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Unkraut bestimmen im Gemüsebeet

Unkraut bestimmen: Was wächst da im Gemüsebeet?

Du möchtest in deinen Gemüsebeeten das hartnäckige Unkraut bestimmen, um es dann effektiv loszuwerden? Sehr gut! Denn um ungebetene Gäste aus den Beeten zu verbannen – und um zu vermeiden, dass du versehentlich die falschen Pflänzchen auszupfst – solltest du wissen, was genau sich da in deinen Beeten eingenistet hat. Das finden wir jetzt heraus: Auf geht’s, Unkraut bestimmen!

Inhaltsverzeichnis
Kraut, Unkraut oder Beikraut?
Unkraut bestimmen: 9 verdächtige Kandidaten
Unkraut bestimmen & loswerden – Training inklusive!

Kraut, Unkraut oder Beikraut?

Hach, ich weiß: Unkraut kann ganz schön viele Nerven, Zeit und Mühe kosten. Am liebsten wäre es uns doch, wenn Brennnessel, Löwenzahn und Co gar nicht erst in unserem Garten einziehen würden. Wobei … Löwenzahnsirup ist eigentlich etwas Feines, und auch Brennnesseltee ist nun wirklich nicht sooo verkehrt.

Weder Löwenzahn noch Brennnessel sind also immer „Un“kraut. Zum lästigen Gartenbewohner werden sie erst, wenn sie am falschen Ort wachsen: Da, wo wir lieber unsere Blumen, Gemüsepflanzen, Stauden oder Kräuter haben möchten – in den Beeten.

Und seien wir mal ganz ehrlich: So richtig nett ist es nicht von uns, die Pflanzen alle in einen Topf zu werfen und als Un-Kraut zu bezeichnen. Unschön, unerträglich, ungewollt: Alles Un-Wörter, die eher negativ behaftet sind. Deshalb nennen um Fairness bemühte Gartenfreunde die un(!)geliebten Pflanzen auch lieber „Beikraut“.

Vom Unkraut zum Beikraut

Ein Beikraut wächst halt bei den Gemüsepflanzen. Ich finde, es ist eine schöne Bezeichnung, denn es transportiert eine gewisse Gelassenheit und Akzeptanz dafür, dass Unkraut einfach zum Gärtnern dazugehört. Weil der Begriff aber noch nicht so weit verbreitet und geläufig ist, nenne ich es hier trotzdem einfach mal weiterhin Unkraut. Wir wollten ja schließlich auch Unkraut bestimmen!

Also: Auch wenn du gleich ganz viele Pflanzen aus deinem Garten wiedererkennen wirst, heißt das nicht, dass du sie unbedingt alle sofort überall auszupfen musst. Denn auch sie haben ihre Daseinsberechtigung und ihren Platz im Ökosystem. Wie traurig wären schließlich die Bienen, wenn nirgends mehr sattgelber Löwenzahn blühen würde?!

Wenn du ganz clever bist, verweist du das Unkraut von vornherein vom Platz. Dafür lädst du dir einfach als kleinen Spickzettel meine Mischkulturtabelle herunter und kombinierst die Gemüsepflanzen in den Beeten dann so, dass sie sich perfekt ergänzen. Denn bei einer gut durchdachten Mischkultur ist deine Beetfläche so gut ausgenutzt, dass für Unkraut gar kein Platz mehr bleibt!

Einfach deine Emailadresse eintragen und – zack! – schon flattert die Mischkulturtabelle in dein Postfach!

Unkraut bestimmen: 9 verdächtige Kandidaten

Ich habe für dich 9 der häufigsten Unkräuter zusammengestellt, von denen dir einige aus deinem Garten bestimmt schon verdächtig bekannt vorkommen. So kannst du hoffentlich leicht das richtige Unkraut erkennen und erfährst, wie du es ohne viel Verschlimmbesserei schnell wieder loswirst – oder im besten Fall sogar nutzen kannst. 

Ackerwinde ist die Kletterkünstlerin der Unkräuter

Ackerwinde

Blattformlänglich, mit einer Spitze und zwei spitzen Ecken
Blütetrichterförmige, weiße Blüten mit zartrosa Streifen
BlütezeitJuni – September
Wuchshöhebis 80 cm; klettert an allem hoch, was ihr in den Weg kommt
VermehrungWurzelunkraut

Die Ackerwinde macht ihrem Namen alle Ehre und windet sich mit ihren bis zu 2 Meter langen Trieben um alles herum, was ihr in die Quere kommt. Dabei kann sie im wahrsten Sinne des Wortes deinen Gemüsepflanzen die Luft abschnüren. Das wollen wir nicht!

So wirst du die Ackerwinde los: Da sie ein super ausgeklügeltes, weit verzweigtes Wurzelwerk hat, über das sie immer wieder austreibt, solltest du die Winde mitsamt der kompletten Wurzel entfernen. Sollte die Winde jedoch an einem Ort wachsen, wo sie dich nicht stört, dann freu dich über die wunderschönen Blüten – die Insekten in deinem Garten machen das sicherlich auch und statten ihr gern einen Besuch ab!

Ackerschachtelhalm ist die perfekte Grundlage für eine Jauche

Ackerschachtelhalm

BlattformUm den Stängel herum verzweigen sich ringförmige, in Etagen angeordnete, kleine Ästchen
Blütebildet keine Blüten, sondern Sporenähren, die wie lange dünne Pilze aussehen
BlütezeitMärz – Mai
Wuchshöhe10 – 50 cm
VermehrungWurzelunkraut

Du hast dieses Unkraut mit deinem detektivischen Spürsinn im Garten entdeckt? Dann siehst du mit etwas Fantasie wahrscheinlich jede Menge kleine Tannenbäumchen. So niedlich er auch wirken mag, so faustdick hat es der Ackerschachtelhalm hinter den Ohren.

So wirst du den Ackerschachtelhalm los: Es ist ein widerstandsfähiger Zeuge der Urzeit und dementsprechend hartnäckig. Seine Mammut-Wurzeln reichen bis 1,60 m tief in den Boden. Versuche trotzdem, so gut es geht, das verzweigte Wurzelsystem des Ackerschachtelhalms auszubuddeln. Tschakka – du schaffst das! ;)

So nutzt du den Ackerschachtelhalm: Aus dem nährstoffreichen Schachtelhalm kannst du einen wunderbaren Sud herstellen, der die Abwehrkräfte deiner Pflanzen stärkt und gegen Schädlinge wie Blattläuse und Mehltau wirkt. Es lohnt sich also, ihn nicht zu entsorgen. Wenn du die Pflanzen gut trocknest und aufbewahrst, kannst du dir deinen Pflanzensud brauen, wann immer du ihn brauchst.

Unkraut bestimmen: Ist es Ampfer?

Ampfer

BlattformGroße, ovale, manchmal rötliche Blätter, mit einer ausgeprägten Spitze
BlüteKleine, glockenförmige, rötliche Blüten
BlütezeitJuli – August
WuchshöheBis zu 1 m
VermehrungHartnäckiges Wurzelunkraut. Selbst aus kleinsten Wurzelstücken wachsen neue Pflanzen

Ampfer kann dem Gärtnerherz ganz schön zusetzen. Er ist einfach sooo hartnäckig und kommt immer wieder, so lange du nicht die gesamte Wurzel einer Pflanze entfernt hast.

So wirst du Ampfer los: Pack das Übel bei der Wurzel und mach dich gefasst, tiiiiief zu graben. Die Wurzel dieses Gartenbewohners kann locker einen Meter tief in den Boden reichen. Und deine Mission ist es, die gesamte Wurzel zu entfernen! Also, Ärmel hochkrempeln, Spaten gezückt und los geht’s!

Brennnesseln sind super Nährstofflieferanten

Brennnessel

Blattformeiförmig zugespitzte Blätter mit gesägtem Blattrand und feinen Brennhaaren
Blüteunscheinbare, rispenförmige weiße Blüten, die kleine Nussfrüchte bilden
BlütezeitJuni – Oktober
WuchshöheBis zu 1,50 m
VermehrungTreibt aus der Wurzel immer wieder aus, Aussamung über den Wind

Die Brennnessel ist weit verbreitet und das wohl bekannteste Unkraut. Dieses Unkraut bestimmen kann wahrscheinlich so gut wie jeder! Und sei es durch eine schmerzhafte Begegnung. Der Name sagt schließlich schon alles: Besser nicht anfassen! Oh, schon passiert? Nicht so schlimm. Das schlaue Unkraut will sich mit seinen kleinen Brennharen an den Blättern schließlich nur vor Fressfeinden schützen.

So wirst du Brennnesseln los: Wenn sie noch klein sind, dann kannst du sie unkompliziert mitsamt der Wurzel entfernen. Handschuhe an und beherzt rausreißen! Versuche unbedingt, die Brennnesseln vor der Samenbildung zu entfernen, sonst hast du bald einen ganzen Brennnesselwald im Garten.

Bei größeren Exemplaren musst du den Boden vielleicht mit der Grabegabel lockern, um das feurige Kerlchen bei der Wurzel packen zu können. Trau dich! Du weißt: Nur die Harten kommen in den Garten! ;)

So nutzt du Brennnesseln: Aus Brennnesseln kannst du eine tolle Jauche ansetzen. Sie ist ein hervorragender Gartenallrounder, um dein Gemüse mit Nährstoffen zu versorgen oder kleine Plagegeister zu vertreiben. Alternativ dazu kannst du die Blätter von jungen Brennnesseln ernten, um daraus deine eigene Teemischung herzustellen.

Aber vielleicht gibt es auch ein Fleckchen in deinem Garten, wo die Brennnessel einfach Brennnessel sein darf, viele Schmetterlinge anlockt und den großen Appetit einiger Raupen stillt?

Franzosenkraut kann superschnell dein Beet in einen grünen Teppich verwandeln

Franzosenkraut

BlattformEiförmig und am Rand grob gesägt, Stängel und Blätter sind mit feinen Härchen überzogen
Blütekleine weiße Blüten mit meist 5 Blütenblättern, mit gelber Mitte
BlütezeitJuni – Oktober
Wuchshöhebis 60 cm
VermehrungÜber Aussamung

Dieses Unkraut mit seinen zarten, weißen Blüten bildet in rasanter Geschwindigkeit unfassbar viele Samen aus. Eine Pflanze kann bis zu 100.000 Samen produzieren! Sie wird deinen Gemüsegarten dicht an dicht zieren und jedes Fleckchen unbewachsenen Boden einnehmen, wenn du nicht rechtzeitig einschreitest.

So wirst du das Franzosenkraut los: Wenn du in deinen Gemüsebeeten dieses Unkraut bestimmen konntest, dann lautet die Devise: Nicht lang warten, Unkraut zupfen starten. An sonnigen, trockenen Tagen kannst du dieses Kraut gut mit der Hacke loswerden. Einfach früh am Morgen starten, in der Sonne liegen lassen, und am Abend ist es dann mit etwas Glück schon vertrocknet und kommt nicht wieder.

Obacht: Wenn das Kraut bereits Samen ausgebildet hat, dann lieber nicht hacken. Vorsichtig jäten und ab damit in den Eimer, den du dann gaaaaanz weit weg beförderst.

Quecke ist die Starke unter den Unkräutern

Gemeine Quecke

BlattformAufrechte, große Grashalme
BlütePlatte Ähre mit feinen Blütchen, die sich rechts und links abwechseln
BlütezeitJuni – August
Wuchshöhe50 – 150 cm
VermehrungHartnäckiges Wurzelunkraut. Selbst aus kleinsten Wurzelstücken wachsen neue Pflanzen. Vermehrt sich aber auch über den Wind.

Quecke erkennen ist für ungeübte Augen gar nicht so leicht! Auf den ersten Blick wirst du sie bestimmt einfach für ein groß gewachsenes Grasbüschel halten. Streng genommen ist sie das auch. Sie kommt in vielen Wiesen als Teil einer bunten Gräsermischung ganz natürlich vor.

Das besondere an Quecke ist ihr Wurzelwerk, das sich mehrere Meter lang unter der Erde erstrecken kann und an unterschiedlichsten Stellen aus der Erde hervorkommt. Ein kleines Wurzelstückchen genügt, damit daraus eine dicke Pflanze wächst.

So erkennst du Quecke: Wenn an dem verdächtigen Grasbüschel also sehr stabile, weiße, lange Wurzeln dranhängen, dann hast du es wahrscheinlich mit Quecke zu tun. Mein Beileid!

So wirst du die Gemeine Quecke los: Dieser Kandidat ist ein wahrer Iron-Man unter den Unkräutern: Robust, zäh, langatmig und hartnäckig. Selbst gegen die allerbeste Pappe* und Kompost geht die Quecke leider sehr erfolgreich in den Ring. Aus einer einzigen Pflanze können in einem Jahr 150 Nachkommen entstehen! Du solltest also unbedingt fix wie nix dieses Unkraut loswerden, am besten schon, bevor du deine Beete anlegst.

Da hilft nur eins: Grabegabel schnappen, vorsichtig den Boden auflockern und dann versuchen, die Pflanze mitsamt dem gesamten Wurzelwerk aus der Erde zu ziehen. Selbst kleine Wurzelteilchen lieber gut absammeln, da wächst sonst gleich wieder ein Grasbüschel draus. Deine Erfolgsformel: Hartnäckiger als die Quecke sein und dranbleiben!

Giersch, mal Freund, mal Feind

Giersch

Blattformeiförmig, scharf gesägt, Blätter sind in drei Blattgruppen unterteilt, die je drei Blätter aufweisen
Blüteweiße Doldenblüten
BlütezeitMai – September
Wuchshöhe30 – 100 cm
VermehrungWurzelunkraut

Sobald Du einen Hauch von Frühjahr spürst, wird auch der Giersch munter. Wenn du Giersch erstmal in deinem Garten hast, dann gleich sehr schnell sehr viel. Denn er vermehrt sich über sein Rhizom – regelrechte unterirdische Tentakeln – in alle Richtungen und bildet überall fleißig neue Pflänzchen.

So wirst du Giersch los: Nimm lieber gleich einen Spaten in die Hand und pack das Giersch Unkraut bei den Wurzeln!

Löwenzahn ist der Frühlingsgarant im Gemüsebeet

Löwenzahn

BlattformBlattansatz direkt am Boden, die Blätter stehen in Rosettenform. Sie sind eiförmig bis länglich sowie tief eingeschnitten und gezackt
Blütesonnengelb
BlütezeitApril – Juli
Wuchshöhe10 – 30 cm
VermehrungVermehrt sich über Wurzelstücke & durch Aussamung über den Wind

Eine Pusteblume in der Hand, kräftig pusten und die kleinen Fallschirme tanzen in alle Richtungen davon… Hach, erinnert dich das auch so sehr an deine Kindheit? Jeder einzelne Samen segelt so zu seinem Platz, wo er bald schon ganze Wiesen in gelbe Teppiche verwandelt. Das sieht nicht nur wunderschön aus, sondern ist auch ein eindeutiges Zeichen für uns, dass der Frühling endlich angekommen ist.

Ihn im Garten zu beherbergen und den Löwenzahn loswerden zu wollen, ist eine echte Herausforderung – denn er hat supertiefe Pfahlwurzeln, die bis zu einem Meter (!) in die Erde reichen können.

So wirst du Löwenzahn los: Hier ist dein Unkrautstecher gefragt. Stich damit den Löwenzahn inklusive der kompletten Wurzel aus. Hier ist frühes Handeln gefragt: Warte das Pusteblumenstadium bloß nicht ab – denn dann gibt es für den Löwenzahn kein Halten mehr.

Vogelmiere ist die Lieblingsspeise vieler Vögel

Vogelmiere

Blattformoval und spitz
Blüteweiß und sternförmig
BlütezeitFebruar – November
Wuchshöhe5 – 40 cm
VermehrungSamenunkraut

Im Namen versteckt sich schon, was sich hinter dieser Pflanze verbirgt: eine Leckerei für Vögel. Gerade Hühner sind verrückt auf die Miere und deren Samen. Einmal Vogelmiere, immer Vogelmiere – halte dich fest: Dieses Unkraut bildet jedes Jahr 10.000 bis 20.000 Samen aus, die bis zu 60 Jahre keimfähig bleiben!

Die Vogelmiere kann so aus deinen Beeten einen grünen Mieren-Teppich machen, denn sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, jegliches Fleckchen blanken Boden zu bedecken.

So wirst du Vogelmiere los: Sie kommt zwar in großer Zahl daher, ist aber leicht zu jäten. Du kannst sie ohne große Anstrengung von Hand aus deinem Gemüsebeet zupfen oder bei sonnigem Wetter die Hacke verwenden.

Unkraut bestimmen, jäten und entsorgen

Unkraut bestimmen & loswerden – Training inklusive!

Bei mir im Garten gibt es Ecken, wo alle Pflanzen nach Lust und Laune wachsen dürfen. Aber meine Gemüsebeete sind für mein Gemüse reserviert! Damit das dauerhaft und ohne viel Jäten und Unkraut zupfen gelingt, kommt hier ein Anti-Unkraut-Training mit 4 ultimativen Tipps!

1. Tipp: Finde heraus, mit wem du es zu tun hast!

Vielleicht hast du die Störenfriede aus deinen Gemüsebeeten in einem der Steckbriefe oben ja schon wiedergefunden? Sehr gut! Bleib trotzdem noch dran – denn es gibt eine ganz grundsätzliche Einteilung von Unkräutern, die im Umgang mit ihnen ungemein hilfreich ist.

Es gibt nämlich sogenannte Wurzel- und Samenunkräuter. Diese Einteilung bezieht sich auf die vorrangige Vermehrung der Pflanzen. Die ist super wichtig für dich, denn du willst bestimmt nicht, dass sich die beharrlichen Individualisten noch weiter in deinem Gemüsebeet ausbreiten. Hier kommt der entscheidende Unterschied:

Wurzelunkräuter vermehren sich über ihre Wurzeln und treiben aus ihnen immer wieder aus. Ihnen genügen oft schon winzige, in der Erde übriggebliebene Wurzelteile, um daraus eine neue Pflanze zu bilden. Das bedeutet, dass du diese Unkräuter mit der kompletten Wurzel aus der Erde ausbuddeln solltest.

