Begrüßt dich deine Zucchinipflanze im Sommer auch mit einer riesigen Zucchini nach der anderen? Und mischt sich zur Freude darüber bei dir oft auch eine gewisse Ratlosigkeit, welche Zucchini Rezepte du jetzt noch ausprobieren kannst? Dann teste doch meine beiden neuen Lieblingsrezepte, mit denen du garantiert keine Angst mehr vor einer zu üppigen Ernte haben musst. Sie sind so köstlich, dass deine eingekochten Schätze kaum Zeit haben werden, es sich in deinem Vorratsregal gemütlich zu machen! :)
1. Zucchini reiben und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden, mit Salz mischen und 2-3 Stunden ziehen lassen.
2. Essig, Zucker, Chili, Senf und Kurkuma aufkochen. Zucchini, Zwiebeln und das gezogene Wasser dazugeben und ungefähr 15 Minuten kochen lassen. Dann den Dill dazugeben.
3. Zucchinichutney in sterilisierte Gläser füllen und 15 Minuten bei 90°C im Wasserbad einkochen.
1. Zucchini, Zwiebeln und Paprika in Würfel schneiden, mit Salz mischen und 2-3 Stunden ziehen lassen.
2. Essig, Zucker, Paprika edelsüß, Kurkuma und Pfeffer aufkochen, dann Zucchini, Paprika, Zwiebel, Wasser und das gezogene Wasser dazugeben und ungefähr 15 Minuten kochen lassen.
3. Zucchini Relish in sterilisierte Gläser füllen und 15 Minuten bei 90°C im Wasserbad einkochen.
Wenn du jetzt stolz auf deine gefüllten Gläser schaust, fehlt dir nur noch eins zum Einkochglück: Die passenden Etiketten! Mit ihnen behältst du nämlich ganz einfach den Überblick über deine Vorräte. Lad dir doch gleich die Etiketten herunter, die ich extra für dich entworfen habe:
Was ist Chutney und wie verwende ich das?
Chutney stammt ursprünglich aus Indien und ist ein Dip oder eine Sauce zu Fleisch oder Gemüsegerichten. Auch zu Käse schmeckt Chutney einfach himmlisch!
Es hat eine Konsistenz ähnlich wie Püree und kann süß-sauer, pikant-scharf oder auch süß-scharf sein. Meistens sind Gemüse oder Obst – ganz fein geschnitten – die Hauptzutat. Die Zwiebeln in meinem Zucchini Rezept solltest du für das Chutney aber auf keinen Fall pürieren oder reiben, weil sie dabei einen bitteren Geschmack entwickeln können.
Relish kommt aus England und ist eine süß-saure, würzige Sauce aus Obst- oder Gemüsestücken. Du kannst es als Brotaufstrich oder zum Essen als Würzsoße schlemmen.
Wenn es bei der Brotzeit also wieder mal schnell gehen muss und im Kühlschrank gähnende Leere herrscht – öffne doch einfach ein Glas Zucchini Relish und schon hast du einen super leckeren Brotbelag! Dafür lässt du dir doch gerne die Butter vom Brot nehmen, oder? ;)
Falls du jetzt so richtig Lust bekommen hast, deine Ernte haltbar zu machen und dir wünschst, ganz viele verschiedene Möglichkeiten zum Einkochen kennenzulernen, komm doch in meinen Obst und Gemüse haltbar machen Kurs! Da zeige ich dir Schritt für Schritt alles, was du zum Einkochen, Fermentieren und Heiß abfüllen wissen musst. Und ein ganzes Rezepte eBook gibt es gleich mit dazu. Ich würde mich freuen, wenn du bei uns Einkochsuchtis mitmischst! :)
Zucchini Rezepte: Das solltest du beim Einkochen beachten
Damit sich deine Vorräte gut halten, gibt es auch für die Zucchini Rezepte ein paar grundlegende Dinge, die du beherzigen solltest. Es ist nämlich super ärgerlich, wenn die mit viel Liebe aus der eigenen Ernte gemachten Vorräte ein paar Wochen später zu schimmeln beginnen!
Wie immer beim Einkochen hat deshalb sauberes, hygienisches Arbeiten oberste Priorität. Arbeitswerkzeug, Deckel oder Glasdeckel und Gummiringe kochst du in Essigwasser aus und die gespülten Gläser übergießt du mit kochendem Wasser, bevor du dein Einkochgut einfüllst.
Das Wasser im Einkochtopf und dein Chutney oder Relish sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser ins Wasser stellst.
Die Ränder deiner befüllten Gläser wischst du mit einem sauberen Tuch sorgfältig ab, bevor du sie mit dem Deckel verschließt.
Pssst, kleiner Küchenhack: Wenn du das Wasser mit einem Wasserkocher erhitzt, dauert der Heizvorgang nicht so lange und du kannst Energie sparen!
Kann ich die Zucchini Rezepte auch für Gurken verwenden?
Natürlich kannst du die Zucchini Rezepte auch für Gurken verwenden! Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob Zucchini oder Gurke die Nase vorn haben, aber eines steht fest: köstlich sind sie alle beide! ;)
Psst: Probier doch auch mal das Rezept für süß-saure Gurken aus!
Wenn deine Gurken schon recht groß geraten sind, solltest du sie vor dem Verarbeiten halbieren und die Kerne mit einem Esslöffel herauskratzen. Die schmecken nämlich nach nichts und machen kein schönes Kaugefühl im Mund. ;) Die Kerne kannst du, statt sie zu essen, auch trocknen und daraus dein eigenes Saatgut gewinnen.
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!
Wie lagere ich meine leckeren Vorräte am besten?
Deine Gläser sind vollständig abgekühlt? Dann wird es Zeit für den Umzug von deiner Küche in eine möglichst dunkle und kühle Vorratskammer! Davor beschriftest du deine Schätze noch mit dem Einkochdatum, damit du immer weißt, was du wann aufessen solltest. Mit meinen Etiketten ist das ganz einfach!
Psst, kleiner Tipp: Es schadet auch nicht, draufzuschreiben was du da eingekocht hast. Nach ein paar Wochen bist du dir nämlich gar nicht mehr sicher, ob auf der linken Seite deines Regals nun das Zucchinichutney oder das Gurkenchutney steht… ;)
Falls du Twist-Off-Gläser verwendet hast, kannst du deine etikettierten Gläser jetzt stolz in deinen Vorratsraum einräumen. Hast du mit Weckgläsern gearbeitet*, musst du erst noch die Klammern* abnehmen. Und dann soll die Winterzeit ruhig kommen – du kannst dir ja immer ein Stück Sommer zurückholen, indem du ein Glas von deinen eingekochten Köstlichkeiten genießt!
Der nächsten Zucchinischwemme kannst du ab jetzt furchtlos ins Auge sehen: Du zückst einfach deine neuen Zucchini Rezepte und verarbeitest alles zu köstlichen Vorräten. Also nix wie raus in den Garten, Zucchini ernten! :) Wenn du neugierig geworden bist und noch mehr über das Haltbarmachen erfahren möchtest, lies gerne hier weiter:
Du willst deine eigenen Tomaten anbauen und eine dicke Ernte einfahren? Dann bist du hier genau richtig! Mit meinen Tipps wirst du dich vor Tomaten kaum retten können – und zwar ganz egal, ob du die Tomaten im Freiland, im Hochbeet, im Gewächshaus oder im Topf anbaust. ;)
Tomaten anbauen ist nicht schwer, aber für eine richtig dicke Tomaten-Ernte sind ein paar kleine Kniffe richtig wichtig. Ich habe dir für die schnelle Übersicht in einer Tabelle zusammengefasst, was du beim Tomatenanbau beachten solltest.
Tipp #1
Beim Tomaten anbauen säst du mehr Pflanzen an, als du wirklich brauchst
Tipp #2
Du spendierst deinen Tomaten einen Regenschutz
Tipp #3
Tomaten sind Starkzehrer und brauchen eine regelmäßige Düngung
Tipp #4
Konsequentes Ausgeizen sorgt für große aromatische Tomaten
Tipp #5
Beim Tomaten anbauen entfernst du mehrmals Blätter von deinen Pflanzen
Tipp #6
Du hilfst bei der Bestäubung nach mit dem Zahnbürsten-Trick
Tipp #7
Die Namen von besonders leckeren Tomatensorten schreibst du dir auf
Du willst noch mehr coole Tricks zum Tomatenanbau und Tomaten ernten? Dann hol dir meinen Tomaten-Masterplan! Da ist von der Aussaat übers Pikieren bis zu den besten Sorten und meiner geheimen Düngermixtur alles drin, was du für das Tomaten anbauen wissen solltest. ;)
Trage dich gerne hier ein, um den Tomaten-Masterplan herunterzuladen:
#1 Tomaten anbauen im Überfluss
Beim Tomaten anbauen läuft nicht immer alles rund: Nicht alle Tomatensamen keimen, Jungpflanzen entwickeln sich zu Schwächlingen statt zu kräftigen Pflänzchen oder fallen Schädlingen wie den lästigen Trauermücken zum Opfer. Ein unerwarteter Kälteeinbruch oder besser ein zu frühes Auspflanzen hat auch schon so manche hoffnungsvolle Tomatenpflanze dahingerafft!
Deshalb ist es super sinnvoll, für solche Missgeschicke beim Tomaten anbauen einige „Vorrats-Pflanzen“ mehr einzuplanen. Ich hätte es mir auf jeden Fall schon manchmal gewünscht, noch ein paar Tomatenpflanzen übrig zu haben. ;)
Und wenn alles gut geht und du stolz auf einen (etwas überbesetzten) Jungpflanzen-Kindergarten schaust, findest du für deine Pracht-Tomatenpflanzen bestimmt dankbare Abnehmer oder du kochst nach einer überbordenden Ernte die Tomaten einfach zu leckerer Tomatensoße ein!
#2 Tomaten anbauen unterm Dach
Tomaten mögen eine Sache überhaupt nicht: nass zu werden! Darum ist es wirklich wirklich wichtig, Tomaten unter einem wie auch immer gearteten Schutzdach anzubauen. Egal, ob das ein Gewächshaus ist oder der Dachvorsprung an der Südseite des Hauses – Hauptsache, du lässt deine Tomaten nicht im Regen stehen!
In dem enorm verregneten Sommer vor ein paar Jahren fielen fast alle meine Tomaten der Braunfäule zum Opfer, sodass wir kaum Tomaten ernten konnten. Das war übrigens ein entscheidender Grund dafür, mir mein schniekes Gewächshaus zu gönnen. So hat alles auch sein Gutes! ;)
Kleiner Tipp: Wenn du beim Tomaten anbauen überhaupt keine Möglichkeit hast, deinen grünen Freunden einen Regenschutz zu spendieren, ist es klug, sich für den Anbau von Kraut- und Braunfäule toleranten Freiland-Tomaten zu entscheiden. Mit der Sorte „Primabella“ habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die ist etwas hartschaliger, aber dafür super robust – so kannst du auch im Freiland wunderbar Tomaten anbauen!
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#3 Tomaten regelmäßig aber nicht übermäßig düngen
Tomaten sind Starkzehrer, also hungrige Pflanzen und beglücken dich nur dann mit einer reichen Ernte, wenn du sie regelmäßig düngst. Am Anfang habe ich meine Tomaten nur bei der Pflanzung gedüngt und mich dann gewundert, warum die große Ernteschwemme ausblieb.
Nur so entwickeln sich die Früchte zu großen, leckeren Früchten, die du am liebsten sofort von der Pflanze weg vernaschen möchtest!
Allerdings darfst du auch hier nicht zu viel des Guten tun. Tomaten mit tief dunkelgrünen, fast schwarzen Blättern, die sich einrollen, haben eine Überdosis Dünger abbekommen und brauchen dringend eine kleine „Abmagerungskur“. Das heißt, du düngst sie so lange nicht mehr, bis die Blätter wieder normal nachwachsen.
Beim Tomaten anbauen hast du deine Tomaten zwar nicht überdüngt, aber sie kränkeln? Dann schau gerne bei meinem Artikel über Tomaten-Krankheiten vorbei!
#4 Tomaten ausgeizen
Tomaten bilden in den Blattachseln, also da, wo die Blätter aus dem Haupttrieb herauswachsen, immer wieder neue Triebe, die du in einem möglichst jungen Stadium entfernen solltest – das nennt man Ausgeizen. Auf diese Weise setzt deine Tomate nur an ihrem Haupttrieb Tomaten an, die dann auch groß und aromatisch werden und erschöpft ihre Wuchskraft nicht mit lauter Nebentrieben.
Außerdem sorgen Luft und Platz um den Haupttrieb herum dafür, dass sich Krankheiten wie Braunfäule oder auch Pilze nicht so gut ausbreiten können.
Beim Busch-Tomaten anbauen ist es einfacher: die geizt du nämlich nicht aus. Du erkennst Buschtomaten an ihrer Wuchsform: Sie wachsen eher in die Breite als in die Höhe. Falls du dir unsicher bist, ob deine Tomate eine Stab- oder eine Buschtomate ist, schau am besten mal auf das zugehörige Saatguttütchen, da steht das nämlich drauf.
Du möchtest nicht nur Tomaten anbauen, sondern dich auch mit anderem leckeren Gemüse selbstversorgen? Dann lege ich dir meinen Gemüsegarten starten Kurs ans Herz! Darin lernst du Schritt für Schritt und in deinem eigenen Tempo, wie du ohne viel Mühe Gemüse anbaust und eine dicke Ernte einfährst. Wäre toll, wenn du mit dabei bist! :)
#5 Tomaten anbauen, nicht Blätter!
Tomaten wollen nicht nur luftig wachsen, ihre Blätter sollten auch den Boden nicht berühren. Deswegen ist es super wichtig, deinen Tomaten hin und wieder ein paar davon wegzunehmen. So trocknen die restlichen Blätter schneller ab, wenn sie zum Beispiel durch den Morgentau oder ein unbedachtes Gießen nass geworden sind.
Wenn deine Pflanzen sehr buschig wachsen sollten (obwohl sie keine Buschtomaten sind!) oder übermäßig viele Blätter haben, brichst du einfach immer wieder mal ein bis zwei Äste heraus. Aber achte darauf, dass du während der Tomaten-Pflege nur maximal drei Äste oder große Geiztriebe auf einmal herausnimmst. Alles darüber hinaus bedeutet zu viel Stress für die Tomatenpflanze und die Früchte platzen schneller auf.
Kleiner Tipp: Falls sich deine Tomatenpflanzen eine Krankheit oder Schädlinge eingefangen haben, solltest du die kranken Blätter nicht auf den Kompost geben, wo sie sich weiter ausbreiten können. Entweder entsorgst du solche Pflanzenteile in der Biotonne oder auf einem extra Kompost, den du später nicht in deine Gemüsebeete gibst.
