Dein Dill macht, was er will? Oder möchtest du zum ersten Mal Dill pflanzen? Bei uns ist Dill im Kräutergarten ein absolutes Must-have! Denn was wären Gurkensalat oder saure Gurken ohne Dill? Nicht halb so lecker! Frischer als aus deinem Freiluft-Supermarkt wirst du ihn nirgendwo bekommen. Dill pflanzen ist absolut unkompliziert – solange du seine besonderen Ansprüche erfüllst!
Auf einem feuchten und nährstoffreichen Boden steht Dill besonders gern, kommt aber auch mit anderen Böden gut zurecht. Nur Staunässe und sandige Böden, die sehr schnell austrocknen, machen ihm zu schaffen. Ein windgeschützter Standort in der Sonne oder im Halbschatten ist zum Dill pflanzen optimal – unser grüner Freund mag es warm und kuschelig. Wenn der Frost in den Garten einzieht, ist die Dillzeit vorbei.
Das leckere grüne Kraut eignet sich wunderbar für den Anbau auf dem Balkon. Damit sich die Dillpflanzen bei dir pudelwohl fühlen, brauchen sie einen Topf mit einem Volumen von mindestens 2 l. Aber Achtung: Eine ausgewachsene Dillpflanze in der Blüte kann bis zu stattlichen 1,20 m groß werden.
Wenn du deinen Dillpflanzen also nicht regelmäßig den grünen Schopf scheren, sondern auch ihre tolle Blütenpracht bewundern möchtest, sollte der Topf zum Dill pflanzen etwas größer und vor allem schwerer sein, damit er nicht umkippt. Pssst: Es gibt auch extra niedrige Dillsorten für den Anbau in Töpfen!
Dill säen und pflanzen
Dill säst du am besten direkt ins Beet und harkst ihn nur leicht ein. Dann können die Pflänzchen an Ort und Stelle wurzeln und müssen nicht von der Anzuchtschale ins Beet oder in den Topf wandern. Das Kraut ist nämlich kein großer Fan von Umzügen, weshalb du Dill besser nicht eng gesät in Anzuchtschälchen vorziehst und ihn auch nicht pikierst.
Wenn du deinen Dill aber unbedingt in einzelnen Töpfchen vorziehen und anschließend ins Beet pflanzen möchtest, brauchst du viel Fingerspitzengefühl. Am besten bist du dann besonders vorsichtig mit unserem empfindsamen Freund und legst seine Wurzeln nicht frei, sonst reagiert der Dill mürrisch und geht direkt in die Blüte oder lässt gestresst seine Blätter hängen.
Ins Freiland kannst du die Dillsamen ab April entweder breitwürfig oder in Reihen mit einem Abstand von 30 × 10 cm säen. Ich säe Dill am liebsten in mehreren Sätzen aus, damit ich über einen lang gestreckten Zeitraum Dill ernten kann.
Der häufigste Grund, warum der dickköpfige Dill im Sommer nicht keimt und dann plötzlich ein Jahr später als Überraschung im Beet auftaucht: Dill ist ein Kaltkeimer, das heißt, er braucht einen Kältereiz, um zu keimen. Den verschaffst du ihm, indem du ihn schon vor dem Winter in den Boden bringst oder das Saatgut für ein paar Tage in den Kühlschrank legst.
Falls du jetzt Lust bekommen hast, auch die Bedürfnisse von anderen Kräutern kennenzulernen, schau gerne bei diesem Youtube Video vorbei, da zeige ich dir, wie du es jedem Kraut recht machen kannst:
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Dill ist ein toller Mischkulturpartner! Er kann die Keimfähigkeit anderer Gemüsesamen fördern und schreckt mit seinem Duft Schädlinge wie Blattläuse, Kohlweißlinge und Möhrenfliegen ab.
Du möchtest Schädlingen und Krankheiten in deinem Garten vorbeugen und noch mehr Gemüse miteinander verkuppeln? Dann lade dir gerne meine Mischkulturtabelle herunter:
Dill anbauen: Pflege & Düngung
Dillpflanzen sind kleine Spätzünder und wachsen am Anfang recht langsam. Deshalb musst du ihnen aufdringliche Nachbarpflanzen vom Hals halten und die Beete bei Bedarf regelmäßig jäten. Auch einen trockenen Boden mag Dill nicht so gerne. Wenn du ihn daher nicht breitwürfig, sondern in Reihen anbaust, freut er sich über eine Mulchschicht. Eine extra Düngung braucht dein grüner Freund nicht, wenn du mit Kompost gärtnerst.
Etwa 6 Wochen nach der Aussaat kannst du deinen Dill ernten*. Dafür schneidest du einfach nach Bedarf die frischen Triebspitzen ab, sobald das grüne Kraut etwa 15 bis 20 cm hoch ist. Wenn du ganze Zweige zum Einmachen verwenden möchtest oder die Pflanze schon deutlich größer ist, kannst du deinem grünen Freund auch einen radikaleren Schnitt verpassen.
Es ist kein Problem, Dillpflanzen in der Blüte zu beernten, sie verlieren mit der Zeit zwar etwas Aroma – aber so eine Dilldolde im Glas zusammen mit fermentierten Salzgurken sieht dafür besonders hübsch aus.
Kleiner Tipp: Am meisten Aroma hat das Kraut an sonnigen Vormittagen. :)
Die Samen der Dillpflanzen erntest du, wenn sie braun sind und sich leicht von der Pflanze lösen lassen. Du möchtest nicht nur Kräuter wie Dill, sondern auch ganz viel leckeres Gemüse? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs*, da zeige ich dir, wie du rund ums Jahr ohne Mühe eine dicke Ernte einfährst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)
Verwendung in der Küche und Hausapotheke
Die zart gefiederten hellgrünen Blätter des Dills haben ein unverwechselbares Aroma. Außer Gurkensalat oder Saure Gurken kann Dill noch viel mehr: Der süßlich herbe Geschmack passt auch hervorragend zu Kartoffeln, Quark, Salaten, Saucen und Fisch.
In der Küche solltest du das frische Kraut nicht lange aufbewahren, da es schnell welkt und an Aroma verliert. Am längsten hält es sich eingeschlagen in ein feuchtes Tuch im Kühlschrank.
Du kannst das Dillkraut haltbar machen, indem du den Dill einfrierst oder trocknest.
Die getrockneten Samen werden schon seit langer Zeit als Heilmittel eingesetzt:
Dill-Tee hilft bei Blähungen, Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit, Menstruationsbeschwerden und Schlaflosigkeit. Dafür übergießt du einen Teelöffel zerstoßene Dillsamen mit 100 ml heißem Wasser und lässt alles zehn Minuten ziehen. Dann trinkst du den Tee in kleinen Schlucken.
Dill einfrieren
Der schnellste Weg, um Dill haltbar zu machen, ist das Einfrieren. Auf diese Weise hast du immer noch sehr aromatischen Dill zur Hand, wenn du ihn brauchst. Das sind die wichtigsten Schritte beim Dill einfrieren:
Nachdem du deine Dillernte in die Küche getragen hast, sortierst du alle Stängel und Krautteile aus, die braun oder vertrocknet sind – die willst du schließlich später nicht auf dem Teller haben.
Im nächsten Schritt kannst du den Dill vorsichtig mit kaltem Wasser waschen, damit später im Mund nichts knirscht. Wenn das Kraut nach dem Waschgang noch sehr nass ist, schüttle es sanft aus oder tupfe es mit einem Tuch behutsam trocken.
Nun schnappst du dir ein gutes Messer und schneidest oder hackst das Kraut klein.
Für den letzten Schritt brauchst du nur noch einen geeigneten Behälter oder eine Tüte, in die du das zerhackte Kraut hineingibst – und dann heißt es schon: ab in die Gefriertruhe damit!
Kleiner Tipp: Super lecker und blitzschnell zur Hand sind gefrorene Dillbutter-Würfel. Dafür mischst du den kleingehackten Dill mit zimmerwarmer Butter und drückst dieses Gemisch in Eiswürfelformen. Wenn die Würfel durchgefroren sind, kannst du sie in eine Tüte umfüllen. Die Dillbutter-Würfel gebe ich zum Beispiel im noch gefrorenen Zustand über Salzkartoffeln. Yams! :)
Dill trocknen
Beim Dill trocknen geht leider eine ganze Menge Aroma verloren. Trotzdem mag ich getrockneten Dill gerne, denn für Kräutermischungen ist der etwas mildere Geschmack der trockenen Dillspitzen gut geeignet. So kannst du Dill trocknen:
Wenn du deinen Dill trocknen möchtest, verzichtest du besser auf den Waschgang und klopfst das Kraut und die Dolden nur sanft aus.
Dann bindest du* den Dill zu kleinen Sträußen zusammen und hängst sie kopfüber an einem luftigen, trockenen und möglichst dunklen Ort auf. Achtung: Die Bündel sollten niemals der direkten Sonne ausgesetzt sein, sonst geht deinem Dill jede Menge Aroma flöten!
Wenn das Kraut und die Blütendolden nach etwa zwei Wochen rascheltrocken sind, hängst du es ab, zerkleinerst alles und füllst es in Papiertütchen oder braune Gläser.
Um Dillsamen zu ernten, schneidet du ganze Dolden mit etwas Stängel ab und hängst sie dann kopfüber an einem trockenen und luftigen Ort zum Nachtrocknen auf. Nun kannst du von unten eine Papiertüte über die Dillsträuße stülpen und sie mit einem Band an der Pflanze befestigen – dann purzeln die Samen direkt in die Tüte und sind dabei vor Sonnenlicht geschützt.
Dill ist ein ziemlich pflegeleichter Genosse im Kräuter- und Gemüsegarten, der mit seinem aromatischen Kraut, hübschen Blüten und heilenden Samen viel zu bieten hat. Wenn du die Samen vor der Aussaat einem Kältereiz aussetzt, wird Dill problemlos keimen und dir eine reiche Ernte bescheren. Und bevor du jetzt deine Saatguttütchen rauskramst und losziehst zum Dill pflanzen, lad dir noch schnell meine Mischkulturtabelle herunter! ;)
Du möchtest noch ein bisschen weiter auf dem Blog stöbern? Hier findest du drei weitere spannende Artikel über Kräuter im Garten:
Möchtest du dieses Jahr Dill pflanzen und ernten? Lasst uns in den Kommentaren unsere liebsten Rezepte mit Dill sammeln. Bei mir muss Dill unbedingt mit in die Gläser der Salzgurken – er heißt wohl nicht umsonst auch „Gurkenkraut“. ;)
Buschbohnen gehören zu den unkomplizierten Gemüsebuddies in deinem Garten und bringen dir garantiert und ohne viel Aufwand eine schöne Ernte, wenn du ein paar wenige Dinge beachtest. Außerdem tun sie dem Boden gut und sind obendrein gesund. Also nichts wie los, lass uns Buschbohnen säen! :)
Bist du bereit, das Samentütchen ist gezückt? Dann kommen hier die drei wichtigsten Facts zum Buschbohnen pflanzen!
Wann?
Buschbohnen gehören zu den Frostbeulen unter den Gemüsearten. Sie möchten erst dann in die Erde, wenn es dort schon angenehm warm und kuschelig ist. Deshalb solltest du deine Buschbohnen Aussaat – je nach Sorte – zwischen Anfang Mai und Ende Juli machen.
Gute Erfahrungen habe ich dabei mit der Sorte „Purple Teepee“ gemacht, die schmecken super lecker und zart. Außerdem lassen sie sich auch bei der Ernte in dem grünen Bohnendschungel gut finden, weil sie sooo schön lila sind! ;) Leider verlieren sie diese attraktive Farbe aber beim Kochen wieder.
Wie?
Kennst du die Redewendung „Buschbohnen Samen wollen die Glocken läuten hören“? Das bedeutet, du darfst sie nicht tiefer als zwei bis drei Zentimeter in die Erde stecken! :)
Du kannst Buschbohnen säen oder auch vorziehen, das bleibt dir überlassen. Ich säe sie aber immer gern direkt ins Beet, das macht weniger Arbeit. Der Buschbohnen Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte vier Zentimeter betragen und zwischen den Reihen möchten sie gerne zwanzig Zentimeter Platz haben.
Optional: Willst du deine Buschbohnen vorziehen, packst du Anfang April jeweils zwei bis drei Samen in Töpfe mit zehn Zentimetern Durchmesser und stellst sie bei ungefähr 20° Celsius möglichst hell auf. Wenn die Samen gekeimt sind, entscheidest du dich für die kräftigste Pflanze in jedem Topf und entfernst die anderen. Oder du pikierst sie ganz vorsichtig in jeweils eigene Töpfchen, falls du dich – so wie ich – immer nur ganz schwer von deinen grünen Freunden trennen kannst! ;)
Wo?
Die Buschbohne, die übrigens zur Familie der Hülsenfrüchte gehört, bevorzugt einen lockeren, warmen und kalkhaltigen Boden und ein windgeschütztes, sonniges Plätzchen. Konkurrenz hat sie nicht so gern, deshalb solltest du dein Beet gründlich jäten und ihr ein feinkrümeliges, gemütliches Saatbett bereiten.
Falls du nicht im Garten, sondern auf dem Balkon gärtnerst, funktioniert das Buschbohnen Anbauen in Töpfen mit einem Volumen ab circa 40 Litern. Dazu kannst du in einen Topf fünf Bohnen legen und sie einfach wachsen lassen. Oder du säst einzelne Samen in einen Kasten mit einem Abstand von vier Zentimetern.
Mischkultur: Für Buschbohnen gute Nachbarn finden
Du kennst das sicher auch: Mit guten Nachbarn lebt es sich viel angenehmer! Und das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Gemüse. Die wollen sich zwar bei ihren Nachbarn nicht ein Päckchen Zucker oder drei Eier leihen, aber sie legen Wert auf Beetgenossen, die ihnen sympathisch sind.
Für Buschbohnen gute Nachbarn sind Kohl, Sellerie, Bohnenkraut, Gurken, Kürbis, Tomaten, Salat, Kresse und Dill. Du hast also jede Menge toller Möglichkeiten, für eine perfekte Mischkultur und damit für eine gute Nachbarschaft zu sorgen!
Du möchtest auch für andere Gemüsearten passende Beetnachbarn finden? Dann empfehle ich dir meine Mischkulturtabelle! Da siehst du auf einen Blick who´s hot or not und kannst in deinen Beeten für wunderbare Harmonie sorgen. Lad sie dir doch fix herunter:
Buschbohnen anbauen: pflegen, gießen, düngen
Wenn deine Babys das Licht der Welt erblicken – äähm, wenn deine Buschbohnen keimen, häufelst du sie ein wenig an, damit sie einen besseren Stand in ihrem Bohnenleben haben.
Deine Bohnen beginnen zu blühen? Dann solltest du sie regelmäßig gießen, damit sie viele Früchte ansetzen! Eine Düngung brauchen sie aber nicht – sie sind Schwachzehrer und sammeln sich ihren Stickstoff quasi selber aus der Luft. Genial, oder? :)
Buschbohnen sind übrigens eins von fünf super schnell wachsenden Gemüsen, die ich dir in diesem Youtube Video genauer vorstelle:
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An dem Platz im Beet, an dem du die grünen Leckerbissen stehen hattest, solltest du fünf Jahre lang keine Hülsenfrüchte mehr anbauen. So können sich Pflanzenkrankheiten und Schädlinge nicht ungehindert ausbreiten und der Boden laugt nicht einseitig aus.
Falls du jetzt so richtig Lust auf Gemüseanbau und Selbstversorgung bekommen hast, ist mein „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs genau richtig für dich! Da zeige ich dir in über 50 Videos, wie du ohne viel Mühe zum (Teil-)Selbstversorger wirst und eine dicke Ernte einfährst. Ich freu mich, wenn du mit dabei bist!
Du knipst sie entweder mit den Fingern ab oder erntest sie mit der Schere*. Wichtig dabei ist, dass du zum einen rechtzeitig erntest, damit die Bohnenschoten noch zart und lecker schmecken und zum anderen, dass du die Pflanze bei der Ernte nicht verletzt. Dann produziert sie nämlich weiterhin fleißig Bohnen nach.
So, das Erntekörbchen ist voller leckerer Buschbohnen – und nun? Na, jetzt verwandelst du deine Ernte in einen Gaumenschmaus! Dafür heißt es erst einmal für 10 Minuten ab in den Kochtopf – die Buschbohnen kochen! Erst bei 100° Celsius zerfällt nämlich das giftige Phasin, das in den Bohnen steckt.
Wenn du allerdings so viel geerntet hast, dass du gar nicht mehr hinterheressen kannst, brauchst du mehr als ein leckeres Buschbohnen Rezept. Dafür findest du in meinem Artikel zum Bohnen einkochen jede Menge Inspirationen!
Und wenn du gerade so gar keine Zeit hast, dir die passenden Buschbohnen Rezepte herauszusuchen, kannst du deine Bohnen auch erstmal einfrieren. So hast du sie haltbar gemacht und kannst dir in aller Ruhe überlegen, wie du sie am besten verarbeitest.
Buschbohnen sind ganz einfach anzubauen, wenn sie an einem warmen sonnigen Plätzchen stehen und besonders während der Blütezeit genügend Wasser bekommen. Das leckere Gemüse lässt sich auch gut haltbarmachen und sorgt dann im Winter für einen grünen Farbtupfer auf dem Teller. Bevor du jetzt zum Buschbohnen säen rausgehst, lad dir noch schnell meine Mischkulturtabelle herunter, damit machst du deine grünen Freunde garantiert glücklich!
