Neueste Artikel

Ernte im Juni

Aussaat & Pflanzen im Juni + Beispiel-Pflanzplan

Im Juni ist im Gemüsegarten richtig was los. Überall wird geerntet und genascht, doch wer denkt, dass die Aussaaten jetzt abgeschlossen sind, liegt weit daneben. Damit der Garten bis in den Herbst und sogar bis in den Winter hinein frisches Gemüse liefert, braucht es im Juni eine neue Runde Aussaaten und Pflanzungen. Das Motto lautet: Ran ans Wintergemüse!

Inhaltsverzeichnis
Dein Pflanzplan
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Gemüse auspflanzen im Juni
Gartenarbeiten im Juni

Damit die Aussaaten im Juni dir nicht zu viel Kopfzerbrechen bereiten, bekommst du hier wieder eine übersichtliche Zusammenstellung darüber, was diesen Monat vorgezogen, direkt gesät oder ins Beet gepflanzt wird.

Wer zusätzlich eine Orientierung für die gesamte Saison sucht, findet im Gemüsegarten-Beispielplan eine komplette Jahresplanung. Also: Keine Ausreden mehr, um die Juni-Aussaaten zu skippen! ;)

Kontinuierliches Säen, Vorziehen und Nachpflanzen sorgt dafür, dass keine Lücken entstehen und immer etwas nachkommt. Ausruhen können wir uns dann ja im Winter. ;)

Hier kommt dein Gemüsegarten-Beispielplan!

Dieser Gemüsegarten-Beispielplan lässt sich eins zu eins auf deine eigenen Beete übertragen. Am besten funktioniert er mit einem Gemüsegarten, den du in 6 Beete aufteilst.

Der Pflanzplan zeigt dir genau, welche Pflanzen wann gesät oder gepflanzt werden, welche Kulturen gut zusammenpassen und wie sich die Beete das ganze Jahr über optimal nutzen lassen. So bleibt der Garten stets in Bewegung und liefert von Frühjahr bis Winter eine vielfältige Ernte. Ziemlich genial, oder?

Trag einfach hier deine Emailadresse ein und der Pflanzplan macht sich direkt auf den Weg zu dir:

Jungpflanzenanzucht: Ausaaten, die du im Juni noch im Haus machen kannst

Diese Pflanzen kannst du jetzt im Haus vorziehen, um sie in einigen Wochen auszupflanzen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Aussaaten im Juni: Das steht im Freiland an

Diese Gemüsearten kannst du im Juni direkt im Garten aussäen:

Brokkoli, der im Juni heranwächst

Welche Gemüse kannst du im Juni nach draußen pflanzen?

Hier kommen jede Menge Pflanzen, die du im Juni im Garten auspflanzen kannst:

Mulchschicht auf Kompost im Juni

Gartenarbeiten im Juni

Im Juni ist im Garten Hochsaison! Damit du zwischen Pflanzenpflege, Ernte und Aussaaten den Überblick behältst, kommt hier eine Übersicht über deinen Gartenmonat.

Nicht nur Aussaaten: Auch die Erntezeit beginnt im Juni – und erste Lücken tun sich auf.

Im Juni ist der Gemüsegarten im vollen Gange und es gibt einiges zu tun. Jetzt ist Erntezeit – genieß also all die leckeren frischen Zuckerschoten, Erdbeeren, den letzten Rhabarber und Spargel und koste die saisonalen Leckereien aufs Vollste aus!

Mit der Ernte kommt aber auch der perfekte Moment, um an die Fruchtfolge und neue Aussaaten zu denken zu denken – es geht mit dem Wintergemüse los!

Frei gewordene Beete sollten möglichst schnell wieder neu bepflanzt oder besät werden, damit der Boden nicht ungenutzt bleibt und das ganze Jahr über frisches Gemüse nachkommt. Daher ist eine Aussaat im Juni super wichtig für eine reiche Ernte im Winter. :)

Junge Basilikumpflanze

Schenk den Gemüsepflanzen im Beet ein bisschen Liebe:

An warmen, trockenen Tagen ist eine gute Bewässerung wichtig, idealerweise in Kombination mit viel Mulch, damit der Boden länger feucht bleibt und du weniger gießen musst.

Die schnell wachsenden Jungpflanzen freuen sich über eine Düngergabe mit Brennnesseljauche oder Vinasse. Alle paar Wochen solltest du nachlegen – zumindest bei den Starkzehrern.

Und bei den Tomaten ist ab jetzt Hochsaison fürs Ausgeizen. Abgebrochene Triebe müssen übrigens nicht weggeworfen werden, sie kannst du ins Wasser stellen. Dort bilden sie neue Wurzeln – und schon hast du doppelt so viele Tomatenpflanzen!

Schutz vor Krankheiten & Schädlingen

Aber aufgepasst, die Zeit der Pflanzenkrankheiten geht jetzt los! Es lohnt sich, ein wachsames Auge auf Mehltau und andere Pflanzenkrankheiten zu haben, die unserer Ernte einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

Auch Schädlinge wie Blattläuse, die weiße Fliege, Kohlweißlinge oder Kartoffelkäfer sind jetzt unterwegs, lassen sich aber oft mit einfachen, natürlichen Mitteln in Schach halten. Kleine Pflänzchen schützt du am besten weiterhin mit einem Kulturschutznetz vor gefräßigen Zeitgenossen. Auch so manche Pflanze kann helfen:

Basilikumpflänzchen lkannst du im Juni zum Beispiel wunderbar zwischen deine Tomaten pflanzen. Ihr aromatischer Geruch hilft dabei, die weiße Fliege fernzuhalten.

Wenn es ein nasser Frühsommer ist, solltest du dich auch vor den Schnecken in Acht nehmen. Sie machen sich nur zu gern über die zarten Jungpflanzen her. Ein Schneckenkragen wirkt Wunder!

Kohlpflanzen im Beet

Das gibt’s im Garten im Juni noch alles zu tun:

Abseits der Gemüsebeete passiert im Garten ebenfalls eine ganze Menge: Im Kräuter- und Ziergarten kannst du Nützlinge unterstützen. Lass dafür in manchen Ecken einfach deine Kräuter und Wildkräuter blühen – du kannst dafür sogar kleine wilde Ecken anlegen.

Im Obstgarten kannst du reife Erdbeeren regelmäßig ernten, damit neue Früchte nachwachsen können. Aber das machst du wahrscheinlich sowieso mit Vergnügen! ;)

Beerensträucher freuen sich darüber, wenn du alte, abgetragene Triebe bodennah entfernst und die Sträucher etwas auslichtest. Obstbäume und Beeren kannst du bei Bedarf mit Netzen oder Apfelwicklerfallen vor Fraßschäden schützen, damit die Ernte üppig bleibt.

Wow – es gibt wirklich jede Menge zu tun im Juni. Also nichts wie raus mit dir in den Garten!

Gemüsegarten im Juni – säen, pflanzen, vorziehen!
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Du hast Lust, noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu stöbern? Dann schau mal, hier findest du noch mehr Garten-Lektüre:

Mehltau bekämpfen: So wirst du ihn ohne Chemie schnell wieder los!

Spinat anbauen: Meine Geheimtipps für eine super Ernte!

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – der komplette Guide

Was ist deine liebste Gartenarbeit im Sommer? Was willst du diesen Juni säen und pflanzen? Lass gern einen Kommentar da!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte.

Schnecken loswerden: 7 hilfreiche Tricks

Hiiiiiiilfeeee, wie kann ich die Schnecken aus dem Gemüsebeet fernhalten? Kennst du auch diesen Schreckmoment, wenn die Schnecken über Nacht ALLE deine kostbaren Jungpflänzchen platt gemacht haben? Der Albtraum aller Gärtner! Deshalb teile ich heute meine besten Tipps mit dir: Was wirklich gegen Schnecken im Garten hilft, auch ohne Schneckenkorn und Chemie!

Inhaltsverzeichnis:
Huch, wer knabbert denn da?
Schnecken bekämpfen ohne Gift
Alles Schnecke, oder was?
Schnecken bekämpfen im Garten
So geht Schnecken bekämpfen NICHT
Schnecken bekämpfen, aber nicht um jeden Preis!

Huch, wer knabbert denn da?

Bevor es überhaupt ans Schnecken loswerden geht, steht ja die Frage: Wer knabbert da? Sind es überhaupt Schnecken, die mir mein Gemüse wegmampfen? Oder erntet vielleicht jemand anderes mit?

Dafür musst du ein bisschen Detektiv spielen und gehst auf Spurensuche! Ich habe hier die fünf Zeichen dafür, dass du Schnecken im Garten hast:

  1. Schleimspuren auf deinem Gemüse! Wenn es glänzt und aussieht wie Klarlack, dann war eindeutig eine Schnecke unterwegs.
  2. Dünner (1 mm dicker) schwarz-grün gefärbter Schneckenkot auf den Pflanzen? Dann heißt es Schnecken bekämpfen!
  3. Weiße, kugelrunde Eier mit einem Durchmesser von etwa zwei Millimetern, die du ein paar Zentimeter unter der Bodenoberfläche findest. Achtung: Gelbe Eier sind vom Regenwurm, die deckst du liebevoll wieder ab. ;)
  4. Manchmal sind die Schnecken wirklich winzig, schau also ganz genau hin, sie können auch nur drei Millimeter lang sein und sind trotzdem sehr hungrig.
  5. Und zuletzt: schau mal unter dicke Erdklumpen, Bretter oder große Blätter in Bodennähe. Mit etwas Glück spürst du die Schnecken hier direkt auf!

Wenn du keine Anzeichen für Schnecken findest, dann schau mal hier vorbei, um herauszubekommen, wer es noch sein könnte!

Schnecken ohne Gift bekämpfen

Du hast eindeutige Schneckenspuren gefunden? Dann weißt du jetzt immerhin, mit wem du es zu tun hast. Es sind also Schnecken. Aber was hilft wirklich gegen die Mistviecher? Hilft Natron gegen Schnecken? Oder gleich Schneckenkorn? Es gibt die verrücktesten Methoden im Internet, die du lieber gar nicht erst ausprobieren möchtest. Von Schneckenkorn bis Salz sind viele davon nämlich grausam und umweltschädlich.

Die gute Nachricht: Es gibt einige effektive Maßnahmen, mit denen du Schnecken bekämpfen kannst. Und zwar ganz ohne Gift und Grausamkeit.

In meinem Garten verfolge ich mehrere Strategien gegen Schnecken, von denen ich weiß, dass sie wirklich gut funktionieren! So haben wir kaum noch Probleme mit Schnecken im Garten.

Eine tolle Sache beim Schnecken bekämpfen ist es, Mischkulturen anzubauen. Stehen die Pflanzen so gemischt, können die Schnecken sich nicht einfach „schnurstracks“ satt essen. Sie finden einfach nicht all ihre Leibspeisen auf einmal! So trickst du die Schnecken aus und tust deinen Pflanzen mit den richtigen Nachbarn etwas Gutes!

Ich habe dir eine Tabelle mit meinen liebsten Mischkulturen zusammengestellt. Trage hier einfach deine Emailadresse ein und sie flattert direkt in dein Postfach.

Alles Schnecke, oder was?

Vor dem Schnecken bekämpfen solltest du nochmal genauer hinschauen, damit du weißt, wer genau da so alles durch den Garten snackt, ähhm schneckt! Denn nicht alle Schnecken sind gleichermaßen Übeltäter im Gemüsebeet.

Es können dir viele verschiedene Schnecken im Garten über den Weg kriechen. Die Gehäuseschnecken, wie Weinbergschnecken, oder Bänderschnecken richten im Garten keinen nennenswerten Schaden an. Sie ernähren sich nämlich von Algen und Moosen. An deinen Salatpflänzchen sind sie höchstens als praktischem Sonnenschirm interessiert.

Anders sieht es bei den Nacktschnecken aus. Die sind im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Häuschen und können richtig viel Schaden im Garten anrichten. 

Nur beim Tigerschegel sieht es anders aus, aber diesen Gartentiger stelle ich dir gleich noch vor!

Beim Schnecken bekämpfen geht’s daher hauptsächlich um die Ackerschnecke und die Spanische Wegschnecke. Diese obdachlosen Exemplare bedienen sich nur zu gerne an deinen zarten Zucchinis, Salaten und Gürkchen

Um den Schaden nicht ausufern zu lassen, lass uns gleich loslegen mit den Tricks zum Schnecken loswerden!

Es geht los! Schnecken bekämpfen im Garten

Einen komplett schneckenfreien Garten wirst du nicht bekommen. Das Ziel beim Schnecken Bekämpfen ist es eher, eine schneckenarme Zone zu erreichen. So kommt dein Garten langsam in ein Gleichgewicht. Schnecken sind nämlich nicht nur nervig, sondern haben auch ihre Aufgaben in deinem Garten.

1. Schnecken bekämpfen mit Schneckenzaun

Einen Schneckenzaun kannst du rund um das komplette Beet aufbauen. Er soll für Schnecken angeblich unüberwindbar sein. An den Rändern ist er nach außen umgeschlagen, sodass die Schnecken nicht direkt in das Beet hineinkriechen können.

Wir haben mit Schneckenzäunen nicht unbedingt die besten Erfahrungen beim Schnecken bekämpfen gemacht. Es kommt immer wieder vor, dass sich Schnecken, die im Beet leben, beim Absammeln gut verstecken.  Und das bedeutet, dass die Schnecken quasi im Beet eingesperrt sind. Nachts können sie sich dann ganz in Ruhe über deine Pflanzen her machen.

Außerdem ist es ganz schön teuer, alle Beete mit Schneckenzaun einzuzäunen, besonders, wenn du einen großen Garten hast. ;)

Schnecken bekämpfen: Jungpflanze mit Schneckenkragen

2. Jetzt geht’s den Schnecken an den Kragen: der Schneckenkragen

Schneckenkragen verwende ich sehr gerne zum Schnecken bekämpfen. Es ist das gleiche Prinzip wie beim Schneckenzaun. Der Clou: hier kannst du ganz gezielt einzelne Pflanzen schützen. Es gibt Schneckenkragen aus Plastik und Schneckenkragen aus Metall.

Die kannst du mit einem passenden Deckel übrigens auch gleich als eine Art wärmendes Minigewächshaus nutzen, wenn es draußen noch mal kalte Nächte gibt nach dem Auspflanzen!

Für sehr viele Pflanzen kann das zwar schnell ganz schön teuer sein. Aber bei größeren und gleichzeitig empfindlichen Jungpflanzen ist es ein toller Schutz und lohnt sich wirklich!

Ich verwende den Schneckenkragen für die Jungpflanzen von Salat, Kohl, Zucchini, Gurke und Kürbis, die fressen Schnecken nämlich super gerne.

Deine Pflanzen sind groß genug, um einen nächtlichen Schneckenbesuch zu überstehen? Dann kannst du den Schneckenkragen einfach abnehmen. Sobald die Blätter rauer und härter geworden sind, schmeckt’s den Schnecken nämlich meistens nicht mehr! 

Schneckenkragen kannst du dir übrigens auch selber bauen – Hier findest du eine Anleitung, wie es geht!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

3. Schnecken bekämpfen mit Schneckenkorn?

Ein sehr beliebtes Mittel beim Schnecken bekämpfen ist Schneckenkorn. Wer kennt die blauen Kügelchen nicht? Aber obwohl es ein wirksamer Schneckenkiller ist, solltest du dir zweimal überlegen, ob du es wirklich einsetzen möchtest.

Der Wirkstoff Metaldehyd im Schneckenkorn ist nämlich nicht nur für Schnecken giftig. Oft trifft es auch Säugetiere, wie den Igel. Der gehört aber zur natürlichen Schneckenpolizei und hilft dir beim Schnecken bekämpfen. Nimmt er den Wirkstoff mit den Schnecken auf, stirbt einer deiner besten Mitarbeiter. :(

So gerät das Gleichgewicht in deinem Garten schnell noch mehr aus den Fugen. Nach einer kurzen Besserung der Schneckensituation geht’s dann richtig los mit den Schnecken im Garten! 

Auch für Haustiere und Kinder ist der Wirkstoff Metaldehyd giftig. Allein deswegen würde ich Schneckenkorn mit diesem Wirkstoff niemals in meinem Selbstversorger-Garten ausbringen.

