Wann ist der beste Zeitpunkt zum Apfelbaum pflanzen? Der war vor zehn Jahren! ;) Falls du da noch keinen Apfelbaum gepflanzt hast, wird’s jetzt aber höchste Zeit! Also zieh deine Gummistiefel an und nichts wie raus in den Garten! Ich zeige dir, wie es geht.
Der Herbst ist der beste Zeitpunkt zum Apfelbaum pflanzen! Dann hat dein Bäumchen bis zum nächsten Frühjahr nämlich ausreichend Gelegenheit, seine Wurzeln tief in die Erde zu strecken und am neuen Standort heimisch zu werden. Ein weiterer Vorteil: Du musst weniger gießen, weil es im Herbst mehr Niederschläge gibt.
Grundsätzlich kannst du aber das ganze Jahr über deinen Apfelbaum pflanzen.
Es kommt allerdings ganz darauf an, in welcher Form du ihn zu dir holst. Junge Apfelbäume kannst du entweder im Topf kaufen oder wurzelnackt. Die wurzelnackte Variante kommt ganz ohne Topf und Erde daher – du kaufst ein Bäumchen, dessen Wurzelballen ganz frei liegt. Das sieht dann ungefähr so aus:
Bäumchen im Topf haben den Vorteil, dass du sie zu jeder Jahreszeit pflanzen kannst – sie sind nämlich nicht so empfindlich wie wurzelnackte Bäume. Sie sind aber auch deutlich teurer. Die günstigeren, wurzelnackten Bäume kannst du von Oktober bis April setzen, solange es frostfrei ist.
Egal ob wurzelnackt oder im Topf: Für die Pflanzung deines Apfelbaums hast du mehrere Monate Zeit – ganz anders ist es mit Gemüse!
Damit das richtig wächst, will es zum rechten Zeitpunkt ausgesät sein. Und damit du keinen Aussaat- und Pflanzzeitpunkt mehr verpasst, habe ich hier etwas für dich: Meinen Aussaatkalender mit allen wichtigen Aussaatterminen! Lass mir einfach deine Emailadresse da, und der Kalender flattert in dein Postfach:
Es geht los: Apfelbaum pflanzen in 7 einfachen Schritten
Ihr seid startklar, du und dein neues Apfelbäumchen? Dann zeige ich dir jetzt Schritt-für-Schritt, wie du es deinem zukünftigen Mitbewohner an seinem Plätzchen gemütlich machst!
Schritt 1: Apfelbaum wässern
Bevor du loslegst, kürzt du bei deinem wurzelnackten Apfelbaum die Hauptwurzeln um ein paar Zentimeter und entfernst alle Wurzeln, die abgeknickt, verletzt oder vertrocknet sind. Dann stellst du ihn ein paar Stunden lang in einen Kübel mit Wasser. Containerware kommt ohne Plastiktopf in das Wasserbad. Hier musst du auch nicht die Wurzeln schneiden. Auf diese Weise kann sich dein Bäumchen nochmal so richtig satt trinken, bevor es ans Apfelbaum pflanzen geht.
Schritt 2: Pflanzloch graben
Jetzt ist Muskelkraft gefragt: Für deinen Apfelbaum brauchst du ein Pflanzloch, das bei Containerware mindestens doppelt so breit und ungefähr doppelt so tief ist wie der Topf. Der Baum soll aber nur so tief in den Boden kommen, dass seine Veredelungsstelle eine Handbreit über der Erde liegt.
Für wurzelnackte Bäume gräbst du ein Loch, das ungefähr 50 bis 60 Zentimeter breit ist und so tief, dass die Veredelungsstelle auch hier circa eine Handbreit über der Erdoberfläche liegt.
Psst: Wenn du deinen Meterstab über das Pflanzloch legst und dein Bäumchen hineinstellst, kannst du ganz leicht sehen, ob du schon tief genug gebuddelt hast!
Dann kannst du noch etwas Kompost ins Pflanzloch geben, damit dein Apfelbaum gleich ein bisschen Futter vorfindet, wenn er seine Wurzeln ausstreckt.
Schritt 3: Holzpflock einschlagen
Bevor es ans Apfelbaum pflanzen geht, brauchst du noch einen Holzpflock als Stütze! Er sorgt dafür, dass dein Baum kein Fähnchen im Wind ist, sondern sich tapfer behaupten kann und stabil im Boden steht. Der Pflock sollte so hoch sein, dass du ihn einen guten halben Meter in den Boden einschlagen kannst und er dann bis zum Beginn der Baumkrone reicht.
Wenn du in einer besonders windigen Gegend wohnst, ist es sinnvoll, zwei Pfähle einzuschlagen. Doppelt hält einfach besser! ;) Die Holzpflöcke sollten ungefähr 30 bis 40 Zentimeter Abstand zum Stamm haben.
Schritt 4: Es ist soweit: Den Apfelbaum einpflanzen!
Nach all diesen Vorbereitungen kannst du jetzt endlich dein Bäumchen aus dem Wassereimer holen und es in die Pflanzgrube setzen.
Ganz wichtig: Die Veredelungsstelle muss sich ungefähr eine Handbreit über dem Boden befinden! Nur so wächst dein Baum nachher, wie er soll.
Jetzt füllst du die ausgehobene Erde in das Pflanzloch zurück und trittst sie vorsichtig fest. Du willst deinen Apfelbaum ja nicht verletzen!
Vermutlich bleibt dir Erde übrig: Aus der baust du rund um dein Pflanzloch einen Gießrand. So bleibt das Wasser da, wo du es haben willst.
Jetzt kannst du noch eine sogenannte Baumscheibe anlegen: Dazu mulchst du die Pflanzstelle bis zum Gießrand mit Holzhackschnitzeln. Das schützt deinen zarten jungen Baum vor Unkraut und Krankheiten und hält die Feuchtigkeit im Boden.
Schritt 5: Apfelbaum anbinden
Jetzt hast du es schon fast geschafft – du musst dein Bäumchen nur noch an den Holzpfahl binden! Dazu braucht es ein wenig Achtsamkeit: Du legst nämlich einen Strick in der Form einer Acht um Stamm und Holzpflock.
Dann umwickelst du die Mitte des Stricks ein paarmal und machst schließlich am Holzpflock einen Knoten. Den kannst du noch mit einer Krampe oder einem Nagel sichern, damit der Strick nicht im Lauf der Zeit herunterrutscht und deinem Apfelbaum nichts mehr nutzt.
Schritt 6: Apfelbaum schneiden
Nach dem Apfelbaum pflanzen braucht dein Bäumchen noch einen sogenannten Pflanz- oder Erziehungsschnitt, damit es eine schöne Krone ausbildet.
Dazu kürzt du den Leittrieb und drei bis vier Seitenäste um ungefähr ein Drittel ein – weitere Seitenäste schneidest du ganz heraus. Die verbliebenen Seitenäste sollten alle dieselbe Länge haben, damit eine Pyramidenform entsteht. Wenn sie sehr steil stehen und so dem Leittrieb Konkurrenz machen, bindest du sie mit einem Strick nach unten.
Du möchtest noch mehr über das Schneiden von Apfelbäumen lernen? Dann bitte einmal hier entlag, dem Thema habe ich nämlich einen eigenen Artikel gewidmet:
Wählen mit Bedacht: Unterlage und Wüchsigkeit von Apfelbäumen
Du hast einen eher kleinen Garten, würdest aber super gern ein oder zwei Apfelbäume darin haben? Kein Problem – für jede Gartengröße gibt es den passenden Baum! Sogar auf dem Balkon kannst du mit der richtigen Unterlage einen Apfelbaum pflanzen!
„Unterlage“ meint dabei den Stamm mit Wurzelballen, auf den deine ausgewählte Apfelsorte veredelt ist. Die Unterlage bestimmt, ab welcher Höhe der Baum seine Krone entwickelt.
Es gibt folgende Stammhöhen:
Hochstämme entwickeln ab 180 bis 220 Zentimeter ihre weit ausladende Krone. Sie brauchen viel Platz im Garten und werfen auch einen großen Schatten. Schnitt und Ernte sind wegen der Höhe schwierig. Deshalb sind Hochstämme für die meisten Hausgärten nicht gut geeignet. Allerdings bringen sie besonders viel Ertrag und haben die längste Lebensdauer.
Halbstämme haben ihre weit ausladende Krone ab einer Höhe zwischen 100 bis 160 Zentimeter und können vier bis sechs Meter hoch werden. Auch Halbstämme wollen viel Platz in deinem Garten haben!
Niederstämme beginnen mit der Krone auf einer Höhe von 80 bis 100 Zentimetern und sind einfach zu beernten und zu schneiden. Deshalb eignen sich Niederstämme für kleinere Gärten gut.
Buschbaum oder Säulenapfel: Das ist die kleinste und schwachwüchsigste Unterlage. Ihre fruchttragenden Äste beginnen ab einer Höhe von 40 bis 60 Zentimetern. Darum kannst du sie auch in einen großen Topf auf dem Balkon pflanzen, wenn du sie regelmäßig schneidest und sie im Winter vor dem Durchfrieren der Erde schützt.
Auch mit einem kleinen Garten hast du viele Möglichkeiten! Du kannst nämlich nicht nur einen passenden Apfelbaum pflanzen, sondern auch mit ein paar Kniffen eine dicke Gemüseernte einfahren!
Welchem Apfelbaum du in deinem Garten ein neues Zuhause gibst, ist eine wichtige Entscheidung. Du solltest ihn deshalb möglichst in einem Fachbetrieb mit entsprechender Beratung kaufen, damit du viele Jahre Freude an deinem neuen Mitbewohner hast.
Wer bestäubt hier wen? Befruchter-Apfelbaum pflanzen
Wenn du dich nun für einen Apfelbaum entschieden hast, ist das leider erst die halbe Miete: Apfelbäume sind nämlich Fremdbefruchter. Das heißt, dein Bäumchen braucht ein weiteres Bäumchen einer anderen passenden Apfelsorte für die Bestäubung.
Manche Sorten sind schlechte Bestäuber oder blühen zu unterschiedlichen Zeiten – kurz: Es ist gar nicht so einfach mit dem Kinder- äääh Apfelwunsch!
Gute Befruchtersorten sind „Cox Orange“, „James Grieve“, „Jonathan“ oder „Ingrid Marie“. Am besten fragst du aber in der Baumschule nach, welche Sorte als Befruchter für deine auserwählte Apfelsorte in Frage kommt.
Wenn du in deinem Garten keinen Platz hast für eine Befruchtersorte, kannst du einen Apfelbaum pflanzen, auf den mehrere Sorten veredelt sind. Die bestäuben sich dann gegenseitig. Oder du setzt in die Nähe einen kleinen Zierapfel: Der blüht lange wunderschön und kann mit Hilfe der Bienen deinen Apfelbaum perfekt bestäuben. In professionellen Apfelplantagen wachsen deshalb am Rand oft verschiedene Zierapfelsorten. So müssen sich die Betreiber keine Gedanken um die Befruchtung machen.
In diesem Artikel habe ich übrigens einen richtig coolen Trick für die Bestäubung von Tomaten auf Lager!
Viele viele bunte Apfelsorten! Welchen Apfel soll ich wählen?
Bevor du ans Apfelbaum pflanzen gehen kannst, musst du dich natürlich zuerst für eine Apfelsorte entschieden haben. Es gibt sooo viele verschiedene Äpfel – welchen sollst du bloß nehmen?
Dazu solltest du überlegen:
Welche Wuchsform passt in deinen Garten?
Welche Äpfel magst du am liebsten: Sind es die süß-milden oder eher die säuerlich-knackigen Sorten?
Möchtest du deinen Apfel möglichst früh direkt vom Baum naschen oder ist es dir lieber, ihn später zu ernten und einlagern zu können?
Ist dein Apfelbaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge oder bringt ihn so schnell nichts zum Kränkeln?
Möchtest du eine historische Sorte oder eine moderne Sorte anbauen?
Mit den Antworten auf diese Fragen solltest du in einem Fachbetrieb schnell zu deinem Wunschapfel kommen. :)
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Einen Apfelbaum pflanzen ist nicht schwer und du hast jahrelang ungespritzte, knackige und vitaminreiche Äpfel zum Schlemmen – also worauf wartest du noch? Je schneller du pflanzt, desto eher kannst du ernten! ;)
Du bist fertig mit Apfelbaum pflanzen und möchtest dich schon mal informieren, was du mit den Früchten anstellen kannst, außer sie sofort aufzuessen? Dann lies gerne hier weiter:
Er ist beim Kochen nicht wegzudenken und total unkompliziert im Anbau: Knoblauch. Für die meisten Gerichte reichen zwar schon ein paar Zehen, aber im Garten können wir gar nicht genug Knoblauch Pflanzen haben, oder? Und es ist tatsächlich absolut machbar, den eigenen Jahresbedarf selbst anzubauen. Ziemlich gut, oder? Also, lasst uns Knoblauch anpflanzen, pflegen, ernten und einlagern! Hier liest du, wie es geht!
Auf die Plätze, fertig, los: Wir pflanzen Knoblauch!
Damit du richtig dicke Knoblauchknollen ernten kannst, bekommst du heute einen kompletten Anbau-Leitfaden: Vom Knoblauch pflanzen bis hin zu den wichtigsten Anbautipps für eine dicke, fette Ernte.
Bevor du mit deiner Pflanzaktion loslegst, müssen wir allerdings noch ein paar Basics rund um das richtige Pflanzgut, die Sortenwahl und das beste Timing dafür klären. Los geht’s!
Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, als zu lesen, kannst du mir hier beim Knoblauch anpflanzen über die Schulter schauen:
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Du hast die Wahl zwischen zwei verschiedene Arten, Knoblauch in die Erde zu bringen:
Option Nummer Eins: Knoblauch stecken. Klassischerweise steckst du einfach einzelne Knoblauchzehen in die Erde. Geht schnell und ist unkompliziert. Einziger Nachteil: Für jede geerntete Knolle musst du eine Zehe deiner vorherigen Ernte als Saatgut einplanen, also je nach Sorte immer um die 15 % deiner Ernte.
Option Nummer Zwei: Brutknöllchen auspflanzen. Es gibt auch die Möglichkeit, Knoblauch aus Brutknöllchen zu ziehen. Das kannst du einfach mal ausprobieren, wenn du selber schon Knoblauch angepflanzt hast, der geblüht hat.
An der Blüte bilden sich nämlich die Brutknöllchen (auch Bulbillen genannt), die ein bisschen wie Miniknoblauchzehen aussehen. Allerdings brauchst du bei dieser Variante ein bisschen Geduld, denn bis sich eine richtige Knoblauchknolle aus den Brutknöllchen bildet, dauert es zwei Jahre.
Im ersten Jahr bilden sich aus den Brutknöllchen die Rundlinge, die noch nicht in Zehen unterteilt sind und mild schmecken.
Also: Knoblauch aus Brutknöllchen zu ziehen ist umständlicher und dauert länger. Der Vorteil ist aber, dass du keine Knoblauchzehen zum Pflanzen “opfern“ musst. Ich entscheide mich allerdings meistens für die schnellere Variante und baue Knoblauch durch das Stecken der Zehen an. :)
Geschmacksfrage: Welche Knoblauchsorte darf es sein?
