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Wintergemüse: Geerntetes Gemüse im Schnee

Wintergemüse anbauen: So klappt’s mit der Winterernte!

Wintergemüse ist genau das Richtige für dich, wenn du im Herbst nur schweren Herzens deine Beete räumst und es im Frühjahr gar nicht erwarten kannst, dass das Gartenjahr endlich wieder anfängt. Denn die gute Nachricht ist: Mit Wintergemüse kannst du rund um´s Jahr gärtnern! :)

Inhaltsverzeichnis
Fünf Gründe für Wintergemüse
Welche Gemüse wachsen im Winter?
Wintergemüse anbauen – so klappt‘s!
 #1: Basics im Wintergarten
 #2: Wintergemüse unter Dach und Fach
 #3: Das richtige Timing für Wintergemüse
 #4: Die Fruchtfolge im Wintergarten
 Wintergemüse oder kein Wintergemüse?

Fünf Gründe für Wintergemüse

Gärtnern geht nur im Sommer? Da lachen ja die Hühner! Ich habe die letzten Jahre immer mehr Wintergemüse angebaut, die ich inzwischen weder im Garten noch auf dem Teller missen möchte. Deinen Gemüsegarten rund ums Jahr zu nutzen, lege ich dir deshalb unbedingt ans Herz! Hier kommen fünf Gründe, warum ich Wintergärtnern toll finde:

1. Nutze deine Beete und werde Winter-Selbstversorger!

Es funktioniert: Auch im Winter kannst du richtig viele Gemüsearten anbauen! Natürlich wachsen sie nicht alle in den frostigen Monaten: Aubergine, Zucchini und Co verabschieden sich spätestens im Oktober, weil es ihnen dann zu ungemütlich wird. Danach stehen allzu viele Gemüsebeete leer, bis im Frühjahr neue Jungpflanzen einziehen.

Das muss aber nicht sein! Denn es gibt so viele Wintergemüse, die der Kälte trotzen und es dir auch im Winter ermöglichen, dein eigenes Gemüse zu ernten. Ich finde es toll, meine Beete so noch besser nutzen zu können und auch im Winter richtig viel aus ihnen herauszuholen – im wahrsten Sinne des Wortes! Und wer sich – wie ich – größtenteils selbst versorgen will, der kommt um Wintergemüse nicht herum. :)

Wintergemüse: Buntes Ofengemüse aus dem Garten

2. Wintergemüse ist bunt und abwechslungsreich!

Du denkst bei Wintergemüse an Kopfkohl und Pastinaken und stellst dir das eher langweilig vor? Dann sei gespannt auf die bunte Vielfalt, die du auch im Winter ernten kannst. Du wirst sehen, da geht einiges!

Denn außer Weiß-, Rot- und Rosenkohl gibt es auch frisches Blattgemüse wie Mangold, Grünkohl, Lauch und Spinat; knackige Wintersalate wie Feldsalat, Postelein und Radicchio – und natürlich die ganze Palette an Wurzelgemüse: Möhren, Pastinake und Co.

Hier findest du einen Überblick über die Gemüse, die du auch im Winter ernten kannst:

WintergemüseFamilieFür wen geeignet?
FeldsalatBaldriangewächsAlle
MöhreDoldenblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
PastinakeDoldenblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
MangoldFuchsschwanzgewächsAlle
SpinatFuchsschwanzgewächsAlle
Rote BeteFuchsschwanzgewächsAlle mit ersten Gartenerfahrungen
SchwarzwurzelKorbblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
TopinamburKorbblütlerAlle
EndivieKorbblütlerAlle
AsiasalatKreuzblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
GrünkohlKreuzblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
PalmkohlKreuzblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
Kopfkohl (Rot-, Weißkohl)KreuzblütlerEher Fortgeschrittene Gärtner*innen
RosenkohlKreuzblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
SteckrübeKreuzblütlerAlle
WirsingKreuzblütlerEher Fortgeschrittene Gärtner*innen
BlumenkohlKreuzblütlerEher Fortgeschrittene Gärtner*innen
PosteleinQuellkrautgewächseAlle
LauchZwiebelgewächseAlle mit ersten Gartenerfahrungen
WinterheckenzwiebelZwiebelgewächseAlle mit ersten Gartenerfahrungen

3. Frische, Geschmack und Immunbooster zum Selberernten!

Wintergemüse anzubauen, liefert dir gleich mehrere Vorteile: Du weißt ganz genau, wo das Gemüse auf deinem Teller herkommt und kannst immer ernten, was du gerade brauchst. Das frisch geerntete Gemüse strotzt nur so vor Vitaminen und Mineralstoffen. Und gerade im Winter können wir die ein oder andere Vitaminbombe gut gebrauchen, oder? Deshalb ist mein Motto: Aus der Erde direkt auf den Teller!

Es gibt da allerdings auch Ausnahmen: Zu Sauerkraut verarbeiteter Kopfkohl wird erst durch die Fermentation ein regelrechter Immunbooster. Rohes Sauerkraut steckt voller Vitamin C, Mineralstoffe und Milchsäurebakterien und ist dadurch super gesund. Ich mache jedes Jahr mein eigenes Sauerkraut, und schlemme dann den ganzen Winter lang aus dem Gärtopf. Mmmmhhh…! :)

Frisches Wintergemüse schmeckt oft super intensiv und süß, ist dir das schon mal aufgefallen? Die kalten Temperaturen sorgen nämlich dafür, dass viele Gemüse aufhören, Zucker in Stärke umzuwandeln. Und wenn der Zucker als solcher in den Pflanzen eingelagert wird, schmecken die einfach süßer! Vielleicht hast du das schonmal bei Möhren oder Pastinaken beobachtet?

4. Entdecke neue Gemüsewelten! ;)

Wer weiß, vielleicht kommst du im Wintergarten ja auch auf den Geschmack von eher unbekannteren Gemüsearten, die es im Supermarkt einfach nicht gibt. Hast du schonmal Schwarzwurz, Flowersprouts oder Topinambur probiert? Ich wette, mindestens eines dieser Gemüse ist neu für dich! Wie wär’s damit, das dieses Jahr einfach selbst anzubauen?!

5. Dein Boden wird’s dir danken!

Wachsen auch im Winter Gemüsepflanzen in deinen Beeten, muss dein Boden nicht blank und leer überwintern. Denn das ist etwas, was ihm gar nicht gefällt! Du tust deinem Boden und all den Bodentierchen einen riesigen Gefallen, wenn du dafür sorgst, dass die Oberfläche immer bedeckt ist.

Und die beste Lösung dafür sind… Pflanzen! Warum dann nicht gleich Wintergemüse? Das macht schließlich nicht nur den Boden, sondern auch dich glücklich!

Wenn du dich im Winter aber lieber auf das Sofa verkrümelst und deinen Garten bis zum Frühling gerne in Ruhe lässt, kannst du auch mit einer Gründüngung oder einer dicken Mulchschicht dafür sorgen, dass es deinem Boden an nichts fehlt und er gesund über den Winter kommt.

Wintergemüse: Hochbeet mit Minitunnel

Wintergemüse anbauen – so klappt‘s!

Egal ob im Sommer oder im Winter – die Basics beim Gemüseanbau sind immer dieselben: Es geht darum, deinen Schützlingen die bestmöglichen Bedingungen zu bieten, damit sie gesund bleiben, kräftig werden und leckeres Gemüse produzieren. Aber da die Ausgangssituation im Winter eine ganz andere ist als im Sommer, solltest du beim Anbau von Wintergemüse ein paar Dinge beachten:

#1: Basics im Wintergarten

Der Sommer mit seinen langen Tagen, warmen Nächten und Sonnenschein satt bietet den meisten Pflanzen ideale Bedingungen für das Wachstum. Denn für ihren Stoffwechsel brauchen sie vor allem eines: Licht! Das ist im Winter eher Mangelware. Die Pflanzen betreiben daher viel weniger Photosynthese und wachsen nur noch sehr langsam.

Da der ganze Stoffwechsel dann sozusagen auf Sparflamme läuft, brauchen deine grünen Freunde auch weniger Wasser und Nährstoffe. Ums Gießen und Düngen musst du dir bei deinem Wintergemüse also eher keine Gedanken machen. Im Gegenteil: Im Winter ist manchmal sogar zu viel Wasser da, und das Wintergemüse schaut mit dauernassen Wurzeln wie ein begossener Pudel aus den Beeten. 

#2: Wintergemüse unter Dach und Fach

Es gibt einige Gemüse, die für den Winter zwar geeignet sind – aber denen es im Freiland so ganz ungeschützt doch zu kalt wird. Diese Kandidaten kannst du mit verschiedenen Methoden ziemlich simpel vor Regen, Schnee und Frost schützen, und sie so auch im Winter anbauen.

Vom Gemüsevlies über Treibhaushauben und Frühbeetkasten bis hin zum Gewächshaus gibt es für jedes Wintergemüse eine passende Anbaumethode. Aber keine Sorge, eine ganze Reihe an Gemüse lässt sich auch im Winter ohne größeres Equipment im Freiland anbauen.

Für den Einstieg ist ein gutes Wintervlies perfekt: Du kannst es bei ganz vielen Gemüsearten einsetzen! Es puffert kalte Temperaturen ab, schützt dein Gemüse gerade in frostigen Nächten und wirkt wahre Wunder!

Wintervlies für den Gemüsegarten im Winter

Informier dich vor deinem ersten Winterabenteuer im Gemüsegarten am besten gut, welches Gemüse welche Temperaturen noch toleriert und ab wann es dann doch zu ungemütlich wird.

#3: Das richtige Timing für Wintergemüse

Eigentlich müsste es nicht „Wintergärtnern“, sondern „Winterernten“ heißen. Denn all die Gemüse, mit denen du in den kalten Monaten deinen Erntekorb füllst, säst, pflanzt und pflegst du schon ab dem Frühsommer. Ja – Wintergärtnern fängt schon im Sommer an!

Denn sobald die Tage kürzer und kälter werden, wachsen auch die Wintergemüse nur noch langsam. Sie benötigen den Sommer, um groß und robust genug zu werden, damit sie später dem Frost trotzen können. Die meisten Wintergemüse sind auch eher gemächlich unterwegs und brauchen viiiiel Vorlauf, um aus ihren Kinderschuhen hinauszuwachsen. Lauch und Blumenkohl sind typische Beispiele für solche Schnarchnasen. ;)

Was du im Winter ernten möchtest, solltest du dir daher bereits im Frühjahr überlegen und rechtzeitig mit der Anzucht und Pflanzung beginnen. Wenn es für eine Aussaat schon zu spät ist, schau doch mal, ob du noch Jungpflanzen der Wintergemüse deiner Wahl bei dir in der Nähe bekommst. So kannst du auch etwas später im Jahr noch ins Wintergemüsegame einsteigen. ;)

Um all die Aussaattermine für deine Gemüseernte nicht zu verpassen, gibt’s hier einen fix und fertigen Aussaatkalender für dich: Einfach herunterladen und du hast alle wichtigen Aussaaten und Pflanzungen immer auf einen Blick parat!

#4: Die Fruchtfolge im Wintergarten

Für die Planung deiner Wintergemüse solltest du die Fruchtfolge im Gemüsegarten genauso beachten wie für die Sommergemüse auch. Denn sonst schaffst du geradezu Oasen für Krankheiten und Schädlinge, wo sie ideal überwintern können.

Das ist immer eine kleine Herausforderung, denn ganz viele wunderbare Leckereien aus dem Wintergarten gehören zu ein und derselben Pflanzenfamilie: den Kreuzblütlern. Blumenkohl, Rüben, Rosenkohl, Rucola, Brokkoli, Rettich, Grünkohl und viele weitere sind so eng miteinander verwandt, dass sie von denselben Schadtierchen und Krankheiten heimgesucht werden.

Um zu vermeiden, dass sich die in deinen Beeten einnisten, solltest du nach dem Anbau von Kreuzblütlern immer sechs Jahre warten, bis du im selben Beet wieder Mitglieder dieser Pflanzenfamilie anbaust. Es ist daher super hilfreich, wenn du mehrere Beete hast, wo deine Lieblingsgemüse Jahr für Jahr das Beet wechseln können.

Wintergemüse: Kohl im Winterbeet

Wintergemüse oder kein Wintergemüse?

Surprise: Nicht jede Gemüsepflanze, die im Winter aus der Erde schaut, ist ein Wintergemüse! Es gibt da nämlich auch noch die überwinternden Gemüse. Das sind die Kandidaten, die du zwar schon im Spätsommer oder Herbst pflanzt, aber erst im folgenden Jahr erntest.

Ein typisches Beispiel für überwinternde Gemüse sind Dicke Bohnen. Sie werden im Spätsommer gesät, machen ihren ersten Wachstumsschub im Herbst, und verharren dann als junge, aber frostharte Pflanzen über den Winter im Boden. So haben sie einen ordentlichen Wachstumsvorsprung gegenüber den Bohnen, die erst im Frühjahr gesät werden und können bei den ersten Sonnenstrahlen und Plusgraden bereits munter weiterwachsen.

Auch Knoblauch erntest du in der Regel erst im Folgejahr, nachdem du im Sommer die Zehen in die Erde gesteckt hast. Im Winter gibt’s da leider noch nichts zu holen, da ist Geduld angesagt. ;)

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Na, konnte ich dich mit meiner Begeisterung für Wintergemüse anstecken? Es ist wirklich ein grandioses Gefühl, auch im Winter noch Gemüse aus dem eigenen Garten ernten zu können. Was glaubst du, wie die Verwandtschaft staunt, wenn du ihnen an Weihnachten selbst geernteten Rosenkohl servierst? Darum nichts wie los: Schnapp dir deinen Gartenplan und schreib auf, welche Wintergemüse du in den kalten Monaten genießen willst!

Wenn du noch ein bisschen weiterschmökern magst zum leckeren Wintergemüse, lies gerne hier weiter:

Rosenkohl pflanzen: Der komplette Guide vom Anbau bis zur Ernte!

Der komplette Grünkohl-Guide: Pflanzen, Anbauen & Ernten

 Rucola anbauen – die komplette Anleitung!

Hast du schon mal Wintergemüse angebaut? Schreib mir in den Kommentaren gerne von deinen Erfahrungen!

Kompost anlegen in 5 Schritten: So machst du richtig guten Kompost!

Kompost anlegen ist eine der wichtigsten Aufgaben im Garten, um einen perfekten Nährstoffkreislauf zu schaffen: Deine Pflanzen bekommen mit Kompost Dünger und werden nach der Ernte selber zu Kompost, der dann wiederum der nächsten Pflanzengeneration nutzt. Deshalb solltest du in deinem Garten unbedingt ein Fleckchen für Kompost reservieren – das spart nicht nur Geld, sondern ist auch richtig nachhaltig!

Inhaltsverzeichnis
In aller Kürze: Kompost anlegen
Kompostsysteme & der richtige Standort
Anleitung zum Kompost anlegen
Nach dem Kompost anlegen: Die Pflege
Verwendung von Kompost
Kompost anlegen auf dem Balkon
Probleme beim Kompost anlegen

In aller Kürze: Kompost anlegen

Du möchtest nicht lange fackeln, sondern am liebsten sofort mit dem Kompost anlegen beginnen? Dann schau doch mal in meine Tabelle, da habe ich dir sämtliche Schritte kurz und knackig zusammengefasst!

Kompost anlegen: Die ArbeitsschritteGewusst wieTipps und Tricks
# 1: passenden Standort finden und Kompostbehälter aufstellengut erreichbar, windgeschützt, beschattetunbedingt direkt auf dem Erdboden anlegen
# 2: passendes Material zerkleinern und in den Komposter füllenGartenabfälle, angewelkter Grasschnitt, Küchenabfälle, Stroh, Kleintiermistkeine Essensreste, Fleisch oder Milchprodukte, keine Teile von kranken Pflanzen oder Unkräutern
# 3: Kompost in Schwung bringen und richtig pflegen10 % fertigen Kompost oder Gartenerde untermischen, EM dazugebenKompost Starter aus 10 l Wasser, 1 Würfel Hefe und 1 kg Zucker mischen und über den Komposthaufen gießen
# 4: Kompost umsetzennach 3 bis 6 Wochen, so gelangen die äußeren Schichten nach innenwenn du deinen Kompost nicht umsetzt, dauert es nur länger bis er fertig ist. ;)
# 5: Kompost verwendenMulch, Dünger, AussaaterdeKompost je nach Reifestadium entsprechend verwenden

Du siehst: Das Kompost anlegen ist nicht besonders kompliziert. Und wenn dein Kompost fertig ist und du das schwarze Gold vor dir liegen hast, kannst du es als wunderbar nährstoffreiche Erde in deinen Beeten verwenden. Besonders Starkzehrer wie Tomaten freuen sich ganz besonders über Komposterde.

Apropos Tomaten: Isst du die auch so gerne wie ich und kannst gar nicht genug von den runden Dingern bekommen? Dann lad dir doch meinen Tomatenguide herunter! Da zeige ich dir, wie du ganz einfach und mit ein paar kleinen Kniffen zu einer üppigen Tomatenernte kommst.

Hier kannst du ihn herunterladen:

Kompostsysteme & der richtige Standort

Jetzt geht es in die konkrete Planungsphase: Denn ja, auch zum Kompost anlegen braucht es ein paar Überlegungen vorab: Du willst schließlich den perfekten Platz zum Komposthaufen anlegen finden, und musst dich für das passsende Komposter Modell entscheiden.

Der richtige Komposter Standort

Da, wo du deinen Komposthaufen anlegen möchtest, musst du unbedingt ganz unkompliziert mit einer Schubkarre hinkommen. Außerdem sollte der Platz windgeschützt liegen und Schatten haben und es wäre vielleicht auch nicht verkehrt, wenn du deinen Kompost ein bisschen verstecken könntest? Denn so riiiiichtig dekorativ ist er ja nicht! ;)

Bäume und Sträucher eignen sich prima als Sicht- und Sonnenschutz in Kompostnähe. Wenn da, wo du den Komposthaufen planst, noch nichts wächst, kannst du auch einfach neu pflanzen.

Psst: Wie wäre es mit Beerensträuchern? Die bringen dir nicht nur Schatten, sondern auch eine leckere Ernte! ;)

Kompost anlegen: Himbeeren als Sichtschutz

Ohne Beschattung würde dein Kompost während eines heißen Sommers schnell austrocknen und anschließend stellen die Bodenorganismen beleidigt ihre Arbeit ein. Es dauert dann viiel länger, bis dein Kompost endlich fertig ist.

