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Frühlingszwiebel_pflanzen

Frühlingszwiebeln pflanzen, anbauen und ernten – die ultimative Anleitung!

Du willst rund ums Jahr ein würziges Gemüse in deinen Beeten anbauen, mit dem du deine Salate richtig gut aufpeppen kannst? Dann solltest du unbedingt Frühlingszwiebeln pflanzen!

Du kannst sie aus normalen Zwiebelsamen ziehen oder eine „richtige“ Frühlingszwiebel-Sorte anbauen. Frühlingszwiebeln sind perfekt für den Winteranbau geeignet, weil sie sich auch von besonders frostigen Nächten nicht beeindrucken lassen.

Darum nichts wie los und ran an die Samentütchen, damit du schon ganz bald deine selbst gepflanzten Frühlingszwiebeln schlemmen kannst. :)

Die besten Frühlingszwiebel-Sorten

Die Frühlingszwiebel „Ischikrona“ steht auch in der kühlen Jahreszeit im Beet, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Sorte „Red Toga“ hat eine hübsche rote Farbe und stiehlt den anderen Gemüsen im Salat gerne mal die Show. ;)

Wie viele Frühlingszwiebeln soll ich säen oder pflanzen?

Wenn du gerne Salat isst und es genauso liebst wie ich, da jedes Mal noch ein paar Frühlingszwiebeln reinzuschnibbeln, dann empfehle ich dir, fünf bis zehn Reihenmeter pro Person anzubauen.

Du möchtest zusätzlich zu Frühlingszwiebeln auch Speisezwiebeln selber pflanzen? Ein super Plan! In meinem Artikel Zwiebeln stecken, anbauen und ernten zeige ich dir, wie das geht!

Gute Mischkultur-Partner für Frühlingszwiebelpflanzen

Die perfekten Beetpartner für Frühlingszwiebeln sind Radieschen, Salat, Möhren, Pastinake, Gurken, Ringelblumen oder Erdbeeren.

Eine mit cleveren Mischkulturen gespickte Anbauplanung lohnt sich sooo sehr beim Management von Schädlingen wie dem Kohlweißling. Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und welche eher nicht, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen – da siehst du auf einem Blick, welche Gemüse sich gerne miteinander verkuppeln lassen. ;)

Hol dir die Mischkulturtabelle!

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    Ideale Bedingungen für Frühlingszwiebeln: der perfekte Standort

    Wie ihre große runde Schwester ist die Frühlingszwiebel besonders von humusreichen Böden angetan, die mit einem guten Wasserhaltevermögen punkten können. Auf Staunässe steht sie dahingegen überhaupt nicht.

    Frühlingszwiebeln aussäen oder pflanzen?

    Beides ist möglich: Du kannst deine Frühlingszwiebeln vorziehen und dann pflanzen oder sie einfach direkt ins Beet säen. Wenn meine Beete noch von anderen Gemüsen “belegt” sind, ziehe ich sie ganz gerne im Haus vor und pflanze sie dann aus, sobald draußen mehr Platz im Beet ist. Ansonsten ist es oft einfacher, Gemüse direkt ins Beet zu säen.

    Wann Frühlingszwiebeln pflanzen?

    Je nach Sorte kannst du Frühlingszwiebeln fast das ganze Jahr über aussäen. Wenn du sie in regelmäßigen Sätzen säst, hast du immer frische Frühlingszwiebeln zur Verfügung.

    Frühlingszwiebeln können kleine Schnarchnasen sein, wenn es um die Keimung geht. Bring also am besten ein bisschen Geduld mit, wenn du sie in deinen Garten pflanzen möchtest. Viele Sorten können von März bis Juni gesät werden. Die winterharten Sorten können auch schon Ende Februar oder zwischen Ende Juni und August gesät werden. Das steht aber in der Regel auf dem Samentütchen.

    Die Frühlingszwiebeln der im Spätsommer gesäten Sätze überwintern im Beet und liefern dir im März des nächsten Jahres die erste frische Ernte. Wenn du deine Frühlingszwiebeln lieber vorziehst, kannst du etwa 5-7 Samen in ein Töpfchen säen und sie dann vier Wochen später zusammen als Bundzwiebel pflanzen. 

    In Reihen gesät brauchen Frühlingszwiebeln einen Abstand von 3 x 25cm. Bundzwiebeln benötigen 8 x 25cm.

    Welche Gartengröße passt zu dir?

    Du startest gerade dein Gartenabenteuer und willst anfangen, richtig leckeres Gemüse anzubauen? Yippieeeh! Es ist zu Beginn aber gar nicht so einfach, die passende Größe für die eigenen Beete zu finden. Auf der einen Seite willst du Spaß  im Garten haben und keinen Stress, gleichzeitig aber auch richtig dicke Ernten einfahren.

    Um dich darin zu unterstützen, herauszufinden, welche Gartengröße zu dir passt, habe ich ein Quiz erstellt! Damit kannst du ganz einfach deine perfekte Gartengröße ermitteln. So hast du von Anfang an das perfect match mit deinem Gemüsegarten – und das ist hoffentlich der Beginn einer wundervollen Beziehung. ;)

    Hier kannst du deine perfekte Gartengröße herausfinden.

    Beete für Frühlingszwiebeln vorbereiten

    Vor der Aussaat entfernst du Mulch und andere Pflanzenreste aus dem Beet. Das Saatbett sollte eben und feinkrümelig sein, dann steht einer dicken Ernte nichts mehr im Wege!

    Frühlingszwiebeln pflanzen: Die Pflege

    Frühlingszwiebeln mögen keine verunkrauteten Beete, deswegen sollten Beikräuter regelmäßig gejätet werden. Wenn die Pflanzen etwa 10-15 cm groß sind, gieße ich sie mit verdünnter Brennnesseljauche und mulche sie danach mit einer fünf Zentimeter dicken Schicht aus Hackschnitzeln und Rasenschnitt.

    Wenn es im Herbst regnerisch wird, dann kannst du einen Minitunnel über deinen grünen Freunde aufbauen und ihn mit Folie bespannen. So kannst du deine Frühlingszwiebeln vor zu viel Feuchtigkeit zu schützen.

    Wann erntest du Frühlingszwiebeln?

    Frühlingszwiebeln sind ein tolles Frischgemüse im Winter, das du in der Küche vielseitig einsetzen kannst. Wenn du deinen Wintersatz im Juli gesät hast, kannst du ab November laufend frische Frühlingszwiebeln ernten*.

    Du kannst deinen Frühlingszwiebeln auch eine Kurzhaarfrisur verpassen, indem du das Zwiebelgrün ca. drei Zentimeter über dem Boden abschneidest. Die wackeren Pflanzen treiben wieder und wieder neu aus, wodurch du sie mehrmals beernten kannst.

    Krankheiten und Schädlinge von Frühlingszwiebeln

    In feuchten Wintern und ohne Schutz kann der falsche Mehltau deinen Frühlingszwiebeln zusetzen. Dagegen kannst du vorbeugend einen Mini-Tunnel aufstellen, der deine Schützlinge vor zu viel Feuchtigkeit bewahrt. 

    Hat sich der Rostpilz auf dem Zwiebelgrün breit gemacht, dann schneide befallene Blätter schnell ab und entsorge sie über die Biotonne, sodass sich der Pilz nicht weiter ausbreiten kann.

    Um einen Befall mit der Zwiebelfliege zu vermeiden, werden Frühlingszwiebeln gerne neben Möhren angebaut. Außerdem ist es natürlich wichtig, die fünfjährige Anbaupause bei Zwiebelgewächsen weitestgehend einzuhalten.

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    Du möchtest nicht nur Frühlingszwiebeln pflanzen, sondern es sollen auch noch andere Gemüse in deine Beeten einziehen? Dann stöber gerne mal in meinen anderen Gemüse-Steckbriefen:

    Hier geht’s um Kürbis!

    Hier geht’s um Brokkoli!

    Hier geht’s um Kartoffeln!

    Welche Frühlingszwiebel Sorten baust du am liebsten an? Hast du noch mehr Tipps zum Thema „Frühlingszwiebeln pflanzen? “ Dann teil sie gerne in den Kommentaren!

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    Regrowing_chinakohl

    Regrowing: Welche Gemüse-Nachwachsen-Hacks wirklich funktionieren

    Naaa, hast du schon mal versucht, deinen Gemüseresten neues Leben einzuhauchen? Regrowing liegt derzeit super im Trend und es ja auch ziemlich cool, aus Abfall einfach neues Gemüse nachwachsen zu lassen, statt die Reste auf den Kompost zu geben.

    Aber funktioniert das auch alles, was wir da draußen so gezeigt bekommen oder ist es doch nur vertane Liebesmüh?

    Bei meiner Regrowing Top oder Flop Challenge habe ich für dich einige Regrowing-Hacks nachgemacht – und du wirst überrascht sein, welche Ergebnisse dabei herausgekommen sind!

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    #1: Die gefüllte Paprika

    Der Regrowing Hack:

    Du schneidest eine Paprika in der Mitte durch, reibst die Samen ab, sodass sie in die Paprika hineinfallen und füllst diese Hälfte mit Erde auf. Dann setzt du deine Paprikahälfte in einen Topf und bedeckst sie mit Erde. Daraus wachsen ganz bald kleine neue Paprikapflänzchen.

    Meine Bewertung:

    Bei diesem Hack bringst du sehr viel organisches unverrottetes Material in die Erde ein. Die Frucht vergammelt nach einer Weile und deine Pflänzchen sollen in den fauligen Überresten gedeihen? Da haben die kleinen Pflänzchen aber einen ganz schön harten Start ins Leben!

    Trotzdem: Ich glaube, das es funktioniert. Probieren wir es mal aus!

    Regrowing_Paprika_Erde

    3 Wochen später:

    Ich habe diesen Hack nachgestellt und drei Wochen später sind tatsächlich kleine Paprikapflänzchen gewachsen! Juhu! Die Paprika selber schimmelt allerdings ziemlich eklig und ich frage mich, ob es den Pflänzchen schadet, wenn sie mit ihren zarten Wurzeln in diesen Bereich kommen. Aber sie entwickeln ja bald ihre Laubblätter und dann würde ich sie sowieso in einen anderen Topf pikieren.

    Regrowing_Paprikapflänzchen

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Top, weil´s funktioniert.

    Flop, weil´s im Wohnzimmer etwas eklig ist.

    Ich würde mal sagen, Daumen waagrecht ;)

    Falls du übrigens meinen Regrowing-Test lieber als Video anschauen möchtest, bitte einmal hier entlang:

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    Mehr Informationen

    #2: Der gepfählte Zuckermais

    Der Regrowing Hack:

    Die Maiskörner easy peasy mit einem Holzspieß von dem Kolben lösen und die Körner in die Erde stecken. 

    Regrowing_Maiskolben

    Meine Bewertung:

    In dem Internet-Hack, den ich hier ausprobiere, war der Maiskolben gekocht. Wenn die Körner gekocht sind, kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass sie noch keimfähig sein sollen. Und spätestens mit der „Pfählung“ mithilfe des Holzspießes zerstörst du das Samenkorn! Ich bezweifle stark, dass das funktioniert!

    Wenn du Saatgut von Mais gewinnen möchtest, musst du die Maiskörner am Kolben ausreifen und hart werden lassen. Für mich sieht dieser Hack daher aus wie ein Fake. ;)

    3 Wochen später:

    Nach drei Wochen rührt sich in meinem Topf noch immer nichts. Es ist keine Spur von neuen Maispflänzchen zu sehen! Wäre auch zu schön gewesen! :D

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Flop.

    Das kann nicht funktionieren! Am besten säst du deinen Mais wie bisher auch: Du ziehst deine Jungpflanzen aus gereiften Körnern vor.

    Eindeutig Daumen nach unten!

    Meine Tipps für eine erfolgreiche Jungpflanzenaufzucht findest du übrigens in meinem Artikel Jungpflanzen im Haus vorziehen.

    #3: Der Knoblauch-Plastikflaschen-Hack

    Der Regrowing Hack:

    Dafür füllst du eine Flasche mit Wasser und setzt eine Knoblauchknolle obendrauf. Der Knoblauch bildet lange Wurzeln aus, die ins Wasser ragen und es wachsen neue Triebe aus den Zehen. 

