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Gemüseanbau für Anfänger: In 9 Schritten zur dicken Ernte!

Findest du es auch total doof, dass du nicht weißt, wo das Gemüse auf deinem Teller herkommt? Wenn dein Garten sowieso einzig und allein aus Rasen besteht und ein bisschen Pepp gut gebrauchen könnte, dann gibt es eine einfache Lösung: Zieh deine Gummistiefel an und hol die Schubkarre raus – wir fangen mit dem Gemüseanbau an!

Inhaltsverzeichnis
Schritt 1: Den besten Ort für deinen Gemüseanbau finden
Schritt 2: Die passende Beetfläche für deinen Gemüseanbau
Schritt 3: Beete für den Gemüseanbau anlegen
Schritt 4: Welches Gemüse anbauen?
Schritt 5: Gemüsebeete clever bepflanzen
Schritt 6: Samen oder Jungpflanzen für den Gemüseanbau kaufen?
Schritt 7: Ich habe nicht genug Platz für den Gemüseanbau – was nun?
Schritt 8: Gemüse vor gefräßigen Gartenbewohnern schützen
Schritt 9: Wichtige Aufgaben im Gemüseanbau

In diesem Artikel zeige ich dir in neun Schritten, wie du mit deinem Gemüseanbau startest. Außerdem nehmen wir drei Mythen zum Gemüseanbau unter die Lupe und schauen, was es mit ihnen auf sich hat.

Stürz dich ins Abenteuer Gemüseanbau – es lohnt sich!

Du bist noch nicht zu hundert Prozent überzeugt, warum es so eine tolle Sache ist, den eigenen Gemüseanbau zu starten? Oh, es gibt sooo viele gute Gründe! Das eigene Gemüse ist so lokal und saisonal wie es nur geht. Es ist frisch, ökologisch und schmeckt meistens um Meilen besser als das gekaufte. Die weit gereisten und eher fad schmeckenden Tomaten aus dem Supermarkt sind nichts im Vergleich zu den fruchtigen und süßen Tomaten aus dem eigenen Garten.

Und der Freiluftsupermarkt hinter deinem Haus hat sogar sonntags geöffnet! ;)

Wenn du schon mit dem Gartenfieber angesteckt bist, dann weißt du, wie viel Freude es macht, mit den Händen in der Erde zu wühlen und sich hingebungsvoll um die eigenen Schützlinge zu kümmern. Bist du auch stolz wie Oskar, wenn du super prachtvolle Früchte von deinen eigenen Pflanzen erntest, die du von klein auf gehegt und gepflegt hast? Mich packt jedes Frühjahr aufs Neue die Aufregung und Ungeduld, endlich wieder mehr Zeit im Garten zu verbringen. 

Direkt loslegen kannst du mit dem 0 € Gartenplan: Einfach deine Emailadresse eintragen und schon flattert er in dein Postfach!

Für Neulinge im Gemüseanbau kann diese Zeit aber auch ganz schön überwältigend sein. Denn da sind hundert Fragen, die geklärt werden wollen. Keine Sorge, ich kenne das zu gut, wir haben schließlich alle mal angefangen. ;)

Also fangen wir am besten mit dem grundlegendsten an:

Schritt 1: Den besten Ort für deinen Gemüseanbau finden

Der erste Tipp ist – wortwörtlich – naheliegend: Je näher deine Beete am Haus sind, desto eher kriegst du mit, was deine Pflanzen brauchen und welches Gemüse erntereif ist. Es ist einfach super praktisch, schnell ein fehlendes Gemüse ernten zu können, während die Suppe bereits auf dem Herd blubbert.

Außerdem bekommst du auch viel mehr mit, was in deinen Beeten gerade los ist, wenn du jeden Tag an ihnen vorbeikommst, als wenn dein Gemüsegarten in einem entlegenen Gartenwinkel ein Nischendasein fristet.

Gemüseanbau Rote Bete

Du wirst am Gemüseanbau auch sicherlich mehr Spaß haben, wenn du deine Beete auf einer ebenen Fläche anlegst. Denn so ein Hang bringt seine ganz eigenen Tücken mit sich: Das Gießwasser läuft dir davon, und auch der Kompost will nicht so recht da bleiben, wo er hingehört.

Falls du nur ein Hanggrundstück zur Verfügung hast, dann solltest du es für deine Beete terrassieren. Das ist zwar erstmal viel Arbeit, lohnt sich aber definitiv. Sieh es einfach positiv: Du bleibst auf jeden Fall fit, wenn du die vollen Gießkannen im Sommer regelmäßig bergauf trägst (oder du nutzt den Höhenunterschied und baust dir ein Bewässerungssystem). ;)

Der perfekte Standort sollte sich aber natürlich nicht nur an deinen Bedürfnissen orientieren, sondern in erster Linie deinen Pflänzchen alles bieten, was sie brauchen, um groß und stark zu werden. Und die meisten Gemüse wollen vor allem eins: ein ausgiebiges Sonnenbad! Am besten planst du die Beete für deinen Gemüseanbau also in der sonnigsten Ecke deines Gartens.

Wenn du nur einen schattigen Beetplatz hast, dann ist das aber gar nicht schlimm, denn so einige Gemüse gedeihen auch prima im Halbschatten. Wenn du wissen möchtest, welche Kandidaten das sind, dann schau mal in diesen Artikel, dort habe ich schattentolerante Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen gesammelt:

48 Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen, die auch im Schatten wachsen.

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Schritt 2: Die passende Beetfläche für deinen Gemüseanbau

Bevor du loslegst, solltest du außerdem überlegen, wie groß die Beetfläche für deinen Gemüseanbau werden soll, damit du all deine Lieblingsgemüse unterkriegst. Das hängt von so vielen Fragen ab: Wie viel Zeit hast du? Wie viel Platz? Hast du Hilfe oder gärtnerst du ganz alleine? usw.

Um dir bei dieser Frage zu helfen, habe ich ein kleines Quiz erstellt. Die Quizfragen kannst du hier beantworten und findest so direkt heraus, was deine perfekte Gartengröße ist.

Schritt 3: Beete für den Gemüseanbau anlegen

Du siehst die üppigen Gemüsebeete schon vor deinem inneren Auge? Da wäre nur ein Problem… Dein Garten ist noch eine grüne Rasenfläche oder vielleicht sogar verwildert und von Brombeerranken überwuchert? Da heißt es wohl: Ärmel hochkrempeln und ran an die Arbeit!
 
Bei Brombeerhecken und anderem hartnäckigen Bewuchs bleibt dir nichts anderes übrig, als die Hecken zurückzuschneiden und die größeren Wurzeln aus der Erde zu holen. Das sind nämlich ganz schön robuste Kerle, sie treiben aus den Wurzeln immer wieder aus.

Wenn dein Garten schon „gezähmt“ ist, dann hast du es um einiges leichter. Viele Gärtner*innen würden jetzt den Spaten in die Hand nehmen und alles einmal umgraben. Die Arbeit kannst du dir allerdings sparen. Ich bin kein Fan vom Umgraben, da es das Bodenleben gehörig durcheinanderbringt, anstatt es zu fördern. Es ist vor allem auch gar nicht nötig!

Gemüseanbau im Garten

Ich lege neue Beete stattdessen mit einer dicken Schicht Kompost an. Dafür musst du gar nicht umgraben, sondern kannst den Kompost einfach auf den Rasen auftragen. Praktisch, oder? Ich mag die Kompostmethode zum Beete anlegen so gerne, weil sie nicht nur die Bodenlebewesen in Ruhe lässt, sondern auch Unkräuter in Schach hält, sodass ich kaum noch jäten muss. 

Mit der Kompostmethode sind wir auch schon beim ersten Gartenmythos angekommen. Dem Kompost wird nämlich super oft nicht zugetraut, dass der Gemüseanbau darin funktionieren kann. Du wirst bestimmt zu hören bekommen, dass Kompost viel zu scharf ist, um direkt hinein zu pflanzen oder zu säen.

Mythos #1: Kompost ist zu scharf für Gemüsepflanzen! Stimmt das?

Meine Erfahrung sagt ganz klar: Nein, das stimmt absolut nicht. Du solltest allerdings den richtigen Kompost aussuchen: Er sollte idealerweise aus Grünschnitt hergestellt und unbedingt fertig kompostiert, also schön reif sein. Dann kannst du mit der Kompostmethode bereits im ersten Jahr tolle Erträge aus deinen Beeten herausholen!

Wenn du mehr zum Beete anlegen wissen willst, dann komm doch in mein Gemüsegarten-Bootcamp! Das ist ein Minikurs, der super viele Themen rund um den Gemüseanbau anspricht und dir eine tolle Einführung ins Gärtnern gibt. Dort ist auch eine tolle Community aus vielen begeisterten Gärtnerinnen und Gärtnern entstanden, die sich gerne gegenseitig weiterhelfen.

Hier kommst du zur Anmeldung für das Gemüsegarten-Bootcamp.

Schritt 4: Welches Gemüse anbauen?

Na, unbedingt das, was du am liebsten magst! Denn es geht ja nicht nur darum, Gemüse anzubauen, sondern du sollst es dir ja auch schmecken lassen. Dein Lieblingsgemüse sollte deshalb in deinen Beeten auf keinen Fall fehlen.
 
Es gibt allerdings ein paar Gemüse, bei denen du kaum etwas falsch machen kannst und die sich daher super eignen, wenn du noch wenig Erfahrung im Gemüseanbau hast. Solche unkomplizierten Kandidaten sind Zucchini, Mangold, Salate, Kräuter, Knoblauch, Rote Bete, Radieschen und Spinat. Apropos Spinat, der hält einen hartnäckigen Mythos, den du bestimmt auch schon mal gehört hast:

Mythos #2: Spinat enthält ganz viel Eisen. Stimmt das?

Popeye-Fans muss ich jetzt enttäuschen: Auch dieser Mythos stimmt nicht. Der Irrglaube entstand, als der Eisengehalt von Spinat untersucht wurde – allerdings an getrocknetem Spinat. Der gemessene Anteil war ziemlich hoch, was den Mythos ins Leben gerufen hat. In frischem Spinat ist der Eisengehalt jedoch viel niedriger, weil Spinatblätter so viel Wasser enthalten. Fehlen sollte Spinat in deinem Gemüsegarten aber trotzdem nicht. ;)

Gemüseanbau Kräuter

Schritt 5: Gemüsebeete clever bepflanzen

Da hast du verschiedene Möglichkeiten. Denn im Gemüseanbau gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen an die Gestaltung der Beete. Du kannst dein Gemüse ganz übersichtlich in geraden Reihen anbauen, schön nach Pflanzenfamilien sortiert. Das hat den Vorteil, dass du die jeweiligen Anbaupausen der Pflanzenfamilien beachten und so Schädlingen und Krankheiten vorbeugen kannst.

Ein bisschen wilder und bunter wird es, wenn du auch auf diverse Mischkulturen setzt. Mischkulturen haben den Vorteil, dass die Gemüse sich gegenseitig richtig gut ergänzen. Manche Gemüse wachsen nämlich zum größten Teil unter dem Boden, und andere wollen richtig hoch hinaus. Wenn du die Gemüse im Beet clever kombinierst, kannst du das Beste aus deiner Gemüseanbau-Fläche rausholen. Es gibt sogar Gemüse-Kombinationen, die sich gegenseitig vor Krankeheiten und Schädlingen schützen.

Beim Thema Mischkultur komme ich so richtig ins Schwärmen! Denn Mischkulturen sind super spannend und haben so viele Vorteile. Wenn du mehr über besonders günstige Beetpartnerschaften wissen möchtest, dann schau doch mal bei diesem Artikel vorbei:

28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner.

Wenn du gerne ein bisschen knobelst, dann versuche, sowohl die Anbaupausen der Pflanzenfamilien einzuhalten, als auch die richtigen Mischkulturpartner in deinem Beet unterzubringen – so schaffst du nämlich die allerbesten Bedingungen für richtig gesunde Gemüsepflanzen. Na, habe ich deinen Ehrgeiz geweckt? ;)

Gemüseanbau Mischkultur

Egal wofür du dich entscheidest – schreib dir unbedingt einen Anbauplan! Eine gute Planung ist die halbe Arbeit, heißt es. Und das trifft auch auf den Gemüseanbau zu. Denn ein gut durchdachter Plan hilft dir dabei, Krankheiten und Schädlinge vorzubeugen, Schutznetze effektiv einzusetzen und Leerstand auf den Beeten zu vermeiden.

Hier habe ich dir genau zusammengefasst, was du wissen solltest, um deinen eigenen Anbauplan zu erstellen.

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Schritt 6: Samen oder Jungpflanzen für den Gemüseanbau kaufen?

Es ist schon etwas ganz Besonderes, die Gemüsepflänzchen aus den winzigen Samen heranwachsen zu sehen. Eine eigene Jungpflanzenanzucht eröffnet dir auch die Möglichkeit, alte, bunte und richtig abgefahrene Sorten anzubauen. Die bekommst du oft gar nicht als fertige Jungpflanzen zu kaufen.

Du solltest dich aber gut informieren, denn jedes Gemüse braucht ganz spezielle Bedingungen für den Start ins Leben: kalt, warm, dunkel, hell – das muss genau passen, sonst wird es leider nichts und die kleinen Pflänzchen gehen ein. Das passiert aber auch richtig erfahrenen Gärtner*innen ab und zu. ;)

Deshalb kann es im ersten Jahr praktischer sein, die fertigen Jungpflanzen in einer Gärtnerei zu kaufen. Da bekommst du gesunde Pflanzen, die startklar für deinen Gemüseanbau sind. Nur bei den Sorten hast du hier oft ein bisschen weniger Auswahl und musst dich mit dem begnügen, was angeboten wird.

Ein paar Gemüse wollen allerdings immer direkt ins Beet gesät werden. Das sind viele der Wurzelgemüse, die zu Beginn so zart und empfindlich sind, dass sie es gar nicht mögen, umgetopft zu werden. Also: Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzel, Radieschen und Rettich kommen immer als Samen ins Beet.

Wenn du Saatgut kaufst, kannst du damit übrigens kleine, ökologisch arbeitende Betriebe super unterstützen! Die leisten nämlich einen großartigen Beitrag dazu, alte Sorten zu erhalten. Sie verkaufen dir meistens auch sogenanntes samenfestes Saatgut, von dem du dann später selber Samen gewinnen kannst! Das geht mit herkömmlichen Hybridsorten nämlich nicht. Wenn du mehr über Saatgut lernen möchtest, schau doch mal hier vorbei.

Gemüseanbau Direktsaat

Schritt 7: Ich habe nicht genug Platz für den Gemüseanbau – was nun?

Damit bist du nicht allein. Aber auch aus einem kleinen Garten kannst du richtig viel herausholen! Es gibt ein paar Tipps und Tricks, die dir dabei helfen können, deinen Gemüseanbau besonders produktiv zu gestalten. In einer dicken Schicht Kompost fühlen sich deine Pflanzen schon mal so richtig wohl und werfen damit pro Fläche einen großen Ertrag ab. Verwöhn sie da ruhig!

Und nutze den Platz clever aus! Dazu kannst du Rankhilfen integrieren und statt Buschbohnen lieber Stangenbohnen anbauen. Auch Tomaten, Gurken und Zuckererbsen wollen in die Höhe und lassen dir am Boden Platz für Kräuter und andere niedrig wachsende Gemüse.
 
Hier findest du Inspirationen für 7 wunderschöne Rankhilfen, die du selber bauen kannst!

Bei der optimalen Nutzung deiner Beete kommt dir dein Anbauplan zur Hilfe. Er zeigt dir, wann und wo Lücken entstehen, die du dann mit jungen Pflanzen füllen kannst. Und wenn du gestaffelt aussäst, hast du auch immer Pflanzen in verschiedenen Altersstadien auf den Beeten – und damit ständig eine bunte Palette an erntereifem Gemüse!
 
Vielleicht schüttelst du gerade den Kopf, weil dir das alles viel zu intensiv vorkommt? Dann sollten wir über den dritten Mythos reden!

Mythos #3: Der Boden braucht ab und zu Pause, um sich vom Bewuchs zu erholen. Zu häufiges Bepflanzen laugt ihn aus. Stimmt das?

Dieser Mythos ist richtig irreführend. Denn genau das Gegenteil ist richtig! Ein brach liegender Boden ist Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt, was dazu führt, dass Erdpartikel wegwehen und Nährstoffe ausgewaschen werden. Außerdem recyceln die Mikroorganismen in einem bewachsenen Boden ständig Nährstoffe aus abgestorbenen Pflanzenteilen.

Für sie bedeutet ein blanker Boden: Fastenzeit. Denn sie leben von den abgestorbenen Pflanzenwurzeln und Blättern, die die Pflanze abwirft. Wenn dein Boden zu lange unbewachsen ist, leiden die Tiere und Kleinstorganismen sehr darunter. Und eigentlich wollen wir diese tollen Helferlein doch fördern!

Wenn du dein Bodenleben besonders hegen und pflegen und verwöhnen möchtest, dann schau doch mal bei diesem Artikel vorbei:

So förderst du dein Bodenleben im Biogarten!

