Neueste Artikel

Zuckerhut Salat: aromatischer Wintergenuss aus dem Garten!

Zuckerhut Salat ist ein alter Hase im Wintergeschäft! Er versorgt dich zuverlässig mit frischem Grün – auch im tiefsten Winter. Wie du den Salat mit dem süßen Namen erfolgreich anbaust, pflegst und erntest, zeige ich dir hier Schritt für Schritt!

Inhaltsverzeichnis
Das Wintermärchen vom Zuckerhut Salat
Bitter macht fit!
Zuckerhut Salat erfolgreich anbauen
Auf gute Nachbarschaft
Endlich: Die Ernte!
Zuckerhut Salat lagern

Das Wintermärchen vom Zuckerhut Salat

Der bodenständige Zuckerhut Salat ist ein Gemüse, das schon Oma und Opa zu schätzen wussten. Den knackigen Wintersalat lieben und kultivieren Menschen in unseren Breitengraden nämlich schon seit vielen Jahrzehnten.

Der Zuckerhut Salat stammt von der Zichorie ab. Ja genau, von der blauen Wegwarte, die vielerorts an Straßenrändern blüht. Deswegen kennt sich der Zuckerhut Salat im mitteleuropäischen Winter bestens aus. Der Korbblütler ist robust und perfekt an unser Klima angepasst. Du musst ihn also nicht großartig betreuen oder einkuscheln – er macht sein Ding die meiste Zeit ganz von allein!

Die blaue Wegwarte, eine Verwandte vom Zuckerhut Salat

Zuckerhut steht auch bei Minusgraden noch lässig im Beet und steckt kalte Temperaturen locker weg. Bei knackig kalten Temperaturen von mehr als zehn Grad unter dem Gefrierpunkt wird es aber auch ihm zu kühl. Was er auch gar nicht verträgt: Ständige Wechsel zwischen Frieren und Tauen.

Dann ist es Zeit, deinen Zuckerhut Salat zu ernten. Keine Sorge, du musst dann nicht alle Köpfe auf einmal wegfuttern, Zuckerhut lässt sich nämlich gut lagern. Damit dein Salat dir dann auch ordentlich was zu Ernten bietet, will er aber rechtzeitig gesät sein.

Spätestens ab Juli ist es Zeit, beim Blick in deine Beete auch ans Wintergemüse zu denken. Ja, ich weiß, die kalte Jahreszeit liegt da noch in weiter Ferne. Aber die allermeisten der wunderbaren Winterleckereien musst du schon im Sommer vorziehen, damit sie dann startklar sind, wenn es kühler wird. Da heißt es: ans rechtzeitige Aussäen denken!

Damit du keine Aussattermine mehr verpasst, habe ich einen Aussaatkalender für dich erstellt. Er erinnert dich an alle Aussaaten, die du nicht verpassen solltest, um immer einen vollen Erntekorb zu haben. Du kannst ihn dir hier einfach herunterladen und schon hast du alle Termine immer im Blick!

Bitter macht fit!

Seinen Namen verdient der Zuckerhut Salat definitiv nicht seinem Geschmack. Er hat zwar die typische Form eines Zuckerhuts, schmeckt aber eher bitter als süß. Was aber gar nicht schlimm ist: Bitterstoffe sind total gesund, wir sind sie nur nicht mehr so richtig gewöhnt. Das liegt daran, dass sie über die Jahre aus den meisten unserer Gemüse herausgezüchtet wurden.

Wenn deine Geschmacksnerven auf Bitterstoffe mit Alarm reagieren, habe ich hier meine top drei Tricks für dich:

  1. Lass den Zuckerhut Salat einige Minuten in lauwarmem Wasser liegen. Das entzieht die Bitterstoffe und macht ihn nochmal extra knackig. Zack, Zuckerhutsalat entbittert! Jetzt ist er unglaublich vielseitig einsetzbar.
  2. Peppe deinen Salat mit süßen Zutaten auf! Lecker eingekochte Birnen oder ein frischer roter Winterapfel gleichen die Bitterkeit vom Zuckerhut Salat wunderbar aus. Genauso funktioniert es mit einem süßlichen Dressing. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Senf-Agavendicksaft-Dressing? Mhhhhh… :)
  3. Mach dem Zuckerhut Dampf! Gedünstet oder gekocht verliert das Gemüse viel von seinem herben Geschmack. Dabei gehen aber leider auch ein paar Vitaminchen flöten.

Probier den Winterhelden ruhig auch mal in all seiner Bitterkeit. Es lohnt auf jeden Fall, sich wieder ein bisschen Bitteres auf den Teller zu holen. Die gesunden Bitterstoffe sind nämlich nur in wenig Lebensmitteln vorhanden!

So, jetzt aber schleunigst in den Garten: Der Zuckerhut Salat will schließlich erst noch ins Beet, bevor er auf den Teller kommt.

Zuckerhut Salat erfolgreich anbauen

Wenn du deinen Zuckerhut Salat selbst aussäen möchtest, ist die beste Zeit dafür der Monatswechsel von Juni zu Juli. Vorgezogene Pflänzchen kannst du bis Ende August auspflanzen und beginnst dann ab dem Spätherbst mit der Ernte.

Jetzt stellt sich noch die Frage: Wohin mit dem Schätzchen? Auch hier hat Zuckerhut Salat keine großen Ansprüche. Er gibt sich auch mit einem Plätzchen im Halbschatten zufrieden, wenn alle Sonnenplätze schon besetzt sind.

Insgesamt mag Zuckerhut Salat, wie die meisten Gemüsepflanzen, einen lockeren und humusreichen Boden. Wenn du, so wie ich, mit Kompostbeeten arbeitest, kannst du deinem Winterliebling also die perfekten Bedingungen bieten.

Wohin mit dem Zuckerhut Salat in der Fruchtfolge?

Wenn du ihn nach den Erbsen oder dem Bohnen ins Beet setzt, fühlt sich dein Zuckerhut Salat besonders wohl. An dieses Stellen kann er gleich die Nährstoffe nutzen, mit denen seine Vorgänger den Boden angereichert haben.

Nur anderen Mitgliedern seiner Familie möchte er nicht nachfolgen. Wenn du also Korbblütler, zum Beispiel Kopfsalat, Schwarzwurzeln oder Sonnenblumen angebaut hast, dann warte drei Jahre, bis dein Zuckerhut Salat in deren Beete einziehen darf. So vermeidest du viele fiese Krankheiten und Schädlinge.

Die engsten Verwandten von Zuckerhut sind übrigens Chicorée, Endivien und Radiccio, die genau wie er eher verbitterte Zeitgenossen sind. ;)

Verwandte vom Zuckerhut Salat

Direktsaat im Beet

Zuckerhut Salat musst du nicht vorziehen. Du kannst ihn auch direkt im Freiland aussäen. Das machst du Ende Juli. So ist dein Salat pünktlich zum ungemütlichen Wetter ab Oktober erntereif.

Die Direktsaat ist beim Zuckerhut Salat sogar eine richtig gute Idee! Er entwickelt nämlich schnell eine lange Pfahlwurzel, die sich eher schlecht umpflanzen lässt.

Für die Direktsaat von Zuckerhut Salat ist ein frisch abgeerntetes Beet genau richtig. Als Schwachzehrer gibt er sich problemlos mit den Resten der anderen zufrieden.

So geht’s:

Für die Saat brauchst nur den Mulch auf deinen Beeten beiseite ziehen und den Boden oberflächlich mit einer Harke oder Gartenkralle auflockern. Dabei entfernst du eventuell noch ein paar freche Kräuterchen und schon kann es losgehen:

Die Samen kommen etwa 2 cm tief in die Erde, im Abstand von 30 x 40 cm. Du kannst zwei Samen pro Pflanzplatz säen und später die Schwächere der beiden auszupfen. So hast du am Ende keine Löcher im Beet. Nach der Saat drückst du die Erde vorsichtig an. Jetzt sind die Samen gut von Erde umschlossen und schwimmen dir nicht einfach auf und davon.

Gönne deinem Zuckerhut Salat to be eine sanfte Brause mit der Gießkanne. Es ist super wichtig, dass du die Erde feucht hältst, bis die ersten Zuckerhütchen aus dem Beet grüßen. Freust du dich auch immer so, wenn sich die ersten kleinen Keimlinge zeigen? Für mich ist das jedes Mal wieder DAS Gartenwunder schlechthin.

Salaternte: Eichblatt und Zuckerhut Salat

Zuckerhut Salat vorziehen

Trotz der schnellwachsenden Pfahlwurzel kannst du deine Pflänzchen auch vorziehen. Voraussetzung hierfür ist, dass du deine Jungpflanzen nicht super lang in den Anzuchtschälchen lässt. Sonst leiden die Wurzeln beim Auspflanzen! Am besten, du setzt ihn schon dann ins Beet, wenn er noch seine Keimblätter hat.

Schon im Juni kannst du einen ersten Satz vorziehen, den du im Juli auspflanzt. Ende Juli startest du dann in die zweite Runde, die dich den Winter über versorgt.

So geht’s:

Egal ob im Beet oder Anzuchttopf, die Samen von Zuckerhut kommen etwa 2 cm tief in die Erde. Das Substrat für deine Anzuchttöpfe kannst du dir ganz einfach selbst mischen. Ich nehme dafür gern gut ausgereiften Kompost und mische ihn mit etwas Gartenerde.

In jedes Töpfchen kommen zwei Samen, die Erde drückst du anschließend leicht an. Das Saatgut muss schließlich gut von Erde umschlossen sein, damit es die perfekten Startbedingungen hat! Nun gibst du deinem Zuckerhut die erste Dusche seines Lebens. Danach heißt es: Licht aus! Zuckerhut Salat ist nämlich ein Dunkelkeimer. :)

Haben die Keimblätter sich etabliert, solltest du den Zuckerhut-Nachwuchs in die Freiheit entlassen. Wichtig ist, dass du ihn dabei nicht tiefer setzt, als er im Anzuchttopf gewachsen ist. Die Erde im Beet sollte mit der Oberfläche aus dem Aussaattöpfchen also auf gleicher Höhe sein.

Ein guter Pflanzabstand für den Zuckerhut sind 40 cm in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen.

Und wie immer gilt: gut andrücken und angießen*, damit dein Zuckerhut Salat die Füße schön in die Erde stecken und gut anwachsen kann.

Weil der Zuckerhut Salat schon so lange Gast in unseren Gärten ist, gibt es eine Vielfalt an alten, tollen Sorten. Probier doch mal den Schweizer Zuckerhut, Vatters Zuckerhut, Sperlings Kristallkopf oder Hilmar. Ich baue gern die Sorte „Auslese“ an, der hat bei mir auch schon mal knackige Minusgrade problemlos weggesteckt.

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Was hat er nur? Erste Hilfe für Zuckerhut Salat

Zuckerhut Salat ist grundsätzlich ein bescheidener und robuster Beetgast, den so schnell nichts umwirft. Ein bisschen Rücksicht und Pflege tut aber auch so hartgesottenen Typen wie ihm gut.

Gerade in seiner Anfangszeit, wenn es nochmal warm werden kann, braucht er eine gute Wasserversorgung. Der Boden immer leicht feucht sein, damit dein Zuckerhut gut versorgt ist.

Wenn dein Zuckerhut Salat im Kompostbeet steht und schön gemulcht ist, wirst du kaum Unkraut zu Gesicht bekommen. Sind doch welche da, hilfst du dem jungen Zuckerhut Salat, indem du ihm vorwitzige Kräuter vom Leib hältst, bis er groß und stark geworden ist.

Um ichn so richtig zu verwöhnen, kannst du ihm auch noch einen Schluck Brennnesseljauche gönnen. Im Kompostbeet ist er aber in der Regel ausreichend versorgt.

Die Wettervorhersage sagt so richtig miese Minusgrade an? Dann kuschel deinen Zuckerhut Salat doch gemütlich ein. Sicher ist sicher! In trockenem Laub, Stroh oder Heu eingemummelt, steckt er die Kälte noch leichter weg. Wichtig ist nur, dass dein Material wirklich trocken ist. Bei aller Gemütlichkeit soll es ja nicht anfangen zu schimmeln.

Auf gute Nachbarschaft!

Ja, Zuckerhutsalat ist toll – aber Abwechslung auf dem Teller ist noch toller! Dafür brauchst du gar nicht weit gehen – es gibt da nämlich einige Kollegen, die es sich gern gleich neben dem Zuckerhut Salat bequem machen. Ein Hoch auf die Mischkultur!

Wie wäre es mit ein paar Möhrchen? Die Sorte Gonzenheimer Treib ist eine meiner absoluten Lieblingssorten für den Winter! Sie ist super geeignet, um sich mit dem Zuckerhutsalat den Winter um die Ohren zu schlagen. Auch Grünkohl ist ein guter Kandidat. Bohnen und Tomaten wären genauso geeignet, sie verabschieden sich aber, sobald es kühler wird.

Kartoffeln sollten lieber nicht gleich neben dem Zuckerhut Salat stehen. Dann lieber doch ein bisschen Winterportulak oder Feldsalat. Mit ihnen hast du auch gleich ein perfektes Salatbuffet am Start!

Wenn du noch mehr über dicke Beetfreundschaften erfahren willst und das ganze Jahr über eine fette Ernte einfahren möchtest, dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Dort lernst du alles, was du wissen musst, um ganz einfach und mit wenig Zeitaufwand deine Traumernte zu verwirklichen! Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. :)

Voller Erntekorb im Garten

Endlich: Die Ernte!

Juhuuuu, es ist so weit! Nach acht bis zwölf Wochen kannst du den ersten Zuckerhut Salat ernten. Wie lange es genau dauert, hängt vom Wetter, deinem Boden, dem Standort und der Sorte ab. Erntereifer Salat, den du gerade nicht benötigst, darf ganz einfach im Beet stehen bleiben. Du erntest ihn dann, wenn dein Salathunger zuschlägt.

Heißer Tipp für Zuckerschnuten: Je länger du den Zuckerhut Salat im Beet stehen lässt, desto süßer wird er! Naja, „milder“ trifft es wohl eher. Besonders wenn er auch mal Frost miterlebt hat, wird er zur echten Delikatesse!

Sobald es soweit ist und du deinen Zuckerhut verkosten möchtest, brauchst du für die Ernte ein scharfes Messer. Schneide den gesamten Kopf kurz über dem Boden ab. Manche Prachtexemplare wiegen bis zu zwei Kilo – bring also am besten einen großen Korb oder gleich die Schubkarre mit! ;)

Ein paar goldene Winterernte-Regeln für dich und deinen Zuckerhut Salat:

  1. Ernte nie, wenn die Pflanze gefroren ist. Während dieser „Schockstarre“ solltest du sie am besten gar nicht berühren, sonst wird sie matschig und braun. Keine guten Startvoraussetzungen für einen frischen Salat. ;)
  2. Es sind unter -10° C angesagt? Rette deinen Zuckerhut Salat und lagere ihn ein. Wie das geht, erfährst du weiter unten.
  3. Das Wetter wechselt ständig zwischen Frost und Plusgraden? Auch in diesem Fall ist eine Rettungsaktion angesagt. Wechselbäder sind nämlich so gar nichts für deinen Zuckerhut Salat!

