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Feldsalat auf Holzuntergrund

Feldsalat säen: Wie du dir eine knackige Winterernte sicherst!

Denkst du beim Thema Feldsalat säen auch an Wellness? Noch nicht? Dann verrate ich dir heute, wie du mit ein bisschen Feldsalatsaatgut eine echte Wellnesskur für dich UND deinen Garten organisierst. Mit ein paar einfachen Tricks versorgst du dich und deine Liebsten schon diesen Winter selbst mit frischem Grün!

Inhaltsverzeichnis
Mut in der Lücke!
Feldsalat säen, so geht´s!
Bodenvorbereitung und Feldsalat säen
Im Haus Feldsalat säen und vorziehen
Feldsalat ernten wie ein Profi
Feldsalat säen ohne Krankheiten
Dein eigener Weihnachtssalat
Feldsalat säen – auf gute Nachbarschaft

Mut in der Lücke!

Im Frühsommer nimmt der Garten so richtig Fahrt auf: Dicke Bohnen, Frühkartoffeln, Kopfsalate, Knoblauch und Zuckerschoten sind erntereif! Und das bedeutet… die ersten Plätze im Beet werden schon wieder frei! Und nun? Soll es das schon gewesen sein?

Keine Angst, da geht noch was. Diese Lücken sind deine Chance für noch mehr frisches Grün! Praktischerweise ist nun genau der richtige Moment zum Feldsalat säen. Verpass den Zeitpunkt nicht, wenn du auch im Herbst und sogar im Winter noch eigenen Salat ernten willst!

Mit Feldsalat setzt du auf eine anspruchslose Kultur, die deinen Boden auch noch ganz nebenbei düngt. Denn Feldsalat ist ein super Gründünger! Feldsalat säen bringt dir daher gleich mehrere Vorteile.

Gut für den Boden…

Dein Boden freut sich über eine andauernde Bepflanzung, mit einem immergrünen Blätterdach haben die kleinen Mikroorganismen in der Erde immer Arbeit und genug zu futtern. Gerade unser Freund der Regenwurm freut sich riesig, wenn es jederzeit direkt vor seiner Haustür einen Snack gibt.

Baust du rund ums Jahr leckeres Gemüse auf deinen Beeten an, ist der Boden immer durchwurzelt. So kann Regenwasser besser in die Tiefe eindringen und die Erde bleibt locker und luftig. Die grüne Schicht schützt deinen Boden wie ein Schild vor Licht, Hitze und Wind. Dadurch bleibt der Boden auch zur ungemütlichsten Jahreszeit ein sicheres Zuhause und deine unterirdischen Helfer können im Beet so richtig loslegen – sie fühlen sich dann nämlich rundum pudelwohl.

Feldsalat säen ist dabei sozusagen das Verwöhnprogramm der Extraklasse für deinen Boden, denn er zählt zu den Gründüngerpflanzen. Als Wellnesssalat massiert, ähm, durchwurzelt er die Erde wunderbar. So bleibt sie feinkrümelig und kann Feuchtigkeit und Nähstoffe viel besser speichern. Jackpot für das nächste Gemüse, das ins Beet einziehen darf! ;)

Regenwurm und Erde auf Frauenhand

…und gut für dich!

Aber nicht nur dein Beet bekommt hier seine Wellnesskur. Wenn es draußen langsam ungemütlich wird, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Du hast dann nämlich frischen, gesunden, knackigen Feldsalat – der dich den ganzen Winter über fit hält!

Feldsalat ist reich an Vitamin C, er stärkt also in der Winterzeit dein Immunsystem. Und mal ganz abgesehen von Provitamin A und Folsäure: Im Winter noch eigenen Salat auf den Tisch bringen zu können, ist einfach ein tolles Gefühl.

Kleiner Tipp: Du hast es beim Feldsalat säen übertrieben, sodass du gar nicht alles ernten kannst? Dann harke doch die Reste im Frühjahr einfach unter. So bekommen deine Bodentierchen eine Extraportion Grünfutter, das sie in wundervollen Humus verwandeln können. Mmmhhh… wer würde dazu schon nein sagen?

Feldsalat säen, so geht`s:

Die typische Zeit zum Feldsalat säen ist von Mitte Juli bis Ende September. Die Ernte von früh gesätem Feldsalat geht dann im September so richtig los. Wenn du später säst, dauert es natürlich etwas länger. Mit der richtigen Sortenwahl und ein paar Tricks kannst du aber auch später noch Feldsalat säen und dann auch im Winter dein eigenes frisches Grün ernten.

Außer Feldsalat gibt es soooo viele weitere leckere Wintergemüse  – mit dem richtigen Timing bei der Aussaat hast du den ganzen Winter über einen prall gefüllten, bunten Erntekorb. Und weil einem manchmal wirklich der Kopf bei all den Aussaatterminen raucht, habe ich dir einen Aussaatkalender fürs komplette Gartenjahr erstellt. Du kannst ihn dir hier ganz einfach herunterladen, so behältst du immer den Überblick und deine Winterernte ist gesichert!

Die einzige Schwierigkeit beim Feldsalat säen ist, dass er etwas länger zum Keimen braucht. In dieser Zeit musst du ihn unbedingt feucht halten. Um deinem Feldsalat über diese kleine Hürde zu helfen, kannst du einen kleinen Trick anwenden.

Lege dafür nach dem Feldsalat säen ein Vlies oder ein Brett auf die Aussaat, eine mit Steinchen beschwerte Pappe tut es auch. So trocknet die Erde nicht so schnell aus und du kannst dir viel Wasser und Gießarbeit sparen.

Nun musst du nur noch regelmäßig überprüfen, ob es schon zu sprießen beginnt und dann die Abdeckung entfernen, damit deine kleinen Zöglinge Licht und Luft bekommen und kräftig loswachsen!

Pssst: Überzählige Feldsalatkeimlinge machen sich super im Salat!

Aber jetzt mal von vorn, denn erstmal müssen die Samen ja in die Erde… Also: ran ans Feldsalat säen!

Das Beet vorbereiten

Damit dein Feldsalat beste Startvoraussetzungen hat, bereitest du das Beet gut vor. Wenn der Boden nicht stark verdichtet ist, reicht es, ihn oberflächlich mit einer Grabegabel aufzulockern und Beikäuter zu entfernen. Umgraben solltest du wirklich immer vermeiden um deine Bodenstruktur nicht durcheinander zu bringen.

Ist das erledigt, hast du die Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten, wie du deinen Feldsalat säen möchtest.

Aussaat in Flächensaat

Für die lässige Flächensaat streust du deine Feldsalatsamen einfach breitwürfig auf die vorbereitete Fläche, harkst das Saatgut etwas in den Boden ein und drückst es dann fest. Nun musst du deine Saat nur noch mit einer sanften Brause angießen* und anschließend abdecken, damit die Feuchtigkeit nicht verloren geht!

Bei dieser Methode ist es anfangs vielleicht etwas mühseliger, das Beet unkrautfrei zu halten, denn es gibt ja schließlich keine Reihen, zwischen denen du mit einer Harke im Handumdrehen Tabula Rasa machen kannst.

Wenn du Beete hast, die zu Verunkrautung neigen, wirst du ums Auszupfen von Unkräutern nicht herumkommen. Das hat den Vorteil, dass du dann gleich auch ein paar Feldsalatpflänzchen entfernen kannst, falls sie irgendwo wirklich dicht stehen.

Wenn du, so wie ich, Kompostbeete nutzt, wirst du aber sowieso kaum Unkräuter in deinen Beeten finden. Die gute Nachricht ist: Sobald deine Feldsalat-Pflänzchen erstmal die Oberhand gewonnen haben und den anderen Pflanzen nur so davonwachsen, bedecken sie die Fläche und halten die Unkräuter von nun an ganz von selbst in Schach.

Feldsalat säen in Flächensaat

Aussaat in Reihensaat

Wenn du es gern etwas geradliniger magst, dann kannst du reihenweise Feldsalat säen.

In deinem aussaatfertigen Beet ziehst du Saatrillen mit etwa 1-2 cm Tiefe. Zwischen den Rillen solltest du etwa 15 cm Platz lassen. Nun kannst du in den Saatrillen deinen Feldsalat säen. Lass innerhalb der Rille zwischen zwei Samen jeweils 5 cm Abstand.

Die frische Saat abdecken, anschließend gut andrücken und gießen. Bis dein Feldsalat den ersten Wachstumsschub hingelegt und das Unkraut hinter sich gelassen hat, kannst du nun einfach vorsichtig zwischen den Reihen harken.

Im Haus Feldsalat säen und vorziehen

Optional kannst du deinen Feldsalat auch vorziehen. Dann hast du ihn griffbereit, sobald du in deinen Beeten eine Lücke entdeckst. Die Gefahr, dass die Saat vertrocknet oder von Schnecken weggemampft wird, ist so auf jeden Fall geringer. Direkt im Beet gesäter Feldsalat bildet allerdings oft ein robusteres Wurzelsystem aus und kann den ersten Frösten des Jahres besser trotzen, wenn er sie von klein auf gewohnt ist.

Dem fiesen Unkraut schlägst du mit dem Vorziehen allerdings ein Schnippchen. Da die Pflänzchen schon größer sind, wenn du sie ins Beet setzt, können sie sich besser durchsetzen und du musst weniger jäten. Du hast also anfangs etwas mehr Aufwand, sparst dir aber dafür großflächiges Gießen, Jäten und (hoffentlich!) auch den Schneckenüberfall.

Die Schleimer stehen nämlich besonders auf jungen, zarten Salat. Wenn dich die Schnecken dieses Jahr auch so plagen, dann schau gern mal hier vorbei. In diesem Artikel verrate ich dir, wie du die hungrigen Plagegeister erfolgreich loswirst und welche Hausmittel du dir getrost sparen kannst. Aber zurück zum Feldsalat säen!

Um den Salat vorzuziehen, füllst du deine Quickpotplatten* oder Töpfchen mit Anzuchterde oder einem selbstgemischten Substrat. Ein Mix aus gut ausgereiftem Kompost und der super lockeren Erde aus Maulwurfshügeln ist dafür genau richtig! In jeden Topf kommen 2-4 Samen.

Die sind beim Feldsalat säen schön groß und lassen sich gut abzählen. Drücke sie etwa zwei Zentimeter tief in die Erde. Feldsalat ist nämlich ein Dunkelkeimer und duldet beim Keimen keine Zuschauer. Bedecke alles gut mit Erde und drücke die Saat sanft an. So schließt sich die Erde schön um deine Samen und sie werden mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt. Du siehst, Feldsalat säen ist gar nicht schwer! :)

Nun gießt du nur noch vorsichtig an. Ich nehme dafür gern die Ballbrause, so wird das Saatgut nicht davon geschwemmt*. Auch hier kannst du den Trick mit der Abdeckung anwenden! Einfach ein passendes Stück Pappe über deine Töpfe legen und zum Beispiel mit Steinen beschweren. So trocknet dir die Erde nicht aus. Etwa 10-14 Tage dauert es nach dem Feldsalat säen, dann sollte der Feldsalat winzig und grün aus den Schälchen sprießen.

Nach ungefähr vier Wochen sind die ersten zwei Blattpaare gebildet. Das ist dein Zeichen, dass der junge Feldsalat bereit für die große, weite Welt ist. Wenn du also das nächste Mal in einem deiner Beete eine Reihe abgeerntet hast, kannst du hier ein kleines Eckchen mit Feldsalat bestücken.

Feldsalat im Beet

Ja, aber wie viel Feldsalat braucht denn der Mensch?

Du willst dich über die kalte Jahreszeit mit Salat selbst versorgen? Das ist toll! Damit du und deine Liebsten stets gut versorgt seid, ist ein bisschen Planung nötig. Pro Person solltest du eine Fläche von 1-2m2 einplanen. Ich rechne mit 1,5 m2 pro Nase, so haben wir immer genügend Salat im Beet – denn er braucht ja auch mal Zeit um nachzuwachsen.

In deinem Wintersalatbeet musst du natürlich nicht nur Feldsalat säen! Du kannst dort eine bunte Mischung winterharter Salatsorten anbauen – so kannst du dir immer wieder etwas anderes aus deiner Winter-Schatzkiste holen! ;)

Feldsalat ernten wie ein Profi

Apropos Nachwachsen! Du musst deinen Salat nicht einfach radikal abschneiden und das war´s dann für den armen Kerl. Ernte am besten nur die großen, äußeren Blätter und lass das Herz in der Mitte unverletzt stehen. So kann du deine Pflanzen mehrmals beernten und hast über einen langen Zeitraum frischen Feldsalat auf dem Tisch. Das funktioniert übrigens mit fast allen Salatsorten super!

Klassisch wird Feldsalat aber komplett geerntet, also die gesamte Rosette mit dem Salatherz*. So kennst du ihn wahrscheinlich auch aus dem Laden. Für diese Erntemethode biegst du die Pflanze ein Stück zur Seite und schneidest deine Ernte dann mit einem Messer knapp über dem Wurzelansatz ab.

Wenn du das Vereinzeln nach dem Feldsalat säen nicht ganz so ernst genommen hast, kommt jetzt eine Chance, um noch etwas Luft in die Reihe zu bringen. Das kannst du auch von Anfang an einplanen und die Pflänzchen absichtlich etwas enger stehen lassen.

Noch ein wichtiger Tipp für alle Wintergärtner: Du stehst hungrig vor deinem Feldsalat, aber der ist gefroren? Dann lass ihn lieber in Ruhe, bis er wieder aufgetaut ist. Wenn du gefrorenen Salat erntest, wird der nach dem Tauen nämlich einfach nur schlapp und matschig…

Ich verfolge im Winter daher immer aufmerksam den Wetterbericht und lege mir einen kleinen Vorrat an Salat und Kohl an, wenn mal einige Tage Frost angesagt sind.

Feldsalat säen ohne Krankheiten

Eigentlich ist Feldsalat ein wirklich robuster Kollege, um den du dir keine großen Sorgen machen musst. Wichtig beim Feldsalat säen ist, dass du ihn nicht zu eng in dein Beet setzt, damit die Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren kann. Achte also unbedingt auf die Abstände, da ist Feldsalat etwas pingelig!

Mehltau ist allerdings eine Gefahr für dein frisches Grün, und zwar gleich doppelt.

Bei zu großer Trockenheit kann Echter Mehltau entstehen. Bei zu viel Feuchtigkeit und schlechter Belüftung kann der Falsche Mehltau zuschlagen. Das kann gerade im Gewächshaus schnell mal der Fall sein. Deswegen ist es wichtig, auf Sorten zu setzen, die sich als resistent gegen Mehltau bewährt haben.

Ich baue gern „Dunkelgrüner Vollherziger“ an, aber auch die Sorten „Elan“, „Vit“, „Verte de Cambrai“ und „Medaillon“ haben sich bewährt.

Feldsalat Pin
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Dein eigener Weihnachts-Salat

Mit ein paar kleinen Tricks kannst du sogar bis in den Oktober hinein Feldsalat säen und erntest dann von November bis Januar.

Bei dir fällt im Winter oft so richtig viel Schnee? Damit du deinen Salat nicht mit der Schneeschaufel ausgraben musst, kannst du ins Gewächshaus, in einen kleinen Folientunnel oder in ein Frühbeet Feldsalat säen. Für mildere Regionen reicht auch ein Vlies, um den Salat etwas zu schützen. So hast du deinen Feldsalat immer griffbereit und er ist vor zu viel Feuchtigkeit geschützt.

Du willst richtig einsteigen und noch mehr eigenes Gemüse anbauen? Selbstversorgung muss nicht anstrengend und zeitaufwändig sein, und mit der richtigen Technik hast du schon ganz bald leckeres Gemüse aus deinem Garten! Alle Tipps und Tricks findest du in meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs*.

Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist! :)

Feldsalat mit Frost im Winter

Feldsalat säen – auf gute Nachbarschaft

Du hast noch gar keine Lücken im Beet? Dann lohnt es sich, mit Mischkulturen zu experimentieren!

Du kannst nämlich auch unter Kohl oder Lauch Feldsalat säen, auch zu Zwiebeln passt er wunderbar. Schau doch mal in deinen Beeten danach, wo am Boden genügend Platz und Licht bleibt, auch wenn die vorhandenen Beetbewohner ausgewachsen sind. Bei diesen Pflanzen kannst du als „Untersaat“ Feldsalat säen. So nutzt du die verschiedenen Ebenen im Beet und du holst eine richtig dicke Ernte aus deiner Beetfläche heraus. Clever, was?

So, deinem Feldsalat-Glück sollte nun nichts mehr im Wege stehen!

Ich hoffe du bist genauso begeistert von diesem unscheinbaren Gartenhelden wie ich. Und mal ganz ehrlich, so ein bisschen Pflege und Erholung gehört zur Selbstversorgung einfach dazu. ;)

Du bist startklar? Dann hol dir deinen Aussaatkalender und leg los: Gönn dir ein bisschen Wellness für deinen Boden und für Dich!

Bist du schon fertig mit Feldsalat säen und du willst noch mehr Boden-Wellness und Wintergenuss? Dann schau doch mal hier vorbei:

Gründüngung: Eine Wellnesskur für den Boden

So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

Wintergemüse anbauen: rund um‘s Jahr ernten!

Feldsalat säen – schon erledigt? Was hast du für deine Beete im Winter geplant?

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Topinambur Blüte

Topinambur: Einmal pflanzen, für immer ernten!

Es gibt ein paar Pflanzen, die richtige Survival-Helden sind, und sich auch unter widrigsten Bedingungen wacker schlagen. Dir kommen Löwenzahn, Efeu oder Brennnesseln in den Sinn? Ich habe eigentlich eher an ein super leckeres Gemüse gedacht! ;)

Um wen es sich handelt und wie du es selbst am besten anbaust, das verrate ich dir gleich. Aber ich erzähle dir nicht sofort, von wem die Rede ist… Vielleicht errätst du es ja?!
Außerdem stelle ich dir eine ganze Gruppe von Pflanzen vor, die du als Selbstversorger*in lieben wirst, weil sie so richtig pflegeleicht sind.

Vor sieben Jahren gepflanzt… Ein Besuch in unserem alten Garten

Vor fünf Jahren bin ich mit meiner Familie aus dem Schwarzwald weggezogen. Dort hatte ich natürlich auch einen Gemüsegarten, den ich beim Umzug schweren Herzens zurücklassen musste. Vor Kurzem war ich mal wieder in der Gegend, und bei der Gelegenheit natürlich auch in meinem ehemaligen Garten zu Besuch. Und siehe da – ich habe eine alte Bekannte getroffen!

Da wuchs sie immer noch – DIE Survival-Pflanze, die ich vor sage und schreibe sieben Jahren gepflanzt hatte! Und das, obwohl die neuen Gartenbesitzer sie regelmäßig abgemäht hatten und sie so einiges mitmachen musste. Sie hat sich einfach nicht kleinkriegen lassen!

Ich habe mich natürlich mega gefreut – ein bisschen in der Erde gebuddelt – und konnte bei meinem Besuch gleich ein paar dicke Knollen ernten!

Wusstest du, dass ich auch bei YouTube unterwegs bin? Hier ist die Video-Version dieses Artikels:

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Na, hast du erraten, von wem ich hier so schwärme? Noch ein kleiner Tipp: Die Pflanze blüht ganz zauberhaft in einem warmen sonnengelb und ist roh genauso lecker wie gekocht.

Genau, es geht um Topinambur!

Topinambur in den Händen

Ein echter Überlebenskünstler!

Topinambur ist eine richtig tolle Knolle! Ich finde sie total genial, weil du sie nur einmal pflanzen musst, und sie dann völlig glücklich und zufrieden vor sich hin wächst. Topinambur ist nämlich ein richtig robustes Kerlchen und, anders als die meisten Gemüsepflanzen, ein mehrjähriges Gewächs. Du kannst also immer und immer wieder ernten – über viele Jahre hinweg.

Obwohl ich ein absoluter Fan von meinen Kompostbeeten und ausgeklügelten Gemüse-Fruchtfolgen bin, möchte ich hier einmal das riesige und häufig unterschätzte Potential von mehrjährigen Pflanzen erwähnen!

Denn mehrjährige Pflanzen bilden mit der Zeit immer mehr Wurzeln, Stämme, Zweige und Blätter aus, und speichern Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Sie helfen also aktiv beim Klimaschutz mit! Außerdem ist es bei ihrem Anbau auch gar nicht nötig, den Boden zu stören, sodass dieser gesund und lebendig bleibt. Und dabei machen sie noch nicht mal viel Arbeit. Ziemlich cool, oder?!

Dir fallen so auf die Schnelle gar keine essbaren mehrjährigen Pflanzen ein? Wie wäre es mit Walnussbäumen, Rhabarber, Beerensträuchern, Kräutern wie Salbei, Thymian und Rosmarin, Rauke, Spargel, Haselnusssträuchern, Holunder, Obstbäumen, Artischocken, manchen Kohlpflanzen und eben auch Topinambur?

Fun Fact: Topinambur heißt auf Englisch übrigens „Jerusalem Artischocke“, obwohl er mit der Artischocke überhaupt nicht verwandt ist. Nur die Mehrjährigkeit teilen beide, außerdem schmeckt Topinambur ein bisschen nach Artischocke. ;)

Artischocke nass

Was lange währt, wird endlich gut!

Die mehrjährigen Pflanzen brauchen zwar meist ein wenig, um sich zu etablieren und groß zu werden, aber sobald sie ausgewachsen sind, kannst du im Garten jedes Jahr aufs Neue ernten. Einen Haken haben sie allerdings – du brauchst etwas Geduld. Und natürlich ein bisschen Beständigkeit, denn gut Ding will Weile haben, wie man so sagt. ;)

Deshalb hier ein kleiner Tipp, falls du gerade einen Garten neu anlegst: Überleg dir zuerst, welche Sträucher, Bäume und andere mehrjährige Pflanzen du gerne dort anpflanzen möchtest, und leg noch dieses Jahr damit los. Die schnellen Gemüse können auch ein wenig warten und kommen danach an die Reihe.

Wie heißt es doch gleich? Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Und die zweitbeste Zeit ist… jetzt! Genau das gilt auch für all die anderen mehrjährigen Gewächse. Also, worauf wartest du noch? :)

In der Permakultur ist es übrigens total gängig, dieses Potential zu nutzen. Mehrjährige Pflanzen findet man da schon richtig lange. Es gibt sogar ganze Waldgärten voller essbarer Pflanzen!

Wenn du neugierig geworden bist, und mehr zu Permakultur wissen magst, dann erfährst du hier mehr dazu:

So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

Topinambur eine richtig tolle Knolle

Zurück zur Topinambur. Ich kann dir wirklich wärmstens empfehlen, ein Eckchen in deinem Garten für ihn zu reservieren. Es sollte allerdings gut überlegt sein, wo du die Pflanze ansiedelst. Denn wenn Topinambur es sich an einem Ort einmal so richtig gemütlich macht und ausbreitet, dann wirst du ihn so schnell nicht wieder los.

Wenn dir genau das schon passiert ist, dann hilft eigentlich nur eins: Immer wieder abmähen, sobald die Pflanzen ein bisschen wachsen. So holst du nach und nach alle Energie aus den Wurzeln und powerst die Pflanze aus, bis sie irgendwann eingeht. Das kann allerdings dauern…

Dazu musst du es aber gar nicht kommen lassen. Du hast du zwei Möglichkeiten, die hartnäckige Knolle in Schach zu halten: Entweder steckst du ihr mit Wurzelsperren einen eigenen Bereich ab, oder du baust sie gleich in Kübeln an. Beides funktioniert prima.

Topinambur in Kübeln anbauen

Ich baue Topinambur gerne in Mörtelkübeln an. Die sind groß genug und ziemlich robust. Allerdings musst du zunächst für einen Abfluss sorgen, denn logischerweise sind Mörtelkübel ziemlich undurchlässig. Dafür bohrst du ganz einfach ein paar Löcher in den Boden der Kübel.

Topinambur Kübel Anbau

Die Kübel füllst du anschließend mit Kompost und schon sind sie bereit für ihre neuen Bewohner! Die Topinambur-Knollen setzt du in einem Abstand von 40 cm innerhalb einer Reihe, und lässt 60 cm Platz zwischen zwei Reihen. Keine Sorge, wenn du erstmal nicht viele Knollen unterbringst, die vermehren sich ziemlich schnell alleine.

Du schlägst gerade die Hände über dem Kopf zusammen, weil du völlig ratlos bist, wo du die Knollen herbekommen sollst? Entwarnung: Du brauchst gar nicht unbedingt spezielle Pflanzknollen. Die Gemüseknollen, die du zum Kochen kaufen kannst, tun es auch. Im Frühling kannst du aber auch manchmal kleine Topinambur-Knollen zum Einpflanzen in Gärtnereien bekommen. Nachfragen lohnt sich!

Ich empfehle dir eine Pflanztiefe von etwa zehn Zentimetern. Das klappt bei mir immer richtig gut und die hohen Pflanzen wachsen schön stabil. Die beste Jahreszeit zum Pflanzen ist übrigens der Frühling oder der Herbst, da wachsen die Knollen besonders gut an.

Topinambur einpflanzen

Übrigens: Wenn du Lust hast, dein eigenes Gemüse anzubauen, aber nicht so recht weißt, wie und wo du anfangen sollst, komm gerne in meinen Gemüsegarten-Minikurs, das Gemüsegarten-Bootcamp. Das läuft komplett online über Video und macht super viel Spaß!

Zum Gemüsegarten-Minikurs!

Topinambur im Beet pflanzen

Wenn du dich fürs Beet entscheidest, ist das definitiv die waghalsigere Variante. Du riskierst schließlich, dass sich dein Garten in ein gelbes Topinambur-Blütenmeer verwandelt. ;)

Du kannst aber auch einfach eine Wurzelsperre rings um die Pflanzstelle verbuddeln. Die solltest du aber mindestens 40 cm tief eingraben, sonst schleichen sich die Wurzeln unten drunter durch.

Vor dem Pflanzen lockerst du den Boden am besten mit einer Grabegabel auf und sammelst größere Steine ab. So haben die Wurzeln genug Platz um sich zu entfalten und schöne dicke Knollen zu produzieren.

Es gibt übrigens noch jemanden, der total auf die Knollen abfährt: Wühlmäuse. Damit die dir deine Knollen nicht wegfuttern (und im ganzen Garten verteilen), kannst du auf einen alten Trick aus der Permakultur zurückgreifen. Pflanz deinen Topinambur im Hühnergehege, wenn du zufällig eines hast. Die Hühner sind nämlich richtig scharf auf Mäuse, und diese trauen sich dann nicht mehr so nahe heran. Und der Topinambur wächst in die Höhe und schützt deine Hühnerschar vor Raubvögeln.

Eine echte Win-win-Situation! Außer natürlich für die Mäuse. Da guckt ihr schön blöd, ihr Wühlmäuse, was? :D

Aber mal Spaß beiseite. Wühlmäuse können ja eine richtige Plage sein. Wenn du keine Hühner hast, aber Wühlmäuse deinen Garten bewohnen, dann bau deinen Topinambur am besten gleich in Kübeln an und du bist auf der sicheren Seite.

Na, konnte ich dich von meinem persönlichen Gemüsehelden überzeugen? Du kannst ja auch erstmal ein leckeres Topinambur-Rezept auprobieren, um auf den Geschmack zu kommen. Ich empfehle dir eine sämige Topinambursuppe! Mmmhhhhh…

Wenn du gleich mehr lesen möchtest, dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

5 Raketen-Gemüse: Pflanzen und ruckzuck ernten!

Das hilft wirklich gegen Wühlmäuse: tierfreundlich loswerden

Der komplette Erdbeer-Guide: Erdbeeren pflanzen, anbauen und ernten

Welche mehrjährigen Pflanzen wachsen in deinem Garten? Erzähl doch in einem Kommentar von deinen Erfahrungen damit!

Sauerteigbrot backen

Richtig gutes Sauerteigbrot backen

Sauerteigbrot backen ist nicht schwer! Und was gibt es Köstlicheres als duftendes, knuspriges selbstgebackenes Brot? Darum nichts wie ran an die Mehltüten, wir backen Brot mit Sauerteig!

Inhaltsverzeichnis
Sauerteigbrot backen: Eine Schnellübersicht
Sauerteigbrot Rezept
Vorteig ansetzen mit einem Sauerteigstarter
Starter abnehmen fürs nächste Sauerteigbrot backen
Teig anrühren und gehen lassen
Sauerteigbrot backen

Sauerteigbrot backen: Eine Schnellübersicht

Du hast bereits die geöffneten Mehltüten und eine Schüssel am Start und kannst es gar nicht erwarten, loszulegen? Dann findest du hier meine Kurzanleitung zum Sauerteigbrot backen!

Sauerteigbrote sind durch die enthaltene Milchsäure auch sehr viel länger haltbar als Hefe-Gebäck. Sauerteig ist außerdem ein richtiger Power-Teig. Er enthält Milliarden Milchsäurebakterien, die das Getreide fermentieren und damit bekömmlicher machen.

Sauerteigbrot backen in 5 SchrittenGewusst wie
Arbeitsschritt # 1: Vorteig ansetzen200g Roggenmehl
200g Wasser
4 EL Sauerteig Starter
vermischen und abgedeckt über Nacht ruhen lasssen
Arbeitsschritt # 2: neuen Starter abnehmen4 El Starter vom Vorteig abnehmen und in ein Schraubglas geben
in den Kühlschrank stellen
Arbeitsschritt # 3: Teig nach Sauerteigbrot
Rezept
anrühren und in gefettete Backform geben
Der Teig hat jetzt eine zähflüssige Konsistenz
Arbeitsschritt # 4: Teig gehen lassenungefähr 4 Stunden, der Teig soll gut aufgehen
Arbeitsschritt # 5: Sauerteigbrot backen10 Minuten bei 220 ° C
50 Minuten bei 200 ° C
nach 30 Minuten Backzeit Brot aus der Form nehmen und kopfüber weiterbacken

Sauerteigbrot Rezept

Seit fünf Jahre ist es nun schon so, dass wir alle zwei Tage unser Brot backen mit Sauerteig. Das sind mittlerweile an die 1000 Brote! Und trotzdem empfinde ich es immer noch wie ein kleines Fest, wenn wieder ein Laib fertig ist. :) Hier also mein Rezept, mit dem du leckeres Sauerteigbrot backen kannst. Auch dann, wenn du noch ein Sauerteigbrot-backen-Anfänger bist. Tadaa!

Du brauchst:

  • Vorteig, den du am Vortag ansetzt (Rezept weiter oben)
  • 400 g Dinkelmehl
  • 100 g Roggenmehl
  • 100 g Weizenmehl
  • 400 ml Wasser
  • 15 g Salz
  • 1 EL Leinsamen
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • Kastenform zum Brotbacken
  • etwas Fett für die Form
  • Back-Pinsel zum Einfetten der Form

Denk dran: Bevor du alle Zutaten zusammenrührst, füllst du vom Starter vier Esslöffel in ein Schraubglas und stellst es in den Kühlschrank.

Das Brot backst du 10 Minuten bei 220° Celsius und 50 Minuten bei 200° Celsius. Nach einer halben Stunde Gesamtbackzeit nimmst du es aus der Form und backst es kopfüber zu Ende – so bekommst du eine noch knusprigere Kruste.

