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Maulwurf vertreiben: Maulwurf

Maulwurf vertreiben: 9 ultimativ wirksame Methoden!

Einen Maulwurf vertreiben ist leichter gesagt als getan! Denn zum einen steht er unter Naturschutz, zum anderen haben die Tiere haben ihre ganz eigene Vorstellung davon, wo sie ihr Zuhause anlegen und heimisch werden. Zum Glück bist du ihrer Willkür aber nicht hilflos ausgeliefert, sondern kannst einiges dafür tun, dass dein Maulwurf zukünftig lieber woanders seine Gänge buddelt als ausgerechnet in deinem Gemüsebeet.

Inhaltsverzeichnis:
Maulwurf vertreiben – ja oder nein?
NO GOs beim Maulwurf vertreiben
Maulwurf vertreiben: Diese Methoden gibt’s!
#1 Geruchsbelästigung
#2: Ruhestörung
Versöhnung mit dem Maulwurf

Maulwurf vertreiben – ja oder nein?

In deinem Garten erscheinen über Nacht wie von Zauberhand neue Erdhügel und bringen deine Beete durcheinander? Ständig werden es mehr, sie schießen wie Pilze aus dem Boden? Gleicht dein Rasen mittlerweile eher einer Vulkanlandschaft als einer verträumten Wiese?

Dann denkst du schnell: Der Übeltäter muss weg – Maulwurf vertreiben steht auf der Tagesordnung!

Bevor du zur Tat schreitest, solltest du dir aber ein paar Dinge vor Augen halten.
Das Wichtigste vorab: Maulwürfe stehen in Deutschland unter Naturschutz und dürfen weder gefangen noch verletzt werden. Du wolltest dem Tier doch sicherlich sowieso nur freundlich den Weg zum Gartentor weisen, oder?

Denn außer Bitten und Rausekeln hast du keine weiteren legalen Optionen bei der Operation ‚Maulwurf vertreiben‘. Und seinen wir mal ehrlich, alles andere wäre auch moralisch nicht okay und kommt schon allein deshalb nicht in Frage.

Es gibt immer zwei Seiten der Medaille!

Da ist Licht am Ende des Maulwurftunnels! Ja, ein Maulwurf bringt ganz offensichtlich Chaos in den Garten. Was du allerdings nicht siehst, sind all die guten Taten, die er still und heimlich vollbringt. Denn Maulwürfe sind richtig gut funktionierende biologische Schädlingsbekämpfer!

Ob Drahtwürmer, Engerlinge oder Schnecken – sie alle stehen auf dem Speiseplan des Tunnelgräbers. Und ein Schneckenfeind ist  doch unser Freund, oder? Vielleicht ist es letztendlich gar nicht so schlimm, einen Maulwurf im Garten zu beherbergen?

Die Natur ist schon genial! Mit dem richtigen Wissen können wir uns ganz viele natürliche Effekte im Garten zunutze machen – nicht nur bei der Schneckenbekämpfung!
Wusstest du, dass sich auch Pflanzen gegenseitig in ihrem Wachstum und ihrer Gesundheit günstig beeinflussen können? Wenn du diese Effekte in deinem Gemüsebeet clever nutzen möchtest, dann lade dir hier gern meine Mischkulturtabelle herunter und puzzle deine Traumbeete zusammen!


Dich stören lediglich die Erdhügel? Den Maulwurf auch! Deshalb bringt er die überschüssige Erde ja aus dem Boden – er braucht mehr Platz da unten! Einen Nutzen haben die Haufen für ihn aber nicht. Du kannst sie also getrost abtragen und deinen Garten so von den Maulwurfshaufen befreien. Vielleicht reicht das ja schon für eine friedliche Koexistenz?

Ich nutze die Maulwurfshaufen sogar gern. Der Erdaushub, den der Maulwurf da aus der Tiefe ans Tageslicht befördert, ist meistens nämlich super geeignet für die Jungpflanzenanzucht! Ich mische die Erde am liebsten mit Kompost und verwende sie als Substrat für die Aussaattöpfchen meiner Gemüseanzucht.

PRO Maulwurf vertreibenCONTRA Maulwurf vertreiben
Die Maulwurfshügel nervenDer Maulwurf bekämpft Schädlinge
Der Maulwurf liefert Aussaaterde
Maulwürfe stehen unter Artenschutz

Eigentlich spricht also viel mehr dafür, den Maulwurf gewähren zu lassen, statt ihn zu vertreiben. Aber je nachdem, wie wichtig dir ein ordentlicher Garten ist, kommt das eben nicht für alle Gärtner*innen in Frage.

Wenn du dich dagegen entscheidest, deinem Maulwurf einen unbefristeten Untermietvertrag auszustellen, ist das natürlich absolut legitim. In diesem Fall solltest du jetzt einen Plan austüfteln, um den unerwünschten Besuch wieder loszuwerden.

Maulwurf vertreiben: Maulwurfshügel

NO GOs beim Maulwurf vertreiben

Beim Maulwurf vertreiben ist vieles nicht erlaubt – Stichwort Artenschutz. Verboten sind das Fangen, Verletzen und Töten von Maulwürfen, aber auch die Beschädigung oder Zerstörung ihrer Behausungen.

Manche Methoden, die dir vielleicht aus Opas Schrebergarten noch bekannt vorkommen, solltest du daher besser nicht anwenden, wenn du dich nicht strafbar machen möchtest. Hier ein kleiner Überblick darüber, was definitiv nicht erlaubt ist:

  • Gänge aufgraben, beschädigen oder zerstören
  • Lebendfallen aufstellen
  • Auslegen von Giftködern
  • Fluten der Maulwurfsgänge mit Wasser

Von diesen Methoden solltest du unbedingt die Finger lassen. Einzig erlaubt ist das Vergrämen der Tierchen, also das Rausekeln aus deinem Garten.

Wie du das schaffst? Na so:

Maulwurf vertreiben: Diese Methoden gibt’s!

Ein Maulwurf verzieht sich nur dann aus deinem Garten, wenn du ihm deutlich zeigst, dass er nicht willkommen ist – ohne ihm dabei Schaden zuzufügen. Das kann mitunter schon ein Weilchen dauern. Hartnäckigkeit und Ausdauer sind also gefragt!

Maulwürfe sehen angeblich zwar nicht besonders gut, haben aber ein feines Näschen und empfindliche Ohren. Sie finden es gar nicht lustig, wenn es laut wird oder unangenehm riecht. Und genau hier liegt unsere Chance beim Maulwurf vertreiben!

Die Methoden, um einen Maulwurf loszuwerden, lassen sich in die Kategorien Geruchsbelästigung und Ruhestörung einteilen. Aber lass uns vorne anfangen…

#1 Geruchsbelästigung

Die unkomplizierteste Waffe, um einen Maulwurf zu vertreiben, sind übelriechende Hausmittel. Hierfür stehen dir verschiedene Mittelchen zur Auswahl. Alle Stinkbomben legst du in die Eingänge der Maulwurfsgänge, verschließt diese und erneuerst sie regelmäßig, sodass der strenge Geruch dauerhaft besteht und deinem Maulwurf den Alltag verübelt.

Der Gestank sollte das Gangsystem regelrecht durchdringen. Dafür platzierst du deine Duftstoffe in möglichst vielen Maulwurfshügeln. Ich weiß, das kann ganz schön aufwändig sein!

Obacht, auch nach dem Auszug der Tiere solltest du für eine Weile weiterhin für strengen Geruch sorgen. Sonst kann es passieren, dass dein Maulwurf schneller zurück ist, als dir lieb ist. Die Kerlchen sind nämlich nicht blöd!

Maulwürfe mögen keinen säuerlichen Geruch. Ein in Essig oder Zitronensaft getränktes Tuch kann ein erster Versuch sein, den Maulwurf zu vertreiben. Einen noch größeren Effekt erzielst du mit saurer Milch. Allerdings ist es natürlich ziemlich schade, Milch für diesen Zweck verderben zu lassen.

Ganz ähnlich sieht es bei Knoblauch aus. Hier kannst du ein paar Zehen zerdrücken und in jeden Maulwurfshaufen stecken. Auch hierfür brauchst du natürlich jede Menge Knoblauchzehen, die sich aber – wenn du mich fragst – in einer Pastasauce besser machen als im Maulwurfshügel! ;)

Mit Knoblauch einen Maulwurf vertreiben

Ganz ohne Verschwendung kommst du aus, wenn du mit dem Geruch von Alkohol deinen Maulwurf vertreiben möchtest. Dafür reichen nämlich leere Flaschen von möglichst hochprozentigen Spirituosen. Vielleicht gibt’s ja eine Bar in deiner Nähe, wo du ein paar leere Flaschen abgreifen kannst?

Diese steckst du kopfüber in die Maulwurfgänge, sodass der Geruch sich so richtig ausbreiten kann. Also ich würde da im Handumdrehen meine Koffer packen! Pfui!

Du hast einen Hund? Jackpot! Nach dem nächsten Bürsten hebst du das Büschel Hundehaare aus der Bürste auf und verwendest es zum Maulwurf vertreiben in den Eingängen der Maulwurfsbehausungen.

#2: Ruhestörung

Der Maulwurf ist ein genügsamer Geselle. Er möchte eigentlich einfach nur in seinen kühlen, dunklen Gängen verweilen und seine Ruhe vor der Welt da draußen haben. Diesen Gefallen tun wir ihm aber nicht – er soll schließlich merken, dass dein Garten vielmehr ein Ort des Trubels und der Heiterkeit als eine stille Oase ist. Ob das der Wahrheit entspricht, sei mal dahin gestellt… das muss dein Maulwurf ja nicht wissen! ;)

Den Maulwurf vertreiben penetrante Geräusche, die ihm tierisch auf den Geist gehen. Es ist dabei wichtig, dass die Geräusche möglichst oft und möglichst lange auftreten, was auch für dich zur Geduldsprobe werden kann. Überleg dir also gut, mit welchem Lärm in deinem Garten du dich noch wohl fühlst.

Mit einem Windspiel den Maulwurf vertreiben

Eine Möglichkeit ist es, ein Windspiel aufzuhängen. Das ist schnell erledigt und kann sogar einen echten Mehrwert bieten für das lauschige Ambiente im Garten. Es ist aber leider nicht die wirksamste Methode.

Viel effektiver sind tobende Kinder! Vielleicht ist das ein guter Anlass, mal eine Gartenparty für die Kinder aus der Nachbarschaft zu veranstalten und dann zum Sackhüpfen und Wettrennen zu animieren? Der Maulwurf wird das sicherlich gruselig finden – und die Kinder werden begeistert sein!

Ein motorisierter Rasenmäher erzeugt ebenfalls Geräusche und Vibrationen, über die dein Maulwurf so gar nicht begeistert sein wird. Ich liebe es allerdings, Teile des Gartens einfach wild wachsen zu lassen und gar nicht zu mähen. Das freut die Insekten und somit die Biodiversität im Garten. Wenig zu mähen ist noch dazu ressourcenschonender – auch wenn der ein oder andere Nachbar den Kopf schütteln mag.

Grundsätzlich gilt beim Maulwurf vertreiben: Viel hilft viel! Am wirkungsvollsten ist eine Kombi aus Lärmbelästigung und Ruhestörung. Je ungemütlicher es ist, desto eher verlässt dein Maulwurf mit Sack und Pack deinen Garten.

Wenn alles nichts nützt, kannst du auch zu einem professionellen Maulwurfschreck greifen. Das ist ein kleines Gerät, das Schallwellen absondert, die den Maulwurf vertreiben. Du steckst es einfach in die Erde und wartest, bis  es seinen Job erledigt hat.

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Versöhnung mit dem Maulwurf

By the way: Du kannst dich eigentlich geschmeichelt fühlen, wenn ein Maulwurf in deinem Garten Quartier genommen hat. Denn der Tunnelgräber zieht nicht überall ein! Die Erde, durch die er sich gräbt, muss schon lockerluftig sein, damit ihm das Graben leichtfällt und er deinen Boden als Premiumwohnort ausmacht.

In deinem Garten summt und brummt es und es gibt Blüten in allen Farben und Formen? Herzlichen Glückwunsch zu deinem kleinen Paradies! Das musst du demnächst vielleicht mit einem Maulwurf teilen… denn auch Ecken mit einer großen und gesunden Biodiversität ziehen ihn an. Hier findet er nämlich all seine Leibspeisen direkt vor der Haustür.

Sieh’s positiv: Der Maulwurf macht die Biodiversität in deinem Garten um eine weitere Tierart reicher! Und da eine möglichst diverse Flora und Fauna auch etwas ist, das uns am Gärtnerherz liegt, gleicht der Einzug des Maulwurfs ja irgendwie auch einem dicken Kompliment für das, was du in deinem Garten geschaffen hast!

Ein kleines Gartenparadies mit Obst, Gemüse und bunten Blumen ist dein absoluter Traum, aber du weißt nicht so recht, wie und wo du anfangen sollst? Dann komm gern in meinen Gemüsegarten starten-Onlinekurs – da erzähle ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen Traumgarten anlegst.
Und vergiss nicht, dir meine Mischkulturtabelle herunterzuladen, damit deine Beete noch bunter werden!

Oder du stöberst einfach noch ein bisschen weiter! Wie wäre es mit einem dieser Artikel?

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Hat das Maulwurf vertreiben bei dir geklappt? Welche Methode hat den Maulwurf dazu gebracht, Reißaus zu nehmen?

Bohnen einfrieren: gefrorene Bohnen

Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung!

Bohnen einfrieren ist eine super Methode, wenn dich das ausgesprochen unkomplizierte und leckere Gemüse im Sommer mit einer wahren Ernteschwemme beglückt. So kannst du in aller Ruhe nach und nach deinen Bohnenberg wegschlemmen, ohne dass etwas verdirbt.
Darum nichts wie raus in den Garten: Bohnen ernten! :)

Inhaltsverzeichnis
Ratzfatz: Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung
Untergetaucht: Bohnen blanchieren
Ausgekocht: Rohe Bohnen einfrieren
Ganz und gar: Gekochte Bohnen einfrieren
Allumfassend: Kann ich alle Sorten von Bohnen einfrieren?
Ganz einfach: Bohnen einfrieren und auftauen
Gaumenschmaus: Rezepte für eingefrorene Bohnen

Ratzfatz: Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung

Falls du schon einen großen Bohnenberg auf deinem Küchentisch liegen hast, und sofort loslegen willst mit dem Bohnen einfrieren, schau doch mal in diese Übersicht, da habe ich dir alle Schritte zusammengefasst:

Bohnen einfrieren – Die einzelnen ArbeitsschritteTipps und Tricks
Schritt #1: Bohnen putzenEnden abschneiden, evtl Fäden abziehen, waschen und in mundgerechte Stücke schneiden
Schritt #2: Bohnen blanchieren Für 2-3 Minuten in erst kochendes Wasser, dann 5 Minuten in kaltes Wasser geben.
Schritt #3: Bohnen mit Schaumkelle aus dem Wasser holenGut abtropfen lassen und abtrocknen, damit sich keine Eiskristalle bilden.
Schritt #4: Bohnen in Gläser, Edelstahlbehältnisse, Gefrierbeutel oder Plastikdose packenAm besten nur so viele Bohnen in ein Behältnis geben, wie du für eine Mahlzeit brauchst.
Schritt #5: Bohnen einfrieren! ;)Bohnen sind tiefgekühlt 10 Monate haltbar.

Auch Bärlauch lässt sich übrigens prima einfrieren und so das ganze Jahr über genießen

Und falls du auf der Suche nach weiteren Einkochideen bist, findest du in meinem kleinen Rezeptebuch bestimmt noch die eine oder andere Inspiration!

Lad es dir gerne hier herunter:

Untergetaucht: Bohnen blanchieren

Immer wieder kommt die Frage bei mir an, was bedeutet blanchieren eigentlich. Blanchieren meint, dass du dein Gemüse 2-3 Minuten in kochendes Wasser tauchst und es dann sofort in sehr kaltes Wasser, am besten Eiswasser, gibst. So stoppst du den Kochvorgang schnell und verhinderst, dass dein Gemüse weitergart.