Das ist auch gar kein Problem! Es gibt noch viele andere, weitaus natürlichere Methoden zum Schnecken bekämpfen. So kannst du getrost auf Schneckenkorn gegen Schnecken verzichten.  

Falls du aber doch mit Schneckenkorn Schnecken bekämpfen möchtest, dann achte auf die Inhaltsstoffe. Es gibt nämlich auch etwas umweltfreundlicheres Schneckenkorn ohne Metaldehyd, das stattdessen Eisen-III-Phosphat enthält.  

Dieser Wirkstoff beeinflusst den Calcium-Stoffwechsel von Schnecken. Das führt bei den Schnecken zu einer Unterbrechung der Schleimproduktion. Die Schnecken ziehen sich in ihre Verstecke zurück und sterben dort. Eisen-III-Phosphat kommt in kleinen Mengen auch ganz natürlich im Boden vor und ist ungefährlich für andere Tiere und Menschen.

4. Schnecken bekämpfen durch Absammeln

Seien wir ehrlich: Wenn du einen schneckenreichen Garten hast, kommst du nicht um das Absammeln herum. Dabei ist gut zu wissen, dass Schnecken nachtaktiv sind! Am effektivsten ist es daher, wenn du es auch bist. Dann heißt es: „Kommando: Schnecken bekämpfen mit Stirnlampe, Eimer und unbedingt auch mit Handschuhen bewaffnet!“. 

An heißen Sommertagen ziehen sich Schnecken im Garten lieber in ihre Verstecke zurück und du wirst lange suchen, ohne die kleinen Schleimer zu finden.

Nachts kommt aber schnell mal ein voller Eimer Schnecken zusammen! So fühlt sich dein cleverer Schachzug endlich mal effektiv an.

Hast du Hühner oder Enten? Dann freuen die sich bestimmt sehr über deine nächtliche Ausbeute!

5. Hühner und Enten gegen Schnecken

Beim Schnecken bekämpfen haben Enten, vor allem Laufenten, ihren großen Auftritt: Die schleimigen Gartenbewohner gehören nämlich definitiv zu ihren Lieblingsspeisen. Teilweise büchsen sie sogar aus, wenn im Garten keine Schnecken mehr zu finden sind!

Schnecken bekämpfen: Marie mit Hühnern

Aus eigener Erfahrung kann ich aber stolz berichten, dass auch unsere Hühner nicht abgeneigt sind.  Ich höre immer wieder, dass Hühner ganz wild auf Schnecken und Schneckeneier sind!

Wir zäunen die Hühner einfach mit einem elektrischen Geflügelnetz ein. Und zwar so, dass sie sich nur außerhalb der Beete aufhalten können. Dann bilden sie einen Schutzwall um die Gemüsebeete! Seitdem wir das machen, haben wir wirklich kaum noch Probleme mit Schnecken im Garten.

Hühner sind also ein echter Geheimtipp beim Schnecken bekämpfen!

6. Schnecken bekämpfen mit dem Tigerschnegel

Ja, richtig gelesen: Eine Schnecke gegen Schnecken! Triffst du diese großartigen getigerten Schnecken im Garten, dann kannst du dich glücklich schätzen! Yay, du hast jetzt einen schneckenfressenden Tiger! Etwas besseres kann dir beim Schnecken bekämpfen fast nicht passieren.

Mit bis zu 20 cm Länge ist sie eine der größten Schneckenarten in unseren Breiten. Und mal ehrlich: mit seinem Tigerprint ist er noch dazu ziemlich schnieke! 

Der Tigerschnegel ist DAS Raubtier im Gemüsedschungel. Er frisst statt Tomate, Kartoffel und Rucola lieber andere Schnecken. Ja richtig gehört, so wird Schnecken bekämpfen zum Selbstläufer! Da Tigerschnegel relativ selten sind, kannst du dich ordentlich darüber freuen, wenn du einen in deinem Garten antriffst!

Wenn es sehr wenige Schnecken gibt und dein Tigerschnegel nicht satt wird, frisst er aber auch Gemüse. Bei dir ist es so weit, die schneckenfreie Zone ist erreicht? Dann schenke doch deinen hungrigen Tiger einem anderen schneckengeplagten Gartenmenschen!

7. Schnecken bekämpfen mit dem Rasenmäher?

Klingt verrückt, ist aber so! Wenn du in deinem Garten Schnecken bekämpfen willst, hol den Rasenmäher raus. Es ist ein super Trick, den Rasen rund um die Beete kurz zu halten.

Das heißt nicht, dass der Rasen immer penibel auf 5mm getrimmt sein muss. Beim Schnecken bekämpfen hilft es aber enorm, wenn du regelmäßig mähst. Der Rasen trocknet dann viel schneller und so ziehen nicht so viele Schnecken von der Wiese in deinen Garten.

Schnecken bekämpfen: Rasen und Garten

So geht Schnecken bekämpfen NICHT

Ich habe wirklich schon viele Anti-Schnecken-Methoden in meinem Garten ausprobiert. Und ja, vieles hat auch so gar nicht funktioniert. Ddeshalb kommen hier meine Flops, die einfach nicht wirksam waren:

  1. Es gibt Kupferstreifen zum Schnecken bekämpfen zu kaufen. Die Streifen kleben einfach auf der Beetumrandung und sind daher leicht anzubringen. Sie sollen angeblich Schnecken fernhalten, weil die nicht gerne über Kupfer kriechen. Ganz so empfindlich sind sie dann aber wohl doch nicht: ich konnte beobachten, wie sie fröhlich über das Kupfer zum Salat krochen. Kupfer kann ich daher zum Schnecken bekämpfen nicht empfehlen.
  2. Kennst du den Mythos von Schutzpflanzen, wie Thymian, Minze und Salbei? Sie sollen die Schnecken im Garten abschrecken. Es wäre einfach zu schön und deswegen habe ich es natürlich ausprobiert. Funktioniert hat es leider nicht, die Minze wurde genüsslich aufgemampft!
  3. Auch von getrocknetem Kaffeesatz und Kaffeepulver höre ich immer wieder als Mittel gegen Schnecken im Garten. Tatsächlich gibt es Forschungen darüber, dass Koffein bei Schnecken einen Herzanfall auslösen kann. Allerdings ist der Koffeingehalt in normalem Kaffee nicht hoch genug und damit auch selten wirksam.
  4. Gerüche und unangenehme Untergründe sind beim Schnecken Bekämpfen auch oft ein Thema. Sie sind aber lange nicht so abschreckend wie gedacht. Schnecken können über Rasierklingen kriechen. Da scheiden Eierschalen, Sand und Holzhäcksel als Barriere zum Schnecken bekämpfen leider aus.
  5. Auch Bierfallen stehen bei vielen hoch im Kurs. Und ja: Schnecken stehen total auf Bier und es klappt sehr gut, sie damit anzulocken! Das Problem dabei ist, dass die Schnecken das Bier auch aus ziemlich weiter Entfernung noch riechen können. Du lädst also eventuell auch noch die Schnecken vom Nachbarn mit zu deine Bierparty ein! Freibier für die ganze Nachbarschaft!

Salz und Natron gegen Schnecken

Schnecken mit Salz oder auch Natron zu bekämpfen, ist ebenfalls weit verbreitet. Beides ist auch tatsächlich absolut effektiv und wirkt sofort. Es bedeutet aber auch einen langsamen und grausamen Tod für die Schnecken.

Willst du mit Natron gegen Schnecken angehen, passiert folgendes: Natron entzieht (genau wie Salz) der Schnecke die Feuchtigkeit und sie vertrocknet langsam. Ganz nebenbei ist Salz auch gar nicht gut für deinen Boden. Es schädigt deine Gemüsepflanzen, wenn viel Salz und Natron an die Pflanzenwurzeln gelangt.

Merke dir diesen Artikel auf Pinterest
Merke dir diesen Artikel auf Pinterest

Ich finde es überflüssig und gemein, den Schnecken diesen langen Todeskampf zu bereiten. Vor allem, da es auch andere Möglichkeiten zum Schnecken bekämpfen gibt.

Willst du, so wie ich, ganz ohne Chemie im Selbstversorger-Garten so richtig durchstarten? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Dort wirst du zum Gemüse- und Schneckenprofi und wir helfen dir auf deinem Weg zum Gartenglück! Ich würde mich total freuen, dich dort wieder zu sehen!

Schnecken bekämpfen, aber nicht um jeden Preis!

Klar, es ist ärgerlich, wenn du morgens entdeckst, dass die Schnecken über Nacht mal wieder im Garten gewütet haben. Trotzdem: bitte einmal durchatmen und nicht gleich wie wild bekämpfen.

Denn wozu gibt es diese schleimigen Vielfraße eigentlich? Sie haben tatsächlich eine Daseinsberechtigung. Schnecken sind die Gesundheitspolizei in deinem Garten. Ist der Garten im Gleichgewicht, sortieren die Schnecken kranke und schwache Pflanzen aus. Auch alte Pflanzenteile mümmeln die Schnecken gern weg und erzeugen so Humus für dich.

Sie sind also quasi die oberirdischen Regenwürmer, die sich einfach oft daneben benehmen. Dann trinken die Gartenrüpel Bier und fressen deine Beete leer!

Aber im Ernst: Schnecken haben wichtige Aufgaben, die du beim Schnecken bekämpfen immer im Hinterkopf haben solltest. Dann steckst du den ein oder anderen Schnecken-Frust auch besser weg.

Und nächstes Jahr denkst du einfach ans Vorsorgen: Mit einer gesunden Mischkultur bist du auf einem guten Weg, den Schneckendruck dauerhaft niedrig zu halten. Na, hast du dir deine Mischkulturtabelle schon heruntergeladen?

Du willst noch mehr wissen? Dann geht’s hier weiter mit mehr Schneckenartikeln:

DIY-Schneckenring: Die Geheimwaffe gegen Schnecken!

Laufenten: Die Schneckenjäger halten, pflegen und lieben

24 Gemüse, die Schnecken meiden – Erober dir deinen Garten zurück!

Wie siehts bei dir im Garten aus mit Schnecken Bekämpfen? Erzähl mal, was hilft wirklich gegen Schnecken?

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Aussaat im Juli

Aussaat & Pflanzen im Juli + Fermentieren-Checkliste

Im Juli zeigt der Gemüsegarten, was er kann. Die Beete und Hochbeete sind voller reifem Gemüse und es wird geerntet, geschnitten und gegossen. Jeden Tag verändert sich etwas, und oft landet mehr im Erntekorb, als sofort gegessen werden kann. Und dennoch kannst du im Juli noch einiges aussäen und pflanzen! Für die Aussaat im Juli gibt es viele Möglichkeiten, den Garten für die Winterernte vorzubereiten.

Damit all die Mühe im Frühjahr nicht im Kompost landet, lohnt es sich jetzt, die Ernte gut zu planen und Haltbarmachen fest einzuplanen. Ein besonderer Schatz für die Vorratskammer sind Fermente. Sie verlängern die Saison auf ganz natürliche Weise und bringen später im Jahr noch ein Stück Sommer auf den Teller. Die Checkliste wartet weiter unten auf euch ;).

Inhaltsverzeichnis
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Fermentieren Checkliste
Draußen pflanzen
Gartenarbeiten im Juli

Vorziehen im Haus

Diese Pflanzen kannst du im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Draußen aussäen im Juli

Diese Gemüsearten kannst du im Juli direkt im Garten aussäen:


Fermentieren-Checkliste im Juli

Übrigens: Der Sommer hat jetzt seinen Höhepunkt erreicht und du deine Gemüsepflanzen belohnen dich mit einer reichen Ernte. Eine der spannendsten Methoden zum Haltbarmachen von Gemüse ist das Fermentieren. Worauf du dabei achten musst erfährst du in der Checkliste. Trag dich einfach ein und du kannst dich auf Post von Wurzelwerk freuen :):


Draußen pflanzen im Juli

Hier ist eine Liste mit Pflanzen, die du im Juli im Garten pflanzen kannst:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Gartenarbeiten im Juli

Im Juli hat der Gemüsegarten seinen großen Auftritt: Überall wächst, reift und klettert es, und oft hat man das Gefühl, der Garten explodiert fast vor lauter Gemüse. Jetzt ist neben den letzten Aussaaten im Juli vor allem Erntezeit. Im Prinzip musst du nicht auf so viel achten, aber je besser du den richtigen Moment triffst, desto aromatischer sind Radieschen, Zucchini, Gurken, Tomaten und Co. Apropos Gurken und Tomaten: die beiden Sommerkandidaten freuen sich darüber, wenn du sie regelmäßig ausgeizt und hochbindest, zum Beispiel mit Tomatenhaken. So bekommen die Pflanzen mehr Licht und Luft und konzentrieren ihre Kraft auf die Früchte.

Düngen, vermehren, einmachen… im Juli gibt es viel zu tun!

Damit Starkzehrer wie Tomaten, Kürbis oder Kohl nicht schlappmachen, ist der Juli auch ein guter Moment, um mit Flüssigdünger nachzuhelfen, etwa mit Brennnesseljauche oder Vinasse. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann jetzt mit der Samenernte beginnen und eigene Sorten vermehren. Parallel dazu lohnt sich ein Blick in die Vorratskammer: Sind genug Gläser, Flaschen und Zubehör da? Mit der Ernteschwemme rücken Einkochen, Marmelade kochen, Fermentieren und Einlagern schnell wieder ganz nach vorne auf der To-do-Liste. Und falls du Lust auf Tipps & Tricks hast, dann schau dir gerne unseren Onlinekurs-»Vorratskammer starten« an :).

Knolauchernte im Juli

Ernten, ernten, ernten…: Aufgaben neben der Aussaat im Juli

Im Zwiebel- und Knoblauchbeet ist ebenfalls Ernte angesagt. Sind etwa zwei Drittel des Laubs gelb, können die Knollen aus der Erde und zum Trocknen aufgehängt werden, damit sie gut lagerfähig sind. Währenddessen brauchen Hochbeete und das Gewächshaus vor allem eines: Wasser. Statt ständig kleine Schlückchen zu geben, ist es besser, ein- bis zweimal pro Woche richtig gründlich zu gießen. So bilden die Pflanzen tiefere Wurzeln und kommen besser mit Trockenphasen zurecht. Wenn der Urlaub ansteht, helfen Ollas, Tonkegel und eine extra Mulchschicht, den Garten durch die gießfreie Zeit zu bringen – vorher am besten einmal gründlich ernten.

Im Sommer beginnt die Vorbereitung auf die Winterernte

Zwischendurch solltest du Unkräuter entfernen, bevor sie in Blüte gehen und sich aussamen, und immer mal ein Auge auf Krankheiten und Schädlinge haben. Jetzt ist auch die perfekte Zeit, Kräuter zu ernten und zu trocknen, damit du im Winter noch etwas vom Juli im Glas hast. Und während der Sommer auf seinem Höhepunkt ist, beginnt im Hintergrund schon das nächste Kapitel: Die ersten Kulturen für Herbst und Winter können im Juli ausgesät und gepflanzt werden, damit der Gemüsegarten dich auch in der kühleren Jahreszeit weiter versorgt

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Und jetzt viel Spaß beim Aussäen und Pflanzen im Juli ! Und denk daran: dein Wintergarten startet im Sommer: es gibt also noch einiges zu tun :). Mehr Ideen und Lesematerial findest du hier:

Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

Dein zauberhafter Kräuter Balkon

Wintergemüse anbauen: So klappt’s mit der Winterernte!

Wie machst du dein Gemüse im Juli am liebsten haltbar? Verrate es uns gerne in den Kommentaren!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Rote Bete anbauen: Rote Bete Sorten

Rote Bete anbauen: Kompletter Guide für die tolle Knolle

Rote Bete anbauen ist gar nicht schwierig und die Knollen aus dem eigenen Garten schmecken sooo viel besser als die eingeschweißten Exemplare aus dem Supermarkt. Ob rot, gelb oder geringelt: Das Wurzelgemüse macht immer eine gute Figur auf dem Teller. Drum nix wie los, ich zeige dir, wie es geht! 

Inhaltsverzeichnis:
Fast Forward: Rote Bete anbauen im Schnelldurchlauf
Optimale Bedingungen: Standort und Boden fürs Rote Bete anbauen
Beides möglich: Rote Bete vorziehen oder direkt säen
Das ganze Programm: Rote Bete pflanzen, pflegen und düngen
Krankheiten und Schädlinge
Lohn der Arbeit: Rote Bete ernten und Rote Bete lagern
Zu guter Letzt: Rote Bete genießen!