Die Bodenorganismen, die für die Umwandlung von organischen Abfällen in nährstoffreiche Erde verantwortlich sind, solltest du auch sonst bei Laune halten: Sie möchten ihre Arbeit gerne immer am selben Ort verrichten und nicht umziehen müssen. Wenn der Komposthaufen seinen festen Platz hat, arbeiten sie effizienter und zügiger.

Mehr Informationen zu Bodenorganismen und wie du dein Bodenleben fördern kannst, findest du in diesem Video:

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Mehr Informationen

Außerdem solltest du direkt auf dem Erdboden den Kompost anlegen und zwar auf einem Untergrund, der wasserdurchlässig ist. So kann sich keine Staunässe bilden.

Kompostsysteme

Du hast einen schönen Kompostplatz gefunden? Prima, dann musst du nur noch den passenden Kompost Kasten finden! Es gibt verschiedene Kompostsysteme:

  • Holzkomposter bestehen meistens aus einfachen Holzbrettern und haben keine Abdeckung. Dadurch wird die Rotte nicht so heiß wie in einem verschlossenen Komposter und Gerüche können sich ungehindert ausbreiten. Du verwendest aber ein natürliches und nachhaltiges Material.
  • Du kannst auch im Schnellkomposter oder Thermokomposter Kompost anlegen. Das sind verschlossene Kunststoffbehälter. Wenn sie eine Entladeklappe haben, kannst du den fertigen Kompost ganz bequem herausnehmen. Sie sollten aber mindestens 200 Liter fassen, damit die Verrottung schnell und effektiv abläuft. Wenn du dich für einen Schnellkomposter entscheidest, achte auf einen Kunststoff, der UV-stabil und wetterfest ist.
  • Offene Komposthaufen sollten mindestens 1,20m breit, 80cm hoch und mehrere Meter lang sein. Beim Kompost schichten lässt du die Seiten schräg abfallen. Offene Haufen eignen sich vor allem für sehr große Gärten, in denen viel Material anfällt.

Anleitung zum Kompost anlegen

Zum Kompost anlegen brauchst du – ganz genau: Kompostgut! ;) In Küche und Garten fallen viele organische Abfälle an.

Braune Materialien wie Stroh, Hackschnitzel, Laub oder Äste enthalten viel Kohlenstoff (C).

„Grüne“ Materialien wie Reste vom Gemüseschnibbeln, Grünschnitt, Brennnesseln, Kaffeesatz, Mist, Jauche und Grasschnitt enthalten viel Stickstoff (N).

Für eine optimale Rotte sollte das C/N-Verhältnis des Kompostguts etwa zwischen 15:1 bis 25:1 liegen. Einfacher gesagt: Kompost richtig anlegen bedeutet, immer mehr braune als grüne Materialien auf den Haufen zu geben. Wenn es möglich ist, füllst du braune und grüne Kompost Schichten außerdem immer abwechselnd ein.

Wenn du deine organischen Abfälle möglichst klein schneidest, können die Bodenorganismen besser arbeiten. Dafür eignet sich ein Häcksler hervorragend, aber auch eine einfache Gartenschere leistet schon gute Dienste!

Zu klein muss es aber gar nicht werden. Ein bisschen Luft darf ruhig durch deinen Kompost zirkulieren. Ansonsten können die Materialien anfangen zu schimmeln.

Kompost anlegen: Äste zum Kompostieren

Was darf in den Kompost?

Von Garten- und Küchenabfällen über Stroh, Mist, Federn, Pappe, Tee- oder Kaffeesatz: Die allermeisten organischen Rohstoffe sind auf dem Komposthaufen gut aufgehoben.

Auch Schalen von Eiern und Biozitrusfrüchten kannst du ganz problemlos kompostieren, wenn du sie in kleinen Stücken dazugibst und gut mit dem übrigen Kompost vermischst.

Die Verrottung von Laub, Rinden und Holz dauert länger, deshalb solltest du für diese Materialien besser einen eigenen Kompost anlegen.

Was darf nicht in den Kompost?

Gekochte Essensreste, Fleisch, Milchprodukte und Gebäck können Ratten anziehen und haben daher auf dem Komposthaufen nichts verloren.

Abgesehen davon gibt es auch anderes kritisches Kompostgut:

  • Unkraut gehört nicht auf den Kompost: Bei der normalen „Haus-Kompostierung“ liegen die Komposthaufen meistens offen da und erhitzen sich deshalb nicht so stark, wie es nötig wäre, um Samen und Wurzelunkräuter unschädlich zu machen. Mit der Komposterde aus diesem Kompost würdest du Unkräutern den roten Teppich ausrollen und es wieder in deine Beete eintragen.
  • Teile von kranken Pflanzen dürfen aus demselben Grund nicht auf dem Komposthaufen landen. Für Unkräuter und kranke Pflanzen würde ich deshalb einen getrennten Kompost anlegen, dessen Erde ich nur unter Büschen und Bäumen, aber nicht auf meinen Beeten ausbringe.
  • Grasschnitt kann zwar grundsätzlich auf den Kompost, aber nur in dünnen Schichten. Außerdem sollte er bereits leicht angewelkt sein, damit sich nicht so leicht faulige Schichten bilden.
  • Hobelspäne und Sägemehl solltest du nur in kleinen Mengen kompostieren, damit die Drahtwürmer deine Beete nicht zu ihrem neuen Lieblingsaufenthaltsort erklären.

Kompost in Schwung bringen

Du kannst es kaum abwarten, bis nach dem Kompost anlegen aus deinen Gemüseabschnitten und Gartenabfällen wunderbare neue Erde entstanden ist? Dann habe ich hier ein paar Tricks für dich, wie du deinen Kompost auf Trab bringst:

  • Damit die Bodenorganismen so richtig durchstarten können, mischst du ungefähr zehn Prozent tonhaltige Gartenerde oder fertigen Kompost unter die Abfälle.
  • Du kannst Effektive Mikroorganismen (EM) nutzen, die du mit Wasser vermischst und auf deinen Kompost gießt. Mit ihrer Hilfe kompostieren deine Abfälle nicht nur wesentlich schneller, EM-Kompost ist auch nährstoffreicher und fault nicht so schnell wie herkömmlicher Kompost.
  • Alternativ dazu kannst du dir einen Kompost Starter aus 10 l Wasser, 1 Würfel Hefe und 1 kg Zucker mischen und über den Komposthaufen gießen. Diese Aufbaunahrung lieben die Bodenorganismen!

In meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs zeige ich dir übrigens nicht nur noch mehr Tipps und Tricks zum Kompost anlegen, sondern du lernst auch, wie du dich ohne viel Mühe ein Stück weit selbst versorgen kannst. Supermarkt war gestern – wir bauen unser Obst und Gemüse jetzt selber an! :)

Kompost anlegen: 1x1 des Kompostierens
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Wann ist der Kompost fertig und wann bringe ich ihn aus?

Wann dein Kompost fertig ist, hängt von verschiedenen Dingen ab: Je nachdem wie fleißig du beim Kompost umsetzen bist, welches organische Material in deinem Komposter verrotten soll und welche Jahreszeit gerade ist, dauert das Kompostieren einige Wochen oder viele Monate.

Dein Kompost ist fertig, wenn er nach Waldboden riecht und keine großen Stücke mehr zu sehen sind. Einzelne unverrottete Teile kannst du mit einem Kompostsieb heraussieben und zurück auf den Haufen werfen.

Die beste Zeit, um Kompost auszubringen, ist das Frühjahr. Dann packst du eine 1 bis 2 cm dicke Schicht auf deine Beete und arbeitest sie leicht ein. Fertigen Kompost, den du nicht gleich verwendest, lagerst du abgedeckt, damit der Regen keine Nährstoffe auswäscht.

Im Sommer ist der Kompost ein wunderbarer Dünger für starkzehrende Pflanzen wie Tomaten oder Kohl.

Apropos Tomaten: Hast du dir schon dir meinen Tomatenguide heruntergeladen? ;)

Wenn du Kompost im Herbst ausbringen möchtest, solltest du das nur tun, solange der Boden noch warm ist und ihn mit einer Mulchdecke schützen.

Nach dem Kompost anlegen: Die Pflege

Auch wenn dich dein Komposthaufen bei der Arbeit eigentlich nicht braucht, gibt es paar Faktoren, die für eine zügige Verrottung wichtig sind und auf die du achten solltest.

  • Temperatur
    In einem geschlossenen Komposter erreichst du höhere Temperaturen als in einem offenen Komposter, das heißt, die Verrottung geht entweder schneller oder dauert etwas länger, je nachdem.
  • Feuchtigkeit
    Zu wenig Feuchtigkeit lässt die Bodenorganismen vertrocknen und verzögert die Verrottung. Ist der Kompost zu nass, kommt nicht mehr genug Luft ins Innere und er fault. Woher also wissen, wie viel Wasser gut ist? Mein Tipp: Wenn sich das Innere des Komposthaufens wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlt, ist alles genau richtig!
  • Sauerstoff
    Beim Kompost anlegen solltest du darauf achten, dass Schichten aus Grasschnitt oder Tonerde nicht zu dick geraten. Sonst gerät nämlich kein Sauerstoff mehr ins Innere des Haufens und die für die Kompostierung wichtigen Bakterien sterben.
Kompost anlegen: Gemüseabfälle und Eierschalen

Verwendung von Kompost

Wenn schon ein wenig Zeit seit dem Kompost anlegen vergangen ist, gibt es mehrere Kompost-Reifestadien, die du jeweils auf unterschiedliche Weise verwenden kannst.

  • Reifestadium 1: Mulch
    Die Temperatur des Komposts ist deutlich abgefallen, er riecht neutral, aber es sind noch gröbere Stückchen zu erkennen. Dieser Kompost eignet sich perfekt zum Mulchen.
  • Reifestadium 2: Kompost Dünger
    Die Temperatur des Komposts ist deutlich abgefallen und es sind nicht mehr viele gröbere Stückchen zu erkennen. Der Geruch erinnert an Walderde. Jetzt kannst du ein paar Schaufeln Kompost als Kopfdüngung für Starkzehrer wie Tomaten und Gurken verwenden.
  • Reifestadium 3: Aussaaterde
    Der Kompost riecht angenehm nach Walderde und es sind keine größeren Stücke mehr zu sehen. In diese Erde kannst du probemlos säen und pflanzen.

Kompost anlegen auf dem Balkon

Du gärtnerst auf dem Balkon und hast keinen Platz für Kompost? Kein Problem! In diesem Fall kannst du deine Gemüseabfälle wunderbar in einer Wurmkiste kompostieren. Die ist nicht nur geruchsneutral, sondern auch super effektiv.

Wurmkisten kannst du entweder selber bauen oder fertig kaufen. Die zukünftigen Bewohner (Rote Mistwürmer) gibt es online.

Eine andere Möglichkeit ist ein Bokashi Eimer , in dem du deine Gemüseabfälle fermentierst und in nährstoffreiche Erde verwandelst.

Probleme beim Kompost anlegen

Nicht immer läuft beim Kompost anlegen alles problemlos. Deshalb habe ich dir hier die häufigsten Probleme zusammengetragen – natürlich mitsamt passenden Lösungen:

Problem #1: Mein Kompost stinkt!
Wenn dein Komposthaufen stinkt, fault er, statt zu verrotten.

► In diesem Fall öffnest du den Haufen und kontrollierst, ob der Boden darunter wasserdurchlässig ist. Dann ist Kompost umschichten angesagt! Dabei mischst du trockenes Material unter. Falls dein Komposter eine Abdeckung hat: Ist sie dicht?

Problem #2: Mein Kompost schimmelt!
Schimmel ist ein Zeichen dafür, dass der Kompost zu trocken ist.

► Komposthaufen umsetzen und etwas reifen Kompost untermischen. Das aktiviert ihn neu. Dann gönnst du dem Kompost ein paar Kannen Wasser. In der folgenden Zeit kontrollierst du deinen Kompost regelmäßig auf ausreichende Feuchtigkeit und gießt ihn, falls er zu trocken ist.

Problem #3: Mein Kompost wird einfach nicht fertig!

► Wenn dir alles viiiel zu langsam geht, kannst du alle drei bis vier Wochen deinen Kompost umsetzen. Dadurch kommt Sauerstoff hinein und aktiviert die Bodenorganismen, die dann so richtig Vollgas geben können. ;)

Du wirst sehen, mit den richtigen Tipps und Tricks ist das Kompost anlegen gar nicht schwer. Dein Gemüse wird in dem „schwarzen Gold“ ganz bestimmt prächtig wachsen und dir eine dicke Ernte bescheren. Darum nichts wie los, such gleich mal nach einem schönen Platz für deinen zukünftigen Komposter! :)

Außer Kompost anlegen interessieren dich noch ganz viele andere Gartenthemen? Dann lies gerne hier weiter:

Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

Wie mein Garten fast von selbst unkrautfrei bleibt

Was hast du für Tipps zum Kompost anlegen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

Gartenarbeit im Herbst: Daran solltest du denken!

Es gibt Gartenarbeit im Herbst, die du erledigen solltest, bevor die ersten Stürme über das Land fegen und die ersten frostigen Nächte Einzug halten. Jetzt ist die beste Zeit dafür, neue grüne Freunde in deinen Garten einziehen zu lassen, alles winterfest zu machen und deine mehrjährigen Pflanzen auf die nächste Saison vorzubereiten. Sieht aus, als würde es ein heißer Herbst? Da kannst du drauf wetten! :)

Los geht´s, ich zeige dir 9 Gartenaufgaben, die jetzt im Herbst anstehen:

Inhaltsverzeichnis
#1 Frostbeulen retten! Frostempfindliche Gemüse ernten
#2 Bei Puste bleiben! Der letzte Einkochmarathon
#3 Keine tränenreiche Angelegenheit! Zwiebeln stecken
#4 Simsalabim! Laubhaufen in Mulch verwandeln
#5 Freie Logis! Laubhaufen für die Igel-Überwinterung
#6 Frühbeetkasten aufbauen und Wintervlies ausbreiten!
#7 Aus der Reserve locken! Chicorée ernten und treiben
#8 Neue Freunde: Beerensträucher und Obstbäume pflanzen
#9 Ein Haufen toller Sachen! Kompost bearbeiten

#1 Frostbeulen retten! Frostempfindliche Gemüse ernten

Auch wenn du am liebsten deine Augen hartnäckig davor verschließen möchtest: Der Sommer ist vorbei und es wird schrittweise immer kälter. Und weil Gemüselieblinge wie Tomaten, Süßkartoffeln, Paprika und Auberginen Wollpullover strikt ablehnen, Kälte aber ungeheuer übelnehmen, besteht deine erste Gartenarbeit im Herbst darin, sie vor dem ersten Frost zu ernten oder mitsamt der Pflanze ins Haus zu holen. Am besten verfolgst du genau den Wetterbericht, damit du weißt, wann es gefährlich wird für deine grünen Sonnenanbeter. 

Ob du deine Früchte einfach erntest oder mit der ganzen Pflanze zusammen ins Haus holst, hängt davon ab, ob die Früchte nachreifen.

Tomaten nachreifen lassen als Gartenarbeit

Deine grünen Tomaten erntest du zum Beispiel einfach ab: Tomaten nachreifen lassen geht ganz entspannt im Haus. Wenn du nicht möchtest, dass alle auf einmal rot werden, lagerst du ein paar in der warmen Küche und den Rest an einem kühleren Ort. So reifen immer nur so viele nach, wie du verputzen kannst!

Auch Auberginen reifen nach. Sie sollten auf jeden Fall eine dunkelviolette Farbe haben, wenn du sie isst. Unreife Auberginen enthalten nämlich sehr viel Solanin und das ist giftig für den Menschen.

Süßkartoffeln schmecken auch schon, wenn sie noch nicht ganz ausgereift sind bei der Ernte. Du kannst sie dann nur nicht so lange lagern, sondern solltest sie möglichst bald aufessen. Aber es gibt wirklich Schlimmeres, oder? ;)

Paprika und Chili sind da schon etwas schwieriger: Wenn du sie grün erntest, reifen sie nicht nach. Deshalb wartest du bei dieser Gartenarbeit die warmen Mittagsstunden im Herbst ab, wenn die Temperatur draußen und drinnen ungefähr gleich ist und holst die ganze Pflanze ins Haus. Sollten deine Paprika oder Chili im Beet und nicht im Kübel zuhause gewesen sein, kannst du sie auch vorsichtig mit möglichst vielen Wurzeln ausgraben und in einen Topf setzen. Dann rettest du sie in dein kuscheliges Zuhause und stellst sie an einen möglichst hellen und sonnigen Ort. So reifen die empfindlichen Früchtchen in Ruhe ab, während es draußen schon so richtig ungemütlich ist.

Im Winter, wenn du und deine Beete bis auf die Wintergemüse ein wenig Gärtnerpause machen, kannst du dir in Ruhe überlegen, was nächstes Jahr auf deinen Beeten wachsen soll. Als kleine Planungshilfe kannst du dir dazu gern den Gemüsegarten-Beispielplan herunterladen! Da habe ich schon alles zu Anbaupausen, Mischkultur und Fruchtfolge berücksichtigt.

#2 Bei Puste bleiben! Der letzte Einkochmarathon

Bei der nächsten Gartenarbeit im Herbst geht es in die letzte Runde für dieses Jahr: Jetzt heißt es, noch einmal alle Kräfte mobilisieren und den Rest deines Erntesegens in Gläser packen! So hast du auch im tiefen Winter jederzeit die Möglichkeit, ein wenig Sommerfeeling zu tanken.

Gemüse wie Tomaten, Kohl, Sellerie und Rote Bete schmecken nicht nur super lecker, wenn du sie fermentierst sie sind auch richtig gesund! Oder du kochst sie im Druckkessel sicher ein und hast dann dein eigenes köstliches „Fastfood“ immer griffbereit.

Kürbis, Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch kannst du auch prima naturbelassen lagern, wenn sie gut abgetrocknet sind.

Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen, ist hier übrigens die YouTube-Variante dieses Artikels:

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#3 Keine tränenreiche Angelegenheit! Zwiebeln stecken

Mit dieser Gartenarbeit im Herbst legst du den Grundstein für eine dicke Ernte von Zwiebeln und Knoblauch im nächsten Jahr! Knollen, die den Winter über im Beet standen, sind größer und früher erntebereit als ihre Geschwister, die erst im Frühjahr in die Erde kommen.