Regenwurm in der Hand

Schritt 8: Gemüse vor gefräßigen Gartenbewohnern schützen

Deine Gemüsepflanzen verschwinden über Nacht oder haben verdächtige Löcher in den Blättern? Das kenne ich leider nur zu gut! Gerade im Biogarten gibt es etliche Tierchen, die mindestens so sehr an unseren Gemüsepflanzen interessiert sind wie wir selbst.

Aber das gehört halt auch dazu – wir sind eben nicht alleine im Garten. Du kannst trotzdem einiges tun, um die Schädlinge in Schach zu halten.

Auch hier kommt der Anbauplan wieder ins Spiel. Denn wenn du die Anbaupausen einhältst, kannst du schon einige Schädlinge, die im Boden lauern, vermeiden. Auch die richtigen Mischkulturpartner können sich gegenseitig die Plagegeister vom Leib halten. Möhren und Zwiebeln arbeiten da zum Beispiel richtig gut zusammen!

Aber nicht alle Gartenbewohner haben es auf dein Gemüse abgesehen. Viele helfen dir sogar dabei, es zu beschützen. Gestalte deinen Garten am besten so, dass sich nützliche Tiere wohl fühlen. Das schaffst du durch „wilde Ecken“ und Insektenhotels. Wenn du eine Mauer um deinen Garten hast, dann sorge für Schlupflöcher, damit Igel und Co bei dir einziehen können. :)

Ein paar Gemüse sind besonders gefährdet: Dazu gehören die meisten Kohlpflanzen und der Lauch. Aber auch Zwiebeln und Karotten profitieren von einem schützenden Netz , wenn der Befallsdruck bei dir sehr hoch ist. Und ein paar Plagegeister wie Schnecken und Raupen musst du wahrscheinlich von Hand absammeln. Dafür wirst du dann mit richtig leckerem Gemüse belohnt!

Gießkannen im Garten

Schritt 9: Wichtige Aufgaben im Gemüseanbau

Wenn du das ganze Jahr über frisches Gemüse ernten möchtest, dann solltest du auch regelmäßig aussäen. Die Anzucht ist also etwas, das fast nie abgeschlossen ist, sondern dich immer auf Trab hält. ;)

Die Kompostbeete werden weniger deiner Zeit in Anspruch nehmen als herkömmliche Beete. Zusätzlich zu Mulchen ist eine tolle Sache, weil es dir sowohl beim Gießen* als auch beim Jäten ganz viel Arbeit erspart. Denn eine dicke Mulchschicht schützt dein Beet vor Verdunstung und lässt kaum einen Unkrautkeimling durch!

Aber auch in Kompost wächst das Gemüse natürlich nicht ganz allein. Du solltest darauf achten, dass deine Pflanzen genug Wasser haben, vor Schädlingen geschützt sind und die hungrigen Starkzehrer mit genug Nährstoffen versorgt sind. Denn zufriedene Pflanzen produzieren das leckerste Gemüse. Und das sollst du natürlich ernten und dir so richtig schmecken lassen! :)

Und jetzt heißt es: Raus mit dir in den Garten und freue dich auf den Beginn deines Gemüseanbau-Abenteuers!

Oh, und wenn du davon überrascht bist, wie viel Gemüse deine Pflanzen schon im ersten Jahr abwerfen, dann mach es doch einfach haltbar! Wenn du wissen möchtest, wie das ganz einfach geht, kannst du hier weiterlesen: 6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst.

Du hast noch nicht genug und möchtest noch ein bisschen weiter auf dem Blog stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

Gemüsegarten für Anfänger: 9 Gemüse, die jeder hinkriegt!

10 Tipps für einen pflegeleichten Garten.

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt Anleitung

Naaa, welche Gemüse sollen denn bei dir einziehen? Hast du noch mehr Tipps rund um das Thema Gemüseanbau? Ich freue mich auf deinen Kommentar! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Den Garten gestalten: 9 geniale Ideen für deinen Traumgarten

Den Garten gestalten hieß bei dir bisher, Möhren, Zucchini und Zwiebeln in die Beete einzusortieren? Dann geht da noch viiiel mehr! Mit ein bisschen Liebe machst du deinen eintönigen „Arbeitsgarten“ nämlich zum echten Traumplätzchen. Mit diesen neun genialen Ideen zauberst du schnell, einfach und preiswert dein ganz persönliches kleines Gartenparadies. Auf geht’s!

Inhaltsverzeichnis:
Warum überhaupt den Garten gestalten?
9 Ideen zum Garten Gestalten
Bonus: Bauanleitung für einen Rankbogen
Und jetzt: ab in den Garten!

Warum überhaupt den Garten gestalten?

Ob auf der morgendlichen Runde durch die Beete, der Erntetour vor dem Mittagessen oder beim Arbeitseinsatz in den Gemüsereihen: Ich bin einfach unglaublich gerne in meinem Garten. Dort scheint die Zeit gleichzeitig still zu stehen und wie im Nu zu verfliegen.

Das liegt ganz sicher auch daran, dass ich es genieße, aus meinem Fleckchen Erde einen absoluten Wohlfühlort zu machen. Schon mit ein paar kreativen Ideen beim Gemüsegarten Gestalten kannst du dir jede Menge kleine Hingucker, lauschige Plätzchen und Ruheoasen schaffen. Und wenn ich dir eines von Herzen empfehle, dann das:

Mach deinen Garten zu deinem Lieblingsplatz! Lass ihn nicht zum reinen „Arbeitsplatz“ verkommen, denn dein Gemüsegarten kann so viel mehr. Du wirst sehen, dass die Gartenarbeit dreimal so viel Spaß macht, wenn du die Päuschen in einer liebevoll gestalteten Ecke verbringst, aus der du deinen Gemüsegarten bewunderst.

Diese Herangehensweise ans Gemüsegarten Gestalten hat noch einen ganz wichtigen Aspekt:

Wenn du Zeit, Platz und die Motivation hast, einfach mal im Garten zu sitzen und zu genießen, beobachtest du viel genauer. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, die Zusammenhänge in deinem Garten noch tiefer zu begreifen. So verstehst du die Kreisläufe und entdeckst Kleinigkeiten, die dir sonst nie aufgefallen wären!

Naaaa? Bist du startklar zum Gemüsegarten Gestalten? Dann geht’s jetzt los mit dem Aufhübschen! Ich habe meine 9 liebsten Gemüsegarten Ideen für dich gesammelt: Drei, zwei, eins, PENG:

9 Ideen zum Garten gestalten

Nicht, dass du mich falsch verstehst: Es ist natürlich unglaublich wichtig, beim Garten gestalten das Gemüse nicht zu vergessen! Gerade am Anfang hilft ein kleiner Crashkurs wie dieser hier, dann ist die Ernte schonmal gesichert.

Damit dir die Planung kinderleicht gelingt, habe ich noch etwas ausgeklügelt: Einen von vorne bis hinten optimierten Gemüsegarten-Beispielplan als kleines Geschenk an dich. Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich Gemüse erntest und die Beete zu jeder Zeit optimal nutzt.

Trag deine Email-Adresse gerne hier ein und du bekommst den Plan umgehend zugeschickt – zusammen mit meinen besten Gartentipps, sodass du immer weißt, was im Garten gerade ansteht:

Sobald du dich um das Gemüse gekümmert hast, kann es an die Gemüsegarten Gestalungsideen gehen! Für alle Vorhaben ist es wichtig, wie wir die ganze Sache angehen. Garten gestalten? JA – aber bitte ohne viel Aufwand, Kredit und Kopfzerbrechen.

Ein Geheimrezept dafür ist, dass du einfach nutzt, was sowieso schon da ist. Weiden- oder Haselruten, die alten Ziegelsteine hinter dem Schuppen – ja, sogar die fast vergessene Estrichmatte aus dem Keller. Aus all diesen Sachen kannst du echte Schätzchen bauen. Los geht’s!

1. Garten gestalten beginnt am Gartentor!

Der erste Eindruck zählt! Das kannst du beim Garten Gestalten gleich nutzen.

Ich lieeebe Gartentörchen, am allerbesten mit Bogen. Das hat einfach was, oder? Selbst ein ganz einfacher Bogen macht richtig was her und ist ruckzuck aufgebaut. Dort kannst du dann Bohnen, Kapuzinerkresse oder Wicken hochranken lassen und schaffst dir einen märchenhaften Eingang zu deinem Garten. Dornröschen lässt grüßen ;)

Für das easy peasy Model brauchst du zwei lange Äste oder Stangen als Seitenpfosten und ein kürzeres Exemplar.

Die „Seitenpfosten“ kannst du zum Beispiel am Zaun festzurren. Noch stabiler wird es, wenn du sie in die Erde schlägst. Das geht viel einfacher mit etwas angespitzten Stöcken, damit sie sich tief im Boden verankern.

Wie stabil dein Tor sein soll, hängt davon ab, was du genau damit vorhast! Hängst du eine kleine Wimpelkette oder an heißen Sommertagen Teekräuter zum Trocknen daran auf? Dann reicht es, wenn du alles wirklich fest verzurrst.

Soll eine Stangenbohne oder Blumen an deinem Bogen emporklettern, dann lohnt es sich, ihn wirklich stabil zu bauen. So übersteht dein Empfangskomitee auch mal einen Sturm, ohne in Ohnmacht zu fallen.

Gemüsegarten gestalten: Marie unter ihrem Gartenbogen

Zuletzt verbindest du deine Seitenpfosten mit einem kräftigen Ast. Fertig ist der schnellste Gartenbogen aller Zeiten. Den Garten gestalten kann so einfach sein!

2. Mit Schildern deinen Garten gestalten

Das ist dir für den Anfang zu kompliziert? Auch ein kleines Willkommensschild zaubert dir jedes Mal beim Ankommen ein Lächeln ins Gesicht. Also häng dir doch einfach deinen Lieblingsspruch ans Gartentor. Gemüsegarten Ideen müssen nicht immer mit Handwerk verbunden sein!

Aber Schilder können auch IM Garten für kleine Glücksmomente sorgen. Aus größeren Steinen, Ziegeln, Holzteilen oder auch alten Dachschindeln kannst du ganz fix schöne Beetschilder kreieren.

Klar, spätestens im Juni weißt du Bescheid, was wo wächst bei dir! Aber im Frühjahr ist der Überblick ganz schnell mal verloren. Außerdem: beim Garten Gestalten geht’s auch ganz oft um das Gefühl, was du hier herbeizauberst!

Ich kann dir eins sagen: kleine Schilder, auf denen steht, was hier alles Schönes wächst, schaffen ein ganz besonderes Flair. Solche Gemüsegarten Gestaltungsideen versetzen dich sofort in einen alten Bauerngarten. Haaaaach, einfach nur schön!

Kleiner Tipp: es gibt extra für den Garten Kreidestifte, die mit etwas Wachs versetzt sind. Die halten wirklich einige Regengüsse aus und die romantische Kreideschrift passt einfach super in den Garten.

Noch mehr Tipps zu Garten-Pimpen habe ich überigens hier im Video für dich:

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3. Nutzgarten gestalten mit Rankgerüsten

Beim Thema Garten Gestalten fällt mir sofort eine Sache ein: Rankgerüste! Sie sehen nicht nur toll aus, sie helfen auch beim Platzsparen. Wenn du einen sehr kleinen Garten hast, wächst dein Gemüse eben nach oben!

Einen traditionellen Nutzgarten kannst du mit ganz verschiedenen Rankgerüsten gestalten. Liebst du auch diese alten Bauerngärten und weißt nicht so richtig, wie du diesen Charme in deinen Garten bekommst? Glaub mir, die Rankgerüste machen den Unterschied. ;)

Hier kannst du dich richtig austoben. Von kinderleicht bis hochkompliziert ist alles möglich.

Lieber erstmal ganz simpel? Das einfachste Rankgerüst, mit dem du deinen Garten gestalten kannst, besteht aus drei langen Stöcken. Die bindest du oben zusammen und stellst sie zu einem Tipi auf. Das verleiht deinem Garten Höhe und sieht super schön aus.

Du hast Lust, ein bisschen mehr zu basteln? Dann kannst du dein Tipi mit Weide umflechten. Dafür verwebst du für deine Erbsen 1m lange Zweige oder baust Spaliere für Wildtomaten und Blumen.

Genaue Anleitungen gefällig? Dann schau mal hier vorbei, da kannst du dir deinen Liebling unter 7 wunderschönen Rankgerüsten raussuchen!

Wenn du einmal loslegst, lässt dich das Fieber so schnell nicht los. Die verschiedenen Rankgerüste geben dir beim Garten Gestalten einen richtigen Boost. Yay!

4. Platz für dich und deine Liebsten

Jetzt haben wir schon allerhand Gemüsegarten Ideen, bei denen es rund um die Beete und dein Gemüse geht. Bei all dem Eifern solltest du DICH nicht vergessen!

Es ist nämlich einfach herrlich, wenn du beim Garten Gestalten auch Platz für dich und deine Liebsten einplanst. Je nach Gartengröße kann das ganz unterschiedlich aussehen. Eine lange festliche Tafel oder einfach eine gemütliche Picknickdecke? Eine kleines Tischlein für den Kaffeeplausch oder eine Bank zum gemeinsam Pause machen?

Gemüsegarten gestalten: Leseecke im Garten

Was immer zu dir und deinen Lieblingsmenschen passt, ist genau das Richtige. Vielleicht noch kleine Laternen, fröhliche Wimpelketten, eine bequeme Decke oder Kissen? Schon hast du mit wenig Aufwand einen herrlichen Treffpunkt geschaffen, wo ihr feiern, genießen und zur Ruhe kommen könnt!

So startest du dann auch wieder voller Elan und neuer Ideen, wenn es ans Beet geht – denn fehlen da nicht vielleicht noch fesche Beetumrandungen?

5. Garten gestalten mit Beetumrandungen

Eine Beetumrandung ist nicht nur toll, um Unkraut davon abzuhalten, deine Beete einzunehmen. Klare Konturen geben einem Garten auch Struktur und alles wirkt gleich viel ordentlicher.

Wir verwenden gerne Steine um unsere Beete einzufassen, oder bauen niedrige Kisten aus Holz. Mit ein bisschen Fantasie verwandelt sich aber fast alles in eine Beeteinfassung. Sehr hübsch, aber aufwändig, wenn du sie selber machst, sind zum Beispiel kleine Mini-Zäune aus Weiden- oder Haselruten.

Schneller geht es mit Baumstämmen oder dicken Ästen. Die haben einen rustikalen Charme und kleine Gäste nutzen sie gern als Sitzgelegenheit!

An dieser Stelle ist das Garten Gestalten auch einfach praktisch: Die Beetumrandung schützt deine Rasenkante und deinen großen Zeh! Du trittst die Kante nicht um, verbiegst sie nicht und stolperst auch nicht ständig darüber. ;)

6. Vergiess die Blümchen nicht!

Bis vor Kurzem habe ich es absolut nicht eingesehen, dass ich wertvolle Gartenfläche für etwas „verschwenden“ soll, dass ich nicht essen kann. Blumen? Können die Nachbarn anbauen! Bei mir wachsen nur sinnvolle Pflanzen. ;)

Aber: Stopp mal, wie wollen ja schließlich einen Garten gestalten, nicht einen Acker anlegen! Blumen sind einfach superschön und so ein paar Farbtupfer machen im Garten richtig was her. Von den positiven Wirkungen auf die Bienen ganz zu schweigen. Und für die ganz Verrückten – wie mich – gibt’s ja außerdem sogar essbare Blumen. ;)

Garten gestalten und Salatschüssel aufpeppen in einem Rutsch! Das klingt interessant? Dann probiers doch mal mit Cosmeen, Kapuzinerkresse, Löwenmäulchen… Puh, da gibt’s so viele essbare Schönheiten! Hier kommt deshalb eine kleine Tabelle mit meinen zehn Lieblingsblumen für dich:

BlumeDas kannt du ernten:
RingelblumeDie milden Blütenblätter
CosmeeDie komplette Blüte
LöwenmäulchenDie Blätter oder die süßlichen Blüten
Borretschden blauen Blütenteil
SonnenblumenDie leuchtenden Blütenblätter
KornblumeDie zarten Blüten
LöwenzahnDie Blüten und Blätter (relativ bitter)
RoseDie duftigen Blütenblätter
Wilde StiefmütterchenDie bunten Blüten
VeilchenDie milden Blätter und die duftenden Blüten

Topinambur, Artischocke und viele Erbsen- und Bohnenarten sind übrigens auch interessant, wenn du eher Richtung „Nutzgarten gestalten“ tendierst.

Sie bringen dir wunderschöne Blütenfarben und -formen in dein Paradies. Und der Clou: Topinambur lässt dich im Winter ihre leckeren Wurzeln ernten. Und die Artischocke lockt mit ihren Feinschmeckerblüten.

Und Überraschung: Deine Hülsenfrüchte können nicht nur Bohnen und Erbsen! Je nach Sorte, zaubern sie ein ganz entzückendes Blütenmeer von Weiß über Zartrosa bis zu einem tiefen Dunkelrot!

7. Garten gestalten mit Recycling Rankbogen

Ich habe mich ja schon geoutet, ich steh auf Bögen! Egal ob am Gartentor, mitten im Beet oder über dem Gartenweg. So ein verwunschener, bewachsener Rankbogen, haaach, wie im Märchen!