Fast Forward: Rote Bete anbauen im Schnelldurchlauf

Du hast das Samentütchen schon gezückt und möchtest gleich loslegen? Dann kommt hier eine Schnellübersicht zum Rote Bete anbauen!

Rote Bete anbauenTipps und Tricks
Schritt #1: Standort wählenmöglichst sonnig
Schritt #2: Boden vorbereitenmit einer Grabegabel lockern, Kompost einarbeiten
Schritt #3: Rote Bete direkt säen oder vorziehenvorziehen im Haus ab Anfang April, Direktsaat ab Mitte / Ende April
Schritt #4: Pflege und DüngungAuf 10 cm vereinzeln, 1x mit Brennnesseljauche düngen, gleichmäßig gießen
Schritt #5: Erntewenn die Knollen ungefähr 4 -6 cm groß sind

Falls du jetzt noch grübelst, mit wem die Rote Bete gern im Beet ist, lad dir doch meine Mischkulturtabelle herunter! Da habe ich dir aufgelistet, welche Gemüse dicke Kumpel sind und welche lieber ein wenig Abstand voneinander haben.

Hier geht´s zur Mischkulturtabelle:

Optimale Bedingungen: Standort und Boden fürs Rote Bete anbauen

Rote Bete gehört zu den Sonnenanbetern, deshalb freut sie sich, wenn du ihr ein vollsonniges Plätzchen in deinen Beeten reservierst. Das hat auch den Vorteil, dass deine Rote Bete dann weniger Nitrat einlagert.

Der optimale Boden zum Rote Bete anbauen ist durchlässig und tiefgründig, damit sie ihre lange Pfahlwurzel bequem in die Tiefe stecken kann. Am besten lockerst du ihn mit der Grabegabel, ohne ihn zu wenden oder die Bodenschichten durcheinander zu bringen.

Wenn du dann noch vorsichtig eine ordentliche Portion Kompost einarbeitest, steht dem Rote-Bete-Glück nichts mehr im Weg! ;)

Rote Bete anbauen: Rote Bete in der Erde

Beides möglich: Rote Bete vorziehen oder direkt säen

Beim Rote Bete anbauen hast du alle Möglichkeiten: entweder vorziehen oder direkt ins Freiland säen. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass vorgezogene Rote Bete deutlich kleiner bleibt als direkt ins Beet gesäte Pflanzen.

Rote Bete vorziehen im Haus

Rote Bete kannst du sehr gut direkt ins Beet aussäen, aber natürlich ist auch eine Vorzucht im Haus möglich. Du möchtest Rote Bete vorziehen? Dann legst du damit je nach Sorte ungefähr Anfang April los. In jedes Aussaattöpfchen kommen ein bis zwei Samen ungefähr zwei Zentimeter tief in die Erde. Die hältst du gleichmäßig feucht und stellst die Töpfchen an einen Ort mit ungefähr 20 °C. Wenn die ersten echten Laubblätter erschienen sind, lässt du deine Zöglinge an einen kühleren Ort umziehen. 

Ab Ende April / Mitte Mai dürfen sie in die große weite Beetewelt hinaus. Aber vergiss nicht, deine Jungpflanzen vorher gut abzuhärten und sie, falls noch Spätfröste angesagt sind, in ein Vlies einzumummeln!

Rote Bete direkt ins Freiland säen

Wenn du dich für die Direktsaat entscheidest, kannst du damit Mitte bis Ende April beginnen, sobald sich der Boden etwas erwärmt hat. Dann solltest du aber den Wetterbericht gut im Auge behalten und deine Aussaat bei Temperaturen unter sieben Grad mit einem Vlies abdecken. Rote Bete ist da nämlich gern etwas zickig: Wenn es ihr zu fröstelig wird, verzichtet sie auf das Ausbilden von leckeren Knollen, schießt frühzeitig und blüht dann lieber, als dir deinen Erntekorb zu füllen. Und das ist ja nicht Sinn der Sache! ;)

Wenn du noch mehr Tipps zum Rote Bete anbauen möchtest, schau gern auch bei diesem Youtube Video vorbei:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Du legst die Samen ungefähr zwei Zentimeter tief in den Boden und hältst einen Pflanzabstand von zehn Zentimetern ein. Der Reihenabstand beträgt 20 Zentimeter. Nach ein paar Tagen, wenn du die Aussaat gleichmäßig feucht gehalten hast, kommen die ersten Laubblätter in Sicht.

Dich hat das Gartenfieber gepackt und Rote Bete anbauen ist super, aber du möchtest auch noch viele andere Gemüse in deinen Beeten haben? Dann komm doch in meinen Gemüsegarten starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine dicke Ernte einfährst und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Rote Bete pflanzen, pflegen und düngen

Deine Rote Bete Babys werden sooo schnell groß! ;) Und dann kann es sein, dass sie zu dicht beieinander stehen und sich gegenseitig den Platz wegnehmen. Jetzt bist du gefragt! Du musst deine Jungpflanzen nun so vereinzeln, dass sie wenigstens zehn Zentimeter Abstand zur Nachbarbete haben.

Wenn du dabei vorsichtig bist, kannst du die ausgegrabene Rote Bete an einer anderen Stelle wieder in die Erde setzen. Falls aber nirgendwo mehr Platz zum Rote Bete pflanzen ist, packst du die zarten Blättchen einfach in deinen Salat und hast so noch eine gute Verwendung dafür.

Rote Bete ist ziemlich anspruchslos und braucht nicht viel Futter. Wenn du es zu gut meinst mit dem Düngen, lagert sie nur unnötig viel Nitrat ein. Deshalb genügt es vollkommen, ihr ein paar Wochen nach dem Rote Bete pflanzen einen guten Schluck verdünnter Brennnesseljauche zu servieren. Damit bleibt sie satt und zufrieden bis zur Ernte.

Rote Bete anbauen
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Krankheiten und Schädlinge

Eigentlich ist Rote Bete ein sehr robuster Beetgenosse, aber ab und zu hat sie trotzdem mit Schädlingen oder Krankheiten zu kämpfen. Hier kommen meine ultimativen Tipps gegen die häufigsten Probleme beim Rote Bete anbauen:

  • Blattfleckenkrankheit: Wenn auf den Blättern deiner Bete trockene braune Flecken mit rotem Rand erscheinen, hat sie sich die Pilzkrankheit Septoria oder auch Blattfleckenkrankheit zugezogen. In diesem Fall kannst du die betroffenen Blätter nur abschneiden und in der Biotonne entsorgen. Dann gießt du mit Tee aus Ackerschachtelhalm, um deine Pflanzen zu stärken. Zur Vorbeugung gegen diesen Pilz hältst du eine Anbaupause von drei Jahren ein und pflanzt Grünkohl als perfekten Nachbarn daneben. Noch mehr tolle Beetpartner findest du übrigens in meiner Mischkulturtabelle! Hast du sie dir schon heruntergeladen?
  • Falscher Mehltau: Falscher Mehltau macht sich in nassen Jahren gern auf der Roten Bete breit. Wenn du vorbeugend mit Ackerschachtelhalmtee gießt, sind deine Pflanzen besser gegen diesen Pilz gewappnet.
  • Blattläuse: Falls Blattläuse über deine Pflanzen herfallen, spülst du sie mit einem scharfen Wasserstrahl herunter.
  • Rübenfliege: Um der Rübenfliege erst gar keine Gelegenheit zu geben, sich auf deiner Bete häuslich niederzulassen, schützt du sie mit einem engmaschigen Kulturschutznetz.

Lohn der Arbeit: Rote Bete ernten und Rote Bete lagern

Ungefähr ein Vierteljahr, nachdem du deine Rote Bete gesät hast, ist es endlich soweit: Die Ernte beginnt! :)

Rote Bete schmeckt besonders zart und wenig erdig, wenn sie noch klein ist. Um sie roh zu essen, sollten die Knollen nicht mehr als sechs Zentimeter Durchmesser haben. Aber auch deutlich größere Exemplare sind gekocht noch super lecker! Du kannst also eigentlich immer dann ernten, wenn du gerade Appetit auf die Knolle hast. Genial, oder?

Zum Ernten ziehst du die Pflanze an ihren Blättern aus der Erde und entfernst das Laub bis auf die Herzblätter. Die braucht die Rote Bete nämlich, damit sie während der Lagerung nicht vertrocknet. Das Laub solltest du nicht abschneiden, sondern abdrehen.

Psst, kleiner „leaf-to-root“-Tipp: Die Blätter von Roter Bete kannst du wie Spinat zubereiten! Yams! :)

Am besten lässt sich Rote Bete lagern, wenn du sie in leicht feuchter Erde oder Sand an einem frostfreien Ort eingräbst. Auf diese Weise bleibt sie bis zum Frühjahr frisch. Dann kannst du wieder neu beginnen mit dem Rote Bete anbauen. So bist du über das ganze Jahr hinweg aus eigener knallroter Ernte versorgt!

Rote Bete anbauen: Rote Bete Salat

Zu guter Letzt: Rote Bete genießen!

Rote Bete ist gesund: Sie hat viel Vitamin B, Kalium und Eisen, wirkt entzündungshemmend und fängt freie Radikale. Ein echtes Superfood, das da in deinem Garten wächst!

Und es gibt so viele leckere Möglichkeiten, Rote Bete zu schlemmen:

  • Schneide sie roh in dünne Scheiben und schichte sie zusammen mit Käse, ein wenig Essig und gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer auf einen Teller. Darf‘s als Topping noch ein bisschen frisch gepflückter Rucola oder knackiger Feldsalat sein? Mmmmhhh…
  • „Borschtsch“ ist nicht nur ein Zungenbrecher, sondern vor allem ein toller Eintopf aus Roter Bete, Kartoffeln, Weißkohl, Karotten, Zwiebeln und Tomaten, der im Winter wunderbar wärmt und satt macht.
  • Ein Saft aus ÄpfelnKarotten, Roter Bete, Ingwer und etwas Honig boostet dein Immunsystem, so dass fiese Krankheitserreger keine Chance mehr haben!

Rote Bete anbauen ist einfach und macht nicht viel Mühe, wenn du ein paar Dinge beachtest. Die super gesunde Knolle schmeckt einfach köstlich und du kannst sie sehr abwechslungsreich in der Küche verwenden. Also, worauf wartest du noch? Nichts wie ein Samentütchen gezückt und raus in den Garten mit dir! ;)

Und falls du jetzt so richtig Lust bekommen hast, dein Gemüse selber anzubauen, dann  schau doch auch bei diesen Artikeln vorbei:

Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

Selbstversorger werden: So baust du deinen Jahresbedarf Gemüse an!

Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

Welche Erfahrungen hast du beim Rote Bete anbauen gemacht? Hast du eine Lieblingssorte? Lass mir gern einen Kommentar da!

* Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop

Fruchtleder im Glas

Fruchtleder: Gesunde Süßigkeiten selber machen

Fruchtleder ist die erste Wahl, wenn ich aus meinem eigenen Obst gesunde Süßigkeiten selber machen will. Der leckere Snack für zwischendurch schmeckt toll und hält sich lange – sofern ihn niemand vernascht. ;) Und das Beste: Fruchtleder selber machen ist überhaupt nicht schwer!

Inhaltsverzeichnis
Was ist Fruchtleder?
Fruchtleder Rezept: die Basics
Im Dörrautomaten Fruchtleder selber machen
Im Backofen Fruchtleder selber machen
Fruchtleder Variationen

Was ist Fruchtleder?

Wer seine Vorratskammer mit Selbstgemachtem füllt, wird früher oder später garantiert auch Fruchtleder herstellen. Die Süßigkeit ist nämlich nicht nur ein leckerer Snack, den du einfach aus dem Vorratsglas fischen und direkt verputzen kannst, sondern eignet sich auch prima zur Resteverwertung in der Küche. Aber was ist Fruchtleder eigentlich?

Fruchtleder ähnelt den Obstriegeln, die du einzeln abgepackt im Supermarkt kaufen kannst – nur eben selbstgemacht und ohne Zusatzstoffe. Es besteht aus püriertem und getrocknetem Obst, das in dünne Streifen geschnitten wird. Eigentlich super simpel – und richtig lecker!

Und es gibt noch einen riesigen Vorteil: Du bestimmst, was in dein Fruchtleder reinkommt, kannst verschiedenes Obst nach Lust und Laune mischen und die Süßigkeit deiner Träume kreieren. Dabei kommen dann auch noch gesunde Snacks heraus! Klingt fast zu gut, um wahr zu sein, oder? ;)

Wenn du dich auch übers Fruchtleder hinaus super gern ans Haltbarmachen heranwagen magst, dir aber noch das nötige Know-How fehlt, dann schnupper doch gern mal in meinen „Vorratskammer starten“-Onlinekurs ​rein. Da schauen wir uns Techniken wie Einkochen oder Fermentieren ganz genau an und füllen deine Vorratskammer bis unter die Decke. ;)

Dadurch, dass du bei diesem Rezept nicht an starre Zutatenvorgaben gebunden bist, kannst du in deinem Fruchtleder auch prima Obstreste verwerten. Auch Reste aus der Saftherstellung eignen sich dafür richtig gut.

Wenn du die Tiefkühltruhe aufräumst und da noch ein paar Tüten mit Obst zum Vorschein kommen, kannst du auch die ganz einfach in köstliches Fruchtleder verwandeln.

Je nachdem, was reinkommt, erinnert der Geschmack an Weingummis, Pflaumenmus oder Aprikosenkuchen. Mhhhh….lecker!

Fruchtleder selber machen und genießen

Fruchtleder Rezept: die Basics

Beim Fruchtleder selber machen ist das Equipment fast noch ein bisschen entscheidender als die Zutaten. Du brauchst Backpapier, einen Mixer oder Pürierstab und einen Dörrautomaten. Falls du keinen hast oder leihen kannst, tut es auch der Backofen.

Für dein Fruchtleder brauchst du eigentlich nur eine Zutat: Obst oder Obstreste deiner Wahl. Damit das Ergebnis auch schön süß wird, sollten die Früchte ausgereift sein. Im Zweifelsfall kannst du immer eine Handvoll Weintrauben oder ein bis zwei Bananen untermischen, die sorgen für ein bisschen mehr Zucker.

So geht’s:

  1. Obst waschen und putzen. Apfelschalen und Co sind im Fruchtleder herzlich willkommen, sie sorgen für eine gute Portion Ballaststoffe und machen deinen Snack noch gesünder.
  2. Das saubere Obst in einen Topf packen und langsam erwärmen. Wenn es anfängt zu köcheln, noch ein paar Minuten ziehen lassen und dann den Herd ausschalten.
  3. Jetzt ran an den Mixer! Du pürierst das Obst – und zwar super gründlich. Nach ein paar Minuten sollte eine feine Paste entstehen, in der keine Stückchen mehr zu sehen sind.
  4. Backpapier auf den Gittern des Dörrautomaten auslegen.
  5. Die Fruchtpaste auf das Backpapier auftragen und verstreichen – nicht dicker als maximal 0,5 cm. Ist die Schicht dicker, trocknet das Fruchtleder schlechter und du riskierst, dass sich Schimmel bildet.
  6. Das Ganze kommt jetzt bei 70°C für ungefähr sechs Stunden in den Dörrautomaten.
  7. Dein Fruchtleder ist fertig! Ich lasse es erst vollständig abkühlen und schneide es dann mitsamt Backpapier mit einer sauberen Schere* in 1-2 cm breite Streifen.
  8. Zum Schluss rolle ich jeden Streifen noch in eine lustige Schnecke und packe mir meine selbstgemachten Süßigkeiten in ein Vorratsglas.

Psst: Ganz oben im Regal versteckt hat das Fruchtleder übrigens die beste Chance, nicht sofort vernascht zu werden! ;)

Mehr Rezepte zum Haltbarmachen und Füllen der Vorratskammer gefällig? Ich habe meine sieben allerliebsten Rezepte zum Nachmachen für dich gesammelt und aufgeschrieben – hier kannst du sie dir ganz einfach herunterladen und abspeichern:

Hol dir mein Rezepte-eBook!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Backofen oder Dörrautomat: Das sind die Unterschiede

    Fruchtleder selber machen ist streng genommen nichts anderes, als Obst durch Trocknen haltbar zu machen. Ausschlaggebend für die Haltbarkeit ist, dass das fertige Fruchtleder gut durchgetrocknet ist. Wenn dein Fruchtleder noch sehr feucht ist, solltest du es weiter trocknen, sonst riskierst du, dass es anfängt zu schimmeln.

