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Fruchtleder im Glas

Fruchtleder: Gesunde Süßigkeiten selber machen

Fruchtleder ist die erste Wahl, wenn ich aus meinem eigenen Obst gesunde Süßigkeiten selber machen will. Der leckere Snack für zwischendurch schmeckt toll und hält sich lange – sofern ihn niemand vernascht. ;) Und das Beste: Fruchtleder selber machen ist überhaupt nicht schwer!

Inhaltsverzeichnis
Was ist Fruchtleder?
Fruchtleder Rezept: die Basics
Im Dörrautomaten Fruchtleder selber machen
Im Backofen Fruchtleder selber machen
Fruchtleder Variationen

Was ist Fruchtleder?

Wer seine Vorratskammer mit Selbstgemachtem füllt, wird früher oder später garantiert auch Fruchtleder herstellen. Die Süßigkeit ist nämlich nicht nur ein leckerer Snack, den du einfach aus dem Vorratsglas fischen und direkt verputzen kannst, sondern eignet sich auch prima zur Resteverwertung in der Küche. Aber was ist Fruchtleder eigentlich?

Fruchtleder ähnelt den Obstriegeln, die du einzeln abgepackt im Supermarkt kaufen kannst – nur eben selbstgemacht und ohne Zusatzstoffe. Es besteht aus püriertem und getrocknetem Obst, das in dünne Streifen geschnitten wird. Eigentlich super simpel – und richtig lecker!

Und es gibt noch einen riesigen Vorteil: Du bestimmst, was in dein Fruchtleder reinkommt, kannst verschiedenes Obst nach Lust und Laune mischen und die Süßigkeit deiner Träume kreieren. Dabei kommen dann auch noch gesunde Snacks heraus! Klingt fast zu gut, um wahr zu sein, oder? ;)

Wenn du dich auch übers Fruchtleder hinaus super gern ans Haltbarmachen heranwagen magst, dir aber noch das nötige Know-How fehlt, dann schnupper doch gern mal in meinen „Vorratskammer starten“-Onlinekurs ​rein. Da schauen wir uns Techniken wie Einkochen oder Fermentieren ganz genau an und füllen deine Vorratskammer bis unter die Decke. ;)

Dadurch, dass du bei diesem Rezept nicht an starre Zutatenvorgaben gebunden bist, kannst du in deinem Fruchtleder auch prima Obstreste verwerten. Auch Reste aus der Saftherstellung eignen sich dafür richtig gut.

Wenn du die Tiefkühltruhe aufräumst und da noch ein paar Tüten mit Obst zum Vorschein kommen, kannst du auch die ganz einfach in köstliches Fruchtleder verwandeln.

Je nachdem, was reinkommt, erinnert der Geschmack an Weingummis, Pflaumenmus oder Aprikosenkuchen. Mhhhh….lecker!

Fruchtleder selber machen und genießen

Fruchtleder Rezept: die Basics

Beim Fruchtleder selber machen ist das Equipment fast noch ein bisschen entscheidender als die Zutaten. Du brauchst Backpapier, einen Mixer oder Pürierstab und einen Dörrautomaten. Falls du keinen hast oder leihen kannst, tut es auch der Backofen.

Für dein Fruchtleder brauchst du eigentlich nur eine Zutat: Obst oder Obstreste deiner Wahl. Damit das Ergebnis auch schön süß wird, sollten die Früchte ausgereift sein. Im Zweifelsfall kannst du immer eine Handvoll Weintrauben oder ein bis zwei Bananen untermischen, die sorgen für ein bisschen mehr Zucker.

So geht’s:

  1. Obst waschen und putzen. Apfelschalen und Co sind im Fruchtleder herzlich willkommen, sie sorgen für eine gute Portion Ballaststoffe und machen deinen Snack noch gesünder.
  2. Das saubere Obst in einen Topf packen und langsam erwärmen. Wenn es anfängt zu köcheln, noch ein paar Minuten ziehen lassen und dann den Herd ausschalten.
  3. Jetzt ran an den Mixer! Du pürierst das Obst – und zwar super gründlich. Nach ein paar Minuten sollte eine feine Paste entstehen, in der keine Stückchen mehr zu sehen sind.
  4. Backpapier auf den Gittern des Dörrautomaten auslegen.
  5. Die Fruchtpaste auf das Backpapier auftragen und verstreichen – nicht dicker als maximal 0,5 cm. Ist die Schicht dicker, trocknet das Fruchtleder schlechter und du riskierst, dass sich Schimmel bildet.
  6. Das Ganze kommt jetzt bei 70°C für ungefähr sechs Stunden in den Dörrautomaten.
  7. Dein Fruchtleder ist fertig! Ich lasse es erst vollständig abkühlen und schneide es dann mitsamt Backpapier mit einer sauberen Schere* in 1-2 cm breite Streifen.
  8. Zum Schluss rolle ich jeden Streifen noch in eine lustige Schnecke und packe mir meine selbstgemachten Süßigkeiten in ein Vorratsglas.

Psst: Ganz oben im Regal versteckt hat das Fruchtleder übrigens die beste Chance, nicht sofort vernascht zu werden! ;)

Mehr Rezepte zum Haltbarmachen und Füllen der Vorratskammer gefällig? Ich habe meine sieben allerliebsten Rezepte zum Nachmachen für dich gesammelt und aufgeschrieben – hier kannst du sie dir ganz einfach herunterladen und abspeichern:

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    Backofen oder Dörrautomat: Das sind die Unterschiede

    Fruchtleder selber machen ist streng genommen nichts anderes, als Obst durch Trocknen haltbar zu machen. Ausschlaggebend für die Haltbarkeit ist, dass das fertige Fruchtleder gut durchgetrocknet ist. Wenn dein Fruchtleder noch sehr feucht ist, solltest du es weiter trocknen, sonst riskierst du, dass es anfängt zu schimmeln.

    Im Dörrautomaten Fruchtleder selber machen

    Der Vorgang, bei dem Lebensmitteln durch warme Luft getrocknet werden, nennt sich Dörren. Die Methode ist uralt, funktioniert heute aber noch genau so gut wie vor Jahrhunderten.

    Eigens zum Dörren gemacht und auf diese Technik spezialisiert sind Dörrautomaten. Sie sind so gebaut, dass du möglichst viel Obst und Gemüse – oder in unserem Fall mehrere Schichten Fruchtleder – in ihnen unterbringen und gleichzeitig trocknen kannst. Mehrere Trenngitter sorgen dafür, dass du Lage für Lage übereinanderschichten und so den Platz effizient nutzen kannst.

    Die große Stärke von Dörrautomaten ist nicht etwa die besonders heiße Temperatur, sondern die Durchlüftung. Denn Dörrautomaten funktionieren nach dem Prinzip Fön: Warme Luft pustet das Fruchtleder an, die das Wasser aus dem Fruchtleder zum Verdunsten bringt. Durch den Luftzug wird der Wasserdampf abtransportiert – und das Fruchtleder trocknet.

    Ein weiterer Vorteil von Dörrautomaten ist, dass sie relativ wenig Strom verbrauchen, da sie nicht auf hohe Temperaturen hochheizen müssen. Ob Fruchtleder, Apfelringe oder getrocknete Tomaten: 50-70°C reichen für die meisten Rezepte zum Dörren allemal.

    Ein schöner Nebeneffekt: Die warme Luft bleibt im Raum. Wenn du im Wohnzimmer dörrst, kannst du dort getrost für den Tag deine Heizung abstellen – der Dörrautomat liefert dir die Restwärme und einen herrlichen Duft gleich obendrein. ;)

    Im Backofen Fruchtleder selber machen

    Natürlich hat nicht jeder einen Dörrautomaten zuhause rumstehen. Obwohl ich ja sagen muss, dass sich die Anschaffung meiner Meinung nach wirklich lohnt. Vor allem, wenn du viel Obst und Gemüse selber haltbar machst, eröffnen sich dir mit einem solchen Gerät ganz neue Möglichkeiten.

    Ich habe auch schon Pilze im Dörrautomaten haltbar gemacht und Trockenfleisch darin hergestellt. Du siehst, mit ein bisschen Kreativität ist da ist vieles möglich!

    Du kannst stattdessen aber natürlich auch deinen Backofen zum Dörren verwenden. Ganz wichtig dabei: Umluft einstellen. Was du sonst noch beachten solltest:

    • Ein Backofen ist ein geschlossenes System. Beim Dörren ist es aber ganz wichtig, dass die warme, feuchte Luft entweichen kann. Deshalb solltest du beim Dörren im Backofen unbedingt einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen und so dafür sorgen, dass der Ofen immer einen Spalt breit offenbleibt.
    • Die Temperatur ist bei den meisten (älteren) Backöfen nicht so genau und so niedrig einstellbar, wie es zum Dörren ideal ist. Auf ungefähr 50°C kannst du die meisten Öfen zwar einstellen, aber das war’s dann auch schon.
    • So ein Backofen powert viiiiel mehr als ein Dörrgerät – und verbraucht auch dementsprechend mehr Energie. Wenn du im Backofen dörrst, würde ich dir daher immer raten, viel Fruchtleder auf einmal herzustellen, damit sich das Ganze lohnt.

    Fruchtleder Variationen

    Fruchtpürree zu trocknen ist keine neue Erfindung. Und die Idee ist weit verbreitet! Fruchtleder gibt es in vielen Ländern und Regionen. Dementsprechend vielfältig sind auch die Geschmacksrichtungen und Variationen, in denen es Fruchtleder gibt.

    Im persischen Raum gibt es das von der Sonne getrocknete „Lavashak“ aus Granatäpfeln. „Pestil“ nennt sich das typisch türkische Fruchtleder, das mit Walnüssen oder Pistazien verfeinert ist. In Deutschland ist die klassische Variante wohl Quittenbrot, das man – mit Zucker versetzt – aus Fruchtresten bei der Quittensaftherstellung gewinnt.

    Quittenbrot kommt Fruchtleder nahe

    Aus Obstresten Fruchtleder selber machen

    Es liegt eigentlich auf der Hand: Da wir beim Dörren die Flüssigkeit aus dem Obst herausbekommen wollen, ist es naheliegend, bereits mit entsaftetem Obst loszulegen.

    Klar: Wenn du Obst entsaftest, verschwindet nicht nur reines Wasser aus deinen Früchten, sondern auch Zucker und Geschmack. Der soll ja schließlich später im Saft landen. Im Trester, den Rückständen bei der Saftherstellung, sind aber immer noch jede Menge Aromen enthalten. Warum also nicht einfach Fruchtleder daraus machen?

    Wenn du vorhast, die Nebenprodukte beim Entsaften für Fruchtleder zu verwenden, solltest du dein Obst allerdings nicht nur Waschen, sondern auch Putzen, bevor es in den Entsafter wandert. Heißt: Kerngehäuse und unschöne Stellen entfernen – sonst hast du später Stiele und Co im Fruchtpüree.

    Den Trester koche ich nicht auf, sondern verwerte ihn roh. Er enthält so wenig Wasser, dass er im Topf nur anbrennen würde.

    Kleiner Tipp: Da der Wassergehalt von Anfang an niedriger ist, kannst du die Zeit im Dörrautomaten reduzieren. Fruchtleder aus Trester ist nämlich ziemlich schnell trocken.

    Besonders bei Äpfeln, Quitten und Birnen funktioniert diese Methode richtig gut!

    Süßes oder saures? Die richtige Balance schaffen

    Je nachdem, welches Obst du für dein Fruchtleder verwendest, kannst du dein Fruchtpüree mit verschiedenen Zutaten abschmecken, bevor du es trocknest.

    Herbe Zutaten wie Quitten oder Schlehen schreien geradezu nach zusätzlicher Süße, damit sie zum Geschmackshighlight werden. Ich greife da am liebsten zu Weintrauben. Sie sind nicht nur zur gleichen Zeit reif, sondern passen geschmacklich auch meistens richtig gut.

    Außer Trauben eignen sich auch Bananen zum Süßen. Sie bringen allerdings ihren eigenen Geschmack mit. Verwende sie also lieber nur, wenn du Lust auf bananiges Fruchtleder hast.

    Psst: Überreife Bananen peppen außer Fruchtleder auch Smoothies ganz hervorragend auf!

    Im Zweifelsfall kannst du für ein bisschen mehr Süße immer zum Honigtopf greifen. Ich glaube, mir fällt keine Obstkombi ein, zu der Honig nicht passt. Yams!

    Du kannst dein Fruchtpüree übrigens auch mit Gewürzen und Nüssen ergänzen. Ob Sesam, gehackte Walnüsse, Zimt, Kardamom oder Ingwer: Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

    Zimt und Honig würzen Fruchtleder

    Fehlt Säure, ergänzt du dein Fruchtpüree einfach um etwas Zitronensaft. Das hat auch den Vorteil, dass dein Obst nicht so schnell braun wird und das fertige Fruchtleder in wunderschönen Farben erstrahlt.

    Achtung: Zitronensaft solltest du immer erst nach dem Aufkochen hinzufügen, da er bei zu hohen Temperaturen bitter wird. So schonst du auch die darin enthaltenen Vitamine.

    Apropos Vitamine – die bringen uns zur nächsten Variation: Der noch gesünderen Variante unserer gesunden Süßigkeit…

    Rohes Fruchtleder – die vitaminschonende Variante

    Wenn du ganz besonders gesundes Fruchtleder selber machen möchtest, verzichtest du auf den zweiten Schritt in der Herstellung und machst dein Püree aus rohem Obst.

    Dafür pürierst du die geputzten, rohen Früchte und streichst das entstandene Mus auf deinem Backpapier aus. Den Dörrautomaten stellst du jetzt nur auf 50°C. Die allermeisten Vitamine überstehen dieses schonende Vorgehen unbeschadet. Sie warten dann im fertigen Fruchtleder darauf, von dir vernascht zu werden. ;)

    Bei der niedrigeren Temperatur dauert der Dörrprozess allerdings länger, plan also genug Zeit ein. Ich finde auch, dass ein vorheriges Aufkochen das Fruchtleder noch aromatischer macht – ich persönlich ziehe also die klassische Variante vor.

    Apfel-Zimt Fruchtleder mit Walnüssen

    Eine ganz himmlische Kombination ist die Mischung aus Apfel und Zimt. Ich mische dafür einfach noch etwas Zimt unter mein Apfelpüree, und schmecke es – je nach Apfelsorte – mit etwas Honig oder Zitronensaft ab.

    Ist das Fruchtmus dann auf dem Backpapier ausgestrichen, streue ich geröstete und gehackte Walnüsse darüber. Gerade in der kalten Jahreszeit zergeht das Apfel-Zimt Fruchtleder einem nur so auf der Zunge. Mmmhhhh…. Da kann ich gar nicht genug von kriegen!

    Kleiner Reminder: Vergiss nicht, dir für noch mehr Küchen-Inspirationen mein Rezeptbuch herunterzuladen!

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Mein Fazit? Ich bleibe dem Fruchtleder treu! Fruchtleder selber machen ist nun wirklich nicht schwer, dafür aber eine tolle Möglichkeit, aus allerlei Obst leckere, gesunde Süßigkeiten herzustellen. Gerade im Dörrautomaten ist die Herstellung von Fruchtleder ein Kinderspiel, aber zur Not tut’s der Backofen auch. Hast du deine Lieblingsvariante schon gefunden? Los geht’s!