Wenn du Pflanzknoblauch kaufen möchtet, hast du die Wahl zwischen vielen verschiedenen Sorten. Ich habe mit den Sorten Ljubascha, Vallelado, Morado, Vekan und Cledor schon gute Erfahrungen gemacht.
Die Sorte „Vekan“ bildet zwar eher kleine Knollen aus, hat aber einen tollen Geschmack und mundet mir auch richtig gut. Leider ist es eher schwierig, von dieser Sorte Pflanzknoblauch zu bekommen.
„Morado“ und „Vallelado“ sind ertragreiche Sorten mit dickeren Knollen, die auch lecker schmecken, aber etwas milder sind.
Übrigens: Noch wichtiger als die Sorte ist, dass dein Pflanzknoblauch aus Deutschland kommt. Deswegen am besten auf dem Wochenmarkt, beim Bauern, im Onlineshop deines Vertrauens oder bei Saat- und Pflanzgutherstellern nach Knoblauch fragen und nicht unbedingt im Supermarkt Knoblauch zum Pflanzen kaufen. Der kommt nämlich oft aus China und ist deshalb so gar nicht an unsere klimatischen Verhältnisse angepasst. Dementsprechend traurig sieht er dann im Beet aus …
Was ist „Softneck“ und „Hardneck“-Knoblauch?
Neben den verschiedenen Sorten kann Knoblauch auch noch in die zwei Gruppen „Hardneck“ und „Softneck“ aufgeteilt werden.
Hardnecks haben, wie der Name schon vermuten lässt, einen harten Stiel und sind generell kältetoleranter als die Softneck-Sorten, weshalb sie auch super für den Überwinterungsanbau geeignet sind.
Softneck-Sorten können einfacher maschinell angebaut werden und sind deswegen auch oft im Supermarkt zu finden. Geschmacklich sind sie aber nicht ganz so aromatisch wie die Hardneck-Sorten. Man kann sie jedoch auf Grund des weichen Stiels super zu schönen Zöpfen flechten, da sind die wirklich ein echter Hingucker.
Knoblauch anpflanzen: So klappt das Timing!
Du hast dir eine Sorte ausgesucht und Pflanzgut besorgt? Dann kann es jetzt losgehen! Generell gibt es zwei Zeitpunkte im Jahr, an denen du Knoblauch pflanzen kannst:
Im HerbstKnoblauch stecken: Knoblauch, den du im Herbst pflanzt, kommt im September oder Oktober in die Erde. Die Zehen treiben dann schon einmal aus, bevor der Knoblauch über den Winter eine Pause einlegt. Im nächsten Frühjahr hat der Knoblauch dann bereits einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und kann bis zum Sommer schön dicke Knollen ausbilden.
Im FrühjahrKnoblauch pflanzen: Wenn du im Herbst vergessen hast, Knoblauch zu stecken, kannst du auch noch im Frühjahr Knoblauch anpflanzen. Den kannst du noch im selben Jahr, wenn im Sommer die Blätter zu zwei Dritteln gelb geworden sind, ernten. Der im März gesteckte Knoblauch hat natürlich viel weniger Zeit, seine Knollen auszubilden, und ist dementsprechend meistens kleiner als der Herbstknoblauch. Aber kleiner Knoblauch ist immer noch besser als kein Knoblauch. ;)
Übrigens: Knoblauch eignet sich richtig gut zum fermentieren. Also falls du Lust auf Experimente mit deiner Knobi Ernte hast und fermentieren spannend klingt, dann trag dich ein und die Checkliste landet in deinem Postfach :)
Knoblauch pflanzen: So geht’s!
Knoblauch ist nicht sonderlich anspruchsvoll, was seinen Standort angeht. Er braucht weder Vollsonne, noch einen super nährstoffreichen Boden. Kurzum: Knoblauch gelingt so gut wie immer und überall. :)
Bevor du den Knoblauch steckst, bereitest du ihm trotzdem erstmal ein gemütliches Gemüsebett, ähm -beet. :) In Kompostbeeten funktioniert das richtig gut. Wenn du noch keinen Kompost auf deinen Beeten ausgebracht hast, freut sich der Knoblauch auf jeden Fall, wenn du vor dem Pflanzen noch ein bisschen was davon auf den Beeten verteilst.
Es kann aber sinnvoll sein, das Beet vor dem Pflanzen mit einer Grabegabel vorsichtig zu lockern. So kann der Knoblauch seine Wurzeln richtig gut ausbilden, während die Bodenschichten intakt bleiben. Wenn die Knollen dann erntebereit sind, ist es auch viel einfacher, sie aus der lockeren Erde herauszuziehen.
Zum Pflanzen suchst du dir dann ein paar besonders schöne und dicke Knoblauchknollen heraus, brichst sie auseinander und steckst die dicksten Zehen einzeln in die Erde. Dabei ist es ganz wichtig, dass der spitze Teil der Zehe noch oben schaut, denn dieser Teil keimt später und soll dann ja nach oben wachsen. Aus dem platten, unteren Teil sprießen die Wurzeln.
Ich baue meinen Knoblauch, genau wie das andere Gemüse auch, am liebsten in Reihen an, weil das Mulchen und Jäten dann viel leichter ist. Für das Knoblauch Stecken empfehle ich dir einen Pflanzabstand von 15 x 25 cm. Also einen Reihenabstand von 25 cm und einen Pflanzabstand innerhalb der Reihe von 15 cm.
Zum Reihen-Ziehen kannst du eine Schnur spannen, so werden die Abstände schön gleichmäßig. Das klingt jetzt etwas spießig, aber gerade Reihen erleichtern dir die Arbeit im Garten wirklich enorm. ;)
Innerhalb einer Reihe machst du ungefähr 5 cm tiefe Löcher in die Erde und setzt die Zehen hinein. Dann verschließt du das Pflanzloch und drückst den Boden leicht an. Falls du statt Zehen Brutknöllchen pflanzt, steckst du die nur 1-2 cm tief in den Boden.
Wenn es am Pflanztag sehr trocken ist, kannst du den Knoblauch angießen. Ich mache das normalerweise nicht, aber wenn für Wochen kein Regen angekündigt ist, hilft das dem Knoblauch, ein bisschen Fahrt aufzunehmen. Er soll schließlich auch noch ordentlich wachsen, bevor es dann in die Winterpause geht!
Knoblauch pflanzen in der Mischkultur
Du weißt ja, dass ich ein großer Fan von Mischkultur bin – und mit Knoblauch funktioniert die wunderbar. Ganz klassisch kannst du das Zwiebelgewächs super zwischen deine Erdbeeren setzen, mit denen versteht Knoblauch sich nämlich prima.
Salat und Gurken eignen sich ebenfalls, um Knoblauch zwischen die Reihen bzw. unter die Pflanzen zu setzen. Auch Möhren und Pastinaken sind tolle Beetnachbarn, weil der Knoblauchgeruch die Möhrenfliege vertreibt.
Knoblauch wächst außerdem auch in der Nähe von Obstbäumen gut. Da musst du aber darauf achten, dass er nicht komplett im Schatten steht. Ein bisschen Sonne braucht dein Knoblauch nämlich schon.
Knoblauch Pflanzen richtig pflegen
Nach dem Setzen heißt es jetzt natürlich: Waaarten… Du kannst in den nächsten Monaten aber einiges dafür tun, damit dein Knoblauch ordentlich wächst, kräftig wird und dir dicke Knollen liefert. Schauen wir uns das mal genauer an:
Pflegetipp #1: Unkraut? Nein, danke.
Was Knoblauch gar nicht gerne mag, ist Unkraut. Halte dein Beet also am besten von Anfang an schön frei von Unkräutern.
Ich habe dank meiner Kompostbeete zum Glück sowieso nur wenig mit Unkraut zu kämpfen, weil kaum welches aufkommt. Was auch gegen Unkraut hilft ist Mulchen, aber beim Knoblauch am besten nicht zu dick, damit die Knolle nicht anfängt zu faulen. Eine fünf Zentimeter dicke Schicht reicht völlig aus.
Wenn bei dir die Beikräuter nur so aus dem Boden sprießen, kann ich dir mein Gartensystem mit Kompostbeeten und Mulch sehr ans Herz legen. Damit musst du kaum noch jäten* und sparst dir super viel Arbeit. :)
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, melde dich doch für das Gemüsegarten – Bootcamp an! Das ist ein Minikurs für 0 €, in dem ich dir zeige, wie du deine eigenen Kompostbeete anlegst und erfolgreich mir dem Gemüsegärtnern startest.
Pflegetipp #2: Knoblauch düngen
Düngen musst du den Knoblauch in Kompostbeeten nicht. Wenn du ihn aber auf normalem Mutterboden, also gewöhnlicher Gartenerde, anbaust, kann es sein, dass dein Knoblauch ein paar extra Nährstoffe* benötigt.
Wenn der Knoblauch bereits im Frühjahr gelbe Blätter oder gelbe Blattspitzen bekommt, kannst du ihn mit etwas Brennnesseljauche wieder aufpäppeln. Vorbeugend kannst du auch in den Kompost rund um das Pflanzloch von Anfang an schon etwas Urgesteinsmehl* geben. Davon zehrt deine Knoblauchpflanzen dann noch lange.
Regelmäßige Düngung braucht der Knoblauch aber nicht. Übrigens genauso wenig wie üppige Wassergaben. Knoblauch ist nämlich kein besonders durstiges Pflänzchen und kommt mit wenig bis mäßig viel Wasser bestens zurecht.
Pflegetrick #3: DER Trick für dicke Knollen
Wenn du richtig dicke Knollen ernten willst, steht im Frühsommer noch das Ausbrechen der Blütenknospen an. Das ist deswegen wichtig, damit die Pflanze ihre Energie nicht in das Ausbilden der Blüten, sondern in die Knollen steckt, die du später ernten willst.
Kleiner Tipp: Die Blütenknospen musst du keinesfalls auf den Kompost werfen, die sind nämlich richtig lecker – du kannst sie einfach frisch essen. Ich trockne, fermentiere oder koche sie sogar manchmal ein, denn so kann ich super die Zeit überbrücken, in der der Lagerknoblauch schon langsam zur Neige geht.
Knoblauch ernten & einlagern: So geht es!
Knoblauch ist eine der wunderbaren Gemüsepflanzen, von denen du auch mit einem kleinen Garten deinen gesamten Jahresbedarf selbst anbauen kannst – denn sooo viel Knoblauch brauchst du ja gar nicht. Zumindest im Vergleich zu Kartoffeln. ;)
Knoblauch hat außerdem den riesigen Vorteil, dass sich die Knollen bei richtiger Lagerung über Monate halten, ganz ohne einkochen oder einfrieren – einfach so. Wenn du Knoblauch lange einlagern möchtest, dann bau lieber Hardneck-Sorten an. Aus denen kannst du zwar keine dekorativen Zöpfe flechten, aber sie sind einfach besser haltbar als die Softneck-Sorten.
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Raus aus der Erde: Knoblauch ernten
Du kannst Knoblauch ab dem späten Frühling frisch ernten*. Dann ist der Knoblauch zwar noch nicht lagerfähig, aber du kannst die ganze Knolle und das gesamte Grün zum Kochen verwenden. Der frische Knoblauch schmeckt dann zwar nicht so kräftig wie die „fertigen“ Knollen, aber trotzdem super lecker.
Die „reifen“ Knollen erntest du, wenn ungefähr zwei Drittel des Laubs gelb geworden sind, das ist in der Regel gegen Mitte Juli. Die Knollen sollten dann noch fest geschlossen sein. Wenn du zu lange wartest, gehen die Knollen auf und sind dann nicht mehr so lagerfähig und anfälliger für Pilzkrankheiten.
Ganz wichtig: Hör auf, deinen Knoblauch zu gießen, sobald die Blätter anfangen, gelblich oder braun zu werden. Denn ab jetzt ist es dein Ziel, dass die Pflanzen trocknen und das Grün abstirbt – so bereitest du die Ernte vor.
Zum Ernten lockerst du das Beet um die Pflanzen herum mit einer Grabegabel, dann lassen sich die Knoblauchpflanzen leichter aus der Erde ziehen.
Am praktischsten ist es, die Knollen gleich auf dem Beet zu säubern. Dazu einfach das äußerste Blatt um die komplette Knolle herum ablösen, das ist meistens ohnehin sehr locker. Danach kleibt keine feuchte Erde mehr am Knoblauch und die Knolle ist sauber.
Dann hängst du deine Knoblauchpflanzen in kleinen Bündeln für mindestens zwei Wochen an einem luftigen, überdachten Ort zum Trocknen auf. Das Trocknen ist ganz wichtig, damit der Knoblauch danach gut lagerfähig ist. Ich mache das gerne in meinem Gewächshaus. Du findest bestimmt auch einen Ort dafür, zum Beispiel einen überdachten Balkon, ein Carport oder deinen Heizungsraum.
Knoblauch lagern
Wenn deine Knoblauchpflanzen durch und durch trocken sind, kannst du sie zu Zöpfen flechten und in der Küche aufhängen. Ich schneide stattdessen oft auch einfach das Laub ab und lagere die Knollen in großen Körben*.
Am längsten hält sich Knoblauch an einem trockenen, luftigen, eher kühlen und dunklen Ort. Gut lagerfähige Sorten kannst du so bis zu acht Monaten aufbewahren. Aber mal unter uns, mein Hunger auf Tsatsiki, Pasta Aglio e Oglio und Knoblauchbaguette sorgt in der Regel dafür, dass ich allen Knoblauch schon weit früher komplett verputzt habe. ;)
Du siehst, Knoblauch anbauen ist absolut nicht schwer. Die würzige Knolle ist kein anspruchsvolles Gemüse, sondern wächst problemlos an den allermeisten Standorten – liebend gern zum Beispiel im Erdbeerbeet. Pflege braucht er auch nicht viel.
Darum: Lass uns Knoblauch anpflanzen! Lad dir den Aussaatkalender herunter, schnapp dir deine Knollen und bereite dein Beet vor für diesen aromatischen Allrounder, ohne den so viele Gerichte langweilig wären. Eins kann ich dir versprechen: Vampire werden deinen Garten so bald garantiert nicht mehr aufsuchen. ;)
Lust auf noch mehr Anleitungen für eine dicke Gemüseernte? Dann schau doch gerne bei einem dieser Artikel vorbei:
Gärtnern macht auch im Spätsommer richtig Freude und mit ein wenig Planung landet auch im Herbst noch frisches Gemüse im Erntekorb. Damit du weißt, was jetzt noch in die Erde kann, findest du hier eine Übersicht über alles, was du im September säen und pflanzen kannst – plus die wichtigsten Gartenarbeiten für diesen Monat.
Den Gemüsegarten-Beispielplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss. So weißt du zum Beispiel genau, welche Aussaaten du noch im September machen kannst und für welche Pflanzen es definitiv zu spät ist :).
Wenn du gerade keine Zeit oder Lust hast, dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen, dann trag dich hier doch einfach ein und du bekommst unseren fix und fertigen Pflanzplan für einen Gemüsegarten:
Vorziehen im Haus
Diese Pflanzen kannst du im September im Haus vorziehen,
um sie später auszupflanzen:
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Alles, wasjetzt schon größer als 10 cm ist, freut sich über eine schützende Mulchschicht. Ob Rasenschnitt, Laub oder Holzhäcksel, Mulch hält die Feuchtigkeit im Boden, reduziert den Gießaufwand und hilft dir ganz nebenbei, Unkraut in Schach zu halten.