Zuckerhut Salat richtig lagern

Um deinen Zuckerhut Salat vor allzu klirrendem Frost zu schützen, holst du ihn mitsamt einem faustgroßen Wurzelballen aus der Erde. Jetzt hast du verschiedene Möglichkeiten, schau einfach, wie du es dem Zuckerhut möglichst gemütlich machen kannst:

  • Du kannst ihn in Papier einschlagen und in einem kühlen Keller, einer Erdmiete oder einer dunklen Garage lagern.
  • Wusstest du, dass dein Zuckerhut sich einfach selbst schützt, wenn du vergisst, ihn in Papier einzuschlagen? Dann übernehmen die äußeren Blätter einfach diese Aufgabe. Sie werden braun und trocken und sehen aus wie kleine Zuckerhut Salat Mumien. Aber keine Angst, unter diesen Schutzblättern ist der Salat zart und frisch. Umso länger er so liegt, desto zarter, gelber und weniger bitter wird er innen drin. So macht er Anfang Februar seinem Namen doch noch alle Ehre.
  • Eine andere Idee wäre es, wenn dein Zuckerhut einfach ein bisschen abhängt. ;) Dafür bindest du eine Schnur um den Wurzelballen und hängst den Salat kopfüber auf. Natürlich wieder an einem kühlen, frostfreien Platz.
  • Da der Salat noch Wurzeln hat, kannst du ihn auch ins Wasserbad stellen. Einfach eine passende Wanne mit drei Zentimeter Wasser befüllen und den Zuckerhut Salat dicht an dicht hineinstellen. Er sollte nur mit der Wurzel im Wasser stehen, ein Vollbad ist keine gute Idee. Die ganze Badegesellschaft kommt dann wieder an einen kühlen Platz. So hält sich der Zuckerhut Salat bis zu vier Wochen.
Wintersalat im Schnee

Im Winter zu ernten fühlt sich für mich einfach immer wieder total verrückt an. Hey, wer kann schon bei Schnee Salat aus dem eigenen Garten auf den Tisch stellen? Dabei ist es überhaupt nicht so kompliziert. Denk an deinen Aussaatkalender und dann nichts wie los, auf zum eigenen Wintersalat!

Hier findest du noch mehr Unterstützung auf deinem Weg zum Ernteglück im Winter:

Winterportulak, dein Held im Winterbeet

Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

30 Gemüse, die du im Winter ernten kannst (und jetzt säen musst!)

Hast du es schon mit Zuckerhut Salat versucht? Was ist deine liebstes Wintergemüse? Lass gerne einen Kommentar da!

*Werbung

Tee selber machen: Gesund und lecker!

Tee selber machen ist ganz einfach! So ein eigener duftig-warmer Garten-Tee lässt an kalten Tagen das Gärtnerherz höherschlagen. Darum nichts wie los, ich zeige dir, wie du ab jetzt deinen Tee selber machst: zum Genießen, zum Heilen und vielleicht sogar zum Verschenken!

Inhaltsverzeichnis:
Deinen eigenen Tee selber machen
Tee selber machen in 5 Schritten
Teatime! Drei Rezepte zum Tee selber machen
Genießen und Heilen

Deinen eigenen Tee selber machen

Wenn ich im Sommer durch den Garten schlendere, rieche ich Zitronenmelisse, Lavendel und Minze. Mhhhhh – dieser Sommerduft! Wenn ich den nur das ganze Jahr in der Nase haben könnte! Hoppla, das ginge doch, wenn ich…? So ist die Idee zum Tee selber machen in meinem Kopf entstanden. Und das geht so:

Du nimmst dir deine liebsten Kräuter und mischst dir einen Genuss-Tee. Oder brauchst du vielleicht für deine Hausapotheke Tee? Salbeitee selber machen gegen Husten, Brennnesseltee selber machen für träge Tage, Kamillentee selber machen für den armen Bauch – für jedes Wehwehchen gibt es den passenden Tee!

Tee selber machen hat zwei Vorteile: Du weißt ganz genau was drin ist und die Kräuter könnten frischer nicht sein. Ich mische für die Optik gern noch getrocknete Blüten dazu. All diese herrlichen Farben und Düfte, die in Gläser und Tütchen wandern: Garden in a Nutshell, sozusagen.

Du willst richtig loslegen und Kräuter für deine kleine Teeplantage pflanzen? Dann lege ich dir meinen Kräuter Plan ans Herz, da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe deine Kräuter anbaust. Lad ihn dir gerne hier herunter:

Hol dir den 3-Zonen-Kräuterplan!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den 3-Zonen-Kräuterplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Tee selber machen in 5 Schritten

    Wie geht das nun, Tee selber machen? Zuerst überlegst du dir, welcher Teetyp du bist. Magst du Früchtetee oder Kräutertee lieber? Trinkst du jeden Abend Lavendeltee zum Einschlafen oder eher morgens Brennnesseltee gegen die Frühjahrsmüdigkeit? Oder ist Tee für dich eigentlich nur Medizin?

    Wenn sich deine Teemischung nämlich später ungenutzt in der Küchenecke langweilt, wäre es super schade darum. Deshalb lohnt sich eine kleine Planungsphase unbedingt!

    1. Tee selber machen für die Hausapotheke

    Du möchtest eine eigene kleine Kräuterapotheke? In der Tabelle findest du die wichtigsten Heilkräuter und ihre Wirkung. 

    PflanzeSuperkraftWobei hilft sie?Welche Pflanzenteile?
    Salbeiantibakteriell
    krampflösend
    beruhigend
    Erkältungen
    Stress
    Magen-Darm-Beschwerden
    Blätter
    Thymianschleimlösend  antibakteriell
    antiviral
    festsitzender Husten Schnupfenganze Zweige
    Kamillekrampflösend
    beruhigend entzündungshemmend
    Magenschmerzen VerdauungsproblemeBlüten
    Fenchelverdauungsfördernd
    krampflösend entzündungshemmend
    Völlegefühl
    Blähungen
    Erkältung
    Samen
    Brennnesselstoffwechselanregend reinigend
    entzündungshemmend
    Eisenmangel
    Abgeschlagenheit
    Blasenentzündung
    Blätter
    Minzekrampflösend
    entblähend appetitanregend
    Verdauungsprobleme Bauchschmerzen ÜbelkeitBlätter
    Zitronenmelisseentspannend
    beruhigend
    entkrampfend antibakteriell
    Unruhe
    Nervosität
    Blätter
    Lavendelentspannend durchblutungsfördernd entzündungshemmendUnruhe
    Schlafprobleme Erkältung
    Blüten
    Spitzwegerichreizlindernd
    lösend
    Husten
    Heiserkeit
    Blätter
    Mädesüßschmerzlindernd fiebersenkend entzündungshemmendSchmerzen
    Fieber
    Erkältung
    Blüten
    Holunderschleimlösend immunsystemstärkendErkältung
    virale Infekte
    Blüten
    Ringelblumeentzündungshemmend immunsystemstärkendErkältung
    Fieber
    Blütenblätter
    Rosmarinwärmend durchblutungsförderndverspannte Muskeln Rheuma
    Muskel und Gelenkschmerzen
    ganze Zweige

    Mädesüß wächst vor allem an kleinen Bächen und an anderen feuchten Orten. Du hast es also nicht unbedingt in deinem Garten. Es lohnt sich aber, die Augen danach offen zu halten, denn hier bekommst du ein Schmerzmittel aus der Natur. Mädesüß enthält Salicylsäure, den Wirkstoff, der auch in Aspirin steckt.

    Auch viele Blüten stärken das Immunsystem und wirken kräftigend. Hier kommt eine kleine Liste meiner liebsten Schönheiten beim Tee selber machen:

    1. Sonnenblumen
    2. Ringelblumen
    3. Kornblumen
    4. Rosen (auf essbare Sorten achten)
    5. Lavendel (auf essbare Sorten achten)
    6. Malven
    7. Lindenblüten
    8. Mohn
    9. Schafgarbe
    10. Veilchen

    Mit diesen bunten Blüten kannst du beim Tee selber machen bedenkenlos experimentieren. Gerade wenn du deine Teemischung auch verschenken möchtest, ersetzen die Blüten jedes Geschenkpapier! 

    Tee selber machen: Tee Kräuter

    2. Die große Tee-Ernte

    In der Tabelle oben findest du für viele Kräuter schon die Pflanzenteile, auf die wir es abgesehen haben. Am besten erntest du die Pflanzen am Vormittag*, wenn sie trocken sind und die Sonne bereits scheint. Dann sind sie nämlich am aromatischsten.

    Hast du ganze Zweige geschnitten, bündelst du sie und hängst sie kopfüber auf. Bei der Melisse binde ich die Bündel sogar am Strauch, weil er immer so riesig ist! Die Bündel schneide ich dann einfach nur noch unten ab und schon sind sie bereit zum Trocknen.

    Dieser Trick funktioniert auch beim Lavendel wunderbar. Wenn er gut durchgetrocknet ist, streifst du die kleinen Blüten vom Stiel ab.

    Wenn du einzelne Blüten brauchst, zupfst du sie ab, wenn sie ganz aufgeblüht sind. Gerade bei Kamille lohnt sich übrigens ein scharfer Blick unter die Blüten. Da sitzen nämlich gerne mal Läuse und die willst du sicher nicht in deinem Tee als Fleischbeilage schwimmen haben! ;)

    Und ganz wichtig beim Tee selber machen: Nur einwandfreie, gesunde Pflanzenteile wandern in den Tee.

    3. Tee selber machen: Trocknen

    Vor dem Tee selber machen ist es superwichtig, dass deine Kräuter ganz und gar trocken sind. Sonst verschimmelt dir der Tee im Schrank und das wäre jammerschade!

    Der richtige Ort zum Trocknen ist warm und trocken, aber dunkel. Das kann eine kleine Herausforderung sein. Direkt in der Sonne sollten die Kräuter auf keinen Fall hängen. Vielleicht findest du ein schummriges Eckchen auf dem Dachboden, im Flur oder im Schuppen?

    Getrocknete Kräuter

    Blüten zum Tee selber machen trockne ich auf Netzen. Dabei nutze ich gern einfach das, was schon da ist. Hast du vielleicht noch irgendwo alte Gardinen oder Mückenschutznetze herumliegen? Bingo, das sind die perfekten Trockennetze für alles Kleinteilige: Blüten, Samen, Bohnen, Erbsen, und und und… ;)

    Pssst: Wenn deine Kräuter wirklich trocken sind, rascheln sie, wenn du sie berührst.

    4. Zerkleinern deiner Teemischung

    Es geht in den Endspurt! Sobald deine Kräuter gut durchgetrocknet sind, kannst du sie weiterverarbeiten.

    Lass sie lieber nicht länger als nötig herumhängen, auch wenn das eine tolle Deko ist!  Sie verlieren dabei nämlich ihre wertwollen ätherischen Öle.

    Du hast zwei Möglichkeiten:

    Erste Möglichkeit: Kräuter einzeln lagern. Wenn du zum Beispiel Salbeitee selber machen möchtest, füllst du die einzelnen Blätter einfach in ein Glas und verschließt es gut. Wann immer es möglich ist, wartest du beim Tee selber machen mit dem Zerkleinern bis zur Zubereitung. Auf diese Weise gehen die wenigsten ätherischen Öle verloren und du hast alle Superkräfte in deiner Tasse!

    Deshalb lagerst du reinen Brennnesseltee oder Salbeitee am besten als ganze Blätter.

    Zum Fencheltee selber machen nutzt du die Samen des Fenchels. Auch sie zerstößt oder zermörserst du kurz bevor du sie mit Wasser aufgießt.

    Zweite Möglichkeit: Teemischung herstellen. Wenn du deine eigene Teemischung herstellen möchtest, musst du alle Zutaten auf ungefähr die gleiche Größe bringen.

    Dafür nimmst du eine große Schüssel und zerreibst alles vorsichtig zwischen den Händen. Die Stückchen sollten dabei zwischen fünf und zehn Millimeter groß bleiben.

    Holunderblütendolden schneide ich mit einer sauberen Schere* oder einem scharfen Messer in kleinere Teile. Die Blüten lassen sich so viel besser untermischen.

    5. Deine Teemischung: Misch dich glücklich

    Hier kommen noch ein paar Tipps zum Tee selber machen:

    Zuerst überlegst du, was du alles in deiner Teemischung haben möchtest. Es sollten maximal sieben verschiedene Kräuter sein, sonst schmeckst du die einzelnen Aromen nicht mehr. Meistens reichen auch schon drei bis vier Sorten. Die Kräuter mischst du in einer großen Schüssel gut durch. Dann brühst du dir einen kleinen „Verkostungstee“. Spätestens jetzt wird das Tee selber machen gemütlich, oder? ;)

    Dabei schmeckst du ganz genau hin: Fehlt noch etwas Minze? Oder dürfen es noch ein paar Blütenblätter mehr sein?

    Holunderblüten sind eine gute Basis, um den Tee auch für Kinder lieblich und süßlich zu halten. Bei der Minze heißt es aufpassen – je nach Mentholgehalt wird’s schnell scharf! Und du willst ja schließlich Tee selber machen und kein Mundwasser. ;) Hat deine Minze ordentlich Wumms, gib lieber erstmal wenig in die Teemischung und probiere, wie es schmeckt.

    Blüten kannst du zuletzt dazugeben, so wie es für dich schön aussieht. Sie verändern den Geschmack nicht merklich. Bist du zufrieden bist mit deiner Teemischung? Dann füll sie ab. 

    Dazu eignen sich insbesondere Weckgläser*, die du möglichst dunkel lagern solltest. 

    Mit Gummi* und Klammern* ist deine Teemischung vor Feuchtigkeit gut geschützt und mindestens den ganzen Winter über haltbar. Sie würde auch länger durchhalten, aber dann heißt es ja schon wieder: „Frischen Tee selber machen!“

    Teatime! Drei Rezepte zum Tee selber machen

    Nach der ganzen Theorie habe ich jetzt noch meine drei Lieblings-Rezepte für dich! Eins für die Hausapotheke, eins für jeden Tag und eins für fruchtige Momente. Als Maß nutze ich gern eine große Tasse mit etwa 250ml Fassungsvermögen. Ich gebe sie in den Rezepten als Cup an. Die Cup-Menge bezieht sich auf die grob zerkleinerten Kräuter.

    Tee selber machen und genießen

    Erkältungstee

    Tee selber machen kann bei Krankheiten die Rettung sein. Immer einen Erkältungstee im Haus zu haben ist einfach Gold wert! Ein Tee aus Salbei, Lindenblüten, Thymian, Holunderblüten, Mädesüß und Spitzwegerich tut Wunder. Oft trollt sich die Erkältung dann, bevor sie richtig kommt.

    Das brauchst du:

    2 Cup Salbei
    2 Cup Thymian
    2 Cup Lindenblüten
    2 Cup Holunderblüten
    1 Cup Mädesüß
    1 Cup Spitzwegerich
    1 Cup Minze

    So einfach ist Tee selber machen für die Hausapotheke:

    1. Mische alle Kräuter und fülle sie so ab, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann.
    2. Bei den ersten Erkältungserscheinungen brühst du 1 TL mit 250 ml kochendem Wasser auf.
    3. Fünf Minuten ziehen lassen und fertig ist dein Immunbooster aus dem Garten!

    Apfeltee

    Tee selber machen ist auch deswegen so toll, weil es so vielfältig ist: Manchmal soll es ja gar keine Medizin sein, sondern einfach nur lecker! Dann kommt so ein fruchtiger ApfelQuitten gerade recht. Diesen Apfeltee könntest du auch ohne Holunder und Melisse mischen und etwas Zimt und gemahlenen Ingwer dazu geben. Und schon hast du einen Weihnachtsapfeltee!

    Das brauchst du:

    3 Cup Apfelschalen
    3 Cup Quittenschalen
    3 Cup Holunderblüten
    3 Cup Zitronenmelisse

    So einfach ist Tee selber machen für den Genuss:

    1. Beim Kochen von Apfel- oder Quittenmus kannst du die Schalen aufheben, in Stücke schneiden und trocknen. Sie geben deinem Tee ein himmlisches Aroma. Wenn du rote Äpfel nutzt, zaubern sie dir einen zart rosa Tee. Du siehst: Tee selber machen ist wirklich ein Genuss für ALLE Sinne!
    2. Mische die Zutaten in einer großen Schüssel und fülle deine Teemischung dann luftdicht ab.
    3. Für deinen Teegenuss gießt du 1 EL Teemischung mit 250 Mililiter kochendem Wasser auf. Nach zehn Minuten duftet es herrlich nach Äpfeln und Quitten und dein Tee ist fertig!