Nutzgarten gestalten: Rankbogen mit Melonen

Klar, hier geht’s ums Garten Gestalten und nicht um den Märchengarten! Dann ranken über den Bogen eben nicht Efeu und Rosen, sondern Melonen, Gurken und Bohnen. Finde ich prima!

Solche Gemüsegarten Ideen sind Gold wert, denn sie sehen fantastisch aus und sie helfen gleichzeitig deinem Gemüse, mehr Sonne zu bekommen. Ganz nebenbei sparst du auch noch richtig viel Platz, denn dein Gemüse wächst einfach in den Himmel!

Ein paar Tipps habe ich aber noch, bevor ich dir eine kleine Bauanleitung gebe. Wenn du deinen Bogen im Beet aufstellst, ist es wichtig, auf den Schattenwurf zu achten. Perfekt ausgerichtet ist der Bogen, wenn der Durchgang von Süd nach Nord verläuft. So entsteht keine schattige Nordseite, an der kaum etwas wachsen will.

Die Ostseite deines Bogens ist tendenziell trotzdem die schattigere. Hier fühlt sich eine Minigurke wohl. Sie kann am Bogen hochranken und freut sich über dieses Müh an Schatten. Auf die Westseite kannst du eine Minimelone setzen – und vielleicht noch eine Luffagurke? Dann wächst sogar dein eigener Schwamm im Garten!

Jetzt aber mal zurück vom Bad zum Garten Gestalten. Hier kommt meine Anleitung für einen Rankbogen:

Bonus: Bauanleitung für einen Rankbogen

Das brauchst du:

3 Estrichmatten ca 150 x 100 cm
4 Pfosten/ Stangen/ dicke Äste in je ca. 2 m Länge
4 möglichst lange Hasel- oder Weidenruten
Draht und Seil

So wird’s gemacht:

  1. Schlage die Pfosten je 95 cm voneinander entfernt (etwa 30 cm tief) in den Boden. Du erhältst dadurch ein Quadrat mit je 95 cm langen Seiten.
  2. Mit dem Draht befestigst du auf der West- und Ostseite hochkant je eine Estrichmatte, sodass sie unten gerade den Boden berührt. Zurre sie oben, mittig und unten gut an den Pfosten fest, damit sie ordendlich was aushalten.
  3. Nun verbindest du beide Wände mit der letzten Matte. Dafür biegt sie sich als Rundbogen von einer Seite zur anderen. Die drei Matten überlappen sich am Ende, wodurch das ganze noch stabiler wird.
  4. Wenn dir der obere Bogen noch nicht stabil genug erscheint, kommen jetzt die Weiden- oder Haselruten zum Einsatz. Wickle jeweils zwei Ruten umeinander. Das machst du so, dass das dünne und das dickere Ende seitenverkehrt aufeinander liegen. So biegen sie sich nämlich an beiden Enden gleichmäßig!
  5. Diesen Rundbogen kannst du nun an die Nord- und Südseite des Bogens binden und auch an den Pfosten verzurren. Auf diese Weise schaffst du zusätzliche Stabilität.
  6. Das wars auch schon – jetzt kannst du deinen neuen Bogen bepflanzen, damit er bald wunderbar bewachsen ist.

8. Einfach anhängen beim Garten Gestalten

Den Nutzgarten gestalten ist gar nicht so nützlich, wenn du einen ganz wichtigen Nutzen vergisst: Deine Entspannung! Klar, bei den ganzen Garten Gestaltungsideen denkt jeder erstmal nur an’s Beetanlegen. Gemüse ist aber auch im Gemüsegarten nicht alles, da gibt’s nämlich noch soooo viel mehr zu entdecken und genießen!

Dem Vogelgezwitscher lauschen, zur Ruhe kommen und über dicke Hummeln kichern. Oder einfach mal im Farbenmeer versinken und all die herrlichen Sommerdüfte bewusst wahrnehmen. Das ist nur ein kleiner Ausflug in die Welt, die da auf dich wartet.

Gerade am Anfang sind wir Gartenmenschen aber meistens komplett gaga! Da denken wir beim Gemüsegarten Gestalten an vieles, aber nicht an unsere eigene Entspannung. Sieht’s bei dir ähnlich aus? Kein Problem – das holen wir jetzt noch fix nach. Schwupps ist dein Garten eine kleine Wohlfühloase!

Hängematte am Apfelbaum

Spaziere doch mal ganz neu durch deinen Garten und schau dich um. Wo würdest du gern länger sitzen, genießen oder sogar liegen? Jeder Garten hat diese Eckchen, wo es besonders intensiv duftet, der Blick einfach umwerfend schön ist oder du dich ganz bei dir und deinem Garten fühlst.

Das sind genau die Zauberplätzchen, die nach einer Hängematte, einem Liegestuhl oder einem Hängesitz rufen. Oder wie wärs mit einer kleinen Bank, einem alten Korb- oder Schaukelstuhl?

Schaff dir ein Lieblingsplätzchen zum Lesen, Genießen und Durchatmen. Gerade wenn dir der Garten mal über den Kopf wächst, ist das total wichtig! Ich verspreche dir, du wirst staunen, wieviel diese Gemüsegarten Ideen der anderen Art ausmachen.

9. Einen gastfreundlichen Garten gestalten

Jetzt habe ich noch ein paar Gemüsegarten Gestaltungsideen für dich und deine kleinen Gäste. Dein Garten kann nämlich auch ein Wohlfühlplätzchen für possierliche Piepmätze, Igor den Igel und all die fleißigen Brummer werden!

Das tut deinem Garten gut, denn die Gäste helfen alle eifrig dabei, ihn im Gleichgewicht zu halten. Gleichzeitig kannst du damit auch wieder kleine Hingucker im Garten gestalten.

Also baue dir doch ein hübsches Vogelhaus, bastel ein Insektenhotel und schichte einen Igelhaufen in einer ruhigen Ecke. Auch eine Bade- und Trinkstelle für Vögel sieht immer hübsch aus. Und es ist einfach herzallerliebst zu beobachten, wie die Vögel sich darüber freuen und fröhlich planschen!

Das ist überhaupt ein weiterer Gewinn: Du lockst dir viel mehr Leben in den Garten. Es ist so eine Freude, abends mal einen Igel zu entdecken und die glücklichen Insekten an warmen Tagen summen zu hören.

So, das waren eine Menge Anregungen, wie jede Menge kreative Ideen den Gemüsegarten, die Tiere und Dich glücklich machen können. Wenn du jetzt in deinem Traumgarten eine richtig dicke Ernte einfahren willst, habe ich da was für dich: Komm in meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs! Dort gibt’s jede Menge Wissen, Tipps und Tricks für einen pflegeleichten und produktiven Garten. Ich würde mich super freuen, dich dort wieder zu sehen.

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Und jetzt: Ab in den Garten!

Huiuiui, jetzt kribbelt es mir aber in den Fingern! Noch ein Ranktippi für meine Bohnen und zum Verstecken für kleine Minigärtner, das wär schon was… Ab geht’s, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Einzige bin, die jetzt unbedingt ihren Garten gestalten will?! Schnapp dir auf jeden Fall deinen Gemüsegarten-Pflanzplan, bevor du in den Garten stürmst. Ich freue mich schon auf ganz viele wunderschöne Oasen und super glückliche Gartenmenschen!!

Noch mehr Ideen zum Gartenplanen und Gestalten? Dann schau doch mal hier vorbei:

Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

7 wunderschöne Rankhilfen, die du selber bauen kannst

Die 7 häufigsten Fehler im Gemüsegarten – und Tipps, wie du es besser machst

Wie möchtest du deinen Garten gestalten? Was planst du und welche tolle Ideen hast du schon verwirklicht?

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Augen auf beim Saatgutkauf: So erkennst Du samenfestes Saatgut!

Mal Hand aufs Herz: Welcher Gartensuchti kauft nicht gerne Saatgut? Lacht dich die Vielfalt in den Saatgutkatalogen auch so an, dass du am liebsten jede einzelne Sorte anbauen würdest? Hach, all die tollen Gemüsesorten – wer kann da schon widerstehen? Und dann diese verlockenden Ständer mit bunten Tütchen in den Baumärkten und Geschäften! Obwohl sie anziehend wirken, ist mein Rat häufig: Finger weg!

Inhaltsverzeichnis
Das solltest du beim Saatgutkauf beachten
Biosaatgut – immer die erste Wahl?
Samenfestes Saatgut versus Hybridsaatgut
Ohne samenfestes Saatgut keine Sortenvielfalt
Saatgut von Wurzelwerk

Das solltest du beim Saatgutkauf beachten

Nicht jedes Saatgut sorgt für eine gute Saat! Ja, das mag paradox klingen, doch es gibt sogar himmelweite Unterschiede, die ausschlaggebend dafür sind, ob aus den klitzekleinen Samen später eher kümmerliche oder gesunde und prächtige Gemüsepflanzen wachsen, die sich bei dir im Garten wohlfühlen. Aber keine Sorge.

Mit ein paar Tipps und Tricks trennst du beim Saatgutangebot ganz leicht die Spreu vom Weizen. Es gibt dafür 3 super hilfreiche Fragen, die du dir beim Saatgutkauf unbedingt stellen solltest:

  1. Ist das Saatgut biozertifiziert?
  2. Wer hat es produziert?
  3. Handelt es sich um samenfestes Saatgut oder eine Hybridsorte?

Wenn du also beim Saatgutkauf die Lupe zückst und Detektiv spielst, trägst du später verheißungsvolles, samenfesten Biosaatgut mit zu dir nach Hause. Und weil du die Sorte schlau ausgewählt hast, wachsen daraus dann Gemüsepflanzen, die prima zu dir und deinem Garten passen. Ist doch eigentlich ganz einfach, oder? ;)

Samenfestes Saatgut aus dem eigenen Garten

Biosaatgut – immer die erste Wahl?

Dein Garten ist ein summendes und brummendes Insektenparadies, in dem Kunstdünger und giftige Pflanzenschutzmittel Hausver… ähhh Platzverbot haben? Dann möchtest du doch sicherlich auch Gemüsepflanzen anbauen, die robust sind und mit diesen Bedingungen gut zurechtkommen?

Pssst: Dafür verrate ich dir jetzt ein Zauberwort …

Biosaatgut! Biologisches Saatgut ist für deine bunten, belebten Beete viel besser geeignet als Saatgut von konventionellen Pflanzen, deren Vorfahren mit Dünger und Pflanzenschutzmittel zugedröhnt waren. Klingt logisch? Hat auch einen guten Grund!

Weil Samen von Pflanzen, die seit vielen Jahren in biologischen Betrieben angebaut wurden, ein genetischer Jackpot sind. Ihre Gene sind quasi abgehärtet, was die Pflanzen widerstandsfähiger und dadurch langfristig gesünder macht. Und davon profitierst du – wenn du zum richtigen Saatgut greifst!

Zertifiziertes Biosaatgut erkennst du – genau wie Biolebensmittel – am EU-Gütesiegel, einem (meist grünen) Rechteck mit Sternen, die ein Blatt bilden. Aber Achtung!

Das Biosiegel: So erkennst du Biosaatgut!

Die Bestimmungen für EU-zertifiziertes Biosaatgut sind nicht besonders streng: Damit Samen das Biosiegel tragen dürfen, muss nämlich nur deren Mutterpflanze eine Saison lang unter biologischen Bedingungen wachsen. Das ist echt nicht viel – und es kommt noch dicker.

Für die Bio-Anerkennung spielt es auch keine Rolle, ob die Mutterpflanze ihr Leben im Freiland oder im Gewächshaus verbracht hat. Und genauso wenig, ob das Saatgut aus unseren Klimabreiten oder von irgendwo weit weg stammt. Bio heißt also nicht automatisch standortangepasst, robust und lokal. Das Fazit?

Im Zweifelsfall würde ich immer zum Biosaatguttütchen greifen. Aber …

Wenn du genetisch robuste und anpassungsfähige Pflanzen in deinem Garten haben möchtest, brauchst du Saatgut von Züchtern, deren Engagement weit über die Bio-Richtlinien hinausgeht.

Mit genau solchen Züchtern arbeiteten wir bei Wurzelwerk zusammen. Wenn du eine Abkürzung durch den Saatgutdschungel suchst, dann schnupper doch mal in unsere Sortenauswahl hinein!* Alle Gemüse, Kräuter und Blumen sind natürlich nicht nur aus ökologischem Anbau, sondern auch samenfest. Das ist mir super wichtig. Und da kannst du dich auch bei vielem Biosaatgut nicht unbedingt drauf verlassen.

Samenfestes Saatgut von Wurzelwerk

Samenfestes Saatgut versus Hybridsaatgut: Zwei ungleiche Geschwister

Das Biosiegel alleine verrät dir nämlich nicht, ob Saatgut samenfest ist oder ob es sich um eine Hybridsorte handelt. Was diese Unterscheidung jetzt schon wieder soll und warum sie so wichtig ist, schauen wir uns mal genauer an!

Was zum Kuckuck sind Hybridsorten?

Bestimmt bist du schon einmal über den Begriff Hybridsorte gestolpert. Genau, ich meine die Samentütchen, die mit dem Zusatz F1 gekennzeichnet sind. Diese ominöse Abkürzung steht für „1. Nachkommengeneration“. In diesen Tütchen findest du Saatgut, das eine direkte Kreuzung aus zwei völlig unterschiedlichen Sorten ist. F1-Saatgut funktioniert nämlich über einen verblüffenden Effekt.

Sowohl die Vater- als auch die Mutterpflanze sind zwar in sich sortenrein, aber völlig ungeeignet für den Anbau im Gemüsegarten. Denn diese sortenreinen Pflanzen haben Eigenschaften, die wir sofort über die Beetkante schubsen würden: Sie keimen nicht gut, liefern keinen vernünftigen Ertrag, schmecken nicht, oder sind total anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Und jetzt kommt der Clou:

Kreuzt man beide Sorten miteinander, vereint die nächste Generation – die F1 – allein die guten Eigenschaften beider Elternpflanzen. Boom! Endlich frisches Genmaterial! Die Folge ist eine einheitliche, vitale Pflanzengeneration, die Spitzenerträge einbringt. Auf den ersten Blick erscheint das so absurd wie clever.

Doch für Hybridpflanzen zahlen wir einen hohen Preis. Sie sind nämlich eine genetische Sackgasse. Du kannst diese Pflanzen zwar in deinem Garten anbauen und auch Saatgut von ihnen ernten. Im Folgejahr hast du aber ein Riesenproblem: Das Saatgut von Hybridpflanzen ist nämlich eine echte Wundertüte, aus der eine kunterbunte, meist ziemlich unbrauchbare Mischung sprießt. Mendel und seine Erbsen lassen grüßen…

Der genetische Unterschied zwischen Hybridsaatgut und Samenfestem Saatgut.

Die Sorte, die dir in einem Jahr noch dicke Erträge geliefert hat, ist im nächsten Jahr völlig unzuverlässig und lässt in deinem Erntekorb gähnende Leere herrschen.

Moment mal … musst du deshalb dann jedes Jahr neues Saatgut kaufen?

Hybridsorten und ihre verheerenden Folgen

Ganz genau! Mit Hybridsaatgut hängst du am Haken der Saatgut-Konzerne. Dabei war die Saatgutproduktion traditionell immer in den Händen der Bauern und Gärtnerinnen – wo sie meiner Meinung nach auch hingehört! Es ist unerhört, was da passiert ist.

Saatgutkonzerne gewinnen durch diese Abhängigkeit unglaublich viel Macht. Im Moment haben gerade mal vier Großkonzerne einen Anteil an mehr als 50 % der globalen Saatgutproduktion. Vier Konzerne bestimmen also, welches Gemüse auf unseren Tellern landet.

Eine weitere, tragische Folge der Abhängigkeit: Dadurch, dass Landwirte auf den jährlichen Saatgutkauf angewiesen sind, treiben große Saatgut-Konzerne zahlreiche Betriebe und Familien in den Ruin – vor allem im Globalen Süden. Denn wenn die Ernte in einem Jahr mager ausfällt, fehlt den Landwirten das Geld, um neues Saatgut zu kaufen.

Die Lösung? Samenfestes Saatgut!

Was ist samenfestes Saatgut? All das, was Hybridsaatgut nicht ist. Also Saatgut, aus dessen Pflanzen du problemlos selbst Saatgut gewinnen und die Nachkommen dann wieder und wieder anbauen kannst. Daher auch der Name. ;) Klingt zu gut, um wahr zu sein? Es gibt auch einen kleinen Haken:

Samenfeste Sorten liefern nämlich oft etwas weniger Ertrag als die hypervitalen F1 Sorten – dafür ist die Ernte von Gemüsepflanzen aus samenfesten Sorten aber voller vielfältiger Aromen, Formen und Farben. Da steckt einfach viiiiiel mehr drin! Eigentlich logisch, wenn man bedenkt, dass die genetische Vielfalt dieser Sorten auch viel größer ist.