Abgeerntete Beete musst du nicht brachliegen lassen. Jetzt ist genau die richtige Zeit, um noch schnell winterhartes Blattgemüse auszusäen, oder du gönnst deinem Boden eine kleine Pause mit einer Gründüngung. Die Gründüngerpflanzen schützen Nährstoffe vor Auswaschung, erhalten die Bodenstruktur und liefern jede Menge Futter für alles, was unter der Bodendecke lebt. Bodengesundheit ist soooo wichtig!
Kompostieren und haltbar machen im Herbst
Apropos Boden: Herbstzeit ist Kompostzeit! Jetzt sammeln sich Erntereste, Laub und Schnittgut perfekt, um daraus mit wenig Aufwand nährstoffreichen Kompost für das nächste Gartenjahr anzusetzen. Wie du richtig guten Kompost ansetzt, kannst du hier nachlesen.
Bestimmt hast du deinen Ernteüberschuss schon eingekocht, fermentiert, oder auf eine andere Art und Weise haltbar gemacht. Wie wäre es, dein eigenes Saatgut aus deinen Lieblingssorten zu gewinnen? Lies gerne hier weiter, wenn du neugierig geworden bist!
Kribbelt es dir jetzt auch in den Fingern? Dann schnapp dir deine Handschuhe und ab gehts in den Garten.
Du möchtest noch tiefer ins Thema einsteigen? Dann stöber doch gern in den folgenden Artikeln weiter:
Apfelmus einzukochen ist der absolute Klassiker, wenn du deine Apfelernte haltbar machen möchtest. Ob als süße Beilage zu Pfannkuchen, im Kuchen oder einfach pur gelöffelt – selbstgemachtes Apfelmus schmeckt unvergleichlich lecker und kommt ganz ohne künstliche Zusätze aus. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du Apfelmus einkochen kannst, damit du deine Äpfel das ganze Jahr über genießen kannst.
Du möchtest sofort loslegen? Hier kommt das Grundrezept auf einen Blick:
Gläser und Deckel sterilisieren.
3 kg Äpfel waschen, schälen, entkernen und klein schneiden.
Mit etwas Wasser langsam erhitzen bis sie zerfallen.
Pürieren, 500 g Zucker unterrühren und nochmal kurz aufkochen.
Kochend heiß in die Gläser füllen und sofort fest verschließen.
Für eine bessere Haltbarkeit 10 Minuten im Wasserbad einkochen.
Welche Äpfel eignen sich eigentlich für Apfelmus?
Am besten eignen sich säuerliche Apfelsorten wie Boskoop, Elstar, Cox Orange oder Berlepsch. Sie zerfallen schnell beim Kochen, haben ein intensives Aroma und du benötigst weniger Zucker. Natürlich kannst du auch süße Äpfel verwenden – dann brauchst du gar nicht oder nur wenig nachzuzuckern.
Außer Apfelmus gibt es übrigens noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, Äpfel haltbar zu machen: Zum Beispiel als Apfelringe, Apfelkekse, Apfelmark, eingefrorene Apfelmuffins, Apfelsaft und Apfelessig. Viele der Rezepte findest du in meinem Onlinekurs »Vorratskammer starten*« – schau gern mal vorbei, vielleicht ist er ja genau das Richtige für dich!
Du bist gerade vor allem am Apfelmus einkochen interessiert? Dann sichere dir unbedingt noch meine Checkliste zum Einkochen – die kostet kein Geld, lässt sich fix herunterladen und gibt dir einen super Überblick über alles, was du beim Einkochen beachten solltest. Einfach deine Emailadresse eintragen und dann flattert sie in dein Postfach:
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Apfelmus einkochen
Schritt 1: Gläser vorbereiten
Damit dein Apfelmus lange haltbar bleibt, müssen die Einmachgläser gründlich gereinigt und sterilisiert werden. Koche sie dafür 10 Minuten in Essigwasser aus. Denk am besten auch an alle anderen Utensilien, die du verwendest, vor allem die Schöpfkelle und gegebenenfalls den Einfülltrichter.
Schritt 2: Äpfel vorbereiten
3 kg Äpfel gründlich waschen, schälen und entkernen. Schneide sie in kleine Stücke und gib sie direkt in einen großen Topf, damit sie nicht oxidieren und braun werden. Ein Spritzer Zitronensaft zusätzlich erhält die Farbe, ist aber optional. Wenn deine Äpfel wenig Säure haben, darfst du dabei gern großzügig sein. ;)
Schritt 3: Äpfel weichkochen
Gib etwas Wasser in den Topf (ca. 100 ml pro Kilo Äpfel) und lass die Apfelstücke zugedeckt langsam warm werden, bis sie anfangen zu zerfallen. Je nach Sorte dauert das 10–15 Minuten.
Schritt 4: Pürieren oder stückig lassen
Nun kannst du entscheiden: Magst du dein Apfelmus samtig fein, dann püriere es mit dem Pürierstab. Wenn du lieber Stückchen im Mus hast, zerdrücke die Äpfel einfach mit einem Kartoffelstampfer.
Schritt 5: Zucker ahoi!
Klassisch wird Apfelmus nur mit Zucker und Zitrone abgeschmeckt. Ich mische in der Regel 500 g Zucker unter 3 kg Äpfel. Hier kommt es aber ein bisschen auf deinen Geschmack an. Du kannst dein Apfelmus auch noch verfeinern – mit Zimt, Vanille oder einer Prise Muskat.
Schritt 6: In Gläser abfüllen
Jetzt füllst du das heiße Apfelmus randvoll in die vorbereiteten Gläser, machst den Rand nochmal sauber und verschließt sie anschließend gut.
Hast du Twist-off-Gläser genutzt? Dann sollte der Deckel bald nach innen ploppen – das zeigt dir an, dass die Gläaser dicht sind und sich ein Vakuum gebildet hat.
Schritt 7 (optional): Einkochen
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du dein Apfelmus jetzt noch im Wasserbad einkochen. Worauf es dabei ankommt, findest du in deiner Checkliste. Und wenn du zu dem Thema noch mehr wissen möchtest, kannst du gerne hier weiterlesen.
Falls du Weckgläser zum Einkochen* nutzt, kommst du um diesen Schritt nicht drum herum. Erhitze dafür Wasser in einem großen Kochtopf bis es fast kocht und stelle die Gläser dann vorsichtig hinein. Sie sollten 10 Minuten einkochen, bevor du sie vorsichtig aus dem Wasserbad heraushebst*.
Tipps zur Haltbarkeit & Lagerung
Kühl, dunkel und trocken gelagert hält sich eingekochtes Apfelmus in der Regel ein Jahr.
Achte darauf, dass die Deckel beim Abkühlen ein Vakuum ziehen. Bei Weckgläsern entfernst du nach dem Einkochen die Klammer. Bleiben die Gläser auch jetzt noch fest geschlossen, hat sich auch hier ein Vakuum gebildet.
Angebrochene Gläser solltest du im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 5 Tagen aufbrauchen.
Bei Apfelmus merkst du ein verdorbenes Glas beim Anbrechen: In der Regel bildet sich sichtbarer Schimmel – dann solltest du das Apfelmus lieber nicht mehr essen.
Ideen zur Verwendung von Apfelmus
Apfelmus passt prima zu süßen Leckereien wie Waffeln, Kaiserschmarrn oder Pfannkuchen, macht sich aber auch im morgendlichen Porridge oder Müsli ganz wunderbar.
Aber es ist auch eine tolle Ergänzung zu herzhaften Gerichten wie Käsespätzle oder Kartoffelpuffern. Ohne den süßsaure Geschmack wären diese Gerichte nur halb so lecker. ;)
Wusstest du, dass du Apfelmus auch als Eiersatz beim Backen nutzen kannst? Es hat eine ähnliche Funktion und klebt den Teig zusammen. Aber natürlich ist Apfelmus auch sonst eine ganz famose Zutat beim Backen – von Apfeltaschen oder Apfelkuchen.
Apfelmus einkochen ist wirklich kinderleicht und eine wunderbare Möglichkeit, deine Apfelernte zu konservieren. Mit nur wenigen Zutaten und etwas Zeit füllst du dir deine Vorratsregale mit einem echten Allrounder. Probiere auch verschiedene Varianten aus – so hast du immer Abwechslung auf dem Teller.
Wenn du Lust hast, noch mehr Haltbarmach-Rezepte für die Vorratskammer auszuprobieren, dann stöbere doch mal hier:
Hast du schon mal Apfelmus eingekocht? Schreib mir gern in die Kommentare, welche Sorten du am liebsten verwendest und ob du lieber stückig oder fein püriert magst!
Zwiebeln anbauen lohnt sich allemal! Denn ob morgens im Rührei, mittags auf den Käsespätzle oder abends in der Gemüsepfanne: Ohne Zwiebeln bleibt die Küche kalt! Und weil Zwiebeln sich prima einlagern lassen, sind sie ein richtig tolles Selbstversorger-Gemüse: Es ist nämlich gut machbar, den gesamten Jahresbedarf Zwiebeln selbst anzubauen! Also – lass uns Zwiebeln stecken, hegen, pflegen und ernten!
Zwiebeln sind ein echtes Grundnahrungsmittel. Täglich kommen sicherlich ein bis zwei in Topf oder Pfanne – und das bestimmt so ziemlich in jeder Küche! Aber zum Glück sind sie überhaupt kein kompliziertes Gemüse und daher ein wunderbarer Kandidat, um im eigenen Garten einen kompletten Jahresvorrat selbst anzubauen.
Den gesamten Jahresbedarf Zwiebeln anbauen – so gehts!
Zwiebeln gehören neben Knoblauch zu den wenigen Gemüsearten, bei denen es wirklich realistisch ist, den eigenen Jahresbedarf komplett selbst anzubauen. Und das ist schon ziemlich cool, oder?
Möglich ist es, weil Zwiebeln sich einfach trocknen und dann richtig gut lagern lassen – ganz ohne Zubehör und Schnickschnack. Sie brauchen lediglich einen trockenen, kühlen, dunklen Platz.
So viel Platz brauchen Selbstversorge für den Zwiebelanbau
Wie viel Platz du für deine Zwiebeln brauchst, hängt natürlich als allererstes davon ab, wie viele Zwiebeln du am Ende ernten und einlagern möchtest.
Überleg mal, wie viele mittelgroße Zwiebeln bei dir in der Küche im Jahr verbraucht werden. Hast du eine grobe Zahl parat? Auf einem Quadratmeter Beetfläche haben circa 100 Zwiebeln Platz. Wie viel Fläche brauchst du für deine gewünschte Anzahl Zwiebeln? Rechne noch ein bisschen was dazu, denn zwischen Pflanzung und Ernte passiert immer ein bisschen Schwund. ;)
Wenn du eigentlich gar keine Lust auf viel Gartenplanung hast, sondern einfach nur Gemüse anbauen willst, dann kommt hier etwas für dich – für 0 €, damit du direkt loslegen kannst:
Ein fertiger Anbauplan für den Gemüsegarten mit 6 Beeten voller bunter Gemüsesorten, die so angeordnet sind, dass die Pflanzen in guter Nachbarschaft wachsen und du die Beete optimal ausnutzt. Trag einfach deine Email-Adresse ein und der Plan flattert direkt in dein Postfach:
Die besten Zwiebelsorten für den Garten
Zwiebeln gibt’s von klein bis groß, von süß bis scharf und in weiß, gelb oder rot. Welche Sorte du dir fürs Zwiebeln anbauen aussuchst, ist also in erster Linie Geschmackssache. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Sorten, die im Beet eine besonders gute Figur machen, weil sie robust sind und eine zuverlässige Ernte liefern.
Probier’s bei gelben Zwiebln mal mit den Sorten ‚Rijnsburger-5/ Bingo‚, ‚Sturon‘ und der Winterzwiebel ‚Electric‘.
Unter den roten Zwiebeln eignen sich ‚Robelja‚ und ‚Red Baron‚ besonders gut. Beide sind auch einfach super lecker.
Überleg dir bei deiner Sortenwahl unbedingt auch, ob du im Frühling oder Herbst startest, ob du mit Saatgut oder Steckzwiebeln loslegen willst und ob du deine Ernte lange einlagern möchtest.
Mit Zwiebelsamen oder Steckzwiebeln loslegen?
Bei Zwiebeln hast du die Qual der Wahl – oder einfach mehr Möglichkeiten. :)
Von Anfang an: Zwiebeln säen
Wenn du den Zwiebelanbau mit Zwiebelsamen startest, säst du deine Zwiebeln am besten direkt im Beet aus. Eine Anzucht im Haus ist auch möglich, aber nicht wirklich nötig.
Zwiebelsamen sind in der Anschaffung natürlich günstiger. Dafür hast du ein bisschen mehr Arbeit mit der Anzucht, musst länger auf deine Ernte warten und das Risiko, dass ein Teil der Zwiebeln nicht aufgeht, ist höher. Aber selbst gesäte Zwiebeln sind oft auch besonders lagerfähig – und du machst mit ihnen wirklich alles selbst. Waschechte Selbstversorgung!
DIe Abkürzung im Zwiebelanbau: Steckzwiebeln pflanzen
Einfacher ist es in jedem Fall, fertige Steckzwiebeln zu setzen. Das sind kleine Zwiebelchen, die dann bei dir im Beet schön groß und dick werden. Eine Zwiebelmast sozusagen. ;)
Der Vorteil: Steckzwiebeln haben im Vergleich zu gesäten Zwiebeln schon einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und brauchen nicht so viel Zeit bis zur Ernte, was das Timing einfacher macht. Sie sind allerdings teurer als Zwiebelsaatgut. Klar – es steckt ja auch schon mehr Zeit und Arbeit in ihnen.
Steckzwiebel sind auch dann eine super Wahl, wenn du eine streng getaktete Beetplanung hast und das Zwiebelbeet erst noch mit anderem Gemüse belegt ist. Und sie bieten den großen Vorteil, dass du auch im Herbst noch in den Zwiebelanbau starten und dann schon früh im nächsten Jahr die erste Zwiebelernte ernten kannst.
Wie wär’s mit einer Kombi aus beidem? Den Zwiebelvorrat für den Winter kannst du früh im Jahr selbst säen und großziehen. Im Sommer erntest du die Zwiebeln und lagerst sie für die kalte Jahreszeit ein. Die Zwiebeln, die du im Sommer isst, steckst du im Herbst oder Frühjahr und verbrauchst sie dann über den Sommer.
Zwiebeln ohne Zwiebelschädlinge und Krankheiten anbauen
Es gibt einige Schädlige und Krankheiten, die es auf Zwiebelgemüse abgesehen haben. Sie stürzen sich nicht nur auf Speisezwiebeln, sondern auch auf Frühlingszwiebeln, Lauch und Knoblauch.
Um Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden, gibt es ein paar Tipps und Tricks. Generell gilt, dass Zwiebelgewächse nur alle 4-5 Jahren in ein und demselben Beet wachsen sollten. Rotiere deine Zwiebeln Jahr für Jahr durch die Beete, und der erste Schritt zur Vorsorge ist getan.