Du möchtest nicht nur Buschbohnen, sondern auch anderes Gemüse in deinem Beet haben? Dann lies doch gleich hier weiter:
Mit Rasenschnitt, Hackschnitzel oder Laub auf deinen Beeten zu mulchen ist der Geheimtipp schlechthin, wenn du ohne viel Arbeit eine dicke Ernte einfahren willst! Deswegen zeige ich dir heute, wie du mit dem richtigen Mulchmaterial durchstartest und wie du Mulch-Fehler auf dem Weg zum pflegeleichten Gartenglück am besten gleich überspringst!
Rasenschnitt, Hackschnitzel, Laub – dir schwirrt der Kopf: Was ist Mulchen denn nun schon wieder? Das schauen wir uns jetzt an. Vielleicht weißt du es noch nicht, aber Mulch ist quasi dein bester Freund im Garten – ihr müsst euch nur noch kennenlernen! Er nimmt dir das Gießen ab, Jäten dauert mit ihm nur noch drei Minuten und beim Düngen hat er scheinbar Zauberkräfte. So einen Freund brauchst du? Dann ist Mulchen genau dein Ding.
Na, dann schauen wir mal, dass ihr euch schleunigst kennenlernt, der Mulch und du! Das ist zum Glück gar nicht schwer. Denn beim Mulchen schaust du dir einfach ab, wie die Natur „gärtnert“. Da gibt es keine brachliegenden Flächen, alles ist bewachsen oder mit Laub und anderen organischen Materialien bedeckt.
Oder hast du in der Natur schon mal einen nackten Boden gesehen? ;) Eher nicht, oder? Da wo die Erde besonders lebendig und nährstoffreich ist, bleibt sie stets von einer dicken Schicht aus Laub, Zweigen oder anderem Material bedeckt. Diese Schicht dient als eine Art Schutzschild und hält den Boden dunkel, feucht und luftig. Und genau das machen wir beim Mulchen nach!
Während der Baum sich mit seinen Blättern selbst mulcht, müssen wir dafür im Garten das richtige Mulchmaterial organisieren. Und wir brauchen, je nach Material, auch die richtige Technik! Beim Mulchen mit Rasenschnitt, Laub und Co. gibt es nämlich auch ein paar Stolperfallen.
Wenn du es aber einmal raushast, kannst du mit Mulch im Gemüsegarten viel Arbeit und Zeit sparen. Du willst richtig durchstarten, und deine gemulchten Beete auch perfekt bepflanzen? Dann habe ich hier etwas für dich: Meinen ultimativen Pflanzplan! Trage einfach deine Email-Adresse ein und der Plan flattert in dein Postfach. So steht der dicken Ernte nichts mehr im Weg!
Aber erstmal der Mulch! Also nichts wie los, her mit dem Gartengold!
Wie funktioniert Mulchen?
Mit Mulchen meinen wir das Abdecken des Bodens, meistens mit organischem Material wie Hackschnitzeln oder Rasenschnitt. Große Gärtnereien nutzen auch Folien. Damit erreichen sie aber nicht alle Vorteile, die das Mulchen so bietet – und das sind wirklich viele:
1. Mulchen verhindert Verschlämmung
Ein offener Boden neigt bei starken Regengüssen zum Verschlämmen. Das hast du sicher schonmal gesehen: der Boden verschließt seine Poren und bekommt eine harte Kruste. Das Wasser kann dann nicht mehr so gut in den Boden eindringen, sondern fließt einfach davon. Für die Bodenqualität bedeutet Verschlämmung Alarmstufe Rot!
Auch der Gasaustausch zwischen Boden und Luft funktioniert bei Verschlämmung nicht mehr gut. Im verschlämmten Zustand ist der Boden außerdem sehr anfällig für Erosionen. Und das gilt es zu vermeiden, denn Boden wächst ja bekanntlich nicht so gut nach. ;)
Mulch verhindert das Ganze: Eine Schicht Rasenschnitt fängt die Wucht der Regentropfen ab und bremst sie aus. So kann dein Boden das Wasser in Ruhe aufnehmen und bleibt dabei intakt. Juchuu!
2.Krabbeltierchen lieben Mulchbeete
Mulchen im Garten schützt den Boden vor Temperaturschwankungen. Im Hochsommer vermeidest du, dass sich der Boden sehr erhitzt und im Winter friert er nicht so schnell. Darüber freuen sich auch die vielen kleinen Bodenlebewesen, die sich um deine Beete kümmern!
Oft finden die Krabbeltierchen organischen Mulch, zum Beispiel Rasenschnitt, auch ziemlich lecker. Regenwürmer ziehen sich solchen Mulch mit Vergnügen in ihre Gänge. So durchmischen sie Mulch und Boden auf ganz natürliche Weise – kein Umgraben nötig!
Die fleißige Arbeit von Regenwürmern, Mikroorganismen und Co. unterstützt den Aufbau einer krümeligen Bodenstruktur. So können deine Gemüsepflanzen ihre Wurzeln viel entspannter in den Boden strecken.
3. Die Wunderwaffe macht deinen Boden nährstoffreich
Du servierst den kleinen Bodentierchen und Mikroorganismen also ein Mulch-Festessen! Während sie genüsslich mampfen, setzen sie wertvolle Nährstoffe für deine Tomaten und Kartoffeln frei. Das ist doch mal ein ziemlich dickes Dankeschön. ;) Diesen „Kompost auf dem Beet Effekt“ bringt dir Folie natürlich nicht!
4. … und baut die Humusschicht auf
Indem du zum Beispiel Rasenschnitt auf deinen Beeten verteilst, baust du die Humusschicht auf. Du entnimmst deinen Beeten nicht nur Nährstoffe, sondern gibst kontinuierlich zurück. So kann dein Boden viel mehr CO2 binden. Solche kleinen Gartenkreisläufe können ein echter Klimabeitrag sein und bereichert deinen Boden allemal!
5. Mulch ist ein Unkrautstopper
Durch die Mulchschicht wächst viel weniger Unkraut, was natürlich superpraktisch ist! Eine dicke Schutzschicht verhindert, dass Licht an die Unkrautsamen in der Erde gelangt und hinter sie so am Wachsen.
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Und last but not least: Durch Mulch hindurch kann das Wasser im Boden nicht so schnell verdunsten. Der Boden bleibt also viel länger feucht. Im trockenen Sommer bedeutet das eine immense Arbeits- und Wasserersparnis!
Das sind also die Superkräfte von Mulch. Du pflegst deinen Boden und machst die Welt gleichzeitig ein bisschen grüner. Ganz nebenbei wirst du noch „Gartenabfälle“ wie Rasenschnitt los und sparst dir viel Arbeit. Yay!
Mulchmaterial von Ast- bis Rasenschnitt
Generell kannst du dir schonmal merken: Frisches Material wie Rasenschnitt zersetzt sich schnell und ist reich an Stickstoff. Braunes, holziges oder strohiges Material braucht länger. Braune Materialien enthalten nämlich wesentlich mehr Kohlenstoff und weniger Stickstoff.
Wie beim Kompost, spielt deswegen auch beim Mulchen das Verhältnis von kohlenstoffhaltigen (C) zu stickstoffhaltigen (N) Ausgangsmaterialien eine große Rolle. Der Trick ist, beim Mulchen ein C:N-Verhältnis von 15 bis 20:1 anzustreben. Deswegen mischst du braune Materialien zum Mulchen am besten immer mit grünen Materialien (zum Beispiel Holzhackschnitzel und Rasenschnitt). Sonst droht deinen Pflanzen ein Stickstoffmangel – das nimmt deine Tomaten dir ganz schnell übel!
Tipp: Du hast gerade nur braunes Material? Auch ein Guss mit Brennnesseljauche bringt Stickstoff in dein Mulchmaterial!
Beim Mulchmaterial gibt’s zum Glück ganz viele Möglichkeiten! So findet jeder das passende für sich und seinen Garten: Stroh, Heu, Holzhackschnitzel, Pappe*, Erntereste, Silage, Laub oder Rasenschnitt sind möglich. Im Notfall aber eben auch Folien oder Gewebestoffe aus Plastik. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile und die schauen wir uns jetzt mal genauer an!
Mulchen mit Rasenschnitt
In den meisten Gärten fällt viel Rasenschnitt an! So hast du deine eigene Mulchquelle gleich neben den Beeten. Grüner wird’s nicht: Dein Rasenschnitt bringt richtig Stickstoff mit und verrottet schnell. Das C:N-Verhältnis von Rasenschnitt liegt etwa bei 10:1.
Aber Vorsicht: bringst du den frischen Rasenschnitt zu dick auf deine Beete, kann das zu Schimmel führen. Deswegen ist es schlau, die Mulchschicht nach und nach aufzubauen. Eine Schicht darf etwa fünf Zentimeter dick sein. Hilfreich ist es auch, wenn der Rasenschnitt vorher etwas antrocknen konnte.
Mulche also lieber nicht nur ein Beet dick mit Rasenschnitt. Verteile ihn locker auf alle Beete und wiederhole das Ganze regelmäßig. So bekommen deine Beete immer genau so viel „Futter“ wie sie auch verdauen können. ;)
Und noch ein wichtiger Tipp: Rasenschnitt ist super, weil er keine Samen enthält. Um „Wiesenschnitt“ mit Samen von Wildpflanzen und Gräsern machst du lieber einen großen Bogen. Du willst ja keine Wildblumenwiese auf deinem Beet aussäen…
Mulchen mit Stroh, Laub oder Holzhackschnitzeln
Das sind die Kandidaten, die viel Kohlenstoff mitbringen! Wenn du deine Beete mit diesen Materialien mulchen willst, ist es wichtig, das zu bedenken.
Laub und Stroh haben nämlich C:N-Verhältnisse von 50 bis über 100:1. Und Holzhackschnitzel können sogar noch höher liegen. Damit es deinen Pflanzen nicht an Stickstoff fehlt, mischst du einfach stickstoffhaltige Materialien wie Rasenschnitt dazu.
Auch ganz wichtig: Dein Mulch sollte immer oben auf der Beetoberfläche liegen bleiben. Pass also lieber auf, es nicht in Kompost oder Erde darunter einzuarbeiten.
Kleiner Tipp: Die kantigen Holzhackschnitzel mögen die Schnecken bei mir überhaupt nicht, während Stroh sie eher anzieht. ;)
Mulchen mit Rindenmulch
Dieses Material ist ein Nebenprodukt aus der Fortwirtschaft und besteht meistens aus gehäckselter Rinde von Fichten, Kiefern und Douglasien. Der Nachteil vom Mulchen mit Rindenmulch ist, dass diese Nadelgewächse viele Gerbstoffe enthalten. Die können nützlich für die Unterdrückung von Unkraut sein. Leider können aber auch bei zarten Jungpflanzen Wachstumsstörungen auftreten.
Tendenziell wird der Boden durch Rindenmulch zu sauer für die meisten Gemüsepflanzen. Deswegen würde ich Rindenmulch für das Staudenbeet oder für Wege nutzen, aber nicht für das Gemüsebeet.
Mulchen mit Silage
Silage ist durch Milchsäurebakterien haltbar gemachter Rasenschnitt. Fermentierter Mulch sozusagen! Im Frühjahr, wenn du im Garten richtig loslegen willst, ist Rasenschnitt meistens Mangelware. Da kommt die Silage oft gerade richtig! Die ist nämlich, einmal siliert, jederzeit einsatzbereit.
Natürlich bedeutet die Herstellung von Silage auch einen Mehraufwand an Arbeit, aber manchmal ist es die ja auch wert! Und wir wissen ja, wie gesund Fermentiertes für uns alle ist – da macht der Boden keine Ausnahme.
Bei der Ausbringung von Silage als Mulch habe ich einen wichtigen Tipp für dich: Am Anfang kann sie etwas Ammoniak ausgasen. Dadurch können Schäden an deinen Pflanzen entstehen. Das kannst du aber ganz einfach verhindern. Bringe dafür die Silage etwa zwei Wochen, bevor du deine Jungpflänzchen auspflanzt, auf den Beeten aus.
Allerdings bestehen die meisten Folien aus Plastik und daher fällt jede Menge Müll (und auch Mikroplastik) an. Deinen Bodenlebewesen machst du mit der Plastikfolie auch nicht die größte Freude. Kein Futter für die lieben Kleinen!
Es gibt mittlerweile auch biologisch abbaubare Folien, aber diese halten immer nur ein Jahr – am Ende findest du dann auch größere Stücke noch im Boden und im Gebüsch. Nicht so schön, finde ich. Bändchengewebe sind robuster und du kannst sie mehrere Jahre nutzen, hast dann aber dauerhaft Plastik im Garten. Für mich ist das daher auch ein No-Go.
Du merkst schon: Ich bin einfach kein großer Freund vom Mulchen mit Plastik im Gemüsebeet. Ich liebe meine natürlichen Materialien im Garten und das Gefühl, meinem Boden auch etwas Futter zurückgeben zu können. ;)
Woher bekomme ich Mulch?
Alles schön und gut, aber woher nehme ich denn jetzt den ganzen Mulch? Gerade bei großen Beetflächen ist das manchmal echt nicht so einfach!
Wenn deine Freunde dich gut kennen, wissen sie bald, dass sie dir mit einer Ladung Rasenschnitt eine echte Freude machen können. Aber wie heißt es so schön? „Viele Wege führen zum Mulch“ – oder so ähnlich. Also hier ein paar Routen:
Selber machen!
Im Garten fallen viele organische Materialien an, die du supergut zum Mulchen verwenden kannst. Rasenschnitt beim Mähen, oder Holzhackschnitzel und Laub beim Schneiden der Bäume und Sträucher.
Dabei ist es wichtig, dass du die Pflanzen während oder vor der Blüte schneidest. Rupfst du zu spät, besteht die Gefahr, dass sich schon Samen gebildet haben. Schwupps, hast du Klee in deinem Gemüsebeet ausgesät!
Eine tolle Sache ist es auch, Erntereste gleich an Ort und Stelle zu lassen. Wenn du also äußere Salatblätter, Stiele oder ähnliches nicht nutzt, gib es dem Boden gleich zurück. Du kannst es etwas zerkleinern und direkt die beerntete Stelle mulchen. Einzige Gefahr hierbei: Für Schnecken ist das ein gefundenes Fressen! Wenn du also eh schon mit den schleimigen Mistviechern zu kämpfen hast, dann lass von dieser Methode lieber die Finger.
Ich finde es immer total hilfreich, hier in Kreisläufen zu denken. Der Boden hat für deine Rote Beete Nährstoffe abgegeben. Wenn du nur erntest, wird er irgendwann ausgelaugt sein. Gibst du aber alles, was du nicht brauchst, gleich zurück, fütterst du deinen Boden. Und zwar mit genau den Stoffen, die er an dieser Stelle gegeben hat. Ziemlich ausgefuchst, oder?
Wenn in deinem Garten nicht genug Rasenschnitt und Laub zum Mulchen anfallen, kannst du natürlich auch Mulch kaufen. Stroh und Heu findest du zum Beispiel auf dem nächsten Bauernhof.
Achte dabei darauf, dass möglichst wenig Samen enthalten sind. Außerdem ist mir immer wichtig, dass es sich um Biomaterial handelt. Gespritztes Weizenstroh bringt dir nämlich ganz undercover Pestizide und Herbizide in dein Gemüsebeet – nein danke!
Holzhackschnitzel gibt es häufig sehr günstig bei Baumpflegebetrieben. Die können dir meistens auch genau sagen, welche Baumarten in der Ladung sind. So gehst du sicher, dass keine Nadelbäume deinen Boden sauer machen.
Auf die Plätze – fertig – Mulch!
Du willst noch mehr Gartentipps und Tricks, wie du Schritt für Schritt einen herrlichen Gemüsegarten anlegst? Dann komm unbedingt in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Dort bekommst du das geballte Gartenwissen und eine tolle Community, die dir mit Rat und Tat den Rücken stärkt!
Dann kann ich nur noch sagen: auf geht’s mit dem Mulchabenteuer! Vergiss nicht, dir den Pflanzplan zu sichern. Schnapp dir deinen Lieblingsmulch und füttere deinen Boden mit Rasenschnitt, Laub, Ernteresten, eben allem, was du hast. Dein Boden wird es dir auf jeden Fall mit einer dicken Ernte danken. Damit nicht nur dein Beet, sondern die ganze Welt ein bisschen grüner wird!
Pflegeleicht und extra dick ernten klingt gut? Dann schmöker doch mal hier vorbei, da findest du alles, was du wissen musst:
Die Basilikum Pflege geht bei dir regelmäßig schief? Wenn dein Basilikum traurig die Blätter hängen lässt, gibt es ein paar Tricks, mit denen du ihm helfen kannst. So fährst du bis zum Frost eine dicke Ernte ein und pssst: danach auch noch! ;)
Wenn ich an Basilikum und seine zarten, aromatischen Blättchen denke, habe ich sofort diesen wunderbaren Duft in der Nase, von dem ich einfach nicht genug bekommen kann. Der grüne oder rote Italiener ist aber sehr empfindsam! Wenn du ihm nicht die richtige Pflege zukommen lässt, nimmt er das ziemlich übel und er geht ein.
Bei der Basilikum Pflege kommt es vor allem auf den richtigen Schnitt an. Deswegen zeige ich dir heute, wie du zum Basilikum Friseur wirst! Dann lässt dein Basilikum ganz ohne Volumenshampoo so richtig viele Blätter sprießen und du fährst mit diesem Beauty-Programm die dreifache Ernte ein. Cool, oder?