    Im Dörrautomaten Fruchtleder selber machen

    Der Vorgang, bei dem Lebensmitteln durch warme Luft getrocknet werden, nennt sich Dörren. Die Methode ist uralt, funktioniert heute aber noch genau so gut wie vor Jahrhunderten.

    Eigens zum Dörren gemacht und auf diese Technik spezialisiert sind Dörrautomaten. Sie sind so gebaut, dass du möglichst viel Obst und Gemüse – oder in unserem Fall mehrere Schichten Fruchtleder – in ihnen unterbringen und gleichzeitig trocknen kannst. Mehrere Trenngitter sorgen dafür, dass du Lage für Lage übereinanderschichten und so den Platz effizient nutzen kannst.

    Die große Stärke von Dörrautomaten ist nicht etwa die besonders heiße Temperatur, sondern die Durchlüftung. Denn Dörrautomaten funktionieren nach dem Prinzip Fön: Warme Luft pustet das Fruchtleder an, die das Wasser aus dem Fruchtleder zum Verdunsten bringt. Durch den Luftzug wird der Wasserdampf abtransportiert – und das Fruchtleder trocknet.

    Ein weiterer Vorteil von Dörrautomaten ist, dass sie relativ wenig Strom verbrauchen, da sie nicht auf hohe Temperaturen hochheizen müssen. Ob Fruchtleder, Apfelringe oder getrocknete Tomaten: 50-70°C reichen für die meisten Rezepte zum Dörren allemal.

    Ein schöner Nebeneffekt: Die warme Luft bleibt im Raum. Wenn du im Wohnzimmer dörrst, kannst du dort getrost für den Tag deine Heizung abstellen – der Dörrautomat liefert dir die Restwärme und einen herrlichen Duft gleich obendrein. ;)

    Im Backofen Fruchtleder selber machen

    Natürlich hat nicht jeder einen Dörrautomaten zuhause rumstehen. Obwohl ich ja sagen muss, dass sich die Anschaffung meiner Meinung nach wirklich lohnt. Vor allem, wenn du viel Obst und Gemüse selber haltbar machst, eröffnen sich dir mit einem solchen Gerät ganz neue Möglichkeiten.

    Ich habe auch schon Pilze im Dörrautomaten haltbar gemacht und Trockenfleisch darin hergestellt. Du siehst, mit ein bisschen Kreativität ist da ist vieles möglich!

    Du kannst stattdessen aber natürlich auch deinen Backofen zum Dörren verwenden. Ganz wichtig dabei: Umluft einstellen. Was du sonst noch beachten solltest:

    • Ein Backofen ist ein geschlossenes System. Beim Dörren ist es aber ganz wichtig, dass die warme, feuchte Luft entweichen kann. Deshalb solltest du beim Dörren im Backofen unbedingt einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen und so dafür sorgen, dass der Ofen immer einen Spalt breit offenbleibt.
    • Die Temperatur ist bei den meisten (älteren) Backöfen nicht so genau und so niedrig einstellbar, wie es zum Dörren ideal ist. Auf ungefähr 50°C kannst du die meisten Öfen zwar einstellen, aber das war’s dann auch schon.
    • So ein Backofen powert viiiiel mehr als ein Dörrgerät – und verbraucht auch dementsprechend mehr Energie. Wenn du im Backofen dörrst, würde ich dir daher immer raten, viel Fruchtleder auf einmal herzustellen, damit sich das Ganze lohnt.

    Fruchtleder Variationen

    Fruchtpürree zu trocknen ist keine neue Erfindung. Und die Idee ist weit verbreitet! Fruchtleder gibt es in vielen Ländern und Regionen. Dementsprechend vielfältig sind auch die Geschmacksrichtungen und Variationen, in denen es Fruchtleder gibt.

    Im persischen Raum gibt es das von der Sonne getrocknete „Lavashak“ aus Granatäpfeln. „Pestil“ nennt sich das typisch türkische Fruchtleder, das mit Walnüssen oder Pistazien verfeinert ist. In Deutschland ist die klassische Variante wohl Quittenbrot, das man – mit Zucker versetzt – aus Fruchtresten bei der Quittensaftherstellung gewinnt.

    Quittenbrot kommt Fruchtleder nahe

    Aus Obstresten Fruchtleder selber machen

    Es liegt eigentlich auf der Hand: Da wir beim Dörren die Flüssigkeit aus dem Obst herausbekommen wollen, ist es naheliegend, bereits mit entsaftetem Obst loszulegen.

    Klar: Wenn du Obst entsaftest, verschwindet nicht nur reines Wasser aus deinen Früchten, sondern auch Zucker und Geschmack. Der soll ja schließlich später im Saft landen. Im Trester, den Rückständen bei der Saftherstellung, sind aber immer noch jede Menge Aromen enthalten. Warum also nicht einfach Fruchtleder daraus machen?

    Wenn du vorhast, die Nebenprodukte beim Entsaften für Fruchtleder zu verwenden, solltest du dein Obst allerdings nicht nur Waschen, sondern auch Putzen, bevor es in den Entsafter wandert. Heißt: Kerngehäuse und unschöne Stellen entfernen – sonst hast du später Stiele und Co im Fruchtpüree.

    Den Trester koche ich nicht auf, sondern verwerte ihn roh. Er enthält so wenig Wasser, dass er im Topf nur anbrennen würde.

    Kleiner Tipp: Da der Wassergehalt von Anfang an niedriger ist, kannst du die Zeit im Dörrautomaten reduzieren. Fruchtleder aus Trester ist nämlich ziemlich schnell trocken.

    Besonders bei Äpfeln, Quitten und Birnen funktioniert diese Methode richtig gut!

    Süßes oder saures? Die richtige Balance schaffen

    Je nachdem, welches Obst du für dein Fruchtleder verwendest, kannst du dein Fruchtpüree mit verschiedenen Zutaten abschmecken, bevor du es trocknest.

    Herbe Zutaten wie Quitten oder Schlehen schreien geradezu nach zusätzlicher Süße, damit sie zum Geschmackshighlight werden. Ich greife da am liebsten zu Weintrauben. Sie sind nicht nur zur gleichen Zeit reif, sondern passen geschmacklich auch meistens richtig gut.

    Außer Trauben eignen sich auch Bananen zum Süßen. Sie bringen allerdings ihren eigenen Geschmack mit. Verwende sie also lieber nur, wenn du Lust auf bananiges Fruchtleder hast.

    Psst: Überreife Bananen peppen außer Fruchtleder auch Smoothies ganz hervorragend auf!

    Im Zweifelsfall kannst du für ein bisschen mehr Süße immer zum Honigtopf greifen. Ich glaube, mir fällt keine Obstkombi ein, zu der Honig nicht passt. Yams!

    Du kannst dein Fruchtpüree übrigens auch mit Gewürzen und Nüssen ergänzen. Ob Sesam, gehackte Walnüsse, Zimt, Kardamom oder Ingwer: Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

    Zimt und Honig würzen Fruchtleder

    Fehlt Säure, ergänzt du dein Fruchtpüree einfach um etwas Zitronensaft. Das hat auch den Vorteil, dass dein Obst nicht so schnell braun wird und das fertige Fruchtleder in wunderschönen Farben erstrahlt.

    Achtung: Zitronensaft solltest du immer erst nach dem Aufkochen hinzufügen, da er bei zu hohen Temperaturen bitter wird. So schonst du auch die darin enthaltenen Vitamine.

    Apropos Vitamine – die bringen uns zur nächsten Variation: Der noch gesünderen Variante unserer gesunden Süßigkeit…

    Rohes Fruchtleder – die vitaminschonende Variante

    Wenn du ganz besonders gesundes Fruchtleder selber machen möchtest, verzichtest du auf den zweiten Schritt in der Herstellung und machst dein Püree aus rohem Obst.

    Dafür pürierst du die geputzten, rohen Früchte und streichst das entstandene Mus auf deinem Backpapier aus. Den Dörrautomaten stellst du jetzt nur auf 50°C. Die allermeisten Vitamine überstehen dieses schonende Vorgehen unbeschadet. Sie warten dann im fertigen Fruchtleder darauf, von dir vernascht zu werden. ;)

    Bei der niedrigeren Temperatur dauert der Dörrprozess allerdings länger, plan also genug Zeit ein. Ich finde auch, dass ein vorheriges Aufkochen das Fruchtleder noch aromatischer macht – ich persönlich ziehe also die klassische Variante vor.

    Apfel-Zimt Fruchtleder mit Walnüssen

    Eine ganz himmlische Kombination ist die Mischung aus Apfel und Zimt. Ich mische dafür einfach noch etwas Zimt unter mein Apfelpüree, und schmecke es – je nach Apfelsorte – mit etwas Honig oder Zitronensaft ab.

    Ist das Fruchtmus dann auf dem Backpapier ausgestrichen, streue ich geröstete und gehackte Walnüsse darüber. Gerade in der kalten Jahreszeit zergeht das Apfel-Zimt Fruchtleder einem nur so auf der Zunge. Mmmhhhh…. Da kann ich gar nicht genug von kriegen!

    Kleiner Reminder: Vergiss nicht, dir für noch mehr Küchen-Inspirationen mein Rezeptbuch herunterzuladen!

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Mein Fazit? Ich bleibe dem Fruchtleder treu! Fruchtleder selber machen ist nun wirklich nicht schwer, dafür aber eine tolle Möglichkeit, aus allerlei Obst leckere, gesunde Süßigkeiten herzustellen. Gerade im Dörrautomaten ist die Herstellung von Fruchtleder ein Kinderspiel, aber zur Not tut’s der Backofen auch. Hast du deine Lieblingsvariante schon gefunden? Los geht’s!

    Du hast dir gerade einen Dörrautomaten angeschafft und probierst den gerade mit dem Dörren vonverschiedenem Obst und Gemüse aus? Dann gibt‘s hier gleich noch ein paar Ideen:

    Tomaten trocknen – den Geschmack des Sommers einfangen

    Basilikum ernten und trocknen: dein Sommerfeeling im Glas

    Quitten verarbeiten ohne Muskelkater: Die besten Tricks

    Hast du Fruchtleder schon mal selber gemacht? Welches Obst kommt bei dir auf jeden Fall mit rein?

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Holunderblütensirup im Topf

    Leckerer Holunderblütensirup in 5 Schritten: Frühling in deinem Glas!

    Wenn der Holunder im Mai und Juni wieder seine zarten weißen Blüten trägt und ganz unwiderstehlich duftet, ist es höchste Zeit, Holunderblütensirup selber zu machen! So fängst du dir diesen unvergleichlichen Geschmack in Flaschen ein und kannst ihn das ganze Jahr über genießen. Also schnapp dir die Gartenschere, ich zeige dir, wie es geht! :)

    Inhaltsverzeichnis:
    Übersicht: Holunderblütensirup selber machen
    Holunderblütensirup ohne Zucker
    Holunderblütensirup richtig lagern
    Rezepte mit Holunderblütensirup
    „Holunder tut Wunder“ – Holunder als sanfte Naturmedizin

    Übersicht: Holunderblütensirup selber machen

    Erntekörbchen und Gartenschere sind schon gezückt und du möchtest sofort Holunderblütensirup selber machen? Hier findest du eine Schnellanleitung!

    ArbeitsschrittTipps und Tricks
    Schritt #1:
    600 – 1000 Gramm Zucker, Saft von einer Biozitrone und kleingeschnittene ausgepresste Zitrone in 1 Liter Wasser geben und aufkochen. Abkühlen lassen.
    So hast du einen keimfreien Sud und beugst Schimmel vor.
    Schritt #2:
    25 laus- und käferfreie Holunderblütendolden ernten
    Am besten einem sonnigen Tag um die Mittagszeit ernten, dann ist das Aroma am intensivsten.
    Schritt #3:
    Holunderblüten vorsichtig ausschütteln und in den kalten Sud legen. Wenn jetzt noch Käfer an die Oberfläche krabbeln, schnell retten. ;)     Schüssel abdecken und 24 Stunden ziehen lassen
    Durch das Schütteln entfernst du die meisten Tierchen, die sich super gern in den Blüten aufhalten! Holunderblüten aber nicht waschen, sonst geht viel Aroma verloren.
    Schritt #4:
    Alles durch ein Sieb in einen Topf schütten
    Mit Zucker und Zitronensaft abschmecken
    Schritt #5:
    Aufkochen und fünf Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann Holunderblütensirup heiß in sterilisierte Flaschen füllen.
    Dunkel und kühl lagern

    Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

    Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte- eBook in dein Postfach:  

    Holunderblütensirup ohne Zucker

    Im Rezept für Holunderblütensirup ist ganz schön viel Zucker enthalten – das hat Sirup so an sich. ;) Wenn du allerdings Zucker sparen oder überhaupt keinen raffinierten Zucker verwenden möchtest, ist das kein Problem! Du kannst nämlich auch den Zuckeraustauschstoff „Erythrit“ zum Süßen nehmen.

    Psst, Nerd-Alarm: Erythrit oder E 968 steckt auch in Obst, Käse und Pilzen und hat im Vergleich zu Zucker ungefähr die Hälfte an „Süß-Power“. Nerd-Alarm off//

    Rezept für Holunderblütensirup ohne Zucker:

    20 -25 Holunderblüten
    1 Liter Wasser
    500 gemahlenes Erythrit
    2 Tl Pektin
    1 Biozitrone

    Damit das Erythrit nicht auskristallisiert, wenn dein leckerer Holunderblütensirup abkühlt, mahlst du es zu feinem Pulver. Dann gibst du das Pulver zusammen mit dem Pektin, dem ausgepressten Zitronensaft und der kleingeschnittenen ausgepressten Zitrone ins Wasser, kochst den Sud auf und lässt ihn abkühlen.

    Die geernteten Holunderblüten schüttelst du vorsichtig aus, damit in deinen Sirup keine „Fleischbeilage“ kommt. ;) Dann gibst du die Blüten in den Sud, deckst ihn ab und lässt in 24 Stunden ziehen.

    Jetzt gießt du alles durch ein Sieb in einen Topf und schmeckst nochmal mit Zitronensaft ab. Anschließend lässt du den Sirup fünf Minuten lang kochen und füllst ihn danach in sterilisierte Flaschen. Yummie! :)

    Übrigens kannst du auch leckeren Apfelsaft, Pflaumen und Birnen ganz ohne Zucker einkochen!

    Holunderblütensirup in Flaschen

    Holunderblütensirup richtig lagern

    Ob Holunderblütensirup ohne Zucker oder mit Zucker – die fertig abgefüllten und abgekühlten Flaschen bewahrst du am besten dunkel und kühl auf. Eine Speisekammer im Keller wäre zum Beispiel ein prima Ort dafür! So hält sich dein Sirup nämlich mindestens ein Jahr und bleibt auch aromatisch.

    Flaschen, die du geöffnet hast, solltest du in den Kühlschrank stellen und kontrollieren, ob der Sirup noch schimmelfrei ist, bevor du ihn ins Glas schüttest. Denn Erythrit konserviert im Gegensatz zu Zucker nicht – deshalb verdirbt Holunderblütensirup nach diesem Rezept auch schneller.

    Kleiner Tipp: Wenn du deinen Sirup in kleine Flaschen mit 250 ml Inhalt abfüllst, stehen Reste nicht so lange im Kühlschrank. Bei mir ist Holunderblütensirup allerdings auch in großen Flaschen immer so schnell weggetrunken, dass er erst gar keine Schimmel-Gelegenheit bekommt. ;)

    Falls du jetzt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack gekommen bist und nicht nur Holunderblüten, sondern auch anderes Obst und Gemüse haltbar machen möchtest, komm doch in meinen „Obst und Gemüse haltbar machen“ Kurs! Da zeige ich dir, wie du deine Ernte sicher einkochst und dir für den Winter köstliche Vorräte anlegst.