Damit kannst du zum Beispiel dem Gelbstreifenvirus, der Lauchmotte und auch der Zwiebelfliege schon entgegenwirken. Ein weiterer Geheimtipp sind Kulturschutznetze. Sobald die Zwiebeln im Beet stehen, deckst du sie mit einem Netz ab und schützt die Pflanzen so.
Für Zwiebeln gibt es auch einen richtig tollen Mischkulturpartner: Möhren! Deren Geruch gefällt der Zwiebelfliege nämlich überhaupt nicht – und mit etwas Glück hält sie sich allein dadurch schon fern.
Wenn du Lust auf mehr clevere Mischkulturen für deine Beete hast, dann lade dir hier einfach deine Mischkulturtabelle herunter:
Zwiebeln anbauen in 7 Schritten
Ob mit Steckzwiebeln oder Zwiebelsaat: Damit bei deinem Zwiebelanbau alles klappt und du im Sommer dicke Knollen ernten kannst, kommen hier alle Infos, die du für glückliche Zwiebeln brauchst. Los geht’s!
1. Welchen Standort bevorzugen Zwiebeln?
Optimal sind humus- und nährstoffreiche Böden, die gu Wasser speichern. Weil Zwiebeln gar keine Kust auf Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser haben, solltest du sie in möglichst beikrautarmen Beeten anbauen. Prima geeignet sind dafür Kompostbeete, die von selbst recht unkrautfrei bleiben. Du kannst aber natürlich auch regelmäßig aufkommende Gräser und Kräuter rauszupfen.
2. Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Zwiebeln stecken oder säen?
Im März kannst du schon loslegen! Je nach Sorte hast du jetzt bis Ende April oder bis in den Mai hinein Zeit, deine Zwiebeln zu stecken oder zu säen.
Im Herbst kannst du mit Steckzwiebeln ein zweites Mal loslegen: Zwischen September und Oktober ist ein guter Zeitraum, um Wintersteckzwiebeln zu setzen, die im Beet überwintern und im nächsten Jahr die erste Ernte liefern.
3. Vorbereitung fürs Zwiebeln anbauen: Das Zwiebelbeet fertig machen!
Zwiebeln mögen ein lockeres, unkrautfreies Beet. Besonders hartnäckige Wurzelbeikräuter wie Köwenzahn oder Ampfer solltest du vor dem Einzug der Zwiebeln gründlich jäten. Besonders wenn du deine Zwiebeln säst, ist es wichtig, einen „sauberen Tisch“ zu haben.
Bereite ein Saatbett vor, indem Du Dein Beet erst vorsichtig mit der Grabegabel lockerst und dann mit einem Rechen eine ebene, feinkrümelige Oberfläche schaffst. Jetzt dürfen die Zwiebeln einziehen!
4. Los geht’s mit dem Zwiebeln anbauen: Zwiebeln säen oder stecken!
So steckst du Steckzwiebeln:
Mit einer Pflanzschnur markierst du zunächst die zukünftigen Zwiebelreihen. Optimal ist dabei ein Reihenabstand von 20 cm.
In jeder Reihe setzt Du nun alle 5 cm eine Steckzwiebel. Dafür machst Du mit einem Pflanzholz odereiner Schaufel ein 4-5 cm tiefes Loch und lässt die Steckzwiebel hineingleiten – mit der Spitze nach oben, sodass sie nach oben austreiben kann. Jetzt nur noch zumachen, gut angießen und warten!
So säst du Saatzwiebeln:
Auch hier markierst du dir zunächst deine Zwiebelreihen – alle 20 cm kommt eine hin. Jetzt ziehst du in jeder Reihe eine ca. 2 cm tiefe Saatrinne und platzierst dann alle 5 cm einen Zwiebelsamen darin. Vorsichtig verschließen, leicht andrücken und angießen – und du bist fertig!
5. Zwiebeln pflegen
Zwiebeln sind recht pflegeleichte Beetgesellen. Was sie nicht mögen, ist krautige Gesellschaft im Beet – halte sie also am besten unkrautfrei. Zwiebelpflanzen werden gern von der Zwiebelfliege heimgesucht, die sich an den Pflanzen zu schaffen macht. Um das zu verhindern, baust du sie am besten von Anfang an unter einem engmaschigen Kulturschutznetz an.
Auf humosen Böden kommen Zwiebeln gut ohne Düngung aus, aber auf leichten, sandigen Böden ist eine Düngung im Frühsommer – z.B. mit Brennnesseljauche oder pflanzlichem Flüssigdünger – hilfreich, um sie optimal zu versorgen.
Sobald die Zwiebelpflanzen etwa handhoch sind, kannst du ihnen eine 5 cm dicke Mulchschicht gönnen. So kannst du dir das Unkrautmanagement bis zur Ernte sparen. :)
6. Wann ist es Zeit, die Zwiebeln zu ernten?
Juhuuu – das Zwiebeln anbauen hat sich gelohnt! Im Sommer warten dicke Knollen darauf, geerntet zu werden. Du musst aber gar nicht unbedingt so lange warten: Zwiebeln kann man nämlich praktisch zu jedem Zeitpunkt ernten.
Willst du große und lagerfähige Zwiebeln ernten, solltest du warten, bis etwa zwei Drittel der Pflanzen umknicken oder die Blätter zu zwei Dritteln gelb sind. Das ist der ideale Zeitpunkt, um sie anschließend zu trocknen und einzulagern.
Auch vorher schon kannst du jederzeit eine Zwiebel aus der Erde ziehen, um sie frisch zu verkochen. Du kannst übrigens auch das Grün essen!
Aber Obacht: Erntest du deine Zwiebeln zu spät, können sie verfaulen.
7. Selbst angebaute Zwiebeln richtig einlagern
Mit etwas Glück kannst du deine Zwiebeln in einer sonnigen Sommerwoche ernten. Dann kannst du die Zwiebeln aus der Erde ziehen und erstmal einen Tag lang auf dem warmen Beet in der Sonne liegen lassen – hier trocknen sie schonmal vor.
Danach sammelst du deine Zwiebeln ein und bringst sie an einen trockenen Ort – zum Beispiel ins Gewächshaus oder die Garage.
Hier solltest du die selbst angebauten Zwiebeln säubern, indem du die äußeren Zwiebelschichten inklusive der damit verwachsenen Blätter entfernst. Anschließend bindest du* jeweils drei bis fünf Pflanzen zu einem Bündel zusammen und hängst sie an einem trockenen, luftigen Ort zum Trocknen auf.
Wenn die Zwiebeln komplett getrocknet sind, kannst du sie an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort in Körben, Kisten oder luftdurchlässigen Säcken lagern. Besonders schick sind natürlich Zwiebelzöpfe, die du dir in die Speisekammer hängen kannst!
Für den Zwiebelanbau bist du jetzt bestens gerüstet! Wie sieht’s mit anderem Gemüse aus? Mehr Hier findest du noch mehr Inspiration für den Gemüsegarten:
Pflaumen einkochen und in köstliche Wintervorräte verwandeln – das gehört für mich einfach zum Spätsommer dazu. Ich verrate dir daher mein Lieblingsrezept und habe auch noch mehr super leckere Ideen im Gepäck, wie du die Pflaumenschwemme aus deinem Garten auf köstlichste Weise bewältigen kannst. Wart’s ab, du wirst dein blaues Wunder erleben! ;)
Falls du nicht lange lesen willst: Hier sind meine Lieblingsrezepte zum Pflaumen einkochen ganz kompakt – auf einen Blick! :)
Zimtpflaumen
1,5 kg Pflaumen 200g Zucker 600 ml Wasser ½ El Zimt
►Pflaumen entkernen und dicht an dicht in Gläser packen ►Zucker, Wasser und Zimt aufkochen, bis der Zucker gelöst ist; über die Pflaumen gießen ►Gläser verschließen und bei 90° C 30 Minuten einkochen
Pflaumen Chutney
1 kg Pflaumen 50 g Rosinen Saft von 3 Orangen 200 g Zucker 200 ml Balsamico 30 g frischen Ingwer, gerieben 1 große Zwiebel, gehackt ½ EL Senfkörner, gemörsert ½ EL Piment, gemörsert ½ EL schwarzer Pfeffer, gemörsert 2 getrocknete Chilischoten, gemörsert ½ Zimtstange 1 Sternanis ½ EL Orangenschale, geraspelt 2 Lorbeerblätter 4 Gewürznelken 500 g Gelierzucker (1:1)
►Zimtstange, Sternanis Lorbeerblätter in einenTeebeutel geben ►Pflaumen entkernen, in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den übrigen Zutaten (außer Gelierzucker) in einen Topf geben; Teebeutel dazuhängen ►eine Stunde lang mit offenem Deckel köcheln lassen; dabei häufig umrühren ►Teebeutel herausnehmen und Gelierzucker einrühren ►Abschmecken und fünf Minuten lang aufkochen lassen ►Chutney in saubere Gläser füllen und 30 Minuten bei 90°C einkochen
Süße Pflaumensoße
1 kg Pflaumen 4 El Zucker Mark einer Vanilleschote 500 ml Pflaumensaft 1 El Zimt
►Zucker in einer Pfanne hellbraun karamellisieren ►Pflaumen, Pflaumensaft und Zimt dazugeben ►umrühren, bis sich der karamellisierte Zucker komplett aufgelöst hat ►abschmecken und in sterilisierte Gläser füllen ►30 Minuten lang bei 90° Celsius einkochen
Diese Rezepte sind genau das Richtige, um die Ernte aus dem Garten in köstliche Vorräte zu verwandeln? Dann bist du in meinem Onlinekurs »Vorratskammer starten*« genau am rechten Ort: Da lernst du nämlich richtig viele Methoden, mit denen du Obst und Gemüse aus dem Garten haltbar machen und das ganze Jahr über genießen kannst. Hier kannst du entdecken, was der Kurs alles für dich bereit hält*.
Wenn du jetzt bereits stolz auf deine bis zum Rand mit leckeren Pflaumenköstlichkeiten gefüllten Gläser schaust, brauchst du unbedingt noch schicke Etiketten! Denn damit sehen deine Einkochschätze super schön aus und du behältst immer den Überblick in deiner Vorratskammer.
Lade dir meine Etikettenvorlage gerne hier herunter:
Zwetschgen so wie Pflaumen einkochen: geht das?
Statt Pflaumen kannst du genauso gut auch Zwetschgen einkochen – je nachdem, was du lieber magst und was bei dir im Garten heranreift. Das ist einfach nur Geschmackssache!
Wo ist eigentlich der Unterschied? Also: Pflaumen sind rund und etwas saftiger als Zwetschgen. Sie können dunkelblau, rötlich oder gelb sein und lösen sich meistens etwas schwer vom Kern.
Zwetschgen sind länglich, dunkelblau-lila und haben ein gelbliches Fruchtfleisch. Wenn sie wirklich reif sind, kannst du den Kern ganz leicht entfernen. Zwischen Juli und September ist Zwetschgen- und Pflaumensaison. Die solltest du unbedingt nutzen für viiiele Gläser leckerer Vorräte! ;)
Wann sind Pflaumen reif zum Einkochen?
Pflaumen sind reif, wenn sie auf leichten Druck hin nachgeben und sich der Stiel leicht abzupfen lässt. Zum Pflaumen einkochen verwendest du am besten nur vollreife, einwandfreie Früchte.
Damit sie nicht austrocknen, bevor sie reif sind, haben sich die Pflaumen einen genialen Trick ausgedacht: den sogenannten Duftfilm. Das ist ein gräulich-weißer, leicht schmieriger Belag, der von verdunstetem Regenwasser stammt und die Saftigkeit in der Pflaume hält. Bevor du deine Pflaumen einkochst, solltest du ihn abwaschen oder abreiben.
Für mehr Tipps und Tricks zum Einkochen empfehle ich dir meinen Vorratskammer starten Kurs*! Da zeige ich dir verschiedene Methoden, um deine Ernte sicher haltbar zu machen und das ganze Jahr über genießen zu können. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)
Pflaumen kaufen statt ernten – worauf muss ich achten?
Leider haben wir nicht alle so viele Pflaumen im Garten, dass es genügend davon ins Haus schaffen, bevor sie aufgegessen sind. ;)
Deshalb kannst du zum Pflaumen einkochen genauso gut auch welche auf dem Markt oder im nächsten Bioladen kaufen! Achte nur darauf, dass die Früchte einwandfrei sind und keine Druckstellen haben.
Solltest du welche erwischt haben, die noch nicht ganz reif sind und sich nur unter Gewaltanwendung vom Kern lösen lassen, ist das nicht schlimm: Lagere sie einfach für ein paar Tage bei Zimmertemperatur neben Äpfeln, bevor du ans Werk gehst. Pflaumen gehören nämlich zu den Obstsorten, die nachreifen.
Manchmal gibt es die Möglichkeit, günstig an eine Steige mit Pflaumen zu kommen, die schon sehr reif sind. Frag doch einfach mal im Bioladen nach „Einkochpflaumen“! Dann musst du sie zwar schnell verarbeiten, hast dafür aber auch das volle Aroma.
Pflaumen und Zwetschgen einkochen ohne Zucker
Wenn du versuchst, möglichst ohne Zucker auszukommen, kannst du ihn beim Pflaumen oder Zwetschgen einkochen auch komplett weglassen. Das hat den Vorteil, dass du ganz frei entscheiden kannst, ob du später eine Süßspeise aus ihnen zaubern möchtest oder vielleicht lieber ein herzhaftes Chutney.
Du musst dann nur besonders sauber arbeiten und Gläser, Deckel und alle anderen Gerätschaften mit heißem Wasser sterilisieren. Nach dem Abfüllen solltest du die Gläser dann noch im Wasserbad einkochen. Die Einkochzeit beträgt 45 Minuten, damit die Zwetschgenmarmelade ohne Zucker im Glas sicher haltbar ist.
Achte auch darauf, dass die Zwetschgen ordentlich reif sind – dann bringen sie von Natur aus schon genug Süße mit, sodass du sie ohne Zuckker einkochen kannst.
TK-Pflaumen einkochen
Wenn du nach der Ernte oder auch nach einem tollen Schnäppchen aus dem Supermarkt einfach nicht sofort zum Pflaumen einkochen Zeit hast, kannst du sie auch problemlos erstmal in den Kälteschlaf schicken. Da halten sie sich prima frisch!
Dazu wäschst und entsteinst du deine Pflaumen und packst sie so portioniert in die TK-Behälter, wie du sie später brauchst. Dann musst du sie nur noch auftauen und kannst sofort loslegen!
Leckere Rezepte zum Pflaumen einkochen!
Jetzt wird es nach so viel Theorie aber ernst: Hier sind meine Rezepte zum Pflaumen einkochen! Und da muss ich gleich eins vorweg nehmen: Mein aller-aller-oberliebstes Rezept sind eindeutig die Zimtpflaumen! Yummie! Schon wenn ich nur daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen!
Du kannst sie pur aus dem Glas löffeln, zu Joghurt, Milchreis oder Grießbrei genießen oder super leckeren Crumble oder Kuchen damit backen.
Kurz gesagt, von Zimtpflaumen kannst du gar nicht genügend Gläser im Vorratsregal stehen haben! ;)
Zimtpflaumen
Das Einkoch-Equipment hast du bestimmt größtenteils schon zuhause.
