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Kirschen einkochen: Kirschmarmelade

Kirschen einkochen – einfach, schnell und lecker!

Kirschen einkochen macht richtig viel Spaß und ist gar nicht schwer. So kannst du das ganze Jahr über die leckeren roten Kuller schlemmen und hast sofort wieder diesen wunderbaren Geschmack von Sonne und Wärme auf der Zunge! Also nichts wie ran an die Töpfe, jetzt geht´s ans Süßkirschen und Sauerkirschen verarbeiten!

Inhaltsverzeichnis
Kirschen einkochen Schritt-für-Schritt
Süßkirschen oder Sauerkirschen einkochen?
Kirschen + Wasser = Bauchweh?
Kirschen einkochen im Topf
Einkoch-Regel N°1: Immer schön sauber bleiben!
Rezepte zum Kirschen einkochen
Eingekochte Kirschen aufbewahren

Übersicht: Kirschen einkochen Schritt-für-Schritt

Wenn du mit dem Kirschen einkochen gleich loslegen möchtest ohne lange zu fackeln, schau doch mal in diese Tabelle, da habe ich dir alle Schritte zusammengefasst!

Kirschen einkochen Tipps und Tricks
Utensilien bereitstellengroßer Topf, kleiner Topf, Gläser*, Geschirrtuch
Gläser sterilisierenGläser, Gummiringe*, Deckel 5 Minuten in Essigwasser aufkochen
Kirschen einkochen nach Rezept30 Minuten im Wasserbad oder heiß einfüllen
Gläser auskühlen lassenvon ausgekühlten Weckgläsern die Klammern entfernen

Gretchenfrage: Soll ich Süßkirschen oder Sauerkirschen einkochen?

Ob du Süßkirschen oder Sauerkirschen für deine Rezepte verwendest, ist Geschmackssache. Sauerkirschen haben einen doppelt so hohen Säuregehalt wie ihre süßeren Cousinen und verleihen Kuchen und Kompotten ein besonders intensives Aroma. Aber du kannst auch problemlos Kirschen einkochen mit den lieblicheren Süßkirschen!

Fun Fact: Die Schattenmorelle, eine der bekanntesten Sauerkirschsorten, heißt gar nicht so, weil sie auch im Schatten wächst! ;) Ihr französischer Name „Chatel Morel“ wurde wohl einfach ins Deutsche übernommen und angepasst.

Für Apfelmus, Birnen und Pflaumen habe ich übrigens auch super leckere Einkochrezepte für dich!

Hol dir meine erprobten Rezepte zum Haltbarmachen deiner Ernte!

Zu Beginn habe ich super viele Rezepte ausprobiert, um mein Obst und Gemüse haltbar zu machen. Aber ganz ehrlich: umso ausgefallener das Rezept, desto eher wurden die Gläser von meiner Familie – und vor allem von meinem Sohn – nicht angerührt. Aller Anfang ist schwer, aber mittlerweile habe ich raus, was meinen Liebsten gut schmeckt! Welche Gläser voller Köstlichkeiten in unserer Speisekammer keinen Staub ansetzen, habe ich dir in meinem Rezepte-eBook zusammengeschrieben.

Hier kannst du dir meine sieben Lieblingsrezepte herunterladen:

Gerüchteküche: Kirschen essen + Wasser trinken = Bauchweh?

Du hast bestimmt auch schon das hartnäckige Gerücht gehört, dass Kirschen essen und dann Wasser trinken Bauchweh verursacht. Es stammt vermutlich aus einer Zeit, wo es im Trinkwasser viele Keime gab, vor allem Hefepilze. Die konnten dann unter ungünstigen Umständen dafür sorgen, dass die Früchte Bauchweh verursachten, weil eine Art Gärung in Gang kam.

Aber in der heutigen Zeit darfst du unbesorgt Kirschen essen und danach ein Glas Wasser trinken! Nur wenn du mehr als ein Pfund Kirschen auf einmal verputzt, kann es sein, dass dein Magen davon überfordert ist und zu grummeln beginnt. Das hat dann zwar nichts mit Wassertrinken zu tun, kann einem aber ganz schnell mal passieren, oder? ;)

Und zum Glück bist du ja nicht gezwungen, deine Ernte komplett frisch zu vertilgen – Kirschen einkochen macht die Früchte so haltbar, dass du sie ganz in Ruhe nach und nach verspeisen kannst.

In meinem Artikel Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung habe ich dir kompakt zusammengefasst, worauf du beim Einkochen grundsätzlich achten solltest, damit deine Vorräte lange haltbar bleiben und gut schmecken!

Kirschen einkochen: Korb mit Kirschen im Gras

Kirschen einkochen im Topf – So geht es ganz einfach!

Zum Kirschen einkochen brauchst du gar nicht viel und das meiste davon gibt es sicher sowieso schon in deiner Küche:

  • 1 großer Topf
  • 1 kleiner Topf
  • Einmachgläser*, zum Beispiel vier Stück mit 500 ml Fassungsvermögen
  • 1 Geschirrtuch

Im günstigsten Fall ist der Topf so groß, dass alle deine Einkochgläser auf einmal hineinpassen. Wenn du keinen so großen Topf hast, machst du einfach mehrere Kirschen-einwecken-Durchgänge. ;)

Beim Kirschen einkochen ist es ganz wichtig, dass die Temperatur vom Wasser im Topf und vom Einkochgut jeweils ungefähr gleich ist, wenn die Gläser in den Topf wandern. Gießt du eine heiße Zuckerlösung über deine Kirschen, solltest du das Wasser im Topf also erwärmt haben, bevor du die Gläser hineinstellst.

Um die Temperatur genau kontrollieren zu können, stellst du ein Thermometer ins Wasser. Die vorgegebene Einkochzeit beginnt erst, wenn die erforderliche Temperatur erreicht ist!

Übrigens: Einkochen im Wasserbad und Heißeinfüllen eignen sich nur für Lebensmittel wie Obst, das einen höheren Säuregehalt hat. Für das Einkochen von Fleisch und Gemüse gelten ganz andere Regeln, die du unbedingt beachten solltest!

Gut Kirschen essen mit Einkoch-Regel #1: Immer schön sauber bleiben!

Damit sich deine eingekochten Kirschen-Schätze gut lagern lassen und nicht schimmeln, ist es super wichtig, dass du auf Sauberkeit und Hygiene beim Kirschen einkochen achtest.

Deshalb sterilisierst du Gläser, Gummiringe* und Deckel: Du gibst Wasser mit einem Schwupps Essig in den kleinen Topf, legst sie hinein und kochst das Ganze für fünf Minuten auf.

Die Gläser ohne Deckel kannst du auch 10 Minuten lang bei 180°C in den Backofen stellen. Gummiringe und beschichtete Deckel eignen sich aber nicht für die Backofen-Methode!

Zum Kirschen einkochen kannst du Schraubgläser oder Weckgläser* verwenden. Das ist ganz deinen Vorlieben überlassen!

Kirschen einkochen: Kirschen mit Zucker im Topf

Rezepte zum Kirschen einkochen: Für Süßkirschen und Sauerkirschen!

Das brauchst du für leckeres Kirschkompott:

  • 1 kg Kirschen
  • Zucker nach Geschmack, bewährt haben sich zwischen 200g und 400 g
  • 1 l Wasser

Und schon geht das Kirschen einkochen los:

  1. Deckel und Gummiringe* sterilisieren.
  2. Dann legst du ein Geschirrtuch in einen großen Topf, damit die Gläser nicht direkt auf dem Topfboden stehen, und füllst ihn 15 Zentimeter hoch mit warmem Wasser.
  3. Jetzt wäschst du deine Kirschen, entsteinst sie und verteilst sie so auf die Gläser, dass ungefähr drei Zentimeter Rand frei bleiben.
  4. In einem Topf kochst du einen Liter Wasser auf, gibst den Zucker hinein und rührst, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Mit dieser Zuckerlösung füllst du die Gläser so auf, dass noch zwei Zentimeter Rand frei bleiben. 
  5. Wenn du beim Einfüllen gekleckert hast, wischst du die Ränder mit einem sauberen Geschirrtuch sorgfältig ab.
  6. Jetzt verschließt du die Gläser und stellst sie so in den großen Topf, dass sie sich nicht berühren. Das Wasser sollte ihnen bis zum Hals stehen! ;) Falls es das nicht tut, erhitzt du in einem Wasserkocher noch mehr Wasser und gibst es dazu.
  7. Wenn dein Thermometer 90°C zeigt, beginnt die Einkochzeit von 30 Minuten. Am besten stellst du dir einen Timer und passt gut auf, dass die Temperatur während der gesamten Einkochdauer nicht absinkt. 
  8. Wenn die Zeit abgelaufen ist, kannst du deine Gläser entweder mit einem Glasheber aus dem Topf holen oder du wartest, bis du mit der Hand ins Wasser hineinfassen kannst.

Das Kirschkompott stellst du auf ein Geschirrtuch und lässt es komplett abkühlen. Wenn du Weckgläser verwendet hast, entfernst du nach dem Abkühlen die Klammern*. So kannst du erkennen, ob sich ein Vakuum in den Gläsern gebildet hat.

Wenn sich deine Vorratskammer jetzt nach und nach füllt, wird es schnell unübersichtlich. Deshalb zeige ich dir 7 clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer mit denen du ratzfatz Ordnung schaffst und jederzeit den Überblick über deine eingekochten Schätze behältst!

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Auch zur weltbesten Marmelade kannst du deine Kirschen einkochen:

Dazu brauchst du:

  • Einmachgläser
  • 1 kg Kirschen
  • 500g Gelierzucker 2:1
  • 2 Zimtstangen
  • Saft von 1/2 Zitrone

Und los geht’s:

  1. Für dieses Rezept solltest du Schraubgläser verwenden, die du zusammen mit den Deckeln vor dem Einkochen sterilisierst. 
  2. Du wäschst und entsteinst die Kirschen und zerkleinerst sie. Dann füllst du die Kirschen in einen Topf und gibst Zucker, Zimtstangen und Zitronensaft hinzu. 
  3. Wenn alles fünf Minuten brodelnd gekocht hat, entfernst du die Zimtstangen wieder.
  4. Die fertige Marmelade füllst du kochend heiß in die Gläser und verschließt sie sofort. Dann lässt du sie auf einem Geschirrtuch komplett abkühlen.

Noch mehr Tipps und Tricks zum Einkochen im Wasserbad findest du in meinem Artikel Einkochen im Topf – Schritt für Schritt Anleitung!

Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist und nicht nur Kirschen einkochen, sondern deine gesamte Ernte haltbar machen möchtest, kann ich dir meinen Onlinekurs „Obst und Gemüse haltbar machen“ empfehlen! Im Kurs lernst du, wie du Obst, Gemüse und Fleisch sicher haltbar machst und deinen Vorratsschrank einfach und schnell mit köstlichen Vorräten füllst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Wie lange kann ich eingekochte Kirschen aufbewahren?

Nach dem Kirschen einkochen sind Kirschkompott und Kirschmarmelade ein Jahr lang (und länger!) problemlos haltbar, wenn du sauber gearbeitet hast. Lagere sie an einem dunklen und kühlen Ort. Der Keller ist dafür ein gut geeigneter Platz!

Wenn du dir aber nicht mehr sicher bist, ob deine verarbeiteten Kirschen noch gut sind, kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Ist das Vakuum intakt? Aufgegangene Gläser musst du komplett entsorgen.
  • Kannst du Schimmel entdecken? Auch in diesem Fall musst du den Inhalt des Glases unbedingt komplett entsorgen.
  • Riecht dein Eingekochtes so, wie du es erwartest?

Wenn deine eingekochten Kirschen diese Tests wie Einserschüler bestanden haben und auch gut schmecken, kannst du sie bedenkenlos und mit viel Genuss verputzen!

Psst: Lad dir doch noch schnell die Etiketten für deine Gläser herunter, damit du alle Einkoch-Infos gleich zur Hand hast und genau weißt, was du wann genießen solltest! ;)

Kirschen einkochen ist völlig unkompliziert und eine super Methode, um eine reiche Kirschen-Ernte haltbar zu machen. So hast du das ganze Jahr über etwas davon! Und warme Waffeln mit Kirschkompott und Vanilleeis sind doch ein absolut unschlagbares Soulfood, oder?!

Haltbarmachen und Selbstversorgung findest du super spannend? Hier kannst du noch mehr darüber lesen:

6 Techniken mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

Suppe sicher einkochen mit Anti-Schimmel Checkliste

Kirschen einkochen findest du auch super cool? Welche Tipps und Rezepte hast du noch auf Lager? Ich freue mich auf deine Kommentare!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Tomaten anbauen: 7 ultimative Tipps für eine dicke Ernte!

Du willst deine eigenen Tomaten anbauen und eine dicke Ernte einfahren? Dann bist du hier genau richtig! Mit meinen Tipps wirst du dich vor Tomaten kaum retten können – und zwar ganz egal, ob du die Tomaten im Freiland, im Hochbeet, im Gewächshaus oder im Topf anbaust. ;)

Inhaltsverzeichnis
Sieben Tipps zum Tomaten anbauen
#1: Tomaten anbauen im Überfluss
#2: Tomaten anbauen unter Dach
#3: Tomaten regelmäßig, nicht übermäßig düngen
#4: Tomaten ausgeizen
#5: Tomaten anbauen, nicht Blätter!
#6: Der Zahnbürstentrick
#7: Besonders leckere Tomatensorten aufschreiben!

Sieben Tipps zum Tomaten anbauen

Tomaten anbauen ist nicht schwer, aber für eine richtig dicke Tomaten-Ernte sind ein paar kleine Kniffe richtig wichtig. Ich habe dir für die schnelle Übersicht in einer Tabelle zusammengefasst, was du beim Tomatenanbau beachten solltest.

Tipp #1Beim Tomaten anbauen säst du mehr Pflanzen an, als du wirklich brauchst
Tipp #2Du spendierst deinen Tomaten einen Regenschutz
Tipp #3Tomaten sind Starkzehrer und brauchen eine regelmäßige Düngung
Tipp #4Konsequentes Ausgeizen sorgt für große aromatische Tomaten
Tipp #5Beim Tomaten anbauen entfernst du mehrmals Blätter von deinen Pflanzen
Tipp #6Du hilfst bei der Bestäubung nach mit dem Zahnbürsten-Trick
Tipp #7Die Namen von besonders leckeren Tomatensorten schreibst du dir auf

Du willst noch mehr coole Tricks zum Tomatenanbau und Tomaten ernten? Dann hol dir meinen Tomaten-Masterplan! Da ist von der Aussaat übers Pikieren bis zu den besten Sorten und meiner geheimen Düngermixtur alles drin, was du für das Tomaten anbauen wissen solltest. ;)

Trage dich gerne hier ein, um den Tomaten-Masterplan herunterzuladen:

#1 Tomaten anbauen im Überfluss

Beim Tomaten anbauen läuft nicht immer alles rund: Nicht alle Tomatensamen keimen, Jungpflanzen entwickeln sich zu Schwächlingen statt zu kräftigen Pflänzchen oder fallen Schädlingen wie den lästigen Trauermücken zum Opfer. Ein unerwarteter Kälteeinbruch oder besser ein zu frühes Auspflanzen hat auch schon so manche hoffnungsvolle Tomatenpflanze dahingerafft!

