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Gemüse fermentieren: Gläser mit fermentiertem Gemüse

Gemüse fermentieren – das leckere Superfood aus deinem Garten!

Gemüse fermentieren ist eine einfache und sehr köstliche Methode, um deine Ernteschätze aus dem Garten haltbar zu machen. Außerdem sind fermentierte Lebensmittel auch noch gesund und tun deinem Darm so richtig gut. Mit meiner Fermentieren Anleitung hast du im Handumdrehen deine Regale voller Superfood – los geht´s!

Inhaltsverzeichnis
Was ist Gemüse fermentieren oder milchsauer einlegen?
Welche Gemüse kann man fermentieren?
Fermentiertes Gemüse: Gesundheitsplus für dich!
So geht Gemüse milchsauer einlegen
Gemüse fermentieren: Troubleshooting

Was ist Gemüse fermentieren oder milchsauer einlegen?

Das Wort „fermentieren“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Gärung“. So weit, so einfach. ;) Aber was passiert dabei eigentlich genau?

Dazu müssen wir ein wenig in den Chemiebaukasten greifen: Beim Gemüse fermentieren wandeln Mikroorganismen (zum Beispiel Hefen, Pilze und Bakterien) Stärke und Zucker in Milchsäure um. Deshalb heißt Fermentieren auch „milchsauer einlegen“. Damit die Gärung richtig gut funktioniert, brauchen die Mikroorganismen Raumtemperatur und eine möglichst sauerstoffarme Umgebung.

Die entstandene Milchsäure sorgt dann dafür, dass Schimmel oder unerwünschte Bakterien nicht überleben, und macht dein Gemüse sehr lange haltbar. Eigentlich wird Fermentiertes nie schlecht, sondern irgendwann nur viel zu sauer, um es zu verputzen. Es schmeckt dann einfach gar nicht mehr gut. Deshalb solltest du immer nur so viel fermentieren, wie du auch in absehbarer Zeit verbrauchen kannst. Ich verrate dir aber gleich auch noch einen Trick, mit dem deine Fermente extra lange haltbar bleiben.

Gemüse fermentieren: Sauerkraut einschichten

Welche Gemüse kann man fermentieren?

Zucchini fermentieren, Mangold fermentieren, Rote Bete fermentieren oder auch Möhren fermentieren: Du kannst so gut wie jedes Gemüse milchsauer einlegen! Von Brokkoli über Kürbis, Bohnen, Paprika, Zwiebeln oder Pilze: Milchsaures Gemüse ist so viel mehr als nur Sauerkraut. Die einzige Ausnahme sind zarte Blattgemüse wie Spinat oder Salat. Während der Fermentation werden die nämlich schleimig statt lecker.

Wenn du gekauftes Gemüse fermentieren möchtest, eignen sich dafür am besten Bioprodukte. Chemische Spritzmittel vernichten nämlich nicht nur Schädlinge und Krankheiten, sondern auch die Mikroorganismen, die für die Milchsäuregärung zuständig sind. Die Fermentation beginnt dann nur sehr zögerlich und der Schimmel hat ein leichtes Spiel.

Alles, was du beachten musst, damit sich der Schimmel nicht in deinen Fermenten einnisten kann, habe ich dir in meiner „Checkliste Fermentieren“ zusammengefasst. Lad sie dir gern hier herunter:

Fermentiertes Gemüse: Gesundheitsplus für dich!

Milchsauer vergorenes Gemüse gilt als super gesund – aber warum?
Das hängt mit unserer Verdauung zusammen – denn was vorne reingeht, kommt ja bekanntlich hinten wieder raus und hat unterwegs die eine oder andere Wirkung. ;)
Und rohes fermentiertes Gemüse tut dir dabei deshalb so besonders gut:

  • Gesundheitsplus #1:
    Da unser Immunsystem stark von der Darmgesundheit anhängt, sind unsere Abwehrkräfte besonders stark, wenn der Darm gesund ist – logisch. Beim Gemüse fermentieren entstehen Milchsäurebakterien, sogenannte probiotische Bakterien. Sie sind gut für den Darm und verdrängen schädliche Bakterien. So tragen sie zu einem fitten Immunsystem bei. Eine Tasse voll rohem, fermentiertem Gemüse enthält mehr probiotische Bakterien als eine ganze Packung fertig gekaufter Probiotika – und kostet dich so gut wie nichts. Richtig cool, oder?
  • Gesundheitsplus #2:
    Fermentiertes Gemüse ist für den Körper einfach zu verdauen. Die Mikroorganismen übernehmen die erste Stufe der Verdauung und so können wir wertvolle Inhaltsstoffe in unserem Essen viel besser verwerten.
  • Gesundheitsplus #3:
    Und das ganz Besondere ist: Während die kleinen Helferlein fleißig arbeiten, entstehen zusätzliche Vitamine und kurzkettige Fettsäuren, die richtig gut sind für das Immunsystem.

Du siehst: Gemüse fermentieren ist eine sehr günstige und wirkungsvolle Methode, um sich gesund zu ernähren. Ganz abseits von allen Ernährungs-Hypes und Modetrends!

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So geht Gemüse milchsauer einlegen

Du kannst es jetzt kaum noch erwarten, mit dem Gemüse fermentieren loszulegen? Dann habe ich eine gute Nachricht für dich: Alles, was du dafür an Ausrüstung brauchst, hast du wahrscheinlich schon zu Hause. :)

Du brauchst:

Und so geht’s:

1. Immer sauber bleiben!

Wie beim Einkochen auch, musst du beim Gemüse fermentieren sehr sauber arbeiten. Deshalb kochst du alles ab, was mit dem Gemüse in Kontakt kommt: Die Gläser*, den Stampfer, die Schüssel, in die du das Gemüse reibst, die Reibe bzw. das Messer usw. Auch deine Hände wäschst du gründlich mit Seife. So haben unsere kleinen Helfer, die Milchsäurebakterien, möglichst wenig Konkurrenz und der Schimmel hat nur geringe Chancen, die Oberhand zu gewinnen.

Für dein Gemüse gilt das allerdings nicht: Wenn du es gründlich abwäschst, verschwinden auch die Milchsäurebakterien gleich mit im Abfluss. Deshalb nur im Zweifelsfall ganz kurz abwaschen – und sonst genügt es, groben Schmutz mit einem Tuch zu entfernen und das Gemüse leicht abzureiben.

2. Groß oder klein? Das ist hier die Frage!

Jetzt musst du entscheiden, wie du dein Gemüse fermentieren möchtest: Geraspelt, geschnitten oder am Stück? Je mehr du das Gemüse zerkleinerst, desto intensiver schmeckt es am Ende. Wenn du unsicher bist, kannst du alle drei Varianten ausprobieren und in einer feierlichen Verkostung gemeinsam mit deinen Liebsten entscheiden, was euch am besten schmeckt. :)

3. Fermentieren: Wieviel Salz brauchst du?

Beim Fermentieren brauchst du 20-30 g Salz pro Kilo geraspeltem Gemüse. Wichtig ist, dass du es gründlich untermischst. Und zwar so:

Für geschnittenes oder ganzes Gemüse kochst du eine Salzlake aus einem Liter Wasser und 20-30 g Salz auf und lässt sie vollständig abkühlen. Es ist wichtig, dass du ein hochwertiges Meer- oder Steinsalz verwendest ohne Hilfs- oder Zusatzstoffe. Die Mikroorganismen, die dein Gemüse fermentieren sollen, können sonst nicht richtig arbeiten und das ist für Schimmel die goldene Eintrittskarte.

Gemüse fermentieren: Zutaten für Salzlake

4. Schicht im Schacht: Gemüse fest ins Glas schichten

Als nächstes stampfst du geraspeltes Gemüse in der Schüssel, bis der Zellsaft austritt. Dafür gibt es extra Holzstampfer zu kaufen – du kannst aber auch ganz einfach deine Faust verwenden oder die Raspeln mit den Händen kneten.

Das gestampfte Gemüse schichtest du nach und nach in Gläser oder in deinen Gärtopf. Dabei drückst du die einzelnen Schichten immer wieder ganz fest nach unten, damit keine Luft mehr zwischen den Raspeln ist. Auf der obersten Schicht muss richtig gut Flüssigkeit stehen, die das Gemüse vollständig bedeckt.

Schau mir auf Youtube gerne zu, wie ich Sauerkraut selber mache:

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Mehr Informationen

Wenn du ganzes oder gestiftetes Gemüse fermentieren möchtest wie zum Beispiel Salzgurken, packst du es einfach möglichst dicht an dicht in die Gläser und füllst mit der abgekühlten Salzlake auf. Das Gemüse muss auch hier unbedingt vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein.

5. Fermentieren: Womit beschweren?

Damit keine Gemüseschnipsel auftreiben, brauchst du jetzt etwas, das dein Ferment permanent nach unten, unter die Oberfläche, drückt. Es gibt extra Gewichte dafür zu kaufen, die das zuverlässig für dich erledigen. Du kannst aber auch fermentieren ohne Gewichte!

Und das geht so: Du deckst du deine Fermente mit einem großen Kohlblatt ab und klemmst ein steriles kleines Schraubglas oder eine kleine Untertasse zwischen Kohlblatt und Deckel. Easy, oder?

Deine Ernte haltbar zu machen findest du super spannend und möchtest noch viel mehr dazu wissen? Dann komm doch in meinen „Vorratskammer starten“-Onlinekurs, da zeige ich dir alle Methoden, Tricks und Tipps zum Einkochen. Ich freue mich, wenn du mit an Bord bist! :)

6. Füllstand beachten

Deine Gefäße sollten nie ganz voll sein, denn bei der Milchsäuregärung zischt, schäumt und blubbert es gewaltig und du brauchst den Abstand zum Rand, damit nicht so viel aus deinen Gläsern ausläuft.

Jetzt kommt der Deckel drauf. Weckgläser* verschließt du mit Gummi* und Klammern*, Schraubgläser darfst du nicht ganz zudrehen. Die entstehenden Gase können sonst nicht entweichen und die Gläser würden im schlimmsten Fall explodieren.

7. Jetzt heißt es warten!

Für die nächsten vier bis zehn Tage bleibt dein fermentiertes Gemüse in der Küche oder an einem anderen warmen Ort stehen. Denk unbedingt daran, etwas unterzulegen, das eventuell übersprudelnde Flüssigkeit auffängt.

Nach dieser Zeit stellst du deine Gläser kühl, um die Fermentation zu verlangsamen. 15-18° C sind für die Milchsäurebakterien ab jetzt ideal.

Je länger du dein Ferment stehen lässt, desto aromatischer, aber auch desto saurer schmeckt es. Kleiner Richtwert zur Wartezeit: Gurken: 1 Woche, Sauerkraut 4-6 Wochen, Wurzelgemüse 7-9 Wochen.

Willst du die Fermentation nahezu komplett stoppen, kannst du deine Gläser auch in den Kühlschrank stellen. Durch die kühle Temperatur bleiben deine Fermente nämlich extra lange haltbar!

Gurken und Möhren fermentieren

Gemüse fermentieren: Troubleshooting

Eigentlich ist Gemüse fermentieren ganz einfach – aber trotzdem kann es hier und da mal Schwierigkeiten oder Fragen geben. Hier kommen die drei häufigsten Fragen zum Gemüse fermentieren!

Frage #1: Wann ist fermentiertes Gemüse schlecht?

Auf meinem Ferment schwimmt eine hauchdünne graue Schicht, die ein wenig wie Elefantenhaut aussieht! Was ist das?

  • Bei der Haut handelt es sich um Kahmhefe, die ist völlig harmlos. Wenn du möchtest, kannst du sie abschöpfen, damit sie keinen unerwünschten Geschmack in dein Ferment bringt.

    Sollte aber beim Fermentieren Schimmel entstanden sein, also auf der Salzlake Schimmel schwimmen, musst du das Ferment leider unbedingt komplett entsorgen. Schimmel erkennst du daran, dass er grau oder grünlich-blau ist und Pelz trägt.

Frage #2: Es treiben immer wieder Gemüseschnipsel nach oben. Ist das schlimm?

  • Gemüseschnipsel, die sich lösen und dann an der Oberfläche treiben, beginnen sehr leicht zu schimmeln. In diesem Fall solltest du das Glas unbedingt öffnen und die vorwitzigen Schnipsel heraussammeln. Sonst wird dir dein Ferment über kurz oder lang verschimmeln.

Frage #3: Wie lange hält fermentiertes Gemüse?

  • Die allermeisten Fermente sind mindestens sechs Monate lang haltbar, teilweise auch viel, viel länger. Wenn du dich an die Grundregeln hältst, können deine Fermente quasi nicht schlecht werden! Meine Checkliste zum Fermentieren hilft dir, Fehler zu vermeiden. Hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

Übrigens: Fermente gären ständig weiter – auch wenn sie kühl stehen! Mit der Zeit schmecken sie deshalb immer saurer, sodass du sie vielleicht irgendwann nicht mehr essen magst.

Dabei kommt es allerdings immer auf die Gemüsesorte an: Sauerkraut zum Beispiel kannst du auch nach einem Jahr noch locker essen, wogegen Tomaten dann dem einen oder anderen schon längst nicht mehr schmecken. Das ist einfach im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache! ;)

Mein Fazit zum Gemüse fermentieren? Die Technik ist eine einfache und leckere Methode, um die Ernte aus dem Garten haltbar zu machen. Außerdem sind Fermente auch noch richtig gesund und alles, was du dafür brauchst, hast in der Regel schon zu Hause. Also nix wie ab in die Küche, mach dir dein eigenes Superfood!

Wenn du nach so viel Theorie jetzt fürs Gemüse fermentieren Rezepte suchst, stöbere doch gerne hier weiter:

Kimchi selber machen – das ultimative Rezept für Einsteiger!

