Neueste Artikel

Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

Kürbis einkochen? Unbedingt! In Gläsern sicher verstaut ist das ganze Jahr über Saison für das Riesengemüse aus deinem Garten. Und es muss nicht immer Suppe sein: Kürbis lässt sich mit ein bisschen Fantasie und ein paar Gewürzen nämlich in einfach zauberhaft leckere Köstlichkeiten verwandeln.

Inhaltsverzeichnis:
Hokkaido, Butternut oder was? Kürbissorten zum Einkochen
Kürbis einkochen – die richtige Vorbereitung
Süß-saures Kürbisglück: Dein Rezept zum Kürbis einkochen
Alternativen zum Kürbis Einkochen

Hokkaido, Butternut oder was? Kürbissorten zum Einkochen

Weißt du, was mir am Kürbis Einkochen besonders gefällt? Die Ernte ist im Handumdrehen erledigt – und das im wahrsten Sinne des Wortes! Von welcher anderen Frucht reicht schließlich schon ein Exemplar, um gleich mehrere Gläser zu füllen? Eben! ;)

Die nächste gute Nachricht ist: Du hast freie Sortenwahl! Kürbis einkochen funktioniert mit so gut wie allen Speisekürbissorten! Egal, welche Kürbisse in deinem Garten wachsen – dir steht immer die Möglichkeit offen, deine überzähligen Brummer einzukochen.

Besonders wenn du viele Spaghettikürbisse oder große Mengen Patisson (kennst du den Ufo-Kürbis?) geerntet hast, bietet sich eine Lagerung im Glas an. Denn diese beiden Sorten machen in der Vorratskammer schon nach wenigen Wochen schlapp – und es wäre ja schade, wenn sie auf dem Kompost landen, oder? Dann doch lieber den Kürb is einkochen!

Kürbis einkochen – die richtige Vorbereitung

Du willst sofort loslegen mit Kürbis einkochen? Nicht so schnell! ;) Bevor es ans Eingemachte geht, gibt es ein paar simple – aber super wichtige – Grundregeln, die du beim Haltbarmachen immer befolgen solltest. Sonst riskierst du, dass der Inhalt deiner Einkochgläser* nicht wirklich sicher eingekocht ist und nach ein paar Monaten in der Vorratskammer verdirbt. Und das wäre doch ein Jammer!

1. Rule Number One: Hygiene, Hygiene, Hygiene!

Ich weiß, es ist lästig – aber unglaublich wichtig: Bleib auf der sicheren Seite! Arbeite beim Kürbis Einkochen immer achtsam und sorg dafür, dass alle Utensilien und Gefäße, die du verwendest, steril sind.

In der Praxis heißt das: Nimm dir genug Zeit, um deinen Arbeitsplatz vorzubereiten und koch deine Einkochgläser, die dazugehörigen Deckel, Kelle, Trichter und was du sonst noch so brauchst, gründlich ab, bevor es losgeht.

2. Rule Number Two: Nicht die Kürbissorte entscheidet – der einzelne Kürbis aber schon!

Die Früchte, die du einkochen möchtest, sollten nämlich gut ausgereift und einwandfrei sein – beschädigtes oder gar schimmeliges Gemüse ist beim Einkochen immer tabu!

Durch die Wahl von makellosen Kürbissen vermeidest du, dass sich fiese Bakterien oder Schimmel durch den Einkochprozess hindurch mogeln und in deinen Gläsern landen. Dort machen sie sonst gern ordentlich Party – bis dein Einkochgut von dieser Feierei schlecht wird und auch dir im Zweifelsfall einen verdorbenen Magen beschert.

Also: Lass die zweifelhaften Burschen links liegen und halte dich lieber an die Prachtexemplare!

3. Rule Number Three: Ein verlässliches Rezept zum Kürbis einkochen muss her!

Beim Kürbis einkochen herumexperimentieren? Leider keine so gute Idee!

Denn es wäre zwar schön, wenn ein einmaliges Erhitzen jedes Einkochgut sicher haltbar machen würde. Das ist aber leider nicht immer der Fall.

Es gibt nämlich tatsächlich auch Bakterien, wie zum Beispiel Botulibakterien, die sogar sehr hohe Temperaturen locker wegstecken! Denen kannst du nur mit Essig oder Zitronensaft beikommen oder durch mehrfaches Einkochen. Mit ihnen ist absolut nicht zu spaßen. Wenn es ums Haltbarmachen geht, solltest du dich deshalb unbedingt an bewährte und sichere Rezepte halten.

Damit du alle wichtigen Basics auf einen Blick findest, habe ich dir eine richtig praktische Checkliste zum Einkochen erstellt. Du kannst sie dir hier ganz einfach herunterladen, ausdrucken und hast dann beim Kürbis Einkochen garantiert alles unter Kontrolle! ;)

Kürbis einkochen: Kürbis in Würfel schneiden

Süß-saures Kürbisglück: Dein Rezept zum Kürbis einkochen

Jetzt geht’s aber los mit dem Einkochen! Ich habe heute ein super leckeres Rezept dabei, mit dem du deinen Kürbis einkochen kannst: ganz praktisch in kleinen Würfeln – und noch hübsch dazu!

Psst: Die fertigen Gläser machen sich auch prima in einem Geschenkkorb! :)

Aber Moment mal – warum kochen wir denn nicht erstmal die klassische Kürbissuppe ein? Tja, auf die müssen wir in der Vorratskammer leider verzichten.

Kürbissuppe lässt sich zuhause nämlich leider nicht mal dann sicher einkochen, wenn du mit Temperaturen über 115°C arbeiten würdest. Das liegt an der Konsistenz vom Kürbis, in der sich die fiesen Botulibakterien locker verstecken können. Ohne industrielles Profi-Equipment geht da nix!

Lass dir deine Kürbissuppe also lieber frisch schmecken. Aber du wirst sehen, der süß-saure Kürbis steht einer cremigen Suppe in Punkto Köstlichkeit in nichts nach!

Zucker und Essig verleihen deinem Kürbis einen regelrechten Frischekick! Mir schmeckt der süß-saure Kürbis richtig gut zu mariniertem Tofu – mit viiiel frischem Koriandergrün obendrauf. Mmmhh…lecker!

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Mein Rezept zum Kürbis einkochen machst du im Wasserbad haltbar. Dafür brauchst du Einkochgläser* mit Gummis* und Klammern* – Schraubgläser funktionieren leider nicht, weil der Essig die Beschichtung des Innendeckels angreifen würde.

Für die angegebene Menge solltest du sieben bis acht 250 ml Gläser parat halten.

Das brauchst du zum Kürbis einkochen:

  • 1 kg geputzten und – je nach Sorte – geschälten Kürbis
  • 300 g Zucker (oder mehr, nach Geschmack)
  • 300 ml Weißweinessig
  • 250 ml Wasser
  • 50 g Ingwer (kannst du auch weglassen)
  • Knoblauch; je nach Geschmack 3-5 Zehen (kannst du auch weglassen)
  • 2 Zimtstangen in Stücke gebrochen oder gemahlener Zimt (Menge nach Geschmack)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Los geht’s:

1. Den geputzten Kürbis in Würfel schneiden. Zwischen einem und anderthalb Zentimetern groß sollten sie sein. Ingwer und Knoblauch in dünne Scheiben schneiden.

2. In einem großen Topf 200 ml Wasser erhitzen. Den Zucker unter Rühren darin auflösen, bis keine Kristalle mehr zu sehen sind. Dann die restlichen Zutaten dazugeben. Gut umrühren und mit Gewürzen und Zucker pikant abschmecken. Den Sud nun einmal ordentlich aufkochen lassen.

3. Die Kürbiswürfel vorsichtig dazugeben und mit geschlossenem Deckel 10 min köcheln lassen.

 4. Inzwischen füllst du so viel Wasser in einen großen (Einkoch-)Topf, dass später alle Gläser vollständig davon bedeckt sind, und erhitzt es. Einkochgut und Wasser sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser in den Topf stellst.

5. Wenn die Kochzeit vorüber ist, schichtest du die Kürbiswürfel möglichst dicht in die vorbereiteten, sterilen Gläser und füllst sie mit dem Sud auf. Bis zum Glasrand sollten nun noch 1,5 cm Platz sein. Das Gummi* und den Deckel aufsetzen und mit den Klammern verschließen*. Der erste Teil ist geschafft!

Teil 2: Jetzt gehts ans Eingemachte!

6. Jetzt stellst du die verschlossenen Gläser so in den Einkochtopf, dass sie sich nicht berühren. Du kannst sie aber aufeinanderstapeln! Stehen alle Gläser vollständig im Wasser? Super! :)

7. Du verschließt den Einkochtopf mit seinem Deckel und erhitzt alles, bis das Wasser 90° Celsius hat. Wenn es soweit ist, beginnt die Einkochzeit von 30 Minuten. Stell dir am besten einen Wecker.

8. Dann nimmst du die Gläser aus dem Wasserbad und lässt sie vollständig abkühlen. Anschließend entfernst du die Klammern. Der Deckel sitzt weiterhin fest auf dem Glas? Glückwunsch, dann hat alles beim Kürbis einkochen geklappt! :)

9. Jetzt verpasst du deiner süß-sauren Leckerei noch ein schickes Etikett und verstaust die Gläser in deinem Vorratsregal.

Du willst mehr übers Einkochen erfahren? Dann ist mein Onlinekurs „Vorratskammer starten“ genau das richtige für dich! Darin erfährst du nicht nur, welche Methoden zum Haltbarmachen es überhaupt gibt, sondern kriegst für jede Methode auch Step-by-Step-Anleitungen, die du ganz einfach nachmachen kannst. So füllt sich deine Vorratskammer wie von Zauberhand!

Kürbis einkochen: Kürbiswürfel im Glas

Alternativen zum Kürbis Einkochen

Kürbis einkochen ist längst nicht die einzige Möglichkeit, deine Schätze sicher über den Winter zu bringen. Viele Sorten kannst du nämlich an einem kühlen und trockenen Ort problemlos mehrere Monate lagern – und so deinen eigenen, frischen Kürbis den ganzen Winter über zu Suppe verarbeiten!

Oder wie wäre es mit knusprigen Snacks für die langen Winterabende vor dem Kamin? Kürbis kannst du – wie auch Süßkartoffeln und Rote Bete – zu richtig leckeren Gemüsechips verarbeiten. Ich muss gestehen: Bei mir verschwinden die seltsamerweise immer wie von Geisterhand innerhalb weniger Tage. Komisch…

Du hast gerade noch frischen Kürbis da, der verarbeitet werden will? Dann back doch mal  einen Kürbiskuchen! Diese Spezialität aus Nordamerika schmeckt nämlich einfach unfassbar gut! Die Kombination mit Walnüssen und Ahornsirup ist einfach nur zum Dahinschmelzen…

Kürbis einkochen ist einfach und eine super leckere Methode, deine Ernte haltbar zu machen und den ganzen Winter über im Kürbisglück zu schwelgen. Probiers unbedingt mal aus! :)

Wenn dich das Einkochfieber jetzt so richtig gepackt hat und du noch mehr Rezepte ausprobieren willst, lad dir noch fix meine Checkliste herunter und lies gerne hier weiter:

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

Quitten verarbeiten ohne Muskelkater: Die besten Tricks

Kürbis einkochen ist dein Ding? Dann bin ich auf dein Lieblingsrezept gespannt! Lass mir gerne einen Kommentar da! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Kartoffeln ernten: Wann kann die tolle Knolle aus der Erde?

Hast du auch schon richtig Kohl- äh Kartoffeldampf auf deine Blauen Schweden, Granolas und Rosa Tannenzapfen, weißt aber nicht, wann der richtige Zeitpunkt für die Kartoffelernte gekommen ist? Dann bist du hier genau richtig: Ich zeige dir, woran du erkennst, dass du deine Kartoffeln ernten kannst und wie du auch schon besonders früh in den Genuss der ersten zarten Frühkartoffeln kommst. Also los geht’s!

Inhaltsverzeichnis
Warum es mehrere richtige Zeitpunkte gibt
Wenn Knollen aus dem Boden wollen
Kartoffeln ernten: Worauf kommt es an?
Krautfäule und olle Knollen
Kartoffeln richtig lagern

Die Vielfalt der Erntezeitpunkte von Kartoffeln

Es sorgt meistens für reichlich Verwirrung, den richtigen Zeitpunkt zum Kartoffeln ernten abzupassen. Denn es gibt Frühkartoffeln, mittelfrühe Kartoffeln, späte Kartoffeln und sehr späte Kartoffeln.

Frühe Sorten brauchen meistens nur 90 bis 110 Tage, bis du sie aus dem Boden ziehen kannst. Sehr späte Kartoffeln hingegen fühlen sich bis 170 Tage pudelwohl in deinen Beeten. Und dann gibt es noch Sorten, deren Reifedauern irgendwo dazwischen liegen.

Du siehst, eine Universalempfehlung für den richtigen Zeitpunkt zum Kartoffeln ernten gibt es nicht. Es kommt immer darauf an, welche Sorte du eingepflanzt hast. Aber auch die Witterung und der Anbauzeitpunkt wirken sich darauf aus, wann deine Kartoffeln erntereif sind. Wenn du deine Frühkartoffeln schon Anfang April gelegt und sie in kalten Nächsten in ein Vlies eingekuschelt hast, kannst du schon im Juli mit der ersten Kartoffelernte rechnen. Ich finde, diese frühen Leckerbissen schmecken immer nach warmen, satten Frühsommertagen und sind einfach super super lecker!

Kleiner Tipp: Ich koche die jungen, frisch geernteten Kartoffeln sehr gerne mit Dill und esse einfach einen knackigen Salat dazu. Ein richtiger Gaumenschmaus, findest du nicht auch?

Späte Kartoffeln wollen im Unterschied zu den Frühkartoffeln gerne bis in den September oder sogar Oktober im Beet bleiben. Wichtig ist dabei, dass du die späten Kartoffeln vor dem ersten Frost erntest. Merk dir also immer gut, welche Sorte du eingepflanzt hast. ;)

Wenn Knollen aus dem Boden wollen

Du kannst den optimalen Erntezeitpunkt also ungefähr an der Zeit abschätzen, die seit dem Einpflanzen vergangen ist. Es gibt aber auch noch weitere Zeichen, die dir zeigen, dass du deine Kartoffeln aus dem Boden holen kannst.