Basilikum pflegen im Topf
Wusstest du, dass die richtige Topfgröße entscheidend dafür ist, ob dein Basilikum gut wächst und sich wohlfühlt? Wie groß dein Pflanztopf für Basilikum und viele andere Kräuter und Gemüsepflanzen sein sollte, siehst du auf einen Blick in meinem Topfgrößen Guide. Einfach deine Emailadresse eintragen und schon flattert der Guide in dein Postfach!
Du kennst es bestimmt: Im Supermarkt verliebst du dich unsterblich in das frische Grün und nimmst dir vor: „Dieses Basilikum im Topf pflege ich jetzt bis an mein Lebensende!“. Pustekuchen. Nach drei Wochen kommt das traurige Liebes-Aus – Mr. Basilikum besteht nur noch aus ein paar Stielen …
Damit die Liebe das nächste Mal länger hält, brauchst du ein bisschen Know-how bei der Basilikum Pflege. In den Töpfen stehen die Basilikumpflanzen nämlich viel zu eng. So nehmen sich die einzelnen Pflänzchen gegenseitig Licht und Nährstoffe und gehen dann auch bald traurig ein.
Genau das ist aber deine Chance auf noch mehr Basilikum! Du schnappst dir einfach drei weitere Töpfchen, befreist dein Basilikum aus seinem engen Zuhause und teilst es vorsichtig in vier Wurzelballen auf.
Jetzt beginnt die Basilikum Pflege! Sie besteht vor allem aus Gießen und Schneiden. Basilikum richtig zu gießen ist keine Zauberkunst: Es möchte nur keine nassen Füße haben. Halte dein Basilikum also schön feucht, aber lass kein Wasser in der Auffangschale stehen.
Ansonsten gibst du deinem grünen Freund ein warmes Plätzchen im Halbschatten auf dem Balkon oder im Haus an einem Fenster, das nicht nach Süden schaut.
Basilikum pflegen heißt ernten!
Der Schnitt ist das Wichtigste bei der Basilikum Pflege – wenn du richtig viel Basilikum ernten willst, dann musst du zum Basilikum-Starfriseur werden!
DOs beim Basilikum schneiden Du beerntest dein Basilikum immer über zwei neuen Austrieben. Was das heißen soll? Schau mal genau hin, in den je gegenüberliegenden Blattachseln siehst du winzig kleine Blattknospen. Die warten nur auf ihren großen Moment! Wenn du über diesen Mini-Knospen die Triebspitzen kappst, bekommst du zwei neue Seitentriebe. Die treiben nun kräftig aus und dein Basilikum wird immer buschiger und größer und wirft eine immer bessere Ernte ab. Mit dieser Technik beginnst du am besten beim Haupttrieb und überlegst dir, wie buschig du dein Basilikum ringsum haben möchtest. Je nachdem behandelst du dann alle oder nur ein paar Nebentriebe genauso.
DON´Ts beim Basilikum schneiden Wenn du einen ganzen Zweig über dem Boden abschneidest, treibt er nicht mehr neu aus, sondern ist einfach weg. Mit der Zeit hast du dann einfach kein Basilikum mehr. Einzelne Blätter zu ernten macht keinen Sinn. Dann ist der Stiel irgendwann leer gezupft und steht kahl in der Gegend herum. Kommt dir bekannt vor? ;)
Falls dir das alles viel zu theoretisch ist, habe ich hier ein Video für dich, indem ich genau zeige, wie das geht. Keine Sorge, es ist ganz einfach!
Diese Art der Basilikum Pflege, äääh Basilikum Ernte hat noch einen weiteren Vorteil: Wenn du immer wieder die Triebspitzen erntest, blüht dein Basilikum nicht so schnell. Sobald Blüten sprießen, wird der Geschmack nämlich eher seifig und bitter. Das kannst du mit ein bisschen Basilikum pflegen prima herauszögern!
Basilikum im Topf überwintern
Wenn dir dein Basilikum ans Herz gewachsen ist, willst du es vielleicht gar nicht mehr hergeben. Keine Angst, das musst du auch gar nicht! Du kannst dein Basilikum überwintern und über Jahre hinweg hegen und pflegen.
Wenn dein Basilikum im Garten steht, darf es für den Winter in einen Topf umziehen und sich im warmen Haus einkuscheln, damit es nicht jämmerlich erfiert.
Besonders gut funktioniert das Überwintern von Basilikum mit Strauchbasilikum.
Zurückschneiden und Umpflanzen
Vor dem Winter schneidest du deinen grünen Freund um zwei Drittel zurück. Blüten und frische Triebe würden ihn im Winter nur zu viel Kraft kosten.
Dann kannst du dein Basilikum einfach ausgraben und in einen Topf setzen. Such dir einen Topf heraus, der zum Wurzelballen passt. Sollten einzelne Wurzeln überstehen, kannst du sie abschneiden. Das schadet nicht.
Du kannst dir sogar ein kleines Basilikum Bäumchen ziehen! Dafür wählst du einen besonders verholztes, lang und gerade gewachsenes Strauchbasilikum. Spendiere ihm gern einen größeren Topf, damit es genügend Platz hat.
Für einen geraden Stamm braucht dein Bäumchen einen Stab als Stütze. Die Krone kannst du dann so schneiden, wie es dir gefällt.
Basilikum Pflege: Der richtige Standort
Jetzt braucht dein Basilikum noch ein Plätzchen, von wo es den Winter aus sicherer Entfernung beobachten kann. 15-20 Grad sind die perfekte Temperatur und es sollte hell sein! Im Winter kann es auch ein sonniges Fensterbrett sein.
Wenn diese Bedingungen stimmen, brauchst du eigentlich im Winter kaum noch an die Basilikum Pflege zu denken! Hier und da ein paar Blättchen ernten, auf Läuse kontrollieren und immer mal ein Schlückchen Wasser. Das wars auch schon!
Nach den letzten Frösten kann es dann Mitte Mai wieder nach draußen ziehen.
Basilikum haltbar machen
Nachdem du nun weißt, wie du dein Basilikum pflegen kannst, ergibt sich schnell eine neue Frage: Wie kann ich denn sooo viel Basilikum haltbar machen?????
Basilikum einfrieren ist leider keine gute Idee. Beim Einfrieren verliert es nämlich viel Aroma.
Du kannst Basilikum aber prima trocknen! Dazu hängst kleine Sträußchen davon kopfüber auf. An einem dunklen, warmen Plätzchen trocknen sie, bis die Blätter bei Berührung rascheln. Dann packst du sie in Gläser und kannst sie für leckere Kräutersalze zum Kochen und Dekorieren nutzen.
Psst: Außer Duft und gutem Aussehen hat Basilikum auch noch ganz andere Werte: Die Inhaltsstoffe des Basilikums pflegen nämlich die Gelenke, bauen Stress ab und bekämpfen sogar multiresistente Keime. Nicht schlecht, oder?
Falls du außer Basilikum noch viel mehr Gartenschätze haltbar machen und deine Vorratskammer füllen möchtest, komm doch in meinen Kurs „Vorratskammer starten-Onlinekurs“! Da zeige ich dir, wie du deine Ernte ganz einfach in köstliche Vorräte verwandelst!
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!
Du möchtest noch andere Möglichkeiten kennenlernen, dein Basilikum zu verarbeiten? Dann habe ich hier noch zwei oberleckere Rezepte für dich!
Kräutersalz mit Basilikum
Dieses leckere Kräutersalz duftet himmlisch und ist auch ein tolles kleines Geschenk aus dem Garten. In ein hübsches Glas gefüllt und mit einem Bändchen geschmückt, macht das grüne Salz auf jeden Fall etwas her!
Das brauchst du:
250 g Meersalz
70 g Basilikum
So wird’s gemacht:
Wenn nötig, wäschst du die Basilikumblätter und tupfst sie vorsichtig trocken.
Jetzt wandern Basilikum und Salz in den Mixer. Mixe auf höchster Stufe, bis Salz und Basilikum eine homogene Masse ergeben.
Das Salz ist jetzt noch sehr feucht. Deswegen verteilst du es auf einem Ofenblech und lässt es bei 70 °C (Ober-/Unterhitze) für etwa 60 Minuten trocknen. Nach 30 Minuten rührst du es durch und verteilst es wieder gleichmäßig. Damit die Feuchtigkeit abziehen kann, muss die Ofentür einen Spalt weit offenbleiben, deshalb klemmst du einen Holzstiel hinein.
Um Energie zu sparen, kannst du das Salz aber auch bei Raumtemperatur trocknen lassen. Das dauert mindestens 12 Stunden, wenn du ihm ein schön warmes Plätzchen bietest.
Jetzt ist dein Salz fast fertig! Falls es grobe Klumpen enthält, kannst du es einfach (im ganz trockenen Mixer) noch einmal klein mahlen.
In luftdichte Gläser abfüllen und fertig ist dein eigenes Basilikumsalz!
Pesto selber machen
Pesto ist sicher der Klassiker wenn’s um Basilikum geht, deswegen darf es hier natürlich nicht fehlen!
Das brauchst du:
50 g frische Basilikumblätter
85 g Pinien-, Cashew- oder Sonnenblumenkerne, Mandeln oder Sesam
2 Knoblauchzehen
3 EL Hefeflocken
60 ml Olivenöl
1-2 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer nach Geschmack
So wird’s gemacht:
Besonders aromatisch werden die Kerne, Samen oder Nüsse deiner Wahl, wenn du sie anröstest! Dafür gibst du sie in eine Pfanne ohne Öl und röstest sie einige Minuten unter Rühren. Sobald sie duften und eine hellbraune Farbe annehmen sind sie fertig.
Jetzt gibst du einfach Basilikum, Kerne, Nüsse oder Samen, Knoblauch und Hefeflocken einen Mixer und lässt den Mixer pulsierend mixen. Zwischendrin immer wieder alles von den Seiten nach unten schieben.
Sobald alles fein gemixt ist, gibst du das Öl und den Zitronensaft dazu. Das Ganze gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In einem Glas hält sich dein Pesto etwa eine Woche lang im Kühlschrank. Es schmeckt herrlich aufs Brot, auf die Nudeln oder in Salatdressings! Spätestens jetzt hat sich das Basilikum Pflegen auf jeden Fall gelohnt.
Yay! Du bist jetzt Basilikum-Friseur! Deinem Basilikum-Glück steht also nichts mehr im Wege. Mit etwas Glück begleitet dich dein Basilikum über viele Jahre und versorgt dich mit seinen köstlichen aromatischen Blättchen. Traurige Basilikum-Gestalten mit „ratzekahl“ Frisur sind Schnee von gestern – Pesto-Selbstversorger-Leben, wir kommen!!
Du kannst nicht genug bekommen? Willst du vielleicht sogar selbst säen, pflanzen… das ganze Programm? Dann schau doch mal hier, da findest du alles rund ums Basilikum Pflegen:
Puhhh, nach einem Tag voller Gartenarbeit tut dir der Rücken weh? Das muss nicht sein! Ich verrate dir heute meine Tipps, mit denen du viele Jahre glücklich im Garten wuseln kannst. So tust du etwas Gutes für Gärtnerrücken und Gärtnerherz – denn auch das kann manchmal ganz schön schmerzen!
Wer kennt es nicht? Gerade im Frühjahr, wenn viele Gartenarbeiten anstehen, bei denen du dich bücken musst – Graben, Lockern und Pflanzen, heißt es plötzlich: Autsch, Rückenschmerzen!
Hoppla, im Garten geht’s doch um Gesundheit und Wohlbefinden! Und zwar nicht nur mit gesundem Gemüse. Es geht dabei auch um uns Gartenmenschen selbst. Genau wie unsere Tomaten und Gurken brauchen nämlich auch wir die richtige Pflege.
Über die Jahre habe ich herausgefunden, wie gesunde Gartenarbeit konkret aussehen kann. Wenn du, so wie ich, mit Kompostbeeten arbeitest, sind deine Beete super pflegeleicht.
Trotzdem: im Frühling krabbelst du durchs Beet und zupfst Unkraut, bis die kleinen Gemüsepflanzen sich durchgesetzt haben. Deine Kartoffeln wollen einzeln in die Erde gelegt werden und auf so ziemlich jedes Beet schaufelst du schubkarrenweise Mulch! Da ist allerhand Gartenarbeit zu tun – teils ganz schön schwere!
Wenn du dann abends nach der Gartenarbeit merkst, dass dein Rücken leidet, ist es höchste Zeit, etwas zu ändern. Schließlich wollen wir doch auch mit 102 Jahren noch quietschvergnügt pfeifend in der Erde buddeln. ;)
Und nicht nur im Rücken piekt es hin und wieder: Deine Pflanzen leider unter Krankheiten, das Wetter spinnt vollends und wer knabbert da bitte am Kohl herum? Solche lausigen Rückschläge bei der Gartenarbeit können dem Gärtnerherz wirklich zusetzen. Auch für diesen Frust habe ich einige Strategien für dich. Erste Hilfe, wenn es sich anfühlt, als wenn jetzt einfach alles verloren ist!
Gärtner dich gesund!
Im Garten geht es ständig um Gesundheit – auch wenn das auf den ersten Blick oft gar nicht so scheint! Du pflegst bei der Gartenarbeit den Boden, erntest gesundes Gemüse, sorgst dich um das Wohlergehen von Bienen und Igel… Es wäre doch gelacht, wenn wir da nicht auch für uns selbst gesundes Gärtnern auf die Reihe bekommen.
Jetzt wird’s konkret! Hier kommt schon mal eine kleine Übersicht der wichtigsten Haltungen bei der Gartenarbeit. Damit du gleich weißt, wovon ich rede:
Übung
Ausführung
Nutzen
Tiefe Hocke
Beine hüftbreit, so tief in die Kniebeuge gehen wie möglich, Füße flach auch dem Boden, Rücken gestreckt
Dehnt Hüfte und Waden. Im Garten gilt: Kein Bücken mit gebogenem Rücken. Du bist auch mit geradem Rücken ganz nah dran an deinen Pflänzchen ;)
Ganze Vorbeuge
Beine gestreckt oder ganz leicht gebeugt, so, dass die Hände den Boden berühren können. Aus der Hüfte beugen, Rücken strecken
Dehnt die Beinrückseiten und regt die Verdauung und Kreislauf an. Kein krummer Rücken mehr und noch mehr Appetit auf leckeres Gemüse!
Heben mit geradem Rücken
In die tiefe Hocke gehen, Gewicht greifen und mit geradem Rücken aus den Beinen heraus nach oben drücken
Schützt deinen Rücken und deine Bandscheiben, die sonst schwer zu schuften haben. Kräftigt und dehnt Beine und Rücken
Gartenarbeiten mit guter Körperhaltung
Der Schlüssel zur Gartenarbeit ohne Schmerzen ist auf jeden Fall eine gute Körperhaltung. Als Orientierung kannst du immer Yoga oder Ballett im Hinterkopf haben. Oder du beobachtest mal ein Kind. Die kleinen Gartenzwerge machen es meistens instinktiv richtig: tiefe Hocke, ganze Vorbeuge, Heben mit geradem Rücken – alles kein Problem!
Für große Gartenmenschen noch mal der Reihe nach:
Immer wenn es etwas Schweres zu Heben gibt, also auch beim Boden Lockern ganz wichtig: Aus den Beinen heraus heben. Hier kommt es auf einen geraden Rücken an. Buckel dich nicht ab und stemme jedes Gewicht aus den Beinen heraus! Hier hilft vor allem auch das richtige Gerät bei den Gartenarbeiten, dazu kommen wir dann gleich noch.
Beim Legen deiner Kartoffeln und überhaupt beim Pflanzen ist es gut, wenn du dich hockst oder setzt.
Die Tiefe Hocke ist eine ideale Haltung bei Gartenarbeiten am Boden. Anstatt dich mit krummem Rücken nach unten zu beugen, gehst du in der Kniebeuge ganz nach unten. Die Fersen bleiben dabei auf der Erde. Ufff, am Anfang gar nicht so einfach. Aber ich verspreche dir, bleib dran und schon bald ist die tiefe Hocke ein Klacks für dich!
Sobald du die tiefe Hocke meisterst, kannst du sogar zum nächsten Pflanzloch wechseln: in der Hocke ein Bein zur Seite ausstrecken und rüber! Oder bist du eher Typ Froschhüpfer? Gerade mit Kindern kannst du hier bei Gartenarbeiten oft die tollsten Ideen entwickeln.
Da sind doch noch ein paar Unkräuter zu entfernen? Dann probiere es mit der ganzen Vorbeuge. Der Trick dabei ist, aus der Hüfte nach vorn zu „klappen“. Umso mehr du den Po nach oben bringst, desto deutlicher spürst du die Dehnung in den Beinrückseiten.
Zu Beginn denkst du dir vielleicht „Na Danke, Marie. Jetzt ist es ja noch anstrengender! Das reinste Gartenworkout!“. Ich verspreche hoch und heilig, nach ein paar Wochen ist das gar kein Problem mehr. Dein Rücken wird’s dir danken!
Deine Trockenübung für den Winter
In den kalten Monaten kannst du dich super auf die Gartenarbeit vorbereiten. Mit ein paar Trockenübungen turnst du im Frühling durch den Garten, als wäre nichts dabei!
Reservier dir für deinen Gartensport doch 15 Minuten am Tag – das reicht schon! In dieser Zeit übst du die Vorbeuge im Stehen oder im Sitzen und versuchst, eine Weile in der tiefen Hocke sitzen zu bleiben. Wenn so eine Routine nicht passt, kannst du es auch ganz spielerisch angehen: in der tiefen Hocke durch den Flur hüpfen? Fernsehen in der tiefen Hocke? Schuhe zubinden ab jetzt nur noch in der Vorbeuge? Dir fällt sicher etwas ein! ;)
Auch im Alltag ist es super, immer wieder bewusst zu prüfen, wie deine Haltung gerade ist. Ist der Rücken gerade, die Muskeln aktiviert und die Schultern entspannt? Hebst du die Einkaufskiste aus der Hocke heraus mit geradem Rücken oder schummelt dein Körper?