Deshalb ist es super sinnvoll, für solche Missgeschicke beim Tomaten anbauen einige „Vorrats-Pflanzen“ mehr einzuplanen. Ich hätte es mir auf jeden Fall schon manchmal gewünscht, noch ein paar Tomatenpflanzen übrig zu haben. ;)

Und wenn alles gut geht und du stolz auf einen (etwas überbesetzten) Jungpflanzen-Kindergarten schaust, findest du für deine Pracht-Tomatenpflanzen bestimmt dankbare Abnehmer oder du kochst nach einer überbordenden Ernte die Tomaten einfach zu leckerer Tomatensoße ein!

#2 Tomaten anbauen unterm Dach

Tomaten mögen eine Sache überhaupt nicht: nass zu werden! Darum ist es wirklich wirklich wichtig, Tomaten unter einem wie auch immer gearteten Schutzdach anzubauen. Egal, ob das ein Gewächshaus ist oder der Dachvorsprung an der Südseite des Hauses – Hauptsache, du lässt deine Tomaten nicht im Regen stehen!

In dem enorm verregneten Sommer vor ein paar Jahren fielen fast alle meine Tomaten der Braunfäule zum Opfer, sodass wir kaum Tomaten ernten konnten. Das war übrigens ein entscheidender Grund dafür, mir mein schniekes Gewächshaus zu gönnen. So hat alles auch sein Gutes! ;)

Kleiner Tipp: Wenn du beim Tomaten anbauen überhaupt keine Möglichkeit hast, deinen grünen Freunden einen Regenschutz zu spendieren, ist es klug, sich für den Anbau von Kraut- und Braunfäule toleranten Freiland-Tomaten zu entscheiden. Mit der Sorte „Primabella“ habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die ist etwas hartschaliger, aber dafür super robust – so kannst du auch im Freiland wunderbar Tomaten anbauen!

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#3 Tomaten regelmäßig aber nicht übermäßig düngen

Tomaten sind Starkzehrer, also hungrige Pflanzen und beglücken dich nur dann mit einer reichen Ernte, wenn du sie regelmäßig düngst. Am Anfang habe ich meine Tomaten nur bei der Pflanzung gedüngt und mich dann gewundert, warum die große Ernteschwemme ausblieb.

Heute bin ich klüger und weiß, dass es super wichtig ist, beim Tomaten anbauen regelmäßig zu düngen.

Nur so entwickeln sich die Früchte zu großen, leckeren Früchten, die du am liebsten sofort von der Pflanze weg vernaschen möchtest!

Allerdings darfst du auch hier nicht zu viel des Guten tun. Tomaten mit tief dunkelgrünen, fast schwarzen Blättern, die sich einrollen, haben eine Überdosis Dünger abbekommen und brauchen dringend eine kleine „Abmagerungskur“. Das heißt, du düngst sie so lange nicht mehr, bis die Blätter wieder normal nachwachsen.

Beim Tomaten anbauen hast du deine Tomaten zwar nicht überdüngt, aber sie kränkeln? Dann schau gerne bei meinem Artikel über Tomaten-Krankheiten vorbei!

#4 Tomaten ausgeizen

Tomaten bilden in den Blattachseln, also da, wo die Blätter aus dem Haupttrieb herauswachsen, immer wieder neue Triebe, die du in einem möglichst jungen Stadium entfernen solltest – das nennt man Ausgeizen. Auf diese Weise setzt deine Tomate nur an ihrem Haupttrieb Tomaten an, die dann auch groß und aromatisch werden und erschöpft ihre Wuchskraft nicht mit lauter Nebentrieben.

Außerdem sorgen Luft und Platz um den Haupttrieb herum dafür, dass sich Krankheiten wie Braunfäule oder auch Pilze nicht so gut ausbreiten können.

Beim Busch-Tomaten anbauen ist es einfacher: die geizt du nämlich nicht aus. Du erkennst Buschtomaten an ihrer Wuchsform: Sie wachsen eher in die Breite als in die Höhe. Falls du dir unsicher bist, ob deine Tomate eine Stab- oder eine Buschtomate ist, schau am besten mal auf das zugehörige Saatguttütchen, da steht das nämlich drauf.

Du möchtest nicht nur Tomaten anbauen, sondern dich auch mit anderem leckeren Gemüse selbstversorgen? Dann lege ich dir meinen Gemüsegarten starten Kurs ans Herz! Darin lernst du Schritt für Schritt und in deinem eigenen Tempo, wie du ohne viel Mühe Gemüse anbaust und eine dicke Ernte einfährst. Wäre toll, wenn du mit dabei bist! :)

Tomaten anbauen: Tomatenblätter und Hand

#5 Tomaten anbauen, nicht Blätter!

Tomaten wollen nicht nur luftig wachsen, ihre Blätter sollten auch den Boden nicht berühren. Deswegen ist es super wichtig, deinen Tomaten hin und wieder ein paar davon wegzunehmen. So trocknen die restlichen Blätter schneller ab, wenn sie zum Beispiel durch den Morgentau oder ein unbedachtes Gießen nass geworden sind.

Wenn deine Pflanzen sehr buschig wachsen sollten (obwohl sie keine Buschtomaten sind!) oder übermäßig viele Blätter haben, brichst du einfach immer wieder mal ein bis zwei Äste heraus. Aber achte darauf, dass du während der Tomaten-Pflege nur maximal drei Äste oder große Geiztriebe auf einmal herausnimmst. Alles darüber hinaus bedeutet zu viel Stress für die Tomatenpflanze und die Früchte platzen schneller auf.

Kleiner Tipp: Falls sich deine Tomatenpflanzen eine Krankheit oder Schädlinge eingefangen haben, solltest du die kranken Blätter nicht auf den Kompost geben, wo sie sich weiter ausbreiten können. Entweder entsorgst du solche Pflanzenteile in der Biotonne oder auf einem extra Kompost, den du später nicht in deine Gemüsebeete gibst.

Tomaten anbauen: Zahnbürste an Tomate

#6 Der Zahnbürsten-Trick

Wusstest du, dass Tomatenpflanzen die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane in einer Blüte haben? Damit der Pollen vom männlichen Teil in den weiblichen Teil gelangt, braucht es eine kleine Erschütterung oder Vibration, für die normalerweise Insekten wie Honigbienen sorgen, wenn sie auf den Blüten landen. Erst dann kommt es zur Bestäubung und die Tomaten können sich ausbilden.

Nicht nur beim Tomaten anbauen im Gewächshaus, auch bei Freiland-Tomaten kann es aber vorkommen, dass dieser Pollen-Transport in den Tomaten-Blüten nicht besonders gut funktioniert. In ein Gewächshaus verirren sich häufig nur wenige Insekten und an regnerischen Tagen bleiben die auch lieber daheim als auszufliegen.

Eine mangelhafte Bestäubung bedeutet aber auch eine schlechte Ernte! Deshalb habe ich für dich diesen ultimativen Tipp: Putz deinen Tomaten doch einfach hin und wieder die Zähne! ;)

Dafür hältst du eine eingeschaltete elektrische Zahnbürste (ohne Aufsatz) für zehn bis zwanzig Sekunden an den Blütenstängel und sorgst so für einen gesicherten Pollentransport.

Falls du keine elektrische Zahnbürste besitzt, kannst du die Stängel deiner Tomaten auch regelmäßig schütteln – aber bitte nicht zu fest. Du willst für deine Tomatenpflanzen ja immer eine liebevolle Mama sein! :)

Wenn du auf diese Weise bei der Bestäubung ein wenig nachhilfst, kannst du die Ernte beim Tomaten anbauen fast ohne Arbeit verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen!

Du kannst dir das Tomaten-Zähneputzen nach dieser Beschreibung nur schlecht vorstellen? Dann schau dir gern die YouTube-Variante dieses Artikels an!

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#7 Besonders leckere Tomatensorten aufschreiben!

Es gibt so unendlich viele wunderbare Tomatensorten da draußen! Mit der Zeit findest du bestimmt deine Lieblingssorten: Die schmecken dir entweder frisch besonders gut oder sie bringen den allerbesten Geschmack für deine eingekochte Tomatensauce mit.

Im Jahr darauf wirst du genau wieder diese Tomaten anbauen wollen und dazu solltest du natürlich wissen, um welche Tomatensorten es sich denn gehandelt hat. ;)

Ich habe leider einmal den Fehler gemacht einen Stift zu benutzen, der sich sehr schnell von den Schildchen abgewaschen hat. So wusste ich nicht mehr, welche von den neu ausprobierten Tomatensorten nun welche war und musste mühsam recherchieren. Diese Arbeit kannst du dir wirklich ersparen!

Darum schreib unbedingt mit einem Permanentmarker oder einem Bleistift auf die Schildchen, welche Tomatensorte du wo anbaust. Nach der Ernte treten dann alle Tomaten zum ultimativen Geschmackstest an: Welche ist am leckersten?
Von denen kannst du Samen nehmen und immer wieder die Sieger-Tomaten anbauen – oder einfach dasselbe Saatgut nachkaufen.

In meinem Tomaten Masterplan habe ich dir alle diese Tomaten-Tipps und noch mehr zusammengefasst – vergiss nicht, ihn dir herunterzuladen! :)

Pssssst: Wie wär’s mit einem extra Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Du möchtest noch mehr zum Tomaten anbauen lesen? Dann kannst du gerne hier vorbeischauen:

Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren

Die 8 wirksamsten Mischkultur-Partner für Tomaten!

Tomaten nachreifen lassen: Bis Weihnachten eigene Tomaten essen!

Hast du auch coole Tipps zum Thema Tomaten anbauen? Dann lass gerne einen Kommentar da!

Einkochen für Anfänger: einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

Einkochen ist nur etwas für echte Küchenprofis? Von wegen! Auch für Anfänger ist Einkochen sehr gut möglich: Es beginnt ganz einfach mit einem Glas eingekochter Zimtpflaumen oder der ersten selbstgemachten Tomatensauce. Doch ehe du dich versiehst, türmen sich Gläser in deiner Speisekammer, und der Duft von eingekochtem Sommer hängt in der Küche :). Mit ein wenig Vorbereitung und der richtigen Methode lassen sich Obst, Gemüse oder sogar ganze Mahlzeiten haltbar machen und über Monate, oft sogar über Jahre, genießen.

Inhaltsverzeichnis
Was bedeutet Einkochen?
3 Einkochmethoden für Anfänger und Fortgeschrittene
Die richtige Ausstattung
Hol dir die Einkoch-Checkliste!
Einkochen Schritt für Schritt
Auf die Temperatur kommts an: Botulismus vermeiden
Geeignete Lebensmittel für Anfänger
Typische Fehler vermeiden
Einfache Rezepte für den Einstieg

Was bedeutet Einkochen?

Einkochen ist eine der ältesten Methoden, um Lebensmittel haltbar zu machen – und gleichzeitig eine der nachhaltigsten. Dabei füllst du frische Zutaten in hitzebeständige Gläser und erhitzt diese für eine bestimmte Zeit. Die Hitze sorgt dafür, dass Keime und Hefen abgetötet werden. Gleichzeitig bildet sich im Glas ein Vakuum, das wie ein Schutzschild wirkt und verhindert, dass neue Bakterien eindringen.

So wandern die Früchte des Gartens oder die Schätze vom Wochenmarkt ins Vorratsregal und bleiben dort über Monate, oft sogar über Jahre, frisch. Einkochen bedeutet also nicht nur Haltbarkeit, sondern auch Vorratsfreude: Die Aromen und Geschmäcker des Sommers zauberst du dir so mitten im Winter noch einmal auf den Tisch.

Schau dir auch gerne das Video an, falls du Lust auf eine kleine Rundtour durch meine Welt des Haltbarmachens hast:

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3 Einkochmethoden für Anfänger und Fortgeschrittene

Mit ‚Einkochen‘ sind eigentlich gleich drei Techniken gemeint: Heißes einfüllen, Einkochen im Wasserbad und Einkochen im Druckeinkochtopf. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt vor allem davon ab, was du einkochen willst:

  • Heiß einzufüllen eignet sich für Lebensmittel, die stark konservierende Zutaten wie Zucker und Säure enthalten. Klassischerweise wird die Methode für Marmelade, Sirup und – je nach Rezept – Kompott oder Apfelmus genutzt. Als einfachste Art des Einkochens ist sie auch für Anfänger prima geeignet.
  • Im Wasserbad einzukochen ist super praktische Methode, denn auf diese Weise kannst du ganz viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten haltbar machen. Die verschlossenen Gläser werden hier im kochenden Wasser noch einmal für eine bestimmte Zeit erhitzt. Diese Methode Einzukochen passt zu allen Erfahrungsstufen – vom Anfänger bis zum Profi.
  • Den Druckeinkochtopf solltest du unbedingt nutzen, um säurearme Zutaten wie Bohnen, Fleisch und Fisch haltbar zu machen. Säurearme Konserven müssen nämlich besonders heiß erhitzt werden, um sicher haltbar zu sein – und das funktioniert nur unter Druck. Weiter unten liest du gleich mehr dazu.

Die richtige Ausstattung

Zum Start brauchst du erstmal keine große Ausstattung. Gläser* mit intakten Deckeln sind die wichtigste Grundlage. Die Gläser sollten in jedem Fall unbeschädigt sein, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn das Eingekochte schlecht wird, weil ein Deckel nicht richtig dicht hält.

Insbesondere gebrauchte Schraubgläser solltest du also gut überprüfen. Die sind übrigens nur fürs heiße Abfüllen geeignet. Fürs Wasserbad oder den Druckeinkochtopf sind sie zu dünnwandig und könnten beim Einkochen springen!

Spezielle Einkochgläser sind dickwandiger und kommen mit einer seperaten Gummidichtung daher. Sie werden nach dem Einfüllen immer mit Klammern verschlossen. Für die neuen Weck-Gläser nimmst du zwei kleine Federklammern*, ältere Gläser werden nach dem Einfüllen mit einem Bügel bespannt, den man auch Universalklammer nennt.

Ein richtig großer Kochtopf ist super praktisch fürs Wasserbad – und ein Druckeinkochtopf* bei bestimmten Lebenstmitteln in Bezug auf die Sicherheit ein Muss. Kleine Küchenhelfer wie Trichter oder Glasheber* machen die Arbeit bequemer, aber du kannst sie auch nach und nach dazu kaufen oder dir schenken lassen ;).

Das Tolle am Einkochen ist, dass der Einstieg so einfach ist: Auch als Anfänger kannst du mit einfachen Rezepten ziemlich sicher noch heute und ohne extra Eqiopment einfach loslegen!

Einkoch-Anfänger? Hol dir die Checkliste!

Damit deinem Einkoch-Erfolg nichts mehr im Weg steht, findest du hier eine Checkliste, in der alle Schritte noch einmal übersichtlich aufgelistet sind. All die Informationen können einen erstmal ganz schön erschlagen, aber so schwer ist das alles gar nicht.