    Haustee

    So eine Mischung mache ich jedes Jahr. Der Haustee ist für mich etwas ganz Besonderes: er ist mein Gartenjahr im Glas. Je nach dem, was besonders reichlich gewachsen ist, wird die Teemischung ein bisschen anders!

    Das brauchst du:

    1 Cup Zitronenmelisse
    1 Cup Minze
    1 Cup Lindenblüten
    3 Cup Holunderblüten
    1 EL Kornblumenblüten
    1 EL Sonnenblumenblüten
    1 EL Malvenblütenblätter

    So einfach ist das Tee selber machen beim Haustee:

    1. Mische die getrockneten Kräuter und Blüten. Das Rezept ist eher eine Orientierungshilfe. Wenn du gern etwas anderes dazu mischen möchtest oder etwas fehlt, kein Problem. Es ist DEIN Gartenjahr im Glas!
    2. Gönne dir deswegen beim Tee selber machen immer einen kleinen Test-Tee. Jetzt kannst du nochmal nachsteuern: Etwas lieblicher wird es mit Lindenblüten oder Holunderblüten. Kräftiger und frischer mit Minze und Melisse.
    3. Wenn du zufrieden bist, füllst du deinen Tee in luftdichte Gläser.
    4. Jetzt kannst du jeden Morgen deinen Gartentee genießen: 1 EL Teemischung mit 250 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Voilà – dein Garten in einer Teetasse!
    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    Genießen und Heilen

    Aus gesammelten Kräutern eigenen Tee zu machen ist eine schöne Tradition für den Abschluss des Gartenjahres. Kinder lieben es, die Kräuter zu zerreiben und zu mischen. So trinken sie den Tee dann auch viel lieber, wenn doch mal die Nase läuft.

    Tee selber machen kann auch bedeuten, dass du im Sommer mit frischen Kräutern Tee aufbrühst! Damit schaffst du dir einen kleinen Gartenmoment zum Durchatmen, wenn dir die Arbeit (oder der Garten) vielleicht doch mal über den Kopf wächst!

    Dein eigener Tee lohnt sich auf jeden Fall – ob nun zum Heilen, Genießen oder Innehalten. Probier es doch einfach mal aus! Um loszulegen, solltest du dir nur noch überlegen, welche Kräuter für deinen Tee im Garten nicht fehlen dürfen. Also schnapp dir deinen Kräuterplan und finde heraus, welche Kräuter dir noch zum Glück fehlen! 

    Kräuter sind sowieso dein Ding? Dann lies gern hier weiter:

    Welche Kräuter zusammen pflanzen? 18 tolle Kräuterpaare!

    Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

    Rosmarin vermehren – Kräuter-Stecklinge selber machen

    Bist du schon ein alter Hase beim Tee selber machen? Was ist dein absoluter Lieblings-Garten-Tee?

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Saierteig ansetzen_Sauerteig Anstellgut

    Sauerteig ansetzen – zum eigenen Anstellgut in fünf Tagen!

    Du kannst ganz einfach deinen eigenen Sauerteig ansetzen. Alles, was du brauchst, um dein Sauerteig-Anstellgut herzustellen, sind Mehl, Wasser und etwas Zeit.

    In diesem Artikel zeige ich dir Schritt-für-Schritt, wie du deinen eigenen Sauerteig für super leckere und gesunde Sauerteigbrote ansetzen kannst.

    Wir backen unser Brot seit über fünf Jahren komplett selbst. Jeden zweiten Tag – das sind an die 1000 Brote. Dieser Artikel ist der Auftakt einer kleinen Sauerteig-Serie, in der ich euch weitergeben möchte, was wir in dieser Zeit gelernt haben.

    Und mit dem Sauerteig ansetzen fängt natürlich alles an. :)

    Inhaltsverzeichnis
    Wozu brauche ich das Sauerteig-Anstellgut überhaupt?
    Sauerteig ansetzen – So machst du dein Anstellgut selber
    Mit welchem Mehl kann ich Sauerteig ansetzen?
    Welche Temperatur zum Sauerteig ansetzen?
    So kannst du dein Sauerteig-Anstellgut lagern

    Wozu brauche ich das Sauerteig-Anstellgut überhaupt?

    Um eigenes Sauerteigbrot zu backen, brauchst du zuerst einmal einen Starter, der die Sauerteigkulturen enthält. Mit diesem Starter setzt du neue Sauerteigbrote an – deswegen wird er auch „Anstellgut“ geannt. Die Sauerteigkulturen vermehren sich dann im Teig, machen ihn verdaulicher und sorgen dafür, dass er aufgeht.

    Den Sauerteigstarter kannst du entweder selbst ansetzen oder Freunde und Bekannte fragen, die mit Sauerteig backen, ob sie dir einen Ableger von ihrem Teig machen. Falls du niemanden kennst, der mit Sauerteig backt, fragst du einfach nett bei einem guten Bäcker danach.

    Je älter eine Sauerteigkultur ist, desto potenter ist sie in der Regel. Deswegen hast du mit einem Ableger ganz zu Anfang deiner Brotback-Karriere erstmal bessere Backergebnisse, weil ein frisch angesetzter Starter erst noch Kraft gewinnnen muss und dein Brot nicht ganz so gut lockern kann. Aber mit einem selbst angesetzten Anstellgut funktioniert das Ganze natürlich auch wunderbar und so hast du alles „von der Pike auf“ selbstgemacht. ;)

    Sauerteigkulturen beim Sauerteig ansetzen

    Sauerteig ansetzen – So machst du dein Anstellgut selber

    Sauerteig selber machen: Tag 1

    50 g (Vollkorn-)Mehl in einer Schüssel mit 50 ml warmem Wasser verrühren. Abdecken und an einen warmen Ort stellen, zum Beispiel neben die Heizung. Die optimale Temperatur für deinen Teigansatz beträgt etwa 24 bis 26°C.

    Sauerteig selber machen: Tag 2-5

    Für die nächsten fünf Tage solltest du regelmäßig deinen Sauerteig füttern. Gib jeden Tag weitere 50 g Mehl und 50 ml warmes Wasser dazu und verrühre es gut mit deinem Ansatz. Dann wieder abdecken und den Teig ins Warme stellen. Keine Panik, wenn das Ganze etwas streng riecht, das ist beim Sauerteig ansetzen ganz normal.

    Nach fünf Tagen sollte dein Anstellgut säuerlich riechen und Blasen bilden – dann ist es fertig und du kannst dein erstes eigenes Sauerteigbrot backen. :)

    Hier geht’s zum passenden Sauerteigbrot-Rezept!

    Sauerteig ansetzen für Sauerteigbrot

    Mit welchem Mehl kann ich Sauerteig ansetzen?

    Du kannst deinen Sauerteig mit allen Mehlen ansetzen: Roggen, Dinkel oder Weizen. Ich backe meistens mit einem Roggensauerteig. Falls ich für ein reines Dinkelbrot mal einen Dinkelsauerteig-Starter einsetzen möchte, fütter ich meinen Roggen-Starter einfach ein paar Tage nur mit Dinkelmehl und züchte ihn quasi um. Denn es ist mir zu aufwändig, mehrere reine Sauerteige zu pflegen.

    Wichtig beim Sauerteig ansetzen ist, dass die Randschicht des Korns im Mehl erhalten geblieben ist – denn dort halten sich die Sauerteigkulturen bevorzugt auf. Deswegen nimmst du am besten ein Vollkornmehl oder ein Mehl mit einer höheren Type.

    Wenn du gerade erst mit dem Brot backen anfängst, empfehle ich dir einen Roggen-Vollkorn-Sauerteig anzusetzen, der ist nämlich ziemlich universal einsetzbar.

    Welche Temperatur zum Sauerteig ansetzen?

    Die wilden Sauerteigkulturen bestehen aus verschiedenen Milchsäurebakterien und Hefen. Diese Kandidaten haben beim Sauerteig ansetzen etwas unterschiedliche Ansprüche:

    • Viele Milchsäurebakterien mögen es gerne kuschelig warm – ihre optimale Temperatur liegt um 30°C.
    • Die Milchsäurebakterien, die auch Essigsäure bilden, bevorzugen etwas niedrigere Temperaturen – zwischen 20 bis 24°C kommt der Prozess so richtig in Fahrt.
    • Die Hefen liegen dazwischen – mit Temperaturen um 25°C machst du sie glücklich.

    Mit den vorherrschenden Temperaturen während der Fermentation kannst du später ein bisschen rumexperimentieren. Wenn dein selbstgebackenes Brot sehr sauer schmeckt, lass den Sauerteig bei etwas höherer Temperatur fermentieren – dann schmeckt das Brot später milder, weil nicht so viel Essigsäure gebildet wurde.

    Du möchtest nicht nur dein eigenes Brot backen, sondern auch Gemüse und Obst anbauen, Hühner halten und einen duftenden Kräutergarten anlegen? Dann lade dir doch meinen Selbstversorger-Guide herunter. Darin zeige ich dir die ersten Schritte Richtung Selbstversorgung auf – immer nach dem Motto: Alles kann, nichts muss. ;)

    Selbstversorgung starten!


    Trag dich in meinen Newsletter ein und ich versorge dich regelmäßig mit nützlichen Tipps rund um die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten. Und meinen Anfänger-Guide „Selbstversorgung starten“ gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf. :)

    Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen. Mit deinem Eintrag bestätigst du meine Datenschutzrichtlinien.

    Powered by ConvertKit

    So kannst du dein Sauerteig-Anstellgut lagern

    Du bist im Urlaub oder möchtest aus anderen Gründen eine Brotbackpause einlegen? Das ist kein Problem, denn es gibt mehrere Methoden, um das Sauerteig-Anstellgut lagerfähig zu machen.

    Sauerteig füttern im Kühlschrank

    Wenn bu regelmäßig Brot backen möchtest, musst du nicht jedes Mal aufs Neue Sauerteig ansetzen, sondern du kannst ihn einfach im Kühlschrank lagern. Ich backe mindestens einmal die Woche und das ist auch der maximale zeitliche Rythmus, in dem du dein Anstellgut füttern solltest.

    Zum Sauerteig füttern nimmst du das Anstellgut einfach aus dem Kühlschrank, gibst 50 g (Vollkorn-)Mehl und 50 ml warmes Wasser dazu – und rührst alles gut um. Nun lässt du die hungrigen Sauerteigkulturen bei ca. 26°C arbeiten, bis der Teig fröhlich blubbert und brodelt.

    Nach etwa einem Tag stellst du dein aktiviertes Sauerteig-Anstellgut wieder in den Kühlschrank.

    Sauerteig Anstellgut läuft über

    Sauerteig trocknen

    Machmal wird der Sauerteig-Ansatz im Kühlschrank doch vergessen oder ich Tüddelkopp habe es beim Brot backen versäumt, einen neuen Ansatz vom Brotteig abzunehmen. Das passiert halt immer mal wieder. ;)

    Damit ich dann nicht immer wieder neuen Sauerteig ansetzen muss, bin ich ein großer Fan davon, etwas Sauerteig für den Notfall zu trocknen.

    Zum Sauerteig trocknen lege ich mir Backpapier auf ein Backblech und streiche auf das Papier eine dünne Schicht Sauerteig aus. Im nächsten Schritt kommt ein zweites Backpapier zum Einsatz, welches ich oben rauf lege, sodass der Sauerteig zwischen zwei Backpapieren liegt.

    Dieses Backpapier-Sauerteig-Backpapier Sandwich trockne ich für etwa drei Tage an der Luft, bis der Teig trocken und leicht zu zerbrechen ist. Die getrockneten Sauerteigchips gebe ich in ein Bügelglas – so kannst du sie mindestens ein Jahr aufbewahren.

    Um die Sauerteigchips wieder zu aktivieren, gibt einfach Wasser und Mehl hinzu! Es ist ganz normal, dass es ein paar Tage dauert, bis die Sauerteigkulturen wieder frisch und munter vor sich hin blubbern – es ist auf jeden Fall schneller als neuen Sauerteig ansetzen. ;)

    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    Sauerteig einfrieren

    Eine weiter Möglichkeit, um das Anstellgut zu lagern, ist, den Sauerteig einzufrieren. Am liebsten friere ich Sauerteig in Eiswürfelformen ein, aber du kannst natürlich auch andere Behälter nutzen. Die ideale Temperatur zum Sauerteig einfrieren beträgt -18°C.

    Auch hier gilt: Wenn du deinen Sauerteig aus dem Winterschlaf geholt, und mit Wasser und Mehl gefüttert hast, gib ihm ein paar Tage, um sich von den ungemütlichen Temperaturen in deinem Gefrierfach zu erholen.

    Es ist gar nicht schwer und dauert auch nicht lange, das eigene Sauerteig-Anstellgut zu machen. In nur fünf Tagen ist dein Starter einsatzbereit! Du fängst gerade mit Sauerteig ansetzen an und kannst es gar nicht mehr abwarten, mit dem Brot backen loszulegen? Schmöker in der Wartezeit gerne ein bisschen in meinem Selbstversorger-Guide. Und wenn der Sauerteigstarter dann fertig ist, geht es ab zum nächsten Schritt:

    Hier geht es zu meinem allerliebsten Sauerteigbrot-Rezept.

    Einen Sauerteigstarter selber zu machen ist also ganz einfach. Hast du noch mehr Tipps zum Thema „Sauerteig ansetzen“ parat? Oder Fragen? Dann lass gerne einen Kommentar da!

    Apfelbaum schneiden: Äpfel

    Apfelbaum schneiden: So geht es!

    Einen Apfelbaum schneiden ist wie Kindererziehung: Jedes Alter braucht andere Methoden. ;) Wenn du regelmäßig große, schöne Äpfel ernten möchtest, dein Baum aber auch eine wunderbar luftige Krone entwickeln und gesund bleiben soll, musst du ihn regelmäßig schneiden. Ich zeige dir, wie es geht!

    Inhaltsverzeichnis
    Apfelbaum schneiden im Überblick
    Warum soll ich meinen Apfelbaum schneiden?
    Wann Apfelbaum schneiden optimal ist
    Fachbegriffe beim Apfelbaum schneiden
    Pflanzschnitt und Erziehungsschnitt
    Erhaltungsschnitt für Apfelbäume
    Verjüngungsschnitt
    Fehler beim Apfelbaum schneiden

    Apfelbaum schneiden im Überblick: Die Schnittarten

    Falls du schon mit gezückter Astschere in den Gummistiefeln stehst, kannst du dir hier fix einen Überblick zum Apfelbaum schneiden verschaffen!