Falls du nicht nur Sauerteigbrot backen möchtest, sondern auch immer auf der Suche nach anderen leckeren Rezepten bist, schau doch mal in meine kleine Rezeptesammlung rein! Darin habe ich sieben meiner absoluten Lieblingsezepte zum Einkochen und Fermentieren zusammengestellt:

Vorteig ansetzen mit einem Sauerteigstarter

Sauerteig ist genau wie Hefe ein Triebmittel. Er sorgt dafür, dass dein Teig nicht als schwerer, fester Klumpen aus dem Ofen kommt, mit dem du gut und gern die nächste Kugelstoßer-Olympiade gewinnen kannst, sondern als luftiges, knuspriges leckeres Brot.

Sauerteig hat nämlich so richtig Power! Er enthält Milliarden Milchsäurebakterien und Hefen, die das Mehl fermentieren und damit leichter verdaulich und bekömmlich machen. Sie sind es auch, die dafür sorgen, dass dein Brot lange saftig bleibt, ein super leckeres Aroma hat und richtig gesund ist.

Sauerteigbrot backen: Sauerteigstarter

Und wie kommst du jetzt zu so einem Superman äh, Supersauerteig? Ganz einfach: Du machst dir selbst. Wie das geht, zeige ich dir in meinem Artikel Sauerteig selber machen.

Psst: Einen Superman kannst du dir leider nicht selber machen ;) !

Dieser Ansatz heißt auch Sauerteigstarter, weil du mit ihm den Prozess startest, deinen Brotteig locker und luftig zu machen. Wenn etwas vom Starter übrigbleibt, kannst du ihn entweder an andere Brotbackfans verschenken, einfrieren, trocknen oder ihn vermischt mit Wasser als Kompostaktivator verwenden.

Du hast einen Starter? Perfekt, dann kannst du jetzt mit dem Vorteig beginnen!

Du brauchst:

  • 200 g (Vollkorn-)Roggenmehl
  • 200 ml Wasser
  • 4 El vom Starter
  • eine große Schüssel

Du vermischst die Zutaten gut miteinander in einer Schüssel, deckst sie ab und lässt alles über Nacht bei Raumtemperatur ruhen.

Ich liebe übrigens nicht nur Brot backen mit Sauerteig, sondern mache auch super gerne Maisbrot mit Mais aus meinem Garten. Schau dir das gerne in diesem Youtube Video an!

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Starter abnehmen fürs nächste Sauerteigbrot backen

Falls du mehr als nur einmal Sauerteigbrot backen möchtest, darfst auf keinen Fall vergessen, von deinem Vorteig vier Esslöffel abzunehmen und in ein Schraubglas zu geben, bevor du die anderen Zutaten hinzufügst. Das ist nämlich dein Starter für das nächste Brot!

Psst: In die Sprache von uns Selbstversorgungs-Freaks übersetzt heißt das: Du machst einen Teig-Ableger. :)

Falls du das mal vergisst, musst du leider einen neuen Sauerteig ansetzen. Und das wäre schade, denn je älter dein immer wieder vom Vorteig abgenommener Starter ist, desto kräftiger wird er. Eine ganz junge Starterkultur hat bei weitem nicht die Triebkraft eines alt-ehrwürdigen Starters und kann dein Brot nicht so gut lockern. Deshalb sei nicht enttäuscht, wenn dein erstes Brot noch nicht so fluffig ist, wie du es gerne hättest. Dein Sauerteig muss erst noch groß und stark werden! :)

Der Starter hält sich prima zwei Wochen lang im Kühlschrank. Falls du dann das Sauerteigbrot backen nicht schaffst, kein Problem! In diesem Fall fütterst du dein kleines Kühlschrank-Raubtier mit zwei Esslöffeln Mehl und einem Schluck Wasser. Einfach ins Glas geben, umrühren und zurück in den Kühlschrank stellen. Du siehst: Ein Sauerteigstarter ist eine super pflegeleichte Angelegenheit.

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Teig anrühren und gehen lassen

Du hast Starter von deinem Vorteig abgenommen? Perfekt, dann geht´s jetzt los mit dem Teig anrühren!

Die Mehl-Mischung aus dem Rezept kannst du so zusammenstellen, wie du sie am liebsten magst. Du möchtest weniger Roggen und mehr Weizen verwenden? Oder nur eine Sorte Getreide? Nur zu, erlaubt ist, was dir schmeckt! Pobier ruhig ein bisschen herum, bis du deine ideale Mehlmischung gefunden hast.

Auch den Ausmahlgrad des Mehls kannst du frei wählen. Weißes Mehl eignet sich genauso wie Vollkornmehl. Von den Inhaltsstoffen her ist das Brot am wertvollsten, wenn du die Körner frisch in der Getreidemühle mahlst.

Du probierst immer gerne Altbewährtes und Neues aus? Dann wäre mein Obst und Gemüse haltbar machen Onlinekurs ​​bestimmt etwas für dich! Da zeige ich dir, wie du die Ernte aus dem Garten in leckere Vorräte verwandelst und dir so ein Stück Sommer in den Winter holst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Das Wasser aus dem Rezept füllst du in ein Gefäß und verrührst das Salz darin, bis es sich aufgelöst hat. So verteilt es sich gleichmäßig im Teig. Dann gibst du alle restlichen Zutaten in die Schüssel mit dem Vorteig und mischst das Salzwasser nach und nach ein. Der Teig hat jetzt eine zähflüssige Konsistenz.

Die Backform fettest du großzügig ein und füllst den Teig möglichst gleichmäßig in die Form ein. Sie sollte nur halb voll sein, damit er genügend Platz zum Aufgehen hat. Und jetzt ist erstmal Ausruhen angesagt!

Ähm, aber nicht für dich, sondern für den Teig ;) ! Und zwar mindestens vier Stunden. Dazu stellst du ihn in den kalten und geschlossenen Backofen. Am besten schaust du immer mal wieder nach dem Brot, damit du den perfekten Back-Zeitpunkt erwischst. Der ist dann erreicht, wenn das Brot schön aufgegangen ist, aber noch nicht wieder beginnt, in sich zusammenzufallen.

Es erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl, um zu erkennen, wann es soweit ist. Je öfter du zum Sauerteigbrot backen kommst, desto besser lernst du deinen Teig kennen und kannst abschätzen, wann du dein Brot backen solltest.

Falls du den Zeitpunkt verpasst, ist das aber auch nicht schlimm. Das Brot schmeckt trotzdem und nächstes Mal wird es bestimmt fluffiger. :)

Sauerteigbrot backen: Brotteig

Sauerteigbrot backen

Wenn dein Sauerteigbrot gut aufgegangen ist, heizt du den Ofen auf 220 ° C Ober- / Unterhitze vor.

Dann ist der große Moment gekommen: Es geht ans Sauerteigbrot backen! Yippie!

Du packst dein Brot in den Ofen und stellst dir den Timer auf 10 Minuten. Danach drehst du die Temperatur auf 200° C herunter und backst dein leckeres Brot weitere 20 Minuten.

In der Zwischenzeit kannst du dir ja mein Rezeptebüchlein herunterladen! :)

Anschließend holst du das Brot aus der Form und backst es kopfüber eine weitere halbe Stunde. Mit diesem Trick wird die Kruste noch knuspriger.

Psst, kleiner Tipp: Das Brot lässt sich besser schneiden, wenn es abgekühlt ist – es schmeckt aber am allerbesten frisch warm aus dem Ofen. :)

Sauerteigbrot backen ist nicht schwer und mit meinem Sauerteigbrot Rezept gelingt es dir bestimmt. Und wenn der köstliche Duft von selbstgebackenem Brot durchs Haus zieht und sich alle vor dem Ofen versammeln, um den begehrten „Knust“ zu ergattern, ist das Glück perfekt! :)

Du möchtest noch viel mehr selber machen, statt im Supermarkt Fertigprodukte zu kaufen? Dann kannst du dir hier weitere Inspirationen holen!

Apfelchutney – so machst du’s ganz einfach selbst!

Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte!

Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

Ist Sauerteigbrot backen für dich auch etwas, das du regelmäßig tust oder fängst du gerade erst damit an? Ich freue mich, von dir zu hören!
Bärlauch einfrieren

Bärlauch einfrieren: Frühlingsgefühle fürs ganze Jahr!

Der Bärlauch ist da! Ich kann in der kurzen Bärlauch-Saison gar nicht genug von dem frischen Grün bekommen – es ist sooo lecker! Weil die Bärlauchzeit aber leider schnell vorüber ist, zeige ich dir, wie du Bärlauch einfrieren und das ganze Jahr über schlemmen kannst. Los geht´s!

Inhaltsverzeichnis
Warum Bärlauch genau zur rechten Zeit wächst
Bärlauch einfrieren: Ist das möglich?
Vorbereitungen fürs Bärlauch einfrieren
Bärlauch einfrieren: Drei Methoden
#1 Ganze Bärlauchblätter einfrieren
#2 Bärlauchpaste einfrieren – die ultimative Bärlauchbasis
#3 Bärlauchpesto und Bärlauchbutter einfrieren
Bärlauch ohne Einfrieren konservieren?

Warum Bärlauch genau zur rechten Zeit wächst

Wenn im Frühling die Sonne nach draußen lockt, die Vögel wieder früh morgens singen und plötzlich überall Knospen und Blüten erscheinen, dann heißt es: Die Bärlauchzeit ist nicht mehr weit.

Ich liebe Bärlauch nicht nur wegen seines frischen und würzigen Geschmacks, sondern auch, weil er mitten in der Hunger Gap auf der Bildfläche erscheint. Das Wintergemüse ist gerade abgeerntet und die neuen Gemüsepflanzen sind noch so klein, dass an Ernten nicht zu denken ist. Aber die Lust auf frisches Grün ist gerade im Frühling riesig!

Da kommt der Bärlauch genau richtig: Von März bis Mai kannst du ihn an feuchten, kalkhaltigen Stellen in Laubwäldern finden. Wenn du Glück hast, bildet er ganze Teppiche aus und lädt großzügig dazu ein, ihn zu sammeln und in leckere Gerichte zu verwandeln – Stichwort Bärlauchpesto! Mhhhh…

Schon gewusst? Bärlauch ist ein Zwiebelgewächs, und damit ein Verwandter von Knoblauch, Zwiebeln, Schnittknoblauch, Porree und Frühlingszwiebeln. Wenn du das würzige Aroma und frische Grün des Bärlauchs magst, dann bau unbedingt auch seine Familienangehörigen in deinem Garten an! Gerade frisch geerntet sind sie einfach unfassbar lecker. Und damit du auf keinen Fall die Anzucht der verschiedenen Zwiebelgewächse verpasst, lad dir hier meinen Aussaatkalender herunter:

Bärlauch einfrieren: Ist das möglich?

Gerade weil die Bärlauchzeit so kurz ist, stellt sich ganz schnell eine drängende Frage: Wie kannst du Bärlauch haltbarmachen, um das ganze restliche Jahr den frischen und würzigen Geschmack genießen zu können?

Frischer Bärlauch hält sich nicht gut, du solltest ihn schnell verarbeiten. Oder eben einfrieren! Dann sind die Blätter noch frisch und vollgepackt mit den Aromen, die den Bärlauch so unwiderstehlich machen.

Bärlauch verliert nämlich beim Einfrieren ein wenig an Geschmack. Und je mehr davon vorher drin war, desto besser schmeckt der Bärlauch auch nach dem Auftauen noch.

Vorbereitungen fürs Bärlauch einfrieren

Willst du Bärlauch einfrieren, den du selber gesammelt hast, heißt es: Ab in den Wald!

Wenn du zum ersten Mal Bärlauch sammelst, informiere dich vorher gut. Ein geübtes Auge erkennt den Unterschied, aber für Bärlauch-Beginner sieht die Frühjahrspflanze den Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich. Und mit diesen Doppelgängern ist absolut nicht zu spaßen – sie sind beide hochgiftig!

Du warst erfolgreich und kommst gerade glücklich und zufrieden mit einem gefüllten Körbchen wieder in deiner Küche an? Dann kannst du die Blätter erstmal für eine kurze Verschnaufpause in kaltes Wasser legen, dir einen Tee kochen und die Füße hochlegen. Nach der Sammelei hast du dir das verdient!

Allzu lang darfst du aber nicht auf der faulen Haut liegen, denn du solltest die Blätter noch am selben Tag weiterverarbeiten. Sie werden sonst schlapp und verlieren an Geschmack. Also auf ans Bärlauch einfrieren!

Dazu wäschst du die Blätter zunächst gründlich mit warmem Wasser ab. Das ist deshalb so wichtig, weil Bärlauchblätter, wie alle wild am Boden gesammelten Kräuter und Früchte, die Eier des Fuchsbandwurmes übertragen können. Das zu vermeiden ist nicht schwer – gründliches Waschen spült potenzielle Eier einfach davon.

Den sauberen Bärlauch kannst du nun in der Salatschleuder trocknen oder mit einem Küchenhandtuch trockentupfen.

Bärlauch waschen

Bärlauch einfrieren: Drei Methoden

Mit welcher Methode du deinen Bärlauch einfrierst, hängt ganz entscheidend davon ab, wie du ihn später verwenden magst. Du kannst ganze Blätter, eine Bärlauch-Paste oder fertig verarbeiteten Bärlauch in Form von Pesto oder Kräuterbutter einfrieren. 

#1 Ganze Bärlauchblätter einfrieren

Für diese Methode benötigst du für kurze Zeit etwas Platz in deiner Gefriertruhe. Denn das Ziel ist es, den Bärlauch so einzufrieren, dass du später immer genau so viele Blätter entnehmen kannst, wie du gerade brauchst. Damit die Blätter beim Einfrieren nicht alle aneinander kleben bleiben, wenden wir einen kleinen, aber genialen Trick an. ;)

Dafür breitest du die Bärlauchblätter nebeneinander auf einem mit Backpapier ausgelegten Brett aus. Aber denk dran: Das Brett muss in deine Tiefkühltruhe passen!

Nun kannst du die Blätter in kleinen Portionen nacheinander einfrieren. Sobald eine Ladung Blätter gefroren ist, nimmst du das Brett heraus und füllst die Blätter in ein Schraubglas oder eine ZIP-Tüte. Die kommt dann auch ins Gefrierfach und füllt sich nach und nach, während du das Brett immer wieder neu belegst.

Die ganzen Blätter vom Bärlauch einfrieren ist dann toll, wenn du später beispielsweise eine Quiche daraus machen möchtest, in der die Blätter ihre Textur behalten sollen. Aber auch, wenn du noch unentschieden bist, was aus deinem Bärlauch mal werden soll, hältst du dir so alle Möglichkeiten offen.

#2 Bärlauchpaste einfrieren – die ultimative Bärlauchbasis

Bärlauch als Paste einzufrieren hat mehrere Vorteile: Du hast die perfekte Grundlage für Suppen, Pesto und Brotaufstriche, die in deinem Gefrierfach nicht viel Platz einnimmt und (mit ein paar Tipps und Tricks) super gut portionierbar ist.

So eine Bärlauch-Basispaste ist schnell gemacht. Du brauchst dafür nur Bärlauch, Salz und Öl. Je nach Geschmack kannst du Raps-, Oliven- oder Sonnenblumenöl verwenden.

Jetzt pürierst du den Bärlauch mit etwas Öl und ein bisschen Salz. Gegebenenfalls musst du immer wieder etwas Öl nachgeben, bis eine cremige Masse entsteht. Bist du mit der Konsistenz zufrieden, ist der Bärlauch bereit zum Einfrieren.

Und dafür eignet sich die Eiswürfel-Methode einfach perfekt! Du kannst dann nämlich große Mengen Bärlauch einfrieren und immer genau so viel auftauen, wie du gerade brauchst.