Apfelessig selber machen: Einfaches und gelingsicheres Rezept

Rote Bete fermentieren: Mit diesem Rezept gelingt der Gaumenschmaus!

Welche Erfahrungen hast du mit Gemüse fermentieren? Ich bin gespannt, was du schon alles fermentiert hast!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Marmelade kochen: verschiedene Marmeladen und Obst

Marmelade kochen: 5 einfache Schritte zum Glück auf dem Brot!

Marmelade kochen ist wirklich einfach und hat nur Vorteile: Sie schmeckt soo viel besser als gekaufte Marmelade – und nur du bestimmst, was drin ist, und kannst dein Obst aus dem Garten das ganze Jahr über genießen. Mit diesem Grundrezept bist du für jede Obsternte gut gerüstet!

Inhaltsverzeichnis
Marmelade kochen: 5 einfache Schritte im Überblick
Auswahl und Vorbereitung der Früchte
Sauber bleiben: Hygiene beim Marmelade kochen
Geschmackssache: Marmelade abschmecken
Marmelade kochen und heiß einfüllen
Marmelade einkochen

Marmelade kochen: 5 einfache Schritte im Überblick

Damit du gleich loslegen kannst mit dem Marmelade kochen, hab ich dir hier kompakt und übersichtlich zusammengefasst, was du tun musst, um deinen Obstberg ins Glas umziehen zu lassen. Du kannst also schon mal die Möbelpacker, äh, die Erntehelfer bestellen! ;)

Marmelade einkochen in 5 SchrittenGut zu wissen
Schritt #1: Früchte sortieren, waschen, putzen und in Stücke schneidenNur einwandfreie, frische Früchte verwenden und die Schale, wann immer es geht, dranlassen: Da sitzen die ganzen wertvollen Inhaltsstoffe!
Schritt #2: Gläser sterilisierenSchimmel und Co vermeiden
Schritt #3: Marmelade abschmeckenBraucht es mehr Zucker oder noch Zitronensaft, würden Gewürze gut passen?
Schritt #4: Marmelade kochen und heiß einfüllenLaut Packungsanweisung auf dem Gelierzucker, Gelierprobe machen
Schritt #5: Marmelade einkochenFalls das Verhältnis Frucht:Zucker mehr als 2:1 beträgt, 30 min bei 90° Celsius im Wasserbad einkochen

Deine Gläser stehen jetzt fix und fertig zum Abkühlen auf der Arbeitsplatte? Dann fehlen ihnen noch schicke Etiketten! Die sind nicht nur das Tüpfelchen auf dem i, sondern helfen dir auch, den Überblick in deiner Vorratskammer zu behalten.

Lad sie dir gerne hier herunter:

Auswahl und Vorbereitung der Früchte

Zum Marmelade kochen eignet sich nur frisches, einwandfreies Obst. Das liegt daran, dass Fäulniskeime, die sich in angeschlagenen Früchten schon gemütlich eingenistet haben, sonst dafür sorgen würden, dass deine Marmelade schnell verdirbt. Und das wäre doch super schade, oder? Kleine braune Stellen kannst du aber einfach großzügig herausschneiden.

Nach diesem strengen Eignungstest wäschst du deine verbliebenen Superfrüchte gründlich ab, putzt sie und entfernst die Kerne. Wenn du möchtest, kannst du sie auch schälen. Ich lasse die Schale immer gern dran, weil sich da besonders wertvolle Inhaltsstoffe verbergen, die ich gerne esse, statt sie im Kompost zu entsorgen. ;)

Marmelade kochen: aufgeschnittene Aprikosen

Sauber bleiben: Hygiene beim Marmelade kochen

Hygiene ist das A und O beim  Marmelade kochen, damit sie sich lange hält! Deswegen spülst du Gläser, Deckel, evtl. Einkochringe sowie Schöpfkelle und Trichter gründlich und sterilisierst sie anschließend.

Dazu füllst du die Gläser mit kochendem Wasser und übergießt Kelle und Trichter mit kochendem Wasser. Deckel und evtl. Gummiringe kochst du fünf Minuten lang mit einem Schuss Essig im Wasser aus.

Dieser Schritt ist zwar ein wenig lästig, aber er lohnt sich! Denn nichts ist ärgerlicher, als verschimmelte selbst gekochte Marmelade in die Biotonne zu kratzen.

Du hättest gern noch mehr Tipps und Tricks zum sicheren Einkochen? Dann komm doch in meinen „Vorratskammer starten“-Onlinekurs​​, da zeige ich dir, wie du deine Obst- und Gemüseernte sicher einkochst und so das ganze Jahr über genießen kannst. Ich freue mich, wenn du Teil unserer Einkoch-Crew wirst!

Geschmackssache: Marmelade abschmecken

Auch wenn du ein richtig tolles Rezept hast: Beim Marmelade kochen solltest du unbedingt immer wieder probieren, bis dir die Marmelade so gut schmeckt, dass du sie am liebsten direkt aus dem Topf löffeln würdest. ;)

Als Anhaltspunkte kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Ist die Marmelade süß genug? Könnte etwas Honig noch ein tolles Aroma beitragen?
  • Hast du genügend Säure verwendet? Ich finde, Zitronensaft verstärkt den Eigengeschmack der Früchte richtig gut und ist beim Marmelade kochen super wichtig.
  • Würden bestimmte Gewürze gut passen? Vanille, Zimt oder Chili machen sich richtig gut beim Marmelade kochen.
  • Kräuter wie Rosmarin, Zitronenmelisse oder Lavendel zaubern eine ganz besondere Note in deine  Marmelade – aber du darfst davon nicht zu viel verwenden. Nimm immer nur einen Hauch! ;)
  • Welche Marmeladen-Konsistenz magst du am liebsten? Wenn die Früchte weichgekocht sind, kannst du sie problemlos ganz oder teilweise pürieren.

Psst: Ich habe auch ein oberköstliches Erdbeermarmelade-Rezept für dich!

Marmelade kochen: Früchte im Topf

Marmelade kochen und heiß einfüllen

Alle deine Geschmacksknospen feiern Party, weil du die weltbeste Marmelade im Topf hast? Herzlichen Glückwunsch, dann kann es ja mit dem Marmelade kochen losgehen! :)

Dazu lässt du sie so lange richtig blubbern, wie es auf deiner Gelierzuckerpackung angegeben ist. Dann kommt die Gelierprobe: Dafür nimmst du einen Teelöffel Marmelade aus dem Topf und gibst ihn auf einen Teller. Wenn der Marmeladenklecks nach einigen Minuten fest wird und nicht mehr vom Teller läuft, ist die Gelierprobe gelungen!

Jetzt füllst du die Marmelade brodelnd heiß in die Gläser ein, damit sich später auch ein Vakuum bildet. Nach dem Einfüllen drehst du sofort den Deckel fest drauf.

Wenn du Weckgläser* verwendest, legst du den Gummiring* auf den Deckel und fixierst ihn mit den Klammern*. In diesem Fall solltest du deine Marmelade am besten zusätzlich im Wasserbad einkochen – und nicht nur heiß in die Gläser füllen, damit sich auch ganz sicher ein Vakuum bildet. Die Klammern löst du erst, wenn die Gläser nach dem Einkochprozedere abgekühlt sind.

Du hast nicht nur auf Marmelade kochen Lust, sondern willst Obst auch anders haltbar machen? Hier kannst du zusehen, wie ich meine leckeren Zimtpflaumen einkoche!  

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Mehr Informationen

Marmelade einkochen

Sollte das Verhältnis von Frucht zu Zucker über 2:1 liegen, reicht das Heiß einfüllen nicht. In diesem Fall solltest du zusätzlich deine Marmelade einkochen. Und das geht so:

Du legst ein Geschirrtuch in einen großen Topf und erhitzt darin so viel Wasser, dass deine Gläser später davon komplett bedeckt sind. Wenn das Wasser ungefähr so heiß ist, wie der Inhalt deiner gerade befüllten Gläser, stellst du sie in den großen Topf und erhitzt alles weiter, bis das Wasser eine Temperatur von 90 ° Celsius hat. Ab dann beginnt die Einkochzeit: Sie beträgt 30 Minuten.

In der Zwischenzeit kannst du ja schon mal meine Etiketten herunterladen! ;)

Dann nimmst du die Gläser heraus und lässt sie auf einem Tuch abkühlen. Stell sie aber bitte nicht auf den Kopf, das löst nur die Weichmacher aus der Innenbeschichtung vom Deckel und gehört definitiv zu den hartnäckigen Einkochmythen, die so im Umlauf sind.

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Bei Schraubgläsern sollten in den nächsten Stunden alle Deckel „ploppen“ und in der Mitte nach unten gewölbt sein.

Sobald die Gläser fertig abgekühlt sind, nimmst du von Weckgläsern die Klammern ab. Wenn die Glasdeckel jetzt fest auf den Einkochgläsern sitzen, hat das Marmelade kochen geklappt. Falls sich kein Vakuum gebildet hat, stellst du die Gläser in den Kühlschrank und isst sie schnell auf oder du prüfst Deckel und/oder Gummi auf Schadstellen und kochst sie danach nochmal ein. ;)

Marmelade kochen ist nicht schwer mit meinem Grundrezept, und keine Supermarkt-Marmelade kommt an selbstgemachte heran. Darum schnapp dir dein Obst aus dem Garten und nix wie ab in den Topf damit! :)

Das Einkochfieber hat dich gepackt und du möchtest noch viel mehr dazu wissen? Dann lies hier gleich weiter:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Birnen einkochen: von Omas Rezept bis richtig trendy!

Was sind deine Tipps und Tricks zum Marmelade kochen? Ich freue mich, von dir zu hören!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Tomaten pflanzen

Tomaten richtig pflanzen und abhärten

Du hast Tomatenpflanzen gekauft oder selbst vorgezogen und möchtest sie jetzt in deinen Garten pflanzen? Das trifft sich gut, hier erfährst du nämlich alles, was du beachten musst, damit deine Tomaten die ganze Saison über gesund bleiben und eine große Ernte abwerfen.

Tomaten sind ein so unglaubliches Gemüse! Bei keinem anderen Gemüse schmeckt man einen so großen Unterschied zwischen den Einheitstomaten aus dem Supermarkt und der Ernte aus dem eigenen Garten.

Also nimm dir die Tipps aus diesem Artikel zu Herzen und pflanz so viele Tomaten wie du irgendwie unterkriegen kannst. :)

Pssst: Du liest gerade den zweiten Teil in meiner Tomaten-Artikelserie. Wenn du den ersten Teil noch nicht kennst: Hier erfährst du, wie du kräftige Tomatenpflanzen im Haus vorziehst!

Vor dem Pflanzen solltest du deine Tomaten abhärten

Wusstest du, dass Pflanzen einen Sonnenbrand bekommen können? Deine Tomatenpflänzchen waren bisher noch nie echtem Sonnenlicht ausgesetzt und würden mit Wachstumsstockungen reagieren, wenn du sie von einem auf den anderen Tag ins pralle Sonnenlicht pflanzt.

Die Jungpflänzchen kennen auch keinen Wind und keine starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Sprich:

Deine Babys wollen langsam an das Erwachsenensein herangeführt und nicht einfach von einem auf den anderen Tag vor die Tür gesetzt werden. Deswegen solltest du ungefähr eine Woche vor dem Pflanztermin mit dem sogenannten „Abhärten“ beginnen.

Dafür stellst du deine Pflanzen am ersten Tag ein, zwei Stunden nach draußen, damit sie erste Erfahrungen mit der großen weiten Welt sammeln können, danach holst du sie wieder ins Haus.

Am nächsten Tag können sie schon etwas länger draußen bleiben und vom dritten Tag an kannst du sie von morgens bis abends draußen lassen. Und nach einer Woche sind sie dann gut gerüstet für das Erwachsenensein und bereit, ausgepflanzt zu werden.

Tomaten abhärten

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen?

Falls du zu den Glückspilzen zählst, die ein Gewächshaus ihr Eigen nennen, kannst du deine Tomaten schon ab Mitte April pflanzen.

Wenn du Tomaten im Freiland, auf dem Balkon oder im Tomatenhäuschen pflanzen möchtest, solltest du aber bis Mitte Mai damit warten. Nach den Eisheiligen kannst du dann ziemlich sicher sein, dass die Nächte frostfrei bleibe – die Tomaten dürfen jetzt nach draußen.

Der beste Standort für Tomaten?

Tomaten haben eine sehr gefürchtete Krankheit: die Braunfäule, die die Pflanzen vor allem dann befällt, wenn die Blätter über einen längeren Zeitraum feucht sind, zum Beispiel bei Regen. Ich lege dir deswegen sehr ans Herz, deine Tomaten in irgendeiner Form überdacht anzubauen.

Dafür brauchst du nicht zwangsläufig ein Gewächshaus, ein Tomatenhäuschen reicht völlig aus, oder ein überdachter Platz auf der Terrasse. Wir haben auch schon tolle Tomaten in Töpfen an der Südseite unseres Hauses angebaut, wo sie durch einen Dachvorsprung vor Regen geschützt waren.

Es gibt zwar Sorten, die einigermaßen freilandtauglich sind, aber in einem verregneten Sommer fallen auch die relativ schnell der Braunfäule zum Opfer und werfen im Zweifel so gut wie keine Ernte ab.

Tomaten sind außerdem sehr wärme- und lichtbedürftige Pflanzen, dein Tomatenbeet sollte also möglichst den ganzen Tag über in der prallen Sonne liegen.

Tomaten mögen einen mittelschweren, möglichst tiefgründigen, humusreichen und gut drainierten Boden.

Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Hol dir den Tomaten-Masterplan!

Bist du auch so Tomaten verliebt und bekommst eigentlich nie genug von den leckeren roten Früchten? Dann lade dir meinen Tomaten-Masterplan herunter, mit dem du die Königin der Gemüsegärten bestens anbauen und pflegen kannst.