    Rezepte mit Holunderblütensirup

    Du kannst mit Holunderblütensirup aber nicht nur Mineralwasser, Tee oder Prosecco so richtig lecker aufpeppen, es gibt auch andere köstliche Möglichkeiten!

    Rezept #1: Holunderblütensirup-Panacotta

    Holunderblütensirup-Panacotta ist ein toller unkomplizierter Nachtisch für deine Gäste, der sich prima vorbereiten lässt!

    Du brauchst:
    400 ml Sahne oder Kokosmilch
    5 El Holunderblütensirup (nach Geschmack auch weniger oder mehr)
    8 g Agartine

    Und so geht´s:
    Sahne oder Kokosmilch in einen Topf geben, Holunderblütensirup und Agartine dazugeben. Alles erhitzen und zwei Minuten kochen lassen, dann in Förmchen füllen. Kaltstellen, bis die Panacotta fest geworden ist. Schmeckt super lecker mit Erdbeeren oder Himbeeren!

    Holunderblütensirup: Holunderblütengelee

    Rezept #2: Holunderblütengelee

    Du kannst deinen Holunderblütensirup auch zu einem köstlichen Gelee kochen, das grandios auf dem Frühstücksbrötchen schmeckt!

    Du brauchst:
    550 ml Wasser
    15 Holunderblütendolden
    300 ml Holunderblütensirup
    500 g Gelierzucker 2:1
    Saft von einer Biozitrone

    Und so geht´s:
    Die ausgeschüttelten Holunderblüten legst du über Nacht ins Wasser und deckst die Schüssel mit einem Deckel ab. Am nächsten Tag gießt du alles durch ein Sieb in einen Topf.
    Dann gibst du Holunderblütensirup, Zitronensaft und Gelierzucker dazu, verrührst alles gründlich und schmeckst mit Zitronensaft und Holunderblütensirup ab.
    Jetzt kochst du dein Gelee nach der Anweisung auf der Gelierzuckerpackung und füllst das kochend heiße Gelee anschließend in sterilisierte Gläser.

    Psst: Auch zum Marmelade einkochen habe ich ein super Rezept für dich!

    Rezept #3: Salatdressing

    Sogar für die herzhafte Geschmacksrichtung eignet sich Holunderblütensirup! Wie wäre es zum Beispiel mit einem leckeren würzigen Salatdressing?

    Du brauchst:
    ½ El mittelscharfer Senf
    ½ El Honig
    1 El Holunderblütensirup 
    1,5 El weißer Essig
    3 El Olivenöl 
    Salz 
    Pfeffer 

    Und so geht´s:
    Alle Zutaten bis auf das Olivenöl kräftig miteinander verrühren und abschmecken. Dann erst das Öl dazugeben und nochmals kräftig verrühren.

    Na, läuft dir schon das Wasser im Mund zusammen? Mir auch! ;)
    Mein Vorratsregal packe ich deshalb jedes Jahr wieder voll mit Holunderblütensirup-Flaschen. Hmmm….

    Vergiss aber nicht, deine Vorräte auch zu beschriften! Mit meinen Etiketten macht das richtig Spaß! ;)

    Holunderblütensirup selber machen
    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    „Holunder tut Wunder“ – Holunder als sanfte Naturmedizin

    Aus Holunderblüten kannst du aber nicht nur leckeren Holunderblütensirup machen, sondern auch einen Tee, der bei Erkältung oder Blasenentzündung hilft.

    Um einen Vorrat für den Winter anzulegen, zupfst du die Blüten von den Stängeln und lässt sie auf einem ausgebreiteten Tuch so lange trocknen, bis sie beim Anfassen knistern.
    Dann packst du sie in ein Glas und lagerst die getrockneten Blüten dunkel und kühl.

    Für einen Holunderblütentee übergießt du zwei Teelöffel Blüten mit 150 ml Wasser und lässt in zehn Minuten ziehen. Auch der Saft von Holunderbeeren hilft bei Erkältung! Du darfst die Beeren aber niemals roh verzehren, weil sie das giftige Sambunigrin enthalten. Es zerfällt erst beim Kochen.

    Übrigens lassen sich auch Tomaten und Basilikum super für den Vorrat trocknen!

    Holunder ist ein richtiger Tausendsassa – aus seinen Blüten kannst du super leckeren Holunderblütensirup machen oder auch Tee, der dir bei Infekten hilft. Also nix wie raus in die Natur mit dir, Holunderblüten sammeln! ;)

    Du möchtest nicht nur Holunderblütensirup selber machen, sondern auch deine Ernte einkochen oder fermentieren? Dann lies gerne hier weiter:

    Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

    Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

    Du möchtest zum ersten Mal Holunderblütensirup selber machen oder bist schon ein Profi? Ich bin gespannt, von deinen Erfahrungen zu hören!

    Salat pflanzen, pflegen und ernten – die komplette Anleitung!

    Du möchtest deinen eigenen Salat pflanzen? Dann habe ich gute Neuigkeiten für dich: Es ist nämlich absolut unkompliziert, dich das ganze Jahr über mit Salat aus dem eigenen Garten zu versorgen. Salatpflanzen stellen keine hohen Ansprüche an Boden und Nährstoffversorgung und sind (je nach Sorte) schon nach wenigen Wochen erntebereit. Also – worauf wartest du noch?

    Inhaltsverzeichnis:
    Salat pflanzen: Meine Lieblingssorten
    In der Mischkultur Salat pflanzen
    So geht Salat pflanzen!
    Salatpflanzen hegen und pflegen
    Wie und wann ernte ich Salat?
    Salatpflanzen: Krankheiten und Schädlinge

    Salat pflanzen: Meine Lieblingssorten

    Kopfsalat, Krachsalat, Eichblattsalat, Spargelsalat, Butterkopfsalat – das bescheidene Gemüse kommt in einer Vielzahl von Farben und Formen daher. Von welligen über gesprenkelte und zipfelige bis hin zu bunt aufgeplusterten Exemplaren – ein paar Köpfe wirst du in jedem Gemüsegarten finden. Wenn du Salat pflanzen möchtest, stellt sich daher zuallererst eine Frage: Welche Sorte darf es sein?

    Das ist zunächst einmal eine Geschmacksfrage: Mild oder bitter, knackig oder zart, rot oder grün? Es stehen für jede erdenkliche Kombination etliche Sorten zur Auswahl. Die Sorte deiner Wahl sollte aber auch zur Jahreszeit passen – schossfeste Sorten im Sommer und kälteresistente Sorten im Winter. Sonst geht dir dein Salat leider schnell in die Blüte oder erfriert…

    Für den Salatanbau in den kalten Monaten liebe ich die Sorte „Baquieu“. Sie schmeckt gut, wächst zuverlässig und ist rundherum robust.

    Salat pflanzen: Lieblingssorte Baquieu

    Im Sommer pflanze und nasche ich gern den „Pirat“. Er kapert dein Beet und dein Herz, wollen wir wetten? Auch „Summertime“ ist eine leckerer und robuster Kopfsalat in der warmen Jahreshälfte. Für ein bisschen Abwechslung baue ich daneben auch gern den Eichblattsalat„Till“ und den Romanasalat „Little Gem“ an – mmmhhh. :)

    In der Mischkultur Salat pflanzen

    Salate passen im Beet prima zu einer ganzen Reihe von Gemüse: Auberginen, Bohnen, Bohnenkraut, Erbsen, Rettich, Schwarzwurzeln, Rhabarber, Lauch, Knoblauch, Spargel und Ringelblumen – sie alle freuen sich über salatige Nachbarschaft.

    Du kannst auch immer prima in die Beete Salat pflanzen, in denen du schon langsam wachsende Gemüsekulturen stehen hast. Der Salat ist so schnell erntereif, dass die langsam wachsenden Gemüse sich in den gerade entstandenen Lücken ausbreiten können, wenn der Salat schon auf deinem Teller gelandet ist.

    Du willst gar nicht so viel Salat pflanzen, dass er für all deine Gartengemüse als Beetpartner herhalten kann? Dann habe ich etwas für dich! In der Mischkultur-Tabelle, die du dir hier fix herunterladen kannst, siehst du nämlich auf einen Blick, welche deiner grünen Freunde sich gut miteinander verkuppeln lassen und wer außer Salat als guter Beetnachbar in Frage kommt! Praktisch, oder?

    So geht Salat pflanzen!

    Damit deine salatige Pflanzaktion in einer dicken Ernte resultiert, findest du hier alles, was du dafür wissen musst.

    Ob Standort, Aussaat oder das richtige Timing – ich habe die wichtigsten Infos für dich zusammengestellt, damit aus deinen Saatgut prachtvolle und stolze Salate werden – auch wenn du noch nicht so viel Erfahrung im Gemüsegarten gesammelt hast. Also, los geht’s!

    1. Der ideale Standort zum Salat pflanzen

    Salat bevorzugt tiefgründige, gut durchwurzelbare Böden – im Idealfall mit einem hohen Humusgehalt und einer guten Wasserverfügbarkeit. Außerdem sollte es da, wo deine Salat Pflanzen zuhause sind, nicht zu windig sein.

    Generell kommt Salat aber mit so ziemlich allen Gartenböden gut klar, nur zu sauer sollte es nicht sein. Gärtnerst du auf einem leichten Sandboden, dann achte gut darauf, dass dein Salat immer genug zu trinken hat.

    Salate gedeihen prima bei viel Licht und gemäßigten Temperaturen, deswegen fühlen sie sich im Sommer sogar in bergigen Gegenden richtig wohl.

    2. Draußen säen oder drinnen vorziehen?

    Kopfsalate werden in der Regel vorgezogen und dann als junger Salat ins Freie gepflanzt. Die Direktsaat im Beet funktioniert meistens aber auch gut.

    Säst du Salat direkt, bedeutet das weniger Arbeitsaufwand für dich – du sparst dir schließlich die Vorbereitung und Pflege der Aussaattöpfchen und das Auspflanzen ins Beet. Direkt gesäter Salat neigt außerdem kaum dazu, in die Blüte zu gehen und ist weniger anfällig gegen Blattläuse.

    Aber auch das Vorziehen von Salat bringt Pluspunkte mit: Du benötigst weniger Saatgut, weil es in der Regel zuverlässiger aufgeht. Außerdem riskieren deine jungen Salat Pflanzen im Anzuchttopf kaum, von einer Schneckenhorde vernichtet zu werden. Vorgezogene Jungpflanzen fallen auch seltener hungrigen Drahtwürmern zum Opfer – sie sind halt einfach schon aus dem Gröbsten raus, wenn sie ins Freie kommen.

    Gerade im Winter und am Anfang der Gartensaison ziehe ich Salate gern im Haus vor – so sind sie schon ein paar Zentimeter groß, wenn es nach draußen geht, und haben einen ordentlichen Wachstumsvorsprung gegenüber ihren im Beet gesäten Kollegen.

    Junge Salat Pflanzen

    3. Wann wird Salat gesät?

    Deine Salat Pflanzen kannst du, je nach Sorte, ganz entspannt von Februar bis September draußen aussäen. Pflanzt du Salat im Gewächshaus, kannst du dort mit der Aussaat und Pflanzung sogar schon etwas früher loslegen.

    Einige Sorten kannst du noch im Herbst säen und sie dann den Winter über im Beet stehen lassen. Sie haben dann im folgenden Jahr einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und können mit den ersten warmen Tagen so richtig durchstarten! Wenn du für deine Beete Wintersalate planst, dann achte unbedingt darauf, die passenden Sorten zu wählen – frosttolerant sollten sie nämlich schon sein.

    Oder wie wäre es sogar mit einer Neujahrsernte deiner Salat Pflanzen? Gerade die Sorte „Baquieu“ kannst du auch noch im September dicht breitwürfig aussäen und mit einem Vlies abdecken, sobald es kalt wird.

    So ist deine Winterernte gesichert – den Salat kannst du nämlich einfach den Winter hindurch als Pflücksalat ernten. Erweiterst du deine Beete dann noch um Feldsalat, Postelein und Spinat, hast du den ganzen Winter über ein reich gedecktes, buntes und frisches Salatbuffet in deinem Garten!

    Damit auch immer genügend Salatköpfe bereit sind, aus dem Beet auf deinen Teller zu wandern, solltest du regelmäßig Salat pflanzen. Ich finde es am einfachsten, immer dann Salat neu auzussäen, wenn die zuvor gesäten Pflanzen erste Blätter bilden. So habe ich immer Salat Pflanzen ganz unterschiedlichen Alters in meinen Beeten und muss nie lange auf die nächste Ernte warten. Diese Herangehensweise nennt sich ‚gestaffelte Aussaat‘ und hat richtig System!

    Über das ganze Jahr verteilt kannst du mit fünf bis zehn Reihenmetern Salat pro Person rechnen, damit die (fast) tägliche Zufuhr an frischem, knackigem, saftigem Grün gewährleistet ist.

    Salat pflanzen – alle Infos auf einen Blick

    4. Salatpflanzen richtig vorziehen

    Salat säst du in einer mit Anzuchterde gefüllten Schale aus. Dort finden viele Samen Platz – du schaffst quasi einen Salat-Kindergarten! ;)

    Damit die Samen aufgehen, dürfen sie nur ganz dünn mit Erde bedeckt sein. Sie müssen nämlich ordentlich viel Licht abkriegen, um loszuwachsen. Außerdem musst du sie gut feucht halten. Damit sie nicht austrocknen, drückst du deine Saat vorsichtig an und bewässerst sie sanft, bevor du die Anzuchtschale an einen hellen Ort stellst.

    Viele Salatsorten keimen übrigens bei relativ niedrigen Temperaturen, das schaust du dir bei der Sorte deiner Wahl also am besten ganz genau an,

    Sind die ersten beiden Blattpaare da, wird es Zeit, deinen Salat zu pikieren. Wie das funktioniert, zeige ich dir hier ganz ausführlich.

    Willst du deine vorgezogenen Salat Pflanzen ein paar Wochen später ins Beet setzen, geht das ratzfatz: Du musst deine Beete dafür nämlich kaum vorbereiten. Es reicht, den Mulch rund um den auserwählten Platz beiseitezuschieben, um ein Pflanzloch für deinen Salat zu graben. Sobald du deinen Salat ins Beet gepflanzt und angegossen hast, verteilst du den Mulch einfach wieder um die Pflanzen herum.

    Wichtig ist auch, dass du auf die richtige Pflanztiefe achtest: Setzt du den Salat zu tief, werden die Blätter faulig, entwickeln und entfalten sich nicht richtig und sind allgemein krankheitsanfälliger. Schau also, dass das Herz über der Erde bleibt, die Wurzeln aber gut verankert sind.

    Salat pflanzen: Jungpflanzen werden ins Beet gesetzt.

    5. Im Freiland Salat direkt säen

    Wenn du deinen Salat direkt im Beet säst, solltest du vorher alle alten Pfanzenreste und eventuell vorhandenen Mulch aus dem zukünftigen Salatbeet entfernen und ein feinkrümeliges Saatbett schaffen. Das machst du, indem du die Beetoberfläche vorsichtig mit einem Rechen bearbeitest.

    Kopfsalate brauchen einen Pflanzabstand von 30 x 30 cm. Sie werden nämlich ganz schön groß, wenn sie erstmal ihre Köpfe ausbilden! Bei zu engen Abständen kriegen deine Salat Pflanzen irgendwann Platzprobleme. Außerdem haben Pilzkrankheiten dann leichtes Spiel, weil weniger Luft zwischen den Pflanzen zirkuliert und die Blätter nach Regen lange brauchen, um zu trocknen.

    Für die Aussaat ziehst du flache Rillen in einem Abstand von 30 Zentimetern in dein Beet. In diese legst du die Samen. Trotz des optimalen Pflanzabstandes von 30 Zentimetern würde ich dir bei einer Direktsaat dazu raten, in jeder Reihe etwas mehr Saatgut in die Erde zu bringen. Denn nicht aus jedem Salatsamen wird auch ein stattlicher Salat. Säe deinen Salat also lieber in geringeren Abständen und entferne nach dem Aufgehen ein paar der jungen Pflanzen, sodass dann alle Salat Pflanzen genügend Platz haben, ihre Köpfe weit auszustrecken.

    Anschließend rechst du die Rillen vorsichtig wieder zu. Weil Salate Lichtkeimer sind, solltest du die Samen höchstens 2 mm dick mit Erde bedecken.