Oft fällt der Erntezeitpunkt ungefähr damit zusammen, dass das Kraut, also die Blätter, absterben. Du kannst Lagerkartoffeln dann noch ein bis zwei Wochen in der Erde lassen, damit die Schale nachhärtet und sich die Kartoffeln noch besser lagern lassen. Ein hundertprozentig sicherer Indikator ist das Absterben der Blätter aber nicht. In manchen Gegenden passiert das nämlich, besonders bei den frühen Sorten, fast nie.

Die Blätter deiner Kartoffeln werden bräunlich und es bahnt sich schon die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule ihren Weg in deine Pflanzen? Jetzt solltest du wirklich zusehen, dass du die Kartoffeln aus der Erde bekommst, auch wenn die Knollen noch nicht riesig sind. Es ist so ärgerlich, wenn die Fäule in die Knolle geht. Übrigens: Weiter unten widme ich dieser fiesen Fäule auch noch einen ganzen Absatz.

Wenn du nicht ganz sicher bist, ob deine Kartoffeln schon erntereif sind, kannst du vorsichtig mit der Hand nach ein paar großen Knollen buddeln und testen, ob du die Schale der Kartoffeln mit dem Daumen abreiben kannst. Wenn du sie nicht mehr abreiben kannst, ist der lang ersehnte Zeitpunkt gekommen und du kannst sie aus dem Boden holen. Eine gut ausgereifte Schale ist vor allem bei den späten Sorten wichtig, die du längere Zeit lagern möchtest.

Kartoffeln sind geerntet und liegen auf dem dunklen Boden.

Kartoffeln in mehreren Schritten ernten

Wenn ich es nicht mehr abwarten kann, die Kartoffeln zu ernten* und das Laub noch schön grün und nicht angefault ist, ernte ich die frühen Kartoffelsorten auch gerne in mehreren Schritten. Dafür buddle ich – nachdem die Kartoffeln geblüht haben – vorsichtig die größten Knollen aus und knappe sie von der Pflanze ab, ohne die Wurzeln zu verletzen.

Auf diese Weise haben die kleineren Knollen wieder mehr Platz zum Wachsen und ich eine erste – besonders frühe – Kartoffelernte. Du kannst deine Pflanzen zweimal nach dieser Art beernten, bis in der dritten Runde dann die ganze Pflanze aus dem Boden kommt.

Psssst: Wenn du wissen magst, mit was für einer Kartoffelernte du in deinem Beet rechnen kannst, dann schau doch gern mal hier beim Ertragsrechner vorbei!

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan

Hast du Lust, noch mehr über den Anbau von Gemüse, Mischkultur und Co zu erfahren? Dann hol dir doch meinen Gemüsegarten-Pflanzplan! Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

Hier kannst du dich für die Gartentipps und den Pflanzplan eintragen:

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Kartoffeln ernten: Worauf kommt es an?

    Normalerweise ist die Kartoffelernte der Moment, an dem das Beet komplett auf den Kopf gestellt wird. Das ist aber davon abhängig, wie du deine Kartoffeln angebaut hast.

    Hast du die Kartöffelchen einfach im Boden gepflanzt, lockerst du den Boden am besten vorsichtig mit einer Grabegabel. Dann kannst du die Kartoffeln leicht von Hand ausgraben. Ich liebe es, mit meinen Händen in der krümeligen Erde nach den leckeren Knollen zu graben. Vergiss dabei nicht, die Mutterknolle auszusortieren. Die ist nicht mehr genießbar und kann deine gesamte Ernte faulen lassen, wenn du sie zusammen mit den neuen Kartoffeln einlagerst.

    Wenn du deine Kartoffeln in einem Kartoffelturm angebaut hast, musst du nur die Umrandung entfernen, das Heu oder Stroh zur Seite ziehen und schon purzeln die Kartoffeln hinaus. Wachsen deine Kartoffeln in Tonnen oder großen Kübeln, entferne die Mulchschicht und grabe vorsichtig mit der Hand die Knollen aus.

    Wenn du die Kartoffeln mit meiner No Dig-Methode angebaut hast, stiftest du mit der Ernte bedeutend weniger Chaos im Kartoffelbeet.

    Geerntete Kartoffeln in den Händen.

    Du schiebst, wenn du die Kartoffeln ernten willst, zunächst den Mulch zur Seite, denn Mulch und Kompost solltest du möglichst nicht vermischen. Dann lockerst du dein Beet leicht mit einer Grabegabel auf. Sei aber vorsichtig, damit du die Kartoffeln nicht anpiekst! Nun solltest du die Kartoffelpflanzen vorsichtig aus dem Boden ziehen können, mitsamt den neuen Knollen.

    Kartoffeln pflanzen ohne das Beet umzugraben? Häh? Falls du dich fragst, wie das gehen soll, schau doch mal in diesem Artikel vorbei:

    Kartoffeln pflanzen ohne Umgraben: So funktioniert´s!

    Direkt nachdem du deine Kartoffeln geerntet hast (und dafür muss es unbedingt trocken sein) kannst du sie ein bis zwei Stunden an einem schattigen Plätzchen an der frischen Luft liegen lassen, damit die Schale weiter aushärten kann. Das macht sie besser lagerfähig. Aber Vorsicht: Bereits nach wenigen Stunden im Sonnenlicht fangen Kartoffeln an, das giftige Solanin zu bilden. Also denke daran, sie rechtzeitig in den Keller zu bringen.

    Vor allem die frühen Kartoffeln kannst du gleich nach der Ernte in die Küche verfrachten. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen bei dem Gedanken an gekochte Dillkartoffeln, Kartoffelbrei oder Sesamkartoffeln aus dem Ofen… :)

    Manche Sorten brauchen aber ein bisschen mehr Zeit, um ihr Aroma zu entfalten, und verändern durch Lagerung ihre Konsistenz, sodass sie beim Kochen nicht so zerfallen. Schau am besten mal in die Sortenbeschreibung deiner Kartoffeln.

    Die ewige Geschichte der Krautfäule und der ollen Knollen

    Ich habe sie ja oben schon erwähnt: die fiese Kraut- und Knollenfäule. Ganz besonders in nassen Sommern geht der Pilz, der dir Krankheit verursacht, schnell in die Pflanzen und sie haben kaum Zeit, große Knollen auszubilden. 

    Du erkennst eine Infektion daran, dass die Blätter der Kartöffelchen zunächst braun werden und dann auf der Blattunterseite von einem silbrig weißen Pilzrasen glasiert werden. Das ist leider leider ein ziemlich sicheres Todesurteil für die Blätter. Sie sterben frühzeitig ab. Doch damit nicht genug: Die Krankheit breitet sich auch weiter auf die Knollen aus.

    Du kannst das zumindest ein wenig aufhalten, wenn du die Stiele der Blätter abbrichst, sobald sich der Pilz an ihnen gütlich tut. Entsorge die Blätter unbedingt in der Biotonne, nicht auf dem Kompost, damit sich die Fäule nicht weiter ausbreitet.

    Kartoffellaub mit Krautfäule.

    Grundsätzlich kannst du einem Befall etwas vorbeugen, wenn du darauf achtest, die Kartoffeln von Anfang an luftig und nicht zu dicht zu pflanzen, sodass die Luft gut zirkulieren kann und Blätter schnell abtrocknen. Pflanze Kartoffeln nicht nach oder direkt neben Tomaten, weil die auch sehr anfällig für diese fiese Pilzinfektion sind. Wenn du das Immunsystem deiner Kartoffelpflanzen boosten willst, kannst du sie regelmäßig mit einem Tee aus Ackerschachtelhalm besprühen.

    Und ganz generell sind frühere Sorten weniger gefährdet als spätere, von der Kraut- und Knollenfäule überfallen zu werden.

    Kein Frieden zwischen Erdäpfeln und Äpfeln

    Kartoffeln lieben es, dunkel, luftig und bei niedriger Temperatur von 3-4 °C zu lagern. Denn je nach Sorte fangen manche Kartoffeln an, bei Temperaturen über 4°C auszutreiben. Gerade in warmen Wintern bilden sie schnell Keime. Du möchtest ja aber das Keimen bis Ende Februar verhindern, um die volle Triebkraft der Knollen zu erhalten.

    Das optimale Lagermilieu für Kartoffeln bieten daher dunkle Keller mit gestampfter Erde. Du kannst sie am besten in Holzkisten, in Leinensäcken oder lose auf Lattenroste gebettet lagern.

    Kartoffeln aus eigener Ernte im Lager.

    Wenn du keinen Keller zur Verfügung hast, musst du deine geernteten Kartoffeln mindestens dunkel lagern, denn die Knollen werden grün, wenn sie im Licht liegen, und bilden das giftige Solanin.

    Außerdem sollten Kartoffeln eingelagerten Äpfeln auf keinen Fall zu nahe kommen. Das liegt daran, dass Äpfel Ethylen absondern, das die Kartoffeln schneller verderben lässt. Wenn du darauf Rücksicht nimmst, solltest du keine Schwierigkeiten haben, die eigene Kartoffelernte zu lagern und sie so fast das ganze Jahr über zur Verfügung zu haben.

    Kleiner Tipp: Behalte dir genügend schöne Kartoffeln aus deiner Ernte als Pflanzkartoffeln fürs nächste Jahr zurück – besonders von deiner Lieblingssorte!

    Pin Kartoffeln ernten
    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Du bist auch so ein großer Kartoffel-Fan wie ich und kannst gar nicht genug bekommen von den tollen Knollen? Dann stöbere doch einfach noch ein bisschen weiter auf dem Blog:

    Warum Kartoffeln in der Selbstversorgung so wichtig sind

    Grüne Kartoffeln nicht wegschmeißen: Mach das stattdessen!

    Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

    Na, hast du noch mehr Tricks für die Kartoffelernte in petto? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

    *Werbung

    Tomaten einkochen: ganze Tomaten im Glas

    Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte!

    Tomaten einkochen muss nicht immer nur Tomatensauce bedeuten. Es gibt auch tolle andere Möglichkeiten, um die köstlichen bunten Früchte haltbar zu machen und das ganze Jahr über zu genießen! Ich stelle dir fünf meiner Lieblingsrezepte vor – los geht´s! :)

    Inhaltsverzeichnis
    Eingangsfrage: Warum soll ich meine Tomaten einkochen?
    Ohne Frage: Vorbereitungen zum Tomaten einkochen
    Gretchenfrage: Tomaten schälen oder nicht schälen?
    Die P-Frage: Polpa, Passata oder Püree?
    Zwischenfrage: Kann ich auch im Ganzen Tomaten einkochen?
    Geschmacksfrage: Tomaten einkochen im Essigsud 
    Existenzfrage: Wie lange sind eingekochte Tomaten haltbar?

    Eingangsfrage: Warum soll ich meine Tomaten einkochen?

    Du träumst den ganzen Winter über von den unvergleichlich schmeckenden Tomaten aus dem eigenen Garten, von ihrem fruchtigen süß-sauren Aroma, dem zarten Biss der Schale und ihrem saftigen Fruchtfleisch? Damit ist ab jetzt Schluss, denn mit meinen Rezepten zum Tomaten einkochen genießt du deine Ernte auch in der kalten Jahreszeit und holst dir ein Stückchen Sommer zurück! Außerdem kannst du so deine Tomatenschwemme in aller Ruhe „abbauen“ und nichts verdirbt.

    Wenn du nicht so viele eigene Tomaten hast, kannst du während der Erntesaison bestimmt günstig beim Biobauern oder auf dem Wochenmarkt eine Kiste reife Tomaten ergattern, die du dann umgehend in Einkochgläser umziehen lässt. ;)

    Du musst dich eigentlich nur noch entscheiden, was genau du aus deinen Tomaten machen möchtest. Tomatensauce ist natürlich der Klassiker, aber ich möchte dir auch noch weitere Möglichkeiten vorstellen, wie du deine Tomaten super lecker einkochen kannst. 

    Falls du außer Tomaten auch anderes Obst und Gemüse einkochen möchtest, lad dir doch mein kleines Rezeptebüchlein herunter! Da habe ich dir sieben meiner absoluten Lieblingsrezepte zusammengestellt, die super lecker und ganz einfach nachzumachen sind!

    Ohne Frage: Vorbereitungen zum Tomaten einkochen

    Ganz egal, nach welchem Rezept in diesem Artikel du deine Tomaten einkochen möchtest, die Vorbereitungen dafür sind immer gleich. Daher habe ich dir zur besseren Übersicht eine Tabelle gemacht, wo du auf einen Blick siehst, was zu tun ist!

    Vorbereitungen zum Tomaten einkochenGewusst wie
    Gläser sterilisierenGläser mit heißem Wasser übergießen
    Deckel und Gummiringe* sterilisierenin Essigwasser fünf Minuten sprudelnd kochen
    Tomaten waschengut abtrocknen nach dem Waschen
    Tomatenstrunk entfernender grüne Strunk enthält Solanin und das ist giftig
    wenn du ganze Tomaten einkochen möchtest, Schale mehrfach einstechen, damit sie nicht platzendazu eignet sich ein Zahnstocher
    eventuell: Tomaten schälenkreuzweise einschneiden und 2 Minuten ins kochende Wasser geben, dann Schale abziehen

    In meinem Grundlagen-Artikel Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du übrigens noch mehr Tipps und Tricks zum Einkochen.

    Und wenn du außer Tomaten auch gerne anderes Gemüse und Obst haltbar machen möchtest, komm doch in meinen „Vorratskammer starten“ Kurs ​! Denn da zeige ich dir, wie du deine Ernte nicht nur sicher, sondern auch super lecker, haltbar machen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

    Tomaten einkochen: Tomaten schälen

    Gretchenfrage: Tomaten schälen oder nicht schälen?