Psst, Nerd-Alarm: Blanchieren kommt vom Französischen „blanchir“ und bedeutet wörtlich „weiß machen“. Fleisch, das du blanchierst, nimmt nämlich eine weißliche Farbe an. Nerd-Alarm off. ;)

Durch das Blanchieren tötest du Keime ab und sorgst dafür, dass Geschmack, Farbe und Vitamine deiner leckeren Bohnen auch beim Tiefkühlen bestmöglich erhalten bleiben.

Wenn du außer Bohnen einfrieren auch andere sichere Methoden zum Haltbarmachen deiner Ernte kennenlernen möchtest, komm doch in meinen Vorratskammer starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du ganz einfach und ohne viele Gerätschaften leckere Vorräte zauberst und so das ganze Jahr über die Ernte aus deinem Garten genießen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist!

Bohnen einfrieren: Bohnen im Eiswasser

Ausgekocht: Rohe Bohnen einfrieren

Auch wenn das Blanchieren ein zusätzlicher Arbeitsschritt ist: es lohnt sich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass roh eingefrorene Bohnen ihren Geschmack so ziemlich verlieren und nur dem Aussehen nach noch Bohnen sind. Und das ist wirklich jammerschade!

Darum lege ich dir das Bohnen blanchieren wirklich ans Herz. Es ist ja auch eigentlich schnell gemacht. ;)

Grundsätzlich kannst du deine Bohnenernte aber auch roh einfrieren, nachdem du sie geputzt und gewaschen hast! Dabei wird nichts ungenießbar oder giftig – es kann eben nur passieren, dass Geschmack, Farbe und Vitamine darunter leiden.

Auch Rosenkohl, Spinat und Karotten blanchierst du besser, bevor du sie einfrierst!

Falls du auf Plastik verzichten möchtest in deiner Küche, kannst du zum Bohnen einfrieren übrigens auch Gläser oder verschließbare Gefäße aus Edelstahl verwenden.

Ganz und gar: Gekochte Bohnen einfrieren

Falls es bei dir mittags schnell gehen muss oder du die Bohnen für einen (zukünftigen) Salat verwenden möchtest, kannst du auch deine Bohnen einfrieren, wenn sie schon fertiggekocht sind.

Und das geht so:

  1. Die geputzten, gewaschenen Bohnen in kochendes Salzwasser geben und 10 Minuten kochen.
  2. Jetzt die Bohnen in ein Sieb schütten und mit möglichst kaltem Wasser abspülen, damit sie nicht weiter garen.
  3. Danach die Bohnen auf einem Geschirrtuch trocknen lassen und abtupfen.
  4. Nun die Bohnen in ein Behältnis geben und gut verschließen.
  5. Und schließlich die Bohnen einfrieren.

Wenn vom Essen Reste übriggeblieben sind, kannst du gleich mit dem dritten Punkt beginnen.

Auch gekochte eingefrorene Bohnen sind im Gefrierfach ungefähr zehn Monate haltbar. Danach kannst du sie immer noch prima essen – nur Geschmack, Vitamine und Farbe nehmen langsam ab.

Allumfassend: Kann ich alle Sorten von Bohnen einfrieren?

Grüne Bohnen einfrieren, Buschbohnen einfrieren, Stangenbohnen einfrieren, gelbe Bohnen einfrieren oder lila Bohnen: Sie alle kannst du in den Kälteschlaf schicken, nachdem du sie blanchiert hast. Coole Sache, oder?

Dicke Bohnen und Kidneybohnen befreist du aber erst aus ihrer Schote, bevor du sie blanchierst. Dann sind sie ebenfalls für den Aufenthalt in der Kälte bereit.

Kleiner Tipp: Bohnenkraut ist beim Bohnen einfrieren der perfekte Partner! Es verstärkt nämlich den leckeren Bohnengeschmack und hilft außerdem bei der Verdauung. Darum pack einfach ein wenig gehacktes Bohnenkraut mit in den Behälter, es lohnt sich! :)

Am leckersten schmecken dabei natürlich Kräuter, die du selber angebaut hast!

Ganz einfach: Bohnen einfrieren und auftauen

Wie Bohnen einfrieren geht, weißt du jetzt. ;) Aber was musst du beim Auftauen beachten?

Rohe Bohnen und auch Bohnenkerne enthalten das leicht giftige Phasin, das erst beim Kochen zerfällt. Blanchierte Bohnen sind noch nicht genügend durchgegart, deshalb brauchen sie noch ein Fünf-Minuten-Bad im kochenden Wasser. Bohnenkernen solltest du 15 Minuten im Topf gönnen!

Am besten packst du sie einfach gefroren in deine Suppe, Eintopf oder Auflauf und garst sie zusammen mit den anderen Zutaten fertig.

Bohnen, die du gekocht eingefroren hast, kannst du gleich nach dem Auftauen schlemmen oder auch als leckere Zutat in den Salat geben.

Bohnen einfrieren: Bohneneintopf

Gaumenschmaus: Rezepte für eingefrorene Bohnen

Bohnen sind Tausendsassas: sie machen sich eigentlich in (fast) jedem Essen richtig gut. Egal, ob du sie einfach in mit in die Suppe gibst, ihnen mit einen Bohnen-Eintopf einen Starauftritt verschaffst oder sie als Gemüsebeilage zu einem festlichen Essen verwendest – lecker sind sie immer! :)

Ich habe dir zwei meiner ultimativen Bohnen-leckerschmecker-Lieblingsrezepte aufgeschrieben – Nachahmen ausdrücklich erwünscht! ;)

Bohneneintopf

Du brauchst für 4 Personen:

1 El Öl
2 Zwiebeln
1 Dose schwarze Bohnen
Je 200 g grüne, gelbe und lila Bohnen
1 Dose gehackte Tomaten
4 Stängel Bohnenkraut (oder das Bohnenkraut vom Bohnen einfrieren)
1 gelbe Paprika
500 ml Gemüsebrühe
1 Karotte
1 TL Balsamicoessig
Salz, Pfeffer, Zucker

Und so geht es:

Zwiebeln, Karotte und Paprika putzen und in Stücke schneiden. In heißem Öl glasig braten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Grüne, gelbe und lila Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden. Zusammen mit Tomaten, Bohnenkraut, schwarzen Bohnen und Balsamico dazugeben. Alles 10-15 Minuten köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Bohnencremesuppe

Du brauchst für 4 Personen:

1 El Öl
600 g grüne Bohnen
1 Zwiebel
2 mittelgroße Kartoffeln
1 Knoblauchzehe
4 Stängel Bohnenkraut (oder das Bohnenkraut vom Bohnen einfrieren)
750 ml Gemüsebrühe
200 ml süße Sahne
Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft

Und so geht es:

Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Im Öl anbraten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Bohnen kleinschneiden und mit Bohnenkraut dazugeben. 10-15 Minuten köcheln lassen. Bohnenkrautstängel entfernen (gehacktes Bohnenkraut kann drinbleiben) und mit Sahne aufgießen. Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Bohnen einfrieren ist eine tolle Methode, um deine Ernteschwemme haltbar zu machen und so das ganze Jahr über Bohnen aus dem eigenen Garten genießen zu können. Und wenn alle deine Bohnen versorgt sind, kannst du mit meinem Rezeptebuch deine Haltbar machen Reise gleich fortsetzen! ;)

Außer Bohnen einfrieren möchtest du auch noch anderes Obst und Gemüse aus deinem Garten in Vorratsgläser packen? Dann lies gern hier weiter:

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

Hast du zum Bohnen einfrieren noch andere Tipps und Tricks? Ich bin schon ganz gespannt darauf, davon zu hören!

Gurkenkrankheiten

Die 5 häufigsten Gurkenkrankheiten: Vorbeugen, erkennen und loswerden!

Gurkenkrankheiten tauchen schnell auf und können dir deine Ernte ganz schön vermasseln. Du kannst aber einiges dafür tun, dass es gar nicht erst so weit kommt! Und selbst wenn sich die ein oder andere Krankheit bereits eingeschlichen hat: Mit den richtigen Sofortmaßnahmen lässt sich der Schaden begrenzen.

Inhaltsverzeichnis
Die häufigsten Gurkenkrankheiten
Echter Mehltau
Falscher Mehltau
Grauschimmel
Blattfleckenkrankheit
Mosaikfleckenkrankheit
Gurkenkrankheiten vermeiden: Richtig vorbeugen
Nur Mut trotz Gurkenkrankheiten!

Die häufigsten Gurkenkrankheiten

Ach du grüne Neune – deine Gurken sind krank? Das ist keine Seltenheit, denn Gurkenkrankheiten sind im Lauf der Saison fast schon vorprogrammiert. Es gibt leider gleich mehrere davon, die sich nur zu gerne auf deinen Gurkenpflanzen breit machen.

Mit von der Partie sind viele Pilzkrankheiten, die vor allem in verregneten Sommern auftauchen. Aber auch Bakterien und ein paar ganz fiese Viruserkrankungen machen vor deinen Gurken nicht Halt.

Die fünf häufigsten Krankheiten nehmen wir gleich ganz genau unter die Lupe. Schau aber gern schon mal in der Tabelle nach, vielleicht entlarvst du den Übeltäter in deinem Gurkenbeet ja bereits auf den ersten Blick!

KrankheitSchadbildErste Hilfe
Echter MehltauWeißer Pilzrasen, der sich abwischen lässtMilchlösung oder Natronlösung spritzen
Falscher MehltauWeißer Pilzrasen, der sich nicht abwischen lässt, Mosaikartige Flecken auf den BlätternBefallene Blätter entfernen,
Knoblauchsud oder Natronlösung spritzen,
mit Schachtelhalm stärken
Grau-schimmelMausgrauer Pilzrasen auf allen Teilen der PflanzeBefallene Blätter entfernen,
Knoblauchsud oder Natronlösung spritzen,
 mit Schachtelhalm stärken
Blattflecken-krankheitGelbgrüne, eckige Flecken auf den Blättern,
Bakterienschleim und Krustenbildung
Entsorgung der Pflanzen im Hausmüll
Mosaik-flecken-krankheitGelb-grünes, mosaikartiges Muster auf den Blättern, Wuchshemmung, Welke, VerformungenEntsorgung der Pflanzen im Hausmüll

Bevor wir so richtig tief einsteigen in die Welt der Gurkenkrankheiten, möchte ich dir noch meinen Gemüsegarten-Pflanzplan ans Herz legen! Ich habe mir nämlich viele Gedanken zu perfekten Beetpartnerschaften, Pflanzabständen und dem richtigen Timing gemacht, damit dein Gemüse möglichst gesund und munter wächst.

Und Gurkenkrankheiten haben in einem gesunden Garten natürlich viel weniger Chancen, sich an deinen grünen Freunden zu vergreifen. Also, schau unbedingt mal rein! :) Dafür trägst du einfach deine Emailadresse hier ein und der Pflanzplan flattert dann in dein Postfach.

Gurkenkrankheiten: Echter Mehltau

Echter Mehltau ist einer der ganz wenigen Schönwetterpilze! Anders als die meisten seiner Pilz-Kollegen blüht er bei Sonnenschein erst so richtig auf.

Außer auf Gurken findest du Echten Mehltau auch auf Salat, Möhren, Erbsen, Tomaten und vielen Beikräutern. Es handelt sich also nicht um eine exklusive Gurkenkrankheit!

Gurkenkrankheiten: Echter Mehltau

Symptome: Du erkennst den Echten Mehltau daran, dass die Pflanzen einen pudrig weißen Belag aufweisen. Sehen deine Gurken auch so aus? Dann versuch mal, den Belag vorsichtig wegzuwischen. Wenn das klappt, hast du den Übeltäter gefunden!

Lässt sich der Belag nicht abwischen, hast du es höchstwahrscheinlich eher mit Falschem Mehltau zu tun. Diese beiden Pilzkrankheiten haben nämlich nicht zufällig denselben Namen – sie sind im Beet leicht zu verwechseln.

Erste Hilfe: Bei einem Befall mit Echtem Mehltau gibt es zwei Hausmittelchen, mit denen du die Krankheit bekämpfen kannst. Entweder mischst du dir eine Milchlösung (1 Teil Frischmilch, 8 Teile Wasser), oder du rührst eine Natronlösung aus 2 Litern Wasser, 30 g Natron und einem Schuss Rapsöl an.

Damit spritzt du die befallenen Blätter – von oben und von unten! – regelmäßig über mehrere Tage hinweg ein, bis sich Besserung zeigt. Dabei sollte es bewölkt sein, sonst bekommen die angegriffenen Blätter auch noch einen Sonnenbrand. Lass die Pflanzen zwischenden Behandlungen immer gut abtrocknen.

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Gurkenkrankheiten: Falscher Mehltau

Wenn es unter den Gurkenkrankheiten eine gibt, auf die Verlass ist, dann ist das der Falsche Mehltau.

Mit seinem Erscheinen musst du früher oder später rechnen, wenn du Gurken anbaust. Irgendwann im Verlauf des Sommers taucht diese lästige Pilzkrankheit immer auf. Besonders in regenreichen Jahren schleicht sich der Falsche Mehltau häufig schon im Frühsommer ins Beet, was super ärgerlich ist. Aber es ist eben auch einfach nicht jedes Jahr ein Gurkenjahr.

Auch wenn die Nächte wieder kühler werden und es zu Taubildung kommt, fühlt der Pilz sich herzlich eingeladen! Denn der Falscher Mehltau liebt Nässe, ganz besonders freuen ihn feuchtwarme Sommer. Deshalb ist er auch besonders tückisch für Freilandgurken und für Gurken in schlecht belüfteten Gewächshäusern, wo sich die feuchte Luft staut.

Auch wenn du deine Gurken stark gießt, schwitzen sie das Wasser aus und bieten dem Falschen Mehltau so eine super Angriffsfläche. Aber gerade deine Gurken solltest du ja ordentlich und regelmäßig gießen, um zu vermeiden, dass sie bitter und giftig werden! Hier ist also der goldene Mittelweg gefragt.

Gurkenkrankheiten: Falscher Mehltau

Symptome: Du erkennst den Schlingel an seinem weiß-gräulichen Pilzrasen, der sich nicht abwischen lässt, und häufig an den Blattunterseiten auftritt. Außerdem bilden sich in der Regel gelbbraune Flecken auf den Blättern. Obacht – die können auch ein Hinweis auf das tückische Mosaikvirus sein, schau also lieber ganz genau hin.

Erste Hilfe: Wenn du Falschen Mehltau an deinen Gurken festgestellt hast, solltest du die betroffenen Blätter unbedingt entfernen – ab in die Hausmülltonne damit!

Dann sprühst du Knoblauchsud oder Natronlösung auf die Pflanzen (siehe oben). Wenn du ihnen einen regelrechten Immunbooster verpassen willst, gibst du ins Gießwasser noch ein wenig verdünnte Ackerschachtelhalmjauche. Sie stärkt deine Pflanzen und sorgt dafür, dass sie nicht so leicht weiteren Gurkenkrankheiten zum Opfer fallen.

Schon gewusst? Den Falschen Mehltau gibt es bei verschiedenen Gemüsearten – aber die Erreger sind jeweils unterschiedlich und auf ein oder zwei Gemüse spezialisiert. Deine Gurken sind also nicht in Gefahr, wenn sich Falscher Mehltau auf deinen Erbsen oder Tomaten ausbreitet. Puh, Glück gehabt!

Gurkenkrankheiten: Grauschimmel

Grauschimmel ist streng genommen gar keine spezifische Gurkenkrankheit. Aber er befällt auch Gurkenpflanzen, daher solltest du ihn auf dem Schirm haben, wenn du nach dem Verwüster deines Gurkenbeetes forschst.

Symptome: Du kennst Grauschimmel vielleicht von der grau verschimmelten Zitrone in der Obstschale oder den verdorbenen Erdbeeren, die plötzlich in einen Pelzmantel gehüllt sind. Igitt! Aber auch die Gurken kann’s erwischen…

Typisch für diesen Pilz ist der mausgraue Pilzrasen, der sich über alle Teile der Pflanze ausbreitet. Da ist der Grauschimmel wirklich nicht wählerisch – typisch Schimmelpilz halt!

