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bunten Mais ernten

Mais pflanzen: Hol dir die Sonne auf den Teller!

Mais pflanzen ist nicht nur unkompliziert, sondern bringt dich in Sachen Selbstversorgung gleich ein großes Stück weiter. Denn Mais ist das einzige Getreide, das du super easy im Garten anbauen, ernten und auch selber verarbeiten kannst. Wie deine Mais Pflanzen gesund heranwachsen und dir saftige Kolben liefern, das schauen wir uns jetzt an!

Inhaltsverzeichnis
Mais ist immer eine gute Idee
Mais pflanzen: Die Sortenvielfalt im Überblick
Der richtige Standort für Mais
Bringen wir Sonnenstrahlen ins Beet: Mais säen
Mais Pflanzen richtig pflegen
Mais ernten 
Lieblingsrezepte mit Mais

Mais ist immer eine gute Idee

Warum du unbedingt Mais pflanzen solltest? Das goldene Getreide wurde immerhin zum Gemüse des Jahres 2021/2022 gekrönt! Wenn dir die Würdigung zur Gemüse-Queen als Anbaugrund noch nicht genügt, dann nehme ich dich jetzt mit auf kleine Traumreise!

An einem lauen Sommerabend sind deine Freunde bei dir im Garten. Ihr lacht, spielt und grillt. Der Zuckermais brutzelt goldgelb auf dem Grill, das frisch gebackene Maismehlbrot steht direkt neben der Kräuterbutter und die schnittfeste Polenta wollt ihr gleich auch kurz angrillen.

Ooooh wie mir das Wasser im Mund zusammenläuft! Mais ist der Inbegriff von Sommer, oder? Aus jedem einzelnen Maiskorn des goldenen Kolbens strahlt förmlich die Sonne.

Wenn auch du maisgewordene Sonnenstrahlen auf deinen Tisch bringen willst, bist du hier genau richtig. Wir schauen uns vom Korn bis zur fertigen Polenta jeden einzelnen Schritt an. Dem Mais pflanzen und verarbeiten steht dann nichts mehr im Weg. Los geht´s!

Mais anbauen: Die Sortenvielfalt im Überblick

Du wirst bei kaum einem anderen Gemüse so eine unglaubliche Sortenvielfalt vorfinden wie bei Mais. Mindestens 5000 Sorten sind bekannt! Wahnsinn, oder? Aber wen wundert die Vielfalt: Mais ist schließlich das meistangebaute Getreide auf der Welt ist. Man könnte es geradezu das „maistangebaute“ Getreide nennen. :D

Typischerweise denken wir bei Mais zuerst an lange, goldgelbe Kolben. Aber wusstest du, dass es Mais auch noch in ganz vielen anderen Farben und Formen gibt? Das sind teilweise richtige Hingucker!

Die fünf größten Sortenkategorien von Mais sind: Hartmais, Zahnmais, Zuckermais, Popcornmais und Stärkemais. Sie alle wurden für unterschiedliche Zwecke gezüchtet. Schauen wir uns das mal näher an!

Zuckermais

Mmmh lecker – den bei uns so gut bekannten Gemüsemais mögen wir doch alle! Zuckermais besticht durch seine einzigartige Süße. Er wird im Stadium der sogenannten Milchreife geerntet. Die Samenkörner sind dann noch nicht ausgereift, dafür aber saftig und eine richtige Leckerei. Egal, ob du Zuckermais kochen oder grillen möchtest, er passt zu sooo vielen Rezepten. Und gerade Kinder lieben diesen süßen Geschmack.

Die einzige Situation, in der ich das Knabbern eines Zuckermaiskolbens nicht empfehlen würde, ist ein erstes Date… Obwohl Mais zwischen den Zähnen wahrscheinlich ein ziemlicher Eisbrecher sein kann. ;)

Meine liebsten Sorten Zuckermais sind Damaun und Tramunt. Die bekannteste Sorte ist wahrscheinlich Golden Bantam. Sie hat ein sehr langes Erntezeitfenster von Anfang August bis Mitte Oktober, weil sich die Süße nicht so schnell in Stärke umwandelt.

Zuckermais grillen

Popcorn Mais oder Puffmais

Ich lieeebe Popcorn in jeder Variante. Egal, ob salzig, zuckrig, mit Karamellüberzug oder als Eisflavour – Popcorn schmeckt immer! :)

Die Mais Pflanzen aus Popcorn Mais Saatgut wachsen im Garten genauso problemlos wie viele andere Sorten auch. Aber was bringt manchen Mais zum aufpoppen und anderen nicht?

Popcornmais hat, genau wie anderer Mais auch, außen am Korn eine sehr harte Eiweißschicht. Im Inneren des Korns findet sich aber viel mehr Feuchtigkeit als bei anderem Mais. Wenn du die Maiskörner im Topf erhitzt, dehnt sich das Wasser in der Mitte des Korns so lange aus, bis die harte Hülle „poppt“. Das ist nicht nur lecker, sondern gerade für Kids ein Riesenspektakel.

Meine Sortenempfehlung für Popcornmais ist – nicht nur wegen des süßen Namens, sondern auch wegen seines guten Ertrages – die Sorte Bear Paw. Etwas kleiner, aber einfach unglaublich hübsch, ist Erdbeermais.

Zahnmais

Zahnmais ist ein echter Allrounder! Die Kolben dieser Mais Pflanzen verwendet die Industrie super gerne. Wir bekommen ihn dann als Maismehl, Maissirup oder Nachos zwischen die Zähne. Daher hat Zahnmais seinen Namen aber wohl kaum…

Die lustige Bezeichnung Zahnmais kommt durch die charakteristische Einmuldung jedes Maiskorns, sodass es von der Form an kleine Zähne erinnert. Beruhigend, dass es nicht nur gelben, sondern auch weißen Zahnmais gibt, oder? :)

Eine wunderschöne, historische und vielseitige Sorte Zahnmais ist Bloody Butcher. Die Sorte kannst du entweder frisch ernten und snacken, oder aber bis zur Vollreife warten und den Mais dann zu Grieß oder Mehl weiterverarbeiten.

Hartmais

Hartmais ist kein Gemüsemais, sondern eignet sich zur Herstellung von Mehl und Grieß. Aus gemahlenem Hartmais kannst du wunderbar warme Polenta und goldgelbe Brote zaubern. Yams!

Meine allerliebste Hartmaissorte ist Cascade Ruby-Gold, eine Züchtung aus Amerika. Die Mais Pflanzen bilden wunderschöne Kolben in verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottönen. Ein Wehrmutstropfen: In Deutschland kommt man leider nur sehr selten an das Saatgut dieser Sorte.

Stärkemais

Aus Stärkemais wird in der Industrie meist – Überraschung :D – Maisstärke gewonnen. Aber auch zur Herstellung von Alkohol oder als Futtermittel findet er Verwendung.  Ich persönlich habe keine Erfahrungen mit dem Anbau von Stärkemais. Er spielt im Gemüsegarten und in der Selbstversorgung aber auch keine große Rolle. Du kannst dich also getrost mit einer der anderen Sorten begnügen.

Mais pflanzen: Der richtige Standort für Mais

Du willst damit loslegen, deinen eigenen Mais anzubauen? Dann lass uns den perfekten Standort aussuchen.

Mais Pflanzen sind Sonnenanbeter, gönn ihnen also ruhig ein vollsonniges Plätzchen in deinem Garten. Du solltest auch einen Blick auf die angrenzenden Beete haben. Denn Mais wächst hoch und wirft dementsprechend einen relativ großen Schatten. Plane das unbedingt mit ein, um keine Überraschungen im Nachbarbeet zu erleben. ;)

Bei der Auswahl der Nachbarn ist Mais ansonsten unkompliziert – er hat ganz viele Beetfreunde. Mais verträgt sich sehr gut mit Bohnen, Gurken, Karotten, Kürbis, Kartoffeln, Kohl, Pastinaken und Zucchini. Nicht so gerne steht er neben Roter Bete oder Sellerie.

Ich pflanze meinen Mais gerne in Kombination mit Kürbis. Aber auch mit einem sogenannten Milpa-Beet hatte ich schon super Erfolge.

Mischkultur ist ein Thema bei dir im Garten? Dann habe ich habe hier eine praktische Mischkulturtabelle für dich. Da siehst du auf den ersten Blick, welche Pflanzen gerne nebeneinander wachsen, und wer sich lieber aus dem Weg geht:

Hol dir die Mischkulturtabelle!

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    Mais säen: Bringen wir Sonnenstrahlen ins Beet!

    Dein Standort steht fest? Dann kannst du dein Beet schonmal für die Aussaat vorbereiten. Wie für fast alle Gemüse gilt: Ein aufgelockerter, feinkrümeliger Boden ist ideal. Mais hat es gerne, wenn du etwas Urgesteinsmehl* in den lockeren Kompost unterarbeitest – er ist nämlich ein hungriger Geselle.

    Das Beet, in das du deinen Mais pflanzen möchtest, sollte natürlich unkrautfrei sein. Wenn du nach meinem Gartensystem gärtnerst, sind lästige Beikräuter normalerweise gar kein Thema. Meine Beete bleiben nämlich nahezu von selbst unkrautfrei. Wie das geht, zeige ich dir in diesem Video:

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    Mehr Informationen

    Jetzt kommt endlich das Saatgut ins Spiel!

    Mais säen funktioniert hervorragend als Direktsaat im Beet. Du kannst aber auch im Haus Jungpflanzen vorziehen. Das kann sich beim Mais durchaus lohnen. Denn die Frostbeule will erst ins Freie, wenn die Nächte nicht mehr klapprig kalt sind. Gleichzeitig dauert es ziemlich lange, bis du den fertigen Mais ernten kannst. Da kann das Zeitfenster ganz schön eng werden…

    Mais direkt im Beet säen

    Mais kannst du ab Mitte Mai direkt im Freien säen. Die Saattiefe beträgt dabei etwa 4 cm. Bei der Aussaat solltest du eine Besonderheit beachten: Mais wird nämlich nicht durch Insekten, sondern über den Wind bestäubt. Je mehr Mais Pflanzen, desto wahrscheinlicher, dass eine Bestäubung stattfindet. Und ohne Bestäubung keine Ernte!

    Da die meisten von uns kaum ein ganzes Maisfeld anlegen werden, lohnt sich ein sogenanntes Rasterbeet. Die Pflanzen stehen dabei im Abstand von 40 cm in mehreren Reihen kompakt nebeneinander. So kannst du auf einem 1,20 m breiten und genauso langen Beet 16 Mais Pflanzen unterbringen. Durch diese Anordnung können sie sich viel besser gegenseitig bestäuben!

    Rasterbeet Mais

    Mais Pflanzen im Haus vorziehen

    Vorgezogene Pflanzen haben Mitte Mai schon einen gehörigen Wachstumsvorsprung und werden daher auch eher reif als im Freien gesäter Mais. Ein weiterer Vorteil: Der richtige Abstand zwischen den Mais Pflanzen ist mit Jungpflanzen viel leichter einzuhalten als mit den unhandlichen Körnern. ;)

    Wenn du deinen Mais vorziehen möchtest, solltest du Anfang April im Haus loslegen. Mitte Mai kannst du die Pflanzen dann in die Freiheit entlassen. Beim Auspflanzen kannst du deinen Mais gern etwas tiefer setzten, dann hat er besseren Halt. Beachte auch hier am besten eine Anordnung im Raster.

    Kleiner Tipp: Gib jeder Pflanze ruhig ein paar Hornspäne mit ins Pflanzloch. So haben die kleinen Starkzehrer was zum Snacken für zwischendurch. ;)

    Mais Pflanzen richtig pflegen

    Yippiiiieh! :) Deine Mais Pflanzen stehen im Beet. Und nun?

    Wenn er gut angewachsen ist, kannst du ihn für den besseren Stand etwas anhäufeln. Mais hat nämlich nur ein ganz flaches Wurzelsystem, was ihm bei starkem Wind schonmal zum Verhängnis werden kann.

    Denk daran, deinen Mais zu mulchen. Mais kann zwar Trockenheit einigermaßen gut wegstecken, aber deine Ernte wird deutlich größer, wenn du die Feuchtigkeit schön in der Erde hältst. In länger andauernden Trockenphasen gieße ich meinen Mais auch mal. Dann aber lieber viel auf einmal und dafür sehr selten.

    Mais Pflanzen düngen

    Mais steht total auf ein bisschen Extrafutter zwischendurch. Gönne ihm etwa einmal im Monat eine Düngung, zum Beispiel mit selbst angesetzter Brennesseljauche.

    Wenn du Hühner hast, kannst du die Mais Pflanzen auch mit deren Mist verwöhnen. Dann sollte allerdings deine Mulchschicht etwa 20 cm hoch sein, damit sich der Mist nach und nach einwäscht.

    Schädlinge und Krankheiten

    Zum Glück ist Mais im Hobbygarten kaum anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. In großen Monokulturen werden der Maiszünsler, der Drahtwurm oder der Maiswurzelbohrer schnell zum Problem. Auch die meisten Krankheiten, der Maisbeulenbrand, die Stängel- und Kolbenfäule und der Maisrost sind im Gemüsegarten zum Glück eher selten.

    Schon gewusst? Der Maisbeulenbrand ist eine Pilzerkrankung, die zum Beispiel in Mexiko als Delikatesse gilt. In Deutschland ist es aber kein zugelassener Speisepilz. Verrückt, oder?

    Bei uns im Garten reicht als vorbeugende Maßnahme eigentlich das Einhalten einer dreijährige Anbaupause im Rahmen der Fruchtfolge. Was genau das bedeutet, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

    In meinem „Gemüsegarten starten“ – Onlinekurs widme ich der Anbauplanung sogar ein ganzes Modul! Wenn du noch ein bisschen Unterstützung bei der Planung deines Gartens brauchst, dann schau gern mal vorbei. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. :)

    Mais ernten – Es ist so weit!

    Es ist soweit: Deine Mais Pflanzen prahlen stolz mit dicken, goldenen Kolben? Aber wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ernten? Und wie lässt sich Mais am besten lagern?

    Das kommt ganz darauf an, ob du deinen Mais frisch schnabulieren willst, oder ob er zu Mehl weiterverarbeitet werden soll. Schauen wir uns die Unterschiede mal an:

    Der richtige Zeitpunkt, um Gemüsemais zu ernten

    Du möchtest deinen Mais gerne in der Milchreife ernten, um ihn frisch und zuckersüß zu verputzen? Das ist mit Zuckermais und einigen anderen Sorten, die für eine Doppelnutzung ausgelegt sind (wie der Bloody Butcher), prima möglich.

    Wenn du den Mais frisch ernten magst, solltest du einen Blick auf den „Puschel“ werfen, der oben aus dem Kolben herausragt. Den nennt man Maisbart oder auch Maisgriffel. Dieser Maisbart ist ein super Anzeiger für dich, ob es bald mit Mais ernten losgeht. Denn wenn dieser Bart braun wird, bist du am Zug. Das wird etwa im August der Fall sein.

    Mais ernten Zeitpunkt

    Es gibt einen ganz einfachen Reifetest für die Ernte im Milchreifestadium: Du legst am Maisbart vorsichtig ein kleines Stück von deinem Kolben frei, bis du die ersten Körner siehst. Sie sollten voll ausgebildet und prall sein. Dann ritzt du ein paar Körner mit deinem Fingernagel ein. Wenn ein milchiger Saft austritt, kannst du den Kolben ernten.

    Obacht: Teilweise reifen die Kolben an ein und derselben Pflanze unterschiedlich schnell!

    Lass bei der Ernte am besten die Blätter am Kolben dran. Im Kühlschrank hält er sich so ein bis zwei Wochen. Aaaaber: Leider wird ab dem Zeitpunkt der Ernte die Süße des Kolbens in Stärke umgewandelt. Das heißt, er wird schnell seine köstliche Süße verlieren.

    Zuckermais kochen und anschließend einfrieren ist eine super Methode, um die Süße länger zu konservieren. So kannst du deinen eigenen Zuckermais 6 bis 12 Monate lang ganz praktisch aus dem Tiefkühler ernten. ;)

    Der richtige Zeitpunkt, um vollreifen Mais zu ernten

    Du möchtest deinen Mais gerne zu Grieß, Mehl oder Popcorn weiterverarbeiten? Dafür lässt du ihn vollständig ausreifen. Dabei ist Geduld gefragt, denn das kann locker bis Oktober dauern.

    Wenn die ganze Pflanze nach und nach braun wird, nähert sich der Zeitpunkt. Auch die Hüllblätter um den Kolben sollten braun werden. Die Körner werden bei der Reifung ganz hart. Es ist wichtig, den Mais wirklich lange genug ausreifen zu lassen, aber spätestens vor den ersten Frösten solltest du deinen Mais ernten.

    Für eine längere Lagerbarkeit trockne ich meinen Mais noch etwas nach. Dafür schäle ich ihn wie eine Banane aus den Hüllblättern, klappe diese nach hinten um und hänge den Kolben dann über Kopf auf. An einem luftigen, überdachten und frostfreien Ort härtet er so nochmal drei bis vier Wochen nach.

    Die ausgelösten Maiskörner kannst du in einem luftdichten Vorratsglas mindestens bis zur nächsten Maisernte aufbewahren. Im Idealfall sollte das Glas kühl und dunkel stehen.

    Maiskörner im Glas

    Lieblingsrezepte mit Mais

    Leckerschmecker! :) Dein Mais ist geerntet, die Mais Pflanzen auf dem Kompost und jetzt kommt das Beste – endlich darf der Kolben auf den Teller! In Milchreife geerntet, kannst du Zuckermais kochen oder die Körner auch roh in den Salat geben, in Wraps wickeln, oder direkt im Garten snacken. Oder aber du wirfst den Kolben mit ein bisschen Butter auf den Grill. Köstlich!

    Wenn du deinen Mais vollreif geerntet und nachgetrocknet hast, kannst du die Maiskörner vom Kolben „abrubbeln“. Ich habe hierfür ein eine uralte, aber mega praktische Mais-Entkörnungsmaschine.

    Ich mahle meinen Mais in einer Getreidemühle, habe aber auch schon gesehen, dass manche Küchenmaschinen den Job ganz gut übernehmen. Für Maismehl müssen die Maiskörner ganz fein gemahlen werden. Möchtest du Polenta machen, brauchst du dafür Grieß, da darf die Körnung gröber sein.

    Ich habe hier drei meiner allerliebsten Maisrezepte für dich. Vielleicht hast du Lust, sie mal auszuprobieren?

    Schnittfeste Polenta

    Du brauchst:

    • 120 g Maisgrieß
    •  600 ml Wasser
    •  1 EL Butter
    •  Gewürze nach Lust und Laune (z.B. Muskat, Liebstöckel, Selleriesalz, Pfeffer, Knoblauch)

    So geht’s:

    Du bringst das Wasser mit der Butter und deiner Lieblings-Gewürzmischung zum Kochen. Dann gibst du unter ständigem Rühren den Maisgrieß dazu. Jetzt schaltest du deinen Herd auf mittlere Stufe und rührst sicherlich 5 Minuten lang. Die Konsistenz verändert sich schnell.

    Den dicken Brei bringst du nun in Form. Ich fülle ihn gerne in eine Kastenform. Du kannst ihn aber auch auf ein Blech streichen. Jetzt gönnst du deiner Polenta etwas Ruhe und lässt sie auskühlen.

    Et voilà: Sie ist schnittfest! Jetzt kannst du die Polenta in Scheiben oder Streifen schneiden und servieren. Kurz auf den Grill gelegt schmeckt sie besonders gut! Dann ist die Polenta außen knusprig und innen weich! Mmmhhh

    gegrillte Polenta

    Goldgelbes Maisbrot

    Dieses Rezept ist ursprünglich von der wundervollen Carol Deppe aus ihrem Buch „The Resilient Gardener: Food Production and Self-Reliance in Uncertain Times“. Ich habe es frei übersetzt und nach meinem persönlichen Gusto minimal verändert.