    Ehrlich gesagt finde ich Tomatenschalenstückchen im Essen überhaupt nicht störend – im Gegenteil. Außerdem ist Tomaten schälen eine zusätzliche Arbeit, die ich mir gern spare! ;) Wenn du aber keine Tomatenschalen im Essen haben möchtest, zum Beispiel in super feinen Suppen oder Soßen, schälst du deine Tomaten. Und zwar so:

    Mit einem scharfen Messer ritzt du die Tomate unten am Boden kreuzweise ein. Dann tauchst du sie mit einem Sieblöffel so lange in kochendes Wasser, bis sich die angeschnittene Haut nach außen wölbt – das dauert ungefähr zwei bis drei Minuten. An den aufgebogenen Ecken kannst du die Tomatenhaut jetzt packen und die Schale abziehen. Voilá, schon hast du eine nackige Tomate! Und rot ist sie ja sowieso schon. ;) 

    Psst, Nerdalarm: In der Schale steckt „Lycopin“, das für die rote Tomatenfarbe sorgt. Es ist super gesund, weil es antioxidativ wirkt und freie Radikale fängt. Deshalb würde ich die Schale im Zweifelsfall immer dran lassen beim Tomaten einkochen! Nerdalarm off

    Die P-Frage: Polpa, Passata oder Püree?

    Je nachdem, wie du beim Tomaten einkochen vorgehst, kannst du wunderbare Grundlagen für verschiedene Gerichte zaubern. Hier kommen drei Möglichkeiten, du musst dich nur noch entscheiden! Oder machst du gleich alle auf einmal? :) 

    Tomaten einkochen zu Polpa

    Wenn du Tomaten als Polpa einkochst, stellst du stückige Tomaten her, wie du sie im Supermarkt in der Dose kaufen kannst – nur viel leckerer! Polpa ist die perfekte Grundlage für Bolognese oder Lasagne.

    Du brauchst:

    • 3 kg Tomaten
    • 5 El Zitronensaft
    • 1 große Zwiebel, geschält und in Stücke geschnitten; optional
    • 2 Knoblauchzehen, in Stücke geschnitten oder gepresst; optional
    • Salz, Pfeffer, Zucker, Oregano; optional

    Und so geht´s:

    Für das Tomaten einkochen zu Polpa bereitest du zuerst deine Gläser und Tomaten so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe. Dann schneidest du deine Tomaten in Stücke, die so groß sind, wie du sie später in der Soße oder Lasagne haben möchtest und vermischst sie mit dem Zitronensaft. Wenn du beim Tomaten einkochen italienisch würzen möchtest, gibst du jetzt Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Balsamico, Zucker und Oregano dazu. Du kannst die Polpa aber auch ungewürzt lassen, dann bist du bei der Weiterverarbeitung flexibler. Alle Zutaten aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen.

    Anschließend füllst du die Tomatenmischung bis einen Zentimeter unter den Rand in (Weck-)gläser* und verschließt sie mit Deckel, (Gummi* und Klammern*).

    Dann füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Das Wasser im Topf sollte zu Beginn immer die gleiche Temperatur haben wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Nun stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, kochst du die Polpa 30 Minuten ein.

    Tomaten einkochen zu Passata

    Passata besteht aus passierten Tomaten – und das bedeutet, du verarbeitest deine Tomaten zu einem Mus. Passata eignet sich hervorragend als Grundlage für Suppen oder Pizzabelag.

    Du brauchst:

    • 3 kg Tomaten
    • 5 El Zitronensaft
    • optional: Salz, Pfeffer, Zucker, Kräuter

    Und so geht´s:

    Für das Tomaten einkochen zu Passata bereitest du zuerst deine Gläser* und Tomaten so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe.

    Wenn deine Passata keine Schale oder Kerne enthalten soll, schälst du die Früchte und schneidest sie anschließend einmal durch. Jetzt kannst du die Kerne mit einem Löffel herausschaben.

    Das übrig gebliebene Fruchtfleisch schneidest du klein und streichst es durch ein Sieb oder pürierst es. Dann kommt der Zitronensaft dazu. Nun kannst du, wenn du magst, noch Gewürze dazugeben. Sollte dir die Passata zu fest erscheinen, verdünnst du sie einfach mit etwas Wasser oder Tomatensaft. Alle Zutaten aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen.

    Kleiner Tipp: Ich mache meine Passata immer komplett mit Schalen und Kernen und püriere dafür die Tomaten einfach!

    Die Passata füllst du bis einen Zentimeter unter den Rand in (Weck-)gläser und verschließt sie mit Deckel, (Gummi* und Klammern*).

    Im nächsten Schritt füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Das Wasser im Topf sollte zu Beginn immer die gleiche Temperatur haben wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Dann stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, kochst du die Passata 30 Minuten ein.

    Tomaten einkochen zu Püree

    Tomatenpüree oder Tomatenmark ist so etwas wie eingedickte Passata. Es macht sich ganz super als natürlicher „Tomaten-Geschmacksverstärker“ in Soßen oder Suppen oder wo auch immer du einen kräftigen tomatigen Geschmack haben möchtest. Ich dekoriere auch gerne mein Käsebrot mit Tomatenmark. ;)

    Du brauchst:

    • 3 kg Tomaten
    • 5 El Zitronensaft
    • Salz, Pfeffer, Zucker

    Und so geht´s:

    Für das Tomaten einkochen zu Püree bereitest du zuerst deine Gläser und Tomaten so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe.

    Anschließend schälst du die Früchte und schneidest sie anschließend einmal durch. Jetzt kannst du die Kerne mit einem Löffel herausschaben.

    Das übrig gebliebene Fruchtfleisch schneidest du klein und streichst es durch ein Sieb oder pürierst es. Dann kommt der Zitronensaft dazu. Jetzt kochst du alles unter ständigem Rühren so lange, bis es eindickt.

    Die Gewürze kommen erst dazu, wenn du mit der Konsistenz zufrieden bist. Sonst könntest du dein Tomatenpüree schnell überwürzt haben!

    Das Tomatenpüree füllst du bis zwei Zentimeter unter den Rand in (Weck-)gläser* und verschließt sie mit Deckel, (Gummi* und Klammern*).

    Im nächsten Schritt füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Jetzt erwärmst du das Wasser, bis es die gleiche Temperatur hat wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Dann stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, kochst du das Püree 30 Minuten ein.

    Psst: Wenn du gerade in einer Tomatenschwemme steckst, probier unbedingt auch mein super leckeres Rezept für fermentierte Tomaten aus! ;)

    Tomaten einkochen: Tomaten Passata

    Zwischenfrage: Kann ich auch im Ganzen Tomaten einkochen?

    Natürlich kannst du deine Tomaten einkochen als ganze Tomaten! Dazu bereitest du deine Gläser und Tomaten zunächst so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe.

    Du brauchst:

    • 3 kg Tomaten
    • 5 El Zitronensaft
    • 800ml Wasser
    • 2 El Salz
    • 2 El Zucker

    Und so geht´s:

    Du schälst die Tomaten oder lässt die Schale dran und stichst mehrmals mit einem Zahnstocher hinein, damit sie nicht platzen. Dann packst du die Tomaten dicht an dicht in (Weck-)gläser, ohne sie zerdrücken.

    Jetzt verrührst du Wasser, Zitronensaft, Salz und Zucker in einem kleinen Topf und kochst alles einmal kurz auf. Dann gießt du die Wasser-Zitronensaft-Salz-Zucker Lösung bis einen Zentimeter unter den Rand in die Tomaten-Gläser und verschließt sie mit Deckel, (Gummi und Klammern).

    Im nächsten Schritt füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Das Wasser im Topf sollte zu Beginn immer die gleiche Temperatur haben wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Dann stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, solltest du deine Tomaten 30 Minuten lang einkochen.

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Geschmacksfrage: Tomaten einkochen im Essigsud

    Hast du schon mal süß-saure Tomaten gekostet? Ich liebe den würzigen-lieblichen Geschmack. Probier das unbedingt mal aus, es lohnt sich! :)

    Für das Tomaten einkochen im Essigsud bereitest du zuerst deine Gläser und Tomaten so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe.

    Du brauchst:

    • 500g Cocktailtomaten 
    • 200 ml weißen Essig
    • 500 ml Wasser
    • 100g Zucker
    • Rosmarinnadeln von 2-3 Zweigen
    • Lorbeerblätter
    • Salz, Pfeffer

    Und so geht´s:

    Du schälst die Tomaten oder lässt die Schale dran und stichst mehrmals mit einem Zahnstocher hinein, damit sie nicht platzen. Dann legst du jeweils ein halbes Lorbeerblatt in ein (Weck-)Glas und packst die Tomaten dicht an dicht obendrauf, ohne sie zerdrücken.

    Jetzt verrührst du Wasser, Essig, Zucker und Rosmarinnadeln in einem kleinen Topf, schmeckst das mit Salz, Pfeffer und weiterem Zucker ab und kochst alles einmal kurz auf. Dann gießt du diese Lösung bis einen Zentimeter unter den Rand in die Tomaten-Gläser und verschließt sie mit Deckel, (Gummi und Klammern).

    Im nächsten Schritt füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Jetzt erwärmst du das Wasser, bis es die gleiche Temperatur hat wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Dann stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, solltest du deine Tomaten 30 Minuten lang einkochen.

    Existenzfrage: Wie lange sind eingekochte Tomaten haltbar?

    Sobald die Weckgläser* abgekühlt sind, entfernst du die Klammern*. Der Deckel sollte dann fest auf dem Gummi* sitzen und sich nicht abheben lassen. Auch bei normalen Gläsern mit „Ploppdeckeln“ prüft du das Vakuum. Anschließend lagerst du die Gläser möglichst kühl und dunkel – ein Kellerraum ist dazu prima geeignet. Aber keine Sorge – auch in meiner eher zimmerwarmen Speisekammer fühlen sich meine Schätze pudelwohl. ;)

    Wenn du beim Tomaten einkochen sauber gearbeitet hast, sind deine Schätze mindestens ein Jahr lang haltbar. Du kannst vor dem Essen einen kleinen Check vornehmen: Sitzt der Deckel noch fest auf dem Glas? Sieht alles so aus, wie du es erwartest? Riecht alles so, wie du dir das vorstellst?

    Du hast hinter jede Frage ein grünes Häkchen gesetzt? Glückwunsch, dann kannst du deine Vorräte unbesorgt schlemmen. Guten Appetit! :)

    Sollte der Deckel aber locker sitzen oder der Schimmel hat es sich im Glas gemütlich gemacht, ist der Inhalt verdorben. In diesem Fall entsorgst du alles (ohne es zu probieren) in der Biotonne.

    Wenn dein Tomatenberg jetzt in Gläser gepackt dein Vorratsregal schmückt, hol dir doch gleich noch weitere Inspirationen aus meinem Rezeptebüchlein, um deine Ernte haltbar zu machen! ;)

    Für das Tomaten einkochen gibt es viele leckere und einfache Rezepte, mit denen du deine Speisekammer füllen und so ruckzuck ein leckeres Essen auf den Tisch zaubern kannst. Und was ist schöner, als im sich im kalten ungemütlichen Winter ein Stück Sommerfeeling ins Haus zu holen? 

    Du möchtest noch mehr zum Thema Einkochen wissen? Dann lies gerne hier weiter:

    Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

    Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

    Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

    Welche Rezeptideen hast du zum Tomaten einkochen? Ich freue mich, von dir zu hören!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Gurken einlegen: Einlegegurken und frische Gurken

    Gurken einlegen: süß-saure Sommerträume im Glas

    Gurken einlegen – DER zeitlose Klassiker! :) Ich freue mich jedes Jahr wieder, wenn in meiner Vorratskammer die Regale voll mit köstlichen knackigen Essiggurken stehen und ich sie nach und nach zur Brotzeit schlemmen kann. Hier kommen zwei meiner super leckeren bewährten Rezepte!

    Inhaltsverzeichnis
    Gurken einlegen: Essiggurken
    Gurken einlegen: Senfgurken süß-sauer
    Einlegegurken und ihre famosen Variationen
    Wozu passen eingelegte Gurken?
    DIE Top-Sorte zum Gurken einlegen

    Es ist Gurkenzeit! Eine der besten Zeiten im Jahr, finde ich. Denn endlich gibt es Gurken zum Snacken und zum Einmachen! Und das bedeutet, es ist Sommer. Lange Abende im Garten, an denen man keine kalten Füße bekommt, viiiiel zu ernten und das wunderbare Geräusch des blubbernden Einkochkessels. ;) Ich habe dir zwei richtige Klassiker unter den Einkochrezepten mitgebracht. Vorhang auf für unsere eingelegten Gurken!

    Bevor du loslegst und deine Gurken planlos in irgendwelche Gläser stopfst, lies dir am besten diesen Grundlagen-Artikel durch. Dort findest du alle Informationen dazu, was du zum Einkochen brauchst, wie du deine Gläser und dein Handwerkszeug vorbereitest und welche Fehler du beim Einkochen und Haltbarmachen vermeiden solltest.

    Gurken einlegen: Essiggurken

    Jetzt geht´s ans Eingemachte! Die Essiggurken mit ihrer wunderbaren Säure schmecken einfach unbeschreiblich gut. Yummie!

    In diesem Rezept verwende ich wenig Zucker, sodass die Betonung auf der Säure liegt. Heraus kommt ein gesunder und erfrischender Snack, bei dem die Gurken schön knackig bleiben.

    Gurken einlegen: Eingelegte Gurken in einer Holzschale

    Das brauchst du

    • 3 kg kleine Gurken
    • Etwas Salz
    • Dill
    • Estragon
    • 1 Lorbeerblatt
    • 1 TL Senfkörner
    • 4 Pfefferkörner
    • Perlzwiebeln oder Zwiebelringe
    • Etwas Zucker
    • 1 l Essig
    • 1 l Wasser

    Los geht’s!

    1. Die Gurken waschen, mit etwas Salz bestreuen und über Nacht kühl stellen.
    2. Gurken, Kräuter, Gewürze und Zwiebeln auf die sterilen Gläser verteilen. Einen Liter Essig mit einem Liter Wasser aufkochen und die Gläser mit dem kochend heißen Essigwasser auffüllen und verschließen.
    3. 30 Minuten bei 90 °C einkochen.

    Langsam aber sicher kommen die ersten großen Ernteschwemmen immer näher. Denn Sommerzeit ist Einkochkesselbrodelzeit! Sauerkraut darf dabei selbstverständlich nicht fehlen, doch das ist definitiv noch nicht das Ende der Haltbarmach-Fahnenstange. Wenn du wissen möchtest, wie du besondere Leckereien wie Birnenchutney oder Zimtpflaumen zauberst, lad dir gerne mein Rezepte-Büchlein herunter!

