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Permakultur Garten

Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

Träumst du auch von einem kleinen Permakultur-Garten, in dem jedes Vögelchen und jeder Regenwurm genügend Futter und Platz hat und in dem es an jeder Ecke etwas zu ernten und entdecken gibt?

Gut, dann bist du hier genau richtig, denn ich stelle dir heute neun konkrete Ideen vor, mit denen du deinem Garten mehr Permakultur verpassen kannst. ;)

Also leg am besten gleich los und verwandle deinen Garten in ein Paradies für Tiere, Pflanzen und Menschen! :)

Permakultur Garten
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Wie lege ich einen Permakultur–Garten an?

Permakultur ist ziemlich hip! Jeder hat das Wort irgendwo schon mal aufgeschnappt, aber was genau dahintersteckt, bleibt meistens ein Mysterium. Falls auch du noch Klärungsbedarf hast, geht es hier erstmal zu einer kleinen Einführung in die Permakultur. ;)

Du kennst dich mit Permakultur schon ziemlich gut aus? Alles klar, dann lass uns mal einen Blick in den Garten werfen und schauen, was sich dort ganz konkret an Permakultur-Elementen umsetzen lässt.

Das Grundprinzip der Permakultur ist ja, dass du mit der Natur arbeitest statt gegen sie. Die Permakultur ist zukunftsfähig und in sich so stabil, dass man von außen kaum eingreifen muss. Aber wie um alles in der Welt setzt man das jetzt in die Praxis um?

9 Schritte in Richtung Permakultur-Garten:

#1 Kompostbeete und nicht wendende Bodenbearbeitung im Permakultur-Garten

Ohne einen gesunden Boden läuft im Permakultur-Garten nichts. Wie kriegen wir es also hin , dass unser Boden fruchtbar und gesund bleibt?

Das ist ziemlich einfach: Indem wir ihn so viel wie möglich in Ruhe lassen.

Klingt vielleicht erst mal komisch, aber der Boden ist ein super komplexes System, das aus Mineralen, organischen Materialien und Milliarden von kleinen Mikroorganismen besteht, die zusammen mit Wasser und Luft in ständigen Wechselbeziehungen stehen.

Wenn du mit einem Spaten in den Boden stichst, um alles einmal umzugraben, dann ist das ein richtig großer Eingriff und wirbelt das Ökosystem Boden kräftig durcheinander. 

Um deinen Boden so schonend wie möglich zu bearbeiten, rate ich dir deshalb, ihn nicht umzugraben. Stattdessen kannst du ihn vorsichtig mit einer Grabegabel auflockern.

Die Bodenfruchtbarkeit zu fördern, steht ebenfalls ganz oben auf der Liste eines Permakultur-Gartens. Das kannst du wunderbar umsetzen, indem du Kompostbeete anlegst. Darüber freuen sich die Bodentiere und Mikroorganismen!

Permakultur Garten

Außerdem werden deine Pflanzen mit vielfältigen Nährstoffen versorgt und der Boden bleibt schön feucht, gut durchlüftet und fruchtbar. Eine Win-win-Situation für alle im Garten!

Pssst: Wenn du wissen willst, wie das mit den Kompostbeeten genau funktioniert, kommst du hier zu meinem Beete-anlegen-Videokurs :

Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    #2 Von der Natur abgeschaut: Das Mulchen

    Wenn unser Blick nochmal auf den Beeten hängen bleibt, dann fällt mir gleich noch eine wichtige Maßnahme ein, die den Boden als Lebensraum für zahlreiche Lebenswesen aufwertet –  das Mulchen! Eine ordentliche Mulchschicht im Beet ist Gold wert.

    Mit einer dicken Mulchschicht verdunstet nämlich viel weniger Wasser aus deinen Gemüsebeeten, was sie resillienter gegenüber Trockenperioden macht. Die Bodenlebewesen können ihre Funktion als fleißige Gartenhelferlein voll ausleben, da sie den Mulch in wertvolle Pflanzennahrung umwandeln.

    Auch Unkräuter haben durch die dicke Mulchschicht eine geringere Chance und du dadurch viel mehr Zeit, deinen Garten zu genießen. ;)

    Permakultur Garten

    #3 Mehrjährige Gewächse im Permakultur-Garten

    Möhren, Zucchini, Salat – all das sind Klassiker im Gemüsebeet. Im Permakultur–Garten werden aber besonders gerne mehrjährige Pflanzen angebaut. Sie eigenen sich besser für ein permanentes System, in das so gut wie gar nicht eingegriffen werden muss. 

    Dann musst du deine Pflanzen nämlich nicht mehr jedes Jahr neu säen und pflanzen – super praktisch!

    Rhabarber oder Spargel kennen wir wahrscheinlich alle bereits als mehrjähriges Gemüse. Es gibt aber noch viel mehr:

    Wie wäre es zum Beispiel mit ewigem Kohl, eine tolle Pflanze, die man einmal anbaut und von der man dann mehrere Jahre die Blätter ernten kann.

    Noch mehr mehrjährige Gemüse:

    Auch unter den Kräutern gibt es ganz viele mehrjährige Exemplare, hier nur eine kleine Auswahl:

    • Estragon
    • Liebstöckel
    • Frauenmantel
    • Echter Lavendel
    • Minze
    • Kardamom

    Obst- und Nussbäume sind natürlich auch mehrjährig und passen somit super in deinen Permakultur-Garten. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar Apfel-, Birnen-, oder Walnussbäumen? Auch die Esskastanie ist ein toller Nussbaum, dem hierzulande noch viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

    Permakultur Garten

    Hast du bereits Erfahrungen mit mehrjährigen Pflanzen gesammelt? Dann teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren, damit wir alle voneinander lernen können. :)

    #4 Pflanzen, die sich selbst aussamen

    Einmal ausgesät und der Drops ist gelutscht. ;) Gemüse, welche sich selbst wieder aussamen, können dir eine Menge Arbeit sparen und passen super in das Prinzip eines Permakultur-Gartens.

    Die wilde Rauke zum Beispiel ist eine tolle, mehrjährige Pflanze, die sich ganz ohne deine Hilfe wieder aussät. Das heißt, du kannst ohne große Mühe jederzeit frisches Grün für deinen Salat oder deine Pizza ernten!

    Auch Dill, Kümmel oder Salat machen dir das Leben leicht und vermehren sich ganz von alleine weiter.

    Bei diesen Pflanzen ist lediglich ein wachsames Auge gefragt, denn gerade die wilde Rauke hat Überwucherungspotenzial und verbreitet sich schnell im ganzen Garten, wenn du sie nicht im Zaun hältst. ;)

    #5 Essbare Bodendecker anbauen

    In der Permakultur soll jedes Element mehrere Aufgaben erfüllen. Deswegen sind essbare Bodendecker die perfekten Kandidaten für deinen Permakultur-Garten!

    Sie können, wie ihr Name schon verrät, in kürzester Zeit eine große Fläche bedecken und halten dir somit viele Unkräuter vom Hals. Nicht nur das, viele von ihnen locken mit ihren duftenden Blüten auch Insekten an, dein Boden trocknet nicht so schnell aus UND viele von ihnen sind sogar essbar!

    Hier eine kleine Auswahl der Multitalente:

    • Waldmeister: Bei Waldmeister denken wir alle sofort an Maibowle, oder? Die kleine Waldpflanze kann aber auch super große Flächen bedecken und bildet im Frühjahr hübsche weiße Blüten.
    • Kapuzinerkresse: Die Kapuzinerkresse ist mit ihren wunderschönen Blüten nicht nur ein Schmaus fürs Auge, du kannst von der Pflanze auch jeden Teil in der Küche verwenden.
    • Walderdbeeren: Durch ihre vielen Ausläufer hat die Erdbeere in kürzester Zeit viel Beetfläche bedeckt. So jätest du kein Unkraut mehr, sondern erntest stattdessen jede Menge leckerer Erdbeeren.
    • Neuseeländischer Spinat: Dieses leckere Blattgemüse kann sich ebenfalls schnell flächendeckend ausbreiten. Hier ist aber regelmäßiges Ernten angesagt, sonst bildet der Spinat sehr hochwachsende Triebe!
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    #6 Permakultur heißt Tetris spielen: die Stapeltechnik!

    Gemüse, Sträucher, Kräuter, Bäume, Pilze, Obst und Blumen – wie um alles in der Welt soll ich das alles unterkriegen?

    Die Antwort ist: Tetris spielen!

    Wie auch in der Natur wird im Permakultur-Garten gestapelt was das Zeug hält. Jede Ecke im Garten wird genau beobachtet und so angelegt, dass Wind, Sonne und Schatten optimal genutzt werden.

    In der Praxis heißt das zu Beispiel, dass große Bäume an die Nordseite gepflanzt werden, damit sie nicht alle anderen Pflanzen beschatten. Auf der Südseite werden die Beerensträucher und Gemüsebeete angelegt. Im Schatten der Bäume kannst du Pilze züchten – und wer ein wirklich waschechter Permakulturist werden möchte, kann sogar noch Wein oder Kiwibeeren am Stamm seiner Bäume hochranken lassen.

    Übrigens: Wenn dein Garten sehr eng bepflanzt ist, kann dadurch ein Mikroklima, also ein spezifisches Ortsklima, entstehen. Dieses Mikroklima wirkt im Optimalfall so, dass sogar Pflanzen, die bei uns nicht winterhart sind, wie die Wollmispel oder die Feige, trotzem über den Winter kommen.

    #7 Der perfekte Kompostplatz im Permakultur-Garten

    Der Kompostplatz ist das Herz eines Permakultur-Gartens. Kompost selber herzustellen, ist gar nicht schwer – und so kannst du wunderbare Nährstoff-Kreisläufe schaffen:

    Gemüsereste und andere Gartenabfälle, die dem Boden beim Wachsen Nährstoffe entziehen, werden also von dir kompostiert und der fertige Kompost führt dann die Rohstoffe wieder in deinem Boden zurück.

    So wird der Kreislauf geschlossen und der Boden bleibt fruchtbar.

    Damit du richtig guten Kompost herstellen kannst, ist der Standort deines Komposts entscheidend. Zu viel Sonne und dein Kompost trocknet aus, zu viel Schatten und er wird faulig. Am besten errichtest du deinen Kompost im Halbschatten und an einem geschützten Ort, an dem er Wind und Wetter nicht vollkommen ausgesetzt ist.

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    #8 Regenwasser auffangen und speichern

    Der nächste Punkt ist eigentlich super simple, schlägt aber gleich mehrere Prinzipien der Permakultur mit einer Klappe.

    Regenwasser aufzufangen und es anstelle von Leitungswasser zu verwenden spart richtig viel Energie. Denn auch wenn es nicht direkt sichtbar ist: Unser Trinkwasser muss aufbereitet und transportiert werden und das kostet Energie und Ressourcen.

    Stattdessen kannst du am höchsten Punkt deines Gartens Regenwasser auffangen und es dann dem Gefälle entlang über so viele Zwischenstationen wie möglich durch dein Grundstück leiten.

    Andere Elemente, die in der Permakultur gerne verwendet werden, um bestmöglich Regenwasser zu sammeln und zu verteilen sind Teiche, Dämme, Sickergräben und Wälle.

    #9 Ein Zuhause für Nützlinge schaffen

    Im Permakultur-Garten hat eigentlich jedes Lebewesen ein Anrecht auf Lebensraum. Aber gerade diejenigen, die dir Schnecken, Blattläuse und andere Kandidaten vom Hals halten, sollten ein gemütliches zu Hause in deinem Garten vorfinden, damit sie dort auch bleiben wollen.

    Nützlinge brauchen Unterschlupf und Nahrung. Wie wäre es also mit Laubhaufen, einer Trockenmauer, Benjeshecke oder dem klassischen Insektenhotel? Du wirst gar nicht glauben, wer sich alles in den vielen Ritzen, Fugen und Hohlräumen tummeln wird!

    Permakultur Garten

    Der Permakultur-Garten – ein Lebensprojekt

    Der erste Schritt ist oft der schwierigste. Gerade in der Permakultur, mit all ihren Prinzipien und Gestaltungselementen, kann die Hemmschwelle erst mal ganz schön groß sein. Deswegen möchte ich dich hier ermutigen: Fang einfach an! 

    Jeder Schritt in die richtige Richtung ist super und Permakultur wird in jedem Garten anders aussehen.
     
    Wenn wir aufmerksam beobachten (was übrigens das erste Prinzip in der Permakultur ist ;)), kreative Lösungen zulassen und auch mal querdenken, dann kann das Ganze nur gut werden.

    Wie setzt du Permakultur in deinem Garten um? Hast du noch mehr Ideen? Dann schreibt sie unbedingt in die Kommentare, damit wir alle ein bisschen mehr Permakultur in unsere Gärten holen können. :)

    Tomaten im Topf pflanzen: die 11 wichtigsten Schritte!

    Um eigene Tomaten zu ernten, brauchst du weder Garten noch Gewächshaus. Du kannst Tomaten nämlich auch wunderbar im Topf pflanzen, anbauen und ernten! Aber egal, ob du deine Tomaten im Blumentopf oder Kübel anbauen willst: Für eine erfolgreiche Tomatenernte auf dem Balkon gibt es allerdings ein paar Tipps und Tricks zu beachten. Deswegen zeige ich dir in diesem Artikel 11 wichtige Schritte, die du kennen solltest, bevor du deine Topf-Tomaten pflanzt!

    Inhaltsverzeichnis
    #1: Der richtige Topf muss her!
    #2: Tomaten sind hungrig!
    #3: Nur eine Tomatenpflanze pro Topf pflanzen!
    #4: Die geheime Tomaten-Düngermixtur ;)
    #5: Tomaten tief einpflanzen 
    #6: Tomaten brauchen eine Rankhilfe
    #7: Der beste Ort für deine Topf-Tomaten
    #8: Topfgeeignete Tomatensorten anbauen
    #9: Tomaten im Topf sind durstig!
    #10: Tomaten im Topf mulchen?! Oh jaaa!
    #11: Tomaten im Topf düngen

    Bevor du deine Tomaten in den Kübel pflanzen kannst, müssen natürlich erstmal Jungpflanzen her – am liebsten natürlich von deiner Lieblingssorte! Die kannst du entweder in der Gärtnerei kaufen, oder du ziehst sie einfach selbst. Wie das gelingt, zeige ich dir hier in diesem Artikel.