Lass über den Tag verteilt ab und zu ganz bewusst die Schultern entspannt nach unten sinken und richte dich auf. Ich verspreche dir, das macht richtig etwas aus für dein Lebensgefühl, nicht nur bei der Gartenarbeit!
So kräftigst du über den Winter deine Muskulatur und dehnst dich ordentlich durch. Das sind die idealen Voraussetzungen, um die Haltungen auch im Garten mühelos einfließen zu lassen und im Frühjahr durchzustarten.
Probier es doch mal einige Zeit und sehe es positiv: Jede einzelne Gartenarbeit ist eine Möglichkeit für eine Beweglichkeits- und Kraftübung. Du kannst auch eigene Übungen für dein Winter-Workout entwickeln. So bekommt deine Gartenarbeit im Frühling eine ganz neue Dimension!
Hoch die Beete! Gartenarbeit in luftiger Höhe
Wenn du sowieso schon Rückenprobleme hast, kann die Gartenarbeit wirklich schwerfallen. Trotzdem zieht es dich zu Möhre, Feldsalat und Co und du willst es einfach nicht lassen? Das verstehe ich sowas von gut!
Dann probier es doch mit Hochbeeten. Wenn du nicht so gut runter zum Beet kommen kannst, dann kommt das Beet eben zu dir nach oben! Klar, ein Hochbeet hat viel mehr Durst und das Anlegen ist mehr Arbeit. Aber wenn es einmal da ist, hat es viele Vorteile – vor allem für deinen Rücken.
Kein Bücken und Beugen nötig, alles ist genau auf deiner Wunschhöhe! So macht dir die Gartenarbeit schnell wieder Spaß.
Geräte richtig auswählen
Wenn du nach meinem 3 Phasen Gartensystem gärtnerst, sparst du dir die meiste Plackerei von Anfang an. Mühseliges Umgraben, stundenlanges Unkrautzupfen, tägliches Gießen: Das lassen wir alles weg, da gibt’s viel bessere Tricks!
Gerade am Anfang ist trotzdem ein bisschen Muskelkraft nötig. Die Beete anlegen, Kompost verteilen und dick mulchen. Bei diesen Gartenarbeiten ist es wichtig, gut auf deine Arbeitshaltung zu achten. Nicht, dass dich der Anfangseinsatz gleich aus dem Rennen nimmt.
Diese Arbeiten gehen dir mit dem richtigen Equipment auch gleich viel leichter von der Hand. Keine Angst, du brauchst keine Hanteln und kein Laufband. ;)
Es geht um die Gartenwerkzeuge, die du für deine Gartenarbeit nutzt! Hilfreich sind langstielige Geräte. So kannst du auch hier mit geradem Rücken werkeln. Eine Hacke mit langem Stiel kannst du bequem im Stehen zwischen den Reihen nutzen. Das geht viel fixer als mit den kurzstieligen Kollegen und du sparst dir einmal die tiefe Hocke. ;)
Du hast große Flächen zu bearbeiten oder einen sehr verdichteten Boden? Da geraten Rücken und Gerät schnell an ihre Grenzen.
Es gibt aber eine total geniale Erfindung: die Doppelgrabegabel!
Damit lockerst du spielend leicht in einigen Minuten deine Beetfläche. Das Tolle an der Riesengabel: Nicht nur dein Rücken wird geschont, sondern auch der Boden. Du bringst die Bodenschichten damit nämlich nicht durcheinander: Rücken UND Bodenleben bleiben im Lot. Du hörst schon, ich bin begeistert von dem Teil! :)
Gartenarbeit mit guter innerer Haltung
Eine gesunde, entspannte Haltung ist auch innerlich bei der Gartenarbeit super wichtig. Manchmal scheint es, als wenn einfach gar nichts rund läuft: Wenn die Tomaten Braunfäule haben, die Schnecken das Beet ratzekahl fressen und alles manchmal so gar nicht nach Plan läuft.
Gartenarbeit ist fest in die großen Kreisläufe und Zusammenhänge der Natur eingebunden. Das macht diese Arbeit ja so schön und manchmal eben auch wirklich unberechenbar!
Das kann so aussehen: Ab März hast du deine Pflänzchen monatelang gehegt und gepflegt und dann kommt im Juni ein Hagelschauer und alles ist futsch. So einen Rückschlag locker wegzustecken, ist gar nicht so einfach.
Alle Mühen und all der Aufwand sind letztendlich der Welt ausgesetzt. Es kann immer ein Unwetter aufziehen, eine Armada an Nacktschnecken auftauchen oder eine Kaninchenbande deine Beete überfallen. Du hast manchmal auch mit den besten Sicherheitsvorkehrungen wie Zäunen oder Gemüsevlies leider einfach keinen Einfluss darauf. Und manchmal kannst du nur loslassen, sonst machst du deinen Garten zum Kampfplatz.
Das war sicher nicht die Idee, als du beschlossen hast, einen Garten anzulegen. Deswegen ist es wichtig, die Bremse reinzuhauen, bevor die Gartenarbeit in Frust versinkt.
Du wünschst dir, dass die Gartenarbeit deine Glücksquelle bleibt? Dann kommt es auch hier auf die Haltung an. Diese innere Einstellung kannst du ändern und üben. Der Schlüssel ist hierbei oft, dich darauf zu besinnen, warum du die Gartenarbeit überhaupt machst.
Was macht Gartenarbeit für dich so wunderschön? Vielleicht willst du gesunde Lebensmittel ernten und auch einen Beitrag zu einer grüneren Welt leisten.
Oder es ist dir wichtig, deinem Kind zu zeigen, wie gesundes und nachhaltiges Leben aussehen könnte. Ein Stück Erde zu pflegen, die Humusschicht aufbauen, CO2 binden, geschlossene Kreisläufe bilden. Das sind alles große Ziele, zu denen wie mit unseren Gärten einen Teil beisteuern – auch wenn die Ernte mal verhagelt wird.
Die Tatsache, dass du mit deinen Händen ein kleines Stückchen Erde hegst und bewahrst, ist sooo viel wert. Frag mal die Regenwürmer, die in deinen Beeten leben! Wetten, dass die sich urwohl fühlen? Also: bleib dran und lass dich nicht unterkriegen!
Das große Ganze sehen
Wenn die Schnecken mal wieder meinen Salat gefressen haben, ist das total ärgerlich. Mit einem Blick aufs große Ganze sehe ich aber auch:
Schnecken leisten einen superwichtigen Beitrag zum Humusaufbau, genau wie Regenwürmer. Klar, für den Salat ist es jetzt aus, das brauch ich mir nicht schönreden. Aber was ist wichtiger: Humus aufbauen und so Kohlenstoffdioxid binden oder meine fünf Salate? So sehr ich sie manchmal verfluche: Schnecken haben ihren Platz in der Nahrungskette und im Ökosystem. Ohne sie wären wir also auch aufgeschmissen!
Die Perspektive wechseln und den Schaden so relativieren! Das hilft mir auf jeden Fall aus meinem ersten Gartenarbeit-Herzschmerz heraus. Na gut, die Tomaten sind hin, aber diesen Regensommer, den hatte die Erde dringend nötig. Ich gönne ihn ihr. Dann esse ich dieses Jahr eben Zucchini und Gurken – und was sonst bei Regen noch so wächst.
Das ist auch schon der zweite wichtige Punkt bei der Gartenarbeit: Flexibilität! Irgendein Gemüse klappt immer nicht. Irgendeins übertrifft sich aber auch jedes Jahr selbst. Worauf willst du dein Augenmerk lenken?
Achte mal darauf: Oft beschweren wir uns über alles, was dieses Jahr überhaupt nicht funktioniert. „Dieses Jahr ist aber auch extrem trocken“ „Mann, das regnet ja nur noch“ „Die Kartoffeln werden dieses Jahr nur kleine Murmeln“.
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!
Ich kenne es nur zu gut: Wenn Gemüsefreaks aufeinandertreffen, geht es meistens darum, was bei der Gartenarbeit so gar nicht klappt. Feiere doch stattdessen lieber die Sorten und Pflanzen, die scheinbar gerade „ihr Jahr haben“.
Du willst dafür jede Menge optimistischer Gartenfreund*innen zum Austauschen? Dann komm unbedingt in meinen „Gemüsegarten starten“- Onlinekurs! Da bekommst du haufenweise Tricks und Tipps von der Planung bis zur Ernte. Aber was ganz wichtig ist: Hier wartet auch eine unglaubliche Community, die dir den Rücken und das Herz stärkt.
Los geht’s, Gartenarbeit ist unsere Medizin!
Hui, das war ganz schön viel an Übungen und Ideen! Ich hoffe, du blickst noch durch und hast keinen Knoten im Rücken bekommen!
Und JA! Am Anfang kommt es dir bestimmt ein bisschen komisch vor, durch den Garten zu hüpfen. Nach einer Woche bemerkst du aber sicher, dass die neue Gartenarbeit einen Unterschied macht. Es geht ganz fix, dann hast du Grundsätze „Gerader Rücken“ und „Tiefe Hocke“ intus.
Dann machst du es dir zum Spaß, aus jeder Gartenarbeit eine kleine Übung zu machen. Wie könnte es gehen, damit es deinen Körper stärkt, statt ihm zu schaden? Schon ist jeder aufgehobene Apfel eine Kniebeuge. Starke Beine statt krummer Rücken!
Dein Nachbar kichert hinter der Hecke über dein Ballett bei der Gartenarbeit? Schenk ihm doch die Tube Schmerzcreme, die du jetzt nicht mehr brauchst. Vielleicht gibst du ihm bei Gelegenheit mal einen kleinen Kurs in Gartensport? ;)
Gartenarbeit kann so viel einfacher sein, wenn du ein paar Tricks kennst! Neugierig? Dann schau doch mal hier vorbei:
Sind wir mal ehrlich: Eine Gartenschönheit ist die Schwarzwurzel wirklich nicht. Sie macht es einem auch nicht leicht, sie ins Herz zu schließen: Die Schwarzwurzel zickt, wenn es um die Ernte geht, sieht aus wie ein runzeliger, dreckiger Ast, und klebt beim Schälen fürchterlich! Warum ich trotz alledem großer Fan der schwarz-weißen Wurzel bin und wie ich mit ihren Herausforderungen klarkomme, kannst du hier Schwarz auf Weiß nachlesen. Also los geht´s!
Die Schwarzwurzel wird auch Winterspargel genannt. Ist sie einmal aus ihrem schwarzen Mantel befreit, hat die Wurzel optisch große Ähnlichkeit mit weißem Spargel. Insbesondere, wenn sie gerade in einem leckeren Weißweinsud im Ofen dämpft. Leckerschmecker! Am Geschmack kannst du die beiden aber immer noch einfach unterscheiden: Schwarzwurzeln schmecken eher nussig, aber genau wie Spargel unfassbar lecker. ;)
Ein absolut überzeugendes Argument für die Schwarzwurzel ist ihre Winterhärte. Du musst sie nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt abernten und haltbar machen. Wann immer dir danach ist, gehst du einfach in den Garten und holst dir ein paar frische Wurzeln. Ja genau, auch im Januar oder Februar!
Dieses (äußerlich) hässliche Entlein aus dem Gemüsegarten hat noch ein weiteres Ass im Ärmel: Wusstest du, dass Schwarzwurzeln gesund sind? Und nicht nur so ein bisschen! Sie sind der absolute Oberhammer, was ihre Nährstoffe angeht. Nur Nüsse, Kerne und Öle haben einen höheren Anteil an Vitamin E! Da kann kein anderes Gemüse mithalten.
Auch in Sachen Eisen ist die Schwarzwurzel gut mit dabei – da macht sie dem Spinat fast Konkurrenz! Das Eisen sorgt bei uns unter anderem für eine vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen. Also eine absolut wertvolle Ergänzung im winterlichen Speiseplan.
Wenn du Schwarzwurzeln noch nicht kennst, probier sie lieber erst in kleineren Mengen. Dass Schwarzwurzeln Blähungen verursachen können, ist nämlich nicht nur ein Geruch äääh Gerücht. Bei den meisten von uns ist der industriell geprägte Magen-Darm-Trakt das in der Schwarzwurzel enthaltene Inulin nicht mehr so richtig gewohnt.
Aber kein Problem, du kannst deinen Darm langsam „trainieren“ – dann lösen sich die Schwarzwurzeln Blähungen wortwörtlich in Luft auf. ;) Übrigens ist Inulin ein Präbiotikum und bereichert unsere Darmflora super arg!
Der perfekte Standort für die Schwarzwurzel
Die Schwarzwurzel liebt tiefgründige, feinkrümelige, super fluffige Böden und ein sonniges Plätzchen. Lockere deine Beete auf jeden Fall kräftig auf, am besten mit einer Doppelgrabegabel.
Die Schwarzwurzel ist Teil der großen Korbblütler-Familie und damit verwandt mit Topinambur, Artischocke, Chicorée, den meisten Salaten, Zuckerhut und Haferwurzel.
Ich nutze super gerne Techniken, wie die Fruchtfolge und Mischkulturen, um das Beste aus meinen Beeten rauszuholen und um Schädlinge und Pflanzenkrankheiten zu vermeiden. Als Mischkulturpartner für Schwarzwurzeln bieten sich Lauch, Ringelblumen, Salat, Bohnen, Karotten und Radieschen an. Eher ungünstig als direkter Beetnachbar ist Mangold.
Dir raucht der Kopf, wenn du an Themen wie Fruchtfolge und Mischkultur denkst? Gar kein Problem. Ich habe hier einen fix und fertigen Beetplan für dich, in dem das alles mit bedacht ist. Die Schwarzwurzel pflanzt du einfach dahin, wo sonst der Salat hinkommt. ;)
Schwarzwurzel säen
Das Saatgut der Schwarzwurzel ist etwas Besonderes: Die Samen sind ungewöhnlich lang, wie winzige, feine Holzstäbchen. Sie zerbrechen schnell und brauchen eine zarte Hand. Sei also ganz behutsam mit ihnen.
Schwarzwurzelsamen haben eine recht kurze Keimfähigkeit von ungefähr zwei Jahren. Verwende also am besten immer frisches Saatgut und säe ältere Samen deutlich dichter als vorgesehen. Vereinzeln kannst du die Schwarzwurzel Pflänzchen später immer noch. ;)
Zwischen zwei Reihen lässt du einen Abstand von 30 cm, der Abstand zwischen zwei Schwarzwurzel Samen innerhalb der Reihe beträgt 8 cm. Aussaat ist üblicherweise im Februar bis März, sobald sich der Boden bearbeiten lässt. Die gesunde Wurzel blockiert das Beet dann eine ganze Weile – bis in den nächsten Winter hinein.
Schwarzwurzel Samen brauchen relativ lange für die Keimung und dürfen dabei nicht austrocknen. Pass also auf, dass du das Beet gut feucht hältst, bis sich die ersten grünen Spitzen zeigen.
Ich baue übrigens am liebsten die Sorte „Hoffmanns Schwarze Pfahl“ an.
Pssst: Genau wie Karotten und Pastinaken kommt die Schwarzwurzel immer direkt ins Beet. Die Anzucht im Haus kannst du also getrost außer Acht lassen.
Schwarzwurzel hegen und pflegen
Wenn sie einmal gekeimt ist, wird aus der Schwarzwurzel eine super robuste und pflegeleichte Pflanze. Zu viel Stickstoff mag sie allerdings nicht. Dann wird ihre Wurzel schwammig. Düngen musst du sie also nicht. Wenn du gerade eh mit der Gießkanne durch den Garten läufst, dann gönne deinen Schwarzwurzeln hin und wieder einen Schluck Wasser. Das können sie sehr gut vertragen.
Ab und an werden Schwarzwurzeln vom echten Mehltau befallen. Wie du dem vorbeugst, und was du tun kannst, wenn er doch bei dir ausgebrochen ist, kannst du hier nachlesen.
Wühlmäuse freuen sich leider auch über Schwarzwurzeln in deinen Beeten. Wenn du mit diesen Plagegeistern zu kämpfen hast, kannst du hier ein paar Tipps abstauben, um deinen Garten wühlmaussicher zu machen.
Schwarzwurzel: Die Ernte
Ein Zitat von Goethe besagt: „Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.“. Was für ein schlauer Kerl! Ich glaube zwar nicht, dass in diesem Zusammenhang die Schwarzwurzel gemeint war, aber es passt richtig gut – ich trage sie in meinem Erntekorb nämlich gern in Richtung Küche! ;)
Wenn das Laub der Pflanze schlapp wird und nach und nach abstirbt, kann es losgehen mit der Ernte. Die Schwarzwurzel Saison beginnt im Oktober und kann sich bis in den April ziehen – du hast also eine ganze Weile etwas von der köstlichen Wurzel.ƒ
Lockere den Boden entlang der Beetreihen zunächst vorsichtig mit deiner Grabegabel und ziehst die Wurzeln dann ganz behutsam aus der Erde. Die kleinen Schlingel brechen dabei leider liebend gerne ab – verwerte sie also möglichst bald, damit die ganzen guten Inhaltsstoffe nicht verloren gehen.
Sei dabei ganz behutsam: Wenn du die Wurzel beim Ernten verletzt, tritt der kostbare Milchsaft aus und die Wurzel hält sich nicht mehr lange. Aber wenn du sie wie ich eh immer nur nach Bedarf erntest, musst du sie zum Glück ja nie lange lagern.