Samenunkräuter hingegen vermehren sich über ihre Samen. Sie nutzen für den Transport Wind, Wasser oder auch über Tiere. Samenunkräuter solltest du im besten Fall jäten bevor sie blühen und ihre Samen ausbilden. Wenn eines sich in der Nähe deiner Gemüsebeete auf einer Wiese oder im Rasen einen Platz gesucht hat, dann mähe dort so rechtzeitig, dass die Kräuter gar nicht erst zur Samenbildung kommen. Oft kommst du dann um ein regelmäßiges Mähen nicht drumrum.

Viele Unkräuter sind so schlau, dass sie sich gleich über Wurzeln UND Samen vermehren.  Sie wollen unbedingt sicherstellen, dass die nächste Generation gesichert ist und es viiiiiele Nachkommen gibt.

2. Tipp: Lege unkrautsichere Beete an!

Jetzt kommt mal eine gute Nachricht: Du kannst deine Beete von Anfang an so anlegen, dass sie ziemlich unkrautsicher sind. Ich habe mein komplettes Gartensystem auf unkrautsicheren Beeten basiert. Eine dicke Schicht samenfreier Kompost unterdrückt dabei Unkrautsamen und Wurzelunkräuter in tieferen Erdschichten.

Wenn du Lust hast, so richtig mit System zu gärtnern, dann schau doch mal in meinem Onlinekurs zum Gemüsegärtnern vorbei! Denn meine ganz besonderen, unkrautsicheren Beete können noch viiiiiel mehr als dir das Jäten ersparen!

3. Tipp: Mulch, Mulch, Mulch

Mulchen ist der Geheimtipp schlechthin gegen Unkraut! Mit einer dicken Schicht Hackschnitzel, Stroh oder Grasschnitt verhinderst du, dass junge Unkrautpflanzen sich ihren Weg ans Sonnenlicht bahnen. Nebenbei profitierst du auch noch von einem besseren Wasserhaushalt! Unbedingt empfehlenswert – 5 von 5 Sternen!

4. Tipp: Unkraut richtig entsorgen

Du tust dir einen großen Gefallen, wenn du das aus den Beeten gezupfte Unkraut nicht auf deinem normalen Komposthaufen, sondern es auf einem separaten Haufen entsorgst. Sonst passiert es schnell, dass du die Unkrautwurzeln oder Samen im nächsten Jahr auf deinen Gemüsebeeten verteilst und so regelrecht anbaust. Und dann hast du den Salat – ähhm – das Unkraut…

Unkraut bestimmen
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Viele Unkräuter haben großartige Eigenschaften, sind aber auch oft hartnäckige Gesellen, die sich selbst mit einigen Tricks ihren Platz nicht so leicht streitig machen lassen wollen. Aber du kennst dich jetzt aus und kennst die Schwachstellen der häufigsten Unkäuter!

Hast du in deinem Garten schon das Unkraut bestimmen können? Dann schnapp dir jetzt Hacke und Unkrautstecher und lasse gar nicht erst zu, dass deine Beete sich in Löwenzahnparadiese und Ampferwälder verwandeln. Ach ja: Denk dran, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen und ab sofort clevere Pflanzenpartnerschaften einzuplanen!

Dein Gemüsegarten ist schon unkrautfrei und du hast richtig Lust, große Gartensprünge im Gemüsebeet zu machen? Dann kommen hier ein paar Tipps zum Weiterschmökern für dich:

Gemüsebeet anlegen in 5 Schritten – ganz ohne Umgraben!

Gemüseanbau für Anfänger: In 9 Schritten zur dicken Ernte!

Mulchen: Der Geheimtipp für einen pflegeleichten Garten!

Konnte ich dir beim Unkraut bestimmen weiterhelfen? Welches Unkraut macht dir im Garten schwer zu schaffen? Lass mir gern einen Kommentar da!

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Kohlrabi pflanzen: Kohlrabi azur Star

Kohlrabi pflanzen: Der komplette Guide

Kohlrabi pflanzen wolltest du schon lang, weißt aber nicht so genau wie? Kohlpflanzen können echt tricky sein, wenn du die Tricks und Kniffe nicht kennst, um sie glücklich zu machen. Deswegen gibt’s heute genau das: alle Tipps, wie du deinen Kohlrabi ganz einfach rundum glücklich machst und eine dicke Ernte einfährst!

Inhaltsverzeichnis:
Warum überhaupt Kohlrabi pflanzen?
Kohlrabi pflanzen Schritt für Schritt
Krankheiten und Schädlinge
Kohlrabi pflanzen im Winter
Mein Lieblings Kohlrabi-Rezept

Warum überhaupt Kohlrabi pflanzen?

Eigenen Kohlrabi pflanzen und anbauen ist eine klasse Idee! Kohlrabi kannst du wirklich fast rund ums Jahr anbauen und ernten und er eignet sich auch für den Gartenanfang perfekt! Frisch geernteter Kohlrabi ist superknackig, saftig, süßlich – kein Vergleich zu dem langweiligen Kollegen aus dem Supermarkt!

Kohlrabi ist nicht nur unglaublich lecker, sondern auch richtig gesund. Du kannst sowohl die Knolle als auch die zarten Blätter essen. Drin stecken wichtige Vitamine und Mineralien wie Vitamin C, Folsäure, Kalium, Kalzium und Eisen.

Die zarte Knolle ist wunderbar vielseitig einsetzbar, denn du kannst Kohlrabi ganz unterschiedlich zubreiten. Ich liebe knusprig panierte Kohlrabischnitzel und die fein gehackten Blätter peppen auch jeden Salat auf.

Das einfachste Rezept ist aber sicher: frische Kohlrabischeibchen mit Sonnenschein im Garten! Jung geerntet kannst du die Schale nämlich samt allen wertvollen Inhaltsstoffen gleich mitknuspern. Mhhh, das schmeckt einfach himmlisch!

Kohlrabi pflanzen lohnt sich in jeder Hinsicht und du kannst dich easy über das ganze Jahr selbst versorgen. Und darum fangen wir damit jetzt auch sofort damit an!

Kohlrabi pflanzen Schritt für Schritt

Du hast noch etwas Respekt vor dem Kohlrabi pflanzen? Ja, Kohl hat nicht ganz zu Unrecht den Ruf, eine Diva zu sein. Aber hier ist die gute Nachricht: Kohlrabi ist der perfekte Einstieg, wenn du dich langsam herantasten möchtest. Er ist nämlich das am schnellsten wachsende Kohlgemüse und lange nicht so kapriziös wie seine Verwandtschaft! :)

Du kannst dich deswegen durchaus auch als Anfänger an das Kohlrabi pflanzen herantrauen. Wenn ihr euch erstmal eingegroovt habt, wirst du ihn nicht mehr missen wollen!

Psst: Wie du dein Gemüse harmonisch auf die Beete verteilst und dabei Anbaupausen und Fruchtfolgen berücksichtigst, habe ich für dich in meinem Gemüsegarten-Pflanzplan ausgeknobelt! Damit erntest du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse und nutzt deine die Beete optimal. Klingt gut? Dann trage dich einfach hier ein und ich schicke dir den Plan direkt zu.

Für alle Schnellstarter hier erstmal eine kleine Übersicht:

Wann vorziehen?Von Januar bis Juli
Wann Kohlrabi pflanzen?Von März bis August
Wann direkt säen?Je nach Sorte von Februar oder März bis Juli
Wann wird geerntet?Mai bis Oktober
Pflanzabstand20-25 x 30 cm
SortentippsAzur Star, Superschmelz
Saattiefe1 cm
LichtbedarfSonne bis Halbschatten
Wasserbedarfmittel
NährstoffbedarfMittel- bis Starkzehrer
MischkulturpartnerGurken, Möhren, Mangold, Tomaten, Spinat, Erbsen, Sellerie
PflanzenfamilieKreuzblütler
Anbaupause6 Jahre
Kohlrabi pflanzen – alles auf einen Blick!

Kohlrabi pflanzen oder aussäen?

Deinen Kohlrabi kannst du sowohl direkt im Beet säen als auch vorziehen und später pflanzen. Ich ziehe Kohlrabi Pflanzen immer gern vor, damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Beim Kohlrabi pflanzen kannst du die Abstände nämlich besser regulieren und die Pflänzchen haben bereits einen Wachstumsvorsprung.

Das kann ziemlich entscheidend sein, wenn du häufig ungebetenen Schneckenbesuch bekommst. Die Schleimer lieben nämlich junge Kohlrabipflänzchen! Wenn du deinen Kohlrabi aber im Haus vorziehst, können deine grünen Freunde erstmal unbelästigt kräftiger werden, bevor sie sich in den Kampf mit den lästigen Schnecken stürzen.

Wenns dann ans Kohlrabi pflanzen geht, schützt du deine Babys am besten mit einem Schneckenkragen aus Plastik* oder mit einem Schneckenkragen aus Metall*, bis sie groß und kräftig sind!

Trotzdem kannst du Kohlrabi grundsätzlich auch direkt im Beet säen. Die Saattiefe und die Abstände sind die gleichen wie beim Kohlrabi Vorziehen und Pflanzen.

Kohlrabi pflanzen: Kohlrabi mit Schneckenkragen schützen

Kleiner Tipp: Falls es im Frühjahr nochmal unvermutet frostige Nächte geben sollte, kannst du mit den passenden Deckeln* deine Schneckenkragen ruckzuck zu einem wärmenden Mini-Gewächshaus machen! Oder du stülpst Marmeladengläser über deine Setzlinge.

Kohlrabi richtig vorziehen

Kohlrabi pflanzen geht eigentlich fast immer. Du kannst ihn von Mitte Januar bis Mitte Juli im Haus vorziehen und von Mitte März bis Mitte August Kohlrabi pflanzen.

Du hättest am liebsten kontinuierlich frischen Kohlrabi statt einmal im Jahr einen ganzen Berg davon? Dann habe ich da einen heißen Tipp für dich: Die gestaffelte Aussaat! Meine Aussaattermine für die Kohlrabi-Flatrate:

  • 1. Satz Anfang Februar vorziehen und Mitte März pflanzen
  • 2. Satz Anfang April vorziehen und Mitte Mai pflanzen
  • 3. Satz Anfang Juli vorziehen und Mitte August pflanzen

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Mehr Informationen
Mehr zur gestaffelten Aussaat? In diesem Video gibt es alle Infos für dich!

Schnapp dir also deine Aussaattöpfchen*, pack Anzuchterde rein und los geht’s! In jedes Töpfchen kommen zwei Kohlrabisamen, etwa 1 cm tief hinein.

Dann gießt du vorsichtig an und hältst die Erde die nächsten Tage schön feucht, aber nicht klatschnass. Nach einigen Tagen grüßen dich deine kleinen Kohlrabis. Juhuuuu, geschafft! Es gibt so Momente im Gärtnerleben, die hören einfach nicht auf besonders zu sein. Dieses Wunder, wenn aus einem Samen eine Pflanze ensteht, gehört für mich auf jeden Fall dazu.

Kohlrabi Pflanzen selbst ziehen ist wie bei allem Gemüse total praktisch. Du sparst richtig viel Geld und du kannst wunderbare alte Sorten probieren, die du als Jungpflanzen gar nicht zu kaufen bekommst.

Neu im Jungpflanzen Game? Alle Basics zum Jungpflanzen selbst ziehen und pikieren findest du hier: Jungpflanzen im Haus vorziehen

Kohlrabi pflanzen leicht gemacht

Sobald deine Pflänzchen zwei kräftige Laubblätter gebildet haben, kannst du sie in die weite Welt setzen. Laubblätter sind die ersten Blätter nach den zwei kleinen Keimblättern. ;)

Damit sich dein Kohlrabi alle Nährstoffe und das Wasser holen kann, was er braucht, machst du es ihm erstmal schön! Bevor es ans Kohlrabi pflanzen geht, lockerst du dazu die Erde mit einer Grabegabel oder einer Grelinette. Versuche, den Boden dabei nicht zu wenden, das würde ihnnur unnötig durcheinanderbringen!

In das Pflanzloch gebe ich gern noch etwas Dünger, Hornspäne oder Kleepellets. So ist der immer hungrige Kohlrabi gut versorgt.

Der Abstand im Beet beträgt dann 20-25 cm zum nächsten Kohlrabi und 30 zur nächsten Gemüsereihe.

Kohlrabi pflanzen

Idealer Standort zum Kohlrabi pflanzen

Kohlrabi pflanzen ja, aber wohin denn genau? Wir haben gesagt, es ist wichtig, dass sich Herr Kohlrabi pudelwohl fühlt. Die Platzwahl ist also keine Lappalie!

Dein Kohlrabi ist ein echter Nimmersatt. Als Starkzehrer will er einen nährstoffreichen Boden und dazu auch regelmäßig Wasser. Wenn das Buffet so gut gedeckt ist, wächst der Kohl kräftig und gesund und ist viel weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten.

Falls du besonders früh im Jahr deinen Kohlrabi pflanzen möchtest, siehts aber ein bisschen anders aus. In diesem Fall sind leichtere Böden die bessere Wahl. Solche Böden erwärmen sich nämlich schneller.

Noch ein ganz wichtiger Punkt beim Kohlrabi Pflanzen ist die Fruchtfolge! Die ist gerade bei Kohl dringend einzuhalten. Das heißt im Klartext: halte einen großen Abstand von 6 Jahren zu anderen Mitgliedern der Kohlfamilie ein. Beim Beetplanen ist die Fruchtfolge wichtiger als die Mischkulturen.

Baust du mehrere Jahre hintereinander immer wieder Kohl am selben Platz an, setzen sich dort leicht Krankheitserreger fest. Außerdem ist Kohlrabi eben ein hungriges Pflänzchen und laugt den Boden aus.

Was kann ich neben Kohlrabi pflanzen?

Damit beim Kohlrabi pflanzen nichts schief geht, ist gute Nachbarschaft wichtig! Mit wem verträgt sich die grüne Knolle also? Da gibt’s so einige Kandidaten: Möhren, Erbsen, Rhabarber, Tomate, Sellerie, Spinat, Kresse, Gurken, Aubergine, Mangold, Rote Bete und Pfefferminze.

Kohlrabi neben Tomaten zu pflanzen ist übrigens ein echter Geheimtipp! Mit ihrem intensiven Duft verwirren die Tomaten potentielle Kohlschädlinge. Die orientieren sich meistens am Geruch und sind ja auf der Suche nach leckerem Kohlduft. Auch mit Minze kannst du Kohlrabi Schädlinge total aus dem Konzept bringen!

Wenn du das beim Kohlrabi pflanzen bedenkst, trickst du die Kohlrabi Schädlinge leicht aus. Pfefferminze und Tomate bringen den Kohlweißling oder die weiße Kohlfliege völlig aus dem Konzept und mit ein bisschen Glück finden sie deinen Kohlrabi deshalb nicht. Genau die richtige Gesellschaft, um deinen Kohlrabi glücklich zu machen!

Nach dem Kohlrabi pflanzen: mulchen und düngen!

Sobald die Pflanzen 10 cm hoch sind, wird’s richtig kuschlig! Jetzt kannst du deinem Kohlrabi etwas Gutes tun, indem du ihn mulchst. Ich verwende dafür am liebsten Hackschnitzel und Rasenschnitt.

Der Mulch sorgt nicht nur dafür, dass weniger Wasser verdunstet und du damit weniger gießen musst. Er unterdrückt auch Unkraut und verrottet nach und nach zu fruchtbarem Kompost. Klingt genial, oder? Ist es auch! Am besten, du liest dir hier alles über dieses Garten-Zaubermittel durch!

Kohlrabi pflanzen: Kohlrabi im Mulchbeet

Nach dem Kohlrabi Pflanzen wächst dieser Kohl wirklich fix! Wegen der eher kurzen Vegetationsperiode hat Kohlrabi im Vergleich zu den anderen Kohlarten einen geringeren Nährstoffanspruch. Trotzdem gehört er zu den Starkzehrern und kann nach vier Wochen eine Düngung gebrauchen. Da kann ich Brennnesseljauche wärmstens empfehlen!

Wann kann ich meinen Kohlrabi ernten?

Die Erntezeit beginnt bei den meisten Sorten im Mai und reicht bis in den Oktober hinein. Du kannst deinen Kohlrabi ernten, wenn er prall ist, aber noch nicht holzig.

Kohlrabi zu ernten, ist manchmal gar nicht so einfach, weil der Stumpf ziemlich hart ist. Am besten schneidest du ihn mit einem scharfen Messer direkt über dem Boden ab. Die Wurzel darf gern im Boden bleiben, so haben die Mikroorganismen auch gleich ein Festmahl!

Hast du jetzt richtig Lust, dich mit noch mehr buntem Gemüse selbst zu versorgen und weißt nicht so recht, wo du anfangen kannst? Dann komm in meinen „Gemüsegarten starten“- Onlinekurs*. Dort begleiten wir dich Schritt für Schritt zu deinem Traumgarten und einer Traumernte. Ich würde mich total freuen, dich dort begrüßen zu dürfen! :)

Krankheiten und Schädlinge

Kohlrabi Schädlinge, ja da gibts leider so eine ganze Armada! Deswegen ist es wichtig, dass du ihn mit einem Kulturschutznetz oder Gärtnervlies abdeckst. Insekten, die Kohlrabi zu schaffen machen, sind unter anderem der Kohlweißling, der Kohltriebrüssler, die kleine weiße Kohlfliege, die mehlige Blattlaus und der Erdfloh.

Kohlrabi pflanzen: Kohlrabi unter Kulturschutznetz

Klingt erstmal wirklich viel! Das Gute ist, dass du all diese ungebetenen Mitesser mit einem einfachen Netz überlisten kannst. Dann heißt es „Kohlrabi Schädlinge müssen draußen bleiben“ und fertig!

Gegen die gefürchtete Kohlhernie hilft tatsächlich nur eine weite Fruchtfolge von sechs Jahren. Trotzdem ist Kohl für mich aus dem Garten nicht wegzudenken, weil er einfach so vielfältig ist. Außerdem ist Kohl das perfekte robuste Wintergemüse und unglaublich gesund!

Kohlrabi pflanzen im Winter

Kohlrabi ist erstaunlich frostfest! Auch wenn es auf den Tütchen fast nie so draufsteht, lohnt sich deswegen ein Versuch.

