Pflanzen und ihre liebsten Mischkulturpartner
Radieschen wann säen?
Beete vorbereiten für das Radieschen
Radieschen aussäen oder pflanzen?
Radieschen Pflanzen: Die Pflege
Wann ernte ich Radieschen?
Krankheiten und Schädlinge von Radieschen Pflanzen

Warum du unbedingt Radieschen pflanzen solltest

Radieschen sind langweilig? Mitnichten! Sie sind wahre Multitalente. :) Hier eine Auswahl an Gründen, warum du Radieschen aussäen solltest:

  • Grund Nummer 1: Es kann kaum etwas schief gehen! Du hast noch so gar keine Ahnung vom Gemüsegarten und alle Pflanzen verstecken sich, wenn du in ihre Nähe kommst? Na na! So schlimm wird´s schon nicht sein! Aber Spaß beiseite, Radieschen verzeihen dir ohnehin fast jeden Anfängerfehler und machen das Gärtnern zum Kinderspiel. :)
  • Grund Nummer 2: Apropros Kinder! Wer mit Kindern zusammen gärtnert, sollte unbedingt Radieschen pflanzen. Sie sind (je nach Sorte und Jahreszeit) schon 20 bis 30 Tage nach der Aussaat erntebereit. Folglich müssen sich die kleinen Nachwuchsgärtner*Innen nicht so lange gedulden. Da macht es doch gleich viel mehr Spaß!
  • Grund Nummer 3: Praktisch zum Lücken stopfen! Ich nutze Radieschen gerne als kleine Lückenfüller, um meine Beetfläche vor oder nach einer anderen Kultur nochmal nutzen zu können. Überschüssige Radieschen lege ich für den Winter ein. Yams!
  • Grund Nummer 4: Last but not least – der Geschmack! Radieschen sind herrlich knackig und je nach Sorte ist von ganz mild bis richtig scharf alles dabei. :) Und obendrein sind sie auch noch gesund!

Überzeugt? Dann hol deine Samentütchen raus und los geht´s!

Die besten Radieschensorten

Es gibt eine wahnsinnig große Außwahl, was Radieschensorten angeht. Bei mir in den Garten kommen immer wieder die Sorten „Sora“, „Eiszapfen“ und „French Breakfast 2“. Bei der Sorte „Eiszapfen“ bin ich immer wieder überrascht, wie groß sie werden! :) Optisch ähneln sie aufgrund ihrer weißen Farbe vielmehr Rettich als Radieschen, aber dieser feine Geschmack… Einfach klasse!

Übrigens: Meine Lieblingssorten schick ich dir gerne in einer Saatgutbox nach Hause! Das wär was für dich? Dann schau gerne mal hier rein!

Wie viele Radieschen anbauen?

Wenn wir Radieschen säen, dann meist gestaffelt. Das bedeutet, dass ich nahezu jeden Monat neue Samen in die Erde bringe, damit wir nicht nur eine große Ernte auf einmal haben, sondern ständig dieses Blitzgemüse ernten können. Insgesamt werden es circa zwei bis fünf Reihenmeter Radieschen Pflanzen pro Person.

Vorsicht mit der Fruchtfolge!

Im Bio-Garten ist eine durchdachte Fruchtfolge super wichtig, weil sie ohne Chemie ganz gemeine Pflanzenkrankheiten und Schädlinge verhindern kann. Man würde es nicht denken, aber das Radieschen ist mit Brokkoli und Blumenkohl verwandt! Auch wenn ihre Verwandtschaft etwas weitläufiger ist, gehören sie alle zur großen Familie der Kreuzblütler.

Deswegen schau am besten einmal auf deinen Anbauplan und finde ein gutes Plätzchen für deine Radieschen, ohne dass sie deine Fruchtfolge durcheinanderbringen. Andererseits ist es nicht ganz so tragisch, wenn du mit dem Radieschen mal hier und da eine Lücke füllen möchtest, so klein wie sie sind. Im Großen und Ganzen solltest du jedoch die Fruchtfolge mit den Anbaupausen einhalten. ;)

Dir raucht schon beim bloßen Gedanken an die Abauplanung der Kopf? Kein Problem! Lad dir einfach meinen Pflanzplan herunter, in dem ich die Fruchtfolge schon für dich ausgeklügelt habe:

Radieschen Pflanzen und ihre liebsten Mischkulturpartner

Das kleine Raketengemüse erfreut sich der Gesellschaft vieler Gemüse. Du kannst Radieschen ohne Probleme neben Salat, SpinatErbsenMöhren, KohlKresse, Petersilie, Bohnen, Erdbeeren und Mangold aussäen.

Radieschen wann säen?

Radieschen sind absolut furchtlos und trauen sich schon bei kalten Temperaturen nach draußen ins Freie. Ab Anfang März kannst du mit der Radieschen Aussaat beginnen. So früh im Jahr schützt du die Kleinen aber besser noch mit einem Vlies vor klapperkalten Nächten. Der letztmögliche Zeitpunkt zum Radieschen aussäen ist bis Mitte September, dann jedoch besser im Gewächshaus oder im Frühbeetkasten.

Wusstest du schon, dass du Radieschen auch sehr gut im Hochbeet oder sogar auf deinem Balkon anbauen kannst? Richtig toll, oder? So entsteht ratzfatz ein Naschbalkon!

