Neueste Artikel

Winterharte Balkonpflanzen: Kräuter auf Balkon

Winterharte Balkonpflanzen: So nutzt du deinen Balkon das ganze Jahr!

Winterharte Balkonpflanzen sind aus zwei Gründen eine super Idee: Zum einen musst du nicht jedes Jahr neue Pflanzen kaufen – zum anderen hast auch in der ungemütlichen Jahreszeit einen hübschen Blickfang vor dem Fenster. Und frischer Salat oder eigener Kohlrabi als Weihnachtsessen sind doch auch richtig cool, oder? ;)

Inhaltsverzeichnis
Winterharte Balkonpflanzen im Überblick
Trostlose Aussichten? Nicht mit winterharten Balkonpflanzen!
Besondere Lebensumstände: Mikroklima auf dem Balkon
Hoch hinaus: Säulenobstbäume als winterharte Balkonpflanzen 
Mittelmaß: Zwergwüchsige Beerensträucher
Auf dem Boden geblieben: Zierkohl, Kräuter und essbare Blumen
Augenschmaus: Zierpflanzen als winterharte Balkonpflanzen

Winterharte Balkonpflanzen im Überblick

Winterharte Balkonpflanzen sind Alleskönner: Sie machen das ganze Jahr über eine gute Figur als Dauerbepflanzung für Balkonkästen und zum Teil kannst du sie sogar beernten, wenn es draußen kalt und unwirtlich ist.

In der Tabelle siehst du auf einen Blick, welche Balkonpflanzen winterhart sind: 

Winterharte BalkonpflanzenWo pflanzen?Im Winter ernten?
Säulenobstbäume: Apfel, Kirsche, Zwetschge Kübelnein
OlivenbaumKübelnein
Johannisbeere Kübelnein
Hängebrombeere CascadeBalkonkasten / Hängeampelnein
StachelbeereKübelnein
MonatserdbeereBalkonkasten / Hängeampelnein
ZierkohlBalkonkastenja
KohlrabiBalkonkastenja
SalatBalkonkastenja
Kräuter: Thymian, Pfefferminze, Waldmeister, Echter Lavendel, Lorbeer  Balkonkastennein
HornveilchenBalkonkastennein
Zierpflanzen: rote Teppichbeere, LavendelheideBalkonkastennein

Du möchtest noch viel mehr über das Gärtnern erfahren? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“ Kurs, da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine fette Ernte einfährst und deine Beete optimal nutzen kannst. Ich freu´ mich, wenn du mit dabei bist! :)

Winterharte Balkonpflanzen: Hochbeet auf Balkon

Trostlose Aussichten? Nicht mit winterharten Balkonpflanzen!

Früher habe ich meine Balkonkästen im Herbst einfach abgeräumt und dann hingen sie den Winter über leer und trostlos am Balkon. Kein besonders schöner Anblick! Deshalb bin ich irgendwann auf die Idee gekommen, nicht alle meine vielen Kästen und Kübel mit kleinen Frostbeulen wie Cocktailtomaten, Mexikanischen Minigurken oder Paprika zu bepflanzen, sondern auch ein paar winterharte Balkonpflanzen als mehrjährige grüne Freunde auf meinen Balkon einzuladen.

Diese Mischung hat sich sehr bewährt, denn jetzt tobt in Herbst und Winter auf meinem Balkon noch immer das Leben: Kleinwüchsige Bäume und Beerensträucher präsentieren sich zwar in ihrem (kahlen) Winteroutfit, haben aber schon Knospen fürs kommende Frühjahr angesetzt.

Die rote Teppichbeere mit ihren dunkelgrünen Blättern und leuchtend roten Beeren ist optisch ein Knaller! In den Kästen strahlt sie mit dem farbenprächtigen Zierkohl und dem grünen Kohlrabi um die Wette. Dazwischen sitzt Winterkopfsalat und wartet darauf, von mir geerntet zu werden.

Ich habe nun auch in der ungemütlichen Jahreszeit eine richtig schöne Aussicht, nicht zuletzt auf ein leckeres Essen! ;)

Psssst: Wusstest du, dass die richtige Topfgröße super wichtig ist, wenn du dein Gemüse in Kübeln, Töpfen und Balkonlkästen anbaust? Welches Kraut und welches Gemüse sich in welchem Topf wohlfühlt, erfährst du in meinem Topfgrößen-Guide. Einfach deine Emailadresse eintragen und schon flattert er in dein Postfach!

Besondere Lebensumstände: Mikroklima auf dem Balkon

Auf deinem Balkon herrscht ein anderes Klima als in einem Garten. Die Nähe zur beheizten Wohnung und dem schützenden Mauerwerk macht es es für deine grünen Freunde einfacher, auch frostige Temperaturen gut zu überstehen.

Pflanzen, die etwas empfindlicher sind, stellst du im Winter am besten direkt an die Hauswand. Dort sind sie eisigen Winden oder dem Schneetreiben nicht unmittelbar ausgesetzt.

Trotzdem solltest du auch winterharte Balkonpflanzen mit einem Frostschutz aus Jute rund um ihr Pflanzgefäß herum gut einmummeln und dafür sorgen, dass der Topf nicht direkt auf dem kalten Boden steht. So friert die Erde nicht so leicht durch. 

Die Stämme von kleinen Bäumchen schützt du noch zusätzlich, indem du sie schick machst und ihren Stamm bis zu den Ästen mit Weißanstrich streichst. Diese spezielle „Farbe“ schützt die Rinde vor Frostrissen. Du bekommst sie in jedem Gartenmarkt.

Vor allem, wenn du einen Südbalkon hast, musst du außerdem aufpassen, dass die Wintersonne deinen Pflanzen nicht zusetzt. Gerade an frostigen Tagen holen sie sich nämlich schnell einen Sonnenbrand oder vertragen den abrupten Wechsel von Kälte und Wärme nicht so gut. An sonnigen kalten Tagen deckst du deine Pflanzen deshalb mit einem Vlies ab. 

Mehr Tipps zum Balkongärtnern habe ich für dich in diesem YouTube Video gesammelt, schau da gern mal vorbei! :)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Hoch hinaus: Säulenobstbäume als winterharte Balkonpflanzen

Einen Obstbaum im Topf auf dem Balkon ziehen? Das geht tatsächlich, wenn du die richtige Wuchsform wählst! Säulenobstbäume bilden keine breite Krone aus und wachsen auch nicht in schwindelerregende Höhen. Seitenäste, die dir zu lang werden, schneidest du auf vier Zentimeter zurück. In einem 30 Liter Pflanzgefäß fühlt sich dein zukünftiger Obstlieferant rundum wohl und zufrieden!

Als Apfelsorte hat sich „Red River“ bewährt, weil sie selbstfruchtend ist und die Äpfel gut lagerfähig sind, wenn du sie nicht einkochen oder gleich vernaschen möchtest.

Willst du dagegen einen kleinen Kirschbaum auf deinem Balkon haben, kannst du die Säulenkirschen „Claudia“, „Sylvia“ oder „Victoria“ nehmen – und für einen Zwetschgenbaum die Sorte „Imperial“.

Ein ganz besonderer Balkonbewohner ist der Olivenbaum. Es gibt selbstfruchtende Sorten aus regionalem Anbau, die mit dem Wetter in unseren Breitengraden gut zurechtkommen und deshalb mit ein wenig zusätzlichem Winterschutz winterharte Balkonpflanzen sind. Und im Sommer genießt du mediterranes Flair in deinem kleinen Paradies! :)

Nach ungefähr sieben oder acht Jahren kannst du mit etwas Glück deine eigene Olivenernte einfahren und genießen. Hört sich gut an, oder?

Balkonpflanzen
Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Mittelmaß: Zwergwüchsige Beerensträucher

Auch Beerensträucher sind als Balkonpflanzen winterhart und eigenen sich prima als Dauerbepflanzung für Balkonkästen oder Kübel.

Für Johannisbeeren brauchst du einen Kübel mit mindestens 50 Zentimetern Durchmesser. Regelmäßiges Düngen und einen kräftigen Rückschnitt jedes Jahr dankt dir dieser unkomplizierte Strauch mit einer üppigen Ernte. Du musst nur aufpassen, dass dir die Vögel nicht die Ernte klauen oder im Winter die Knospen abfressen!

Magst du Stachelbeeren auch so gern wie ich? Dann hol dir in deine Balkonoase doch eine Stachelbeere! Am besten geeignet dafür sind Hochstämmchen oder Säulenstachelbeeren, weil sie schmal wachsen und nicht so viel Raum beanspruchen. Und mit Sorten wie „Captivator“ „Spienfree“ oder „Pax“ siehst du nach der Ernte auch nicht mehr so aus, als ob du mit einer Katze gekämpft hättest – die sind nämlich fast frei von Dornen. ;) Das Pflanzgefäß für diese Beere sollte doppelt so groß sein wie der Wurzelballen.

Heidelbeeren sind ebenfalls tolle winterharte Pflanzen für den Balkon. Sie brauchen in ihrem Kübelzuhause aber unbedingt eine torffreie saure Erde, um sich wohlzufühlen! Diese Erde findest du in jedem Gartenmarkt unter der Bezeichnung Rhododendronerde. Um ganz sicherzugehen, würde ich auf der Rückseite nachlesen, ob sich nicht doch ein Torfbestandteil hineingeschmuggelt hat.

Wenn du deinen Heidelbeeren dann noch einen halbschattigen Standort gönnst, sie regelmäßig mit Beerendünger und Kaffeesatz fütterst und sie mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckst, steht dem Heidelbeerglück nichts mehr im Wege. ;)

Winterharte Balkonpflanzen: Erdbeeren auf Balkon

Auf dem Boden geblieben: Zierkohl, Kräuter und essbare Blumen

Nicht alle winterharte Balkonpflanzen brauchen einen Platz im Topf! Die Hängebrombeere „Cascade“ und Erdbeeren wie die Monatserdbeere „Ostara“ machen sich auch wunderbar in Hängeampeln.

Zierkohl, Kohlrabi und Salat können prima als winterharte Dauerbepflanzung für Balkonkästen dienen. Damit du alles zum richtigen Zeitpunkt aussäst, vergiss nicht, dir meinen Aussaatkalender herunterzuladen! ;)

Auch bestimmte Kräuter lassen sich vom Winter nicht unterkriegen und laufen im Frühjahr wieder zur Hochform auf: Schnittlauch, Thymian, Pfefferminze, Waldmeister, echter Lavendel und Lorbeer riechen im Sommer wunderbar und sorgen für einen würzigen Geschmack im Essen.

Und sogar Blumen müssen nicht unbedingt nur eine einjährige Vorstellung auf deinem Balkon geben! Hornveilchen zum Beispiel machen sich zwar im Winter völlig unsichtbar, treiben aber im Frühjahr zuverlässig wieder aus und bieten mit ihren schönen Blüten einen wunderbaren Anblick. Und das Beste dabei ist: Die Blüten von Hornveilchen sind essbar  – du kannst sie also als Salatdeko verwenden und bei deinen Gästen so richtig Eindruck schinden. ;)

Aber Achtung: Das gilt nur für selbst gesäte Hornveilchen! Pflanzen, die du im Gartenmarkt kaufst, sind eigentlich immer mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und nicht zum Essen geeignet.

Augenschmaus: Zierpflanzen als winterharte Balkonpflanzen

Winterharte Balkonpflanzen können aber auch einfach nur etwas fürs Auge sein! Ein schönes Farbenspiel auf deinem Balkon an grauen Tagen zeigt die rote Teppichbeere mit ihren grünen Blättern und roten Früchten. Sie wächst nur 10 – 20 Zentimeter hoch und eignet sich deshalb besonders gut für Balkonkästen. Wenn du noch silbrig grün-blaue Lavendelheide daneben pflanzt, sieht das so schön aus, dass für Winterblues gar keine Zeit bleibt! :)

Es gibt viele winterharte Balkonpflanzen – du musst dich eigentlich nur entscheiden, was zu dir und deinem Balkon am besten passt. Aber vergiss bei der Planung auf keinen Fall, Platz für die einjährig gezogenen Balkongenossen wie Cocktailtomaten, Gurken und Paprika einzuplanen! Gerade eine Mischung von allem macht deine Balkonbepflanzung besonders abwechslungsreich und schön.

Winterharte Balkonpflanzen findest du toll, aber auf deinem Balkon geht noch mehr? Dann lies gerne hier weiter:

Balkonpflanzen: So wird dein Balkon zum Paradies!

Einen Sichtschutz für deinen Balkon pflanzen: Super schöne und leckere Pflanzideen!

Cocktailtomaten anbauen: 5 Schritte bis zum Tomatenhimmel!

Umsorgst du schon winterharte Balkonpflanzen auf deinem Balkon? Lass mir gerne einen Kommentar da!

Kürbis-pflanzen

Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zum Ernten!

Kürbis pflanzen ist nicht schwer, denn sie sind unkomplizierte Gartenbewohner, wenn du ein paar grundlegende Dinge beachtest. Vor allem eins brauchen Kürbispflanzen ganz besonders: viel Platz – sie strecken ihre langen Ranken, wenn du sie denn lässt, liebend gerne über den Zaun bis in den Nachbarsgarten hinein.

Aber du willst nicht, dass dir der Kürbis über den Kopf, ähm, über den Zaun wächst und möchtest im Herbst richtig viel leckeren Kürbis ernten? Dann bleib einfach dran, hier kommen nämlich meine besten Anbautipps zum Thema „Kürbis pflanzen“.

Also: Auf die Plätze – Samentüten raus – los geht´s! :)

Inhaltsverzeichnis
Schnellstart: Alles zum Thema „Kürbis pflanzen“ auf einen Blick
Die Qual der Wahl: Die besten Kürbis Sorten
Selbstversorgung: Wie viel Kürbis soll ich pflanzen?
Auf den Spuren der Maya: Mischkultur für Kürbis
Der ideale Kürbis Standort
Es geht los: Kürbis säen
Ab ins Beet mit dir: Wann Kürbis pflanzen?
Kürbis düngen und pflegen
Kürbis ernten oder: Wann ist mein Kürbis reif?
Krankheiten und Schädlinge von Kürbispflanzen

Schnellstart: Alles zum Thema „Kürbis pflanzen“ auf einen Blick

Deine Kürbissamen liegen schon bereit und du möchtest dir nur noch ein paar Infos in Erinnerung rufen? Dann findest du hier die wichtigsten Fakten zum Kürbis pflanzen!