Wie wärs also mit Kohlrabi pflanzen für den Winter? Setz doch dafür die letzte Charge des Jahres ins Gewächshaus oder schütze deinen „Winterkohlrabi“ mit einem Vlies, wenn es mal wirklich bitterkalt wird. Ich habe im Winter mit dem Azur Star wirklich gute Erfahrungen gemacht.

ABER: nicht ernten, wenn dein Kohlrabi eine harte Eiskanone ist! Falls du ihn jetzt erntest, wird er nach dem Auftauen matschig. Deswegen warte lieber auf Plusgrade, wenn dein Kohlrabi sich wieder akklimatisieren konnte. Sobald er aus seiner Winterstarre auferstanden ist, kannst du ernten und verkosten.

Dieser Winterkohlrabi ist so zart und süß, einfach unglaublich!

Mein Lieblings Kohlrabi-Rezept

Kohlrabischnitzel

für ungefähr 8 Schnitzel

Das brauchst du:

2 Kohlrabi
3 EL Senf
100 g Mehl
150 ml Milch
150 g Semmelbrösel
gemahlene Muskatnuss
Salz/Pfeffer
Pflanzenöl
Zitrone

So wirds gemacht:

  1. Fülle deine Pfanne zu etwa 2 cm mit Wasser, salze es und erhitze es dann, damit deinem Kohlrabi gemütlich wird. Dein Kohlrabi wird jetzt zum Schnitzel, indem du ihn in etwa 1 cm dicke Scheiben schneidest! Ob du ihn schälen willst oder nicht, bleibt dir überlassen.
  2. Deine Schnitzelchen köchelst du jetzt für 5 Minuten in der Pfanne. Dabei ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt: Sie sollen weich werden, aber natürlich nicht auseinanderfallen. Dann nimmst du sie aus dem Wasser und trocknest sie etwas. So kannst du sie nun würzen. Streiche sie beidseitig mit dem Senf ein und salze, pfeffere und gib Muskat nach deinem Geschmack dazu.
  3. Tataaa, die Panierstraße hat ihren Einsatz! Dafür brauchst du einen Teller mit Mehl, einen mit Milch und einen mit deinem Paniermehl. Danach gehts los: jede Scheibe erst in das Mehl, dann in die Milch und zuletzt in die Panade.
  4. Nun können die Schnitzel in die Pfanne, damit sie knusprig braun werden. Erhitze dafür etwas Öl in der Pfanne. Darin können deine Kohlrabischnitzel etwa 5 Minuten von jeder Seite anbraten.
  5. Stilsicher mit einem Scheibchen Zitrone servieren – mhhhhhhh, dieser Gartengenuss!!
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Du bist ready zum Kohlrabi pflanzen

Jetzt kann beim Kohlrabi pflanzen wirklich nicht mehr viel schief gehen. Mit all den Tipps kannst du es deinem Kohlrabi auf jeden Fall richtig gemütlich machen und er sollte er nichts zu meckern haben.

Und dir wird’s genauso gehen, wenn du erstmal deinen eigenen knackig frischen Kohlrabi gekostet hast!

Jetzt bist du neugierig geworden, wie du Gemüse rund ums Jahr ernten kannst? Dann schmöker doch mal hier rein:

Kohlweißling bekämpfen – ganz ohne Chemie!

24 Gemüse, die du im Winter anbauen kannst!

So erntest du rund ums Jahr eigenes Gemüse!

Hast du Tipps zum Kohlrabi pflanzen und anbauen? Hast du eine Lieblingssorte? Dann teile das gern unten in den Kommentaren!

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Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren

Du möchtest deine Tomaten selber ziehen? Hach, du wirst es lieben, die kleinen Pflänzchen beim Wachsen zu beobachten! Was dabei wichtig ist, damit du schon bald kräftige, gesunde Tomaten in deinen Garten auspflanzen kannst, schauen wir uns jetzt an! Los geht’s…

Inhaltsverzeichnis
So klappt das Tomaten selber ziehen!
Wann säe ich Tomaten? Das richtige Timing macht’s
Tomaten selber ziehen: In 5 Schritten zur Keimung
Nach der Keimung: Das kleine Tomaten-ABC
Tomaten selber ziehen und pikieren – aber richtig!

So klappt das Tomaten selber ziehen!

Tomaten selber ziehen lohnt sich absolut! Denn auf keinem Jungpflanzenmarkt ist die Auswahl an Sorten so groß wie im Saatguthandel. Es gibt hunderte, wenn nicht tausende verschiedene Sorten.

Damit aus den Tomatensamen deiner Wahl dann auch gesunde und kräftige Pflanzen wachsen, die eine dicke Tomatenernte abwerfen, solltest du ein paar Dinge beachten. Also, Ärmel hochgekrempelt und Saatguttütchen gezückt*: Wir werden ab jetzt unsere Tomaten selber ziehen!

… Und ja, es stimmt: Tomaten sind eher anspruchsvolle Früchte! Aber wenn du die Bedürfnisse deiner Tomatenpflanzen kennst, steht einer dicken Ernte der schmackhaften Früchte nichts mehr im Wege. Du willst alle wichtigen Tomateninfos auf einen Blick? Dann hol dir meinen Tomaten-Masterplan!

Der Masterplan steht dir bei jedem Schritt zur Seite, von der Aussaat übers Pflanzen und Pflegen bis hin zur Ernte, immer mit den wichtigsten Infos – kurz und knackig zusammengefasst. Einfach deine Email-Adresse hier eintragen und der Plan flattert in dein Postfach:

Wann säe ich Tomaten? Das richtige Timing macht’s

Tomaten ziehst du immer im Haus vor, statt sie direkt in deinen Beeten auszusäen. Ihnen ist es vor Mitte Mai draußen nämlich viiiel zu kalt. Wenn du sie aber erst danach säst, bist du zu spät dran, um noch vor dem Herbst deine Tomaten ernten zu können. Ganz schön tricky, oder?

Also, ran an die Indoor-Anzuchtstation! :) Dort startest du mit dem Tomaten Säen am besten Anfang bis Mitte März. Vielleicht bist du vor lauter Garten-Vorfreude versucht, mit dem Aussäen schon im Januar anzufangen, aber glaub mir: Wenn du deine Tomaten zu früh aussäst, müssen sie viel zu lange „ausharren“, bis sie Mitte Mai endlich nach draußen dürfen und sind dann längst nicht mehr so kräftig wie später gesäte Pflanzen.

Hast du das Glück, deinen Tomatenpflanzen für ihr späteres Leben ein Gewächshaus bieten zu können? Jackpot! Darin werden sich die Pflanzen so richtig wohl fühlen. Gewächshaustomaten darfst du ein klitzekleines bisschen eher säen. Ins Gewächshaus dürfen sie ja schon kurz vor den Einsheiligen umziehen und dann dort ihre Wurzeln ausstrecken.

Tomaten selber ziehen: In 5 Schritten zur Keimung

Es ist gerade März und die Tomatensamen vor dir warten sehnsüchtig darauf, in die Erde zu kommen? Dann starten wir jetzt gleich los mit der Anzucht und legen den Grundstein für deine üppige Tomatenernte! Damit sich das Tomaten selber ziehen auch lohnt, machst du am besten von Anfang an alles richtig:

Schritt 1: Das brauchst du für die Aussaat!

Du kannst zum Tomaten selber ziehen eine fertige Anzuchterde verwenden. Die ist feinporig und nährstoffarm, genau so, wie Jungpflanzen es am liebsten mögen. :) Ich nehme stattdessen auch gerne gesiebten, reifen Kompost – das funktioniert meiner Erfahrung nach auch super gut.

Tomaten selber ziehen – mit dem richtigen Equipment.

Schritt 2: Pflanzgefäß vorbereiten

Zunächst füllst du deinen Topf oder die Aussaatschale mit Erde, lässt aber noch einen guten Zentimeter Platz nach oben.

Dann stellst du den Topf auf den Untersetzer und feuchtest die Erde gut an. Sie sollte sich danach so anfühlen wie ein gut ausgedrückter nasser Schwamm. Wichtig ist, dass das Gießwasser später immer ablaufen kann, dein Gefäß sollte deshalb unbedingt Löcher auf der Unterseite haben.

Schritt 3: Her mit den Samen!

Als nächstes verteilst du die Tomaten Samen auf der feuchten Erde, sodass sie ungefähr einen Zentimeter Abstand zueinander haben. Danach bedeckst du sie ebenfalls circa 1 cm dick mit Erde, drückst das Ganze vorsichtig an und wässerst das Töpfchen mit einer sanften Brause von oben*.

Obacht: Ein zu starker Wasserstrahl würde deine Samen wieder an die Oberfläche spülen, sei also ganz behutsam.

Tomaten säen und angießen

Schritt 4: Wir basteln ein Tomaten-Treibhaus

Um deinen Tomaten die Keimung so richtig leicht zu machen, holen wir jetzt einen kleinen Garten-Hack aus der Trickkiste hervor. Dafür spannst du einfach ein Stück Frischhaltefolie über das Töpfchen. Die Frischhaltefolie sorgt dafür, dass die Erde feucht bleibt und funktioniert wie ein kleines Mini-Treibhaus.

Tomatensamen haben es beim Keimen nämlich gern behaglich warm. Am liebsten keimen sie bei muckeligen 25 °C. Stell sie also am besten an einen warmen Ort. Wie hell es dort ist, spielt bis zur Keimung keine große Rolle.

Nicht vergessen: Falls du gleich mehrere Sorten aussäst, solltest du jetzt daran denken, die Töpfe zu markieren. Die jungen Pflänzchen sehen später nämlich alle erstmal ziiiiemlich ähnlich aus, und du wirst sehen, wie schwer es ist, sie dann noch auseinander zu halten. ;)

Schritt 5: Warten, befeuchten und lüften…

Jetzt heißt es: Abwarten. Bis zur Keimung kann es nämlich je nach Sorte zwischen ein paar Tagen und 1-2 Wochen dauern. In dieser Zeit sollten die Anzuchttöpfe im Warmen stehen bleiben.

Achte darauf, dass die Erde nie austrocknet. Das ist vor der Keimung eine absolute Katastrophe und macht den gerade geschlüpften Pflänzchen meist den Garaus. Zu nass sollte es aber auch nicht sein, sonst kann sich Schimmel bilden. Gar nicht so leicht, da die rechte Balance zu finden…

Schimmel verhinderst du übrigens auch, indem du die Folie regelmäßig entfernst und Luft an die Erde lässt. Dein Mini-Treibhaus kannst du danach ja in Sekunden wieder zusammenbauen. ;)

Tomaten eslber ziehen und pikieren
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Nach der Keimung: Das kleine Tomaten-ABC

Schauen die ersten grünen Spitzen aus der Erde heraus? Herzlichen Glückwunsch! Dann ist jetzt ein Umzug angesagt.

A: Die Sache mit dem Licht beim Tomaten selber ziehen

Ab jetzt brauchen deine Tomatenpflanzen nämlich ganz viel Licht und ein kühleres Plätzchen. So leid es mir tut: Wenn du kräftige Tomaten selber ziehen möchtest, wirst du dich von der Vorstellung verabschieden müssen, dass eine Fensterbank dafür ausreicht. Selbst an einem Südfenster bekommen deine Tomaten nämlich früh im Jahr noch nicht so viel Licht, wie sie brauchen.

Deshalb benutze ich in den ersten Monaten des Jahres spezielle LED-Pflanzenlichter, die ich über den Pflanzen aufhänge. Nicht nur über den Tomaten, über allen Jungpflanzen, die ich selber ziehe. Falls du dich wunderst, wieso die Lampen so bunt sind: Sie leuchten nur in den Lichtfarben, die für das Wachstum der Pflanzen optimal sind: rot und blau.

Pssst, kleines Update: Mittlerweile gibt es auch tolle Pflanzenlampen mit Vollspektrum*, also mit angenehm weißgelbem Licht.

Tomaten selber ziehen mit Pflanzenlichtern

B: Die optimale Temperatur zum Tomaten selber ziehen

Ich weiß, du meinst es nur gut mit den jungen Pflanzen, wenn du sie an einen schön warmen Ort stellst. Aber leider tut das den frisch geschlüpften Tomaten gar nicht gut. Eine zu warme Temperatur ermuntert sie nämlich, sich auf die Suche nach mehr Licht zu machen.

Das Ergebnis? Deine Tomaten vergeilen. Aus ihnen werden lange, dünne, instabile Jungpflanzen, die später keinen guten Stand im Beet haben. Um das zu vermeiden, solltest du deine zarten Tomatenpflanzen an einen kühlen Ort stellen. Circa 15-18 °C sind optimal. Zu kalt darf es natürlich auch nicht werden, da sind die Tomätchen schon ein bisschen empfindlich.

C: Tomaten Jungpflanzen richtig gießen

Neben einem kühlen, hellen Ort brauchen deine Tomaten in den ersten Tagen gar nicht soooo viel Aufmerksamkeit. Du solltest nur darauf achten, dass du sie regelmäßig gießt. Pitschnasse Füße mögen die Pflänzchen allerdings nicht, gönn ihnen also kein Dauer-Fußbad.

Wenn du dein Tomaten-ABC kennst, werden aus den kleinen Keimspitzen schon bald muntere Pflänzchen heranwachsen. Wart’s ab! :)

Wenn du nicht nur Tomaten selber ziehen, sondern auch noch viiiele weitere Gemüsepflanzen mit Erfolg anpflanzen und beernten willst, dann komm doch in meinen Onlinekurs „Gemüsegarten starten“! Da teile ich all meine besten Tipps für gesunde Pflanzen eine dicke Gemüseernte mit dir*!

Tomaten selber ziehen und pikieren – aber richtig!

Eine ganz wichtige Kleinigkeit steht jetzt aber noch an: Schon bald solltest du deine Tomaten pikieren. Wenn sie nach den Keimblättern das erste Paar richtiger Blätter bekommen, ist es soweit!

Tomaten pikieren“ bedeutet, dass du die einzelnen Tomatenpflanzen vorsichtig mit einem Holzstäbchen aus der Erde hebst (möglichst, ohne die Wurzeln zu beschädigen) und dann in einen eigenen Topf umpflanzt. So haben sie genug Platz, um weiter zu wachsen.

Ein wichtiger Schritt beim Tomaten selber ziehen: Tomaten pikieren

Der neue Topf sollte einen Durchmesser von 9-11 cm haben und mit frischer Anzuchterde oder gut gereiftem Kompost gefüllt sein. Beim Tomaten Pikieren setzt du die Pflanzen nochmal etwas tiefer in die Erde, bis kurz unter das erste echte Blattpaar. Nach dem Pikieren noch gut angießen – und schon bist du wieder einen Schritt näher an deiner Traumernte. ;)

Pssst: Wenn einige deiner Tomatenpflänzchen ihre Keimblätter nicht richtig entfaltet haben, solltest du sie aussortieren. Das ist schon ein klares Indiz dafür, dass sie zu keinen besonders ertragreichen Pflanzen wachsen würden…

Wenn du jetzt noch ein bisschen weiter in der Tomatenwelt schmökern willst, schau gerne bei einem dieser Artikel vorbei:

Cocktailtomaten anbauen: 5 Schritte bis zum Tomatenhimmel!

Deine Tomatenblüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchem Dünger?

Hast du noch mehr Tipps für alle, die ihre Tomaten selber ziehen wollen? Was sind deine Lieblingssorten? Lass mir gern einen Kommentar da!

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Wirsing pflanzen: Wirsingkopf

Wirsing pflanzen – Der ultimative Guide!

Du möchtest Wirsing pflanzen, weißt aber nicht genau, wie? Dann bist du hier richtig! Mein ultimativer Guide lässt keine Fragen offen. Los geht´s! :)

Inhaltsverzeichnis
Wirsing pflanzen: Wann, Wie, Wo?
In der Mischkultur Wirsing pflanzen
Wirsing anbauen: pflegen, gießen, düngen    
Es ist soweit: Wirsing ernten
Rezepte: Wirsing köstlich zubereiten

Wirsing ist ein super leckerer Vertreter aus der Familie der Kohlgewächse, den du je nach Sorte rund ums Jahr anbauen kannst. Seine krausen grünen Blätter sehen im Gemüsebeet nicht nur hübsch aus, sondern schmecken auch richtig gut und lassen sich vielfältig zubereiten – und gesund ist er auch noch.

Wirsing pflanzen: Wann, Wie, Wo?

Wirsing anbauen ist nicht schwierig, wenn du ein paar grundlegende Dinge beachtest. Deshalb habe ich dir hier alles Wichtige kurz und knackig zusammengefasst!

Wann hat Wirsing Saison?

Es gibt frühe, mittlere und späte Sorten Wirsing Kohl. Ich habe gute Erfahrungen mit der Sorte „Paradiesler“ gemacht. Den ziehst du ab Anfang April im Haus vor oder säst in ihn Anfang Mai direkt ins Beet. Ich ziehe meine Wirsing Pflanzen gerne vor, weil ich dann die Pflanzabstände besser bestimmen kann.

Wie soll ich Wirsing pflanzen?

Zum Wirsing vorziehen säst du die Wirsing Samen in eine flache Aussaatschale ungefähr ein bis zwei Zentimeter tief aus und stellst sie auf das Fensterbrett. Wenn deine Keimlinge ihr erstes echtes Blattpaar haben, dürfen sie eine eigene Wohnung beziehen! Dazu füllst du Pflanztöpfchen mit Erde* und bohrst ein Loch hinein. Dann hebst du die Pflänzchen mit Hilfe eines Pikierstabs aus der Erde und setzt sie in ihr neues Zuhause um. Vorsichtig angießen* und möglichst hell und kühl aufstellen!

Wo ist der beste Platz für den Wirsing Anbau?

Deine grünen Freunde sind mittlerweile schon recht kräftig geworden und es ist Anfang Mai? Dann wird es Zeit zum Wirsing pflanzen!

Wirsingkohl bevorzugt nährstoffreiche, lockere Böden, wo er seine Wurzeln möglichst tief in die Erde stecken kann. Der ideale Pflanzabstand beträgt 60 x 60 cm. Das erscheint dir zuerst bestimmt viel zu viel, aber lass dich nicht täuschen: Aus den kleinen zarten Pflänzchen werden riesige kapitale Kohlköpfe, die diesen Platz unbedingt brauchen. Deshalb solltest du nicht knausern mit dem Raumangebot im Beet!