    Gurken einlegen: Senfgurken süß-sauer

    Eingelegte Essiggurken sind dir zu sauer? Dann sind diese süßsauren Senfgurken ganz bestimmt nach deinem Geschmack! Der höhere Zuckeranteil in diesem Rezept kompensiert den Essiggeschmack, sodass diese Gurken lieblicher daher kommen als ihre Kollegen.

    Das brauchst du

    • 2 kg feste Gurken
    •  ½ Liter Weißweinessig
    •  ½ Liter Wasser
    •  500 g Zucker
    •  1 EL Senfkörner
    •  1 TL Gurken-Einlegegewürz
    •  3 TL Salz

    Los geht’s!

    1. Gurken schälen, längs vierteln und die Kerne mit einem Löffel ausschaben. In ca. sechs Zentimeter lange Stücke schneiden. In sterile Gläser füllen.
     2. Essig, Wasser, Zucker, Salz, Einlegegewürz und Senf in einem Topf mischen und fünf Minuten lang kochen. Die Gläser mit dem Sud auffüllen und verschließen.
     3. 30 Minuten bei 90 °C einkochen.

    Essiggurken und ihre famosen Variationen

    Normalerweise suche ich mir die Gewürze, die ich verwende, selber zusammen. Im süß-sauren Senfgurkenrezept macht sich das normale Gurken-Einlegegewürz aber so wunderbar, dass ich mir da diese Mühe gar nicht machen möchte!

    Wenn du kein fertiges Gewürz kaufen möchtest, verwendest du 3 EL Senfkörner, 2 EL Koriandersamen, 1 TL Nelken, 1 TL Pimentkörner und 5 Lorbeerblätter anstelle des Einlegegewürzes.

    Gurken einlegen: Gläser mit Gewürzgurken, Knoblauch und Dill

    Alle anderen Gewürze kannst du variieren und so herausfinden, was dir am besten schmeckt. Ein absolutes Traumpaar im Glas sind zum Beispiel Gurken und Bohnenkraut! Oder hast du schon einmal eingelegte Gurken mit Meerrettich, Weinblättern oder Knoblauch probiert?

    Gibt es etwas Besseres als eine bis unter die Decke gefüllte Vorratskammer? Mit selbst eingekochten Gläsern voll sonnengereiften Früchten aus dem eigenen Garten? Oder einen knackigen Salat aus eingelegtem Gartengemüse, mitten im Winter?

    In meinem „Vorratskammer starten“-Kurs nehme ich dich an die Hand und zeige dir Schritt für Schritt alle Tricks und Kniffe, mit denen du deine Ernte in einen leckeren und sicher haltbaren Wintervorrat verwandelst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

    Wozu passen eingelegte Gurken?

    Gewürzgurken sind eine tolle Ergänzung zu vielen Köstlichkeiten aus der Küche.

    Zum Beispiel verfeinern eingelegte Essiggurken mit ihrem süß-sauren, frischen Aroma ganz unglaublich eine Scheibe frischgebackenes Wurzelwerk-Brot mit einem selbstgemachten Aufstrich aus Tomaten, Kräutern und Sonnenblumenkernen! 

    Kleingeschnitten peppen eingelegte Gurken aus dem Glas beinahe jeden Salat auf. Bohnensalat mit Gewürzgurken hört sich vielleicht ungewöhnlich an, schmeckt aber sensationell gut!

    Eingelegte Gurken passen auch in Gemüsepfannen, als Beilage zu Kartoffeln und Bohnen, im Nudelsalat und auch zu Fleisch. Yummie!

    Übrigens: Auch das Essiggurken-Wasser kannst du verwenden! Es ist nämlich viel zu schade, um sang- und klanglos im Abfluss zu verschwinden. Du kannst es einfach trinken, wenn du magst – es wirkt krampflösend und enthält obendrein die Vitamine C und E.

    Falls du es nicht trinken magst, verwendest du es in einem Salatdressing oder einer Mayonnaise.

    DIE Top-Sorte zum Gurken einlegen

    Mein absoluter Favorit unter den Gurkensorten, die sich als Einlegegurken eignen, ist die „Vorgebirgstraube“. Das ist eine Einlegegurke mit vielen kleinen, dunkelgrünen Früchten mit festem Fleisch.

    Gurken einlegen: Gurke an Pflanze

    Die Vorgebirgstraube lässt sich aber nicht nur in Essig einlegen – sie macht auch im Fermentierglas eine prächtige Figur!

    Fermentieren ist eine alte, sehr gesunde und heute wieder in Mode gekommene Form des Haltbarmachens mit Hilfe von Milchsäurebakterien. Auch Einlegegurken sind dafür perfekt geeignet! Also nichts wie ran ans Fermentierzubehör für das leckerste Salzgurken-Rezept!

    Du kannst natürlich auch andere Einlegegurken-Sorten verwenden. Wenn du Gurken anbauen möchtest, aber kein Gewächshaus hast, solltest du nur darauf achten, dass du robuste Freilandsorten wählst, die mit der Witterung draußen besser zurechtkommen und nicht so anfällig sind für Krankheiten.

    Gurken einlegen
    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    Gurken einlegen gehört für mich fest zum Sommerprogramm dazu, genauso wie Erdbeeren naschen, Holunderblütensirup kochen und im See baden. Wenn du noch mehr Einmach-Ideen brauchst, vergiss nicht, dir mein kleines Rezeptebüchlein herunterzuladen!

    Haltbarmachen ist dein neues Hobby? Dann lass dich gerne auch von diesen Artikeln inspirieren:

    Bohnen einkochen – Von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

    6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

    Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

    Hast du auch ein Superrezept zum Gurken einlegen? Ich bin gespannt, von deinen Kreationen zu hören! :)

    Gemüse fermentieren: Gläser mit fermentiertem Gemüse

    Gemüse fermentieren – das leckere Superfood aus deinem Garten!

    Gemüse fermentieren ist eine einfache und sehr köstliche Methode, um deine Ernteschätze aus dem Garten haltbar zu machen. Außerdem sind fermentierte Lebensmittel auch noch gesund und tun deinem Darm so richtig gut. Mit meiner Fermentieren Anleitung hast du im Handumdrehen deine Regale voller Superfood – los geht´s!

    Inhaltsverzeichnis
    Was ist Gemüse fermentieren oder milchsauer einlegen?
    Welche Gemüse kann man fermentieren?
    Fermentiertes Gemüse: Gesundheitsplus für dich!
    So geht Gemüse milchsauer einlegen
    Gemüse fermentieren: Troubleshooting

    Was ist Gemüse fermentieren oder milchsauer einlegen?

    Das Wort „fermentieren“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Gärung“. So weit, so einfach. ;) Aber was passiert dabei eigentlich genau?

    Dazu müssen wir ein wenig in den Chemiebaukasten greifen: Beim Gemüse fermentieren wandeln Mikroorganismen (zum Beispiel Hefen, Pilze und Bakterien) Stärke und Zucker in Milchsäure um. Deshalb heißt Fermentieren auch „milchsauer einlegen“. Damit die Gärung richtig gut funktioniert, brauchen die Mikroorganismen Raumtemperatur und eine möglichst sauerstoffarme Umgebung.

    Die entstandene Milchsäure sorgt dann dafür, dass Schimmel oder unerwünschte Bakterien nicht überleben, und macht dein Gemüse sehr lange haltbar. Eigentlich wird Fermentiertes nie schlecht, sondern irgendwann nur viel zu sauer, um es zu verputzen. Es schmeckt dann einfach gar nicht mehr gut. Deshalb solltest du immer nur so viel fermentieren, wie du auch in absehbarer Zeit verbrauchen kannst. Ich verrate dir aber gleich auch noch einen Trick, mit dem deine Fermente extra lange haltbar bleiben.

    Gemüse fermentieren: Sauerkraut einschichten

    Welche Gemüse kann man fermentieren?

    Zucchini fermentieren, Mangold fermentieren, Rote Bete fermentieren oder auch Möhren fermentieren: Du kannst so gut wie jedes Gemüse milchsauer einlegen! Von Brokkoli über Kürbis, Bohnen, Paprika, Zwiebeln oder Pilze: Milchsaures Gemüse ist so viel mehr als nur Sauerkraut. Die einzige Ausnahme sind zarte Blattgemüse wie Spinat oder Salat. Während der Fermentation werden die nämlich schleimig statt lecker.

    Wenn du gekauftes Gemüse fermentieren möchtest, eignen sich dafür am besten Bioprodukte. Chemische Spritzmittel vernichten nämlich nicht nur Schädlinge und Krankheiten, sondern auch die Mikroorganismen, die für die Milchsäuregärung zuständig sind. Die Fermentation beginnt dann nur sehr zögerlich und der Schimmel hat ein leichtes Spiel.

    Alles, was du beachten musst, damit sich der Schimmel nicht in deinen Fermenten einnisten kann, habe ich dir in meiner „Checkliste Fermentieren“ zusammengefasst. Lad sie dir gern hier herunter:

    Fermentiertes Gemüse: Gesundheitsplus für dich!

    Milchsauer vergorenes Gemüse gilt als super gesund – aber warum?
    Das hängt mit unserer Verdauung zusammen – denn was vorne reingeht, kommt ja bekanntlich hinten wieder raus und hat unterwegs die eine oder andere Wirkung. ;)
    Und rohes fermentiertes Gemüse tut dir dabei deshalb so besonders gut:

    • Gesundheitsplus #1:
      Da unser Immunsystem stark von der Darmgesundheit anhängt, sind unsere Abwehrkräfte besonders stark, wenn der Darm gesund ist – logisch. Beim Gemüse fermentieren entstehen Milchsäurebakterien, sogenannte probiotische Bakterien. Sie sind gut für den Darm und verdrängen schädliche Bakterien. So tragen sie zu einem fitten Immunsystem bei. Eine Tasse voll rohem, fermentiertem Gemüse enthält mehr probiotische Bakterien als eine ganze Packung fertig gekaufter Probiotika – und kostet dich so gut wie nichts. Richtig cool, oder?
    • Gesundheitsplus #2:
      Fermentiertes Gemüse ist für den Körper einfach zu verdauen. Die Mikroorganismen übernehmen die erste Stufe der Verdauung und so können wir wertvolle Inhaltsstoffe in unserem Essen viel besser verwerten.
    • Gesundheitsplus #3:
      Und das ganz Besondere ist: Während die kleinen Helferlein fleißig arbeiten, entstehen zusätzliche Vitamine und kurzkettige Fettsäuren, die richtig gut sind für das Immunsystem.

    Du siehst: Gemüse fermentieren ist eine sehr günstige und wirkungsvolle Methode, um sich gesund zu ernähren. Ganz abseits von allen Ernährungs-Hypes und Modetrends!

    Gemüse fermentieren: Pin
    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    So geht Gemüse milchsauer einlegen

    Du kannst es jetzt kaum noch erwarten, mit dem Gemüse fermentieren loszulegen? Dann habe ich eine gute Nachricht für dich: Alles, was du dafür an Ausrüstung brauchst, hast du wahrscheinlich schon zu Hause. :)

    Du brauchst:

    Und so geht’s:

    1. Immer sauber bleiben!

    Wie beim Einkochen auch, musst du beim Gemüse fermentieren sehr sauber arbeiten. Deshalb kochst du alles ab, was mit dem Gemüse in Kontakt kommt: Die Gläser*, den Stampfer, die Schüssel, in die du das Gemüse reibst, die Reibe bzw. das Messer usw. Auch deine Hände wäschst du gründlich mit Seife. So haben unsere kleinen Helfer, die Milchsäurebakterien, möglichst wenig Konkurrenz und der Schimmel hat nur geringe Chancen, die Oberhand zu gewinnen.

    Für dein Gemüse gilt das allerdings nicht: Wenn du es gründlich abwäschst, verschwinden auch die Milchsäurebakterien gleich mit im Abfluss. Deshalb nur im Zweifelsfall ganz kurz abwaschen – und sonst genügt es, groben Schmutz mit einem Tuch zu entfernen und das Gemüse leicht abzureiben.

    2. Groß oder klein? Das ist hier die Frage!

    Jetzt musst du entscheiden, wie du dein Gemüse fermentieren möchtest: Geraspelt, geschnitten oder am Stück? Je mehr du das Gemüse zerkleinerst, desto intensiver schmeckt es am Ende. Wenn du unsicher bist, kannst du alle drei Varianten ausprobieren und in einer feierlichen Verkostung gemeinsam mit deinen Liebsten entscheiden, was euch am besten schmeckt. :)

    3. Fermentieren: Wieviel Salz brauchst du?

    Beim Fermentieren brauchst du 20-30 g Salz pro Kilo geraspeltem Gemüse. Wichtig ist, dass du es gründlich untermischst. Und zwar so:

    Für geschnittenes oder ganzes Gemüse kochst du eine Salzlake aus einem Liter Wasser und 20-30 g Salz auf und lässt sie vollständig abkühlen. Es ist wichtig, dass du ein hochwertiges Meer- oder Steinsalz verwendest ohne Hilfs- oder Zusatzstoffe. Die Mikroorganismen, die dein Gemüse fermentieren sollen, können sonst nicht richtig arbeiten und das ist für Schimmel die goldene Eintrittskarte.

    Gemüse fermentieren: Zutaten für Salzlake

    4. Schicht im Schacht: Gemüse fest ins Glas schichten

    Als nächstes stampfst du geraspeltes Gemüse in der Schüssel, bis der Zellsaft austritt. Dafür gibt es extra Holzstampfer zu kaufen – du kannst aber auch ganz einfach deine Faust verwenden oder die Raspeln mit den Händen kneten.

    Das gestampfte Gemüse schichtest du nach und nach in Gläser oder in deinen Gärtopf. Dabei drückst du die einzelnen Schichten immer wieder ganz fest nach unten, damit keine Luft mehr zwischen den Raspeln ist. Auf der obersten Schicht muss richtig gut Flüssigkeit stehen, die das Gemüse vollständig bedeckt.

    Schau mir auf Youtube gerne zu, wie ich Sauerkraut selber mache:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Wenn du ganzes oder gestiftetes Gemüse fermentieren möchtest wie zum Beispiel Salzgurken, packst du es einfach möglichst dicht an dicht in die Gläser und füllst mit der abgekühlten Salzlake auf. Das Gemüse muss auch hier unbedingt vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein.