    Du hast dir gerade einen Dörrautomaten angeschafft und probierst den gerade mit dem Dörren vonverschiedenem Obst und Gemüse aus? Dann gibt‘s hier gleich noch ein paar Ideen:

    Tomaten trocknen – den Geschmack des Sommers einfangen

    Basilikum ernten und trocknen: dein Sommerfeeling im Glas

    Quitten verarbeiten ohne Muskelkater: Die besten Tricks

    Hast du Fruchtleder schon mal selber gemacht? Welches Obst kommt bei dir auf jeden Fall mit rein?

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Holunderblütensirup im Topf

    Leckerer Holunderblütensirup in 5 Schritten: Frühling in deinem Glas!

    Wenn der Holunder im Mai und Juni wieder seine zarten weißen Blüten trägt und ganz unwiderstehlich duftet, ist es höchste Zeit, Holunderblütensirup selber zu machen! So fängst du dir diesen unvergleichlichen Geschmack in Flaschen ein und kannst ihn das ganze Jahr über genießen. Also schnapp dir die Gartenschere, ich zeige dir, wie es geht! :)

    Inhaltsverzeichnis:
    Übersicht: Holunderblütensirup selber machen
    Holunderblütensirup ohne Zucker
    Holunderblütensirup richtig lagern
    Rezepte mit Holunderblütensirup
    „Holunder tut Wunder“ – Holunder als sanfte Naturmedizin

    Übersicht: Holunderblütensirup selber machen

    Erntekörbchen und Gartenschere sind schon gezückt und du möchtest sofort Holunderblütensirup selber machen? Hier findest du eine Schnellanleitung!

    ArbeitsschrittTipps und Tricks
    Schritt #1:
    600 – 1000 Gramm Zucker, Saft von einer Biozitrone und kleingeschnittene ausgepresste Zitrone in 1 Liter Wasser geben und aufkochen. Abkühlen lassen.
    So hast du einen keimfreien Sud und beugst Schimmel vor.
    Schritt #2:
    25 laus- und käferfreie Holunderblütendolden ernten
    Am besten einem sonnigen Tag um die Mittagszeit ernten, dann ist das Aroma am intensivsten.
    Schritt #3:
    Holunderblüten vorsichtig ausschütteln und in den kalten Sud legen. Wenn jetzt noch Käfer an die Oberfläche krabbeln, schnell retten. ;)     Schüssel abdecken und 24 Stunden ziehen lassen
    Durch das Schütteln entfernst du die meisten Tierchen, die sich super gern in den Blüten aufhalten! Holunderblüten aber nicht waschen, sonst geht viel Aroma verloren.
    Schritt #4:
    Alles durch ein Sieb in einen Topf schütten
    Mit Zucker und Zitronensaft abschmecken
    Schritt #5:
    Aufkochen und fünf Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann Holunderblütensirup heiß in sterilisierte Flaschen füllen.
    Dunkel und kühl lagern

    Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

    Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte- eBook in dein Postfach:  

    Holunderblütensirup ohne Zucker

    Im Rezept für Holunderblütensirup ist ganz schön viel Zucker enthalten – das hat Sirup so an sich. ;) Wenn du allerdings Zucker sparen oder überhaupt keinen raffinierten Zucker verwenden möchtest, ist das kein Problem! Du kannst nämlich auch den Zuckeraustauschstoff „Erythrit“ zum Süßen nehmen.

    Psst, Nerd-Alarm: Erythrit oder E 968 steckt auch in Obst, Käse und Pilzen und hat im Vergleich zu Zucker ungefähr die Hälfte an „Süß-Power“. Nerd-Alarm off//

    Rezept für Holunderblütensirup ohne Zucker:

    20 -25 Holunderblüten
    1 Liter Wasser
    500 gemahlenes Erythrit
    2 Tl Pektin
    1 Biozitrone

    Damit das Erythrit nicht auskristallisiert, wenn dein leckerer Holunderblütensirup abkühlt, mahlst du es zu feinem Pulver. Dann gibst du das Pulver zusammen mit dem Pektin, dem ausgepressten Zitronensaft und der kleingeschnittenen ausgepressten Zitrone ins Wasser, kochst den Sud auf und lässt ihn abkühlen.

    Die geernteten Holunderblüten schüttelst du vorsichtig aus, damit in deinen Sirup keine „Fleischbeilage“ kommt. ;) Dann gibst du die Blüten in den Sud, deckst ihn ab und lässt in 24 Stunden ziehen.

    Jetzt gießt du alles durch ein Sieb in einen Topf und schmeckst nochmal mit Zitronensaft ab. Anschließend lässt du den Sirup fünf Minuten lang kochen und füllst ihn danach in sterilisierte Flaschen. Yummie! :)

    Übrigens kannst du auch leckeren Apfelsaft, Pflaumen und Birnen ganz ohne Zucker einkochen!

    Holunderblütensirup in Flaschen

    Holunderblütensirup richtig lagern

    Ob Holunderblütensirup ohne Zucker oder mit Zucker – die fertig abgefüllten und abgekühlten Flaschen bewahrst du am besten dunkel und kühl auf. Eine Speisekammer im Keller wäre zum Beispiel ein prima Ort dafür! So hält sich dein Sirup nämlich mindestens ein Jahr und bleibt auch aromatisch.

    Flaschen, die du geöffnet hast, solltest du in den Kühlschrank stellen und kontrollieren, ob der Sirup noch schimmelfrei ist, bevor du ihn ins Glas schüttest. Denn Erythrit konserviert im Gegensatz zu Zucker nicht – deshalb verdirbt Holunderblütensirup nach diesem Rezept auch schneller.

    Kleiner Tipp: Wenn du deinen Sirup in kleine Flaschen mit 250 ml Inhalt abfüllst, stehen Reste nicht so lange im Kühlschrank. Bei mir ist Holunderblütensirup allerdings auch in großen Flaschen immer so schnell weggetrunken, dass er erst gar keine Schimmel-Gelegenheit bekommt. ;)

    Falls du jetzt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack gekommen bist und nicht nur Holunderblüten, sondern auch anderes Obst und Gemüse haltbar machen möchtest, komm doch in meinen „Obst und Gemüse haltbar machen“ Kurs! Da zeige ich dir, wie du deine Ernte sicher einkochst und dir für den Winter köstliche Vorräte anlegst.

    Rezepte mit Holunderblütensirup

    Du kannst mit Holunderblütensirup aber nicht nur Mineralwasser, Tee oder Prosecco so richtig lecker aufpeppen, es gibt auch andere köstliche Möglichkeiten!

    Rezept #1: Holunderblütensirup-Panacotta

    Holunderblütensirup-Panacotta ist ein toller unkomplizierter Nachtisch für deine Gäste, der sich prima vorbereiten lässt!

    Du brauchst:
    400 ml Sahne oder Kokosmilch
    5 El Holunderblütensirup (nach Geschmack auch weniger oder mehr)
    8 g Agartine

    Und so geht´s:
    Sahne oder Kokosmilch in einen Topf geben, Holunderblütensirup und Agartine dazugeben. Alles erhitzen und zwei Minuten kochen lassen, dann in Förmchen füllen. Kaltstellen, bis die Panacotta fest geworden ist. Schmeckt super lecker mit Erdbeeren oder Himbeeren!

    Holunderblütensirup: Holunderblütengelee

    Rezept #2: Holunderblütengelee

    Du kannst deinen Holunderblütensirup auch zu einem köstlichen Gelee kochen, das grandios auf dem Frühstücksbrötchen schmeckt!

    Du brauchst:
    550 ml Wasser
    15 Holunderblütendolden
    300 ml Holunderblütensirup
    500 g Gelierzucker 2:1
    Saft von einer Biozitrone

    Und so geht´s:
    Die ausgeschüttelten Holunderblüten legst du über Nacht ins Wasser und deckst die Schüssel mit einem Deckel ab. Am nächsten Tag gießt du alles durch ein Sieb in einen Topf.
    Dann gibst du Holunderblütensirup, Zitronensaft und Gelierzucker dazu, verrührst alles gründlich und schmeckst mit Zitronensaft und Holunderblütensirup ab.
    Jetzt kochst du dein Gelee nach der Anweisung auf der Gelierzuckerpackung und füllst das kochend heiße Gelee anschließend in sterilisierte Gläser.

    Psst: Auch zum Marmelade einkochen habe ich ein super Rezept für dich!

    Rezept #3: Salatdressing

    Sogar für die herzhafte Geschmacksrichtung eignet sich Holunderblütensirup! Wie wäre es zum Beispiel mit einem leckeren würzigen Salatdressing?

    Du brauchst:
    ½ El mittelscharfer Senf
    ½ El Honig
    1 El Holunderblütensirup 
    1,5 El weißer Essig
    3 El Olivenöl 
    Salz 
    Pfeffer 

    Und so geht´s:
    Alle Zutaten bis auf das Olivenöl kräftig miteinander verrühren und abschmecken. Dann erst das Öl dazugeben und nochmals kräftig verrühren.

    Na, läuft dir schon das Wasser im Mund zusammen? Mir auch! ;)
    Mein Vorratsregal packe ich deshalb jedes Jahr wieder voll mit Holunderblütensirup-Flaschen. Hmmm….

    Vergiss aber nicht, deine Vorräte auch zu beschriften! Mit meinen Etiketten macht das richtig Spaß! ;)

    Holunderblütensirup selber machen
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    „Holunder tut Wunder“ – Holunder als sanfte Naturmedizin

    Aus Holunderblüten kannst du aber nicht nur leckeren Holunderblütensirup machen, sondern auch einen Tee, der bei Erkältung oder Blasenentzündung hilft.

    Um einen Vorrat für den Winter anzulegen, zupfst du die Blüten von den Stängeln und lässt sie auf einem ausgebreiteten Tuch so lange trocknen, bis sie beim Anfassen knistern.
    Dann packst du sie in ein Glas und lagerst die getrockneten Blüten dunkel und kühl.

    Für einen Holunderblütentee übergießt du zwei Teelöffel Blüten mit 150 ml Wasser und lässt in zehn Minuten ziehen. Auch der Saft von Holunderbeeren hilft bei Erkältung! Du darfst die Beeren aber niemals roh verzehren, weil sie das giftige Sambunigrin enthalten. Es zerfällt erst beim Kochen.

    Übrigens lassen sich auch Tomaten und Basilikum super für den Vorrat trocknen!

    Holunder ist ein richtiger Tausendsassa – aus seinen Blüten kannst du super leckeren Holunderblütensirup machen oder auch Tee, der dir bei Infekten hilft. Also nix wie raus in die Natur mit dir, Holunderblüten sammeln! ;)

    Du möchtest nicht nur Holunderblütensirup selber machen, sondern auch deine Ernte einkochen oder fermentieren? Dann lies gerne hier weiter:

    Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

    Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

    Du möchtest zum ersten Mal Holunderblütensirup selber machen oder bist schon ein Profi? Ich bin gespannt, von deinen Erfahrungen zu hören!

    Salat pflanzen, pflegen und ernten – die komplette Anleitung!

    Du möchtest deinen eigenen Salat pflanzen? Dann habe ich gute Neuigkeiten für dich: Es ist nämlich absolut unkompliziert, dich das ganze Jahr über mit Salat aus dem eigenen Garten zu versorgen. Salatpflanzen stellen keine hohen Ansprüche an Boden und Nährstoffversorgung und sind (je nach Sorte) schon nach wenigen Wochen erntebereit. Also – worauf wartest du noch?

    Inhaltsverzeichnis:
    Salat pflanzen: Meine Lieblingssorten
    In der Mischkultur Salat pflanzen
    So geht Salat pflanzen!
    Salatpflanzen hegen und pflegen
    Wie und wann ernte ich Salat?
    Salatpflanzen: Krankheiten und Schädlinge

    Salat pflanzen: Meine Lieblingssorten

    Kopfsalat, Krachsalat, Eichblattsalat, Spargelsalat, Butterkopfsalat – das bescheidene Gemüse kommt in einer Vielzahl von Farben und Formen daher. Von welligen über gesprenkelte und zipfelige bis hin zu bunt aufgeplusterten Exemplaren – ein paar Köpfe wirst du in jedem Gemüsegarten finden. Wenn du Salat pflanzen möchtest, stellt sich daher zuallererst eine Frage: Welche Sorte darf es sein?

    Das ist zunächst einmal eine Geschmacksfrage: Mild oder bitter, knackig oder zart, rot oder grün? Es stehen für jede erdenkliche Kombination etliche Sorten zur Auswahl. Die Sorte deiner Wahl sollte aber auch zur Jahreszeit passen – schossfeste Sorten im Sommer und kälteresistente Sorten im Winter. Sonst geht dir dein Salat leider schnell in die Blüte oder erfriert…

    Für den Salatanbau in den kalten Monaten liebe ich die Sorte „Baquieu“. Sie schmeckt gut, wächst zuverlässig und ist rundherum robust.

    Salat pflanzen: Lieblingssorte Baquieu

    Im Sommer pflanze und nasche ich gern den „Pirat“. Er kapert dein Beet und dein Herz, wollen wir wetten? Auch „Summertime“ ist eine leckerer und robuster Kopfsalat in der warmen Jahreshälfte. Für ein bisschen Abwechslung baue ich daneben auch gern den Eichblattsalat„Till“ und den Romanasalat „Little Gem“ an – mmmhhh. :)

    In der Mischkultur Salat pflanzen

    Salate passen im Beet prima zu einer ganzen Reihe von Gemüse: Auberginen, Bohnen, Bohnenkraut, Erbsen, Rettich, Schwarzwurzeln, Rhabarber, Lauch, Knoblauch, Spargel und Ringelblumen – sie alle freuen sich über salatige Nachbarschaft.

    Du kannst auch immer prima in die Beete Salat pflanzen, in denen du schon langsam wachsende Gemüsekulturen stehen hast. Der Salat ist so schnell erntereif, dass die langsam wachsenden Gemüse sich in den gerade entstandenen Lücken ausbreiten können, wenn der Salat schon auf deinem Teller gelandet ist.

    Du willst gar nicht so viel Salat pflanzen, dass er für all deine Gartengemüse als Beetpartner herhalten kann? Dann habe ich etwas für dich! In der Mischkultur-Tabelle, die du dir hier fix herunterladen kannst, siehst du nämlich auf einen Blick, welche deiner grünen Freunde sich gut miteinander verkuppeln lassen und wer außer Salat als guter Beetnachbar in Frage kommt! Praktisch, oder?

    So geht Salat pflanzen!

    Damit deine salatige Pflanzaktion in einer dicken Ernte resultiert, findest du hier alles, was du dafür wissen musst.

    Ob Standort, Aussaat oder das richtige Timing – ich habe die wichtigsten Infos für dich zusammengestellt, damit aus deinen Saatgut prachtvolle und stolze Salate werden – auch wenn du noch nicht so viel Erfahrung im Gemüsegarten gesammelt hast. Also, los geht’s!

    1. Der ideale Standort zum Salat pflanzen

    Salat bevorzugt tiefgründige, gut durchwurzelbare Böden – im Idealfall mit einem hohen Humusgehalt und einer guten Wasserverfügbarkeit. Außerdem sollte es da, wo deine Salat Pflanzen zuhause sind, nicht zu windig sein.