Erste Hilfe: Bei Befall mit Grauschimmel wendest du dieselben Erste-Hilfe-Maßnahmen an wie bei Falschem Mehltau: Betroffene Blätter entsorgen, Knoblauchsud oder Natronlösung sprühen, und dann die Pflanzen mit verdünnter Schachtelhalmbrühe und einer Extraportion Liebe verwöhnen. :)

Gurkenkrankheiten: Blattfleckenkrankheit

Mit der Blattfleckenkrankheit kommt das erste Bakterium unter den Gurkenkrankheiten ins Spiel. Wenn du Pech hast, bringen deine Gurkensamen den Erreger bereits mit, es handelt sich nämlich um eine samenübertragbare Krankheit. Aber auch Wind, Regen und Gartengeräte können die Bakterien übertragen.

Wie viele bakterielle Erkrankungen bahnt sie sich durch offene Stellen und bestehende Verletzungen einen Weg ins Innere der Pflanze. Das können durch Schädlinge verursachte Bissstellen sein, oder aber auch die Schnittstelle, an der du die Früchte aberntest. Nimm zum Ernten also am besten immer eine saubere Gartenschere.

Symptome: Die Blattfleckenkrankheit macht sich durch eckige, gelbbraune Flecken bemerkbar, die teilweise schleimig oder krustig sind. Ganz und gar keine schöne Angelegenheit!

Erste Hilfe: Gegen diese Krankheit ist kein Kraut gewachsen. Identifizierst du sie bei dir im Garten, hast du traurige Gewissheit: Deine Gurkenernte musst du leider aufgeben. Entsorge alle Gurkenpflanzen vollständig im Hausmüll und vergiss nicht, deine Werkzeuge danach gründlich zu desinfizieren. Das war einfach Pech… Nächstes Jahr hast du bestimmt mehr Glück!

Gurkenkrankheiten: Mosaikfleckenkrankheit

Last but not least kommen wir zu einem ganz üblen Burschen unter den Gurkenkrankheiten: Der Mosaikfleckenkrankheit, die vom Gurkenmosaikvirus hervorgerufen wird. Dieses Virus ist nicht wählerisch: Auch zahlreiche weitere Pflanzen befällt es liebend gern, darunter die gesamte Familie der Kürbisgewächse.

Gurkenkrankheiten: Mosaikfleckenkrankheit

Symptome: Du erkennst die Krankheit an einem gelb-grünen mosaikartigen Muster auf den Blättern deiner Pflanzen.

Infizierte Pflanzen sind außerdem oft in ihrem Wuchs gehemmt und zeigen Welkeerscheinungen oder Verformungen der Triebe und Früchte auf.

Besonders mies ist, dass die Symptome erst 10-14 Tage nach der Infektion auftreten. Das bedeutet, dass du möglicherweise das Virus in deinem Garten schon weitergetragen hast, ohne davon etwas zu merken.

Erste Hilfe: Ist die Gurkenkrankheit einmal in deinen Beeten angekommen, ist leider jede Hilfe umsonst. Jetzt kannst du nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Befallene Pflanzen solltest du unbedingt entsorgen. Ganz wichtig: Immer die gesamte Pflanze entfernen, denn der Virus ist im Pflanzensaft und dadurch bereits in der gesamten Pflanze, auch wenn nur einzelne Blätter verfärbt sind.

Gurkenkrankheiten vermeiden: Richtig vorbeugen

Du siehst: Bei manchen Krankheiten sind die Möglichkeiten, deine Pflanzen mit Sofortmaßnahmen vor dem Schlimmsten zu bewahren, einfach sehr begrenzt. Deshalb ist beim Thema Pflanzengesundheit vor allem eines super wichtig: Vorbeugen, Vorbeugen, Vorbeugen!

Denn schon bevor sich Gurkenkrankheiten bei dir im Garten breit machen, kannst du ganz viel richtig machen und den Bakterien, Viren und Pilzen das Leben so richtig erschweren! Und das schon, bevor du überhaupt mit der Aussaat loslegst:

Augen auf beim Saatgutkauf!

Informier dich unbedingt über deine Bezugsquellen und verwende nur Saatgut von vertrauenswürdigen Samengärtnereien, die ihr Handwerk verstehen. So riskierst du schon mal nicht, dir Krankheiten im Saatguttütchen ins Haus zu tragen. Wenn du gesunde Pflanzen hast, kannst du auch dein eigenes Saatgut verwenden.

Auch die Wahl der Gurkensorte kann den entscheidenden Unterschied ausmachen! Es gibt nämlich Sorten, die besonders resistent gegen bestimmte Krankheiten, wie zum Beispiel Mehltau, sind.

Gurken artgerecht halten!

Zufriedene Pflanzen, die unter perfekten Anbaubedingungen wachsen und gedeihen dürfen, sind in der Regel gesünder und widerstandsfähiger gegen Gurkenkrankheiten als solche, die sich schon bemühen müssen, über die Runden zu kommen. Logisch, oder?

Was deine Gurken für ein glückliches Pflanzenleben alles brauchen, habe ich dir hier ganz ausführlich beschrieben. Von der Aussaat über die Pflege bis hin zur Reife findest du alle wichtigen Infos, die du für eine satte Gurkenernte brauchst!

Um dabei die Übersicht zu behalten, lädst du dir am besten gleich meinen Pflanzplan herunter.

Als kleines Verwöhnpaket kannst du deinen Gurken auch regelmäßig zusätzlich ein Spa-Programm mit verdünnter Ackerschachtelhalmjauche verpassen, indem du sie alle paar Wochen vorbeugend damit spritzt. Der beste Zeitpunkt dafür ist der frühe Morgen an einem trockenen, bewölkten Tag.

Gesunde Gurkenpflanze

Die Anti-Pilz-Formel

Pilzkrankheiten sind sehr häufig im Gurkenbeet zu finden. Du kannst ihren Einzug mit den aber mit den richtigen Maßnahmen deutlich verzögern – und bis dahin schon viiiiele Gurken ernten.

Ciao ciao, ihr pilzigen Gurkenkrankheiten! ;)

1. Anti-Pilz-Tipp: Pflanzabstände einhalten oder sogar vergrößern. So ist es zwischen den Pflanzen luftiger und es staut sich weniger Feuchtigkeit. Das gefällt Pilzerkrankungen so gar nicht!

2. Anti-Pilz-Tipp: Gurken nicht auf dem Boden, sondern an der Rankhilfe anbauen. Das gilt fürs Freiland und fürs Gewächshaus. Denn in der Luft rauscht der Wind durch die Blätter, und die Pflanzen bleiben allgemein trockener.

3. Anti-Pilz-Tipp: Gurken im Gewächshaus ausgeizen. So kannst du sie gezielter in eine Richtung lenken und die Gurkenpflanzen verbuschen nicht. Auch das dient der Belüftung und verschreckt Pilze.

4. Anti-Pilz-Tipp: Bodennah gießen. Ja, Gurken brauchen viel Wasser, und du wirst sie regelmäßig mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch besuchen kommen. Achte bei deinen Stippvisiten darauf, möglichst nah am Boden zu gießen, sodass kaum Spritzwasser entsteht und die Blätter nicht nass werden. Bei älteren Pflanzen entfernst du die untersten Blätter einfach, das erleichtert dir das „trockene Gießen“ enorm.

Der Mehrgenerationen-Trick

Kennst du das Zauberwort „Gestaffelte Aussaat“? Dahinter verbirgt sich der kleine Gartenhack, ein und dasselbe Gemüse mehrfach im Jahr vorzuziehen, sodass du immer Pflanzen unterschiedlichen Alters im Beet stehen hast.

Denn gerade Pilzkrankheiten befallen oft zunächst ältere Pflanzen. Wenn das passiert, hast du in einem Mehrgenerationenbeet die Möglichkeit, einfach bei den jüngeren Pflanzen weiter zu ernten. Praktisch, oder?

Bei Gurken empfehlen sich dafür zwei Generationen pro Jahr, mit ein paar Wochen Altersabstand.

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Nur Mut trotz Gurkenkrankheiten!

Haben die Gurkenkrankheiten deine Gurken trotz liebevoller Pflege erwischt? Das tut mir Leid! Aber mach dir nicht zu viel daraus. Das passiert uns nämlich allen, selbst mit jahrelanger Erfahrung.

Mit der richtigen Mischung aus vorausschauendem Anbau und frühzeitigen Erste-Hilfe-Maßnahmen kannst du bestimmt trotzdem richtig viele Gurken ernten und schlemmen, da bin ich mir ganz sicher!

So, jetzt aber erstmal ab nach draußen – deine kranken Gurken freuen sich sicherlich über ein bisschen Liebe und Pflege! Und wenn die versorgt sind, gibt es noch allerhand zu tun. Wie wär’s zum Beispiel hiermit:

Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

Kompost anlegen: Wie du richtig guten Kompost machst!

Hast du eine der fünf Gurkenkrankheiten bei dir im Garten entdeckt? Schreib mir gern deine Erfahrungen in einem Kommentar!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Meerrettichwurzel

Meerrettich pflanzen: Mit dieser Anleitung erntest du dicke Wurzeln!

Meerrettich Pflanzen im eigenen Garten sind nicht nur wegen ihrer duftenden Blüten was sehr, sehr feines! Frisch gerieben in den Salat oder die Soße bringt die Gewürzpflanze einen ordentlich scharfen Nervenkitzel auf den Teller – das zwiebelt für ein paar Sekunden so richtig in der Nase! Also am besten langsam an die richtige Menge Meerrettich herantasten. ;)

Doch bietet Meerrettich nicht nur einen besonders scharfen Genuss, der die Nase frei macht, sondern ist auch noch super gesund. Seine Wirkung gegen Erkältung und anderen Wehwehchen brachte Meerrettich sogar den Namen „Penicillin der Bauern“ ein. Wenn du also deine Gartenapotheke um eine tolle Heilpflanze erweitern möchtest, solltest du unbedingt Meerrettich pflanzen!

Sobald du Meerrettich gepflanzt hast, kannst du ihn einfach über Wurzelstecklinge vermehren. Hast du den Meerrettich also einmal im Garten, wächst er fast von allein. Allerdings garantiert der Wildwuchs keine dicke Meerrettichwurzeln, denn die brauchen immer mal wieder ein bisschen Pflege. Damit du dir eine schöne Wurzel aus deinem Garten zauberst, erkläre ich dir das Meerrettich pflanzen Schritt-für-Schritt.

Inhaltsverzeichnis
1. Schritt: Den besten Standort zum Meerrettich pflanzen auswählen
2. Schritt: Es geht los – Meerrettich pflanzen
3. Schritt: Meerrettichwurzel pflegen – so wird sie schön dick
4. Schritt: Meerrettich ernten – jetzt wird‘s scharf!
5. Schritt: Meerrettich zubereiten und genießen!
Meerrettich pflanzen für deine Gartenapotheke!

Schritt 1: Den besten Standort zum Meerrettich Pflanzen auswählen

Das Besondere beim Meerrettich pflanzen: Er ist mehrjährig, absolut winterfest und vermehrt sich freudig über Wurzelstecklinge. Lässt du den Meerrettich in deinen Garten einziehen, solltest du deswegen zwei Dinge für die Platzwahl deines Meerrettichbeets beachten:

#1: Einmal Meerrettich pflanzen, für immer Meerrettich ernten

Aus jedem kleinen Wurzelstück wächst eine neue Meerrettichpflanze heran – und diese Pflanzen werden bis zu 1,20 m hoch und nehmen ordentlich Platz ein. Deswegen braucht der Meerrettich ein Fleckchen in deinem Garten, wo er sich ausbreiten darf und nicht allzu sehr stört. Möchtest du ihm ein eigenes Gemüsebeet anlegen, kannst du einfach eine Wurzelsperre ringsherum um ihn eingraben. So bleibt er brav an seinem zugewiesenen Standort!

Da Meerrettich so vermehrungsfreudig ist, pflanze ich ihn nicht direkt mit in die Gemüsebeete, weil meine Gemüse dort nach einer Fruchtfolge rotieren und mehrjährige Pflanzen dabei nur im Weg sind. ;)

Alternativ kannst du Meerrettich auch im Topf pflanzen, um diesen vermehrungsfreudigen Kandidaten im Zaum zu halten. Der Kübel sollte mindestens 15 L fassen und es ist wichtig, dass am Boden Löcher vorhanden sind, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Umso tiefer der Topf zum Meerrettich pflanzen, desto länger kann die Wurzel wachsen.

Als Grundlage für eine dicke Meerrettichernte brauchst du einen etwa 30 cm langen Wurzel-Seitentrieb einer Meerrettichwurzel. Diese Seitentriebe heißen „Fechser“ und sollten ungefähr so dick wie dein kleiner Finger sein.

Kleiner Tipp: Eine gute Quelle für Meerrettich-Wurzeltriebe ist die Natur! An feuchten Wiesen und Flussufern kannst du die großen grünen Blätter finden. Wenn du dir jedoch unsicher bist, ob du den Meerrettich wirklich richtig bestimmt hast, kannst du dir die „Fechser“ auch im Internet bestellen.

Meerrettichblätter

#2: Feuchtigkeit für eine scharfe Wurzel

Sein volles Aroma breitet der Meerrettich am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Plätzchen aus, wo er seine Pfahlwurzel in einen gut durchfeuchteten, tiefgründigen und humosen Boden strecken kann. In der Natur kommt Meerrettich häufig auf lehmigen Boden an Bächen und Flussufern vor, weil dort genau die richtige Bodenfeuchte vorherrscht. Wenn der Boden jedoch sehr fest ist und einen sehr hohen Tonanteil aufweist, bekommst du zur Erntezeit Schwierigkeiten, die Meerrettichwurzel aus dem Boden zu graben.

Eine geniale Methode, um deinen Gartenboden in eine fruchtbare Oase zu verwandeln, sind Kompostbeete. Ich packe immer eine dicke Schicht Grüngutkompost auf meine Beete und seitdem explodiert mein Gemüsegarten ohne viel Zutun. ;)

Wenn du auch kaum noch jäten, so gut wie nie gießen und trotzdem eine dicke Ernte einfahren möchtest, dann sind Kompostbeete ein richtiger „Gamechanger“. Und weil ich so überzeugt von dieser Methode bin, habe ich ein kleines Video für dich erstellt, in dem ich dir genau erkläre, wie das mit den Kompostbeeten funktioniert:

Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Schritt 2: Es geht los – Meerrettich pflanzen

    Der beste Zeitpunkt zum Meerrettich pflanzen ist im März/April oder im Herbst. In diesen Jahreszeiten herrschen die besten Bedingungen vor, sodass die Wurzeln gut anwachsen.

    Hast du einen Platz in deinem Garten für die Meerrettichpflanzen auserkoren? Super! Sobald die Wurzeln in deinen Garten – per Post oder selbst gesammelt – eingetrudelt sind, kannst du die Meerrettich Pflanzen vorbereiten und pflanzen. Plane für eine Meerrettichpflanze einen Platz von 50 x 50 cm ein. Diesen Platz braucht dein neuer Freund für seine großen grünen Blätter.

    Für eine besonders dicke Ernte gibt es schon beim Meerrettich pflanzen zwei Dinge zu beachten:

    #1 Neuaustriebe reduzieren!

    An der Wurzel wachsen gerne viele Neuaustriebe hervor. Lässt du diese einfach wachsen, bilden sich nur viele kleine Seitenwurzel aus. Für eine schöne dicke Hauptwurzel solltest du deswegen die Neuaustriebe reduzieren. Ideal ist, wenn nur an den beiden Wurzelenden Triebe wachsen. Alle anderen Triebe aus der Mitte machst du einfach ab!

    #2 Wurzel schräg in die Erde setzen!

    Hier kommt ein genialer Trick, um eine schöne lange Meerrettichwurzel zu ernten und den Boden bei der Ente nicht übermäßig zu stören: Setze die Wurzel schräg in die Erde. So brauchst du nicht ganz so tief buddeln und hast trotzdem viel Meerrettich – Yams!

    Aber eins nach dem anderen: Zunächst kannst du den Boden zur Vorbereitung mit einer (Doppel-)Grabegabel lockern, um deinem Meerrettich einen angenehmen Start im Beet zu erleichtern. Im Anschluss gräbst du vorsichtig einen 20-25 cm tiefen Graben und gibst einen Langzeitdünger wie Schafwollpellets hinein, den du mit der Erde im Graben vermischst.