    Du brauchst:

    • 6 Cups feines Hartmaismehl
    • 4 Cups Wasser
    • 12 EL Butter
    • 3/4 EL Salz
    • 10 Eier
    • 2 EL Backpulver

    Cups sind eine amerikanische Einheit. Wer keinen Cup zum Abmessen da hat, kann sich mit Esslöffeln behelfen. 1 Cup entspricht 16 Esslöffeln.

    So geht’s:

    1. 3 Cups Maismehl in eine Schüssel sieben und den Backofen auf 230°C vorheizen.
    2. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Butter und Salz dazugeben.
    3. Den heißen Topfinhalt auf das Mehl geben und alles zügig vermischen. Ein dicker Brei entsteht, der jetzt ein oder zwei Minuten Ruhe verdient hat.
    4. Während der Wartezeit eine richtig große oder zwei normalgroße Kastenformen fetten. Ich streue gerne ein bisschen Maisgrieß in das Fett. Das hilft beim Rauslösen des fertigen Brotes und sorgt für ein bisschen Crunch.
    5. Die Eier verquirlen und unter den Brei mischen.
    6. Das restliche Maismehl und das Backpulver mischen und in die Schüssel sieben.
    7. Jetzt muss es ganz schnell gehen: Alles kurz verrühren und dann sofort ab in die vorbereitete Form. Die kommt für 25-30 Minuten auf die unterste Schiene in den Backofen.

    Das Brot hat eine wunderschöne goldene Kruste, wenn es fertig ist. Du kannst es nach dem Backen direkt aus der Form stürzen. Lass es vor dem Anschneiden aber vollständig auskühlen, es gart noch nach. ;)

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    Popcorn zum Naschen

    Gerade mit Kindern macht es so viel Spaß, Popcorn selber zuzubereiten und die kleinen Körner unter dem Topfdeckel beim Tanzen zu beobachten.

    Alles, was du brauchst, ist ein großer Topf mit Deckel, ein bisschen Pflanzenöl und deine Popcornmaiskörner.

    Ich gebe immer einen kleinen Schwups Öl in den Topf, gefolgt von den Maiskörnern. Die sollten einlagig auf dem Topfboden liegen. Wundere dich nicht, das Volumen wird sich vervielfachen! Grob sagt man, dass aus 50g Mais etwa ein Liter Popcorn entsteht. Den Deckel auf keinen Fall vergessen! Sonst findest du das Popcorn an den ungewöhnlichsten Stellen deiner Küche wieder. ;)

    Bei mittlerer Hitze heißt es jetzt: warten. Ich rüttele den Topf mit Deckel zwischendurch mal, damit nichts anbrennt. Irgendwann fällt der Startschuss und das erste Korn geht auf. Dann hast du für ein paar Minuten ein Popcorn-Konzert in deiner Küche. Zwischendurch weiter rütteln nicht vergessen! Verbranntes Popcorn schmeckt nämlich leider so gar nicht.

    Wenn das „poppen“ weniger wird, stelle ich den Herd aus, lasse aber den Deckel noch drauf, weil es immer ein paar Nachzügler gibt, die gerne durch deine Küche hüpfen würden…

    Vorsicht, wenn du den Deckel abnimmst: Der Dampf ist echt heiß!

    Würzen kannst du dein Popcorn ganz nach Gusto. Wie wär’s mit etwas Puderzucker? Oder du lässt die Körner direkt in Karamell aufpoppen, das gibt einen wunderbar süßen Überzug. Ich gebe auch gerne ein wenig Salz ins Öl und habe dann einen herzhaften Snack – perfekt zum Mitnehmen in den Garten.

    Vom Maiskorn bis zum Popcorn:

    Mais pflanzen, ernten und haltbar machen ist nicht schwer! So lecker, vielseitig und sättigend ist kaum ein anders Gemüse. Und beim Getreide sind Mais Pflanzen sowieso die unangefochtene Nummer Eins im Gemüsegarten. Ich wette, Mais wird auch zu einem deiner „maistgeliebten“ Gartenbewohner! 

    Wenn dir die Mischkulturtabelle noch nicht reicht und du mehr zu guten und schlechten Pflanzgemeinschaften wissen willst, dann schau doch mal hier vorbei:

    Die Milpa und ihre Geheimnisse: Mischkultur von Mais, Kürbis und Bohnen!

    Gute Nachbarn im Gemüsebeet – 7 wirkungsvolle Pflanzgemeinschaften + Mischkultur-Beispielplan

    Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

    Welche Mais Pflanzen halten bei dir im Garten Einzug? Lass gerne einen Kommentar da!

    * Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Gartenwerkzeuge hängend

    Gartenwerkzeug: 9 unverzichtbare Tools!

    Die richtigen Gartenwerkzeuge finden ist ein bisschen wie die Suche nach guten Freunden. Damit du nicht an die falschen Freunde – ähhhm Gartenwerkzeuge gerätst, gibt’s heute eine kleine Kennlernrunde. Ich stelle dir meine 9 liebsten Gartenwerkzeuge höchstpersönlich vor!

    Inhaltsverzeichnis
    Im Dschungel der Gartenwerkzeuge
    Wie der Gärtner, so das Werkzeug
    Meine liebstes Gartenwerkzeug: 9 Tools
    Gartenwerkzeuge kaufen
    Wellness für Gartenwerkzeuge
    Weniger ist mehr!

    Verloren im Dschungel der Gartenwerkzeuge?

    Egal ob Gartenwerkzeuge oder Freunde: es ist alles gar nicht so einfach! Die Auswahl ist so groß – besonders, wenn du deinen Garten gerade erst anlegst. Ich stand damals ziemlich verloren vor dem rieeesigen Regal mit allerlei Geräten und Werkzeugen. Woher sollte ich wissen, welche Geräte ich brauchen würde?

    Heute weiß ich: Welche Gartenwerkzeuge die richtigen sind, hängt ganz davon ab, nach welchem System du gärtnerst. Bevor du weißt, welche Gartengeräte du brauchst, ist es also wichtig zu wissen, wie du gärtnern möchtest.

    Für mich stand von Anfang an fest, dass ich den Boden schonen und pflegen und die vielen kleinen Helferlein so wenig wie möglich verletzen möchte! Für mich kommen daher nur sanfte Grabegeräte in Frage.

    Der nächste wichtige Punkt ist für mich, dass ich Kompostbeete anlege und mit ganz viel Mulch arbeite. Das tut dem Boden richtig gut, hält ihn feucht, feinkrümlig und humos. Darauf verzichte ich auf keinen Fall! Ich brauche also auch Gartenwerkzeuge, um Mulch und Kompost zu transportieren und auszubringen.

    Wenn du so vorgehst, kannst du dir überlegen, was die Besonderheiten an dir und deinem Garten sind. So bekommst du ganz fix eine Idee, welche Gartenwerkzeuge dir die Arbeit versüßen könnten.

    Du willst wissen, wie ich diese super praktischen Kompostbeete anlege? Dann hüpf doch schnell in meinen Minikurs zum Beete anlegen. Dort erfährst du alles Schritt für Schritt. Einfach hier deine Mail-Adresse eintragen und schon bist du dabei!

    Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

    Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

      Wie der Gärtner, so das Werkzeug

      Ich unterstelle dir mal, dass du genauso ein Boden-Nerd bist wie ich. ;) Du liebst den Geruch von frischer Erde und freust dich riesig über jeden Regenwurm? Dann brauchst du wahrscheinlich ganz ähnliche Gartenwerkzeuge wie ich. 

      Sobald du eine ungefähre Vorstellung entwickelt hast, ploppt aber schon die nächste große Frage auf. Welche von den 1289210 Schaufeln, Grabegabeln oder Gießkannen soll es denn bitte sein?

      Mir sind die Herkunft und das Material meiner Gartenwerkzeuge total wichtig. Plastik und andere Kunststoffe kommen mir nur selten ins Haus… äh, in den Garten. Ich wünsche mir Gartenwerkzeuge aus robustem Holz, rostfreiem Metall und langlebigem Zink. So habe ich richtig lange Freude an meinen Gartenhelfern.

      Ganz nebenbei sehen urige Holzstiele und Zinkeimer auch noch wunderschön aus. Das Auge gärtnert schließlich mit! ;)

      Du willst so richtig loslegen und dich selbst mit leckerem Obst und Gemüse aus dem Garten versorgen, wünschst dir dabei aber noch ein bisschen Unterstützung? Dann ist mein „Gemüsegarten Starten“-Onlinekurs* genau das richtige für dich. Im Kurs lernst du jede Menge Tricks und Kniffe – und das mit Spaß und Leichtigkeit. Schau doch mal vorbei, ich würde mich riesig freuen, dich im Kurs wieder zu sehen!

      Mein liebstes Gartenwerkzeug: 9 Tools

      Wenn die Sucht einmal zugeschlagen hat, wühlst du jeden Tag in der Erde. Da sind Handschuhe unverzichtbar, wenn du nicht ständig Erde unter den Fingernägeln haben magst. Ohne Handschuhe bekommst du deine Hände im Sommer sonst gar nicht mehr sauber… Es gibt ganz wunderbare Modelle aus Biobaumwolle und Naturkautschuk. So kannst du auch hier auf Plastik verzichten.

      Gartenwerkzeuge, Handschuhe und Strohhut

      Noch einen Strohhut auf den Kopf und die Gärtneruniform ist komplett. Wir können uns also den gröberen Geschützen widmen. Jetzt endlich raus damit: meine MustHave Gartenwerzeuge im Gemüsegarten! Hier kommt der Überblick, für Eilige:

      GartenwerkzeugWichtig zum:
      SchubkarreTransport von schwerem Material
      Große SchaufelKompost und Mulch schaufeln
      GießkanneGießen und Düngen
      PflanzschaufelPflanzen und Säen
      RechenSaatrillen ziehen, Mulch verteilen
      SpatenBeetkanten, Pflanzlöcher ausheben
      (Doppel-)GrabegabelBoden lockern
      Langstielige UnkrauthackeSchnell & effektiv Jäten
      EimerMischen, Sammeln, Transportieren
      UnkrautstecherPfahlwurzeln entfernen
      GartenschereBüsche & Bäume schneiden, Material zerkleinern

      Gartenwerkzeuge fürs Grobe

      Zum Anlegen der Kompostbeete ist eine Schubkarre auf jeden Fall ein Segen! Aber Ende August wirst du sie dann auch beim Ernten lieben lernen. Irgendwann reicht ein Korb eben nicht mehr…

      Achte darauf, dass deine Schubkarre mindestens 200 kg Gewicht aushält. Nicht, dass sie dir schlapp macht. Luftreifen sind unverzichtbar! Und natürlich willst du eine Gartenkutsche, die angenehm und leicht fährt. Einfach mal eine Probefahrt machen, dann findest du dein Model!

      Für Kompost und Holzhackschnitzel ist eine große Schaufel praktisch. Mit diesem Gartenwerkzeug bekommst du alles vom Anhänger in die Schubkarre und von dort auf die Beete!

      Um den Boden ohne Umgraben tiefgründig zu lockern, ist eine Grabegabelmein Liebling. Du hast große Beetflächen zu bearbeiten? Dann lohnt sich eine Doppelgrabegabel. 

      Kleiner Tipp: Du kannst deine Beetbreite auf die Breite der Grabegabel anpassen.

      Schuften und Umgraben war gestern! Mit einer Doppelgrabegabel hast du ganz easy peasy im Nu dein Beet fertig zum Pflanzen.

      Für meine Kompostbeete nutze ich Beetumrandungen. Rasen und Beikräuter müssen draußen bleiben, hier ist reine Gemüsezone. Um die Beetumrandungen anzubringen, brauchen wir den Klassiker unter der Gartenwerkzeuge: einen Spaten.

      Ein Spaten ist einfach immer gut! Ob zum Abstechen der Beetränder oder zum Ausheben großer Pflanzlöcher – mit Spaten ist das alles kein Problem. Ab und zu braucht man eben diesen einen Freund, der richtig anpacken kann!

      Ich schieße gleich noch einen Gartenwerkzeuge Oldie hinterher: eine Unkrauthacke mit langem Stiel! Saatrillen ziehen, zwischen den Reihen für Ordnung sorgen, Erde lockern, was kann die eigentlich nicht? Oma wusste aus gutem Grund, warum so eine Hacke immer im Schuppen zu finden sein sollte.

      Gartenwerkzeuge: Marie mit Doppelgrabegabel

      Gartenwerkzeuge für die Feinarbeit

      Puhhh, die groben Arbeiten sind getan, es geht an die Feinarbeit! Dafür werden auch die Gartenwerkzeuge kleiner und handlicher.

      Meine kleine Pflanzschaufel habe ich ständig in der Hand. Die brauche ich für alles Mögliche: Pflanzlöcher buddeln, kurze Saatrillen ziehen, freche Beikräuter entfernen… Ich muss ehrlich zugeben, davon habe ich sogar zwei. Manche Gartenwerkzeuge will ich einfach an verschiedenen Stellen im Garten immer griffbreit haben.

      Besonders in trockenen Sommern ist eines unverzichtbar: Wasser. Eine Gießkanne* muss also her! Es gibt so wunderschöne alte und auch neue Zinkgießkannen. Huiiiii, da muss ich immer richtig aufpassen, nicht gleich alle zu kaufen. Eine kleine für die Jungpflanzen, eine große bei den Gurkenpflanzen, eine bunte zum Freuen: Bei Gießkannen werde ich einfach schwach! ;)

      Kleiner Tipp: Gießkannen immer direkt wieder auffüllen und an die Wegränder stellen. Deine Pflanzen lieben abgestandenes, angewärmtes Wasser. Außerdem nimmst du die Gießkanne am Wegrand automatisch mit und vergisst so nicht, zu gießen.

      Du siehst: Meine Gartenwerkzeuge wohnen zwar im schützenden Schuppen, die Gießkanne hat hier aber eine extra Ausgangserlaubnis.

      Wo wir schon bei Schönheiten sind – den einen oder anderen Eimer brauche ich auch immer! Die alten Emaile-Eimer auf dem Flohmarkt ziehen mich einfach magisch an! Klassisch Weiß-Blau, mit Blumenmuster, pastell-grün, haaaaach. Die sind nicht nur schön, sondern auch praktisch zu unterscheiden: einer zum Ernte sammeln, einer für Unkraut und einer für Brennnesseljauche – da ist es schon praktisch, mehrgleisig zu fahren.

      Meine zwei Extratipps

      Psssst: zwei hab ich noch!

      Eine Gartenschere brauchst du eigentlich fast bei jedem Gartengang! Egal ob Beeren, alte Pflanzen über der Erde entfernen oder ein dicker Blumenstrauß. So eine Gartenschere gehört einfach dazu!

      Der krönende Abschluss: ein Unkrautstecher. In meinen Kompostbeeten kommt fast nie Unkraut durch, das macht sie ja so toll. Aber wenn, dann sind es zum Beispiel freche Löwenzähne oder vorwitziger Ampfer. Die kommen per Luftpost, da kann schonmal einer im Beet landen.

      So ein Löwenzahn oder Ampfer hat schnell eine lange Pfahlwurzel entwickelt. Da hilft der Unkrautstecher, sonst müsste manchmal schon der Spaten ran. Gerade im bepflanzten Beet hebelst du mit dem großen Spaten aber schnell die Nachbarn mit raus – ein Unkrautstecher ist da zielgerichteter unterwegs.

      Gartenwerkzeuge Flohmarkt

      Gartenwerkzeuge kaufen

      Okay, okay, der Dschungel lichtet sich. Du weißt jetzt so ungefähr, WAS du wirklich brauchst. Aber WO bekommst du es jetzt her? An Gartenwerkzeuge kannst du auf unterschiedliche Weise kommen. Als nachhaltiger Garten-Nerd versuche ich auch hier immer, verantwortungsvoll und bewusst zu kaufen.

      Ein wunderbarer Weg ist da der Flohmarkt. Du glaubst gar nicht, was ich da schon für Schätze gefunden habe. Ich liebe diese alten Gartenwerkzeuge, die haben einen ganz eigenen Charme!

      Oft kannst du beim Stöbern super robuste Gartenwerkzeuge finden. Wenn sie bereits ein ganzes Gärtnerleben geschafft haben, schaffen sie auch noch eins! Vielleicht können sie einen neuen Stiel vertragen oder du musst sie ein bisschen aufputzen. Ein wenig Liebe – schon hast du einen neuen Gartenhelfer mit Geschichte!

      Der klassische Weg ist der Baumarkt. Dort findest du meist eine gute Beratung und eine große Auswahl. Du hast sehr genaue Vorstellungen, was du willst? Dann bist du hier sicher richtig! Manchmal reicht es auch schon, sich im Baumarkt zu orientieren und ein paar Geräte in die Hand zu nehmen. Mit ein bisschen Glück findest du die Gartenwerkzeuge deiner Wahl dann trotzdem gebraucht.

      Für Doppelgrabegabeln und andere spezielle Gartenwerkzeuge ist meistens eine Onlinebestellung nötig. In dem Fall finde ich die Bewertungen immer super hilfreich. Sind andere Garten-Nerds mit dem Gartenwerkzeug zufrieden? Hält es lange durch und lässt sich gut handhaben?

      Auch online kannst du gezielt kleine Unternehmen unterstützen. Indem du nicht bei den Verkaufsriesen bestellst, kannst du dich bewusst für nachhaltige Shops einsetzen.

      Handschaufel Kupfer

      Wellness für Gartenwerkzeuge

      Juhu, du hast deine Gartenwerkzeuge fürs Leben gefunden! Jetzt ist es wichtig, sie gut zu pflegen. Du weißt schon: in guten Freundschaften ist es immer ein Nehmen und Geben…

      Nach dem Einsatz im Garten kannst du deine Gartenwerkzeuge grob mit einem harten Besen abputzen. Danach sind sie dankbar für ein trockenes Plätzchen. Ein Schuppen, eine Scheune oder wenigstens ein kleiner Unterstand? Das klingt wie das perfekte Zuhause für deine Gartenwerkzeuge!

      Dort kannst du deine Schätzchen ganz praktisch aufhängen – so hat alles seinen Platz. Du hast dann alles jederzeit im Blick und zur Hand. Ich liebe es einfach, wenn es sogar im Schuppen schön aussieht. ;)

      Vor dem Winter bietet es sich an, den Gartenwerkzeugen eine extra Kur zu gönnen. Zuerst bekommen sie ein ausgiebiges Bad. So kannst du sie gut komplett von Erde befreien, bevor sie in Winterschlaf gehen. Eventuell noch etwas mit der Bürste nachhelfen*, dann dürfen die Badegäste trocknen.

      Sobald die Gartenwerkzeuge trocken sind, bekommen sie eine Luxus-Öl-Behandlung!  Dafür eignet sich Leinöl wunderbar. Reibe zuerst die Metallteile mit einem alten Lappen gut mit dem Öl ein. Anschließend kannst du mit dem restlichen Öl im Tuch noch über die Holzteile gehen.

      So verwöhnt entlässt du deine Gartenhelfer in den Winterurlaub. Da macht das Wiedersehen im Frühling gleich doppelt so viel Spaß!

      Weniger ist mehr!

      Es gibt mittlerweile wirklich riiichtig schöne Gartenwerkzeuge und Accessoires? Wenn du anfällig für schöne Dinge bist, braucht es da schon mal Disziplin, nicht ständig zuzuschlagen. Sonst benötigt dein Geräteschuppen bald einen Anbau… ;)

      Aber im Ernst: Versuche, deinen Fuhrpark klein zu halten. Das spart Geld und auch Zeit und Nerven für Pflege und Suche. Im besten Fall kannst du all deine Gartenwerkzeuge für ganz verschiedene Arbeiten nutzen.

      Dein Rechen kann nicht nur Mulch vom Beet ziehen! Er macht auch Erde feinkrümelig und kann Saatrillen ziehen. Mach doch an seinen Stiel kleine Markierungen im 20 cm Abstand. Schon hast du einen Maßstab für die Pflanzabstände. Den Rechen hast du ja beim Pflanzen und Säen sowieso meistens dabei!

      Auf diese Weise kannst du die meisten Gartenwerkzeuge zweckentfremden. So sparst du dir viel Schlepperei, um all die Geräte zum Arbeitsplatz zu bringen ;)

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      Und last but not least: Teilen macht Spaß! Gartenwerkzeuge sind nicht nur so ähnlich wie gute Freunde. Manchmal können sie auch dazu führen, dass du neue Freundschaften schließt.