    Generell kommt Salat aber mit so ziemlich allen Gartenböden gut klar, nur zu sauer sollte es nicht sein. Gärtnerst du auf einem leichten Sandboden, dann achte gut darauf, dass dein Salat immer genug zu trinken hat.

    Salate gedeihen prima bei viel Licht und gemäßigten Temperaturen, deswegen fühlen sie sich im Sommer sogar in bergigen Gegenden richtig wohl.

    2. Draußen säen oder drinnen vorziehen?

    Kopfsalate werden in der Regel vorgezogen und dann als junger Salat ins Freie gepflanzt. Die Direktsaat im Beet funktioniert meistens aber auch gut.

    Säst du Salat direkt, bedeutet das weniger Arbeitsaufwand für dich – du sparst dir schließlich die Vorbereitung und Pflege der Aussaattöpfchen und das Auspflanzen ins Beet. Direkt gesäter Salat neigt außerdem kaum dazu, in die Blüte zu gehen und ist weniger anfällig gegen Blattläuse.

    Aber auch das Vorziehen von Salat bringt Pluspunkte mit: Du benötigst weniger Saatgut, weil es in der Regel zuverlässiger aufgeht. Außerdem riskieren deine jungen Salat Pflanzen im Anzuchttopf kaum, von einer Schneckenhorde vernichtet zu werden. Vorgezogene Jungpflanzen fallen auch seltener hungrigen Drahtwürmern zum Opfer – sie sind halt einfach schon aus dem Gröbsten raus, wenn sie ins Freie kommen.

    Gerade im Winter und am Anfang der Gartensaison ziehe ich Salate gern im Haus vor – so sind sie schon ein paar Zentimeter groß, wenn es nach draußen geht, und haben einen ordentlichen Wachstumsvorsprung gegenüber ihren im Beet gesäten Kollegen.

    Junge Salat Pflanzen

    3. Wann wird Salat gesät?

    Deine Salat Pflanzen kannst du, je nach Sorte, ganz entspannt von Februar bis September draußen aussäen. Pflanzt du Salat im Gewächshaus, kannst du dort mit der Aussaat und Pflanzung sogar schon etwas früher loslegen.

    Einige Sorten kannst du noch im Herbst säen und sie dann den Winter über im Beet stehen lassen. Sie haben dann im folgenden Jahr einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und können mit den ersten warmen Tagen so richtig durchstarten! Wenn du für deine Beete Wintersalate planst, dann achte unbedingt darauf, die passenden Sorten zu wählen – frosttolerant sollten sie nämlich schon sein.

    Oder wie wäre es sogar mit einer Neujahrsernte deiner Salat Pflanzen? Gerade die Sorte „Baquieu“ kannst du auch noch im September dicht breitwürfig aussäen und mit einem Vlies abdecken, sobald es kalt wird.

    So ist deine Winterernte gesichert – den Salat kannst du nämlich einfach den Winter hindurch als Pflücksalat ernten. Erweiterst du deine Beete dann noch um Feldsalat, Postelein und Spinat, hast du den ganzen Winter über ein reich gedecktes, buntes und frisches Salatbuffet in deinem Garten!

    Damit auch immer genügend Salatköpfe bereit sind, aus dem Beet auf deinen Teller zu wandern, solltest du regelmäßig Salat pflanzen. Ich finde es am einfachsten, immer dann Salat neu auzussäen, wenn die zuvor gesäten Pflanzen erste Blätter bilden. So habe ich immer Salat Pflanzen ganz unterschiedlichen Alters in meinen Beeten und muss nie lange auf die nächste Ernte warten. Diese Herangehensweise nennt sich ‚gestaffelte Aussaat‘ und hat richtig System!

    Über das ganze Jahr verteilt kannst du mit fünf bis zehn Reihenmetern Salat pro Person rechnen, damit die (fast) tägliche Zufuhr an frischem, knackigem, saftigem Grün gewährleistet ist.

    Salat pflanzen – alle Infos auf einen Blick

    4. Salatpflanzen richtig vorziehen

    Salat säst du in einer mit Anzuchterde gefüllten Schale aus. Dort finden viele Samen Platz – du schaffst quasi einen Salat-Kindergarten! ;)

    Damit die Samen aufgehen, dürfen sie nur ganz dünn mit Erde bedeckt sein. Sie müssen nämlich ordentlich viel Licht abkriegen, um loszuwachsen. Außerdem musst du sie gut feucht halten. Damit sie nicht austrocknen, drückst du deine Saat vorsichtig an und bewässerst sie sanft, bevor du die Anzuchtschale an einen hellen Ort stellst.

    Viele Salatsorten keimen übrigens bei relativ niedrigen Temperaturen, das schaust du dir bei der Sorte deiner Wahl also am besten ganz genau an,

    Sind die ersten beiden Blattpaare da, wird es Zeit, deinen Salat zu pikieren. Wie das funktioniert, zeige ich dir hier ganz ausführlich.

    Willst du deine vorgezogenen Salat Pflanzen ein paar Wochen später ins Beet setzen, geht das ratzfatz: Du musst deine Beete dafür nämlich kaum vorbereiten. Es reicht, den Mulch rund um den auserwählten Platz beiseitezuschieben, um ein Pflanzloch für deinen Salat zu graben. Sobald du deinen Salat ins Beet gepflanzt und angegossen hast, verteilst du den Mulch einfach wieder um die Pflanzen herum.

    Wichtig ist auch, dass du auf die richtige Pflanztiefe achtest: Setzt du den Salat zu tief, werden die Blätter faulig, entwickeln und entfalten sich nicht richtig und sind allgemein krankheitsanfälliger. Schau also, dass das Herz über der Erde bleibt, die Wurzeln aber gut verankert sind.

    Salat pflanzen: Jungpflanzen werden ins Beet gesetzt.

    5. Im Freiland Salat direkt säen

    Wenn du deinen Salat direkt im Beet säst, solltest du vorher alle alten Pfanzenreste und eventuell vorhandenen Mulch aus dem zukünftigen Salatbeet entfernen und ein feinkrümeliges Saatbett schaffen. Das machst du, indem du die Beetoberfläche vorsichtig mit einem Rechen bearbeitest.

    Kopfsalate brauchen einen Pflanzabstand von 30 x 30 cm. Sie werden nämlich ganz schön groß, wenn sie erstmal ihre Köpfe ausbilden! Bei zu engen Abständen kriegen deine Salat Pflanzen irgendwann Platzprobleme. Außerdem haben Pilzkrankheiten dann leichtes Spiel, weil weniger Luft zwischen den Pflanzen zirkuliert und die Blätter nach Regen lange brauchen, um zu trocknen.

    Für die Aussaat ziehst du flache Rillen in einem Abstand von 30 Zentimetern in dein Beet. In diese legst du die Samen. Trotz des optimalen Pflanzabstandes von 30 Zentimetern würde ich dir bei einer Direktsaat dazu raten, in jeder Reihe etwas mehr Saatgut in die Erde zu bringen. Denn nicht aus jedem Salatsamen wird auch ein stattlicher Salat. Säe deinen Salat also lieber in geringeren Abständen und entferne nach dem Aufgehen ein paar der jungen Pflanzen, sodass dann alle Salat Pflanzen genügend Platz haben, ihre Köpfe weit auszustrecken.

    Anschließend rechst du die Rillen vorsichtig wieder zu. Weil Salate Lichtkeimer sind, solltest du die Samen höchstens 2 mm dick mit Erde bedecken.

    Nun fehlt nur noch der letzte Schritt – das Angießen der Saat*. Pass dabei auf, dass du die Samen nicht aus Versehen wegschwemmst. Das kann leicht passieren – und dann wachsen deine Salate wie Kraut und Rüben an Orten, wo du nicht mit ihnen rechnest!

    Damit die Pflanzen aufgehen und die ersten Schritte in ein erfolgreiches Salatleben machen können, müssen sie nun gut feucht gehalten werden. Ein Gärtnervlies, das du über das Beet ausbreitest, hilft dabei. Trotzdem solltest du frisch gesäte Salate an warmen Tagen zweimal gießen*, damit sie dir nicht austrocknen. Sonst hast du den Salat! ;)

    Junge Salat Pflanzen angießen

    6. Auf dem Balkon und im Hochbeet Salat pflanzen

    Du kannst Salat problemlos im Hochbeet oder im Balkonkasten anbauen – ein Volumen von mindestens 5 Litern sollte er aber schon haben. Pflücksalate eignen sich besonders gut für den Balkon – von ihnen hast du nämlich richtig lange etwas und ein paar Blätter sind schnell zur Hand.

    Achte darauf, dass das Substrat, in das du deinen Salat pflanzt, nicht zu nährstoffreich ist. Dafür kannst du zum Beispiel Pflanzerde mit etwas Sand mischen und dorthinein den Salat pflanzen.

    Wachsen deine Salat Pflanzen in kleinen Töpfen, dann gieß sie im Sommer regelmäßig. Zu viel Trockenheit bereitet deinen grünen Freunden nämlich ordentlichen Stress – was dazu führen kann, dass sie vor lauter Panik frühzeitig anfangen, zu blühen. Und das wollen wir schließlich vermeiden, denn dann werden die sonst so köstlichen Blätter bitter, und die Erntesaison nimmt ein jähes Ende.

    Pssst: Noch viel mehr Garten-Hacks, Gemüsewissen und Tipps und Tricks für eine dicke Ernte aus dem eigenen Garten gibt es in meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Lass mich dich an die Hand nehmen und dir Schritt für Schritt zeigen, wie du einen Selbstversorgergarten anlegst und mit wenig Aufwand richtig gute Erträge erzielst – auch wenn du noch wenig oder gar keine Erfahrung im Gärtnern hast. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist! :)

    Salatpflanzen hegen und pflegen

    Good news: Salat ist eine schnell wachsende Kultur und braucht nach der Pflanzung bzw. Aussaat kaum Pflege. Düngen musst du deine Salat Pflanzen nicht, wenn du in lebendiger Gartenerde oder Kompostbeeten gärtnerst. Die bietet dem Salat in der Regel alles, was er für sein (und dein) Glück braucht.

    Kopfsalat kannst du mit Hackschnitzeln mulchen, Pflücksalat wächst meist so dicht, dass du höchstens zwischen den Reihen etwas Mulch ausbringen kannst.

    Wenn du deinen Salat so richtig verwöhnen willst, dann zupfst du die Beikräuter rings um die jungen Pflanzen regelmäßig aus. Dann muss dein Salat sich Wasser, Platz und Nährstoffe mit niemandem teilen und kann stressfrei zu der Köstlichkeit heranwachsen, als die du ihn ernten magst.

    Wasser ist das A und O beim Salat! Häufiges Gießen ist für ein gesundes Wachstum ganz wichtig – Salat ist ein durstiger Kollege. Mit ausreichend Feuchtigkeit vermeidest du, dass die Blätter hart und bitter werden. Haben sie zu wenig Wasser, gehen die Salate aus Stress auch gern mal frühzeitig in Blüte oder wachsen sehr langsam.

    Wie und wann ernte ich Salat?

    Im Frühjahr und im Herbst vergehen zwischen der Aussaat und der ersten Ernte etwa 60 Tage, im Sommer nur 35 Tage. Sowohl Kopf- als auch Pflücksalat kannst du mehrfach beernten, indem du ihn etwa 4 Zentimeter über dem Boden abschneidest, ohne das Herz zu verletzen. So wächst er wieder nach und liefert dir drei bis vier Ernten statt einer.

    Alternativ dazu kannst du Kopfsalate auch von außen nach innen beernten. In dem Fall lässt du das komplette Herz stehen. So erholen sich die Pflanzen schnell und die nächste Ernte muss nicht lange auf sich warten lassen.

    Baquieu Salat ernten

    Ich ernte meinen Salat am liebsten in den frühen Morgenstunden*. So ist er super frisch und hält sich besser, als wenn er am Erntetag schon ein Sonnenbad genommen hat. Im besten Fall wandert er noch am selben Tag auf unsere Teller, denn selbst im Kühlschrank machen die meisten Salatsorten schon nach kurzer Zeit schlapp.

    Kleiner Tipp: Wenn du zu viel Salat geerntet hast, dann wickel ihn in ein feuchtes Küchenhandtuch, bevor er in den Kühlschrank wandert. Das verlängert seine Haltbarkeit ordentlich!

    Salat Pflanzen: Krankheiten und Schädlinge

    Ja, auch im Salatbeet gibt es leider ein paar Störenfriede…

    Das Salatmosaikvirus, der Falsche Mehltau und auch Blattläuse können deinem Salat das Leben richtig schwer machen. Es ist jedoch super selten, dass einem die Salaternte von Krankeiten oder Schädlingen so richtig vermasselt wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du auf jeden Fall die ein oder andere Salatschüssel mit deinem eigenen Salat füllen kannst.

    Wenn eine Krankheit in deinem Garten immer wieder auftritt, dann probier doch mal andere Salat Sorten aus. Für ganz viele Pflanzenkrankheiten gibt es mittlerweile resistente Sorten, mit denen du dein Problem umschiffen kannst.

    Auch der richtige Beetpartner hilft, wenn es darum geht, sich gegenseitig Krankheiten und Schädlinge vom Hals zu halten. Vergiss daher nicht, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen, damit du weißt, wer sich da auf wen positiv auswirkt im Beet!

    Nicht nur wir freuen uns über frischen Salat aus dem Garten, auch Schnecken machen sich gern mit Heißhunger über das frische, knackige Grün her. Wie du beim Salat pflanzen vorgehen kannst, sodass deine Pflänzchen vor den hungrigen Schneckenmäulern geschützt sind, kannst du hier lesen: Das hilft wirklich gegen Schnecken und Nacktschnecken!

    Salat pflanzen und anbauen
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    Salat pflanzen gehört für mich einfach zum absoluten Gemüse-Basis-Programm. Egal ob auf dem Balkon, in Kübeln, im Hochbeet oder in einem ebenerdigen Beet: Salat macht überall eine tolle Figur, lässt sich prima immer wieder nachsäen, wächst rasch und darf gerne das ganz Jahr über auf dem Teller landen!

    Salat pflanzen reicht dir und deinem Gemüsebeet noch nicht? Wie wäre es dann mit einem dieser Gemüse für noch mehr Vielfalt in deinem Gemüsegarten:

    Mangold anbauen: Ein Regenbogen für dein Beet!

    Rosenkohl pflanzen: Der komplette Guide vom Anbau bis zur Ernte!

    Stangenbohnen pflanzen: Der komplette Guide!

    Bist du regelmäßig mit Salat pflanzen beschäftigt? Was sind deine Lieblings-Salatsorten? Lass gerne einen Kommentar da! (:

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    Basilikum getrocknet Ernte

    Basilikum ernten und trocknen: dein Sommerfeeling im Glas

    Körbe voll Basilikum zu ernten, ist für mich im Sommer ein absolutes Muss. Die aromatischen Blätter sind super vielfältig in der Küche: Sie lassen sich zu leckerstem Pesto verarbeiten, passen zu Tomate-Mozzarella und einige Sorten machen sich auch wunderbar im Tee. Kurzum: Basilikum ist ein richtig geniales Kraut! 