    Schnittart beim Apfelbaum schneidenWie?
    Pflanzschnitt► alle Zweige, die zu dicht stehen, sich überkreuzen oder in die falsche Richtung wachsen, herausschneiden ► übrige Zweige möglichst weit oben schräg anschneiden
    Erziehungsschnitt 
     1. Jahr
     (Kronenaufbau)
    ► Leittrieb (Mitte, am höchsten) bestimmen, oberhalb einer kräftigen Knospe abschneiden ► Leitäste (3-4 Stück) bestimmen, um ein Drittel jeweils 5 mm über einer nach außen gerichteten Knospe abschneiden ► Leitäste dürfen nicht höher sein als Leittrieb, sollen im flachen Winkel (90-120 °) dazu wachsen ► alle anderen Triebe entfernen
    Erziehungsschnitt
     2. – 9. Jahr
    ► neues Wachstum der Leitäste 5 mm über einer nach außen gerichteten Knospe um zwei Drittel zurückschneiden (dabei auf jüngere Triebe ableiten) ► neue Seitentriebe nicht schneiden► senkrechte Triebe entfernen ► Triebe, die aus dem Boden wachsen, entfernen
    Erhaltungsschnitt 
     ab 10. Jahr
    ► Kranke, alte oder tote Äste herausschneiden ► alle Triebe, die senkrecht oder nach innen wachsen oder andere Triebe kreuzen, entfernen ► Wachstum der Äste vom letzten Jahr um ein Drittel 5 mm über einer Knospe zurückschneiden (dabei auf jüngere Triebe ableiten) ► Triebe, die aus dem Boden wachsen, entfernen
    Verjüngungsschnitt► Leittrieb auf jüngeren Ast ableiten, Leitäste auf jüngere Äste ableiten ► kranke alte oder tote Äste herausschneiden► alle Triebe, die senkrecht oder nach innen wachsen oder andere Triebe kreuzen, entfernen ► Wachstum der Äste vom letzten Jahr um ein Drittel 5 mm über einer Knospe zurückschneiden (dabei auf jüngere Triebe ableiten) ► Austriebe aus dem Boden entfernen

    Wenn sich dein Apfelbaum so richtig rundum wohlfühlt und gut geschnitten ist, wird er dir jedes Jahr schöne Äpfel schenken. Falls du noch nach Inspirationen suchst, wie du diese Ernte haltbar machen kannst, lad dir doch mein Rezeptebüchlein herunter! Da findest du ein leckeres Apfelrezept. Und das Birnenrezept darin kannst du ebenso gut auch mit Äpfeln testen!

    Hier kannst du das Büchlein herunterladen:

    Hol dir mein Rezepte-eBook!

      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

      Warum soll ich meinen Apfelbaum schneiden?

      Natürlich „musst“ du nicht deinen Apfelbaum schneiden – du kannst ihn auch einfach fröhlich vor sich hinwachsen lassen. Mit der Zeit wird er dann aber ein undurchschaubares Ästegestrüpp bilden und immer weniger und immer kleinere Äpfel ausbilden. Krankheiten und Schädlinge haben dann ein leichtes Spiel.

      Mit anderen Worten: Ein regelmäßiger behutsamer Schnitt sorgt dafür, dass du viele Jahre lang eine schöne Apfelernte einfährst und einen gesunden, gut gewachsenen und wunderbar anzusehenden Gartengenossen hast. ;)  

      Du suchst nicht nur Tipps zum Apfelbaum schneiden, sondern möchtest auch gern wissen, wie du ohne viel Mühe dein eigenes Gemüse anbaust und dich ein Stück weit selbst versorgst? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs ! Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist!

      Apfelbaum schneiden: Gummistiefel und Leiter

      Wann Apfelbaum schneiden optimal ist

      Beim Apfelbaum schneiden gibt es den „Winterschnitt“, der die Monate Dezember bis März umfasst und den „Sommerschnitt“, der von Juli bis September möglich ist.

      Winterschnitt

      Im Winter ist dein Apfelbaum nackig – deshalb kannst du hervorragend sehen, wie seine Äste wachsen. Mit dem Winterschnitt baust du die Baumkrone auf, erhältst sie oder verjüngst sie. Äste, die du völlig entfernen möchtest, schneidest du „auf Astring“ oder „auf Zapfen“, ohne den Hauptast zu verletzen. Tote, kranke, zu dichte oder sich kreuzende Äste schneidest du auch so heraus. Die Apfelbaumkrone braucht Licht und Luft – vielleicht hast du schon mal gehört, dass man durch eine perfekte Krone einen Hut werfen kann? ;)

      Wenn du das Apfelbaum schneiden Anfang Dezember erledigst, wird dein Baum im Frühjahr besonders kräftig austreiben. Verlegst du die Schnittaktion auf Ende März, fällt der Wachstumsschub sehr viel schwächer aus.

      Falls du ein kleines, eher schwächliches Bäumchen hast, das im nächsten Jahr so richtig Gas geben soll, schneidest du es deshalb kräftig Anfang Dezember. Kapitale Exemplare, die schon ausreichend wuchern, sind erst Ende März und nur mit wenigen Schnitten an der Reihe. So steuerst du behutsam das Wachstum deines Apfelbaums.

      Sommerschnitt

      Der Sommerschnitt ist vor allem in Obstplantagen üblich – er dient hauptsächlich dazu, den schon fast ausgereiften Äpfeln mehr Licht zu verschaffen, damit sie süßer schmecken. Im Privatgarten nutzt du den Sommerschnitt lediglich, um Wassertriebe zu entfernen.

      Du solltest den Sommerschnitt aber auf keinen Fall vor Juli fürs Apfelbaum schneiden ansetzen. Außer Wassertrieben kannst du auch vegetative Triebe, die deine Äpfel beschatten, abschneiden. Aber nimm nicht zu viele davon weg – sonst bleiben die Äpfel sauer! Warum das so ist, erzähle ich dir geich.

      Kranke oder tote Äste, die du jetzt, wo noch Laub am Baum ist, besonders gut siehst, kannst du ebenfalls herausnehmen. 

      Apfelbaum schneiden: auf Astring schneiden

      Fachbegriffe beim Apfelbaum schneiden

      Selbstverständlich gibt es auch beim Apfelbaum schneiden Fachbegriffe – aber keine Sorge, die Wichtigsten erkläre ich dir hier! :)

      Expertenwissen I: Leittrieb und Leitast

      Leittrieb oder Mitteltrieb heißt der längste Ast am Baum, der sich möglichst weit in der Mitte befinden sollte. Er bildet die „Spitze“ der Krone – kein anderer Ast ist so hoch wie er.

      Leitäste sind drei oder vier Hauptäste mit ihren Verzweigungen, die rund um den Leittrieb in einem Winkel von 90 – 120 Grad stehen. Sie sollten ungefähr ein Drittel kürzer sein aber alle dieselbe Höhe haben. Wenn sie zu steil wachsen, kannst du sie mit Gewichten an einer Schnur beschweren oder am Stamm entsprechend festbinden.

      Expertenwissen II: „auf Astring“ schneiden und „auf Zapfen“ schneiden

      Beim Apfelbaum schneiden geht es – Überraschung! – darum, Äste abzuschneiden. ;) So weit, so klar. Aber wo genau schneidest du den Ast denn nun ab? Da gibt es zwei Möglichkeiten:

      • Du schaust, wo genau der Ast vom Hauptast abzweigt. An dieser Stelle siehst du eine kleine Verdickung, die „Astring“ heißt. Und genau dort schneidest du den Ast ab, ohne weiter nach oben oder unten zu verrutschen. So kann der Baum die Wunde gut verschließen oder „überwallen“, wie es in der Fachsprache heißt. Die allermeisten Zweige wirst du „auf Astring“ schneiden.
      • Für den Verjüngungsschnitt gibt es eine Ausnahme von dieser Regel: Um einen Baum, der jahrelang keinen Schnitt bekommen hat und nur wenig neue Äste besitzt, zum Austreiben anzuregen, darfst du ausnahmsweise „auf Zapfen“ schneiden. Das bedeutet, dass du einen Aststummel von ungefähr drei Zentimetern stehen lässt, wo der Baum im nächsten Jahr neu austreiben wird.

      Äste, die du „auf Zapfen“ geschnitten hast, nimmt dein Apfelbaum nämlich als Chance wahr, genau an dieser Stelle möglichst viele Triebe auszubilden. Wenn du also keinen Verjüngungsschnitt planst, gehst du beim Apfelbaum schneiden am besten frei nach dem Motto vor „wenn weg dann ganz weg“!

      Expertenwissen III: generative und vegetative Triebe unterscheiden

      Ast ist nicht gleich Ast an deinem Apfelbaum! :) Es gibt generative Äste und vegetative Äste. Beide haben ihre eigene wichtige Funktion und beide Arten sollte es zu gleichen Teilen an deinem Baum geben.

      • Generative Triebe oder auch Fruchtholz sind die Äste, an denen Blüten und später die leckeren Äpfel mit ein wenig Laub wachsen. Logisch, dass wir die ganz besonders mögen! :)
        Mit den Jahren beginnt das Fruchtholz sich zu verdrehen und immer weniger und kleinere Äpfel zu tragen. Deshalb musst du dafür sorgen, dass sich neues Fruchtholz bildet. Dafür schneidest du das alte nach und nach heraus und leitest es auf jüngeres Fruchtholz ab
      • Vegetative Triebe haben keine Äpfel, dafür aber viel Laub. Über die Blätter läuft die Photosynthese und damit die Versorgung deines Gartengenossen. Wenn er zu wenig vegetative Äste behalten darf, werden deine Äpfel klein bleiben und auch nicht süß schmecken. Du siehst, diese auf den ersten Blick „nutzlosen“ Äste haben verborgene und wichtige Talente!

      Die Kunst besteht nun darin, dass du neben allen anderen Regeln beim Apfelbaum schneiden auch daran denkst, von keiner Ast-Sorte zu viel wegzunehmen.

      Expertenwissen IV: Was ist eine Saftwaage?

      Die „Saftwaage“ ist ein gedankliches Modell, es gibt sie nicht in Wirklichkeit – außer vielleicht beim Obstpressen. ;)

      Um mit der Zeit eine schöne Krone zu bekommen, müssen die obersten Knospen deiner Leitäste alle auf derselben Höhe sein.

      Der Saft, der in den Leitästen zirkuliert, ist auf diese Weise in der Waage: bei keinem kann er höher steigen als bei den anderen.

      Beim Pflanz- und Erziehungsschnitt musst du deshalb auch genau überlegen, über welcher Knospe du den Ast abschneidest: Hat sie dieselbe Höhe wie die Knospen der anderen Leitäste?

      Expertenwissen V: Was heißt Ableiten beim Apfelbaum schneiden?

      Keine Angst, wir sind nicht im Matheunterricht! ;) Ableiten heißt beim Apfelbaum schneiden, dass du einen Ast an der Verzweigung zu einem jüngeren Trieb auf Astring schneidest. Du leitest so die Kraft des Baumes in den jüngeren Trieb ab. 

      Apfelbaum schneiden: Apfelblüten

      Pflanzschnitt und Erziehungsschnitt: jungen Apfelbaum schneiden

      Pflanzschnitt

      Du hast stolz einen kleinen Apfelbaum gepflanzt? Dann wird es Zeit für den ersten Schnitt in seinem Apfelbaum-Leben! :)

      Beim Pflanzschnitt geht es darum, den Grundstein für eine zukünftige prächtige Krone zu legen. Beim frisch gesetzten Apfelbaumbaby gibt es noch wenige Wurzeln, aber im Vergleich dazu schon recht viel Zweige. Das Verhältnis sollte aber ungefähr ausgeglichen sein!

      Deshalb nimmst du alle Zweige, die zu dicht stehen, sich überkreuzen oder in die falsche Richtung wachsen, heraus. Die übrigen Zweige schneidest du möglichst weit oben schräg an. So fühlen sie sich dazu angeregt, Verzweigungen zu bilden. 

      Erziehungsschnitt 1. Jahr

      Wenn dein Bäumchen ein Jahr alt ist, wird es Zeit für den Erziehungsschnitt. Dazu siehst du deinem grünen Freund genau auf die Äste: Welcher wächst besonders kräftig und gerade und befindet sich möglichst in der Mitte?

      Ast gefunden? Dann hast du deinen Leittrieb! Du schneidest ihn um ein Drittel zurück, und zwar ungefähr fünf Millimeter über einer Knospe.

      Dann suchst du dir drei bis vier Äste, die deine zukünftigen Leitäste bilden und schneidest sie um die Hälfte zurück, wieder fünf Millimeter über einer Knospe. 

      Psst, kleine Erinnerung: beim Apfelbaum schneiden die Saftwaage nicht vergessen!

      Sollten deine statt im Winkel von 90 oder 120 Grad zum Leittrieb Leitäste senkrecht nach oben wachsen, kannst du sie mit einer Juteschnur am Stamm entsprechend nach unten binden.

      Erziehungsschnitt ab dem 2. Jahr

      Alles, was im letzten Jahr an den Leitästen neu gewachsen ist, schneidest du oberhalb einer Knospe um zwei Drittel zurück.

      Den Leittrieb kürzt du um ein Drittel und leitest ihn bei Bedarf auf einen jüngeren Ast ab.

      Neue Seitentriebe lässt du stehen, aber senkrecht wachsende Triebe schneidest du auf Astring zurück. 

      Alle Triebe, die in der Nähe des Apfelbaums aus dem Boden wachsen, entfernst du bodennah.

      Übrigens sieht nicht nur ein Apfelbaum toll in deinem Garten aus! Es gibt auch richtig coole DIY-Projekte, mit denen du eine richtige Wohlfühloase schaffen kannst! Schau gern mal rein:

      Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

      Mehr Informationen

      Erhaltungsschnitt für Apfelbäume

      Wenn du mit dem Apfelbaum schneiden im 10. Jahr angekommen bist, änderst du die Schnittart. Ab jetzt machst du einen Erhaltungsschnitt.

      Dazu schneidest du kranke, alte oder tote Äste auf Astring heraus und entfernst Triebe, die senkrecht oder nach innen wachsen oder andere Triebe kreuzen.

      Den Leittrieb leitest du bei Bedarf auf einen jüngeren Ast ab.

      Das Wachstum der Äste vom letzten Jahr schneidest du um ein Drittel zurück, und zwar 5 mm über einer Knospe, die in die Richtung zeigt, in die der neue Trieb wachsen soll.

      Beim Sommerschnitt kannst du besonders gut sehen, welches Fruchtholz nur kleine und wenige Äpfel trägt oder welche vegetativen Äste nicht viel Laub haben. Die entfernst du auf Astring. Dabei kannst du sie auch auf jüngere Äste ableiten.

      Alle Triebe, die aus dem Boden in der Nähe des Apfelbaums wachsen, schneidest du bodennah ab.

      Verjüngungsschnitt: alten Apfelbaum schneiden

      Du hast einen alt-ehrwürdigen Apfelbaum, der schon lange keine Astschere mehr gesehen hat? Dann kommt ein Verjüngungsschnitt in Frage! Dabei schneidest du bis zu 20 Prozent der Krone heraus.

      Wenn du das in einem Rutsch tun möchtest, bedeutet das für deinen Baum richtig viel Stress und du musst du damit rechnen, dass er die nächsten beiden Jahre kaum Äpfel tragen wird. 

      Wenn dich das stört, kannst du auch sanfter zu Werke gehen und deine Verjüngungsmaßnahmen auf zwei oder drei Jahre verteilen. 

      Und so geht der Verjüngungsschnitt:

      • Leittrieb und Leitäste leitest du auf jeweils einen jüngeren Ast ab.
      • Das Wachstum der Äste vom letzten Jahr schneidest du um ein Drittel zurück, und zwar 5 mm über einer Knospe, die in die Richtung zeigt, in die der neue Trieb wachsen soll.
      • Tote und kranke Triebe und Zweige, die nach innen wachsen oder andere Triebe kreuzen, schneidest du auf Astring heraus.
      • Alle Triebe, die in der Nähe des Apfelbaums aus dem Boden wachsen, schneidest du bodennah ab.

      Apfelbaum schneiden
      Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

      Fehler beim Apfelbaum schneiden

      Wenn du beim Apfelbaum schneiden Fehler machst, fällt entweder deine Apfelernte mickrig aus oder du hast jede Menge zusätzliche Arbeit.