Bohnen Samen aussäen

Doch viele Saatgutkäufer verlassen sich lieber auf das kurzlebige Powersaatgut als auf die langfristige Unabhängigkeit von Saatgutriesen. Und die Nachfrage bestimmt bekanntlich das Angebot. Dadurch ist das meiste Saatgut, das du heutzutage im Handel findest, leider F1-Saatgut.

Das hat tragischerweise auch zur Folge, dass still und leise jede Menge Sorten verloren gehen. Ohne, dass wir das merken. Denn je mehr Hybridsorten auf dem Markt sind, desto mehr samenfeste – also nachbaufähige – Sorten verschwinden aus dem Saatgutangebot, aus den Beeten und irgendwann komplett. So sterben Tag für Tag robuste, standortangepasste regionale Sorten aus. Die sind dann einfach weg – für immer!

Ohne samenfestes Saatgut keine Sortenvielfalt

Wie viele Tomatensorten gibt es bei dir im Supermarkt zu kaufen? Drei? Vier? Und jetzt rate mal, wie viele Tomatensorten es insgesamt gibt?

Tausende! Es gibt große, kleine, runde, lange, birnenförmige, süße, saure, rote, grüne, gelbe, schwarze, gestreifte und sogar lilafarbene Tomaten. Es kann einfach nicht sein, dass eine Handvoll Konzerne entscheidet, was auf unseren Tellern landet! Und: Was für immer von ihnen verschwindet.

Was aber tatsächlich noch problematischer ist: Der genetische Einheitsbrei macht Pflanzen anfällig und Züchter hilflos. Das ist gerade in Zeiten von Klimawandel überhaupt nichts, was ich uns und unseren Gemüsegärten wünsche. Deshalb ist es ein riesiges Anliegen von mir, die Vielfalt, die wir noch haben, zu bewahren.

Vielfalt macht einen Garten widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse. Vielfalt macht Bäuerinnen und Bauern, Gärtnerinnen und Gärtner unabhängig von großen Konzernen. Und Vielfalt bedeutet Lebensqualität und Genuss.

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Saatgut von Wurzelwerk

Zum Glück gibt es engagierte Betriebe und unermüdliche Initiativen, die es sich – allen Widrigkeiten zum Trotz – zur Aufgabe gemacht haben, alte und seltene Sorten zu erhalten. Viele kleine ökologische Samengärtnereien setzen dafür ganz gezielt auf bedrohte Gemüsesorten. Was diese Betriebe brauchen?

Uns – dich und mich! Denn das wunderbare Saatgut aus diesen Gärtnereien möchte natürlich auch angebaut werden. All die Arbeit soll sich schließlich auch auszahlen – und zwar in Form von buntem Gemüse in deinem Erntekorb und als prickelnde Aromen auf deiner Zunge!

Damit das gelingt, habe ich mir etwas überlegt: Ich kenne so viele Saatgutbetriebe und engagierte Züchter; und habe schon sooo viele alte, samenfeste Sorten ausprobiert. Natürlich sind da mittlerweile einige Lieblingssorten von mir dabei. :)

Ich habe meine Sortenwahl also schon getroffen. Und die gönne ich dir auch, denn ich weiß, was für tolles Gemüse daraus wächst! Deshalb kommt hier mein Vorschlag:

Ich schicke dir das Saatgut all dieser tollen Gemüsesorten in einem Saatgut-Abo direkt nach Hause – genau passend zum Aussaattermin! Es kommt quasi mit Erinnerungsfunktion daher. ;)

Saatgut von Zucchini und Kapuzinerkresse

Du hast dann mehrere Wochen Zeit, um die Samen auszusäen, gerätst nicht in Hektik und verpasst vor allem keine Aussaat mehr. Rund um’s Jahr bringst du die Samen ins Beet und volle Erntekörbe vom Garten in die Küche.

Wenn du mehr zu unseren Saatgutboxen wissen magst, dann schau schau gern mal im Shop vorbei.* Alternativ dazu hast du dort auch die Wahl zwischen allem möglichen Gemüsesorten, die du dir selber – ganz nach Vorliebe, Bedarf und Beetplanung – zusammenstellen kannst.

Gemeinsam erhalten wir so alte Sorten, unterstützen tolle Betriebe und ernten köstlichstes Gemüse!

Alles Wurzelwerk-Saatgut ist natürlich samenfest, du kannst es selber nachbauen. Wie wär’s also damit, bald schon selbst Samen zu ernten? Hier holst du dir dafür gleich eine Extraportion Inspiration! Denn bevor du dein eigenes Saatgut ernten kannst, müssen deine kleinen Pflanzen schließlich erstmal kräftig wachsen…

Gemüse im Haus vorziehen: So gelingt die Jungpflanzenanzucht!

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Saatgut aufbewahren und sortieren – Gemüsesamen richtig lagern

Hast du deine Saatgut-Bestellung schon abgeschickt? Setzt du auch auf alt Sorten und samenfestes Saatgut? Ich freue mich wie immer über Kommentare!

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Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – der komplette Guide

Wenn du selbst Zucchini pflanzen möchtest, dann gleich das Beste vorneweg: Zucchinipflanzen sind sehr pflegeleicht und mit ein paar Tricks liefern sie den ganzen Sommer eine schier endlose Ernte frischer Früchte. :) Eine großartige Pflanze! Deswegen kommt hier mein Rundumschlag zum Thema „Zucchini pflanzen“. Viel Spaß beim Lesen und Garteln!

Inhaltsverzeichnis
Die besten Zucchinisorten
Wie viele Zucchini pflanzen?
Gute Mischkulturpartner für Zucchini
Ideale Bedingungen für Zucchinipflanzen
Auf dem Balkon Zucchini pflanzen?
Zucchini pflanzen oder säen?
Zucchinipflanzen kaufen
Beete vorbereiten
Zucchini im Hochbeet pflanzen
Zucchini pflegen und düngen
Zucchini hochbinden
Wann Zucchini ernten?
Krankheiten und Schädlinge

Die besten Zucchinisorten

Wir bauen gerne die Sorten „Zuboda“, die „Gold Rush“ oder die gestreifte „Cocozelle von Tripolis“ an. Das sind grüne Zucchinisorten mit einem sehr guten Ertragspotenzial.

Eine tolle gelbe Zucchini Pflanze ist die Sorte „Gold Rush“, sie wächst etwas buschiger und ist zarter als ihre grünen Artgenossen.

Wie viele Zucchini pflanzen?

Zwei Pflanzen reichen für eine vierköpfige Familie sehr gut aus.

Gute Mischkulturpartner für Zucchini

Gute Nachbarn für Zucchini sind Bohnen, Mais, Rote Bete oder Zwiebeln.

Deine anderen Gemüse sind auch noch auf der Suche nach passenden Beetpartnern? Dann einmal bitte hier entlang:

28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

Zucchini pflanzen - alle Infos auf einen Blick

Ideale Bedingungen für Zucchinipflanzen

Zucchinipflanzen mögen sandige Lehmböden, die sich schnell erwärmen und eine gute Wasserhaltekapazität aufweisen. Wenn dann auch noch der Humusgehalt im Boden hoch ist, sind deine Pflanzen rundum glücklich.

Ganz besonders wichtig sind aber auch die Temperatur und das Wetter. Hohe Temperaturen mit moderatem Niederschlag führen zu hohen Erträgen. Die Zucchinipflanzen wünschen sich einen sehr sonnigen Standort.

Gemüsegarten-Beispielplan

Du möchtest deine Beete dieses Jahr optimal nutzen und deine Pflanzen durch eine ausgeklügelte Mischkultur & Fruchtfolge auf natürliche Weise gesund halten? Dann lade dir gerne meinen Gemüsegarten-Pflanzplan herunter! Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal bepflanzt sind. :)

Auf dem Balkon Zucchini pflanzen?

Du kannst deine Zucchini theoretisch auch im Topf pflanzen. Dabei sollte dein Topf aber mindestens 20 Liter fassen – je mehr, desto besser. Stell dich aber darauf ein, dass du so deutlich weniger erntest, als wenn du deine Zucchini im Beet pflanzt. Die Pflanze freut sich nämlich über viiiiel Platz an den Wurzeln.

Ich finde allerdings, dass viele andere Gemüse deutlich besser mit dem Anbau im Topf zurechtkommen als die Zucchini. Daher würde ich mir auf dem Balkon den begrenzten Platz lieber für Tomaten, Zuckerschoten und Salat reservieren und dort auf den Anbau von Zucchini verzichten.

Wenn du es dennoch wagst: Damit deine Zucchinipflanzen nicht unter Staunässe leiden, sollten unbedingt Löcher in deinen Töpfen sein! Um deine Pflanzen langfristig mit Nährstoffen zu versorgen, kannst du eine Portion Hornspäne mit in die Pflanzlöcher geben. Gerade im Topf wirst du sie aber auch regelmäßig düngen müssen.

Der Platz auf dem Balkon ist meistens begrenzt und Zucchinipflanzen brauchen sehr viel Platz, auch wenn du sie im Topf pflanzt. Deswegen kannst du die Zucchini hochbinden und vertikal anbauen.

Zucchini pflanzen oder säen?

Beides ist möglich: Zucchini direkt säen, oder Jungpflanzen vorziehen und später Zucchini pflanzen.

Nun fragst du dich bestimmt, wann du Zucchini pflanzen solltest? Mit der Aussaat im Haus kannst du schon ab Mitte April beginnen. Draußen kannst du deine Zucchinisamen von Mitte Mai bis Ende Juni in die Erde bringen. Vorgezogene Zucchinipflanzen setzt du dann zwischen Mitte Mai und Ende Juni in die Erde.

Bei Zucchini ist es klug, zwei oder drei versetzte Aussaaten oder Pflanzungen vorzunehmen, weil den Pflanzen im Spätsommer leider seeeehr zuverlässig Mehltau-Pilze zusetzen. Während der Mehltau bei älteren Pflanzen starke Ertragsrückgänge zur Folge hat, sind jüngere Pflanzen in der Lage, trotzdem weiter viele leckere Früchte zu produzieren.

Deswegen mein Tipp: zwei Pflanzen vorziehen und Mitte Mai ins Beet pflanzen, zwei weitere Pflanze Mitte Mai direkt im Beet aussäen und einen dritten Satz Mitte Juni ebenfalls ins Beet säen. So streckt sich das Erntefenster bis in den Herbst hinein. Wenn dir drei Sätze zu viel sind, lass die zweite Aussaat einfach weg. ;)

Pssst: Ich nehme immer zwei Pflanzen auf einmal, damit die Blüten zuverlässiger bestäubt werden.

Zucchini Pflanzen vorziehen

Beim Vorziehen säst du die Samen direkt in große Töpfchen, sodass du die Pflanzen später nicht mehr pikieren musst. Zucchinipflanzen mögen es nämlich überhaupt nicht gerne, wenn sie umgetopft werden. Wenn du Zucchinipflanzen zur Pflanzung Mitte Mai vorziehst, solltest du sie Mitte bis Ende April im Haus aussäen. Eine ausgewachsene Zucchinipflanze benötigt mindestens einen Quadratmeter Beetfläche, eher zwei Quadratmeter.

Kleiner Tipp: Am besten säst du pro Topf jeweils zwei Samen zusammen aus, dann kannst du sicher sein, dass mindestens einer aufgeht. Falls beide aufgehen, lässt du die stärkere Pflanze stehen und ziehst die schwächere raus. Auch, wenn es schwerfällt. ;)

Wenn du noch mehr über den Gemüseanbau lernen möchtest, dann ist mein Onlinekurs „Gemüsegarten starten“ genau das richtige für dich! In diesem Videokurs führe ich dich Schritt-für-Schritt durch den Gemüsedschungel ­– und am Ende fährst du eine richtig dicke Ernte ein! Ich freue mich, wenn du Teil der Crew wirst!

Zucchinipflanzen ernten

Zucchinipflanzen kaufen

Wenn du keinen Platz oder keine Zeit hast, um selber Zucchinipflanzen vorzuziehen, dann kannst du sie auch auf Pflanzenmärkten oder im Baumarkt kaufen und diese Zucchini pflanzen.

Beete vorbereiten

Du kannst deinen grünen Freunden einen Gefallen tun, wenn du den Boden einige Wochen vor der Pflanzung mit einer Grabegabel oder Grelinette lockerst, ohne ihn zu wenden. Auf diese Weise erwärmt sich der Boden schneller und deine Pflanzen können direkt durchstarten.

Ansonsten ist es für die Direktsaat vorteilhaft, ein eher feines Saatbett zu haben, während bei der Pflanzung auch ein gröberes ausreicht.

Wenn du bei der Aussaat oder Pflanzung ein paar Hornspäne mit ins Pflanzloch gibst, sind deine Pflanzen mit einem guten Langzeitdünger versorgt.

Zucchini im Hochbeet pflanzen

Natürlich kannst du deine Zucchini auch im Hochbeet pflanzen. Diese wuchsfreudige Kandidatin nimmt allerdings ziemlich viel Platz im begehrten Hochbeet ein, deswegen pflanze ich Zucchini lieber direkt ins Beet.

Zucchini pflegen und düngen

Schnecken haben junge Zucchinipflanzen leider auch zum Fressen gern. Deswegen solltest du deine Jungpflanzen mit einem Schneckenkragen schützen. Sobald die Zucchini etwa zehn Zentimeter hoch gewachsen sind, kannst du sie zum ersten Mal mulchen. Im Sommer erhöhst du die Mulchdecke dann auf bis zu 20 cm.

Ich dünge meine Zucchini gerne, indem ich eine Handvoll Hühnermist auf der Mulchdecke ausbringe. Der Regen spült die Nährstoffe an die Wurzeln und verdünnt den Mist so weit, dass die Pflanzen ihn gut vertragen.

Bei einer dünneren Mulchdecke wäre frischer Hühnermist für die Wurzeln deiner Zucchini zu scharf. Du kannst deine Pflanzen stattdessen auch alle vier bis fünf Wochen mit verdünnter Brennnesseljauche oder einem anderen organischen Flüssigdünger düngen.

Zucchini pflanzen Pin
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Zucchini hochbinden

Häufig werde ich gefragt, ob man Zucchini hochbinden muss. Zucchinipflanzen klettern von sich aus nicht, sondern kriechen über den Boden – daher musst du die Zucchini nicht hochbinden. Wenn du aber auf einem Balkon gärtnerst oder dein Garten sehr klein ist, kann es durchaus sinnvoll sein, die Zucchinipflanze vertikal anzubauen, um Platz zu sparen.

Dafür schneidest du die unteren Blätter deiner Pflanze dicht am Stamm ab und bindest deinen grünen Freund regelmäßig an ein stabiles Gerüst oder einen Pflock, um die Pflanze nach und nach daran hochzuleiten. Diesen Vorgang wiederholst du etwa einmal im Monat.

Kleiner Tipp: Schneide nur die Blätter unter den Früchten ab und nie oberhalb einer Frucht bzw. einer Blüte. Mit dieser Faustregel nimmst du deiner Zucchinipflanze nicht zu viel Blattmasse – sie soll ja schließlich noch Photosynthese betreiben können. Wenn du eine Frucht geerntet hast, kannst du die Blätter darunter natürlich nach und nach entfernen.

Wann Zucchini ernten?

Zucchini sind bei der Ernte noch nicht reif. Wären sie reif, würden sie nicht mehr schmecken. Etwa fünf Wochen nach dem Zucchini pflanzen kann mit der Ernte begonnen werden. Von da an liefern dir deine grünen Freunde fast täglich frische Zucchini. Je jünger du die Früchte erntest, desto zarter und süßer sind sie. Lässt du die Zucchini zu großen Keulen ausreifen, hören die Pflanzen auf, neue Früchte zu produzieren. Stattdessen ist es besser, mindestens alle zwei Tage die jungen Früchte zu ernten.

Achtung, wenn deine Zucchini bitter schmecken, dann solltest du sie nicht mehr essen. Warum? Das erkläre ich dir hier.

Du hast zu viele Zucchini gepflanzt? Dann bist du irgendwann an dem Punkt angekommen, an dem dir die Zucchini einfach nur noch zu den Ohren herauskommen. Deswegen ist hier mein bestes Rezept für dich, um deine Zucchinischwemme haltbar zu machen:

Zucchini einmachen: Leckere Zucchini-Anstipasti!

Zucchinipflanzen hängen aus den Ohren raus

Krankheiten und Schädlinge

Gegen den echten und den falschen Mehltau kannst du, wie auch bei Kürbissen, mit einer Spritzung von Ackerschachtelhalmbrühe (1:5) vorgehen. Wenn du zwei oder drei Pflanzen versetzt aussäst, kannst du dir aber wie oben beschrieben eine lange Ernteperiode sichern, auch wenn die erste Pflanze vom Mehltau niedergerafft wurde. ;)

Um das Gurken- und Zucchinigelbmosaikvirus in Zaum zu halten, ist es hilfreich, das Erntemesser regelmäßig zu desinfizieren, sodass die Viren nicht mit dem Messer von Pflanze zu Pflanze wandern. Solltest du eine Pflanze mit diesen Viruserkrankungen im Garten haben, ist es am besten, sie herauszureißen, bevor sich die Krankheit im ganzen Garten ausbreitet.

Generell sind Zucchinipflanzen aber recht pflegeleicht und liefern gute Erträge bei wenig Arbeit.