    Und damit du auch möglichst lange etwas von deinen Basilikum-Pflanzen hast, kommen hier ein paar Kniffe, wie du dein Basilikum am besten ernten und trocknen kannst. Also, legen wir los und konservieren den Sommer im Glas!

    Inhaltsverzeichnis
    Basilikum ernten: Da ist für jeden etwas dabei!
    Basilikum richtig ernten – Tipps für eine dicke Ernte
    Basilikum trocknen: Die drei besten Methoden für zu Hause
    Getrocknetes Basilikum richtig lagern

    Basilikum ernten: Da ist für jeden etwas dabei!

    Basilikum gibt es in vielen großartigen Formen und Farben. Im Supermarkt findet man aber häufig nur eine Variante: Zu den Klassikern gehört die Sorte „Genovese“. Die Pflanzen bilden große, saftig grüne Blätter, die dem bekannten Pesto seinen Namen verleihen. ;)

    Aber Basilikum kann noch viel mehr! Vor allem, wenn du die Pflanzen selber aussäst, kannst du dein Basilikum-Repertoire unglaublich erweitern. Es gibt tolle Basilikum Sorten mit dem gewissen etwas – ob mit Zitronengeschmack oder Zimtaroma, Basilikum ist überraschend vielfältig und du kannst sie alle wunderbar trocknen und für den Winter konservieren.

    Zu meinen Favoriten gehört auch die indische Basilikum-Sorte „Tulsi“: die Blätter haben einen leicht pfeffrigen Geschmack, sind reich an Antioxidantien und daher super gesund! Im getrockneten Zustand lässt sich daraus auch im Winter ein ganz hervorragender Tee zubereiten, der dich topfit durch die Erkältungszeit bringt.

    Also, ran an die Basilikumsamen und aussäen! :)

    Damit du genau weißt, wie du deine grünen Freunde verwöhnen kannst, damit sie kräftig wachsen und viiiele Blätter schieben, schau gerne auch bei diesem Artikel vorbei:  

    Basilikum pflanzen – Schritt für Schritt mit Kräuterplan! 

    Basilikum richtig ernten – Tipps für eine dicke Ernte

    Na, hast du auch schon mal einen Topf Basilikum aus dem Supermarkt mitgenommen, in der Hoffnung, einen neuen dauerhaften Begleiter für die zahlreichen Pizzapartys im Sommer zu haben? Aber nach wenigen Wochen ließ er schon die Blättchen hängen – und bald darauf war es dann ganz aus mit der wunderbaren Pizza-Basilikum-Symbiose? 

    So muss das nicht sein. Mit der richtigen Erntetechnik kannst du den ganzen Sommer laufend frische Blätter ernten. Und Basilikum ernten ist auch gar nicht schwer, wenn du diese einfachen Tipps beachtest:

    Basilikum Ernten und trocknen Triebe schneiden

    Tipp 1: Klotzen, nicht kleckern: Keine einzelnen Blätter abzupfen

    Basilikum mag es nicht, wenn du ihm immer wieder einzelne Blättchen von einem Trieb abzupfst. Dieser ständig bezupfte Trieb stirbt dann langsam ab und bildet keine Blätter mehr nach. Einer der Hauptgründe, warum gekaufte Basilikumpflanzen bei manch einem nicht alt werden. ;)

    Damit du eine schöne buschige Pflanze bekommst, solltest du stets ganze Triebe herausschneiden. Bewaffnet mit einer Schere oder einem scharfen Messer schneidest du die Triebe ein bis zwei Millimeter oberhalb einer Blattachsel ab. So kannst du auch immer wieder Verzweigungen initiieren, die deine Pflanze kräftiger und buschiger wachsen lässt. 

    Tipp 2: Kopf ab – die Triebspitzen entfernen

    Der zweite Tipp ist, grundsätzlich alle Triebspitzen abzuschneiden – und zwar rigoros! ;) Das Basilikum soll nicht sofort in die Blüte gehen, das geht nämlich auf Kosten des Aromas.  Am besten kürzt du die Triebspitzen regelmäßig um etwa fünf Zentimeter ein, auch wenn du die Pflanzen gerade nicht beerntest.  Auf diese Weise hast du den Erntezeitraum der aromatischen Blätter wieder um einiges verlängert.

    Psst: Als Lippenblütler besticht Basilikum mit einer wunderschönen Blütenpracht, meistens in weiß-rosa. Wenn du bereit bist, auf die Ernte von einer deiner Pflanzen zu verzichten – dann lass sie blühen! Das freut vor allem die Bienen und Hummeln, die sich liebend gerne über die Blüten her machen!

    Tipp 3: Der beste Zeitpunkt, um Basilkum zu ernten

    Die Pflege deines Basilikums hat sich ausgezahlt und es steht üppig im Beet? Dann ist jetzt endlich Zeit für die Ernte!

    Während der frühen Morgenstunden an einem warmen Sommertag befindet sich das Kräuteraroma auf dem höchsten Niveau. Also, Frühaufstehen lohnt sich, um super aromatisches Basilikum zu ernten (und dann zu trocknen). ;)

    Wenn du die ersten beiden Tipps beherzigst und dein Basilikum kontinuierlich schneidest, kannst du deine Pflanzen bis in den Herbst hinein beernten, erst dann wird es der kleinen Frostbeule zu kalt draußen. Bevor die Temperaturen unter 10°C fallen, solltest du deine Basilikum-Pflanzen am besten nochmal kräftig beernten und sie dann ins Haus holen, falls du dein Basilikum überwintern möchtest.

    Tipp 4: Saubere Basilikum-Blätter ernten: Die Abendliche Basilikum-Dusche

    Hier kommt noch ein großartiger Tipp, der in der Küche viel Zeit einspart: Wenn du weißt, dass du dein Basilikum trocknen möchtest, brause es am Abend vor der Ernte mit einem sanften Wasserstrahl sorgfältig ab. Dann sind die Blätter am nächsten Tag sauber und trocken, sodass du sofort loslegen kannst.

    Basilikum_Ernten und trocknen_frisch gegossen

    Basilikum trocknen: Die drei besten Methoden für zu Hause

    Weil Basilikum so lecker und vielfältig ist, freue ich mich besonders arg, wenn das aromatische Kraut auch noch im Herbst und Winter einen Weg in unseren Kochtopf (und natürlich in die Teetasse) findet. Damit du immer genug Vorrat von deinen Basilikum-Schätzen hast, kannst du es ganz einfach trocknen und in Gläsern lagern.
     
    Es gibt drei Möglichkeiten, um Basilikum zu Hause zu trocknen:

    • An der Luft,
    • im Backofen oder
    • im Dörrgerät.

    Jede Trocknungs-Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Deswegen lass uns die einzelnen Methoden genau unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, welche Methode für dich am besten geeignet ist.

    Methode 1: Basilikum an der Luft trocknen

    Die einfachste Methode ist es, dein Basilikum an der Luft zu trocknen. Und damit das auch gut klappt, solltest du den Ort zum Trocknen bewusst auswählen: Dieser sollte warm (aber nicht wärmer als 35°C), schattig, gut durchlüftet und dennoch windgeschützt sein. Bei manchen Häusern eignet sich der Dachboden gut, um Basilikum zu trocknen. Oder vielleicht stimmen die Bedingungen in deiner Gartenhütte mit Fenstern?

    Der Trocknungsvorgang sollte idealerweise nicht länger als 3-4 Tage dauern, weil du sonst Gefahr läufst, dass die Blättchen zu schimmeln beginnen. Dein Basilikum kannst du auf verschiedenen Wegen an der Luft trocknen.

    Du kannst z.B. ganze Zweige im Bündel oder als Kette an einer Schnur oder einem Faden aufhängen. Das ist definitiv der schnellste Weg und du brauchst nicht mehr als deine Basilikumzweige, eine Schnur und eine Möglichkeit zum Aufhängen.

    Kleiner Tipp: Gerade im Bündel trocknen die Zweige nicht ganz so gleichmäßig ab, weshalb ich das Trocknen „in Reih und Glied“ bevorzuge.

    Eine weitere Möglichkeit, das Basilikum an der Luft zu trocknen, ist mit Hilfe von einem oder gleich mehreren Trockenrahmen. Die kannst du auch super einfach selber bauen.

    Alles was du dafür brauchst ist: 

    • etwas Holz, für einen Rahmen oder auch einen alten Bilderrahmen (Mindestgröße 30cm x 30 cm),
    • einen feinmaschigen Draht oder ein Fliegengitter und
    • einen Handtacker oder Hammer und Nägel.

    Dann musst du das Gitter nur noch an deinem Rahmen befestigen und voilá: Schon ist dein Trockenrahmen fertig und wartet auf seinen Einsatz. :)

    Den oder die Rahmen kannst du entweder aufhängen, indem du an den vier Ecken gleich noch Schnüre festtackerst, oder du stapelst einfach mehrere Rahmen übereinander. So zauberst du dir in wenigen Schritten ein kleines Trockenregal, um noch mehr Basilikum (oder andere Kräuter aus deinem Garten) zu trocknen. Na, wie klingt das?!

    Wenn du dein Basilikum auf dem Trockenrahmen trocknen möchtest, lege die Blätter am besten im Ganzen auf das Gitter.

    Basilikum_ernten_getrocknet

    Basilikum an der Luft trocknen – Vorteile

    Der größte Vorteil dieser Methode ist, dass du nicht viel dafür brauchst. Vor allem keine zusätzliche Energie. Wenn du zu Hause einen geeigneten Raum hast, kannst du Basilikum trocknen ohne Ende. ;)

    Basilikum an der Luft trocknen – Nachteile

    Wenn du in einer Wohnung wohnst und partout keinen Ort findest, an dem die Bedingungen gut sind, ist die Methode nicht praktikabel.
    Und selbst auf einem super praktischen Dachboden musst du immer den Wetterbericht im Auge behalten. Manchmal reicht schon eine Regenwoche und damit eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in deinem Trockenraum aus – und dein Basilikum beginnt zu schimmeln.

    Methode 2: In die Röhre gucken- Basilikum im Backofen trocknen

    Du kannst Basilikum auch im Backofen trocknen. Dabei ist es aber ganz wichtig, dass du die Temperatur nicht zu hoch einstellst, damit dir die Blätter nicht „verbrutzeln“. Am besten benutzt du bei dieser Methode ein Backofenthermometer, so hast du gut im Blick, wie warm es in deinem Backofen wirklich ist. Wenn die Temperaturen weit über 35°C liegen, verliert das Basilikum an Aroma und Geschmack. Und gerade das wollen wir ja erhalten. ;)

    Das Tolle an der Backofen-Methode ist, dass du die sie auch anwenden kannst, wenn der Backofen sowieso gerade läuft. Da du nicht viel Wärme brauchst, um deine zarten Basilikum Blättchen zu trocknen, reicht die Nachwärme vom Brot- oder Kuchenbacken nämlich vollkommen aus.

    Wenn du dein Basilikum im Backofen trocknen möchtest, legst du die Basilikumblätter einzeln und im Ganzen auf dein Backblech. Nachdem die Pizza aus dem Ofen ist, wartest du so lange, bis dein Backofenthermometer nur noch ca. 40°C anzeigt, dann kannst du das Blech hineinschieben. Nach einer halben Stunde öffnest du die Tür einen kleinen Spalt, damit der Wasserdampf entfliehen kann. Dann schließt du die Tür wieder und wartest weitere 12 Stunden.

    Falls du gerade kein Ofengericht geplant hast, aber dein Basilikum trotzdem im Backofen trocknen möchtest, heizt du deinen Ofen auf die niedrigste Temperatur vor und schaust ebenfalls auf dein Thermometer, bis die 35 bis 40°C erreicht sind. Blech rein und nach einer Vierteltunde kannst du deinen Backofen bereits ausschalten. Auch in diesem Fall solltest du den Wasserdampf rauszulassen, damit dein Basilikum auch wirklich gut abtrocknen kann.

    Basilikum im Ofen zu trocknen – Vorteile

    Einen Backofen hat eigentlich jede*r zu Hause. Das heißt, dass du keine Anschaffungskosten hast und wenn du die Nachwärme nutzt, hast du auch keinen zusätzlichen Energieverbrauch.

    Basilikum im Ofen zu trocknen – Nachteile

    Der größte Nachteil beim Basilikum trocknen im Backofen ist die Temperatur. Wenn die zu sehr nach oben klettert, verliert dein leckeres Basilikum schnell an Aroma und ist dann im getrockneten Zustand nicht mehr ganz so geschmacksintensiv.

    Basilikum Ernten und Trocknen Pinterest
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    Methode 3: Basilikum trocknen im Dörrgerät

    Für die dritte Methode benötigst du ein Dörrgerät. „Was? Noch ein zusätzliches Küchengerät?“, denkst du jetzt?! Jep, aber warum und unter welchen Umständen es sich trotzdem lohnen kann, erfährst du jetzt. ;)

    Mit einem Dörrgerät erzielst du definitiv die besten Ergebnisse. Du kannst die ideale Temperatur einstellen, um so das aromatisch Geschmackserlebnis aus deinem Basilikum herauszuholen. Außerdem haben die meisten Dörrgeräte mehrere Gitterböden, auf die du deine Basilikum Blätter verteilen kannst.

    Wenn du das Gerät angeschmissen hast, kannst wenige Stunden später, dein getrocknetes Kraut, was darauf wartet handgerebelt luftdicht verpackt zu werden. ;)

    Basilikum im Dörrgerät trocknen – Vorteile

    Wenn du aber einen schönen Kräutergarten hast und viele deiner Kräuter schonend trocknen möchtest, um möglichst viel von ihrem tollen Aroma zu bewahren, dann ist ein Dörrgerät eine super Investition.

    Und ein toller Nebeneffekt ist: Du kannst darin nicht nur Basilikum und andere Kräuter trocknen, sondern auch Apfelringe oder Bananen- und Gemüsechips zaubern.
    Und denk nur an die Pilzsaison. ;)

    Basilikum im Dörrgerät trocknen – Nachteile

    Ein großer Nachteil ist, dass du ein weiteres Gerät brauchst. Im Rahmen eines möglichst nachhaltigen und ressourcenschonenden Lebens sollte schließlich jede Neuanschaffung gut überlegt sein.

    Außerdem verbraucht das Dörrgerät natürlich zusätzliche Energie, da du das Gerät nur zum dörren anschmeißt. Aber psst: Es gibt auch fancy Solardörrer, die ganz und gar mit Sonnenlicht betrieben werden. :)

    Welche Methode zum Basilikum trocknen eignet sich für wen?

    Wenn der warme und gut belüftete Dachboden vorhanden ist, spricht doch alles für die luftgetrocknete Variante. Es geht super einfach und kostet so gut wie nichts.
    Außer du möchtest ein paar Trockenrahmen oder ein Trockenregal zu bauen. Da sind deiner Fantasie aber keine Grenzen gesetzt und es lässt sich einiges umnutzen und upcyclen. :)
     
    Die Backofen Methode ist vor allem etwas für die Spontanen unter Euch. Ihr habt viel zu viel Basilikum geerntet, der nun doch nicht gegessen wird? Ab damit in den Backofen, der eh noch warm ist, und die Ernte ist gerettet.