      Deshalb habe ich hier für dich die drei häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest:

      • Fehler #1: Du schneidest zu viele Äste auf einmal heraus und hast deshalb im nächsten Jahr jede Menge Wassertriebe. Das sind Zweige, die senkrecht nach oben wachsen und keine Früchte tragen. Dein Baum sieht dann aus wie ein Igel!
        Wassertriebe schneidest du während des Sommerschnitts im Lauf der folgenden Jahre nach und nach auf Astring zurück, um sie behutsam einzudämmen und nicht in eine Spirale aus Schneiden und immer noch mehr Wassertrieben zu geraten.
        Ein starker Rückschnitt führt zu starkem Wachstum. Deshalb solltest du auf keinen Fall mehr als maximal 20 Prozent der Baumkrone wegnehmen. Achte beim Schneiden auch unbedingt auf den richtigen Schnittzeitpunkt!
      • Fehler #2: Dein Werkzeug ist stumpf und die Schnitte splittern, sind fransig und unsauber.
        Stumpfes Werkzeug macht das Arbeiten unnötig schwer und öffnet Pilzen und Viren die Eingangstür, weil dein Baum den Schnitt nur schwer abheilen lassen kann.
        Achte darauf, das deine Schere oder Säge scharf und gut geschliffen ist.
      • Fehler #3: Du schneidest bei zu niedrigen Temperaturen. 
        Holz ist bei Frost spröde und Schnitte können leicht splittern und unschöne Wunden im Holz hinterlassen. Bei Minusgraden lässt du das Apfelbaum schneiden daher besser sein.

      Wenn du auf ein paar wichtige Dinge achtest und mit Ruhe und Behutsamkeit arbeitest, ist Apfelbaum schneiden kein Problem. So bleibt dein Baum jung und schenkt dir über viele Jahre hinweg leckere Äpfel, die du sofort vernaschst, lagerst oder mit meinen leckeren Rezepten haltbar machst. Und das ist die Mühe doch absolut wert, oder? :)

      Nicht nur dein Apfelbaum braucht einen Schnitt, sondern du möchtest auch andere Pflanzen in deinem Garten in Form bringen? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

      Johannisbeeren richtig schneiden: rote, weiße, schwarze!

      Himbeeren schneiden: Der ultimative Guide!

      Rosmarin schneiden: Einfache Schritt-für-Schritt Anleitung!

      Welche Erfahrungen hast du mit dem Apfelbaum schneiden gemacht? Ich bin gespannt auf deine Tipps! :)

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Apfelchutney

      Apfelchutney – so machst du’s ganz einfach selbst!

      Apfelchutney ist eine tolle Möglichkeit, deine Äpfel mal ganz anders haltbar zu machen. Kisten voller Lageräpfel, Apfelmus und Apfelsaft stehen schon in deinem Vorratsregal und am Baum hängen immer noch Äpfel, die verarbeitet werden wollen? Dann wag dich doch heute an dieses würzige Apfelchutney Rezept!

      Inhaltsverzeichnis
      Apfelchutney: Die richtige Menge macht‘s
      Chutney – was ist das eigentlich?
      Hier kommt dein Apfelchutney Rezept!
      Variationen von Apfelchutney

      Apfelchutney: Die richtige Menge macht‘s

      Zugegeben: Apfelchutney brauchst du nicht in riesigen Mengen. Zu Kartoffelpuffen verputzt ihr bestimmt im Handumdrehen ein großes Glas Apfelmus, oder? Bei Apfelchutney reicht dir dieselbe Menge eine gaaanze Weile als aromatisches i-Tüpfelchen auf deinem Käsebrot oder zu herzhaften Fleischgerichten. 

      Wenn du heute also eine große Menge Äpfel haltbar machen willst, dann verarbeite lieber nur einen Teil davon zu Apfelchutney – oder du hast bald einen Chutney-Vorrat, der jahrzehntelang bei dir im Regal steht. ;)

      Es sei denn, du denkst schon zur Apfelzeit an Weihnachten und planst, dein Apfelchutney zu verschenken. So ein Chutney eignet sich nämlich hervorragend für einen mit Liebe gefüllten Geschenkkorb, den du mit lauter selbstgemachten Köstlichkeiten füllst. Neben Apfelchutney machen da auch Zimtpflaumen, ein Gläschen getrockneter Tomaten oder deine Lieblingsmarmelade eine gute Figur. :)

      Wenn du noch auf der Suche nach ein paar Rezeptideen für lang haltbare, selbstgemachte Köstlichkeiten bist, dann schnapp dir doch meine sieben Lieblingsrezepte zum Einkochen und Fermentieren. Du kannst sie dir hier ganz einfach herunterladen:

      Chutney – was ist das eigentlich?

      Gute Frage! Chutneys sind dicke Soßen, die du auf Basis von zerkleinertem Obst oder Gemüse herstellst. Sie kommen ursprünglich vom indischen Subkontinent, und werden typischerweise mit den dort üblichen Gewürzen versehen.

      Chutneys sind dank Essig und Zucker lange haltbar – und schmecken auch dementsprechend süß-sauer. Mit der passenden Gewürzmischung werden sie zur regelrechten Geschmacksexplosion, und peppen herzhafte Gerichte so richtig auf!

      Ich weiß: Äpfel sind eher nicht das Obst, das für Indien typisch ist. Im Original wirst du auch eher Mango oder Ananas finden. Aber auch mit bei uns heimischem Obst funktioniert das Prinzip Chutney ganz wunderbar!

      Probier doch mal, welche Sorte dir am besten schmeckt: Außer dieser Anleitung für Apfelchutney habe ich nämlich auch Rezepte für Pflaumenchutney, Zucchinichutney und Birnenchutney für dich.

      Wenn es heute weiterhin Apfelchutney sein soll, dann ran an die Äpfel – wir legen los!

      Apfelchutney, Käse und Cracker

      Hier kommt dein Apfelchutney Rezept!

      Bevor es losgeht, machen wir noch einen kleinen Sortencheck. Denn nicht alle Äpfel eignen sich gleich gut für dein Apfelchutney. Du möchtest in deinem fertigen Chutney nämlich noch kleine Apfelstückchen vorfinden, und das funktioniert leider nicht bei allen Apfelsorten.

      Gut eignen sich vor allem feste Apfelsorten – das sind so ziemlich alle, die du auch für Apfelkuchen verwenden würdest. Wenn du gerade Äpfel verarbeiten willst, die beim Kochen schnell zerfallen, dann koch aus ihnen lieber eine Extraportion Apfelmus.

      Du hast eine passende Sorte da? Dann stell dir jetzt noch genügend Einmachgläser bereit* und sterilisiere sie mit kochendem Wasser. Sauberes Arbeiten ist beim Haltbarmachen nämlich die halbe Miete!

      Kleiner Tipp: Für Chutney eignen sich besonders kleine Gläser gut. Du brauchst meistens ja nur ein wenig Apfelchutney auf einmal. Große Gläser, die einmal geöffnet wurden, nehmen da nur unnötig lange viel Platz in deinem Kühlschrank ein.

      Wenn du mehr darüber lernen willst, wie du dein Obst und Gemüse fachgerecht einweckst, fermentierst und auch ganz natürlich so einlagerst, dass es sich lange hält, dann schau doch mal in meinem „Vorratskammer starten“-Onlinekurs vorbei. Da nehmen wir all diese Techniken ganz genau unter die Lupe und du kriegst viele Rezepte zum Ausprobieren an die Hand.

      Äpfel und Zwiebeln

      Diese Zutaten brauchst du:

      • 1 kg Äpfel
      •  6 mittelgroße Zwiebeln
      •  1 daumengroßes Stück Ingwer
      •  1-2 TL neutrales Öl
      •  250 g brauner Zucker
      •  350 ml Weißwein- oder Apfelessig
      •  Saft einer halben Zitrone
      •  1 frische Chilischote
      •  Etwas Zimt und Pfeffer

      So geht’s:

      1. Wir legen mit Schnippeln los! Schnapp dir deine Zwiebeln und schneide sie in kleine Würfel. Dann nimmst du dir die Äpfel vor, schälst sie und schneidest auch sie in kleine Würfel.
      1. Erhitze das Öl in einem Topf und dünste Zwiebeln und Äpfel an. Währenddessen schälst du dein Stück Ingwer, und reibst es anschließend auf einer relativ feinen Reibe. Alternativ dazu kannst du den Ingwer auch kurz in den Mixer schmeißen. Auch der zerkleinerte Ingwer kommt nun in den Topf.
      1. Wieg Zucker und Essig ab und stell dir beides bereit. Deine Chilischote schneidest du in feine Streifen und stellst dir die ebenfalls bereit.
      1. Nun fügst du den Zucker unter Rühren hinzu und löst ihn langsam auf. Anschließend löschst du das Ganze mit deinem Essig ab. Gib aber noch nicht die gesamte Menge dazu, sondern heb dir einen Teil auf. So kannst du die Konsistenz später noch anpassen.
      1. Zitronensaft, die gehackte Chili, Zimt und Pfeffer hinzufügen und gut unterrühren.
      1. Das Chutney langsam unter Rühren aufkochen. Wenn es zu dickflüssig wird, gibst du immer noch ein Schlückchen Essig dazu.
      1. Nun ist die Gelegenheit, dein Apfelchutney abzuschmecken. Ist das Verhältnis von Zucker und Essig ausgeglichen? Fehlt dir Schärfe? Balanciere dein Chutney aus, bis du so richtig zufrieden damit bist.
      1. Jetzt heißt es: Ab in die Gläser!* Damit dein Apfelchutney im Glas sicher verstaut ist und steril bleibt, kochst du es im Anschluss noch ein. Dazu stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, liest du bei meinem Rezept für Zimtpflaumen – das kannst du einfach für dein Apfelchutney übernehmen. Noch mehr Tipps dazu findest du übrigens in meinem Artikel Einkochen für Anfänger

      Apfelchutney
      Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

      Variationen von Apfelchutney

      Ganz nach Gusto kannst du das Rezept übrigens auch variieren – solange Essig und Zucker dabei sind, ist das gar kein Problem. Dann dürfen auch noch mehr würzende Zutaten dazu, ohne dass du riskierst, dass das Rezept nicht mehr sicher ist.

      Der Fantasie sind keine Grenze gesetzt: Wie wäre es mal mit einem Apfelchutney mit Rosinen? Oder du nimmst für eine feurige Variante rote Zwiebeln und eine Extraportion Chili? Oder du ersetzt einen Teil der Äpfel durch Birnen und machst dein Chutney so richtig fruchtig! Mmmhh… :) 

      Nachgefragt: Warum eignet sich eigentlich ausgerechnet Essig so gut, um Lebensmittel haltbar zu machen? Das erzähle ich dir in diesem Video:

      Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

      Mehr Informationen

      Na, bist du auf den Geschmack gekommen? Von süß-sauer bis fruchtig-feurig ist beim Apfelchutney jede Geschmacksrichtung dabei – kein Wunder, dass es selbst das langweiligste Käsebrot so richtig aufpeppt!

      Also: Apfelchutney selber machen ist wirklich nicht schwer – und wer weiß, wem du mit dieser würzigen Aufmerksamkeit eine kleine Freude machen kannst?

      Wenn du noch tiefer eintauchen magst in die Welt der Würzpasten und Brotaufstriche, dann hol dir dein Rezeptbuch und lies unbedingt hier weiter:

      Quitten verarbeiten ohne Muskelkater: Die besten Tricks!

      Zucchinischwemme willkommen: Zwei köstliche Zucchini Rezepte!

      Marmelade kochen: 5 einfache Schritte zum Glück auf dem Brot!

      Bist du auch so ein Fan von Apfelchutney wie ich? Welche Variation von Apfelchutney schmeckt dir am besten? Lass mir gerne einen Kommentar da!

      *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Wühlmäuse vertreiben: Das hilft wirklich!

      Eine Wühlmaus oder gar eine ganze Horde Wühlmäuse im eigenen Garten zu entdecken ist ein einziger Albtraum! Die Nager sind der Endgegner jeden Wurzelgemüses und können im Beet ganz schön viel kaputt machen. Auch ich hatte in meinem Garten bereits das „Vergnügen“ mit Wühlmäusen. Was geholfen hat und wie ich die Wühlmaus Bande vertreiben konnte? Hier liest du’s!

      Inhaltsverzeichnis:
      Zuallererst: Wühlmaus erkennen
      Was frisst die Wühlmaus?
      Wühlmaus vertreiben statt bekämpfen
      Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden
      Die richtige Kombi machts!

      Zuallererst: Wühlmaus erkennen

      An für sich finde ich die Wühlmaus unglaublich niedlich! Ich kann auch absolut verstehen, dass es ihnen in meinem Garten gefällt. Die lockere Erde und das üppige Futterangebot laden ja regelrecht dazu ein, sich hier niederzulassen. Trotzdem würde ich mein Gemüse lieber selber essen! Und das ist mit Wühlmäusen manchmal gar nicht mehr so selbstverständlich…

      Wenn sich zu Beginn der Gartensaison verdächtige Gänge und Löcher in deinen Beeten zeigen, ist das ein erstes Anzeichen dafür, dass eine Wühlmaus in deinen Garten eingezogen ist. Deine Alarmglocken sollten dann läuten, wenn du ein oberflächliches Gangsystem in Rasen oder Beeten entdeckst.

      Gerade Bereiche, die länger abgedeckt waren – sei es mit einer Plane zur Unterkrautunterdrückung oder auch durch eine Schneedecke – werden von den kleinen Nagern liebend gerne als Behausung genutzt.

      Wühlmäuse graben Gängein eine Wiese

      Wenn der Schnee im Frühjahr geschmolzen ist, kannst du die freigelegten Gänge der Wühlmaus geradezu nachverfolgen, so dicht an der Oberfläche befinden sie sich meistens. Aber die typischen Gänge sind nicht das einzige Erkennungsmerkmal. Wühlmäuse hinterlassen nämlich auch Erdhaufen, die denen von Maulwürfen ähneln.

      Deshalb sollten wir die Wühlmaus auch nicht vorschnell zum Sündenbock erklären. Denn vielleicht hast du statt der eher oberflächlichen Wühlmaus auch einen Untermieter mit mehr Tiefgang bei dir im Garten?

      So erkennst du, ob du es mit einer Wühlmaus oder einem Maulwurf zu tun hast:

      WühlmausMaulwurf
      ovale, flache Erdhaufenkreisrunde, hohe Erdhaufen
      Erdhaufen mit PflanzenrestenErdhaufen ohne Pflanzenreste
      flach verlaufendes Gangsystemtief verlaufendes Gangsystem
      flache Eingänge am Rand der Erdhaufensteile, mittige Eingänge
      Verwühlprobe wird nach wenigen Stunden verschlossenVerwühlprobe wird erst nach Tagen oder gar nicht verschlossen
      Geschützte Tierart? ✘Geschützte Tierart?

      Normalerweise reicht ein prüfender Blick auf die Erdhaufen, um zu sehen, wer da gräbt. Maulwurfshügel sind im Allgemeinen ordentlicher: symmetrischer, sauber von Pflanzenresten, mit mittigem Eingang, und ohne sichtbare Gänge neben dem Haufen.

      Die Wühlmaus achtet da nicht so sehr auf die Ästhetik. Sie kommt fast waagrecht aus dem Boden heraus und kreiert daher einen eher ovalen Erdhaufen mit Eingang an einer Seite. Oft sind in der Erde auch Pflanzenreste – Wurzelteile, Baumrinde und Gemüsereste – zu finden.

      Du bist dir immer noch unsicher, mit wem du es zu tun hast? Mach doch eine Verwühlprobe! Maulwürfe leben weit unter der Erdoberfläche und benutzen ihre Ausgänge ans Tageslicht nur einmalig, um ihren Schutt abzuladen. Die Wühlmaus hingegen ist regelmäßig in ihren Gängen unterwegs. Deshalb ist die sogenannte Verwühlprobe super, um im Zweifelsfall entscheiden zu können, wer da die Pfoten im Spiel hat.

      So machst du eine Verwühlprobe:

      Für die Verwühlprobe beschädigst du einen oberflächennahen Gang – am besten gleich an mehreren Stellen. Ist ein Maulwurf eingezogen, wird er den Schaden wahrscheinlich nicht reparieren, und wenn doch, dann sicherlich nicht am selben Tag.