Kürbis – alle Infos auf einen Blick

Die Qual der Wahl: Die besten Kürbissorten

Ob groß oder klein, mit glatter Schale oder übersät mit Warzen – ich finde ja, manche Sorten ähneln eher einem Drachenei als einem Gemüse. ;) Es ist super spannend, immer mal wieder andere Sorten von Kürbis zu pflanzen.

Auch wenn die Auswahl schier endlos scheint, ist mein liebster Kürbis ein sehr klassischer Kandidat. Ich bin ein großer Fan von der Hokkaido Sorte „Red Kuri“. Diese Kürbissorte trägt orangene rund anderthalb Kilo schwere Früchte mit gelblichem Fleisch. Sie schmecken wunderbar mild und leicht süßlich. Und was für mich auch immer ein großer Pluspunkt ist: „Red Kuri“ kannst du problemlos bis in den Frühling hinein lagern, cool oder?

Ebenfalls ein Favorit ist die Moschus-Kürbissorte „Butternut Waltham“. Mit seinem feinen nussigen Geschmack macht er sich bei uns prima als Ofengemüse – dazu noch etwas Ziegenkäse und ein frischer Salat, mhhh lecker. Und auch die Früchte dieser Sorte lassen sich sehr gut lagern. Das Fruchtgewicht beträgt etwa zwei Kilo.

Die Sorte „Sweet Dumpling“ hat eine weiße oder gelbliche Schale mit grünen Streifen. Die Früchte bleiben mit einem Gewicht von einem halben Kilo eher klein und sind im Beet (oder als Deko vor der Haustür) eine richtige Augenweide. Das orangene Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an Kastanien ­– schmeckt aber auch roh ganz hervorragend! Die Früchte lassen sich etwa vier Monate lagern.

Kleiner Tipp: Ich pflanze am liebsten Kürbissorten an, die nicht allzu schwere Früchte ausbilden. Einmal habe ich die Kürbissorte „Muscat de Provence“ angebaut und die riesigen Früchte (die wiegen bis zu 15 Kilo!) haben mich in der Verarbeitung vor die ein oder andere Herausforderung gestellt – aber vielleicht lebst du ja in einer Großfamilie. ;)

Sind selbstgezogene Kürbisse giftig?

Ich werde immer wieder gefragt, ob selbstgezogene Kürbisse giftig sind. Wenn du Speise- und Zierkürbisse in deinem Garten anbaust, solltest du kein Saatgut von deinen Speisekürbissen nehmen. Zierkürbisse sehen zwar toll aus, gehören aber zu den ungenießbaren Kürbissorten, denn sie enthalten noch das giftige „Cucurbitacin“. Auch Zucchini oder Gurken können sich mit Zierkürbissen kreuzen und Nachkommen zeugen, die „Cucurbitacin“ enthalten.

Schau mal, diesem Thema habe ich einen eigenen Artikel gewidmet: Giftige Zucchini aus dem Garten: Gefahr oder Gerücht?

Kürbis pflanzen Vielfalt

Selbstversorgung: Wie viel Kürbis soll ich pflanzen?

Wenn du fünf bis sechs Kürbispflanzen pro Person pflanzt, erntest du genug Kürbisse, um dich damit selbst zu versorgen.

Auf den Spuren der Maya: Mischkultur für Kürbis

Stangenbohnen und Mais sind super für die Mischkultur mit Kürbis geeignet. Es birgt tolle Vorteile, dieses Trio zusammen in ein Beet zu pflanzen. Während der Kürbis den Boden bedeckt und dort das Unkraut unterdrückt, wächst der Mais ungestört nach oben und kann dort in aller Ruhe seine Kolben ansetzen. Die Stangenbohne nutzt den Mais als Rankhilfe und besitzt als Leguminose zudem die grandiose Eigenschaft, Stickstoff aus der Luft zu fixieren und im Boden anzureichern.

So haben das schon die Maya mit ihren Beeten gemacht: Stangenbohnen und Mais zusammen mit Kürbis pflanzen – eine geniale Mischkultur, wenn es darum geht, das Beste aus deiner Beetfläche herauszuholen!

Wenn du mehr über diese Anbaumethode wissen willst, schau doch mal in diesem Artikel vorbei: Das Milpa-Beet: Mischkultur von Mais, Kürbis und Bohnen.

Hol dir die Mischkulturtabelle

Du bist genauso ein großer Fan von Mischkulturen wie ich? Dann lade dir gerne meine Mischkulturtabelle herunter, so hast du immer genau im Blick, welche Gemüse du am besten miteinander verkuppeln solltest. ;)

Der ideale Kürbis Standort

Kürbispflanzen wachsen gerne auf sandigen Lehmböden, die sich schnell erwärmen und eine gute Wasserhaltekapazität aufweisen. Wenn dann auch noch der Humusgehalt im Boden hoch ist, sind deine grünen Freunde rundum glücklich.

Der beste Standort zum Kürbis pflanzen ist jedoch nicht allein ausschlaggebend für eine gute Ernte. Ganz besonders wichtig sind auch die Temperatur und das Wetter. Hohe Temperaturen mit moderatem Niederschlag führen zu hohen Erträgen. Der Kürbis mag es also warm und kuschelig, daher bevorzugt er einen sonnigen Standort.

Es geht los: Kürbis säen

In Weinbauregionen kannst du deine Kürbissamen ab Mai direkt im Beet aussäen. Der Boden sollte sich dann auf kuschelige 15° C erwärmt haben. Am besten lockerst du den Boden ein paar Wochen vorher mit einer Doppelgrabegabel auf, dann erwärmt sich der Boden schneller. Vor der Aussaat bereitest du den Samen ein feines Saatbett, indem du grobe Erdbrocken mit dem Rechen zerkleinerst. Wenn du beim Kürbis säen ein paar Schafwollpellets* in die Saatrille gibst, sind deine hungrigen Pflanzen erstmal mit einem guten Langzeitdünger versorgt.

In kühleren Regionen solltest du deine Kürbispflanzen aber besser im Haus vorziehen. Das verschafft ihnen einen ordentlichen Wachstumsvorsprung. Wenn du deine Jungpflanzen selbst vorziehen möchtest, säst du die Kürbissamen von Mitte April bis spätestens Ende Juni im Haus aus. Schnappe dir dafür ein Töpfchen mit einem Durchmesser von sechs bis acht Zentimetern*. Fülle im nächsten Schritt ausgereiften Kompost oder Pflanzerde hinein und säe den Kürbis etwa drei Zentimeter tief ein.

Achtung: Kürbispflanzen gehören zu den Frostbeulen und schon die Samen brauchen Temperaturen von 22 °C, um zuverlässig zu keimen. Diese Keimtemperatur sollte durchgehen gehalten werden. Denn wenn die Temperatur zu stark schwankt, keimen die Mimosen nicht so gut. ;)

Wie du kräftige und vitale Jungpflanzen vorziehst, kannst du in meinem Artikel „Jungpflanzen im Haus vorziehen“ nachlesen.

Ab ins Beet mit dir: Wann Kürbis pflanzen?

Kuerbis Jungpflanze

Wenn nach den Eisheiligen Mitte Mai keine Fröste mehr zu erwarten sind, kannst du deine Jungpflanzen in die weite Welt entlassen, dann heißt es endlich: Kürbis pflanzen. Dabei solltest du den wüchsigen Kürbissen pro Pflanze mindestens eine Beetfläche von einem Quadratmeter einräumen – eher zwei Quadratmeter. ;)

Auch für das Kürbis pflanzen lockerst du den Boden einige Wochen vorher mit einer Doppelgrabegabel, damit sich der Boden schneller erwärmt.

Ich gebe in jedes Pflanzloch ein paar Hornspäne oder einen anderen Langzeitdünger*, damit meine grünen Freunde für die erste Zeit gut mit Nährstoffen versorgt sind.

Du hast Lust, noch mehr über das den Gemüseanbau zu lernen? In meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs* zeige ich dir in über 50 Videos und zahlreiche Schritt-für-Schritt Anleitungen, wie du einen pflegeleichten UND ertragreichen Gemüsegarten anlegst. Der Kurs ist dabei dein roter Faden durch den Gemüsedschungel! Das klingt gut und du möchtest mehr erfahren? Dann bitte einmal hier entlang.

Kürbis düngen und pflegen

Das Kürbis pflanzen ist erledigt? Super! Auch die Pflege deiner Kürbispflanzen ist relativ unkompliziert. In den ersten Wochen solltest du die zarten Jungpflanzen jedoch unbedingt mit einem Schneckenkragen schützen, damit sie den gefräßigen Schleimern nicht zum Opfer fallen.

Sobald deine Pflanzen zehn Zentimeter hoch sind, mulchst du sie mit Holzhackschnitzeln oder Rasenschnitt. Das hilft, die Erde feucht zu halten, sorgt für einen fruchtbaren Gartenboden und unterdrückt Unkraut.

Nachdem vier bis sieben Wochen vergangen sind, kannst du deinen Kürbis düngen. Ich nutze dafür am liebsten Brennnesseljauche, du kannst deinen Kürbis aber auch mit einem anderen organischen Flüssigdünger deiner Wahl versorgen.

Wie viele Kürbisse pro Pflanze wachsen, ist abhängig davon, ob du deine Kürbispflanzen beschneidest oder nicht. Umso weniger du sie in ihrem Wachstum einschränkst, desto mehr Früchte bilden sie am Ende aus. Doch wenn die Kürbispflanze viele Früchte zu versorgen hat, bleiben diese auch etwas kleiner – logisch, oder?

Falls du also mit deinem Nachbarn oder deiner Nachbarin einen Contest gestartet hast, a la „Wer zieht den dicksten Kürbis groß?“, solltest du nur eine Frucht an der Kürbispflanze hängen lassen und diese gut füttern und ordentlich anfeuern. ;)

Kürbis ernten und lagern

Kürbis ernten oder: Wann ist mein Kürbis reif?

Von der Aussaat bis zur Ernte von Kürbis vergehen je nach Witterung und Standort ungefähr 120 Tage.

Du kannst bei deinem Kürbis einfach mal anklopfen: Sobald es hohl klingt und die Schale so hart ist, dass du sie nicht mehr mit dem Fingernagel einritzen kannst, dann ist die Frucht ausgereift und du kannst deinen Kürbis ernten.

Nach der Ernte lässt du deine Kürbisse drei Wochen lang an einem überdachten, trockenen und luftigen Ort nachreifen und abtrocknen. Dann kannst du sie – je nach Sorte – wunderbar  bis in den Frühling hinein lagern.

Krankheiten und Schädlinge von Kürbis

Schnecken machen vor allem den jungen Kürbispflanzen zu schaffen. Deshalb schützt du sie am besten mit einem Schneckenkragen*, bis sie groß genug sind, um einen nächtlichen Schneckenbesuch wegzustecken.

Weiterhin können deine Kürbisse von echtem oder falschem Mehltau befallen werden. Dagegen lässt sich nicht allzu viel machen. Der Schaden, der durch Mehltau an Kürbissen entsteht, ist aber meistens nicht besonders groß.

Kürbis pflanzen pin
Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Du siehst, Kürbis pflanzen ist kein Hexenwerk. Wenn du ihnen genug Platz zur Verfügung stellst und die kleinen Nimmersatte regelmäßig mit Dünger verwöhnst, steht einer dicken Kürbisernte nichts mehr im Wege.

Zuletzt lege ich dir nochmal meine Mischkulturtabelle ans Herz, damit du all deine Gemüsepflanzen mit ihren optimalen Beetpartnern zu verkuppeln kannst. ;)

Du möchtest nicht nur Kürbis pflanzen, sondern träumst davon, viele verschiedene Gemüse anzubauen? Dann gefallen dir bestimmt auch diese Artikel:

Gemüse anbauen: Schritt-für-Schritt für Anfänger

Gurken pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – Der komplette Zucchini-Guide

Hast du noch mehr Tipps zum Thema “Kürbis pflanzen”? Was ist deine liebste Kürbissorte? Lass mir gern einen Kommentar da!

* Werbung

Erbsen säen, pflegen & ernten: So geht’s!

Erbsensprossen, Zuckerschoten, Markerbsen oder Trockenerbsen: Erbsen Pflanzen kannst du in fast jedem Stadium beernten – ob als knackig-grünen Vitaminkick, leckeres Gemüse oder getrocknet für den Wintervorrat als Proteinbombe. Gerade wenn du noch nicht so viel Erfahrung im Gemüsegarten hast, sind die relativ anspruchslosen Erbsen ein prima Einsteigergemüse. Also los, lasst uns Erbsen pflanzen!

Inhaltsverzeichnis
Erbsen anbauen: 4 geniale Möglichkeiten
Nur 6 Schritte zu prachtvollen Erbsen Pflanzen!
Schritt # 1: Sortenwahl & Timing
Schritt # 2: Den richtigen Platz für deine Erbsen Pflanzen finden
Schritt # 3: Die Aussaat – Erbsen pflanzen oder säen?
Schritt # 4: Eine Rankhilfe muss her!
Schritt # 5: Erbsen Pflanzen pflegen
Schritt # 6: Schädlingen & Krankheiten vorbeugen

Erbsen anbauen: 4 geniale Möglichkeiten

Lass dich nicht verwirren: Bei Erbsensprossen, Zuckererbsen, Markerbsen und Palerbsen handelt es sich um dieselbe Pflanze, die du jedoch in unterschiedlichen Reifestadien beerntest. Na gut, es gibt natürlich schon auch unterschiedliche Erbsensorten, die speziell an ihren Verwendungszweck angepasst sind. Aber Erbsen sind sie alle!

Fangen wir mit den Sprossen an: Hier erntest du die ganze Pflanze, wenn sie gerade mal ein paar Zentimeter groß ist. Genau wie andere Sprossen sind Erbsensprossen vollgepackt mit wertvollen Inhaltsstoffen und daher super gesund. Sie machen sich toll im Salat oder als Topping auf Brot und Suppen. Um Sprossen selber zu ziehen, brauchst du übrigens gar keinen Garten – das klappt auch prima im Glas!

Erbsensprossen

Kommen wir zum nächsten Erntestadium: Dabei handelt es sich um die jungen, knackigen Schoten, in denen die Erbsen noch ganz klein sind. Sie heißen Zuckererbsen oder Zuckerschoten und schmecken herrlich süß. Die Schoten sind mitsamt Schale essbar und soooo lecker. Besonders gut schmecken sie in Gemüsecurrys oder Wokgerichten.

Im Vergleich dazu sind Markerbsen schon richtig ausgewachsene Kerlchen. So kennst du Erbsen bestimmt: Als frisches, grünes Gemüse. Sie werden in ihrer endgültigen Größe geerntet, allerdings bevor sie anfangen, an der Pflanze zu trocknen: Frisch, grün und lecker eben! Kleiner Downer: Wenn du Markerbsen essen möchtest, solltest du ein bisschen Zeit mitbringen. Jede Schote will nämlich einzeln gepult werden.