Im Masterplan findest du eine komplette Schritt für Schritt Anleitung für eine dicke Tomatenernte und meine liebsten Tipps, Tricks und Sorten gibt´s obendrauf.

Alles, was du wissen musst: Von der Aussaat übers Pikieren, Pflanzen, Pflegen und Ernten, habe ich für dich kompakt zusammengefasst. Also trag dich gerne hier ein, um den Tomatenplan runterzuladen:

Was ist der richtige Pflanzabstand für Tomaten?

Mit einem weiten Pflanzabstand von 50 x 60 cm gehst du sicher, dass genug Luft zwischen deinen Tomatenpflanzen zirkulieren kann. Das ist super wichtig, um der Braunfäule vorzubeugen.

Wie pflanze ich Tomaten?

Wenn du ein Tomatenhäuschen oder Gewächshaus hast, solltest du deine Tomaten weit genug von der Folie oder dem Glas entfernt pflanzen. Wenn die Blätter dauerhaft Kontakt zur Folie oder zum Glas haben, fördert das nämlich Pilzkrankheiten.

Deine Tomaten pflanzt du am besten etwas tiefer als im Topf ein, weil sie dann noch mehr Wurzeln ausbilden. In das Pflanzloch kannst du ein paar Hornspäne oder Schafwollpellets als Langzeitdünger geben.

Ach ja: Alle Blätter, die den Erdboden berühren, solltest du abknipsen. Danach drückst du die Erde um die Pflanze herum vorsichtig an und gönnst jeder deiner Pflanze eine ordentliche Portion Gießwasser.

Tomaten pflanzen Rankhilfe

Die richtige Rankhilfe für Tomaten

Buschtomaten und Wildtomaten kommen ohne Rankhilfe aus, die allermeisten Tomatenpflanzen werden aber eintriebig angebaut und brauchen dann unbedingt eine Stütze, an der sie hochwachsen können und an der du sie im Lauf des Sommers immer wieder befestigen solltest, damit sie nicht abknicken.

Im Gewächshaus nimmst du dafür am besten Schnüre, die du an der Decke befestigst und die bis zum Boden reichen. Beim Pflanzen befestigst du jeweils eine Schnur mit einer lockeren Schlinge am Wurzelhals jeder Pflanze. Die Pflanzen wickelst du dann regelmäßig um die Schnur, um ihr Halt zu geben.

Im Tomatenhäuschen oder Topf kannst du auch einen Bambusstab, Eisenstangen oder gewundene Tomatenstangen als Rankhilfe benutzen. Hauptsache, der Stab ist lang genug (mindestens 1,80 m) und du bindest die Pflanzen regelmäßig an der Stange fest, sodass der obere Teil im Wind nicht abbricht.

Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken!* Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Tomatenhaken: Ein super Helfer für eine dicke Tomatenernte!

Tadaa, das war’s auch schon! Wenn du das alles beachtest, bist du gut aufgestellt für eine reiche Tomatenernte. Dann gilt es nur noch, sich gut um die Pflänzchen zu kümmern, damit sie gesund bleiben und über einen langen Zeitraum tragen.

Deswegen zeige ich dir hier drei Pflegearbeiten, die dich weniger als eine Minutue pro Pflanze und Woche kosten und dafür sorgen, dass du der Braunfäule vorbeugst und größere, aromatischere Früchte erntest.

Bist du jetzt richtig im Tomaten-Fieber? Dann lies direkt hier weiter:

Die 5 besten Tomatensorten: alte, robuste, leckere Tomaten pflanzen!

Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchem Dünger?

Tomaten nachreifen lassen: Bis Weihnachten eigene Tomaten essen!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Balkonpflanzen: verschiedene Pflanzen auf dem Balkon

Balkonpflanzen: So wird dein Balkon zum Paradies!

Was wäre ein Balkon ohne Balkonpflanzen? Ganz genau: eine ziemlich trostlose Angelegenheit. Darum nichts wie los, lass uns deinen Balkon zum Paradies machen! :)

Inhaltsverzeichnis
Im Überblick: Balkonpflanzen für jede Balkonlage 
Typberatung: Welche Balkonpflanzen passen zu mir?
Zwerge und Riesen: Auf die Größe kommt es an!
Im richtigen Licht: Balkon-Pflanzen für Sonne und Schatten
Die Kältehelden: Winterharte Balkonpflanzen
Summen und Brummen: Bienenfreundliche Balkonpflanzen
Die Mischung macht´s: Gemüse, Kräuter, Obst und Blumen
Hegen und Pflegen: pflanzen, wässern, düngen, schneiden

Im Überblick: Balkonpflanzen für jede Balkonlage

Es gibt soo viele verschiedene tolle Balkonpflanzen! Ich habe dir hier einige ganz besonders geeignete Pflanzen und deren Bedürfnisse aufgeschrieben. So kannst du auf einen Blick erkennen, welche am besten zu dir und deinem Balkon passen!

Balkonpflanzenhoch oder niedrigSchatten oder Sonnewinter-hartinsekten-freundlichrobust
CocktailtomatehochSonneneinjanein
Mexikanische MinigurkehochSonneneinjanein
KräuterniedrigSonne bis Schattenteilw.jateilw.
Paprika / ChilimittelhochSonneneinjanein
SalatniedrigSonne / Halbschattenteilw.neinteilw.
Zwerg-BeerensträuchermittelhochSonne / Halbschattenjajaja
ErdbeereniedrigSonne / Halbschattenjajaja
KapuzinerkresseniedrigSonneneinjaja
RingelblumemittelhochSonne / Halbschattenneinjaja
Echtes LöwenmäulchenniedrigSonne / Halbschattenjajaja
FuchsiemittelhochSchattenneinjaja
ClematishochSonne / Halbschattenjajaja
SteinkrautniedrigSonneneinjaja
Fetthenneniedrig bis hochSonne / Halbschattenjajaja

Falls du dich darüber wunderst, dass neben Blumen und Kräutern auch Gemüse bei den Balkonpflanzen auftaucht: Ich finde, auch auf dem Balkon muss niemand auf leckeres Gemüse aus eigenem Anbau verzichten! :) Natürlich kannst du dort kein Maisfeld anlegen, aber richtig viele Obst- und Gemüsesorten sind auch für Töpfe und Kübel geeignet. Manchmal kannst du rankendes Gemüse sogar als Sichtschutz für deinen Balkon nutzen.

Balkonpflanzen: Balkonbeete bearbeiten

Typberatung: Welche Balkonpflanzen passen zu mir?

Auch wenn du am liebsten sofort loslaufen und ganz viele Balkonpflanzen kaufen möchtest, solltest du zunächst einen kühlen Kopf bewahren und deinen Balkon kritisch ins Auge fassen – denn nicht jede Balkonpflanze fühlt sich auf jedem Balkon wohl.

In welcher Himmelsrichtung liegt dein Balkon?

Sollte dein Balkon zur Wetterseite hin ausgerichtet sein, brauchst du robuste Balkon-Pflanzen, die auch mit Wind und Niederschlägen zurechtkommen und nicht gleich (im wahrsten Sinne des Wortes) geknickt sind, wenn die Wetterbedingungen einmal etwas rauer werden. Liegt dein Balkon dagegen windabgewandt und geschützt, kannst du auch etwas empfindlichere Pflänzchen umsorgen!

Grundsätzlich ist aber vor allem wichtig, wieviel Sonne tatsächlich auf deinen Balkon fällt. Hast du beispielsweise einen Südbalkon, auf den das Nachbargebäude den ganzen Tag über seinen Schatten wirft, bietet dein Balkon trotz seiner Ausrichtung nur den Schattenliebhabern unter den Balkonpflanzen eine ideale Umgebung. Du solltest dir deshalb die Zeit nehmen, deinen zukünftigen Pflanzen-Balkon einen Tag lang zu beobachten und dir die Sonnen-Zeiten notieren.

Damit du ganz bequem auf einen Blick siehst, welche Pflanzen sich auf deinem Balkon pudelwohl fühlen, habe ich einen Balkongemüse-Kompass für dich erstellt. Auf dem Kompass findest du eine Auswahl an Pflanzen, die bei den Lichtverhältnissen auf deinem Balkon gedeihen. Trag einfach deine Emailadresse hier unten ein und schon flattert der Kompass in dein Postfach!

Wieviel Zeit hast du für deine Balkonpflanzen?

Gehörst du eher zu den Balkon-Pflanzen Helikoptereltern oder bist du für einen gesunden Wildwuchs? Dementsprechend solltest du deine Balkonbepflanzung auswählen.

Kränkelnde Balkonblumen oder schwächelndes Balkon-Gemüse durch mangelnde Pflege sind nämlich nicht nur ein trauriger Anblick, sondern sorgen auch für Frust. Und dein Balkon soll ja ein Plätzchen zum Ausruhen und Auftanken sein, an dem du dich super gerne aufhältst!

Deshalb kaufst du am besten robuste Balkonpflanzen, die außer Wasser und gelegentlich etwas Dünger keine weiteren Ansprüche haben, wenn du schon weißt, dass du nicht viel Zeit für sie aufwenden kannst.

Kräuter wie Basilikum, Rosmarin und Petersilie wachsen problemlos auf deinem Balkon, wenn sie ein Plätzchen haben, an dem sie sich wohlfühlen. Über ein bisschen Pflege und Liebe freuen sich die Kräuter im Topf natürlich auch.

Zwerge und Riesen: Auf die Größe kommt es an!

Beim Pflanzenkauf solltest du auch darauf achten, wie hoch dein zukünftiger Balkon-Genosse wird. Wenn du alles in Blumenkästen pflanzen möchtest, macht es nicht viel Sinn, eine über zwei Meter hoch werdende Clematis, eine Tomate oder eine rankende Gurke anzupflanzen. Die sollten besser in einem Kübel stehen, der wenigstens 20 Liter fasst. Und dieser Kübel braucht auf deinem Balkon auch Platz!

Andersrum wirken Balkonpflanzen wie Steinkraut oder Salat in großen Pflanzkübeln verloren – die sind dann besser in Kästen aufgehoben. Es lohnt sich also, einen Blick auf das Pflanzen-Etikett zu werfen, bevor du deinen Einkaufswagen belädst! ;)

Im richtigen Licht: Balkon-Pflanzen für Sonne und Schatten

Du hast deinen Balkon ja bereits ausgekundschaftet und weißt, ob sich da eher die Sonnenanbeter oder die lichtscheuen Gesellen wohlfühlen. Dementsprechend suchst du dir deine Balkonpflanzen aus.

Auf einem schattigen Balkon brauchen deine Balkon-Pflanzen nicht sehr viel Wasser. Es sollte auf keinen Fall Staunässe entstehen, weil dann die Wurzeln schnell faulen. Gelbe oder abgestorbene Blätter entfernst du möglichst bald, damit keine Krankheiten oder Schimmel entstehen.

Wenn du dagegen in deiner Freiluft-Oase ganz viel Sonne hast, musst du deine grünen Schützlinge regelmäßig gießen und mit einer Mulchschicht verhindern, dass die Erde austrocknet – das passiert auf Südbalkonen im Sommer nämlich schnell.

Um die Mittagszeit herum brauchen deine Balkonpflanzen eine Beschattung, damit sie nicht in der prallen Sonne stehen. Du setzt dir ja auch einen Hut auf, um dich vor einem Sonnenstich zu schützen! ;)

Balkonkasten im Schnee

Die Kältehelden: Winterharte Balkonpflanzen

Eine clevere Idee ist es, winterharte Balkonpflanzen auszusuchen. Auf diese Weise musst du deine Balkonbepflanzung nämlich nicht jedes Jahr komplett neu kaufen und brauchst – wie für frostempfindliche Kübelpflanzen – auch kein Winterquartier!

Diese tapferen Genossen harren unbeirrt draußen bei Schnee und Kälte in ihren Töpfen aus und treiben dann im Frühjahr wieder aus. Um ihnen die kalte Jahreszeit ein wenig zu erleichtern, solltest du sie in ein Wintervlies einkuscheln und den Topf mit einem Jutesack schützen. Außerdem hat es sich bewährt, Kübeln mit Hilfe von Tonplatten oder alten Dachziegeln einen kleinen Abstand zum Boden zu verschaffen – das schützt deinen Topf vor dem Durchfrieren.

Psst: Mit den passenden Sorten kannst du übrigens Salat auch im Winter aus deinem Balkonkasten ernten und bist so in der kalten Jahreszeit prima mit Vitaminen versorgt!

Summen und Brummen: Bienenfreundliche Balkonpflanzen

Balkonpflanzen können aber noch viel mehr: Nämlich einen Beitrag zu Umweltschutz und Artenvielfalt leisten! Geranien und Fleißige Lieschen haben für Insekten weder Pollen noch Nektar und gehören deshalb nicht in die Kategorie „bienenfreundliche Balkonpflanzen“.

Heimische, ungefüllte Balkonblumen und Gemüse bieten dagegen nicht nur Futter, sondern auch Überwinterungsmöglichkeiten an. Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Hummeln werden es dir danken und begeistert zum Schlemmen kommen. Du tust damit nicht nur etwas Gutes, sondern kannst dich auch an ihrem schönen Anblick freuen! :)

Oder wie wäre es, in einem deiner Balkonkästen eine insektenfreundliche Blumenwiese auszusäen? 

Balkonpflanzen: Blumenwiese

Die Mischung macht´s: Gemüse, Kräuter, Obst und Blumen

Natürlich ist das Platzangebot für Balkonpflanzen begrenzt. Trotzdem finde ich „ein bisschen was von allem“ ist die schönste Balkonbepflanzung!

