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Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

Ob grün, lila oder gelb, Bohnen sind ein super leckeres Gemüse, das im Garten anspruchslos ist und dir eine reiche Ernte beschert!

Wenn du dich also ab Juli vor einem Bohnenberg wiederfindest, den du beim besten Willen nicht innerhalb von ein paar Tagen wegschlemmen kannst, wird es Zeit zum Bohnen einkochen! Ich zeige dir, wie du die köstlichen Hülsenfrüchte schnell und sicher haltbar machen kannst. So hast du auch im Winter noch Bohnen in den Ohren ähm im Regal! ;)

Inhaltsverzeichnis
Wie gesund sind Bohnen?
Welche Bohnen kann ich einkochen?
Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen – wie werden Bohnen besser verträglich?
Wie kann ich meine Bohnen einkochen?
Jetzt geht’s ans Eingemachte – Rezepte zum Bohnen einkochen!
Wie kann ich Bohnen sonst noch haltbar machen?

Wie gesund sind Bohnen?

Bohnen sind mit ihren Nährwerten ein super gesundes Gemüse! Sie haben mehr Eiweiß als Fleisch zu bieten und versorgen dich mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.

Weil sie die Kohlenhydrate nur langsam in die Blutbahn abgeben und dein Blutzuckerspiegel deshalb nicht plötzlich ansteigt, machen Bohnen lange satt. Sie können sogar den Cholesterinspiegel senken und sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und Krebs vorbeugen. 

Welche Bohnen kann ich einkochen?

Es gibt sehr viele verschiedene Sorten von Bohnen, die du grundsätzlich alle einkochen kannst. Mit einem Buschbohnen Rezept kannst du genauso gut auch Stangenbohnen zubereiten oder Brechbohnen oder Dicke Bohnen. Lediglich Trockenbohnen musst du vor dem Einkochen über Nacht in Wasser einweichen.

Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen – wie werden Bohnen besser verträglich?

Wir sind ja unter uns ;) – deshalb kann dieses Thema ruhig auch zur Sprache kommen: Hülsenfrüchte wie Bohnen vertragen nicht alle Menschen gleich gut. Bei vielen führen sie zu Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden. Aber auch hier kannst du mit ein paar Tricks arbeiten!

Trick #1: Bohnen gründlich waschen und (mit Natron) einweichen

Wenn du Trockenbohnen einkochen möchtest, weichst du sie zusammen mit einem Gramm Natron pro Liter Wasser über Nacht ein und schüttest das Einweichwasser dann weg. So spülst du einen Teil der unverträglichen Stoffe einfach durch den Abfluss.

Trick #2: Verdauungsfördernde Gewürze verwenden

Kümmel, Anis oder Fenchel sorgen dafür, dass du deine Bohnen besser verträgst. Und lecker sind sie obendrein!

Kräuter anpflanzen interessiert dich? Hier habe ich dir 18 tolle Kräuterpaare für dein Beet zusammengestellt!

Trick #3: Menge langsam steigern

Wenn du eine empfindliche Verdauung hast, isst du regelmäßig Hülsenfrüchte in kleiner und nur langsam ansteigender Menge. So gewöhnt sich dein Darm daran.

Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte- eBook in dein Postfach:  

Wie kann ich meine Bohnen einkochen?

Bohnen gehören zu den säurearmen Lebensmitteln und enthalten viel Eiweiß. Deshalb musst du unbedingt eine der drei folgenden drei Einkochmethoden wählen, damit du deine Ernte auch sicher haltbar machst und Botulismus vermeidest.

Du hast diese zwei Möglichkeiten zum Bohnen-Einwecken:

#1: Bohnen einkochen im Druckeinkochtopf

Wenn du einen Druckeinkochtopf besitzt, kannst du viele Bohnengläser auf einmal haltbar machen. Dieser große Kessel kocht wie der Schnellkochtopf unter Druck und erreicht so die erforderliche Temperatur von 120° Celsius. Pssst… wir haben einen tollen Druckeinkochtopf gefunden, mit dem wir so richtig zufrieden sind. Schau gerne in unserem Onlineshop nach.

#2: Bohnen einkochen im Schnellkochtopf

Wenn du nicht sehr viele Gläser mit Bohnen einkochen möchtest, kannst du deinen Schnellkochtopf dazu verwenden, wenn er mindestens 115° Celsius erreicht. Botulismus-Sporen sterben nämlich erst bei dieser Temperatur ab.

Ob dein Schnellkochtopf sie erreichen kann, liest du in der Bedienungsanleitung nach. Solltest du da keine Angaben finden, kannst du davon ausgehen, dass er die erforderliche Temperatur nicht erreicht und deshalb ungeeignet ist. 

Eingekochte Bohnen im Glas

Jetzt geht’s ans Eingemachte – Rezepte zum Bohnen einkochen!

Nach soviel Theorie wird es jetzt aber wirklich Zeit für die Praxis! :) Am besten erntest du deine Bohnen früh am Tag, denn da sind sie besonders knackig. Dann putzt du sie sorgfältig: Du wäschst sie gründlich ab, entfernst Blüten- und Stielansatz und schneidest unschöne Stellen weg.

Deckel und Gummiringe* kochst du in Essigwasser fünf Minuten lang aus, damit sie steril sind. Deine Gläser* spülst du mit heißer Seifenlauge. Dann bist du perfekt vorbereitet!

Bohnen einkochen als Bohnensalat: Der perfekte Begleiter

Wenn du dein Abendbrot aufwerten oder deinem gemischten Salat Pepp verleihen möchtest, ist ein Glas eingemachter Bohnensalat genial: Damit hast ruckzuck eine super leckere Beilage!

Zutaten:

  • 750 g grüne Bohnen
  • 500 ml Weinessig (5 %)
  • 500 ml Wasser
  • 1 (rote) Zwiebel gewürfelt
  • Bohnenkraut
  • Salz, Pfeffer, Zucker

In deinen Einkochtopf gibst du soviel Wasser, dass die Gläser später darin bedeckt sind und erhitzt es. In einem Topf kochst du Wasser auf, salzt es und blanchierst darin deine Bohnen für drei Minuten. Im Anschluss gießt du das Wasser ab und schreckst die Bohnen mit kaltem Wasser ab, um den Kochvorgang zu stoppen. 

Jetzt kochst du Wasser, Essig, Zwiebel, Kräuter und Gewürze auf und schmeckst den Sud so ab, dass er dir weder zu sauer noch zu süß sondern gerade richtig erscheint. Die blanchierten Bohnen schichtest du möglichst dicht in Gläser und übergießt sie mit dem heißen Sud. Dann verschließt du die Gläser mit Gummiring*, Deckel und Klammern*, setzt sie mit einem Glasheber in den Einkochtopf und stellst auch ein Thermometer hinein, wenn in deinem EInkochtopf keins integriert ist.

Wenn das Thermometer 100° Celsius erreicht hat, beginnt die Einkochzeit. Sie beträgt 60 Minuten.

Wie kann ich Bohnen sonst noch haltbar machen?

Außer deine Bohnen einzukochen, kannst du sie auch einfrieren oder dörren. Bevor du sie einfrierst, solltest du sie aber für drei Minuten in Salzwasser blanchieren, abtropfen und abkühlen lassen. Dadurch erhalten sich Nährstoffe und Farbe besser und du tötest unerwünschte Mikroorganismen ab.

Um deine Bohnen zu dörren, blanchierst du sie für drei Minuten, trocknest sie gut ab und lässt sie dann entweder in einem warmen Sommer an der Luft trocknen oder packst sie bei nicht mehr als 50° Celsius ins Dörrgerät, bis sie hart und trocken sind. Um sie verwenden zu können, weichst du sie vor dem Kochvorgang dann mindestens vier Stunden lang ein.

Bohnen einkochen ist einfach und macht Spaß! Wenn dich deine Bohnen mit einer reichen Ernte beglücken, hast du viele Möglichkeiten, um sie für den Winter haltbar zu machen und diese leckeren Hülsenfrüchte jederzeit genießen zu können – auch wenn draußen Eis und Schnee herrschen. Das interessiert dich dann nicht die Bohne! ;)

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Einkochen ist dein neues Hobby? Dann schau unbedingt auch hier vorbei:

Fleisch einkochen: Lies das, bevor du loslegst!

Marmelade einkochen: Rezept mit vier einfachen Schritten

Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

Welche Tipps hast du zum Bohnen einkochen? Ich freue mich, von dir zu hören!

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Kimchi selber machen Rezept

Kimchi selber machen – das ultimative Rezept für Einsteiger!

Kimchi selber machen – mit diesem Rezept gelingt es dir im Handumdrehen! Vielleicht weißt du, dass ich ein richtiger Fermentier-Nerd bin – und der koreanische Klassiker Kimchi war natürlich eines der ersten Rezepte, die ich ausprobiert habe. Ich komme dabei aus dem Schwärmen gar nicht heraus! Kimchi ist nicht nur suuuper lecker, es ist auch ganz leicht, es selber zu machen.

Inhaltsverzeichnis:
Kimchi selber machen: Die koreanische Sauerkraut-Variante
Bevor du mit Kimchi selber machen anfängst…
Und voilà: Mein allerliebstes Kimchi-Rezept!
Kimchi selber machen: How to Kimchi
Kimchi selber machen im Steintopf oder Glas
Kimchi selber machen – eine Wohltat für den Darm!

Kimchi selber machen: Die koreanische Sauerkraut-Variante

In Korea ist Kimchi das, was hier in Deutschland das Sauerkraut ist – also ein richtiger Fermentier-Klassiker. Und das ganz buchstäblich: Das Wort Kimchi bedeutet übersetzt „fermentiertes Gemüse“.

Dabei gibt es nicht das Kimchi. In Korea hat jede Familie ihr eigenes Rezept, nach dem sie dieses selbstgemachte Kraut herstellt. Auch bei uns ist Kimchi nicht nur in Fermentista-Kreisen auf dem Vormarsch. Kein Wunder, das gesunde Kraut verzaubert unsere Gaumen (und Verdauungssysteme) ganz gewaltig!

Kimchi selber machen ist gar nicht schwer. Traditionell wird das koreanische Kraut aus Chinakohl gemacht und mit viel Ingwer, Chili und Knoblauch fermentiert. Heute gibt es aber richtig viele Varianten, von denen ich meine allerliebste hier mit euch teilen möchte! Also, schnapp dir einen Chinakohl, krame Einmachgläser* hervor und los geht´s!

Bevor du mit Kimchi selber machen anfängst…

…lies dir am besten nochmal den „Fermentier-Grundlagen-Artikel“ durch, dann kann nichts mehr schiefgehen und du kannst gleich loslegen! :-)

Ich habe außerdem eine Anti-Schimmel-Checkliste erstellt, die du für alle deine Fermente verwenden kannst. Hier kannst du dir die Checkliste herunterladen:

Und voilà: Mein allerliebstes Kimchi-Rezept!

Zutaten

  • 1 großer Chinakohl
  • 1 weißer Rettich
  • 2 Möhren
  • 10 Frühlingszwiebeln
  • 4-6 EL Chilipulver
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3-4 cm Ingwer
  • 2%ige Salzlake (1 EL nicht jodiertes Salz pro Liter Wasser)
Chinakohl

Kimchi selber machen: How to Kimchi

1. Den Chinakohl in 1-2 cm breite Streifen schneiden. In eine große Schüssel geben und mit der Salzlake bedecken. Ein paar Minuten lang stampfen oder mit den Händen kneten, dann zwei Stunden lang stehen lassen.

2. Den Rettich und die Möhren hobeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken und mit dem Chilipulver mischen. Alles beiseitestellen.

3. Den Chinakohl abgießen, die Lake dabei auffangen und aufheben – die brauchen wir gleich noch. Dann den Kohl, das restliche Gemüse und die Knoblauch-Ingwer-Chili-Mischung zurück in die Schüssel geben. Alles gut miteinander vermischen und nochmal kneten. Jetzt ist es Zeit für eine Kostprobe: Der Kohl sollte angenehm salzig schmecken. Hier musst du eventuell nochmal nachsalzen.

4. Den Kimchi schichtweise in die sterilen Gefäße füllen und immer wieder gut einstampfen. Wenn das Gemüse nicht komplett von Flüssigkeit bedeckt ist, mit der Lake auffüllen. Mit einem Kohlblatt abdecken und so beschweren, sodass das Gemüse komplett unter der Flüssigkeit liegt.

5. Drei bis sieben Tage bei Zimmertemperatur fermentieren, danach kühl und dunkel lagern, zum Beispiel in einem kühlen Keller, im Kühlschrank oder (so machen wir es) in einem kühlen Treppenhaus.

Fun Fact: Früher wurde selbstgemachter Kimchi in Fässern im Erdreich gelagert. Heute findest du in fast jedem koreanischen Haushalt einen eigenen Kimchi-Kühlschrank, der perfekt temperiert ist!

Dein Kimchi sollte mindestens 2-3 Wochen lang fermentieren, damit sich dieses besondere Kimchi-Aroma entfalten kann. Du kannst ihn aber auch schon vorher essen.

Kimchi essen

Der Kimchi hält sich ungefähr ein Jahr (wenn es nicht, wie bei uns, schon weit vorher genüsslich verspeist wird). Es ist aber wichtig, dass du regelmäßig kontrollierst, dass das gesamte Kimchi mit Flüssigkeit bedeckt ist.

Kimchi selber machen im Steintopf oder Glas

Es gibt schöne Gärtöpfe aus Steingut und Keramik, aber Einmachgläser* und Schraubgläser sind auch wunderbar geeignet, wenn du Kimchi selber machen willst. Gläser haben durch die kleineren Portionsgrößen den Vorteil, dass du in einem Schwung verschiedene Geschmackskreationen ausprobieren kannst.

Ganz wichtig ist aber, dass dein Zubehör möglichst sauber und im besten Fall sogar steril ist. Ich sterilisiere mein gesamtes Zubehör mit kochend heißem Wasser, bevor es losgeht.

Kimchi selber machen – eine Wohltat für den Darm!

Selbstgemachtes Kimchi ist nicht nur ein Fest für die Geschmacksknospen, sondern auch ein richtiges Gesundheitspaket.

Wie bei allem Fermentierten bleiben während der Milchsäuregärung Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und Probiotika erhalten und vermehren sich teilweise sogar! Denn Milchsäurebakterien produzieren Vitamine, um untereinander zu kommunizieren. Biofilm Quorum Sensing nennt sich das. Abgefahren, oder?