    Nun fehlt nur noch der letzte Schritt – das Angießen der Saat*. Pass dabei auf, dass du die Samen nicht aus Versehen wegschwemmst. Das kann leicht passieren – und dann wachsen deine Salate wie Kraut und Rüben an Orten, wo du nicht mit ihnen rechnest!

    Damit die Pflanzen aufgehen und die ersten Schritte in ein erfolgreiches Salatleben machen können, müssen sie nun gut feucht gehalten werden. Ein Gärtnervlies, das du über das Beet ausbreitest, hilft dabei. Trotzdem solltest du frisch gesäte Salate an warmen Tagen zweimal gießen*, damit sie dir nicht austrocknen. Sonst hast du den Salat! ;)

    Junge Salat Pflanzen angießen

    6. Auf dem Balkon und im Hochbeet Salat pflanzen

    Du kannst Salat problemlos im Hochbeet oder im Balkonkasten anbauen – ein Volumen von mindestens 5 Litern sollte er aber schon haben. Pflücksalate eignen sich besonders gut für den Balkon – von ihnen hast du nämlich richtig lange etwas und ein paar Blätter sind schnell zur Hand.

    Achte darauf, dass das Substrat, in das du deinen Salat pflanzt, nicht zu nährstoffreich ist. Dafür kannst du zum Beispiel Pflanzerde mit etwas Sand mischen und dorthinein den Salat pflanzen.

    Wachsen deine Salat Pflanzen in kleinen Töpfen, dann gieß sie im Sommer regelmäßig. Zu viel Trockenheit bereitet deinen grünen Freunden nämlich ordentlichen Stress – was dazu führen kann, dass sie vor lauter Panik frühzeitig anfangen, zu blühen. Und das wollen wir schließlich vermeiden, denn dann werden die sonst so köstlichen Blätter bitter, und die Erntesaison nimmt ein jähes Ende.

    Pssst: Noch viel mehr Garten-Hacks, Gemüsewissen und Tipps und Tricks für eine dicke Ernte aus dem eigenen Garten gibt es in meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Lass mich dich an die Hand nehmen und dir Schritt für Schritt zeigen, wie du einen Selbstversorgergarten anlegst und mit wenig Aufwand richtig gute Erträge erzielst – auch wenn du noch wenig oder gar keine Erfahrung im Gärtnern hast. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist! :)

    Salatpflanzen hegen und pflegen

    Good news: Salat ist eine schnell wachsende Kultur und braucht nach der Pflanzung bzw. Aussaat kaum Pflege. Düngen musst du deine Salat Pflanzen nicht, wenn du in lebendiger Gartenerde oder Kompostbeeten gärtnerst. Die bietet dem Salat in der Regel alles, was er für sein (und dein) Glück braucht.

    Kopfsalat kannst du mit Hackschnitzeln mulchen, Pflücksalat wächst meist so dicht, dass du höchstens zwischen den Reihen etwas Mulch ausbringen kannst.

    Wenn du deinen Salat so richtig verwöhnen willst, dann zupfst du die Beikräuter rings um die jungen Pflanzen regelmäßig aus. Dann muss dein Salat sich Wasser, Platz und Nährstoffe mit niemandem teilen und kann stressfrei zu der Köstlichkeit heranwachsen, als die du ihn ernten magst.

    Wasser ist das A und O beim Salat! Häufiges Gießen ist für ein gesundes Wachstum ganz wichtig – Salat ist ein durstiger Kollege. Mit ausreichend Feuchtigkeit vermeidest du, dass die Blätter hart und bitter werden. Haben sie zu wenig Wasser, gehen die Salate aus Stress auch gern mal frühzeitig in Blüte oder wachsen sehr langsam.

    Wie und wann ernte ich Salat?

    Im Frühjahr und im Herbst vergehen zwischen der Aussaat und der ersten Ernte etwa 60 Tage, im Sommer nur 35 Tage. Sowohl Kopf- als auch Pflücksalat kannst du mehrfach beernten, indem du ihn etwa 4 Zentimeter über dem Boden abschneidest, ohne das Herz zu verletzen. So wächst er wieder nach und liefert dir drei bis vier Ernten statt einer.

    Alternativ dazu kannst du Kopfsalate auch von außen nach innen beernten. In dem Fall lässt du das komplette Herz stehen. So erholen sich die Pflanzen schnell und die nächste Ernte muss nicht lange auf sich warten lassen.

    Baquieu Salat ernten

    Ich ernte meinen Salat am liebsten in den frühen Morgenstunden*. So ist er super frisch und hält sich besser, als wenn er am Erntetag schon ein Sonnenbad genommen hat. Im besten Fall wandert er noch am selben Tag auf unsere Teller, denn selbst im Kühlschrank machen die meisten Salatsorten schon nach kurzer Zeit schlapp.

    Kleiner Tipp: Wenn du zu viel Salat geerntet hast, dann wickel ihn in ein feuchtes Küchenhandtuch, bevor er in den Kühlschrank wandert. Das verlängert seine Haltbarkeit ordentlich!

    Salat Pflanzen: Krankheiten und Schädlinge

    Ja, auch im Salatbeet gibt es leider ein paar Störenfriede…

    Das Salatmosaikvirus, der Falsche Mehltau und auch Blattläuse können deinem Salat das Leben richtig schwer machen. Es ist jedoch super selten, dass einem die Salaternte von Krankeiten oder Schädlingen so richtig vermasselt wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du auf jeden Fall die ein oder andere Salatschüssel mit deinem eigenen Salat füllen kannst.

    Wenn eine Krankheit in deinem Garten immer wieder auftritt, dann probier doch mal andere Salat Sorten aus. Für ganz viele Pflanzenkrankheiten gibt es mittlerweile resistente Sorten, mit denen du dein Problem umschiffen kannst.

    Auch der richtige Beetpartner hilft, wenn es darum geht, sich gegenseitig Krankheiten und Schädlinge vom Hals zu halten. Vergiss daher nicht, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen, damit du weißt, wer sich da auf wen positiv auswirkt im Beet!

    Nicht nur wir freuen uns über frischen Salat aus dem Garten, auch Schnecken machen sich gern mit Heißhunger über das frische, knackige Grün her. Wie du beim Salat pflanzen vorgehen kannst, sodass deine Pflänzchen vor den hungrigen Schneckenmäulern geschützt sind, kannst du hier lesen: Das hilft wirklich gegen Schnecken und Nacktschnecken!

    Salat pflanzen und anbauen
    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    Salat pflanzen gehört für mich einfach zum absoluten Gemüse-Basis-Programm. Egal ob auf dem Balkon, in Kübeln, im Hochbeet oder in einem ebenerdigen Beet: Salat macht überall eine tolle Figur, lässt sich prima immer wieder nachsäen, wächst rasch und darf gerne das ganz Jahr über auf dem Teller landen!

    Salat pflanzen reicht dir und deinem Gemüsebeet noch nicht? Wie wäre es dann mit einem dieser Gemüse für noch mehr Vielfalt in deinem Gemüsegarten:

    Mangold anbauen: Ein Regenbogen für dein Beet!

    Rosenkohl pflanzen: Der komplette Guide vom Anbau bis zur Ernte!

    Stangenbohnen pflanzen: Der komplette Guide!

    Bist du regelmäßig mit Salat pflanzen beschäftigt? Was sind deine Lieblings-Salatsorten? Lass gerne einen Kommentar da! (:

    *Werbung

    Basilikum getrocknet Ernte

    Basilikum ernten und trocknen: dein Sommerfeeling im Glas

    Körbe voll Basilikum zu ernten, ist für mich im Sommer ein absolutes Muss. Die aromatischen Blätter sind super vielfältig in der Küche: Sie lassen sich zu leckerstem Pesto verarbeiten, passen zu Tomate-Mozzarella und einige Sorten machen sich auch wunderbar im Tee. Kurzum: Basilikum ist ein richtig geniales Kraut! 

    Und damit du auch möglichst lange etwas von deinen Basilikum-Pflanzen hast, kommen hier ein paar Kniffe, wie du dein Basilikum am besten ernten und trocknen kannst. Also, legen wir los und konservieren den Sommer im Glas!

    Inhaltsverzeichnis
    Basilikum ernten: Da ist für jeden etwas dabei!
    Basilikum richtig ernten – Tipps für eine dicke Ernte
    Basilikum trocknen: Die drei besten Methoden für zu Hause
    Getrocknetes Basilikum richtig lagern

    Basilikum ernten: Da ist für jeden etwas dabei!

    Basilikum gibt es in vielen großartigen Formen und Farben. Im Supermarkt findet man aber häufig nur eine Variante: Zu den Klassikern gehört die Sorte „Genovese“. Die Pflanzen bilden große, saftig grüne Blätter, die dem bekannten Pesto seinen Namen verleihen. ;)

    Aber Basilikum kann noch viel mehr! Vor allem, wenn du die Pflanzen selber aussäst, kannst du dein Basilikum-Repertoire unglaublich erweitern. Es gibt tolle Basilikum Sorten mit dem gewissen etwas – ob mit Zitronengeschmack oder Zimtaroma, Basilikum ist überraschend vielfältig und du kannst sie alle wunderbar trocknen und für den Winter konservieren.

    Zu meinen Favoriten gehört auch die indische Basilikum-Sorte „Tulsi“: die Blätter haben einen leicht pfeffrigen Geschmack, sind reich an Antioxidantien und daher super gesund! Im getrockneten Zustand lässt sich daraus auch im Winter ein ganz hervorragender Tee zubereiten, der dich topfit durch die Erkältungszeit bringt.

    Also, ran an die Basilikumsamen und aussäen! :)

    Damit du genau weißt, wie du deine grünen Freunde verwöhnen kannst, damit sie kräftig wachsen und viiiele Blätter schieben, schau gerne auch bei diesem Artikel vorbei:  

    Basilikum pflanzen – Schritt für Schritt mit Kräuterplan! 

    Basilikum richtig ernten – Tipps für eine dicke Ernte

    Na, hast du auch schon mal einen Topf Basilikum aus dem Supermarkt mitgenommen, in der Hoffnung, einen neuen dauerhaften Begleiter für die zahlreichen Pizzapartys im Sommer zu haben? Aber nach wenigen Wochen ließ er schon die Blättchen hängen – und bald darauf war es dann ganz aus mit der wunderbaren Pizza-Basilikum-Symbiose? 

    So muss das nicht sein. Mit der richtigen Erntetechnik kannst du den ganzen Sommer laufend frische Blätter ernten. Und Basilikum ernten ist auch gar nicht schwer, wenn du diese einfachen Tipps beachtest:

    Basilikum Ernten und trocknen Triebe schneiden

    Tipp 1: Klotzen, nicht kleckern: Keine einzelnen Blätter abzupfen

    Basilikum mag es nicht, wenn du ihm immer wieder einzelne Blättchen von einem Trieb abzupfst. Dieser ständig bezupfte Trieb stirbt dann langsam ab und bildet keine Blätter mehr nach. Einer der Hauptgründe, warum gekaufte Basilikumpflanzen bei manch einem nicht alt werden. ;)

    Damit du eine schöne buschige Pflanze bekommst, solltest du stets ganze Triebe herausschneiden. Bewaffnet mit einer Schere oder einem scharfen Messer schneidest du die Triebe ein bis zwei Millimeter oberhalb einer Blattachsel ab. So kannst du auch immer wieder Verzweigungen initiieren, die deine Pflanze kräftiger und buschiger wachsen lässt. 

    Tipp 2: Kopf ab – die Triebspitzen entfernen

    Der zweite Tipp ist, grundsätzlich alle Triebspitzen abzuschneiden – und zwar rigoros! ;) Das Basilikum soll nicht sofort in die Blüte gehen, das geht nämlich auf Kosten des Aromas.  Am besten kürzt du die Triebspitzen regelmäßig um etwa fünf Zentimeter ein, auch wenn du die Pflanzen gerade nicht beerntest.  Auf diese Weise hast du den Erntezeitraum der aromatischen Blätter wieder um einiges verlängert.

    Psst: Als Lippenblütler besticht Basilikum mit einer wunderschönen Blütenpracht, meistens in weiß-rosa. Wenn du bereit bist, auf die Ernte von einer deiner Pflanzen zu verzichten – dann lass sie blühen! Das freut vor allem die Bienen und Hummeln, die sich liebend gerne über die Blüten her machen!

    Tipp 3: Der beste Zeitpunkt, um Basilkum zu ernten

    Die Pflege deines Basilikums hat sich ausgezahlt und es steht üppig im Beet? Dann ist jetzt endlich Zeit für die Ernte!

    Während der frühen Morgenstunden an einem warmen Sommertag befindet sich das Kräuteraroma auf dem höchsten Niveau. Also, Frühaufstehen lohnt sich, um super aromatisches Basilikum zu ernten (und dann zu trocknen). ;)

    Wenn du die ersten beiden Tipps beherzigst und dein Basilikum kontinuierlich schneidest, kannst du deine Pflanzen bis in den Herbst hinein beernten, erst dann wird es der kleinen Frostbeule zu kalt draußen. Bevor die Temperaturen unter 10°C fallen, solltest du deine Basilikum-Pflanzen am besten nochmal kräftig beernten und sie dann ins Haus holen, falls du dein Basilikum überwintern möchtest.

    Tipp 4: Saubere Basilikum-Blätter ernten: Die Abendliche Basilikum-Dusche

    Hier kommt noch ein großartiger Tipp, der in der Küche viel Zeit einspart: Wenn du weißt, dass du dein Basilikum trocknen möchtest, brause es am Abend vor der Ernte mit einem sanften Wasserstrahl sorgfältig ab. Dann sind die Blätter am nächsten Tag sauber und trocken, sodass du sofort loslegen kannst.

    Basilikum_Ernten und trocknen_frisch gegossen

    Basilikum trocknen: Die drei besten Methoden für zu Hause

    Weil Basilikum so lecker und vielfältig ist, freue ich mich besonders arg, wenn das aromatische Kraut auch noch im Herbst und Winter einen Weg in unseren Kochtopf (und natürlich in die Teetasse) findet. Damit du immer genug Vorrat von deinen Basilikum-Schätzen hast, kannst du es ganz einfach trocknen und in Gläsern lagern.
     
    Es gibt drei Möglichkeiten, um Basilikum zu Hause zu trocknen:

    • An der Luft,
    • im Backofen oder
    • im Dörrgerät.

    Jede Trocknungs-Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Deswegen lass uns die einzelnen Methoden genau unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, welche Methode für dich am besten geeignet ist.

    Methode 1: Basilikum an der Luft trocknen

    Die einfachste Methode ist es, dein Basilikum an der Luft zu trocknen. Und damit das auch gut klappt, solltest du den Ort zum Trocknen bewusst auswählen: Dieser sollte warm (aber nicht wärmer als 35°C), schattig, gut durchlüftet und dennoch windgeschützt sein. Bei manchen Häusern eignet sich der Dachboden gut, um Basilikum zu trocknen. Oder vielleicht stimmen die Bedingungen in deiner Gartenhütte mit Fenstern?

    Der Trocknungsvorgang sollte idealerweise nicht länger als 3-4 Tage dauern, weil du sonst Gefahr läufst, dass die Blättchen zu schimmeln beginnen. Dein Basilikum kannst du auf verschiedenen Wegen an der Luft trocknen.

    Du kannst z.B. ganze Zweige im Bündel oder als Kette an einer Schnur oder einem Faden aufhängen. Das ist definitiv der schnellste Weg und du brauchst nicht mehr als deine Basilikumzweige, eine Schnur und eine Möglichkeit zum Aufhängen.

    Kleiner Tipp: Gerade im Bündel trocknen die Zweige nicht ganz so gleichmäßig ab, weshalb ich das Trocknen „in Reih und Glied“ bevorzuge.

    Eine weitere Möglichkeit, das Basilikum an der Luft zu trocknen, ist mit Hilfe von einem oder gleich mehreren Trockenrahmen. Die kannst du auch super einfach selber bauen.

    Alles was du dafür brauchst ist: 

    • etwas Holz, für einen Rahmen oder auch einen alten Bilderrahmen (Mindestgröße 30cm x 30 cm),
    • einen feinmaschigen Draht oder ein Fliegengitter und
    • einen Handtacker oder Hammer und Nägel.