Die Deckel und bei Weckgläsern auch die Gummiringe* gibst du zusammen mit Wasser und einem Schwupps Essig in einen Topf und lässt alles fünf Minuten lang brodelnd kochen, um deine Utensilien zu sterilisieren.
In einen anderen Topf gibst du Wasser, Zucker und Zimt und kochst alles auf, bis sich Zucker und Zimt aufgelöst haben.
Du kannst bei diesem Rezept zum Pflaumen einkochen auch weniger oder mehr Zucker verwenden – mach das so, wie es dir am besten schmeckt.
Jetzt wäschst du deine Pflaumen ab, halbierst sie und entfernst die Kerne. Dann schichtest du die Hälften mit der Schnittseite nach unten in die Gläser. (Zugegeben, das mache ich deshalb so, weil es hübscher aussieht. Hihi!)
Die Pflaumenschichten drückst du immer wieder fest nach unten, damit die Gläser auch wirklich gut gefüllt sind. So hat das Obst nicht genug Platz, um beim Einkochen nach oben zu treiben.
Neuere Weckgläser* kannst du bis knapp unter den Rand befüllen, bei Twist-Off-Gläsern lässt du zwei Zentimeter Abstand bis zum Glasrand.
Jetzt füllst du alles mit der Zuckerlösung auf und hältst den nötigen Abstand zum Rand ein. Falls du gekleckert haben solltest, wischst du die Ränder sorgfältig mit einem sauberen Geschirrtuch ab. Jetzt verschließt du deine Gläser sorgfältig.
Du möchtest mir beim Zimtpflaumen einkochen zusehen? Dann schau dir gern dieses Video an:
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In einen großen Topf oder Einkochtopf legst du ein Geschirrtuch auf den Boden und füllst so viel Wasser hinein, dass deine Gläser davon später vollständig bedeckt sind. Das Wasser sollte zwei Zentimeter über dem Deckelrand stehen. Dann erhitzt du das Wasser so lange, bis es ungefähr dieselbe Temperatur hat wie die Zuckerlösung.
Jetzt stellst du mit dem Glasheber deine Gläser so in den Topf, dass sie sich nicht berühren, und gibst auch ein Thermometer mit hinein. Wenn das Wasser die Temperatur von 90 ° Celsius erreicht hast, beginnt die Einkochzeit. Achte darauf, dass die Temperatur niemals unter 90 ° Celsius fällt, weil du sonst die Einkochzeit von vorne loslaufen lassen musst. Es ist auch nicht gut, wenn die Temperatur höher ist, denn dann gehen unnötig Nährstoffe und Vitamine verloren.
Stell deinen Timer auf 30 Minuten. Wenn die Zimtpflaumen fertig sind, nimmst du sie mit einem Glasheber raus dem Topf, stellst sie auf ein Geschirrtuch und lässt sie vollständig abkühlen.
Und dann wird es spannend: Bei Weckgläsern* nimmst du nun die Klammern ab!* Wenn der Deckel dann noch immer fest auf dem Glas sitzt, hat sich ein Vakuum gebildet und alles ist gut gelaufen beim Pflaumen einkochen. Jetzt musst du sie nur noch mit schicken Etiketten schmücken! ;)
Bei Twist-Off-Gläsern sollte sich der Deckel nach innen wölben – wenn du sogenannte Buttondeckel verwendest (die haben einen leicht erhöhten Kreis in der Mitte), kannst du das besonders gut sehen.
Für Birnen, Kirschen und Äpfel habe ich übrigens auch tolle Rezepte für dich!
Eine andere Möglichkeit zum Pflaumen einkochen ist ein super leckeres pikantes Pflaumen-Chutney. Du kannst es zu Fleisch und Käse schlemmen oder beim Grillen als würzigen Dip reichen. Die Kombination aus süß und sauer ist unschlagbar!
Pflaumen einkochen als Chutney
Du brauchst:
1 kg Pflaumen, entsteint
50 g Rosinen
Saft von 3 Orangen
250 ml dunkler Balsamicoessig
30 g frischen Ingwer, gerieben
½ EL Senfkörner, gemörsert
1 große Zwiebel, gehackt
2 getrocknete Chilischoten, gemörsert
½ EL schwarze Pfefferkörner, gemörsert
½ Zimtstange
1 Sternanis
½ EL Orangenschale, geraspelt
2 Lorbeerblätter
4 Gewürznelken
½ EL Piment, gemörsert
300 g Gelierzucker (2:1)
So geht’s:
Zunächst gibst du Zimtstange, Sternanis und Lorbeerblätter in einen Teebeutel. Die Zwetschgen schneidest du in kleine Stücke und gibst sie zusammen mit den übrigen Zutaten außer dem Gelierzucker in einen Topf.
Jetzt heißt es: Teebeutel dazu hängen und alles eine Stunde lang mit offenem Deckel köcheln lassen. Am besten rührst du dabei häufig um, damit nichts anbrennt!
Anschließend entfernst du den Teebeutel mit den Gewürzen und rührst den Gelierzucker ein. Schmeck dein Chutney nochmal mit den Gewürzen so ab, dass du es unwiderstehlich lecker findest! ;)
Die Masse soll jetzt fünf Minuten lang kochen. Dann füllst du das Pflaumen-Chutney in saubere Gläser und verschließt sie. Anschließend stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, steht beim Rezept für die Zimtpflaumen – das kannst du einfach übernehmen. Mehr Tipps dazu findest du übrigens in meinem Artikel Einkochen für Anfänger.
Psst: Wenn dein Herz für würzig-pikante Vorräte schlägt, schau unbedingt auch mal bei meinem Rezept für Kimchi und Apfelchutney vorbei!
Pflaumen einkochen als leckere süße Soße
Du suchst noch eine stimmige Begleitung zu Eis oder Vanillepudding? Dann kann ich dir diese super leckere Pflaumensoße empfehlen!
Pssst, kleiner Tipp: Am köstlichsten ist sie, wenn du sie warm servierst – á la Eis mit heißen Himbeeren ääh, Pflaumen! ;)
Du brauchst:
1 kg entsteinte, geviertelte Pflaumen
4 El Zucker
Mark einer Vanilleschote
500 ml Pflaumensaft
1 El Zimt
So geht’s:
Zuerst streust du den Zucker in eine Pfanne und lässt ihn karamellisieren. Wenn der Karamell dann eine appetitliche hellbraune Farbe hat, gibst du die Pflaumen, den Pflaumensaft und den Zimt dazu. Gut umrühren, bis sich der karamellisierte Zucker komplett aufgelöst hat.
Jetzt schmeckst du alles noch einmal ab und füllst es dann in sterilisierte Gläser, die du anschließend sorgfältig verschließt.
Anschließend stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, steht beim Rezept für die Zimtpflaumen – das kannst du einfach übernehmen.
Pflaumen einkochen macht nicht nur Spaß, sondern füllt deine Vorratsregale auch mit richtig leckeren Gläsern, die dir im Winter einen Hauch Sommerfeeling schenken. Einfach öffnen und genießen… hmmmmm. :) Wenn dich dein Garten also wieder einmal total „anpflaumt“ brauchst du keine Panik mehr zu haben! ;)
Du bist auf den Geschmack gekommen und möchtest voll ins Haltbarmachen einsteigen? Dann schau gerne einmal hier vorbei:
Gründüngung ist ein hervorragender Lückenfüller und ein wertvolles Geschenk für deinen Boden und die ganzen Lebewesen, die sich darin tummeln. Gelbsenf, Phacelia, Wickroggen und Co bieten deinem Boden nämlich ein Spa-Programm der Extraklasse!
Sprechen Gärtner von Gründüngung oder Gründüngern, meinen sie damit, dass sie bestimmte Pflanzen als Vor-, Zwischen- oder Nachkultur auf Beeten anbauen, die gerade frei geworden sind oder auf denen für ein paar Monate keine Gemüsekultur eingeplant ist.
Die Gründüngerpflanzen schützen Nährstoffe vor Auswaschung, erhalten die Bodenstruktur und liefern jede Menge Futter für alles, was unter der Bodendecke lebt. So bleiben die Nährstoffe an Ort und Stelle, werden vom Bodenleben wieder pflanzenverfügbar gemacht und stehen deinem Gemüse dann später zur Verfügung.
Auch in einem ganz kleinen Garten kannst du Gründüngung problemlos nutzen – ein total einfaches Prinzip, das viiiiele Vorteile hat!
Wohin damit?
„Aber wohin mit der Gründüngung?“, fragst du dich. Na, einfach in die Lücken! Vielleicht ist es dir auch schon mal so gegangen: Selbst nach langem Knobeln über deinem Pflanzplan passen die Aussaat- und Erntetermine verschiedener Gemüse einfach nicht so recht zusammen und hier und da bleibt eine Leerstelle.
Das ist aber gar nicht schlimm! Denn: Sobald in einem Beet eine Zeitlang Platz ist, kannst du dort Gelbsenf, Phacelia, Buchweizen, Lupinen oder Klee säen.
Wenn du gerade noch an deinem Pflanzplan tüftelst, solltest du die Gelegenheit unbedingt nutzen, um ein paar wertvolle Gründüngerpflanzen einzuplanen! Alternativ dazu kannst du dir auch einfach meinen Pflanzplan herunterladen. Der ist schon fix und fertig, und du kannst einfach die Gründüngung deiner Wahl in den Plan einbauen!
Die Gründüngerpflanzen erntest du nicht wie Gemüse, sondern mähst sie nach einiger Zeit auf dem Beet ab und lässt sie dort (als Mulch) oberflächlich liegen. Ein paar Wochen, bevor deine nächsten Gemüsepflanzen einziehen, arbeitest du die Reste dann in den Boden ein. Natürlich ganz vorsichtig und nur oberflächlich, damit wir unsere Freunde, die Bodenlebewesen, nicht durcheinanderbringen.
Ein Garten ohne Gründüngung?
Nein Danke! Wie wir Gartengurus wissen, gedeihen (Gemüse-)Pflanzen besser und sind gesünder, je belebter und humusreicher der Boden ist. Gesunder Boden, gesunde Gemüsepflanzen, gesunde Menschen – eine simple Gleichung. Deswegen kümmern wir uns nicht nur um die Pflanzen, sondern vor allem auch um die Gesundheit des Bodens.
Eine einfache, naturnahe Methode ist es, den Boden ständig bewachsen zu halten. Hast du in der Natur schon einmal unbewachsenen, blanken Boden gesehen? Ich nicht. Das ist nämlich richtig unnatürlich und allem zuwider, was der Boden will. Eine Pflanzendecke schützt den Boden und hat noch viele andere positive Effekte. Genau wie beim Mulchen schaust du dir also auch bei der Gründüngung ab, wie die Natur gärtnert! :)
Also: Der Boden in unseren Gärten sollte nie offen liegen, sondern immer bedeckt sein, damit er geschützt ist. So ein ganzjährig bewachsener Boden ist eine Wohltat für die Bodenlebewesen, allen voran für den Regenwurm, unseren Freund und Helfer. So ein Wurm holt sich hier seine Nahrung – umso schöner also, wenn der Boden bedeckt und der Tisch reich gedeckt ist (je nach Perspektive).
Gründüngung und Bodenbedeckung sind suuuper wichtige Maßnahmen, die den Boden merklich und nachhaltig verbessern können. Deswegen kann ich mir meinen Garten gar nicht mehr ohne Gründüngung vorstellen.
Gründüngung im Herbst: Den Boden einmummeln
Auch wenn du Gründüngung prinzipiell das ganze Jahr über aussäen kannst, ist die wichtigste Gründüngung die, die über den Winter deine Beete bedeckt.
Ein brachliegender Boden ist Wind und Wetter hilflos ausgeliefert, wohingegen lebende Pflanzen und ihre Wurzeln den Boden zusammenhalten und vor Erosion schützen, das Bodenleben fördern und damit die Bodenfruchtbarkeit stetig steigern.
Warum stehen im Winter überhaupt so viele Beete leer? Gute Frage! In vielen Beeten wachsen ja bis in den September hinein noch die Sommergemüse. Erst danach werden die Beete wieder frei. Die meisten Gemüse kannst du so spät nicht mehr aussäen. Sie brauchen einfach zu lange, um zu wachsen und Früchte auszubilden – und der Winter macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.
Entweder setzt du im Herbst alsovorgezogene Pflänzchen in die Beete, sähst ein paar Spätzünder wie Wintererbsen und Postelein direkt ins Beet, oder verwöhnst deine Beete mit einer kuscheligen grünen Decke.
Zartes Pflänzchen? Nicht bei den Gründüngern!
Unter denen gibt es nämlich etliche robuste Kerlchen! Einige Gründüngerpflanzen wie zum Beispiel der Winterroggen oder die Winterwicke sind – die Namen verraten es schon – winterhart. Das heißt, dass ihnen Frost so schnell nichts anhaben kann.
Diese Gründüngerpflanzen kannst du ziemlich spät im Jahr noch säen, wenn du einen Großteil deines Gemüses schon geerntet und in deiner Schatzkammer eingelagert hast. Dort, wo jetzt freier Platz im Beet ist und wo kein Gemüse für die Winterernte wächst, kannst du nun den Boden begrünen.
Auch im Spätherbst können die Samen dieser Pflanzen noch zum Keimen gebracht werden. Du kannst aber auch schon ab August damit beginnen und die freiwerdenden Beete in eine grüne Decke einmummeln. Die Wachstumsbedingungen sind dann noch ideal und die Beete werden ja erst im nächsten Frühjahr wieder bepflanzt.
Du musst also die Gründüngung nicht überall auf einmal aussähen, das kann ganz entspannt nach und nach passieren: Beet für Beet, oder auch Beetreihe für Beetreihe. Das geht natürlich nur, solange die Aussicht besteht, dass die Samen noch keimen können.
Die Gründüngung, die im Herbst gesät ist, bleibt einfach über den Winter stehen und wird dann im nächsten Frühjahr in den Boden eingearbeitet oder als Mulch auf den Beeten verteilt. So leitest du im Spätherbst schon die kommende Gartensaison ein.
Und was ist mit den Beeten, die erst so spät frei werden, dass auch keine Gründüngung mehr keimt? Kein Problem! Diesen Beetreihen verpasst du einfach eine dicke Mulchschicht, damit auch hier der Boden gut geschützt ist. Vielleicht liegt ja noch irgendwo abgefallenes Herbstlaub herum, dass du dafür nutzen kannst?
So funktioniert die Herbstaussaat
Lass mich dir die Herbstaussaat am Beispiel des Gelbsenfs, einer richtig tollen Gründüngerpflanze, noch mal genauer erklären: Du lockerst den Boden (am besten mit einer Grabegabel), gräbst ihn aber nicht um. Warum du das Umgraben sein lassen solltest, erfährst du hier.
Dieses Lockern hat denselben Effekt auf deinen Boden, wie wenn du eine Bettdecke gut ausschüttelst und das Zimmer vor dem Schlafengehen belüftest – es schafft ein besseres Klima.
In diesen gut belüfteten Boden säst du nun breitwürfig deine Senfsaat. Ein Teil der Samen fällt dabei in die entstandenen Luftlöcher, den Rest kannst du mit dem Rechen leicht einharken.
Falls es nicht regnet, solltest du die Saat in den ersten Tagen feucht halten, sodass sie gut aufgeht. Der Gelbsenf braucht in der Regel nur ein paar Tage, um zu keimen, und ergibt dann eine dichte grüne Decke, unter der dein Boden wohlig eingemummelt Winterruhe halten kann.
