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Holundersaft in der Flasche

Holundersaft selber machen – So gelingt‘s!

Holundersaft ist mit seiner tief lila Farbe ein leckerer und super gesunder Gute-Laune-Saft und ein toller Begleiter in langen trüben Wintermonaten. Und das beste: Die farbenfrohe Vitaminbombe kannst du ganz einfach zuhause herstellen – ohne spezielles Zubehör und mit nur ganz wenigen Zutaten. Also, auf geht’s, lass uns gemeinsam Holunderbeerensaft selber machen!

Inhaltsverzeichnis
 Hoch lebe die Holunderbeere!
 Holundersaft selber machen – Schritt für Schritt
 1. Schritt: Die Beerenernte
 2. Schritt: Mach dich bereit!
 3. Schritt: Holundersaft herstellen
 4. Schritt: Holundersaft pasteurisieren

Hoch lebe die Holunderbeere!

Außen hui, innen… auch hui! Holundersaft erfreut uns nicht nur durch seine wunderbare Farbe, er ist auch noch richtig gesund. In Holunderbeeren steckt nämlich ein ganzes Alphabet an guten Dingen: Sie sind prall gefüllt mit den Vitaminen A, B und C. Außerdem enthalten die Beeren Eisen, Kalium und jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe.

Kein Wunder also, dass wir unser Immunsystem so gerne mit dem wunderbaren Saft stärken und den Beerensud zur Linderung von Erkältungen und Co einsetzen. Auch bei Fieber, Blasenentzündungen und Nierenproblemen ist Holundersaft wohltuend und kann zur Besserung der Symptome beitragen.

Und er schmeckt auch noch richtig gut, dieser Saft! Ob dampfend heiß in einer Tasse mit Apfelsaft und Honig, als Fliederbeerensuppe mit Grießklößchen an einem verregneten Novembertag, oder zu köstlichem Gelee verarbeitet auf dem Frühstücksbrot: Holundersaft sorgt jedes Mal für eine regelrechte Geschmacksexplosion im Mund!

Also, auf zum Hollerbusch, lass uns Beeren pflücken und das purpurlila Gold in Flaschen füllen!

Pssst: Mit den passenden Etiketten werden deine Flaschen mit Holundersaft übrigens zum echten Hingucker und sind gerade in der kalten Jahreszeit ein tolles Mitbringsel. Lade dir hier gerne meine Etikettenvorlage herunter, dann bist du bestens gerüstet:

Holundersaft selber machen – Schritt für Schritt

Holunderbeeren gibt es nirgends zu kaufen. Wer Saft machen will, muss zuerst ernten. Lass uns daher ganz vorne anfangen!

1. Schritt: Die Beerenernte

Du hast im Frühsommer doch bestimmt nicht alle Blüten von deinem Holunder abgeerntet, um Holundernblütensirup daraus zu machen, oder? Meist bleibt auch nach einer üppigen Blütenernte noch so viel übrig, dass sich die Zweige im Spätsommer unter der Last der violett-schwarzen Früchte biegen. Jetzt geht der Holunder in die zweite Runde – die Beeren sind reif und warten darauf, dass du sie zu Holundersaft verarbeitest.

Dass die Zeit für Holundersaft gekommen ist, merke ich meist an der frisch gewaschenen Wäsche auf meiner Wäscheleine: Irgendein Vogel schafft es nämlich jedes Jahr, mir mit einem lila Klecks mitzuteilen, dass die Holunderbeeren reif sind und ihm vorzüglich schmecken. Dann heißt es: Nichts wie ran an die Dolden, bevor mir die Vögel alles vor der Nase wegfuttern!

Reife Holunderbeeren erkennst du daran, dass die gesamte Dolde violett-schwarz ist und keine grünen Beeren mehr zwischen den reifen Früchten sitzen. Ist es so weit, schneidest du einfach die ganze Dolde ab, um daraus den leckeren Holundersaft herzustellen. Sammle ruhig ordentlich Beeren, denn für einen Liter Saft brauchst du mindestens ein Kilo.

Achtung, Verwechslungsgefahr!

Wenn du keinen eigenen Holunderstrauch im Garten hast, sondern dich auf deinen Streifzügen durch Wiesen und Felder in der Umgebung mit Holunder versorgst, dann achte unbedingt darauf, die richtige Pflanze zu erwischen.

Der echte Schwarze Holunder hat nämlich einen Bruder, mit dem er nur allzu leicht zu verwechseln ist: Bei seinem Doppelgänger handelt sich um den Zwergholunder – und der ist ein richtiger kleiner Giftzwerg!

Jetzt mal im Ernst: Die Beeren des Zwergholunders sind wirklich giftig. Sei also vorsichtig bei deinen Beutezügen und achte unbedingt darauf, die richtigen Pflanzen zu erwischen.

Holundersaft: Holunderbeeren am Strauch

Echten Holunder erkennst du daran, dass die Dolden mit ihren Beeren ein wenig schlapp vom Busch herabhängen. Die Dolden von Zwergholunder hingegen stehen aufrecht an den Zweigen – und schreien regelrecht danach, geerntet zu werden. Lass dich von ihnen nicht täuschen! Halte stattdessen immer Ausschau nach hängenden Holunderdolden – denn nur die wollen wir ernten und zu Holundersaft verarbeiten.

Übrigens solltest du auch die Beeren vom echten Holunder lieber nicht roh naschen, denn im ungekochten Zustand sind auch sie leicht giftig. Durchs Erhitzen neutralisierst du den Giftstoff Sambunigrin aber, sodass der Holundersaft dann gut bekömmlich ist.
 
 Kleiner Tipp: Zieh dir zum Ernten am besten alte Klamotten und Handschuhe an, die Beeren sind nämlich richtige kleine Farbbomben!

2. Schritt: Mach dich bereit!

Zunächst sammelst du dir alles Zubehör und die Zutaten zusammen, damit du keine bösen Überraschungen erlebst. Ich habe schon mal erst kurz vor dem Abseihen gemerkt, dass ich gar kein sauberes Passiertuch zur Hand hatte – das ist dann super ärgerlich!

Das brauchst du:

  • Zwei große Töpfe
  • Ein großes Passiertuch oder einen Nussmilchbeutel
  • Einen Trichter
  • 3 kg Holunderbeeren
  • Circa 600 g Zucker
  • Zitronensaft nach Belieben
  • Flaschen für den fertigen Holundersaft

Jetzt heißt es: Ab ins Wasser mit den Dolden! Gönn den frisch gepflückten Beeren ein ordentliches Bad, um sie von möglichen Verunreinigungen und kleinen Krabbeltierchen zu befreien. Denn die wollen wir ja nun wirklich nicht in unserem Holundersaft haben.

Holunderbeeren im Wasserbad

Danach entfernst du die Beeren von der Dolde. Das geht meiner Erfahrung nach am besten, wenn du eine Gabel dafür verwendest. Die sauberen Früchtchen streifst du damit einfach vom Zweig ab und lässt sie in einen Kochtopf kullern. Wenn nicht alle Beeren in Topform sind, kannst du sie nun verlesen: Die guten ins Töpfchen, die schlechten… auf den Kompost!

Die Beeren stellst du jetzt beiseite und widmest dich deinem anderen Zubehör. Das sollte für die Herstellung von Holundersaft nämlich super sauber und steril sein. Dafür schrubbst du alles erst mal ordentlich mit Wasser und Spülmittel und kochst deine Utensilien dann in Essigwasser ab. Vergiss die Deckel der Flaschen dabei nicht!

Ist alles sauber und bereit? Dann kann es endlich losgehen!

3. Schritt Holundersaft herstellen

Wenn du einen Entsafter zur Hand hast, kannst du deinen Holundersaft natürlich damit gewinnen. Das Entsaften funktioniert aber auch problemlos ohne spezielles Zubehör und ganz einfach im Topf. Ich zeige dir, wie!

In deinem Kochtopf sollte nun ein Meer von vorbereiteten, schwarz-lila Holunderbeeren sein. Die bedeckst du jetzt knapp mit Wasser und erhitzt die Beeren. Beim Rühren im Topf wirst du beobachten, dass die Holunderbeeren nach und nach aufplatzen.

Holunderbeeren im Topf

Nach ungefähr zehn Minuten sollten alle aufgeplatzt sein. Nun kannst du den Topf von der heißen Herdplatte nehmen. Im nächsten Schritt seihst du deinen Holundersaft ab. Ich hänge dafür in einen zweiten Topf ein Sieb, das ich mit einem Passiertuch oder einem Nussmilchbeutel auslege. Da schütte ich den Holundersaft hinein.

Damit dir kein Saft durch die Lappen geht, drückst du das Passiertuchnach dem Abseihen noch ordentlich aus. Vielleicht musst du damit ein wenig warten, um dir nicht die Finger zu verbrühen. Wenn du in den nächsten Tagen nicht mit roten Händen herumlaufen möchtest, dann zieh dir auch hierfür lieber Handschuhe an. ;)

Jippie, dein Rohsaft ist fertig! Nun musst du den frisch gewonnenen Holundersaft noch wiegen oder abmessen. Pro Liter brauchst du jetzt nämlich 200 g Zucker, die du zusammen mit dem Saft aufkochst. Je nach Geschmack kannst du auch etwas mehr nehmen, oder mit Zitronensaft für den extra sauren Frischekick sorgen.

Lass das Ganze ungefähr fünf Minuten lang köcheln. Dann füllst du den heißen Saft zügig in die vorbereiteten Flaschen und verschließt sie sofort. Voilà – fertig ist der Holundersaft!

4. Schritt: Holundersaft pasteurisieren

Wenn du deinen Holundersaft so wie ich mit Zucker machst, kannst du ihn, wie oben beschrieben, einfach heiß abfüllen – vorausgesetzt, du arbeitest sehr sauber und sorgfältig.

Wenn du deinen Holundersaft lieber mit weniger Zucker machst, dann solltest du ihn in den Flaschen noch pasteurisieren, damit er dir auch ja nicht schlecht wird. Auch wenn du beim Abfüllen nicht schnell genug warst und sich deshalb in den Flaschen kein Vakuum gebildet hat, brauchst du diesen zusätzlichen Schritt.

Den Unterschied zwischen Heiß Abfüllen und anderen Einkochmethoden zeige ich dir übrigens in diesem Video:

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Zum Pasteurisieren stellst du deine Flaschen in einem großen Topf ins Wasserbad. Wenn du Flaschen mit Schraubdeckel verwendest, schraubst du sie nur ganz locker zu. Bei Bügelflaschen kannst du Gummi und Bügel schon aufsetzen.

Wenn das Wasser 85 ° Celsius erreicht hat, beginnt die Einkochzeit von 20 Minuten. Danach kannst du deine Flaschen aus dem Wasserbad nehmen.

Vergiss nicht, die Schraubdeckel ordentlich festzudrehen, solange der Saft noch heiß ist!

Holundersaft
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Ordnung macht das halbe Chaos!

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen: Schnapp dir doch ein paar schöne Stifte, druck dir hübsche Etiketten aus und mach deine Flaschen mit Holundersaft zu ganz einzigartigen Schätzen!

Du beobachtest super happy, wie sich die Regale in deiner Vorratskammer füllen? Dann schau doch in meinem Obst und Gemüse haltbar machen Kurs vorbei, da gibt’s noch viel mehr Ideen, Methoden und Rezepte für deinen Selbstversorger-Wintervorrat!

Mein Fazit? Weniger Zutaten als für diesen Holundersaft geht kaum! Wenn du Holunderbeeren bei dir im Garten oder in der Umgebung hast, solltest du dir die Gelegenheit, deinen eigenen Holundersaft zu machen, auf keinen Fall entgehen lassen!

Deine Äpfel werden auch gerade reif? Dann mach doch außer Holundersaft auch Apfelsaft! Äpfel und Holunderbeeren sind übrigens tolle Saftpartner, die du nach Lust und Laune mischen kannst! Hier findest du weitere Artikel mit Tipps und Tricks zum Haltbarmachen deiner Spätsommerernte:

Leckeren Apfelsaft selber machen – auch ohne Entsafter!

Apfelmus einkochen: So wird dein Vorratsschrank zum Paradies!

Pflaumen einkochen: 3 Rezepte, die süchtig machen!

Hast du schon mal Holundersaft gemacht? Erzähl mir in den Kommentaren gern von deinen Erfahrungen!

Einkochen im Backofen ist gefährlich – mach besser das stattdessen!

Einkochen im Backofen ist weit verbreitet – dabei gibt es mehrere Gründe, weswegen du das auf keinen Fall machen solltest. Zum Glück gibt es aber ganz einfache und gute Alternativen dazu! Ich zeige dir, wie du sicher einkochst – los geht´s!

Inhaltsverzeichnis
Übersicht: Warum Einkochen im Backofen ein No-Go ist
Warum macht trockene Hitze das Einkochen im Backofen unsicher?
Wie hängen Botulismus und Einkochen im Backofen zusammen?
Wieso können Gläser im Backofen explodieren?
Alternativen zum Einkochen im Backofen

Übersicht: Warum Einkochen im Backofen ein No-Go ist

Du möchtest ganz schnell erfahren, weshalb du nicht im Backofen einkochen solltest? Bitte sehr, hier kommt eine kompakte Übersicht für dich! :)

Warum Einkochen im Backofen ein No-Go istGut zu wissen
Gläser können explodierenDer Temperaturunterschied von Wasserbad und trockener Hitze kann Gläser zerspringen lassen, gerade beim Herausholen
Trockene Hitze ist beim Einkochen im Backofen nicht ausreichendDie erforderliche Temperatur kommt nicht bis ins Innere des Einkochguts
BotulismusgefahrSporen überleben problemlos 100 ° Celsius

Das sind kurz und knapp die Gründe, weshalb ich dir vom Einkochen im Backofen dringend abrate. Einkochen ist aber grundsätzlich eine super coole Sache um deine überschüssige Ernte haltbar zu machen und das ganze Jahr über zu genießen!