Die Schwarzwurzel ist eine gesunde und unkomplizierte Kandidatin, wenn du Gemüse suchst, das dich über den Winter bringt. Mit ihr im Beet gehst du einen großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Selbstversorgung. Ein weiterer Grund, warum ich sie so liebe!
Wenn du dich fürs Selbstversorgerdasein interessierst, dann ist dieses Video etwas für dich. Darin erzähle ich, wie ich meinen Jahresbedarf an Essen anbaue und so – zumindest gemüsetechnisch – zur Selbstversorgerin geworden bin. Schau doch mal rein. ;)
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Früher war ich schon genervt von dem Gedanken, das kostbare weiße Innere der Schwarzwurzel aus ihrem schwarzen Mantel zu bekommen… Alles war dreckig und klebrig. Ich hatte tagelang fleckige Finger – und von Verfärbungen auf der Kleidung und Arbeitsfläche fangen wir lieber gar nicht an. Sie macht’s einem nicht einfach, die Schwarzwurzel…
Dabei gibt es einen genialen Trick, um diesen fiesen Charakterzug der Schwarzwurzel zu umgehen. Ich schäle sie mittlerweile einfach in einer großen Schüssel unter Wasser! Nichts klebt oder wird braun. Ein richtiger Gamechanger, dieser Trick!
Wenn du deine Schwarzwurzeln im Laden kaufst, würde ich übrigens eher zu den dünneren Wurzeln greifen. Die sind deutlich zarter als die ganz dicken Brummer.
Mit Schwarzwurzeln lohnt es sich, in der Küche ein bisschen herumzuprobieren. Sie schmecken super lecker gepämpft, als Püree, als Ofengemüse oder im Risotto. Hier meine zwei allerliebsten Schwarzwurzel Rezepte.
Schwarzwurzel in Weißweinsud
Mmmmmh lecker! Sowohl Spargel als auch Schwarzwurzel mache ich super gerne im Backofen in einem köstlichen Weißweinsud. Das Resultat ist so unglaublich lecker! Dazu ein bisschen selbstgebackenes Brot – um auch das letzte bisschen Sud aus der Form noch zu erwischen. Yams! :)
Das Rezept hat allerdings einen Haken: Ich kann euch keine Mengenangaben verraten… Es ist so ein klassisches Bauchgefühl-Rezept. ;) Also, hör auf deinen Bauch beim Kochen!
Los geht’s!
Zuerst der Sud. Ich rühre ungefähr im Verhältnis 1:1 eine Mischung aus Weißwein und Gemüsebrühe an. Am liebsten natürlich mit eigens hergestellter Garten-Brühe. ;) Ein paar Umdrehungen mit der Pfeffermühle, ein bis zwei Prisen Salz und ein Hauch Muskat dürfen auch noch in die Flüssigkeit.
Jetzt kommen die – mit Trick 17 – geschälte Wurzeln in eine Auflaufform. Den Sud gieße ich darüber. So viel, dass die meisten Schwarzwurzeln bedeckt sind. Wenn ein paar weiße Stangen rausschauen, ist das nicht schlimm. Im Gegenteil. Auf denen kannst du noch ein paar Flöckchen Butter verteilen.
Die Auflaufform kommt in den auf 170°C vorgeheizten Backofen. Ich stelle gerne noch eine Schüssel mit Wasser dazu, so dämpft das Gericht richtig schön.
Je nach Wurzeldicke variiert die Garzeit natürlich stark. Mache nach 25-30 Minuten einfach mal einen kleinen Pieks-Test mit einer Gabel: Du kannst ohne Gewalt reinstechen? Yippieh! Garniere deine Schwarzwurzeln mit etwas frischer Petersilie und denk an das Brot zum Tunken. Aber auch Kartoffeln schmecken in dem Sud super lecker.
Winterlicher Schwarzwurzel-Salat
Wenn es ein winterlich angehauchter Salat für dich sein darf, könnte dir dieses Rezept gefallen:
Die geschälten Schwarzwurzeln schneidest du in mundgerechte Stücke und gibst sie in einen Kochtopf mit kochendem, gesalzenem Wasser. Gib gern noch einen Spritzer Zitronensaft mit ins Wasser. Koche die Schwarzwurzeln etwa 10 Minuten lang. Am besten kontrollierst du zwischendurch mal, ob sie gar sind. Ich mag sie am liebsten, wenn sie noch ein bisschen bissfest sind. ;)
Schütte deine Schwarzwurzeln ab und erschrick sie einmal richtig dolle mit kaltem Wasser. Buuuh! :D Jetzt sollten sie so eingeschüchtert sein, dass sie keine Lust mehr haben, noch nachzugaren und matschig zu werden.
Für das Dressing nehme ich etwa gleich viel Honig und Senf. Das ergänze ich um etwas Salz, Pfeffer, ein bisschen Essig und ein Schlückchen Olivenöl. Den winterlichen Touch zauberst du ganz einfach mit etwas frisch gepresstem Orangensaft.
Ich raspele gerne noch Apfel und Sellerie dazu. Auch grob gehackte, geröstete Walnüsse sind für mich ein perfektes Match in diesem Salat. Ich lasse den Salat richtig schön durchziehen, dann ist er nochmal aromatischer. Lass es dir schmecken!
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Mit der richtigen Anbautechnik, dem praktischen Erntetrick und einem Kniff beim Schälen bekommst du die köstliche Schwarzwurzel mir nichts, dir nichts auf den Teller. Sie ist so eine gesunde und köstliche Bereicherung im Winter – probier sie unbedingt mal aus!
Wenn dein Beetplan erst der Anfang einer wundervollen Gartenreise sein soll, dann schau doch mal hier rein:
Mais pflanzen ist nicht nur unkompliziert, sondern bringt dich in Sachen Selbstversorgung gleich ein großes Stück weiter. Denn Mais ist das einzige Getreide, das du super easy im Garten anbauen, ernten und auch selber verarbeiten kannst. Wie deine Mais Pflanzen gesund heranwachsen und dir saftige Kolben liefern, das schauen wir uns jetzt an!
Warum du unbedingt Mais pflanzen solltest? Das goldene Getreide wurde immerhin zum Gemüse des Jahres 2021/2022 gekrönt! Wenn dir die Würdigung zur Gemüse-Queen als Anbaugrund noch nicht genügt, dann nehme ich dich jetzt mit auf kleine Traumreise!
An einem lauen Sommerabend sind deine Freunde bei dir im Garten. Ihr lacht, spielt und grillt. Der Zuckermais brutzelt goldgelb auf dem Grill, das frisch gebackene Maismehlbrot steht direkt neben der Kräuterbutter und die schnittfeste Polenta wollt ihr gleich auch kurz angrillen.
Ooooh wie mir das Wasser im Mund zusammenläuft! Mais ist der Inbegriff von Sommer, oder? Aus jedem einzelnen Maiskorn des goldenen Kolbens strahlt förmlich die Sonne.
Wenn auch du maisgewordene Sonnenstrahlen auf deinen Tisch bringen willst, bist du hier genau richtig. Wir schauen uns vom Korn bis zur fertigen Polenta jeden einzelnen Schritt an. Dem Mais pflanzen und verarbeiten steht dann nichts mehr im Weg. Los geht´s!
Mais anbauen: Die Sortenvielfalt im Überblick
Du wirst bei kaum einem anderen Gemüse so eine unglaubliche Sortenvielfalt vorfinden wie bei Mais. Mindestens 5000 Sorten sind bekannt! Wahnsinn, oder? Aber wen wundert die Vielfalt: Mais ist schließlich das meistangebaute Getreide auf der Welt ist. Man könnte es geradezu das „maistangebaute“ Getreide nennen. :D
Typischerweise denken wir bei Mais zuerst an lange, goldgelbe Kolben. Aber wusstest du, dass es Mais auch noch in ganz vielen anderen Farben und Formen gibt? Das sind teilweise richtige Hingucker!
Die fünf größten Sortenkategorien von Mais sind: Hartmais, Zahnmais, Zuckermais, Popcornmais und Stärkemais. Sie alle wurden für unterschiedliche Zwecke gezüchtet. Schauen wir uns das mal näher an!
Zuckermais
Mmmh lecker – den bei uns so gut bekannten Gemüsemais mögen wir doch alle! Zuckermais besticht durch seine einzigartige Süße. Er wird im Stadium der sogenannten Milchreife geerntet. Die Samenkörner sind dann noch nicht ausgereift, dafür aber saftig und eine richtige Leckerei. Egal, ob du Zuckermais kochen oder grillen möchtest, er passt zu sooo vielen Rezepten. Und gerade Kinder lieben diesen süßen Geschmack.
Die einzige Situation, in der ich das Knabbern eines Zuckermaiskolbens nicht empfehlen würde, ist ein erstes Date… Obwohl Mais zwischen den Zähnen wahrscheinlich ein ziemlicher Eisbrecher sein kann. ;)
Meine liebsten Sorten Zuckermais sind Damaun und Tramunt. Die bekannteste Sorte ist wahrscheinlich Golden Bantam. Sie hat ein sehr langes Erntezeitfenster von Anfang August bis Mitte Oktober, weil sich die Süße nicht so schnell in Stärke umwandelt.
Popcorn Mais oder Puffmais
Ich lieeebe Popcorn in jeder Variante. Egal, ob salzig, zuckrig, mit Karamellüberzug oder als Eisflavour – Popcorn schmeckt immer! :)
Die Mais Pflanzen aus Popcorn Mais Saatgut wachsen im Garten genauso problemlos wie viele andere Sorten auch. Aber was bringt manchen Mais zum aufpoppen und anderen nicht?
Popcornmais hat, genau wie anderer Mais auch, außen am Korn eine sehr harte Eiweißschicht. Im Inneren des Korns findet sich aber viel mehr Feuchtigkeit als bei anderem Mais. Wenn du die Maiskörner im Topf erhitzt, dehnt sich das Wasser in der Mitte des Korns so lange aus, bis die harte Hülle „poppt“. Das ist nicht nur lecker, sondern gerade für Kids ein Riesenspektakel.
Meine Sortenempfehlung für Popcornmais ist – nicht nur wegen des süßen Namens, sondern auch wegen seines guten Ertrages – die Sorte Bear Paw. Etwas kleiner, aber einfach unglaublich hübsch, ist Erdbeermais.
Zahnmais
Zahnmais ist ein echter Allrounder! Die Kolben dieser Mais Pflanzen verwendet die Industrie super gerne. Wir bekommen ihn dann als Maismehl, Maissirup oder Nachos zwischen die Zähne. Daher hat Zahnmais seinen Namen aber wohl kaum…
Die lustige Bezeichnung Zahnmais kommt durch die charakteristische Einmuldung jedes Maiskorns, sodass es von der Form an kleine Zähne erinnert. Beruhigend, dass es nicht nur gelben, sondern auch weißen Zahnmais gibt, oder? :)
Eine wunderschöne, historische und vielseitige Sorte Zahnmais ist Bloody Butcher. Die Sorte kannst du entweder frisch ernten und snacken, oder aber bis zur Vollreife warten und den Mais dann zu Grieß oder Mehl weiterverarbeiten.
Hartmais
Hartmais ist kein Gemüsemais, sondern eignet sich zur Herstellung von Mehl und Grieß. Aus gemahlenem Hartmais kannst du wunderbar warme Polenta und goldgelbe Brote zaubern. Yams!
Meine allerliebste Hartmaissorte ist Cascade Ruby-Gold, eine Züchtung aus Amerika. Die Mais Pflanzen bilden wunderschöne Kolben in verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottönen. Ein Wehrmutstropfen: In Deutschland kommt man leider nur sehr selten an das Saatgut dieser Sorte.
Stärkemais
Aus Stärkemais wird in der Industrie meist – Überraschung :D – Maisstärke gewonnen. Aber auch zur Herstellung von Alkohol oder als Futtermittel findet er Verwendung. Ich persönlich habe keine Erfahrungen mit dem Anbau von Stärkemais. Er spielt im Gemüsegarten und in der Selbstversorgung aber auch keine große Rolle. Du kannst dich also getrost mit einer der anderen Sorten begnügen.
Mais pflanzen: Der richtige Standort für Mais
Du willst damit loslegen, deinen eigenen Mais anzubauen? Dann lass uns den perfekten Standort aussuchen.
Mais Pflanzen sind Sonnenanbeter, gönn ihnen also ruhig ein vollsonniges Plätzchen in deinem Garten. Du solltest auch einen Blick auf die angrenzenden Beete haben. Denn Mais wächst hoch und wirft dementsprechend einen relativ großen Schatten. Plane das unbedingt mit ein, um keine Überraschungen im Nachbarbeet zu erleben. ;)
Bei der Auswahl der Nachbarn ist Mais ansonsten unkompliziert – er hat ganz viele Beetfreunde. Mais verträgt sich sehr gut mit Bohnen, Gurken, Karotten, Kürbis, Kartoffeln, Kohl, Pastinaken und Zucchini. Nicht so gerne steht er neben Roter Bete oder Sellerie.
Ich pflanze meinen Mais gerne in Kombination mit Kürbis. Aber auch mit einem sogenannten Milpa-Beet hatte ich schon super Erfolge.
Mischkultur ist ein Thema bei dir im Garten? Dann habe ich habe hier eine praktische Mischkulturtabelle für dich. Da siehst du auf den ersten Blick, welche Pflanzen gerne nebeneinander wachsen, und wer sich lieber aus dem Weg geht:
Mais säen: Bringen wir Sonnenstrahlen ins Beet!
Dein Standort steht fest? Dann kannst du dein Beet schonmal für die Aussaat vorbereiten. Wie für fast alle Gemüse gilt: Ein aufgelockerter, feinkrümeliger Boden ist ideal. Mais hat es gerne, wenn du etwas Urgesteinsmehl* in den lockeren Kompost unterarbeitest – er ist nämlich ein hungriger Geselle.
Das Beet, in das du deinen Mais pflanzen möchtest, sollte natürlich unkrautfrei sein. Wenn du nach meinem Gartensystem gärtnerst, sind lästige Beikräuter normalerweise gar kein Thema. Meine Beete bleiben nämlich nahezu von selbst unkrautfrei. Wie das geht, zeige ich dir in diesem Video:
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Mais säen funktioniert hervorragend als Direktsaat im Beet. Du kannst aber auch im Haus Jungpflanzen vorziehen. Das kann sich beim Mais durchaus lohnen. Denn die Frostbeule will erst ins Freie, wenn die Nächte nicht mehr klapprig kalt sind. Gleichzeitig dauert es ziemlich lange, bis du den fertigen Mais ernten kannst. Da kann das Zeitfenster ganz schön eng werden…
Mais direkt im Beet säen
Mais kannst du ab Mitte Mai direkt im Freien säen. Die Saattiefe beträgt dabei etwa 4 cm. Bei der Aussaat solltest du eine Besonderheit beachten: Mais wird nämlich nicht durch Insekten, sondern über den Wind bestäubt. Je mehr Mais Pflanzen, desto wahrscheinlicher, dass eine Bestäubung stattfindet. Und ohne Bestäubung keine Ernte!
Da die meisten von uns kaum ein ganzes Maisfeld anlegen werden, lohnt sich ein sogenanntes Rasterbeet. Die Pflanzen stehen dabei im Abstand von 40 cm in mehreren Reihen kompakt nebeneinander. So kannst du auf einem 1,20 m breiten und genauso langen Beet 16 Mais Pflanzen unterbringen. Durch diese Anordnung können sie sich viel besser gegenseitig bestäuben!
Mais Pflanzen im Haus vorziehen
Vorgezogene Pflanzen haben Mitte Mai schon einen gehörigen Wachstumsvorsprung und werden daher auch eher reif als im Freien gesäter Mais. Ein weiterer Vorteil: Der richtige Abstand zwischen den Mais Pflanzen ist mit Jungpflanzen viel leichter einzuhalten als mit den unhandlichen Körnern. ;)
Wenn du deinen Mais vorziehen möchtest, solltest du Anfang April im Haus loslegen. Mitte Mai kannst du die Pflanzen dann in die Freiheit entlassen. Beim Auspflanzen kannst du deinen Mais gern etwas tiefer setzten, dann hat er besseren Halt. Beachte auch hier am besten eine Anordnung im Raster.
Kleiner Tipp: Gib jeder Pflanze ruhig ein paar Hornspäne mit ins Pflanzloch. So haben die kleinen Starkzehrer was zum Snacken für zwischendurch. ;)
Mais Pflanzen richtig pflegen
Yippiiiieh! :) Deine Mais Pflanzen stehen im Beet. Und nun?
Wenn er gut angewachsen ist, kannst du ihn für den besseren Stand etwas anhäufeln. Mais hat nämlich nur ein ganz flaches Wurzelsystem, was ihm bei starkem Wind schonmal zum Verhängnis werden kann.
Denk daran, deinen Mais zu mulchen. Mais kann zwar Trockenheit einigermaßen gut wegstecken, aber deine Ernte wird deutlich größer, wenn du die Feuchtigkeit schön in der Erde hältst. In länger andauernden Trockenphasen gieße ich meinen Mais auch mal. Dann aber lieber viel auf einmal und dafür sehr selten.
Mais Pflanzen düngen
Mais steht total auf ein bisschen Extrafutter zwischendurch. Gönne ihm etwa einmal im Monat eine Düngung, zum Beispiel mit selbst angesetzter Brennesseljauche.
Wenn du Hühner hast, kannst du die Mais Pflanzen auch mit deren Mist verwöhnen. Dann sollte allerdings deine Mulchschicht etwa 20 cm hoch sein, damit sich der Mist nach und nach einwäscht.