Ich hoffe, du hast jetzt richtig Lust bekommen, deine eigenen Zucchini zu pflanzen. Dieses vielseitige Gemüse ist auch für Garten-Anfänger bestens geeignet und verzeiht dir geduldig den ein oder anderen Anbaufehler. Aber mit meiner Anleitung bist du jetzt super gewappnet, um das Beste aus deinen Zucchinipflanzen rauszuholen. Und vergiss nicht, dir meinen fix und fertig ausgeklügelten Pflanzplan runterzuladen, damit du deine Fruchtfolgen immer im Blick hast und Schädlingen und Krankheiten easy vorbeugst.

Du möchtest noch ein bisschen weiter auf dem Blog schmökern? Dann habe ich hier drei tolle Artikel für dich:

Machst du diese Fehler im Tomatenanbau?

Kräftige Gurken vorziehen in 10 Schritten

Gemüse anbauen: Schritt-für-Schritt für Anfänger

Du möchtest zum ersten Mal Zucchini pflanzen? Falls noch Fragen offen sind, lass es mich gerne in den Kommentaren wissen! :)

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Winterharte Balkonpflanzen: Kräuter auf Balkon

Winterharte Balkonpflanzen: So nutzt du deinen Balkon das ganze Jahr!

Winterharte Balkonpflanzen sind aus zwei Gründen eine super Idee: Zum einen musst du nicht jedes Jahr neue Pflanzen kaufen – zum anderen hast auch in der ungemütlichen Jahreszeit einen hübschen Blickfang vor dem Fenster. Und frischer Salat oder eigener Kohlrabi als Weihnachtsessen sind doch auch richtig cool, oder? ;)

Inhaltsverzeichnis
Winterharte Balkonpflanzen im Überblick
Trostlose Aussichten? Nicht mit winterharten Balkonpflanzen!
Besondere Lebensumstände: Mikroklima auf dem Balkon
Hoch hinaus: Säulenobstbäume als winterharte Balkonpflanzen 
Mittelmaß: Zwergwüchsige Beerensträucher
Auf dem Boden geblieben: Zierkohl, Kräuter und essbare Blumen
Augenschmaus: Zierpflanzen als winterharte Balkonpflanzen

Winterharte Balkonpflanzen im Überblick

Winterharte Balkonpflanzen sind Alleskönner: Sie machen das ganze Jahr über eine gute Figur als Dauerbepflanzung für Balkonkästen und zum Teil kannst du sie sogar beernten, wenn es draußen kalt und unwirtlich ist.

In der Tabelle siehst du auf einen Blick, welche Balkonpflanzen winterhart sind: 

Winterharte BalkonpflanzenWo pflanzen?Im Winter ernten?
Säulenobstbäume: Apfel, Kirsche, Zwetschge Kübelnein
OlivenbaumKübelnein
Johannisbeere Kübelnein
Hängebrombeere CascadeBalkonkasten / Hängeampelnein
StachelbeereKübelnein
MonatserdbeereBalkonkasten / Hängeampelnein
ZierkohlBalkonkastenja
KohlrabiBalkonkastenja
SalatBalkonkastenja
Kräuter: Thymian, Pfefferminze, Waldmeister, Echter Lavendel, Lorbeer  Balkonkastennein
HornveilchenBalkonkastennein
Zierpflanzen: rote Teppichbeere, LavendelheideBalkonkastennein

Du möchtest noch viel mehr über das Gärtnern erfahren? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“ Kurs, da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine fette Ernte einfährst und deine Beete optimal nutzen kannst. Ich freu´ mich, wenn du mit dabei bist! :)

Winterharte Balkonpflanzen: Hochbeet auf Balkon

Trostlose Aussichten? Nicht mit winterharten Balkonpflanzen!

Früher habe ich meine Balkonkästen im Herbst einfach abgeräumt und dann hingen sie den Winter über leer und trostlos am Balkon. Kein besonders schöner Anblick! Deshalb bin ich irgendwann auf die Idee gekommen, nicht alle meine vielen Kästen und Kübel mit kleinen Frostbeulen wie Cocktailtomaten, Mexikanischen Minigurken oder Paprika zu bepflanzen, sondern auch ein paar winterharte Balkonpflanzen als mehrjährige grüne Freunde auf meinen Balkon einzuladen.

Diese Mischung hat sich sehr bewährt, denn jetzt tobt in Herbst und Winter auf meinem Balkon noch immer das Leben: Kleinwüchsige Bäume und Beerensträucher präsentieren sich zwar in ihrem (kahlen) Winteroutfit, haben aber schon Knospen fürs kommende Frühjahr angesetzt.

Die rote Teppichbeere mit ihren dunkelgrünen Blättern und leuchtend roten Beeren ist optisch ein Knaller! In den Kästen strahlt sie mit dem farbenprächtigen Zierkohl und dem grünen Kohlrabi um die Wette. Dazwischen sitzt Winterkopfsalat und wartet darauf, von mir geerntet zu werden.

Ich habe nun auch in der ungemütlichen Jahreszeit eine richtig schöne Aussicht, nicht zuletzt auf ein leckeres Essen! ;)

Psssst: Wusstest du, dass die richtige Topfgröße super wichtig ist, wenn du dein Gemüse in Kübeln, Töpfen und Balkonlkästen anbaust? Welches Kraut und welches Gemüse sich in welchem Topf wohlfühlt, erfährst du in meinem Topfgrößen-Guide. Einfach deine Emailadresse eintragen und schon flattert er in dein Postfach!

Besondere Lebensumstände: Mikroklima auf dem Balkon

Auf deinem Balkon herrscht ein anderes Klima als in einem Garten. Die Nähe zur beheizten Wohnung und dem schützenden Mauerwerk macht es es für deine grünen Freunde einfacher, auch frostige Temperaturen gut zu überstehen.

Pflanzen, die etwas empfindlicher sind, stellst du im Winter am besten direkt an die Hauswand. Dort sind sie eisigen Winden oder dem Schneetreiben nicht unmittelbar ausgesetzt.

Trotzdem solltest du auch winterharte Balkonpflanzen mit einem Frostschutz aus Jute rund um ihr Pflanzgefäß herum gut einmummeln und dafür sorgen, dass der Topf nicht direkt auf dem kalten Boden steht. So friert die Erde nicht so leicht durch. 

Die Stämme von kleinen Bäumchen schützt du noch zusätzlich, indem du sie schick machst und ihren Stamm bis zu den Ästen mit Weißanstrich streichst. Diese spezielle „Farbe“ schützt die Rinde vor Frostrissen. Du bekommst sie in jedem Gartenmarkt.

Vor allem, wenn du einen Südbalkon hast, musst du außerdem aufpassen, dass die Wintersonne deinen Pflanzen nicht zusetzt. Gerade an frostigen Tagen holen sie sich nämlich schnell einen Sonnenbrand oder vertragen den abrupten Wechsel von Kälte und Wärme nicht so gut. An sonnigen kalten Tagen deckst du deine Pflanzen deshalb mit einem Vlies ab. 

Mehr Tipps zum Balkongärtnern habe ich für dich in diesem YouTube Video gesammelt, schau da gern mal vorbei! :)

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Hoch hinaus: Säulenobstbäume als winterharte Balkonpflanzen

Einen Obstbaum im Topf auf dem Balkon ziehen? Das geht tatsächlich, wenn du die richtige Wuchsform wählst! Säulenobstbäume bilden keine breite Krone aus und wachsen auch nicht in schwindelerregende Höhen. Seitenäste, die dir zu lang werden, schneidest du auf vier Zentimeter zurück. In einem 30 Liter Pflanzgefäß fühlt sich dein zukünftiger Obstlieferant rundum wohl und zufrieden!

Als Apfelsorte hat sich „Red River“ bewährt, weil sie selbstfruchtend ist und die Äpfel gut lagerfähig sind, wenn du sie nicht einkochen oder gleich vernaschen möchtest.

Willst du dagegen einen kleinen Kirschbaum auf deinem Balkon haben, kannst du die Säulenkirschen „Claudia“, „Sylvia“ oder „Victoria“ nehmen – und für einen Zwetschgenbaum die Sorte „Imperial“.

Ein ganz besonderer Balkonbewohner ist der Olivenbaum. Es gibt selbstfruchtende Sorten aus regionalem Anbau, die mit dem Wetter in unseren Breitengraden gut zurechtkommen und deshalb mit ein wenig zusätzlichem Winterschutz winterharte Balkonpflanzen sind. Und im Sommer genießt du mediterranes Flair in deinem kleinen Paradies! :)

Nach ungefähr sieben oder acht Jahren kannst du mit etwas Glück deine eigene Olivenernte einfahren und genießen. Hört sich gut an, oder?

Balkonpflanzen
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Mittelmaß: Zwergwüchsige Beerensträucher

Auch Beerensträucher sind als Balkonpflanzen winterhart und eigenen sich prima als Dauerbepflanzung für Balkonkästen oder Kübel.

Für Johannisbeeren brauchst du einen Kübel mit mindestens 50 Zentimetern Durchmesser. Regelmäßiges Düngen und einen kräftigen Rückschnitt jedes Jahr dankt dir dieser unkomplizierte Strauch mit einer üppigen Ernte. Du musst nur aufpassen, dass dir die Vögel nicht die Ernte klauen oder im Winter die Knospen abfressen!

Magst du Stachelbeeren auch so gern wie ich? Dann hol dir in deine Balkonoase doch eine Stachelbeere! Am besten geeignet dafür sind Hochstämmchen oder Säulenstachelbeeren, weil sie schmal wachsen und nicht so viel Raum beanspruchen. Und mit Sorten wie „Captivator“ „Spienfree“ oder „Pax“ siehst du nach der Ernte auch nicht mehr so aus, als ob du mit einer Katze gekämpft hättest – die sind nämlich fast frei von Dornen. ;) Das Pflanzgefäß für diese Beere sollte doppelt so groß sein wie der Wurzelballen.

Heidelbeeren sind ebenfalls tolle winterharte Pflanzen für den Balkon. Sie brauchen in ihrem Kübelzuhause aber unbedingt eine torffreie saure Erde, um sich wohlzufühlen! Diese Erde findest du in jedem Gartenmarkt unter der Bezeichnung Rhododendronerde. Um ganz sicherzugehen, würde ich auf der Rückseite nachlesen, ob sich nicht doch ein Torfbestandteil hineingeschmuggelt hat.

Wenn du deinen Heidelbeeren dann noch einen halbschattigen Standort gönnst, sie regelmäßig mit Beerendünger und Kaffeesatz fütterst und sie mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckst, steht dem Heidelbeerglück nichts mehr im Wege. ;)

Winterharte Balkonpflanzen: Erdbeeren auf Balkon

Auf dem Boden geblieben: Zierkohl, Kräuter und essbare Blumen

Nicht alle winterharte Balkonpflanzen brauchen einen Platz im Topf! Die Hängebrombeere „Cascade“ und Erdbeeren wie die Monatserdbeere „Ostara“ machen sich auch wunderbar in Hängeampeln.

Zierkohl, Kohlrabi und Salat können prima als winterharte Dauerbepflanzung für Balkonkästen dienen. Damit du alles zum richtigen Zeitpunkt aussäst, vergiss nicht, dir meinen Aussaatkalender herunterzuladen! ;)

Auch bestimmte Kräuter lassen sich vom Winter nicht unterkriegen und laufen im Frühjahr wieder zur Hochform auf: Schnittlauch, Thymian, Pfefferminze, Waldmeister, echter Lavendel und Lorbeer riechen im Sommer wunderbar und sorgen für einen würzigen Geschmack im Essen.

Und sogar Blumen müssen nicht unbedingt nur eine einjährige Vorstellung auf deinem Balkon geben! Hornveilchen zum Beispiel machen sich zwar im Winter völlig unsichtbar, treiben aber im Frühjahr zuverlässig wieder aus und bieten mit ihren schönen Blüten einen wunderbaren Anblick. Und das Beste dabei ist: Die Blüten von Hornveilchen sind essbar  – du kannst sie also als Salatdeko verwenden und bei deinen Gästen so richtig Eindruck schinden. ;)

Aber Achtung: Das gilt nur für selbst gesäte Hornveilchen! Pflanzen, die du im Gartenmarkt kaufst, sind eigentlich immer mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und nicht zum Essen geeignet.

Augenschmaus: Zierpflanzen als winterharte Balkonpflanzen

Winterharte Balkonpflanzen können aber auch einfach nur etwas fürs Auge sein! Ein schönes Farbenspiel auf deinem Balkon an grauen Tagen zeigt die rote Teppichbeere mit ihren grünen Blättern und roten Früchten. Sie wächst nur 10 – 20 Zentimeter hoch und eignet sich deshalb besonders gut für Balkonkästen. Wenn du noch silbrig grün-blaue Lavendelheide daneben pflanzt, sieht das so schön aus, dass für Winterblues gar keine Zeit bleibt! :)

Es gibt viele winterharte Balkonpflanzen – du musst dich eigentlich nur entscheiden, was zu dir und deinem Balkon am besten passt. Aber vergiss bei der Planung auf keinen Fall, Platz für die einjährig gezogenen Balkongenossen wie Cocktailtomaten, Gurken und Paprika einzuplanen! Gerade eine Mischung von allem macht deine Balkonbepflanzung besonders abwechslungsreich und schön.

Winterharte Balkonpflanzen findest du toll, aber auf deinem Balkon geht noch mehr? Dann lies gerne hier weiter:

Balkonpflanzen: So wird dein Balkon zum Paradies!

Einen Sichtschutz für deinen Balkon pflanzen: Super schöne und leckere Pflanzideen!

Cocktailtomaten anbauen: 5 Schritte bis zum Tomatenhimmel!

Umsorgst du schon winterharte Balkonpflanzen auf deinem Balkon? Lass mir gerne einen Kommentar da!

Kürbis-pflanzen

Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zum Ernten!

Kürbis pflanzen ist nicht schwer, denn sie sind unkomplizierte Gartenbewohner, wenn du ein paar grundlegende Dinge beachtest. Vor allem eins brauchen Kürbispflanzen ganz besonders: viel Platz – sie strecken ihre langen Ranken, wenn du sie denn lässt, liebend gerne über den Zaun bis in den Nachbarsgarten hinein.

Aber du willst nicht, dass dir der Kürbis über den Kopf, ähm, über den Zaun wächst und möchtest im Herbst richtig viel leckeren Kürbis ernten? Dann bleib einfach dran, hier kommen nämlich meine besten Anbautipps zum Thema „Kürbis pflanzen“.

Also: Auf die Plätze – Samentüten raus – los geht´s! :)

Inhaltsverzeichnis
Schnellstart: Alles zum Thema „Kürbis pflanzen“ auf einen Blick
Die Qual der Wahl: Die besten Kürbis Sorten
Selbstversorgung: Wie viel Kürbis soll ich pflanzen?
Auf den Spuren der Maya: Mischkultur für Kürbis
Der ideale Kürbis Standort
Es geht los: Kürbis säen
Ab ins Beet mit dir: Wann Kürbis pflanzen?
Kürbis düngen und pflegen
Kürbis ernten oder: Wann ist mein Kürbis reif?
Krankheiten und Schädlinge von Kürbispflanzen

Schnellstart: Alles zum Thema „Kürbis pflanzen“ auf einen Blick

Deine Kürbissamen liegen schon bereit und du möchtest dir nur noch ein paar Infos in Erinnerung rufen? Dann findest du hier die wichtigsten Fakten zum Kürbis pflanzen!

Kürbis – alle Infos auf einen Blick

Die Qual der Wahl: Die besten Kürbissorten

Ob groß oder klein, mit glatter Schale oder übersät mit Warzen – ich finde ja, manche Sorten ähneln eher einem Drachenei als einem Gemüse. ;) Es ist super spannend, immer mal wieder andere Sorten von Kürbis zu pflanzen.

Auch wenn die Auswahl schier endlos scheint, ist mein liebster Kürbis ein sehr klassischer Kandidat. Ich bin ein großer Fan von der Hokkaido Sorte „Red Kuri“. Diese Kürbissorte trägt orangene rund anderthalb Kilo schwere Früchte mit gelblichem Fleisch. Sie schmecken wunderbar mild und leicht süßlich. Und was für mich auch immer ein großer Pluspunkt ist: „Red Kuri“ kannst du problemlos bis in den Frühling hinein lagern, cool oder?

Ebenfalls ein Favorit ist die Moschus-Kürbissorte „Butternut Waltham“. Mit seinem feinen nussigen Geschmack macht er sich bei uns prima als Ofengemüse – dazu noch etwas Ziegenkäse und ein frischer Salat, mhhh lecker. Und auch die Früchte dieser Sorte lassen sich sehr gut lagern. Das Fruchtgewicht beträgt etwa zwei Kilo.

Die Sorte „Sweet Dumpling“ hat eine weiße oder gelbliche Schale mit grünen Streifen. Die Früchte bleiben mit einem Gewicht von einem halben Kilo eher klein und sind im Beet (oder als Deko vor der Haustür) eine richtige Augenweide. Das orangene Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an Kastanien ­– schmeckt aber auch roh ganz hervorragend! Die Früchte lassen sich etwa vier Monate lagern.