    Setze nun die Wurzeltriebe in ursprünglicher Wuchsrichtung schräg in die Erde. Dabei sollte das obere Ende 3 cm tief unter der Erde liegen.

    Sind deine „Fechser“ gut in der Erde platziert, buddelst du den Graben wieder zu und gießt die Wurzeln gut an. Regnet es eine längere Zeit nicht, brauchen die Meerrettichwurzeln immer mal wieder einen Schwung Wasser. So können sie gut anwurzeln!

    Fechser

    Ich gebe zu, um eine richtig dicke Meerrettichwurzel ernten zu können, bedarf es schon ein bisschen Pflege und Aufmerksamkeit von deiner Seite. Wenn du noch Gemüsegarten-Anfänger*in bist, lese dir gerne auch meinen Grundlagen Artikel über den Gemüseanbau durch, damit du für jedes deiner folgenden Gemüse-Abenteuer gut gewappnet bist:

    Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

    Schritt 3: Meerrettichwurzel pflegen – so wird sie schön dick

    Die richtige Pflege der Meerrettichwurzel während der Wuchszeit ist super wichtig, wenn du eine große Meerrettichwurzel ernten möchtest. Alle sechs bis acht Wochen kappst du dafür alle neuen Seitenwurzeln, die sich an der Hauptwurzel gebildet haben. Dazu gräbst du die Meerrettichwurzel einfach wieder etwas aus. Aber Achtung: Der untere Teil der Wurzel bleibt bei dieser Prozedur immer im Boden, nur der obere Teil der Meerrettichpflanze wird freigemacht. Im Anschluss reibst oder brichst du die neuen Wurzeltriebe ab. Danach buddelst du die Wurzel wieder ein und gießt sie gut an. Jetzt darf sie weiterwachsen und ihre schöne dicke Pfahlwurzel ausbilden.

    Die Hauptwachstumszeit der Wurzel liegt im Spätsommer, das ist die Zeit, in der sich deine Meerrettich Pflanze über eine gute Wasserversorgung und einen kleinen Snack in Form von Flüssigdünger freut. ;)

    Um den Boden um deine Meerrettichpflanzen schön feucht zu halten, kannst du ihn mulchen. Neben dem Kompost ist Mulchen eine weitere Technik, die mir viele Vorteile in den Gemüsegarten gebracht hat. All meine Erfahrungen habe ich in meinen Onlinekurs „Gemüsegarten starten“ zusammengefasst. In über 50 Videos erkläre ich dir die Grundlagen des Gärtnerns. Mein Drei-Phasen-Gartensystem hat es mir unglaublich vereinfacht, einen großen Gemüsegarten zu bewirtschaften. Lass dich gerne von meiner Methode überzeugen! Ich freue mich auf dich!

    meerrettich
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    Schritt 4: Meerrettich ernten – jetzt wird’s scharf!

    Über den Sommer wächst deine Meerrettichwurzel schön heran. Ihr volles Aroma entwickelt sie jedoch im Herbst. Wenn sich die Blätter des Meerrettichs zurückgezogen haben, ist der richtige Zeitpunkt für die erste Ernte gekommen. Jetzt hat die Pflanze ihre ganze Kraft in die Wurzel gesteckt und das typische Meerretticharoma entwickelt.

    Das Meerrettich Ernten startet meistens im Oktober. Bis ins neue Jahr hinein kannst du dir eine frische Meerrettichwurzel nach der anderen aus dem Garten holen. Das Beet ist dabei der beste Lagerort der Wurzel, denn Meerrettich ist richtig frostfest und hält sich im Beet am besten frisch.

    Schritt 5: Meerrettich zubereiten und genießen

    Mit der ersten dicken Meerrettichwurzel in der Hand kannst du allerlei leckere Dinge anstellen. Und die Schritte in der Meerrettich Zubereitung sind schnell gemacht:

    #1 Schälen

    Die Meerrettichwurzel hat eine sehr raue Schale. Am einfachsten ist es, sie mit einem scharfen Küchenmesser zu schälen.

    Kleiner Tipp: Möchtest du Meerrettich möglichst lange im Kühlschrank lagern, nimmst du am besten den ungeschälten Meerrettich. Dieser hält sich deutlich länger.

    #2 Reiben

    Eine feine Reibe ist ein Muss im Haushalt, um Meerrettich zuzubereiten. Denn fein geriebener Meerrettich mischt sich am besten mit anderen Zutaten! Möchtest du, dass dein Meerrettich schön weiß bleibt, gibst du ihm noch einen Schuss Zitronensaft hinzu.

    #3 Mischen

    Jetzt kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen! Verwandle deinen Meerrettich in leckeren Meerrettichfrischkäse oder rühre ihn zu cremigen Sahnemeerrettich. Ebenso kannst du tolle Brotaufstriche mit deinem Meerrettich mischen. Rote Bete und Apfel harmonieren beispielsweise super mit der scharfen Würze des Meerrettichs. Aber auch einfach frisch in den Salat gestreut, kannst du Meerrettich zubereiten.

    Besonders wichtig ist, wenn du es schön scharf magst, dass du den Meerrettich nicht erhitzt. Denn durch die Hitze geht die Schärfe verloren.

    Meerrettichaufstrich

    Meerrettich pflanzen für deine Gartenapotheke

    Meerrettich ist wirklich super gesund und sogar Heilpflanze des Jahres 2021 geworden. Und das nicht ohne Grund:

    Durch die im Meerrettich enthaltenen Senfölglykoside ist Meerrettich antibakteriell, antiviral, antimykotisch und wirkt entzündungshemmend. Diese Superpower kannst du dir wunderbar für die Erkältungszeit zu Nutze machen.

    Ein tolles Hausmittel ist der sogenannte Meerrettich-Honig, den du ganz einfach selber herstellen kannst. Dafür brauchst du:

    • ca. 100 g Meerrettichwurzel
    • 200 g guten Honig.

    Den geschälten Meerrettich reibst du ganz fein und mischst ihn einfach mit dem Honig. Die Mischung lässt du mindestens 24 Stunden stehen, bis sich das Aroma des Meerrettichs auf den Honig übertragen hat.

    Bahnt sich bei dir eine Erkältung an, kannst du mit ein bis drei Teelöffeln Meerrettich-Honig dein Immunsystem kräftig stärken.

    Also nichts wie los – Meerrettich pflanzen und eigenes Super-Food anbauen. Mit meinen geliebten Kompostbeeten helfe ich dir, deinen Traum von einem Gemüsegarten zu verwirklichen, sodass du trotzdem noch genug Zeit für andere Hobbies hast. ;)

    Fassen wir nochmal zusammen: Meerrettich bringt nicht nur scharfen Nervenkitzel in die Küche, sondern ist auch richtig gesund. Einmal im Garten angesiedelt, kannst du dir diese tolle Wurzel immer wieder neu heranziehen. Und mit der richtigen Pflege steht der Ernte einer dicken Meerrettichwurzel nichts mehr im Wege.

    Du hast Lust, noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu schmökern? In den folgenden Artikeln stelle ich dir drei weitere tolle Gewürzpflanzen vor:

    Petersilie säen – so klappt die Anzucht garantiert!

    Basilikum pflanzen – Schritt für Schritt mit Kräuterplan!

    Some like it hot – Chili säen, pflanzen, ernten!

    Und bist du bereit zum Meerrettich pflanzen? Schreib mir gerne deine Fragen und Erfahrungen rund um Meerrettich in die Kommentare – so können wir alle voneinander lernen. :)

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    Titelbild: Rhabarber einkochen: Rhabarberstücke

    Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

    Rhabarber einkochen ist eine super Sache, wenn du so wie ich dieses leckere Gemüse nicht nur ein paar Wochen lang, sondern das ganze Jahr über genießen möchtest. Und falls du dich jetzt wunderst: Rhabarber zählt tatsächlich nicht zum Obst, sondern gehört zum Gemüse! ;) Aber jetzt nix wie ran an den Kochlöffel, ich zeige dir, wie es geht!

    Inhaltsverzeichnis
    Für Eilige: Rhabarber einkochen im Überblick
    Roter oder grüner Rhabarber – Was ist der Unterschied?
    Rhabarber und Oxalsäure
    Mit und ohne Zucker Rhabarber einkochen
    Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Topf
    Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Wecktopf
    Rezepte: Von Rhabarberkompott bis Rhabarberchutney

    Für Eilige: Rhabarber einkochen im Überblick

    In deiner Küche liegen ganz viele Rhabarber-Stangen und du willst sofort loslegen? Dann schau mal hier, so geht Rhabarber einkochen in aller Kürze! ;)

    Rhabarber einkochenSo geht´sGewusst wie
    Schritt #1:Stangen waschenBlätter oben entfernen, Stangen unten abschneiden
    Schritt #2:Stangen schälenRhabarberschale mit einem scharfen Messer oder Sparschäler abziehen
    Schritt #3:Stangen in Stücke schneiden1-3 Zentimeter breit
    Schritt #4:Rhabarber blanchieren5 Minuten in kochendem Wasser
    Schritt #5:Rhabarber einkochen mit oder ohne Zuckerzugabeim Kochtopf: 10 Minuten kochenim Wecktopf: 30 Minuten bei 90° C

    Hol die außerdem meine sieben Lieblingsrezepte zum Einkochen und Fermentieren!

    Kribbelt es dir auch schon in den Händen, deine Ernte in leckere Tomatensauce oder fruchtige Chutneys zu verwandeln? Denn was gibt es im Sommer Schöneres, als die Speisekammer mit Gläsern voller Köstlichkeiten bis unter die Decke zu stapeln? :) Wenn du noch nach Inspiration suchst, dann lade dir gerne meine liebsten und mehrfach erprobten Rezepte zum Einkochen und Fermentieren herunter.

    Trage dich für das Rezepte-eBook einfach hier ein:

    Roter oder grüner Rhabarber – Was ist der Unterschied?

    Die beiden bekanntesten Rhabarbersorten heißen „Goliath“ und „Holsteiner Blut“. „Goliath“ hat eine grüne Schale und grünes Fruchtfleisch und schmeckt recht säuerlich. Holsteiner Blut hat rote Stängel und grünes Fruchtfleisch und einen milderen Geschmack. Und dann gibt es noch „Elmsjuwel“ oder auch Himbeerrhabarber – eine Sorte mit roter Schale und rotem Fruchtfleisch – das ist die süßeste Variante.

    Grundsätzlich gilt: Je mehr Rot du siehst, desto weniger sauer ist dein Rhabarber. ;) Du kannst aber alle Sorten von Rhabarber einkochen, das sind nur geschmackliche Unterschiede!

    Falls du wissen möchtest, wie du außer Rhabarber einkochen auch anderes Gemüse und Obst haltbar machst, komm doch in meinen „Obst und Gemüse haltbar machen“ Kurs! Da zeige ich dir verschiedene Methoden, wie du deine Ernte in köstliche Vorräte verwandelst und so das ganze Jahr über davon schlemmen kannst! 

    Rhabarber einkochen: Rhabarbersorten

    Rhabarber und Oxalsäure

    Rhabarber hat wie Mangold und Spinat im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln relativ viel Oxalsäure und die kann dem Körper Kalzium entziehen oder auch Nierensteine begünstigen.

    Wenn du gesund bist, musst du dir aber deshalb keine Sorgen machen! Außerdem gibt es ein paar Tricks, um den Oxalsäuregehalt beim Rhabarber einkochen zu verringern:

    • Rhabarber schälen – in der Schale befindet sich die meiste Oxalsäure
    • Rhabarberblätter niemals verarbeiten, sondern auf den Kompost geben
    • Rhabarber 5 Minuten lang kochen und das Kochwasser wegschütten
    • Ab Mitte Juni keinen Rhabarber mehr ernten, da steigt der Oxalsäuregehalt nochmal deutlich an

    Übrigens binden Milchprodukte Oxalsäure, weshalb sie dem Körper dann kein Kalzium mehr entzieht. Und Schlagsahne zum Rhabarber zu essen ist jetzt keine echte Strafe, oder? ;)

    Psst: Es muss nicht immer Sahne sein; Milch, Joghurt und Käse binden ebenfalls Oxalsäure!

    Rhabarber ist aber auch gesund! Er enthält viel Kalium, Vitamin C, Vitamin B und Ballaststoffe. Die Stangen haben wenig Kalorien und wirken entwässernd und entgiftend.

    Mit und ohne Zucker Rhabarber einkochen

    Ob mit oder ohne Zucker – das bleibt ganz dir überlassen. Rhabarber einkochen funktioniert in beiden Varianten einwandfrei.

    Zucker gibst du entweder während des Kochens zu oder du bestreust den blanchierten Rhabarber mit Zucker, lässt ihn für 30 Minuten stehen und kochst ihn dann ein.

    Wenn du deinen Rhabarber nur mit Wasser und ohne Zucker haltbar machst, hat das den Vorteil, dass du dich noch nicht festlegst, ob du ihn für herzhafte oder für süße Gerichte verwendest. In diesem Fall kochst du blanchierten Rhabarber im Verhältnis vier Teile Rhabarber zu einem Teil Wasser ein.

    Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Topf

    Wenn du im Topf Rhabarber einkochen möchtest, gehst du so vor:

    • Schritt #1: Rhabarberstangen oben von den Blättern befreien und unten abschneiden
    • Schritt #2: Rhabarberschale mit einem Messer oder Sparschäler abziehen
    • Schritt #3: Stangen in ein bis drei Zentimeter lange Stücke schneiden
    • Schritt #4: Rhabarber blanchieren: Stücke für fünf Minuten in kochendes Wasser legen, das Kochwasser wegschütten
    • Schritt #5: Rhabarber einkochen für 10 Minuten, abschmecken mit Gewürzen und dann kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen 
    Rhabarber einkochen: Rhabarberkompott

    Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Wecktopf

    Im Wecktopf kannst du so deinen Rhabarber einkochen:

    • Schritt #1: Rhabarberstangen oben von den Blättern befreien und unten abschneiden, Rhabarberschale mit einem Messer oder Sparschäler abziehen und Stangen in fünf Zentimeter lange Stücke schneiden
    • Schritt #2: Rhabarber blanchieren: Stücke für fünf Minuten in kochendes Wasser legen, das Kochwasser wegschütten
    • Schritt #3: Rhabarberstücke in Weckgläser* füllen (hochkant sieht es besonders schick aus!)
    • Schritt #4: Wasser oder eine Lösung aus Wasser und Zucker aufkochen und in die Gläser füllen, sodass ungefähr zwei Zentimeter Rand bleibt, Gläser mit Gummi* und Klammern* verschließen
    • Schritt #5: bei 90° C eine halbe Stunde lang einkochen

    Auch Pflaumen, Birnen und Kirschen kannst du auf diese Weise einkochen!

    Rezepte: Von Rhabarberkompott bis Rhabarberchutney

    Nachdem du jetzt weißt, wie Rhabarber einkochen geht, habe ich dir hier noch meine Lieblingsrezepte zusammengestellt. Ich hoffe, sie schmecken dir genauso gut wie mir. Yummie!

    Rhabarberkompott

    Das brauchst du:

    • 1kg Rhabarber
    • 200g Zucker
    • 2 El Zitronensaft

    So geht´s:

    Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. In drei Zentimeter lange Stücke schneiden und fünf Minuten ins kochende Wasser legen.

    Wasser wegschütten und Zucker und Zitronensaft zum Rhabarber geben. Abschmecken und in Weckgläser* füllen, dabei einen Zentimeter Rand frei lassen.

    Gläser mit Gummi* und Klammern* verschließen und bei 90° C eine halbe Stunde lang einkochen.

    Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

    Das brauchst du:

    • 500g Rhabarber
    • 500g Erdbeeren
    • 1kg Gelierzucker
    • Saft von einer Zitrone

    So geht´s:

    Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. In drei Zentimeter lange Stücke schneiden und fünf Minuten ins kochende Wasser legen. Wasser wegschütten.