Schädlinge und Krankheiten
Zum Glück ist Mais im Hobbygarten kaum anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. In großen Monokulturen werden der Maiszünsler, der Drahtwurm oder der Maiswurzelbohrer schnell zum Problem. Auch die meisten Krankheiten, der Maisbeulenbrand, die Stängel- und Kolbenfäule und der Maisrost sind im Gemüsegarten zum Glück eher selten.
Schon gewusst? Der Maisbeulenbrand ist eine Pilzerkrankung, die zum Beispiel in Mexiko als Delikatesse gilt. In Deutschland ist es aber kein zugelassener Speisepilz. Verrückt, oder?
Bei uns im Garten reicht als vorbeugende Maßnahme eigentlich das Einhalten einer dreijährige Anbaupause im Rahmen der Fruchtfolge. Was genau das bedeutet, kannst du in diesem Artikel nachlesen.
In meinem „Gemüsegarten starten“ – Onlinekurs widme ich der Anbauplanung sogar ein ganzes Modul! Wenn du noch ein bisschen Unterstützung bei der Planung deines Gartens brauchst, dann schau gern mal vorbei. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. :)
Mais ernten – Es ist so weit!
Es ist soweit: Deine Mais Pflanzen prahlen stolz mit dicken, goldenen Kolben? Aber wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ernten? Und wie lässt sich Mais am besten lagern?
Das kommt ganz darauf an, ob du deinen Mais frisch schnabulieren willst, oder ob er zu Mehl weiterverarbeitet werden soll. Schauen wir uns die Unterschiede mal an:
Der richtige Zeitpunkt, um Gemüsemais zu ernten
Du möchtest deinen Mais gerne in der Milchreife ernten, um ihn frisch und zuckersüß zu verputzen? Das ist mit Zuckermais und einigen anderen Sorten, die für eine Doppelnutzung ausgelegt sind (wie der Bloody Butcher), prima möglich.
Wenn du den Mais frisch ernten magst, solltest du einen Blick auf den „Puschel“ werfen, der oben aus dem Kolben herausragt. Den nennt man Maisbart oder auch Maisgriffel. Dieser Maisbart ist ein super Anzeiger für dich, ob es bald mit Mais ernten losgeht. Denn wenn dieser Bart braun wird, bist du am Zug. Das wird etwa im August der Fall sein.
Es gibt einen ganz einfachen Reifetest für die Ernte im Milchreifestadium: Du legst am Maisbart vorsichtig ein kleines Stück von deinem Kolben frei, bis du die ersten Körner siehst. Sie sollten voll ausgebildet und prall sein. Dann ritzt du ein paar Körner mit deinem Fingernagel ein. Wenn ein milchiger Saft austritt, kannst du den Kolben ernten.
Obacht: Teilweise reifen die Kolben an ein und derselben Pflanze unterschiedlich schnell!
Lass bei der Ernte am besten die Blätter am Kolben dran. Im Kühlschrank hält er sich so ein bis zwei Wochen. Aaaaber: Leider wird ab dem Zeitpunkt der Ernte die Süße des Kolbens in Stärke umgewandelt. Das heißt, er wird schnell seine köstliche Süße verlieren.
Zuckermais kochen und anschließend einfrieren ist eine super Methode, um die Süße länger zu konservieren. So kannst du deinen eigenen Zuckermais 6 bis 12 Monate lang ganz praktisch aus dem Tiefkühler ernten. ;)
Der richtige Zeitpunkt, um vollreifen Mais zu ernten
Du möchtest deinen Mais gerne zu Grieß, Mehl oder Popcorn weiterverarbeiten? Dafür lässt du ihn vollständig ausreifen. Dabei ist Geduld gefragt, denn das kann locker bis Oktober dauern.
Wenn die ganze Pflanze nach und nach braun wird, nähert sich der Zeitpunkt. Auch die Hüllblätter um den Kolben sollten braun werden. Die Körner werden bei der Reifung ganz hart. Es ist wichtig, den Mais wirklich lange genug ausreifen zu lassen, aber spätestens vor den ersten Frösten solltest du deinen Mais ernten.
Für eine längere Lagerbarkeit trockne ich meinen Mais noch etwas nach. Dafür schäle ich ihn wie eine Banane aus den Hüllblättern, klappe diese nach hinten um und hänge den Kolben dann über Kopf auf. An einem luftigen, überdachten und frostfreien Ort härtet er so nochmal drei bis vier Wochen nach.
Die ausgelösten Maiskörner kannst du in einem luftdichten Vorratsglas mindestens bis zur nächsten Maisernte aufbewahren. Im Idealfall sollte das Glas kühl und dunkel stehen.
Lieblingsrezepte mit Mais
Leckerschmecker! :) Dein Mais ist geerntet, die Mais Pflanzen auf dem Kompost und jetzt kommt das Beste – endlich darf der Kolben auf den Teller! In Milchreife geerntet, kannst du Zuckermais kochen oder die Körner auch roh in den Salat geben, in Wraps wickeln, oder direkt im Garten snacken. Oder aber du wirfst den Kolben mit ein bisschen Butter auf den Grill. Köstlich!
Wenn du deinen Mais vollreif geerntet und nachgetrocknet hast, kannst du die Maiskörner vom Kolben „abrubbeln“. Ich habe hierfür ein eine uralte, aber mega praktische Mais-Entkörnungsmaschine.
Ich mahle meinen Mais in einer Getreidemühle, habe aber auch schon gesehen, dass manche Küchenmaschinen den Job ganz gut übernehmen. Für Maismehl müssen die Maiskörner ganz fein gemahlen werden. Möchtest du Polenta machen, brauchst du dafür Grieß, da darf die Körnung gröber sein.
Ich habe hier drei meiner allerliebsten Maisrezepte für dich. Vielleicht hast du Lust, sie mal auszuprobieren?
Schnittfeste Polenta
Du brauchst:
120 g Maisgrieß
600 ml Wasser
1 EL Butter
Gewürze nach Lust und Laune (z.B. Muskat, Liebstöckel, Selleriesalz, Pfeffer, Knoblauch)
So geht’s:
Du bringst das Wasser mit der Butter und deiner Lieblings-Gewürzmischung zum Kochen. Dann gibst du unter ständigem Rühren den Maisgrieß dazu. Jetzt schaltest du deinen Herd auf mittlere Stufe und rührst sicherlich 5 Minuten lang. Die Konsistenz verändert sich schnell.
Den dicken Brei bringst du nun in Form. Ich fülle ihn gerne in eine Kastenform. Du kannst ihn aber auch auf ein Blech streichen. Jetzt gönnst du deiner Polenta etwas Ruhe und lässt sie auskühlen.
Et voilà: Sie ist schnittfest! Jetzt kannst du die Polenta in Scheiben oder Streifen schneiden und servieren. Kurz auf den Grill gelegt schmeckt sie besonders gut! Dann ist die Polenta außen knusprig und innen weich! Mmmhhh…
Goldgelbes Maisbrot
Dieses Rezept ist ursprünglich von der wundervollen Carol Deppe aus ihrem Buch „The Resilient Gardener: Food Production and Self-Reliance in Uncertain Times“. Ich habe es frei übersetzt und nach meinem persönlichen Gusto minimal verändert.
Du brauchst:
6 Cups feines Hartmaismehl
4 Cups Wasser
12 EL Butter
3/4 EL Salz
10 Eier
2 EL Backpulver
Cups sind eine amerikanische Einheit. Wer keinen Cup zum Abmessen da hat, kann sich mit Esslöffeln behelfen. 1 Cup entspricht 16 Esslöffeln.
So geht’s:
3 Cups Maismehl in eine Schüssel sieben und den Backofen auf 230°C vorheizen.
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Butter und Salz dazugeben.
Den heißen Topfinhalt auf das Mehl geben und alles zügig vermischen. Ein dicker Brei entsteht, der jetzt ein oder zwei Minuten Ruhe verdient hat.
Während der Wartezeit eine richtig große oder zwei normalgroße Kastenformen fetten. Ich streue gerne ein bisschen Maisgrieß in das Fett. Das hilft beim Rauslösen des fertigen Brotes und sorgt für ein bisschen Crunch.
Die Eier verquirlen und unter den Brei mischen.
Das restliche Maismehl und das Backpulver mischen und in die Schüssel sieben.
Jetzt muss es ganz schnell gehen: Alles kurz verrühren und dann sofort ab in die vorbereitete Form. Die kommt für 25-30 Minuten auf die unterste Schiene in den Backofen.
Das Brot hat eine wunderschöne goldene Kruste, wenn es fertig ist. Du kannst es nach dem Backen direkt aus der Form stürzen. Lass es vor dem Anschneiden aber vollständig auskühlen, es gart noch nach. ;)
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Popcorn zum Naschen
Gerade mit Kindern macht es so viel Spaß, Popcorn selber zuzubereiten und die kleinen Körner unter dem Topfdeckel beim Tanzen zu beobachten.
Alles, was du brauchst, ist ein großer Topf mit Deckel, ein bisschen Pflanzenöl und deine Popcornmaiskörner.
Ich gebe immer einen kleinen Schwups Öl in den Topf, gefolgt von den Maiskörnern. Die sollten einlagig auf dem Topfboden liegen. Wundere dich nicht, das Volumen wird sich vervielfachen! Grob sagt man, dass aus 50g Mais etwa ein Liter Popcorn entsteht. Den Deckel auf keinen Fall vergessen! Sonst findest du das Popcorn an den ungewöhnlichsten Stellen deiner Küche wieder. ;)
Bei mittlerer Hitze heißt es jetzt: warten. Ich rüttele den Topf mit Deckel zwischendurch mal, damit nichts anbrennt. Irgendwann fällt der Startschuss und das erste Korn geht auf. Dann hast du für ein paar Minuten ein Popcorn-Konzert in deiner Küche. Zwischendurch weiter rütteln nicht vergessen! Verbranntes Popcorn schmeckt nämlich leider so gar nicht.
Wenn das „poppen“ weniger wird, stelle ich den Herd aus, lasse aber den Deckel noch drauf, weil es immer ein paar Nachzügler gibt, die gerne durch deine Küche hüpfen würden…
Vorsicht, wenn du den Deckel abnimmst: Der Dampf ist echt heiß!
Würzen kannst du dein Popcorn ganz nach Gusto. Wie wär’s mit etwas Puderzucker? Oder du lässt die Körner direkt in Karamell aufpoppen, das gibt einen wunderbar süßen Überzug. Ich gebe auch gerne ein wenig Salz ins Öl und habe dann einen herzhaften Snack – perfekt zum Mitnehmen in den Garten.
Vom Maiskorn bis zum Popcorn:
Mais pflanzen, ernten und haltbar machen ist nicht schwer! So lecker, vielseitig und sättigend ist kaum ein anders Gemüse. Und beim Getreide sind Mais Pflanzen sowieso die unangefochtene Nummer Eins im Gemüsegarten. Ich wette, Mais wird auch zu einem deiner „maistgeliebten“ Gartenbewohner!
Wenn dir die Mischkulturtabellenoch nicht reicht und du mehr zu guten und schlechten Pflanzgemeinschaften wissen willst, dann schau doch mal hier vorbei:
Die richtigen Gartenwerkzeuge finden ist ein bisschen wie die Suche nach guten Freunden. Damit du nicht an die falschen Freunde – ähhhm Gartenwerkzeuge gerätst, gibt’s heute eine kleine Kennlernrunde. Ich stelle dir meine 9 liebsten Gartenwerkzeuge höchstpersönlich vor!
Egal ob Gartenwerkzeuge oder Freunde: es ist alles gar nicht so einfach! Die Auswahl ist so groß – besonders, wenn du deinen Garten gerade erst anlegst. Ich stand damals ziemlich verloren vor dem rieeesigen Regal mit allerlei Geräten und Werkzeugen. Woher sollte ich wissen, welche Geräte ich brauchen würde?
Heute weiß ich: Welche Gartenwerkzeuge die richtigen sind, hängt ganz davon ab, nach welchem System du gärtnerst. Bevor du weißt, welche Gartengeräte du brauchst, ist es also wichtig zu wissen, wie du gärtnern möchtest.
Für mich stand von Anfang an fest, dass ich den Boden schonen und pflegen und die vielen kleinen Helferlein so wenig wie möglich verletzen möchte! Für mich kommen daher nur sanfte Grabegeräte in Frage.
Der nächste wichtige Punkt ist für mich, dass ich Kompostbeete anlege und mit ganz viel Mulch arbeite. Das tut dem Boden richtig gut, hält ihn feucht, feinkrümlig und humos. Darauf verzichte ich auf keinen Fall! Ich brauche also auch Gartenwerkzeuge, um Mulch und Kompost zu transportieren und auszubringen.
Wenn du so vorgehst, kannst du dir überlegen, was die Besonderheiten an dir und deinem Garten sind. So bekommst du ganz fix eine Idee, welche Gartenwerkzeuge dir die Arbeit versüßen könnten.
Du willst wissen, wie ich diese super praktischen Kompostbeete anlege? Dann hüpf doch schnell in meinen Minikurs zum Beete anlegen. Dort erfährst du alles Schritt für Schritt. Einfach hier deine Mail-Adresse eintragen und schon bist du dabei!
Wie der Gärtner, so das Werkzeug
Ich unterstelle dir mal, dass du genauso ein Boden-Nerd bist wie ich. ;) Du liebst den Geruch von frischer Erde und freust dich riesig über jeden Regenwurm? Dann brauchst du wahrscheinlich ganz ähnliche Gartenwerkzeuge wie ich.
Sobald du eine ungefähre Vorstellung entwickelt hast, ploppt aber schon die nächste große Frage auf. Welche von den 1289210 Schaufeln, Grabegabeln oder Gießkannen soll es denn bitte sein?
Mir sind die Herkunft und das Material meiner Gartenwerkzeuge total wichtig. Plastik und andere Kunststoffe kommen mir nur selten ins Haus… äh, in den Garten. Ich wünsche mir Gartenwerkzeuge aus robustem Holz, rostfreiem Metall und langlebigem Zink. So habe ich richtig lange Freude an meinen Gartenhelfern.
Ganz nebenbei sehen urige Holzstiele und Zinkeimer auch noch wunderschön aus. Das Auge gärtnert schließlich mit! ;)
Du willst so richtig loslegen und dich selbst mit leckerem Obst und Gemüse aus dem Garten versorgen, wünschst dir dabei aber noch ein bisschen Unterstützung? Dann ist mein „Gemüsegarten Starten“-Onlinekurs* genau das richtige für dich. Im Kurs lernst du jede Menge Tricks und Kniffe – und das mit Spaß und Leichtigkeit. Schau doch mal vorbei, ich würde mich riesig freuen, dich im Kurs wieder zu sehen!
Mein liebstes Gartenwerkzeug: 9 Tools
Wenn die Sucht einmal zugeschlagen hat, wühlst du jeden Tag in der Erde. Da sind Handschuhe unverzichtbar, wenn du nicht ständig Erde unter den Fingernägeln haben magst. Ohne Handschuhe bekommst du deine Hände im Sommer sonst gar nicht mehr sauber… Es gibt ganz wunderbare Modelle aus Biobaumwolle und Naturkautschuk. So kannst du auch hier auf Plastik verzichten.
Noch einen Strohhut auf den Kopf und die Gärtneruniform ist komplett. Wir können uns also den gröberen Geschützen widmen. Jetzt endlich raus damit: meine Must–Have Gartenwerzeuge im Gemüsegarten! Hier kommt der Überblick, für Eilige:
Gartenwerkzeug
Wichtig zum:
Schubkarre
Transport von schwerem Material
Große Schaufel
Kompost und Mulch schaufeln
Gießkanne
Gießen und Düngen
Pflanzschaufel
Pflanzen und Säen
Rechen
Saatrillen ziehen, Mulch verteilen
Spaten
Beetkanten, Pflanzlöcher ausheben
(Doppel-)Grabegabel
Boden lockern
Langstielige Unkrauthacke
Schnell & effektiv Jäten
Eimer
Mischen, Sammeln, Transportieren
Unkrautstecher
Pfahlwurzeln entfernen
Gartenschere
Büsche & Bäume schneiden, Material zerkleinern
Gartenwerkzeuge fürs Grobe
Zum Anlegen der Kompostbeete ist eine Schubkarre auf jeden Fall ein Segen! Aber Ende August wirst du sie dann auch beim Ernten lieben lernen. Irgendwann reicht ein Korb eben nicht mehr…
Achte darauf, dass deine Schubkarre mindestens 200 kg Gewicht aushält. Nicht, dass sie dir schlapp macht. Luftreifen sind unverzichtbar! Und natürlich willst du eine Gartenkutsche, die angenehm und leicht fährt. Einfach mal eine Probefahrt machen, dann findest du dein Model!
Für Kompost und Holzhackschnitzel ist eine große Schaufel praktisch. Mit diesem Gartenwerkzeug bekommst du alles vom Anhänger in die Schubkarre und von dort auf die Beete!
Um den Boden ohne Umgraben tiefgründig zu lockern, ist eine Grabegabelmein Liebling. Du hast große Beetflächen zu bearbeiten? Dann lohnt sich eine Doppelgrabegabel.
Kleiner Tipp: Du kannst deine Beetbreite auf die Breite der Grabegabel anpassen.
Schuften und Umgraben war gestern! Mit einer Doppelgrabegabel hast du ganz easy peasy im Nu dein Beet fertig zum Pflanzen.
Für meine Kompostbeete nutze ich Beetumrandungen. Rasen und Beikräuter müssen draußen bleiben, hier ist reine Gemüsezone. Um die Beetumrandungen anzubringen, brauchen wir den Klassiker unter der Gartenwerkzeuge: einen Spaten.