    Das Dörrgerät ist für die Visionäre unter euch, die von einer ganzjährigen Kräuterselbstversorgung träumen. Basilikum, Pilze, Äpfel – Mit einem Dörrgerät erweitert ihr eure Haltbarmachtechniken um ein wahrhaftes Supertool.

    Basilikum_trocknen_Glas

    Getrocknetes Basilikum richtig lagern – für die volle Dröhnung Aroma

    Wenn du ganze Stängel getrocknet hast, rebelst du die Blätter zunächst vom Stängel ab und füllst sie in ein Glas um. Die Blätter bleiben am aromatischsten, wenn du sie als Ganzes Blatt lagerst und erst kurz vor der Verwendung zwischen den Fingern zerreibst – so bekommst du die volle Dröhnung Aroma ab! ;)

    Für die Lagerung benutze ich entweder braune Gläser, um das Sonnenlicht auszusperren, oder ich stelle Gläser aus Weißglas in ein dunkles Schränkchen. Das klappt beides ganz wunderbar. Eine weitere Möglichkeit ist, die Blätter einzuvakuumieren. Da ich aber – wenn möglich – auf den Einsatz von zusätzlichem Plastik im Haushalt verzichte, bleibe ich viel lieber bei der bewährten Lagerung im Glas.

    Außerdem kann ich die Gläser mit schicken, selbstgemachten Etiketten nochmal richtig aufhübschen und behalte dann auch immer den Überblick, welche Kräuter ich in welchem Glas finde. Das willst du auch?

    Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!

    Etiketten zum Selber-Beschriften

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      Du möchtest noch ein bisschen auf dem Blog weiterschmökern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

      Kräuter richtig pflanzen mit dem 3-Zonen-Plan

      Schritt für Schritt Basilikum pflanzen

      Kräuter-Stecklinge selber machen

      Hast du schon mal Basilikum mit einer dieser Methoden getrocknet? Berichte gerne von deinen Erfahrungen in den Kommentaren, so können wir alle voneinander lernen! :)

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop

      Rhabarber ernten

      Rhabarber ernten: Der komplette Guide

      Du möchtest deinen Rhabarber ernten, weißt aber nicht, ab wann und wie lange die fruchtig-saueren Stängel erntebereit sind? Und wie war das noch mit der Oxalsäure, ist roher Rhabarber nicht sogar giftig?

      In diesem Artikel findest du Antworten auf all deine Fragen rund ums Rhabarber ernten, damit du ihn in Hülle und Fülle ernten und ganz sorgenlos genießen kannst. Los geht’s! :)

      Inhaltsverzeichnis
      Rhabarber-Saison: Wann und wie lange Rhabarber ernten?
      Rhabarber putzen: Muss man Rhabarber schälen?
      Rhabarber ernten und roh essen
      So kannst du Rhabarber haltbar machen
      Rhabarber einkochen
      Rhabarber einfrieren
      Für die nächste dicke Ernte: Rhabarber anbauen und pflegen

      Rhabarber-Saison: Wann und wie lange Rhabarber ernten?

      Wenn dein Rhabarber erst vor kurzem in deinen Garten eingezogen ist, braucht er etwas Zeit, um richtig anzukommen. Erst in der zweiten Saison nach der Pflanzung ist dein Rhabarber bereit, ein paar seiner Stangen abzugeben. Vorher braucht er all seine Energie, um richtig in Fahrt zu kommen. Wenn du dich in Geduld geübt hast und er soweit ist, solltest du deine Staude aber auch nicht vollständig abernten.

      Hier gilt die Faustformel: Maximal ein Drittel der grünen Blätterpracht darf während der Ernteperiode entfernt werden, damit noch genügend Grün vorhanden ist, sodass die Rhabarber-Pflanze weiter Photosynthese betreiben kann.

      Je nach der Region, in der du lebst, kannst du ab etwa Mitte Mai mit der Rhabarber-Ernte beginnen. Ob dein Rhabarber schon erntereif ist, verraten dir ebenfalls seine Blätter. Wenn die Blätter nicht mehr zerknüllt oder geriffelt aussehen, sondern schön glatt und vollständig entfaltet, dann ist die Zeit gekommen: Du kannst dein Erntekörbchen rausholen und Rhabarber ernten*. :)

      Das Messer solltest du aber unbedingt in der Hosentasche lassen, wenn du losziehst, um deinen Rhabarber zu ernten. Denn auch wenn die dicken Stangen dazu einladen, solltest du deinen Rhabarber nicht abschneiden. Die Schnittstelle, die dadurch entsteht, ist sonst eine super Eintrittsmöglichkeit für Bakterien und andere Krankheiten. Dreh die Rhabarber Stangen einfach so weit wie möglich am Ansatz heraus. Du brauchst dafür schon etwas Druck, achte aber gleichzeitig darauf, dass du keine Teile des Wurzelstocks mit abtrennst.

      Rhabarber-Pflanze im Garten

      Traditionell endet die Rhabarber-Ernte, wie auch die Spargel-Ernte, am 24. Juni, dem so genannten Johannis-Tag. Aber dieser Umstand hat nicht nur etwas mit Tradition zu tun:

      Der Rhabarber muss jetzt Kraft sammeln, damit er dich im nächsten Jahr erneut mit leckeren Stangen beglücken kann und du ganz viel Rhabarber ernten kannst. Außerdem steigt der Oxalsäure-Gehalt in den Stängeln mit der Zeit an, was die Stangen ganz schön sauer macht.

      Weil der Johanni Tag leider immer viel schneller da ist als gedacht, kommen hier noch zwei Extra-Tricks, wie du deine Rhabarber-Ernte früher beginnen kannst und so ein paar Bonusstangen rausholst.

      Rhabarber früher ernten-Trick 1: Deck deine Rhabarber-Pflanze ab Januar mit einem Vlies ab, um es ihm schön kuschelig zu machen. Alternativ kannst du deinen Pflanzen auch einen Schal aus frischem Pferdemist umwickeln. Darunter ist es so schön warm, dass die Schlafmütze schon etwas früher aus dem Winterschlaf erwacht und du deinen Rhabarber früher ernten kannst.

      Rhabarber früher ernten-Trick 2: Brich deine Rhabarber-Blüte immer direkt aus. Auch wenn sie so schön aussieht: Wenn dein Rhabarber blüht, kostet ihn das viel Energie. Brichst du die junge Rhabarber-Blüte direkt raus, investiert die Pflanze die überschüssige Energie viel sinnvoller, nämlich in die Bildung neuer, superleckerer Stangen. ;)

      Falls du es doch mal verpasst hast, die Rhabarber-Blüte auszubrechen, ist das aber überhaupt nicht schlimm, denn Rhabarber-Blüten sind essbar. Ihr Geschmack ist süß-säuerlich und du kannst sie zum Beispiel marinieren und im Ofen backen. Ganz egal, ob süß oder herzhaft, Rhabarber-Blüten gehören definitiv zu den etwas in Vergessenheit geratenen Delikatessen aus dem Garten.

      Rhabarber-Blüte

      Rhabarber putzen: Muss man Rhabarber schälen?

      Nein, es ist nicht zwingend notwendig, Rhabarber zu schälen. Ehrlich gesagt, bin ich dafür meistens auch ein bisschen zu faul. ;) Es gibt aber Fälle, in denen es durchaus Sinn macht, den Rhabarber zu schälen: Wenn die Stängel schon etwas älter sind, werden sie leicht holzig und faserig. Diese Fasern sind sehr zäh und nicht so lecker im Essen – praktischerweise schälen sich die faserigen Rhabarber-Stangen sowieso schon fast von alleine. ;)

      Außerdem reichert sich in der Rinde von älteren Stängel Oxalsäure an, die du so einfach wegschälen kannst, um den Oxalsäure-Gehalt zu senken, aber dazu im nächsten Abschnitt mehr!

      Rhabarber ernten und roh essen

      Ich höre immer wieder, dass Rhabarber giftig sein soll und die Stangen auf keinen Fall roh gegessen werden dürfen. Das stimmt so aber zum Glück nicht ganz! Rhabarber enthält ­– wie andere Gemüse auch – Oxalsäure und die ist in großen Mengen giftig.

      Die Oxalsäure ist aber vor allem in den Blättern und im äußeren Rand von älteren Rhabarber-Stangen enthalten. Je nachdem, welche Sorte du angebaut hast und wie weit die Rhabarber-Saison schon vorangeschritten ist, können die Stangen 150 bis 500 mg Oxalsäure enthalten. Die tödliche Dosis von reiner Oxalsäure liegt für einen erwachsenen Menschen bei 5 bis 15 g.

      Eine normale Portion Rhabarber ist also für gesunde Menschen unbedenklich, vor allem, wenn du den Oxalsäuregehalt durch Schälen und Kochen noch weiter absenkst. Aber auch wenn du mal eine Stange Rhabarber roh im Garten knabberst, passiert deiner Gesundheit nichts. Und wer möchte bitte größere Mengen von den sauren Stangen roh verputzen? ;)

      Rhabarber-Stangen ernten

      Kleiner Tipp: Die roten Rhabarber-Sorten enthalten einen geringeren Oxalsäure-Gehalt als die Grünen.

      Wenn du allerdings Nierenprobleme hast oder an Gicht leidest, solltest du nur sehr wenig bis gar kein Rhabarber essen und auch bei dem Verzehr von Postelein, Mangold, Roter Bete, Spinat und Sauerampfer ­aufpassen – denn auch diese Kandidaten enthalten viel Oxalsäure.

      Da sich die Oxalsäure mit Kalzium, Magnesium und Eisen verbindet, kann die Verfügbarkeit dieser Nährstoffe für den Körper verringert werden, wenn du regelmäßig viel Rhabarber futterst. Solltest du also unter einem Eisenmangel leiden, iss am besten nicht allzu regelmäßig Gemüse mit einem hohen Oxalsäure Gehalt.

      Auf der anderen Seite ist aber sehr praktisch, dass die Oxalsäure durch zum Beispiel Kalzium gebunden wird und in dieser Form nicht mehr vom Darm aufgenommen werden kann. Das ist auch ein Grund, warum Rhabarber gerne mit kalziumreichen Speisen wie Pudding oder Vanillesoße kombiniert wird. ;)

      So kannst du Rhabarber haltbar machen

      Rhabarber einkochen

      Ich liebe es, im Sommer mit meinem Körbchen durch den Garten zu ziehen, um Rhabarber zu ernten. Danach schau ich sehr gerne noch bei den Erdbeer-Pflanzen vorbei, denn Erdbeeren und Rhabarber sind wie füreinander gemacht, findest du nicht auch? Die fruchtige Süße der Erdbeeren harmoniert so wunderbar mit der feinen Säure des Rhabarbers, was sie einfach zu einer unschlagbaren Kombination macht.

      Geernteter Rhabarber und Erdbeeren

      Zuhause schnappe ich mir dann gerne ein paar Schraubgläser, um Erdbeeren und Rhabarber zu einer leckeren Marmeladen einzukochen:

      Zutaten

      • 750 g Erdbeeren
      • 500 g Gelierzucker (2:1)
      • 250 g Rhabarber
      • Saft von 1⁄2 Zitrone

      Los geht’s!

      1. Erdbeeren waschen, putzen und in einen Topf geben. Den Gelierzucker dazugeben und mit den Erdbeeren pürieren.

      2. Blätter und Stielansätze vom Rhabarber entfernen und die Stangen waschen. Ältere, faserige Stangen kannst du schälen, jüngere Stangen direkt weiterverarbeiten. Stangen in kleine Stücke schneiden.

      Wenn du den Oxalsäure Gehalt des Rhabarbers verringern möchtest, kannst du die geschnittenen Stückchen in einem Topf mit ausreichend Waser einmal sprudelnd aufkochen. Das Kochwasser gießt du danach weg.

      3. Rhabarberstücke und Zitronensaft unter das Erdbeerpüree mischen. Das Ganze ca. fünf Minuten lang brodelnd kochen lassen. Den aufsteigenden Schaum abschöpfen.

      3. Die kochend heiße Marmelade in die sterilen Gläser füllen. Die Gläser direkt nach dem Einfüllen verschließen. Weil der Rhabarber und die Erdbeeren sehr viel Fruchtsäure enthalten, reicht es in diesem Fall, die Marmelade heiß abzufüllen, zusätzlich einkochen, musst du sie nicht.

      Du kannst deinen Rhabarber aber auch als Chutney oder Kompott einkochen, beides ist auch super lecker!

      Schau mal, wenn du für deine Einmach-Aktionen noch ein paar hübsche Etiketten gebrauchen kannst, dann habe ich hier was für dich:

      Etiketten zum Selber-Beschriften

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        Rhabarber einfrieren

        Du warst gerade im Garten Rhabarber ernten, hast aber keine Zeit, ihn direkt zu einen köstlichen Gaumenschmauß weiterzuverarbeiten? Das ist kein Problem, denn du kannst Rhabarber sehr gut einfrieren.

        Dafür schälst du deine Rhabarber-Stangen bei Bedarf und schneidest ihn in kleine Stückchen. Dann packst du die Stücke portionsweise in Tüten, Beschriftung nicht vergessen und dann ab in den Gefrierschrank mit ihnen!

        Für die nächste dicke Ernte: Rhabarber anbauen und pflegen

        Ich habe den Rhabarber in meinem Garten viele Jahre für selbstverständlich gehalten. „Der wächst einfach“, dachte ich mir. Aber um die Staude jedes Jahr beernten zu können, musst du ihr ordentlich Futter zur Verfügung stellen.

        Seit ich das weiß, bekommt mein Rhabarber zu Beginn der Gartensaison im März eine Extraportion Hornspäne, die ich rund um die Pflanzen in den Boden einarbeite.

        Aber der Rhabarber ist nicht nur ziemlich hungrig, sondern auch ein echter Schluckspecht was die Wasserversorgung angeht. Was als ursprünglicher Auenland… äh Auenboden-Bewohner ja auch kein Wunder ist. ;) Deshalb solltest du deinem Rhabarber eine richtig dicke Mulchschicht verpassen, damit der Boden rund um die Pflanzen immer schön feucht bleibt. Gerade wenn es im April und Mai sehr trocken ist, solltest du regelmäßig gießen*, damit dein Rhabarber nicht durstet.

        Und auch nach der Ernte kann der Rhabarber nochmal eine Düngegabe vertragen. Ganz nach dem Motto: „Nach der Ernte ist vor der Ernte“.

        Gleich nachdem du die letzten Stangen des Jahres erntest, schickst du deinen Rhabarber mit einer zusätzlichen Düngegabe in den Jahresurlaub. Am besten eignet sich jetzt ein Stickstoffdünger wie Brennnesseljauche. Hast du deine Brennnesseljauche schon angesetzt? Wenn nicht, dann schau mal hier vorbei: Dünger selber machen: Brennnesseljauche herstellen!

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        Auch bei der Rhabarber-Ernte gilt also der Leitsatz: Die Dosis macht das Gift. Wenn du normale Mengen Rhabarber erntest und isst, musst du dir als gesunder Mensch keine Sorgen um die Oxalsäure machen. Und wenn du vor allem die jungen Stangen erntest und sie im nächsten Schritt kochst (nicht vergessen: das Kochwasser wegschütten), dann kannst du den Oxalsäure-Gehalt nochmal kräftig absenken.