Deshalb habe ich auch sieben meiner Lieblingsrezepte, die du unbedingt ausprobieren solltest, in einem kleinen Büchlein für dich zusammengefasst. Lad sie dir gerne hier herunter:

Warum macht trockene Hitze das Einkochen im Backofen unsicher?

Einkochen ist prima, um Lebensmittel haltbar zu machen – wenn du ein paar wichtige Regeln beachtest. Du musst dein Einkochgut nämlich bei einer bestimmten Temperatur für eine festgelegte Zeit erhitzen, damit du alle unerwünschten und schädlichen Mikroorganismen abtötest.

Wenn du im Wasserbad einkochst, stehen die Gläser zu mindestens zwei Drittel, besser aber komplett, im Wasser. Die Temperatur des Wassers kann sich aus physikalischen Gründen sehr gut auf die Gläser und dein Einkochgut übertragen.

Beim Einkochen im Backofen stellst du aber deine Gläser in eine Fettpfanne, die ungefähr drei Zentimeter hoch mit Wasser gefüllt ist. Du arbeitest also überwiegend mit trockener Hitze und die kann nur schlecht in das Innere der Einkochgläser dringen.

Darum weißt du nicht, ob du die nötige Temperatur überhaupt erreichst und ob sie wirklich lange genug auf dein Einkochgut einwirkt. Und das macht das Einkochen im Backofen grundsätzlich unsicher.

Wie hängen Botulismus und Einkochen im Backofen zusammen?

Vor allem Gemüse und Fleisch sind säurearme Lebensmittel, für die ganz besondere Einkochregeln gelten: Du musst sie nämlich bei 121° Celsius für eine bestimmte Zeit erhitzen, damit die Sporen des Botulinum Bakteriums zuverlässig absterben.

Jetzt denkst du dir vermutlich „kein Problem, mein Backofen erreicht ja Temperaturen von über 200 ° Celsius“.

Das ist zwar richtig, aber deshalb wird das Einkochgut in deinen Gläsern trotzdem niemals eine Temperatur über 100 ° Celsius erreichen: Es beginnt zwar zu kochen, wird dann aber nicht mehr heißer.

Temperaturen über 100° Celsius erreichst du nur unter Druck und der entsteht beim Einkochen im Backofen nun einmal nicht ;). Deshalb kannst du säurearme Lebensmittel im Backofen auch nicht sicher einkochen.

Du möchtest mehr über sicheres Einkochen erfahren? In meinem Vorratskammer starten Kurs zeige ich dir in einfachen Schritt-für-Schritt Anleitungen viele verschiedene Methoden, wie du Obst und Gemüse haltbar machen und das ganze Jahr über genießen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei sein möchtest!

Wieso können Gläser im Backofen explodieren?

Eine weitere Gefahr beim Einkochen im Backofen ist, dass deine Gläser unten ein Fußbad genießen, das niemals mehr als 100° Celsius hat, während die oberen zwei Drittel sehr viel heißerer Luft ausgesetzt sind.

Dieser Temperaturunterschied kann zu solchen Spannungen im Glas führen, dass es platzt. Vor allem, wenn du es gerade aus dem Ofen holst, können herumfliegende Glassplitter und heißes Einkochgut, das unkontrolliert aus dem Glas spritzt, zu ernsthaften Verletzungen führen.

Außerdem braucht das Einkochen im Backofen auch deutlich mehr Energie als das Einkochen im Topf.

Alternativen zum Einkochen im Backofen

Glücklicherweise brauchst du deinen Backofen zum Einkochen gar nicht – es gibt nämlich ganz einfache prima Alternativen!

Einkochen im Topf

Du hast einen großen Topf und ein Thermometer daheim? Bingo, das ist schon das ganze nötige Equipment!

In den Topf legst du ein gefaltetes Geschirrtuch und füllst so viel Wasser ein, dass deine Gläser davon möglichst vollständig bedeckt sind. Das Einkochgut und das Wasser sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser hineinstellst. Falls du also gerade dein Kompott mit heißem Zuckerwasser übergossen hast, stellst du es in erhitztes Wasser.

Wenn dein Thermometer 90° Celsius Wassertemperatur zeigt, beginnt die Einkochzeit aus deinem Rezept. Am besten stellst du dir jetzt einen Timer.

Sobald die Zeit abgelaufen ist, nimmst du die Gläser heraus und stellst sie auf ein Geschirrtuch oder ein Holzbrett zum Abkühlen. Bei Weckgläsern* nimmst du die Klammern* wieder ab, sobald sie Raumtemperatur haben.

Du kannst dir das alles nicht so richtig vorstellen? Hier kannst du mir zusehen, wie ich Tomatensauce im Wasserbad einkoche:

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Einkochen im Einkochtopf

Falls du einen Einkochtopf besitzt, ist das natürlich eine feine Sache, denn in die großen Kessel passen mehr Gläser als in einen Kochtopf. Sonst machst du alles genauso wie beim Einkochen im Topf. Die Gläser kannst du in beiden Töpfen auch stapeln, wenn es die Höhe erlaubt, sie sollten nur möglichst komplett im Wasser stehen. Und dann geht´s los mit dem Einkochen von Birnen, Kirschen, Tomaten, Äpfeln oder was dein Garten gerade so hergibt! ;)

Manche Einkochtöpfe sind sogar mit einem eigenen Timer ausgerüstet und schalten sich aus, wenn die Uhr abgelaufen ist. Das heißt, du brauchst weiter nichts zu tun und kannst die Küche sogar verlassen, während der Kessel deine Gläser selbständig einkocht.

Einkochen im Backofen ist aus vielen Gründen keine gute Idee – und du hast genügend andere einfache Möglichkeiten, um deine Lebensmittel sicher haltbar zu machen und meine super leckeren Rezepte auszuprobieren. Darum lauf doch gleich mal in den Keller, irgendwo muss da doch noch ein großer Topf stehen, oder? ;)

Du willst jetzt sofort im Wasserbad einkochen? Dann schau doch bei diesen Artikeln vorbei:

Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

Marmelade kochen: 5 einfache Schritte zum Glück auf dem Brot!

Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

Wie stehst du zum Einkochen im Backofen? Ich bin gespannt, von dir zu hören!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Mirabellen einkochen: Mirabellen im Korb

Mirabellen einkochen: So machst du die leckeren Früchte haltbar!

Mirabellen einkochen ist ganz unkompliziert! Die leckeren kleinen Schwestern der Pflaumen sind es unbedingt wert, einen Platz im Vorratsregel eingeräumt zu bekommen – auch wenn sie da sicherlich nicht lange bleiben, weil sie ruckzuck aufgegessen sind. ;)

Darum nichts wie los, ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Im Überblick: So geht Mirabellen einkochen
Welche Früchte wähle ich aus?
Vorbereitungen zum Mirabellen einkochen
Mirabellen einkochen
Leckere Rezepte

Im Überblick: So geht Mirabellen einkochen

Falls du nicht lange lesen, sondern sofort deine Mirabellen einkochen möchtest, habe ich hier eine Tabelle für dich, wo du alles Wichtige kurz und kompakt zusammengefasst findest.

7 Schritte zum Mirabellen einkochenSo geht es
Schritt #1: Mirabellen ernten / einkaufenreife aber nicht überreife, unbeschädigte Früchte wählen 
Schritt #2: Mirabellen vorbereitenMirabellen waschen, halbieren, entkernen
Schritt #3: Gläser und Utensilien sterilisierenTwistOff Gläser oder Weckgläser* mit kochend heißem Wasser übergießen, Deckel und evtl Gummis* in Essigwasser 10 min abkochen
Schritt #4: Früchte fest in die Gläser schichtenje dichter gepackt, desto weniger treiben die Früchte im Glas auf
Schritt #5: Zuckerlösung anrühren und Gläser damit aufgießenZuckerlösung aus 600 ml Wasser und 200g Zucker herstellen, beides 5 min kochen lassen
Schritt #6: Mirabellen einkochen im Wasserbad bei 90° C für 30 minWasser und Glasinhalt sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben
Schritt #7: Gläser vollständig abkühlen lassenbei Weckgläsern Klammern entfernen, wenn alles komplett abgekühlt ist

Wie wäre es jetzt noch mit schicken Etiketten für deine Gläser? Die sind das Tüpfelchen auf dem i und sorgen dafür, dass du im Vorratsregal immer den Überblick behältst.

Lad sie dir gerne hier herunter:

Welche Früchte wähle ich aus?

Mirabellen sind empfindlich: Sie verderben nach zwei oder drei Tagen. Deshalb solltest du nicht allzu lange warten mit dem Mirabellen einkochen! Reife, aber nicht überreife Früchte ohne faulige Stellen sind die perfekten Einkochkandidaten.

Wenn du dich schon mal gefragt hast, warum du Obst und Gemüse mit fauligen Stellen nicht einkochen solltest, auch wenn du die schlechten Partien herausgeschnitten hast: Das liegt daran, dass die Früchte dann schon so viele Fäulniskeime in sich tragen, dass sie im Glas schneller verderben können. Deshalb gilt die Faustformel: Was du am liebsten direkt aus der Hand essen möchtest, ist auch zum Einkochen geeignet.

Obst, das du ausschneiden musst, verarbeitest du lieber zu Fruchtquark oder einem Kompott und genießt es frisch.

Vorbereitungen zum Mirabellen einkochen

Du hast jede Menge kleiner gelber Kugeln auf deinem Küchentisch? Dann lass uns mit dem Mirabellen einkochen loslegen!

Erst einmal wäschst du die Früchte gründlich, halbierst sie und entfernst die Kerne. Vielleicht kommt dir dabei noch die ein oder andere Frucht unter, die du besser aussortieren solltest.

Jetzt geht es ans Gläser sterilisieren: Dazu übergießt du deine Arbeitsutensilien und die TwistOff- oder Weckgläser mit heißem Wasser und kochst Deckel und eventuell Gummiringe in Essigwasser ab.

Anschließend füllst du einen sehr großen Topf oder einen Wecktopf mit so viel Wasser, dass die Gläser mindestens zu ¾ davon bedeckt sind und stellst ihn auf die Herdplatte.

Der Glasinhalt und das Wasser im Topf sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser hineinstellst. Deshalb ist es am besten, wenn du sofort beginnst, das Wasser zu erhitzen.

Psst: Mit einem Wasserkocher geht das schneller und es spart auch Energie!

Noch viel mehr Tipps und Tricks habe ich für dich in meinem Obst und Gemüse haltbar machen Kurs zusammengesammelt! Da zeige ich dir in einfachen Schritt für Schritt Anleitungen, wie du deine Ernte sicher einkochst und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Mirabellen einkochen
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Mirabellen einkochen

Die vorbereiteten Früchte füllst du jetzt möglichst dicht an dicht in die Gläser und drückst sie gut nach unten.

Für ein Kilo Mirabellen kochst du eine Zuckerlösung aus 600 ml Wasser und 200 g Zucker in einem Topf sprudelnd auf und gießt sie über die Früchte. Dann verschließt du deine Gläser sorgfältig, stellst sie in den Topf und wartest, bis das Wasser 90 ° Celsius erreicht hat.

30 Minuten lang solltest du deine Mirabellen einkochen.

Du möchtest lieber keinen Zucker verwenden? Dann lass ihn einfach weg! :) In diesem Fall musst du ganz besonders auf Hygiene achten und die Mirabellen eine Viertelstunde länger einkochen.

Anschließend holst du die Gläser aus dem Topf und stellst sie zum Auskühlen auf ein Küchenhandtuch. Falls du Weckgläser* verwendet hast, nimmst du die Klammern* ab, sobald die Mirabellen Raumtemperatur haben. Jetzt fehlen nur noch die Etiketten, und dann kannst du deine Schätze ins Vorratsregal räumen!

Du kannst dir das alles besser vorstellen, wenn du es auch siehst? Hier kannst du zuschauen, wie ich meine leckeren Zimtpflaumen einkoche:

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Leckere Rezepte

Mirabellen haben leider nur recht kurz Saison. Aber durch das Mirabellen einkochen kannst du sie das ganze Jahr über aus der Vorratskammer holen und leckere Sachen daraus zaubern! Die köstlichen gelben Früchte machen immer eine gute Figur – ob im Kuchen, als Marmelade oder zu einem herzhaften Gericht. Ich habe drei tolle Rezepte für dich im Gepäck, die solltest du unbedingt ausprobieren!

Psst: Die eingekochten Mirabellen schmecken auch einfach so wie sie sind fantastisch zu Milchreis, Grießbrei oder Waffeln!

Rezept # 1: Mirabellenkuchen

Liebe Gäste haben sich unerwartet angekündigt? Dann kannst du mit einem oder zwei Gläsern eingekochten Mirabellen einen schnellen Kuchen backen! :)

Das brauchst du:

  • 750 g Mirabellen vom Mirabellen einkochen
  • 200 g Butter
  • 175 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 300 g Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 100 g Mandeln oder Haselnüsse, grob gehackt
  • Zimt nach Geschmack

Und so geht es:

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und die Mirabellen abtropfen lassen.

Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker, Zimt und dem Ei verrühren. Mehl, Backpulver und Nüsse dazugeben und alles vorsichtig vermischen.

3/4 des Teiges in eine eingefettete Springform geben und einen Rand formen. Die Mirabellen auf den Teig legen. Den restlichen Teig als Streusel auf den Mirabellen verteilen.

45 Minuten backen, bis der Teig goldgelb aussieht.

Mirabellen einkochen: Mirabellenmus im Topf

Rezept # 2: Mirabellensuppe

Eine kalte Suppe an heißen Tagen für zwei Schleckermäuler! 

Das brauchst du:

  • 500 g Mirabellen vom Mirabellen einkochen
  • Zucker nach Geschmack
  • ½ Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 1 Liter (Pflanzen-) Milch (du kannst auch Teile der Milch mit Mirabellensud ersetzen)
  • Schale von einer Biozitrone

Und so geht es:

Mirabellen abtropfen lassen, den Sud aber aufheben! Dann die Mirabellen pürieren. Puddingpulver in etwas Milch auflösen. Die übrige Flüssigkeit zusammen mit der Zitronenschale zu den Mirabellen geben. Mit Zucker abschmecken und aufkochen. Milch-Puddingpulver-Gemisch zugeben, dabei gut umrühren. Alles drei bis vier Minuten kochen und ständig weiterrühren. Suppe vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren am besten noch einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Psst: Diese Suppe eignet sich auch gut als sommerliches Dessert!