    Erdbeeren vorsichtig waschen und den grünen Hut entfernen. Zum Rhabarber geben. Gelierzucker und Zitronensaft zugeben und alles grob oder fein pürieren. Dann nochmal abschmecken und aufkochen. Fünf Minuten kochen lassen und randvoll in Twist-Off Gläser füllen.

    Rhabarber einkochen
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    Rhabarber Sirup

    Das brauchst du:

    • 2 kg Rhabarber
    • 500g Zucker
    • Saft von einer Zitrone
    • 2 l Wasser

    So geht´s:

    Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. Anschließend in drei Zentimeter lange Stücke schneiden und mit Zucker, Zitronensaft und Wasser in einen Topf geben. 30 Minuten köcheln und durch ein Sieb in einen anderen Topf abseihen. Mit Zucker und Zitronensaft abschmecken.

    Dann den Sirup aufkochen und auf ungefähr 750 ml einreduzieren lassen. Kochend heiß in sterilisierte Flaschen füllen und fest verschließen.

    Du kannst den Sirup auch nach und nach in Eiswürfelformen einfrieren und in Gefrierbeuteln aufbewahren. Wenn es dann so richtig brütend heiß ist, wirfst du dir einen oder mehrere Sirupwürfel ins Glas und füllst mit eiskaltem Mineralwasser auf. Das ist super erfrischend!

    Psst: Auch in Prosecco machen sich diese Sirupwürfel übrigens richtig gut! :)

    Rhabarberchutney

    Das brauchst du:

    • 250 g Rhabarber
    • 60 g Zwiebel
    • 1 Tl gehackter Ingwer
    • Salz, Pfeffer, Zimt, Cayennepfeffer
    • 100 ml Essig
    • 175 g brauner Zucker

    So geht´s:

    Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. Anschließend in ein Zentimeter lange Stücke schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken.

    Rhabarber, Zwiebeln, Ingwer, Zimt, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Essig in einen Topf geben, zum Kochen bringen. Zucker untermischen und abschmecken. Dann so lange köcheln, bis das Chutney eine cremige Konsistenz hat und kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

    Rhabarber einkochen geht schnell, macht Spaß und füllt dein Regal mit köstlichen Vorräten. Weil die Saison recht kurz ist, solltest du am besten gleich loslaufen und dich mit Rhabarber eindecken! ;)

    Aber lad dir vorher noch schnell meine Etiketten herunter, damit du immer den Überblick über deine Vorräte behältst!

    Wenn du nicht nur Rhabarber einkochen möchtest, sondern auch anderes Gemüse und Obst haltbar machen möchtest, lies gerne hier weiter:

    Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

    Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

    Welche Tipps und Tricks hast du zum Rhabarber einkochen? Ich bin gespannt, von dir zu hören!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Ameisen im Garten: Nahaufnahme Ameise

    Ameisen im Garten: 3 einfache Tipps, die gegen Ameisen helfen!

    Ameisen im Garten sind wichtig für das biologische Gleichgewicht. Wenn diese krabbelnden Tierchen allerdings ihr Nest im Beet unter deinen Gemüselieblingen bauen oder sich eine Kolonie an Blattläusen halten, können sie ziemlich lästig sein! Mit ein paar einfachen Mitteln kannst du sie davon überzeugen, ihr Lager woanders aufzuschlagen.

    Inhaltsverzeichnis
    Tabelle: Das machst du bei Ameisen im Garten – und das besser nicht
    Ameisen im Garten – Nützlinge oder Schädlinge?
    1. Tipp: Einmal umziehen bitte – Ameisennest umsiedeln
    2. Tipp: Das stinkt den Ameisen im Garten: Gerüche
    3. Tipp: Nahrungsentzug: Läuse bekämpfen
    Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten

    Tabelle: Das machst du bei Ameisen im Garten – und das besser nicht

    Es gibt unzählige Tipps und Vorschläge, was du gegen Ameisen im Garten tun kannst. Viele davon haben aber in einem Biogarten nichts verloren oder sind aus Tierschutzgründen nicht zu vertreten. Für eine schnelle Übersicht habe ich dir hier drei Hots und drei Nots aufgelistet:

    Hot: Gute Mittel gegen Ameisen im GartenNot: Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten
    Tipp #1: Ameisennest umsiedelnGift
    Tipp #2: Gerüche: Mit Gewürznelken, Lavendelblüten, Eukalyptusöl, Pfefferminze oder Zitronenschalen Ameisen vertreibenBackpulver
    Tipp #3: Läuse bekämpfenEssig

    Mit meinen drei Tipps kannst du Ameisen im Garten, die lästig beim Gärtnern sind, vertreiben. Sie erledigen dann an einer anderen Stelle ihre nützliche Arbeit, ohne dass ihr euch in die Quere kommt! :)

    Ameise im Garten: Ameisen und Blattläuse auf Pflanze

    Ameisen im Garten – Nützlinge oder Schädlinge?

    Ameisen im Garten sind manchmal beides: Nützling und manchmal auch Schädling, wenn sie ihr Nest in deinem Beet gebaut haben oder die Blattläuse auf deinen Pflanzen beschützen. Am besten wägst du genau ab, ob das Ameisen vertreiben wirklich nötig ist, oder ob du sie einfach an Ort und Stelle lassen kannst.

    Die Ameise als Nützling

    Bestimmt sind dir schon einmal Ameisen im Garten über den Weg getrippelt – rote, gelbe oder schwarze. Das ist aber erst einmal kein Grund zur Sorge, denn sie schaden deinen Pflanzen normalerweise nicht!

    Auf dem Speiseplan so einer Ameise stehen nämlich in erster Linie lebende und tote Insekten und Schneckeneier, aber kein frisches Gemüse.

    Auch Pflanzenreste ziehen die kleinen Krabbeltiere in ihren Bau und fördern so die Humusbildung im Boden.

    Das heißt, Ameisen im Garten sind nützliche Helfer bei der Schädlingsbekämpfung und Aufräumtrupp in einem – und haben damit eine super wichtige Funktion.

    Die Ameise als Schädling

    Ameisen halten sich Blattläuse wie Kühe, um von ihnen eine Zuckerlösung zu melken und beschützen deshalb „ihre“ Läuse vor Fressfeinden wie Marienkäfern. So sorgen sie dafür, dass sich die Läuse weiterhin ungehindert vermehren und deinen Pflanzen schaden können.

    Übrigens hilft auch eine passende Mischkultur effektiv dabei, Schädlinge wie Blattläuse in Schach zu halten! Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und sich gegenseitig nützen, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen.

    Lad sie dir hier herunter:

    Wenn sie ihr Nest mitten in deinem Beet anlegen, ist das auch keine gute Sache: Sie krabbeln an deinen Händen hoch, wenn du deine Pflanzen begärtnern möchtest und lockern den Boden so auf, dass frisch ausgesätes Saatgut nur schlecht keimt und Pflanzen den Bodenkontakt verlieren.

    Ameisen im Garten werden auch dann zu Schädlingen, wenn die krabbelnden Tierchen die Wurzeln deiner Gemüsepflanzen freilegen, weil sie diesen Ort als besonders geeigneten Platz für ihr Nest auserkoren haben.

    Wenn die Ameiseninteressen also mit deinen Interessen kollidieren, musst du etwas gegen sie unternehmen. Generell sind Ameisen im Garten aber wichtige Nützlinge, weswegen du Ameisen vertreiben und nicht bekämpfen solltest.

    1. Tipp: Einmal umziehen bitte – Ameisennest umsiedeln

    Ein Ameisennest, das mitten in deinem Gemüsebeet liegt, solltest du umsiedeln, damit dein Gemüse ungestört wachsen und gedeihen kann.

    Dazu füllst du einen Blumentopf mit Holzwolle als neues attraktives Ameisenheim und setzt ihn mit der Öffnung nach unten auf die Ameisenstraße, die sich durch dein Beet zieht. Mit etwas Glück finden die Ameisen das Wohnungsangebot so verlockend, dass sie nicht lange fackeln und nach ein paar Tagen damit beginnen, ihre Eier in den schützenden Blumentopf zu legen.

    Wenn sie damit fertig sind, hebst du den Blumentopf mit einer Schaufel auf und bringst ihn an einen Ort, der mindestens 30 Meter vom alten Nest entfernt ist.

    Ameisen im Garten: Ameisenbrücke

    2. Tipp: Das stinkt den Ameisen im Garten: Gerüche

    Mit ein paar einfachen Hausmitteln kannst du dafür sorgen, dass es den Ameisen im Garten so richtig stinkt. Gewürznelken, Lavendelblüten, Eukalyptusöl, Pfefferminze oder Zitronenschalen verströmen einen für Ameisen unangenehmen Duft. Du kannst sie einfach zwischen deinen grünen Freunden verteilen. Auch Zimt und Chilipulver haben eine abschreckende Wirkung auf die krabbelnden Tierchen. Sie suchen sich dann einen neuen Wohlfühlort. 

    Genauso es mit Brennnesseljauche! Wenn du schon fertige, nicht mehr blubbernde Jauche in deinem Garten hast, kannst du damit deine Beete 1:20 verdünnt gießen. Die Ameisen suchen sich einen Ort, an dem es nicht so stinkt. Und du hast deine Beete auch gleich noch gedüngt – perfekt, oder? ;)

    Allerdings wirken nicht alle Gerüche sofort und auf alle Ameisenarten. Deshalb musst du vielleicht verschiedene „Düfte“ ausprobieren und ein wenig Geduld haben!

    Du möchtest nicht nur wissen, wie du mit tierischen Mitbewerbern im Garten umgehst, sondern auch dein Gemüse ohne viel Mühe selber anbauen und dich ein Stück weit selbst versorgen? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“ Kurs, wo du in einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen alles von der Beetplanung bis zur Ernte gezeigt bekommst. Ich würde mich freuen, wenn du Mitglied unserer Gartencrew wirst! :) 

    3. Tipp: Nahrungsentzug: Läuse bekämpfen

    Dein Gemüse ist von Blattläusen befallen? Dann sind die Ameisen im Garten meistens nicht weit, schließlich produzieren die kleinen Plagegeister ihr Lieblingsessen!

    Wenn du die Läuse erfolgreich bekämpfst, ziehen sich die Ameisen von selber zurück – schließlich gibt es für sie bei frischem Gemüse nichts mehr zu holen. 

    Auch meine Mischkulturtabelle hilft dir wie gesagt beim Kampf gegen Blattläuse und Co – hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten

    Immer wieder heißt es, dass sich Ameisen im Garten mit Chemie, Essig oder Backpulver gut bekämpfen lassen. Dagegen spricht aber eine ganze Menge:

    • Gift im Garten ist ein absolutes No-Go 
    • Essig tut deinen Pflanzen nicht gut, weil er so sauer ist 
    • Backpulver lässt Ameisen platzen, wenn sie es gefressen haben. Das ist unnötig grausam

    Ameisen im Garten zu vertreiben oder zu bekämpfen ist nur dann eine Option, wenn sie wirklich stören oder deinem Gemüse zusetzen. Die faszinierenden Krabbeltiere erfüllen nämlich wichtige Aufgaben im Garten!

    Deine Gemüsepflänzchen wirken auch auf andere Gartenbewohner*innen äußerst verführerisch? Wenn du wissen möchtest, wie du deine grünen Freunde schützen kannst, lies gerne hier weiter:

    Kohlweißling bekämpfen – ganz ohne Chemie!

    Das hilft wirklich gegen Schnecken und Nacktschnecken

    Kartoffelkäfer bekämpfen – effektiv und ohne Chemie!

    Hast du schon Erfahrung mit Ameisen im Garten? Zu welchen Mitteln hast du gegriffen? Schreib es mir gern in die Kommentare!

    Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Kartoffelkäfer bekämpfen: Kartoffelkäfer und Larve

    Kartoffelkäfer bekämpfen – effektiv und ohne Chemie!

    Kartoffelkäfer bekämpfen ist super wichtig, wenn du Kartoffeln anbaust und diese gestreiften kleinen Plagegeister entdeckst. Sie können sonst deine ganze Ernte vernichten! Dafür brauchst du aber keine Chemie: Ich zeige dir, wie du sie mit natürlichen Mitteln ganz schnell wieder loswirst.

    Inhaltsverzeichnis
    Kartoffelkäfern wirksam vorbeugen
    Übersichtstabelle: Kartoffelkäfer bekämpfen ohne Chemie
    Kartoffelkäfer Larve und Kartoffelkäfer Eier erkennen
    1. Tipp: Kulturschutznetz spannen
    2. Tipp: Kartoffelkäfer absammeln und Eier abstreifen
    3. Tipp: Gesteinsmehl
    4. Tipp: Neem-Öl und Bt-Präparat
    5. Tipp: Meerrettich, Minze und Rainfarn

    Kartoffelkäfer wirksam vorbeugen

    Orange und prächtig leuchtet die Kartoffelkäfer Larve im Sommer zwischen den Kartoffelblättern hervor, aber leider ist dieser Anblick kein Grund zur Freude. Denn der Kartoffelkäfer vertilgt deine Kartoffelpflanzen! Er hat in unseren Breitengraden quasi keine natürlichen Feinde – deshalb kann das Tierchen sich gut vermehren und im Gemüsegarten zur Plage werden.

    Aber du kannst den Kartoffelkäfer bekämpfen – zum Beispiel mit einer guten Fruchtfolge.

    Fruchtfolge bedeutet, dass du eine Gemüsesorte nicht jedes Jahr auf demselben Beet anbaust, sondern den Standort immer wechselst. Dadurch können sich Schädlinge und Krankheiten schwerer ausbreiten. Das gilt auch für den Kartoffelkäfer! Er überwintert als ausgewachsener Käfer im Boden eines Beetes. Im Frühjahr krabbelt er aus der Erde und geht auf die Suche nach seinem Lieblingsfutter – den Kartoffelpflanzen. Stehen die dann direkt vor seiner Nase, hat er ein leichtes Spiel, kann sofort losfuttern und sich wunderbar vermehren. Wenn du deine Kartoffeln aber in diesem Jahr auf einem anderen Beet angebaut hast, muss sich der Käfer erst auf die Suche nach ihnen machen. 

    Eine dicke Mulchschicht um deine Kartoffelpflanzen herum verwirrt den Käfer zusätzlich: Er erkennt dadurch seine Leibspeise nicht so gut.

    Auch einige Gemüsesorten können den Kartoffelkäfer durch ihren Geruch verwirren. Welche Beetpartner sich für deine Kartoffeln oder anderes Gemüse deshalb besonders gut eignen, kannst du ganz easy peasy in meiner Mischkulturtabelle sehen. Lad sie dir gerne hier herunter:

    Übersichtstabelle: Kartoffelkäfer bekämpfen ohne Chemie

    Wenn es der Kartoffelkäfer auf deine Kartoffelpflanzen geschafft hat, sind deine Kartoffeln noch nicht verloren. Denn auch ganz ohne Chemie kannst du wirkungsvoll den Kartoffelkäfer bekämpfen! Ich habe dir eine Übersichtstabelle gemacht, damit du alle Möglichkeiten schnell auf einen Blick findest.

    Pflanzliche AbschreckmittelMechanische MittelÖkologische Mittel
    Rainfarn-JaucheKulturschutznetzNeemöl
    PfefferminzsudAbsammelnBt-Präparat
    Meerrettich-SudEier abstreifenGesteinsmehl

    Gegen Blattläuse, Weiße Fliege und Schildläuse gibt es übrigens ebenfalls wirksame chemiefreie Maßnahmen!

    Kartoffelkäfer Larve und Kartoffelkäfer Eier erkennen

    Bevor du die Kartoffelkäfer bekämpfen kannst, musst du sie erstmal erkennen. Aber das ist gar nicht schwierig! Denn alles an den Käfern ist auffällig. Bereits die Eier leuchten knallgelb-orange unter dem Kartoffelblatt hervor. Aus ihnen schlüpfen orange Larven, die sich zusätzlich mit schwarzen Punkten schmücken. Der ausgewachsene Kartoffelkäfer schließlich fällt durch seinen gelb-schwarz gestreiften Panzer auf.

    Kartoffelkäfer bekämpfen: Kartoffelkäfer Eier

    Dadurch heben sich Eier, Larven und der Kartoffelkäfer deutlich von den grünen Kartoffelpflanzen ab – und du musst nicht lange nach ihnen suchen! 