      Sind Wühlmäuse am Werk, werden die sich jedoch schleunigst daran machen, ihre Schnellstraße zu reparieren. Du kannst dann damit rechnen, dass die Nager noch innerhalb von 24 Stunden alles wieder in den Ausgangszustand versetzen.

      von Wühlmäusen angeknabberte Süßkartoffel

      Was frisst die Wühlmaus?

      Kein Wunder, dass die Wühlmäuse sich in Gemüsegärten so wohl fühlen: Es stehen nämlich einfach ziemich viele Gemüsepflanzen auf ihrem Speiseplan. Die ziehen sie gern auch mal am Stück mit in ihre Unterwelt – über Nacht können so auf mysteriöse Art und Weise ganze Jungpflanzen verschwinden. Als ich Wühlmäuse im Garten hatte, waren die besonders scharf auf meine Spinatpflanzen. Was haben die Nager da für ein Chaos veranstaltet!

      Wühlmäuse ernähren sich rein pflanzlich. Sie sind dabei spezialisiert auf alles, was unter der Erde wächst: Möhren, Knollensellerie, Topinambur und Co. Wurzeln und Knollen finden sie einfach ganz besonders appetitlich. Auch die junge Rinde von Obstbäumen verschmähen sie nicht. Du kannst dir sicher vorstellen, was für einen Schaden da so eine Wühlmausfamilie anrichten kann!

      Deshalb sollten wir sie schleunigst dazu bewegen, aus unserem Gemüsebeet auszuziehen und anderswo heimisch zu werden. Los geht’s!

      Wühlmaus vertreiben statt bekämpfen

      Giftköder? Nein, danke! Dass wir bei uns im Garten kein Gift streuen, ist für mich klar. Denn Giftköder bedeuten nicht nur einen qualvollen Tod für die Wühlmaus selbst, sondern möglicherweise auch für Igel, freilaufende Katzen oder andere Tiere.

      Und überhaupt: Wir wollen die Wühlmäuse ja gar nicht töten! Nur in unserem Gemüsebeet möchten wir sie eben nicht unbedingt haben…

      Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden

      Um die Wühlmäuse aus deinem Garten zu verscheuchen, stehen dir mehrere Methoden zur Auswahl. Denk dran: Es muss der Wühlmaus so richtig ungemütlich werden, damit sie sich zum Auszug bequemt. Mit diesen sieben Methoden hatte ich Erfolg:

      1. Nutze die natürlichen Gegenspieler der Wühlmaus
      2. Halte Hühner, Ziegen oder Katzen
      3. Mulch deine Beete mit Hackschnitzeln
      4. Rinzinusöl vertreibt Wühlmäuse
      5. Knoblauch mag die Wühlmaus gar nicht
      6. Verleg dein Gemüse ins Hochbeet
      7. Setz Wühlmaus-Schocker ein
      Greifvogel mit gefangener Wühlmaus

      #1: Verbrüdere dich mit den natürlichen Feinden der Wühlmaus

      Du hast jede Menge Verbündete da draußen, die liebend gerne mit dir zusammen in den Kampf gegen die Wühlmäuse ziehen. Greifvögel zum Beispiel. Lad die doch gerne ganz explizit mit einer Sitzstange in deinen Garten ein. Sobald die Wühlmaus Wind von diesem Manöver bekommt, wird es ihr sicher schnell unbehaglich.

      Pssst: Wenn du Hühner hältst, solltest du dir gut überlegen, ob du Greifvögel zu dir in den Garten einladen willst. Die könnten nämlich auch auf deine gefiederten Freunde ein Auge werfen…

      Die Natur ist schon genial! Mit dem richtigen Wissen können wir uns ganz viele natürliche Effekte im Garten zunutze machen – nicht nur bei der Wühlmausvertreibung!

      Wusstest du, dass sich auch Pflanzen gegenseitig in ihrem Wachstum und ihrer Gesundheit günstig beeinflussen können? Wenn du diese Effekte in deinem Gemüsebeet clever nutzen möchtest, dann lade dir hier gern meine Mischkulturtabelle herunter und puzzle deine Traumbeete zusammen!

      #2: Halte Hühner, Ziegen oder eine Katze

      Ja, richtig gelesen. Auch Haus- und Hoftiere können bei der Lösung deines Problems behilflich sein. Wühlmäuse meiden nämlich Gebiete, in denen ihnen allzu oft auf dem Kopf herumgetrampelt wird.

      Wenn du regelmäßig Ziegen oder Hühner in den Bereich lässt, in dem die Wühlmaus ihr Gangsystem angelegt hat, wird ihr das Getrampele bzw. Gescharre auf Dauer ziemlich auf den Senkel gehen – und wenn du Glück hast, sucht sie sich ein ruhigeres Plätzchen.

      Bevor du dir allerdings wegen deiner Wühlmäuse gleich Ziegen zulegst, solltest du zuerst hier reinlesen. Ziegen sind nämlich so ungefähr die schlimmsten Tiere, die man als Selbstversorger halten kann. ;)

      #3: Leg den Wühlmäusen Hackschnitzel in den Weg!

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Wühlmäuse mit Hackschnitzeln gemulchte Beete links liegen lassen. Die Wühlmäuse haben offensichtlich keine Lust, sich durch Massen an Hackschnitzeln zu buddeln.

      Vielleicht ist das Fortbewegen im Mulch sehr mühsam, die Gänge halten nicht, oder ihnen tuen die Pfoten danach weh? Wer weiß! Aber Fakt ist: Die gemulchten Beete sind bisher immer wühlmausfrei geblieben! Also, ran an die Hackschnitzel!

      #4: Rizinusöl finden Wühlmäuse gar nicht dufte

      Wühlmäuse können Rizinusöl nicht ausstehen! Ob das wohl an der abführenden Wirkung oder am Geruch des Öls liegt? Egal: Hauptsache, es funktioniert!

      Für die Anwendung gibst du alle zwei bis drei Wochen jeweils einen Esslöffel Rizinusöl in jedes Wühlmausloch, das du finden kannst. Achte dabei darauf, auch neben den Beeten zu schauen. Denn auch unter Beerenstäuchern oder Obstbäumen kann die Wühlmaus einen Trakt ihres Paslastes gebaut haben.

      In den Tagen nach der ersten Beduftung entstehen in der Regel erstmal viele neue Löcher, weil die Mäuse einen Weg suchen, das Zeug zu umgehen – das ist natürlich erstmal weniger erfreulich für uns. Aber es bedeutet, dass sie das Rizinusöl tatsächlich stört und darum geht es ja: die Wühlmaus so lange ärgern, bis sie aufgibt und ihre Koffer packt.

      Knoblauchgeruch vertreibt Wühlmäuse

      #5: Knoblauch? Den riechen Wühlmäuse bis ins letzte Loch

      Ganz ähnlich wie mit Rizinusöl kannst du auch mit Knoblauch vorgehen. Der riecht nämlich auch so intensiv, dass die Wühlmaus sich schnell davon gestört fühlt.

      Am effektivsten setzt du den Knoblauch dabei als Gemüsekultur in den Beeten ein – denn so hast du neben der Wühlmausabwehr auch gleich eine dicke Knoblauchernte. Zwei Fliegen mit einer Klappe! ;)

      Wenn du nicht so viel Knoblauch anbauen magst, kannst du aber auch einfach – genau wie beim Rizinusöl – in jedes Wühlmausloch eine angequetschte Knoblauchzehe legen. Die erneuerst du auch regelmäßig, um den guten Geruch in den Gängen aufrecht zu erhalten. Mmhhhh… :)

      #6: Verleg dein Gemüse in den Hochsicherheitstrackt!

      Gerade wenn du im Hochbeet gärtnerst, gibt es einen sehr simplen Weg, den ganzen Ärger zu umgehen: Sichere deine Beete von Anfang an auf der Unterseite mit Drahtgitter! Da kommt die freche Wühlmaus nämlich nicht durch und der Spuk ist schnell vorbei.

      Wie du dir ein wühlmaussicheres Hochbeet baust, zeige ich dir hier:

      Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

      Mehr Informationen

      #7: Wenn alle Stricke reißen: Der Wühlmaus-Schocker

      Keine Sorge, ein Wühlmaus-Schocker hört sich brutaler an, als er ist. Er wird in die Erde eingegraben und sendet niedrigfrequentierte Schallwellen aus, die die Wühlmäuse vertreiben sollen. Die sind allerdings mitunter auch für Menschen hörbar und haben mich anfangs bei der Gartenarbeit ziemlich genervt.

      Die Wühlmäuse bei mir im Garten sind erstmal im Dreieck gesprungen, nachdem ich den Schocker installiert hatte: Auf einmal waren sie auch tagsüber unterwegs, und die Löcherproduktion erreichte ihren Peak. Wahrscheinlich habe ich den Rhythmus der Wühlmäuse einfach gehörig durcheinander gebracht mit dem Ding…

      Nach knapp zwei Wochen jedoch wurde es auf einmal sehr viel ruhiger. Da hatten einige Nager wohl das Weite gesucht! Der Wühlmaus-Schocker hat also funktioniert, auch wenn es zunächst nicht danach aussah. Aber wir würden ja auch nicht sofort ausziehen, nur weil der Nachbar seine Stereoanlage mal lauter aufdreht. ;)

      Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

      Die richtige Kombi machts!

      Beim Gegenspieler Wühlmaus würde ich mich niemals auf eine einzige Methode verlassen. Um meine Wühlmäuse zu vertreiben, musste ich schon ein ganzes Angebot an Störfaktoren auffahren.

      Probier doch einfach mal aus, welche Methoden bei dir im Garten am praktikabelsten sind! Eine Kombi von mehreren Methoden ist dabei am erfolgsversprechendsten.

      Nicht nur bei der Wühlmausbekämpfung: Die richtige Kombi führt auch im Beet zu Erfolg. Vergiss daher nicht, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen und deine Gemüsepflanzen mit ihren Lieblings-Beetpartnern zu verkuppeln! ;)

      Du siehst, mit ein bisschen Fantasie und Durchhaltevermögen kannst du Wühlmäuse auch ganz ohne Giftköder loswerden. Ich drück dir die Daumen, dass auch dein Garten schon bald wieder wühlmausfrei ist!

      Willst du gegen alle Eindringline in deinem Gemüsebeet gewappnet sein? Dann sind  diese Artikel genau das richtige für dich:

      Weiße Fliege bekämpfen: So wirst du sie los!

      Maulwurf vertreiben: 9 ultimativ wirksame Methoden

      Drahtwurm bekämpfen ganz ohne Chemie – der komplette Guide!

      Musstest du schonmal eine Wühlmaus oder gar eine ganze Horde Wühlmäuse vertreiben? Was hat bei dir funktioniert? Ich freue mich wie immer über Tipps und Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

      Merken

      Merk

      Holundersaft in der Flasche

      Holundersaft selber machen – So gelingt‘s!

      Holundersaft ist mit seiner tief lila Farbe ein leckerer und super gesunder Gute-Laune-Saft und ein toller Begleiter in langen trüben Wintermonaten. Und das beste: Die farbenfrohe Vitaminbombe kannst du ganz einfach zuhause herstellen – ohne spezielles Zubehör und mit nur ganz wenigen Zutaten. Also, auf geht’s, lass uns gemeinsam Holunderbeerensaft selber machen!

      Inhaltsverzeichnis
       Hoch lebe die Holunderbeere!
       Holundersaft selber machen – Schritt für Schritt
       1. Schritt: Die Beerenernte
       2. Schritt: Mach dich bereit!
       3. Schritt: Holundersaft herstellen
       4. Schritt: Holundersaft pasteurisieren

      Hoch lebe die Holunderbeere!

      Außen hui, innen… auch hui! Holundersaft erfreut uns nicht nur durch seine wunderbare Farbe, er ist auch noch richtig gesund. In Holunderbeeren steckt nämlich ein ganzes Alphabet an guten Dingen: Sie sind prall gefüllt mit den Vitaminen A, B und C. Außerdem enthalten die Beeren Eisen, Kalium und jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe.

      Kein Wunder also, dass wir unser Immunsystem so gerne mit dem wunderbaren Saft stärken und den Beerensud zur Linderung von Erkältungen und Co einsetzen. Auch bei Fieber, Blasenentzündungen und Nierenproblemen ist Holundersaft wohltuend und kann zur Besserung der Symptome beitragen.

      Und er schmeckt auch noch richtig gut, dieser Saft! Ob dampfend heiß in einer Tasse mit Apfelsaft und Honig, als Fliederbeerensuppe mit Grießklößchen an einem verregneten Novembertag, oder zu köstlichem Gelee verarbeitet auf dem Frühstücksbrot: Holundersaft sorgt jedes Mal für eine regelrechte Geschmacksexplosion im Mund!

      Also, auf zum Hollerbusch, lass uns Beeren pflücken und das purpurlila Gold in Flaschen füllen!

      Pssst: Mit den passenden Etiketten werden deine Flaschen mit Holundersaft übrigens zum echten Hingucker und sind gerade in der kalten Jahreszeit ein tolles Mitbringsel. Lade dir hier gerne meine Etikettenvorlage herunter, dann bist du bestens gerüstet:

      Holundersaft selber machen – Schritt für Schritt

      Holunderbeeren gibt es nirgends zu kaufen. Wer Saft machen will, muss zuerst ernten. Lass uns daher ganz vorne anfangen!

      1. Schritt: Die Beerenernte

      Du hast im Frühsommer doch bestimmt nicht alle Blüten von deinem Holunder abgeerntet, um Holundernblütensirup daraus zu machen, oder? Meist bleibt auch nach einer üppigen Blütenernte noch so viel übrig, dass sich die Zweige im Spätsommer unter der Last der violett-schwarzen Früchte biegen. Jetzt geht der Holunder in die zweite Runde – die Beeren sind reif und warten darauf, dass du sie zu Holundersaft verarbeitest.

      Dass die Zeit für Holundersaft gekommen ist, merke ich meist an der frisch gewaschenen Wäsche auf meiner Wäscheleine: Irgendein Vogel schafft es nämlich jedes Jahr, mir mit einem lila Klecks mitzuteilen, dass die Holunderbeeren reif sind und ihm vorzüglich schmecken. Dann heißt es: Nichts wie ran an die Dolden, bevor mir die Vögel alles vor der Nase wegfuttern!

      Reife Holunderbeeren erkennst du daran, dass die gesamte Dolde violett-schwarz ist und keine grünen Beeren mehr zwischen den reifen Früchten sitzen. Ist es so weit, schneidest du einfach die ganze Dolde ab, um daraus den leckeren Holundersaft herzustellen. Sammle ruhig ordentlich Beeren, denn für einen Liter Saft brauchst du mindestens ein Kilo.

      Achtung, Verwechslungsgefahr!

      Wenn du keinen eigenen Holunderstrauch im Garten hast, sondern dich auf deinen Streifzügen durch Wiesen und Felder in der Umgebung mit Holunder versorgst, dann achte unbedingt darauf, die richtige Pflanze zu erwischen.

      Der echte Schwarze Holunder hat nämlich einen Bruder, mit dem er nur allzu leicht zu verwechseln ist: Bei seinem Doppelgänger handelt sich um den Zwergholunder – und der ist ein richtiger kleiner Giftzwerg!

      Jetzt mal im Ernst: Die Beeren des Zwergholunders sind wirklich giftig. Sei also vorsichtig bei deinen Beutezügen und achte unbedingt darauf, die richtigen Pflanzen zu erwischen.

      Holundersaft: Holunderbeeren am Strauch

      Echten Holunder erkennst du daran, dass die Dolden mit ihren Beeren ein wenig schlapp vom Busch herabhängen. Die Dolden von Zwergholunder hingegen stehen aufrecht an den Zweigen – und schreien regelrecht danach, geerntet zu werden. Lass dich von ihnen nicht täuschen! Halte stattdessen immer Ausschau nach hängenden Holunderdolden – denn nur die wollen wir ernten und zu Holundersaft verarbeiten.