Auch für Blumenzwiebeln ist jetzt die richtige Pflanzzeit. Wenn du Krokus, Narzisse, Tulpe und Co in den Boden bringst, blüht dir nächstes Jahr im Frühling aber mal so richtig was! ;)

#4 Simsalabim! Laubhaufen in Mulch verwandeln

Deine Bäume und Büsche werfen ihre Blätter in Massen ab? Super, dann kannst du in Kindheitserinnerungen schwelgen und mit den Füßen wunderbar im Laub rascheln! :)

Wenn du genug geraschelt hast, rechst du die Blätter zu einem Laubhaufen zusammen und transportierst sie zu deinen Beeten. 

Auf den Beeten verteilst du das Laub als wunderbar schützende und nährende Mulchschicht. So bist du die Blätter gut los und deine Beete tragen eine dicke Kuscheldecke. Der Boden friert nicht aus und im Frühjahr kannst du die Reste dann als Dünger leicht in den Boden einarbeiten.

Psst: Leider eignet sich nicht jedes Laub als Mulchschicht! Gerbsäurehaltige Blätter von Haselnuss, Kastanie und Eiche dürfen nicht mit ins Beet, weil sie den Boden sauer machen würden. Diese Blätter hebst du dir lieber auf für die nächste Gartenarbeit im Herbst!

#5 Freie Logis! Laubhaufen für die Igel-Überwinterung

Für Igel sind Laubhaufen eine tolle natürliche Unterkunft! Blätter, die du nicht für deine Beete brauchen kannst, rechst du deshalb am besten an einer ruhigen Stelle in deinem Garten zu einem großen Laubhaufen zusammen.

Wetten, dass über kurz oder lang ein Igel zum Überwintern auftaucht? Diese kleinen Flohtaxis sind super nützliche Helfer bei der Bekämpfung von Gemüse-Schädlingen. Darum ist es gut, wenn du welche im Garten hast – ganz abgesehen davon, dass es wirklich sehr sehr nette Zeitgenossen sind. :)

Generell ist Laub ein Tausendsassa – du kannst es nämlich auch noch für viele andere Gartenarbeiten im Herbst nutzen.

#6 Frühbeetkasten aufbauen und Wintervlies ausbreiten!

Ein Frühbeetkasten ist eine feine Sache: Er schützt deine Wintergemüse vor Frost, Wind und Niederschlägen. Während es draußen stürmt und schneit, stehen deine Wintergemüse gemütlich unter ihrem Deckel und können ganz in Ruhe weiterwachsen.

Wusstest du, dass ein Frühbeetkasten einen Temperaturunterschied von fünf Grad und mehr ausmacht? Darum ist es eine wichtige Gartenaufgabe im Herbst, den Frühbeetkasten herauszuholen und auf dein Beet zu setzen. Deine Gemüse werden es dir danken! :)

Im zeitigen Frühjahr ab März kannst du dann schon Spinat, Mangold und Frühlingszwiebeln unter der schützenden Haube anbauen.

Gemüse, die bereits im Beet stehen und noch keine Lust auf Frost haben, kuschelst du in ein Wintervlies ein. So überstehen sie vergnügt und munter kältere Phasen. Das hat auch den Vorteil, dass du sie erst dann vom Beet holen kannst, wenn das Wasser in deinem Kochtopf schon blubbert! ;)

Salate, Spinat, Feldsalat, Rucola, Rote Bete, Sellerie, Lauch und junge Kohlpflanzen freuen sich sehr über ein schützendes Vlies.

Gartenvlies zum Frostschutz

#7 Aus der Reserve locken! Chicorée ernten und treiben

Chicorée ist die Gartensaison über ein unkompliziertes Gemüse: Er wächst einfach so vor sich hin und stellt keine großen Ansprüche.

Erst jetzt im Herbst steht die nächste wichtige Arbeit im Garten an: du ziehst ihn nun vorsichtig aus der Erde heraus und schneidest die Blätter ungefähr vier Zentimeter über dem Ansatz ab. Die Wurzeln pflanzt du dann so in einen Topf, dass der Blattansatz noch herausschaut und stülpst einen Eimer darüber.

Dann stellst du ihn bei 12° bis 14° Grad in den Keller. Chicorée braucht es stockdunkel und mäßig feucht, um schöne bleiche Köpfe auszutreiben.

Nur Chicorée ist langweilig? Du kannst auch Kopfsalat in der kalten Jahreszeit anbauen! Da wartet also gleich noch eine Gartenarbeit im Herbst auf dich. ;)

#8 Neue Freunde: Beerensträucher und Obstbäume pflanzen

Der Herbst ist der perfekte Zeitpunkt für diese Gartenarbeit: Hole dir Beerensträucher und Obstbäume in den Garten! Da die Pflanzen dann nämlich keine Energie in Blätter und Früchte stecken müssen, können sie sich voll und ganz darauf konzentrieren, viele schöne Wurzeln zu bilden und sich tief im Boden zu verankern. Wenn du also mit dem Gedanken spielst, dir neue Freunde zu suchen, solltest du diese Jahreszeit dafür unbedingt nutzen.

Fruchtmumien, die an deinen Beerensträuchern oder Obstbäumen hängen, entfernst du spätestens jetzt im Herbst sorgfältig. Die Monilia-Fruchtfäule – ein Pilz – hat diese Früchte befallen und ist der Grund dafür, dass sie verschrumpelt und ausgetrocknet sind.

Wenn sie hängen bleiben dürfen, verschaffst du dem Pilz eine prima Überwinterungsmöglichkeit! Im nächsten Jahr kann er dann nämlich gleich ungebremst loslegen und sich auf deine neuen Früchte stürzen. Deshalb entsorgst du Fruchtmumien auch in der Biotonne und nicht auf dem Kompost.

Gartenarbeit im Herbst
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#9 Ein Haufen toller Sachen! Kompost bearbeiten

Kompost ist das Gold des Gärtners! Diese fruchtbare Erde lässt deine grünen Lieblinge wachsen und gedeihen und bietet auch für Bodentierchen und Mikroorganismen eine perfekte Lebensgrundlage. Im Herbst steht die Gartenarbeit an, dem Kompost ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken und ihn anzulegen oder zu pflegen.

So sorgst du dafür, dass alles, was im Lauf des Jahres an Grünzeug so angefallen ist, bald wieder zu fruchtbarer Erde wird. Wenn dein Kompost keinen Deckel hat, deckst du ihn ab, damit er nicht zu viel Regen abkriegt und fault.

Wenn im Herbst alle Gartenarbeit getan ist, kannst du dem Winter gelassen ins Auge blicken: Dein Garten ist jetzt optimal vorbereitet und bestens für den Neustart im Frühjahr gerüstet.

Also ab ins warme Wohnzimmer mit dir, um bei einer Tasse heißen Tee über den Pflanzplänen fürs nächste Jahr zu brüten! :) Mein Gemüsegarten-Beispielplan ist dir dabei bestimmt eine super Hilfe!

Wenn du nach weiteren Anregungen für deine Gemüsebeete suchst, schau gerne auch hier vorbei:

Die Milpa und ihre Geheimnisse: Mischkultur von Mais, Kürbis und Bohnen!

So erntest du rund ums Jahr eigenes Gemüse!

Einmal pflanzen, für immer ernten: DAS Survival-Gemüse!

Welche Gartenarbeit liegt dir im Herbst besonders am Herzen? Ich freue mich auf deine Kommentare!

Rosenkohl pflanzen: Rosenkohl Röschen an der Pflanze

Rosenkohl pflanzen: Der komplette Guide vom Anbau bis zur Ernte!

In deinen Gemüsebeeten dürfen Rosenkohl Pflanzen nicht fehlen? Das sehe ich ganz genau so! Schließlich sind die grünen Röschen eines der zartesten und himmlischsten Kohlgemüse schlechthin – also nichts wie los, ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Rosenkohl pflanzen: Das richtige Timing
Neben wem soll ich Rosenkohl pflanzen?
Der perfekte Standort für deine Rosenkohl Pflanzen
Macht sich gerne breit: So viel Platz braucht Rosenkohl
Krankheiten und Schädlinge von Rosenkohl
Rosenkohl Pflanzen richtig pflegen
1. Mulch macht müde Pflanzen munter
2. Rosenkohl Pflanzen optimal düngen
3. Rosenkohl ernten: Wenn die Zeit reif ist

Rosenkohl pflanzen: Das richtige Timing

Gerade in der kalten Jahreszeit können wir das ein oder andere kulinarische Highlight aus dem eigenen Garten gut gebrauchen, oder?

Bei Rosenkohl sollte das aber von langer Hand geplant sein. Wer im Winter die grüne Köstlichkeit schlemmen will, muss im Frühjahr schon seinen Rosenkohl pflanzen. Unser liebstes Wintergemüse ist nämlich ein Spätzünder und lässt sich viiiiiel Zeit, um zu wachsen: Die Pflanze steht fast ein halbes Jahr in deinen Beeten, bis es mit der Ernte losgehen kann!

Wenn du aber jetzt vorausplanst und ein paar Dinge beachtest, steht einer reichen Rosenkohl Ernte in ein paar Monaten nichts mehr im Weg! Je nach Sorte kannst du den zarten Kohl von Oktober bis in den Februar hinein ernten. Na, wenn das keine Motivation ist, loszulegen?!

Die Basics zum Gemüseanbau habe ich ganz übersichtlich für dich zusammengefasst. Schau gerne mal rein! :) 

Mit der Anzucht von Rosenkohl im Haus solltest du schon im April oder Mai beginnen. Bei der Aussaat drückst du die Samen einen Zentimeter tief in die Erde. Danach solltest du die Töpfchen immer leicht feucht halten, damit die Rosenkohl Pflanzen zum Leben erwachen.

Zum Keimen solltest du deinen Rosenkohl Pflanzen einen Ort gönnen, an dem es um die 20 Grad warm ist. Haben sich die Keimblätter einmal aus der Erde geschoben, dürfen deine Zöglinge aber an einen kühleren, hellen Ort umziehen.

Nach ungefähr 5-6 Wochen, wenn die Pflänzchen aus den Kinderschuhen heraus sind, kannst du sie in die Beete entlassen. Vergiss nicht, sie vor dem Auspflanzen abzuhärten.

Toi toi toi, ihr Kleinen!

Rosenkohl pflanzen: Rosenkohl Jungpflanze

Neben wem soll ich Rosenkohl pflanzen?

Schon gewusst? Verschiedene Gemüse können sich in ihrem Wachstum gegenseitig beeinflussen. Manche Pflanzen harmonieren dabei ganz wunderbar, andere streiten sich um Wasser, Platz und Sonnenlicht. Wer schlau plant, erntet viel: Wenn du deine Pflanzen so kombinierst, dass sie sich in ihrem Platz- und Nährstoffbedarf optimal ergänzen, kannst du aus deinen Beeten richtig viel herausholen.

Auch Rosenkohl Pflanzen fühlen sich in ihrer Wahlfamilie am wohlsten. Die hochwachsende Pflanze verträgt sich prima mit den Gemüsearten, die eher niedrig bleiben – wie zum Beispiel Knollensellerie.

Außer mit Sellerie teilt sich das Festtagsgemüse sein Beet auch gern mit Spinat, Mangold oder Roter Bete. Auch mit Karotten verträgt sich Rosenkohl prima.

Du bist noch am Knobeln, wie du dein Gemüse verkuppeln willst? Dann lade dir doch fix meine Mischkulturtabelle herunter – da siehst du auf einen Blick, in welche Kategorie deine geplanten Beetpartnerschaften fallen: hot or not? ;)

Der perfekte Standort für Rosenkohl Pflanzen

Neben dem Traumpartner spielt aber natürlich auch das passende Zuhause für das Wohlbefinden deiner Rosenkohl Pflanzen eine entscheidende Rolle. Sie mögen einen lockeren, nährstoffreichen Boden. Gerade Kompostbeete eignen sich perfekt, um die robusten Kohlgewächse für deine Winterernte anzubauen.

Um deine Zöglinge vor eisigem Wind und ungemütlichem Wetter zu bewahren, wählst du am besten einen geschützten Standort, an dem die Rosenkohl Pflanzen auch im dunklen Winter noch genügend Sonne abbekommen.

Kleiner Tipp: Wenn deine Beete mit ihrer langen Seite nach Süden zeigen, können deine Pflanzen die wertvollen Winter-Sonnenstrahlen maximal ausnutzen! ;)

Macht sich gerne breit: So viel Platz braucht Rosenkohl

Für deine Rosenkohl Pflanzen brauchst du eines auf jeden Fall: Ausreichend Platz in deinen Beeten! Denn wenn du bedenkst, dass zwischen deinen Pflanzen je 60 cm Abstand herrschen sollte, kannst du dir schnell ausrechnen, dass du für ein paar Pflanzen gleich ein ganzes Gemüsebeet reservieren musst.

Bei Rosenkohl ist es besonders wichtig, die Anbaupausen einzuhalten. Das gilt übrigens für alle Kohlgewächse, also auch für Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Rotkohl und all die anderen Mitglieder der Kreuzblütler-Familie.

Nachdem eines dieser Gemüse im Beet war, solltest du dort in den nächsten fünf Jahren kein weiteres Kohlgewächs, also auch keinen Rosenkohl pflanzen. Diese Pflanzenfamilie ist nämlich besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Mit einer ausgeklügelten Fruchtfolge kannst du Ernteausfällen vorbeugen.

Rosenkohl pflanzen: Kohlweißling

Krankheiten und Schädlinge von Rosenkohl

Die Kreuzblütler sind eine geplagte Familie! Außer uns Menschen haben sie nämlich auch etliche Krabbeltiere zum Fressen gern. Die Kohlweißling-Raupen zum Beispiel futtern für ihr Leben gern Kohl. Und auch Erdflöhe laben sich an den Blättern von Rosenkohl – vor allem wenn die noch jung und zart sind.

Der langsame Rosenkohl schafft es einfach nicht, den Schädlingen davonzuwachsen – und lässt sich deshalb schnell von seinen Fraßfeinden überwältigen.

Deshalb tust du ihm (und dir!) einen riesigen Gefallen, wenn du deine Rosenkohl Pflanzen von Anfang an unter einem Kulturschutznetz anbaust. Dort kommen hungrige Tierchen gar nicht erst an die einladenden Blätter heran und müssen sich ihr Abendessen anderswo suchen.

Die Maschenweite von deinem Kulturschutznetz darf aber nicht größer sein als 0.8 x 0.8 mm, um auch die winzigen Erdflöhe erfolgreich auszusperren.

Achte darauf, dass das Netz ringsum gut abschließt – die gewieften Tierchen finden nämlich jede noch so kleine Lücke, wenn ihr Appetit groß genug ist!

An Krankheiten sorgt besonders die Kohlhernie für Angst und Schrecken im Gemüsebeet. Hat sie sich erst einmal bei dir im Garten breit gemacht, hilft wirklich nur ein mehrjähriger Anbaustopp aller Kohlgewächse, um sie wieder loszuwerden. Die Erreger überleben nämlich leider lange im Boden.

Die gute Nachricht? Mit einer vorausschauenden Fruchtfolge, in der du auf jedem Beet nur alle sechs Jahre Kohlgewächse anbaust, hältst du das Risiko wirklich gering. Deshalb – auch wenn Regeln nervig sind: Anbaupausen beim Rosenkohl pflanzen unbedingt beachten und konsequent einhalten! ;)

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Rosenkohl Pflanzen richtig pflegen

Rosenkohl hat eine lange Kulturdauer, bis du ihn endlich ernten kannst. Deshalb solltest du dich gut um den Gast in deinem Beet kümmern. Es wäre doch super ärgerlich, wenn dir deine Rosenkohl Pflanzen nach ein paar Monaten sterben – und damit auch die Hoffnung auf selbst geernteten Rosenkohl zum Weihnachtsfest! 

Mit ein paar einfachen Tricks und Kniffen sorgst du dafür, dass es deinen Rosenkohl Pflanzen rundum gut geht und sie dich mit einer reichen Ernte belohnen.

1. Mulch macht müde Pflanzen munter

Mulch ist genial – mit einer dicken Mulchschicht schlägst du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe!

Mulch hilft dir nämlich dabei, den Wasserhaushalt in deinen Beeten zu regulieren: Er federt Regentropfen ab, die auf das Beet prasseln. Das Wasser sickert langsam in die Mulchschicht ein, ohne die Erde auszuwaschen und die Rosenkohl Pflanzen können sich nach Lust und Laune daran bedienen.

Kommt die Sonne nach dem Schauer wieder heraus, bleibt das Wasser im Boden. Die Mulchschicht verhindert, dass das Regenwasser schnell verdunstet.

Die isolierende Schicht reguliert auch die Bodentemperatur: Im Winter schützt sie die Wurzeln deiner Rosenkohl Pflanzen vor Bodenfrost – ein dicker Pluspunkt!

Rosenkohl pflanzen: Rosenkohl Pflanze mit Schnee

Auch Beikräuter haben kaum eine Chance, durch eine dicke Mulchschicht zu kommen. Das Jäten kannst du dir also größtenteils sparen! Wie wäre es stattdessen mit Eistee, Buch und Hängematte? ;)

Je nachdem, womit du mulchst, versorgst du deinen Boden – und damit deine Rosenkohl Pflanzen – auch mit zusätzlichen Nährstoffen. Denn die Bodentierchen bauen das Mulchmaterial langsam ab und wandeln es in Humus um.

2. Rosenkohl Pflanzen optimal düngen

Es ist wichtig darauf zu achten, dass deine Schützlinge mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind und kein Ungleichgewicht entsteht. Womit wir schon beim nächsten Thema wären: Düngen!

Rosenkohl gehört appetittechnisch zu den Starkzehrern, hat also mächtig Kohldampf (hihi) und braucht ordentlich viel Futter. Am besten bedenkst du das schon beim Ausknobeln deiner Fruchtfolge, indem du stickstofffixierende Pflanzen als Vorkultur einplanst. Bei Rosenkohl könnte das zum Beispiel eine überwinternde Gründüngung wie Winterwicke sein.

Einen richtigen Kickstart bekommen deine hungrigen Freunde, wenn du ihnen beim Auspflanzen eine kleine Handvoll Hornspäne mit ins Pflanzloch gibst. Hornspäne geben nach und nach Nährstoffe ab und versorgen deinen Rosenkohl so über einen langen Zeitraum mit Futter.