    5. Fermentieren: Womit beschweren?

    Damit keine Gemüseschnipsel auftreiben, brauchst du jetzt etwas, das dein Ferment permanent nach unten, unter die Oberfläche, drückt. Es gibt extra Gewichte dafür zu kaufen, die das zuverlässig für dich erledigen. Du kannst aber auch fermentieren ohne Gewichte!

    Und das geht so: Du deckst du deine Fermente mit einem großen Kohlblatt ab und klemmst ein steriles kleines Schraubglas oder eine kleine Untertasse zwischen Kohlblatt und Deckel. Easy, oder?

    Deine Ernte haltbar zu machen findest du super spannend und möchtest noch viel mehr dazu wissen? Dann komm doch in meinen „Vorratskammer starten“-Onlinekurs, da zeige ich dir alle Methoden, Tricks und Tipps zum Einkochen. Ich freue mich, wenn du mit an Bord bist! :)

    6. Füllstand beachten

    Deine Gefäße sollten nie ganz voll sein, denn bei der Milchsäuregärung zischt, schäumt und blubbert es gewaltig und du brauchst den Abstand zum Rand, damit nicht so viel aus deinen Gläsern ausläuft.

    Jetzt kommt der Deckel drauf. Weckgläser* verschließt du mit Gummi* und Klammern*, Schraubgläser darfst du nicht ganz zudrehen. Die entstehenden Gase können sonst nicht entweichen und die Gläser würden im schlimmsten Fall explodieren.

    7. Jetzt heißt es warten!

    Für die nächsten vier bis zehn Tage bleibt dein fermentiertes Gemüse in der Küche oder an einem anderen warmen Ort stehen. Denk unbedingt daran, etwas unterzulegen, das eventuell übersprudelnde Flüssigkeit auffängt.

    Nach dieser Zeit stellst du deine Gläser kühl, um die Fermentation zu verlangsamen. 15-18° C sind für die Milchsäurebakterien ab jetzt ideal.

    Je länger du dein Ferment stehen lässt, desto aromatischer, aber auch desto saurer schmeckt es. Kleiner Richtwert zur Wartezeit: Gurken: 1 Woche, Sauerkraut 4-6 Wochen, Wurzelgemüse 7-9 Wochen.

    Willst du die Fermentation nahezu komplett stoppen, kannst du deine Gläser auch in den Kühlschrank stellen. Durch die kühle Temperatur bleiben deine Fermente nämlich extra lange haltbar!

    Gurken und Möhren fermentieren

    Gemüse fermentieren: Troubleshooting

    Eigentlich ist Gemüse fermentieren ganz einfach – aber trotzdem kann es hier und da mal Schwierigkeiten oder Fragen geben. Hier kommen die drei häufigsten Fragen zum Gemüse fermentieren!

    Frage #1: Wann ist fermentiertes Gemüse schlecht?

    Auf meinem Ferment schwimmt eine hauchdünne graue Schicht, die ein wenig wie Elefantenhaut aussieht! Was ist das?

    • Bei der Haut handelt es sich um Kahmhefe, die ist völlig harmlos. Wenn du möchtest, kannst du sie abschöpfen, damit sie keinen unerwünschten Geschmack in dein Ferment bringt.

      Sollte aber beim Fermentieren Schimmel entstanden sein, also auf der Salzlake Schimmel schwimmen, musst du das Ferment leider unbedingt komplett entsorgen. Schimmel erkennst du daran, dass er grau oder grünlich-blau ist und Pelz trägt.

    Frage #2: Es treiben immer wieder Gemüseschnipsel nach oben. Ist das schlimm?

    • Gemüseschnipsel, die sich lösen und dann an der Oberfläche treiben, beginnen sehr leicht zu schimmeln. In diesem Fall solltest du das Glas unbedingt öffnen und die vorwitzigen Schnipsel heraussammeln. Sonst wird dir dein Ferment über kurz oder lang verschimmeln.

    Frage #3: Wie lange hält fermentiertes Gemüse?

    • Die allermeisten Fermente sind mindestens sechs Monate lang haltbar, teilweise auch viel, viel länger. Wenn du dich an die Grundregeln hältst, können deine Fermente quasi nicht schlecht werden! Meine Checkliste zum Fermentieren hilft dir, Fehler zu vermeiden. Hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

    Übrigens: Fermente gären ständig weiter – auch wenn sie kühl stehen! Mit der Zeit schmecken sie deshalb immer saurer, sodass du sie vielleicht irgendwann nicht mehr essen magst.

    Dabei kommt es allerdings immer auf die Gemüsesorte an: Sauerkraut zum Beispiel kannst du auch nach einem Jahr noch locker essen, wogegen Tomaten dann dem einen oder anderen schon längst nicht mehr schmecken. Das ist einfach im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache! ;)

    Mein Fazit zum Gemüse fermentieren? Die Technik ist eine einfache und leckere Methode, um die Ernte aus dem Garten haltbar zu machen. Außerdem sind Fermente auch noch richtig gesund und alles, was du dafür brauchst, hast in der Regel schon zu Hause. Also nix wie ab in die Küche, mach dir dein eigenes Superfood!

    Wenn du nach so viel Theorie jetzt fürs Gemüse fermentieren Rezepte suchst, stöbere doch gerne hier weiter:

    Kimchi selber machen – das ultimative Rezept für Einsteiger!

    Apfelessig selber machen: Einfaches und gelingsicheres Rezept

    Rote Bete fermentieren: Mit diesem Rezept gelingt der Gaumenschmaus!

    Welche Erfahrungen hast du mit Gemüse fermentieren? Ich bin gespannt, was du schon alles fermentiert hast!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Marmelade kochen: verschiedene Marmeladen und Obst

    Marmelade kochen: 5 einfache Schritte zum Glück auf dem Brot!

    Marmelade kochen ist wirklich einfach und hat nur Vorteile: Sie schmeckt soo viel besser als gekaufte Marmelade – und nur du bestimmst, was drin ist, und kannst dein Obst aus dem Garten das ganze Jahr über genießen. Mit diesem Grundrezept bist du für jede Obsternte gut gerüstet!

    Inhaltsverzeichnis
    Marmelade kochen: 5 einfache Schritte im Überblick
    Auswahl und Vorbereitung der Früchte
    Sauber bleiben: Hygiene beim Marmelade kochen
    Geschmackssache: Marmelade abschmecken
    Marmelade kochen und heiß einfüllen
    Marmelade einkochen

    Marmelade kochen: 5 einfache Schritte im Überblick

    Damit du gleich loslegen kannst mit dem Marmelade kochen, hab ich dir hier kompakt und übersichtlich zusammengefasst, was du tun musst, um deinen Obstberg ins Glas umziehen zu lassen. Du kannst also schon mal die Möbelpacker, äh, die Erntehelfer bestellen! ;)

    Marmelade einkochen in 5 SchrittenGut zu wissen
    Schritt #1: Früchte sortieren, waschen, putzen und in Stücke schneidenNur einwandfreie, frische Früchte verwenden und die Schale, wann immer es geht, dranlassen: Da sitzen die ganzen wertvollen Inhaltsstoffe!
    Schritt #2: Gläser sterilisierenSchimmel und Co vermeiden
    Schritt #3: Marmelade abschmeckenBraucht es mehr Zucker oder noch Zitronensaft, würden Gewürze gut passen?
    Schritt #4: Marmelade kochen und heiß einfüllenLaut Packungsanweisung auf dem Gelierzucker, Gelierprobe machen
    Schritt #5: Marmelade einkochenFalls das Verhältnis Frucht:Zucker mehr als 2:1 beträgt, 30 min bei 90° Celsius im Wasserbad einkochen

    Deine Gläser stehen jetzt fix und fertig zum Abkühlen auf der Arbeitsplatte? Dann fehlen ihnen noch schicke Etiketten! Die sind nicht nur das Tüpfelchen auf dem i, sondern helfen dir auch, den Überblick in deiner Vorratskammer zu behalten.

    Lad sie dir gerne hier herunter:

    Auswahl und Vorbereitung der Früchte

    Zum Marmelade kochen eignet sich nur frisches, einwandfreies Obst. Das liegt daran, dass Fäulniskeime, die sich in angeschlagenen Früchten schon gemütlich eingenistet haben, sonst dafür sorgen würden, dass deine Marmelade schnell verdirbt. Und das wäre doch super schade, oder? Kleine braune Stellen kannst du aber einfach großzügig herausschneiden.

    Nach diesem strengen Eignungstest wäschst du deine verbliebenen Superfrüchte gründlich ab, putzt sie und entfernst die Kerne. Wenn du möchtest, kannst du sie auch schälen. Ich lasse die Schale immer gern dran, weil sich da besonders wertvolle Inhaltsstoffe verbergen, die ich gerne esse, statt sie im Kompost zu entsorgen. ;)

    Marmelade kochen: aufgeschnittene Aprikosen

    Sauber bleiben: Hygiene beim Marmelade kochen

    Hygiene ist das A und O beim  Marmelade kochen, damit sie sich lange hält! Deswegen spülst du Gläser, Deckel, evtl. Einkochringe sowie Schöpfkelle und Trichter gründlich und sterilisierst sie anschließend.

    Dazu füllst du die Gläser mit kochendem Wasser und übergießt Kelle und Trichter mit kochendem Wasser. Deckel und evtl. Gummiringe kochst du fünf Minuten lang mit einem Schuss Essig im Wasser aus.

    Dieser Schritt ist zwar ein wenig lästig, aber er lohnt sich! Denn nichts ist ärgerlicher, als verschimmelte selbst gekochte Marmelade in die Biotonne zu kratzen.

    Du hättest gern noch mehr Tipps und Tricks zum sicheren Einkochen? Dann komm doch in meinen „Vorratskammer starten“-Onlinekurs​​, da zeige ich dir, wie du deine Obst- und Gemüseernte sicher einkochst und so das ganze Jahr über genießen kannst. Ich freue mich, wenn du Teil unserer Einkoch-Crew wirst!

    Geschmackssache: Marmelade abschmecken

    Auch wenn du ein richtig tolles Rezept hast: Beim Marmelade kochen solltest du unbedingt immer wieder probieren, bis dir die Marmelade so gut schmeckt, dass du sie am liebsten direkt aus dem Topf löffeln würdest. ;)

    Als Anhaltspunkte kannst du dir folgende Fragen stellen:

    • Ist die Marmelade süß genug? Könnte etwas Honig noch ein tolles Aroma beitragen?
    • Hast du genügend Säure verwendet? Ich finde, Zitronensaft verstärkt den Eigengeschmack der Früchte richtig gut und ist beim Marmelade kochen super wichtig.
    • Würden bestimmte Gewürze gut passen? Vanille, Zimt oder Chili machen sich richtig gut beim Marmelade kochen.
    • Kräuter wie Rosmarin, Zitronenmelisse oder Lavendel zaubern eine ganz besondere Note in deine  Marmelade – aber du darfst davon nicht zu viel verwenden. Nimm immer nur einen Hauch! ;)
    • Welche Marmeladen-Konsistenz magst du am liebsten? Wenn die Früchte weichgekocht sind, kannst du sie problemlos ganz oder teilweise pürieren.

    Psst: Ich habe auch ein oberköstliches Erdbeermarmelade-Rezept für dich!

    Marmelade kochen: Früchte im Topf

    Marmelade kochen und heiß einfüllen

    Alle deine Geschmacksknospen feiern Party, weil du die weltbeste Marmelade im Topf hast? Herzlichen Glückwunsch, dann kann es ja mit dem Marmelade kochen losgehen! :)

    Dazu lässt du sie so lange richtig blubbern, wie es auf deiner Gelierzuckerpackung angegeben ist. Dann kommt die Gelierprobe: Dafür nimmst du einen Teelöffel Marmelade aus dem Topf und gibst ihn auf einen Teller. Wenn der Marmeladenklecks nach einigen Minuten fest wird und nicht mehr vom Teller läuft, ist die Gelierprobe gelungen!

    Jetzt füllst du die Marmelade brodelnd heiß in die Gläser ein, damit sich später auch ein Vakuum bildet. Nach dem Einfüllen drehst du sofort den Deckel fest drauf.

    Wenn du Weckgläser* verwendest, legst du den Gummiring* auf den Deckel und fixierst ihn mit den Klammern*. In diesem Fall solltest du deine Marmelade am besten zusätzlich im Wasserbad einkochen – und nicht nur heiß in die Gläser füllen, damit sich auch ganz sicher ein Vakuum bildet. Die Klammern löst du erst, wenn die Gläser nach dem Einkochprozedere abgekühlt sind.

    Du hast nicht nur auf Marmelade kochen Lust, sondern willst Obst auch anders haltbar machen? Hier kannst du zusehen, wie ich meine leckeren Zimtpflaumen einkoche!  

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Marmelade einkochen

    Sollte das Verhältnis von Frucht zu Zucker über 2:1 liegen, reicht das Heiß einfüllen nicht. In diesem Fall solltest du zusätzlich deine Marmelade einkochen. Und das geht so:

    Du legst ein Geschirrtuch in einen großen Topf und erhitzt darin so viel Wasser, dass deine Gläser später davon komplett bedeckt sind. Wenn das Wasser ungefähr so heiß ist, wie der Inhalt deiner gerade befüllten Gläser, stellst du sie in den großen Topf und erhitzt alles weiter, bis das Wasser eine Temperatur von 90 ° Celsius hat. Ab dann beginnt die Einkochzeit: Sie beträgt 30 Minuten.

    In der Zwischenzeit kannst du ja schon mal meine Etiketten herunterladen! ;)

    Dann nimmst du die Gläser heraus und lässt sie auf einem Tuch abkühlen. Stell sie aber bitte nicht auf den Kopf, das löst nur die Weichmacher aus der Innenbeschichtung vom Deckel und gehört definitiv zu den hartnäckigen Einkochmythen, die so im Umlauf sind.

    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    Bei Schraubgläsern sollten in den nächsten Stunden alle Deckel „ploppen“ und in der Mitte nach unten gewölbt sein.