Rezept # 3: Mirabellen-Senf

Der Mirabellensenf passt mit seinem fruchtig-pikanten Geschmack perfekt zu würzigem Käse. Dieses Rezept ist so schnell gemacht, dass du es kurz vorher fix zusammenrühren kannst. Im Kühlschrank hält sich der Senf ein paar Tage. Falls du ihn länger aufheben möchtest, solltest du ihn aber einfrieren, weil er kalt gerührt ist.

Das brauchst du:

  • 200 g Mirabellen vom Mirabellen einkochen
  • 2 EL Weißweinessig
  • 2 EL Senfpulver
  • 50 g Zucker (je nach Geschmack)
  • Salz, Pfeffer, Chilipulver

Und so geht es:

Mirabellen abtropfen lassen, mit dem Essig in eine Schüssel geben und fein pürieren. 

Dann Zucker und Senfpulver zugeben und gut verrühren. Mit Gewürzen und Essig abschmecken und in ein sauberes Glas füllen. Guten Appetit! :)

Mirabellen einkochen geht schnell und du kannst ein Glas davon immer dann genießen, wenn du gerade Lust darauf hast. Deshalb nutz unbedingt die Zeit, in der die Mirabellen reif sind, und hol sie dir in deine Vorratskammer! ;)

Du möchtest nicht nur Mirabellen einkochen, sondern auch anderes Obst und Gemüse? Dann lies gern hier gleich weiter:

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Birnen einkochen: von Omas Rezept bis richtig trendy!

Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

Welche Tipps hast du zum Mirabellen einkochen? Lass mir gerne einen Kommentar da! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Eigene Etiketten: So werden deine Gläser zum Blickfang! + Vorlage

Ob Marmelade, Chutney oder Apfelmus – Sommerzeit ist Einkochzeit! Hast du schon darüber nachgedacht, wie du aus deinen selbstgemachten Leckereien richtige kleine Meisterwerke zauberst? Eigentlich ganz einfach: Das passende Etikett muss her!

Inhaltsverzeichnis:
Hier kommt deine Etiketten-Vorlage zum Ausdrucken!
So nutzt du die Etiketten clever
Klein aber oho: Etiketten für selbstgemachte Geschenke
Geschenkidee: Heißer Apfelsaft mit Gewürzen
Füll den Geschenkkorb und die Vorratskammer!

Hier kommt deine Etiketten-Vorlage zum Ausdrucken!

Weil zu selbstgemachter Marmelade und hausgemachtem Chutney eigene Etiketten einfach dazu gehören, habe ich kurzerhand meine eigenen Etiketten entworfen. Und die möchte ich super gern mit dir teilen!

Ganz ehrlich: Ich liiiebe sie! ♥♥♥ Ich wollte schon so richtig lang Etiketten haben, die schön aussehen, praktisch sind UND die ich ganz einfach jederzeit zuhause ausdrucken kann. Das hier ist dabei herausgekommen:

Mit dieser Etiketten-Vorlage werden deine frisch eingekochten Schätze zu richtig schicken, ganz persönlichen Geschenken! Du kannst die Etiketten entweder individuell mit deiner schönsten Schrift gestalten oder die Namen deiner Kreationen vor dem Drucken in die Etiketten einfügen – beides ist ganz einfach.

Also, nichts wie ran an die Vorratskammer! Verpass deinen Gläsern ein schickes neues Kleid!

So nutzt du deine Etiketten clever

Du findest in der Vorlage ganz klassische Etiketten zum Aufkleben, aber auch solche, die du mit einer Schnur an deinen Gläsern befestigen kannst. Die sehen besonders bei selbstgemachtem Saft und Sirup in Flaschen toll aus.

Die Hänge-Etiketten druckst du am besten auf etwas stabilerem Papier aus und stanzt dann mit einem Locher ein Loch an der markierten Stelle. Fertig ist ein schicker Anhänger!

Die „normalen“ Etiketten kannst du einfach auf Papier ausdrucken, auf der Rückseite mit etwas Milch anfeuchten und dann auf das Glas kleben. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sich die Etiketten später mühe- und rückstandslos wieder von den Gläsern entfernen lassen.

Die Einmach-Etiketten sehen übrigens nicht nur hübsch aus, sondern sollten an deinen Konserven auch auf keinen Fall fehlen, wenn du in deinem Vorratsschrank immer den Überblick behalten willst.

Klein aber oho: Etiketten für selbstgemachte Geschenke

Ich verschenke unglaublich gerne Selbstgemachtes. Da stecken einfach so viel Herzblut, Zeit und Liebe drin, dass das ein besonders wertvolles Geschenk ist, finde ich. Und ein Gläschen Sommer im Glas kann niemand irgendwo kaufen! ;)

Besonders Gläser mit Chutney, Marmelade und anderen selbstgemachten Köstlichkeiten, die ich aus Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten gezaubert habe, erzählen immer ihre ganz eigene Geschichte…

Die Geschichten fangen noch in den letzten Wintertagen an: Da säe ich vorsichtig Tomatensamen aus, die im Frühjahr zu jungen Pflanzen heranwachsen. Von denen pflücke ich im Hochsommer dann süße Früchte, die jetzt sonnengetrocknet als kleine Versuchung – herrlich duftend – in dem liebevoll verzierten Glas in einem Korb auf ihren großen Auftritt warten.

In dem Glas ist also ein ganzes Jahr aus meinem Leben verpackt – ist das nicht ein wunderschöner Gedanke?

Geschenkidee: Heißer Apfelsaft mit Gewürzen

Machst du deinen eigenen Apfelsaft? Dann kommt hier ein kleiner Tipp für ein winterliches Geschenk, das garantiert super ankommt: Ein Heißer Apfelsaft to go!

Dafür brauchst du:

  • Eine Flasche selbstgemachten Apfelsaft
  • Ein ausgedrucktes Hänge-Etikett
  • Eine hübsche Schnur
  • Ein kleines Stückchen Mulltuch
  • Nach Geschmack: Sternanis, Zimtstange, Nelken, Pfefferkörner, Kardamomkapseln
  • Eine getrocknete Orangenscheibe
  • Ein paar gedörrte Apfelringe

So geht’s:

  1. Beschrifte das ausgedruckte Etikett und stanze ein Loch hinein.
  2. Lege alle Gewürze in das Mulltuch und binde es mit der Schnur zu einem kleinen Säckchen zusammen.
  3. Nun fädelst du die Schnur durch die Apfelringe, die Orangenscheibe, das Etikett, und hängst das ganze zusammen mit dem Gewürzsäckchen um den Flaschenhals – fertig ist der Hingucker!

Füll den Geschenkkorb und die Vorratskammer!

Der Apfelsaft ist in der Flasche und nun suchst noch nach weiteren Leckereien, mit denen du deinen Geschenkkorb füllen kannst?

Dann schau doch mal in meinem „Obst und Gemüse haltbar machen“-Onlinekurs vorbei! Dort lernst du Schritt für Schritt, wie du deine Vorratskammer bunt und abwechslungsreich füllst und so das ganze Jahr über selbstgemachte Leckereien naschen kannst. Mmmhhh :)

Wenn du noch unentschlossen bist, habe ich für dich aber auch gleich hier ein paar leckere Rezepte, für die du deine neue Etiketten-Vorlage natürlich gleich verwenden kannst, und über die sich sicherlich jeder freuen wird – du allen voran! :)

Tomaten trocknen – den Geschmack des Sommers einfangen

Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

Welche Etiketten aus der Vorlage gefallen dir am besten? Die Etiketten zum Aufkleben oder zum Anhängen? Lass mir gerne einen Kommentar da!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Maulwurf vertreiben: Maulwurf

Maulwurf vertreiben: 9 ultimativ wirksame Methoden!

Einen Maulwurf vertreiben ist leichter gesagt als getan! Denn zum einen steht er unter Naturschutz, zum anderen haben die Tiere haben ihre ganz eigene Vorstellung davon, wo sie ihr Zuhause anlegen und heimisch werden. Zum Glück bist du ihrer Willkür aber nicht hilflos ausgeliefert, sondern kannst einiges dafür tun, dass dein Maulwurf zukünftig lieber woanders seine Gänge buddelt als ausgerechnet in deinem Gemüsebeet.

Inhaltsverzeichnis:
Maulwurf vertreiben – ja oder nein?
NO GOs beim Maulwurf vertreiben
Maulwurf vertreiben: Diese Methoden gibt’s!
#1 Geruchsbelästigung
#2: Ruhestörung
Versöhnung mit dem Maulwurf

Maulwurf vertreiben – ja oder nein?

In deinem Garten erscheinen über Nacht wie von Zauberhand neue Erdhügel und bringen deine Beete durcheinander? Ständig werden es mehr, sie schießen wie Pilze aus dem Boden? Gleicht dein Rasen mittlerweile eher einer Vulkanlandschaft als einer verträumten Wiese?

Dann denkst du schnell: Der Übeltäter muss weg – Maulwurf vertreiben steht auf der Tagesordnung!

Bevor du zur Tat schreitest, solltest du dir aber ein paar Dinge vor Augen halten.
Das Wichtigste vorab: Maulwürfe stehen in Deutschland unter Naturschutz und dürfen weder gefangen noch verletzt werden. Du wolltest dem Tier doch sicherlich sowieso nur freundlich den Weg zum Gartentor weisen, oder?

Denn außer Bitten und Rausekeln hast du keine weiteren legalen Optionen bei der Operation ‚Maulwurf vertreiben‘. Und seinen wir mal ehrlich, alles andere wäre auch moralisch nicht okay und kommt schon allein deshalb nicht in Frage.

Es gibt immer zwei Seiten der Medaille!

Da ist Licht am Ende des Maulwurftunnels! Ja, ein Maulwurf bringt ganz offensichtlich Chaos in den Garten. Was du allerdings nicht siehst, sind all die guten Taten, die er still und heimlich vollbringt. Denn Maulwürfe sind richtig gut funktionierende biologische Schädlingsbekämpfer!

Ob Drahtwürmer, Engerlinge oder Schnecken – sie alle stehen auf dem Speiseplan des Tunnelgräbers. Und ein Schneckenfeind ist  doch unser Freund, oder? Vielleicht ist es letztendlich gar nicht so schlimm, einen Maulwurf im Garten zu beherbergen?

Die Natur ist schon genial! Mit dem richtigen Wissen können wir uns ganz viele natürliche Effekte im Garten zunutze machen – nicht nur bei der Schneckenbekämpfung!
Wusstest du, dass sich auch Pflanzen gegenseitig in ihrem Wachstum und ihrer Gesundheit günstig beeinflussen können? Wenn du diese Effekte in deinem Gemüsebeet clever nutzen möchtest, dann lade dir hier gern meine Mischkulturtabelle herunter und puzzle deine Traumbeete zusammen!


Dich stören lediglich die Erdhügel? Den Maulwurf auch! Deshalb bringt er die überschüssige Erde ja aus dem Boden – er braucht mehr Platz da unten! Einen Nutzen haben die Haufen für ihn aber nicht. Du kannst sie also getrost abtragen und deinen Garten so von den Maulwurfshaufen befreien. Vielleicht reicht das ja schon für eine friedliche Koexistenz?

Ich nutze die Maulwurfshaufen sogar gern. Der Erdaushub, den der Maulwurf da aus der Tiefe ans Tageslicht befördert, ist meistens nämlich super geeignet für die Jungpflanzenanzucht! Ich mische die Erde am liebsten mit Kompost und verwende sie als Substrat für die Aussaattöpfchen meiner Gemüseanzucht.

PRO Maulwurf vertreibenCONTRA Maulwurf vertreiben
Die Maulwurfshügel nervenDer Maulwurf bekämpft Schädlinge
Der Maulwurf liefert Aussaaterde
Maulwürfe stehen unter Artenschutz

Eigentlich spricht also viel mehr dafür, den Maulwurf gewähren zu lassen, statt ihn zu vertreiben. Aber je nachdem, wie wichtig dir ein ordentlicher Garten ist, kommt das eben nicht für alle Gärtner*innen in Frage.

Wenn du dich dagegen entscheidest, deinem Maulwurf einen unbefristeten Untermietvertrag auszustellen, ist das natürlich absolut legitim. In diesem Fall solltest du jetzt einen Plan austüfteln, um den unerwünschten Besuch wieder loszuwerden.

Maulwurf vertreiben: Maulwurfshügel

NO GOs beim Maulwurf vertreiben

Beim Maulwurf vertreiben ist vieles nicht erlaubt – Stichwort Artenschutz. Verboten sind das Fangen, Verletzen und Töten von Maulwürfen, aber auch die Beschädigung oder Zerstörung ihrer Behausungen.

Manche Methoden, die dir vielleicht aus Opas Schrebergarten noch bekannt vorkommen, solltest du daher besser nicht anwenden, wenn du dich nicht strafbar machen möchtest. Hier ein kleiner Überblick darüber, was definitiv nicht erlaubt ist:

  • Gänge aufgraben, beschädigen oder zerstören
  • Lebendfallen aufstellen
  • Auslegen von Giftködern
  • Fluten der Maulwurfsgänge mit Wasser

Von diesen Methoden solltest du unbedingt die Finger lassen. Einzig erlaubt ist das Vergrämen der Tierchen, also das Rausekeln aus deinem Garten.

Wie du das schaffst? Na so:

Maulwurf vertreiben: Diese Methoden gibt’s!

Ein Maulwurf verzieht sich nur dann aus deinem Garten, wenn du ihm deutlich zeigst, dass er nicht willkommen ist – ohne ihm dabei Schaden zuzufügen. Das kann mitunter schon ein Weilchen dauern. Hartnäckigkeit und Ausdauer sind also gefragt!