#6 Der Zahnbürsten-Trick
Wusstest du, dass Tomatenpflanzen die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane in einer Blüte haben? Damit der Pollen vom männlichen Teil in den weiblichen Teil gelangt, braucht es eine kleine Erschütterung oder Vibration, für die normalerweise Insekten wie Honigbienen sorgen, wenn sie auf den Blüten landen. Erst dann kommt es zur Bestäubung und die Tomaten können sich ausbilden.
Nicht nur beim Tomaten anbauen im Gewächshaus, auch bei Freiland-Tomaten kann es aber vorkommen, dass dieser Pollen-Transport in den Tomaten-Blüten nicht besonders gut funktioniert. In ein Gewächshaus verirren sich häufig nur wenige Insekten und an regnerischen Tagen bleiben die auch lieber daheim als auszufliegen.
Eine mangelhafte Bestäubung bedeutet aber auch eine schlechte Ernte! Deshalb habe ich für dich diesen ultimativen Tipp: Putz deinen Tomaten doch einfach hin und wieder die Zähne! ;)
Dafür hältst du eine eingeschaltete elektrische Zahnbürste (ohne Aufsatz) für zehn bis zwanzig Sekunden an den Blütenstängel und sorgst so für einen gesicherten Pollentransport.
Falls du keine elektrische Zahnbürste besitzt, kannst du die Stängel deiner Tomaten auch regelmäßig schütteln – aber bitte nicht zu fest. Du willst für deine Tomatenpflanzen ja immer eine liebevolle Mama sein! :)
Wenn du auf diese Weise bei der Bestäubung ein wenig nachhilfst, kannst du die Ernte beim Tomaten anbauen fast ohne Arbeit verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen!
Du kannst dir das Tomaten-Zähneputzen nach dieser Beschreibung nur schlecht vorstellen? Dann schau dir gern die YouTube-Variante dieses Artikels an!
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Es gibt so unendlich viele wunderbare Tomatensorten da draußen! Mit der Zeit findest du bestimmt deine Lieblingssorten: Die schmecken dir entweder frisch besonders gut oder sie bringen den allerbesten Geschmack für deine eingekochte Tomatensauce mit.
Im Jahr darauf wirst du genau wieder diese Tomaten anbauen wollen und dazu solltest du natürlich wissen, um welche Tomatensorten es sich denn gehandelt hat. ;)
Ich habe leider einmal den Fehler gemacht einen Stift zu benutzen, der sich sehr schnell von den Schildchen abgewaschen hat. So wusste ich nicht mehr, welche von den neu ausprobierten Tomatensorten nun welche war und musste mühsam recherchieren. Diese Arbeit kannst du dir wirklich ersparen!
Darum schreib unbedingt mit einem Permanentmarker oder einem Bleistift auf die Schildchen, welche Tomatensorte du wo anbaust. Nach der Ernte treten dann alle Tomaten zum ultimativen Geschmackstest an: Welche ist am leckersten? Von denen kannst du Samen nehmen und immer wieder die Sieger-Tomaten anbauen – oder einfach dasselbe Saatgut nachkaufen.
In meinem Tomaten Masterplan habe ich dir alle diese Tomaten-Tipps und noch mehr zusammengefasst – vergiss nicht, ihn dir herunterzuladen! :)
Pssssst: Wie wär’s mit einem extra Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.
Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!
Du möchtest noch mehr zum Tomaten anbauen lesen? Dann kannst du gerne hier vorbeischauen:
Im eigenen Garten Spinat anbauen ist gar nicht schwer! Mit meinen drei wichtigsten Tipps startest du mit der Spinatproduktion so richtig durch. Welche Tipps das sind, verrate ich dir natürlich in diesem Artikel!
Spinatpflanzen können ein bisschen launisch sein, und machen nicht immer das, was sie sollen. Früher habe ich mich deshalb oft wahnsinnig über meinen Spinat geärgert: Erst wollte er gar nicht loswachsen, und wenn er dann endlich in Schwung kam, ist er immer gleich geschossen und in die Blüte gegangen.
Das muss aber nicht sein! Seit ich beim Spinat anbauen ein paar Dinge beachte, wächst und gedeiht Popeyes Leibspeise auch bei mir im Garten. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine dicke Spinaternte findest du hier auf einen Blick:
Sortenwahl: Wähle je nach Jahreszeit unbedingt die passende Sorte. Manche Spinat Sorten sind nämlich echte Sensibelchen, was die Temperatur angeht. Die gute Nachricht: Für den Sommer gibt es wärmetolerantere Sorten, und fürs Spinat anbauen im Winter solche, denen die Kälte nichts ausmacht.
Standort: Spinat mag es gemäßigt: In heißen Sommern zieht er ein halbschattiges Plätzchen der prallen Sonne vor. Baust du Spinat im Winter an, freut er sich aber über einen sonnigen Standort. Zwischen seinen Wurzeln spürt der Spinat am liebsten lockeren, durchlässigen Boden.
Aussaat: Spinat anbauen klappt direkt von Anfang an im Beet, du musst die Pflänzchen also nicht im Haus vorziehen. Spinat ist ein Dunkelkeimer, achte deshalb darauf, ihn nach der Aussaat gut mit Erde zu bedecken.
Nährstoffbedarf: Spinat ist ein Mittelzehrer. Wie andere Blattgemüse auch solltest du deinen Spinat aber lieber nicht zu viel düngen, sonst riskierst du Nitratanreicherungen in den Blättern.
Ernte: Hier bist du ganz flexibel! Du kannst die Blätter ganz jung als Babyspinat für den Salat ernten, oder aber warten, bis richtig schön große, buschige Spinatpflanzen im Beet stehen. Entweder pflückst du dann einzelne Blätter, oder erntest direkt die ganze Pflanze.
Besonderheiten beim Spinat anbauen
Wie bei jedem Gemüse gibt es auch beim Spinat anbauen ein paar Dinge, auf die du ganz besonders achten solltest. Hier findest du nochmal allgemeine Basics, falls du noch nicht so viele Erfahrungen im Gemüseanbau gesammelt hast. Wenn du zusätzlich dazu meine drei extra Spinattipps befolgst, sollte da nichts mehr schief gehen!
#1: Die Wahl der Spinat Sorte entscheidet alles!
Vielleicht ist es dir auch schon mal passiert: Eben war dein Spinat noch ganz klein und kompakt, und am nächsten Tag geht er auf einmal blitzschnell in die Blüte. Das ist suuuper ärgerlich, weil es die ganze Ernte versemmeln kann!
Wenn du dich aber ein bisschen mit den Eigenheiten der Pflanze auseinandersetzt, wirst du schnell verstehen, warum dein Spinat diese Blitzaktion startet. Spinat ist nämlich eine Langtagspflanze. Das heißt, dass lange, sonnige Tage die Pflanzen nur so dazu anregen, schnell zu blühen. Der Spinat kann also gar nichts dafür, die Umstände sind schuld. ;)
Wegen dieser Umstände ist das Spinat anbauen aber besonders im Sommer ein bisschen heikel. Zum Glück gibt es Sorten, die schossfester sind als andere. Diese Spinatsorten fangen trotz langer, warmer Tage erst relativ spät an, zu blühen, und du hast länger Gelegenheit, deinen Erntekorb mit den grünen Blättern zu füllen.
Die passende Sorte auszuwählen ist daher das A und O beim Spinat anbauen. Passend zur Jahreszeit ausgesucht, bringt dir die richtige Sorte nämlich die besten Erträge. Wintersorten haben den Vorteil, dass sie kältetoleranter sind als die schossfesten Sommersorten.
Hier findest du meine Favoriten unter den Spinatsorten, mit denen ich schon gute Erfahrungen gemacht habe:
Jahreszeit
Aussaat
Ernte
Sorte
Frühjahr
Ende Februar – Mitte April
Mai – Juni
Thorin, Matador, Butterflay
Sommer
Mitte April – Mitte Juli
Juni – August
Gammason
Herbst
Mitte Juli – Oktober
September – Dezember
Thorin, Matador, Butterflay
Winter
September – Anfang Oktober
April
Winterriesen, Thorin
Kleiner Tipp: Am sichersten klappt das Spinat anbauen im Frühjahr und im Herbst. Denn dann ist es den launischen Spinatpflanzen weder zu warm, noch zu kalt.
#2: Versetzt säen und häufig ernten!
Spinatpflanzen sind nur kurz im Gemüsebeet zu Gast. Besonders in der warmen Jahreszeit ist der Zeitraum zwischen Aussaat und Ernte beim Spinat sehr überschaubar. Der Spinat wächst rasch und will dann flugs geerntet werden. Und schon ist das Beet wieder frei!
Das ist super praktisch, weil du nicht lange auf deine Spinatlasagne warten musst! ;) Gleichzeitig bedeutet es, dass aller Spinat, den du zu einem Zeitpunkt säst, in einem relativ kurzen Zeitraum geerntet werden will und du nur kurz etwas von dem frischen Grün hast.
Ganz anders ist das übrigens beim Mangold, dem großen Bruder vom Spinat: Er ist genügsam und robust, und lässt sich über lange Zeit hinweg ernten.
Damit das auch beim Spinat anbauen klappt, musst du einen kleinen Trick anwenden: Das Zauberwort heißt hier: „Gestaffelte Aussaat“. Damit ist gemeint, dass du mehrmals im Jahr kleinere Mengen Spinat säst, sodass du immer Pflanzen unterschiedlichen Alters in deinen Beeten stehen hast – und somit auch regelmäßig ernten kannst. Also: Denk dran, regelmäßig zu säen – dann gibt’s auch häufiger mal ein leckeres Spinatgericht! :)
Damit du keine Aussaattermine mehr verpasst, kannst du dir hier meinen Ausssaatkalender herunterladen. Außer für Spinat findest du darin auch die Aussaattermine vieler anderer, leckerer Gemüsearten. Einfach deine E-Mail-Adresse eintragen, und schon flattert der Aussaatkalender in deinen Posteingang!
#3: Spinat zur richtigen Zeit ernten!
Spinat verabschiedet sich manchmal sehr plötzlich in die Blüte. Das ist ärgerlich – denn nun wachsen nur noch kleinere Blätter nach, die vom Geschmack her eher bitter sind. Am besten erntest du deinen Spinat daher, bevor es so weit ist!
Um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, behältst du die Pflanzen gut im Auge, und achtest darauf, dass du deinen Spinat besonders in längeren Trockenperioden feucht hältst, und den Boden durch eine Mulchdecke vor dem Austrocknen schützt. Denn lange Trockenheit stresst die Pflanzen und gestresste Pflanzen fangen früher an, zu blühen.
Spinat erntest du im Idealfall am Nachmittag oder Abend eines sonnenreichen Tages. Dann ist der Nitratgehalt in den Blättern nämlich am geringsten, und zu viel Nitrat ist eher ungesund. Nichtsdestotrotz ist Spinat insgesamt natürlich suuuuper gesund – er strotzt nur so vor Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen. Je frischer, desto besser! :)
Spinat anbauen: 5 Schritte von der Saat bis zur Ernte
Nun kennst du schon ein paar Tipps und Tricks rund um den Spinatanbau. Aber lass uns noch einmal ganz von vorne beginnen, damit dir von der Aussaat bis zur Ernte auch wirklich alle Schritte leicht von der Hand gehen und dein Spinat gesund und munter heranwächst!
Schritt 1 beim Spinat anbauen: Beet vorbereiten
Spinat liebt einen schön lockeren Gartenboden. Ich mache meinen Gartenboden so richtig fluffig, indem ich die Beete mit Kompost anlege. Zusätzlich lockere ich den Boden regelmäßig mit einer Doppelgrabegabel.
Auf Umgraben verzichte ich komplett – das tut meinem Boden und all den Lebewesen darin richtig gut! Wie das funktioniert, zeige ich dir in meinem „Gemüsegarten Starten“ – Onlinekurs. Darin lernst du in über 50 Videoanleitungen die Grundlagen, um deinen eigenen Gemüse-Selbstversorgergarten zu starten. Komm gerne vorbei!
Für alle Gemüse, die du direkt ins Beet säst, solltest du ein schön feinkrümeliges Saatbett bereiten. Dazu kannst du den aufgelockerten Boden mit einer Harke schön gleichmäßig und eben harken. Die Samenkörner werden es dir danken!
Schritt 2 beim Spinat anbauen:Spinat säen
Ist dein Beet für die Aussaat gut vorbereitet, kannst du mit dem Spinat säen starten. Dazu ziehst du mit einem Abstand von 20 cm Rillen in dein Beet. Jede Rille sollte 3 cm tief sein, denn Spinat ist ein Dunkelkeimer. Erst wenn er tief genug in der Erde eingemummelt liegt, beginnt er zu keimen.
In jeder Rille säst du alle 4-5 cm einen Spinatsamen. Anschließend harkst du die Rillen vorsichtig zu und drückst sie leicht an. Nun musst du dein frisch besätes Beet noch ordentlich angießen* – und schon bist du mit dem Spinat säen fertig!
Kleiner Tipp: Gehörst du zu den Earlybirds im Garten, kannst du für eine super frühe Ernte deinen Spinat ab Ende Februar im Haus vorziehen. Dazu säst du die Pflanzen in einzelne Töpfe aus. Pro Topf legst du 3-4 Samen in die Erde.
Mit dem Auspflanzen beginnst du, sobald die Pflanzen 8-10 cm groß sind. Der Reihenabstand liegt wieder bei 30 cm. Innerhalb der Reihen setzt du die vorgezogenen Pflanzen, anders als bei der Direktsaat, 10 cm auseinander. Das machst du so, weil in jedem Topf ja mehr als eine Spinatpflanze wächst.
Schritt 3 beim Spinat anbauen: Spinatpflanzen pflegen
Als Mittelzehrer brauchst du Spinat nur mäßig düngen. Eine gute Gabe Kompost reicht in den meisten Fällen dicke aus, um deinen Spinat zufrieden zu stellen.
Im Sommer gebe ich den Jungpflanzen als Starthilfe einen kleinen Schuss verdünnte Brennesseljauche mit auf den Weg. Zu viel sollte es allerdings nicht sein, weil Spinat schnell Nitrat einlagert. Deswegen lasse ich im Winter diese erste Düngergabe sogar ganz weg.
Spinat möchte nicht auf dem Trockenen sitzen! Er findet es super, im leicht feuchten Boden zu stehen. Mit Staunässe kommt er jedoch gar nicht gut zurecht. Ich löse dieses Dilemma, indem ich meinen Spinat ordentlich mulche. So bleibt das Regenwasser lange im Boden, und die Spinatpflanzen brauchen keine Angst vor Trockenheit zu haben.