Was du auch beachten musst: Wirsing gehört zur Familie der Kreuzblütler und hat eine Anbaupause von sechs Jahren. Das heißt, dass er nur alle 6-7 Jahre am selben Ort wachsen sollte. Wenn du diese Anbaupause einhältst, beugst du Schädlingen und Krankheiten vor und vermeidest ein einseitiges Auslaugen des Bodens.

Ein sonniges Plätzchen ist ideal für den Krauskopf, aber du kannst auch an einem halbschattigen Ort deinen Wirsing anbauen. Für den Balkon ist er aber nicht geeignet – dafür braucht er einfach zu viel Platz.

Wirsing pflanzen: Wirsing Jungpflanze

In der Mischkultur Wirsing pflanzen

Dem Wirsing geht genau wie uns: In guter Gesellschaft lebt es sich einfach glücklicher! Deshalb suchst du für deinen grünen Freund am besten die passenden Beetnachbarn wie Möhren, Erbsen und Gurken aus. Diese Gemüse kommen prima miteinander aus und halten sich gegenseitig Krankheiten und Schädlinge vom Leib.

Pssst: Die Methode, verschiedene Gemüsesorten, die sich gut vertragen und gegenseitig nützen, zusammen in ein Beet zu pflanzen heißt Mischkultur.

Du findest das Prinzip von Mischkultur ziemlich genial und möchtest auch in deinen anderen Beeten gute Nachbarschaften pflegen? Dann lad dir gerne meine Mischkulturtabelle herunter! Da siehst du auf einen Blick, wer gern mit wem im Beet steht!

Hier kannst du sie dir herunterladen:

Wirsing anbauen: pflegen, gießen, düngen

Wirsing pflanzen ist erledigt – und was kommt jetzt? Wirsingkohl hat außer dir leider noch eine Menge anderer Fans, die ihn zum Fressen gern mögen. ;) Deshalb solltest du ihn, wie alle Kohlgewächse, von Anfang an unter einem Insektenschutznetz anbauen. So haben Kohlmottenschildlaus, Kohlweißling und Co. das Nachsehen! 

Vor allem im Juli und August braucht Wirsing eine regelmäßige Wasserversorgung. Wenn du den Boden rund um seinen Platz regelmäßig hackst, sorgt das für einen lockeren, gut durchlüfteten Boden.

Wenn du übrigens noch viel mehr Tricks und Tipps rund um den Gemüseanbau wissen möchtest und ein Stück weit zum Gemüse-Selbstversorger werden willst, komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs*! Da zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du mit ohne viel Mühe eine dicke Ernte einfährst.

Um die Feuchtigkeit besser festhalten zu können, ist es außerdem wichtig, deine Pflänzchen mit einer Mulchschicht zu verwöhnen. Der Mulch schützt den Boden vor Erosion und düngt ihn zusätzlich, während er sich langsam zersetzt. Und das hacken sparst du dir so auch – das ist bei einer dicken Mulchschicht nämlich absolut überflüssig!

Als Starkzehrer ist Wirsing ein echter Vielfraß, deshalb solltest du ihn alle drei bis vier Wochen düngen. Er wird es dir mit großen Köpfen danken!

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Es ist soweit: Wirsing ernten und Wirsing lagern

Anfang Dezember bis Ende Februar ist es dann endlich so weit: Du kannst deinen Wirsing ernten! Bevor du zur Tat schreitest, ist aber noch ein kleiner Test fällig: Dazu nimmst du den Wirsing zwischen die Hände und drückst ihn freundschaftlich. Na, wie fühlt es sich an?

  • Hat er (ein festes) Köpfchen? Dann ist er erntebereit!
     
  • Ist er noch etwas weich in der Birne? Dann solltest du ihm noch mehr Reifezeit im Beet gönnen!

Wenn für deinen Wirsing Erntezeit ist, schneidest du ihn unterhalb des Kopfes mit einem scharfen Messer ab. Im Kühlschrank hält er sich dann einige Tage.

Wenn du über einen längeren Zeitraum deinen Wirsing lagern möchtest, kannst du ihn aber auch samt Wurzel ernten und an einem dunklen kühlen Ort kopfüber aufhängen. So hält er sich ein paar Wochen frisch.

Wirsing pflanzen: Wirsing Gemüse auf dem Herd

Rezepte: Wirsing köstlich zubereiten

Mmmmhh… Wirsing ist soo ein leckeres Kohlgemüse! Ich habe dir hier zwei meiner liebsten Wirsing Rezepte mitgebracht – wetten, die schmecken dir auch?

Wirsing Gemüse

Du brauchst:

  • 1  kleinen Wirsingkopf
  •  1 Zwiebel
  •  250 ml Gemüsebrühe
  •  75 ml Milch
  •  1 EL Mehl
  •  Öl
  •  100 ml Sahne
  •  1 Zwiebel
  •  Salz, Pfeffer, Zucker, Muskat

Und so geht es:

Wirsing vierteln, den harten Strunk entfernen und Blätter in grobe Stücke schneiden.

Zwiebel fein würfeln und in Öl glasig dünsten.

Den gehackten Wirsing dazugeben, mit Gemüsebrühe auffüllen und weichkochen.
 
 Das Mehl mit der Milch glattrühren und zum Wirsing geben. Kurz aufkochen lassen und Sahne dazugeben. Mit Pfeffer, Salz, Zucker und Muskat würzen.

Ich mache dazu dann noch frische Salzkartoffeln. Mmhh…lass es dir schmecken!

Wirsingauflauf

Du brauchst:

Für das Püree:

  •  500g Kartoffeln
  •  200 ml Milch
  •  Salz, Pfeffer, Muskat

Für das Wirsing Gemüse:

  •  500g Wirsing
  •  1 Zwiebel
  •  1 Knoblauchzehe
  •  2 Tl Mehl
  •  Salz, Pfeffer, Zucker
  •  Öl
  •  200 ml Gemüsebrühe
  •  200 ml Schlagsahne

Und so geht es:

Kartoffeln schälen und in Salzwasser weichkochen. Mit Milch und Gewürzen zu Brei stampfen, beiseitestellen.

Wirsing vierteln, den harten Strunk entfernen und die Blätter in Streifen schneiden oder hobeln*. Zwiebeln und Knoblauch würfeln und in etwas Öl andünsten. Wirsing dazugeben, Mehl darüber stäuben, kurz anschwitzen. Brühe und Sahne dazugeben und würzen.

In eine Auflaufform geben und das Püree darüberstreichen. Bei 180° Umluft backen, bis das Püree goldbraun ist.

Wenn du magst, kannst du Wirsing aber auch wie Sauerkraut einmachen. In diesem Video zeige ich dir, wie das geht:

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Mehr Informationen

Wirsing pflanzen ist nicht schwer, wenn du ihm ein sonniges Plätzchen gönnst und ihn regelmäßig düngst, ohne es zu übertreiben. Mit den passenden Beetnachbarn, die du anhand meiner Mischkulturtabelle auf einen Blick erkennen kannst, wird er dich mit wunderbaren dicken Köpfen belohnen und dein Gärtnerherz vor Stolz höher schlagen lassen! :)

Du möchtest nicht nur Wirsing pflanzen, sondern auch ganz viel anderes Gemüse anbauen? Dann kannst du hier gleich weiterlesen:

Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

Rote Bete anbauen: Kompletter Guide für die tolle Knolle!

Buschbohnen anbauen: Das unkomplizierte Gemüse in deinem Garten!

Willst du dieses Jahr auch Wirsing pflanzen? Erzähl mir gern von deinen Plänen! :)

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Dill pflanzen: Dillblüte

Dill pflanzen, pflegen und ernten – Die komplette Anleitung!

Dein Dill macht, was er will? Oder möchtest du zum ersten Mal Dill pflanzen? Bei uns ist Dill im Kräutergarten ein absolutes Must-have! Denn was wären Gurkensalat oder saure Gurken ohne Dill? Nicht halb so lecker! Frischer als aus deinem Freiluft-Supermarkt wirst du ihn nirgendwo bekommen. Dill pflanzen ist absolut unkompliziert – solange du seine besonderen Ansprüche erfüllst!

Inhaltsverzeichnis
Der beste Standort für Dillpflanzen
Dill säen und pflanzen
Gute Dill Mischkulturpartner
Dill anbauen: Pflege & Düngung
Wann und wie Dill ernten?
Verwendung in der Küche und Hausapotheke

Der beste Standort für Dillpflanzen

Auf einem feuchten und nährstoffreichen Boden steht Dill besonders gern, kommt aber auch mit anderen Böden gut zurecht. Nur Staunässe und sandige Böden, die sehr schnell austrocknen, machen ihm zu schaffen. Ein windgeschützter Standort in der Sonne oder im Halbschatten ist zum Dill pflanzen optimal – unser grüner Freund mag es warm und kuschelig. Wenn der Frost in den Garten einzieht, ist die Dillzeit vorbei.

Das leckere grüne Kraut eignet sich wunderbar für den Anbau auf dem Balkon. Damit sich die Dillpflanzen bei dir pudelwohl fühlen, brauchen sie einen Topf mit einem Volumen von mindestens 2 l. Aber Achtung: Eine ausgewachsene Dillpflanze in der Blüte kann bis zu stattlichen 1,20 m groß werden.

Wenn du deinen Dillpflanzen also nicht regelmäßig den grünen Schopf scheren, sondern auch ihre tolle Blütenpracht bewundern möchtest, sollte der Topf zum Dill pflanzen etwas größer und vor allem schwerer sein, damit er nicht umkippt. Pssst: Es gibt auch extra niedrige Dillsorten für den Anbau in Töpfen!

Dill pflanzen: Dillblüte

Dill säen und pflanzen

Dill säst du am besten direkt ins Beet und harkst ihn nur leicht ein. Dann können die Pflänzchen an Ort und Stelle wurzeln und müssen nicht von der Anzuchtschale ins Beet oder in den Topf wandern. Das Kraut ist nämlich kein großer Fan von Umzügen, weshalb du Dill besser nicht eng gesät in Anzuchtschälchen vorziehst und ihn auch nicht pikierst.

Wenn du deinen Dill aber unbedingt in einzelnen Töpfchen vorziehen und anschließend ins Beet pflanzen möchtest, brauchst du viel Fingerspitzengefühl. Am besten bist du dann besonders vorsichtig mit unserem empfindsamen Freund und legst seine Wurzeln nicht frei, sonst reagiert der Dill mürrisch und geht direkt in die Blüte oder lässt gestresst seine Blätter hängen.

Ins Freiland kannst du die Dillsamen ab April entweder breitwürfig oder in Reihen mit einem Abstand von 30 × 10 cm säen. Ich säe Dill am liebsten in mehreren Sätzen aus, damit ich über einen lang gestreckten Zeitraum Dill ernten kann.

Der häufigste Grund, warum der dickköpfige Dill im Sommer nicht keimt und dann plötzlich ein Jahr später als Überraschung im Beet auftaucht: Dill ist ein Kaltkeimer, das heißt, er braucht einen Kältereiz, um zu keimen. Den verschaffst du ihm, indem du ihn schon vor dem Winter in den Boden bringst oder das Saatgut für ein paar Tage in den Kühlschrank legst.

Falls du jetzt Lust bekommen hast, auch die Bedürfnisse von anderen Kräutern kennenzulernen, schau gerne bei diesem Youtube Video vorbei, da zeige ich dir, wie du es jedem Kraut recht machen kannst:

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Mehr Informationen

Gute Dill Mischkulturpartner

Dill ist ein toller Mischkulturpartner! Er kann die Keimfähigkeit anderer Gemüsesamen fördern und schreckt mit seinem Duft Schädlinge wie Blattläuse, Kohlweißlinge und Möhrenfliegen ab.

Der hübsche Doldenblütler geht gern mit Bohnen, Gurken, Möhren, Salat, Steckrüben und Kohl ins Beet.

Du möchtest Schädlingen und Krankheiten in deinem Garten vorbeugen und noch mehr Gemüse miteinander verkuppeln? Dann lade dir gerne meine Mischkulturtabelle herunter:

Dill anbauen: Pflege & Düngung

Dillpflanzen sind kleine Spätzünder und wachsen am Anfang recht langsam. Deshalb musst du ihnen aufdringliche Nachbarpflanzen vom Hals halten und die Beete bei Bedarf regelmäßig jäten. Auch einen trockenen Boden mag Dill nicht so gerne. Wenn du ihn daher nicht breitwürfig, sondern in Reihen anbaust, freut er sich über eine Mulchschicht. Eine extra Düngung braucht dein grüner Freund nicht, wenn du mit Kompost gärtnerst.

Während den Sommermonaten musst du in deinem Garten gießen* und jäten wie ein Weltmeister? Das geht auch anders! Wenn du dein Gemüse in Kompostbeeten anbaust und mit einer organischen Mulchschicht verwöhnst, kannst du ganz beruhigt mit deiner Familie in den Urlaub fahren. ;)

Blattläuse machen dem Dill hin und wieder zu schaffen. Du kannst gegen die Blattläuse Neemöl oder eine Seifenlauge einsetzen. Hier habe ich für dich viele Tipps, wie du  Blattläuse ganz ohne Chemie bekämpfst.

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Wann und wie Dill ernten?

Etwa 6 Wochen nach der Aussaat kannst du deinen Dill ernten*. Dafür schneidest du einfach nach Bedarf die frischen Triebspitzen ab, sobald das grüne Kraut etwa 15 bis 20 cm hoch ist. Wenn du ganze Zweige zum Einmachen verwenden möchtest oder die Pflanze schon deutlich größer ist, kannst du deinem grünen Freund auch einen radikaleren Schnitt verpassen.

Es ist kein Problem, Dillpflanzen in der Blüte zu beernten, sie verlieren mit der Zeit zwar etwas Aroma – aber so eine Dilldolde im Glas zusammen mit fermentierten Salzgurken sieht dafür besonders hübsch aus.

Kleiner Tipp: Am meisten Aroma hat das Kraut an sonnigen Vormittagen. :)

Die Samen der Dillpflanzen erntest du, wenn sie braun sind und sich leicht von der Pflanze lösen lassen. Du möchtest nicht nur Kräuter wie Dill, sondern auch ganz viel leckeres Gemüse? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs*, da zeige ich dir, wie du rund ums Jahr ohne Mühe eine dicke Ernte einfährst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Dill pflanzen: Dillgurken im Glas

Verwendung in der Küche und Hausapotheke

Die zart gefiederten hellgrünen Blätter des Dills haben ein unverwechselbares Aroma. Außer Gurkensalat oder Saure Gurken kann Dill noch viel mehr: Der süßlich herbe Geschmack passt auch hervorragend zu Kartoffeln, Quark, Salaten, Saucen und Fisch.

In der Küche solltest du das frische Kraut nicht lange aufbewahren, da es schnell welkt und an Aroma verliert. Am längsten hält es sich eingeschlagen in ein feuchtes Tuch im Kühlschrank.

Du kannst das Dillkraut haltbar machen, indem du den Dill einfrierst oder trocknest.

Die getrockneten Samen werden schon seit langer Zeit als Heilmittel eingesetzt:

Dill-Tee hilft bei Blähungen, Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit, Menstruationsbeschwerden und Schlaflosigkeit. Dafür übergießt du einen Teelöffel zerstoßene Dillsamen mit 100 ml heißem Wasser und lässt alles zehn Minuten ziehen. Dann trinkst du den Tee in kleinen Schlucken.

Dill einfrieren

Der schnellste Weg, um Dill haltbar zu machen, ist das Einfrieren. Auf diese Weise hast du immer noch sehr aromatischen Dill zur Hand, wenn du ihn brauchst. Das sind die wichtigsten Schritte beim Dill einfrieren:

  • Nachdem du deine Dillernte in die Küche getragen hast, sortierst du alle Stängel und Krautteile aus, die braun oder vertrocknet sind – die willst du schließlich später nicht auf dem Teller haben.
  • Im nächsten Schritt kannst du den Dill vorsichtig mit kaltem Wasser waschen, damit später im Mund nichts knirscht. Wenn das Kraut nach dem Waschgang noch sehr nass ist, schüttle es sanft aus oder tupfe es mit einem Tuch behutsam trocken.
  • Nun schnappst du dir ein gutes Messer und schneidest oder hackst das Kraut klein.
  • Für den letzten Schritt brauchst du nur noch einen geeigneten Behälter oder eine Tüte, in die du das zerhackte Kraut hineingibst – und dann heißt es schon: ab in die Gefriertruhe damit!

Kleiner Tipp: Super lecker und blitzschnell zur Hand sind gefrorene Dillbutter-Würfel. Dafür mischst du den kleingehackten Dill mit zimmerwarmer Butter und drückst dieses Gemisch in Eiswürfelformen. Wenn die Würfel durchgefroren sind, kannst du sie in eine Tüte umfüllen. Die Dillbutter-Würfel gebe ich zum Beispiel im noch gefrorenen Zustand über Salzkartoffeln. Yams! :)

Dill pflanzen: Dillsamen

Dill trocknen

Beim Dill trocknen geht leider eine ganze Menge Aroma verloren. Trotzdem mag ich getrockneten Dill gerne, denn für Kräutermischungen ist der etwas mildere Geschmack der trockenen Dillspitzen gut geeignet. So kannst du Dill trocknen:

  • Wenn du deinen Dill trocknen möchtest, verzichtest du besser auf den Waschgang und klopfst das Kraut und die Dolden nur sanft aus.
  • Dann bindest du* den Dill zu kleinen Sträußen zusammen und hängst sie kopfüber an einem luftigen, trockenen und möglichst dunklen Ort auf. Achtung: Die Bündel sollten niemals der direkten Sonne ausgesetzt sein, sonst geht deinem Dill jede Menge Aroma flöten!
  • Wenn das Kraut und die Blütendolden nach etwa zwei Wochen rascheltrocken sind, hängst du es ab, zerkleinerst alles und füllst es in Papiertütchen oder braune Gläser.

Um Dillsamen zu ernten, schneidet du ganze Dolden mit etwas Stängel ab und hängst sie dann kopfüber an einem trockenen und luftigen Ort zum Nachtrocknen auf. Nun kannst du von unten eine Papiertüte über die Dillsträuße stülpen und sie mit einem Band an der Pflanze befestigen – dann purzeln die Samen direkt in die Tüte und sind dabei vor Sonnenlicht geschützt.