        Falls dein Rhabarber noch in den Kinderschuhen steckt, dann gib ihm noch ein Jahr, bis er vor Kraft strotzt und du anfangen kannst, die Rhabarber-Stangen zu ernten.

        Du hast Lust, noch ein bisschen weiter zu stöbern? Dann schau gerne mal bei diesen Artikeln vorbei:

        Kirschen einkochen – einfach, schnell und super lecker!

        Marmelade einkochen: Rezept mit vier einfachen Schritten

        Johannisbeeren richtig schneiden: rote, weiße, schwarze!

        Bist du in deinem Garten auch gerade am Rhabarber ernten? Was stellst du mit deinen Erntebergen an? Ich freue mich, wenn du dein liebstes Rezept in den Kommentaren teilst! :)

        *Werbung

        fermentierte Tomaten

        Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

        Tomaten-Fans aufgepasst! Heute wird’s funky! Wir werden zusammen Tomaten fermentieren!

        Ich fermentiere am liebsten Cherrytomaten in verschiedensten Varianten – da sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Für euch habe ich heute vier super leckere Varianten ausgesucht: mal ein bisschen scharf, mit Thymian, Rosmarin oder Basilikum und Knoblauch. Da ist sicher für jeden von euch etwas dabei.

        Viele Leute sind fermentierten Lebensmitteln gegenüber erst mal etwas skeptisch eingestellt, weil sie es einfach nicht kennen. Aber ich verspreche euch, jeder, dem ich meine fermentierten Tomaten bisher vorgesetzt habe, war absolut begeistert! 

        Die Tomaten bitzeln durch das Fermentieren ein bisschen auf der Zunge, quasi wie mini Sternenexplosionen in deinem Mund. Das ist richtig lecker und die Gläser sind immer ruck zuck leer gefuttert.

        Deswegen würde ich sagen, bevor uns noch allen das Wasser im Mund zusammenläuft, legen wir mal los mit Tomaten fermentieren! ;)

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        Tomaten fermentieren – welches Zubehör ihr braucht (und welches nicht)

        Das tolle Tolle am Tomaten fermentieren? Es funktioniert mit einfachen Techniken ohne viel Zubehör und teurem Schnickschnack. 

        Was ihr braucht sind Gefäße und etwas zum Beschweren. 

        Die Tomaten könnt ihr einfach in Schraubgläser füllen, dafür eignen sich zum Beispiel alte Honig- oder Gurkengläser ganz wunderbar. 

        Zum Beschweren finde ich sogenannte Fermentier-Gewichte (am besten mit Griffen) praktisch, ihr könnt anstelle dieser ziemlich überteuerten Glasgewichte aber auch einfach flache Steine verwenden.

        Tomaten fermentieren Gewichte

        Tomaten fermentieren – Schritt für Schritt!

        Schritt 1: Alles muss sauber sein

        Bevor es richtig losgeht, putze ich erst einmal die Gläser und spüle sie anschließend mit heißem Wasser aus, damit da keine Bakterien mehr rumkreuchen und fleuchen, die uns den Spaß an unseren Tomaten verderben könnten.

        Auch die Deckel und Gewichte (oder Steine) koche ich immer mit heißem Wasser ab, dann ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Fermentation auch schon getan. ;)

        Schritt 2: Setze eine Salzlake an

        Als nächstes setze ich meine Salzlake an, die schafft das perfekte Klima für die Milchsäurebakterien und sorgt dafür, dass die Tomaten auch schön lange haltbar sind. 

        Für die Salzlake brauchst du pro Liter kochendem Wasser 2,5 EL nicht jodiertes Salz, zum Beispiel Meersalz. Das Salz einfach unterrühren und warten, bis das Wasser abgekühlt ist und sich das Salz aufgelöst hat.

        tomaten fermentieren salzlake

        Übrigens: Die Milchsäurebakterien, von denen ich eben gesprochen habe, die quasi die ganze Arbeit beim Tomaten fermentieren leisten, sind bereits auf euren Tomaten vorhanden. Deswegen ist es super, wenn ihr die Tomaten nicht super gründlich abwascht. Das geht natürlich nur, wenn sie sauber sind. Falls sie etwas schmutzig sind, könnt ihr zuerst probieren, die Tomaten mit einer Bürste zu putzen.

        Wenn das auch nicht reicht, könnt ihr die Tomaten zum Fermentieren natürlich auch abwaschen, aber es klappt besser mit ungewaschenen Tomaten.

        Wenn jetzt aufgrund der Bakterien wieder der Gruselfaktor kommt, dann hier nur nochmal eine kleine Erinnerung, dass fermentierte Lebensmittel in unserem Alltag allgegenwärtig sind. Käse, Joghurt, Bier, all diese Lebensmittel sind durch Fermentation entstanden, auch unser leckeres Sauerteigbrot. Wenn ihr dazu mal ein Rezept wollt, könnt ihr dafür gerne bei diesem Artikel vorbeischauen. :)

        Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?

        Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen. 

        Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Fermentieren betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:

        Zur Challenge!

        Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! :)

        Schritt 3: Tomaten ins Glas füllen ohne Angst vor Schimmel

        Jetzt kannst du die Tomaten ein paar Mal mit einem Zahnstocher anpiksen, sodass die Milchsäurebakterien ein leichtes Spiel haben. Danach sind die Tomaten bereit, um in die Gläser gefüllt zu werden. Ich habe als erste Variante zu meinen Tomaten Thymianzweige und Chilis hinzugegeben. Wenn das Glas bis oben hin mit Tomaten, Thymianzweigen und Chilis gefüllt ist, wird das Glas mit der Salzake aufgefüllt und alles mit einem Gewicht beschwert. 

        Tomaten fermentieren 4

        Hierbei gibt es jetzt zwei ganz wichtige Dinge zu beachten: 

        • Die Salzlake muss vor dem Einfüllen in die Gläser schön abkühlen, sonst killt ihr eure Milchsäurebakterien und der Fermentationsprozess ist dahin.
        • Der gesamte Inhalt eures Glases muss von dem Gewicht unter Wasser gehalten werden. Kommen auch nur das kleinste Fitzelchen Gemüse oder ein paar Kräuter an die Oberfläche und somit mit Luft in Berührung, besteht Schimmelgefahr! 

        Kleiner Tipp: Wenn ihr beim Tomaten fermentieren einen extra Kick Schärfe wollt, dann könnt ihr die Chilis halbieren oder in Ringe schneiden. Dann würde ich euch aber empfehlen, die kleinen Kerne rauszumachen, da diese leicht an die Oberfläche treiben und so für Schimmel in eurem Glas sorgen können. 

        Für die zweite Variante habe ich Rosmarinzweige zu den Cherrytomaten hinzugefügt. Bei den Kräutern müsst ihr ein bisschen aufpassen, die übertragen ihren Geschmack nämlich ziemlich stark, also seid da nicht zuuu großzügig. :P

        Tipp: Damit auch die Kräuter nicht auftreiben verwende ich ganze Zweige, anstatt die Kräuter klein zu hacken. ;)

        Die dritte Variante besteht aus Tomaten und Thymianzweigen. Mein absolutes Lieblingskraut, da könnte ich mich wirklich reinlegen. 

        Und für die vierte und letzte Variante beim Tomaten fermentieren habe ich Knoblauch und Basilikumblätter zusammen mit den Tomaten in das Glas gefüllt. Den Knoblauch habe ich dafür einfach nur geschält und ganz unten ins Glas gepackt. Das ist tatsächlich auch meine liebste Variante, also probiert zumindest diese unbedingt mal aus. :)

        Wenn du Steine zum Beschweren verwenden möchtest, such dir am besten Exemplare, die ungefähr so groß wie die Öffnung deines Glases sind. Damit auch wirklich alles unter die lake gedrückt wird, habe ich darunter noch ein passgenau zurechtgeschnittenes Kohlblatt aus meinem Garten gelegt. So einfach kann Fermentieren sein.

        Psst: Auch Gurken lassen sich übrigens auf diese Weise super lecker haltbar machen! Und wenn du noch weitere Ideen suchst, um deine Tomaten in köstliche Vorräte zu verwandeln, schau doch mal bei meinem Artikel Tomaten einkochen vorbei! :)

        Hol dir weitere erprobte Rezepte zum Haltbarmachen deiner Ernte!

        Zu Beginn habe ich super viele Rezepte ausprobiert, um mein Obst und Gemüse haltbar zu machen. Aber ganz ehrlich: umso ausgefallener das Rezept, desto eher wurden die Gläser von meiner Familie – und vor allem von meinem Sohn – nicht angerührt. Aller Anfang ist schwer, aber mittlerweile habe ich raus, was meinen Liebsten gut schmeckt! Welche Gläser voller Köstlichkeiten in unserer Speisekammer keinen Staub ansetzen, habe ich dir in meinem Rezepte-eBook zusammengeschrieben.

        Hier kannst du dir meine sieben Lieblingsrezepte herunterladen:

        Hilfe – meine Lake beim Tomaten fermentieren wird ganz trüb

        Wenn deine Lake anfängt, trüb zu werden, musst du dir überhaupt keine Gedanken machen. Tatsächlich ist das ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass die Milchsäurebakterien in deinem Ferment richtig gut arbeiten. 

        Es kann auch mal vorkommen, dass sich auf deinen Gläsern Kahmhefe bildet. Das ist eine dünne weiße Schicht an der Oberfläche, die aber nicht wie Schimmel pelzig ist, sondern eher runzelig wie Elefantenhaut aussieht. Sie ist beim Tomaten fermentieren absolut ungefährlich. Ihr könnt sie sogar drauflassen oder wenn sie euch stört, einfach abschöpfen. 

        Tomaten fermentieren 1

        Fermentieren – Checkliste, so geht garantiert nichts mehr schief

        Wenn ihr auch noch andere Gemüse fermentieren wollt, dann ladet euch gerne meine Checkliste herunter. Da habe ich nochmal für euch zusammengestellt, was es alles beim Fermentieren zu beachten gibt und wie ihr beispielsweise sichergehen könnt, dass eure leckeren Fermente auf jeden Fall schimmelfrei bleiben.

        Hol dir die Anti-Schimmel-Checkliste!

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          Kennt ihr noch andere tolle Rezepte zum Tomaten fermentieren und hat das Rezept schon mal jemand von euch ausprobiert? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin schon ganz gespannt, von euch zu hören. 

          Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

          Eisheilige 2020

          Eisheilige 2026: Wann sie sind und was es danach im Garten zu tun gibt

          Der Monat Mai ist wohl mit einer der aufregendsten Gartenmonate. Endlich darf jegliches vorgezogene Gemüse nach draußen in die Beete und auch frostempfindliche Kulturen können ausgesät werden. Vorher schauen aber noch die Eisheiligen vorbei, die letzten frostigen Nächte. Sind diese überstanden kann es im Garten richtig losgehen! 

          Inhaltsverzeichnis
          Was sind die Eisheiligen?
          Wann sind 2026 die Eisheiligen?
          Was kann nach den Eisheiligen gepflanzt werden? 

          Was sind die Eisheiligen?

          Jeder Hobbygärtner kennt die Regel: Vor den Eisheiligen dürfen keine frostempfindlichen Pflanzen nach draußen. Denn obwohl wir im April und Mai schon meistens richtig warme Temperaturen haben, die ordentlich Frühlingsfeelings verbreiten, kommt Mitte Mai meistens noch einmal über mehrere Tage ein Kälteeinbruch, die sogenannten Eisheiligen. 

          Dieser Kälteeinbruch kommt durch eiskalte Luft aus den Polargebieten zustande, die bei sternenklaren Nächten sogar zu Bodenfrost führen kann. Also ein echter Todesstoß für empfindliche Gemüse, weshalb die auf jeden Fall noch drinnen bleiben müssen, bis die Eisheiligen vorüber sind. 

          Der Name kommt übrigens dadurch zustande, dass an den kalten Tagen im Mai, die über einen langen Zeitraum immer wieder beobachtet wurden, gleichzeitig mehreren Heiligen gedacht wurde. So wurde das Wetterphänomen mit den Heiligen verbunden und es entstanden die “Eisheiligen“. Diese waren alle übrigens Bischöfe und Märtyrer im 4. Und 5. Jahrhundert.

          Wann sind 2026 die Eisheiligen?

          Die Eisheiligen besuchen uns 2026 vom 11. Mai bis 15. Mai. Diese Daten bleiben jedes Jahr gleich, es gibt jedoch regional ein paar Unterschiede. Im Norden, wo die kalte Polarluft zuerst Halt macht, beginnen die Eisheiligen zum Beispiel direkt am 11. Mai. In Süddeutschland beginnt die kalte Periode oft erst am 12. Mai.

          An jedem Tag wird dann ein anderer Heiliger gefeiert, den Abschluss macht Sophia, die kennen wir alle als kalte Sophie. 

          11. Mai: Mamertus
          12. Mai: Pankratius
          13. Mai: Servatius
          14. Mai: Bonifatius
          15. Mai: Sophia

          Übrigens: Die Bauernregel zu den Eisheiligen entstand bereits zu der Zeit, in der noch der julianische Kalender galt. Als dieser dann von dem gregorianischen Kalender abgelöst wurde haben sich die Daten etwas verschoben. Eigentlich finden die Eisheiligen nämlich erst eine Woche später statt, also ab ungefähr dem 20 Mai. 

          Eisheilige 2020

          Was kann nach den Eisheiligen gepflanzt werden?

          Der 15. Mai ist Stichtag. Dann sind die Eisheiligen vorbei und nach den Bauernregeln sollte das Wetter nun einigermaßen stabil bleiben. Für alle Gartenliebhaber heißt es dann: Ran ans Pflanzen! 

          Jetzt dürfen auch die empfindlichen Kulturen wie Tomaten, Paprika, Aubergine, Kürbis, Zucchini oder Gurke in den Garten umsiedeln. Genauso wie die nicht winterharten Kräuter und Sommerblumen. 

          Pssst: Wenn du sicher gehen willst, dass du keine empfindlichen Pflanzen zu früh ins Freiland pflanzt, dann halte dich doch einfach an meinen Ausaatkalender. Darin habe ich zu jeder Aussaat vermerkt, wann du die Jungpflanzen nach draußen pflanzen kannst – und die Eisheiligen natürlich bedacht. Hier kannst du dir den Aussaatkalender direkt herunterladen:

          Nicht vergessen: Die Eisheiligen sollten eher als grobe Orientierung dienen als eine in Stein gemeißelte Regel. Die letzten Jahre waren sehr unterschiedlich, manchmal war der April oder sogar schon der Februar schon unglaublich warm. Lass Dich davon nicht verleiten, alle Auspflanzungen zu verfrühen – es kann nämlich durchaus auch mal vorkommen, dass Ende Mai noch Nachtfröste vorbeischauen.