Wenn es im Sommer aber länger nicht regnet, solltest du deinen Spinat unbedingt zusätzlich gießen – sonst riskierst du, dass er vor lauter Stress anfängt, vorzeitig zu blühen.
Schritt 4 beim Spinat anbauen: Schutz vor Krankheiten und Schädlingen
Spinat ist ein sehr robustes Gemüse und nicht besonders anfällig für Krankheiten und Co. Trotzdem ist es wichtig, dass du auch beim Spinat die Fruchtfolgeregeln befolgst und in deinen Gemüsebeeten die richtigen Anbaupausen einhältst.
Nach dem Spinatanbau braucht dein Beet eine Pause von drei Jahren, bis der nächste Spinat einziehen darf. In dieser Zeit sollten auch Rote Bete und Mangold anderswo unterkommen. Beide sind nämlich so nah mit dem Spinat verwandt, dass sie ähnliche Krankheiten und Schädlinge anlocken.
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Schritt 5 beim Spinat anbauen: Spinat ernten
Wächst dein Spinat schön üppig, kannst du einzelne Blätter von deiner Spinatpflanze abernten. Dabei fängst du einfach mit den äußeren Blättern an, denn in der Mitte der Pflanze befindet sich das sogenannte Herz. Aus diesem Punkt wachsen immer wieder junge frische Blätter nach, daher solltest du es unbedingt stehen lassen.
Statt alle Blätter einzeln abzuernten, kannst du auch alles auf einmal 4 cm über den Boden abschneiden. Die 4 cm Abstand zum Boden sind sehr wichtig, denn so verletzt du nicht das Herz und die Pflanze wächst wieder nach.
Fängt dein Spinat bereits an zu blühen, erntest du ihn am besten komplett ab. Wenn du dadurch plötzlich unglaublich viel Spinat auf einmal im Erntekorb hast, kannst du deinen Spinat einfach blanchieren und einfrieren.
Oder du kochst eine rieeesige Auflaufform voller Lasagne und lädst all deine Freunde und Freundinnen zum Spinatessen ein! Lasst es euch schmecken! :)
Kleiner Tipp: Blühenden Spinat kannst du super als Mulchmaterial verwenden!
Na, bist du schon gespannt, wie dein eigener Spinat wohl schmecken wird? Dann warte nicht länger, sondern leg direkt los mit der Aussaat! Vergiss nicht, dir meinen Aussaatkalender herunterzuladen und los geht’s!
Weitere Anbautipps für reiche Ernten verrate ich dir in folgenden Artikeln:
Wie erfolgreich bist du beim Spinat anbauen? Hast du einen besonderen Sortentipp? Schreib mir gerne in die Kommentare, welche Erfahrungen du beim Spinat anbauen gemacht hast!
In einem Hochbeet fühlen sich Kräuter so richtig wohl, weil sie es da gemütlich warm haben, vor Schnecken und Co in Sicherheit sind und deshalb besonders üppig wachsen können. Wie wäre es mit selbst angebauten Kräutermischungen für eine köstliche mediterrane Nudelsoße, das perfekte Salatdressing oder leckeren Tee? Yams! Lasst uns ein Hochbeet für Kräuter anlegen!
Standort: Wo soll ich mein Kräuterhochbeet anlegen?
Natürlich kannst du im Garten dein Kräuterbeet anlegen, aber auch ein „Kräuter-Balkon“ mit vielen duftenden Gewürzkräutern ist eine feine Sache! Du solltest einen möglichst sonnigen bis halbschattigen Standort wählen, damit deine grünen Kräuter-Freunde auch ihr volles Aroma entwickeln können.
Ideal wäre es, wenn auf dein Kräuterhochbeet in der glühenden Mittagssonne etwas Schatten fällt – das können zum Beispiel ein Busch, ein Baum oder ein Gebäude in der Nähe sein. Je nachdem, welche Möglichkeiten du hast, kannst du dir überlegen, an die entsprechende Stelle noch einen Schattenspender zu pflanzen!
Hochbeet-Kräuter pflanzen: Licht, Nährstoffe und Mischkultur
Dich juckt es schon in den Fingern und du kannst es gar nicht erwarten, dein Kräuterhochbeet mit lauter Pflänzchen zu füllen? Das verstehe ich total! Es ist aber trotzdem wichtig, vorher noch ein wenig Zeit in die Planung zu investieren. Deine Kräuter werden es dir mit tollem Wachstum und einer dicken Ernte danken, versprochen! :)
Licht- und Nährstoffbedarf
Zuerst schreibst du dir auf, welche Kräuter im Hochbeet du haben möchtest. Als nächstes schaust du, welche davon Sonnenanbeter sind und welche sich im Halbschatten oder Schatten wohler fühlen. Zum Schluss notierst du, ob sich die zukünftigen Hochbeet-Pflanzen magere oder nährstoffreiche Erde wünschen.
Hier kommt eine Tabelle, in der du auf einen Blick sehen kannst, welche Kräuter welche Bedürfnisse haben.
Hast du alles aufgeschrieben? Super! :) Jetzt siehst du noch auf der Rückseite der Saatguttütchen oder Pflanzetiketten nach, wie hoch deine auserwählten Kräuter jeweils werden. Das ist wichtig zu wissen, weil du ja nicht möchtest, dass sich deine Pflänzchen gegenseitig in den Schatten stellen! Du pflanzt dann die Kräuter-Riesen auf die Nordseite und setzt die Zwerge auf die Südseite. So bekommt jeder die volle Ladung Sonne ab!
Falls du aber Kandidaten hast, die es mit der Sonne nicht so haben, ist es ein guter Trick, schattenliebende kleinbleibende Kräuter auf die Nordseite zu packen. Die überragenden Hochbeet-Kräuter sorgen dann für einen ausreichenden Schattenwurf und du kannst lichtempfindlichere Exemplare trotzdem in einem sonnigen Beet anpflanzen.
Falls du dein Kräuterhochbeet auf einem Balkon anlegen willst und dich fragst, ob das Licht auf deinem Balkon ausreicht, dann schau doch mal in meinen Balkongemüse-Kompass. Ob Osten, Süden oder Westen: Der Kompass zeigt dir, was auf welchem Balkon wächst. Einfach deine Emailadresse eintragen und den Kompas für 0 € herunterladen:
Bunte Hochbeet-Kräuter: Mischkultur
Wie bei uns Menschen auch, gibt es Kräuter, die sich besonders gern mögen und sich gegenseitig guttun und solche, die sich nicht leiden können. Deshalb brauchst du eine passende Mischkultur für dein Kräuterhochbeet.
Wenn du die richtigen Partner zusammenbringst, wird sich eine gute Nachbarschaft entwickeln und deine Pflänzchen wachsen üppig und prächtig zu wunderschönen Kräuterstauden heran.
Psst: Wenn du deine Kräuter im Haus vorziehst und als kräftige Jungpflanzen in dein Beet setzt, kannst du früher ernten, als wenn du direkt ins Beet säst! Und mit einem Frühbeetkasten-Aufsatz kannst du deine Jungpflanzen dann auch früher ins Kräuterhochbeet packen, weil der sie nämlich vor späten Frösten beschützt. Cool, oder?
Mehr zu diesem Thema und dazu, wie du ganz mühelos Gemüse anpflanzt und eine dicke Ernte einfährst, findest du in meinem Gemüsegarten starten Kurs. Ich würde mich unglaublich freuen, wenn du Teil der Gemüsegärtner-Crew wirst und dein eigenes Essen anbaust! :)
Kräuterbeet anlegen: Kaufen oder selber bauen?
Du kannst dein Kräuterhochbeet selbstverständlich selber bauen! Wie das schnell und einfach geht, zeige ich dir in meinem Artikel Hochbeet aus Holz selber bauen.
Backsteine oder Ziegel sind auch ein tolles Material für ein Hochbeet – sie speichern die Wärme und sorgen für ein gemütliches Kleinklima. Außerdem sehen sie als Beeteinfassung auch noch richtig gut aus! Falls du dazu aber keine Lust hast, kannst du auch ein fertiges Beet oder einen Bausatz kaufen.
Wenn dir das noch immer zu viel Arbeit ist, schau dich doch mal um, was sich zu einem Hochbeet umfunktionieren lässt! Hast du zum Beispiel eine leere Weinkiste oder eine andere leere Holzkiste? Wenn sie eine Höhe von ungefähr 40 Zentimetern hat – bingo! Du stehst vor deinem zukünftigen Kräuterhochbeet! ;)
Jetzt musst du nur noch die Kiste mit Folie auskleiden und ein paar Löcher in den Boden bohren. Dann kann´s auch schon ans Befüllen gehen!
Wie befülle ich ein Hochbeet für Kräuter?
Da ein Kräuterhochbeet deutlich niedriger ist als ein Gemüsehochbeet, brauchst du darin keine Schichtung aus unterschiedlichen Materialien.
Es ist aber super wichtig, dass du die unteren fünf Zentimeter mit einer Drainageschicht aus Blähton oder Kies auffüllst, weil Kräuter mit Staunässe gar nicht gut zurechtkommen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Befüllung:
Du kaufst im Gartenmarkt Hochbeeterde und füllst dein Beet damit auf.
Du mischst zwei Teile Gartenerde oder Kompost mit einem Teil Sand für schwachzehrende Kräuter
Wenn du ein ausreichend großes Kräuterhochbeet hast, kannst du Bereiche schaffen, in denen es zum einen magere Flächen mit Sand gibt und zum anderen nährstoffhaltigere Flächen mit Kompost. So fühlen sich Starkzehrer und Schwachzehrer im selben Beet wohl!
Jetzt fehlen nur noch die Kräuter! Die kannst du entweder als junge Pflanzen im Topf kaufen (empfehlenswert bei Lavendel, Rosmarin, Salbei und Co.) oder einfach selbst aussäen – zum Beispiel Basilikum, Petersilie, Dill und Kerbel. Eine wundervoll bunte … öhm … grüne Mischung habe ich dir in meiner Saatgutbox ‚Grandioses Grünzeug‘ zusammengestellt. Lass dich überraschen, was drin schlummert und draus wächst. :)
Kräuterhochbeet pflegen: gießen, mulchen,düngen
Auch die unkomplizierten Kräuter brauchen, nachdem du sie ins Beet gesetzt hast, ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Liebe, damit sie prächtig gedeihen und wachsen!
Einige von ihnen, wie Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Borretsch, Dill, Estragon, Gartenkresse und Liebstöckel sind recht durstig, andere Kräuter dagegen brauchen nicht so viel Wasser.
Damit du beiden in deinem Kräuterhochbeet gerecht wirst, setz doch einfach die Wasserbedürftigen in die Beetmitte und die Spartaner an den Rand. Dort trocknet die Erde nämlich am schnellsten aus, während sich die Feuchtigkeit in der Mitte länger hält. Mit einer geschickten Platzvergabe erfüllst du ganz einfach die Grundbedürfnisse deiner grünen Freunde.
Mulch ist eine tolle Sache, um das kostbare Wasser im Boden festzuhalten. Wenn du mich schon länger kennst, weißt du, dass Mulchen für mich eines der allerwichtigsten Dinge beim Gärtnern ist!
Da Kräuter durch den Mulch aber keine weitere Düngung bekommen sollten, mulchst du dein Kräuterbeet statt mit organischen Materialien am besten mit einer Schicht feinem Kies, Blähton oder mit Tonscherben. Das schützt den Boden vor dem Austrocknen und ist ein zusätzlicher Wärmespeicher, führt den Pflanzen aber keine Nährstoffe zu.
Düngen musst du deine Hochbeet-Kräuter nämlich nicht. Wenn du es zu gut meinst mit dem Futter, schwemmt das Pflanzengewebe auf und die Kräuter verlieren an Aroma. Gleichzeitig sind sie anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
Den Starkzehrern unter ihnen genügt der Kompost, alle anderen sind in ihrem Kompost-Sand-Zuhause glücklich. Deshalb denk daran: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht! ;)
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!
Bist du startklar? Ein Kräuterhochbeet ist schnell angelegt und unkompliziert in der Pflege. Es liefert dir einen wunderbar würzigen Kick für alles, was du kochst, duftet herrlich in der warmen Jahreszeit und sieht auf dem Balkon oder im Garten richtig attraktiv aus. Darum solltest du nicht mehr lange warten, sondern schnell dein Kräuterhochbeet anlegen! :)
Falls du zum Thema Kräuter noch weiterschmökern willst, schau gerne auch hier vorbei:
Rote Bete anbauen ist gar nicht schwierig und die Knollen aus dem eigenen Garten schmecken sooo viel besser als die eingeschweißten Exemplare aus dem Supermarkt. Ob rot, gelb oder geringelt: Das Wurzelgemüse macht immer eine gute Figur auf dem Teller. Drum nix wie los, ich zeige dir, wie es geht!
Fast Forward: Rote Bete anbauen im Schnelldurchlauf
Du hast das Samentütchen schon gezückt und möchtest gleich loslegen? Dann kommt hier eine Schnellübersicht zum Rote Bete anbauen!
Rote Bete anbauen
Tipps und Tricks
Schritt #1: Standort wählen
möglichst sonnig
Schritt #2: Boden vorbereiten
mit einer Grabegabel lockern, Kompost einarbeiten
Schritt #3: Rote Bete direkt säen oder vorziehen
vorziehen im Haus ab Anfang April, Direktsaat ab Mitte / Ende April
Schritt #4: Pflege und Düngung
Auf 10 cm vereinzeln, 1x mit Brennnesseljauche düngen, gleichmäßig gießen
Schritt #5: Ernte
wenn die Knollen ungefähr 4 -6 cm groß sind
Falls du jetzt noch grübelst, mit wem die Rote Bete gern im Beet ist, lad dir doch meine Mischkulturtabelle herunter! Da habe ich dir aufgelistet, welche Gemüse dicke Kumpel sind und welche lieber ein wenig Abstand voneinander haben.
Hier geht´s zur Mischkulturtabelle:
Optimale Bedingungen: Standort und Boden fürs Rote Bete anbauen
Rote Bete gehört zu den Sonnenanbetern, deshalb freut sie sich, wenn du ihr ein vollsonniges Plätzchen in deinen Beeten reservierst. Das hat auch den Vorteil, dass deine Rote Bete dann weniger Nitrat einlagert.
Der optimale Boden zum Rote Bete anbauen ist durchlässig und tiefgründig, damit sie ihre lange Pfahlwurzel bequem in die Tiefe stecken kann. Am besten lockerst du ihn mit der Grabegabel, ohne ihn zu wenden oder die Bodenschichten durcheinander zu bringen.