      Übrigens solltest du auch die Beeren vom echten Holunder lieber nicht roh naschen, denn im ungekochten Zustand sind auch sie leicht giftig. Durchs Erhitzen neutralisierst du den Giftstoff Sambunigrin aber, sodass der Holundersaft dann gut bekömmlich ist.
       
       Kleiner Tipp: Zieh dir zum Ernten am besten alte Klamotten und Handschuhe an, die Beeren sind nämlich richtige kleine Farbbomben!

      2. Schritt: Mach dich bereit!

      Zunächst sammelst du dir alles Zubehör und die Zutaten zusammen, damit du keine bösen Überraschungen erlebst. Ich habe schon mal erst kurz vor dem Abseihen gemerkt, dass ich gar kein sauberes Passiertuch zur Hand hatte – das ist dann super ärgerlich!

      Das brauchst du:

      • Zwei große Töpfe
      • Ein großes Passiertuch oder einen Nussmilchbeutel
      • Einen Trichter
      • 3 kg Holunderbeeren
      • Circa 600 g Zucker
      • Zitronensaft nach Belieben
      • Flaschen für den fertigen Holundersaft

      Jetzt heißt es: Ab ins Wasser mit den Dolden! Gönn den frisch gepflückten Beeren ein ordentliches Bad, um sie von möglichen Verunreinigungen und kleinen Krabbeltierchen zu befreien. Denn die wollen wir ja nun wirklich nicht in unserem Holundersaft haben.

      Holunderbeeren im Wasserbad

      Danach entfernst du die Beeren von der Dolde. Das geht meiner Erfahrung nach am besten, wenn du eine Gabel dafür verwendest. Die sauberen Früchtchen streifst du damit einfach vom Zweig ab und lässt sie in einen Kochtopf kullern. Wenn nicht alle Beeren in Topform sind, kannst du sie nun verlesen: Die guten ins Töpfchen, die schlechten… auf den Kompost!

      Die Beeren stellst du jetzt beiseite und widmest dich deinem anderen Zubehör. Das sollte für die Herstellung von Holundersaft nämlich super sauber und steril sein. Dafür schrubbst du alles erst mal ordentlich mit Wasser und Spülmittel und kochst deine Utensilien dann in Essigwasser ab. Vergiss die Deckel der Flaschen dabei nicht!

      Ist alles sauber und bereit? Dann kann es endlich losgehen!

      3. Schritt Holundersaft herstellen

      Wenn du einen Entsafter zur Hand hast, kannst du deinen Holundersaft natürlich damit gewinnen. Das Entsaften funktioniert aber auch problemlos ohne spezielles Zubehör und ganz einfach im Topf. Ich zeige dir, wie!

      In deinem Kochtopf sollte nun ein Meer von vorbereiteten, schwarz-lila Holunderbeeren sein. Die bedeckst du jetzt knapp mit Wasser und erhitzt die Beeren. Beim Rühren im Topf wirst du beobachten, dass die Holunderbeeren nach und nach aufplatzen.

      Holunderbeeren im Topf

      Nach ungefähr zehn Minuten sollten alle aufgeplatzt sein. Nun kannst du den Topf von der heißen Herdplatte nehmen. Im nächsten Schritt seihst du deinen Holundersaft ab. Ich hänge dafür in einen zweiten Topf ein Sieb, das ich mit einem Passiertuch oder einem Nussmilchbeutel auslege. Da schütte ich den Holundersaft hinein.

      Damit dir kein Saft durch die Lappen geht, drückst du das Passiertuchnach dem Abseihen noch ordentlich aus. Vielleicht musst du damit ein wenig warten, um dir nicht die Finger zu verbrühen. Wenn du in den nächsten Tagen nicht mit roten Händen herumlaufen möchtest, dann zieh dir auch hierfür lieber Handschuhe an. ;)

      Jippie, dein Rohsaft ist fertig! Nun musst du den frisch gewonnenen Holundersaft noch wiegen oder abmessen. Pro Liter brauchst du jetzt nämlich 200 g Zucker, die du zusammen mit dem Saft aufkochst. Je nach Geschmack kannst du auch etwas mehr nehmen, oder mit Zitronensaft für den extra sauren Frischekick sorgen.

      Lass das Ganze ungefähr fünf Minuten lang köcheln. Dann füllst du den heißen Saft zügig in die vorbereiteten Flaschen und verschließt sie sofort. Voilà – fertig ist der Holundersaft!

      4. Schritt: Holundersaft pasteurisieren

      Wenn du deinen Holundersaft so wie ich mit Zucker machst, kannst du ihn, wie oben beschrieben, einfach heiß abfüllen – vorausgesetzt, du arbeitest sehr sauber und sorgfältig.

      Wenn du deinen Holundersaft lieber mit weniger Zucker machst, dann solltest du ihn in den Flaschen noch pasteurisieren, damit er dir auch ja nicht schlecht wird. Auch wenn du beim Abfüllen nicht schnell genug warst und sich deshalb in den Flaschen kein Vakuum gebildet hat, brauchst du diesen zusätzlichen Schritt.

      Den Unterschied zwischen Heiß Abfüllen und anderen Einkochmethoden zeige ich dir übrigens in diesem Video:

      Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

      Mehr Informationen

      Zum Pasteurisieren stellst du deine Flaschen in einem großen Topf ins Wasserbad. Wenn du Flaschen mit Schraubdeckel verwendest, schraubst du sie nur ganz locker zu. Bei Bügelflaschen kannst du Gummi und Bügel schon aufsetzen.

      Wenn das Wasser 85 ° Celsius erreicht hat, beginnt die Einkochzeit von 20 Minuten. Danach kannst du deine Flaschen aus dem Wasserbad nehmen.

      Vergiss nicht, die Schraubdeckel ordentlich festzudrehen, solange der Saft noch heiß ist!

      Holundersaft
      Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

      Ordnung macht das halbe Chaos!

      Nach der Arbeit kommt das Vergnügen: Schnapp dir doch ein paar schöne Stifte, druck dir hübsche Etiketten aus und mach deine Flaschen mit Holundersaft zu ganz einzigartigen Schätzen!

      Du beobachtest super happy, wie sich die Regale in deiner Vorratskammer füllen? Dann schau doch in meinem Obst und Gemüse haltbar machen Kurs vorbei, da gibt’s noch viel mehr Ideen, Methoden und Rezepte für deinen Selbstversorger-Wintervorrat!

      Mein Fazit? Weniger Zutaten als für diesen Holundersaft geht kaum! Wenn du Holunderbeeren bei dir im Garten oder in der Umgebung hast, solltest du dir die Gelegenheit, deinen eigenen Holundersaft zu machen, auf keinen Fall entgehen lassen!

      Deine Äpfel werden auch gerade reif? Dann mach doch außer Holundersaft auch Apfelsaft! Äpfel und Holunderbeeren sind übrigens tolle Saftpartner, die du nach Lust und Laune mischen kannst! Hier findest du weitere Artikel mit Tipps und Tricks zum Haltbarmachen deiner Spätsommerernte:

      Leckeren Apfelsaft selber machen – auch ohne Entsafter!

      Apfelmus einkochen: So wird dein Vorratsschrank zum Paradies!

      Pflaumen einkochen: 3 Rezepte, die süchtig machen!

      Hast du schon mal Holundersaft gemacht? Erzähl mir in den Kommentaren gern von deinen Erfahrungen!

      Einkochen im Backofen ist gefährlich – mach besser das stattdessen!

      Einkochen im Backofen ist weit verbreitet – dabei gibt es mehrere Gründe, weswegen du das auf keinen Fall machen solltest. Zum Glück gibt es aber ganz einfache und gute Alternativen dazu! Ich zeige dir, wie du sicher einkochst – los geht´s!

      Inhaltsverzeichnis
      Übersicht: Warum Einkochen im Backofen ein No-Go ist
      Warum macht trockene Hitze das Einkochen im Backofen unsicher?
      Wie hängen Botulismus und Einkochen im Backofen zusammen?
      Wieso können Gläser im Backofen explodieren?
      Alternativen zum Einkochen im Backofen

      Übersicht: Warum Einkochen im Backofen ein No-Go ist

      Du möchtest ganz schnell erfahren, weshalb du nicht im Backofen einkochen solltest? Bitte sehr, hier kommt eine kompakte Übersicht für dich! :)

      Warum Einkochen im Backofen ein No-Go istGut zu wissen
      Gläser können explodierenDer Temperaturunterschied von Wasserbad und trockener Hitze kann Gläser zerspringen lassen, gerade beim Herausholen
      Trockene Hitze ist beim Einkochen im Backofen nicht ausreichendDie erforderliche Temperatur kommt nicht bis ins Innere des Einkochguts
      BotulismusgefahrSporen überleben problemlos 100 ° Celsius

      Das sind kurz und knapp die Gründe, weshalb ich dir vom Einkochen im Backofen dringend abrate. Einkochen ist aber grundsätzlich eine super coole Sache um deine überschüssige Ernte haltbar zu machen und das ganze Jahr über zu genießen!

      Deshalb habe ich auch sieben meiner Lieblingsrezepte, die du unbedingt ausprobieren solltest, in einem kleinen Büchlein für dich zusammengefasst. Lad sie dir gerne hier herunter:

      Warum macht trockene Hitze das Einkochen im Backofen unsicher?

      Einkochen ist prima, um Lebensmittel haltbar zu machen – wenn du ein paar wichtige Regeln beachtest. Du musst dein Einkochgut nämlich bei einer bestimmten Temperatur für eine festgelegte Zeit erhitzen, damit du alle unerwünschten und schädlichen Mikroorganismen abtötest.

      Wenn du im Wasserbad einkochst, stehen die Gläser zu mindestens zwei Drittel, besser aber komplett, im Wasser. Die Temperatur des Wassers kann sich aus physikalischen Gründen sehr gut auf die Gläser und dein Einkochgut übertragen.

      Beim Einkochen im Backofen stellst du aber deine Gläser in eine Fettpfanne, die ungefähr drei Zentimeter hoch mit Wasser gefüllt ist. Du arbeitest also überwiegend mit trockener Hitze und die kann nur schlecht in das Innere der Einkochgläser dringen.

      Darum weißt du nicht, ob du die nötige Temperatur überhaupt erreichst und ob sie wirklich lange genug auf dein Einkochgut einwirkt. Und das macht das Einkochen im Backofen grundsätzlich unsicher.

      Wie hängen Botulismus und Einkochen im Backofen zusammen?

      Vor allem Gemüse und Fleisch sind säurearme Lebensmittel, für die ganz besondere Einkochregeln gelten: Du musst sie nämlich bei 121° Celsius für eine bestimmte Zeit erhitzen, damit die Sporen des Botulinum Bakteriums zuverlässig absterben.

      Jetzt denkst du dir vermutlich „kein Problem, mein Backofen erreicht ja Temperaturen von über 200 ° Celsius“.

      Das ist zwar richtig, aber deshalb wird das Einkochgut in deinen Gläsern trotzdem niemals eine Temperatur über 100 ° Celsius erreichen: Es beginnt zwar zu kochen, wird dann aber nicht mehr heißer.

      Temperaturen über 100° Celsius erreichst du nur unter Druck und der entsteht beim Einkochen im Backofen nun einmal nicht ;). Deshalb kannst du säurearme Lebensmittel im Backofen auch nicht sicher einkochen.

      Du möchtest mehr über sicheres Einkochen erfahren? In meinem Vorratskammer starten Kurs zeige ich dir in einfachen Schritt-für-Schritt Anleitungen viele verschiedene Methoden, wie du Obst und Gemüse haltbar machen und das ganze Jahr über genießen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei sein möchtest!

      Wieso können Gläser im Backofen explodieren?

      Eine weitere Gefahr beim Einkochen im Backofen ist, dass deine Gläser unten ein Fußbad genießen, das niemals mehr als 100° Celsius hat, während die oberen zwei Drittel sehr viel heißerer Luft ausgesetzt sind.

      Dieser Temperaturunterschied kann zu solchen Spannungen im Glas führen, dass es platzt. Vor allem, wenn du es gerade aus dem Ofen holst, können herumfliegende Glassplitter und heißes Einkochgut, das unkontrolliert aus dem Glas spritzt, zu ernsthaften Verletzungen führen.

      Außerdem braucht das Einkochen im Backofen auch deutlich mehr Energie als das Einkochen im Topf.

      Alternativen zum Einkochen im Backofen

      Glücklicherweise brauchst du deinen Backofen zum Einkochen gar nicht – es gibt nämlich ganz einfache prima Alternativen!

      Einkochen im Topf

      Du hast einen großen Topf und ein Thermometer daheim? Bingo, das ist schon das ganze nötige Equipment!

      In den Topf legst du ein gefaltetes Geschirrtuch und füllst so viel Wasser ein, dass deine Gläser davon möglichst vollständig bedeckt sind. Das Einkochgut und das Wasser sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser hineinstellst. Falls du also gerade dein Kompott mit heißem Zuckerwasser übergossen hast, stellst du es in erhitztes Wasser.

      Wenn dein Thermometer 90° Celsius Wassertemperatur zeigt, beginnt die Einkochzeit aus deinem Rezept. Am besten stellst du dir jetzt einen Timer.

      Sobald die Zeit abgelaufen ist, nimmst du die Gläser heraus und stellst sie auf ein Geschirrtuch oder ein Holzbrett zum Abkühlen. Bei Weckgläsern* nimmst du die Klammern* wieder ab, sobald sie Raumtemperatur haben.

      Du kannst dir das alles nicht so richtig vorstellen? Hier kannst du mir zusehen, wie ich Tomatensauce im Wasserbad einkoche:

      Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

      Mehr Informationen

      Einkochen im Einkochtopf

      Falls du einen Einkochtopf besitzt, ist das natürlich eine feine Sache, denn in die großen Kessel passen mehr Gläser als in einen Kochtopf. Sonst machst du alles genauso wie beim Einkochen im Topf. Die Gläser kannst du in beiden Töpfen auch stapeln, wenn es die Höhe erlaubt, sie sollten nur möglichst komplett im Wasser stehen. Und dann geht´s los mit dem Einkochen von Birnen, Kirschen, Tomaten, Äpfeln oder was dein Garten gerade so hergibt! ;)

      Manche Einkochtöpfe sind sogar mit einem eigenen Timer ausgerüstet und schalten sich aus, wenn die Uhr abgelaufen ist. Das heißt, du brauchst weiter nichts zu tun und kannst die Küche sogar verlassen, während der Kessel deine Gläser selbständig einkocht.

      Einkochen im Backofen ist aus vielen Gründen keine gute Idee – und du hast genügend andere einfache Möglichkeiten, um deine Lebensmittel sicher haltbar zu machen und meine super leckeren Rezepte auszuprobieren. Darum lauf doch gleich mal in den Keller, irgendwo muss da doch noch ein großer Topf stehen, oder? ;)

      Du willst jetzt sofort im Wasserbad einkochen? Dann schau doch bei diesen Artikeln vorbei:

      Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

      Marmelade kochen: 5 einfache Schritte zum Glück auf dem Brot!

      Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

      Wie stehst du zum Einkochen im Backofen? Ich bin gespannt, von dir zu hören!

      *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Mirabellen einkochen: Mirabellen im Korb

      Mirabellen einkochen: So machst du die leckeren Früchte haltbar!

      Mirabellen einkochen ist ganz unkompliziert! Die leckeren kleinen Schwestern der Pflaumen sind es unbedingt wert, einen Platz im Vorratsregel eingeräumt zu bekommen – auch wenn sie da sicherlich nicht lange bleiben, weil sie ruckzuck aufgegessen sind. ;)

      Darum nichts wie los, ich zeige dir, wie es geht!