Deshalb suche ich mir für meinen Balkon aus den Gruppen „Gemüse“, „Kräuter“, „Obst“ und „Blumen“ immer ein paar wenige Lieblingspflanzen aus. So hat mein Outdoor-Wohnzimmer für alle Sinne etwas: köstliches Gemüse und Obst zum Schmecken und Anfassen, betörenden Kräuterduft zum Riechen, wunderschöne Blumen zum Sehen. Nur zum Hören wünsche ich mir nichts – außer dem Zwitschern der Vögel und dem Summen der Bienen. ;)

Eine bunte Mischung hat auch den Vorteil, dass nicht jeder einzelne der grünen Freunde permanent deine Aufmerksamkeit benötigt. Manche von ihnen wachsen einfach fröhlich vor sich hin, andere wollen mehr Zuwendung. 

So entsteht fast von selbst eine tolle Mischkultur auf deinem Balkon und die Pflanzen nützen und schützen sich gegenseitig.

Falls du jetzt Lust bekommen hast, nicht nur auf dem Balkon, sondern auch im Garten Gemüse und Obst anzubauen, komm doch in meinen Gemüsegarten starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe leckeres Gemüse und Obst anbaust und eine dicke Ernte einfährst.

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Hegen und Pflegen: pflanzen, wässern, düngen, schneiden

Natürlich wollen deine grünen Freunde auf dem Balkon auch gehegt und gepflegt werden. Die wichtigsten Schritte von der Pflanzung durch die Balkonsaison hinweg habe ich dir hier zusammengefasst:

Auspflanzen

Alle Balkonpflanzen brauchen eine qualitativ hochwertige, möglichst torffreie Erde. Gemüse, Kräuter und Obst pflanzt du am besten in reifen Kompost. Achte darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann, dabei aber nicht deinen Balkon oder deine Nachbarn überschwemmt.

Wässern:

Je nach Lage deines Balkons und der Größe deiner Pflanztöpfe musst du entweder nur alle paar Tage oder aber zweimal täglich die Gießkanne schwingen. Dabei solltest du darauf achten, nicht die Blätter und Blüten deiner Balkonpflanzen zu begießen – sie werden sonst anfälliger für Pilzkrankheiten oder können einen Sonnenbrand bekommen. 

Wenn du wissen willst, ob die Erde noch genügend Feuchtigkeit hat, iss ein Eis! ;)

Das kommt dir merkwürdig vor? Ist es aber gar nicht! Wenn du dein Eis nämlich aufgegessen hast, steckst du den Holzstiel zur Hälfte in die Erde. Vor jedem Gießen ziehst du ihn heraus: Ist er feucht, brauchst du nicht aktiv zu werden, sondern kannst dich wieder entspannt in deinem Liegestuhl zurücklehnen. So verbindest du das Angenehme mit dem Nützlichen – und „upcycelst“ den Stiel auch noch. :)

Düngen:

Apropos futtern: Da im Topf oder Kasten nicht viel Platz ist, brauchen deine Balkonpflanzen eine regelmäßige Düngergabe, um prächtig wachsen zu können. Am besten verwendest du dafür einen Bioflüssigdünger für Obst und Gemüse oder für Blumen. Den verdünnst du so wie auf der Packung angegeben und fütterst deine Balkonpflanzen alle drei bis vier Wochen damit.

Schneiden:

Gemüse wie Tomaten oder Gurken solltest du regelmäßig ausgeizen, damit sie ihre Kraft nicht auf zu viele Nebentriebe verteilen und die Früchte dadurch klein bleiben.

Verblühte und verdörrte Pflanzenteile schneidest du ab oder zupfst sie weg. So regst du deine Pflanzen an, wieder auszutreiben und bietest auch Schädlingen oder Krankheiten möglichst wenig Gelegenheit, sich auszubreiten.

Balkonpflanzen machen deinen Balkon zu einem grünen Paradies und einer angenehmen Ruhezone. Wenn du ihre Bedürfnisse beachtest, hast du pflegeleichte, angenehme Balkon-Mitbewohner, die dich nicht nur mit ihren Blüten, sondern auch mit einer leckeren Ernte belohnen! Bevor du jetzt direkt loslegst, lad dir noch schnell meinen 3-Zonen-Kräuterplan herunter!

Du möchtest noch mehr darüber erfahren, wie du auf dem Balkon Gemüse, Kräuter und Blumen hegst und pflegst? Dann lies gerne hier weiter:

Tomaten im Topf pflanzen: die 11 wichtigsten Schritte!

Kapuzinerkresse: Anbau, Ernte und Verwendung – so geht’s!

Welche Kräuter zusammen pflanzen? 18 tolle Kräuterpaare! 

Welche Balkonpflanzen hast du dieses Jahr geplant? Ich freue mich auf einen Kommentar von dir! :)

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

In 6 Schritten: Gemüsegarten-Pflanzplan erstellen [mit 0€-Plan]

Einen ausgeklügelten Pflanzplan für den eigenen Gemüsegarten zu erstellen, kann am Anfang ganz schön kompliziert wirken, weil es einfach sooo viel zu beachten gibt!  Fruchtfolgen müssen durchdacht und die Gemüse mit den passenden Mischkultur-Partnern verkuppelt werden. Und eine gestaffelte Aussaat und Ernte wären auch noch ganz sinnvoll, um das ganze Jahr Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten. ;)

Inhaltsverzeichnis
Schritt 1: Welches Gemüse möchtest du anbauen?
Schritt 2: Mischkultur-Pflanzplan erstellen
Schritt 3: Fruchtfolge ausknobeln
Schritt 4: Gestaffelte Aussaat und Ernte
Schritt 5: Lückenbüßer finden
Schritt 6: Aussaattermine im Kalender festhalten

Lass dich davon nicht unterkriegen: Ich zeige dir, was wirklich wichtig ist, wenn du deinen eigenen Pflanzplan erstellst. Wenn du dein Vorhaben Schritt für Schritt angehst, dann ist das alles nämlich gar nicht mehr so kompliziert, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht.

Bevor es mit dem Planen los geht, ist die perfekte Zeit, um ein bisschen zu träumen und die kommende Gartensaison in Gedanken schon einmal durchzugehen. Ich mache das super gerne mit meinem Gartentagebuch und einer Tasse Tee auf dem Sofa eingekuschelt, Dort nehme ich mir dann genug Zeit, um zu überlegen, wie mein Garten schon in wenigen Monaten aussehen soll und was ich alles ändern oder ausprobieren möchte.

Also mach mit und plane dein Gartenjahr mit mir! :)

Pssst: Falls du lieber Videos schaust als Texte liest, ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

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Schritt 1: Welches Gemüse möchtest du anbauen?

Der erste Schritt ist beim Pflanzplan erstellen ist, wie ich finde, auch gleich der schönste! Du darfst jetzt nämlich eine lange Liste erstellen mit allen Gemüsen, die du gerne anbauen möchtest.

Dafür überlegst du dir am besten, welche Gemüse dir und deiner Familie besonders gut schmecken. Ich finde nämlich, es ist das Allerwichtigste, nur die Gemüse und Kräuter anzubauen, die ratzefatz aufgegessen sind.

Dann kannst du natürlich auch bedenken, welche Gemüse im Supermarkt oder im Bioladen besonders teuer sind, denn bei denen lohnt es sich natürlich richtig, wenn du sie im Garten anbaust!

Es gibt aber auch so viele alte, abgefahrene Gemüsesorte, die es gar nirgends zu kaufen gibt! Hast du schon mal von der Haferwurzel gehört oder sie gegessen? Oder von Postelein? Und kennst du den Geschmack von frisch gepulten Dicken Bohnen? Es macht einfach so viel Spaß, in Saatgut-Katalogen zu stöbern* und vergessene Sorten zu entdecken! Ich bin ein hoffnungsloser Fall… am liebsten würde ich immer ALLES ausprobieren. ;)

Wenn du gerade erst mit dem Gärtnern anfängst, ist es ganz klug, vor allem die „Quasi-Selbstläufer“ unter den Gemüsen anzubauen, die Fehler großzügig verzeihen und so gut wie immer gelingen. Dafür einmal bitte hier entlang:

Gemüsegarten für Anfänger: 9 Gemüse, die jeder hinkriegt

Schritt 2: Mischkultur-Pflanzplan erstellen

Als nächstes begeben wir uns in die Gemüse-Kuppelbude, denn um am Ende einen ausgeklügelten Pflanzplan zu erstellen, wollen wir die passenden Mischkultur-Partner für alle die Gemüse herausfinden, die du eben aufgeschrieben hast. Ich bin ein riesiger Fan von Mischkultur, weil sie richtig viele positive Effekte auf deine Pflanzen hat!

Mischkultur bedeutet, dass du statt einer Fläche, die du nur mit einem Gemüse bepflanzt, unterschiedliche Gemüse nebeneinander pflanzt, die sich auf verschiedene Art und Weise unterstützen können.

Auf der einen Seite kann das ganz physikalisch sein, nämlich wenn ein Gemüse einfach nur eine Rankhilfe für anderes Gemüse ist. Du kannst beispielsweise sehr gut Mais anbauen und dann Stangenbohnen daran hochwachsen lassen, die dann sozusagen den Mais als Stange nutzen.

Es gibt aber auch so abgefahrene Mischkulturen wie die Möhre und die Zwiebel, die sich gegenseitig Schädlinge vom Leib halten. Das ist natürlich super cool und praktisch für uns Gartegurus! Und wieder andere Gemüse teilen sich den Platz einfach sehr gut, weil sie so unterschiedlich wachsen – zum Beispiele Erdbeeren und Knoblauch.

Du siehst: Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, wieso es sinnvoll sein kann, bestimmte Gemüse nebeneinander anzubauen. Und wenn wir schon dabei sind, einen Pflanzplan zu erstellen für unseren Gemüsegarten, dann aber richtig, oder? ;)

Also kombiniere jetzt am besten die Gemüse, die du anbauen möchtest, sodass du weißt, wer mit wem auf welchem Beet wachsen will.

Hier geht’s zu meiner Liste der besten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften:

28 Gemüse und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

Schritt 3: Fruchtfolge ausknobeln

Wenn deine Gemüse alle ihre Traumpartner gefunden haben, kommt Schritt Nummer drei, um deinen eigenen Pflanzplan zu erstellen: Die Fruchtfolge.

Die Fruchtfolge ist super wichtig! Es gibt nämlich einige hartnäckige Schädlinge und Krankheiten, die auf den Beeten überwintern. Wenn du jedes Jahr das gleiche Gemüse auf ein- und demselben Beet anbaust, tischst du den Krankheiten und Schädlinge genau das auf, was sie haben wollen.

Weil viele Schädlinge und Krankheiten genau auf eine Pflanze oder auf eine Pflanzenfamilie spezialisiert sind, ist es so sinnvoll, die einzelnen Pflanzenfamilien erst nach einigen Jahren wieder auf demselben Beet anzubauen.

Wenn diese Fruchtfolge nicht beachtet wird, verbreiten sich Krankheiten und Schädlinge umso schneller in deinem Garten. Deswegen hungerst du die Krankheiten und die Schädlinge am besten aus und tischst denen eben nicht auf, was sie haben wollen. ;)

Pflanzplan Gemüsegarten Starkzehrer

Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nährstoffversorgung deiner Gemüsepflanzen. Manche Gemüse wollen mehr Dünger oder mehr Nährstoffe als andere, deswegen ist es absolut sinnvoll, wenn man auf einem frisch gedüngten Beet erst die Starkzehrer anbaut, dann im nächsten Jahr die Mittelzehrer und danach erst die Schwachzehrer, die sich mit den Resten begnügen.

Für eine Übersicht, welche Gemüse zu den Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern gehören, bitte einmal hier entlang:

Fruchtfolge planen im Gemüsegarten: Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer

Wenn du bei der Anbauplanung wirklich alles beachten möchtest, dann kann das am Anfang durchaus mal zu rauchenden Köpfen führen. Ich muss auch jedes Mal hin und her puzzeln, grübeln und knobeln. ;)

Psssst: In meinem Onlinekurs „Gemüsegarten starten„* habe ich dir ein ziemlich geniales Beetplanpuzzle für dich. Darin gehen wir all deine Beete Monat für Monat durch, und planen genau die Beetbelegung, die zu dir und deinem Garten passt. Hier findest du alles, was du zum Kurs wissen musst*.

Wenn du gerade keine Zeit oder Lust hast, dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen, dann hol dir hier doch einfach meinen fix und fertigen Pflanzplan für einen Gemüsegarten mit sechs Beeten:

Schritt 4: Gestaffelte Aussaat und Ernte

Kommen wir zu Schritt Nummer vier, der gestaffelten Aussaat und Ernte. Bei Gemüsegarten-Anfängern sehe ich ganz oft, dass sie nur einmal im Frühling alle Gemüse aussäen und danach gar nicht mehr. Das wollen wir bei der Erstellung unseres Pflanzplans anders machen!

Denn wenn du am laufenden Band Gemüse ernten möchtest, musst du auch regelmäßig aussäen. Ich säe meine Möhren beispielsweise alle vier Wochen neu aus, sodass wir das ganze Jahr über frische Möhren aus dem Garten essen können – bis in den Winter hinein!

Genauso mache ich das mit Salat und mit einigen anderen Gemüsen. Dafür lege ich unterschiedliche Aussaatzeitpunkte fest und wirke so einer großen Ernteschwemme, in der wir alles auf einmal und von allem viel zu viel haben, entgegen. Ansonsten kann dir so manches Gemüse schon mal aus den Ohren rauskommen – und ein paar Wochen später musst du es schon wieder im Supermarkt einkaufen. ;)

Kleiner Tipp: Schau dir am besten mal deine Saatguttütchen* an, da steht nämlich oft mit dabei, wie lange es braucht, bis das Gemüse erntereif ist.

Daran kannst du dich dann auch orientieren, wenn du planst, welche Sätze du wann in welchem Beet aussäen möchtest, damit du wirklich das ganze Jahr über aus deinem Garten ernten kannst!