Einfach die Checkliste durchgehen, dort ist alles Wichtige für dich zusammengefasst. Wenn du dir die Checkliste herunterlädst, bekommst du außerdem regelmäßig Tipps rund um die Selbstversorgung und verschiedene Haltbarmach-Methoden.

Trag dich hier ein und ich schicke dir die Checkliste per Email zu:

Einkochen Schritt für Schritt

Weil Einkochen im Wasserbad die klassischste Methode ist, legen wir damit heute los. Das Einkochen folgt dabei immer einem klaren Ablauf. Wenn du ihn einmal ausprobiert hast und ein bisschen Routine bekommst, musst du dir darüber bald gar keine Gedanken mehr machen. Und keine Sorge, einkochen ist kein Hexenwerk. Das schaffst du ganz sicher :).

  1. Einkochgläser vorbereiten: Sauberkeit ist hierbei das A und O. Gläser und Deckel gründlich mit heißem Wasser oder in der Spülmaschine reinigen.
  2. Lebensmittel vorbereiten: Obst und Gemüse waschen, schälen, entkernen oder in Stücke schneiden. Am besten suchst du dir vorher schon ein Rezept deiner Wahl heraus. da du in diesem Schritt befolgst.
  3. Befüllen: Alles gleichmäßig in die Gläser füllen. Etwa 2 cm Platz bis zum Rand frei lassen – so bleibt Raum für Ausdehnung beim Erhitzen.
  4. Einkochen: Gläser veschließen und in einen Topf mit Wasser stellen. Das Wasser sollte die Gläser etwa zu drei Vierteln bedecken. Zum Kochen bringen und je nach Rezept die empfohlene Zeit einhalten.
  5. Abkühlen lassen: Gläser vorsichtig aus dem Wasserbad herausnehmen, auf ein Küchentuch stellen und abkühlen lassen. Wenn du nach dem Abfüllen die Klammern entfernst und der Deckel immer noch fest sitzt, hat sich ein Vakuum gebildet – das beste Zeichen für ein gelungenes Einkochen.

Auf die Temperatur kommts an: Botulismus vermeiden

Lebensmittelsicherheit steht beim Einkochen an erster Stelle. Besonders bei Gemüse kann das Bakterium Clostridium botulinum gefährlich werden. Es produziert ein unsichtbares, geschmackloses Gift, das ernsthafte Folgen haben kann. Deshalb ist es wichtig, die empfohlenen Temperaturen und Einkochzeiten einzuhalten.

Für säurearme Lebensmittel wie Bohnen oder Kürbis empfehle ich einen Druckeinkochtopf*. Dort können Temperaturen über 120 °C erreicht werden – nur so wird Botulismus zuverlässig verhindert. Diese Sicherheit schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass die Vorräte nicht nur köstlich, sondern auch absolut unbedenklich sind.

Und da Botulismus so ein großes und wichtiges Thema ist, gibt es hier nochmal einen eigenen Beitrag dazu, sowie ein Video mit vielen wichtigen Infos:

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Geeignete Lebensmittel zum Einkochen für Anfänger

Wenn du gerade neu anfängst ist es hilfreich, mit unkomplizierten Lebensmitteln zu starten. Das Einkoch-Abenteuer soll schließlich Spaß machen :). Äpfel, Birnen, Kirschen und Beeren gelingen eigentlich immer. Auch Tomaten sind ein Klassiker: als stückige Soße, püriert oder mit Kräutern verfeinert.

Mit etwas Routine kannst du dich natürlich auch an verschiedenste Gemüsegerichte wagen. Karotten, Zucchini oder fertige Eintöpfe lassen sich meistens wunderbar einkochen. So entstehen kleine Schatzgläser, die an stressigen Tagen ein schnelles, gesundes Essen ermöglichen.

Such dir aber unbedingt immer verlässliche Rezepte, die dir eine Einkochzeit vorgeben. In meinem Onlinekurs zum Haltbarmachen gibt’s ein ganzen eBook voller Rezepte – und jede Menge Inspiration für die Vorratskammer. :)

Typische Anfängerfehler beim Einkochen vermeiden

Damit das Einkochen sicher und erfolgreich gelingt, hilft es, wenn du die wichtigsten Stolperfallen schon vorher kennst:

  • Unsaubere Gläser: Schon kleinste Reste können Schimmel verursachen.
  • Zu kurze Einkochzeit: Keime überleben und verderben den Inhalt.
  • Beschädigte Deckel: Ohne Vakuum bleibt das Glas nicht haltbar.

Diese Fehler lassen sich leicht vermeiden, wenn du sorgfältig arbeitest. Aber mach dir keine Sorgen: mit jeder Charge wächst die Sicherheit – und bald wird Einkochen zur Routine.

Noch viel mehr Tipps und Tricks zum Haltbarmachen findest du im »Vorratskammer starten«-Onlinekurs! In einfachen Schritt-für-Schritt Anleitungen lernst du da alles, was du wissen musst, um deine Ernte sicher haltbar zu machen. Ob (Druck-)Einkochen, Dörren, Fermentieren oder Heiß abfüllen – du wirst zum Haltbarmachen-Profi und kannst so auch im Winter noch ein Stück Sommer genießen.

Apfelmus ist ein tolles Rezept zum Einkochen für Anfänger!

Einfache Rezepte für Anfänger

Gerade am Anfang helfen einfache Rezepte zum Üben. Und das Ergebnis ist super lecker und schmeckt (fast) allen ;):

  • Apfelmus: Apfelmus schmeckt immer und in vielen Variationen. Es passt prima zu süßen Leckereien wie Waffeln, Kaiserschmarrn oder Pfannkuchen, macht sich aber auch im morgendlichen Porridge oder Müsli ganz wunderbar.
  • Erdbeermarmelade: Erdbeermarmelade ist der pure Sommer auf dem Brot. Einfach nur köstlich süß und unglaublich lecker.
  • Tomatensoße: Meine Lieblingssoße! Einfach und lecker.

Diese Klassiker gelingen zuverlässig und eröffnen dir die Tür zu vielen weiteren Rezepten.

Einkochen ist eine großartige Art und Weise, deine Ernte haltbar zu machen und das ganze Jahr über genießen zu können. Mit wenigen Hilfsmitteln, etwas Zeit und einer klaren Anleitung wird aus frischem Obst oder Gemüse ein Schatz für deine Vorratskammer. Wenn du einmal damit anfängst, merkst du schnell, wie erfüllend es ist, selbstgemachte Vorräte im Regal stehen zu haben – frei von Zusatzstoffen, voller Geschmack und mit dem guten Gefühl, nachhaltiger zu leben.

Einkochen für Anfänger – speicher den Artikel auf deiner Pinnwand!
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Du hast jetzt richtig Lust loszulegen? Hier findest du mehr Inspiration und Information für deine Einkoch-Experimente :)

Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte

Pflaumen einkochen: 3 Rezepte, die süchtig machen!

Sicher Einkochen im Druckeinkochtopf – so geht es richtig!

Was sind deine Lieblingsrezepte zum Einkochen? Schreib sie gerne in die Kommentare!

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Erdbeermarmelade im Glas

Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

Erdbeermarmelade gehört doch wirklich zum absolut Köstlichsten, womit du ein Frühstücksbrötchen krönen kannst, oder? ;) Wenn die Erdbeeren also endlich reif sind, wird es Zeit, sie zu Marmelade zu kochen, damit du diese leckeren Früchte das ganze Jahr über genießen kannst. Zum Glück ist das ganz einfach – ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Schnell wie der Blitz: So geht Erdbeermarmelade kochen!
Von Grund auf: Erdbeermarmelade selber machen 
Gar nicht ohne: Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker
Das lässt sie kalt: Erdbeermarmelade ohne Kochen
Farbe bekennen: Wie bleibt Erdbeermarmelade so schön rot?
Schmeckt nach mehr: Erdbeermarmelade Rezept in drei Variationen

Schnell wie der Blitz: So geht Erdbeermarmelade kochen!

Wenn du schon mit vollem Erdbeerkörbchen in deiner Küche stehst und sofort loslegen möchtest, findest du in dieser Tabelle alles, was wichtig ist, um eine perfekte Erdbeermarmelade zu kochen. Los geht´s! :)

7 Arbeitsschritte zur perfekten ErdbeermarmeladeWas ist zu tun?
Schritt # 1Gläser und Deckel sterilisieren
Schritt # 21 Kilo Erdbeeren vorsichtig waschen und trocknen, die grünen Hüte entfernen und schlechte Stellen herausschneiden
Schritt # 3Erdbeeren in kleine Stücke schneiden
Schritt # 4Erdbeeren in einen Topf geben, Saft und fein geschnittene Schale einer Zitrone hinzufügen, Gelierzucker nach Packungsanweisung hinzufügen
Schritt # 5Alles oder nur teilweise pürieren und mit Zitronensaft und Zucker abschmecken.
Schritt # 63-5 Minuten kochen und dabei ständig umrühren, Gelierprobe machen
Schritt # 7Kochend heiß in die Gläser füllen und Deckel fest zuschrauben.

Das war ganz einfach, oder? Tipps und Tricks zum Einkochen habe ich übrigens in einem eigenen Artikel für dich gesammelt!

Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte-eBook in dein Postfach:

Von Grund auf: Erdbeermarmelade selber machen

Erdbeermarmelade kochen ist ganz einfach, wenn du diese Dinge beachtest:

# 1: Hygiene

Um Erdbeermarmelade zu kochen, die sich lange hält, musst du möglichst hygienisch arbeiten. Das beginnt schon damit, dass du deine gespülten Gläser und Deckel sterilisiert hast, bevor du die Marmelade einfüllst. Auch Arbeitsgeräte wie Schöpfkelle oder Einmachtrichter solltest du mit kochendem Wasser übergießen.

# 2: Erdbeeren sorgfältig putzen

Dann gönnst du deinen Erdbeeren eine Erfrischung, indem du sie kurz in ein kaltes Wasserbad tauchst und sie darin ein wenig herumplanschen lässt. Anschließend dürfen sie auf einem Geschirrhandtuch abtropfen, wo du sie vorsichtig trocken tupfst.

Jetzt befreist du die Früchte von ihren grünen Hütchen und schneidest schlechte oder matschige Stellen großzügig heraus. In kleine Stücke geschnitten wandern die Erdbeeren dann in den Kochtopf.

Kleiner Tipp: Nimm ruhig einen richtig großen Topf, sodass die süßen Früchtchen ihn nur zur Hälfte füllen. Du wirst später sehen, dass die Marmelade beim Kochen ganz schön an Fahrt gewinnt und mächtig hochkocht!

# 3: Alles zusammenmischen und pürieren

Nun reibst du von einer Biozitrone die Schale ab und presst den Saft aus. Zusammen mit dem Gelierzucker kommen Schale und Saft zu den Erdbeerstückchen in den Topf, wo du alles gut miteinander verrührst.

Falls du deine Erdbeermarmelade ohne Stückchen magst, ist nun der richtige Zeitpunkt für den Pürierstab! Er verwandelt im Messerumdrehen alles in eine gleichmäßig feine Masse, die du dann am besten nochmal mit Zucker oder Zitronensaft abschmeckst – bis du genießerisch die Augen schließt beim Probieren. Yams! :)

# 4: Kochen und Gelierprobe

Jetzt wird es ernst: Du kochst deine zukünftige Erdbeermarmelade auf und lässt sie drei bis fünf Minuten sprudelnd kochen. Dabei musst du ständig rühren, damit nichts anbrennt. Am besten „malst“ du dabei mit dem Kochlöffel immer eine Acht, dann erfasst du wirklich den ganzen Topfboden und verhinderst, dass sich deine Erdbeermarmelade doch an der einen oder anderen Stelle festsetzt.

Falls du jetzt Lust bekommen hast, nicht nur Erdbeeren einzukochen, komm doch in meinen Kurs „Obst und Gemüse haltbar machen“! Da lernst du, wie du deine Ernte sicher und einfach haltbar machst und das ganze Jahr über genießen kannst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Erdbeermarmelade: Erdbeeren kochen im Topf

Die Kochzeit ist rum und du möchtest am liebsten sofort die blubbernde, köstlich riechende Masse in deine vorbereiteten Gläser befördern? Nimm dir noch die Zeit für eine Gelierprobe! Dazu gibst du einen kleinen Klecks Erdbeermarmelade auf einen Unterteller und pustest ihn kühl. Wenn er innerhalb kurzer Zeit fest wird und nicht mehr vom Teller läuft, hat alles geklappt! Sollte er aber sturköpfig flüssig bleiben, musst du die Kochzeit verlängern: Gönn deiner Marmelade noch weitere fünf Minuten Aufenthalt im heißen Topf. Dann machst du wieder eine Gelierprobe.

Auch wenn das lästig ist: Später freust du dich, wenn du statt Erdbeersuppe Erdbeermarmelade auf dein Brötchen streichen kannst, wetten? ;)

Schon gewusst? Falls die Marmelade in deinen Gläsern trotz aller Mühen nicht fest geworden sein sollte, kannst du sie auch mit etwas zusätzlichem Gelierzucker nochmal aufkochen. Aber diesen Aufwand vermeidest du bestimmt genauso gern wie ich! ;)

#5: Ab in die Gläser!

Wenn die Gelierprobe erfolgreich war, darfst du endlich deine Gläser füllen – bis knapp unter den Rand. Jetzt muss alles schnell gehen, sonst riskierst du, dass die Marmelade abkühlt und sich kein Vakuum bildet. Also: Dreh den Deckel fix ganz fest zu und lass die Gläser anschließend in Ruhe abkühlen. Und dann nichts wie ab ins Vorratsregal mit ihnen – bis auf eines: das brauchst du ja am nächsten Morgen, um dein Frühstücksbrot mit frischer Erdbeermarmelade zu genießen! :)

Gar nicht ohne: Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker

In herkömmlicher Erdbeermarmelade steckt einiges an Zucker, das lässt sich nicht bestreiten. Falls du aber keinen raffinierten Zucker verwenden möchtest, kannst du deine Erdbeermarmelade auch anders zubereiten! Raffiniert, oder? ;)

Du brauchst:

  • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 250 g Softdatteln oder Softfeigen
  • Saft und Schale einer halben Biozitrone

Und so geht´s:

Erdbeeren zusammen mit Trockenfrüchten und Zitrone in einen Mixer geben und alles fein pürieren. Abschmecken und für fünf Minuten kochen lassen, dabei ständig rühren. In sterilisierte Gläser füllen, Deckel fest zudrehen und alles abkühlen lassen.

Ich habe für dich übrigens auch super leckere Rezepte zum Einkochen von Kirschen, Mirabellen, Birnen und Pflaumen!

Erdbeermarmelade auf Brotscheibe

Das lässt sie kalt: Erdbeermarmelade ohne Kochen

Eines meiner absoluten Lieblingsrezepte ist kalt gerührte Erdbeermarmelade. Nichts schmeckt so erdbeerig-frisch und fruchtig! Und wenn du nur kleine Portionen zubereitest, hast du längst alles aufgefuttert, bevor sich der Schimmel eines deiner köstlichen Gläser holen kann.