Für diesen Trick füllst du deine fertige Bärlauchpaste in eine Eiswürfel-Form. Yey, wir machen Bärlauch-Eiswürfel! :) Wahrscheinlich wird nicht die gesamte Paste in die Form passen, aber das ist gar nicht schlimm. Die Bärlauchpaste bleibt nämlich nur da drin, bis sie gefroren ist.

Dann kannst du die grünen Würfel – oder was auch immer deine Form hergibt ;) – herausdrücken und in ein Schraubglas oder einen Zip-Beutel füllen, der dann zurück ins Gefrierfach wandert. Und schon ist die Form frei für die nächste Runde!

Bärlauch Pesto selber machen

#3 Bärlauchpesto und Bärlauchbutter einfrieren

Wenn du ein genau so großer Fan von Bärlauchpesto bist wie ich, ist wahrscheinlich sowieso klar, dass der allermeiste Bärlauch sich früher oder später zwischen einem Berg dampfender Pasta und frisch geriebenem Parmesan wiederfinden wird. ;)

In dem Fall kannst du natürlich auch gleich fertiges Pesto einfrieren. Das ist super praktisch, weil du daraus ein fixes Essen zaubern kannst, wenn es mal schnell gehen muss.

Das fertige Pesto kannst du in Dosen oder ZIP-Tüten einfrieren. Ich bin aber auch bei Pesto ein Riesenfan der Eiswürfelmethode. Die gefrorenen Pestowürfel kannst du direkt unter die heiße Pasta mischen und so auftauen – die Nudeln haben dann auch gleich die perfekte Temperatur zum Essen. ;)

Schon gewusst? Erstaunlich viele Blattgemüse eignen sich für Pesto. Außer mit dem absoluten Klassiker Basilikum geht das auch mit Petersilie, Möhrengrün oder Mangold!

Wenn du all diese leckeren Gemüse und noch mehr in deinem Garten anbauen möchtest, wäre vielleicht mein „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs etwas für dich! In dem Kurs zeige ich dir in einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie du ohne viel Mühe alle deine Lieblings-Gemüse anbaust und eine dicke Ernte einfährst! Es wäre toll, wenn du in unserer coolen Gartengemeinschaft mit dabei bist! :)

Außer in Pesto liebe ich den würzigen Bärlauchgeschmack auch in Kräuterbutter. Oder eben in dem Fall Bärlauchbutter. :) Dafür schneide ich die gewaschenen Blätter in feine Streifen. Die rühre ich dann vorsichtig mit etwas Salz in zimmerwarme Butter. Du wirst staunen, wie viel Bärlauch du in der Butter unterkriegst!

Für Bärlauchbutter eignen sich übrigens nicht nur die Blätter, sondern auch die Blüten von Bärlauch. Die lasse ich gerne ganz – das sieht toll aus und schmeckt super! Später im Jahr mache ich das übrigens ganz ähnlich mit Kapuzinerkresse.

Auch Butter kommt bei mir in die Eiswürfelform – mit der ist Bärlauch einfrieren wirklich ein Kinderspiel! Die Bärlauch-Butterwürfel sehen übrigens richtig edel aus! Ich hole sie gerne im Sommer für gesellige Grillabende wieder aus der Gefriertruhe. Allein die Kombi von Bärlauchgeschmack mit gegrilltem Gemüse ist Grund genug, Bärlauch einzufrieren und so bis zum Sommer haltbar zu machen.

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Bärlauch ohne Einfrieren konservieren?

Leider ist mit Öl bedecktes Pesto keine sichere Haltbarmach-Methode, weil sich unter Sauerstoffabschluss Botulismuserreger bilden können – und die sind richtig gefährlich!

Deshalb frierst du dein Pesto einfach im Glas ein. Das ist kein Problem, wenn dein Glas eine gerade Form hat, du es nicht bis oben hin befüllst und den Deckel bis zum Durchfrieren nur lose verschraubst. 

Vielleicht fragst du dich, ob du deinen Bärlauch nicht einfach trocknen kannst. Eigentlich eine super Sache! Ich habe aber leider die Erfahrung gemacht, dass da sehr wenig vom typischen Bärlauchgeschmack übrigbleibt. Ich würde ihn daher nicht mehr trocknen.

Bevor du jetzt losgehst um Bärlauch zu besorgen, lad dir noch schnell meinen Aussaatkalender herunter, damit du keine Termin für die Aussaat mehr verpasst!

Bärlauch einfrieren hat mich absolut überzeugt! Manchmal ist die Lust auf das frische Grün aber auch so groß, dass gar nichts übrig bleibt, sondern all der Bärlauch gleich weggeschlemmt wird. Mmmmmmh…

Wenn du vor lauter Bärlauch jetzt ganz frühlingshaft gestimmt bist, dann lies doch gleich hier weiter: 

Frühlingszwiebeln pflanzen, anbauen und ernten – die ultimative Anleitung!

Aussaat & Pflanzen im April + Gemüsegarten-Pflanzplan

Frühkartoffeln: Der erste Kartoffel-Snack im neuen Gartenjahr

Ist Bärlauch einfrieren bei dir auch schon zum Frühjahrsritual geworden? Schreib mir gern in den Kommentaren von deinen Erfahrungen!

Rote Bete Fermentieren in Glas

Rote Bete fermentieren: Mit diesem Rezept gelingt der Gaumenschmaus!

Rote Bete fermentieren steht bei mir hoch im Kurs! Du bist kein allzu großer Rote Bete Fan? Das können wir ändern! In diesem Rezept wird die Rote Bete nämlich ganz neu gedacht. ;) Fermentiert mit Lorbeer und Gewürznelken ergibt sie einen vitaminreichen, würzigen Salat, der nicht nur in der kalten Jahreszeit jeder einzelnen Zelle frisches Leben einhaucht.

Inhaltsverzeichnis
Rote Bete fermentieren: Keine Raketenwissenschaft…
Rote Bete fermentieren: Rezept für einen prickeligen Gaumen
Zutaten: Das brauchst du
Los geht’s!
Warum Rote Bete Fermentieren?
Auf den Geschmack gekommen: Variationen
Wozu passt fermentierte Rote Bete?

Fermentiertes Gemüse mit seinen fruchtigen, süß-säuerlichen und tiefgründigen Noten zergeht nur so auf der Zunge und ist durch die probiotischen Inhaltsstoffe richtig gesundes Futter für unsere Darmbakterien. Mit ihren knalligen Farben machen Fermente obendrein oft richtig was fürs Auge her – wirf also unbedingt mal einen Blick in dein Fermentierglas!

Und wenn jemand ganz vorne mit dabei ist, was Knallerfarben angeht, dann ist das ja wohl die Rote Bete!

Rote Bete fermentieren: Keine Raketenwissenschaft…

… aber ein paar Basics solltest du schon kennen, damit du die Rote Bete für deinen Magen und nicht für die Biotonne herstellst. ;)

Also lies dir am besten hier nochmal durch, was du beim Fermentieren grundsätzlich immer beachten solltest. Erledigt? Dann kann nichts mehr schiefgehen und du kannst gleich loslegen! :-)

Ich habe außerdem eine extra Fermentieren-Checkliste erstellt, mit der du bei all deinen Fermenten immer den Überblick behältst und nichts Wichtiges mehr vergisst. Hier kannst du sie dir fix herunterladen:

Rote Bete Fermentieren: Rezept für einen prickeligen Gaumen

Ich liiiiebe es, von Geschmacksexplosionen aus dem Fermentierglas immer wieder neu überrascht zu werden. Ein Rezept hat mich beim Rote Bete fermentieren dabei besonders umgehauen. Dieses gaumenschmausige Rezept für fermentierte Rote Bete mit Kick kann ich dir nur ans Herz legen:

Du brauchst:

  • 1 kg Rote Bete
  • 1 EL (nicht jodiertes) Salz
  • 3 Gewürznelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Pfefferkörner
  • evtl 2%-ige Salzlake (vorbereitet und abgekühlt)

Los geht’s!

  1. Zunächst die Rote Bete waschen und reiben. Mit dem Salz und den Gewürzen in eine Schüssel geben und stampfen, bis der Zellsaft austritt.
  2. Die Mischung schichtweise in die sterilen Gefäße füllen, dabei immer wieder gut einstampfen. Wenn das Gemüse nicht komplett von Flüssigkeit bedeckt ist, mit einer 2%-igen Salzlake auffüllen. Wie du die herstellst, erfährst du in der Fermentieren-Checkliste. Anschließend mit einem Kohlblatt abdecken und so beschweren, dass das komplette Gemüse unter der Flüssigkeit steht.
  3. Das Ganze drei bis fünf Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen – hierbei kurbeln die Bakterien den Fermentationsvorgang so richtig an. Danach kühl und dunkel lagern, damit dein Ferment nicht super schnell total sauer wird.
Geriebene Rote Bete und Sauerkraut

Rote Bete ist reich an Kohlenhydraten. Im Fermentationsuniversum bedeutet das, dass sie im Glas dazu neigt, überzuschäumen und sich durch die Gummiabdichtung des Bügelglases auf den Weg nach draußen zu machen.

Mein Tipp: Mach das Glas nicht zu voll, damit das Ferment ruhig ein bisschen schäumen kann. Stell gern auch eine Untertasse oder einen Teller unter dein Fermentglas, dann bist du für übersprudelnde Fermentierfreude gut gewappnet. ;)

Wie lange dauert die Fermentation?

Wann ist das Ferment nun ready und bereit, genüsslich von dir verspeist zu werden? Tja, es gibt gar nicht DEN einen Zeitpunkt, an dem die Rote Bete definitiv fertig fermentiert ist. Die Milchsäurebakterien und ihre mikroskopisch kleinen Kolleg*innen machen solange ihren Job, bis du entscheidest, dass das Ferment sauer genug für dich ist.

Du kannst nach ungefähr zwei Wochen mal in dein Fermentgefäß spähen und testen, ob du die Rote Bete so schon essen magst, oder ob es lieber noch ein bisschen saurer werden soll.

Wenn sie für deinen Geschmack noch saurer sein kann, kannst du das Glas einfach wieder verschließen und deine kleinen Freunde ihre Arbeit weiter machen lassen – in verlangsamtem Tempo, weil du die Gefäße mit deinen Fermenten ja kühl und dunkel lagerst.

Psst: Auch Gurken kannst du so übrigens super lecker einlegen!

Warum Rote Bete fermentieren?

Vielleicht sollte die bessere Frage eher lauten: Warum nicht? Fermentieren ist schließlich ein Traum für unseren Gaumen und eine super Sache!

Denn fermentierte Rote Bete sind nicht nur lecker, sondern auch noch suuuper gesund! Schon unfermentiert wirken Rote Bete, wie alle Rüben, im Körper gegen Entzündungen. Sie sind ein geballtes Kraftpaket an Vitaminen, Nährstoffen, Ballaststoffen und wichtigen Mineralien wie Mangan und Kalium. Außerdem enthalten Rote Bete den Stoff Betanin (daher auch der lateinische Name Beta vulgaris), der unsere Zellen und Gefäße schützt.

Frisch geerntete Bunte Beten

Kaum vorstellbar, aber durch die Fermentation wird deine Rote Bete sogar noch gesünder! Durch die Arbeit der Milchsäurebakterien sind fermentierte Lebensmittel nämlich quasi vorverdaut und dadurch viel angenehmer für dein Verdauungssystem zu handhaben.

Mit meiner Vorliebe für Fermentiertes stehe ich nicht allein da. Gemüse wie Rote Bete fermentieren hat eine lange Tradition, und ist gleichzeitig eine sooo simple, geniale und leckere Art, Gemüse zu konservieren. Sogar der chinesische Philosoph Konfuzius hat sich als Ferment-Fan geoutet, als er über yan-tsai, das typische fermentierte Gemüse seiner Zeit, sagte: „Having yan-tsai, I can survive the winter.“ Und das schon vor Tausenden Jahren!

Gerade weil damals im Winter monatelang kein frisches Gemüse zur Verfügung stand, war die Fermentation als Technik einfach genial! Mit ihrer Hilfe konnten die Menschen ihr selbst angebautes Gemüse das ganze Jahr über auf den Teller bringen und so ihr Verlangen nach frischem Gemüse stillen. So mussten sie auch in der dunklen, kalten Jahreszeit nicht auf die lebenswichtigen Vitamine verzichten, die im Gemüse enthalten sind.

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Im Gegenteil: Beim Fermentieren vermehren sich die Vitamine sogar noch – denn durch sie kommunizieren die Mikroorganismen miteinander. Kaum zu glauben, aber wahr!

Also nichts wie los, lasst uns in die Fußstapfen von Konfuzius treten, Rote Bete fermentieren und so für echte Vitaminbomben im Winter sorgen! Vielleicht kennst du das Gefühl auch, gerade in der dunkelsten Jahreszeit das Bedürfnis nach etwas Erfrischendem zu haben – Fermentierte Rote Bete passt perfekt dazu. Sie weckt jede einzelne Körperzelle aus der Winterstarre. ;)

Auf den Geschmack gekommen: Variationen

Mein gaumenschmausigstes Rezept reicht dir noch nicht, weil die Rote Bete-Ernte üppiger ausgefallen ist als gedacht oder weil du so richtig auf den Geschmack von fermentierter Rote Bete gekommen bist? Zum Glück gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um fermentierte Harmonien mit Wow-Effekt zu kredenzen.

Das Schöne am Fermentieren ist, dass ganz viel erlaubt ist! Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Du kannst die wildesten Kombinationen fermentieren, die dir in den Sinn kommen.

Rote Bete + Meerrettich

Vielleicht kennst du aus dem Aufstrichregal die wunderbare Kombi aus Roter Bete und Meerrettich? Auch im Fermentierglas machen die beiden Gemüse eine tolle Figur zusammen.

Vermisch dafür einfach deine Rote Bete mit einer kleiner Menge Meerrettich – beides geraspelt wie im Rezept oben. Bei einem Kilo Rote Bete füge ich ungefähr 20 Gramm Meerrettich hinzu. Der schmeckt so intensiv, dass ich nicht besonders viel von ihm brauche, um dem Ferment einen scharfen Frische-Kick zu verleihen.

Rote Bete + Knoblauch & Petersilie

Tolle Kuppelpartner sind zum Beispiel auch frische Kräuter und Gewürze! Vielleicht magst du eine Portion Rote Bete mit Knoblauch und Petersilie fermentieren? Oder für noch mehr köstliche Schärfe Ingwer dazugeben? Und wie wär’s mit der Mischung aus Senfsamen, Koriander und Pfeffer?

Auch ein wilder Mix mit anderem Gemüse ist möglich: Vielleicht sind die Radieschen in deinem Garten in diesem Jahr besonders gut gewachsen und du hast mehr, als du frisch auffuttern kannst? Dann steck die kleinen Kugeln doch einfach mal mit Roter Bete in ein Fermentierglas und lass dich von dem Ergebnis überraschen! Meine Geschmacksnerven stehen auch total auf die Kombination aus Roter Bete und Kohl – yams!

Bunte Beten aufgeschnitten auf Holzuntergrund

Das Trio: Rote, Gelbe & Pinke Bete

Für einen regelrechten Regenbogen im Fermentierglas kannst du deine Rote Bete gemeinsam mit ihren Schwestern Pinke Bete und Gelbe Bete fermentieren! Die anderen Beten schmecken etwas milder als die klassischen roten Kugeln. Wenn dir Rote Bete also etwas zu intensiv schmeckt, dann probiere doch mal andere Vertreter aus der Beten-Familie!