Die Milchsäurebakterien, die bei der Fermentation entstehen, sind Balsam für deinen Darm und unterstützen die Verdauung proaktiv. Fermentiertes Gemüse ist also selbstgemachtes Superfood für deinen Darm und hilft, dein Immunsystem zu stärken. Besser geht’s nicht!

Du möchtest gern Abwechslung in dein Fermentierregal bringen? Dann probier doch mal fermentierte Tomaten und lass dich von diesem spritzigen Sommer-Snack in ganz neue Geschmackswelten entführen.

Hach, Kimchi ist schon eine besondere Köstlichkeit unter den fermentierten Gemüsen. Also nichts wie ran an den Chinakohl! Ich wünsche dir viel Spaß beim Kimchi selber machen!

Kimchi-Grafik
Merk dir das Rezept auf Pinterest!

Gibt es etwas Besseres als eine bis unter die Decke gefüllte Vorratskammer? Mit richtig leckeren, selbst eingekochten Gläsern voll sonnengereiften Früchten aus dem eigenen Garten? Oder einen frischen, knackigen Salat aus eingelegtem Gartengemüse, mitten im Winter?

Es wird höchste Zeit, die Gärtöpfe und Einkochgläser hervorzukramen und den sommerlichen Überfluss für den Winter zu konservieren – aber wie geht das überhaupt? Wenn du gerade erst anfängst, Lebensmittel haltbar zu machen, schwirrt dir vermutlich einiges durch den Kopf: Mit welcher Methode mache ich welches Obst und Gemüse haltbar? Wie und wo lagere ich meine Ernte am besten?

In meinem „Vorratskammer starten„-Kurs nehme ich dich an die Hand und zeige dir Schritt für Schritt alle Tricks und Kniffe, mit denen du deine Ernte in einen leckeren und sicher haltbaren Wintervorrat verwandelst. So kannst du deine Vorratskammer bis unter die Decke mit selbst eingekochten und fermentierten Lebensmitteln füllen!

Hört sich gut an? Dann freu ich mich riesig, wenn du mal vorbeischnupperst. :)

Das Fermentierfieber hat dich gepackt und die Fermentista in dir will raus? Wie wäre es dann mit Sauren Gurken oder anderen Schätzen aus meiner Rezepte-Bibliothek?

Salzgurken einlegen in 3 Schritten – Das beste Saure-Gurken-Rezept!

Apfelessig selber machen: Einfaches und gelingsicheres Rezept!

Mhhh mir läuft beim Gedanken an den würzig-ingwerigen Kimchi in meiner Vorratskammer das Wasser im Mund zusammen! Hast du dich auch schon einmal ans Kimchi selber machen getraut? Welche Variante hast du probiert? Schreib es mir gern in die Kommentare!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Zucchini Rezepte: Chutney und Relish

Zucchinischwemme willkommen: Zwei köstliche Zucchini Rezepte!

Begrüßt dich deine Zucchinipflanze im Sommer auch mit einer riesigen Zucchini nach der anderen? Und mischt sich zur Freude darüber bei dir oft auch eine gewisse Ratlosigkeit, welche Zucchini Rezepte du jetzt noch ausprobieren kannst? Dann teste doch meine beiden neuen Lieblingsrezepte, mit denen du garantiert keine Angst mehr vor einer zu üppigen Ernte haben musst. Sie sind so köstlich, dass deine eingekochten Schätze kaum Zeit haben werden, es sich in deinem Vorratsregal gemütlich zu machen! :)

Inhaltsverzeichnis
Zucchini Rezepte auf einen Blick!
#Zucchini Chutney
#Zucchini Relish
Was ist Zucchini Chutney und wie verwende ich das?
Was ist Zucchini Relish und wie verwende ich das?
Zucchini Rezepte: Das solltest du beim Einkochen beachten
Kann ich die Zucchini Rezepte auch für Gurken verwenden? 
Wie lagere ich meine leckeren Vorräte am besten?

Zucchini Rezepte auf einen Blick!

Ein Zucchiniberg liegt auf deinem Küchentisch und du möchtest schnell loslegen? Bitte schön, hier sind meine Zucchini Rezepte!

Zucchini Chutney

Das brauchst du:

  • 3 kg Zucchini
  • 1 kg Zwiebeln
  • 100 – 150 g Salz
  • 800 ml Weißweinessig
  • 400 g Zucker
  • 3-5 klein geschnittene Chilischoten (nach Geschmack auch weniger)
  • 3 El geschrotete Senfkörner
  • 4 El Kurkuma (gemahlen)
  • 2 El Dill (gehackt)

Und so geht es:

1. Zucchini reiben und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden, mit Salz mischen und 2-3 Stunden ziehen lassen.

2. Essig, Zucker, Chili, Senf und Kurkuma aufkochen. Zucchini, Zwiebeln und das gezogene Wasser dazugeben und ungefähr 15 Minuten kochen lassen. Dann den Dill dazugeben.

3. Zucchinichutney in sterilisierte Gläser füllen und 15 Minuten bei 90°C im Wasserbad einkochen.

Zucchini Rezepte: Zucchini Chutney

Zucchini Relish

Das brauchst du:

  • 3 kg Zucchini
  • 500 g Zwiebeln
  • 500 g Paprika
  • 400 g Zucker
  • 800 ml Essig
  • 600 ml Wasser
  • 100 – 150 g Salz
  • 8 El Paprika edelsüß
  • 2 El Kurkuma (gemahlen)
  • 1,5 El Pfeffer (gemörsert)

Und so geht es:

1. Zucchini, Zwiebeln und Paprika in Würfel schneiden, mit Salz mischen und 2-3 Stunden ziehen lassen.

2. Essig, Zucker, Paprika edelsüß, Kurkuma und Pfeffer aufkochen, dann Zucchini, Paprika, Zwiebel, Wasser und das gezogene Wasser dazugeben und ungefähr 15 Minuten kochen lassen.

3. Zucchini Relish in sterilisierte Gläser füllen und 15 Minuten bei 90°C im Wasserbad einkochen.

Wenn du jetzt stolz auf deine gefüllten Gläser schaust, fehlt dir nur noch eins zum Einkochglück: Die passenden Etiketten! Mit ihnen behältst du nämlich ganz einfach den Überblick über deine Vorräte. Lad dir doch gleich die Etiketten herunter, die ich extra für dich entworfen habe:

Was ist Chutney und wie verwende ich das?

Chutney stammt ursprünglich aus Indien und ist ein Dip oder eine Sauce zu Fleisch oder Gemüsegerichten. Auch zu Käse schmeckt Chutney einfach himmlisch!

Es hat eine Konsistenz ähnlich wie Püree und kann süß-sauer, pikant-scharf oder auch süß-scharf sein. Meistens sind Gemüse oder Obst – ganz fein geschnitten – die Hauptzutat. Die Zwiebeln in meinem Zucchini Rezept solltest du für das Chutney aber auf keinen Fall pürieren oder reiben, weil sie dabei einen bitteren Geschmack entwickeln können.

Psst: Außer aus Zucchini kannst du auch aus Äpfeln richtig leckeres Chutney machen!

Was ist Relish und wie verwende ich das?

Relish kommt aus England und ist eine süß-saure, würzige Sauce aus Obst- oder Gemüsestücken. Du kannst es als Brotaufstrich oder zum Essen als Würzsoße schlemmen. 

Wenn es bei der Brotzeit also wieder mal schnell gehen muss und im Kühlschrank gähnende Leere herrscht – öffne doch einfach ein Glas Zucchini Relish und schon hast du einen super leckeren Brotbelag! Dafür lässt du dir doch gerne die Butter vom Brot nehmen, oder? ;)

Falls du jetzt so richtig Lust bekommen hast, deine Ernte haltbar zu machen und dir wünschst, ganz viele verschiedene Möglichkeiten zum Einkochen kennenzulernen, komm doch in meinen Obst und Gemüse haltbar machen ​Kurs! Da zeige ich dir Schritt für Schritt alles, was du zum Einkochen, Fermentieren und Heiß abfüllen wissen musst. Und ein ganzes Rezepte eBook gibt es gleich mit dazu. Ich würde mich freuen, wenn du bei uns Einkochsuchtis mitmischst! :)

Zucchini Rezepte: Zucchini Relish

Zucchini Rezepte: Das solltest du beim Einkochen beachten

Damit sich deine Vorräte gut halten, gibt es auch für die Zucchini Rezepte ein paar grundlegende Dinge, die du beherzigen solltest. Es ist nämlich super ärgerlich, wenn die mit viel Liebe aus der eigenen Ernte gemachten Vorräte ein paar Wochen später zu schimmeln beginnen!

  • Wie immer beim Einkochen hat deshalb sauberes, hygienisches Arbeiten oberste Priorität. Arbeitswerkzeug, Deckel oder Glasdeckel und Gummiringe kochst du in Essigwasser aus und die gespülten Gläser übergießt du mit kochendem Wasser, bevor du dein Einkochgut einfüllst.
  • Das Wasser im Einkochtopf und dein Chutney oder Relish sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser ins Wasser stellst.
  • Die Ränder deiner befüllten Gläser wischst du mit einem sauberen Tuch sorgfältig ab, bevor du sie mit dem Deckel verschließt.

Pssst, kleiner Küchenhack: Wenn du das Wasser mit einem Wasserkocher erhitzt, dauert der Heizvorgang nicht so lange und du kannst Energie sparen!

Kann ich die Zucchini Rezepte auch für Gurken verwenden?

Natürlich kannst du die Zucchini Rezepte auch für Gurken verwenden! Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob Zucchini oder Gurke die Nase vorn haben, aber eines steht fest: köstlich sind sie alle beide! ;)

Psst: Probier doch auch mal das Rezept für süß-saure Gurken aus!

Wenn deine Gurken schon recht groß geraten sind, solltest du sie vor dem Verarbeiten halbieren und die Kerne mit einem Esslöffel herauskratzen. Die schmecken nämlich nach nichts und machen kein schönes Kaugefühl im Mund. ;) Die Kerne kannst du, statt sie zu essen, auch trocknen und daraus dein eigenes Saatgut gewinnen.

Zucchini Rezepte
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Wie lagere ich meine leckeren Vorräte am besten?

Deine Gläser sind vollständig abgekühlt? Dann wird es Zeit für den Umzug von deiner Küche in eine möglichst dunkle und kühle Vorratskammer! Davor beschriftest du deine Schätze noch mit dem Einkochdatum, damit du immer weißt, was du wann aufessen solltest. Mit meinen Etiketten ist das ganz einfach!

Psst, kleiner Tipp: Es schadet auch nicht, draufzuschreiben was du da eingekocht hast. Nach ein paar Wochen bist du dir nämlich gar nicht mehr sicher, ob auf der linken Seite deines Regals nun das Zucchinichutney oder das Gurkenchutney steht… ;)

Falls du Twist-Off-Gläser verwendet hast, kannst du deine etikettierten Gläser jetzt stolz in deinen Vorratsraum einräumen. Hast du mit Weckgläsern gearbeitet*, musst du erst noch die Klammern* abnehmen. Und dann soll die Winterzeit ruhig kommen – du kannst dir ja immer ein Stück Sommer zurückholen, indem du ein Glas von deinen eingekochten Köstlichkeiten genießt!

Der nächsten Zucchinischwemme kannst du ab jetzt furchtlos ins Auge sehen: Du zückst einfach deine neuen Zucchini Rezepte und verarbeitest alles zu köstlichen Vorräten. Also nix wie raus in den Garten, Zucchini ernten! :)  Wenn du neugierig geworden bist und noch mehr über das Haltbarmachen erfahren möchtest, lies gerne hier weiter:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

Birnen einkochen: von Omas Rezept bis richtig trendy!

Welche Zucchini Rezepte nutzt du, um deine Zucchini haltbar zu machen? Ich freue mich über deinen Kommentar! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Einkochen von Gemüse in Gläsern – sicher gegen Botulismus

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Beim Thema Botulismus wird vielen Menschen etwas mulmig – und das zu Recht. Denn obwohl die Wahrscheinlichkeit zu erkranken gering ist, fehlt es oft an fundiertem Wissen über die Gefahren beim Einkochen. Zeit, das zu ändern! Was Botulismus eigentlich ist, wie sich das Risiko minimieren lässt und welche Methoden beim Einkochen wirklich sicher sind, erfährst du in diesem Artikel. Die Vorratskammer füllen soll schließlich Spaß machen und keine Angst :) 

Inhaltsverzeichnis
Botulismus – selten, aber ernst 
Warum Einkochen im Wasserbad oft nicht reicht 
Säurearme Lebensmittel sicher einkochen – nur unter Druck! 
Botulismusfreie Alternativen zum Einlegen
Eiskalt oder extra sauer – so klappt’s auch ohne Einkochen
Sicher einkochen mit gutem Gefühl 
FAQ
Vorratskammer starten?

Botulismus – selten, aber ernst

Botulismus ist in Deutschland weitgehend unbekannt – anders als in vielen anderen Ländern, wo deutlich selbstverständlicher mit der Thematik umgegangen wird. Ein bisschen Wissen über Botulismus hilft dabei, sicher und entspannt einzukochen. 

Wenn wir von Botulismus reden, meinen wir damit eine Vergiftung, die durch das Botulinumtoxin verursacht wird. Dabei handelt es sich um ein Nervengift, das vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird – und zwar, in einer ganz bestimmten Umgebung:

Luftdichte, nicht sehr saure Bedingungen sind genau das, was Clostridium botulinum zur Bildung der giftigen Sporen braucht – und genau diese Umgebung wird beim Einkochen im Glas oft geschaffen, denn viele Rezepte mit Fleisch oder Gemüse enthalten nicht viel Säure.

Das kann theoretisch jederzeit und überall passieren, denn das Bakterium kommt in unserer Umwelt ganz natürlich vor. Übers Gemüse oder Fleisch kann es sich in deinen Kochtopf und in die Einkochgläser schmuggeln – wo es dann zum Verhängnis wird.

Das Problem daran ist, dass das Toxin unsichtbar, geschmacklos und geruchlos ist. Es entstehen oft keine Gase, das Vakuum bleibt intakt – eine gefährliche Kombination, wenn sich das Gift unbemerkt während der Lagerung im Einkochglas bildet. Du merkst gar nicht, wenn du ein betroffenes Glas öffnest und zubereitest. Gemein, oder? 

Psst: Falls du lieber Videos schaust, ist hier die YouTube-Version:

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Mehr Informationen

Warum Einkochen im Wasserbad oft nicht reicht

Vielleicht hast du bisher auch gedacht: „Einmal gut durchgekocht – passt schon.“ Leider nein. Denn Clostridium botulinum ist ziemlich zäh. Es bildet hitzestabile Sporen, die beim normalen Einkochen im Wasserbad locker überleben – selbst bei 100 °C. 