Ein Spaten ist einfach immer gut! Ob zum Abstechen der Beetränder oder zum Ausheben großer Pflanzlöcher – mit Spaten ist das alles kein Problem. Ab und zu braucht man eben diesen einen Freund, der richtig anpacken kann!
Ich schieße gleich noch einen Gartenwerkzeuge Oldie hinterher: eine Unkrauthacke mit langem Stiel! Saatrillen ziehen, zwischen den Reihen für Ordnung sorgen, Erde lockern, was kann die eigentlich nicht? Oma wusste aus gutem Grund, warum so eine Hacke immer im Schuppen zu finden sein sollte.
Gartenwerkzeuge für die Feinarbeit
Puhhh, die groben Arbeiten sind getan, es geht an die Feinarbeit! Dafür werden auch die Gartenwerkzeuge kleiner und handlicher.
Meine kleine Pflanzschaufel habe ich ständig in der Hand. Die brauche ich für alles Mögliche: Pflanzlöcher buddeln, kurze Saatrillen ziehen, freche Beikräuter entfernen… Ich muss ehrlich zugeben, davon habe ich sogar zwei. Manche Gartenwerkzeuge will ich einfach an verschiedenen Stellen im Garten immer griffbreit haben.
Besonders in trockenen Sommern ist eines unverzichtbar: Wasser. Eine Gießkanne* muss also her! Es gibt so wunderschöne alte und auch neue Zinkgießkannen. Huiiiii, da muss ich immer richtig aufpassen, nicht gleich alle zu kaufen. Eine kleine für die Jungpflanzen, eine große bei den Gurkenpflanzen, eine bunte zum Freuen: Bei Gießkannen werde ich einfach schwach! ;)
Kleiner Tipp: Gießkannen immer direkt wieder auffüllen und an die Wegränder stellen. Deine Pflanzen lieben abgestandenes, angewärmtes Wasser. Außerdem nimmst du die Gießkanne am Wegrand automatisch mit und vergisst so nicht, zu gießen.
Du siehst: Meine Gartenwerkzeuge wohnen zwar im schützenden Schuppen, die Gießkanne hat hier aber eine extra Ausgangserlaubnis.
Wo wir schon bei Schönheiten sind – den einen oder anderen Eimer brauche ich auch immer! Die alten Emaile-Eimer auf dem Flohmarkt ziehen mich einfach magisch an! Klassisch Weiß-Blau, mit Blumenmuster, pastell-grün, haaaaach. Die sind nicht nur schön, sondern auch praktisch zu unterscheiden: einer zum Ernte sammeln, einer für Unkraut und einer für Brennnesseljauche – da ist es schon praktisch, mehrgleisig zu fahren.
Meine zwei Extratipps
Psssst: zwei hab ich noch!
Eine Gartenschere brauchst du eigentlich fast bei jedem Gartengang! Egal ob Beeren, alte Pflanzen über der Erde entfernen oder ein dicker Blumenstrauß. So eine Gartenschere gehört einfach dazu!
Der krönende Abschluss: ein Unkrautstecher. In meinen Kompostbeeten kommt fast nie Unkraut durch, das macht sie ja so toll. Aber wenn, dann sind es zum Beispiel freche Löwenzähne oder vorwitziger Ampfer. Die kommen per Luftpost, da kann schonmal einer im Beet landen.
So ein Löwenzahn oder Ampfer hat schnell eine lange Pfahlwurzel entwickelt. Da hilft der Unkrautstecher, sonst müsste manchmal schon der Spaten ran. Gerade im bepflanzten Beet hebelst du mit dem großen Spaten aber schnell die Nachbarn mit raus – ein Unkrautstecher ist da zielgerichteter unterwegs.
Gartenwerkzeuge kaufen
Okay, okay, der Dschungel lichtet sich. Du weißt jetzt so ungefähr, WAS du wirklich brauchst. Aber WO bekommst du es jetzt her? An Gartenwerkzeuge kannst du auf unterschiedliche Weise kommen. Als nachhaltiger Garten-Nerd versuche ich auch hier immer, verantwortungsvoll und bewusst zu kaufen.
Ein wunderbarer Weg ist da der Flohmarkt. Du glaubst gar nicht, was ich da schon für Schätze gefunden habe. Ich liebe diese alten Gartenwerkzeuge, die haben einen ganz eigenen Charme!
Oft kannst du beim Stöbern super robuste Gartenwerkzeuge finden. Wenn sie bereits ein ganzes Gärtnerleben geschafft haben, schaffen sie auch noch eins! Vielleicht können sie einen neuen Stiel vertragen oder du musst sie ein bisschen aufputzen. Ein wenig Liebe – schon hast du einen neuen Gartenhelfer mit Geschichte!
Der klassische Weg ist der Baumarkt. Dort findest du meist eine gute Beratung und eine große Auswahl. Du hast sehr genaue Vorstellungen, was du willst? Dann bist du hier sicher richtig! Manchmal reicht es auch schon, sich im Baumarkt zu orientieren und ein paar Geräte in die Hand zu nehmen. Mit ein bisschen Glück findest du die Gartenwerkzeuge deiner Wahl dann trotzdem gebraucht.
Für Doppelgrabegabeln und andere spezielle Gartenwerkzeuge ist meistens eine Onlinebestellung nötig. In dem Fall finde ich die Bewertungen immer super hilfreich. Sind andere Garten-Nerds mit dem Gartenwerkzeug zufrieden? Hält es lange durch und lässt sich gut handhaben?
Auch online kannst du gezielt kleine Unternehmen unterstützen. Indem du nicht bei den Verkaufsriesen bestellst, kannst du dich bewusst für nachhaltige Shops einsetzen.
Wellness für Gartenwerkzeuge
Juhu, du hast deine Gartenwerkzeuge fürs Leben gefunden! Jetzt ist es wichtig, sie gut zu pflegen. Du weißt schon: in guten Freundschaften ist es immer ein Nehmen und Geben…
Nach dem Einsatz im Garten kannst du deine Gartenwerkzeuge grob mit einem harten Besen abputzen. Danach sind sie dankbar für ein trockenes Plätzchen. Ein Schuppen, eine Scheune oder wenigstens ein kleiner Unterstand? Das klingt wie das perfekte Zuhause für deine Gartenwerkzeuge!
Dort kannst du deine Schätzchen ganz praktisch aufhängen – so hat alles seinen Platz. Du hast dann alles jederzeit im Blick und zur Hand. Ich liebe es einfach, wenn es sogar im Schuppen schön aussieht. ;)
Vor dem Winter bietet es sich an, den Gartenwerkzeugen eine extra Kur zu gönnen. Zuerst bekommen sie ein ausgiebiges Bad. So kannst du sie gut komplett von Erde befreien, bevor sie in Winterschlaf gehen. Eventuell noch etwas mit der Bürste nachhelfen*, dann dürfen die Badegäste trocknen.
Sobald die Gartenwerkzeuge trocken sind, bekommen sie eine Luxus-Öl-Behandlung! Dafür eignet sich Leinöl wunderbar. Reibe zuerst die Metallteile mit einem alten Lappen gut mit dem Öl ein. Anschließend kannst du mit dem restlichen Öl im Tuch noch über die Holzteile gehen.
So verwöhnt entlässt du deine Gartenhelfer in den Winterurlaub. Da macht das Wiedersehen im Frühling gleich doppelt so viel Spaß!
Weniger ist mehr!
Es gibt mittlerweile wirklich riiichtig schöne Gartenwerkzeuge und Accessoires? Wenn du anfällig für schöne Dinge bist, braucht es da schon mal Disziplin, nicht ständig zuzuschlagen. Sonst benötigt dein Geräteschuppen bald einen Anbau… ;)
Aber im Ernst: Versuche, deinen Fuhrpark klein zu halten. Das spart Geld und auch Zeit und Nerven für Pflege und Suche. Im besten Fall kannst du all deine Gartenwerkzeuge für ganz verschiedene Arbeiten nutzen.
Dein Rechen kann nicht nur Mulch vom Beet ziehen! Er macht auch Erde feinkrümelig und kann Saatrillen ziehen. Mach doch an seinen Stiel kleine Markierungen im 20 cm Abstand. Schon hast du einen Maßstab für die Pflanzabstände. Den Rechen hast du ja beim Pflanzen und Säen sowieso meistens dabei!
Auf diese Weise kannst du die meisten Gartenwerkzeuge zweckentfremden. So sparst du dir viel Schlepperei, um all die Geräte zum Arbeitsplatz zu bringen ;)
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Und last but not least: Teilen macht Spaß! Gartenwerkzeuge sind nicht nur so ähnlich wie gute Freunde. Manchmal können sie auch dazu führen, dass du neue Freundschaften schließt.
Hör und sieh dich doch mal um, wer in deiner Nachbarschaft noch so gärtnert. Es macht immer viel Spaß, sich auszutauschen! Und wer weiß, vielleicht könnt ihr euch einen Häcksler, eine Sense oder eine Säge teilen?
Gerade die großen, teuren Gartenwerkzeuge brauchst du nur selten. Da ist es toll, wenn ihr sie gemeinsam nutzen könnt!
Wie siehts aus? Hast du jetzt den Durchblick im Geräte-Dschungel? Dann auf zum nächsten Flohmarkt, zum Nachbar oder dem Baumarkt deines Vertrauens. Mit den richtigen Gartenwerkzeugen und Freunden macht das Arbeiten im Garten gleich nochmal so viel Spaß. Ich bin mir sicher: du hast bald deine Lieblinge gefunden, die du nicht mehr aus der Hand gibst!
Du hast noch nicht genug? Dann schau unbedingt im Minikurs zum Beete anlegen vorbei! Und wenn du noch mehr Tipps für die Anfänge im Gemüsegarten möchtest, dann stöbere doch mal hier:
Was fressen Hühner eigentlich? Um deine gefiederten Freunde glücklich zu machen und gesund zu halten, ist die richtige Fütterung super wichtig. Wie die aussieht, was die Leibspeise von Hühnern ist und was auf keinen Fall in die Futterschale gehört, das schauen wir uns jetzt an!
Damit dort fleißig gelegt wird, gibt es aber eine ganz wichtige Voraussetzung: Eier werden nämlich nicht von Hühnern mit Krankheiten und Mangelerscheinungen gelegt, sondern von gesunden und glücklichen Tieren! Und die wollen neben genügend Platz und netten Artgenossen vor allem eins: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Deshalb stellen wir uns heute die Frage: Was fressen Hühner eigentlich?
Dass Hühner nicht besonders wählerisch sind, ist bekannt. Sie picken so ziemlich alles an, was ihnen vor den Schnabel kommt. Kein Wunder, denn sie sind von Natur aus Allesfresser. Und vieles, was ihnen gut schmeckt, finden sie auch ganz von selbst: Würmchen, Grashalme, Schnecken, Beeren, Wurzeln, Kräuter und Spinnen finden sie im Sommer überall dort, wo sie ausreichend Platz zum Suchen haben.
Sind freilaufende Hühner quasi Selbstversorger?
Leider nein! Denn die Sache hat drei Haken:
Erstens ist ja nicht immer Sommer! Im Winter haben deine gefiederten Freunde keine Chance, draußen genug zu fressen zu finden. Und gerade dann brauchen sie viel Energie, um mit der Kälte klarzukommen.
Zweitens ist in den allermeisten Hühnerausläufen der Platz begrenzt. Eine Handvoll Hühner hat da schnell alle Grashalme weggezupft und auch die letzte Made verputzt. Danach sieht es dort mau aus und deine Hühner bleiben hungrig.
Und drittens fressen Hühner zwar so ziemlich alles, brauchen aber unbedingt bestimmte Mengen an Eiweiß und Mineralien, damit sie dauerhaft gesund bleiben und fleißig legen. Dass sie das auf Dauer in ihrem Gehege finden, ist ziemlich unwahrscheinlich.
Kurzum: Damit deine Hühner das ganze Jahr lang fit und putzmunter sind, solltest du sie unbedingt richtig füttern.
Der Einzug deiner gackernden Freundinnen steht kurz bevor? Dann hol dir hier noch schnell meine „Hühner halten“- Checkliste, damit du top vorbereitet bist, wenn es soweit ist!
Was geht in Hühnern vor? Das Verdauungssystem vom Huhn verstehen
Hühner haben ein ganz anderes Verdauungssystem als wir. Um unsere Federfreunde richtig zu füttern, ist es super hilfreich, wenn wir zunächst verstehen, wie ihr Verdauungsapparat funktioniert.
Schon im Schnabel fängt es an: Dort haben Hühner keine Zähne, das Futter schlucken sie also in einem Haps hinunter. Es gelangt in den Kropf, wo es ein Weilchen bleibt und einweicht. Deshalb muss das Futter die richtige Größe haben: 2-4 mm sind ideal!
Vom Kropf geht es in den Magen. Hühner haben einen cleveren Life-Hack: Sie fressen kleine Steinchen, die alles Futter im Magen zermahlen.
Klein aber oho! Der Stoffwechsel von Hühnern ist schnell und intensiv. Daher brauchen sie auch ganz schön viel Futter im Vergleich zu ihrem Körpergewicht. Einem 2,5 kg schweren Huhn sollten jeden Tag um die 120 g Futter zur Verfügung stehen. Wie viel es ganz genau ist, hängt immer von Alter und Rasse des Huhnes ab.
Das richtige Futter: Das ist drin!
Hühner haben gewisse Grundbedürfnisse, was ihre Ernährung angeht. Nur wenn die erfüllt werden, entwickeln die Tiere sich gesund und haben Freude am Leben.
Drei Dinge dürfen beim Hühner füttern nicht fehlen:
#1 Kohlehydrate!
Natürlich brauchen Hühner jede Menge Energie – bei all der Scharrerei und Gackerei, die sie tagein tagaus so zu tun haben. Hühner gewinnen ihre Energie aus Kohlehydraten. Deshalb lieben sie Getreidekörner, gekochten Kartoffeln, Reis und Nudeln.
Kohlehydrate füttern ist einfach: Maiskörner und andere Getreide wie Weizen eignen sich prima, um sie ungekocht und trocken zu verfüttern. Kartoffeln und Nudeln solltest du aber kochen, damit deine Hühner sie problemlos fressen können.
#2 Proteine!
Ganz wichtig ist neben Kohlehydraten auch Eiweiß. Es sorgt dafür, dass deine Hühner wachsen und Eier produzieren. Wen wundert’s, denn in einem Ei allein stecken schon jede Menge Proteine. Und die muss das Huhn ja erstmal zu sich nehmen. Ungefähr 18 % des Futters sollten aus Proteinen bestehen.
Und was fressen Hühner nun, um ihren Proteinbedarf zu decken? Krabbeltierchen! Spinnen, Maden, Larven, Schnecken, Würmer, Raupen und ausgewachsene Insekten schmecken Hühnern ausgezeichnet. Vegetarische Hühner? Die habe ich noch nicht kennengelernt! ;)
Wenn du deinen Hühnern Futter bereitstellst, bietet es sich an, den Proteinanteil mit Hühnerfutter aus dem Handel zu decken. Normalerweise besteht er zum Großteil aus Soja, was für nachhaltigkeitsbewusste Hühnerhalter immer ein kleines Dilemma ist. Denn wer will schon, dass unter den eigenen Hühnern irgendwo der Regenwald leidet?
Kalzium spielt eine besondere Rolle in der Ernährung von Hühnern. Nur mithilfe dieses Mineralstoffes können sie ihre Federn ausbilden und die Schale ihrer Eier herstellen. Gerade bei legenden Hennen ist Kalzium also enorm wichtig!
Bekommen Hühner nicht genug Kalzium, können sie richtig garstig werden. Manche Hühner fangen dann an, ihre Artgenossen zu attackieren und anzupicken. Andere rupfen sich selbst die Federn aus. Auch Eier sind dann nicht mehr sicher! Wenn deine Hühner ihre eigenen Eier anpicken, könnte ihnen Kalzium fehlen.
Die Lösung ist allerdings so simpel wie naheliegend: Im Fachhandel findest du Muschelkalk in kleinen Stückchen. Ich biete meinen Hühnern immer eine Schale mit Muschelkalk und Grit (den kleinen Steinchen, die sie für ihre Verdauung brauchen) an, so sind sie immer gut versorgt.
Was fressen Hühner? 5 Tipps zur Futterplanung!
Keine Sorge, du musst nicht wild mit Protein- und Kohlehydratanteilen herumrechnen, um deine Hühner ausgewogen zu füttern. Mit ein paar Grundregeln klappt die Hühnerfütterung normalerweise wie am Schnürchen. Ich habe dafür diese fünf Tipps für dich im Gepäck:
1. Was ist giftig für Hühner?
Hühner sind zwar Allesfresser, aber auch sie vertragen längst nicht alles. Welche Lebensmittel du ihnen lieber nicht füttern solltest, und was absolut unbedenklich ist, habe ich hier für dich gesammelt:
Langweilig soll’s natürlich nicht werden! Deine Hühner freuen sich über einen abwechslungsreichen Speiseplan, der sie immer wieder neugierig macht und ihnen alles bietet, was das Hühnerherz begehrt.
Super ist eine Mischung aus Trockenfutter, Weichfutter und dem, was sie im Freigang finden. Hühnerfutter aus dem Handel nutze ich, aber nie als Alleinfutter. Am besten bietest du es deinen Hühnern im Futterspender an und achtest darauf, immer genug davon vorhanden ist.
Weichfutter kann sein: Küchenabfälle, Erntereste, Obst, Gemüse und für die Hühner eigens gekochte Kartoffeln – einfach das, was in Küche und Garten gerade anfällt. Denk daran, größere Gemüsestücke grob zu zerkleinern, damit deine Hühner sie problemlos fressen können.