Schließlich friert der Gelbsenf bei Temperaturen unter -7°C ab und bildet dann einen lockeren Schleier auf dem Beet. Dieser Schleier zerfällt sehr schnell und kann deswegen ohne viel Aufwand im Frühjahr in den Boden eingeharkt werden. Praktisch, oder?
Drei Gründünger im Portrait
Wer kann was? Vorhang auf für ein paar dieser famosen Pflanzen!
#1 Gib deinen Gelbsenf dazu
Alle Gründüngerpflanzen haben ihre ganz eigenen Stärken. Gerade haben wir ihn schon kennengelernt: den schnellwachsenden, winterharten Gelbsenf mit seiner Pfahlwurzel.
Er ist, wie ich finde, die (fast) perfekte Gründüngerpflanze, weil er mühelos zu säen und sehr leicht zu handhaben ist. Er hinterlässt im Frühjahr keine großen Stängel (zumindest, wenn er nicht geblüht hat), die wir dann mühevoll kleinhacken müssten. Im Beet bildet er ein Miniwäldchen mit schattigem, feuchtem Untergrund. Gerade weil er den Boden so gut regeneriert, sollte er in deinem Garten nun wirklich seinen Senf dazugeben dürfen!
Ein Manko gibt es allerdings: Gelbsenf zählt nämlich zur Familie der Kreuzblütler. Die kennst du bereits von deinen Kohlgewächsen. Wie ist das jetzt mit dem Gelbsenf, wenn sich im Garten schon mehrere Kohlarten und andere Kreuzblütler finden? Denn gerade bei dieser Pflanzenfamilie solltest du ja eine Anbaupause von 5-6 Jahren einhalten, bevor du sie in demselben Beet wieder anbaust. Nur so kannst du hartnäckigen Krankheiten wie der Kohlhernie vorbeugen.
Wenn du nun noch einen weiteren Vertreter dieser Pflanzenfamilie in deine Beetplanung einbeziehst, machst du dir das Leben also ziemlich kompliziert.
Der Gelbsenf als Gründüngung ist also dann ideal für dich, wenn Kohl nicht dein Lieblingsgemüse ist und du nicht sooo viele Pflanzen aus der Kreuzblütlerfamilie in deinen Beeten anbaust.
Dann pflegt und verbessert Senf deinen Boden ungemein, bringt das Bodenleben auf Trab, und unterdrückt noch dazu einige Schädlinge, wie zum Beispiel Kartoffelnematoden. Kurzum: Er ist ziemlich wertvoll für deinen Garten und hält ihn gesund.
Kleiner Tipp: Falls du im kalten Winter dringend das Bedürfnis nach frischen Vitaminen verspürst, kannst du ein paar dieser zarten und milden Senfpflanzen ernten und als Kraut in der Küche, zum Beispiel im Salat, verwenden.
#2 Phacelia, unsere Bienenfreundin
Die wunderschön lila blühende Phacelia, die auch unter dem schönen Namen Bienenfreundin durch die Gärten reist, ist eine alte, lange Zeit nicht besonders beachtete Pflanze, die sich heute in Biogärten wieder immer größerer Beliebtheit erfreut und die ihrem Namen auch wirklich alle Ehre macht.
Die anspruchslose Pflanze ist nicht besonders picky. Sie verträgt Trockenheit und durchdringt so ziemlich alle Böden mit ihrer Pfahlwurzel. Die feinen Phacelia-Samen können bereits sehr früh im Jahr gesät werden und gehen auch als Wiederholungssaat zu verschiedenen Zeiten während des Jahres in der Regel gut auf. Deswegen ist Phacelia ideal, um im Laufe des Sommers immer wieder ausgesät zu werden und so auch kleinere Lücken zu schließen.
Phacelia steht ziemlich lange in Blüte und duftet dabei überschwänglich. Das entgeht auch den schwirrenden Faltern und Insekten nicht, die durch den Duft herangezogen werden.
Hast du schon einmal Phacelia gepflanzt? Dann hast du bestimmt beobachtet, wie ganze Wolken von Schwebfliegen, über den Phacelia-Quartieren in der Luft surren. Das Tolle daran ist, dass sich die Schwebfliegen über Blattlausarmeen in deinem Garten hermachen – eine ihrer Leibspeisen!
Phacelia ist so ein regelrechter Magnet für das ein oder andere Helferlein im Garten, das deine Gehölze und Fruchtgemüsearten fördert und gesund hält. Großartig, wie unsere Bienenfreundin die Vermehrung und Entwicklung dieser Nützlinge so fördert.
Die von Insekten heißgeliebte Pflanze bildet einen feinen, gefiederten Teppich, sie wurzelt tief, beschattet den Boden, versprüht den Regen durch die reich geteilten Blätter hindurch, ist eine gute Taufängerin und bezirzt mit einer wunderschönen Farbe. Was will das Gartenherz mehr?
Wenn die Pflanze abgeblüht ist, solltest du sie schleunigst mähen, bevor sie Samen ausbilden kann. Sonst hast du bald keine Chance mehr, dein Gemüse zwischen den neu austreibenden Phaceliapflanzen zu finden. Die Stängel und Blätter lässt du einfach auf dem Boden liegen. Sie bilden dann als Mulch noch einmal eine dichte Bodenbedeckung.
#3 Lupinen: Ein Hoch auf Leguminosen
Die mindestens genauso schönen Lupinen, die mit den Erbsen und Bohnen verwandt sind, leben wie alle Hülsenfrüchte in Symbiose mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln. Zusammen mit diesen Bakterien haben sie die Superkraft, Stickstoff aus der Luft zu binden und anderen Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Chapeau, Lupine!
Alle Lupinenarten bilden rasch eine kräftige Hauptwurzel. Bis zu zwei Metern tief können die mit Bakterien besetzten Wurzeln reichen! So kann dieses Dreamteam Stickstoff aus der Luft ernten, der dann nicht nur für das eigene Pflanzenwachstum zur Verfügung steht, sondern auch großzügig verteilt wird. Gerade die gelbe Lupine ist eine echte Selbstversorgerin und kann sogar auf sandigen, mageren Böden gut wachsen.
Ihre tiefe Wurzel lockert außerdem den Boden. Die so entstehenden Tunnel verbessern den Luft- und Wasserhaushalt des Bodens. So tuen Lupinen deinem Boden auf ganz unterschiedliche Art und Weise etwas Gutes.
Auch hier gilt allerdings wieder: Anbaupause beachten, denn du wirst sicher auch andere Hülsenfrüchte bei dir im Garten anbauen.
Warum ist Gründüngung so wertvoll?
Gründüngerpflanzen haben ganz viele Eigenschaften, die wertvoll für deinen Garten sind. Sie alle halten Nährstoffe im Boden, erhalten die Bodenstruktur, füttern die Bodenlebewesen und schützen den Boden vor starkem Regen und Wind.
Manche von ihnen haben darüber hinaus aber noch regelrechte Spezialeffekte: Sie reichern deinen Boden mit Stickstoff an, bilden tiefe Wurzeln, die den Boden auflockern oder sind schon früh im Jahr eine wundervolle Bienenweide.
Schauen wir uns die verschiedenen Superkräfte mal genauer an…
#1 Gründüngung als Bodenverbesserer
Die bodenverbessernde Wirkung von Gründüngerpflanzen ist wahrscheinlich das wertvollste Geschenk an den Garten. Senf, Phacelia, Buchweizen und Wicken durchwurzeln, lockern und beleben den Boden, weil sie ihn für viele potentielle Bodenbewohner*innen attraktiver machen.
Gründüngung fördert den Humusaufbau, verbessert die Krümelstruktur des Oberbodens und versorgt ihn mit zusätzlichen Nährstoffen.
Wenn du mit Pflanzenkohle gärtnerst, wird die Pflanzenkohle im Boden durch die Nährstoffe der verrotteten Pflanzen wieder aufgeladen, jippie!
#2 Gründüngung als Klimaanlage
Viele der Gründüngerpflanzen haben Wurzeln, die pfahlförmig viel tiefer reichen, als man das auf den ersten Blick vermutet – manche sind bis zu 1,50 m tief! Wenn die Wurzeln zusammen mit den anderen Pflanzenbestandteilen dann irgendwann verrotten, bleiben die Röhren erhalten.
So entsteht dann ein regelrechtes Tunnelsystem im Boden, über das dieser belüftet wird. Du kannst dir das vorstellen wie eine Klimaanlage. Das ist vor allem für schwere und verdichtete Böden und ihre Bewohner*innen echter Balsam.
#3 Gründüngung als Nährstoffpipeline
Dass die Wurzeln der Gründüngerpflanzen so tief reichen, hat noch einen weiteren Vorteil: Sie können beim Nährstofftransport aus den unteren Bodenschichten helfen. Die durch die Pflanzenwurzeln entstehenden Luft- und Wasserporen bieten sich als Transportwege für den Nährstoffkreisläufen im Boden nur so an.
Darüber hinaus düngen die Pflanzen mit ihren eigenen Pflanzenkörpern, denn Wurzel-, Stängel und Blattmasse werden gleich wieder abgebaut, nachdem sie gemäht wurden. So wird der Humusgehalt des Bodens erhalten und sogar erhöht.
#4 Gründüngung als Schutzmantel
Ein nackter Boden ist Wind, Sonne und Regen gnadenlos ausgeliefert. Was liegt da näher, als ihn mit Hilfe von Grünpflanzen oder einer dicken Mulchschicht vor Wind und Wetter, vor Erosion und Austrocknung zu schützen? Die Rolle eines bedeckenden Schutzmantels ist Gründüngerpflanzen geradezu auf den Leib geschnitten.
#5 Gründüngung als Insektenfreude
Ich habe ja bei der Phacelia oben schon erwähnt, was für ein Insektenmagnet die blühende Pflanze ist. Da ist sie nicht allein! Auch Ringelblumen, Buchweizen und Tagetes sind toll blühende Gründüngerpflanzen, die verschiedenen Insekten vorzüglich schmecken.
Wenn du Blühmischungen als Gründüngung säst, finden Bienen, Hummeln und Schmetterlinge ein reiches Buffet vor. Kann dann überhaupt noch von Gründüngung die Rede sein? ;)
Andere Gründünger kannst du auch als Futterpflanzen für Haustiere verwenden. Klee freut Kaninchen zum Beispiel sehr! Und es geht noch weiter: Tagetes hat, genau wie Gelbsenf, zusätzlich eine abwehrende Wirkung auf Nematoden.
#6 Gründüngung als Stickstoffsammler
Leguminosen wie Ackerbohnen und Lupinen gehen an ihren Wurzeln Symbiosen mit Knöllchenbakterien ein, die den Stickstoff aus der Luft ernten können. Das ist total faszinierend! Die Knöllchenbakterien reichern den Boden so mit zusätzlichem Stickstoff an, der dann von den Gemüsen, die später dort wachsen und gedeihen, genutzt werden kann.
Die Leguminosen schaffen dadurch perfekte Startbedingungen für Kohl und andere Starkzehrer. Dabei wird mir wieder einmal richtig deutlich, dass der Garten einfach ein zusammenhängendes System ist – und sooo viel mehr als nur die Summe aller Pflanzen!
#7 Gründüngung als Beikrautunterdrücker
Vielleicht hast du es schon geahnt: Gründünger kann dir so einiges an Arbeit ersparen! Das gilt auch und ganz besonders für die Beikrautunterdrückung. Hier wirken Gründüngung und Mulch wieder recht ähnlich. Freche Beikräuter, die hier und da ihre Köpfe aus dem Boden stecken wollen, werden gehemmt.
Kleiner Tipp: Wenn du mehr Saatgut ausbringst, wachsen die Gründüngerpflanzen dichter und können die Beikräuter so noch besser unterdrücken.
How to: Finde den passenden Gründünger
Es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du mit Gründüngung in deinem Garten arbeiten möchtest: Allen voran solltest du für deine Zwecke und deinen Garten die richtigen Pflanzen und den richtigen Aussaatzeitpunkt auswählen. Stelle dir dafür am besten folgende Fragen:
In welcher Jahreszeit möchte ich die Gründüngung säen?
Wie ist mein Boden grundlegend beschaffen?
Wie lange kann die Gründüngung auf dem Beet stehen, und wann möchte ich es wieder für Gemüse nutzen?
Wie sieht meine Fruchtfolge aus und welcher Gründünger passt da gut rein? Phacelia, Tagetes und Buchweizen sind in der Hinsicht ziemlich unkompliziert, weil die sich mit allen Pflanzen vertragen.
Winterharte Gründüngungspflanzen
Pflanze
Beschreibung
Boden
Besonderheiten
Aussaat
Rotklee
Leguminose, bildet Pfahlwurzel mit vielen Nebenwurzeln
Für lockere Böden
Mehrjährig, Stickstoffsammler
März-August
Weißklee
Leguminose
Alle Böden
Verträgt keine Trockenheit, bienenfreundlich, Stickstoffsammler
März-August
Inkarnatklee
Leguminose mit roten, länglichen Blüten, Pfahlwurzel
Leichte und mittlere, kalkhaltige Böden
Gut geeignet als Vorkultur für Gemüse, die erst nach den Eisheiligen ins Beet kommen, schnelle Durchwurzelung, Bienenweide, Stickstoffsammler
März-Mitte September
Winterwicke
Leguminose, bildet Ranken, blüht purpur bis violett, kräftige Wurzeln
Alle Böden
Stickstoffsammler, bildet auch im Winter Wurzelmasse, gern als Wickroggen in Mischung mit Roggen
Juni-Oktober
Steinklee
Leguminose mit kräftiger Pfahlwurzel
Alle Böden, gern kalkhaltige
Wurzel durchdringt auch verdichtete Böden, bienenfreundlich, Stickstoffsammler
April-August
Luzerne
Leguminose mit kräftiger Pfahlwurzel, wird bis zu 1 m hoch, Wurzeln bis zu 4 m tief
Kalkhaltige, leichte bis mittlere Böden
Mehrjährig, hat sehr gute beikrautunterdrückende Wirkung, verträgt Trockenheit, bienenfreundlich, Stickstoffsammler
April-September
Roggen
Getreide, wächst rasch
Schwere Böden
lockert den Boden, gut in Kombination mit Winterwicke
März-Oktober
Ölrettich
Kreuzblütler, Rettichgewächs, wächst rasch
Schwere Böden
Lockert den Boden, reduziert Nematoden
Anfang August-Ende September
Spinat
Fuchsschwanz-gewächs, Blattgemüse
Hinterlässt eine gute Bodenstruktur
März-September
Nicht-winterharte Gründüngungspflanzen
Pflanze
Beschreibung
Boden
Besonderheiten
Aussaat
Alexandriner-klee
Leguminose mit Pfahlwurzel, schnelle Wurzelbildung
Leichte bis mittlere Böden, mag keinen niedrigen pH-Wert
Hat es gern feucht, bienenfreundlich, Stickstoffsammler
April-Juli
Persischer Klee
Leguminose
Alle Böden
Bienenfreundlich, Stickstoffsammler, gut mit Kohl, weil er Kohlfliege und Kohlweißling vertreibt
März-August
Sommerwicke
Rankende, violett blühende Leguminose mit verzweigten Wurzeln und vielen Wurzelknöllchen
Es ist an der Zeit, die Gründüngung in deinem Garten auszubringen? Die Vorbereitung gelingt schnell: Lockere das Beet, zum Beispiel mit einer Grabegabel, ohne es umzugraben. In einem zweiten Schritt verteilst du das Gründüngungssaatgut von Phacelia und Co breitwürfig auf dem Beet. Anschließend rechst du das Saatgut oberflächlich ein und hältst es bis zur Keimung feucht – fertig!