Dill ist ein ziemlich pflegeleichter Genosse im Kräuter- und Gemüsegarten, der mit seinem aromatischen Kraut, hübschen Blüten und heilenden Samen viel zu bieten hat. Wenn du die Samen vor der Aussaat einem Kältereiz aussetzt, wird Dill problemlos keimen und dir eine reiche Ernte bescheren. Und bevor du jetzt deine Saatguttütchen rauskramst und losziehst zum Dill pflanzen, lad dir noch schnell meine Mischkulturtabelle herunter! ;)

Du möchtest noch ein bisschen weiter auf dem Blog stöbern? Hier findest du drei weitere spannende Artikel über Kräuter im Garten:

Welche Kräuter zusammen pflanzen? 18 tolle Kräuterpaare!

Basilikum pflanzen – Schritt für Schritt mit Kräuterplan!

Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

Möchtest du dieses Jahr Dill pflanzen und ernten? Lasst uns in den Kommentaren unsere liebsten Rezepte mit Dill sammeln. Bei mir muss Dill unbedingt mit in die Gläser der Salzgurken – er heißt wohl nicht umsonst auch „Gurkenkraut“. ;)

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Buschbohnen: Bohnenpflanze

Buschbohnen anbauen: Das unkomplizierte Gemüse in deinem Garten!

Buschbohnen gehören zu den unkomplizierten Gemüsebuddies in deinem Garten und bringen dir garantiert und ohne viel Aufwand eine schöne Ernte, wenn du ein paar wenige Dinge beachtest. Außerdem tun sie dem Boden gut und sind obendrein gesund. Also nichts wie los, lass uns Buschbohnen säen! :)

Inhaltsverzeichnis
Buschbohnen pflanzen: Wann, Wie, Wo?
Mischkultur: Für Buschbohnen gute Nachbarn finden
Buschbohnen anbauen: pflegen, gießen, düngen    
Buschbohnen ernten – husch husch ins Körbchen
Buschbohnen zubereiten

Buschbohnen pflanzen: Wann, Wie, Wo?

Bist du bereit, das Samentütchen ist gezückt? Dann kommen hier die drei wichtigsten Facts zum Buschbohnen pflanzen!

Wann?

Buschbohnen gehören zu den Frostbeulen unter den Gemüsearten. Sie möchten erst dann in die Erde, wenn es dort schon angenehm warm und kuschelig ist. Deshalb solltest du deine Buschbohnen Aussaat – je nach Sorte – zwischen Anfang Mai und Ende Juli machen.

Gute Erfahrungen habe ich dabei mit der Sorte „Purple Teepee“ gemacht, die schmecken super lecker und zart. Außerdem lassen sie sich auch bei der Ernte in dem grünen Bohnendschungel gut finden, weil sie sooo schön lila sind! ;) Leider verlieren sie diese attraktive Farbe aber beim Kochen wieder.

Buschbohnen: Jungpflanzen im Topf

Wie?

Kennst du die Redewendung „Buschbohnen Samen wollen die Glocken läuten hören“? Das bedeutet, du darfst sie nicht tiefer als zwei bis drei Zentimeter in die Erde stecken! :)

Du kannst Buschbohnen säen oder auch vorziehen, das bleibt dir überlassen. Ich säe sie aber immer gern direkt ins Beet, das macht weniger Arbeit. Der Buschbohnen Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte vier Zentimeter betragen und zwischen den Reihen möchten sie gerne zwanzig Zentimeter Platz haben.

Optional: Willst du deine Buschbohnen vorziehen, packst du Anfang April jeweils zwei bis drei Samen in Töpfe mit zehn Zentimetern Durchmesser und stellst sie bei ungefähr 20° Celsius möglichst hell auf. Wenn die Samen gekeimt sind, entscheidest du dich für die kräftigste Pflanze in jedem Topf und entfernst die anderen. Oder du pikierst sie ganz vorsichtig in jeweils eigene Töpfchen, falls du dich – so wie ich – immer nur ganz schwer von deinen grünen Freunden trennen kannst! ;) 

Wo?

Die Buschbohne, die übrigens zur Familie der Hülsenfrüchte gehört, bevorzugt einen lockeren, warmen und kalkhaltigen Boden und ein windgeschütztes, sonniges Plätzchen. Konkurrenz hat sie nicht so gern, deshalb solltest du dein Beet gründlich jäten und ihr ein feinkrümeliges, gemütliches Saatbett bereiten.

Falls du nicht im Garten, sondern auf dem Balkon gärtnerst, funktioniert das Buschbohnen Anbauen in Töpfen mit einem Volumen ab circa 40 Litern. Dazu kannst du in einen Topf fünf Bohnen legen und sie einfach wachsen lassen. Oder du säst einzelne Samen in einen Kasten mit einem Abstand von vier Zentimetern.

Mischkultur: Für Buschbohnen gute Nachbarn finden

Du kennst das sicher auch: Mit guten Nachbarn lebt es sich viel angenehmer! Und das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Gemüse. Die wollen sich zwar bei ihren Nachbarn nicht ein Päckchen Zucker oder drei Eier leihen, aber sie legen Wert auf Beetgenossen, die ihnen sympathisch sind

Für Buschbohnen gute Nachbarn sind Kohl, Sellerie, Bohnenkraut, GurkenKürbisTomatenSalatKresse und Dill. Du hast also jede Menge toller Möglichkeiten, für eine perfekte Mischkultur und damit für eine gute Nachbarschaft zu sorgen!

Du möchtest auch für andere Gemüsearten passende Beetnachbarn finden? Dann empfehle ich dir meine Mischkulturtabelle! Da siehst du auf einen Blick who´s hot or not und kannst in deinen Beeten für wunderbare Harmonie sorgen. Lad sie dir doch fix herunter:

Buschbohnen anbauen: pflegen, gießen, düngen

Wenn deine Babys das Licht der Welt erblicken – äähm, wenn deine Buschbohnen keimen, häufelst du sie ein wenig an, damit sie einen besseren Stand in ihrem Bohnenleben haben.

Eine Buschbohnen Rankhilfe ist aber nicht nötig, da diese Bohnenart nur 30 bis 50 Zentimeter hoch wächst.

Deine Bohnen beginnen zu blühen? Dann solltest du sie regelmäßig gießen, damit sie viele Früchte ansetzen! Eine Düngung brauchen sie aber nicht – sie sind Schwachzehrer und sammeln sich ihren Stickstoff quasi selber aus der Luft. Genial, oder? :)

Buschbohnen sind übrigens eins von fünf super schnell wachsenden Gemüsen, die ich dir in diesem Youtube Video genauer vorstelle:

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Mehr Informationen

An dem Platz im Beet, an dem du die grünen Leckerbissen stehen hattest, solltest du fünf Jahre lang keine Hülsenfrüchte mehr anbauen. So können sich Pflanzenkrankheiten und Schädlinge nicht ungehindert ausbreiten und der Boden laugt nicht einseitig aus.

Falls du jetzt so richtig Lust auf Gemüseanbau und Selbstversorgung bekommen hast, ist mein „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs genau richtig für dich! Da zeige ich dir in über 50 Videos, wie du ohne viel Mühe zum (Teil-)Selbstversorger wirst und eine dicke Ernte einfährst. Ich freu mich, wenn du mit dabei bist!

Buschbohnen ernten – husch husch ins Körbchen!

Zwischen Mitte Juli und Anfang Oktober ist es soweit: Deine Pflanzen biegen sich unter der Last der vielen Bohnen, die daran hängen, die Bohnenkerne zeichnen sich in den Schoten aber noch kaum ab – das ist der ideale Zeitpunkt zum Buschbohnen ernten*! 

Du knipst sie entweder mit den Fingern ab oder erntest sie mit der Schere*. Wichtig dabei ist, dass du zum einen rechtzeitig erntest, damit die Bohnenschoten noch zart und lecker schmecken und zum anderen, dass du die Pflanze bei der Ernte nicht verletzt. Dann produziert sie nämlich weiterhin fleißig Bohnen nach.

Wenn du den ganzen Sommer über Buschbohnen ernten möchtest, solltest du alle vier Wochen neue Buschbohnen säen.

Buschbohnen zubereiten

So, das Erntekörbchen ist voller leckerer Buschbohnen – und nun? Na, jetzt verwandelst du deine Ernte in einen Gaumenschmaus! Dafür heißt es erst einmal für 10 Minuten ab in den Kochtopf – die Buschbohnen kochen! Erst bei 100° Celsius zerfällt nämlich das giftige Phasin, das in den Bohnen steckt.

Wenn du allerdings so viel geerntet hast, dass du gar nicht mehr hinterheressen kannst, brauchst du mehr als ein leckeres Buschbohnen Rezept. Dafür findest du in meinem Artikel zum Bohnen einkochen jede Menge Inspirationen!

Und wenn du gerade so gar keine Zeit hast, dir die passenden Buschbohnen Rezepte herauszusuchen, kannst du deine Bohnen auch erstmal einfrieren. So hast du sie haltbar gemacht und kannst dir in aller Ruhe überlegen, wie du sie am besten verarbeitest.

gekochte Buschbohnen

Buschbohnen sind ganz einfach anzubauen, wenn sie an einem warmen sonnigen Plätzchen stehen und besonders während der Blütezeit genügend Wasser bekommen. Das leckere Gemüse lässt sich auch gut haltbarmachen und sorgt dann im Winter für einen grünen Farbtupfer auf dem Teller. Bevor du jetzt zum Buschbohnen säen rausgehst, lad dir noch schnell meine Mischkulturtabelle herunter, damit machst du deine grünen Freunde garantiert glücklich!

Du möchtest nicht nur Buschbohnen, sondern auch anderes Gemüse in deinem Beet haben? Dann lies doch gleich hier weiter:

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Tomaten pflanzen: Schritt für Schritt zu Traum-Tomaten!

Gurken pflanzen, anbauen und ernten – der komplette Guide!

Hast du Buschbohnen dieses Jahr in deinem Beet geplant? Lass mir gerne einen Kommentar da! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Mulchen: Der Geheimtipp für einen pflegeleichten Garten!

Mit Rasenschnitt, Hackschnitzel oder Laub auf deinen Beeten zu mulchen ist der Geheimtipp schlechthin, wenn du ohne viel Arbeit eine dicke Ernte einfahren willst! Deswegen zeige ich dir heute, wie du mit dem richtigen Mulchmaterial durchstartest und wie du Mulch-Fehler auf dem Weg zum pflegeleichten Gartenglück am besten gleich überspringst!

Inhaltsverzeichnis:
Ein pflegeleichter Garten dank Mulchen!
Wie funktioniert Mulchen?
Mulchmaterial von Ast- bis Rasenschnitt
Woher bekomme ich Mulch?
Auf die Plätze – fertig – Mulch!

Ein pflegeleichter Garten dank Mulchen!

Rasenschnitt, Hackschnitzel, Laub – dir schwirrt der Kopf: Was ist Mulchen denn nun schon wieder? Das schauen wir uns jetzt an. Vielleicht weißt du es noch nicht, aber Mulch ist quasi dein bester Freund im Garten – ihr müsst euch nur noch kennenlernen! Er nimmt dir das Gießen ab, Jäten dauert mit ihm nur noch drei Minuten und beim Düngen hat er scheinbar Zauberkräfte. So einen Freund brauchst du? Dann ist Mulchen genau dein Ding.

Na, dann schauen wir mal, dass ihr euch schleunigst kennenlernt, der Mulch und du! Das ist zum Glück gar nicht schwer. Denn beim Mulchen schaust du dir einfach ab, wie die Natur „gärtnert“. Da gibt es keine brachliegenden Flächen, alles ist bewachsen oder mit Laub und anderen organischen Materialien bedeckt.

Oder hast du in der Natur schon mal einen nackten Boden gesehen? ;) Eher nicht, oder? Da wo die Erde besonders lebendig und nährstoffreich ist, bleibt sie stets von einer dicken Schicht aus Laub, Zweigen oder anderem Material bedeckt. Diese Schicht dient als eine Art Schutzschild und hält den Boden dunkel, feucht und luftig. Und genau das machen wir beim Mulchen nach!

Während der Baum sich mit seinen Blättern selbst mulcht, müssen wir dafür im Garten das richtige Mulchmaterial organisieren. Und wir brauchen, je nach Material, auch die richtige Technik! Beim Mulchen mit Rasenschnitt, Laub und Co. gibt es nämlich auch ein paar Stolperfallen.

Wenn du es aber einmal raushast, kannst du mit Mulch im Gemüsegarten viel Arbeit und Zeit sparen. Du willst richtig durchstarten, und deine gemulchten Beete auch perfekt bepflanzen? Dann habe ich hier etwas für dich: Meinen ultimativen Pflanzplan! Trage einfach deine Email-Adresse ein und der Plan flattert in dein Postfach. So steht der dicken Ernte nichts mehr im Weg!

Aber erstmal der Mulch! Also nichts wie los, her mit dem Gartengold!

Wie funktioniert Mulchen?

Mit Mulchen meinen wir das Abdecken des Bodens, meistens mit organischem Material wie Hackschnitzeln oder Rasenschnitt. Große Gärtnereien nutzen auch Folien. Damit erreichen sie aber nicht alle Vorteile, die das Mulchen so bietet – und das sind wirklich viele:

1. Mulchen verhindert Verschlämmung

Ein offener Boden neigt bei starken Regengüssen zum Verschlämmen. Das hast du sicher schonmal gesehen: der Boden verschließt seine Poren und bekommt eine harte Kruste. Das Wasser kann dann nicht mehr so gut in den Boden eindringen, sondern fließt einfach davon. Für die Bodenqualität bedeutet Verschlämmung Alarmstufe Rot!

Auch der Gasaustausch zwischen Boden und Luft funktioniert bei Verschlämmung nicht mehr gut. Im verschlämmten Zustand ist der Boden außerdem sehr anfällig für Erosionen. Und das gilt es zu vermeiden, denn Boden wächst ja bekanntlich nicht so gut nach. ;)

Mulch verhindert das Ganze: Eine Schicht Rasenschnitt fängt die Wucht der Regentropfen ab und bremst sie aus. So kann dein Boden das Wasser in Ruhe aufnehmen und bleibt dabei intakt. Juchuu!

Mulchen schützt den Boden bei Regen.

2. Krabbeltierchen lieben Mulchbeete

Mulchen im Garten schützt den Boden vor Temperaturschwankungen. Im Hochsommer vermeidest du, dass sich der Boden sehr erhitzt und im Winter friert er nicht so schnell. Darüber freuen sich auch die vielen kleinen Bodenlebewesen, die sich um deine Beete kümmern!

Oft finden die Krabbeltierchen organischen Mulch, zum Beispiel Rasenschnitt, auch ziemlich lecker. Regenwürmer ziehen sich solchen Mulch mit Vergnügen in ihre Gänge. So durchmischen sie Mulch und Boden auf ganz natürliche Weise – kein Umgraben nötig

Die fleißige Arbeit von Regenwürmern, Mikroorganismen und Co. unterstützt den Aufbau einer krümeligen Bodenstruktur. So können deine Gemüsepflanzen ihre Wurzeln viel entspannter in den Boden strecken.

3. Die Wunderwaffe macht deinen Boden nährstoffreich

Du servierst den kleinen Bodentierchen und Mikroorganismen also ein Mulch-Festessen! Während sie genüsslich mampfen, setzen sie wertvolle Nährstoffe für deine Tomaten und Kartoffeln frei. Das ist doch mal ein ziemlich dickes Dankeschön. ;) Diesen „Kompost auf dem Beet Effekt“ bringt dir Folie natürlich nicht!

4. … und baut die Humusschicht auf

Indem du zum Beispiel Rasenschnitt auf deinen Beeten verteilst, baust du die Humusschicht auf. Du entnimmst deinen Beeten nicht nur Nährstoffe, sondern gibst kontinuierlich zurück. So kann dein Boden viel mehr CO2  binden. Solche kleinen Gartenkreisläufe können ein echter Klimabeitrag sein und bereichert deinen Boden allemal!

5. Mulch ist ein Unkrautstopper

Durch die Mulchschicht wächst viel weniger Unkraut, was natürlich superpraktisch ist! 
Eine dicke Schutzschicht verhindert, dass Licht an die Unkrautsamen in der Erde gelangt und hinter sie so am Wachsen.

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6. Mit Mulchen sparst du Wasser

Und last but not least: Durch Mulch hindurch kann das Wasser im Boden nicht so schnell verdunsten. Der Boden bleibt also viel länger feucht. Im trockenen Sommer bedeutet das eine immense Arbeits- und Wasserersparnis!

Das sind also die Superkräfte von Mulch. Du pflegst deinen Boden und machst die Welt gleichzeitig ein bisschen grüner. Ganz nebenbei wirst du noch „Gartenabfälle“ wie Rasenschnitt los und sparst dir viel Arbeit. Yay!

Mulchmaterial von Ast- bis Rasenschnitt

Generell kannst du dir schonmal merken: Frisches Material wie Rasenschnitt zersetzt sich schnell und ist reich an Stickstoff. Braunes, holziges oder strohiges Material braucht länger. Braune Materialien enthalten nämlich wesentlich mehr Kohlenstoff und weniger Stickstoff.

Wie beim Kompost, spielt deswegen auch beim Mulchen das Verhältnis von kohlenstoffhaltigen (C) zu stickstoffhaltigen (N) Ausgangsmaterialien eine große Rolle. Der Trick ist, beim Mulchen ein C:N-Verhältnis von 15 bis 20:1 anzustreben. Deswegen mischst du braune Materialien zum Mulchen am besten immer mit grünen Materialien (zum Beispiel Holzhackschnitzel und Rasenschnitt). Sonst droht deinen Pflanzen ein Stickstoffmangel – das nimmt deine Tomaten dir ganz schnell übel! 

Gemulchtes Tomatenbeet

Tipp: Du hast gerade nur braunes Material? Auch ein Guss mit Brennnesseljauche bringt Stickstoff in dein Mulchmaterial!

Beim Mulchmaterial gibt’s zum Glück ganz viele Möglichkeiten! So findet jeder das passende für sich und seinen Garten: Stroh, Heu, Holzhackschnitzel, Pappe*, Erntereste, Silage, Laub oder Rasenschnitt sind möglich. Im Notfall aber eben auch Folien oder Gewebestoffe aus Plastik. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile und die schauen wir uns jetzt mal genauer an!