    In der Natur bedeuten knallige Farben häufig: Achtung giftig! Ganz so schlimm ist es beim Kartoffelkäfer nicht, aber unappetitlich ist der Kartoffelkäfer für eventuelle Fressfeinde schon. Denn sein Lieblingsessen, Nachtschattengewächse wie die Kartoffel, enthält reichlich Solanin und der Käfer nimmt das bei seinen Fressorgien mit auf. Potenzielle natürliche Feinde hält das davon ab, sich den Bauch mit Kartoffelkäfern vollzuschlagen. 

    Du möchtest dein Gemüse möglichst mühelos und ohne Schädlinge anbauen? Dann komm doch in meinen Kurs „Gemüsegarten starten“! Da zeige ich dir in vielen Videos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie du mit viel Spaß ohne viel Zeit eine fette Ernte einfährst. Ich freue mich, wenn du Teil unserer Gartencrew wirst! :)

    Und hier kommen nun meine 5 ultimativen Tipps zum Kartoffelkäfer bekämpfen:

    1. Tipp: Kulturschutznetz spannen

    Wenn du ein engmaschiges Kulturschutznetz über deine Kartoffeln spannst, gelangen die Käfer nicht zu den Kartoffelpflanzen, um dort ihre Eier an die Blattunterseite zu legen. Die Voraussetzung dafür, dass das wirklich gut funktioniert, ist allerdings, dass im Vorjahr keine Kartoffeln auf diesem Beet gestanden haben. Denn sonst krabbeln die im Boden überwinternden Kartoffelkäfer im Frühjahr aus der Erde und sind unter dem Netz völlig ungestört – und das wäre wirklich ärgerlich! ;)

    Kartoffelkäfer bekämpfen: Kulturschutznetz

    2. Tipp: Kartoffelkäfer bekämpfen: Absammeln und Eier abstreifen

    Bei einem kleinen Kartoffelbeet kannst du dir das Absammeln der Kartoffelkäfer und das Abstreifen der Eier gut zur Routine machen! Wenn du dich für diese Methode entscheidest, stellst du am besten immer einen Eimer oder ein Glas griffbereit. So kannst du schnell und einfach die Eier von den Blättern entfernen und sowohl Käfer als auch Schnecken einsammeln. Fang am besten so bald wie möglich mit dem Absammeln an – die Menge an Kartoffelkäfern und anderen Schädlingen kannst du so von Anfang an gering halten.

    3. Tipp: Gesteinsmehl

    Kartoffelkäfer mögen es nicht gern schmutzig! Das kannst du dir zunutze machen und die Blätter deiner Kartoffeln gründlich mit Gesteinsmehl einstäuben. Bis zum nächsten Regenschauer hält der Gesteinsstaub auf den Blättern, deshalb funktioniert diese Methode bei schönem Sonnenwetter sehr gut. Wenn es regnet, solltest du aber die Larven und Kartoffelkäfer zusätzlich absammeln. Eine Kombination der beiden Methoden ist natürlich am wirkungsvollsten beim Kartoffelkäfer bekämpfen!

    Auch gegen Erdflöhe wirkt Gesteinsmehl übrigens wunderbar!

    4. Tipp: Neem-Öl und Bt-Präparat

    Der Kartoffelkäfer entwickelt sich über insgesamt vier Larvenstadien zum erwachsenen Käfer. Die ersten drei Larvenstadien des Kartoffelkäfers kannst du mit Neem-Öl einsprühen, denn junge Larven vertragen die Inhaltsstoffe des Öls nicht. Nach der Behandlung sterben sie deshalb ab, ganz im Gegensatz zum ausgewachsenen Käfer. Der kann die Wirkstoffe nämlich problemlos abbauen! Du solltest deshalb möglichst frühzeitig mit Neem-Öl den Kartoffelkäfer bekämpfen. Weil Regen das Neem-Öl von den Blättern spült, wendest du es möglichst während einer längeren Trockenperiode an.

    Statt Neem-Öl kannst du auch mit einem mit einem Bt-Präparat den Kartoffelkäfer bekämpfen. Der Bacillus thuringiensis wirkt aber wie das Neem-Öl nur bei den Larven. Außerdem verliert er seine Wirksamkeit durch UV-Licht, Regen und Temperaturen über 30° C. Das bedeutet, dass du mit der Behandlung am besten abends beginnst, wenn es tagsüber nicht wärmer als 25° C wird und länger kein Regen angesagt ist.

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    5. Tipp: Meerrettich, Minze und Rainfarn

    Auch einige Pflanzen kannst du im Garten einsetzen, um den fiesen Käfer zu vertreiben. Sie riechen intensiv und verderben dem gestreiften Burschen entweder den Appetit oder verwirren ihn, sodass er nicht mehr zu seinem Lieblingsessen findet. Aus Meerrettich, Minze oder Rainfarn kannst du auch einen Sud herstellen und deine Kartoffelpflanzen damit einsprühen. Der Kartoffelkäfer wird dann seine sonst so geliebte Leibspeise verschmähen.

    Lade dir doch noch schnell die Mischkulturtabelle herunter, damit du geeignete Beetpartner für deine Kartoffeln findest!

    Der Kartoffelkäfer ist ein Schädling im Gemüsebeet, der deine gesamte Ernte vernichten kann, wenn du nichts gegen ihn tust. Am besten kannst du den Kartoffelkäfer bekämpfen, wenn du mehrere Maßnahmen miteinander kombinierst und so den Schaden an deinen Kartoffelpflanzen gering hältst.

    Nicht nur der Kartoffelkäfer, auch andere Schädlinge machen dir zu schaffen? Dann lies gerne hier weiter:

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    Trauermücken bekämpfen – 11 ultimativ wirksame Hausmittel!

    Was hilft wirklich gegen Wühlmäuse

    Hast du noch einen anderen ultimativen Trick zum Kartoffelkäfer bekämpfen? Ich freue mich von dir zu hören!

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    Mangold anbauen: Mangold im Beet

    Mangold pflanzen: ein Regenbogen für dein Beet!

    Mangold anbauen ist ganz einfach! Ich zeige dir, wie du Mangold in deinen Garten holst und seine Vielfalt entdeckst. Du wirst sehen, Mangold ist so unkompliziert wie kaum ein zweites Gemüse!

    Inhaltsverzeichnis
    Rund ums Jahr Mangold anbauen und genießen!
    Mangoldsorten: Welche darf’s denn sein?
    Mangold anbauen: Vorzucht oder Direktsaat?
    Mangold vorziehen: Schritt für Schritt
    Ab ins Beet: Mangold pflanzen
    Mischkultur: Gute Nachbarn sind (Man)Gold wert
    Mangold anbauen: Die Ernte

    Rund ums Jahr Mangold anbauen und genießen!

    Du willst dir Mangold ins Beet holen? Super! Die farbenfrohe Schwester vom Spinat ist schon im Garten ein Augenschmaus – und in der Küche erst! Nach der Ernte kannst du richtig viele Leckereien aus den bunten Blättern und Stielen zaubern! 

    Es gibt auch etliche Mangoldsorten, die klassisch grün sind und dem Spinat optisch viel mehr ähneln als all die bunten Paradiesvögel – die sind natürlich auch super lecker! Aber so ein buntes Mangoldbeet mit roten, pinken und gelben Stielen stiehlt jedem Spinatbeet einfach die Show. ;)

    Mit Mangold hast du strenggenommen nicht nur ein, sondern gleich zwei Gemüse im Beet. Denn sowohl Stiele als auch Blätter lassen sich ganz unterschiedlich verwerten – und bieten dir unzählige Möglichkeiten, deiner Kreativität in der Küche freien Lauf zu lassen. Wie wär’s mal mit Mangoldquiche oder fermentierten Mangoldstielen? Yams!

    Mangold ist kein anspruchsvolles Gemüse. Sogar Gemüsebegeisterten ohne grünen Daumen wird er treu eine üppige Ernte liefern, da bin ich mir sicher!

    Mangold punktet auch damit, dass du ihn so gut wie immer ernten kannst. Mangold anbauen funktioniert nämlich rund um’s Jahr! Er wächst und gedeiht auch bei kühlen Temperaturen und kann gerade auch in der kalten Jahreszeit deinen Appetit auf frisches Blattgemüse stillen.

    Mit einer cleveren Erntemethode und ein paar Tricks rund um die richtige Aussaat kannst du dich mit dem bunten Grünzeug komplett selbst versorgen! Damit du keinen Saattermin mehr verpasst, gibt es hier als kleine Überraschung meinen Aussaatkalender zum Download: Trag einfach deine E-Mail-Adresse ein und schon flattert der Kalender in dein Postfach!

    Mangoldsorten: Welche darf’s denn sein?

    Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass die Samen von Mangold denen der Roten Bete sehr ähnlich sehen? Das ist kein Wunder, denn die beiden sind eng miteinander verwandt. Bei manchen Mangoldsorten ist es sogar richtig kniffelig, die Jungpflanzen von Rote Bete Pflanzen zu unterscheiden: Die Blätter sehen sich zum Verwechseln ähnlich! Also: Nach der Aussaat nicht vergessen, die Töpfchen oder Beetreihen zu beschriften! ;)

    Andere Sorten unterscheiden sich da viel mehr von ihrer kugeligen, roten Tante. Mangold deckt wirklich eine breite Palette an Sorten und Erscheinungsbildern ab. Da wäre erst einmal die Unterscheidung in Blatt- und Stielsorten. Die Blattsorten sind am ehesten mit Spinat vergleichbar (der ist übrigens ebenfalls Teil derselben Pflanzenfamilie). Sie bilden ein üppiges Blatt aus – ein echtes Blattgemüse eben.

    Stielsorten hingegen haben eher weniger Blattwerk – dafür aber einen ausgeprägten Stiel. Die Stiele eignen sich hervorragend zum Blanchieren oder Fermentieren. Sie leuchten dabei von einem zarten Hellrosa über Knallpink bis hin zum Sonnengelb. Ein paar Sorten sind sogar tiefrot. Ist dieses Farbenspiel nicht wunderschön?

    Mangold anbauen: bunte Mangoldstiele

    Damit du die perfekte Mangoldsorte für Dich und dein Gemüsebeet auswählen kannst, findest du hier einen Überblick über einige Mangoldsorten und ihren Eigenschaften. Interessierst du dich auch für Tomatensorten? Dann schau doch mal in diesem Artikel! Dort verrate ich dir meine fünf absoluten Favoriten unter den Tomaten!

    SorteTypFarbeAnbauEigenschaften
    RainbowStielsorteBuntWinteranbau
     im Gewächshaus
    bunte Mischung mit leuchtend schönen Stielen
    Roter VulkanStielsorteRotübersteht leichte Fröstedekorativ und lecker
    FeurioAlleskönnerRotübersteht leichte Fröstewunderschön, auch als Baby Leaf lecker
    LucullusAlleskönnerHellgrünübersteht leichte Fröstesehr wüchsig
    Bright YellowStielsorteGelbwinterhartauch als Baby Leaf lecker
    WalliserStielsorteWeißschossfestlange Beerntbarkeit
    Verde da TaglioBlattsorteGrünschossfestzarte Blätter
    Rhubarb ChardStielsorteRotübersteht leichte Fröstekräftiges Aroma
    Fordhook GiantStielsorteWeißschossfest und winterhartstarker Wuchs
    Orange GloryStielsorteOrangewinterhartsehr dekorativ
    Pink PassionStielsortePinkwinterhartzarte Blätter
    PirolAlleskönnerGelbübersteht leichte Fröstewunderschön, auch als Baby Leaf lecker
    Peppermint TwistStielsorteWeiß-Pink gestreiftwinterhartsehr dekorativ
    Grüner SchnittBlattsorteGrünwinterhartmehrmaliger Schnitt
    Joy’s MidnightStielsorteRotwinterhartgutes Wintergemüse

    Mangold anbauen: Vorzucht oder Direktsaat?

    Du hast die Qual der Wahl – beim Mangold anbauen ist alles möglich! Allerdings kommt es ein wenig auf den Zeitpunkt an: Du solltest Mangold nicht zu früh im Freien aussäen, denn die kalten Nächte im März könnten die Pflanze bereits richtig früh zum Blühen anregen. Möchtest du deinen Mangold so früh wie möglich ernten, ziehst du ihn daher im Haus vor.

    Mangold im Haus vorziehen:

    • Je nach Sorte von Ende Februar bis Mitte August möglich
    • Für Stielsorten gut geeignet
    • Spart Saatgut, weil du die Anzahl der Jungpflanzen gut planen kannst

    Mangold direkt im Beet säen:

    • Je nach Sorte von Anfang April bis Mitte August
    • Für Blattsorten gut geeignet
    • Weniger Arbeit, da das Auspflanzen wegfällt

    Damit du rund ums Jahr frische Mangoldblätter ernten kannst, planst du am besten zwei versetze Aussaaten im Jahr ein. Dadurch hast du immer Mangoldpflanzen verschiedenen Alters gleichzeitig in deinen Beeten. So hast du ein größeres Erntefenster und bist außerdem so flexibel, dass du den Pflanzen zwischen dem Beernten Pausen gönnen kannst, sodass sie sich immer wieder erholen und für die nächste Ernte nachwachsen können.

    Diese clevere Anbauplanung nennt sich „gestaffelte Aussaat“. Zwei gute Zeitpunkte für die Aussaat von Mangold sind Anfang April und Mitte Juli. Auch für viele andere Gemüse lohnt sich eine gestaffelte Aussaat übrigens sehr. In meinem „Gemüsegarten starten-Onlinekurs“ steigen wir noch tiefer in die Gartenplanung ein, um einen richtig produktiven Gemüsegarten anzulegen, der dir wenig Arbeit macht und deinen Erntekorb ordentlich füllt. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist!

    Mangold vorziehen: Schritt für Schritt

    Schritt 1: Die Mangoldsamen steckst du circa 2 cm tief in mit Kompost gefüllten Anzuchttöpfe. Pro Topf verwendest du dabei nur einen Samen. Zur Anzucht kannst du Pflanzerde oder ausgereiften Grüngutkompost verwenden. Die Erde gießt du gut an und stellst sie bei 18-20 Grad an einen hellen Ort.

    Schritt 2: Ab dem Zeitpunkt, wenn deine Pflanzen ihre Köpfe aus der Erde strecken, brauchen sie richtig viel Licht. Die kuschelig warme Temperatur ist jetzt nicht mehr so wichtig, nun darf es ruhig ein paar Grad kühler sein. Hast du ein Gewächshaus, kannst du deine Pflänzchen dort hineinstellen. Wenn es nachts noch sehr kalt ist, holst du sie abends ins Haus oder deckst sie mit einem schützenden Vlies ab. Hast du kein Gewächshaus, kannst du das junge Gemüse unter eine Pflanzlampe stellen.

    Mangold im Anzuchttopf

    Schritt 3: Die Samen des Mangolds sind eine sogenannte „Sammelsaat“. Das bedeutet, dass mehrere Pflänzchen aus einem Samenkorn wachsen. Zeigt sich pro Topf mehr als eine Mangoldpflanze, pikierst du sie in einzelne Töpfe, sobald die ersten echten Blätter da sind.

    Wenn deine Mangoldpflanzen 5-10 cm groß sind, ist es Zeit, sie auszupflanzen!

    Ab ins Beet: Mangold pflanzen

    Zum Auspflanzen brauchst du lediglich eine kleine Handschaufel*, eine Gießkanne zum Angießen*, deine vorgezogenen Mangoldpflänzchen und natürlich einen passenden Platz im Beet!

    Mangold mag ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen mit einem lockeren, humosen Boden. Als Mittelzehrer reicht es ihm, wenn du dein Beet mit Kompost düngst.

    Die Mangoldpflanzen baust du mit einem Reihenabstand von 30 cm und, je nach Sorte, einem Pflanzabstand von 5-20 cm an. Blattmangoldsorten kannst du eher enger pflanzen (5 cm) und Stielmangoldsorten setzt du weiter auseinander (20 cm). Möchtest du per Direktsaat deinen Mangold anbauen, kannst du einfach gleich diese Abstände beim Aussäen im Beet einhalten.