Behalte deine Pflanzen gut im Auge! Verfärbungen – besonders gelbe Blätter – sind ein Hinweis auf einen Nährstoffmangel. Entdeckst du welche, dann kriegst du deine Rosenkohl Pflanzen mit Brennesseljauche schnell wieder auf die Beine.

Aber aufgepasst: Besonders ab dem Spätsommer solltest du lieber sparsam beim Düngen sein. Überdüngte Pflanzen können der Kälte im Winter nämlich nicht mehr so leicht trotzen und gehen bei Minusgraden schneller ein. Und gerade der Rosenkohl sollte auch noch im Tiefschnee wie eine Eins aus dem Beet hervorschauen! ;)

Kleiner Tipp: Wenn du mehrere Starkzehrer zusammen in ein Beet pflanzt, wirst du beim Düngen allen gleichermaßen gerecht. Einen Überblick über die besten Kombis gibt’s in meiner Mischkulturtabelle. Lad sie dir doch fix herunter!

Rosenkohl pflanzen: Winterernte

3. Rosenkohl ernten: Wenn die Zeit reif ist

Das Beste kommt zum Schluss! Deine Rosenkohl Pflanzen belohnen dich im Winter endlich für all deine Ausdauer, Pflege und Geduld.

Rosenkohl kannst du über einen langen Zeitraum hinweg beernten. Du wirst sehen, dass die Pflanze im Herbst anfängt, entlang des Stiels kleine Röschen zu bilden. Sobald die groß genug sind, kannst du sie ernten. Dafür schneidest du sie einfach mit einem scharfen Messer direkt von der Rosenkohl Pflanze ab.

Fun Fact: Die kalten Nächte machen den Kohl vielleicht nicht fett – aber dafür umso süßer! In der kalten Zeit werden viele Wintergemüse tatsächlich aromatischer.

Das liegt daran, dass die Pflanzen weiterhin Photosynthese betreiben und Zucker einlagern –natürlich viel weniger als im Sommer. Der Zucker wandelt sich aber im Winter nicht mehr zu Stärke um, sondern bleibt als Zucker bestehen – und macht das Gemüse süßer. Vielleicht hast du das auch schon mal bei Wintermöhren beobachtet?

Also: Auf geht’s ans Rosenkohl pflanzen! Oder wie wäre es mit anderem Wintergemüse?

Du wirst erstaunt sein, was da alles möglich ist! In meinem Gemüsegarten-starten-Onlinekurs erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie du rund ums Jahr deinen Erntekorb füllst. Ich würde mich freuen, wenn du dieses Jahr dabei bist!

Falls du jetzt bereits von einer dicken Winterernte träumst, dann lies doch gleich hier weiter:

Ernte mich im Winter – frisches Gartengemüse rund ums Jahr!

So erntest du den ganzen Winter über frischen Salat!

30 Gemüse, die du im Winter ernten kannst (und jetzt säen musst!)

Steht bei dir das Rosenkohl Pflanzen demnächst an? Schreib mir gern, ob dieser Artikel hilfreich war und welche Fragen du rund um den Rosenkohl noch hast!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop

Der komplette Grünkohl-Guide: Pflanzen, Anbauen & Ernten

Grünkohl ist als wunderbares Wintergemüse um einiges robuster als viele anderen Kohlarten. Das unkomplizierte Blattgemüse eignet sich prima für Gärtner mit wenig Erfahrung im Gemüsegarten. Wenn du deinen eigenen Grünkohl pflanzen möchtest, dann bist du hier genau richtig!

Inhaltsverzeichnis
Die besten Grünkohl Sorten
Gute Mischkulturpartner für Grünkohl
Der ideale Standort für Grünkohl
Das Timing: Wann säe ich Grünkohl?
Grünkohl anbauen: Die Pflege

Als „Kale“ ist Grünkohl gerade in aller Munde und in der Küche ein richtiger Superstar! Im Beet ist dieser Kandidat frosthart und kann auch im Winter problemlos geerntet werden. Ich liebe es, in der kalte Jahreszeit zarte Grünkohlblätter mit in den Salat zu geben. Sie schmecken unerwartet süß und würzig!

Damit du gleich loslegen und deinen eigenen Grünkohl pflanzen kannst, kommt hier ein Rundumschlag zum Grünkohl-Anbau:

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Die besten Grünkohl Sorten

„Westländer Winter“, „Ostfriesische Palme“

Wie viel Grünkohl pflanzen?

Zwei bis vier Pflanzen pro Person

Gute Mischkulturpartner für Grünkohl

Möhren, Erbsen, Rhabarber, Tomate, Sellerie, Spinat, Kresse, Gurken, Aubergine, Mangold, Rote Beete, Pfefferminze

Deine anderen Gemüse sind auch auf der Suche nach Beetpartnern? Dann auf zur Singlebörse:

28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkulturpartner

Der ideale Standort für Grünkohl

Wie für alle Starkzehrer ist eine gute Nährstoffversorgung sehr wichtig. Grünkohl gedeiht daher auf humosen und sandigen Lehmböden gut. Vermeiden solltest du staunasse Böden, da sie die Kohlhernie begünstigen.

Wusstest du, dass du vielen fiesen Kohlkrankheiten und Schädlingen vorbeugen kannst, indem du in jedem Beet nur alle 6 Jahre Kohlpflanzen anbaust? Wie das in der Beetplanung aussieht, siehst du in meinem fertigen Gartenplan, den du dir hier herunterladen kannst. Einfach deine Emailadresse eintragen und schon flattert der Plan in deinen Posteingang.

Das Timing: Wann säe ich Grünkohl?

Grünkohl ziehst Du – je nach Sorte – zwischen Ende April und Anfang Juli im Haus vor und setzt die jungen Pflänzchen bis spätestens Mitte August ins Beet. Ich baue nur einen Satz Grünkohl an, den ich Anfang Juli pflanze – so kann ich bis in den Winter hinein ernten. Wenn du deine Jungpflanzen selbst vorziehen möchtest, solltest du sie circa vier Wochen vor dem Pflanztermin im Haus aussäen.

Der Pflanzabstand sollte ca. 50 x 70 cm betragen.

Grünkohl-Beete vorbereiten

Grünkohl pflanzen, anbauen und ernten

Dieser Blattkohl hat ein sehr stark ausgeprägtes Wurzelwerk und kann bis zu einem Meter tief wurzeln. Eine Lockerung des Boden mit einer Grabegabel oder der Grelinette ist demensprechend förderlich. Ich gebe außerdem gerne Hornspäne oder Schafwollpellets als Langzeitdünger mit in das Pflanzloch.

Grünkohl anbauen: Die Pflege

Sobald die Grünkohlpflanzen 10 cm hoch sind, kannst du sie zum ersten Mal mulchen. Später mulche ich dann noch einmal, sodass die Mulchdecke insgesamt 15 bis 20 cm dick ist.

Nach vier bis sieben Wochen kannst du den Grünkohl düngen, zum Beispiel mit Brennnesseljauche. Wenn du deine Pflanzen dick mulchst, kannst du stattdessen auch etwas Hühnermist auf dem Mulch verteilen. Der Regen verdünnt die Nährstoffe und spült sie an die Wurzeln.

Aufgrund der vielen Schädlinge ist es sehr wichtig, dass du Grünkohl mit einem Kulturschutznetz abdeckst.

Wann ernte ich Grünkohl?

Ab Anfang Oktober kann geerntet werden. Da Grünkohl sehr winterhart ist, kann man das Erntefenster aber bis in den Februar strecken. Bei Temperaturen unter -8° C kann Grünkohl erfrieren.

Bei der Ernte pflückt oder schneidet man nur einzelne Blätter ab. Durch die portionsartige Ernte erhöht sich die Gesamterntemenge, da man die Pflanze immer wieder anregt, Blätter nachzubilden. Alternativ kannst du auch die ganze Pflanze auf einmal ernten, dann hast du aber eine geringere Erntemenge.

Grünkohl pflanzen, anbauen und ernten

Schädlinge und Krankheiten von Grünkohl

Grünkohl machen im Prinzip dieselben Krankheiten und Schädlinge zu schaffen wie Kopfkohl, allerdings ist Grünkohl um einiges robuster. Ein riesiger Vorteil: In der kalten Jahreszeit sind viel weniger gefräßige Insekten unterwegs.

Gerade bei jungen, frisch ausgepflanzten Grünkohlpflanzen lohnt sich ein schützendes Kulturschutznet. Denk auch dran, die Anbaupause einzuhalten. Damit hast du schon ganz viel gewonnen!

Magst du noch ein bisschen weiter stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkulturpartner!

Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

Hast du schon mal Grünkohl gepflanzt? Wenn du weitere Tipps zum Grünkohl-Anbau hast, teile sie gerne in den Kommentaren! (:

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Apfelbaum pflanzen

Apfelbaum pflanzen – In 7 Schritten zur eigenen Apfelernte!

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Apfelbaum pflanzen? Der war vor zehn Jahren! ;) Falls du da noch keinen Apfelbaum gepflanzt hast, wird’s jetzt aber höchste Zeit! Also zieh deine Gummistiefel an und nichts wie raus in den Garten! Ich zeige dir, wie es geht.

Inhaltsverzeichnis
Wann soll ich meinen Apfelbaum pflanzen?
Apfelbaum pflanzen in 7 einfachen Schritten
Unterlage und Wüchsigkeit von Apfelbäumen
Wer bestäubt hier wen? Befruchter-Apfelbaum pflanzen
Viele bunte Apfelsorten! Welchen Apfel soll ich wählen?

Wann soll ich meinen Apfelbaum pflanzen?

Der Herbst ist der beste Zeitpunkt zum Apfelbaum pflanzen! Dann hat dein Bäumchen bis zum nächsten Frühjahr nämlich ausreichend Gelegenheit, seine Wurzeln tief in die Erde zu strecken und am neuen Standort heimisch zu werden. Ein weiterer Vorteil: Du musst weniger gießen, weil es im Herbst mehr Niederschläge gibt.

Grundsätzlich kannst du aber das ganze Jahr über deinen Apfelbaum pflanzen.

Es kommt allerdings ganz darauf an, in welcher Form du ihn zu dir holst. Junge Apfelbäume kannst du entweder im Topf kaufen oder wurzelnackt. Die wurzelnackte Variante kommt ganz ohne Topf und Erde daher – du kaufst ein Bäumchen, dessen Wurzelballen ganz frei liegt. Das sieht dann ungefähr so aus:

Apfelbaum pflanzen wurzelnackt

Bäumchen im Topf haben den Vorteil, dass du sie zu jeder Jahreszeit pflanzen kannst – sie sind nämlich nicht so empfindlich wie wurzelnackte Bäume. Sie sind aber auch deutlich teurer. Die günstigeren, wurzelnackten Bäume kannst du von Oktober bis April setzen, solange es frostfrei ist.

Egal ob wurzelnackt oder im Topf: Für die Pflanzung deines Apfelbaums hast du mehrere Monate Zeit – ganz anders ist es mit Gemüse!

Damit das richtig wächst, will es zum rechten Zeitpunkt ausgesät sein. Und damit du keinen Aussaat- und Pflanzzeitpunkt mehr verpasst, habe ich hier etwas für dich: Meinen Aussaatkalender mit allen wichtigen Aussaatterminen! Lass mir einfach deine Emailadresse da, und der Kalender flattert in dein Postfach:

Es geht los: Apfelbaum pflanzen in 7 einfachen Schritten

Ihr seid startklar, du und dein neues Apfelbäumchen? Dann zeige ich dir jetzt Schritt-für-Schritt, wie du es deinem zukünftigen Mitbewohner an seinem Plätzchen gemütlich machst!

Schritt 1: Apfelbaum wässern

Bevor du loslegst, kürzt du bei deinem wurzelnackten Apfelbaum die Hauptwurzeln um ein paar Zentimeter und entfernst alle Wurzeln, die abgeknickt, verletzt oder vertrocknet sind. Dann stellst du ihn ein paar Stunden lang in einen Kübel mit Wasser. Containerware kommt ohne Plastiktopf in das Wasserbad. Hier musst du auch nicht die Wurzeln schneiden. Auf diese Weise kann sich dein Bäumchen nochmal so richtig satt trinken, bevor es ans Apfelbaum pflanzen geht.

Schritt 2: Pflanzloch graben

Jetzt ist Muskelkraft gefragt: Für deinen Apfelbaum brauchst du ein Pflanzloch, das bei Containerware mindestens doppelt so breit und ungefähr doppelt so tief ist wie der Topf. Der Baum soll aber nur so tief in den Boden kommen, dass seine Veredelungsstelle eine Handbreit über der Erde liegt.

Für wurzelnackte Bäume gräbst du ein Loch, das ungefähr 50 bis 60 Zentimeter breit ist und so tief, dass die Veredelungsstelle auch hier circa eine Handbreit über der Erdoberfläche liegt.

Psst: Wenn du deinen Meterstab über das Pflanzloch legst und dein Bäumchen hineinstellst, kannst du ganz leicht sehen, ob du schon tief genug gebuddelt hast!

Dann kannst du noch etwas Kompost ins Pflanzloch geben, damit dein Apfelbaum gleich ein bisschen Futter vorfindet, wenn er seine Wurzeln ausstreckt.

Spaten am richtigen Ort zum Apfelbaum pflanzen

Schritt 3: Holzpflock einschlagen

Bevor es ans Apfelbaum pflanzen geht, brauchst du noch einen Holzpflock als Stütze! Er sorgt dafür, dass dein Baum kein Fähnchen im Wind ist, sondern sich tapfer behaupten kann und stabil im Boden steht. Der Pflock sollte so hoch sein, dass du ihn einen guten halben Meter in den Boden einschlagen kannst und er dann bis zum Beginn der Baumkrone reicht.

Wenn du in einer besonders windigen Gegend wohnst, ist es sinnvoll, zwei Pfähle einzuschlagen. Doppelt hält einfach besser! ;) Die Holzpflöcke sollten ungefähr 30 bis 40 Zentimeter Abstand zum Stamm haben.

Schritt 4: Es ist soweit: Den Apfelbaum einpflanzen!

Nach all diesen Vorbereitungen kannst du jetzt endlich dein Bäumchen aus dem Wassereimer holen und es in die Pflanzgrube setzen.

Ganz wichtig: Die Veredelungsstelle muss sich ungefähr eine Handbreit über dem Boden befinden! Nur so wächst dein Baum nachher, wie er soll.

Jetzt füllst du die ausgehobene Erde in das Pflanzloch zurück und trittst sie vorsichtig fest. Du willst deinen Apfelbaum ja nicht verletzen!

Vermutlich bleibt dir Erde übrig: Aus der baust du rund um dein Pflanzloch einen Gießrand. So bleibt das Wasser da, wo du es haben willst.

Jetzt kannst du noch eine sogenannte Baumscheibe anlegen: Dazu mulchst du die Pflanzstelle bis zum Gießrand mit Holzhackschnitzeln. Das schützt deinen zarten jungen Baum vor Unkraut und Krankheiten und hält die Feuchtigkeit im Boden.

Apfelbaum stützen und festbinden

Schritt 5: Apfelbaum anbinden

Jetzt hast du es schon fast geschafft – du musst dein Bäumchen nur noch an den Holzpfahl binden! Dazu braucht es ein wenig Achtsamkeit: Du legst nämlich einen Strick in der Form einer Acht um Stamm und Holzpflock.

Dann umwickelst du die Mitte des Stricks ein paarmal und machst schließlich am Holzpflock einen Knoten. Den kannst du noch mit einer Krampe oder einem Nagel sichern, damit der Strick nicht im Lauf der Zeit herunterrutscht und deinem Apfelbaum nichts mehr nutzt.

Schritt 6: Apfelbaum schneiden

Nach dem Apfelbaum pflanzen braucht dein Bäumchen noch einen sogenannten Pflanz- oder Erziehungsschnitt, damit es eine schöne Krone ausbildet.

Dazu kürzt du den Leittrieb und drei bis vier Seitenäste um ungefähr ein Drittel ein – weitere Seitenäste schneidest du ganz heraus. Die verbliebenen Seitenäste sollten alle dieselbe Länge haben, damit eine Pyramidenform entsteht. Wenn sie sehr steil stehen und so dem Leittrieb Konkurrenz machen, bindest du sie mit einem Strick nach unten.

Du möchtest noch mehr über das Schneiden von Apfelbäumen lernen? Dann bitte einmal hier entlag, dem Thema habe ich nämlich einen eigenen Artikel gewidmet:

Apfelbaum schneiden – So geht es!

Schritt 7: Wasser marsch: Apfelbaum angießen

Wuuhuu, es ist vollbracht! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Gartenbewohner! :) Jetzt musst du nur noch eine Gießkanne holen und ihn so richtig durchdringend gießen. Und dann heißt es Geduld haben, bis du die ersten leckeren Äpfel vernaschen kannst!

Die erste Ernte vom eigenen Apfelbaum

Wählen mit Bedacht: Unterlage und Wüchsigkeit von Apfelbäumen

Du hast einen eher kleinen Garten, würdest aber super gern ein oder zwei Apfelbäume darin haben? Kein Problem – für jede Gartengröße gibt es den passenden Baum! Sogar auf dem Balkon kannst du mit der richtigen Unterlage einen Apfelbaum pflanzen!

„Unterlage“ meint dabei den Stamm mit Wurzelballen, auf den deine ausgewählte Apfelsorte veredelt ist. Die Unterlage bestimmt, ab welcher Höhe der Baum seine Krone entwickelt.

Es gibt folgende Stammhöhen:

  • Hochstämme entwickeln ab 180 bis 220 Zentimeter ihre weit ausladende Krone. Sie brauchen viel Platz im Garten und werfen auch einen großen Schatten. Schnitt und Ernte sind wegen der Höhe schwierig. Deshalb sind Hochstämme für die meisten Hausgärten nicht gut geeignet. Allerdings bringen sie besonders viel Ertrag und haben die längste Lebensdauer.
  • Halbstämme haben ihre weit ausladende Krone ab einer Höhe zwischen 100 bis 160 Zentimeter und können vier bis sechs Meter hoch werden. Auch Halbstämme wollen viel Platz in deinem Garten haben!
  • Niederstämme beginnen mit der Krone auf einer Höhe von 80 bis 100 Zentimetern und sind einfach zu beernten und zu schneiden. Deshalb eignen sich Niederstämme für kleinere Gärten gut.
  • Buschbaum oder Säulenapfel: Das ist die kleinste und schwachwüchsigste Unterlage. Ihre fruchttragenden Äste beginnen ab einer Höhe von 40 bis 60 Zentimetern. Darum kannst du sie auch in einen großen Topf auf dem Balkon pflanzen, wenn du sie regelmäßig schneidest und sie im Winter vor dem Durchfrieren der Erde schützt.