Wenn du dann noch vorsichtig eine ordentliche Portion Kompost einarbeitest, steht dem Rote-Bete-Glück nichts mehr im Weg! ;)
Beides möglich: Rote Bete vorziehen oder direkt säen
Beim Rote Bete anbauen hast du alle Möglichkeiten: entweder vorziehen oder direkt ins Freiland säen. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass vorgezogene Rote Bete deutlich kleiner bleibt als direkt ins Beet gesäte Pflanzen.
Rote Bete vorziehen im Haus
Rote Bete kannst du sehr gut direkt ins Beet aussäen, aber natürlich ist auch eine Vorzucht im Haus möglich. Du möchtest Rote Bete vorziehen? Dann legst du damit je nach Sorte ungefähr Anfang April los. In jedes Aussaattöpfchen kommen ein bis zwei Samen ungefähr zwei Zentimeter tief in die Erde. Die hältst du gleichmäßig feucht und stellst die Töpfchen an einen Ort mit ungefähr 20 °C. Wenn die ersten echten Laubblätter erschienen sind, lässt du deine Zöglinge an einen kühleren Ort umziehen.
Ab Ende April / Mitte Mai dürfen sie in die große weite Beetewelt hinaus. Aber vergiss nicht, deine Jungpflanzen vorher gut abzuhärten und sie, falls noch Spätfröste angesagt sind, in ein Vlies einzumummeln!
Rote Bete direkt ins Freiland säen
Wenn du dich für die Direktsaat entscheidest, kannst du damit Mitte bis Ende April beginnen, sobald sich der Boden etwas erwärmt hat. Dann solltest du aber den Wetterbericht gut im Auge behalten und deine Aussaat bei Temperaturen unter sieben Grad mit einem Vlies abdecken. Rote Bete ist da nämlich gern etwas zickig: Wenn es ihr zu fröstelig wird, verzichtet sie auf das Ausbilden von leckeren Knollen, schießt frühzeitig und blüht dann lieber, als dir deinen Erntekorb zu füllen. Und das ist ja nicht Sinn der Sache! ;)
Wenn du noch mehr Tipps zum Rote Bete anbauen möchtest, schau gern auch bei diesem Youtube Video vorbei:
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Du legst die Samen ungefähr zwei Zentimeter tief in den Boden und hältst einen Pflanzabstand von zehn Zentimetern ein. Der Reihenabstand beträgt 20 Zentimeter. Nach ein paar Tagen, wenn du die Aussaat gleichmäßig feucht gehalten hast, kommen die ersten Laubblätter in Sicht.
Dich hat das Gartenfieber gepackt und Rote Bete anbauen ist super, aber du möchtest auch noch viele andere Gemüse in deinen Beeten haben? Dann komm doch in meinen Gemüsegarten starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine dicke Ernte einfährst und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)
Rote Bete pflanzen, pflegen und düngen
Deine Rote Bete Babys werden sooo schnell groß! ;) Und dann kann es sein, dass sie zu dicht beieinander stehen und sich gegenseitig den Platz wegnehmen. Jetzt bist du gefragt! Du musst deine Jungpflanzen nun so vereinzeln, dass sie wenigstens zehn Zentimeter Abstand zur Nachbarbete haben.
Wenn du dabei vorsichtig bist, kannst du die ausgegrabene Rote Bete an einer anderen Stelle wieder in die Erde setzen. Falls aber nirgendwo mehr Platz zum Rote Bete pflanzen ist, packst du die zarten Blättchen einfach in deinen Salat und hast so noch eine gute Verwendung dafür.
Rote Bete ist ziemlich anspruchslos und braucht nicht viel Futter. Wenn du es zu gut meinst mit dem Düngen, lagert sie nur unnötig viel Nitrat ein. Deshalb genügt es vollkommen, ihr ein paar Wochen nach dem Rote Bete pflanzen einen guten Schluck verdünnter Brennnesseljauche zu servieren. Damit bleibt sie satt und zufrieden bis zur Ernte.
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Krankheiten und Schädlinge
Eigentlich ist Rote Bete ein sehr robuster Beetgenosse, aber ab und zu hat sie trotzdem mit Schädlingen oder Krankheiten zu kämpfen. Hier kommen meine ultimativen Tipps gegen die häufigsten Probleme beim Rote Bete anbauen:
Blattfleckenkrankheit: Wenn auf den Blättern deiner Bete trockene braune Flecken mit rotem Rand erscheinen, hat sie sich die Pilzkrankheit Septoria oder auch Blattfleckenkrankheit zugezogen. In diesem Fall kannst du die betroffenen Blätter nur abschneiden und in der Biotonne entsorgen. Dann gießt du mit Tee aus Ackerschachtelhalm, um deine Pflanzen zu stärken. Zur Vorbeugung gegen diesen Pilz hältst du eine Anbaupause von drei Jahren ein und pflanzt Grünkohl als perfekten Nachbarn daneben. Noch mehr tolle Beetpartner findest du übrigens in meiner Mischkulturtabelle! Hast du sie dir schon heruntergeladen?
Falscher Mehltau: Falscher Mehltau macht sich in nassen Jahren gern auf der Roten Bete breit. Wenn du vorbeugend mit Ackerschachtelhalmtee gießt, sind deine Pflanzen besser gegen diesen Pilz gewappnet.
Blattläuse: Falls Blattläuse über deine Pflanzen herfallen, spülst du sie mit einem scharfen Wasserstrahl herunter.
Rübenfliege: Um der Rübenfliege erst gar keine Gelegenheit zu geben, sich auf deiner Bete häuslich niederzulassen, schützt du sie mit einem engmaschigen Kulturschutznetz.
Lohn der Arbeit: Rote Bete ernten und Rote Bete lagern
Ungefähr ein Vierteljahr, nachdem du deine Rote Bete gesät hast, ist es endlich soweit: Die Ernte beginnt! :)
Rote Bete schmeckt besonders zart und wenig erdig, wenn sie noch klein ist. Um sie roh zu essen, sollten die Knollen nicht mehr als sechs Zentimeter Durchmesser haben. Aber auch deutlich größere Exemplare sind gekocht noch super lecker! Du kannst also eigentlich immer dann ernten, wenn du gerade Appetit auf die Knolle hast. Genial, oder?
Zum Ernten ziehst du die Pflanze an ihren Blättern aus der Erde und entfernst das Laub bis auf die Herzblätter. Die braucht die Rote Bete nämlich, damit sie während der Lagerung nicht vertrocknet. Das Laub solltest du nicht abschneiden, sondern abdrehen.
Psst, kleiner „leaf-to-root“-Tipp: Die Blätter von Roter Bete kannst du wie Spinat zubereiten! Yams! :)
Am besten lässt sich Rote Bete lagern, wenn du sie in leicht feuchter Erde oder Sand an einem frostfreien Ort eingräbst. Auf diese Weise bleibt sie bis zum Frühjahr frisch. Dann kannst du wieder neu beginnen mit dem Rote Bete anbauen. So bist du über das ganze Jahr hinweg aus eigener knallroter Ernte versorgt!
Zu guter Letzt: Rote Bete genießen!
Rote Bete ist gesund: Sie hat viel Vitamin B, Kalium und Eisen, wirkt entzündungshemmend und fängt freie Radikale. Ein echtes Superfood, das da in deinem Garten wächst!
Und es gibt so viele leckere Möglichkeiten, Rote Bete zu schlemmen:
Schneide sie roh in dünne Scheiben und schichte sie zusammen mit Käse, ein wenig Essig und gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer auf einen Teller. Darf‘s als Topping noch ein bisschen frisch gepflückter Rucola oder knackiger Feldsalat sein? Mmmmhhh…
Fermentierte Rote Bete ist absolut köstlich und passt prima in Salate oder zur Brotzeit!
„Borschtsch“ ist nicht nur ein Zungenbrecher, sondern vor allem ein toller Eintopf aus Roter Bete, Kartoffeln, Weißkohl, Karotten, Zwiebeln und Tomaten, der im Winter wunderbar wärmt und satt macht.
Ein Saft aus Äpfeln, Karotten, Roter Bete, Ingwer und etwas Honig boostet dein Immunsystem, so dass fiese Krankheitserreger keine Chance mehr haben!
Rote Bete anbauen ist einfach und macht nicht viel Mühe, wenn du ein paar Dinge beachtest. Die super gesunde Knolle schmeckt einfach köstlich und du kannst sie sehr abwechslungsreich in der Küche verwenden. Also, worauf wartest du noch? Nichts wie ein Samentütchen gezückt und raus in den Garten mit dir! ;)
Und falls du jetzt so richtig Lust bekommen hast, dein Gemüse selber anzubauen, dann schau doch auch bei diesen Artikeln vorbei:
Fruchtleder ist die erste Wahl, wenn ich aus meinem eigenen Obst gesunde Süßigkeiten selber machen will. Der leckere Snack für zwischendurch schmeckt toll und hält sich lange – sofern ihn niemand vernascht. ;) Und das Beste: Fruchtleder selber machen ist überhaupt nicht schwer!
Wer seine Vorratskammer mit Selbstgemachtem füllt, wird früher oder später garantiert auch Fruchtleder herstellen. Die Süßigkeit ist nämlich nicht nur ein leckerer Snack, den du einfach aus dem Vorratsglas fischen und direkt verputzen kannst, sondern eignet sich auch prima zur Resteverwertung in der Küche. Aber was ist Fruchtleder eigentlich?
Fruchtleder ähnelt den Obstriegeln, die du einzeln abgepackt im Supermarkt kaufen kannst – nur eben selbstgemacht und ohne Zusatzstoffe. Es besteht aus püriertem und getrocknetem Obst, das in dünne Streifen geschnitten wird. Eigentlich super simpel – und richtig lecker!
Und es gibt noch einen riesigen Vorteil: Du bestimmst, was in dein Fruchtleder reinkommt, kannst verschiedenes Obst nach Lust und Laune mischen und die Süßigkeit deiner Träume kreieren. Dabei kommen dann auch noch gesunde Snacks heraus! Klingt fast zu gut, um wahr zu sein, oder? ;)
Wenn du dich auch übers Fruchtleder hinaus super gern ans Haltbarmachen heranwagen magst, dir aber noch das nötige Know-How fehlt, dann schnupper doch gern mal in meinen „Vorratskammer starten“-Onlinekurs rein. Da schauen wir uns Techniken wie Einkochen oder Fermentieren ganz genau an und füllen deine Vorratskammer bis unter die Decke. ;)
Dadurch, dass du bei diesem Rezept nicht an starre Zutatenvorgaben gebunden bist, kannst du in deinem Fruchtleder auch prima Obstreste verwerten. Auch Reste aus der Saftherstellung eignen sich dafür richtig gut.
Wenn du die Tiefkühltruhe aufräumst und da noch ein paar Tüten mit Obst zum Vorschein kommen, kannst du auch die ganz einfach in köstliches Fruchtleder verwandeln.
Je nachdem, was reinkommt, erinnert der Geschmack an Weingummis, Pflaumenmus oder Aprikosenkuchen. Mhhhh….lecker!
Fruchtleder Rezept: die Basics
Beim Fruchtleder selber machen ist das Equipment fast noch ein bisschen entscheidender als die Zutaten. Du brauchst Backpapier, einen Mixer oder Pürierstab und einen Dörrautomaten. Falls du keinen hast oder leihen kannst, tut es auch der Backofen.
Für dein Fruchtleder brauchst du eigentlich nur eine Zutat: Obst oder Obstreste deiner Wahl. Damit das Ergebnis auch schön süß wird, sollten die Früchte ausgereift sein. Im Zweifelsfall kannst du immer eine Handvoll Weintrauben oder ein bis zwei Bananen untermischen, die sorgen für ein bisschen mehr Zucker.
So geht’s:
Obst waschen und putzen. Apfelschalen und Co sind im Fruchtleder herzlich willkommen, sie sorgen für eine gute Portion Ballaststoffe und machen deinen Snack noch gesünder.
Das saubere Obst in einen Topf packen und langsam erwärmen. Wenn es anfängt zu köcheln, noch ein paar Minuten ziehen lassen und dann den Herd ausschalten.
Jetzt ran an den Mixer! Du pürierst das Obst – und zwar super gründlich. Nach ein paar Minuten sollte eine feine Paste entstehen, in der keine Stückchen mehr zu sehen sind.
Backpapier auf den Gittern des Dörrautomaten auslegen.
Die Fruchtpaste auf das Backpapier auftragen und verstreichen – nicht dicker als maximal 0,5 cm. Ist die Schicht dicker, trocknet das Fruchtleder schlechter und du riskierst, dass sich Schimmel bildet.
Das Ganze kommt jetzt bei 70°C für ungefähr sechs Stunden in den Dörrautomaten.
Dein Fruchtleder ist fertig! Ich lasse es erst vollständig abkühlen und schneide es dann mitsamt Backpapier mit einer sauberen Schere* in 1-2 cm breite Streifen.
Zum Schluss rolle ich jeden Streifen noch in eine lustige Schnecke und packe mir meine selbstgemachten Süßigkeiten in ein Vorratsglas.
Psst: Ganz oben im Regal versteckt hat das Fruchtleder übrigens die beste Chance, nicht sofort vernascht zu werden! ;)
Mehr Rezepte zum Haltbarmachen und Füllen der Vorratskammer gefällig? Ich habe meine sieben allerliebsten Rezepte zum Nachmachen für dich gesammelt und aufgeschrieben – hier kannst du sie dir ganz einfach herunterladen und abspeichern:
Backofen oder Dörrautomat: Das sind die Unterschiede
Fruchtleder selber machen ist streng genommen nichts anderes, als Obst durch Trocknen haltbar zu machen. Ausschlaggebend für die Haltbarkeit ist, dass das fertige Fruchtleder gut durchgetrocknet ist. Wenn dein Fruchtleder noch sehr feucht ist, solltest du es weiter trocknen, sonst riskierst du, dass es anfängt zu schimmeln.
Im Dörrautomaten Fruchtleder selber machen
Der Vorgang, bei dem Lebensmitteln durch warme Luft getrocknet werden, nennt sich Dörren. Die Methode ist uralt, funktioniert heute aber noch genau so gut wie vor Jahrhunderten.
Eigens zum Dörren gemacht und auf diese Technik spezialisiert sind Dörrautomaten. Sie sind so gebaut, dass du möglichst viel Obst und Gemüse – oder in unserem Fall mehrere Schichten Fruchtleder – in ihnen unterbringen und gleichzeitig trocknen kannst. Mehrere Trenngitter sorgen dafür, dass du Lage für Lage übereinanderschichten und so den Platz effizient nutzen kannst.
Die große Stärke von Dörrautomaten ist nicht etwa die besonders heiße Temperatur, sondern die Durchlüftung. Denn Dörrautomaten funktionieren nach dem Prinzip Fön: Warme Luft pustet das Fruchtleder an, die das Wasser aus dem Fruchtleder zum Verdunsten bringt. Durch den Luftzug wird der Wasserdampf abtransportiert – und das Fruchtleder trocknet.