Schritt 5: Lückenbüßer finden

Wenn du deinen Anbauplan soweit erstellt hast und siehst, dass ein Beet beispielsweise bis Juni leer steht, kannst du da natürlich ein schnell wachsendes Gemüse vorschieben. Am Ende sollten alle Lücken gefüllt sein, sodass deine Beete dann wirklich das ganze Jahr über optimal genutzt sind.

Und wenn du das alles beachtet hast, dann hast du wirklich einen sehr, sehr guten Anbauplan erstellt! Der wird dich durch die komplette Gartensaison führen und du wirst das ganze Jahr über aus deinem Garten ernten können – und zwar genau die Gemüse, die du auch wirklich gerne isst. :)

Schritt 6: Aussaattermine im Kalender festhalten

Jetzt gibt es nur noch einen letzten Schritt, den ich dir sehr ans Herz lege! Ich empfehle das wirklich jedem, weil es mir selbst so unglaublich arg weiterhilft.

Und zwar trägst du dir nun die Aussaattermine, die du zum Vorziehen, Säen und Pflanzen der einzelnen Kulturen festgelegt hast, in deinen Kalender ein. Dadurch kannst du die jeweiligen Termine gar nicht mehr verpassen und hältst deinen Pflanzplan auch wirklich ein.

Denn der beste Pflanzplan bringt natürlich überhaupt nichts, wenn du dich später nicht mehr daran hältst. ;)

Hast du noch mehr Tricks auf Lager, um einen richtig guten Pflanzplan zu erstellen? Dann ab damit in die Kommentare, so können wir alle voneinander lernen! :)

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Fruchtfolge Gemüsegarten Starkzehrer Mittelzehrer Schwachzehrer

Fruchtfolge planen im Gemüsegarten: Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer

Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge ist die beste Voraussetzung für einen gesunden Boden, muntere Pflanzen und eine dicke Ernte aus dem eigenen Garten. Neben den verschiedenen Pflanzenfamilien ist dabei besonders eine Eigenschaft entscheidend: Der Appetit deiner Pflanzen! Also, schauen wir uns an, welche hungrigen Pflanzen ein volles Buffet brauchen und wer sich mit einer kleinen Portion zufrieden gibt.

Inhaltsverzeichnis
Warum Gärtner so gern über Fruchtfolgen reden
Eine einfache Fruchtfolge planen
Gründünger in der Fruchtfolge
Next Step: Anbaupausen einplanen

Warum Gärtner so gern über Fruchtfolgen reden

Eine ausgewogene Fruchtfolge ist für deinen Gartenboden das, was ein abwechslungsreicher Speiseplan für uns ist: Eine Grundvoraussetzung, um dauerhaft gesund und in Balance zu bleiben.

Wenn in einem Beet Jahr für Jahr immer wieder die gleichen Gemüsepflanzen stehen, wird der Boden sehr einseitig beansprucht und auf Dauer ausgelaugt. Denn nicht alle Pflanzen benötigen dieselben Nährstoffe in derselben Menge – es entsteht ein Ungleichgewicht.

Auch Krankheiten und Schädlinge können in einseitig und monoton bepflanzten Beeten zum Problem werden. Die sind nämlich meistens auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Wenn immer wieder genau diese Pflanze im Beet steht, tischt man ihnen geradezu ein Buffet auf, an dem sie sich ungehindert bedienen können. Die Folge? Schädlinge und Krankheiten erstarken, und machen deinen Pflanzen schwer zu schaffen.

Um das zu vermeiden, ist es sinnvoll, möglichst viel Abwechslung im Gemüsebeet zu schaffen. Entweder machst du das mit einer Mischkultur, also vielen verschiedenen Gemüsepflanzen in einem Beet, oder du pflanzt dein Gemüse in einer bestimmten Reihenfolge an – deiner Fruchtfolge.

Du baust dann also nicht jedes Jahr die gleichen Pflanzen an derselben Stelle an, sondern wechselst unterschiedliche Gemüsearten in deinen Beeten miteinander ab.

Pssst: Wenn du dir die Planerei lieber sparst, dann kannst du dir hier ganz einfach meinen fertigen Pflanzplan herunterladen. Darin habe ich viele leckere Gemüsearten in einer ausgeklügelte Fruchtfolge in sechs Beeten angeordnet. Einfach deine Email-Adresse eintragen und schon flattert der Plan in dein Postfach!

Eine einfache Fruchtfolge planen

Vorab eins: Die perfekte Fruchtfolge gibt es nicht. Je nachdem, welche Gemüse du anpflanzt, haben verschiedene Abfolgen der Pflanzen einfach unterschiedliche Vor- und Nachteile. Wir wollen beim Planen unserer Fruchtfolge jetzt die Reihenfolge finden, in der deine Gemüsepflanzen alle möglichst gut mit Nährstoffen versorgt sind.

Am einfachsten geht das, wenn du die Gemüsepflanzen ihrem Nährstoffbedarf entsprechend in verschiedene Gruppen einteilst: Starkzehrer (mit hohem Nährstoffbedarf), Mittelzehrer (mit mittlerem Nährstoffbedarf) und Schwachzehrer (die weniger Nährstoffe brauchen).

Du teilst deine Beete dann in drei Bereiche ein: Einen für die Stark-, einen für die Mittel- und einen für die Schwachzehrer. Das Beet für die Starkzehrer bekommt eine gute Portion Kompost und Dünger.

Im nächsten Jahr baust du in diesem Beet dann die Mittelzehrer an. Im Boden sind ein Jahr nach der Düngung immer noch genug Nährstoffe enthalten, die die Mittelzehrer nutzen können. Und im dritten Jahr dürfen sich die Schwachzehrer dann um die Reste prügeln. ;)

Im vierten Jahr bringst du wieder Kompost aus und baust erneut Starkzehrer an – das Ganze beginnt von vorne. Stattdessen kannst du auch eine Gründüngung aussäen, darauf kommen wir gleich nochmal zu sprechen.

So rotieren alle drei Pflanzengruppen Jahr für Jahr durch deine Beete. Der Boden wird dabei nicht zu einseitig beansprucht und Krankheiten und Schädlinge können sich nicht so leicht ausbreiten. Damit du jetzt deine Fruchtfolge planen kannst, kommt hier eine Liste mit der Einteilung nach Stark-, Mittel- und Schwachzehrern:

StarkzehrerMittelzehrerSchwachzehrer
ZucchiniEndivieBuschbohnen
AuberginenFenchelErbsen
GurkenMöhrenFeldsalat
Kartoffeln KnoblauchKräuter
KohlKohlrabiSonnenblumen
KürbisPaprika
LauchPastinake
MaisRadieschen
MelonenRote Bete
SellerieSalat
TomatenSpinat
Wurzelpetersilie
Zwiebel
Artischocke

Gründünger in der Fruchtfolge

Wenn du auf einem Beet erst Stark-, dann Mittel- und dann Schwachzehrer angebaut hast, könntest du als nächstes eine Gründüngung aussäen. Mit Gründüngungspflanzen kannst du den Boden nochmal richtig verbessern – sie bringen gleich eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich.

Erbsen, Wicken und Lupinen können zum Beispiel Stickstoff aus der Luft im Boden fixieren und so deine Beete sogar fruchtbarer machen! Andere Gründüngungspflanzen lockern den Boden auf, sorgen für Struktur oder wirken bestimmten Krankheiten und Schädlingen entgegen.

Typische Gründüngungspflanzen sind:

  • Buchweizen
  • Erbsen
  • Lupine
  • Ölrettich
  • Phacelia
  • Gelbsenf
  • Wicke

Gründüngungspflanzen werden übrigens nicht geerntet, sondern lediglich abgeschnitten und als Mulch liegengelassen. Du kannst sie auch oberflächlich einarbeiten. Hauptsache, die Pflanze wird nicht abtransportiert, sondern darf im Beet bleiben und den Boden bereichern.

Next Step: Anbaupausen einplanen

Mit der richtigen Abfolge von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern – vielleicht noch mit einer Gründüngung hintendran – hast du schon mal eine einfache, aber sehr wirksame Fruchtfolge. Wenn du jetzt den nächsten Schritt gehen willst, dann berücksichtigst du noch die Anbaupausen der einzelnen Gemüsefamilien.

Die sogenannte ‚Anbaupause‘ bedeutet, dass du in einem Beet für eine ganz bestimmte Zeit keine Pflanze einer bestimmten Pflanzenfamilie anbaust. Das hat den Vorteil, dass du so Krankheiten und Schädlinge, die meistens nur an den Pflanzen einer Familie interessiert sind, ziemlich erfolgreich aus deinem Garten fern hältst. Wie lang diese Pausen sein müssen, hängt von der jeweiligen Pflanzenfamilie ab. Ich weiß, Familienangelegenheiten… klingt kompliziert, ist es aber gar nicht!

Du siehst: Mit der Einhaltung der Anbaupausen kannst du deinen Garten weitestgehend gesund halten, und mit der Einteilung in die verschiedenen Zehrergruppen sind alle Pflanzen gut versorgt. Da kann der dicken Ernte doch kaum noch etwas im Wege stehen!

Merk dir diesen Artikel!

Mehr Tipps für ertragreiches Gemüse und einen gesunden Garten gibt’s übrigens hier:

So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner + Beispielplan

Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

Was sind deine Gartenpläne für dieses Jahr? Steht der Anbauplan? Und hast du noch mehr Tipps rund um die Fruchtfolge? Ab damit in die Kommentare!

Möhren säen, pflegen und ernten: Der komplette Möhren-Guide

Du möchtest zum ersten Mal deine eigenen Möhren säen? Oder du hast schon Erfahrungen im Karotten anbauen, aber sie wachsen immer so schlecht? Dann bist du hier genau richtig! Hier erfährst du nämlich alles, was du wissen musst, damit du schon bald eine dicke, fette Möhrenernte einfährst. Los geht´s! :)

Inhaltsverzeichnis
Die besten Möhren-Sorten
Wie viele Möhren säen?
Gute Mischkulturpartner für Möhren
Der ideale Standort zum Möhren säen
Möhren säen oder Möhren pflanzen?
Wann Karotten säen?
Beete vorbereiten
Geheimtricks beim Möhren säen
Möhren selber anbauen: Die Pflege
Krankheiten und Schädlinge der Möhre
Wann Möhren ernten?

Möhren sind einfach ein wunderbares Gemüse! Egal ob knackig frisch, karamellisiert aus dem Ofen oder geraspelt im Salat. Möhren gehen einfach immer, oder?

Und richtig gesund sind sie obendrein! Möhren sind das Gemüse mit dem höchsten Gehalt an Carotin, der Vorstufe von Vitamin A. :)

Aus dem eigenen Garten schmeckt dieses Wurzelgemüse übrigens nochmal besser! Möhren gehören zu meinen absoluten Lieblingsgemüsen im Garten. Aber das war nicht immer so:

In meinem ersten Gartenjahr habe ich nur mickrige, beinige Karotten geerntet – und mir daraufhin fest vorgenommen, herauszufinden, was es braucht, um wirklich erfolgreich Möhren anzubauen.

Jippieh! Heute kann ich dir alles erzählen, was Superstar-Gartenmöhren brauchen!

Aufgepasst! Jetzt geht´s los:

Die besten Möhren-Sorten

Wusstest du, dass du quasi rund ums Jahr Möhren säen beziehungsweise Möhren ernten kannst? Damit dir dieses knackig-orange Vergnügen gelingt, ist die Wahl der Karottensamen entscheidend. Ich liiiebe die Sorte „Gonsenheimer Treib“. Denn mit der kann ich schon ganz früh im Jahr loslegen und spät im Jahr meine Winterernte sichern! :) Für die wärmeren Monate greife ich immer wieder auf die Sorten „Milan“ und „Treenetaler“ zurück. Das sind Möhren Pflanzen wie aus dem Bilderbuch!

Frische, knackige Möhren!

Wie viele Möhren säen?

Woah! Wenn´s nach mir geht: Möhren säen kann ich nie genug! :D Aber die Erfahrung zeigt, dass ca. 15 Reihenmeter pro Person ein guter Richtwert sind.

Pssst: Ich setzte immer auf gestaffelte Aussaat und verteile die Karottensamen für das ganze Jahr auf sieben Aussaattermine. So kann ich kontinuierlich Möhren ernten.

Gute Mischkulturpartner für Möhren

Wenn du Möhren anbauen möchtest, lohnt es sich, auf die Mischkultur zu achten. Denn Gemüsepflanzen haben manche versteckten Superkräfte und beschützen sich gerne gegenseitig im Beet. Du kannst deine Karotten Pflanzen beispielweise neben Zwiebeln platzieren, so hast du gleich weniger mit fiesen Schädlingen zu tun.

Weitere gute Kuppelpartner beim Möhren säen sind Lauch, Erbsen, Radieschen, Rettich und Dill. Praktischerweise sind das viele Gemüse, die zusammen in der Pfanne auch super schmecken. ;)

Beim großen Mischkultur-Quartett ist es gar nicht so leicht den Überblick zu behalten. Zum Glück gibt es die phänomenal praktische Wurzelwerk-Mischkulturtabelle, in der du alles auf einen Blick erfassen kannst!

Der ideale Standort zum Möhren säen

Möhren selber anbauen gelingt am allerbesten auf richtig schön lockerem Boden. An einem solch fluffigen Boden werden übrigens nicht nur die Möhren Pflanzen Spaß haben. Die Ernte funktioniert nachher viel leichter und falls sich mal ein Unkraut einschleicht, hast du es mir nichts, dir nichts rausgezupft*! :)

Also lockere deine Beete vor dem Möhren säen schön auf. Auch gegen einen leicht sandigen, aber lockeren Lehmboden haben Karotten gar nicht einzuwenden. ;)

Sehr schwere und steinige Böden machen es den zarten Wurzelfüßchen deiner Möhren Pflanzen nicht gerade einfach. Und „nicht gerade“ ist hier das Stichwort: Die Karotten weichen den Steinen aus und werden krumm und schief.