Kleiner Tipp: Ich pflanze am liebsten Kürbissorten an, die nicht allzu schwere Früchte ausbilden. Einmal habe ich die Kürbissorte „Muscat de Provence“ angebaut und die riesigen Früchte (die wiegen bis zu 15 Kilo!) haben mich in der Verarbeitung vor die ein oder andere Herausforderung gestellt – aber vielleicht lebst du ja in einer Großfamilie. ;)

Sind selbstgezogene Kürbisse giftig?

Ich werde immer wieder gefragt, ob selbstgezogene Kürbisse giftig sind. Wenn du Speise- und Zierkürbisse in deinem Garten anbaust, solltest du kein Saatgut von deinen Speisekürbissen nehmen. Zierkürbisse sehen zwar toll aus, gehören aber zu den ungenießbaren Kürbissorten, denn sie enthalten noch das giftige „Cucurbitacin“. Auch Zucchini oder Gurken können sich mit Zierkürbissen kreuzen und Nachkommen zeugen, die „Cucurbitacin“ enthalten.

Schau mal, diesem Thema habe ich einen eigenen Artikel gewidmet: Giftige Zucchini aus dem Garten: Gefahr oder Gerücht?

Kürbis pflanzen Vielfalt

Selbstversorgung: Wie viel Kürbis soll ich pflanzen?

Wenn du fünf bis sechs Kürbispflanzen pro Person pflanzt, erntest du genug Kürbisse, um dich damit selbst zu versorgen.

Auf den Spuren der Maya: Mischkultur für Kürbis

Stangenbohnen und Mais sind super für die Mischkultur mit Kürbis geeignet. Es birgt tolle Vorteile, dieses Trio zusammen in ein Beet zu pflanzen. Während der Kürbis den Boden bedeckt und dort das Unkraut unterdrückt, wächst der Mais ungestört nach oben und kann dort in aller Ruhe seine Kolben ansetzen. Die Stangenbohne nutzt den Mais als Rankhilfe und besitzt als Leguminose zudem die grandiose Eigenschaft, Stickstoff aus der Luft zu fixieren und im Boden anzureichern.

So haben das schon die Maya mit ihren Beeten gemacht: Stangenbohnen und Mais zusammen mit Kürbis pflanzen – eine geniale Mischkultur, wenn es darum geht, das Beste aus deiner Beetfläche herauszuholen!

Wenn du mehr über diese Anbaumethode wissen willst, schau doch mal in diesem Artikel vorbei: Das Milpa-Beet: Mischkultur von Mais, Kürbis und Bohnen.

Hol dir die Mischkulturtabelle

Du bist genauso ein großer Fan von Mischkulturen wie ich? Dann lade dir gerne meine Mischkulturtabelle herunter, so hast du immer genau im Blick, welche Gemüse du am besten miteinander verkuppeln solltest. ;)

Der ideale Kürbis Standort

Kürbispflanzen wachsen gerne auf sandigen Lehmböden, die sich schnell erwärmen und eine gute Wasserhaltekapazität aufweisen. Wenn dann auch noch der Humusgehalt im Boden hoch ist, sind deine grünen Freunde rundum glücklich.

Der beste Standort zum Kürbis pflanzen ist jedoch nicht allein ausschlaggebend für eine gute Ernte. Ganz besonders wichtig sind auch die Temperatur und das Wetter. Hohe Temperaturen mit moderatem Niederschlag führen zu hohen Erträgen. Der Kürbis mag es also warm und kuschelig, daher bevorzugt er einen sonnigen Standort.

Es geht los: Kürbis säen

In Weinbauregionen kannst du deine Kürbissamen ab Mai direkt im Beet aussäen. Der Boden sollte sich dann auf kuschelige 15° C erwärmt haben. Am besten lockerst du den Boden ein paar Wochen vorher mit einer Doppelgrabegabel auf, dann erwärmt sich der Boden schneller. Vor der Aussaat bereitest du den Samen ein feines Saatbett, indem du grobe Erdbrocken mit dem Rechen zerkleinerst. Wenn du beim Kürbis säen ein paar Schafwollpellets* in die Saatrille gibst, sind deine hungrigen Pflanzen erstmal mit einem guten Langzeitdünger versorgt.

In kühleren Regionen solltest du deine Kürbispflanzen aber besser im Haus vorziehen. Das verschafft ihnen einen ordentlichen Wachstumsvorsprung. Wenn du deine Jungpflanzen selbst vorziehen möchtest, säst du die Kürbissamen von Mitte April bis spätestens Ende Juni im Haus aus. Schnappe dir dafür ein Töpfchen mit einem Durchmesser von sechs bis acht Zentimetern*. Fülle im nächsten Schritt ausgereiften Kompost oder Pflanzerde hinein und säe den Kürbis etwa drei Zentimeter tief ein.

Achtung: Kürbispflanzen gehören zu den Frostbeulen und schon die Samen brauchen Temperaturen von 22 °C, um zuverlässig zu keimen. Diese Keimtemperatur sollte durchgehen gehalten werden. Denn wenn die Temperatur zu stark schwankt, keimen die Mimosen nicht so gut. ;)

Wie du kräftige und vitale Jungpflanzen vorziehst, kannst du in meinem Artikel „Jungpflanzen im Haus vorziehen“ nachlesen.

Ab ins Beet mit dir: Wann Kürbis pflanzen?

Kuerbis Jungpflanze

Wenn nach den Eisheiligen Mitte Mai keine Fröste mehr zu erwarten sind, kannst du deine Jungpflanzen in die weite Welt entlassen, dann heißt es endlich: Kürbis pflanzen. Dabei solltest du den wüchsigen Kürbissen pro Pflanze mindestens eine Beetfläche von einem Quadratmeter einräumen – eher zwei Quadratmeter. ;)

Auch für das Kürbis pflanzen lockerst du den Boden einige Wochen vorher mit einer Doppelgrabegabel, damit sich der Boden schneller erwärmt.

Ich gebe in jedes Pflanzloch ein paar Hornspäne oder einen anderen Langzeitdünger*, damit meine grünen Freunde für die erste Zeit gut mit Nährstoffen versorgt sind.

Du hast Lust, noch mehr über das den Gemüseanbau zu lernen? In meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs* zeige ich dir in über 50 Videos und zahlreiche Schritt-für-Schritt Anleitungen, wie du einen pflegeleichten UND ertragreichen Gemüsegarten anlegst. Der Kurs ist dabei dein roter Faden durch den Gemüsedschungel! Das klingt gut und du möchtest mehr erfahren? Dann bitte einmal hier entlang.

Kürbis düngen und pflegen

Das Kürbis pflanzen ist erledigt? Super! Auch die Pflege deiner Kürbispflanzen ist relativ unkompliziert. In den ersten Wochen solltest du die zarten Jungpflanzen jedoch unbedingt mit einem Schneckenkragen schützen, damit sie den gefräßigen Schleimern nicht zum Opfer fallen.

Sobald deine Pflanzen zehn Zentimeter hoch sind, mulchst du sie mit Holzhackschnitzeln oder Rasenschnitt. Das hilft, die Erde feucht zu halten, sorgt für einen fruchtbaren Gartenboden und unterdrückt Unkraut.

Nachdem vier bis sieben Wochen vergangen sind, kannst du deinen Kürbis düngen. Ich nutze dafür am liebsten Brennnesseljauche, du kannst deinen Kürbis aber auch mit einem anderen organischen Flüssigdünger deiner Wahl versorgen.

Wie viele Kürbisse pro Pflanze wachsen, ist abhängig davon, ob du deine Kürbispflanzen beschneidest oder nicht. Umso weniger du sie in ihrem Wachstum einschränkst, desto mehr Früchte bilden sie am Ende aus. Doch wenn die Kürbispflanze viele Früchte zu versorgen hat, bleiben diese auch etwas kleiner – logisch, oder?

Falls du also mit deinem Nachbarn oder deiner Nachbarin einen Contest gestartet hast, a la „Wer zieht den dicksten Kürbis groß?“, solltest du nur eine Frucht an der Kürbispflanze hängen lassen und diese gut füttern und ordentlich anfeuern. ;)

Kürbis ernten und lagern

Kürbis ernten oder: Wann ist mein Kürbis reif?

Von der Aussaat bis zur Ernte von Kürbis vergehen je nach Witterung und Standort ungefähr 120 Tage.

Du kannst bei deinem Kürbis einfach mal anklopfen: Sobald es hohl klingt und die Schale so hart ist, dass du sie nicht mehr mit dem Fingernagel einritzen kannst, dann ist die Frucht ausgereift und du kannst deinen Kürbis ernten.

Nach der Ernte lässt du deine Kürbisse drei Wochen lang an einem überdachten, trockenen und luftigen Ort nachreifen und abtrocknen. Dann kannst du sie – je nach Sorte – wunderbar  bis in den Frühling hinein lagern.

Krankheiten und Schädlinge von Kürbis

Schnecken machen vor allem den jungen Kürbispflanzen zu schaffen. Deshalb schützt du sie am besten mit einem Schneckenkragen*, bis sie groß genug sind, um einen nächtlichen Schneckenbesuch wegzustecken.

Weiterhin können deine Kürbisse von echtem oder falschem Mehltau befallen werden. Dagegen lässt sich nicht allzu viel machen. Der Schaden, der durch Mehltau an Kürbissen entsteht, ist aber meistens nicht besonders groß.

Kürbis pflanzen pin
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Du siehst, Kürbis pflanzen ist kein Hexenwerk. Wenn du ihnen genug Platz zur Verfügung stellst und die kleinen Nimmersatte regelmäßig mit Dünger verwöhnst, steht einer dicken Kürbisernte nichts mehr im Wege.

Zuletzt lege ich dir nochmal meine Mischkulturtabelle ans Herz, damit du all deine Gemüsepflanzen mit ihren optimalen Beetpartnern zu verkuppeln kannst. ;)

Du möchtest nicht nur Kürbis pflanzen, sondern träumst davon, viele verschiedene Gemüse anzubauen? Dann gefallen dir bestimmt auch diese Artikel:

Gemüse anbauen: Schritt-für-Schritt für Anfänger

Gurken pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – Der komplette Zucchini-Guide

Hast du noch mehr Tipps zum Thema “Kürbis pflanzen”? Was ist deine liebste Kürbissorte? Lass mir gern einen Kommentar da!

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Erbsen säen, pflegen & ernten: So geht’s!

Erbsensprossen, Zuckerschoten, Markerbsen oder Trockenerbsen: Erbsen Pflanzen kannst du in fast jedem Stadium beernten – ob als knackig-grünen Vitaminkick, leckeres Gemüse oder getrocknet für den Wintervorrat als Proteinbombe. Gerade wenn du noch nicht so viel Erfahrung im Gemüsegarten hast, sind die relativ anspruchslosen Erbsen ein prima Einsteigergemüse. Also los, lasst uns Erbsen pflanzen!

Inhaltsverzeichnis
Erbsen anbauen: 4 geniale Möglichkeiten
Nur 6 Schritte zu prachtvollen Erbsen Pflanzen!
Schritt # 1: Sortenwahl & Timing
Schritt # 2: Den richtigen Platz für deine Erbsen Pflanzen finden
Schritt # 3: Die Aussaat – Erbsen pflanzen oder säen?
Schritt # 4: Eine Rankhilfe muss her!
Schritt # 5: Erbsen Pflanzen pflegen
Schritt # 6: Schädlingen & Krankheiten vorbeugen

Erbsen anbauen: 4 geniale Möglichkeiten

Lass dich nicht verwirren: Bei Erbsensprossen, Zuckererbsen, Markerbsen und Palerbsen handelt es sich um dieselbe Pflanze, die du jedoch in unterschiedlichen Reifestadien beerntest. Na gut, es gibt natürlich schon auch unterschiedliche Erbsensorten, die speziell an ihren Verwendungszweck angepasst sind. Aber Erbsen sind sie alle!

Fangen wir mit den Sprossen an: Hier erntest du die ganze Pflanze, wenn sie gerade mal ein paar Zentimeter groß ist. Genau wie andere Sprossen sind Erbsensprossen vollgepackt mit wertvollen Inhaltsstoffen und daher super gesund. Sie machen sich toll im Salat oder als Topping auf Brot und Suppen. Um Sprossen selber zu ziehen, brauchst du übrigens gar keinen Garten – das klappt auch prima im Glas!

Erbsensprossen

Kommen wir zum nächsten Erntestadium: Dabei handelt es sich um die jungen, knackigen Schoten, in denen die Erbsen noch ganz klein sind. Sie heißen Zuckererbsen oder Zuckerschoten und schmecken herrlich süß. Die Schoten sind mitsamt Schale essbar und soooo lecker. Besonders gut schmecken sie in Gemüsecurrys oder Wokgerichten.

Im Vergleich dazu sind Markerbsen schon richtig ausgewachsene Kerlchen. So kennst du Erbsen bestimmt: Als frisches, grünes Gemüse. Sie werden in ihrer endgültigen Größe geerntet, allerdings bevor sie anfangen, an der Pflanze zu trocknen: Frisch, grün und lecker eben! Kleiner Downer: Wenn du Markerbsen essen möchtest, solltest du ein bisschen Zeit mitbringen. Jede Schote will nämlich einzeln gepult werden.

Als letztes wären da noch die Pal- oder Schalerbsen. Sie bleiben so lange an der Pflanze, bis sie vollständig getrocknet sind. Wenn das Laub braun wird und anfängt zu rascheln, ist der richtige Erntezeitpunkt gekommen!

Dann erntest du die Schoten und lässt sie noch etwas nachtrocknen. Anschließend drischst du die Erbsen aus den Schoten und verstaust sie in Vorratsgläsern. So kannst du den ganzen Winter leckere Erbsensuppe genießen! Yams! :)

Es gibt übrigens noch viel mehr Gemüse, die du ganz unkompliziert naturbelassen einlagern kannst. Welche das sind, erfährst du in meinem Onlinekurs „Vorratskammer starten“. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Erntereife Erbsen Pflanzen für Palerbsen

Nur 6 Schritte zu prachtvollen Erbsen Pflanzen!

Na, hat dich die Lust gepackt, diese wunderbare Allrounder-Pflanze in deinen Garten und auf deinen Teller zu holen? Dann habe ich eine gute Nachricht für dich: Erbsen pflanzen ist nicht schwer. So gelingt es dir in nur 6 Schritten:

Schritt # 1: Sortenwahl & Timing

Es gibt super viele unterschiedliche Erbsensorten da draußen. Am besten überlegst du dir jetzt schonmal, wie du deine Erbsen ernten möchtest. Das ist entscheidend, um eine gute Wahl zu treffen. Schau außerdem mal in den Kalender, wann du mit dem Aussäen loslegen willst – denn das ist je nach Ernteweise ein bisschen unterschiedlich.

Die gute Nachricht vorab: Erbsensprossen aus dem Keimglas kannst du das ganze Jahr über im Glas ziehen – juchuuu! Du kannst also sofort und jederzeit loslegen, wenn du magst.

Wenn du Zuckerschoten, Sommermarkerbsen oder Palerbsen ernten möchtest, säst du deine Erbsen am besten zwischen März und Mai aus – gerne auch in mehreren Sätzen, damit du lange ernten kannst. Eine Aussaat im Februar ist auch möglich, dann machen sich aber leider oft hungrige Mäuse oder Vögel über die Erbsen her.

Für Zuckerschoten kannst du deine Erbsen auch noch bis in den Juli hinein säen.

Psssst: Damit du keine Aussaat mehr vergisst und das ganze Jahr über deinen Erntekorb füllen kannst, habe ich einen Aussaatkalender für dich erstellt, der dich an alle wichtigen Gemüseaussaaten erinnert. Trag hier einfach deine Emailadresse ein und ich schicke ihn dir flugs zu:

Um Markerbsen zu ernten, kannst du deine Erbsen Pflanzen auch den Winter über im Beet stehen lassen, dann wirken deine Erbsen gleichzeitig als Gründünger. Keine Sorge, viele Sorten kommen mit der Kälte prima klar. Erbsen brauchen sogar relativ kühle Temperaturen zum Keimen! Und dem Boden tut es richtig gut, wenn er im Winter bewachsen ist. Das schützt ihn vor Kälte und Auswaschung und füttert die Bodenlebewesen.

Für Wintermarkerbsen bringst du deine Erbsensaat im Oktober ins Beet. So fährst du dann im Folgejahr auch eine richtig frühe Erbsenernte ein, nämlich bereits zwischen Mai und Juni.

Mit diesen Sorten habe ich schon gute Erfahrungen gemacht:

  • Zuckererbse: „Ambrosia“*
  • Markerbse: „Sima“ oder „Ambassador“
  • Palerbse: „Kleine Rheinländerin“
Vorgezogene Erbsen Pflanzen

Schritt # 2: Den richtigen Platz für deine Erbsen Pflanzen finden

Erbsen mögen grundsätzlich einen tiefgründigen, humosen Boden mit gutem Wasserhaltevermögen. Als Schwachzehrer sind sie nicht sonderlich hungrig und haben keine hohen Nährstoffbedürfnisse. Sie freuen sich aber über ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen.