Maulwürfe sehen angeblich zwar nicht besonders gut, haben aber ein feines Näschen und empfindliche Ohren. Sie finden es gar nicht lustig, wenn es laut wird oder unangenehm riecht. Und genau hier liegt unsere Chance beim Maulwurf vertreiben!

Die Methoden, um einen Maulwurf loszuwerden, lassen sich in die Kategorien Geruchsbelästigung und Ruhestörung einteilen. Aber lass uns vorne anfangen…

#1 Geruchsbelästigung

Die unkomplizierteste Waffe, um einen Maulwurf zu vertreiben, sind übelriechende Hausmittel. Hierfür stehen dir verschiedene Mittelchen zur Auswahl. Alle Stinkbomben legst du in die Eingänge der Maulwurfsgänge, verschließt diese und erneuerst sie regelmäßig, sodass der strenge Geruch dauerhaft besteht und deinem Maulwurf den Alltag verübelt.

Der Gestank sollte das Gangsystem regelrecht durchdringen. Dafür platzierst du deine Duftstoffe in möglichst vielen Maulwurfshügeln. Ich weiß, das kann ganz schön aufwändig sein!

Obacht, auch nach dem Auszug der Tiere solltest du für eine Weile weiterhin für strengen Geruch sorgen. Sonst kann es passieren, dass dein Maulwurf schneller zurück ist, als dir lieb ist. Die Kerlchen sind nämlich nicht blöd!

Maulwürfe mögen keinen säuerlichen Geruch. Ein in Essig oder Zitronensaft getränktes Tuch kann ein erster Versuch sein, den Maulwurf zu vertreiben. Einen noch größeren Effekt erzielst du mit saurer Milch. Allerdings ist es natürlich ziemlich schade, Milch für diesen Zweck verderben zu lassen.

Ganz ähnlich sieht es bei Knoblauch aus. Hier kannst du ein paar Zehen zerdrücken und in jeden Maulwurfshaufen stecken. Auch hierfür brauchst du natürlich jede Menge Knoblauchzehen, die sich aber – wenn du mich fragst – in einer Pastasauce besser machen als im Maulwurfshügel! ;)

Mit Knoblauch einen Maulwurf vertreiben

Ganz ohne Verschwendung kommst du aus, wenn du mit dem Geruch von Alkohol deinen Maulwurf vertreiben möchtest. Dafür reichen nämlich leere Flaschen von möglichst hochprozentigen Spirituosen. Vielleicht gibt’s ja eine Bar in deiner Nähe, wo du ein paar leere Flaschen abgreifen kannst?

Diese steckst du kopfüber in die Maulwurfgänge, sodass der Geruch sich so richtig ausbreiten kann. Also ich würde da im Handumdrehen meine Koffer packen! Pfui!

Du hast einen Hund? Jackpot! Nach dem nächsten Bürsten hebst du das Büschel Hundehaare aus der Bürste auf und verwendest es zum Maulwurf vertreiben in den Eingängen der Maulwurfsbehausungen.

#2: Ruhestörung

Der Maulwurf ist ein genügsamer Geselle. Er möchte eigentlich einfach nur in seinen kühlen, dunklen Gängen verweilen und seine Ruhe vor der Welt da draußen haben. Diesen Gefallen tun wir ihm aber nicht – er soll schließlich merken, dass dein Garten vielmehr ein Ort des Trubels und der Heiterkeit als eine stille Oase ist. Ob das der Wahrheit entspricht, sei mal dahin gestellt… das muss dein Maulwurf ja nicht wissen! ;)

Den Maulwurf vertreiben penetrante Geräusche, die ihm tierisch auf den Geist gehen. Es ist dabei wichtig, dass die Geräusche möglichst oft und möglichst lange auftreten, was auch für dich zur Geduldsprobe werden kann. Überleg dir also gut, mit welchem Lärm in deinem Garten du dich noch wohl fühlst.

Mit einem Windspiel den Maulwurf vertreiben

Eine Möglichkeit ist es, ein Windspiel aufzuhängen. Das ist schnell erledigt und kann sogar einen echten Mehrwert bieten für das lauschige Ambiente im Garten. Es ist aber leider nicht die wirksamste Methode.

Viel effektiver sind tobende Kinder! Vielleicht ist das ein guter Anlass, mal eine Gartenparty für die Kinder aus der Nachbarschaft zu veranstalten und dann zum Sackhüpfen und Wettrennen zu animieren? Der Maulwurf wird das sicherlich gruselig finden – und die Kinder werden begeistert sein!

Ein motorisierter Rasenmäher erzeugt ebenfalls Geräusche und Vibrationen, über die dein Maulwurf so gar nicht begeistert sein wird. Ich liebe es allerdings, Teile des Gartens einfach wild wachsen zu lassen und gar nicht zu mähen. Das freut die Insekten und somit die Biodiversität im Garten. Wenig zu mähen ist noch dazu ressourcenschonender – auch wenn der ein oder andere Nachbar den Kopf schütteln mag.

Grundsätzlich gilt beim Maulwurf vertreiben: Viel hilft viel! Am wirkungsvollsten ist eine Kombi aus Lärmbelästigung und Ruhestörung. Je ungemütlicher es ist, desto eher verlässt dein Maulwurf mit Sack und Pack deinen Garten.

Wenn alles nichts nützt, kannst du auch zu einem professionellen Maulwurfschreck greifen. Das ist ein kleines Gerät, das Schallwellen absondert, die den Maulwurf vertreiben. Du steckst es einfach in die Erde und wartest, bis  es seinen Job erledigt hat.

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Versöhnung mit dem Maulwurf

By the way: Du kannst dich eigentlich geschmeichelt fühlen, wenn ein Maulwurf in deinem Garten Quartier genommen hat. Denn der Tunnelgräber zieht nicht überall ein! Die Erde, durch die er sich gräbt, muss schon lockerluftig sein, damit ihm das Graben leichtfällt und er deinen Boden als Premiumwohnort ausmacht.

In deinem Garten summt und brummt es und es gibt Blüten in allen Farben und Formen? Herzlichen Glückwunsch zu deinem kleinen Paradies! Das musst du demnächst vielleicht mit einem Maulwurf teilen… denn auch Ecken mit einer großen und gesunden Biodiversität ziehen ihn an. Hier findet er nämlich all seine Leibspeisen direkt vor der Haustür.

Sieh’s positiv: Der Maulwurf macht die Biodiversität in deinem Garten um eine weitere Tierart reicher! Und da eine möglichst diverse Flora und Fauna auch etwas ist, das uns am Gärtnerherz liegt, gleicht der Einzug des Maulwurfs ja irgendwie auch einem dicken Kompliment für das, was du in deinem Garten geschaffen hast!

Ein kleines Gartenparadies mit Obst, Gemüse und bunten Blumen ist dein absoluter Traum, aber du weißt nicht so recht, wie und wo du anfangen sollst? Dann komm gern in meinen Gemüsegarten starten-Onlinekurs – da erzähle ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen Traumgarten anlegst.
Und vergiss nicht, dir meine Mischkulturtabelle herunterzuladen, damit deine Beete noch bunter werden!

Oder du stöberst einfach noch ein bisschen weiter! Wie wäre es mit einem dieser Artikel?

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Der Regenwurm: Dein Freund und Helfer

Hat das Maulwurf vertreiben bei dir geklappt? Welche Methode hat den Maulwurf dazu gebracht, Reißaus zu nehmen?

Bohnen einfrieren: gefrorene Bohnen

Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung!

Bohnen einfrieren ist eine super Methode, wenn dich das ausgesprochen unkomplizierte und leckere Gemüse im Sommer mit einer wahren Ernteschwemme beglückt. So kannst du in aller Ruhe nach und nach deinen Bohnenberg wegschlemmen, ohne dass etwas verdirbt.
Darum nichts wie raus in den Garten: Bohnen ernten! :)

Inhaltsverzeichnis
Ratzfatz: Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung
Untergetaucht: Bohnen blanchieren
Ausgekocht: Rohe Bohnen einfrieren
Ganz und gar: Gekochte Bohnen einfrieren
Allumfassend: Kann ich alle Sorten von Bohnen einfrieren?
Ganz einfach: Bohnen einfrieren und auftauen
Gaumenschmaus: Rezepte für eingefrorene Bohnen

Ratzfatz: Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung

Falls du schon einen großen Bohnenberg auf deinem Küchentisch liegen hast, und sofort loslegen willst mit dem Bohnen einfrieren, schau doch mal in diese Übersicht, da habe ich dir alle Schritte zusammengefasst:

Bohnen einfrieren – Die einzelnen ArbeitsschritteTipps und Tricks
Schritt #1: Bohnen putzenEnden abschneiden, evtl Fäden abziehen, waschen und in mundgerechte Stücke schneiden
Schritt #2: Bohnen blanchieren Für 2-3 Minuten in erst kochendes Wasser, dann 5 Minuten in kaltes Wasser geben.
Schritt #3: Bohnen mit Schaumkelle aus dem Wasser holenGut abtropfen lassen und abtrocknen, damit sich keine Eiskristalle bilden.
Schritt #4: Bohnen in Gläser, Edelstahlbehältnisse, Gefrierbeutel oder Plastikdose packenAm besten nur so viele Bohnen in ein Behältnis geben, wie du für eine Mahlzeit brauchst.
Schritt #5: Bohnen einfrieren! ;)Bohnen sind tiefgekühlt 10 Monate haltbar.

Auch Bärlauch lässt sich übrigens prima einfrieren und so das ganze Jahr über genießen

Und falls du auf der Suche nach weiteren Einkochideen bist, findest du in meinem kleinen Rezeptebuch bestimmt noch die eine oder andere Inspiration!

Lad es dir gerne hier herunter:

Untergetaucht: Bohnen blanchieren

Immer wieder kommt die Frage bei mir an, was bedeutet blanchieren eigentlich. Blanchieren meint, dass du dein Gemüse 2-3 Minuten in kochendes Wasser tauchst und es dann sofort in sehr kaltes Wasser, am besten Eiswasser, gibst. So stoppst du den Kochvorgang schnell und verhinderst, dass dein Gemüse weitergart.

Psst, Nerd-Alarm: Blanchieren kommt vom Französischen „blanchir“ und bedeutet wörtlich „weiß machen“. Fleisch, das du blanchierst, nimmt nämlich eine weißliche Farbe an. Nerd-Alarm off. ;)

Durch das Blanchieren tötest du Keime ab und sorgst dafür, dass Geschmack, Farbe und Vitamine deiner leckeren Bohnen auch beim Tiefkühlen bestmöglich erhalten bleiben.

Wenn du außer Bohnen einfrieren auch andere sichere Methoden zum Haltbarmachen deiner Ernte kennenlernen möchtest, komm doch in meinen Vorratskammer starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du ganz einfach und ohne viele Gerätschaften leckere Vorräte zauberst und so das ganze Jahr über die Ernte aus deinem Garten genießen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist!

Bohnen einfrieren: Bohnen im Eiswasser

Ausgekocht: Rohe Bohnen einfrieren

Auch wenn das Blanchieren ein zusätzlicher Arbeitsschritt ist: es lohnt sich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass roh eingefrorene Bohnen ihren Geschmack so ziemlich verlieren und nur dem Aussehen nach noch Bohnen sind. Und das ist wirklich jammerschade!

Darum lege ich dir das Bohnen blanchieren wirklich ans Herz. Es ist ja auch eigentlich schnell gemacht. ;)

Grundsätzlich kannst du deine Bohnenernte aber auch roh einfrieren, nachdem du sie geputzt und gewaschen hast! Dabei wird nichts ungenießbar oder giftig – es kann eben nur passieren, dass Geschmack, Farbe und Vitamine darunter leiden.

Auch Rosenkohl, Spinat und Karotten blanchierst du besser, bevor du sie einfrierst!

Falls du auf Plastik verzichten möchtest in deiner Küche, kannst du zum Bohnen einfrieren übrigens auch Gläser oder verschließbare Gefäße aus Edelstahl verwenden.

Ganz und gar: Gekochte Bohnen einfrieren

Falls es bei dir mittags schnell gehen muss oder du die Bohnen für einen (zukünftigen) Salat verwenden möchtest, kannst du auch deine Bohnen einfrieren, wenn sie schon fertiggekocht sind.

Und das geht so:

  1. Die geputzten, gewaschenen Bohnen in kochendes Salzwasser geben und 10 Minuten kochen.
  2. Jetzt die Bohnen in ein Sieb schütten und mit möglichst kaltem Wasser abspülen, damit sie nicht weiter garen.
  3. Danach die Bohnen auf einem Geschirrtuch trocknen lassen und abtupfen.
  4. Nun die Bohnen in ein Behältnis geben und gut verschließen.
  5. Und schließlich die Bohnen einfrieren.

Wenn vom Essen Reste übriggeblieben sind, kannst du gleich mit dem dritten Punkt beginnen.

Auch gekochte eingefrorene Bohnen sind im Gefrierfach ungefähr zehn Monate haltbar. Danach kannst du sie immer noch prima essen – nur Geschmack, Vitamine und Farbe nehmen langsam ab.

Allumfassend: Kann ich alle Sorten von Bohnen einfrieren?

Grüne Bohnen einfrieren, Buschbohnen einfrieren, Stangenbohnen einfrieren, gelbe Bohnen einfrieren oder lila Bohnen: Sie alle kannst du in den Kälteschlaf schicken, nachdem du sie blanchiert hast. Coole Sache, oder?

Dicke Bohnen und Kidneybohnen befreist du aber erst aus ihrer Schote, bevor du sie blanchierst. Dann sind sie ebenfalls für den Aufenthalt in der Kälte bereit.

Kleiner Tipp: Bohnenkraut ist beim Bohnen einfrieren der perfekte Partner! Es verstärkt nämlich den leckeren Bohnengeschmack und hilft außerdem bei der Verdauung. Darum pack einfach ein wenig gehacktes Bohnenkraut mit in den Behälter, es lohnt sich! :)

Am leckersten schmecken dabei natürlich Kräuter, die du selber angebaut hast!