    Wenn die Nächte nach der Pflanzung oder der Aussaat noch knackig frisch sind, dann kuschelst du deine jungen Mangoldpflanzen nachts in ein wärmendes Vlies ein.

    Damit er schön zarte Blätter bekommt, braucht Mangold ausreichend Feuchtigkeit. Ein super Trick, um deinen Boden vor dem Austrocknen zu schützen, ist eine dicke Mulchschicht. Sie verhindert eine schnelle Verdunstung und hält das Regenwasser fest.

    Mischkultur: Gute Nachbarn sind (Man)Gold wert

    Mangold ist relativ anspruchslos und verträgt sich mit vielen anderen Gemüsesorten. Du kannst ihn mit Hülsenfrüchten wie Bohnen und Erbsen, mit Kohlgewächsen wie RadieschenGrünkohl oder Kopfkohl und mit Doldenblütern wie Karotten und Pastinaken anbauen.

    Mangold gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist eng mit der Roten Bete und der Zuckerrübe verwandt. Alle drei gehören zur Art Beta vulgaris. Wegen dieser nahen Verwandtschaft solltest du Rüben und Rote Bete nicht neben Mangold anbauen. Sie sind sich einfach zu ähnlich, konkurrieren um die gleichen Nährstoffe, und locken dieselben Schädlinge und Krankheiten an. Auch Spinat gehört zur engeren Familie und sollte daher im Beet lieber auf Abstand bleiben.

    Mangold anbauen: Mangold Mischkultur

    Mangold anbauen: Die Ernte

    Ungefähr sechs bis zehn Wochen nach der Pflanzung kannst du die ersten Mangoldblätter ernten. Dazu schneidest du die größeren Blätter außen an der Pflanze mit einem Messer ab. Die inneren, jungen Blätter – das sogenannte Herz – lässt du stehen und weiterwachsen. So kann die Mangoldpflanze immer wieder neu austreiben und du kannst kontinuierlich über einen langen Zeitraum hinweg ernten.

    Alternativ dazu kannst du der Pflanze einen Radikalschnitt verpassen und alle Blätter ernten. Gängig ist das besonders für das Ernten von Blattsorten. So ist die Ernte ratzfatz erledigt und du hast eine etwas größere Ausbeute. Dein Mangold wird auch nach dieser etwas rabiateren Erntemethode wieder austreiben, braucht aber viel länger dafür, als wenn du das Herz stehen lässt. Wichtig dabei ist, dass du die unteren Zentimeter stehen lässt. Wenn es gerade trocken ist, dann gönn deiner Mangoldpflanze nach der Ernte ruhig etwas Wasser aus der Gießkanne. So kannst du den Blattaustrieb anregen.

    Viele Mangoldsorten überstehen sogar den Winter – du kannst sie einfach das ganze Jahr über ernten. Im zweiten Jahr gehen sie allerdings irgendwann in die Blüte und bilden Samen aus. Das ist dann ein Zeichen, dass es auch für dich als Gärtner*in Zeit für eine neue Generation Mangold ist. Denk daran, rechtzeitig wieder mit der Aussaat zu beginnen, damit du nicht irgendwann auf dem Trockenen sitzt. Ich trage mir die Saattermine gerne lange im Voraus in meinen Aussaatkalender ein – dann kann nichts mehr schief gehen!

    Aber bevor es nach der Ernte schon wieder an die Aussaat geht, heißt es: Ran an die Töpfe und Kochlöffel – lass dir deinen Mangold schmecken! Rezeptideen für die bunten Blätter und Stiele findest du in meinem Artikel „Mangold zubereiten: Vom Grünzeug zum Gaumenschmaus“.

    Mangold anbauen
    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Kleiner Tipp vorab: Große Mangoldblätter kannst du blanchieren und wie Weinblätter befüllen. Diese Art der Zubereitung findest du im Mittelmeerraum immer wieder. Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke … :)

    Mangold anbauen ist ganz einfach. Nach der Wahl der passenden Sorte ist die größte Hürde wohl schon überwunden. Ich liebe ja die Sortenmischung „Rainbow“! Dieser Mangold wächst im Beet kunterbunt durcheinander und schmeckt richtig gut! Mit der gestaffelten Aussaat kannst du die ganze Saison über junge, zarte Blätter ernten und genießen. Na, wie wäre es mal mit einem Mangoldrisotto oder einer Mangoldlasagne?

    Drei weitere Gemüsekulturen, die bei dir im Garten garantiert wachsen und gedeihen werden, sind Zucchini, Kohlrabi und Kürbis. Stöber gerne hier weiter, wenn dein Gemüsehunger sich einfach nicht stillen lässt:

    Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – der komplette Zucchini-Guide

    Der komplette Kohlrabi-Guide: Pflanzen, Anbauen & Ernten

    Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zu Ernten

    Mangold anbauen ist nicht nur lecker, sondern auch schön bunt. Welches ist deine Lieblingssorte? Schreib mir gerne in den Kommentaren!

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    Hochbeet anlegen: Hochbeete aus Holz

    Hochbeet anlegen – Der ultimative Hochbeet-Guide!

    Ein Hochbeet anlegen ist eine tolle Sache – für dich, weil du dich nicht bücken musst beim Gärtnern und für deine grünen Freunde, weil sie es durch die besondere Befüllung kuschelig warm haben und immer genügend Futter da ist. So machst du dein Gemüse glücklich und fährst gleichzeitig bequem eine dicke Ernte ein. Ich zeige dir, was rund ums Thema Hochbeet anlegen wichtig ist!

    Inhaltsverzeichnis
    Hochbeet anlegen – gut geplant ist halb gewonnen!
    Hochbeet anlegen und selber bauen: Sei Bob der Baumeister!
    Hochbeet anlegen und befüllen: Schicht(en) machen
    Hochbeet bepflanzen: Alle Mann an Deck!
    Gemüse Hochbeet pflegen: Die drei Pflegestufen
    Balkon Hochbeet anlegen: Erhöhte Aufmerksamkeit

    Hochbeet anlegen – Gut geplant ist halb gewonnen!

    Wenn du ein Hochbeet anlegen möchtest, solltest du nicht einfach in deinen Garten oder auf deinen Balkon rennen und wild loslegen. Mit einer guten Planung hast du nämlich lange Freude an deinem Hochbeet und kannst alle seine Vorteile prima nutzen!

    Hochbeet Standort: Welcher Platz ist am besten?

    Für dein neues Hochbeet ist ein sonniges, windgeschütztes Plätzchen in Ost-West-Ausrichtung ideal. Das heißt, dass die schmalen Seiten in Richtung Ost-West zeigen und die langen Seiten dementsprechend nach Nord-Süd.

    So scheint die Sonne auf die gesamte Längsseite deines Hochbeetes und kann die Erde schnell erwärmen. Das ist auch ideal, wenn du für dein Hochbeet einen Frühbeetkasten-Aufsatz nutzen möchtest: Der schräge Deckel öffnet sich nach Süden und der Lichteinfall ist so groß wie möglich. Du musst bei der Hochbeet-Bepflanzung dann aber darauf achten, höhere Pflanzen auf die Nordseite zu setzen, damit sie niedrigerem Gemüse nicht die Sonne klauen.

    Auch wenn du dir ein Balkon-Hochbeet anlegen möchtest, solltest du auf die Lichtverhältnisse achten. In welche Himmelsrichtung liegt dein Balkon? Wie viele Stunden können sich deine Pflänzchen die Sonne auf die Blätter scheinen lassen? 

    Es sollten mindestens fünf Stunden direktes Sonnenlicht sein, sonst macht ein Hochbeet auf dem Balkon keinen Sinn: Dein Gemüse würde bei so viel Schatten beleidigt klein und mickrig bleiben. 

    Nebenbei gesagt: Ein Wasseranschluss in Hochbeet-Nähe ist auch richtig richtig genial. Das erspart es dir nämlich, deine Gießkannen über eine lange Strecke schleppen zu müssen!

    Wann ist der ideale Zeitpunkt zum Hochbeet anlegen?

    Der beste Zeitpunkt zum Hochbeet anlegen ist der Herbst! Da fällt nämlich viel Strauch- und Gehölzschnitt an, den du super für die verschiedenen Hochbeet Schichten verwenden kannst. Falls du sowas nicht hast, geben dir deine Nachbarn ihr Grüngut bestimmt sehr gerne ab, statt es wegzufahren. :) 

    Nach dem Hochbeet befüllen kann sich das Material über den Winter setzen und ein langsamer Rotteprozess beginnt. Im Frühjahr hast du dann einen perfekt vorbereiteten nährstoffreichen Boden und kannst mit Säen und Pflanzen loslegen.

    Aber keine Sorge: Wenn du es im Herbst einfach nicht geschafft hast, kannst du auch noch im Frühjahr dein Hochbeet anlegen und befüllen. Du musst dann nur damit rechnen, dass die Hochbeet Füllung während der Pflanzperiode absinkt.

    Säen und Pflanzen machen dir zwar viel Spaß, aber du findest es super stressig, alle Termine im Auge zu behalten? Dann lad dir doch meinen Aussaatkalender herunter! Da habe ich dir alle wichtigen Zeitpunkte zum Säen und Pflanzen ausgeknobelt und auch eine gestaffelte Aussaat berücksichtigt. So weißt du ganz entspannt, welche Arbeit wann im Garten anfällt.

    Trag dich gerne hier ein:

    Welches Material ist für mein Hochbeet am besten geeignet?

    Dein Hochbeet kann aus Holz, Metall, Steinen oder auch Kunststoff bestehen. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile.
    Meine Tabelle soll dir dabei helfen, dich für ein Material zu entscheiden!

    MaterialVorteileNachteile
    Holznachhaltiger Rohstoff
    fügt sich harmonisch ins Balkon- oder Gartenbild ein
    stabil
    Lärche, Eiche oder Douglasie sind besonders witterungsbeständig
    verrottet
    Bretter wölben sich durch die Witterung auf 
    Herkunft und Behandlung nicht immer nachvollziehbar
    Metall (Coton-Stahl)unverwüstlich
    dünne Wandstärke
    speichert Wärme, was im Frühling/Herbst praktisch ist
    teuer
    Patina muss gefallen
    Erde trocknet im Sommer schneller aus, weil das Material Wärme speichert
    Steinenatürliches Material
    attraktives Gartenelement
    speichern Wärme und Feuchtigkeit
    unverwüstlich
    teuer
    hohes Gewicht
    Erde trocknet im Sommer schneller aus, weil das Material Wärme speichert
    GabionenBausätze in vielen Formen
    einfach aufzubauen und zu befüllen
    teuer
    hohes Gewicht durch die Befüllung mit Steinen
    dicke Wandstärke: braucht viel Platz
    Kunststoffleicht, daher für Balkone gut geeignet
    günstig
    viele Formen
    nicht immer UV beständig
    erzeugt Plastikmüll
    nicht sehr stabil
    optisch nicht immer ansprechend
     

    Na, hast du dich schon entschieden? Dann kann´s ja losgehen mit den Bauarbeiten! :)

    Hochbeet anlegen: Wühlmausgitter

    Hochbeet anlegen und selber bauen: Sei Bob der Baumeister!

    Wenn du dein Hochbeet selber bauen möchtest, solltest du es nicht breiter als 1,20 m machen und so hoch, dass die Oberkante ungefähr auf deiner Beckenhöhe liegt. So begärtnerst du deine grünen Gemüsefreunde bequem und rückenschonend!

    An den Boden des Hochbeets tackerst du ein Gitter zum Schutz vor den frechen Wühlmäusen. Die Maschenweite darf aber nicht größer sein als 13 Millimeter, sonst quetschen sich die Nager da nämlich auf der Suche nach leckerem Gemüse problemlos durch!

    Die unterste Reihe Bretter sollte möglichst keinen Bodenkontakt haben, damit sie nicht so schnell zu faulen beginnt. Deshalb machst du ein Fundament aus feinem Kies und bettest Kantsteine hinein, auf die du das Hochbeet stellst. So liegt das Wühlmausgitter auf dem Kies auf und reißt nicht aus, wenn die Befüllung darauf kommt.

    Dann kannst du noch die Hochbeet-Innenseiten mit Folie auskleiden. Das schützt das Holz vor Feuchtigkeit. Geeignet sind Noppenbahnen für den Mauerwerkschutz oder Noppenfolie für den Garten. Teichfolie oder PE Folie kannst du ebenfalls verwenden.

    Du möchtest lieber ein Hochbeet anlegen, das niedriger ist, zum Beispiel für ein Kräuter-Hochbeet? Dann habe ich eine super „Hochbeet-selber-bauen-Anleitung“ für dich!

    Denk beim Einkauf für dein Hochbeet auch an Dinge wie Folie, Schrauben, Tackerklammern, Wühlmausschutz, Lasur und Pinsel. So hast du alles für dein Hochbeet DIY zu Hause und musst nicht nochmal extra los!

    Wenn dir das Hochbeet bauen zu aufwändig ist, kannst du natürlich auch ein fertiges Hochbeet kaufen. Es sollte aus hochwertigem, stabilen Material bestehen, mit dem du gut über viele Jahre hinweg gärtnern kannst.

    Falls du ein Hochbeet aus Kunststoff kaufen möchtest, achte darauf, dass es aus Recycling Kunststoff besteht und dass es einigermaßen stabil gebaut ist. Wenn das Hochbeet dann auch noch gut aussieht, hast du alles richtig gemacht. ;)

    Hochbeet anlegen: Gemüse im Hochbeet

    Hochbeet anlegen und befüllen: Schicht(en) machen

    Für die Hochbeet-Füllung brauchst du verschiedene Hochbeet-Schichten. Du beginnst mit grobem Strauchwerk ganz unten und endest oben mit ausgereiftem, feinkrümeligen Kompost.

    Solltest du nirgendwo an Kompost kommen und auch selber noch nicht genügend davon hergestellt haben, kannst du beim Hochbeet anlegen auch eine gute Pflanzerde als abschließende Schicht verwenden. Dann arbeitest du noch ein paar Handvoll Pflanzenkohle* und Urgesteinsmehl* leicht in die Oberfläche ein.

    Bevor du pflanzt oder säst, lockerst du die Erde vorsichtig mit einer kleinen Handhacke auf. So können deine Gemüsezöglinge ihre zarten Wurzeln ganz ungehindert tief in die Erde stecken und dort Wasser und Nährstoffe tanken.

    Du fängst gerade erst an, Gemüse anzubauen? Wie du ganz easypeasy dein Gemüse selber anbaust und dafür sorgst, dass es prächtig wächst und eine tolle Ernte einbringt, erfährst du in meinem Kurs Gemüsegarten starten*. Ich würde mich riesig freuen, wenn du Teil unserer Gartensuchti-Gemeinschaft wirst! :)

    Hochbeet bepflanzen: Alle Mann an Deck!

    Du bist fertig mit Hochbeet anlegen und nur die Hochbeet Bepflanzung fehlt noch?

    Dann pflanzt du da am besten die Gemüse an, die du am liebsten isst! Diese Kandidaten sortierst du nach Pflanzenfamilien und gibst ihnen Beetnachbarn, mit denen sie sich besonders gut verstehen. Wie das genau geht, zeige ich dir in meinem Artikel Hochbeet bepflanzen – So geht´s ganz einfach!

    Bestimmte Gemüsesorten fühlen sich im Hochbeet besonders wohl, andere sind nicht so gut dafür geeignet, weil sie zum Beispiel zu hoch werden. Dann brauchst du für die Ernte eine Leiter. ;) Meine Lieblings-Hochbeet-Pflanzen sind bewährte Kandidaten für den Anbau in luftiger Höhe – ich kann sie dir wärmstens empfehlen! :)

    Psst: Als Hochbeet Pflanzen eignen sich nicht nur Gemüse, auch Kräuter stehen super gern in erhöhter Lage. Wie wäre es mal mit einem Kräuterhochbeet?

    Hochbeet anlegen: Gießkanne

    Gemüse Hochbeet pflegen: Die drei Pflegestufen

    Wenn du nun alle Premiumplätze in deinem Hochbeet vergeben hast, beginnt das Hegen und Pflegen deiner grünen Zöglinge. Dafür eignen sich Gartengeräte mit halblangem Stiel am besten, weil du ja auf Arbeitshöhe gärtnerst und nicht auf dem Boden.