Als letztes wären da noch die Pal- oder Schalerbsen. Sie bleiben so lange an der Pflanze, bis sie vollständig getrocknet sind. Wenn das Laub braun wird und anfängt zu rascheln, ist der richtige Erntezeitpunkt gekommen!

Dann erntest du die Schoten und lässt sie noch etwas nachtrocknen. Anschließend drischst du die Erbsen aus den Schoten und verstaust sie in Vorratsgläsern. So kannst du den ganzen Winter leckere Erbsensuppe genießen! Yams! :)

Es gibt übrigens noch viel mehr Gemüse, die du ganz unkompliziert naturbelassen einlagern kannst. Welche das sind, erfährst du in meinem Onlinekurs „Vorratskammer starten“. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Erntereife Erbsen Pflanzen für Palerbsen

Nur 6 Schritte zu prachtvollen Erbsen Pflanzen!

Na, hat dich die Lust gepackt, diese wunderbare Allrounder-Pflanze in deinen Garten und auf deinen Teller zu holen? Dann habe ich eine gute Nachricht für dich: Erbsen pflanzen ist nicht schwer. So gelingt es dir in nur 6 Schritten:

Schritt # 1: Sortenwahl & Timing

Es gibt super viele unterschiedliche Erbsensorten da draußen. Am besten überlegst du dir jetzt schonmal, wie du deine Erbsen ernten möchtest. Das ist entscheidend, um eine gute Wahl zu treffen. Schau außerdem mal in den Kalender, wann du mit dem Aussäen loslegen willst – denn das ist je nach Ernteweise ein bisschen unterschiedlich.

Die gute Nachricht vorab: Erbsensprossen aus dem Keimglas kannst du das ganze Jahr über im Glas ziehen – juchuuu! Du kannst also sofort und jederzeit loslegen, wenn du magst.

Wenn du Zuckerschoten, Sommermarkerbsen oder Palerbsen ernten möchtest, säst du deine Erbsen am besten zwischen März und Mai aus – gerne auch in mehreren Sätzen, damit du lange ernten kannst. Eine Aussaat im Februar ist auch möglich, dann machen sich aber leider oft hungrige Mäuse oder Vögel über die Erbsen her.

Für Zuckerschoten kannst du deine Erbsen auch noch bis in den Juli hinein säen.

Psssst: Damit du keine Aussaat mehr vergisst und das ganze Jahr über deinen Erntekorb füllen kannst, habe ich einen Aussaatkalender für dich erstellt, der dich an alle wichtigen Gemüseaussaaten erinnert. Trag hier einfach deine Emailadresse ein und ich schicke ihn dir flugs zu:

Um Markerbsen zu ernten, kannst du deine Erbsen Pflanzen auch den Winter über im Beet stehen lassen, dann wirken deine Erbsen gleichzeitig als Gründünger. Keine Sorge, viele Sorten kommen mit der Kälte prima klar. Erbsen brauchen sogar relativ kühle Temperaturen zum Keimen! Und dem Boden tut es richtig gut, wenn er im Winter bewachsen ist. Das schützt ihn vor Kälte und Auswaschung und füttert die Bodenlebewesen.

Für Wintermarkerbsen bringst du deine Erbsensaat im Oktober ins Beet. So fährst du dann im Folgejahr auch eine richtig frühe Erbsenernte ein, nämlich bereits zwischen Mai und Juni.

Mit diesen Sorten habe ich schon gute Erfahrungen gemacht:

  • Zuckererbse: „Ambrosia“*
  • Markerbse: „Sima“ oder „Ambassador“
  • Palerbse: „Kleine Rheinländerin“
Vorgezogene Erbsen Pflanzen

Schritt # 2: Den richtigen Platz für deine Erbsen Pflanzen finden

Erbsen mögen grundsätzlich einen tiefgründigen, humosen Boden mit gutem Wasserhaltevermögen. Als Schwachzehrer sind sie nicht sonderlich hungrig und haben keine hohen Nährstoffbedürfnisse. Sie freuen sich aber über ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen.

Damit du dir keine fiesen Krankheiten oder Schädlinge einfängst, solltest du beim Erbsen Pflanzen eine 5-jährige Anbaupause einhalten. Heißt: Wenn du in einem Beet Erbsen angebaut hast, wartest du fünf Jahre, bis du in diesem Beet wieder Erbsen oder andere Hülsenfrüchte wie Buschbohnen oder Stangenbohnen anbaust.

Gute Mischkulturpartner für Erbsen sind Kohl, Salat, Rettich und Karotten. Mit ihnen teilen sich deine Erbsen nur zu gerne das Beet.

Erbsen pflanzen im Topf? Na klar! Um Erbsen anzubauen, brauchst du nicht unbedingt ein Gemüsebeet. Das funktioniert auch im Kübel prima! Dein Pflanzgefäß für etwa fünf Erbsensamen sollte dafür mindestens 15 Liter groß sein.

Erbsen im Topf pflanzen

Schritt # 3: Die Aussaat – Erbsen pflanzen oder säen?

Erbsen säst du idealerweise direkt ins Beet. Dafür lockerst du den Boden mit einer Grabegabel vorsichtig auf und harkst die Oberfläche anschließend glatt, sodass sie ein feinkrümeliges Saatbett ergibt. Stark verunkrautete Beete solltest du davor gut jäten und alte Pflanzenreste entfernen.

Nun ziehst du in 20 cm Abstand 3-5 cm tiefe Rillen ins Beet. Bevor du die Erbsen dort hineinlegst, wässerst du den Boden am besten gründlich. So schaffst du gute Startvoraussetzungen für die Erbsenkeimlinge!

Jetzt wird es ernst! Du legst die Erbsen im Abstand von 5 cm in die Rillen. Anschließend harkst du das Beet vorsichtig wieder glatt. Die fertigen Saatreihen drückst du mit den Händen gut an, um sicherzugehen, dass die Erbsensaat fest von Erde umschlossen ist. Dann noch gründlich gießen* und ein paar Tage warten, bis die ersten Keimspitzen über der Erde auftauchen.

Wenn du besonders früh ins Gartenjahr starten willst, kannst du Erbsen auch im Haus vorziehen. Dafür setzt du sie ebenfalls ca. 3-5 cm tief in ein mit Erde oder Kompost gefülltes Anzuchttöpfchen und sorgst dafür, dass es nicht austrocknet. Wichtig ist, dass du deine Erbsenanzucht an einen kühlen Ort stellst. Erbsen keimen nämlich am besten bei Temperaturen um die 17 °C.

Schritt # 4: Eine Rankhilfe muss her!

Als Rank- und Kletterpflanzen, die bis zu knapp einem Meter hoch werden, brauchen deine Erbsen eine Rankhilfe, an der sie sich entlanghangeln und festhalten können. Dazu steckst du einfach verzweigte Äste in den Boden oder nutzt deinen Gartenzaun, ein Rankgitter oder – meine Lieblingsvariante – ein Ranknetz. Ich kann dir dieses Ranknetz aus Jute* übrigens sehr empfehlen!

Psst, kleiner Tipp: Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, ein Ranknetz zwischen zwei Reihen Erbsen zu spannen, die dann von beiden Seiten daran hoch wachsen. So ist die Rankhilfe optimal genutzt und ich brauche nur ein Netz pro zwei Reihen Erbsen. Gleichzeitig bleibt genügend Platz, um zwischen den Reihen zu ernten.

Marie mit Ranknetz für Erbsen

Schritt # 5: Erbsen Pflanzen pflegen

Wenn die Erbsenpflanzen etwa 10 cm hoch sind, können sie eine dicke Mulchschicht gut vertragen. Ich mulche am liebsten mit Hackschnitzeln, du kannst aber auch andere Materialien verwenden, die bei dir im Garten anfallen. Mulch unterdrückt aufkeimendes Unkraut und sorgt dafür, dass das Wasser im Boden bleibt, statt zu verdunsten.

Erbsen mögen eine regelmäßige Wasserversorgung, sind aber nicht übermäßig durstig. Während der Keimphase solltest du besonders gut darauf achten, dass der Boden nicht austrocknet. Das gilt übrigens auch für die allermeisten anderen Gemüsepflanzen!

Düngen brauchst du Erbsen Pflanzen in der Regel nicht. Ein To Do weniger! ;)

Schritt # 6: Schädlingen & Krankheiten vorbeugen

Vögel und Mäuse scharren gerne direkt nach dem Erbsen säen die proteinreichen Saaterbsen wieder aus dem Boden. Um das zu vermeiden, solltest du das Beet unbedingt abdecken, bis die Pflanzen aufgegangen sind.

Ein weiterer Schädling, der Probleme bereiten kann, ist der Erbsenwickler. Erbsenwickler sind ca. 8 mm große Falter, die ihre Eier im Mai und Juni an den Erbsen ablegen. Die Larven fressen sich durch die Schoten und Erbsen und können die gesamte Ernte ruinieren.

Wenn du Probleme mit Erbsenwicklern hast, solltest du die Fruchtfolge strikt einhalten und die Pflanzen im Mai und Juni mit einem engmaschigen Kulturschutznetz abdecken.

Eine weit verbreitete Krankheit ist der Falsche Mehltau, der vor allem in nassen und kühlen Jahren auftritt. Ist eine Pflanze befallen, sind die Blätter von einem weißen, staubigen Belag bedeckt.

Gegen Falschen Mehltau hilft eine Spritzung mit Ackerschachtelhalmjauche oder abgekühltem Knoblauchtee. Dafür einfach vier Knoblauchzehen zerkleinern und mit kochendem Wasser übergießen.

Erbsen pflanzen: Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!
Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Unser Motto: Give ‚peas‘ a chance! ;)

Na, willst du direkt loslegen? Mach das unbedingt! Du wirst sehen, Erbsen sind ein schnell wachsendes, pflegeleichtes Gemüse, das dir eine tolle Ernte liefert!

Deshalb: Lad dir deinen Aussaatkalender herunter, schnapp dir deine Erbsensaat, deine Harke und deine Gießkanne* und dann ab nach draußen, Erbsen pflanzen!

Möchtest du gleich weiterlesen, wie du die liebsten Beetnachbarn von Erbsen am besten hegst und pflegst? Dann geht’s hier entlang:

Möhren säen, pflegen und ernten: Der komplette Möhren-Guide

Rotkohl pflanzen – Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Ernte

Salat pflanzen, pflegen und ernten – die komplette Anleitung!

Bist du auch schon auf die Erbse gekommen? Mit welchen Tipps gedeihen deine Erbsen Pflanzen am besten? Teil sie gern in den Kommentaren!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Vom Porree pflanzen bis zur eigenen Gemüsebrühe: Alles, was du wissen musst!

Porree Pflanzen sind wahre Allrounder in der Küche. Dieses einzigartig würzige Aroma rundet so viele Gerichte perfekt ab! Ich ernte meine Porree Pflanzen im Grunde genommen das ganze Jahr lang frisch aus dem Garten. Besser geht´s nicht, oder? Hier verrate ich dir, wie du dich mit Porree selbstversorgst! Also los :)

Inhaltsverzeichnis
Die Lauch Porree Namensverwirrung
Mit Porree Pflanzen zum Ganzjahresgartenguru werden
Die besten Porree Sorten
Soll ich Porree direkt säen oder vorziehen?
Wann soll ich Porree Pflanzen vorziehen und auspflanzen?
Gute Mischkulturpartner für Porree
Der ideale Standort
Lauch auspflanzen
Porree Pflanzen hegen und pflegen
Die Grundzutat für Gemüsebrühe: Porree

Die Lauch Porree Namensverwirrung

Lasst uns zunächst mal Licht in die Lauch Porree Verwirrung bringen! :D Sind Lauch und Porree das Gleiche? Und wann benutzte ich welche Bezeichnung?

Jawohl! Lauch und Porree sind zwei Namen für ein und dasselbe Gemüse. Porree ist die ältere Bezeichnung und leitet sich vom lateinischen Allium porrum ab.

Also ist es Jacke wie Hose oder aber auch Lauch wie Porree, wie du die starken Stangen nennst. Nichtsdestotrotz wäre ich für eine Neubenennung des Lauch Porree Gemüses, um dieser Namensverwirrung zu entgehen. Wie wäre es mit LauPo? :)

Mit Porree Pflanzen zum Ganzjahresgartenguru werden

Mit ein paar Tricks und Kniffen kannst du von Juni bis April im Folgejahr Porree ernten. So hast du immer gartenfrischen Premium-Porree griffbereit und kannst dann ernten, wenn du gerade Lauch-Lust verspürst. ;)

Zugegebenermaßen gehört Porree nicht gerade zu den Anfängergemüsen. Aber mit ein bisschen Übung bekommst du ganz schnell den Dreh raus!

Für die Selbstversorgung mit Porree rund um’s Jahr sind diese Punkte ganz entscheidend:

  1. Richtiges Saatgut auswählen*
  2. Porree Pflanzen vorziehen
  3. gemeine Schädlinge am Lauch vermeiden

Sooo … Jetzt aber einmal Schritt für Schritt:

Leckerer Porree im Gemüsegarten

Die besten Porree Sorten

Die Sorte „Hilari“ ist mit eine der ersten Aussaaten im Jahr, die ich mache. Sie ist quasi die „Sommersorte“ und beschert mir von Juni bis in den Dezember sichtig tolle Porree Pflanzen. um im Sommer ernten zu können, geht das Porreejahr früh los.

Um dann durch den ganzen Winter und bis in den nächsten Frühling hinein Lauch zu ernten, kann ich die Sorten „Blaugrüner Winter“ oder „Blaugrüner Winter Husky„* sehr empfehlen. Die sind absolut robust und stecken auch knackige Minusgrade locker weg.

Wie viel Porree pflanzen?

Das ist natürlich sehr stark davon abhängig, wie viel Lauch du isst. Fünf bis sieben Reihenmeter pro Person haben sich bei mir bewährt. Mein Lieblingstipp ist an der Stelle immer: Notiere dir, wie viele Porree Pflanzen du ausgesät hast. Dann kannst du am Ende der Saison rekapitulieren, ob es genügend Porree war, oder ob du im nächsten Jahr besser mehr oder weniger Lauch anbaust. :)

Dafür ist ein Gartentagebuch ist super praktisch! Weißt du, wo du neben ganz vielen weiteren Informationen eine Vorlage für ein Gartentagebuch inklusive einem richtig ausführlichen Aussaatkalender findest? Richtig! In meinem „Gemüsegarten starten“ – Onlinekurs*! Da bekommst du gebündelt richtig viele tolle Informationen rund um das Thema Gemüsegarten – und ein Gartentagebuch ist natürlich auch dabei.