    Wenn es dann endlich Mitte Mai ist, deine Jungpflanzen inzwischen groß und kräftig sind und die Gefahr für Spätfröste vorbei ist, dürfen deine Tomaten nach draußen in ihren Topf umziehen – endlich!

    #1: Der richtige Topf muss her!

    Tipp 1 ist, dass deine Tomaten einen richtig großen Topf brauchen! Das ist der häufigste Fehler, den ich sehe, wenn Leute Tomaten im Topf pflanzen. Wenn der Topf zu klein ist, haben deine Tomaten gar keine Chance, groß und kräftig zu werden und viele Tomaten zu produzieren.

    Ein ordentlich großer Topf mit mindestens 20 Liter Fassungsvermögen bildet also die Grundlage, die du für eine gute Tomatenernte brauchst. Außerdem sollte der Topf mindestens ein Loch im Boden aufweisen, durch das überschüssiges Gießwasser abfließen kann.

    Wenn du außer Tomaten noch andere Gemüsepflanzen im Topf anbauen willst, dann lade dir am besten gleich meinen Topfgrößen-Guide herunter. Der verrät dir auf einen Blick, wie groß die Töpfe und Kübel mindestens sein sollten, damit dein Gemüse dir eine dicke Ernte abwirft!

    #2: Tomaten sind hungrig!

    Deine Tomaten haben einen großen Nährstoffbedarf, deswegen ist mein Tipp, sie direkt in einem Gemisch mit reifem Kompost anzubauen. Den Kompost kannst du bestenfalls im Garten selber herstellen, aber fertige Pflanzerde aus dem Baumarkt tut es natürlich auch.

    Spannend für die HühnerhalterInnen unter euch: Ich verwende am allerliebsten verrotteten Hühnermist-Kompost. Der ist vollgepackt mit Phosphor und Stickstoff und die Tomaten fühlen sich darin besonders wohl. 

    Vielleicht hast du ja auch das Glück, dass bei dir in der Nähe Pferde wohnen? Dann kannst du dort bestimmt eine Schubkarre voll gut abgelagerter Pferdeäpfel aus dem Vorjahr abstauben – die sind eine wunderbare Nährstoffquelle für deine Tomaten.

    Mit dem Kompost und Gemüse- oder Pflanzerde aus dem Baumarkt fülle ich die untere Hälfte meines Topfes, gebe ein bis zwei Hände Sand dazu und vermische das Ganze gut. Das mache ich, damit das Wasser besser ablaufen kann und die Tomaten keine nassen Füße bekommen – die mögen Tomaten nämlich so gar nicht. ;)

    In Tipp N°4 verrate ich dir gleich, wie ich diese Mischung noch aufpimpe!

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    #3: Nur eine Tomatenpflanze pro Topf pflanzen!

    Den kleinen Tomatenpflanzen traut man am Anfang oft gar nicht zu, dass die mal richtig groß und kräftig werden und dann steckt man schnell mal zwei oder sogar drei in einen Topf. Das führt aber dazu, dass die Tomaten sich untereinander Konkurrenz machen und so nicht ihr ganzes Potential ausschöpfen können. 

    Also: Eine Tomate pro Topf reicht völlig aus. Deine Ernte wird dann größer sein, als wenn du es etwas zu gut meinst und gleich zwei oder drei Tomaten in einen Topf pflanzt.

    Wenn du deine Tomaten in einem großen Maurerkübel anbauen willst, dann kannst du ruhig zwei oder drei Tomaten zusammen einpflanzen, aber bei einem Topf immer nur eine – das ist ganz wichtig. 

    Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum Wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wachsen dir deine Tomaten nicht über den Kopf – und die Früchte wachsen dir quasi in den Mund!

    Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

    Übrigens: Wie wäre es mit einen übersichtlichen Tomaten-Masterplan zum Download? Lass mir deine Emailadresse da und ich schicke ihn dir per Mail:

    #4: Die geheime Tomaten-Düngermixtur ;)

    Ich verwende immer dieselbe Düngermixtur, die sich unglaublich gut bewährt hat. Sie gibt meinen Tomaten die richtige Starthilfe. Die Zutaten: Hornspäne und Urgesteinsmehl*, zu gleichen Teilen.

    Die Bestandteile gut vermischen und dann pro Tomatenpflanzen drei Esslöffel mit dem bereits eingefüllten Kompost im Topf vermengen. So sind die Tomaten fürs Erste mit allem was sie brauchen versorgt. Wie du sie im Laufe des Sommers düngen kannst, zeige ich dir weiter unten.

    #5: Tomaten tief einpflanzen

    Tomaten werden immer ein bisschen tiefer gepflanzt als sie in ihrem Anzuchttopf stehen. So können sie mehr Wurzeln ausbilden und stehen noch fester. Der Trick dabei ist, dass die unteren Blätter nicht den Boden berühren dürfen, denn sonst gibt es schnell Probleme mit der Krautfäule. Um das zu vermeiden, werden die unteren Blätter einfach abgeknipst, wenn die Pflanze aus ihren Kinderschuhen herausgewachsen ist.

    Tomaten mit Rankhilfe

    #6: Tomaten brauchen eine Rankhilfe

    Deine Tomaten brauchen irgendeine Art von Stütze, damit sie gut in die Höhe wachsen kann, ohne dass sie instabil wird und der Haupttrieb abbricht. Das kann ein spezieller Tomatenstab sein, du kannst aber auch einfach einen Stock benutzen. Wichtig ist, dass der Stab oder Stock lang genug ist, damit deine Tomate die ganze Saison daran hochwachsen kann. 

    1,70 m bis 2 m ist eine gute Länge für einen Tomatenstab. Den Stab versenkst du dann tief in deinem Topf, damit er einen guten Stand hat und die Pflanze stützen kann. 

    Die Tomatenpflanze kannst du im Laufe des Sommers in regelmäßigen Abständen am Stab hochbinden*. Ich mache dafür immer eine lockere Schlaufe um den Stiel der Pflanze. 

    Tipp: Die Schlaufe sollte unterhalb eines Blattpaares sitzen. So kommt der Tomate beim Wachsen kein Strick in die Quere. 

    #7: Der beste Ort für deine Topf-Tomaten

    Deine Tomaten brauchen einen absolut sonnigen Platz. Mindestens fünf Stunden direktes Sonnenlicht sollten deine Tomatenpflanzen am Tag abbekommen. Sieben Stunden wären noch besser. Außerdem freut sich jeden Tomate über einen Dachvorsprung, der sie vor Regen schützt.

    Balkontomate, Tomate im Topf anbauen

    #8: Topfgeeignete Tomatensorten anbauen

    Für den Tomatenanbau in Topf oder Kübel sind nicht alle Sorten geeignet. Vor allem großfrüchtige Tomaten wie Fleischtomaten sind eher ungeeignet, da die Früchte im Topf oft nicht zuverlässig ausreifen.

    Für den Tomatenanbau auf dem Balkon oder der Terrasse sind deswegen eher kleinfrüchtige Sorten wie Cocktail- oder Cherrytomaten geeignet.

    Besonders geeignet finde ich die Sorte “Rotkäppchen“. Das ist eine Buschtomate, die sich super für den Tomatenanbau auf dem Balkon oder der Terrasse eignet. Das Besondere an dieser Sorte: Sie wächst mehrtriebeig, du musst sie also nicht ausgeizen. So wächst sie richtig buschig und liefert dir extra viele Tomaten.

    Wenn du noch auf der Suche nach ein paar richtig leckeren und ertragreichen Tomatensorten bist, habe ich dir in diesem Artikel meine 5 liebsten Sorten zusammengefasst. 

    #9: Tomaten im Topf sind durstig!

    Wer eine gute Tomatenernte einfahren möchte, sollte unbedingt auf eine gute Wasserversorgung achten. Gleichbleibende Feuchtigkeit ist Tomaten sehr wichtig, und gerade im Topf verdunstet das Gießwasser sehr schnell. 

    Wir gießen unsere Topf- Tomaten jeden Tag*, spätestens aber alle drei Tage. Wichtig ist, dass die Erde nie komplett austrocknet.

    #10: Tomaten im Topf mulchen?! Oh jaaa!

    Ihr wisst ja, dass ich ein großer Fan vom Mulchen bin, und gerade im Topf, wo das Wasser schnell verdunstet, ist es super wichtig, die oberste Erdschicht mit einer Lage aus organischem Material abzudecken. Das macht einen enormen Unterschied, wenn es darum geht, dass der Topf schön feucht bleibt. 

    Wir benutzen dafür Rasenschnitt oder Holzhackschnitzel. Du kannst aber auch Stroh verwenden. Die organische Schicht kann dann locker 10 bis 15 Zentimeter dick sein, da kann man ruhig großzügig sein.

    #11: Tomaten im Topf düngen

    Um die Tomaten unter der Saison zu düngen, verwende ich entweder einen biologischen Tomatendünger, da gibt es ja tolle Dünger, die genau auf Tomaten abgestimmt sind, oder Brennnesseljauche – die kann man auch wunderbar selber herstellen. 

    Jaaa, die stinkt ein bisschen, aber deine Tomaten freuen sich wie Bolle. ;)

    Mit Tomatendünger oder der Brennnesseljauche kannst du deine Tomaten im Laufe des Sommers etwa alle drei Wochen düngen. Du kannst die beiden auch mal abwechseln, dann sind deine Tomaten auf jeden Fall mit allem versorgt, was sie für ein glückliches Tomatenleben brauchen. 

    Du bist schon gespannt, wie es mit der Tomatenpflege weitergeht? Dann schau gerne hier vorbei:

    Tomaten ausgeizen und pflegen – Schritt für Schritt mit Bildern!

    Erste Hilfe für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

    Tomaten pflanzen: Schritt für Schritt zu Traum-Tomaten!

    Hast du noch einen Geheimtipp, wie man Tomaten besonders gut im Topf oder Kübel pflanzen und anbauen kann? Dann schreib es gerne in die Kommentare!

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    Marie im Garten zur Aussaat im März

    Aussaat & Pflanzen im August + Gemüsegarten-Pflanzplan 2026

    Der August ist ideal, um noch einmal richtig loszulegen im Gemüsegarten. Wer auch im Herbst und Winter frisches Gemüse ernten möchte, kann jetzt noch einiges säen und pflanzen. Lass uns gleich loslegen mit den Gemüsesorten, die jetzt in die Erde dürfen! Außerde schauen wir uns an, welche Gartenarbeiten im August anstehen, damit dein Garten auch in der zweiten Jahreshälfte weiter Freude macht.

    Inhaltsverzeichnis
    Vorziehen im Haus – das steht jetzt an
    Gemüse, das du jetzt direkt ins Beet säen kannst
    Draußen pflanzen
    Hol dir deinen Gemüsegarten-Pflanzplan!
    Gartenarbeiten im August

    Vorziehen im Haus

    Diese Pflanzen kannst du im August im Haus vorziehen, um sie im Garten auszupflanzen sobald du Platz in den Beeten hast und die Jungpflanzen etwa 4 Wochen alt sind:

    Gemüse, das du im August direkt ins Beet säen kannst

    Diese Gemüsearten kannst du im August direkt im Garten aussäen:

    Draußen pflanzen

    Hier ist eine Liste mit Pflanzen, die du im August im Garten pflanzen kannst:

    Hier im Video erfährst du, welche Sorten sich für die Aussaat im Sommer gut eignen:

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    Mehr Informationen

    Dein fertiger Gemüsegarten-Pflanzplan

    Damit jedes Gemüse im Beet auch an der optimalen Stelle landet, gibt’s eine kleine Gartenhilfe für dich: Unseren 0 € Gemüsegarten-Beispielplan, den du dir ganz einfach downloaden kannst. Darin erfährst du, was in welchem Monat wo gepflanzt oder gesät wird. Das ist super praktisch, wenn du ohne viel Planung direkt loslegen magst und trotzdem mit System gärtnern willst.

    Den Gemüsegarten-Pflanzplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkulturpartner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss.

    Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich erntest und jeden Monat sofort losgärtnern kannst.

    Trag dich hier ein und schon flattert der Pflanzplan in dein E-Mail Postfach:

    Gartenarbeiten im August – das steht jetzt an!

    Alle Pflanzen, die mittlerweile höher als 10 cm sind, solltest du jetzt mulchen. Das bedeutet, dass du den Boden mit organischem Material wie Rasenschnitt, Holzhackschnitzeln oder Laub abdeckst.

    So verdunstet viel weniger Wasser und du musst je nach Dicke der Mulchschicht kaum noch gießen. Außerdem unterdrückt Mulch aufkommendes Unkraut – damit hast du dann auch viel weniger Arbeit.

    Weil Mulchen eine richtig tolle Sache ist, findest du hier einen ganzen Beitrag zum Thema. Schau gerne rein und lies hier weiter :).

    Wahrscheinlich sind deine Tomaten diesen Monat schon richtig stattlich! Denk dran, sie regelmäßig auszugeizen (außer bei Buschtomaten, die haben das nicht nötig) und binde sie hoch, damit sie nicht abknicken.

    Alle Starkzehrer, also Tomaten, Gurken, Kürbisse und viele mehr freuen sich weiterhin über regelmäßige Düngergaben – etwa alle 2 Wochen.

    Und das Schönste am August: Wir sind jetzt mitten in der Haupt-Erntezeit! Genieß die Früchte deiner Arbeit und lass dir all die Leckereien schmecken. Wenn der Erntekorb mehr hergibt, als du essen kannst, dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um für den Winter Vorräte einzukochen und zu fermentieren.

    Und jetzt raus mit dir in den Garten!

    Lust auf mehr Infos zum Gemüse-Anbau? Hier findest du weitere spannende Artikel zum Thema:

    Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

    Chicorée: Das magische Wintergemüse, das im Dunkeln wächst!

    24 Gemüse, die du im Winter anbauen kannst!

    Welche Aussaaten hast du für den August geplant? Schreib mir gern in den Kommentaren, was du diesen Sommer im Garten noch vorhast!

    Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.ung

    Gemüse pflanzen

    Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

    Du möchtest Gemüse pflanzen? Deine Hände in die krümelige Erde stecken und ihr eine richtig leckere, üppige Ernte hervorlocken? Wenn du mich fragst, dann klingt das nach einem ziemlich guten Plan! Ich verrate dir heute kurz und knackig meine besten Tipps und Tricks zum Gemüse pflanzen, die ich zu Beginn meines Gartenabenteuers auch sehr gerne gekannt hätte. :)

    Inhaltsverzeichnis
    Gemüse pflanzen nach Plan!
    Gemüsepflanzen vorziehen oder direkt säen?
    Nur die Harten kommen in den Garten!
    Von Sonnenanbeterinnen und dem Schattendasein
    Manche Gemüsepflanzen sind richtige Vielfraße
    Gemüse richtig pflanzen: Wer mag was?
    Im Hochbeet Gemüse pflanzen

    Falls du noch nicht so viele Erfahrungen im Gärtnern gesammelt hast, lohnt es sich sehr, wenn du dich im Vorhinein mit ein paar Praktiken des Pflanzens vertraut machst. Keine Panik, damit meine ich nicht, dass du dich wochenlang in Gartenbüchern vergraben sollst, um das gesammelte Garten-Wissen der weiten Welt zu studieren.

    Es reichen schon ein paar ausgeklügelte Methoden, damit du gleich in deinem ersten Gemüsegarten-Jahr ein voll bepacktes Erntekörbchen mit einer Vielzahl von Gemüsen in deine Küche tragen kannst. Und die schauen wir uns jetzt an!

    Gemüse pflanzen nach Plan!

    Nimm dir die Zeit, deine Gemüse-Abenteuer zu planen. Damit steigerst du nicht nur deine Erträge, sondern sorgst auch dafür, dass du und deine Liebsten das ganze Jahr über Gemüse aus eurem eigenen Freiluft-Supermarkt ernten könnt.

    Ich stehe total darauf, Anbaupläne zu erstellen, weil der einfach so ein richtiger Gamechanger in meinem Gemüsegarten war. ;)

    Einen ausgeklügelten Pflanzplan für den eigenen Gemüsegarten zu erstellen, kann am Anfang ein bisschen zu rauchenden Köpfen führen, weil es einfach sooo viel zu beachten gibt! Fruchtfolgen müssen durchdacht und die Gemüse mit den passenden Beet-Partnern verkuppelt werden. Im besten Fall solltest du auch noch eine gestaffelte Aussaat und Ernte berücksichtigen, damit du wirklich das ganze Jahr Gemüse aus dem eigenen Garten ernten kannst.

    Wenn du deinen eigenen Anbauplan erstellen möchtest, dann hilft dir dieser Artikel weiter: In 6 Schritten zum Gemüsegarten-Pflanzplan

    Falls du jetzt aber sagst: „Ok, das ist ja alles schön und gut. Ich habe aber einfach nicht die Zeit, so einen Plan auszuknobeln!“ – kein Problem:

    Ich habe für dich schon die gesamte Planung erledigt und du kannst dir meinen Pflanzplan gerne herunterladen. Du kannst den Beetplan entweder 1:1 übernehmen oder an deine eigenen Bedürfnisse anpassen.

    Gemüsepflanzen vorziehen oder direkt säen?

    Ich versuche, so viele Gemüse wie möglich direkt auszusäen, weil das viel weniger Arbeit macht und die Pflanzen oft um einiges kräftiger im Beet stehen als ihre vorgezogenen Kollegen.

    Direkt gesäte Pflanzen können ihre zarten Wurzeln nämlich gleich in die Erde strecken und bilden dadurch ein viel stärkeres Wurzelsystem aus. In trockenen Sommern ist das ein enormer Vorteil, weil die Gemüsepflanzen sich besser selberversorgen können und nicht gleich verdursten, nur weil du eine Woche im Urlaub bist. 

    Und Hand aufs Herz – wenn du schon mal selber Jungpflanzen vorgezogen hast, dann kennst du bestimmt die dünnen, schwächlich aussehenden Jungpflanzen auf der Fensterbank, die einfach nicht kräftig wachsen wollen? Bei mir hat es auch eine Weile gedauert, bis ich die richtigen Tricks und Kniffe für gesunde und kräftige Jungpflanzen draufhatte, sodass die später im Beet eine richtig gute Figur machen.

    Durch die Voranzucht kannst du deinen Pflanzen einen enormen Wachstumsvorsprung verschaffen. Besonders die Sonnenanbeter unter dem Gemüse, wie Tomaten, Paprika oder Aubergine brauchen diesen Vorsprung, weil sie erst nach den letzten Frösten in die Beete gepflanzt werden können. Und um eine richtig dicke Ernte abzuwerfen, benötigen sie genügend warme Tage für das Wachstum und die Ausbildung viiieler fantastischer Früchte. :)

    Wenn du Lust hast, mehr über die Anzucht von Jungpflanzen zu lesen, dann bitte einmal hier entlang. 

    Gemüse pflanzen

    Nur die Harten kommen in den Garten!

    Bevor du deine vorgezogenen Gemüse in das Freiheit entlässt und in deine Beete pflanzt, empfehle ich dir, deine Jungpflanzen erst einmal abzuhärten. Was das bedeutet?

    Abhärten bedeutet, dass du deine Pflanzen Schritt für Schritt an die kühleren Temperaturen und das Tageslicht gewöhnst. Im Haus stehen sie nämlich relativ warm und haben noch nie den Wind und die Sonne auf ihren zarten Blättern gespürt. 

    Achtung: Auch Pflanzen aus dem Gartencenter oder dem Baumarkt sind nicht immer an direktes Sonnenlicht gewöhnt.

    Für das Abhärten hast du mehrere Möglichkeiten:

    • Du kannst deine Pflanzen in ein Gewächshaus oder in einen Frühbeetkasten stellen. Dabei ist es wichtig, zu beachten, dass die Temperaturen den Gefrierpunkt nicht unterschreiten. In kalten Nächten kannst du die Pflanzen mit einem zusätzlichen Kälte-Schutz wie einem Gartenvlies ausstatten.
    • Alternativ kannst du deine Topf-Pflanzen tagsüber für einige Stunden nach draußen stellen. Nachts und wenn kühlere Temperaturen erwartet werden, holst du die Frostbeulen wieder ins Haus. Die Pflanzen können sich so langsam an Wind und Wetter gewöhnen.

    Kleiner Tipp: Stelle deine Pflanzen in den ersten Tagen nicht in direktes Sonnenlicht, sodass sie keinen Sonnenbrand bekommen.

    Gemüse pflanzen
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    Von Sonnenanbeterinnen und dem Schattendasein

    Kommt dir das bekannt vor? Es gibt einige Menschen, die heiße Temperaturen viel besser vertragen als andere Mitmenschen und umgekehrt.

    Genauso ist das auch bei Gemüse, Kräutern oder Sträuchern. Ein hitzegestresster Salat geht im Sommer viel schneller in die Blüte und auch der Blumenkohl bildet größere und hübschere Köpfe, wenn er nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist.

    Während also einige Kandidaten viel lieber im Schatten chillen, würdest du den wärmeliebenden Gemüsen wie Zucchini oder Tomaten keine Freude machen, wenn du sie in eine kühle Ecke im Garten pflanzt. Sie sind wahre Sonnenanbeter und lieben es, ihre Blätter in die volle Sonne zu strecken.

    Wenn du genauer wissen möchtest, welche Gemüse zu den Schatten-Chillern oder Sonnenanbeterinnen gehören, dann lese gerne hier weiter.

    Gemüse pflanzen

    Manche Gemüsepflanzen sind richtige Vielfraße

    Während manche Gemüse keine Düngung brauchen, weil sie auch auf kargen Böden gut gedeihen oder sogar in Symbiose mit Bakterien selber Stickstoff aus der Luft fixieren können, haben andere Gemüsepflanzen richtig großen Hunger!

    Kohl, Tomate oder Kürbisgewächse gehören beispielsweise zu den sogenannten “Starkzehren” und brauchen eine gute Nährstoffversorgung, damit sie eine dicke Ernte abwerfen.

    Diese hungrigen Mäuler kannst du sehr einfach stopfen, indem du den Pflanzen eine Grunddüngung mit auf den Weg gibst. Wenn ich Starkzehrer pflanze, gebe ich einfach eine Portion Hornspäne oder einen anderen organischen Langzeitdünger mit in das Pflanzloch.

    Die Vielfräße haben so richtig gute Startbedingungen für ihr Wachstum und damit habe ich bisher die besten Ergebnisse erzielt. :)

    Gemüse tiefer pflanzen?

    Du hast deine Pflänzchen an Wind und Wetter gewöhnt und sie sind jetzt bereit, ins Beet gepflanzt zu werden? Super! Dann lass uns nur noch kurz darüber sprechen, wie tief du dein Gemüse einpflanzen solltest.

    Denn auch hier haben die Gemüse ganz spezielle Vorlieben. Salat, Knollensellerie oder Kohlrabi finden es zum Beispiel nicht sonderlich angenehm, wenn ihnen die Erde bis zum Hals steht.

    Bei Tomaten oder Paprika ist es genau anders herum, die kannst du easy peasy tiefer pflanzen. Sie bilden aus dem Stängel heraus ganz viele neue Wurzeln aus. Und etwas zu lang geratene Pflänzchen kannst du ziemlich gut kaschieren, wenn du sie etwas tiefer pflanzt. ;)

    Kleiner Tipp: Generell kannst du die meisten Gemüse problemlos bis zu den Keimblättern in ihr neues Erdreich einpflanzen.

    Wenn du das Pflanzloch ausgehoben hast, holst du dein Gemüse für die Pflanzung ganz vorsichtig aus dem Topf, sodass keine Wurzeln abbrechen und die Pflanzen auch sonst nicht beschädigt werden.

    Setze sie anschließend in das ausgehobene Loch, in das du bei Bedarf etwas Dünger mit hineingegeben hast. Steht die Pflanze gut in ihrem neuen Zuhause, kannst du das Loch wieder mit Erde auffüllen.

    Jetzt gießt du deinen Gemüsezögling mit ordentlich viel Wasser an, damit er gut  anwächst und die nach dem Pflanzen oft lockere Erde an die Wurzeln gespült wird. Aber Vorsicht, das Gemüse soll hier nicht wegschwimmen. ;) Es ist ganz klug, für das junge Gemüse eine zarte Brause zu verwenden, die den harten Wasserstrahl abmildert. Gerade in den ersten Tagen ist es besonders wichtig, den Boden feucht zu halten.

    Yei, schon hast du es geschafft und deine Gemüsepflänzchen sind aus der Kinderstube ausgezogen und können sich jetzt in der freien Wildbahn behaupten.

    Gemüse richtig pflanzen: Wer mag was?

    Wie du siehst, reicht es nur in den seltensten Fällen aus, einfach eine Hand mit Saatgut in das Beet zu werfen und zu hoffen, dass im Sommer ein prächtiger Gemüsegarten gewachsen ist.

    Viele Gemüse sind Individualisten und beschenken dich erst mit einer reichen Ernte, wenn du ihre Vorlieben bei der Aussaat oder Pflanzung kennst. Wenn du dich näher mit den einzelnen Gemüsen beschäftigen willst, findest du hier einige Gemüse-Portraits, die keine Wünsche deiner Gemüse offen lassen:

    Einige Lieblingsgemüse im Überblick:

    Gemüse-Pflanzen

    Gemüse pflanzen im Hochbeet – was gibt es da zu beachten?

    Du hast ein Hochbeet und möchtest dieses bepflanzen?

    Hochbeete sind super für den Gemüsebau geeignet. Deine Pflanzen finden hier nämlich die besten Wachstumsbedingungen vor: Sie werden von Sonnenlicht verwöhnt und durch die Befüllung mit Kompost können sie ihre Wurzeln in nährstoffreiche und lockere Erde stecken.

    Bei der Bepflanzung eines Hochbeetes ist es besonders wichtig, auf eine sinnvolle Fruchtfolge zu achten. Im ersten Anbaujahr stehen noch reichlich Nährstoffe zur Verfügung, so dass es sinnig ist, Starkzehrer anzupflanzen. Im Folgejahr würde ich dann Mittelzehrer und Schwachzehrer empfehlen.

    Wenn du noch mehr Tipps haben möchtest, wie du dein Hochbeet bepflanzen könntest oder nicht genau weißt, welche Pflanzen zu den Starkzehrern, Mittelzehrern oder Schwachzehrern gehören, dann ließt gern hier weiter: Fruchtfolgen planen im Gemüsegarten.

    Willst du dein Gartenwissen noch weiter vertiefen? Dann schmöker gerne eine Runde durch diese Artikel:

    Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

    So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

    Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

    Naa, hast du jetzt auch so Lust aufs Gemüse pflanzen? Falls du noch mehr Tipps und Erfahrungen hast– ab in die Kommentare damit! :)

    Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Aussaat und Pflanzen im Mai

    Aussaat & Pflanzen im Mai + Pflanzplan

    Hach – es ist einfach der schönste Monat im Gartenjahr! Im Mai stehen wieder viele Aussaaten an, aber viel wichtiger noch: Sobald Mitte Mai die Eisheiligen vorbei sind, gibt es kein Halten mehr – dann dürfen nämlich sämtliche Gemüsepflanzen endlich nach draußen umziehen, von der Aubergine bis zur Zucchini! Damit du genau weißt, welche Pflanzen du im Mai vorziehen, draußen aussäen und pflanzen kannst, findest du in diesem Artikel eine Übersicht über alle Pflanzen, die im Mai an der Reihe sind.

    Inhaltsverzeichnis
    Gemüsegarten-Beispielplan PDF
    Vorziehen im Haus
    Draußen aussäen
    Draußen pflanzen
    Gartenarbeiten im Mai

    Hier kommt dein Gemüsegarten-Beispielplan!

    Sobald es ernst wird und alle Gemüse nach draußen umziehen, stellt sich natürlich die große Frage: Wer kommt wohin? Die Antwort bekommst du mit deinem Gemüsegarten-Beispielplan!

    Du kannst ihn 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss. Im Mai kann noch einiges ausgesät und ausgepflanzt werden. :)

    Wenn du gerade keine Zeit oder Lust hast, dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen, dann trag doch einfach deine Email-Adresse hier ein und du bekommst unseren fix und fertigen Pflanzplan für einen Gemüsegarten direkt zugeschickt:

    Vorziehen im Haus

    Man kann es kaum glauben, aber im Mai geht es tatsächlich langsam schon los mit den Aussaaten der Wintergemüse. Grünkohl, Rosenkohl, Lauch und Co. brauchen nämlich genug Vorlauf, um bis zum Herbst zu stattlichen Pflanzen heranzuwachsen. Sie sollen ja im Winter schließlich erntereif sein!