      Hör und sieh dich doch mal um, wer in deiner Nachbarschaft noch so gärtnert. Es macht immer viel Spaß, sich auszutauschen! Und wer weiß, vielleicht könnt ihr euch einen Häcksler, eine Sense oder eine Säge teilen?

      Gerade die großen, teuren Gartenwerkzeuge brauchst du nur selten. Da ist es toll, wenn ihr sie gemeinsam nutzen könnt!

      Wie siehts aus? Hast du jetzt den Durchblick im Geräte-Dschungel? Dann auf zum nächsten Flohmarkt, zum Nachbar oder dem Baumarkt deines Vertrauens. Mit den richtigen Gartenwerkzeugen und Freunden macht das Arbeiten im Garten gleich nochmal so viel Spaß. Ich bin mir sicher: du hast bald deine Lieblinge gefunden, die du nicht mehr aus der Hand gibst!

      Du hast noch nicht genug? Dann schau unbedingt im Minikurs zum Beete anlegen vorbei! Und wenn du noch mehr Tipps für die Anfänge im Gemüsegarten möchtest, dann stöbere doch mal hier:

      Gemüsegarten anlegen ohne Umgraben

      9 Gemüse, die jeder hinkriegt

      Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

      Jetzt bin ich gespannt! Auf welche Gartenwerkzeuge kannst du auf keinen Fall verzichten?

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      Was fressen Hühner im Auslauf?

      Was fressen Hühner? So fütterst du deine gefiederten Freunde richtig!

      Was fressen Hühner eigentlich? Um deine gefiederten Freunde glücklich zu machen und gesund zu halten, ist die richtige Fütterung super wichtig. Wie die aussieht, was die Leibspeise von Hühnern ist und was auf keinen Fall in die Futterschale gehört, das schauen wir uns jetzt an!

      Inhaltsverzeichnis:
      Warum ist das richtige Hühnerfutter so wichtig?
      Das richtige Futter: Das ist drin!
      Was fressen Hühner? 5 Tipps zur Futterplanung!
      Das Wichtigste auf einen Blick

      Warum ist das richtige Hühnerfutter so wichtig?

      Wenn du den mutigen Schritt in Richtung Selbstversorgung gewagt hast, sind Hühner ganz schnell mit von der Partie. Denn wer liebt sie nicht, die tägliche Schatzsuche nach Eiern im Hühnerstall?

      Damit dort fleißig gelegt wird, gibt es aber eine ganz wichtige Voraussetzung: Eier werden nämlich nicht von Hühnern mit Krankheiten und Mangelerscheinungen gelegt, sondern von gesunden und glücklichen Tieren! Und die wollen neben genügend Platz und netten Artgenossen vor allem eins: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Deshalb stellen wir uns heute die Frage: Was fressen Hühner eigentlich?

      Dass Hühner nicht besonders wählerisch sind, ist bekannt. Sie picken so ziemlich alles an, was ihnen vor den Schnabel kommt. Kein Wunder, denn sie sind von Natur aus Allesfresser. Und vieles, was ihnen gut schmeckt, finden sie auch ganz von selbst: Würmchen, Grashalme, Schnecken, Beeren, Wurzeln, Kräuter und Spinnen finden sie im Sommer überall dort, wo sie ausreichend Platz zum Suchen haben.

      Was fressen Hühner im Auslauf?

      Sind freilaufende Hühner quasi Selbstversorger?

      Leider nein! Denn die Sache hat drei Haken:

      Erstens ist ja nicht immer Sommer! Im Winter haben deine gefiederten Freunde keine Chance, draußen genug zu fressen zu finden. Und gerade dann brauchen sie viel Energie, um mit der Kälte klarzukommen.

      Zweitens ist in den allermeisten Hühnerausläufen der Platz begrenzt. Eine Handvoll Hühner hat da schnell alle Grashalme weggezupft und auch die letzte Made verputzt. Danach sieht es dort mau aus und deine Hühner bleiben hungrig.

      Und drittens fressen Hühner zwar so ziemlich alles, brauchen aber unbedingt bestimmte Mengen an Eiweiß und Mineralien, damit sie dauerhaft gesund bleiben und fleißig legen. Dass sie das auf Dauer in ihrem Gehege finden, ist ziemlich unwahrscheinlich.

      Kurzum: Damit deine Hühner das ganze Jahr lang fit und putzmunter sind, solltest du sie unbedingt richtig füttern.

      Der Einzug deiner gackernden Freundinnen steht kurz bevor? Dann hol dir hier noch schnell meine „Hühner halten“- Checkliste, damit du top vorbereitet bist, wenn es soweit ist!

      Alles parat, bevor deine Lieblinge einziehen? Hier ist deine Hühner halten-Checkliste!

      Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Hühnertipps per Email. Und die Hühner halten-Checkliste gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        Was geht in Hühnern vor? Das Verdauungssystem vom Huhn verstehen

        Hühner haben ein ganz anderes Verdauungssystem als wir. Um unsere Federfreunde richtig zu füttern, ist es super hilfreich, wenn wir zunächst verstehen, wie ihr Verdauungsapparat funktioniert.

        Schon im Schnabel fängt es an: Dort haben Hühner keine Zähne, das Futter schlucken sie also in einem Haps hinunter. Es gelangt in den Kropf, wo es ein Weilchen bleibt und einweicht. Deshalb muss das Futter die richtige Größe haben: 2-4 mm sind ideal!

        Vom Kropf geht es in den Magen. Hühner haben einen cleveren Life-Hack: Sie fressen kleine Steinchen, die alles Futter im Magen zermahlen.

        Klein aber oho! Der Stoffwechsel von Hühnern ist schnell und intensiv. Daher brauchen sie auch ganz schön viel Futter im Vergleich zu ihrem Körpergewicht. Einem 2,5 kg schweren Huhn sollten jeden Tag um die 120 g Futter zur Verfügung stehen. Wie viel es ganz genau ist,  hängt immer von Alter und Rasse des Huhnes ab.

        Das richtige Futter: Das ist drin!

        Hühner haben gewisse Grundbedürfnisse, was ihre Ernährung angeht. Nur wenn die erfüllt werden, entwickeln die Tiere sich gesund und haben Freude am Leben.

        Drei Dinge dürfen beim Hühner füttern nicht fehlen:

        #1 Kohlehydrate!

        Natürlich brauchen Hühner jede Menge Energie – bei all der Scharrerei und Gackerei, die sie tagein tagaus so zu tun haben. Hühner gewinnen ihre Energie aus Kohlehydraten. Deshalb lieben sie Getreidekörner, gekochten Kartoffeln, Reis und Nudeln.

        Kohlehydrate füttern ist einfach: Maiskörner und andere Getreide wie Weizen eignen sich prima, um sie ungekocht und trocken zu verfüttern. Kartoffeln und Nudeln solltest du aber kochen, damit deine Hühner sie problemlos fressen können.

        Was fressen Hühner: Körnermischung als Hühnerfutter

        #2 Proteine!

        Ganz wichtig ist neben Kohlehydraten auch Eiweiß. Es sorgt dafür, dass deine Hühner wachsen und Eier produzieren. Wen wundert’s, denn in einem Ei allein stecken schon jede Menge Proteine. Und die muss das Huhn ja erstmal zu sich nehmen. Ungefähr 18 % des Futters sollten aus Proteinen bestehen.

        Und was fressen Hühner nun, um ihren Proteinbedarf zu decken? Krabbeltierchen!  Spinnen, Maden, Larven, Schnecken, Würmer, Raupen und ausgewachsene Insekten schmecken Hühnern ausgezeichnet. Vegetarische Hühner? Die habe ich noch nicht kennengelernt! ;)

        Wenn du deinen Hühnern Futter bereitstellst, bietet es sich an, den Proteinanteil mit Hühnerfutter aus dem Handel zu decken. Normalerweise besteht er zum Großteil aus Soja, was für nachhaltigkeitsbewusste Hühnerhalter immer ein kleines Dilemma ist. Denn wer will schon, dass unter den eigenen Hühnern irgendwo der Regenwald leidet?

        Eine gute Sojaalternative sind Erbsen. Wenn deine Hühner Zugang zu kleereichen Wiesen haben, dann werden sie dort sicherlich ordentlich viel Klee schnabulieren und auch darüber Eiweiß zu sich nehmen.

        #3 Kalzium!

        Kalzium spielt eine besondere Rolle in der Ernährung von Hühnern. Nur mithilfe dieses Mineralstoffes können sie ihre Federn ausbilden und die Schale ihrer Eier herstellen. Gerade bei legenden Hennen ist Kalzium also enorm wichtig!

        Bekommen Hühner nicht genug Kalzium, können sie richtig garstig werden. Manche Hühner fangen dann an, ihre Artgenossen zu attackieren und anzupicken. Andere rupfen sich selbst die Federn aus. Auch Eier sind dann nicht mehr sicher! Wenn deine Hühner ihre eigenen Eier anpicken, könnte ihnen Kalzium fehlen.

        Die Lösung ist allerdings so simpel wie naheliegend: Im Fachhandel findest du Muschelkalk in kleinen Stückchen. Ich biete meinen Hühnern immer eine Schale mit Muschelkalk und Grit (den kleinen Steinchen, die sie für ihre Verdauung brauchen) an, so sind sie immer gut versorgt.

        Was fressen Hühner? Grit!

        Was fressen Hühner? 5 Tipps zur Futterplanung!

        Keine Sorge, du musst nicht wild mit Protein- und Kohlehydratanteilen herumrechnen, um deine Hühner ausgewogen zu füttern. Mit ein paar Grundregeln klappt die Hühnerfütterung normalerweise wie am Schnürchen. Ich habe dafür diese fünf Tipps für dich im Gepäck: 

        1. Was ist giftig für Hühner?

        Hühner sind zwar Allesfresser, aber auch sie vertragen längst nicht alles. Welche Lebensmittel du ihnen lieber nicht füttern solltest, und was absolut unbedenklich ist, habe ich hier für dich gesammelt:

        Was fressen Hühner am liebsten?Was fressen Hühner NICHT?
        ✓ Gras & Grassamen✘ Avocado
        ✓ frischer Rasenschnitt✘ Schokolade & Süßigkeiten
         ✓ Kräuter✘ Kaffeesatz & Teebeutel
        ✓ Krabbeltierchen✘ Schimmeliges Gemüse
        ✓ Getreide✘ Bananenschalen
        ✓ gekochte Kartoffel(schale)n✘ Zitrusfrüchte
        ✓ gekochte Nudeln✘ sehr salzige Essensreste
        ✓ gekochter Reis✘ stark gewürzte Essensreste
        ✓ Klee✘ Fleischprodukte
        ✓ Löwenzahn✘ Hunde- & Katzenfutter
        ✓ Brennnesseln✘ rohe Kartoffel & Aubergine
        ✓ Ernteabfälle von Gemüse & Obst✘ Giftige Pflanzen im Auslauf:
        Eibe, Efeu, Ginster,
        Rhododendron
        Hyazinthe, Fingerhut
        Rittersporn, Herbstzeitlose
        Hortensie
        ✓ Hühnerfutter aus dem Handel
        ✓ viele Küchenabfälle
        ✓ frisches Obst
        ✓ frisches Gemüse
        ✓ Grit und Muschelkalk
        ✓ Mehlwürmer

        2. Die Mischung macht’s!

        Langweilig soll’s natürlich nicht werden! Deine Hühner freuen sich über einen abwechslungsreichen Speiseplan, der sie immer wieder neugierig macht und ihnen alles bietet, was das Hühnerherz begehrt.

        Super ist eine Mischung aus Trockenfutter, Weichfutter und dem, was sie im Freigang finden. Hühnerfutter aus dem Handel nutze ich, aber nie als Alleinfutter. Am besten bietest du es deinen Hühnern im Futterspender an und achtest darauf, immer genug davon vorhanden ist.

        Weichfutter kann sein: Küchenabfälle, Erntereste, Obst, Gemüse und für die Hühner eigens gekochte Kartoffeln – einfach das, was in Küche und Garten gerade anfällt. Denk daran, größere Gemüsestücke grob zu zerkleinern, damit deine Hühner sie problemlos fressen können.

        Was fressen Hühner da aus der Hand?

        3. Hygiene schützt vor Krankheiten

        Gerade übers Futter und Trinkwasser können Keime und Krankheitserreger deine Hühner schnell befallen und so die ganze Truppe anstecken. Hygiene ist im Hühnerstall Pflicht!

        Deshalb wäschst du alle Futterspender und -schalen regelmäßig mit heißem Wasser aus und lässt sie anschließend gut trocknen.

        Futterspender im Stall solltest du aufhängen, damit Mäuse und Ratten kein ganz so leichtes Spiel haben und deine Hühner kein Ei der etwas anderen Art hinein fallen lassen… ;)

        Frischfutter wie Gemüsereste oder Küchenabfälle verfütterst du lieber nur in kleinen Portionen, die deine Hühner auch auffressen. Wenn frisches Futter länger im Auslauf liegen bleibt, kann es schimmelig werden oder Ratten anziehen.

        Küchenabfälle eignen sich super für deine gefiederten Freunde, denn was fressen Hühner lieber als ein buntes Allerlei, in dem sich jede Menge Leckerbissen verstecken? Gammelige oder angeschimmelten Lebensmittel sind aber kein geeignetes Hühnerfutter, sondern einfach nur ungesund.  

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        4. Lass die Hühner raus!

        Hühner verbringen den Großteil des Tages mit der Suche nach Futter. Sie müssen scharren und picken können, um glücklich zu sein. Das solltest du ihnen unbedingt ermöglichen! Je größer und abwechslungsreicher der Auslauf desto besser!

        Im Idealfall haben deine Hühner Zugang zu Wiesen und Gebüsch mit verschiedenen Pflanzen, sodass sie sich dort beschäftigen und allerlei Leckerbissen finden können.

        Richtig toll ist es, wenn deine Federfreunde an verschiedene Kräuterpflanzen heran kommen. Dann können sie nämlich kleinere Leiden und Krankheiten selbst behandeln. Whaaaat? Ja! Intuitiv wissen Hühner nämlich, was sie wann brauchen. Tolle Tiere sind das, oder?

        Wichtig ist, dass der Auslauf groß genug ist. Denn Hühner sind kleine Meister darin, alle Grashalme, Würmer und Insekten in kürzester Zeit ratzeputz zu vertilgen.

        Kleiner Tipp: Mit einem mobilen Auslauf kannst du deiner Rasselbande immer neue Flächen zur Verfügung stellen!

        Was fressen Hühner: Mobiler Hühnerzaun

        5. Was fressen Hühner? Superfood

        Wenn du deine Hennen ganz besonders verwöhnen möchtest, kannst du Getreide keimen lassen, bevor du es deinen Hühnern servierst. Dann strotzt es nur so vor Vitaminen! Du wirst sehen, Hühner lieben das! :)

        Dazu schüttest du die Körner in ein Sieb und machst sie ordentlich nass. Die feuchten Körner schüttest du dann auf ein Brett oder Backblech und deckst es mit Frischhaltefolie ab. Jetzt heißt es warten. Nach ein paar Tagen sollten die ersten Keimlinge zu sehen sein – du kannst dein Hühner-Superfood verfüttern!

        Damit nichts zu schimmeln beginnt, solltest du die Frischhaltefolie einmal am Tag entfernen und Luft an die Körner lassen.

        Das Wichtigste auf einen Blick

        Na, fühlst du dich gewappnet für das Abenteuer Hühner? Zumindest bei der Fütterung kann jetzt ja nichts mehr schiefgehen. Und für alles andere gibt’s ja deine „Hühner halten“-Checkliste. Vergiss nicht, sie herunterzuladen!

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        Mehr Informationen

        Und wenn du dir jetzt denkst, dass es bei der Frage „Was fressen Hühner eigentlich?“ doch gaaanz schön viel zu beachten gibt, dann gibt’s hier nochmal eine kleine Erinnerungshilfe:

        • Ein mittelgroßes Huhn braucht am Tag ca. 120 g Futter.
        • Schnabelgerechte Stücke sind 2-4 mm groß.
        • Eine Mischung aus Frischfutter, fertigem Hühnerfutter und dem, was die Hühner selbst finden, ist ideal.
        • Ausgewogenes Futter enthält ungefähr 18 % Protein, und je 4 % Kalzium und Ballaststoffe.
        • Selbstbedienung im Auslauf sollte immer möglich sein.
        • Im Winter musst du wahrscheinlich mehr zufüttern als im Sommer.
        • Hühner brauchen immer Zugang zu frischem sauberem Wasser.
        • Grit und Muschelkalk sollten immer bereitstehen.
        • Denk daran, die Futterspender regelmäßig zu reinigen.
        • Huhn ist nicht gleich Huhn: In unterschiedlichen Lebensphasen haben Hühner Heißhunger auf unterschiedliche Dinge.

        Mehr Hühnerwissen gefällig? Dann wirst du hier fündig:

        Hühner halten im Garten: Rassen, Stall, Auslauf & Co.

        Die 6 besten Hühnerrassen für einen bunten Eierkorb

        Hühnerhaltung für Anfänger – Passen Hühner zu deinem Alltag?

        Was fressen Hühner bei dir so? Schreib mir gern, was ihre absolute Leibspeise ist!

        Kresse im Kresseigel

        Kresse – Dein würziger Vitaminbooster für das ganze Jahr

        Du denkst bei Kresse nur an die würzige Deko auf einer Brotplatte? Dann lass dich von dem grünen Allrounder überzeugen! Hier kommen viele gute Gründe für die Kresse und drei Methoden, wie du das pikante Superfood erfolgreich bei dir zuhause anbaust.

        Warum Kresse anbauen eine gute Idee ist
        Kresse anpflanzen: Drei verschiedene Methoden
        Kresse ist immer gleich Kresse? Weit gefehlt!
        Für die Kreativen: Kressekunst

        Warum Kresse anbauen eine gute Idee ist

        Wer kennt sie nicht, die Kresseschalen auf dem Fensterbrett? Und wecken die bei dir nicht auch tolle Erinnerungen? Ich habe mich als Kind mega über dieses rasant wachsende Kraut gefreut und auch heute ist es noch da, das Interesse an der Kresse. ;)

        Kresse überzeugt mit ihrem herrlich pikanten Geschmack als wahres Würzwunder. Auf Brot, im Salat, als Würzbeigabe im Spinat oder Mangold, in der berühmten Frankfurter Grünen Soße, als Pesto und sogar im Smoothie macht sie eine gute Figur.

        Du fragst dich, ob Kresse gesund ist? Aber Hallo! Kressekeimlinge kommen zwar winzig daher, sind aber riesig in ihren wertvollen Inhaltsstoffen. Sie liefern uns neben Eisen auch jede Menge Proteine. Und mit Folsäure, Calcium, Vitamin A und C können sie auch dienen.

        Schon gewusst? Kresse gilt dank ihrer inneren Werte sogar als Heilkraut – ihr werden viele positive Effekte auf unseren Körper zugeschrieben. Zum Beispiel ist sie entzündungshemmend, hat einen aktivierenden Effekt und wirkt sich günstig auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Ziemlich stark, oder?

        Brot mit Kresse

        Kresse anpflanzen: Drei verschiedene Methoden

        Umso cooler, dass du Kresse das ganze Jahr über anbauen kannst! 