Aber pssst: Schmecken tun sie genauso gut!

Wenn du mit deinen Karottensamen hoch hinaus willst, kannst du auch prima im Hochbeet Möhren säen. Das Ernten ist dann richtig schön rückenschonend und der Weg bis zum Mund ist auch nicht mehr so weit! ;)

Und apropos hoch hinaus: Auch auf dem Balkon kannst du dir knackige Karotten pflanzen. Dafür benötigst du ein mindestens 30 cm tiefes Gefäß mit mindestens 10 Litern Fassungsvermögen.

In der Sonne, aber auch im Halbschatten werden deine Möhren Pflanzen zum knackigen Gaumenschmaus.

Hier bekommst du übrigens das geballte Wissen, wie du richtig tolle (und fluffige) Beete anlegst und wahnsinnig viel aus deinem Garten rausholen kannst*! ;)

Möhren säen, pflegen...und ernten!

Möhren säen oder Möhren pflanzen?

Karottensamen sind sooo winzig und fein. Hier lautet glücklicherweise das Credo: Möhren immer direkt ins Beet säen! Sonst wäre ja auch kaum mehr Platz für die anderen Gemüse beim Jungpflanzen vorziehen. Zumindest, wenn du auch so einen Möhrenhunger hast wie ich! ;)

Die zarten Würzelchen deiner Möhren können es nämlich üüüberhaupt nicht leiden, in ihrem Wachstum gestört und umgetopft zu werden. Also, direkt ab ins Beet mit diesen winzigen Kraftprotzen. :)

Wann Karotten säen?

Frühe Sorten wie „Gonsenheimer Treib“ kannst du bereits an Mitte Februar aussäen, so früh im Jahr solltest du sie aber mit einem Gärtnervlies vor Kälte schützen.

Wenn du kontinuierlich frische Möhren ernten möchtest, solltest du von Februar bis in den September hinein alle vier Wochen neue Möhren säen. Für Aussaaten von März bis Juli greife ich dann – je nach Aussaatmonat – meist auf die Sorten „Milan“ und Treenetaler“ zurück.

Beete vorbereiten

Vor der Aussaat solltest du Mulch und alte Pflanzenreste entfernen und grobe Erdklumpen mit dem Rechen zerkleinern, sodass ein feines Saatbett entsteht. Du kannst mit der Grabegabel oder Grelinette den Boden richtig tief lockern, ohne ihn zu wenden. Das werden deine Möhren-to-be lieben!

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Geheimtricks beim Möhren säen

Karottensamen in das Beet zu streuseln klingt erstmal leicht. Ein paar Dinge solltest du aber schon beachten. Mit diesen Kniffen wirst du ab sofort keine Probleme mehr beim Möhren säen haben:

  • Trick 1: Es ist richtig schwer, die Karottensamen in der Saatrinne zu dosieren. Weil sie so winzig sind, nehme zumindest ich meist viiiel zu viele Samen. Geht es dir auch so? Dann können sich die Möhren Pflanzen nicht so gut entwickeln und ich habe Saatgut „verschwendet“. Daher ist es ein unfassbar guter Trick, die Samen vor dem Möhren säen mit Sand zu mischen. Das Gemisch kannst du dann in deine ca. 3 cm tiefe Saatrinne rieseln lassen. :)
  • Trick 2: Du hast deine Karottensamen ins Beet gerieselt? Supi! :) Jetzt bedecke sie noch mit Erde und gieße sie schön an. Bis sich das erste zarte Möhrengrün zeigt, wollen sie wirklich nicht austrocknen. Das ist also eine Phase, wo du deine kleinen Sprösslinge ein bisschen im Blick behalten solltest. Wenn du das geschafft hast, kannst du dich getrost zurücklehnen und ihnen beim Wachsen zuschauen.
  • Trick 3: Der gefällt mir besonders gut, weil er so lecker ist! :) Trotz des Sandes wirst du beim Möhren säen wahrscheinlich nicht den optimalen Pflanzabstand eingehalten haben – meistens stehen sie nacher zu eng. Ich warte dann geduldig ab, bis sich schon leckere Mini-Möhrchen gebildet haben und zupfe dann einzelne Möhren aus der Reihe raus. So haben die anderen genug Platz und du deine erste Ernte! Win win! Deine Möhren Pflanzen brauchen etwa 3-4 cm Platz in der Reihe, um groß und stark zu werden. Der Abstand zwischen zwei Reihen sollte übrigens 20-30 cm betragen.

Möhren selber anbauen: Die Pflege

Und nun? Was brauchen Superstar-Gartenkarotten sonst noch zu ihrem und unserem Glück? Gar nicht so viel! :) Sie haben (nach der Anfangsphase, wenn sie am Keimen sind) keinen sehr hohen Wasserbedarf. Ich gieße nur sehr selten, wenn es richtig trocken ist. Um noch seltener gießen zu müssen, verwende ich stattdessen eine dicke Schicht Mulch.

Ich stehe einfach total auf Mulch! Das ist ein richtiges Zaubermittel. Du kannst deine Möhren richtig schön einmummeln, sobald sie etwa eine Hand hoch sind. Das hält nicht nur die Erde feucht, sondern hilft auch prima gegen Unkraut.

Falls du verunkrautete Beete hast, solltest du regelmäßig jäten, da Möhren die Konkurrenz von Unkräutern gar nicht abkönnen. Oooder aber du liest hier mal nach, wie du Verunkrautung erst gar keine Chance gibst. Das spart so viel Zeit und Mühe!

Möhren zählen zu den sogenannten Mittelzehrern. Das heißt, sie haben quasi mittel viel Hunger. In Kompost Möhren säen stillt den Hunger der Karotten Pflanzen schon sehr gut. Du kannst ihnen im Wachstum einmal unter die Würzelchen ääähm Ärmchen greifen, indem du sie zum Beispiel mit einer gut verdünnten Brennesseljauche verwöhnst.

Junge Möhren Pflanzen im Beet

Krankheiten und Schädlinge der Möhre

Okee! Bis hierher ist glaube ich klar geworden, dass Möhren anbauen ziemlich toll ist! Leider finden das auch manche gemeinen Schädlinge toll, wenn du ihnen so leckeres Futter präsentierst. :(

Aber: Gegen diese „Fressfeinde“ können wir etwas tun!

Mischkultur ist da auf jeden Fall ein Zauberwort! Unterschiedliche Gemüsepflanzen unterstützen sich gegenseitig im Beet und können so auf ganz natürliche Weise Schädlinge und Krankheiten auf Abstand halten! Hast du dir deine Mischkulturtabelle schon heruntergeladen?

Solltest du große Probleme mit der Karottenfliege, Karottenminierfliege und Karottenblattflöhen haben, deckst du deine Karotten mit Kulturschutznetzen ab. Dann können diese Fieslinge nämlich gar nicht erst an deine Möhren ran!

Du hast Wühlmäuse? Oh nein! Damit deine Möhren nicht vor Angst in den Beeten schlottern müssen, lies dir hier meine besten Tipps gegen Wühlmäuse durch!

Das Thema Fruchtfolge wirst du auf meinem Blog immer wieder finden. Denn es ist super wichtig, um deinen Bio-Garten richtig schön gesund zu halten. Möhren Pflanzen gehören zur Familie der Doldenblütler. Bei denen solltest du im Idealfall eine Anbaupause von 4 Jahren einhalten. Wie genau du das realisieren kannst und trotzdem nicht auf deine geliebten Karotten Pflanzen verzichten musst, erkläre ich dir hier ganz ausführlich:

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Wann Möhren ernten?

Mmmmh! Jetzt kommen wir zum köstlichen Part! :) Die Möhrenernte ist gar nicht schwer*! Du kannst deine Möhren einfach jederzeit nach Bedarf ernten. Ist das nicht praktisch? Wenn du immer die größten Exemplare raus nimmst, haben die anderen Möhren mehr Platz und können schön weiter wachsen. Das Erntefenster ist praktischerweise auch sehr weit. Also von klein und zart bis mächtig groß kannst du alles ernten, wann und wie du magst.

Wenn du wissen magst, mit was für einer Möhrenernte du in deinem Beet rechnen kannst, dann schau doch gern mal hier beim Ertragsrechner vorbei.

Um Möhren zu lagern, solltest du sie gut ausreifen lassen, bevor du sie erntest. Im August und September gesäte Möhren kannst du in wärmeren Gegenden einfach im Beet stehen lassen und den ganzen Winter über frisch ernten. Cool, oder? :) Bei Minusgraden kannst du deine Möhren mit einer dicken Schicht Stroh und gegebenenfalls mit einem Vlies einkuscheln. So können sie der Kälte prima trotzen!

Mit diesem geballten Wissen solltest du demnächst mit richtig tollen Karotten angeben können. Ich wünsche dir gaaanz viel Spaß beim Möhren säen. Mach die Welt ein bisschen orange-grüner! ;)

Falls du dir die Zeit bis zum Möhren ernten ein bisschen verkürzen möchtest: Lad dir doch die Mischkulturtabelle runter oder stöbere hier gleich weiter:

Zwiebeln stecken, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Rote Bete anbauen: Kompletter Guide für die tolle Knolle

Wie klappt das Möhren Säen bei dir so? Was sind deine besten Tipps für eine dicke Möhrenernte? :)

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Nachreifende Tomaten

Tomaten nachreifen: Bis Weihnachten eigene Tomaten essen!

Tomaten nachreifen lassen – das ist super einfach und eine tolle Methode, um grüne Tomaten im Herbst nicht wegwerfen zu müssen. Wenn du also bis Weihnachten eigene frische Tomaten essen möchtest, bist du hier genau richtig. Los geht´s!  

Inhaltsverzeichnis
Übersicht: Wie und wo lasse ich meine Tomaten nachreifen?
Wann sollte ich meine Tomaten draußen spätestens ernten?
Tomaten nachreifen ohne Tomatenschwemme
Tomaten nachreifen mit dem Reifebooster
Müssen grüne Tomaten nachreifen?
Mythen zum Thema Tomaten nachreifen

Übersicht: Wie und wo lasse ich meine Tomaten nachreifen?

Die Wärme lässt grüne Tomaten nachreifen und rot und köstlich im Geschmack werden.

Das funktioniert super! :) Es gibt ein paar Kniffe, mit denen du dafür sorgen kannst, dass du sogar bis Weihnachten eigene Tomaten schlemmst.

Hier kannst du auf einen Blick sehen, wie das geht:

Was ist zu tun?Tipps und Tricks
Tomaten komplett abernten bei einer Temperatur unter 10 GradTomaten abschneiden, um Verletzungen zu vermeiden
Tomaten auslesenKranke und faule Exemplare in die Biotonne geben, Blätter entfernen
mit Abstand nebeneinander auslegenluftig lagern: vermeidet Schimmel- und Fäulnisbildung
schnelle Nachreifung: warmer Ortz.B. in der Küche bei 16 – 20 Grad
langsame Nachreifung: kühler Ortz.B. im Keller bei 12 – 15 Grad
Reifebooster einsetzenzusammen mit Äpfeln lagern

Wie du für eine dicke fette Tomatenernte sorgst, zeige ich dir Schritt für Schritt in meinem Tomaten-Masterplan. Lad ihn dir gerne herunter!

Wann sollte ich meine Tomaten draußen spätestens ernten?

Sobald das Thermometer mehrere Tage unter 10 Grad zeigt, ist es soweit: Du solltest alle deine Tomaten ernten. Bei diesen Temperaturen werden sie nämlich nicht mehr rot. Deshalb holst du sie jetzt ins Haus, bevor sie der Krautfäule zum Opfer fallen oder verrotten.

Wenn deine Tomatenpflanzen in einem Gewächshaus stehen, kannst du sie natürlich etwas länger beernten als im Freiland. Aber vor allem in einem unbeheizten Gewächshaus ist es auch dort schnell zu kalt.

Am besten zupfst du sie nicht von der Pflanze, sondern schneidest sie mit einer scharfen Gartenschere ab. So entstehen beim Tomaten-nachreifen keine Mikro-Risse, in die später Keime oder Fruchtfliegen eindringen könnten.

Du hast deine grünen Schätze heimgeholt und ein toller Tomatenberg liegt auf deinem Tisch? Super! :)

Jetzt liest du zuerst alle faulen, kranken oder verletzten Tomaten sowie Rispen oder Blätter aus und gibst sie in die Biotonne.

Falls du übrigens lieber Videos schaust als Texte liest, schau dir gern mein YouTube-Video dazu an:

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Dann breitest du die Tomaten auf einer flachen Unterlage aus. Sie sollten sich dabei nicht gegenseitig berühren. So können deine Tomaten nachreifen, während die Luft zwischen ihnen ungehindert zirkuliert.

Falls du nicht nur Tomaten, sondern auch anderes Gemüse anbauen möchtest, um dem Traum von der Selbstversorgung ein wenig näher zu kommen, kann ich dir meinen Kurs Gemüsegarten starten sehr ans Herz legen! Hier zeige ich dir in vielen Videos Schritt für Schritt, wie du ohne viel Mühe leckeres Gemüse anbauen und eine dicke Ernte einfahren kannst. Wäre toll, wenn du mit dabei bist! :)

Tomaten nachreifen ohne Tomatenschwemme

Wenn es ein super tolles Tomatenjahr war, hast du im Herbst in der Regel noch ziemlich viele grüne Tomaten, die du nachgereift unmöglich alle auf einmal verputzen kannst.