Soll ich Porree direkt säen oder vorziehen?

Porree solltest du unbedingt vorziehen. Er ist nämlich ein eher träges Gemüse, was sich gerne richtig viel Zeit lässt. Zum Vorziehen kannst du den Porree einfach 1,5 cm tief in einem tiefen Töpfchen aussäen, sodass die Samen etwa einen Zentimeter voneinander entfernt sind. Pikieren brauchst du Porree nicht, er darf ziemlich lang in seinem Topf bleiben.

Aber wann kann man Porree ins Freie pflanzen? Wenn die Pflanzen etwa bleistiftdick sind, können sie raus. ;)

Wann soll ich Porree Pflanzen vorziehen und auspflanzen?

Porree gehört wirklich zu den Schnarchnasen der Gemüsewelt. Sommerlauch solltest du schon ab Februar im Haus vorziehen, um ihn dann ab April ins Beet zu bringen. Winterlauch ziehst du ab März oder April vor. In die Freiheit kannst du ihn dann ungefähr ab Juni entlassen – dann, wenn er eben bleistiftdick ist.

Gerade, wenn du noch nicht ganz so viel Gemüsegarten-Erfahrung hast, kannst du auch erstmal Porree-Pflänzchen kaufen. Achte aber auch hier auf die Sorten, damit du möglichst lange ernten kannst. ;)

Gute Mischkulturpartner für Porree

Lauch gehört zu den Zwiebelgewächsen. Die stehen im Beet unwahrscheinlich gerne neben Möhren, Kohl, Erdbeeren, Salat, Tomaten, Sellerie und Pastinaken. In deiner Beetplanung kannst du das gerne berücksichtigen.

Deine anderen Gemüse sind auch noch auf der Suche nach dem perfekten Beetpartner? Dann auf zur Partnerbörse! ;)

Der ideale Standort zum Porree pflanzen

Porree hat nicht zu unterschätzende Ansprüche an Wasser und Nährstoffe. Denn er gehört zu den Starkzehrern, also den ganz hungrigen Kandidaten in der Gemüsewelt! Tiefgründige, humusreiche Böden mag er am liebsten – vorzugsweise an einem sonnigen bis halbschatigen Standort. Staunasse Böden mit Bodenverdichtungen findet Lauch hingegen gar nicht gut.

Lauch auspflanzen

Bevor es losgeht, solltest du das Beet für deinen Porree schonmal vorbereiten. Dazu entfernst du alte Pflanzenreste und Mulch vom Beet und zerkleinerst große Erdbrocken mit einem Rechen. Vor der Pflanzung solltest du den Boden mit einer Grabegabel lockern, ohne ihn zu wenden.

Der Reihenabstand bei Porree beträgt 25 cm. Beim Pflanzen „bohrst“ du alle 10 bis 12 cm mit einem Stock oder Pflanzholz* ein etwa zehn Zentimeter tiefes Loch und setzt die Pflanze in das Loch. Angießen* – fertig. Auf diese Weise bildet der Porree einen schönen und vor allem leckeren weißen Schaft aus.

Übrigens kannst du Porree auch auf dem Balkon ziehen. Dafür sollten deine Pflanzgefäße ein Fassungsvolumen von mindestens 10 Litern haben und schön tief sein, damit der Lauch seine Wurzeln ausstrecken kann. ;)

Porree Pflanzen hegen und pflegen

Porree braucht ordentlich was zu futtern! Deswegen bringe ich bei der Pflanzung immer direkt Hornspäne aus und dünge die Pflanzen ungefähr fünf Wochen nach der Pflanzung mit selbstgemachter Brennnesseljauche.

Je länger dein Porree im Beet steht, desto größer wird die Gefahr, dass du es irgendwann mit gemeinen Schädlingen oder Krankheiten an deinen Porree Pflanzen zu tun bekommst.

Generell gilt, dass du eine Anbaupause von 4-5 Jahren im Rahmen der Fruchtfolge einhalten solltest. Damit vermeidest du schonmal richtig gut gemeine Plagegeister. Mit einer abwechslungsreichen Mischkultur kannst du zum Glück schon einige Krankheiten auf Abstand halten.

Da Porree aber trotzdem weiterhin sehr anfällig ist, habe ich hier einen Geheimtipp für dich:

Bau deine Porree Pflanzen zusammen mit Kohl unter einem Kulturschutznetz an. Da der Kohl auch regelmäßig von vielen Schädlingen heimgesucht wird, packe ich über beides einfach ein engmaschiges Kulturschutznetz. Das ist der beste Schutz überhaupt und du schlägst mehr oder weniger wortwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe – beziehungsweise mit einem Netz. ;)

Porree Pflanzen mit Kohl unter einem Kulturschutznetz

Die Grundzutat für Gemüsebrühe: Porree

Du hast deine erste Ernte eingefahren* und fragst dich, ob du die starken Stangen vielleicht auch irgendwie haltbar machen kannst?

Mmmmmmh! Ich liebe es, mir aus dem Garten ein „Universalwürzmittel“ herzustellen. Und mir persönlich ist dabei der leckere Lauch super wichtig.

Ich dörre dafür gaaanz fein geschnittene Porree-Ringe zusammen mit anderem Gartengemüse und ein paar Kräutern. Perfekt passen zum Beispiel Möhren, Sellerie, Kürbis, Wurzelpetersilie, Liebstöckel, und Petersilie.

Das fuktioniert sowohl im Dörrautomat, als auch im Backofen.

Pssst kleiner Tipp: Wenn du dein Gemüse an richtig heißen Sommertagen auf schwarzen Blechen in der Sonne zumindest „vortrocknest“, sparst du jede Menge Energie. ;)

Deine Gemüsemischung ist trocken? Prima! :) Jetzt liegt es an dir. Möchtest du ein richtiges Würzpulver? Dann gib das trockene Gemüse mit etwas Salz in einen Mixer und pulverisiere es. Trocken und im Idealfall dunkel gelagert, behält dein Pulver super lange das würzige Gartenaroma und rundet viele Gerichte perfekt ab.

Falls du lieber etwas zu kauen haben möchtest, kannst du deine getrockneten Gemüse-Stückchen auch lagern, wie sie sind und zum Beispiel als Gemüseeinlage in eine Brühe geben. Wenn das getrocknete Gemüse wieder mit Wasser in Berührung kommt, ist es im Handumdrehen fast wieder wie gartenfrisch. ;)

Ganz viele weitere Methoden und Rezepte zum haltbar machen warten übrigens im „Vorratskammer starten“-Onlinekurs* auf dich! ;)

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Na, fühlst du dich dem Lauch gewachsen? Ich denke, dass du schon ganz bald keinen Problem-Porree, sondern nur noch perfekten Premium-Porree im Garten haben wirst! :)

Solange du auf die Ernte wartest, kannst du nach weiteren Kuppelpartnern in der Mischkulturtabelle stöbern oder hier gleich weiterlesen:

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Frühlingszwiebeln pflanzen, anbauen und ernten – die ultimative Anleitung!

Den Garten gestalten: 9 geniale Ideen für deinen Traumgarten

Hast du schon Erfahrungen mit Porree pflanzen? Was sind deine besten Tipps für eine gute Lauch-Ernte? :)

*Werbung

Chicorée: Das magische Wintergemüse, das im Dunkeln wächst! 

Hast du dich schon mal an den Anbau von Chicorée gewagt? Falls nicht, bist du nicht allein – dieses Gemüse findest du eher selten im Garten. Ja, dieser bittere Zeitgenosse führt eher ein Schattendasein unter den Gemüsesorten. Ein bisschen passt das sogar, denn im Schatten zeigt er erst seine wahre Pracht! Chicorée wird nämlich im Dunkeln gezogen – dort entwickelt er seine zarten, hellen Blätter und bleibt angenehm mild im Geschmack. Du willst wissen wie das geht? Los geht’s! 

Inhaltsverzeichnis
Chicorée – die Wunderknolle 
Der Anbau – it’s a kind of magic 
Klappe die 1.: die Ernte 
Klappe die 2.: Chicorée austreiben 
Gießen nicht vergessen 
Chicorée ernten 

Chicorée – die Wunderknolle

Chicorée ist ein echtes Winterwunder aus der Familie der Korbblütler! Kaum ein anderes Gemüse wächst so versteckt und doch voller Geschmack heran. Während draußen alles kahl ist, kannst du dir im Dunkeln zarte, knackige Chicorée-Sprossen ziehen – wie ein kleines Zauberexperiment in der kalten Jahreszeit. Passend zur Erkältungszeit ist unser bitterer Freund super gesund, vollgepackt mit Vitamin C, Folsäure und Ballaststoffen. 

Warum Chicorée nicht überall im Garten wächst? Weil er eine ganz eigene Anbauweise hat! Im Sommer bildet er kräftige Wurzeln im Beet, im Winter treibt er dann – ganz ohne Licht – seine köstlichen Knospen. Klingt aufwendig? Ist es gar nicht! Wenn du einmal den Dreh raus hast, kannst du jedes Jahr deinen eigenen frischen Chicorée ernten, während alle anderen nur auf Supermarktware zurückgreifen müssen. Ich liiiiebe es einfach in meinem eigenen Garten “einkaufen” zu gehen! 

Mit ein bisschen Planung kannst du rund ums Jahr jede Menge frisches, knackiges Gemüse aus deinem Freiluftsupermarkt ernten. Und damit du die jeweiligen Aussaatzeiten nicht verpasst, kommt hier ein praktischer Aussaatkalender für dich! Einfach deine E-Mail eintragen, und du bekommst ihn direkt zugeschickt.  

Der Chicorée Anbau – it’s a kind of magic!

Chicorée ist ein wahrer Verwandlungskünstler, der in zwei Schritten angebaut wird. Und das ist gar nicht so kompliziert wie du denkst. Trau dich ruhig und probiere es aus, selbst wenn du bisher noch nicht so viel Erfahrung im Garten sammeln konntest. Übrigens: nicht alle Chicorée Sorten sind super bitter. Die Sorte „Macun“ ist zum Beispiel bekannt für ihr mildes, nussiges Aroma. 

AussaatEnde April bis Anfang Juni
TreibenAnfang November bis Mitte Januar
ErnteAnfang Dezember bis Mitte Februar

Für den Chicorée gilt: Die Sonne ist dein Freund – wähle also für deine Aussaat einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Zwischen Ende April und Anfang Juni säst du die Samen direkt ins Beet. Die kleinen Pflänzchen vereinzelst du später, so dass sie etwa 10 cm Abstand haben.  

 Und jetzt heißt es Füße hochlegen und warten. Naja, nicht ganz, denn deine Pflänzchen freuen sich über eine regelmäßige Wassergabe. Achte jedoch darauf, dass sich die Nässe nicht staut, denn nasse Füße mag der Chicorée gar nicht. 

Seinen Platz im Beet teilt er übrigens gerne. Pflanze ihn neben Tomate, Bohne, Fenchel, Lauch oder Salat, aber vermeide eine Mischkultur mit Kartoffeln, Radiccio oder Endivie. 

Der Chicorée gehört zu den Mittelzehrern und benötigt daher nicht unbedingt eine Düngergabe. Falls du deine Zöglinge jedoch unterstützen möchtest, kannst du ihnen mit etwas Hornmehl oder einer Gabe von Brennesseljauche unter die Arme greifen. 

Junger Chicorée

Klappe die 1.: Ernte

Die ersten zarten Blätter der Zichorienwurzel kannst du ca. 3-4 Wochen nach der Aussaat ernten und direkt zu einem frischen, knackigen Salat verarbeiten. Ich mag den leicht bitteren Geschmack des Chiccorée in Kombination mit Tomate und Feta super gerne! 

Im Herbst folgt dann die richtige Ernte. Das erkennst du, wenn die äußeren Blätter der Pflanze gelb werden. Jetzt geht’s ihr an den Kragen… ähh die Wurzel! Diese sollte eine Länge von ca. 18-20 cm aufweisen. Grabe sie vorsichtig aus und lasse sie noch ein paar Tage zum Trocknen auf dem Beet liegen.  

Aber Achtung vor unseren gefräßigen Freunden, den Wildtieren. Die haben es auch auf die zarte Knolle abgesehen und bedienen sich gerne ungefragt am gedeckten Beet. Zur Sicherheit legst du deine Ernte also am besten ins Gewächshaus, oder einen anderen geschützten, sonnigen Platz.  

Zum Schluss wickelst du die entblätterten Wurzeln einfach in Zeitungspapier und lagerst sie an einem kühlen Ort. Wenn du dann richtig Lust auf frischen Chicorée bekommst, holst du dir deine Ernte und legst los mit dem nächsten Schritt! Die Chicoréewurzeln kannst du circa 4 Wochen einlagern, viel länger solltest du sie aber nicht warten lassen. 

Chicorée im Dunkeln

Klappe die 2.: Chicorée austreiben

Jetzt werden deine Wurzeln zu kleinen Vampiren! Sobald sie Licht abbekommen, werden sie grün und bitter – du kannst sie dann zwar noch verwenden, aber geschmacklich macht es später einen riesigen Unterschied. Pflanze deine Wurzeln in Eimer oder Töpfe, die mit feuchter Erde oder Sand gefüllt sind. Da sie stabil aufrecht stehen, kannst du sie dicht an dicht in das Gefäß deiner Wahl setzen. 

Ab jetzt gilt: Kein Licht und eine Temperatur von 12-18 °C sind optimal für das Wachstum der Chicorée Blattrosette. Außerdem liebt der Chicorée die Feuchtigkeit von alten Gewölbekellern oder auch Garagen.  

Falls du deinen Wurzeln diese Umgebung nicht bieten kannst, da ein absolut dunkler Raum – ich geb‘s zu – schwierig zu finden ist, kannst du dir auch mit zwei Eimern helfen. In einen Eimer kommt der Sand mit deinen Wurzeln, den anderen stülpst du über und sorgst so für eine optimal düstere Umgebung für deine lichtscheuen Freunde. 

Wenn du experimentierfreudig bist, kannst du es auch mit dem Anbau im Gewächshaus versuchen. Eine dunkle, lichtundurchlässige Plane sorgt für ähnliche Bedingungen wie im Keller. Die Luftfeuchtigkeit sollte dabei allerdings konstant sein. 

Gießen nicht vergessen!