Mulchen mit Rasenschnitt

In den meisten Gärten fällt viel Rasenschnitt an! So hast du deine eigene Mulchquelle gleich neben den Beeten. Grüner wird’s nicht: Dein Rasenschnitt bringt richtig Stickstoff mit und verrottet schnell. Das C:N-Verhältnis von Rasenschnitt liegt etwa bei 10:1.

Aber Vorsicht: bringst du den frischen Rasenschnitt zu dick auf deine Beete, kann das zu Schimmel führen. Deswegen ist es schlau, die Mulchschicht nach und nach aufzubauen. Eine Schicht darf etwa fünf Zentimeter dick sein. Hilfreich ist es auch, wenn der Rasenschnitt vorher etwas antrocknen konnte.

Mulche also lieber nicht nur ein Beet dick mit Rasenschnitt. Verteile ihn locker auf alle Beete und wiederhole das Ganze regelmäßig. So bekommen deine Beete immer genau so viel „Futter“ wie sie auch verdauen können. ;)

Und noch ein wichtiger Tipp: Rasenschnitt ist super, weil er keine Samen enthält. Um „Wiesenschnitt“ mit Samen von Wildpflanzen und Gräsern machst du lieber einen großen Bogen. Du willst ja keine Wildblumenwiese auf deinem Beet aussäen…

Erdbeeren mulchen mit Grasschnitt

Mulchen mit Stroh, Laub oder Holzhackschnitzeln

Das sind die Kandidaten, die viel Kohlenstoff mitbringen! Wenn du deine Beete mit diesen Materialien mulchen willst, ist es wichtig, das zu bedenken.

Laub und Stroh haben nämlich C:N-Verhältnisse von 50 bis über 100:1. Und Holzhackschnitzel können sogar noch höher liegen. Damit es deinen Pflanzen nicht an Stickstoff fehlt, mischst du einfach stickstoffhaltige Materialien wie Rasenschnitt dazu. 

Auch ganz wichtig: Dein Mulch sollte immer oben auf der Beetoberfläche liegen bleiben. Pass also lieber auf, es nicht in Kompost oder Erde darunter einzuarbeiten.

Kleiner Tipp: Die kantigen Holzhackschnitzel mögen die Schnecken bei mir überhaupt nicht, während Stroh sie eher anzieht. ;)

Mulchen mit Rindenmulch

Dieses Material ist ein Nebenprodukt aus der Fortwirtschaft und besteht meistens aus gehäckselter Rinde von Fichten, Kiefern und Douglasien. Der Nachteil vom Mulchen mit Rindenmulch ist, dass diese Nadelgewächse viele Gerbstoffe enthalten. Die können nützlich für die Unterdrückung von Unkraut sein. Leider können aber auch bei zarten Jungpflanzen Wachstumsstörungen auftreten.

Tendenziell wird der Boden durch Rindenmulch zu sauer für die meisten Gemüsepflanzen. Deswegen würde ich Rindenmulch für das Staudenbeet oder für Wege nutzen, aber nicht für das Gemüsebeet.

Mulchen mit Silage

Silage ist durch Milchsäurebakterien haltbar gemachter Rasenschnitt. Fermentierter Mulch sozusagen! Im Frühjahr, wenn du im Garten richtig loslegen willst, ist Rasenschnitt meistens Mangelware. Da kommt die Silage oft gerade richtig! Die ist nämlich, einmal siliert, jederzeit einsatzbereit.

Super Mulch: Silage

Natürlich bedeutet die Herstellung von Silage auch einen Mehraufwand an Arbeit, aber manchmal ist es die ja auch wert! Und wir wissen ja, wie gesund Fermentiertes für uns alle ist – da macht der Boden keine Ausnahme.

Bei der Ausbringung von Silage als Mulch habe ich einen wichtigen Tipp für dich: Am Anfang kann sie etwas Ammoniak ausgasen. Dadurch können Schäden an deinen Pflanzen entstehen. Das kannst du aber ganz einfach verhindern. Bringe dafür die Silage etwa zwei Wochen, bevor du deine Jungpflänzchen auspflanzt, auf den Beeten aus.

Mulchfolie oder Bändchengewebe

Diese Mulchmaterialien sind wirklich effektiv darin, Unkräuter zu unterdrücken! Sogar Wurzelunkräuter haben es bei dem dicken Bändchengewebe schwer. Die schwarze Farbe der Folie wärmt den Boden auch ordentlich auf. Das kann es besonders für wärmeliebende Pflanzen, wie PaprikaSüßkartoffeln oder Auberginen so richtig gemütlich machen!

Allerdings bestehen die meisten Folien aus Plastik und daher fällt jede Menge Müll (und auch Mikroplastik) an. Deinen Bodenlebewesen machst du mit der Plastikfolie auch nicht die größte Freude. Kein Futter für die lieben Kleinen!

Es gibt mittlerweile auch biologisch abbaubare Folien, aber diese halten immer nur ein Jahr – am Ende findest du dann auch größere Stücke noch im Boden und im Gebüsch. Nicht so schön, finde ich. Bändchengewebe sind robuster und du kannst sie mehrere Jahre nutzen, hast dann aber dauerhaft Plastik im Garten. Für mich ist das daher auch ein No-Go.

Du merkst schon: Ich bin einfach kein großer Freund vom Mulchen mit Plastik im Gemüsebeet. Ich liebe meine natürlichen Materialien im Garten und das Gefühl, meinem Boden auch etwas Futter zurückgeben zu können. ;)

Stroh eignet sich super zum Mulchen.

Woher bekomme ich Mulch?

Alles schön und gut, aber woher nehme ich denn jetzt den ganzen Mulch? Gerade bei großen Beetflächen ist das manchmal echt nicht so einfach!

Wenn deine Freunde dich gut kennen, wissen sie bald, dass sie dir mit einer Ladung Rasenschnitt eine echte Freude machen können. Aber wie heißt es so schön? „Viele Wege führen zum Mulch“ – oder so ähnlich. Also hier ein paar Routen:

Selber machen!

Im Garten fallen viele organische Materialien an, die du supergut zum Mulchen verwenden kannst. Rasenschnitt beim Mähen, oder Holzhackschnitzel und Laub beim Schneiden der Bäume und Sträucher.

Wenn du ein Beet frei hast, kannst du auch gezielt Gründüngerpflanzen wie Klee anbauen. Den kannst du dann mehrmals im Jahr rupfen oder schneiden, um ihn zum Mulchen zu benutzen.

Dabei ist es wichtig, dass du die Pflanzen während oder vor der Blüte schneidest. Rupfst du zu spät, besteht die Gefahr, dass sich schon Samen gebildet haben. Schwupps, hast du Klee in deinem Gemüsebeet ausgesät!

Eine tolle Sache ist es auch, Erntereste gleich an Ort und Stelle zu lassen. Wenn du also äußere Salatblätter, Stiele oder ähnliches nicht nutzt, gib es dem Boden gleich zurück. Du kannst es etwas zerkleinern und direkt die beerntete Stelle mulchen. Einzige Gefahr hierbei: Für Schnecken ist das ein gefundenes Fressen! Wenn du also eh schon mit den schleimigen Mistviechern zu kämpfen hast, dann lass von dieser Methode lieber die Finger.

Ich finde es immer total hilfreich, hier in Kreisläufen zu denken. Der Boden hat für deine Rote Beete Nährstoffe abgegeben. Wenn du nur erntest, wird er irgendwann ausgelaugt sein. Gibst du aber alles, was du nicht brauchst, gleich zurück, fütterst du deinen Boden. Und zwar mit genau den Stoffen, die er an dieser Stelle gegeben hat. Ziemlich ausgefuchst, oder?

Oft kannst du den Umweg über den Kompost sparen und gesunde Gemüseteile so gezielt kompostieren.

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Kann ich Mulchmaterial auch kaufen?

Wenn in deinem Garten nicht genug Rasenschnitt und Laub zum Mulchen anfallen, kannst du natürlich auch Mulch kaufen. Stroh und Heu findest du zum Beispiel auf dem nächsten Bauernhof.

Achte dabei darauf, dass möglichst wenig Samen enthalten sind. Außerdem ist mir immer wichtig, dass es sich um Biomaterial handelt. Gespritztes Weizenstroh bringt dir nämlich ganz undercover Pestizide und Herbizide in dein Gemüsebeet – nein danke!

Holzhackschnitzel gibt es häufig sehr günstig bei Baumpflegebetrieben. Die können dir meistens auch genau sagen, welche Baumarten in der Ladung sind. So gehst du sicher, dass keine Nadelbäume deinen Boden sauer machen.

Auf die Plätze – fertig – Mulch!

Du willst noch mehr Gartentipps und Tricks, wie du Schritt für Schritt einen herrlichen Gemüsegarten anlegst? Dann komm unbedingt in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Dort bekommst du das geballte Gartenwissen und eine tolle Community, die dir mit Rat und Tat den Rücken stärkt!

Dann kann ich nur noch sagen: auf geht’s mit dem Mulchabenteuer! Vergiss nicht, dir den Pflanzplan zu sichern. Schnapp dir deinen Lieblingsmulch und füttere deinen Boden mit Rasenschnitt, Laub, Ernteresten, eben allem, was du hast. Dein Boden wird es dir auf jeden Fall mit einer dicken Ernte danken. Damit nicht nur dein Beet, sondern die ganze Welt ein bisschen grüner wird!

Pflegeleicht und extra dick ernten klingt gut? Dann schmöker doch mal hier vorbei, da findest du alles, was du wissen musst:

Die 7 größten Fehler beim Mulchen von Gemüsebeeten

8 Schritte zum unkrautfreien Gemüsegarten – ganz natürlich!

10 Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten

Rasenschnitt, Holzschnitzel, Laub? Was ist dein Favorit beim Mulchen? Erzähl es uns in den Kommentaren!

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Basilikum mit Schere

Basilikum Pflege Schritt für Schritt

Die Basilikum Pflege geht bei dir regelmäßig schief? Wenn dein Basilikum traurig die Blätter hängen lässt, gibt es ein paar Tricks, mit denen du ihm helfen kannst. So fährst du bis zum Frost eine dicke Ernte ein und pssst: danach auch noch! ;)

Inhaltsverzeichnis
Basilikum Pflege: Das musst du wissen!
Basilikum Pflege im Topf
Basilikum Pflege heißt ernten!
Basilikum überwintern im Topf
Basilikum Haltbar machen

Basilikum Pflege: Das musst du wissen!

Wenn ich an Basilikum und seine zarten, aromatischen Blättchen denke, habe ich sofort diesen wunderbaren Duft in der Nase, von dem ich einfach nicht genug bekommen kann. Der grüne oder rote Italiener ist aber sehr empfindsam! Wenn du ihm nicht die richtige Pflege zukommen lässt, nimmt er das ziemlich übel und er geht ein.

Bei der Basilikum Pflege kommt es vor allem auf den richtigen Schnitt an. Deswegen zeige ich dir heute, wie du zum Basilikum Friseur wirst! Dann lässt dein Basilikum ganz ohne Volumenshampoo so richtig viele Blätter sprießen und du fährst mit diesem Beauty-Programm die dreifache Ernte ein. Cool, oder?

Basilikum pflegen im Topf

Wusstest du, dass die richtige Topfgröße entscheidend dafür ist, ob dein Basilikum gut wächst und sich wohlfühlt? Wie groß dein Pflanztopf für Basilikum und viele andere Kräuter und Gemüsepflanzen sein sollte, siehst du auf einen Blick in meinem Topfgrößen Guide. Einfach deine Emailadresse eintragen und schon flattert der Guide in dein Postfach!

Du kennst es bestimmt: Im Supermarkt verliebst du dich unsterblich in das frische Grün und nimmst dir vor: „Dieses Basilikum im Topf pflege ich jetzt bis an mein Lebensende!“. Pustekuchen. Nach drei Wochen kommt das traurige Liebes-Aus – Mr. Basilikum besteht nur noch aus ein paar Stielen …

Damit die Liebe das nächste Mal länger hält, brauchst du ein bisschen Know-how bei der Basilikum Pflege. In den Töpfen stehen die Basilikumpflanzen nämlich viel zu eng. So nehmen sich die einzelnen Pflänzchen gegenseitig Licht und Nährstoffe und gehen dann auch bald traurig ein.

Genau das ist aber deine Chance auf noch mehr Basilikum! Du schnappst dir einfach drei weitere Töpfchen, befreist dein Basilikum aus seinem engen Zuhause und teilst es vorsichtig in vier Wurzelballen auf.

Dann füllst du die Töpfchen mit Kompost oder guter Erde und setzt jeweils fünf Pflänzchen hinein. Gut andrücken und angießen*, so fühlt sich dein Basilikum im Topf richtig wohl.

Basilikum Pflege: Basilikum im Topf

Jetzt beginnt die Basilikum Pflege! Sie besteht vor allem aus Gießen und Schneiden. Basilikum richtig zu gießen ist keine Zauberkunst: Es möchte nur keine nassen Füße haben. Halte dein Basilikum also schön feucht, aber lass kein Wasser in der Auffangschale stehen.

Ansonsten gibst du deinem grünen Freund ein warmes Plätzchen im Halbschatten auf dem Balkon oder im Haus an einem Fenster, das nicht nach Süden schaut.

Basilikum pflegen heißt ernten!

Der Schnitt ist das Wichtigste bei der Basilikum Pflege – wenn du richtig viel Basilikum ernten willst, dann musst du zum Basilikum-Starfriseur werden!

  • DOs beim Basilikum schneiden
    Du beerntest dein Basilikum immer über zwei neuen Austrieben. Was das heißen soll? Schau mal genau hin, in den je gegenüberliegenden Blattachseln siehst du winzig kleine Blattknospen. Die warten nur auf ihren großen Moment!
    Wenn du über diesen Mini-Knospen die Triebspitzen kappst, bekommst du zwei neue Seitentriebe. Die treiben nun kräftig aus und dein Basilikum wird immer buschiger und größer und wirft eine immer bessere Ernte ab.
    Mit dieser Technik beginnst du am besten beim Haupttrieb und überlegst dir, wie buschig du dein Basilikum ringsum haben möchtest. Je nachdem behandelst du dann alle oder nur ein paar Nebentriebe genauso.
Basilikum Pflege: Basilikum auf Holzbrett
  • DON´Ts beim Basilikum schneiden
    Wenn du einen ganzen Zweig über dem Boden abschneidest, treibt er nicht mehr neu aus, sondern ist einfach weg. Mit der Zeit hast du dann einfach kein Basilikum mehr. Einzelne Blätter zu ernten macht keinen Sinn. Dann ist der Stiel irgendwann leer gezupft und steht kahl in der Gegend herum. Kommt dir bekannt vor? ;)

Falls dir das alles viel zu theoretisch ist, habe ich hier ein Video für dich, indem ich genau zeige, wie das geht. Keine Sorge, es ist ganz einfach!

Diese Art der Basilikum Pflege, äääh Basilikum Ernte hat noch einen weiteren Vorteil: Wenn du immer wieder die Triebspitzen erntest, blüht dein Basilikum nicht so schnell. Sobald Blüten sprießen, wird der Geschmack nämlich eher seifig und bitter. Das kannst du mit ein bisschen Basilikum pflegen prima herauszögern!

Basilikum im Topf überwintern

Wenn dir dein Basilikum ans Herz gewachsen ist, willst du es vielleicht gar nicht mehr hergeben. Keine Angst, das musst du auch gar nicht! Du kannst dein Basilikum überwintern und über Jahre hinweg hegen und pflegen.

Wenn dein Basilikum im Garten steht, darf es für den Winter in einen Topf umziehen und sich im warmen Haus einkuscheln, damit es nicht jämmerlich erfiert.

Besonders gut funktioniert das Überwintern von Basilikum mit Strauchbasilikum.

Zurückschneiden und Umpflanzen

Vor dem Winter schneidest du deinen grünen Freund um zwei Drittel zurück. Blüten und frische Triebe würden ihn im Winter nur zu viel Kraft kosten.

Dann kannst du dein Basilikum einfach ausgraben und in einen Topf setzen. Such dir einen Topf heraus, der zum Wurzelballen passt. Sollten einzelne Wurzeln überstehen, kannst du sie abschneiden. Das schadet nicht.

Du kannst dir sogar ein kleines Basilikum Bäumchen ziehen! Dafür wählst du einen besonders verholztes, lang und gerade gewachsenes Strauchbasilikum. Spendiere ihm gern einen größeren Topf, damit es genügend Platz hat.

Für einen geraden Stamm braucht dein Bäumchen einen Stab als Stütze. Die Krone kannst du dann so schneiden, wie es dir gefällt.

Basilikum Pflege: Der richtige Standort

Jetzt braucht dein Basilikum noch ein Plätzchen, von wo es den Winter aus sicherer Entfernung beobachten kann. 15-20 Grad sind die perfekte Temperatur und es sollte hell sein! Im Winter kann es auch ein sonniges Fensterbrett sein.

Wenn diese Bedingungen stimmen, brauchst du eigentlich im Winter kaum noch an die Basilikum Pflege zu denken! Hier und da ein paar Blättchen ernten, auf Läuse kontrollieren und immer mal ein Schlückchen Wasser. Das wars auch schon!

Nach den letzten Frösten kann es dann Mitte Mai wieder nach draußen ziehen.

Basilikum haltbar machen

Nachdem du nun weißt, wie du dein Basilikum pflegen kannst, ergibt sich schnell eine neue Frage: Wie kann ich denn sooo viel Basilikum haltbar machen?????

Basilikum einfrieren ist leider keine gute Idee. Beim Einfrieren verliert es nämlich viel Aroma.

Du kannst Basilikum aber prima trocknen! Dazu hängst kleine Sträußchen davon kopfüber auf. An einem dunklen, warmen Plätzchen trocknen sie, bis die Blätter bei Berührung rascheln. Dann packst du sie in Gläser und kannst sie für leckere Kräutersalze zum Kochen und Dekorieren nutzen.

Psst: Außer Duft und gutem Aussehen hat Basilikum auch noch ganz andere Werte: Die Inhaltsstoffe des Basilikums pflegen nämlich die Gelenke, bauen Stress ab und bekämpfen sogar multiresistente Keime. Nicht schlecht, oder?