        Hier findest du alle drei Methoden auf einen Blick, mit denen du die grüne Wunderwaffe mit den dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auf den Teller bringst. Denn nicht nur in der Kresse, sondern auch in der Kürze liegt die Würze! ;)

        So wächst deine Kresse…

        …auf der Fensterbank…auf dem Balkon…im Garten
        – Kresse säen, wann
        immer du willst
        -du benötigst eine Unterlage, Küchenpapier, Kresse Samen
        und Wasser
        – bei zu viel Feuchtigkeit
        kann Schimmel auftreten;
        bei starker Trockenheit keimen die Samen nicht
        – geerntet wird, wenn sich
        die ersten Blätter entfalten
        – das ganze Jahr über möglich
        -wächst im Winter
        langsamer
        – kann in jedem Stadium geerntet werden
        – als Babyleaf ertrag-
        reicher und etwas milder im Geschmack
        – immer schön feucht halten
        – ebenfalls annähernd
        das ganze Jahr über möglich
        – leicht geschützt sogar winterhart
        – Gartenkresse bei lockeren, feuchten Böden
        – Pfefferkraut bei sandigen Böden
        – lange Anbaupause der Kreuzblütler beachten

        Dein persönlicher Vitaminbooster auf der Fensterbank

        Kein Garten, kein Balkon, kein Equipment? Kein Problem! Die gute Nachricht: Du kannst das ganze Jahr über Kresse auf der Fensterbank ziehen. Dafür benötigst du lediglich Kressesamen, eine geeignete Unterlage und etwas Küchenpapier.

        So geht´s: 

        Das Papier kommt leicht angefeuchtet auf die Unterlage, die Samen einlagig auf das Papier. Anschließend gibt’s noch eine Erfrischungsdusche in Form von feinem Sprühnebel. Halte das Küchenpapier in den nächsten Tagen immer schön feucht.

        Aber Vorsicht: Bei patschnassen Füßen neigt Kresse zu Schimmelbildung. Lass deiner Kresse also keine Badewanne ein, sondern verwöhne sie nur mit „Feuchttüchern“.

        Und schwuppsdiwupps keimen deine Samen nach 2-4 Tagen.

        Sobald sich die ersten zarten Blätter entfalten, kannst du dich schon über das köstliche Grün hermachen. Zur Ernte verpasst du deiner Kresse einfach einen Kurzhaarschnitt und säst am besten direkt wieder neu aus, damit der Nachschub gesichert ist.

        Pssst: Wenn du einen Terrakotta-Untersetzer benutzt, kannst du dir das Küchenpapier sparen. Dank der wasserspeichernden Eigenschaft des Terrakotta wird deine Kresse auch so prima keimen und du kannst sie im Ganzen – also mit Wurzel – genießen. Im Handel gibt es auch spezielle Kresseigel, die genau dafür gemacht sind. Super niedlich und mega einfach. :)

        Kressestar auf Balkonien gesichtet

        Du hast einen Balkon und möchtest hier das pikante Kraut nicht missen? Prima!

        Bei milderen Temperaturen kannst du auch auf dem Balkon Kresse anbauen, das funktioniert im Prinzip genau wie drinnen auf der Fensterbank.

        Allerdings wird Kresse noch einmal ganz anders nutzbar, wenn sie ihre winzigen Wurzel-Füße in köstliche Erde stecken darf. Küchenpapier stellt den zarten Pflänzchen nämlich überhaupt keine Nährstoffe zur Verfügung und sie kommen über das Keimlingsstadium niemals hinaus – was für leckere Microgreens auch gar nicht nötig ist. Aber manchmal darf es auch mal mehr sein, oder?

        Wenn du deiner Kresse auf dem Balkon leckere Erde zu futtern gibst, entwickelt sie sich plötzlich zur richtigen Pflanze und wird dir eine üppige Ernte bescheren. Die größeren Kresseblätter schmecken nicht ganz so würzig-scharf wie die Keimlinge und eignen sich prima als Babyleaf-Salat. Wenn du die Blätter 2-3 cm über der Erde abschneidest, kannst du deinen Ertrag sogar vervielfachen. Die Kresse wird dann nämlich immer wieder neu austreiben!

        Streue hierfür einfach die Samen in einen Balkonkasten mit leicht feuchter Erde und verpass der Kresse to be auch hier eine Dusche.

        Achtung: Ein zu harter Wasserstrahl kann die feinen Samen verschlämmen. Sie lieben aber das Licht! Sei also sanft mit dem Nass von oben, damit die Saat nicht untergeht. ;) 

        Du wirst sehen: Nicht lange, und die ersten Keimlinge krabbeln aus dem Boden. Der besonders ungeduldige Gartennachwuchs hat hier richtig viel Spaß dran. Dass die Kresse so schnell keimt, hat schon viele Kinder begeistert.

        Pssst: Außer Kresse kannst du auch viele andere Sprossen ganz leicht selber ziehen! Wie wäre es mit Weizengras, Erbsensprossen oder Buchweizenkeimlingen im Salat?

        Auf dem Balkon ist es meist ein bisschen wärmer als im Garten, weil die Hauswände Wärme speichern und langsam wieder abgeben. Deshalb eignet sich ein Balkon nicht nur für Kresse, sondern auch für jede Menge Gemüsepflanzen! Welche Kandidaten in Töpfen und Kübeln ganz besonders gut gedeihen, zeige dir mein Balkongemüse-Kompass. Lad ihn dir am besten gleich herunter:

        Im Garten Kresse pflanzen

        Stell dir mal vor, du hättest statt Gras Kresse als Rasen: Wie das duften würde! :D Aber lassen wir mal die Kirche im Dorf und den Garten im Zaun! Da würde ja keiner mehr hinterher kommen mit Ernten…

        Kresse kannst du natürlich trotzdem problemlos bei dir im Garten anbauen.

        Sie ist ein Lichtkeimer und entwickelt sich von Anfang an blitzschnell. Als Standort mag sie lockere, unkrautfreie Beete und eine angenehm feuchte Umgebung.

        Mit einem halbschattigen Plätzchen kommt das würzige Kraut bestens zurecht. Sogar im frühen November kannst du noch im Frühbeetkasten Kresse säen. Sie sollte dann bald noch anfangen zu keimen, aber richtig groß wird sie über die Wintermonate wahrscheinlich nicht mehr. Dafür kannst du das Superfood ganz früh im neuen Jahr als Babyleaf ernten. Cool, oder?

        Für die Ernte gehst du genauso vor wie auch auf dem Balkon: Ein paar Zentimeter über dem Boden abschneiden und auf die nächste Runde warten. Wenn du deinen Beetplatz allerdings schon einer anderen Folgekultur versprochen hast, kannst du auch die ganzen Pflänzchen ratzeputz abernten.

        Obacht! Bevor du nun als absoluter Kressefan mit deinen Samentütchen durch den Garten springst und in jeder Lücke das Superfood direkt aussäst, solltest du eines wissen: Kresse hat einen (winzigen) Wehrmutstropfen…

        Sie gehört –  wie ganz viele Gemüsepflanzen – zur Familie der Kreuzblütler. Um dir keine Krankheiten oder Schädlinge in deinen Garten zu holen, solltest du nur alle sechs Jahre ein Mitglied dieser Pflanzenfamilie in ein und demselben Beet anbauen. Ich würde dir gerade bei den Kreuzblütlern wirklich dazu raten, die Fruchtfolge und die dazugehörigen Anbaupausen zu beachten – sonst fängst du dir womöglich so miese Zeitgenossen wie die Kohlhernie ein. Die ist nämlich mindestens so eklig, wie ihr Name klingt!

        großblättrige Kresse

        Kresse ist immer gleich Kresse? Weit gefehlt!

        Okay, ich gebe es zu, ich war ein bisschen ungenau! Denn ich rede von der Kresse, als gäb’s nur eine. Um genau zu sein ging es bis hierhin nur um die Gartenkresse, auch Lepidium sativum genannt. Mit ihr bist du bestens bedient, wenn du Lust auf einen scharfen Frischekick hast.

        Aber die Kresse hat noch einige Verwandte, die es wert sind, genauer unter die Lupe genommen zu werden.

        Allen voran das Pfefferkraut: Dem hört man die Verwandschaft vielleicht nicht unmittelbar am Namen an, aber es will an dieser Stelle unbedingt erwähnt werden!

        Pfefferkraut hat einen ganz ähnlichen Geschmack wie Kresse und steht total auf sandige Böden. Außerdem braucht es nicht gaaanz so viel Wasser und trotzt dem Winter ziemlich gut. Wenn du also in deinem Garten mit Wüstenboden kämpfst, wäre Pfefferkraut für dich eine tolle Alternative zur Gartenkresse.

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        Um nun die Namensverwirrung komplett zu machen, stelle ich dir noch drei Krautkollegen vor, die zwar die Kresse im Namen haben, aber nicht direkt verwandt sind mit ihr.

        Der erste Namensvetter, die Winterkresse (auch Barbarakraut genannt) ist vollkommen winterhart. Oft (über-) sieht man sie beim Spazierengehen am Wegesrand. Auch sie liebt eher feuchtere Böden, ist sonst aber sehr anspruchslos.

        Das Kind äääh die Kresse ist in den Brunnen gefallen? Die Brunnenkresse wird es dir danken. Sie wächst nämlich am liebsten am Gewässer und steht so richtig auf eine stete Frischwasserzufuhr.

        Auch diese Kandidatin ist mit unserer Gartenkresse nur geschmacklich verwandt. Brunnenkresse ist anspruchsvoll und eher etwas für Fortgeschrittene, aber wenn sie sich einmal wohlfühlt, ist sie mehrjährig und ertragreich.

        Und natürlich darf die  Kapuzinerkresse nicht unerwähnt bleiben! Sie gefällt mir besonders gut, denn ihre Blüten sind gleichzeitig Augen- und Gaumenschmaus. Sie bildet eine ganz eigene Pflanzenfamilie und hat, genau wie die Gartenkresse, ein paar nützliche Superkräfte. ;)

        Na, bekommst du gerade ganz viele kräutrige Ideen, die du bei dir im Garten umsetzten magst? Falls dir für die große Kresse(wahl)verwandtschaft bald der Platz ausgeht, dann zeige ich dir hier, wie du ein nigelnagelneues Kräuterbeet anlegst:

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        Mehr Informationen

        Für die Kreativen: Kressekunst

        Kressekunst ist dir kein Begriff? Kein Problem! Kunst ist, was du draus machst. ;)

        Ob Kind oder Kind geblieben: Es macht allen Spaß, mit den schnellwüchsigen Kressesamen kleine Kunstwerke zu erschaffen. Du hast doch bestimmt zu Ostern schonmal in Eierschalen wachsende Kresse gesehen, oder? 

        Total hübsch!

        Und die gute Nachricht: Hier sind der Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt! Schnapp dir eine Schere* und schnippel deine Lieblingsmotive aus Küchenpapier. Sprüh dein Motiv auf einer geeigneten Unterlage mit Wasser ein und streue dann mit etwas Fingerspitzengefühl die Kressesamen drauf. Schon in ein paar Tagen wächst da ein Kunstwerk!

        Kleiner Tipp: Alternativ dazu kannst du die Kresse Samen mithilfe eines Plätzchenausstechers in die gewünschte Form streuen. So kannst du dir die Schnippelei sparen und hast ruckzuck die lustigsten Dinge bei dir wachsen. Ein bisschen verrückt und super lecker! :)

        Kressekunst

        Konnte ich dich von dem pikanten Würzwunder überzeugen? Kresse kannst du zu jeder Jahreszeit und mit jeder Ausstattung unkompliziert und schnell ziehen. Sie ist vielseitig einsetzbar und super gesund. Mein Fazit? Sie ist der perfekte Allrounder! Also, nichts wie ran an die Saattütchen! :)

        Falls du noch mehr Würze in deine Beete bringen magst, dann hol dir hier alle Kräuterinfos, die das Herz begehrt:

        Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

        Welche Kräuter zusammen pflanzen? 18 tolle Kräuterpaare!

        Kräuterhochbeet: Lieblingskräuter ganz einfach anbauen und ernten!

        Wie magst du Kresse am liebsten? Schreib gerne in den Kommentaren von deinen krassesten Kressemomenten. ;)

        *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

        Zuckerhut Salat: aromatischer Wintergenuss aus dem Garten!

        Zuckerhut Salat ist ein alter Hase im Wintergeschäft! Er versorgt dich zuverlässig mit frischem Grün – auch im tiefsten Winter. Wie du den Salat mit dem süßen Namen erfolgreich anbaust, pflegst und erntest, zeige ich dir hier Schritt für Schritt!

        Inhaltsverzeichnis
        Das Wintermärchen vom Zuckerhut Salat
        Bitter macht fit!
        Zuckerhut Salat erfolgreich anbauen
        Auf gute Nachbarschaft
        Endlich: Die Ernte!
        Zuckerhut Salat lagern

        Das Wintermärchen vom Zuckerhut Salat

        Der bodenständige Zuckerhut Salat ist ein Gemüse, das schon Oma und Opa zu schätzen wussten. Den knackigen Wintersalat lieben und kultivieren Menschen in unseren Breitengraden nämlich schon seit vielen Jahrzehnten.

        Der Zuckerhut Salat stammt von der Zichorie ab. Ja genau, von der blauen Wegwarte, die vielerorts an Straßenrändern blüht. Deswegen kennt sich der Zuckerhut Salat im mitteleuropäischen Winter bestens aus. Der Korbblütler ist robust und perfekt an unser Klima angepasst. Du musst ihn also nicht großartig betreuen oder einkuscheln – er macht sein Ding die meiste Zeit ganz von allein!

        Die blaue Wegwarte, eine Verwandte vom Zuckerhut Salat

        Zuckerhut steht auch bei Minusgraden noch lässig im Beet und steckt kalte Temperaturen locker weg. Bei knackig kalten Temperaturen von mehr als zehn Grad unter dem Gefrierpunkt wird es aber auch ihm zu kühl. Was er auch gar nicht verträgt: Ständige Wechsel zwischen Frieren und Tauen.

        Dann ist es Zeit, deinen Zuckerhut Salat zu ernten. Keine Sorge, du musst dann nicht alle Köpfe auf einmal wegfuttern, Zuckerhut lässt sich nämlich gut lagern. Damit dein Salat dir dann auch ordentlich was zu Ernten bietet, will er aber rechtzeitig gesät sein.

        Spätestens ab Juli ist es Zeit, beim Blick in deine Beete auch ans Wintergemüse zu denken. Ja, ich weiß, die kalte Jahreszeit liegt da noch in weiter Ferne. Aber die allermeisten der wunderbaren Winterleckereien musst du schon im Sommer vorziehen, damit sie dann startklar sind, wenn es kühler wird. Da heißt es: ans rechtzeitige Aussäen denken!

        Damit du keine Aussattermine mehr verpasst, habe ich einen Aussaatkalender für dich erstellt. Er erinnert dich an alle Aussaaten, die du nicht verpassen solltest, um immer einen vollen Erntekorb zu haben. Du kannst ihn dir hier einfach herunterladen und schon hast du alle Termine immer im Blick!

        Bitter macht fit!

        Seinen Namen verdient der Zuckerhut Salat definitiv nicht seinem Geschmack. Er hat zwar die typische Form eines Zuckerhuts, schmeckt aber eher bitter als süß. Was aber gar nicht schlimm ist: Bitterstoffe sind total gesund, wir sind sie nur nicht mehr so richtig gewöhnt. Das liegt daran, dass sie über die Jahre aus den meisten unserer Gemüse herausgezüchtet wurden.

        Wenn deine Geschmacksnerven auf Bitterstoffe mit Alarm reagieren, habe ich hier meine top drei Tricks für dich:

        1. Lass den Zuckerhut Salat einige Minuten in lauwarmem Wasser liegen. Das entzieht die Bitterstoffe und macht ihn nochmal extra knackig. Zack, Zuckerhutsalat entbittert! Jetzt ist er unglaublich vielseitig einsetzbar.
        2. Peppe deinen Salat mit süßen Zutaten auf! Lecker eingekochte Birnen oder ein frischer roter Winterapfel gleichen die Bitterkeit vom Zuckerhut Salat wunderbar aus. Genauso funktioniert es mit einem süßlichen Dressing. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Senf-Agavendicksaft-Dressing? Mhhhhh… :)
        3. Mach dem Zuckerhut Dampf! Gedünstet oder gekocht verliert das Gemüse viel von seinem herben Geschmack. Dabei gehen aber leider auch ein paar Vitaminchen flöten.

        Probier den Winterhelden ruhig auch mal in all seiner Bitterkeit. Es lohnt auf jeden Fall, sich wieder ein bisschen Bitteres auf den Teller zu holen. Die gesunden Bitterstoffe sind nämlich nur in wenig Lebensmitteln vorhanden!

        So, jetzt aber schleunigst in den Garten: Der Zuckerhut Salat will schließlich erst noch ins Beet, bevor er auf den Teller kommt.

        Zuckerhut Salat erfolgreich anbauen

        Wenn du deinen Zuckerhut Salat selbst aussäen möchtest, ist die beste Zeit dafür der Monatswechsel von Juni zu Juli. Vorgezogene Pflänzchen kannst du bis Ende August auspflanzen und beginnst dann ab dem Spätherbst mit der Ernte.

        Jetzt stellt sich noch die Frage: Wohin mit dem Schätzchen? Auch hier hat Zuckerhut Salat keine großen Ansprüche. Er gibt sich auch mit einem Plätzchen im Halbschatten zufrieden, wenn alle Sonnenplätze schon besetzt sind.

        Insgesamt mag Zuckerhut Salat, wie die meisten Gemüsepflanzen, einen lockeren und humusreichen Boden. Wenn du, so wie ich, mit Kompostbeeten arbeitest, kannst du deinem Winterliebling also die perfekten Bedingungen bieten.

        Wohin mit dem Zuckerhut Salat in der Fruchtfolge?

        Wenn du ihn nach den Erbsen oder dem Bohnen ins Beet setzt, fühlt sich dein Zuckerhut Salat besonders wohl. An dieses Stellen kann er gleich die Nährstoffe nutzen, mit denen seine Vorgänger den Boden angereichert haben.

        Nur anderen Mitgliedern seiner Familie möchte er nicht nachfolgen. Wenn du also Korbblütler, zum Beispiel Kopfsalat, Schwarzwurzeln oder Sonnenblumen angebaut hast, dann warte drei Jahre, bis dein Zuckerhut Salat in deren Beete einziehen darf. So vermeidest du viele fiese Krankheiten und Schädlinge.

        Die engsten Verwandten von Zuckerhut sind übrigens Chicorée, Endivien und Radiccio, die genau wie er eher verbitterte Zeitgenossen sind. ;)

        Verwandte vom Zuckerhut Salat

        Direktsaat im Beet

        Zuckerhut Salat musst du nicht vorziehen. Du kannst ihn auch direkt im Freiland aussäen. Das machst du Ende Juli. So ist dein Salat pünktlich zum ungemütlichen Wetter ab Oktober erntereif.

        Die Direktsaat ist beim Zuckerhut Salat sogar eine richtig gute Idee! Er entwickelt nämlich schnell eine lange Pfahlwurzel, die sich eher schlecht umpflanzen lässt.

        Für die Direktsaat von Zuckerhut Salat ist ein frisch abgeerntetes Beet genau richtig. Als Schwachzehrer gibt er sich problemlos mit den Resten der anderen zufrieden.

        So geht’s:

        Für die Saat brauchst nur den Mulch auf deinen Beeten beiseite ziehen und den Boden oberflächlich mit einer Harke oder Gartenkralle auflockern. Dabei entfernst du eventuell noch ein paar freche Kräuterchen und schon kann es losgehen:

        Die Samen kommen etwa 2 cm tief in die Erde, im Abstand von 30 x 40 cm. Du kannst zwei Samen pro Pflanzplatz säen und später die Schwächere der beiden auszupfen. So hast du am Ende keine Löcher im Beet. Nach der Saat drückst du die Erde vorsichtig an. Jetzt sind die Samen gut von Erde umschlossen und schwimmen dir nicht einfach auf und davon.

        Gönne deinem Zuckerhut Salat to be eine sanfte Brause mit der Gießkanne. Es ist super wichtig, dass du die Erde feucht hältst, bis die ersten Zuckerhütchen aus dem Beet grüßen. Freust du dich auch immer so, wenn sich die ersten kleinen Keimlinge zeigen? Für mich ist das jedes Mal wieder DAS Gartenwunder schlechthin.

        Salaternte: Eichblatt und Zuckerhut Salat

        Zuckerhut Salat vorziehen

        Trotz der schnellwachsenden Pfahlwurzel kannst du deine Pflänzchen auch vorziehen. Voraussetzung hierfür ist, dass du deine Jungpflanzen nicht super lang in den Anzuchtschälchen lässt. Sonst leiden die Wurzeln beim Auspflanzen! Am besten, du setzt ihn schon dann ins Beet, wenn er noch seine Keimblätter hat.