Du brauchst:

  • 250 g geputzte klein geschnittene Erdbeeren
  • 125 g Gelierzucker für Fruchtaufstriche ohne Kochen
  • 1 El Zitronensaft

Und so geht´s:

Erdbeeren, Gelierzucker und Zitronensaft in einen Mixbecher geben und ungefähr eine Minute pürieren. Dann in sterilisierte kleine Gläser geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Dieses Rezept geht so schnell, dass du es sogar noch vor dem Frühstück mit frisch geernteten Erdbeeren zubereiten kannst. Sooo lecker! :)

Psst: Falls du gern früh aufstehst, reicht die Zeit vielleicht auch noch für einen selbstgemachten Apfelsaft?

Farbe bekennen: Wie bleibt Erdbeermarmelade so schön rot?

Das kennst du bestimmt auch: Wenn du deine Erdbeermarmelade gerade gekocht hast, leuchtet sie knallrot und appetitlich im Glas auf deinem Tisch. Aber nach einiger Zeit verliert sich diese wunderbare Farbe und die Erdbeermarmelade bekommt ein fahles, lange nicht mehr so attraktives Braun. Deshalb schmeckt sie nicht schlechter, aber das Auge isst ja bekanntlich mit.

Psst, Nerdalarm: Für die knallige rote Farbe sorgen Anthozyane, das sind Farbstoffe, die bei Licht und Wärme zerfallen und zu Braun werden. Nerdalarm off! ;)

Ich habe lange herumprobiert, wie sich dieses (rein optische) „Problem“ lösen lässt:

  • Wenn du die Erdbeermarmelade möglichst kühl und dunkel lagerst, hält sich das Rot deutlich länger. Dazu packst du die Gläser in einen Karton und bewahrst sie kühl, am besten unter 5° Celsius, auf.
  • Cranberrysaft oder Granatapfelsaft sorgen dafür, dass deine Erdbeermarmelade ihre rote Farbe gut behält – aber der Geschmack ist dann ein anderer als bei Marmelade nur aus Erdbeeren.
  • Einfrieren! Das ist zwar energietechnisch nicht besonders nachhaltig, aber deine Erdbeermarmelade bleibt wunderbar rot und sie wird bei den frostigen Temperaturen auch garantiert nicht schlecht. Allerdings solltest du dann Sturzgläser verwenden, die Gläser nicht ganz voll machen und den Deckel erst dann richtig festdrehen, wenn die Marmelade gefroren ist.

Um Bärlauch haltbar zu machen, ist Einfrieren übrigens auch eine super Methode!

Erdbeermarmelade
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Schmeckt nach mehr: Erdbeermarmelade Rezept in drei Variationen

Falls du neben klassischer Erdbeermarmelade auch Lust auf etwas Abwechslung hast, schau dir gerne noch diese drei leckeren Varianten an:

Erdbeermarmelade mit Holunderblüten

Die Kombination aus Erdbeere und Holunderblüte ist einfach genial – das solltest du dir nicht entgehen lassen!

Du brauchst:

  • 1 kg geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 15 Dolden Holunderblüten
  • Saft und Schale einer Biozitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Und so geht´s:

Erdbeeren in einem Topf teilweise oder vollständig pürieren und die vorsichtig ausgeschüttelten Holunderblütendolden hineingeben. Mit einem Kochlöffel in das Erdbeermus drücken und mit einem Deckel verschließen. Über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag die Holunderblüten gründlich ausdrücken und das Erdbeermus so gut es geht von ihnen abstreifen. Wenn Blüten in der Marmelade bleiben: umso besser! ;)

Gelierzucker, Zitronensaft und Zitronenschale dazugeben und alles abschmecken. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

Der Klassiker schlechthin: Die süße Erdbeere und der säuerliche Rhabarber vereinen sich geschmacklich zu einem unschlagbaren Team. Das ist Genuss pur!

Du brauchst:

  • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 500 g geputzten und klein geschnittenen Rhabarber
  • Saft und Schale einer Biozitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Und so geht´s:

Alle Zutaten in einen Topf geben und je nach Geschmack feiner oder weniger fein pürieren. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Erdbeermarmelade mit Minze

Diese Kombination ist erfrischend-fruchtig! Der Minzgeschmack wird am nächsten Tag deutlicher, deshalb die Minze beim Abschmecken vorsichtig dosieren!

Du brauchst:

  • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 10 Blätter Minze
  • Saft und Schale einer halben Biozitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Und so geht´s:

Alle Zutaten in einen Topf geben und je nach Geschmack pürieren. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Wenn deine Gläser abgekühlt sind, kannst du sie gleich mit meinen Lieblingsetiketten bekleben! Hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

Erdbeermarmelade selber machen ist ganz einfach und sie schmeckt selbstgemacht einfach am besten – egal ob pur oder kombiniert mit Rhabarber, Holunder und Co. Die Erdbeersaison ist immer viel zu kurz, deshalb solltest du keine Zeit verlieren und gleich loslegen! :)

Erdbeermarmelade einzukochen genügt dir nicht, du willst auch deine Gemüseernte haltbar machen? Dann schau dir unbedingt mal unseren Onlinekurs »Vorratskammer starten« an und oder lies hier weiter:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

Welches ist dein Lieblingsrezept für Erdbeermarmelade? Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich bin schon ganz gespannt darauf!

Spinat anbauen im Kompostbeet

Spinat anbauen: Meine Geheimtipps für eine super Ernte!

Im eigenen Garten Spinat anbauen ist gar nicht schwer! Mit meinen drei wichtigsten Tipps startest du mit der Spinatproduktion so richtig durch. Welche Tipps das sind, verrate ich dir natürlich in diesem Artikel!

Inhaltsverzeichnis
Spinat anbauen: Das Wichtigste auf einen Blick
Besonderheiten beim Spinat anbauen
#1: Die Wahl der Spinat Sorte entscheidet alles!
#2: Versetzt säen und häufig ernten!
#3: Spinat zur richtigen Zeit ernten!
Spinat anbauen: 5 Schritte von der Saat bis zur Ernte
1. Schritt: Beet vorbereiten
2. Schritt: Spinat säen
3. Schritt: Spinatpflanzen pflegen
4. Schritt: Schutz vor Krankheiten und Schädlingen
5. Schritt: Spinat ernten

Spinat anbauen: Das Wichtigste auf einen Blick

Spinatpflanzen können ein bisschen launisch sein, und machen nicht immer das, was sie sollen. Früher habe ich mich deshalb oft wahnsinnig über meinen Spinat geärgert: Erst wollte er gar nicht loswachsen, und wenn er dann endlich in Schwung kam, ist er immer gleich geschossen und in die Blüte gegangen.

Das muss aber nicht sein! Seit ich beim Spinat anbauen ein paar Dinge beachte, wächst und gedeiht Popeyes Leibspeise auch bei mir im Garten. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine dicke Spinaternte findest du hier auf einen Blick:

Sortenwahl: Wähle je nach Jahreszeit unbedingt die passende Sorte. Manche Spinat Sorten sind nämlich echte Sensibelchen, was die Temperatur angeht. Die gute Nachricht: Für den Sommer gibt es wärmetolerantere Sorten, und fürs Spinat anbauen im Winter solche, denen die Kälte nichts ausmacht.

Standort: Spinat mag es gemäßigt: In heißen Sommern zieht er ein halbschattiges Plätzchen der prallen Sonne vor. Baust du Spinat im Winter an, freut er sich aber über einen sonnigen Standort. Zwischen seinen Wurzeln spürt der Spinat am liebsten lockeren, durchlässigen Boden.

Aussaat: Spinat anbauen klappt direkt von Anfang an im Beet, du musst die Pflänzchen also nicht im Haus vorziehen. Spinat ist ein Dunkelkeimer, achte deshalb darauf, ihn nach der Aussaat gut mit Erde zu bedecken.

Nährstoffbedarf: Spinat ist ein Mittelzehrer. Wie andere Blattgemüse auch solltest du deinen Spinat aber lieber nicht zu viel düngen, sonst riskierst du Nitratanreicherungen in den Blättern.

Ernte: Hier bist du ganz flexibel! Du kannst die Blätter ganz jung als Babyspinat für den Salat ernten, oder aber warten, bis richtig schön große, buschige Spinatpflanzen im Beet stehen. Entweder pflückst du dann einzelne Blätter, oder erntest direkt die ganze Pflanze.

Spinat anbauen: Spinat im Beet

Besonderheiten beim Spinat anbauen

Wie bei jedem Gemüse gibt es auch beim Spinat anbauen ein paar Dinge, auf die du ganz besonders achten solltest. Hier findest du nochmal allgemeine Basics, falls du noch nicht so viele Erfahrungen im Gemüseanbau gesammelt hast. Wenn du zusätzlich dazu meine drei extra Spinattipps befolgst, sollte da nichts mehr schief gehen!

#1: Die Wahl der Spinat Sorte entscheidet alles!

Vielleicht ist es dir auch schon mal passiert: Eben war dein Spinat noch ganz klein und kompakt, und am nächsten Tag geht er auf einmal blitzschnell in die Blüte. Das ist suuuper ärgerlich, weil es die ganze Ernte versemmeln kann!

Wenn du dich aber ein bisschen mit den Eigenheiten der Pflanze auseinandersetzt, wirst du schnell verstehen, warum dein Spinat diese Blitzaktion startet. Spinat ist nämlich eine Langtagspflanze. Das heißt, dass lange, sonnige Tage die Pflanzen nur so dazu anregen, schnell zu blühen. Der Spinat kann also gar nichts dafür, die Umstände sind schuld. ;)

Wegen dieser Umstände ist das Spinat anbauen aber besonders im Sommer ein bisschen heikel. Zum Glück gibt es Sorten, die schossfester sind als andere. Diese Spinatsorten fangen trotz langer, warmer Tage erst relativ spät an, zu blühen, und du hast länger Gelegenheit, deinen Erntekorb mit den grünen Blättern zu füllen.

Die passende Sorte auszuwählen ist daher das A und O beim Spinat anbauen. Passend zur Jahreszeit ausgesucht, bringt dir die richtige Sorte nämlich die besten Erträge. Wintersorten haben den Vorteil, dass sie kältetoleranter sind als die schossfesten Sommersorten.

Hier findest du meine Favoriten unter den Spinatsorten, mit denen ich schon gute Erfahrungen gemacht habe:

JahreszeitAussaatErnteSorte
FrühjahrEnde Februar – Mitte AprilMai – JuniThorin, Matador, Butterflay
SommerMitte April – Mitte JuliJuni – AugustGammason
HerbstMitte Juli – OktoberSeptember – DezemberThorin, Matador, Butterflay
WinterSeptember – Anfang OktoberAprilWinterriesen, Thorin

Kleiner Tipp: Am sichersten klappt das Spinat anbauen im Frühjahr und im Herbst. Denn dann ist es den launischen Spinatpflanzen weder zu warm, noch zu kalt.

#2: Versetzt säen und häufig ernten!

Spinatpflanzen sind nur kurz im Gemüsebeet zu Gast. Besonders in der warmen Jahreszeit ist der Zeitraum zwischen Aussaat und Ernte beim Spinat sehr überschaubar. Der Spinat wächst rasch und will dann flugs geerntet werden. Und schon ist das Beet wieder frei!

Das ist super praktisch, weil du nicht lange auf deine Spinatlasagne warten musst! ;) Gleichzeitig bedeutet es, dass aller Spinat, den du zu einem Zeitpunkt säst, in einem relativ kurzen Zeitraum geerntet werden will und du nur kurz etwas von dem frischen Grün hast.

Ganz anders ist das übrigens beim Mangold, dem großen Bruder vom Spinat: Er ist genügsam und robust, und lässt sich über lange Zeit hinweg ernten.

Damit das auch beim Spinat anbauen klappt, musst du einen kleinen Trick anwenden: Das Zauberwort heißt hier: „Gestaffelte Aussaat“. Damit ist gemeint, dass du mehrmals im Jahr kleinere Mengen Spinat säst, sodass du immer Pflanzen unterschiedlichen Alters in deinen Beeten stehen hast – und somit auch regelmäßig ernten kannst. Also: Denk dran, regelmäßig zu säen – dann gibt’s auch häufiger mal ein leckeres Spinatgericht! :)

Damit du keine Aussaattermine mehr verpasst, kannst du dir hier meinen Ausssaatkalender herunterladen. Außer für Spinat findest du darin auch die Aussaattermine vieler anderer, leckerer Gemüsearten. Einfach deine E-Mail-Adresse eintragen, und schon flattert der Aussaatkalender in deinen Posteingang!

#3: Spinat zur richtigen Zeit ernten!

Spinat verabschiedet sich manchmal sehr plötzlich in die Blüte. Das ist ärgerlich – denn nun wachsen nur noch kleinere Blätter nach, die vom Geschmack her eher bitter sind. Am besten erntest du deinen Spinat daher, bevor es so weit ist!

Um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, behältst du die Pflanzen gut im Auge, und achtest darauf, dass du deinen Spinat besonders in längeren Trockenperioden feucht hältst, und den Boden durch eine Mulchdecke vor dem Austrocknen schützt. Denn lange Trockenheit stresst die Pflanzen und gestresste Pflanzen fangen früher an, zu blühen.

Spinat erntest du im Idealfall am Nachmittag oder Abend eines sonnenreichen Tages. Dann ist der Nitratgehalt in den Blättern nämlich am geringsten, und zu viel Nitrat ist eher ungesund. Nichtsdestotrotz ist Spinat insgesamt natürlich suuuuper gesund – er strotzt nur so vor Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen. Je frischer, desto besser! :)

Spinat anbauen: Geerntete Spinatblätter in einer Schüssel.

Spinat anbauen: 5 Schritte von der Saat bis zur Ernte

Nun kennst du schon ein paar Tipps und Tricks rund um den Spinatanbau. Aber lass uns noch einmal ganz von vorne beginnen, damit dir von der Aussaat bis zur Ernte auch wirklich alle Schritte leicht von der Hand gehen und dein Spinat gesund und munter heranwächst!

Schritt 1 beim Spinat anbauen: Beet vorbereiten

Spinat liebt einen schön lockeren Gartenboden. Ich mache meinen Gartenboden so richtig fluffig, indem ich die Beete mit Kompost anlege. Zusätzlich lockere ich den Boden regelmäßig mit einer Doppelgrabegabel.

Auf Umgraben verzichte ich komplett  – das tut meinem Boden und all den Lebewesen darin richtig gut! Wie das funktioniert, zeige ich dir in meinem „Gemüsegarten Starten“ – Onlinekurs. Darin lernst du in über 50 Videoanleitungen die Grundlagen, um deinen eigenen Gemüse-Selbstversorgergarten zu starten. Komm gerne vorbei!

Für alle Gemüse, die du direkt ins Beet säst, solltest du ein schön feinkrümeliges Saatbett bereiten. Dazu kannst du den aufgelockerten Boden mit einer Harke schön gleichmäßig und eben harken. Die Samenkörner werden es dir danken!