Auch mit einem kleinen Garten hast du viele Möglichkeiten! Du kannst nämlich nicht nur einen passenden Apfelbaum pflanzen, sondern auch mit ein paar Kniffen eine dicke Gemüseernte einfahren!

Welchem Apfelbaum du in deinem Garten ein neues Zuhause gibst, ist eine wichtige Entscheidung. Du solltest ihn deshalb möglichst in einem Fachbetrieb mit entsprechender Beratung kaufen, damit du viele Jahre Freude an deinem neuen Mitbewohner hast.

Apfelbaum pflanzen: Äpfel in Korb

Wer bestäubt hier wen? Befruchter-Apfelbaum pflanzen

Wenn du dich nun für einen Apfelbaum entschieden hast, ist das leider erst die halbe Miete:  Apfelbäume sind nämlich Fremdbefruchter. Das heißt, dein Bäumchen braucht ein weiteres Bäumchen einer anderen passenden Apfelsorte für die Bestäubung.

Manche Sorten sind schlechte Bestäuber oder blühen zu unterschiedlichen Zeiten – kurz: Es ist gar nicht so einfach mit dem Kinder- äääh Apfelwunsch!

Gute Befruchtersorten sind „Cox Orange“, „James Grieve“, „Jonathan“ oder „Ingrid Marie“. Am besten fragst du aber in der Baumschule nach, welche Sorte als Befruchter für deine auserwählte Apfelsorte in Frage kommt.

Wenn du in deinem Garten keinen Platz hast für eine Befruchtersorte, kannst du einen Apfelbaum pflanzen, auf den mehrere Sorten veredelt sind. Die bestäuben sich dann gegenseitig. Oder du setzt in die Nähe einen kleinen Zierapfel: Der blüht lange wunderschön und kann mit Hilfe der Bienen deinen Apfelbaum perfekt bestäuben. In professionellen Apfelplantagen wachsen deshalb am Rand oft verschiedene Zierapfelsorten. So müssen sich die Betreiber keine Gedanken um die Befruchtung machen.

In diesem Artikel habe ich übrigens einen richtig coolen Trick für die Bestäubung von Tomaten auf Lager!

Viele viele bunte Apfelsorten! Welchen Apfel soll ich wählen?

Bevor du ans Apfelbaum pflanzen gehen kannst, musst du dich natürlich zuerst für eine Apfelsorte entschieden haben. Es gibt sooo viele verschiedene Äpfel – welchen sollst du bloß nehmen?

Dazu solltest du überlegen:

  • Welche Wuchsform passt in deinen Garten? 
  • Welche Äpfel magst du am liebsten: Sind es die süß-milden oder eher die säuerlich-knackigen Sorten?
  • Möchtest du deinen Apfel möglichst früh direkt vom Baum naschen oder ist es dir lieber, ihn später zu ernten und einlagern zu können?
  • Ist dein Apfelbaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge oder bringt ihn so schnell nichts zum Kränkeln?
  • Möchtest du eine historische Sorte oder eine moderne Sorte anbauen?

Mit den Antworten auf diese Fragen solltest du in einem Fachbetrieb schnell zu deinem Wunschapfel kommen. :)

Apfelbaum pflanzen PIN
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Einen Apfelbaum pflanzen ist nicht schwer und du hast jahrelang ungespritzte, knackige und vitaminreiche Äpfel zum Schlemmen – also worauf wartest du noch? Je schneller du pflanzt, desto eher kannst du ernten! ;)

Du bist fertig mit Apfelbaum pflanzen und möchtest dich schon mal informieren, was du mit den Früchten anstellen kannst, außer sie sofort aufzuessen? Dann lies gerne hier weiter:

Leckeren Apfelsaft selber machen – auch ohne Entsafter!

Apfelessig selber machen: Einfaches und gelingsicheres Rezept

Apfelmus einkochen: Das weltbeste Rezept

Möchtest du auch einen Apfelbaum pflanzen? Ich bin gespannt auf deine Apfel-Pläne!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Äpfel im Erntekorb

Apfelmus einkochen: So wird dein Vorratsschrank zum Paradies!

Apfelmus einzukochen ist der absolute Klassiker, wenn du deine Apfelernte haltbar machen möchtest. Ob als süße Beilage zu Pfannkuchen, im Kuchen oder einfach pur gelöffelt – selbstgemachtes Apfelmus schmeckt unvergleichlich lecker und kommt ganz ohne künstliche Zusätze aus. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du Apfelmus einkochen kannst, damit du deine Äpfel das ganze Jahr über genießen kannst.

Inhaltsverzeichnis
Apfelmus einkochen im Überblick
Welche Äpfel eignen sich für Apfelmus?
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Apfelmus einkochen
Tipps zur Haltbarkeit & Lagerung
Ideen zur Verwendung von Apfelmus

Apfelmus einkochen im Überblick

Du möchtest sofort loslegen? Hier kommt das Grundrezept auf einen Blick:

  1. Gläser und Deckel sterilisieren.
  2. 3 kg Äpfel waschen, schälen, entkernen und klein schneiden.
  3. Mit etwas Wasser langsam erhitzen bis sie zerfallen.
  4. Pürieren, 500 g Zucker unterrühren und nochmal kurz aufkochen.
  5. Kochend heiß in die Gläser füllen und sofort fest verschließen.
  6. Für eine bessere Haltbarkeit 10 Minuten im Wasserbad einkochen.

Welche Äpfel eignen sich eigentlich für Apfelmus?

Am besten eignen sich säuerliche Apfelsorten wie Boskoop, Elstar, Cox Orange oder Berlepsch. Sie zerfallen schnell beim Kochen, haben ein intensives Aroma und du benötigst weniger Zucker. Natürlich kannst du auch süße Äpfel verwenden – dann brauchst du gar nicht oder nur wenig nachzuzuckern.

Außer Apfelmus gibt es übrigens noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, Äpfel haltbar zu machen: Zum Beispiel als Apfelringe, Apfelkekse, Apfelmark, eingefrorene Apfelmuffins, Apfelsaft und Apfelessig. Viele der Rezepte findest du in meinem Onlinekurs »Vorratskammer starten*« – schau gern mal vorbei, vielleicht ist er ja genau das Richtige für dich!

Du bist gerade vor allem am Apfelmus einkochen interessiert? Dann sichere dir unbedingt noch meine Checkliste zum Einkochen – die kostet kein Geld, lässt sich fix herunterladen und gibt dir einen super Überblick über alles, was du beim Einkochen beachten solltest. Einfach deine Emailadresse eintragen und dann flattert sie in dein Postfach:

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Apfelmus einkochen

Schritt 1: Gläser vorbereiten

Damit dein Apfelmus lange haltbar bleibt, müssen die Einmachgläser gründlich gereinigt und sterilisiert werden. Koche sie dafür 10 Minuten in Essigwasser aus. Denk am besten auch an alle anderen Utensilien, die du verwendest, vor allem die Schöpfkelle und gegebenenfalls den Einfülltrichter.

Schritt 2: Äpfel vorbereiten

3 kg Äpfel gründlich waschen, schälen und entkernen. Schneide sie in kleine Stücke und gib sie direkt in einen großen Topf, damit sie nicht oxidieren und braun werden. Ein Spritzer Zitronensaft zusätzlich erhält die Farbe, ist aber optional. Wenn deine Äpfel wenig Säure haben, darfst du dabei gern großzügig sein. ;)

Schritt 3: Äpfel weichkochen

Gib etwas Wasser in den Topf (ca. 100 ml pro Kilo Äpfel) und lass die Apfelstücke zugedeckt langsam warm werden, bis sie anfangen zu zerfallen. Je nach Sorte dauert das 10–15 Minuten.

Marie kocht Apfelmus ein

Schritt 4: Pürieren oder stückig lassen

Nun kannst du entscheiden: Magst du dein Apfelmus samtig fein, dann püriere es mit dem Pürierstab. Wenn du lieber Stückchen im Mus hast, zerdrücke die Äpfel einfach mit einem Kartoffelstampfer.

Schritt 5: Zucker ahoi!

Klassisch wird Apfelmus nur mit Zucker und Zitrone abgeschmeckt. Ich mische in der Regel 500 g Zucker unter 3 kg Äpfel. Hier kommt es aber ein bisschen auf deinen Geschmack an. Du kannst dein Apfelmus auch noch verfeinern – mit Zimt, Vanille oder einer Prise Muskat.

Schritt 6: In Gläser abfüllen

Jetzt füllst du das heiße Apfelmus randvoll in die vorbereiteten Gläser, machst den Rand nochmal sauber und verschließt sie anschließend gut.

Hast du Twist-off-Gläser genutzt? Dann sollte der Deckel bald nach innen ploppen – das zeigt dir an, dass die Gläaser dicht sind und sich ein Vakuum gebildet hat.

Schritt 7 (optional): Einkochen

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du dein Apfelmus jetzt noch im Wasserbad einkochen. Worauf es dabei ankommt, findest du in deiner Checkliste. Und wenn du zu dem Thema noch mehr wissen möchtest, kannst du gerne hier weiterlesen.

Falls du Weckgläser zum Einkochen* nutzt, kommst du um diesen Schritt nicht drum herum. Erhitze dafür Wasser in einem großen Kochtopf bis es fast kocht und stelle die Gläser dann vorsichtig hinein. Sie sollten 10 Minuten einkochen, bevor du sie vorsichtig aus dem Wasserbad heraushebst*.

Frisch eingekochtes Apfelmus in der Vorratskammer

Tipps zur Haltbarkeit & Lagerung

  • Kühl, dunkel und trocken gelagert hält sich eingekochtes Apfelmus in der Regel ein Jahr.
  • Achte darauf, dass die Deckel beim Abkühlen ein Vakuum ziehen. Bei Weckgläsern entfernst du nach dem Einkochen die Klammer. Bleiben die Gläser auch jetzt noch fest geschlossen, hat sich auch hier ein Vakuum gebildet.
  • Angebrochene Gläser solltest du im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 5 Tagen aufbrauchen.
  • Bei Apfelmus merkst du ein verdorbenes Glas beim Anbrechen: In der Regel bildet sich sichtbarer Schimmel – dann solltest du das Apfelmus lieber nicht mehr essen.
Marie hat ein ganzes Glas selbst eingekochtes Apfelmus weggeputzt!

Ideen zur Verwendung von Apfelmus

Apfelmus passt prima zu süßen Leckereien wie Waffeln, Kaiserschmarrn oder Pfannkuchen, macht sich aber auch im morgendlichen Porridge oder Müsli ganz wunderbar.

Aber es ist auch eine tolle Ergänzung zu herzhaften Gerichten wie Käsespätzle oder Kartoffelpuffern. Ohne den süßsaure Geschmack wären diese Gerichte nur halb so lecker. ;)

Wusstest du, dass du Apfelmus auch als Eiersatz beim Backen nutzen kannst? Es hat eine ähnliche Funktion und klebt den Teig zusammen. Aber natürlich ist Apfelmus auch sonst eine ganz famose Zutat beim Backen – von Apfeltaschen oder Apfelkuchen.

Apfelmus einkochen ist wirklich kinderleicht und eine wunderbare Möglichkeit, deine Apfelernte zu konservieren. Mit nur wenigen Zutaten und etwas Zeit füllst du dir deine Vorratsregale mit einem echten Allrounder. Probiere auch verschiedene Varianten aus – so hast du immer Abwechslung auf dem Teller.

Merk dir den Artikel zum Apfelmus einkochen auf Pinterest!

Wenn du Lust hast, noch mehr Haltbarmach-Rezepte für die Vorratskammer auszuprobieren, dann stöbere doch mal hier:

Fruchtleder: Gesunde Süßigkeiten selber machen

Pflaumen einkochen: 3 Rezepte, die süchtig machen!

Mirabellen einkochen: So machst du die leckeren Früchte haltbar!

Hast du schon mal Apfelmus eingekocht? Schreib mir gern in die Kommentare, welche Sorten du am liebsten verwendest und ob du lieber stückig oder fein püriert magst!

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Zwiebeln im Garten stecken

Zwiebeln stecken, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

Zwiebeln anbauen lohnt sich allemal! Denn ob morgens im Rührei, mittags auf den Käsespätzle oder abends in der Gemüsepfanne: Ohne Zwiebeln bleibt die Küche kalt! Und weil Zwiebeln sich prima einlagern lassen, sind sie ein richtig tolles Selbstversorger-Gemüse: Es ist nämlich gut machbar, den gesamten Jahresbedarf Zwiebeln selbst anzubauen! Also – lass uns Zwiebeln stecken, hegen, pflegen und ernten!

Inhaltsverzeichnis
Den gesamten Jahresbedarf Zwiebeln anbauen – so geht’s!
Die besten Zwiebelsorten für den Garten
Mit Zwiebelsamen oder Steckzwiebeln loslegen?
Zwiebelkrankheiten und Schädlinge
Zwiebeln anbauen in 7 Schritten

Zwiebeln sind ein echtes Grundnahrungsmittel. Täglich kommen sicherlich ein bis zwei in Topf oder Pfanne – und das bestimmt so ziemlich in jeder Küche! Aber zum Glück sind sie überhaupt kein kompliziertes Gemüse und daher ein wunderbarer Kandidat, um im eigenen Garten einen kompletten Jahresvorrat selbst anzubauen.

Rote und gelbe Zwiebeln im Gitterkorb.

Den gesamten Jahresbedarf Zwiebeln anbauen – so gehts!

Zwiebeln gehören neben Knoblauch zu den wenigen Gemüsearten, bei denen es wirklich realistisch ist, den eigenen Jahresbedarf komplett selbst anzubauen. Und das ist schon ziemlich cool, oder?

Möglich ist es, weil Zwiebeln sich einfach trocknen und dann richtig gut lagern lassen – ganz ohne Zubehör und Schnickschnack. Sie brauchen lediglich einen trockenen, kühlen, dunklen Platz.

So viel Platz brauchen Selbstversorge für den Zwiebelanbau

Wie viel Platz du für deine Zwiebeln brauchst, hängt natürlich als allererstes davon ab, wie viele Zwiebeln du am Ende ernten und einlagern möchtest.

Überleg mal, wie viele mittelgroße Zwiebeln bei dir in der Küche im Jahr verbraucht werden. Hast du eine grobe Zahl parat? Auf einem Quadratmeter Beetfläche haben circa 100 Zwiebeln Platz. Wie viel Fläche brauchst du für deine gewünschte Anzahl Zwiebeln? Rechne noch ein bisschen was dazu, denn zwischen Pflanzung und Ernte passiert immer ein bisschen Schwund. ;)

Wenn du eigentlich gar keine Lust auf viel Gartenplanung hast, sondern einfach nur Gemüse anbauen willst, dann kommt hier etwas für dich – für 0 €, damit du direkt loslegen kannst:

Ein fertiger Anbauplan für den Gemüsegarten mit 6 Beeten voller bunter Gemüsesorten, die so angeordnet sind, dass die Pflanzen in guter Nachbarschaft wachsen und du die Beete optimal ausnutzt. Trag einfach deine Email-Adresse ein und der Plan flattert direkt in dein Postfach:

Die besten Zwiebelsorten für den Garten

Zwiebeln gibt’s von klein bis groß, von süß bis scharf und in weiß, gelb oder rot. Welche Sorte du dir fürs Zwiebeln anbauen aussuchst, ist also in erster Linie Geschmackssache. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Sorten, die im Beet eine besonders gute Figur machen, weil sie robust sind und eine zuverlässige Ernte liefern.

Probier’s bei gelben Zwiebln mal mit den Sorten ‚Rijnsburger-5/ Bingo‚, ‚Sturon‘ und der Winterzwiebel ‚Electric‘.

Unter den roten Zwiebeln eignen sich ‚Robelja‚ und ‚Red Baron‚ besonders gut. Beide sind auch einfach super lecker.

Überleg dir bei deiner Sortenwahl unbedingt auch, ob du im Frühling oder Herbst startest, ob du mit Saatgut oder Steckzwiebeln loslegen willst und ob du deine Ernte lange einlagern möchtest.

Bio-Zwiebelsamen der Sorte Robelja

Mit Zwiebelsamen oder Steckzwiebeln loslegen?

Bei Zwiebeln hast du die Qual der Wahl – oder einfach mehr Möglichkeiten. :)

Von Anfang an: Zwiebeln säen

Wenn du den Zwiebelanbau mit Zwiebelsamen startest, säst du deine Zwiebeln am besten direkt im Beet aus. Eine Anzucht im Haus ist auch möglich, aber nicht wirklich nötig.

Zwiebelsamen sind in der Anschaffung natürlich günstiger. Dafür hast du ein bisschen mehr Arbeit mit der Anzucht, musst länger auf deine Ernte warten und das Risiko, dass ein Teil der Zwiebeln nicht aufgeht, ist höher. Aber selbst gesäte Zwiebeln sind oft auch besonders lagerfähig – und du machst mit ihnen wirklich alles selbst. Waschechte Selbstversorgung!

DIe Abkürzung im Zwiebelanbau: Steckzwiebeln pflanzen

Einfacher ist es in jedem Fall, fertige Steckzwiebeln zu setzen. Das sind kleine Zwiebelchen, die dann bei dir im Beet schön groß und dick werden. Eine Zwiebelmast sozusagen. ;)

Der Vorteil: Steckzwiebeln haben im Vergleich zu gesäten Zwiebeln schon einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und brauchen nicht so viel Zeit bis zur Ernte, was das Timing einfacher macht. Sie sind allerdings teurer als Zwiebelsaatgut. Klar – es steckt ja auch schon mehr Zeit und Arbeit in ihnen.

Steckzwiebel sind auch dann eine super Wahl, wenn du eine streng getaktete Beetplanung hast und das Zwiebelbeet erst noch mit anderem Gemüse belegt ist. Und sie bieten den großen Vorteil, dass du auch im Herbst noch in den Zwiebelanbau starten und dann schon früh im nächsten Jahr die erste Zwiebelernte ernten kannst.

Wie wär’s mit einer Kombi aus beidem? Den Zwiebelvorrat für den Winter kannst du früh im Jahr selbst säen und großziehen. Im Sommer erntest du die Zwiebeln und lagerst sie für die kalte Jahreszeit ein. Die Zwiebeln, die du im Sommer isst, steckst du im Herbst oder Frühjahr und verbrauchst sie dann über den Sommer.