        Schon im Juni kannst du einen ersten Satz vorziehen, den du im Juli auspflanzt. Ende Juli startest du dann in die zweite Runde, die dich den Winter über versorgt.

        So geht’s:

        Egal ob im Beet oder Anzuchttopf, die Samen von Zuckerhut kommen etwa 2 cm tief in die Erde. Das Substrat für deine Anzuchttöpfe kannst du dir ganz einfach selbst mischen. Ich nehme dafür gern gut ausgereiften Kompost und mische ihn mit etwas Gartenerde.

        In jedes Töpfchen kommen zwei Samen, die Erde drückst du anschließend leicht an. Das Saatgut muss schließlich gut von Erde umschlossen sein, damit es die perfekten Startbedingungen hat! Nun gibst du deinem Zuckerhut die erste Dusche seines Lebens. Danach heißt es: Licht aus! Zuckerhut Salat ist nämlich ein Dunkelkeimer. :)

        Haben die Keimblätter sich etabliert, solltest du den Zuckerhut-Nachwuchs in die Freiheit entlassen. Wichtig ist, dass du ihn dabei nicht tiefer setzt, als er im Anzuchttopf gewachsen ist. Die Erde im Beet sollte mit der Oberfläche aus dem Aussaattöpfchen also auf gleicher Höhe sein.

        Ein guter Pflanzabstand für den Zuckerhut sind 40 cm in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen.

        Und wie immer gilt: gut andrücken und angießen*, damit dein Zuckerhut Salat die Füße schön in die Erde stecken und gut anwachsen kann.

        Weil der Zuckerhut Salat schon so lange Gast in unseren Gärten ist, gibt es eine Vielfalt an alten, tollen Sorten. Probier doch mal den Schweizer Zuckerhut, Vatters Zuckerhut, Sperlings Kristallkopf oder Hilmar. Ich baue gern die Sorte „Auslese“ an, der hat bei mir auch schon mal knackige Minusgrade problemlos weggesteckt.

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        Was hat er nur? Erste Hilfe für Zuckerhut Salat

        Zuckerhut Salat ist grundsätzlich ein bescheidener und robuster Beetgast, den so schnell nichts umwirft. Ein bisschen Rücksicht und Pflege tut aber auch so hartgesottenen Typen wie ihm gut.

        Gerade in seiner Anfangszeit, wenn es nochmal warm werden kann, braucht er eine gute Wasserversorgung. Der Boden immer leicht feucht sein, damit dein Zuckerhut gut versorgt ist.

        Wenn dein Zuckerhut Salat im Kompostbeet steht und schön gemulcht ist, wirst du kaum Unkraut zu Gesicht bekommen. Sind doch welche da, hilfst du dem jungen Zuckerhut Salat, indem du ihm vorwitzige Kräuter vom Leib hältst, bis er groß und stark geworden ist.

        Um ichn so richtig zu verwöhnen, kannst du ihm auch noch einen Schluck Brennnesseljauche gönnen. Im Kompostbeet ist er aber in der Regel ausreichend versorgt.

        Die Wettervorhersage sagt so richtig miese Minusgrade an? Dann kuschel deinen Zuckerhut Salat doch gemütlich ein. Sicher ist sicher! In trockenem Laub, Stroh oder Heu eingemummelt, steckt er die Kälte noch leichter weg. Wichtig ist nur, dass dein Material wirklich trocken ist. Bei aller Gemütlichkeit soll es ja nicht anfangen zu schimmeln.

        Auf gute Nachbarschaft!

        Ja, Zuckerhutsalat ist toll – aber Abwechslung auf dem Teller ist noch toller! Dafür brauchst du gar nicht weit gehen – es gibt da nämlich einige Kollegen, die es sich gern gleich neben dem Zuckerhut Salat bequem machen. Ein Hoch auf die Mischkultur!

        Wie wäre es mit ein paar Möhrchen? Die Sorte Gonzenheimer Treib ist eine meiner absoluten Lieblingssorten für den Winter! Sie ist super geeignet, um sich mit dem Zuckerhutsalat den Winter um die Ohren zu schlagen. Auch Grünkohl ist ein guter Kandidat. Bohnen und Tomaten wären genauso geeignet, sie verabschieden sich aber, sobald es kühler wird.

        Kartoffeln sollten lieber nicht gleich neben dem Zuckerhut Salat stehen. Dann lieber doch ein bisschen Winterportulak oder Feldsalat. Mit ihnen hast du auch gleich ein perfektes Salatbuffet am Start!

        Wenn du noch mehr über dicke Beetfreundschaften erfahren willst und das ganze Jahr über eine fette Ernte einfahren möchtest, dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Dort lernst du alles, was du wissen musst, um ganz einfach und mit wenig Zeitaufwand deine Traumernte zu verwirklichen! Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. :)

        Voller Erntekorb im Garten

        Endlich: Die Ernte!

        Juhuuuu, es ist so weit! Nach acht bis zwölf Wochen kannst du den ersten Zuckerhut Salat ernten. Wie lange es genau dauert, hängt vom Wetter, deinem Boden, dem Standort und der Sorte ab. Erntereifer Salat, den du gerade nicht benötigst, darf ganz einfach im Beet stehen bleiben. Du erntest ihn dann, wenn dein Salathunger zuschlägt.

        Heißer Tipp für Zuckerschnuten: Je länger du den Zuckerhut Salat im Beet stehen lässt, desto süßer wird er! Naja, „milder“ trifft es wohl eher. Besonders wenn er auch mal Frost miterlebt hat, wird er zur echten Delikatesse!

        Sobald es soweit ist und du deinen Zuckerhut verkosten möchtest, brauchst du für die Ernte ein scharfes Messer. Schneide den gesamten Kopf kurz über dem Boden ab. Manche Prachtexemplare wiegen bis zu zwei Kilo – bring also am besten einen großen Korb oder gleich die Schubkarre mit! ;)

        Ein paar goldene Winterernte-Regeln für dich und deinen Zuckerhut Salat:

        1. Ernte nie, wenn die Pflanze gefroren ist. Während dieser „Schockstarre“ solltest du sie am besten gar nicht berühren, sonst wird sie matschig und braun. Keine guten Startvoraussetzungen für einen frischen Salat. ;)
        2. Es sind unter -10° C angesagt? Rette deinen Zuckerhut Salat und lagere ihn ein. Wie das geht, erfährst du weiter unten.
        3. Das Wetter wechselt ständig zwischen Frost und Plusgraden? Auch in diesem Fall ist eine Rettungsaktion angesagt. Wechselbäder sind nämlich so gar nichts für deinen Zuckerhut Salat!

        Zuckerhut Salat richtig lagern

        Um deinen Zuckerhut Salat vor allzu klirrendem Frost zu schützen, holst du ihn mitsamt einem faustgroßen Wurzelballen aus der Erde. Jetzt hast du verschiedene Möglichkeiten, schau einfach, wie du es dem Zuckerhut möglichst gemütlich machen kannst:

        • Du kannst ihn in Papier einschlagen und in einem kühlen Keller, einer Erdmiete oder einer dunklen Garage lagern.
        • Wusstest du, dass dein Zuckerhut sich einfach selbst schützt, wenn du vergisst, ihn in Papier einzuschlagen? Dann übernehmen die äußeren Blätter einfach diese Aufgabe. Sie werden braun und trocken und sehen aus wie kleine Zuckerhut Salat Mumien. Aber keine Angst, unter diesen Schutzblättern ist der Salat zart und frisch. Umso länger er so liegt, desto zarter, gelber und weniger bitter wird er innen drin. So macht er Anfang Februar seinem Namen doch noch alle Ehre.
        • Eine andere Idee wäre es, wenn dein Zuckerhut einfach ein bisschen abhängt. ;) Dafür bindest du eine Schnur um den Wurzelballen und hängst den Salat kopfüber auf. Natürlich wieder an einem kühlen, frostfreien Platz.
        • Da der Salat noch Wurzeln hat, kannst du ihn auch ins Wasserbad stellen. Einfach eine passende Wanne mit drei Zentimeter Wasser befüllen und den Zuckerhut Salat dicht an dicht hineinstellen. Er sollte nur mit der Wurzel im Wasser stehen, ein Vollbad ist keine gute Idee. Die ganze Badegesellschaft kommt dann wieder an einen kühlen Platz. So hält sich der Zuckerhut Salat bis zu vier Wochen.
        Wintersalat im Schnee

        Im Winter zu ernten fühlt sich für mich einfach immer wieder total verrückt an. Hey, wer kann schon bei Schnee Salat aus dem eigenen Garten auf den Tisch stellen? Dabei ist es überhaupt nicht so kompliziert. Denk an deinen Aussaatkalender und dann nichts wie los, auf zum eigenen Wintersalat!

        Hier findest du noch mehr Unterstützung auf deinem Weg zum Ernteglück im Winter:

        Winterportulak, dein Held im Winterbeet

        Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

        30 Gemüse, die du im Winter ernten kannst (und jetzt säen musst!)

        Hast du es schon mit Zuckerhut Salat versucht? Was ist deine liebstes Wintergemüse? Lass gerne einen Kommentar da!

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        Tee selber machen: Gesund und lecker!

        Tee selber machen ist ganz einfach! So ein eigener duftig-warmer Garten-Tee lässt an kalten Tagen das Gärtnerherz höherschlagen. Darum nichts wie los, ich zeige dir, wie du ab jetzt deinen Tee selber machst: zum Genießen, zum Heilen und vielleicht sogar zum Verschenken!

        Inhaltsverzeichnis:
        Deinen eigenen Tee selber machen
        Tee selber machen in 5 Schritten
        Teatime! Drei Rezepte zum Tee selber machen
        Genießen und Heilen

        Deinen eigenen Tee selber machen

        Wenn ich im Sommer durch den Garten schlendere, rieche ich Zitronenmelisse, Lavendel und Minze. Mhhhhh – dieser Sommerduft! Wenn ich den nur das ganze Jahr in der Nase haben könnte! Hoppla, das ginge doch, wenn ich…? So ist die Idee zum Tee selber machen in meinem Kopf entstanden. Und das geht so:

        Du nimmst dir deine liebsten Kräuter und mischst dir einen Genuss-Tee. Oder brauchst du vielleicht für deine Hausapotheke Tee? Salbeitee selber machen gegen Husten, Brennnesseltee selber machen für träge Tage, Kamillentee selber machen für den armen Bauch – für jedes Wehwehchen gibt es den passenden Tee!

        Tee selber machen hat zwei Vorteile: Du weißt ganz genau was drin ist und die Kräuter könnten frischer nicht sein. Ich mische für die Optik gern noch getrocknete Blüten dazu. All diese herrlichen Farben und Düfte, die in Gläser und Tütchen wandern: Garden in a Nutshell, sozusagen.

        Du willst richtig loslegen und Kräuter für deine kleine Teeplantage pflanzen? Dann lege ich dir meinen Kräuter Plan ans Herz, da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe deine Kräuter anbaust. Lad ihn dir gerne hier herunter:

        Hol dir den 3-Zonen-Kräuterplan!

        Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den 3-Zonen-Kräuterplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

          Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

          Tee selber machen in 5 Schritten

          Wie geht das nun, Tee selber machen? Zuerst überlegst du dir, welcher Teetyp du bist. Magst du Früchtetee oder Kräutertee lieber? Trinkst du jeden Abend Lavendeltee zum Einschlafen oder eher morgens Brennnesseltee gegen die Frühjahrsmüdigkeit? Oder ist Tee für dich eigentlich nur Medizin?

          Wenn sich deine Teemischung nämlich später ungenutzt in der Küchenecke langweilt, wäre es super schade darum. Deshalb lohnt sich eine kleine Planungsphase unbedingt!

          1. Tee selber machen für die Hausapotheke

          Du möchtest eine eigene kleine Kräuterapotheke? In der Tabelle findest du die wichtigsten Heilkräuter und ihre Wirkung. 

          PflanzeSuperkraftWobei hilft sie?Welche Pflanzenteile?
          Salbeiantibakteriell
          krampflösend
          beruhigend
          Erkältungen
          Stress
          Magen-Darm-Beschwerden
          Blätter
          Thymianschleimlösend  antibakteriell
          antiviral
          festsitzender Husten Schnupfenganze Zweige
          Kamillekrampflösend
          beruhigend entzündungshemmend
          Magenschmerzen VerdauungsproblemeBlüten
          Fenchelverdauungsfördernd
          krampflösend entzündungshemmend
          Völlegefühl
          Blähungen
          Erkältung
          Samen
          Brennnesselstoffwechselanregend reinigend
          entzündungshemmend
          Eisenmangel
          Abgeschlagenheit
          Blasenentzündung
          Blätter
          Minzekrampflösend
          entblähend appetitanregend
          Verdauungsprobleme Bauchschmerzen ÜbelkeitBlätter
          Zitronenmelisseentspannend
          beruhigend
          entkrampfend antibakteriell
          Unruhe
          Nervosität
          Blätter
          Lavendelentspannend durchblutungsfördernd entzündungshemmendUnruhe
          Schlafprobleme Erkältung
          Blüten
          Spitzwegerichreizlindernd
          lösend
          Husten
          Heiserkeit
          Blätter
          Mädesüßschmerzlindernd fiebersenkend entzündungshemmendSchmerzen
          Fieber
          Erkältung
          Blüten
          Holunderschleimlösend immunsystemstärkendErkältung
          virale Infekte
          Blüten
          Ringelblumeentzündungshemmend immunsystemstärkendErkältung
          Fieber
          Blütenblätter
          Rosmarinwärmend durchblutungsförderndverspannte Muskeln Rheuma
          Muskel und Gelenkschmerzen
          ganze Zweige

          Mädesüß wächst vor allem an kleinen Bächen und an anderen feuchten Orten. Du hast es also nicht unbedingt in deinem Garten. Es lohnt sich aber, die Augen danach offen zu halten, denn hier bekommst du ein Schmerzmittel aus der Natur. Mädesüß enthält Salicylsäure, den Wirkstoff, der auch in Aspirin steckt.

          Auch viele Blüten stärken das Immunsystem und wirken kräftigend. Hier kommt eine kleine Liste meiner liebsten Schönheiten beim Tee selber machen:

          1. Sonnenblumen
          2. Ringelblumen
          3. Kornblumen
          4. Rosen (auf essbare Sorten achten)
          5. Lavendel (auf essbare Sorten achten)
          6. Malven
          7. Lindenblüten
          8. Mohn
          9. Schafgarbe
          10. Veilchen

          Mit diesen bunten Blüten kannst du beim Tee selber machen bedenkenlos experimentieren. Gerade wenn du deine Teemischung auch verschenken möchtest, ersetzen die Blüten jedes Geschenkpapier! 

          Tee selber machen: Tee Kräuter

          2. Die große Tee-Ernte

          In der Tabelle oben findest du für viele Kräuter schon die Pflanzenteile, auf die wir es abgesehen haben. Am besten erntest du die Pflanzen am Vormittag*, wenn sie trocken sind und die Sonne bereits scheint. Dann sind sie nämlich am aromatischsten.

          Hast du ganze Zweige geschnitten, bündelst du sie und hängst sie kopfüber auf. Bei der Melisse binde ich die Bündel sogar am Strauch, weil er immer so riesig ist! Die Bündel schneide ich dann einfach nur noch unten ab und schon sind sie bereit zum Trocknen.

          Dieser Trick funktioniert auch beim Lavendel wunderbar. Wenn er gut durchgetrocknet ist, streifst du die kleinen Blüten vom Stiel ab.

          Wenn du einzelne Blüten brauchst, zupfst du sie ab, wenn sie ganz aufgeblüht sind. Gerade bei Kamille lohnt sich übrigens ein scharfer Blick unter die Blüten. Da sitzen nämlich gerne mal Läuse und die willst du sicher nicht in deinem Tee als Fleischbeilage schwimmen haben! ;)

          Und ganz wichtig beim Tee selber machen: Nur einwandfreie, gesunde Pflanzenteile wandern in den Tee.

          3. Tee selber machen: Trocknen

          Vor dem Tee selber machen ist es superwichtig, dass deine Kräuter ganz und gar trocken sind. Sonst verschimmelt dir der Tee im Schrank und das wäre jammerschade!

          Der richtige Ort zum Trocknen ist warm und trocken, aber dunkel. Das kann eine kleine Herausforderung sein. Direkt in der Sonne sollten die Kräuter auf keinen Fall hängen. Vielleicht findest du ein schummriges Eckchen auf dem Dachboden, im Flur oder im Schuppen?

          Getrocknete Kräuter

          Blüten zum Tee selber machen trockne ich auf Netzen. Dabei nutze ich gern einfach das, was schon da ist. Hast du vielleicht noch irgendwo alte Gardinen oder Mückenschutznetze herumliegen? Bingo, das sind die perfekten Trockennetze für alles Kleinteilige: Blüten, Samen, Bohnen, Erbsen, und und und… ;)

          Pssst: Wenn deine Kräuter wirklich trocken sind, rascheln sie, wenn du sie berührst.

          4. Zerkleinern deiner Teemischung

          Es geht in den Endspurt! Sobald deine Kräuter gut durchgetrocknet sind, kannst du sie weiterverarbeiten.

          Lass sie lieber nicht länger als nötig herumhängen, auch wenn das eine tolle Deko ist!  Sie verlieren dabei nämlich ihre wertwollen ätherischen Öle.

          Du hast zwei Möglichkeiten:

          Erste Möglichkeit: Kräuter einzeln lagern. Wenn du zum Beispiel Salbeitee selber machen möchtest, füllst du die einzelnen Blätter einfach in ein Glas und verschließt es gut. Wann immer es möglich ist, wartest du beim Tee selber machen mit dem Zerkleinern bis zur Zubereitung. Auf diese Weise gehen die wenigsten ätherischen Öle verloren und du hast alle Superkräfte in deiner Tasse!

          Deshalb lagerst du reinen Brennnesseltee oder Salbeitee am besten als ganze Blätter.

          Zum Fencheltee selber machen nutzt du die Samen des Fenchels. Auch sie zerstößt oder zermörserst du kurz bevor du sie mit Wasser aufgießt.

          Zweite Möglichkeit: Teemischung herstellen. Wenn du deine eigene Teemischung herstellen möchtest, musst du alle Zutaten auf ungefähr die gleiche Größe bringen.

          Dafür nimmst du eine große Schüssel und zerreibst alles vorsichtig zwischen den Händen. Die Stückchen sollten dabei zwischen fünf und zehn Millimeter groß bleiben.

          Holunderblütendolden schneide ich mit einer sauberen Schere* oder einem scharfen Messer in kleinere Teile. Die Blüten lassen sich so viel besser untermischen.

          5. Deine Teemischung: Misch dich glücklich

          Hier kommen noch ein paar Tipps zum Tee selber machen:

          Zuerst überlegst du, was du alles in deiner Teemischung haben möchtest. Es sollten maximal sieben verschiedene Kräuter sein, sonst schmeckst du die einzelnen Aromen nicht mehr. Meistens reichen auch schon drei bis vier Sorten. Die Kräuter mischst du in einer großen Schüssel gut durch. Dann brühst du dir einen kleinen „Verkostungstee“. Spätestens jetzt wird das Tee selber machen gemütlich, oder? ;)

          Dabei schmeckst du ganz genau hin: Fehlt noch etwas Minze? Oder dürfen es noch ein paar Blütenblätter mehr sein?

          Holunderblüten sind eine gute Basis, um den Tee auch für Kinder lieblich und süßlich zu halten. Bei der Minze heißt es aufpassen – je nach Mentholgehalt wird’s schnell scharf! Und du willst ja schließlich Tee selber machen und kein Mundwasser. ;) Hat deine Minze ordentlich Wumms, gib lieber erstmal wenig in die Teemischung und probiere, wie es schmeckt.

          Blüten kannst du zuletzt dazugeben, so wie es für dich schön aussieht. Sie verändern den Geschmack nicht merklich. Bist du zufrieden bist mit deiner Teemischung? Dann füll sie ab. 

          Dazu eignen sich insbesondere Weckgläser*, die du möglichst dunkel lagern solltest. 