Auch im feuchten dunklen Keller darfst du das Gießen nicht vergessen. Deine Knollen freuen sich über eine regelmäßige Wassergabe. Chicorée mag zwar als Winterwunder die Kälte und Dunkelheit, doch beim Gießen wird er zum echten Warmduscher. Lauwarmes Wasser nimmt er dankbar an. 

Chicorée Wurzeln

Chicorée ernten – ran die Köpfe!

Yay, du hast es geschafft: Nach etwa vier Wochen absoluter Dunkelheit belohnt der Chicorée deine Mühen mit einem ausgewachsenen festen und geschlossenen Kopf. Jetzt ist er bereit, um geerntet und verarbeitet zu werden. Dazu brichst du ihn einfach von der Wurzel ab, denn praktischerweise treiben diese danach erneut wieder aus.  

Damit der Chicorée auch nach der Ernte knackig frisch bleibt, solltest du ihn entweder kühl, feucht und dunkel lagern, oder direkt zu einem leckeren Gericht verarbeiten. 

Und wenn du bei Chicorée sofort an Omas bitteren Salat mit Mandarinen denkst, der ohne eine ordentliche Portion Sahne kaum genießbar war, dann wird es Zeit für ein neues Geschmackserlebnis! :)  

Ein bisschen Nerdwissen für dich: Der Chicorée ist unter den Blattsalaten zwar der bitterste, aber zugleich einer der wertvollsten. Sein Bitterstoff Intybin bringt Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse in Schwung, stärkt die Blutgefäße und hilft, Cholesterinspiegel sowie Blutdruck zu senken. Na, wenn das kein Grund ist, ihm eine Chance zu geben? 

Hier kommt ein Rezept für dich, das dir den Chicorée sicherlich versüßen wird: 

Überbackener Chicorée

Überbackener Chicorée mit Walnüssen und Honig

Chicorée kann so viel mehr als nur Salat! Heute kommt er wunderbar aromatisch aus dem Ofen – überbacken mit nussigem Käse, verfeinert mit Walnüssen und einem Hauch Honig. Die leichte Bitterkeit des Chicorées trifft auf cremige, süß-herzhafte Aromen. Einfach himmlisch! 

Das brauchst du:

  • 2 Chicorée 
  • 50 g Walnüsse 
  • 100 g würziger Käse (z. B. Gruyère oder Bergkäse) 
  • 1 TL Honig 
  • 1 TL Senf 
  • 2 EL Sahne oder pflanzliche Alternative 
  • 1 EL Olivenöl 
  • Salz, Pfeffer 

So wird’s gemacht:

  1. Chicorée halbieren und den Strunk – aber nur leicht! – herausschneiden, damit die Blätter nicht auseinanderfallen. 
  1. Die Hälften in einer Pfanne mit etwas Olivenöl von beiden Seiten goldbraun anbraten. 
  1. Währenddessen den Käse reiben und mit Sahne, Senf, Honig, Salz und Pfeffer zu einer cremigen Masse vermengen. 
  1. Die angebratenen Chicorée-Hälften in eine Auflaufform setzen, mit der Käsemischung bedecken und mit den Walnüssen bestreuen. 
  1. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) für ca. 15 Minuten backen, bis der Käse goldbraun zerläuft. 
  1. Kurz abkühlen lassen und genießen – am besten mit knusprigem Brot oder einem frischen Salat. 

Übrigens: Für leuchtend hellgrüne Blätter beim Dünsten sorgt ein Spritzer Zitronensaft – so bleibt der Chicorée nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein Genuss. 

Naaa, hast du jetzt Lust auf Chicorée bekommen? Trau dich, schnapp dir dein Saatgut, hol dir deinen Aussaatkalender und leg los! Viel Spaß beim Ausprobieren – dein Mut wird sicher belohnt! 

Und wenn du Lust auf noch mehr frisches Wintergrün aus dem eigenen Garten hast, dann lies doch gleich hier weiter: 

Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten! 

Zuckerhut Salat: aromatischer Wintergenuss aus dem Garten! 

30 Gemüse, die du im Winter ernten kannst (und jetzt säen musst!) 

Hast du dich schon mal am Anbau des bitteren Zeitgenossen Chicorée versucht? Und welches Gemüse möchtest du gerne mal selbst anbauen, hast dich aber bisher noch nicht getraut? 

Anwendungen von Herbstlaub im Gemüsegarten-min

Herbstlaub im Gemüsegarten upcyceln: 5 Ideen

Ich liebe den Herbst – besonders wenn er so richtig sonnig und farbenfroh leuchtet: Wenn die Bäume in gelb und rot strahlen und das erste Herbstlaub unter den Füßen raschelt. Zeit, den Rechen herauszuholen, um den Rasen vom Laub zu befreien. Ordnung muss schließlich sein! Unpopular Opinion: Ein bisschen Chaos ist völlig okay – viele Krabbeltiere freuen sich über das Winterquartier. Wenn du aber im Team Ordnungsliebe spielst, dann kommen hier 5 Ideen, wie du dein Herbstlaub clever recyceln kannst!

Inhaltsverzeichnis
Idee #1: Mit Laub mulchen
Idee #2: Beete anlegen mit Herbstlaub
Idee #3: Laub als Frostschutz
Idee #4: Laubhaufen als Igelversteck
Idee #5: Laubkompost anlegen

Idee #1: Mit Laub mulchen

Ich bin ein großer Mulch-Fan. Durch die dicken Mulch-Schichten in unserem Garten müssen wir kaum noch gießen und haben auch keine Probleme mit Unkraut. Gleichzeitig ist der Boden vor Wind und Wetter und damit vor Erosion geschützt. Mit der Zeit verrottet der Mulch und reichert den Boden mit Humus an. Er dient den Bodenlebewesen als Nahrung und hält den Boden lebendig.

Mit Herbstlaub mulchen

Allerdings ist es oft schwierig, das benötigte Mulchmaterial zusammenzutragen, insbesondere da wir so viel davon brauchen. Deswegen freue ich mich schon sehr auf das viele Herbstlaub. Das verrottet nur sehr langsam, sodass die Mulchschicht nicht so schnell erneuert werden muss. Das Laub reichert den Boden mit Nährstoffen an und hilft dabei, die Bodenstruktur zu verbessern. Wenn du mehr zum Thema Mulchen wissen möchtest: Hier ist ein Artikel über die sieben größten Fehler, die ich beim Mulchen meiner Gemüsebeete gemacht habe. Dann bleiben sie dir vielleicht erspart. :)

Idee #2: Beete anlegen mit Herbstlaub

Wir graben unseren Garten nicht um, auch dann nicht, wenn wir neue Beete anlegen. Stattdessen mulchen wir das Stück Wiese, das wir in Ackerfläche verwandeln wollen, möglichst dick. So wird das darunterliegende Gras erstickt und es bildet sich ein fruchtbarer Gartenboden. Diese Methode ist nicht nur bodenschonend, sondern auch noch super einfach.

Der Herbst ist die beste Zeit, um Beete auf diese Weise anzulegen. Jetzt fällt nämlich eine Menge Mulchmaterial an (wie das ganze Laub) und bis zum Frühling ist der Boden zum Aussäen und Bepflanzen bestens vorbereitet. Hier findest du den Artikel, in dem ich Schritt für Schritt beschreibe, wie wir unsere Mulchbeete anlegen.

Idee #3: Laub als Frostschutz

Damit unsere empfindlicheren mehrjährigen Pflanzen wie Rosmarin oder Artischocken im Winter nicht erfrieren, packen wir sie bevor der erste Frost kommt dick in Laub ein. Dazu das Laub einfach großzügig um die Pflanzen herum verteilen.

Laubhaufen als Igelquartier

Idee #4: Laubhaufen als Igelversteck

Ein Laubhaufen in einer ruhigen Ecke deines Gartens kann einem Igel oder anderen Nützlingen als Schlafstätte und Winterquartier dienen. Igel sind tolle Mitbewohner im Garten – sie sehen nicht nur knuffig aus, sondern bereichern auch die Biodiversität im Garten.

Damit sich die Tiere bei Dir wohlfühlen und den nahenden Winter gut überstehen, kannst Du jetzt im Herbst ein paar ganz einfache Maßnahmen treffen. Sichere Plätze zum Überwintern sind für Igel nämlich Gold wert.

Der perfekte Unterschlupf befindet sich in einer ruhigen Ecke im Garten. Aus einer alten, umgedrehten Holzkiste kannst Du mit wenigen Handgriffen ein Plätzchen für einen ungestörten Winterschlaf schaffen. 

Die Igel brauchen darin etwa 30 x 30 cm Platz, dazu einen Eingang, der 10 x 10 cm groß ist. Der Eingang sollte so gelegen sein, dass Katzen und Hunde ihn nicht erreichen können, also zum Beispiel unter einer Palette oder hinter einer Regentonne versteckt sein. Am liebsten haben sie Häuschen mit zwei hintereinanderliegenden Kammern.

Auf das Häuschen kommen jetzt Zweige und jede Menge Herbstlaub und was Dir noch so in die Hand fällt, um das Igelhaus zu tarnen und einzumummeln. Und dann heißt es nur noch: Warten bis die kleinen Kerlchen einziehen!

Idee #5: Laubkompost machen

Laubkompost eignet sich hervorragend dazu, die Bodenstruktur zu verbessern und den Boden mit wichtigen Pflanzennährstoffen zu versorgen. Außerdem ist Laubkompost eine wunderbare Anzuchterde, um kräftige und vitale Jungpflanzen anzuziehen.

Hast du noch andere Ideen für Anwendungen von Herbstlaub im Gemüsegarten? Was machst du, um Nützlinge in deinen Garten zu locken? Ich freue mich wie immer über Kommentare!

Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

Kürbis einkochen? Unbedingt! In Gläsern sicher verstaut ist das ganze Jahr über Saison für das Riesengemüse aus deinem Garten. Und es muss nicht immer Suppe sein: Kürbis lässt sich mit ein bisschen Fantasie und ein paar Gewürzen nämlich in einfach zauberhaft leckere Köstlichkeiten verwandeln.

Inhaltsverzeichnis:
Hokkaido, Butternut oder was? Kürbissorten zum Einkochen
Kürbis einkochen – die richtige Vorbereitung
Süß-saures Kürbisglück: Dein Rezept zum Kürbis einkochen
Alternativen zum Kürbis Einkochen

Hokkaido, Butternut oder was? Kürbissorten zum Einkochen

Weißt du, was mir am Kürbis Einkochen besonders gefällt? Die Ernte ist im Handumdrehen erledigt – und das im wahrsten Sinne des Wortes! Von welcher anderen Frucht reicht schließlich schon ein Exemplar, um gleich mehrere Gläser zu füllen? Eben! ;)

Die nächste gute Nachricht ist: Du hast freie Sortenwahl! Kürbis einkochen funktioniert mit so gut wie allen Speisekürbissorten! Egal, welche Kürbisse in deinem Garten wachsen – dir steht immer die Möglichkeit offen, deine überzähligen Brummer einzukochen.

Besonders wenn du viele Spaghettikürbisse oder große Mengen Patisson (kennst du den Ufo-Kürbis?) geerntet hast, bietet sich eine Lagerung im Glas an. Denn diese beiden Sorten machen in der Vorratskammer schon nach wenigen Wochen schlapp – und es wäre ja schade, wenn sie auf dem Kompost landen, oder? Dann doch lieber den Kürb is einkochen!

Kürbis einkochen – die richtige Vorbereitung

Du willst sofort loslegen mit Kürbis einkochen? Nicht so schnell! ;) Bevor es ans Eingemachte geht, gibt es ein paar simple – aber super wichtige – Grundregeln, die du beim Haltbarmachen immer befolgen solltest. Sonst riskierst du, dass der Inhalt deiner Einkochgläser* nicht wirklich sicher eingekocht ist und nach ein paar Monaten in der Vorratskammer verdirbt. Und das wäre doch ein Jammer!

1. Rule Number One: Hygiene, Hygiene, Hygiene!

Ich weiß, es ist lästig – aber unglaublich wichtig: Bleib auf der sicheren Seite! Arbeite beim Kürbis Einkochen immer achtsam und sorg dafür, dass alle Utensilien und Gefäße, die du verwendest, steril sind.

In der Praxis heißt das: Nimm dir genug Zeit, um deinen Arbeitsplatz vorzubereiten und koch deine Einkochgläser, die dazugehörigen Deckel, Kelle, Trichter und was du sonst noch so brauchst, gründlich ab, bevor es losgeht.

2. Rule Number Two: Nicht die Kürbissorte entscheidet – der einzelne Kürbis aber schon!

Die Früchte, die du einkochen möchtest, sollten nämlich gut ausgereift und einwandfrei sein – beschädigtes oder gar schimmeliges Gemüse ist beim Einkochen immer tabu!

Durch die Wahl von makellosen Kürbissen vermeidest du, dass sich fiese Bakterien oder Schimmel durch den Einkochprozess hindurch mogeln und in deinen Gläsern landen. Dort machen sie sonst gern ordentlich Party – bis dein Einkochgut von dieser Feierei schlecht wird und auch dir im Zweifelsfall einen verdorbenen Magen beschert.

Also: Lass die zweifelhaften Burschen links liegen und halte dich lieber an die Prachtexemplare!

3. Rule Number Three: Ein verlässliches Rezept zum Kürbis einkochen muss her!

Beim Kürbis einkochen herumexperimentieren? Leider keine so gute Idee!

Denn es wäre zwar schön, wenn ein einmaliges Erhitzen jedes Einkochgut sicher haltbar machen würde. Das ist aber leider nicht immer der Fall.

Es gibt nämlich tatsächlich auch Bakterien, wie zum Beispiel Botulibakterien, die sogar sehr hohe Temperaturen locker wegstecken! Denen kannst du nur mit Essig oder Zitronensaft beikommen oder durch mehrfaches Einkochen. Mit ihnen ist absolut nicht zu spaßen. Wenn es ums Haltbarmachen geht, solltest du dich deshalb unbedingt an bewährte und sichere Rezepte halten.

Damit du alle wichtigen Basics auf einen Blick findest, habe ich dir eine richtig praktische Checkliste zum Einkochen erstellt. Du kannst sie dir hier ganz einfach herunterladen, ausdrucken und hast dann beim Kürbis Einkochen garantiert alles unter Kontrolle! ;)

Kürbis einkochen: Kürbis in Würfel schneiden

Süß-saures Kürbisglück: Dein Rezept zum Kürbis einkochen

Jetzt geht’s aber los mit dem Einkochen! Ich habe heute ein super leckeres Rezept dabei, mit dem du deinen Kürbis einkochen kannst: ganz praktisch in kleinen Würfeln – und noch hübsch dazu!