    Diese Pflanzen kannst du im Mai im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

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    Draußen aussäen im Mai

    Der Mai ist der perfekte Monat für Aussaaten im Freien. Jetzt ist der Boden schon schön vorgewärmt und die Saaten gehen in der Regel gut auf. Mit den Aussaaten von ein paar Frostbeulen solltest du aber lieber die Eisheiligen abwarten, um keine Spätfröste zu riskieren. Diese Gemüsearten kannst du im Mai direkt im Garten aussäen:

    Nach den Eisheiligen im Mai aussäen:

    Im Mai ausgepflanzte Gurke

    Draußen pflanzen im Mai

    Natürlich kannst du auch im Mai wieder die Jungpflanzen, die du in den letzten Monaten drinnen vorgezogen hast, auspflanzen. Das dürften jetzt eine ganze Menge sein, denn nach den Eisheiligen dürfen die ganzen Sommergemüse – von Tomaten über Gurken bis hin zu den Kürbissen – ins Beet umziehen. Hier kommen noch ein paar Tipps, damit der Umzug gelingt:

    So, genug Extratipps! Hier kommen jetzt endlich all die Pflanzen, die du im Mai im Garten auspflanzen kannst:

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    Gartenarbeiten im Mai

    Im Mai ist nicht nur die Aussaat angesagt :). Im Garten ist jetzt richtig was los und überall gibt es etwas zu tun. Jetzt, wo die Tage wärmer werden, lohnt es sich besonders, an Schneckenkragen zu denken, denn Schnecken sind zu dieser Jahreszeit bei feuchtem Wetter unterwegs und haben Jungpflanzen zum Fressen gern.

    Apropos Jungpflanzen: Kurz vor den Eisheiligen solltest du sie unbedingt abgehärten, damit sie den Umzug ins Freiland gut verkraften. Besonders kälteempfindliche Pflanzen solltest du draußen im Beet auch unbedingt noch mit einem Vlies schützen, vor allem zu Beginn des Monats. Nachtfröste können jetzt noch jederzeit auftreten.

    Erst nach den Eisheiligen sind die meisten Pflänzchen wirklich sicher vor Frost. Dann dürfen Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Chili und Physalis endlich ins Beet umziehen. Bei Paprika lohnt es sich jetzt zudem, die Königsblüte auszubrechen, damit die Pflanzen kräftiger wachsen und später mehr Früchte ansetzen. Wer mag, kann jetzt sogar schon die ersten Tomatentriebe ausgeizen.

    Junge Pflanzen brauchen Luft, Liebe und Dünger

    Während im Gemüsegarten die neuen Bewohner einziehen, brauchen auch die alten etwas Zuwendung:

    Beerensträucher freuen sich über eine Mulchschicht und eine Portion Dünger, und auch im restlichen Garten ist Mulchen eine super Möglichkeit, den Boden vor dem Austrocknen zu schützen und lästige Beikräuter zu unterdrücken.

    An warmen Tagen heißt es dennoch regelmäßig gießen, denn besonders deine jungen Pflanzen brauchen jetzt besonders viel Wasser. Für kräftige Jungpflanzen lohnt sich außerdem eine milde Düngergabe mit Vinasse, Schafwollpellets oder Hornspänen, am besten direkt beim Pflanzen. Ebenso hilfreich ist eine selbst angesetzte Brennnesseljauche, die du im Laufe der Saison regelmäßig verwenden kannst.

    Radieschenernte im Mai

    Tipps, Tricks & erste Belohnungen

    Im Beet geht es jetzt ans Vereinzeln der aufgekommenen Saaten. Vor allem Möhren brauchen Abstand, damit sie ordentlich wachsen können. Bei größeren Pflänzchen kann eine frische Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Holzhackschnitzeln helfen, den Boden feucht und Beikräuter in Schach zu halten.

    Wer ein Gewächshaus hat, sollte es an warmen Tagen gut lüften, denn darin wird es schnell viel heißer, als es den Pflanzen lieb ist.

    Neben der Aussaat kannst du dich im Mai aber auch schon über erste Belohnungen freuen: Frühe Radieschen, Kopf- oder Pflücksalat und junger Spinat können jetzt geerntet werden.

    Für fortgeschrittene Garten-Gurus startet außerdem jetzt die Spargelernte. Mmmhhh … Spargel mit Sauce Hollondaise kann doch niemand widerstehen, oder? Und wenn wir schon bei saisonalem Gemüse sind, kommt hier nochmal der Reminder an den Winter zu denken, denn im Mai beginnen ja die ersten Aussaaten für das Wintergemüse.

    Trickse Vögel aus um deine Aussaat im Mai zu schützen

    Auch im Obstgarten gibt es kleine Tricks: Wenn die Erdbeerfrüchte noch grün sind, lohnt es sich, ein paar rot bemalte Steine ins Beet zu legen. Die Vögel picken daran herum und merken schnell, dass sie ungenießbar sind. Später sind sie dann nicht mehr so scharf auf die reifen Erdbeeren. Ausgetrickst! :)

    Ein echter Klassiker für ein schädlingsfreies Beet sind jetzt auch Tagetes. Sie halten viele Schädlinge fern und sehen dabei auch noch wunderschön aus. Wenn du noch keine ausgesät hast, kannst du dir auch Jungpflanzen aus der Gärtnerei holen und an den Rand deiner Gemüsereihen setzen.

    Und jetzt raus mit dir in den Garten und hab ganz viel Spaß! :)

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    Wenn du noch nicht so genau weißt, wo du was in deinen Beeten pflanzen sollst, dann gibt’s hier noch ein paar Tipps für dich:

    Tomaten anbauen: 7 ultimative Tipps für eine dicke Ernte!

    Paprika pflanzen – In 5 Schritten zu einer fantastischen Ernte!

    Frühkartoffeln: Der erste Kartoffel-Snack im neuen Gartenjahr

    Was ist deine Lieblingsgartenarbeit neben der Aussaat im Mai? Schreib mir gern in den Kommentaren, womit du dich in diesem Monat gerne beschäftigst!

    Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

    Gurken pflanzen: Gurke an Pflanze

    Gurken pflanzen, anbauen und ernten – der komplette Guide!

    Gurken pflanzen lohnt sich, denn die eigenen Gurken schmecken einfach am besten! Damit du in den Genuss einer wahren Gurkenflut kommst, findest du hier die komplette Anleitung von der Aussaat bis zur Ernte. Viel Spaß! :-)

    Inhaltsverzeichnis
    Gurken pflanzen: Alle Arbeitsschritte im Überblick
    Die besten Sorten fürs Gurken pflanzen
    Die passende Mischkultur fürs Gurken anpflanzen
    Beete zum Gurken pflanzen vorbereiten
    Vorziehen oder direkt säen?
    Jetzt geht´s los: Gurken pflanzen!
    Gurken pflegen und Gurken düngen
    Gurken-Rankhilfe bauen
    Gurkenkrankheiten und Gurkenschädlinge
    Gurken pflanzen ohne Gewächshaus?
    Ernten und verwerten der Gurkenernte

    Gurken pflanzen: Alle Arbeitsschritte im Überblick

    Falls du es gar nicht abwarten kannst, mit dem Gurken anpflanzen loszulegen, habe ich dir in dieser Tabelle kurz und knackig alle Schritte vom Samenkorn bis zur Gurkenernte zusammengefasst!

    ArbeitsschrittGewusst wie
    Schritt #1: Gurkensorten auswählenfür Freiland oder Gewächshaus geeignet
    Schritt #2: passende Mischkulturpartner wählenGurken pflanzen zusammen mit Dill, Bohnen, Kohl oder Zwiebeln
    Schritt #3: Beete vorbereitenKompost und Mulch verwenden
    Schritt #4: Gurken vorziehen oder direkt säenfür ein langes Erntefenster am besten beide Methoden wählen
    Schritt #5: Gurken pflanzen und pflegenJungpflanzen abhärten, Gurken ausgeizen und regelmäßig düngen
    Schritt #6: Gurken Rankhilfe bauenmehr Gurken auf derselben Fläche anbauen
    Schritt #7: Gurken ernten und Gurken verwertenErnte frisch verzehren, einmachen oder verschenken

    Alles klar? Dann kannst du ja in die Gummistiefel hüpfen und in den Garten stürmen! ;)
    Lass uns gemeinsam Gurken pflanzen!

    Gurken pflanzen: Die besten Sorten

    Denkst du beim Stichwort Gurken pflanzen auch gleich an ein Gewächshaus, in dem reichlich Schlangengurken wachsen? Allerdings ist das nicht die einzige Möglichkeit für das Gurken anbauen!

    Denn du kannst ihnen auch ein Plätzchen auf dem Gemüsebeet einräumen, denn Gurken pflanzen ohne Gewächshaus funktioniert mit den richtigen Gurkensorten richtig gut!

    Meine Lieblingssorten sind:

    • „Tanja“,
    • Persia,
    • „Marketmore 76“
    • und die Einlegegurke „Vorgebirgstrauben“

    Sie alle sind robust und wachsen auch zuverlässig im Freiland.

    Gurken pflanzen: Mischkultur

    Die passende Mischkultur fürs Gurken anpflanzen

    Die passende Mischkultur stärkt deine Gurkenpflanzen und nutzt gleichzeitig den immer knappen Platz im Beet optimal aus. DER Mischkulturklassiker für Gurkenpflanzen ist Dill; es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten:

    TOP: Dill, Bohnen, Kohl, Zwiebeln, Salat, Knoblauch, Mais, Paprika, Sellerie, Spinat, Basilikum

    NOT: Kürbis, Tomate, Zucchini, Radieschen, Rettich

    Du suchst auch für anderes Gemüse noch die passenden Mischkulturpartner? Dann hol dir gerne die Mischkulturtabelle. Da siehst du auf einen Blick, wer mit wem gern ins Beet geht! Lad sie dir hier ganz einfach herunter:

    Beete zum Gurken pflanzen vorbereiten

    Gurkenpflanzen lieben einen humosen, nährstoffreichen Boden. Falls du einen schweren Boden hast, lockerst du ihn tief mit einer Grabegabel ohne ihn zu wenden. Dann können dein Pflanzen ungehindert ihre Wurzeln in den Boden strecken und richtig gut wachsen!

    Außerdem sollte dein Boden ausreichend Wasser speichern können, aber nicht zu Staunässe neigen. Kompostbeete verbessern die Bodenstruktur und halten die Feuchtigkeit fest.

    Du möchtest außer Gurken auch anderes Gemüse anbauen und dich ohne viel Mühe ein Stück weit selbstversorgen? Dann komm doch in meinen Gemüsegarten starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du easy peasy Gemüse anbaust und eine dicke Ernte einfährst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

    Vorziehen oder direkt säen?

    Wenn du Gurken anbauen willst, kannst du dir Jungpflanzen drinnen vorziehen oder die Gurken auch direkt ins Beet säen.

    Aber was ist nun besser? Ganz einfach: Du machst beides! ;)
    Denn so trickst du den Mehltau aus, verlängerst deine Erntezeit und kannst die ganze Saison über leckere, eigene Gurken snacken.

    Gurken pflanzen – alle Infos auf einen Blick

    Und das geht so: Mitte Mai pflanzt du deine vorgezogenen Gurken aus und säst gleichzeitig Gurkensamen direkt in dein Beet. Die vorgezogenen Pflanzen sollten beim Gurken auspflanzen schon die ersten echten Blätter haben. Denk also daran, sie rechtzeitig (aber auch nicht zu früh!) zu säen.

    Wenn diese älteren Pflanzen im Lauf des Sommers Mehltau bekommen und zu schwächeln beginnen, übernehmen die später direkt im Freiland gesäten Gurkenpflanzen das Ruder und liefern dir weiterhin frische Gurken. Perfekt, oder?

    Psst: Dieser Trick nennt sich gestaffelte Aussaat!

    Wenn du deine Gurkenpflanzen vorziehst, solltest du sie Mitte bis Ende April im Haus aussäen, damit sie Mitte Mai ins große wilde Beet umziehen können. Gurken sind richtige Frostbeulen und dürfen erst nach den Eisheiligen nach draußen.

    Jetzt geht´s los: Gurken pflanzen!

    Zuerst musst du einen guten Platz zum Gurken pflanzen finden. Gurken wünschen sich einen sonnigen Standort, der außerdem windgeschützt ist. Wenn es bei dir häufig stürmt, kannst du rund um deine Gurkenpflanzen herum hochwachsende Gemüse als „Schutzmauer“ setzen.

    Dann überlegst du dir, wie viele Gurken du pflanzen möchtest. Meiner Erfahrung nach reichen zwei bis vier Pflanzen pro Person für die komplette Gurken-Selbstversorgung. Allerdings brauchen die grünen Freunde viel Platz: Der Pflanzabstand beträgt 50 x 60 Zentimeter.

    Übrigens: Wenn du mir beim Gurken pflanzen zuschauen möchtest, schau dir gerne das YouTube-Video zu diesem Artikel an:

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    Mehr Informationen

    Zum Gurken pflanzen brauchst du eine kleine Pflanzschaufel, Gießwasser und – Überraschung! – abgehärtete Gurkenpflanzen. :)

    Wie das mit dem Abhärten funktioniert, zeige ich dir im Artikel Tomaten richtig pflanzen und abhärten.

    Den Mulch auf deinen Beeten ziehst du zur Seite oder schichtest den Mulch trichterförmig um die Pflanzstelle herum auf.

    Dann gräbst du ein großzügiges Pflanzloch und gibst eine kleine Handvoll Hornspäne oder Schafwollpellets hinein. Als Starkzehrer brauchen Gurken diesen Langzeitdünger, um zu kräftigen Pflanzen heranzuwachsen.

    Jetzt setzt du deine Jungpflanzen tief ins Pflanzloch: du gräbst sie bis zum ersten Laubblatt ein. Am Stängel bilden die Gurken dann nämlich zusätzliche Wurzeln aus, durch die sie mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen können.

    Achtung, Nerd-Alarm: Diese Zusatzwurzeln heißen Adventivwurzeln! // Nerd-Alarm off :)

    Wenn du nicht Gurken pflanzen, sondern direkt in dein Beet säen möchtest, legst du die Gurkensamen ungefähr 2 cm tief in den Boden.