          Mit Gummi* und Klammern* ist deine Teemischung vor Feuchtigkeit gut geschützt und mindestens den ganzen Winter über haltbar. Sie würde auch länger durchhalten, aber dann heißt es ja schon wieder: „Frischen Tee selber machen!“

          Teatime! Drei Rezepte zum Tee selber machen

          Nach der ganzen Theorie habe ich jetzt noch meine drei Lieblings-Rezepte für dich! Eins für die Hausapotheke, eins für jeden Tag und eins für fruchtige Momente. Als Maß nutze ich gern eine große Tasse mit etwa 250ml Fassungsvermögen. Ich gebe sie in den Rezepten als Cup an. Die Cup-Menge bezieht sich auf die grob zerkleinerten Kräuter.

          Tee selber machen und genießen

          Erkältungstee

          Tee selber machen kann bei Krankheiten die Rettung sein. Immer einen Erkältungstee im Haus zu haben ist einfach Gold wert! Ein Tee aus Salbei, Lindenblüten, Thymian, Holunderblüten, Mädesüß und Spitzwegerich tut Wunder. Oft trollt sich die Erkältung dann, bevor sie richtig kommt.

          Das brauchst du:

          2 Cup Salbei
          2 Cup Thymian
          2 Cup Lindenblüten
          2 Cup Holunderblüten
          1 Cup Mädesüß
          1 Cup Spitzwegerich
          1 Cup Minze

          So einfach ist Tee selber machen für die Hausapotheke:

          1. Mische alle Kräuter und fülle sie so ab, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann.
          2. Bei den ersten Erkältungserscheinungen brühst du 1 TL mit 250 ml kochendem Wasser auf.
          3. Fünf Minuten ziehen lassen und fertig ist dein Immunbooster aus dem Garten!

          Apfeltee

          Tee selber machen ist auch deswegen so toll, weil es so vielfältig ist: Manchmal soll es ja gar keine Medizin sein, sondern einfach nur lecker! Dann kommt so ein fruchtiger ApfelQuitten gerade recht. Diesen Apfeltee könntest du auch ohne Holunder und Melisse mischen und etwas Zimt und gemahlenen Ingwer dazu geben. Und schon hast du einen Weihnachtsapfeltee!

          Das brauchst du:

          3 Cup Apfelschalen
          3 Cup Quittenschalen
          3 Cup Holunderblüten
          3 Cup Zitronenmelisse

          So einfach ist Tee selber machen für den Genuss:

          1. Beim Kochen von Apfel- oder Quittenmus kannst du die Schalen aufheben, in Stücke schneiden und trocknen. Sie geben deinem Tee ein himmlisches Aroma. Wenn du rote Äpfel nutzt, zaubern sie dir einen zart rosa Tee. Du siehst: Tee selber machen ist wirklich ein Genuss für ALLE Sinne!
          2. Mische die Zutaten in einer großen Schüssel und fülle deine Teemischung dann luftdicht ab.
          3. Für deinen Teegenuss gießt du 1 EL Teemischung mit 250 Mililiter kochendem Wasser auf. Nach zehn Minuten duftet es herrlich nach Äpfeln und Quitten und dein Tee ist fertig!

          Haustee

          So eine Mischung mache ich jedes Jahr. Der Haustee ist für mich etwas ganz Besonderes: er ist mein Gartenjahr im Glas. Je nach dem, was besonders reichlich gewachsen ist, wird die Teemischung ein bisschen anders!

          Das brauchst du:

          1 Cup Zitronenmelisse
          1 Cup Minze
          1 Cup Lindenblüten
          3 Cup Holunderblüten
          1 EL Kornblumenblüten
          1 EL Sonnenblumenblüten
          1 EL Malvenblütenblätter

          So einfach ist das Tee selber machen beim Haustee:

          1. Mische die getrockneten Kräuter und Blüten. Das Rezept ist eher eine Orientierungshilfe. Wenn du gern etwas anderes dazu mischen möchtest oder etwas fehlt, kein Problem. Es ist DEIN Gartenjahr im Glas!
          2. Gönne dir deswegen beim Tee selber machen immer einen kleinen Test-Tee. Jetzt kannst du nochmal nachsteuern: Etwas lieblicher wird es mit Lindenblüten oder Holunderblüten. Kräftiger und frischer mit Minze und Melisse.
          3. Wenn du zufrieden bist, füllst du deinen Tee in luftdichte Gläser.
          4. Jetzt kannst du jeden Morgen deinen Gartentee genießen: 1 EL Teemischung mit 250 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Voilà – dein Garten in einer Teetasse!
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          Genießen und Heilen

          Aus gesammelten Kräutern eigenen Tee zu machen ist eine schöne Tradition für den Abschluss des Gartenjahres. Kinder lieben es, die Kräuter zu zerreiben und zu mischen. So trinken sie den Tee dann auch viel lieber, wenn doch mal die Nase läuft.

          Tee selber machen kann auch bedeuten, dass du im Sommer mit frischen Kräutern Tee aufbrühst! Damit schaffst du dir einen kleinen Gartenmoment zum Durchatmen, wenn dir die Arbeit (oder der Garten) vielleicht doch mal über den Kopf wächst!

          Dein eigener Tee lohnt sich auf jeden Fall – ob nun zum Heilen, Genießen oder Innehalten. Probier es doch einfach mal aus! Um loszulegen, solltest du dir nur noch überlegen, welche Kräuter für deinen Tee im Garten nicht fehlen dürfen. Also schnapp dir deinen Kräuterplan und finde heraus, welche Kräuter dir noch zum Glück fehlen! 

          Kräuter sind sowieso dein Ding? Dann lies gern hier weiter:

          Welche Kräuter zusammen pflanzen? 18 tolle Kräuterpaare!

          Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

          Rosmarin vermehren – Kräuter-Stecklinge selber machen

          Bist du schon ein alter Hase beim Tee selber machen? Was ist dein absoluter Lieblings-Garten-Tee?

          *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

          Saierteig ansetzen_Sauerteig Anstellgut

          Sauerteig ansetzen – zum eigenen Anstellgut in fünf Tagen!

          Du kannst ganz einfach deinen eigenen Sauerteig ansetzen. Alles, was du brauchst, um dein Sauerteig-Anstellgut herzustellen, sind Mehl, Wasser und etwas Zeit.

          In diesem Artikel zeige ich dir Schritt-für-Schritt, wie du deinen eigenen Sauerteig für super leckere und gesunde Sauerteigbrote ansetzen kannst.

          Wir backen unser Brot seit über fünf Jahren komplett selbst. Jeden zweiten Tag – das sind an die 1000 Brote. Dieser Artikel ist der Auftakt einer kleinen Sauerteig-Serie, in der ich euch weitergeben möchte, was wir in dieser Zeit gelernt haben.

          Und mit dem Sauerteig ansetzen fängt natürlich alles an. :)

          Inhaltsverzeichnis
          Wozu brauche ich das Sauerteig-Anstellgut überhaupt?
          Sauerteig ansetzen – So machst du dein Anstellgut selber
          Mit welchem Mehl kann ich Sauerteig ansetzen?
          Welche Temperatur zum Sauerteig ansetzen?
          So kannst du dein Sauerteig-Anstellgut lagern

          Wozu brauche ich das Sauerteig-Anstellgut überhaupt?

          Um eigenes Sauerteigbrot zu backen, brauchst du zuerst einmal einen Starter, der die Sauerteigkulturen enthält. Mit diesem Starter setzt du neue Sauerteigbrote an – deswegen wird er auch „Anstellgut“ geannt. Die Sauerteigkulturen vermehren sich dann im Teig, machen ihn verdaulicher und sorgen dafür, dass er aufgeht.

          Den Sauerteigstarter kannst du entweder selbst ansetzen oder Freunde und Bekannte fragen, die mit Sauerteig backen, ob sie dir einen Ableger von ihrem Teig machen. Falls du niemanden kennst, der mit Sauerteig backt, fragst du einfach nett bei einem guten Bäcker danach.

          Je älter eine Sauerteigkultur ist, desto potenter ist sie in der Regel. Deswegen hast du mit einem Ableger ganz zu Anfang deiner Brotback-Karriere erstmal bessere Backergebnisse, weil ein frisch angesetzter Starter erst noch Kraft gewinnnen muss und dein Brot nicht ganz so gut lockern kann. Aber mit einem selbst angesetzten Anstellgut funktioniert das Ganze natürlich auch wunderbar und so hast du alles „von der Pike auf“ selbstgemacht. ;)

          Sauerteigkulturen beim Sauerteig ansetzen

          Sauerteig ansetzen – So machst du dein Anstellgut selber

          Sauerteig selber machen: Tag 1

          50 g (Vollkorn-)Mehl in einer Schüssel mit 50 ml warmem Wasser verrühren. Abdecken und an einen warmen Ort stellen, zum Beispiel neben die Heizung. Die optimale Temperatur für deinen Teigansatz beträgt etwa 24 bis 26°C.

          Sauerteig selber machen: Tag 2-5

          Für die nächsten fünf Tage solltest du regelmäßig deinen Sauerteig füttern. Gib jeden Tag weitere 50 g Mehl und 50 ml warmes Wasser dazu und verrühre es gut mit deinem Ansatz. Dann wieder abdecken und den Teig ins Warme stellen. Keine Panik, wenn das Ganze etwas streng riecht, das ist beim Sauerteig ansetzen ganz normal.

          Nach fünf Tagen sollte dein Anstellgut säuerlich riechen und Blasen bilden – dann ist es fertig und du kannst dein erstes eigenes Sauerteigbrot backen. :)

          Hier geht’s zum passenden Sauerteigbrot-Rezept!

          Sauerteig ansetzen für Sauerteigbrot

          Mit welchem Mehl kann ich Sauerteig ansetzen?

          Du kannst deinen Sauerteig mit allen Mehlen ansetzen: Roggen, Dinkel oder Weizen. Ich backe meistens mit einem Roggensauerteig. Falls ich für ein reines Dinkelbrot mal einen Dinkelsauerteig-Starter einsetzen möchte, fütter ich meinen Roggen-Starter einfach ein paar Tage nur mit Dinkelmehl und züchte ihn quasi um. Denn es ist mir zu aufwändig, mehrere reine Sauerteige zu pflegen.

          Wichtig beim Sauerteig ansetzen ist, dass die Randschicht des Korns im Mehl erhalten geblieben ist – denn dort halten sich die Sauerteigkulturen bevorzugt auf. Deswegen nimmst du am besten ein Vollkornmehl oder ein Mehl mit einer höheren Type.

          Wenn du gerade erst mit dem Brot backen anfängst, empfehle ich dir einen Roggen-Vollkorn-Sauerteig anzusetzen, der ist nämlich ziemlich universal einsetzbar.

          Welche Temperatur zum Sauerteig ansetzen?

          Die wilden Sauerteigkulturen bestehen aus verschiedenen Milchsäurebakterien und Hefen. Diese Kandidaten haben beim Sauerteig ansetzen etwas unterschiedliche Ansprüche:

          • Viele Milchsäurebakterien mögen es gerne kuschelig warm – ihre optimale Temperatur liegt um 30°C.
          • Die Milchsäurebakterien, die auch Essigsäure bilden, bevorzugen etwas niedrigere Temperaturen – zwischen 20 bis 24°C kommt der Prozess so richtig in Fahrt.
          • Die Hefen liegen dazwischen – mit Temperaturen um 25°C machst du sie glücklich.

          Mit den vorherrschenden Temperaturen während der Fermentation kannst du später ein bisschen rumexperimentieren. Wenn dein selbstgebackenes Brot sehr sauer schmeckt, lass den Sauerteig bei etwas höherer Temperatur fermentieren – dann schmeckt das Brot später milder, weil nicht so viel Essigsäure gebildet wurde.

          Du möchtest nicht nur dein eigenes Brot backen, sondern auch Gemüse und Obst anbauen, Hühner halten und einen duftenden Kräutergarten anlegen? Dann lade dir doch meinen Selbstversorger-Guide herunter. Darin zeige ich dir die ersten Schritte Richtung Selbstversorgung auf – immer nach dem Motto: Alles kann, nichts muss. ;)

          Selbstversorgung starten!


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          So kannst du dein Sauerteig-Anstellgut lagern

          Du bist im Urlaub oder möchtest aus anderen Gründen eine Brotbackpause einlegen? Das ist kein Problem, denn es gibt mehrere Methoden, um das Sauerteig-Anstellgut lagerfähig zu machen.

          Sauerteig füttern im Kühlschrank

          Wenn bu regelmäßig Brot backen möchtest, musst du nicht jedes Mal aufs Neue Sauerteig ansetzen, sondern du kannst ihn einfach im Kühlschrank lagern. Ich backe mindestens einmal die Woche und das ist auch der maximale zeitliche Rythmus, in dem du dein Anstellgut füttern solltest.

          Zum Sauerteig füttern nimmst du das Anstellgut einfach aus dem Kühlschrank, gibst 50 g (Vollkorn-)Mehl und 50 ml warmes Wasser dazu – und rührst alles gut um. Nun lässt du die hungrigen Sauerteigkulturen bei ca. 26°C arbeiten, bis der Teig fröhlich blubbert und brodelt.

          Nach etwa einem Tag stellst du dein aktiviertes Sauerteig-Anstellgut wieder in den Kühlschrank.

          Sauerteig Anstellgut läuft über

          Sauerteig trocknen

          Machmal wird der Sauerteig-Ansatz im Kühlschrank doch vergessen oder ich Tüddelkopp habe es beim Brot backen versäumt, einen neuen Ansatz vom Brotteig abzunehmen. Das passiert halt immer mal wieder. ;)

          Damit ich dann nicht immer wieder neuen Sauerteig ansetzen muss, bin ich ein großer Fan davon, etwas Sauerteig für den Notfall zu trocknen.

          Zum Sauerteig trocknen lege ich mir Backpapier auf ein Backblech und streiche auf das Papier eine dünne Schicht Sauerteig aus. Im nächsten Schritt kommt ein zweites Backpapier zum Einsatz, welches ich oben rauf lege, sodass der Sauerteig zwischen zwei Backpapieren liegt.

          Dieses Backpapier-Sauerteig-Backpapier Sandwich trockne ich für etwa drei Tage an der Luft, bis der Teig trocken und leicht zu zerbrechen ist. Die getrockneten Sauerteigchips gebe ich in ein Bügelglas – so kannst du sie mindestens ein Jahr aufbewahren.

          Um die Sauerteigchips wieder zu aktivieren, gibt einfach Wasser und Mehl hinzu! Es ist ganz normal, dass es ein paar Tage dauert, bis die Sauerteigkulturen wieder frisch und munter vor sich hin blubbern – es ist auf jeden Fall schneller als neuen Sauerteig ansetzen. ;)

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          Sauerteig einfrieren

          Eine weiter Möglichkeit, um das Anstellgut zu lagern, ist, den Sauerteig einzufrieren. Am liebsten friere ich Sauerteig in Eiswürfelformen ein, aber du kannst natürlich auch andere Behälter nutzen. Die ideale Temperatur zum Sauerteig einfrieren beträgt -18°C.

          Auch hier gilt: Wenn du deinen Sauerteig aus dem Winterschlaf geholt, und mit Wasser und Mehl gefüttert hast, gib ihm ein paar Tage, um sich von den ungemütlichen Temperaturen in deinem Gefrierfach zu erholen.

          Es ist gar nicht schwer und dauert auch nicht lange, das eigene Sauerteig-Anstellgut zu machen. In nur fünf Tagen ist dein Starter einsatzbereit! Du fängst gerade mit Sauerteig ansetzen an und kannst es gar nicht mehr abwarten, mit dem Brot backen loszulegen? Schmöker in der Wartezeit gerne ein bisschen in meinem Selbstversorger-Guide. Und wenn der Sauerteigstarter dann fertig ist, geht es ab zum nächsten Schritt:

          Hier geht es zu meinem allerliebsten Sauerteigbrot-Rezept.

          Einen Sauerteigstarter selber zu machen ist also ganz einfach. Hast du noch mehr Tipps zum Thema „Sauerteig ansetzen“ parat? Oder Fragen? Dann lass gerne einen Kommentar da!

          Apfelbaum schneiden: Äpfel

          Apfelbaum schneiden: So geht es!

          Einen Apfelbaum schneiden ist wie Kindererziehung: Jedes Alter braucht andere Methoden. ;) Wenn du regelmäßig große, schöne Äpfel ernten möchtest, dein Baum aber auch eine wunderbar luftige Krone entwickeln und gesund bleiben soll, musst du ihn regelmäßig schneiden. Ich zeige dir, wie es geht!

          Inhaltsverzeichnis
          Apfelbaum schneiden im Überblick
          Warum soll ich meinen Apfelbaum schneiden?
          Wann Apfelbaum schneiden optimal ist
          Fachbegriffe beim Apfelbaum schneiden
          Pflanzschnitt und Erziehungsschnitt
          Erhaltungsschnitt für Apfelbäume
          Verjüngungsschnitt
          Fehler beim Apfelbaum schneiden

          Apfelbaum schneiden im Überblick: Die Schnittarten

          Falls du schon mit gezückter Astschere in den Gummistiefeln stehst, kannst du dir hier fix einen Überblick zum Apfelbaum schneiden verschaffen!

          Schnittart beim Apfelbaum schneidenWie?
          Pflanzschnitt► alle Zweige, die zu dicht stehen, sich überkreuzen oder in die falsche Richtung wachsen, herausschneiden ► übrige Zweige möglichst weit oben schräg anschneiden
          Erziehungsschnitt 
           1. Jahr
           (Kronenaufbau)
          ► Leittrieb (Mitte, am höchsten) bestimmen, oberhalb einer kräftigen Knospe abschneiden ► Leitäste (3-4 Stück) bestimmen, um ein Drittel jeweils 5 mm über einer nach außen gerichteten Knospe abschneiden ► Leitäste dürfen nicht höher sein als Leittrieb, sollen im flachen Winkel (90-120 °) dazu wachsen ► alle anderen Triebe entfernen
          Erziehungsschnitt
           2. – 9. Jahr
          ► neues Wachstum der Leitäste 5 mm über einer nach außen gerichteten Knospe um zwei Drittel zurückschneiden (dabei auf jüngere Triebe ableiten) ► neue Seitentriebe nicht schneiden► senkrechte Triebe entfernen ► Triebe, die aus dem Boden wachsen, entfernen
          Erhaltungsschnitt 
           ab 10. Jahr
          ► Kranke, alte oder tote Äste herausschneiden ► alle Triebe, die senkrecht oder nach innen wachsen oder andere Triebe kreuzen, entfernen ► Wachstum der Äste vom letzten Jahr um ein Drittel 5 mm über einer Knospe zurückschneiden (dabei auf jüngere Triebe ableiten) ► Triebe, die aus dem Boden wachsen, entfernen
          Verjüngungsschnitt► Leittrieb auf jüngeren Ast ableiten, Leitäste auf jüngere Äste ableiten ► kranke alte oder tote Äste herausschneiden► alle Triebe, die senkrecht oder nach innen wachsen oder andere Triebe kreuzen, entfernen ► Wachstum der Äste vom letzten Jahr um ein Drittel 5 mm über einer Knospe zurückschneiden (dabei auf jüngere Triebe ableiten) ► Austriebe aus dem Boden entfernen

          Wenn sich dein Apfelbaum so richtig rundum wohlfühlt und gut geschnitten ist, wird er dir jedes Jahr schöne Äpfel schenken. Falls du noch nach Inspirationen suchst, wie du diese Ernte haltbar machen kannst, lad dir doch mein Rezeptebüchlein herunter! Da findest du ein leckeres Apfelrezept. Und das Birnenrezept darin kannst du ebenso gut auch mit Äpfeln testen!

          Hier kannst du das Büchlein herunterladen:

          Hol dir mein Rezepte-eBook!

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            Warum soll ich meinen Apfelbaum schneiden?

            Natürlich „musst“ du nicht deinen Apfelbaum schneiden – du kannst ihn auch einfach fröhlich vor sich hinwachsen lassen. Mit der Zeit wird er dann aber ein undurchschaubares Ästegestrüpp bilden und immer weniger und immer kleinere Äpfel ausbilden. Krankheiten und Schädlinge haben dann ein leichtes Spiel.