    Auch die Gießkanne eine Nummer kleiner erleichtert dir das Arbeiten, weil sie nicht so viel Gewicht hat und sich gut hochheben lässt. Deine Pflänzchen und Aussaaten brauchen jetzt neben viel Liebe auch hin und wieder dreifache Pflege: Gießen, mulchen und düngen. Dann wachsen sie prächtig heran und belohnen dich mit einer dicken Ernte!

    Sollte sich die Erde nach dem Hochbeet anlegen während der Saison setzen und alles etwas tiefer rutschen, keine Panik! Das ist ganz normal. Die groben Schichten weiter unten beginnen nämlich zu verrotten und sacken zusammen. Im Herbst füllst du einfach entsprechend mit ausgereiftem Kompost nach.

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Balkon Hochbeet anlegen: Erhöhte Aufmerksamkeit

    Wenn du ein Balkon Hochbeet anlegen möchtest, gibt es ein paar zusätzliche Dinge, über die du dir Gedanken machen solltest:

    • Gewicht von Erde und Hochbeet

    Das Hochbeet und seine Befüllung sind zusammen ein ziemliches Schwergewicht!

    Ist dein Balkon dafür statisch ausgelegt? Du kannst ein Hochbeet aus Kunststoff anschaffen und da schon einige Kilos einsparen. Aber Erde und vor allem nasse Erde wiegen richtig viel. Darum würde ich nur ein kleines Balkon Hochbeet anlegen.

    • Balkon Hochbeet anlegen: Wie befülle ich ein Balkon Hochbeet?

    Auf dem Balkon brauchst du keinen Wühlmausschutz und keine verschiedenen Hochbeet Schichten. Aber vergiss nicht, in Boden und Folie einige Löcher zu bohren!

    Mit einer fünf Zentimeter hohen Drainageschicht aus Blähton oder feinem Kies ganz unten sorgst du dafür, dass das Wasser gut ablaufen kann. Darauf füllst du dann ausgereiften Kompost oder eine gute Hochbeeterde.

    • Was passiert mit dem überschüssigen Wasser?

    Durch die Löcher im Hochbeet Boden sorgst du dafür, dass dein Gemüse nicht plötzlich in einem See steht. Denn die meisten Pflanzen mögen Staunässe überhaupt nicht! Aber was passiert mit dem ablaufenden Wasser? Überschwemmst du damit deinen Balkon und duschst auch gleich noch die Nachbarn mit?

    Falls dein Balkon Hochbeet Beine hat, findest du vielleicht hübsche Auffangbehälter, die du unter die Abzugslöcher stellst. So gibt es keine unschönen Flecken oder rutschige Stellen. Das Wasser kannst du dann sogar beim nächsten Mal wiederverwenden und es fließt nicht nur nutzlos davon. Wenn dein Balkon Hochbeet keine Beine hat, kannst du es mit Holzlatten so erhöhen, dass normale Untersetzer darunter passen.

    Übrigens: Auch für das Hochbeet anlegen auf dem Balkon ist mein Aussaatkalender eine super wertvolle Planungshilfe. Lad ihn dir am besten gleich herunter!

    Ein Hochbeet anlegen ist nicht schwierig. Du profitierst davon das ganze Jahr über, weil du bequem auf Arbeitshöhe gärtnerst und deinen Rücken schonst. Außerdem kannst du früh säen und pflanzen und natürlich ganz lange ernten. Am besten gehst du gleich los zum Bretter kaufen. ;)

    Du möchtest nicht nur ein Hochbeet anlegen, sondern so richtig einsteigen in den Gemüseanbau? Dann kannst du hier weiterschmökern:

    9 einfache Schritte zu deinem Gartenplan!

    Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

    Die Milpa und ihre Geheimnisse: Mischkultur von Mais, Kürbis und Bohnen!

    Welche Erfahrungen hast du gemacht beim Hochbeet anlegen oder bist du noch in der Planung? Ich freue mich, von dir zu hören!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Himbeeren pflanzen: Himbeerhecke

    Himbeeren pflanzen: In 7 Schritten zu deiner Traumhimbeerhecke ♥

    Himbeeren pflanzen, das steht schon sooo lange auf deiner To-Do-Liste? Dann ran an den Spaten! Ich zeige dir, wie, wo und warum du Himbeeren in deinem Garten pflanzen solltest.

    Inhaltsverzeichnis
    Him(mlische)-Beeren
    How to: In 7 Schritten zu deiner Traum-Himbeerhecke
    Ein Spalier für deine Himbeeren!
    Himbeeren pflanzen: Der perfekte Standort und tolle Sorten
    Himbeeren pflanzen: Der perfekte Zeitpunkt
    Himbeeren hegen und pflegen

    Him(mlische)-Beeren

    Hast du dich auch schon einmal gefragt, ob die deutsche Bezeichnung „Himbeere“ nicht eigentlich eine Abkürzung für himmlische Beere ist? ;) Einen Platz in deinem Garten hat sie sich in jedem Fall durch ihren unwiderstehlichen Geschmack verdient!

    Du kannst sie entweder direkt vernaschen oder die Früchte zu Marmelade oder Saft verarbeiten, um im kalten Winter einen Hauch vom eingemachten Sommer zu kosten. Himbeeren sind immer eine Delikatesse!

    Wir bauen bei uns nicht nur Sommer-, sondern auch Herbsthimbeeren an. Sommerhimbeeren tragen nur an den zweijährigen Ruten zwischen Juni und Juli, während Herbsthimbeeren bereits an den einjährigen Ruten tragen und ab August köstliche Beeren reifen lassen. So können wir die Erntesaison oft bis in den November ausdehnen.

    Himbeeren pflanzen: Gepflückte Himbeeren im Korb

    Himbeeren sind mit wenigen Sortenausnahmen Selbstbefruchter. Sie brauchen also keine Partner-Himbeere für die Bestäubung. Verschiedene Himbeeren pflanzen lohnt sich aber trotzdem: So verlängerst du dein Erntefenster und kannst die köstlichen Beeren länger genießen. ;)

    How to: In 7 Schritten zu deiner Traum-Himbeerhecke

    Lass uns zur Tat schreiten und Himbeeren pflanzen! Hier erfährst du, wie du Himbeersträuchern easy peasy ein Zuhause in deinem Garten schenkst:

    #1 Vorbereitung ist das A und O

    Zunächst bereitest du den Ort vor, wo du die Himbeeren pflanzen möchtest. Dazu entfernst du alle Beikräuter und lockerst die oberen 15 Zentimeter des Bodens mit einer Doppelgrabegabel. Wenn du deinen Himbeerstrauch rundum verwöhnen möchtest, kannst du die Erde mit etwas Kompost, kompostiertem Mist oder Pflanzerde vermischen.

    Manche Gärtner*innen arbeiten auch noch Hornspäne oder Schafwollpellets als Langzeitdünger ein. So findet die Himbeere einen richtigen Nährstoffbooster vor, den sie sich genüsslich einverleiben und in köstliche Früchte verwandeln kann. ;)

    #2 Rankgerüste

    Nun ist der ideale Zeitpunkt, um ein Rankgerüst zu bauen, damit sich die Himbeeren daran festhalten können. Wie das genau funktioniert, erkläre ich dir weiter unten!

    #3 Ein schön bequemes Pflanzloch

    Es geht ans Pflanzloch (oder an die Pflanzlöcher)! Schnapp dir einen Spaten und buddel ein Loch, das vom Volumen her mindestens doppelt so groß ist wie der Wurzelballen der Himbeerpflanze, die dort zukünftig wachsen und gedeihen soll. Den Boden des Pflanzlochs kannst du noch mit etwas reifem Kompost auffüllen.

    Du möchtest in deinem Garten nicht nur Himbeeren pflanzen, sondern auch Kräuter? Dann lade dir meinen ultimativen Kräuterplan herunter, damit in Zukunft auch Rosmarin, Petersilie, Salbei und Thymian deinen Garten schmücken!

    Hol dir den 3-Zonen-Kräuterplan!

    Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den 3-Zonen-Kräuterplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

      #4 Wurzelmassage

      Lockere den Wurzelballen mit den Händen auf. Wurzeln, die aus Platzmangel schon „um die Kurve“ gewachsen sind, zupfst du vorsichtig nach unten – so regst du die Wurzelbildung an und vermeidest den sogenannten Wurzel-Spiralwuchs, der die Versorgung deiner Himbeere beeinträchtigt. 

      #5 Himbeeren pflanzen

      Die Erde ist vorbereitet, das Rankgerüst, steht, das Pflanzloch ist ausgehoben: Jetzt kannst du die Himbeeren pflanzen! Wenn du sie eingesetzt hast, füllst du das Pflanzloch mit Erde auf und trittst alles fest, um eventuelle Hohlräume um den Ballen herum auszufüllen.

      Der ideale Pflanzabstand zwischen den einzelnen Sträuchern beträgt 40 – 50 Zentimeter. Manchmal sehen die kleinen Himbeerpflänzchen da noch ein bisschen verloren aus, aber keine Sorge! Das holen sie ganz schnell auf und mit der Zeit wächst eine prächtige Himbeerhecke heran! Spätestens im zweiten oder im dritten Jahr nach dem Himbeeren pflanzen haben die Sträucher ihren Platz vollständig erobert.

      Nicht nur Himbeeren, auch anderes Obst und Gemüse möchtest du gern anbauen und dich zumindest ein Stück weit selbstversorgen? Dann komm doch in meinen Gemüsegarten starten Kurs, da zeige ich dir, wie du mit wenig Mühe einen tollen Gemüsegarten anlegst und eine dicke Ernte einfährst! Ich würde mich sehr freuen, wenn du dabei sein möchtest!

      #6 Eine gründliche Dusche

      Wasser marsch!* Nach dem Himbeeren pflanzen braucht dein Strauch jetzt eine durchdringende Bewässerung, die bis in die tiefen Bodenschichten reicht. So kann er Nährstoffe aufnehmen und gut anwachsen.

      #7 Die Mulchdecke

      Jetzt packst du auf den Boden unter deiner Himbeer-Pflanze noch eine dicke Mulchschicht. Die hält den Boden schön feucht und unterdrückt Beikräuter. Du musst dann nicht so viel gießen und jäten – cool, oder?

      Für einen „beerenstarken“ Garten solltest du übrigens auch unbedingt wunderbar süße Erdbeeren anbauen! ;)

      Ein Spalier für deine Himbeeren!

      Himbeeren bilden ziemlich lange Ruten aus. Deswegen brauchen sie unbedingt ein Rankgerüst! Das können – ganz einfach – mehrere Drähte sein, die du zwischen Pfählen aufspannst.

      Himbeeren pflanzen: Himbeerhecke mit Rankgerüst

      Wenn du deine Himbeeren (vor allem deine Sommerhimbeeren) aber so richtig profimäßig aufbinden willst, eignet sich dafür die sogenannte „Staberziehung“: 

      Dafür schlägst du zunächst je einen Pfosten an den Enden deines Himbeerbeetes ein. Dazwischen spannst du einen Draht, ein Seil oder eine dünne Holzlatte. Alle 50 Zentimeter befestigst du daran einen dünnen senkrechten Stab, an dem du jeweils die einjährigen bzw die zweijährigen Ruten locker zusammenbindest und hochführst. Fertig!

      So hast du die tragenden Ruten hübsch beieinander und die nicht-tragenden Ruten zusammengefasst. Das erleichtert die Ernte und auch das Schneiden deiner Himbeeren sehr!

      Wenn du Herbst- Himbeeren pflanzen möchtest, genügt ein einfaches Rankgerüst. Für sie brauchst du keine Stabführung.  

      Himbeeren pflanzen: Der perfekte Standort und tolle Sorten

      Alle Himbeer-Sorten stammen von der Wald-Himbeere (Rubus idaeus) ab. Diese Wald-Himbeere wächst – unschwer zu erraten – an Waldrändern.

      Deshalb mögen unsere Gartenhimbeersträucher sonnige, windgeschützte und nicht zu trockene Standorte mit lockeren, humusreichen und leicht sauren Böden. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5, und 6,5 liegen. Hast du einen schweren, verdichteten Boden, arbeitest du einfach etwas Sand und Kompost ein.

      Zum Himbeeren pflanzen ist ein Zaun optimal: So hast du gleichzeitig einen Sicht- und einen Windschutz.

      Himbeeren müssen nicht immer rot sein! Es gibt auch gelbe, violette und schwarze Exemplare. Sorten wie „Winklers Sämling“, „Autumn Bliss“, „ Meeker“, „Fallgold“ „Black Jewel“ oder „Willamet“ eignen sich wunderbar für deinen Garten. Du hast jetzt nur noch die Qual der Wahl! ;)

      Gelbe Himbeeren pflanzen

      Du möchtest liebend gern Himbeeren pflanzen, findest aber in deinem Garten einfach kein Plätzchen mehr dafür? Keine Sorge, Himbeeren fühlen sich auch in Töpfen oder Pflanzkübeln wohl! Dafür nimmst du am besten Herbst-Himbeeren oder auch Zwerg-Himbeeren, die sich auch im Topf richtig wohlfühlen. 

      In einen Topf kannst du das ganze Jahr über Himbeeren pflanzen, da musst du dich nicht an Termine halten. 

      Psst: Auch Tomaten kannst du wunderbar im Topf ziehen!

      Himbeeren pflanzen: Der perfekte Zeitpunkt

      Bei Gartenhimbeeren sieht das allerdings etwas anders aus! Die allerbeste Zeit zum Himbeeren pflanzen ist der Spätherbst. Deine Himbeere konzentriert dann all ihre Kraft auf Anwachsen und Wurzelbildung und kann im Frühjahr mit voller Kraft austreiben.

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      Himbeeren können prima über zehn Jahre am selben Standort bleiben. Du musst sie also nicht jedes Jahr umpflanzen.

      Himbeeren hegen und pflegen

      Auch nach dem Himbeeren pflanzen brauchen deine Beerenlieblinge Zuneigung und Pflege! Himbeeren freuen sich über eine jährliche Gabe Kompost oder kompostierten Mist und belohnen dich dann mit vielen aromatischen Früchten.

      Sommerhimbeeren düngst du am besten im August. Für Herbsthimbeeren ist der Frühling der perfekte Zeitpunkt zum Düngen. Guten Appetit, liebe Himbeeren! ;)

      Eine weitere wichtige Pflegemaßnahme ist die schützende und nährende Mulchschicht, die du beim Himbeeren pflanzen um deine Sträucher herum ausbringst. Weil Himbeeren ein flaches Wurzelsystem haben, können sie sich kein Wasser aus tieferen Bodenschichten holen. Eine dicke Mulchschicht sorgt dafür, dass der Boden an der Oberfläche nicht austrocknet.

      Himbeeren pflanzen: Reife Himbeeren am Strauch

      Und dann ist da natürlich der Schnitt! Du solltest deine Himbeeren regelmäßig schneiden, damit du eine üppige Ernte der leckeren Beeren einfahren kannst.

      Auch Johannisbeeren brauchen einen regelmäßigen Schnitt, um dir jedes Jahr eine dicke Ernte zu liefern!

      Himbeeren pflanzen ist ganz einfach und nicht nur du hast deine helle Freude an den leckeren Früchten: Himbeeren spenden Nektar und Pollen und bieten Tieren Verstecke und Nistmöglichkeiten.

      Darum ab mit dir in den Garten, schnapp dir einen Spaten und pflanz ein paar der himmlischen Beeren!

      Psst: Vergiss nicht, dir meinen Kräuterplan herunterzuladen!

      Du willst nicht nur Himbeeren pflanzen, sondern auch anderes Obst und Gemüse? Dann stöber gern weiter auf dem Blog:

      Kräuterhochbeet: Lieblingskräuter ganz einfach anbauen und ernten!

      Alte Apfelsorten: Ein altes Kulturgut zum Wiederentdecken

      Nie wieder Johannisbeeren kaufen – so vermehrst du deine Beerensträucher selber!

      Welche Sorten kannst du zum Himbeeren pflanzen empfehlen? Schreib es mir gern in die Kommentare ♥

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