Ganz einfach: Bohnen einfrieren und auftauen

Wie Bohnen einfrieren geht, weißt du jetzt. ;) Aber was musst du beim Auftauen beachten?

Rohe Bohnen und auch Bohnenkerne enthalten das leicht giftige Phasin, das erst beim Kochen zerfällt. Blanchierte Bohnen sind noch nicht genügend durchgegart, deshalb brauchen sie noch ein Fünf-Minuten-Bad im kochenden Wasser. Bohnenkernen solltest du 15 Minuten im Topf gönnen!

Am besten packst du sie einfach gefroren in deine Suppe, Eintopf oder Auflauf und garst sie zusammen mit den anderen Zutaten fertig.

Bohnen, die du gekocht eingefroren hast, kannst du gleich nach dem Auftauen schlemmen oder auch als leckere Zutat in den Salat geben.

Bohnen einfrieren: Bohneneintopf

Gaumenschmaus: Rezepte für eingefrorene Bohnen

Bohnen sind Tausendsassas: sie machen sich eigentlich in (fast) jedem Essen richtig gut. Egal, ob du sie einfach in mit in die Suppe gibst, ihnen mit einen Bohnen-Eintopf einen Starauftritt verschaffst oder sie als Gemüsebeilage zu einem festlichen Essen verwendest – lecker sind sie immer! :)

Ich habe dir zwei meiner ultimativen Bohnen-leckerschmecker-Lieblingsrezepte aufgeschrieben – Nachahmen ausdrücklich erwünscht! ;)

Bohneneintopf

Du brauchst für 4 Personen:

1 El Öl
2 Zwiebeln
1 Dose schwarze Bohnen
Je 200 g grüne, gelbe und lila Bohnen
1 Dose gehackte Tomaten
4 Stängel Bohnenkraut (oder das Bohnenkraut vom Bohnen einfrieren)
1 gelbe Paprika
500 ml Gemüsebrühe
1 Karotte
1 TL Balsamicoessig
Salz, Pfeffer, Zucker

Und so geht es:

Zwiebeln, Karotte und Paprika putzen und in Stücke schneiden. In heißem Öl glasig braten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Grüne, gelbe und lila Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden. Zusammen mit Tomaten, Bohnenkraut, schwarzen Bohnen und Balsamico dazugeben. Alles 10-15 Minuten köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Bohnencremesuppe

Du brauchst für 4 Personen:

1 El Öl
600 g grüne Bohnen
1 Zwiebel
2 mittelgroße Kartoffeln
1 Knoblauchzehe
4 Stängel Bohnenkraut (oder das Bohnenkraut vom Bohnen einfrieren)
750 ml Gemüsebrühe
200 ml süße Sahne
Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft

Und so geht es:

Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Im Öl anbraten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Bohnen kleinschneiden und mit Bohnenkraut dazugeben. 10-15 Minuten köcheln lassen. Bohnenkrautstängel entfernen (gehacktes Bohnenkraut kann drinbleiben) und mit Sahne aufgießen. Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Bohnen einfrieren ist eine tolle Methode, um deine Ernteschwemme haltbar zu machen und so das ganze Jahr über Bohnen aus dem eigenen Garten genießen zu können. Und wenn alle deine Bohnen versorgt sind, kannst du mit meinem Rezeptebuch deine Haltbar machen Reise gleich fortsetzen! ;)

Außer Bohnen einfrieren möchtest du auch noch anderes Obst und Gemüse aus deinem Garten in Vorratsgläser packen? Dann lies gern hier weiter:

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

Hast du zum Bohnen einfrieren noch andere Tipps und Tricks? Ich bin schon ganz gespannt darauf, davon zu hören!

Gurkenkrankheiten

Die 5 häufigsten Gurkenkrankheiten: Vorbeugen, erkennen und loswerden!

Gurkenkrankheiten tauchen schnell auf und können dir deine Ernte ganz schön vermasseln. Du kannst aber einiges dafür tun, dass es gar nicht erst so weit kommt! Und selbst wenn sich die ein oder andere Krankheit bereits eingeschlichen hat: Mit den richtigen Sofortmaßnahmen lässt sich der Schaden begrenzen.

Inhaltsverzeichnis
Die häufigsten Gurkenkrankheiten
Echter Mehltau
Falscher Mehltau
Grauschimmel
Blattfleckenkrankheit
Mosaikfleckenkrankheit
Gurkenkrankheiten vermeiden: Richtig vorbeugen
Nur Mut trotz Gurkenkrankheiten!

Die häufigsten Gurkenkrankheiten

Ach du grüne Neune – deine Gurken sind krank? Das ist keine Seltenheit, denn Gurkenkrankheiten sind im Lauf der Saison fast schon vorprogrammiert. Es gibt leider gleich mehrere davon, die sich nur zu gerne auf deinen Gurkenpflanzen breit machen.

Mit von der Partie sind viele Pilzkrankheiten, die vor allem in verregneten Sommern auftauchen. Aber auch Bakterien und ein paar ganz fiese Viruserkrankungen machen vor deinen Gurken nicht Halt.

Die fünf häufigsten Krankheiten nehmen wir gleich ganz genau unter die Lupe. Schau aber gern schon mal in der Tabelle nach, vielleicht entlarvst du den Übeltäter in deinem Gurkenbeet ja bereits auf den ersten Blick!

KrankheitSchadbildErste Hilfe
Echter MehltauWeißer Pilzrasen, der sich abwischen lässtMilchlösung oder Natronlösung spritzen
Falscher MehltauWeißer Pilzrasen, der sich nicht abwischen lässt, Mosaikartige Flecken auf den BlätternBefallene Blätter entfernen,
Knoblauchsud oder Natronlösung spritzen,
mit Schachtelhalm stärken
Grau-schimmelMausgrauer Pilzrasen auf allen Teilen der PflanzeBefallene Blätter entfernen,
Knoblauchsud oder Natronlösung spritzen,
 mit Schachtelhalm stärken
Blattflecken-krankheitGelbgrüne, eckige Flecken auf den Blättern,
Bakterienschleim und Krustenbildung
Entsorgung der Pflanzen im Hausmüll
Mosaik-flecken-krankheitGelb-grünes, mosaikartiges Muster auf den Blättern, Wuchshemmung, Welke, VerformungenEntsorgung der Pflanzen im Hausmüll

Bevor wir so richtig tief einsteigen in die Welt der Gurkenkrankheiten, möchte ich dir noch meinen Gemüsegarten-Pflanzplan ans Herz legen! Ich habe mir nämlich viele Gedanken zu perfekten Beetpartnerschaften, Pflanzabständen und dem richtigen Timing gemacht, damit dein Gemüse möglichst gesund und munter wächst.

Und Gurkenkrankheiten haben in einem gesunden Garten natürlich viel weniger Chancen, sich an deinen grünen Freunden zu vergreifen. Also, schau unbedingt mal rein! :) Dafür trägst du einfach deine Emailadresse hier ein und der Pflanzplan flattert dann in dein Postfach.

Gurkenkrankheiten: Echter Mehltau

Echter Mehltau ist einer der ganz wenigen Schönwetterpilze! Anders als die meisten seiner Pilz-Kollegen blüht er bei Sonnenschein erst so richtig auf.

Außer auf Gurken findest du Echten Mehltau auch auf Salat, Möhren, Erbsen, Tomaten und vielen Beikräutern. Es handelt sich also nicht um eine exklusive Gurkenkrankheit!

Gurkenkrankheiten: Echter Mehltau

Symptome: Du erkennst den Echten Mehltau daran, dass die Pflanzen einen pudrig weißen Belag aufweisen. Sehen deine Gurken auch so aus? Dann versuch mal, den Belag vorsichtig wegzuwischen. Wenn das klappt, hast du den Übeltäter gefunden!

Lässt sich der Belag nicht abwischen, hast du es höchstwahrscheinlich eher mit Falschem Mehltau zu tun. Diese beiden Pilzkrankheiten haben nämlich nicht zufällig denselben Namen – sie sind im Beet leicht zu verwechseln.

Erste Hilfe: Bei einem Befall mit Echtem Mehltau gibt es zwei Hausmittelchen, mit denen du die Krankheit bekämpfen kannst. Entweder mischst du dir eine Milchlösung (1 Teil Frischmilch, 8 Teile Wasser), oder du rührst eine Natronlösung aus 2 Litern Wasser, 30 g Natron und einem Schuss Rapsöl an.

Damit spritzt du die befallenen Blätter – von oben und von unten! – regelmäßig über mehrere Tage hinweg ein, bis sich Besserung zeigt. Dabei sollte es bewölkt sein, sonst bekommen die angegriffenen Blätter auch noch einen Sonnenbrand. Lass die Pflanzen zwischenden Behandlungen immer gut abtrocknen.

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Gurkenkrankheiten: Falscher Mehltau

Wenn es unter den Gurkenkrankheiten eine gibt, auf die Verlass ist, dann ist das der Falsche Mehltau.

Mit seinem Erscheinen musst du früher oder später rechnen, wenn du Gurken anbaust. Irgendwann im Verlauf des Sommers taucht diese lästige Pilzkrankheit immer auf. Besonders in regenreichen Jahren schleicht sich der Falsche Mehltau häufig schon im Frühsommer ins Beet, was super ärgerlich ist. Aber es ist eben auch einfach nicht jedes Jahr ein Gurkenjahr.

Auch wenn die Nächte wieder kühler werden und es zu Taubildung kommt, fühlt der Pilz sich herzlich eingeladen! Denn der Falscher Mehltau liebt Nässe, ganz besonders freuen ihn feuchtwarme Sommer. Deshalb ist er auch besonders tückisch für Freilandgurken und für Gurken in schlecht belüfteten Gewächshäusern, wo sich die feuchte Luft staut.

Auch wenn du deine Gurken stark gießt, schwitzen sie das Wasser aus und bieten dem Falschen Mehltau so eine super Angriffsfläche. Aber gerade deine Gurken solltest du ja ordentlich und regelmäßig gießen, um zu vermeiden, dass sie bitter und giftig werden! Hier ist also der goldene Mittelweg gefragt.

Gurkenkrankheiten: Falscher Mehltau

Symptome: Du erkennst den Schlingel an seinem weiß-gräulichen Pilzrasen, der sich nicht abwischen lässt, und häufig an den Blattunterseiten auftritt. Außerdem bilden sich in der Regel gelbbraune Flecken auf den Blättern. Obacht – die können auch ein Hinweis auf das tückische Mosaikvirus sein, schau also lieber ganz genau hin.

Erste Hilfe: Wenn du Falschen Mehltau an deinen Gurken festgestellt hast, solltest du die betroffenen Blätter unbedingt entfernen – ab in die Hausmülltonne damit!

Dann sprühst du Knoblauchsud oder Natronlösung auf die Pflanzen (siehe oben). Wenn du ihnen einen regelrechten Immunbooster verpassen willst, gibst du ins Gießwasser noch ein wenig verdünnte Ackerschachtelhalmjauche. Sie stärkt deine Pflanzen und sorgt dafür, dass sie nicht so leicht weiteren Gurkenkrankheiten zum Opfer fallen.

Schon gewusst? Den Falschen Mehltau gibt es bei verschiedenen Gemüsearten – aber die Erreger sind jeweils unterschiedlich und auf ein oder zwei Gemüse spezialisiert. Deine Gurken sind also nicht in Gefahr, wenn sich Falscher Mehltau auf deinen Erbsen oder Tomaten ausbreitet. Puh, Glück gehabt!

Gurkenkrankheiten: Grauschimmel

Grauschimmel ist streng genommen gar keine spezifische Gurkenkrankheit. Aber er befällt auch Gurkenpflanzen, daher solltest du ihn auf dem Schirm haben, wenn du nach dem Verwüster deines Gurkenbeetes forschst.

Symptome: Du kennst Grauschimmel vielleicht von der grau verschimmelten Zitrone in der Obstschale oder den verdorbenen Erdbeeren, die plötzlich in einen Pelzmantel gehüllt sind. Igitt! Aber auch die Gurken kann’s erwischen…

Typisch für diesen Pilz ist der mausgraue Pilzrasen, der sich über alle Teile der Pflanze ausbreitet. Da ist der Grauschimmel wirklich nicht wählerisch – typisch Schimmelpilz halt!

Erste Hilfe: Bei Befall mit Grauschimmel wendest du dieselben Erste-Hilfe-Maßnahmen an wie bei Falschem Mehltau: Betroffene Blätter entsorgen, Knoblauchsud oder Natronlösung sprühen, und dann die Pflanzen mit verdünnter Schachtelhalmbrühe und einer Extraportion Liebe verwöhnen. :)

Gurkenkrankheiten: Blattfleckenkrankheit

Mit der Blattfleckenkrankheit kommt das erste Bakterium unter den Gurkenkrankheiten ins Spiel. Wenn du Pech hast, bringen deine Gurkensamen den Erreger bereits mit, es handelt sich nämlich um eine samenübertragbare Krankheit. Aber auch Wind, Regen und Gartengeräte können die Bakterien übertragen.

Wie viele bakterielle Erkrankungen bahnt sie sich durch offene Stellen und bestehende Verletzungen einen Weg ins Innere der Pflanze. Das können durch Schädlinge verursachte Bissstellen sein, oder aber auch die Schnittstelle, an der du die Früchte aberntest. Nimm zum Ernten also am besten immer eine saubere Gartenschere.

Symptome: Die Blattfleckenkrankheit macht sich durch eckige, gelbbraune Flecken bemerkbar, die teilweise schleimig oder krustig sind. Ganz und gar keine schöne Angelegenheit!

Erste Hilfe: Gegen diese Krankheit ist kein Kraut gewachsen. Identifizierst du sie bei dir im Garten, hast du traurige Gewissheit: Deine Gurkenernte musst du leider aufgeben. Entsorge alle Gurkenpflanzen vollständig im Hausmüll und vergiss nicht, deine Werkzeuge danach gründlich zu desinfizieren. Das war einfach Pech… Nächstes Jahr hast du bestimmt mehr Glück!