            Mit anderen Worten: Ein regelmäßiger behutsamer Schnitt sorgt dafür, dass du viele Jahre lang eine schöne Apfelernte einfährst und einen gesunden, gut gewachsenen und wunderbar anzusehenden Gartengenossen hast. ;)  

            Du suchst nicht nur Tipps zum Apfelbaum schneiden, sondern möchtest auch gern wissen, wie du ohne viel Mühe dein eigenes Gemüse anbaust und dich ein Stück weit selbst versorgst? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs ! Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist!

            Apfelbaum schneiden: Gummistiefel und Leiter

            Wann Apfelbaum schneiden optimal ist

            Beim Apfelbaum schneiden gibt es den „Winterschnitt“, der die Monate Dezember bis März umfasst und den „Sommerschnitt“, der von Juli bis September möglich ist.

            Winterschnitt

            Im Winter ist dein Apfelbaum nackig – deshalb kannst du hervorragend sehen, wie seine Äste wachsen. Mit dem Winterschnitt baust du die Baumkrone auf, erhältst sie oder verjüngst sie. Äste, die du völlig entfernen möchtest, schneidest du „auf Astring“ oder „auf Zapfen“, ohne den Hauptast zu verletzen. Tote, kranke, zu dichte oder sich kreuzende Äste schneidest du auch so heraus. Die Apfelbaumkrone braucht Licht und Luft – vielleicht hast du schon mal gehört, dass man durch eine perfekte Krone einen Hut werfen kann? ;)

            Wenn du das Apfelbaum schneiden Anfang Dezember erledigst, wird dein Baum im Frühjahr besonders kräftig austreiben. Verlegst du die Schnittaktion auf Ende März, fällt der Wachstumsschub sehr viel schwächer aus.

            Falls du ein kleines, eher schwächliches Bäumchen hast, das im nächsten Jahr so richtig Gas geben soll, schneidest du es deshalb kräftig Anfang Dezember. Kapitale Exemplare, die schon ausreichend wuchern, sind erst Ende März und nur mit wenigen Schnitten an der Reihe. So steuerst du behutsam das Wachstum deines Apfelbaums.

            Sommerschnitt

            Der Sommerschnitt ist vor allem in Obstplantagen üblich – er dient hauptsächlich dazu, den schon fast ausgereiften Äpfeln mehr Licht zu verschaffen, damit sie süßer schmecken. Im Privatgarten nutzt du den Sommerschnitt lediglich, um Wassertriebe zu entfernen.

            Du solltest den Sommerschnitt aber auf keinen Fall vor Juli fürs Apfelbaum schneiden ansetzen. Außer Wassertrieben kannst du auch vegetative Triebe, die deine Äpfel beschatten, abschneiden. Aber nimm nicht zu viele davon weg – sonst bleiben die Äpfel sauer! Warum das so ist, erzähle ich dir geich.

            Kranke oder tote Äste, die du jetzt, wo noch Laub am Baum ist, besonders gut siehst, kannst du ebenfalls herausnehmen. 

            Apfelbaum schneiden: auf Astring schneiden

            Fachbegriffe beim Apfelbaum schneiden

            Selbstverständlich gibt es auch beim Apfelbaum schneiden Fachbegriffe – aber keine Sorge, die Wichtigsten erkläre ich dir hier! :)

            Expertenwissen I: Leittrieb und Leitast

            Leittrieb oder Mitteltrieb heißt der längste Ast am Baum, der sich möglichst weit in der Mitte befinden sollte. Er bildet die „Spitze“ der Krone – kein anderer Ast ist so hoch wie er.

            Leitäste sind drei oder vier Hauptäste mit ihren Verzweigungen, die rund um den Leittrieb in einem Winkel von 90 – 120 Grad stehen. Sie sollten ungefähr ein Drittel kürzer sein aber alle dieselbe Höhe haben. Wenn sie zu steil wachsen, kannst du sie mit Gewichten an einer Schnur beschweren oder am Stamm entsprechend festbinden.

            Expertenwissen II: „auf Astring“ schneiden und „auf Zapfen“ schneiden

            Beim Apfelbaum schneiden geht es – Überraschung! – darum, Äste abzuschneiden. ;) So weit, so klar. Aber wo genau schneidest du den Ast denn nun ab? Da gibt es zwei Möglichkeiten:

            • Du schaust, wo genau der Ast vom Hauptast abzweigt. An dieser Stelle siehst du eine kleine Verdickung, die „Astring“ heißt. Und genau dort schneidest du den Ast ab, ohne weiter nach oben oder unten zu verrutschen. So kann der Baum die Wunde gut verschließen oder „überwallen“, wie es in der Fachsprache heißt. Die allermeisten Zweige wirst du „auf Astring“ schneiden.
            • Für den Verjüngungsschnitt gibt es eine Ausnahme von dieser Regel: Um einen Baum, der jahrelang keinen Schnitt bekommen hat und nur wenig neue Äste besitzt, zum Austreiben anzuregen, darfst du ausnahmsweise „auf Zapfen“ schneiden. Das bedeutet, dass du einen Aststummel von ungefähr drei Zentimetern stehen lässt, wo der Baum im nächsten Jahr neu austreiben wird.

            Äste, die du „auf Zapfen“ geschnitten hast, nimmt dein Apfelbaum nämlich als Chance wahr, genau an dieser Stelle möglichst viele Triebe auszubilden. Wenn du also keinen Verjüngungsschnitt planst, gehst du beim Apfelbaum schneiden am besten frei nach dem Motto vor „wenn weg dann ganz weg“!

            Expertenwissen III: generative und vegetative Triebe unterscheiden

            Ast ist nicht gleich Ast an deinem Apfelbaum! :) Es gibt generative Äste und vegetative Äste. Beide haben ihre eigene wichtige Funktion und beide Arten sollte es zu gleichen Teilen an deinem Baum geben.

            • Generative Triebe oder auch Fruchtholz sind die Äste, an denen Blüten und später die leckeren Äpfel mit ein wenig Laub wachsen. Logisch, dass wir die ganz besonders mögen! :)
              Mit den Jahren beginnt das Fruchtholz sich zu verdrehen und immer weniger und kleinere Äpfel zu tragen. Deshalb musst du dafür sorgen, dass sich neues Fruchtholz bildet. Dafür schneidest du das alte nach und nach heraus und leitest es auf jüngeres Fruchtholz ab
            • Vegetative Triebe haben keine Äpfel, dafür aber viel Laub. Über die Blätter läuft die Photosynthese und damit die Versorgung deines Gartengenossen. Wenn er zu wenig vegetative Äste behalten darf, werden deine Äpfel klein bleiben und auch nicht süß schmecken. Du siehst, diese auf den ersten Blick „nutzlosen“ Äste haben verborgene und wichtige Talente!

            Die Kunst besteht nun darin, dass du neben allen anderen Regeln beim Apfelbaum schneiden auch daran denkst, von keiner Ast-Sorte zu viel wegzunehmen.

            Expertenwissen IV: Was ist eine Saftwaage?

            Die „Saftwaage“ ist ein gedankliches Modell, es gibt sie nicht in Wirklichkeit – außer vielleicht beim Obstpressen. ;)

            Um mit der Zeit eine schöne Krone zu bekommen, müssen die obersten Knospen deiner Leitäste alle auf derselben Höhe sein.

            Der Saft, der in den Leitästen zirkuliert, ist auf diese Weise in der Waage: bei keinem kann er höher steigen als bei den anderen.

            Beim Pflanz- und Erziehungsschnitt musst du deshalb auch genau überlegen, über welcher Knospe du den Ast abschneidest: Hat sie dieselbe Höhe wie die Knospen der anderen Leitäste?

            Expertenwissen V: Was heißt Ableiten beim Apfelbaum schneiden?

            Keine Angst, wir sind nicht im Matheunterricht! ;) Ableiten heißt beim Apfelbaum schneiden, dass du einen Ast an der Verzweigung zu einem jüngeren Trieb auf Astring schneidest. Du leitest so die Kraft des Baumes in den jüngeren Trieb ab. 

            Apfelbaum schneiden: Apfelblüten

            Pflanzschnitt und Erziehungsschnitt: jungen Apfelbaum schneiden

            Pflanzschnitt

            Du hast stolz einen kleinen Apfelbaum gepflanzt? Dann wird es Zeit für den ersten Schnitt in seinem Apfelbaum-Leben! :)

            Beim Pflanzschnitt geht es darum, den Grundstein für eine zukünftige prächtige Krone zu legen. Beim frisch gesetzten Apfelbaumbaby gibt es noch wenige Wurzeln, aber im Vergleich dazu schon recht viel Zweige. Das Verhältnis sollte aber ungefähr ausgeglichen sein!

            Deshalb nimmst du alle Zweige, die zu dicht stehen, sich überkreuzen oder in die falsche Richtung wachsen, heraus. Die übrigen Zweige schneidest du möglichst weit oben schräg an. So fühlen sie sich dazu angeregt, Verzweigungen zu bilden. 

            Erziehungsschnitt 1. Jahr

            Wenn dein Bäumchen ein Jahr alt ist, wird es Zeit für den Erziehungsschnitt. Dazu siehst du deinem grünen Freund genau auf die Äste: Welcher wächst besonders kräftig und gerade und befindet sich möglichst in der Mitte?

            Ast gefunden? Dann hast du deinen Leittrieb! Du schneidest ihn um ein Drittel zurück, und zwar ungefähr fünf Millimeter über einer Knospe.

            Dann suchst du dir drei bis vier Äste, die deine zukünftigen Leitäste bilden und schneidest sie um die Hälfte zurück, wieder fünf Millimeter über einer Knospe. 

            Psst, kleine Erinnerung: beim Apfelbaum schneiden die Saftwaage nicht vergessen!

            Sollten deine statt im Winkel von 90 oder 120 Grad zum Leittrieb Leitäste senkrecht nach oben wachsen, kannst du sie mit einer Juteschnur am Stamm entsprechend nach unten binden.

            Erziehungsschnitt ab dem 2. Jahr

            Alles, was im letzten Jahr an den Leitästen neu gewachsen ist, schneidest du oberhalb einer Knospe um zwei Drittel zurück.

            Den Leittrieb kürzt du um ein Drittel und leitest ihn bei Bedarf auf einen jüngeren Ast ab.

            Neue Seitentriebe lässt du stehen, aber senkrecht wachsende Triebe schneidest du auf Astring zurück. 

            Alle Triebe, die in der Nähe des Apfelbaums aus dem Boden wachsen, entfernst du bodennah.

            Übrigens sieht nicht nur ein Apfelbaum toll in deinem Garten aus! Es gibt auch richtig coole DIY-Projekte, mit denen du eine richtige Wohlfühloase schaffen kannst! Schau gern mal rein:

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            Erhaltungsschnitt für Apfelbäume

            Wenn du mit dem Apfelbaum schneiden im 10. Jahr angekommen bist, änderst du die Schnittart. Ab jetzt machst du einen Erhaltungsschnitt.

            Dazu schneidest du kranke, alte oder tote Äste auf Astring heraus und entfernst Triebe, die senkrecht oder nach innen wachsen oder andere Triebe kreuzen.

            Den Leittrieb leitest du bei Bedarf auf einen jüngeren Ast ab.

            Das Wachstum der Äste vom letzten Jahr schneidest du um ein Drittel zurück, und zwar 5 mm über einer Knospe, die in die Richtung zeigt, in die der neue Trieb wachsen soll.

            Beim Sommerschnitt kannst du besonders gut sehen, welches Fruchtholz nur kleine und wenige Äpfel trägt oder welche vegetativen Äste nicht viel Laub haben. Die entfernst du auf Astring. Dabei kannst du sie auch auf jüngere Äste ableiten.

            Alle Triebe, die aus dem Boden in der Nähe des Apfelbaums wachsen, schneidest du bodennah ab.

            Verjüngungsschnitt: alten Apfelbaum schneiden

            Du hast einen alt-ehrwürdigen Apfelbaum, der schon lange keine Astschere mehr gesehen hat? Dann kommt ein Verjüngungsschnitt in Frage! Dabei schneidest du bis zu 20 Prozent der Krone heraus.

            Wenn du das in einem Rutsch tun möchtest, bedeutet das für deinen Baum richtig viel Stress und du musst du damit rechnen, dass er die nächsten beiden Jahre kaum Äpfel tragen wird. 

            Wenn dich das stört, kannst du auch sanfter zu Werke gehen und deine Verjüngungsmaßnahmen auf zwei oder drei Jahre verteilen. 

            Und so geht der Verjüngungsschnitt:

            • Leittrieb und Leitäste leitest du auf jeweils einen jüngeren Ast ab.
            • Das Wachstum der Äste vom letzten Jahr schneidest du um ein Drittel zurück, und zwar 5 mm über einer Knospe, die in die Richtung zeigt, in die der neue Trieb wachsen soll.
            • Tote und kranke Triebe und Zweige, die nach innen wachsen oder andere Triebe kreuzen, schneidest du auf Astring heraus.
            • Alle Triebe, die in der Nähe des Apfelbaums aus dem Boden wachsen, schneidest du bodennah ab.

            Apfelbaum schneiden
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            Fehler beim Apfelbaum schneiden

            Wenn du beim Apfelbaum schneiden Fehler machst, fällt entweder deine Apfelernte mickrig aus oder du hast jede Menge zusätzliche Arbeit.

            Deshalb habe ich hier für dich die drei häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest:

            • Fehler #1: Du schneidest zu viele Äste auf einmal heraus und hast deshalb im nächsten Jahr jede Menge Wassertriebe. Das sind Zweige, die senkrecht nach oben wachsen und keine Früchte tragen. Dein Baum sieht dann aus wie ein Igel!
              Wassertriebe schneidest du während des Sommerschnitts im Lauf der folgenden Jahre nach und nach auf Astring zurück, um sie behutsam einzudämmen und nicht in eine Spirale aus Schneiden und immer noch mehr Wassertrieben zu geraten.
              Ein starker Rückschnitt führt zu starkem Wachstum. Deshalb solltest du auf keinen Fall mehr als maximal 20 Prozent der Baumkrone wegnehmen. Achte beim Schneiden auch unbedingt auf den richtigen Schnittzeitpunkt!
            • Fehler #2: Dein Werkzeug ist stumpf und die Schnitte splittern, sind fransig und unsauber.
              Stumpfes Werkzeug macht das Arbeiten unnötig schwer und öffnet Pilzen und Viren die Eingangstür, weil dein Baum den Schnitt nur schwer abheilen lassen kann.
              Achte darauf, das deine Schere oder Säge scharf und gut geschliffen ist.
            • Fehler #3: Du schneidest bei zu niedrigen Temperaturen. 
              Holz ist bei Frost spröde und Schnitte können leicht splittern und unschöne Wunden im Holz hinterlassen. Bei Minusgraden lässt du das Apfelbaum schneiden daher besser sein.

            Wenn du auf ein paar wichtige Dinge achtest und mit Ruhe und Behutsamkeit arbeitest, ist Apfelbaum schneiden kein Problem. So bleibt dein Baum jung und schenkt dir über viele Jahre hinweg leckere Äpfel, die du sofort vernaschst, lagerst oder mit meinen leckeren Rezepten haltbar machst. Und das ist die Mühe doch absolut wert, oder? :)

            Nicht nur dein Apfelbaum braucht einen Schnitt, sondern du möchtest auch andere Pflanzen in deinem Garten in Form bringen? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

            Johannisbeeren richtig schneiden: rote, weiße, schwarze!

            Himbeeren schneiden: Der ultimative Guide!

            Rosmarin schneiden: Einfache Schritt-für-Schritt Anleitung!

            Welche Erfahrungen hast du mit dem Apfelbaum schneiden gemacht? Ich bin gespannt auf deine Tipps! :)

            Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

            Apfelchutney

            Apfelchutney – so machst du’s ganz einfach selbst!

            Apfelchutney ist eine tolle Möglichkeit, deine Äpfel mal ganz anders haltbar zu machen. Kisten voller Lageräpfel, Apfelmus und Apfelsaft stehen schon in deinem Vorratsregal und am Baum hängen immer noch Äpfel, die verarbeitet werden wollen? Dann wag dich doch heute an dieses würzige Apfelchutney Rezept!

            Inhaltsverzeichnis
            Apfelchutney: Die richtige Menge macht‘s
            Chutney – was ist das eigentlich?
            Hier kommt dein Apfelchutney Rezept!
            Variationen von Apfelchutney

            Apfelchutney: Die richtige Menge macht‘s

            Zugegeben: Apfelchutney brauchst du nicht in riesigen Mengen. Zu Kartoffelpuffen verputzt ihr bestimmt im Handumdrehen ein großes Glas Apfelmus, oder? Bei Apfelchutney reicht dir dieselbe Menge eine gaaanze Weile als aromatisches i-Tüpfelchen auf deinem Käsebrot oder zu herzhaften Fleischgerichten. 

            Wenn du heute also eine große Menge Äpfel haltbar machen willst, dann verarbeite lieber nur einen Teil davon zu Apfelchutney – oder du hast bald einen Chutney-Vorrat, der jahrzehntelang bei dir im Regal steht. ;)

            Es sei denn, du denkst schon zur Apfelzeit an Weihnachten und planst, dein Apfelchutney zu verschenken. So ein Chutney eignet sich nämlich hervorragend für einen mit Liebe gefüllten Geschenkkorb, den du mit lauter selbstgemachten Köstlichkeiten füllst. Neben Apfelchutney machen da auch Zimtpflaumen, ein Gläschen getrockneter Tomaten oder deine Lieblingsmarmelade eine gute Figur. :)

            Wenn du noch auf der Suche nach ein paar Rezeptideen für lang haltbare, selbstgemachte Köstlichkeiten bist, dann schnapp dir doch meine sieben Lieblingsrezepte zum Einkochen und Fermentieren. Du kannst sie dir hier ganz einfach herunterladen:

            Chutney – was ist das eigentlich?

            Gute Frage! Chutneys sind dicke Soßen, die du auf Basis von zerkleinertem Obst oder Gemüse herstellst. Sie kommen ursprünglich vom indischen Subkontinent, und werden typischerweise mit den dort üblichen Gewürzen versehen.

            Chutneys sind dank Essig und Zucker lange haltbar – und schmecken auch dementsprechend süß-sauer. Mit der passenden Gewürzmischung werden sie zur regelrechten Geschmacksexplosion, und peppen herzhafte Gerichte so richtig auf!

            Ich weiß: Äpfel sind eher nicht das Obst, das für Indien typisch ist. Im Original wirst du auch eher Mango oder Ananas finden. Aber auch mit bei uns heimischem Obst funktioniert das Prinzip Chutney ganz wunderbar!

            Probier doch mal, welche Sorte dir am besten schmeckt: Außer dieser Anleitung für Apfelchutney habe ich nämlich auch Rezepte für Pflaumenchutney, Zucchinichutney und Birnenchutney für dich.

            Wenn es heute weiterhin Apfelchutney sein soll, dann ran an die Äpfel – wir legen los!

            Apfelchutney, Käse und Cracker

            Hier kommt dein Apfelchutney Rezept!

            Bevor es losgeht, machen wir noch einen kleinen Sortencheck. Denn nicht alle Äpfel eignen sich gleich gut für dein Apfelchutney. Du möchtest in deinem fertigen Chutney nämlich noch kleine Apfelstückchen vorfinden, und das funktioniert leider nicht bei allen Apfelsorten.

            Gut eignen sich vor allem feste Apfelsorten – das sind so ziemlich alle, die du auch für Apfelkuchen verwenden würdest. Wenn du gerade Äpfel verarbeiten willst, die beim Kochen schnell zerfallen, dann koch aus ihnen lieber eine Extraportion Apfelmus.

            Du hast eine passende Sorte da? Dann stell dir jetzt noch genügend Einmachgläser bereit* und sterilisiere sie mit kochendem Wasser. Sauberes Arbeiten ist beim Haltbarmachen nämlich die halbe Miete!