    Dann musst du das Gitter nur noch an deinem Rahmen befestigen und voilá: Schon ist dein Trockenrahmen fertig und wartet auf seinen Einsatz. :)

    Den oder die Rahmen kannst du entweder aufhängen, indem du an den vier Ecken gleich noch Schnüre festtackerst, oder du stapelst einfach mehrere Rahmen übereinander. So zauberst du dir in wenigen Schritten ein kleines Trockenregal, um noch mehr Basilikum (oder andere Kräuter aus deinem Garten) zu trocknen. Na, wie klingt das?!

    Wenn du dein Basilikum auf dem Trockenrahmen trocknen möchtest, lege die Blätter am besten im Ganzen auf das Gitter.

    Basilikum_ernten_getrocknet

    Basilikum an der Luft trocknen – Vorteile

    Der größte Vorteil dieser Methode ist, dass du nicht viel dafür brauchst. Vor allem keine zusätzliche Energie. Wenn du zu Hause einen geeigneten Raum hast, kannst du Basilikum trocknen ohne Ende. ;)

    Basilikum an der Luft trocknen – Nachteile

    Wenn du in einer Wohnung wohnst und partout keinen Ort findest, an dem die Bedingungen gut sind, ist die Methode nicht praktikabel.
    Und selbst auf einem super praktischen Dachboden musst du immer den Wetterbericht im Auge behalten. Manchmal reicht schon eine Regenwoche und damit eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in deinem Trockenraum aus – und dein Basilikum beginnt zu schimmeln.

    Methode 2: In die Röhre gucken- Basilikum im Backofen trocknen

    Du kannst Basilikum auch im Backofen trocknen. Dabei ist es aber ganz wichtig, dass du die Temperatur nicht zu hoch einstellst, damit dir die Blätter nicht „verbrutzeln“. Am besten benutzt du bei dieser Methode ein Backofenthermometer, so hast du gut im Blick, wie warm es in deinem Backofen wirklich ist. Wenn die Temperaturen weit über 35°C liegen, verliert das Basilikum an Aroma und Geschmack. Und gerade das wollen wir ja erhalten. ;)

    Das Tolle an der Backofen-Methode ist, dass du die sie auch anwenden kannst, wenn der Backofen sowieso gerade läuft. Da du nicht viel Wärme brauchst, um deine zarten Basilikum Blättchen zu trocknen, reicht die Nachwärme vom Brot- oder Kuchenbacken nämlich vollkommen aus.

    Wenn du dein Basilikum im Backofen trocknen möchtest, legst du die Basilikumblätter einzeln und im Ganzen auf dein Backblech. Nachdem die Pizza aus dem Ofen ist, wartest du so lange, bis dein Backofenthermometer nur noch ca. 40°C anzeigt, dann kannst du das Blech hineinschieben. Nach einer halben Stunde öffnest du die Tür einen kleinen Spalt, damit der Wasserdampf entfliehen kann. Dann schließt du die Tür wieder und wartest weitere 12 Stunden.

    Falls du gerade kein Ofengericht geplant hast, aber dein Basilikum trotzdem im Backofen trocknen möchtest, heizt du deinen Ofen auf die niedrigste Temperatur vor und schaust ebenfalls auf dein Thermometer, bis die 35 bis 40°C erreicht sind. Blech rein und nach einer Vierteltunde kannst du deinen Backofen bereits ausschalten. Auch in diesem Fall solltest du den Wasserdampf rauszulassen, damit dein Basilikum auch wirklich gut abtrocknen kann.

    Basilikum im Ofen zu trocknen – Vorteile

    Einen Backofen hat eigentlich jede*r zu Hause. Das heißt, dass du keine Anschaffungskosten hast und wenn du die Nachwärme nutzt, hast du auch keinen zusätzlichen Energieverbrauch.

    Basilikum im Ofen zu trocknen – Nachteile

    Der größte Nachteil beim Basilikum trocknen im Backofen ist die Temperatur. Wenn die zu sehr nach oben klettert, verliert dein leckeres Basilikum schnell an Aroma und ist dann im getrockneten Zustand nicht mehr ganz so geschmacksintensiv.

    Basilikum Ernten und Trocknen Pinterest
    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest

    Methode 3: Basilikum trocknen im Dörrgerät

    Für die dritte Methode benötigst du ein Dörrgerät. „Was? Noch ein zusätzliches Küchengerät?“, denkst du jetzt?! Jep, aber warum und unter welchen Umständen es sich trotzdem lohnen kann, erfährst du jetzt. ;)

    Mit einem Dörrgerät erzielst du definitiv die besten Ergebnisse. Du kannst die ideale Temperatur einstellen, um so das aromatisch Geschmackserlebnis aus deinem Basilikum herauszuholen. Außerdem haben die meisten Dörrgeräte mehrere Gitterböden, auf die du deine Basilikum Blätter verteilen kannst.

    Wenn du das Gerät angeschmissen hast, kannst wenige Stunden später, dein getrocknetes Kraut, was darauf wartet handgerebelt luftdicht verpackt zu werden. ;)

    Basilikum im Dörrgerät trocknen – Vorteile

    Wenn du aber einen schönen Kräutergarten hast und viele deiner Kräuter schonend trocknen möchtest, um möglichst viel von ihrem tollen Aroma zu bewahren, dann ist ein Dörrgerät eine super Investition.

    Und ein toller Nebeneffekt ist: Du kannst darin nicht nur Basilikum und andere Kräuter trocknen, sondern auch Apfelringe oder Bananen- und Gemüsechips zaubern.
    Und denk nur an die Pilzsaison. ;)

    Basilikum im Dörrgerät trocknen – Nachteile

    Ein großer Nachteil ist, dass du ein weiteres Gerät brauchst. Im Rahmen eines möglichst nachhaltigen und ressourcenschonenden Lebens sollte schließlich jede Neuanschaffung gut überlegt sein.

    Außerdem verbraucht das Dörrgerät natürlich zusätzliche Energie, da du das Gerät nur zum dörren anschmeißt. Aber psst: Es gibt auch fancy Solardörrer, die ganz und gar mit Sonnenlicht betrieben werden. :)

    Welche Methode zum Basilikum trocknen eignet sich für wen?

    Wenn der warme und gut belüftete Dachboden vorhanden ist, spricht doch alles für die luftgetrocknete Variante. Es geht super einfach und kostet so gut wie nichts.
    Außer du möchtest ein paar Trockenrahmen oder ein Trockenregal zu bauen. Da sind deiner Fantasie aber keine Grenzen gesetzt und es lässt sich einiges umnutzen und upcyclen. :)
     
    Die Backofen Methode ist vor allem etwas für die Spontanen unter Euch. Ihr habt viel zu viel Basilikum geerntet, der nun doch nicht gegessen wird? Ab damit in den Backofen, der eh noch warm ist, und die Ernte ist gerettet.

    Das Dörrgerät ist für die Visionäre unter euch, die von einer ganzjährigen Kräuterselbstversorgung träumen. Basilikum, Pilze, Äpfel – Mit einem Dörrgerät erweitert ihr eure Haltbarmachtechniken um ein wahrhaftes Supertool.

    Basilikum_trocknen_Glas

    Getrocknetes Basilikum richtig lagern – für die volle Dröhnung Aroma

    Wenn du ganze Stängel getrocknet hast, rebelst du die Blätter zunächst vom Stängel ab und füllst sie in ein Glas um. Die Blätter bleiben am aromatischsten, wenn du sie als Ganzes Blatt lagerst und erst kurz vor der Verwendung zwischen den Fingern zerreibst – so bekommst du die volle Dröhnung Aroma ab! ;)

    Für die Lagerung benutze ich entweder braune Gläser, um das Sonnenlicht auszusperren, oder ich stelle Gläser aus Weißglas in ein dunkles Schränkchen. Das klappt beides ganz wunderbar. Eine weitere Möglichkeit ist, die Blätter einzuvakuumieren. Da ich aber – wenn möglich – auf den Einsatz von zusätzlichem Plastik im Haushalt verzichte, bleibe ich viel lieber bei der bewährten Lagerung im Glas.

    Außerdem kann ich die Gläser mit schicken, selbstgemachten Etiketten nochmal richtig aufhübschen und behalte dann auch immer den Überblick, welche Kräuter ich in welchem Glas finde. Das willst du auch?

    Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!

    Etiketten zum Selber-Beschriften

      ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

      Du möchtest noch ein bisschen auf dem Blog weiterschmökern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

      Kräuter richtig pflanzen mit dem 3-Zonen-Plan

      Schritt für Schritt Basilikum pflanzen

      Kräuter-Stecklinge selber machen

      Hast du schon mal Basilikum mit einer dieser Methoden getrocknet? Berichte gerne von deinen Erfahrungen in den Kommentaren, so können wir alle voneinander lernen! :)

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop

      Rhabarber ernten

      Rhabarber ernten: Der komplette Guide

      Du möchtest deinen Rhabarber ernten, weißt aber nicht, ab wann und wie lange die fruchtig-saueren Stängel erntebereit sind? Und wie war das noch mit der Oxalsäure, ist roher Rhabarber nicht sogar giftig?

      In diesem Artikel findest du Antworten auf all deine Fragen rund ums Rhabarber ernten, damit du ihn in Hülle und Fülle ernten und ganz sorgenlos genießen kannst. Los geht’s! :)

      Inhaltsverzeichnis
      Rhabarber-Saison: Wann und wie lange Rhabarber ernten?
      Rhabarber putzen: Muss man Rhabarber schälen?
      Rhabarber ernten und roh essen
      So kannst du Rhabarber haltbar machen
      Rhabarber einkochen
      Rhabarber einfrieren
      Für die nächste dicke Ernte: Rhabarber anbauen und pflegen

      Rhabarber-Saison: Wann und wie lange Rhabarber ernten?

      Wenn dein Rhabarber erst vor kurzem in deinen Garten eingezogen ist, braucht er etwas Zeit, um richtig anzukommen. Erst in der zweiten Saison nach der Pflanzung ist dein Rhabarber bereit, ein paar seiner Stangen abzugeben. Vorher braucht er all seine Energie, um richtig in Fahrt zu kommen. Wenn du dich in Geduld geübt hast und er soweit ist, solltest du deine Staude aber auch nicht vollständig abernten.

      Hier gilt die Faustformel: Maximal ein Drittel der grünen Blätterpracht darf während der Ernteperiode entfernt werden, damit noch genügend Grün vorhanden ist, sodass die Rhabarber-Pflanze weiter Photosynthese betreiben kann.

      Je nach der Region, in der du lebst, kannst du ab etwa Mitte Mai mit der Rhabarber-Ernte beginnen. Ob dein Rhabarber schon erntereif ist, verraten dir ebenfalls seine Blätter. Wenn die Blätter nicht mehr zerknüllt oder geriffelt aussehen, sondern schön glatt und vollständig entfaltet, dann ist die Zeit gekommen: Du kannst dein Erntekörbchen rausholen und Rhabarber ernten*. :)

      Das Messer solltest du aber unbedingt in der Hosentasche lassen, wenn du losziehst, um deinen Rhabarber zu ernten. Denn auch wenn die dicken Stangen dazu einladen, solltest du deinen Rhabarber nicht abschneiden. Die Schnittstelle, die dadurch entsteht, ist sonst eine super Eintrittsmöglichkeit für Bakterien und andere Krankheiten. Dreh die Rhabarber Stangen einfach so weit wie möglich am Ansatz heraus. Du brauchst dafür schon etwas Druck, achte aber gleichzeitig darauf, dass du keine Teile des Wurzelstocks mit abtrennst.

      Rhabarber-Pflanze im Garten

      Traditionell endet die Rhabarber-Ernte, wie auch die Spargel-Ernte, am 24. Juni, dem so genannten Johannis-Tag. Aber dieser Umstand hat nicht nur etwas mit Tradition zu tun:

      Der Rhabarber muss jetzt Kraft sammeln, damit er dich im nächsten Jahr erneut mit leckeren Stangen beglücken kann und du ganz viel Rhabarber ernten kannst. Außerdem steigt der Oxalsäure-Gehalt in den Stängeln mit der Zeit an, was die Stangen ganz schön sauer macht.

      Weil der Johanni Tag leider immer viel schneller da ist als gedacht, kommen hier noch zwei Extra-Tricks, wie du deine Rhabarber-Ernte früher beginnen kannst und so ein paar Bonusstangen rausholst.

      Rhabarber früher ernten-Trick 1: Deck deine Rhabarber-Pflanze ab Januar mit einem Vlies ab, um es ihm schön kuschelig zu machen. Alternativ kannst du deinen Pflanzen auch einen Schal aus frischem Pferdemist umwickeln. Darunter ist es so schön warm, dass die Schlafmütze schon etwas früher aus dem Winterschlaf erwacht und du deinen Rhabarber früher ernten kannst.

      Rhabarber früher ernten-Trick 2: Brich deine Rhabarber-Blüte immer direkt aus. Auch wenn sie so schön aussieht: Wenn dein Rhabarber blüht, kostet ihn das viel Energie. Brichst du die junge Rhabarber-Blüte direkt raus, investiert die Pflanze die überschüssige Energie viel sinnvoller, nämlich in die Bildung neuer, superleckerer Stangen. ;)

      Falls du es doch mal verpasst hast, die Rhabarber-Blüte auszubrechen, ist das aber überhaupt nicht schlimm, denn Rhabarber-Blüten sind essbar. Ihr Geschmack ist süß-säuerlich und du kannst sie zum Beispiel marinieren und im Ofen backen. Ganz egal, ob süß oder herzhaft, Rhabarber-Blüten gehören definitiv zu den etwas in Vergessenheit geratenen Delikatessen aus dem Garten.

      Rhabarber-Blüte

      Rhabarber putzen: Muss man Rhabarber schälen?

      Nein, es ist nicht zwingend notwendig, Rhabarber zu schälen. Ehrlich gesagt, bin ich dafür meistens auch ein bisschen zu faul. ;) Es gibt aber Fälle, in denen es durchaus Sinn macht, den Rhabarber zu schälen: Wenn die Stängel schon etwas älter sind, werden sie leicht holzig und faserig. Diese Fasern sind sehr zäh und nicht so lecker im Essen – praktischerweise schälen sich die faserigen Rhabarber-Stangen sowieso schon fast von alleine. ;)

      Außerdem reichert sich in der Rinde von älteren Stängel Oxalsäure an, die du so einfach wegschälen kannst, um den Oxalsäure-Gehalt zu senken, aber dazu im nächsten Abschnitt mehr!

      Rhabarber ernten und roh essen

      Ich höre immer wieder, dass Rhabarber giftig sein soll und die Stangen auf keinen Fall roh gegessen werden dürfen. Das stimmt so aber zum Glück nicht ganz! Rhabarber enthält ­– wie andere Gemüse auch – Oxalsäure und die ist in großen Mengen giftig.

      Die Oxalsäure ist aber vor allem in den Blättern und im äußeren Rand von älteren Rhabarber-Stangen enthalten. Je nachdem, welche Sorte du angebaut hast und wie weit die Rhabarber-Saison schon vorangeschritten ist, können die Stangen 150 bis 500 mg Oxalsäure enthalten. Die tödliche Dosis von reiner Oxalsäure liegt für einen erwachsenen Menschen bei 5 bis 15 g.

      Eine normale Portion Rhabarber ist also für gesunde Menschen unbedenklich, vor allem, wenn du den Oxalsäuregehalt durch Schälen und Kochen noch weiter absenkst. Aber auch wenn du mal eine Stange Rhabarber roh im Garten knabberst, passiert deiner Gesundheit nichts. Und wer möchte bitte größere Mengen von den sauren Stangen roh verputzen? ;)

      Rhabarber-Stangen ernten

      Kleiner Tipp: Die roten Rhabarber-Sorten enthalten einen geringeren Oxalsäure-Gehalt als die Grünen.

      Wenn du allerdings Nierenprobleme hast oder an Gicht leidest, solltest du nur sehr wenig bis gar kein Rhabarber essen und auch bei dem Verzehr von Postelein, Mangold, Roter Bete, Spinat und Sauerampfer ­aufpassen – denn auch diese Kandidaten enthalten viel Oxalsäure.