Falls du außer Basilikum noch viel mehr Gartenschätze haltbar machen und deine Vorratskammer füllen möchtest, komm doch in meinen Kurs „Vorratskammer starten-Onlinekurs“​! Da zeige ich dir, wie du deine Ernte ganz einfach in köstliche Vorräte verwandelst!

Basilikum pflegen
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Du möchtest noch andere Möglichkeiten kennenlernen, dein Basilikum zu verarbeiten? Dann habe ich hier noch zwei oberleckere Rezepte für dich!

Kräutersalz mit Basilikum

Dieses leckere Kräutersalz duftet himmlisch und ist auch ein tolles kleines Geschenk aus dem Garten. In ein hübsches Glas gefüllt und mit einem Bändchen geschmückt, macht das grüne Salz auf jeden Fall etwas her!

Das brauchst du:

  • 250 g Meersalz
  • 70 g Basilikum

So wird’s gemacht:

  1. Wenn nötig, wäschst du die Basilikumblätter und tupfst sie vorsichtig trocken.
  2. Jetzt wandern Basilikum und Salz in den Mixer. Mixe auf höchster Stufe, bis Salz und Basilikum eine homogene Masse ergeben.
  3. Das Salz ist jetzt noch sehr feucht. Deswegen verteilst du es auf einem Ofenblech und lässt es bei 70 °C (Ober-/Unterhitze) für etwa 60 Minuten trocknen. Nach 30 Minuten rührst du es durch und verteilst es wieder gleichmäßig. Damit die Feuchtigkeit abziehen kann, muss die Ofentür einen Spalt weit offenbleiben, deshalb klemmst du einen Holzstiel hinein.
  4. Um Energie zu sparen, kannst du das Salz aber auch bei Raumtemperatur trocknen lassen. Das dauert mindestens 12 Stunden, wenn du ihm ein schön warmes Plätzchen bietest.
  5. Jetzt ist dein Salz fast fertig! Falls es grobe Klumpen enthält, kannst du es einfach (im ganz trockenen Mixer) noch einmal klein mahlen.
  6. In luftdichte Gläser abfüllen und fertig ist dein eigenes Basilikumsalz!

Pesto selber machen

Pesto ist sicher der Klassiker wenn’s um Basilikum geht, deswegen darf es hier natürlich nicht fehlen!

Das brauchst du:

  • 50 g frische Basilikumblätter
  • 85 g  Pinien-, Cashew- oder Sonnenblumenkerne, Mandeln oder Sesam
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL  Hefeflocken
  • 60 ml  Olivenöl
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
Basilikum Pflege: Basilikum Pesto Küche

So wird’s gemacht:

  1. Besonders aromatisch werden die Kerne, Samen oder Nüsse deiner Wahl, wenn du sie anröstest! Dafür gibst du sie in eine Pfanne ohne Öl und röstest sie einige Minuten unter Rühren. Sobald sie duften und eine hellbraune Farbe annehmen sind sie fertig.
  2. Jetzt gibst du einfach Basilikum, Kerne, Nüsse oder Samen, Knoblauch und Hefeflocken einen Mixer und lässt den Mixer pulsierend mixen. Zwischendrin immer wieder alles von den Seiten nach unten schieben.
  3. Sobald alles fein gemixt ist, gibst du das Öl und den Zitronensaft dazu. Das Ganze gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. In einem Glas hält sich dein Pesto etwa eine Woche lang im Kühlschrank. Es schmeckt herrlich aufs Brot, auf die Nudeln oder in Salatdressings! Spätestens jetzt hat sich das Basilikum Pflegen auf jeden Fall gelohnt.

Yay! Du bist jetzt Basilikum-Friseur! Deinem Basilikum-Glück steht also nichts mehr im Wege. Mit etwas Glück begleitet dich dein Basilikum über viele Jahre und versorgt dich mit seinen köstlichen aromatischen Blättchen. Traurige Basilikum-Gestalten mit „ratzekahl“ Frisur sind Schnee von gestern – Pesto-Selbstversorger-Leben, wir kommen!!

Du kannst nicht genug bekommen? Willst du vielleicht sogar selbst säen, pflanzen… das ganze Programm? Dann schau doch mal hier, da findest du alles rund ums Basilikum Pflegen:

Basilikum pflanzen – Schritt für Schritt mit Kräuterplan!

Basilikum ernten und trocknen: dein Sommerfeeling im Glas

Balkonpflanzen: So wird dein Balkon zum Paradies!

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Gartenarbeiten: Marie liegend im Beet

Gartenarbeit ohne Schmerz – in Rücken und Herz!

Puhhh, nach einem Tag voller Gartenarbeit tut dir der Rücken weh? Das muss nicht sein! Ich verrate dir heute meine Tipps, mit denen du viele Jahre glücklich im Garten wuseln kannst. So tust du etwas Gutes für Gärtnerrücken und Gärtnerherz – denn auch das kann manchmal ganz schön schmerzen!

Inhaltsverzeichnis
Schmerzen bei der Gartenarbeit?
Gärtner dich gesund!
Gartenarbeiten mit guter Körperhaltung
Übungen für den Winter
Geräte richtig auswählen
Gartenarbeit mit guter innere Haltung
Das große Ganze sehen

Schmerzen bei der Gartenarbeit?

Wer kennt es nicht? Gerade im Frühjahr, wenn viele Gartenarbeiten anstehen, bei denen du dich bücken musst – Graben, Lockern und Pflanzen, heißt es plötzlich: Autsch, Rückenschmerzen!

Hoppla, im Garten geht’s doch um Gesundheit und Wohlbefinden! Und zwar nicht nur mit gesundem Gemüse. Es geht dabei auch um uns Gartenmenschen selbst. Genau wie unsere Tomaten und Gurken brauchen nämlich auch wir die richtige Pflege.

Über die Jahre habe ich herausgefunden, wie gesunde Gartenarbeit konkret aussehen kann. Wenn du, so wie ich, mit Kompostbeeten arbeitest, sind deine Beete super pflegeleicht.

Trotzdem: im Frühling krabbelst du durchs Beet und zupfst Unkraut, bis die kleinen Gemüsepflanzen sich durchgesetzt haben. Deine Kartoffeln wollen einzeln in die Erde gelegt werden und auf so ziemlich jedes Beet schaufelst du schubkarrenweise Mulch! Da ist allerhand Gartenarbeit zu tun – teils ganz schön schwere! 

Wenn du dann abends nach der Gartenarbeit merkst, dass dein Rücken leidet, ist es höchste Zeit, etwas zu ändern. Schließlich wollen wir doch auch mit 102 Jahren noch quietschvergnügt pfeifend in der Erde buddeln. ;)

Und nicht nur im Rücken piekt es hin und wieder: Deine Pflanzen leider unter Krankheiten, das Wetter spinnt vollends und wer knabbert da bitte am Kohl herum? Solche lausigen Rückschläge bei der Gartenarbeit können dem Gärtnerherz wirklich zusetzen. Auch für diesen Frust habe ich einige Strategien für dich. Erste Hilfe, wenn es sich anfühlt, als wenn jetzt einfach alles verloren ist!

Gärtner dich gesund!

Im Garten geht es ständig um Gesundheit – auch wenn das auf den ersten Blick oft gar nicht so scheint! Du pflegst bei der Gartenarbeit den Boden, erntest gesundes Gemüse, sorgst dich um das Wohlergehen von Bienen und Igel… Es wäre doch gelacht, wenn wir da nicht auch für uns selbst gesundes Gärtnern auf die Reihe bekommen.

Wir gehen das in drei Schritten an:

  1. Eine gesunde äußere Haltung
  2. Ein bisschen Trockenübung für den Winter 
  3. Eine entspannte innere Haltung

Damit dein Garten von Anfang an pflegeleicht ist, habe ich einen Anfänger-Guide „Selbstversorgung starten“ zusammengestellt. So steht deinem stressfreien Wohlfühlgarten nichts mehr im Wege. Hier kannst du einfach deine E-Mail-Adresse eintragen und der Guide landet noch heute in deinem Postfach!

Jetzt wird’s konkret! Hier kommt schon mal eine kleine Übersicht der wichtigsten Haltungen bei der Gartenarbeit. Damit du gleich weißt, wovon ich rede:

ÜbungAusführungNutzen
Tiefe HockeBeine hüftbreit, so tief in die Kniebeuge gehen wie möglich, Füße flach auch dem Boden, Rücken gestrecktDehnt Hüfte und Waden. Im Garten gilt: Kein Bücken mit gebogenem Rücken. Du bist auch mit geradem Rücken ganz nah dran an deinen Pflänzchen ;)
Ganze VorbeugeBeine gestreckt oder ganz leicht gebeugt, so, dass die Hände den Boden berühren können. Aus der Hüfte beugen, Rücken streckenDehnt die Beinrückseiten und regt die Verdauung und Kreislauf an. Kein krummer Rücken mehr und noch mehr Appetit auf leckeres Gemüse!
Heben mit geradem RückenIn die tiefe Hocke gehen, Gewicht greifen und mit geradem Rücken aus den Beinen heraus nach oben drückenSchützt deinen Rücken und deine Bandscheiben, die sonst schwer zu schuften haben. Kräftigt und dehnt Beine und Rücken

Gartenarbeiten mit guter Körperhaltung

Der Schlüssel zur Gartenarbeit ohne Schmerzen ist auf jeden Fall eine gute Körperhaltung. Als Orientierung kannst du immer Yoga oder Ballett im Hinterkopf haben. Oder du beobachtest mal ein Kind. Die kleinen Gartenzwerge machen es meistens instinktiv richtig: tiefe Hocke, ganze Vorbeuge, Heben mit geradem Rücken – alles kein Problem!

Für große Gartenmenschen noch mal der Reihe nach:

Immer wenn es etwas Schweres zu Heben gibt, also auch beim Boden Lockern ganz wichtig: Aus den Beinen heraus heben. Hier kommt es auf einen geraden Rücken an. Buckel dich nicht ab und stemme jedes Gewicht aus den Beinen heraus! Hier hilft vor allem auch das richtige Gerät bei den Gartenarbeiten, dazu kommen wir dann gleich noch.

Gartenarbeiten: Marie hockend im Beet

Beim Legen deiner Kartoffeln und überhaupt beim Pflanzen ist es gut, wenn du dich hockst oder setzt. 

Die Tiefe Hocke ist eine ideale Haltung bei Gartenarbeiten am Boden. Anstatt dich mit krummem Rücken nach unten zu beugen, gehst du in der Kniebeuge ganz nach unten. Die Fersen bleiben dabei auf der Erde. Ufff, am Anfang gar nicht so einfach. Aber ich verspreche dir, bleib dran und schon bald ist die tiefe Hocke ein Klacks für dich!

Sobald du die tiefe Hocke meisterst, kannst du sogar zum nächsten Pflanzloch wechseln: in der Hocke ein Bein zur Seite ausstrecken und rüber! Oder bist du eher Typ Froschhüpfer? Gerade mit Kindern kannst du hier bei Gartenarbeiten oft die tollsten Ideen entwickeln.

Da sind doch noch ein paar Unkräuter zu entfernen? Dann probiere es mit der ganzen Vorbeuge. Der Trick dabei ist, aus der Hüfte nach vorn zu „klappen“. Umso mehr du den Po nach oben bringst, desto deutlicher spürst du die Dehnung in den Beinrückseiten.

Zu Beginn denkst du dir vielleicht „Na Danke, Marie. Jetzt ist es ja noch anstrengender! Das reinste Gartenworkout!“. Ich verspreche hoch und heilig, nach ein paar Wochen ist das gar kein Problem mehr. Dein Rücken wird’s dir danken!

Deine Trockenübung für den Winter

In den kalten Monaten kannst du dich super auf die Gartenarbeit vorbereiten. Mit ein paar Trockenübungen turnst du im Frühling durch den Garten, als wäre nichts dabei!

Reservier dir für deinen Gartensport doch 15 Minuten am Tag – das reicht schon! In dieser Zeit übst du die Vorbeuge im Stehen oder im Sitzen und versuchst, eine Weile in der tiefen Hocke sitzen zu bleiben. Wenn so eine Routine nicht passt, kannst du es auch ganz spielerisch angehen: in der tiefen Hocke durch den Flur hüpfen? Fernsehen in der tiefen Hocke? Schuhe zubinden ab jetzt nur noch in der Vorbeuge? Dir fällt sicher etwas ein! ;)

Auch im Alltag ist es super, immer wieder bewusst zu prüfen, wie deine Haltung gerade ist. Ist der Rücken gerade, die Muskeln aktiviert und die Schultern entspannt? Hebst du die Einkaufskiste aus der Hocke heraus mit geradem Rücken oder schummelt dein Körper?

Lass über den Tag verteilt ab und zu ganz bewusst die Schultern entspannt nach unten sinken und richte dich auf. Ich verspreche dir, das macht richtig etwas aus für dein Lebensgefühl, nicht nur bei der Gartenarbeit!

So kräftigst du über den Winter deine Muskulatur und dehnst dich ordentlich durch. Das sind die idealen Voraussetzungen, um die Haltungen auch im Garten mühelos einfließen zu lassen und im Frühjahr durchzustarten.

Probier es doch mal einige Zeit und sehe es positiv: Jede einzelne Gartenarbeit ist eine Möglichkeit für eine Beweglichkeits- und Kraftübung. Du kannst auch eigene Übungen für dein Winter-Workout entwickeln. So bekommt deine Gartenarbeit im Frühling eine ganz neue Dimension!

Hoch die Beete! Gartenarbeit in luftiger Höhe

Wenn du sowieso schon Rückenprobleme hast, kann die Gartenarbeit wirklich schwerfallen. Trotzdem zieht es dich zu Möhre, Feldsalat und Co und du willst es einfach nicht lassen? Das verstehe ich sowas von gut!

Für die Gartenarbeit im Stehen: ein Hochbeet

Dann probier es doch mit Hochbeeten. Wenn du nicht so gut runter zum Beet kommen kannst, dann kommt das Beet eben zu dir nach oben! Klar, ein Hochbeet hat viel mehr Durst und das Anlegen ist mehr Arbeit. Aber wenn es einmal da ist, hat es viele Vorteile – vor allem für deinen Rücken.

Kein Bücken und Beugen nötig, alles ist genau auf deiner Wunschhöhe! So macht dir die Gartenarbeit schnell wieder Spaß.

Geräte richtig auswählen

Wenn du nach meinem 3 Phasen Gartensystem gärtnerst, sparst du dir die meiste Plackerei von Anfang an. Mühseliges Umgraben, stundenlanges Unkrautzupfen, tägliches Gießen: Das lassen wir alles weg, da gibt’s viel bessere Tricks!

Gerade am Anfang ist trotzdem ein bisschen Muskelkraft nötig. Die Beete anlegen, Kompost verteilen und dick mulchen. Bei diesen Gartenarbeiten ist es wichtig, gut auf deine Arbeitshaltung zu achten. Nicht, dass dich der Anfangseinsatz gleich aus dem Rennen nimmt.

Diese Arbeiten gehen dir mit dem richtigen Equipment auch gleich viel leichter von der Hand. Keine Angst, du brauchst keine Hanteln und kein Laufband. ;)

Es geht um die Gartenwerkzeuge, die du für deine Gartenarbeit nutzt! Hilfreich sind langstielige Geräte. So kannst du auch hier mit geradem Rücken werkeln. Eine Hacke mit langem Stiel kannst du bequem im Stehen zwischen den Reihen nutzen. Das geht viel fixer als mit den kurzstieligen Kollegen und du sparst dir einmal die tiefe Hocke. ;)

Du hast große Flächen zu bearbeiten oder einen sehr verdichteten Boden? Da geraten Rücken und Gerät schnell an ihre Grenzen.

Es gibt aber eine total geniale Erfindung: die Doppelgrabegabel!

Damit lockerst du spielend leicht in einigen Minuten deine Beetfläche. Das Tolle an der Riesengabel: Nicht nur dein Rücken wird geschont, sondern auch der Boden. Du bringst die Bodenschichten damit nämlich nicht durcheinander: Rücken UND Bodenleben bleiben im Lot. Du hörst schon, ich bin begeistert von dem Teil! :)

Gartenarbeit mit guter innerer Haltung

Eine gesunde, entspannte Haltung ist auch innerlich bei der Gartenarbeit super wichtig. Manchmal scheint es, als wenn einfach gar nichts rund läuft: Wenn die Tomaten Braunfäule haben, die Schnecken das Beet ratzekahl fressen und alles manchmal so gar nicht nach Plan läuft.

Gartenarbeit ist fest in die großen Kreisläufe und Zusammenhänge der Natur eingebunden. Das macht diese Arbeit ja so schön und manchmal eben auch wirklich unberechenbar!

Das kann so aussehen: Ab März hast du deine Pflänzchen monatelang gehegt und gepflegt und dann kommt im Juni ein Hagelschauer und alles ist futsch. So einen Rückschlag locker wegzustecken, ist gar nicht so einfach.  

Alle Mühen und all der Aufwand sind letztendlich der Welt ausgesetzt. Es kann immer ein Unwetter aufziehen, eine Armada an Nacktschnecken auftauchen oder eine Kaninchenbande deine Beete überfallen. Du hast manchmal auch mit den besten Sicherheitsvorkehrungen wie Zäunen oder Gemüsevlies leider einfach keinen Einfluss darauf. Und manchmal kannst du nur loslassen, sonst machst du deinen Garten zum Kampfplatz.

Das war sicher nicht die Idee, als du beschlossen hast, einen Garten anzulegen. Deswegen ist es wichtig, die Bremse reinzuhauen, bevor die Gartenarbeit in Frust versinkt.

Du wünschst dir, dass die Gartenarbeit deine Glücksquelle bleibt? Dann kommt es auch hier auf die Haltung an. Diese innere Einstellung kannst du ändern und üben. Der Schlüssel ist hierbei oft, dich darauf zu besinnen, warum du die Gartenarbeit überhaupt machst.

Marie mit Gießkanne

Was macht Gartenarbeit für dich so wunderschön? Vielleicht willst du gesunde Lebensmittel ernten und auch einen Beitrag zu einer grüneren Welt leisten.

Oder es ist dir wichtig, deinem Kind zu zeigen, wie gesundes und nachhaltiges Leben aussehen könnte. Ein Stück Erde zu pflegen, die Humusschicht aufbauen, CO2 binden, geschlossene Kreisläufe bilden. Das sind alles große Ziele, zu denen wie mit unseren Gärten einen Teil beisteuern – auch wenn die Ernte mal verhagelt wird.