Psst: Die fertigen Gläser machen sich auch prima in einem Geschenkkorb! :)

Aber Moment mal – warum kochen wir denn nicht erstmal die klassische Kürbissuppe ein? Tja, auf die müssen wir in der Vorratskammer leider verzichten.

Kürbissuppe lässt sich zuhause nämlich leider nicht mal dann sicher einkochen, wenn du mit Temperaturen über 115°C arbeiten würdest. Das liegt an der Konsistenz vom Kürbis, in der sich die fiesen Botulibakterien locker verstecken können. Ohne industrielles Profi-Equipment geht da nix!

Lass dir deine Kürbissuppe also lieber frisch schmecken. Aber du wirst sehen, der süß-saure Kürbis steht einer cremigen Suppe in Punkto Köstlichkeit in nichts nach!

Zucker und Essig verleihen deinem Kürbis einen regelrechten Frischekick! Mir schmeckt der süß-saure Kürbis richtig gut zu mariniertem Tofu – mit viiiel frischem Koriandergrün obendrauf. Mmmhh…lecker!

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Mein Rezept zum Kürbis einkochen machst du im Wasserbad haltbar. Dafür brauchst du Einkochgläser* mit Gummis* und Klammern* – Schraubgläser funktionieren leider nicht, weil der Essig die Beschichtung des Innendeckels angreifen würde.

Für die angegebene Menge solltest du sieben bis acht 250 ml Gläser parat halten.

Das brauchst du zum Kürbis einkochen:

  • 1 kg geputzten und – je nach Sorte – geschälten Kürbis
  • 300 g Zucker (oder mehr, nach Geschmack)
  • 300 ml Weißweinessig
  • 250 ml Wasser
  • 50 g Ingwer (kannst du auch weglassen)
  • Knoblauch; je nach Geschmack 3-5 Zehen (kannst du auch weglassen)
  • 2 Zimtstangen in Stücke gebrochen oder gemahlener Zimt (Menge nach Geschmack)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Los geht’s:

1. Den geputzten Kürbis in Würfel schneiden. Zwischen einem und anderthalb Zentimetern groß sollten sie sein. Ingwer und Knoblauch in dünne Scheiben schneiden.

2. In einem großen Topf 200 ml Wasser erhitzen. Den Zucker unter Rühren darin auflösen, bis keine Kristalle mehr zu sehen sind. Dann die restlichen Zutaten dazugeben. Gut umrühren und mit Gewürzen und Zucker pikant abschmecken. Den Sud nun einmal ordentlich aufkochen lassen.

3. Die Kürbiswürfel vorsichtig dazugeben und mit geschlossenem Deckel 10 min köcheln lassen.

 4. Inzwischen füllst du so viel Wasser in einen großen (Einkoch-)Topf, dass später alle Gläser vollständig davon bedeckt sind, und erhitzt es. Einkochgut und Wasser sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser in den Topf stellst.

5. Wenn die Kochzeit vorüber ist, schichtest du die Kürbiswürfel möglichst dicht in die vorbereiteten, sterilen Gläser und füllst sie mit dem Sud auf. Bis zum Glasrand sollten nun noch 1,5 cm Platz sein. Das Gummi* und den Deckel aufsetzen und mit den Klammern verschließen*. Der erste Teil ist geschafft!

Teil 2: Jetzt gehts ans Eingemachte!

6. Jetzt stellst du die verschlossenen Gläser so in den Einkochtopf, dass sie sich nicht berühren. Du kannst sie aber aufeinanderstapeln! Stehen alle Gläser vollständig im Wasser? Super! :)

7. Du verschließt den Einkochtopf mit seinem Deckel und erhitzt alles, bis das Wasser 90° Celsius hat. Wenn es soweit ist, beginnt die Einkochzeit von 30 Minuten. Stell dir am besten einen Wecker.

8. Dann nimmst du die Gläser aus dem Wasserbad und lässt sie vollständig abkühlen. Anschließend entfernst du die Klammern. Der Deckel sitzt weiterhin fest auf dem Glas? Glückwunsch, dann hat alles beim Kürbis einkochen geklappt! :)

9. Jetzt verpasst du deiner süß-sauren Leckerei noch ein schickes Etikett und verstaust die Gläser in deinem Vorratsregal.

Du willst mehr übers Einkochen erfahren? Dann ist mein Onlinekurs „Vorratskammer starten“ genau das richtige für dich! Darin erfährst du nicht nur, welche Methoden zum Haltbarmachen es überhaupt gibt, sondern kriegst für jede Methode auch Step-by-Step-Anleitungen, die du ganz einfach nachmachen kannst. So füllt sich deine Vorratskammer wie von Zauberhand!

Kürbis einkochen: Kürbiswürfel im Glas

Alternativen zum Kürbis Einkochen

Kürbis einkochen ist längst nicht die einzige Möglichkeit, deine Schätze sicher über den Winter zu bringen. Viele Sorten kannst du nämlich an einem kühlen und trockenen Ort problemlos mehrere Monate lagern – und so deinen eigenen, frischen Kürbis den ganzen Winter über zu Suppe verarbeiten!

Oder wie wäre es mit knusprigen Snacks für die langen Winterabende vor dem Kamin? Kürbis kannst du – wie auch Süßkartoffeln und Rote Bete – zu richtig leckeren Gemüsechips verarbeiten. Ich muss gestehen: Bei mir verschwinden die seltsamerweise immer wie von Geisterhand innerhalb weniger Tage. Komisch…

Du hast gerade noch frischen Kürbis da, der verarbeitet werden will? Dann back doch mal  einen Kürbiskuchen! Diese Spezialität aus Nordamerika schmeckt nämlich einfach unfassbar gut! Die Kombination mit Walnüssen und Ahornsirup ist einfach nur zum Dahinschmelzen…

Kürbis einkochen ist einfach und eine super leckere Methode, deine Ernte haltbar zu machen und den ganzen Winter über im Kürbisglück zu schwelgen. Probiers unbedingt mal aus! :)

Wenn dich das Einkochfieber jetzt so richtig gepackt hat und du noch mehr Rezepte ausprobieren willst, lad dir noch fix meine Checkliste herunter und lies gerne hier weiter:

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

Quitten verarbeiten ohne Muskelkater: Die besten Tricks

Kürbis einkochen ist dein Ding? Dann bin ich auf dein Lieblingsrezept gespannt! Lass mir gerne einen Kommentar da! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Kartoffeln ernten: Wann kann die tolle Knolle aus der Erde?

Hast du auch schon richtig Kohl- äh Kartoffeldampf auf deine Blauen Schweden, Granolas und Rosa Tannenzapfen, weißt aber nicht, wann der richtige Zeitpunkt für die Kartoffelernte gekommen ist? Dann bist du hier genau richtig: Ich zeige dir, woran du erkennst, dass du deine Kartoffeln ernten kannst und wie du auch schon besonders früh in den Genuss der ersten zarten Frühkartoffeln kommst. Also los geht’s!

Inhaltsverzeichnis
Warum es mehrere richtige Zeitpunkte gibt
Wenn Knollen aus dem Boden wollen
Kartoffeln ernten: Worauf kommt es an?
Krautfäule und olle Knollen
Kartoffeln richtig lagern

Die Vielfalt der Erntezeitpunkte von Kartoffeln

Es sorgt meistens für reichlich Verwirrung, den richtigen Zeitpunkt zum Kartoffeln ernten abzupassen. Denn es gibt Frühkartoffeln, mittelfrühe Kartoffeln, späte Kartoffeln und sehr späte Kartoffeln.

Frühe Sorten brauchen meistens nur 90 bis 110 Tage, bis du sie aus dem Boden ziehen kannst. Sehr späte Kartoffeln hingegen fühlen sich bis 170 Tage pudelwohl in deinen Beeten. Und dann gibt es noch Sorten, deren Reifedauern irgendwo dazwischen liegen.

Du siehst, eine Universalempfehlung für den richtigen Zeitpunkt zum Kartoffeln ernten gibt es nicht. Es kommt immer darauf an, welche Sorte du eingepflanzt hast. Aber auch die Witterung und der Anbauzeitpunkt wirken sich darauf aus, wann deine Kartoffeln erntereif sind. Wenn du deine Frühkartoffeln schon Anfang April gelegt und sie in kalten Nächsten in ein Vlies eingekuschelt hast, kannst du schon im Juli mit der ersten Kartoffelernte rechnen. Ich finde, diese frühen Leckerbissen schmecken immer nach warmen, satten Frühsommertagen und sind einfach super super lecker!

Kleiner Tipp: Ich koche die jungen, frisch geernteten Kartoffeln sehr gerne mit Dill und esse einfach einen knackigen Salat dazu. Ein richtiger Gaumenschmaus, findest du nicht auch?

Späte Kartoffeln wollen im Unterschied zu den Frühkartoffeln gerne bis in den September oder sogar Oktober im Beet bleiben. Wichtig ist dabei, dass du die späten Kartoffeln vor dem ersten Frost erntest. Merk dir also immer gut, welche Sorte du eingepflanzt hast. ;)

Wenn Knollen aus dem Boden wollen

Du kannst den optimalen Erntezeitpunkt also ungefähr an der Zeit abschätzen, die seit dem Einpflanzen vergangen ist. Es gibt aber auch noch weitere Zeichen, die dir zeigen, dass du deine Kartoffeln aus dem Boden holen kannst.

Oft fällt der Erntezeitpunkt ungefähr damit zusammen, dass das Kraut, also die Blätter, absterben. Du kannst Lagerkartoffeln dann noch ein bis zwei Wochen in der Erde lassen, damit die Schale nachhärtet und sich die Kartoffeln noch besser lagern lassen. Ein hundertprozentig sicherer Indikator ist das Absterben der Blätter aber nicht. In manchen Gegenden passiert das nämlich, besonders bei den frühen Sorten, fast nie.

Die Blätter deiner Kartoffeln werden bräunlich und es bahnt sich schon die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule ihren Weg in deine Pflanzen? Jetzt solltest du wirklich zusehen, dass du die Kartoffeln aus der Erde bekommst, auch wenn die Knollen noch nicht riesig sind. Es ist so ärgerlich, wenn die Fäule in die Knolle geht. Übrigens: Weiter unten widme ich dieser fiesen Fäule auch noch einen ganzen Absatz.

Wenn du nicht ganz sicher bist, ob deine Kartoffeln schon erntereif sind, kannst du vorsichtig mit der Hand nach ein paar großen Knollen buddeln und testen, ob du die Schale der Kartoffeln mit dem Daumen abreiben kannst. Wenn du sie nicht mehr abreiben kannst, ist der lang ersehnte Zeitpunkt gekommen und du kannst sie aus dem Boden holen. Eine gut ausgereifte Schale ist vor allem bei den späten Sorten wichtig, die du längere Zeit lagern möchtest.

Kartoffeln sind geerntet und liegen auf dem dunklen Boden.

Kartoffeln in mehreren Schritten ernten

Wenn ich es nicht mehr abwarten kann, die Kartoffeln zu ernten* und das Laub noch schön grün und nicht angefault ist, ernte ich die frühen Kartoffelsorten auch gerne in mehreren Schritten. Dafür buddle ich – nachdem die Kartoffeln geblüht haben – vorsichtig die größten Knollen aus und knappe sie von der Pflanze ab, ohne die Wurzeln zu verletzen.

Auf diese Weise haben die kleineren Knollen wieder mehr Platz zum Wachsen und ich eine erste – besonders frühe – Kartoffelernte. Du kannst deine Pflanzen zweimal nach dieser Art beernten, bis in der dritten Runde dann die ganze Pflanze aus dem Boden kommt.

Psssst: Wenn du wissen magst, mit was für einer Kartoffelernte du in deinem Beet rechnen kannst, dann schau doch gern mal hier beim Ertragsrechner vorbei!

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan

Hast du Lust, noch mehr über den Anbau von Gemüse, Mischkultur und Co zu erfahren? Dann hol dir doch meinen Gemüsegarten-Pflanzplan! Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

Hier kannst du dich für die Gartentipps und den Pflanzplan eintragen:

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Kartoffeln ernten: Worauf kommt es an?

    Normalerweise ist die Kartoffelernte der Moment, an dem das Beet komplett auf den Kopf gestellt wird. Das ist aber davon abhängig, wie du deine Kartoffeln angebaut hast.

    Hast du die Kartöffelchen einfach im Boden gepflanzt, lockerst du den Boden am besten vorsichtig mit einer Grabegabel. Dann kannst du die Kartoffeln leicht von Hand ausgraben. Ich liebe es, mit meinen Händen in der krümeligen Erde nach den leckeren Knollen zu graben. Vergiss dabei nicht, die Mutterknolle auszusortieren. Die ist nicht mehr genießbar und kann deine gesamte Ernte faulen lassen, wenn du sie zusammen mit den neuen Kartoffeln einlagerst.

    Wenn du deine Kartoffeln in einem Kartoffelturm angebaut hast, musst du nur die Umrandung entfernen, das Heu oder Stroh zur Seite ziehen und schon purzeln die Kartoffeln hinaus. Wachsen deine Kartoffeln in Tonnen oder großen Kübeln, entferne die Mulchschicht und grabe vorsichtig mit der Hand die Knollen aus.

    Wenn du die Kartoffeln mit meiner No Dig-Methode angebaut hast, stiftest du mit der Ernte bedeutend weniger Chaos im Kartoffelbeet.

    Geerntete Kartoffeln in den Händen.

    Du schiebst, wenn du die Kartoffeln ernten willst, zunächst den Mulch zur Seite, denn Mulch und Kompost solltest du möglichst nicht vermischen. Dann lockerst du dein Beet leicht mit einer Grabegabel auf. Sei aber vorsichtig, damit du die Kartoffeln nicht anpiekst! Nun solltest du die Kartoffelpflanzen vorsichtig aus dem Boden ziehen können, mitsamt den neuen Knollen.

    Kartoffeln pflanzen ohne das Beet umzugraben? Häh? Falls du dich fragst, wie das gehen soll, schau doch mal in diesem Artikel vorbei:

    Kartoffeln pflanzen ohne Umgraben: So funktioniert´s!

    Direkt nachdem du deine Kartoffeln geerntet hast (und dafür muss es unbedingt trocken sein) kannst du sie ein bis zwei Stunden an einem schattigen Plätzchen an der frischen Luft liegen lassen, damit die Schale weiter aushärten kann. Das macht sie besser lagerfähig. Aber Vorsicht: Bereits nach wenigen Stunden im Sonnenlicht fangen Kartoffeln an, das giftige Solanin zu bilden. Also denke daran, sie rechtzeitig in den Keller zu bringen.