Diese Sporen können in Vorratsgläsern überdauern und unter den richtigen Bedingungen wieder auskeimen. 

Solche Bedingungen entstehen, wenn der Inhalt – wie bei eingekochten Vorratsgläsern – luftdicht verschlossen ist und nur wenig Säure enthält. 

Daher reicht das Einkochen im Wasserbad für säurearme Lebensmittel wie Gemüse und auch Fleisch leider nicht aus. Tomaten sind eine Ausnahme – aufgrund ihres hohen Säuregehalts. Doch auch hier empfiehlt sich, vorsichtshalber Zitronensaft zur pH-Wert-Senkung hinzuzufügen. Das gilt auch für andere Gemüsesorten: Bohnen lassen sich z. B. sicher mit Essig einmachen. Dadurch sinkt der pH-Wert und den Botulinumbakterien wird es zu ungemütlich. 

Du musst dir dabei aber wirklich sicher sein, dass der Inhalt deiner Einkochgläser auch sauer genug ist. Der pH-Wert muss unter 4,5 liegen, überall im Glas. Halte dich da also unbedingt an Rezepte, die sorgsam durchdacht sind und deren Quelle du absolut vertraust. 

Wenn es richtig schön sauer ist, kannst du loslegen: Damit beim Einkochen im Wasserbad auch nichts schief geht, findest Du hier eine praktische Checkliste. Lade sie dir fix runter und dann geht’s ans Eingemachte: 

Falls du schon einen großen Schwung deines Lieblingsrezepts im Wasserbad eingekocht hast und dir jetzt unsicher bist, ob alles seine Richtigkeit hat, dann musst du deine Vorräte nicht wegschmeißen. Du solltest den Inhalt aber auf gar keinen Fall probieren! Stattdessen lieber ab in einen Topf damit und rauf auf den Herd!

Denn das Toxin selbst ist nicht hitzeresistent. Eine sichere Methode zur Inaktivierung des Botulinumtoxins ist deshalb das sprudelnde Aufkochen des Inhalts für mindestens 10 Minuten. Dabei muss die Kerntemperatur des Lebensmittels wenigstens 85 °C erreichen. Die 10 Minuten bieten dabei eine extrem hohe Sicherheit. Die erforderliche Kerntemperatur ist verständlicherweise bei Brühe schneller erreicht als bei Rouladen. Daher wurde auf Nummer sicher gegangen und eben die 10 Minuten festgelegt. (USDA, CDC, BfR, RKI)

Säurearme Lebensmittel sicher einkochen – nur unter Druck!

All jene Rezepte und Lebensmittel, die einen höheren pH-Wert haben (also nicht sonderlich sauer sind) musst du beim Einkochen stärker erhitzen, damit die hartnäckigen Sporen abgetötet werden. Je nach Rezept müssen dafür Temperaturen von 121 °C entstehen. Das ist im Wasserbad in einem normalen Topf physikalisch leider unmöglich. 

Was hilft? Druck! Nur mit einem Druckeinkochtopf (oder einem entsprechend zertifizierten Schnellkochtopf) lassen sich die nötigen Temperaturen von über 121 °C erreichen. Erst da wird’s den Sporen zu heiß. 

Allerdings ist nicht jeder Schnellkochtopf dafür geeignet. Nur Modelle, die Druck und Temperatur wirklich zuverlässig halten – am besten mit Anzeige – sind eine Option. Und: Ein größerer Topf lohnt sich! Damit lassen sich gleich mehrere Gläser auf einmal einkochen. 

Wenn du noch auf der Suche nach einem passenden Topf bist, dann schau mal bei uns im Onlineshop vorbei – wir haben nämlich ein Modell gefunden, mit dem wir so richtig zufrieden sind! 

Damit kannst du dann ganz sicher bei dir zu Hause säurearme Lebensmittel haltbar machen – ohne Botulismusgefahr. Juchuuuu! 

Botulismusfreie Alternativen zum Einlegen

Neben dem Einkochen gibt es natürlich noch weitere Methoden, um Gemüse haltbar zu machen – zum Beispiel das Einlegen in Öl.

Aber kannst du dir vorstellen, welche Bedingungen im Gemüse herrschen, das mit Öl luftdicht versiegelt wird? Richtig! Es ist luftdicht abgeschlossen und – ohne Essig oder Zitronensaft – meist auch nicht wirklich sauer. Das bedeutet: Genau das gleiche Problem wie beim Einkochen.

Dass das Einlegen von Gemüse in Öl aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen wird, ist natürlich schade. Die Bedingungen in einem öligen, luftdichten Glas sind nämlich nahezu ideal für Clostridium botulinum – deshalb raten offizielle Stellen wie das BfR davon ab. Zum Glück gibt es aber jede Menge andere Möglichkeiten, Gemüse sicher haltbar zu machen, ganz ohne Gesundheitsrisiko. 

Eiskalt oder extra sauer – so klappt’s auch ohne Einkochen

Brrr… eine besonders einfache und bewährte Methode ist das Einfrieren. Das funktioniert zum Beispiel hervorragend bei Pesto oder klein geschnittenem Gemüse. In der Gefriertruhe herrschen Bedingungen, mit denen Botulismusbakterien nichts anfangen können: Es ist zu kalt, zu trocken und zu luftig. Damit zählt das Einfrieren zu den sichersten Methoden überhaupt, wenn es ums Haltbarmachen geht. 

Auch das Fermentieren ist eine tolle Alternative. Zwar wird hier ebenfalls ein gewisser Luftabschluss geschaffen, aber bei dieser Methode übernehmen nützliche Mikroorganismen die Kontrolle. Die typischen Milchsäurebakterien senken den pH-Wert im Ferment schnell und zuverlässig ab – und genau das macht es Clostridium botulinum unmöglich, aktiv zu werden. So entstehen aromatische, gesunde Fermente, die ganz ohne Risiko auskommen. Gemüse-Gurus lieben diesen Trick ;). 

Pssst: Dieses Rezept für fermentierte Tomaten kann ich nur empfehlen. Es ist superlecker!

Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

Sicher einkochen mit gutem Gefühl

Hoffentlich sind damit die wichtigsten Fragen rund um Botulismus geklärt – und der Grundstein gelegt, damit du beim Einkochen mit einem sicheren Gefühl loslegen kannst. Mit dem nötigen Wissen und den richtigen Methoden steht dem selbstgemachten Vorrat an Gemüse, Saucen und Co. nichts mehr im Weg. 

Einkochen soll schließlich nicht verunsichern, sondern Freude machen – und genau das tut es auch, wenn ein paar einfache Grundregeln beachtet werden. Denn was gibt es Schöneres, als im Herbst ein Regal voller selbst eingekochter Leckereien zu bestaunen? 

Also, besorg dir einen Druckeinkochtopf und sichere Rezepte und leg los! 

FAQ 

1. Wie kommen die Bakterien in mein Glas? 

Clostridium botulinum kommt ganz natürlich überall vor – und kann auch auf Gemüse „mitreisen“. Solange das Gemüse roh gegessen oder gründlich durchgekocht wird, ist das völlig unbedenklich. Erst bei der Lagerung nach dem Einkochen kann es problematisch werden. 

2. Wie kann man Botulismus beim Einkochen vermeiden? 

Botulismus lässt sich vermeiden, indem säurearme Lebensmittel wie Gemüse oder Fleisch nicht im Wasserbad, sondern unter Druck eingekocht werden. Nur im Druckeinkochtopf entstehen Temperaturen von über 120 °C, die hitzestabile Sporen von Clostridium botulinum zuverlässig abtöten. Alternativ dazu sollte der pH-Wert im Glas unter 4,5 liegen – das geht z. B. durch Zugabe von Essig oder Zitronensaft 

3. Warum reicht Einkochen im Wasserbad nicht aus? 

Im Wasserbad werden maximal 100 °C erreicht – das reicht nicht, um die hitzebeständigen Sporen von Clostridium botulinum zu zerstören. Diese Sporen können im Glas überdauern, später auskeimen und das gefährliche Botulinumtoxin bilden. Besonders säurearme Lebensmittel wie Bohnen, Kürbis oder Fleisch sollten daher niemals nur im Wasserbad eingekocht werden. 

4. Welche Temperatur tötet Botulismus-Sporen ab? 

Um die Sporen von Clostridium botulinum sicher abzutöten, sind mindestens 121 °C notwendig. Diese Temperatur lässt sich nur mit einem Druckeinkochtopf oder einem entsprechend zertifizierten Schnellkochtopf erreichen. Normales Einkochen im Topf oder Backofen bleibt unter dieser Schwelle und ist bei säurearmen Lebensmitteln unsicher. Im Backofen erhitzt sich die Luft zwar auf über 100 °C, das Wasser im Einkochglas wird aber nie heißer als 100 °C – das ist physikalisch unmöglich. 

5. Woran erkennt man Botulismus im Einkochglas? 

In vielen Fällen gar nicht. Einige Stämme bilden keine Gase, verursachen keinen Geruch und lassen das Vakuum im Glas intakt. Besonders die sogenannten nicht-proteolytischen Stämme von Clostridium botulinum sind deshalb gefährlich. Ein Glas kann äußerlich völlig in Ordnung wirken – und dennoch toxisch sein. Sicherheit gibt nur das richtige Einkochverfahren. 

6. Welche Lebensmittel darf man nicht im Wasserbad einkochen? 

Säurearme Lebensmittel wie Bohnen, Kürbis, Möhren, Erbsen, Fleisch oder Fisch dürfen nicht im Wasserbad eingekocht werden. Der pH-Wert liegt hier meist über 4,5 – ideale Bedingungen für Botulismusbakterien. Diese Lebensmittel müssen immer im Druckeinkochtopf verarbeitet werden, um sicher haltbar zu sein. 

Vorratskammer starten? 

Psst: In unserem Kurs „Vorratskammer starten“ wird gemeinsam geplant, sortiert, gelagert und eingekocht, was das Zeug hält. Jetzt loslegen und durchstarten :)

Ich möchte dabei sein!  

Wenn du noch ein bisschen Inspiration brauchst dann schau doch mal hier:
 
Leckerer Holunderblütensirup in 5 Schritten: Frühling in deinem Glas!

Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte!

Gurken einlegen: süß-saure Sommerträume im Glas

Welches Gemüse oder Obst kochst du am liebsten ein?

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Kirschen einkochen: Kirschmarmelade

Kirschen einkochen – einfach, schnell und lecker!

Kirschen einkochen macht richtig viel Spaß und ist gar nicht schwer. So kannst du das ganze Jahr über die leckeren roten Kuller schlemmen und hast sofort wieder diesen wunderbaren Geschmack von Sonne und Wärme auf der Zunge! Also nichts wie ran an die Töpfe, jetzt geht´s ans Süßkirschen und Sauerkirschen verarbeiten!

Inhaltsverzeichnis
Kirschen einkochen Schritt-für-Schritt
Süßkirschen oder Sauerkirschen einkochen?
Kirschen + Wasser = Bauchweh?
Kirschen einkochen im Topf
Einkoch-Regel N°1: Immer schön sauber bleiben!
Rezepte zum Kirschen einkochen
Eingekochte Kirschen aufbewahren

Übersicht: Kirschen einkochen Schritt-für-Schritt

Wenn du mit dem Kirschen einkochen gleich loslegen möchtest ohne lange zu fackeln, schau doch mal in diese Tabelle, da habe ich dir alle Schritte zusammengefasst!

Kirschen einkochen Tipps und Tricks
Utensilien bereitstellengroßer Topf, kleiner Topf, Gläser*, Geschirrtuch
Gläser sterilisierenGläser, Gummiringe*, Deckel 5 Minuten in Essigwasser aufkochen
Kirschen einkochen nach Rezept30 Minuten im Wasserbad oder heiß einfüllen
Gläser auskühlen lassenvon ausgekühlten Weckgläsern die Klammern entfernen

Gretchenfrage: Soll ich Süßkirschen oder Sauerkirschen einkochen?

Ob du Süßkirschen oder Sauerkirschen für deine Rezepte verwendest, ist Geschmackssache. Sauerkirschen haben einen doppelt so hohen Säuregehalt wie ihre süßeren Cousinen und verleihen Kuchen und Kompotten ein besonders intensives Aroma. Aber du kannst auch problemlos Kirschen einkochen mit den lieblicheren Süßkirschen!

Fun Fact: Die Schattenmorelle, eine der bekanntesten Sauerkirschsorten, heißt gar nicht so, weil sie auch im Schatten wächst! ;) Ihr französischer Name „Chatel Morel“ wurde wohl einfach ins Deutsche übernommen und angepasst.

Für Apfelmus, Birnen und Pflaumen habe ich übrigens auch super leckere Einkochrezepte für dich!

Hol dir meine erprobten Rezepte zum Haltbarmachen deiner Ernte!

Zu Beginn habe ich super viele Rezepte ausprobiert, um mein Obst und Gemüse haltbar zu machen. Aber ganz ehrlich: umso ausgefallener das Rezept, desto eher wurden die Gläser von meiner Familie – und vor allem von meinem Sohn – nicht angerührt. Aller Anfang ist schwer, aber mittlerweile habe ich raus, was meinen Liebsten gut schmeckt! Welche Gläser voller Köstlichkeiten in unserer Speisekammer keinen Staub ansetzen, habe ich dir in meinem Rezepte-eBook zusammengeschrieben.

Hier kannst du dir meine sieben Lieblingsrezepte herunterladen:

Gerüchteküche: Kirschen essen + Wasser trinken = Bauchweh?

Du hast bestimmt auch schon das hartnäckige Gerücht gehört, dass Kirschen essen und dann Wasser trinken Bauchweh verursacht. Es stammt vermutlich aus einer Zeit, wo es im Trinkwasser viele Keime gab, vor allem Hefepilze. Die konnten dann unter ungünstigen Umständen dafür sorgen, dass die Früchte Bauchweh verursachten, weil eine Art Gärung in Gang kam.

Aber in der heutigen Zeit darfst du unbesorgt Kirschen essen und danach ein Glas Wasser trinken! Nur wenn du mehr als ein Pfund Kirschen auf einmal verputzt, kann es sein, dass dein Magen davon überfordert ist und zu grummeln beginnt. Das hat dann zwar nichts mit Wassertrinken zu tun, kann einem aber ganz schnell mal passieren, oder? ;)

Und zum Glück bist du ja nicht gezwungen, deine Ernte komplett frisch zu vertilgen – Kirschen einkochen macht die Früchte so haltbar, dass du sie ganz in Ruhe nach und nach verspeisen kannst.