    Sobald die Gläser fertig abgekühlt sind, nimmst du von Weckgläsern die Klammern ab. Wenn die Glasdeckel jetzt fest auf den Einkochgläsern sitzen, hat das Marmelade kochen geklappt. Falls sich kein Vakuum gebildet hat, stellst du die Gläser in den Kühlschrank und isst sie schnell auf oder du prüfst Deckel und/oder Gummi auf Schadstellen und kochst sie danach nochmal ein. ;)

    Marmelade kochen ist nicht schwer mit meinem Grundrezept, und keine Supermarkt-Marmelade kommt an selbstgemachte heran. Darum schnapp dir dein Obst aus dem Garten und nix wie ab in den Topf damit! :)

    Das Einkochfieber hat dich gepackt und du möchtest noch viel mehr dazu wissen? Dann lies hier gleich weiter:

    Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

    Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Birnen einkochen: von Omas Rezept bis richtig trendy!

    Was sind deine Tipps und Tricks zum Marmelade kochen? Ich freue mich, von dir zu hören!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Tomaten pflanzen

    Tomaten richtig pflanzen und abhärten

    Du hast Tomatenpflanzen gekauft oder selbst vorgezogen und möchtest sie jetzt in deinen Garten pflanzen? Das trifft sich gut, hier erfährst du nämlich alles, was du beachten musst, damit deine Tomaten die ganze Saison über gesund bleiben und eine große Ernte abwerfen.

    Tomaten sind ein so unglaubliches Gemüse! Bei keinem anderen Gemüse schmeckt man einen so großen Unterschied zwischen den Einheitstomaten aus dem Supermarkt und der Ernte aus dem eigenen Garten.

    Also nimm dir die Tipps aus diesem Artikel zu Herzen und pflanz so viele Tomaten wie du irgendwie unterkriegen kannst. :)

    Pssst: Du liest gerade den zweiten Teil in meiner Tomaten-Artikelserie. Wenn du den ersten Teil noch nicht kennst: Hier erfährst du, wie du kräftige Tomatenpflanzen im Haus vorziehst!

    Vor dem Pflanzen solltest du deine Tomaten abhärten

    Wusstest du, dass Pflanzen einen Sonnenbrand bekommen können? Deine Tomatenpflänzchen waren bisher noch nie echtem Sonnenlicht ausgesetzt und würden mit Wachstumsstockungen reagieren, wenn du sie von einem auf den anderen Tag ins pralle Sonnenlicht pflanzt.

    Die Jungpflänzchen kennen auch keinen Wind und keine starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Sprich:

    Deine Babys wollen langsam an das Erwachsenensein herangeführt und nicht einfach von einem auf den anderen Tag vor die Tür gesetzt werden. Deswegen solltest du ungefähr eine Woche vor dem Pflanztermin mit dem sogenannten „Abhärten“ beginnen.

    Dafür stellst du deine Pflanzen am ersten Tag ein, zwei Stunden nach draußen, damit sie erste Erfahrungen mit der großen weiten Welt sammeln können, danach holst du sie wieder ins Haus.

    Am nächsten Tag können sie schon etwas länger draußen bleiben und vom dritten Tag an kannst du sie von morgens bis abends draußen lassen. Und nach einer Woche sind sie dann gut gerüstet für das Erwachsenensein und bereit, ausgepflanzt zu werden.

    Tomaten abhärten

    Wann ist der beste Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen?

    Falls du zu den Glückspilzen zählst, die ein Gewächshaus ihr Eigen nennen, kannst du deine Tomaten schon ab Mitte April pflanzen.

    Wenn du Tomaten im Freiland, auf dem Balkon oder im Tomatenhäuschen pflanzen möchtest, solltest du aber bis Mitte Mai damit warten. Nach den Eisheiligen kannst du dann ziemlich sicher sein, dass die Nächte frostfrei bleibe – die Tomaten dürfen jetzt nach draußen.

    Der beste Standort für Tomaten?

    Tomaten haben eine sehr gefürchtete Krankheit: die Braunfäule, die die Pflanzen vor allem dann befällt, wenn die Blätter über einen längeren Zeitraum feucht sind, zum Beispiel bei Regen. Ich lege dir deswegen sehr ans Herz, deine Tomaten in irgendeiner Form überdacht anzubauen.

    Dafür brauchst du nicht zwangsläufig ein Gewächshaus, ein Tomatenhäuschen reicht völlig aus, oder ein überdachter Platz auf der Terrasse. Wir haben auch schon tolle Tomaten in Töpfen an der Südseite unseres Hauses angebaut, wo sie durch einen Dachvorsprung vor Regen geschützt waren.

    Es gibt zwar Sorten, die einigermaßen freilandtauglich sind, aber in einem verregneten Sommer fallen auch die relativ schnell der Braunfäule zum Opfer und werfen im Zweifel so gut wie keine Ernte ab.

    Tomaten sind außerdem sehr wärme- und lichtbedürftige Pflanzen, dein Tomatenbeet sollte also möglichst den ganzen Tag über in der prallen Sonne liegen.

    Tomaten mögen einen mittelschweren, möglichst tiefgründigen, humusreichen und gut drainierten Boden.

    Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

    Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

    Hol dir den Tomaten-Masterplan!

    Bist du auch so Tomaten verliebt und bekommst eigentlich nie genug von den leckeren roten Früchten? Dann lade dir meinen Tomaten-Masterplan herunter, mit dem du die Königin der Gemüsegärten bestens anbauen und pflegen kannst.

    Im Masterplan findest du eine komplette Schritt für Schritt Anleitung für eine dicke Tomatenernte und meine liebsten Tipps, Tricks und Sorten gibt´s obendrauf.

    Alles, was du wissen musst: Von der Aussaat übers Pikieren, Pflanzen, Pflegen und Ernten, habe ich für dich kompakt zusammengefasst. Also trag dich gerne hier ein, um den Tomatenplan runterzuladen:

    Was ist der richtige Pflanzabstand für Tomaten?

    Mit einem weiten Pflanzabstand von 50 x 60 cm gehst du sicher, dass genug Luft zwischen deinen Tomatenpflanzen zirkulieren kann. Das ist super wichtig, um der Braunfäule vorzubeugen.

    Wie pflanze ich Tomaten?

    Wenn du ein Tomatenhäuschen oder Gewächshaus hast, solltest du deine Tomaten weit genug von der Folie oder dem Glas entfernt pflanzen. Wenn die Blätter dauerhaft Kontakt zur Folie oder zum Glas haben, fördert das nämlich Pilzkrankheiten.

    Deine Tomaten pflanzt du am besten etwas tiefer als im Topf ein, weil sie dann noch mehr Wurzeln ausbilden. In das Pflanzloch kannst du ein paar Hornspäne oder Schafwollpellets als Langzeitdünger geben.

    Ach ja: Alle Blätter, die den Erdboden berühren, solltest du abknipsen. Danach drückst du die Erde um die Pflanze herum vorsichtig an und gönnst jeder deiner Pflanze eine ordentliche Portion Gießwasser.

    Tomaten pflanzen Rankhilfe

    Die richtige Rankhilfe für Tomaten

    Buschtomaten und Wildtomaten kommen ohne Rankhilfe aus, die allermeisten Tomatenpflanzen werden aber eintriebig angebaut und brauchen dann unbedingt eine Stütze, an der sie hochwachsen können und an der du sie im Lauf des Sommers immer wieder befestigen solltest, damit sie nicht abknicken.

    Im Gewächshaus nimmst du dafür am besten Schnüre, die du an der Decke befestigst und die bis zum Boden reichen. Beim Pflanzen befestigst du jeweils eine Schnur mit einer lockeren Schlinge am Wurzelhals jeder Pflanze. Die Pflanzen wickelst du dann regelmäßig um die Schnur, um ihr Halt zu geben.

    Im Tomatenhäuschen oder Topf kannst du auch einen Bambusstab, Eisenstangen oder gewundene Tomatenstangen als Rankhilfe benutzen. Hauptsache, der Stab ist lang genug (mindestens 1,80 m) und du bindest die Pflanzen regelmäßig an der Stange fest, sodass der obere Teil im Wind nicht abbricht.

    Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken!* Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

    Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

    Tomatenhaken: Ein super Helfer für eine dicke Tomatenernte!

    Tadaa, das war’s auch schon! Wenn du das alles beachtest, bist du gut aufgestellt für eine reiche Tomatenernte. Dann gilt es nur noch, sich gut um die Pflänzchen zu kümmern, damit sie gesund bleiben und über einen langen Zeitraum tragen.

    Deswegen zeige ich dir hier drei Pflegearbeiten, die dich weniger als eine Minutue pro Pflanze und Woche kosten und dafür sorgen, dass du der Braunfäule vorbeugst und größere, aromatischere Früchte erntest.

    Bist du jetzt richtig im Tomaten-Fieber? Dann lies direkt hier weiter:

    Die 5 besten Tomatensorten: alte, robuste, leckere Tomaten pflanzen!

    Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchem Dünger?

    Tomaten nachreifen lassen: Bis Weihnachten eigene Tomaten essen!

    Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Balkonpflanzen: verschiedene Pflanzen auf dem Balkon

    Balkonpflanzen: So wird dein Balkon zum Paradies!

    Was wäre ein Balkon ohne Balkonpflanzen? Ganz genau: eine ziemlich trostlose Angelegenheit. Darum nichts wie los, lass uns deinen Balkon zum Paradies machen! :)

    Inhaltsverzeichnis
    Im Überblick: Balkonpflanzen für jede Balkonlage 
    Typberatung: Welche Balkonpflanzen passen zu mir?
    Zwerge und Riesen: Auf die Größe kommt es an!
    Im richtigen Licht: Balkon-Pflanzen für Sonne und Schatten
    Die Kältehelden: Winterharte Balkonpflanzen
    Summen und Brummen: Bienenfreundliche Balkonpflanzen
    Die Mischung macht´s: Gemüse, Kräuter, Obst und Blumen
    Hegen und Pflegen: pflanzen, wässern, düngen, schneiden

    Im Überblick: Balkonpflanzen für jede Balkonlage

    Es gibt soo viele verschiedene tolle Balkonpflanzen! Ich habe dir hier einige ganz besonders geeignete Pflanzen und deren Bedürfnisse aufgeschrieben. So kannst du auf einen Blick erkennen, welche am besten zu dir und deinem Balkon passen!

    Balkonpflanzenhoch oder niedrigSchatten oder Sonnewinter-hartinsekten-freundlichrobust
    CocktailtomatehochSonneneinjanein
    Mexikanische MinigurkehochSonneneinjanein
    KräuterniedrigSonne bis Schattenteilw.jateilw.
    Paprika / ChilimittelhochSonneneinjanein
    SalatniedrigSonne / Halbschattenteilw.neinteilw.
    Zwerg-BeerensträuchermittelhochSonne / Halbschattenjajaja
    ErdbeereniedrigSonne / Halbschattenjajaja
    KapuzinerkresseniedrigSonneneinjaja
    RingelblumemittelhochSonne / Halbschattenneinjaja
    Echtes LöwenmäulchenniedrigSonne / Halbschattenjajaja
    FuchsiemittelhochSchattenneinjaja
    ClematishochSonne / Halbschattenjajaja
    SteinkrautniedrigSonneneinjaja
    Fetthenneniedrig bis hochSonne / Halbschattenjajaja

    Falls du dich darüber wunderst, dass neben Blumen und Kräutern auch Gemüse bei den Balkonpflanzen auftaucht: Ich finde, auch auf dem Balkon muss niemand auf leckeres Gemüse aus eigenem Anbau verzichten! :) Natürlich kannst du dort kein Maisfeld anlegen, aber richtig viele Obst- und Gemüsesorten sind auch für Töpfe und Kübel geeignet. Manchmal kannst du rankendes Gemüse sogar als Sichtschutz für deinen Balkon nutzen.

    Balkonpflanzen: Balkonbeete bearbeiten

    Typberatung: Welche Balkonpflanzen passen zu mir?

    Auch wenn du am liebsten sofort loslaufen und ganz viele Balkonpflanzen kaufen möchtest, solltest du zunächst einen kühlen Kopf bewahren und deinen Balkon kritisch ins Auge fassen – denn nicht jede Balkonpflanze fühlt sich auf jedem Balkon wohl.

    In welcher Himmelsrichtung liegt dein Balkon?

    Sollte dein Balkon zur Wetterseite hin ausgerichtet sein, brauchst du robuste Balkon-Pflanzen, die auch mit Wind und Niederschlägen zurechtkommen und nicht gleich (im wahrsten Sinne des Wortes) geknickt sind, wenn die Wetterbedingungen einmal etwas rauer werden. Liegt dein Balkon dagegen windabgewandt und geschützt, kannst du auch etwas empfindlichere Pflänzchen umsorgen!

    Grundsätzlich ist aber vor allem wichtig, wieviel Sonne tatsächlich auf deinen Balkon fällt. Hast du beispielsweise einen Südbalkon, auf den das Nachbargebäude den ganzen Tag über seinen Schatten wirft, bietet dein Balkon trotz seiner Ausrichtung nur den Schattenliebhabern unter den Balkonpflanzen eine ideale Umgebung. Du solltest dir deshalb die Zeit nehmen, deinen zukünftigen Pflanzen-Balkon einen Tag lang zu beobachten und dir die Sonnen-Zeiten notieren.

    Damit du ganz bequem auf einen Blick siehst, welche Pflanzen sich auf deinem Balkon pudelwohl fühlen, habe ich einen Balkongemüse-Kompass für dich erstellt. Auf dem Kompass findest du eine Auswahl an Pflanzen, die bei den Lichtverhältnissen auf deinem Balkon gedeihen. Trag einfach deine Emailadresse hier unten ein und schon flattert der Kompass in dein Postfach!

    Wieviel Zeit hast du für deine Balkonpflanzen?

    Gehörst du eher zu den Balkon-Pflanzen Helikoptereltern oder bist du für einen gesunden Wildwuchs? Dementsprechend solltest du deine Balkonbepflanzung auswählen.

    Kränkelnde Balkonblumen oder schwächelndes Balkon-Gemüse durch mangelnde Pflege sind nämlich nicht nur ein trauriger Anblick, sondern sorgen auch für Frust. Und dein Balkon soll ja ein Plätzchen zum Ausruhen und Auftanken sein, an dem du dich super gerne aufhältst!