Schritt 2 beim Spinat anbauen: Spinat säen

Ist dein Beet für die Aussaat gut vorbereitet, kannst du mit dem Spinat säen starten. Dazu ziehst du mit einem Abstand von 20 cm Rillen in dein Beet. Jede Rille sollte 3 cm tief sein, denn Spinat ist ein Dunkelkeimer. Erst wenn er tief genug in der Erde eingemummelt liegt, beginnt er zu keimen.

In jeder Rille säst du alle 4-5 cm einen Spinatsamen. Anschließend harkst du die Rillen vorsichtig zu und drückst sie leicht an. Nun musst du dein frisch besätes Beet noch ordentlich angießen* – und schon bist du mit dem Spinat säen fertig!

Kleiner Tipp: Gehörst du zu den Earlybirds im Garten, kannst du für eine super frühe Ernte deinen Spinat ab Ende Februar im Haus vorziehen. Dazu säst du die Pflanzen in einzelne Töpfe aus. Pro Topf legst du 3-4 Samen in die Erde.

Mit dem Auspflanzen beginnst du, sobald die Pflanzen 8-10 cm groß sind. Der Reihenabstand liegt wieder bei 30 cm. Innerhalb der Reihen setzt du die vorgezogenen Pflanzen, anders als bei der Direktsaat, 10 cm auseinander. Das machst du so, weil in jedem Topf ja mehr als eine Spinatpflanze wächst.

Schritt 3 beim Spinat anbauen: Spinatpflanzen pflegen

Als Mittelzehrer brauchst du Spinat nur mäßig düngen. Eine gute Gabe Kompost reicht in den meisten Fällen dicke aus, um deinen Spinat zufrieden zu stellen.

Im Sommer gebe ich den Jungpflanzen als Starthilfe einen kleinen Schuss verdünnte Brennesseljauche mit auf den Weg. Zu viel sollte es allerdings nicht sein, weil Spinat schnell Nitrat einlagert. Deswegen lasse ich im Winter diese erste Düngergabe sogar ganz weg.

Spinat möchte nicht auf dem Trockenen sitzen! Er findet es super, im leicht feuchten Boden zu stehen. Mit Staunässe kommt er jedoch gar nicht gut zurecht. Ich löse dieses Dilemma, indem ich meinen Spinat ordentlich mulche. So bleibt das Regenwasser lange im Boden, und die Spinatpflanzen brauchen keine Angst vor Trockenheit zu haben.

Wenn es im Sommer aber länger nicht regnet, solltest du deinen Spinat unbedingt zusätzlich gießen – sonst riskierst du, dass er vor lauter Stress anfängt, vorzeitig zu blühen.

Schritt 4 beim Spinat anbauen: Schutz vor Krankheiten und Schädlingen

Spinat ist ein sehr robustes Gemüse und nicht besonders anfällig für Krankheiten und Co. Trotzdem ist es wichtig, dass du auch beim Spinat die Fruchtfolgeregeln befolgst und in deinen Gemüsebeeten die richtigen Anbaupausen einhältst.

Nach dem Spinatanbau braucht dein Beet eine Pause von drei Jahren, bis der nächste Spinat einziehen darf. In dieser Zeit sollten auch Rote Bete und Mangold anderswo unterkommen. Beide sind nämlich so nah mit dem Spinat verwandt, dass sie ähnliche Krankheiten und Schädlinge anlocken.

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Schritt 5 beim Spinat anbauen: Spinat ernten

Wächst dein Spinat schön üppig, kannst du einzelne Blätter von deiner Spinatpflanze abernten. Dabei fängst du einfach mit den äußeren Blättern an, denn in der Mitte der Pflanze befindet sich das sogenannte Herz. Aus diesem Punkt wachsen immer wieder junge frische Blätter nach, daher solltest du es unbedingt stehen lassen.

Statt alle Blätter einzeln abzuernten, kannst du auch alles auf einmal 4 cm über den Boden abschneiden. Die 4 cm Abstand zum Boden sind sehr wichtig, denn so verletzt du nicht das Herz und die Pflanze wächst wieder nach.

Fängt dein Spinat bereits an zu blühen, erntest du ihn am besten komplett ab. Wenn du dadurch plötzlich unglaublich viel Spinat auf einmal im Erntekorb hast, kannst du deinen Spinat einfach blanchieren und einfrieren.

Oder du kochst eine rieeesige Auflaufform voller Lasagne und lädst all deine Freunde und Freundinnen zum Spinatessen ein! Lasst es euch schmecken! :)

Kleiner Tipp: Blühenden Spinat kannst du super als Mulchmaterial verwenden!

Na, bist du schon gespannt, wie dein eigener Spinat wohl schmecken wird? Dann warte nicht länger, sondern leg direkt los mit der Aussaat! Vergiss nicht, dir meinen Aussaatkalender herunterzuladen und los geht’s!

Weitere Anbautipps für reiche Ernten verrate ich dir in folgenden Artikeln:

Tomaten anbauen: 7 ultimative Tipps für eine dicke Ernte!

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – Der komplette Zucchini-Guide

Radieschen pflanzen, anbauen & ernten – der komplette Guide!

Wie erfolgreich bist du beim Spinat anbauen? Hast du einen besonderen Sortentipp? Schreib mir gerne in die Kommentare, welche Erfahrungen du beim Spinat anbauen gemacht hast!

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Kräuterhochbeet: Lieblingskräuter ganz einfach anbauen und ernten!

In einem Hochbeet fühlen sich Kräuter so richtig wohl, weil sie es da gemütlich warm haben, vor Schnecken und Co in Sicherheit sind und deshalb besonders üppig wachsen können. Wie wäre es mit selbst angebauten Kräutermischungen für eine köstliche mediterrane Nudelsoße, das perfekte Salatdressing oder leckeren Tee? Yams! Lasst uns ein Hochbeet für Kräuter anlegen!

Inhaltsverzeichnis
Standort: Wo soll ich mein Kräuterhochbeet anlegen?
Hochbeet-Kräuter pflanzen: Licht, Nährstoffe und Mischkultur
Kräuterbeet anlegen: Kaufen oder selber bauen? 
Wie befülle ich ein Hochbeet für Kräuter?
Kräuterhochbeet pflegen: gießen, mulchen, düngen

Standort: Wo soll ich mein Kräuterhochbeet anlegen?

Natürlich kannst du im Garten dein Kräuterbeet anlegen, aber auch ein „Kräuter-Balkon“ mit vielen duftenden Gewürzkräutern ist eine feine Sache! Du solltest einen möglichst sonnigen bis halbschattigen Standort wählen, damit deine grünen Kräuter-Freunde auch ihr volles Aroma entwickeln können. 

Ideal wäre es, wenn auf dein Kräuterhochbeet in der glühenden Mittagssonne etwas Schatten fällt – das können zum Beispiel ein Busch, ein Baum oder ein Gebäude in der Nähe sein. Je nachdem, welche Möglichkeiten du hast, kannst du dir überlegen, an die entsprechende Stelle noch einen Schattenspender zu pflanzen!

Falls du keinen super sonnigen Platz hast, ist das auch kein Problem: Du pflanzt dann im Garten oder auf deinem Kräuterbeet-Balkon einfach Kräuter, die sich im Halbschatten oder Schatten wohlfühlen.

Hochbeet-Kräuter pflanzen: Licht, Nährstoffe und Mischkultur

Dich juckt es schon in den Fingern und du kannst es gar nicht erwarten, dein Kräuterhochbeet mit lauter Pflänzchen zu füllen? Das verstehe ich total! Es ist aber trotzdem wichtig, vorher noch ein wenig Zeit in die Planung zu investieren. Deine Kräuter werden es dir mit tollem Wachstum und einer dicken Ernte danken, versprochen! :)

Basilikum im Kräuterhochbeet

Licht- und Nährstoffbedarf

Zuerst schreibst du dir auf, welche Kräuter im Hochbeet du haben möchtest. Als nächstes schaust du, welche davon Sonnenanbeter sind und welche sich im Halbschatten oder Schatten wohler fühlen. Zum Schluss notierst du, ob sich die zukünftigen Hochbeet-Pflanzen magere oder nährstoffreiche Erde wünschen.

Hier kommt eine Tabelle, in der du auf einen Blick sehen kannst, welche Kräuter welche Bedürfnisse haben.

StandortNährstoffbedarf
Basilikum HalbschattenStarkzehrer
Bärlauch Halbschatten oder SchattenMittelzehrer
BohnenkrautSonneSchwachzehrer
BorretschHalbschattenStarkzehrer
DillSonneMittelzehrer
EstragonSonne oder HalbschattenMittelzehrer
KorianderSonneSchwachzehrer
KresseHalbschattenSchwachzehrer
LiebstöckelHalbschattenMittelzehrer
MajoranSonneSchwachzehrer
OreganoSonneSchwachzehrer
MinzeSonne oder HalbschattenStarkzehrer
PetersilieHalbschattenMittelzehrer
RosmarinSonneSchwachzehrer
RucolaSonne oder HalbschattenMittelzehrer
SalbeiSonneSchwachzehrer
SchnittlauchSonne oder HalbschattenMittelzehrer
ThymianSonneSchwachzehrer
ZitronenmelisseSonneMittelzehrer

Hast du alles aufgeschrieben? Super! :) Jetzt siehst du noch auf der Rückseite der Saatguttütchen oder Pflanzetiketten nach, wie hoch deine auserwählten Kräuter jeweils werden. Das ist wichtig zu wissen, weil du ja nicht möchtest, dass sich deine Pflänzchen gegenseitig in den Schatten stellen! Du pflanzt dann die Kräuter-Riesen auf die Nordseite und setzt die Zwerge auf die Südseite. So bekommt jeder die volle Ladung Sonne ab!

Falls du aber Kandidaten hast, die es mit der Sonne nicht so haben, ist es ein guter Trick, schattenliebende kleinbleibende Kräuter auf die Nordseite zu packen. Die überragenden Hochbeet-Kräuter sorgen dann für einen ausreichenden Schattenwurf und du kannst lichtempfindlichere Exemplare trotzdem in einem sonnigen Beet anpflanzen. 

Falls du dein Kräuterhochbeet auf einem Balkon anlegen willst und dich fragst, ob das Licht auf deinem Balkon ausreicht, dann schau doch mal in meinen Balkongemüse-Kompass. Ob Osten, Süden oder Westen: Der Kompass zeigt dir, was auf welchem Balkon wächst. Einfach deine Emailadresse eintragen und den Kompas für 0 € herunterladen:

Bunte Hochbeet-Kräuter: Mischkultur

Wie bei uns Menschen auch, gibt es Kräuter, die sich besonders gern mögen und sich gegenseitig guttun und solche, die sich nicht leiden können. Deshalb brauchst du eine passende Mischkultur für dein Kräuterhochbeet.

Wenn du die richtigen Partner zusammenbringst, wird sich eine gute Nachbarschaft entwickeln und deine Pflänzchen wachsen üppig und prächtig zu wunderschönen Kräuterstauden heran. 

Psst: Wenn du deine Kräuter im Haus vorziehst und als kräftige Jungpflanzen in dein Beet setzt, kannst du früher ernten, als wenn du direkt ins Beet säst! Und mit einem Frühbeetkasten-Aufsatz kannst du deine Jungpflanzen dann auch früher ins Kräuterhochbeet packen, weil der sie nämlich vor späten Frösten beschützt. Cool, oder?

Mehr zu diesem Thema und dazu, wie du ganz mühelos Gemüse anpflanzt und eine dicke Ernte einfährst, findest du in meinem Gemüsegarten starten Kurs. Ich würde mich unglaublich freuen, wenn du Teil der Gemüsegärtner-Crew wirst und dein eigenes Essen anbaust! :)

Verschiedene Kräuter im Kräuterhochbeet-Kasten

Kräuterbeet anlegen: Kaufen oder selber bauen?

Du kannst dein Kräuterhochbeet selbstverständlich selber bauen! Wie das schnell und einfach geht, zeige ich dir in meinem Artikel Hochbeet aus Holz selber bauen.

Backsteine oder Ziegel sind auch ein tolles Material für ein Hochbeet – sie speichern die Wärme und sorgen für ein gemütliches Kleinklima. Außerdem sehen sie als Beeteinfassung auch noch richtig gut aus! Falls du dazu aber keine Lust hast, kannst du auch ein fertiges Beet oder einen Bausatz kaufen.

Wenn dir das noch immer zu viel Arbeit ist, schau dich doch mal um, was sich zu einem Hochbeet umfunktionieren lässt! Hast du zum Beispiel eine leere Weinkiste oder eine andere leere Holzkiste? Wenn sie eine Höhe von ungefähr 40 Zentimetern hat – bingo! Du stehst vor deinem zukünftigen Kräuterhochbeet! ;)

Jetzt musst du nur noch die Kiste mit Folie auskleiden und ein paar Löcher in den Boden bohren. Dann kann´s auch schon ans Befüllen gehen!

Wie befülle ich ein Hochbeet für Kräuter?

Da ein Kräuterhochbeet deutlich niedriger ist als ein Gemüsehochbeet, brauchst du darin keine Schichtung aus unterschiedlichen Materialien.

Es ist aber super wichtig, dass du die unteren fünf Zentimeter mit einer Drainageschicht aus Blähton oder Kies auffüllst, weil Kräuter mit Staunässe gar nicht gut zurechtkommen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Befüllung:

  • Du kaufst im Gartenmarkt Hochbeeterde und füllst dein Beet damit auf.
  • Du mischst zwei Teile Gartenerde oder Kompost mit einem Teil Sand für schwachzehrende Kräuter
  • Du nimmst Kompost für starkzehrende Kräuter

Wenn du ein ausreichend großes Kräuterhochbeet hast, kannst du Bereiche schaffen, in denen es zum einen magere Flächen mit Sand gibt und zum anderen nährstoffhaltigere Flächen mit Kompost. So fühlen sich Starkzehrer und Schwachzehrer im selben Beet wohl!

Jetzt fehlen nur noch die Kräuter! Die kannst du entweder als junge Pflanzen im Topf kaufen (empfehlenswert bei Lavendel, Rosmarin, Salbei und Co.) oder einfach selbst aussäen – zum Beispiel Basilikum, Petersilie, Dill und Kerbel. Eine wundervoll bunte … öhm … grüne Mischung habe ich dir in meiner Saatgutbox ‚Grandioses Grünzeug‘ zusammengestellt. Lass dich überraschen, was drin schlummert und draus wächst. :)

Kräuterhochbeet pflegen: gießen, mulchen,düngen

Auch die unkomplizierten Kräuter brauchen, nachdem du sie ins Beet gesetzt hast, ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Liebe, damit sie prächtig gedeihen und wachsen!

Einige von ihnen, wie Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Borretsch, Dill, Estragon, Gartenkresse und Liebstöckel sind recht durstig, andere Kräuter dagegen brauchen nicht so viel Wasser.

Damit du beiden in deinem Kräuterhochbeet gerecht wirst, setz doch einfach die Wasserbedürftigen in die Beetmitte und die Spartaner an den Rand. Dort trocknet die Erde nämlich am schnellsten aus, während sich die Feuchtigkeit in der Mitte länger hält. Mit einer geschickten Platzvergabe erfüllst du ganz einfach die Grundbedürfnisse deiner grünen Freunde.