            Kleiner Tipp: Für Chutney eignen sich besonders kleine Gläser gut. Du brauchst meistens ja nur ein wenig Apfelchutney auf einmal. Große Gläser, die einmal geöffnet wurden, nehmen da nur unnötig lange viel Platz in deinem Kühlschrank ein.

            Wenn du mehr darüber lernen willst, wie du dein Obst und Gemüse fachgerecht einweckst, fermentierst und auch ganz natürlich so einlagerst, dass es sich lange hält, dann schau doch mal in meinem „Vorratskammer starten“-Onlinekurs vorbei. Da nehmen wir all diese Techniken ganz genau unter die Lupe und du kriegst viele Rezepte zum Ausprobieren an die Hand.

            Äpfel und Zwiebeln

            Diese Zutaten brauchst du:

            • 1 kg Äpfel
            •  6 mittelgroße Zwiebeln
            •  1 daumengroßes Stück Ingwer
            •  1-2 TL neutrales Öl
            •  250 g brauner Zucker
            •  350 ml Weißwein- oder Apfelessig
            •  Saft einer halben Zitrone
            •  1 frische Chilischote
            •  Etwas Zimt und Pfeffer

            So geht’s:

            1. Wir legen mit Schnippeln los! Schnapp dir deine Zwiebeln und schneide sie in kleine Würfel. Dann nimmst du dir die Äpfel vor, schälst sie und schneidest auch sie in kleine Würfel.
            1. Erhitze das Öl in einem Topf und dünste Zwiebeln und Äpfel an. Währenddessen schälst du dein Stück Ingwer, und reibst es anschließend auf einer relativ feinen Reibe. Alternativ dazu kannst du den Ingwer auch kurz in den Mixer schmeißen. Auch der zerkleinerte Ingwer kommt nun in den Topf.
            1. Wieg Zucker und Essig ab und stell dir beides bereit. Deine Chilischote schneidest du in feine Streifen und stellst dir die ebenfalls bereit.
            1. Nun fügst du den Zucker unter Rühren hinzu und löst ihn langsam auf. Anschließend löschst du das Ganze mit deinem Essig ab. Gib aber noch nicht die gesamte Menge dazu, sondern heb dir einen Teil auf. So kannst du die Konsistenz später noch anpassen.
            1. Zitronensaft, die gehackte Chili, Zimt und Pfeffer hinzufügen und gut unterrühren.
            1. Das Chutney langsam unter Rühren aufkochen. Wenn es zu dickflüssig wird, gibst du immer noch ein Schlückchen Essig dazu.
            1. Nun ist die Gelegenheit, dein Apfelchutney abzuschmecken. Ist das Verhältnis von Zucker und Essig ausgeglichen? Fehlt dir Schärfe? Balanciere dein Chutney aus, bis du so richtig zufrieden damit bist.
            1. Jetzt heißt es: Ab in die Gläser!* Damit dein Apfelchutney im Glas sicher verstaut ist und steril bleibt, kochst du es im Anschluss noch ein. Dazu stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, liest du bei meinem Rezept für Zimtpflaumen – das kannst du einfach für dein Apfelchutney übernehmen. Noch mehr Tipps dazu findest du übrigens in meinem Artikel Einkochen für Anfänger

            Apfelchutney
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            Variationen von Apfelchutney

            Ganz nach Gusto kannst du das Rezept übrigens auch variieren – solange Essig und Zucker dabei sind, ist das gar kein Problem. Dann dürfen auch noch mehr würzende Zutaten dazu, ohne dass du riskierst, dass das Rezept nicht mehr sicher ist.

            Der Fantasie sind keine Grenze gesetzt: Wie wäre es mal mit einem Apfelchutney mit Rosinen? Oder du nimmst für eine feurige Variante rote Zwiebeln und eine Extraportion Chili? Oder du ersetzt einen Teil der Äpfel durch Birnen und machst dein Chutney so richtig fruchtig! Mmmhh… :) 

            Nachgefragt: Warum eignet sich eigentlich ausgerechnet Essig so gut, um Lebensmittel haltbar zu machen? Das erzähle ich dir in diesem Video:

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            Mehr Informationen

            Na, bist du auf den Geschmack gekommen? Von süß-sauer bis fruchtig-feurig ist beim Apfelchutney jede Geschmacksrichtung dabei – kein Wunder, dass es selbst das langweiligste Käsebrot so richtig aufpeppt!

            Also: Apfelchutney selber machen ist wirklich nicht schwer – und wer weiß, wem du mit dieser würzigen Aufmerksamkeit eine kleine Freude machen kannst?

            Wenn du noch tiefer eintauchen magst in die Welt der Würzpasten und Brotaufstriche, dann hol dir dein Rezeptbuch und lies unbedingt hier weiter:

            Quitten verarbeiten ohne Muskelkater: Die besten Tricks!

            Zucchinischwemme willkommen: Zwei köstliche Zucchini Rezepte!

            Marmelade kochen: 5 einfache Schritte zum Glück auf dem Brot!

            Bist du auch so ein Fan von Apfelchutney wie ich? Welche Variation von Apfelchutney schmeckt dir am besten? Lass mir gerne einen Kommentar da!

            *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

            Wühlmäuse vertreiben: Das hilft wirklich!

            Eine Wühlmaus oder gar eine ganze Horde Wühlmäuse im eigenen Garten zu entdecken ist ein einziger Albtraum! Die Nager sind der Endgegner jeden Wurzelgemüses und können im Beet ganz schön viel kaputt machen. Auch ich hatte in meinem Garten bereits das „Vergnügen“ mit Wühlmäusen. Was geholfen hat und wie ich die Wühlmaus Bande vertreiben konnte? Hier liest du’s!

            Inhaltsverzeichnis:
            Zuallererst: Wühlmaus erkennen
            Was frisst die Wühlmaus?
            Wühlmaus vertreiben statt bekämpfen
            Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden
            Die richtige Kombi machts!

            Zuallererst: Wühlmaus erkennen

            An für sich finde ich die Wühlmaus unglaublich niedlich! Ich kann auch absolut verstehen, dass es ihnen in meinem Garten gefällt. Die lockere Erde und das üppige Futterangebot laden ja regelrecht dazu ein, sich hier niederzulassen. Trotzdem würde ich mein Gemüse lieber selber essen! Und das ist mit Wühlmäusen manchmal gar nicht mehr so selbstverständlich…

            Wenn sich zu Beginn der Gartensaison verdächtige Gänge und Löcher in deinen Beeten zeigen, ist das ein erstes Anzeichen dafür, dass eine Wühlmaus in deinen Garten eingezogen ist. Deine Alarmglocken sollten dann läuten, wenn du ein oberflächliches Gangsystem in Rasen oder Beeten entdeckst.

            Gerade Bereiche, die länger abgedeckt waren – sei es mit einer Plane zur Unterkrautunterdrückung oder auch durch eine Schneedecke – werden von den kleinen Nagern liebend gerne als Behausung genutzt.

            Wühlmäuse graben Gängein eine Wiese

            Wenn der Schnee im Frühjahr geschmolzen ist, kannst du die freigelegten Gänge der Wühlmaus geradezu nachverfolgen, so dicht an der Oberfläche befinden sie sich meistens. Aber die typischen Gänge sind nicht das einzige Erkennungsmerkmal. Wühlmäuse hinterlassen nämlich auch Erdhaufen, die denen von Maulwürfen ähneln.

            Deshalb sollten wir die Wühlmaus auch nicht vorschnell zum Sündenbock erklären. Denn vielleicht hast du statt der eher oberflächlichen Wühlmaus auch einen Untermieter mit mehr Tiefgang bei dir im Garten?

            So erkennst du, ob du es mit einer Wühlmaus oder einem Maulwurf zu tun hast:

            WühlmausMaulwurf
            ovale, flache Erdhaufenkreisrunde, hohe Erdhaufen
            Erdhaufen mit PflanzenrestenErdhaufen ohne Pflanzenreste
            flach verlaufendes Gangsystemtief verlaufendes Gangsystem
            flache Eingänge am Rand der Erdhaufensteile, mittige Eingänge
            Verwühlprobe wird nach wenigen Stunden verschlossenVerwühlprobe wird erst nach Tagen oder gar nicht verschlossen
            Geschützte Tierart? ✘Geschützte Tierart?

            Normalerweise reicht ein prüfender Blick auf die Erdhaufen, um zu sehen, wer da gräbt. Maulwurfshügel sind im Allgemeinen ordentlicher: symmetrischer, sauber von Pflanzenresten, mit mittigem Eingang, und ohne sichtbare Gänge neben dem Haufen.

            Die Wühlmaus achtet da nicht so sehr auf die Ästhetik. Sie kommt fast waagrecht aus dem Boden heraus und kreiert daher einen eher ovalen Erdhaufen mit Eingang an einer Seite. Oft sind in der Erde auch Pflanzenreste – Wurzelteile, Baumrinde und Gemüsereste – zu finden.

            Du bist dir immer noch unsicher, mit wem du es zu tun hast? Mach doch eine Verwühlprobe! Maulwürfe leben weit unter der Erdoberfläche und benutzen ihre Ausgänge ans Tageslicht nur einmalig, um ihren Schutt abzuladen. Die Wühlmaus hingegen ist regelmäßig in ihren Gängen unterwegs. Deshalb ist die sogenannte Verwühlprobe super, um im Zweifelsfall entscheiden zu können, wer da die Pfoten im Spiel hat.

            So machst du eine Verwühlprobe:

            Für die Verwühlprobe beschädigst du einen oberflächennahen Gang – am besten gleich an mehreren Stellen. Ist ein Maulwurf eingezogen, wird er den Schaden wahrscheinlich nicht reparieren, und wenn doch, dann sicherlich nicht am selben Tag.

            Sind Wühlmäuse am Werk, werden die sich jedoch schleunigst daran machen, ihre Schnellstraße zu reparieren. Du kannst dann damit rechnen, dass die Nager noch innerhalb von 24 Stunden alles wieder in den Ausgangszustand versetzen.

            von Wühlmäusen angeknabberte Süßkartoffel

            Was frisst die Wühlmaus?

            Kein Wunder, dass die Wühlmäuse sich in Gemüsegärten so wohl fühlen: Es stehen nämlich einfach ziemich viele Gemüsepflanzen auf ihrem Speiseplan. Die ziehen sie gern auch mal am Stück mit in ihre Unterwelt – über Nacht können so auf mysteriöse Art und Weise ganze Jungpflanzen verschwinden. Als ich Wühlmäuse im Garten hatte, waren die besonders scharf auf meine Spinatpflanzen. Was haben die Nager da für ein Chaos veranstaltet!

            Wühlmäuse ernähren sich rein pflanzlich. Sie sind dabei spezialisiert auf alles, was unter der Erde wächst: Möhren, Knollensellerie, Topinambur und Co. Wurzeln und Knollen finden sie einfach ganz besonders appetitlich. Auch die junge Rinde von Obstbäumen verschmähen sie nicht. Du kannst dir sicher vorstellen, was für einen Schaden da so eine Wühlmausfamilie anrichten kann!

            Deshalb sollten wir sie schleunigst dazu bewegen, aus unserem Gemüsebeet auszuziehen und anderswo heimisch zu werden. Los geht’s!

            Wühlmaus vertreiben statt bekämpfen

            Giftköder? Nein, danke! Dass wir bei uns im Garten kein Gift streuen, ist für mich klar. Denn Giftköder bedeuten nicht nur einen qualvollen Tod für die Wühlmaus selbst, sondern möglicherweise auch für Igel, freilaufende Katzen oder andere Tiere.

            Und überhaupt: Wir wollen die Wühlmäuse ja gar nicht töten! Nur in unserem Gemüsebeet möchten wir sie eben nicht unbedingt haben…

            Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden

            Um die Wühlmäuse aus deinem Garten zu verscheuchen, stehen dir mehrere Methoden zur Auswahl. Denk dran: Es muss der Wühlmaus so richtig ungemütlich werden, damit sie sich zum Auszug bequemt. Mit diesen sieben Methoden hatte ich Erfolg:

            1. Nutze die natürlichen Gegenspieler der Wühlmaus
            2. Halte Hühner, Ziegen oder Katzen
            3. Mulch deine Beete mit Hackschnitzeln
            4. Rinzinusöl vertreibt Wühlmäuse
            5. Knoblauch mag die Wühlmaus gar nicht
            6. Verleg dein Gemüse ins Hochbeet
            7. Setz Wühlmaus-Schocker ein
            Greifvogel mit gefangener Wühlmaus

            #1: Verbrüdere dich mit den natürlichen Feinden der Wühlmaus

            Du hast jede Menge Verbündete da draußen, die liebend gerne mit dir zusammen in den Kampf gegen die Wühlmäuse ziehen. Greifvögel zum Beispiel. Lad die doch gerne ganz explizit mit einer Sitzstange in deinen Garten ein. Sobald die Wühlmaus Wind von diesem Manöver bekommt, wird es ihr sicher schnell unbehaglich.

            Pssst: Wenn du Hühner hältst, solltest du dir gut überlegen, ob du Greifvögel zu dir in den Garten einladen willst. Die könnten nämlich auch auf deine gefiederten Freunde ein Auge werfen…

            Die Natur ist schon genial! Mit dem richtigen Wissen können wir uns ganz viele natürliche Effekte im Garten zunutze machen – nicht nur bei der Wühlmausvertreibung!

            Wusstest du, dass sich auch Pflanzen gegenseitig in ihrem Wachstum und ihrer Gesundheit günstig beeinflussen können? Wenn du diese Effekte in deinem Gemüsebeet clever nutzen möchtest, dann lade dir hier gern meine Mischkulturtabelle herunter und puzzle deine Traumbeete zusammen!

            #2: Halte Hühner, Ziegen oder eine Katze

            Ja, richtig gelesen. Auch Haus- und Hoftiere können bei der Lösung deines Problems behilflich sein. Wühlmäuse meiden nämlich Gebiete, in denen ihnen allzu oft auf dem Kopf herumgetrampelt wird.

            Wenn du regelmäßig Ziegen oder Hühner in den Bereich lässt, in dem die Wühlmaus ihr Gangsystem angelegt hat, wird ihr das Getrampele bzw. Gescharre auf Dauer ziemlich auf den Senkel gehen – und wenn du Glück hast, sucht sie sich ein ruhigeres Plätzchen.

            Bevor du dir allerdings wegen deiner Wühlmäuse gleich Ziegen zulegst, solltest du zuerst hier reinlesen. Ziegen sind nämlich so ungefähr die schlimmsten Tiere, die man als Selbstversorger halten kann. ;)

            #3: Leg den Wühlmäusen Hackschnitzel in den Weg!

            Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Wühlmäuse mit Hackschnitzeln gemulchte Beete links liegen lassen. Die Wühlmäuse haben offensichtlich keine Lust, sich durch Massen an Hackschnitzeln zu buddeln.

            Vielleicht ist das Fortbewegen im Mulch sehr mühsam, die Gänge halten nicht, oder ihnen tuen die Pfoten danach weh? Wer weiß! Aber Fakt ist: Die gemulchten Beete sind bisher immer wühlmausfrei geblieben! Also, ran an die Hackschnitzel!

            #4: Rizinusöl finden Wühlmäuse gar nicht dufte

            Wühlmäuse können Rizinusöl nicht ausstehen! Ob das wohl an der abführenden Wirkung oder am Geruch des Öls liegt? Egal: Hauptsache, es funktioniert!

            Für die Anwendung gibst du alle zwei bis drei Wochen jeweils einen Esslöffel Rizinusöl in jedes Wühlmausloch, das du finden kannst. Achte dabei darauf, auch neben den Beeten zu schauen. Denn auch unter Beerenstäuchern oder Obstbäumen kann die Wühlmaus einen Trakt ihres Paslastes gebaut haben.

            In den Tagen nach der ersten Beduftung entstehen in der Regel erstmal viele neue Löcher, weil die Mäuse einen Weg suchen, das Zeug zu umgehen – das ist natürlich erstmal weniger erfreulich für uns. Aber es bedeutet, dass sie das Rizinusöl tatsächlich stört und darum geht es ja: die Wühlmaus so lange ärgern, bis sie aufgibt und ihre Koffer packt.

            Knoblauchgeruch vertreibt Wühlmäuse

            #5: Knoblauch? Den riechen Wühlmäuse bis ins letzte Loch

            Ganz ähnlich wie mit Rizinusöl kannst du auch mit Knoblauch vorgehen. Der riecht nämlich auch so intensiv, dass die Wühlmaus sich schnell davon gestört fühlt.

            Am effektivsten setzt du den Knoblauch dabei als Gemüsekultur in den Beeten ein – denn so hast du neben der Wühlmausabwehr auch gleich eine dicke Knoblauchernte. Zwei Fliegen mit einer Klappe! ;)

            Wenn du nicht so viel Knoblauch anbauen magst, kannst du aber auch einfach – genau wie beim Rizinusöl – in jedes Wühlmausloch eine angequetschte Knoblauchzehe legen. Die erneuerst du auch regelmäßig, um den guten Geruch in den Gängen aufrecht zu erhalten. Mmhhhh… :)

            #6: Verleg dein Gemüse in den Hochsicherheitstrackt!

            Gerade wenn du im Hochbeet gärtnerst, gibt es einen sehr simplen Weg, den ganzen Ärger zu umgehen: Sichere deine Beete von Anfang an auf der Unterseite mit Drahtgitter! Da kommt die freche Wühlmaus nämlich nicht durch und der Spuk ist schnell vorbei.

            Wie du dir ein wühlmaussicheres Hochbeet baust, zeige ich dir hier:

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            #7: Wenn alle Stricke reißen: Der Wühlmaus-Schocker

            Keine Sorge, ein Wühlmaus-Schocker hört sich brutaler an, als er ist. Er wird in die Erde eingegraben und sendet niedrigfrequentierte Schallwellen aus, die die Wühlmäuse vertreiben sollen. Die sind allerdings mitunter auch für Menschen hörbar und haben mich anfangs bei der Gartenarbeit ziemlich genervt.

            Die Wühlmäuse bei mir im Garten sind erstmal im Dreieck gesprungen, nachdem ich den Schocker installiert hatte: Auf einmal waren sie auch tagsüber unterwegs, und die Löcherproduktion erreichte ihren Peak. Wahrscheinlich habe ich den Rhythmus der Wühlmäuse einfach gehörig durcheinander gebracht mit dem Ding…

            Nach knapp zwei Wochen jedoch wurde es auf einmal sehr viel ruhiger. Da hatten einige Nager wohl das Weite gesucht! Der Wühlmaus-Schocker hat also funktioniert, auch wenn es zunächst nicht danach aussah. Aber wir würden ja auch nicht sofort ausziehen, nur weil der Nachbar seine Stereoanlage mal lauter aufdreht. ;)

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            Die richtige Kombi machts!

            Beim Gegenspieler Wühlmaus würde ich mich niemals auf eine einzige Methode verlassen. Um meine Wühlmäuse zu vertreiben, musste ich schon ein ganzes Angebot an Störfaktoren auffahren.

            Probier doch einfach mal aus, welche Methoden bei dir im Garten am praktikabelsten sind! Eine Kombi von mehreren Methoden ist dabei am erfolgsversprechendsten.

            Nicht nur bei der Wühlmausbekämpfung: Die richtige Kombi führt auch im Beet zu Erfolg. Vergiss daher nicht, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen und deine Gemüsepflanzen mit ihren Lieblings-Beetpartnern zu verkuppeln! ;)

            Du siehst, mit ein bisschen Fantasie und Durchhaltevermögen kannst du Wühlmäuse auch ganz ohne Giftköder loswerden. Ich drück dir die Daumen, dass auch dein Garten schon bald wieder wühlmausfrei ist!

            Willst du gegen alle Eindringline in deinem Gemüsebeet gewappnet sein? Dann sind  diese Artikel genau das richtige für dich:

            Weiße Fliege bekämpfen: So wirst du sie los!

            Maulwurf vertreiben: 9 ultimativ wirksame Methoden

            Drahtwurm bekämpfen ganz ohne Chemie – der komplette Guide!

            Musstest du schonmal eine Wühlmaus oder gar eine ganze Horde Wühlmäuse vertreiben? Was hat bei dir funktioniert? Ich freue mich wie immer über Tipps und Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

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