Fermentierte Rote Bete ist dabei übrigens durchaus auch etwas für die Süßschnäbel – denn die roten Knollen bringen von Natur aus eine gewisse Süße mit sich. ;)

Doch du kannst nicht nur mit Geschmäckern herumexperimentieren. Auch in der Form steht dir die Welt der Vielfalt offen. Geraspelt, gewürfelt oder in Scheiben – alles ist möglich! Worauf du achten solltest, wenn du größere Gemüsestücke fermentierst, erfährst du in der Checkliste.

In meinem Kurs „Obst und Gemüse haltbar machen“ habe ich übrigens noch jede Menge leckerer Rezepte zum Fermentieren auf Lager. Außerdem schauen wir da nicht nur in den Gärtopf, sondern werfen auch einen ganz genauen Blick in den Einkochkessel und die Vorratskammer – denn die wollen wir in dem Kurs mit selbstgemachten Leckereien randvoll füllen!

Wozu passt fermentierte Rote Bete?

Gerade Scheiben fermentierter Roter Bete machen sich ganz ausgezeichnet auf frisch gebackenem Brot, zum Beispiel auf diesem superleckeren Sauerteigbrot.

Mit geraspelter fermentierter Rote Bete kannst du prima einen grünen Salat aufpeppen (der noch besser schmeckt, wenn du ihn im Freiluftsupermarkt hinter dem Haus besorgst). Ein Eichblattsalat, dazu etwas Rucola, ein paar Kapuzinerkressenblüten und fermentierte Rote Bete – mhhh… Sommer in der Salatschüssel!

Die fermentierte Rote Bete passt auch wunderbar in Gemüsepfannen und andere Gemüsegerichte. Oder wie wäre es mit einem Kräuterrisotto – geschmückt mit fermentierter Roter Bete? Du siehst, du hast die Qual der Wahl! 

Also: Sauerkraut und Saure Gurken sind definitiv nicht das Ende der Fermentierfahnenstange! Auch Rote Bete fermentieren entführt dich in das Land der prickelnden Gemüse. Ein Hoch auf Milchsäurebakterien und die Vielfalt, die sie uns bieten!

Interessiert dich, was du sonst noch so fermentieren und haltbarmachen kannst? Dann lies hier weiter:

Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack

Kimchi selber machen – Das ultimative Rezept!

6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

Hat das Rote Bete fermentieren bei dir funktioniert? Und bist du auch so angetan von meinem Gaumenschmaus-Rezept wie ich? Yams!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Kohlweißling auf Blüte

Kohlweißling bekämpfen – ganz ohne Chemie!

Na, hast du einen Kohlweißling in deinen Gemüsebeeten entdeckt? Der Anblick des cremefarbenen Falters ist hübsch, sollte aber deine Alarmglocken läuten lassen – denn deine Kohlgewächse stehen so weit oben auf der Liste seiner Leibgerichte, dass er ihnen sogar seinen Namen verdankt.
 
Aber keine Panik: es gibt einfache Maßnahmen, mit denen du dein Gemüse vor dem Kohlweißling in Sicherheit bringen kannst.

Inhaltsverzeichnis
Kohlweißlingen wirksam vorbeugen
Tipp #1: Kulturschutznetze gegen den Kohlweißling verwenden
Tipp #2: Mischkultureffekte nutzen
Tipp #3: Verbündete im Kampf gegen den Kohlweißling suchen
Die Raupen des Kohlweißlings entlarven
Schäden durch den Kohlweißling erkennen
Die Raupen sind im Beet – was ist zu tun?

Kohlweißlingen wirksam vorbeugen

Ein unschuldiger Schmetterling als Schädling? Leider ja: Der Kohlweißling ist der wohl meist verfluchte und am liebsten gesehene Gartenbesucher zugleich. In ihm steckt nämlich auch eine Raupe Nimmersatt, die deine Kohlgewächse in Rekordgeschwindigkeit verschlingt, wenn du nicht aufpasst!

Man kann ihm aber kaum böse sein. Der Kohlweißling hat einfach einen exquisiten Geschmack, einen Sinn für gesunde Lebensmittel und ernährt sich eben genauso gerne von vitaminreichem Superfood wie wir.

Trotzdem möchten wir Rotkohl, Grünkohl und Co nicht unbedingt mit dem Falter teilen. Um dem Kohlweißling ein Schnippchen zu schlagen, lautet daher die Devise: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

So denkt nämlich auch der Kohlweißling. Die Schmetterlinge suchen sich den Platz zum Eierlegen sehr vorausschauend aus. Der perfekte Kindergarten sollte dem Nachwuchs ein All-you-can-eat Büffet bieten, sodass die Raupen sich satt fressen und unbeschwert heranwachsen können. Und diesen Ort findet der Kohlweißling in unserem Kohlbeet.

Dort legt der Kohlweißling seine gelben Eier in Gelegen auf den Blättern ab. Wenn du einen cremefarbenen Falter von einer deiner Kohlpflanzen wegfliegen siehst, dann schau doch mal genau hin. Vielleicht entdeckst du ja kleine gelbe Schmetterlingseier auf oder unter einem Blatt. In dem Fall sammelst du sie am besten sofort ab.

Tipp #1: Kulturschutznetze im Kampf gegen den Kohlweißling verwenden

Damit die Eier gar nicht erst dort landen, musst du schneller sein als der Kohlweißling. Ohne deinen Kohl mit einem Kulturschutznetz* zu schützen, hast du da kaum eine Chance. Das Netz sollte am besten von klein auf über deinen Kohlpflanzen liegen. Denn auch wenn deine Kohlzöglinge noch zarte Pflänzchen sind, findet der Kohlweißling sie trotzdem schon seeehr attraktiv.

Kohl unter dem Kulturschutznetz: Sicher vor den Kohlweißlingsraupen.

Ein feinmaschiges Netz* verhindert, dass der Kohlweißling mit deinen Pflanzen auf Tuchfühlung gehen kann. Der Falter wird sein Glück dann anderswo versuchen und deine Pflanzen können ungestört wachsen und landen irgendwann auf deinem Teller, statt die Mäuler der Raupen zu stopfen.

Es ist jedoch ein ständiges Duell: Schaffst du es, die Netze so zu befestigen, dass der Kohlweißling auch kein Loch zum Durchschlüpfen mehr findet, oder gewinnt der kleine Flattermann?

Auch mit Netz solltest du daher unbedingt regelmäßig kontrollieren, ob sich auch keine Raupen oder Schmetterlinge darunter gemogelt haben.

Tipp #2: Mischkultureffekte nutzen

Um deine Chancen auf raupenfreie Pflanzen zu erhöhen, kannst du Knollensellerie als Mischkulturpartner mit ins Kohlbeet pflanzen. Der Geruch von Sellerie verwirrt Kohlweißlinge nämlich und schreckt sie ab.

Einen ähnlichen Effekt haben Tomaten, Thymian, Pfefferminze und Salbei. Tomaten passen aber nicht so gut zum Kohl mit ins Beet: Sie wachsen einfach zu hoch für das Kulturschutznetz, das über deinen Kohlpflanzen ausgebreitet sein sollte.

Eine mit cleveren Mischkulturen gespickte Anbauplanung lohnt sich sooo sehr beim Management von Schädlingen wie dem Kohlweißling. Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und welche eher nicht, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen – da siehst du auf einem Blick, welche Gemüse sich gerne miteinander verkuppeln lassen. ;)

Tipp #3: Verbündete im Kampf gegen den Kohlweißling suchen

Wie alle sogenannten Schädlinge haben Kohlweißlinge aber auch einen ökologischen Nutzen: Die Raupen sind nämlich ein wichtiges Futter für Vögel und Schlupfwespen. Diese Eigenschaft kannst du dir zu Nutze machen. Dafür lockst du die natürlichen Fraßfeinde der Raupen einfach in deinen Garten. Ein bisschen hinterhältig, aber völlig in Ordnung. 

Wie das geht? Schlupfwespen freuen sich über schicke Insektenhotels und „wilde Ecken“ im Garten, in denen Totholz das ganze Jahr über liegen bleiben darf. Vögel kannst du mit einem passenden Futterangebot und gemütlichen Nistkästen willkommen heißen. Und schon hast du Verbündete im Kampf gegen den Kohlweißling!

Nützlinge zu fördern, ist übrigens nicht nur clever, sondern auch ein fester Bestandteil von Permakulturgärten. Wenn dich das neugierig macht, dann gibt’s hier mehr zu dem Thema.

Die Raupen des Kohlweißlings entlarven

Woher weißt du eigentlich, dass du es mit dem Kohlweißling zu tun hast? Tja… genau genommen haben wir es hier tatsächlich nicht nur mit einer, sondern gleich mit zwei Arten zu tun. Es gibt nämlich sowohl den Kleinen Kohlweißling als auch den Großen Kohlweißling.

Beide Schmetterlinge sehen sich zum Verwechseln ähnlich: Weißliche Flügel mit schwarzem Punkt und dunklen Flügelspitzen. Der Große Kohlweißling ist dabei ein bisschen gelblicher (und größer) als der Kleine Kohlweißling. Alles in allem ist er nicht besonders auffällig – halt der Klassiker unter den Schmetterlingen.

Eigentlich ist der Kohlweißling als Schmetterling selber überhaupt kein Problem. Viel problematischer sind die gefräßigen Schmetterlingskinder: die Raupen. In diesem Stadium erkennst du den Unterschied zwischen dem Großen Kohlweißling und dem Kleinen Kohlweißling deutlich.

Raupen des Großen Kohlweißling auf einem Kohlblatt.

Der Nachwuchs des Großen Kohlweißlings schlüpft als kleine gelbe Babyraupe mit schwarzem Kopf aus dem Ei. Sie wächst jedoch im Affenzahn (bis zu vier Zentimeter!) und verwandelt sich schnell in einen Raupen-Teenager im flotten gelb-schwarzen Leopardenkleid. Vielleicht hast du so einen schon mal in deinem Kohl entdeckt?

Mit großer Wahrscheinlichkeit ist dir der Nachwuchs des Kleinen Kohlweißlings schon mal über den Weg gelaufen… ähm gekrochen. Dieses Schmetterlingskind tarnt sich in einem zarten Kohlgrün und hat sich so perfekt an seine Umgebung angepasst. Mit ihren maximal zwei Zentimetern ist es gar nicht so leicht, die Übeltäter zu entdecken. 

Eier und Raupe des Kleinen Kohlweißling auf einem Kohlrabi Blatt.

Schäden durch den Kohlweißling erkennen

Kohlweißlings-Raupen haben es auf so ziemlich alle Arten von Kreuzblütlern und Fuchsschwanzgewächsen abgesehen: Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Grünkohl, Palmkohl, Mangold, Spinat… Die Liste der Opfer ist lang.

Es sind vor allem die grünen Raupen des Kleinen Kohlweißlings, die eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Im Handumdrehen stehen nur noch traurige Pflanzengerippe im Kohlbeet, die Blätter sind komplett abgefressen.
 
Schmetterlinge im Bauch? Das kann mit den Raupen des Kohlweißlings im schlimmsten Fall tatsächlich passieren. Denn sie arbeiten sich bis ins innerste deiner Kohlköpfe vor und riskieren so, versehentlich auf deinem Teller zu landen. Das will ja nun wirklich niemand!

Und als ob die Fraßlöcher nicht genug wären – die Raupen hinterlassen auch ziemlich eindeutige kleine dunkelgrüne Kügelchen. Du kannst dir sicherlich denken, um was es sich dabei handelt. Immerhin kann diese Sch…weinerei ein Indiz dafür sein, mit wem du es hier zu tun hast. ;)

Kohlweißling Schaden durch Fraß am Kohl

Die Raupen sind im Beet – was ist zu tun?

Du hast verloren … der Kohlweißling war dieses Mal wohl schneller! Aber keine Sorge, das ist gar nicht so dramatisch, wie es sich anhört.

Du kannst den Schaden nämlich noch begrenzen, indem du die Eier und Raupen regelmäßig absammelst. Schau aber wirklich ganz genau hin. Die Raupen des Kohlweißlings sind gut getarnt und verstecken sich oft an den Blattunterseiten.

Wenn du sie nicht an deine Hühner verfütterst, kannst du die Plagegeister auch umsiedeln. Dafür eignet sich zum Beispiel Kapuzinerkresse, die du vielleicht eher entbehren kannst als dein Gemüse. Dort fressen sich die Raupen dann dick und rund, verpuppen sich, und verwandeln sich irgendwann in wunderschöne Schmetterlinge.

Eine Möglichkeit, die Raupen wieder loszuwerden, ist der Einsatz von Schlupfwespen, die du im Fachhandel bekommst und in deinem Kohlbeet in die Freiheit entlässt. Sie werden sich über die Kohlweißlingsraupen hermachen. 

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Eine Alternative dazu ist das Bakterium Bacillus thuringiensis, das du ebenfalls im Fachhandel bekommst. Es ist ein biologisches Spritzmittel, das für den Ökolandbau zugelassen ist. Die Bakterien töten die Raupen, haben aber keine schädliche Wirkung für Menschen und Pflanzen.

Lass es aber am besten erst gar nicht so weit kommen. Der Einsatz von Kulturschutznetzen, cleveren Mischkulturen und ein gezieltes Fördern der natürlichen Gegenspieler des Kohlweißlings ist nicht nur schmetterlingsfreundlicher, sondern erspart dir auch jede Menge Zeit und Mühe. Lade dir gerne meine Mischkulturtabelle herunter, mit der kannst du dir die Planung sehr erleichtern.

Wenn es dir genau so geht wie dem Kohlweißling und Blumenkohl, Brokkoli und Co deine absoluten Lieblingsgemüse sind, dann solltest du unbedingt hier weiterlesen:

Blumenkohl pflanzen – der komplette Anbau-Guide

Brokkoli pflanzen und ernten – die ultimative Anleitung!

Rotkohl pflanzen – Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Ernte

Hast du den Kleinen oder Großen Kohlweißling schon in deinem Garten entdeckt? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diese Links einkaufst. Du zahlst deswegen keinen Cent extra, es ist aber eine tolle Art, meinen Blog zu unterstützen. Danke an alle, die das machen!

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Brennnesseljauche

Brennnesseljauche selber herstellen: So geht’s!

Brennnesseljauche ist ein absolutes Must-have im Gemüsegarten, weil du sie ganz unterschiedlich einsetzen kannst: Zum einen als nahrhaftes Futter für deine Gemüselieblinge und zum anderen als Stärkung oder wirksames Mittel gegen fiese Schädlinge. Deshalb nichts wie los, ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick: So geht’s Schritt für Schritt!
Anrüchig? So machst du Brennnesseljauche
Marschverpflegung: Brennnesseljauche als Dünger
Schutzschirm: Brennnesseljauche und Wetterkapriolen
Abwehrdienst: Brennnesseljauche zur Schädlingsbekämpfung
Innenausstattung: Das ist drin in Brennnesseljauche

Auf einen Blick: So geht’s Schritt für Schritt!

Falls deine grünen Freunde schon ganz hungrig aussehen und du keine Zeit verlieren möchtest, habe ich dir in dieser Tabelle die einzelnen Arbeitsschritte zusammengefasst.

7 Arbeitsschritte bis zur BrennnesseljaucheGut zu wissen
Schritt #1: 1 kg Brennnesseln ernten und kleinschneidenam besten trägst du dabei Handschuhe, damit du nicht zum gebrannten Kind wirst. ;)
Schritt #2: Brennnesseln in ein Gefäß gebenaus Holz oder Plastik, Metall ist ungeeignet
Schritt #3: mit 10 l Wasser auffüllenmöglichst Regenwasser verwenden
Schritt #4: 1 oder 2 Hände Gesteinsmehl* dazugebenbindet Gerüche
Schritt #5: gut umrühren und locker abdeckenBrennnesseljauche braucht Luftkontakt
Schritt #6: täglich umrührenwenn sich keine Bläschen mehr bilden, ist die Brennnesseljauche fertig
Schritt #7: Brennnesseljauche verdünnenVerhältnis 1:20

Nicht nur Dünger, auch die passenden Beetkumpel machen dein Gemüse rundum glücklich und lassen es prächtig wachsen und gedeihen. Damit du weißt, wer mit wem gern im Beet ist, lad dir meine Mischkulturtabelle herunter!