    Regrowing_Knoblauch_Flasche

    Meine Bewertung:

    Das funktioniert bestimmt, ist aber unnötige Mühe. Du kannst deine Zehen genauso gut gleich in die Erde stecken und dir die Arbeit sparen.

    3 Wochen später:

    Drei Wochen später hat der Knoblauch neue Wurzeln ausgebildet, aber er hat immer noch keinen einzigen neuen Trieb.

    Regrowing_Knoblauch_Wurzeln

    Regrowing ChallengeTop oder Flop:

    Top, weil sich etwas getan hat.

    Flop, weil Teile der Wurzeln vergammelt sind und mittlerweile richtig arg stinken. Es ist wirklich viel einfacher, die Zehen in die Erde zu stecken!

    Daumen allerhöchstens waagrecht mit Tendenz nach unten. ;)

    #4: Die geköpfte Walnuss

    Der Regrowing Hack:

    Von einer Walnuss entfernst du das obere Drittel der Schale. Dann wickelst du die Nuss in ein feuchtes Küchentuch. Nach einiger Zeit soll sich ein Keim bilden, sodass du die Nuss einpflanzen kannnst.

    Meine Bewertung:

    Es dauert super, super lange, bis aus einer Walnuss ein Baum gewachsen ist, von dem du Nüsse ernten kannst. Es ist daher sinnvoller, einen veredelten Walnussbaum in der Baumschule zu kaufen.

    Als ich versucht habe, die Schale wie im Hack-Video aufzuknacken, sind mir mindestens 20 Nüsse zerbrochen. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, die Nuss nur vorsichtig zu spalten, sodass der Keim die Schale besser durchdringen kann.

    3 Wochen später:

    Ich habe die Walnuss immer schön feucht gehalten und sie hatte es auch kuschelig warm. Leider hat sich nichts getan. Die Nuss ist nur dunkel und sieht gammelig aus. Von einem Spross ist weit und breit nichts zu sehen.

    Regrowing_Walnuss

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Flop. Hier passiert zumindest in absehbarer Zeit nichts und selbst wenn, kann erst die nächste Generation Nüsse von so einem Baum ernten.

    Daumen runter ;)

    #5: Lauch nachwachsen lassen

    Der Regrowing Hack:

    Von einer Lauchstange schneidest du den Wurzelbereich ab und stellst ihn in ein Glas mit Wasser. Der Lauch treibt erneut aus.

    Regrowing_Lauch_Wasserglas

    Meine Bewertung:

    Das funktioniert bestimmt! Ich mach das im Garten bei der Ernte auch immer so. Wenn du deinen Lauch ungefähr vier Zentimeter über dem Boden abschneidest, wächst er nach und du kannst wieder und wieder frisches Lauchgrün ernten.

    3 Wochen später:

    Es hat geklappt! Tadaa! Nach drei Wochen ist schon ein ordentliches Stück Lauch nachgewachsen. Wenn du dein Gemüse putzt, schneidest du das untere Stück ja sowieso von der Lauchstange ab. Dieser Teil lässt sich super dazu verwenden, um einen neuen Lauch zu ziehen.

    Allerdings musst du das Wasser wirklich konsequent alle zwei Tage austauschen , sonst beginnt es furchtbar zu stinken. Insgesamt finde ich es immer noch einfacher, die Wurzel vom Lauch gleich im Beet nachwachsen zu lassen.

    Regrowing_Lauch_Wurzeln

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Top! Es funktioniert.

    Daumen hoch!

    #6: Kamillentee aussäen

    Der Regrowing Hack:

    Du streuselst Kamillentee aus dem Beutel in einen Topf und bedeckst ihn mit Erde.

    Daraus wachsen dann ruckizucki neue Kamillepflanzen.

    Kamillesamen in der Hand

    Meine Bewertung:

    Da bin ich echt gespannt, ob das klappt! Eigentlich sind meistens keine keimfähigen Samen im Tee, weil die Blüten für den Tee sehr früh geerntet werden. Zu dem Zeitpunkt sind die Samen eigentlich noch gar nicht ausgereift.

    3 Wochen später:

    Es hat sich nichts getan. Absolut nichts, obwohl die Bedingungen perfekt waren. Vielleicht lag es daran, dass mein Tee ganz anders aussah als der im Hack und keine ganzen Blütenköpfe enthalten hat.

    Hast du schon mal versucht, aus Kamillenblüten neue Pflanzen zu ziehen? Und hat das funktioniert? Das würde mich sehr interessieren!

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Flop. Die Mühe kannst du dir sparen!

    Daumen nach unten!

    #7: Die Supermarkt-Melone

    Der Regrowing Hack:

    Die Kerne aus einer Wassermelone keimst du in feuchtem Küchenkrepp vor und säst sie dann in die Erde. Daraus wachsen neue Melonenpflänzchen.

    Regrowing_Melonenschnitze

    Meine Bewertung:

    Dieser Hack zeigt eigentlich nur wie Samen ausgesät werden, oder? ;) Pflanzen aus Samen zu ziehen ist ja nichts Neues! Wenn du dafür allerdings Melonenkerne von Supermarktmelonen verwendest, wird es sich höchst wahrscheinlich um Hybridsorten handeln.

    Das heißt, das Saatgut ist nicht samenfest und deine Melonenpflanzen entwickeln sich eventuell nur recht schwächlich. Für Hybridsaatgut werden nämlich zwei schwächliche Pflanzen miteinander gekreuzt, um eine super-tolle-kräftige Pflanze zu erhalten. 

    Falls du das verwirrend findest: In der Mathematik ergibt minus mal minus ja auch plus – vielleicht erinnerst du dich? ;)

    Das Merkmal „super-tolle-kräftige Pflanze“ wird von Hybridsorten nicht an ihre Samen weitergegeben – die haben viel wahrscheinlicher wieder die schwächlichen Eigenschaften ihrer Großeltern. Du kannst also Glück oder Pech haben, wenn du Melonensamen aus gekauften Melonen anziehen möchtest – deshalb ist es viel sinnvoller, samenfestes Saatgut zu verwenden und keine Supermarkt-Melone.

    In meinem Artikel „Das solltest du beim Saatgutkauf unbedingt beachten“ zeige ich dir, wie du dein Gemüseabenteuer mit richtig gutem Saatgut startest!

    3 Wochen später:

    Nach drei Wochen sah mein Topf genauso aus wie vorher, obwohl er immer ausreichend gegossen wurde und schön warm stand. Vielleicht lag das daran, dass das Küchenpapier, in dem ich die Samen vorgekeimt habe, schon nach 24 Stunden fast ausgetrocknet war.

    Regrowing_Melonenpflanztopf

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Flop. Es wächst nichts und du weißt nicht, ob du Hybridsaatgut verwendest.

    Daumen nach unten!

    #8: Der Erdbeer-Hack

    Der Regrowing Hack:

    Du schneidest die Außenseiten von Erdbeeren ab und setzt sie in die Erde. Daraus wachsen neue Erdbeerpflanzen.

    Regrowing_Erdbeeren_im_topf

    Meine Bewertung:

    Erdbeeren vermehrst du am besten über die Ableger, die sie während der Saison bilden. Das klappt wunderbar und ist eine bewährte und simple Methode.

    Nur bei Monatserdbeeren kenne ich die Vermehrung über Samen und da ist gar nicht so einfach, diese Diven unter den Samen zum Keimen zu überreden! Mal schauen, was passiert!

    3 Wochen später:

    Bei meinem Test sind die Erdbeerscheiben einfach nur verschimmelt und das war´s dann.

    Erdbeere verschimmelt auf Erde

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Flop. Das war nichts und die Vermehrung über Ableger ist sowieso viel einfacher.

    Daumen runter!

    #9: Karotte nachwachsen lassen

    Der Regrowing Hack:

    Vom oberen Teil einer Karotte schneidest du ca. drei Zentimeter ab und legst das Stück Karotte auf einen Teller mit Wasser. Daraus wächst neues Möhrengrün und es bilden sich neue Wurzeln aus.

    Regrowing_Möhre_auf_Teller

    Meine Bewertung:

    Das könnte klappen! Wenn du Möhrengrün magst, ist das eine tolle Methode, um mehr davon zu bekommen. Ehrlich gesagt haben wir aber immer schon sooo viel Möhrengrün von unseren Karotten, dass wir sowieso nicht wissen, was wir damit alles machen sollen. :)

    3 Wochen später:

    Drei Wochen später sieht mein Test ein wenig armselig aus. Ein kleines süßes Möhrenblatt hat sich zwar gebildet, aber dafür lohnt sich die Mühe nicht. Und Wurzeln kann ich überhaupt keine entdecken.

    Möhre_und_Lauch-im-Wasserglas

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Top, weil sich etwas getan hat.

    Flop, weil das wirklich armselig war und die Mühe nicht wert ist. Es haben sich keine Wurzeln gebildet. Vielleicht hätte ich noch mehr Geduld haben müssen, aber wenn Hacks so lange dauern, bis ein Ergebnis zu sehen ist, sind es keine coolen Hacks!

    Daumen waagrecht mit Tendenz nach unten. ;)

    #10: Tomatenscheiben in die Erde pflanzen

    Der Regrowing Hack:

    Du setzt eine Tomatenscheibe in die Erde. Daraus wachsen dann neue Tomatenpflanzen.

    Regrowing_Tomaten_im_Topf

    Meine Bewertung:

    Das kann funktionieren! Ich habe nur wie schon bei der Paprika Bedenken, dass zu viel organisches Material in der Erde schimmelt und den Pflänzchen schaden könnte.

    3 Wochen später:

    Gaanz viel neue Tomatenpflänzchen sind gewachsen! Jippie!

    Du solltest aber – wie auch bei der Melone – beachten, dass viele Tomaten aus Hybridsaatgut gezogen werden. Wenn du also neue Pflänzchen aus gekauften Tomaten ziehen möchtest, frag auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen nach, ob die Tomaten von samenfestem Saatgut sind. 

    Regrowing_Tomatenpflänzchen

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Top! So kannst du viele Jungpflanzen heranziehen.

    Daumen nach oben! Ich bin positiv überrascht! :)

    #11: Neue Blütenpracht

    Der Regrowing Hack:

    Eine verwelkte Schnittblume in die Erde stecken und die Blüte abschneiden. Aus dem Stängel treibt eine neue Blüte aus.

    Regrowing_Rosenstängel_in_Pflanztopf

    Meine Bewertung:

    Ich bin nicht so der Blumenexperte und hab keine Ahnung, ob das klappt. Ich probiere es mal mit einer Rose aus.

    Meine Erfahrung:

    Nach drei Wochen ist der Stängel einfach vertrocknet und es ist nichts weiter passiert. Ob das mit anderen Blumensorten funktioniert? Hast du das schon mal ausprobiert? Das würde mich sehr interessieren!

    vertrocknete_Rose

    Regrowing Challenge Top oder Flop:

    Flop. Das hat überhaupt nicht geklappt und es ist schade um die schöne Rose!

    Daumen nach unten!

    Du siehst: Angeblich mega tolle Hacks, haben nicht immer was mit der Realität zu tun. Am besten hinterfragst du immer, ob das, was du da siehst, nicht doch geschummelt ist. Aber es war super spannend und lehrreich, diese Hacks auszuprobieren! :)

    Die ganzen Hacks habe ich übrigens aus diesem Video:

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    Mehr Informationen

    Wenn du die vorgestellten Gemüse doch lieber in dein Beet pflanzen möchtest, dann schau dir gerne die dazugehörigen Gemüse-Steckbriefe an, die ich für dich erstellt habe:

    Karotte

    Tomate

    Paprika

    Knoblauch

    Welche Regrowing-Gartenhacks hast du schon ausprobiert? Ich freue mich, von dir zu hören!

    Joghurt selber machen

    Joghurt selber machen in vier einfachen Schritten

    Meckert, muht oder blökt dein Joghurt? ;)

    Ob nun aus Ziegenmilch, Kuhmilch oder Schafsmilch – Joghurt ist super, super lecker! Bei vielen Anleitungen zum Joghurt selber machen brauchst du einen Joghurtbereiter und Joghurtferment. Aber das geht auch viel einfacher!

    Ich zeige dir in diesem Artikel, wie du in vier Schritten richtig leckeren Joghurt easy peasy selber machen kannst – ganz ohne zusätzliches Equipment.

    Hier schreibt übrigens nicht Marie, sondern Charlotte. Ich studiere ökologische Landwirtschaft und mache mein Praxissemester bei Wurzelwerk. Und weil ich super gerne koche und backe, habe ich mir für meinen Gastartikel das Thema „Joghurt selber machen“ ausgesucht.

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    Selbst gemachter Joghurt schmeckt viel besser als gekaufter Joghurt und ist auch noch gesünder, weil du auf Zucker, Aromastoffe und andere Zusätze verzichten kannst.

    Außerdem sparst du eine Menge Verpackungsmüll! Du füllst deinen Joghurt in Gläser ab, die du immer wieder verwendest, und hast keine Plastikbecher, Aludeckel und Pappumhüllungen zu entsorgen.

    Warum Ziegenmilch?

    In meiner Anleitung habe ich Milch von Maries Ziegen verwendet, du kannst aber auch jede andere Milch nehmen. Viele Menschen vertragen Ziegenmilch besser als Kuhmilch. Das liegt daran, dass sie weniger Casein und dafür mehr Albumine enthält, die leichter verdaulich sind.

    Das Vorurteil, dass Ziegenmilch streng schmeckt, stimmt übrigens nur bedingt. Frische Ziegenmilch hat keinerlei Ziegengeschmack, wenn man beim Melken sauber arbeitet und die Milch danach gut kühlt. Also wenn du jemanden kennst, der oder die Milchziegen hält, frag doch mal nach, ob du ein bisschen Milch stibitzen darfst. ;)

    Du träumst davon, selber Ziegen zu halten? Dann schau gern bei diesem Artikel vorbei „Die fünf besten Ziegenrassen für Selbstversorger

    Joghurt selber machen_Ziege

    Joghurt selber machen Schritt 1: Zutaten und Equipment bereitstellen

    Für deinen eigenen Joghurt brauchst du folgende Zutaten:

    • 1l Milch (je höher der Fettgehalt, desto cremiger wird dein Joghurt)
    • 100 g Naturjoghurt
    • 1 Topf
    • 1 Schneebesen
    • 1 Schüssel oder sterilisierte Gläser zum Abfüllen für deinen fertigen Joghurt
    • Thermometer
    • Decke oder Küchenhandtücher zum Warmhalten
    Joghurt selber machen_Abkochen

    Joghurt selber machen Schritt 2: (Ziegen-) Rohmilch abkochen

    Durch das Abkochen der Rohmilch sorgst du dafür, dass du keine krankmachenden Keime in deinem Joghurt hast. Wenn deine Rohmilch einwandfrei ist, kannst du diesen Schritt aber auch überspringen.  

    Für das Abkochen füllst du deine Rohmilch in einen Topf und erhitzt sie unter Rühren für zehn Minuten auf 90° C. Dann nimmst du die Milch vom Herd und lässt sie auf 45° C abkühlen. Bei dieser Temperatur haben die Milchsäurebakterien nämlich optimale Arbeitsbedingungen und verwandeln deine Milch fleißig in super leckeren Joghurt. Und das ist ja der Sinn der Sache! ;)

    Wenn die Milch heißer ist, werden die Milchsäurebakterien abgetötet und können keinen Joghurt machen. Wenn sie viel kühler ist, dauert es länger, bis du deinen Joghurt endlich löffeln kannst!

    Damit das Abkühlen schneller geht, kannst du die Milch auch in ein sauberes hitzebeständiges Gefäß umfüllen.

    Pssst: Wenn du pasteurisierte Milch aus dem Supermarkt verwendest, brauchst du sie nicht abzukochen. Du erwärmst sie einfach auf 45° C und machst mit Schritt 3 weiter!

    Joghurt selber machen_Starterkultur

    Joghurt selber machen Schritt 3: Milch und Joghurt vermischen

    Wenn die Milch auf 45° C abgekühlt ist, gibst du den Joghurt unter Rühren dazu, bis alles gut vermischt ist. Dafür nimmst du für den ersten Ansatz gekaufen Naturjoghurt ohne Zusätze. Die Fettstufe kannst du frei wählen.

    Anders als häufig zu lesen ist, brauchst Du keinen Ziegenmilchjoghurt als Starterkultur, wenn du Ziegenmilch verwendest. Solange du keine Unverträglichkeiten gegen Kuhmilch hast, kannst du auch Kuhmilchjoghurt nehmen.

    Im Reformhaus oder online gibt es auch spezielle Joghurtkulturen als Starter zu kaufen. Es geht aber genauso gut mit frischem Joghurt. ;)

    Joghurt selber machen Schritt 4: Joghurt abfüllen und reifen lassen

    Das Milch-Joghurtgemisch füllst du nun in kleine Joghurtgläschen oder in eine Schüssel und verschließt sie mit einem Deckel. Damit sich weniger Wasser auf deinem Joghurt absetzt, kannst du ein Küchentuch zwischen Schüssel und Deckel einklemmen.

    Dein Joghurt muss jetzt 8-12 Stunden oder über Nacht bei ungefähr 20° C reifen bzw. fermentieren. Joghurt aus Ziegenmilch braucht dafür 10-15 Stunden, bei Joghurt aus Kuhmilch reichen auch 8-10 Stunden aus.

    Während dieser Brutzeit vermehren sich die Milchsäurebakterien und wandeln Zucker in Milchsäure um. So entsteht der typische säuerliche Geschmack und der Joghurt wird schön dickflüssig. 

    Wenn du deinem Joghurt keine 20° C bieten kannst oder den Reifungsprozess beschleunigen willst, wickelst du die Gläser in ein Geschirrhandtuch und stellst sie in den auf maximal 50 Grad vorgeheizten Backofen. Dann lässt du sie entweder bei ausgeschaltetem Ofen über Nacht reifen oder du machst es tagsüber und regelst die Ofentemperatur ab und zu durch an- und ausschalten.

    Es geht aber auch noch einfacher und sogar ganz ohne Ofen: Dafür wickelst du die Gläser in warme Decken oder Küchenhandtücher und stellst sie neben die Heizung oder auf eine Wärmflasche, sodass dein Joghurt richtig schön eingekuschelt ist.

    Nach der Reifung musst du deinen Joghurt ungefähr vier Stunden kühl stellen, denn dadurch bekommt er seine feste Konsistenz. Während der Abkühlphase solltest du Erschütterungen vermeiden. Wenn du den Joghurt nämlich während der Reifungsphase viel bewegst, trennt sich die Molke ab und der Joghurt wird nicht richtig fest.

    Joghurt selber machen_Topping

    Wenn du deinen Ziegenmilchjoghurt fester magst

    Ziegenmilchjoghurt ist generell flüssiger als Kuhmilchjoghurt. Es gibt aber zwei Möglichkeiten, deinen Joghurt fester zu machen:

    Zum einen kannst du die Milch im Vorhinein etwas einkochen lassen, sodass Wasser verdampft und sich die Trockenmasse erhöht. Oder du gibst zur Milch zwei Esslöffel Milchpulver pro Liter. Das kann sowohl Kuhmilch- als auch Ziegenmilchpulver sein. Der macht den Geschmack allerdings deutlich intensiver.

    Kuhmilch hat übrigens von vorneherein mehr Trockenmasse als Ziegenmilch. Deshalb wird Joghurt aus Kuhmilch automatisch fester.

    So, das war`s schon – jetzt hast du nur noch die Qual der Wahl, mit welchem Topping du deinen Joghurt genießen möchtest. Frische Beeren, Nüsse oder soll es doch lieber Honig sein? 

    Egal, wofür du dich entscheidest, es wird bestimmt lecker sein! Guten Appetit! :)

    Feuer gefangen? Auf Wurzelwerk. findest du noch viele weitere Selbstversorger- Rezepte, hier schon mal ein kleiner Appetizer:

    Richtig gutes Sauerteigbrot backen

    Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

    Sauerkraut selber machen im Glas oder Steintopf

    Aus welcher Milch möchtest du deinen Joghurt selber machen? Ich freue mich über Kommentare!

    Brokkoli pflanzen

    Brokkoli pflanzen und ernten – Die ultimative Anleitung!

    Du möchtest zum ersten Mal Brokkoli pflanzen in deinem Garten? Dabei solltest du einiges beachten, damit du ganz bald dicke, fette Brokkolis ernten kannst. Brokkoli anzubauen, ist zwar nicht suuuper kompliziert, aber gewisse Ansprüche hat er schon.

    Deswegen kommt hier meine komplette Anbau-Anleitung. Dann musst du deinen Brokkoli bald nicht mehr einkaufen, sondern du gehst einfach in deinen eigenen kleinen Freiluft-Supermarkt hinterm Haus, wenn du gerade Appetit auf Brokkoli hast und erntest ihn direkt frisch vom Beet.

    Also: Legen wir gleich los! ;)

    Brokkoli pflanzen
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    Die besten Brokkoli-Sorten

    Brokkoli „Calinaro“ hat eine schnelle Entwicklungszeit und ist besonders für den Herbstanbau geeignet. Er schmeckt mild-fein und hat dunkelgrüne Knospen.

    Die Sorte „Ramoso Calabrese“ stammt aus Kalabrien und entwickelt einen starken Haupttrieb mit einem mittelgroßen dunkelgrünen Kopf. Nach der Ernte bildet er immer wieder viele Seitentriebe aus, die du bis zum Herbst ernten kannst.

    Wie viel Brokkoli pflanzen?

    Wenn du fünf bis sieben Brokkoli-Pflanzen pro Person anbaust, hast du ausreichend Brokkoli, um dich damit selbstzuversorgen.

    Gute Mischkulturpartner für Brokkolipflanzen

    Rote Bete, Sellerie und Aubergine sind tolle Beetpartner. Wenn du einen späten Satz Brokkoli im August pflanzt, kannst du vorher in dem Beet noch Erbsen oder Kartoffeln anbauen.

    Eine mit cleveren Mischkulturen gespickte Anbauplanung lohnt sich sooo sehr beim Management von Schädlingen und um die Beete effektiv zu nutzen. Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und welche eher nicht, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen – da siehst du auf einem Blick, welche Gemüse sich gerne miteinander verkuppeln lassen. ;)

    Ideale Bedingungen zum Brokkoli pflanzen

    Brokkoli wächst am liebsten auf tiefgründigen Böden mit einer guten Bodenstruktur und hohem Humusgehalt. Wir haben super gute Erfahrungen gemacht, ihn auf unseren Kompostbeeten anzubauen, die obendrein super schnell angelegt und sehr pflegeleicht sind.

    Brokkoli vorziehen oder direkt ins Beet säen?

    Brokkoli sollte unbedingt im Haus vorgezogen werden. So hat er einen Wachstumsvorsprung und du kannst den Pflanzabstand besser bestimmen.

    Fünf bis sieben Wochen vor der Auspflanzung säst du deinen Brokkoli im Haus aus. Wie du kräftige und vitale Jungpflanzen vorziehst, kannst du in meinem Artikel „Tipps und Tricks für die Jungpflanzenanzucht“ nachlesen.

    Brokkoli pflanzen

    Wann Brokkoli pflanzen?

    Sobald der Boden warm genug ist, ungefähr ab März, kannst du deine Zöglinge ins Leben entlassen und sie nach draußen ins Beet pflanzen.

    Dabei sollten deine Pflanzen einen Abstand von 50 x 50 cm wahren, damit sie sich vom Nachbarn nicht bedrängt fühlen.

    Wenn du die zeitigen Frühjahrssätze, die Mitte März gepflanzt werden, im Gewächshaus oder in einem Mini-Tunnel anbaust, sind sie richtig früh im Jahr erntebereit.

    Und hier kommt noch ein super cooler Trick: Wenn du deine Anzucht “staffelst”, also zum Beispiel alle vier bis sechs Wochen neue Brokkoli-Pflanzen aussäst (und dann entsprechend auspflanzt), kannst du die ganze Saison über große und dicke Brokkoli-Blüten schlemmen – mhhh!

    Beete zum Brokkoli pflanzen vorbereiten

    Am besten lockerst du den Boden vor der Pflanzung mit einer Grabegabel oder Grelinette, ohne den Boden zu wenden. Ich gebe gerne Hornspäne oder Schafwollpellets als Langzeitdünger mit ins Pflanzloch, dann ist der immer hungrige Brokkoli erstmal versorgt.

    Brokkoli anbauen: Die Pflege

    Sobald die Pflanzen zehn Zentimeter hoch sind, kannst du sie zum ersten Mal mulchen. Später im Jahr mulche ich dann ein zweites Mal, so dass die Mulchdecke insgesamt 15 bis 20 cm dick ist.

    Nach vier bis sieben Wochen wird es Zeit, deinen kleinen Nimmersatt-Brokkoli noch einmal zu düngen. Dazu nimmst du Brennnesseljauche oder einen biologischen Flüssigdünger.

    Wie alle Kohlarten hat auch der Brokkoli eine Menge fieser Schädlinge. Deswegen ist es wichtig, dass du deine Pflanzen mit einem engmaschigen Insektenschutznetz abdeckst, das diese Übeltäter aus deinen Beeten aussperrt. Im biologischen Anbau hast du ohne Netz leider kaum eine Chance, deinen Kohl unbeschadet bis zur Ernte zu bringen.

    Brokkoli pflanzen

    Wann Brokkoli ernten?

    Wenn der Kopf gut ausgebildet ist und sich die Blüten noch nicht geöffnet haben, ist Erntezeit! Sollten deine Pflanzen schießen, bevor du zur Ernte kommst, ist das halb so wild. Die geschossenen Blüten eignen sich nämlich perfekt für einen Salat. Yummy!

    Du willst mit super wenig Aufwand ganz viel Brokkoli ernten? Dann lass die Brokkoli-Pflanzen nach der Ernte der Hauptblüte einfach im Beet stehen. Auf diese Weise kannst du ohne viel Zutun noch gaanz viele weitere Sprösschen von deiner Pflanze ernten und –pssst die kleinen Sprossen schmecken genauso gut wie die Großen. ;)

    Krankheiten und Schädlinge von Brokkoli

    Die mehlige Kohlblattlaus, die Kohldrehherzmücke und die kleine Kohlfliege versuchen gern, sich deinen leckeren Brokkoli einzuverleiben, bevor du es tun kannst. Mit einem engmaschigen Insektenschutznetz machst ihnen aber einen gründlichen Strich durch die Rechnung!

    Bei den Krankheiten ist vor allem die Kohlhernie ein Problem. Das ist ein Pilz, der die Kohlwurzeln befällt und sie knotig und dick werden lässt. Die Pflanze kann keine Nährstoffe mehr aufnehmen und beginnt zu welken. Wenn du eine Fruchtfolge von sechs Jahren einhältst, kannst du dieser Krankheit bequem aus dem Weg gehen.

    Pflanzt du auch Brokkoli in deinem Garten an? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Lass mir gern einen Kommentar da! :)

    Na, möchtest du noch ein bisschen auf dem Blog stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

    Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

    Gurken richtig ausgeizen: Alles, was du wissen musst!

    Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

    Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    mischkultur-partner-tomaten

    Die 8 wirksamsten Mischkultur-Partner für Tomaten!

    Du baust Tomaten in deinem Garten an, aber die werden schon früh im Jahr von Krankheiten oder Schädlingen befallen? Dann probiere es unbedingt aus, deine Tomaten in Mischkultur zu pflanzen!

    Die richtigen Beet-Partner schützen deine Tomaten nämlich nicht nur vor lästigen Schädlingen und Krankheiten, sondern gemeinsam nutzen sie auch die Nährstoffe im Boden optimal aus und so beugst du Bodenmüdigkeit vor.

    Und dann heißt es: Bye-bye, Weiße Fliegen und Blattläuse! Die Ernte gehört jetzt wieder mir und meinen Liebsten!” ;)


     Mit welchen Beetnachbarn die Tomate am liebsten verkuppelt wird und welchen Einfluss die Mischkultur-Partner aufeinander haben, habe ich hier für dich zusammengefasst.

    Mischkultur-Partner-Tomaten
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    Mischkultur mit Tomaten – Wer geht mit wem ins Beet? ;)

    Kuppelpartner #1 Bohnen 

    Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an: Tomaten sind richtige Vielfraße, wohingegen Bohnen zu den genügsamen Schwachzehrern gehören. In Kombination ergänzen sich die beiden super.

    Bohnen können nämlich in Symbiose mit Bakterien, Stickstoff aus der Luft in eine pflanzenverfügbare Form bringen. Und über eine gute Stickstoffversorgung freuen sich deine hungrigen Tomaten sehr. 

    Ein weiterer Grund, weshalb die beiden Kandidaten super gut nebeneinander ins Beet passen, ist, dass sie den gleichen Standort bevorzugen. Bohnen und Tomaten sind echte Sonnenanbeter und können beide Staunässe absolut nicht ausstehen.

    Nicht nur die Tomaten haben Vorteile von dieser Beziehung. Auch die Bohne ist von der Tomate als Mischkulturpartner angetan, weil sie mit ihrem intensiven Duft die Blattläuse von der Bohne fernhält.

    Kleiner Tipp: Es gibt sowohl Tomaten- als auch Bohnen-Sorten, die ordentlich in die Höhe schießen können. Platziere sie also mit ausreichend Abstand zueinander, damit sie sich nicht gegenseitig das Sonnenlicht klauen. Praktisch ist, an der Südseite deiner Tomaten eine Reihe Buschbohnen zu pflanzen, die bleiben niedrig und klauen deinen Tomaten kein Licht. ;)

    Kuppelpartner #2 Salat

    Eine ausgewachsene Tomate, voll beladen mit vielen leckeren Früchten, kann ganz schön viel Platz im Beet beanspruchen. Die anspruchslosen Salate brauchen jedoch weder viel Platz noch große Nährstoffmengen. Und weil sie zudem auch noch gut im Halbschatten wachsen, sind sie richtig, richtig gut als Mischkultur Partner für Tomaten geeignet.

    mischkultur-partner-tomaten

    Vor allem Feldsalat, Rucola und Pflücksalate kannst du wunderbar unter deinen Tomatenpflanzen aussäen.

    Wenn du den etwas ausladenderen Kopfsalat zwischen deinen Tomaten anbauen willst, mach das, solange deine Tomatenpflanzen noch klein sind. Bevor sie den Platz selbst brauchen, kannst du den Salat auch schon ernten.

    Die Salate zwischen den Tomaten sorgen durch ihre Wurzeln für lockere Erde und bedecken mit ihrer Blattmasse immer schön den Boden, sodass im Sommer viel weniger Wasser verdunstet. Dieser Form des Nachbarschaftsanbaus wird auch als „Lebendmulch-System“ bezeichnet. Die Tomate ist in diesem Fall die Hauptfrucht und die Salate sind die Untersaat. :)

    Übrigens: Wenn du auch für andere Gemüse in deinem Garten passenden Beetpartner zum Verkuppeln suchst, dann schau gerne mal bei diesem Artikel vorbei: 28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner.

    Kuppelpartner #3 Sellerie

    Tomaten und Sellerie ergeben nicht nur eine leckere Suppe, sie passen auch im Beet wunderbar zusammen. Sellerie ist zwar ebenfalls ein Starkzehrer, macht sich aber trotzdem super als Mischkultur-Partner, denn die Beiden halten dir gemeinsam die Blattläuse vom Beet!

    Kuppelpartner #4 Kohlgewächse

    Hast du dich auch schon mal geärgert, weil die gefräßigen Raupen des Kohlweißlings deine halbe Kohlernte verspeist haben? In kürzester Zeit können diese Raupen wirklich alles kahlfressen. Damit es erst gar nicht dazu kommt, pflanzt du am besten ausreichend Tomaten neben deine Kohlpflanzen.

    Der starke Duft der Tomate hält die Falter nämlich davon ab, ihre Eier an die Blattunterseite deiner Kohlpflanzen zu legen! Ziemlich cool, oder? :)

    Kuppelpartner #5 Zwiebeln und #6 Knoblauch

    Diese beiden Zwiebelgewächse lieben genau wie die Tomate ein sonniges und warmes Plätzchen. Neben den Tomaten gepflanzt, vertreibt ihr starkes Aroma zahlreiche Schädlinge, wie zum Beispiel die weiße Fliege. Auch Lauch wirkt auf diese Weise und passt deshalb ebenfalls hervorragend neben deine Tomaten.

    Wenn du deinen Tomaten zu neuen Höchstformen verhelfen möchtest, lad dir gerne meinen Tomaten-Guide herunter, in dem ich alle meine Tipps für dich zusammengefasst habe. Da ist eine dicke Ernte sicher. ;)

    Hol dir den Tomaten-Masterplan!

    Bist du auch so Tomaten verliebt und bekommst eigentlich nie genug von den leckeren roten Früchten? Dann lade dir meinen Tomaten-Masterplan herunter, mit dem du die Königin der Gemüsegärten bestens anbauen und pflegen kannst.

    Im Masterplan findest du eine komplette Schritt für Schritt Anleitung für eine dicke Tomatenernte und meine liebsten Tipps, Tricks und Sorten gibt´s obendrauf.

    Alles, was du wissen musst: Von der Aussaat übers Pikieren, Pflanzen, Pflegen und Ernten, habe ich für dich kompakt zusammengefasst. Also trag dich gerne hier ein, um den Tomatenplan runterzuladen:

    Tomaten – Mischkultur mit Kräutern

    Nicht nur zu verschiedenen Gemüsen gesellt sich das Nachschattengewächs gern, auch ein paar Kräuter hat die Tomate ins Herz geschlossen:

    Kuppelpartner #7 Basilikum

    Tomate – Mozzarella mit frischen Basilikumblättern ist nur ein guter Grund das Nachtschattengewächs neben dem aromatischen Kraut anzubauen. Basilikum peppt nämlich nicht nur deine Sommerküche auf, er hält deinen Tomaten auch Mehltau und die Weiße Fliege vom Hals und kann deswegen schon als echter Tomaten-Schutzpatron bezeichnet werden! 

    Und es heißt auch, dass die Nachbarschaft zu Basilikum Tomaten aromatischer machen soll. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen – selbst angebaute Tomaten sind ja ohnehin unvergleichlich viel besser als die aus dem Supermarkt. ;)

    Kuppelpartner #8 Petersilie

    mischkultur-partner-tomate

    Während ich beim Duft von Petersilie von Risotto oder Taboulé zu träumen beginne, denken sich die Läuse, die gerade auf dem Weg zur Tomate waren: Nichts wie weg hier. Keine Frage also, dieses aromatische Kraut ist als Mischkultur-Partner für die Tomate bestens geeignet.

    Pssst: Wenn du zum echten Tomaten-Experte werden willst, dann schmöker doch mal eine Runde in der nachfolgenden Liste. Dort habe ich meine liebsten Tomaten-Artikel für dich zusammengetragen, mit denen du in Nullkommanix zum echten Anbauprofi wirst. ;)

    Die 5 besten Tomatensorten: alte, robuste, leckere Tomaten pflanzen!

    Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

    Die beste Art, Tomaten zu pflanzen – im Freiland & Gewächshaus!

    Tomaten im Topf pflanzen: die 11 wichtigsten Schritte!

    Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Dünger?

    Tomatenpflanzen ausgeizen + Tipps zur Tomaten-Pflege!

    Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

    Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte!

    Kennst du noch andere tolle Mischkultur – Partner für die Tomate? Oder hast du vielleicht mit den oben genannten bereits Erfahrungen gesammelt? Erzähl mir gerne davon in den Kommentaren. :)

    Weiße Fliege

    Weiße Fliege bekämpfen: So wirst du sie los!

    Bist du hier, weil du wissen willst, wie du die Weiße Fliege bekämpfen und loswerden kannst – ganz ohne Chemie? Dann bist du genau richtig! Ich verrate dir nämlich all meine Tipps und Tricks rund um den kleinen Plagegeist im Gemüsebeet!

    Inhaltsverzeichnis:
    Weiße Fliege bekämpfen: So erkennst du sie!
    Auf welchen Pflanzen solltest du die Weiße Fliege bekämpfen?
    Wie schadet die Weiße Fliege deinem Gemüse?
    Weiße Fliege Vorbeugen statt Bekämpfen!
    Mit Hausmitteln die Weiße Fliege bekämpfen

    Bestimmt kennst du auch eine Gespenstergeschichte, in der eine weiße Frau ruhelos umherspukt und Unglück verbreitet. Eine ganz reale weiße Erscheinung, die im Gemüsegarten eine Menge Murks veranstaltet, ist die Weiße Fliege.

    Obwohl es eine sehr kleine Weiße Fliege ist, kann sie deinem Gemüse ganz schön zusetzen und deine Ernte gefährden, wenn du nichts gegen sie unternimmst. Hast du sie in deinem Beet entdeckt? Dann steht ‚Weiße Fliege bekämpfen‘ jetzt ganz oben auf deiner To-Do-Liste!

    Aber keine Sorge: Es gibt ganz einfache Methoden und Hausmittel, mit denen du dein Gemüse vor diesem hartnäckigen Schädling retten und so dem Unwesen schnell ein Ende bereiten kannst – und zwar BEVOR ein Unglück geschieht. ;)

    Pssst: Schon gewusst? Ganz viele Schädlingen kannst du durch eine clevere Anbauplanung aus deinem Garten fern halten. In meinem Artikel 28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner zeige ich dir, wie du mit den passenden Beetpartnern Schädlingen das Leben schwer machst und eine fette Ernte einfährst!

    Welche Gemüse dabei im Beet richtig gut zusammen funktionieren, siehst du in dieser Mischkulturtabelle auf einen Blick!

    Weiße Fliege bekämpfen: So erkennst du sie!

    Schauen wir uns den Spuk doch mal bei Tageslicht an: Die Weiße Fliege ist zwei bis drei Millimeter groß und hat weiße, mit Wachsstaub bedeckte Flügel. Die Spannweite ihrer Flügel beträgt ungefähr fünf Millimeter.

    An der Unterseite der Blätter entdeckst du bei einem Weiße-Fliege-Befall ovale Eier. Die sind ungefähr 0,2 Millimeter groß und erst gelb-grün und später dunkel gefärbt.

    Sobald ihr Gefahr droht, stößt sie sich mit ihren kräftigen Hinterbeinen ab und flüchtet. Wenn du also auffliegende weiße Punkte in deinem Gemüsebeet bemerkst, kannst du sicher sein, dass du viele ungebetene Gäste auf deinen Pflanzen hast.

    Weiße Fliege bekämpfen: so sieht sie aus!

    Auf welchen Pflanzen solltest du die Weiße Fliege bekämpfen?

    Die Weiße Fliege ist nicht besonders wählerisch – auf ihrem Speiseplan stehen eigentlich alle Pflanzen, bevorzugt aber Kohl, Gurken, Tomaten und Bohnen. Dort wirst du sie also besonders oft finden.

    Die kleinen Plagegeister gehören übrigens zu den Mottenschildläusen und damit zu den Pflanzenläusen. Wenn du in deinem Garten auch mit anderen Blattläusen zu kämpfen hast, schau gerne mal hier vorbei: Die 4 wirksamsten Tipps gegen Blattläuse – ohne Chemiekeule!

    Falls du Schildläuse auf deinen Pflanzen entdeckt hast, erfährst du in diesem Artikel, wie du sie wieder loswirst.

    Wie schadet die Weiße Fliege deinem Gemüse?

    Die Larven der Weißen Fliege saugen Pflanzensaft aus den Blättern, wobei sie auch richtig fiese Viren übertragen können.

    Auf der Blattoberseite entstehen dadurch weiß-gelbe Sprenkel. Auf der Blattunterseite findest du eine Wachsschicht und mittendrin die kleine Übeltäterin – mit vielen, vielen Eiern um sich herum.

    Blätter und Stiele der befallenen Pflanze sind außerdem mit einer süßen, pappigen Schicht, dem Honigtau, verklebt. Die Larven der Weißen Fliege können nämlich den im Pflanzensaft enthaltenen Zucker nicht verwerten und scheiden ihn wieder aus. Dadurch entsteht dieser klebrige Belag auf den Blättern, den die sogenannten Rußtaupilze richtig lecker finden.  

    Bei so einem reichhaltigen Buffet siedeln sich die Rußtaupilze dann liebend gerne an– und schon hat dein Gemüse mit dem nächsten Widersacher zu kämpfen.

    Die Blätter vergilben und fallen ab, die Pflanze leidet unter Wachstumsstörungen und Früchte haben Missbildungen – da blutet einem das Gärtnerherz, oder?

    Weiße Fliegen auf Blattunterseite

    Weiße Fliege Vorbeugen statt Bekämpfen!

    Damit du erst gar nicht durch Weiße-Fliege-Wolken in deinen Beeten laufen musst, habe ich ein paar Tipps für dich, wie du diesen Schädling von deinem leckeren Gemüse fernhalten kannst:

    • Engmaschige Gemüseschutznetze sorgen dafür, dass die Weiße Fliege keine Eier an den Blättern ablegen kann. Du solltest aber trotzdem regelmäßig kontrollieren, ob sich nicht doch ein paar hartnäckige Exemplare unter das Netz geschummelt haben und sich dort in aller Ruhe vermehren!
    • Hecken, Trockenmauern und Insektenhotels sind außerdem nicht nur super schöne Gestaltungselemente im Garten, sondern bieten den natürlichen Feinden der Weißen Fliege auch ein tolles Zuhause. Da ziehen die gerne ein und lassen sich in deinem Garten nieder. Marienkäfer, Schlupfwespen und Spinnen haben die Weiße Fliege zum Fressen gern und du bietest ihnen ein reichliches Nahrungsangebot – eine Win-Win-Situation! ;)
    • Die Weiße Fliege liebt hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 23 Grad Celsius, sowie windstille und geschützte Orte. Diese Beschreibung kommt dir bekannt vor? Richtig, das sind genau die Bedingungen, die in deinem Gewächshaus herrschen.
      Wenn du die Weiße Fliege nicht in dein Gewächshaus einladen, sondern sie loswerden möchtest, solltest du deshalb regelmäßig für Durchzug sorgen und sehr heiße Temperaturen durch Beschattung und Lüften vermeiden.
    • Außerdem ist die Weiße Fliege ein Sensibelchen, was Gerüche betrifft: Den Duft einiger Pflanzen kann sie nicht ausstehen und bleibt weg. Deshalb kannst du die Weiße Fliege durch die richtigen Beetpartner elegant davon abhalten, sich über dein leckeres Gemüse herzumachen. Hast du deine Mischkulturtabelle schon heruntergeladen, um deine Gemüsepflanzen miteinander zu verkuppeln?
    • Einfach, aber genial! Die Weiße Fliege bekämpfen kannst du auch mit den ausgegeizten Trieben deiner Tomatenpflanzen! Leg sie dafür einfach zwischen deine Gemüsepflanzen. Damit verjagst du nicht nur die Weiße Fliege, sondern mulchst auch gleich noch dein Beet. Clever, oder? ;)

    Mit Hausmitteln die Weiße Fliege bekämpfen

    Wenn du jetzt aber schon eine Schädlingsarmada in deinen Beeten hast, mach dir keine Sorgen: Es gibt einige Hausmittel gegen die Weiße Fliege, die dafür sorgen, dass du sie ganz schnell wieder loswirst:

    • Pflanzen mit festen Blättern kannst du mit einem harten Wasserstrahl abspritzen, weiche Blätter wischst du mit einem feuchten Tuch ab. Die Weiße Fliege und ihre Larven sitzen vor allem an der Blattunterseite – darum musst du sorgfältig arbeiten.
    • Du kannst aber auch Pflanzenteile, an denen sich Eier, Larven und Fliegen befinden, einfach abschneiden und in der Biotonne entsorgen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass es auch unbefallene Teile an deiner Pflanze gibt. ;)
    • Oder du verwendest selbstgemachte Spritzbrühen, damit kannst du auch die hartnäckigsten Weißen Fliegen bekämpfen. Dafür hackst du zum Beispiel zwei Zehen Knoblauch klein und übergießt diesen mit heißem Wasser. Wenn alles gut abgekühlt ist, seihst du die Brühe ab und füllst sie in eine Sprühflasche.
    • Auch eine Schmierseifenlösung aus einem Liter Wasser und 25 g Schmierseife hilft gegen die Weiße Fliege. Wenn du das Wasser erhitzt, löst sich die Seife besser auf. Dann musst du aber alles gut abkühlen lassen, bevor du dich ins Getümmel stürzt ;)
    • Du kannst dein Gemüse auch mit verdünntem Neemöl spritzen. Neemöl wird aus den Samen des Neembaums gewonnen. Es tötet Larven und Puppen und die ausgewachsenen Tiere hören auf, deine Pflanzen auszusaugen. Wenn es geregnet hat, musst du die Behandlung wiederholen, denn das Wasser wäscht das Neemöl von den Pflanzen ab. Die richtige Verdünnung ist jeweils auf der Packung angegeben.

    Bei allen Spritzungen solltest du nicht nur die Blattoberseiten, sondern unbedingt auch die Blattunterseiten gründlich ansprühen. Dort sitzen die Weiße Fliege und ihre Nachkommen nämlich am liebsten! 

    Ein bedeckter Tag oder die Abendstunden sind übrigens die besten Gelegenheiten fürs Spritzen mit Hausmitteln. Die Sonne würde dir sonst die nassen Blätter verbrennen.

    Kleiner Tipp fürs Gewächhaus: Dort kannst du die Weiße Fliege bekämpfen, indem du Schlupfwespen kaufst und dort frei lässt. Die wissen dann schon, was zu tun ist! Das ist super effizient, funktioniert im Freiland aber nicht – dort würden die Schlupfwespen sich gleich wieder auf Wanderschaft machen. ;)

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    Du hast den Übeltäter in deinen Beeten entdeckt? Mit meinen Tipps ist das Weiße Fliege Bekämpfen hoffentlich schon ganz bald erfolgreich. Und wenn du ab sofort zusätzlich einfach ein paar Vorsorgemaßnahmen einhältst, bleibt dein Garten in Zukunft bestimmt verschont. Ich drück dir die Daumen!

    Ein kleiner Trost zum Schluss: Auch wenn du die Weiße Fliege in deinem Gemüse hast, kannst du es noch immer essen. Eier und Larven wäschst du einfach gründlich ab. Sollte sich aber der Rußtaupilz schon breit gemacht haben, musst du dein Gemüse leider in der Biotonne entsorgen.

    Übrigens: Es gibt auch suuuuuper nützliche Tierchen im Garten! Wer ‚Freund‘ und wer ‚Feind‘ ist, erfährst du in diesen Artikeln:

    Den Kohlweißling bekämpfen – ganz ohne Chemie

    Maulwurf vertreiben: 9 ultimativ wirksame Methoden!

    Der Regenwurm: Dein Freund und Helfer

    Mit welcher Methode hattest du schon Erfolg beim Weiße Fliege bekämpfen? Ich freu mich auf deine Tipps!

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    Was sind deine großen, wilden Selbstversorger-Träume?

    Wir müssen ja Ende Januar ausziehen. Nach dem letzten Artikel haben uns super viele liebe Nachrichten und Tipps zu Höfen erreicht – Danke, Danke, Danke – Ich bin ganz überwältigt und gerührt von eurer Anteilnahme! :)

    Viele von euch haben auch geschrieben, dass sie daran interessiert sind, wie es mit unserer Reise zum eigenen Selbstversorger-Hof weitergeht. Deswegen kommt heute ein kleines Update dazu, was sich bisher alles ergeben hat.

    Außerdem möchte ich dich gerne einladen, mit mir zusammen deine wildesten Selbstversorger-Ideen zu erträumen. Wenn wir unseren Träumen Raum geben und wissen, was wir wollen, haben all die Ideen nämlich eine viel bessere Chance, auch unsere Wirklichkeit zu werden! :)

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    Wie läuft’s mit der Hofsuche?

    Wir haben uns schon einige der von euch empfohlenen Höfe angeschaut, aber es ist leider richtig schwierig, etwas Passendes zu finden.

    Mein Freund und ich haben nämlich ziemlich unterschiedliche Vorstellungen: Ich möchte am liebsten als SelbstversorgerIn auf dem Land leben. Mit jeder Menge Platz und ganz, ganz vielen Tieren. ;)

    Er möchte gerne in der Stadt wohnen, weil ein Selbstversorger-Hof auf dem Dorf nicht soo sehr sein Ding ist.

    Trotzdem haben wir zwei ganz unterschiedliche Orte gefunden, wo wir hinziehen könnten. Jeder hat seine Vor- und seine Nachteile – wie das eben immer so ist. Ich bin schon soo gespannt, wie es weitergeht damit! Dazu erzähle ich euch gleich noch mehr.

    Komm mit ins Abenteuerland!

    Aber jetzt machen wir uns erstmal auf ins Abenteuerland! Heute ist kein Ziel zu hoch und kein Traum zu groß. Rumspinnen erlaubt! ;)

    Ich lege vor und erzähle euch von meinen Träumen – und ihr müsst mir dann unbedingt in den Kommentaren berichten, wo ihr mit eurer Selbstversorgung hin wollt!

    Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, statt zu lesen, ist hier die YouTube-Variante des Artikels:

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    Mehr Informationen

    Was sind deine Garten -Träume?

    Ich sehne mich schon eeeewig lange nach einem großen Gemüsegarten, der direkt am Haus liegt. Im Moment haben wir nämlich zwei Gärten. Einen Küchengarten direkt am Haus und einen Acker in etwas weiterer Entfernung.

    Der Acker ist so weit weg, dass wir da immer mit dem Auto hinfahren müssen und eigentlich nur ein paar mal im Jahr dort vorbeischauen. Total schade – deswegen freue ich mich schon darauf, irgendwann genug Platz zu haben, um alle Gemüse am Haus anzubauen.

    Und ich möchte unbedingt Bäume pflanzen! Das wäre sogar das allererste, was ich tun würde. Bäume brauchen nämlich ziemlich lange, bis man von ihnen ernten kann.

    Obstbäume, Nussbäume, ein ganzer Nussbaumwald – wäre das nicht genial?

    Ein Naschwald zum Spazierengehen, das Picknick ist dann gleich inklusive! :)

    Da würde ich auch eine Indianerbanane reinsetzen – das ist ein Baum, der bis zu acht Meter hoch wird und mangoartige Früchte trägt. Die schmecken nach einem Mix aus Banane, Ananas, Mango und Vanille. Solche Spinnereien würde ich super gerne ausprobieren, wenn ich mehr Platz hätte! ;)

    Nicht zu vergessen die ganzen Beerensträucher: Himbeere, Stachelbeere, Johannisbeere, Maulbeere oder Kiwibeere.

    Wenn du auch gerade am Träumen bist, schau übrigens gerne auch mal hier vorbei: Selbstversorger-Garten planen: So erstellst du deinen 4-Jahres-Plan.

    Permakultur, Agroforst-Systeme, Keyline Design, regenerative Landwirtschaft – all das finde ich super spannend und möchte super gerne mehr davon ausprobieren in unserem neuen Zuhause.

    Ich hau dir hier die Fachbegriffe um die Ohren, sorry. Aber es geht einfach mit mir durch, wenn ich an all diese Möglichkeiten denke, die wir hätten, falls wir einen Hof mit ganz viel Platz finden.

    Über Wurzelwerk könnte ich dann meine Erfahrungen teilen und so noch viel mehr Leute dazu inspirieren, richtig gutes Essen selber anzubauen und dabei Boden und Natur zu schützen und nachhaltige Anbaumethoden salonfähig machen. :)

    Dürfen es noch ein paar Tiere mehr sein? ;)

    Ein Leben ohne Ziegen kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Unsere Ziegen sind von ganz unterschiedlichen Rassen. Erst hatte ich nur Burenziegen – eine klassische Fleischziegen-Rasse – bin dann aber auf Milchziegen umgestiegen. Wir essen nur sehr wenig Fleisch und können die Milch von den Ziegen viel besser nutzen. Zum Beispiel, um super leckeren Käse oder Joghurt zu machen.

    Burenziege

    Ich habe fast zehn Jahre lang vegan gelebt, weil mir das Tierleid so nahe gegangen ist. Ein guter Kompromiss ist für mich, die Tierhaltung selbst in die Hand zu nehmen. So weiß ich genau, dass wir alles getan haben, um unseren Tieren ein möglichst schönes Leben zu bescheren. Die Zicklein dürfen bei ihren Müttern bleiben und deren Milch trinken. Wir nehmen nur die Milch von unseren Ziegen, die übrig bleibt.

    In Zukunft wollen wir vor allem „Anglo-Nubier“-Ziegen halten. Das sind super freundliche, entspannte Milchziegen mit Schlappohren. Ich habe dieses Jahr endlich zwei Mädels von dieser Rasse und kaufe nächstes Jahr noch einen Bock dazu, um bald eine kleine Herde davon zu haben. :)

    Anglo Nubier-Ziegen

    Wenn du auch Lust auf Ziegenhaltung hast, schau mal hier vorbei: Ziegen halten für Anfänger.

    Mehr Hühner, bitte!

    Unsere Hühnerherde besteht gerade aus fünf Mädels, was ein bisschen wenig ist. Normalerweise haben wir ca. 8 Legehennen. Im Frühling möchte ich also noch ein paar Hennen dazu nehmen.

    Vermutlich übernehmen wir welche von „Rettet das Huhn“. Das ist eine Initiative, die Hennen aus Legebatterien nach ihrer Ausmusterung ein schönes Zuhause gibt. Nach einer kleinen Erholungspause legen die Hennen auch meistens wieder ganz gut Eier, sodass man nebenbei noch ab und zu ein Frühstücksei bekommt.

    Sonst finden wir unsere Hühner auch über Ebay Kleinanzeigen oder übernehmen sie von Leuten, die sie nicht mehr halten können.

    Es gibt soo viele tolle Hühnerrassen. Am liebsten hätte ich von jeder Rasse ein Huhn- oder zwei? ;) Schau mal, das sind die sechs besten Hühnerrassen für einen bunten Eierkorb.

    Kühe?!

    Jipp, richtig gelesen, ich hätte super gerne Kühe. Wer Ziegen melkt, kennt das wahrscheinlich: Ziegenkäse und Ziegenjoghurt sind super lecker, aber Butter und Sahne aus der Ziegenmilch herzustellen, ist ziemlich kompliziert. Deswegen träume ich insgeheim schon länger davon, irgendwann Kühe zu halten, auch wenn ich gleichzeitig ganz schön Respekt davor habe, wie viel Milch man dann ständig verarbeiten muss.

    Kühe finde ich einfach klasse, sie strahlen im Gegensatz zu den quirligen Ziegen so viel Ruhe aus! Mal schauen, ob wir das irgendwann umsetzen können.

    Selbstversorgerträume-kühe

    Außerdem möchte ich auch Gänse, Enten und Kaninchen haben. Aber eins nach dem anderen. Ruhig Blut, Marie. :D

    Da war doch noch mehr…

    Außerdem wäre es super, Solarstrom, ein Windrad zur Erzeugung von eigenem Strom, einem eigenen Brunnen zur Wasserversorgung und einem großen Erdkeller für alle meine geernteten oder haltbar gemachten Gemüse zu haben – kurz:

    Eine autarke, selbstbestimmte und harmonische Lebensgemeinschaft von Mensch, Tier und Natur – das ist mein großer, wilder Selbstversorger-Traum. :)

    Wo ziehen wir hin?

    Tjaaa, bisher haben sich zwei Optionen für uns ergeben, aber fest steht noch nichts.

    Zum einen gibt es einen Bauernhof bei uns in der Nähe mitten auf dem Land.

    Der hat 25 ha Grund, acht Kühe und Kälbchen, acht Schafe und viele Hühner, Gänse und Kaninchen.

    Auf dem Gelände befindet sich auch schon ein Foliengewächshaus und ein Erdkeller. Das Wohnhaus ist auch super gemütlich, es ist ein schnuckeliges, uriges Fachwerkhaus.

    Ich habe da jetzt mal einen Tag mitgearbeitet und das hat mir so viel Spaß gemacht! Ich habe sogar einem Kälbchen auf die Welt geholfen – ein wundervoller Augenblick.

    Jetzt sagst du, das ist eigentlich genau das, wovon ich weiter oben so geschwärmt habe?

    Ja, stimmt. Aber es ist ein paar Nummern größer, als ich dachte, und das macht mir ernsthaft Angst. Wir müssten den Hof unbedingt verkleinern, damit er für uns zu bewältigen ist.

    Aber es kommt meinem großen Traum wirklich sehr nahe. Und dafür, dass es so weit ab vom Schuss ist, ist mein Freund auch ziemlich begeistert von dem Hof.

    Die andere Möglichkeit wäre, auf einem Grundstück am Rande der Stadt neu zu bauen. Weitere Flächen könnten wir dazu pachten oder auch kaufen. Wir würden alles genau nach unseren Vorstellungen aufbauen und hätten weiterhin eine super Anbindung an die Stadt.

    Aber das würde sehr lange dauern – und eigentlich gibt es doch schon genügend Häuser und versiegelte Flächen!

    Es ist nicht leicht, in drei Monaten eine so schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Deshalb werden wir übergangsweise – auch wenn es ein längerer Übergang werden sollte – erstmal in eine Stadtwohnung ziehen.

    Unser Vermieter hat uns erlaubt, den Garten und die Hühner dazulassen, so dass wir hier weiter gärtnern und die Tiere versorgen können.

    Jetzt suchen wir also schon zwei Dinge: Einen Hof UND eine Wohnung in der Nähe von unserem jetzigen Wohnort. Da müssen wir ganz schön am Ball bleiben!

    Die Kündigung war ein großer Schock, aber wir sind mittlerweile nicht mehr ganz so entsetzt. Alles wird gut, wir kriegen das hin! :)

    Und wovon träumst DU nachts? ;)

    Jetzt weißt du, was mir alles so im Kopf herumspukt. Es macht soviel Spaß, Visionen nicht nur vage im Hinterkopf zu behalten, sondern auf Papier zu bringen. Sich ganz konkrete Schritte zu überlegen, um sie zu verwirklichen. Man muss seinen Träumen Raum geben!

    Du solltest dir auch erlauben, wild zu träumen – Wie sieht deine Vision aus und wie kommst du da hin?

    Ich möchte dich dazu inspirieren, es zu wagen. Träume groß! Versuch es, deine Träume zu realisieren! Das muss ja nicht gleich ein komplettes Umkrempeln deines Lebens sein! ;)

    Egal, wie groß oder klein deine Träume sind: Geh raus und fang an! Deine zwei ersten Beete anzulegen, ist zum Beispiel ein wundervoller Traum, und wenn du den umsetzt, kannst du super, super stolz auf dich sein!

    Und ich versuche, dich, wo ich kann, zu unterstützen. Stöber ruhig mal auf dem Blog, ich habe schon zu den unterschiedlichsten Themen Artikel geschrieben. Und wenn du neue Beete anlegen willst, schau dir zum Beispiel meinen Beete anlegen-Minikurs an:

    Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

    Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

      Egal wie groß oder wie klein deine Träume sind – ich freu mich, von deinen Plänen zu hören! Lass mir gerne einen Kommentar da!

      Anbauplan Gemüse PDF

      Fertiges Gemüse-Anbauplan-PDF (auch für Hochbeete)

      Mischkultur, Pflanzenfamilien, Aussaattage, Vor-, Haupt- und Nachkultur – na, schwirrt dir schon der Kopf? ;)

      Einen ausgeklügelten Pflanzplan für deine Gemüse- oder Hochbeete zu erstellen, kann zu einer ganz schönen Knobelaufgabe werden. Es gibt schließlich einiges zu beachten, wenn deine Erntekörbe das ganze Jahr über abwechslungsreich gefüllt sein sollen!  

      Und damit du dir darüber nicht mehr selber den Kopf zerbrechen musst, habe ich das bereits für dich erledigt und einen Anbauplan entworfen, mit dem du perfekt ausgestattet direkt in dein Gemüseanbau-Abenteuer starten kannst!

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      Hole dir dein fertiges Gemüse-Anbauplan-PDF

      Hier kannst du dir den Anbauplan gerne als PDF herunterladen:

      Du kannst meinen Pflanzplan übrigens auch super als Basis benutzen und noch deine eigenen Ideen und Vorstellungen miteinbringen, damit der Plan am Ende perfekt an die Bedürfnisse von deinem Gemüsegarten angepasst ist. :)

      Psst: Auch wenn du auf der Suche nach einem Hochbeet-Pflanzplan bist, kannst du ohne Probleme mit meinem Anbauplan arbeiten. ;)

      Warum ein Gemüse-Anbauplan so wichtig ist

      Alles was mit Planung zu tun hat, kann schnell ein bisschen spießig klingen, oder? Für einen guten Anbauplan, der dir genau sagt, wann du welches Gemüse anbauen sollst, gibt es aber viele gute Gründe!

      Maximal viel Gemüse

      Zum Beispiel kann ein Pflanzplan dir dabei helfen, das Beste aus deiner Beetfläche rauszuholen! Meine Liste an Gemüsen, die ich anbauen will, ist jedes Jahr super, super lang. Um die Kandidaten alle in meinen Beeten unterzukriegen, brauche ich einen guten Plan. ;)

      Auf diese Weise bleibt keine Ecke in meinen Beeten ungenutzt und sobald ich einen Satz abgeerntet habe, kommen die nächsten Samen oder Pflanzen in die Erde.

      Mit eine guten Anbauplan muss ich auch nicht mehr ständig darüber nachdenken, was ich wann und vor allem wo pflanze, sondern kann einfach direkt rausgehen und zur Tat schreiten – das ist in einem guten gefüllten Alltag richtig praktisch!

      Krankheiten und Schädlinge adieuuu!

      Die richtigen Beetnachbarn und eine strategische Anbauabfolge halten deinem Gemüse Krankheiten und Schädlinge vom Hals und sorgen dafür, dass du die Nährstoffe in deinem Boden optimal ausnutzt. Damit das gut funktioniert, musst du Pflanzenfamilien, verschiedene Vorlieben und Anbaupausen optimal miteinander kombinieren.

      Und Gemüsepflanzen können tatsächlich ganz schön anspruchsvoll sein. Nicht nur der Beetnachbar hat Auswirkung auf ihr Gemüt, sondern auch wer im Jahr davor in dem Beet gewachsen ist, kann die Gesundheit deiner Gemüsepflanzen beeinflussen.

      Wer das alles im Kopf ausfuchst, muss übernatürliche Fähigkeiten haben. ;) Ich überlege mir deshalb lieber im Vorfeld einen Anbauplan, der alle wichtigen Faktoren zusammenbringt. So bleiben meine Pflanzen und mein Garten ohne Chemie, sondern nur mit ein bisschen Hirnschmalz, gesund und möglichst frei von fiesen Krankheiten und Schädlingen.

      Anbauplan Gemüse PDF

      Die perfekte Gemüsemenge

      Ein Anbauplan ist außerdem super, damit du den Überblick nicht verlierst. Auf diese Weise kannst du genau nachvollziehen, wie viel du von welchem Gemüse aussäen und pflanzen musst, damit du am Ende die richtige Menge für dich und deine Familie ernten kannst! 

      So lernst du schnell, plötzliche Ernteschwämmen zu verhindern und musst dich mit deiner Familie im Winter nicht um die letzten eingemachten Zimtpflaumen streiten. ;)

      Das Wetter hat da natürlich auch immer noch ein Wörtchen mitzureden, aber so hast du zumindest von deiner Seite aus so gut wie möglich vorgeplant.

      Du möchtest doch lieber deinen eigenen Gemüse-Anbauplan ausknobeln? Dann hilft dir dieser Artikel bestimmt gut weiter:

      Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

      Hast du schon Erfahrungen mit Anbauplänen? Dann verrate uns deine Tipps und Tricks für den perfekten Pflanzplan gerne in den Kommentaren!

      grüne Kartoffeln in gelbe verwandeln

      Grüne Kartoffeln nicht wegschmeißen: Mach das stattdessen!

      Hast du in deinen Beeten grüne Kartoffeln gesichtest? Dann kommt dieser Trick gerade richtig für dich! Mit ihm kannst du grüne Kartoffeln ganz einfach in gelbe verwandeln! Abrakadabra Simsalabim! Ich verrate dir meinen Zauberspruch und zeige dir wie es geht! :) 

      Inhaltsverzeichnis
      Wie entstehen grüne Kartoffeln?
      Darf ich grüne Kartoffeln essen?
      Checkliste: Grüne Kartoffeln – Was gibt‘s zu beachten?
      Der Zaubertrick: Aus grün wird gelb!
      Pflanzkartoffeln sicher bis zum Frühjahr lagern

      Wie entstehen grüne Kartoffeln?

      Bestimmt ist es dir auch schon mal passiert, dass du deine Kartoffeln nicht rechtzeitig genug angehäufelt hast. Und was passiert dann? Genau, aus den gelben werden grüne Kartoffeln. Und das ist super ärgerlich, denn die solltest du nicht mehr essen. Denn überall dort, wo die Kartoffeln grün sind, sind sie giftig!

      Statt sie jetzt aber frustriert einfach wegzuwerfen, kannst du sie clever recyceln: Grüne Kartoffeln eignen sich noch prima als Pflanzkartoffeln – mit dem Vorkeimen haben sie ja quasi schon begonnen. ;) Ich mache das schon seit Jahren so. Seitdem ärgere ich mich nicht mehr (so doll), wenn ich welche in meinem Beet entdecke. Denk also an sie, wenn du deine Jungpflanzenanzucht beginnst.

      Apropos Pflanzkartoffeln: Bist du gerade dabei, deine Beetbelegung zu planen? Dann hol dir hier gerne meinen Pflanzplan zur Inspiration:

      Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

      Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

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        Aber kommen wir zurück: Warum eigentlich werden Kartoffeln grün?

        Unter der Erde sollten Kartoffeln möglichst unbehelligt wachsen – im wahrsten Sinne des Wortes. Also nicht im Hellen, sondern im Dunklen! ;) Deshalb häufeln wir Kartoffeln auch an – so stellen wir sicher, dass auch bloß kein Lichtstrahl zu ihnen durchdringt.

        Wenn die Kartoffeln nun aber schon recht groß geworden sind und du das Anhäufeln mal verschwitzt hast, schauen die Knollen bald aus dem Boden heraus – als grüne Kartoffeln. Dort sind die Kellerkinder dann dem strahlenden Sonnenlicht ausgesetzt und wissen gar nicht, wie ihnen geschieht.

        Fraßfeinde können sie so jetzt ganz leicht entdecken und sich an ihnen laben. Um sich vor der hungrigen Meute zu schützen, versuchen die Knollen, sich zu schützen. Dafür bilden sie den für uns giftigen Stoff Solanin aus: Der macht aus ihnen erst grüne Kartoffeln. Solanin schmeckt ziemlich bitter und schützt sie davor, vertilgt zu werden.

        grüne Kartoffeln in einem Korb

        Darf ich grüne Kartoffeln essen?

        NEIN, denn Solanin ist eine für den Menschen schwach giftige chemische Verbindung. Der Stoff verursacht Kopfschmerzen und Magen-Darm Beschwerden wie Durchfall oder Übelkeit – das brauchen wir nun nicht unbedingt, oder? Also: Ganz grüne Kartoffeln unbedingt vor dem Kochen aussortieren!

        Wenn deine Kartoffel allerdings nur eine ganz kleine grüne Stelle hat (ungefähr münzgroß) kannst du diese großzügig wegschneiden und die restliche Kartoffel noch verkochen. Das Entfernen ist wichtig, denn Solanin lässt sich von den heißen Temperaturen im Kochtopf nicht beeindrucken.

        Ein Teil des Solanins löst sich jedoch im Kochwasser. Nur leicht grüne Kartoffeln kannst du nach dem großzügigem Wegschneiden der Verfärbungen also noch kochen. Du solltest das Kochwasser danach aber am besten komplett wegschütten.

        Das meiste Solanin enthält die Kartoffel übrigens in den Keimen, in der Schale und in den Augen der Knolle. Keimende Kartoffeln solltest du also auch nicht essen. Aber die recyceln wir einfach und starten mit ihnen die nächste Kartoffelgeneration! ;)

        Grüne Kartoffeln verwandeln
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        Du solltest also folgendes beachten, wenn du grüne Kartoffeln entdeckst:

        • Komplett grüne Kartoffeln nicht essen
        • Kleine grüne Stellen und Augen (Keimstellen) großzügig wegschneiden
        • Schale nicht mitessen
        • Kochwasser wegschütten
        • Grüne Kartoffeln nicht für kleine Kinder zubereiten
        • Stark keimende Kartoffeln nicht essen
        • Kartoffelgerichte mit bitterem Geschmack nicht essen

        Grüne Kartoffeln sind übrigens nicht die einzigen Pfanzen, die Solanin enthalten. Es ist auch in anderen Nachtschattengewächsen, wie grünen Tomaten oder grünen Auberginen, enthalten und wird mit zunehmender Reife abgebaut. Deswegen solltest du von Tomaten- und Auberginenpflanzen auch nur reife Früchte essen!

        Der Zaubertrick: Aus grün wird gelb!

        Mein ultimativer Zaubertrick verwandelt grüne Kartoffeln in gelbe – garantiert ohne komplizierten Zauberspruch!

        Grüne Kartoffeln bewahrst du dafür einfach lichtdicht bis zum richtigen Zeitpunkt zum Kartoffeln vorkeimen auf und verwendest sie im folgenden Jahr als Pflanzkartoffeln! Aus ihnen wachsen nämlich wunderbare gelbe Kartoffeln – die du dann selbstverständlich rechtzeitig und regelmäßig anhäufelst – klare Sache, oder? ;)

        Deine gut angehäufelten Kartoffelbeete darfst du anschließend richtig dick mulchen. Neben dem Effekt, dass deine Kartoffelknollen nicht so schnell ergrünen, hat das Mulchen viele weitere Vorteile. Hier erfährst du mehr zur Wundermethode Mulch im Gemüsebeet.

        Die Pflanzkartoffeln bringst du im April oder Mai in die Erde. So hast du grüne Kartoffeln schwuppdiwupp in leckere gelbe Kartoffeln verwandelt! Eine Schritt-für-Schritt Anleitung wie du deine grünen Pflanzkartoffeln pflanzt, gibt’s hier!

        Eine andere Möglichkeit wäre, grüne Kartoffeln noch vor dem Winter einzupflanzen, denn auch das geht! Wenn du wissen möchtest, wie das genau funktioniert, bitte einmal hier entlang: Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

        Vorkeimende Kartoffeln

        Pflanzkartoffeln sicher bis zum Frühjahr lagern

        Wenn du deine Beete erst in Ruhe planen willst, lagerst du deine grünen Kartoffeln einfach bis zum Frühjahr ein. Dazu suchst du dir einen möglichst kühlen, frostfreien Ort im Haus. Das kann ein Kellerraum sein, ein unbeheiztes Treppenhaus, ein unbenutztes Gästeklo – je nachdem, wo du ein bisschen Platz entbehren kannst. 

        Dort lagerst du deine Pflanzkartoffeln in Papiertüten, von denen du mehrere übereinander legst. Auf diese Weise sperrst du das Licht zuverlässig aus und verhinderst, dass die Kartoffeln zu früh mit dem Keimen beginnen. Im Artikel 7 ultimative Tipps zum Kartoffeln lagern erzähle ich dir, wie du deine Kartoffeln gut über den Winter bringst.

        Pflanzkartoffeln dürfen übrigens ruhig etwas schrumpelig werden. Sie keimen auch dann immer noch zuverlässig, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. ;)

        Jetzt kannst du in aller Ruhe dein Beet planen, während deine grünen Kartoffeln im kühlen Keller auf ihre Verwandlung warten. Wenn du noch ein bisschen Unterstützung für die Planung brauchst, dann vergiss deinen Gemüsegarten-Beispielplan nicht. :)

        Fassen wir das Wichtigste nochmal zusammen. Grüne Kartoffeln entstehen, wenn die Knollen zu viel Licht abbekommen. Sie sind dann leider giftig und nicht mehr essbar. Kleine grüne Stellen kannst du großzügig wegschneiden. Aber du solltest diese Kartoffeln nicht für Kleinkinder zubereiten.

        Zum Glück kannst du grüne Kartoffeln als Pflanzkartoffeln verwenden. Dazu lagerst du sie einfach an einem dunklen und kühlen Ort und holst sie im Frühjahr wieder zum Vorschein. Jetzt darfst du sie dem Licht aussetzen und ergrünen lassen!

        Du kannst übrigens noch viel mehr von deinen Küchenabfällen wiederverwenden. In diesen drei Artikeln teile ich geniale Tricks und Garten-Hacks mit dir:

        Regrowing: Welche Gemüse-Nachwachsen-Hacks wirklich funktionieren

        Kaffeesatz im Garten verwenden: Kaffeesatz macht müde Pflanzen munter!

        7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

        Hast du grüne Kartoffeln schon mal als Pflanzkartoffeln verwendet? Schreib gern in den Kommentaren, wie gut der Zaubertrick bei dir funktioniert hat!

        Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

        Gräbst du noch um oder liegst du schon in der Hängematte? Beet umgraben war gestern! Wenn du aufhörst, deine Beete umzugraben, hast du nämlich viel mehr Zeit, um deinen Garten vom Liegestuhl aus zu genießen! ;)

        Ohne Umgraben zu gärtnern, klappt auf allen Bodenarten. Wir haben schon auf ganz unterschiedlichen Böden gegärtnert: Von sandig-leicht bis lehmig-schwer. Und obwohl ich meine Beete nicht umgrabe, habe ich immer tolle Ernteerfolge erzielt.

        Heute zeige ich dir also, wie du deinen Rücken schonst, für einen fruchtbaren Boden sorgst und trotzdem (oder gerade deswegen) eine super dicke Ernte einfährst!

        Merk dir diesen Artikel auf deiner Gartenpinnwand!

        Mehr als einfach Dreck: Dein Gartenboden

        Wir laufen auf dem Boden jeden Tag ganz selbstverständlich herum und schenken ihm dabei meist nicht besonders viel Aufmerksamkeit. Dabei hätte er das absolut verdient! Der Boden ist nämlich ein komplexes und ganz wunderbares Gebilde mit vielfältigen Funktionen.

        Der Boden ist die Grundlage unseres Lebens: Wir bauen unsere Häuser auf ihm, seltene Erden für unsere Computer und Smartphones stammen aus dem Boden, er filtert unser Trinkwasser – und natürlich wachsen die meisten unserer Nahrungsmittel im und auf dem Boden.

        Ein fruchtbarer Boden ist nicht nur ein bisschen Dreck. Er ist ein Lebensraum und wird von zahlreichen Bodentieren und kleinen Mikroorganismen bevölkert. Und natürlich von Pflanzenwurzeln, die auf der Suche nach Wasser und Nährstoffen den Boden erkunden.

        Beete-ohne-umgraben-anlegen

        Die natürlich gewachsene Schichtung des Bodens und die Fähigkeit von Bodentierchen, zahlreiche Bodenpartikel miteinander zu verkitten, sorgen für Stabilität und schaffen einen beständigen Lebensraum. Ein fruchtbarer, humusreicher Boden speichert viel mehr Wasser und ist besser vor Wind und Regentropfen geschützt, sodass weniger Boden weggeweht oder -gespült wird, was in Zeiten mit Trockenperioden und Starkregenereignissen super wichtig ist!

        Wenn du deine Beete aber regelmäßig umgräbst, geraten der Boden und seine Bewohner ziemlich durcheinander. Die unteren Schichten gelangen nach oben und die oberen Schichten nach unten. Auf diese Weise wird das natürliche Bodengefüge immer wieder zerstört. Der Boden verliert seine ursprüngliche Stabilität und die Bodentierchen geraten in Not, weil sie sich plötzlich in der verkehrten Bodenschicht wiederfinden.

        Deshalb ist es richtig super, wenn du deine Beete nicht umgräbst , sodass du seine natürlichen Funktionen aufrechterhältst.

        Pssst: Videos magst du lieber als Texte? Dann ist hier das YouTube-Video, das ich für diesen Artikel gedreht habe:

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        Mehr Informationen

        Ein Hoch auf die Bodentierchen!

        Bodenlebewesen wie Springschwänze, Pilze und Würmer sind fleißige Gartenhelferlein! Sie schließen Kreisläufe, indem sie organisches Material zersetzen, in den Boden einarbeiten und dafür sorgen, dass Nährstoffe im Boden mineralisiert werden, sodass sie den Pflanzen wieder zur Verfügung stehen. Und Nährstoffe brauchen deine Gemüse unbedingt, damit aus kleinen zarten Pflänzchen große, dicke Kohlköpfe oder fette Kürbisse werden können.

        Kleiner Exkurs: Die sogenannten Knöllchenbakterien (Rhizobien) können in Symbiose mit Hülsenfrüchten (z.B. Erbsen oder Klee) sogar den Stickstoff aus der Luft fixieren und ihn in pflanzenverfügbare Stickstoffverbindungen umwandeln. Das ist eine tolle Möglichkeit, um Beete ohne den Einsatz von tierischen Materialien zu düngen.

        Aber die Bodentierchen können noch viel mehr:

        Der Regenwurm ist zum Beispiel auch ein super nützlicher Gartenhelfer. Der große Tauwurm (Lumbricusterrestris) gräbt bis zu drei Meter tiefe, vertikale Gänge in den Boden, über die das Wasser in tiefere Bodenschichten gelangt. Das sind praktische Regenwasser-Schnellstraßen, die deine Beete bei kräftigen Regengüssen vor Überflutungen schützen.

        In trockenen Zeiten wird der Boden durch die Gänge belüftet und super gerne von Pflanzenwurzeln durchwachsen, was deinen Gemüsepflanzen besonders in lehmig-schweren Böden einige Vorteile verschafft.

        Wusstest du, dass die Regenwürmer in einem Jahr mehr als zehn Kilo Boden pro Quadratmeter umgraben können? Dabei vermischt er in seinem Darm Bodenpartikel mit Pflanzenmaterialien und hinterlässt eine sehr fruchtbare Erde. Unser kleiner Helfer gräbt den Boden auf ganz natürliche, sanfte Art und Weise um, ohne dass du dafür einen Finger krumm machen musst! ;)

        Beete-ohne-umgraben-anlegen

        Die tiefgrabenen Regenwürmer finden ihre Nahrung normalerweise auf der Bodenoberfläche. Sie futtern am liebsten abgestorbenes, angewelktes Pflanzenmaterial und ziehen es in ihre Gänge hinein, wo sie es genüsslich verspeisen. Wenn du deine Beete umgräbst, dann gelangen die Blätter und Erntereste in die tieferen Bodenschichten und der Regenwurm findet an der Oberfläche keine Nahrung mehr.

        Versteh mich nicht falsch – ich verurteile niemanden, der sein Beet umgraben möchte. Ich will nur zeigen, dass es auch ohne geht, und wie sehr das dem Boden und damit auch uns Menschen nützt. Ich möchte dich da draußen dazu inspirieren, schonend und sorgsam mit deinem Boden umzugehen – davon profitieren wir alle. :)

        So einfach geht Gärtnern, ohne die Beete umzugraben

        Wir legen unsere Beete einfach direkt auf der Wiese an, ohne sie vorher umzugraben. Außen herum kommt eine Umrandung aus Baumstämmen und wir graben immer noch eine Rasenkante an den Beeträndern mit ein. Auf diese Weise kann das Gras nicht wieder in die Beete hineinwachsen. ;)

        Mit Hilfe von Pappe* und einer etwa zehn Zentimer dicken Kompostschicht verwandelst du deine Wiese dann ruckizucki in wunderschöne und fruchtbare Gemüsebeete.

        Beete-ohne-umgraben-anlegen

        In meinem Gemüsegarten-Bootcamp zeige ich dir ganz genau, wie wir unsere Beete anlegen. Ich würde mich riesig freuen, wenn du ein Teil dieser bunten Gemeinschaft wirst, die sich untereinander über das naturnahe Gärtnern austauscht. :)

        Wenn du nicht genügend eigenen Kompost herstellst, dann kannst du einfach Grünschnitt-Kompost zukaufen. Viele Kompostwerke kontrollieren ihren Kompost sehr genau und vergeben ein RAL-Gütesiegel. Das ausgestellte Kompostzeugnis informiert dich darüber, ob der Kompost allen Qualitäts-Anforderungen entspricht und für den Gemüsegarten geeignet ist.

        Kleiner Tipp: Schau dir das Kompostzeugnis am besten genau an, darin findest du Informationen über die Ausgangsmaterialien und den Rottegrad, wie fein der Kompost gesiebt ist und ob er viele Plastikteilchen und keimfähige Unkrautsamen enthält.

        Der Kompost für deine Beet muss unbedingt gut ausgreift sein. Ein gut ausgereifter Kompost ist schwarz, feinkrümelig und riecht angenehm nach Waldboden.

        Du hast Lust hast, mehr eigenen, richtig guten Kompost herzustellen? Dann hilft dir mein Artikel über die Kompostierung bestimmt weiter. ;)

        In deine frisch angelegten Kompostbeete kannst du direkt alles einsäen und pflanzen – auch Schwachzehrer. Der Stickstoff im Kompost ist nämlich ziemlich fest gebunden und wird erst nach und nach für die Pflanzen freigesetzt. Du musst dich also nicht vor einer Überdüngung deiner Schwachzehrer fürchten. Mittelzehrer und Starkzehrer dünge ich im Kompostbeet sogar noch extra zu.

        Mit einer ausgeklügelten Fruchtfolge kannst du die Nährstoffe in deinem Kompostbeet optimal ausnutzen. Schau dir dazu auch gerne meinen Artikel über die Anbauplanung an: Fruchtfolge erstellen: Schritt für Schritt zum perfekten Gemüsegarten-Fruchtwechsel.

        Das war doch jetzt ganz einfach, oder? Du schonst deinen Rücken, musst nur noch ganz, ganz wenig gießen und kaum jäten – vor allem, wenn du auch noch eine dicke Mulchschicht auf deine Beete packst. ;)

        Welche Werkzeuge brauche ich zum Gärtnern, ohne mein Beet umzugraben?

        Den Spaten brauchst du definitiv nicht. ;)

        Du brauchst eigentlich nur einen Rechen und die Doppelgrabegabel! Eine einfache Grabegabel tut es übrigens auch, damit dauert es nur etwas länger. 

        Beete-ohne-umgraben-anlegen

        Mit der Grabegabel lockerst du den Boden, ohne ihn zu wenden. Deine Gemüse können einen lockeren Boden prima durchwurzeln und Möhren werden nicht beinig, sondern super gerade und schön.

        Mit dem Rechen verteilst du Kompost und Mulch auf deinen Beeten.  Ich nutze ihn auch, um Saatrillen zu ziehen und sie nach der Aussaat wieder mit Erde zu schließen.

        Eine dicke Mulchschicht auf deinen Beeten schützt den Boden zusätzlich gegen Umwelteinflüsse und füttert das Bodenleben. Außerdem wird das Keimen von Unkräutern verhindert, die sich über den Wind verbreiten. 

        Wenn du auf das Umgraben deiner Beete verzichtest und sie mit einer dicken Mulchschicht verwöhnst, pflegst und erhältst du eines der kostbarsten Dinge auf dieser Welt: Die Erde, auf der wir leben und von der wir uns ernähren.

        Willst du einen wirklich natürlichen, nachhaltigen Gemüsegarten? Dann kannst du gerne noch eine Runde durch diese Artikel schmökern:

        So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

        Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

        Kompost anlegen und pflegen: 1×1 des Kompostierens

        Gräbst du deine Beete um oder verzichtest du auf das Umgraben? Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen in den Kommentaren teilst! :)

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        *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.