Zwiebeln ohne Zwiebelschädlinge und Krankheiten anbauen

Es gibt einige Schädlige und Krankheiten, die es auf Zwiebelgemüse abgesehen haben. Sie stürzen sich nicht nur auf Speisezwiebeln, sondern auch auf Frühlingszwiebeln, Lauch und Knoblauch.

Um Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden, gibt es ein paar Tipps und Tricks. Generell gilt, dass Zwiebelgewächse nur alle 4-5 Jahren in ein und demselben Beet wachsen sollten. Rotiere deine Zwiebeln Jahr für Jahr durch die Beete, und der erste Schritt zur Vorsorge ist getan.

Damit kannst du zum Beispiel dem Gelbstreifenvirus, der Lauchmotte und auch der Zwiebelfliege schon entgegenwirken. Ein weiterer Geheimtipp sind Kulturschutznetze. Sobald die Zwiebeln im Beet stehen, deckst du sie mit einem Netz ab und schützt die Pflanzen so.

Für Zwiebeln gibt es auch einen richtig tollen Mischkulturpartner: Möhren! Deren Geruch gefällt der Zwiebelfliege nämlich überhaupt nicht – und mit etwas Glück hält sie sich allein dadurch schon fern.

Wenn du Lust auf mehr clevere Mischkulturen für deine Beete hast, dann lade dir hier einfach deine Mischkulturtabelle herunter:

Zwiebeln anbauen in 7 Schritten

Ob mit Steckzwiebeln oder Zwiebelsaat: Damit bei deinem Zwiebelanbau alles klappt und du im Sommer dicke Knollen ernten kannst, kommen hier alle Infos, die du für glückliche Zwiebeln brauchst. Los geht’s!

1. Welchen Standort bevorzugen Zwiebeln?

Optimal sind humus- und nährstoffreiche Böden, die gu Wasser speichern. Weil Zwiebeln gar keine Kust auf Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser haben, solltest du sie in möglichst beikrautarmen Beeten anbauen. Prima geeignet sind dafür Kompostbeete, die von selbst recht unkrautfrei bleiben. Du kannst aber natürlich auch regelmäßig aufkommende Gräser und Kräuter rauszupfen.

2. Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Zwiebeln stecken oder säen?

Im März kannst du schon loslegen! Je nach Sorte hast du jetzt bis Ende April oder bis in den Mai hinein Zeit, deine Zwiebeln zu stecken oder zu säen.

Im Herbst kannst du mit Steckzwiebeln ein zweites Mal loslegen: Zwischen September und Oktober ist ein guter Zeitraum, um Wintersteckzwiebeln zu setzen, die im Beet überwintern und im nächsten Jahr die erste Ernte liefern.

3. Vorbereitung fürs Zwiebeln anbauen: Das Zwiebelbeet fertig machen!

Zwiebeln mögen ein lockeres, unkrautfreies Beet. Besonders hartnäckige Wurzelbeikräuter wie Köwenzahn oder Ampfer solltest du vor dem Einzug der Zwiebeln gründlich jäten. Besonders wenn du deine Zwiebeln säst, ist es wichtig, einen „sauberen Tisch“ zu haben.

Bereite ein Saatbett vor, indem Du Dein Beet erst vorsichtig mit der Grabegabel lockerst und dann mit einem Rechen eine ebene, feinkrümelige Oberfläche schaffst. Jetzt dürfen die Zwiebeln einziehen!

Zwiebeln anbauen – alle Infos auf einen Blick

4. Los geht’s mit dem Zwiebeln anbauen: Zwiebeln säen oder stecken!

So steckst du Steckzwiebeln:

Mit einer Pflanzschnur markierst du zunächst die zukünftigen Zwiebelreihen. Optimal ist dabei ein Reihenabstand von 20 cm.

In jeder Reihe setzt Du nun alle 5 cm eine Steckzwiebel. Dafür machst Du mit einem Pflanzholz odereiner Schaufel ein 4-5 cm tiefes Loch und lässt die Steckzwiebel hineingleiten – mit der Spitze nach oben, sodass sie nach oben austreiben kann. Jetzt nur noch zumachen, gut angießen und warten!

So säst du Saatzwiebeln:

Auch hier markierst du dir zunächst deine Zwiebelreihen – alle 20 cm kommt eine hin. Jetzt ziehst du in jeder Reihe eine ca. 2 cm tiefe Saatrinne und platzierst dann alle 5 cm einen Zwiebelsamen darin. Vorsichtig verschließen, leicht andrücken und angießen – und du bist fertig!

5. Zwiebeln pflegen

Zwiebeln sind recht pflegeleichte Beetgesellen. Was sie nicht mögen, ist krautige Gesellschaft im Beet – halte sie also am besten unkrautfrei. Zwiebelpflanzen werden gern von der Zwiebelfliege heimgesucht, die sich an den Pflanzen zu schaffen macht. Um das zu verhindern, baust du sie am besten von Anfang an unter einem engmaschigen Kulturschutznetz an.

Auf humosen Böden kommen Zwiebeln gut ohne Düngung aus, aber auf leichten, sandigen Böden ist eine Düngung im Frühsommer – z.B. mit Brennnesseljauche oder pflanzlichem Flüssigdünger – hilfreich, um sie optimal zu versorgen.

Sobald die Zwiebelpflanzen etwa handhoch sind, kannst du ihnen eine 5 cm dicke Mulchschicht gönnen. So kannst du dir das Unkrautmanagement bis zur Ernte sparen. :)

Zwiebelernte trocknet im Gewächshaus

6. Wann ist es Zeit, die Zwiebeln zu ernten?

Juhuuu – das Zwiebeln anbauen hat sich gelohnt! Im Sommer warten dicke Knollen darauf, geerntet zu werden. Du musst aber gar nicht unbedingt so lange warten: Zwiebeln kann man nämlich praktisch zu jedem Zeitpunkt ernten.

Willst du große und lagerfähige Zwiebeln ernten, solltest du warten, bis etwa zwei Drittel der Pflanzen umknicken oder die Blätter zu zwei Dritteln gelb sind. Das ist der ideale Zeitpunkt, um sie anschließend zu trocknen und einzulagern.

Auch vorher schon kannst du jederzeit eine Zwiebel aus der Erde ziehen, um sie frisch zu verkochen. Du kannst übrigens auch das Grün essen!

Aber Obacht: Erntest du deine Zwiebeln zu spät, können sie verfaulen.

7. Selbst angebaute Zwiebeln richtig einlagern

Mit etwas Glück kannst du deine Zwiebeln in einer sonnigen Sommerwoche ernten. Dann kannst du die Zwiebeln aus der Erde ziehen und erstmal einen Tag lang auf dem warmen Beet in der Sonne liegen lassen – hier trocknen sie schonmal vor.

Danach sammelst du deine Zwiebeln ein und bringst sie an einen trockenen Ort – zum Beispiel ins Gewächshaus oder die Garage.

Hier solltest du die selbst angebauten Zwiebeln säubern, indem du die äußeren Zwiebelschichten inklusive der damit verwachsenen Blätter entfernst. Anschließend bindest du* jeweils drei bis fünf Pflanzen zu einem Bündel zusammen und hängst sie an einem trockenen, luftigen Ort zum Trocknen auf.

Wenn die Zwiebeln komplett getrocknet sind, kannst du sie an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort in Körben, Kisten oder luftdurchlässigen Säcken lagern. Besonders schick sind natürlich Zwiebelzöpfe, die du dir in die Speisekammer hängen kannst!

Rote Zwiebeln trocknen nach der Ernte

Für den Zwiebelanbau bist du jetzt bestens gerüstet! Wie sieht’s mit anderem Gemüse aus? Mehr Hier findest du noch mehr Inspiration für den Gemüsegarten:

Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zum Ernten!

Aubergine pflanzen – die besten Tipps für eine dicke Ernte!

Brokkoli pflanzen und ernten – die ultimative Anleitung!

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Pflaumen einkochen: Zwetschgen am Baum

Pflaumen einkochen: 3 Rezepte, die süchtig machen!

Pflaumen einkochen und in köstliche Wintervorräte verwandeln – das gehört für mich einfach zum Spätsommer dazu. Ich verrate dir daher mein Lieblingsrezept und habe auch noch mehr super leckere Ideen im Gepäck, wie du die Pflaumenschwemme aus deinem Garten auf köstlichste Weise bewältigen kannst. Wart’s ab, du wirst dein blaues Wunder erleben! ;)

Inhaltsverzeichnis
Meine Rezepte im Überblick
Zwetschgen so wie Pflaumen einkochen: geht das?
Wann sind Pflaumen reif zum Einkochen?
Pflaumen kaufen – worauf muss ich achten?
Pflaumen und Zwetschgen einkochen ohne Zucker
TK-Pflaumen einkochen
Leckere Rezepte zum Pflaumen einkochen!
1. Zimtpflaumen
2. Pflaumen einkochen als Chutney
3. Pflaumen einkochen als süße Soße

Meine Rezepte im Überblick

Falls du nicht lange lesen willst: Hier sind meine Lieblingsrezepte zum Pflaumen einkochen ganz kompakt – auf einen Blick! :)

Zimtpflaumen

1,5 kg Pflaumen
200g Zucker
600 ml Wasser
½ El Zimt

►Pflaumen entkernen und dicht an dicht in Gläser packen
►Zucker, Wasser und Zimt aufkochen, bis der Zucker gelöst ist; über die Pflaumen gießen
►Gläser verschließen und bei 90° C 30 Minuten einkochen
Pflaumen Chutney

1 kg Pflaumen
50 g Rosinen
Saft von 3 Orangen
200 g Zucker
200 ml Balsamico
30 g frischen Ingwer, gerieben
1 große Zwiebel, gehackt
½ EL Senfkörner, gemörsert
½ EL Piment, gemörsert
½ EL schwarzer Pfeffer, gemörsert
2 getrocknete Chilischoten, gemörsert
½ Zimtstange
1 Sternanis
½ EL Orangenschale, geraspelt
2 Lorbeerblätter
4 Gewürznelken
500 g Gelierzucker (1:1)

►Zimtstange, Sternanis Lorbeerblätter in einenTeebeutel geben
►Pflaumen entkernen, in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den übrigen Zutaten (außer Gelierzucker) in einen Topf geben; Teebeutel dazuhängen
►eine Stunde lang mit offenem Deckel köcheln lassen; dabei häufig umrühren
►Teebeutel herausnehmen und Gelierzucker einrühren
►Abschmecken und fünf Minuten lang aufkochen lassen
►Chutney in saubere Gläser füllen und 30 Minuten bei 90°C einkochen
Süße Pflaumensoße

1 kg Pflaumen
4 El Zucker
Mark einer Vanilleschote
500 ml Pflaumensaft
1 El Zimt

►Zucker in einer Pfanne hellbraun karamellisieren
►Pflaumen, Pflaumensaft und Zimt dazugeben
►umrühren, bis sich der karamellisierte Zucker komplett aufgelöst hat
►abschmecken und in sterilisierte Gläser füllen
►30 Minuten lang bei 90° Celsius einkochen

Diese Rezepte sind genau das Richtige, um die Ernte aus dem Garten in köstliche Vorräte zu verwandeln? Dann bist du in meinem Onlinekurs »Vorratskammer starten*« genau am rechten Ort: Da lernst du nämlich richtig viele Methoden, mit denen du Obst und Gemüse aus dem Garten haltbar machen und das ganze Jahr über genießen kannst. Hier kannst du entdecken, was der Kurs alles für dich bereit hält*.

Wenn du jetzt bereits stolz auf deine bis zum Rand mit leckeren Pflaumenköstlichkeiten gefüllten Gläser schaust, brauchst du unbedingt noch schicke Etiketten! Denn damit sehen deine Einkochschätze super schön aus und du behältst immer den Überblick in deiner Vorratskammer.

Lade dir meine Etikettenvorlage gerne hier herunter:

Zwetschgen so wie Pflaumen einkochen: geht das?

Statt Pflaumen kannst du genauso gut auch Zwetschgen einkochen – je nachdem, was du lieber magst und was bei dir im Garten heranreift. Das ist einfach nur Geschmackssache!

Wo ist eigentlich der Unterschied? Also: Pflaumen sind rund und etwas saftiger als Zwetschgen. Sie können dunkelblau, rötlich oder gelb sein und lösen sich meistens etwas schwer vom Kern.

Zwetschgen sind länglich, dunkelblau-lila und haben ein gelbliches Fruchtfleisch. Wenn sie wirklich reif sind, kannst du den Kern ganz leicht entfernen. Zwischen Juli und September ist Zwetschgen- und Pflaumensaison. Die solltest du unbedingt nutzen für viiiele Gläser leckerer Vorräte! ;)

Wann sind Pflaumen reif zum Einkochen?

Pflaumen sind reif, wenn sie auf leichten Druck hin nachgeben und sich der Stiel leicht abzupfen lässt. Zum Pflaumen einkochen verwendest du am besten nur vollreife, einwandfreie Früchte.

Damit sie nicht austrocknen, bevor sie reif sind, haben sich die Pflaumen einen genialen Trick ausgedacht: den sogenannten Duftfilm. Das ist ein gräulich-weißer, leicht schmieriger Belag, der von verdunstetem Regenwasser stammt und die Saftigkeit in der Pflaume hält. Bevor du deine Pflaumen einkochst, solltest du ihn abwaschen oder abreiben.

Für mehr Tipps und Tricks zum Einkochen empfehle ich dir meinen Vorratskammer starten Kurs*! Da zeige ich dir verschiedene Methoden, um deine Ernte sicher haltbar zu machen und das ganze Jahr über genießen zu können. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Mitten im Pflaumen einkochen: Pflaumenmarmelade im Topf

Pflaumen kaufen statt ernten – worauf muss ich achten?

Leider haben wir nicht alle so viele Pflaumen im Garten, dass es genügend davon ins Haus schaffen, bevor sie aufgegessen sind. ;)

Deshalb kannst du zum Pflaumen einkochen genauso gut auch welche auf dem Markt oder im nächsten Bioladen kaufen! Achte nur darauf, dass die Früchte einwandfrei sind und keine Druckstellen haben.

Solltest du welche erwischt haben, die noch nicht ganz reif sind und sich nur unter Gewaltanwendung vom Kern lösen lassen, ist das nicht schlimm: Lagere sie einfach für ein paar Tage bei Zimmertemperatur neben Äpfeln, bevor du ans Werk gehst. Pflaumen gehören nämlich zu den Obstsorten, die nachreifen.

Manchmal gibt es die Möglichkeit, günstig an eine Steige mit Pflaumen zu kommen, die schon sehr reif sind. Frag doch einfach mal im Bioladen nach „Einkochpflaumen“! Dann musst du sie zwar schnell verarbeiten, hast dafür aber auch das volle Aroma.

Zwetschgen auf einem Holzbrett - bereit fürs Einkochen.

Pflaumen und Zwetschgen einkochen ohne Zucker

Wenn du versuchst, möglichst ohne Zucker auszukommen, kannst du ihn beim Pflaumen oder Zwetschgen einkochen auch komplett weglassen. Das hat den Vorteil, dass du ganz frei entscheiden kannst, ob du später eine Süßspeise aus ihnen zaubern möchtest oder vielleicht lieber ein herzhaftes Chutney.

Du musst dann nur besonders sauber arbeiten und Gläser, Deckel und alle anderen Gerätschaften mit heißem Wasser sterilisieren. Nach dem Abfüllen solltest du die Gläser dann noch im Wasserbad einkochen. Die Einkochzeit beträgt 45 Minuten, damit die Zwetschgenmarmelade ohne Zucker im Glas sicher haltbar ist.

Achte auch darauf, dass die Zwetschgen ordentlich reif sind – dann bringen sie von Natur aus schon genug Süße mit, sodass du sie ohne Zuckker einkochen kannst.

TK-Pflaumen einkochen

Wenn du nach der Ernte oder auch nach einem tollen Schnäppchen aus dem Supermarkt einfach nicht sofort zum Pflaumen einkochen Zeit hast, kannst du sie auch problemlos erstmal in den Kälteschlaf schicken. Da halten sie sich prima frisch!

Dazu wäschst und entsteinst du deine Pflaumen und packst sie so portioniert in die TK-Behälter, wie du sie später brauchst. Dann musst du sie nur noch auftauen und kannst sofort loslegen!

Die berühmten Zimtpflaumen von Wurzelwerk

Leckere Rezepte zum Pflaumen einkochen!

Jetzt wird es nach so viel Theorie aber ernst: Hier sind meine Rezepte zum Pflaumen einkochen! Und da muss ich gleich eins vorweg nehmen: Mein aller-aller-oberliebstes Rezept sind eindeutig die Zimtpflaumen! Yummie! Schon wenn ich nur daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen!

Du kannst sie pur aus dem Glas löffeln, zu Joghurt, Milchreis oder Grießbrei genießen oder super leckeren Crumble oder Kuchen damit backen.

Kurz gesagt, von Zimtpflaumen kannst du gar nicht genügend Gläser im Vorratsregal stehen haben! ;)

Zimtpflaumen

Das Einkoch-Equipment hast du bestimmt größtenteils schon zuhause.

An Utensilien brauchst du:

An Zutaten brauchst du:

  • 1,5 kg Pflaumen
  • 200 g Zucker
  • 600 ml Wasser
  • ½ El Zimt oder soviel du magst

So geht’s:

Die Deckel und bei Weckgläsern auch die Gummiringe* gibst du zusammen mit Wasser und einem Schwupps Essig in einen Topf und lässt alles fünf Minuten lang brodelnd kochen, um deine Utensilien zu sterilisieren.

In einen anderen Topf gibst du Wasser, Zucker und Zimt und kochst alles auf, bis sich Zucker und Zimt aufgelöst haben.

Du kannst bei diesem Rezept zum Pflaumen einkochen auch weniger oder mehr Zucker verwenden – mach das so, wie es dir am besten schmeckt.

Jetzt wäschst du deine Pflaumen ab, halbierst sie und entfernst die Kerne. Dann schichtest du die Hälften mit der Schnittseite nach unten in die Gläser. (Zugegeben, das mache ich deshalb so, weil es hübscher aussieht. Hihi!)

Die Pflaumenschichten drückst du immer wieder fest nach unten, damit die Gläser auch wirklich gut gefüllt sind. So hat das Obst nicht genug Platz, um beim Einkochen nach oben zu treiben.

Neuere Weckgläser* kannst du bis knapp unter den Rand befüllen, bei Twist-Off-Gläsern lässt du zwei Zentimeter Abstand bis zum Glasrand.