          Wenn du den Wetterbericht sorgfältig im Auge behältst, kannst du je nach Wetterlage aber auch deiner rebellischen Ader nachgehen und Tomaten und Co. ganz mutig schon etwas vorher auspflanzen. ;)

          Wie handhabt ihr das mit den Eisheiligen? Ich freue mich, von euch zu hören! :)

          Die genialste Art, Gemüse haltbar zu machen

          Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der die Gemüsegärten explodieren und man mehr erntet, als man essen kann oder mag. Da wäre es doch schön, auch im Winter noch etwas davon zu haben und einen Teil des Gemüses haltbar zu machen. Genau deswegen möchte ich dir jetzt eine geniale Konservierungsmethode vorstellen, die heutzutage kaum noch jemand beherrscht: das Fermentieren.

          Beim Fermentieren macht man sich kleine Bakterien zunutze, die natürlicherweise auf dem Gemüse vorkommen: die Milchsäurebakterien. Mit ihrer Hilfe kann man das Gemüse mindestens sechs Monate aufbewahren, teilweise sogar bis zu zwei Jahre.

          Inhaltsverzeichnis
          Gemüse haltbar machen: 11 Gründe, warum Fermentieren absolut klasse ist!
          1. Der Geschmack
          2. Auch im Winter regional essen
          3. Fermentierte Gemüse sind vorverdaut
          4. Das Gemüse bleibt knackig
          5. Noch mehr Vitamine!
          6. Noch mehr Mineralstoffe!
          7. Kein Extra-Zubehör, kein Schnickschnack
          8. Eine Zutatenliste, die ihren Namen eigentlich gar nicht verdient
          9. Das gibt es nirgends zu kaufen
          10. Die Haltbarkeit
          11. Einfach und sicher

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          Früher war die Fermentation die gängigste Art, um Gemüse haltbar zu machen, und das völlig zurecht. Fermentieren ist super einfach, wenn man den Dreh einmal raushat, kommt ohne teures Zubehör und Schnickschnack aus und funktioniert sogar ganz ohne Strom oder elektrische Kühlung.

          Und das Beste:

          Bei allen anderen Konservierungsmethoden gehen Inhaltsstoffe und Vitamine verloren. Ob das jetzt Einkochen ist, Einfrieren, Dörren, Einlegen oder Einlagern. Beim Fermentieren bleiben die Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe aber nicht nur erhalten, das Gemüse enthält nach dem Fermentieren sogar noch mehr Vitamine.

          Dazu kommt, dass die Milchsäurebakterien richtige kleine Verdauungs-Booster sind. Wenn du deine Fermente roh isst, nimmst du massenhaft Probiotika zu dir. Sozusagen selbstgemachtes Superfood. ;)

          Mit Aufkommen der Konservenindustrie ist die Fermentation leider immer weiter in Vergessenheit geraten. Heutzutage kennen die meisten Menschen Fermente nur noch von Sauerkraut und Salzgurken.

          Was viele nicht wissen:

          Man kann auch so gut wie jedes andere Gemüse fermentieren. Knoblauch, Möhren, Tomaten, Kürbis – ALLES! Da gibt es jenseits von Sauerkraut und Salzgurken ein ganzes Geschmacks-Universum, von dem die meisten Menschen keinen blassen Schimmer mehr haben.

          Ich bin absolut dafür, dass wir die Kunst des Fermentierens neu aufblühen lassen und uns diese Fähigkeiten wieder aneignen. Deswegen kommt hier eine Hommage an die wohl genialste Art, Gemüse haltbar zu machen.

          Gemüse haltbar machen: 11 Gründe, warum Fermentieren absolut klasse ist!

          1. Der Geschmack

          Du kannst das Gemüse zusammen mit allen Kräutern und Gewürzen fermentieren, die dir in den Sinn kommen. Fermentierte Möhren mit Ingwer sind zum Beispiel wahnsinnig gut. Oder selbstgemachter Kimchi, mmmh! Beim Fermentieren kannst du so gut wie nichts falsch machen – ich fand selbst meine wagemutigsten Experimente immer saulecker.

          2. Auch im Winter regional essen

          Regional ist erste Wahl, oder? ;) Als wir noch keinen eigenen Garten hatten, habe ich im Sommer massenhaft regionales Gemüse auf dem Markt gekauft und es zuhause haltbar gemacht. So hatten wir auch im Winter noch regionale Tomaten im Vorratsschrank. Weil das Gemüse in der Hauptsaison günstiger ist, haben wir nebenbei auch noch eine ganze Menge Geld gespart.

          Am besten finde ich aber, dass ich dadurch so wahnsinnig viel übers Haltbarmachen gelernt habe und mir die verschiedensten Methoden aneignen konnte. Selbst wenn du (noch) keinen eigenen Garten hast: Lass dich davon nicht aufhalten und probier es einfach mit gekauftem Gemüse.

          3. Fermentierte Gemüse sind vorverdaut

          Die Milchsäurebakterien machen sich während des Fermentationsprozesses über dein Gemüse her und verdauen es für dich vor. Was sich erstmal irgendwie ekelig anhört, ist eigentlich eine tolle Sache. Dadurch ist das Gemüse nämlich viel besser bekömmlich und kann sehr gut vom Darm verwertet werden.

          4. Das Gemüse bleibt knackig

          Du kannst die Konsistenz des Gemüses ziemlich gut über die Größe der Gemüsestücke, die du fermentierst, steuern. Je größer die Stücke, desto fester bleibt das Gemüse. Wenn du also möchtest, dass das Gemüse schön knackig bleibt, fermentierst du einfach möglichst große Stücke und falls du es eher weich magst, zerkleinerst du es vorher.

          Fermentieren

          5. Noch mehr Vitamine!

          Wie ich schon erzählt habe, bleiben die Vitamine beim Fermentieren nicht nur erhalten, sie vermehren sich auch noch. Die Milchsäurebakterien produzieren nämlich Vitamine, um untereinander zu kommunizieren. Biofilm Quorum Sensing nennt sich das. Abgefahren, oder?

          Kein Wunder, dass schon die alten Seefahrer immer ein paar Fässer Sauerkraut an Bord hatten. Der hohe Vitamingehalt hat sie vor der Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut geschützt.

          6. Noch mehr Mineralstoffe!

          Nicht nur die Vitamine, auch die Mineralstoffe sind ein großer Pluspunkt. Sauerkraut enthält super viel Calcium, Magnesium und Kalium und auch Spurenelemente wie Eisen oder Zink.

          Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?

          Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen.

          Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Einkochen betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:

          Zur Challenge!

          Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist!

          7. Kein Extra-Zubehör, kein Schnickschnack

          Um zu fermentieren, musst du dir keinen teuren Gärtopf und sonstiges Zubehör anschaffen. Das Tomatensoßenglas von gestern Abend tut’s genauso. Und statt mit einem Krauthobel kannst du deine Kohlköpfe auch auf einer normalen Küchenreibe reiben – oder sie mit einem Messer in schmale Streifen schneiden.

          Zum Fermentieren brauchst du keinen teuren Schnickschnack. Du kannst gleich loslegen mit dem, was du zuhause hast.

          8. Eine Zutatenliste, die ihren Namen eigentlich gar nicht verdient

          Die Zutatenliste beim Fermentieren ist unglaublich kurz. Gemüse und Salz – und je nach Geschmack noch ein paar Gewürze. Einfacher geht’s nicht.

          9. Das gibt es nirgends zu kaufen

          Diese Geschmacksvielfalt gibt es in keinem Supermarkt und die gesundheitlichen Pluspunkte erst recht nicht. Das Sauerkraut, das du im Laden bekommst, wird nach dem Fermentieren abgekocht. All die tollen Bakterien sind also längst tot und der Gesundheitsaspekt fällt fast vollständig weg. Da hilft nur eins: Selbermachen. :)

          10. Die Haltbarkeit

          Korrekt fermentiertes Gemüse wird nicht schlecht, nur saurer. Irgendwann ist es dann so sauer, dass man es nicht mehr essen will, aber bis dahin können unter Umständen zwei Jahre vergehen. Nach sechs Monaten sind die meisten Gemüse noch sehr, sehr lecker, selbst nach acht oder zehn Monaten noch. Fermentieren ist also eine tolle Möglichkeit, sich den ganzen Winter hindurch mit Gemüse zu versorgen, bis der Garten im Frühsommer wieder genug abwirft.

          11. Einfach und sicher

          Solange man ein paar Grundregeln beachtet, ist Fermentieren wahnsinnig sicher. Und es ist so simpel! Wenn du es einmal drauf hast, kannst du so gut wie JEDES Gemüse haltbar machen, das dir unter die Finger kommt, und brauchst dafür noch nicht mal ein Rezept. Du kannst deiner Kreativität beim Fermentieren absolut freien Lauf lassen. Solange du dich an die Grundregeln hältst, kann nichts schiefgehen.

          Falls du jetzt ganz scharf auf’s Fermentieren bist und wissen willst, wie zum Henker das denn jetzt eigentlich funktioniert:

          Hier findest du eine Schritt für Schritt-Anleitung zum Fermentieren.

          Hol dir meine Fermentier-Checkliste!

          Lad dir gerne meine Checkliste zum Fermentieren ohne Schimmelgefahr herunter, in der ich alle Schritte übersichtlich für dich gegliedert habe.

          Trag dich einfach hier ein:

          Hast du dich schonmal ans Fermentieren herangewagt? Was hast du fermentiert und wie hat es geschmeckt? Und falls du noch nie fermentiert hast: Konnte ich dich überzeugen, das mal auszuprobieren? Was ist deine Lieblingsmethode, um Gemüse haltbar zu machen?

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          Apfelessig selber machen

          Apfelessig selber machen: Einfaches & gelingsicheres Rezept

          Wusstest du, dass du ganz einfach Apfelessig selber machen kannst? Aus Abfällen?!
          Heute möchte ich mein Lieblingsrezept mit dir teilen, das du auch dann hinkriegst, wenn du noch nie selber Apfelessig gemacht hast, versprochen. ;)

          Inhaltsverzeichnis
          Apfelessig selber machen: Einfaches Rezept aus Resten
          Wie funktioniert die Herstellung von Apfelessig?
          Die Essigmutter
          Andere Fruchtessige selber machen

          Apfelessig selber machen: Einfaches Rezept aus Resten

          Vielleicht bist du ja auch gerade dabei, Apfelmus einzukochen. Das kannst du wunderbar mit dem Apfelessig-Machen verbinden. Wenn du Apfelmus einkochst, fallen nämlich Kerngehäuse und Schalen an, die du noch super zum Essigmachen verwenden kannst. Für mich gehört beides fest zusammen. Aber die Methode eignet sich natürlich auch für die Herstellung aus Apfelstückchen oder für die Herstellung von anderen Fruchtessigen.

          Du brauchst:

          • Ein steriles (ausgekochtes) Gefäß, z.B. einen Tonkrug oder Einkochgläser*
          • Apfelschalen und Kerngehäuse (oder Apfelstückchen)
          • 2 EL Zucker pro Kilo Apfelreste
          • Wasser
          • Ein Tuch, um das Gefäß abzudecken
          • Ein Sieb oder Passiertuch
          • Sterile (ausgekochte) Flaschen zum Abfüllen

          Apfelessig herstellen

          1. Gefäß befüllen
            Nachdem du dein Gefäß ausgekocht hast, musst du es zuerst abkühlen lassen. Dann befüllst du es zu 4/5 mit den Apfelschalen und Kerngehäusen. Wenn du Apfelessig selber machen möchtest, ist es wichtig, dass du keine gammeligen Äpfel verwendest. An verdorbenen Stellen haben sich nämlich schon jede Menge Fäulnisbakterien vermehrt und die Gefahr, dass dein Essig kippt, wäre ziemlich hoch.
            Du kannst auch ganze Äpfel oder Apfelsaft verwenden, um Essig anzusetzen. Ganze Äpfel schneidest du einfach in kleine Stücke und gibst sie in dein Gefäß.
          2. Zucker dazugeben
            Der Zucker hilft dabei, die Gärung in Schwung zu bringen. So verläuft das Ganze deutlich schneller und sicherer. Du kannst den Zucker auch weglassen, aber mit funktioniert’s besser. Pro Kilo Apfelreste gibst du zwei EL Zucker in deine Gefäße.
          3. Wasser dazugeben
            Jetzt einfach mit kaltem Wasser auffüllen, sodass die Äpfel möglichst bedeckt sind. Damit dein Essig nicht zum Insektenpool wird, solltest du die Gefäße mit einem Tuch abdecken.
          4. Regelmäßig umrühren
            In den ersten Tagen werden die Schalen und Kerngehäuse noch an der Oberfläche treiben. Damit sie nicht schimmeln, ist es wichtig, dass du das Ganze ab und zu mit einem sauberen Löffel umrührst.
          5. Apfelessig abfüllen
            Nach vier bis sechs Wochen ist der Essig dann fertig. Du erkennst das an dem typischen Geruch. Wenn du dir unsicher bist, probier einfach mal, ob er schon stark genug ist.
            Jetzt solltest du das Ganze durch ein feines Sieb oder Passiertuch filtern und den fertigen Essig in sterile Flaschen abfüllen.
          Apfelreste im Glas zum Apfelessig selber machen

          Wie funktioniert die Herstellung von Apfelessig?

          Es ist super spannend, sich einmal mit dem Herstellungsprozess von Apfelessig auseinandersetzen, um die Verwandlung von Apfelresten mit Wasser in feinsten Apfelessig zu verstehen. Die traditionelle Herstellung von Apfelessig besteht aus zwei Schritten:

          #1 Aus Zucker wird Alkohol

          Der erste Schritt zum Apfelessig selber machen ist eigentlich die Produktion von Apfelwein. ;) Denn der enthaltene Zucker in den Äpfeln und der zugegebene Zucker werden von natürlichen Hefen in Alkohol umgewandelt – es kommt also zu einer alkoholischen Gärung. Das kannst du leicht daran erkennen, dass sich ein weißer Schaum auf der Oberfläche bildet. Der ist ganz normal, wenn sich die fleißigen Weinhefen ans Werk machen.

          Es kann auch sein, dass sich nach ein paar Tagen eine weiße Schicht oben auf dem Gäransatz bildet, die ein bisschen nach Elefantenhaut aussieht. Auch hier musst du dir keine Sorgen machen, denn das ist völlig ungefährliche Kahmhefe. Jedoch können diese wilden Hefen den Geschmack von dem fertigen Apfelessig beeinflussen, weshalb ich die Kahmhefe meistens mit einem sterilen Löffel von der Oberfläche abnehme.

          Die Kahmhefe verschwindet nach einiger Zeit aber auch von selbst: denn sobald im zweiten Schritt der Apfelessig Herstellung der Säureanteil in der Flüssigkeit steigt, wird es für die Hefen immer ungemütlicher – bis sie das saure Milieu am Ende nicht überleben.

          Aufschwimmende und abgesunkene Apfelstückchen im Glas

          #2 Aus Alkohol wird Essig

          Sobald sich der erste Alkohol gebildet hat, kommen die Essigsäurebakterien ins Spiel. Die befinden sich natürlicherweise in der Luft oder an den Früchten selbst, und brauchen Alkohol und Sauerstoff zur Vermehrung. Deshalb ist es auch super wichtig, dass du dein Gefäß nur mit einem Stück Stoff abdeckst und nicht luftdicht verschließt – denn ohne Sauerstoffzufuhr können die Essigsäurebakterien ihre Arbeit nicht aufnehmen.