Die Tatsache, dass du mit deinen Händen ein kleines Stückchen Erde hegst und bewahrst, ist sooo viel wert. Frag mal die Regenwürmer, die in deinen Beeten leben! Wetten, dass die sich urwohl fühlen? Also: bleib dran und lass dich nicht unterkriegen!

Das große Ganze sehen

Wenn die Schnecken mal wieder meinen Salat gefressen haben, ist das total ärgerlich. Mit einem Blick aufs große Ganze sehe ich aber auch:

Schnecken leisten einen superwichtigen Beitrag zum Humusaufbau, genau wie Regenwürmer. Klar, für den Salat ist es jetzt aus, das brauch ich mir nicht schönreden. Aber was ist wichtiger: Humus aufbauen und so Kohlenstoffdioxid binden oder meine fünf Salate? So sehr ich sie manchmal verfluche: Schnecken haben ihren Platz in der Nahrungskette und im Ökosystem. Ohne sie wären wir also auch aufgeschmissen!

Die Perspektive wechseln und den Schaden so relativieren! Das hilft mir auf jeden Fall aus meinem ersten Gartenarbeit-Herzschmerz heraus. Na gut, die Tomaten sind hin, aber diesen Regensommer, den hatte die Erde dringend nötig. Ich gönne ihn ihr. Dann esse ich dieses Jahr eben Zucchini und Gurken – und was sonst bei Regen noch so wächst.

Das ist auch schon der zweite wichtige Punkt bei der Gartenarbeit: Flexibilität! Irgendein Gemüse klappt immer nicht. Irgendeins übertrifft sich aber auch jedes Jahr selbst. Worauf willst du dein Augenmerk lenken?

Achte mal darauf: Oft beschweren wir uns über alles, was dieses Jahr überhaupt nicht funktioniert. „Dieses Jahr ist aber auch extrem trocken“ „Mann, das regnet ja nur noch“ „Die Kartoffeln werden dieses Jahr nur kleine Murmeln“.

Gartenarbeit
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Ich kenne es nur zu gut: Wenn Gemüsefreaks aufeinandertreffen, geht es meistens darum, was bei der Gartenarbeit so gar nicht klappt. Feiere doch stattdessen lieber die Sorten und Pflanzen, die scheinbar gerade „ihr Jahr haben“.

Du willst dafür jede Menge optimistischer Gartenfreund*innen zum Austauschen? Dann komm unbedingt in meinen „Gemüsegarten starten“- Onlinekurs! Da bekommst du haufenweise Tricks und Tipps von der Planung bis zur Ernte. Aber was ganz wichtig ist: Hier wartet auch eine unglaubliche Community, die dir den Rücken und das Herz stärkt.

Los geht’s, Gartenarbeit ist unsere Medizin!

Hui, das war ganz schön viel an Übungen und Ideen! Ich hoffe, du blickst noch durch und hast keinen Knoten im Rücken bekommen!

Und JA! Am Anfang kommt es dir bestimmt ein bisschen komisch vor, durch den Garten zu hüpfen. Nach einer Woche bemerkst du aber sicher, dass die neue Gartenarbeit einen Unterschied macht. Es geht ganz fix, dann hast du Grundsätze „Gerader Rücken“ und „Tiefe Hocke“ intus.

Apropos Anfang: Hast du deinen Guide „Selbstversorgung starten“ schon heruntergeladen?

Dann machst du es dir zum Spaß, aus jeder Gartenarbeit eine kleine Übung zu machen. Wie könnte es gehen, damit es deinen Körper stärkt, statt ihm zu schaden? Schon ist jeder aufgehobene Apfel eine Kniebeuge. Starke Beine statt krummer Rücken!

Dein Nachbar kichert hinter der Hecke über dein Ballett bei der Gartenarbeit? Schenk ihm doch die Tube Schmerzcreme, die du jetzt nicht mehr brauchst. Vielleicht gibst du ihm bei Gelegenheit mal einen kleinen Kurs in Gartensport? ;)

Gartenarbeit kann so viel einfacher sein, wenn du ein paar Tricks kennst! Neugierig? Dann schau doch mal hier vorbei:

10 Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten

So startest du deinen 3h/Woche-Selbstversorger-Garten!

Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

Erzähl doch mal: Was machst du, wenn die Gartenarbeit mal zu viel ist? Wie hältst du dich fit und gesund?

Schwarzwurzeln im Hochbeet

Schwarzwurzel: Unterschätztes Wintergemüse aus dem Garten!

Sind wir mal ehrlich: Eine Gartenschönheit ist die Schwarzwurzel wirklich nicht. Sie macht es einem auch nicht leicht, sie ins Herz zu schließen: Die Schwarzwurzel zickt, wenn es um die Ernte geht, sieht aus wie ein runzeliger, dreckiger Ast, und klebt beim Schälen fürchterlich! Warum ich trotz alledem großer Fan der schwarz-weißen Wurzel bin und wie ich mit ihren Herausforderungen klarkomme, kannst du hier Schwarz auf Weiß nachlesen. Also los geht´s!

Inhaltsverzeichnis:
Wissenswertes über die Schwarzwurzel
Der perfekte Standort
Schwarzwurzel säen
Schwarzwurzeln hegen und pflegen
Schwarzwurzel: Die Ernte
Meine Lieblingsrezepte

Wissenswertes über die Schwarzwurzel

Die Schwarzwurzel wird auch Winterspargel genannt. Ist sie einmal aus ihrem schwarzen Mantel befreit, hat die Wurzel optisch große Ähnlichkeit mit weißem Spargel. Insbesondere, wenn sie gerade in einem leckeren Weißweinsud im Ofen dämpft. Leckerschmecker! Am Geschmack kannst du die beiden aber immer noch einfach unterscheiden: Schwarzwurzeln schmecken eher nussig, aber genau wie Spargel unfassbar lecker. ;)

Ein absolut überzeugendes Argument für die Schwarzwurzel ist ihre Winterhärte. Du musst sie nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt abernten und haltbar machen. Wann immer dir danach ist, gehst du einfach in den Garten und holst dir ein paar frische Wurzeln. Ja genau, auch im Januar oder Februar!

Dieses (äußerlich) hässliche Entlein aus dem Gemüsegarten hat noch ein weiteres Ass im Ärmel: Wusstest du, dass Schwarzwurzeln gesund sind? Und nicht nur so ein bisschen! Sie sind der absolute Oberhammer, was ihre Nährstoffe angeht. Nur Nüsse, Kerne und Öle haben einen höheren Anteil an Vitamin E! Da kann kein anderes Gemüse mithalten.

Auch in Sachen Eisen ist die Schwarzwurzel gut mit dabei – da macht sie dem Spinat fast Konkurrenz! Das Eisen sorgt bei uns unter anderem für eine vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen. Also eine absolut wertvolle Ergänzung im winterlichen Speiseplan.

Wenn du Schwarzwurzeln noch nicht kennst, probier sie lieber erst in kleineren Mengen. Dass Schwarzwurzeln Blähungen verursachen können, ist nämlich nicht nur ein Geruch äääh Gerücht. Bei den meisten von uns ist der industriell geprägte Magen-Darm-Trakt das in der Schwarzwurzel enthaltene Inulin nicht mehr so richtig gewohnt.

Aber kein Problem, du kannst deinen Darm langsam „trainieren“ – dann lösen sich die Schwarzwurzeln Blähungen wortwörtlich in Luft auf. ;) Übrigens ist Inulin ein Präbiotikum und bereichert unsere Darmflora super arg!

Gedämpfte Schwarzwurzeln

Der perfekte Standort für die Schwarzwurzel

Die Schwarzwurzel liebt tiefgründige, feinkrümelige, super fluffige Böden und ein sonniges Plätzchen. Lockere deine Beete auf jeden Fall kräftig auf, am besten mit einer Doppelgrabegabel.

Die Schwarzwurzel ist Teil der großen Korbblütler-Familie und damit verwandt mit Topinambur, Artischocke, Chicorée, den meisten Salaten, Zuckerhut und Haferwurzel.

Ich nutze super gerne Techniken, wie die Fruchtfolge und Mischkulturen, um das Beste aus meinen Beeten rauszuholen und um Schädlinge und Pflanzenkrankheiten zu vermeiden. Als Mischkulturpartner für Schwarzwurzeln bieten sich Lauch, Ringelblumen, Salat, Bohnen, Karotten und Radieschen an. Eher ungünstig als direkter Beetnachbar ist Mangold

Dir raucht der Kopf, wenn du an Themen wie Fruchtfolge und Mischkultur denkst? Gar kein Problem. Ich habe hier einen fix und fertigen Beetplan für dich, in dem das alles mit bedacht ist. Die Schwarzwurzel pflanzt du einfach dahin, wo sonst der Salat hinkommt. ;)

Schwarzwurzel säen

Das Saatgut der Schwarzwurzel ist etwas Besonderes: Die Samen sind ungewöhnlich lang, wie winzige, feine Holzstäbchen. Sie zerbrechen schnell und brauchen eine zarte Hand. Sei also ganz behutsam mit ihnen.

Schwarzwurzelsamen haben eine recht kurze Keimfähigkeit von ungefähr zwei Jahren. Verwende also am besten immer frisches Saatgut und säe ältere Samen deutlich dichter als vorgesehen. Vereinzeln kannst du die Schwarzwurzel Pflänzchen später immer noch. ;)

Zwischen zwei Reihen lässt du einen Abstand von 30 cm, der Abstand zwischen zwei Schwarzwurzel Samen innerhalb der Reihe beträgt 8 cm. Aussaat ist üblicherweise im Februar bis März, sobald sich der Boden bearbeiten lässt. Die gesunde Wurzel blockiert das Beet dann eine ganze Weile – bis in den nächsten Winter hinein.

Schwarzwurzel Samen brauchen relativ lange für die Keimung und dürfen dabei nicht austrocknen. Pass also auf, dass du das Beet gut feucht hältst, bis sich die ersten grünen Spitzen zeigen.

Ich baue übrigens am liebsten die Sorte „Hoffmanns Schwarze Pfahl“ an.

Pssst: Genau wie Karotten und Pastinaken kommt die Schwarzwurzel immer direkt ins Beet. Die Anzucht im Haus kannst du also getrost außer Acht lassen.

Schwarzwurzel hegen und pflegen

Wenn sie einmal gekeimt ist, wird aus der Schwarzwurzel eine super robuste und pflegeleichte Pflanze. Zu viel Stickstoff mag sie allerdings nicht. Dann wird ihre Wurzel schwammig. Düngen musst du sie also nicht. Wenn du gerade eh mit der Gießkanne durch den Garten läufst, dann gönne deinen Schwarzwurzeln hin und wieder einen Schluck Wasser. Das können sie sehr gut vertragen.

Ab und an werden Schwarzwurzeln vom echten Mehltau befallen. Wie du dem vorbeugst, und was du tun kannst, wenn er doch bei dir ausgebrochen ist, kannst du hier nachlesen.

Wühlmäuse freuen sich leider auch über Schwarzwurzeln in deinen Beeten. Wenn du mit diesen Plagegeistern zu kämpfen hast, kannst du hier ein paar Tipps abstauben, um deinen Garten wühlmaussicher zu machen.

Schwarzwurzel: Die Ernte

Ein Zitat von Goethe besagt: „Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.“. Was für ein schlauer Kerl! Ich glaube zwar nicht, dass in diesem Zusammenhang die Schwarzwurzel gemeint war, aber es passt richtig gut – ich trage sie in meinem Erntekorb nämlich gern in Richtung Küche! ;)

Wenn das Laub der Pflanze schlapp wird und nach und nach abstirbt, kann es losgehen mit der Ernte. Die Schwarzwurzel Saison beginnt im Oktober und kann sich bis in den April ziehen – du hast also eine ganze Weile etwas von der köstlichen Wurzel.ƒ

Lockere den Boden entlang der Beetreihen zunächst vorsichtig mit deiner Grabegabel und ziehst die Wurzeln dann ganz behutsam aus der Erde. Die kleinen Schlingel brechen dabei leider liebend gerne ab – verwerte sie also möglichst bald, damit die ganzen guten Inhaltsstoffe nicht verloren gehen.

Sei dabei ganz behutsam: Wenn du die Wurzel beim Ernten verletzt, tritt der kostbare Milchsaft aus und die Wurzel hält sich nicht mehr lange. Aber wenn du sie wie ich eh immer nur nach Bedarf erntest, musst du sie zum Glück ja nie lange lagern.

Die Schwarzwurzel ist eine gesunde und unkomplizierte Kandidatin, wenn du Gemüse suchst, das dich über den Winter bringt. Mit ihr im Beet gehst du einen großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Selbstversorgung. Ein weiterer Grund, warum ich sie so liebe!

Wenn du dich fürs Selbstversorgerdasein interessierst, dann ist dieses Video etwas für dich. Darin erzähle ich, wie ich meinen Jahresbedarf an Essen anbaue und so – zumindest gemüsetechnisch – zur Selbstversorgerin geworden bin. Schau doch mal rein. ;)

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Meine Lieblingsrezepte

Früher war ich schon genervt von dem Gedanken, das kostbare weiße Innere der Schwarzwurzel aus ihrem schwarzen Mantel zu bekommen… Alles war dreckig und klebrig. Ich hatte tagelang fleckige Finger – und von Verfärbungen auf der Kleidung und Arbeitsfläche fangen wir lieber gar nicht an. Sie macht’s einem nicht einfach, die Schwarzwurzel…

Dabei gibt es einen genialen Trick, um diesen fiesen Charakterzug der Schwarzwurzel zu umgehen. Ich schäle sie mittlerweile einfach in einer großen Schüssel unter Wasser! Nichts klebt oder wird braun. Ein richtiger Gamechanger, dieser Trick!

Wenn du deine Schwarzwurzeln im Laden kaufst, würde ich übrigens eher zu den dünneren Wurzeln greifen. Die sind deutlich zarter als die ganz dicken Brummer.

Mit Schwarzwurzeln lohnt es sich, in der Küche ein bisschen herumzuprobieren. Sie schmecken super lecker gepämpft, als Püree, als Ofengemüse oder im Risotto. Hier meine zwei allerliebsten Schwarzwurzel Rezepte.

Milchsaft Schwarzwurzel

Schwarzwurzel in Weißweinsud

Mmmmmh lecker! Sowohl Spargel als auch Schwarzwurzel mache ich super gerne im Backofen in einem köstlichen Weißweinsud. Das Resultat ist so unglaublich lecker! Dazu ein bisschen selbstgebackenes Brot – um auch das letzte bisschen Sud aus der Form noch zu erwischen. Yams! :)

Das Rezept hat allerdings einen Haken: Ich kann euch keine Mengenangaben verraten… Es ist so ein klassisches Bauchgefühl-Rezept. ;) Also, hör auf deinen Bauch beim Kochen!

Los geht’s!

Zuerst der Sud. Ich rühre ungefähr im Verhältnis 1:1 eine Mischung aus Weißwein und Gemüsebrühe an. Am liebsten natürlich mit eigens hergestellter Garten-Brühe. ;) Ein paar Umdrehungen mit der Pfeffermühle, ein bis zwei Prisen Salz und ein Hauch Muskat dürfen auch noch in die Flüssigkeit.

Jetzt kommen die – mit Trick 17 – geschälte Wurzeln in eine Auflaufform. Den Sud gieße ich darüber. So viel, dass die meisten Schwarzwurzeln bedeckt sind. Wenn ein paar weiße Stangen rausschauen, ist das nicht schlimm. Im Gegenteil. Auf denen kannst du noch ein paar Flöckchen Butter verteilen.

Die Auflaufform kommt in den auf 170°C vorgeheizten Backofen. Ich stelle gerne noch eine Schüssel mit Wasser dazu, so dämpft das Gericht richtig schön.

Je nach Wurzeldicke variiert die Garzeit natürlich stark. Mache nach 25-30 Minuten einfach mal einen kleinen Pieks-Test mit einer Gabel: Du kannst ohne Gewalt reinstechen? Yippieh! Garniere deine Schwarzwurzeln mit etwas frischer Petersilie und denk an das Brot zum Tunken. Aber auch Kartoffeln schmecken in dem Sud super lecker.

Winterlicher Schwarzwurzel-Salat

Wenn es ein winterlich angehauchter Salat für dich sein darf, könnte dir dieses Rezept gefallen:

Die geschälten Schwarzwurzeln schneidest du in mundgerechte Stücke und gibst sie in einen Kochtopf mit kochendem, gesalzenem Wasser. Gib gern noch einen Spritzer Zitronensaft mit ins Wasser. Koche die Schwarzwurzeln etwa 10 Minuten lang. Am besten kontrollierst du zwischendurch mal, ob sie gar sind. Ich mag sie am liebsten, wenn sie noch ein bisschen bissfest sind. ;)

Schütte deine Schwarzwurzeln ab und erschrick sie einmal richtig dolle mit kaltem Wasser. Buuuh! :D Jetzt sollten sie so eingeschüchtert sein, dass sie keine Lust mehr haben, noch nachzugaren und matschig zu werden.

Für das Dressing nehme ich etwa gleich viel Honig und Senf. Das ergänze ich um etwas Salz, Pfeffer, ein bisschen Essig und ein Schlückchen Olivenöl. Den winterlichen Touch zauberst du ganz einfach mit etwas frisch gepresstem Orangensaft.

Ich raspele gerne noch Apfel und Sellerie dazu. Auch grob gehackte, geröstete Walnüsse sind für mich ein perfektes Match in diesem Salat. Ich lasse den Salat richtig schön durchziehen, dann ist er nochmal aromatischer. Lass es dir schmecken!

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Mit der richtigen Anbautechnik, dem praktischen Erntetrick und einem Kniff beim Schälen bekommst du die köstliche Schwarzwurzel mir nichts, dir nichts auf den Teller. Sie ist so eine gesunde und köstliche Bereicherung im Winter – probier sie unbedingt mal aus!

Wenn dein Beetplan erst der Anfang einer wundervollen Gartenreise sein soll, dann schau doch mal hier rein:

Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

Einmal pflanzen, für immer ernten: DAS Survival-Gemüse!

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Hast du Erfahrungen mit der Schwarzwurzel? Kennst du vielleicht noch andere gute Tricks? Lass gerne einen Kommentar hier. :)

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.