Damit du dir keine fiesen Krankheiten oder Schädlinge einfängst, solltest du beim Erbsen Pflanzen eine 5-jährige Anbaupause einhalten. Heißt: Wenn du in einem Beet Erbsen angebaut hast, wartest du fünf Jahre, bis du in diesem Beet wieder Erbsen oder andere Hülsenfrüchte wie Buschbohnen oder Stangenbohnen anbaust.

Gute Mischkulturpartner für Erbsen sind Kohl, Salat, Rettich und Karotten. Mit ihnen teilen sich deine Erbsen nur zu gerne das Beet.

Erbsen pflanzen im Topf? Na klar! Um Erbsen anzubauen, brauchst du nicht unbedingt ein Gemüsebeet. Das funktioniert auch im Kübel prima! Dein Pflanzgefäß für etwa fünf Erbsensamen sollte dafür mindestens 15 Liter groß sein.

Erbsen im Topf pflanzen

Schritt # 3: Die Aussaat – Erbsen pflanzen oder säen?

Erbsen säst du idealerweise direkt ins Beet. Dafür lockerst du den Boden mit einer Grabegabel vorsichtig auf und harkst die Oberfläche anschließend glatt, sodass sie ein feinkrümeliges Saatbett ergibt. Stark verunkrautete Beete solltest du davor gut jäten und alte Pflanzenreste entfernen.

Nun ziehst du in 20 cm Abstand 3-5 cm tiefe Rillen ins Beet. Bevor du die Erbsen dort hineinlegst, wässerst du den Boden am besten gründlich. So schaffst du gute Startvoraussetzungen für die Erbsenkeimlinge!

Jetzt wird es ernst! Du legst die Erbsen im Abstand von 5 cm in die Rillen. Anschließend harkst du das Beet vorsichtig wieder glatt. Die fertigen Saatreihen drückst du mit den Händen gut an, um sicherzugehen, dass die Erbsensaat fest von Erde umschlossen ist. Dann noch gründlich gießen* und ein paar Tage warten, bis die ersten Keimspitzen über der Erde auftauchen.

Wenn du besonders früh ins Gartenjahr starten willst, kannst du Erbsen auch im Haus vorziehen. Dafür setzt du sie ebenfalls ca. 3-5 cm tief in ein mit Erde oder Kompost gefülltes Anzuchttöpfchen und sorgst dafür, dass es nicht austrocknet. Wichtig ist, dass du deine Erbsenanzucht an einen kühlen Ort stellst. Erbsen keimen nämlich am besten bei Temperaturen um die 17 °C.

Schritt # 4: Eine Rankhilfe muss her!

Als Rank- und Kletterpflanzen, die bis zu knapp einem Meter hoch werden, brauchen deine Erbsen eine Rankhilfe, an der sie sich entlanghangeln und festhalten können. Dazu steckst du einfach verzweigte Äste in den Boden oder nutzt deinen Gartenzaun, ein Rankgitter oder – meine Lieblingsvariante – ein Ranknetz. Ich kann dir dieses Ranknetz aus Jute* übrigens sehr empfehlen!

Psst, kleiner Tipp: Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, ein Ranknetz zwischen zwei Reihen Erbsen zu spannen, die dann von beiden Seiten daran hoch wachsen. So ist die Rankhilfe optimal genutzt und ich brauche nur ein Netz pro zwei Reihen Erbsen. Gleichzeitig bleibt genügend Platz, um zwischen den Reihen zu ernten.

Marie mit Ranknetz für Erbsen

Schritt # 5: Erbsen Pflanzen pflegen

Wenn die Erbsenpflanzen etwa 10 cm hoch sind, können sie eine dicke Mulchschicht gut vertragen. Ich mulche am liebsten mit Hackschnitzeln, du kannst aber auch andere Materialien verwenden, die bei dir im Garten anfallen. Mulch unterdrückt aufkeimendes Unkraut und sorgt dafür, dass das Wasser im Boden bleibt, statt zu verdunsten.

Erbsen mögen eine regelmäßige Wasserversorgung, sind aber nicht übermäßig durstig. Während der Keimphase solltest du besonders gut darauf achten, dass der Boden nicht austrocknet. Das gilt übrigens auch für die allermeisten anderen Gemüsepflanzen!

Düngen brauchst du Erbsen Pflanzen in der Regel nicht. Ein To Do weniger! ;)

Schritt # 6: Schädlingen & Krankheiten vorbeugen

Vögel und Mäuse scharren gerne direkt nach dem Erbsen säen die proteinreichen Saaterbsen wieder aus dem Boden. Um das zu vermeiden, solltest du das Beet unbedingt abdecken, bis die Pflanzen aufgegangen sind.

Ein weiterer Schädling, der Probleme bereiten kann, ist der Erbsenwickler. Erbsenwickler sind ca. 8 mm große Falter, die ihre Eier im Mai und Juni an den Erbsen ablegen. Die Larven fressen sich durch die Schoten und Erbsen und können die gesamte Ernte ruinieren.

Wenn du Probleme mit Erbsenwicklern hast, solltest du die Fruchtfolge strikt einhalten und die Pflanzen im Mai und Juni mit einem engmaschigen Kulturschutznetz abdecken.

Eine weit verbreitete Krankheit ist der Falsche Mehltau, der vor allem in nassen und kühlen Jahren auftritt. Ist eine Pflanze befallen, sind die Blätter von einem weißen, staubigen Belag bedeckt.

Gegen Falschen Mehltau hilft eine Spritzung mit Ackerschachtelhalmjauche oder abgekühltem Knoblauchtee. Dafür einfach vier Knoblauchzehen zerkleinern und mit kochendem Wasser übergießen.

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Unser Motto: Give ‚peas‘ a chance! ;)

Na, willst du direkt loslegen? Mach das unbedingt! Du wirst sehen, Erbsen sind ein schnell wachsendes, pflegeleichtes Gemüse, das dir eine tolle Ernte liefert!

Deshalb: Lad dir deinen Aussaatkalender herunter, schnapp dir deine Erbsensaat, deine Harke und deine Gießkanne* und dann ab nach draußen, Erbsen pflanzen!

Möchtest du gleich weiterlesen, wie du die liebsten Beetnachbarn von Erbsen am besten hegst und pflegst? Dann geht’s hier entlang:

Möhren säen, pflegen und ernten: Der komplette Möhren-Guide

Rotkohl pflanzen – Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Ernte

Salat pflanzen, pflegen und ernten – die komplette Anleitung!

Bist du auch schon auf die Erbse gekommen? Mit welchen Tipps gedeihen deine Erbsen Pflanzen am besten? Teil sie gern in den Kommentaren!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Vom Porree pflanzen bis zur eigenen Gemüsebrühe: Alles, was du wissen musst!

Porree Pflanzen sind wahre Allrounder in der Küche. Dieses einzigartig würzige Aroma rundet so viele Gerichte perfekt ab! Ich ernte meine Porree Pflanzen im Grunde genommen das ganze Jahr lang frisch aus dem Garten. Besser geht´s nicht, oder? Hier verrate ich dir, wie du dich mit Porree selbstversorgst! Also los :)

Inhaltsverzeichnis
Die Lauch Porree Namensverwirrung
Mit Porree Pflanzen zum Ganzjahresgartenguru werden
Die besten Porree Sorten
Soll ich Porree direkt säen oder vorziehen?
Wann soll ich Porree Pflanzen vorziehen und auspflanzen?
Gute Mischkulturpartner für Porree
Der ideale Standort
Lauch auspflanzen
Porree Pflanzen hegen und pflegen
Die Grundzutat für Gemüsebrühe: Porree

Die Lauch Porree Namensverwirrung

Lasst uns zunächst mal Licht in die Lauch Porree Verwirrung bringen! :D Sind Lauch und Porree das Gleiche? Und wann benutzte ich welche Bezeichnung?

Jawohl! Lauch und Porree sind zwei Namen für ein und dasselbe Gemüse. Porree ist die ältere Bezeichnung und leitet sich vom lateinischen Allium porrum ab.

Also ist es Jacke wie Hose oder aber auch Lauch wie Porree, wie du die starken Stangen nennst. Nichtsdestotrotz wäre ich für eine Neubenennung des Lauch Porree Gemüses, um dieser Namensverwirrung zu entgehen. Wie wäre es mit LauPo? :)

Mit Porree Pflanzen zum Ganzjahresgartenguru werden

Mit ein paar Tricks und Kniffen kannst du von Juni bis April im Folgejahr Porree ernten. So hast du immer gartenfrischen Premium-Porree griffbereit und kannst dann ernten, wenn du gerade Lauch-Lust verspürst. ;)

Zugegebenermaßen gehört Porree nicht gerade zu den Anfängergemüsen. Aber mit ein bisschen Übung bekommst du ganz schnell den Dreh raus!

Für die Selbstversorgung mit Porree rund um’s Jahr sind diese Punkte ganz entscheidend:

  1. Richtiges Saatgut auswählen*
  2. Porree Pflanzen vorziehen
  3. gemeine Schädlinge am Lauch vermeiden

Sooo … Jetzt aber einmal Schritt für Schritt:

Leckerer Porree im Gemüsegarten

Die besten Porree Sorten

Die Sorte „Hilari“ ist mit eine der ersten Aussaaten im Jahr, die ich mache. Sie ist quasi die „Sommersorte“ und beschert mir von Juni bis in den Dezember sichtig tolle Porree Pflanzen. um im Sommer ernten zu können, geht das Porreejahr früh los.

Um dann durch den ganzen Winter und bis in den nächsten Frühling hinein Lauch zu ernten, kann ich die Sorten „Blaugrüner Winter“ oder „Blaugrüner Winter Husky„* sehr empfehlen. Die sind absolut robust und stecken auch knackige Minusgrade locker weg.

Wie viel Porree pflanzen?

Das ist natürlich sehr stark davon abhängig, wie viel Lauch du isst. Fünf bis sieben Reihenmeter pro Person haben sich bei mir bewährt. Mein Lieblingstipp ist an der Stelle immer: Notiere dir, wie viele Porree Pflanzen du ausgesät hast. Dann kannst du am Ende der Saison rekapitulieren, ob es genügend Porree war, oder ob du im nächsten Jahr besser mehr oder weniger Lauch anbaust. :)

Dafür ist ein Gartentagebuch ist super praktisch! Weißt du, wo du neben ganz vielen weiteren Informationen eine Vorlage für ein Gartentagebuch inklusive einem richtig ausführlichen Aussaatkalender findest? Richtig! In meinem „Gemüsegarten starten“ – Onlinekurs*! Da bekommst du gebündelt richtig viele tolle Informationen rund um das Thema Gemüsegarten – und ein Gartentagebuch ist natürlich auch dabei.

Soll ich Porree direkt säen oder vorziehen?

Porree solltest du unbedingt vorziehen. Er ist nämlich ein eher träges Gemüse, was sich gerne richtig viel Zeit lässt. Zum Vorziehen kannst du den Porree einfach 1,5 cm tief in einem tiefen Töpfchen aussäen, sodass die Samen etwa einen Zentimeter voneinander entfernt sind. Pikieren brauchst du Porree nicht, er darf ziemlich lang in seinem Topf bleiben.

Aber wann kann man Porree ins Freie pflanzen? Wenn die Pflanzen etwa bleistiftdick sind, können sie raus. ;)

Wann soll ich Porree Pflanzen vorziehen und auspflanzen?

Porree gehört wirklich zu den Schnarchnasen der Gemüsewelt. Sommerlauch solltest du schon ab Februar im Haus vorziehen, um ihn dann ab April ins Beet zu bringen. Winterlauch ziehst du ab März oder April vor. In die Freiheit kannst du ihn dann ungefähr ab Juni entlassen – dann, wenn er eben bleistiftdick ist.

Gerade, wenn du noch nicht ganz so viel Gemüsegarten-Erfahrung hast, kannst du auch erstmal Porree-Pflänzchen kaufen. Achte aber auch hier auf die Sorten, damit du möglichst lange ernten kannst. ;)

Gute Mischkulturpartner für Porree

Lauch gehört zu den Zwiebelgewächsen. Die stehen im Beet unwahrscheinlich gerne neben Möhren, Kohl, Erdbeeren, Salat, Tomaten, Sellerie und Pastinaken. In deiner Beetplanung kannst du das gerne berücksichtigen.

Deine anderen Gemüse sind auch noch auf der Suche nach dem perfekten Beetpartner? Dann auf zur Partnerbörse! ;)

Der ideale Standort zum Porree pflanzen

Porree hat nicht zu unterschätzende Ansprüche an Wasser und Nährstoffe. Denn er gehört zu den Starkzehrern, also den ganz hungrigen Kandidaten in der Gemüsewelt! Tiefgründige, humusreiche Böden mag er am liebsten – vorzugsweise an einem sonnigen bis halbschatigen Standort. Staunasse Böden mit Bodenverdichtungen findet Lauch hingegen gar nicht gut.

Lauch auspflanzen

Bevor es losgeht, solltest du das Beet für deinen Porree schonmal vorbereiten. Dazu entfernst du alte Pflanzenreste und Mulch vom Beet und zerkleinerst große Erdbrocken mit einem Rechen. Vor der Pflanzung solltest du den Boden mit einer Grabegabel lockern, ohne ihn zu wenden.

Der Reihenabstand bei Porree beträgt 25 cm. Beim Pflanzen „bohrst“ du alle 10 bis 12 cm mit einem Stock oder Pflanzholz* ein etwa zehn Zentimeter tiefes Loch und setzt die Pflanze in das Loch. Angießen* – fertig. Auf diese Weise bildet der Porree einen schönen und vor allem leckeren weißen Schaft aus.

Übrigens kannst du Porree auch auf dem Balkon ziehen. Dafür sollten deine Pflanzgefäße ein Fassungsvolumen von mindestens 10 Litern haben und schön tief sein, damit der Lauch seine Wurzeln ausstrecken kann. ;)

Porree Pflanzen hegen und pflegen

Porree braucht ordentlich was zu futtern! Deswegen bringe ich bei der Pflanzung immer direkt Hornspäne aus und dünge die Pflanzen ungefähr fünf Wochen nach der Pflanzung mit selbstgemachter Brennnesseljauche.

Je länger dein Porree im Beet steht, desto größer wird die Gefahr, dass du es irgendwann mit gemeinen Schädlingen oder Krankheiten an deinen Porree Pflanzen zu tun bekommst.

Generell gilt, dass du eine Anbaupause von 4-5 Jahren im Rahmen der Fruchtfolge einhalten solltest. Damit vermeidest du schonmal richtig gut gemeine Plagegeister. Mit einer abwechslungsreichen Mischkultur kannst du zum Glück schon einige Krankheiten auf Abstand halten.

Da Porree aber trotzdem weiterhin sehr anfällig ist, habe ich hier einen Geheimtipp für dich:

Bau deine Porree Pflanzen zusammen mit Kohl unter einem Kulturschutznetz an. Da der Kohl auch regelmäßig von vielen Schädlingen heimgesucht wird, packe ich über beides einfach ein engmaschiges Kulturschutznetz. Das ist der beste Schutz überhaupt und du schlägst mehr oder weniger wortwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe – beziehungsweise mit einem Netz. ;)

Porree Pflanzen mit Kohl unter einem Kulturschutznetz

Die Grundzutat für Gemüsebrühe: Porree

Du hast deine erste Ernte eingefahren* und fragst dich, ob du die starken Stangen vielleicht auch irgendwie haltbar machen kannst?

Mmmmmmh! Ich liebe es, mir aus dem Garten ein „Universalwürzmittel“ herzustellen. Und mir persönlich ist dabei der leckere Lauch super wichtig.

Ich dörre dafür gaaanz fein geschnittene Porree-Ringe zusammen mit anderem Gartengemüse und ein paar Kräutern. Perfekt passen zum Beispiel Möhren, Sellerie, Kürbis, Wurzelpetersilie, Liebstöckel, und Petersilie.

Das fuktioniert sowohl im Dörrautomat, als auch im Backofen.

Pssst kleiner Tipp: Wenn du dein Gemüse an richtig heißen Sommertagen auf schwarzen Blechen in der Sonne zumindest „vortrocknest“, sparst du jede Menge Energie. ;)

Deine Gemüsemischung ist trocken? Prima! :) Jetzt liegt es an dir. Möchtest du ein richtiges Würzpulver? Dann gib das trockene Gemüse mit etwas Salz in einen Mixer und pulverisiere es. Trocken und im Idealfall dunkel gelagert, behält dein Pulver super lange das würzige Gartenaroma und rundet viele Gerichte perfekt ab.

Falls du lieber etwas zu kauen haben möchtest, kannst du deine getrockneten Gemüse-Stückchen auch lagern, wie sie sind und zum Beispiel als Gemüseeinlage in eine Brühe geben. Wenn das getrocknete Gemüse wieder mit Wasser in Berührung kommt, ist es im Handumdrehen fast wieder wie gartenfrisch. ;)

Ganz viele weitere Methoden und Rezepte zum haltbar machen warten übrigens im „Vorratskammer starten“-Onlinekurs* auf dich! ;)

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Na, fühlst du dich dem Lauch gewachsen? Ich denke, dass du schon ganz bald keinen Problem-Porree, sondern nur noch perfekten Premium-Porree im Garten haben wirst! :)

Solange du auf die Ernte wartest, kannst du nach weiteren Kuppelpartnern in der Mischkulturtabelle stöbern oder hier gleich weiterlesen:

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Frühlingszwiebeln pflanzen, anbauen und ernten – die ultimative Anleitung!