      Da sich die Oxalsäure mit Kalzium, Magnesium und Eisen verbindet, kann die Verfügbarkeit dieser Nährstoffe für den Körper verringert werden, wenn du regelmäßig viel Rhabarber futterst. Solltest du also unter einem Eisenmangel leiden, iss am besten nicht allzu regelmäßig Gemüse mit einem hohen Oxalsäure Gehalt.

      Auf der anderen Seite ist aber sehr praktisch, dass die Oxalsäure durch zum Beispiel Kalzium gebunden wird und in dieser Form nicht mehr vom Darm aufgenommen werden kann. Das ist auch ein Grund, warum Rhabarber gerne mit kalziumreichen Speisen wie Pudding oder Vanillesoße kombiniert wird. ;)

      So kannst du Rhabarber haltbar machen

      Rhabarber einkochen

      Ich liebe es, im Sommer mit meinem Körbchen durch den Garten zu ziehen, um Rhabarber zu ernten. Danach schau ich sehr gerne noch bei den Erdbeer-Pflanzen vorbei, denn Erdbeeren und Rhabarber sind wie füreinander gemacht, findest du nicht auch? Die fruchtige Süße der Erdbeeren harmoniert so wunderbar mit der feinen Säure des Rhabarbers, was sie einfach zu einer unschlagbaren Kombination macht.

      Geernteter Rhabarber und Erdbeeren

      Zuhause schnappe ich mir dann gerne ein paar Schraubgläser, um Erdbeeren und Rhabarber zu einer leckeren Marmeladen einzukochen:

      Zutaten

      • 750 g Erdbeeren
      • 500 g Gelierzucker (2:1)
      • 250 g Rhabarber
      • Saft von 1⁄2 Zitrone

      Los geht’s!

      1. Erdbeeren waschen, putzen und in einen Topf geben. Den Gelierzucker dazugeben und mit den Erdbeeren pürieren.

      2. Blätter und Stielansätze vom Rhabarber entfernen und die Stangen waschen. Ältere, faserige Stangen kannst du schälen, jüngere Stangen direkt weiterverarbeiten. Stangen in kleine Stücke schneiden.

      Wenn du den Oxalsäure Gehalt des Rhabarbers verringern möchtest, kannst du die geschnittenen Stückchen in einem Topf mit ausreichend Waser einmal sprudelnd aufkochen. Das Kochwasser gießt du danach weg.

      3. Rhabarberstücke und Zitronensaft unter das Erdbeerpüree mischen. Das Ganze ca. fünf Minuten lang brodelnd kochen lassen. Den aufsteigenden Schaum abschöpfen.

      3. Die kochend heiße Marmelade in die sterilen Gläser füllen. Die Gläser direkt nach dem Einfüllen verschließen. Weil der Rhabarber und die Erdbeeren sehr viel Fruchtsäure enthalten, reicht es in diesem Fall, die Marmelade heiß abzufüllen, zusätzlich einkochen, musst du sie nicht.

      Du kannst deinen Rhabarber aber auch als Chutney oder Kompott einkochen, beides ist auch super lecker!

      Schau mal, wenn du für deine Einmach-Aktionen noch ein paar hübsche Etiketten gebrauchen kannst, dann habe ich hier was für dich:

      Etiketten zum Selber-Beschriften

        ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

        Rhabarber einfrieren

        Du warst gerade im Garten Rhabarber ernten, hast aber keine Zeit, ihn direkt zu einen köstlichen Gaumenschmauß weiterzuverarbeiten? Das ist kein Problem, denn du kannst Rhabarber sehr gut einfrieren.

        Dafür schälst du deine Rhabarber-Stangen bei Bedarf und schneidest ihn in kleine Stückchen. Dann packst du die Stücke portionsweise in Tüten, Beschriftung nicht vergessen und dann ab in den Gefrierschrank mit ihnen!

        Für die nächste dicke Ernte: Rhabarber anbauen und pflegen

        Ich habe den Rhabarber in meinem Garten viele Jahre für selbstverständlich gehalten. „Der wächst einfach“, dachte ich mir. Aber um die Staude jedes Jahr beernten zu können, musst du ihr ordentlich Futter zur Verfügung stellen.

        Seit ich das weiß, bekommt mein Rhabarber zu Beginn der Gartensaison im März eine Extraportion Hornspäne, die ich rund um die Pflanzen in den Boden einarbeite.

        Aber der Rhabarber ist nicht nur ziemlich hungrig, sondern auch ein echter Schluckspecht was die Wasserversorgung angeht. Was als ursprünglicher Auenland… äh Auenboden-Bewohner ja auch kein Wunder ist. ;) Deshalb solltest du deinem Rhabarber eine richtig dicke Mulchschicht verpassen, damit der Boden rund um die Pflanzen immer schön feucht bleibt. Gerade wenn es im April und Mai sehr trocken ist, solltest du regelmäßig gießen*, damit dein Rhabarber nicht durstet.

        Und auch nach der Ernte kann der Rhabarber nochmal eine Düngegabe vertragen. Ganz nach dem Motto: „Nach der Ernte ist vor der Ernte“.

        Gleich nachdem du die letzten Stangen des Jahres erntest, schickst du deinen Rhabarber mit einer zusätzlichen Düngegabe in den Jahresurlaub. Am besten eignet sich jetzt ein Stickstoffdünger wie Brennnesseljauche. Hast du deine Brennnesseljauche schon angesetzt? Wenn nicht, dann schau mal hier vorbei: Dünger selber machen: Brennnesseljauche herstellen!

        Merk dir diesen Artikel auf Pinterest

        Auch bei der Rhabarber-Ernte gilt also der Leitsatz: Die Dosis macht das Gift. Wenn du normale Mengen Rhabarber erntest und isst, musst du dir als gesunder Mensch keine Sorgen um die Oxalsäure machen. Und wenn du vor allem die jungen Stangen erntest und sie im nächsten Schritt kochst (nicht vergessen: das Kochwasser wegschütten), dann kannst du den Oxalsäure-Gehalt nochmal kräftig absenken.

        Falls dein Rhabarber noch in den Kinderschuhen steckt, dann gib ihm noch ein Jahr, bis er vor Kraft strotzt und du anfangen kannst, die Rhabarber-Stangen zu ernten.

        Du hast Lust, noch ein bisschen weiter zu stöbern? Dann schau gerne mal bei diesen Artikeln vorbei:

        Kirschen einkochen – einfach, schnell und super lecker!

        Marmelade einkochen: Rezept mit vier einfachen Schritten

        Johannisbeeren richtig schneiden: rote, weiße, schwarze!

        Bist du in deinem Garten auch gerade am Rhabarber ernten? Was stellst du mit deinen Erntebergen an? Ich freue mich, wenn du dein liebstes Rezept in den Kommentaren teilst! :)

        *Werbung

        fermentierte Tomaten

        Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

        Tomaten-Fans aufgepasst! Heute wird’s funky! Wir werden zusammen Tomaten fermentieren!

        Ich fermentiere am liebsten Cherrytomaten in verschiedensten Varianten – da sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Für euch habe ich heute vier super leckere Varianten ausgesucht: mal ein bisschen scharf, mit Thymian, Rosmarin oder Basilikum und Knoblauch. Da ist sicher für jeden von euch etwas dabei.

        Viele Leute sind fermentierten Lebensmitteln gegenüber erst mal etwas skeptisch eingestellt, weil sie es einfach nicht kennen. Aber ich verspreche euch, jeder, dem ich meine fermentierten Tomaten bisher vorgesetzt habe, war absolut begeistert! 

        Die Tomaten bitzeln durch das Fermentieren ein bisschen auf der Zunge, quasi wie mini Sternenexplosionen in deinem Mund. Das ist richtig lecker und die Gläser sind immer ruck zuck leer gefuttert.

        Deswegen würde ich sagen, bevor uns noch allen das Wasser im Mund zusammenläuft, legen wir mal los mit Tomaten fermentieren! ;)

        Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

        Mehr Informationen

        Tomaten fermentieren – welches Zubehör ihr braucht (und welches nicht)

        Das tolle Tolle am Tomaten fermentieren? Es funktioniert mit einfachen Techniken ohne viel Zubehör und teurem Schnickschnack. 

        Was ihr braucht sind Gefäße und etwas zum Beschweren. 

        Die Tomaten könnt ihr einfach in Schraubgläser füllen, dafür eignen sich zum Beispiel alte Honig- oder Gurkengläser ganz wunderbar. 

        Zum Beschweren finde ich sogenannte Fermentier-Gewichte (am besten mit Griffen) praktisch, ihr könnt anstelle dieser ziemlich überteuerten Glasgewichte aber auch einfach flache Steine verwenden.

        Tomaten fermentieren Gewichte

        Tomaten fermentieren – Schritt für Schritt!

        Schritt 1: Alles muss sauber sein

        Bevor es richtig losgeht, putze ich erst einmal die Gläser und spüle sie anschließend mit heißem Wasser aus, damit da keine Bakterien mehr rumkreuchen und fleuchen, die uns den Spaß an unseren Tomaten verderben könnten.

        Auch die Deckel und Gewichte (oder Steine) koche ich immer mit heißem Wasser ab, dann ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Fermentation auch schon getan. ;)

        Schritt 2: Setze eine Salzlake an

        Als nächstes setze ich meine Salzlake an, die schafft das perfekte Klima für die Milchsäurebakterien und sorgt dafür, dass die Tomaten auch schön lange haltbar sind. 

        Für die Salzlake brauchst du pro Liter kochendem Wasser 2,5 EL nicht jodiertes Salz, zum Beispiel Meersalz. Das Salz einfach unterrühren und warten, bis das Wasser abgekühlt ist und sich das Salz aufgelöst hat.

        tomaten fermentieren salzlake

        Übrigens: Die Milchsäurebakterien, von denen ich eben gesprochen habe, die quasi die ganze Arbeit beim Tomaten fermentieren leisten, sind bereits auf euren Tomaten vorhanden. Deswegen ist es super, wenn ihr die Tomaten nicht super gründlich abwascht. Das geht natürlich nur, wenn sie sauber sind. Falls sie etwas schmutzig sind, könnt ihr zuerst probieren, die Tomaten mit einer Bürste zu putzen.

        Wenn das auch nicht reicht, könnt ihr die Tomaten zum Fermentieren natürlich auch abwaschen, aber es klappt besser mit ungewaschenen Tomaten.

        Wenn jetzt aufgrund der Bakterien wieder der Gruselfaktor kommt, dann hier nur nochmal eine kleine Erinnerung, dass fermentierte Lebensmittel in unserem Alltag allgegenwärtig sind. Käse, Joghurt, Bier, all diese Lebensmittel sind durch Fermentation entstanden, auch unser leckeres Sauerteigbrot. Wenn ihr dazu mal ein Rezept wollt, könnt ihr dafür gerne bei diesem Artikel vorbeischauen. :)

        Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?

        Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen. 

        Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Fermentieren betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:

        Zur Challenge!

        Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! :)

        Schritt 3: Tomaten ins Glas füllen ohne Angst vor Schimmel

        Jetzt kannst du die Tomaten ein paar Mal mit einem Zahnstocher anpiksen, sodass die Milchsäurebakterien ein leichtes Spiel haben. Danach sind die Tomaten bereit, um in die Gläser gefüllt zu werden. Ich habe als erste Variante zu meinen Tomaten Thymianzweige und Chilis hinzugegeben. Wenn das Glas bis oben hin mit Tomaten, Thymianzweigen und Chilis gefüllt ist, wird das Glas mit der Salzake aufgefüllt und alles mit einem Gewicht beschwert. 

        Tomaten fermentieren 4

        Hierbei gibt es jetzt zwei ganz wichtige Dinge zu beachten: 

        • Die Salzlake muss vor dem Einfüllen in die Gläser schön abkühlen, sonst killt ihr eure Milchsäurebakterien und der Fermentationsprozess ist dahin.
        • Der gesamte Inhalt eures Glases muss von dem Gewicht unter Wasser gehalten werden. Kommen auch nur das kleinste Fitzelchen Gemüse oder ein paar Kräuter an die Oberfläche und somit mit Luft in Berührung, besteht Schimmelgefahr! 

        Kleiner Tipp: Wenn ihr beim Tomaten fermentieren einen extra Kick Schärfe wollt, dann könnt ihr die Chilis halbieren oder in Ringe schneiden. Dann würde ich euch aber empfehlen, die kleinen Kerne rauszumachen, da diese leicht an die Oberfläche treiben und so für Schimmel in eurem Glas sorgen können. 

        Für die zweite Variante habe ich Rosmarinzweige zu den Cherrytomaten hinzugefügt. Bei den Kräutern müsst ihr ein bisschen aufpassen, die übertragen ihren Geschmack nämlich ziemlich stark, also seid da nicht zuuu großzügig. :P

        Tipp: Damit auch die Kräuter nicht auftreiben verwende ich ganze Zweige, anstatt die Kräuter klein zu hacken. ;)

        Die dritte Variante besteht aus Tomaten und Thymianzweigen. Mein absolutes Lieblingskraut, da könnte ich mich wirklich reinlegen. 

        Und für die vierte und letzte Variante beim Tomaten fermentieren habe ich Knoblauch und Basilikumblätter zusammen mit den Tomaten in das Glas gefüllt. Den Knoblauch habe ich dafür einfach nur geschält und ganz unten ins Glas gepackt. Das ist tatsächlich auch meine liebste Variante, also probiert zumindest diese unbedingt mal aus. :)

        Wenn du Steine zum Beschweren verwenden möchtest, such dir am besten Exemplare, die ungefähr so groß wie die Öffnung deines Glases sind. Damit auch wirklich alles unter die lake gedrückt wird, habe ich darunter noch ein passgenau zurechtgeschnittenes Kohlblatt aus meinem Garten gelegt. So einfach kann Fermentieren sein.

        Psst: Auch Gurken lassen sich übrigens auf diese Weise super lecker haltbar machen! Und wenn du noch weitere Ideen suchst, um deine Tomaten in köstliche Vorräte zu verwandeln, schau doch mal bei meinem Artikel Tomaten einkochen vorbei! :)

        Hol dir weitere erprobte Rezepte zum Haltbarmachen deiner Ernte!

        Zu Beginn habe ich super viele Rezepte ausprobiert, um mein Obst und Gemüse haltbar zu machen. Aber ganz ehrlich: umso ausgefallener das Rezept, desto eher wurden die Gläser von meiner Familie – und vor allem von meinem Sohn – nicht angerührt. Aller Anfang ist schwer, aber mittlerweile habe ich raus, was meinen Liebsten gut schmeckt! Welche Gläser voller Köstlichkeiten in unserer Speisekammer keinen Staub ansetzen, habe ich dir in meinem Rezepte-eBook zusammengeschrieben.

        Hier kannst du dir meine sieben Lieblingsrezepte herunterladen:

        Hilfe – meine Lake beim Tomaten fermentieren wird ganz trüb

        Wenn deine Lake anfängt, trüb zu werden, musst du dir überhaupt keine Gedanken machen. Tatsächlich ist das ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass die Milchsäurebakterien in deinem Ferment richtig gut arbeiten. 

        Es kann auch mal vorkommen, dass sich auf deinen Gläsern Kahmhefe bildet. Das ist eine dünne weiße Schicht an der Oberfläche, die aber nicht wie Schimmel pelzig ist, sondern eher runzelig wie Elefantenhaut aussieht. Sie ist beim Tomaten fermentieren absolut ungefährlich. Ihr könnt sie sogar drauflassen oder wenn sie euch stört, einfach abschöpfen. 

        Tomaten fermentieren 1

        Fermentieren – Checkliste, so geht garantiert nichts mehr schief

        Wenn ihr auch noch andere Gemüse fermentieren wollt, dann ladet euch gerne meine Checkliste herunter. Da habe ich nochmal für euch zusammengestellt, was es alles beim Fermentieren zu beachten gibt und wie ihr beispielsweise sichergehen könnt, dass eure leckeren Fermente auf jeden Fall schimmelfrei bleiben.

        Hol dir die Anti-Schimmel-Checkliste!

        Trag dich hier ein und sichere dir meine Fermentier-Checkliste mit allen Schritten zu, die zurzeit alle neuen Newsletter-Abonnenten bekommen!

          Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

          Kennt ihr noch andere tolle Rezepte zum Tomaten fermentieren und hat das Rezept schon mal jemand von euch ausprobiert? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin schon ganz gespannt, von euch zu hören. 

          Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.