Ob grün, lila oder gelb, Bohnen sind ein super leckeres Gemüse, das im Garten anspruchslos ist und dir eine reiche Ernte beschert!
Wenn du dich also ab Juli vor einem Bohnenberg wiederfindest, den du beim besten Willen nicht innerhalb von ein paar Tagen wegschlemmen kannst, wird es Zeit zum Bohnen einkochen! Ich zeige dir, wie du die köstlichen Hülsenfrüchte schnell und sicher haltbar machen kannst. So hast du auch im Winter noch Bohnen in den Ohren ähm im Regal! ;)
Inhaltsverzeichnis
Wie gesund sind Bohnen?
Welche Bohnen kann ich einkochen?
Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen – wie werden Bohnen besser verträglich?
Wie kann ich meine Bohnen einkochen?
Jetzt geht’s ans Eingemachte – Rezepte zum Bohnen einkochen!
Wie kann ich Bohnen sonst noch haltbar machen?
Wie gesund sind Bohnen?
Bohnen sind mit ihren Nährwerten ein super gesundes Gemüse! Sie haben mehr Eiweiß als Fleisch zu bieten und versorgen dich mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.
Weil sie die Kohlenhydrate nur langsam in die Blutbahn abgeben und dein Blutzuckerspiegel deshalb nicht plötzlich ansteigt, machen Bohnen lange satt. Sie können sogar den Cholesterinspiegel senken und sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und Krebs vorbeugen.

Welche Bohnen kann ich einkochen?
Es gibt sehr viele verschiedene Sorten von Bohnen, die du grundsätzlich alle einkochen kannst. Mit einem Buschbohnen Rezept kannst du genauso gut auch Stangenbohnen zubereiten oder Brechbohnen oder Dicke Bohnen. Lediglich Trockenbohnen musst du vor dem Einkochen über Nacht in Wasser einweichen.
Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen – wie werden Bohnen besser verträglich?
Wir sind ja unter uns ;) – deshalb kann dieses Thema ruhig auch zur Sprache kommen: Hülsenfrüchte wie Bohnen vertragen nicht alle Menschen gleich gut. Bei vielen führen sie zu Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden. Aber auch hier kannst du mit ein paar Tricks arbeiten!
Trick #1: Bohnen gründlich waschen und (mit Natron) einweichen
Wenn du Trockenbohnen einkochen möchtest, weichst du sie zusammen mit einem Gramm Natron pro Liter Wasser über Nacht ein und schüttest das Einweichwasser dann weg. So spülst du einen Teil der unverträglichen Stoffe einfach durch den Abfluss.
Trick #2: Verdauungsfördernde Gewürze verwenden
Kümmel, Anis oder Fenchel sorgen dafür, dass du deine Bohnen besser verträgst. Und lecker sind sie obendrein!
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Trick #3: Menge langsam steigern
Wenn du eine empfindliche Verdauung hast, isst du regelmäßig Hülsenfrüchte in kleiner und nur langsam ansteigender Menge. So gewöhnt sich dein Darm daran.
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Wie kann ich meine Bohnen einkochen?
Bohnen gehören zu den säurearmen Lebensmitteln und enthalten viel Eiweiß. Deshalb musst du unbedingt eine der drei folgenden drei Einkochmethoden wählen, damit du deine Ernte auch sicher haltbar machst und Botulismus vermeidest.
Du hast diese zwei Möglichkeiten zum Bohnen-Einwecken:
#1: Bohnen einkochen im Druckeinkochtopf
Wenn du einen Druckeinkochtopf besitzt, kannst du viele Bohnengläser auf einmal haltbar machen. Dieser große Kessel kocht wie der Schnellkochtopf unter Druck und erreicht so die erforderliche Temperatur von 120° Celsius. Pssst… wir haben einen tollen Druckeinkochtopf gefunden, mit dem wir so richtig zufrieden sind. Schau gerne in unserem Onlineshop nach.
#2: Bohnen einkochen im Schnellkochtopf
Wenn du nicht sehr viele Gläser mit Bohnen einkochen möchtest, kannst du deinen Schnellkochtopf dazu verwenden, wenn er mindestens 115° Celsius erreicht. Botulismus-Sporen sterben nämlich erst bei dieser Temperatur ab.
Ob dein Schnellkochtopf sie erreichen kann, liest du in der Bedienungsanleitung nach. Solltest du da keine Angaben finden, kannst du davon ausgehen, dass er die erforderliche Temperatur nicht erreicht und deshalb ungeeignet ist.