Den Garten gestalten: 9 geniale Ideen für deinen Traumgarten

Hast du schon Erfahrungen mit Porree pflanzen? Was sind deine besten Tipps für eine gute Lauch-Ernte? :)

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Chicorée: Das magische Wintergemüse, das im Dunkeln wächst! 

Hast du dich schon mal an den Anbau von Chicorée gewagt? Falls nicht, bist du nicht allein – dieses Gemüse findest du eher selten im Garten. Ja, dieser bittere Zeitgenosse führt eher ein Schattendasein unter den Gemüsesorten. Ein bisschen passt das sogar, denn im Schatten zeigt er erst seine wahre Pracht! Chicorée wird nämlich im Dunkeln gezogen – dort entwickelt er seine zarten, hellen Blätter und bleibt angenehm mild im Geschmack. Du willst wissen wie das geht? Los geht’s! 

Inhaltsverzeichnis
Chicorée – die Wunderknolle 
Der Anbau – it’s a kind of magic 
Klappe die 1.: die Ernte 
Klappe die 2.: Chicorée austreiben 
Gießen nicht vergessen 
Chicorée ernten 

Chicorée – die Wunderknolle

Chicorée ist ein echtes Winterwunder aus der Familie der Korbblütler! Kaum ein anderes Gemüse wächst so versteckt und doch voller Geschmack heran. Während draußen alles kahl ist, kannst du dir im Dunkeln zarte, knackige Chicorée-Sprossen ziehen – wie ein kleines Zauberexperiment in der kalten Jahreszeit. Passend zur Erkältungszeit ist unser bitterer Freund super gesund, vollgepackt mit Vitamin C, Folsäure und Ballaststoffen. 

Warum Chicorée nicht überall im Garten wächst? Weil er eine ganz eigene Anbauweise hat! Im Sommer bildet er kräftige Wurzeln im Beet, im Winter treibt er dann – ganz ohne Licht – seine köstlichen Knospen. Klingt aufwendig? Ist es gar nicht! Wenn du einmal den Dreh raus hast, kannst du jedes Jahr deinen eigenen frischen Chicorée ernten, während alle anderen nur auf Supermarktware zurückgreifen müssen. Ich liiiiebe es einfach in meinem eigenen Garten “einkaufen” zu gehen! 

Mit ein bisschen Planung kannst du rund ums Jahr jede Menge frisches, knackiges Gemüse aus deinem Freiluftsupermarkt ernten. Und damit du die jeweiligen Aussaatzeiten nicht verpasst, kommt hier ein praktischer Aussaatkalender für dich! Einfach deine E-Mail eintragen, und du bekommst ihn direkt zugeschickt.  

Der Chicorée Anbau – it’s a kind of magic!

Chicorée ist ein wahrer Verwandlungskünstler, der in zwei Schritten angebaut wird. Und das ist gar nicht so kompliziert wie du denkst. Trau dich ruhig und probiere es aus, selbst wenn du bisher noch nicht so viel Erfahrung im Garten sammeln konntest. Übrigens: nicht alle Chicorée Sorten sind super bitter. Die Sorte „Macun“ ist zum Beispiel bekannt für ihr mildes, nussiges Aroma. 

AussaatEnde April bis Anfang Juni
TreibenAnfang November bis Mitte Januar
ErnteAnfang Dezember bis Mitte Februar

Für den Chicorée gilt: Die Sonne ist dein Freund – wähle also für deine Aussaat einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Zwischen Ende April und Anfang Juni säst du die Samen direkt ins Beet. Die kleinen Pflänzchen vereinzelst du später, so dass sie etwa 10 cm Abstand haben.  

 Und jetzt heißt es Füße hochlegen und warten. Naja, nicht ganz, denn deine Pflänzchen freuen sich über eine regelmäßige Wassergabe. Achte jedoch darauf, dass sich die Nässe nicht staut, denn nasse Füße mag der Chicorée gar nicht. 

Seinen Platz im Beet teilt er übrigens gerne. Pflanze ihn neben Tomate, Bohne, Fenchel, Lauch oder Salat, aber vermeide eine Mischkultur mit Kartoffeln, Radiccio oder Endivie. 

Der Chicorée gehört zu den Mittelzehrern und benötigt daher nicht unbedingt eine Düngergabe. Falls du deine Zöglinge jedoch unterstützen möchtest, kannst du ihnen mit etwas Hornmehl oder einer Gabe von Brennesseljauche unter die Arme greifen. 

Junger Chicorée

Klappe die 1.: Ernte

Die ersten zarten Blätter der Zichorienwurzel kannst du ca. 3-4 Wochen nach der Aussaat ernten und direkt zu einem frischen, knackigen Salat verarbeiten. Ich mag den leicht bitteren Geschmack des Chiccorée in Kombination mit Tomate und Feta super gerne! 

Im Herbst folgt dann die richtige Ernte. Das erkennst du, wenn die äußeren Blätter der Pflanze gelb werden. Jetzt geht’s ihr an den Kragen… ähh die Wurzel! Diese sollte eine Länge von ca. 18-20 cm aufweisen. Grabe sie vorsichtig aus und lasse sie noch ein paar Tage zum Trocknen auf dem Beet liegen.  

Aber Achtung vor unseren gefräßigen Freunden, den Wildtieren. Die haben es auch auf die zarte Knolle abgesehen und bedienen sich gerne ungefragt am gedeckten Beet. Zur Sicherheit legst du deine Ernte also am besten ins Gewächshaus, oder einen anderen geschützten, sonnigen Platz.  

Zum Schluss wickelst du die entblätterten Wurzeln einfach in Zeitungspapier und lagerst sie an einem kühlen Ort. Wenn du dann richtig Lust auf frischen Chicorée bekommst, holst du dir deine Ernte und legst los mit dem nächsten Schritt! Die Chicoréewurzeln kannst du circa 4 Wochen einlagern, viel länger solltest du sie aber nicht warten lassen. 

Chicorée im Dunkeln

Klappe die 2.: Chicorée austreiben

Jetzt werden deine Wurzeln zu kleinen Vampiren! Sobald sie Licht abbekommen, werden sie grün und bitter – du kannst sie dann zwar noch verwenden, aber geschmacklich macht es später einen riesigen Unterschied. Pflanze deine Wurzeln in Eimer oder Töpfe, die mit feuchter Erde oder Sand gefüllt sind. Da sie stabil aufrecht stehen, kannst du sie dicht an dicht in das Gefäß deiner Wahl setzen. 

Ab jetzt gilt: Kein Licht und eine Temperatur von 12-18 °C sind optimal für das Wachstum der Chicorée Blattrosette. Außerdem liebt der Chicorée die Feuchtigkeit von alten Gewölbekellern oder auch Garagen.  

Falls du deinen Wurzeln diese Umgebung nicht bieten kannst, da ein absolut dunkler Raum – ich geb‘s zu – schwierig zu finden ist, kannst du dir auch mit zwei Eimern helfen. In einen Eimer kommt der Sand mit deinen Wurzeln, den anderen stülpst du über und sorgst so für eine optimal düstere Umgebung für deine lichtscheuen Freunde. 

Wenn du experimentierfreudig bist, kannst du es auch mit dem Anbau im Gewächshaus versuchen. Eine dunkle, lichtundurchlässige Plane sorgt für ähnliche Bedingungen wie im Keller. Die Luftfeuchtigkeit sollte dabei allerdings konstant sein. 

Gießen nicht vergessen!

Auch im feuchten dunklen Keller darfst du das Gießen nicht vergessen. Deine Knollen freuen sich über eine regelmäßige Wassergabe. Chicorée mag zwar als Winterwunder die Kälte und Dunkelheit, doch beim Gießen wird er zum echten Warmduscher. Lauwarmes Wasser nimmt er dankbar an. 

Chicorée Wurzeln

Chicorée ernten – ran die Köpfe!

Yay, du hast es geschafft: Nach etwa vier Wochen absoluter Dunkelheit belohnt der Chicorée deine Mühen mit einem ausgewachsenen festen und geschlossenen Kopf. Jetzt ist er bereit, um geerntet und verarbeitet zu werden. Dazu brichst du ihn einfach von der Wurzel ab, denn praktischerweise treiben diese danach erneut wieder aus.  

Damit der Chicorée auch nach der Ernte knackig frisch bleibt, solltest du ihn entweder kühl, feucht und dunkel lagern, oder direkt zu einem leckeren Gericht verarbeiten. 

Und wenn du bei Chicorée sofort an Omas bitteren Salat mit Mandarinen denkst, der ohne eine ordentliche Portion Sahne kaum genießbar war, dann wird es Zeit für ein neues Geschmackserlebnis! :)  

Ein bisschen Nerdwissen für dich: Der Chicorée ist unter den Blattsalaten zwar der bitterste, aber zugleich einer der wertvollsten. Sein Bitterstoff Intybin bringt Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse in Schwung, stärkt die Blutgefäße und hilft, Cholesterinspiegel sowie Blutdruck zu senken. Na, wenn das kein Grund ist, ihm eine Chance zu geben? 

Hier kommt ein Rezept für dich, das dir den Chicorée sicherlich versüßen wird: 

Überbackener Chicorée

Überbackener Chicorée mit Walnüssen und Honig

Chicorée kann so viel mehr als nur Salat! Heute kommt er wunderbar aromatisch aus dem Ofen – überbacken mit nussigem Käse, verfeinert mit Walnüssen und einem Hauch Honig. Die leichte Bitterkeit des Chicorées trifft auf cremige, süß-herzhafte Aromen. Einfach himmlisch! 

Das brauchst du:

  • 2 Chicorée 
  • 50 g Walnüsse 
  • 100 g würziger Käse (z. B. Gruyère oder Bergkäse) 
  • 1 TL Honig 
  • 1 TL Senf 
  • 2 EL Sahne oder pflanzliche Alternative 
  • 1 EL Olivenöl 
  • Salz, Pfeffer 

So wird’s gemacht:

  1. Chicorée halbieren und den Strunk – aber nur leicht! – herausschneiden, damit die Blätter nicht auseinanderfallen. 
  1. Die Hälften in einer Pfanne mit etwas Olivenöl von beiden Seiten goldbraun anbraten. 
  1. Währenddessen den Käse reiben und mit Sahne, Senf, Honig, Salz und Pfeffer zu einer cremigen Masse vermengen. 
  1. Die angebratenen Chicorée-Hälften in eine Auflaufform setzen, mit der Käsemischung bedecken und mit den Walnüssen bestreuen. 
  1. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) für ca. 15 Minuten backen, bis der Käse goldbraun zerläuft. 
  1. Kurz abkühlen lassen und genießen – am besten mit knusprigem Brot oder einem frischen Salat. 

Übrigens: Für leuchtend hellgrüne Blätter beim Dünsten sorgt ein Spritzer Zitronensaft – so bleibt der Chicorée nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein Genuss. 

Naaa, hast du jetzt Lust auf Chicorée bekommen? Trau dich, schnapp dir dein Saatgut, hol dir deinen Aussaatkalender und leg los! Viel Spaß beim Ausprobieren – dein Mut wird sicher belohnt! 

Und wenn du Lust auf noch mehr frisches Wintergrün aus dem eigenen Garten hast, dann lies doch gleich hier weiter: 

Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten! 

Zuckerhut Salat: aromatischer Wintergenuss aus dem Garten! 

30 Gemüse, die du im Winter ernten kannst (und jetzt säen musst!) 

Hast du dich schon mal am Anbau des bitteren Zeitgenossen Chicorée versucht? Und welches Gemüse möchtest du gerne mal selbst anbauen, hast dich aber bisher noch nicht getraut? 

Anwendungen von Herbstlaub im Gemüsegarten-min

Herbstlaub im Gemüsegarten upcyceln: 5 Ideen

Ich liebe den Herbst – besonders wenn er so richtig sonnig und farbenfroh leuchtet: Wenn die Bäume in gelb und rot strahlen und das erste Herbstlaub unter den Füßen raschelt. Zeit, den Rechen herauszuholen, um den Rasen vom Laub zu befreien. Ordnung muss schließlich sein! Unpopular Opinion: Ein bisschen Chaos ist völlig okay – viele Krabbeltiere freuen sich über das Winterquartier. Wenn du aber im Team Ordnungsliebe spielst, dann kommen hier 5 Ideen, wie du dein Herbstlaub clever recyceln kannst!

Inhaltsverzeichnis
Idee #1: Mit Laub mulchen
Idee #2: Beete anlegen mit Herbstlaub
Idee #3: Laub als Frostschutz
Idee #4: Laubhaufen als Igelversteck
Idee #5: Laubkompost anlegen

Idee #1: Mit Laub mulchen

Ich bin ein großer Mulch-Fan. Durch die dicken Mulch-Schichten in unserem Garten müssen wir kaum noch gießen und haben auch keine Probleme mit Unkraut. Gleichzeitig ist der Boden vor Wind und Wetter und damit vor Erosion geschützt. Mit der Zeit verrottet der Mulch und reichert den Boden mit Humus an. Er dient den Bodenlebewesen als Nahrung und hält den Boden lebendig.

Mit Herbstlaub mulchen

Allerdings ist es oft schwierig, das benötigte Mulchmaterial zusammenzutragen, insbesondere da wir so viel davon brauchen. Deswegen freue ich mich schon sehr auf das viele Herbstlaub. Das verrottet nur sehr langsam, sodass die Mulchschicht nicht so schnell erneuert werden muss. Das Laub reichert den Boden mit Nährstoffen an und hilft dabei, die Bodenstruktur zu verbessern. Wenn du mehr zum Thema Mulchen wissen möchtest: Hier ist ein Artikel über die sieben größten Fehler, die ich beim Mulchen meiner Gemüsebeete gemacht habe. Dann bleiben sie dir vielleicht erspart. :)

Idee #2: Beete anlegen mit Herbstlaub

Wir graben unseren Garten nicht um, auch dann nicht, wenn wir neue Beete anlegen. Stattdessen mulchen wir das Stück Wiese, das wir in Ackerfläche verwandeln wollen, möglichst dick. So wird das darunterliegende Gras erstickt und es bildet sich ein fruchtbarer Gartenboden. Diese Methode ist nicht nur bodenschonend, sondern auch noch super einfach.

Der Herbst ist die beste Zeit, um Beete auf diese Weise anzulegen. Jetzt fällt nämlich eine Menge Mulchmaterial an (wie das ganze Laub) und bis zum Frühling ist der Boden zum Aussäen und Bepflanzen bestens vorbereitet. Hier findest du den Artikel, in dem ich Schritt für Schritt beschreibe, wie wir unsere Mulchbeete anlegen.

Idee #3: Laub als Frostschutz

Damit unsere empfindlicheren mehrjährigen Pflanzen wie Rosmarin oder Artischocken im Winter nicht erfrieren, packen wir sie bevor der erste Frost kommt dick in Laub ein. Dazu das Laub einfach großzügig um die Pflanzen herum verteilen.

Laubhaufen als Igelquartier

Idee #4: Laubhaufen als Igelversteck

Ein Laubhaufen in einer ruhigen Ecke deines Gartens kann einem Igel oder anderen Nützlingen als Schlafstätte und Winterquartier dienen. Igel sind tolle Mitbewohner im Garten – sie sehen nicht nur knuffig aus, sondern bereichern auch die Biodiversität im Garten.

Damit sich die Tiere bei Dir wohlfühlen und den nahenden Winter gut überstehen, kannst Du jetzt im Herbst ein paar ganz einfache Maßnahmen treffen. Sichere Plätze zum Überwintern sind für Igel nämlich Gold wert.

Der perfekte Unterschlupf befindet sich in einer ruhigen Ecke im Garten. Aus einer alten, umgedrehten Holzkiste kannst Du mit wenigen Handgriffen ein Plätzchen für einen ungestörten Winterschlaf schaffen. 

Die Igel brauchen darin etwa 30 x 30 cm Platz, dazu einen Eingang, der 10 x 10 cm groß ist. Der Eingang sollte so gelegen sein, dass Katzen und Hunde ihn nicht erreichen können, also zum Beispiel unter einer Palette oder hinter einer Regentonne versteckt sein. Am liebsten haben sie Häuschen mit zwei hintereinanderliegenden Kammern.

Auf das Häuschen kommen jetzt Zweige und jede Menge Herbstlaub und was Dir noch so in die Hand fällt, um das Igelhaus zu tarnen und einzumummeln. Und dann heißt es nur noch: Warten bis die kleinen Kerlchen einziehen!

Idee #5: Laubkompost machen

Laubkompost eignet sich hervorragend dazu, die Bodenstruktur zu verbessern und den Boden mit wichtigen Pflanzennährstoffen zu versorgen. Außerdem ist Laubkompost eine wunderbare Anzuchterde, um kräftige und vitale Jungpflanzen anzuziehen.

Hast du noch andere Ideen für Anwendungen von Herbstlaub im Gemüsegarten? Was machst du, um Nützlinge in deinen Garten zu locken? Ich freue mich wie immer über Kommentare!