Mulch ist eine tolle Sache, um das kostbare Wasser im Boden festzuhalten. Wenn du mich schon länger kennst, weißt du, dass Mulchen für mich eines der allerwichtigsten Dinge beim Gärtnern ist!

Da Kräuter durch den Mulch aber keine weitere Düngung bekommen sollten, mulchst du dein Kräuterbeet statt mit organischen Materialien am besten mit einer Schicht feinem Kies, Blähton oder mit Tonscherben. Das schützt den Boden vor dem Austrocknen und ist ein zusätzlicher Wärmespeicher, führt den Pflanzen aber keine Nährstoffe zu.

Düngen musst du deine Hochbeet-Kräuter nämlich nicht. Wenn du es zu gut meinst mit dem Futter, schwemmt das Pflanzengewebe auf und die Kräuter verlieren an Aroma. Gleichzeitig sind sie anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

Den Starkzehrern unter ihnen genügt der Kompost, alle anderen sind in ihrem Kompost-Sand-Zuhause glücklich. Deshalb denk daran: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht! ;)

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Bist du startklar? Ein Kräuterhochbeet ist schnell angelegt und unkompliziert in der Pflege. Es liefert dir einen wunderbar würzigen Kick für alles, was du kochst, duftet herrlich in der warmen Jahreszeit und sieht auf dem Balkon oder im Garten richtig attraktiv aus. Darum solltest du nicht mehr lange warten, sondern schnell dein Kräuterhochbeet anlegen! :)

Falls du zum Thema Kräuter noch weiterschmökern willst, schau gerne auch hier vorbei:

Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

Wie Du Kräuter in der Hühnerhaltung verwendest

7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

Hast du schon ein Kräuterhochbeet oder planst du eines? Welche Kräuter baust du an? Ich freue mich, von dir zu hören!

Ernte im Juni

Aussaat & Pflanzen im Juni + Beispiel-Pflanzplan

Im Juni ist im Gemüsegarten richtig was los. Überall wird geerntet und genascht, doch wer denkt, dass die Aussaaten jetzt abgeschlossen sind, liegt weit daneben. Damit der Garten bis in den Herbst und sogar bis in den Winter hinein frisches Gemüse liefert, braucht es im Juni eine neue Runde Aussaaten und Pflanzungen. Das Motto lautet: Ran ans Wintergemüse!

Inhaltsverzeichnis
Dein Pflanzplan
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Gemüse auspflanzen im Juni
Gartenarbeiten im Juni

Damit die Aussaaten im Juni dir nicht zu viel Kopfzerbrechen bereiten, bekommst du hier wieder eine übersichtliche Zusammenstellung darüber, was diesen Monat vorgezogen, direkt gesät oder ins Beet gepflanzt wird.

Wer zusätzlich eine Orientierung für die gesamte Saison sucht, findet im Gemüsegarten-Beispielplan eine komplette Jahresplanung. Also: Keine Ausreden mehr, um die Juni-Aussaaten zu skippen! ;)

Kontinuierliches Säen, Vorziehen und Nachpflanzen sorgt dafür, dass keine Lücken entstehen und immer etwas nachkommt. Ausruhen können wir uns dann ja im Winter. ;)

Hier kommt dein Gemüsegarten-Beispielplan!

Dieser Gemüsegarten-Beispielplan lässt sich eins zu eins auf deine eigenen Beete übertragen. Am besten funktioniert er mit einem Gemüsegarten, den du in 6 Beete aufteilst.

Der Pflanzplan zeigt dir genau, welche Pflanzen wann gesät oder gepflanzt werden, welche Kulturen gut zusammenpassen und wie sich die Beete das ganze Jahr über optimal nutzen lassen. So bleibt der Garten stets in Bewegung und liefert von Frühjahr bis Winter eine vielfältige Ernte. Ziemlich genial, oder?

Trag einfach hier deine Emailadresse ein und der Pflanzplan macht sich direkt auf den Weg zu dir:

Jungpflanzenanzucht: Ausaaten, die du im Juni noch im Haus machen kannst

Diese Pflanzen kannst du jetzt im Haus vorziehen, um sie in einigen Wochen auszupflanzen:

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Mehr Informationen

Aussaaten im Juni: Das steht im Freiland an

Diese Gemüsearten kannst du im Juni direkt im Garten aussäen:

Brokkoli, der im Juni heranwächst

Welche Gemüse kannst du im Juni nach draußen pflanzen?

Hier kommen jede Menge Pflanzen, die du im Juni im Garten auspflanzen kannst:

Mulchschicht auf Kompost im Juni

Gartenarbeiten im Juni

Im Juni ist im Garten Hochsaison! Damit du zwischen Pflanzenpflege, Ernte und Aussaaten den Überblick behältst, kommt hier eine Übersicht über deinen Gartenmonat.

Nicht nur Aussaaten: Auch die Erntezeit beginnt im Juni – und erste Lücken tun sich auf.

Im Juni ist der Gemüsegarten im vollen Gange und es gibt einiges zu tun. Jetzt ist Erntezeit – genieß also all die leckeren frischen Zuckerschoten, Erdbeeren, den letzten Rhabarber und Spargel und koste die saisonalen Leckereien aufs Vollste aus!

Mit der Ernte kommt aber auch der perfekte Moment, um an die Fruchtfolge und neue Aussaaten zu denken zu denken – es geht mit dem Wintergemüse los!

Frei gewordene Beete sollten möglichst schnell wieder neu bepflanzt oder besät werden, damit der Boden nicht ungenutzt bleibt und das ganze Jahr über frisches Gemüse nachkommt. Daher ist eine Aussaat im Juni super wichtig für eine reiche Ernte im Winter. :)

Junge Basilikumpflanze

Schenk den Gemüsepflanzen im Beet ein bisschen Liebe:

An warmen, trockenen Tagen ist eine gute Bewässerung wichtig, idealerweise in Kombination mit viel Mulch, damit der Boden länger feucht bleibt und du weniger gießen musst.

Die schnell wachsenden Jungpflanzen freuen sich über eine Düngergabe mit Brennnesseljauche oder Vinasse. Alle paar Wochen solltest du nachlegen – zumindest bei den Starkzehrern.

Und bei den Tomaten ist ab jetzt Hochsaison fürs Ausgeizen. Abgebrochene Triebe müssen übrigens nicht weggeworfen werden, sie kannst du ins Wasser stellen. Dort bilden sie neue Wurzeln – und schon hast du doppelt so viele Tomatenpflanzen!

Schutz vor Krankheiten & Schädlingen

Aber aufgepasst, die Zeit der Pflanzenkrankheiten geht jetzt los! Es lohnt sich, ein wachsames Auge auf Mehltau und andere Pflanzenkrankheiten zu haben, die unserer Ernte einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

Auch Schädlinge wie Blattläuse, die weiße Fliege, Kohlweißlinge oder Kartoffelkäfer sind jetzt unterwegs, lassen sich aber oft mit einfachen, natürlichen Mitteln in Schach halten. Kleine Pflänzchen schützt du am besten weiterhin mit einem Kulturschutznetz vor gefräßigen Zeitgenossen. Auch so manche Pflanze kann helfen:

Basilikumpflänzchen lkannst du im Juni zum Beispiel wunderbar zwischen deine Tomaten pflanzen. Ihr aromatischer Geruch hilft dabei, die weiße Fliege fernzuhalten.

Wenn es ein nasser Frühsommer ist, solltest du dich auch vor den Schnecken in Acht nehmen. Sie machen sich nur zu gern über die zarten Jungpflanzen her. Ein Schneckenkragen wirkt Wunder!

Kohlpflanzen im Beet

Das gibt’s im Garten im Juni noch alles zu tun:

Abseits der Gemüsebeete passiert im Garten ebenfalls eine ganze Menge: Im Kräuter- und Ziergarten kannst du Nützlinge unterstützen. Lass dafür in manchen Ecken einfach deine Kräuter und Wildkräuter blühen – du kannst dafür sogar kleine wilde Ecken anlegen.

Im Obstgarten kannst du reife Erdbeeren regelmäßig ernten, damit neue Früchte nachwachsen können. Aber das machst du wahrscheinlich sowieso mit Vergnügen! ;)

Beerensträucher freuen sich darüber, wenn du alte, abgetragene Triebe bodennah entfernst und die Sträucher etwas auslichtest. Obstbäume und Beeren kannst du bei Bedarf mit Netzen oder Apfelwicklerfallen vor Fraßschäden schützen, damit die Ernte üppig bleibt.

Wow – es gibt wirklich jede Menge zu tun im Juni. Also nichts wie raus mit dir in den Garten!

Gemüsegarten im Juni – säen, pflanzen, vorziehen!
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Du hast Lust, noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu stöbern? Dann schau mal, hier findest du noch mehr Garten-Lektüre:

Mehltau bekämpfen: So wirst du ihn ohne Chemie schnell wieder los!

Spinat anbauen: Meine Geheimtipps für eine super Ernte!

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – der komplette Guide

Was ist deine liebste Gartenarbeit im Sommer? Was willst du diesen Juni säen und pflanzen? Lass gern einen Kommentar da!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte.

Schnecken loswerden: 7 hilfreiche Tricks

Hiiiiiiilfeeee, wie kann ich die Schnecken aus dem Gemüsebeet fernhalten? Kennst du auch diesen Schreckmoment, wenn die Schnecken über Nacht ALLE deine kostbaren Jungpflänzchen platt gemacht haben? Der Albtraum aller Gärtner! Deshalb teile ich heute meine besten Tipps mit dir: Was wirklich gegen Schnecken im Garten hilft, auch ohne Schneckenkorn und Chemie!

Inhaltsverzeichnis:
Huch, wer knabbert denn da?
Schnecken bekämpfen ohne Gift
Alles Schnecke, oder was?
Schnecken bekämpfen im Garten
So geht Schnecken bekämpfen NICHT
Schnecken bekämpfen, aber nicht um jeden Preis!

Huch, wer knabbert denn da?

Bevor es überhaupt ans Schnecken loswerden geht, steht ja die Frage: Wer knabbert da? Sind es überhaupt Schnecken, die mir mein Gemüse wegmampfen? Oder erntet vielleicht jemand anderes mit?

Dafür musst du ein bisschen Detektiv spielen und gehst auf Spurensuche! Ich habe hier die fünf Zeichen dafür, dass du Schnecken im Garten hast:

  1. Schleimspuren auf deinem Gemüse! Wenn es glänzt und aussieht wie Klarlack, dann war eindeutig eine Schnecke unterwegs.
  2. Dünner (1 mm dicker) schwarz-grün gefärbter Schneckenkot auf den Pflanzen? Dann heißt es Schnecken bekämpfen!
  3. Weiße, kugelrunde Eier mit einem Durchmesser von etwa zwei Millimetern, die du ein paar Zentimeter unter der Bodenoberfläche findest. Achtung: Gelbe Eier sind vom Regenwurm, die deckst du liebevoll wieder ab. ;)
  4. Manchmal sind die Schnecken wirklich winzig, schau also ganz genau hin, sie können auch nur drei Millimeter lang sein und sind trotzdem sehr hungrig.
  5. Und zuletzt: schau mal unter dicke Erdklumpen, Bretter oder große Blätter in Bodennähe. Mit etwas Glück spürst du die Schnecken hier direkt auf!

Wenn du keine Anzeichen für Schnecken findest, dann schau mal hier vorbei, um herauszubekommen, wer es noch sein könnte!

Schnecken ohne Gift bekämpfen

Du hast eindeutige Schneckenspuren gefunden? Dann weißt du jetzt immerhin, mit wem du es zu tun hast. Es sind also Schnecken. Aber was hilft wirklich gegen die Mistviecher? Hilft Natron gegen Schnecken? Oder gleich Schneckenkorn? Es gibt die verrücktesten Methoden im Internet, die du lieber gar nicht erst ausprobieren möchtest. Von Schneckenkorn bis Salz sind viele davon nämlich grausam und umweltschädlich.

Die gute Nachricht: Es gibt einige effektive Maßnahmen, mit denen du Schnecken bekämpfen kannst. Und zwar ganz ohne Gift und Grausamkeit.

In meinem Garten verfolge ich mehrere Strategien gegen Schnecken, von denen ich weiß, dass sie wirklich gut funktionieren! So haben wir kaum noch Probleme mit Schnecken im Garten.

Eine tolle Sache beim Schnecken bekämpfen ist es, Mischkulturen anzubauen. Stehen die Pflanzen so gemischt, können die Schnecken sich nicht einfach „schnurstracks“ satt essen. Sie finden einfach nicht all ihre Leibspeisen auf einmal! So trickst du die Schnecken aus und tust deinen Pflanzen mit den richtigen Nachbarn etwas Gutes!

Ich habe dir eine Tabelle mit meinen liebsten Mischkulturen zusammengestellt. Trage hier einfach deine Emailadresse ein und sie flattert direkt in dein Postfach.

Alles Schnecke, oder was?

Vor dem Schnecken bekämpfen solltest du nochmal genauer hinschauen, damit du weißt, wer genau da so alles durch den Garten snackt, ähhm schneckt! Denn nicht alle Schnecken sind gleichermaßen Übeltäter im Gemüsebeet.

Es können dir viele verschiedene Schnecken im Garten über den Weg kriechen. Die Gehäuseschnecken, wie Weinbergschnecken, oder Bänderschnecken richten im Garten keinen nennenswerten Schaden an. Sie ernähren sich nämlich von Algen und Moosen. An deinen Salatpflänzchen sind sie höchstens als praktischem Sonnenschirm interessiert.

Anders sieht es bei den Nacktschnecken aus. Die sind im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Häuschen und können richtig viel Schaden im Garten anrichten. 

Nur beim Tigerschegel sieht es anders aus, aber diesen Gartentiger stelle ich dir gleich noch vor!

Beim Schnecken bekämpfen geht’s daher hauptsächlich um die Ackerschnecke und die Spanische Wegschnecke. Diese obdachlosen Exemplare bedienen sich nur zu gerne an deinen zarten Zucchinis, Salaten und Gürkchen

Um den Schaden nicht ausufern zu lassen, lass uns gleich loslegen mit den Tricks zum Schnecken loswerden!

Es geht los! Schnecken bekämpfen im Garten

Einen komplett schneckenfreien Garten wirst du nicht bekommen. Das Ziel beim Schnecken Bekämpfen ist es eher, eine schneckenarme Zone zu erreichen. So kommt dein Garten langsam in ein Gleichgewicht. Schnecken sind nämlich nicht nur nervig, sondern haben auch ihre Aufgaben in deinem Garten.

1. Schnecken bekämpfen mit Schneckenzaun

Einen Schneckenzaun kannst du rund um das komplette Beet aufbauen. Er soll für Schnecken angeblich unüberwindbar sein. An den Rändern ist er nach außen umgeschlagen, sodass die Schnecken nicht direkt in das Beet hineinkriechen können.