Ein weiterer Vorteil von Dörrautomaten ist, dass sie relativ wenig Strom verbrauchen, da sie nicht auf hohe Temperaturen hochheizen müssen. Ob Fruchtleder, Apfelringe oder getrocknete Tomaten: 50-70°C reichen für die meisten Rezepte zum Dörren allemal.
Ein schöner Nebeneffekt: Die warme Luft bleibt im Raum. Wenn du im Wohnzimmer dörrst, kannst du dort getrost für den Tag deine Heizung abstellen – der Dörrautomat liefert dir die Restwärme und einen herrlichen Duft gleich obendrein. ;)
Im Backofen Fruchtleder selber machen
Natürlich hat nicht jeder einen Dörrautomaten zuhause rumstehen. Obwohl ich ja sagen muss, dass sich die Anschaffung meiner Meinung nach wirklich lohnt. Vor allem, wenn du viel Obst und Gemüse selber haltbar machst, eröffnen sich dir mit einem solchen Gerät ganz neue Möglichkeiten.
Ich habe auch schon Pilze im Dörrautomaten haltbar gemacht und Trockenfleisch darin hergestellt. Du siehst, mit ein bisschen Kreativität ist da ist vieles möglich!
Du kannst stattdessen aber natürlich auch deinen Backofen zum Dörren verwenden. Ganz wichtig dabei: Umluft einstellen. Was du sonst noch beachten solltest:
Ein Backofen ist ein geschlossenes System. Beim Dörren ist es aber ganz wichtig, dass die warme, feuchte Luft entweichen kann. Deshalb solltest du beim Dörren im Backofen unbedingt einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen und so dafür sorgen, dass der Ofen immer einen Spalt breit offenbleibt.
Die Temperatur ist bei den meisten (älteren) Backöfen nicht so genau und so niedrig einstellbar, wie es zum Dörren ideal ist. Auf ungefähr 50°C kannst du die meisten Öfen zwar einstellen, aber das war’s dann auch schon.
So ein Backofen powert viiiiel mehr als ein Dörrgerät – und verbraucht auch dementsprechend mehr Energie. Wenn du im Backofen dörrst, würde ich dir daher immer raten, viel Fruchtleder auf einmal herzustellen, damit sich das Ganze lohnt.
Fruchtleder Variationen
Fruchtpürree zu trocknen ist keine neue Erfindung. Und die Idee ist weit verbreitet! Fruchtleder gibt es in vielen Ländern und Regionen. Dementsprechend vielfältig sind auch die Geschmacksrichtungen und Variationen, in denen es Fruchtleder gibt.
Es liegt eigentlich auf der Hand: Da wir beim Dörren die Flüssigkeit aus dem Obst herausbekommen wollen, ist es naheliegend, bereits mit entsaftetem Obst loszulegen.
Klar: Wenn du Obst entsaftest, verschwindet nicht nur reines Wasser aus deinen Früchten, sondern auch Zucker und Geschmack. Der soll ja schließlich später im Saft landen. Im Trester, den Rückständen bei der Saftherstellung, sind aber immer noch jede Menge Aromen enthalten. Warum also nicht einfach Fruchtleder daraus machen?
Wenn du vorhast, die Nebenprodukte beim Entsaften für Fruchtleder zu verwenden, solltest du dein Obst allerdings nicht nur Waschen, sondern auch Putzen, bevor es in den Entsafter wandert. Heißt: Kerngehäuse und unschöne Stellen entfernen – sonst hast du später Stiele und Co im Fruchtpüree.
Den Trester koche ich nicht auf, sondern verwerte ihn roh. Er enthält so wenig Wasser, dass er im Topf nur anbrennen würde.
Kleiner Tipp: Da der Wassergehalt von Anfang an niedriger ist, kannst du die Zeit im Dörrautomaten reduzieren. Fruchtleder aus Trester ist nämlich ziemlich schnell trocken.
Besonders bei Äpfeln, Quitten und Birnen funktioniert diese Methode richtig gut!
Süßes oder saures? Die richtige Balance schaffen
Je nachdem, welches Obst du für dein Fruchtleder verwendest, kannst du dein Fruchtpüree mit verschiedenen Zutaten abschmecken, bevor du es trocknest.
Herbe Zutaten wie Quitten oder Schlehen schreien geradezu nach zusätzlicher Süße, damit sie zum Geschmackshighlight werden. Ich greife da am liebsten zu Weintrauben. Sie sind nicht nur zur gleichen Zeit reif, sondern passen geschmacklich auch meistens richtig gut.
Außer Trauben eignen sich auch Bananen zum Süßen. Sie bringen allerdings ihren eigenen Geschmack mit. Verwende sie also lieber nur, wenn du Lust auf bananiges Fruchtleder hast.
Psst: Überreife Bananen peppen außer Fruchtleder auch Smoothies ganz hervorragend auf!
Im Zweifelsfall kannst du für ein bisschen mehr Süße immer zum Honigtopf greifen. Ich glaube, mir fällt keine Obstkombi ein, zu der Honig nicht passt. Yams!
Du kannst dein Fruchtpüree übrigens auch mit Gewürzen und Nüssen ergänzen. Ob Sesam, gehackte Walnüsse, Zimt, Kardamom oder Ingwer: Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Fehlt Säure, ergänzt du dein Fruchtpüree einfach um etwas Zitronensaft. Das hat auch den Vorteil, dass dein Obst nicht so schnell braun wird und das fertige Fruchtleder in wunderschönen Farben erstrahlt.
Achtung: Zitronensaft solltest du immer erst nach dem Aufkochen hinzufügen, da er bei zu hohen Temperaturen bitter wird. So schonst du auch die darin enthaltenen Vitamine.
Apropos Vitamine – die bringen uns zur nächsten Variation: Der noch gesünderen Variante unserer gesunden Süßigkeit…
Rohes Fruchtleder – die vitaminschonende Variante
Wenn du ganz besonders gesundes Fruchtleder selber machen möchtest, verzichtest du auf den zweiten Schritt in der Herstellung und machst dein Püree aus rohem Obst.
Dafür pürierst du die geputzten, rohen Früchte und streichst das entstandene Mus auf deinem Backpapier aus. Den Dörrautomaten stellst du jetzt nur auf 50°C. Die allermeisten Vitamine überstehen dieses schonende Vorgehen unbeschadet. Sie warten dann im fertigen Fruchtleder darauf, von dir vernascht zu werden. ;)
Bei der niedrigeren Temperatur dauert der Dörrprozess allerdings länger, plan also genug Zeit ein. Ich finde auch, dass ein vorheriges Aufkochen das Fruchtleder noch aromatischer macht – ich persönlich ziehe also die klassische Variante vor.
Apfel-Zimt Fruchtleder mit Walnüssen
Eine ganz himmlische Kombination ist die Mischung aus Apfel und Zimt. Ich mische dafür einfach noch etwas Zimt unter mein Apfelpüree, und schmecke es – je nach Apfelsorte – mit etwas Honig oder Zitronensaft ab.
Ist das Fruchtmus dann auf dem Backpapier ausgestrichen, streue ich geröstete und gehackte Walnüsse darüber. Gerade in der kalten Jahreszeit zergeht das Apfel-Zimt Fruchtleder einem nur so auf der Zunge. Mmmhhhh…. Da kann ich gar nicht genug von kriegen!
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!
Mein Fazit? Ich bleibe dem Fruchtleder treu! Fruchtleder selber machen ist nun wirklich nicht schwer, dafür aber eine tolle Möglichkeit, aus allerlei Obst leckere, gesunde Süßigkeiten herzustellen. Gerade im Dörrautomaten ist die Herstellung von Fruchtleder ein Kinderspiel, aber zur Not tut’s der Backofen auch. Hast du deine Lieblingsvariante schon gefunden? Los geht’s!
Du hast dir gerade einen Dörrautomaten angeschafft und probierst den gerade mit dem Dörren vonverschiedenem Obst und Gemüse aus? Dann gibt‘s hier gleich noch ein paar Ideen:
Du möchtest deinen eigenen Salat pflanzen? Dann habe ich gute Neuigkeiten für dich: Es ist nämlich absolut unkompliziert, dich das ganze Jahr über mit Salat aus dem eigenen Garten zu versorgen. Salatpflanzen stellen keine hohen Ansprüche an Boden und Nährstoffversorgung und sind (je nach Sorte) schon nach wenigen Wochen erntebereit. Also – worauf wartest du noch?
Kopfsalat, Krachsalat, Eichblattsalat, Spargelsalat, Butterkopfsalat – das bescheidene Gemüse kommt in einer Vielzahl von Farben und Formen daher. Von welligen über gesprenkelte und zipfelige bis hin zu bunt aufgeplusterten Exemplaren – ein paar Köpfe wirst du in jedem Gemüsegarten finden. Wenn du Salat pflanzen möchtest, stellt sich daher zuallererst eine Frage: Welche Sorte darf es sein?
Das ist zunächst einmal eine Geschmacksfrage: Mild oder bitter, knackig oder zart, rot oder grün? Es stehen für jede erdenkliche Kombination etliche Sorten zur Auswahl. Die Sorte deiner Wahl sollte aber auch zur Jahreszeit passen – schossfeste Sorten im Sommer und kälteresistente Sorten im Winter. Sonst geht dir dein Salat leider schnell in die Blüte oder erfriert…
Für den Salatanbau in den kalten Monaten liebe ich die Sorte „Baquieu“. Sie schmeckt gut, wächst zuverlässig und ist rundherum robust.
Im Sommer pflanze und nasche ich gern den „Pirat“. Er kapert dein Beet und dein Herz, wollen wir wetten? Auch „Summertime“ ist eine leckerer und robuster Kopfsalat in der warmen Jahreshälfte. Für ein bisschen Abwechslung baue ich daneben auch gern den Eichblattsalat„Till“ und den Romanasalat „Little Gem“ an – mmmhhh. :)
In der Mischkultur Salat pflanzen
Salate passen im Beet prima zu einer ganzen Reihe von Gemüse: Auberginen, Bohnen, Bohnenkraut, Erbsen, Rettich, Schwarzwurzeln, Rhabarber, Lauch, Knoblauch, Spargel und Ringelblumen – sie alle freuen sich über salatige Nachbarschaft.
Du kannst auch immer prima in die Beete Salat pflanzen, in denen du schon langsam wachsende Gemüsekulturen stehen hast. Der Salat ist so schnell erntereif, dass die langsam wachsenden Gemüse sich in den gerade entstandenen Lücken ausbreiten können, wenn der Salat schon auf deinem Teller gelandet ist.
Du willst gar nicht so viel Salat pflanzen, dass er für all deine Gartengemüse als Beetpartner herhalten kann? Dann habe ich etwas für dich! In der Mischkultur-Tabelle, die du dir hier fix herunterladen kannst, siehst du nämlich auf einen Blick, welche deiner grünen Freunde sich gut miteinander verkuppeln lassen und wer außer Salat als guter Beetnachbar in Frage kommt! Praktisch, oder?
So geht Salat pflanzen!
Damit deine salatige Pflanzaktion in einer dicken Ernte resultiert, findest du hier alles, was du dafür wissen musst.
Ob Standort, Aussaat oder das richtige Timing – ich habe die wichtigsten Infos für dich zusammengestellt, damit aus deinen Saatgut prachtvolle und stolze Salate werden – auch wenn du noch nicht so viel Erfahrung im Gemüsegarten gesammelt hast. Also, los geht’s!
1. Der ideale Standort zum Salat pflanzen
Salat bevorzugt tiefgründige, gut durchwurzelbare Böden – im Idealfall mit einem hohen Humusgehalt und einer guten Wasserverfügbarkeit. Außerdem sollte es da, wo deine Salat Pflanzen zuhause sind, nicht zu windig sein.
Generell kommt Salat aber mit so ziemlich allen Gartenböden gut klar, nur zu sauer sollte es nicht sein. Gärtnerst du auf einem leichten Sandboden, dann achte gut darauf, dass dein Salat immer genug zu trinken hat.
Salate gedeihen prima bei viel Licht und gemäßigten Temperaturen, deswegen fühlen sie sich im Sommer sogar in bergigen Gegenden richtig wohl.
2. Draußen säen oder drinnen vorziehen?
Kopfsalate werden in der Regel vorgezogen und dann als junger Salat ins Freie gepflanzt. Die Direktsaat im Beet funktioniert meistens aber auch gut.
Säst du Salat direkt, bedeutet das weniger Arbeitsaufwand für dich – du sparst dir schließlich die Vorbereitung und Pflege der Aussaattöpfchen und das Auspflanzen ins Beet. Direkt gesäter Salat neigt außerdem kaum dazu, in die Blüte zu gehen und ist weniger anfällig gegen Blattläuse.
Aber auch das Vorziehen von Salat bringt Pluspunkte mit: Du benötigst weniger Saatgut, weil es in der Regel zuverlässiger aufgeht. Außerdem riskieren deine jungen Salat Pflanzen im Anzuchttopf kaum, von einer Schneckenhorde vernichtet zu werden. Vorgezogene Jungpflanzen fallen auch seltener hungrigen Drahtwürmern zum Opfer – sie sind halt einfach schon aus dem Gröbsten raus, wenn sie ins Freie kommen.
Gerade im Winter und am Anfang der Gartensaison ziehe ich Salate gern im Haus vor – so sind sie schon ein paar Zentimeter groß, wenn es nach draußen geht, und haben einen ordentlichen Wachstumsvorsprung gegenüber ihren im Beet gesäten Kollegen.
3. Wann wird Salat gesät?
Deine Salat Pflanzen kannst du, je nach Sorte, ganz entspannt von Februar bis September draußen aussäen. Pflanzt du Salat im Gewächshaus, kannst du dort mit der Aussaat und Pflanzung sogar schon etwas früher loslegen.
Einige Sorten kannst du noch im Herbst säen und sie dann den Winter über im Beet stehen lassen. Sie haben dann im folgenden Jahr einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und können mit den ersten warmen Tagen so richtig durchstarten! Wenn du für deine Beete Wintersalate planst, dann achte unbedingt darauf, die passenden Sorten zu wählen – frosttolerant sollten sie nämlich schon sein.
Oder wie wäre es sogar mit einer Neujahrsernte deiner Salat Pflanzen? Gerade die Sorte „Baquieu“ kannst du auch noch im September dicht breitwürfig aussäen und mit einem Vlies abdecken, sobald es kalt wird.