          Der Alkohol in unserem „Apfelwein“ wird in diesem Schritt zu Essigsäure fermentiert. Wenn du mehr über die Grundlagen der Fermentation lernen möchtest, um nicht nur Apfelessig selber zu machen, sondern um auch noch andere spritzige Gemüse-Fermente anzusetzen, ist dieser Artikel genau richtig für dich:

          Die ultimative Anleitung zum Fermentieren.

          Und weil es mir enorm wichtig ist, dass dir deine Fermente nicht verschimmeln, habe ich für dich eine „Anti-Schimmel“-Checkliste zum Fermentieren erstellt. Lade sie dir gerne hier runter:

          Falls du dann immer noch nicht genug hast und dir noch mehr Wissen über das Haltbarmachen der eigenen Ernte aneignen möchtest, dann lade ich dich herzlich in meinen Onlinekurs „Vorratskammer starten“ ein, in dem wir die verschiedensten Techniken ganz genau besprechen, um alle deine Schätze aus dem Garten in lang haltbare Köstlichkeiten zu verwandeln.

          Die Essigmutter

          Während der Arbeit der natürlichen Essigsäurebakterien bilden sich helle Schlieren im Essig, die später fest und glibberig werden. Das ist die sogenannte Essigmutter. Heb sie auf und gib etwas davon in dein Gefäß, wenn du deinen nächsten Apfelessig selber machst. Dann geht’s nächstes Mal noch schneller. ;)

          Essigmutter

          Andere Fruchtessige selber machen

          Mit diesem Rezept kannst du nicht nur Apfelessig selber machen, sondern du kannst es auch für andere Früchte verwenden und so deinen eigenen Birnenessig, Himbeeressig oder Weinessig herstellen. Wenn du jetzt so richtig angefixt bist und in die Welt des Fermentierens eintauchen möchtest, dann denk daran, dir meine „Anti-Schimmel“-Checkliste runterzuladen – denn nichts ist ärgerlicher, als wenn die liebevoll angesetzten Köstlichkeiten am Ende doch in der Tonne landen.

          Schon gewusst? Viele Reste aus der Obstverarbeitung eignen sich auch richtig gut für die Herstellung von Fruchtleder. Hast du den gesunden Snack schonmal selbst gemacht?

          Pssst: Sogar aus Tomaten, Möhren oder Rote Bete lässt sich Essig herstellen. Klingt erstmal verrückt, oder? Aber das ist eine tolle Möglichkeit, Reste zu verwerten und nebenbei ganz neue Geschmackswelten zu entdecken. :)

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          Du hast Lust, mehr über das Haltbarmachen zu lernen? Dann schmöker doch gerne noch ein bisschen weiter:

          Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

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          Möchtest du zum ersten Mal Apfelessig selber machen? Falls du noch Fragen hast, lass einfach einen Kommentar da!

          *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

          Gute Nachbarn im Gemüsebeet: 7 tolle Pflanzgemeinschaften + Mischkulturtabelle

          Du brütest gerade über deinem Gartenplan für das nächste Jahr, bist über das Thema Mischkultur gestolpert und suchst jetzt nach guten Nachbarn für deine Gemüsepflanzen? Dann bist du hier genau richtig! Damit es dir leichter fällt, deine einsamen Gemüsepflanzen mit den richtigen Beetpartnern zu verkuppeln, stelle ich dir heute meine sieben liebsten Beet-Nachbarschaften vor, die richtig gut funktionieren!

          Inhaltsverzeichnis
          So viele Vorteile bringt dir Mischkultur!
          Gute Nachbarn #1: Erdbeeren & Knoblauch
          Gute Nachbarn #2: Erdbeeren & Buschbohnen
          Gute Nachbarn #3: Möhre & Zwiebel
          Gute Nachbarn #4: Möhre oder Pastinake & Knoblauch
          Gute Nachbarn #5: Möhre & Lauch
          Gute Nachbarn #6: Kohl, Lauch & Sellerie
          Gute Nachbarn #7: Milpa – Kürbis, Mais & Stangenbohnen
          Diese Gemüse-Nachbarschaften solltest du eher vermeiden

          So viele Vorteile bringt dir Mischkultur!

          In meinem Garten habe ich schon viel mit verschiedenen Pflanzgemeinschaften experimentiert, und einige Kombinationen haben sich als so gut und vor allem als wirksam erwiesen, dass sie jedes Jahr wieder zusammen aufs Beet wandern.

          Gemüse in Mischkulturen anzubauen hat super viele Vorteile! Mit den richtigen Beetpartnern beugst du Krankheiten und Schädlingen vor. Die Pflanzen können sich nämlich gegenseitig Plagegeister vom Leib halten, wenn du sie nebeneinander pflanzt. Das ist natürlich super praktisch!

          Wenn du die Vielfalt in deinem Garten förderst und verschiedene Pflanzen zusammen anbaust, machst du es den Krankheiten oder den Schädlingen schon viel schwieriger und sie können sich nicht so leicht in deinem Garten breitmachen. Dadurch wird dein Gemüsegarten viel resilienter!

          Generell ist es immer sinnvoll, möglichst wenig Flächen mit ein- und demselben Gemüse zu bepflanzen, sondern immer eine vielfältige und bunte Mischung zu haben. Denn ganz egal, welche Schädlinge oder welche Krankheiten hiter der nächsten Ecke lauern, wenn sie in deinem Garten ein ganzes Feld voll mit ihrem Lieblingsessen finden, dann haben sie es ganz leicht, sich da auszubreiten.

          Außerdem kann es sein, dass die Gemüsepflanzen den Platz im Beet und die Nährstoffe im Boden sehr unterschiedlich nutzen und deswegen so gut zusammenpassen.

          Außerdem baue ich hohe Pflanzen, wie Knoblauch gerne zusammen mit niedrigeren Pflanzen, wie Erdbeeren an. Das Ganze ist dann ein bisschen wie Tetris spielen, die eine Pflanze wächst nach oben und die andere bedeckt den Boden. ;)

          Es gibt aber auch Mischkultur-Pflanzengemeinschaften, die sich einfach gegenseitig stützen. Eine rankende Stangebohne braucht nämlich nicht unbedingt ein eigenes Gerüst, wenn sie die Maispflanze als Stütze nutzen kann.

          Wenn du dir erstmal einen Überblick über verschiedene Gemüse-Kombinationen machen möchstest, dann lade dir unbedingt meine Mischkulturtabelle herunter. Einfach deine Emailadresse eintragen und die Tabelle flattert direkt in dein Postfach!

          Denk dran, außer den passenden Mischkulturpartnern bei deiner Beetplanung immer auch die Fruchtfolge und dementsprechend die Anbaupausen der verschiedenen Pflanzenfamilien zu beachten. Mit ein bisschen Puzzelei geht meistens beides: Eine clevere Fruchtfolge kombiniert mit Mischkultur.

          Jetzt kommen wir aber endlich zu meinen liebsten Mischkultur-Partnerschaften. Los geht’s!

          Gute Nachbarn #1: Erdbeeren & Knoblauch

          Ich habe es ja eben schon erwähnt: Erdbeeren und Knoblauch sind eine super tolle Mischkultur, die beiden kommen bei mir immer zusammen ins Beet! Der Knoblauch sorgt nämlich dafür, dass die Erdbeeren nicht so schnell von Pilzkrankheiten befallen werden.

          Die beiden passen auch so gut zusammen, weil man Erdbeeren ja im besten Fall im August pflanzt und dann kann man den Knoblauch im Oktober dazwischen stecken. Ich pflanze die Erdbeeren auch immer extra ein Stück weiter auseinander, damit dazwischen noch eine Reihe anderer Gemüse wachsen können.

          Knoblauch und Erdbeeren in Mischkultur

          Gute Nachbarn #2: Erdbeeren & Buschbohnen

          Der Knoblauch wird zur Sommersonnenwende, also Ende Juni/Anfang Juli geerntet. Wenn der Knoblauch das Beet geräumt hat, ist immer noch Zeit, um eine Reihe Buschbohnen dazwischen zu säen.

          Das ist die zweite supertolle Mischkultur mit Erdbeeren zusammen. Die Buschbohnen gehören nämlich zu den Leguminosen und fixieren Stickstoff im Boden, was den Erdbeeren dann zugutekommt.

          Also pflanze deine Erdbeeren ruhig etwas weiter auseinander, sodass du noch Buschbohnen dazwischensetzen kannst. Wenn die Buschbohnen dann später abgeerntet sind, dann sind die Erdbeeren meistens so buschig, dass sie den Platz selber einnehmen.

          Natürlich könnte man danach auch noch eine andere Mischkultur mit den Erdbeeren zusammen anbauen. Aber bei mir stehen sie im ersten Jahr mit dem Knoblauch zusammen, dann kommen die Buschbohnen drauf und danach, so lange wie die Erdbeeren dann noch im Beet stehen, da stehen sie dann bei mir alleine.

          Möhre und Zwiebel in Mischkultur

          Gute Nachbarn #3: Möhre & Zwiebel

          Nun kommt ein ziemlich klassisches Beispiel der Mischkultur, nämlich die Möhre und die Zwiebel. Kurz habe ich überlegt, ob ich die überhaupt hier mit reinnehmen soll, denn wahrscheinlich weißt du mittlerweile, dass die super gut zusammenpassen. ;)

          Aber diese Mischkultur-Partnerschaft funktioniert einfach so, so gut, dass ich sie unbedingt mit aufnehmen musste. Ich baue immer Möhren und Zwiebeln nebeneinander an und das hat auch einen Grund, warum dass die klassische Mischkultur ist oder eben das Beispiel, was immer alle verwenden, wenn sie versuchen, Mischkultur zu erklären. Denn die Möhre vertreibt die Zwiebelfliege und die Zwiebel vertreibt die Möhrenfliege! Und das Ganze funktioniert sehr zuverlässig.

          Gute Nachbarn #4: Möhre oder Pastinake & Knoblauch

          Es gibt auch noch mehr ähnliche Kombinationen in die Richtung, also Möhre oder Pastinake mit Knoblauch funktioniert auch sehr gut! Knoblauch ist übrigens eine tolle Pflanze und ein guter Mischkultur-Partner für alle möglichen Gemüse.

          Da gibt es dann eine ganze Reihe von tollen Partnerschaften, also die aus der Zwiebel Familie und die Möhren und Pastinaken kann man alle sehr gut miteinander kombinieren.

          Gute Nachbarn #5: Möhre & Lauch

          Die Mischkultur von Möhre und Lauch kann man probieren, wenn man komplett auf Kulturschutznetze verzichten möchte. Der Lauch wird aber leider sehr schnell von der ziemlich hartnäckigen Lauchfliege befallen.

          Gute Nachbarn #6: Kohl, Lauch & Sellerie

          Deswegen wächst Lauch bei mir immer, immer, immer mit dem Kohl zusammen auf einem Beet, weil ich einfach so viele Probleme mit der Lauchfliege hatte, dass ich da keine Lust mehr darauf habe. Über das Beet mit Lauch kommt deswegen jetzt immer ein Kulturschutznetz rüber.

          Ich verwende Netze, die engmaschig und stabil sind, sodass sie möglichst lange halten. Es ist halt so eine Sache, Plastik im Garten zu verwenden. Ja oder nein? In diesem Fall finde ich es aber angebracht, weil sowohl Kohl als auch Lauch werden einfach weggefressen, wenn man da nicht aufpasst. Und das ist viel zu schade!

          Das Kohlbeet bepflanze ich immer auch noch mit Sellerie. Also Kohl, Lauch und Sellerie wachsen bei mir immer zusammen in einem Beet, denn der Sellerie bietet eine zusätzliche Schutzfunktion für den Kohl.

          Der Sellerie vertreibt die Schädlinge nochmal extra, das heißt, selbst wenn mal irgendwo das Netz hochflattert und irgendwie Tiere drunter kommen können, dann ist da immer noch der Sellerie, der seinen Duft verströmt und die Schädlinge ablenkt.

          Milpa: Kürbis, Bohnene und Mais in Mischkultur

          Gute Nachbarn #7: Milpa – Kürbis, Mais & Stangenbohnen

          Dann kommt noch eine wunderbare Mischkultur, das Milpa-Beet! Das haben sicher auch schon einige von euch ausprobiert. Für diese Mischkultur-Partnerschaft wird Mais zusammen mit Stangenbohnen und Kürbis anbaut. Die drei Pflanzen ergänzen sich prima:

          Der Kürbis ist in dieser Kombi der Bodenbedecker. Die Stangenbohnen fixieren Stickstoff im Boden und stellen ihn den anderen Pflanzen zur Verfügung. Und der Mais ersetzt die Bohnenstangen! Das ist schon einfach eine der coolsten Mischkulturen überhaupt!

          Es ist allerdings wichtig, dass man da die Sorten so aufeinander abstimmt, dass der Mais schnell genug wächst, um nicht von der Bohne überwuchert zu werden – oder umgekehrt. Das ist immer so ein bisschen ein Kunststück. ;)

          Bei dem Kürbis ist es eigentlich relativ egal, welche Sorte man anbaut. Aber bei dem Mais, da passt die Sorte „Tramunt“ sehr gut zusammen mit der Stangenbohnen-Sorte „Neckarkönigin“. Die wachsen im gleichen Takt, sodass diese Mischkultur dann meistens sehr gut funktioniert.

          Diese Gemüse-Nachbarschaften solltest du eher vermeiden

          Manche Gemüse-Kombinationen sind winw richtig schlechte Kombi – in meiner Mischkulturtabelle siehst du auf den ersten Blick, was du besser vermeidest. D wären zum Beispiel Freiland-Tomaten und Kartoffeln. Als Nachtschattengewächse sind beide ziemlich anfällig für Braunfäule, eine Pilz-Krankheit die beiden Pflanzen sehr zusetzt.

          Also bitte, bitte, bitte immer einen großen Sicherheitsabstand zwischen Tomaten und Kartoffeln wahren. Die beiden pflanze ich tatsächlich mittlerweile immer so weit wie möglich auseinander!

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          Mischkultur ist kein Allheilmittel

          Leider ist auch die beste Mischkultur kein Allheilmittel. Wenn der Schädlingsdruck in deinem Garten einfach super hoch ist, kann es sein, dass deine Pflanzen trotzdem befallen werden. Da helfen dann nur Kulturschutznetze und vorbeugende Maßnahmen.

          Aber solange der Schädlingsdruck moderat ist und sich nicht tausend Zwiebelfliegen in deinem Garten tummeln, die ganz hungrig auf deine Zwiebelgewächse sind, funktionieren kluge Beetpartnerschaften meiner Erfahrung nach sehr, sehr gut. Deine Beete in Mischkultur zu bepflanzen ist also eine tolle Möglichkeit, wenn du einfach und wirkungsvoll dafür sorgen möchtest, dass dein Garten auf natürliche Weise möglichst gesund bleibt.

          Hast du Lust auf noch mehr Tipps und Tricks rund um die Anbau- und Gartenplanung? Dann geht’s hier weiter:

          Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

          28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

          Fruchtfolge planen im Gemüsegarten

          Was sind deine liebsten Mischkultur-Partnerschaften? Welche Gemüse baust du immer wieder zusammen an, weil es einfach so gut funktioniert?

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