Deshalb verrate ich dir einen Trick: Du kannst selber bestimmen, wie schnell deine Tomaten nachreifen! Die Menge, die du möglichst bald genießen möchtest, legst du an einem warmen Ort aus. In deiner Küche zum Beispiel ist es in der Regel schön kuschelig, so dass die Tomaten schnell rot werden.

Alle anderen bringst du an einen kühlen Ort. Der Keller ist dafür sehr gut geeignet. Hier verlangsamt sich die Reifung, so dass du immer nur die Menge ins Warme holst, die du auf einmal verbrauchen möchtest. Auf diese Weise kannst du bis Weihnachten nach und nach Tomaten aus eigener Ernte genießen!

Wie du jedes Jahr ohne viel Arbeit super eine Menge köstlicher Tomaten erntest, zeige ich dir in meinem Artikel Tomaten pflanzen. Da findest du alle Informationen von der Aussaat bis zur Ernte. Schau am besten gleich mal rein! :)

Tomaten nachreifen: grüne Tomaten in Schale

Tomaten nachreifen mit dem Reifebooster

Solltest du deine Tomaten ganz besonders schnell zum Erröten bringen wollen, musst du ihnen keine anzüglichen Witze erzählen! ;) Es reicht, sie in der Küche zusammen mit Äpfeln auf die Obstschale zu legen. Äpfel sind nämlich richtige Reifebooster: Sie verströmen das Reifegas Ethylen. Das sorgt dafür, dass deine grünen Tomaten im Raketen-Geschwindigkeits-Modus rot werden. ;)

Psst: Das funktioniert auch mit Bananen, Birnen und Pflaumen!

Müssen grüne Tomaten nachreifen?

Grüne Tomaten würde niemand roh essen mögen – sie schmecken einfach nicht und sind außerdem giftig, weil sie viel Solanin enthalten. Das baut sich erst mit der Reife ab.

Es gibt aber viele Rezepte, um grüne Tomaten zu Chutneys, Soßen oder einem Relish zu verarbeiten. Müssen deine Tomaten dann eigentlich gar nicht nachreifen?

Solanin baut sich durch Kochen leider nicht ab und kann zu Übelkeit und Bauchschmerzen führen. Wenn du vor dem Kochen die grüne Schale entfernst, minderst du den Solanin-Gehalt. Oder du schneidest die Tomaten in Scheiben, bestreust sie mit Salz und lässt sie 24 Stunden stehen. Den entstandenen Sud gießt du danach weg. So kannst du den Solanin-Gehalt in einen Bereich drücken, wo er dir in der Regel nicht gefährlich wird.

Ich finde aber, Tomaten nachreifen lassen ist immer noch am besten und einfachsten! Das machen sie nämlich ganz alleine, bauen dabei ihren Solanin-Gehalt ab und du kannst sie bis in den Winter hinein genießen.

Kleiner Tipp: Alle Tomatensorten reifen nach!

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Mythen zum Thema Tomaten nachreifen

Tomaten nachreifen lassen ist eigentlich super simpel. Trotzdem halten sich hartnäckig ein paar Mythen, die nur unnötig Arbeit machen oder sogar schlecht sind.

Mythos 1: Tomaten nachreifen in Zeitungspapier oder Plastiktüten

Jede Tomate einzeln in Zeitungspapier oder Zellophantüten einzuwickeln, erhöht zwar die Luftfeuchtigkeit, aber es funktioniert auch perfekt ohne diesen Aufwand und spart im Fall von Plastiktüten auch Plastikmüll. ;)

Mythos 2: Tomaten nachreifen funktioniert nicht im Hellen

Dunkelheit ist nicht erforderlich, um Tomaten nachreifen zu lassen. Wir lagern unsere Tomaten immer im Hellen und hatten damit noch keine Probleme. Ich lege manchmal noch ein Geschirrtuch unter, falls doch mal eine dabei ist, die fault und matscht.

Mythos 3: Tomaten übereinander lagern

Damit deine Tomaten nachreifen können – möglichst ohne zu schimmeln oder zu faulen – sollten sie nebeneinander und nicht übereinander liegen. Wenn du sie in einem Karton mit Zwischenlagen von Zeitungspapier oder in einem großen Glas stapelst, werden sie immer Druckstellen bekommen und schneller zu faulen oder zu schimmeln beginnen.

Psst: Kennst du auch die neun gängigsten Einkoch-Mythen?

Tomaten nachreifen macht (fast) keine Arbeit und ist eine tolle Methode, um grüne Tomaten zu einer leckeren Bereicherung des Speiseplans zu machen, wenn es im Supermarkt gerade nur die faden Tomaten aus dem Gewächshausanbau gibt. Bevor du jetzt zur Tat schreitest und deine grünen Tomaten aberntest, lad dir noch schnell den Tomaten-Masterplan herunter, dann bist du für die nächste Tomaten-Saison perfekt gerüstet!

Noch mehr Tomaten-Lektüre gefällig? Hier kannst du weiterstöbern zum Thema:

Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

Die 8 wirksamsten Mischkultur-Partner für Tomaten!

Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

Hast du noch andere Ideen, um Tomaten nachreifen zu lassen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

Apfelsaft selber machen

Leckeren Apfelsaft selber machen – auch ohne Entsafter!

Wenn du vor lauter Äpfeln kaum noch weißt, wohin mit den knackigen Früchten, kannst du ganz einfach – auch ohne Entsafter – super leckeren Apfelsaft selber machen! So hast du auch im Winter noch frische Trinkvitamine aus dem eigenen Garten – inklusive gratis Summer-Feeling. Hört sich gut an? Dann nichts wie los, Äpfel verwerten! :)

Inhaltsverzeichnis
Welche Methode wähle ich zum Apfelsaft selber machen?
Apfelsaft selber machen ohne Entsafter
Apfelsaft selber machen mit Entsafter
#Apfelsaft selber machen mit dem Schnellkochtopf
#Apfelsaft selber machen mit dem Dampfentsafter
#Apfelsaft selber machen mit dem Kaltentsafter
#Apfelsaft selber machen mit der Obstpresse
Welche Apfelsorten eignen sich zum Apfelsaft herstellen?
Leaf to Root: Was tun mit dem Trester?
Abwarten und Apfelsaft trinken?

Welche Methode wähle ich zum Apfelsaft selber machen?

Du kannst auf mehrere Arten Apfelsaft selber machen! Damit dir die Entscheidung für eine davon leichter fällt, habe ich dir eine Tabelle mit Vor- und Nachteilen gemacht.

Wie Apfelsaft selber machen? VorteileNachteile
Ohne Entsafterkeine besondere Ausrüstung erforderlichSaftausbeute geringer
Schnellkochtopfeffizientes Entsaften kleiner MengenAnschaffungskosten
nur kleine Mengen
Dampfentsaftereffizient große Mengen entsaftenAnschaffungskosten
energieaufwändig
Kaltentsaftereffizientes Entsaften, alle Inhaltstoffe bleiben erhaltenAnschaffungskosten
Obstpressesuper effizientes Entsaften sehr großer MengenAnschaffungskosten
braucht viel Platz

Apfelsaft selber machen ohne Entsafter

Die gute Nachricht vorweg: Du brauchst keine speziellen Geräte, um leckeren Apfelsaft selber zu machen. Zwei große Töpfe, ein Sieb, ein Baumwolltuch, sterilisierte Flaschen und eventuell ein Glasheber genügen völlig!

Vier einfache Schritte für das Apfelsaft einkochen ohne Entsafter:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und würfelst sie. Dann schneidest du unschöne oder faulige Stellen heraus. Wenn du aus dem Trester noch Apfelmus machen möchtest, solltest du auch Stiele und Kerngehäuse entfernen.

Schritt #2: Äpfel kochen

Jetzt gibst du die Apfelstücke in einen Topf, bedeckst sie mit Wasser und kochst sie fünf Minuten auf.

Das Sieb hängst du in den anderen Topf und legst darin das Baumwolltuch aus.

Schritt #3: Apfelmasse auspressen

Wenn die Kochzeit vorüber ist, schüttest du die Apfelmasse in das Sieb. Dann nimmst du das Baumwolltuch an allen vier Ecken, drehst es fest zusammen und presst soviel Saft wie möglich heraus.

Schritt #4: Apfelsaft haltbar machen

Voilá, dein Rohsaft ist fertig! Du kannst ihn jetzt noch mit Zucker oder Zitronensaft süßer oder säuerlicher machen oder mit Zimt und weiteren Gewürzen verfeinern – das hängt ganz von deinem Geschmack ab. Dann erhitzt du  den Saft in einem Topf auf 78 Grad Celsius und hältst diese Temperatur für fünf Minuten. Jetzt schöpfst du den Schaum ab und füllst ihn in sterilisierte Flaschen. An einem kühlen Ort hält sich dieser Saft ungefähr ein Jahr.

Jetzt fehlen deinen Apfelsaftflaschen nur noch schicke Etiketten! Wenn alles beschriftet ist, behältst du nämlich in deiner Vorratskammer ganz einfach den Überblick darüber, was du wann eingekocht hast und obendrein sieht das auch noch richtig gut aus!

Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!

Apfelsaft selber machen mit Entsafter

Ein Entsafter hat viele Vorteile: Es ist weniger Arbeit, die Äpfel zu entsaften, es geht schneller und die Saftausbeute ist höher. Deshalb stelle ich dir hier vier verschiedenen Möglichkeiten vor, wie du Apfelsaft mit einem Entsafter herstellen kannst.

Apfelsaft selber machen mit dem Schnellkochtopf

Wenn du keine großen Mengen Apfelsaft herstellen möchtest, kannst du deinen Schnellkochtopf zum Entsaften verwenden. Er sollte allerdings ein Volumen von mindestens sechs Litern haben. Du brauchst außerdem den gelochten Einsatz und den Einsatz ohne Löcher.

Vier einfache Schritte für das Apfelsaft selbst machen mit dem Schnellkochtopf:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und viertelst sie. Dann schneidest du unschöne oder faulige Stellen heraus. Wenn du aus dem Trester noch Apfelmus machen möchtest, solltest du auch Stiele und Kerngehäuse entfernen.

Schritt #2: Schnellkochtopf vorbereiten

Zuerst stellst du das Dreibein (den Abstandhalter) auf den Topfboden und gießt 300 ml Wasser in den Topf.

Kleiner Kindheits-Flashback: Du baust jetzt ein Türmchen! :) Erst setzt du den ungelochten Einsatz auf das Dreibein und darauf den gelochten Einsatz. In den gelochten Einsatz kommen die vorbereiteten Äpfel hinein. Schon ist dein Entsaftungsturm fertig!

Schritt #3: Äpfel entsaften

Nach Anweisung in der Bedienungsanleitung deines Schnellkochtopfes entsaftest du jetzt deine Äpfel. Wenn der nötige Druck erreicht ist, beginnt die Entsaftungszeit. Sie beträgt für Äpfel 20 Minuten.

Schritt #4: Apfelsaft abfüllen

Nachdem du laut der Bedienungsanleitung den Druck aus deinem Schnellkochtopf abgelassen hast, öffnest du den Deckel und nimmst den gelochten Einsatz mit der entsafteten Apfelmasse heraus. Dann füllst du den Apfelsaft aus dem ungelochten Einsatz in sterilisierte Flaschen ab. Dabei solltest du zügig arbeiten, damit die Temperatur des Saftes nicht unter 78° Celsius fällt und er keimfrei bleibt.

Außer Entsaften gibt es übrigens auch noch einige andere Möglichkeiten, Obst und Gemüse haltbar zu machen!

Apfelsaft selber machen: Apfelsaftflaschen

Apfelsaft selber machen mit dem Dampfentsafter

Solltest du einen Dampfentsafter besitzen, bist du fein heraus: Das ist die müheloseste Methode, Berge von Äpfeln in leckeren Apfelsaft zu verwandeln! :)

Vier einfache Schritte für das Apfelsaft machen mit dem Dampfentsafter:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und viertelst sie. Dann schneidest du unschöne oder faulige Stellen heraus. Wenn du aus dem Trester noch Apfelmus machen möchtest, solltest du auch Stiele und Kerngehäuse entfernen.

Schritt #2: Dampfentsafter vorbereiten

Du füllst in den unteren Teil des Dampfentsafters soviel Wasser, wie in der Bedienungsanleitung vorgegeben ist und bringst es zum Kochen.

Psst, kleiner Hack: Wenn du das Wasser mit dem Wasserkocher erhitzt, geht es deutlich schneller und spart Energie! :)

Jetzt setzt du den Auffangbehälter und den Siebeinsatz auf. Befestige den Abfüllschlauch und klemme ihn mit der dazugehörigen Klammer ab. Nicht vergessen, sonst ist die Schweinerei in deiner Küche perfekt! ;)

Schritt #3: Äpfel entsaften

Jetzt füllst du deine vorbereiteten Äpfel in den Siebeinsatz und setzt den Deckel auf. Sobald du Flüssigkeit im Abfüllschlauch siehst, beginnt die Entsaftungszeit. Sie beträgt bei Äpfeln 90 Minuten. Du kannst zwischendrin die Apfelmasse umrühren und auch mit einem Löffel leicht pressen, um eine maximale Saftausbeute zu bekommen.

Schritt #4: Apfelsaft abfüllen

Beim Dampfentsafter ist das Abfüllen ein Kinderspiel: Du hältst einfach den Abfüllschlauch in deine sterilisierten Flaschen und füllst bis oben hin den Saft ein. Am besten benutzt du beim Abfüllen Topfhandschuhe, die Flaschen werden nämlich ziemlich heiß! :)

Du steckst gerade mitten in einer Obstschwemme? Für Kirschen , Pflaumen und Erdbeeren habe ich auch tolle Rezepte für dich!

Apfelsaft selber machen mit dem Kaltentsafter

Für ganz frischen Apfelsaft mit allen wertvollen Inhaltsstoffen und Vitaminen – morgens zum Frühstück – ist ein Kaltentsafter das perfekte Gerät. Natürlich ist dieser Saft nur ein paar Tage im Kühlschrank haltbar, aber du stellst davon ja auch nur sehr geringe Mengen auf einmal her.