    Deshalb kaufst du am besten robuste Balkonpflanzen, die außer Wasser und gelegentlich etwas Dünger keine weiteren Ansprüche haben, wenn du schon weißt, dass du nicht viel Zeit für sie aufwenden kannst.

    Kräuter wie Basilikum, Rosmarin und Petersilie wachsen problemlos auf deinem Balkon, wenn sie ein Plätzchen haben, an dem sie sich wohlfühlen. Über ein bisschen Pflege und Liebe freuen sich die Kräuter im Topf natürlich auch.

    Zwerge und Riesen: Auf die Größe kommt es an!

    Beim Pflanzenkauf solltest du auch darauf achten, wie hoch dein zukünftiger Balkon-Genosse wird. Wenn du alles in Blumenkästen pflanzen möchtest, macht es nicht viel Sinn, eine über zwei Meter hoch werdende Clematis, eine Tomate oder eine rankende Gurke anzupflanzen. Die sollten besser in einem Kübel stehen, der wenigstens 20 Liter fasst. Und dieser Kübel braucht auf deinem Balkon auch Platz!

    Andersrum wirken Balkonpflanzen wie Steinkraut oder Salat in großen Pflanzkübeln verloren – die sind dann besser in Kästen aufgehoben. Es lohnt sich also, einen Blick auf das Pflanzen-Etikett zu werfen, bevor du deinen Einkaufswagen belädst! ;)

    Im richtigen Licht: Balkon-Pflanzen für Sonne und Schatten

    Du hast deinen Balkon ja bereits ausgekundschaftet und weißt, ob sich da eher die Sonnenanbeter oder die lichtscheuen Gesellen wohlfühlen. Dementsprechend suchst du dir deine Balkonpflanzen aus.

    Auf einem schattigen Balkon brauchen deine Balkon-Pflanzen nicht sehr viel Wasser. Es sollte auf keinen Fall Staunässe entstehen, weil dann die Wurzeln schnell faulen. Gelbe oder abgestorbene Blätter entfernst du möglichst bald, damit keine Krankheiten oder Schimmel entstehen.

    Wenn du dagegen in deiner Freiluft-Oase ganz viel Sonne hast, musst du deine grünen Schützlinge regelmäßig gießen und mit einer Mulchschicht verhindern, dass die Erde austrocknet – das passiert auf Südbalkonen im Sommer nämlich schnell.

    Um die Mittagszeit herum brauchen deine Balkonpflanzen eine Beschattung, damit sie nicht in der prallen Sonne stehen. Du setzt dir ja auch einen Hut auf, um dich vor einem Sonnenstich zu schützen! ;)

    Balkonkasten im Schnee

    Die Kältehelden: Winterharte Balkonpflanzen

    Eine clevere Idee ist es, winterharte Balkonpflanzen auszusuchen. Auf diese Weise musst du deine Balkonbepflanzung nämlich nicht jedes Jahr komplett neu kaufen und brauchst – wie für frostempfindliche Kübelpflanzen – auch kein Winterquartier!

    Diese tapferen Genossen harren unbeirrt draußen bei Schnee und Kälte in ihren Töpfen aus und treiben dann im Frühjahr wieder aus. Um ihnen die kalte Jahreszeit ein wenig zu erleichtern, solltest du sie in ein Wintervlies einkuscheln und den Topf mit einem Jutesack schützen. Außerdem hat es sich bewährt, Kübeln mit Hilfe von Tonplatten oder alten Dachziegeln einen kleinen Abstand zum Boden zu verschaffen – das schützt deinen Topf vor dem Durchfrieren.

    Psst: Mit den passenden Sorten kannst du übrigens Salat auch im Winter aus deinem Balkonkasten ernten und bist so in der kalten Jahreszeit prima mit Vitaminen versorgt!

    Summen und Brummen: Bienenfreundliche Balkonpflanzen

    Balkonpflanzen können aber noch viel mehr: Nämlich einen Beitrag zu Umweltschutz und Artenvielfalt leisten! Geranien und Fleißige Lieschen haben für Insekten weder Pollen noch Nektar und gehören deshalb nicht in die Kategorie „bienenfreundliche Balkonpflanzen“.

    Heimische, ungefüllte Balkonblumen und Gemüse bieten dagegen nicht nur Futter, sondern auch Überwinterungsmöglichkeiten an. Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Hummeln werden es dir danken und begeistert zum Schlemmen kommen. Du tust damit nicht nur etwas Gutes, sondern kannst dich auch an ihrem schönen Anblick freuen! :)

    Oder wie wäre es, in einem deiner Balkonkästen eine insektenfreundliche Blumenwiese auszusäen? 

    Balkonpflanzen: Blumenwiese

    Die Mischung macht´s: Gemüse, Kräuter, Obst und Blumen

    Natürlich ist das Platzangebot für Balkonpflanzen begrenzt. Trotzdem finde ich „ein bisschen was von allem“ ist die schönste Balkonbepflanzung!

    Deshalb suche ich mir für meinen Balkon aus den Gruppen „Gemüse“, „Kräuter“, „Obst“ und „Blumen“ immer ein paar wenige Lieblingspflanzen aus. So hat mein Outdoor-Wohnzimmer für alle Sinne etwas: köstliches Gemüse und Obst zum Schmecken und Anfassen, betörenden Kräuterduft zum Riechen, wunderschöne Blumen zum Sehen. Nur zum Hören wünsche ich mir nichts – außer dem Zwitschern der Vögel und dem Summen der Bienen. ;)

    Eine bunte Mischung hat auch den Vorteil, dass nicht jeder einzelne der grünen Freunde permanent deine Aufmerksamkeit benötigt. Manche von ihnen wachsen einfach fröhlich vor sich hin, andere wollen mehr Zuwendung. 

    So entsteht fast von selbst eine tolle Mischkultur auf deinem Balkon und die Pflanzen nützen und schützen sich gegenseitig.

    Falls du jetzt Lust bekommen hast, nicht nur auf dem Balkon, sondern auch im Garten Gemüse und Obst anzubauen, komm doch in meinen Gemüsegarten starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe leckeres Gemüse und Obst anbaust und eine dicke Ernte einfährst.

    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest

    Hegen und Pflegen: pflanzen, wässern, düngen, schneiden

    Natürlich wollen deine grünen Freunde auf dem Balkon auch gehegt und gepflegt werden. Die wichtigsten Schritte von der Pflanzung durch die Balkonsaison hinweg habe ich dir hier zusammengefasst:

    Auspflanzen

    Alle Balkonpflanzen brauchen eine qualitativ hochwertige, möglichst torffreie Erde. Gemüse, Kräuter und Obst pflanzt du am besten in reifen Kompost. Achte darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann, dabei aber nicht deinen Balkon oder deine Nachbarn überschwemmt.

    Wässern:

    Je nach Lage deines Balkons und der Größe deiner Pflanztöpfe musst du entweder nur alle paar Tage oder aber zweimal täglich die Gießkanne schwingen. Dabei solltest du darauf achten, nicht die Blätter und Blüten deiner Balkonpflanzen zu begießen – sie werden sonst anfälliger für Pilzkrankheiten oder können einen Sonnenbrand bekommen. 

    Wenn du wissen willst, ob die Erde noch genügend Feuchtigkeit hat, iss ein Eis! ;)

    Das kommt dir merkwürdig vor? Ist es aber gar nicht! Wenn du dein Eis nämlich aufgegessen hast, steckst du den Holzstiel zur Hälfte in die Erde. Vor jedem Gießen ziehst du ihn heraus: Ist er feucht, brauchst du nicht aktiv zu werden, sondern kannst dich wieder entspannt in deinem Liegestuhl zurücklehnen. So verbindest du das Angenehme mit dem Nützlichen – und „upcycelst“ den Stiel auch noch. :)

    Düngen:

    Apropos futtern: Da im Topf oder Kasten nicht viel Platz ist, brauchen deine Balkonpflanzen eine regelmäßige Düngergabe, um prächtig wachsen zu können. Am besten verwendest du dafür einen Bioflüssigdünger für Obst und Gemüse oder für Blumen. Den verdünnst du so wie auf der Packung angegeben und fütterst deine Balkonpflanzen alle drei bis vier Wochen damit.

    Schneiden:

    Gemüse wie Tomaten oder Gurken solltest du regelmäßig ausgeizen, damit sie ihre Kraft nicht auf zu viele Nebentriebe verteilen und die Früchte dadurch klein bleiben.

    Verblühte und verdörrte Pflanzenteile schneidest du ab oder zupfst sie weg. So regst du deine Pflanzen an, wieder auszutreiben und bietest auch Schädlingen oder Krankheiten möglichst wenig Gelegenheit, sich auszubreiten.

    Balkonpflanzen machen deinen Balkon zu einem grünen Paradies und einer angenehmen Ruhezone. Wenn du ihre Bedürfnisse beachtest, hast du pflegeleichte, angenehme Balkon-Mitbewohner, die dich nicht nur mit ihren Blüten, sondern auch mit einer leckeren Ernte belohnen! Bevor du jetzt direkt loslegst, lad dir noch schnell meinen 3-Zonen-Kräuterplan herunter!

    Du möchtest noch mehr darüber erfahren, wie du auf dem Balkon Gemüse, Kräuter und Blumen hegst und pflegst? Dann lies gerne hier weiter:

    Tomaten im Topf pflanzen: die 11 wichtigsten Schritte!

    Kapuzinerkresse: Anbau, Ernte und Verwendung – so geht’s!

    Welche Kräuter zusammen pflanzen? 18 tolle Kräuterpaare! 

    Welche Balkonpflanzen hast du dieses Jahr geplant? Ich freue mich auf einen Kommentar von dir! :)

    Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    In 6 Schritten: Gemüsegarten-Pflanzplan erstellen [mit 0€-Plan]

    Einen ausgeklügelten Pflanzplan für den eigenen Gemüsegarten zu erstellen, kann am Anfang ganz schön kompliziert wirken, weil es einfach sooo viel zu beachten gibt!  Fruchtfolgen müssen durchdacht und die Gemüse mit den passenden Mischkultur-Partnern verkuppelt werden. Und eine gestaffelte Aussaat und Ernte wären auch noch ganz sinnvoll, um das ganze Jahr Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten. ;)

    Inhaltsverzeichnis
    Schritt 1: Welches Gemüse möchtest du anbauen?
    Schritt 2: Mischkultur-Pflanzplan erstellen
    Schritt 3: Fruchtfolge ausknobeln
    Schritt 4: Gestaffelte Aussaat und Ernte
    Schritt 5: Lückenbüßer finden
    Schritt 6: Aussaattermine im Kalender festhalten

    Lass dich davon nicht unterkriegen: Ich zeige dir, was wirklich wichtig ist, wenn du deinen eigenen Pflanzplan erstellst. Wenn du dein Vorhaben Schritt für Schritt angehst, dann ist das alles nämlich gar nicht mehr so kompliziert, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht.

    Bevor es mit dem Planen los geht, ist die perfekte Zeit, um ein bisschen zu träumen und die kommende Gartensaison in Gedanken schon einmal durchzugehen. Ich mache das super gerne mit meinem Gartentagebuch und einer Tasse Tee auf dem Sofa eingekuschelt, Dort nehme ich mir dann genug Zeit, um zu überlegen, wie mein Garten schon in wenigen Monaten aussehen soll und was ich alles ändern oder ausprobieren möchte.

    Also mach mit und plane dein Gartenjahr mit mir! :)

    Pssst: Falls du lieber Videos schaust als Texte liest, ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Schritt 1: Welches Gemüse möchtest du anbauen?

    Der erste Schritt ist beim Pflanzplan erstellen ist, wie ich finde, auch gleich der schönste! Du darfst jetzt nämlich eine lange Liste erstellen mit allen Gemüsen, die du gerne anbauen möchtest.

    Dafür überlegst du dir am besten, welche Gemüse dir und deiner Familie besonders gut schmecken. Ich finde nämlich, es ist das Allerwichtigste, nur die Gemüse und Kräuter anzubauen, die ratzefatz aufgegessen sind.

    Dann kannst du natürlich auch bedenken, welche Gemüse im Supermarkt oder im Bioladen besonders teuer sind, denn bei denen lohnt es sich natürlich richtig, wenn du sie im Garten anbaust!

    Es gibt aber auch so viele alte, abgefahrene Gemüsesorte, die es gar nirgends zu kaufen gibt! Hast du schon mal von der Haferwurzel gehört oder sie gegessen? Oder von Postelein? Und kennst du den Geschmack von frisch gepulten Dicken Bohnen? Es macht einfach so viel Spaß, in Saatgut-Katalogen zu stöbern* und vergessene Sorten zu entdecken! Ich bin ein hoffnungsloser Fall… am liebsten würde ich immer ALLES ausprobieren. ;)

    Wenn du gerade erst mit dem Gärtnern anfängst, ist es ganz klug, vor allem die „Quasi-Selbstläufer“ unter den Gemüsen anzubauen, die Fehler großzügig verzeihen und so gut wie immer gelingen. Dafür einmal bitte hier entlang:

    Gemüsegarten für Anfänger: 9 Gemüse, die jeder hinkriegt

    Schritt 2: Mischkultur-Pflanzplan erstellen

    Als nächstes begeben wir uns in die Gemüse-Kuppelbude, denn um am Ende einen ausgeklügelten Pflanzplan zu erstellen, wollen wir die passenden Mischkultur-Partner für alle die Gemüse herausfinden, die du eben aufgeschrieben hast. Ich bin ein riesiger Fan von Mischkultur, weil sie richtig viele positive Effekte auf deine Pflanzen hat!

    Mischkultur bedeutet, dass du statt einer Fläche, die du nur mit einem Gemüse bepflanzt, unterschiedliche Gemüse nebeneinander pflanzt, die sich auf verschiedene Art und Weise unterstützen können.

    Auf der einen Seite kann das ganz physikalisch sein, nämlich wenn ein Gemüse einfach nur eine Rankhilfe für anderes Gemüse ist. Du kannst beispielsweise sehr gut Mais anbauen und dann Stangenbohnen daran hochwachsen lassen, die dann sozusagen den Mais als Stange nutzen.

    Es gibt aber auch so abgefahrene Mischkulturen wie die Möhre und die Zwiebel, die sich gegenseitig Schädlinge vom Leib halten. Das ist natürlich super cool und praktisch für uns Gartegurus! Und wieder andere Gemüse teilen sich den Platz einfach sehr gut, weil sie so unterschiedlich wachsen – zum Beispiele Erdbeeren und Knoblauch.