Jetzt füllst du alles mit der Zuckerlösung auf und hältst den nötigen Abstand zum Rand ein. Falls du gekleckert haben solltest, wischst du die Ränder sorgfältig mit einem sauberen Geschirrtuch ab. Jetzt verschließt du deine Gläser sorgfältig.

Du möchtest mir beim Zimtpflaumen einkochen zusehen? Dann schau dir gern dieses Video an:

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Mehr Informationen

So kochst du die Zimtpflaumen ein:

In einen großen Topf oder Einkochtopf legst du ein Geschirrtuch auf den Boden und füllst so viel Wasser hinein, dass deine Gläser davon später vollständig bedeckt sind. Das Wasser sollte zwei Zentimeter über dem Deckelrand stehen. Dann erhitzt du das Wasser so lange, bis es ungefähr dieselbe Temperatur hat wie die Zuckerlösung.

Jetzt stellst du mit dem Glasheber deine Gläser so in den Topf, dass sie sich nicht berühren, und gibst auch ein Thermometer mit hinein. Wenn das Wasser die Temperatur von 90 ° Celsius erreicht hast, beginnt die Einkochzeit. Achte darauf, dass die Temperatur niemals unter 90 ° Celsius fällt, weil du sonst die Einkochzeit von vorne loslaufen lassen musst. Es ist auch nicht gut, wenn die Temperatur höher ist, denn dann gehen unnötig Nährstoffe und Vitamine verloren.

Stell deinen Timer auf 30 Minuten. Wenn die Zimtpflaumen fertig sind, nimmst du sie mit einem Glasheber raus dem Topf, stellst sie auf ein Geschirrtuch und lässt sie vollständig abkühlen.

Und dann wird es spannend: Bei Weckgläsern* nimmst du nun die Klammern ab!* Wenn der Deckel dann noch immer fest auf dem Glas sitzt, hat sich ein Vakuum gebildet und alles ist gut gelaufen beim Pflaumen einkochen. Jetzt musst du sie nur noch mit schicken Etiketten schmücken! ;)

Bei Twist-Off-Gläsern sollte sich der Deckel nach innen wölben – wenn du sogenannte Buttondeckel verwendest (die haben einen leicht erhöhten Kreis in der Mitte), kannst du das besonders gut sehen.

Für Birnen, Kirschen und Äpfel habe ich übrigens auch tolle Rezepte für dich!

Zu Pflaumen Chutney eingekochte Pflaumen schmecken köstlich zu Geflügel.

Eine andere Möglichkeit zum Pflaumen einkochen ist ein super leckeres pikantes Pflaumen-Chutney. Du kannst es zu Fleisch und Käse schlemmen oder beim Grillen als würzigen Dip reichen. Die Kombination aus süß und sauer ist unschlagbar!

Pflaumen einkochen als Chutney

Du brauchst:

  • 1 kg Pflaumen, entsteint
  • 50 g Rosinen
  • Saft von 3 Orangen
  • 250 ml dunkler Balsamicoessig
  • 30 g frischen Ingwer, gerieben
  • ½ EL Senfkörner, gemörsert
  • 1 große Zwiebel, gehackt
  • 2 getrocknete Chilischoten, gemörsert
  • ½ EL schwarze Pfefferkörner, gemörsert
  • ½ Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • ½ EL Orangenschale, geraspelt
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Gewürznelken
  • ½ EL Piment, gemörsert
  • 300 g Gelierzucker (2:1)

So geht’s:

Zunächst gibst du Zimtstange, Sternanis und Lorbeerblätter in einen Teebeutel. Die Zwetschgen schneidest du in kleine Stücke und gibst sie zusammen mit den übrigen Zutaten außer dem Gelierzucker in einen Topf.

Jetzt heißt es: Teebeutel dazu hängen und alles eine Stunde lang mit offenem Deckel köcheln lassen. Am besten rührst du dabei häufig um, damit nichts anbrennt!

Anschließend entfernst du den Teebeutel mit den Gewürzen und rührst den Gelierzucker ein. Schmeck dein Chutney nochmal mit den Gewürzen so ab, dass du es unwiderstehlich lecker findest! ;)

Die Masse soll jetzt fünf Minuten lang kochen. Dann füllst du das Pflaumen-Chutney in saubere Gläser und verschließt sie. Anschließend stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, steht beim Rezept für die Zimtpflaumen – das kannst du einfach übernehmen. Mehr Tipps dazu findest du übrigens in meinem Artikel Einkochen für Anfänger.

Psst: Wenn dein Herz für würzig-pikante Vorräte schlägt, schau unbedingt auch mal bei meinem Rezept für Kimchi und Apfelchutney vorbei! 

Selbst eingekochte Pflaumensoße schmeckt köstlich auf Vanilleeis!

Pflaumen einkochen als leckere süße Soße

Du suchst noch eine stimmige Begleitung zu Eis oder Vanillepudding? Dann kann ich dir diese super leckere Pflaumensoße empfehlen!

Pssst, kleiner Tipp: Am köstlichsten ist sie, wenn du sie warm servierst – á la Eis mit heißen Himbeeren ääh, Pflaumen! ;)

Du brauchst:

  • 1 kg entsteinte, geviertelte Pflaumen
  • 4 El Zucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • 500 ml Pflaumensaft
  • 1 El Zimt

So geht’s:

Zuerst streust du den Zucker in eine Pfanne und lässt ihn karamellisieren. Wenn der Karamell dann eine appetitliche hellbraune Farbe hat, gibst du die Pflaumen, den Pflaumensaft und den Zimt dazu. Gut umrühren, bis sich der karamellisierte Zucker komplett aufgelöst hat.

Jetzt schmeckst du alles noch einmal ab und füllst es dann in sterilisierte Gläser, die du anschließend sorgfältig verschließt.

Anschließend stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, steht beim Rezept für die Zimtpflaumen – das kannst du einfach übernehmen.

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Kleiner Tipp: Auch im Fruchtleder machen sich Pflaumen super!

Pflaumen einkochen macht nicht nur Spaß, sondern füllt deine Vorratsregale auch mit richtig leckeren Gläsern, die dir im Winter einen Hauch Sommerfeeling schenken. Einfach öffnen und genießen… hmmmmm. :) Wenn dich dein Garten also wieder einmal total „anpflaumt“ brauchst du keine Panik mehr zu haben! ;)

Du bist auf den Geschmack gekommen und möchtest voll ins Haltbarmachen einsteigen? Dann schau gerne einmal hier vorbei:

6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

Mirabellen einkochen: So machst du die leckeren Früchte haltbar!

Rote Bete fermentieren: Mit diesem Rezept gelingt der Gaumenschmaus!

Hast du noch andere Ideen zum Zwetschgen oder Pflaumen einkochen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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Blühende Gründüngung

Gründüngung: Eine Wellnesskur für den Boden

Gründüngung ist ein hervorragender Lückenfüller und ein wertvolles Geschenk für deinen Boden und die ganzen Lebewesen, die sich darin tummeln. Gelbsenf, Phacelia, Wickroggen und Co bieten deinem Boden nämlich ein Spa-Programm der Extraklasse!

Inhaltsverzeichnis
Was ist eigentlich Gründüngung?
Ein Garten ohne Gründüngung?
Gründüngung im Herbst: Den Boden einmummeln
So funktioniert die Herbstaussaat
Drei Gründünger im Portrait
Warum ist Gründüngung so wertvoll?
How to: Finde den passenden Gründünger
How to: Gründüngung säen
How to: Der richtige Zeitpunkt zum Abmähen
Gründüngung, ein Muss in einem gesunden Garten

Was ist eigentlich Gründüngung?

Sprechen Gärtner von Gründüngung oder Gründüngern, meinen sie damit, dass sie bestimmte Pflanzen als Vor-, Zwischen- oder Nachkultur auf Beeten anbauen, die gerade frei geworden sind oder auf denen für ein paar Monate keine Gemüsekultur eingeplant ist.

Die Gründüngerpflanzen schützen Nährstoffe vor Auswaschung, erhalten die Bodenstruktur und liefern jede Menge Futter für alles, was unter der Bodendecke lebt. So bleiben die Nährstoffe an Ort und Stelle, werden vom Bodenleben wieder pflanzenverfügbar gemacht und stehen deinem Gemüse dann später zur Verfügung.

Auch in einem ganz kleinen Garten kannst du Gründüngung problemlos nutzen – ein total einfaches Prinzip, das viiiiele Vorteile hat!

Wohin damit?

„Aber wohin mit der Gründüngung?“, fragst du dich. Na, einfach in die Lücken! Vielleicht ist es dir auch schon mal so gegangen: Selbst nach langem Knobeln über deinem Pflanzplan passen die Aussaat- und Erntetermine verschiedener Gemüse einfach nicht so recht zusammen und hier und da bleibt eine Leerstelle.

Das ist aber gar nicht schlimm! Denn: Sobald in einem Beet eine Zeitlang Platz ist, kannst du dort Gelbsenf, Phacelia, Buchweizen, Lupinen oder Klee säen.

Wenn du gerade noch an deinem Pflanzplan tüftelst, solltest du die Gelegenheit unbedingt nutzen, um ein paar wertvolle Gründüngerpflanzen einzuplanen! Alternativ dazu kannst du dir auch einfach meinen Pflanzplan herunterladen. Der ist schon fix und fertig, und du kannst einfach die Gründüngung deiner Wahl in den Plan einbauen!

Die Gründüngerpflanzen erntest du nicht wie Gemüse, sondern mähst sie nach einiger Zeit auf dem Beet ab und lässt sie dort (als Mulch) oberflächlich liegen. Ein paar Wochen, bevor deine nächsten Gemüsepflanzen einziehen, arbeitest du die Reste dann in den Boden ein. Natürlich ganz vorsichtig und nur oberflächlich, damit wir unsere Freunde, die Bodenlebewesen, nicht durcheinanderbringen.

Ein Garten ohne Gründüngung?

Nein Danke! Wie wir Gartengurus wissen, gedeihen (Gemüse-)Pflanzen besser und sind gesünder, je belebter und humusreicher der Boden ist. Gesunder Boden, gesunde Gemüsepflanzen, gesunde Menschen – eine simple Gleichung. Deswegen kümmern wir uns nicht nur um die Pflanzen, sondern vor allem auch um die Gesundheit des Bodens.

Eine einfache, naturnahe Methode ist es, den Boden ständig bewachsen zu halten. Hast du in der Natur schon einmal unbewachsenen, blanken Boden gesehen? Ich nicht. Das ist nämlich richtig unnatürlich und allem zuwider, was der Boden will. Eine Pflanzendecke schützt den Boden und hat noch viele andere positive Effekte. Genau wie beim Mulchen schaust du dir also auch bei der Gründüngung ab, wie die Natur gärtnert! :)

Gründünger Klee

Also: Der Boden in unseren Gärten sollte nie offen liegen, sondern immer bedeckt sein, damit er geschützt ist. So ein ganzjährig bewachsener Boden ist eine Wohltat für die Bodenlebewesen, allen voran für den Regenwurm, unseren Freund und Helfer. So ein Wurm holt sich hier seine Nahrung – umso schöner also, wenn der Boden bedeckt und der Tisch reich gedeckt ist (je nach Perspektive).

Gründüngung und Bodenbedeckung sind suuuper wichtige Maßnahmen, die den Boden merklich und nachhaltig verbessern können. Deswegen kann ich mir meinen Garten gar nicht mehr ohne Gründüngung vorstellen.

Gründüngung im Herbst: Den Boden einmummeln

Auch wenn du Gründüngung prinzipiell das ganze Jahr über aussäen kannst, ist die wichtigste Gründüngung die, die über den Winter deine Beete bedeckt.

Ein brachliegender Boden ist Wind und Wetter hilflos ausgeliefert, wohingegen lebende Pflanzen und ihre Wurzeln den Boden zusammenhalten und vor Erosion schützen, das Bodenleben fördern und damit die Bodenfruchtbarkeit stetig steigern.

Warum stehen im Winter überhaupt so viele Beete leer? Gute Frage! In vielen Beeten wachsen ja bis in den September hinein noch die Sommergemüse. Erst danach werden die Beete wieder frei. Die meisten Gemüse kannst du so spät nicht mehr aussäen. Sie brauchen einfach zu lange, um zu wachsen und Früchte auszubilden – und der Winter macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Entweder setzt du im Herbst alsovorgezogene Pflänzchen in die Beete, sähst ein paar Spätzünder wie Wintererbsen und Postelein direkt ins Beet, oder verwöhnst deine Beete mit einer kuscheligen grünen Decke.

Zartes Pflänzchen? Nicht bei den Gründüngern!

Unter denen gibt es nämlich etliche robuste Kerlchen! Einige Gründüngerpflanzen wie zum Beispiel der Winterroggen oder die Winterwicke sind – die Namen verraten es schon – winterhart. Das heißt, dass ihnen Frost so schnell nichts anhaben kann.

Diese Gründüngerpflanzen kannst du ziemlich spät im Jahr noch säen, wenn du einen Großteil deines Gemüses schon geerntet und in deiner Schatzkammer eingelagert hast. Dort, wo jetzt freier Platz im Beet ist und wo kein Gemüse für die Winterernte wächst, kannst du nun den Boden begrünen.

Senfsaatgut in Hand

Auch im Spätherbst können die Samen dieser Pflanzen noch zum Keimen gebracht werden. Du kannst aber auch schon ab August damit beginnen und die freiwerdenden Beete in eine grüne Decke einmummeln. Die Wachstumsbedingungen sind dann noch ideal und die Beete werden ja erst im nächsten Frühjahr wieder bepflanzt.

Du musst also die Gründüngung nicht überall auf einmal aussähen, das kann ganz entspannt nach und nach passieren: Beet für Beet, oder auch Beetreihe für Beetreihe. Das geht natürlich nur, solange die Aussicht besteht, dass die Samen noch keimen können.

Die Gründüngung, die im Herbst gesät ist, bleibt einfach über den Winter stehen und wird dann im nächsten Frühjahr in den Boden eingearbeitet oder als Mulch auf den Beeten verteilt. So leitest du im Spätherbst schon die kommende Gartensaison ein.

Und was ist mit den Beeten, die erst so spät frei werden, dass auch keine Gründüngung mehr keimt? Kein Problem! Diesen Beetreihen verpasst du einfach eine dicke Mulchschicht, damit auch hier der Boden gut geschützt ist. Vielleicht liegt ja noch irgendwo abgefallenes Herbstlaub herum, dass du dafür nutzen kannst?

So funktioniert die Herbstaussaat

Lass mich dir die Herbstaussaat am Beispiel des Gelbsenfs, einer richtig tollen Gründüngerpflanze, noch mal genauer erklären: Du lockerst den Boden (am besten mit einer Grabegabel), gräbst ihn aber nicht um. Warum du das Umgraben sein lassen solltest, erfährst du hier.

Dieses Lockern hat denselben Effekt auf deinen Boden, wie wenn du eine Bettdecke gut ausschüttelst und das Zimmer vor dem Schlafengehen belüftest – es schafft ein besseres Klima.

In diesen gut belüfteten Boden säst du nun breitwürfig deine Senfsaat. Ein Teil der Samen fällt dabei in die entstandenen Luftlöcher, den Rest kannst du mit dem Rechen leicht einharken.

Falls es nicht regnet, solltest du die Saat in den ersten Tagen feucht halten, sodass sie gut aufgeht. Der Gelbsenf braucht in der Regel nur ein paar Tage, um zu keimen, und ergibt dann eine dichte grüne Decke, unter der dein Boden wohlig eingemummelt Winterruhe halten kann.

Schließlich friert der Gelbsenf bei Temperaturen unter -7°C ab und bildet dann einen lockeren Schleier auf dem Beet. Dieser Schleier zerfällt sehr schnell und kann deswegen ohne viel Aufwand im Frühjahr in den Boden eingeharkt werden. Praktisch, oder?

Drei Gründünger im Portrait

Wer kann was? Vorhang auf für ein paar dieser famosen Pflanzen!

#1 Gib deinen Gelbsenf dazu

Alle Gründüngerpflanzen haben ihre ganz eigenen Stärken. Gerade haben wir ihn schon kennengelernt: den schnellwachsenden, winterharten Gelbsenf mit seiner Pfahlwurzel.

Blühender Gelbsenf

Er ist, wie ich finde, die (fast) perfekte Gründüngerpflanze, weil er mühelos zu säen und sehr leicht zu handhaben ist. Er hinterlässt im Frühjahr keine großen Stängel (zumindest, wenn er nicht geblüht hat), die wir dann mühevoll kleinhacken müssten. Im Beet bildet er ein Miniwäldchen mit schattigem, feuchtem Untergrund. Gerade weil er den Boden so gut regeneriert, sollte er in deinem Garten nun wirklich seinen Senf dazugeben dürfen! 

Ein Manko gibt es allerdings: Gelbsenf zählt nämlich zur Familie der Kreuzblütler. Die kennst du bereits von deinen Kohlgewächsen. Wie ist das jetzt mit dem Gelbsenf, wenn sich im Garten schon mehrere Kohlarten und andere Kreuzblütler finden? Denn gerade bei dieser Pflanzenfamilie solltest du ja eine Anbaupause von 5-6 Jahren einhalten, bevor du sie in demselben Beet wieder anbaust. Nur so kannst du hartnäckigen Krankheiten wie der Kohlhernie vorbeugen.

Wenn du nun noch einen weiteren Vertreter dieser Pflanzenfamilie in deine Beetplanung einbeziehst, machst du dir das Leben also ziemlich kompliziert.

Der Gelbsenf als Gründüngung ist also dann ideal für dich, wenn Kohl nicht dein Lieblingsgemüse ist und du nicht sooo viele Pflanzen aus der Kreuzblütlerfamilie in deinen Beeten anbaust.

Dann pflegt und verbessert Senf deinen Boden ungemein, bringt das Bodenleben auf Trab, und unterdrückt noch dazu einige Schädlinge, wie zum Beispiel Kartoffelnematoden. Kurzum: Er ist ziemlich wertvoll für deinen Garten und hält ihn gesund.

Kleiner Tipp: Falls du im kalten Winter dringend das Bedürfnis nach frischen Vitaminen verspürst, kannst du ein paar dieser zarten und milden Senfpflanzen ernten und als Kraut in der Küche, zum Beispiel im Salat, verwenden.