So ist deine Winterernte gesichert – den Salat kannst du nämlich einfach den Winter hindurch als Pflücksalat ernten. Erweiterst du deine Beete dann noch um Feldsalat, Postelein und Spinat, hast du den ganzen Winter über ein reich gedecktes, buntes und frisches Salatbuffet in deinem Garten!
Damit auch immer genügend Salatköpfe bereit sind, aus dem Beet auf deinen Teller zu wandern, solltest du regelmäßig Salat pflanzen. Ich finde es am einfachsten, immer dann Salat neu auzussäen, wenn die zuvor gesäten Pflanzen erste Blätter bilden. So habe ich immer Salat Pflanzen ganz unterschiedlichen Alters in meinen Beeten und muss nie lange auf die nächste Ernte warten. Diese Herangehensweise nennt sich ‚gestaffelte Aussaat‘ und hat richtig System!
Über das ganze Jahr verteilt kannst du mit fünf bis zehn Reihenmetern Salat pro Person rechnen, damit die (fast) tägliche Zufuhr an frischem, knackigem, saftigem Grün gewährleistet ist.
4. Salatpflanzen richtig vorziehen
Salat säst du in einer mit Anzuchterde gefüllten Schale aus. Dort finden viele Samen Platz – du schaffst quasi einen Salat-Kindergarten! ;)
Damit die Samen aufgehen, dürfen sie nur ganz dünn mit Erde bedeckt sein. Sie müssen nämlich ordentlich viel Licht abkriegen, um loszuwachsen. Außerdem musst du sie gut feucht halten. Damit sie nicht austrocknen, drückst du deine Saat vorsichtig an und bewässerst sie sanft, bevor du die Anzuchtschale an einen hellen Ort stellst.
Viele Salatsorten keimen übrigens bei relativ niedrigen Temperaturen, das schaust du dir bei der Sorte deiner Wahl also am besten ganz genau an,
Sind die ersten beiden Blattpaare da, wird es Zeit, deinen Salat zu pikieren. Wie das funktioniert, zeige ich dir hier ganz ausführlich.
Willst du deine vorgezogenen Salat Pflanzen ein paar Wochen später ins Beet setzen, geht das ratzfatz: Du musst deine Beete dafür nämlich kaum vorbereiten. Es reicht, den Mulch rund um den auserwählten Platz beiseitezuschieben, um ein Pflanzloch für deinen Salat zu graben. Sobald du deinen Salat ins Beet gepflanzt und angegossen hast, verteilst du den Mulch einfach wieder um die Pflanzen herum.
Wichtig ist auch, dass du auf die richtige Pflanztiefe achtest: Setzt du den Salat zu tief, werden die Blätter faulig, entwickeln und entfalten sich nicht richtig und sind allgemein krankheitsanfälliger. Schau also, dass das Herz über der Erde bleibt, die Wurzeln aber gut verankert sind.
5. Im Freiland Salat direkt säen
Wenn du deinen Salat direkt im Beet säst, solltest du vorher alle alten Pfanzenreste und eventuell vorhandenen Mulch aus dem zukünftigen Salatbeet entfernen und ein feinkrümeliges Saatbett schaffen. Das machst du, indem du die Beetoberfläche vorsichtig mit einem Rechen bearbeitest.
Kopfsalate brauchen einen Pflanzabstand von 30 x 30 cm. Sie werden nämlich ganz schön groß, wenn sie erstmal ihre Köpfe ausbilden! Bei zu engen Abständen kriegen deine Salat Pflanzen irgendwann Platzprobleme. Außerdem haben Pilzkrankheiten dann leichtes Spiel, weil weniger Luft zwischen den Pflanzen zirkuliert und die Blätter nach Regen lange brauchen, um zu trocknen.
Für die Aussaat ziehst du flache Rillen in einem Abstand von 30 Zentimetern in dein Beet. In diese legst du die Samen. Trotz des optimalen Pflanzabstandes von 30 Zentimetern würde ich dir bei einer Direktsaat dazu raten, in jeder Reihe etwas mehr Saatgut in die Erde zu bringen. Denn nicht aus jedem Salatsamen wird auch ein stattlicher Salat. Säe deinen Salat also lieber in geringeren Abständen und entferne nach dem Aufgehen ein paar der jungen Pflanzen, sodass dann alle Salat Pflanzen genügend Platz haben, ihre Köpfe weit auszustrecken.
Anschließend rechst du die Rillen vorsichtig wieder zu. Weil Salate Lichtkeimer sind, solltest du die Samen höchstens 2 mm dick mit Erde bedecken.
Nun fehlt nur noch der letzte Schritt – das Angießen der Saat*. Pass dabei auf, dass du die Samen nicht aus Versehen wegschwemmst. Das kann leicht passieren – und dann wachsen deine Salate wie Kraut und Rüben an Orten, wo du nicht mit ihnen rechnest!
Damit die Pflanzen aufgehen und die ersten Schritte in ein erfolgreiches Salatleben machen können, müssen sie nun gut feucht gehalten werden. Ein Gärtnervlies, das du über das Beet ausbreitest, hilft dabei. Trotzdem solltest du frisch gesäte Salate an warmen Tagen zweimal gießen*, damit sie dir nicht austrocknen. Sonst hast du den Salat! ;)
6. Auf dem Balkon und im Hochbeet Salat pflanzen
Du kannst Salat problemlos im Hochbeet oder im Balkonkasten anbauen – ein Volumen von mindestens 5 Litern sollte er aber schon haben. Pflücksalate eignen sich besonders gut für den Balkon – von ihnen hast du nämlich richtig lange etwas und ein paar Blätter sind schnell zur Hand.
Achte darauf, dass das Substrat, in das du deinen Salat pflanzt, nicht zu nährstoffreich ist. Dafür kannst du zum Beispiel Pflanzerde mit etwas Sand mischen und dorthinein den Salat pflanzen.
Wachsen deine Salat Pflanzen in kleinen Töpfen, dann gieß sie im Sommer regelmäßig. Zu viel Trockenheit bereitet deinen grünen Freunden nämlich ordentlichen Stress – was dazu führen kann, dass sie vor lauter Panik frühzeitig anfangen, zu blühen. Und das wollen wir schließlich vermeiden, denn dann werden die sonst so köstlichen Blätter bitter, und die Erntesaison nimmt ein jähes Ende.
Pssst: Noch viel mehr Garten-Hacks, Gemüsewissen und Tipps und Tricks für eine dicke Ernte aus dem eigenen Garten gibt es in meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Lass mich dich an die Hand nehmen und dir Schritt für Schritt zeigen, wie du einen Selbstversorgergarten anlegst und mit wenig Aufwand richtig gute Erträge erzielst – auch wenn du noch wenig oder gar keine Erfahrung im Gärtnern hast. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist! :)
Salatpflanzen hegen und pflegen
Good news: Salat ist eine schnell wachsende Kultur und braucht nach der Pflanzung bzw. Aussaat kaum Pflege. Düngen musst du deine Salat Pflanzen nicht, wenn du in lebendiger Gartenerde oder Kompostbeeten gärtnerst. Die bietet dem Salat in der Regel alles, was er für sein (und dein) Glück braucht.
Kopfsalat kannst du mit Hackschnitzeln mulchen, Pflücksalat wächst meist so dicht, dass du höchstens zwischen den Reihen etwas Mulch ausbringen kannst.
Wenn du deinen Salat so richtig verwöhnen willst, dann zupfst du die Beikräuter rings um die jungen Pflanzen regelmäßig aus. Dann muss dein Salat sich Wasser, Platz und Nährstoffe mit niemandem teilen und kann stressfrei zu der Köstlichkeit heranwachsen, als die du ihn ernten magst.
Wasser ist das A und O beim Salat! Häufiges Gießen ist für ein gesundes Wachstum ganz wichtig – Salat ist ein durstiger Kollege. Mit ausreichend Feuchtigkeit vermeidest du, dass die Blätter hart und bitter werden. Haben sie zu wenig Wasser, gehen die Salate aus Stress auch gern mal frühzeitig in Blüte oder wachsen sehr langsam.
Wie und wann ernte ich Salat?
Im Frühjahr und im Herbst vergehen zwischen der Aussaat und der ersten Ernte etwa 60 Tage, im Sommer nur 35 Tage. Sowohl Kopf- als auch Pflücksalat kannst du mehrfach beernten, indem du ihn etwa 4 Zentimeter über dem Boden abschneidest, ohne das Herz zu verletzen. So wächst er wieder nach und liefert dir drei bis vier Ernten statt einer.
Alternativ dazu kannst du Kopfsalate auch von außen nach innen beernten. In dem Fall lässt du das komplette Herz stehen. So erholen sich die Pflanzen schnell und die nächste Ernte muss nicht lange auf sich warten lassen.
Ich ernte meinen Salat am liebsten in den frühen Morgenstunden*. So ist er super frisch und hält sich besser, als wenn er am Erntetag schon ein Sonnenbad genommen hat. Im besten Fall wandert er noch am selben Tag auf unsere Teller, denn selbst im Kühlschrank machen die meisten Salatsorten schon nach kurzer Zeit schlapp.
Kleiner Tipp: Wenn du zu viel Salat geerntet hast, dann wickel ihn in ein feuchtes Küchenhandtuch, bevor er in den Kühlschrank wandert. Das verlängert seine Haltbarkeit ordentlich!
Salat Pflanzen: Krankheiten und Schädlinge
Ja, auch im Salatbeet gibt es leider ein paar Störenfriede…
Das Salatmosaikvirus, der Falsche Mehltau und auch Blattläuse können deinem Salat das Leben richtig schwer machen. Es ist jedoch super selten, dass einem die Salaternte von Krankeiten oder Schädlingen so richtig vermasselt wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du auf jeden Fall die ein oder andere Salatschüssel mit deinem eigenen Salat füllen kannst.
Wenn eine Krankheit in deinem Garten immer wieder auftritt, dann probier doch mal andere Salat Sorten aus. Für ganz viele Pflanzenkrankheiten gibt es mittlerweile resistente Sorten, mit denen du dein Problem umschiffen kannst.
Nicht nur wir freuen uns über frischen Salat aus dem Garten, auch Schnecken machen sich gern mit Heißhunger über das frische, knackige Grün her. Wie du beim Salat pflanzen vorgehen kannst, sodass deine Pflänzchen vor den hungrigen Schneckenmäulern geschützt sind, kannst du hier lesen: Das hilft wirklich gegen Schnecken und Nacktschnecken!
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Salat pflanzen gehört für mich einfach zum absoluten Gemüse-Basis-Programm. Egal ob auf dem Balkon, in Kübeln, im Hochbeet oder in einem ebenerdigen Beet: Salat macht überall eine tolle Figur, lässt sich prima immer wieder nachsäen, wächst rasch und darf gerne das ganz Jahr über auf dem Teller landen!
Salat pflanzen reicht dir und deinem Gemüsebeet noch nicht? Wie wäre es dann mit einem dieser Gemüse für noch mehr Vielfalt in deinem Gemüsegarten:
Körbe voll Basilikum zu ernten, ist für mich im Sommer ein absolutes Muss. Die aromatischen Blätter sind super vielfältig in der Küche: Sie lassen sich zu leckerstem Pesto verarbeiten, passen zu Tomate-Mozzarella und einige Sorten machen sich auch wunderbar im Tee. Kurzum: Basilikum ist ein richtig geniales Kraut!
Und damit du auch möglichst lange etwas von deinen Basilikum-Pflanzen hast, kommen hier ein paar Kniffe, wie du dein Basilikum am besten ernten und trocknen kannst. Also, legen wir los und konservieren den Sommer im Glas!
Basilikum gibt es in vielen großartigen Formen und Farben. Im Supermarkt findet man aber häufig nur eine Variante: Zu den Klassikern gehört die Sorte „Genovese“. Die Pflanzen bilden große, saftig grüne Blätter, die dem bekannten Pesto seinen Namen verleihen. ;)
Aber Basilikum kann noch viel mehr! Vor allem, wenn du die Pflanzen selber aussäst, kannst du dein Basilikum-Repertoire unglaublich erweitern. Es gibt tolle Basilikum Sorten mit dem gewissen etwas – ob mit Zitronengeschmack oder Zimtaroma, Basilikum ist überraschend vielfältig und du kannst sie alle wunderbar trocknen und für den Winter konservieren.
Zu meinen Favoriten gehört auch die indische Basilikum-Sorte „Tulsi“: die Blätter haben einen leicht pfeffrigen Geschmack, sind reich an Antioxidantien und daher super gesund! Im getrockneten Zustand lässt sich daraus auch im Winter ein ganz hervorragender Tee zubereiten, der dich topfit durch die Erkältungszeit bringt.
Also, ran an die Basilikumsamen und aussäen! :)
Damit du genau weißt, wie du deine grünen Freunde verwöhnen kannst, damit sie kräftig wachsen und viiiele Blätter schieben, schau gerne auch bei diesem Artikel vorbei:
Basilikum richtig ernten – Tipps für eine dicke Ernte
Na, hast du auch schon mal einen Topf Basilikum aus dem Supermarkt mitgenommen, in der Hoffnung, einen neuen dauerhaften Begleiter für die zahlreichen Pizzapartys im Sommer zu haben? Aber nach wenigen Wochen ließ er schon die Blättchen hängen – und bald darauf war es dann ganz aus mit der wunderbaren Pizza-Basilikum-Symbiose?
So muss das nicht sein. Mit der richtigen Erntetechnik kannst du den ganzen Sommer laufend frische Blätter ernten. Und Basilikum ernten ist auch gar nicht schwer, wenn du diese einfachen Tipps beachtest:
Tipp 1: Klotzen, nicht kleckern: Keine einzelnen Blätter abzupfen
Basilikum mag es nicht, wenn du ihm immer wieder einzelne Blättchen von einem Trieb abzupfst. Dieser ständig bezupfte Trieb stirbt dann langsam ab und bildet keine Blätter mehr nach. Einer der Hauptgründe, warum gekaufte Basilikumpflanzen bei manch einem nicht alt werden. ;)
Damit du eine schöne buschige Pflanze bekommst, solltest du stets ganze Triebe herausschneiden. Bewaffnet mit einer Schere oder einem scharfen Messer schneidest du die Triebe ein bis zwei Millimeter oberhalb einer Blattachsel ab. So kannst du auch immer wieder Verzweigungen initiieren, die deine Pflanze kräftiger und buschiger wachsen lässt.
Tipp 2: Kopf ab – die Triebspitzen entfernen
Der zweite Tipp ist, grundsätzlich alle Triebspitzen abzuschneiden – und zwar rigoros! ;) Das Basilikum soll nicht sofort in die Blüte gehen, das geht nämlich auf Kosten des Aromas. Am besten kürzt du die Triebspitzen regelmäßig um etwa fünf Zentimeter ein, auch wenn du die Pflanzen gerade nicht beerntest. Auf diese Weise hast du den Erntezeitraum der aromatischen Blätter wieder um einiges verlängert.