Wir haben mit Schneckenzäunen nicht unbedingt die besten Erfahrungen beim Schnecken bekämpfen gemacht. Es kommt immer wieder vor, dass sich Schnecken, die im Beet leben, beim Absammeln gut verstecken.  Und das bedeutet, dass die Schnecken quasi im Beet eingesperrt sind. Nachts können sie sich dann ganz in Ruhe über deine Pflanzen her machen.

Außerdem ist es ganz schön teuer, alle Beete mit Schneckenzaun einzuzäunen, besonders, wenn du einen großen Garten hast. ;)

Schnecken bekämpfen: Jungpflanze mit Schneckenkragen

2. Jetzt geht’s den Schnecken an den Kragen: der Schneckenkragen

Schneckenkragen verwende ich sehr gerne zum Schnecken bekämpfen. Es ist das gleiche Prinzip wie beim Schneckenzaun. Der Clou: hier kannst du ganz gezielt einzelne Pflanzen schützen. Es gibt Schneckenkragen aus Plastik und Schneckenkragen aus Metall.

Die kannst du mit einem passenden Deckel übrigens auch gleich als eine Art wärmendes Minigewächshaus nutzen, wenn es draußen noch mal kalte Nächte gibt nach dem Auspflanzen!

Für sehr viele Pflanzen kann das zwar schnell ganz schön teuer sein. Aber bei größeren und gleichzeitig empfindlichen Jungpflanzen ist es ein toller Schutz und lohnt sich wirklich!

Ich verwende den Schneckenkragen für die Jungpflanzen von Salat, Kohl, Zucchini, Gurke und Kürbis, die fressen Schnecken nämlich super gerne.

Deine Pflanzen sind groß genug, um einen nächtlichen Schneckenbesuch zu überstehen? Dann kannst du den Schneckenkragen einfach abnehmen. Sobald die Blätter rauer und härter geworden sind, schmeckt’s den Schnecken nämlich meistens nicht mehr! 

Schneckenkragen kannst du dir übrigens auch selber bauen – Hier findest du eine Anleitung, wie es geht!

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3. Schnecken bekämpfen mit Schneckenkorn?

Ein sehr beliebtes Mittel beim Schnecken bekämpfen ist Schneckenkorn. Wer kennt die blauen Kügelchen nicht? Aber obwohl es ein wirksamer Schneckenkiller ist, solltest du dir zweimal überlegen, ob du es wirklich einsetzen möchtest.

Der Wirkstoff Metaldehyd im Schneckenkorn ist nämlich nicht nur für Schnecken giftig. Oft trifft es auch Säugetiere, wie den Igel. Der gehört aber zur natürlichen Schneckenpolizei und hilft dir beim Schnecken bekämpfen. Nimmt er den Wirkstoff mit den Schnecken auf, stirbt einer deiner besten Mitarbeiter. :(

So gerät das Gleichgewicht in deinem Garten schnell noch mehr aus den Fugen. Nach einer kurzen Besserung der Schneckensituation geht’s dann richtig los mit den Schnecken im Garten! 

Auch für Haustiere und Kinder ist der Wirkstoff Metaldehyd giftig. Allein deswegen würde ich Schneckenkorn mit diesem Wirkstoff niemals in meinem Selbstversorger-Garten ausbringen.

Das ist auch gar kein Problem! Es gibt noch viele andere, weitaus natürlichere Methoden zum Schnecken bekämpfen. So kannst du getrost auf Schneckenkorn gegen Schnecken verzichten.  

Falls du aber doch mit Schneckenkorn Schnecken bekämpfen möchtest, dann achte auf die Inhaltsstoffe. Es gibt nämlich auch etwas umweltfreundlicheres Schneckenkorn ohne Metaldehyd, das stattdessen Eisen-III-Phosphat enthält.  

Dieser Wirkstoff beeinflusst den Calcium-Stoffwechsel von Schnecken. Das führt bei den Schnecken zu einer Unterbrechung der Schleimproduktion. Die Schnecken ziehen sich in ihre Verstecke zurück und sterben dort. Eisen-III-Phosphat kommt in kleinen Mengen auch ganz natürlich im Boden vor und ist ungefährlich für andere Tiere und Menschen.

4. Schnecken bekämpfen durch Absammeln

Seien wir ehrlich: Wenn du einen schneckenreichen Garten hast, kommst du nicht um das Absammeln herum. Dabei ist gut zu wissen, dass Schnecken nachtaktiv sind! Am effektivsten ist es daher, wenn du es auch bist. Dann heißt es: „Kommando: Schnecken bekämpfen mit Stirnlampe, Eimer und unbedingt auch mit Handschuhen bewaffnet!“. 

An heißen Sommertagen ziehen sich Schnecken im Garten lieber in ihre Verstecke zurück und du wirst lange suchen, ohne die kleinen Schleimer zu finden.

Nachts kommt aber schnell mal ein voller Eimer Schnecken zusammen! So fühlt sich dein cleverer Schachzug endlich mal effektiv an.

Hast du Hühner oder Enten? Dann freuen die sich bestimmt sehr über deine nächtliche Ausbeute!

5. Hühner und Enten gegen Schnecken

Beim Schnecken bekämpfen haben Enten, vor allem Laufenten, ihren großen Auftritt: Die schleimigen Gartenbewohner gehören nämlich definitiv zu ihren Lieblingsspeisen. Teilweise büchsen sie sogar aus, wenn im Garten keine Schnecken mehr zu finden sind!

Schnecken bekämpfen: Marie mit Hühnern

Aus eigener Erfahrung kann ich aber stolz berichten, dass auch unsere Hühner nicht abgeneigt sind.  Ich höre immer wieder, dass Hühner ganz wild auf Schnecken und Schneckeneier sind!

Wir zäunen die Hühner einfach mit einem elektrischen Geflügelnetz ein. Und zwar so, dass sie sich nur außerhalb der Beete aufhalten können. Dann bilden sie einen Schutzwall um die Gemüsebeete! Seitdem wir das machen, haben wir wirklich kaum noch Probleme mit Schnecken im Garten.

Hühner sind also ein echter Geheimtipp beim Schnecken bekämpfen!

6. Schnecken bekämpfen mit dem Tigerschnegel

Ja, richtig gelesen: Eine Schnecke gegen Schnecken! Triffst du diese großartigen getigerten Schnecken im Garten, dann kannst du dich glücklich schätzen! Yay, du hast jetzt einen schneckenfressenden Tiger! Etwas besseres kann dir beim Schnecken bekämpfen fast nicht passieren.

Mit bis zu 20 cm Länge ist sie eine der größten Schneckenarten in unseren Breiten. Und mal ehrlich: mit seinem Tigerprint ist er noch dazu ziemlich schnieke! 

Der Tigerschnegel ist DAS Raubtier im Gemüsedschungel. Er frisst statt Tomate, Kartoffel und Rucola lieber andere Schnecken. Ja richtig gehört, so wird Schnecken bekämpfen zum Selbstläufer! Da Tigerschnegel relativ selten sind, kannst du dich ordentlich darüber freuen, wenn du einen in deinem Garten antriffst!

Wenn es sehr wenige Schnecken gibt und dein Tigerschnegel nicht satt wird, frisst er aber auch Gemüse. Bei dir ist es so weit, die schneckenfreie Zone ist erreicht? Dann schenke doch deinen hungrigen Tiger einem anderen schneckengeplagten Gartenmenschen!

7. Schnecken bekämpfen mit dem Rasenmäher?

Klingt verrückt, ist aber so! Wenn du in deinem Garten Schnecken bekämpfen willst, hol den Rasenmäher raus. Es ist ein super Trick, den Rasen rund um die Beete kurz zu halten.

Das heißt nicht, dass der Rasen immer penibel auf 5mm getrimmt sein muss. Beim Schnecken bekämpfen hilft es aber enorm, wenn du regelmäßig mähst. Der Rasen trocknet dann viel schneller und so ziehen nicht so viele Schnecken von der Wiese in deinen Garten.

Schnecken bekämpfen: Rasen und Garten

So geht Schnecken bekämpfen NICHT

Ich habe wirklich schon viele Anti-Schnecken-Methoden in meinem Garten ausprobiert. Und ja, vieles hat auch so gar nicht funktioniert. Ddeshalb kommen hier meine Flops, die einfach nicht wirksam waren:

  1. Es gibt Kupferstreifen zum Schnecken bekämpfen zu kaufen. Die Streifen kleben einfach auf der Beetumrandung und sind daher leicht anzubringen. Sie sollen angeblich Schnecken fernhalten, weil die nicht gerne über Kupfer kriechen. Ganz so empfindlich sind sie dann aber wohl doch nicht: ich konnte beobachten, wie sie fröhlich über das Kupfer zum Salat krochen. Kupfer kann ich daher zum Schnecken bekämpfen nicht empfehlen.
  2. Kennst du den Mythos von Schutzpflanzen, wie Thymian, Minze und Salbei? Sie sollen die Schnecken im Garten abschrecken. Es wäre einfach zu schön und deswegen habe ich es natürlich ausprobiert. Funktioniert hat es leider nicht, die Minze wurde genüsslich aufgemampft!
  3. Auch von getrocknetem Kaffeesatz und Kaffeepulver höre ich immer wieder als Mittel gegen Schnecken im Garten. Tatsächlich gibt es Forschungen darüber, dass Koffein bei Schnecken einen Herzanfall auslösen kann. Allerdings ist der Koffeingehalt in normalem Kaffee nicht hoch genug und damit auch selten wirksam.
  4. Gerüche und unangenehme Untergründe sind beim Schnecken Bekämpfen auch oft ein Thema. Sie sind aber lange nicht so abschreckend wie gedacht. Schnecken können über Rasierklingen kriechen. Da scheiden Eierschalen, Sand und Holzhäcksel als Barriere zum Schnecken bekämpfen leider aus.
  5. Auch Bierfallen stehen bei vielen hoch im Kurs. Und ja: Schnecken stehen total auf Bier und es klappt sehr gut, sie damit anzulocken! Das Problem dabei ist, dass die Schnecken das Bier auch aus ziemlich weiter Entfernung noch riechen können. Du lädst also eventuell auch noch die Schnecken vom Nachbarn mit zu deine Bierparty ein! Freibier für die ganze Nachbarschaft!

Salz und Natron gegen Schnecken

Schnecken mit Salz oder auch Natron zu bekämpfen, ist ebenfalls weit verbreitet. Beides ist auch tatsächlich absolut effektiv und wirkt sofort. Es bedeutet aber auch einen langsamen und grausamen Tod für die Schnecken.

Willst du mit Natron gegen Schnecken angehen, passiert folgendes: Natron entzieht (genau wie Salz) der Schnecke die Feuchtigkeit und sie vertrocknet langsam. Ganz nebenbei ist Salz auch gar nicht gut für deinen Boden. Es schädigt deine Gemüsepflanzen, wenn viel Salz und Natron an die Pflanzenwurzeln gelangt.

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Ich finde es überflüssig und gemein, den Schnecken diesen langen Todeskampf zu bereiten. Vor allem, da es auch andere Möglichkeiten zum Schnecken bekämpfen gibt.

Willst du, so wie ich, ganz ohne Chemie im Selbstversorger-Garten so richtig durchstarten? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Dort wirst du zum Gemüse- und Schneckenprofi und wir helfen dir auf deinem Weg zum Gartenglück! Ich würde mich total freuen, dich dort wieder zu sehen!

Schnecken bekämpfen, aber nicht um jeden Preis!

Klar, es ist ärgerlich, wenn du morgens entdeckst, dass die Schnecken über Nacht mal wieder im Garten gewütet haben. Trotzdem: bitte einmal durchatmen und nicht gleich wie wild bekämpfen.

Denn wozu gibt es diese schleimigen Vielfraße eigentlich? Sie haben tatsächlich eine Daseinsberechtigung. Schnecken sind die Gesundheitspolizei in deinem Garten. Ist der Garten im Gleichgewicht, sortieren die Schnecken kranke und schwache Pflanzen aus. Auch alte Pflanzenteile mümmeln die Schnecken gern weg und erzeugen so Humus für dich.

Sie sind also quasi die oberirdischen Regenwürmer, die sich einfach oft daneben benehmen. Dann trinken die Gartenrüpel Bier und fressen deine Beete leer!

Aber im Ernst: Schnecken haben wichtige Aufgaben, die du beim Schnecken bekämpfen immer im Hinterkopf haben solltest. Dann steckst du den ein oder anderen Schnecken-Frust auch besser weg.

Und nächstes Jahr denkst du einfach ans Vorsorgen: Mit einer gesunden Mischkultur bist du auf einem guten Weg, den Schneckendruck dauerhaft niedrig zu halten. Na, hast du dir deine Mischkulturtabelle schon heruntergeladen?

Du willst noch mehr wissen? Dann geht’s hier weiter mit mehr Schneckenartikeln:

DIY-Schneckenring: Die Geheimwaffe gegen Schnecken!

Laufenten: Die Schneckenjäger halten, pflegen und lieben

24 Gemüse, die Schnecken meiden – Erober dir deinen Garten zurück!

Wie siehts bei dir im Garten aus mit Schnecken Bekämpfen? Erzähl mal, was hilft wirklich gegen Schnecken?

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Aussaat im Juli

Aussaat & Pflanzen im Juli + Fermentieren-Checkliste

Im Juli zeigt der Gemüsegarten, was er kann. Die Beete und Hochbeete sind voller reifem Gemüse und es wird geerntet, geschnitten und gegossen. Jeden Tag verändert sich etwas, und oft landet mehr im Erntekorb, als sofort gegessen werden kann. Und dennoch kannst du im Juli noch einiges aussäen und pflanzen! Für die Aussaat im Juli gibt es viele Möglichkeiten, den Garten für die Winterernte vorzubereiten.

Damit all die Mühe im Frühjahr nicht im Kompost landet, lohnt es sich jetzt, die Ernte gut zu planen und Haltbarmachen fest einzuplanen. Ein besonderer Schatz für die Vorratskammer sind Fermente. Sie verlängern die Saison auf ganz natürliche Weise und bringen später im Jahr noch ein Stück Sommer auf den Teller. Die Checkliste wartet weiter unten auf euch ;).

Inhaltsverzeichnis
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Fermentieren Checkliste
Draußen pflanzen
Gartenarbeiten im Juli

Vorziehen im Haus

Diese Pflanzen kannst du im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

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Draußen aussäen im Juli

Diese Gemüsearten kannst du im Juli direkt im Garten aussäen:


Fermentieren-Checkliste im Juli

Übrigens: Der Sommer hat jetzt seinen Höhepunkt erreicht und du deine Gemüsepflanzen belohnen dich mit einer reichen Ernte. Eine der spannendsten Methoden zum Haltbarmachen von Gemüse ist das Fermentieren. Worauf du dabei achten musst erfährst du in der Checkliste. Trag dich einfach ein und du kannst dich auf Post von Wurzelwerk freuen :):


Draußen pflanzen im Juli

Hier ist eine Liste mit Pflanzen, die du im Juli im Garten pflanzen kannst:

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Gartenarbeiten im Juli

Im Juli hat der Gemüsegarten seinen großen Auftritt: Überall wächst, reift und klettert es, und oft hat man das Gefühl, der Garten explodiert fast vor lauter Gemüse. Jetzt ist neben den letzten Aussaaten im Juli vor allem Erntezeit. Im Prinzip musst du nicht auf so viel achten, aber je besser du den richtigen Moment triffst, desto aromatischer sind Radieschen, Zucchini, Gurken, Tomaten und Co. Apropos Gurken und Tomaten: die beiden Sommerkandidaten freuen sich darüber, wenn du sie regelmäßig ausgeizt und hochbindest, zum Beispiel mit Tomatenhaken. So bekommen die Pflanzen mehr Licht und Luft und konzentrieren ihre Kraft auf die Früchte.