Kleiner Tipp: Du möchtest dir selber eine Gründüngungsmischung zusammenstellen? Dann achte unbedingt auf das richtige Mischungsverhältnis, damit nicht einzelne Sorten die ganze Mischung dominieren und alles andere überwuchern.
Dazu nimmst du, wenn du zum Beispiel Ackerbohne und Senf aussäen willst, nicht 50:50, sondern die Hälfte der empfohlenen Saatgutmenge pro m² von Ackerbohne und die Hälfte der empfohlenen Saatgutmenge von Senf. So kannst du eigene Mischungen anteilig ausrechnen.
How to: Der richtige Zeitpunkt zum Abmähen
Wenn du nicht eine Mordsarbeit damit haben möchtest, die Gründünger in den Boden einzuarbeiten, solltest du auch darauf achtgeben, sie immer rechtzeitig zu mähen. Wenn die Stängel zu dick und die Pflanzen zu hoch werden, kann das Einarbeiten unter Umständen ziemlich anstrengend werden, gerade weil du in deinem Garten ja nicht mit schwerem Gerät ackerst.
Du solltest deinen Gründünger auch unbedingt abmähen, bevor er Samen bildet. Sonst wird er nämlich schnell unkontrollierbar und breitet sich in deinem Garten in Windeseile aus.
Damit einher geht auch die Faustregel, die Gründüngung lieber zu früh als zu spät einzuarbeiten. Bei mir hat es sich bewährt, die Gründüngung 2-3 Wochen vor der Aussaat von Gemüse im betreffenden Beet abzumähen, die Pflanzen dann etwas liegen zu lassen, um sie anschließend mit einer Grabegabel oberflächlich einzuarbeiten, damit der Verrottungsprozess möglichst schnell in Gang kommt.
Im Herbst und Frühjahr dauert das Ganze etwas länger, weil es ja kühler ist. Klar, du kannst die Pflanzen natürlich auch einfach als Mulch liegen lassen, den du dann etwas zur Seite ziehst, wenn du junges Gemüse pflanzt oder säst.
Gründünger, ein Muss in einem gesunden Garten
Jedes Mal, wenn du Gemüse erntest, entnimmst du dem Beet Pflanzenmasse und damit Nährstoffe, während die Gründüngerpflanzen dem Boden wieder Nährstoffe zuführen. Mit der Gründüngung bleibt der Boden in Balance.
Das Gemüse nährt uns, wir säen Gründüngung, der Gründünger ernährt den Boden, und der Boden versorgt wiederum das Gemüse. Ein kleiner Kreislauf von Geben und Nehmen, in dem die Gründüngung eine wichtige Stellschraube ist.
Hier bekommst du noch einmal alle Vorteile auf einen Blick: Gründünger…
… durchwurzeln und beleben den Boden, … verleihen einem ausgelaugten Boden einen frischen Teint, … lockern den Boden mit ihren tiefen Wurzeln, … machen den Boden für viele Bewohner*innen attraktiver, … düngen und versorgen den Boden mit ihrer Pflanzenmasse, … erhöhen den Humusgehalt des Bodens, … unterdrücken Beikräuter, … beschatten den Boden und halten ihn feucht, … stabilisieren und schützen den Boden vor Austrocknen, Erosion, Wind und Wasser, … ziehen Nützlinge an und dienen als Bienenweide, … reichern den Boden mit Stickstoff an.
Wow! So eine Gründüngung ist wirklich das A und O in einem gesunden Garten!
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Wenn du dich jetzt an die Anbauplanung für das nächste Gartenjahr machst, dann bestell doch gleich etwas Gründüngungssaatgut mit.
Und falls du gerade mitten im Gartenjahr bist und sich eine Lücke im Beet auftut, dann ab mit dir in den Garten! Verpass deinem Boden eine Gründüngungs-Wellnesskur, die ihn so richtig verwöhnt!
Was du neben einer Gründüngung noch so tun kannst, um deinen Boden zum Schnurren zu bringen, das erfährst du hier:
Hier kommt mein mit Abstand liebstes Rezept zum Zucchini einmachen. Für die Zeit, wenn du mitten in der sommerlichen Zucchinischwemme steckst und gar nicht mehr weißt, was du mit den ganzen geernteten Zucchini anstellen sollst. Dann ist es toll, wenn du einen Teil deiner Ernte für den Winter einmachen kannst und so später auch noch Zucchini aus dem eigenen Garten essen kannst.
Heute bekommst du mein allerliebstes Einmach-Rezept, direkt aus meinem Onlinekurs „Vorratskammer starten“. Viel Spaß damit! :)
Hol dir noch schnell meine 7 liebsten Rezepte für die Vorratskammer!
Kribbelt es dir auch schon in den Fingern, noch mehr Obst und Gemüse einzukochen? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte- eBook in dein Postfach:
Zucchini einfach einkochen
Du brauchst:
3 kg Zucchini
2 rote Zwiebeln, geschält und in dünne Ringe geschnitten
1 EL Salz
600 ml Rotwein- oder Weißwein-Essig
600 ml Wasser
1 TL Pfeffer, grob gemahlen
3 EL Zucker
5-6 Lorbeerblätter
und 1 EL Piment
Psssst, kleiner Tipp: Wenn du deine Zucchini frisch geerntet hast, enthalten sie mehr Wasser, dann kommst du auch mit weniger Sud aus. In dem Fall würde ich statt 600 ml jeweils nur 500 ml Essig und Wasser verwenden. Gekaufte Zucchini, die schon länger lagern, enthalten weniger Wasser, sodass du jeweils einen Liter Essig und Wasser einplanen solltest.
So geht’s:
1. Zucchini in Würfel von einem Zentimeter Kantenlänge
schneiden. Mit den in Ringe geschnittenen Zwiebeln in eine Schüssel geben und
mit dem Salz vermengen. Abdecken und mindestens drei Stunden lang ziehen
lassen.
2. Essig, Wasser, Pfeffer und Zucker in einem Topf mischen und kurz köcheln lassen.
3. Lorbeerblätter und Piment auf die sterilen Gläser
verteilen. Zucchini und Zwiebeln mitsamt dem ausgetretenen Wasser einfüllen.
Mit dem Essig-Sud auffüllen und die Gläser verschließen.
4. 15 Minuten bei 90°C im Wasserbad einkochen.
Sicher Einmachen und Einkochen – Grundregelnnicht vergessen
Beim Einmachen gilt es wie immer, die grundlegenden Regeln zu beachten. Wenn du noch nie eingekocht hast oder dein Einmach-Wissen schnell nochmal auffrischen willst, schau also erstmal hier vorbei:
Außerdem habe ich noch einen Artikel zu den hartnäckigsten Einmach-Mythen geschrieben. Wusstest du zum Beispiel, dass es alles andere als förderlich ist, die Gläser nach dem Einmachen auf den Kopf zu stellen? Den Artikel findest du hier:
Die eingekochten Zucchini sind auch nach mehreren Jahren
noch knackig und überhaupt nicht verkocht oder matschig, wie man es von anderen
Rezepten kennt.
Wir verwenden die eingekochten Zucchini für Gemüsepfannen, Tomatensaucen, Aufläufe oder packen sie mit auf die Pizza. Dafür gieße ich den Sud einfach ab und träufle vor der Verwendung ein bisschen Olivenöl auf die Zucchini – das bringt das sommerliche Aroma so richtig schön hervor.
Antipasti gefällig? Richtig gut schmecken die Zucchini eingelegt in Olivenöl. Dafür gieße ich den Sud vollständig ab und vermenge die Zucchinistücke dann mit einem guten Olivenöl. Je nach Lust und Laune kommen noch ein paar frische Kräuter dran. So machen sie sich übrigens auch hervorragend als Topping auf belegten Broten. Yams!
Hach, es ist einfach wunderbar, auch im tiefen Winter noch Zucchini aus dem eigenen Garten zu essen und die Überschüsse während der Zucchinischwemme sinnvoll zu verwerten.
Merk dir dieses Rezept auf Pinterest!
Lust auf eine kleine Challenge?
Ich veranstalte regelmäßig die „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge. In der Challenge machen wir drei Sachen haltbar und legen damit den Grundstein für eine mit selbstgemachten Schätzen gefüllte Voratskammer. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen.
Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Einkochen betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden: Zur Challenge!
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist!
Wie verwertest du deine Zucchini? Hast du Geheimtipps oder tolle Rezepte zum Zucchini einkochen? Dann teile sie gern unten in den Kommentaren! :)
Mit meinem Lieblingsrezept zum Tomatensoße einkochen kannst du große Mengen Tomaten sicher für den Winter haltbar machen und dir so in der trüben Jahreszeit ein Stück Sommer zurückholen. Deine Tomatenpflanzen hängen üppig voll mit lauter prall-reifen köstlichen Früchten und du weißt langsam schon gar nicht mehr, wohin mit dieser wunderbaren Ernte? Dann nichts wie ab in den Kochtopf damit: Ich zeige dir, wie es geht!
Unsere Tomatensoße soll natürlich super lecker werden – aber auch lange und verlässlich haltbar sein. Damit das klappt, ist es super wichtig, die richtige Methode zu nutzen. Im Wasserbad kannst du alle Lebensmittel sicher einkochen, die einen pH-Wert von unter 4,5 haben. Tomaten liegen aber leider genau auf der Grenze, das heißt, manche Sorten können auch darüber sein. Was bedeutet das nun fürs Tomatensoße einkochen? Ist das Wasserbad denn dann überhaupt eine sichere Methode?
Die Antwort auf diese Frage ist: Ja, wenn du Zitronensaft verwendest! Denn in der richtigen Menge setzt der saure Saft den pH-Wert so herab, dass du auch im Wasserbad deine Tomatensoße haltbar machen kannst.
Deshalb beachtest du die Mengenangaben im Rezept am besten ganz genau, damit du dir keine Gedanken um Botulismus machen musst. Das ist nämlich eine ernstzunehmende Lebensmittelvergiftung, die tödlich enden kann.
Keine Sorge: Wenn du beim Einkochen säurerarmer Lebensmittel sichere Rezepte verwendest, die du auch ganz genau befolgst, kannst du mit Spaß und Freude deine Tomatensoße haltbar machen und genießen. Die Basics zum Einkochen findest du in diesem Artikel!
Übersicht: 5 Schritte zur Tomatensoße aus frischen Tomaten
Du stehst schon mit gezücktem Kochlöffel da und möchtest sofort loslegen mit dem Tomatensoße einkochen? Dann schau gern in diese Übersicht, da habe ich dir alle wichtigen Schritte kurz und knackig zusammengefasst. :)
– Zwiebel und Knoblauch anbraten – restliche Zutaten dazugeben – alles einkochen lassen – pürieren und abschmecken
Schritt 4: Abfüllen
– heiße Tomatensoße mit Trichter und Schöpfkelle in die Gläser füllen – Schraubgläser: 2 Zentimeter Abstand zum oberen Glasrand – Weckgläser*: 0,5 – 1 Zentimeter Abstand zum oberen Glasrand
Schritt 5: Einkochen
– Wasserbad und Tomatensoße sollen ungefähr dieselbe Temperatur haben – 30 Minuten bei 90° C einkochen
In meiner Einkochen Checkliste findest du zusätzlich die 6 wichtigsten Grundregeln zum sicheren Einkochen. Damit kann nichts mehr schiefgehen beim Tomatensoße einkochen!
Einfach Emailadresse eingeben und schon flattert die Checkliste in dein Postfach!
Tomatensoße Rezept: Die Zutaten
Und jetzt kommt das Allerwichtigste – die Zutaten zum Tomatensoße einkochen:
Mehr brauchst du nicht für diese oberleckere einfache Tomatensoße!
Wenn du sehr viele Tomaten verarbeiten möchtest, kannst du dieses Rezept nach Belieben auch verdoppeln oder verzehnfachen, das ist überhaupt kein Problem. Du brauchst dann vielleicht nur mehrere Durchgänge für das Einkochen (und einen riiiesigen Kochtopf…). :)
Egal, ob du Schraubgläser oder Weckgläser* verwendest, sie sollten auf jeden Fall sauber gespült sein. Du musst sie aber nicht sterilisieren, denn die Einkochzeit ist lange genug, um das für dich zu erledigen.
Deckel und Einkochringe kochst du* in Essigwasser fünf Minuten lang sprudelnd auf, damit sie wirklich sauber sind. Alle anderen Gerätschaften wie Trichter, Schöpflöffel usw. übergießt du mit kochendem Wasser.
So, alles ist sauber und bereit? Dann kümmern wir uns jetzt um die Zutaten!
Die Zwiebel und den Knoblauch schälst du und schneidest sie in Würfel. Dann brätst du die Zwiebelwürfel in Öl an, bis sie glasig sind. Jetzt kannst du den Knoblauch und die Kräuter zugeben.
Und nuun – Trommelwirbel – kommen die Stars der Soße an die Reihe: Deine köstlichen frisch geernteten Tomaten!
Du wäschst deine Ernteschätze gut ab, schneidest den Stielansatz heraus, halbierst sie und ab in den Topf mit ihnen! Ja, richtig gelesen, es genügt vollkommen, sie einfach nur auseinanderzuschneiden. Das spart bei großen Mengen richtig viel Zeit!
Wichtig ist dabei nur, dass du alle schadhaften Stellen sorgfältig entfernst und angegammelte Tomaten aussortierst. An ihnen sitzen nämlich viele Fäulniserreger, die deine Soße schnell gären lassen. Und wenn du schon deine Tomatensoße selbstgemacht hast, soll sie sich doch möglichst lange halten, oder?
Soße ohne Schale? Kein Problem:
Falls du in deiner Tomatensoße keine Schale haben möchtest, musst du die Tomaten vorm Kochen schälen. Und das geht so:
Du ritzt die Tomaten oben kreuzweise ein und tauchst sie dann für 1 bis 2 Minuten in kochendes Wasser. Jetzt kannst du die Schale mit einem Messer abziehen.
Mich stört die Schale aber gar nicht – im Gegenteil! Denn in der Schale sitzen Vitamine und wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, die super gesund sind. Außerdem spare ich mir eine Menge doofer Arbeit. ;)
Wenn alle Tomaten im Topf sind, gebe ich noch etwas Wasser hinzu, damit nichts anbrennt. Das muss nicht viel sein, einfach nur ein kleiner Schuss. Wir wollen ja keine Suppe, sondern Tomatensoße einkochen.
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Jetzt kommen auch Zitronensaft und Agavendicksaft in den Topf. Gut umrühren und kochen, bis die Tomaten zerfallen. Dann pürierst du alles so fein, wie du es haben möchtest.
Die fertige Soße lässt du unter regelmäßigem Rühren weiter köcheln, damit sie noch ein bisschen dicker wird. Sobald die Konsistenz für dich passt, schmeckst du alles kräftig mit Salz, Pfeffer und eventuell noch mehr Kräutern ab.