3. Hygiene schützt vor Krankheiten
Gerade übers Futter und Trinkwasser können Keime und Krankheitserreger deine Hühner schnell befallen und so die ganze Truppe anstecken. Hygiene ist im Hühnerstall Pflicht!
Deshalb wäschst du alle Futterspender und -schalen regelmäßig mit heißem Wasser aus und lässt sie anschließend gut trocknen.
Futterspender im Stall solltest du aufhängen, damit Mäuse und Ratten kein ganz so leichtes Spiel haben und deine Hühner kein Ei der etwas anderen Art hinein fallen lassen… ;)
Frischfutter wie Gemüsereste oder Küchenabfälle verfütterst du lieber nur in kleinen Portionen, die deine Hühner auch auffressen. Wenn frisches Futter länger im Auslauf liegen bleibt, kann es schimmelig werden oder Ratten anziehen.
Küchenabfälle eignen sich super für deine gefiederten Freunde, denn was fressen Hühner lieber als ein buntes Allerlei, in dem sich jede Menge Leckerbissen verstecken? Gammelige oder angeschimmelten Lebensmittel sind aber kein geeignetes Hühnerfutter, sondern einfach nur ungesund.
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4. Lass die Hühner raus!
Hühner verbringen den Großteil des Tages mit der Suche nach Futter. Sie müssen scharren und picken können, um glücklich zu sein. Das solltest du ihnen unbedingt ermöglichen! Je größer und abwechslungsreicher der Auslauf desto besser!
Im Idealfall haben deine Hühner Zugang zu Wiesen und Gebüsch mit verschiedenen Pflanzen, sodass sie sich dort beschäftigen und allerlei Leckerbissen finden können.
Richtig toll ist es, wenn deine Federfreunde an verschiedene Kräuterpflanzen heran kommen. Dann können sie nämlich kleinere Leiden und Krankheiten selbst behandeln. Whaaaat? Ja! Intuitiv wissen Hühner nämlich, was sie wann brauchen. Tolle Tiere sind das, oder?
Wichtig ist, dass der Auslauf groß genug ist. Denn Hühner sind kleine Meister darin, alle Grashalme, Würmer und Insekten in kürzester Zeit ratzeputz zu vertilgen.
Kleiner Tipp: Mit einem mobilen Auslauf kannst du deiner Rasselbande immer neue Flächen zur Verfügung stellen!
5. Was fressen Hühner? Superfood
Wenn du deine Hennen ganz besonders verwöhnen möchtest, kannst du Getreide keimen lassen, bevor du es deinen Hühnern servierst. Dann strotzt es nur so vor Vitaminen! Du wirst sehen, Hühner lieben das! :)
Dazu schüttest du die Körner in ein Sieb und machst sie ordentlich nass. Die feuchten Körner schüttest du dann auf ein Brett oder Backblech und deckst es mit Frischhaltefolie ab. Jetzt heißt es warten. Nach ein paar Tagen sollten die ersten Keimlinge zu sehen sein – du kannst dein Hühner-Superfood verfüttern!
Damit nichts zu schimmeln beginnt, solltest du die Frischhaltefolie einmal am Tag entfernen und Luft an die Körner lassen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Na, fühlst du dich gewappnet für das Abenteuer Hühner? Zumindest bei der Fütterung kann jetzt ja nichts mehr schiefgehen. Und für alles andere gibt’s ja deine „Hühner halten“-Checkliste. Vergiss nicht, sie herunterzuladen!
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Und wenn du dir jetzt denkst, dass es bei der Frage „Was fressen Hühner eigentlich?“ doch gaaanz schön viel zu beachten gibt, dann gibt’s hier nochmal eine kleine Erinnerungshilfe:
Ein mittelgroßes Huhn braucht am Tag ca. 120 g Futter.
Schnabelgerechte Stücke sind 2-4 mm groß.
Eine Mischung aus Frischfutter, fertigem Hühnerfutter und dem, was die Hühner selbst finden, ist ideal.
Ausgewogenes Futter enthält ungefähr 18 % Protein, und je 4 % Kalzium und Ballaststoffe.
Selbstbedienung im Auslauf sollte immer möglich sein.
Im Winter musst du wahrscheinlich mehr zufüttern als im Sommer.
Hühner brauchen immer Zugang zu frischem sauberem Wasser.
Grit und Muschelkalk sollten immer bereitstehen.
Denk daran, die Futterspender regelmäßig zu reinigen.
Huhn ist nicht gleich Huhn: In unterschiedlichen Lebensphasen haben Hühner Heißhunger auf unterschiedliche Dinge.
Mehr Hühnerwissen gefällig? Dann wirst du hier fündig:
Du denkst bei Kresse nur an die würzige Deko auf einer Brotplatte? Dann lass dich von dem grünen Allrounder überzeugen! Hier kommen viele gute Gründe für die Kresse und drei Methoden, wie du das pikante Superfood erfolgreich bei dir zuhause anbaust.
Wer kennt sie nicht, die Kresseschalen auf dem Fensterbrett? Und wecken die bei dir nicht auch tolle Erinnerungen? Ich habe mich als Kind mega über dieses rasant wachsende Kraut gefreut und auch heute ist es noch da, das Interesse an der Kresse. ;)
Kresse überzeugt mit ihrem herrlich pikanten Geschmack als wahres Würzwunder. Auf Brot, im Salat, als Würzbeigabe im Spinat oder Mangold, in der berühmten Frankfurter Grünen Soße, als Pesto und sogar im Smoothie macht sie eine gute Figur.
Du fragst dich, ob Kresse gesund ist? Aber Hallo! Kressekeimlinge kommen zwar winzig daher, sind aber riesig in ihren wertvollen Inhaltsstoffen. Sie liefern uns neben Eisen auch jede Menge Proteine. Und mit Folsäure, Calcium, Vitamin A und C können sie auch dienen.
Schon gewusst? Kresse gilt dank ihrer inneren Werte sogar als Heilkraut – ihr werden viele positive Effekte auf unseren Körper zugeschrieben. Zum Beispiel ist sie entzündungshemmend, hat einen aktivierenden Effekt und wirkt sich günstig auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Ziemlich stark, oder?
Kresse anpflanzen: Drei verschiedene Methoden
Umso cooler, dass du Kresse das ganze Jahr über anbauen kannst!
Hier findest du alle drei Methoden auf einen Blick, mit denen du die grüne Wunderwaffe mit den dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auf den Teller bringst. Denn nicht nur in der Kresse, sondern auch in der Kürze liegt die Würze! ;)
So wächst deine Kresse…
…auf der Fensterbank
…auf dem Balkon
…im Garten
– Kresse säen, wann immer du willst -du benötigst eine Unterlage, Küchenpapier, Kresse Samen und Wasser – bei zu viel Feuchtigkeit kann Schimmel auftreten; bei starker Trockenheit keimen die Samen nicht – geerntet wird, wenn sich die ersten Blätter entfalten
– das ganze Jahr über möglich -wächst im Winter langsamer – kann in jedem Stadium geerntet werden – als Babyleaf ertrag- reicher und etwas milder im Geschmack – immer schön feucht halten
– ebenfalls annähernd das ganze Jahr über möglich – leicht geschützt sogar winterhart – Gartenkresse bei lockeren, feuchten Böden – Pfefferkraut bei sandigen Böden – lange Anbaupause der Kreuzblütler beachten
Dein persönlicher Vitaminbooster auf der Fensterbank
Kein Garten, kein Balkon, kein Equipment? Kein Problem! Die gute Nachricht: Du kannst das ganze Jahr über Kresse auf der Fensterbank ziehen. Dafür benötigst du lediglich Kressesamen, eine geeignete Unterlage und etwas Küchenpapier.
So geht´s:
Das Papier kommt leicht angefeuchtet auf die Unterlage, die Samen einlagig auf das Papier. Anschließend gibt’s noch eine Erfrischungsdusche in Form von feinem Sprühnebel. Halte das Küchenpapier in den nächsten Tagen immer schön feucht.
Aber Vorsicht: Bei patschnassen Füßen neigt Kresse zu Schimmelbildung. Lass deiner Kresse also keine Badewanne ein, sondern verwöhne sie nur mit „Feuchttüchern“.
Und schwuppsdiwupps keimen deine Samen nach 2-4 Tagen.
Sobald sich die ersten zarten Blätter entfalten, kannst du dich schon über das köstliche Grün hermachen. Zur Ernte verpasst du deiner Kresse einfach einen Kurzhaarschnitt und säst am besten direkt wieder neu aus, damit der Nachschub gesichert ist.
Pssst: Wenn du einen Terrakotta-Untersetzer benutzt, kannst du dir das Küchenpapier sparen. Dank der wasserspeichernden Eigenschaft des Terrakotta wird deine Kresse auch so prima keimen und du kannst sie im Ganzen – also mit Wurzel – genießen. Im Handel gibt es auch spezielle Kresseigel, die genau dafür gemacht sind. Super niedlich und mega einfach. :)
Kressestar auf Balkonien gesichtet
Du hast einen Balkon und möchtest hier das pikante Kraut nicht missen? Prima!
Bei milderen Temperaturen kannst du auch auf dem Balkon Kresse anbauen, das funktioniert im Prinzip genau wie drinnen auf der Fensterbank.
Allerdings wird Kresse noch einmal ganz anders nutzbar, wenn sie ihre winzigen Wurzel-Füße in köstliche Erde stecken darf. Küchenpapier stellt den zarten Pflänzchen nämlich überhaupt keine Nährstoffe zur Verfügung und sie kommen über das Keimlingsstadium niemals hinaus – was für leckere Microgreens auch gar nicht nötig ist. Aber manchmal darf es auch mal mehr sein, oder?
Wenn du deiner Kresse auf dem Balkon leckere Erde zu futtern gibst, entwickelt sie sich plötzlich zur richtigen Pflanze und wird dir eine üppige Ernte bescheren. Die größeren Kresseblätter schmecken nicht ganz so würzig-scharf wie die Keimlinge und eignen sich prima als Babyleaf-Salat. Wenn du die Blätter 2-3 cm über der Erde abschneidest, kannst du deinen Ertrag sogar vervielfachen. Die Kresse wird dann nämlich immer wieder neu austreiben!
Streue hierfür einfach die Samen in einen Balkonkasten mit leicht feuchter Erde und verpass der Kresse to be auch hier eine Dusche.
Achtung: Ein zu harter Wasserstrahl kann die feinen Samen verschlämmen. Sie lieben aber das Licht! Sei also sanft mit dem Nass von oben, damit die Saat nicht untergeht. ;)
Du wirst sehen: Nicht lange, und die ersten Keimlinge krabbeln aus dem Boden. Der besonders ungeduldige Gartennachwuchs hat hier richtig viel Spaß dran. Dass die Kresse so schnell keimt, hat schon viele Kinder begeistert.
Auf dem Balkon ist es meist ein bisschen wärmer als im Garten, weil die Hauswände Wärme speichern und langsam wieder abgeben. Deshalb eignet sich ein Balkon nicht nur für Kresse, sondern auch für jede Menge Gemüsepflanzen! Welche Kandidaten in Töpfen und Kübeln ganz besonders gut gedeihen, zeige dir mein Balkongemüse-Kompass. Lad ihn dir am besten gleich herunter:
Im Garten Kresse pflanzen
Stell dir mal vor, du hättest statt Gras Kresse als Rasen: Wie das duften würde! :D Aber lassen wir mal die Kirche im Dorf und den Garten im Zaun! Da würde ja keiner mehr hinterher kommen mit Ernten…
Kresse kannst du natürlich trotzdem problemlos bei dir im Garten anbauen.
Sie ist ein Lichtkeimer und entwickelt sich von Anfang an blitzschnell. Als Standort mag sie lockere, unkrautfreie Beete und eine angenehm feuchte Umgebung.
Mit einem halbschattigen Plätzchen kommt das würzige Kraut bestens zurecht. Sogar im frühen November kannst du noch im Frühbeetkasten Kresse säen. Sie sollte dann bald noch anfangen zu keimen, aber richtig groß wird sie über die Wintermonate wahrscheinlich nicht mehr. Dafür kannst du das Superfood ganz früh im neuen Jahr als Babyleaf ernten. Cool, oder?
Für die Ernte gehst du genauso vor wie auch auf dem Balkon: Ein paar Zentimeter über dem Boden abschneiden und auf die nächste Runde warten. Wenn du deinen Beetplatz allerdings schon einer anderen Folgekultur versprochen hast, kannst du auch die ganzen Pflänzchen ratzeputz abernten.
Obacht! Bevor du nun als absoluter Kressefan mit deinen Samentütchen durch den Garten springst und in jeder Lücke das Superfood direkt aussäst, solltest du eines wissen: Kresse hat einen (winzigen) Wehrmutstropfen…
Sie gehört – wie ganz viele Gemüsepflanzen – zur Familie der Kreuzblütler. Um dir keine Krankheiten oder Schädlinge in deinen Garten zu holen, solltest du nur alle sechs Jahre ein Mitglied dieser Pflanzenfamilie in ein und demselben Beet anbauen. Ich würde dir gerade bei den Kreuzblütlern wirklich dazu raten, die Fruchtfolge und die dazugehörigen Anbaupausen zu beachten – sonst fängst du dir womöglich so miese Zeitgenossen wie die Kohlhernie ein. Die ist nämlich mindestens so eklig, wie ihr Name klingt!
Kresse ist immer gleich Kresse? Weit gefehlt!
Okay, ich gebe es zu, ich war ein bisschen ungenau! Denn ich rede von der Kresse, als gäb’s nur eine. Um genau zu sein ging es bis hierhin nur um die Gartenkresse, auch Lepidium sativum genannt. Mit ihr bist du bestens bedient, wenn du Lust auf einen scharfen Frischekick hast.
Aber die Kresse hat noch einige Verwandte, die es wert sind, genauer unter die Lupe genommen zu werden.
Allen voran das Pfefferkraut: Dem hört man die Verwandschaft vielleicht nicht unmittelbar am Namen an, aber es will an dieser Stelle unbedingt erwähnt werden!
Pfefferkraut hat einen ganz ähnlichen Geschmack wie Kresse und steht total auf sandige Böden. Außerdem braucht es nicht gaaanz so viel Wasser und trotzt dem Winter ziemlich gut. Wenn du also in deinem Garten mit Wüstenboden kämpfst, wäre Pfefferkraut für dich eine tolle Alternative zur Gartenkresse.
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Um nun die Namensverwirrung komplett zu machen, stelle ich dir noch drei Krautkollegen vor, die zwar die Kresse im Namen haben, aber nicht direkt verwandt sind mit ihr.
Der erste Namensvetter, die Winterkresse (auch Barbarakraut genannt) ist vollkommen winterhart. Oft (über-) sieht man sie beim Spazierengehen am Wegesrand. Auch sie liebt eher feuchtere Böden, ist sonst aber sehr anspruchslos.
Das Kind äääh die Kresse ist in den Brunnen gefallen? Die Brunnenkresse wird es dir danken. Sie wächst nämlich am liebsten am Gewässer und steht so richtig auf eine stete Frischwasserzufuhr.
Auch diese Kandidatin ist mit unserer Gartenkresse nur geschmacklich verwandt. Brunnenkresse ist anspruchsvoll und eher etwas für Fortgeschrittene, aber wenn sie sich einmal wohlfühlt, ist sie mehrjährig und ertragreich.
Und natürlich darf die Kapuzinerkresse nicht unerwähnt bleiben! Sie gefällt mir besonders gut, denn ihre Blüten sind gleichzeitig Augen- und Gaumenschmaus. Sie bildet eine ganz eigene Pflanzenfamilie und hat, genau wie die Gartenkresse, ein paar nützliche Superkräfte. ;)
Na, bekommst du gerade ganz viele kräutrige Ideen, die du bei dir im Garten umsetzten magst? Falls dir für die große Kresse(wahl)verwandtschaft bald der Platz ausgeht, dann zeige ich dir hier, wie du ein nigelnagelneues Kräuterbeet anlegst:
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Kressekunst ist dir kein Begriff? Kein Problem! Kunst ist, was du draus machst. ;)
Ob Kind oder Kind geblieben: Es macht allen Spaß, mit den schnellwüchsigen Kressesamen kleine Kunstwerke zu erschaffen. Du hast doch bestimmt zu Ostern schonmal in Eierschalen wachsende Kresse gesehen, oder?
Total hübsch!
Und die gute Nachricht: Hier sind der Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt! Schnapp dir eine Schere* und schnippel deine Lieblingsmotive aus Küchenpapier. Sprüh dein Motiv auf einer geeigneten Unterlage mit Wasser ein und streue dann mit etwas Fingerspitzengefühl die Kressesamen drauf. Schon in ein paar Tagen wächst da ein Kunstwerk!
Kleiner Tipp: Alternativ dazu kannst du die Kresse Samen mithilfe eines Plätzchenausstechers in die gewünschte Form streuen. So kannst du dir die Schnippelei sparen und hast ruckzuck die lustigsten Dinge bei dir wachsen. Ein bisschen verrückt und super lecker! :)
Konnte ich dich von dem pikanten Würzwunder überzeugen? Kresse kannst du zu jeder Jahreszeit und mit jeder Ausstattung unkompliziert und schnell ziehen. Sie ist vielseitig einsetzbar und super gesund. Mein Fazit? Sie ist der perfekte Allrounder! Also, nichts wie ran an die Saattütchen! :)
Falls du noch mehr Würze in deine Beete bringen magst, dann hol dir hier alle Kräuterinfos, die das Herz begehrt:
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