Gurkenkrankheiten: Mosaikfleckenkrankheit

Last but not least kommen wir zu einem ganz üblen Burschen unter den Gurkenkrankheiten: Der Mosaikfleckenkrankheit, die vom Gurkenmosaikvirus hervorgerufen wird. Dieses Virus ist nicht wählerisch: Auch zahlreiche weitere Pflanzen befällt es liebend gern, darunter die gesamte Familie der Kürbisgewächse.

Gurkenkrankheiten: Mosaikfleckenkrankheit

Symptome: Du erkennst die Krankheit an einem gelb-grünen mosaikartigen Muster auf den Blättern deiner Pflanzen.

Infizierte Pflanzen sind außerdem oft in ihrem Wuchs gehemmt und zeigen Welkeerscheinungen oder Verformungen der Triebe und Früchte auf.

Besonders mies ist, dass die Symptome erst 10-14 Tage nach der Infektion auftreten. Das bedeutet, dass du möglicherweise das Virus in deinem Garten schon weitergetragen hast, ohne davon etwas zu merken.

Erste Hilfe: Ist die Gurkenkrankheit einmal in deinen Beeten angekommen, ist leider jede Hilfe umsonst. Jetzt kannst du nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Befallene Pflanzen solltest du unbedingt entsorgen. Ganz wichtig: Immer die gesamte Pflanze entfernen, denn der Virus ist im Pflanzensaft und dadurch bereits in der gesamten Pflanze, auch wenn nur einzelne Blätter verfärbt sind.

Gurkenkrankheiten vermeiden: Richtig vorbeugen

Du siehst: Bei manchen Krankheiten sind die Möglichkeiten, deine Pflanzen mit Sofortmaßnahmen vor dem Schlimmsten zu bewahren, einfach sehr begrenzt. Deshalb ist beim Thema Pflanzengesundheit vor allem eines super wichtig: Vorbeugen, Vorbeugen, Vorbeugen!

Denn schon bevor sich Gurkenkrankheiten bei dir im Garten breit machen, kannst du ganz viel richtig machen und den Bakterien, Viren und Pilzen das Leben so richtig erschweren! Und das schon, bevor du überhaupt mit der Aussaat loslegst:

Augen auf beim Saatgutkauf!

Informier dich unbedingt über deine Bezugsquellen und verwende nur Saatgut von vertrauenswürdigen Samengärtnereien, die ihr Handwerk verstehen. So riskierst du schon mal nicht, dir Krankheiten im Saatguttütchen ins Haus zu tragen. Wenn du gesunde Pflanzen hast, kannst du auch dein eigenes Saatgut verwenden.

Auch die Wahl der Gurkensorte kann den entscheidenden Unterschied ausmachen! Es gibt nämlich Sorten, die besonders resistent gegen bestimmte Krankheiten, wie zum Beispiel Mehltau, sind.

Gurken artgerecht halten!

Zufriedene Pflanzen, die unter perfekten Anbaubedingungen wachsen und gedeihen dürfen, sind in der Regel gesünder und widerstandsfähiger gegen Gurkenkrankheiten als solche, die sich schon bemühen müssen, über die Runden zu kommen. Logisch, oder?

Was deine Gurken für ein glückliches Pflanzenleben alles brauchen, habe ich dir hier ganz ausführlich beschrieben. Von der Aussaat über die Pflege bis hin zur Reife findest du alle wichtigen Infos, die du für eine satte Gurkenernte brauchst!

Um dabei die Übersicht zu behalten, lädst du dir am besten gleich meinen Pflanzplan herunter.

Als kleines Verwöhnpaket kannst du deinen Gurken auch regelmäßig zusätzlich ein Spa-Programm mit verdünnter Ackerschachtelhalmjauche verpassen, indem du sie alle paar Wochen vorbeugend damit spritzt. Der beste Zeitpunkt dafür ist der frühe Morgen an einem trockenen, bewölkten Tag.

Gesunde Gurkenpflanze

Die Anti-Pilz-Formel

Pilzkrankheiten sind sehr häufig im Gurkenbeet zu finden. Du kannst ihren Einzug mit den aber mit den richtigen Maßnahmen deutlich verzögern – und bis dahin schon viiiiele Gurken ernten.

Ciao ciao, ihr pilzigen Gurkenkrankheiten! ;)

1. Anti-Pilz-Tipp: Pflanzabstände einhalten oder sogar vergrößern. So ist es zwischen den Pflanzen luftiger und es staut sich weniger Feuchtigkeit. Das gefällt Pilzerkrankungen so gar nicht!

2. Anti-Pilz-Tipp: Gurken nicht auf dem Boden, sondern an der Rankhilfe anbauen. Das gilt fürs Freiland und fürs Gewächshaus. Denn in der Luft rauscht der Wind durch die Blätter, und die Pflanzen bleiben allgemein trockener.

3. Anti-Pilz-Tipp: Gurken im Gewächshaus ausgeizen. So kannst du sie gezielter in eine Richtung lenken und die Gurkenpflanzen verbuschen nicht. Auch das dient der Belüftung und verschreckt Pilze.

4. Anti-Pilz-Tipp: Bodennah gießen. Ja, Gurken brauchen viel Wasser, und du wirst sie regelmäßig mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch besuchen kommen. Achte bei deinen Stippvisiten darauf, möglichst nah am Boden zu gießen, sodass kaum Spritzwasser entsteht und die Blätter nicht nass werden. Bei älteren Pflanzen entfernst du die untersten Blätter einfach, das erleichtert dir das „trockene Gießen“ enorm.

Der Mehrgenerationen-Trick

Kennst du das Zauberwort „Gestaffelte Aussaat“? Dahinter verbirgt sich der kleine Gartenhack, ein und dasselbe Gemüse mehrfach im Jahr vorzuziehen, sodass du immer Pflanzen unterschiedlichen Alters im Beet stehen hast.

Denn gerade Pilzkrankheiten befallen oft zunächst ältere Pflanzen. Wenn das passiert, hast du in einem Mehrgenerationenbeet die Möglichkeit, einfach bei den jüngeren Pflanzen weiter zu ernten. Praktisch, oder?

Bei Gurken empfehlen sich dafür zwei Generationen pro Jahr, mit ein paar Wochen Altersabstand.

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Nur Mut trotz Gurkenkrankheiten!

Haben die Gurkenkrankheiten deine Gurken trotz liebevoller Pflege erwischt? Das tut mir Leid! Aber mach dir nicht zu viel daraus. Das passiert uns nämlich allen, selbst mit jahrelanger Erfahrung.

Mit der richtigen Mischung aus vorausschauendem Anbau und frühzeitigen Erste-Hilfe-Maßnahmen kannst du bestimmt trotzdem richtig viele Gurken ernten und schlemmen, da bin ich mir ganz sicher!

So, jetzt aber erstmal ab nach draußen – deine kranken Gurken freuen sich sicherlich über ein bisschen Liebe und Pflege! Und wenn die versorgt sind, gibt es noch allerhand zu tun. Wie wär’s zum Beispiel hiermit:

Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

Kompost anlegen: Wie du richtig guten Kompost machst!

Hast du eine der fünf Gurkenkrankheiten bei dir im Garten entdeckt? Schreib mir gern deine Erfahrungen in einem Kommentar!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Meerrettichwurzel

Meerrettich pflanzen: Mit dieser Anleitung erntest du dicke Wurzeln!

Meerrettich Pflanzen im eigenen Garten sind nicht nur wegen ihrer duftenden Blüten was sehr, sehr feines! Frisch gerieben in den Salat oder die Soße bringt die Gewürzpflanze einen ordentlich scharfen Nervenkitzel auf den Teller – das zwiebelt für ein paar Sekunden so richtig in der Nase! Also am besten langsam an die richtige Menge Meerrettich herantasten. ;)

Doch bietet Meerrettich nicht nur einen besonders scharfen Genuss, der die Nase frei macht, sondern ist auch noch super gesund. Seine Wirkung gegen Erkältung und anderen Wehwehchen brachte Meerrettich sogar den Namen „Penicillin der Bauern“ ein. Wenn du also deine Gartenapotheke um eine tolle Heilpflanze erweitern möchtest, solltest du unbedingt Meerrettich pflanzen!

Sobald du Meerrettich gepflanzt hast, kannst du ihn einfach über Wurzelstecklinge vermehren. Hast du den Meerrettich also einmal im Garten, wächst er fast von allein. Allerdings garantiert der Wildwuchs keine dicke Meerrettichwurzeln, denn die brauchen immer mal wieder ein bisschen Pflege. Damit du dir eine schöne Wurzel aus deinem Garten zauberst, erkläre ich dir das Meerrettich pflanzen Schritt-für-Schritt.

Inhaltsverzeichnis
1. Schritt: Den besten Standort zum Meerrettich pflanzen auswählen
2. Schritt: Es geht los – Meerrettich pflanzen
3. Schritt: Meerrettichwurzel pflegen – so wird sie schön dick
4. Schritt: Meerrettich ernten – jetzt wird‘s scharf!
5. Schritt: Meerrettich zubereiten und genießen!
Meerrettich pflanzen für deine Gartenapotheke!

Schritt 1: Den besten Standort zum Meerrettich Pflanzen auswählen

Das Besondere beim Meerrettich pflanzen: Er ist mehrjährig, absolut winterfest und vermehrt sich freudig über Wurzelstecklinge. Lässt du den Meerrettich in deinen Garten einziehen, solltest du deswegen zwei Dinge für die Platzwahl deines Meerrettichbeets beachten:

#1: Einmal Meerrettich pflanzen, für immer Meerrettich ernten

Aus jedem kleinen Wurzelstück wächst eine neue Meerrettichpflanze heran – und diese Pflanzen werden bis zu 1,20 m hoch und nehmen ordentlich Platz ein. Deswegen braucht der Meerrettich ein Fleckchen in deinem Garten, wo er sich ausbreiten darf und nicht allzu sehr stört. Möchtest du ihm ein eigenes Gemüsebeet anlegen, kannst du einfach eine Wurzelsperre ringsherum um ihn eingraben. So bleibt er brav an seinem zugewiesenen Standort!

Da Meerrettich so vermehrungsfreudig ist, pflanze ich ihn nicht direkt mit in die Gemüsebeete, weil meine Gemüse dort nach einer Fruchtfolge rotieren und mehrjährige Pflanzen dabei nur im Weg sind. ;)

Alternativ kannst du Meerrettich auch im Topf pflanzen, um diesen vermehrungsfreudigen Kandidaten im Zaum zu halten. Der Kübel sollte mindestens 15 L fassen und es ist wichtig, dass am Boden Löcher vorhanden sind, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Umso tiefer der Topf zum Meerrettich pflanzen, desto länger kann die Wurzel wachsen.

Als Grundlage für eine dicke Meerrettichernte brauchst du einen etwa 30 cm langen Wurzel-Seitentrieb einer Meerrettichwurzel. Diese Seitentriebe heißen „Fechser“ und sollten ungefähr so dick wie dein kleiner Finger sein.

Kleiner Tipp: Eine gute Quelle für Meerrettich-Wurzeltriebe ist die Natur! An feuchten Wiesen und Flussufern kannst du die großen grünen Blätter finden. Wenn du dir jedoch unsicher bist, ob du den Meerrettich wirklich richtig bestimmt hast, kannst du dir die „Fechser“ auch im Internet bestellen.

Meerrettichblätter

#2: Feuchtigkeit für eine scharfe Wurzel

Sein volles Aroma breitet der Meerrettich am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Plätzchen aus, wo er seine Pfahlwurzel in einen gut durchfeuchteten, tiefgründigen und humosen Boden strecken kann. In der Natur kommt Meerrettich häufig auf lehmigen Boden an Bächen und Flussufern vor, weil dort genau die richtige Bodenfeuchte vorherrscht. Wenn der Boden jedoch sehr fest ist und einen sehr hohen Tonanteil aufweist, bekommst du zur Erntezeit Schwierigkeiten, die Meerrettichwurzel aus dem Boden zu graben.

Eine geniale Methode, um deinen Gartenboden in eine fruchtbare Oase zu verwandeln, sind Kompostbeete. Ich packe immer eine dicke Schicht Grüngutkompost auf meine Beete und seitdem explodiert mein Gemüsegarten ohne viel Zutun. ;)

Wenn du auch kaum noch jäten, so gut wie nie gießen und trotzdem eine dicke Ernte einfahren möchtest, dann sind Kompostbeete ein richtiger „Gamechanger“. Und weil ich so überzeugt von dieser Methode bin, habe ich ein kleines Video für dich erstellt, in dem ich dir genau erkläre, wie das mit den Kompostbeeten funktioniert:

Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Schritt 2: Es geht los – Meerrettich pflanzen

    Der beste Zeitpunkt zum Meerrettich pflanzen ist im März/April oder im Herbst. In diesen Jahreszeiten herrschen die besten Bedingungen vor, sodass die Wurzeln gut anwachsen.

    Hast du einen Platz in deinem Garten für die Meerrettichpflanzen auserkoren? Super! Sobald die Wurzeln in deinen Garten – per Post oder selbst gesammelt – eingetrudelt sind, kannst du die Meerrettich Pflanzen vorbereiten und pflanzen. Plane für eine Meerrettichpflanze einen Platz von 50 x 50 cm ein. Diesen Platz braucht dein neuer Freund für seine großen grünen Blätter.

    Für eine besonders dicke Ernte gibt es schon beim Meerrettich pflanzen zwei Dinge zu beachten:

    #1 Neuaustriebe reduzieren!

    An der Wurzel wachsen gerne viele Neuaustriebe hervor. Lässt du diese einfach wachsen, bilden sich nur viele kleine Seitenwurzel aus. Für eine schöne dicke Hauptwurzel solltest du deswegen die Neuaustriebe reduzieren. Ideal ist, wenn nur an den beiden Wurzelenden Triebe wachsen. Alle anderen Triebe aus der Mitte machst du einfach ab!

    #2 Wurzel schräg in die Erde setzen!

    Hier kommt ein genialer Trick, um eine schöne lange Meerrettichwurzel zu ernten und den Boden bei der Ente nicht übermäßig zu stören: Setze die Wurzel schräg in die Erde. So brauchst du nicht ganz so tief buddeln und hast trotzdem viel Meerrettich – Yams!