    Und dann heißt es Wasser marsch!* Für einen guten Start und zum kräftig Loswachsen gießt du deine Gürkchen nach dem Pflanzen vorsichtig aber durchdringend so an, dass die Blätter mit dem Wasser nicht in Berührung kommen.

    Falls du Probleme mit den lästigen Schnecken hast, schützt du deine zarten Pflänzchen anschließend mit einem Schneckenkragen, sonst überleben sie die Nacht wahrscheinlich nicht. Nach drei bis vier Wochen sind die Gurkenpflanzen dann aber so groß und robust, dass du die Schneckenkragen wieder abnehmen kannst.

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    Gurken pflegen und Gurken düngen

    Nach dem Gurken pflanzen ist es mit der Arbeit nicht vorbei: Jetzt hegst und pflegst du deine Schützlinge nämlich, damit du eine dicke Gurkenernte einfahren kannst:

    • Wenn deine Pflanzen 10 Zentimeter hoch sind, mulchst du sie zum ersten Mal. Im Sommer erhöhst du die Mulchdecke dann auf 20 Zentimeter. Das hilft Wasser zu sparen und unterdrückt Unkräuter.
    • Deine Gurken geben jetzt so richtig Gas und aus dem Haupttrieb wachsen viele Seitentriebe. Daran bilden sich überall Früchte, die aber klein bleiben und zum Teil nicht vollständig abreifen. Um schöne große Gurken zu ernten, solltest du deshalb deine Gurkenpflanzen ausgeizen.
    • Da Gurken vor allem aus Wasser bestehen, sind deine Pflanzen immer durstig und benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung. Bei starken Schwankungen bilden sie bittere, giftige Früchte aus. Also: Beim Gurken anpflanzen regelmäßig Gießen* nicht vergessen!
    • Als Starkzehrer brauchen sie alle vier Wochen Futternachschub und freuen sich über 1:20 verdünnte Brennnesseljauche.
    Gurken pflanzen und anbauen mit Rankhilfe

    Gurken-Rankhilfe bauen

    Lass dir deine Gurken ruhig über den Kopf wachsen! ;)

    Wenn du drei lange Stangen am oberen Ende zusammenbindest und zu einem Tipi aufstellst, hast du ruckzuck eine einfache Rankhilfe, an der du die Pflanzen hochbindest. So klettern sie nach oben und die Früchte bleiben sauber. Du kannst mit diesem Trick auch mehr Gurken pflanzen auf derselben Fläche – cool, oder?

    Gurkenkrankheiten und Gurkenschädlinge

    Früher oder später bekommen alle Gurken entweder Echten oder Falschen Mehltau, das lässt sich leider nicht verhindern.

    Um den Schaden in Grenzen zu halten, kannst du dir entweder eine resistente Gurkensorte aussuchen oder / und mit einer gestaffelten Aussaat dafür sorgen, dass du immer junge und gesunde Gurken am Start hast.

    Auch tierische Schädlinge wie Blattläuse können deinen Gurken zu schaffen machen.

    Thripse und Spinnmilben bekämpfst du, indem du Nützlinge wie Florfliegenlarven und Raubmilben gegen sie einsetzt. Das funktioniert im Gewächshaus allerdings sehr viel besser als im Freiland.

    Gurken pflanzen ohne Gewächshaus?

    Na klar! Ein Gewächshaus ist für eine üppige Gurkenernte zwar optimal, aber auch ohne Gewächshaus kannst du super Erfolge erzielen! Achte bei der Auswahl der Sorte unbedingt darauf, dass die Gurke deiner Wahl fürs Freiland geeignet ist. Freilandgurken sind in der Regel weniger anfällig für de typischen Schlechtwetter-Gurkenkrankheiten wie Mehltau.

    Wenn du deine Gurken im Topf anbaust, dann heißt es: Wasser marsch! Gerade auf kleinem Raum wollen die Pflanzen mit ausreichend Wasser versorgt sein. Regelmäßiges Gießen also nicht vergessen. :)

    Gurken ernten und verwerten

    Endlich ist es soweit: Die Gurkenernte beginnt! Beim Gurken ernten sind mittelgroße Früchte die beste Wahl. Denn junge Früchte schmecken noch nicht so gut und sehr große Früchte haben eine harte Schale und enthalten viele Samen.

    Damit du die Pflanze bei der Ernte nicht beschädigst, schneidest du die Gurke mit einem scharfen Messer ab.

    Gurken pflanzen: eingelegte Gurken

    Gurken kannst du in einer dunklen Vorratskammer bei 10-13° C bis zu drei Wochen lagern. Sie sollten aber nicht direkt neben Äpfeln oder Tomaten liegen, weil diese Früchte das Reifegas Ethylen verströmen und die Gurken so schneller verderben.

    Im Kühlschrank halten sich die Gurken nicht so gut, weil es ihnen dort zu kalt ist.

    Deine Ernte kannst du frisch verzehren oder einmachen. Einlegegurken machen sich prima als Salzgurken!

    Und wenn du gar nicht mehr weißt, wohin mit der ganzen Gurkenflut, freuen sich bestimmt auch Freunde und Nachbarn über eine Bereicherung ihrer Salatschüssel!

    Gurken pflanzen ist nicht schwer! Mit einem geeigneten Standort, der richtigen Gurkensorte und der passenden Mischkultur (hast du dir schon meine Mischkulturtabelle heruntergeladen?) liefert dir dein Freiluftsupermarkt hinter dem Haus den ganzen Sommer über leckere Gurken. Also nix wie los, lass uns Gurken anpflanzen! :)

    Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist und nicht nur Gurken, sondern auch anderes leckeres Gemüse in deinem Garten anbauen möchtest, lies gerne hier weiter:

    Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – Der komplette Zucchini-Guide

    Salat pflanzen, anbauen und rund ums Jahr ernten – die komplette Anleitung!

    Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zum Ernten!

    Hast du noch mehr Tipps zum Thema Gurken pflanzen und anbauen? Was sind deine Lieblingssorten? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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    Kräuter Balkon

    Dein zauberhafter Kräuter Balkon

    Ein Kräuter Balkon ist fast wie Zauberei! Deine Tomatensauce ist langweilig? Simsalabim: Einen Gang auf deinen Balkon und sie ist ein italienisch angehauchtes Meisterwerk. Du sollst spontan Kräuterbutter oder einen Kräuterquark zur Grillparty mitbringen? Hokuspokus Fidibus: Kein Problem mit einem Kräuter Balkon! Bist du auch ganz verzaubert von dieser Idee? Dann lass es uns angehen!

    Inhaltsverzeichnis
    Klein aber Oho
    Was darf es denn sein auf deinem Kräuter Balkon?
    Wer braucht was auf dem Kräuter Balkon?
    Ab wann Kräuter auf dem Balkon pflanzen?
    Kräuter auf dem Balkon hegen und pflegen
    Deine zauberhafte Kräuter Ernte
    Das ist ja wie verhext! Schädlinge auf dem Kräuter Balkon
    It´s magic! Wie du mit dem Kräuter Balkon Gerichte verzauberst

    Klein aber Oho

    Bei Kräutern spielt die Größe keine Rolle – denn schon in ein paar Blättern sind sooo viele Aromen drin! Es ist ganz egal, ob du einen riesengroßen Gemüsegarten, eine üppige Dachterrasse, einen süßen Balkon oder auch nur eine kleine Fensterbank hast: Wir Kräuterhexen bekommen die herrlichen Pflanzen alle irgendwo unter!

    Petersilie auf dem Kräuter Balkon

    Was darf es denn sein, auf deinem Kräuter Balkon?

    Du hast die Qual der Wahl. Es gibt sooo viele köstliche Kräuter, die du ausprobieren kannst. Altbekannt sind natürlich Basilikum, Rosmarin, Schnittlauch, Dill, Thymian und Petersilie. Aber auch Exoten wie Schnittknoblauch, Schokoladenminze, Griechischer Bergtee, Ysop und das Kraut der Unsterblichkeit machen sich gut auf deinem Balkon.

    Fehlt nur noch, dass Professor Snape jetzt mit einem Zinnkessel der Normgröße 2 um die Ecke kommt, oder? ;) Hach, diese Kräuter sind doch wirklich faszinierend – und die Auswahl ist riesig! Wahrscheinlich können deshalb gar nicht alle Kandidaten auf dem Balkon Platz finden, oder? Welche sollen es also sein? Vielleicht helfen dir folgende Fragen:

    1. Welche Kräuter benutzt du am allerhäufigsten in der Küche?
    2. Welche Geschmackswelt liegt dir am meisten? Eher mediterran, asiatisch, oder doch am liebsten die Frankfurter Grüne Soße?
    3. Wie viel Platz kannst du auf dem Balkon für Kräuter erübrigen?
    4. Was hast du für Bedingungen auf deinem Balkon? Volle Dröhnung Sonne oder doch eher das Schattenreich?

    Für Frage Nummer 4 habe ich noch ein kleines Goodie für dich: Den Balkongemüse-Kompass. Hier kannst du auf einen Blick ablesen, welches Gemüse wie viel Platz und Sonne braucht. Ein paar Kräuter sind natürlich auch dabei. Trag einfach deine Emailadresse ein und der Balkongemüse-Kompass flattert in dein Postfach!

    Wer braucht was auf dem Kräuter Balkon?

    Jetzt aber mal Tacheles: Welches Kraut braucht was auf deinem Balkon? Hier eine praktische Übersicht mit der idealen Topfgröße und dem Licht- und Wasserbedarf für deine Balkon Kräuter. Diese Tabelle gibt nur einen kleinen Einblick, aber vielleicht hilft dir das ja schon. :)

    Balkon KräuterTopfLichtbedarfWasserbedarf
    Schnittlauch2 lSonne bis Halbschattenhoch
    Petersilie2 lSonne bis Halbschattennormal
    Basilikum2 lSonnenormal
    Dill2 lSonne bis Halbschattennormal
    Schnittknoblauch2 lSonne bis Halbschattenhoch
    Minze5 lSonne bis Halbschattennormal
    Salbei5 lSonnenormal
    Oregano5 lSonnehoch
    Liebstöckel5-10 lSonnenormal
    Ysop5 lSonnenormal
    Rosmarin5 lSonnemäßig
    Griechischer Bergtee15 lSonnenormal
    Koriander2 lSonne bis Halbschattennormal

    Ab wann Kräuter auf den Balkon pflanzen?

    Ein Kräuter Balkon ist nicht nur zum Ernten vor dem Abendessen super praktisch gelegen. Auf einem Balkon herrscht oft ein richtig tolles Mikroklima für deine Balkon Kräuter. Die Hauswand lädt sich den Tag über richtig schön mit Wärme auf und gibt diese nachts wieder ab. Das heißt, deine Balkongarten-Saison startet früher als der Gemüsegarten im Freiland.

    Cool, oder? Auch kannst du viele der Pflanzen überwintern, indem du einfach die Töpfe ganz nah an die Hauswand rückst.

    Es gibt ziemlich viele kältetolerante Kräuter. Dazu gehören Liebstöckel, Schnittlauch, Thymian, Salbei und Minze. Die kannst du teilweise schon ab März pflanzen. In richtig kalten Nächten stehen aber auch sie gerne eng kuschelig nah der Hauswand. ;)

    Daneben gibt es jedoch auch einige richtige Frostbeulen, die erst ab Mai raus möchten, wenn die Nächte nicht mehr so kalt sind. Dazu gehören Zitronenverbene und Basilikum. Aber wenn die Nächte dann schön warm sind und die Sonne kräftig scheint, werden Basilikum und Co deinen Balkon nach und nach erobern. ;)

    Apropros Basilikum: In diesem Video zeige ich dir, wie du deine Ernte gaaanz leicht vervielfachen kannst! Schau mal rein, das lohnt sich.

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    Mehr Informationen

    Kleiner Tipp: Beim Einpflanzen in die Töpfe oder Kübel ist es ein richtig schlauer Schachzug, eine Drainageschicht mit in das Pflanzgefäß zu packen. Denn die wenigsten Kräuter mögen nasse Füße.

    Kräuter auf dem Balkon hegen und pflegen

    Woah, auf deinem Kräuter Balkon duftet es und du hast schon einiges ernten können? Was für ein schönes Gefühl, oder? Zum Glück sind die meisten Kräuter total anspruchslos. Sie mögen hier und da mal einen Schluck Wasser haben und die Hungrigen unter ihnen sagen auch zu einer Düngung nicht nein. Ich kann dir dafür sehr diesen Langzeitdünger aus Schafswollpellets ans Herz legen*. Der ist ergiebig und gibt deinen Pflanzen, was sie brauchen. Viele Kräuter – gerade die mediterranen Kandidaten – stehen aber sowieso lieber in nährstoffarmer Erde.

    Deine zauberhafte Kräuter Ernte

    Bei Kräutern ist das Ernten nicht schwer: Einfach ein paar Blätter abzupfen oder mit der Schere* ein paar Schnitte tun, und schon hast du eine Handvoll herrliche Aromen.

    Viele Kräuter kannst du so beernten, dass sie immer buschiger und üppiger werden. Wie das mit Basilikum geht, zeige ich dir oben in dem Video. Mit Rosmarin klappt das übrigens auch gut!

    Kräuter aus der Familie der Zwiebelgewächse wollen möglichst oft beerntet werden. Denn je öfter du sie schneidest, desto kräftiger und langlebiger wird die unterirdische Zwiebel.

    Bei Minze bin ich auch immer relativ radikal. Die wächst einem nämlich schnell mal über den Kopf! Kräuter sind übrigens meist vormittags am aromatischsten. Dann ist also der beste Erntezeitpunkt.

    Damit deine Balkon Kräuter nach der Ernte wie von Zauberhand munter weiterwachsen, kommt es auf den richtigen Schnitt an. Denn beim Ernten gibt es ein paar Spezialtipps. Am besten investierst du einmal in eine richtig scharfe Schere*. Ein sauberer, scharfer Schnitt heilt nämlich ganz schnell. So ist deine Pflanze deutlich weniger anfällig für Krankheiten, die über ausgefranste Verletzungsstellen eintreten können.

    Apropos sauber: Dein Werkzeug* freut sich zwischendurch über eine Reinigung. Das trägt zur Langlebigkeit bei und verhindert ebenfalls, dass du Pflanzenkrankheiten auf deinem ganzen Balkon verteilst.