    Vor allem die frühen Kartoffeln kannst du gleich nach der Ernte in die Küche verfrachten. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen bei dem Gedanken an gekochte Dillkartoffeln, Kartoffelbrei oder Sesamkartoffeln aus dem Ofen… :)

    Manche Sorten brauchen aber ein bisschen mehr Zeit, um ihr Aroma zu entfalten, und verändern durch Lagerung ihre Konsistenz, sodass sie beim Kochen nicht so zerfallen. Schau am besten mal in die Sortenbeschreibung deiner Kartoffeln.

    Die ewige Geschichte der Krautfäule und der ollen Knollen

    Ich habe sie ja oben schon erwähnt: die fiese Kraut- und Knollenfäule. Ganz besonders in nassen Sommern geht der Pilz, der dir Krankheit verursacht, schnell in die Pflanzen und sie haben kaum Zeit, große Knollen auszubilden. 

    Du erkennst eine Infektion daran, dass die Blätter der Kartöffelchen zunächst braun werden und dann auf der Blattunterseite von einem silbrig weißen Pilzrasen glasiert werden. Das ist leider leider ein ziemlich sicheres Todesurteil für die Blätter. Sie sterben frühzeitig ab. Doch damit nicht genug: Die Krankheit breitet sich auch weiter auf die Knollen aus.

    Du kannst das zumindest ein wenig aufhalten, wenn du die Stiele der Blätter abbrichst, sobald sich der Pilz an ihnen gütlich tut. Entsorge die Blätter unbedingt in der Biotonne, nicht auf dem Kompost, damit sich die Fäule nicht weiter ausbreitet.

    Kartoffellaub mit Krautfäule.

    Grundsätzlich kannst du einem Befall etwas vorbeugen, wenn du darauf achtest, die Kartoffeln von Anfang an luftig und nicht zu dicht zu pflanzen, sodass die Luft gut zirkulieren kann und Blätter schnell abtrocknen. Pflanze Kartoffeln nicht nach oder direkt neben Tomaten, weil die auch sehr anfällig für diese fiese Pilzinfektion sind. Wenn du das Immunsystem deiner Kartoffelpflanzen boosten willst, kannst du sie regelmäßig mit einem Tee aus Ackerschachtelhalm besprühen.

    Und ganz generell sind frühere Sorten weniger gefährdet als spätere, von der Kraut- und Knollenfäule überfallen zu werden.

    Kein Frieden zwischen Erdäpfeln und Äpfeln

    Kartoffeln lieben es, dunkel, luftig und bei niedriger Temperatur von 3-4 °C zu lagern. Denn je nach Sorte fangen manche Kartoffeln an, bei Temperaturen über 4°C auszutreiben. Gerade in warmen Wintern bilden sie schnell Keime. Du möchtest ja aber das Keimen bis Ende Februar verhindern, um die volle Triebkraft der Knollen zu erhalten.

    Das optimale Lagermilieu für Kartoffeln bieten daher dunkle Keller mit gestampfter Erde. Du kannst sie am besten in Holzkisten, in Leinensäcken oder lose auf Lattenroste gebettet lagern.

    Kartoffeln aus eigener Ernte im Lager.

    Wenn du keinen Keller zur Verfügung hast, musst du deine geernteten Kartoffeln mindestens dunkel lagern, denn die Knollen werden grün, wenn sie im Licht liegen, und bilden das giftige Solanin.

    Außerdem sollten Kartoffeln eingelagerten Äpfeln auf keinen Fall zu nahe kommen. Das liegt daran, dass Äpfel Ethylen absondern, das die Kartoffeln schneller verderben lässt. Wenn du darauf Rücksicht nimmst, solltest du keine Schwierigkeiten haben, die eigene Kartoffelernte zu lagern und sie so fast das ganze Jahr über zur Verfügung zu haben.

    Kleiner Tipp: Behalte dir genügend schöne Kartoffeln aus deiner Ernte als Pflanzkartoffeln fürs nächste Jahr zurück – besonders von deiner Lieblingssorte!

    Pin Kartoffeln ernten
    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Du bist auch so ein großer Kartoffel-Fan wie ich und kannst gar nicht genug bekommen von den tollen Knollen? Dann stöbere doch einfach noch ein bisschen weiter auf dem Blog:

    Warum Kartoffeln in der Selbstversorgung so wichtig sind

    Grüne Kartoffeln nicht wegschmeißen: Mach das stattdessen!

    Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

    Na, hast du noch mehr Tricks für die Kartoffelernte in petto? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

    *Werbung

    Tomaten einkochen: ganze Tomaten im Glas

    Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte!

    Tomaten einkochen muss nicht immer nur Tomatensauce bedeuten. Es gibt auch tolle andere Möglichkeiten, um die köstlichen bunten Früchte haltbar zu machen und das ganze Jahr über zu genießen! Ich stelle dir fünf meiner Lieblingsrezepte vor – los geht´s! :)

    Inhaltsverzeichnis
    Eingangsfrage: Warum soll ich meine Tomaten einkochen?
    Ohne Frage: Vorbereitungen zum Tomaten einkochen
    Gretchenfrage: Tomaten schälen oder nicht schälen?
    Die P-Frage: Polpa, Passata oder Püree?
    Zwischenfrage: Kann ich auch im Ganzen Tomaten einkochen?
    Geschmacksfrage: Tomaten einkochen im Essigsud 
    Existenzfrage: Wie lange sind eingekochte Tomaten haltbar?

    Eingangsfrage: Warum soll ich meine Tomaten einkochen?

    Du träumst den ganzen Winter über von den unvergleichlich schmeckenden Tomaten aus dem eigenen Garten, von ihrem fruchtigen süß-sauren Aroma, dem zarten Biss der Schale und ihrem saftigen Fruchtfleisch? Damit ist ab jetzt Schluss, denn mit meinen Rezepten zum Tomaten einkochen genießt du deine Ernte auch in der kalten Jahreszeit und holst dir ein Stückchen Sommer zurück! Außerdem kannst du so deine Tomatenschwemme in aller Ruhe „abbauen“ und nichts verdirbt.

    Wenn du nicht so viele eigene Tomaten hast, kannst du während der Erntesaison bestimmt günstig beim Biobauern oder auf dem Wochenmarkt eine Kiste reife Tomaten ergattern, die du dann umgehend in Einkochgläser umziehen lässt. ;)

    Du musst dich eigentlich nur noch entscheiden, was genau du aus deinen Tomaten machen möchtest. Tomatensauce ist natürlich der Klassiker, aber ich möchte dir auch noch weitere Möglichkeiten vorstellen, wie du deine Tomaten super lecker einkochen kannst. 

    Falls du außer Tomaten auch anderes Obst und Gemüse einkochen möchtest, lad dir doch mein kleines Rezeptebüchlein herunter! Da habe ich dir sieben meiner absoluten Lieblingsrezepte zusammengestellt, die super lecker und ganz einfach nachzumachen sind!

    Ohne Frage: Vorbereitungen zum Tomaten einkochen

    Ganz egal, nach welchem Rezept in diesem Artikel du deine Tomaten einkochen möchtest, die Vorbereitungen dafür sind immer gleich. Daher habe ich dir zur besseren Übersicht eine Tabelle gemacht, wo du auf einen Blick siehst, was zu tun ist!

    Vorbereitungen zum Tomaten einkochenGewusst wie
    Gläser sterilisierenGläser mit heißem Wasser übergießen
    Deckel und Gummiringe* sterilisierenin Essigwasser fünf Minuten sprudelnd kochen
    Tomaten waschengut abtrocknen nach dem Waschen
    Tomatenstrunk entfernender grüne Strunk enthält Solanin und das ist giftig
    wenn du ganze Tomaten einkochen möchtest, Schale mehrfach einstechen, damit sie nicht platzendazu eignet sich ein Zahnstocher
    eventuell: Tomaten schälenkreuzweise einschneiden und 2 Minuten ins kochende Wasser geben, dann Schale abziehen

    In meinem Grundlagen-Artikel Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du übrigens noch mehr Tipps und Tricks zum Einkochen.

    Und wenn du außer Tomaten auch gerne anderes Gemüse und Obst haltbar machen möchtest, komm doch in meinen „Vorratskammer starten“ Kurs ​! Denn da zeige ich dir, wie du deine Ernte nicht nur sicher, sondern auch super lecker, haltbar machen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

    Tomaten einkochen: Tomaten schälen

    Gretchenfrage: Tomaten schälen oder nicht schälen?

    Ehrlich gesagt finde ich Tomatenschalenstückchen im Essen überhaupt nicht störend – im Gegenteil. Außerdem ist Tomaten schälen eine zusätzliche Arbeit, die ich mir gern spare! ;) Wenn du aber keine Tomatenschalen im Essen haben möchtest, zum Beispiel in super feinen Suppen oder Soßen, schälst du deine Tomaten. Und zwar so:

    Mit einem scharfen Messer ritzt du die Tomate unten am Boden kreuzweise ein. Dann tauchst du sie mit einem Sieblöffel so lange in kochendes Wasser, bis sich die angeschnittene Haut nach außen wölbt – das dauert ungefähr zwei bis drei Minuten. An den aufgebogenen Ecken kannst du die Tomatenhaut jetzt packen und die Schale abziehen. Voilá, schon hast du eine nackige Tomate! Und rot ist sie ja sowieso schon. ;) 

    Psst, Nerdalarm: In der Schale steckt „Lycopin“, das für die rote Tomatenfarbe sorgt. Es ist super gesund, weil es antioxidativ wirkt und freie Radikale fängt. Deshalb würde ich die Schale im Zweifelsfall immer dran lassen beim Tomaten einkochen! Nerdalarm off

    Die P-Frage: Polpa, Passata oder Püree?

    Je nachdem, wie du beim Tomaten einkochen vorgehst, kannst du wunderbare Grundlagen für verschiedene Gerichte zaubern. Hier kommen drei Möglichkeiten, du musst dich nur noch entscheiden! Oder machst du gleich alle auf einmal? :) 

    Tomaten einkochen zu Polpa

    Wenn du Tomaten als Polpa einkochst, stellst du stückige Tomaten her, wie du sie im Supermarkt in der Dose kaufen kannst – nur viel leckerer! Polpa ist die perfekte Grundlage für Bolognese oder Lasagne.

    Du brauchst:

    • 3 kg Tomaten
    • 5 El Zitronensaft
    • 1 große Zwiebel, geschält und in Stücke geschnitten; optional
    • 2 Knoblauchzehen, in Stücke geschnitten oder gepresst; optional
    • Salz, Pfeffer, Zucker, Oregano; optional

    Und so geht´s:

    Für das Tomaten einkochen zu Polpa bereitest du zuerst deine Gläser und Tomaten so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe. Dann schneidest du deine Tomaten in Stücke, die so groß sind, wie du sie später in der Soße oder Lasagne haben möchtest und vermischst sie mit dem Zitronensaft. Wenn du beim Tomaten einkochen italienisch würzen möchtest, gibst du jetzt Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Balsamico, Zucker und Oregano dazu. Du kannst die Polpa aber auch ungewürzt lassen, dann bist du bei der Weiterverarbeitung flexibler. Alle Zutaten aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen.

    Anschließend füllst du die Tomatenmischung bis einen Zentimeter unter den Rand in (Weck-)gläser* und verschließt sie mit Deckel, (Gummi* und Klammern*).

    Dann füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Das Wasser im Topf sollte zu Beginn immer die gleiche Temperatur haben wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Nun stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, kochst du die Polpa 30 Minuten ein.

    Tomaten einkochen zu Passata

    Passata besteht aus passierten Tomaten – und das bedeutet, du verarbeitest deine Tomaten zu einem Mus. Passata eignet sich hervorragend als Grundlage für Suppen oder Pizzabelag.

    Du brauchst:

    • 3 kg Tomaten
    • 5 El Zitronensaft
    • optional: Salz, Pfeffer, Zucker, Kräuter

    Und so geht´s:

    Für das Tomaten einkochen zu Passata bereitest du zuerst deine Gläser* und Tomaten so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe.

    Wenn deine Passata keine Schale oder Kerne enthalten soll, schälst du die Früchte und schneidest sie anschließend einmal durch. Jetzt kannst du die Kerne mit einem Löffel herausschaben.

    Das übrig gebliebene Fruchtfleisch schneidest du klein und streichst es durch ein Sieb oder pürierst es. Dann kommt der Zitronensaft dazu. Nun kannst du, wenn du magst, noch Gewürze dazugeben. Sollte dir die Passata zu fest erscheinen, verdünnst du sie einfach mit etwas Wasser oder Tomatensaft. Alle Zutaten aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen.

    Kleiner Tipp: Ich mache meine Passata immer komplett mit Schalen und Kernen und püriere dafür die Tomaten einfach!

    Die Passata füllst du bis einen Zentimeter unter den Rand in (Weck-)gläser und verschließt sie mit Deckel, (Gummi* und Klammern*).

    Im nächsten Schritt füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Das Wasser im Topf sollte zu Beginn immer die gleiche Temperatur haben wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Dann stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, kochst du die Passata 30 Minuten ein.

    Tomaten einkochen zu Püree

    Tomatenpüree oder Tomatenmark ist so etwas wie eingedickte Passata. Es macht sich ganz super als natürlicher „Tomaten-Geschmacksverstärker“ in Soßen oder Suppen oder wo auch immer du einen kräftigen tomatigen Geschmack haben möchtest. Ich dekoriere auch gerne mein Käsebrot mit Tomatenmark. ;)

    Du brauchst:

    • 3 kg Tomaten
    • 5 El Zitronensaft
    • Salz, Pfeffer, Zucker

    Und so geht´s:

    Für das Tomaten einkochen zu Püree bereitest du zuerst deine Gläser und Tomaten so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe.

    Anschließend schälst du die Früchte und schneidest sie anschließend einmal durch. Jetzt kannst du die Kerne mit einem Löffel herausschaben.

    Das übrig gebliebene Fruchtfleisch schneidest du klein und streichst es durch ein Sieb oder pürierst es. Dann kommt der Zitronensaft dazu. Jetzt kochst du alles unter ständigem Rühren so lange, bis es eindickt.

    Die Gewürze kommen erst dazu, wenn du mit der Konsistenz zufrieden bist. Sonst könntest du dein Tomatenpüree schnell überwürzt haben!

    Das Tomatenpüree füllst du bis zwei Zentimeter unter den Rand in (Weck-)gläser* und verschließt sie mit Deckel, (Gummi* und Klammern*).

    Im nächsten Schritt füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Jetzt erwärmst du das Wasser, bis es die gleiche Temperatur hat wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Dann stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, kochst du das Püree 30 Minuten ein.