Pssst: Wenn du kontinuierlich Radieschen ernten möchtest, säst du am besten alle 3 bis 4 Wochen eine kleine Fläche mit Radieschen ein. Seit ich das so mache, kan ich im Grunde genommen bei jedem Gang in den Garten oder auf den Balkon eine Hand voll Radieschen mitbringen. :)

Radieschen – Beete vorbereiten

Unter dem Strich sind Radieschen absolut genügsame Zeitgenossen. Damit deine Radieschen aber einen besonders leichten Start ins Leben haben, solltest du vor der Aussaat alte Pflanzenreste und Mulch entfernen. Um fix zu keimen, mögen die Radieschensamen eine feinkrümelige Erde. Wenn du magst, kannst du deine Erde auch etwas anwalzen. Das geht mit einer Gartenwalze oder auch mit einem Wasserrohr.

Wie du die allerbesten Gemüsebeete auf der Welt anlegst und noch sooo viel mehr, lernst du in meinem „Gemüsegarten starten“ – Onlinekurs. Hier findest du ein paar Infos zum Kurs.

Radieschen aussäen oder pflanzen?

Praktisch: Du brauchst deine Radieschen nicht vorziehen und pikieren. Du kannst sie direkt in dein Beet oder in deinen Balkonkübel säen. Das geht richtig schnell und macht Spaß!

Radieschensamen werden etwa einen Zentimeter tief in die feuchte Erde gelegt. Sie fühlen sich bei einem Reihenabstand von 15 cm und einem Abstand zur nächsten Pflanze von 3 cm richtig wohl und werden dir ganz schnell knackige Knöllchen schenken.

Radieschen Pflanzen: Die Pflege

Radieschen sind richtige Schnellstarter im Gemüsegarten. Zwischen Saat und Ernte kannst du dich getrost zurücklehnen, denn es fällt kaum noch Arbeit an. Du kannst deine Radieschen mit etwas Rasenschnitt mulchen, wenn sie ca. 5 cm hoch sind. Das hilft dabei, Feiuchtigkeit in der Erde zu halten und Unkräuter auszusperren.

Radieschen gehören anders als viele andere Angehörige der Kreuzblütler-Familie nicht zu den ganz hungrigen Gemüsekulturen. Deswegen kannst du dir deinen Dünger für gefräßigere Gemüsekollegen – die Starkzehrer – aufheben.

Damit du richtig knackige Radieschen, die weder zu scharf noch pelzig schmecken, ernten kannst, solltest du auf eine gleichmäßige Wasserversorgung achten. Im Frühling und Herbst regelt das der Regen meist von selbst. Im Sommer kannst du mit Mulch oder – wenn nötig – der Gießkanne nachhelfen.

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Wann ernte ich Radieschen?

Im Sommer kannst du bereits nach 20 bis 30 Tagen mit deinem Erntekorb vorbeischauen und die roten Kugeln nach Hause holen. Im Frühjahr und Frühherbst sind die Vegetationsperioden etwas länger und auch das Erntefenster erstreckt sich über einen längeren Zeitraum.

In den warmen Monaten lohnt es sich, auf Zack zu bleiben und die Radieschen fix zu ernten, denn wenn sie zu lange im Beet stehen, fangen sie an, zu verholzen und schmecken nur noch halb so gut.

Ich habe noch einen Geheimtipp für dich: Aus den Radieschenblättern kannst du ein super leckeres Pesto machen! Super nachhaltig, denn so verwendest du wirklich die ganze Radieschen Pflanze.

Wenn du wissen magst, mit was für einer Radieschenernte du in deinem Beet rechnen kannst, dann schau doch gern mal hier beim Ertragsrechner vorbei!

Krankheiten und Schädlinge von Radieschen Pflanzen

So klein und schnell Radieschen Pflanzen auch sind. Sie gehören nichtsdestotrotz zu den Kreuzblütlern. Und wie bei allen Pflanzen aus dieser Familie, empfehle ich dir eine weite Fruchtfolge. Dann hat nämlich die gemeine Kohlhernie kaum eine Chance mehr, dein Gemüse zur Strecke zubringen.

Gegen Kohlfliege, Rettichfliege und Erdflöhe kannst du Kulturschutznetze bzw. Vliese verwenden. Für den kleinen Erdfloh brauchst du allerdings ein recht feinmaschiges Netz, damit er nicht hindurchschlüpfen kann. Eine Maschengröße von 0,8 x 0,8 mm sollte dafür sorgen, dass der ungebetene Gast draußen bleibt.

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Kurz gesagt, Radieschen Pflanzen gehören absolut in den Gemüsegarten und auf jeden Fall auf einen Naschbalkon. Bevor du jetzt aber losstürmst und es Radieschensamen regnen lässt: Schnapp dir noch schnell meinen Pflanzplan. So behältst du den Überblick im Gemüsegarten.

Übrigens: Nicht nur Radieschen sind echte Gemüse-Schnellstarter. Es gibt noch mehr Gemüse, das du genauso ruckzuck im Garten oder auf dem Balkon ernten kannst. Schau mal hier:

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Baust du auch Radieschen in deinem Garten an? Was sind deine liebsten Radieschensorten? Ich freue mich über deinen Kommentar!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.