    Kräuter vom Balkon ernten

    Das ist ja wie verhext! Schädlinge auf dem Kräuter Balkon

    Leider ist die Freude über einen Kräuter Balkon oft nicht nur beim Menschen groß. Auch gemeine Schädlinge wie Blattläuse und Zikaden freuen sich über das saftige Grün. Zeit, die Verteidigungszauber aus dem Handgelenk zu schütteln!

    Du hast winzige rote Tierchen in deinen Kräutern und krempelst schon die Ärmel hoch? Stopp! Es könnte sich um die Rote Samtmilbe handeln. :) Das ist deine persönliche kleine Armee bei der Schädlingsbekämpfung! Die knabbern nämlich besonders gerne an Eier von fiesen Schädlingen! Richtig praktisch, oder? Die sollen also schön weiter machen!

    Aber wenn es um Blattläuse geht, ist Action angesagt! Zuallererst kannst du sie von den Pflanzen runterspülen. Das mögen sie schonmal gar nicht! Ebenfalls sehr wirksam: Eine Lösung aus verdünntem Neemöl! Das kannst du alle paar Tage auf die betroffenen Pflanzen spritzen. Achte dabei aber darauf, dass die Sonne schon untergegangen ist oder dass es bewölkt ist, sonst könnten deine Pflanzen verbrennen.

    Rosmarin auf dem Kräuter Balkon

    It´s magic! Wie du mit dem Kräuter Balkon Gerichte verzauberst

    Kräuter machen beim Kochen wirklich alles besser, oder? Ich packe in die allermeisten Gerichte ein paar Kräuter rein. Die heben einfach den Geschmack und runden wie von Zauberhand leckere Speisen perfekt ab. Ich kann mir jedenfalls keinen Sommer ohne Kräuterbutter vorstellen!

    Dafür nehme ich meist eine Knoblauchzehe und zerquetsche sie mit einer Gabel und etwas Salz zu einem Brei. Dann flitze ich auf meinen Kräuter Balkon und ernte einen bunten Strauß an aromatischen Kräutern.

    Die werden gewaschen und fein gehackt. Dann den Knobi und die Kräuter unter die Butter kneten und durchziehen lassen. Herrlich! Kräuterquark mache ich eigentlich genauso, nur nehme ich statt Butter dann natürlich leckeren Quark. ;)

    Ich habe hier noch ein paar praktische Tipps für dich:

    • Tipp Nummer 1: Falls du mehr geerntet hast, als du gerade benötigst, halten sich die meisten Kräuter ein paar Tage lang in einem Wasserglas, wenn du sie als kleines Sträußchen hineinstellst.
    • Tipp Nummer 2: Wenn eine größere Ernte von Schnittlauch und Petersilie ansteht, wasche und schneide ich gerne direkt alles. Entweder kannst du dann die gut abgetrockneten Kräuterstückchen in einem Zipp-Beutel einfrieren, oder mit ein bisschen Wasser in einen Eiswürfelbehälter geben. So hast du ruckzuck immer Tiefkühl-Kräuter zur Hand. Hier erkläre ich das anhand von Bärlauch ganz genau. ;)
    • Tipp Nummer 3: Viele Kräuter eignen sich prima zum Trocknen. So hast du sie als getrocknete Gewürze oder aber auch als Tee immer griffbereit. Dafür bindest du kleine Kräutersträuße und hängst sie an einem eher dunklen Ort luftig auf. Wenn sie richtig rascheln, sind sie fertig getrocknet. Das ist eine ganz zauberhafte Art des Haltbarmachens.

    In meinem „Vorratskammer starten“ – Onlinekurs kannst du übrigens noch soooo viel mehr über dieses ganze Themengebiet lernen*! Der Kurs ist nicht nur für Leute mit riesigem Gemüsegarten geeignet, du kannst ganz prima die Lebensmittel vom Wochenmarkt um die Ecke haltbar machen. Aber Vorsicht – das macht süchtig! ;)

    Kräuter Balkon
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    Na, hast du auch Lust bekommen, unter die Kräuterhexen zu gehen? Es lohnt sich auf alle Fälle! Du wirst jede Menge Spaß an wohltuenden Tee, leckerem Kräuter-Quark und herrlichen Rosmarin-Kartoffeln haben. Außerdem ist es eine wahre Freude zu sehen, wie sich Bienen in den blühenden Kräutern tummeln.

    Falls es auf dem Balkon nicht ausschließlich bei Kräutern bleiben soll: Denk daran, dir schonmal meinen Balkongemüse-Kompass zu holen. Der ist eine prima Hilfe, wenn es um das Balkongärtnern geht. Wenn du magst, kannst du auch gleich hier weiter stöbern:

    Balkongemüse – Leckere Ernte aus luftiger Höhe!

    Balkonpflanzen: So wird dein Balkon zum Paradies!

    Winterharte Balkonpflanzen: So nutzt du deinen Balkon das ganze Jahr!

    Bist du bereits unter die Kräuterhexen gegangen? Was wächst auf deinem Kräuter Balkon? Schreib es mir gerne in die Kommentare. :)

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    Knoblauch im Beet

    Aussaat & Pflanzen im Oktober + Mischkulturtabelle 2026

    Es ist sooo schön, an einem trüben Tag im Winter in den Garten zu gehen und sich an den bunten Farben des Mangolds, den herausragenden Rosenkohl-Pflanzen oder dem zarten Grün des Winterspinats zu erfreuen. Du hast dein Sommergemüse abgeerntet und ein großer Teil deiner Beete liegt jetzt brach? Das muss nicht so bleiben! ;)

    Inhaltsverzeichnis
    Gemüse, die du im Herbst draußen aussäen kannst
    Das Frühbeet und Gewächshaus im Herbst sinnvoll nutzen
    Mischkulturtabelle
    Gartenarbeiten im Oktober

    Auch ohne Gewächshaus kannst du so einige Gemüse auch im Oktober noch säen oder pflanzen, sodass dein Gemüsegarten dir in der kalten Jahreszeit noch einen stattlichen Ertrag abwirft.

    Auch der Boden ist dankbar, wenn er über den Winter bewachsen ist und die Wurzeln der Gemüsepflanzen die Bodenpartikel stabilisieren – so ist der Boden vor Herbststürmen und Starkregenereignissen bestens geschützt.

    Du hast bisher noch kein Wintergemüse gesät oder gepflanzt? Dann aber los! Schau dir dazu auch gerne das Video an, in dem du siehst was auch im Oktober im Garten noch alles möglich ist!

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    Mehr Informationen

    So einige Gemüse sind ziemlich hart im Nehmen und können den Winter einfach im Freien verbringen. Diese Winterhelden sind unbeeindruckt von kräftigen Winden und eisiger Kälte und stehen tapfer und unerschrocken im Beet – bis du dich gut eingemummelt nach draußen traust, um sie zu ernten und zu vernaschen. ;) 

    Gemüse, die du im Herbst draußen aussäen kannst

    Diese Winterhelden kannst du auch noch im Oktober direkt im Garten aussäen:

    Wusstest du, dass es super einfach ist, den Winter über Salat anzubauen, wenn man ein paar Dinge beachtet? Die super beliebte und seltene Salatsorte „Baquieu“ ist für den Winteranbau übrigens bestens geeignet! Wenn du dir nicht vorstellen kannst auch im Winter Salat anzubauen, dann lies gerne hier weiter. Es ist noch sooo viel möglich :)

    Bei der Wintererbse ist die Sorte „Sima“ richtig, richtig frosthart und es macht ihr gar nichts aus, im Beet zu überwintern. Gegenüber ihren im nächsten Frühjahr gesäten Kolleginnen, hat sie einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und präsentiert dir schon ab Mai stolz ihre leckeren Erbsen.

    Salaternte im Oktober

    Jetzt ist außerdem die perfekte Zeit, um Wintersteckzwiebeln zu pflanzen. Die Winterzwiebeln kannst du schon früh im nächsten Jahr ernten und sie versorgen dich den ganzen Winter über mit frischem Zwiebelgrün, das du wie Frühlingszwiebeln in der Küche verwenden kannst.

    Für richtig dicke Knoblauchknollen ist es am besten, die Zehen schon im Herbst zu stecken. Denn auch der Knoblauch lässt sich von eisiger Kälte nicht beeindrucken und überwintert ohne Probleme auf deinen Beeten.

    Wenn du nachlesen möchtest, wie Knoblauch angepflanzt wird, dann schau doch mal bei diesem Artikel vorbei.

    All diese Gemüse kannst du natürlich auch im Gewächshaus anbauen. Besonders die Wintersteckzwiebeln, denen du regelmäßig den Schopf schneidest, zeigen sich dankbar für ein geschütztes Plätzchen und treiben dann umso schneller wieder nach. :)

    Das Frühbeet und Gewächshaus im Herbst sinnvoll nutzen

    Wenn du ein Frühbeet oder ein Gewächshaus in deinem Garten hast, dann kannst du darin im Herbst noch einige Gemüse säen, für die eine Aussaat im Freiland jetzt schon etwas spät wäre. Manche dieser Gemüse genießen aber auch einfach den Komfort, den so ein Dach über dem Kopf bietet, denn langanhaltende Regenfälle können ihnen den Spaß am Winter ziemlich verderben und sie werden faulig.

    Gewächshaus im Herbst

    Folgende Gemüse kannst du jetzt noch in deinem Frühbeet oder Gewächshaus säen:

    Das Grün der Zuckererbsen schmeckt ganz zart nach süßen Erbsen und ist super, super lecker! Du kannst es mit in den Salat mischen, dein Butterbrot damit belegen oder du packst es einfach in deinen Grünen Smoothie. :)

    Mischkulturtabelle

    Der Oktober läd mit etwas kühleren Temperaturen zu Tagträumereien mit einem leckeren Tee auf der Couch ein. Und vielleicht überlegst du ja auch schon, welche Gemüsesorten im nächsten Jahr in deine Beete einziehen sollen? Falls du noch etwas Unterstützung brauchst, welche Gemüse optimale Beetpartner sind, trage dich hier ein und unsere Mischkulturtabelle landet in deinem Postfach :)

    Gartenarbeiten im Oktober

    Hier kommt eine kleine Erinnerung für dich: Im Oktober steht häufig der erste Bodenfrost vor der Tür. Deswegen solltest du den Wetterbericht gut verfolgen, damit du die frostempfindlichen Gemüse wie Tomaten oder Zucchini rechtzeitig abernten kannst. Andere Gemüse solltest du vor niedrigen Temperaturen rechtzeitig schützen. 

    Deine empfindlichen Gemüse freuen sich, wenn du sie in Gartenvliese einmummelst, und danken dir mit einer verlängerten Ernte. Dazu gehören Spinat, Salate, Möhren, Mangold, Rote Bete und so ziemlich alle frischen Aussaaten und Jungpflanzen.

    Wurzelgemüse kannst du auch wunderbar mit einer dicken Mulchschicht schützen. Organisches Material wie Rasenschnitt, Holzhackschnitzeln oder Laub puffern die erste Kälte ab und speichern die Restwärme im Boden.

    Schau mal, hier findest du mehr Infos zum Mulchen.

    Gründünger im Oktober

    Abgeerntete Beete kannst du jetzt im Herbst noch wunderbar mit Blattgemüse für den Winter bestücken. Oder du gönnst deinem Boden eine kleine Wellnesskur und säst eine Gründüngung ein. So spät im Jahr sind Winterroggen und Zottelwicke, entweder einzeln oder im Gemenge, eine gute Wahl. 

    Der Herbst ist außerdem die perfekte Zeit, um den Komposthaufen zu pflegen. Erntereste, Strauchschnitt, das erste Herbstlaub – jetzt kommt einiges zusammen, dass du mit wenig Aufwand in wertvollen Kompost verwandeln kannst. Wie das geht, erfährst du hier:

    Einen richtig guten Kompost ansetzen

    Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Aussäen und Pflanzen!

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    Und damit dir im Winter auch nicht langweilig wird in deinem Garten, gibt es hier noch ein paar weitere Artikel passend für den Winter – Gemüsegarten:

    Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

    Spinat anbauen: Meine Geheimtipps für eine super Ernte!

    Chicorée: Das magische Wintergemüse, das im Dunkeln wächst! 

    Erzähl doch mal! Welche Wintergemüse stehen auf deinen Beeten? Ich bin gespannt und freue mich über deinen Kommentar!

    Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

     

    Die 7 häufigsten Fehler im Tomatenanbau & wie du sie vermeidest!

    Tomaten gehören zu den beliebtesten Selbstversorgerpflanzen im Garten – welcher Gemüsefan verzichtet schon freiwillig auf ihr unwiderstehliches Aroma? Trotzdem machen viele Gärtner immer wieder dieselben Fehler im Tomatenanbau – und ernten dadurch viel weniger, als sie könnten. Damit deine Pflanzen dieses Jahr gesund wachsen und dir eine üppige Ernte bescheren, verrate ich dir heute die 7 häufigsten Tomaten-Fehler – und wie du sie vermeidest.

    Inhaltsverzeichnis
    Fehler #1: Tomaten zu früh vorziehen
    Fehler #2: Tomaten zu eng pflanzen
    Fehler #3: Sensible Sorten anbauen
    Fehler #4: Tomaten im Regen stehen lassen
    Fehler #5: Tomaten falsch gießen
    Fehler #6: Tomaten in zu kleinen Töpfen anbauen
    Fehler #7: Tomaten nicht bestäuben

    Fehler #1 im Tomaten-Anbau: Die liebe Ungeduld

    Der wohl häufigste Fehler im Tomatenanbau entsteht durch zu viel des Guten: Die Lust, endlich wieder loszulegen, treibt viele Hobbygärtner dazu, schon super früh im Jahr mit der Tomatenanzucht anzufangen. Ich kann das gut verstehen, schließlich kribbelt es mir im Winter auch immer schon arg in den Fingern und ich würde am liebsten direkt loslegen und mit Volldampf ins neue Gartenjahr starten.

    Aber das ist leider keine so gute Idee. Eine falsche Anzucht kann dir statt einem Vorteil nämlich auch Nachteile bereiten – denn wenn die jungen Tomatenpflanzen länger als nötig in ihren Töpfen bleiben, leiden sie darunter: Sie fangen dann an zu „spargeln“, wachsen zu schnell in die Höhe und werden instabil.