Psst: Als Lippenblütler besticht Basilikum mit einer wunderschönen Blütenpracht, meistens in weiß-rosa. Wenn du bereit bist, auf die Ernte von einer deiner Pflanzen zu verzichten – dann lass sie blühen! Das freut vor allem die Bienen und Hummeln, die sich liebend gerne über die Blüten her machen!
Tipp 3: Der beste Zeitpunkt, um Basilkum zu ernten
Die Pflege deines Basilikums hat sich ausgezahlt und es steht üppig im Beet? Dann ist jetzt endlich Zeit für die Ernte!
Während der frühen Morgenstunden an einem warmen Sommertag befindet sich das Kräuteraroma auf dem höchsten Niveau. Also, Frühaufstehen lohnt sich, um super aromatisches Basilikum zu ernten (und dann zu trocknen). ;)
Wenn du die ersten beiden Tipps beherzigst und dein Basilikum kontinuierlich schneidest, kannst du deine Pflanzen bis in den Herbst hinein beernten, erst dann wird es der kleinen Frostbeule zu kalt draußen. Bevor die Temperaturen unter 10°C fallen, solltest du deine Basilikum-Pflanzen am besten nochmal kräftig beernten und sie dann ins Haus holen, falls du dein Basilikum überwintern möchtest.
Tipp 4: Saubere Basilikum-Blätter ernten: DieAbendliche Basilikum-Dusche
Basilikum trocknen: Die drei besten Methoden für zu Hause
Weil Basilikum so lecker und vielfältig ist, freue ich mich besonders arg, wenn das aromatische Kraut auch noch im Herbst und Winter einen Weg in unseren Kochtopf (und natürlich in die Teetasse) findet. Damit du immer genug Vorrat von deinen Basilikum-Schätzen hast, kannst du es ganz einfach trocknen und in Gläsern lagern.
Es gibt drei Möglichkeiten, um Basilikum zu Hause zu trocknen:
An der Luft,
im Backofen oder
im Dörrgerät.
Jede Trocknungs-Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Deswegen lass uns die einzelnen Methoden genau unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, welche Methode für dich am besten geeignet ist.
Methode 1: Basilikum an der Luft trocknen
Die einfachste Methode ist es, dein Basilikum an der Luft zu trocknen. Und damit das auch gut klappt, solltest du den Ort zum Trocknen bewusst auswählen: Dieser sollte warm (aber nicht wärmer als 35°C), schattig, gut durchlüftet und dennoch windgeschützt sein. Bei manchen Häusern eignet sich der Dachboden gut, um Basilikum zu trocknen. Oder vielleicht stimmen die Bedingungen in deiner Gartenhütte mit Fenstern?
Der Trocknungsvorgang sollte idealerweise nicht länger als 3-4 Tage dauern, weil du sonst Gefahr läufst, dass die Blättchen zu schimmeln beginnen. Dein Basilikum kannst du auf verschiedenen Wegen an der Luft trocknen.
Du kannst z.B. ganze Zweige im Bündel oder als Kette an einer Schnur oder einem Faden aufhängen. Das ist definitiv der schnellste Weg und du brauchst nicht mehr als deine Basilikumzweige, eine Schnur und eine Möglichkeit zum Aufhängen.
Kleiner Tipp: Gerade im Bündel trocknen die Zweige nicht ganz so gleichmäßig ab, weshalb ich das Trocknen „in Reih und Glied“ bevorzuge.
Eine weitere Möglichkeit, das Basilikum an der Luft zu trocknen, ist mit Hilfe von einem oder gleich mehreren Trockenrahmen. Die kannst du auch super einfach selber bauen.
Alles was du dafür brauchst ist:
etwas Holz, für einen Rahmen oder auch einen alten Bilderrahmen (Mindestgröße 30cm x 30 cm),
einen feinmaschigen Draht oder ein Fliegengitter und
einen Handtacker oder Hammer und Nägel.
Dann musst du das Gitter nur noch an deinem Rahmen befestigen und voilá: Schon ist dein Trockenrahmen fertig und wartet auf seinen Einsatz. :)
Den oder die Rahmen kannst du entweder aufhängen, indem du an den vier Ecken gleich noch Schnüre festtackerst, oder du stapelst einfach mehrere Rahmen übereinander. So zauberst du dir in wenigen Schritten ein kleines Trockenregal, um noch mehr Basilikum (oder andere Kräuter aus deinem Garten) zu trocknen. Na, wie klingt das?!
Wenn du dein Basilikum auf dem Trockenrahmen trocknen möchtest, lege die Blätter am besten im Ganzen auf das Gitter.
Basilikum an der Luft trocknen – Vorteile
Der größte Vorteil dieser Methode ist, dass du nicht viel dafür brauchst. Vor allem keine zusätzliche Energie. Wenn du zu Hause einen geeigneten Raum hast, kannst du Basilikum trocknen ohne Ende. ;)
Basilikum an der Luft trocknen – Nachteile
Wenn du in einer Wohnung wohnst und partout keinen Ort findest, an dem die Bedingungen gut sind, ist die Methode nicht praktikabel. Und selbst auf einem super praktischen Dachboden musst du immer den Wetterbericht im Auge behalten. Manchmal reicht schon eine Regenwoche und damit eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in deinem Trockenraum aus – und dein Basilikum beginnt zu schimmeln.
Methode 2: In die Röhre gucken- Basilikum im Backofen trocknen
Du kannst Basilikum auch im Backofen trocknen. Dabei ist es aber ganz wichtig, dass du die Temperatur nicht zu hoch einstellst, damit dir die Blätter nicht „verbrutzeln“. Am besten benutzt du bei dieser Methode ein Backofenthermometer, so hast du gut im Blick, wie warm es in deinem Backofen wirklich ist. Wenn die Temperaturen weit über 35°C liegen, verliert das Basilikum an Aroma und Geschmack. Und gerade das wollen wir ja erhalten. ;)
Das Tolle an der Backofen-Methode ist, dass du die sie auch anwenden kannst, wenn der Backofen sowieso gerade läuft. Da du nicht viel Wärme brauchst, um deine zarten Basilikum Blättchen zu trocknen, reicht die Nachwärme vom Brot- oder Kuchenbacken nämlich vollkommen aus.
Wenn du dein Basilikum im Backofen trocknen möchtest, legst du die Basilikumblätter einzeln und im Ganzen auf dein Backblech. Nachdem die Pizza aus dem Ofen ist, wartest du so lange, bis dein Backofenthermometer nur noch ca. 40°C anzeigt, dann kannst du das Blech hineinschieben. Nach einer halben Stunde öffnest du die Tür einen kleinen Spalt, damit der Wasserdampf entfliehen kann. Dann schließt du die Tür wieder und wartest weitere 12 Stunden.
Falls du gerade kein Ofengericht geplant hast, aber dein Basilikum trotzdem im Backofen trocknen möchtest, heizt du deinen Ofen auf die niedrigste Temperatur vor und schaust ebenfalls auf dein Thermometer, bis die 35 bis 40°C erreicht sind. Blech rein und nach einer Vierteltunde kannst du deinen Backofen bereits ausschalten. Auch in diesem Fall solltest du den Wasserdampf rauszulassen, damit dein Basilikum auch wirklich gut abtrocknen kann.
Basilikum im Ofen zu trocknen – Vorteile
Einen Backofen hat eigentlich jede*r zu Hause. Das heißt, dass du keine Anschaffungskosten hast und wenn du die Nachwärme nutzt, hast du auch keinen zusätzlichen Energieverbrauch.
Basilikum im Ofen zu trocknen – Nachteile
Der größte Nachteil beim Basilikum trocknen im Backofen ist die Temperatur. Wenn die zu sehr nach oben klettert, verliert dein leckeres Basilikum schnell an Aroma und ist dann im getrockneten Zustand nicht mehr ganz so geschmacksintensiv.
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Methode 3: Basilikum trocknen im Dörrgerät
Für die dritte Methode benötigst du ein Dörrgerät. „Was? Noch ein zusätzliches Küchengerät?“, denkst du jetzt?! Jep, aber warum und unter welchen Umständen es sich trotzdem lohnen kann, erfährst du jetzt. ;)
Mit einem Dörrgerät erzielst du definitiv die besten Ergebnisse. Du kannst die ideale Temperatur einstellen, um so das aromatisch Geschmackserlebnis aus deinem Basilikum herauszuholen. Außerdem haben die meisten Dörrgeräte mehrere Gitterböden, auf die du deine Basilikum Blätter verteilen kannst.
Wenn du das Gerät angeschmissen hast, kannst wenige Stunden später, dein getrocknetes Kraut, was darauf wartet handgerebelt luftdicht verpackt zu werden. ;)
Basilikum im Dörrgerät trocknen – Vorteile
Wenn du aber einen schönen Kräutergarten hast und viele deiner Kräuter schonend trocknen möchtest, um möglichst viel von ihrem tollen Aroma zu bewahren, dann ist ein Dörrgerät eine super Investition.
Und ein toller Nebeneffekt ist: Du kannst darin nicht nur Basilikum und andere Kräuter trocknen, sondern auch Apfelringe oder Bananen- und Gemüsechips zaubern. Und denk nur an die Pilzsaison. ;)
Basilikum im Dörrgerät trocknen – Nachteile
Ein großer Nachteil ist, dass du ein weiteres Gerät brauchst. Im Rahmen eines möglichst nachhaltigen und ressourcenschonenden Lebens sollte schließlich jede Neuanschaffung gut überlegt sein.
Außerdem verbraucht das Dörrgerät natürlich zusätzliche Energie, da du das Gerät nur zum dörren anschmeißt. Aber psst: Es gibt auch fancy Solardörrer, die ganz und gar mit Sonnenlicht betrieben werden. :)
Welche Methode zum Basilikum trocknen eignet sich für wen?
Wenn der warme und gut belüftete Dachboden vorhanden ist, spricht doch alles für die luftgetrocknete Variante. Es geht super einfach und kostet so gut wie nichts. Außer du möchtest ein paar Trockenrahmen oder ein Trockenregal zu bauen. Da sind deiner Fantasie aber keine Grenzen gesetzt und es lässt sich einiges umnutzen und upcyclen. :)
Die Backofen Methode ist vor allem etwas für die Spontanen unter Euch. Ihr habt viel zu viel Basilikum geerntet, der nun doch nicht gegessen wird? Ab damit in den Backofen, der eh noch warm ist, und die Ernte ist gerettet.
Das Dörrgerät ist für die Visionäre unter euch, die von einer ganzjährigen Kräuterselbstversorgung träumen. Basilikum, Pilze, Äpfel – Mit einem Dörrgerät erweitert ihr eure Haltbarmachtechniken um ein wahrhaftes Supertool.
Getrocknetes Basilikum richtig lagern – für die volle Dröhnung Aroma
Wenn du ganze Stängel getrocknet hast, rebelst du die Blätter zunächst vom Stängel ab und füllst sie in ein Glas um. Die Blätter bleiben am aromatischsten, wenn du sie als Ganzes Blatt lagerst und erst kurz vor der Verwendung zwischen den Fingern zerreibst – so bekommst du die volle Dröhnung Aroma ab! ;)
Für die Lagerung benutze ich entweder braune Gläser, um das Sonnenlicht auszusperren, oder ich stelle Gläser aus Weißglas in ein dunkles Schränkchen. Das klappt beides ganz wunderbar. Eine weitere Möglichkeit ist, die Blätter einzuvakuumieren. Da ich aber – wenn möglich – auf den Einsatz von zusätzlichem Plastik im Haushalt verzichte, bleibe ich viel lieber bei der bewährten Lagerung im Glas.
Außerdem kann ich die Gläser mit schicken, selbstgemachten Etiketten nochmal richtig aufhübschen und behalte dann auch immer den Überblick, welche Kräuter ich in welchem Glas finde. Das willst du auch?
Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!
Du möchtest noch ein bisschen auf dem Blog weiterschmökern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:
Hast du schon mal Basilikum mit einer dieser Methoden getrocknet? Berichte gerne von deinen Erfahrungen in den Kommentaren, so können wir alle voneinander lernen! :)
Tomaten-Fans aufgepasst! Heute wird’s funky! Wir werden zusammen Tomaten fermentieren!
Ich fermentiere am liebsten Cherrytomaten in verschiedensten Varianten – da sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Für euch habe ich heute vier super leckere Varianten ausgesucht: mal ein bisschen scharf, mit Thymian, Rosmarin oder Basilikum und Knoblauch. Da ist sicher für jeden von euch etwas dabei.
Viele Leute sind fermentierten Lebensmitteln gegenüber erst mal etwas skeptisch eingestellt, weil sie es einfach nicht kennen. Aber ich verspreche euch, jeder, dem ich meine fermentierten Tomaten bisher vorgesetzt habe, war absolut begeistert!
Die Tomaten bitzeln durch das Fermentieren ein bisschen auf der Zunge, quasi wie mini Sternenexplosionen in deinem Mund. Das ist richtig lecker und die Gläser sind immer ruck zuck leer gefuttert.
Deswegen würde ich sagen, bevor uns noch allen das Wasser im Mund zusammenläuft, legen wir mal los mit Tomaten fermentieren! ;)
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Tomaten fermentieren – welches Zubehör ihr braucht (und welches nicht)
Das tolle Tolle am Tomaten fermentieren? Es funktioniert mit einfachen Techniken ohne viel Zubehör und teurem Schnickschnack.
Was ihr braucht sind Gefäße und etwas zum Beschweren.
Die Tomaten könnt ihr einfach in Schraubgläser füllen, dafür eignen sich zum Beispiel alte Honig- oder Gurkengläser ganz wunderbar.
Zum Beschweren finde ich sogenannte Fermentier-Gewichte (am besten mit Griffen) praktisch, ihr könnt anstelle dieser ziemlich überteuerten Glasgewichte aber auch einfach flache Steine verwenden.
Tomaten fermentieren – Schritt für Schritt!
Schritt 1: Alles muss sauber sein
Bevor es richtig losgeht, putze ich erst einmal die Gläser und spüle sie anschließend mit heißem Wasser aus, damit da keine Bakterien mehr rumkreuchen und fleuchen, die uns den Spaß an unseren Tomaten verderben könnten.
Auch die Deckel und Gewichte (oder Steine) koche ich immer mit heißem Wasser ab, dann ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Fermentation auch schon getan. ;)
Schritt 2: Setze eine Salzlake an
Als nächstes setze ich meine Salzlake an, die schafft das perfekte Klima für die Milchsäurebakterien und sorgt dafür, dass die Tomaten auch schön lange haltbar sind.