    Du siehst: Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, wieso es sinnvoll sein kann, bestimmte Gemüse nebeneinander anzubauen. Und wenn wir schon dabei sind, einen Pflanzplan zu erstellen für unseren Gemüsegarten, dann aber richtig, oder? ;)

    Also kombiniere jetzt am besten die Gemüse, die du anbauen möchtest, sodass du weißt, wer mit wem auf welchem Beet wachsen will.

    Hier geht’s zu meiner Liste der besten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften:

    28 Gemüse und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

    Schritt 3: Fruchtfolge ausknobeln

    Wenn deine Gemüse alle ihre Traumpartner gefunden haben, kommt Schritt Nummer drei, um deinen eigenen Pflanzplan zu erstellen: Die Fruchtfolge.

    Die Fruchtfolge ist super wichtig! Es gibt nämlich einige hartnäckige Schädlinge und Krankheiten, die auf den Beeten überwintern. Wenn du jedes Jahr das gleiche Gemüse auf ein- und demselben Beet anbaust, tischst du den Krankheiten und Schädlinge genau das auf, was sie haben wollen.

    Weil viele Schädlinge und Krankheiten genau auf eine Pflanze oder auf eine Pflanzenfamilie spezialisiert sind, ist es so sinnvoll, die einzelnen Pflanzenfamilien erst nach einigen Jahren wieder auf demselben Beet anzubauen.

    Wenn diese Fruchtfolge nicht beachtet wird, verbreiten sich Krankheiten und Schädlinge umso schneller in deinem Garten. Deswegen hungerst du die Krankheiten und die Schädlinge am besten aus und tischst denen eben nicht auf, was sie haben wollen. ;)

    Pflanzplan Gemüsegarten Starkzehrer

    Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nährstoffversorgung deiner Gemüsepflanzen. Manche Gemüse wollen mehr Dünger oder mehr Nährstoffe als andere, deswegen ist es absolut sinnvoll, wenn man auf einem frisch gedüngten Beet erst die Starkzehrer anbaut, dann im nächsten Jahr die Mittelzehrer und danach erst die Schwachzehrer, die sich mit den Resten begnügen.

    Für eine Übersicht, welche Gemüse zu den Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern gehören, bitte einmal hier entlang:

    Fruchtfolge planen im Gemüsegarten: Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer

    Wenn du bei der Anbauplanung wirklich alles beachten möchtest, dann kann das am Anfang durchaus mal zu rauchenden Köpfen führen. Ich muss auch jedes Mal hin und her puzzeln, grübeln und knobeln. ;)

    Psssst: In meinem Onlinekurs „Gemüsegarten starten„* habe ich dir ein ziemlich geniales Beetplanpuzzle für dich. Darin gehen wir all deine Beete Monat für Monat durch, und planen genau die Beetbelegung, die zu dir und deinem Garten passt. Hier findest du alles, was du zum Kurs wissen musst*.

    Wenn du gerade keine Zeit oder Lust hast, dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen, dann hol dir hier doch einfach meinen fix und fertigen Pflanzplan für einen Gemüsegarten mit sechs Beeten:

    Schritt 4: Gestaffelte Aussaat und Ernte

    Kommen wir zu Schritt Nummer vier, der gestaffelten Aussaat und Ernte. Bei Gemüsegarten-Anfängern sehe ich ganz oft, dass sie nur einmal im Frühling alle Gemüse aussäen und danach gar nicht mehr. Das wollen wir bei der Erstellung unseres Pflanzplans anders machen!

    Denn wenn du am laufenden Band Gemüse ernten möchtest, musst du auch regelmäßig aussäen. Ich säe meine Möhren beispielsweise alle vier Wochen neu aus, sodass wir das ganze Jahr über frische Möhren aus dem Garten essen können – bis in den Winter hinein!

    Genauso mache ich das mit Salat und mit einigen anderen Gemüsen. Dafür lege ich unterschiedliche Aussaatzeitpunkte fest und wirke so einer großen Ernteschwemme, in der wir alles auf einmal und von allem viel zu viel haben, entgegen. Ansonsten kann dir so manches Gemüse schon mal aus den Ohren rauskommen – und ein paar Wochen später musst du es schon wieder im Supermarkt einkaufen. ;)

    Kleiner Tipp: Schau dir am besten mal deine Saatguttütchen* an, da steht nämlich oft mit dabei, wie lange es braucht, bis das Gemüse erntereif ist.

    Daran kannst du dich dann auch orientieren, wenn du planst, welche Sätze du wann in welchem Beet aussäen möchtest, damit du wirklich das ganze Jahr über aus deinem Garten ernten kannst!

    Schritt 5: Lückenbüßer finden

    Wenn du deinen Anbauplan soweit erstellt hast und siehst, dass ein Beet beispielsweise bis Juni leer steht, kannst du da natürlich ein schnell wachsendes Gemüse vorschieben. Am Ende sollten alle Lücken gefüllt sein, sodass deine Beete dann wirklich das ganze Jahr über optimal genutzt sind.

    Und wenn du das alles beachtet hast, dann hast du wirklich einen sehr, sehr guten Anbauplan erstellt! Der wird dich durch die komplette Gartensaison führen und du wirst das ganze Jahr über aus deinem Garten ernten können – und zwar genau die Gemüse, die du auch wirklich gerne isst. :)

    Schritt 6: Aussaattermine im Kalender festhalten

    Jetzt gibt es nur noch einen letzten Schritt, den ich dir sehr ans Herz lege! Ich empfehle das wirklich jedem, weil es mir selbst so unglaublich arg weiterhilft.

    Und zwar trägst du dir nun die Aussaattermine, die du zum Vorziehen, Säen und Pflanzen der einzelnen Kulturen festgelegt hast, in deinen Kalender ein. Dadurch kannst du die jeweiligen Termine gar nicht mehr verpassen und hältst deinen Pflanzplan auch wirklich ein.

    Denn der beste Pflanzplan bringt natürlich überhaupt nichts, wenn du dich später nicht mehr daran hältst. ;)

    Hast du noch mehr Tricks auf Lager, um einen richtig guten Pflanzplan zu erstellen? Dann ab damit in die Kommentare, so können wir alle voneinander lernen! :)

    *Werbung

    Fruchtfolge Gemüsegarten Starkzehrer Mittelzehrer Schwachzehrer

    Fruchtfolge planen im Gemüsegarten: Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer

    Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge ist die beste Voraussetzung für einen gesunden Boden, muntere Pflanzen und eine dicke Ernte aus dem eigenen Garten. Neben den verschiedenen Pflanzenfamilien ist dabei besonders eine Eigenschaft entscheidend: Der Appetit deiner Pflanzen! Also, schauen wir uns an, welche hungrigen Pflanzen ein volles Buffet brauchen und wer sich mit einer kleinen Portion zufrieden gibt.

    Inhaltsverzeichnis
    Warum Gärtner so gern über Fruchtfolgen reden
    Eine einfache Fruchtfolge planen
    Gründünger in der Fruchtfolge
    Next Step: Anbaupausen einplanen

    Warum Gärtner so gern über Fruchtfolgen reden

    Eine ausgewogene Fruchtfolge ist für deinen Gartenboden das, was ein abwechslungsreicher Speiseplan für uns ist: Eine Grundvoraussetzung, um dauerhaft gesund und in Balance zu bleiben.

    Wenn in einem Beet Jahr für Jahr immer wieder die gleichen Gemüsepflanzen stehen, wird der Boden sehr einseitig beansprucht und auf Dauer ausgelaugt. Denn nicht alle Pflanzen benötigen dieselben Nährstoffe in derselben Menge – es entsteht ein Ungleichgewicht.

    Auch Krankheiten und Schädlinge können in einseitig und monoton bepflanzten Beeten zum Problem werden. Die sind nämlich meistens auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Wenn immer wieder genau diese Pflanze im Beet steht, tischt man ihnen geradezu ein Buffet auf, an dem sie sich ungehindert bedienen können. Die Folge? Schädlinge und Krankheiten erstarken, und machen deinen Pflanzen schwer zu schaffen.

    Um das zu vermeiden, ist es sinnvoll, möglichst viel Abwechslung im Gemüsebeet zu schaffen. Entweder machst du das mit einer Mischkultur, also vielen verschiedenen Gemüsepflanzen in einem Beet, oder du pflanzt dein Gemüse in einer bestimmten Reihenfolge an – deiner Fruchtfolge.

    Du baust dann also nicht jedes Jahr die gleichen Pflanzen an derselben Stelle an, sondern wechselst unterschiedliche Gemüsearten in deinen Beeten miteinander ab.

    Pssst: Wenn du dir die Planerei lieber sparst, dann kannst du dir hier ganz einfach meinen fertigen Pflanzplan herunterladen. Darin habe ich viele leckere Gemüsearten in einer ausgeklügelte Fruchtfolge in sechs Beeten angeordnet. Einfach deine Email-Adresse eintragen und schon flattert der Plan in dein Postfach!

    Eine einfache Fruchtfolge planen

    Vorab eins: Die perfekte Fruchtfolge gibt es nicht. Je nachdem, welche Gemüse du anpflanzt, haben verschiedene Abfolgen der Pflanzen einfach unterschiedliche Vor- und Nachteile. Wir wollen beim Planen unserer Fruchtfolge jetzt die Reihenfolge finden, in der deine Gemüsepflanzen alle möglichst gut mit Nährstoffen versorgt sind.

    Am einfachsten geht das, wenn du die Gemüsepflanzen ihrem Nährstoffbedarf entsprechend in verschiedene Gruppen einteilst: Starkzehrer (mit hohem Nährstoffbedarf), Mittelzehrer (mit mittlerem Nährstoffbedarf) und Schwachzehrer (die weniger Nährstoffe brauchen).

    Du teilst deine Beete dann in drei Bereiche ein: Einen für die Stark-, einen für die Mittel- und einen für die Schwachzehrer. Das Beet für die Starkzehrer bekommt eine gute Portion Kompost und Dünger.

    Im nächsten Jahr baust du in diesem Beet dann die Mittelzehrer an. Im Boden sind ein Jahr nach der Düngung immer noch genug Nährstoffe enthalten, die die Mittelzehrer nutzen können. Und im dritten Jahr dürfen sich die Schwachzehrer dann um die Reste prügeln. ;)

    Im vierten Jahr bringst du wieder Kompost aus und baust erneut Starkzehrer an – das Ganze beginnt von vorne. Stattdessen kannst du auch eine Gründüngung aussäen, darauf kommen wir gleich nochmal zu sprechen.

    So rotieren alle drei Pflanzengruppen Jahr für Jahr durch deine Beete. Der Boden wird dabei nicht zu einseitig beansprucht und Krankheiten und Schädlinge können sich nicht so leicht ausbreiten. Damit du jetzt deine Fruchtfolge planen kannst, kommt hier eine Liste mit der Einteilung nach Stark-, Mittel- und Schwachzehrern:

    StarkzehrerMittelzehrerSchwachzehrer
    ZucchiniEndivieBuschbohnen
    AuberginenFenchelErbsen
    GurkenMöhrenFeldsalat
    Kartoffeln KnoblauchKräuter
    KohlKohlrabiSonnenblumen
    KürbisPaprika
    LauchPastinake
    MaisRadieschen
    MelonenRote Bete
    SellerieSalat
    TomatenSpinat
    Wurzelpetersilie
    Zwiebel
    Artischocke

    Gründünger in der Fruchtfolge

    Wenn du auf einem Beet erst Stark-, dann Mittel- und dann Schwachzehrer angebaut hast, könntest du als nächstes eine Gründüngung aussäen. Mit Gründüngungspflanzen kannst du den Boden nochmal richtig verbessern – sie bringen gleich eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich.

    Erbsen, Wicken und Lupinen können zum Beispiel Stickstoff aus der Luft im Boden fixieren und so deine Beete sogar fruchtbarer machen! Andere Gründüngungspflanzen lockern den Boden auf, sorgen für Struktur oder wirken bestimmten Krankheiten und Schädlingen entgegen.

    Typische Gründüngungspflanzen sind:

    • Buchweizen
    • Erbsen
    • Lupine
    • Ölrettich
    • Phacelia
    • Gelbsenf
    • Wicke

    Gründüngungspflanzen werden übrigens nicht geerntet, sondern lediglich abgeschnitten und als Mulch liegengelassen. Du kannst sie auch oberflächlich einarbeiten. Hauptsache, die Pflanze wird nicht abtransportiert, sondern darf im Beet bleiben und den Boden bereichern.

    Next Step: Anbaupausen einplanen

    Mit der richtigen Abfolge von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern – vielleicht noch mit einer Gründüngung hintendran – hast du schon mal eine einfache, aber sehr wirksame Fruchtfolge. Wenn du jetzt den nächsten Schritt gehen willst, dann berücksichtigst du noch die Anbaupausen der einzelnen Gemüsefamilien.

    Die sogenannte ‚Anbaupause‘ bedeutet, dass du in einem Beet für eine ganz bestimmte Zeit keine Pflanze einer bestimmten Pflanzenfamilie anbaust. Das hat den Vorteil, dass du so Krankheiten und Schädlinge, die meistens nur an den Pflanzen einer Familie interessiert sind, ziemlich erfolgreich aus deinem Garten fern hältst. Wie lang diese Pausen sein müssen, hängt von der jeweiligen Pflanzenfamilie ab. Ich weiß, Familienangelegenheiten… klingt kompliziert, ist es aber gar nicht!

    Du siehst: Mit der Einhaltung der Anbaupausen kannst du deinen Garten weitestgehend gesund halten, und mit der Einteilung in die verschiedenen Zehrergruppen sind alle Pflanzen gut versorgt. Da kann der dicken Ernte doch kaum noch etwas im Wege stehen!

    Merk dir diesen Artikel!

    Mehr Tipps für ertragreiches Gemüse und einen gesunden Garten gibt’s übrigens hier:

    So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

    28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner + Beispielplan

    Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

    Was sind deine Gartenpläne für dieses Jahr? Steht der Anbauplan? Und hast du noch mehr Tipps rund um die Fruchtfolge? Ab damit in die Kommentare!