Drei einfache Schritte für das Apfelsaft machen mit dem Kaltentsafter:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und schneidest unschöne oder faulige Stellen heraus. Dann schneidest du die Äpfel in die passende Größe.

Schritt #2: Äpfel entsaften

Du stellst eine Kanne unter deinen Kaltentsafter und schaltest ihn an. Dann packst du deine vorbereiteten Äpfel in den Einfüllstutzen und siehst zu, wie sich die Kanne mit leckeren Saft füllt.

Psst: Karotten und Ingwer sind tolle Saftpartner für deine Äpfel und außerdem super gesund!

Schritt #3: Apfelsaft genießen!

Frischer und schneller geht es nicht – dein Frühstückssaft ist ruckzuck fertig und du startest mit einem leckeren Vitaminboost in den Tag!

Apfelsaft selber machen: Obstpresse

Apfelsaft selber machen mit der Obstpresse

Die Obstpresse ist wie ein riesiger Kaltentsafter: Du presst den Saft aus den Äpfeln ohne Temperatureinwirkung heraus. Das ist eine prima Möglichkeit, große Mengen an Äpfeln zu verwerten. Um den Saft auch im Winter noch genießen zu können, musst du den Apfelsaft nach dem Pressen aber noch haltbar machen.

Drei einfache Schritte für das Apfelsaft machen mit der Obstpresse:

Schritt #1: Äpfel vorbereiten

Du wäschst die Früchte sorgfältig und schneidest unschöne oder faulige Stellen heraus. Dann mahlst du die Äpfel in einer Obstmühle zu Maische oder du schneidest die Äpfel in kleine Stücke.

Schritt #2: Äpfel pressen

Die gewonnene Maische füllst du in einen Press-Sack und gibst ihn in die Obstpresse. Auffangbehälter nicht vergessen! ;)

Jetzt presst du solange, bis die Maische sich trocken anfühlt und kein Saft mehr austritt.

Schritt #3: Apfelsaft pasteurisieren

Dein Rohsaft würde sich nicht lange halten und schnell zu gären oder zu schimmeln beginnen, wenn du ihn nach dem Pressen einfach nur abfüllst und lagerst.

Deshalb erhitzt du ihn für fünf Minuten auf 78° Celsius und füllst ihn dann in sterilisierte Flaschen ab.

Du möchtest nicht nur Äpfel, sondern auch anderes Obst und Gemüse aus deiner Ernte sicher haltbar machen? Dann komm doch in meinen „Obst und Gemüse haltbar machen“ Onlinekurs! Da zeige ich dir, wie du im Handumdrehen leckere Vorräte herstellst und welche Methoden es gibt, um deine Ernte haltbar zu machen. Ich freue mich, wenn du mit dabei sein möchtest!

Apfelsaft selber machen: Äpfel stampfen

Welche Apfelsorten eignen sich zum Apfelsaft herstellen?

Ganz egal, welche Sorte du verwendest: Deine Äpfel sollten aus biologisch-kontrolliertem Anbau stammen. Äpfel gehören zu den Obstsorten, die im konventionellen Anbau bis zu 20x im Jahr gespritzt werden – und das möchten wir ja nicht unbedingt im Glas haben.

Grundsätzlich kannst du aber aus jeder Apfelsorte Apfelsaft herstellen. Eine ausgewogene Mischung aus voll reifen, süßen und säuerlichen Äpfeln sorgt für einen besonders leckeren harmonischen Geschmack.

Säuerliche Apfelsorten sind zum Beispiel Boskop, Berlepsch, Topaz, Granny Smith, Idared und Ontario.

Zu den süßen Apfelsorten zählen Fuji, Gala, Pink Lady, Red Delicious und Rubinette. Und dann gibt es noch die süß-sauren Sorten wie zum Beispiel Cox Orange, Elstar, Pilot und Pinova.

Ein Saft gemischt aus Äpfeln und Birnen ist übrigens eine super leckere Kombination!

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Pssst, Nerd-Alarm on: Säuerliche Äpfel enthalten mehr „Quercetin” als süße Äpfel. Quercetin ist ein gelber Farbstoff, der freie Radikale fängt, antioxidativ wirkt und darum super gesund ist. In den sauren Apfel zu beißen ist also nicht unbedingt die schlechteste Idee! Nerd-Alarm off ;)

Leaf to Root: Was tun mit dem Trester?

Beim Apfelsaft machen bleibt eine ziemlich große Menge an ausgekochten Äpfeln übrig. Die wären zum Wegwerfen viel zu schade, weil du daraus noch ein super leckeres Apfelmus machen kannst!

Dazu solltest du aber Kerngehäuse und Stiele vor dem Entsaften entfernt haben, weil die sich hinterher nur super mühselig aus dem Apfelbrei heraussammeln lassen.

Dann ist der Rest aber nicht mehr viel Arbeit: Du gibst die Apfelmasse in eine Schüssel und pürierst alles möglichst fein. Anschließend schmeckst du das Mus mit Zimt, Zitronensaft und Zucker ab und füllst es in Gläser. Wenn du ein Luxus-Apfelmus haben möchtest, kannst du noch Rosinen dazugeben und gut unterrühren. ;)

Deine Gläser kochst du bei 90° Celsius 30 Minuten lang ein und hast so wirklich alles von deinen Äpfeln verwertet. Cool, oder?

Und aus den Apfelgehäusen kannst du übrigens richtig leckeren Apfelessig selber machen – probier das unbedingt mal aus!

Abwarten und Apfelsaft trinken?

Im Regal hast du jetzt einige Flaschen leckeren Apfelsaft mit wunderschönen Etiketten stehen? Die musst du nicht alle einfach nur pur trinken! Du kannst den Saft auch zu leckerem Apfelgelee, heißem Apfelpunsch oder Apfelschorle machen – sogar in einem Apfelkuchen oder in der Kürbissuppe macht sich der fruchtige Saft gut als Alternative zur Milch.

Pssst: Wie wär’s als nächstes mal mit selbstgemachtem Holundersaft?

Also: Apfelsaft selber machen ist kinderleicht und du brauchst nicht unbedingt ein extra Equipment dazu. Die nächste üppige Apfelernte muss also nicht zum Zankapfel werden – nur zu köstlichem Apfelsaft. Yummie! :)

Wenn du jetzt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Einkoch-Geschmack gekommen bist, schau dir doch auch diese Artikel an:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

Welche Tricks hast du auf Lager beim Apfelsaft selber machen? Ich freue mich, von dir zu hören! :)
Winterkresse: Pflanze

Winterkresse: Der leckere Supersalat!

Winterkresse, auch Barbarakraut genannt, bist du bestimmt schon oft begegnet, ohne es zu merken: Sie wächst nämlich wild an Wegrändern, Böschungen und Wiesen. Es lohnt sich aber unbedingt, ihre Bekanntschaft zu machen, denn dieser Wildsalat hat Superkräfte: super gesund, super würzig und super unkompliziert im Anbau. Darum nichts wie ab in den Garten, Winterkresse anbauen! :)

Inhaltsverzeichnis
Winterkresse oder Barbarakraut: Was ist das eigentlich?
Die Aussaat: Wann-Wo-Wie?
So pflegst du deine Winterkresse
Krasse Kresse: Der Supersalat
Winterkresse in der Küche verwenden

Winterkresse oder Barbarakraut: Was ist das eigentlich?

Winterkresse gehört zur Familie der Kreuzblütler und hat einen scharfen, kresseartigen, würzigen Geschmack, der viele Gerichte aufpeppt. Die zweijährige Pflanze ist völlig anspruchslos und absolut frosthart. Du kannst sie im Beet oder in einem Gefäß ab 5 Liter anbauen, beides ist völlig ok für sie!

Im ersten Jahr bildet die Winterkresse dunkelgrüne Blattrosetten. Im zweiten Jahr will sie dann hoch hinaus: Es wächst ein bis zu 30 Zentimetern hoher Blütenstiel mit gelben Blüten. Das sieht wunderschön aus und ist ein toller Farbtupfer im Beet oder auf dem Balkon.

Übrigens: Weil du Winterkresse in der Regel das ganze Jahr über ernten kannst, heißt sie vermutlich auch Barbarakraut – zu Ehren der Heiligen Barbara, die ihren Namenstag am 4. Dezember feiert.

Winterkresse: Blüte

Die Aussaat: Wann Wo Wie?

Winterkresse kannst du von Anfang März bis Ende September direkt in die Erde säen. Ein Reihenabstand von 20 Zentimetern und ein Pflanzabstand von 0,5 Zentimetern sind dabei ideal.

Mit dem Standort ist sie ganz flexibel: Von sonnig bis halbschattig ist alles möglich. Spinat, Mangold und Feldsalat sind ihre bevorzugten Nachbarn.

Mischkultur im Beet oder im Topf ist übrigens eine richtig coole Sache! Deine Pflanzen danken es dir mit prächtigem Wachstum, wenn sie mit ihren Homies zusammenstehen dürfen. Damit du gar nicht lange grübeln musst, wer gern mit wem ins Beet geht, habe ich eine Mischkulturtabelle für dich erstellt. Da siehst du auf einen Blick, welche Pflanzengemeinschaften ideal sind! Lad sie dir gerne hier herunter:

Die Blätter vom Barbarakraut kannst du das ganze Jahr über ernten.* Mit der Blüte im zweiten Jahr beginnen sie allerdings ziemlich bitter zu schmecken – und das ist nicht jedermanns Sache. Nach der Blüte erntest du die Samen und   verwendest sie als frisches Saatgut einfach wieder.

Übrigens lässt sich nicht nur Winterkresse, sondern auch ganz viel anderer Salat in der kalten Jahreszeit ernten! Wie das geht, zeige ich dir in diesem Video, schau gerne mal rein!

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Mehr Informationen

So pflegst du deine Winterkresse

Damit sich die Winterkresse bei dir rundum wohlfühlt, braucht es nicht viel. Sie legt aber Wert auf eine gute Wasserversorgung* und als Mittelzehrer freut sie sich im zweiten Jahr, wenn du ihr einmal etwas Flüssigdünger gönnst. 

Falls du nicht nur Winterkresse, sondern auch anderes Gemüse ohne viel Mühe anbauen möchtest und dafür jede Menge Tipps und Tricks brauchen kannst, komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs*! Da zeige ich dir, wie du im Handumdrehen eine dicke Ernte einfährst – auch wenn du mit Job und Familie schon ziemlich beschäftigt bist. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Um die Blätter im Geschmack etwas milder zu machen, suchst du der Winterkresse einen halbschattigen Standort aus und sorgst dafür, dass sie nicht austrocknet. Wenn sie nämlich überwiegend sonnig-trocken steht, verstärkt das die bittere Note.

Mit Krankheiten und Schädlingen hat die Winterkresse kaum zu kämpfen. Du solltest aber wie bei allen Kreuzblütlern eine Anbaupause von sechs Jahren einhalten.

Winterkresse: Tasse Tee

Krasse Kresse: Der gesunde Supersalat

Winterkresse schmeckt aber nicht nur im Salat super lecker, sie ist auch noch richtig gesund:

  • Als Tee aufgebrüht kann die Vitamin C-reiche Pflanze dein Immunsystem stärken. Für den Tee übergießt du 25 g Blätter mit einem Liter kochenden Wasser und lässt ihn 12 Minuten ziehen.
  • Die gemörserten Samen helfen als Tinktur gegen Blasenentzündungen.
  • Die Bitterstoffe wirken verdauungsfördernd.
  • Ein Aufguss der Blätter unterstützt die Wundheilung.

Du siehst: Eigentlich führt an der Winterkresse kein Weg vorbei! ;) Und die Kombination aus köstlich und gesund findest du auch nicht an jeder Ecke!

Winterkresse
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Winterkresse in der Küche verwenden

Ok, deine Winterkresse ist wunderbar gewachsen und du möchtest sie jetzt beernten* und in der Küche verwenden? Perfekt, denn es gibt da viele Möglichkeiten!

  • Blätter: Du kannst mit den Blättern Salate aufpeppen, Kräuterquark anrühren, sie kurz blanchiert wie Spinat zubereiten oder als Füllung für Fleisch und Gemüse verwenden. Auch ein Pesto aus Winterkresseblättern schmeckt richtig toll!
  • Blüten: Junge Blütentriebe sind köstlich als gedünstete Gemüsebeilage und die Blüten machen sich prächtig als Deko im Salat oder auf dem Brot. Oder du trocknest sie und machst einen leicht süß schmeckenden Tee draus.
  • Samen: Die Samen kannst du zerstoßen und als Gewürz verwenden.

Tja, jetzt hast du die Qual der Wahl! ;) Am besten einfach alles mal ausprobieren und dann einen Favoriten küren!

Winterkresse ist ein absolut unkomplizierter Gemüsekumpel und auch für Garten-Newbies prima geeignet. Mit den richtigen Pflanzennachbarn im Beet wächst sie umso besser. Apropos: Hast du dir schon meine Mischkulturtabelle heruntergeladen? ;)

Da Winterkresse nicht nur lecker schmeckt, sondern auch richtig gesund ist, solltest du ihr unbedingt ein Plätzchen in deinem Beet oder auf deinem Balkon einräumen. Dann hast du in der Küche zahlreiche Möglichkeiten, sie zu einem leckeren Essen zu machen!

Nur Winterkresse im Beet ist dir zu langweilig? Dann schau doch, was da noch so alles geht:

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – Der komplette Zucchini-Guide

Buschbohnen anbauen: Das unkomplizierte Gemüse in deinem Garten!

Hast du Winterkresse schon mal angebaut? Ich freue mich, von deinen Erfahrungen zu hören! :)

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