In meinem Artikel Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung habe ich dir kompakt zusammengefasst, worauf du beim Einkochen grundsätzlich achten solltest, damit deine Vorräte lange haltbar bleiben und gut schmecken!

Kirschen einkochen: Korb mit Kirschen im Gras

Kirschen einkochen im Topf – So geht es ganz einfach!

Zum Kirschen einkochen brauchst du gar nicht viel und das meiste davon gibt es sicher sowieso schon in deiner Küche:

  • 1 großer Topf
  • 1 kleiner Topf
  • Einmachgläser*, zum Beispiel vier Stück mit 500 ml Fassungsvermögen
  • 1 Geschirrtuch

Im günstigsten Fall ist der Topf so groß, dass alle deine Einkochgläser auf einmal hineinpassen. Wenn du keinen so großen Topf hast, machst du einfach mehrere Kirschen-einwecken-Durchgänge. ;)

Beim Kirschen einkochen ist es ganz wichtig, dass die Temperatur vom Wasser im Topf und vom Einkochgut jeweils ungefähr gleich ist, wenn die Gläser in den Topf wandern. Gießt du eine heiße Zuckerlösung über deine Kirschen, solltest du das Wasser im Topf also erwärmt haben, bevor du die Gläser hineinstellst.

Um die Temperatur genau kontrollieren zu können, stellst du ein Thermometer ins Wasser. Die vorgegebene Einkochzeit beginnt erst, wenn die erforderliche Temperatur erreicht ist!

Übrigens: Einkochen im Wasserbad und Heißeinfüllen eignen sich nur für Lebensmittel wie Obst, das einen höheren Säuregehalt hat. Für das Einkochen von Fleisch und Gemüse gelten ganz andere Regeln, die du unbedingt beachten solltest!

Gut Kirschen essen mit Einkoch-Regel #1: Immer schön sauber bleiben!

Damit sich deine eingekochten Kirschen-Schätze gut lagern lassen und nicht schimmeln, ist es super wichtig, dass du auf Sauberkeit und Hygiene beim Kirschen einkochen achtest.

Deshalb sterilisierst du Gläser, Gummiringe* und Deckel: Du gibst Wasser mit einem Schwupps Essig in den kleinen Topf, legst sie hinein und kochst das Ganze für fünf Minuten auf.

Die Gläser ohne Deckel kannst du auch 10 Minuten lang bei 180°C in den Backofen stellen. Gummiringe und beschichtete Deckel eignen sich aber nicht für die Backofen-Methode!

Zum Kirschen einkochen kannst du Schraubgläser oder Weckgläser* verwenden. Das ist ganz deinen Vorlieben überlassen!

Kirschen einkochen: Kirschen mit Zucker im Topf

Rezepte zum Kirschen einkochen: Für Süßkirschen und Sauerkirschen!

Das brauchst du für leckeres Kirschkompott:

  • 1 kg Kirschen
  • Zucker nach Geschmack, bewährt haben sich zwischen 200g und 400 g
  • 1 l Wasser

Und schon geht das Kirschen einkochen los:

  1. Deckel und Gummiringe* sterilisieren.
  2. Dann legst du ein Geschirrtuch in einen großen Topf, damit die Gläser nicht direkt auf dem Topfboden stehen, und füllst ihn 15 Zentimeter hoch mit warmem Wasser.
  3. Jetzt wäschst du deine Kirschen, entsteinst sie und verteilst sie so auf die Gläser, dass ungefähr drei Zentimeter Rand frei bleiben.
  4. In einem Topf kochst du einen Liter Wasser auf, gibst den Zucker hinein und rührst, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Mit dieser Zuckerlösung füllst du die Gläser so auf, dass noch zwei Zentimeter Rand frei bleiben. 
  5. Wenn du beim Einfüllen gekleckert hast, wischst du die Ränder mit einem sauberen Geschirrtuch sorgfältig ab.
  6. Jetzt verschließt du die Gläser und stellst sie so in den großen Topf, dass sie sich nicht berühren. Das Wasser sollte ihnen bis zum Hals stehen! ;) Falls es das nicht tut, erhitzt du in einem Wasserkocher noch mehr Wasser und gibst es dazu.
  7. Wenn dein Thermometer 90°C zeigt, beginnt die Einkochzeit von 30 Minuten. Am besten stellst du dir einen Timer und passt gut auf, dass die Temperatur während der gesamten Einkochdauer nicht absinkt. 
  8. Wenn die Zeit abgelaufen ist, kannst du deine Gläser entweder mit einem Glasheber aus dem Topf holen oder du wartest, bis du mit der Hand ins Wasser hineinfassen kannst.

Das Kirschkompott stellst du auf ein Geschirrtuch und lässt es komplett abkühlen. Wenn du Weckgläser verwendet hast, entfernst du nach dem Abkühlen die Klammern*. So kannst du erkennen, ob sich ein Vakuum in den Gläsern gebildet hat.

Wenn sich deine Vorratskammer jetzt nach und nach füllt, wird es schnell unübersichtlich. Deshalb zeige ich dir 7 clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer mit denen du ratzfatz Ordnung schaffst und jederzeit den Überblick über deine eingekochten Schätze behältst!

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Auch zur weltbesten Marmelade kannst du deine Kirschen einkochen:

Dazu brauchst du:

  • Einmachgläser
  • 1 kg Kirschen
  • 500g Gelierzucker 2:1
  • 2 Zimtstangen
  • Saft von 1/2 Zitrone

Und los geht’s:

  1. Für dieses Rezept solltest du Schraubgläser verwenden, die du zusammen mit den Deckeln vor dem Einkochen sterilisierst. 
  2. Du wäschst und entsteinst die Kirschen und zerkleinerst sie. Dann füllst du die Kirschen in einen Topf und gibst Zucker, Zimtstangen und Zitronensaft hinzu. 
  3. Wenn alles fünf Minuten brodelnd gekocht hat, entfernst du die Zimtstangen wieder.
  4. Die fertige Marmelade füllst du kochend heiß in die Gläser und verschließt sie sofort. Dann lässt du sie auf einem Geschirrtuch komplett abkühlen.

Noch mehr Tipps und Tricks zum Einkochen im Wasserbad findest du in meinem Artikel Einkochen im Topf – Schritt für Schritt Anleitung!

Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist und nicht nur Kirschen einkochen, sondern deine gesamte Ernte haltbar machen möchtest, kann ich dir meinen Onlinekurs „Obst und Gemüse haltbar machen“ empfehlen! Im Kurs lernst du, wie du Obst, Gemüse und Fleisch sicher haltbar machst und deinen Vorratsschrank einfach und schnell mit köstlichen Vorräten füllst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Wie lange kann ich eingekochte Kirschen aufbewahren?

Nach dem Kirschen einkochen sind Kirschkompott und Kirschmarmelade ein Jahr lang (und länger!) problemlos haltbar, wenn du sauber gearbeitet hast. Lagere sie an einem dunklen und kühlen Ort. Der Keller ist dafür ein gut geeigneter Platz!

Wenn du dir aber nicht mehr sicher bist, ob deine verarbeiteten Kirschen noch gut sind, kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Ist das Vakuum intakt? Aufgegangene Gläser musst du komplett entsorgen.
  • Kannst du Schimmel entdecken? Auch in diesem Fall musst du den Inhalt des Glases unbedingt komplett entsorgen.
  • Riecht dein Eingekochtes so, wie du es erwartest?

Wenn deine eingekochten Kirschen diese Tests wie Einserschüler bestanden haben und auch gut schmecken, kannst du sie bedenkenlos und mit viel Genuss verputzen!

Psst: Lad dir doch noch schnell die Etiketten für deine Gläser herunter, damit du alle Einkoch-Infos gleich zur Hand hast und genau weißt, was du wann genießen solltest! ;)

Kirschen einkochen ist völlig unkompliziert und eine super Methode, um eine reiche Kirschen-Ernte haltbar zu machen. So hast du das ganze Jahr über etwas davon! Und warme Waffeln mit Kirschkompott und Vanilleeis sind doch ein absolut unschlagbares Soulfood, oder?!

Haltbarmachen und Selbstversorgung findest du super spannend? Hier kannst du noch mehr darüber lesen:

6 Techniken mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

Suppe sicher einkochen mit Anti-Schimmel Checkliste

Kirschen einkochen findest du auch super cool? Welche Tipps und Rezepte hast du noch auf Lager? Ich freue mich auf deine Kommentare!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Tomaten anbauen: 7 ultimative Tipps für eine dicke Ernte!

Du willst deine eigenen Tomaten anbauen und eine dicke Ernte einfahren? Dann bist du hier genau richtig! Mit meinen Tipps wirst du dich vor Tomaten kaum retten können – und zwar ganz egal, ob du die Tomaten im Freiland, im Hochbeet, im Gewächshaus oder im Topf anbaust. ;)

Inhaltsverzeichnis
Sieben Tipps zum Tomaten anbauen
#1: Tomaten anbauen im Überfluss
#2: Tomaten anbauen unter Dach
#3: Tomaten regelmäßig, nicht übermäßig düngen
#4: Tomaten ausgeizen
#5: Tomaten anbauen, nicht Blätter!
#6: Der Zahnbürstentrick
#7: Besonders leckere Tomatensorten aufschreiben!

Sieben Tipps zum Tomaten anbauen

Tomaten anbauen ist nicht schwer, aber für eine richtig dicke Tomaten-Ernte sind ein paar kleine Kniffe richtig wichtig. Ich habe dir für die schnelle Übersicht in einer Tabelle zusammengefasst, was du beim Tomatenanbau beachten solltest.

Tipp #1Beim Tomaten anbauen säst du mehr Pflanzen an, als du wirklich brauchst
Tipp #2Du spendierst deinen Tomaten einen Regenschutz
Tipp #3Tomaten sind Starkzehrer und brauchen eine regelmäßige Düngung
Tipp #4Konsequentes Ausgeizen sorgt für große aromatische Tomaten
Tipp #5Beim Tomaten anbauen entfernst du mehrmals Blätter von deinen Pflanzen
Tipp #6Du hilfst bei der Bestäubung nach mit dem Zahnbürsten-Trick
Tipp #7Die Namen von besonders leckeren Tomatensorten schreibst du dir auf

Du willst noch mehr coole Tricks zum Tomatenanbau und Tomaten ernten? Dann hol dir meinen Tomaten-Masterplan! Da ist von der Aussaat übers Pikieren bis zu den besten Sorten und meiner geheimen Düngermixtur alles drin, was du für das Tomaten anbauen wissen solltest. ;)

Trage dich gerne hier ein, um den Tomaten-Masterplan herunterzuladen:

#1 Tomaten anbauen im Überfluss

Beim Tomaten anbauen läuft nicht immer alles rund: Nicht alle Tomatensamen keimen, Jungpflanzen entwickeln sich zu Schwächlingen statt zu kräftigen Pflänzchen oder fallen Schädlingen wie den lästigen Trauermücken zum Opfer. Ein unerwarteter Kälteeinbruch oder besser ein zu frühes Auspflanzen hat auch schon so manche hoffnungsvolle Tomatenpflanze dahingerafft!

Deshalb ist es super sinnvoll, für solche Missgeschicke beim Tomaten anbauen einige „Vorrats-Pflanzen“ mehr einzuplanen. Ich hätte es mir auf jeden Fall schon manchmal gewünscht, noch ein paar Tomatenpflanzen übrig zu haben. ;)

Und wenn alles gut geht und du stolz auf einen (etwas überbesetzten) Jungpflanzen-Kindergarten schaust, findest du für deine Pracht-Tomatenpflanzen bestimmt dankbare Abnehmer oder du kochst nach einer überbordenden Ernte die Tomaten einfach zu leckerer Tomatensoße ein!

#2 Tomaten anbauen unterm Dach

Tomaten mögen eine Sache überhaupt nicht: nass zu werden! Darum ist es wirklich wirklich wichtig, Tomaten unter einem wie auch immer gearteten Schutzdach anzubauen. Egal, ob das ein Gewächshaus ist oder der Dachvorsprung an der Südseite des Hauses – Hauptsache, du lässt deine Tomaten nicht im Regen stehen!

In dem enorm verregneten Sommer vor ein paar Jahren fielen fast alle meine Tomaten der Braunfäule zum Opfer, sodass wir kaum Tomaten ernten konnten. Das war übrigens ein entscheidender Grund dafür, mir mein schniekes Gewächshaus zu gönnen. So hat alles auch sein Gutes! ;)

Kleiner Tipp: Wenn du beim Tomaten anbauen überhaupt keine Möglichkeit hast, deinen grünen Freunden einen Regenschutz zu spendieren, ist es klug, sich für den Anbau von Kraut- und Braunfäule toleranten Freiland-Tomaten zu entscheiden. Mit der Sorte „Primabella“ habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die ist etwas hartschaliger, aber dafür super robust – so kannst du auch im Freiland wunderbar Tomaten anbauen!

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#3 Tomaten regelmäßig aber nicht übermäßig düngen

Tomaten sind Starkzehrer, also hungrige Pflanzen und beglücken dich nur dann mit einer reichen Ernte, wenn du sie regelmäßig düngst. Am Anfang habe ich meine Tomaten nur bei der Pflanzung gedüngt und mich dann gewundert, warum die große Ernteschwemme ausblieb.

Heute bin ich klüger und weiß, dass es super wichtig ist, beim Tomaten anbauen regelmäßig zu düngen.

Nur so entwickeln sich die Früchte zu großen, leckeren Früchten, die du am liebsten sofort von der Pflanze weg vernaschen möchtest!

Allerdings darfst du auch hier nicht zu viel des Guten tun. Tomaten mit tief dunkelgrünen, fast schwarzen Blättern, die sich einrollen, haben eine Überdosis Dünger abbekommen und brauchen dringend eine kleine „Abmagerungskur“. Das heißt, du düngst sie so lange nicht mehr, bis die Blätter wieder normal nachwachsen.

Beim Tomaten anbauen hast du deine Tomaten zwar nicht überdüngt, aber sie kränkeln? Dann schau gerne bei meinem Artikel über Tomaten-Krankheiten vorbei!

#4 Tomaten ausgeizen

Tomaten bilden in den Blattachseln, also da, wo die Blätter aus dem Haupttrieb herauswachsen, immer wieder neue Triebe, die du in einem möglichst jungen Stadium entfernen solltest – das nennt man Ausgeizen. Auf diese Weise setzt deine Tomate nur an ihrem Haupttrieb Tomaten an, die dann auch groß und aromatisch werden und erschöpft ihre Wuchskraft nicht mit lauter Nebentrieben.