    Psst: Wenn du gerade in einer Tomatenschwemme steckst, probier unbedingt auch mein super leckeres Rezept für fermentierte Tomaten aus! ;)

    Tomaten einkochen: Tomaten Passata

    Zwischenfrage: Kann ich auch im Ganzen Tomaten einkochen?

    Natürlich kannst du deine Tomaten einkochen als ganze Tomaten! Dazu bereitest du deine Gläser und Tomaten zunächst so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe.

    Du brauchst:

    • 3 kg Tomaten
    • 5 El Zitronensaft
    • 800ml Wasser
    • 2 El Salz
    • 2 El Zucker

    Und so geht´s:

    Du schälst die Tomaten oder lässt die Schale dran und stichst mehrmals mit einem Zahnstocher hinein, damit sie nicht platzen. Dann packst du die Tomaten dicht an dicht in (Weck-)gläser, ohne sie zerdrücken.

    Jetzt verrührst du Wasser, Zitronensaft, Salz und Zucker in einem kleinen Topf und kochst alles einmal kurz auf. Dann gießt du die Wasser-Zitronensaft-Salz-Zucker Lösung bis einen Zentimeter unter den Rand in die Tomaten-Gläser und verschließt sie mit Deckel, (Gummi und Klammern).

    Im nächsten Schritt füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Das Wasser im Topf sollte zu Beginn immer die gleiche Temperatur haben wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Dann stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, solltest du deine Tomaten 30 Minuten lang einkochen.

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Geschmacksfrage: Tomaten einkochen im Essigsud

    Hast du schon mal süß-saure Tomaten gekostet? Ich liebe den würzigen-lieblichen Geschmack. Probier das unbedingt mal aus, es lohnt sich! :)

    Für das Tomaten einkochen im Essigsud bereitest du zuerst deine Gläser und Tomaten so vor, wie ich es dir in der Tabelle aufgelistet habe.

    Du brauchst:

    • 500g Cocktailtomaten 
    • 200 ml weißen Essig
    • 500 ml Wasser
    • 100g Zucker
    • Rosmarinnadeln von 2-3 Zweigen
    • Lorbeerblätter
    • Salz, Pfeffer

    Und so geht´s:

    Du schälst die Tomaten oder lässt die Schale dran und stichst mehrmals mit einem Zahnstocher hinein, damit sie nicht platzen. Dann legst du jeweils ein halbes Lorbeerblatt in ein (Weck-)Glas und packst die Tomaten dicht an dicht obendrauf, ohne sie zerdrücken.

    Jetzt verrührst du Wasser, Essig, Zucker und Rosmarinnadeln in einem kleinen Topf, schmeckst das mit Salz, Pfeffer und weiterem Zucker ab und kochst alles einmal kurz auf. Dann gießt du diese Lösung bis einen Zentimeter unter den Rand in die Tomaten-Gläser und verschließt sie mit Deckel, (Gummi und Klammern).

    Im nächsten Schritt füllst du soviel Wasser in deinen Einkochtopf oder in einen großen Kochtopf, dass die Gläser später komplett von Wasser bedeckt sind. Jetzt erwärmst du das Wasser, bis es die gleiche Temperatur hat wie das Einkochgut in deinen Gläsern. Dann stellst du die Gläser hinein und erhitzt alles, bis du die erforderliche Einkochtemperatur erreicht hast.

    Wenn das Wasser im Topf 90° Celsius erreicht hat, solltest du deine Tomaten 30 Minuten lang einkochen.

    Existenzfrage: Wie lange sind eingekochte Tomaten haltbar?

    Sobald die Weckgläser* abgekühlt sind, entfernst du die Klammern*. Der Deckel sollte dann fest auf dem Gummi* sitzen und sich nicht abheben lassen. Auch bei normalen Gläsern mit „Ploppdeckeln“ prüft du das Vakuum. Anschließend lagerst du die Gläser möglichst kühl und dunkel – ein Kellerraum ist dazu prima geeignet. Aber keine Sorge – auch in meiner eher zimmerwarmen Speisekammer fühlen sich meine Schätze pudelwohl. ;)

    Wenn du beim Tomaten einkochen sauber gearbeitet hast, sind deine Schätze mindestens ein Jahr lang haltbar. Du kannst vor dem Essen einen kleinen Check vornehmen: Sitzt der Deckel noch fest auf dem Glas? Sieht alles so aus, wie du es erwartest? Riecht alles so, wie du dir das vorstellst?

    Du hast hinter jede Frage ein grünes Häkchen gesetzt? Glückwunsch, dann kannst du deine Vorräte unbesorgt schlemmen. Guten Appetit! :)

    Sollte der Deckel aber locker sitzen oder der Schimmel hat es sich im Glas gemütlich gemacht, ist der Inhalt verdorben. In diesem Fall entsorgst du alles (ohne es zu probieren) in der Biotonne.

    Wenn dein Tomatenberg jetzt in Gläser gepackt dein Vorratsregal schmückt, hol dir doch gleich noch weitere Inspirationen aus meinem Rezeptebüchlein, um deine Ernte haltbar zu machen! ;)

    Für das Tomaten einkochen gibt es viele leckere und einfache Rezepte, mit denen du deine Speisekammer füllen und so ruckzuck ein leckeres Essen auf den Tisch zaubern kannst. Und was ist schöner, als im sich im kalten ungemütlichen Winter ein Stück Sommerfeeling ins Haus zu holen? 

    Du möchtest noch mehr zum Thema Einkochen wissen? Dann lies gerne hier weiter:

    Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

    Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

    Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

    Welche Rezeptideen hast du zum Tomaten einkochen? Ich freue mich, von dir zu hören!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Gurken einlegen: Einlegegurken und frische Gurken

    Gurken einlegen: süß-saure Sommerträume im Glas

    Gurken einlegen – DER zeitlose Klassiker! :) Ich freue mich jedes Jahr wieder, wenn in meiner Vorratskammer die Regale voll mit köstlichen knackigen Essiggurken stehen und ich sie nach und nach zur Brotzeit schlemmen kann. Hier kommen zwei meiner super leckeren bewährten Rezepte!

    Inhaltsverzeichnis
    Gurken einlegen: Essiggurken
    Gurken einlegen: Senfgurken süß-sauer
    Einlegegurken und ihre famosen Variationen
    Wozu passen eingelegte Gurken?
    DIE Top-Sorte zum Gurken einlegen

    Es ist Gurkenzeit! Eine der besten Zeiten im Jahr, finde ich. Denn endlich gibt es Gurken zum Snacken und zum Einmachen! Und das bedeutet, es ist Sommer. Lange Abende im Garten, an denen man keine kalten Füße bekommt, viiiiel zu ernten und das wunderbare Geräusch des blubbernden Einkochkessels. ;) Ich habe dir zwei richtige Klassiker unter den Einkochrezepten mitgebracht. Vorhang auf für unsere eingelegten Gurken!

    Bevor du loslegst und deine Gurken planlos in irgendwelche Gläser stopfst, lies dir am besten diesen Grundlagen-Artikel durch. Dort findest du alle Informationen dazu, was du zum Einkochen brauchst, wie du deine Gläser und dein Handwerkszeug vorbereitest und welche Fehler du beim Einkochen und Haltbarmachen vermeiden solltest.

    Gurken einlegen: Essiggurken

    Jetzt geht´s ans Eingemachte! Die Essiggurken mit ihrer wunderbaren Säure schmecken einfach unbeschreiblich gut. Yummie!

    In diesem Rezept verwende ich wenig Zucker, sodass die Betonung auf der Säure liegt. Heraus kommt ein gesunder und erfrischender Snack, bei dem die Gurken schön knackig bleiben.

    Gurken einlegen: Eingelegte Gurken in einer Holzschale

    Das brauchst du

    • 3 kg kleine Gurken
    • Etwas Salz
    • Dill
    • Estragon
    • 1 Lorbeerblatt
    • 1 TL Senfkörner
    • 4 Pfefferkörner
    • Perlzwiebeln oder Zwiebelringe
    • Etwas Zucker
    • 1 l Essig
    • 1 l Wasser

    Los geht’s!

    1. Die Gurken waschen, mit etwas Salz bestreuen und über Nacht kühl stellen.
    2. Gurken, Kräuter, Gewürze und Zwiebeln auf die sterilen Gläser verteilen. Einen Liter Essig mit einem Liter Wasser aufkochen und die Gläser mit dem kochend heißen Essigwasser auffüllen und verschließen.
    3. 30 Minuten bei 90 °C einkochen.

    Langsam aber sicher kommen die ersten großen Ernteschwemmen immer näher. Denn Sommerzeit ist Einkochkesselbrodelzeit! Sauerkraut darf dabei selbstverständlich nicht fehlen, doch das ist definitiv noch nicht das Ende der Haltbarmach-Fahnenstange. Wenn du wissen möchtest, wie du besondere Leckereien wie Birnenchutney oder Zimtpflaumen zauberst, lad dir gerne mein Rezepte-Büchlein herunter!

    Gurken einlegen: Senfgurken süß-sauer

    Eingelegte Essiggurken sind dir zu sauer? Dann sind diese süßsauren Senfgurken ganz bestimmt nach deinem Geschmack! Der höhere Zuckeranteil in diesem Rezept kompensiert den Essiggeschmack, sodass diese Gurken lieblicher daher kommen als ihre Kollegen.

    Das brauchst du

    • 2 kg feste Gurken
    •  ½ Liter Weißweinessig
    •  ½ Liter Wasser
    •  500 g Zucker
    •  1 EL Senfkörner
    •  1 TL Gurken-Einlegegewürz
    •  3 TL Salz

    Los geht’s!

    1. Gurken schälen, längs vierteln und die Kerne mit einem Löffel ausschaben. In ca. sechs Zentimeter lange Stücke schneiden. In sterile Gläser füllen.
     2. Essig, Wasser, Zucker, Salz, Einlegegewürz und Senf in einem Topf mischen und fünf Minuten lang kochen. Die Gläser mit dem Sud auffüllen und verschließen.
     3. 30 Minuten bei 90 °C einkochen.

    Essiggurken und ihre famosen Variationen

    Normalerweise suche ich mir die Gewürze, die ich verwende, selber zusammen. Im süß-sauren Senfgurkenrezept macht sich das normale Gurken-Einlegegewürz aber so wunderbar, dass ich mir da diese Mühe gar nicht machen möchte!

    Wenn du kein fertiges Gewürz kaufen möchtest, verwendest du 3 EL Senfkörner, 2 EL Koriandersamen, 1 TL Nelken, 1 TL Pimentkörner und 5 Lorbeerblätter anstelle des Einlegegewürzes.

    Gurken einlegen: Gläser mit Gewürzgurken, Knoblauch und Dill

    Alle anderen Gewürze kannst du variieren und so herausfinden, was dir am besten schmeckt. Ein absolutes Traumpaar im Glas sind zum Beispiel Gurken und Bohnenkraut! Oder hast du schon einmal eingelegte Gurken mit Meerrettich, Weinblättern oder Knoblauch probiert?

    Gibt es etwas Besseres als eine bis unter die Decke gefüllte Vorratskammer? Mit selbst eingekochten Gläsern voll sonnengereiften Früchten aus dem eigenen Garten? Oder einen knackigen Salat aus eingelegtem Gartengemüse, mitten im Winter?

    In meinem „Vorratskammer starten“-Kurs nehme ich dich an die Hand und zeige dir Schritt für Schritt alle Tricks und Kniffe, mit denen du deine Ernte in einen leckeren und sicher haltbaren Wintervorrat verwandelst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

    Wozu passen eingelegte Gurken?

    Gewürzgurken sind eine tolle Ergänzung zu vielen Köstlichkeiten aus der Küche.

    Zum Beispiel verfeinern eingelegte Essiggurken mit ihrem süß-sauren, frischen Aroma ganz unglaublich eine Scheibe frischgebackenes Wurzelwerk-Brot mit einem selbstgemachten Aufstrich aus Tomaten, Kräutern und Sonnenblumenkernen! 

    Kleingeschnitten peppen eingelegte Gurken aus dem Glas beinahe jeden Salat auf. Bohnensalat mit Gewürzgurken hört sich vielleicht ungewöhnlich an, schmeckt aber sensationell gut!

    Eingelegte Gurken passen auch in Gemüsepfannen, als Beilage zu Kartoffeln und Bohnen, im Nudelsalat und auch zu Fleisch. Yummie!

    Übrigens: Auch das Essiggurken-Wasser kannst du verwenden! Es ist nämlich viel zu schade, um sang- und klanglos im Abfluss zu verschwinden. Du kannst es einfach trinken, wenn du magst – es wirkt krampflösend und enthält obendrein die Vitamine C und E.

    Falls du es nicht trinken magst, verwendest du es in einem Salatdressing oder einer Mayonnaise.

    DIE Top-Sorte zum Gurken einlegen

    Mein absoluter Favorit unter den Gurkensorten, die sich als Einlegegurken eignen, ist die „Vorgebirgstraube“. Das ist eine Einlegegurke mit vielen kleinen, dunkelgrünen Früchten mit festem Fleisch.

    Gurken einlegen: Gurke an Pflanze

    Die Vorgebirgstraube lässt sich aber nicht nur in Essig einlegen – sie macht auch im Fermentierglas eine prächtige Figur!

    Fermentieren ist eine alte, sehr gesunde und heute wieder in Mode gekommene Form des Haltbarmachens mit Hilfe von Milchsäurebakterien. Auch Einlegegurken sind dafür perfekt geeignet! Also nichts wie ran ans Fermentierzubehör für das leckerste Salzgurken-Rezept!

    Du kannst natürlich auch andere Einlegegurken-Sorten verwenden. Wenn du Gurken anbauen möchtest, aber kein Gewächshaus hast, solltest du nur darauf achten, dass du robuste Freilandsorten wählst, die mit der Witterung draußen besser zurechtkommen und nicht so anfällig sind für Krankheiten.

    Gurken einlegen
    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    Gurken einlegen gehört für mich fest zum Sommerprogramm dazu, genauso wie Erdbeeren naschen, Holunderblütensirup kochen und im See baden. Wenn du noch mehr Einmach-Ideen brauchst, vergiss nicht, dir mein kleines Rezeptebüchlein herunterzuladen!

    Haltbarmachen ist dein neues Hobby? Dann lass dich gerne auch von diesen Artikeln inspirieren:

    Bohnen einkochen – Von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

    6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

    Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

    Hast du auch ein Superrezept zum Gurken einlegen? Ich bin gespannt, von deinen Kreationen zu hören! :)