      Inhaltsverzeichnis
      Im Überblick: So geht Mirabellen einkochen
      Welche Früchte wähle ich aus?
      Vorbereitungen zum Mirabellen einkochen
      Mirabellen einkochen
      Leckere Rezepte

      Im Überblick: So geht Mirabellen einkochen

      Falls du nicht lange lesen, sondern sofort deine Mirabellen einkochen möchtest, habe ich hier eine Tabelle für dich, wo du alles Wichtige kurz und kompakt zusammengefasst findest.

      7 Schritte zum Mirabellen einkochenSo geht es
      Schritt #1: Mirabellen ernten / einkaufenreife aber nicht überreife, unbeschädigte Früchte wählen 
      Schritt #2: Mirabellen vorbereitenMirabellen waschen, halbieren, entkernen
      Schritt #3: Gläser und Utensilien sterilisierenTwistOff Gläser oder Weckgläser* mit kochend heißem Wasser übergießen, Deckel und evtl Gummis* in Essigwasser 10 min abkochen
      Schritt #4: Früchte fest in die Gläser schichtenje dichter gepackt, desto weniger treiben die Früchte im Glas auf
      Schritt #5: Zuckerlösung anrühren und Gläser damit aufgießenZuckerlösung aus 600 ml Wasser und 200g Zucker herstellen, beides 5 min kochen lassen
      Schritt #6: Mirabellen einkochen im Wasserbad bei 90° C für 30 minWasser und Glasinhalt sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben
      Schritt #7: Gläser vollständig abkühlen lassenbei Weckgläsern Klammern entfernen, wenn alles komplett abgekühlt ist

      Wie wäre es jetzt noch mit schicken Etiketten für deine Gläser? Die sind das Tüpfelchen auf dem i und sorgen dafür, dass du im Vorratsregal immer den Überblick behältst.

      Lad sie dir gerne hier herunter:

      Welche Früchte wähle ich aus?

      Mirabellen sind empfindlich: Sie verderben nach zwei oder drei Tagen. Deshalb solltest du nicht allzu lange warten mit dem Mirabellen einkochen! Reife, aber nicht überreife Früchte ohne faulige Stellen sind die perfekten Einkochkandidaten.

      Wenn du dich schon mal gefragt hast, warum du Obst und Gemüse mit fauligen Stellen nicht einkochen solltest, auch wenn du die schlechten Partien herausgeschnitten hast: Das liegt daran, dass die Früchte dann schon so viele Fäulniskeime in sich tragen, dass sie im Glas schneller verderben können. Deshalb gilt die Faustformel: Was du am liebsten direkt aus der Hand essen möchtest, ist auch zum Einkochen geeignet.

      Obst, das du ausschneiden musst, verarbeitest du lieber zu Fruchtquark oder einem Kompott und genießt es frisch.

      Vorbereitungen zum Mirabellen einkochen

      Du hast jede Menge kleiner gelber Kugeln auf deinem Küchentisch? Dann lass uns mit dem Mirabellen einkochen loslegen!

      Erst einmal wäschst du die Früchte gründlich, halbierst sie und entfernst die Kerne. Vielleicht kommt dir dabei noch die ein oder andere Frucht unter, die du besser aussortieren solltest.

      Jetzt geht es ans Gläser sterilisieren: Dazu übergießt du deine Arbeitsutensilien und die TwistOff- oder Weckgläser mit heißem Wasser und kochst Deckel und eventuell Gummiringe in Essigwasser ab.

      Anschließend füllst du einen sehr großen Topf oder einen Wecktopf mit so viel Wasser, dass die Gläser mindestens zu ¾ davon bedeckt sind und stellst ihn auf die Herdplatte.

      Der Glasinhalt und das Wasser im Topf sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser hineinstellst. Deshalb ist es am besten, wenn du sofort beginnst, das Wasser zu erhitzen.

      Psst: Mit einem Wasserkocher geht das schneller und es spart auch Energie!

      Noch viel mehr Tipps und Tricks habe ich für dich in meinem Obst und Gemüse haltbar machen Kurs zusammengesammelt! Da zeige ich dir in einfachen Schritt für Schritt Anleitungen, wie du deine Ernte sicher einkochst und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

      Mirabellen einkochen
      Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

      Mirabellen einkochen

      Die vorbereiteten Früchte füllst du jetzt möglichst dicht an dicht in die Gläser und drückst sie gut nach unten.

      Für ein Kilo Mirabellen kochst du eine Zuckerlösung aus 600 ml Wasser und 200 g Zucker in einem Topf sprudelnd auf und gießt sie über die Früchte. Dann verschließt du deine Gläser sorgfältig, stellst sie in den Topf und wartest, bis das Wasser 90 ° Celsius erreicht hat.

      30 Minuten lang solltest du deine Mirabellen einkochen.

      Du möchtest lieber keinen Zucker verwenden? Dann lass ihn einfach weg! :) In diesem Fall musst du ganz besonders auf Hygiene achten und die Mirabellen eine Viertelstunde länger einkochen.

      Anschließend holst du die Gläser aus dem Topf und stellst sie zum Auskühlen auf ein Küchenhandtuch. Falls du Weckgläser* verwendet hast, nimmst du die Klammern* ab, sobald die Mirabellen Raumtemperatur haben. Jetzt fehlen nur noch die Etiketten, und dann kannst du deine Schätze ins Vorratsregal räumen!

      Du kannst dir das alles besser vorstellen, wenn du es auch siehst? Hier kannst du zuschauen, wie ich meine leckeren Zimtpflaumen einkoche:

      Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

      Mehr Informationen

      Leckere Rezepte

      Mirabellen haben leider nur recht kurz Saison. Aber durch das Mirabellen einkochen kannst du sie das ganze Jahr über aus der Vorratskammer holen und leckere Sachen daraus zaubern! Die köstlichen gelben Früchte machen immer eine gute Figur – ob im Kuchen, als Marmelade oder zu einem herzhaften Gericht. Ich habe drei tolle Rezepte für dich im Gepäck, die solltest du unbedingt ausprobieren!

      Psst: Die eingekochten Mirabellen schmecken auch einfach so wie sie sind fantastisch zu Milchreis, Grießbrei oder Waffeln!

      Rezept # 1: Mirabellenkuchen

      Liebe Gäste haben sich unerwartet angekündigt? Dann kannst du mit einem oder zwei Gläsern eingekochten Mirabellen einen schnellen Kuchen backen! :)

      Das brauchst du:

      • 750 g Mirabellen vom Mirabellen einkochen
      • 200 g Butter
      • 175 g Zucker
      • 1 Vanillezucker
      • 1 Ei
      • 300 g Mehl
      • ½ Päckchen Backpulver
      • 100 g Mandeln oder Haselnüsse, grob gehackt
      • Zimt nach Geschmack

      Und so geht es:

      Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und die Mirabellen abtropfen lassen.

      Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker, Zimt und dem Ei verrühren. Mehl, Backpulver und Nüsse dazugeben und alles vorsichtig vermischen.

      3/4 des Teiges in eine eingefettete Springform geben und einen Rand formen. Die Mirabellen auf den Teig legen. Den restlichen Teig als Streusel auf den Mirabellen verteilen.

      45 Minuten backen, bis der Teig goldgelb aussieht.

      Mirabellen einkochen: Mirabellenmus im Topf

      Rezept # 2: Mirabellensuppe

      Eine kalte Suppe an heißen Tagen für zwei Schleckermäuler! 

      Das brauchst du:

      • 500 g Mirabellen vom Mirabellen einkochen
      • Zucker nach Geschmack
      • ½ Päckchen Vanillepuddingpulver
      • 1 Liter (Pflanzen-) Milch (du kannst auch Teile der Milch mit Mirabellensud ersetzen)
      • Schale von einer Biozitrone

      Und so geht es:

      Mirabellen abtropfen lassen, den Sud aber aufheben! Dann die Mirabellen pürieren. Puddingpulver in etwas Milch auflösen. Die übrige Flüssigkeit zusammen mit der Zitronenschale zu den Mirabellen geben. Mit Zucker abschmecken und aufkochen. Milch-Puddingpulver-Gemisch zugeben, dabei gut umrühren. Alles drei bis vier Minuten kochen und ständig weiterrühren. Suppe vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren am besten noch einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

      Psst: Diese Suppe eignet sich auch gut als sommerliches Dessert!

      Rezept # 3: Mirabellen-Senf

      Der Mirabellensenf passt mit seinem fruchtig-pikanten Geschmack perfekt zu würzigem Käse. Dieses Rezept ist so schnell gemacht, dass du es kurz vorher fix zusammenrühren kannst. Im Kühlschrank hält sich der Senf ein paar Tage. Falls du ihn länger aufheben möchtest, solltest du ihn aber einfrieren, weil er kalt gerührt ist.

      Das brauchst du:

      • 200 g Mirabellen vom Mirabellen einkochen
      • 2 EL Weißweinessig
      • 2 EL Senfpulver
      • 50 g Zucker (je nach Geschmack)
      • Salz, Pfeffer, Chilipulver

      Und so geht es:

      Mirabellen abtropfen lassen, mit dem Essig in eine Schüssel geben und fein pürieren. 

      Dann Zucker und Senfpulver zugeben und gut verrühren. Mit Gewürzen und Essig abschmecken und in ein sauberes Glas füllen. Guten Appetit! :)

      Mirabellen einkochen geht schnell und du kannst ein Glas davon immer dann genießen, wenn du gerade Lust darauf hast. Deshalb nutz unbedingt die Zeit, in der die Mirabellen reif sind, und hol sie dir in deine Vorratskammer! ;)

      Du möchtest nicht nur Mirabellen einkochen, sondern auch anderes Obst und Gemüse? Dann lies gern hier gleich weiter:

      Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

      Birnen einkochen: von Omas Rezept bis richtig trendy!

      Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

      Welche Tipps hast du zum Mirabellen einkochen? Lass mir gerne einen Kommentar da! :)

      *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

      Eigene Etiketten: So werden deine Gläser zum Blickfang! + Vorlage

      Ob Marmelade, Chutney oder Apfelmus – Sommerzeit ist Einkochzeit! Hast du schon darüber nachgedacht, wie du aus deinen selbstgemachten Leckereien richtige kleine Meisterwerke zauberst? Eigentlich ganz einfach: Das passende Etikett muss her!

      Inhaltsverzeichnis:
      Hier kommt deine Etiketten-Vorlage zum Ausdrucken!
      So nutzt du die Etiketten clever
      Klein aber oho: Etiketten für selbstgemachte Geschenke
      Geschenkidee: Heißer Apfelsaft mit Gewürzen
      Füll den Geschenkkorb und die Vorratskammer!

      Hier kommt deine Etiketten-Vorlage zum Ausdrucken!

      Weil zu selbstgemachter Marmelade und hausgemachtem Chutney eigene Etiketten einfach dazu gehören, habe ich kurzerhand meine eigenen Etiketten entworfen. Und die möchte ich super gern mit dir teilen!

      Ganz ehrlich: Ich liiiebe sie! ♥♥♥ Ich wollte schon so richtig lang Etiketten haben, die schön aussehen, praktisch sind UND die ich ganz einfach jederzeit zuhause ausdrucken kann. Das hier ist dabei herausgekommen:

      Mit dieser Etiketten-Vorlage werden deine frisch eingekochten Schätze zu richtig schicken, ganz persönlichen Geschenken! Du kannst die Etiketten entweder individuell mit deiner schönsten Schrift gestalten oder die Namen deiner Kreationen vor dem Drucken in die Etiketten einfügen – beides ist ganz einfach.

      Also, nichts wie ran an die Vorratskammer! Verpass deinen Gläsern ein schickes neues Kleid!

      So nutzt du deine Etiketten clever

      Du findest in der Vorlage ganz klassische Etiketten zum Aufkleben, aber auch solche, die du mit einer Schnur an deinen Gläsern befestigen kannst. Die sehen besonders bei selbstgemachtem Saft und Sirup in Flaschen toll aus.

      Die Hänge-Etiketten druckst du am besten auf etwas stabilerem Papier aus und stanzt dann mit einem Locher ein Loch an der markierten Stelle. Fertig ist ein schicker Anhänger!

      Die „normalen“ Etiketten kannst du einfach auf Papier ausdrucken, auf der Rückseite mit etwas Milch anfeuchten und dann auf das Glas kleben. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sich die Etiketten später mühe- und rückstandslos wieder von den Gläsern entfernen lassen.

      Die Einmach-Etiketten sehen übrigens nicht nur hübsch aus, sondern sollten an deinen Konserven auch auf keinen Fall fehlen, wenn du in deinem Vorratsschrank immer den Überblick behalten willst.

      Klein aber oho: Etiketten für selbstgemachte Geschenke

      Ich verschenke unglaublich gerne Selbstgemachtes. Da stecken einfach so viel Herzblut, Zeit und Liebe drin, dass das ein besonders wertvolles Geschenk ist, finde ich. Und ein Gläschen Sommer im Glas kann niemand irgendwo kaufen! ;)

      Besonders Gläser mit Chutney, Marmelade und anderen selbstgemachten Köstlichkeiten, die ich aus Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten gezaubert habe, erzählen immer ihre ganz eigene Geschichte…

      Die Geschichten fangen noch in den letzten Wintertagen an: Da säe ich vorsichtig Tomatensamen aus, die im Frühjahr zu jungen Pflanzen heranwachsen. Von denen pflücke ich im Hochsommer dann süße Früchte, die jetzt sonnengetrocknet als kleine Versuchung – herrlich duftend – in dem liebevoll verzierten Glas in einem Korb auf ihren großen Auftritt warten.

      In dem Glas ist also ein ganzes Jahr aus meinem Leben verpackt – ist das nicht ein wunderschöner Gedanke?

      Geschenkidee: Heißer Apfelsaft mit Gewürzen

      Machst du deinen eigenen Apfelsaft? Dann kommt hier ein kleiner Tipp für ein winterliches Geschenk, das garantiert super ankommt: Ein Heißer Apfelsaft to go!

      Dafür brauchst du:

      • Eine Flasche selbstgemachten Apfelsaft
      • Ein ausgedrucktes Hänge-Etikett
      • Eine hübsche Schnur
      • Ein kleines Stückchen Mulltuch
      • Nach Geschmack: Sternanis, Zimtstange, Nelken, Pfefferkörner, Kardamomkapseln
      • Eine getrocknete Orangenscheibe
      • Ein paar gedörrte Apfelringe

      So geht’s:

      1. Beschrifte das ausgedruckte Etikett und stanze ein Loch hinein.
      2. Lege alle Gewürze in das Mulltuch und binde es mit der Schnur zu einem kleinen Säckchen zusammen.
      3. Nun fädelst du die Schnur durch die Apfelringe, die Orangenscheibe, das Etikett, und hängst das ganze zusammen mit dem Gewürzsäckchen um den Flaschenhals – fertig ist der Hingucker!

      Füll den Geschenkkorb und die Vorratskammer!

      Der Apfelsaft ist in der Flasche und nun suchst noch nach weiteren Leckereien, mit denen du deinen Geschenkkorb füllen kannst?

      Dann schau doch mal in meinem „Obst und Gemüse haltbar machen“-Onlinekurs vorbei! Dort lernst du Schritt für Schritt, wie du deine Vorratskammer bunt und abwechslungsreich füllst und so das ganze Jahr über selbstgemachte Leckereien naschen kannst. Mmmhhh :)

      Wenn du noch unentschlossen bist, habe ich für dich aber auch gleich hier ein paar leckere Rezepte, für die du deine neue Etiketten-Vorlage natürlich gleich verwenden kannst, und über die sich sicherlich jeder freuen wird – du allen voran! :)

      Tomaten trocknen – den Geschmack des Sommers einfangen

      Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

      Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

      Welche Etiketten aus der Vorlage gefallen dir am besten? Die Etiketten zum Aufkleben oder zum Anhängen? Lass mir gerne einen Kommentar da!

      Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.