Außerdem sorgen Luft und Platz um den Haupttrieb herum dafür, dass sich Krankheiten wie Braunfäule oder auch Pilze nicht so gut ausbreiten können.

Beim Busch-Tomaten anbauen ist es einfacher: die geizt du nämlich nicht aus. Du erkennst Buschtomaten an ihrer Wuchsform: Sie wachsen eher in die Breite als in die Höhe. Falls du dir unsicher bist, ob deine Tomate eine Stab- oder eine Buschtomate ist, schau am besten mal auf das zugehörige Saatguttütchen, da steht das nämlich drauf.

Du möchtest nicht nur Tomaten anbauen, sondern dich auch mit anderem leckeren Gemüse selbstversorgen? Dann lege ich dir meinen Gemüsegarten starten Kurs ans Herz! Darin lernst du Schritt für Schritt und in deinem eigenen Tempo, wie du ohne viel Mühe Gemüse anbaust und eine dicke Ernte einfährst. Wäre toll, wenn du mit dabei bist! :)

Tomaten anbauen: Tomatenblätter und Hand

#5 Tomaten anbauen, nicht Blätter!

Tomaten wollen nicht nur luftig wachsen, ihre Blätter sollten auch den Boden nicht berühren. Deswegen ist es super wichtig, deinen Tomaten hin und wieder ein paar davon wegzunehmen. So trocknen die restlichen Blätter schneller ab, wenn sie zum Beispiel durch den Morgentau oder ein unbedachtes Gießen nass geworden sind.

Wenn deine Pflanzen sehr buschig wachsen sollten (obwohl sie keine Buschtomaten sind!) oder übermäßig viele Blätter haben, brichst du einfach immer wieder mal ein bis zwei Äste heraus. Aber achte darauf, dass du während der Tomaten-Pflege nur maximal drei Äste oder große Geiztriebe auf einmal herausnimmst. Alles darüber hinaus bedeutet zu viel Stress für die Tomatenpflanze und die Früchte platzen schneller auf.

Kleiner Tipp: Falls sich deine Tomatenpflanzen eine Krankheit oder Schädlinge eingefangen haben, solltest du die kranken Blätter nicht auf den Kompost geben, wo sie sich weiter ausbreiten können. Entweder entsorgst du solche Pflanzenteile in der Biotonne oder auf einem extra Kompost, den du später nicht in deine Gemüsebeete gibst.

Tomaten anbauen: Zahnbürste an Tomate

#6 Der Zahnbürsten-Trick

Wusstest du, dass Tomatenpflanzen die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane in einer Blüte haben? Damit der Pollen vom männlichen Teil in den weiblichen Teil gelangt, braucht es eine kleine Erschütterung oder Vibration, für die normalerweise Insekten wie Honigbienen sorgen, wenn sie auf den Blüten landen. Erst dann kommt es zur Bestäubung und die Tomaten können sich ausbilden.

Nicht nur beim Tomaten anbauen im Gewächshaus, auch bei Freiland-Tomaten kann es aber vorkommen, dass dieser Pollen-Transport in den Tomaten-Blüten nicht besonders gut funktioniert. In ein Gewächshaus verirren sich häufig nur wenige Insekten und an regnerischen Tagen bleiben die auch lieber daheim als auszufliegen.

Eine mangelhafte Bestäubung bedeutet aber auch eine schlechte Ernte! Deshalb habe ich für dich diesen ultimativen Tipp: Putz deinen Tomaten doch einfach hin und wieder die Zähne! ;)

Dafür hältst du eine eingeschaltete elektrische Zahnbürste (ohne Aufsatz) für zehn bis zwanzig Sekunden an den Blütenstängel und sorgst so für einen gesicherten Pollentransport.

Falls du keine elektrische Zahnbürste besitzt, kannst du die Stängel deiner Tomaten auch regelmäßig schütteln – aber bitte nicht zu fest. Du willst für deine Tomatenpflanzen ja immer eine liebevolle Mama sein! :)

Wenn du auf diese Weise bei der Bestäubung ein wenig nachhilfst, kannst du die Ernte beim Tomaten anbauen fast ohne Arbeit verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen!

Du kannst dir das Tomaten-Zähneputzen nach dieser Beschreibung nur schlecht vorstellen? Dann schau dir gern die YouTube-Variante dieses Artikels an!

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#7 Besonders leckere Tomatensorten aufschreiben!

Es gibt so unendlich viele wunderbare Tomatensorten da draußen! Mit der Zeit findest du bestimmt deine Lieblingssorten: Die schmecken dir entweder frisch besonders gut oder sie bringen den allerbesten Geschmack für deine eingekochte Tomatensauce mit.

Im Jahr darauf wirst du genau wieder diese Tomaten anbauen wollen und dazu solltest du natürlich wissen, um welche Tomatensorten es sich denn gehandelt hat. ;)

Ich habe leider einmal den Fehler gemacht einen Stift zu benutzen, der sich sehr schnell von den Schildchen abgewaschen hat. So wusste ich nicht mehr, welche von den neu ausprobierten Tomatensorten nun welche war und musste mühsam recherchieren. Diese Arbeit kannst du dir wirklich ersparen!

Darum schreib unbedingt mit einem Permanentmarker oder einem Bleistift auf die Schildchen, welche Tomatensorte du wo anbaust. Nach der Ernte treten dann alle Tomaten zum ultimativen Geschmackstest an: Welche ist am leckersten?
Von denen kannst du Samen nehmen und immer wieder die Sieger-Tomaten anbauen – oder einfach dasselbe Saatgut nachkaufen.

In meinem Tomaten Masterplan habe ich dir alle diese Tomaten-Tipps und noch mehr zusammengefasst – vergiss nicht, ihn dir herunterzuladen! :)

Pssssst: Wie wär’s mit einem extra Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Du möchtest noch mehr zum Tomaten anbauen lesen? Dann kannst du gerne hier vorbeischauen:

Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren

Die 8 wirksamsten Mischkultur-Partner für Tomaten!

Tomaten nachreifen lassen: Bis Weihnachten eigene Tomaten essen!

Hast du auch coole Tipps zum Thema Tomaten anbauen? Dann lass gerne einen Kommentar da!

Einkochen für Anfänger: einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

Einkochen ist nur etwas für echte Küchenprofis? Von wegen! Auch für Anfänger ist Einkochen sehr gut möglich: Es beginnt ganz einfach mit einem Glas eingekochter Zimtpflaumen oder der ersten selbstgemachten Tomatensauce. Doch ehe du dich versiehst, türmen sich Gläser in deiner Speisekammer, und der Duft von eingekochtem Sommer hängt in der Küche :). Mit ein wenig Vorbereitung und der richtigen Methode lassen sich Obst, Gemüse oder sogar ganze Mahlzeiten haltbar machen und über Monate, oft sogar über Jahre, genießen.

Inhaltsverzeichnis
Was bedeutet Einkochen?
3 Einkochmethoden für Anfänger und Fortgeschrittene
Die richtige Ausstattung
Hol dir die Einkoch-Checkliste!
Einkochen Schritt für Schritt
Auf die Temperatur kommts an: Botulismus vermeiden
Geeignete Lebensmittel für Anfänger
Typische Fehler vermeiden
Einfache Rezepte für den Einstieg

Was bedeutet Einkochen?

Einkochen ist eine der ältesten Methoden, um Lebensmittel haltbar zu machen – und gleichzeitig eine der nachhaltigsten. Dabei füllst du frische Zutaten in hitzebeständige Gläser und erhitzt diese für eine bestimmte Zeit. Die Hitze sorgt dafür, dass Keime und Hefen abgetötet werden. Gleichzeitig bildet sich im Glas ein Vakuum, das wie ein Schutzschild wirkt und verhindert, dass neue Bakterien eindringen.

So wandern die Früchte des Gartens oder die Schätze vom Wochenmarkt ins Vorratsregal und bleiben dort über Monate, oft sogar über Jahre, frisch. Einkochen bedeutet also nicht nur Haltbarkeit, sondern auch Vorratsfreude: Die Aromen und Geschmäcker des Sommers zauberst du dir so mitten im Winter noch einmal auf den Tisch.

Schau dir auch gerne das Video an, falls du Lust auf eine kleine Rundtour durch meine Welt des Haltbarmachens hast:

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3 Einkochmethoden für Anfänger und Fortgeschrittene

Mit ‚Einkochen‘ sind eigentlich gleich drei Techniken gemeint: Heißes einfüllen, Einkochen im Wasserbad und Einkochen im Druckeinkochtopf. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt vor allem davon ab, was du einkochen willst:

  • Heiß einzufüllen eignet sich für Lebensmittel, die stark konservierende Zutaten wie Zucker und Säure enthalten. Klassischerweise wird die Methode für Marmelade, Sirup und – je nach Rezept – Kompott oder Apfelmus genutzt. Als einfachste Art des Einkochens ist sie auch für Anfänger prima geeignet.
  • Im Wasserbad einzukochen ist super praktische Methode, denn auf diese Weise kannst du ganz viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten haltbar machen. Die verschlossenen Gläser werden hier im kochenden Wasser noch einmal für eine bestimmte Zeit erhitzt. Diese Methode Einzukochen passt zu allen Erfahrungsstufen – vom Anfänger bis zum Profi.
  • Den Druckeinkochtopf solltest du unbedingt nutzen, um säurearme Zutaten wie Bohnen, Fleisch und Fisch haltbar zu machen. Säurearme Konserven müssen nämlich besonders heiß erhitzt werden, um sicher haltbar zu sein – und das funktioniert nur unter Druck. Weiter unten liest du gleich mehr dazu.

Die richtige Ausstattung

Zum Start brauchst du erstmal keine große Ausstattung. Gläser* mit intakten Deckeln sind die wichtigste Grundlage. Die Gläser sollten in jedem Fall unbeschädigt sein, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn das Eingekochte schlecht wird, weil ein Deckel nicht richtig dicht hält.

Insbesondere gebrauchte Schraubgläser solltest du also gut überprüfen. Die sind übrigens nur fürs heiße Abfüllen geeignet. Fürs Wasserbad oder den Druckeinkochtopf sind sie zu dünnwandig und könnten beim Einkochen springen!

Spezielle Einkochgläser sind dickwandiger und kommen mit einer seperaten Gummidichtung daher. Sie werden nach dem Einfüllen immer mit Klammern verschlossen. Für die neuen Weck-Gläser nimmst du zwei kleine Federklammern*, ältere Gläser werden nach dem Einfüllen mit einem Bügel bespannt, den man auch Universalklammer nennt.

Ein richtig großer Kochtopf ist super praktisch fürs Wasserbad – und ein Druckeinkochtopf* bei bestimmten Lebenstmitteln in Bezug auf die Sicherheit ein Muss. Kleine Küchenhelfer wie Trichter oder Glasheber* machen die Arbeit bequemer, aber du kannst sie auch nach und nach dazu kaufen oder dir schenken lassen ;).

Das Tolle am Einkochen ist, dass der Einstieg so einfach ist: Auch als Anfänger kannst du mit einfachen Rezepten ziemlich sicher noch heute und ohne extra Eqiopment einfach loslegen!

Einkoch-Anfänger? Hol dir die Checkliste!

Damit deinem Einkoch-Erfolg nichts mehr im Weg steht, findest du hier eine Checkliste, in der alle Schritte noch einmal übersichtlich aufgelistet sind. All die Informationen können einen erstmal ganz schön erschlagen, aber so schwer ist das alles gar nicht.

Einfach die Checkliste durchgehen, dort ist alles Wichtige für dich zusammengefasst. Wenn du dir die Checkliste herunterlädst, bekommst du außerdem regelmäßig Tipps rund um die Selbstversorgung und verschiedene Haltbarmach-Methoden.

Trag dich hier ein und ich schicke dir die Checkliste per Email zu:

Einkochen Schritt für Schritt

Weil Einkochen im Wasserbad die klassischste Methode ist, legen wir damit heute los. Das Einkochen folgt dabei immer einem klaren Ablauf. Wenn du ihn einmal ausprobiert hast und ein bisschen Routine bekommst, musst du dir darüber bald gar keine Gedanken mehr machen. Und keine Sorge, einkochen ist kein Hexenwerk. Das schaffst du ganz sicher :).

  1. Einkochgläser vorbereiten: Sauberkeit ist hierbei das A und O. Gläser und Deckel gründlich mit heißem Wasser oder in der Spülmaschine reinigen.
  2. Lebensmittel vorbereiten: Obst und Gemüse waschen, schälen, entkernen oder in Stücke schneiden. Am besten suchst du dir vorher schon ein Rezept deiner Wahl heraus. da du in diesem Schritt befolgst.
  3. Befüllen: Alles gleichmäßig in die Gläser füllen. Etwa 2 cm Platz bis zum Rand frei lassen – so bleibt Raum für Ausdehnung beim Erhitzen.
  4. Einkochen: Gläser veschließen und in einen Topf mit Wasser stellen. Das Wasser sollte die Gläser etwa zu drei Vierteln bedecken. Zum Kochen bringen und je nach Rezept die empfohlene Zeit einhalten.
  5. Abkühlen lassen: Gläser vorsichtig aus dem Wasserbad herausnehmen, auf ein Küchentuch stellen und abkühlen lassen. Wenn du nach dem Abfüllen die Klammern entfernst und der Deckel immer noch fest sitzt, hat sich ein Vakuum gebildet – das beste Zeichen für ein gelungenes Einkochen.

Auf die Temperatur kommts an: Botulismus vermeiden

Lebensmittelsicherheit steht beim Einkochen an erster Stelle. Besonders bei Gemüse kann das Bakterium Clostridium botulinum gefährlich werden. Es produziert ein unsichtbares, geschmackloses Gift, das ernsthafte Folgen haben kann. Deshalb ist es wichtig, die empfohlenen Temperaturen und Einkochzeiten einzuhalten.

Für säurearme Lebensmittel wie Bohnen oder Kürbis empfehle ich einen Druckeinkochtopf*. Dort können Temperaturen über 120 °C erreicht werden – nur so wird Botulismus zuverlässig verhindert. Diese Sicherheit schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass die Vorräte nicht nur köstlich, sondern auch absolut unbedenklich sind.

Und da Botulismus so ein großes und wichtiges Thema ist, gibt es hier nochmal einen eigenen Beitrag dazu, sowie ein Video mit vielen wichtigen Infos:

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Geeignete Lebensmittel zum Einkochen für Anfänger

Wenn du gerade neu anfängst ist es hilfreich, mit unkomplizierten Lebensmitteln zu starten. Das Einkoch-Abenteuer soll schließlich Spaß machen :). Äpfel, Birnen, Kirschen und Beeren gelingen eigentlich immer. Auch Tomaten sind ein Klassiker: als stückige Soße, püriert oder mit Kräutern verfeinert.