Für die Salzlake brauchst du pro Liter kochendem Wasser 2,5 EL nicht jodiertes Salz, zum Beispiel Meersalz. Das Salz einfach unterrühren und warten, bis das Wasser abgekühlt ist und sich das Salz aufgelöst hat.
Übrigens: Die Milchsäurebakterien, von denen ich eben gesprochen habe, die quasi die ganze Arbeit beim Tomaten fermentieren leisten, sind bereits auf euren Tomaten vorhanden. Deswegen ist es super, wenn ihr die Tomaten nicht super gründlich abwascht. Das geht natürlich nur, wenn sie sauber sind. Falls sie etwas schmutzig sind, könnt ihr zuerst probieren, die Tomaten mit einer Bürste zu putzen.
Wenn das auch nicht reicht, könnt ihr die Tomaten zum Fermentieren natürlich auch abwaschen, aber es klappt besser mit ungewaschenen Tomaten.
Wenn jetzt aufgrund der Bakterien wieder der Gruselfaktor kommt, dann hier nur nochmal eine kleine Erinnerung, dass fermentierte Lebensmittel in unserem Alltag allgegenwärtig sind. Käse, Joghurt, Bier, all diese Lebensmittel sind durch Fermentation entstanden, auch unser leckeres Sauerteigbrot. Wenn ihr dazu mal ein Rezept wollt, könnt ihr dafür gerne bei diesem Artikel vorbeischauen. :)
Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?
Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“-
Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da
motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es
macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse
angehen und unsere Vorratskammern füllen.
Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Fermentieren betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! :)
Schritt 3: Tomaten ins Glas füllen ohne Angst vor Schimmel
Jetzt kannst du die Tomaten ein paar Mal mit einem Zahnstocher anpiksen, sodass die Milchsäurebakterien ein leichtes Spiel haben. Danach sind die Tomaten bereit, um in die Gläser gefüllt zu werden. Ich habe als erste Variante zu meinen Tomaten Thymianzweige und Chilis hinzugegeben. Wenn das Glas bis oben hin mit Tomaten, Thymianzweigen und Chilis gefüllt ist, wird das Glas mit der Salzake aufgefüllt und alles mit einem Gewicht beschwert.
Hierbei gibt es jetzt zwei ganz wichtige Dinge zu beachten:
Die Salzlake muss vor dem Einfüllen in die Gläser schön abkühlen, sonst killt ihr eure Milchsäurebakterien und der Fermentationsprozess ist dahin.
Der gesamte Inhalt eures Glases muss von dem Gewicht unter Wasser gehalten werden. Kommen auch nur das kleinste Fitzelchen Gemüse oder ein paar Kräuter an die Oberfläche und somit mit Luft in Berührung, besteht Schimmelgefahr!
Kleiner Tipp: Wenn ihr beim Tomaten fermentieren einen extra Kick Schärfe wollt, dann könnt ihr die Chilis halbieren oder in Ringe schneiden. Dann würde ich euch aber empfehlen, die kleinen Kerne rauszumachen, da diese leicht an die Oberfläche treiben und so für Schimmel in eurem Glas sorgen können.
Für die zweite Variante habe ich Rosmarinzweige zu den Cherrytomaten hinzugefügt. Bei den Kräutern müsst ihr ein bisschen aufpassen, die übertragen ihren Geschmack nämlich ziemlich stark, also seid da nicht zuuu großzügig. :P
Tipp: Damit auch die Kräuter nicht auftreiben verwende ich ganze Zweige, anstatt die Kräuter klein zu hacken. ;)
Die dritte Variante besteht aus Tomaten und Thymianzweigen. Mein absolutes Lieblingskraut, da könnte ich mich wirklich reinlegen.
Und für die vierte und letzte Variante beim Tomaten fermentieren habe ich Knoblauch und Basilikumblätter zusammen mit den Tomaten in das Glas gefüllt. Den Knoblauch habe ich dafür einfach nur geschält und ganz unten ins Glas gepackt. Das ist tatsächlich auch meine liebste Variante, also probiert zumindest diese unbedingt mal aus. :)
Wenn du Steine zum Beschweren verwenden möchtest, such dir am besten Exemplare, die ungefähr so groß wie die Öffnung deines Glases sind. Damit auch wirklich alles unter die lake gedrückt wird, habe ich darunter noch ein passgenau zurechtgeschnittenes Kohlblatt aus meinem Garten gelegt. So einfach kann Fermentieren sein.
Psst: Auch Gurken lassen sich übrigens auf diese Weise super lecker haltbar machen! Und wenn du noch weitere Ideen suchst, um deine Tomaten in köstliche Vorräte zu verwandeln, schau doch mal bei meinem Artikel Tomaten einkochen vorbei! :)
Hol dir weitere erprobte Rezepte zum Haltbarmachen deiner Ernte!
Zu Beginn habe ich super viele Rezepte ausprobiert, um mein Obst und Gemüse haltbar zu machen. Aber ganz ehrlich: umso ausgefallener das Rezept, desto eher wurden die Gläser von meiner Familie – und vor allem von meinem Sohn – nicht angerührt. Aller Anfang ist schwer, aber mittlerweile habe ich raus, was meinen Liebsten gut schmeckt! Welche Gläser voller Köstlichkeiten in unserer Speisekammer keinen Staub ansetzen, habe ich dir in meinem Rezepte-eBook zusammengeschrieben.
Hier kannst du dir meine sieben Lieblingsrezepte herunterladen:
Hilfe – meine Lake beim Tomaten fermentieren wird ganz trüb
Wenn deine Lake anfängt, trüb zu werden, musst du dir überhaupt keine Gedanken machen. Tatsächlich ist das ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass die Milchsäurebakterien in deinem Ferment richtig gut arbeiten.
Es kann auch mal vorkommen, dass sich auf deinen Gläsern Kahmhefe bildet. Das ist eine dünne weiße Schicht an der Oberfläche, die aber nicht wie Schimmel pelzig ist, sondern eher runzelig wie Elefantenhaut aussieht. Sie ist beim Tomaten fermentieren absolut ungefährlich. Ihr könnt sie sogar drauflassen oder wenn sie euch stört, einfach abschöpfen.
Fermentieren – Checkliste, so geht garantiert nichts mehr schief
Wenn ihr auch noch andere Gemüse fermentieren wollt, dann ladet euch gerne meine Checkliste herunter. Da habe ich nochmal für euch zusammengestellt, was es alles beim Fermentieren zu beachten gibt und wie ihr beispielsweise sichergehen könnt, dass eure leckeren Fermente auf jeden Fall schimmelfrei bleiben.
Kennt ihr noch andere tolle Rezepte zum Tomaten fermentieren und hat das Rezept schon mal jemand von euch ausprobiert? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin schon ganz gespannt, von euch zu hören.
Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der die Gemüsegärten explodieren und man mehr erntet, als man essen kann oder mag. Da wäre es doch schön, auch im Winter noch etwas davon zu haben und einen Teil des Gemüses haltbar zu machen. Genau deswegen möchte ich dir jetzt eine geniale Konservierungsmethode vorstellen, die heutzutage kaum noch jemand beherrscht: das Fermentieren.
Beim Fermentieren macht man sich kleine Bakterien zunutze, die natürlicherweise auf dem Gemüse vorkommen: die Milchsäurebakterien. Mit ihrer Hilfe kann man das Gemüse mindestens sechs Monate aufbewahren, teilweise sogar bis zu zwei Jahre.
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Früher war die Fermentation die gängigste Art, um Gemüse haltbar zu machen, und das völlig zurecht. Fermentieren ist super einfach, wenn man den Dreh einmal raushat, kommt ohne teures Zubehör und Schnickschnack aus und funktioniert sogar ganz ohne Strom oder elektrische Kühlung.
Und das Beste:
Bei allen anderen Konservierungsmethoden gehen Inhaltsstoffe und Vitamine verloren. Ob das jetzt Einkochen ist, Einfrieren, Dörren, Einlegen oder Einlagern. Beim Fermentieren bleiben die Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe aber nicht nur erhalten, das Gemüse enthält nach dem Fermentieren sogar noch mehr Vitamine.
Dazu kommt, dass die Milchsäurebakterien richtige kleine Verdauungs-Booster sind. Wenn du deine Fermente roh isst, nimmst du massenhaft Probiotika zu dir. Sozusagen selbstgemachtes Superfood. ;)
Mit Aufkommen der Konservenindustrie ist die Fermentation leider immer weiter in Vergessenheit geraten. Heutzutage kennen die meisten Menschen Fermente nur noch von Sauerkraut und Salzgurken.
Was viele nicht wissen:
Man kann auch so gut wie jedes andere Gemüse fermentieren. Knoblauch, Möhren, Tomaten, Kürbis – ALLES! Da gibt es jenseits von Sauerkraut und Salzgurken ein ganzes Geschmacks-Universum, von dem die meisten Menschen keinen blassen Schimmer mehr haben.
Ich bin absolut dafür, dass wir die Kunst des Fermentierens neu aufblühen lassen und uns diese Fähigkeiten wieder aneignen. Deswegen kommt hier eine Hommage an die wohl genialste Art, Gemüse haltbar zu machen.
Du kannst das Gemüse zusammen mit allen Kräutern und Gewürzen fermentieren, die dir in den Sinn kommen. Fermentierte Möhren mit Ingwer sind zum Beispiel wahnsinnig gut. Oder selbstgemachter Kimchi, mmmh! Beim Fermentieren kannst du so gut wie nichts falsch machen – ich fand selbst meine wagemutigsten Experimente immer saulecker.
2. Auch im Winter regional essen
Regional ist erste Wahl, oder? ;) Als wir noch keinen eigenen Garten hatten, habe ich im Sommer massenhaft regionales Gemüse auf dem Markt gekauft und es zuhause haltbar gemacht. So hatten wir auch im Winter noch regionale Tomaten im Vorratsschrank. Weil das Gemüse in der Hauptsaison günstiger ist, haben wir nebenbei auch noch eine ganze Menge Geld gespart.
Am besten finde ich aber, dass ich dadurch so wahnsinnig viel übers Haltbarmachen gelernt habe und mir die verschiedensten Methoden aneignen konnte. Selbst wenn du (noch) keinen eigenen Garten hast: Lass dich davon nicht aufhalten und probier es einfach mit gekauftem Gemüse.
3. Fermentierte Gemüse sind vorverdaut
Die Milchsäurebakterien machen sich während des Fermentationsprozesses über dein Gemüse her und verdauen es für dich vor. Was sich erstmal irgendwie ekelig anhört, ist eigentlich eine tolle Sache. Dadurch ist das Gemüse nämlich viel besser bekömmlich und kann sehr gut vom Darm verwertet werden.
4. Das Gemüse bleibt knackig
Du kannst die Konsistenz des Gemüses ziemlich gut über die Größe der Gemüsestücke, die du fermentierst, steuern. Je größer die Stücke, desto fester bleibt das Gemüse. Wenn du also möchtest, dass das Gemüse schön knackig bleibt, fermentierst du einfach möglichst große Stücke und falls du es eher weich magst, zerkleinerst du es vorher.
5. Noch mehr Vitamine!
Wie ich schon erzählt habe, bleiben die Vitamine beim Fermentieren nicht nur erhalten, sie vermehren sich auch noch. Die Milchsäurebakterien produzieren nämlich Vitamine, um untereinander zu kommunizieren. Biofilm Quorum Sensing nennt sich das. Abgefahren, oder?
Kein Wunder, dass schon die alten Seefahrer immer ein paar Fässer Sauerkraut an Bord hatten. Der hohe Vitamingehalt hat sie vor der Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut geschützt.
6. Noch mehr Mineralstoffe!
Nicht nur die Vitamine, auch die Mineralstoffe sind ein großer Pluspunkt. Sauerkraut enthält super viel Calcium, Magnesium und Kalium und auch Spurenelemente wie Eisen oder Zink.
Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?
Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen.
Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Einkochen betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist!
7. Kein Extra-Zubehör, kein Schnickschnack
Um zu fermentieren, musst du dir keinen teuren Gärtopf und sonstiges Zubehör anschaffen. Das Tomatensoßenglas von gestern Abend tut’s genauso. Und statt mit einem Krauthobel kannst du deine Kohlköpfe auch auf einer normalen Küchenreibe reiben – oder sie mit einem Messer in schmale Streifen schneiden.
Zum Fermentieren brauchst du keinen teuren Schnickschnack. Du kannst gleich loslegen mit dem, was du zuhause hast.
8. Eine Zutatenliste, die ihren Namen eigentlich gar nicht verdient
Die Zutatenliste beim Fermentieren ist unglaublich kurz. Gemüse und Salz – und je nach Geschmack noch ein paar Gewürze. Einfacher geht’s nicht.
9. Das gibt es nirgends zu kaufen
Diese Geschmacksvielfalt gibt es in keinem Supermarkt und die gesundheitlichen Pluspunkte erst recht nicht. Das Sauerkraut, das du im Laden bekommst, wird nach dem Fermentieren abgekocht. All die tollen Bakterien sind also längst tot und der Gesundheitsaspekt fällt fast vollständig weg. Da hilft nur eins: Selbermachen. :)
10. Die Haltbarkeit
Korrekt fermentiertes Gemüse wird nicht schlecht, nur saurer. Irgendwann ist es dann so sauer, dass man es nicht mehr essen will, aber bis dahin können unter Umständen zwei Jahre vergehen. Nach sechs Monaten sind die meisten Gemüse noch sehr, sehr lecker, selbst nach acht oder zehn Monaten noch. Fermentieren ist also eine tolle Möglichkeit, sich den ganzen Winter hindurch mit Gemüse zu versorgen, bis der Garten im Frühsommer wieder genug abwirft.
11. Einfach und sicher
Solange man ein paar Grundregeln beachtet, ist Fermentieren wahnsinnig sicher. Und es ist so simpel! Wenn du es einmal drauf hast, kannst du so gut wie JEDES Gemüse haltbar machen, das dir unter die Finger kommt, und brauchst dafür noch nicht mal ein Rezept. Du kannst deiner Kreativität beim Fermentieren absolut freien Lauf lassen. Solange du dich an die Grundregeln hältst, kann nichts schiefgehen.
Falls du jetzt ganz scharf auf’s Fermentieren bist und wissen willst, wie zum Henker das denn jetzt eigentlich funktioniert:
Lad dir gerne meine Checkliste zum Fermentieren ohne Schimmelgefahr herunter, in der ich alle Schritte übersichtlich für dich gegliedert habe.
Trag dich einfach hier ein:
Hast du dich schonmal ans Fermentieren herangewagt? Was hast du fermentiert und wie hat es geschmeckt? Und falls du noch nie fermentiert hast: Konnte ich dich überzeugen, das mal auszuprobieren? Was ist deine Lieblingsmethode, um Gemüse haltbar zu machen?
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