    Aber eins nach dem anderen: Zunächst kannst du den Boden zur Vorbereitung mit einer (Doppel-)Grabegabel lockern, um deinem Meerrettich einen angenehmen Start im Beet zu erleichtern. Im Anschluss gräbst du vorsichtig einen 20-25 cm tiefen Graben und gibst einen Langzeitdünger wie Schafwollpellets hinein, den du mit der Erde im Graben vermischst.

    Setze nun die Wurzeltriebe in ursprünglicher Wuchsrichtung schräg in die Erde. Dabei sollte das obere Ende 3 cm tief unter der Erde liegen.

    Sind deine „Fechser“ gut in der Erde platziert, buddelst du den Graben wieder zu und gießt die Wurzeln gut an. Regnet es eine längere Zeit nicht, brauchen die Meerrettichwurzeln immer mal wieder einen Schwung Wasser. So können sie gut anwurzeln!

    Fechser

    Ich gebe zu, um eine richtig dicke Meerrettichwurzel ernten zu können, bedarf es schon ein bisschen Pflege und Aufmerksamkeit von deiner Seite. Wenn du noch Gemüsegarten-Anfänger*in bist, lese dir gerne auch meinen Grundlagen Artikel über den Gemüseanbau durch, damit du für jedes deiner folgenden Gemüse-Abenteuer gut gewappnet bist:

    Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

    Schritt 3: Meerrettichwurzel pflegen – so wird sie schön dick

    Die richtige Pflege der Meerrettichwurzel während der Wuchszeit ist super wichtig, wenn du eine große Meerrettichwurzel ernten möchtest. Alle sechs bis acht Wochen kappst du dafür alle neuen Seitenwurzeln, die sich an der Hauptwurzel gebildet haben. Dazu gräbst du die Meerrettichwurzel einfach wieder etwas aus. Aber Achtung: Der untere Teil der Wurzel bleibt bei dieser Prozedur immer im Boden, nur der obere Teil der Meerrettichpflanze wird freigemacht. Im Anschluss reibst oder brichst du die neuen Wurzeltriebe ab. Danach buddelst du die Wurzel wieder ein und gießt sie gut an. Jetzt darf sie weiterwachsen und ihre schöne dicke Pfahlwurzel ausbilden.

    Die Hauptwachstumszeit der Wurzel liegt im Spätsommer, das ist die Zeit, in der sich deine Meerrettich Pflanze über eine gute Wasserversorgung und einen kleinen Snack in Form von Flüssigdünger freut. ;)

    Um den Boden um deine Meerrettichpflanzen schön feucht zu halten, kannst du ihn mulchen. Neben dem Kompost ist Mulchen eine weitere Technik, die mir viele Vorteile in den Gemüsegarten gebracht hat. All meine Erfahrungen habe ich in meinen Onlinekurs „Gemüsegarten starten“ zusammengefasst. In über 50 Videos erkläre ich dir die Grundlagen des Gärtnerns. Mein Drei-Phasen-Gartensystem hat es mir unglaublich vereinfacht, einen großen Gemüsegarten zu bewirtschaften. Lass dich gerne von meiner Methode überzeugen! Ich freue mich auf dich!

    meerrettich
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    Schritt 4: Meerrettich ernten – jetzt wird’s scharf!

    Über den Sommer wächst deine Meerrettichwurzel schön heran. Ihr volles Aroma entwickelt sie jedoch im Herbst. Wenn sich die Blätter des Meerrettichs zurückgezogen haben, ist der richtige Zeitpunkt für die erste Ernte gekommen. Jetzt hat die Pflanze ihre ganze Kraft in die Wurzel gesteckt und das typische Meerretticharoma entwickelt.

    Das Meerrettich Ernten startet meistens im Oktober. Bis ins neue Jahr hinein kannst du dir eine frische Meerrettichwurzel nach der anderen aus dem Garten holen. Das Beet ist dabei der beste Lagerort der Wurzel, denn Meerrettich ist richtig frostfest und hält sich im Beet am besten frisch.

    Schritt 5: Meerrettich zubereiten und genießen

    Mit der ersten dicken Meerrettichwurzel in der Hand kannst du allerlei leckere Dinge anstellen. Und die Schritte in der Meerrettich Zubereitung sind schnell gemacht:

    #1 Schälen

    Die Meerrettichwurzel hat eine sehr raue Schale. Am einfachsten ist es, sie mit einem scharfen Küchenmesser zu schälen.

    Kleiner Tipp: Möchtest du Meerrettich möglichst lange im Kühlschrank lagern, nimmst du am besten den ungeschälten Meerrettich. Dieser hält sich deutlich länger.

    #2 Reiben

    Eine feine Reibe ist ein Muss im Haushalt, um Meerrettich zuzubereiten. Denn fein geriebener Meerrettich mischt sich am besten mit anderen Zutaten! Möchtest du, dass dein Meerrettich schön weiß bleibt, gibst du ihm noch einen Schuss Zitronensaft hinzu.

    #3 Mischen

    Jetzt kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen! Verwandle deinen Meerrettich in leckeren Meerrettichfrischkäse oder rühre ihn zu cremigen Sahnemeerrettich. Ebenso kannst du tolle Brotaufstriche mit deinem Meerrettich mischen. Rote Bete und Apfel harmonieren beispielsweise super mit der scharfen Würze des Meerrettichs. Aber auch einfach frisch in den Salat gestreut, kannst du Meerrettich zubereiten.

    Besonders wichtig ist, wenn du es schön scharf magst, dass du den Meerrettich nicht erhitzt. Denn durch die Hitze geht die Schärfe verloren.

    Meerrettichaufstrich

    Meerrettich pflanzen für deine Gartenapotheke

    Meerrettich ist wirklich super gesund und sogar Heilpflanze des Jahres 2021 geworden. Und das nicht ohne Grund:

    Durch die im Meerrettich enthaltenen Senfölglykoside ist Meerrettich antibakteriell, antiviral, antimykotisch und wirkt entzündungshemmend. Diese Superpower kannst du dir wunderbar für die Erkältungszeit zu Nutze machen.

    Ein tolles Hausmittel ist der sogenannte Meerrettich-Honig, den du ganz einfach selber herstellen kannst. Dafür brauchst du:

    • ca. 100 g Meerrettichwurzel
    • 200 g guten Honig.

    Den geschälten Meerrettich reibst du ganz fein und mischst ihn einfach mit dem Honig. Die Mischung lässt du mindestens 24 Stunden stehen, bis sich das Aroma des Meerrettichs auf den Honig übertragen hat.

    Bahnt sich bei dir eine Erkältung an, kannst du mit ein bis drei Teelöffeln Meerrettich-Honig dein Immunsystem kräftig stärken.

    Also nichts wie los – Meerrettich pflanzen und eigenes Super-Food anbauen. Mit meinen geliebten Kompostbeeten helfe ich dir, deinen Traum von einem Gemüsegarten zu verwirklichen, sodass du trotzdem noch genug Zeit für andere Hobbies hast. ;)

    Fassen wir nochmal zusammen: Meerrettich bringt nicht nur scharfen Nervenkitzel in die Küche, sondern ist auch richtig gesund. Einmal im Garten angesiedelt, kannst du dir diese tolle Wurzel immer wieder neu heranziehen. Und mit der richtigen Pflege steht der Ernte einer dicken Meerrettichwurzel nichts mehr im Wege.

    Du hast Lust, noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu schmökern? In den folgenden Artikeln stelle ich dir drei weitere tolle Gewürzpflanzen vor:

    Petersilie säen – so klappt die Anzucht garantiert!

    Basilikum pflanzen – Schritt für Schritt mit Kräuterplan!

    Some like it hot – Chili säen, pflanzen, ernten!

    Und bist du bereit zum Meerrettich pflanzen? Schreib mir gerne deine Fragen und Erfahrungen rund um Meerrettich in die Kommentare – so können wir alle voneinander lernen. :)

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    Titelbild: Rhabarber einkochen: Rhabarberstücke

    Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

    Rhabarber einkochen ist eine super Sache, wenn du so wie ich dieses leckere Gemüse nicht nur ein paar Wochen lang, sondern das ganze Jahr über genießen möchtest. Und falls du dich jetzt wunderst: Rhabarber zählt tatsächlich nicht zum Obst, sondern gehört zum Gemüse! ;) Aber jetzt nix wie ran an den Kochlöffel, ich zeige dir, wie es geht!

    Inhaltsverzeichnis
    Für Eilige: Rhabarber einkochen im Überblick
    Roter oder grüner Rhabarber – Was ist der Unterschied?
    Rhabarber und Oxalsäure
    Mit und ohne Zucker Rhabarber einkochen
    Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Topf
    Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Wecktopf
    Rezepte: Von Rhabarberkompott bis Rhabarberchutney

    Für Eilige: Rhabarber einkochen im Überblick

    In deiner Küche liegen ganz viele Rhabarber-Stangen und du willst sofort loslegen? Dann schau mal hier, so geht Rhabarber einkochen in aller Kürze! ;)

    Rhabarber einkochenSo geht´sGewusst wie
    Schritt #1:Stangen waschenBlätter oben entfernen, Stangen unten abschneiden
    Schritt #2:Stangen schälenRhabarberschale mit einem scharfen Messer oder Sparschäler abziehen
    Schritt #3:Stangen in Stücke schneiden1-3 Zentimeter breit
    Schritt #4:Rhabarber blanchieren5 Minuten in kochendem Wasser
    Schritt #5:Rhabarber einkochen mit oder ohne Zuckerzugabeim Kochtopf: 10 Minuten kochenim Wecktopf: 30 Minuten bei 90° C

    Hol die außerdem meine sieben Lieblingsrezepte zum Einkochen und Fermentieren!

    Kribbelt es dir auch schon in den Händen, deine Ernte in leckere Tomatensauce oder fruchtige Chutneys zu verwandeln? Denn was gibt es im Sommer Schöneres, als die Speisekammer mit Gläsern voller Köstlichkeiten bis unter die Decke zu stapeln? :) Wenn du noch nach Inspiration suchst, dann lade dir gerne meine liebsten und mehrfach erprobten Rezepte zum Einkochen und Fermentieren herunter.

    Trage dich für das Rezepte-eBook einfach hier ein:

    Roter oder grüner Rhabarber – Was ist der Unterschied?

    Die beiden bekanntesten Rhabarbersorten heißen „Goliath“ und „Holsteiner Blut“. „Goliath“ hat eine grüne Schale und grünes Fruchtfleisch und schmeckt recht säuerlich. Holsteiner Blut hat rote Stängel und grünes Fruchtfleisch und einen milderen Geschmack. Und dann gibt es noch „Elmsjuwel“ oder auch Himbeerrhabarber – eine Sorte mit roter Schale und rotem Fruchtfleisch – das ist die süßeste Variante.

    Grundsätzlich gilt: Je mehr Rot du siehst, desto weniger sauer ist dein Rhabarber. ;) Du kannst aber alle Sorten von Rhabarber einkochen, das sind nur geschmackliche Unterschiede!

    Falls du wissen möchtest, wie du außer Rhabarber einkochen auch anderes Gemüse und Obst haltbar machst, komm doch in meinen „Obst und Gemüse haltbar machen“ Kurs! Da zeige ich dir verschiedene Methoden, wie du deine Ernte in köstliche Vorräte verwandelst und so das ganze Jahr über davon schlemmen kannst! 

    Rhabarber einkochen: Rhabarbersorten

    Rhabarber und Oxalsäure

    Rhabarber hat wie Mangold und Spinat im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln relativ viel Oxalsäure und die kann dem Körper Kalzium entziehen oder auch Nierensteine begünstigen.

    Wenn du gesund bist, musst du dir aber deshalb keine Sorgen machen! Außerdem gibt es ein paar Tricks, um den Oxalsäuregehalt beim Rhabarber einkochen zu verringern:

    • Rhabarber schälen – in der Schale befindet sich die meiste Oxalsäure
    • Rhabarberblätter niemals verarbeiten, sondern auf den Kompost geben
    • Rhabarber 5 Minuten lang kochen und das Kochwasser wegschütten
    • Ab Mitte Juni keinen Rhabarber mehr ernten, da steigt der Oxalsäuregehalt nochmal deutlich an

    Übrigens binden Milchprodukte Oxalsäure, weshalb sie dem Körper dann kein Kalzium mehr entzieht. Und Schlagsahne zum Rhabarber zu essen ist jetzt keine echte Strafe, oder? ;)

    Psst: Es muss nicht immer Sahne sein; Milch, Joghurt und Käse binden ebenfalls Oxalsäure!

    Rhabarber ist aber auch gesund! Er enthält viel Kalium, Vitamin C, Vitamin B und Ballaststoffe. Die Stangen haben wenig Kalorien und wirken entwässernd und entgiftend.

    Mit und ohne Zucker Rhabarber einkochen

    Ob mit oder ohne Zucker – das bleibt ganz dir überlassen. Rhabarber einkochen funktioniert in beiden Varianten einwandfrei.

    Zucker gibst du entweder während des Kochens zu oder du bestreust den blanchierten Rhabarber mit Zucker, lässt ihn für 30 Minuten stehen und kochst ihn dann ein.

    Wenn du deinen Rhabarber nur mit Wasser und ohne Zucker haltbar machst, hat das den Vorteil, dass du dich noch nicht festlegst, ob du ihn für herzhafte oder für süße Gerichte verwendest. In diesem Fall kochst du blanchierten Rhabarber im Verhältnis vier Teile Rhabarber zu einem Teil Wasser ein.

    Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Topf

    Wenn du im Topf Rhabarber einkochen möchtest, gehst du so vor:

    • Schritt #1: Rhabarberstangen oben von den Blättern befreien und unten abschneiden
    • Schritt #2: Rhabarberschale mit einem Messer oder Sparschäler abziehen
    • Schritt #3: Stangen in ein bis drei Zentimeter lange Stücke schneiden
    • Schritt #4: Rhabarber blanchieren: Stücke für fünf Minuten in kochendes Wasser legen, das Kochwasser wegschütten
    • Schritt #5: Rhabarber einkochen für 10 Minuten, abschmecken mit Gewürzen und dann kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen 
    Rhabarber einkochen: Rhabarberkompott

    Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Wecktopf

    Im Wecktopf kannst du so deinen Rhabarber einkochen:

    • Schritt #1: Rhabarberstangen oben von den Blättern befreien und unten abschneiden, Rhabarberschale mit einem Messer oder Sparschäler abziehen und Stangen in fünf Zentimeter lange Stücke schneiden
    • Schritt #2: Rhabarber blanchieren: Stücke für fünf Minuten in kochendes Wasser legen, das Kochwasser wegschütten
    • Schritt #3: Rhabarberstücke in Weckgläser* füllen (hochkant sieht es besonders schick aus!)
    • Schritt #4: Wasser oder eine Lösung aus Wasser und Zucker aufkochen und in die Gläser füllen, sodass ungefähr zwei Zentimeter Rand bleibt, Gläser mit Gummi* und Klammern* verschließen
    • Schritt #5: bei 90° C eine halbe Stunde lang einkochen

    Auch Pflaumen, Birnen und Kirschen kannst du auf diese Weise einkochen!

    Rezepte: Von Rhabarberkompott bis Rhabarberchutney

    Nachdem du jetzt weißt, wie Rhabarber einkochen geht, habe ich dir hier noch meine Lieblingsrezepte zusammengestellt. Ich hoffe, sie schmecken dir genauso gut wie mir. Yummie!

    Rhabarberkompott

    Das brauchst du:

    • 1kg Rhabarber
    • 200g Zucker
    • 2 El Zitronensaft

    So geht´s:

    Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. In drei Zentimeter lange Stücke schneiden und fünf Minuten ins kochende Wasser legen.

    Wasser wegschütten und Zucker und Zitronensaft zum Rhabarber geben. Abschmecken und in Weckgläser* füllen, dabei einen Zentimeter Rand frei lassen.

    Gläser mit Gummi* und Klammern* verschließen und bei 90° C eine halbe Stunde lang einkochen.

    Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

    Das brauchst du:

    • 500g Rhabarber
    • 500g Erdbeeren
    • 1kg Gelierzucker
    • Saft von einer Zitrone

    So geht´s:

    Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. In drei Zentimeter lange Stücke schneiden und fünf Minuten ins kochende Wasser legen. Wasser wegschütten.

    Erdbeeren vorsichtig waschen und den grünen Hut entfernen. Zum Rhabarber geben. Gelierzucker und Zitronensaft zugeben und alles grob oder fein pürieren. Dann nochmal abschmecken und aufkochen. Fünf Minuten kochen lassen und randvoll in Twist-Off Gläser füllen.

    Rhabarber einkochen
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    Rhabarber Sirup

    Das brauchst du:

    • 2 kg Rhabarber
    • 500g Zucker
    • Saft von einer Zitrone
    • 2 l Wasser

    So geht´s:

    Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. Anschließend in drei Zentimeter lange Stücke schneiden und mit Zucker, Zitronensaft und Wasser in einen Topf geben. 30 Minuten köcheln und durch ein Sieb in einen anderen Topf abseihen. Mit Zucker und Zitronensaft abschmecken.

    Dann den Sirup aufkochen und auf ungefähr 750 ml einreduzieren lassen. Kochend heiß in sterilisierte Flaschen füllen und fest verschließen.

    Du kannst den Sirup auch nach und nach in Eiswürfelformen einfrieren und in Gefrierbeuteln aufbewahren. Wenn es dann so richtig brütend heiß ist, wirfst du dir einen oder mehrere Sirupwürfel ins Glas und füllst mit eiskaltem Mineralwasser auf. Das ist super erfrischend!

    Psst: Auch in Prosecco machen sich diese Sirupwürfel übrigens richtig gut! :)

    Rhabarberchutney

    Das brauchst du:

    • 250 g Rhabarber
    • 60 g Zwiebel
    • 1 Tl gehackter Ingwer
    • Salz, Pfeffer, Zimt, Cayennepfeffer
    • 100 ml Essig
    • 175 g brauner Zucker

    So geht´s:

    Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. Anschließend in ein Zentimeter lange Stücke schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken.

    Rhabarber, Zwiebeln, Ingwer, Zimt, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Essig in einen Topf geben, zum Kochen bringen. Zucker untermischen und abschmecken. Dann so lange köcheln, bis das Chutney eine cremige Konsistenz hat und kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

    Rhabarber einkochen geht schnell, macht Spaß und füllt dein Regal mit köstlichen Vorräten. Weil die Saison recht kurz ist, solltest du am besten gleich loslaufen und dich mit Rhabarber eindecken! ;)

    Aber lad dir vorher noch schnell meine Etiketten herunter, damit du immer den Überblick über deine Vorräte behältst!

    Wenn du nicht nur Rhabarber einkochen möchtest, sondern auch anderes Gemüse und Obst haltbar machen möchtest, lies gerne hier weiter:

    Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

    Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

    Welche Tipps und Tricks hast du zum Rhabarber einkochen? Ich bin gespannt, von dir zu hören!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Ameisen im Garten: Nahaufnahme Ameise

    Ameisen im Garten: 3 einfache Tipps, die gegen Ameisen helfen!

    Ameisen im Garten sind wichtig für das biologische Gleichgewicht. Wenn diese krabbelnden Tierchen allerdings ihr Nest im Beet unter deinen Gemüselieblingen bauen oder sich eine Kolonie an Blattläusen halten, können sie ziemlich lästig sein! Mit ein paar einfachen Mitteln kannst du sie davon überzeugen, ihr Lager woanders aufzuschlagen.

    Inhaltsverzeichnis
    Tabelle: Das machst du bei Ameisen im Garten – und das besser nicht
    Ameisen im Garten – Nützlinge oder Schädlinge?
    1. Tipp: Einmal umziehen bitte – Ameisennest umsiedeln
    2. Tipp: Das stinkt den Ameisen im Garten: Gerüche
    3. Tipp: Nahrungsentzug: Läuse bekämpfen
    Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten

    Tabelle: Das machst du bei Ameisen im Garten – und das besser nicht

    Es gibt unzählige Tipps und Vorschläge, was du gegen Ameisen im Garten tun kannst. Viele davon haben aber in einem Biogarten nichts verloren oder sind aus Tierschutzgründen nicht zu vertreten. Für eine schnelle Übersicht habe ich dir hier drei Hots und drei Nots aufgelistet:

    Hot: Gute Mittel gegen Ameisen im GartenNot: Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten
    Tipp #1: Ameisennest umsiedelnGift
    Tipp #2: Gerüche: Mit Gewürznelken, Lavendelblüten, Eukalyptusöl, Pfefferminze oder Zitronenschalen Ameisen vertreibenBackpulver
    Tipp #3: Läuse bekämpfenEssig

    Mit meinen drei Tipps kannst du Ameisen im Garten, die lästig beim Gärtnern sind, vertreiben. Sie erledigen dann an einer anderen Stelle ihre nützliche Arbeit, ohne dass ihr euch in die Quere kommt! :)

    Ameise im Garten: Ameisen und Blattläuse auf Pflanze

    Ameisen im Garten – Nützlinge oder Schädlinge?

    Ameisen im Garten sind manchmal beides: Nützling und manchmal auch Schädling, wenn sie ihr Nest in deinem Beet gebaut haben oder die Blattläuse auf deinen Pflanzen beschützen. Am besten wägst du genau ab, ob das Ameisen vertreiben wirklich nötig ist, oder ob du sie einfach an Ort und Stelle lassen kannst.

    Die Ameise als Nützling

    Bestimmt sind dir schon einmal Ameisen im Garten über den Weg getrippelt – rote, gelbe oder schwarze. Das ist aber erst einmal kein Grund zur Sorge, denn sie schaden deinen Pflanzen normalerweise nicht!

    Auf dem Speiseplan so einer Ameise stehen nämlich in erster Linie lebende und tote Insekten und Schneckeneier, aber kein frisches Gemüse.

    Auch Pflanzenreste ziehen die kleinen Krabbeltiere in ihren Bau und fördern so die Humusbildung im Boden.

    Das heißt, Ameisen im Garten sind nützliche Helfer bei der Schädlingsbekämpfung und Aufräumtrupp in einem – und haben damit eine super wichtige Funktion.

    Die Ameise als Schädling

    Ameisen halten sich Blattläuse wie Kühe, um von ihnen eine Zuckerlösung zu melken und beschützen deshalb „ihre“ Läuse vor Fressfeinden wie Marienkäfern. So sorgen sie dafür, dass sich die Läuse weiterhin ungehindert vermehren und deinen Pflanzen schaden können.

    Übrigens hilft auch eine passende Mischkultur effektiv dabei, Schädlinge wie Blattläuse in Schach zu halten! Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und sich gegenseitig nützen, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen.

    Lad sie dir hier herunter:

    Wenn sie ihr Nest mitten in deinem Beet anlegen, ist das auch keine gute Sache: Sie krabbeln an deinen Händen hoch, wenn du deine Pflanzen begärtnern möchtest und lockern den Boden so auf, dass frisch ausgesätes Saatgut nur schlecht keimt und Pflanzen den Bodenkontakt verlieren.

    Ameisen im Garten werden auch dann zu Schädlingen, wenn die krabbelnden Tierchen die Wurzeln deiner Gemüsepflanzen freilegen, weil sie diesen Ort als besonders geeigneten Platz für ihr Nest auserkoren haben.

    Wenn die Ameiseninteressen also mit deinen Interessen kollidieren, musst du etwas gegen sie unternehmen. Generell sind Ameisen im Garten aber wichtige Nützlinge, weswegen du Ameisen vertreiben und nicht bekämpfen solltest.

    1. Tipp: Einmal umziehen bitte – Ameisennest umsiedeln

    Ein Ameisennest, das mitten in deinem Gemüsebeet liegt, solltest du umsiedeln, damit dein Gemüse ungestört wachsen und gedeihen kann.

    Dazu füllst du einen Blumentopf mit Holzwolle als neues attraktives Ameisenheim und setzt ihn mit der Öffnung nach unten auf die Ameisenstraße, die sich durch dein Beet zieht. Mit etwas Glück finden die Ameisen das Wohnungsangebot so verlockend, dass sie nicht lange fackeln und nach ein paar Tagen damit beginnen, ihre Eier in den schützenden Blumentopf zu legen.

    Wenn sie damit fertig sind, hebst du den Blumentopf mit einer Schaufel auf und bringst ihn an einen Ort, der mindestens 30 Meter vom alten Nest entfernt ist.

    Ameisen im Garten: Ameisenbrücke

    2. Tipp: Das stinkt den Ameisen im Garten: Gerüche

    Mit ein paar einfachen Hausmitteln kannst du dafür sorgen, dass es den Ameisen im Garten so richtig stinkt. Gewürznelken, Lavendelblüten, Eukalyptusöl, Pfefferminze oder Zitronenschalen verströmen einen für Ameisen unangenehmen Duft. Du kannst sie einfach zwischen deinen grünen Freunden verteilen. Auch Zimt und Chilipulver haben eine abschreckende Wirkung auf die krabbelnden Tierchen. Sie suchen sich dann einen neuen Wohlfühlort. 

    Genauso es mit Brennnesseljauche! Wenn du schon fertige, nicht mehr blubbernde Jauche in deinem Garten hast, kannst du damit deine Beete 1:20 verdünnt gießen. Die Ameisen suchen sich einen Ort, an dem es nicht so stinkt. Und du hast deine Beete auch gleich noch gedüngt – perfekt, oder? ;)

    Allerdings wirken nicht alle Gerüche sofort und auf alle Ameisenarten. Deshalb musst du vielleicht verschiedene „Düfte“ ausprobieren und ein wenig Geduld haben!

    Du möchtest nicht nur wissen, wie du mit tierischen Mitbewerbern im Garten umgehst, sondern auch dein Gemüse ohne viel Mühe selber anbauen und dich ein Stück weit selbst versorgen? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“ Kurs, wo du in einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen alles von der Beetplanung bis zur Ernte gezeigt bekommst. Ich würde mich freuen, wenn du Mitglied unserer Gartencrew wirst! :) 

    3. Tipp: Nahrungsentzug: Läuse bekämpfen

    Dein Gemüse ist von Blattläusen befallen? Dann sind die Ameisen im Garten meistens nicht weit, schließlich produzieren die kleinen Plagegeister ihr Lieblingsessen!

    Wenn du die Läuse erfolgreich bekämpfst, ziehen sich die Ameisen von selber zurück – schließlich gibt es für sie bei frischem Gemüse nichts mehr zu holen. 

    Auch meine Mischkulturtabelle hilft dir wie gesagt beim Kampf gegen Blattläuse und Co – hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten

    Immer wieder heißt es, dass sich Ameisen im Garten mit Chemie, Essig oder Backpulver gut bekämpfen lassen. Dagegen spricht aber eine ganze Menge:

    • Gift im Garten ist ein absolutes No-Go 
    • Essig tut deinen Pflanzen nicht gut, weil er so sauer ist 
    • Backpulver lässt Ameisen platzen, wenn sie es gefressen haben. Das ist unnötig grausam

    Ameisen im Garten zu vertreiben oder zu bekämpfen ist nur dann eine Option, wenn sie wirklich stören oder deinem Gemüse zusetzen. Die faszinierenden Krabbeltiere erfüllen nämlich wichtige Aufgaben im Garten!

    Deine Gemüsepflänzchen wirken auch auf andere Gartenbewohner*innen äußerst verführerisch? Wenn du wissen möchtest, wie du deine grünen Freunde schützen kannst, lies gerne hier weiter:

    Kohlweißling bekämpfen – ganz ohne Chemie!

    Das hilft wirklich gegen Schnecken und Nacktschnecken

    Kartoffelkäfer bekämpfen – effektiv und ohne Chemie!

    Hast du schon Erfahrung mit Ameisen im Garten? Zu welchen Mitteln hast du gegriffen? Schreib es mir gern in die Kommentare!

    Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.