Mit etwas Routine kannst du dich natürlich auch an verschiedenste Gemüsegerichte wagen. Karotten, Zucchini oder fertige Eintöpfe lassen sich meistens wunderbar einkochen. So entstehen kleine Schatzgläser, die an stressigen Tagen ein schnelles, gesundes Essen ermöglichen.

Such dir aber unbedingt immer verlässliche Rezepte, die dir eine Einkochzeit vorgeben. In meinem Onlinekurs zum Haltbarmachen gibt’s ein ganzen eBook voller Rezepte – und jede Menge Inspiration für die Vorratskammer. :)

Typische Anfängerfehler beim Einkochen vermeiden

Damit das Einkochen sicher und erfolgreich gelingt, hilft es, wenn du die wichtigsten Stolperfallen schon vorher kennst:

  • Unsaubere Gläser: Schon kleinste Reste können Schimmel verursachen.
  • Zu kurze Einkochzeit: Keime überleben und verderben den Inhalt.
  • Beschädigte Deckel: Ohne Vakuum bleibt das Glas nicht haltbar.

Diese Fehler lassen sich leicht vermeiden, wenn du sorgfältig arbeitest. Aber mach dir keine Sorgen: mit jeder Charge wächst die Sicherheit – und bald wird Einkochen zur Routine.

Noch viel mehr Tipps und Tricks zum Haltbarmachen findest du im »Vorratskammer starten«-Onlinekurs! In einfachen Schritt-für-Schritt Anleitungen lernst du da alles, was du wissen musst, um deine Ernte sicher haltbar zu machen. Ob (Druck-)Einkochen, Dörren, Fermentieren oder Heiß abfüllen – du wirst zum Haltbarmachen-Profi und kannst so auch im Winter noch ein Stück Sommer genießen.

Apfelmus ist ein tolles Rezept zum Einkochen für Anfänger!

Einfache Rezepte für Anfänger

Gerade am Anfang helfen einfache Rezepte zum Üben. Und das Ergebnis ist super lecker und schmeckt (fast) allen ;):

  • Apfelmus: Apfelmus schmeckt immer und in vielen Variationen. Es passt prima zu süßen Leckereien wie Waffeln, Kaiserschmarrn oder Pfannkuchen, macht sich aber auch im morgendlichen Porridge oder Müsli ganz wunderbar.
  • Erdbeermarmelade: Erdbeermarmelade ist der pure Sommer auf dem Brot. Einfach nur köstlich süß und unglaublich lecker.
  • Tomatensoße: Meine Lieblingssoße! Einfach und lecker.

Diese Klassiker gelingen zuverlässig und eröffnen dir die Tür zu vielen weiteren Rezepten.

Einkochen ist eine großartige Art und Weise, deine Ernte haltbar zu machen und das ganze Jahr über genießen zu können. Mit wenigen Hilfsmitteln, etwas Zeit und einer klaren Anleitung wird aus frischem Obst oder Gemüse ein Schatz für deine Vorratskammer. Wenn du einmal damit anfängst, merkst du schnell, wie erfüllend es ist, selbstgemachte Vorräte im Regal stehen zu haben – frei von Zusatzstoffen, voller Geschmack und mit dem guten Gefühl, nachhaltiger zu leben.

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Du hast jetzt richtig Lust loszulegen? Hier findest du mehr Inspiration und Information für deine Einkoch-Experimente :)

Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte

Pflaumen einkochen: 3 Rezepte, die süchtig machen!

Sicher Einkochen im Druckeinkochtopf – so geht es richtig!

Was sind deine Lieblingsrezepte zum Einkochen? Schreib sie gerne in die Kommentare!

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Erdbeermarmelade im Glas

Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

Erdbeermarmelade gehört doch wirklich zum absolut Köstlichsten, womit du ein Frühstücksbrötchen krönen kannst, oder? ;) Wenn die Erdbeeren also endlich reif sind, wird es Zeit, sie zu Marmelade zu kochen, damit du diese leckeren Früchte das ganze Jahr über genießen kannst. Zum Glück ist das ganz einfach – ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Schnell wie der Blitz: So geht Erdbeermarmelade kochen!
Von Grund auf: Erdbeermarmelade selber machen 
Gar nicht ohne: Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker
Das lässt sie kalt: Erdbeermarmelade ohne Kochen
Farbe bekennen: Wie bleibt Erdbeermarmelade so schön rot?
Schmeckt nach mehr: Erdbeermarmelade Rezept in drei Variationen

Schnell wie der Blitz: So geht Erdbeermarmelade kochen!

Wenn du schon mit vollem Erdbeerkörbchen in deiner Küche stehst und sofort loslegen möchtest, findest du in dieser Tabelle alles, was wichtig ist, um eine perfekte Erdbeermarmelade zu kochen. Los geht´s! :)

7 Arbeitsschritte zur perfekten ErdbeermarmeladeWas ist zu tun?
Schritt # 1Gläser und Deckel sterilisieren
Schritt # 21 Kilo Erdbeeren vorsichtig waschen und trocknen, die grünen Hüte entfernen und schlechte Stellen herausschneiden
Schritt # 3Erdbeeren in kleine Stücke schneiden
Schritt # 4Erdbeeren in einen Topf geben, Saft und fein geschnittene Schale einer Zitrone hinzufügen, Gelierzucker nach Packungsanweisung hinzufügen
Schritt # 5Alles oder nur teilweise pürieren und mit Zitronensaft und Zucker abschmecken.
Schritt # 63-5 Minuten kochen und dabei ständig umrühren, Gelierprobe machen
Schritt # 7Kochend heiß in die Gläser füllen und Deckel fest zuschrauben.

Das war ganz einfach, oder? Tipps und Tricks zum Einkochen habe ich übrigens in einem eigenen Artikel für dich gesammelt!

Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte-eBook in dein Postfach:

Von Grund auf: Erdbeermarmelade selber machen

Erdbeermarmelade kochen ist ganz einfach, wenn du diese Dinge beachtest:

# 1: Hygiene

Um Erdbeermarmelade zu kochen, die sich lange hält, musst du möglichst hygienisch arbeiten. Das beginnt schon damit, dass du deine gespülten Gläser und Deckel sterilisiert hast, bevor du die Marmelade einfüllst. Auch Arbeitsgeräte wie Schöpfkelle oder Einmachtrichter solltest du mit kochendem Wasser übergießen.

# 2: Erdbeeren sorgfältig putzen

Dann gönnst du deinen Erdbeeren eine Erfrischung, indem du sie kurz in ein kaltes Wasserbad tauchst und sie darin ein wenig herumplanschen lässt. Anschließend dürfen sie auf einem Geschirrhandtuch abtropfen, wo du sie vorsichtig trocken tupfst.

Jetzt befreist du die Früchte von ihren grünen Hütchen und schneidest schlechte oder matschige Stellen großzügig heraus. In kleine Stücke geschnitten wandern die Erdbeeren dann in den Kochtopf.

Kleiner Tipp: Nimm ruhig einen richtig großen Topf, sodass die süßen Früchtchen ihn nur zur Hälfte füllen. Du wirst später sehen, dass die Marmelade beim Kochen ganz schön an Fahrt gewinnt und mächtig hochkocht!

# 3: Alles zusammenmischen und pürieren

Nun reibst du von einer Biozitrone die Schale ab und presst den Saft aus. Zusammen mit dem Gelierzucker kommen Schale und Saft zu den Erdbeerstückchen in den Topf, wo du alles gut miteinander verrührst.

Falls du deine Erdbeermarmelade ohne Stückchen magst, ist nun der richtige Zeitpunkt für den Pürierstab! Er verwandelt im Messerumdrehen alles in eine gleichmäßig feine Masse, die du dann am besten nochmal mit Zucker oder Zitronensaft abschmeckst – bis du genießerisch die Augen schließt beim Probieren. Yams! :)

# 4: Kochen und Gelierprobe

Jetzt wird es ernst: Du kochst deine zukünftige Erdbeermarmelade auf und lässt sie drei bis fünf Minuten sprudelnd kochen. Dabei musst du ständig rühren, damit nichts anbrennt. Am besten „malst“ du dabei mit dem Kochlöffel immer eine Acht, dann erfasst du wirklich den ganzen Topfboden und verhinderst, dass sich deine Erdbeermarmelade doch an der einen oder anderen Stelle festsetzt.

Falls du jetzt Lust bekommen hast, nicht nur Erdbeeren einzukochen, komm doch in meinen Kurs „Obst und Gemüse haltbar machen“! Da lernst du, wie du deine Ernte sicher und einfach haltbar machst und das ganze Jahr über genießen kannst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Erdbeermarmelade: Erdbeeren kochen im Topf

Die Kochzeit ist rum und du möchtest am liebsten sofort die blubbernde, köstlich riechende Masse in deine vorbereiteten Gläser befördern? Nimm dir noch die Zeit für eine Gelierprobe! Dazu gibst du einen kleinen Klecks Erdbeermarmelade auf einen Unterteller und pustest ihn kühl. Wenn er innerhalb kurzer Zeit fest wird und nicht mehr vom Teller läuft, hat alles geklappt! Sollte er aber sturköpfig flüssig bleiben, musst du die Kochzeit verlängern: Gönn deiner Marmelade noch weitere fünf Minuten Aufenthalt im heißen Topf. Dann machst du wieder eine Gelierprobe.

Auch wenn das lästig ist: Später freust du dich, wenn du statt Erdbeersuppe Erdbeermarmelade auf dein Brötchen streichen kannst, wetten? ;)

Schon gewusst? Falls die Marmelade in deinen Gläsern trotz aller Mühen nicht fest geworden sein sollte, kannst du sie auch mit etwas zusätzlichem Gelierzucker nochmal aufkochen. Aber diesen Aufwand vermeidest du bestimmt genauso gern wie ich! ;)

#5: Ab in die Gläser!

Wenn die Gelierprobe erfolgreich war, darfst du endlich deine Gläser füllen – bis knapp unter den Rand. Jetzt muss alles schnell gehen, sonst riskierst du, dass die Marmelade abkühlt und sich kein Vakuum bildet. Also: Dreh den Deckel fix ganz fest zu und lass die Gläser anschließend in Ruhe abkühlen. Und dann nichts wie ab ins Vorratsregal mit ihnen – bis auf eines: das brauchst du ja am nächsten Morgen, um dein Frühstücksbrot mit frischer Erdbeermarmelade zu genießen! :)

Gar nicht ohne: Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker

In herkömmlicher Erdbeermarmelade steckt einiges an Zucker, das lässt sich nicht bestreiten. Falls du aber keinen raffinierten Zucker verwenden möchtest, kannst du deine Erdbeermarmelade auch anders zubereiten! Raffiniert, oder? ;)

Du brauchst:

  • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 250 g Softdatteln oder Softfeigen
  • Saft und Schale einer halben Biozitrone

Und so geht´s:

Erdbeeren zusammen mit Trockenfrüchten und Zitrone in einen Mixer geben und alles fein pürieren. Abschmecken und für fünf Minuten kochen lassen, dabei ständig rühren. In sterilisierte Gläser füllen, Deckel fest zudrehen und alles abkühlen lassen.

Ich habe für dich übrigens auch super leckere Rezepte zum Einkochen von Kirschen, Mirabellen, Birnen und Pflaumen!

Erdbeermarmelade auf Brotscheibe

Das lässt sie kalt: Erdbeermarmelade ohne Kochen

Eines meiner absoluten Lieblingsrezepte ist kalt gerührte Erdbeermarmelade. Nichts schmeckt so erdbeerig-frisch und fruchtig! Und wenn du nur kleine Portionen zubereitest, hast du längst alles aufgefuttert, bevor sich der Schimmel eines deiner köstlichen Gläser holen kann.

Du brauchst:

  • 250 g geputzte klein geschnittene Erdbeeren
  • 125 g Gelierzucker für Fruchtaufstriche ohne Kochen
  • 1 El Zitronensaft

Und so geht´s:

Erdbeeren, Gelierzucker und Zitronensaft in einen Mixbecher geben und ungefähr eine Minute pürieren. Dann in sterilisierte kleine Gläser geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Dieses Rezept geht so schnell, dass du es sogar noch vor dem Frühstück mit frisch geernteten Erdbeeren zubereiten kannst. Sooo lecker! :)

Psst: Falls du gern früh aufstehst, reicht die Zeit vielleicht auch noch für einen selbstgemachten Apfelsaft?

Farbe bekennen: Wie bleibt Erdbeermarmelade so schön rot?

Das kennst du bestimmt auch: Wenn du deine Erdbeermarmelade gerade gekocht hast, leuchtet sie knallrot und appetitlich im Glas auf deinem Tisch. Aber nach einiger Zeit verliert sich diese wunderbare Farbe und die Erdbeermarmelade bekommt ein fahles, lange nicht mehr so attraktives Braun. Deshalb schmeckt sie nicht schlechter, aber das Auge isst ja bekanntlich mit.

Psst, Nerdalarm: Für die knallige rote Farbe sorgen Anthozyane, das sind Farbstoffe, die bei Licht und Wärme zerfallen und zu Braun werden. Nerdalarm off! ;)

Ich habe lange herumprobiert, wie sich dieses (rein optische) „Problem“ lösen lässt:

  • Wenn du die Erdbeermarmelade möglichst kühl und dunkel lagerst, hält sich das Rot deutlich länger. Dazu packst du die Gläser in einen Karton und bewahrst sie kühl, am besten unter 5° Celsius, auf.
  • Cranberrysaft oder Granatapfelsaft sorgen dafür, dass deine Erdbeermarmelade ihre rote Farbe gut behält – aber der Geschmack ist dann ein anderer als bei Marmelade nur aus Erdbeeren.
  • Einfrieren! Das ist zwar energietechnisch nicht besonders nachhaltig, aber deine Erdbeermarmelade bleibt wunderbar rot und sie wird bei den frostigen Temperaturen auch garantiert nicht schlecht. Allerdings solltest du dann Sturzgläser verwenden, die Gläser nicht ganz voll machen und den Deckel erst dann richtig festdrehen, wenn die Marmelade gefroren ist.

Um Bärlauch haltbar zu machen, ist Einfrieren übrigens auch eine super Methode!

Erdbeermarmelade
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Schmeckt nach mehr: Erdbeermarmelade Rezept in drei Variationen

Falls du neben klassischer Erdbeermarmelade auch Lust auf etwas Abwechslung hast, schau dir gerne noch diese drei leckeren Varianten an:

Erdbeermarmelade mit Holunderblüten

Die Kombination aus Erdbeere und Holunderblüte ist einfach genial – das solltest du dir nicht entgehen lassen!