Jetzt geht’s ans Eingemachte – Rezepte zum Bohnen einkochen!
Nach soviel Theorie wird es jetzt aber wirklich Zeit für die Praxis! :) Am besten erntest du deine Bohnen früh am Tag, denn da sind sie besonders knackig. Dann putzt du sie sorgfältig: Du wäschst sie gründlich ab, entfernst Blüten- und Stielansatz und schneidest unschöne Stellen weg.
Deckel und Gummiringe* kochst du in Essigwasser fünf Minuten lang aus, damit sie steril sind. Deine Gläser* spülst du mit heißer Seifenlauge. Dann bist du perfekt vorbereitet!
Bohnen einkochen als Bohnensalat: Der perfekte Begleiter
Wenn du dein Abendbrot aufwerten oder deinem gemischten Salat Pepp verleihen möchtest, ist ein Glas eingemachter Bohnensalat genial: Damit hast ruckzuck eine super leckere Beilage!
Zutaten:
- 750 g grüne Bohnen
- 500 ml Weinessig (5 %)
- 500 ml Wasser
- 1 (rote) Zwiebel gewürfelt
- Bohnenkraut
- Salz, Pfeffer, Zucker
In deinen Einkochtopf gibst du soviel Wasser, dass die Gläser später darin bedeckt sind und erhitzt es. In einem Topf kochst du Wasser auf, salzt es und blanchierst darin deine Bohnen für drei Minuten. Im Anschluss gießt du das Wasser ab und schreckst die Bohnen mit kaltem Wasser ab, um den Kochvorgang zu stoppen.
Jetzt kochst du Wasser, Essig, Zwiebel, Kräuter und Gewürze auf und schmeckst den Sud so ab, dass er dir weder zu sauer noch zu süß sondern gerade richtig erscheint. Die blanchierten Bohnen schichtest du möglichst dicht in Gläser und übergießt sie mit dem heißen Sud. Dann verschließt du die Gläser mit Gummiring*, Deckel und Klammern*, setzt sie mit einem Glasheber in den Einkochtopf und stellst auch ein Thermometer hinein, wenn in deinem EInkochtopf keins integriert ist.
Wenn das Thermometer 100° Celsius erreicht hat, beginnt die Einkochzeit. Sie beträgt 60 Minuten.

Wie kann ich Bohnen sonst noch haltbar machen?
Außer deine Bohnen einzukochen, kannst du sie auch einfrieren oder dörren. Bevor du sie einfrierst, solltest du sie aber für drei Minuten in Salzwasser blanchieren, abtropfen und abkühlen lassen. Dadurch erhalten sich Nährstoffe und Farbe besser und du tötest unerwünschte Mikroorganismen ab.
Um deine Bohnen zu dörren, blanchierst du sie für drei Minuten, trocknest sie gut ab und lässt sie dann entweder in einem warmen Sommer an der Luft trocknen oder packst sie bei nicht mehr als 50° Celsius ins Dörrgerät, bis sie hart und trocken sind. Um sie verwenden zu können, weichst du sie vor dem Kochvorgang dann mindestens vier Stunden lang ein.
Bohnen einkochen ist einfach und macht Spaß! Wenn dich deine Bohnen mit einer reichen Ernte beglücken, hast du viele Möglichkeiten, um sie für den Winter haltbar zu machen und diese leckeren Hülsenfrüchte jederzeit genießen zu können – auch wenn draußen Eis und Schnee herrschen. Das interessiert dich dann nicht die Bohne! ;)
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