Währenddessen kannst du auch das Wasser in deinem Einkochtopf schon erhitzen, damit es nachher schneller geht.
Kleiner Tipp: Es ist besser, die Soße erst dann zu würzen, wenn du sie nicht weiter reduzieren, also von der Konsistenz her dickflüssiger haben möchtest. Dadurch konzentriert sich nämlich auch die Würzung und vielleicht wird dir dann alles zu salzig oder zu scharf.
Noch viel mehr Tipps und Tricks zum Haltbarmachen findest du übrigens in meinem „Vorratskammer starten“-Onlinekurs! In einfachen Schritt-für-Schritt Anleitungen lernst du da alles, was du wissen musst, um deine Ernte sicher haltbar zu machen. Ob (Druck-)Einkochen, Dörren, Fermentieren oder Heiß abfüllen – du wirst zum Haltbarmachen-Profi und kannst so auch im Winter noch ein Stück Sommer genießen. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)
Tomatensoße einkochen Schritt #4: Abfüllen
Wenn deine Tomatensoße jetzt von Geschmack und Konsistenz her perfekt ist, füllst du sie in deine vorbereiteten Gläser ab. Ein Trichter und eine Schöpfkelle sind sehr nützliche Helfer dabei! Sie sorgen dafür, dass nichts daneben geht und der Glasrand sauber bleibt. Bei Schraubgläsern lässt du mindestens 2 Zentimeter Platz zum oberen Glasrand, bei Weckgläsern* reichen 0,5 bis 1 Zentimeter. Das ist wichtig, damit es dir beim Einkochen nicht die Hälfte des Inhalts aus deinen Gläsern herausdrückt.
Dann kontrollierst du, ob die Glasränder wirklich sauber geblieben sind und wischst sie bei Bedarf ab. Jetzt kommen Schraubdeckel oder Deckel, Ringe*und Klammern* drauf und ab mit den Gläsern in den Einkochtopf!
Tomatensoße einkochen Schritt #5: Einkochen
Das Wasser im Einkochtopf sollte ungefähr dieselbe Temperatur haben wie der Inhalt der Gläser, damit die Gläser durch den Temperaturunterschied nicht platzen.
Ich gebe in das Einkochwasser immer noch einen kleinen Schuss Essig , damit sich an den Gläsern keine unschönen Kalkablagerungen bilden.
Wenn du richtig viele Gläser Tomatensoße einkochen möchtest, kannst du sie im Einkochtopf auch stapeln. Über dem obersten Glas sollten dann noch ungefähr 2 Zentimeter Wasser stehen.
Jetzt kommt der Deckel auf den Topf und ein Thermometer ins Wasser. Sobald das Thermometer 90 Grad zeigt, beginnt die Einkochzeit von 30 Minuten.
Nach dieser Zeit stellst du den Herd ab und holst die Gläser aus dem Topf heraus. Am besten benutzt du dazu einen Glasheber! Denn damit verbrennst du dir nicht die Finger und hältst die Gläser sicher fest, auch wenn sie nass und rutschig sind. Die Gläser stellst du auf ein Geschirrtuch und lässt sie komplett auskühlen.
Voilá: So geht Tomatensoße aus frischen Tomaten haltbar machen!
Falls du Weckgläser* verwendet hast, nimmst du die Klammern* ab. Der Deckel sollte jetzt auch ohne Klammern bombenfest sitzen, wenn alles geklappt hat. Aber mit meiner Einkochen Checklisteweißt du ja genau, worauf du achten musst, um sicher einzukochen. ;)
Und wie wäre es mit ein paar richtig schicken Etiketten für deine Gläser? Ein paar Wochen später ist es nämlich oft schwierig, sich daran zu erinnern, was du wann eingekocht hast – und die Etiketten auf deinen Gläsern sehen außerdem so richtig edel aus!
Trag dich hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!
Also: Tomatensoße einkochen ist gar nicht schwer, geht schnell und du füllst deine Regale mit gesundem Fastfood. Wenn es mittags mal wieder schnell gehen muss, einfach Glas öffnen, ein paar Nudeln in den Topf werfen und fertig ist das gesunde leckere Mittagessen für deine Liebsten! Guten Appetit! :)
Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!
Du hast eine richtige Tomatenschwemme? Dann schau dir doch auch noch meine anderen Rezepte zum Tomaten verarbeiten ein – da ist bestimmt etwas für dich dabei!
Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, auf Kartoffelschatzsuche zu gehen und die ersten Frühkartoffeln aus dem Boden zu holen. Diese Freude möchte ich mir dir teilen! Deswegen zeige ich dir, wie du Frühkartoffeln anbaust und welche Sorten sich gut eignen und besonders lecker sind. Zum Schluss verrate ich dir noch zwei tolle Rezepte für deine Frühkartoffeln – Los geht’s!
Frühkartoffeln sind die schnellsten Kandidaten im Kartoffelbeet, denn sie brauchen nur 90-110 Tage, bis du sie ernten und deinen ersten Kartoffelsnack der neuen Gartensaison genießen kannst. Nach einer Zeit von überlagerten Kartoffeln bringen Frühkartoffeln neue Frische auf den Teller. Wichtig ist, dass du deine Frühkartoffeln innerhalb von 10 Tagen verspeist, denn sie besitzen noch keine vollständig ausgereifte Schale und sind somit nicht gut lagerfähig.
Möchtest du deine Kartoffeln über den Winter lagern, lässt du die Pflanze und die Knollen richtig abreifen. Mittelfrühe und späte Kartoffelsorten bleiben viel länger im Boden (140-160 Tage). Die Schale ist dann richtig fest an der Knolle, sodass du sie wunderbar lagern kannst.
Fun Fact: Wusstest du, dass die ersten Kartoffeln für den Supermarkt meist in wärmeren Regionen wachsen und von weit hergeflogen kommen? Dabei können wir uns das ganze Jahr mit Kartoffeln selbstversorgen. Im Frühsommer sind die Lagerkartoffeln halt nicht mehr die Knackigsten. Aber umso schöner ist es, die ersten eigenen Frühkartoffeln zu ernten und dann so richtig zu schlemmen. ;)
Ab ins Beet: Frühkartoffeln pflanzen
Kleine Quizfrage: Wenn Frühkartoffeln super früh gepflanzt werden, sind sie dann schneller erntebereit? Na, weißt du die Antwort? Ich verrate sie dir!
Frühkartoffeln sind genauso Frostbeulen wie späte Kartoffeln und wollen nicht zu früh in die Kälte. Den Namen Frühkartoffeln tragen die Sorten nicht, weil sie früh gepflanzt werden können, sondern weil sie schneller wachsen. Deswegen sind sie früher erntereif.
Ein guter Zeitpunkt, um Kartoffeln zu pflanzen, ist zwischen Mitte und Ende April. Wenn du in einer wärmeren Region wohnst, kannst du die Kartoffeln sogar schon Anfang April pflanzen. Wichtig ist nur, dass es keine starken Nachtfröste mehr gibt, wenn die jungen Kartoffeln aus der Erde schauen.
Die richtigen Profis bauen Frühkartoffeln oft unter einem Vlies an, sodass sie früher gepflanzt und noch früher erntereif sind. So wie es Weinbau-Regionen gibt, gibt es auch Frühkartoffeln-Anbauregionen. Dort ist es besonders warm – du findest sie in der Pfalz, in Baden-Württemberg und in Niedersachsen.
Genau wie bei allen anderen Kartoffeln auch fängt der Anbau der Frühkartoffeln damit an, die Kartoffeln vorzukeimen. Wie Kartoffeln vorkeimen genau funktioniert, erkläre ich dir hier.
Möchtest du zu deinen Frühkartoffeln eigene Kräuter anbauen und ernten? Dann hol dir meinen Kräuter-Plan. So kannst du den Quark zu den Frühkartoffeln gleich mit eigenen Kräutern verfeinern! :)
Kartoffelfest: Frühkartoffeln ernten
Warst du schon mal auf einem Kartoffelfest? Ich kenne solche Feste aus dem Spätsommer und Herbst, wo es allerlei Gerichte aus Kartoffeln gibt. Auf einem Kartoffel-Hoffest gibt es einfach alles aus Kartoffeln: Kartoffelpuffer, Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, Kartoffelpizza und Kartoffelklöße mit Pflaumen.
Zu dem Zeitpunkt gibt es jedoch keine Frühkartoffeln mehr. Die Frühkartoffelernte ab Anfang Juli ist mein persönliches Kartoffelfest, weil die ersten Knollen einfach so super lecker sind.
Das Besondere bei der Ernte der Frühkartoffeln: du holst sie aus dem Boden, wenn die Pflanzen noch grün sind. Den richtigen Zeitpunkt, wann du loslegen kannst, verrät dir die Pflanze. Sobald sie nicht mehr blüht, ist es so weit. Du ziehst die Pflanze aus dem Boden undsammelst die ersten Frühkartoffeln ein* – Jippieh!
Zu diesem Zeitpunkt ist die Schale deiner Kartoffeln noch nicht ausgereift und lässt sich mit dem Daumen leicht von der Knolle ziehen. Da du die Knollen so nicht lagern kannst, holst du dir am besten nur so viele Kartoffeln aus der Erde, wie du in den kommenden Tagen verzehrst. Nach und nach erntest du dann deine Frühkartoffeln aus dem Boden.
Fun Fact: Du kannst auch einen Teil der Knollen von späteren Sorten vor der Abreife ernten, wenn sie noch nicht schalenfest sind. Den anderen Teil lässt du einfach im Boden. Sobald die Kartoffeln schalenfest sind (das erkennst du daran, dass sich die Schale nicht mehr mit dem Daumen abziehen lässt), kannst du eine größere Menge ernten und einlagern.
7 Leckerbissen: Frühkartoffeln Sorten
Klassische Frühkartoffelsorten sind sehr frühe Sorten (90-110 Tage bis zur Ernte) und frühe Sorten (110-120 Tage bis zur Ernte). Ich habe hier sieben tolle Frühkartoffel-Kandidaten für dich, die ich dir genauer vorstelle möchte. Interessierst du dich auch für mittelfrühe und späte Sorten, schau dir gerne meinen Bericht über meinen Geschmacktest verschiedener Kartoffelsorten an.
Annabelle – die Schöne
Sie ist eine der sehr frühen Kartoffeln und ein Klassiker im Erwerbsanbau. Entstanden ist sie im Jahr 2002 in den Niederlanden. Als festkochende und wohlschmeckende Sorte wird sie der Frühkartoffel rund um gerecht.
Anuschka – die Gute
Mit guten Erträgen bringt dir die Frühkartoffel Anuschka eine reiche Ernte. Sie ist 2004 in Deutschland entstanden. Als sehr frühe und festkochende Sorte kannst du sie für den ersten eigenen Kartoffelsalat verwenden.
Roter Erstling – Duke of York
Diese Sorte hat nicht nur einen königlichen Namen, sondern schmeckt auch hervorragend. Diese alte schottische Sorte gibt es schon seit 1891 und ist eine der sehr frühen Frühkartoffeln. Und noch immer erfreut uns die vorwiegend festkochende Sorte mit ihrem kräftig süßen Geschmack.
Glorietta – die Lagerfähige
Diese Frühkartoffel Kandidatin zeigt eine gute Keimruhe, weswegen du sie nach der Schalenreife auch bis ins Frühjahr gut lagern kannst. Sie zählt deswegen zu den sehr frühen bis frühen Sorten. Die festkochende Kartoffel zeichnet sich durch einen sehr aromatischen Geschmack aus und ist die jüngste in meiner Auflistung. Sie gibt es seit 2012.
La Ratte – die Feinschmeckersorte
Diese Feinschmeckersorte ist 1872 in Frankreich entstanden und zählt zu den sehr leckeren Frühkartoffel-Sorten. Leider ist sie etwas anfällig im Anbau und bringt nicht die höchsten Erträge. Als sehr frühe und festkochende Sorte bringt sie dir jedoch den ersten Gaumenschmaus der Kartoffelsaison.
Rosara – die Rotschalige
Rosara ist eine vorwiegend festkochende Frühkartoffel mit einer cremigen Konsistenz. Sie ist eine sehr frühe bis frühe Sorte und sehr robust.
Sieglinde – die Klassische
Dieser alte Klassiker hält sich wacker und ist die älteste zugelassene Kartoffelsorte aus Deutschland. Sie ist nicht die früheste Frühkartoffel, braucht also ein paar Tage länger, aber dann landet sie als leckere Salatkartoffel mit festkochenden Eigenschaften auf unseren Tellern.
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!
Sortentipps habe ich nicht nur für Kartoffeln, sondern auch für Tomaten und alte Apfelsorten im Gepäck. ;)
Gaumenschmaus: Frühkartoffeln Rezept
Klassisch gehört die Frühkartoffel zur Spargelsaison. Neben Spargel á la Sauce Hollandaise kannst du noch viele weitere leckere Gerichte mit deinen Frühkartoffeln zaubern. Für mich sind Ofenkartoffeln aus Drillingen das Beste. Drillinge ist eine Bezeichnung für die ganz kleinen Kartoffeln, die normalerweise aussortiert werden. Dazu ein leckerer Wildkräuterquark und das Essen ist perfekt. Wenn du ein Knoblauch-Fan bist, empfehle ich dir, Schnittknoblauch in deinen Garten zu holen. Der passt auch wunderbar in einen Kräuterquark.
Deine frisch geernteten Kartoffeln wäschst du gut ab. Nach dem Abtrocknen der Knollen mischst du sie mit Öl und Salz und verteilst sie auf einem Backblech. Deine Ofenkartoffeln backst du im vorgeheizten Ofen bei 200 °C für 30-40 Minuten.
Während der Backzeit wäschst und schneidest du die Wildkräuter und mischst sie mit zwei Teelöffeln Schmand und einem Schuss Zitronensaft in den Quark. Dazu gibst du eine Prise Salz.
Bist du ein Spargelfan, aber Spargel mit Sauce Hollandaise liegt dir zur schwer im Magen? Dann empfehle ich einen gemüsigen Kartoffelsalat mit grünem Spargel – ganz ohne Butter oder Mayonnaise.
Als erstes setzt du deine Kartoffeln als Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln mit Wasser auf den Herd. Den grünen Spargel schälst du und schneidest die holzigen Enden ab. Den Spargel garst du in Salzwasser, bis er bissfest ist.
Während deine Kartoffeln und dein Spargel abkühlen, säuberst und schneidest du die Radieschen, die Pilze und die Frühlingszwiebeln. Sind deine Kartoffeln und der Spargel abgekühlt, schneidest du beides klein und mischst es mit den restlichen Zutaten.
Guten Appetit!
Habe ich dich überzeugt?! Mit Frühkartoffeln kannst du den ersten Kartoffel-Leckerbissen der Saison aus deinen Beeten holen. Die noch nicht schalenfesten Knollen erntest du einfach nach Bedarf aus dem Kartoffelbeet. Im Erntezeitpunkt und der Reifedauer unterscheidet sich die Frühkartoffel von der Lagerkartoffeln – Lagerkartoffeln erntest du schalenfest. Ansonsten baust du die Frühe genauso an wie alle anderen Kartoffeln.
Du möchtest noch ein bisschen weiter schmökern? Dann schau doch mal hier vorbei:
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