Du brauchst:

  • 1 kg geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 15 Dolden Holunderblüten
  • Saft und Schale einer Biozitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Und so geht´s:

Erdbeeren in einem Topf teilweise oder vollständig pürieren und die vorsichtig ausgeschüttelten Holunderblütendolden hineingeben. Mit einem Kochlöffel in das Erdbeermus drücken und mit einem Deckel verschließen. Über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag die Holunderblüten gründlich ausdrücken und das Erdbeermus so gut es geht von ihnen abstreifen. Wenn Blüten in der Marmelade bleiben: umso besser! ;)

Gelierzucker, Zitronensaft und Zitronenschale dazugeben und alles abschmecken. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

Der Klassiker schlechthin: Die süße Erdbeere und der säuerliche Rhabarber vereinen sich geschmacklich zu einem unschlagbaren Team. Das ist Genuss pur!

Du brauchst:

  • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 500 g geputzten und klein geschnittenen Rhabarber
  • Saft und Schale einer Biozitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Und so geht´s:

Alle Zutaten in einen Topf geben und je nach Geschmack feiner oder weniger fein pürieren. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Erdbeermarmelade mit Minze

Diese Kombination ist erfrischend-fruchtig! Der Minzgeschmack wird am nächsten Tag deutlicher, deshalb die Minze beim Abschmecken vorsichtig dosieren!

Du brauchst:

  • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 10 Blätter Minze
  • Saft und Schale einer halben Biozitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Und so geht´s:

Alle Zutaten in einen Topf geben und je nach Geschmack pürieren. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Wenn deine Gläser abgekühlt sind, kannst du sie gleich mit meinen Lieblingsetiketten bekleben! Hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

Erdbeermarmelade selber machen ist ganz einfach und sie schmeckt selbstgemacht einfach am besten – egal ob pur oder kombiniert mit Rhabarber, Holunder und Co. Die Erdbeersaison ist immer viel zu kurz, deshalb solltest du keine Zeit verlieren und gleich loslegen! :)

Erdbeermarmelade einzukochen genügt dir nicht, du willst auch deine Gemüseernte haltbar machen? Dann schau dir unbedingt mal unseren Onlinekurs »Vorratskammer starten« an und oder lies hier weiter:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

Welches ist dein Lieblingsrezept für Erdbeermarmelade? Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich bin schon ganz gespannt darauf!

Spinat anbauen im Kompostbeet

Spinat anbauen: Meine Geheimtipps für eine super Ernte!

Im eigenen Garten Spinat anbauen ist gar nicht schwer! Mit meinen drei wichtigsten Tipps startest du mit der Spinatproduktion so richtig durch. Welche Tipps das sind, verrate ich dir natürlich in diesem Artikel!

Inhaltsverzeichnis
Spinat anbauen: Das Wichtigste auf einen Blick
Besonderheiten beim Spinat anbauen
#1: Die Wahl der Spinat Sorte entscheidet alles!
#2: Versetzt säen und häufig ernten!
#3: Spinat zur richtigen Zeit ernten!
Spinat anbauen: 5 Schritte von der Saat bis zur Ernte
1. Schritt: Beet vorbereiten
2. Schritt: Spinat säen
3. Schritt: Spinatpflanzen pflegen
4. Schritt: Schutz vor Krankheiten und Schädlingen
5. Schritt: Spinat ernten

Spinat anbauen: Das Wichtigste auf einen Blick

Spinatpflanzen können ein bisschen launisch sein, und machen nicht immer das, was sie sollen. Früher habe ich mich deshalb oft wahnsinnig über meinen Spinat geärgert: Erst wollte er gar nicht loswachsen, und wenn er dann endlich in Schwung kam, ist er immer gleich geschossen und in die Blüte gegangen.

Das muss aber nicht sein! Seit ich beim Spinat anbauen ein paar Dinge beachte, wächst und gedeiht Popeyes Leibspeise auch bei mir im Garten. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine dicke Spinaternte findest du hier auf einen Blick:

Sortenwahl: Wähle je nach Jahreszeit unbedingt die passende Sorte. Manche Spinat Sorten sind nämlich echte Sensibelchen, was die Temperatur angeht. Die gute Nachricht: Für den Sommer gibt es wärmetolerantere Sorten, und fürs Spinat anbauen im Winter solche, denen die Kälte nichts ausmacht.

Standort: Spinat mag es gemäßigt: In heißen Sommern zieht er ein halbschattiges Plätzchen der prallen Sonne vor. Baust du Spinat im Winter an, freut er sich aber über einen sonnigen Standort. Zwischen seinen Wurzeln spürt der Spinat am liebsten lockeren, durchlässigen Boden.

Aussaat: Spinat anbauen klappt direkt von Anfang an im Beet, du musst die Pflänzchen also nicht im Haus vorziehen. Spinat ist ein Dunkelkeimer, achte deshalb darauf, ihn nach der Aussaat gut mit Erde zu bedecken.

Nährstoffbedarf: Spinat ist ein Mittelzehrer. Wie andere Blattgemüse auch solltest du deinen Spinat aber lieber nicht zu viel düngen, sonst riskierst du Nitratanreicherungen in den Blättern.

Ernte: Hier bist du ganz flexibel! Du kannst die Blätter ganz jung als Babyspinat für den Salat ernten, oder aber warten, bis richtig schön große, buschige Spinatpflanzen im Beet stehen. Entweder pflückst du dann einzelne Blätter, oder erntest direkt die ganze Pflanze.

Spinat anbauen: Spinat im Beet

Besonderheiten beim Spinat anbauen

Wie bei jedem Gemüse gibt es auch beim Spinat anbauen ein paar Dinge, auf die du ganz besonders achten solltest. Hier findest du nochmal allgemeine Basics, falls du noch nicht so viele Erfahrungen im Gemüseanbau gesammelt hast. Wenn du zusätzlich dazu meine drei extra Spinattipps befolgst, sollte da nichts mehr schief gehen!

#1: Die Wahl der Spinat Sorte entscheidet alles!

Vielleicht ist es dir auch schon mal passiert: Eben war dein Spinat noch ganz klein und kompakt, und am nächsten Tag geht er auf einmal blitzschnell in die Blüte. Das ist suuuper ärgerlich, weil es die ganze Ernte versemmeln kann!

Wenn du dich aber ein bisschen mit den Eigenheiten der Pflanze auseinandersetzt, wirst du schnell verstehen, warum dein Spinat diese Blitzaktion startet. Spinat ist nämlich eine Langtagspflanze. Das heißt, dass lange, sonnige Tage die Pflanzen nur so dazu anregen, schnell zu blühen. Der Spinat kann also gar nichts dafür, die Umstände sind schuld. ;)

Wegen dieser Umstände ist das Spinat anbauen aber besonders im Sommer ein bisschen heikel. Zum Glück gibt es Sorten, die schossfester sind als andere. Diese Spinatsorten fangen trotz langer, warmer Tage erst relativ spät an, zu blühen, und du hast länger Gelegenheit, deinen Erntekorb mit den grünen Blättern zu füllen.

Die passende Sorte auszuwählen ist daher das A und O beim Spinat anbauen. Passend zur Jahreszeit ausgesucht, bringt dir die richtige Sorte nämlich die besten Erträge. Wintersorten haben den Vorteil, dass sie kältetoleranter sind als die schossfesten Sommersorten.

Hier findest du meine Favoriten unter den Spinatsorten, mit denen ich schon gute Erfahrungen gemacht habe:

JahreszeitAussaatErnteSorte
FrühjahrEnde Februar – Mitte AprilMai – JuniThorin, Matador, Butterflay
SommerMitte April – Mitte JuliJuni – AugustGammason
HerbstMitte Juli – OktoberSeptember – DezemberThorin, Matador, Butterflay
WinterSeptember – Anfang OktoberAprilWinterriesen, Thorin

Kleiner Tipp: Am sichersten klappt das Spinat anbauen im Frühjahr und im Herbst. Denn dann ist es den launischen Spinatpflanzen weder zu warm, noch zu kalt.

#2: Versetzt säen und häufig ernten!

Spinatpflanzen sind nur kurz im Gemüsebeet zu Gast. Besonders in der warmen Jahreszeit ist der Zeitraum zwischen Aussaat und Ernte beim Spinat sehr überschaubar. Der Spinat wächst rasch und will dann flugs geerntet werden. Und schon ist das Beet wieder frei!

Das ist super praktisch, weil du nicht lange auf deine Spinatlasagne warten musst! ;) Gleichzeitig bedeutet es, dass aller Spinat, den du zu einem Zeitpunkt säst, in einem relativ kurzen Zeitraum geerntet werden will und du nur kurz etwas von dem frischen Grün hast.

Ganz anders ist das übrigens beim Mangold, dem großen Bruder vom Spinat: Er ist genügsam und robust, und lässt sich über lange Zeit hinweg ernten.

Damit das auch beim Spinat anbauen klappt, musst du einen kleinen Trick anwenden: Das Zauberwort heißt hier: „Gestaffelte Aussaat“. Damit ist gemeint, dass du mehrmals im Jahr kleinere Mengen Spinat säst, sodass du immer Pflanzen unterschiedlichen Alters in deinen Beeten stehen hast – und somit auch regelmäßig ernten kannst. Also: Denk dran, regelmäßig zu säen – dann gibt’s auch häufiger mal ein leckeres Spinatgericht! :)

Damit du keine Aussaattermine mehr verpasst, kannst du dir hier meinen Ausssaatkalender herunterladen. Außer für Spinat findest du darin auch die Aussaattermine vieler anderer, leckerer Gemüsearten. Einfach deine E-Mail-Adresse eintragen, und schon flattert der Aussaatkalender in deinen Posteingang!

#3: Spinat zur richtigen Zeit ernten!

Spinat verabschiedet sich manchmal sehr plötzlich in die Blüte. Das ist ärgerlich – denn nun wachsen nur noch kleinere Blätter nach, die vom Geschmack her eher bitter sind. Am besten erntest du deinen Spinat daher, bevor es so weit ist!

Um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, behältst du die Pflanzen gut im Auge, und achtest darauf, dass du deinen Spinat besonders in längeren Trockenperioden feucht hältst, und den Boden durch eine Mulchdecke vor dem Austrocknen schützt. Denn lange Trockenheit stresst die Pflanzen und gestresste Pflanzen fangen früher an, zu blühen.

Spinat erntest du im Idealfall am Nachmittag oder Abend eines sonnenreichen Tages. Dann ist der Nitratgehalt in den Blättern nämlich am geringsten, und zu viel Nitrat ist eher ungesund. Nichtsdestotrotz ist Spinat insgesamt natürlich suuuuper gesund – er strotzt nur so vor Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen. Je frischer, desto besser! :)

Spinat anbauen: Geerntete Spinatblätter in einer Schüssel.

Spinat anbauen: 5 Schritte von der Saat bis zur Ernte

Nun kennst du schon ein paar Tipps und Tricks rund um den Spinatanbau. Aber lass uns noch einmal ganz von vorne beginnen, damit dir von der Aussaat bis zur Ernte auch wirklich alle Schritte leicht von der Hand gehen und dein Spinat gesund und munter heranwächst!

Schritt 1 beim Spinat anbauen: Beet vorbereiten

Spinat liebt einen schön lockeren Gartenboden. Ich mache meinen Gartenboden so richtig fluffig, indem ich die Beete mit Kompost anlege. Zusätzlich lockere ich den Boden regelmäßig mit einer Doppelgrabegabel.

Auf Umgraben verzichte ich komplett  – das tut meinem Boden und all den Lebewesen darin richtig gut! Wie das funktioniert, zeige ich dir in meinem „Gemüsegarten Starten“ – Onlinekurs. Darin lernst du in über 50 Videoanleitungen die Grundlagen, um deinen eigenen Gemüse-Selbstversorgergarten zu starten. Komm gerne vorbei!

Für alle Gemüse, die du direkt ins Beet säst, solltest du ein schön feinkrümeliges Saatbett bereiten. Dazu kannst du den aufgelockerten Boden mit einer Harke schön gleichmäßig und eben harken. Die Samenkörner werden es dir danken!

Schritt 2 beim Spinat anbauen: Spinat säen

Ist dein Beet für die Aussaat gut vorbereitet, kannst du mit dem Spinat säen starten. Dazu ziehst du mit einem Abstand von 20 cm Rillen in dein Beet. Jede Rille sollte 3 cm tief sein, denn Spinat ist ein Dunkelkeimer. Erst wenn er tief genug in der Erde eingemummelt liegt, beginnt er zu keimen.

In jeder Rille säst du alle 4-5 cm einen Spinatsamen. Anschließend harkst du die Rillen vorsichtig zu und drückst sie leicht an. Nun musst du dein frisch besätes Beet noch ordentlich angießen* – und schon bist du mit dem Spinat säen fertig!

Kleiner Tipp: Gehörst du zu den Earlybirds im Garten, kannst du für eine super frühe Ernte deinen Spinat ab Ende Februar im Haus vorziehen. Dazu säst du die Pflanzen in einzelne Töpfe aus. Pro Topf legst du 3-4 Samen in die Erde.

Mit dem Auspflanzen beginnst du, sobald die Pflanzen 8-10 cm groß sind. Der Reihenabstand liegt wieder bei 30 cm. Innerhalb der Reihen setzt du die vorgezogenen Pflanzen, anders als bei der Direktsaat, 10 cm auseinander. Das machst du so, weil in jedem Topf ja mehr als eine Spinatpflanze wächst.

Schritt 3 beim Spinat anbauen: Spinatpflanzen pflegen

Als Mittelzehrer brauchst du Spinat nur mäßig düngen. Eine gute Gabe Kompost reicht in den meisten Fällen dicke aus, um deinen Spinat zufrieden zu stellen.

Im Sommer gebe ich den Jungpflanzen als Starthilfe einen kleinen Schuss verdünnte Brennesseljauche mit auf den Weg. Zu viel sollte es allerdings nicht sein, weil Spinat schnell Nitrat einlagert. Deswegen lasse ich im Winter diese erste Düngergabe sogar ganz weg.

Spinat möchte nicht auf dem Trockenen sitzen! Er findet es super, im leicht feuchten Boden zu stehen. Mit Staunässe kommt er jedoch gar nicht gut zurecht. Ich löse dieses Dilemma, indem ich meinen Spinat ordentlich mulche. So bleibt das Regenwasser lange im Boden, und die Spinatpflanzen brauchen keine Angst vor Trockenheit zu haben.