#2 Phacelia, unsere Bienenfreundin

Die wunderschön lila blühende Phacelia, die auch unter dem schönen Namen Bienenfreundin durch die Gärten reist, ist eine alte, lange Zeit nicht besonders beachtete Pflanze, die sich heute in Biogärten wieder immer größerer Beliebtheit erfreut und die ihrem Namen auch wirklich alle Ehre macht.

Phacelia in Blüte

Die anspruchslose Pflanze ist nicht besonders picky. Sie verträgt Trockenheit und durchdringt so ziemlich alle Böden mit ihrer Pfahlwurzel. Die feinen Phacelia-Samen können bereits sehr früh im Jahr gesät werden und gehen auch als Wiederholungssaat zu verschiedenen Zeiten während des Jahres in der Regel gut auf. Deswegen ist Phacelia ideal, um im Laufe des Sommers immer wieder ausgesät zu werden und so auch kleinere Lücken zu schließen.

Phacelia steht ziemlich lange in Blüte und duftet dabei überschwänglich. Das entgeht auch den schwirrenden Faltern und Insekten nicht, die durch den Duft herangezogen werden.

Hast du schon einmal Phacelia gepflanzt? Dann hast du bestimmt beobachtet, wie ganze Wolken von Schwebfliegen, über den Phacelia-Quartieren in der Luft surren. Das Tolle daran ist, dass sich die Schwebfliegen über Blattlausarmeen in deinem Garten hermachen – eine ihrer Leibspeisen! 

Phacelia ist so ein regelrechter Magnet für das ein oder andere Helferlein im Garten, das deine Gehölze und Fruchtgemüsearten fördert und gesund hält. Großartig, wie unsere Bienenfreundin die Vermehrung und Entwicklung dieser Nützlinge so fördert.

Die von Insekten heißgeliebte Pflanze bildet einen feinen, gefiederten Teppich, sie wurzelt tief, beschattet den Boden, versprüht den Regen durch die reich geteilten Blätter hindurch, ist eine gute Taufängerin und bezirzt mit einer wunderschönen Farbe. Was will das Gartenherz mehr?

Wenn die Pflanze abgeblüht ist, solltest du sie schleunigst mähen, bevor sie Samen ausbilden kann. Sonst hast du bald keine Chance mehr, dein Gemüse zwischen den neu austreibenden Phaceliapflanzen zu finden. Die Stängel und Blätter lässt du einfach auf dem Boden liegen. Sie bilden dann als Mulch noch einmal eine dichte Bodenbedeckung.

#3 Lupinen: Ein Hoch auf Leguminosen

Die mindestens genauso schönen Lupinen, die mit den Erbsen und Bohnen verwandt sind, leben wie alle Hülsenfrüchte in Symbiose mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln. Zusammen mit diesen Bakterien haben sie die Superkraft, Stickstoff aus der Luft zu binden und anderen Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Chapeau, Lupine!

Alle Lupinenarten bilden rasch eine kräftige Hauptwurzel. Bis zu zwei Metern tief können die mit Bakterien besetzten Wurzeln reichen! So kann dieses Dreamteam Stickstoff aus der Luft ernten, der dann nicht nur für das eigene Pflanzenwachstum zur Verfügung steht, sondern auch großzügig verteilt wird. Gerade die gelbe Lupine ist eine echte Selbstversorgerin und kann sogar auf sandigen, mageren Böden gut wachsen.

Ihre tiefe Wurzel lockert außerdem den Boden. Die so entstehenden Tunnel verbessern den Luft- und Wasserhaushalt des Bodens. So tuen Lupinen deinem Boden auf ganz unterschiedliche Art und Weise etwas Gutes.

Lupinen als Gründüngung

Auch hier gilt allerdings wieder: Anbaupause beachten, denn du wirst sicher auch andere Hülsenfrüchte bei dir im Garten anbauen.

Warum ist Gründüngung so wertvoll?

Gründüngerpflanzen haben ganz viele Eigenschaften, die wertvoll für deinen Garten sind. Sie alle halten Nährstoffe im Boden, erhalten die Bodenstruktur, füttern die Bodenlebewesen und schützen den Boden vor starkem Regen und Wind.
 
Manche von ihnen haben darüber hinaus aber noch regelrechte Spezialeffekte: Sie reichern deinen Boden mit Stickstoff an, bilden tiefe Wurzeln, die den Boden auflockern oder sind schon früh im Jahr eine wundervolle Bienenweide.

Schauen wir uns die verschiedenen Superkräfte mal genauer an…

#1 Gründüngung als Bodenverbesserer

Die bodenverbessernde Wirkung von Gründüngerpflanzen ist wahrscheinlich das wertvollste Geschenk an den Garten. Senf, Phacelia, Buchweizen und Wicken durchwurzeln, lockern und beleben den Boden, weil sie ihn für viele potentielle Bodenbewohner*innen attraktiver machen.

Gründüngung fördert den Humusaufbau, verbessert die Krümelstruktur des Oberbodens und versorgt ihn mit zusätzlichen Nährstoffen.

Wenn du mit Pflanzenkohle gärtnerst, wird die Pflanzenkohle im Boden durch die Nährstoffe der verrotteten Pflanzen wieder aufgeladen, jippie!

#2 Gründüngung als Klimaanlage

Viele der Gründüngerpflanzen haben Wurzeln, die pfahlförmig viel tiefer reichen, als man das auf den ersten Blick vermutet – manche sind bis zu 1,50 m tief! Wenn die Wurzeln zusammen mit den anderen Pflanzenbestandteilen dann irgendwann verrotten, bleiben die Röhren erhalten.

So entsteht dann ein regelrechtes Tunnelsystem im Boden, über das dieser belüftet wird. Du kannst dir das vorstellen wie eine Klimaanlage. Das ist vor allem für schwere und verdichtete Böden und ihre Bewohner*innen echter Balsam.

#3 Gründüngung als Nährstoffpipeline

Dass die Wurzeln der Gründüngerpflanzen so tief reichen, hat noch einen weiteren Vorteil: Sie können beim Nährstofftransport aus den unteren Bodenschichten helfen. Die durch die Pflanzenwurzeln entstehenden Luft- und Wasserporen bieten sich als Transportwege für den Nährstoffkreisläufen im Boden nur so an.

Darüber hinaus düngen die Pflanzen mit ihren eigenen Pflanzenkörpern, denn Wurzel-, Stängel und Blattmasse werden gleich wieder abgebaut, nachdem sie gemäht wurden. So wird der Humusgehalt des Bodens erhalten und sogar erhöht.

#4 Gründüngung als Schutzmantel

Ein nackter Boden ist Wind, Sonne und Regen gnadenlos ausgeliefert. Was liegt da näher, als ihn mit Hilfe von Grünpflanzen oder einer dicken Mulchschicht vor Wind und Wetter, vor Erosion und Austrocknung zu schützen? Die Rolle eines bedeckenden Schutzmantels ist Gründüngerpflanzen geradezu auf den Leib geschnitten.

#5 Gründüngung als Insektenfreude

Ich habe ja bei der Phacelia oben schon erwähnt, was für ein Insektenmagnet die blühende Pflanze ist. Da ist sie nicht allein! Auch Ringelblumen, Buchweizen und Tagetes sind toll blühende Gründüngerpflanzen, die verschiedenen Insekten vorzüglich schmecken.

Wenn du Blühmischungen als Gründüngung säst, finden Bienen, Hummeln und Schmetterlinge ein reiches Buffet vor. Kann dann überhaupt noch von Gründüngung die Rede sein? ;)

Andere Gründünger kannst du auch als Futterpflanzen für Haustiere verwenden. Klee freut Kaninchen zum Beispiel sehr! Und es geht noch weiter: Tagetes hat, genau wie Gelbsenf, zusätzlich eine abwehrende Wirkung auf Nematoden.

#6 Gründüngung als Stickstoffsammler

Leguminosen wie Ackerbohnen und Lupinen gehen an ihren Wurzeln Symbiosen mit Knöllchenbakterien ein, die den Stickstoff aus der Luft ernten können. Das ist total faszinierend! Die Knöllchenbakterien reichern den Boden so mit zusätzlichem Stickstoff an, der dann von den Gemüsen, die später dort wachsen und gedeihen, genutzt werden kann.

Die Leguminosen schaffen dadurch perfekte Startbedingungen für Kohl und andere Starkzehrer. Dabei wird mir wieder einmal richtig deutlich, dass der Garten einfach ein zusammenhängendes System ist – und sooo viel mehr als nur die Summe aller Pflanzen!

Erbsenmischung als Gründüngung

#7 Gründüngung als Beikrautunterdrücker

Vielleicht hast du es schon geahnt: Gründünger kann dir so einiges an Arbeit ersparen! Das gilt auch und ganz besonders für die Beikrautunterdrückung. Hier wirken Gründüngung und Mulch wieder recht ähnlich. Freche Beikräuter, die hier und da ihre Köpfe aus dem Boden stecken wollen, werden gehemmt.

Kleiner Tipp: Wenn du mehr Saatgut ausbringst, wachsen die Gründüngerpflanzen dichter und können die Beikräuter so noch besser unterdrücken.

How to: Finde den passenden Gründünger

Es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du mit Gründüngung in deinem Garten arbeiten möchtest: Allen voran solltest du für deine Zwecke und deinen Garten die richtigen Pflanzen und den richtigen Aussaatzeitpunkt auswählen. Stelle dir dafür am besten folgende Fragen:

  1. In welcher Jahreszeit möchte ich die Gründüngung säen?
  2. Wie ist mein Boden grundlegend beschaffen?
  3. Wie lange kann die Gründüngung auf dem Beet stehen, und wann möchte ich es wieder für Gemüse nutzen?
  4. Wie sieht meine Fruchtfolge aus und welcher Gründünger passt da gut rein? Phacelia, Tagetes und Buchweizen sind in der Hinsicht ziemlich unkompliziert, weil die sich mit allen Pflanzen vertragen.

Winterharte Gründüngungspflanzen

PflanzeBeschreibungBodenBesonderheitenAussaat
RotkleeLeguminose, bildet Pfahlwurzel mit vielen NebenwurzelnFür lockere BödenMehrjährig, StickstoffsammlerMärz-August
WeißkleeLeguminoseAlle BödenVerträgt keine Trockenheit, bienenfreundlich, StickstoffsammlerMärz-August
InkarnatkleeLeguminose mit roten, länglichen Blüten, PfahlwurzelLeichte und mittlere, kalkhaltige BödenGut geeignet als Vorkultur für Gemüse, die erst nach den Eisheiligen ins Beet kommen, schnelle Durchwurzelung, Bienenweide, StickstoffsammlerMärz-Mitte September
WinterwickeLeguminose, bildet Ranken, blüht purpur bis violett, kräftige WurzelnAlle BödenStickstoffsammler, bildet auch im Winter Wurzelmasse, gern als Wickroggen in Mischung mit RoggenJuni-Oktober
SteinkleeLeguminose mit kräftiger PfahlwurzelAlle Böden, gern kalkhaltigeWurzel durchdringt auch verdichtete Böden, bienenfreundlich, StickstoffsammlerApril-August
LuzerneLeguminose mit kräftiger Pfahlwurzel, wird bis zu 1 m hoch, Wurzeln bis zu 4 m tiefKalkhaltige, leichte bis mittlere BödenMehrjährig, hat sehr gute beikrautunterdrückende Wirkung, verträgt Trockenheit, bienenfreundlich, StickstoffsammlerApril-September
RoggenGetreide, wächst raschSchwere Bödenlockert den Boden, gut in Kombination mit WinterwickeMärz-Oktober
ÖlrettichKreuzblütler, Rettichgewächs, wächst raschSchwere BödenLockert den Boden, reduziert NematodenAnfang August-Ende September
SpinatFuchsschwanz-gewächs, Blattgemüse Hinterlässt eine gute BodenstrukturMärz-September

Nicht-winterharte Gründüngungspflanzen

PflanzeBeschreibungBodenBesonderheitenAussaat
Alexandriner-kleeLeguminose mit Pfahlwurzel, schnelle WurzelbildungLeichte bis mittlere Böden, mag keinen niedrigen pH-WertHat es gern feucht, bienenfreundlich, StickstoffsammlerApril-Juli
Persischer Klee LeguminoseAlle BödenBienenfreundlich, Stickstoffsammler, gut mit Kohl, weil er Kohlfliege und Kohlweißling vertreibtMärz-August
SommerwickeRankende, violett blühende Leguminose mit verzweigten Wurzeln und vielen WurzelknöllchenAlle BödenGutes Grünfutter, starke Beikrautunterdrückung, starke BodendurchwurzelungJuni-August
PlatterbseTiefwurzelnde Leguminose mit großen WurzelknöllchenAlle BödenStickstoffsammlerBis September
AckerbohneRasch wachsende und sehr kältetolerante Leguminose mit kräftigen PfahlwurzelnTiefgründige, kalkreiche, mittlere BödenFixiert viel Stickstoff und sorgt für gute BodengareFebruar-Oktober
PhaceliaWunderschön lila blühendes Raublattgewächs mit Pfahlwurzel mit Seiten- und FeinwurzelnAlle BödenBienenfreundin, verträgt Trockenheit, hinterlässt sehr gute Bodenstruktur, verträgt sich gut mit allem GemüseFür Blüte: März-Juli, sonst Oktober
LupineLeguminose, Pfahlwurzel mit großen WurzelknöllchenLeichte bis mittelschwere BödenBienenfreundlich, StickstoffsammlerMärz-Juli
GelbsenfKreuzblütler mit gelben Blüten, das den Boden schnell abdecktAlle Böden, gern lockerer BodenSehr schnelle Durchwurzelung des OberbodensBis Oktober
BuchweizenKnöterichgewächs, das zierlich weiß-rosa blühtLeichte BödenVerträgt sich gut mit allem Gemüse, BienenweideApril-August
SerradellaLeguminose mit PfahlwurzelGut für nährstoffarme BödenBienenfreundlich, Stickstoffsammler, verbessert SandbödenApril-August
Insekt auf Phacelia

How to: Gründüngung säen

Es ist an der Zeit, die Gründüngung in deinem Garten auszubringen? Die Vorbereitung gelingt schnell: Lockere das Beet, zum Beispiel mit einer Grabegabel, ohne es umzugraben. In einem zweiten Schritt verteilst du das Gründüngungssaatgut von Phacelia und Co breitwürfig auf dem Beet. Anschließend rechst du das Saatgut oberflächlich ein und hältst es bis zur Keimung feucht – fertig!

Kleiner Tipp: Du möchtest dir selber eine Gründüngungsmischung zusammenstellen? Dann achte unbedingt auf das richtige Mischungsverhältnis, damit nicht einzelne Sorten die ganze Mischung dominieren und alles andere überwuchern.

Dazu nimmst du, wenn du zum Beispiel Ackerbohne und Senf aussäen willst, nicht 50:50, sondern die Hälfte der empfohlenen Saatgutmenge pro m² von Ackerbohne und die Hälfte der empfohlenen Saatgutmenge von Senf. So kannst du eigene Mischungen anteilig ausrechnen.

How to: Der richtige Zeitpunkt zum Abmähen

Wenn du nicht eine Mordsarbeit damit haben möchtest, die Gründünger in den Boden einzuarbeiten, solltest du auch darauf achtgeben, sie immer rechtzeitig zu mähen. Wenn die Stängel zu dick und die Pflanzen zu hoch werden, kann das Einarbeiten unter Umständen ziemlich anstrengend werden, gerade weil du in deinem Garten ja nicht mit schwerem Gerät ackerst.

Du solltest deinen Gründünger auch unbedingt abmähen, bevor er Samen bildet. Sonst wird er nämlich schnell unkontrollierbar und breitet sich in deinem Garten in Windeseile aus.

Damit einher geht auch die Faustregel, die Gründüngung lieber zu früh als zu spät einzuarbeiten. Bei mir hat es sich bewährt, die Gründüngung 2-3 Wochen vor der Aussaat von Gemüse im betreffenden Beet abzumähen, die Pflanzen dann etwas liegen zu lassen, um sie anschließend mit einer Grabegabel oberflächlich einzuarbeiten, damit der Verrottungsprozess möglichst schnell in Gang kommt.

Im Herbst und Frühjahr dauert das Ganze etwas länger, weil es ja kühler ist. Klar, du kannst die Pflanzen natürlich auch einfach als Mulch liegen lassen, den du dann etwas zur Seite ziehst, wenn du junges Gemüse pflanzt oder säst.

Gründünger, ein Muss in einem gesunden Garten

Jedes Mal, wenn du Gemüse erntest, entnimmst du dem Beet Pflanzenmasse und damit Nährstoffe, während die Gründüngerpflanzen dem Boden wieder Nährstoffe zuführen. Mit der Gründüngung bleibt der Boden in Balance.

Das Gemüse nährt uns, wir säen Gründüngung, der Gründünger ernährt den Boden, und der Boden versorgt wiederum das Gemüse. Ein kleiner Kreislauf von Geben und Nehmen, in dem die Gründüngung eine wichtige Stellschraube ist.

Hier bekommst du noch einmal alle Vorteile auf einen Blick: Gründünger…
 
 … durchwurzeln und beleben den Boden,
 … verleihen einem ausgelaugten Boden einen frischen Teint,
 … lockern den Boden mit ihren tiefen Wurzeln,
 … machen den Boden für viele Bewohner*innen attraktiver,
 … düngen und versorgen den Boden mit ihrer Pflanzenmasse,
 … erhöhen den Humusgehalt des Bodens,
 … unterdrücken Beikräuter,
 … beschatten den Boden und halten ihn feucht,
 … stabilisieren und schützen den Boden vor Austrocknen, Erosion, Wind und Wasser,
 … ziehen Nützlinge an und dienen als Bienenweide,
 … reichern den Boden mit Stickstoff an.

Wow! So eine Gründüngung ist wirklich das A und O in einem gesunden Garten!

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Wenn du dich jetzt an die Anbauplanung für das nächste Gartenjahr machst, dann bestell doch gleich etwas Gründüngungssaatgut mit.

Und falls du gerade mitten im Gartenjahr bist und sich eine Lücke im Beet auftut, dann ab mit dir in den Garten! Verpass deinem Boden eine Gründüngungs-Wellnesskur, die ihn so richtig verwöhnt!

Was du neben einer Gründüngung noch so tun kannst, um deinen Boden zum Schnurren zu bringen, das erfährst du hier:

So funktioniert Mulchen! Schritt für Schritt zum Mulchbeet 

So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

Wie steht es mit Gründüngung in deinem Garten? Welche Mischungen haben sich bei dir bewährt? Schreib es mir gern in die Kommentare!

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