Anrüchig? So machst du Brennnesseljauche

Brennnesseljauche ansetzen

Gartenschere, Korb und Handschuhe stehen bereit? Dann kann´s ja losgehen! :)

Zuerst suchst du dir Brennnesseln, die nicht direkt an der Straße oder an einem Feldrand wachsen, damit dein zukünftiger Dünger möglichst frei von Schadstoffen ist.

Dann schneidest du ungefähr ein Kilo Brennnesseln ab und trägst deine Ernte nach Hause. Dort schneidest du alles in zwei oder drei Zentimeter kleine Stücke, damit die Stängel später gut durch den Ausgießer deiner Kanne rutschen und gibst den Brennnesselsalat in ein Gefäß. Das Gefäß sollte nur nicht aus Metall sein, weil bei der Gärung sonst zwischen Metall und Flüssigkeit unerwünschte chemische Prozesse ablaufen.

Jetzt füllst du zu deinen Brennnesseln zehn Liter Wasser. Regenwasser eignet sich besonders gut, weil es weich ist und außerdem umsonst. ;) Solltest du kein Regenwasser haben, kannst du aber auch Leitungswasser verwenden!

Weil Jauche naturgemäß ziemlich anrüchig ist, kannst du noch zwei Handvoll Gesteinsmehl* oder Kompost dazugeben. Das hilft ein wenig, den unangenehmen Geruch zu binden und reichert die Brennnesseljauche noch zusätzlich an.

Nun rührst du alles gründlich mit einem Stock um und deckst das Gefäß mit einem Untersetzer locker ab. Dein Ansatz sollte nämlich Luftkontakt haben, damit die Gärung gut in Gang kommt und entstehende Gase keinen Druck aufbauen können.

Und genau das steht jetzt jeden Tag auf dem Programm: Du kümmerst dich „rührend“ um deine Brennnesseljauche – so lange, bis dabei keine Bläschen mehr aufsteigen. Dann ist dein selbst gemachter Dünger nämlich fertig! ;)

Brennnesseljauche: Korb mit Brennnesseln

Brennnesseljauche verwenden

Ausgereifte Brennnesseljauche ist ein Konzentrat, das du unbedingt verdünnen musst, weil es sonst viel zu scharf für deine Pflanzen wäre. Deshalb gibst du im Verhältnis 1:20 Wasser dazu und gießt ohne Brause die Erde rund um deine Gemüselieblinge herum.

Dabei solltest du darauf achten, weder Blätter noch Stängel mit dem Gießwasser zu beregnen. Wenn Stückchen mit ins Beet kommen, ist das kein Problem: Sie verrotten und geben den Bodenlebewesen zusätzlich Nahrung.

Starkzehrer düngst du alle drei bis vier Wochen, Schwachzehrer nur zur Kräftigung oder bei Schädlingsbefall. Am besten setzt du immer wieder neue Brennnesseljauche an, damit du während der Gartensaison jederzeit welche zur Verfügung hast.

Wenn du deine Jauche dunkel, kühl und abgedeckt aufbewahrst, ist sie ziemlich lange haltbar. Mit der Zeit gehen allerdings immer mehr Nährstoffe verloren und die Düngekraft nimmt ab. Deshalb schenkst du übrig gebliebene Brennnesseljauche im Herbst, wenn die Dünge-Saison zu Ende geht, am besten deinem Kompost oder du schüttest sie verdünnt auf abgeerntete Beete. Im nächsten Jahr kannst du dann wieder neuen Brennnesselsud ansetzen.

Brennnesseljauche: Brennnesseln

Marschverpflegung: Brennnesseljauche als Dünger

Brennnesseljauche ist ein toller natürlicher Dünger, der alles enthält, was das Gemüseherz begehrt. ;) Weil die Nährstoffe sofort verfügbar sind, wächst und gedeiht alles in deinen Beeten prächtig, wenn du regelmäßig damit düngst. Auch Regenwürmer bekommen dadurch neuen Schwung und werden aktiv.

Wenn aus deinen Jungpflanzen Teenager geworden sind, die du ins wilde Leben entlassen und in deine Beete setzen möchtest, kannst du sie vor dem Einpflanzen in drei bis vier Tage alte Brennnesseljauche tauchen. Das stärkt Wurzeln und Abwehrkräfte und erleichtert deinem Gemüse das Anwachsen und heimisch werden im neuen Boden.

Deine Gemüse schwächeln ein wenig und wollen nicht richtig wachsen? Auch dafür eignet sich Brennnesseljauche hervorragend! Alle ein oder zwei Wochen gießt du sie 1:20 verdünnt und verhilfst ihnen so zu ungeahnter Stärke und Pracht. :)

Brennnesseljauche: ausgetopfte Selleriepflanze

Schutzschirm: Brennnesseljauche und Wetterkapriolen

Platzregen oder anhaltende Trockenheit können deine Pflanzen mit einem regelmäßigen ordentlichen Schluck Brennnesseljauche im Gießwasser viel besser meistern!

Und wenn es dir dein Gemüse einmal verhagelt haben sollte, stärkt Brennnesseljauche die Pflanzen und hilft ihnen dabei, über Wetterschäden hinwegzukommen und gesund weiterzuwachsen. Genial, oder?

Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest, wie du ohne viel Mühe Gemüse anbaust und eine dicke Ernte einfährst, komm doch in meinen Obst und Gemüse haltbar machen Kurs! Da zeige ich dir, wie du ruckzuck deinen Traum-Gemüsegarten anlegen und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Wäre toll, wenn du mit dabei bist! :)

Abwehrdienst: Brennnesseljauche zur Schädlingsbekämpfung

Sollten deine Gemüse einen Schädlingsüberfall zu verkraften haben, kannst du ihnen im Kampf beistehen und mit Brennnesseljauche gegen Blattläuse und Co vorgehen.

Dazu verdünnst du junge Brennnesseljauche, die ungefähr vier bis sieben Tage alt ist und noch kräftig blubbert und beim Umrühren schäumt, im Verhältnis 1:50. Das sprühst du an einem bedeckten Tag oder abends auf die Blätter deiner befallenen Schützlinge. So schlägst du diese Plagegeister schnell in die Flucht!

Falls du nicht mehr so viel Zeit hast, weil die Schädlinge schon übermächtig zu werden drohen, kannst du auch schnell einen Brennnesselauszug machen:

Dazu schneidest du 100 g Brennnesseln klein und verrührst sie gut mit einem Liter Wasser. Dieser Ansatz muss dann nur 24 Stunden stehen, bevor du ihn (unverdünnt) verwenden kannst.

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Innenausstattung: Das ist drin in Brennnesseljauche

Dass Brennnesseljauche so vielseitig einsetzbar ist im Gemüsegarten, liegt an ihren wertvollen Inhaltsstoffen. Sie enthält neben Kieselsäure Stickstoff und Kalium, Pflanzenhormone, Vitamine und wachstumsfördernde Enzyme. Das pusht dein Gemüse und treibt es zu Höchstleistungen an! ;)

Die Kieselsäure sorgt dafür, dass das Pflanzengewebe stark und widerstandsfähig ist. So können sich deine Schützlinge besser gegen Angriffe von Schädlingen wehren oder Verletzungen durch Platzregen oder Hagel verkraften.  

Wenn du eine Brennnesseljauche ansetzt, erhältst du also ein wunderbares Kraftpaket für deine Pflanzen, das sie gleichzeitig düngt und stärkt. Da kann einer super Ernte eigentlich nichts mehr im Weg stehen! Und für die richtigen Beetpartner hast du ja meine Mischkultur Tabelle. :)

Brennnesseljauche selber zu machen ist gar nicht schwer, geht schnell und hat soo viele Vorteile. Sie sollte dir im Sommer niemals ausgehen. Also raus in die Natur mit dir, Brennnesseln ernten und verjauchen!

Falls du noch mehr darüber lesen möchtest, wie du erfolgreich Gemüse anbaust, schau gern auch hier vorbei:

Gemüseanbau für Anfänger: In 9 Schritten zur dicken Ernte!

Wie mein Garten fast von selbst unkrautfrei bleibt

Tomaten richtig düngen: Meine geheime Düngermixtur ;)

Welche Tricks hast du auf Lager, um den Geruch von Brennnesseljauche zu binden? Ich freue mich von dir zu hören! :)

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Cocktailtomaten: Cocktailtomatenrispe

Cocktailtomaten anbauen: 5 Schritte bis zum Tomatenhimmel!

Cocktailtomaten, Cherrytomaten oder auch Kirschtomaten sind die Kleinsten in der Tomatenfamilie. Sie stehen ihren großen Schwestern aber in nichts nach, was Geschmack oder Aussehen betrifft. Wenn du diese super leckeren, zuckersüßen runden Kuller auch so liebst wie ich, bist du hier genau richtig. Ich zeige dir, wie du Cocktailtomaten anbauen und eine dicke Ernte einfahren kannst!

Inhaltsverzeichnis
Übersicht: Cocktailtomaten anbauen im Schnelldurchgang
Schritt #1: Cocktailtomaten Sorten: Welche darf es denn sein?
Schritt #2: Cocktailtomaten säen: Im Märzen der Gärtner…
Schritt #3: Cocktailtomaten pflanzen: Nichts wie raus!
Schritt #4: Gießen, düngen, ausgeizen – Gut gepflegt ist halb geerntet
Schritt #5: Krankheiten und Schädlinge – Erste Hilfe leicht gemacht

Übersicht: Cocktailtomaten anbauen im Schnelldurchgang

Cocktailtomaten sind unglaublich vielseitig: Du kannst sie bei genügend Wärme und Licht (fast) überall anbauen, sie eignen sich als Snack genauso wie als Pizzabelag, für eine aromatische Tomatensauce oder einen frischen Salat und sind darüber hinaus auch im Garten ein Augenschmaus mit ihren unterschiedlichen Farben und Formen.

Wenn du von der eiligen Sorte bist, lies gerne in der folgenden Übersicht kurz und knackig alles nach, was du für den Anbau der bunten Leckerbissen wissen musst!

5 Schritte bis zum TomatenhimmelTipps
Schritt 1: Cocktailtomaten Sorten aussuchenForm, Farbe, robust
Schritt 2: Cocktailtomaten säen1 cm dick mit Erde bedecken, pikieren, wenn sie zwei echte Blätter haben
Schritt 3: Cocktailtomaten pflanzenabhärten, tiefer setzen, Rankhilfe, sonniger Standort, Regenschutz
Schritt 4: Pflegegießen, düngen, ausgeizen
Schritt 5: Krankheiten und SchädlingeKraut- und Braunfäule, Blütenendfäule, Läuse, Spinnmilben 

Schritt #1: Cocktailtomaten Sorten: Welche darf es denn sein?

Mittlerweile gibt es unzählige Sorten an Cocktailtomaten – du hast hier die freie Auswahl! Wie wäre es, eine bunte Mischung anzubauen? Das sieht im Salat wunderschön aus!

Super leckere und bewährte rote Cocktailtomaten Sorten sind „Zuckertraube“, „Rotkäppchen“ „Sibirisches Birnchen“ und „Primabella“. 

Wenn du gelbe Cocktailtomaten bevorzugst, versuche es doch mal mit „Cerise gelb“, „Yellow Submarine“ oder „Zitronentraube“.

Und dann gibt es noch farblich ausgefallenere Sorten wie „Black Cherry“ (dunkel-violett), „Cherry Zebra“ (rot-grün gestreift) oder „Sunrise Bumble Bee“ (gelb-orange gestreift).

Einige Cocktailtomaten sind rund, andere oval oder birnenförmig.  Du kannst ganz nach deinen Vorlieben wählen, aber achte darauf, dass dein Tomaten-Saatgut samenfest ist.

Bei ein paar Cocktailtomatensorten handelt es sich um Buschtomaten, eine etwas ursprünglichere, buschige Wuchsart. Bei ihnen kannst du später aufs Ausgeizen verzichten und sie stattdessen mehrtriebig wachsen lassen.

Dürfen deine Tomaten in einem Gewächshaus einziehen oder müssen sie Wind und Wetter draußen trotzen? Achte besonders beim ungeschützten Anbau darauf, dass du dir eine geeignete Freilandsorte aussuchst.

In meinem Tomaten-Masterplan habe ich dir übrigens alles, was du zum Tomatenanbau wissen musst, kompakt zusammengefasst. Lad ihn dir gerne hier herunter:

Schritt #2: Cocktailtomaten säen: Im Märzen der Gärtner…

Du kannst es nach einem langen Winter kaum erwarten, deine Tomatensamen in die Erde zu bringen? Das geht mir ganz genauso! ;) 

Trotzdem lege ich dir ans Herz, Cocktailtomaten nicht vor Anfang März auszusäen. Bis sie nach draußen umziehen können, dauert es sonst nämlich viel zu lange und deine grünen Freunde werden ungeduldig, weil sie zu wenig Platz und Nährstoffe in ihren engen Töpfchen haben. So erleben sie keinen guten Start und wachsen dann auch nicht zu großen, prächtig tragenden Pflanzen heran.

Wenn es endlich soweit ist, holst du deine Samentütchen aus. Für die Aussaat legst du die Samen in kleine Töpfchen mit Erde und bedeckst sie einen Zentimeter dick mit Erde. Jetzt ab mit ihnen an einen warmen Ort unter die Pflanzenlampe*! 

Auch nachdem sie ihre Keimblätter in die große weite Welt gestreckt haben, lieben Cocktailtomaten (im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsearten) weiterhin ein Plätzchen, wo es 18-20° Celsius warm ist. Sie mögen es halt gerne kuschelig. :)

Mit zwei echten Blättern nach den Keimblättern geht es ans Pikieren. Denk daran, deine Zöglinge bei diesem Schritt bis zu den Keimblättern in die Erde zu setzen, damit sie mehr Wurzeln ausbilden können!

Cocktailtomaten: Tomatenjungpflanzen

Schritt #3: Cocktailtomaten pflanzen: Nichts wie raus!

Eine oder zwei Wochen vor den Eisheiligen, Anfang Mai, wird es Zeit, deine Cocktailtomaten an die Welt da draußen zu gewöhnen und sie mit Sonne und Wind bekannt zu machen. Das heißt auch „Abhärten“. Jungpflanzen, die du einfach nach draußen setzt, würden ohne Abhärtung einen schweren Sonnenbrand bekommen oder in einer kühlen Nacht einen Kälteschock bekommen und sich nur schwer wieder davon erholen.

Eine stabile Rankhilfe wie eine Tomatenspirale sorgt dafür, dass die zum Teil sehr hoch wachsenden Pflanzen Rückgrat beweisen und nicht umknicken, wenn der Wind auch mal etwas kräftiger weht. So kannst du unbesorgt deine Tomaten pflanzen.

Gerade Cocktailtomaten müssen aber nicht unbedingt ins Beet oder Gewächshaus! Für das Tomaten pflanzen im Topf sind Cocktailtomaten nämlich besonders gut geeignet. Sorten wie „Kleine Thai“ oder „Golden Nugget“ kannst du sogar in eine Hängeampel setzen – so wachsen dir die süßen Früchte auf deinem Balkon förmlich in den Mund. ;)

Alle Tomatensorten brauchen unbedingt einen sonnigen und möglichst regengeschützten Ort, damit sich Pilzkrankheiten nicht so leicht ausbreiten können. Wenn du sie an ihrem endgültigen Platz dann noch tiefer setzt und ihnen eine Dünger-Startmischung mit ins Pflanzloch gibst, steht einem glücklichen Leben deiner Cocktailtomaten nichts mehr im Weg. :)

Falls du deine Tomaten im Topf pflanzen möchtest, sollte der ein Volumen von mindestens 20 Liter haben.

Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Schritt #4: Gießen, düngen, ausgeizen – Gut gepflegt ist halb geerntet

Deine Schützlinge stehen mittlerweile abgehärtet an Ort und Stelle und haben sich schon eingelebt? Dann bist du jetzt als Pflege-Personal gefragt! ;)

Regelmäßiges Düngen und Gießen sorgt dafür, dass sich deine Cocktailtomaten so richtig wohlfühlen und viele Triebe entwickeln, an denen sie auch Früchte bilden würden. Das ist ausgesprochen kräftezehrend – deshalb musst du darauf achten, dass sich deine Cocktailtomaten nicht zu viel zumuten und sie regelmäßig ausgeizen. Wenn du das nicht tust, wirst du statt prallen, süß-vollreifen und köstlichen Früchten nur sehr kleine und zum Teil nicht ausgereifte Cocktailtomaten ernten. Einzige Ausnahme: Buschtomaten.

Falls du Lust hast, außer Cocktailtomaten auch anderes Gemüse in deinem Garten zu hegen und zu pflegen, kann ich dir meinen Kurs „Gemüsegarten starten“* empfehlen! Da zeige ich dir, wie du easy peasy dein Gemüse selber anbaust und eine dicke Ernte einfährst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Schritt #5: Krankheiten und Schädlinge – Erste Hilfe leicht gemacht

Cocktailtomaten sind bei der richtigen Pflege nicht übermäßig anfällig für Krankheiten und Schädlinge, aber du solltest trotzdem immer ein wachsames Auge auf sie haben.

Vor allem die Kraut- und Braunfäule schlägt in nassen Jahren gerne zu und vernichtet die Ernte. Alle betroffenen Blätter und Früchte solltest du möglichst schnell entfernen und in der Biotonne entsorgen.

Cocktailtomaten: Marienkäfer auf Tomate

Gegen diese fiese Krankheit helfen vorbeugend Luft und Licht: Dafür spendierst du deinen Pflanzen von Anfang an einen Regenschutz und entfernst regelmäßig zu dicht stehende Blätter. So kann sich deine Cocktailtomate gut den Wind um die Blätter wehen lassen und Feuchtigkeit trocknet schnell ab. Die Pilzkrankheit findet diese Umgebung nicht besonders ansprechend und verschont deine grünen Freunde deshalb hoffentlich!

Cocktailtomaten, die unter Blütenendfäule leiden, haben am unteren Ende einen etwas eingefallenen, braunen trockenen Fleck.

Blütenendfäule ist genaugenommen keine Krankheit, sondern ein Kalzium-Mangel. Den kannst du ganz einfach beheben, indem du um deine Pflanzen Algenkalk streust oder Eierschalen super fein mahlst und dann ausstreust. Anschließend gut eingießen.

Falls sich eine Blattlaus– oder Spinnmilben-Armada auf deine Cocktailtomaten stürzt und schnelle Hilfe erforderlich ist, kannst du sie mit einem Wasserstrahl herunterspülen und dann Wermut-Tee sprühen. Dafür brauchst du aber unbedingt einen bedeckten Tag, denn die Sonne würde die nassen Blätter sonst verbrennen.

Mit ein bisschen Geduld ziehen in einem naturnahen Garten oder auf einem naturnahen Balkon aber auch schnell Verbündete im Kampf gegen die Läuseplage ein: die Marienkäfer! Diese hübschen kleinen Fressmaschinchen vertilgen an einem Tag unzählige Blattläuse und helfen dir fleißig bei der Schädlingsbekämpfung. Wenn der Befall also nicht super stark ist, lohnt es sich abzuwarten, bis die Blattlauspolizei eintrifft. ;)

In der Zwischenzeit kannst du dir ja den Tomaten-Masterplan herunterladen und noch viele weitere Tipps für eine erfolgreiche Tomatenernte holen!

Cocktailtomaten
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Cocktailtomaten sind super lecker und prima für Kübel und Balkon geeignet. Wie wäre es dieses Jahr mal mit einem bunten Tomatensalat oder einer bunten Antipasti-Platte?

Falls du für deine Salatschüssel nicht nur Cocktailtomaten anbauen möchtest, lies gerne hier weiter:

Gurken pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

Salat pflanzen, anbauen und rund ums Jahr ernten – die komplette Anleitung!

Der komplette Karotten-Guide: Pflanzen, Anbauen und Ernten

Welche Sorten Cocktailtomaten planst du dieses Jahr anzubauen? Ich freue mich von dir zu hören!

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Gurken_Vorziehen_Jungpflanzen

Kräftige Gurken vorziehen – so gelingt die Anzucht!

Ob im Gemüsegarten, Gewächshaus oder auf dem Balkon: Gurken fühlen sich an vielen Orten wohl und versüßen dir den Sommer mit ihren frischen, knackigen Früchten. Sie gehören zu den Gemüsepflanzen, die du ganz einfach selbst im Haus vorziehen kannst. Wie das gelingt, schauen wir uns jetzt an.

Inhaltsverzeichnis
Welche Gurkensorten eignen sich?
Der richtige Zeitpunkt zum Gurken vorziehen
Gurken vorziehen: 7 Profi-Tipps
1. Wie viele Gurken soll ich vorziehen?
2. Zubehör zum Gurken vorziehen
3. Gurken bitte nicht pikieren
4. Die richtige Temperatur zum Gurken vorziehen
5. Deine Gurken haben Hunger
6. Gurken nicht verwöhnen: Mein Top-Tipp!
7. Nur die Harten kommen in den Garten

Gurken vorziehen ist gar nicht schwer, also besorg dir passendes Saatgut und leg los!

Welche Gurkensorten eignen sich?

Für welche Sorte du dich entscheidest, hängt von zwei Fragen ab: Wo sollen deine Gurken wachsen? Und was hast du mit ihnen vor?

Je nachdem, ob deine Gurken im Gewächshaus, im Freiland oder im Kübel wachsen sollen, hast du unterschiedliche Sorten zur Auswahl. Viele Sorten der klassischen Schlangengurke fühlen sich im Gewächshaus am wohlsten.

Gurken fürs Freiland vorziehen

Zum Glück sind die Sorten fürs Freiland mindestens genauso lecker – sie werden oft einfach nicht so groß oder haben keine ganz so glatte Schale. Oft schmecken die kleineren Sorten sogar aromatischer und bleiben länger frisch und knackig.

Wenn du deine Gurkenpflanzen ungeschützt anpflanzt, dann lege ich dir die robusten Freilandsorten sehr ans Herz – sie bekommen in regnerischen Sommern nicht so schnell Mehltau wie ihre Gewächshaus-Geschwister.

Zu ihnen gehören die Landgurke ‚Tanja‘ und die Freilandgurke ‚Marketmore‘. Wenn du deine Gurkenernte nicht frisch essen, sondern einlegen magst, dann empfehle ich dir die Einlegegurke ‚Vorgebirgstrauben‘. Ihre Früchte bleiben kleiner und eignen sich prima für Pickles und Saure Gurken. Alle drei Sorten sind robust, ertragreich und wachsen zuverlässig im Freiland.

Erntekörbchen_Gurke_vorziehen

Gurken fürs Gewächshaus vorziehen

Im Gewächshaus ist ‚Helena‘ meine beste Gurken-Freundin. Helena ist eine Sorte mit rein weiblichen Blüten. Das macht sie sehr ertragreich und sie kommt mit ihrer recht zarten Haut den Supermarktgurken am nächsten.

Gurkensorten mit nur weiblichen Blüten nennt man auch parthenokarp. Das bedeutet, dass sie keine männlichen Pollen für die Befruchtung brauchen und kernlos sind.

Wenn du dich für eine Gurke wie ‚Helena‘ entscheidet, solltest du keine Gurkensorten mit männlichen Blüten in deinem Gewächshaus anbauen – am besten auch nicht nebenan. Sonst kommen die Bienchen vorbei gesummt und tragen womöglich noch männliche Pollen herein – und die schmälern nur den Ertrag.

Der richtige Zeitpunkt zum Gurken vorziehen

Gurken kannst du ab Anfang April im Haus vorziehen. Eine gestaffelte Aussaat empfiehlt sich: Wenn du deine Gurken in 2-4 Sätzen von April bis Mitte Juni aussäs, hast du die ganze Saison über Gurken in unterschiedlichen Altersstadien.

Das ist praktisch, da die jüngeren Pflanzen den (echten und falschen) Mehltau, der sich nie gänzlich vermeiden lässt, viel besser wegstecken als die älteren Pflanzen.

Apropos Aussat: Hast du immer alle Termine im Kopf? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Ich schwöre statdessen auf meinen Aussaatkalender! Darin findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst. Hier kannst du ihn dir direkt herunterlanden:

Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur die Aussaattermine für die Voranzucht, er zeigt dir auch, wann du welche Samen direkt ins Freiland aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

Gurken vorziehen: 7 Tipps von der Aussaat bis zur Pflanzung

Damit bei der Anzucht nichts schief geht, gehen wir gemeinsam Schritt für Schritt die Zeit von der Aussaat bis zum Auszug durch. Los geht’s!

1. Wie viele Gurken soll ich vorziehen?

Für die komplette Gurken-Selbstversorgung solltest du zwei bis vier Pflanzen pro Person anbauen. Wenn du Einlegegurken wie die Vorgebirgstraube anbaust, hast du auch nach dem Sommer noch etwas davon und kannst deine eigenen sauren Gurken einkochen oder fermentieren. Dafür kannst du natürlich noch ein paar Exemplare mehr einplanen.

Ein super leckeres Rezept, um Gurken für den Winter haltbar zu machen, findest du hier: Salzgurken einlegen in 3 Schritten – das beste Saure-Gurken-Rezept.

Nach all der Theorie widmen wir uns aber nun dem praktischen Teil. Also mach dich für die nächsten Schritte bereit, um richtig kräftige Gurken vorzuziehen! Falls du übrigens lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, kannst du dir hier die YouTube-Version des Artikels anschauen:

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2. Was du zum Gurken vorziehen brauchst

Das nötige Zubehör ist schnell beisammen: Du brauchst Töpfchen, am besten 10cm x 10cm groß, reifen Kompost oder Anzuchterde, deine Gurkensamen und eine kleine Gießkanne mit weicher Brause oder eine Ballbrause.

In Kompost aussäen? Yes! Ich säe meine Gurken übrigens schon seit Jahren direkt in reifem Kompost aus und habe damit unglaublich gute Erfahrungen gemacht. Wenn der Kompost richtig reif ist und feingesiebt, werden sich deine Samen darin pudelwohl fühlen. Versprochen!

Im Doppel: Immer zwei Gurkensamen pro Topf

In deine mit Kompost oder Anzuchterde gefüllten Töpfchen drückst du nun ein ungefähr 2 cm tiefes Loch und legst zwei Samen hinein. Warum zwei, fragst du dich? Aus Sicherheitsgründen:

Denn leider wird nicht aus jedem Samenkorn eine stattliche Gurkenpflanze. Deswegen ist es praktisch, wenn du pro Topf gleich zwei Samen säst und später die stärkere von beiden behältst, falls beide aufgehen. Ich weiß, es ist super schwer und tut weh, die kleinen Pflänzchen heraus zu reißen, aber wenn du nur einen Samen pro Topf verwendest, geht eventuell keine Pflanze auf – das macht die Planung schwer und verschwendet Plazt in der Anzuchtstation.

Die Samen bedeckst du nun gut mit Erde, drückst sie etwas an und gießt sie anschließend mit einer weichen Brause gut an.

3. „Fass mich nicht an“ – Gurken bitte nicht pikieren

Anders als zum Beispiel Tomaten oder Kohl haben Gurken die Eigenheit, dass sie es gar nicht mögen, wenn sie nochmal aus ihren Töpfchen herausgeholt werden. Gurken möchten nicht pikiert werden, deshalb kommen sie von Anfang an in die Töpfchen, in denen sie dann bis zum Auspflanzen bleiben dürfen. Das ist auch der Grund, warum die Töpfchen für die Gurken-Anzucht mit ihren 10×10 cm relativ groß sein sollten.

4. „Manche mögens heiß“- Die richtige Temperatur zum Gurken vorziehen

Zum Keimen brauchen deine Gurken um die 25 °C. Ich stelle meine Töpfe daher meistens in die Nähe der Heizung. Aber auch Heizmatten können helfen, dass deine Gurkensamen es schön muckelig warm haben und möglichst schnell ihre Köpfchen aus der Erde recken.

Wenn die kleinen Pflänzchen aus der Erde herausschauen, möchten sie Photosynthese betreiben und dafür brauchen sie Licht. Und zwar viel, am besten 16 Stunden täglich und nur die besten Wellenlängen. ;)

Da es Anfang April noch schwierig ist, einen so langen Zeitraum Sonnenlicht an der Fensterbank abzupassen, kommen die Gurken bei uns unter LED-Anzuchtlampen* in einen etwas kühleren Raum. Nach der Keimung tut es den Jungpflanzen nämlich gut, etwas kühler zu stehen. Temperaturen zwischen 16 und 19 °C sind jetzt ideal.

Wenn du mehr noch mehr allgemeine Tipps über die Jungpflanzenanzucht abgreifen möchtest, schau doch mal bei diesem Artikel vorbei: Jungpflanzen im Haus vorziehen

Gurken vorziehen_Schlangengurken

5. Deine Gurken haben Hunger

Sobald deine Pflänzchen zwei, drei Wochen alt sind, ist die Zeit für die erste Düngergabe gekommen. Du düngst deine Gurken-Jungpflanzen am besten über das Gießwasser. Ich verwende dafür biologischen Flüssigdünger, den ich doppelt so stark verdünne, wie es auf der Packung angegeben ist.

So viel Dünger brauchen deine jungen Gurkenpflänzchen nämlich am Anfang noch gar nicht. Aber ein kleiner Stickstoffschub ist wichtig, damit sie kräftig und vital bleiben.

6. Nicht verwöhnen: Mein Top-Tipp für selbstständige Gurkenpflanzen

Zuerst noch ein genereller Tipp: Jungpflanzen solltest du nicht von oben in den Topf hineingießen. Es ist viel besser, immer in die Unterlage zu gießen*, in der deine Töpfchen stehen. Das Wasser kann sich so hoch in den Topf saugen und deine Pflänzchen nehmen sich so viel Wasser, wie sie brauchen. Das ist die einfachste und beste Art, um Jungpflanzen zu gießen, und du kannst sie gleichzeitig auch ganz einfach über das Gießwasser düngen. :)

Aber aufgepasst: Verwöhn deine Pflänzchen nicht zu sehr! Du solltest ihnen auch mal eine kurze Durststrecke einräumen, in der die Erde etwas trockener wird. So lernen sie, dass sie gut ausgeprägte Wurzeln brauchen und sie auch mal allein klarkommen müssen. ;)

7. Nur die Harten kommen in den Garten

Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, dürfen deine vorgezogenen Gurken in den Garten umziehen. Ab jetzt kannst du die Gurkensamen auch direkt ins Beet aussäen. Deine Gewächshausgurken dürfen sogar bereits Ende April aus- beziehungsweise umziehen.

Es ist aber ganz wichtig, dass du deine Jungpflanzen vorher abhärtest und sie so nach und nach an das raue Leben in der Freiheit gewöhnst. Sonst bekommen die Kleinen einen Schock, wenn ihnen plötzlich die Sonne auf die Blätter scheint oder ihre Stängel im Rhythmus des Windes tanzen. :)

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Viel Spaß beim Gurken vorziehen! Wenn du weiterlesen möchtest, habe ich dir noch weitere Artikel verlinkt, die dir bestimmt auch gefallen:

Gurken richtig ausgeizen: Alles was du wissen musst! 

Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte

Gurken pflanzen, anbauen und ernten: die komplette Anleitung

Welche Gurken-Sorten möchtest du dieses Jahr anbauen? Hast du noch mehr Tipps zum Thema Gurken vorziehen? Ich freue mich immer, über neue Tipps in den Kommentaren. :)

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diese Links einkaufst. Du zahlst deswegen keinen Cent extra, es ist aber eine tolle Art, meinen Blog zu unterstützen. Danke an alle, die das machen!

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Gemüsegarten mit Hochbeeten

Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet mit Pflanztabelle!

Na, bist du auch so verliebt in dein Gemüse-Hochbeet? Dann fragst du dich sicher genau wie ich jedes Jahr: Was soll ich in mein Hochbeet pflanzen?

Obwohl sich so ziemlich jedes Gemüse im Hochbeet pudelwohl fühlt, fährst du mit den neun perfekten Kandidaten, die ich dir hier vorstelle, nicht nur eine satte und abwechslungsreiche Ernte ein, sie machen auch optisch richtig was her. Und das Auge isst ja bekanntlich mit. ;)

Inhaltsverzeichnis
Pflanztabelle: Welches Gemüse kann ich in mein Hochbeet pflanzen?
So planst du dein Gemüse-Hochbeet
Kann ich Blumen in mein Hochbeet pflanzen?
Wasser marsch? Hochbeet-Pflanzen vor Trockenheit schützen
Gute Lage: Der perfekte Hochbeet Standort
Kein Hokuspokus: Gemüse-Hochbeete sind wahre Verwandlungskünstler!
Innere Werte: Dein Gemüse-Hochbeet befüllen – aber richtig!
Immer der Reihe nach! Die Fruchtfolge von Hochbeet-Pflanzen
Umfrage: Was halten die Gartenbewohner vom Gemüse–Hochbeet?

Pflanztabelle: Welches Gemüse kann ich in mein Hochbeet pflanzen?

Wenn dein Gemüse-Hochbeet steht und fertig zum Bepflanzen ist, musst du entscheiden, wer von deinen grünen Freunden darin wachsen darf. Grundsätzlich kannst du eigentlich jedes Gemüse im Hochbeet anbauen, ein paar Dinge solltest du allerdings dabei schon beachten!
Pflanzen, die sehr groß werden, solltest du im Gemüse-Hochbeet nämlich besser meiden: Bei Stabtomaten, Mais und Stangenbohnen wird die Ernte zum Hochseilakt. ;) Sie bieten auch dem Wind viel Angriffsfläche und knicken daher schnell ab.

Vielleicht bist du ja schon ganz inspiriert und weißt genau, was du in dein Hochbeet pflanzen möchtest – dann nichts wie los!
Wenn du aber noch unsicher bist, verrate ich dir jetzt meine Favoriten für ein ertragreiches Hochbeet! Ich habe dir eine Tabelle zusammengestellt, damit du auf einen Blick erkennen kannst, was für dich am besten passt.

GemüseTolle Hochbeet-Pflanzen, weil…
MangoldDu kannst bequem auf Arbeitshöhe immer die äußeren Blätter ernten. Die Sorte „Rainbow“ ist außerdem ein echter Hingucker!
Kopfsalat
Pflücksalat
Dein Salatbuffet in luftiger Höhe ist wunderschön anzusehen und für lästige Schnecken schlecht erreichbar.
FrühlingszwiebelnDie schnell zu erntenden Frühlingszwiebeln machen ruckzuck Platz für das nächste Gemüse im Hochbeet.
KräuterKräuter sind ideale Hochbeet-Pflanzen, weil sie ein warmes Plätzchen lieben!
BuschbohnenIm Hochbeet ist die Ernte bequem und dir entgeht keine einzige reife Bohne!
Rankende Gemüse wie zum Beispiel:
Hängetomaten
Gurken
Melonen
Kürbisse
Diese Pflanzen brauchen viel Platz, aber wenn du sie an den Rand deines Gemüse-Hochbeets setzt,können sie darüber hinauswachsen und von dort aus neugierig deinen Garten erkunden. ;)
Karotten
Pastinaken
Wachsen deine Karotten und Pastinaken immer krumm und schief? Dann probier doch mal aus, deine Wurzelgemüse zu Hochbeet-Pflanzen zu machen! Hier finden sie eine lockere, tiefgründigekrümelige Kompostschicht und können ihre Wurzeln bequem nach unten ausstrecken.
KohlrabiKohlrabi liebt den warmen Platz im Gemüse-Hochbeet, wenn du ihn regelmäßig mit Wasser versorgst.
RadieschenDie scharfen Kuller machen sich im Hochbeet als Lückenfüller besonders gut – super schnell gesät, super schnell geerntet.

Das sind nun meine Lieblingsgemüse, die ich besonders gern ins Hochbeet packe!
Grundsätzlich kannst du aber dein Hochbeet bepflanzen mit allen niedrig wachsenden Gemüsen wie Knoblauch, Rote Bete, Kohl, Paprika oder Auberginen

Um das Salatbuffet auf deinem Hochbeet noch einladender zu machen, säst du je nach Jahreszeit auch Amaranth und Asiasalate.
Amaranth sieht mit seinen lila-grünen Blättern nicht nur toll aus, die jungen Blätter sind auch superlecker. Du solltest sie aber regelmäßig ernten, damit immer neue zarte Blätter nachwachsen.

Amaranth im Gemüse Hochbeet anbauen

Du kannst auch einfach deinem Lieblingsgemüse einen schönen Platz im Gemüse-Hochbeet geben! Dann erfreust du dich jedes Mal an seinem Anblick, wenn du daran vorbeikommst. :)

So planst du dein Gemüse-Hochbeet

Um eine dicke Ernte einzufahren, solltest du gut planen, was du wann in deinem Hochbeet pflanzen oder säen willst. So hast du immer die vorgezogenen Jungpflanzen parat, wenn ein Gemüse seinen Platz räumt. Auf diese Weise entstehen keine Lücken im Beet.

Schau dir dazu doch meinen Beispiel-Pflanzplan an! Den kannst du dir herunterladen und für dein Gemüse-Hochbeet verwenden. Trag dich gerne hier ein:

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    In meinem Artikel Hochbeet clever bepflanzen findest du noch mehr Tipps dazu, wie du dein Hochbeet zu Höchstleistungen bringen kannst. ;)

    Kann ich Blumen in mein Hochbeet pflanzen?

    Du kannst außer Gemüse natürlich auch Blumen in dein Hochbeet pflanzen! Ringelblume
    und Kapuzinerkresse eignen sich besonders gut dafür. Die essbaren Blüten sehen wunderschön aus – nicht nur im Beet, sondern auch in der Salatschüssel!

    Kapuzinerkresse hat einen sehr würzigen und teilweise scharfen Geschmack, der sich zwischen Grünzeug, Tomate und Gurke richtig gut macht. Yummie!

    Wenn du im Hochbeet Blumen hast, lockt das auch viele Insekten an – und die brauchst du ja für die Bestäubung von deinem Gemüse. Eine Win-Win-Situation also! :)

    bunte Blütenköpfe vom Gemüse-Hochbeet in der Salatschüssel

    Wasser marsch? Hochbeet-Pflanzen vor Trockenheit schützen

    Besonders an heißen Sommertagen heißt es: Wasser marsch! Weil die Sonne dein Hochbeet mit seinen großen Außenflächen stark erwärmt, trocknet die Erde schneller aus als bei ebenerdigen Beeten. Ums Gießen kommst du also nicht drum rum*.

    Mit einer extradicken Mulchschicht kannst du aber sehr gut dafür sorgen, dass möglichst viel Wasser in der Erde bleibt, statt zu verdunsten. So können deine Pflanzen es optimal nutzen.

    Trotzdem musst du damit rechnen, dass deine Hochbeet-Pflanzen mehr Wasser brauchen, als sie es auf ebenerdigen Beeten tun würden. Deshalb kannst du dir überlegen, ob du im Hochbeet auf besonders durstige Pflanzen wie Sellerie lieber verzichtest.

    Salate im Gemüse_Hochbeet Draufsicht

    Gute Lage: Der perfekte Hochbeet Standort

    Der perfekte Standort für dein Gemüse-Hochbeet ist ein windgeschütztes, sonniges Plätzchen. Die großen Flächen an den Wänden des Hochbeetes erwärmen sich im Frühjahr bei Sonnenschein schnell und machen dein Beet fix muckelig warm.

    Wenn du dein Hochbeet mit der kurzen Seite von Ost nach West ausrichtest, sodass die Mittagssonne auf eine der langen Seiten scheint, hast du eine tolle Sonnenfalle geschaffen! In diesem Fall baust du an der Nordseite höhere Gemüse an als auf der Südseite, damit jedes Pflänzchen auch genug Sonne abbekommt. ;)

    Wenn du aber dein Hochbeet mit der kurzen Seite von Nord nach Süd ausrichtest, kann das Sonnenlicht schön durch deine Gemüsereihen fallen und die Pflanzen beschatten sich nicht gegenseitig. Du siehst schon: Jede Ausrichtung hat ihre eigenen Vorteile! ;)

    Pflanzen und Gemüse-Hochbeet-Mauer von Sonne beschienen

    Es lohnt sich auch ein kurzer Check, ob eine Wasserquelle in der Nähe ist wie eine Regentonne oder ein Wasserhahn. Dann hast du es einfacher, die Pflanzen auf deinem Hochbeet zu gießen.

    Ein zusätzlicher Tipp: Je dunkler dein Hochbeet außen ist, desto wärmer und behaglicher wird es innen drin – aber damit leider auch trockener. Du musst dann mehr gießen. ;)

    Kein Hokuspokus: Gemüse-Hochbeete sind wahre Verwandlungskünstler!

    Gemüse Hochbeete sind super geeignet, um rund ums Jahr rückenschonend zu gärtnern. Es ist auch easy, sie mit einem Schutznetz oder Vlies ganz ohne Bücken abzudecken. Mit einem passenden Aufsatz kannst du dein Hochbeet im Handumdrehen zum Frühbeet umfunktionieren.

    Aber nicht nur das, Hochbeete können sogar selber Wärme erzeugen! Dazu braucht dein Hochbeet allerdings eine Spezialfüllung: eine dicke Mistschicht muss her! Der Mist kompostiert dann nach und nach und erwärmt dein Hochbeet von innen.

    dampfender Misthaufen

    Je nachdem, wie dick die Mistschicht ist, hast du für ungefähr ein bis zwei Monate eine regelrechte Fußbodenheizung für deine Hochbeet-Pflanzen. So kannst du im Frühjahr schon etwas früher pflanzen und im Herbst länger ernten.

    Innere Werte: Dein Gemüse-Hochbeet befüllen – aber richtig!

    Damit es Deine Hochbeet-Pflanzen so richtig gemütlich haben, musst du dein Hochbeet richtig befüllen. Am besten ist ein Mix aus verschiedenen Materialien, die du aufeinanderschichtest. Diese Mischung funktioniert bei mir prima:

    • Ganz nach unten kommt eine Schicht aus gröberen Zweigen und Gehölz, die ich mit der Gartenschere etwas zerkleinere. Das sorgt für ordentlich Volumen und für eine Belüftung von unten.
    • Darauf schichtest du feineres Material. Ich mische für diese Schicht gerne Grünschnitt, Laub, dünnere Zweige und andere Pflanzenreste, die im Garten gerade anfallen. Nun wird es sportlich: um die Füllung kompakt zu bekommen, lohnt sich eine Kletterpartie ins Beet, um alles schön festzutreten.
    • Jetzt kommt die dicke Mistschicht für das „beheizte“ Beet ins Spiel. Wenn du deinem Beet keine Fußbodenheizung verpassen willst, kannst du an dieser Stelle einfach eine dünnere Mistschicht anlegen. Die versorgt deine Pflanzen dann nach und nach mit Nährstoffen.
    • Nach der Mistschicht trägst du etwas Gartenerde auf. Diese bringt jede Menge Mikroorganismen, Regenwürmer und andere Bodenlebewesen mit ins Beet – und die sind als Mitarbeiter jederzeit herzlich willkommen!
    • Nicht fehlen darf zu guter Letzt natürlich eine dicke Kompostschicht. Achte darauf, dass dein Kompost wirklich reif ist, sodass du direkt lospflanzen kannst und deine Pflanzen sich wohl fühlen. Einen reifen Kompost erkennst du an seinem erdigen Geruch und einer feinen Körnung.
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    Immer der Reihe nach! Die Fruchtfolge von Hochbeet-Pflanzen

    Die volle Ladung an Nährstoffen, die du beim Befüllen in dein Hochbeet gepackt hast, kann manche Gemüsearten ganz schön überfordern. Ein zu nährstoffreicher Boden kann zum Beispiel ein Grund sein, weshalb Karotten kurz und beinig bleiben. Darum ist es total sinnvoll, im frisch befüllten Hochbeet erstmal Starkzehrer anzubauen und, genau wie in anderen Beeten auch, eine Fruchtfolge einzuhalten.

    Der Umgang mit dem begrenzten Platz ist im Hochbeet immer eine kniffelige Angelegenheit. Wenn du große Pläne für das Beet hast und richtig viel pflanzen und ernten willst, verzichtest du besser auf langsam wachsende Gemüsearten und baust mehr von den schnell wachsenden Gemüsen in einer bunten Mischkultur an.

    Umfrage: Was halten die Gartenbewohner vom Gemüse-Hochbeet?

    Für deine Gemüsepflanzen ist so ein Hochbeet eine richtige Luxussuite, weil sie ihre Wurzeln schön tief in die Erde ausstrecken können. Außerdem schaffst du zusätzliche Mini-Klimazonen: von der Sonne erwärmtes Holz auf der Südseite und ein schattiges Plätzchen auf der Nordseite. Diese Vielfalt finden Insekten und Co so richtig gut!

    Weniger begeistert sind die Wühlmäuse. Du kannst dein Gemüse-Hochbeet nämlich mit einem kleinmaschigen Gitter auf der Unterseite absolut mäusesicher machen. Wenn es mindestens 50 cm hoch ist, springt auch keine Maus mehr von oben hinein und du musst deine Karotten nicht teilen.

    Pech gehabt, ihr Nager, versucht euer Glück anderswo!

    Wenn du noch kein Hochbeet für dein Gemüse hast und schon die Ärmel hochkrempelst, um dir dein DIY-Hochbeet zu bauen, findest du hier eine Bauanleitung für ein mäusesicheres Hochbeet.

    Ausgetrickst: Auch Beikräuter haben kaum eine Chance, denn sie können sich nicht einfach von der Seite ins Beet mogeln. Und wenn doch hier oder da welche durchkommen, ist das auch kein Problem. Denn Jäten im Hochbeet ist ein Kinderspiel, weil du es bequem im Stehen erledigen kannst und nicht auf den Knien durch die Beete robben musst.

    Also: Ein Gemüse-Hochbeet ist schnell gebaut und hat viele Vorteile gegenüber normalen Beeten. In luftiger Höhe sind die Hochbeet-Pflanzen vor Kälte und Schädlingen und auch vor stürmischen kleinen Zweibeinern oder Vierbeinern geschützt. ;)

    Vergiss nicht, dir noch schnell meinen Gemüsegarten-Beispielplan herunterzuladen, damit du siehst, was alles so geht im Gemüse-Hochbeet!

    Du hast jetzt so richtig Lust bekommen, Gemüse anzubauen? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

    Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

    28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkulturpartner

    7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

    Gärtnerst du schon in einem Gemüse Hochbeet? Welche Hochbeet-Pflanzen funktionieren bei dir besonders gut? Ich freue mich über deinen Kommentar!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.