Wenn es im Sommer aber länger nicht regnet, solltest du deinen Spinat unbedingt zusätzlich gießen – sonst riskierst du, dass er vor lauter Stress anfängt, vorzeitig zu blühen.

Schritt 4 beim Spinat anbauen: Schutz vor Krankheiten und Schädlingen

Spinat ist ein sehr robustes Gemüse und nicht besonders anfällig für Krankheiten und Co. Trotzdem ist es wichtig, dass du auch beim Spinat die Fruchtfolgeregeln befolgst und in deinen Gemüsebeeten die richtigen Anbaupausen einhältst.

Nach dem Spinatanbau braucht dein Beet eine Pause von drei Jahren, bis der nächste Spinat einziehen darf. In dieser Zeit sollten auch Rote Bete und Mangold anderswo unterkommen. Beide sind nämlich so nah mit dem Spinat verwandt, dass sie ähnliche Krankheiten und Schädlinge anlocken.

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Schritt 5 beim Spinat anbauen: Spinat ernten

Wächst dein Spinat schön üppig, kannst du einzelne Blätter von deiner Spinatpflanze abernten. Dabei fängst du einfach mit den äußeren Blättern an, denn in der Mitte der Pflanze befindet sich das sogenannte Herz. Aus diesem Punkt wachsen immer wieder junge frische Blätter nach, daher solltest du es unbedingt stehen lassen.

Statt alle Blätter einzeln abzuernten, kannst du auch alles auf einmal 4 cm über den Boden abschneiden. Die 4 cm Abstand zum Boden sind sehr wichtig, denn so verletzt du nicht das Herz und die Pflanze wächst wieder nach.

Fängt dein Spinat bereits an zu blühen, erntest du ihn am besten komplett ab. Wenn du dadurch plötzlich unglaublich viel Spinat auf einmal im Erntekorb hast, kannst du deinen Spinat einfach blanchieren und einfrieren.

Oder du kochst eine rieeesige Auflaufform voller Lasagne und lädst all deine Freunde und Freundinnen zum Spinatessen ein! Lasst es euch schmecken! :)

Kleiner Tipp: Blühenden Spinat kannst du super als Mulchmaterial verwenden!

Na, bist du schon gespannt, wie dein eigener Spinat wohl schmecken wird? Dann warte nicht länger, sondern leg direkt los mit der Aussaat! Vergiss nicht, dir meinen Aussaatkalender herunterzuladen und los geht’s!

Weitere Anbautipps für reiche Ernten verrate ich dir in folgenden Artikeln:

Tomaten anbauen: 7 ultimative Tipps für eine dicke Ernte!

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – Der komplette Zucchini-Guide

Radieschen pflanzen, anbauen & ernten – der komplette Guide!

Wie erfolgreich bist du beim Spinat anbauen? Hast du einen besonderen Sortentipp? Schreib mir gerne in die Kommentare, welche Erfahrungen du beim Spinat anbauen gemacht hast!

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Kräuterhochbeet: Lieblingskräuter ganz einfach anbauen und ernten!

In einem Hochbeet fühlen sich Kräuter so richtig wohl, weil sie es da gemütlich warm haben, vor Schnecken und Co in Sicherheit sind und deshalb besonders üppig wachsen können. Wie wäre es mit selbst angebauten Kräutermischungen für eine köstliche mediterrane Nudelsoße, das perfekte Salatdressing oder leckeren Tee? Yams! Lasst uns ein Hochbeet für Kräuter anlegen!

Inhaltsverzeichnis
Standort: Wo soll ich mein Kräuterhochbeet anlegen?
Hochbeet-Kräuter pflanzen: Licht, Nährstoffe und Mischkultur
Kräuterbeet anlegen: Kaufen oder selber bauen? 
Wie befülle ich ein Hochbeet für Kräuter?
Kräuterhochbeet pflegen: gießen, mulchen, düngen

Standort: Wo soll ich mein Kräuterhochbeet anlegen?

Natürlich kannst du im Garten dein Kräuterbeet anlegen, aber auch ein „Kräuter-Balkon“ mit vielen duftenden Gewürzkräutern ist eine feine Sache! Du solltest einen möglichst sonnigen bis halbschattigen Standort wählen, damit deine grünen Kräuter-Freunde auch ihr volles Aroma entwickeln können. 

Ideal wäre es, wenn auf dein Kräuterhochbeet in der glühenden Mittagssonne etwas Schatten fällt – das können zum Beispiel ein Busch, ein Baum oder ein Gebäude in der Nähe sein. Je nachdem, welche Möglichkeiten du hast, kannst du dir überlegen, an die entsprechende Stelle noch einen Schattenspender zu pflanzen!

Falls du keinen super sonnigen Platz hast, ist das auch kein Problem: Du pflanzt dann im Garten oder auf deinem Kräuterbeet-Balkon einfach Kräuter, die sich im Halbschatten oder Schatten wohlfühlen.

Hochbeet-Kräuter pflanzen: Licht, Nährstoffe und Mischkultur

Dich juckt es schon in den Fingern und du kannst es gar nicht erwarten, dein Kräuterhochbeet mit lauter Pflänzchen zu füllen? Das verstehe ich total! Es ist aber trotzdem wichtig, vorher noch ein wenig Zeit in die Planung zu investieren. Deine Kräuter werden es dir mit tollem Wachstum und einer dicken Ernte danken, versprochen! :)

Basilikum im Kräuterhochbeet

Licht- und Nährstoffbedarf

Zuerst schreibst du dir auf, welche Kräuter im Hochbeet du haben möchtest. Als nächstes schaust du, welche davon Sonnenanbeter sind und welche sich im Halbschatten oder Schatten wohler fühlen. Zum Schluss notierst du, ob sich die zukünftigen Hochbeet-Pflanzen magere oder nährstoffreiche Erde wünschen.

Hier kommt eine Tabelle, in der du auf einen Blick sehen kannst, welche Kräuter welche Bedürfnisse haben.

StandortNährstoffbedarf
Basilikum HalbschattenStarkzehrer
Bärlauch Halbschatten oder SchattenMittelzehrer
BohnenkrautSonneSchwachzehrer
BorretschHalbschattenStarkzehrer
DillSonneMittelzehrer
EstragonSonne oder HalbschattenMittelzehrer
KorianderSonneSchwachzehrer
KresseHalbschattenSchwachzehrer
LiebstöckelHalbschattenMittelzehrer
MajoranSonneSchwachzehrer
OreganoSonneSchwachzehrer
MinzeSonne oder HalbschattenStarkzehrer
PetersilieHalbschattenMittelzehrer
RosmarinSonneSchwachzehrer
RucolaSonne oder HalbschattenMittelzehrer
SalbeiSonneSchwachzehrer
SchnittlauchSonne oder HalbschattenMittelzehrer
ThymianSonneSchwachzehrer
ZitronenmelisseSonneMittelzehrer

Hast du alles aufgeschrieben? Super! :) Jetzt siehst du noch auf der Rückseite der Saatguttütchen oder Pflanzetiketten nach, wie hoch deine auserwählten Kräuter jeweils werden. Das ist wichtig zu wissen, weil du ja nicht möchtest, dass sich deine Pflänzchen gegenseitig in den Schatten stellen! Du pflanzt dann die Kräuter-Riesen auf die Nordseite und setzt die Zwerge auf die Südseite. So bekommt jeder die volle Ladung Sonne ab!

Falls du aber Kandidaten hast, die es mit der Sonne nicht so haben, ist es ein guter Trick, schattenliebende kleinbleibende Kräuter auf die Nordseite zu packen. Die überragenden Hochbeet-Kräuter sorgen dann für einen ausreichenden Schattenwurf und du kannst lichtempfindlichere Exemplare trotzdem in einem sonnigen Beet anpflanzen. 

Falls du dein Kräuterhochbeet auf einem Balkon anlegen willst und dich fragst, ob das Licht auf deinem Balkon ausreicht, dann schau doch mal in meinen Balkongemüse-Kompass. Ob Osten, Süden oder Westen: Der Kompass zeigt dir, was auf welchem Balkon wächst. Einfach deine Emailadresse eintragen und den Kompas für 0 € herunterladen:

Bunte Hochbeet-Kräuter: Mischkultur

Wie bei uns Menschen auch, gibt es Kräuter, die sich besonders gern mögen und sich gegenseitig guttun und solche, die sich nicht leiden können. Deshalb brauchst du eine passende Mischkultur für dein Kräuterhochbeet.

Wenn du die richtigen Partner zusammenbringst, wird sich eine gute Nachbarschaft entwickeln und deine Pflänzchen wachsen üppig und prächtig zu wunderschönen Kräuterstauden heran. 

Psst: Wenn du deine Kräuter im Haus vorziehst und als kräftige Jungpflanzen in dein Beet setzt, kannst du früher ernten, als wenn du direkt ins Beet säst! Und mit einem Frühbeetkasten-Aufsatz kannst du deine Jungpflanzen dann auch früher ins Kräuterhochbeet packen, weil der sie nämlich vor späten Frösten beschützt. Cool, oder?

Mehr zu diesem Thema und dazu, wie du ganz mühelos Gemüse anpflanzt und eine dicke Ernte einfährst, findest du in meinem Gemüsegarten starten Kurs. Ich würde mich unglaublich freuen, wenn du Teil der Gemüsegärtner-Crew wirst und dein eigenes Essen anbaust! :)

Verschiedene Kräuter im Kräuterhochbeet-Kasten

Kräuterbeet anlegen: Kaufen oder selber bauen?

Du kannst dein Kräuterhochbeet selbstverständlich selber bauen! Wie das schnell und einfach geht, zeige ich dir in meinem Artikel Hochbeet aus Holz selber bauen.

Backsteine oder Ziegel sind auch ein tolles Material für ein Hochbeet – sie speichern die Wärme und sorgen für ein gemütliches Kleinklima. Außerdem sehen sie als Beeteinfassung auch noch richtig gut aus! Falls du dazu aber keine Lust hast, kannst du auch ein fertiges Beet oder einen Bausatz kaufen.

Wenn dir das noch immer zu viel Arbeit ist, schau dich doch mal um, was sich zu einem Hochbeet umfunktionieren lässt! Hast du zum Beispiel eine leere Weinkiste oder eine andere leere Holzkiste? Wenn sie eine Höhe von ungefähr 40 Zentimetern hat – bingo! Du stehst vor deinem zukünftigen Kräuterhochbeet! ;)

Jetzt musst du nur noch die Kiste mit Folie auskleiden und ein paar Löcher in den Boden bohren. Dann kann´s auch schon ans Befüllen gehen!

Wie befülle ich ein Hochbeet für Kräuter?

Da ein Kräuterhochbeet deutlich niedriger ist als ein Gemüsehochbeet, brauchst du darin keine Schichtung aus unterschiedlichen Materialien.

Es ist aber super wichtig, dass du die unteren fünf Zentimeter mit einer Drainageschicht aus Blähton oder Kies auffüllst, weil Kräuter mit Staunässe gar nicht gut zurechtkommen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Befüllung:

  • Du kaufst im Gartenmarkt Hochbeeterde und füllst dein Beet damit auf.
  • Du mischst zwei Teile Gartenerde oder Kompost mit einem Teil Sand für schwachzehrende Kräuter
  • Du nimmst Kompost für starkzehrende Kräuter

Wenn du ein ausreichend großes Kräuterhochbeet hast, kannst du Bereiche schaffen, in denen es zum einen magere Flächen mit Sand gibt und zum anderen nährstoffhaltigere Flächen mit Kompost. So fühlen sich Starkzehrer und Schwachzehrer im selben Beet wohl!

Jetzt fehlen nur noch die Kräuter! Die kannst du entweder als junge Pflanzen im Topf kaufen (empfehlenswert bei Lavendel, Rosmarin, Salbei und Co.) oder einfach selbst aussäen – zum Beispiel Basilikum, Petersilie, Dill und Kerbel. Eine wundervoll bunte … öhm … grüne Mischung habe ich dir in meiner Saatgutbox ‚Grandioses Grünzeug‘ zusammengestellt. Lass dich überraschen, was drin schlummert und draus wächst. :)

Kräuterhochbeet pflegen: gießen, mulchen,düngen

Auch die unkomplizierten Kräuter brauchen, nachdem du sie ins Beet gesetzt hast, ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Liebe, damit sie prächtig gedeihen und wachsen!

Einige von ihnen, wie Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Borretsch, Dill, Estragon, Gartenkresse und Liebstöckel sind recht durstig, andere Kräuter dagegen brauchen nicht so viel Wasser.

Damit du beiden in deinem Kräuterhochbeet gerecht wirst, setz doch einfach die Wasserbedürftigen in die Beetmitte und die Spartaner an den Rand. Dort trocknet die Erde nämlich am schnellsten aus, während sich die Feuchtigkeit in der Mitte länger hält. Mit einer geschickten Platzvergabe erfüllst du ganz einfach die Grundbedürfnisse deiner grünen Freunde.

Mulch ist eine tolle Sache, um das kostbare Wasser im Boden festzuhalten. Wenn du mich schon länger kennst, weißt du, dass Mulchen für mich eines der allerwichtigsten Dinge beim Gärtnern ist!

Da Kräuter durch den Mulch aber keine weitere Düngung bekommen sollten, mulchst du dein Kräuterbeet statt mit organischen Materialien am besten mit einer Schicht feinem Kies, Blähton oder mit Tonscherben. Das schützt den Boden vor dem Austrocknen und ist ein zusätzlicher Wärmespeicher, führt den Pflanzen aber keine Nährstoffe zu.

Düngen musst du deine Hochbeet-Kräuter nämlich nicht. Wenn du es zu gut meinst mit dem Futter, schwemmt das Pflanzengewebe auf und die Kräuter verlieren an Aroma. Gleichzeitig sind sie anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

Den Starkzehrern unter ihnen genügt der Kompost, alle anderen sind in ihrem Kompost-Sand-Zuhause glücklich. Deshalb denk daran: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht! ;)

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Bist du startklar? Ein Kräuterhochbeet ist schnell angelegt und unkompliziert in der Pflege. Es liefert dir einen wunderbar würzigen Kick für alles, was du kochst, duftet herrlich in der warmen Jahreszeit und sieht auf dem Balkon oder im Garten richtig attraktiv aus. Darum solltest du nicht mehr lange warten, sondern schnell dein Kräuterhochbeet anlegen! :)

Falls du zum Thema Kräuter noch weiterschmökern willst, schau gerne auch hier vorbei:

Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

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Hast du schon ein Kräuterhochbeet oder planst du eines? Welche Kräuter baust du an? Ich freue mich, von dir zu hören!