Düngen, vermehren, einmachen… im Juli gibt es viel zu tun!

Damit Starkzehrer wie Tomaten, Kürbis oder Kohl nicht schlappmachen, ist der Juli auch ein guter Moment, um mit Flüssigdünger nachzuhelfen, etwa mit Brennnesseljauche oder Vinasse. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann jetzt mit der Samenernte beginnen und eigene Sorten vermehren. Parallel dazu lohnt sich ein Blick in die Vorratskammer: Sind genug Gläser, Flaschen und Zubehör da? Mit der Ernteschwemme rücken Einkochen, Marmelade kochen, Fermentieren und Einlagern schnell wieder ganz nach vorne auf der To-do-Liste. Und falls du Lust auf Tipps & Tricks hast, dann schau dir gerne unseren Onlinekurs-»Vorratskammer starten« an :).

Knolauchernte im Juli

Ernten, ernten, ernten…: Aufgaben neben der Aussaat im Juli

Im Zwiebel- und Knoblauchbeet ist ebenfalls Ernte angesagt. Sind etwa zwei Drittel des Laubs gelb, können die Knollen aus der Erde und zum Trocknen aufgehängt werden, damit sie gut lagerfähig sind. Währenddessen brauchen Hochbeete und das Gewächshaus vor allem eines: Wasser. Statt ständig kleine Schlückchen zu geben, ist es besser, ein- bis zweimal pro Woche richtig gründlich zu gießen. So bilden die Pflanzen tiefere Wurzeln und kommen besser mit Trockenphasen zurecht. Wenn der Urlaub ansteht, helfen Ollas, Tonkegel und eine extra Mulchschicht, den Garten durch die gießfreie Zeit zu bringen – vorher am besten einmal gründlich ernten.

Im Sommer beginnt die Vorbereitung auf die Winterernte

Zwischendurch solltest du Unkräuter entfernen, bevor sie in Blüte gehen und sich aussamen, und immer mal ein Auge auf Krankheiten und Schädlinge haben. Jetzt ist auch die perfekte Zeit, Kräuter zu ernten und zu trocknen, damit du im Winter noch etwas vom Juli im Glas hast. Und während der Sommer auf seinem Höhepunkt ist, beginnt im Hintergrund schon das nächste Kapitel: Die ersten Kulturen für Herbst und Winter können im Juli ausgesät und gepflanzt werden, damit der Gemüsegarten dich auch in der kühleren Jahreszeit weiter versorgt

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Und jetzt viel Spaß beim Aussäen und Pflanzen im Juli ! Und denk daran: dein Wintergarten startet im Sommer: es gibt also noch einiges zu tun :). Mehr Ideen und Lesematerial findest du hier:

Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

Dein zauberhafter Kräuter Balkon

Wintergemüse anbauen: So klappt’s mit der Winterernte!

Wie machst du dein Gemüse im Juli am liebsten haltbar? Verrate es uns gerne in den Kommentaren!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Rote Bete anbauen: Rote Bete Sorten

Rote Bete anbauen: Kompletter Guide für die tolle Knolle

Rote Bete anbauen ist gar nicht schwierig und die Knollen aus dem eigenen Garten schmecken sooo viel besser als die eingeschweißten Exemplare aus dem Supermarkt. Ob rot, gelb oder geringelt: Das Wurzelgemüse macht immer eine gute Figur auf dem Teller. Drum nix wie los, ich zeige dir, wie es geht! 

Inhaltsverzeichnis:
Fast Forward: Rote Bete anbauen im Schnelldurchlauf
Optimale Bedingungen: Standort und Boden fürs Rote Bete anbauen
Beides möglich: Rote Bete vorziehen oder direkt säen
Das ganze Programm: Rote Bete pflanzen, pflegen und düngen
Krankheiten und Schädlinge
Lohn der Arbeit: Rote Bete ernten und Rote Bete lagern
Zu guter Letzt: Rote Bete genießen!

Fast Forward: Rote Bete anbauen im Schnelldurchlauf

Du hast das Samentütchen schon gezückt und möchtest gleich loslegen? Dann kommt hier eine Schnellübersicht zum Rote Bete anbauen!

Rote Bete anbauenTipps und Tricks
Schritt #1: Standort wählenmöglichst sonnig
Schritt #2: Boden vorbereitenmit einer Grabegabel lockern, Kompost einarbeiten
Schritt #3: Rote Bete direkt säen oder vorziehenvorziehen im Haus ab Anfang April, Direktsaat ab Mitte / Ende April
Schritt #4: Pflege und DüngungAuf 10 cm vereinzeln, 1x mit Brennnesseljauche düngen, gleichmäßig gießen
Schritt #5: Erntewenn die Knollen ungefähr 4 -6 cm groß sind

Falls du jetzt noch grübelst, mit wem die Rote Bete gern im Beet ist, lad dir doch meine Mischkulturtabelle herunter! Da habe ich dir aufgelistet, welche Gemüse dicke Kumpel sind und welche lieber ein wenig Abstand voneinander haben.

Hier geht´s zur Mischkulturtabelle:

Optimale Bedingungen: Standort und Boden fürs Rote Bete anbauen

Rote Bete gehört zu den Sonnenanbetern, deshalb freut sie sich, wenn du ihr ein vollsonniges Plätzchen in deinen Beeten reservierst. Das hat auch den Vorteil, dass deine Rote Bete dann weniger Nitrat einlagert.

Der optimale Boden zum Rote Bete anbauen ist durchlässig und tiefgründig, damit sie ihre lange Pfahlwurzel bequem in die Tiefe stecken kann. Am besten lockerst du ihn mit der Grabegabel, ohne ihn zu wenden oder die Bodenschichten durcheinander zu bringen.

Wenn du dann noch vorsichtig eine ordentliche Portion Kompost einarbeitest, steht dem Rote-Bete-Glück nichts mehr im Weg! ;)

Rote Bete anbauen: Rote Bete in der Erde

Beides möglich: Rote Bete vorziehen oder direkt säen

Beim Rote Bete anbauen hast du alle Möglichkeiten: entweder vorziehen oder direkt ins Freiland säen. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass vorgezogene Rote Bete deutlich kleiner bleibt als direkt ins Beet gesäte Pflanzen.

Rote Bete vorziehen im Haus

Rote Bete kannst du sehr gut direkt ins Beet aussäen, aber natürlich ist auch eine Vorzucht im Haus möglich. Du möchtest Rote Bete vorziehen? Dann legst du damit je nach Sorte ungefähr Anfang April los. In jedes Aussaattöpfchen kommen ein bis zwei Samen ungefähr zwei Zentimeter tief in die Erde. Die hältst du gleichmäßig feucht und stellst die Töpfchen an einen Ort mit ungefähr 20 °C. Wenn die ersten echten Laubblätter erschienen sind, lässt du deine Zöglinge an einen kühleren Ort umziehen. 

Ab Ende April / Mitte Mai dürfen sie in die große weite Beetewelt hinaus. Aber vergiss nicht, deine Jungpflanzen vorher gut abzuhärten und sie, falls noch Spätfröste angesagt sind, in ein Vlies einzumummeln!

Rote Bete direkt ins Freiland säen

Wenn du dich für die Direktsaat entscheidest, kannst du damit Mitte bis Ende April beginnen, sobald sich der Boden etwas erwärmt hat. Dann solltest du aber den Wetterbericht gut im Auge behalten und deine Aussaat bei Temperaturen unter sieben Grad mit einem Vlies abdecken. Rote Bete ist da nämlich gern etwas zickig: Wenn es ihr zu fröstelig wird, verzichtet sie auf das Ausbilden von leckeren Knollen, schießt frühzeitig und blüht dann lieber, als dir deinen Erntekorb zu füllen. Und das ist ja nicht Sinn der Sache! ;)

Wenn du noch mehr Tipps zum Rote Bete anbauen möchtest, schau gern auch bei diesem Youtube Video vorbei:

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Du legst die Samen ungefähr zwei Zentimeter tief in den Boden und hältst einen Pflanzabstand von zehn Zentimetern ein. Der Reihenabstand beträgt 20 Zentimeter. Nach ein paar Tagen, wenn du die Aussaat gleichmäßig feucht gehalten hast, kommen die ersten Laubblätter in Sicht.

Dich hat das Gartenfieber gepackt und Rote Bete anbauen ist super, aber du möchtest auch noch viele andere Gemüse in deinen Beeten haben? Dann komm doch in meinen Gemüsegarten starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine dicke Ernte einfährst und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Rote Bete pflanzen, pflegen und düngen

Deine Rote Bete Babys werden sooo schnell groß! ;) Und dann kann es sein, dass sie zu dicht beieinander stehen und sich gegenseitig den Platz wegnehmen. Jetzt bist du gefragt! Du musst deine Jungpflanzen nun so vereinzeln, dass sie wenigstens zehn Zentimeter Abstand zur Nachbarbete haben.

Wenn du dabei vorsichtig bist, kannst du die ausgegrabene Rote Bete an einer anderen Stelle wieder in die Erde setzen. Falls aber nirgendwo mehr Platz zum Rote Bete pflanzen ist, packst du die zarten Blättchen einfach in deinen Salat und hast so noch eine gute Verwendung dafür.

Rote Bete ist ziemlich anspruchslos und braucht nicht viel Futter. Wenn du es zu gut meinst mit dem Düngen, lagert sie nur unnötig viel Nitrat ein. Deshalb genügt es vollkommen, ihr ein paar Wochen nach dem Rote Bete pflanzen einen guten Schluck verdünnter Brennnesseljauche zu servieren. Damit bleibt sie satt und zufrieden bis zur Ernte.

Rote Bete anbauen
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Krankheiten und Schädlinge

Eigentlich ist Rote Bete ein sehr robuster Beetgenosse, aber ab und zu hat sie trotzdem mit Schädlingen oder Krankheiten zu kämpfen. Hier kommen meine ultimativen Tipps gegen die häufigsten Probleme beim Rote Bete anbauen:

  • Blattfleckenkrankheit: Wenn auf den Blättern deiner Bete trockene braune Flecken mit rotem Rand erscheinen, hat sie sich die Pilzkrankheit Septoria oder auch Blattfleckenkrankheit zugezogen. In diesem Fall kannst du die betroffenen Blätter nur abschneiden und in der Biotonne entsorgen. Dann gießt du mit Tee aus Ackerschachtelhalm, um deine Pflanzen zu stärken. Zur Vorbeugung gegen diesen Pilz hältst du eine Anbaupause von drei Jahren ein und pflanzt Grünkohl als perfekten Nachbarn daneben. Noch mehr tolle Beetpartner findest du übrigens in meiner Mischkulturtabelle! Hast du sie dir schon heruntergeladen?
  • Falscher Mehltau: Falscher Mehltau macht sich in nassen Jahren gern auf der Roten Bete breit. Wenn du vorbeugend mit Ackerschachtelhalmtee gießt, sind deine Pflanzen besser gegen diesen Pilz gewappnet.
  • Blattläuse: Falls Blattläuse über deine Pflanzen herfallen, spülst du sie mit einem scharfen Wasserstrahl herunter.
  • Rübenfliege: Um der Rübenfliege erst gar keine Gelegenheit zu geben, sich auf deiner Bete häuslich niederzulassen, schützt du sie mit einem engmaschigen Kulturschutznetz.

Lohn der Arbeit: Rote Bete ernten und Rote Bete lagern

Ungefähr ein Vierteljahr, nachdem du deine Rote Bete gesät hast, ist es endlich soweit: Die Ernte beginnt! :)

Rote Bete schmeckt besonders zart und wenig erdig, wenn sie noch klein ist. Um sie roh zu essen, sollten die Knollen nicht mehr als sechs Zentimeter Durchmesser haben. Aber auch deutlich größere Exemplare sind gekocht noch super lecker! Du kannst also eigentlich immer dann ernten, wenn du gerade Appetit auf die Knolle hast. Genial, oder?

Zum Ernten ziehst du die Pflanze an ihren Blättern aus der Erde und entfernst das Laub bis auf die Herzblätter. Die braucht die Rote Bete nämlich, damit sie während der Lagerung nicht vertrocknet. Das Laub solltest du nicht abschneiden, sondern abdrehen.

Psst, kleiner „leaf-to-root“-Tipp: Die Blätter von Roter Bete kannst du wie Spinat zubereiten! Yams! :)

Am besten lässt sich Rote Bete lagern, wenn du sie in leicht feuchter Erde oder Sand an einem frostfreien Ort eingräbst. Auf diese Weise bleibt sie bis zum Frühjahr frisch. Dann kannst du wieder neu beginnen mit dem Rote Bete anbauen. So bist du über das ganze Jahr hinweg aus eigener knallroter Ernte versorgt!

Rote Bete anbauen: Rote Bete Salat

Zu guter Letzt: Rote Bete genießen!

Rote Bete ist gesund: Sie hat viel Vitamin B, Kalium und Eisen, wirkt entzündungshemmend und fängt freie Radikale. Ein echtes Superfood, das da in deinem Garten wächst!

Und es gibt so viele leckere Möglichkeiten, Rote Bete zu schlemmen:

  • Schneide sie roh in dünne Scheiben und schichte sie zusammen mit Käse, ein wenig Essig und gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer auf einen Teller. Darf‘s als Topping noch ein bisschen frisch gepflückter Rucola oder knackiger Feldsalat sein? Mmmmhhh…
  • „Borschtsch“ ist nicht nur ein Zungenbrecher, sondern vor allem ein toller Eintopf aus Roter Bete, Kartoffeln, Weißkohl, Karotten, Zwiebeln und Tomaten, der im Winter wunderbar wärmt und satt macht.
  • Ein Saft aus ÄpfelnKarotten, Roter Bete, Ingwer und etwas Honig boostet dein Immunsystem, so dass fiese Krankheitserreger keine Chance mehr haben!

Rote Bete anbauen ist einfach und macht nicht viel Mühe, wenn du ein paar Dinge beachtest. Die super gesunde Knolle schmeckt einfach köstlich und du kannst sie sehr abwechslungsreich in der Küche verwenden. Also, worauf wartest du noch? Nichts wie ein Samentütchen gezückt und raus in den Garten mit dir! ;)

Und falls du jetzt so richtig Lust bekommen hast, dein Gemüse selber anzubauen, dann  schau doch auch bei diesen Artikeln vorbei:

Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

Selbstversorger werden: So baust du deinen Jahresbedarf Gemüse an!

Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

Welche Erfahrungen hast du beim Rote Bete anbauen gemacht? Hast du eine Lieblingssorte? Lass mir gern einen Kommentar da!

* Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop