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Brennnesseljauche

Brennnesseljauche selber herstellen: So geht’s!

Brennnesseljauche ist ein absolutes Must-have im Gemüsegarten, weil du sie ganz unterschiedlich einsetzen kannst: Zum einen als nahrhaftes Futter für deine Gemüselieblinge und zum anderen als Stärkung oder wirksames Mittel gegen fiese Schädlinge. Deshalb nichts wie los, ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick: So geht’s Schritt für Schritt!
Anrüchig? So machst du Brennnesseljauche
Marschverpflegung: Brennnesseljauche als Dünger
Schutzschirm: Brennnesseljauche und Wetterkapriolen
Abwehrdienst: Brennnesseljauche zur Schädlingsbekämpfung
Innenausstattung: Das ist drin in Brennnesseljauche

Auf einen Blick: So geht’s Schritt für Schritt!

Falls deine grünen Freunde schon ganz hungrig aussehen und du keine Zeit verlieren möchtest, habe ich dir in dieser Tabelle die einzelnen Arbeitsschritte zusammengefasst.

7 Arbeitsschritte bis zur BrennnesseljaucheGut zu wissen
Schritt #1: 1 kg Brennnesseln ernten und kleinschneidenam besten trägst du dabei Handschuhe, damit du nicht zum gebrannten Kind wirst. ;)
Schritt #2: Brennnesseln in ein Gefäß gebenaus Holz oder Plastik, Metall ist ungeeignet
Schritt #3: mit 10 l Wasser auffüllenmöglichst Regenwasser verwenden
Schritt #4: 1 oder 2 Hände Gesteinsmehl* dazugebenbindet Gerüche
Schritt #5: gut umrühren und locker abdeckenBrennnesseljauche braucht Luftkontakt
Schritt #6: täglich umrührenwenn sich keine Bläschen mehr bilden, ist die Brennnesseljauche fertig
Schritt #7: Brennnesseljauche verdünnenVerhältnis 1:20

Nicht nur Dünger, auch die passenden Beetkumpel machen dein Gemüse rundum glücklich und lassen es prächtig wachsen und gedeihen. Damit du weißt, wer mit wem gern im Beet ist, lad dir meine Mischkulturtabelle herunter!

Anrüchig? So machst du Brennnesseljauche

Brennnesseljauche ansetzen

Gartenschere, Korb und Handschuhe stehen bereit? Dann kann´s ja losgehen! :)

Zuerst suchst du dir Brennnesseln, die nicht direkt an der Straße oder an einem Feldrand wachsen, damit dein zukünftiger Dünger möglichst frei von Schadstoffen ist.

Dann schneidest du ungefähr ein Kilo Brennnesseln ab und trägst deine Ernte nach Hause. Dort schneidest du alles in zwei oder drei Zentimeter kleine Stücke, damit die Stängel später gut durch den Ausgießer deiner Kanne rutschen und gibst den Brennnesselsalat in ein Gefäß. Das Gefäß sollte nur nicht aus Metall sein, weil bei der Gärung sonst zwischen Metall und Flüssigkeit unerwünschte chemische Prozesse ablaufen.

Jetzt füllst du zu deinen Brennnesseln zehn Liter Wasser. Regenwasser eignet sich besonders gut, weil es weich ist und außerdem umsonst. ;) Solltest du kein Regenwasser haben, kannst du aber auch Leitungswasser verwenden!

Weil Jauche naturgemäß ziemlich anrüchig ist, kannst du noch zwei Handvoll Gesteinsmehl* oder Kompost dazugeben. Das hilft ein wenig, den unangenehmen Geruch zu binden und reichert die Brennnesseljauche noch zusätzlich an.

Nun rührst du alles gründlich mit einem Stock um und deckst das Gefäß mit einem Untersetzer locker ab. Dein Ansatz sollte nämlich Luftkontakt haben, damit die Gärung gut in Gang kommt und entstehende Gase keinen Druck aufbauen können.

Und genau das steht jetzt jeden Tag auf dem Programm: Du kümmerst dich „rührend“ um deine Brennnesseljauche – so lange, bis dabei keine Bläschen mehr aufsteigen. Dann ist dein selbst gemachter Dünger nämlich fertig! ;)

Brennnesseljauche: Korb mit Brennnesseln

Brennnesseljauche verwenden

Ausgereifte Brennnesseljauche ist ein Konzentrat, das du unbedingt verdünnen musst, weil es sonst viel zu scharf für deine Pflanzen wäre. Deshalb gibst du im Verhältnis 1:20 Wasser dazu und gießt ohne Brause die Erde rund um deine Gemüselieblinge herum.

Dabei solltest du darauf achten, weder Blätter noch Stängel mit dem Gießwasser zu beregnen. Wenn Stückchen mit ins Beet kommen, ist das kein Problem: Sie verrotten und geben den Bodenlebewesen zusätzlich Nahrung.

Starkzehrer düngst du alle drei bis vier Wochen, Schwachzehrer nur zur Kräftigung oder bei Schädlingsbefall. Am besten setzt du immer wieder neue Brennnesseljauche an, damit du während der Gartensaison jederzeit welche zur Verfügung hast.

Wenn du deine Jauche dunkel, kühl und abgedeckt aufbewahrst, ist sie ziemlich lange haltbar. Mit der Zeit gehen allerdings immer mehr Nährstoffe verloren und die Düngekraft nimmt ab. Deshalb schenkst du übrig gebliebene Brennnesseljauche im Herbst, wenn die Dünge-Saison zu Ende geht, am besten deinem Kompost oder du schüttest sie verdünnt auf abgeerntete Beete. Im nächsten Jahr kannst du dann wieder neuen Brennnesselsud ansetzen.

Brennnesseljauche: Brennnesseln

Marschverpflegung: Brennnesseljauche als Dünger

Brennnesseljauche ist ein toller natürlicher Dünger, der alles enthält, was das Gemüseherz begehrt. ;) Weil die Nährstoffe sofort verfügbar sind, wächst und gedeiht alles in deinen Beeten prächtig, wenn du regelmäßig damit düngst. Auch Regenwürmer bekommen dadurch neuen Schwung und werden aktiv.

Wenn aus deinen Jungpflanzen Teenager geworden sind, die du ins wilde Leben entlassen und in deine Beete setzen möchtest, kannst du sie vor dem Einpflanzen in drei bis vier Tage alte Brennnesseljauche tauchen. Das stärkt Wurzeln und Abwehrkräfte und erleichtert deinem Gemüse das Anwachsen und heimisch werden im neuen Boden.

Deine Gemüse schwächeln ein wenig und wollen nicht richtig wachsen? Auch dafür eignet sich Brennnesseljauche hervorragend! Alle ein oder zwei Wochen gießt du sie 1:20 verdünnt und verhilfst ihnen so zu ungeahnter Stärke und Pracht. :)

Brennnesseljauche: ausgetopfte Selleriepflanze

Schutzschirm: Brennnesseljauche und Wetterkapriolen

Platzregen oder anhaltende Trockenheit können deine Pflanzen mit einem regelmäßigen ordentlichen Schluck Brennnesseljauche im Gießwasser viel besser meistern!

Und wenn es dir dein Gemüse einmal verhagelt haben sollte, stärkt Brennnesseljauche die Pflanzen und hilft ihnen dabei, über Wetterschäden hinwegzukommen und gesund weiterzuwachsen. Genial, oder?

Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest, wie du ohne viel Mühe Gemüse anbaust und eine dicke Ernte einfährst, komm doch in meinen Obst und Gemüse haltbar machen Kurs! Da zeige ich dir, wie du ruckzuck deinen Traum-Gemüsegarten anlegen und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Wäre toll, wenn du mit dabei bist! :)

Abwehrdienst: Brennnesseljauche zur Schädlingsbekämpfung

Sollten deine Gemüse einen Schädlingsüberfall zu verkraften haben, kannst du ihnen im Kampf beistehen und mit Brennnesseljauche gegen Blattläuse und Co vorgehen.

Dazu verdünnst du junge Brennnesseljauche, die ungefähr vier bis sieben Tage alt ist und noch kräftig blubbert und beim Umrühren schäumt, im Verhältnis 1:50. Das sprühst du an einem bedeckten Tag oder abends auf die Blätter deiner befallenen Schützlinge. So schlägst du diese Plagegeister schnell in die Flucht!

Falls du nicht mehr so viel Zeit hast, weil die Schädlinge schon übermächtig zu werden drohen, kannst du auch schnell einen Brennnesselauszug machen:

Dazu schneidest du 100 g Brennnesseln klein und verrührst sie gut mit einem Liter Wasser. Dieser Ansatz muss dann nur 24 Stunden stehen, bevor du ihn (unverdünnt) verwenden kannst.

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Innenausstattung: Das ist drin in Brennnesseljauche

Dass Brennnesseljauche so vielseitig einsetzbar ist im Gemüsegarten, liegt an ihren wertvollen Inhaltsstoffen. Sie enthält neben Kieselsäure Stickstoff und Kalium, Pflanzenhormone, Vitamine und wachstumsfördernde Enzyme. Das pusht dein Gemüse und treibt es zu Höchstleistungen an! ;)

Die Kieselsäure sorgt dafür, dass das Pflanzengewebe stark und widerstandsfähig ist. So können sich deine Schützlinge besser gegen Angriffe von Schädlingen wehren oder Verletzungen durch Platzregen oder Hagel verkraften.  

Wenn du eine Brennnesseljauche ansetzt, erhältst du also ein wunderbares Kraftpaket für deine Pflanzen, das sie gleichzeitig düngt und stärkt. Da kann einer super Ernte eigentlich nichts mehr im Weg stehen! Und für die richtigen Beetpartner hast du ja meine Mischkultur Tabelle. :)

Brennnesseljauche selber zu machen ist gar nicht schwer, geht schnell und hat soo viele Vorteile. Sie sollte dir im Sommer niemals ausgehen. Also raus in die Natur mit dir, Brennnesseln ernten und verjauchen!

Falls du noch mehr darüber lesen möchtest, wie du erfolgreich Gemüse anbaust, schau gern auch hier vorbei:

Gemüseanbau für Anfänger: In 9 Schritten zur dicken Ernte!

Wie mein Garten fast von selbst unkrautfrei bleibt

Tomaten richtig düngen: Meine geheime Düngermixtur ;)

Welche Tricks hast du auf Lager, um den Geruch von Brennnesseljauche zu binden? Ich freue mich von dir zu hören! :)

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Cocktailtomaten: Cocktailtomatenrispe

Cocktailtomaten anbauen: 5 Schritte bis zum Tomatenhimmel!

Cocktailtomaten, Cherrytomaten oder auch Kirschtomaten sind die Kleinsten in der Tomatenfamilie. Sie stehen ihren großen Schwestern aber in nichts nach, was Geschmack oder Aussehen betrifft. Wenn du diese super leckeren, zuckersüßen runden Kuller auch so liebst wie ich, bist du hier genau richtig. Ich zeige dir, wie du Cocktailtomaten anbauen und eine dicke Ernte einfahren kannst!

Inhaltsverzeichnis
Übersicht: Cocktailtomaten anbauen im Schnelldurchgang
Schritt #1: Cocktailtomaten Sorten: Welche darf es denn sein?
Schritt #2: Cocktailtomaten säen: Im Märzen der Gärtner…
Schritt #3: Cocktailtomaten pflanzen: Nichts wie raus!
Schritt #4: Gießen, düngen, ausgeizen – Gut gepflegt ist halb geerntet
Schritt #5: Krankheiten und Schädlinge – Erste Hilfe leicht gemacht

Übersicht: Cocktailtomaten anbauen im Schnelldurchgang

Cocktailtomaten sind unglaublich vielseitig: Du kannst sie bei genügend Wärme und Licht (fast) überall anbauen, sie eignen sich als Snack genauso wie als Pizzabelag, für eine aromatische Tomatensauce oder einen frischen Salat und sind darüber hinaus auch im Garten ein Augenschmaus mit ihren unterschiedlichen Farben und Formen.

Wenn du von der eiligen Sorte bist, lies gerne in der folgenden Übersicht kurz und knackig alles nach, was du für den Anbau der bunten Leckerbissen wissen musst!

5 Schritte bis zum TomatenhimmelTipps
Schritt 1: Cocktailtomaten Sorten aussuchenForm, Farbe, robust
Schritt 2: Cocktailtomaten säen1 cm dick mit Erde bedecken, pikieren, wenn sie zwei echte Blätter haben
Schritt 3: Cocktailtomaten pflanzenabhärten, tiefer setzen, Rankhilfe, sonniger Standort, Regenschutz
Schritt 4: Pflegegießen, düngen, ausgeizen
Schritt 5: Krankheiten und SchädlingeKraut- und Braunfäule, Blütenendfäule, Läuse, Spinnmilben 

Schritt #1: Cocktailtomaten Sorten: Welche darf es denn sein?

Mittlerweile gibt es unzählige Sorten an Cocktailtomaten – du hast hier die freie Auswahl! Wie wäre es, eine bunte Mischung anzubauen? Das sieht im Salat wunderschön aus!

Super leckere und bewährte rote Cocktailtomaten Sorten sind „Zuckertraube“, „Rotkäppchen“ „Sibirisches Birnchen“ und „Primabella“. 

Wenn du gelbe Cocktailtomaten bevorzugst, versuche es doch mal mit „Cerise gelb“, „Yellow Submarine“ oder „Zitronentraube“.

Und dann gibt es noch farblich ausgefallenere Sorten wie „Black Cherry“ (dunkel-violett), „Cherry Zebra“ (rot-grün gestreift) oder „Sunrise Bumble Bee“ (gelb-orange gestreift).

Einige Cocktailtomaten sind rund, andere oval oder birnenförmig.  Du kannst ganz nach deinen Vorlieben wählen, aber achte darauf, dass dein Tomaten-Saatgut samenfest ist.

Bei ein paar Cocktailtomatensorten handelt es sich um Buschtomaten, eine etwas ursprünglichere, buschige Wuchsart. Bei ihnen kannst du später aufs Ausgeizen verzichten und sie stattdessen mehrtriebig wachsen lassen.

Dürfen deine Tomaten in einem Gewächshaus einziehen oder müssen sie Wind und Wetter draußen trotzen? Achte besonders beim ungeschützten Anbau darauf, dass du dir eine geeignete Freilandsorte aussuchst.

In meinem Tomaten-Masterplan habe ich dir übrigens alles, was du zum Tomatenanbau wissen musst, kompakt zusammengefasst. Lad ihn dir gerne hier herunter:

Schritt #2: Cocktailtomaten säen: Im Märzen der Gärtner…

Du kannst es nach einem langen Winter kaum erwarten, deine Tomatensamen in die Erde zu bringen? Das geht mir ganz genauso! ;) 

Trotzdem lege ich dir ans Herz, Cocktailtomaten nicht vor Anfang März auszusäen. Bis sie nach draußen umziehen können, dauert es sonst nämlich viel zu lange und deine grünen Freunde werden ungeduldig, weil sie zu wenig Platz und Nährstoffe in ihren engen Töpfchen haben. So erleben sie keinen guten Start und wachsen dann auch nicht zu großen, prächtig tragenden Pflanzen heran.

Wenn es endlich soweit ist, holst du deine Samentütchen aus. Für die Aussaat legst du die Samen in kleine Töpfchen mit Erde und bedeckst sie einen Zentimeter dick mit Erde. Jetzt ab mit ihnen an einen warmen Ort unter die Pflanzenlampe*! 

Auch nachdem sie ihre Keimblätter in die große weite Welt gestreckt haben, lieben Cocktailtomaten (im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsearten) weiterhin ein Plätzchen, wo es 18-20° Celsius warm ist. Sie mögen es halt gerne kuschelig. :)

Mit zwei echten Blättern nach den Keimblättern geht es ans Pikieren. Denk daran, deine Zöglinge bei diesem Schritt bis zu den Keimblättern in die Erde zu setzen, damit sie mehr Wurzeln ausbilden können!

Cocktailtomaten: Tomatenjungpflanzen

Schritt #3: Cocktailtomaten pflanzen: Nichts wie raus!

Eine oder zwei Wochen vor den Eisheiligen, Anfang Mai, wird es Zeit, deine Cocktailtomaten an die Welt da draußen zu gewöhnen und sie mit Sonne und Wind bekannt zu machen. Das heißt auch „Abhärten“. Jungpflanzen, die du einfach nach draußen setzt, würden ohne Abhärtung einen schweren Sonnenbrand bekommen oder in einer kühlen Nacht einen Kälteschock bekommen und sich nur schwer wieder davon erholen.

Eine stabile Rankhilfe wie eine Tomatenspirale sorgt dafür, dass die zum Teil sehr hoch wachsenden Pflanzen Rückgrat beweisen und nicht umknicken, wenn der Wind auch mal etwas kräftiger weht. So kannst du unbesorgt deine Tomaten pflanzen.

Gerade Cocktailtomaten müssen aber nicht unbedingt ins Beet oder Gewächshaus! Für das Tomaten pflanzen im Topf sind Cocktailtomaten nämlich besonders gut geeignet. Sorten wie „Kleine Thai“ oder „Golden Nugget“ kannst du sogar in eine Hängeampel setzen – so wachsen dir die süßen Früchte auf deinem Balkon förmlich in den Mund. ;)

Alle Tomatensorten brauchen unbedingt einen sonnigen und möglichst regengeschützten Ort, damit sich Pilzkrankheiten nicht so leicht ausbreiten können. Wenn du sie an ihrem endgültigen Platz dann noch tiefer setzt und ihnen eine Dünger-Startmischung mit ins Pflanzloch gibst, steht einem glücklichen Leben deiner Cocktailtomaten nichts mehr im Weg. :)

Falls du deine Tomaten im Topf pflanzen möchtest, sollte der ein Volumen von mindestens 20 Liter haben.

Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Schritt #4: Gießen, düngen, ausgeizen – Gut gepflegt ist halb geerntet

Deine Schützlinge stehen mittlerweile abgehärtet an Ort und Stelle und haben sich schon eingelebt? Dann bist du jetzt als Pflege-Personal gefragt! ;)

Regelmäßiges Düngen und Gießen sorgt dafür, dass sich deine Cocktailtomaten so richtig wohlfühlen und viele Triebe entwickeln, an denen sie auch Früchte bilden würden. Das ist ausgesprochen kräftezehrend – deshalb musst du darauf achten, dass sich deine Cocktailtomaten nicht zu viel zumuten und sie regelmäßig ausgeizen. Wenn du das nicht tust, wirst du statt prallen, süß-vollreifen und köstlichen Früchten nur sehr kleine und zum Teil nicht ausgereifte Cocktailtomaten ernten. Einzige Ausnahme: Buschtomaten.

Falls du Lust hast, außer Cocktailtomaten auch anderes Gemüse in deinem Garten zu hegen und zu pflegen, kann ich dir meinen Kurs „Gemüsegarten starten“* empfehlen! Da zeige ich dir, wie du easy peasy dein Gemüse selber anbaust und eine dicke Ernte einfährst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Schritt #5: Krankheiten und Schädlinge – Erste Hilfe leicht gemacht

Cocktailtomaten sind bei der richtigen Pflege nicht übermäßig anfällig für Krankheiten und Schädlinge, aber du solltest trotzdem immer ein wachsames Auge auf sie haben.

Vor allem die Kraut- und Braunfäule schlägt in nassen Jahren gerne zu und vernichtet die Ernte. Alle betroffenen Blätter und Früchte solltest du möglichst schnell entfernen und in der Biotonne entsorgen.

Cocktailtomaten: Marienkäfer auf Tomate

Gegen diese fiese Krankheit helfen vorbeugend Luft und Licht: Dafür spendierst du deinen Pflanzen von Anfang an einen Regenschutz und entfernst regelmäßig zu dicht stehende Blätter. So kann sich deine Cocktailtomate gut den Wind um die Blätter wehen lassen und Feuchtigkeit trocknet schnell ab. Die Pilzkrankheit findet diese Umgebung nicht besonders ansprechend und verschont deine grünen Freunde deshalb hoffentlich!

Cocktailtomaten, die unter Blütenendfäule leiden, haben am unteren Ende einen etwas eingefallenen, braunen trockenen Fleck.

Blütenendfäule ist genaugenommen keine Krankheit, sondern ein Kalzium-Mangel. Den kannst du ganz einfach beheben, indem du um deine Pflanzen Algenkalk streust oder Eierschalen super fein mahlst und dann ausstreust. Anschließend gut eingießen.

Falls sich eine Blattlaus– oder Spinnmilben-Armada auf deine Cocktailtomaten stürzt und schnelle Hilfe erforderlich ist, kannst du sie mit einem Wasserstrahl herunterspülen und dann Wermut-Tee sprühen. Dafür brauchst du aber unbedingt einen bedeckten Tag, denn die Sonne würde die nassen Blätter sonst verbrennen.

Mit ein bisschen Geduld ziehen in einem naturnahen Garten oder auf einem naturnahen Balkon aber auch schnell Verbündete im Kampf gegen die Läuseplage ein: die Marienkäfer! Diese hübschen kleinen Fressmaschinchen vertilgen an einem Tag unzählige Blattläuse und helfen dir fleißig bei der Schädlingsbekämpfung. Wenn der Befall also nicht super stark ist, lohnt es sich abzuwarten, bis die Blattlauspolizei eintrifft. ;)

In der Zwischenzeit kannst du dir ja den Tomaten-Masterplan herunterladen und noch viele weitere Tipps für eine erfolgreiche Tomatenernte holen!

Cocktailtomaten
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Cocktailtomaten sind super lecker und prima für Kübel und Balkon geeignet. Wie wäre es dieses Jahr mal mit einem bunten Tomatensalat oder einer bunten Antipasti-Platte?

Falls du für deine Salatschüssel nicht nur Cocktailtomaten anbauen möchtest, lies gerne hier weiter:

Gurken pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

Salat pflanzen, anbauen und rund ums Jahr ernten – die komplette Anleitung!

Der komplette Karotten-Guide: Pflanzen, Anbauen und Ernten

Welche Sorten Cocktailtomaten planst du dieses Jahr anzubauen? Ich freue mich von dir zu hören!

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Gurken_Vorziehen_Jungpflanzen

Kräftige Gurken vorziehen – so gelingt die Anzucht!

Ob im Gemüsegarten, Gewächshaus oder auf dem Balkon: Gurken fühlen sich an vielen Orten wohl und versüßen dir den Sommer mit ihren frischen, knackigen Früchten. Sie gehören zu den Gemüsepflanzen, die du ganz einfach selbst im Haus vorziehen kannst. Wie das gelingt, schauen wir uns jetzt an.

Inhaltsverzeichnis
Welche Gurkensorten eignen sich?
Der richtige Zeitpunkt zum Gurken vorziehen
Gurken vorziehen: 7 Profi-Tipps
1. Wie viele Gurken soll ich vorziehen?
2. Zubehör zum Gurken vorziehen
3. Gurken bitte nicht pikieren
4. Die richtige Temperatur zum Gurken vorziehen
5. Deine Gurken haben Hunger
6. Gurken nicht verwöhnen: Mein Top-Tipp!
7. Nur die Harten kommen in den Garten

Gurken vorziehen ist gar nicht schwer, also besorg dir passendes Saatgut und leg los!

Welche Gurkensorten eignen sich?

Für welche Sorte du dich entscheidest, hängt von zwei Fragen ab: Wo sollen deine Gurken wachsen? Und was hast du mit ihnen vor?

Je nachdem, ob deine Gurken im Gewächshaus, im Freiland oder im Kübel wachsen sollen, hast du unterschiedliche Sorten zur Auswahl. Viele Sorten der klassischen Schlangengurke fühlen sich im Gewächshaus am wohlsten.

Gurken fürs Freiland vorziehen

Zum Glück sind die Sorten fürs Freiland mindestens genauso lecker – sie werden oft einfach nicht so groß oder haben keine ganz so glatte Schale. Oft schmecken die kleineren Sorten sogar aromatischer und bleiben länger frisch und knackig.

Wenn du deine Gurkenpflanzen ungeschützt anpflanzt, dann lege ich dir die robusten Freilandsorten sehr ans Herz – sie bekommen in regnerischen Sommern nicht so schnell Mehltau wie ihre Gewächshaus-Geschwister.

Zu ihnen gehören die Landgurke ‚Tanja‘ und die Freilandgurke ‚Marketmore‘. Wenn du deine Gurkenernte nicht frisch essen, sondern einlegen magst, dann empfehle ich dir die Einlegegurke ‚Vorgebirgstrauben‘. Ihre Früchte bleiben kleiner und eignen sich prima für Pickles und Saure Gurken. Alle drei Sorten sind robust, ertragreich und wachsen zuverlässig im Freiland.

Erntekörbchen_Gurke_vorziehen

Gurken fürs Gewächshaus vorziehen

Im Gewächshaus ist ‚Helena‘ meine beste Gurken-Freundin. Helena ist eine Sorte mit rein weiblichen Blüten. Das macht sie sehr ertragreich und sie kommt mit ihrer recht zarten Haut den Supermarktgurken am nächsten.

Gurkensorten mit nur weiblichen Blüten nennt man auch parthenokarp. Das bedeutet, dass sie keine männlichen Pollen für die Befruchtung brauchen und kernlos sind.

Wenn du dich für eine Gurke wie ‚Helena‘ entscheidet, solltest du keine Gurkensorten mit männlichen Blüten in deinem Gewächshaus anbauen – am besten auch nicht nebenan. Sonst kommen die Bienchen vorbei gesummt und tragen womöglich noch männliche Pollen herein – und die schmälern nur den Ertrag.

Der richtige Zeitpunkt zum Gurken vorziehen

Gurken kannst du ab Anfang April im Haus vorziehen. Eine gestaffelte Aussaat empfiehlt sich: Wenn du deine Gurken in 2-4 Sätzen von April bis Mitte Juni aussäs, hast du die ganze Saison über Gurken in unterschiedlichen Altersstadien.

Das ist praktisch, da die jüngeren Pflanzen den (echten und falschen) Mehltau, der sich nie gänzlich vermeiden lässt, viel besser wegstecken als die älteren Pflanzen.

Apropos Aussat: Hast du immer alle Termine im Kopf? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Ich schwöre statdessen auf meinen Aussaatkalender! Darin findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst. Hier kannst du ihn dir direkt herunterlanden:

Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur die Aussaattermine für die Voranzucht, er zeigt dir auch, wann du welche Samen direkt ins Freiland aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

Gurken vorziehen: 7 Tipps von der Aussaat bis zur Pflanzung

Damit bei der Anzucht nichts schief geht, gehen wir gemeinsam Schritt für Schritt die Zeit von der Aussaat bis zum Auszug durch. Los geht’s!

1. Wie viele Gurken soll ich vorziehen?

Für die komplette Gurken-Selbstversorgung solltest du zwei bis vier Pflanzen pro Person anbauen. Wenn du Einlegegurken wie die Vorgebirgstraube anbaust, hast du auch nach dem Sommer noch etwas davon und kannst deine eigenen sauren Gurken einkochen oder fermentieren. Dafür kannst du natürlich noch ein paar Exemplare mehr einplanen.

Ein super leckeres Rezept, um Gurken für den Winter haltbar zu machen, findest du hier: Salzgurken einlegen in 3 Schritten – das beste Saure-Gurken-Rezept.

Nach all der Theorie widmen wir uns aber nun dem praktischen Teil. Also mach dich für die nächsten Schritte bereit, um richtig kräftige Gurken vorzuziehen! Falls du übrigens lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, kannst du dir hier die YouTube-Version des Artikels anschauen:

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Mehr Informationen

2. Was du zum Gurken vorziehen brauchst

Das nötige Zubehör ist schnell beisammen: Du brauchst Töpfchen, am besten 10cm x 10cm groß, reifen Kompost oder Anzuchterde, deine Gurkensamen und eine kleine Gießkanne mit weicher Brause oder eine Ballbrause.

In Kompost aussäen? Yes! Ich säe meine Gurken übrigens schon seit Jahren direkt in reifem Kompost aus und habe damit unglaublich gute Erfahrungen gemacht. Wenn der Kompost richtig reif ist und feingesiebt, werden sich deine Samen darin pudelwohl fühlen. Versprochen!

Im Doppel: Immer zwei Gurkensamen pro Topf

In deine mit Kompost oder Anzuchterde gefüllten Töpfchen drückst du nun ein ungefähr 2 cm tiefes Loch und legst zwei Samen hinein. Warum zwei, fragst du dich? Aus Sicherheitsgründen:

Denn leider wird nicht aus jedem Samenkorn eine stattliche Gurkenpflanze. Deswegen ist es praktisch, wenn du pro Topf gleich zwei Samen säst und später die stärkere von beiden behältst, falls beide aufgehen. Ich weiß, es ist super schwer und tut weh, die kleinen Pflänzchen heraus zu reißen, aber wenn du nur einen Samen pro Topf verwendest, geht eventuell keine Pflanze auf – das macht die Planung schwer und verschwendet Plazt in der Anzuchtstation.

Die Samen bedeckst du nun gut mit Erde, drückst sie etwas an und gießt sie anschließend mit einer weichen Brause gut an.

3. „Fass mich nicht an“ – Gurken bitte nicht pikieren

Anders als zum Beispiel Tomaten oder Kohl haben Gurken die Eigenheit, dass sie es gar nicht mögen, wenn sie nochmal aus ihren Töpfchen herausgeholt werden. Gurken möchten nicht pikiert werden, deshalb kommen sie von Anfang an in die Töpfchen, in denen sie dann bis zum Auspflanzen bleiben dürfen. Das ist auch der Grund, warum die Töpfchen für die Gurken-Anzucht mit ihren 10×10 cm relativ groß sein sollten.

4. „Manche mögens heiß“- Die richtige Temperatur zum Gurken vorziehen

Zum Keimen brauchen deine Gurken um die 25 °C. Ich stelle meine Töpfe daher meistens in die Nähe der Heizung. Aber auch Heizmatten können helfen, dass deine Gurkensamen es schön muckelig warm haben und möglichst schnell ihre Köpfchen aus der Erde recken.

Wenn die kleinen Pflänzchen aus der Erde herausschauen, möchten sie Photosynthese betreiben und dafür brauchen sie Licht. Und zwar viel, am besten 16 Stunden täglich und nur die besten Wellenlängen. ;)

Da es Anfang April noch schwierig ist, einen so langen Zeitraum Sonnenlicht an der Fensterbank abzupassen, kommen die Gurken bei uns unter LED-Anzuchtlampen* in einen etwas kühleren Raum. Nach der Keimung tut es den Jungpflanzen nämlich gut, etwas kühler zu stehen. Temperaturen zwischen 16 und 19 °C sind jetzt ideal.

Wenn du mehr noch mehr allgemeine Tipps über die Jungpflanzenanzucht abgreifen möchtest, schau doch mal bei diesem Artikel vorbei: Jungpflanzen im Haus vorziehen

Gurken vorziehen_Schlangengurken

5. Deine Gurken haben Hunger

Sobald deine Pflänzchen zwei, drei Wochen alt sind, ist die Zeit für die erste Düngergabe gekommen. Du düngst deine Gurken-Jungpflanzen am besten über das Gießwasser. Ich verwende dafür biologischen Flüssigdünger, den ich doppelt so stark verdünne, wie es auf der Packung angegeben ist.

So viel Dünger brauchen deine jungen Gurkenpflänzchen nämlich am Anfang noch gar nicht. Aber ein kleiner Stickstoffschub ist wichtig, damit sie kräftig und vital bleiben.

6. Nicht verwöhnen: Mein Top-Tipp für selbstständige Gurkenpflanzen

Zuerst noch ein genereller Tipp: Jungpflanzen solltest du nicht von oben in den Topf hineingießen. Es ist viel besser, immer in die Unterlage zu gießen*, in der deine Töpfchen stehen. Das Wasser kann sich so hoch in den Topf saugen und deine Pflänzchen nehmen sich so viel Wasser, wie sie brauchen. Das ist die einfachste und beste Art, um Jungpflanzen zu gießen, und du kannst sie gleichzeitig auch ganz einfach über das Gießwasser düngen. :)

Aber aufgepasst: Verwöhn deine Pflänzchen nicht zu sehr! Du solltest ihnen auch mal eine kurze Durststrecke einräumen, in der die Erde etwas trockener wird. So lernen sie, dass sie gut ausgeprägte Wurzeln brauchen und sie auch mal allein klarkommen müssen. ;)

7. Nur die Harten kommen in den Garten

Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, dürfen deine vorgezogenen Gurken in den Garten umziehen. Ab jetzt kannst du die Gurkensamen auch direkt ins Beet aussäen. Deine Gewächshausgurken dürfen sogar bereits Ende April aus- beziehungsweise umziehen.

Es ist aber ganz wichtig, dass du deine Jungpflanzen vorher abhärtest und sie so nach und nach an das raue Leben in der Freiheit gewöhnst. Sonst bekommen die Kleinen einen Schock, wenn ihnen plötzlich die Sonne auf die Blätter scheint oder ihre Stängel im Rhythmus des Windes tanzen. :)

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Viel Spaß beim Gurken vorziehen! Wenn du weiterlesen möchtest, habe ich dir noch weitere Artikel verlinkt, die dir bestimmt auch gefallen:

Gurken richtig ausgeizen: Alles was du wissen musst! 

Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte

Gurken pflanzen, anbauen und ernten: die komplette Anleitung

Welche Gurken-Sorten möchtest du dieses Jahr anbauen? Hast du noch mehr Tipps zum Thema Gurken vorziehen? Ich freue mich immer, über neue Tipps in den Kommentaren. :)

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Gemüsegarten mit Hochbeeten

Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet mit Pflanztabelle!

Na, bist du auch so verliebt in dein Gemüse-Hochbeet? Dann fragst du dich sicher genau wie ich jedes Jahr: Was soll ich in mein Hochbeet pflanzen?

Obwohl sich so ziemlich jedes Gemüse im Hochbeet pudelwohl fühlt, fährst du mit den neun perfekten Kandidaten, die ich dir hier vorstelle, nicht nur eine satte und abwechslungsreiche Ernte ein, sie machen auch optisch richtig was her. Und das Auge isst ja bekanntlich mit. ;)

Inhaltsverzeichnis
Pflanztabelle: Welches Gemüse kann ich in mein Hochbeet pflanzen?
So planst du dein Gemüse-Hochbeet
Kann ich Blumen in mein Hochbeet pflanzen?
Wasser marsch? Hochbeet-Pflanzen vor Trockenheit schützen
Gute Lage: Der perfekte Hochbeet Standort
Kein Hokuspokus: Gemüse-Hochbeete sind wahre Verwandlungskünstler!
Innere Werte: Dein Gemüse-Hochbeet befüllen – aber richtig!
Immer der Reihe nach! Die Fruchtfolge von Hochbeet-Pflanzen
Umfrage: Was halten die Gartenbewohner vom Gemüse–Hochbeet?

Pflanztabelle: Welches Gemüse kann ich in mein Hochbeet pflanzen?

Wenn dein Gemüse-Hochbeet steht und fertig zum Bepflanzen ist, musst du entscheiden, wer von deinen grünen Freunden darin wachsen darf. Grundsätzlich kannst du eigentlich jedes Gemüse im Hochbeet anbauen, ein paar Dinge solltest du allerdings dabei schon beachten!
Pflanzen, die sehr groß werden, solltest du im Gemüse-Hochbeet nämlich besser meiden: Bei Stabtomaten, Mais und Stangenbohnen wird die Ernte zum Hochseilakt. ;) Sie bieten auch dem Wind viel Angriffsfläche und knicken daher schnell ab.

Vielleicht bist du ja schon ganz inspiriert und weißt genau, was du in dein Hochbeet pflanzen möchtest – dann nichts wie los!
Wenn du aber noch unsicher bist, verrate ich dir jetzt meine Favoriten für ein ertragreiches Hochbeet! Ich habe dir eine Tabelle zusammengestellt, damit du auf einen Blick erkennen kannst, was für dich am besten passt.

GemüseTolle Hochbeet-Pflanzen, weil…
MangoldDu kannst bequem auf Arbeitshöhe immer die äußeren Blätter ernten. Die Sorte „Rainbow“ ist außerdem ein echter Hingucker!
Kopfsalat
Pflücksalat
Dein Salatbuffet in luftiger Höhe ist wunderschön anzusehen und für lästige Schnecken schlecht erreichbar.
FrühlingszwiebelnDie schnell zu erntenden Frühlingszwiebeln machen ruckzuck Platz für das nächste Gemüse im Hochbeet.
KräuterKräuter sind ideale Hochbeet-Pflanzen, weil sie ein warmes Plätzchen lieben!
BuschbohnenIm Hochbeet ist die Ernte bequem und dir entgeht keine einzige reife Bohne!
Rankende Gemüse wie zum Beispiel:
Hängetomaten
Gurken
Melonen
Kürbisse
Diese Pflanzen brauchen viel Platz, aber wenn du sie an den Rand deines Gemüse-Hochbeets setzt,können sie darüber hinauswachsen und von dort aus neugierig deinen Garten erkunden. ;)
Karotten
Pastinaken
Wachsen deine Karotten und Pastinaken immer krumm und schief? Dann probier doch mal aus, deine Wurzelgemüse zu Hochbeet-Pflanzen zu machen! Hier finden sie eine lockere, tiefgründigekrümelige Kompostschicht und können ihre Wurzeln bequem nach unten ausstrecken.
KohlrabiKohlrabi liebt den warmen Platz im Gemüse-Hochbeet, wenn du ihn regelmäßig mit Wasser versorgst.
RadieschenDie scharfen Kuller machen sich im Hochbeet als Lückenfüller besonders gut – super schnell gesät, super schnell geerntet.

Das sind nun meine Lieblingsgemüse, die ich besonders gern ins Hochbeet packe!
Grundsätzlich kannst du aber dein Hochbeet bepflanzen mit allen niedrig wachsenden Gemüsen wie Knoblauch, Rote Bete, Kohl, Paprika oder Auberginen

Um das Salatbuffet auf deinem Hochbeet noch einladender zu machen, säst du je nach Jahreszeit auch Amaranth und Asiasalate.
Amaranth sieht mit seinen lila-grünen Blättern nicht nur toll aus, die jungen Blätter sind auch superlecker. Du solltest sie aber regelmäßig ernten, damit immer neue zarte Blätter nachwachsen.

Amaranth im Gemüse Hochbeet anbauen

Du kannst auch einfach deinem Lieblingsgemüse einen schönen Platz im Gemüse-Hochbeet geben! Dann erfreust du dich jedes Mal an seinem Anblick, wenn du daran vorbeikommst. :)

So planst du dein Gemüse-Hochbeet

Um eine dicke Ernte einzufahren, solltest du gut planen, was du wann in deinem Hochbeet pflanzen oder säen willst. So hast du immer die vorgezogenen Jungpflanzen parat, wenn ein Gemüse seinen Platz räumt. Auf diese Weise entstehen keine Lücken im Beet.

Schau dir dazu doch meinen Beispiel-Pflanzplan an! Den kannst du dir herunterladen und für dein Gemüse-Hochbeet verwenden. Trag dich gerne hier ein:

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

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    In meinem Artikel Hochbeet clever bepflanzen findest du noch mehr Tipps dazu, wie du dein Hochbeet zu Höchstleistungen bringen kannst. ;)

    Kann ich Blumen in mein Hochbeet pflanzen?

    Du kannst außer Gemüse natürlich auch Blumen in dein Hochbeet pflanzen! Ringelblume
    und Kapuzinerkresse eignen sich besonders gut dafür. Die essbaren Blüten sehen wunderschön aus – nicht nur im Beet, sondern auch in der Salatschüssel!

    Kapuzinerkresse hat einen sehr würzigen und teilweise scharfen Geschmack, der sich zwischen Grünzeug, Tomate und Gurke richtig gut macht. Yummie!

    Wenn du im Hochbeet Blumen hast, lockt das auch viele Insekten an – und die brauchst du ja für die Bestäubung von deinem Gemüse. Eine Win-Win-Situation also! :)

    bunte Blütenköpfe vom Gemüse-Hochbeet in der Salatschüssel

    Wasser marsch? Hochbeet-Pflanzen vor Trockenheit schützen

    Besonders an heißen Sommertagen heißt es: Wasser marsch! Weil die Sonne dein Hochbeet mit seinen großen Außenflächen stark erwärmt, trocknet die Erde schneller aus als bei ebenerdigen Beeten. Ums Gießen kommst du also nicht drum rum*.

    Mit einer extradicken Mulchschicht kannst du aber sehr gut dafür sorgen, dass möglichst viel Wasser in der Erde bleibt, statt zu verdunsten. So können deine Pflanzen es optimal nutzen.

    Trotzdem musst du damit rechnen, dass deine Hochbeet-Pflanzen mehr Wasser brauchen, als sie es auf ebenerdigen Beeten tun würden. Deshalb kannst du dir überlegen, ob du im Hochbeet auf besonders durstige Pflanzen wie Sellerie lieber verzichtest.

    Salate im Gemüse_Hochbeet Draufsicht

    Gute Lage: Der perfekte Hochbeet Standort

    Der perfekte Standort für dein Gemüse-Hochbeet ist ein windgeschütztes, sonniges Plätzchen. Die großen Flächen an den Wänden des Hochbeetes erwärmen sich im Frühjahr bei Sonnenschein schnell und machen dein Beet fix muckelig warm.

    Wenn du dein Hochbeet mit der kurzen Seite von Ost nach West ausrichtest, sodass die Mittagssonne auf eine der langen Seiten scheint, hast du eine tolle Sonnenfalle geschaffen! In diesem Fall baust du an der Nordseite höhere Gemüse an als auf der Südseite, damit jedes Pflänzchen auch genug Sonne abbekommt. ;)

    Wenn du aber dein Hochbeet mit der kurzen Seite von Nord nach Süd ausrichtest, kann das Sonnenlicht schön durch deine Gemüsereihen fallen und die Pflanzen beschatten sich nicht gegenseitig. Du siehst schon: Jede Ausrichtung hat ihre eigenen Vorteile! ;)

    Pflanzen und Gemüse-Hochbeet-Mauer von Sonne beschienen

    Es lohnt sich auch ein kurzer Check, ob eine Wasserquelle in der Nähe ist wie eine Regentonne oder ein Wasserhahn. Dann hast du es einfacher, die Pflanzen auf deinem Hochbeet zu gießen.

    Ein zusätzlicher Tipp: Je dunkler dein Hochbeet außen ist, desto wärmer und behaglicher wird es innen drin – aber damit leider auch trockener. Du musst dann mehr gießen. ;)

    Kein Hokuspokus: Gemüse-Hochbeete sind wahre Verwandlungskünstler!

    Gemüse Hochbeete sind super geeignet, um rund ums Jahr rückenschonend zu gärtnern. Es ist auch easy, sie mit einem Schutznetz oder Vlies ganz ohne Bücken abzudecken. Mit einem passenden Aufsatz kannst du dein Hochbeet im Handumdrehen zum Frühbeet umfunktionieren.

    Aber nicht nur das, Hochbeete können sogar selber Wärme erzeugen! Dazu braucht dein Hochbeet allerdings eine Spezialfüllung: eine dicke Mistschicht muss her! Der Mist kompostiert dann nach und nach und erwärmt dein Hochbeet von innen.

    dampfender Misthaufen

    Je nachdem, wie dick die Mistschicht ist, hast du für ungefähr ein bis zwei Monate eine regelrechte Fußbodenheizung für deine Hochbeet-Pflanzen. So kannst du im Frühjahr schon etwas früher pflanzen und im Herbst länger ernten.

    Innere Werte: Dein Gemüse-Hochbeet befüllen – aber richtig!

    Damit es Deine Hochbeet-Pflanzen so richtig gemütlich haben, musst du dein Hochbeet richtig befüllen. Am besten ist ein Mix aus verschiedenen Materialien, die du aufeinanderschichtest. Diese Mischung funktioniert bei mir prima:

    • Ganz nach unten kommt eine Schicht aus gröberen Zweigen und Gehölz, die ich mit der Gartenschere etwas zerkleinere. Das sorgt für ordentlich Volumen und für eine Belüftung von unten.
    • Darauf schichtest du feineres Material. Ich mische für diese Schicht gerne Grünschnitt, Laub, dünnere Zweige und andere Pflanzenreste, die im Garten gerade anfallen. Nun wird es sportlich: um die Füllung kompakt zu bekommen, lohnt sich eine Kletterpartie ins Beet, um alles schön festzutreten.
    • Jetzt kommt die dicke Mistschicht für das „beheizte“ Beet ins Spiel. Wenn du deinem Beet keine Fußbodenheizung verpassen willst, kannst du an dieser Stelle einfach eine dünnere Mistschicht anlegen. Die versorgt deine Pflanzen dann nach und nach mit Nährstoffen.
    • Nach der Mistschicht trägst du etwas Gartenerde auf. Diese bringt jede Menge Mikroorganismen, Regenwürmer und andere Bodenlebewesen mit ins Beet – und die sind als Mitarbeiter jederzeit herzlich willkommen!
    • Nicht fehlen darf zu guter Letzt natürlich eine dicke Kompostschicht. Achte darauf, dass dein Kompost wirklich reif ist, sodass du direkt lospflanzen kannst und deine Pflanzen sich wohl fühlen. Einen reifen Kompost erkennst du an seinem erdigen Geruch und einer feinen Körnung.
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    Immer der Reihe nach! Die Fruchtfolge von Hochbeet-Pflanzen

    Die volle Ladung an Nährstoffen, die du beim Befüllen in dein Hochbeet gepackt hast, kann manche Gemüsearten ganz schön überfordern. Ein zu nährstoffreicher Boden kann zum Beispiel ein Grund sein, weshalb Karotten kurz und beinig bleiben. Darum ist es total sinnvoll, im frisch befüllten Hochbeet erstmal Starkzehrer anzubauen und, genau wie in anderen Beeten auch, eine Fruchtfolge einzuhalten.

    Der Umgang mit dem begrenzten Platz ist im Hochbeet immer eine kniffelige Angelegenheit. Wenn du große Pläne für das Beet hast und richtig viel pflanzen und ernten willst, verzichtest du besser auf langsam wachsende Gemüsearten und baust mehr von den schnell wachsenden Gemüsen in einer bunten Mischkultur an.

    Umfrage: Was halten die Gartenbewohner vom Gemüse-Hochbeet?

    Für deine Gemüsepflanzen ist so ein Hochbeet eine richtige Luxussuite, weil sie ihre Wurzeln schön tief in die Erde ausstrecken können. Außerdem schaffst du zusätzliche Mini-Klimazonen: von der Sonne erwärmtes Holz auf der Südseite und ein schattiges Plätzchen auf der Nordseite. Diese Vielfalt finden Insekten und Co so richtig gut!

    Weniger begeistert sind die Wühlmäuse. Du kannst dein Gemüse-Hochbeet nämlich mit einem kleinmaschigen Gitter auf der Unterseite absolut mäusesicher machen. Wenn es mindestens 50 cm hoch ist, springt auch keine Maus mehr von oben hinein und du musst deine Karotten nicht teilen.

    Pech gehabt, ihr Nager, versucht euer Glück anderswo!

    Wenn du noch kein Hochbeet für dein Gemüse hast und schon die Ärmel hochkrempelst, um dir dein DIY-Hochbeet zu bauen, findest du hier eine Bauanleitung für ein mäusesicheres Hochbeet.

    Ausgetrickst: Auch Beikräuter haben kaum eine Chance, denn sie können sich nicht einfach von der Seite ins Beet mogeln. Und wenn doch hier oder da welche durchkommen, ist das auch kein Problem. Denn Jäten im Hochbeet ist ein Kinderspiel, weil du es bequem im Stehen erledigen kannst und nicht auf den Knien durch die Beete robben musst.

    Also: Ein Gemüse-Hochbeet ist schnell gebaut und hat viele Vorteile gegenüber normalen Beeten. In luftiger Höhe sind die Hochbeet-Pflanzen vor Kälte und Schädlingen und auch vor stürmischen kleinen Zweibeinern oder Vierbeinern geschützt. ;)

    Vergiss nicht, dir noch schnell meinen Gemüsegarten-Beispielplan herunterzuladen, damit du siehst, was alles so geht im Gemüse-Hochbeet!

    Du hast jetzt so richtig Lust bekommen, Gemüse anzubauen? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

    Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

    28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkulturpartner

    7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

    Gärtnerst du schon in einem Gemüse Hochbeet? Welche Hochbeet-Pflanzen funktionieren bei dir besonders gut? Ich freue mich über deinen Kommentar!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Permakultur Garten

    Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

    Träumst du auch von einem kleinen Permakultur-Garten, in dem jedes Vögelchen und jeder Regenwurm genügend Futter und Platz hat und in dem es an jeder Ecke etwas zu ernten und entdecken gibt?

    Gut, dann bist du hier genau richtig, denn ich stelle dir heute neun konkrete Ideen vor, mit denen du deinem Garten mehr Permakultur verpassen kannst. ;)

    Also leg am besten gleich los und verwandle deinen Garten in ein Paradies für Tiere, Pflanzen und Menschen! :)

    Permakultur Garten
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    Wie lege ich einen Permakultur–Garten an?

    Permakultur ist ziemlich hip! Jeder hat das Wort irgendwo schon mal aufgeschnappt, aber was genau dahintersteckt, bleibt meistens ein Mysterium. Falls auch du noch Klärungsbedarf hast, geht es hier erstmal zu einer kleinen Einführung in die Permakultur. ;)

    Du kennst dich mit Permakultur schon ziemlich gut aus? Alles klar, dann lass uns mal einen Blick in den Garten werfen und schauen, was sich dort ganz konkret an Permakultur-Elementen umsetzen lässt.

    Das Grundprinzip der Permakultur ist ja, dass du mit der Natur arbeitest statt gegen sie. Die Permakultur ist zukunftsfähig und in sich so stabil, dass man von außen kaum eingreifen muss. Aber wie um alles in der Welt setzt man das jetzt in die Praxis um?

    9 Schritte in Richtung Permakultur-Garten:

    #1 Kompostbeete und nicht wendende Bodenbearbeitung im Permakultur-Garten

    Ohne einen gesunden Boden läuft im Permakultur-Garten nichts. Wie kriegen wir es also hin , dass unser Boden fruchtbar und gesund bleibt?

    Das ist ziemlich einfach: Indem wir ihn so viel wie möglich in Ruhe lassen.

    Klingt vielleicht erst mal komisch, aber der Boden ist ein super komplexes System, das aus Mineralen, organischen Materialien und Milliarden von kleinen Mikroorganismen besteht, die zusammen mit Wasser und Luft in ständigen Wechselbeziehungen stehen.

    Wenn du mit einem Spaten in den Boden stichst, um alles einmal umzugraben, dann ist das ein richtig großer Eingriff und wirbelt das Ökosystem Boden kräftig durcheinander. 

    Um deinen Boden so schonend wie möglich zu bearbeiten, rate ich dir deshalb, ihn nicht umzugraben. Stattdessen kannst du ihn vorsichtig mit einer Grabegabel auflockern.

    Die Bodenfruchtbarkeit zu fördern, steht ebenfalls ganz oben auf der Liste eines Permakultur-Gartens. Das kannst du wunderbar umsetzen, indem du Kompostbeete anlegst. Darüber freuen sich die Bodentiere und Mikroorganismen!

    Permakultur Garten

    Außerdem werden deine Pflanzen mit vielfältigen Nährstoffen versorgt und der Boden bleibt schön feucht, gut durchlüftet und fruchtbar. Eine Win-win-Situation für alle im Garten!

    Pssst: Wenn du wissen willst, wie das mit den Kompostbeeten genau funktioniert, kommst du hier zu meinem Beete-anlegen-Videokurs :

    Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

    Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

      #2 Von der Natur abgeschaut: Das Mulchen

      Wenn unser Blick nochmal auf den Beeten hängen bleibt, dann fällt mir gleich noch eine wichtige Maßnahme ein, die den Boden als Lebensraum für zahlreiche Lebenswesen aufwertet –  das Mulchen! Eine ordentliche Mulchschicht im Beet ist Gold wert.

      Mit einer dicken Mulchschicht verdunstet nämlich viel weniger Wasser aus deinen Gemüsebeeten, was sie resillienter gegenüber Trockenperioden macht. Die Bodenlebewesen können ihre Funktion als fleißige Gartenhelferlein voll ausleben, da sie den Mulch in wertvolle Pflanzennahrung umwandeln.

      Auch Unkräuter haben durch die dicke Mulchschicht eine geringere Chance und du dadurch viel mehr Zeit, deinen Garten zu genießen. ;)

      Permakultur Garten

      #3 Mehrjährige Gewächse im Permakultur-Garten

      Möhren, Zucchini, Salat – all das sind Klassiker im Gemüsebeet. Im Permakultur–Garten werden aber besonders gerne mehrjährige Pflanzen angebaut. Sie eigenen sich besser für ein permanentes System, in das so gut wie gar nicht eingegriffen werden muss. 

      Dann musst du deine Pflanzen nämlich nicht mehr jedes Jahr neu säen und pflanzen – super praktisch!

      Rhabarber oder Spargel kennen wir wahrscheinlich alle bereits als mehrjähriges Gemüse. Es gibt aber noch viel mehr:

      Wie wäre es zum Beispiel mit ewigem Kohl, eine tolle Pflanze, die man einmal anbaut und von der man dann mehrere Jahre die Blätter ernten kann.

      Noch mehr mehrjährige Gemüse:

      Auch unter den Kräutern gibt es ganz viele mehrjährige Exemplare, hier nur eine kleine Auswahl:

      • Estragon
      • Liebstöckel
      • Frauenmantel
      • Echter Lavendel
      • Minze
      • Kardamom

      Obst- und Nussbäume sind natürlich auch mehrjährig und passen somit super in deinen Permakultur-Garten. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar Apfel-, Birnen-, oder Walnussbäumen? Auch die Esskastanie ist ein toller Nussbaum, dem hierzulande noch viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

      Permakultur Garten

      Hast du bereits Erfahrungen mit mehrjährigen Pflanzen gesammelt? Dann teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren, damit wir alle voneinander lernen können. :)

      #4 Pflanzen, die sich selbst aussamen

      Einmal ausgesät und der Drops ist gelutscht. ;) Gemüse, welche sich selbst wieder aussamen, können dir eine Menge Arbeit sparen und passen super in das Prinzip eines Permakultur-Gartens.

      Die wilde Rauke zum Beispiel ist eine tolle, mehrjährige Pflanze, die sich ganz ohne deine Hilfe wieder aussät. Das heißt, du kannst ohne große Mühe jederzeit frisches Grün für deinen Salat oder deine Pizza ernten!

      Auch Dill, Kümmel oder Salat machen dir das Leben leicht und vermehren sich ganz von alleine weiter.

      Bei diesen Pflanzen ist lediglich ein wachsames Auge gefragt, denn gerade die wilde Rauke hat Überwucherungspotenzial und verbreitet sich schnell im ganzen Garten, wenn du sie nicht im Zaun hältst. ;)

      #5 Essbare Bodendecker anbauen

      In der Permakultur soll jedes Element mehrere Aufgaben erfüllen. Deswegen sind essbare Bodendecker die perfekten Kandidaten für deinen Permakultur-Garten!

      Sie können, wie ihr Name schon verrät, in kürzester Zeit eine große Fläche bedecken und halten dir somit viele Unkräuter vom Hals. Nicht nur das, viele von ihnen locken mit ihren duftenden Blüten auch Insekten an, dein Boden trocknet nicht so schnell aus UND viele von ihnen sind sogar essbar!

      Hier eine kleine Auswahl der Multitalente:

      • Waldmeister: Bei Waldmeister denken wir alle sofort an Maibowle, oder? Die kleine Waldpflanze kann aber auch super große Flächen bedecken und bildet im Frühjahr hübsche weiße Blüten.
      • Kapuzinerkresse: Die Kapuzinerkresse ist mit ihren wunderschönen Blüten nicht nur ein Schmaus fürs Auge, du kannst von der Pflanze auch jeden Teil in der Küche verwenden.
      • Walderdbeeren: Durch ihre vielen Ausläufer hat die Erdbeere in kürzester Zeit viel Beetfläche bedeckt. So jätest du kein Unkraut mehr, sondern erntest stattdessen jede Menge leckerer Erdbeeren.
      • Neuseeländischer Spinat: Dieses leckere Blattgemüse kann sich ebenfalls schnell flächendeckend ausbreiten. Hier ist aber regelmäßiges Ernten angesagt, sonst bildet der Spinat sehr hochwachsende Triebe!
      Permakultur Garten

      #6 Permakultur heißt Tetris spielen: die Stapeltechnik!

      Gemüse, Sträucher, Kräuter, Bäume, Pilze, Obst und Blumen – wie um alles in der Welt soll ich das alles unterkriegen?

      Die Antwort ist: Tetris spielen!

      Wie auch in der Natur wird im Permakultur-Garten gestapelt was das Zeug hält. Jede Ecke im Garten wird genau beobachtet und so angelegt, dass Wind, Sonne und Schatten optimal genutzt werden.

      In der Praxis heißt das zu Beispiel, dass große Bäume an die Nordseite gepflanzt werden, damit sie nicht alle anderen Pflanzen beschatten. Auf der Südseite werden die Beerensträucher und Gemüsebeete angelegt. Im Schatten der Bäume kannst du Pilze züchten – und wer ein wirklich waschechter Permakulturist werden möchte, kann sogar noch Wein oder Kiwibeeren am Stamm seiner Bäume hochranken lassen.

      Übrigens: Wenn dein Garten sehr eng bepflanzt ist, kann dadurch ein Mikroklima, also ein spezifisches Ortsklima, entstehen. Dieses Mikroklima wirkt im Optimalfall so, dass sogar Pflanzen, die bei uns nicht winterhart sind, wie die Wollmispel oder die Feige, trotzem über den Winter kommen.

      #7 Der perfekte Kompostplatz im Permakultur-Garten

      Der Kompostplatz ist das Herz eines Permakultur-Gartens. Kompost selber herzustellen, ist gar nicht schwer – und so kannst du wunderbare Nährstoff-Kreisläufe schaffen:

      Gemüsereste und andere Gartenabfälle, die dem Boden beim Wachsen Nährstoffe entziehen, werden also von dir kompostiert und der fertige Kompost führt dann die Rohstoffe wieder in deinem Boden zurück.

      So wird der Kreislauf geschlossen und der Boden bleibt fruchtbar.

      Damit du richtig guten Kompost herstellen kannst, ist der Standort deines Komposts entscheidend. Zu viel Sonne und dein Kompost trocknet aus, zu viel Schatten und er wird faulig. Am besten errichtest du deinen Kompost im Halbschatten und an einem geschützten Ort, an dem er Wind und Wetter nicht vollkommen ausgesetzt ist.

      Permakultur Garten

      #8 Regenwasser auffangen und speichern

      Der nächste Punkt ist eigentlich super simple, schlägt aber gleich mehrere Prinzipien der Permakultur mit einer Klappe.

      Regenwasser aufzufangen und es anstelle von Leitungswasser zu verwenden spart richtig viel Energie. Denn auch wenn es nicht direkt sichtbar ist: Unser Trinkwasser muss aufbereitet und transportiert werden und das kostet Energie und Ressourcen.

      Stattdessen kannst du am höchsten Punkt deines Gartens Regenwasser auffangen und es dann dem Gefälle entlang über so viele Zwischenstationen wie möglich durch dein Grundstück leiten.

      Andere Elemente, die in der Permakultur gerne verwendet werden, um bestmöglich Regenwasser zu sammeln und zu verteilen sind Teiche, Dämme, Sickergräben und Wälle.

      #9 Ein Zuhause für Nützlinge schaffen

      Im Permakultur-Garten hat eigentlich jedes Lebewesen ein Anrecht auf Lebensraum. Aber gerade diejenigen, die dir Schnecken, Blattläuse und andere Kandidaten vom Hals halten, sollten ein gemütliches zu Hause in deinem Garten vorfinden, damit sie dort auch bleiben wollen.

      Nützlinge brauchen Unterschlupf und Nahrung. Wie wäre es also mit Laubhaufen, einer Trockenmauer, Benjeshecke oder dem klassischen Insektenhotel? Du wirst gar nicht glauben, wer sich alles in den vielen Ritzen, Fugen und Hohlräumen tummeln wird!

      Permakultur Garten

      Der Permakultur-Garten – ein Lebensprojekt

      Der erste Schritt ist oft der schwierigste. Gerade in der Permakultur, mit all ihren Prinzipien und Gestaltungselementen, kann die Hemmschwelle erst mal ganz schön groß sein. Deswegen möchte ich dich hier ermutigen: Fang einfach an! 

      Jeder Schritt in die richtige Richtung ist super und Permakultur wird in jedem Garten anders aussehen.
       
      Wenn wir aufmerksam beobachten (was übrigens das erste Prinzip in der Permakultur ist ;)), kreative Lösungen zulassen und auch mal querdenken, dann kann das Ganze nur gut werden.

      Wie setzt du Permakultur in deinem Garten um? Hast du noch mehr Ideen? Dann schreibt sie unbedingt in die Kommentare, damit wir alle ein bisschen mehr Permakultur in unsere Gärten holen können. :)

      Tomaten im Topf pflanzen: die 11 wichtigsten Schritte!

      Um eigene Tomaten zu ernten, brauchst du weder Garten noch Gewächshaus. Du kannst Tomaten nämlich auch wunderbar im Topf pflanzen, anbauen und ernten! Aber egal, ob du deine Tomaten im Blumentopf oder Kübel anbauen willst: Für eine erfolgreiche Tomatenernte auf dem Balkon gibt es allerdings ein paar Tipps und Tricks zu beachten. Deswegen zeige ich dir in diesem Artikel 11 wichtige Schritte, die du kennen solltest, bevor du deine Topf-Tomaten pflanzt!

      Inhaltsverzeichnis
      #1: Der richtige Topf muss her!
      #2: Tomaten sind hungrig!
      #3: Nur eine Tomatenpflanze pro Topf pflanzen!
      #4: Die geheime Tomaten-Düngermixtur ;)
      #5: Tomaten tief einpflanzen 
      #6: Tomaten brauchen eine Rankhilfe
      #7: Der beste Ort für deine Topf-Tomaten
      #8: Topfgeeignete Tomatensorten anbauen
      #9: Tomaten im Topf sind durstig!
      #10: Tomaten im Topf mulchen?! Oh jaaa!
      #11: Tomaten im Topf düngen

      Bevor du deine Tomaten in den Kübel pflanzen kannst, müssen natürlich erstmal Jungpflanzen her – am liebsten natürlich von deiner Lieblingssorte! Die kannst du entweder in der Gärtnerei kaufen, oder du ziehst sie einfach selbst. Wie das gelingt, zeige ich dir hier in diesem Artikel.

      Wenn es dann endlich Mitte Mai ist, deine Jungpflanzen inzwischen groß und kräftig sind und die Gefahr für Spätfröste vorbei ist, dürfen deine Tomaten nach draußen in ihren Topf umziehen – endlich!

      #1: Der richtige Topf muss her!

      Tipp 1 ist, dass deine Tomaten einen richtig großen Topf brauchen! Das ist der häufigste Fehler, den ich sehe, wenn Leute Tomaten im Topf pflanzen. Wenn der Topf zu klein ist, haben deine Tomaten gar keine Chance, groß und kräftig zu werden und viele Tomaten zu produzieren.

      Ein ordentlich großer Topf mit mindestens 20 Liter Fassungsvermögen bildet also die Grundlage, die du für eine gute Tomatenernte brauchst. Außerdem sollte der Topf mindestens ein Loch im Boden aufweisen, durch das überschüssiges Gießwasser abfließen kann.

      Wenn du außer Tomaten noch andere Gemüsepflanzen im Topf anbauen willst, dann lade dir am besten gleich meinen Topfgrößen-Guide herunter. Der verrät dir auf einen Blick, wie groß die Töpfe und Kübel mindestens sein sollten, damit dein Gemüse dir eine dicke Ernte abwirft!

      #2: Tomaten sind hungrig!

      Deine Tomaten haben einen großen Nährstoffbedarf, deswegen ist mein Tipp, sie direkt in einem Gemisch mit reifem Kompost anzubauen. Den Kompost kannst du bestenfalls im Garten selber herstellen, aber fertige Pflanzerde aus dem Baumarkt tut es natürlich auch.

      Spannend für die HühnerhalterInnen unter euch: Ich verwende am allerliebsten verrotteten Hühnermist-Kompost. Der ist vollgepackt mit Phosphor und Stickstoff und die Tomaten fühlen sich darin besonders wohl. 

      Vielleicht hast du ja auch das Glück, dass bei dir in der Nähe Pferde wohnen? Dann kannst du dort bestimmt eine Schubkarre voll gut abgelagerter Pferdeäpfel aus dem Vorjahr abstauben – die sind eine wunderbare Nährstoffquelle für deine Tomaten.

      Mit dem Kompost und Gemüse- oder Pflanzerde aus dem Baumarkt fülle ich die untere Hälfte meines Topfes, gebe ein bis zwei Hände Sand dazu und vermische das Ganze gut. Das mache ich, damit das Wasser besser ablaufen kann und die Tomaten keine nassen Füße bekommen – die mögen Tomaten nämlich so gar nicht. ;)

      In Tipp N°4 verrate ich dir gleich, wie ich diese Mischung noch aufpimpe!

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      Mehr Informationen

      #3: Nur eine Tomatenpflanze pro Topf pflanzen!

      Den kleinen Tomatenpflanzen traut man am Anfang oft gar nicht zu, dass die mal richtig groß und kräftig werden und dann steckt man schnell mal zwei oder sogar drei in einen Topf. Das führt aber dazu, dass die Tomaten sich untereinander Konkurrenz machen und so nicht ihr ganzes Potential ausschöpfen können. 

      Also: Eine Tomate pro Topf reicht völlig aus. Deine Ernte wird dann größer sein, als wenn du es etwas zu gut meinst und gleich zwei oder drei Tomaten in einen Topf pflanzt.

      Wenn du deine Tomaten in einem großen Maurerkübel anbauen willst, dann kannst du ruhig zwei oder drei Tomaten zusammen einpflanzen, aber bei einem Topf immer nur eine – das ist ganz wichtig. 

      Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum Wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wachsen dir deine Tomaten nicht über den Kopf – und die Früchte wachsen dir quasi in den Mund!

      Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

      Übrigens: Wie wäre es mit einen übersichtlichen Tomaten-Masterplan zum Download? Lass mir deine Emailadresse da und ich schicke ihn dir per Mail:

      #4: Die geheime Tomaten-Düngermixtur ;)

      Ich verwende immer dieselbe Düngermixtur, die sich unglaublich gut bewährt hat. Sie gibt meinen Tomaten die richtige Starthilfe. Die Zutaten: Hornspäne und Urgesteinsmehl*, zu gleichen Teilen.

      Die Bestandteile gut vermischen und dann pro Tomatenpflanzen drei Esslöffel mit dem bereits eingefüllten Kompost im Topf vermengen. So sind die Tomaten fürs Erste mit allem was sie brauchen versorgt. Wie du sie im Laufe des Sommers düngen kannst, zeige ich dir weiter unten.

      #5: Tomaten tief einpflanzen

      Tomaten werden immer ein bisschen tiefer gepflanzt als sie in ihrem Anzuchttopf stehen. So können sie mehr Wurzeln ausbilden und stehen noch fester. Der Trick dabei ist, dass die unteren Blätter nicht den Boden berühren dürfen, denn sonst gibt es schnell Probleme mit der Krautfäule. Um das zu vermeiden, werden die unteren Blätter einfach abgeknipst, wenn die Pflanze aus ihren Kinderschuhen herausgewachsen ist.

      Tomaten mit Rankhilfe

      #6: Tomaten brauchen eine Rankhilfe

      Deine Tomaten brauchen irgendeine Art von Stütze, damit sie gut in die Höhe wachsen kann, ohne dass sie instabil wird und der Haupttrieb abbricht. Das kann ein spezieller Tomatenstab sein, du kannst aber auch einfach einen Stock benutzen. Wichtig ist, dass der Stab oder Stock lang genug ist, damit deine Tomate die ganze Saison daran hochwachsen kann. 

      1,70 m bis 2 m ist eine gute Länge für einen Tomatenstab. Den Stab versenkst du dann tief in deinem Topf, damit er einen guten Stand hat und die Pflanze stützen kann. 

      Die Tomatenpflanze kannst du im Laufe des Sommers in regelmäßigen Abständen am Stab hochbinden*. Ich mache dafür immer eine lockere Schlaufe um den Stiel der Pflanze. 

      Tipp: Die Schlaufe sollte unterhalb eines Blattpaares sitzen. So kommt der Tomate beim Wachsen kein Strick in die Quere. 

      #7: Der beste Ort für deine Topf-Tomaten

      Deine Tomaten brauchen einen absolut sonnigen Platz. Mindestens fünf Stunden direktes Sonnenlicht sollten deine Tomatenpflanzen am Tag abbekommen. Sieben Stunden wären noch besser. Außerdem freut sich jeden Tomate über einen Dachvorsprung, der sie vor Regen schützt.

      Balkontomate, Tomate im Topf anbauen

      #8: Topfgeeignete Tomatensorten anbauen

      Für den Tomatenanbau in Topf oder Kübel sind nicht alle Sorten geeignet. Vor allem großfrüchtige Tomaten wie Fleischtomaten sind eher ungeeignet, da die Früchte im Topf oft nicht zuverlässig ausreifen.

      Für den Tomatenanbau auf dem Balkon oder der Terrasse sind deswegen eher kleinfrüchtige Sorten wie Cocktail- oder Cherrytomaten geeignet.

      Besonders geeignet finde ich die Sorte “Rotkäppchen“. Das ist eine Buschtomate, die sich super für den Tomatenanbau auf dem Balkon oder der Terrasse eignet. Das Besondere an dieser Sorte: Sie wächst mehrtriebeig, du musst sie also nicht ausgeizen. So wächst sie richtig buschig und liefert dir extra viele Tomaten.

      Wenn du noch auf der Suche nach ein paar richtig leckeren und ertragreichen Tomatensorten bist, habe ich dir in diesem Artikel meine 5 liebsten Sorten zusammengefasst. 

      #9: Tomaten im Topf sind durstig!

      Wer eine gute Tomatenernte einfahren möchte, sollte unbedingt auf eine gute Wasserversorgung achten. Gleichbleibende Feuchtigkeit ist Tomaten sehr wichtig, und gerade im Topf verdunstet das Gießwasser sehr schnell. 

      Wir gießen unsere Topf- Tomaten jeden Tag*, spätestens aber alle drei Tage. Wichtig ist, dass die Erde nie komplett austrocknet.

      #10: Tomaten im Topf mulchen?! Oh jaaa!

      Ihr wisst ja, dass ich ein großer Fan vom Mulchen bin, und gerade im Topf, wo das Wasser schnell verdunstet, ist es super wichtig, die oberste Erdschicht mit einer Lage aus organischem Material abzudecken. Das macht einen enormen Unterschied, wenn es darum geht, dass der Topf schön feucht bleibt. 

      Wir benutzen dafür Rasenschnitt oder Holzhackschnitzel. Du kannst aber auch Stroh verwenden. Die organische Schicht kann dann locker 10 bis 15 Zentimeter dick sein, da kann man ruhig großzügig sein.

      #11: Tomaten im Topf düngen

      Um die Tomaten unter der Saison zu düngen, verwende ich entweder einen biologischen Tomatendünger, da gibt es ja tolle Dünger, die genau auf Tomaten abgestimmt sind, oder Brennnesseljauche – die kann man auch wunderbar selber herstellen. 

      Jaaa, die stinkt ein bisschen, aber deine Tomaten freuen sich wie Bolle. ;)

      Mit Tomatendünger oder der Brennnesseljauche kannst du deine Tomaten im Laufe des Sommers etwa alle drei Wochen düngen. Du kannst die beiden auch mal abwechseln, dann sind deine Tomaten auf jeden Fall mit allem versorgt, was sie für ein glückliches Tomatenleben brauchen. 

      Du bist schon gespannt, wie es mit der Tomatenpflege weitergeht? Dann schau gerne hier vorbei:

      Tomaten ausgeizen und pflegen – Schritt für Schritt mit Bildern!

      Erste Hilfe für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

      Tomaten pflanzen: Schritt für Schritt zu Traum-Tomaten!

      Hast du noch einen Geheimtipp, wie man Tomaten besonders gut im Topf oder Kübel pflanzen und anbauen kann? Dann schreib es gerne in die Kommentare!

      *Werbung

      Balkongemüse: verschiedene Gemüse auf dem Balkon

      Balkongemüse – Leckere Ernte aus luftiger Höhe!

      Du träumst davon, Balkongemüse anzubauen und dich hoch oben ein Stück weit selbstzuversorgen? Dann bist du hier genau richtig. Lass uns auschecken, was auf deinem Balkon so alles geht!

      Inhaltsverzeichnis
      Kein Garten? Keine Ausrede! Gute Gründe für Gemüse auf dem Balkon
      Auf dem Balkon Gemüse anbauen: Was muss ich beachten?
      Welche Sorten eignen sich als Balkongemüse?
      Balkongemüse: Pflanzen oder Säen?
      Töpfe, Kästen, Wannen: Worin sich Balkongemüse wohlfühlt
      Mit Balkongemüse hoch hinaus: Vertikaler Gemüse Balkon
      Projekt Gemüsegarten auf dem Balkon: Das ganze Drumherum

      Kein Garten? Keine Ausrede! Gute Gründe für Gemüse auf dem Balkon

      Du hast einen Balkon und keinen Garten? Dann bau doch einfach dein Gemüse in Blumenkästen und Kübeln an! Natürlich kannst du dich vom Balkon Obst und Gemüse nicht komplett selbstversorgen. Aber es gibt trotzdem nichts Köstlicheres, als den eigenen zart-knackigen Kohlrabi direkt aus der Erde zu vernaschen oder eine riesige Salatschüssel voll mit frisch geerntetem Salat zu verputzen!

      Außerdem sieht Balkongemüse auch richtig attraktiv aus! Gurken und Tomaten bilden wunderschöne gelbe Blüten aus, und die Blätter von rotem und grünem Salat sind ein wunderbarer Kontrast zu den duftenden Nadeln vom Rosmarin. Wenn dann noch die Minze ihren unvergleichlichen Duft verströmt, ist mein Balkonglück einfach perfekt. Haaach – ich könnte immer weiter schwärmen von meinem Gemüsegarten auf dem Balkon!

      Du möchstest auch Kräuter, Obst und Gemüse auf dem Balkon anbauen? Dann habe ich was für dich! Welche Pflanzen auch im Topf klarkommen, verrät dir mein Balkonkompass. Nur beim Sonnenlicht sind viele Pflanzen leider nicht so kompromissbereit… Deshalb zeigt dir der Kompass auch, was nur auf einem Südbalkon gedeiht – und welche Kandidaten mit Halbschatten zurechtkommen. Finde jetzt heraus, was du von deinem Balkon ernten kannst! Los geht’s!

      Aber jetzt mal weg von der reinen Schwärmerei hin zu den harten Fakten. ;) Diese fünf handfesten Vorteile hast du nämlich, wenn du dein eigenes Balkongemüse anbaust:

      • Fakt Nummer 1 – Fun Fun Fun: Balkongemüse anbauen macht einfach Spaß! :) Es ist wunderbar, die Pflanzen wachsen zu sehen und später im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte deiner Arbeit zu ernten.
      • Fakt Nummer 2innere Werte: Du weißt, was du isst. In deinen Gemüse Pflanzen vom Balkon gibt es keine Rückstände von Spritzmitteln oder anderer Chemie. 
      • Fakt Nummer 4Schleimer müssen draußen bleiben: Auf dem Balkon sind deine grünen Freunde sicher vor den gefräßigen Schnecken. Bis auf den Balkon schaffen die es nämlich nicht und deine Pflanzen können unbelästigt munter und vergnügt wachsen.
      • Fakt Nummer 5Wärmespeicher inklusive: Die Temperaturen fallen zwischendurch plötzlich? Dein Balkongemüse merkt das meistens gar nicht, weil sie von der Wärme profitieren, die die Hauswand gespeichert hat. Während Gemüse im Beet jämmerlich friert, kuschelt sich dein Balkongemüse einfach an die warme Wand.

      Du siehst: Gemüse anbauen auf dem Balkon ist mindestens so genial wie im Garten und teilweise sogar einfacher! Und während du jetzt planst und überlegst, pack doch schon mal als kleine Vorübung ein paar Keimsprossen in ein altes Marmeladenglas. :) Innerhalb von wenigen Tagen wird es wunderbar sprießen und du hast deine allererste eigene Ernte. Der perfekte Startschuss für deinen Balkon Gemüsegarten! 

      Balkongemüse: Cocktailtomaten

      Auf dem Balkon Gemüse anbauen: Was muss ich beachten?

      Wenn du jetzt schon ganz hibbelig bist und sofort anfangen möchtest, Gemüse auf dem Balkon anzubauen, nimm dir bitte erst noch ein wenig Zeit dafür, deine Balkonsituation genau einzuschätzen. Eine gute Planung ist nämlich die halbe Miete, vor allem, wenn es um so ein cooles Projekt wie den Gemüseanbau auf dem Balkon geht.

      Dazu stellst du dir am besten die drei W-Fragen:

      • Was ist auf meinem Balkon erlaubt?
      • Darfst du in die Wände bohren?
      • Darfst du Blumenkästen nach außen hängen?
      • Wieviel hält die Balkonstatik aus?
      • Erde und Gießwasser ergeben sehr schnell ein enormes Gewicht. Wenn du ganz viele Töpfe und Kästen aufstellst und dann noch eine Balkonparty schmeißt: Hält dein Balkon das aus?
      • Wie möchte ich meinen Balkon nutzen?
      • Wieviel Platz habe ich für mein Balkongemüse, wenn es auch eine gemütliche Sitzecke geben soll?
      • Wo stelle ich die Pflanzen auf?
      • Brauche ich außerdem Abstellmöglichkeiten oder Stauraum?

      Wenn du Antworten auf alle diese Fragen gefunden hast, kannst du loslegen und Gemüse auf dem Balkon pflanzen! Yippie!

      Welche Sorten eignen sich als Balkongemüse?

      Nach all diesen Vorüberlegungen wird es jetzt konkret: Welches Gemüse wächst auch als Balkongemüse im Topf gut? Pflanzen möchten nämlich eigentlich gar nicht eingesperrt sein, sondern ihre Wurzeln bequem in alle Richtungen ausstrecken können. Das ist in einem Topf natürlich schwierig. Nicht alle Kandidaten, die wir gerne auf dem Balkon hätten, sind da kompromissbereit.

      Kopfkohl, Zucchini, Kürbis und Süßkartoffeln zum Beispiel haben ein solches Wurzelwachstum, dass sie im Topf kläglich vor sich hin kümmern würden. Sie eignen sich einfach nicht als Balkonpflanzen Gemüse – das führt nur zu Frust auf beiden Seiten. ;)

      Aber keine Sorge, es gibt genügend Gemüse, das sich auch in Kästen oder Töpfen wohlfühlt! Mini Gemüse Pflanzen zum Beispiel sind besondere Züchtungen von Gemüsesorten, die lange nicht so viel Platz beanspruchen wie ihre großen Brüder und Schwestern. Und auch viele herkömmliche Sorten sind von Haus aus genügsam und mit einem Topf zufrieden.

      Unter den Balkonpflanzen gibt es übrigens auch die ganz harten Kerle, die den gesamten Winter über auf dem Balkon bleiben können und dir im nächsten Jahr wieder eine tolle Ernte* liefern. Sie bleiben dir über viele Jahre erhalten und du musst sie nicht immer wieder neu kaufen. Vielleicht planst du auch davon ein paar ein?

      Balkongemüse: Pflanzen oder Säen?

      Was ist besser: Saatgut oder Jungpflanzen kaufen?

      Auf diese Frage gibt es leider keine allgemeingültige Antwort, denn das hängt immer von deiner ganz persönlichen Situation ab.

      Damit du nicht lange überlegen musst, habe ich dir hier mal eine kleine Pro und Contra Liste gemacht. So siehst du ganz fix, was für dich am besten passt.

      SaatgutJungpflanzen
      GärtnererfahrungMit ein bisschen Erfahrung gut machbar: Um kräftige und gesunde Jungpflanzen aus Saatgut heranzuziehen, brauchst du schon ein kleines bisschen Vorwissen oder Erfahrung – und natürlich Equipment wie Töpfe, Erde und Pflanzenlampen*. Aber keine Angst – es ist nicht super kompliziert und du findest hier auf dem Blog jede Menge Infos und Hilfen. Trau dir das ruhig zu! :)Auch ganz ohne Erfahrung machbar: Jungpflanzen aus dem Gartenmarkt sind kräftig und robust. Du musst sie nur noch einpflanzen und brauchst kein weiteres Equipment. 
      SortenvielfaltSo unglaublich viele tolle und alte Gemüsesorten warten darauf, dass du sie entdeckst! Du hilfst mit deinem Saatgutkauf dabei, die Sortenvielfalt zu erhalten.Im Gartenmarkt gibt es die bewährten Standardsorten. Sie eignen sich perfekt zum Gemüse anpflanzen auf dem Balkon.
      AufwandEs bedeutet schon etwas Aufwand, Jungpflanzen aufzuziehen. Aber es macht auch unglaublich viel Spaß, den Pflanzen von Anfang an beim Wachsen zusehen zu können!Jungpflanzen zu kaufen ist nicht aufwändig – du musst es nur in den Gartenmarkt schaffen. ;)
      PreisDu bezahlst für ein Saatguttütchen und kannst aus dem Inhalt ganz viele Pflanzen ziehen.Jungpflanzen zu kaufen ist deutlich teurer.

      Na, wie sieht es aus? Bist du im Balkongemüse Team Saatgut oder im Team Jungpflanzen? Du kannst natürlich auch in beiden Teams gleichzeitig spielen oder jederzeit das Team wechseln. ;)

      Balkongemüse: Jungpflanzen in Anzuchtplatte

      Töpfe, Kästen, Wannen: Worin sich Balkongemüse wohlfühlt

      Ohne eine passende Wohnung geht gar nichts. Das gilt auch für dein Balkongemüse! :) Aber statt die Wohnungsanzeigen zu studieren, kannst du in diesem Fall deiner Fantasie freien Lauf lassen: Beinahe jedes Gefäß eignet sich für deine grünen Freunde. Du kannst natürlich ganz klassisch im Gartenmarkt passende Töpfe kaufen, aber so richtig einzigartig und nachhaltig wird es, wenn du Dinge verwendest, die du schon hast.

      Eine alte Zinkschüssel steht schon ewig herum? Dein Einkaufskorb hat keinen Henkel mehr? Das Sauerkrautfass von Tante Hilde ist schon ein wenig in die Jahre gekommen? Nichts wie her damit!

      Im Handumdrehen bastelst du daraus eine super schicke Wohnung für dein Obst und Gemüse. Undichte Gefäße – wie alte Weidenkörbe – kleidest du einfach mit Folie aus und fertig ist das Luxusloft für deine Cocktailtomate!

      Du musst nur darauf achten, dass das Wasser, was du oben reingießt, unten auch wieder rauslaufen kann. Sonst bildet sich am Ende ein kleiner Teich – und ständig nasse Füße zu haben, finden die meisten Gemüsepflanzen doof. Sie wachsen dann nicht richtig oder die Wurzeln beginnen zu faulen.

      Okay – das überschüssige Wasser läuft also unten wieder raus. Und wohin? Einfach auf den Boden? Ein Wasserfall auf dem Balkon ist unschön und deine Nachbarn von unten verzichten sicher auch dankend auf eine unfreiwillige Dusche! ;) Du brauchst deshalb für deine Pflanzgefäße unbedingt auch passende Untersetzer. Wenn du dann noch mit Augenmaß gießt, hast du alles in trockenen Tüchern, ääh, behältst einen trockenen Balkonboden.

      Balkongemüse
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      Mit Balkongemüse hoch hinaus: Vertikaler Gemüse Balkon

      Was im Garten gilt, gilt für den Balkon sowieso: Es gibt einfach immer viiiel zu wenig Platz! Und hier sind die Balkongärtner definitiv im Vorteil: Dein Balkongemüse kannst du nämlich auch in der Senkrechten anbauen und so den Platz nutzen, der sonst immer frei bleibt. Deshalb geht auf dem Balkon mehr, als du denkst!

      Pflanzregale aus alten Weinkisten, die du an die Wand schraubst oder Topftürme aus Töpfen, die nach oben hin immer kleiner werden, sind günstige Möglichkeiten, wenn du mit deinem Obst und Gemüse auf dem Balkon hoch hinauswillst. Oder du befestigst eine kleine Palette an der Wand und nutzt sie als Aufhängemöglichkeit für Kästen oder runde Gefäße.

      Manche Balkongemüse wie Cocktailtomaten und Minigurken sind schon von sich aus Klettermaxe und freuen sich über Rankhilfen wie Stangen oder Schnüre*. Als Nebeneffekt ergibt das auch einen wunderschönen grünen Sichtschutz auf deinem Balkon.

      So bist du vor unerwünschten Einblicken geschützt und hast gleichzeitig dieses wunderbare Dschungelfeeling. Du musst deine Pflanzen nur geschickt platzieren – und schon ist es auf deinem Balkon wie im Urlaub. Willkommen in Balkonien! Herrlich, oder?

      Schau dir auch gerne in diesem Video an, wie du ganz einfach wunderbar kräftige Topftomaten für einen tollen Sichtschutz anbaust:

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      Projekt Gemüsegarten auf dem Balkon: Das ganze Drumherum

      Für dein Balkongemüse brauchst du nicht nur Töpfe, sondern auch Erde, Dünger, Mulchmaterial und Werkzeug:

      • Als Erde genügt reifer Kompost oder eine gute torffreie Pflanzerde für Obst und Gemüse.
      • Ein Bioflüssigdünger stillt den Hunger deiner grünen Freunde. Wenn du Starkzehrern wie Tomaten oder Gurken bei der Pflanzung noch einen Langzeitdünger* mit in den Topf packst, machst du sie überglücklich.
      • Holzhackschnitzel oder Matten aus Hanf oder Schafwolle, die du entsprechend zuschneidest, sind ein gutes Mulchmaterial. Wenn die Erde in deinen Töpfen und Kästen immer bedeckt ist, trocknet sie nicht so schnell aus und du musst weniger gießen. 

      Mit der richtigen Ausrüstung und dem nötigen Wissen macht es gleich doppelt so viel Spaß, Gemüse auf dem Balkon anzupflanzen. Apropos: Hast du dir schon den Balkongemüse-Kompass heruntergeladen? ;)

      Du siehst: Es muss nicht immer ein Garten sein! Auch auf dem Balkon kannst du ganz viel leckeres Balkongemüse anbauen! Du solltest dich aber vorher erkundigen, was du statisch und rechtlich dabei beachten musst. So bleibt der Hausfrieden erhalten und du verärgerst deinen Vermieter nicht. Wenn du dann noch balkontaugliche Gemüsesorten auswählst, deine Pflanzen geschickt anordnest und das richtige Werkzeug hast, kannst du mit Volldampf ins Balkongarten-Glück starten!

      Balkongemüse ist ganz dein Ding? Dann schau dir doch gleich ein paar passende Gemüseporträts dazu an!

      Salat pflanzen, pflegen und ernten – die komplette Anleitung!

      Paprika pflanzen – In 5 Schritten zu einer fantastischen Ernte!

      Radieschen säen und ernten – so funktioniert es garantiert!

      Hast du schon mal Balkongemüse angebaut? Welche Sorten funktionieren bei dir gut? Lass mir gerne einen Kommentar da! :)

      *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Marie im Garten zur Aussaat im März

      Aussaat & Pflanzen im August + Gemüsegarten-Pflanzplan 2026

      Der August ist ideal, um noch einmal richtig loszulegen im Gemüsegarten. Wer auch im Herbst und Winter frisches Gemüse ernten möchte, kann jetzt noch einiges säen und pflanzen. Lass uns gleich loslegen mit den Gemüsesorten, die jetzt in die Erde dürfen! Außerde schauen wir uns an, welche Gartenarbeiten im August anstehen, damit dein Garten auch in der zweiten Jahreshälfte weiter Freude macht.

      Inhaltsverzeichnis
      Vorziehen im Haus – das steht jetzt an
      Gemüse, das du jetzt direkt ins Beet säen kannst
      Draußen pflanzen
      Hol dir deinen Gemüsegarten-Pflanzplan!
      Gartenarbeiten im August

      Vorziehen im Haus

      Diese Pflanzen kannst du im August im Haus vorziehen, um sie im Garten auszupflanzen sobald du Platz in den Beeten hast und die Jungpflanzen etwa 4 Wochen alt sind:

      Gemüse, das du im August direkt ins Beet säen kannst

      Diese Gemüsearten kannst du im August direkt im Garten aussäen:

      Draußen pflanzen

      Hier ist eine Liste mit Pflanzen, die du im August im Garten pflanzen kannst:

      Hier im Video erfährst du, welche Sorten sich für die Aussaat im Sommer gut eignen:

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      Dein fertiger Gemüsegarten-Pflanzplan

      Damit jedes Gemüse im Beet auch an der optimalen Stelle landet, gibt’s eine kleine Gartenhilfe für dich: Unseren 0 € Gemüsegarten-Beispielplan, den du dir ganz einfach downloaden kannst. Darin erfährst du, was in welchem Monat wo gepflanzt oder gesät wird. Das ist super praktisch, wenn du ohne viel Planung direkt loslegen magst und trotzdem mit System gärtnern willst.

      Den Gemüsegarten-Pflanzplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkulturpartner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss.

      Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich erntest und jeden Monat sofort losgärtnern kannst.

      Trag dich hier ein und schon flattert der Pflanzplan in dein E-Mail Postfach:

      Gartenarbeiten im August – das steht jetzt an!

      Alle Pflanzen, die mittlerweile höher als 10 cm sind, solltest du jetzt mulchen. Das bedeutet, dass du den Boden mit organischem Material wie Rasenschnitt, Holzhackschnitzeln oder Laub abdeckst.

      So verdunstet viel weniger Wasser und du musst je nach Dicke der Mulchschicht kaum noch gießen. Außerdem unterdrückt Mulch aufkommendes Unkraut – damit hast du dann auch viel weniger Arbeit.

      Weil Mulchen eine richtig tolle Sache ist, findest du hier einen ganzen Beitrag zum Thema. Schau gerne rein und lies hier weiter :).

      Wahrscheinlich sind deine Tomaten diesen Monat schon richtig stattlich! Denk dran, sie regelmäßig auszugeizen (außer bei Buschtomaten, die haben das nicht nötig) und binde sie hoch, damit sie nicht abknicken.

      Alle Starkzehrer, also Tomaten, Gurken, Kürbisse und viele mehr freuen sich weiterhin über regelmäßige Düngergaben – etwa alle 2 Wochen.

      Und das Schönste am August: Wir sind jetzt mitten in der Haupt-Erntezeit! Genieß die Früchte deiner Arbeit und lass dir all die Leckereien schmecken. Wenn der Erntekorb mehr hergibt, als du essen kannst, dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um für den Winter Vorräte einzukochen und zu fermentieren.

      Und jetzt raus mit dir in den Garten!

      Lust auf mehr Infos zum Gemüse-Anbau? Hier findest du weitere spannende Artikel zum Thema:

      Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

      Chicorée: Das magische Wintergemüse, das im Dunkeln wächst!

      24 Gemüse, die du im Winter anbauen kannst!

      Welche Aussaaten hast du für den August geplant? Schreib mir gern in den Kommentaren, was du diesen Sommer im Garten noch vorhast!

      Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.ung

      Gemüse pflanzen

      Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

      Du möchtest Gemüse pflanzen? Deine Hände in die krümelige Erde stecken und ihr eine richtig leckere, üppige Ernte hervorlocken? Wenn du mich fragst, dann klingt das nach einem ziemlich guten Plan! Ich verrate dir heute kurz und knackig meine besten Tipps und Tricks zum Gemüse pflanzen, die ich zu Beginn meines Gartenabenteuers auch sehr gerne gekannt hätte. :)

      Inhaltsverzeichnis
      Gemüse pflanzen nach Plan!
      Gemüsepflanzen vorziehen oder direkt säen?
      Nur die Harten kommen in den Garten!
      Von Sonnenanbeterinnen und dem Schattendasein
      Manche Gemüsepflanzen sind richtige Vielfraße
      Gemüse richtig pflanzen: Wer mag was?
      Im Hochbeet Gemüse pflanzen

      Falls du noch nicht so viele Erfahrungen im Gärtnern gesammelt hast, lohnt es sich sehr, wenn du dich im Vorhinein mit ein paar Praktiken des Pflanzens vertraut machst. Keine Panik, damit meine ich nicht, dass du dich wochenlang in Gartenbüchern vergraben sollst, um das gesammelte Garten-Wissen der weiten Welt zu studieren.

      Es reichen schon ein paar ausgeklügelte Methoden, damit du gleich in deinem ersten Gemüsegarten-Jahr ein voll bepacktes Erntekörbchen mit einer Vielzahl von Gemüsen in deine Küche tragen kannst. Und die schauen wir uns jetzt an!

      Gemüse pflanzen nach Plan!

      Nimm dir die Zeit, deine Gemüse-Abenteuer zu planen. Damit steigerst du nicht nur deine Erträge, sondern sorgst auch dafür, dass du und deine Liebsten das ganze Jahr über Gemüse aus eurem eigenen Freiluft-Supermarkt ernten könnt.

      Ich stehe total darauf, Anbaupläne zu erstellen, weil der einfach so ein richtiger Gamechanger in meinem Gemüsegarten war. ;)

      Einen ausgeklügelten Pflanzplan für den eigenen Gemüsegarten zu erstellen, kann am Anfang ein bisschen zu rauchenden Köpfen führen, weil es einfach sooo viel zu beachten gibt! Fruchtfolgen müssen durchdacht und die Gemüse mit den passenden Beet-Partnern verkuppelt werden. Im besten Fall solltest du auch noch eine gestaffelte Aussaat und Ernte berücksichtigen, damit du wirklich das ganze Jahr Gemüse aus dem eigenen Garten ernten kannst.

      Wenn du deinen eigenen Anbauplan erstellen möchtest, dann hilft dir dieser Artikel weiter: In 6 Schritten zum Gemüsegarten-Pflanzplan

      Falls du jetzt aber sagst: „Ok, das ist ja alles schön und gut. Ich habe aber einfach nicht die Zeit, so einen Plan auszuknobeln!“ – kein Problem:

      Ich habe für dich schon die gesamte Planung erledigt und du kannst dir meinen Pflanzplan gerne herunterladen. Du kannst den Beetplan entweder 1:1 übernehmen oder an deine eigenen Bedürfnisse anpassen.

      Gemüsepflanzen vorziehen oder direkt säen?

      Ich versuche, so viele Gemüse wie möglich direkt auszusäen, weil das viel weniger Arbeit macht und die Pflanzen oft um einiges kräftiger im Beet stehen als ihre vorgezogenen Kollegen.

      Direkt gesäte Pflanzen können ihre zarten Wurzeln nämlich gleich in die Erde strecken und bilden dadurch ein viel stärkeres Wurzelsystem aus. In trockenen Sommern ist das ein enormer Vorteil, weil die Gemüsepflanzen sich besser selberversorgen können und nicht gleich verdursten, nur weil du eine Woche im Urlaub bist. 

      Und Hand aufs Herz – wenn du schon mal selber Jungpflanzen vorgezogen hast, dann kennst du bestimmt die dünnen, schwächlich aussehenden Jungpflanzen auf der Fensterbank, die einfach nicht kräftig wachsen wollen? Bei mir hat es auch eine Weile gedauert, bis ich die richtigen Tricks und Kniffe für gesunde und kräftige Jungpflanzen draufhatte, sodass die später im Beet eine richtig gute Figur machen.

      Durch die Voranzucht kannst du deinen Pflanzen einen enormen Wachstumsvorsprung verschaffen. Besonders die Sonnenanbeter unter dem Gemüse, wie Tomaten, Paprika oder Aubergine brauchen diesen Vorsprung, weil sie erst nach den letzten Frösten in die Beete gepflanzt werden können. Und um eine richtig dicke Ernte abzuwerfen, benötigen sie genügend warme Tage für das Wachstum und die Ausbildung viiieler fantastischer Früchte. :)

      Wenn du Lust hast, mehr über die Anzucht von Jungpflanzen zu lesen, dann bitte einmal hier entlang. 

      Gemüse pflanzen

      Nur die Harten kommen in den Garten!

      Bevor du deine vorgezogenen Gemüse in das Freiheit entlässt und in deine Beete pflanzt, empfehle ich dir, deine Jungpflanzen erst einmal abzuhärten. Was das bedeutet?

      Abhärten bedeutet, dass du deine Pflanzen Schritt für Schritt an die kühleren Temperaturen und das Tageslicht gewöhnst. Im Haus stehen sie nämlich relativ warm und haben noch nie den Wind und die Sonne auf ihren zarten Blättern gespürt. 

      Achtung: Auch Pflanzen aus dem Gartencenter oder dem Baumarkt sind nicht immer an direktes Sonnenlicht gewöhnt.

      Für das Abhärten hast du mehrere Möglichkeiten:

      • Du kannst deine Pflanzen in ein Gewächshaus oder in einen Frühbeetkasten stellen. Dabei ist es wichtig, zu beachten, dass die Temperaturen den Gefrierpunkt nicht unterschreiten. In kalten Nächten kannst du die Pflanzen mit einem zusätzlichen Kälte-Schutz wie einem Gartenvlies ausstatten.
      • Alternativ kannst du deine Topf-Pflanzen tagsüber für einige Stunden nach draußen stellen. Nachts und wenn kühlere Temperaturen erwartet werden, holst du die Frostbeulen wieder ins Haus. Die Pflanzen können sich so langsam an Wind und Wetter gewöhnen.

      Kleiner Tipp: Stelle deine Pflanzen in den ersten Tagen nicht in direktes Sonnenlicht, sodass sie keinen Sonnenbrand bekommen.

      Gemüse pflanzen
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      Von Sonnenanbeterinnen und dem Schattendasein

      Kommt dir das bekannt vor? Es gibt einige Menschen, die heiße Temperaturen viel besser vertragen als andere Mitmenschen und umgekehrt.

      Genauso ist das auch bei Gemüse, Kräutern oder Sträuchern. Ein hitzegestresster Salat geht im Sommer viel schneller in die Blüte und auch der Blumenkohl bildet größere und hübschere Köpfe, wenn er nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist.

      Während also einige Kandidaten viel lieber im Schatten chillen, würdest du den wärmeliebenden Gemüsen wie Zucchini oder Tomaten keine Freude machen, wenn du sie in eine kühle Ecke im Garten pflanzt. Sie sind wahre Sonnenanbeter und lieben es, ihre Blätter in die volle Sonne zu strecken.

      Wenn du genauer wissen möchtest, welche Gemüse zu den Schatten-Chillern oder Sonnenanbeterinnen gehören, dann lese gerne hier weiter.

      Gemüse pflanzen

      Manche Gemüsepflanzen sind richtige Vielfraße

      Während manche Gemüse keine Düngung brauchen, weil sie auch auf kargen Böden gut gedeihen oder sogar in Symbiose mit Bakterien selber Stickstoff aus der Luft fixieren können, haben andere Gemüsepflanzen richtig großen Hunger!

      Kohl, Tomate oder Kürbisgewächse gehören beispielsweise zu den sogenannten “Starkzehren” und brauchen eine gute Nährstoffversorgung, damit sie eine dicke Ernte abwerfen.

      Diese hungrigen Mäuler kannst du sehr einfach stopfen, indem du den Pflanzen eine Grunddüngung mit auf den Weg gibst. Wenn ich Starkzehrer pflanze, gebe ich einfach eine Portion Hornspäne oder einen anderen organischen Langzeitdünger mit in das Pflanzloch.

      Die Vielfräße haben so richtig gute Startbedingungen für ihr Wachstum und damit habe ich bisher die besten Ergebnisse erzielt. :)

      Gemüse tiefer pflanzen?

      Du hast deine Pflänzchen an Wind und Wetter gewöhnt und sie sind jetzt bereit, ins Beet gepflanzt zu werden? Super! Dann lass uns nur noch kurz darüber sprechen, wie tief du dein Gemüse einpflanzen solltest.

      Denn auch hier haben die Gemüse ganz spezielle Vorlieben. Salat, Knollensellerie oder Kohlrabi finden es zum Beispiel nicht sonderlich angenehm, wenn ihnen die Erde bis zum Hals steht.

      Bei Tomaten oder Paprika ist es genau anders herum, die kannst du easy peasy tiefer pflanzen. Sie bilden aus dem Stängel heraus ganz viele neue Wurzeln aus. Und etwas zu lang geratene Pflänzchen kannst du ziemlich gut kaschieren, wenn du sie etwas tiefer pflanzt. ;)

      Kleiner Tipp: Generell kannst du die meisten Gemüse problemlos bis zu den Keimblättern in ihr neues Erdreich einpflanzen.

      Wenn du das Pflanzloch ausgehoben hast, holst du dein Gemüse für die Pflanzung ganz vorsichtig aus dem Topf, sodass keine Wurzeln abbrechen und die Pflanzen auch sonst nicht beschädigt werden.

      Setze sie anschließend in das ausgehobene Loch, in das du bei Bedarf etwas Dünger mit hineingegeben hast. Steht die Pflanze gut in ihrem neuen Zuhause, kannst du das Loch wieder mit Erde auffüllen.

      Jetzt gießt du deinen Gemüsezögling mit ordentlich viel Wasser an, damit er gut  anwächst und die nach dem Pflanzen oft lockere Erde an die Wurzeln gespült wird. Aber Vorsicht, das Gemüse soll hier nicht wegschwimmen. ;) Es ist ganz klug, für das junge Gemüse eine zarte Brause zu verwenden, die den harten Wasserstrahl abmildert. Gerade in den ersten Tagen ist es besonders wichtig, den Boden feucht zu halten.

      Yei, schon hast du es geschafft und deine Gemüsepflänzchen sind aus der Kinderstube ausgezogen und können sich jetzt in der freien Wildbahn behaupten.

      Gemüse richtig pflanzen: Wer mag was?

      Wie du siehst, reicht es nur in den seltensten Fällen aus, einfach eine Hand mit Saatgut in das Beet zu werfen und zu hoffen, dass im Sommer ein prächtiger Gemüsegarten gewachsen ist.

      Viele Gemüse sind Individualisten und beschenken dich erst mit einer reichen Ernte, wenn du ihre Vorlieben bei der Aussaat oder Pflanzung kennst. Wenn du dich näher mit den einzelnen Gemüsen beschäftigen willst, findest du hier einige Gemüse-Portraits, die keine Wünsche deiner Gemüse offen lassen:

      Einige Lieblingsgemüse im Überblick:

      Gemüse-Pflanzen

      Gemüse pflanzen im Hochbeet – was gibt es da zu beachten?

      Du hast ein Hochbeet und möchtest dieses bepflanzen?

      Hochbeete sind super für den Gemüsebau geeignet. Deine Pflanzen finden hier nämlich die besten Wachstumsbedingungen vor: Sie werden von Sonnenlicht verwöhnt und durch die Befüllung mit Kompost können sie ihre Wurzeln in nährstoffreiche und lockere Erde stecken.

      Bei der Bepflanzung eines Hochbeetes ist es besonders wichtig, auf eine sinnvolle Fruchtfolge zu achten. Im ersten Anbaujahr stehen noch reichlich Nährstoffe zur Verfügung, so dass es sinnig ist, Starkzehrer anzupflanzen. Im Folgejahr würde ich dann Mittelzehrer und Schwachzehrer empfehlen.

      Wenn du noch mehr Tipps haben möchtest, wie du dein Hochbeet bepflanzen könntest oder nicht genau weißt, welche Pflanzen zu den Starkzehrern, Mittelzehrern oder Schwachzehrern gehören, dann ließt gern hier weiter: Fruchtfolgen planen im Gemüsegarten.

      Willst du dein Gartenwissen noch weiter vertiefen? Dann schmöker gerne eine Runde durch diese Artikel:

      Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

      So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

      Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

      Naa, hast du jetzt auch so Lust aufs Gemüse pflanzen? Falls du noch mehr Tipps und Erfahrungen hast– ab in die Kommentare damit! :)

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Aussaat und Pflanzen im Mai

      Aussaat & Pflanzen im Mai + Pflanzplan

      Hach – es ist einfach der schönste Monat im Gartenjahr! Im Mai stehen wieder viele Aussaaten an, aber viel wichtiger noch: Sobald Mitte Mai die Eisheiligen vorbei sind, gibt es kein Halten mehr – dann dürfen nämlich sämtliche Gemüsepflanzen endlich nach draußen umziehen, von der Aubergine bis zur Zucchini! Damit du genau weißt, welche Pflanzen du im Mai vorziehen, draußen aussäen und pflanzen kannst, findest du in diesem Artikel eine Übersicht über alle Pflanzen, die im Mai an der Reihe sind.

      Inhaltsverzeichnis
      Gemüsegarten-Beispielplan PDF
      Vorziehen im Haus
      Draußen aussäen
      Draußen pflanzen
      Gartenarbeiten im Mai

      Hier kommt dein Gemüsegarten-Beispielplan!

      Sobald es ernst wird und alle Gemüse nach draußen umziehen, stellt sich natürlich die große Frage: Wer kommt wohin? Die Antwort bekommst du mit deinem Gemüsegarten-Beispielplan!

      Du kannst ihn 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss. Im Mai kann noch einiges ausgesät und ausgepflanzt werden. :)

      Wenn du gerade keine Zeit oder Lust hast, dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen, dann trag doch einfach deine Email-Adresse hier ein und du bekommst unseren fix und fertigen Pflanzplan für einen Gemüsegarten direkt zugeschickt:

      Vorziehen im Haus

      Man kann es kaum glauben, aber im Mai geht es tatsächlich langsam schon los mit den Aussaaten der Wintergemüse. Grünkohl, Rosenkohl, Lauch und Co. brauchen nämlich genug Vorlauf, um bis zum Herbst zu stattlichen Pflanzen heranzuwachsen. Sie sollen ja im Winter schließlich erntereif sein!

      Diese Pflanzen kannst du im Mai im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

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      Draußen aussäen im Mai

      Der Mai ist der perfekte Monat für Aussaaten im Freien. Jetzt ist der Boden schon schön vorgewärmt und die Saaten gehen in der Regel gut auf. Mit den Aussaaten von ein paar Frostbeulen solltest du aber lieber die Eisheiligen abwarten, um keine Spätfröste zu riskieren. Diese Gemüsearten kannst du im Mai direkt im Garten aussäen:

      Nach den Eisheiligen im Mai aussäen:

      Im Mai ausgepflanzte Gurke

      Draußen pflanzen im Mai

      Natürlich kannst du auch im Mai wieder die Jungpflanzen, die du in den letzten Monaten drinnen vorgezogen hast, auspflanzen. Das dürften jetzt eine ganze Menge sein, denn nach den Eisheiligen dürfen die ganzen Sommergemüse – von Tomaten über Gurken bis hin zu den Kürbissen – ins Beet umziehen. Hier kommen noch ein paar Tipps, damit der Umzug gelingt:

      So, genug Extratipps! Hier kommen jetzt endlich all die Pflanzen, die du im Mai im Garten auspflanzen kannst:

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      Gartenarbeiten im Mai

      Im Mai ist nicht nur die Aussaat angesagt :). Im Garten ist jetzt richtig was los und überall gibt es etwas zu tun. Jetzt, wo die Tage wärmer werden, lohnt es sich besonders, an Schneckenkragen zu denken, denn Schnecken sind zu dieser Jahreszeit bei feuchtem Wetter unterwegs und haben Jungpflanzen zum Fressen gern.

      Apropos Jungpflanzen: Kurz vor den Eisheiligen solltest du sie unbedingt abgehärten, damit sie den Umzug ins Freiland gut verkraften. Besonders kälteempfindliche Pflanzen solltest du draußen im Beet auch unbedingt noch mit einem Vlies schützen, vor allem zu Beginn des Monats. Nachtfröste können jetzt noch jederzeit auftreten.

      Erst nach den Eisheiligen sind die meisten Pflänzchen wirklich sicher vor Frost. Dann dürfen Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Chili und Physalis endlich ins Beet umziehen. Bei Paprika lohnt es sich jetzt zudem, die Königsblüte auszubrechen, damit die Pflanzen kräftiger wachsen und später mehr Früchte ansetzen. Wer mag, kann jetzt sogar schon die ersten Tomatentriebe ausgeizen.

      Junge Pflanzen brauchen Luft, Liebe und Dünger

      Während im Gemüsegarten die neuen Bewohner einziehen, brauchen auch die alten etwas Zuwendung:

      Beerensträucher freuen sich über eine Mulchschicht und eine Portion Dünger, und auch im restlichen Garten ist Mulchen eine super Möglichkeit, den Boden vor dem Austrocknen zu schützen und lästige Beikräuter zu unterdrücken.

      An warmen Tagen heißt es dennoch regelmäßig gießen, denn besonders deine jungen Pflanzen brauchen jetzt besonders viel Wasser. Für kräftige Jungpflanzen lohnt sich außerdem eine milde Düngergabe mit Vinasse, Schafwollpellets oder Hornspänen, am besten direkt beim Pflanzen. Ebenso hilfreich ist eine selbst angesetzte Brennnesseljauche, die du im Laufe der Saison regelmäßig verwenden kannst.

      Radieschenernte im Mai

      Tipps, Tricks & erste Belohnungen

      Im Beet geht es jetzt ans Vereinzeln der aufgekommenen Saaten. Vor allem Möhren brauchen Abstand, damit sie ordentlich wachsen können. Bei größeren Pflänzchen kann eine frische Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Holzhackschnitzeln helfen, den Boden feucht und Beikräuter in Schach zu halten.

      Wer ein Gewächshaus hat, sollte es an warmen Tagen gut lüften, denn darin wird es schnell viel heißer, als es den Pflanzen lieb ist.

      Neben der Aussaat kannst du dich im Mai aber auch schon über erste Belohnungen freuen: Frühe Radieschen, Kopf- oder Pflücksalat und junger Spinat können jetzt geerntet werden.

      Für fortgeschrittene Garten-Gurus startet außerdem jetzt die Spargelernte. Mmmhhh … Spargel mit Sauce Hollondaise kann doch niemand widerstehen, oder? Und wenn wir schon bei saisonalem Gemüse sind, kommt hier nochmal der Reminder an den Winter zu denken, denn im Mai beginnen ja die ersten Aussaaten für das Wintergemüse.

      Trickse Vögel aus um deine Aussaat im Mai zu schützen

      Auch im Obstgarten gibt es kleine Tricks: Wenn die Erdbeerfrüchte noch grün sind, lohnt es sich, ein paar rot bemalte Steine ins Beet zu legen. Die Vögel picken daran herum und merken schnell, dass sie ungenießbar sind. Später sind sie dann nicht mehr so scharf auf die reifen Erdbeeren. Ausgetrickst! :)

      Ein echter Klassiker für ein schädlingsfreies Beet sind jetzt auch Tagetes. Sie halten viele Schädlinge fern und sehen dabei auch noch wunderschön aus. Wenn du noch keine ausgesät hast, kannst du dir auch Jungpflanzen aus der Gärtnerei holen und an den Rand deiner Gemüsereihen setzen.

      Und jetzt raus mit dir in den Garten und hab ganz viel Spaß! :)

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      Wenn du noch nicht so genau weißt, wo du was in deinen Beeten pflanzen sollst, dann gibt’s hier noch ein paar Tipps für dich:

      Tomaten anbauen: 7 ultimative Tipps für eine dicke Ernte!

      Paprika pflanzen – In 5 Schritten zu einer fantastischen Ernte!

      Frühkartoffeln: Der erste Kartoffel-Snack im neuen Gartenjahr

      Was ist deine Lieblingsgartenarbeit neben der Aussaat im Mai? Schreib mir gern in den Kommentaren, womit du dich in diesem Monat gerne beschäftigst!

      Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.