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    Mehr Informationen

    Um ein YouTube-Video zur Tomaten-Anzucht rechtzeitig veröffentlichen zu können, habe ich vor ein paar Jahren bereits an Weihnachten Tomaten ausgesät. Diese Tomaten fanden es aber überhaupt nicht lustig, dass sie mehrere Monate drinnen ausharren mussten und waren keine fitten Jungpflanzen mehr, als ich sie im Mai endlich ausgepflanzt habe.

    Im Vergleich zu den Tomaten, die ich zu meinem sonst üblichen Aussaatzeitpunkt Mitte März vorgezogen habe, sind die Dezember-Tomaten richtige Spargeltarzane. Die März-Tomaten hingegen sind schön kräftig und gedrungen gewachsen. Sie wirken, als könnten sie allem, was das Gartenjahr so an Krankheiten, Belastungen und Schädlingen vorzuweisen hat, viel besser die Stirn bieten. Das ist ein Riesenunterschied!

    Hier siehst du, wie unterschiedlich die Pflanzen sich entwickeln: Links die Dezember-Tomate und rechts die März-Tomate – beide Anfang Juni:

    Fehler in der Tomatenanzucht

    Es ist also super wichtig, den richtigen Zeitraum zum Vorziehen deiner Tomaten abzupassen – und der ist recht klein. Mitte April ist zum Beispiel schon zu spät, denn da geht dir ein ganzer Erntemonat verloren.

    Meiner Erfahrung nach ist Mitte März der optimale Zeitpunkt, um Tomaten vorzuziehen, die ins Freiland kommen. Ende Februar bis Anfang März ist perfekt, um deine Gewächshaustomaten vorzuziehen.

    Du willst ohne Ende Tomaten ernten? Dann hol dir den Tomaten-Masterplan!

    In meinem Masterplan findest du – kompakt und knackig – alle Infos, die du brauchst, um eine richtig dicke Tomaten-Ernte einzufahren. Von der Aussaat übers Pikieren bis zu den besten Sorten und meiner geheimen Düngermixtur für Tomaten ist alles drin, was du für den Tomatenanbau wissen musst. ;)

    Alles was du danach noch machen musst, ist loszulegen! Trage deine Emailadresse hier ein, um dir den Tomaten-Masterplan herunterzuladen:

    Fehler #2 im Tomaten-Anbau: Tomaten brauchen Platz zum Atmen

    Tomaten kann man nie genug haben, oder? Da ist es schon ziemlich verlockend, möglichst viele Jungpflanzen im Beet unterzubringen. Zwischen ihnen ist beim Auspflanzen schließlich genug Platz, oder? Der Schein trügt leider – und das kann ziemlich fatale Folgen haben!

    Denn Tomaten haben eine gefürchtete Krankheit: Die Kraut- und Braunfäule, die durch den Pilz „Phytophthora infestans“ hervorgerufen wird. Die Braunfäule kann sich vor allem dann ausbreiten, wenn Tomaten sehr dicht stehen und feuchte Blätter nicht schnell genug abtrocknen können – dabei ist es ganz egal, ob die Blätter durch Regen, Schwitzwasser im Gewächshaus oder vom Gießwasser feucht werden.

    Der Pilz verbreitet sich über Sporen, die auf deinen Pflanzen landen. Wenn die Blätter zu lange feucht sind, können die Pilzsporen dort auskeimen und deine grünen Freunde befallen. Und darauf können wir wirklich getrost verzichten, denn diese blöde Pilzkrankheit führt zu beträchtlichen Ernteeinbußen – besonders, wenn sie schon früh im Jahr auftritt.

    Fehler im Tomatenanbau_Braunfäule vermeiden

    Gegen die Braunfäule ist leider kein Kraut gewachsen: Früher oder später landen die Pilzsporen Jahr für Jahr in so gut wie jedem Garten – dagegen kannst du leider wenig tun. Aber du kannst ihnen das Leben so richtig schwer machen und sie in ihrer Ausbreitung verlangsamen, damit du so wenig Ernteeinbußen wie möglich hast.

    Dafür ist es super wichtig, dass deine Tomatenpflanzen nicht zu dicht stehen, sodass Luft zwischen ihnen durchstreichen kann und sie immer fix abtrocknen. Achte beim Pflanzen deshalb immer auf einen weiten Pflanzabstand: 45 x 45 cm sind perfekt.

    Andere wichtige Pflegemaßnahmen gegen Feuchtigkeit sind das Ausgeizen von überschüssigen Trieben und das Entfernen der unteren Blätter der Pflanze. Tomaten wollen luftig wachsen, und die untersten Blätter sollten den Boden nicht berühren. 

    Fehler #3 im Tomaten-Anbau: Ist deine Sorte regenfest?

    Kaum ein Gemüse weist so eine hohe Sortenvielfalt auf wie die Tomaten. Es sind allerdings nicht alle Sorten im Freiland gut aufgehoben. Robuste Sorten, die du guten Gewissens ins Freiland pflanzen kannst, kommen mit Regen und Feuchtigkeit viel besser zurecht und ziehen sich nicht gleich Kraut- und Braunfäule zu, wenn ihre Blätter mal zwei Stunden lang feucht sind.

    Ein paar von den Sorten, die du auch ohne Dach anbauen kannst sind zum Beispiel Matina, Celsior, De Berao, Primabella und Cerise. Sie liefern auch in feuchten Sommern lange gute Erträge.

    Schau also mal, bevor du deine Pflanzen nach draußen setzt, ob deine Sorte überhaupt mit Wind und vor allem Regen klarkommt, oder ob es eine Sorte ist, die im Gewächshaus oder zumindest unter einem Tomatendach vielleicht besser aufgehoben wäre.

    Fehler #4 im Tomaten-Anbau: Kein Dach überm Kopf

    Generell ist es immer sinnvoll, Tomaten unter einem schützenden Dach anzubauen. Das kann – je nachdem, wie dein Garten so aussieht – ein Gewächshaus, ein Tomatendach oder der Dachvorsprung an der Südseite des Hauses sein: Hauptsache, deine Tomaten kriegen nicht ständig Regen ab und werden bleiben vor der Kraut- und Brauntfäule sicher.

    Wenn du Tomaten auf dem Balkon anbaust, dann rück deine Töpfe am besten schön dicht an die Hauswand heran, so dass sie vielleicht noch ein bisschen unter einem Dachvorsprung stehen oder zumindest durch die Wand ein bisschen geschützt sind.

    Es lohnt sich auch, Tomatenpflanzen mithilfe von Schnüren, Spiralstäben, Tomatenhaken oder ähnlichem in die Höhe zu ziehen und zu stabilisieren. Besonders in Kombination mit einer Überdachung sind Schnüre eine gute Wahl, da sie ganz einfach anzubringen sind.

    Mit diesem Gesamtpaket sind deine Tomaten gut geschützt und haben gleichzeitig ein prima funktionierendes Stützsystem.

    Tomaten geschützt anbauen

    Fehler #5 im Tomaten-Anbau: Du meinst es zu gut mit deinen Tomatenpflanzen!

    Viel hilft nicht immer viel! Wenn du es zu gut mit deinen Tomaten meinst, und sie mit übermäßig viel Dünger und Wasser „verwöhnst“, schmecken sie leider ziemlich fad. Denn wenn du sie dauernd gießt, wandert viel Flüssigkeit direkt in die Früchte, die dann wässerig werden und an Geschmack einbüßen.

    So geht’s richtig: Gieß deine Tomaten nach dem Auspflanzen gut an, bis der erste Wachstumsschub deutlich sichtbar ist und du dir sicher sein kannst, dass sie gut angewurzelt sind. Ab dann kannst du sparsamer gießen. 

    Grundsätzlich gilt auch: Lieber einmal die Woche richtig viel gießen als jeden Tag ein paar Tropfen, sonst bildet deine verwöhnte Tomate nur ein oberflächliches Wurzelwerk aus.

    Auch beim Düngen kannst du es ungewollt übertreiben – obwohl Tomaten zu den Starkzehrern gehören. Überdüngte Tomaten wachsen zu schnell in die Höhe, werden dann instabil und knicken ab. Ganz auf Düngung verzichten solltest du aber auch keinesfalls, denn deine hungrigen Tomatenpflanzen brauchen natürlich ausreichend Nährstoffe, um kräftig und gut wachsen zu können. 

    Wie so oft ist kommt es auf die richtige Dosis an. Alle paar Wochen freuen sich deine Tomaten über eine Düngergabe im Gießwasser. Wenn du wissen möchtest, wie meine Spezialdünger-Rezeptur für Tomaten zusammengesetzt ist, mit der ich richtig gute Erfahrungen gemacht habe, schau doch mal in diesem Artikel vorbei: Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

    Fehler #6 im Tomaten-Anbau: Das Wurzelwerk unterschätzen ;)

    Der nächste Fehler ist typisch für alle, die ihre Tomaten auf dem Balkon, in Kübeln oder Töpfen anbauen. Dabei passiert es nämlich schnell, dass Tomaten in Pflanzkübeln wachsen, die eigentlich viel zu klein für sie sind. Viele Gemüse haben ein Wurzelwerk, das genauso groß ist wie der oberirdische Teil der Pflanze – da merkst du schnell, dass sich Tomaten eigentlich nach sehr großen Töpfen sehnen.

    Deswegen sollte der Kübel, in den du deine Balkontomaten pflanzt, unbedingt mindestens 20 Liter fassen, damit die Tomatenwurzeln genug Platz haben und die Pflanzen gut wachsen können – gern auch mehr. Das ist total wichtig, damit du am Ende auch Spaß und süße Früchtchen an deinen Tomaten hast.

    Das gilt übrigens auch für ganz viele andere Topfpflanzen: Sorg dafür, dass sie genug Platz in ihrem Pflanzgefäß haben, damit sie auf deinem Balkon richtig glücklich und groß werden.

    Fehler beim Tomatenanbau im Kübel

    Fehler #7 im Tomaten-Anbau: Gewächshaustomaten werden nicht bestäubt

    Wusstest du, dass Tomaten nicht nur durch Insekten bestäubt werden könnne, sondern auch bereits, wenn die Blüten bewegt oder geschüttelt werden? Wenn du Tomaten im Gewächshaus anbaust, hast du deshalb ein Problem: Da kommt kaum Wind rein. Das bedeutet, dass die Blüten oft schlechter bestäubt werden – und es dann weniger Fruchtansätze gibt. Und auch die Insekten, die deine Pflanzen bestäuben könnten, verirren sich nicht so häufig ins Gewächshaus.

    Deswegen musst du im Gewächshaus unbedingt nachhelfen, um die Tomaten zu bestäuben, damit du eine üppige Tomatenernte einfährst. 

    Ich habe da einen (vielleicht etwas verrückten) Trick für dich: Halte einfach eine eingeschaltete elektrische Zahnbürste für zehn bis zwanzig Sekunden an den Blütenstängel deiner Tomatenpflanze. So sorgst du für einen gesicherten Pollentransport. Falls du keine elektrische Zahnbürste besitzt, kannst du die Stängel deiner Tomaten auch regelmäßig schütteln – aber nicht zu fest. Sei lieb zu deinen Tomatenpflanzen! ;)

    Wenn du nochmal ausführlich nachlesen möchtest, wie dieser verrückte Trick mit der Zahnbürste funktioniert, dann schau dir gerne den passenden Artikel an:

    Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

    Pssst: Regelmäßig lüften solltest du dein Gewächshaus übrigens unbedingt trotzdem: Denn deine Pflanzen „schwitzen“ – und nur bei ausreichend Frischluft sind sie schnell wieder trocken. Gerade im Sommer wird ein Gewächshaus bei geschlossenen Türen auch schnell zur Sauna, und da stehen Tomaten so gar nicht drauf.

    Tomaten ernten

    Hach, Tomaten sind einfach großartig und ich kann es kaum noch abwarten, bis auch dieses Jahr wieder die ersten Früchte reif sind.

    Wenn du von Tomaten auch nicht genug bekommen kannst, dann stöbere doch gerne noch ein bisschen weiter in den Tomatenanbau-Artikel auf dem Blog:

    Die 8 wirksamsten Mischkultur-Partner für Tomaten! 

    Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

    Tomaten ausgeizen und pflegen – Schritt für Schritt mit Bildern!

    Welche Fehler sind dir als Neuling beim Tomatenanbau passiert? Schreib mir gerne einen Kommentar und berichte von deinen Erfahrungen! :)

    Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Gewächshaus bepflanzen – Ernte das ganze Jahr!

    Ein Gewächshaus bepflanzen und saftige Melonen, dicke bunte Paprika und andere leckere Exoten ernten ist dein Gartentraum? Damit dein Traum bald Wirklichkeit wird, kommen hier meine besten Tipps und Tricks zum Gewächshaus Bepflanzen von der Planung über die perfekte Pflege bis hin zur Traumernte! Los geht´s!

    Inhaltsverzeichnis
    Gewächshaus bepflanzen – ein Gärtnertaum!
    Gewächshaus kaufen und platzieren
    So geht´s: Gewächshaus bepflanzen mit Erfolg
    Krankheiten im Traumhaus
    3 Profitipps zum Gewächshaus bepflanzen
    Was dein Gewächshaus noch so kann

    Gewächshaus bepflanzen – ein Gärtnertaum!

    Dein Traumhaus ist ein Gewächshaus und du möchtest schon seit Jahren eines haben, bist aber unsicher, wie du dieses Projekt angehen sollst? Dann lass uns gemeinsam sehen, wie du am besten zu einer Immobilie für deine grünen Freunde kommst. ;)

    Am Anfang stehen die ganz großen Fragen: Welche Größe ist die Richtige? Worauf muss ich achten? Und wo soll das Schloss denn überhaupt hin? Bevor es ans Gewächshaus Bepflanzen geht, klären wir also erstmal die Basics!

    Gewächshaus kaufen und platzieren

    Die erste Frage ist: Was wünschst du dir genau? Möchtest du hauptsächlich ein Gewächshaus zum Vorziehen deiner Jungpflanzen? Soll es eine Tomatenplantage werden? Oder ein kuscheliges Plätzchen für exotischere Früchtchen wie Auberginen, Chili und Luffagurken?

    Ich habe mir mit meinem viktorianischen Gewächshaus* einen langersehnten Wunsch erfüllt. :)

    Gewächshaus im Gemüsegarten

    Für die Jungpflanzenanzucht reicht oft aber schon ein Mini-Gewächshaus an der Südseite des Hauses. Für eine Tomatenplantage oder ein Exotenhaus musst du dir überlegen, welche und wie viele Pflanzen du darin anbauen möchtest. Die Pflanzabstände helfen dir dabei auszuknobeln, wie groß das Gewächshaus sein muss.

    Das richtige Plätzchen für dein Gewächshaus ist der nächste entscheidende Punkt! Die perfekte Ausrichtung hast du, wenn der First in Ost-West Richtung zeigt. Außerdem soll dein Traumhaus natürlich möglichst viel Sonne abbekommen. Deshalb brauchst du einen ordentlichen Abstand zu Bäumen, Hecken und Mauern. Am besten beobachtest du an der geplanten Stelle mal einen Tag lang Sonnenlauf und Schattenwurf. Dann weißt du, ob du den idealen Platz gefunden hast.

    So geht´s: Gewächshaus bepflanzen mit Erfolg

    Juhu, das Traumhaus steht! Und schon ploppen die nächsten Fragen auf:

    Puhhhh, da schwirrt einem echt der Kopf! Aber alles kein Problem, das kriegen wir hin!

    Die richtige Erde im Gewächshaus

    Gute Erde ist die Basis für gesunde Pflanzen und eine dicke Ernte! Du kannst dein Beet im Gewächshaus genauso wie die Beete im Garten anlegen. Meine Kompostbeete sind eine super Grundlage für dein Gewächshaus.

    Sobald die Pflanzen etwa zehn Zentimeter groß sind, solltest du auch im Gewächshaus mulchen. So trocknet die Erde nicht so schnell aus und du servierst damit den kleinen Bodenlebewesen ein Festessen. Dafür kümmern sie sich dann besonders liebevoll um deinen Boden! Angewelkter Rasenschnitt, den du nicht dicker als fünf Zentimeter auf die Erde packst, sorgt für einen herrlichen Heuduft im Gewächshaus. Mhhhh, das riecht einfach himmlisch! :)

    Die Wasserversorgung ist gerade im Gewächshaus eine ganz wichtige Sache, weil es da ja nicht hineinregnen kann. Deshalb musst du mit dem Gießen schon beginnen, bevor überhaupt eine Pflanze eingezogen ist!

    Zwei Wochen vor den ersten Pflanzungen kannst du täglich großzügig den Boden im Gewächshaus gießen. Nach dem ersten Wasserschub sind nämlich oft nur die oberen 3 cm der Erde feucht. Durch das tägliche Gießen zieht das Wasser aber nach und nach tief in deine Erde ein.

    Wenn du dann mit dem Bepflanzen loslegst, ist der Boden gründlich durchfeuchtet. Auch in Trockenperioden können deine grünen Bewohner jetzt auf ein Wasserreservoir zurückgreifen. Und die Mulchschicht sorgt dafür, dass das Wasser nicht so schnell verdunstet, sondern in der Erde bleibt und deinem Grünzeug lange zur Verfügung steht.

    Gewächshaus Bepflanzen: Melonen im Gewächshaus

    Dein Gewächshaus Bepflanzen wie ein Profi

    Gut geplant ist halb geerntet! Mit einem guten Plan kannst du dein Gewächshaus so bepflanzen, dass du das ganze Jahr über ernten kannst.

    Den Startschuss geben im Februar frühe Salate, Kohlrabi und Spinat. Gerade die Salate sind ja echte Flitzkanonen und du kannst schon im März mit der Ernte beginnen.

    Es ist super hilfreich, wenn du auch im Gewächshaus auf Anbaupausen und günstige Mischkulturen achtest. Das kann auf dem kleinen Raum ganz schön knifflig werden. Dabei hilft es total, beim Gewächshaus Bepflanzen den Platz in verschiedene Zonen aufzuteilen. Die Pflanzen rücken dann einfach jedes Jahr eine Zone weiter!

    So wechseln sich die Pflanzenfamilien in deinem Gewächshaus munter ab. Du laugst deinen Boden nicht einseitig aus und bekommst nicht so leicht Probleme mit Krankheiten!

    Eine gute Mischkultur sorgt beim Gewächshaus Bepflanzen für gesunde und kräftige Pflanzen. Deine Aufgabe ist es also, für friedliche Nachbarschaftsverhältnisse im Traumhaus zu sorgen. Dafür habe ich hier ein kleines und sehr hilfreiches Geschenk für dich: meine Mischkulturtabelle! Du kannst dich einfach eintragen und ich schicke sie dir zu, so hast du den ersten Schritt schon gemeistert!

    Im frühen Herbst kannst du schon an den Winter denken: Sobald sich ein leeres Plätzchen zeigt, säst du dort Wintersalate ein. Schon wächst ein dicker Teppich frischer Spinat, Winter-Postelein, Feldsalat oder andere Wintersalate als Untersaat.

    Herrlich, wenn unter den letzten Tomaten dein knackiges Grün für den Winter sprießt. Yams!

    Gewächshaus bepflanzen mit optimaler Platznutzung

    Jetzt, wo dein Gewächshaus steht, willst du natürlich alle Etagen und Winkel optimal nutzen. Mit diesen Tricks kannst du dein Gewächshaus bepflanzen bis unter das Dach:

    • Zwischen Salaten lohnt es sich, 5 cm Abstand mehr einzuplanen. Dann passt da noch eine Reihe Radieschen rein hinein, die du schon vernascht hast, wenn der Salat seine volle Größe erreicht. Auch mit Gartenkresse kannst du solche Lücken füllen und hast eine weitere Vitaminbombe zur schnellen Ernte.
    • Beim Gewächshaus bepflanzen spielt aber auch der Dachboden eine wichtige Rolle. Einige Kandidaten ranken nur zu gern in die Höhe! Leite doch deine Tomaten, die Gurken und die Melonen einfach nach oben. Und schwupps hast du am Boden Platz für eine Unterpflanzung mit Kapuzinerkresse oder Salat.
    • Je nach Größe kannst du Regale in dein Gewächshaus stellen oder auch nur ein bis zwei Regalböden an den senkrechten Streben befestigen. Da ziehst du schon die nächste Generation Jungpflanzen vor und hast so ein Mehrgenerationen-Gewächshaus!

    Richtig düngen im Gewächshaus

    Du willst dein Gewächshaus bepflanzen und rund ums Jahr ernten? Wenn es solche Höchstleistungen vollbringen soll, braucht es ordentlich Futter von dir.

    Düngen ist im Gewächshaus besonders wichtig, denn die Pflanzen wachsen hier schneller und brauchen richtig Kraftfutter!

    Deshalb ist es wichtig, deinen Vielfraßen regelmäßig einen Schluck Brennnesseljauche zu gönnen. Sie freuen sich auch über etwas Gesteinsmehl, Schafwolle, Klee oder Brennnesseln im Pflanzloch. So ein Einzugsgeschenk verschafft ihnen einen optimalen Start und eine gute Langzeitversorgung.

    In meinem Youtube Video kannst du sehen, wie ich außerdem mit Mulch den Boden nicht nur schütze, sondern auch kontinuierlich dünge:

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    Eine andere Möglichkeit ist die Unterpflanzung, die ich schon erwähnt habe. Spinat oder Feldsalat sind nicht nur lecker, sondern auch prima Gründünger. Du kannst sie großflächig als „lebendige Mulchschicht“ aussäen. Dadurch hast du gleich vier Vorteile:

    • Die Blättchen schützen deinen Boden vor dem Austrocknen
    • Die Wurzeln reichern deinen Gewächshausboden mit Stickstoff an
    • Du nutzt das Erdgeschoss deines Traumhauses perfekt aus
    • Du kannst deine knackfrische Mulchschicht auch noch essen!

    Tschackaaa, Gewächshaus Bepflanzen und Gewächshaus Düngen mit einem Fingerschnipp!

     Gewächshaus Bepflanzen: Garten mit Gewächshaus

    Krankheiten im Traumhaus

    Ohoh, es gibt Ärger in deinem Gewächshaus?

    Auf engem Raum können sich Krankheiten schnell ausbreiten. Deswegen ist es wichtig, dass du regelmäßig die Blätter deiner Pflanzen auf erste Anzeichen überprüfst.

    Sitzt da vielleicht ein ungebetener Gast auf der Blattunterseite? Diese sprichwörtlichen „Untermieter“ wirst du ganz schnell mit ein paar Tricks los, wenn du sie rechtzeitig entdeckst.

    Vorsorge zahlt sich hier auf jeden Fall aus! Und das beginnt schon beim Gewächshaus Bepflanzen.

    Beim Pflanzen im Gewächshaus ist es nämlich besonders wichtig, die richtigen Abstände genau einzuhalten. Da ist ein bisschen Hausherren-Pingeligkeit ausnahmsweise mal angebracht! Wenn die Luft nicht tüchtig zirkulieren kann, kommt es schnell zu Schimmel- und Pilzkrankheiten. Und die will keiner in seinem Traumhaus haben!

    Gewächshaus Bepflanzen: Tomaten im Gewächshaus

    Außerdem ist es wichtig, dass du nach dem Gewächshaus Bepflanzen immer gezielt für frische Luft sorgst. Solange es nicht schneit, solltest du immer ein Fenster wenigstens angekippt lassen. Im Sommer lasse ich die Tür ganz offen, damit immer Luftbewegung im Gewächshaus ist.

    Ohne Lüftung wird es zu feucht und im Sommer auch viel zu heiß. Dann verkochen dir deine Paprika an der Pflanze – ohne Witz! Im Hochsommer kannst du das Häuschen auch mit einer Gardine, Zweigen oder einer speziellen Folie schattieren.

    Wenn der Haussegen schief hängt, weil du es mit Spinnmilben, Läusen oder anderen Räubern zu tun hast, kannst du im Gewächshaus Nützlinge prima einsetzen! Hier fliegen sie dir nicht einfach davon, sondern mampfen genüsslich alle frechen Räuber weg. Auf diese Art schaffst du es ganz natürlich und ohne Chemie die Schädlinge aus deinem Gewächshaus zu vertreiben.

    3 Profitipps zum Gewächshaus bepflanzen

    1. Was wäre ein Eigenheim ohne frische Blumen? Gönn dir beim Gewächshaus Bepflanzen deshalb unbedingt auch ein paar bunte Blumen! Sie locken die fleißigen Helfer ins Gewächshaus, die deine Pflanzen bestäuben. Mit Gründünger-Schönheiten wie Phacelia, Ringelblume oder Luzerne tust du auch noch deinem Boden etwas Gutes.
    1. Wenn du Tomaten im Gewächshaus hast, kannst du im Frühling bereits früh morgens dein Gewächshaus lüften. Die kühle Morgenluft härtet deine Tomaten ab und macht sie widerstandsfähiger. Temperaturen unter 5 Grad finden deine Tomaten aber nicht lustig, darum solltest du es mit der Kühle nicht übertreiben. ;)
    2. Du hast gehört, mit Gurken und Tomaten darfst du nicht gleichzeitig dein Gewächshaus bepflanzen? Meiner Erfahrung nach ist das nicht so heikel. Ja, Gurken brauchen es feucht und Tomaten trocken. Aber wenn du die Gurken an die hintere Wand und die Tomaten luftig an den Gang und die Tür setzt, bekommt jeder sein kleines Mikroklima und alle Bewohner sind glücklich!

    Was dein Gewächshaus noch so kann

    Im Frühjahr kannst du deine Jungpflanzenanzucht im Gewächshaus einrichten. Auf der Fensterbank fehlt es oft an Licht. Mehr Licht als im Gewächshaus geht im Frühjahr wirklich nicht! Du musst aber gut aufpassen, dass es deinen Zöglingen nachts nicht zu kalt wird.

    Wie wäre es deshalb mit einer Kaminecke? Du kannst einen kleinen Ofen im Gewächshaus einrichten! Die gibt es zu kaufen, aber auch selbst bauen ist kein Problem. So überbrückst du kühlere Nächte und kannst etwas früher dein Gewächshaus bepflanzen.

    Sind Minusgrade angesagt, ist eine Rettungsaktion erforderlich. Alle Kinderlein rein ins Wohnzimmer oder wo auch immer du ihnen eine frostfreie Übernachtung spendieren kannst. Sobald die Temperaturen auch nachts mild sind, kann es losgehen mit dem Gewächshaus bepflanzen.

    Psst: Im Sommer ist dein Gewächshaus auch ein super Dörrautomat! Hier trocknet nicht nur Knoblauch gut, sondern geschützt mit etwas Gaze auch Tomatenhälften, Apfelringe und andere Schätze. Die Gaze ist dabei super wichtig, sonst lassen es sich die Fliegen schmecken.

    Vielleicht kannst du ja deine Anzuchtregale gleich zum Dörrautomaten umfunktionieren?

    Du willst richtig durchstarten und deine bunte Gewächshausernte haltbar machen? Dann wäre mein „Vorratskammer starten“- Onlinekurs ​​bestimmt etwas für dich! Dort bekommst du alles nötige Wissen und die rundumsorglos Beratung des Wurzelwerkteams bei all deinen Fragen auf dem Weg zum Vorratskammer-Junkie!

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Oh, einen Tipp habe ich aber noch: Wenn du das Wasser vom Gewächshausdach auffängst, hast du immer Wasser griffbereit. Wer will schon im Hochsommer täglich Wasser schleppen?

    Wenn du fertig bist mit dem Gewächshaus Bepflanzen, brauchen deine grünen Hausbewohner nämlich regelmäßig Wasser. Eine Tonne im Gewächshaus ist besonders praktisch, so hat das Wasser immer die perfekte Temperatur für deine Pflanzen. Andererseits nimmt sie auch wertvollen Pflanzplatz weg – da kannst nur du entscheiden, was dir wichtiger ist. ;)

    Jetzt bist du gewappnet für deine Aktion Traumhaus – ähhhhm Gewächshaus Bepflanzen. Mit dem passenden Hausmodell und einem guten Anbauplan fährst du rund ums Jahr ohne viel Mühe eine dicke Ernte ein. Vergiss nicht, dir dafür die Mischkulturtabelle zu sichern – das ist der Beginn deiner Reise von der Melonen- bis zur Winterernte. Der Start in ein ganz neues Gartenabenteuer!

    Noch mehr Tipps und Tricks für deine Ganzjahresernte findest du hier:

    So erntest du rund ums Jahr eigenes Gemüse!

    Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

    Gemüsegarten-Pflanzplan erstellen in 6 Schritten + Beispielplan

    Wie sieht dein Traum-Gewächshaus aus? Steht es schon oder träumst du noch?

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